Autor Thema: Digital, Life, Design: Auf der Suche nach den guten Revolutionären  (Gelesen 1075 mal)

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Zum Auftakt der Konferenz Digital, Life, Design (DLD) feierten die 60er-Jahre ein fröhliches Comeback. Die Musik und die Thesen von damals trafen auf Menschen, die mit ihren Internetprojekten radikal neue Themen setzten. Am Ende des Tages erhielt Mitchell Baker von der Mozilla Foundation den Aenne Burda Award.

Mit einer modernisierten Fassung seines Hurdy Gurdy Man eröffnete der britische Sänger Donovan die Konferenz. Im Stil der 60er auf einer Holzgitarre geklampft, war die Nachricht von "A Digital Man" einfach zu entschlüsseln und stand obendrein auf dem T-Shirt des Sängers: "The Social Web is the next Sixties".  Vor einem Konzert in München nutzte Donovan den Abstecher zum DLD, um für seine neue offizielle Website Donovan Life zu werben. Gastgeber Hubert Burda eröffnete anschließend die Konferenz mit einer Rede und zitierte einen weiteren Star der 60er, Walter Benjamin, der als Swinging Benjamin die Bewegung begleitete. Leider zitierte Burda einen Satz, den Benjamin so nicht geschrieben hat: "Wann immer sich die Medien ändern, ändert sich die Gesellschaft" ist eine typische Verknappung von Werber-Träumen.

Burda verglich die Entwicklung des Internets mit dem Übergang vom Fernhandel auf dem Land zum Seehandel und der damit entstehenden freien, nicht mehr territorialbezogenen Denkweise der Seefahrer: "Die meisten hier sind Segler." Der Aufbruch zu neuen Ufern, getrieben von der Suche nach Gold und Gewürzen, passte so gar nicht zu den Lousy Pennies, die Hubert Burda noch im letzten Jahr mit seinen Online-Aktivitäten verdiente. Das ändert sich: "Lasst uns die Wege finden, wo wir viele Pennies verdienen", erklärte Burda unter Verweis auf die Online-Werbung, die freilich ihre eigenen Probleme hat: "Die Geschäfte macht Google, und wir machen ein langes Gesicht."

Lässt man Google außen vor, so kennt das Web drei Erfolgsgeschichten, die nachhaltige Brüche produzierten. Skype veränderte das Geschäft der Telefonkonzerne, die Wikipedia transformierte das Stöbern im Lexikon ins digitale Leben und die Mozilla Foundation mit Firefox als Nachfolger von Netscape zeigte, dass Open-Source-Projekte im großen Stil funktionieren können.  Der israelische Investor Jossi Vardi, langjähriger Partner von Hubert Burda, befragte Niklas Zennström (Skype), Jimmy Wales (Wikipedia) und Mitchell Baker (Mozilla), wie Brüche produziert werden können. Vardi selbst, der den von seinem Sohn entwickelten Instant-Messenger ICQ an AOL verkauft hatte, wollte Näheres zu den Geschäftsmodellen und der Zahl der Entwickler wissen, was alle drei für wenig relevant hielten. Als gemeinsames Merkmal der so unterschiedlichen "Unternehmen" blieb übrig, dass alle drei (wie Google auch) zum Start nicht ernst genommen wurden. Die Encyclopedia Britannica habe die Wikipedia erst bemerkt, als das Projekt bereits den zwanzigfachen Traffic im Vergleich mit dem etablierten Lexikon hatte, erklärte Jimmy Wales.

Mitchell Baker betonte, dass Firmen, die nachhaltige Brüche produzieren, auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben können. Für die Mozilla Foundation sei nicht die Produktion einer bestimmten Software das Ziel, sondern die Orientierung am Nutzer: "Wir beschützen das digitale Ich. Unsere einzige Agenda ist, dass jeder die volle Kontrolle über seine Erfahrungen im Cyberspace hat." Damit setze sich Mozilla von Firmen ab, die mit ihrer Software eine eigene Agenda verfolgen. Am Ende des Tages erhielt Baker den Aenne Burda Award, der an Frauen verliehen wird, die ihren Weg gehen und Vorbild für andere sein können. Nach Caterina Fake (Flickr), Martha Stewart und Esther Dyson stand Mitchell Baker im Blitzlichtgewitter der Fotografen und schüttelte ihre Haare, die im Stil des Firefox-Logos geschnitten sind.

"Disruptive", der Umgang mit (Technologie-)Brüchen als Leitthema des ersten Tages, ist nicht nur positiv besetzt. Darauf machte Claudia Gonzales von The Global Fund aufmerksam, die unter anderem von der Arbeit des UN-Hilfswerkes in Katastrophengebieten berichtete. Ihr Fond unterstützt dabei ungewöhnliche Aktionen wie das Verteilen Tausender Nokia N95-Handys, damit die Betroffenen selbst über ihre Lage mit kurzen Videos berichten können. Einen nachdenklichen Aspekt brachte Joshua Ramo von der Beraterfirma Kissinger Associates aufs Tapet: "Auch die Terroristen wollen Brüche erzeugen. Es gibt gute und schlechte Brüche, die unsere Welt absolut nicht friedfertig machen. Einfach nur die Brüche an sich bewundern, ist der falsche Weg." Wenn das Social Web von heute  die 60er im digitalen Lebensstil wiederholen soll, dann sollte man nicht vergessen, dass sie auch eine Ära gewalttätiger Auseinandersetzungen gewesen war.

Quelle : www.heise.de

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Digital, Life, Design: Die zwei Gesichter von Google
« Antwort #1 am: 26 Januar, 2010, 11:09 »
Am zweiten Tag der Konferenz Digital, Life, Design (DLD) der Hubert Burda Media stand Google im Mittelpunkt recht unterschiedlicher Debatten. Auf einem Panel über die Zukunft Chinas wurde Googles Weigerung, sich den chinesischen Verhältnissen anzupassen, scharf kritisiert. Später kritisierte der künftige Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen die Intransparenz von Google.

Zum Auftakt des zweiten Tages referierte der amerikanische Zukunftsforscher John Naisbitt über China. Naisbitt betreibt dort das Naisbitt China Institut, das Firmen helfen soll, sich in China zu etablieren. Sein Buch über Chinas Megatrends, "Die 8 Säulen einer neuen Gesellschaft", bekam jeder Teilnehmer der Konferenz ins Handgepäck. Naisbitt bezweifelte rundweg, dass es Google wirklich um die Filterung von Suchergebnissen auf Anweisung der chinesischen Regierung gehen würde. "Google hätte den Schritt [die Konfrontation mit den Behörden, Anm. d. Red.] nicht gemacht, wenn sie Marktführer bei den Suchmaschinen wären." Die Auseinandersetzung selbst nannte Naisbitt "einen winzigen Blip auf dem Radar-Schirm der Chinesen."

Ganz anders hatte sich zuvor Wikipedia-Gründer Jimmy Wales in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa geäußert. Er begrüßte den Vorstoß von Google und begründete dies mit den Erfahrungen, die auch die Wikipedia in China machen musste, wo sie zeitweilig nicht verfügbar war und erst zu den Olympischen Sommerspielen 2008 zugelassen wurde. Noch heute seien bestimmte Artikel der chinesischen Wikipedia mit ihren ca. 250.000 Einträgen gesperrt: "Ich bin Google dankbar", erklärte Wales. Bei Fragen der Meinungsfreiheit und des freien Zuganges zum Wissen könne es keine Kompromisse geben. Andererseits verhindere eine offene Konfrontation pragmatische Lösungen.

In einer Diskussionsrunde zum Thema Firmenstrategien fand David Drummond am Ende des 2. Konferenztages klare Worte. Der Chief Legal Officer von Google erklärte, dass die Auseinandersetzung primär eine Frage der Menschenrechte sei. Informationen zu filtern, widerspreche eindeutig der Erklärung der Menschenrechte, wie es die Vereinten Nationen vorausblickend in den 80er-Jahren beschlossen habe. Allerdings ginge es Google an zweiter Stelle auch um eine wirtschaftliche Frage, schränkte Drummond ein. "Die chinesische Regierung protegiert den Medienmarkt und unterstützt lokale Firmen." Um überhaupt in China aktiv werden zu können, habe Google erst die Bedingungen der chinesischen Behörden akzeptiert und auf Lockerung der Filteranforderungen gehofft. Dabei sei das Klima immer frostiger geworden, bis die Angriffe kamen. Sie hätten Google dazu bewogen, die Filterbeschränkungen aufzuheben. Drummond betonte, dass derzeit Gespräche mit der chinesischen Regierung geführt würden: "Wir wollen in China bleiben, aber wir wollen unsere Suchergebnisse niemals wieder filtern."  Drummond erinnerte an das Firmenmotto: "Wir unternehmen nur Dinge, die unseren Werten entsprechen." Google sei noch operativ in China tätig und könne sehr kurzfristig entscheiden, wie es weitergeht. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Zu den Firmenstrategien von Google gehört es, Contentlieferanten via AdSense an den Werbeeinnahmen zu beteiligen, die Google erzielt. Wie indes die Beteiligungen berechnet werden, ist ein Geschäftsgeheimnis von Google. Dies ärgerte den Burda-Vorstandsvorsitzenden Paul-Bernhard Kallen, der ebenfalls in der Strategie-Diskussionsrunde auftrat. Kallen erklärte, dass Google allein aufgrund seiner Marktmacht kein Service-Anbieter im Internet mehr sei, sondern eine "Infrastrukturfirma", von der weite Teile des Internets abhängen würden. Als solche sei Google zu mehr Transparenz verpflichtet. Als Beispiel der Intransparenz führte Kallen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Google Adsense an und las auf Deutsch den Passus vor, nach dem Google nicht verpflichtet ist, Informationen über seine Einnahmen und die Algortihmen zur Berechnung der Ausschüttungen zu veröffentlichen. Drummond entgegnete trocken, dass der Vertrag gültig sei und Google seine Algorithmen nicht ständig verändern würde. Dies sei als Basis für eine gute Partnerschaft von Content-Produzenten und Google ausreichend. Auf die Frage nach den Nachrichten-Schnippseln angesprochen, die deutsche Verleger besonders vergütet sehen wollen, erklärte Drummond, dass die Suche nach Nachrichten überhaupt keine Einnahmen generieren würde, weder für Google noch für die Content-Lieferanten. Hubert Burda und der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner saßen in der ersten Zuschauerreihe und schüttelten die Köpfe. Ihre Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Verlage gegenüber Suchmaschinen dürfte weitere Konferenzen beschäftigen.

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Digital, Life, Design: Technologie kann alles lösen
« Antwort #2 am: 27 Januar, 2010, 11:26 »
Mit einem bewegenden Appell des Nobelpreisträgers Muhamad Yunus endete die Konferenz Digital, Life, Design (DLD). Er forderte die Zuhörer auf, die neuen Technologien sinnvoll einzusetzen und illustrierte dies mit Beispielen aus Bangladesch. Der letzte Tag gehörte auch den Investoren, die Einblick in ihre Pläne gaben. Und Google, Gegenstand zahlreicher Diskussionen, schenkte jedem Teilnehmer ein Nexus-Smartphone.

Breeder, Seeder, Greeder: Diese drei Spielarten in der Welt der Risikokapitalisten (Venture Capitalists, VC) gehören seit den Anfängen des DLD zur Ausstattung der von Hubert Burda Media veranstalteten Konferenz, genau wie Künstler und Visionäre. Die Firmen, die junge Startups begleiten (Breeder), die in die Internationalisierung oder den Verkauf etablierter Startups investieren (Seeder) oder schlicht mit schnellen gebastelten Kopien von Trendsettern aufs große Geld hoffen (Greeder), waren reichlich vertreten. Für all diese VC-Varianten wird die Luft dünn, erklärte Jim Breyer von Accell-KKR: In fünf Jahre wird seiner Einschätzung nach die Hälfte der VC-Industrie nicht mehr existieren. Open Source und die günstigen Angebote des Cloud Computings seien für diesen Aderlass verantwortlich.

Als heißen Investment-Trend nannte Breyer das Thema "Social Commerce", den Verkauf von Waren basierend auf Empfehlungen in sozialen Netzwerken. Als Beispiel führte Breyer die (in Deutschland gescheiterte) Supermarktkette Wal-Mart an, die in ihren Läden im großen Stil Netbooks installieren will, damit Kunden sich auf Facebook in ihren "Communities" Rat holen, wenn sie sich beim Einkaufen nicht entscheiden können. So kommt zusammen, was zusammen gehört: Breyer sitzt im Aufsichtsrat von Wal-Mart, sein VC-Unternehmen Accell ist wichtigster Investor bei Facebook. Noch drastischer äußerte sich später Nikesh Arora, der Marketing-Chef von Google zur Zukunft.  Der ehemalige Spitzenmanager von T-Mobile verkündete nichts weniger als das Ende der klassischen  Werbung: "Die Werber der Zukunft kaufen keine Anzeigenflächen oder Sendezeit in Funk und Fernsehen mehr. Sie kaufen direkt die Aufmerksamkeit von Konsumentengruppen in sozialen Netzwerken."

Schon wieder Google? Wer die Geschichte des DLD verfolgt, kommt nicht um Marissa Mayer herum, die auf der Konferenz im Jahre 2006 in bemerkenswerter Offenheit die Pläne von Google zum Google-Phone enthüllte: Sie skizzierte ein multimediales Telefon für Analphabeten, das Spracheingaben in Google-Anwendungen umsetzen kann. Nun ist das Nexus One da – und wurde von Google nach dem Abschiedssong von Donovan an alle Teilnehmer der Konferenz verschenkt.

Zuvor hatte der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus eine Lobrede auf den technologischen Fortschritt gehalten. Yunus half mit der Grameen Bank, die Mikrokredite für die Ärmsten vergibt, vielen Menschen in Asien, sich eine Existenz aufzubauen. Mit der Telefongesellschaft Grameen Phone wiederholte er den Erfolg. Sie ist mittlerweile die größte in Bangladesh und ermöglicht in vielen Orten den "Telephone Ladies" eine auskömmliche Existienz. Über die Mobiltelefone läuft mittlerweile ein eigener Gesundheitsdienst names Bangladesh Telemedicine Service (BTS) im chronisch unterversorgten Land: "Die Macht der Technologie kann jede Hürde überwinden", predigte Yunus dem DLD-Publikum, schränkte aber ein "wenn sie im Dienste der Menschen und nicht des Profits steht". Yunus erwähnte auch das OLPC-Projekt, das mittlerweile an der dritten Rechnergeneration arbeitet, aber seiner Auffassung nach zu technisch orientiert ist und obendrein zu wenig Arbeitsplätze für die Ärmsten schafft.

Über die drei Tage hinweg schaffte es die DLD, der angereisten Finanz- und Netzelite ein bemerkenswert freundliches und optimistisches Bild von Deutschland zu vermitteln. Das lag auch an den Projekten, die in München vorgestellt wurden. Auf großes Interesse stieß das Ulmer Mietwagenprojekt Car2Go. Auch die Hybridbrief-Pläne der Deutschen Post fanden Beifall, weil Post-CIO Johannes Helbig sie als Einstieg in das Micropayment für den Online-Content von Verlegern präsentierte: Sie will ausgedruckte Artikel in Hochglanzqualität frei Haus liefern. Eher befremdlich deutsch erschien den ausländischen Teilnehmern schon eine Debatte über Informavoren. Der Begriff steht für die Gefahr, dass das menschliche Denken durch die maschinell produzierten Resultate von Suchmaschinen verformt wird, dass solche Informationsfresser menschliche Entscheidungen übernehmen. Die Teilnehmer der Debatte stellten Thesen vor, die sich nur in Nuancen voneinander unterschieden. Die von dem Journalisten Frank Schirrmacher in einem Leitartikel aufgestellte Forderung, dass die Informatiker eine neue, zentrale Rolle beim Kampf gegen die Informavoren einnehmen müssen, wurde nicht diskutiert.

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Digital Life Design: Wir blättern weiter
« Antwort #3 am: 24 Januar, 2011, 11:48 »
Rund 150 Referenten haben auf der Digital Life Design (Motto "Update Your Reality) der Hubert Burda Media Gelegenheit, ihre Visionen zu verkünden. Die Spannweite der Themen ist bemerkenswert und reicht von der kommerziellen Raumfahrt bis zum Kinderschutz im Internet. Am ersten Tag war der Hausherr gefragt: Hubert Burda jodelte und stichelte gegen Google, das mit den Medien um Anzeigen ringt.

Zum Auftakt der DLD-Konferenz verkündete Arthur Sulzberger, Chef der New York Times, voller Stolz, dass sein Blatt im Web 2.0 verankert ist. Als Beweis nannte er eine Zahl: Alle vier Sekunden wird ein Beitrag der Times in einem Tweet auf Twitter erwähnt. Für die Zukunft kündigte er an, dass die New York Times auf allen Plattformen vertreten sein wird, die da kommen und gehen, Papier inklusive. "Lügen sind schneller als die Wahrheit, darum wird es immer guten Journalismus geben müssen, der das ehrliche Filtern besorgt." Als Beispiel nannte Sulzberger die "Veröffentlichungen der US-Depeschen durch Wikipedia", die für den Leser aufbereitet werden müssten. Den aufschlussreichen Versprecher (denn er meinte natürlich Wikileaks) korrigierte er umgehend.

Hubert Burda gab sich davon überzeugt, dass den digitalen Medien die Zukunft gehört. Zwar mache sein Haus derzeit 30 Prozent der Umsätze mit traditionellen Medien in Deutschland, dazu 25 Prozent mit internationalen Medien, doch insgesamt seien die Umsätze bei den digitalen Medien mit derzeit 35 Prozent der Hoffnungsträger. Mit dem deutschen Begriff "Enttäuschung" in seiner englischen Rede verwies Burda aber auch darauf, dass Focus Online ein Zehntel der Anzeigen seines Zentralorgans generiert. Als Schuldigen machte er Google aus, was Arthur Sulzberger mit dem Satz: "Es ist schlicht verrückt, wenn man sich von Google ausschließt" quittierte. Gegen die wachsenden digitalen Medien beharrte Burda darauf, dass vor allem deutsche Leser auf Papier gerne blättern.

Burdas Sicht erhielt einen kräftigen Dämpfer, als in der Runde der Risikokapitalisten Jim Breyer von Accel Partners das Aus für die klassischen Medien verkündete. In 10 Jahren werde keines der heutigen Medienunternehmen mehr existieren, meinte Breyer. Sein Unternehmen, das Milliarden vor allem in China und Indien investiert, hat die klassischen Medienunternehmen abgeschrieben. "Die Medien sterben, zwar sehr langsam, aber daran gibt es keinen Zweifel. Wir tätigen keine Investments mehr, absolut keinen einzigen Dollar." Breyer warb für den Wachstumsmarkt China, in dem sein Unternehmen 2,3 Milliarden Dollar investiert hat und kritisierte die Politik der Regierung Obama gegenüber China als "wenig konstruktiv". Befragt, ob sein wichtigstes Investment Facebook nach China gehen wird, verweigerte Breyer die Auskunft.

Während die Medien sterben, brechen für Raumfahrtunternehmen rosige Zeiten an. Eric Anderson von Space Adventures gab bekannt, dass nur noch ein Platz auf dem ersten Rundflug um den Mond vakant ist, zum Schnäppchenpreis von 150 Millionen US-Dollar. Sein Unternehmen will 6 Touristen pro Flug auf die Reise nehmen. Ins Massengeschäft will hingegen Richard Brenson mit Virgin Galactic starten. Sein Marketing-Chef Georges Whitesides verkauft Ausflüge ins All für 200.000 Dollar. Bei den zweistündigen Flügen sind die Touristen etwa 6 bis 7 Minuten im Weltraum. Bereits im ersten Jahr des Regelbetriebes will Virgin Galactic auf 500 zahlende Passagiere kommen. "Eine ganze Generation von Internet-Unternehmern ist reich geworden und will diesen Raum besuchen" erklärte Anderson.

Zum zweiten Tag der DLD-Konferenz werden weitere Visionen erwartet. Openleaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg wird über Transparenz referieren, Stephanie zu Guttenberg über Kinderschutz im Internet und Marissa Meyer wird den Google-Bewertungsdienst Hotpot in Deutschland starten. Der Tag soll damit enden, dass Philosophen und Dichter wie Hans-Magnus Enzensberger die metaphysische Seite des Cloud Computing zur Sprache bringen.

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Digital Life Design: IP-Adressen gegen Kindermissbrauch
« Antwort #4 am: 25 Januar, 2011, 09:54 »
Nach vielen Jahren ist die DLD-Konferenz auf ihre Art politisch geworden. Die Schauspielerin und DLD-Gastgeberin Maria Furtwängler-Burda bezeichnete die abwägende Haltung der FDP zur Vorratsdatenspeicherung als fatal. Sie appellierte an die Partei und ihre Justizministerin, das "Handicap" der deutschen Polizei zu beseitigen und die Speicherung von IP-Adressen zuzulassen. Andernfalls sei dem Kindesmissbrauch Tür und Tor geöffnet.

Unter dem Titel "Human Trafficking" (Menschenhandel) lancierte die DLD-Konferenz eine Kampagne, die offenbar Druck auf die Bundesregierung ausüben soll, die Speicherung von IP-Adressen wieder einzuführen. Wie Moderatorin Furtwängler-Burda in ihrer Einleitung vorrechnete, ist der Menschenhandel nach dem Drogenhandel der zweitwichtigste Geschäftszweig des organisierten Verbrechens. Vom Menschenhandel ging es flugs zum Kinderhandel und noch schneller zum Verkauf von Kindern an kambodschanische Bordelle. Somaly Mam von der Somaly Mam Foundation schilderte ihren Kampf gegen die Kinderprostitution in Kambodscha. Mit dabei ein heute 14-jähriges Mädchen, das von der Stiftung gerettet wurde und über ihren Leidensweg berichtete.

Auf die Erzählung vom Elend in Asien folgte Stephanie zu Guttenberg vom Verein Innocence in Danger mit einer Art "Live-Demonstration". Nach Angaben von zu Guttenberg gibt es drei Varianten des Kindesmissbrauchs: Einmal ist da der Kindesmissbrauch, der gefilmt wird und von dem immer mehr Bilder zirkulieren. Eine Datenbank in den USA soll 2009 über 23 Millionen Bilder gespeichert haben. Dann gibt es den Kindesmissbrauch offline, dem eine Online-Anbahnungsphase vorhergeht, in der der Täter sein Opfer sucht. Die dritte Variante ist das Anpirschen in Online-Angeboten und der Online-Missbrauch, etwa durch das Schicken von Masturbationsbildern durch den Täter. Diese Variante sei stark im Wachsen und ein sehr ernsthaftes Problem, erklärte zu Guttenberg. Ihre anschließend auf Deutsch gezeigten Online-Dialoge waren einem Chat entnommen, in dem sich eine ihrer Mitarbeiterinnen als 13-Jährige ausgab. Binnen fünf Minuten diskutierten acht Männer mit ihr. Ein 44-Jähriger fragte in drastisch direkter Sprache, ob sie ihn treffen wollte und beschrieb seine geplanten Handlungen. Nach den Ausführungen von zu Guttenberg ist diese Art von Online-Missbrauch sehr süchtig machend und sie verlange deshalb nach Steigerung. "Irgendwann reicht der Chat nicht mehr aus, dann steigen diese Männer in ein Flugzeug nach Kambodscha und kaufen sich ein Kind." Dass allerdings Kindesmissbrauch überproportional häufig im engsten Bekannten- und Verwandtenkreis auftritt, war kein Thema ihrer Präsentation.

Ralf Mutschke vom Bundeskriminalamt (BKA), der als einziger der 150 Referenten des Kongresses nicht im dicken Handbüchlein vorgestellt wird (die DLD-App bezeichnet ihn als Head of Violence and Felony Unit) komplettierte den Dreiklang mit seinen Ausführungen, wie deutsche Kindersextouristen nach ihren Besuchen in Kambodscha und Thailand nach Hinweisen der lokalen Polizei in Deutschland verhaftet und verurteilt wurden. Ausführlicher berichtete er von dem "Strudel-Fall", als es dem BKA gelang, das Tätergesicht aus verfremdeten Bild-Dateien zu rekonstruieren. Zu der Notwendigkeit der Speicherung von IP-Adressen nannte Mutschke die im Jahre 2009 angelaufene internationale Operation Charly, bei der das BKA über die Nutzung eines Servers in Luxemburg 1200 IP-Adressen deutscher Nutzer kinderpornografischer Materialien erhielt und diese identifizieren konnte. Dies war vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes. Seitdem ruhe die Arbeit mit IP-Adressen. Mutschke sprach sich deshalb nachdrücklich für die Vorratsdatenspeicherung aus und setzte all seine Hoffnungen auf einen tragfähigen Kompromiss zwischen Innen- und Justizministerium aus. Zu der besonderen Problematik von Chats und phantasierten Handlungen äußerte er sich nicht. Auch die unterschiedlichen Bewertungen von Untersuchungen, bei denen auch Strafverfolgungsexperten infrage stellten, wieweit der kommerzielle Hintergrund von Kindesmissbrauch reiche und welche Maßnahmen dagegen angemessen seien, spielten auf der Veranstaltung keine Rolle.

In der abschließenden Diskussion antwortete Stephanie zu Guttenberg auf die Frage, warum in Deutschland keine härteren Gesetze gegen Kindesmissbrauch existierten, mit dem Verweis auf die libertären 60er-Jahre, die heute noch viele Politiker im Deutschen Bundestag beinflussen würden. Als praktischen Vorschlag forderte sie alle Anbieter von Chat-Software auf, einen "Lernknopf" und einen "Notfallknopf" für das sofortige Verlassen eines Chats anzubieten. Die 14-jährige Kambodschanerin appellierte an die Zuhörer, die Opfer nicht immer in ihrer Opferrolle zu sehen, sondern sie darin zu bestärken, als Überlebende ihr Trauma zu überwinden. Maria Furtwängler-Burda spendete 100.000 Euro an die Somaly Mam Foundation.

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Digital Life Design: Openleaks will im Februar mit dem Test beginnen
« Antwort #5 am: 25 Januar, 2011, 10:05 »
Die Whistleblower-Alternative zu Wikileaks, Openleaks, hat sechs kleinere Partner gefunden, mit denen im Februar mit dem Test der Tools begonnen wird. In wenigen Monaten soll auch die Openleaks-Stiftung soweit in trockenen Tüchern sein, dass Openleaks-Aktivisten ihre Auslagen ersetzt bekommen. Darüberhinaus will sich Openleaks für einen juristischen Schutz von Whistleblowern engagieren. Dies kündigte Daniel Domscheit-Berg, der Frontmann von Openleaks, auf der DLD-Konferenz in München an.

Digital, Life, Design, die Konferenz der Hubert Burda Media, wird von vielen Teilnehmern als Aufwärmübung für das World Economic Forum in Davos gesehen. Dort stößt die Weltpolitik hinzu und Big Business gibt sich die Ehre, dort sind die zahlreichen Internet-Entrepreneure eher eine Minderheit. Auch der Openleaks-Aktivist Daniel Domscheit-Berg machte in München Zwischenstation, um im vollbesetzten Saal seine Vision von Whistleblowing 2.0 vorzutragen: "Die Idee von Wikileaks war einfach zu bestechend, als dass sie gleich im ersten Anlauf perfekt umgesetzt werden konnte." Passend zum Konferenz-Motto "Update your Reality" erklärte Domscheit-Berg das Whistleblowing für eine natürliche Form des Realitäts-Update.

Domscheit-Berg stoppte auf dem Weg zur Davoser Gegenkonferenz Public Eye, auf der auch von Web-Teilnehmern das übelste Unternehmen der Welt in freier Abstimmung ausgezeichnet wird. Kurzfristig wurde Domscheit-Berg darum auch vom World Economic Forum eingeladen, was ihm durchaus behagt: Für die Stiftung, die Openleaks tragen soll, will er die Philanthropen aller Länder vereinigen. Im Unterschied zu Wikileaks, das mit der Wau Holland-Stiftung nur einen Spendenkanal betreibt, soll die Openleaks-Stiftung klassisch finanziert sein und von ihren Zinsen die Aktivisten bezahlen.

Befragt, ob die Tools, die Openleaks entwickelt, als Open Source nicht von anderen für finstere Zwecke verwendet werden können, verwies Domscheit-Berg darauf, dass die Debatte über die Nutzung solcher Tools von der Gesellschaft geführt werden müsse. Er verwies darauf, dass Whistleblower in Deutschland anders als etwa in den USA keinen Schutz genießen. Die juristische Unsicherheit führt gewissermaßen ähnlich wie in der Debatte über die Hacker-Tools dazu, dass Tools überhaupt als gefährlich charakterisiert werden. Domscheit-Berg nutzte seinen Auftritt dazu, sich von der "radikalen Transparenz" zu distanzieren, die ein Facebook-Manager in einer Diskussionsrunde verkündet hatte. Die Forderung nach Transparenz beziehe sich bei Openleaks auf Staat und Wirtschaft (und auf die Strukturen von Openleaks selbst), habe aber nichts mit der Aufgabe jeglicher Privatsphäre zu tun. Im Unterschied zu Wikileaks konzedierte der Aktivist, dass Diplomatie im engen Rahmen Geheimhaltung braucht, diese aber in offener demokratischer Diskussion eng definiert werden können.

Nach seinem Auftritt wird Domscheit-Berg in die Schweiz reisen, wo heftig über einen UBS-Banker diskutiert wird, der Daten-CDs an Wikileaks übergeben hat. Weit weniger Aufregung verursachte die Verurteilung von zwei Mitarbeiterinnen des Zürcher Sozialamtes wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses. Sie hatten der Weltwoche Daten zugespielt, die mehrere Fälle von Sozialhilfemissbrauch dokumentieren sollten und waren als Whistleblowerinnen nach der Veröffentlichung einer Artikelserie im Februar 2007 enttarnt worden. Für ihre Taten erhielten sie den Bürgerrechtspreis "Prix Courage"; in erster Instanz wurden sie freigesprochen. Nun entschied das Obergericht, dass ein Rechtsbruch erfolgte, auch wenn innerhalb des Amtes ein Klima herrschte, in dem Beschwerden nicht erfolgsverprechend waren und den Mitarbeiterinnen sofort gekündigt wurde: Auch die Schweiz kennt keinen Schutz von Whistleblowern; man arbeitet seit Jahren an einer Verbesserung.

Siehe dazu auch:

    * Interview mit Daniel Domscheit-Berg, Philip Banse im Gespräch mit dem Openleaks-Gründer, Video auf dctp.tv

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Digital Life Design: Rein digitale Tageszeitung geht an den Start
« Antwort #6 am: 25 Januar, 2011, 15:55 »
Die Digital Daily des Medienkonzerns News Corporation wird voraussichtlich in zwei Wochen starten. Die Internet-Tageszeitung soll 99 Cent kosten und von 120 Journalisten produziert werden. Dies gab James Murdoch, der Sohn des Konzernchefs Rupert Murdoch, auf der Konferenz Digital Life Design (DLD) bekannt. Die neue Zeitung will mit dem "Erzählen von echten Geschichten, nicht mit hastig notierten Tweets" ein Millionenpublikum erreichen, erklärte Murdoch im Gespräch mit Kai Diekmann, Chefredakteur des Boulevardblatts "Bild".

Die international konzipierte Digital Daily soll von den Apps begleitet werden, die der Konzern länderspezifisch weltweit entwickeln lässt. "Die Apps galvanisieren unseren Journalismus mit dem Leser" meinte Murdoch, der keine Details über das Digitalgeschäft des Konzerns verraten wollte. Er gab lediglich an, dass das Printgeschäft nur noch 15 Prozent des Konzernumsatzes ausmache.

Mit Pay TV und digitalen Inhalte werde die News Corporation in allen Ländern antreten, in denen die Grundbedingungen stimmen und die Regeln so klar sind, dass es kein Risiko für das Investment gibt. Als Risiko nannte Murdoch Politiker und Regulatoren, "diese Menschen bleiben mir schleierhaft".

Die News Corporation macht nach Aussage von Murdoch beste Erfahrungen mit der Einführung von Paywalls für die Times und die Sunday Times. Konkrete Zahlen werde man dazu in anderthalb Monaten vorlegen. Kunden, die sich für das Lesen der Blätter über die angebotenen Apps entschieden haben, hielten sich jeden Tag 30 bis 40 Minuten hinter der Paywall auf.

Für Deutschland sah Murdoch in Zukunft glänzende Wachstumschancen via Sky Deutschland, da für die deutsche Durchschnittsfamilie Pay-TV wichtiger als das Internet sei. Gemeinsam mit Kai Diekmann hoffte Murdoch, mit Google einvernehmlich eine Lösung zu finden, wie Medienkonzerne dafür kompensiert werden, dass ihr Material von Google indexiert wird. Unter Verweis auf die Entwicklungen um das neue Mediengesetz in Ungarn erklärte Murdoch, dass die Erosion der Pressefreiheit für alle Medien die größte Gefahr darstelle. Jeder Journalist und Medienproduzent müsse hier Flagge zeigen, auch wenn er bedroht wird.

Quelle : www.heise.de

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Zum Abschluss der Münchener Konferenz Digital Life Design (DLD) trat der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt in seiner neuen Rolle als Google-Botschafter auf. Schmidt, der vom Hausherren Hubert Burda als sein persönlicher "Held" tituliert wurde, wiederholte in weiten Teilen seine Rede von der Berliner Funkausstellung im vorigen Jahr. Darüber hinaus kündigte er an, sein Unternehmen werde in diesem Jahr mehr als 1000 neue Stellen in Europa schaffen, darunter mehrere hundert im Forschungs- und Entwicklungszentrum in München. "Wir hatten ein sehr, sehr gutes Jahr", sagte Schmidt, "aus diesen Gründen werden wir weiter investieren."

Mit Blick auf Konkurrenten wie Facebook sagte Schmidt: "Die Internet-Suche wird weiter sehr wichtig bleiben." Google werde sein Kerngeschäft mit Online-Werbung stärken, sagte der Manager in einem anschließenden Gespräch mit Journalisten und nannte dabei neben der Videoportal-Tochter YouTube auch die Display-Werbung, also die Platzierung von Anzeigen mit Bildern oder Videos auf Web-Seiten.

"Endlich macht die Technik das, was wir wirklich von ihr erwarten", erklärte Schmidt, der die Ära des Smartphones als "Iconic Turn" unserer Zeit feiern möchte. Das Smartphone sei die Einlösung des uralten Versprechens von Bill Gates, der einstmals mit dem Slogan "Information at your Fingertips" das Informationszeitalter einläutete. Mit den Smartphones und der Übertragungstechnik LTE werde eine Zeit anbrechen, in der niemand mehr alleine sei, in der sich niemand mehr langweilen müsse. Ideale Vertreter dieser Zukunft seien moderne Kinder, die nur noch zwei Zustände kennten, schlafend oder online, postulierte Schmidt.

Schmidt betonte mehrfach, ohne Erlaubnis der Smartphone-Nutzer werde nichts von Google gespeichert, verlinkt oder analysiert. Die Schilderung der heilen Google-Welt, die von den andächtig lauschenden Teilnehmern der Konferenz goutiert wurde, unterschlägt, das Google nicht nur Daten sammelt. Die Google-Tochter YouTube, die in jeder Minute 35 Stunden Videomaterial speichert, hat gerade Aufnahmen von Ehssan Dariani gelöscht, einem der Stars früherer DLD-Konferenzen.

"Wir vergessen alles und der Computer erinnert sich an alles – mit Ihrer Erlaubnis", sagte Schmidt. Er erinnerte an den erreichten Wohlstand in der Welt, in der besonders in Asien Millionen aus der Armut in die Mittelklasse aufsteigen konnten. "Wir müssen daran arbeiten, diese Mittelklasse nun in die digitale Welt zu bringen, in der wir leben."

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