Wer sich bisher über die DSL-Leitung eines Freundes eingewählt hat, sogenanntes DSL-Sharing, muss in Zukunft gut draufzahlen. Bisher war dies eine Grauzone in den AGB der T-Com, was sich nun aber ändern soll.
Wie es funktioniert(e)...Schlaue Füchse sind auf die Idee gekommen, sich via XXL-Tarif in den Computer von Freunden oder Bekannten mit DSL-Anschluss einzuwählen. So hatte man für begrenzte Zeit eine Art von Schmalbandflatrate - die Verbindung zum hilfsbereiten Freund musste man nämlich dank XXL nicht bezahlen. Und der glückliche DSL-Besitzer hatte ja ohnehin eine günstige Flatrate, dem war das also ziemlich egal. Die Bandbreite, die ein ISDN-User belegt, fällt bei DSL-Usern ja gar nicht mehr wirklich auf.
Damit soll nun auch bei den neuen XXL-Tarifen Schluss sein. Ab dem 1. Mai 2005 sind beispielsweise über die Telefonietarife Call XXL, Call XXL Freetime und Call XXL Local abgesetzte Datenverbindungen kostenpflichtig. Folgender neuer Passus der Leistungsbeschreibungen/Preislisten wird ab Mai zusätzlich zur bisher bekannten schwarzen Liste der Einwahlnummern wirksam:
"Die Preise gelten für Verbindungen der T-Com zu Rufnummern von Telefonanschlüssen und ISDN-Anschlüssen, die zur Übermittlung von Daten genutzt werden und für Verbindungen der T-Com zu Online-Diensten, nicht jedoch für Verbindungen zu Online-Diensten, bei denen die Verbindung Bestandteil des Online-Dienstes ist und daher zwischen dem Nutzer und dem Anbieter des Online-Dienstes ein Vertrag über den Online-Dienst einschließlich der Verbindung zum Online-Dienst besteht.
Dies gilt auch für Verbindungen zu Zugängen zu Online-Diensten mit der Zugangskennzahl 0 19 30 66.
Ausgenommen hiervon sind Verbindungen zur Faxübermittlung."
Je nach Verbindung fallen Gebühren zwischen 1,5 und 3,9 Cent pro Minute an.
Woran erkennt die T-Com Datenverbindungen?Bei ISDN werden Datenverbindungen ganz unkompliziert und problemlos an der Dienstekennung erkannt. Bei einer Datenverbindung übermittelt die ISDN-Karte beispielsweise automatisch die Art der Telefonverbindung über den D-Kanal. Bei analogen Anschlüssen dürfte es schon etwas schwieriger werden, da die T-Com aufgrund des Fernmeldegeheimnisses nicht ohne Weiteres in das vermeintliche Telefongespräch hineinhören kann. Nichtsdestotrotz ist davon abzuraten, sich weiterhin seinen Surfspaß über die DSL-Leitung eines Freundes zu verschaffen: Die Telefonrechnung könnte minütlich teurer werden!
Quelle :
www.onlinekosten.de