Autor Thema: zensurprovider.de - Website listet Sperr-ISPs auf  (Gelesen 453 mal)

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zensurprovider.de - Website listet Sperr-ISPs auf
« am: 12 April, 2009, 17:10 »
Eine neue Website hilft bei der Providerwahl - indem sie ISPs nach dem Kriterium auflistet, ob der Webzugriff gefiltert wird oder nicht. Ein Kommentar.

Kinderpornographie - nirgendwo im Netz ist man sicher vor ihr. Schon viele ehrbare Bürger sind versehentlich über Websites gestolpert, auf denen audiovisuelle Dokumente des Missbrauchs von Kindern zu sehen sind - und wurden prompt selbst pädophil. Gut, dass die Ministerien für Justiz und Familie kürzlich das Heft in die Hand nahmen und mit Vertretern deutscher Internetprovider sprachen, was man dagegen tun könne. Ergebnis: Zensur darf auch in einer Demokratie kein rotes Tuch sein. Dass Website-Sperren nötig sind, um die Menschen vor sich selbst zu schützen, liegt auf der Hand.

Die Website zensurprovider.de listet nun die Provider in Deutschland auf, die wirklich um ihre Kunden besorgt sind: Übersichtlich nach Farben sortiert kann man sich hier informieren, welcher Anbieter böse Inhalte aus dem Netz herausfiltert, damit die Gefahr für unsere westlichen Werte mindert und welcher ruchlos dem Nutzer die Entscheidung über seine Webnutzung überlässt.


Zur Verdeutlichung: die rot markierten ISPs sind freundlich und filtern, Gelb heißt "in der Schwebe" und die wenigen grün markierten Kästen deuten an, dass dieser Provider Kinderpornographie (ja, KINDERPORNOGRAPHIE!) durch die Weigerung, den Webzugriff zu filtern, unterstützt. Diese sollten also gemieden werden.

Frau Zypries, Frau von der Leyen, Herr Schäuble, liebe Internetprovider: Danke! Danke, dass ihr uns arme Sünder an die Hand nehmt und uns vor dem abgrundtief Bösen schützt, das da in diesem "Cyberspace" lauert, uns die unschuldigen Seelen zu rauben. Einen ersten Erfolg der Zero-Tolerance-Politik habt ihr ja schon zu vermelden: Die Domain wikileaks.de wurde seitens des Hosters gesperrt. Eine Seite, die auf eine Seite verweist, auf der sich irgendwo eine Liste mit Websites befindet, die in einem anderen Land gesperrt sind. Gut, dass wir solch schändliches Teufelswerk aus dem Netz haben. Vor allen Dingen - leider spricht das bislang kaum jemand an - hat man mit diesen Maßnahmen endlich auch ein probates Mittel gegen den andauernden Downloadterrorismus zur Hand. Freuen wir uns also auf eine Zukunft, in der das deutsche Internet nicht nur sauber, sondern hygienisch rein ist, wo der Vater sein 17-jähriges Kind auch wieder fünf Minuten alleine vor dem Rechner sitzen lassen kann, ohne dass das Balg gleich Kinderpornos, Anleitungen zum Bombenbau, islamistische Propagandavideos oder illegale MP3-Dateien herunterlädt.

Schade eigentlich, dass die, die sich wirklich für KiPo interessieren, längst ausbaldowert haben, wie man die Sperren umgehen kann und alternative Wege etabliert haben, ihr "Material" zu tauschen. Seit Jahren.

Quelle : www.gulli.com

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