Autor Thema: LinuxTag ...  (Gelesen 1461 mal)

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LinuxTag ...
« am: 24 Juni, 2005, 15:01 »
Die Open Source Factory präsentiert auf dem LinuxTag einen neuen Personal Video Recorder. Der PVR 7200 basiert auf der freien VDR-Distribution LinVDR 0.7. Der Hersteller sieht das Gerät als eine Highend-Alternative aus Standard-PC-Komponenten zu DVD-und Festplattenrecordern großer Unterhaltungselektronikhersteller. Es soll sich "out of the box" in Betrieb nehmen lassen.

Schneide- und Brennfunktionen lassen sich vollständig aus dem On-Screen-Menu heraus bedienen. Selbst Netzwerkeinstellungen sind mit der TV-Fernbedinung möglich. Betrieben werden kann der PVR 7200 auch ohne Netzwerk, Softwareupdates können zum Beispiel auch via USB-Stick eingespielt werden. Dass eigentlich ein PC die Arbeit verrichtet, davon soll der Anwender nichts merken. Gegen Langweile in den Werbepausen sind auch über die Fernbedienung steuerbare Videospiele für den VDR enthalten.

Ein Sempron 2200+-Prozessor, ein elektrischer und ein optischer Audioausgang sowie ein Dual-Layer-DVD-Brenner markieren die Neuerungen auf der Hardwareseite. Für den TV-Empfang sorgen wahlweise zwei DVB-T- oder DVB-S-Karten, wobei jeweils eine mit Hardware-Decoder und TV-Ausgang für die Bildwiedergabe ausgestattet ist. Deren Hardwaredecoder können leider kein HDTV-Material wiedergeben, es kann allerdings aufgezeichnet und verarbeitet werden.

Bei der Migration des VDR vom klassischen PC in das Wohnzimmergerät soll mit dem vorliegenden Konzept nicht Schluss sein. So lässt sich auf der Messe bereits eine Platine für einen künftigen PVR bewundern, die völlig ohne klassische PC-Hardware arbeitet und ebenfalls den VDR als Gerätesoftware verwendet.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/61019

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LinuxTag wechselt nach Berlin
« Antwort #1 am: 16 Januar, 2007, 16:04 »
Im Dezember kursierten schon Gerüchte, jetzt ist es offiziell: Der nächste LinuxTag findet in der deutschen Hauptstadt statt. Vom 30. Mai bis 2. Juni organisiert der LinuxTag e.V. das Event, das die Linux-Community, -Firmen und andere Interessierte zusammenbringen will, in den Messehallen unter dem Funkturm.

Auch dieses Jahr vereint die viertägige Veranstaltung eine Ausstellung, wo sich Open-Source-Projekte und Firmen präsentieren können, mit einem umfangreichen Vortragsprogramm. Details zu Letzterem sollen später bekannt gegeben werden. Im vergangenen Jahr zog der LinuxTag 9000 Besucher nach Wiesbaden. Zu den Programm-Highlights gehörten die Keynotes von Ubuntu-Initiator Mark Shuttleworth und Kernel-Maintainer Andrew Morton.

Quelle : www.heise.de

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LinuxTag 2010 eröffnet
« Antwort #2 am: 09 Juni, 2010, 13:02 »
In Berlin wurde am heutigen Mittwoch der LinuxTag 2010 eröffnet. Niels Magnus aus dem LinuxTag-Team betonte dabei die Wichtigkeit freier Projekte für die Veranstaltung. Dieses Jahr stellen 75 freie Projekte auf dem LinuxTag aus, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Hinzu kommen 43 kommerzielle Aussteller, die Ausstellungsfläche ist gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent gewachsen.

Ein traditioneller Schwerpunkt des LinuxTags ist das Vortragsprogramm mit über 300 Präsentationen. Keynotes halten unter anderem Ubuntu-Sponsor Marc Shuttleworth, Googles Open-Source-Chef Chris DiBona sowie James Utzschneider von Microsoft. Schirmherrin des LinuxTags 2010 ist die IT-Beauftragte der Bundesregierung Cornelia Rogall-Grothe.

Der LinuxTag 2010 dauert noch bis Samstag. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Debian-Minikonferenz, ein Hacking Contest sowie am Freitag die Präsentation des WePad. Die Veranstalter erwarten rund 10.000 Besucher.

Quelle : www.heise.de

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Linux-Tag: KDE startet Fundraising-Kampagne
« Antwort #3 am: 09 Juni, 2010, 18:21 »
Auf dem LinuxTag und seiner Projektseite hat der KDE e.V. ein neues Mitgliederprogramm mit dem Slogan "Join the Game" gestartet. Für einen jährlichen Beitrag von 100 Euro kann jeder den Status eines "Supporting Member" im KDE e. V. erlangen. Das Geld soll für die Finanzierung der IT-Infrastruktur, Entwicklertreffen, Messeauftritte und die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Vereins verwendet werden.

Besonders wichtig ist dem KDE e.V. die Integration der neuen Mitglieder in die Community. So werden sie alle drei Monate einen Quartalsbericht über die Tätigkeiten des Vereins erhalten und haben die Möglichkeit, bei der Hauptversammlung auf der KDE-Konferenz Akademy dabei zu sein. Das Abstimmungsrecht bleibt allerdings regulären Mitgliedern vorbehalten.

Unter allen, die sich auf dem LinuxTag für eine Mitgliedschaft registrieren, lost der KDE e.V. vier Neumitglieder für ein Abendessen mit KDE-Entwicklern am kommenden Freitag aus. Alle, die nicht in Berlin sind, können sich unter jointhegame.kde.org anmelden. Zwei prominente "Supporting Members" konnte der Verein schon begrüßen: Georg Greve, Gründer der Free Software Foundation Europe und Vincent Untz, Release Manager von Gnome.

Quelle : www.heise.de

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LinuxTag: 10 Jahre Hacking Contest
« Antwort #4 am: 14 April, 2011, 19:41 »
Das zehnjährige Bestehen des »Hacking Contest« feiert der LinuxTag mit einer Jubiläumsseite und lädt Interessenten zur Überwindung zahlreicher Barrieren und der Beantwortung von Sicherheitsfragen ein.

Am 13. Mai auf dem Hacking Contest auf dem LinuxTag wird es zum zehnten Mal ernst - und lehrreich. Beim Hacking Contest treten vier dreiköpfige Teams gegeneinander an, um sich in System- und Netzwerksicherheit zu beweisen. Ihre Tastatureingaben sind füreinander unsichtbar, werden aber für das Publikum auf Leinwände projiziert. Zunächst gilt es, ein frisch aufgesetztes System unter Ausnutzung eventuell vorhandener Sicherheitslücken und Kniffen so stark wie möglich für spätere Cracks zu präparieren.

Dann tauschen die Teams die Rechner, spüren die verbauten Fallen und Hintertüren der anderen auf und härten das ihnen überlassene System. Im dritten Schritt versuchen sie ihr altes, ursprünglich komprimittiertes und von den Gegnern gehärtete System über das lokale Netzwerk zu penetrieren. Nach Schritt 2 werden Punkte für geschlossene Sicherheitslücken vergeben, nach Schritt 3 für noch vorhandene.

So exklusiv das Contest-T-Shirt ist, so wenig eignet es sich als offizieller Beleg der gezeigten Leistung. Das soll sich in diesem Jahr ändern: Das Unternehmen Astaro, das den Hacking Contest unterstützt und zusammen mit dem LinuxTag e.V. ausrichtet, wird den Teilnehmern des Hacking Contest erstmals ein persönliches Zertifikat ausstellen. Daraus geht die Platzierung sowie Einzelheiten des Contests hervor.

Interessenten, die ihre Fähigkeiten in Puncto »Hacking« ausprobieren wollen, sind nun eingeladen, auf dem zum Jubiläum eingerichteten Webauftritt diverse Knobelfragen zur Systemsicherheit zu beantworten, die von Barrieren geschützt sind. Wer den Parcours der insgesamt sechs Aufgaben überwindet, qualifiziert sich für ein Dauerticket zum LinuxTag. Außerdem gewinnt er »Mojo«. Das erhöht seine Chance, am eigentlichen Hacking Contest teilzunehmen und vor Publikum seine Fähigkeiten zu beweisen. Websecurity-Skills werden allerdings auf dem Hacking Contest nicht zum Zuge kommen, was Nils Magnus, Referent für Veranstaltungskoordination im LinuxTag e.V., bedauert.

Der LinuxTag gehört zu Europas führenden Fachmessen und Konferenz zu Themen rund um Open Source, Linux und freier Software. Die viertägige Veranstaltung findet seit 1996 statt, seit 2007 jährlich auf dem Berliner Messegelände, in diesem Jahr von 11. bis 14. Mai.

Quelle : www.pro-linux.de

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Linuxtag 2011: Bayern schlagen Berliner mit Linux-Migration
« Antwort #5 am: 14 Mai, 2011, 19:04 »
Das Auswärtige Amt ist an der Migration zu Linux gescheitert, München zeigt nun, dass es doch geht: Mehr als 6.100 Rechner der Stadtverwaltung sind bereits umgestellt. Zum Bergfest vermeldet Projektleiter Andreas Heinrich nur Erfolge - und verrät das Erfolgsgeheimnis.

Die Migration der Rechner in der Münchner Stadtverwaltung zu freier Software feiert Bergfest, wie es in Bayern heißt. Ende April 2011 ist auf rund 6.100 Rechnern der Client installiert, etwas mehr als die Hälfte der geplanten PCs. Limux - Die IT-Evolution heißt das Projekt, mit dem München erfolgreich das umsetzt, woran das Auswärtige Amt (AA) in Berlin gescheitert ist. Das Rezept dafür: die Nutzer bei der Umstellung begleiten, erklärt Projektleiter Andreas Heinrich auf dem Linuxtag 2011 in Berlin.

Sprechen Heinrich oder Release Manager Robert Jähne von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, deren Rechner sie umstellen, sprechen sie nicht von Angestellten oder Beamten, sondern von "Kunden". Eine Migration auf freie Software könne nicht funktionieren, wenn die Kunden im Stich gelassen würden, sagen sie. Sie müssten über jeden Schritt aufgeklärt werden. Dementsprechend konzentriert sich ein Teil der externen Mitarbeiter von IBM nur auf die Kommunikation.

Der Chef muss es vormachen

Vor einer Umstellung erhalten die Betroffenen eine ausgiebige Schulung über die neuen Funktionsweisen. Erst dann wird die Installation durchgeführt. An den darauffolgenden ein bis zwei Tagen steht jedem eine Betreuung am Arbeitsplatz zur Verfügung. Im weiteren Verlauf kümmert sich ein Supportteam um Fragen und Probleme der Nutzer. Von der Chefetage wird erwartet, dass sie mit gutem Beispiel vorangeht. Denn dies habe großen Einfluss auf die Lernwilligkeit des "kleinen Beamten", sagt Heinrich.

Und die ist wichtig: Ziel ist es, mindestens 12.000 Rechner bis Ende 2013 komplett auf Linux umzustellen. Die Arbeitsplätze sind auf 51 Standorte mit 21 eigenständigen IT-Bereichen verteilt. Daher ist die Umsetzung nicht einfach. Seit Ende 2006 sind die ersten Limux-Clients im Einsatz. Diese sollten zuerst die Akzeptanz in der gesamten Belegschaft für das Limux-Projekt erhöhen.

Kugelschreiber und Sticker zur Eingewöhnung

Parallel zu der Umstellung auf Linux-Systeme ist die Stadt München zu Openoffice.org auf allen Arbeitsplätzen migriert. Diese Phase wurde vor einem Jahr abgeschlossen - mit großem Erfolg. Um die Einarbeitungsphase zu verkürzen und die Umgewöhnung zu erleichtern, bekamen die Angestellten Installations-CDs für die private Nutzung; sogar Kugelschreiber oder Sticker mit dem Openoffice.org-Logo wurden verteilt, um die Identifikation der Nutzer mit der Software zu steigern.

Das Betriebssystem und die Infrastruktur

Die Migration der Rechner in der Stadtverwaltung zu freier Software hat der Münchner Stadtrat im Jahr 2003 beschlossen. Von Anfang an war klar, dass nicht alle PCs auf Linux umgestellt werden können. Ausgenommen werden beispielsweise Arbeitsplätze, die proprietäre Software zwingend benötigen wie die Kommunikation mit der Bundesdruckerei, deren Software nur auf Windows läuft.

Der sogenannte Limux-Client basierte anfangs auf Debian Sarge. Heute ist die Grundlage Ubuntu, wobei sich das Entwicklerteam an den jeweiligen Long-Term-Support-Releases orientiert. 90 Prozent der genutzten Pakete stammen direkt aus den Repositories von Ubuntu. Die restlichen zehn Prozent sind selbst gebaute Pakete. Denn die für die Verwaltung eingesetzte Software weist oft komplexe Abhängigkeiten auf.

Die Administration der genutzten Clients erfolgt mittels GOsa und FAI. Damit lassen sich auch Berechtigungen bis ins kleinste Detail regeln, zum Beispiel für die Verwendung von USB-Sticks. Die IT-Abteilungen pflegen eigene Server mit einem Repository, über die die Software und Updates verteilt werden. Darin sind etwa 2.500 bis 3.000 Pakete enthalten, je nachdem, welche Programme die einzelnen Referate der Stadt für spezielle Anforderungen einsetzen.

Darüber hinaus wird die eingesetzte Software sicherheitstechnich gehärtet und es kommen Virenscanner zum Einsatz. Ebenfalls wurde im Limux-Client ein eigenes Branding umgesetzt und die Profile der Nutzer werden mit Servern synchronisiert, damit der eingerichtete Computerarbeitsplatz auf verschiedener Hardware zur Verfügung steht.

Technisch stehen noch einige Entscheidungen an. So kommt zurzeit noch KDE 3.5 als Oberfläche zum Einsatz. Über einen Wechsel des Desktops ist jedoch noch nicht entschieden worden. Auch wird die Entwicklung Ubuntus von Jähne kritisch betrachtet. Es sei schwer zu sagen, was Canonical umsetzen wird und in welche Richtung sich die Distribution entwickelt.

Die Entwicklung des Limux-Clients für die Nutzer und der Software für die Administration begann nach der Phase der Feinkonzeption, die bis 2005 dauerte. Zunächst setzten die Entwickler nur das erstellte Konzept um. Mit der Installation der ersten Betriebssysteme auf die Rechner zeigten sich die Nachteile dieser Herangehensweise: Es wurde an den Wünschen der Nutzer vorbeientwickelt, und für die Umsetzung ihrer Bedürfnisse gab es keine funktionsfähige Infrastruktur.

Die erste Version des Clients war sehr fehleranfällig und die Software erwies sich im Anwendungsszenario als wenig ausgereift. Das änderte sich mit dem Einstieg von IBM. Das Unternehmen kam als Sieger einer Ausschreibung der Stadt München zu Limux und stellte die Projektinfrastruktur um. Die Entwickler erhielten ein Testteam und überarbeiteten ihre Dokumentation. Damit konnten die Administratoren der jeweiligen IT-Abteilungen weitgehend eigenständig arbeiten. Die Wünsche der Kunden wurden kategorisiert und entsprechend ihrer Notwendigkeit umgesetzt.

Was macht das Auswärtige Amt falsch?

Genau hier könnte einer der Gründe für das Scheitern der freien Software im Auswärtigen Amt (AA) in Berlin liegen. Was dort schiefgelaufen ist, beschäftigt auch die Stadtverwaltung München, und sie hat zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen in Berlin geführt. Laut Bundesregierung haben sich Beamte im AA über die mangelnde Benutzerfreundlichkeit beschwert. Hier ist wohl die Unterstützung durch Schulungen und Nachbetreuung viel zu kurz gekommen. Auch wird in München anders als in Berlin kein Dual-Boot eingesetzt.

Heinrich will sich nicht explizit zu den Fehlern des AA äußern. Wichtig sei aber auch, dass das ausgelieferte Produkt technisch sehr gut sei, erläutert er. Auch das Vertrauen in die IT-Abteilungen spiele eine Rolle. Was letztlich zähle, sei jedoch der politische Wille und die Konsequenz, hinter der Entscheidung zu stehen. Wenn beide Punkte nicht vorhanden seien, sei eine Migration zu freier Software wohl zum Scheitern verurteilt.

Das Auswärtige Amt (AA) migriert nun zu Windows 7 und Office 2010. München dagegen wird sein Ziel von 12.000 Rechnern wohl noch vor dem geplanten Zeitpunkt 2013 erreichen. Heinrich hofft sogar auf die Möglichkeit, die Anzahl der gesamten Installationen noch weiter zu erhöhen. Die Entscheidung des Stadtrates München bringt auch den Bürgern Vorteile. Das durch den Wegfall von Lizenz- und Hardwarekosten eingesparte Geld kann an anderer Stelle eingesetzt werden. Außerdem steht das Tool zur Verwaltung von Vorlagen- und Formulardokumenten Wollmux als freie Software zum Download bereit.

Die guten Erfahrungen will München in Zukunft in Gesprächen mit allen Interessenten weitertragen und im Kleinen politisch Einfluss nehmen. Denn um Limux weiter auszubauen, müssen auch die Bundesbehörden in einem gewissen Maß mitspielen - und auch die schon erwähnte Bundesdruckerei.

Quelle: http://www.golem.de/1105/83460.html
Produktiv:
ASRock K8S8X, Athlon64 3000+, 1GB Infineon Ram, WinFast A340 8X AGP, Samsung HD160 GB SATA2,
Technisat SkyStar 2, Stab HH100 Rotor und 5° & 19,2° Ost fest
BS: Mandriva-Linux (mdv) 2010.2 PP, kde 3.5.12, kaffeine 0.8.8, skynetR32

Bastelsrechner:
ASRock N570 SLI, Athlon64 X2 6000+ 4GB Geil Ram, EVGA GeForce G 210 Passiv (1GB DDR3, VGA, DVI, HDMI), Samsung HD 500GB SATA2, TT-budget S2-3200 PCI
BS: immer nur Pinguin freundliche