Autor Thema: Loveparade ...  (Gelesen 2495 mal)

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Loveparade: Erschreckendes neues Video aufgetaucht
« Antwort #15 am: 02 August, 2010, 15:23 »
Bei YouTube wurde kürzlich das Video eines Betroffenen der Katastrophe veröffentlicht, das unter die Haut geht. Das Video zeigt sehr eindrucksvoll, welcher Angst die Besucher ausgesetzt waren. Manche werden die Motive von User pizzamanne nicht nachvollziehen können und bezeichneten seine Veröffentlichung als Vorlage für die Sorte Zuschauer, die sich am Elend Dritter ergötzen.

Seit dem Drama in Duisburg  sind zahlreiche Videos veröffentlicht worden. Die meisten davon zeigen das Drama aber aus mehr oder weniger sicherer Entfernung. Der neue Mitschnitt besteht aus vier Teilen und zeigt leider sehr genau, dass kleinere Teilnehmer so gut wie keine Chance auf ein Entkommen hatten. Manche Menschen schreien sich ihre Angst aus dem Leib und hofften so, Aufmerksamkeit bei den Polizeibeamten zu erregen, die hilflos an der Treppe standen. Den Kommentaren auf YouTube ist nicht nur ungeteilte Freude über die neuen Bilder zu entnehmen.  Der Autor  hätte zumindest die Gesichter der Teilnehmer anonymisieren sollen, bevor er seine Filme ins Netz stellte. Die vier Teile sind mittlerweile nur noch in eingebetteter Form oder mit einem gültigen YouTube-Account einsehbar und wurden auf +18 Jahre gesetzt.

Der Betreiber vom Blog Hackerinfo kommentierte die neuen Videos mit den Worten: „Ich bin gespannt, wann das besagte Video von der Plattform verschwindet, bzw. gelöscht wird. Ich hoffe im Sinne des Uploaders, das er oder seine Youtube Videos gelöscht werden und die "Werke" der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Solche Videos haben auf Youtube nichts zu suchen."  Andere Kommentatoren haben sich für diesen Bericht bedankt. Teil 1 des Videos findet sich hier und der zweite Teil kann an dieser Stelle eingesehen werden.


Seit dem Drama in Duisburg sind zahlreiche Videos veröffentlicht worden. Die meisten davon zeigen das Drama aber aus mehr oder weniger sicherer Entfernung. Der neue Mitschnitt besteht aus vier Teilen und zeigt leider sehr genau, dass kleinere Teilnehmer so gut wie keine Chance auf ein Entkommen hatten. Manche Menschen schreien sich ihre Angst aus dem Leib und hofften so, Aufmerksamkeit bei den Polizeibeamten zu erregen, die hilflos an der Treppe standen. Den Kommentaren auf YouTube ist nicht nur ungeteilte Freude über die neuen Bilder zu entnehmen.  Der Autor hätte zumindest die Gesichter der Teilnehmer anonymisieren sollen, bevor er seine Filme ins Netz stellte. Die vier Teile sind mittlerweile nur noch in eingebetteter Form oder mit einem gültigen YouTube-Account einsehbar und wurden auf +18 Jahre gesetzt.

Der Betreiber vom Blog Hackerinfo kommentierte die neuen Videos mit den Worten: „Ich bin gespannt, wann das besagte Video von der Plattform verschwindet, bzw. gelöscht wird. Ich hoffe im Sinne des Uploaders, das er oder seine Youtube Videos gelöscht werden und die "Werke" der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Solche Videos haben auf Youtube nichts zu suchen."  Andere Kommentatoren haben sich für diesen Bericht bedankt. Teil 1 des Videos findet sich hier und der zweite Teil kann an dieser Stelle eingesehen werden.

Die WAZ will mittlerweile in Erfahrung gebracht haben, dass der Oberbürgermeister von Duisburg erste Konsequenzen gezogen hat. Er will sich vom Stadtrat abwählen lassen. Aus Angst um seine Pensionsansprüche will Adolf Sauerland aber nicht freiwillig zurücktreten. Vor die Kamera möchte er auch nicht. Statt einer Pressekonferenz ist lediglich die Veröffentlichung einer schriftlichen Stellungnahme geplant. Auch Organisator Rainer Schaller drohen nun empfindliche Konsequenzen, zumal sein Event nur mit einer Versicherungssumme von 7,5 Millionen Euro abgesichert war. Alle zu erwartenden Forderungen der Hinterbliebenen und Verletzten werden allerdings auf eine dreistellige Millionensumme geschätzt. In der Konsequenz kann er entweder die Lopavent GmbH insolvent gehen lassen oder aber McFit übernimmt die anfallenden Forderungen. Sein Privatvermögen bleibt so oder so unangetastet.


Der Berliner Loveparade-Gründer Dr. Motte hatte am Wochenende in einem offenen Brief an Angela Merkel gefordert, einer externen Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zu übergeben. Er wirft der ortsansässigen Staatsanwaltschaft Befangenheit vor. Seine Kritik galt auch dem Kreisparteivorsitzenden der Duisburger CDU, Thomas Mahlberg. Dieser soll sich in einem Brief abfällig über den ehemaligen Polizeipräsidenten von Duisburg geäußert haben, der den Standort für zu unsicher befunden hatte. Offenbar wurde von vielen Seiten aus Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt.

Quelle : www.gulli.com

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Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #16 am: 06 August, 2010, 12:02 »
Im Innenausschuss des NRW-Landtages wurde über das Desaster von Duisburg diskutiert

Dem Landtagsinnenausschuss lag ein 32seitiger Zwischenbericht der Stadt Duisburg vor, der mit Hilfe einer Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei erstellt und nach der Übergabe an den Landtagsausschuss auch veröffentlicht wurde.

Darin weißt die Stadtverwaltung wiederum jede Verantwortung für die Sicherheit auf der Loveparade von sich. Wörtlich heißt es: "Für Sicherheit und Ordnung auf dieser Fläche war sie am Veranstaltungstag nicht zuständig. Insbesondere die Passierbarkeit des Tunnels oblag Veranstalter und Polizei." Die Verantwortung der Polizei wies Innenminister Jäger erneut zurück.

Fortgesetzt wird auch das Zahlenspiel. So heißt es im Zwischenbericht der Stadt Duisburg: Im Vorfeld der Veranstaltung und auch am Tag selbst "wurde in den Medien von Besucherzahlen von über 1 Mio. berichtet". Die prognostizierten und tatsächlichen Zahlen "lagen jedoch weit unterhalb dieser Zahl". Dem Duisburger Ordnungsamt "lag eine detaillierte Besucherprognose des Veranstalters sowie ein Bewegungsmodell des Publikums der Loveparade 2010 vor". Die lokalen Besucher wurden auf 100.000 geschätzt. Der Individualverkehr auf 50.000 Besucher und die ÖPNV-Nutzer auf 335.000 Besucher. Aus den Zahlen habe sich nach der Besucherprognose "eine maximale Auslastung des Geländes von 235.000 Besuchern" ergeben.

Demzufolge muss der Veranstalter von einem deutlichen Besuchereinbruch ausgegangen sein. Denn sowohl die Pressestellen der Stadt Dortmund wie auch der Stadt Essen bleiben bei ihren seinerzeit genannten Besucherzahlen der in ihren Städten durchgeführten Loveparade in Höhe von 1,6 bzw. 1,4 Millionen. Die Stadt Dortmund erklärte auf Fragen von Telepolis, sie habe die Besucherzahl von "1, 6 Millionen zuletzt in einem abschließenden Bericht an den Rat der Stadt Dortmund im Februar 2010" mitgeteilt.

Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland braucht keine Abwahl durch den Rat zu fürchten. Denn nach seiner Partei CDU lehnen auch die Duisburger Grünen es "aufgrund der derzeitig vorliegenden Erkenntnisse ab, jetzt ein Abwahlverfahren des Oberbürgermeisters einzuleiten". Die Grünen beteiligen sich nicht "an Vorverurteilungen", heißt es in ihrer Erklärung.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #17 am: 07 August, 2010, 00:13 »
Fehler wurden sicherlich gemacht, und es ist zweifelsfrei richtig, diese vollständig feststellen, gegebenenfalls abzustrafen und hoffentlich bei zukünftigen Massenveranstaltungen vermeiden zu wollen.

Schuld aber haben meiner Ansicht nach die rücksichtslosen Drängler, die letztlich die Opfer zerquetscht haben. Ob in drogenbedingtem Wahn, grenzenloser Amüsiersucht, in schon im Kindergarten eingeübter Hysterie oder  weshalb auch immer,  das ist den Opfern am Ende sicherlich egal.

Wenn es also irgendetwas zu lernen gibt, dann nur eines:
NICHT DRÄNGELN!

Nicht wirklich zeitgemäss, aber Erziehung tut not.
Rücksichtslosigkeit tötet, auf der Autobahn, auf dem Rave, überall...
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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #18 am: 07 August, 2010, 12:04 »
Der Organisator Schaller hat übrigens gestern vielleicht gerade einen Fingerzeig von ganz oben bekommen ...
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Offline kater

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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #19 am: 07 August, 2010, 12:45 »
Zitat
Schuld aber haben meiner Ansicht nach die rücksichtslosen Drängler, die letztlich die Opfer zerquetscht haben
das unterschreibe ich zu 100%.
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Offline ritschibie

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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #20 am: 07 August, 2010, 13:25 »
So zu 100% kann ich das nicht unterschreiben. Das liegt zum einen an der noch nicht sehr "durchsichtigen" Rekonstruktion des Geschehens unter dem Tunnel und an der Treppe, andererseits daran, dass Massenphänomene abseits des einzelnen Intellekts ablaufen (s. Freud, Reich, le Bon für Grundlegendes und jüngst Brudermann für Agentenbasierte Modelle). Ich kann mich da auch nicht mit Norris R. Johnsons Analyse der Tragödie während des Who-Konzerts in Cincinnati (Riverside Coliseum, 1979) anfreunden, dass es der Helfer-Instinkt gewesen sei, der die "Stampede" erst verschlimmert hätte. Ich denke eher an endemische Panik-Attacken, fehlende Organisation und ungeeignete Platzverhältnisse im Wechselspiel. Ob man da dem Drängeln noch auskommen kann, wenn man erstmal drinsteckt?
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Offline kater

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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #21 am: 07 August, 2010, 17:15 »
mal theoretisch, von vernunftbegabten Lebewesen erwarte ich, daß eine Lücke von einem Meter Breite ausreicht um ALLE passieren zu lassen, egal wie hoch die Anzahl der Wartenden ist.
AUSER hinten tobt die Katastrophe (Feuer, Wasser usw) das der Selbsterhaltungstrieb einsetzt. Hier war die Katastrophe eine gewisse Anzahl Besucher die es anscheinend nicht abwarten konnten, besoffen oder bekifft waren. Das kann man immer wieder beobachten, egal ob man beim Einchecken am Flugplatz, vorm Stadion, auf der Autobahn usw  ist.
Das die Organisatoren die Bedingungen nicht so gestaltet haben, daß dieses Phenomen verhindert werden konnte ist meines Erachtens nicht primär.
Es wird auf das Recht nach "schnellem Vorankommen" gesetzt. Setzt man einfach Achtung und gegenseitige Rücksichtnahme ALLER zugrunde könnte sowas nicht passieren.
Leider sind die Opfer meist nicht die Verursacher, die dann auch in der Anonymität nicht gefunden werden.
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Offline Jürgen

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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #22 am: 08 August, 2010, 21:24 »
Vernunftbegabt???

Heute am späten Nachmittag hat's hier etwas geregnet.
Ich wollte auf dem Rad ganz in Ruhe nachhause, die Freundin folgte direkt dahinter.
Der Witterung entsprechend langsam, natürlich. Und auf dem Radweg.
Nun stelle man sich folgende Situation vor:

Unter einer Eisenbahnbrücke.
Radweg etwa 1,50 m breit. Fussweg rechts daneben etwa 2,50 m breit.
Links vom Radweg nach ca. 50 cm Geländer, die das Beschreiten der Fahrbahn verhindern sollen, dazwischen die Brückenpfeiler.
Rechts vom Fussweg eine Mauer für die Widerlager.
Also etwa 4.50 m Platz in der Breite, für Fussgänger und Radfahrer insgesamt.
Wie in Hamburg üblich, besteht der Radweg aus kleinteiliger roter Pflasterung, die eigentlich nicht zu übersehen ist.

Nun stehen in voller Breite verteilt sechs bis acht Menschen, ausgestattet mit fast ebensovielen grossen Regenschirmen, die Köpfe komplett darunter versteckt.
Schnatternd, teils telefonierend. Alle etwa zwischen 20 und 35 Jahre alt.
Allerdings fällt einziger kein Tropfen auf die Schirme, man steht ja direkt unter der Brücke.

Es bleibt absolut kein Platz zum Passieren dieser Gruppe, weder links noch rechts.
Also geklingelt und rechtzeitig angehalten.
Noch etwa zehnmal habe ich meine Klingel zunehmend heftig verwendet, meine Freundin und mittlerweile nachfolgende Radler ebenso, aber ohne jede Reaktion.
Dann habe ich mein Stimmorgan eingesetzt, geschätzte 10 Beaufort:
"Dürfen wir bitte einmal hindurch?"
Wieder keinerlei Reaktion.
Also nochmalige Ansprache, gefühlte 10 auf der nach oben offenen Richterskala:
"HEY, BITTE ALLE EINMAL AUFWACHEN!
Ihr seid nicht allein auf der Welt!"

Was soll man erwarten, zwei Schirme bewegen sich schliesslich doch leicht, ungläubige Augenpaare scheinen langsam in die Realität zurück zu finden.
Ein Mädel tritt etwas zur Seite, steigt dabei einem der Kerle mit ihrem Espandrillo leicht auf den grossen Turnschuh. Der springt daraufhin heftig zur Seite, reisst einen zweiten Kerl um, der wiederum zwei weitere Mädel zu Fall bringt. Eines davon stösst sich den Schädel heftig an der Mauer und fängt an ziemlich stark zu bluten. Bildschöne Platzwunde an der Schläfe, ohne jeden wirklichen Grund...

Wir haben während der ganzen Szene auf den Rädern etwa zwei Meter vor der Gruppe und der Brücke auf dem Radweg gestanden.

Mitarbeiter der benachbarten Bäckerei eilten mit Verbandskasten zur Stelle, leisteten sofort erste Hilfe und riefen einen Rettungswagen, der nach wenigen Minuten eintraf.
Kaum länger hat es dann gedauert, bis sich die Sanis durch die inzwischen zahlreichen Schaulustigen zu der Verletzten durchgekämpft hatten.
Wir haben dann einen anderen Heimweg gewählt...

Fazit:
Meine Klingel war wieder einmal viel zu leise...

Autismus-ähnliches Verhalten kann offensichtlich auf verschiedenste Art ausgelöst werden:
- Handy am Ohr
- Regenschirm vor'm Gesicht
- belangloses Schwatzen mit Bekannten
- ...

...oder jede mögliche Kombination davon.

Und bei'm Erwachen genügt der allerkleinste Anlass, wie z.B. eine unerwartete Bewegung oder Berührung, um eine völlig übertriebene Reaktion auszulösen, verbunden mit erheblichen Gefahren für sich und andere.

Nochmal Glück gehabt...


Jürgen
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Re: Loveparade: Wechselseitige Schuldzuweisungen gehen weiter
« Antwort #23 am: 08 August, 2010, 21:33 »
sag ich doch, deshalb hab ich meinen Ausführungen ein "mal theoretisch" vorangestellt.  ;)
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Die Stadt Duisburg hat gegen das Blog "Xtranews" eine einstweilige Verfügung vor dem Landgericht Köln erwirken können. Das Blog hatte Teile des Gutachtens zur Loveparade veröffentlicht. Mit dem Paragraf 97 des Urheberrechtsgesetzes hat man die weitere Verbreitung der Dokumente untersagt.

Wer kritische Stimmen mundtot machen möchte, hat dazu durchaus Möglichkeiten. Wenn sich sonst kein Weg findet: Das Urheberrecht bietet einen. Das Blog "Xtranews" darf dies aktuell erleben. Vor wenigen Tagen hatte man Teile des Loveparade-Gutachtens veröffentlicht. Darin war unter anderem auf Sicherheitsaspekte eingegangen worden. Mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln vom gestrigen Mittwoch ist dem Blog die weitere Verbreitung untersagt worden.

Antragssteller ist dabei die Stadt Duisburg selbst. Diese erklärte, dass die Verbreitung rechtswidrig geschehe. Als Grund hierfür hat man jedoch keinen "Geheimnisverrat" oder dergleichen ins Feld geführt. Vielmehr muss Paragraf 97 des Urheberrechtsgesetzes als Stütze fungieren. Entsprechend dieses Paragrafen beansprucht die Stadt Duisburg ein Urheberrecht für die Anlagen des Gutachtens.

Das Gutachten selbst hatte man nämlich vor wenigen Tagen bereits im Netz veröffentlicht. Die dazugehörigen Anlagen jedoch nicht. Ein nachvollziehbarer Schritt, wenn man die Anlagen kennt. In diesen finden sich Hintergründe zum Gutachten. Die Stadt Duisburg steht dabei in keinem besonders guten Licht. Da Xtranews die Verbreitung untersagt wurde, hat sich die Netzgemeinde bereits solidarisch gezeigt.

Auf diversen Filehostern und dergleichen werden die Anhänge gegenwärtig verbreitet. Jedoch nicht nur die vier Anhänge, die von der einstweiligen Verfügung kassiert wurden, sondern meist alle 43 Stück. Der berüchtigte "Streisand-Effekt" ist also in vollem Maße eingetreten. Der DJV hat inzwischen zugesagt, dem Blog Xtranews juristisch beizustehen. Fraglich ist auch nach wie vor, ob die Stadt Duisburg überhaupt ein Urheberrecht an diesen Dokumenten geltend machen kann. Die Rechtsprechung in der Vergangenheit bestätigt eigentlich das Gegenteil.

Die Dokumente können unter anderem von der Homepage des DJV Brandenburg heruntergeladen werden.

Quelle : www.gulli.com

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Nachdem die Dokumente in diversen BitTorrent-Portalen und One-Click-Hostern aufgetaucht waren, gab die Stadtverwaltung gestern bekannt, dass man die Verbreitung nun nicht mehr unterbinden könnte. Die Stadt Duisburg würde nicht weiter gegen die Veröffentlichung der Dateien vorgehen.

Selbst für die Beteiligten war die Lage in den vergangenen Tagen recht unübersichtlich. Der Pressesprecher der Stadt Duisburg sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass die Begründung mit dem Urheberrecht „unglücklich“ formuliert wurde. Er selbst wisse nicht, warum die Juristen diesen Weg gewählt hätten. Er sei sich aber sicher, dass es dabei stets um den verletzten Datenschutz gegangen sei. Möglicherweise hatte man schon im Vorfeld geahnt, dass man die Verbreitung der Dateien letztlich nicht verhindern kann. Mit dem Schriftsatz wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht hätte man immerhin die Verursacher des Leaks zur Rechenschaft ziehen können.

Angreifbar ist der Blog aber aus einem anderen Grund. Auf der Hauptseite von xtranews.de findet sich kein Hinweis oder direkter Link zum Impressum. Schon alleine deswegen könnte der Betreiber eine Abmahnung kassieren.

Quelle : www.gulli.com

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Zitat
...Auf der Hauptseite von xtranews.de findet sich kein Hinweis oder direkter Link zum Impressum.
Das ist so offenbar nicht richtig.
Ein Link auf eine Impressum-Unterseite ist vorhanden, nur führt der aktuell in's Leere, was durchaus nur ein technischer Fehler sein kann.
Vielleicht hätte man den Betreiber einfach mal kontaktieren sollen.
Denic kennt die Kontaktdaten.
Und auf folgender und ebenfalls direkt verlinkter Unterseite sind die Namen der Verantwortlichen sowie ein Mailkontakt der Redaktion klar aufgeführt:
h**p://www.xtranews.de/wer-oder-was-ist-xtranews/

Etwas Sorgfalt und Recherche kann nie schaden...

Jürgen
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Stadt Duisburg: Außergerichtliche Einigung mit xtranews?
« Antwort #27 am: 28 August, 2010, 23:09 »
Im Falle des Bloggers, der das komplette Gutachten zur Duisburger Loveparade samt Anhängen veröffentlicht hatte, scheint eine außergerichtliche Einigung in den Bereich des Möglichen zu rücken. Wie Rechtsanwalt Udo Vetter, der gegen dieses Vorgehen Widerspruch eingelegt hatte, berichtet, unterbreitete die Stadt Duisburg am gestrigen Freitag ein Vergleichsangebot.

Die Stadt Duisburg hatte sich auf das Urheberrecht berufen, um dem Blog xtranews die weitere Verbreitung der Dokumente zu untersagen. Dagegen hatten der Düsseldorfer Rechtsanwalt Udo Vetter und sein Kölner Kollege Dominik Boecker Widerspruch eingelegt. Die Verhandlung sollte am 8. September stattfinden.

Nun ist es fraglich, ob es dazu überhaupt kommen wird. Vetter zeigt sich durchaus angetan von dem unterbreiteten Kompromissvorschlag. "Das Vergleichsangebot, welches auch gleich auf der Homepage der Stadt verkündet wurde, geht in die richtige Richtung. In der Tat entspricht es weitgehend dem, was wir uns auch von unseren Mandanten als Verhandlungsmasse für Vergleichsgespräche erbeten hatten. Danach darf auch xtranews die Dokumente veröffentlichen, sofern personenbezogene Daten geschwärzt werden. Wir waren mit den Machern von xtranews schon früh einig, dass dies bei der Erstveröffentlichung ohnehin hätte gemacht werden können – und sollen. Wir hätten jedenfalls dazu geraten und xtranews wäre dem Rat auch gefolgt," berichtet er auf dem von ihm betriebenen "law blog". Die Stadt Duisburg behauptet momentan, sie habe von Anfang an nur den Datenschutz für ihre Mitarbeiter sicherstellen wollen. Auch wenn diese Darstellung fragwürdig ist - auch Vetter deutet an, dass es sich um eine Schutzbehauptung handeln könnte - bedeutet das Kompromissangebot als solches ein großes Entgegenkommen.

Vetter berichtet, sein Kollege und er würden xtranews raten, auf das Vergleichsangebot einzugehen. Aus juristischen sowie finanziellen Gründen hält er es für sinnvoll, trotz eines eventuell möglichen Präzedenzurteils auf eine Fortführung des Verfahrens zu verzichten.

Mit den Anwälten der Stadt Duisburg hat Vetter nach eigenen Angaben bereits Kontakt aufgenommen. Er berichtet, es seien noch weitere Details zu klären. Er erwartet für Anfang nächster Woche die endgültige Entscheidung, ob eine außergerichtliche Einigung möglich ist.

Quelle : www.gulli.com

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Videomaterial zur Loveparade in Duisburg veröffentlicht
« Antwort #28 am: 30 August, 2010, 22:01 »
Heute wurden die Aufnahmen der Überwachungskameras vom Gelände der Duisburger Loveparade vom Veranstalter im Internet veröffentlicht. Der Unternehmer Rainer Schall will damit aufzeigen, dass das Handeln der Polizei vor Ort zum Unglück geführt hat.

Drei Tage, bevor der Innenausschuss des Landtages erneut zum Thema der Katastrophe auf der Loveparade tagt, sollen die veröffentlichten Videodokumente Aufschluss über die Ursachen geben. Seit dem Morgen ist es möglich, sich diese unter "loveparade.de" selbst anzusehen. Die mehrere Stunden Bildmaterial sind ungeschnitten und stammen von sieben Kameras an unterschiedlichen Standorten und mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Es wurden, aus "Rücksichtnahme auf die Opfer", wie Veranstalter Lopavent verlauten ließ, nur die Aufnahmen bis 16.40 online gestellt, da es ab dieser Uhrzeit zu den meisten Toten gekommen wäre. "Jeder soll sich ein eigenes Bild machen können", erwiderte eine Sprecherin von Lovapent auf die Frage nach dem Grund für die Publikmachung am heutigen Tag. Außerdem wurde ein Film veröffentlicht, der mittels kurzen Ausschnitten und Computeranimationen die Sichtweise des Veranstalters untermauern soll. Hiernach sei es ausschließlich durch das Fehlverhalten der Polizei zu den tödlichen Vorfällen gekommen. Sie hätte die Bewegungen der Besuchermassen fehlerhaft gesteuert und dadurch einen "Pfropf" am Zu- und Abgang zum Gelände des Festivals verursacht. Nicht erwähnt wird die Arbeit der Loveparade-Ordner sowie die Tatsache, dass im Konzept neben einen kleineren Ausgang nur ein zentraler Ein- und Ausgang vorgesehen war.

Zwei weitere Aspekte müssen wohl auch noch in die Beurteilung des Unglücks einfließen. Einerseits kam es während der Geschehnisse im gemeinsamen Lagezentrum laut Aussage einer Sicherheitsfirma zu Ausfällen bei den Kameras, wie das Magazin Westpol am Sonntag im WDR berichtete. "Es gab Kamerabilder, die plötzlich verschwanden. Das heißt: In den Splitscreen-Monitoren verschwanden verschiedene Ausschnitte", so Robert Ahrle von der Sicherheitsfirma RAD Sicherheit, der zum fraglichen Zeitpunkt dort anwesend war. Grund hierfür war vermutlich, dass Kameras während der Massenpanik unabsichtlich beschädigt wurden. Andererseits läge, nach heutigen Berichten der WAZ-Mediengruppe, die Schuld daran, dass es im Konzept mit dem Tunnel nur einen großen Zugang gab, auch beim NRW-Verkehrsministerium, das ein Führen der Besucherströme über die A59 aus Kostengründen abgelehnt hätte. "Das ist so nicht richtig", erklärte die Sprecherin des Ministeriums, Mirjam Grotjahn. Es hätte zum Veranstaltungszeitpunkt dort eine Baustelle gegeben, die eine Gefahr für die Teilnehmer der Loveparade dargestellt hätte, daneben hätte die Baufirma Schadensersatz für den Betriebsausfall verlangen können.

Die Reaktionen auf die Veröffentlichung des Videomaterials waren unterschiedlich. "Aus strafrechtlicher Sicht gibt es an der Veröffentlichung nichts zu beanstanden", kommentierte Rolf Haferkamp, ermittelnder Duisburger Staatsanwalt. Eine Beeinflussung von Zeugen durch die Publikmachung schloss er aus. "Dann wäre das längst durch die Berichterstattung in den Medien geschehen. Beeinflussung gibt es in dieser Hinsicht immer". Schärfer kritisierte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, die öffentlich zugänglichen Videos: "Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten."

Ungeklärt bleibt auch, ob Schaller persönlich zur Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag erscheint oder ob er sich vertreten lässt.

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Stadt Duisburg einigt sich mit xtranews
« Antwort #29 am: 02 September, 2010, 15:54 »
Zwischen der Stadt Duisburg und dem Blog xtranews ist es zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. Die Stadt hatte xtranews per Gerichtsbeschluss verbieten lassen, Dokumente - namentlich Anlagen zu einem veröffentlichten Gutachten - zur Loveparade-Katastrophe zu veröffentlichen. Ursprünglich war für den 8. September eine Gerichtsverhandlung geplant.

Duisburg hatte sich auf das Urheberrecht berufen, um xtranews die veröffentlichung der als nicht öffentlich eingestuften Dokumente zu untersagen.

Wie der beteiligte Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem Blog berichtet, kam die Stadt Duisburg dem Blog nun sehr weit entgegen. xtranews darf sämtliche Dokumente veröffentlichen; es müssen lediglich bestimmte persönliche Daten von Mitarbeitern der Stadt Duisburg geschwärzt werden. Eine entsprechende außergerichtliche Einigung begann sich bereits in der letzten Woche abzuzeichnen (gulli:News berichtete). Zu diesem Zeitpunkt war jedoch noch unklar, ob die Bedingungen der Stadt Duisburg in den Einzelheiten für die Gegenseite akzeptabel sein würden. Offenbar ist dies der Fall.

Die für den 8. September geplante Gerichtsverhandlung wird aufgrund des Vergleichsschlusses ausfallen.


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