Autor Thema: Soziale Netzwerke / Web 2.0 diverses  (Gelesen 18384 mal)

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Facebook will Nutzer-Kontrolle über Privatsphäre vereinfachen
« Antwort #75 am: 17 Mai, 2010, 16:11 »
Das Online-Netzwerk Facebook will im Dauerstreit über seine Datenschutz-Bestimmungen einlenken und seine Regeln vereinfachen. Das sagte der zuständige Facebook-Manager Elliot Schrage der britischen Financial Times (FT). Das Netzwerk hatte zuletzt mehrfach die Einstellungen modifiziert, mit denen Nutzer die Privatsphäre kontrollieren können. Daraufhin kehrten viele Mitglieder Facebook den Rücken. "Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen", sagte Schrage der Zeitung am Wochenende.

Nachdem lange Zeit vor allem europäische Daten- und Verbraucherschützer Facebook kritisiert hatten, waren zuletzt auch in den USA Bedenken gegen das Vorgehen des Netzwerks gewachsen. Unter anderem forderten vier US-Senatoren Facebook in einem offenen Brief auf, die Datenschutz-Bestimmungen zu ändern. Auch viele prominente Blogger und Online-Experten hatten die Datenschutz-Richtlinien bemängelt und das mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern größte soziale Netzwerk im Internet verlassen.

Schrage sagte der FT, Facebook müsse eine "schwierigen Balance" halten: Zum einen sollten die Datenschutzregeln präzise sein, zum anderen aber auch verständlich. "Vielleicht haben wir uns zu sehr entfernt von Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit." Unklar bleibt, wie die angekündigten Änderungen aussehen sollen. Eine Sprecherin nannte am Montag auf Nachfrage auch keinen Termin für die Umsetzung.

Kritiker werfen Facebook in erster Linie vor, seine Nutzer durch ein kompliziertes Prozedere zu schicken, wenn diese ihre eigenen Einstellungen zur Privatsphäre verschärfen wollen. Als Standardoption schlägt Facebook bei der erstmaligen Anmeldung einen relativ offenen Umgang mit persönlichen Daten wie Kontaktdetails oder Fotos vor.

Quelle : www.heise.de

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Facebook löscht Fanpages von deutschen Warezseiten
« Antwort #76 am: 20 Mai, 2010, 19:59 »
Kürzlich wurde die Fanpage der Warezseite Moviez.to nach über 10 Monaten und knapp 1500 Fans bei Facebook gelöscht. Als Begründung wurde angegeben, man hätte damit gegen die Nutzungsbedingungen des Sozialen Netzwerks verstoßen.

Manche Anbieter von Webwarez im Internet versuchen, mit Hilfe von Sozialen Netzwerken im großen Stil auf sich aufmerksam zu machen. Scheinbar möchten die Betreiber von Facebook ihre weiße Weste behalten.

Vor zwei Tagen wurde den Machern der Fanpage der Warezseite Moviez.to in Form einer kurzen E-Mail mitgeteilt, dass diese entfernt wurde. Als Grund gibt man an, sie hätte gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen. Wenige Tage zuvor hatte die Fanpage der Torrent-Suchmaschine Kick Ass Torrents das gleiche Schicksal ereignet.

Die Moviez.to Fanpage war vermutlich die größte der deutschen Webwarezszene, weitere Löschungen von Pages mit einem gewissen Untergrundtouch dürften bald folgen. Bis jetzt hat Facebook auf die Anfrage der Admins nicht reagiert. Diese bezeichnen die gegenwärtige Entwicklung als absehbar. Möglicherweise ist die Seite einer standardmäßigen Überprüfung zum Opfer gefallen oder aber ein User hat sich mit einer Beschwerde an Facebook direkt gewendet, um die Löschung zu erreichen.

Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) dahinter stecken könnte, wie dies auf dem Blog  von Moviez.to vermutet wird.

Quelle : www.gulli.com

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Social Networks schickten Nutzerdaten an Werbevermarkter
« Antwort #77 am: 21 Mai, 2010, 11:52 »
Facebook, MySpace und andere Social Networks haben nach Angaben des Wall Street Journal Daten an Werbevermarkter wie Googles DoubleClick und Yahoos Right Media geschickt, die Rückschlüsse auf einzelne Nutzer und persönliche Details zuließen. Dabei hatten sie zuvor immer beteuert, dass solche Daten nicht weitergereicht würden. Nachdem sich die Zeitung an Facebook und MySpace gewandt hatte, haben diese laut dem Bericht Besserung versprochen. Facebook habe die betreffende Software bereits geändert.

Facebook beispielsweise hat in seinen Datenschutzrichtlinien festgelegt, dass Daten von Nutzern ohne ihre Zustimmung nicht an Marketing-Anbieter weitergegeben werden. In dem Zeitungsbericht heißt es aber, wenn Nutzer auf Anzeigen geklickt haben, seien den Werbevermarktern Daten übermittelt worden, durch die diese Zugang zu weiteren Daten wie Echtnamen, Adresse und Alter bekommen konnten. DoubleClick und Right Media hätten die Möglichkeit aber nicht genutzt, berichtete das Wall Street Journal.

Das Problem wurde zuerst in einem vom Informatiker Craig Willis verfassten und im August 2009 veröffentlichten Forschungsbericht (PDF-Datei) der AT&T Labs und des Worcester Polytechnic Institute thematisiert. Der Bericht habe aber kaum Aufmerksamkeit erhalten, berichtete das Wall Street Journal. Die Forscher hätten die Social Networks kontaktiert, aber in den neun Monaten, die seitdem vergangen sind, sei nichts passiert.

Im Web ist es normal, dass Werbevermarkter Daten zugeschickt bekommen, wenn ein Nutzer auf eine ihrer Anzeigen klickt. Allerdings lassen diese für gewöhnlich keine Rückschlüsse darauf zu, welche Person sich konkret hinter der übermittelten Kombination aus Buchstaben und Zahlen verbirgt. Anders sei es bei den Social Networks, hieß es in dem Bericht. Von ihnen würden Nutzernamen oder ID-Nummern nicht verschleiert. Betroffen seien auch LiveJournal, Twitter, Hi5, Xanga und Digg.

Ben Edelman, Professor an der Harvard Business Scool, hatte sich im Auftrag des Wall Street Journal mit den Social Networks befasst. Er erläuterte, dass beispielsweise Nutzer betroffen sind, die auf ihrer Profilseite auf Werbung geklickt hatten. Er habe der Kontrollbehörde Federal Trade Commission eine Aufforderung zugeschickt, sich um das Problem zu kümmern.

Während Facebook sofort auf die Anfrage der Zeitung reagiert habe, sagte MySpace laut dem Bericht, es übermittle lediglich die Identifikationsdaten, die der Nutzer selbst für die Site verwende. Dadurch bekämen die Werbevermarkter lediglich Zugang zu Informationen, die der Nutzer selbst öffentlich gemacht habe. Dennoch wolle MySpace eine Technik einführen, durch die die "FriendID" verfremdet werde. Von Twitter sei mitgeteilt worden, Web-Adressen weiterzureichen, sei normal, wenn ein Nutzer auf einen Link klicke. So funktionierten das Internet und Web-Browser nun einmal.

Quelle : www.heise.de

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Sicherheitsbewusste Facebook-User erwägen Absprung
« Antwort #78 am: 22 Mai, 2010, 18:22 »
Das Sicherheitsunternehmen Sophos ist der Ansicht, dass sich Facebook-Mitglieder in wachsender Zahl Sorgen um ihre Privatsphäre bei dem sozialen Netzwerk machen. In einer Online-Umfrage wollte das Unternehmen von Facebook-Mitgliedern wissen: "Glauben Sie, dass Sie Facebook aus Sorge um Ihre Privatsphäre verlassen werden?" ("Do you think you will quit Facebook over privacy concerns?")

Selbst in Anbetracht der provokanten Fragestellung fielen die Antworten überraschend negativ aus: 60 Prozent der 1588 Befragten gaben an, es sei möglich oder sehr wahrscheinlich, dass sie Facebook aus Sicherheitsgründen den Rücken kehren wollten. 16 Prozent gaben sogar an, sie hätten den Dienst aufgrund der Mängel im Schutz der Privatsphäre bereitsverlassen. Nur 24 Prozent schlossen eine Abkehr von Facebook kategorisch aus oder hielten einen Ausstieg für unwahrscheinlich.

Seit Wochen wird der Umgang der Social-Networking-Site mit den Daten seiner Mitglieder kontrovers diskutiert. In einem Interview im Januar hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eine Änderung der Profilanzeige mit der Behauptung gerechtfertigt, die herkömmliche Vorstellung von Privatsphäre sei eh überholt. Anfang des Monats kündigte die US-Wettbewerbskommission FTC an, die Datenschutzregeln von Facebook unter die Lupe nehmen zu wollen. Das Unternehmen reagierte darauf, indem es seine Lobbyisten-Mannschaft verstärkte. Facebook zählt derzeit über 400 Millionen aktive Teilnehmer.

Quelle : www.heise.de

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Facebook-Chef verspricht mehr Datenschutz
« Antwort #79 am: 24 Mai, 2010, 12:33 »
In einem Artikel  in der Washington Post verspricht Mark Zuckerberg den Facebook-Usern eine einfachere Konrolle ihrer Privatsphäre. Der Facebook-Gründer und -Chef antwortet damit auf die zunehmende Kritik wegen mangelndem Datenschutz an seinem Unternehmen, die offenbar zu einem ernsthaften Problem wird. So hatte das Sicherheitsunternehmen Sophos in einer Umfrage gefunden, dass Facebook-Mitglieder sich zunehmend um ihre Privatsphäre sorgen und daher einen Absprung erwägen.

Inhaltlich geht Zuckerberg allerdings nicht über die Ankündigungen hinaus, die Elliot Schrage, Vice President of Global Communications, Marketing and Public Policy, vor einer Woche in der britischen Financial Times gemacht hatte. Wie die einfacheren Einstellmöglichkeiten konkret aussehen sollen, ließ er ebenso offen wie eine Antwort auf die Frage, wie er sich zukünftig die Balance zwischen Offenheit und Privatheit vorstellt. Anfang des Jahres hatte Zuckerberg noch mit der These provoziert, dass das Konzept Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß sei.

Auch hinsichtlich der Weitergabe von Benutzerdaten an Werbenetzwerke ging Zuckerberg nicht über Allgemeinplätze hinaus ("Wir geben Ihre persönlichen Informationen an keine Personen und Dienste weiter, bei denen Sie das nicht wollen"). Vor wenigen Tagen hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Facebook und einige andere soziale Netzwerke Daten an Werbevermarkter weitergegeben hatten, die Rückschlüsse auf einzelne Nutzer und persönliche Details zuließen.

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Facebook - Fortschritt oder Farce?
« Antwort #80 am: 27 Mai, 2010, 11:49 »
Das soziale Netzwerk Facebook reagiert auf die Forderungen seiner Nutzer und wird die Privatsphäre-Einstellungen vereinfachen. Damit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Daten aber nicht überflüssig.

Der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Wort und Tat, ist eine offene Wunde für viele engagierte Menschen. Denn sie haben erkannt, dass man die Welt nur verändern kann, wenn viele Menschen bewußt und verantwortungsvoll Entscheidungen treffen und umsetzen - und nicht nur darüber reden, wie gut und schön es doch wäre, wenn ... Ob nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten oder Datenschutz im Internet: wir Konsumenten sind nicht hilflos Großkonzernen oder dem omninösen Gebilde „Staat“ ausgeliefert, welche nach Belieben schalten und walten können. Dass viele faktisch nach Belieben schalten und walten können, liegt vornehmlich daran, daß wir aus schierer Bequemlichkeit unser eigenes Konsumverhalten nicht ändern, sondern erwarten, daß die anderen sich ändern.

Ob Jugendschutz oder Datenschutz im Internet – vor allem wir selbst sind aufgefordert, Maßnahmen zu unserem Schutz zu ergreifen. Auch wenn es angenehmer ist, im Kaffeehaus zu sitzen und über die Gefahren im Netz zu raunen und zu raunzen. Beliebte Objekte der Kaffeehaus-Intelligenz der Rauner und Raunzer Habermasschen Zuschnitts sind Google und Facebook. Die beiden jungen und erfolgreichen Unternehmen sind immer wieder Ziel scheinbar öffentlichkeitswirksamer Appelle von Politik und Feuilleton. Und alle nicken beifällig und schütteln dann besorgt über die Datenkraken ihr Haupt. Keine Frage: Datenschutz ist wichtig und wird, glaubt man Umfragen, immer wichtiger. Auch in Österreich ist man selbstverständlich für strengere Datenschtzverordnungen - aber die Internetnutzer selbst gehen derweil ziemlich lax und offenherzig mit ihren Daten um. Zwar sind rund 74% aller Österreicher gegen den Einsatz von „Nacktscannern“, doch allen Appellen und Warnungen der Datenschützer zum Trotz frönen sie einem herzlichen und unbedarften Exhibitionismus. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird bei Facebook besonders deutlich: zwar bilden viele Nutzer fast im Minuten-Takt ihr Leben in ihren Profilen ab, dokumentieren es per Video, Bild und Text für alle Welt sichtbar, andererseits aber widersprechen sie der Meinung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, Privtatsphäre sei heute nicht mehr wirklich wichtig.

Bei aller Selbstverantwortung ist die Kritik an Facebook nicht unberechtigt: es ist – gelinde gesagt – nicht einfach, Herr über die Informationen im eigenen Profil zu sein, die Einstellungen zum Datenschutz sind eine Wissenschaft für sich und der Text der Facebook-Richtlinien folglich länger als die Verfassung der U.S.A. Hony soit qui mal y pense - ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wenn Facebook also seinen Nutzern mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre zugesteht, kann man sich zu Recht fragen, ob die Proteste der Nutzer nachhaltlig genug waren, sodaß im Zentrum des Sozialen Netzwerks ein Umdenken stattgefunden hat. Es soll in ein paar Tagen leichter werden, die Einstellungen zu verändern und seine Privatsphäre zu schützen. Wie es gehen soll, darüber berichten seit gestern die Medien.

Aber so ganz trauen manche dem Frieden nicht, „Facebook hat uns lange genug betrogen“ titelt beispielsweise TechNewsWorld - und bei „All Things Digital“ macht man sich so seine Gedanken, wie die vereinfachten Einstellungen aller Erfahrung nach aussehen werden (siehe auch die Abbildung). Zudem bleiben die Verbesserungen, die Facebook vornimmt, noch hinter den EU-Richtlinen zurück - und mögliche Auswirkungen des „Like-Buttons“ sind noch nicht abschließend diskutiert.

Alles also nur Show mit öffentlichkeitswirksamem Placebo-Effekt? Wer Facebook nicht mehr traut, kann da einem neuen "Trend" folgen.

Quelle : www.gulli.com

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Datenschützer kritisieren neue Facebook-Richtlinien
« Antwort #81 am: 29 Mai, 2010, 16:48 »
Verschiedene Datenschutzorganisationen haben die jüngst erfolgte Änderung der Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook kritisiert. In bestimmten Bereichen handle es sich nach wie vor um ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis, heißt es.

Jeff Chester vom Center for Digital Democracy spricht sich beispielsweise für ein Einschreiten der Behörden aus. Seiner Meinung nach ist es erforderlich, dass sich auch der Gesetzgeber mit dieser heimlichen und beträchtlichen Datensammlung beschäftigt. Wünschenswert wäre es, wenn die Nutzer aktiv ihre Daten freigeben müssten.

In gewisser Weise beschäftigen sich US-amerikanische Behörden bereits mit dieser Thematik. Unter anderem führt die Handelskommission bereits erste Untersuchungen durch. Überdies wird an einem Gesetzesentwurf in den Vereinigten Staaten gearbeitet.

Barry Schnitt von Facebook vertritt eine ganz andere Haltung im Hinblick auf dieses Thema. Vergleichbare Aufklärungsbemühungen, wie sie gegenwärtig bei Facebook stattfinden, habe es in der Vergangenheit noch bei keiner anderen Plattform gegeben, sagte Schnitt.

Auch die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat zu dieser Änderung der Privatsphäre-Einstellungen einen Kommentar abgegeben. Zwar würden dadurch nicht alle Bedenken aus der Welt geschafft, insgesamt sei diese Änderung jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, heißt es von der EFF.

Quelle : http://winfuture.de

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Facebook in Bangladesh wegen Satire gesperrt
« Antwort #82 am: 30 Mai, 2010, 19:47 »
Nachdem der Zugang zu Facebook sowie Youtube, Wikipedia und Flickr in Pakistan wegen eines Karikaturenwettbewerbs zum Thema Mohammed und Islam in der vergangenen Woche gesperrt worden war, hat jetzt auch die Regulierungsbehörde Bangladeshs (BTRC) eine Internetsperre über das soziale Netzwerk verhängt. Als Grund wurde laut BBC die Verletzung der religiösen Gefühle der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung durch die Verbreitung "offensiver" Mohammed-Karikaturen genannt.

Zudem störte sich die Regulierungsbehörde an anstößigen Darstellungen des Staatsgründers, des Premierministers und des Oppositionsführers. Sobald die entsprechenden Seiten gelöscht sind, soll die Sperre wieder aufgehoben werden.

Am Samstag wurde der vermutete Verantwortliche für das Einstellen der inkriminierten Bilder von einer Eliteeinheit der Polizei zur Antiterrorbekämpfung festgenommen. Zuvor hatten religiöse Gruppen gegen die Facebook-Veröffentlichungen protestiert, gegen die Blockade von Facebook ist wiederum in universitären Kreisen Protest laut geworden.

Quelle : www.heise.de

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QuitFacebookDay.com - Das Ausstiegskollektiv
« Antwort #83 am: 31 Mai, 2010, 19:32 »
Über QuitFacebookDay.com wurde viel berichtet, heute wollen die dort angemeldeten Menschen sich bei Facebook abmelden. Die Zahl der Ausstiegswilligen bleibt überschaubar - wächst aber weiterhin stetig an.

Wegen der verschiedenen Datenpannen und generellen Datenschutzproblemen bei Facebook gab es viel Kritik, viele Austrittsdrohungen und ein großes öffentliches Interesse an sicheren, freien sozialen Netzwerken, wie es etwa Diaspora einmal werden will. Facebook hat mittlerweile zwar seine Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre verbessert und vereinfacht, doch die auf QuitFacebookDay.com gemeldeten Personen werden vermutlich trotzdem austreten.

Das Facebook-Ausstiegs-Kollektiv hat in den letzten Tagen nur wenig Zulauf erhalten. Doch am letzten Tag vor dem gemeinsamen Facebook-Ausstieg steigen die Zahlen langsam, aber stetig. Und so werden es wohl bald deutlich über 30.000 Nutzer sein, die Facebook am 31. Mai 2010 verlassen und ihre Accounts kündigen wollen. Für viele soziale Netzwerke wäre das eine Katastrophe, bei den 400 Millionen Nutzern von Facebook ist das jedoch - noch - eine verschwindend geringe Zahl.


Im Kommentarbereich von QuitFacebookDay.com wird derweil darüber gestritten, ob der Ausstieg albern ist, ob Facebook mehr für Sicherheit tun muss und ob nicht soziale Netzwerke generell zutiefst unsozial sind. In einem Teil der Kommentare ist zudem zu lesen, dass Nutzer längst gekündigt haben. Dabei ist es keine ganz triviale Aufgabe, den eigenen Facebook-Account zu löschen. Sofern das die verbesserten Facebook-Privatsphäreeinstellungen noch erstrebenswert erscheinen lassen.

Quelle : www.golem.de

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US-Politiker wollen Facebook zur Rede stellen
« Antwort #84 am: 02 Juni, 2010, 13:34 »
Der demokratische US-Abgeordnete John Conyers hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses Facebook zu einer Stellungnahme dazu aufgefordert, welche Daten das Unternehmen an Dritte weitergeleitet hat. In einem Brief (PDF-Datei) an Facebook-CEO Mark Zuckerberg schrieb Conyers, dabei gehe es insbesondere darum, dass Daten ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer weitergegeben worden seien. Außerdem soll Zuckerberg erläutern, ob die bei Facebook eingeführten neuen Privatsphäre-Richtlinien die Möglichkeiten der Nutzer verbesserten, sich der Datenweitergabe zu entziehen.

In einem weiteren Brief an Google-CEO Eric Schmidt fordert Conyers das Unternehmen auf, die von Street-View-Autos eingesammelten privaten Daten aus offenen Funknetzwerken einzubehalten, da diese Gegenstand von Ermittlungen der US-Bundesstaaten seien. Google solle außerdem dafür sorgen, dass künftig solche Datenpannen nicht passieren können.

Die Dienste von Unternehmen wie Facebook und Google bereicherten das Internet und sorgten für seine Weiterentwicklung, schrieb Conyers. Er wolle sicherstellen, dass für die Internet-Unternehmen die Privatsphäre der Nutzer den gleichen Stellenwert genieße wie die Kreativität. Es würden im US-Parlament Anhörungen erwogen, in denen dies zur Sprache kommen soll. Vor einem Monat hatten bereits vier US-Senatoren gegenüber Facebook ihre Datenschutzbedenken geäußert.

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Appleseed: Freies und dezentrales soziales Netz wiederbelebt
« Antwort #85 am: 02 Juni, 2010, 17:41 »
Michael Chisari hat sein Open-Source-Projekt Appleseed wiederbelebt, nachdem der Neuling Diaspora solche Aufmerksamkeit erfuhr. Ausgelöst durch die Probleme und Dominanz von Facebook wächst das Interesse an sicheren und dezentralen sozialen Netzwerken.

Wie Diaspora soll auch Chisaris seit 2004 in Entwicklung befindliches Appleseed-Projekt den Aufbau eines dezentralen sozialen Netzwerks ermöglichen, bei denen die Teilnehmer die Knoten selbst betreiben. Chisari hatte jedoch für seine Idee keine Mitstreiter finden können, arbeitete alleine an der Software und gab dann auf.

Nachdem Facebook wegen Datenschutzmängeln in die Kritik geraten war, stieg aber das Interesse an Alternativen - das Diaspora-Team rückte dadurch ins Rampenlicht und konnte über die Finanzierungsplattform Kickstarter.com mittlerweile über 200.000 US-Dollar sammeln. Das bekam auch Chisari mit und er nahm die Arbeit an Appleseed und die Suche nach Mitstreitern wieder auf.


"Noch vor einem Jahr war niemand an meinem Projekt interessiert - und nun habe ich etwa 80 angemeldete Unterstützer", so Chisari gegenüber der New York Times. Unterstützer sucht er auf Mozilla Drumbeat und für die Finanzierung hat er Appleseed auf der Spendenplattform IndieGoGo.comeingetragen.

Der in Chicago lebende Entwickler erwartet, dass Appleseed zum Jahresende starten und Nutzern die nötige Software zur Teilnahme zur Verfügung stellen könnte. Es gibt bereits einen funktionierenden Prototypen und einige Webseiten, mit denen er sich verbinden kann - nun würden vor allem der letzte Schliff und viele Tests fehlen.

Chisari ist es laut Networld.com egal, ob eine Person Appleseed oder eine andere Open-Source-Alternative zu Facebook nutzt. Deswegen hat er bereits andere Projekte wie Diaspora und OneSocialWeb kontaktiert. Er würde mit ihnen gerne ein gemeinsames Protokoll zur gegenseitigen Vernetzung der jeweiligen Knoten entwickeln.

Quelle : www.golem.de

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Facebook-Chef verteidigt Umgang mit Nutzerdaten
« Antwort #86 am: 03 Juni, 2010, 13:40 »
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat auf dem Podium der "D8 Conference" des US-Wirtschaftsblatts Wall Street Journal (WSJ) beteuert, dass Datenschutz in dem Social Network einen hohen Stellenwert einnimmt. Im Gespräch mit den WSJ-Kolumnisten Kara Swisher und Walt Mossberg wies Zuckerberg auf die Notwendigkeit hin, Personen bei Facebook finden zu können, daher müssten einige Informationen über die Mitglieder des Netzwerks erhältlich sein. Der Eindruck, Facebook wolle möglichst viele Informationen über die Nutzer öffentlich machen, sei aber falsch.

Faceook halte im Gegenteil die Nutzer dazu an, die sensibelsten Informationen für sich zu behalten, fuht Zuckerberg fort. Das Online-Netzwerk schlage seinen Mitgliedern lediglich Einstellungen vor, jeder könne aber selbst entscheiden. Mossberg gab sich mit der Erklärung nicht zufrieden und hakte nach: Facebook habe einige abrupte Änderungen vorgenommen, durch die Nutzer veranlasst worden seien, ihre Privatsphäre-Einstellungen erneut durchzugehen. Zuckerberg betonte, dass bislang mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer mindestens einmal ihre Privatsphäre-Einstellungen geändert hätten. Das zeige, dass die Nutzer die dafür vorgesehenen Menüs verstünden.

Swisher wollte von Zuckerberg wissen, ob er sich unfair behandelt fühle. Dabei verwies sie auf im Internet kursierende alte Instant Messages, in denen sich der mittlerweile 26-jährige Zuckerberg als 19-Jähriger freimütig über Informationen von Mitgliedern seines damals noch jungen Netzwerks geäußert haben soll. Der Facebook-Chef meinte, er habe am College eine Menge Dummheiten gemacht, einige Vorwürfe seien wahr, andere nicht. Es handele sich um Jungenstreiche. Seit der Zeit habe sich einiges geändert.

Nach weiteren Nachfragen zum Thema wurde dem Facebook-Chef offenbar sehr warm. US-Beobachter sahen sich an den Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 1960 erinnert, als dem damaligen Kandidaten Richard Nixon im TV-Duell mit John F. Kennedy angeblich wahlkampfentscheidend der Schweiß im Gesicht stand. Zunächst ging Zuckerberg nicht auf das Angebot ein, seinen Kapuzenpulli auszuziehen. Das tue er nie. Einige Minuten später, nachdem er sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn gewischt hatte, tat er es dennoch. Swisher bezeichnete die Situation ironisch als "großen Moment in der Geschichte des Internets".

Angesichts der Facebook-Pläne, jedem Site-Betreiber die automatische Einbindung personalisierter Facebook-Inhalte zu ermöglichen, fragte Mossberg, ob hier die Nutzer per Opt-in nicht selbst entscheiden sollten, ob sie daran teilnehmen. Darauf erwiderte Zuckerberg, es habe früher bereits neue Angebote bei Facebook gegeben, gegen die Nutzer zunächst protestiert hätten, zum Beispiel der Newsfeed; dieser sei nun ein wichtiger Bestandteil des Social Networks. Zuckerberg glaubt, die Entwicklung werde allgemein in Richtung Personalisierung gehen.

Auch nach einem Börsengang des 2004 gegründeten Unternehmens will Zuckerberg Chef bleiben. Wann der Gang an die Börse geplant ist, wollte er aber nicht sagen. Investoren hatten einen solchen Schritt für 2010 ausgeschlossen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will unterdessen heute im Gespräch mit Vertretern des Online-Netzwerks Facebook mehr Datenschutz einfordern. Aigner hatte mit dem Ende ihrer persönlichen Mitgliedschaft bei dem Freunde-Netzwerk des US-Unternehmens gedroht. Sie verlangt, dass Daten der Facebook-Mitglieder nur nach Einwilligung weitergegeben werden. Die Ankündigung von Facebook zu mehr Kontrolle der Nutzer über ihre persönlichen Informationen gehen Aigner nicht weit genug, obwohl auch Programme von Drittanbietern einbezogen werden sollen. Deshalb will sie die Manager an diesem Donnerstag bei einem Gespräch von mehr Datenschutz überzeugen.

Quelle : www.heise.de

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Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch?
« Antwort #87 am: 09 Juni, 2010, 12:23 »
Facebook will wachsen und im Netz eine zentrale Stellung einnehmen - neue Funktionen sollen dafür den Weg bereiten.

Facebook ist mit bald 500 Millionen aktiven Nutzern das soziale Netzwerk im Web und seit dem März 2010 auch die meist aufgerufene Website in den USA. In den vergangenen Wochen hat Facebook mehrere größere Änderungen vollzogen, die viele kritische Berichte und Proteste in Blogs und Medien zur Folge hatten. Die neuen Funktionen und Einstellungen gaben persönliche Daten von Nutzern dem Netz preis, von denen diese bisher ausgehen konnten, dass sie privat sein und bleiben würden. Was will Facebook?

Zitat
There is an old saying that when you go to heaven, all of your friends are there and everything is just the way you want it to be. So, together, let's make a world that's that good.
Mark Zuckerberg, CEO Facebook, 2010

Klar ist, dass erst eine gewisse selbstverständliche Offenheit der Informationen die Kommunikation in einem sozialen Netzwerk flüssig und die vielen kleinen gegenseitigen Status-Updates zwanglos und einfach macht. Freunde wollen sehen, was Freunde machen. Entscheidend ist dabei aber, dass genau definiert und nachvollziehbar ist, wer zu welchen Informationen Zugang hat. Facebook selbst hat als elitäres Netzwerk für Studenten der Eliteuniversität Harvard angefangen und die Mitgliedschaft zunächst streng auf diesen Personenkreis begrenzt, es war ein "walled garden".

Doch im Laufe des Wachstums hat Facebook die beunruhigende Tendenz gezeigt, die Privatsphären-Einstellungen der User zunehmend zu lockern, um durch dieses Mehr an öffentlich verfügbaren Daten Nutzen zu ziehen. Mit den neuesten Schritten in den letzten Monaten hat Facebook diese Tendenz bestätigt und ebenso nützliche wie beunruhigende neue Funktionen und Änderungen (von denen manche nach einer jüngsten Ankündigung allerdings zurückgenommen oder modifiziert werden sollen) vorgestellt, die Facebook eine zentrale Bedeutung im Netz geben sollen.

Facebook nutzen

Wer selbst einen Account auf Facebook nutzt, weiß, wie erstaunlich große Teile seiner Freunde und Bekannten unter den rund 10 Millionen Facebook Usern in Deutschland dort schon vertreten sind. Zunehmend kann man sein soziales Netz auf Facebook immer besser online widerspiegeln und viele User machen die Erfahrung, dass Facebook eine Bereicherung des eigenen sozialen Lebens sein kann: sei es, um verloren geglaubte alte Klassenkameraden wiederzufinden oder um die Kontakte mit weit entfernten Freunden und Bekannten aufrecht zu halten - Facebooks Reichweite als größtes Netzwerk ist international sehr groß.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation via Facebook reichen von "Mögen" oder bloßem Kommentieren der Aktivitäten von Freunden über persönliche Nachrichten, das Teilen von Vorlieben bis hin zu privaten Chats, Meldungen (Status-Updates) auf der eigenen Seite, Kommentieren von Neuigkeiten von Freunden oder Einstellen von Fotos und Videos. Weitere Vorteile: man wird automatisch an den Geburtstag von Freunden erinnert und kann sich mit dem Facebook Login bei vielen Seiten ganz einfach anmelden ohne sich erst registrieren zu müssen. Auch haben immer mehr Clubs, Museen, Galerien oder Unternehmen offizielle Seiten auf Facebook, über welche sie Meldungen zu ihren Veranstaltungen oder andere Infos anbieten - für den User praktisch ist das einheitliche Interface und die Infrastruktur, innerhalb der diese Informationen angeboten werden.

Ist der eigene Freundeskreis auf Facebook aktiv, kann ganz einfach gemeinsam der Abend geplant und dessen Verlauf mitgeteilt werden. Oder man kann auch (zusammen) spielen: das beliebteste Spiel auf Facebook mit 80 Millionen Teilnehmern ist FarmVille, und viele weitere locken - alle unter einem Dach, mit allen Freunden als potentiellen Mitspielern.

Facebook ist als das größte soziale Netzwerk auch ein Ort, um ohne Aufwand eine kleine Bewegung zu starten - mit welchem Ziel auch immer: eine neugegründete Seite, die innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Nutzer unter einer Flagge vereinen kann, bekommt schon alleine deswegen Aufmerksamkeit - auch die der traditionellen Presse, wenn es sich um ein öffentlichkeitswirksames Thema handelt.

Das Wachstum Facebooks als größtem sozialen Netzwerk wird von einer positiven Rückkoppelung genährt: je mehr Menschen Facebook benutzen, desto eher werden neue User sich ebenfalls dort anmelden anstatt bei einem konkurrierendem Netzwerk: jeder User, der schon dabei und aktiv ist, wirbt automatisch in seinem Freundeskreis für weitere Neuzugänge. Zudem weist diese Umfrage darauf hin, dass die Bedeutung Facebooks in Zukunft weiter zunehmen wird: unter minderjährigen Facebook-Usern in den USA gaben 28 % von 10-12jährigen (interessant dabei: 40% der Mädchen, aber nur 6% der Jungen) an, dass Facebook das wichtigste in ihrem Leben sei.

Immer öffentlicher?

Im Rahmen der jüngsten Neuerungen im April 2010 und auch schon im Dezember 2009 hat Facebook einige gravierende Änderungen an den Standardeinstellungen der Privatsphäre vorgenommen und neu entschieden, welche Daten von Usern privat und welche öffentlich einsehbar sind. Im Dezember hatte Facebook die Freundeslisten seiner User publik gemacht - ein gewaltiger Bruch der Privatsphäre, denn bis dahin konnte jeder User davon ausgehen, dass nicht im ganzen Netz einsehbar ist, mit wem er befreundet ist. Nach Protesten jedoch hat am 26. Mai Facebook-CEO Zuckerberg Änderungen angekündigt, die in den nächsten Wochen schrittweise vollzogen werden sollen. Folgende Daten sind bis zum Vollzug der Änderungen jedoch noch immer öffentlich einsehbar (sofern vom User überhaupt eingegeben): Name, Profilphoto, Angaben über Geschlecht, Wohnort, Netzwerke, Fanseiten, sowie Interessen wie Musik, Bücher oder Filme - diese Informationen können von Suchmaschinen gefunden werden und tauchen auf den Profilseiten auf, wenn Fremde sie anschauen. Und auf Seiten im Netz, die Facebooks Social Plugins benutzen, ist einsichtig, ob man diese Seite "gemocht" hat.

Verwirrend: Man kann zwar beschränken, wer die Freundesliste auf dem Profil sehen darf, aber diese kann trotzdem von Apps oder Webseiten via API abgerufen werden. Nach den angekündigten Änderungen soll es möglich sein, Freundeslisten auch vor Apps zu verbergen und wieder die Sichtbarkeit seiner Interessen (wie vor den letzten Neuerungen) zu kontrollieren - es ist allerdings nicht klar ob und in welchem Umfang das auch für die eigenen "Likes" ("Gefällt mir") zutrifft.

Doch nicht nur im Sachen Privacy-Einstellungen gab es Veränderungen. Mehrere Tools für Entwickler wurden gestartet, um Facebookfunktionen leichter auf Webseiten einzubetten. Hier die auf der Facebook Entwicklerkonferenz f8 im April vorgestellten Änderungen im einzelnen - durch Facebooks vorherrschende Stellung als das größte soziale Netzwerk haben alle Neuerungen potentiell große Implikationen für die nächste Zukunft des Netzes.

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Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Facebook Web 2.0
« Antwort #88 am: 09 Juni, 2010, 17:29 »
Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch? - Teil 2

Wie wird die Zukunft im Netz mit den im ersten Teil vorgestellten neuen Facebook Funktionen aussehen? Wer Facebook einfach nur nutzen will, um Kontakt mit seinen Freunden zu halten und keine Angst hat, die Kontrolle über seine privaten Daten weiter zu verlieren (oder vielleicht immer schon auf Facebook vollkommen öffentlich unterwegs war), wird einige Vorteile in den Funktionen sehen. Auf allen Websites, die Facebook integriert haben, sind jetzt personalisierte Funktionen einfacher als zuvor nutzbar - es reicht, mit in Facebook nicht ausgeloggtem Browser unterwegs zu sein, um überall als Facebook User erkannt zu werden, um auf Webseiten persönliche Empfehlungen von Freunden zu bekommen oder zu sehen was diese gerade dort kommentieren (per "Activity Feed").

Sind auf einer Website mehrere befreundete User unterwegs, ist man nicht mehr "allein": über ein vertrautes Interface kann man Kommentare und Bewertungen abgeben, die dann auch gleich in den News Feeds/Neuigkeiten aller Freunde auf Facebook auftauchen - wunderbar, wenn jeder wissen will, was die anderen Freunde gerade so machen, und man sich gegenseitig auf neue interessante Sites oder Artikel aufmerksam machen will. Durch die sich ansammelnden Empfehlungen von Webseiten, Filmen, Bands, Hobbys füllt sich das eigene Interessen-Profil zusehends ganz nebenbei. Und anhand der Connections können User, die ähnliche Interessen haben, aber nicht befreundet sind, sich gegenseitig finden: es werden automatische Interessenkreise über Websites hinweg gebildet.

Aber so sehr auch das eigene soziale Leben befeuert werden mag vom Veröffentlichen von immer mehr Informationen über sich, immer mehr Befindlichkeitsmeldungen und Kommentaren, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Veröffentlichungen nicht nur positive Folgen haben. Viele User teilen Informationen öffentlich, ohne sich darüber bewusst zu sein, wer sie alles lesen kann. Eine Ursache dafür liegt in der allmählichen Evolution Facebooks begründet.

Facebooks Evolution

Angefangen hat Facebook 2004 als elitäres soziales Netzwerk von und für Studenten der Eliteuniversität Harvard - eine Exklusivität, die noch für viele spätere Mitglieder den Reiz der Mitgliedschaft ausmachte, als Facebook sich schon längst einem weiteren Publikum zugewendet hatte. Zunächst öffnete sich die Plattform für Studenten der anderen Eliteunivesitäten, dann für alle Studenten, dann für jeden über 13 Jahren mit gültiger Emailadresse. In diesem frühen Stadium war Facebook hoch restriktiv: Nicht-Mitglieder konnten keinerlei Daten von Mitgliedern sehen.

Welchen Weg Facebook seitdem bezüglich der Öffnung von Daten zurückgelegt hat, wird klar wenn man sich den heutigen Stand vor Augen ruft, wo die überwiegende Anzahl von Informationen (zumindest per Default) öffentlich ist. Um das zu erreichen, hat Facebook im Laufe der Zeit die Nutzerbedingungen immer wieder geändert, d.h. dass User, die schon länger Mitglied sind, unter völlig anderen Voraussetzungen Facebook beigetreten sind, als sie jetzt herrschen.

Wer sich darauf verlassen hat, dass Facebook seine persönlichen Daten strikt vertraulich behandelt und den Versprechen und steten Zusicherungen des CEOs Mark Zuckerberg, wie etwa Privacy is the vector around which Facebook operates (2008) geglaubt hat, muss jetzt damit rechnen, dass diese Daten an verschiedenen Stellen von Facebook netzweit zugänglich sind. Zumal nur eine ständige Kontrolle der Privatsphäreneinstellungen des eigenen Kontos vor totaler Öffentlichkeit schützt, da die Strategie Facebooks - wie gerade wieder einmal bewiesen - darin besteht, neue Änderungen möglichst still und per Default im Opt Out Verfahren einzuführen. Bei diesem muss man aktiv werden, um eine Änderung zu verweigern - im Gegensatz zum Opt In, wo man ihr bewusst zustimmen muss.

Wunderbar übersichtlich sind diese schleichenden Änderungen der Veröffentlichung von Userdaten anhand der folgenden Grafik illustriert, die zeigt, wie im Laufe der Jahre Facebook immer mehr Daten wie u.a. Fotos, Vorlieben, Freunde, Profilbild immer öffentlicher gemacht hat - mit einem ganz großen Sprung im April mit dem Launch der neuen Funktionen auf der Facebook Entwicklerkonferenz f8:



Nicht berücksichtigt ist hier die Öffentlichkeit von persönlichen Daten, deren Sichtbarkeit zwar eingeschränkt werden könnte, deren Default-Einstellungen (die oft fraglos übernommen werden) aber eine größere Öffentlichkeit vorsehen. Auch noch nicht berücksichtigt sind die von Facebook angekündigten Änderungen, die einige öffentlich gemachte persönliche Daten wieder privat machen. Die Grafik beruht auf der Facebook Privacy Zeitleiste der EFF, die die Entwicklung der sich immer weiter abschwächenden Privacy-Politik von Facebook sehr anschaulich zeigt. Für die neuen Privatsphären-Einstellmöglichkeiten gibt die EFF einige Ratschläge  zur Bedienung.

Warum aber sollten sich User überhaupt Gedanken über den Schutz privater Informationen auf Facebook machen?

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Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Was will Facebook?
« Antwort #89 am: 09 Juni, 2010, 21:33 »
Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch? - Teil 3

Einem Artikel des Time-Magazins zufolge hat Facebook eine Formel dafür entwickelt, wie viele Aha-Momente und Erlebnisse auf Facebook bei einem neuen User erzeugt werden müssen, um ihn zu einem Facebook Nutzer werden zu lassen - und das alles daraufhin abgestimmt ist, diese Momente auch tatsächlich zu erschaffen - z.B. durch das Anzeigen von schon angemeldeten alten Freunden beim ersten Einloggen.

Man darf also davon ausgehen, dass die Gestaltung und Formulierung von Menüs und Dialogen der Einstellungen, die bestimmen, welche Daten geteilt werden, wichtig genug sind um von Facebook ebenso auf ihren Zweck hin optimiert zu sein. Was aber will Facebook? Man kann versuchen, das aus verschiedenen Anhaltspunkten herauszulesen: den öffentlichen Aussagen, aus der Interfacegestaltung, der Art, wie Neuerungen oder Änderungen am System eingeführt werden und schließlich den Änderungen selbst. Daraus ergibt sich das Bild einer Strategie.

Zitat
People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that has evolved over time.
Mark Zuckerberg CEO Facebook, 2010

Dieses Argument lieferte die Begründung Facebooks für die Einführung neuer Funktionen und damit einherschreitender weiterer Veröffentlichung bisher privater Daten. Es ist manipulativ: Zuckerberg begründet die Öffnung weiterer privater Daten mit den "neuen sozialen Normen" die er behauptet beobachtet zu haben, und argumentiert, dass ja nur bereits öffentliche Userdaten anderen Anbietern zugänglich gemacht werden - diese sind jedoch öffentlich, nicht weil die User sie so kategorisiert haben, sondern weil Facebook eigenmächtig entschieden hat, sie der Kontrolle der User zu entziehen und sie zu veröffentlichen.

Und mit diesem Label versehene Daten erlaubt sich Facebook dann auch vom User unbemerkt automatisch an andere Dienste weiterzugeben im Rahmen des "Instant Personalization"-Programms. So werden ganz einfach alle Datenschutzbedenken aus dem Weg geräumt - die weitergegebenen Daten sind ja eh öffentlich! Für manche Daten besteht zwar die Möglichkeit, sie vor dem Netz zu verbergen - doch sind diese Optionen noch immer so versteckt oder umständlich zu bedienen, dass sich Facebook gewiss sein kann, dass nur ein kleiner Teil der User (der sich dem Problem überhaupt bewusst ist) diese Einschränkungen auch vornimmt.

Facebook macht es dem User vorsätzlich schwer, etwas gegen die Interessen und den Willen Facebooks zu machen, durch geschicktes Design der Interfaces, von Tim Jones von der digitalen Bürgerrechtsorganisation EFF so genannten Evil Interfaces. Ganz im besten Stil von PR-Neusprech werden die Entscheidungen Facebooks auch immer arrogant verteidigt und Situationen umgedeutet - schöne Beispiele für Facebook Verschleierungsworte liefert die EFF in Form einer Übersetzung ins englische, ua. "Public information" (= die Informationen eines Nutzers, die Facebook gerne öffentlich machen will).

Die Privatsphären Einstellungen

Das Interface Facebooks zum Einstellen, welche Informationen wo mit wem geteilt werden, ist legendär komplex und umfasst 50 Einstellmöglichkeiten, die in viele Menüs und Untermenüs an unterschiedlichen Stellen untergebracht sind. Wenn Facebook jetzt angekündigt hat, hier nachzubessern, um diese Einstellungen zu vereinfachen, dann ist das eine schon lange überfällige Aktion.

Einen Eindruck der Komplexität der Privatsphären-Menüs gibt das folgende Schaubild, das die verschiedenen Menüs und Menüpunkte der Einstellmöglichkeiten zeigt, die über das "Teilen" von eigenen Daten entscheiden, also darüber, wer welche Daten sehen kann. Und man muss sich auch tatsächlich durch diese Menüs durcharbeiten und die Einstellungen verstehen und ändern, wenn man sich nicht ganz dem ganzen Netz hin öffnen will: die Standardeinstellung der meisten Optionen ist meist "Alle", die davon geregelten Daten sind dann frei zugänglich für jedermann.

Stichdatum der Grafik ist der 22.05.2010. Grafik: Telepolis (Bild vergrößern)

Eine Erläuterung zu den üblichen Optionen der Einstellung - angeboten werden: "Alle", "Freunde von Freunden" und "Freunde", wobei der Personenkreis der Freunde von Freunden sich eigentlich ganz privat anhört aber bei einer durchschnittlichen Freundesanzahl von 130 Freunden immerhin rund 17000 Personen umfasst.



Änderungen durch Facebook sind nun, wie gesagt, angekündigt: diese Menüs werden ergänzt durch einige einfachere und übersichtlichere Dialogfenster - doch auch hier teilt man als Nutzer, wenn man die Standardeinstellungen ("Recommended") übernimmt, noch viel mit:

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Quelle : http://www.heise.de/tp/

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