Mitte Oktober startete die Telekom das VDSL-Angebot in zwölf deutschen Großstädten. Der wirtschaftliche Sinn des Ausbaus wird schon lange in Frage gestellt. Jetzt werden auch Zweifel an der technologischen Durchsetzung laut. Insider behaupten, die Telekom habe beim Ausbau des Netzes "am falschen Ende gespart".
Die Litzen der meisten neuen Telefonkabel seien nur 0,6 statt 0,8 Millimeter stark. Über diese dünnen Kabel sei ein störungsfreier VSDL kaum möglich, wie die Computerwoche in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Zudem hätten Labormessungen gezeigt, dass nur 40 bis 60 Prozent der Nutzer eines Telefonkabels parallel VDSL nutzen können, bevor es zu störungsbedingten Transfereinbrüchen komme.
Einer Analyse von Forrester Research zufolge werden die europäischen Kommunikationsunternehmen in den nächsten Jahren pro Anschluss einen durchschnittlichen Verlust von 3742 Euro machen -- unter anderem aufgrund des Aufbaus der teuren Infrastruktur. Forrester Research bezeichnete die Triple-Play-Angebote der Telekommunikationsanbieter als "finanziellen Selbstmord".
Quelle :
www.heise.de