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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => # Tips und Tricks diverses .... => Thema gestartet von: SiLæncer am 23 Juli, 2005, 21:46
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Wenn sich die sicher auf DVD archiviert geglaubten Urlaubsbilder, Filme oder Geschäftsdaten nicht mehr lesen lassen, ist das kein Grund zur Panik. Mitunter lassen sich die Daten retten, indem man die Scheibe in einem anderen Laufwerk abspielt.
c't hat DVD-ROM-Laufwerke und -Brenner auf ihre Fehlerkorrektureigenschaften hin getestet und dabei große Unterschiede festgestellt. So haben mit dem Auslesen schlecht gebrannter DVDs oder minderwertiger Rohlinge ausgerechnet die Brenner Probleme, während einige DVD-ROM-Laufwerke dies besser bewältigten. Die Brenner können dagegen tendenziell besser mit beschädigten Audio-CDs umgehen. Für verkratzte Daten-CDs und -DVDs gab es in beiden Lagern sowohl Spezialisten als auch Nieten.
Wenn wichtige Daten verloren gegangen sind, ist es daher die beste Strategie, die betroffene Scheibe mit mehreren Laufwerken auszulesen und die Ergebnisse zu kombinieren, bevor man etwa daran geht, Kratzer wegzupolieren oder Ähnliches zu versuchen. Wir haben dazu eine Imaging-Software namens H2cdimage entwickelt, die ein sektorweises Abbild einer CD oder DVD in eine Datei schreibt und darin später fehlende Sektoren durch Leseergebnisse von anderen Laufwerken ergänzen kann.
Den Testbericht über die Fehlerkorrekturqualitäten der Laufwerke und einen ausführlichen Artikel mit einer praktischen Anleitung zur Datenrettung optischer Medien finden Sie in c't 16/05, ab Montag, den 25.07. am Kiosk. Dort ist auch erklärt, wie man Dateien aus beschädigten Image-Dateien extrahiert. Die im Artikel angekündigte Windows-Version unserer unter Linux entwickelten Datenrettungssoftware Dares ist allerdings leider nicht rechtzeitig fertig geworden. Wir werden sie so schnell wie möglich nachliefern.
Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/62010
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Tips am Rande:
Immer noch nacht es Sinn, bei nach und nach schlechter werdenden CD/DVD-ROM-Laufwerken (statt Wegwerfen) die Haupt-Linse zu reinigen. Dazu eignen sich z.B. Brennspiritus und Wattestäbchen. Natürlich ist ein gewisses Geschick notwendig, wie immer bei'm Basteln an elektrischen / elektronischen Geräten. Aber für einen Todeskandidaten gibt's ja wenig zu verlieren...
Ich habe bei meinem SD-M1712 sogar beide Laser-Power-Einstellungen mittels bekannt schlechter Scheiben nachgestellt, per Versuch uind Irrtum am lebenden Patienten. In gewissen Grenzen kann so Laser-Alterung ausgeglichen werden, oder auch eine gewisse Verschmutzung innerhalb des - nicht zu öffnenden - optischen Systems.
Für Brenner sowie technische Laien verbieten sich solche Manipulationen natürlich absolut!
Ansonsten möchte ich darauf hinweisen, dass insbesondere Tabak-Qualm und Kerzen-Russ schädlich für die Laser-Pickups sind und sich gerne innerhalb der meist halboffenen Konstruktion niederschlagen, an Stellen, die nicht zu reinigen sind.
Das gilt auch für Geräte ohne eigenen Lüfter, der Niederschlag erfolgt u.a. im Rahmen von normalen Temperaturwechseln im Gerät.
Zur Überwachung der Lese-Eigenschaften optischer Laufwerke empfielt sich z.B. eine stark verkratzte CD, deren Verhalten im neuen Gerät genau festgestellt und die danach äusserst sorgfältig aufbewahrt wurde (um spätere Verschlechterung zu unterbinden). Hier erfüllt u.a. eine Deko-CD diesen Zweck, deren "Muster"-Aufdruck auf der Abspiel-Seite unfachgemäss abgeschabt wurde. Kaum ein Gerät vermag die fehlerfrei zu spielen, aber genau das ist ja der Sinn ;)