Autor Thema: Gigawatt-Fresser ...  (Gelesen 1889 mal)

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Offline Jürgen

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Re: 50 Prozent Energie werden verschwendet
« Antwort #15 am: 17 Juni, 2007, 16:19 »
Auch von negativer Bedeutung ist das Schiessen mit Kanonen auf Spatzen.

Immer wieder sollte man sich fragen, wieviele GHz (und somit letztlich Watt an Verlustleistung) man braucht, um eine Benutzer-Oberfläche darzustellen, in Web zu surfen, Texte einzugeben usw.
Insbesondere macht es Sinn darüber nachzudenken, wieviele der vorhandenen Komponenten ständig im Standby oder gar ständig aktiv herumbrutzeln müssen...

In letzter Zeit habe auch ich mit mit 'nem Verbrauchserfassungsgerät gewappnet und damit begonnen, möglichst viele Bestandteile meiner Anlage bei Nichtbenutzung echt abzuschalten oder - wenn nicht möglich - mir zumindest ein klares Bild davon zu machen.

Als erste Konsequenz habe ich die gute alte (gesamt geschaltete) Steckdosenleiste ausrangiert und eine Kiste mit derzeit acht einzeln schaltbaren Steckdosen gebaut.

Nun laufen immer nur die Geräte, die wirklich benutzt werden sollen.

Mein DSL-Modem-Router zieht sonst permanent 9 Watt.
Mein alter 20"er benötigt immer noch echte 30 Watt, wenn er an seinem eigenen Schalter ausgemacht wird, praktisch dasselbe wie im Standby. Das kann sich läppern, wenn 'nur' der PC auf Timer-Aufnahmen wartet.
Eine externe Platte zieht etwa 12 Watt, gerade benutzt oder nicht, aber dabei kaum mehr als eine interne einschleisslich der Netzteil-Verluste.
Mein erster wie zweiter PC brauchen je im Power-Off-Zustand noch ca. 7 Watt.
Selten benötigte Festplatten werden zukünftig ausgelagert, um den PC zu entlasten und sie komplett stromlos machen zu können.

Insbesondere werde ich darauf achten, keine Steckernetzteile mit klassischem Trafo mehr einzusetzen, denn diese ziehen auch ganz ohne Last meist etwa 1/3 bis die Hälfte ihrer Maximalleistung, und erzeugen entsprechend Wärme. Kleine (genau passende) Schaltnetzteile liegen eher bei 10 - 15 % im Leerlauf.

Der Drucker/Scanner/Kopierer zieht im Standby nur drei Watt, bleibt trotzdem i.d.R. länger an, sobald Drucken nötig werden könnte, weil er bei einer vollen Reinitialisierung nicht nur recht lange braucht, sondern zudem einen tintenintensiven Reinigungslauf durchführt.

Als nächstes wird eine ähnliche Dose für die AV-Anlage gebaut, nur muss ich bis dahin die Verbindungen dazwischen umstricken, weil einige Geräte bisher auch für andere als Durchschleife dienen.

Meine Quattro-LNBs und MS werden demnächst (immer noch gemeinsam und dauernd) mit knapp 12 Volt gespeist, statt 18.
Diese enthalten nämlich klassische Längsregler, um daraus intern meist benötigte 5 oder 6 Volt zu machen. Und dafür reichen meist etwa 10 Volt direkt an deren Eingang aus.
Eine Automatik zur Bedarfs-Erkennung per Receiver-Speisung (13 / 18 Volt ohne Belastung) werde ich entwickeln und nachrüsten, sobald dafür Zeit ist.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, möglichst viele Aufgaben über dedizierte Hardware zu erledigen, statt über eine fette CPU, das spart auch.
Der DSP einer echten Soundkarte zieht meist deutlich weniger als die übliche AC97-Lösung per CPU.
Und er beherrscht sogar oft die automatische Abschaltung bei Nichtbenutzung. Kenne ich sogar von Uraltteilen unter Linux...
Die Nexus braucht im HW-Modus nicht messbar mehr als im SW-Modus, aber viel weniger CPU-Power.
Solange sie (nach dem Boot) noch nicht gestartet wurde, braucht sie übrigens wirklich weniger. Also kann auch ein Rechner-Reboot gelegentlich zum Sparen beitragen, oder eine Software-Treiber-Kombination, die die Hardware nach Beenden der Anwendung wieder sauber herunterfährt...

Ein Übriges könnten natürlich andere Hardware-Hersteller leisten, wenn aktuell nicht benötigte Teile in einen echten Sleep-Mode gehen könnten.
Und abermals, wenn das für Mainboard-Komponenten und (geschickt aufgeteilte) CPU-Bestandteile ebenfalls gelten würde. Also z.B. für einen eventuellen Hardware-Video-Decoder, die FPU usw. ...
Eine recht gute Chance könnte auch die Multi-Core-Technik bieten, aber nie so effizient wie spezialisierte Co-Prozessoren.

Übrigens ist die 12-Volt-Schiene bei modernen PCs für die Energie-Bilanz kaum noch relevant, ausgenommen für Laufwerke und ggf. die GraKa. Viel bedeutender sind +5Volt und 3.3 Volt.
Zwar beherrschen viele moderne CPUs und OS den einen oder anderen
Energiespar-Modus, dennoch steigt der Leerlauf-Verlust mit zunehmendem Takt und der stets gesteigerten Miniaturisierung immerzu an, weil die Sperrschichten der Halbleiter immer dünner werden und daher Tunnel- und Leck-Ströme in erheblichem Umfang auftreten, bis zur Hälfte der Maximalleistung.

Und PFC hilft zwar den Stromversorgern, durch Reduktion der Blindlasten, aber am Zähler hilft das Privatleuten garnicht. Zudem führt schlecht gemachte Power-Factor-Correction häufig zu zusätzlichem Verbrauch, u.a. aufgrund billiger Drosseln anstelle halbwegs intelligenter Technik.

Es gibt viel zu tun.


p.s.
Auch gelegentliches (geschicktes) Streichen kann Energie sparen.
Wirklich weisse Wände und Decken reduzieren den Beleuchtungs-Bedarf erheblich, verglichen mit stark vergilbten Räucher-Buden.
Nicht nur Zigaretten-Qualm, sondern besonders auch der Russ von Kerzen, Duft-Lampen & Co. verdunkeln Räume schneller, als das den Nutzern selbst auffällt.
Und 300-Watt-Halogen-Deckenfluter gehören entweder verboten oder als Heizgeräte erfasst...
Es macht Sinn, die allgemeine Raumbeleuchtung zu reduzieren und mehr gezieltes Licht einzusetzen. So genügt zum Lesen oder Basteln / Handarbeiten i.d.R. eine (bewegliche) 20-Watt-Halogen-Tischleuchte. 
Dimmen hilft nicht, denn der Licht-Verlust ist stets viel höher als die Strom-Ersparnis, somit sinkt die Effizienz dadurch sogar stark ab.
Aber echtes Abschalten hilft wirklich...
« Letzte Änderung: 17 Juni, 2007, 16:32 von Jürgen »
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Offline feodor

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Re: 50 Prozent Energie werden verschwendet
« Antwort #16 am: 19 Juni, 2007, 15:37 »
Hab vor kurzem mal ein Messgerät angeschlossen zwischen Steckdose und PC.
Mein HTPC braucht 50-65 W beim Gucken von DVB-S mit Emulation, CPU Last also so 30-40%.
Ich war ziemlich erstaunt, dass das so wenig ist...

PS: Meinen Spiele-PC hab ich noch nicht getestet, nehme aber an, dass da weitaus mehr anfällt.

Grüße
feodor
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Offline SiLæncer

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EU-Kommission: Stromfressern im Haushalt geht es an den Kragen
« Antwort #17 am: 01 April, 2009, 20:15 »
Kühlschränke gehören im Haushalt zu den Stromfressern schlechthin. Wer ein Uralt-Gerät der Effizienzklasse C durch ein Gerät mit aktueller A++-Auszeichnung ersetzt, kann durchaus 150 Euro und mehr im Jahr sparen. Aber viel Auswahl bei den Energieeffizienzklassen wird es nach dem Willen der EU-Kommission künftig nicht mehr geben. Denn ab kommenden Juli dürfen keine Kühlschränke mehr in den Handel kommen, die nicht mindestens Effizienzklasse A erreichen. Darauf haben sich die EU-Mitgliedsstaaten jetzt bei einer Tagung des "Regelungsausschusses für Ökodesign und Verbrauchskennzeichnung" geeinigt.

Neues Energie-Label für Kühlschränke

Beschlossen wurde dabei auch eine grundsätzliche Neugestaltung der Energie-Labels für Haushaltsgeräte. Über die bisher üblichen Kategorien von G bis A einschließlich Unterkategorien hinaus soll auf den Energie-Etiketten künftig ausgewiesen werden, dass ein Gerät so und so viel Prozent weniger Strom verbraucht als ein Modell der Effizienzklasse A. Bei einem 20 Prozent niedrigeren Stromverbrauch würde auf dem Label von Gerät X dann "A-20%" stehen. Zwei Jahre später sollen dann auch die A-Klasse-Kühlschränke aus dem Handel verschwinden und Geräte der bisherigen Klasse A+ als Referenz dienen.

"Ich begrüße das neue Energieetikett, weil es den Verbrauchern klare Informationen vermittelt", erklärte der für Energie zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs. Auch Waschmaschinen müssen ab 1. Juli 2010 die Effizienzklasse A erfüllen, wollen Händler sie als Neuware in Europa verkaufen. Die bisherige Klasse A+ gilt bei Waschmaschinen dann ab Sommer 2013 als Referenz. Bei Fernsehern ist die Sache etwas komplizierter: Ab Juli kommenden Jahres sollen nur noch Geräte verkauft werden dürfen, deren Verbrauch "unter dem Durchschnitt" liegt. Als Referenzformel für Full-HD-Geräte mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln werden 20 Watt + Displaygröße in Quadratdezimetern × 1,12 × 4,3224 Watt/dm2 angegeben.

Bei sonstigen Geräten liegt der Grenzwert dann bei 20 Watt + Displaygröße in Quadratdezimetern × 4,3224 Watt/dm2. Ab Frühjahr 2012 sollen dann ausschließlich TV-Geräte verkauft werden dürfen, deren Verbrauch 20 Prozent unter dem heutigen Durchschnittswert liegt (= 16 Watt + Displaygröße in Quadratdezimetern × 3,4579 Watt/dm2). "Prognosen zufolge" führen sämtliche Maßnahmen bis zum Jahr 2020 zu jährlichen Energieeinsparungen in Höhe von 51 TWh, wovon nach Angaben der EU-Kommission 43 TWh auf Fernsehgeräte, 6 TWh auf Kühl- und Gefriergeräte und 2 TWh auf Waschmaschinen entfallen. Dies entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von Portugal und Lettland zusammen, heißt es. Die jüngst verabschiedeten Glühlampen-Abschaffungsverordnungen sollen bis 2020 weitere 80 TWh einsparen.

Doch damit längst nicht genug. Laut einem Arbeitspapier (PDF-Datei) geht es künftig auch stromfressenden Warmwasserbereitern, Set-Top-Boxen, elektrischen Motoren, Umwälzpumpen, Klimageräten, Staubsaugern und nicht zuletzt Computern an den Kragen. EU-Medienkommissarin Viviane Reding stieß bereits kräftig in ihr neues Videobotschafts-Horn und forderte die IT-Industrie am Montag auf, sich an Energiesparmaßnahmen zu beteiligen, damit das Ziel, den CO2-Ausstoß in Europa bis zum Jahr 2020 um rund 20 Prozent zu senken, erreicht werden kann. Ein neues "Grünes Abkommen für Europa" sei vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise unablässlich, verdeutlichte die Medienkommissarin – und die IT-Industrie solle mit gutem Beispiel vorangehen.

Quelle : www.heise.de

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EU-Kommission will effizientere externe Netzteile
« Antwort #18 am: 06 April, 2009, 18:48 »
Ökodesign-Verordnung soll 9 TWh pro Jahr einsparen

Die Europäische Kommission will die Energieeffizienz externer Netzteile verbessern und hat dazu heute eine neue Verordnung verabschiedet. Die Stromverluste der Netzteile sollen bis 2020 um fast ein Drittel gesenkt werden.
Die neue Verordnung legt Anforderungen an die Energieeffizienz externer Stromversorgungen fest, die beispielsweise Haushalts- und Bürogeräte sowie Funk- und Schnurlostelefone oder Notebooks mit Strom versorgen. Die Anforderungen betreffen sowohl die "aktive" Effizienz, also die Effizienz bei der Versorgung beispielsweise eines Notebooks beim tatsächlichen Betrieb, als auch den Stromverbrauch bei "Nulllast", also die vom Netzteil auch dann aufgenommene Leistung, wenn es zum Beispiel gar nicht in das Notebook eingesteckt ist.

Die Anforderungen treten in zwei Schritten 2010 und 2011 in Kraft und orientieren sich an Geräten, die eine erheblich höhere Effizienz aufweisen als Durchschnittsmodelle.

Dadurch hofft die Kommission auf Energieeinsparungen von 9 TWh pro Jahr, was in etwa dem jährlichen Stromverbrauch Litauens entspricht.

Quelle : www.golem.de

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Re: EU-Kommission will effizientere externe Netzteile
« Antwort #19 am: 07 April, 2009, 00:36 »
Das ist nicht wirklich schwierig.

Ich selbst habe inzwischen keinerlei externe Netzteile mit klassischem Transformator mehr im Einsatz, schon weil die selbst ganz ohne jede Last oft ein Viertel oder mehr ihrer Maximalleistung ziehen und in Wärme umsetzen.
Moderne Schaltnetzteile dagegen liegen nicht selten bei einem Lererlaufverbrauch von weniger als einem halben Watt.
Und auch unter Last weisen die heutzutage  in der Regel weit weniger Verluste auf als klassische Trafos, insbesondere bei vernünftiger Auslegung für den jeweiligen Zweck.

Nicht vergessen sollte man, dass Trafo-Netzteile sehr oft überhaupt nicht abgeschaltet werden.
So gibt es beispielsweise Halogen-Schreibtischlampen, die einen Schalter für zwei Helligkeitsstufen mitbringen. Gerade diese bleiben dann primär immer am Netz und ziehen z.B. gemessene echte 7 - 11 Watt im scheinbar ausgeschalteten Zustand, statt ca. 45 oder 65 Watt in den Leistungsstufen "35" bzw. "50" Watt. Watt, nicht "nur" VA...
Auch ein 20 Watt Tischhalogener genehmigt sich im Betrieb gerne etwa 27 bis 33 Watt, mit durchgebrannter Birne immer noch etwa5 Watt. Bei diesen Teilen sitzt immerhin der Netzschalter meist primär, also an der richtigen Stelle.

Sowas ist nicht nur eine elendige Energieverschwendung, die kaum einem Kunden bewusst ist, sondern zudem auf Dauer ein erhebliches Brandrisiko.

Ein gutes Energiekostenmessgerät kann sich schnell bezahlt machen ;)
Und dann kommen eben Schalterleisten, andere Netzteile und schlichtweg Vernunft zum Einsatz.
Für alles jedenfalls, was irgendwie warm wird...

BTW, auch für Netzwerke gibt's oft Energiesparmöglichkeiten, z.B. wenn die Platte im Heimnetzwerk nicht unbedingt ständig läuft, bloss damit man niemals auch nur Sekunden warten muss. Und wenn schon, könnte man z.B. 'mal mit USB-Sticks vergleichen. Es müssen sicherlich nicht ständig hunderte von GB an Filmen und Mucke im RAID rotieren, selbst wenn niemand im Hause ist...


Jürgen
« Letzte Änderung: 07 April, 2009, 00:41 von Jürgen »
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Energiebehörde warnt vor Stromhunger von Unterhaltungselektronik
« Antwort #20 am: 13 Mai, 2009, 18:00 »
Was wir 2030 nur mit unserer PC-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik an Energie verheizen werden, entspricht dem aktuellen Energieverbrauch der USA und Japan zusammengenommen. Deshalb, warnt die Internationale Energiebehörde IEA, müsse gespart werden.

Paris - Die wachsende Verbreitung von Handys, Computern und anderen elektronischen Geräten wird in den nächsten Jahrzehnten einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch ausmachen. Bis 2030 werde sich der Energiebedarf durch Unterhaltungselektronik und Bürogeräte verdreifachen, erklärte die Internationale Energieagentur IEA am Mittwoch in Paris. Dies werde nicht nur die Stromrechnungen der Haushalte nach oben schießen lassen, sondern auch "Versuche gefährden, die Energiesicherheit zu verbessern und den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken." Die Politik müsse deshalb dringend auf die Hersteller einwirken, den Energieverbrauch der Geräte deutlich zu senken.

Elektronische Geräte, darunter fast eine Milliarde Handys und zwei Milliarden Fernseher, stünden derzeit für 15 Prozent des Stromverbrauchs in Privathaushalten, erklärte die IEA. Bis 2022 werde sich ihr Energiekonsum verdoppeln und bis 2030 dann auf 1700 Terawattstunden verdreifachen - so viel, wie Haushalte in den USA und Japan derzeit insgesamt an Strom verbrauchten.

"Das würde sich auf den Stromrechnungen der Haushalte rund um den Globus mit 200 Milliarden US-Dollar niederschlagen", sagte IEA-Direktor Nobuo Tanaka. Zudem müssten Kraftwerke gebaut werden, die den Mehrbedarf durch die Geräte von schätzungsweise 280 Gigawatt decken könnten. Zum Vergleich: Selbst große Kraftwerke liefern heutzutage meist nicht mehr als ein Gigawatt.

In ihrer kostenpflichtig zu beziehenden Studie " Gadgets und Gigawatt" sind die IEA-Experten überzeugt, dass bei den elektronischen Stromfressern noch viel Einsparpotential besteht. Schon heute könne ihr Verbrauch durch verfügbare Techniken mehr als halbiert werden, schreiben sie. "Das könnte den Verbrauchsanstieg auf weniger als ein Prozent pro Jahr bis 2030 begrenzen." Davon würde auch die Stromrechnung der Haushalte weltweit profitieren, die dann in 20 Jahren 130 Milliarden Dollar niedriger ausfallen werde.

Das Thema "Green IT" wird seit Jahren von verschiedenen Seiten verstärkt in die Diskussion gebracht. Die IT-Messe Cebit widmete dem Themenkomplex in den vergangenen zwei Jahren Ausstellungsschwerpunkte, die allerdings noch auf verhaltenes Interesse stießen. Bei den Verbrauchern sieht das anderes aus: Immer bewusster gehen Kunden beispielsweise mit dem Thema Stand-by-Schaltungen um. Hier sorgt der Druck des Marktes dafür, dass die Hersteller echte Stand-by-Lösungen anbieten, die im Ruhezustand dann nur noch wenige Watt verbrauchen. Auch sparsame PC-Technik liegt stark im Trend, selbst wenn dafür auf Leistung verzichtet werden muss.

Quelle : www.spiegel.de

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Sparsamere Computer passen Rechenleistung an Nutzer-Wünsche an
« Antwort #21 am: 14 Mai, 2009, 15:31 »
Das Empathic Systems Project einer Forschergruppe vom Prescience Lab der Northwestern University in Chicago untersucht einen neuartigen Ansatz für höhere Energieeffizienz oder längere Akkulaufzeiten bei Computern: Sie versuchen, die Rechenleistung an die Erwartungen der Nutzer anzupassen. Dabei arbeiten sie mit verschiedenen Methoden, die den jeweiligen Rechner in die Lage versetzen soll, die Zufriedenheit des Anwenders mit seiner aktuellen Performance einzuschätzen. Über zusätzliche Sensoren erfassen sie beispielsweise physiologische Parameter (PDF-Datei) wie den Hautwiderstand oder Augenbewegungen, bei einem einfacheren Konzept drücken die Anwender eine spezielle Funktionstaste, wenn sie den Rechner als zu langsam empfinden.

Die meisten aktuellen Systeme verändern im laufenden Betrieb Taktfrequenz und Betriebsspannung des Hauptprozessors zur Steigerung der Energieeffizienz; solche Verfahren sind als Dynamic Voltage and Frequency Scaling (DVFS) bekannt und einerseits in den Energieverwaltungsfunktionen von Betriebssystemen implementiert sowie andererseits bei Prozessoren (AMD Cool'n'Quiet, Intel Enhanced SpeedStep Technology), Mainboards und (ACPI-)BIOS. DVFS orientiert sich bisher – etwa bei Windows XP und Vista – größtenteils an der Auslastung des Prozessors: Verarbeitet er nur wenige Befehle pro Zeiteinheit, dann wählt das Betriebssystem einen "Performance State" (P-State), bei dem die CPU mit niedriger Taktfrequenz läuft und deshalb ihre Spannung mindern kann. Soll der Prozessor mehr leisten, dann muss er schneller takten, doch das funktioniert erst bei höherer Betriebsspannung stabil.

Per Physiological Traits-based Power Management (PTP) oder User-Driven Frequency Scaling (UDFS), so die Forschergruppe, passt sich der PC aber besser an die Erwartungen seines Benutzers an. Das haben sie in Experimenten mit 20 Testpersonen an einem älteren Laptop unter Windows XP herausgefunden (PowerPoint-Präsentation).

Zusätzlich tüftelt das Team um Peter A. Dinda auch an einer Software, die die kleinsten stabilen Betriebsspannungen für die diversen P-States individueller Prozessoren ermitteln soll. Je nach Fertigung laufen einzelne Prozessoren bei bestimmten Taktfrequenzen auch mit niedrigeren Spannungen stabil, als sie der Hersteller für den jeweiligen CPU-Typ spezifiziert; dieser Pegel hängt gleichzeitig auch von der aktuellen Prozessortemperatur ab. Übertakter nutzen dieses Verhalten ebenso aus wie Untertakter, die für ihren jeweiligen Prozessor manuell und experimentell einen besonders sparsamen Betriebspunkt suchen, bei dem die Performance ihren Anforderungen genügt. Unter dem Titel Process-Driven Voltage Scaling (PDVS) wollen die Forscher Software-Tools entwickeln, die Taktfrequenz-Spannungs-Temperaturprofile für den stabilen Betrieb von Prozessoren ermitteln.

Die Foscher kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Leistungsaufnahme durch den Einsatz von UDFS und PDVS um "rund 50 Prozent" im Vergleich zum reinen Windows-XP-DVFS drosseln lässt. Ob damit die Leistungsaufnahme des Prozessors alleine oder des gesamten Rechners gemeint ist, bleibt allerdings unklar; je nach System ist der Hauptprozessor im zeitlichen Mittel nicht unbedingt der größte Einzelverbraucher, denn in Leerlaufphasen schalten die meisten Prozessoren von einem P-State ohnehin in sparsamere Schlafmodi um. Diese Umschaltung erfolgt innerhalb von Sekundenbruchteilen, im Extremfall schläft die CPU sogar zwischen einzelnen Tastendrucken bei der Eingabe von Texten kurz ein.

UDFS und PDVS können also bisher nur dann optimierend eingreifen, wenn der Prozessor tatsächlich rechnet, also in einem P-State läuft, was aber im zeitlichen Mittel bei manchen Nutzungsszenarien eher selten vorkommt. Doch grundsätzlich lässt sich auch das Performance-Potenzial weiterer PC-Komponenten an die vom Nutzer gerade gewünschte "Schwuppdizität" seines Systems anpassen. Auch andere adaptive Regelungen können die Energieeffizienz von Computern optimieren, etwa Sensoren für die Umgebungshelligkeit in (Notebook-)Displays, die wiederum die Backlight-Helligkeit steuern, oder Infrarotsensoren, die Monitore abschalten, wenn kein Nutzer davorsitzt.

Quelle : www.heise.de

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Computer treiben Stromverbrauch in die Höhe
« Antwort #22 am: 03 Juli, 2009, 14:13 »
Neue Fernseh- und Computertechnik treiben den Stromverbrauch in Deutschland in die Höhe. Im Jahr 2007 gingen etwa 55 Milliarden kWh auf das Konto von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Das waren 10,5 Prozent des gesamten Jahresenergiebedarfs, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium auf der Grundlage einer neuen Studie des Fraunhofer-Instituts. Das sei deutlich mehr als der globale Durchschnitt.

Wenn sich nichts ändere, sei bis zum Jahr 2020 eine Steigerung auf jährlich 67 Milliarden kWh zu erwarten. Den größten Anteil an dem IKT-bedingten Stromverbrauch haben demnach die Anwendungen in privaten Haushalten mit knapp 60 Prozent. Ihr Anteil werde ohne Gegensteuerung von gegenwärtig rund 27 Milliarden kWh auf 40 Milliarden kWh im Jahr 2020 steigen Die Rechen- und Speicherleistung der Computer steige ebenso wie der Datenverkehr.


BMWi-Studie weist darauf hin, dass es zahlreiche Chancen für "Green IT" gebe. Es seien neue Konzepte und attraktive Praxisbeispiele erforderlich, die bei der digitalen Informationsversorgung, der Erzeugung über den netzbasierten Austausch bis hin zur Nutzung und Speicherung von digitalen Daten Energieeffizienz und -einsparung ermöglichen. Potenzial hätten Systemlösungen für leistungsfähige und ökoeffiziente Breitbandanschlüsse und Netzinfrastrukturen, integrale Optimierungssysteme, die sich leicht an den schnellen Fortschritt im Computerbereich anpassen und die Schaffung von energieoptimierter Hard- und Software.

Einen Ansatzpunkt zum effizienteren Umgang mit Energie hat Hans-Joachim Popp, CIO beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgemacht. In einem Interview mit der Zeitschrift CIO sagte er, in den vergangenen Jahren hätten sich die PCs zu Servern entwickelt, diese habe man in Rechenzentren gestellt. Am Anfang hätten die Administratoren direkt vor den Konsolen gesessen, doch inzwischen seien die Rechenzentren menschenleer. Die Temperaturen würden aber nach wie vor auf Zimmerniveau gehalten, dabei würden die Komponenten ganz andere Werte aushalten.

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