Unter dem Namen Wi-Fi Direct zertifiziert die Wi-Fi-Alliance WLAN-Geräte, die sich auf einfache Art und Weise über eine Ad-hoc-Verbindung direkt miteinander verbinden lassen. Geräte, die sich normalerweise als WLAN-Client in einem Netzwerk anmelden, werden dabei selbst zu Access-Points, es bedarf also keiner WLAN-Infrastruktur, in der beide Geräte angemeldet sind.
Die vormals Wi-Fi Peer-to-Peer und nun Wi-Fi Direct genannte Spezifikation soll sich in allen WLAN-Geräten implementieren lassen. Auch Verbindungen zu älteren Geräten sind damit möglich, denn nur ein Gerät muss letztendlich Wi-Fi Direct unterstützen. Dieses wird dann selbst zu einem WLAN-Access-Point, an dem sich das andere Gerät wie gewohnt anmeldet.
Mit Wi-Fi Direct soll die klassische WLAN-Technik Bluetooth Konkurrenz machen, denn darüber lässt sich beispielsweise eine Kamera drahtlos mit einem Drucker verbinden, ohne dass eine externe WLAN-Infrastruktur benötigt wird. Auch ein Smartphone ließe sich auf diesem Weg leicht mit Daten wie Musik und Videos füllen, ohne dass ein Kabel benötigt wird.
Geräte, die Wi-Fi Direct unterstützen, müssen mit einem Knopfdruck zu einem Access-Point werden können und mindestens WPA2 unterstützen. Erste Produkte haben Atheros (mit der PCIe-Mini-Karte Xspan AR928x), Broadcom (PCIe-Mini-Karte BCM43224), Intel (Centrino Advanced-N 6200) und Ralink (PCIe-Mini-Karte MIMObility HM92C00) angekündigt. Zudem werden Ciscos WLAN-Controller 2106 und der WLAN-Access-Point Aironet 1240 Wi-Fi Direct unterstützen.
Details zu Wi-Fi Direct finden sich unter
wi-fi.org.
Wie bei der Wi-Fi Alliance üblich, handelt es sich auch bei Wi-Fi Direct nur um ein Zertifizierungsprogramm. Entsprechende Siegel sollen Kunden signalisieren, dass die entsprechenden Geräte miteinander kompatibel sind. Viele Smartphones sind ganz unabhängig von Wi-Fi Direct in der Lage, selbst zum WLAN-Hotspot zu werden, um beispielsweise eine per UMTS hergestellte Internetverbindung per WLAN an mehrere Rechner zu verteilen.
Quelle :
www.golem.de