Autor Thema: SES Gruppe ...  (Gelesen 14490 mal)

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Offline BananaJoe

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und wegen schlechtem Wetter auf heute verschoben
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Offline Sammy

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Die werden per Raumfähre und Abschleppseil verschoben... also das Seil am Sateliten festbinden und an der Anhängerkupplung der Raumfähre - und dann zieht man sie auf die neue Position...


Ne, im ernst ich denke die Sat's haben ja Steuerdüsen um ihre position zu halten und vielleicht nutzt man das um ihn einen kleinen schubs in die richtung zu geben wo er hin soll .. dann schwebt er langsam in die richtung.. denke mal das verschieben wird bestimmt mehrere tage dauern ?

Offline SiLæncer

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Zitat
die Sat's haben ja Steuerdüsen um ihre position zu halten und vielleicht nutzt man das um ihn einen kleinen schubs in die richtung zu geben wo er hin soll .. dann schwebt er langsam in die richtung.. denke mal das verschieben wird bestimmt mehrere tage dauern ?

Jo , allerdings wird so ein Manöver aufgrund des ´Treibstoffverbrauchs´ die Lebensdauer des Sats merklich verkürzen...da ja so weniger Reserven für das Position halten übrig bleibt...

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Offline Jürgen

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Je länger so ein Manöver dauern darf, desto weniger Sprit wird verbraucht.
Doppelt sparsam eigentlich, weil der sowohl zum Beschleunigen als auch zum Bremsen nötig ist.

Allerdings gibt's für unsere Positionen eine Besonderheit, der Himalaja zieht die Vögel immer langsam nach Osten.
Diesen Effekt kann man ebenso zu nutzen versuchen, wie zufällig günstige Sonnenwinde oder jede andere hier hilfreiche Abweichung, die man sonst korrigieren müsste.

Die SES hat schon lange Tradition mit der mehrfachen Verschieberei, der erste mir erinnerliche Wandervogel war wohl 1C, 19.2 -> 28.2 -> 19.2 ->....
Sehr hilfreich war der durch Hinzulernen immer sparsamer werdende laufende Bedarf für die Positions-Stabilisierung, der mehrere Vögel bis weit über die ursprünglich vorgesehene Einsatzdauer in Betrieb zu halten erlaubte. Legendär war da Astra 1A, der sogar noch deutlich nach Ablauf verschoben, dann an die Skandinavier verpachtet und selbst danach noch längere Zeit im Inclined Orbit für Zuspiel-Dienste verwendet wurde, bevor man ihn mit dem allerletzten Sprit in den Friedhofs-Orbit abschob.

Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, welcher Fernseh-Satellit es war, der nach einem frühzeitigem Versagen der Startrakete mittels seines eigenen Apogäum-Motors auf eine Bahn gebracht wurde, die ihn mehrfach um Mond und Erde laufen liess, bevor er die geostationäre Bahn schliesslich doch erreichte, immerhin noch mit etwa der Hälfte des ursprünglich vorgesehenen Treibstoffs für die dortige Betriebsdauer.

Mindestens eine erhebliche Verschiebung ist zudem (fast) immer vorgesehen, denn die gründlichen InOrbitTests werden üblicherweise deutlich entfernt von den aktiven Positionen durchgeführt, um ungehemmt austesten zu können, ohne Gefahr zu laufen, aktive Dienste zu stören.
Frequenzen sind noch viel knapper als Positionen...
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Offline Mac Fly

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Danke, wusste doch, ihr habt Ahnung ;D

Der Himalaya zieht sie nach Osten... auch interessant... so stark haett ich den Effekt nicht eingeschaetzt.
Ich werd Millionen machen, wenn ich mit meinem Tankschiff alle Satelliten abgrase und da gibts keine 1,40 pro Liter ;D
(Hier in Australien bezahl ich uebrigens teilweise 35 EuroCent pro Liter, werd wohl ne Pipeline nach Europa legen...)
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Offline SiLæncer

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Astra 1L: Satellitenstart geglückt - 9,4 Kilometer pro Sekunde
« Antwort #65 am: 05 Mai, 2007, 11:35 »
Der Start des neuen Satelliten Astra 1L des luxemburgischen Satellitenbetreibers SES Astra vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana ist bei guten Wetterbedinungen und klarem Himmel im zweiten Anlauf geglückt.

Alle technischen Systeme arbeiteten einwandfrei und hatten unter den Augen von SES-Astra-Chef Ferndinand Kayser und Arianespace-Vorstand Jean-Yves Le Gall grünes Licht. Die Rakete erreichte nach etwa 25 Minuten eine Höchstgeschwindigkeit von 9,37 Kilometern pro Sekunde. Mit dieser Reisegeschwindigkeit würde ein Flug von Berlin nach New York nur wenige Minuten dauern.

Neben Astra 1L ist auch der Telekommunikationssatellit Galaxy 17 von Intelsat an Bord. Er soll 15 Jahre lang arbeiten und vor allem internationale Telekommunikationsverbindungen sicherstellen. Das Spektakel war live im Internet mit einem Browser sowie dem RealPlayer bzw. Media Player abrufbar und wurde durch zahlreiche Werbefilme der beteiligten Unternehmen unterbrochen.

Astra 1L wurde exakt 27 Minuten nach dem Abschuss in einer Höhe von knapp unter 1.000 Kilometern ausgesetzt, Galaxy 17 folgte sechs Minuten später bei einer Höhe von über 2.000 Kilometern. Die erfolgreiche Mission wurde mit Beifall im Kontrollzentrum begrüßt.

Beide Himmelskörper wurden Anfang der Woche in die Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA integriert. Sie wiegen zusammen 9,402 Tonnen, ein Rekordgewicht. Astra 1L kommt auf 4,5 Tonnen und war über dem 4.100 Kilogramm schweren Galaxy 17 montiert.

Astra 1L wird auf der in Deutschland beliebten Position 19,2° Ost zum Einsatz kommen und ist für Ausstrahlungen in Kontinentaleuropa vorgesehen. Er soll von dort auch die wachsende Zahl an HDTV-Kanälen übertragen. Nach der erfolgreichen Positionierung des neuen Satelliten in den kommenden Wochen wird Astra 2C von 19,2° Ost auf 28,2° Ost verschoben und kann damit weitere britische Programme übertragen. Zudem soll er die Reichweite von den Kanarischen Inseln im Westen bis zur russischen Grenze im Osten erweitern.

Quelle : Sat+Kabel

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Neuer Astra-Satellit 1L auf 19,2 Grad Ost einsatzbereit
« Antwort #66 am: 11 Juli, 2007, 16:52 »
Der bereits Anfang Mai von Kourou in Französisch-Guyana gestartete Astra-Satellit 1L ist auf seiner Position 19,2° Ost angekommen und einsatzbereit.

Alle notwendigen Tests zur Hardware und zu den Sendefunktionen an Bord wurden bestanden, teilte der Luxemburger Satellitenbetreiber SES Astra am Mittwoch mit. Durch den neuen, leistungsfähigeren Himmelskörper wird Astra 1E 19,2° auf 23,5 Grad Ost und Astra 2C auf 28,2° Ost verschoben - er steht damit für Fernsehhaushalte in Großbritannien und Irland zur Verfügung. Der neue 1L soll zudem die Dienste der Ka-Band-Transponder stärken, Astra 1H dient dabei als Backup-Satellit.

Durch die Umpositionierung werden nach Angaben des Satellitenbetreibers weitere 16 Transponder angeboten, davon mindestens zehn für den Direktempfang. Acht weitere sollen auf der steuerbaren Antenne auf Astra 2B aktiviert werden, die zurzeit über Westafrika positioniert ist und damit über 16 statt bisher acht Transponder verfügt.

Quelle : Sat+Kabel

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Mit einem Ballon zum Titan
« Antwort #67 am: 20 Oktober, 2007, 15:59 »
Die Europäische Weltraumagentur ESA hat im Rahmen des Projekts Kosmische Vision, das langfristige Forschungsprogramme für die Zeitspanne von 2015 bis 2025 festlegen will, acht Vorschläge ausgewählt, auf die sich die künftige Forschung in den Bereichen konzentrieren sollte. Die Entscheidung fiel auf dem Treffen des Space Science Advisory Committee (SSAC), das am 17. und 18. Oktober in Paris stattfand.

Aus einer Liste von 50 Vorschlägen, die von europäischen Wissenschaftlern eingereicht wurden, sind acht ausgewählt worden, die nun bis 2011 weiter auf ihre technische Durchführbarkeit und Finanzierbarkeit überprüft werden. Unterschieden wird dabei in große Missionen, die auf mehr als 650 Millionen beziffert werden, und mittlere Missionen, die um die 300 Millionen kosten. Am Ende sollen zwei Projekte – ein großes und ein mittleres – stehen, die dann 2017 und 2018 realisiert werden.

Eine weitere großere Mission, die als Nummer neun auf der Liste steht, ist LISA (Laser Interferometer Space Antenna). Der dieser Mission, die zusammen mit der Nasa durchgeführt werden soll, sollen drei um die Erde kreisende Satelliten die von der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen aus dem Weltall messen. LISA war bereits für "Cosmic Vision 2005-2015" vorgesehen, musste jetzt aber nach hinten verschoben werden und steht damit in Konkurrenz mit den vier anderen großen Missionen wie Laplace, einer Mission zum Jupiter, die unter anderem herausfinden soll, ob der Jupitermond Europa bewohnbar ist.

Der Himmel im Infrarotlicht, der helle Streifen ist die Milchstraße. Bild: JAXA

Eine weitere große Mission ist TANDEM (Titan AND Enceladus Mission), mit der der Saturn und dessen Mondes Titan und Enceladus erforscht werden sollen. Geplant sind ein Orbiter und eine Landeeinheit, die einen Ballon sowie drei weitere Sonden auf den Titan bringen soll. Bei dem Projekt XEUS ( X-ray Evolving Universe Spectroscopy) soll ein neuartiges Teleskop mit zwei, in präziser Formation fliegenden Satelliten den Ursprung des Universums erkunden und grundlegende astrophysikalische Prinzipien erforschen. Ausgewählt wurde auch der japanische Vorschlag SPICA (SPace Infrared telescope for Cosmology and Astrophysics), mit einem Teleskop die ferne Infrarotstrahlung zu untersuchen. Europa soll dabei die Erfahrung und Technik einbringen, die am Herschel-Teleskop gewonnen wurden, das nächstes Jahr in Betrieb genommen werden soll.

Darstellung des 2005 entdeckten Exoplanten HD 189733b. Bild: ESA - C.Carreau

Zu den mittleren Forschungsvorhaben, die nun zu einer näheren Prüfung ausgewählt wurden, gehört Marco Polo. Bei der Mission würde ein Komet oder ein anderes erdnahes Objekt (NEO) untersucht werden. Eine Landeeinheit soll Proben nehmen und zur Erde zurückbbringen. Bei der Mission Cross-Scale, die mit der japanischen Weltraumagentur JAXA geplant ist, sollen 12 Sonden gleichzeitig Plasmaströmungen in der Nähe der Erde messen. PLATO (PLAnetary Transits and Oscillations of stars) ist eine fotometrische Mission und soll Exoplaneten entdecken und bestimmen. Zudem sind mit Dune, basierend auf einer Wide-Field-Imager Kamera, und Space mit einem Spektroskop für nahes Infrarot zwei Vorschläge aufgenommen worden, um die dunkle Materie und die dunkle Energie weiter zu erforschen. Nächstes Jahr soll hier die Entscheidung darüber fallen, welches der beiden Projekte weiter verfolgt wird.

Quelle : www.heise.de

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Offline SiLæncer

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SES Astra ersetzt altersschwachen Satelliten Astra 1D
« Antwort #68 am: 23 Oktober, 2007, 10:26 »
Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES Astra hat seinen altersschwachen Himmelskörper Astra 1D auf der Orbitalposition 23,5° Ost ersetzt.
Ab Ende des Monats soll dort der von 19,2 Grad Ost verschobene Satellit Astra 1E neben Astra 3A seinen Dienst verrichten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Verschiebung wurde durch den erfolgreichen Start des neuen Modells 1L im Juli möglich (SAT+KABEL berichtete), der über 19,2 Grad Ost Fernseh- und Rundfunksignale ausliefert. Der Satellitenwechsel soll auf die Dienste für bestehende "Astra2Connect"-Kunden keine Auswirkungen haben, da beide Satelliten identische Frequenzen benutzen.

Den Angaben zufolge wird die Position 23,5 Grad Ost in Zukunft für den TV-Direktempfang und Internet-Zugang in den Beneluxstaaten, Zentral- und Osteuropas eine größere Rolle spielen. Etwa 330 Fernseh- und Radiostationen sind schon jetzt verfügbar. Ein weiterer Satellit, Astra 3B, wird Ende 2009 zusätzlich auf diese Orbitalposition gebracht und damit die 37 vorhandenen Transponder um weitere 19 ergänzt. Unter anderem strahlt der Pay-TV-Anbieter Canal Digitaal im nächsten Jahr weitere, auch hochauflösende Kanäle aus.

Quelle : SAT+KABEL

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Offline spoke1

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Re: SES Astra ersetzt altersschwachen Satelliten Astra 1D
« Antwort #69 am: 23 Oktober, 2007, 12:29 »
Zitat

Den Angaben zufolge wird die Position 23,5 Grad Ost in Zukunft für den TV-Direktempfang und Internet-Zugang in den Beneluxstaaten, Zentral- und Osteuropas eine größere Rolle spielen.



Hoffentlich kommen die bald mal in die Hufe, skynet verhungert hier sonst noch.  ;D
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Offline Hesse

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Re: SES Astra ersetzt altersschwachen Satelliten Astra 1D
« Antwort #70 am: 26 Oktober, 2007, 23:17 »
@spoke1

 ;D

Zustimmung.

Im Moment wäre es reine Stromverschwendung...

Offline Snoop

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Re: SES Astra ersetzt altersschwachen Satelliten Astra 1D
« Antwort #71 am: 27 Oktober, 2007, 11:14 »
Aha, dann ist wohl auf 19,2° skynet-mäßig ab jetzt endgültig Flaute angesagt und wenn man keine schielende Schüssel hat, kann man skynetl einmotten  :-[
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Offline SiLæncer

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Forscher hielten Raumsonde für Killer- Asteroiden
« Antwort #72 am: 12 November, 2007, 18:36 »
Beinahe wäre die Warnung vor der Apokalypse um die Welt gegangen: Astronomen hatten im All ein Objekt entdeckt, das genau auf die Erde zurast. Doch der vermeintliche Killer-Asteroid entpuppte sich als Raumschiff.

Es war eine peinliche Episode für Astronomen des Minor Planet Center (MPC) in den USA. Die Organisation, die für die Erfassung von Asteroiden, Kleinplaneten und Kometen zuständig ist, meldete vergangene Woche ein potentiell gefährliches Objekt. Der Asteroid mit der Bezeichnung 2007 VN84 rase mit rund 43.000 Stundenkilometern auf die Erde zu und werde unseren Planeten um nur knapp 12.000 Kilometer verfehlen - was einer der engsten jemals registrierten Asteroiden-Vorbeiflüge gewesen wäre, hieß es in einer Mitteilung des MPC.

Wenig später gab der MPC kleinlaut Entwarnung: Der vermeintliche Killer-Asteroid sei in Wahrheit ein Raumschiff, und zwar ein irdisches - die "Rosetta"-Sonde. Ein Schuldiger war auch gleich gefunden: Die "beklagenswerte Verfügbarkeit von Positionsinformationen über ferne künstliche Objekte". Der MPC nutzte die Blamage, um zu fordern, dass alle Daten über Raumsonden und Satelliten aus einer Quelle abrufbar sein sollten.

Der amüsante Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf den zweiten Vorbeiflug von Europas Kometensonde an der Erde. In etwas mehr als 5000 Kilometer Entfernung wird "Rosetta" am morgigen Dienstag mit einer Geschwindigkeit von 45.000 Stundenkilometern an der Erde vorbeirasen. Kurz vor 22 Uhr deutscher Zeit überfliegt sie in rund 530 Kilometern Höhe den Pazifik. Mit diesem Manöver wird sie Schwung holen für ihre Weiterreise zu ihrem eigentlichen Ziel, dem Kometen Tschurjomow-Gerasimenko.

"Rosetta", die am 2. März 2004 ins All geschossen wurde, soll erstmals in der Geschichte der Raumfahrt in direkten Kontakt zu einem Kometen treten. Erschöpfte sich bei allen bisherigen US-amerikanischen und europäischen Sonden die maximale Annäherung darin, seinen Schweif zu durchqueren, soll "Rosetta" einen Schritt weiter gehen. "Das Besondere an der Mission ist, dass wir in eine Umlaufbahn um den Kometen eintreten wollen", sagt Rita Schulz, "Rosetta"-Projektwissenschaftlerin am europäischen Weltraumforschungszentrum Estec. Ein solches Flugmanöver setzt voraus, dass die Sonde die gleiche Geschwindigkeit besitzt wie der Komet auf seiner Bahn um die Sonne.

Ein Hammerwerfer namens Erde

"Keine Rakete ist in der Lage, einem Raumschiff eine solche Geschwindigkeit mitzugeben", sagte Schulz kürzlich bei der Jahrestagung der American Astronomical Society in Orlando (US-Bundesstaat Florida). Also muss "Rosetta" unterwegs Bewegungsenergie tanken. Einmal ist die Sonde bereits zurückgekehrt zur Erde, einmal hat sie am Mars Schwung geholt - und jetzt ist wieder die Erde dran. Für ihren Swing-By wird "Rosetta" nahe an der Erde vorbeifliegen und einen Teil von deren Drehimpuls mitnehmen: Wie ein Hammerwerfer schleudert die Erde die Sonde zurück ins All. Doch selbst das genügt noch nicht ganz: Erst nach dem letzten Swing-By im Jahr 2009 wird die Sonde ihre endgültige Geschwindigkeit erreicht haben.

Doch die Manöver erfüllen noch einen weiteren Zweck: Während des Vorbeiflugs ist ein Teil der wissenschaftlichen Geräte an Bord von "Rosetta" eingeschaltet, zum Beispiel die Kameras und die Infrarot-Spektrometer, die die oberen Schichten der Atmosphäre untersuchen sollen. Plasma-Instrumente werden die Magnetosphäre der Erde beobachten.

Kaum hat sich Europas Raumsonde von der Erde entfernt, nähert sich ihr Zielkomet dem inneren Sonnensystem und wird von Teleskopen auf der Erde ins Visier genommen. Der Komet Tschurjomow-Gerasimenko befindet sich derzeit in der Nähe von Jupiter und wird 2008 seinen sonnennächsten Punkt erreichen. "Auf dem Weg dahin wollen wir beobachten, wie er sich entwickelt, wie er langsam aktiv wird", erklärt Rita Schulz. Von April bis Dezember nächsten Jahres wird Tschurjomow-Gerasimenko einen Schweif entwickeln und mit Teleskopen von der Erde aus zu sehen sein.

Ist "Steins" aus Stein?

"Rosetta" wird zu dieser Zeit im Asteroidengürtel angekommen sein. Von den kleinen Gesteinsbrocken kann sie mangels Masse zwar keinen Anschub erwarten, zwei von ihnen aber - "Steins" und "Lutetia" - näher untersuchen. "Sie liegen sozusagen auf dem Weg, so dass wir nicht zu viel Treibstoff verbrauchen, der uns später beim Kometen-Rendezvous fehlen könnte", erläutert Gerhard Schwehm, der "Rosetta"-Missionsmanager bei Estec mit Sitz im niederländischen Noordwijk.

Im September 2008 wird "Rosetta" den Asteroiden "Steins" in rund 2000 Kilometern Entfernung passieren. Dieser Vorbeiflug wird außerdem ein Test für die Instrumente an Bord der Sonde sein. "'Rosetta' verfügt über eine Weitwinkel- und eine Tele-Kamera, die wir beide einschalten werden, um Aufnahmen des Asteroiden zu machen", sagte Horst Uwe Keller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau auf der AAS-Tagung. Sowohl das Volumen als auch die Oberflächeneigenschaften von "Steins" sollen so bestimmt werden. "Wir wollen wissen, welche Moleküle an der Oberfläche vorkommen und wie die Oberfläche beschaffen ist, ob es Felsen oder Staub gibt, ob sie rau oder glatt ist", so Keller.

Nur sechs Stunden braucht der nur etwa zehn Kilometer große Gesteinsbrocken für eine Drehung um sich selbst. Diese kurze Rotationsperiode ermöglicht "Rosetta" während ihres Vorbeifluges die Beobachtung seiner gesamten Oberfläche. Auch die Dichte des Asteroiden soll dabei untersucht werden. Daraus könnten Astronomen Rückschlüsse auf Asteroiden ziehen, die eines Tages mit der Erde zusammenstoßen könnten.

Denn wenn es sich bei dem anfliegenden kosmischen Geschoss nicht zufällig um ein menschliches Produkt wie "Rosetta" handelt, sind die Informationen meist recht spärlich. Schwehm: "Solche Brocken kann man nur ablenken oder zerstören, wenn man etwas über ihre Zusammensetzung und ihre Dichte weiß."

Quelle : www.spiegel.de

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Re: Forscher hielten Raumsonde für Killer- Asteroiden
« Antwort #73 am: 12 November, 2007, 23:11 »
Ich finde es durchaus gut, dass Rosetta auf diese Art geortet wurde.
Immerhin ist das ein Indiz, dass solche Beobachtungen funktionieren können.

Klaro, eine unabhängige zentrale Stelle zur Identifizierung menschgemachter Objekte ist vonnöten.
Das schliesst übrigens Container-grosse Spione mit Nuklear-Material an Bord unbedingt ein, auch wenn das den Cowboys und Kosaken sicher nicht gefallen wird.
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Europäische Weltraumträume
« Antwort #74 am: 02 Januar, 2008, 16:04 »
Braucht Europa angesichts der Probleme mit der amerikanischen Raumfähre Atlantis ein eigenes Transportsystem für bemannte Weltraumflüge?

Die Dramaturgie hat Hollywood-Niveau. Mit perfektem Timing verstolperte die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa mitten in der Adventszeit den Start der Raumfähre Atlantis, verlegte den Transport des europäischen Weltraumlabors Columbus zur Internationalen Raumstation ISS zunächst auf Anfang Januar, musste ihn aber dann noch einmal auf unbestimmte Zeit [extern] vertagen und ließ die Europäer damit ausgerechnet in der vorweihnachtlichen Zeit des Wünschens das Fehlen eines eigenen bemannten Transportsystems spüren.


Auf einem mächtigen Feuerschweif stieg dann aber über dem tropischen Dschungel Südamerikas wie ein rettender Engel eine Ariane 5 <http://www.arianespace.com/site/news/news_sub_missionupdate_index.html> auf. Der sechste erfolgreiche Ariane-Start im letzten Jahr erinnert daran, dass hier auf dem europäischen Weltraumhafen bei Kourou in Französisch-Guiana in diesen Tagen gerade die letzten Vorbereitungen für den Jungfernflug des "Automated Transfer Vehicle" (ATV) getroffen werden, dem neuen Frachtschiff zur Versorgung der ISS. Neben Columbus ist der nach dem französischen Science-Fiction-Pionier "Jules Verne" benannte Raumtransporter der zweite große Beitrag Europas zum internationalen Großprojekt im Erdorbit.

Die Atlantis-Startverschiebung rückt die beiden Flugtermine nun enger zusammen als ursprünglich geplant und schafft damit die Gelegenheit, auch eine inhaltliche Verbindung herzustellen. So weist die europäische Weltraumorganisation Esa darauf hin, dass mit Jules Verne das erste für den bemannten Betrieb ausgelegte Raumfahrzeug vom europäischen Weltraumhafen aus startet. Der stellvertretende Projektmanager Patrice Amadieu wird mit den Worten zitiert: "Obwohl Jules Verne unbemannt fliegt, erfüllt es alle Sicherheitsanforderungen für den bemannten Betrieb."


Gleichwohl ist Jules Verne in der gegenwärtigen Konfiguration natürlich nicht für den bemannten Betrieb geeignet, denn es kann nicht zur Erde zurückkehren. Nachdem der Raumtransporter seine Aufgaben erfüllt hat, der ISS Nachschub zu liefern und gelegentlich durch das Feuern seiner Triebwerke den Orbit der Raumstation anzuheben, wird es mit Müll bepackt und in der Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht. Doch die Botschaft der Esa ist klar: Wir können ein eigenes bemanntes System entwickeln und wir wollen es auch. Was fehlt, ist eine entsprechende Entscheidung der Politik. Die könnte Ende 2008 fallen, wenn sich die europäischen Raumfahrtminister zu ihrer alle drei Jahre stattfindenden Esa-Ministerratstagung treffen. Die Pressemitteilung der Esa muss daher als geschickte platzierte Lobbymaßnahme gewertet werden.

Der Zeitpunkt könnte günstiger nicht sein. Die gegenwärtig so deutlich wie selten zuvor spürbare Abhängigkeit von Nasa-Ingenieuren muss auch am Selbstbewusstsein europäischer Politiker nagen, selbst wenn sie sich nicht übermäßig für die Raumfahrt begeistern können. Angesichts der sich verdichtenden Aufbruchsstimmung und der vielerorts geplanten bemannten Missionen zu Mond und Mars muss Europa eine klare Position beziehen. Eine Vertagung um weitere drei Jahre könnte die europäische Raumfahrt entscheidend zurückwerfen.

Doch es geht nicht allein um Europa. Die Entscheidung für oder gegen die Entwicklung eines eigenen bemannten Systems könnte in einem weit umfassenderen Sinn wegweisend werden für die Gestaltung der Zukunft im All.

Bislang beherrschen mit Russland, den USA und China drei Nationen die bemannte Raumfahrt und verfügen über eigene Transportsysteme. Alle haben mehr oder weniger konkret ihr Interesse bekundet, Missionen über den erdnahen Orbit hinaus zu Mond, Mars und anderen Zielen durchführen zu wollen. Dabei zeigen sich die Raumfahrtnationen grundsätzlich an internationaler Zusammenarbeit interessiert, bereiten sich aber zugleich auch auf einen neuen Wettlauf ins All vor. Eine Entscheidung Europas, nun ebenfalls die Technologie der bemannten Raumfahrt zu entwickeln, würde die Gewichte deutlich in Richtung eines solchen Wettlaufs verschieben.


Aber soll die menschliche Zivilisation im All durch den Wettkampf der wenigen Nationen gestaltet werden, die technologisch dazu in der Lage sind? Ist es nicht wünschenswerter, den Übergang der Menschheit zur kosmischen Entwicklungsstufe als kooperativ gestaltetes Menschheitsprojekt unter Einbeziehung aller, auch der technologisch weniger entwickelten Kulturen vorzunehmen?

Technologische Fähigkeiten, so wird häufig argumentiert, seien erforderlich, um Anspruch auf Führungspositionen anmelden zu können. Um nicht für alle Ewigkeit auf die Rolle des Juniorpartners festgeschrieben zu sein, müsse Europa die Schlüsseltechnologien der Raumfahrt selbst beherrschen. Da ist gewiss etwas dran. Doch wer als Führungsmacht akzeptiert werden möchte, muss auch moralische Qualitäten aufweisen. Hier könnte sich Europa hervortun, indem es, statt nach Unabhängigkeit auf allen Feldern zu streben, bewusste Abhängigkeiten eingeht. Natürlich käme es dabei darauf an, einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden und im gleichen Maße Kooperationen mit Russland, China und den USA bei der Entwicklung neuer Raumfahrttechnologien anzustreben. Wir könnten uns auch die Option auf die Entwicklung eigener Systeme erhalten, wie ein As im Ärmel, das aber nur ausgespielt wird, wenn sich zeigt, dass auch die anderen nicht fair spielen.

Drei Transportsysteme für die bemannte Raumfahrt sollten eigentlich ausreichen. Die Menschheit braucht kein viertes. Mit dem bewussten Verzicht auf die Entwicklung eines eigenen Raumschiffs könnte Europa ein Zeichen setzen, dass es ihm ernst ist mit der Erkundung und Besiedelung des Weltraums als Menschheitsprojekt. Allerdings müsste eine solche Entscheidung von der deutlichen Entschlossenheit getragen sein, Menschen zu Mond, Mars und anderen Himmelskörpern zu schicken und die menschliche Zivilisation ins All auszudehnen - wenn auch nicht notwendigerweise mit europäischen Raumschiffen. Von den vielen Zweifeln, die an der Realisierbarkeit dieser Idee geäußert werden können, ist der, ob die europäischen Politiker sich auf so eine klare Position verständigen können, einer der gravierendsten. Aber den Versuch ist es wert.

Quelle : www.heise.de

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