Autor Thema: Medientage div. ...  (Gelesen 1536 mal)

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Medientage div. ...
« am: 27 Oktober, 2009, 12:45 »
Der Strukturwandel in der Medienbranche steht im Mittelpunkt der 23. Medientage in München. Unter dem Motto "Medien und Transformation" wollen bei dem europaweit wichtigsten Kongress dieser Art von diesem Mittwoch (28. Oktober) an bis Freitag mehr als 7.000 Teilnehmer über neue Trends und Geschäftsmodelle in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise diskutieren.


Medientage München 2008 (Quelle: Medientage)

Schwerpunkt ist dabei das Internet und die Frage, wie sich die klassischen Medien im Zeitalter der Digitalisierung wandeln müssen. Auf dem Programm stehen 90 Panels mit mehr als 500 Referenten.

Zum Auftakt werden beim Mediengipfel am Mittwoch neben Bayerns Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) unter anderem der ARD- Vorsitzende Peter Boudgoust, ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling und Telekom-Chef René Obermann erwartet. Prominenter Grußwort-Redner zum Auftakt ist der Philosoph und Erfolgsautor Richard David Precht (u.a. "Wer bin ich ­- und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise").

Printgipfel am Donnerstag

Am Donnerstag wollen sich die Teilnehmer des Printgipfels dann mit der Zukunft der Verlage unter den veränderten Bedingungen des Medienmarktes befassen. Mit dabei sind unter anderem der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen ("Kölnische Rundschau"), der Vorsitzende des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger, Andreas Scherer ("Augsburger Allgemeine") sowie die Chefredakteure von "Hamburger Abendblatt" und "Handelsblatt", Claus Strunz und Bernd Ziesemer. Für eine Keynote zugeschaltet wird Jeff Jarvis, Blogger und Autor des Buches "What Would Google Do?".

Neu im Programm der Medientage ist ein Infrastrukturgipfel, bei dem Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beleuchtet werden. Den Abschluss im Gipfelreigen bildet am Freitag der Online- Gipfel.

Neuheiten rund um HDTV und IPTV

Auf einer begleitenden Fachmesse zeigen zudem rund 80 Aussteller Neuheiten rund um das hochauflösende und das Internet-Fernsehen (HDTV und IPTV) sowie zur mobilen Mediennutzung. Die Kosten für die Veranstaltung in Höhe von rund zwei Millionen Euro tragen die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) als Veranstalter und der Freistaat Bayern.

Quelle: SAT+KABEL
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BR informiert über neue TV-Technologien
« Antwort #1 am: 27 Oktober, 2009, 12:48 »
Der Bayerische Rundfunk (BR) präsentiert auf den Medientagen München (28. bis 30. Oktober) an seinem eigenen Messestand unter anderem neue Geräte und Technologien wie Hybrid-TV und HDTV sowie die digitalen Radionangebote des BR.

Zum Thema "Radio und Fernsehen zum Mitnehmen" gibt es Informationen und Downloadmöglichkeiten im interaktiven Online-Bereich des BR-Stands, teilte der Sender am Dienstag mit. Hier stehen auch Fachleute von BR-Online für Fragen zur Mediathek und zum Bereich Podcast zur Verfügung.

Auch ARD Digital setzt an seinem Stand den Fokus auf das Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV), das dem Benutzer erlaubt, Internet-Inhalte über die Fernbedienung abzurufen.

Vier Panels mit BR-Beteiligung

Insgesamt veranstaltet der BR vier Panels. 29. Oktober, 10.00 bis 11.30 Uhr: "Wenn Ideen und Trends auf Wirklichkeit treffen" - Innovationsprozesse in Medienunternehmen konsequent steuern. Moderation: Kirsten Girschick; 16.00 bis 17.30 Uhr: "Erfolgsmodell Serie – Wie viele serielle Formate erträgt der deutsche Fernsehmarkt?" Moderation: Bettina Reitz; 30. Oktober, 10.00 bis 11.30 Uhr: "Kritischer Sportjournalismus – die Quadratur des Kreises?" – Zwischen emotionaler Berichterstattung und gesellschaftlicher Verantwortung. Moderation: Gerhard Delling; 14.00 bis 15.30 Uhr: "Das Internet übernimmt den Fernseher – Wer gibt künftig den Takt an?" Moderation: Helwin Lesch.

Das Bayerische Fernsehen überträgt den Mediengipfel zum Auftakt der Medientage am Mittwoch ab 9.50 Uhr live. Die Sendungen "ARD-Mittagsmagazin", "Rundschau", "Rundschau-Magazin", "Einblick" und "on3-südwild" informieren darüber hinaus über aktuelle Themen der Medientage.

Quelle: SAT+Kabel
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Verhärtete Fronten auf den Medientagen
« Antwort #2 am: 28 Oktober, 2009, 16:23 »
Zum Auftakt der 23. Münchner Medientage haben sich privater und öffentlich-rechtlicher Rundfunk erneut einen teilweise heftigen Schlagabtausch um Inhalte und Refinanzierungswege geliefert. Während die Privaten von einer Überregulierung sprachen und auch die Möglichkeiten eigener Gebühren ansprachen, sehen sich ARD und ZDF im Einklang mit dem Rundfunkstaatsvertrag, auch was die bereits auf den Medientagen im vergangenen Jahr umstrittenen digitalen Angebote betrifft. Bayerns Medienminister Siegfried Schneider, der den Kongress in Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer (beide CSU) eröffnete, appellierte an die Qualitätsmedien, sie sollten einander bei aller Konkurrenz "nicht das Wasser abgraben".

Die Grundlagen der Massenkommunikation müssten die Digitalisierung und das Internet als neues Leitmedium berücksichtigen, aber auch Platz für die klassischen Medien am Markt lassen. "Der Medienmarkt ist nicht wie der Wochenmarkt", hier gehe es um Meinungsvielfalt. Der rechtliche Rahmen nach dem Beispiel der Rundfunkregulierung greife da in Zukunft vermutlich zu kurz, sagte Schneider. Die 23. Medientage stehen unter dem Motto "MUT - Medien und Transformation". Der Präsident der gastgebenden Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Wolf-Dieter Ring, sagte voraus: "In der Medienbranche wird in den kommenden Jahren wenig so bleiben, wie es ist".

Für Diskussionen sorgte vor diesem Hintergrund der Vorstoß des Vorstandsvorsitzenden von ProSiebenSat.1, Thomas Ebeling, künftig möglicherweise zusätzliche Unterhaltungsangebote seiner Sender kostenpflichtig zu machen. "Wir müssen den Mut haben, mit dem Verbraucher in den Dialog zu gehen und zu fragen "was bist Du bereit zu zahlen"". Der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Jürgen Doetz, sieht ebenfalls wenig Chancen für die derzeitige Sendervielfalt bei komplett freien Angeboten: "Entweder es ist paid (bezahlt), oder pleite", sagte er.

Für hitzige Debatten auf dem traditionell breit besetzten Mediengipfel am Eröffnungstag sorgte erneut die per Drei-Stufen-Test derzeit geprüfte Online-Präsenz von ARD und ZDF sowie das von November an geplante Digital-Spartenangebot "Neo" des ZDF, das Intendant Markus Schächter als Dokumentationskanal vorstellte. "Das ist ein Abklatsch eines privaten Angebots", sagte dagegen Doetz. Er sei gespannt, wie die Politik darauf reagiere, dass hier etwas anderes geboten werde als bei Antragstellung angegeben.

Auf dem Programm der Medientage stehen bis Freitag 90 Panels mit mehr als 500 Referenten. Mehrere Gipfelrunden versammeln Experten aus Print- und Onlinemedien auf den Podien. Auf einer begleitenden Fachmesse zeigen zudem rund 80 Aussteller mediale Neuheiten.

Quelle : www.heise.de

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Medientage 2009: Radio als möglicher Gewinner der Digitalisierung
« Antwort #3 am: 29 Oktober, 2009, 13:23 »
Radio ist nach wie vor das Medium mit den höchsten Tagesreichweiten. Allerdings warnten Branchen-Vertreter während einer Diskussionsrunde auf den Medientagen in München am Mittwoch davor, allein seine einfache Verfügbarkeit werde die Zukunft des Radios nicht sichern.

Inhaltliche Vielfalt, nutzerbezogene Anwendungen und die Fähigkeit, seine Hörer direkt in die Programmgestaltung einzubinden, gehörten zu den zentralen Aufgaben des Hörfunks der Zukunft, so die Experten. Die Fragmentierung des Publikums sowie die Konvergenz von Inhalten und Vertriebswegen, aber auch der Überfluss verfügbarer Informationen, die Spannung zwischen Globalisierung und dem Bedürfnis nach Heimat, das alles weise für Bernhard Hock, Geschäftsführer von Radio 7 (Ulm) darauf hin, dass Hörfunkprogramme in Zukunft Werte schaffen müssten. Marken könnten Orientierungspunkte und Vertrauen schaffen, indem sie die Komplexität unseres Alltags reduzierten oder Identifikation stifteten.

Hörer gewinnen und binden

Philipp von Martius, Geschäftsführer von Studio Gong, beschrieb alternative Wege, Hörer zu gewinnen und zu binden. Er sprach von jungen Hörern, die nicht mehr von den klassischen Medien erreicht werden, und "enttäuschten Liebhabern" facettenreicher Musikprogramme, denen er Gründe bieten wolle, das Radio wieder einzuschalten: "Musik soll wieder Gesprächswert bekommen."

Hörer sollten neugierig gemacht werden, gemeinsam mit ihrem Sender "Musikforschung im Netz" zu betreiben. Künftig müssten Hörfunkprogramme Menschen dort erreichen, wo sie sich wohlfühlen: unter Freunden, in sozialen Netzwerken und in ihrem Alltag.

Quelle: SAT+KABEL
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Medientage: Welche Medieninhalte braucht das Land?
« Antwort #4 am: 30 Oktober, 2009, 15:26 »
Nicht viel Neues in München: Auch auf den 23. Medientagen stritten die Branchenvertreter in der bayrischen Landeshauptstadt entlang der hinlänglich bekannten Demarkationslinien zwischen öffentlich-rechtlich und privat, online und offline. Dabei ging es einmal mehr ums liebe Geld, um das sich jetzt auch die Privaten Sorgen machen. Staatliche Anreize für meinungsbildende, gesellschaftlich relevante Medieninhalte im privaten Rundfunk forderte etwa RTL-Mann Tobias Schmid, Vizepräsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Werbefreie Nachrichtenformate im werbefinanzierten Privatfunk sollten etwa durch "Must-Found"-Regelungen in der digitalen Welt unterstützt werden, riet Schmid.

Damit meint Schmid eine gesetzliche Verpflichtung für Netz- und Plattformanbieter, die Inhalte der privaten Sender zu verbreiten. Für die Sender ist das so gut wie bares Geld: Denn immer häufiger drehten die Inhaber neuer technischer Plattformen den Spieß um und verlangten, dass die Sender dafür bezahlen, verbreitet zu werden, beklagte Schmid. Besonders ärgerlich aus Sicht der Sender auch: Online-Anbieter, die etwa Nachrichtenformate nutzen, erzielen damit Werbeeinnahmen, während die Sender selbst in den Nachrichtenformaten nicht werben dürfen. "Die machen das, ohne uns zu fragen", sagte Dirk Klein von ProSiebenSat1. Gegen solch "parasitäre Geschäftsmodelle" erhoffen sich die Sender ebenfalls Hilfe von der Regulierung.

Schmid warnte, angesichts der ökonomischen Schwierigkeiten der privaten Rundfunkveranstalter müsse sich der Gesetzgeber rasch entscheiden: Ob er ein stabiles duales System mit einem "Leitmedium" Rundfunk unterstützen wolle, oder die privaten Anbieter in den Markt entlassen und auf Rundfunkregulierung verzichten wolle. Schmid und Klein wiesen darauf hin, dass die wachsenden Bewegtbildangebote von Bild oder Spiegel unter dem Radar der Rundfunkregulierung blieben. Bei einem Verzicht auf eine rasche Grundsatzentscheidung werde es in fünf Jahren nicht mehr viel zu regulieren geben, prophezeite Schmid.

Unterstützung bekamen die Privaten in der vom VPRT veranstalteten Konvergenz-Debatte vom Kabinettschef der EU-Medienkommissarin Viviane Reding. Rudolf Strohmeier erklärte, Deutschland müsse sich darüber verständigen, "was sind die Inhalte, die wir gesellschaftlich wollen?" Ob diese dann ausschließlich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk kommen müssten, oder ob auch andere — etwa die Zeitungsverleger — diese liefern könnten, müsse dann diskutiert werden. Andere Mitgliedsländer der Europäischen Union seien bedeutend weiter bei der "Public Value"-Debatte, warnte Strohmeier.

Regulierung für unverzichtbar hält SPD-Medienpolitiker Marc Jan Eumann, allerdings befürwortet er eine Entwicklung in Richtung "Medienkompetenz-Politik". Mehr Selbstregulierung im Rahmen eines "Media Governance"-Modells ist aus Sicht Eumanns in der konvergenten Medienwelt angesagt. Anreize für gesellschaftlich relevante Qualitätsinhalte könnten etwa durch eine öffentlich-geförderte gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen gesetzt werden. Den Informationsmarkt allein dem "Bürgerjournalismus" zu überlassen, behagt dem SPD-Politiker nämlich nicht.

Die EU-Kommission hatte das duale Rundfunksystem in Deutschland auf Beschwerden der Privatsender unter die Lupe genommen und den so genannten "Beihilfekompromiss" erzwungen. Dieser macht eine standardmäßige Überprüfung der Online-Angebote der gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender im so genannten Drei-Stufen-Test erforderlich. Um die Ausgestaltung dieses Tests, der gerade für den Online-Bestand von ARD und ZDF anläuft, gab es auf den Medientagen ebenfalls heftige Auseinandersetzungen.

Quelle : www.heise.de

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Mit Bezahlfernsehen Geld zu verdienen, wird für Anbieter wie Sky und Astra ("HD+") auch in Zukunft ein schwer kalkulierbares Geschäft bleiben. Um die Abonnentenzahl zu erhöhen, müssen Pay-TV-Anbieter das Verhalten der Zuschauer noch genauer analysieren.

Zu diesem Ergebnis gelangten die Teilnehmer einer Diskussionsrunde auf den Medientagen in München. Auch für Free-TV-Anbieter werde es zunehmend wichtig, Pay-TV als zusätzliches Erlösmodell aufzubauen und anzubieten. So könnten über Einnahmen durch Abogebühren rückläufige Werbeeinnahmen kompensiert werden.

Experte: Keine Chance für Refinanzierung von Pay-TV in Deutschland

Felix Dohna, Director beim Wirtschaftsberater Goetzpartners, ging in seinem Auftaktreferat sogar noch einen Schritt weiter. Reine Pay-TV-Anbieter hätten in Deutschland keine Chance, rentabel zu arbeiten, sagte der Experte. Der Free-TV-Markt sei zu stark und die öffentlich-rechtlichen Sender auf Grund der hohen Gebühreneinnahmen unüberwindliche Konkurrenten.

Das wollte der Vertreter der Bezahlplattform Sky naturgemäß nicht unwidersprochen im Raum stehen lassen. Pay-TV sei zwar ein schwieriges Geschäftsfeld, aber verzichten wolle keiner darauf, sagte Manager Wolfram Winter. Zahlreiche Fernsehsender, Produzenten und Netzbetreiber hätten Verträge mit Sky und wollten nicht auf Pay-TV verzichten.

Astra-Manager: HDTV über Satellit muss Umsatz bringen

Kuriose Argumente führte Astra-Vertreter Wilfried Urner ins Feld. Der Chef der Plattform-Tochter APS bezeichnete die umstrittene HDTV-Plattform "HD+" als "Zukunft des Pay-TV" und behauptete, hochauflösende Ausstrahlungen, die über Satellit verbreitet werden, müssten als Geschäftsmodell geschützt werden. Außerdem würden die Sender von Verträgen mit Astra profitieren, da das Unternehmen als erstes über Satellit "HD+" verbreite. Dass HDTV-Übertragungen jenseits von "HD+" seit Jahren gang und gebe sind, ließ er unerwähnt.

Bernd Schlötterer, Geschäftsführender Gesellschafter der Tele München Gruppe, versprach sich einen Schub für den deutschsprachigen HD-Markt aus der Schweiz. Dort werde das Fernsehen bis 2012 komplett auf den Standard umgestellt. Das sei auch in Deutschland machbar. Der Vorteil sei, dass es dann nur noch einen Standard gäbe. Und HD würde von den Nutzern von Bewegtbildangeboten gut angenommen.

ProSiebenSat.1-Vorstand Marcus Englert sagte zum Thema Bezahlfernsehen: "Wir können nicht nur auf Werbung setzen. Da ist Pay-TV als Ergänzung ein wichtiges Erlösmodell für die Zukunft." Mit Free-TV könne aber weiterhin Geld verdient werden. Es sei genügend Werbegeld im Markt für frei empfangbares Fernsehen.

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Medientage 2009: Branchentreffen beendet - Gratis-Mediathek im Netz
« Antwort #6 am: 30 Oktober, 2009, 16:31 »
Die Medientage München haben mit rund 7.000 Teilnehmern und etwa 500 Referenten in mehr als achtzig Panels nach Einschätzung der Veranstalter erneut ihre führende Position als Deutschlands größter Medienkongress untermauert.

Wissenschaftler, Unternehmensberater, Manager, Journalisten und Programmmacher diskutierten drei Tage lang die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und die durch das Internet verursachte Transformation klassischer Medienmärkte. Das Veranstaltungsmotto "MUT - Medien und Transformation" sei als Signal für die Branche zu verstehen, den Wandel im Medienbereich positiv anzunehmen und sich mit Mut den notwendigen Veränderungen zu stellen, hieß es in einer am Freitagmittag verbreiteten Abschlussbilanz.

Interessenten, die einzelne Veranstaltungen noch einmal Revue passieren lassen wollen, werden im Internet fündig. Hier steht eine umfassende Mediathek bereit, die nahezu alle Diskussionsrunden in voller Länge per Audio-Stream aktiviert. Zusätzlich stehen Bildmaterien und Video-Mitschnitte kostenlos zur Verfügung.

Begleitende Medienmesse mit 90 Ausstellern - Termin für 2010 steht

Bei der kongressbegleitenden Medienmesse 90 Aussteller Neuheiten aus den Bereichen Fernsehen, IPTV, Hörfunk, Multimedia, Film/Produktion, Werbung/Marketing und Print. Auf dem MedienCampus Bayern diskutierten Studierende und Praktiker sowie Dozenten aus dem Bereich der Aus- und Fortbildung neue Modelle für den Weg in Medienberufe.

Darüber hinaus wurden der Filmpreis des MedienCampus Bayern verliehen. Zu den zahlreichen Events der Medientage München zählten außerdem die Nacht der Medien im Münchner Justizpalast sowie die Verleihung der "Eyes & Ears Awards" und des "Camgaroo Award".

Der Termin für die nächste Auflage der Veranstaltung steht bereits fest: Die 24. Medientage München finden vom 13. bis 15. Oktober 2010 statt.

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« Letzte Änderung: 30 Oktober, 2009, 17:43 von SiLæncer »
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Medientage 2009: Sender hoffen auf HDTV-Start - Kampf der Konzepte
« Antwort #7 am: 30 Oktober, 2009, 17:45 »
Das hochauflösende Fernsehen (HDTV) steht in Deutschland kurz vor der Einführung. Im Februar nehmen auch ARD und ZDF mit den Olympischen Spielen den Regelbetrieb auf. Bei den Medientagen in München sprachen Experten am Freitag über die Chancen des neuen TV-Standards.

Bertram Bittel, Direktor Technik und Produktion beim Südwestrundfunk sowie Vorsitzender der Produktions- und Technik-Kommission von ARD und ZDF, sagte, zunächst würde vor allem über Sportveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder Wintersport-Ereignisse im neuen HDTV-Format berichtet. Außerdem sollten Unterhaltungsshows wie der ZDF-Fernsehgarten in Zukunft in HD ausgestrahlt werden. "Deutschland ist auf dem HD-Markt ein schlafender Gigant, dessen Erweckung nun endlich kurz bevor steht", urteilte Marcello Maggioni, Senior Vice President Sales & Marketing beim Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland.

Impulse durch Analogabschaltung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Erweckung sei, ergänzte Bertram Bittel, die Abschaltung des analogen Satellitenprogramms. Er gehe davon aus, dass dies zum Stichtag am 30. April 2012 geschehen werde. Auch Astra-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer sagte, er setze große Hoffnungen auf die Entwicklung des HDTV-Marktes. Dass es für die HDTV-Einführung sehr unterschiedliche Philosophien gibt, wurde in der Diskussion deutlich. Andre Prahl, Leiter Programmverbreitung beim Cologne Broadcasting Center, verteidigte vehement das Geschäftsmodell der Mediengruppe RTL, die ebenso die ProSiebenSat.1 auf die digitale Verbreitung über das umstrittene Angebot "HD+" von SES Astra setzt.

"Wir sind ein werbefinanziertes Programm und müssen uns diese Grundlage erhalten", begründete Prahl die Verschlüsselung von "HD+", die ein Vorspulen oder Überspringen von Werbung bei aufgezeichneten Programmen verhindert. Außerdem erschwere die zeitversetzte Nutzung von aufgezeichneten TV-Programmen die Reichweitenmessung der Werbung und mache daher deren Vermarktung fast unmöglich.

Willen der Kunden nicht überschätzen

Michael Ortlepp, Executive Producer des Telekom-Angebotes T-Home, warnte davor, den Willen der Kunden, für den Mehrwert HD Einschränkungen hinzunehmen oder extra zu bezahlen, zu überschätzen. "Im Moment wird für HD noch mehr bezahlt, ob das in ein oder zwei Jahren noch ist, ist fraglich", sagte der Telekom-Manager. Marcello Maggioni machte deutlich, dass für Sky eine Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten nicht in Frage komme, da die Kunden unter anderem dafür bezahlten, dass sie ein hohes Maß an eigener Kontrolle über das Programm erhalten. "HD verändert zwar das Fernsehen, aber nicht die verschiedenen Geschäftsmodelle", betonte Maggioni abschließend.

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Medientage: Google als Freund und Feind einer Branche
« Antwort #8 am: 31 Oktober, 2009, 13:58 »
Die Verbraucher nutzen immer stärker das Internet, sie zahlen aber bislang kaum für die Inhalte, sondern mehr für die Anwendungen. Und die Werbeerlöse fließen nicht in der Größenordnung, die es den klassischen Inhalte-Anbietern wie Verlagen und Medienhäusern erlaubt, Gewinne zu erzielen. Schuld tragen an dieser Situation jedoch diejenigen, die dem Internet den Wert, nämlich die Ware, zuliefern, sagte Axel Schmiegelow, Chef des Videoportals sevenload , auf dem sogenannten Online-Gipfel der Münchner Medientage am Freitag.

Alles Klagen helfe nicht. "Die Inhalte-Anbieter müssen dafür sorgen, dass sie ihre Inhalte distribuieren", also vertreiben, sagte Schmiegelow. Die Internetsuchmaschine Google habe längst kein Monopol mehr, 50 Prozent der Umsätze entfielen auf soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace , die seien zu Konkurrenten erwachsen.

Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur von "sueddeutsche.de ", beklagte, dass eben gerade Google eine marktbeherrschende Position besitze. "Google ist ein Gatekeeper, der Geld verdient, während die Redaktionen kämpfen müssen." Der Suchmaschinenbetreiber, der die Verlage an den Werbeerlösen beteiligt, hat laut Jakobs keine Transparenz in seinem Abrechnungssystem. Google sei Freund und Feind zugleich, analysierte Marcus Englert, Vorstand für New Media der ProSiebenSat.1 Media AG .

Eine Hoffnung für die traditionellen Anbieter und ihre Ware gebe es, erläuterte Suranga Chandratillake von der Videosuchmaschine Blinkx . In den vergangen zwei Jahren habe der Trend zu klassischem TV auf Videoportalen wieder zugenommen. Das könnte zumindest die TV- Konzerne optimistisch stimmen.
Die Zukunft der Zeitung im Netz umriss Jakobs: "Wir dürfen nicht das gedruckte Papier auf den Bildschirm holen, die Seiten sind bislang überladen."

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Kieler Mediatage Nord präsentieren ihr Programm - 25 Veranstaltungen
« Antwort #9 am: 10 November, 2009, 15:44 »
Die Veranstalter der Mediatage Nord 2009 haben am Dienstag in Kiel das Programm der diesjährigen Veranstaltung vorgestellt.

Das Branchentreffen unter dem Leitthema "digital leben" findet vom 16. bis 19. November statt. Organisiert und koordiniert werden die Mediatage Nord von der IHK Schleswig-Holstein, der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) und dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH).

"Digitale Medien sind zum unverzichtbaren Bestandteil des modernen Wirtschaftslebens geworden", betonte Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein. Wer hier zu spät komme und zu wenig innovativ sei, den bestrafe das digitale Leben, wie jüngst das Scheitern des Quelle-Versandhauses gezeigt habe.

"Fernsehen als neues Leitmedium?"

Rund 25 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen beschäftigen sich mit digitalen Medien und den damit verbundenen wirtschaftlichen, sozialen und Bildungschancen. Die Mediatage werden am 16. November um 13.30 Uhr im Kieler Haus der Wirtschaft eröffnet. Eine Podiumsdiskussion beschäftigt sich um 15.00 Uhr mit dem Thema "Fernsehen als neues Leitmedium?: Die Wiedergeburt von James Bond nach dem 11. September". Am 19. November heißt es ab 12.00 Uhr "Breitbandforum Schleswig-Holstein – Breitbandversorgung in Schleswig-Holstein zwischen Strategie und Praxis". Nähere Infos zum Programm gibt es im Internet.

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Machen YouTube und IPTV das Fernsehen kaputt?
« Antwort #10 am: 03 Februar, 2010, 12:56 »
Die zunehmende Verbreitung von Bewegtbildern im Internet steht im Mittelpunkt der Fachtagung zum Auftakt der diesjährigen Medientage München am 23. Februar.

Als Keynote-Sprecher wurde YouTube-Manager Andreas Briese verpflichtet, gab der Veranstalter am Mittwoch bekannt. Im Hotel Kempinski Airport München soll er gemeinsam mit Experten der Frage nach gehen, ob IPTV, Web-TV und anderen Online-Bewegtbilder dauerhaft zur Bedrohung für klassische Medienunternehmen werden können. Anmeldungen werden ab sofort online entgegengenommen.

Die neue Konkurrenz sowie die Tatsache, dass beinahe jede populäre Serie früher oder später kostenfrei im Netz aufzufinden ist, stelle die Medienindustrie vor einige Herausforderungen, hieß es. Darüber hinaus macht die weitere Fragmentierung der Zuschauer und Nutzer eine Zielgruppenbindung zunehmend schwieriger. Ob die Strukturen des klassischen Fernsehens mit ihren linearen Kanälen und festen Programmzeiten von dieser Entwicklung bedroht sind, will das Plenum klären.

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Medientage: Online-Gipfel diskutiert Löschtasten im Netz
« Antwort #11 am: 14 Oktober, 2010, 18:26 »
Widerspruchsmöglichkeiten gegen die Erstellung von Persönlichkeits- oder Bewegungsprofilen müssen nach Ansicht von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner gesetzlich geregelt werden, unabhängig von der geplanten Selbstverpflichtungserklärung der Industrie. Das unterstrichen Aigner und ihre Kabinettskollegin aus dem Justiz-Ressort, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), am Donnerstag auf dem Online-Gipfel der Münchner Medientage  zum Thema "Freiheit im Netz: Bürgerrecht oder Alptraum". Aigner nannte es für die Unternehmen "überlebenswichtig", das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Die Anbieter sollten über Möglichkeiten nachdenken, Bilder im Netz mit einem Verfallsdatum auszustatten.

Unterstützung für die Idee des Verfallsdatums erhielt Aigner vom Direktor des Hans-Bredow-Instituts, Wolfgang Schulz. So machtlos, wie sich die Anbieter bei Forderungen nach einer "Löschfunktion" darstellten, seien sie gar nicht. Philipp Schindler von Google hatte darauf verwiesen, dass es eine Löschfunktion fürs Internet nicht gebe. Dass sich einmal veröffentlichte Inhalte unmöglich zurückzuholen ließen, sei eines der ungelösten Probleme der digitalen Welt.

Schulz konterte, dass er sich sehr wohl Vereinbarungen vorstellen könne, nach denen Plattformbetreiber jährlich bei ihrer Nutzerschaft nachfragten, ob ihre Bilder oder Daten nach wie vor in der jeweils aktuellen Form im Netz bleiben sollen. Durch solche Vereinbarungen und die entsprechenden Vorkehrungen in den Systemen könnte die Autonomie der Nutzer gestärkt werden, sagte Schulz.

Leutheusser-Schnarrenberger setzte demgegenüber wenig Hoffnung in Löschfunktionen für Internet-Angebote. Das sei schon in Deutschland oder anderen EU-Ländern schwierig. Und der vom Datenschutzrecht gebotene "Koffer voll von Instrumenten" nutze wenig, wenn das Gegenüber in den USA oder anderen Drittländern sitze. Man habe schon bei Löschungen von illegalem Material "Riesenprobleme", sagte die Bundesjustizministerin.

"Ich kann meine Daten nicht zurück holen", sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Das müsse den Bürgern klar sein. Die große Aufgabe der Politik sei, für die entsprechende Aufklärung zu sorgen. Die Nutzer müssten wissen, dass sie faktisch "raus dem Geschäft sind", wenn sie einmal in die Veröffentlichung persönlicher Daten im Netz zugestimmt haben. Mehr Aufklärung und die dringend notwendige Debatte darüber, was öffentlich und privat sei, könne man aber nicht ins Gesetz schreiben.

Befragt, ob sie ihren Rückzug aus Facebook inzwischen bedauere, sagte Aigner, es sei immer bedauerlich, wenn man "viele Freunde verliere". Leutheusser-Schnarrenberger bezeichnete sich als "extrem passive" Facebook-Nutzerin. Ihre Freunde treffe sie allerdings anderswo.

Quelle : www.heise.de

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Öffentlich-Rechtliche bestehen auf kostenfreie Apps
« Antwort #12 am: 15 Oktober, 2010, 12:56 »
Mit einer Kampfansage reagierte der Vorsitzende der Juristischen Kommission der ARD, SWR-Justiziar Hermann Eicher, auf die Forderungen aus Verlegerkreisen, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten sollten mobile Apps nur gegen Gebühr zur Verfügung stellen. "Da wird es keine Einigung geben", sagte Eicher in einer Debatte über den Drei-Stufen-Test für öfentlich-rechtliche Online-Angebote am Donnerstag auf den Münchner Medientagen  . Wie die Verlage müssten auch die Öffentlich-Rechtlichen ihre Angebote mediengerecht aufbereiten und auf den vom Publikum gewünschten Plattformen verfügbar machen. "Eine App von der Tagesschau etwa muss möglich sein", betonte Eicher.

Es stehe den Verlegern und den privaten Rundfunkanstalten frei, erneut nach Brüssel zu ziehen. Die derzeitige Lösung und der abgeschlossene Drei-Stufen-Test, hatte unter anderem dazu geführt, dass Inhalte von Tagesschau und Tagesthemen nach einiger Zeit von der ARD-Internetseite wieder gelöscht werden müssen. Schon das akzeptiere die Netzgemeinde ganz offensichtlich nicht, sage Eicher unter Verweis auf die Initiative Depub, auf deren Website gelöschte Inhalte der Tagesschau wieder eingestellt wurden.

Detlef Haaks, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, warnte demgegenüber, der Drei-Stufen-Test sei ein bürokratisches "Monstrum", das sich aber zu sehr am Status Quo orientiere. Die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung sei längst nicht gebannt. Sein Haus strebe die Fortsetzung des Dialogs über den öffentlichen Auftrag an. Politik und Branche dürften nicht solange warten, bis "man wirklich von einer Gefährdung der Pressevielfalt sprechen kann", sagte Haaks. Die Verleger fürchten die Konkurrenz durch gebührenfinanzierte, hochwertige Angebote auf den neuen Kanälen.

Quelle : www.heise.de

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