Autor Thema: Wikipedia/Wikimedia ...  (Gelesen 9539 mal)

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Ertappt - BBC-Mitarbeiter schönen Wikipedia-Artikel
« Antwort #45 am: 17 Dezember, 2007, 13:16 »
Die alterwürdige BBC steht für kompromisslos seriösen Journalismus. Eine etwas weniger seriöse Art von Journalismus sollen aber diverse Mitarbeiter der BBC in der Vergangenheit betrieben haben: Sie veränderten einen sie selbst betreffenden Wikipedia-Artikel in ihrem Sinne.

Die englische Zeitung The Independent berichtet, dass BBC-Mitarbeiter wiederholt den Artikel Criticism of the BBC auf Wikipedia geändert haben. In dem Artikel geht es um Kritik an der BBC und an ausgewählten Beiträgen der BBC.

Unter anderem hätten die BBC-Mitarbeiter schon vor einigen Monaten damit begonnen, Wikipedia-Artikel in ihrem Sinne zu verändern. Das geht aus den Einträgen im Diskussionsbereich zu Criticism oft the BBC hervor. Unter anderem sollten damit in dem genannten Artikel Hinweise auf Pressekritik an der politischen Korrektheit der BBC-Berichterstattung entschärft werden.
Bisher sollen rund 7000 Korrekturen von Rechnern mit einer IP-Adresse der BBC durchgeführt worden sein. Im Diskussionsbereich zu diesem Artikel wird der britische Nachrichtensender dafür heftig kritisiert. Allerdings muss fairerweise auch gesagt werden, dass viele Änderungen von BBC-PCs aus durchaus sinnvolle Ergänzungen von bereits bestehenden Artikeln sind.
Wikipedia-Artikel wurden und werden immer wieder von Unternehmen und Behörden bewusst manipuliert. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Eintrag zum ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Ebenso legten Mitarbeiter des US-Kongresses Hand an bei Wikipedia.

Quelle : www.pcwelt.de


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Die Mitmach-Britannica
« Antwort #46 am: 23 Januar, 2009, 08:24 »
Encyclopædia Britannica öffnet sich für Nutzercommunity

Die ehrwürdige Encyclopædia Britannica bekommt wie andere Lexika die Konkurrenz der Online-Mitmachenzyklopädie zu spüren. Die Briten haben sich deshalb zu einem erstaunlichen Schritt entschlossen: Sie öffnen ihr Lexikon der Internetgemeinde. Allerdings werden alle Nutzerbeiträge vor der Veröffentlichung von der Britannica-Redaktion überprüft.
Die Encyclopædia Britannica, seit über 240 Jahren Gralshüter des lexikalischen Wissens, hat sich zu einem unerwarteten Schritt entschlossen: Das ehrwürdige Lexikon will künftig auch der Internetcommunity die Möglichkeit zur Mitarbeit einräumen, berichtet die britische Tageszeitung Times. Die Surfer sollen Artikel bearbeiten und Inhalte ergänzen.

Anders als beim Konkurrenten, der Onlineenzyklopädie Wikipedia, will die Britannica jedoch die Kontrolle behalten und räumt ihren Internetautoren keine völlige Freiheit ein. Konkret bedeutet das, dass Britannica-Redakteure die von den Nutzern geschaffenen Inhalte zunächst auf inhaltliche Richtigkeit prüfen und dann erst freischalten. Die Seiten sollen alle 20 Minuten aktualisiert werden.

Dafür hat die Britannica einen großen Köder für ihre Nutzer: Wie Britannica-Chef Jorge Cauz der australischen Zeitung Sydney Morning Herald sagte, werden viele der Änderungen auch in die gedruckte Version übernommen. Das Lexikon erscheint nach wie vor alle zwei Jahre in einer 32-bändigen Ausgabe.

Die Richtungswechsel ist umso erstaunlicher als die britischen Wissenshüter im Frühjahr 2006 noch das Wissenschaftsmagazin Nature heftig angegriffen hatten, weil dieses gewagt hatte zu konstatieren, dass die Qualitätsunterschiede zwischen Wikipedia und Encyclopædia Britannica nicht sehr groß seien. Tatsächlich hat die Online-Mitmachenzyklopädie in Vergleichen mit arrivierten Lexika immer wieder gut abgeschnitten, auch wenn Gründer Jimmy Wales im Interview mit Golem.de zugab, er habe manchmal "den Eindruck, dass einige der Tests uns begünstigen."

Cauz konnte sich auch dieses Mal einen Seitenhieb auf die ungleich populärere Konkurrenz nicht verkneifen. Er gab zu, dass sein Angebot "definitiv nicht so populär" ist wie die Wikipedia. Diese, fuhr er fort, "trägt zur Verbreitung von Wissen bei, und viele Menschen sind mit ihr als ihrer einzigen Quelle zufrieden - so wie viele damit zufrieden sind, jeden Tag bei McDonalds zu essen."

An der gedruckten Britannica arbeiten zwischen 2500 und 4500 Autoren, viele davon Wissenschaftler. Über die Öffnung für die Webgemeinde hofft sich das Lexikon weitere Mitarbeiter zu finden. Grund für die Entscheidung sei das große Interesse der Nutzer an einer Mitarbeit an der Britannica gewesen, berichtet Cauz. "Wir haben viele Leserbriefe mit Vorschlägen zur Verbesserung von Artikeln oder Hinweisen auf sachliche Fehler erhalten. Wir sahen, dass die Leser anfingen, sich an der redaktionellen Arbeit zu beteiligen." Es habe allerdings eine Weile gedauert, eine Infrastruktur zu schaffen, die sicherstelle, dass die Nutzerbeiträge schnell bearbeitet und dann online gestellt werden. "Wir entwickeln eine redaktionell betreute Wissensdatenbank", so Cauz.

Quelle : www.golem.de

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Wikipedia prüft Einschränkung der Editierbarkeit
« Antwort #47 am: 25 Januar, 2009, 19:44 »
Flagged Revisions Process soll Online-Vandalismus verhindern

Die englischsprachige Wikipedia erwägt eine Einschränkung der Editierbarkeit von Artikeln nach dem Vorbild der deutschen Version. Bei ausgewählten Artikeln soll auf das System der gesichteten und geprüften Versionen gesetzt werden um Falschmeldungen zu verhindern.
Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales hat die Einführung der Methode der "gesichteten und geprüften Versionen" (Flagged Revisions Process) vorgeschlagen, die in der deutschen Ausgabe bereits umgesetzt ist. Updates ausgewählter Artikel müssten danach erst von einem Kreis von erfahrenen und registrierten Autoren freigegeben werden. Vertrauenswürdige Wikipedia-Autoren könnten aktuelle Änderungen dabei auch sofort freischalten. Die Beiträge anderer Autoren kämen in die Warteschleife.

Die Diskussion folgt auf zwei Fälle von Vandalismus, in denen falsche Todesmeldungen über die Senatoren Ted Kennedy und Robert Byrd bei Wikipedia verbreitet wurden. Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales sagte: "Dieser Schwachsinn wäre durch 'Flagged Revisions' komplett vermeidbar gewesen. Aktuelle Einträge seien so weiter möglich, so Wales weiter. 60 Prozent der Nutzer hätten dieser Änderung zugestimmt, die Diskussion geht weiter.

Seit Mai 2008 werden in der deutschsprachigen Wikipedia einzelne Versionen von Artikeln bereits von so genannten Sichtern markiert. "Ziel der Markierungen ist es, die Verlässlichkeit von Artikeln zu erhöhen und dem Leser mehr Rückmeldung zur Qualität des Artikels zu liefern. Allerdings ist die Sichtung keine inhaltliche Prüfung, sondern lediglich eine Überprüfung auf offensichtlichen Vandalismus", heißt es bei Wikipedia.

Quelle : www.golem.de

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340.000 Euro Spenden für deutsche Wikipedia
« Antwort #48 am: 01 Februar, 2009, 16:58 »
Weit über 6 Millionen US-Dollar sammelte die Wikimedia Foundation, Betreiberin der Online-Enzyklopädie Wikipedia, zwischen 4. November 2008 und 9. Januar 2009 in ihrer internationalen Spendenkampagne ein, die erstmalig als Gemeinschaftsprojekt der Wikimedia Foundation in den USA und Wikimedia Deutschland stattfand. Während dieser Zeit blendeten die Initiatoren ein Banner auf den Wikipedia-Seiten ein. Wikimedia Deutschland veröffentlichte nun das Spendenergebnis hierzulande. In insgesamt 66 Tagen überwiesen Spender insgesamt rund 340.000 Euro an das Projekt, was die Erwartungen der Betreiber übertraf.

Das Geld wird indes dringend gebraucht: "Das rasante Wachstum der Enzyklopädie und die weiterhin stark steigenden Zugriffszahlen von monatlich rund zehn Milliarden Seitenabrufen machen Jahr für Jahr größere Ausgaben für den Betrieb notwendig", erklärt der Wikimedia-Vorsitzende Kurt Jansson. Ein großer Teil der eingenommenen Mittel wird laut Wikimedia für neue Server, die Weiterentwicklung der Software und den immensen Datentransfer benötigt. Darüber hinaus werden historische Quellen digitalisiert, Informationsveranstaltungen und Workshops angeboten sowie Schreibwettbewerbe und Literaturstipendien unterstützt.

Das Spendenaufkommen ist im Jahresvergleich deutlich angestiegen. Die Kampagne Ende 2007 lief 76 Tage lang und erbrachte rund 207.000 Euro. Während die Spenden trotz der kürzeren Kampagnendauer um insgesamt rund 65 Prozent stiegen, verdoppelte sich die Zahl der Spender von 4560 auf 9180. Durchschnittlich stifteten die Benutzer knapp 40 Euro. Die Spenden an Wikimedia sind steuerlich absetzbar. Für Spenden über 200 Euro stellt der Verein eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt aus, bei geringeren Beträgen reicht der Einzahlungsbeleg als Nachweis aus. Die deutschsprachige Version von Wikipedia enthält derzeit 870.000 Artikel, weltweit sind es über 10 Millionen Artikel in rund 260 Sprachen. Wikimedia Deutschland bittet wie die Schwesterprojekte in anderen Ländern ständig um Spenden, mit denen auch zusätzliche Aktivitäten finanziert werden sollen, beispielsweise Aktionstage an Schulen, an denen Schülern und Lehrern der richtige und kritische Umgang mit der Wikipedia nähergebracht werden soll.

Quelle : www.heise.de

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Wikipedia: Deutsche Version besser als englische
« Antwort #49 am: 04 April, 2009, 07:01 »
Der Gründer von Wikipedia, Jimmy Wales, hält die deutschen Autoren für präziser als die englischsprachigen. Der 43-Jährige sagte am Freitag auf der Internet-Konferenz re:publica in Berlin: "Ich finde, dass das deutschsprachige Wikipedia eine höhere Qualität hat als das englischsprachige."

Akademiker für mehr Qualität

Wales räumte ein, dass das Online-Lexikon ein Problem mit der Richtigkeit der im Netz veröffentlichten Informationen habe. "Ich versuche, mehr Akademiker zum Schreiben zu animieren, um die Qualität zu verbessern", sagte er im Friedrichstadtpalast. Bereits Anfang des Jahres hatte Wales in diesem Zusammenhang angekündigt, nach Vorbild der deutschen Version auch in der englischen Wikipedia ein Prüfsystem für neue Einträge einzuführen.

Vor hunderten Bloggern auf der re:publica nahm er Wikipedia jedoch auch in Schutz. Vorwürfe aus dem Publikum, große Unternehmen würden Einträge auf der Online-Enzyklopädie zu ihren Vorteilen ändern, wies Wales zurück. "Große Unternehmen engagieren Kommunikationsexperten, die schlau genug sind, zu wissen, dass es sehr schlecht für das Unternehmen wäre, wenn Veränderungen auffliegen", sagte der Wiki-Gründer.

Nach Wales' Angaben hat die Plattform mittlerweile elf Millionen Artikel in über 250 Sprachen. Die deutschsprachige Fassung ist mit gut einer Million Artikel nach der englischen mit 2,8 Millionen Texten die zweitgrößte Ausgabe der Welt.

Quelle : www.onlinekosten.de

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Wikipedia-Community stimmt über Lizenzwechsel ab
« Antwort #50 am: 14 April, 2009, 11:08 »
Die Wikipedia-Community hat mit der Abstimmung über den Wechsel zu einer Creative-Commons-Lizenz begonnen. Die Einführung der Lizenz CC-BY-SA ("Attribution, Share Alike" bzw. "Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen") soll die Weiternutzung von Inhalten der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte erleichtern und die Integration anderer freier Inhalte ermöglichen, auch bestehende Inhalte sollen neu lizensiert werden.

Die Abstimmung dauert noch bis zum 3. Mai. Teilnehmen können alle registrierten Wikipedia-Autoren, die bis Mitte März 25 Bearbeitungen vorgenommen hatten. Diese Grenze wurde festgelegt, um den Missbrauch der Abstimmung vorzubeugen, sie liegt jedoch erheblich niedriger als bei vorangegangenen Abstimmungen zur Besetzung von Posten im Vorstand der Wikimedia Foundation. Das Ergebnis der Abstimmung ist nicht verbindlich – erst der Stiftungsvorstand wird nach der Bekanntgabe der Ergebnisse entscheiden, ob die Entscheidungsvorlage in Kraft gesetzt werden soll oder überarbeitet werden muss.

Die Abstimmung ist eine der wichtigsten Richtungsentscheidungen in der Geschichte der Wikimedia Foundation. Als die Wikipedia im Jahr 2001 gegründet wurde, gab es noch keine Creative-Commons-Lizenzen. Stattdessen wurde die Wikipedia unter die GNU Free Documentation License (GFDL) gestellt, die eigentlich zur Verbreitung freier Software-Dokumentation bestimmt war. In der Folge gab es zahlreiche Probleme bei der Weiterverwendung der Inhalte. So sahen die Lizenzbedingungen zum Beispiel den Abdruck des kompletten Lizenztextes vorsahen – eine Weiterverbreitung einzelner Wikipedia-Artikel war damit in Printprodukten unpraktikabel. Auch die erforderliche Benennung der Haupt-Autoren stellte bei Wikipedia-Artikeln mit Hunderten Bearbeitungen ein großes Problem dar. Weiteres Problem war die Integration von Bildern unter Creative-Commons-Lizenzen, da die beiden Lizenzen zueinander nicht kompatibel waren.

Bereits seit Jahren hatte Wikimedia-Gründer Jimmy Wales den Wechsel zu einer Creative-Commons-Lizenz angeregt, im Dezember 2007 beschloss der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung den Wechsel. Da die Wikimedia Foundation selbst aber keine Rechte an den Inhalten der Wikipedia und anderer Projekte halten, musste erst die Free Software Foundation (FSF) den Plänen zustimmen. Im Dezember veröffentlichte die Organisation eine eine neue Version der GFDL. "Diese gestattet explizit die Lizensierung von Inhalten in wiki-artigen Gemeinschaftsprojekten unter CC-BY-SA", erklärt Wikimedia-Vize Erik Möller, der den Lizenzwechsel organisiert. Diese Lizenz erlaubt wie die GFDL die kommerzielle Weiternutzung der Inhalte und verlangt eine Weiterverbreitung der Inhalte zu gleichen Bedingungen.

Nach Auffassung der Wikimedia Foundation ist es nicht nötig, dass jeder Autor dem Lizenzwechsel zustimmt: "In unseren Augen haben sie das bereits, da sie einer Lizensierung unter GFDL zugestimmt haben, die ausdrücklich auch die Herausgabe veränderter Versionen der GFDL erlaubt, welche im Geiste der bisherigen Version stehen", erklärt Möller auf Anfrage von heise online. Nach dem vorliegenden Vorschlag werden bereits bestehende Wikipedia-Inhalte zukünftig unter den beiden Lizenzen GFDL und CC-BY-SA stehen, neu hinzugefügte Inhalte jedoch ausschließlich unter der Creative-Commons-Lizenz. Ausgenommen sind Bilder, die nur unter GFDL 1.2 mit Ausschluss späterer Versionen hochgeladen wurden. Sie werden wahrscheinlich von den Projektseiten gelöscht werden. "Die Richtlinien für Drittnutzer werden im Zuge der Lizenzänderung, wenn sie denn stattfindet, standardisiert. Nach den vorgeschlagenen Nutzungsbedingungen ist für die Autoren-Nennung in jedem Medium ein aktiver Link – wenn möglich – oder eine URL auf den Original-Artikel mit Versionsgeschichte die Mindestvoraussetzung", sagt Möller.

Obwohl ein Lizenzwechsel in der Community fast durchgängig unterstützt wird, sind nicht alle Wikipedia-Nutzer mit den Vorschlägen der Wikimedia Foundation zufrieden. So bezweifeln Kritiker die Rechtmäßigkeit einiger Klauseln. Ein Problem ist die korrekte Auszeichnung der CC-lizenzierten Inhalte Dritter: So legen viele Ersteller freier Inhalte wert auf die Nennung ihres Namens bei jeder Veröffentlichung – innerhalb der Wikipedia werden Fotografen aber lediglich über die Verlinkung einer Bildbeschreibungsseite gewürdigt. Wenn Dritte Wikipedia-Artikel weiterverbreiten, befürchten die Kritiker, ist der Autorenvermerk aber nur über Umwege nachlesbar. Zudem sei nicht sichergestellt, dass die Wikimedia immer online sei. Möller plädiert in der Diskussion für eine bessere Auszeichnung der Rechteinhaber innerhalb der Wikipedia-Artikel.

Die korrekte Anwendung der Wikipedia-Lizenzbedingungen ist derzeit auch Gegenstand eines Rechtsstreits in Deutschland. Der Internet-Aktivist Alvar Freude wurde Anfang April abgemahnt, weil er Bilder aus der Wikipedia lizenzwidrig weiter verbreitet haben soll. Freude bestreitet die Vorwürfe.

Quelle : www.heise.de

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"Wikipedia grundsätzlich unzuverlässig"
« Antwort #51 am: 25 April, 2009, 20:24 »
Das Berufungsgericht des US-Bundesstaates New Jersey hat ein Urteil aufgehoben, weil es unter anderem auf einem Wikipedia-Artikel als Beweismittel beruhte. Bei dem Verfahren ging es um Kreditkartenschulden. Der Kreditkarten-Account des beschuldigten Kunden war mehrfach an andere Banken übertragen worden, teilweise durch Fusionen und Firmenkäufe und schließlich durch Verkauf an ein Inkassounternehmen. Dieses versuchte nun, die Schulden einzuklagen. Der Kreditkartenkunde bezweifelte jedoch, dass er wirklich an diese Firma zahlen müsse. Um die Serie der Verkäufe zu dokumentieren, legte der Kläger-Anwalt daraufhin unter anderem den Ausdruck eines Wikipedia-Artikels und einen Artikel der New York Times vor. Der Richter akzeptierte diese beiden Beweismittel und sprach dem Inkassounternehmen schließlich einen Anspruch zu.

Der "Superior Court of New Jersey" hat nun entschieden (PDF-Datei), dass die Forderung nicht hinreichend belegt war, da der Wikipedia-Artikel nicht als Beweismittel zulässig war. Wörtlich heißt es: "Jeder, der über einen Internetzugang verfügt, kann einen Wikipedia-Account anlegen und jeden Eintrag in Wikipedia ändern." Somit könne auch jede Prozesspartei einen Artikel beliebig manipulieren, ausdrucken und dem Gericht vorlegen. Eine solche veränderbare Quelle sei "grundsätzlich unzuverlässig" (inherently unreliable) und keine, deren "Korrektheit vernünftigerweise nicht bezweifelt werden kann", wie es für Beweise erforderlich sei.

Dass der Richter im ersten Prozess den Wikipedia-Artikel berücksichtigt habe, sei somit ein Formfehler. Da in der Kette der Verkäufe somit ein Schritt nicht bewiesen sei, habe der Kläger seine Forderung nicht ausreichend belegt.

Die Korrektheit des News-York-Times-Artikels, der einen anderen Verkauf belegte, wird in der Entscheidung nicht in Zweifel gezogen.

Quelle : www.heise.de

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Neue Lizenz für Wikipedia
« Antwort #52 am: 21 Mai, 2009, 14:44 »
In einer Abstimmung haben sich die aktiven Wikipedia-Autoren mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Inhalte der Wikipedia zukünftig doppelt zu lizenzieren: Außer unter der bisher verwendeteten GNU Free Documentation License (GFDL) sollen sich die Artikel und sonstigen Medien zukünftig auch zu den Bedingungen der Creative-Commons-Lizenz "Attribution, Share Alike" ("Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen", CC-BY-SA) nutzen lassen. Diese Änderung soll die Übernahme der Wikipedia-Inhalte erleichtern.

In der Abstimmung, an der sich über 17.000 Wikipedia-Autoren beteiligten, sprachen sich 75,8 Prozent für die Lizenzänderung aus. 10,5 Prozent stimmten gegen die Änderung, 13,7 Prozent äußerten keine Präferenz. Die Lizenzänderung muss jetzt noch von der Wikimedia Foundation offiziell abgenickt werden; Widerstände sind dort allerdings nicht zu erwarten, da die Anregung zu dem Lizenzwechsel vom Vorstand der Stiftung ausging. Anfang Juni soll ein Vorschlag für die geänderten Nutzungsbedingungen zur Diskiussion vorliegen, Ende Juni die Umstellung der englischsprachigen Wikipedia-Inhalte erfolgen. Gleichzeitig soll die Übersetzung der neuen Nutzungsbedingungen in andere Sprachen beginnen.

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Wikipedia sperrt IP-Adressen von Scientology aus
« Antwort #53 am: 29 Mai, 2009, 11:30 »
Das Wikipedia-Schiedsgericht hat entschieden, Beiträge oder Beitragsänderungen von Mitgliedern der sogenannten Scientology Church ab sofort zu verhindern. Das soll erreicht werden, indem IP-Adressen, die der Organisation zugeordnet werden können, ausgesperrt werden. Diese werden demnach ebenso gehandhabt wie Adressen von offenen Proxys, die bei Wikipedia unerwünscht sind. Das Schiedsgericht hatte erwogen, die Sperre nur für Artikel einzurichten, die in einem Zusammenhang mit Scientology stehen, doch das erschien letztlich nicht umsetzbar.

Die Aussperrung der US-amerikanischen Organisation, die auch in Deutschland vertreten ist, wurde im Schiedsgericht seit dem 11. Dezember 2008 diskutiert; insgesamt lief dort das vierte Verfahren rund um Scientology. Wikipedia hat sich dazu verpflichtet, alle Einträge von einem neutralen Standpunkt aus zu verfassen. Diesen hätten Nutzer verlassen, die Scientology zugeordnet werden können, indem sie Werbung in eigener Sache gemacht hätten. Nutzer sollen von Scientology aus Artikel bearbeitet und ihre Aktionen mit ihresgleichen koordiniert haben.

Quelle : www.heise.de

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Wikipedia will Online-Enzyklopädie um Videos erweitern
« Antwort #54 am: 22 Juni, 2009, 18:48 »
Berlin - Artikel der Online-Enzyklopädie Wikipedia sollen künftig mit Videos angereichert werden können.

Die Betreiber-Stiftung Wikimedia Foundation arbeite derzeit an der Entwicklung der Software, erklärte eine Sprecherin des Vereins Wikimedia Deutschland heute in Berlin. Die Funktion soll in einigen Monaten auch in Deutschland zur Verfügung stehen. Das Mitmach-Lexikon besteht derzeit vor allem aus Texten, Fotos und Zeichnungen.
 
Die Videos sollen zum einen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Online-Lexikons stammen, zum anderen von Inhaltelieferanten wie Filmarchiven. Voraussetzung sei, dass die Videos unter einer freien Lizenz zur Verfügung stünden, erklärte die Sprecherin. Nutzer dürften die Bewegtbilder selbst bearbeiten und weiterverbreiten.

Wikipedia wird von der nicht-kommerziellen Wikimedia Foundation aus San Francisco betrieben. Der Verein Wikimedia Deutschland unterstützt die US-Organisation und betreibt die deutsche Website www.wikipedia.de, die auf die Server in den USA verlinkt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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Atomindustrie kontra Umweltaktivisten - in der Wikipedia
« Antwort #55 am: 19 Juli, 2009, 15:00 »
Es ist eine Frage des Glaubens. Glaubt man der Atomindustrie, dann sind Kernkraftwerke Klimaschützer. Glaubt man den Umweltaktivisten, dann gehören sie abgeschaltet. Abseits der hitzigen politischen Debatte nach dem Störfall im Atommeiler Krümmel gilt es, auch die Öffentlichkeit für seine Sichtweise zu gewinnen – im Fokus steht dabei auch die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia. Laut der Organisation LobbyControl sind PR-Agenturen und Tarnorganisationen damit beschäftigt, Einträge zum Beispiel bei Wikipedia zu ändern. Aber nicht nur hier werden die jeweiligen Sichtweisen plaziert. Besonders aktiv sei in diesen Tagen das Pro-Atom-Netzwerk "Bürger für Technik" – einige Mitglieder fielen vor allem mit Leserbrief- Offensiven zum Thema Kernkraft auf.

"Wikipedia-Manipulation gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben großer PR-Agenturen", sagt auch Axel Mayer, Geschäftsführer der BUND- Regionalstelle in Freiburg. Es ist einfach, den Korrigierer von Einträgen ausfindig zu machen. Die IP-Adresse des Computers, die bei einer geänderten Version angegeben ist, wird bei www.coolwhois.com eingegeben und dort wird der Standort des Computers ausgespuckt. Unter der IP-Adresse 213.183.13.20 fügte etwa am 3. März 2006 jemand von einem Münchener CSU-Rechner ein Kapitel "Misserfolge und Kritik" in den Eintrag zum früheren Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD) ein. Häufig werden solche Manipulationen aber rasch von engagierten Wikipedia-Nutzern wieder rückgängig gemacht – zumindest, wenn sie gegen das unparteiische Selbstverständnis der Enzyklopädie verstoßen.

Beim Thema Atom tauchte in der Vergangenheit beim Eintrag zum AKW Biblis wiederholt die IP-Adresse 153.100.131.14 auf. Der Computer steht laut "coolwhois.com" bei Biblis-Betreiber RWE – geändert wurden etwa Angaben zu Störfällen. Auf den Seiten von deutschen Atommeilern seien nur selten Infos über Radioaktivitäts-Abgaben im Normalbetrieb oder zu Krebserkrankungen, kritisiert Mayer. Allein beim Eintrag zum Pannenreaktor Krümmel gab es seit der Reaktorabschaltung am 4. Juli mehr als 120 Änderungen – die meisten waren aber nicht tendenziös.

"Der professionelle Einsatz zum Ändern kritischer Einträge und zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung geschieht häufiger, als man denkt", meint LobbyControl-Vorstand Ulrich Müller. Oft träten nicht Konzerne selbst, sondern Agenturen oder scheinbar interessierte Privatpersonen als Korrektoren auf den Plan. Müller verweist auf Fachgruppen der Kerntechnischen Gesellschaft. Dort heißt es in einem Protokoll: "Zahlreiche Mitglieder der Fachgruppe engagieren sich auch als Autoren bzw. Korrektoren bei www.wikipedia.de". Besonders das damit verbundene Netzwerk "Bürger für Technik" versuche über Leserbriefe in Zeitungen und durch das Ändern von Internet-Einträgen eine atomfreundliche Haltung zu befördern, sagt Müller.

Das Deutsche Atomforum weist jegliche Verbindung zu PR-Agenturen zurück. "Wir haben niemanden damit beauftragt, entsprechende Einträge zu ändern", sagt Geschäftsführer Dieter Marx. Er verweist darauf, dass zu einseitige Wikipedia-Einträge ruckzuck wieder korrigiert würden. "Das sind alles Einzelpersonen, die da mitdiskutieren." Die Bürger für Technik seien aktiv, ohne dass man da irgendetwas steuere. In der Kerntechnischen Gesellschaft seien 2500 Mitglieder, auf die man nicht alle Einfluss nehmen könnte. "Wir sehen das auch zum Teil kritisch, weil sie manchmal über das Ziel hinausschießen."

BUND-Aktivist Mayer kämpft seit Jahren gegen die Veränderung von Seiten zur Kernenergie bei Wikipedia und das Löschen kritischer Verweise. "Einige Wikipedia-Seiten sind zwar ausgewogener geworden, Links zu den Seiten von Atomkraftgegnern werden nicht mehr sofort gelöscht", sagt er. "Wir haben aber das generelle Problem der Waffenungleichheit", klagt er. "Unsere Anmerkungen und Links wurden in der Vergangenheit zum Teil nach 15 Minuten gelöscht."

Für unausgewogen hält Mayer unter anderem die Seiten der bayerischen Kernkraftwerke Isar in der Nähe von Landshut und Gundremmingen. Vergangenes Jahr war Mayer aber auch selbst ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, weil der BUND Freiburg als Gegenwehr so penetrant kritische Links bei Wikipedia-Einträgen zur Atomkraft setzte, dass diese Links auf einer Spamliste landeten.

Quelle : www.heise.de

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Verfassungsrichter beklagt die Anonymität bei Wikipedia
« Antwort #56 am: 24 August, 2009, 18:58 »
Ein Bundesverfassungsrichter fürchtet, dass anonyme Interessengruppen, die Wikipedia-Artikel verfassen, so die öffentliche Meinung manipulieren. Die Verfasser sollten ihr Gesicht offen im Netz zeigen, fordert Udo Di Fabio.

Udo Di Fabio, Richter am Bundesverfassungsgericht, beklagt die Manipulation der öffentlichen Meinung durch das Internet. In einer Festrede zum Jubiläum des Solinger Tageblatts, das 200 Jahre alt geworden ist, sagte er laut einem Bericht der Westdeutschen Zeitung : "Kommerzielle oder anonym auftretende politische Interessengruppen können die scheinbare Anarchie des Netzes für ihre Zwecke geschickt nutzen."

Ein Beispiel dafür sei die freie Enzyklopädie Wikipedia, über deren Autorenschaft der Richter Öffentlichkeit herstellen möchte. "Wer schreibt für Wikipedia, das jeder Schüler als digitales Lexikon ohne zu zögern konsultiert? Warum zeigt sich das Gesicht der Kommunikationsteilnehmer nicht offen im Netz?", so Di Fabio.

Das Internet berge allgemein die Gefahr, dass Nachrichten in einzelne Bestandteile zerteilt, kommerzialisiert und jedem Nutzer individuell zugestellt würden. Analytisches Herstellen von Zusammenhängen bleibe daher echten Zeitungsredaktionen wie dem Solinger Tageblatt vorbehalten.

Quelle : www.golem.de

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Denk langsam, lösche schnell
« Antwort #57 am: 20 Oktober, 2009, 20:22 »
Nachdem der Artikel zum Opferverein "Mogis" nun schlussendlich gelöscht bleibt, geht die Lösch- oder Aufräumwut bei Wikipedia weiter. Mit teilweise abstrusen Folgen.

Getroffene Hunde bellen und bei Wikipedia kann man momentan sagen: sie löschen. Nachdem jetzt der "irrelevante Kleinverein" Mogis (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) nach aktueller Faktenlage bei Wikipedia weiterhin irrelevant bleibt und daher kein Eintrag zu ihm Bestand hat(te), ist das Thema Netzsperren/Stasi 2.0/Zensursula wohl so interessant/nervend geworden, dass da einige Damen und Herren allem Anschein nach gleich nach dem Gießkannenprinzip löschen, zur Neubearbeitung sperren und Links herausnehmen.

Die genauen Abläufe kann man bei Fefe nachlesen, aber wer innerhalb eines Artikels zum Thema Netzsperren nun auch die Links zu beispielsweise Odem.org herauslöscht mit der Begründung, man solle bei "Links zu Organisationen unbekannter Relevanz erst einen Artikel zu dem Thema schreiben", der hat wohl die letzten Jahre mit dem Kopf auf der Löschtaste geschlafen. Anstatt gleich reflexhaft in den Artikeln rumzupuzzeln und den Relevanzbegriff weiterhin arrogant/ignorant zu nutzen, hätte man ja auch mal nachschauen kann - nein, nicht bei Wikipedia, da steht ja nichts. Aber z.B. hier bei Telepolis, wo es heißt: "Mit seiner Initiative Odem.org hat Alvar Freude viel Medienaufmerksamkeit erhalten - und bisher über 6.300 Unterschriften Unterschriften gegen Zensur." Wer Odem als irrelevant oder unklar relevant bezeichnet, der scheint wenig geeignet dafür, beim Thema Netzsperren, welches von Alvar Freude und dessen Odem nun seit Jahren behandelt, kritisiert und bearbeitet wird, wirklich mitzureden.

Es bedarf einer kurzen Recherche bei der Suchmaschine der Wahl, um zu erfahren, um wen es sich bei Odem.org handelt und wie aktiv diese Organisation schon seit Jahren ist, wenn es um Informationsfreiheit und Netzsperren geht.

Bei "Trotz allem" die Relevanz nicht zu erfassen - nämlich, dass dieser Verein neben "Mogis" wichtig war und ist, um zu zeigen, dass nicht alle Opfer sexueller Gewalt automatisch mit Frau von der Leyen übereinstimmen - ist mehr traurig als wirklich dumm.

Die Logik: "Schreibt halt erst einen Artikel über die Vereinigung mit unklarer Relevanz" funktioniert nicht mehr, wenn zunehmend der Eindruck entsteht, dass die Relevanz von Begriffen, Personen, Vereinigungen usw. entweder ohne jedes Fachwissen entsteht oder aber ausgewürfelt wird. Wer sollte da noch Lust haben, einen Artikel zu schreiben, nur damit es dann lapidar heißt "keine Relevanz" und die ganze Arbeit im Mülleimer landet, während in epischer Breite die Klingonische Sprache erläutert wird.

Dass auch die "Schäublone" und "Zensursula" höchstens eine kurze Erwähnung im Artikel Stasi 2.0 erfahren, verwundert da schon nicht mehr.

Nicht nur momentan (doch momentan besonders deutlich) agiert man bei Wikipedia wie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die lediglich ihren eigenen Geschmack bzw. ihre eigene (begrenzte) Weltsicht als Prüfkriterium für Entscheidungen nutzt. Wie auch die BPfjM, die einfach sagt: "Das ist keine Kunst weil es keine Kunst ist", so sagt Wikipedia: "Das ist irrelevant, weil es irrelevant ist." Aber jeder entblößt sein Wissen bzw. den Mangel dessen eben so gut, wie er kann. Mit dem Kommentar, bei Odem sei die Relevanz nicht klar, wurde jedenfalls schön demonstriert, wie wenig (Fach)Wissen notwendig ist, um sich bei einem Thema zu betätigen...

Quelle : http://www.heise.de/tp/blogs/5/146388

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Wikipedia: Die große Relevanz-Debatte
« Antwort #58 am: 06 November, 2009, 09:59 »
Der Verein Wikimedia Deutschland lud in Berlin zur großen Diskussion über Relevanz und Irrelevanz in der Wikipedia. Was hat die heutige Offline-Diskussion gebracht?

In den vergangenen Tagen war die Diskussion um die Relevanzkriterien der Wikipedia, die über Löschung und Beibehaltung von Artikeln entscheiden, außergewöhnlich hitzig geführt worden. Die Beteiligten beschimpften sich gegenseitig als "Blockwarte" und "Trolle" - heute trafen sie in Berlin aufeinander.

Einer der lautesten Kritiker der Wikipedia in den vergangenen Wochen tauchte gar nicht erst auf. Felix "Fefe" von Leitner blieb der Veranstaltung in den Räumen von Wikimedia Deutschland fern. Er wolle nicht, dass Wikimedia das Gespräch wegen seiner Anwesenheit platzen lasse, schreibt er in seinem Blog.

Auf dem Podium diskutierten die Wikipedianer Leon Weber und Martin Zeise und die Blogger Johnny Haeusler und Pavel Mayer. Der hatte in einem Blogbeitrag der Wikipedia unterstellt, ein "vordigitales Menschenbild" zu haben.

Das bekräftigte er gleich zu Anfang noch einmal: Das, was auf Papier gedruckt erschienen ist, zählt für die Wikipedia als Quelle, was in einem Blog geschrieben wurde dagegen nicht. Mayer stellt die Frage: "Was soll das, wenn man sich an aussterbenden Medien orientiert in der Wikipedia?"

Vor allem aber störten sich die beiden Blogger auf dem Podium - und mit ihnen die meisten Zuschauer - daran, dass es überhaupt Relevanzkriterien in der Wikipedia gibt. Relevanz, sagt Johnny Haeusler, sei für ihn nichts Objektives. Einige Zuschauer wollten dann auch gleich alle Schleusen öffnen. Im digitalen Raum gebe es kein Platzproblem, warum solle also irgendetwas aus der Wikipedia gelöscht werden?

Eine Position, die besonders bei Martin Zeise auf wenig Gegenliebe stieß: "Es ist eine gewisse Kontrolle erforderlich", hielt er denen entgegen, die sich gegen die Relevanzkriterien aussprachen. Zeise ist Administrator der Wikipedia und damit Mitglied einer Gruppe, an denen einige Teilnehmer der Veranstaltung kein gutes Haar ließen.

Sie hätten sich in eine "priesterliche Kaste" verwandelt, warf Willi Schroll diesen Wikipedianern vor, die unter anderem Löschungen von Artikeln vornehmen können. Andere kritisierten, die Administratoren würden unter einander eine intransparente Kommunikation pflegen, von Vereinmeierei war die Rede. So könnten sich alte Hasen unter den Wikipedia-Nutzern Dinge erlauben, für die Neulinge schnell verwarnt oder gar gesperrt würden.

Was bedeutet diese Kritik für die größte Enzyklopädie der Welt und wohin könnte der Weg der deutschsprachigen Wikipedia führen? Häufig war von davon die Rede, das Projekt zu forken. Viele der Kritiker würden gerne ihre eigene Enzyklopädie aufmachen, in der andere Regeln gelten. Dahinter steckt vor allem der Wunsch, sich nicht mit der Bürokratie der deutschen Wikipedia herumschlagen zu müssen.

Offenbar haben diese Kritiker bereits den Glauben darin verloren, dass eine Reform des Projektes überhaupt möglich ist. Das betrifft nicht nur technische Neuerungen, die laut Leon Weber erschreckend langsam umgesetzt werden, sondern vor allem soziale Problem.

Pavel Richter von Wikimedia Deutschland hofft, dass die Diskussion hilft, die Qualität der Wikipedia zu steigern. Davon war an diesem Abend wenig zu spüren. Besonders Martin Zeise zeigte sich deutlich als Vertreter einer Position, die einen Richtungswechsel ablehnt. Das haben die Kritiker sich zum Teil allerdings selbst zuzuschreiben. Häufig wirkten die Wortmeldungen nicht wie der Versuch, die Wikipedia zu verbessern, sondern mehr wie eine Anklage.

Quelle : www.gulli.com

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Wikipedia-Unmut bei Spendenaktion
« Antwort #59 am: 12 November, 2009, 18:30 »
Gestern startete die Wikimedia Foundation einen ihrer üblichen weltweiten Spendenaufrufe, mit denen sich der gemeinnützige Betreiber der Wikipedia finanziert. Der deutsche Ableger der Online-Enzyklopädie steht allerdings gerade wegen seiner Löschpolitik heftig unter Beschuss, vor allem aus der Blogosphäre – und so nutzen die Wikipedia-Kritiker das Spendenformular, um ihrer Unzufriedenheit über die Admins der freien Enzyklopädie Luft zu machen: Im Spendenticker häufen sich Einträge von Minimalspenden über einen Euro mit hämischen Kommentaren wie "damit weiter zensiert werden kann" oder "eine irrelevante Spende mit einem irrelevanten Kommentar".

Der Trägerverein, die Wikimedia Deutschland e.V., hat darauf mit einer Löschung einzelner Spendeneinträge reagiert. Da der Verein diese per Einzugsermächtigung erhält, können ihm durch fehlerhafte oder frei erfundene Kontonummern finanzieller Schaden durch Rückbuchungen entstehen. In einem Blogeintrag rechtfertigte sich Wikimedia Deutschland durch den Hinweis, der Verein habe "keinen inhaltlichen, technischen oder redaktionellen Einfluss auf das Projekt" und "beziehe deshalb auch keine Position in der aktuellen Relevanzdebatte".

Viele Gäste und Beobachter einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema haben das offenbar anders empfunden. Die Veranstaltung letzte Woche scheint eher dazu beigetragen zu haben, die Fronten zu verhärten. Während die Admins die Relevanzkriterien für unverzichtbar halten, verweisen die sogenannten Inklusionisten darauf, dass eine Online-Enzyklopädie Platz für alle möglichen Artikel habe (siehe dazu auch diesen c't-Hintergrundartikel). Aus diesen Kreisen gibt es auch neue Ideen für Wikipedia-Forks, zumal die Diskussion teilweise die Züge einer Löschantrags-Fehde zwischen Wikipedia-Admins und dem CCC  angenommen hat. Auslöser der Debatte war unter anderem die Löschung eines Artikels zum MOGIS-Verein, der bei der Debatte um das Internetsperren-Gesetz im Frühjahr eine wichtige Rolle spielte.

Quelle : www.heise.de

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