Erfolg für VIA Technologies: Das von Nicholas Negroponte ins Leben gerufene One-Laptop-per-Child-(OLPC-)Projekt will nun auch ein Gerät der Generation 1.5 mit VIA-Hardware entwickeln. Es soll nach einer Mitteilung unabhängig vom 2010 erwarteten XO-2 entstehen, der möglicherweise statt mit einem x86-Prozessor – im XO-1 kommt der noch bis 2015 verfügbare AMD Geode zum Einsatz – mit einer sparsameren ARM-CPU und also auch überarbeiteter Software arbeiten soll.
Die XO-Laptops mit VIA-Hardware sollen weitgehend den bisher gelieferten XO-1-Geräten mit AMD Geode entsprechen. Im Geneneration 1.5 XO-1 steckt aber ein Mainboard mit dem Einzelchip-"Chipsatz" VX855, darauf wiederum sitzt ein C7-M-ULV-Prozessor mit maximal 1 GHz Taktfrequenz.
Weil der Chipsatz die im XO-1 integrierte Kamera ebenso direkt anbinden kann wie SD-Speicherkarten und SDIO-Module, wollen die OLPC-Entwickler auf den speziellen PCI-Adapter Marvell 88ALP01 (Codename CaFE) verzichten, der bisher aber auch den NAND-Flash-Massenspeicher angebunden hat. Stattdessen soll wohl ein preiswerter SSD-Controller zum Einsatz kommen. Als WLAN-Adapter soll künftig der Mavell 88W8686 dienen, der statt am PCI-Bus am SDIO-Port andockt. So soll sich das WLAN-Modul leicht austauschen lassen.
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Wie OLPCNews unter Berufung auf das "Tech Team" meldet, soll die Leistungsaufnahme des XO-1 Gen. 1.5 auf dem Niveau des bisherigen Geräts bleiben. Ein Update der "Sugar"-Software soll Treiber für die neue Hardware einbinden. Beim Display der Firma PixelQi, das zwei verschiedene Betriebsmodi (mit/ohne Hinterleuchtung) beherrscht, sind zunächst keine Änderungen geplant; auf längere Sicht soll aber ein helleres und noch effizienteres PixelQi-Display Einzug halten.
Erste Muster des neuen Mainboards sollen den OLPC-Treiberentwicklern ungefähr ab Mai zur Verfügung stehen, einige hundert komplette Vorseriengeräte der Generation 1.5 könnten etwa im August an Software-Entwickler gehen.
Die Firma VIA Technologies verfolgt – ebenso wie AMD mit dem 50x15-Plan und Intel mit Wold Ahead – mit pc-1 ein langfristiges Konzept zum Verkauf der eigenen Produkte an finanzschwache Käufer aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Quelle :
www.heise.de