Durchaus geschickt kann die Art und Weise bezeichnet werden, wie Wurmprogrammierer versuchen, ihre Schädlinge möglichst weit im Internet zu verbreiten. Die Experten von Sophos warnen nun vor E-Mails, die angeben eine Videobotschaft des Al Quaida-Führers Osama Bin Laden zu enthalten. Gefährlich werden die Nachrichten, da sich im Anhang nämlich nicht etwa das versprochene Video sondern ein neuer Wurm namens Famus.F versteckt.
Das Schadprogramm wurde im Gefolge der Präsidentschaftswahlen in den USA entdeckt, weniger als eine Woche später, nachdem ein arabischer Fernsehsender die erste Videobotschaft von Osama Bin Laden seit dem Afghanistan-Krieg ausgestrahlt hatte.
Für die Freiheit
Der Wurm verschickt sich mit englischen und spanischen E-Mails, die folgende Betreffzeile haben: "More terrorism this year". Im Text geht es mit folgendem Text weiter: "Last speech from Bin Laden. Please forwards this video to everybody". Diese Aufforderung zur Weiterleitung des Bin Laden-Videos beinhaltet zusätzlich das Passwort "cnn".
Sobald Famus-F ausgeführt ist, sucht das Schadprogramm sämtliche E-Mail-Adressen auf dem infizierten Computer und versucht, sich an diese zu verschicken. Des Weiteren legt der Wurm Daten auf der Festplatte des Rechners ab. Im Virus ist ein spanischer Text verborgen, der übersetzt lautet: "Dieser Computer wurde mit dem LIBERTAD (Freiheit) Virus infiziert. Das ist geschehen, um gegen die Verletzung der Meinungsfreiheit zu protestieren. Jetzt werden alle Daten auf deiner Festplatte gelöscht. Der Hobbit"
Verbreitung derzeit gering
Grund zur großen Sorge bestehe derzeit aber nicht, so die Sophos-Experten weiter. Die Verbreitung von Famus.F sei bisher noch nicht weit fortgeschritten.
Quelle :
www.onlinekosten.de