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Vorsicht bei Pfandy.de und Wechsel zu Digital-TV
« am: 02 Mai, 2009, 09:50 »
Als weltweit erstes Online-Pfandhaus bezeichnet sich die Website Pfandy.de und verspricht höhere Erlöse als in einem der bundesweit rund 200 Leihhäusern. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt allerdings vor einigen Risiken und Merkwürdigkeiten. Mehr als merkwürdig erscheint den Verbraucherschützern zudem eine Vertriebsmethode des NRW-Kabelnetzbetreibers Unitymedia, der scheinbar mit aggressiven Drückermethoden zu einem voreiligen Wechsel zum Digital-TV drängt.
   
Zwei Prozent für Pfandy

Auf Pfandy.de kann jeder, der einen Pfandkredit haben möchte, sein Angebot ähnlich wie bei eBay einstellen. Mit Foto, Video und Beschreibung wird der zu beleihende Gegenstand präsentiert, dazu wird ein Betrag vorgegeben sowie Laufzeit und Rückzahlungssumme für die Auslösung des Pfands genannt. Für Pfandy fallen dabei laut Geschäftsbedingungen zwei Prozent der Kreditsumme ab. Im Gegensatz zu traditionellen Leihhäusern, die ihre Einnahmen hauptsächlich mit Münzen, Uhren und Schmuck erzielen, dominieren hier Technik-Artikel wie Handys, MP3-Player, Kaffeemaschinen oder Notebooks. Daneben sollen auch Möbel, Autos oder gar Häuser einen Kreditgeber finden.

Bei diesen Geschäften sei alles Verhandlungssache. Pfandy betätige sich lediglich als Vermittler, der die elektronische Plattform und Musterverträge zur Verfügung stelle – vom Online-Leihhaus selbst gibt es keinen Cent Kredit. "Zu riskant ist der Deal", warnt deshalb Birgit Höltgen, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. Wer etwa eine Spielekonsole beleihen wolle, dem sei es kaum möglich, eine Funktionsprüfung vorzunehmen. Umgekehrt wisse der Verpfänder nicht, ob er sein Eigentum – sei es nun Spielkonsole oder Auto – nach Abzahlung des Kredites wieder funktionstüchtig zurückbekomme.

Leihgegenstand spielt kaum eine Rolle

"Kenner haben einen Blick" beschwichtigt dagegen Pfandy-Betreiber Oleg Strecker. Bei eBay sei das nicht anders. "Wer sich nicht auskennt, investiert nicht". Geht der Deal allerdings schief und das Pfand wird nicht ausgelöst, drohe dem Kreditgeber, auf Elektro- oder Sperrmüll sitzen zu bleiben. Sofern er seine Sicherheit überhaupt zu sich transportiert hat. Ob Wertgegenstände übergeben werden, vereinbaren die Vertragspartner untereinander.

Mit einem Pfandhaus habe das Internetportal nichts gemein, rügt der Vorsitzende des Zentralverbands des Deutschen Pfandkreditgewerbes Joachim Struck. Weder die "Verordnung über den Geschäftsbetrieb der gewerblichen Pfandleiher" werde bekannt gegeben, noch erfolge eine Versteigerung nicht ausgelöster Pfänder. Rechtlich vermittle Pfandy Kredite, bei denen der Leihgegenstand kaum eine Rolle spiele.

Intensive Betreuung eingestellt

So verwundert es kaum, dass Mitte April laut Verbraucherzentrale wenig mehr als 250 Angebote in den virtuellen Auslagen standen. Zudem scheinen einige User ihren eigenen Spaß auf Pfandy.de zu treiben und geben Scherz-Angebote auf. Portalbetreiber Strecker habe denn auch die intensive Betreuung der Seiten inzwischen eingestellt.

Die Verbraucherschützer aus NRW weisen zudem aktuell ausdrücklich darauf hin, dass beim Umstieg von analogem zum digitalen Fernsehen keine Eile geboten sei und warnen vor voreilig abgeschlossenen Verträgen mit dem Anbieter Unitymedia.

Vorerst kein Ende für Analog-TV

Nach Beobachtungen der Verbraucherzentrale würden Kabelkunden immer wieder am Telefon und an der Haustür von Vertriebsmitarbeitern des Kabelnetzbetreibers zum Abschluss eines Vertrages über digitales Kabelfernsehen gedrängt. Dabei werde die bedrohliche Behauptung angeführt, die Abschaltung des analogen Programms im Kabelnetz stünde kurz bevor. "Die digitale Technik wird zwar kommen, aber ein fester Abschalttermin für die analoge TV-Ausstrahlung im Kabel oder per Satellit steht noch nicht fest", rät die Verbraucherzentrale dringend ab, auf ein solches Schreckensszenario hereinzufallen.

Während bereits rund zwei Drittel aller Satellitenhaushalte auf digitalen Empfang umgestiegen sind, liegt die Digitalisierungsquote bei der Kabelnutzung in Nordrhein-Westfalen noch unter 30 Prozent. Um dies zu ändern, sei Unitymedia aber nicht jedes Verkaufsargument erlaubt, so die Verbraucherzentrale NRW: "Die Digital-Technik ist zwar mit einer besseren Bild- und Tonqualität, einer größerer Programmvielfalt und einer Vielzahl programmbegleitender Informationen zweifellos die Technik der Zukunft. Doch optimale Umsetzung und Nutzung lassen derzeit noch auf sich warten."

Zusätzliche Kosten möglich

Digitaler Empfang sei zudem teilweise teurer als die Analog-Technik. Denn Unitymedia biete die empfangbaren privaten werbefinanzierten Programme nur verschlüsselt an. Um die meisten digitalen TV-Sender überhaupt schauen zu können, müssen die analogen TV-Geräte in Nordrhein-Westfalen um einen Digitalempfänger und eine spezielle Smartcard zur Programmentschlüsselung ergänzt werden, die allerdings vom Anbieter gestellt werden. Für Zweit- und Drittfernsehern fielen hingegen zusätzliche Kosten für den Digitalempfänger und Smartcards an.

Quelle : www.onlinekosten.de

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