Der erste Streiktag bei der Telekom verlief ohne große Unterschiede zum Normalbetrieb
Seit gestern wird bei der Telekom gestreikt. In der Festnetzsparte legten etwa 12.000 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Auslöser des Arbeitskampfes war das Vorhaben des Konzerns, 50.000 Beschäftigte in "Service-Gesellschaften" auszulagern, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen.
Insgesamt sind bei der Telekom 160.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 80.000 in der vom Streik betroffenen Festnetzsparte. Rund zwei Drittel von ihnen sind Mitglied der Gewerkschaft ver.di und bekommen Streiktage bezahlt. Dass man im normalen Telefonbetrieb nichts von dem Streik merkte, lag wahrscheinlich weniger an der von ver.di angekündigten Politik, Privatkunden zu "schonen", sondern daran, dass das Telefonnetz schon lange kein Fräulein vom Amt mehr benötigt, sondern von selbst läuft. Nötig sind Arbeitskräfte vor allem für die Ausführung neuer Aufträge und die Beseitigung von Störungen. Gestreikt wurde deshalb in den Call Centern, beim technischen Kundendienst und bei den Kabelnetzen. Bei Spiegel Online malte man sich die möglichen Folgen dieses Vorgehens wie folgt aus:
"Die Kunden werden den Arbeitskampf aber auf jeden Fall bemerken, wenn sie bei der Hotline wesentlich länger als sonst in der Warteschleife hängen, wenn der Techniker, der den neuen DSL-Anschluss installieren soll, nicht kommt, oder wenn eine Störung im Kabelnetz nicht sofort beseitigt wird."Wer etwas Web-Archäologie betreibt, kommt zu dem Schluss, dass nach diesen Maßstäben bei der Telekom seit ungefähr 10 Jahren gestreikt werden muss...
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www.heise.de