Autor Thema: GAGA- EINGABEGERÄTE - Die Maus ist nicht genug  (Gelesen 1241 mal)

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Offline SiLæncer

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GAGA- EINGABEGERÄTE - Die Maus ist nicht genug
« am: 09 Mai, 2007, 19:38 »
Als Dirigent, Tänzer und "Star-Trek"-Fan kommt man mit den herkömmlichen Eingabegeräten am Computer nicht weit. Also entwerfen frustrierte PC-Nutzer neue, manchmal skurrile Controller: den Dirigenten-Pullover, den Gamepad-BH, den Enterprise-Schreibtisch.

Ein Mann steht vor seinem Computer und schwenkt die Fernbedienung von Nintendos Spielkonsole Wii wie einen Dirigentenstab. Das ist kein Spiel: Paul Henry Smith dirigiert tatsächlich - eine Musiksoftware auf seinem Computer. Mit der Computer-Maus ginge das nicht. 63 Jahre ist dieses Konzept nun alt, doch die Maus ist noch immer das Standard-Werkzeug, um Computern zu zeigen, was sie tun sollen. Das genügt nicht mehr. Weil Rechner heute allgegenwärtig sind, viel mehr Aufgaben bewältigen als vor 63 Jahren, arbeiten Entwickler an neuen - mal mehr, mal weniger - sinnvollen Eingabegeräten.

Der Dirigenten-Pullover

Smiths Wii-Controller als Dirigentenstab ist dabei nur ein Notbehelf. An einer wirklich befriedigenden Lösung arbeitet die US-Musikwissenschaftler Teresa Marrin Nakra. Die Arbeit an ihrem Dirigenten-Pullover begann sie als Doktorandin am Massachusetts Institute of Technology: Das enganliegende, von Sensoren durchzogene Kleidungsstück zeichnet die Bewegungen des Dirigenten auf, erkennt auch die Geschwindigkeit und den Grad der Muskelspannung. Eine Software, die diese Daten ohne merkliche Verzögerung in Spielanweisungen für ein digitales Orchester aus Musik-Schnipseln übersetzt, ist in Arbeit. Spannend!

Der Gamepad-BH

Jennifer Chowdhury, Studentin des Graduiertenkollegs Interactive Telecommunications Program (ITP) der Universität von New York, hat für eine Semesterarbeit ein heikles Thema gewählt - Sex und Computerspiele: "Ich wollte ein Spiel entwerfen, das sich um ein Paar dreht, ein Spiel, bei dem sie sich berühren müssen, um weiterzukommen."

Die Idee ist interessant, die Ausführung rudimentär: Ein BH mit sechs Sensoren für die Spielerin, Boxershorts mit sechs Sensoren für den Spieler. Das Spiel selbst ist eine Abwandlung von Pong: Statt eines Tennisballs fliegen verschiedene Symbole über den Schirm, jeder gehört zu einem der Sensoren auf der Kleidung des Spielerpaars. Bevor ein Symbol vom Schirm verschwindet, muss man den entsprechenden Sensor berühren. Man sieht an den Reaktionen der Spieler, dass nur zwei Monate Arbeit in diesem Projekt stecken. Und man sieht auch: Eine große Zukunft hat der Gamepad-BH wohl nicht. Chowdhury: "In Zukunft sollen Spiele so intuitiv zu Steuern sein, dass die Spieler mehr Zeit für sich haben und weniger damit beschäftigt sind, die Bedienung zu meistern." In der Tat.

Tanzen in der Laser-Matrix

Auf Spielkonsolen sind Musikspiele, zu denen man im Rhythmus hüpfen muss, ein Hit: Es begann 1998 mit "Dance Dance Revolution" in japanischen Spielhallen. Dann kamen Versionen für Spielkonsolen, vor denen man eine Tanzmatte ausrollen und im richtigen Augenblick auf die gerade im Spiel angezeigten Symbole treten muss.

Allen, denen ausrollbare Tanzmatten zu langweilig sind, verspricht ein US-Bastlerversand nun eine Laserversion, die "Laser Dance Matrix". Statt auf einen Sensor zu treten, muss man hier einen Laserstrahl unterbrechen. Eine spannende Idee - nur passen Teenager-Hüpfspiele überhaupt nicht zu diesem Eingabegerät. Bei roten Laserstrahlen denkt man eher an schleichende Agenten oder Museumsdiebe. Viel stimmiger wäre eine "Laser Dance Matrix" als zusätzliches Eingabegerät für einige Missionen in "Metal Gear Solid".

Akten blättern wie in "Star Trek"

In Minority Report wühlt Tom Cruise in den Datenbanken eines Computers. Wortwörtlich: Er steht in einem Büro, packt mit beiden Händen zu und wirbelt die dreidimensional in den Raum projizierten Daten herum. Toll. In zwei Dimensionen kann man das bei Microsoft heute schon: Am DigiDesk zieht man Dokumente mit den Fingern groß, wirft sie in Ordner, markiert mit dem Zeigefinger Textstellen. Dieser riesige Schreibtisch-Klotz sieht aus wie die Pulte auf der Brücke der Enterprise, die man Mitte der neunziger Jahre im Fernsehen bei "Star Trek" gesehen hat. Fürchterlich unpraktisch. Warum sollte man an einem Schreibtisch mit den Maßen einer Kommandobrücke Texte lesen, wenn es in ein paar Jahren digitales Papier und digitale Tinte gibt? Und wohin stellt man die Kaffeetasse?

Mit der Wii staubsaugen

Während Microsoft Star Trek die Enterprise nachzubauen versucht, lösen Bastler echte Probleme. Der Programmierer Chris Hughes zum Beispiel, der mit dem Controller einer Wii-Spielkonsole seinen Staubsauger steuert. Hughes hatte allerdings kein Interface-Problem im engeren Sinn. Er war einfach zu faul, seine Wohnung zu saugen. Also machte er das Putzen zu einer spannenden Programmier-Herausforderung. Die erste Version dieses Video war eine Einladung an seine Freundin. Die Botschaft: Es ist hier jetzt sauberer.

Quelle : www.spiegel.de

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Offline higuenti

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Re: GAGA- EINGABEGERÄTE - Die Maus ist nicht genug
« Antwort #1 am: 09 Mai, 2007, 22:26 »
Äh, 63 Jahre Computermaus ? In welchen Rechner steckte das Tier vor 63 Jahren ?
Hatte Zuse am Z3 eine Maus  ???  Doch höchstens eine tote Maus nach dem Bombenangriff.  ;D

Offline Jürgen

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Re: GAGA- EINGABEGERÄTE - Die Maus ist nicht genug
« Antwort #2 am: 10 Mai, 2007, 00:53 »
'Ne Röhren-Maus, die suche ich auch noch...

Die Zuse-Rechner aus der fraglichen Zeit hatten keinen Bildschirm, keine Text- oder Grafik-Ein- oder -Ausgabe.
Die ersten programmierten Modelle wurden über Steckbretter 'gefüttert', Ausgabe erfolgte m.w. über Lampenreihen, Lochstreifen o.ä auf Bit-Basis.
Lochkarten-Systeme galten schon als grosser Fortschritt, dominierten dann lange Zeit.
Soweit ich weiss, änderte sich das erst in den späten sechziger Jahren, u.a. angeregt im Rahmen des Raumfahrt-Programms.
Astronauten waren keine Programmierer oder Datenbank-Sklaven, sondern i.d.R. Testpiloten.  Insbesondere für diese benötigte man halbwegs ergonomische Ein- und Ausgabe-Geräte.

Im Ernst, zum 'X-Y-Positions-Anzeiger für ein Bildschirmsystem' findet sich hier allerlei wissenswertes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Maus_%28EDV%29


p.s.
Mit Körperteilen, die ich niemals zum Schreiben verwende, würde ich auch keinesfalls elektronisch kommunizieren oder einen PC bedienen wollen.

Und zur Eingabe-Steuerung bemühe ich weiterhin das Gehirn, nicht mein Trieb-Leben oder sonstwie Schweisstreibendes...  ::)

Mag sein, dass es manchen hyperaktiven Fernost-Teenies attraktiv erscheint, vor'm Schirm mit einer Art elektronischem Samurai-Schwert zu fuchteln, aber spätestens wenn die Halteschlaufe versagt und sich das entglittene Teil nachhaltig den Weg durch die zerbrechlichen Schichten des Grossdisplays bahnt, oder die grosse Vase plötzlich 'Ming' sagt, könnte auch denen plötzlich einfallen, wie blödsinnig das ganze Gezappel ist.
« Letzte Änderung: 10 Mai, 2007, 01:02 von Jürgen »
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"Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #3 am: 04 Mai, 2011, 13:45 »
Als 2002 der Film „Minority Report“ herauskam, traf er bei vielen Zuschauern einen ganz besonderen Nerv. Nicht nur die Geschichte an sich hatte es ihnen angetan, sondern vor allem das futuristische User-Interface: Mit Spezialhandschuhen schob der von Tom Cruise gespielte Ermittler der "Precrime Unit" auf einer in der Luft schwebenden Oberfläche in ungeheurem Tempo Objekte hin und her. Wenige Kinogänger wussten damals, dass es sich dabei nicht um eine Erfindung der Special-Effects-Abteilung handelte – sondern um ein reales System namens "gspeak", entwickelt am MIT Media Lab von John Underkoffler.

Fast zehn Jahre später ist aus Oblong Industries, die Firma, mit der Underkoffler "gspeak" kommerzialisierte, ein einträgliches Unternehmen geworden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Zu den Kunden gehören neben dem Militär Unternehmen – etwa aus der Finanz- oder der Ölindustrie – die interaktive Visualisierungen sehr großer Datenmengen benötigen. Und "gspeak" funktioniert tadellos, in der nächsten Version sogar ohne den jetzt noch notwendigen "Datenhandschuh".

Noch sind die Produkte von Oblong Industries schlicht zu teuer für den Massenmarkt, doch das könnte sich, hofft Underkoffler, in einigen Jahren ändern. Die neueste Entwicklung, "Mezzanine" genannt, kleidet einen herkömmlichen Konferenzraum mit hochauflösenden Displays und einer digitalen Tafel aus. In diesem System können Teilnehmer einer Besprechung Datenobjekte mit Hilfe eines Pointers bewegen. Das geht, weil die Position des Zeigestabs in allen drei Raumrichtungen getrackt wird.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    Von wegen Science-Fiction

Quelle : www.heise.de

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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #4 am: 04 Mai, 2011, 18:51 »
geht auch mit kinect II ;D und das ohne handschuhe oder ähnlichem.
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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #5 am: 04 Mai, 2011, 19:07 »
Du hast auch überall deine Finger dran bzw. drin ... :D
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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #6 am: 04 Mai, 2011, 19:11 »
was meinst du, womit ich hier grade schreibe ;D  Tastaturen sind ja sooo nostalgisch ;D


mehr gibt es dazu aber (noch) nicht, das ist noch absolutes alpha.
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Offline Snoop

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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #7 am: 04 Mai, 2011, 19:14 »
ICH HASSE DICH!!!!!!!!!  ;D

Aber Sprachsteuerung hast du noch nicht funktionierend, oder?
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Offline berti

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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #8 am: 04 Mai, 2011, 19:32 »
hehe, nee, die kommt mit meinen Akzent nicht klar ;D  Aber ernsthafter: wird auch z.Zt. überarbeitet, das leidige Problem ist bekannt.

und nachdem ich nun doch nicht allzuviel bei W8 mache braucht es ein anderes Spielzeug. Und das so etwas kommt, sollte ja seit der Übernahme von canesta zu vermuten sein ;D

edit: was auch kommen könnte wäre ein berührungsloser Touchscreen MIT 3d (meine nicht diese bildverstümmelung sondern höhe breite tiefe). Wird aber noch fleißig gelötet, momentan noch nicht Produktreif.
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Offline berti

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Re: "Minority Report"-Oberfläche im täglichen Einsatz
« Antwort #9 am: 04 Mai, 2011, 19:42 »
achja, zur kinect hätte ich auch noch was, ein kleiner artikel aus dem hause heise: http://heise.de/-1201542
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