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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News diverses ... => Thema gestartet von: SiLæncer am 09 April, 2005, 07:51

Titel: Microsoft diverses ...
Beitrag von: SiLæncer am 09 April, 2005, 07:51
Microsoft wandelt auf Wikipedias Spuren

Microsoft orientiert sich offenbar an der Wikipedia was das eigene Nachschlagewerk Encarta angeht. Zumindest kündigte Aaron Patterson, Program-Manager im MSN-Encarta-Team jetzt an, künftig verstärkt auf Beiträge der eigenen Nutzer setzen zu wollen.

Einen gewissen Respekt gegenüber der Wikipedia lies auch Britta Best, bei Microsoft für das Produkt-Marketing der Encarta zuständig, kürzlich im Interview mit Golem.de erkennen. Das Grundprinzip will Microsoft nun offenbar auch für die Encarta nutzen, erklärte Patterson im Encarta-Blog. Man werde viele neue Wege einführen auf denen Kunden ihr Feedback übermitteln können.

Microsoft hofft dabei auf eine engagierte Community, die Vorschläge und Änderungen für Encarta-Artikel einreicht, um die Enzyklopädie zu einer "großen Referenz-Quelle" ausbauen. In einer Beta-Version der neuen Encarta enthalten die Artikel dazu bereits einen Link "edit this article", über den diese in einem Editor geöffnet werden können. Darüber hinaus lassen sich die Artikel auch noch kommentieren.

Im Unterschied zu Wikipedia werden Änderungen aber nicht sofort in die Encarta übernommen sondern moderiert, d.h. von einem Microsoft-Team überprüft, bevor die Änderungen in die Encarta einfließen können. Die Prüfung könne aber durchaus einige Wochen dauern, so Microsoft. Auch könne nicht jede Änderung übernommen werden. Das Anlegen eines Account ist für die Eingabe aber nicht notwendig. Editieren und damit einsehen lassen sich auch die Artikel, die eigentlich nur Premium-Nutzern zugänglich sind.

Offen bleibt die Frage, unter welcher Lizenz die Inhalte letztendlich stehen werden und welche Rechte Autoren an Microsoft abtreten. Unter den Artikeln steht jedoch ein Copyright-Zeichen und "1993-2005 Microsoft Corporation. All Rights Reserved."

Zugleich führt Microsoft den Experten-Dienst Encarta Answers ein. Hier sollen Experten Fragen von Nutzern beantworten, auch in deutscher Sprache. Auch das Design der Seiten wurde überarbeitet und die kostenpflichtige Premium-Version der Online-Ausgabe von Werbung befreit.

Quelle : www.golem.de
Titel: QUARTALSZAHLEN : Microsoft verdoppelt den Gewinn
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2005, 08:02
Der Gewinn des weltweit größten Softwareherstellers Microsoft hat sich im dritten Geschäftsquartal fast verdoppelt. Vor allem die Netwerksparte trug zu dem guten Ergebnis bei.

New York - Der Überschuss stieg in der am 31. März beendeten Berichtsperiode auf 2,65 Milliarden Dollar nach 1,32 Milliarden Dollar in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das gab Microsoft am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt.

Der Umsatz stieg um fast fünf Prozent auf 9,62 Milliarden Dollar. Netzwerksoftware hätte den Umsatz um mehr als zehn Prozent erhöht, so Microsoft Chart zeigen. Firmenchef Steve Ballmer hat im Laufe der letzten drei Jahre mehr als 3,5 Milliarden Dollar in diesen Bereich investiert. Der rückläufige Umsatz im PC-Softwarebereich werde hierdurch ausgeglichen.

Das Nettoergebnis wurde durch Prozesskosten im Zusammenhang mit Klagen seitens Gateway und Bust.com sowie Rückstellungen für mögliche kartellrechtlichen Ansprüche geschmälert. Eine Schlichtung mit Sun Microsystems Chart zeigen im vergangenen Jahr reduzierte das Ergebnis um 1,6 Milliarden Dollar.

"Trotz eines gemischten Marktumfelds für Unternehmenssoftware ist das Quartal im Wesentlichen wie von uns erwartet ausgefallen", sagte Vizepräsident Scott Di Valerio. Er rechne für das kommende Geschäftsjahr mit einem höheren Umsatzwachstum.

Für das kommende Geschäftsjahr (per 30. Juni 2006) stellte Microsoft den Anlegern einen Gewinn je Aktie zwischen 1,26 und 1,30 Dollar bei 43,3 Milliarden bis 44,1 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Microsoft klagt in Deutschland gegen Spammer
Beitrag von: Jürgen am 21 Juni, 2005, 03:00
Microsoft hat Anfang dieses Monats eine Unterlassungs- und Schadenersatzklage wegen Spamming und Markenverletzung gegen ein Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und seinen Geschäftsführer eingereicht. Das teilt der US-amerikanische Software-Hersteller heute mit. Das beklagte Unternehmen und weitere in den USA und der Ukraine ansässige Firmen des Geschäftsführers seien verantwortlich für zahlreiche Spam-Aktionen mit vermutlich mehreren Millionen unerwünschter Massen-E-Mails. Sie enthielten englischsprachige Werbung für Website-Entwicklung, Online-Casinos und pornografische Internetseiten.

In einigen Hotmail-Postfächern seien mehrere tausend Spam-E-Mails eingegangen, die Microsoft dem Beklagten zuordnete. Dieser habe die Vorwürfe bestritten und auf Geschäftspartner verwiesen, deren Namen er nicht nennen wollte. Da in Deutschland der Versand von Spam-Mails kein strafbarer Tatbestand sei, haben die Redmonder den Firmeninhaber wegen Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verklagt.
-/-
(anw/c't)
Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/60842)
Quelle: www.heise.de
Titel: Microsoft und die Hacker
Beitrag von: SiLæncer am 02 August, 2005, 18:30
Microsoft möchte engeren Kontakt zur Security-Szene und deshalb zweimal jährlich die "Blue Hat"-Konferenz abhalten. Der Softwareriese lädt sich in Anlehnung an die Sicherheitskonferenz Black Hat Sicherheitsexperten ein, die Vorträge zu Sicherheitslücken in den Microsoft-Produkten halten. Ziel der Veranstaltung sei es, weniger anfällige Programme zu erstellen, zitieren amerikanische Medien Stephen Toulouse, einen Manager des Microsoft-Sicherheits-Programms.

Im März dieses Jahres hielt der Softwaregigant die erste Blue Hat ab. "Das war für unsere Entwickler von großem Nutzen", so Toulouse. Die Führungskräfte und Entwickler bekämen einen anderen Blickwinkel auf die Produktsicherheit. "Es wird einem vorgeführt, wie die Technik, die man entwickelt hat, missbraucht wird. Dadurch erlangt man ein viel tieferes Verständnis."

Die Blue Hat soll sich dabei nicht nur auf die Windows-Betriebssysteme beschränken, Interesse zeigten beispielsweise auch die Office- und MSN-Programmierer-Teams bei Microsoft. Auch unabhängige Sicherheitsexperten hätten auf der Black Hat ihren Teilnahmewunsch gegenüber den Redmondern geäußert.

Ein weiterer Bonus für Microsoft: Die eingeladenen Hacker lassen sich durch diesen intensiven Kontakt auf die "Responsible Disclosure"-Politik des Unternehmens einschwören. Dies bedeutet, dass nach der Entdeckung einer Lücke diese dem Hersteller gemeldet wird; außerdem erhält der Softwareproduzent Zeit zum Fixen des Fehlers. Erst nach Verfügbarkeit von Patches soll eine vollständige Offenlegung der Lücke stattfinden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Zwischenruf: 30 Jahre Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 24 September, 2005, 09:26
Vor drei Jahrzehnten war Microsoft das, was man später ein "Startup" nannte: Eine kleine Tüftlerschmiede, betrieben von ziemlich haarigen Nerds. Es sollte nicht lange dauern, bis sie zu einem festen Bestandteil des Alltags unzähliger Menschen wurde - und zu einem der mächtigsten Unternehmen der Welt.

Hier die Meldung: Microsoft wird 30 Jahre alt. Sollen wir singen?

Hätte man die Frage vor 20 Jahren gestellt, wäre sie weniger irritierend gewesen. Singen für Microsoft? Warum nicht?

Bill Gates war ein Held, ein Idol. Wie Asterix der Gallier hatte er mit seiner kleinen Garagenklitsche Microsoft den Usurpatoren der IT-Welt die Stirn geboten und sein Firmchen zu einem respektablen Unternehmen aufgebaut. Noch besser: Big Blue, der wankende Gigant, der die Computerwelt so lange beherrscht hatte, musste dafür die Zeche zahlen: Weil IBM völlig verschlafen hatte, dass die Zeit des Heim-Computers gekommen war, hatte Gates sein DOS an die Riesenfirma lizenzieren können. Jetzt floss mit jedem Rechner des "IBM Industriestandards" Geld in Gates Taschen. Cool.

Gegründet worden war Microsoft 1975 von Gates und seinem Kumpel Paul Allen, die gemeinsam die Programmiersprache BASIC für den Ur-Heim-PC Altair 8800 umschrieben. Sechs Jahre lang wuchs Microsoft respektabel, aber moderat - und immer im Schatten dieses anderen, nach einem Obst benannten Start-ups.

Denn Apple setzte die innovativen, selbst entwickelten Trends und schickte sich Anfang der Achtziger an, den keimenden Markt der Heim-PCs aufzurollen. Das weckte IBM - und der Riese hatte zwar eine Menge technischen Muskel, aber nichts fürs noch kleine Computerhirn.

Da konnte Microsoft helfen. "DOS" hieß damals alles, was Diskettenlaufwerke oder Festplatten zum Laufen brachte, doch sollte es MS-DOS sein, das den Weg von den Büros in die Wohnungen bis hinein ins Kinderzimmer fand. Die Lizenz an IBM sorgte dafür, dass Microsoft zum Teil des mit großer Marktmacht forcierten "Industriestandards" wurde. Apple mochte das bessere Produkt haben, doch Microsoft hatte die bessere Nase: Microsoft als Profiteur an IBMs Trägheit begann die größte Erfolgsstory der IT-Geschichte.

"Winzigweich" wird eisenhart

Microsofts Ruhm blieb, trotz verspäteter Innovationen, unzähliger Abstürze, instabiler erster Windows-Versionen und zunehmender Aggressivität am Markt, lange makellos. Wann mutierte der Popstar, der dürre Nerd mit den großen Turnschuhen, in den Augen der Öffentlichkeit zum gefürchteten IT-König William H. Gates III.?

Als die EDV-Hippies der MS-Gründertage plötzlich alle aussahen, als würden sie beim Betreten des Firmengebäudes Ganzkörpergegelt? Als die Reden von MS-Bossen auf Messen und Kongressen begannen zu klingen, als wollten religiöse Seelenfänger die Heiden bekehren? Als Gates ultraspitze Ellenbogen bekannt wurden, mit denen er Geschäftspartner klein und abhängig hielt und Konkurrenten unfair aus dem Markt boxte?

So what? Auch das ist Industriestandard, wenn man so will: Als warmherzige Sympathen sind auch Gates alte Konkurrenten Scott McNealy, Steve Jobs oder Larry Ellison nicht gerade verschrien. Mies benehmen können sie sich in ihrem eisenharten Konkurrenzkampf alle gut.

Vielleicht begann der Imagewandel vom cleveren Kleinunternehmen zum mächtigen IT-Moloch schlicht mit dem Neid auf so viel Macht und Reichtum: Mitte der Neunziger hatte sich die einstige Garagenfirma endgültig zu einem Multimilliardenkonzern gemausert.

Und heute?

Heute bekommt Google zunehmend vorgeführt, dass Größe in diesem hart umkämpften, mit so viel Meinungsmacht verbundenen Markt mit Imageverlusten einhergeht. Microsoft derweil scheint ein wenig weniger bedrohlich, seit es endlich wieder die so lang eingeforderte Konkurrenz bekommt.

Rational zu begründen ist das alles kaum.

Denn eigentlich ist Microsoft heute ja mächtiger als je zuvor. Der Jahresumsatz von Microsoft entspricht dem Bruttosozialprodukt von Staaten wie Kuba, Kenia, Lybien oder Costa Rica. Über 140 Nationen dieser Welt erwirtschaften im Jahr weniger Geld als Microsoft. Und natürlich wären wir überrascht, wenn Bill Gates plötzlich nicht mehr reichster Mann der Welt wäre.

Das wichtigste aber ist die Allgegenwart von Microsoft-Produkten in unserem Leben. Völlig egal, ob Apple nun nach wie vor die "besseren" Produkte produziert, Linux die IT-Welt emanzipiert, Mozilla weniger Sicherheitsprobleme als der MS-Browser hat, Google und Yahoo die besseren Internet-Lösungen entwickeln, im Großen und Ganzen muss man eingestehen, dass diese von so vielen gehassliebte Marke der digitalen Welt ihren Stempel aufgedrückt hat.

Microsofts Fehler fanden lange mehr Beachtung als die der Konkurrenz, weil sie die Fehler waren, mit denen wir, die Mehrheit der PC-Nutzer, uns herumschlagen mussten. Microsofts Geschichte ist auch unsere, die wir Rechner nutzen gelernt haben und darauf auch nicht mehr verzichten wollen. Die Meilensteine der MS-Firmengeschichte markieren immer auch "Meilensteine" in unserer privaten Auseinandersetzung mit dem Computer.

Happy Birthday also, Microsoft: Dir ein Lied zu singen ist, als sänge man sich selbst auch eines. Nicht immer schön, nicht immer harmonisch, aber durch und durch vertraut. Wirtschaftsunternehmen muss man ja nicht lieben, aber ihre Leistung darf man respektieren. Ab morgen hauen wir dann wieder, wenn es was zu hauen gibt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Microsoft erwägt angeblich kostenlose, werbefinanzierte Software
Beitrag von: SiLæncer am 15 November, 2005, 13:28
Microsoft-Software wie Works, Money oder auch das Betriebssystem Windows könnte möglicherweise bald werbefinanziert auf die Desktops kommen. Entsprechende Pläne würden derzeit beim Redmonder Softwarekonzern erwogen, berichten US-amerikanische Medien. Das würde die konsequente Fortsetzung der bisher von dem Konzern unternommenen Schritte in Richtung "Live-Software" bedeuten. Bisher hat Microsoft mit "Windows Live" und "Office Live" erste Dienste seiner neuen Internet-Strategien vorgestellt, die primär Werbeplattformen darstellen.

Seit Lotus-Notes-Erfinder Ray Ozzie zusammen mit seiner Firma Groove Networks im März 2005 von Microsoft übernommen wurde und zum Chief Technology Officer aufstieg, weht anscheinend ein neuer Wind durch die Abteilungen in Redmond, die für strategische Überlegungen zuständig sind. "Da der Markt für Online-Anzeigen wächst und der Verkaufsumsatz nachlässt, benötigen wir eine werbefinanzierte Version unserer Software", haben laut CNet Microsoft-Forscher in einem Strategiepapier für die führenden Manager geschrieben. Diese hatten Anfang dieses Monats auf einem Treffen die stärkere Einbindung des Internet in die Firmenstrategie besprochen. Einen Tag später wurden die neuen Dienste vorgestellt, die "Online-Fortsätze" bestehender Software darstellen.

Derzeit würden bei Microsoft verschiedene Geschäftsmodelle erwogen, zu denen auch die werbefinanzierte Freigabe von Software über das Internet gehört, heißt es in den Medienberichten. Von Microsoft war dazu noch keine Stellungnahme zu erhalten. Dass schnell Pläne entwickelt werden müssen, um nachlassenden Umsätzen auf dem Markt für Software für Verbraucher zu begegnen, ist laut einer vor kurzem bekannt gewordenen internen E-Mail von Bill Gates eine der Forderungen seines Chief Technology Officer. Dem nun aufgetauchten internen Papier ist laut CNet zu entnehmen, dass Microsoft zum Beispiel Powerpoint als werbefinanzierte Software anbieten müsse, wenn die Konkurrenz ähnliches tue.

Bereits im Sommer vorigen Jahres seien in einem Microsoft-Strategiepapier Bedenken wegen nachlassender Umsätze im Privatanwender-Sektor laut geworden. Das Online-Geschäft könne aber davon profitieren, wenn Werbefinanzierung Abonnements vorgezogen würden. Für ein solches Geschäftsmodell eigneten sich Anwendungen, bei denen anzunehmen sei, dass sie oft genutzt würden, wenn der User online ist, zum Beispiel Works, Money oder OneNote, heißt es nun bei Microsoft. Doch es gebe auch weitergehende Bestrebungen, die dazu führen könnten, dass es tatsächlich eine Online-Version des Büropakets Office geben könnte. Hinter dem kürzlich angekündigten "Office Live" verbergen sich ja bisher lediglich Zusatzdienste für lokal installierte Software.

Eine Schlüsselposition in der Microsoft'schen Online-Strategie nehmen die Anfang dieses Jahres initiierten AdCenter ein, über die Werbepartner ihre kontextsensitiven Anzeigen platzieren und verwalten könnten, zum Beispiel auch in einer besonderen Windows-Version. Und weitergehend könnten die AdCenter auch als Schaltzentrale für andere, auch offline angebotene Werbeformen auf verschiedenen Plattformen dienen. Vielleicht wird es also bald Textverarbeitungssoftware von Microsoft geben, in der Adsense-Werbefunktionen auf die Eingabe von Schlüsselwörtern warten, um die geeignete Werbeeinblendung zu starten. Analysten wenden ein, dass der Werbemarkt trotz der gegenwärtigen Wachstumszahlen begrenzt sei und die Verbraucher auch nicht unbegrenzt Werbung zu akzeptieren bereit seien.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Microsoft erwägt angeblich kostenlose, werbefinanzierte Software
Beitrag von: Warpi am 15 November, 2005, 14:24
Dieser Blue Screen Of Death wird Ihnen von (bitte Namen einsetzen)
präsentiert .  ;D

Wer weiss man sich darüber wieder für ein Ungemach einfängt ... ::)
Also mir reicht schon die Werbung im Tv, auf dem Pc muss das nicht sein.
Wieder ein Punkt mehr für die Unixe :)
Titel: 20 Jahre Windows: Der Tag, an dem die Kommandozeile verschwinden sollte
Beitrag von: Warpi am 20 November, 2005, 21:06
Am heutigen 20. November vor 20 Jahren lieferte Microsoft die erste Version von Windows in den USA aus – die deutsche/mehrsprachliche Version 1.03 kam etwas später. Doch wer will an einem so Geburtstag nicklig werden? Halten wir einfach fest, dass Windows zur Verwunderung der Fachpresse überhaupt erschien, denn angekündigt wurde es auf der US-Messe Comdex, am 10. November 1983. Was zum ersten Quartal 1984 für 23 verschiedene Computer ausgeliefert werden sollte, entwickelte sich so zu einem der ersten Programme, die als Vaporware bezeichnet wurden.

Weiter auf www.heise.de

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:20 Jahre Windows: Der Tag, an dem die Kommandozeile verschwinden sollte
Beitrag von: Jürgen am 20 November, 2005, 22:08
Der ganze Artikel findet sich auf
http://www.heise.de/newsticker/meldung/66419

Nebenbei, für Eingaben wie "ping 193.99.144.80" und derlei mehr sehe ich keine bessere Lösung als die Kommandozeile. Für mich ist sie daher mindestens ebenso wichtig wie der Rechtsklick, auf jedem System.
Aber Tabellen möchte ich nicht im CLI bearbeiten müssen...
Also nicht 'entweder - oder', sondern 'und' ;)
Titel: Microsoft behält FAT-Patente
Beitrag von: SiLæncer am 11 Januar, 2006, 11:46
Das US-amerikanische Patent- und Markenamt (USPTO) hat nach Angaben von Microsoft die Gültigkeit von zwei umstrittenen Patenten des Unternehmens zum File Allocation Table (FAT) File System bestätigt. Interveniert hatte die Public Patent Foundation (PUBPAT), die geltend machen wollte, dass die in den US-Patenten 5,579,517 und 5,758,352 (Common name space for long and short filenames) beschriebenen Verfahren zum Zeitpunkt der Patentierung schon Stand der Technik (Prior Art) gewesen seien.

Im Rahmen seiner Überprüfung (Re-Examination) hatte das Patentamt die Patente wegen "Prior Art" tatsächlich zunächst für vorläufig ungültig erklärt (Non-Final-Ruling). Die jetzt erfolgte Entscheidung ist hingegen endgültig und Microsoft erhält vom USPTO für beide Patente ein so genanntes "Patent Re-Examination Certificate". Das Patentamt habe abschließend festgestellt, dass das FAT-Dateisystem eine Neuentwicklung gewesen und deshalb patentierbar sei, teilte Microsoft weiter mit.

Seit Dezember 2003 bietet der Software-Riese Lizenzen für das FAT-Dateisystem an – die Kosten belaufen sich auf 0,25 US-Dollar pro Einheit bis zu einer maximalen einmaligen Summe von 250.000 US-Dollar je Hersteller. Dafür erwerben die Lizenznehmer die Erlaubnis, Speichermedien wie Flash Memory mit dem Dateisystem zu formatieren und dafür Techniken von Microsoft beispielsweise zur Nutzung langer Dateinamen einzusetzen.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/68206
Titel: Microsoft plant "Windows TV"
Beitrag von: spoke1 am 11 Mai, 2006, 17:21

Bei seiner Suche nach Werbeplatzvermarktungsmöglichkeiten sieht Microsoft auch den Fernsehmarkt als ein potenzielles Betätigungsfeld. In einem Interview mit dem Magazin Werben & Verkaufen, sagte Microsoft-Manager Chis Dobson, bei MSN International für die Strategie im Bereich "Digital Marketing" zuständig, durch Internet-Fernsehen komme der Markt sehr in Bewegung. "Hier werden wir mit Windows TV künftig auch ein Programmangebot vorhalten." Er bezweifelt aber, dass für seinen Konzern die Übernahme einer der großen TV-Gruppen wie ProSiebenSat.1 infrage kommt.

Mehr:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/72991
Titel: Re:Microsoft plant "Windows TV"
Beitrag von: Warpi am 11 Mai, 2006, 17:30
Aber nur wenn sie  Steve "Dancing Monkey" Ballmer zeigen.  ;D
Titel: Microsoft erwägt, seinen Angestellten Admin-Rechte zu entziehen
Beitrag von: SiLæncer am 24 Mai, 2006, 11:23
Microsoft denke darüber nach, im Zuge der Einführung von Windows Vista den Angestellten die Administratorrechte zu entziehen, erklärte der Microsoft-Direktor für interne Sicherheit, Mark Estberg, auf der diese Woche stattfindenden Sicherheitskonferenz des australischen CERTs (Computer Emergency Response Team). Damit brächen die Redmonder mit einer langjährigen Tradition, um die Sicherheit des Unternehmens zu verbessern.

Bisher kam ein Großteil der Angestellten in den Genuss voller Administratorrechte auf ihren Desktop-PCs. In Firmennetzen ist dies unüblich, da Benutzer so beliebige Software installieren sowie unerwünschte Programme wie Spyware einschleppen können. Dies könne sich mit der im kommenden Windows Vista integrierten User Access Control (UAC) ändern, dadurch erhielten weniger Angestellte Administratorrechte, sagte Estberg.

Die User Access Control in Windows Vista soll Anwender etwa vor dem unbeabsichtigten Installieren von Programmen oder Treibern sowie der Modifikation essenzieller Systemeinstellungen schützen, also Administratoren vorbehaltenen Aufgaben, indem sie beim Anwender ein zusätzliches OK für die Aktion einholt. Ist der Anwender als Administrator angemeldet, versperrt ihm ein OK/Abbrechen-Dialog den weiteren Rechnerzugriff, bei eingeschränkten Benutzerkonten fragt UAC zusätzlich das Administratorpasswort ab. Zahlreiche Tester empfanden das Verhalten allerdings als aufdringlich und störend, weshalb sie das gutgemeinte Feature entnervt deaktivierten.

Die Redmonder lassen ihre Angestellten frühe Versionen von noch in Entwicklung befindlicher Software installieren, um die Programme ausgiebig in realen Einsatzszenarien zu testen. Estberg schränkte daher ein: "Wir haben das noch nicht endgültig beschlossen." Microsoft wolle vorerst die Verantwortung für die Installation von Software bei den Angestellten belassen. "Bei Microsoft haben wir entschieden, dass es am sinnvollsten ist, dem Großteil der Angestellten Administratorrechte zu geben."

Quelle : www.heise.de

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 (http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/froehlich/c040.gif)
Titel: Medienbericht: Microsoft zeigt Interesse an eBay
Beitrag von: SiLæncer am 27 Mai, 2006, 15:42
Eine Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung New York Post zufolge zeigt Microsoft derzeit reges Interesse an einer Übernahme des Online-Auktionshauses eBay. Das Blatt beruft sich auf "mehrere den Gesprächen nahestehende Quellen". Demnach möchte Microsoft eBay kaufen und in das hauseigene MSN-Portal integrieren.

Der Deal solle sowohl Microsoft als auch eBay im Kampf gegen die zunehmende Marktmacht von Google stützen. Entsprechende Verhandlungen der beiden Konzerne sollen bereits seit einigen Wochen laufen, aber derzeit wegen kartellrechtlicher Bedenken ins Stocken geraten sein.

Vor einigen Tagen erst hatte eBay mit Yahoo eine weit reichende langjährige Partnerschaft bei Internet-Werbung, Bezahlsystemen und Internet-Telefonwerbung vereinbart. Ein Informant hat der New York Post erklärt, dies habe keinen Einfluss auf eine potenzielle Übernahme von eBay durch Microsoft.

Quelle : www.heise.de

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Was wollen die sich eigentlich noch alles einverleiben ? Klein Weich kauft die Welt oder was ...  (http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/boese/k034.gif)
Titel: Piraterie: Microsoft verklagt Dutzende US- Händler
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juli, 2006, 11:47
Microsoft wirft Computerhändlern in den USA vor, illegale Office- und Windowsversionen zu verkaufen und hat deshalb jetzt 26 Klagen eingereicht. Man könne Piraterie nicht tolerieren, erklärte das Unternehmen.

Die Klagen seien in den US-Bundesstaaten Colorado, Georgia, Illinois, New Jersey, New York, Ohio und South Carolina eingereicht worden, teilte Microsoft mit. Den Firmen werde vorgeworfen, Software illegal zu kopieren oder unerlaubt auf Computern zu installieren, die sie dann verkaufen. "Durch die Klagen von heute sollte unsere Botschaft sehr klar sein", sagte Mary Jo Schrade, Anwältin bei Microsoft, der Mitteilung zufolge. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass Piraterie ein Geschäftsmodell ist, das nicht funktioniert."

Microsoft hatte in jüngster Zeit im größeren Stil mit dem Vertrieb eines Programms namens "Windows Genuine Advantage" begonnen. Dieses prüft, ob ein Computer mit legalen Versionen von Windows arbeitet.

Bei den Klagen geht es um die Flaggschiffe des Software-Riesen, Office und Windows, mit denen Microsoft hohe Renditen einfährt. Beobachter erklären die Klagen auch damit, dass der Software-Markt zunehmend gesättigt ist. Mit dem konsequenten Vorgehen gegen Piraterie will das Unternehmen auch ein Signal für Firmenkunden und Verbraucher setzen.

Bislang waren vor allem Länder wie China, Russland und Indien im Fokus der Pirateriebekämpfer. Doch Microsoft will sich offenbar nicht vorwerfen lassen, seinen Heimatmarkt nicht im Auge zu haben. Schrade sagte, das Ausmaß der Piraterie in den USA sei zwar wahrscheinlich niedriger als in allen anderen Ländern der Welt, doch trotzdem sorge man sich auch über die Lage im Land.

Laut Schrade verschickte Microsoft in jedem der 26 Fälle ein Warnschreiben, bevor später die Klage eingereicht wurde. Chu Son, ein von Microsoft verklagter Computerhändler aus Denver, bestreitet jedoch, je einen solchen Brief bekommen zu haben. Son erklärte, er repariere vor allem PCs und verkaufe nur selten Office-Pakete. Die Klage beziehe sich auf 10 bis 15 Office-Versionen, die Son zuvor bei Ebay gekauft hatte und von denen er angenommen habe, sie seien legal. "Angst macht mir vor allem, dass die [Microsoft, d.R.] so groß sind und ihre Muskeln spielen lassen."

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Microsoft will die Maus abschaffen
Beitrag von: spoke1 am 01 August, 2006, 10:42
Wenn es nach Microsoft geht, gehören klassische Eingabegeräte wie Maus und Tastatur bald auf den Elektronik-Schrotthaufen. Forscher des Redmonder Softwarekonzerns haben eine revolutionäre Technik namens Touchlight vorgestellt, die es dem Anwender ermöglicht, einen PC mit der Hand zu bedienen – und dies im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Microsoft-Technik auf die Finger geschaut
Bei Touchlight werden die Informationen des Computers auf eine ebene Fläche projiziert. Drei Kameras überwachen den Projektionsbereich und registrieren jede Bewegung der Hand des Anwenders. Der Benutzer kann so Symbole verschieben, Dokumente bewegen und mit dem Computer interagieren. Mit dieser Technologie soll auch eine Navigation im dreidimensionalen Raum möglich werden. Das Unternehmen Eon Rality arbeitet im Auftrag von Microsoft an den ersten Bildschirmen, die die dritte Dimension erobern sollen.

Quelle: http://oncomputer.t-online.de/c/85/48/13/8548138,si=0.html
Titel: Re: Microsoft will die Maus abschaffen
Beitrag von: Jürgen am 02 August, 2006, 01:22
Mir von meinem Computer auf die Finger schauen lassen?
Niemals!

Ich bewege mich durchaus gelegentlich spontan, möchte aber sicherlich nicht, dass ein Nase-Jucken vom Betriebssystem z.B. als Geste der Zustimmung zum Kauf von gerade angebotenen Sondermüll gedeutet würde...

Bedeutet der "Stinkefinger" dann vielleicht "format c:" ? ? ?

Daher ist's mir sehr wichtig, Maus und Keyboard einfach liegen lassen zu können, um jede weitere Eingabe bis auf weiteres abzustellen.

Man wird es sicherlich erraten, auch von Bedienung durch Maus-Gesten halte ich absolut nichts.
Titel: "Microsoft Internals" der anderen Art
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2006, 13:15
Mit der Enttarnung des Sony-BMG-Rootkits hatte er zuletzt von sich reden gemacht. Doch schon seit der Affäre um die Placebo-Software SoftRAM ist Mark Russinovich als Windows-Experte bekannt, der gern hinter die Kulissen blickt. Wer weiß, ob Microsoft sich dessen in aller Konsequenz klar war, als die Redmonder im Juli den Windows-Tool-Hersteller Winternals und das Freeware- und Info-Portal Sysinternals schluckten – und damit Russinovich und seinen Mitstreiter Bryce Cogswell ins Haus holten.

In seinem ersten Blog-Eintrag nach seiner ersten Woche bei Microsoft wusste Russinovich nun eine Menge zu berichten: zum Beispiel, dass es über eine Woche dauern kann, eine Microsoft-E-Mail-Adresse zu bekommen, wenn man am ersten Tag nicht zwei Ausweise mitbringt.

Weniger frustrierend findet Russinovich die Erkenntnis, dass im "Performance Team" der Core Operating Systems Divison (COSD) viele "erstaunlich talentierte" Leute arbeiten. Ob ihn die Größe des Talents oder schon dessen bloße Anwesenheit erstaunt hat, verrät er nicht – wohl aber, dass die meisten Performance-Gewinne, die dieses Team herausholt, von Errungenschaften wie Desktop-Sidebar und Defragmentierer wieder aufgefressen werden.

Entgegen den Befürchtungen einiger Microsoft-Kritiker sollen die Sysinternals-Tools frei erhältlich bleiben und die neuen Lizenzbestimmungen hält Russinovich für noch liberaler als vorher. Auch der Newsletter, das Forum, das Blog und somit die "Sysinternals-Community" sollen erhalten bleiben. Damit würde Microsoft nicht nur diejenigen Lügen strafen, die hinter der Übernahme den Versuch gewittert hatten, Russinovich einen Maulkorb zu verpassen. Wenn Russinovich weiter so offen schreiben darf, dann gewährt der Closed-Source-Gigant einem Mitarbeiter Freiräume, die man sonst nur von prominenten Open-Source-Entwicklern kennt, die auf der Gehaltsliste von Linux-Distributoren oder Konzernen wie Google stehen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: "Microsoft Internals" der anderen Art
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 06 August, 2006, 18:04
Oh je, das ist nur traurig.
Titel: Putin und Gorbatschow kritisieren Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2007, 10:06
In Russland sorgt eine angeblich von Microsoft angestrengte Klage gegen Alexander Ponosov, den Leiter einer Mittelschule in Sepischewo im Ural, für Aufruhr bis zu den höchsten politischen Spitzen. Ponosov wird beschuldigt, auf 12 Computern einer Klasse Raubkopien von Windows und Office verwendet zu haben. Der Lehrer hatte die Computer gekauft, ohne zu wissen, dass es sich bei dem Betriebssystem um Raubkopien handelte. Microsoft fordert 266.000 Rubel (7.750 Euro) Schadensersatz. Bei dem Fall geht es auch um den WTO-Beitritt Russlands. In den Verhandlungen für den Beitritt hat sich Russland verpflichtet, verstärkt gegen Raubkopien vorzugehen und den Schutz des geistigen Eigentums zu verstärken. Das ist vor allem eine Forderung der US-Regierung.

Selbst der russische Präsident Putin sprach hinsichtlich der Klage von "Unsinn" und "lächerlich". Die russische Regierung setze sich zwar für den Schutz des geistigen Eigentums ein, aber man dürfe dies nicht "formalistisch" machen. Er kenne zwar die Einzelheiten des Falls nicht genau, aber man sollte wie bei der Drogenbekämpfung nicht die Verbraucher verfolgen, "sondern diejenigen, die Drogen verbreiten und herstellen". Ponosov muss, sollte er verurteilt werden, eine Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren fürchten.

Mittlerweile hat sich auch Michael Gorbatschow, der ehemalige Präsident der Sowjetunion und Friedensnobelpreisträger, für den Lehrer eingesetzt und einen offenen Brief an Bill Gates geschrieben. Viele Menschen in Russland, so Gorbatschow, würden in diesem Vorgehen gegen den Lehrer, der sein Leben der Ausbildung von Kindern widmet und ein bescheidenes Gehalt erhält, das selbst mit dem Einkommen der gewöhnlichen Microsoft-Mitarbeiter unvergleichbar sei, einen "skandalösen Fall" sehen. Dieser Lehrer werde mit einer Gefängnisstrafe in einem sibirischen Lager bedroht, obgleich er nur Computer für eine Klasse gekauft habe, auf denen die Raubkopien vorinstalliert waren. Microsoft wolle mit der Klage gegen den Lehrer einen Präzedenzfall zur Verfolgung unwissender Benutzer setzen. Gorbatschow erklärt gegenüber Gates, dass er die größte Achtung vor der geleisteten Arbeit von Microsoft habe und keineswegs Verstöße gegen das geistige Eigentum rechtfertigen wolle, aber dass er ihn in diesem Fall um Nachsicht und den Rückzug der Klage bitte.

Microsoft versucht, sich von dem Fall zu distanzieren. Der Konzern lobt die russische Regierung in ihren Bemühungen, das geistige Eigentum zu schützen, legt aber die Verantwortung für die Verfolgung des Lehrers in die Hände der russischen Justiz: "Der Fall Ponosov ist ein krimineller Fall und wurde als ein solcher vom Büro der Staatsanwaltschaft in Russland begonnen und untersucht." Man sei sicher, dass "die russischen Gerichte eine faire Entscheidung treffen" werden, erklärt der Konzern.

Ponosov erklärt, er sei keines Vergehens schuldig, sein einziger Fehler sei gewesen, die Software nicht überprüft zu haben. Die Raubkopien hätten sich bereits beim Kauf auf den neuen Computern befunden, als die Schule im Sommer 2005 begonnen hatte. Er selbst habe davon erst im Mai 2006 erfahren.

Für den Lehrer setzt sich etwa die staatliche russische Behörde für Massenkommunikation ein. Sie bot ihm Unterstützung und die Zahlung der 266.000 Rubel an. Man könne den Lehrer nicht als den "höchsten Piraten des geistigen Eigentums des Landes" betrachten, erklärte der Behördenleiter Seslavinsky: "Wenn wir die Benutzer mit der vollen Härte des Gesetzes bestrafen, dann könnte die Hälfte der Bevölkerung, die Angestellten des Justizwesens eingeschlossen, im Gefängnis enden." Ilya Kleiman vom Kultusministerium sieht in dem Lehrer einen Sündenbock, da 90 Prozent der Unternehmen Raubkopien benutzen würden. Man habe allerdings nach der Klage damit begonnen, die Software in den Schulen zu überprüfen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft und Best Buy: Eine "kriminelle Vereinigung"?
Beitrag von: SiLæncer am 07 Mai, 2007, 13:44
Berufungsgericht sieht sich gezwungen, Klage trotz Bedenken zuzulassen

In einer Sammelklage wird Microsoft und dem Handelsunternehmen Best Buy in den USA Verschwörung und Bildung einer kriminellen Vereinigung mit dem Ziel, Kunden zu betrügen, vorgeworfen. Ein Berufungsgericht in San Francisco hat die Klage am Freitag einstimmig zugelassen, nachdem sie in der unteren Instanz abgewiesen worden war.
James Odom war in erster Instanz vor dem zuständigen Bezirksgericht gescheitert. Er ging vor dem 9. US-Bezirksberufungsgericht dagegen in Berufung und dieses hat nach einer Anhörung vor einem Podium von zufällig ausgewählten Richtern die Klage einstimmig für zulässig erklärt. Darüber hinaus hat das Berufungsgericht der Zulassung als Sammelklage zugestimmt, nachdem weitere Best-Buy-Käufer ähnliche Beschwerden vorgebracht hatten. Microsoft hatte ebenfalls erfolglos versucht, die Klage in den heimatlichen Bundesstaat Washington verlegen zu lassen.

Die Bildung einer kriminellen Vereinigung begründeten die Kläger in der Berufungsklage, und das Berufungsgericht zitiert in seiner Begründung daraus, unter anderem mit einer gemeinsamen Presseerklärung, in der es zum Abkommen zwischen Microsoft und Best Buy hieß, man bilde "eine umfassende strategische Allianz im Breitband-, Schmalband-, Laden- und Online-Geschäft". Microsoft und Best Buy hatten beantragt, den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung fallen zu lassen, was die Berufungsrichter aber ablehnten.

Im April 2000 reichte James Odom Klage gegen die Microsoft-Tochter MSN Service und Best Buy ein. In der Klage wurde den Unternehmen vorgeworfen, dass "Microsoft 200 Millionen US-Dollar in Best Buy investiert hat und sich verpflichtet hat, Werbung für Best Buy zu machen". Der Händler wollte im Gegenzug "MSN und andere Produkte von Microsoft bewerben". Je nachdem, was ein Käufer bei Best Buy erworben hatte, erhielt er eine von verschiedenen "Probe-CDs" für Microsoft-Produkte, beispielsweise mit einem kostenlosen MSN-Zugang für mehrere Monate.

Wurde der jeweilige Kauf mit Kreditkarte bezahlt, wirft Odom in seiner Klage den Unternehmen vor, so erfasste Best Buy in betrügerischer Absicht Informationen über die jeweilige Probe-CD und schickte sie zusammen mit den Kreditkartendaten an Microsoft. Die betrügerische Absicht leitet Odom daraus ab, dass nach seiner Aussage die Kunden nicht und auf Nachfrage absichtlich falsch über diesen Vorgang informiert wurden. Microsoft soll die so erhobenen Daten dann genutzt haben, um einen kostenpflichtigen MSN-Account für den Kunden ohne dessen Wissen und Zustimmung einzurichten. Odom unterstellt, dass dieses Vorgehen von Best Buy in Absprache mit Microsoft erfolgte. Er wirft den Unternehmen deshalb Verschwörung und Bildung einer kriminellen Vereinigung nach dem "Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act" (RICO Act) vor, ein Gesetz von 1970, das sich gegen das organisierte Verbrechen richtet. Nach dem RICO Act sind sowohl strafrechtliche als auch zivilrechtliche Verfahren zulässig.

Das Berufungsgericht hat sich überaus große Mühe gegeben, die Anwendbarkeit des RICO Acts im vorliegenden Fall zu prüfen. Das oberste Gericht, der US Supreme Court, hatte zu dieser Frage im Fall United States gegen Turkette 1981 verbindliche Vorgaben gemacht und die Berufungsrichter haben jedes einzelne der damals aufgestellten Kriterien im Hinblick auf Odoms Klage geprüft. Am Schluss kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Kläger ausreichend dargelegt haben, dass das Verhalten von Microsoft und Best Buy die im Turkette-Fall aufgestellten Kriterien erfüllt. Aus diesem Grunde haben sie die Klage zulassen müssen, heißt es im Gerichtsentscheid.

Mehrere Richter haben im Entscheidungstext ihre Meinung darüber zum Ausdruck gebracht, dass wohl die Anwendung des RICO Acts im vorliegenden Fall nicht angemessen sei, das Turkette-Urteil als Präzedenz ihnen aber letzten Endes keine andere Wahl ließe. Zumindest hätte das Bezirksgericht den Klägern die Möglichkeit einräumen müssen, ihre Vorwürfe im Detail zu belegen – was dieses abgelehnt hatte. Richter Bybee schließlich, und Richter Reinhardt stimmt ihm zu, formuliert den letzten Absatz des Urteils: "Es kommt mir reichlich seltsam vor, dass [...] ein Vermarktungsvertrag zwischen Microsoft und Best Buy [...] dazu führen soll, gegen sie wegen des RICO Acts vorgehen zu können. Aber meine Bedenken wurden schon vor über 20 Jahren einmal vorgetragen [im Fall Sedmina gegen Imrex] und verworfen. Aus diesem Grunde stimme ich [...] dem Urteil zu."

Die Frage nach Schuld oder Unschuld ist damit allerdings noch nicht beantwortet. Das ist noch gerichtlich zu entscheiden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Re: Microsoft und Best Buy: Eine "kriminelle Vereinigung"?
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 09 Mai, 2007, 10:40
Wie war das?

"Alle in einen Sack, Knoblauch drauf und ab nach Istanbul..."

Naja, so ähnlich sollte man hier auch verfahren.     ;D
Titel: Schule verklagt Microsoft wegen Copyright-Verletzung
Beitrag von: spoke1 am 18 Dezember, 2007, 17:54
Wegen Piraterie vor Gericht

Eine philippinische Schule hat den Software-Riesen aus Redmond wegen Urheberrechts-Verletzung vor den Kadi gezerrt.
Das Southeastern College (SEC) hat Lernmaterial verfasst, wie man mit Microsoft Office XP umgehen kann. Das Dokument enthält 379 Seiten und heißt im Original „The SEC Microsoft Office XP Manual“. Die Anleitung sollte exklusiv für Lehrer und Schüler verfügbar sein. Im Jahre 2004 kaufte Microsoft 10.000 Lizenzen, um das Dokument kopieren zu dürfen. Der Konzern aus Redmond gab es im Rahmen des „Partners in Learning“-Programm weiter.

Im Oktober 2006 verbreitete Microsoft das Dokument in Form einer PDF-Datei weiter. Diese wurde auf eine CD gepresst, die als Werbegeschenke für zwei verschiedene Veranstaltungen dienten. Microsoft sagte, dass man den Rechtsstreit bedauere. Man hätte das Problem mit SEC lieber am grünen Tische aus der Welt geschafft. (jdo)

Quelle: http://www.tecchannel.de/pc_mobile/news/1741837/index.html
Titel: Re: Schule verklagt Microsoft wegen Copyright-Verletzung
Beitrag von: mtron am 18 Dezember, 2007, 18:37
sehr gut, klagt euch nur gegenseitig nieder und lasst uns Linuxer in ruhe  ;D

Aber schon klar, wenn MS die Lizenzen des Dokuments mißachtet hat, müssen sie jetzt wahrscheinlich tief in die Tasche greifen. Aber ein wenig Schadenfreude ist da bei mir schon dabei.
Titel: Microsoft beschließt Geschäftsjahr mit Umsatzminus
Beitrag von: ritschibie am 24 Juli, 2009, 16:49
Dem weltgrößten Softwarekonzern Microsoft machen die Wirtschaftskrise und die Flaute am PC-Markt weit drastischer zu schaffen als erwartet. Der Gewinn brach im Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um fast 30 Prozent auf drei Milliarden Dollar (umgerechnet 2,1 Milliarden Euro) ein. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar.

Erstmals seit dem Börsengang 1986 beendet Microsoft damit ein Geschäftsjahr mit einem Umsatzminus. In dem gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 fiel der Umsatz um drei Prozent auf 58,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn sackte um fast 18 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar ab.

(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/microsoft110_v-mittel4x3.jpg)
Ungewohnt für den Softwaregiganten:
Der Blick auf ein Geschäftsjahr
mit einem Umsatzminus


Anzeichen für bessere Zeiten

"Es gibt ein paar Anzeichen, dass wir zumindest das Schlimmste hinter uns haben", sagte Finanzchef Chris Liddell. Doch trotz der möglichen Stabilisierung gab er für den Rest des Jahres keine wirkliche Entwarnung: Eine wirtschaftliche Besserung sei erst 2010 zu erwarten. Der Konzern tritt nun noch mehr auf die Kostenbremse.

Hoffnungsschimmer Windows 7

Große Hoffnungen setzt Microsoft nun auf sein neues Betriebssystem Windows 7, das am 22. Oktober startet. Schätzungsweise 90 Prozent aller Personalcomputer weltweit laufen mit einem Betriebssystem von Microsoft. Die derzeitige Version Windows Vista hatte enttäuscht.

Mit seinen Quartalszahlen verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten. Die Anleger zeigten sich massiv enttäuscht. Microsoft-Titel stürzten am Donnerstagabend nachbörslich um rund acht Prozent ab.

Quelle: http://www.tagesschau.de (http://www.tagesschau.de)
Titel: Microsoft kämpft um sein Tech-Imperium
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juli, 2009, 17:02
Erstmals seit 23 Jahren schließt der Microsoft ein Geschäftsjahr mit einem Umsatz-Minus ab. Die Konzernspitze schiebt die Schuld auf die Krise. In Wahrheit steht der Konzern vor gewaltigen Umwälzungen.

Hamburg - Im Silicon Valley und an der Wall Street gibt es derzeit eine Frage, die viele beschäftigt. Sie lautet: Wie schlecht geht es Microsoft wirklich? Wie unterschiedlich Analysten, Anleger und Tech-Experten diese Frage beantworten, lässt sich gut an zwei Statements zeigen.

Das erste stammt vom Konzernchef Steve Ballmer selbst. Er sagte kürzlich, dass es Microsoft ziemlich gut gehe - und dass die Weltöffentlichkeit 2010, nach Veröffentlichung der neusten Version von Microsofts Büro-Software Office raunen werde: "Wow, sie haben es mal wieder geschafft."

Das zweite Zitat stammt von Roger L. Kay, einem der weltweit renommiertesten PC-Analysten. Der sagte Anfang Juli der "Business Week", das römische Imperium sei 400 Jahre lang ein ziemlich angenehmer Ort zu leben gewesen. Der Software-Gigant werde es kaum auf diese Zeitspanne bringen. "Microsofts Imperium neigt sich zweifellos dem Ende."

Tatsächlich gibt es bei Microsoft derzeit Grund zur Sorge. Das zeigt schon ein Blick auf die Geschäftszahlen für das vierte Quartal, die der Konzern Donnerstagnacht veröffentlicht hat. Gewinn: minus 30 Prozent, Umsatz: minus 17 Prozent - für den erfolgsverwöhnten Tech-Imperator ein Desaster.

Auch das gesamte Geschäftsjahr, das bei Microsoft traditionell im Juli beginnt, ist unerfreulich: Der Umsatz fiel 2009 um drei Prozent auf 58,4 Milliarden Dollar, der Gewinn sackte um fast 18 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar ab. In absoluten Zahlen ausgedrückt sind das Einbußen von mehreren Milliarden Dollar, in Jahren ausgedrückt ist es ein dekadenschwerer Negativ-Rekord: Erstmals seit dem Börsengang 1986 beendet der Tech-Gigant ein Geschäftsjahr überhaupt mit einem Umsatz-Minus.

Strukturwandel dringend geboten

Microsofts Finanzchef Chris Liddell erklärt die miesen Zahlen vor allem mit der Weltwirtschaftskrise. "Unser Geschäft wurde von der Schwäche auf dem globalen PC- und Server-Markt negativ beeinflusst", sagte er am Donnerstag in der Konzernzentrale in Redmond.

Tatsächlich lähmt die Weltwirtschaftskrise das PC- und Server-Geschäft. Nicht nur in Deutschland erwarten Hightech-Konzerne am Markt das erste Umsatzminus seit dem Dotcom-Crash. Für Microsoft ist das tatsächlich ein schwerer Schlag. Werden weniger Rechner verkauft, brechen beim Softwarekonzern die Absätze der Windows-Betriebssysteme und der Office-Büroanwendungen ein - zwei Kerngeschäftsfelder geraten so in den Abwärtssog.

Dennoch sind die Zahlen mehr als das Ergebnis negativer Markteffekte. Viele andere IT-Riesen, die wie Microsoft stark vom PC-Markt abhängen, schlagen sich in der Krise bislang weit besser. Der Chiphersteller Intel schrieb trotz milliardenschwerer Kartellstrafe nur leichte Verluste und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der amerikanische Computerkonzern IBM verbuchte einen leichten Gewinn. Apple schaffte sogar ein Milliardenplus, hauptsächlich durch die explodierenden Absätze des Mobiltelefons iPhone, das das Unternehmen aus Cupertino von Computerverkäufen unabhängiger macht.

Schlechte Werte in mehreren Kerngeschäftsbereichen

Microsofts schlechte Ergebnisse haben neben der Krise zwei Hauptursachen: Erstens waren die letzten Kernprodukte wie das Betriebssystem Vista von so schlechter Qualität, dass die Verkäufe weit hinter den Erwartungen zurückblieben.

Zweitens hat sich Microsoft, anders als Apple, bislang noch nicht hinreichend aus seiner relativen PC-Abhängigkeit gelöst - dabei neigt sich die Ära der Rechenkisten unwiderruflich dem Ende. Das Internet wird immer mehr zur endgeräteübergreifenden Kommunikationsplattform, und mit diesem Wandel ändern sich die Nutzungsgewohnheiten rapide. Tätigkeiten, die früher am heimischen Rechner erledigt wurden, verlagern sich auf Netbooks, Blackberrys, iPhones oder digitale Lesegeräte wie das Kindle.

Beide Versäumnisse schlagen sich in der aktuellen Microsoft-Bilanz nieder:

    * Die Client-Sparte (alle Windows-Systeme für Desktop- und Notebook-Rechner) verbuchte im vierten Quartal im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von rund 4,36 Milliarden auf 3,1 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn sank von 3,25 Milliarden auf 2,16 Milliarden.
    * In der Business-Sparte (Office- und Business-Software) sank der Umsatz von 5,26 auf 4,56 Milliarden, der operative Gewinn von knapp 3,36 auf 2,81 Milliarden.
    * Im neuen Markt der Online-Services konnte Microsoft bislang kaum Fuß fassen: Im vergangenen Quartal musste der Konzern sogar einen Umsatzrückgang von 837 auf 731 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Kampflos will Microsoft sein Imperium dennoch nicht aufgeben. Der Konzern will sich in den kommenden Monaten stark umstrukturieren - er plant monumentale Umwälzungen. Ob der Wille zum Kampf allerdings ausreicht, ist nicht gesagt.

Wie Microsoft Office modernisieren will - und warum Windows 7 den Konzern vielleicht nicht retten kann

Ein Hoffnungsschimmer für den Riesen aus Redmond ist die Qualität seiner neuen Produkte. Die viel kritisierten Mängel scheint der Konzern durch eine neue Firmenpolitik in den Griff bekommen zu haben. Nach dieser arbeiten nun immer zwei Programmierer an derselben Aufgabe: Der erste schreibt den Computercode, der zweite kontrolliert ausschließlich die Fehler seiner Partners.

Die Strategie scheint zu funktionieren: Plötzlich bringt der Konzern eine Reihe von Produkten heraus, die in der Fachwelt Beifall finden, unter anderem die Suchmaschine Bing und das Betriebssystem Windows 7.

Kann Windows 7 Microsoft wirklich retten?

Vor allem in letzteres setzt Microsoft große Hoffnung: Es soll zur neuen Cash Cow werden und die Gewinneinbußen, die durch Windows Vista entstanden sind, wieder wett machen. Ob das tatsächlich funktioniert, ist allerdings zweifelhaft. Zwar war eine billige Vorabversion des Betriebssystems rasend schnell ausverkauft. Der PC-Markt aber dürfte nach der Krise nicht mehr derselbe sein.

Das größte Wachstumssegment im PC-Markt sind die sogenannten Netbooks, also abgespeckte Laptops. die aber bieten für Windows 7 gerade keine Wachstumsperspektiven. Betrieben werden sie meist mit Windows XP oder einem System des Microsoft-Konkurrenten Linux. Außerdem gewinnt laut einer Studie des US-Marktforschungsinstituts National Purchase Diary am für Microsoft äußerst wichtigen amerikanischen PC-Markt zusehend Apple die Oberhand - auch auf dessen Rechnern läuft Windows nicht.

Die größte Gefahr aber könnte dem neuen Windows vom Rivalen Google drohen, der für nächstes Jahr ein eigenes Betriebssystem unter dem Namen Chrome OS angekündigt hat. Noch ist ungeklärt, wie schnell dieses für Microsoft zum Risikofaktor wird. Google hat angekündigt, Chorme OS zunächst nur für Netbooks herauszubringen, und die Euphorie über den gleichnamigen Browser, mit dem Google Microsofts Internet Explorer Konkurrenz macht, ist nicht zuletzt aus datenschutzrechtlichen Bedenken schnell wieder verpufft. Dennoch ist Googles Chrome OS Microsofts Betriebssystemen in zentralen Punkten überlegen: Es ist gratis und befördert die Loslösung des Nutzers von einzelnen PCs so stark wie es kein Windows bislang getan hat.

Microsoft befeuert das Internet-Office

Auch im Bereich Büro-Software hat sich Google längst zur Bedrohung entwickelt. Hier macht der Suchmaschinenriese Microsoft bereits mit Gratisversionen von Anwendungen wie Word, Excel oder Powerpoint Konkurrenz. Auch diese funktionieren PC-unabhängig in der Wolke - so können mehrere Nutzer über das Internet zusammen an demselben Dokument arbeiten. Microsofts Office-Programme verkommen durch diese Konkurrenz "zur Dutzendware", wie es Michael Cusumano, Professor am Technologiezentrum Massachusetts, ausdrückt.

Kein Wunder also, dass Microsoft jetzt eine massive Aufholjagd startet. Office 2010, geplante Veröffentlichung zur Jahresmitte, ist ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit. Erstmals will der Softwareriese Gratisversion seiner Programme anbieten - werbefinanziert und mit eingeschränkten Funktionen. Und auch bei der Kauf-Version von Office 2010 prüft Microsoft offenbar alternative Finanzierungsmodelle. Nach Angaben der "Business Week" sollen Nutzer die Programme mittelfristig im Monatsrhythmus pachten können.

Zudem erweitert der Konzern seine Dienste massiv in die Wolke - wie bei Google werden Word & Co endgerätunabhängig. Das allerdings ist ein riskantes Unterfangen für den Software-Riesen. Denn noch nutzen weit mehr Kunden Office statt Googles Gratis-Dienste. Microsoft müsste sein Online-Office mit einer gewaltigen Infrastruktur hinterlegen - die Server-Kosten drohen da schnell aus dem Ruder zu laufen.

Schlechte Chancen im Suchmaschinenmarkt

Im immer wichtiger werdenden Online-Markt hat es Microsoft bislang nicht geschafft, Fuß zu fassen. Die Suchmaschine Bing wurde zwar von Kritikern gelobt, signifikante Marktanteile konnte sie aber bislang nicht gewinnen.

Im Kampf gegen Google verhandelt Microsoft daher noch immer mit dem Internet-Konzern Yahoo über eine Kooperation. In der Nacht zum Freitag sollte laut "Wall Street Journal" darüber die Spitze von Yahoo beraten - bislang ist dies nicht geschehen. Eine Übernahme von Yahoo durch Microsoft war im vergangenen Jahr spektakulär gescheitert.

Angesichts der vielen Unsicherheiten betrachtet die Börse Microsofts Neupositionierung derzeit mit gemischten Gefühlen. Weder Windows 7, noch die Verhandlungen mit Yahoo konnten den darbenden Aktienkurs signifikant heben auch die Ankündigung der Bing-Suchmaschine sorgte nur für ein kurzes Strohfeuer. Die schlechten Quartalszahlen drücken den Kurs nun wieder deutlich: Am Freitag brach der Aktienwert deutlich ein.

Quelle : www.spiegel.de (http://www.spiegel.de)
Titel: Microsoft Store - Erste Grundgedanken geleaked
Beitrag von: ritschibie am 26 Juli, 2009, 19:18
Im Internet kursieren Dokumente, aus denen ein mögliches Grundkonzept für die angekündigten Microsoft Stores hervorgeht.

Wie schon bekannt und vor einiger Zeit bestätigt, haben die Entwickler aus Redmond Gefallen an der Idee eines eigenen Ladens gefunden. Grundlegend ist das Vorhaben mit den Apple Stores vergleichbar. Microsoft will diesbezüglich in die Vollen gehen und die Stores in der direkten Umgebung derer von Apple eröffnen. Die geleakten Dokumente geben einen Vorgeschmack auf ein mögliches Konzept.

(http://gulli.com/img/2009/ms_store.png)

In den Microsoft Stores werden dem ersten Anschein nach so viele technische Neuerungen und gängige Produkte ausgestellt wie irgend möglich. Augenscheinlich will man dem Kunden zeigen, was man in petto hat. Dies umfasst beispielsweise die interaktive Sparte der Entwickler. Dazu gehört etwa das geplante "Project Natal", also die interaktive Steuerung der Xbox 360. Zudem sollen auch einige sogenannten "Surface-Tische" aufgestellt werden. Hinsichtlich der Wandgestaltung scheint die flächendeckende Anbringung von Bildschirmen in Frage zu kommen. Im Übrigen soll der Mobiltelefonbereich mit "Windows Mobile" zur Schau gestellt werden.

Nicht zur vergessen ist an dieser Stelle auch die "Answer Bar". Hier können sich die Kunden praktische Tipps zur Produktpalette von Microsoft holen und mit dem Zutun der Angestellten mögliche Probleme lösen. Microsoft, Microsoft StoreWie bereits erwähnt, sollen die Läden in der direkten Umgebung von Apple Stores im Herbst 2009 eröffnet werden. Vorrangig will man damit wahrscheinlich die kauffreudige Kundschaft auf ihrer Shoppingtour von den eigenen Produkten überzeugen und ihnen letztlich den Einkauf bei der Konkurrenz ersparen. Wie Microsoft nun gegenüber einem US-amerikanischen Nachrichtenportal bestätigt hat, sind die Pläne echt. Allerdings stammen sie aus einer sehr frühen Überlegungsphase. Eine endgültige Entscheidung wurde den eigenen Angaben zufolge noch nicht gefällt.

Quelle: http://www.gulli.com (http://www.gulli.com)
Titel: Microsoft will sich dauerhaft auf rigorose 'Diät' setzen
Beitrag von: SiLæncer am 30 Juli, 2009, 12:49
Microsoft will sich selbst auf eine Art "Diät" setzen, um die derzeitig schwierige wirtschaftliche Lage zu überwinden. Dabei soll Sparsamkeit zum höchsten Gut erklärte werden, so der Finanzchef von Microsoft Chris Liddell gegenüber dem Branchendienst 'Bloomberg'.

Es gehe bei seinen Plänen nicht darum, eine kurzfristige "Crash-Diät" einzulegen, bei der man einige Quartale weniger zu sich nimmt. Stattdessen handele es sich um ein neue Lebensart, bei der man abnimmt und dünn bleibt, beschrieb Liddell seine Vorhaben. Alle Kosten müssten gegeneinander abgewogen werden.

Microsoft hat seine operativen Kosten bereits um 3 Milliarden US-Dollar reduziert und rund 5000 Mitarbeiter entlassen. Dennoch muss man weiter investieren, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Trotzdem soll weiter gespart werden, unter anderem durch eine effektivere Nutzung von Rechenzentren und die Auslieferung von Software über das Internet anstatt von optischen Medien.

Wollen Manager neue Mitarbeiter einstellen, müssen sie in anderen Bereichen Einschnitte vornehmen, so Liddell. Außerdem reduziert Microsoft die Ausgaben für Reisen und Firmenveranstaltungen. Hinzu kommt eine mögliche Verlagerung von Support-Arbeitsplätzen in Billiglohnländer.

Die Sparmaßnahmen sind auch der Grund für die Aufgabe des YouTube-ähnlichen Dienstes SoapBox und die Einstellung der Entwicklung der Flight Simulator Spieleserie. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens, stoppt Microsoft die Entwicklung von Diensten und Anwendungen, um seine Kosten zu reduzieren.

Für die kommende Zeit sieht Liddell eine eher düstere Zukunft. Das Wachstum werde nach Ende der Rezession für die nächsten Jahre deutlich geringer ausfallen als vor Beginn der Wirtschaftsprobleme, so seine Prognose. Insgesamt gab er sich jedoch positiv gestimmt, weil man die Krise auch als Chance sieht.

So waren die Entlassungen Anfang des Jahres seiner Auffassung nach eine Art Weckruf für die Mitarbeiter von Microsoft. Es sei nun allen im Unternehmen klar, dass man härter arbeiten müsse, um die Kunden zufrieden zu stellen und alle Produkte innerhalb der vorgegebenen Zeitrahmen mit den geplanten Funktionen fertig zu stellen.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: Microsoft erkennt Ubuntu und Red hat als Desktop-Konkurrenz an
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2009, 14:20
Zum ersten Mal in der Geschichte adelt Microsoft die Linux-Distributoren Red Hat und Canonical als Rivalen. Gerade im Netbook-Bereich spüre man den heißen Atem im Nacken.

In seinem jährlichen Bericht an die „U.S. Securities and Exchange Commission“ benennt Microsoft laut goodgearguide.com die Firmen Red Hat und Canonical, dem Sponsor der Linux-Distribution Ubuntu, als Konkurrenz im Desktop-Bereich. Zuvor hatte Microsoft lediglich Red Hat als Server-Konkurrenz anerkannt. In dem Dokument spricht man vor allen Dingen den Netbook-Bereich an. Microsoft charakterisiert den Linux-Marktanteil als „etwas Akzeptanz“. Weiterhin nennt das Papier Hewlett-Packard und Intel als Linux-Unterstützer.


Rob Helm von Microsoft sagte, dass Netbooks anderen betriebssystem den Weg in den Desktop-Markt geöffnet hätten. Microsoft würde gerne die Netbooks verschwinden lassen und diese durch leichtgewichtigen Notebooks ersetzen, sagte er weiter – lange Akkulaufzeiten und die Kosten so gewählt, dass man rechtfertigen könne, Windows darauf einzusetzen. Das Form 10-K können Sie in englischer Sprache hier (http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/789019/000119312509158735/d10k.htm) finden.

Quelle : www.tecchannel.de (http://www.tecchannel.de)



hört ...hört  ;) ;D
Titel: Re: Microsoft erkennt Ubuntu und Red hat als Desktop-Konkurrenz an
Beitrag von: spoke1 am 06 August, 2009, 17:46
Zitat
Microsoft würde gerne die Netbooks verschwinden lassen und diese durch leichtgewichtigen Notebooks ersetzen

das kann ich mir lebhaft vorstellen. Nur bei den eee haben sie den Pinguin doch schon wieder weggedrängt. Die werden doch fast ausschließlich mit M$ Systemen verkauft. Wäre das nicht der Fall hätte ich eins, aber 'ne Windows Zwangslizens kauf ich nicht.
Titel: Samba-Entwickler arbeitet für Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 08 August, 2009, 11:10
Wie auch die Windows-Entwickler betreiben die Entwickler der freien Windows-Server-Alternative Samba jetzt ein eigenes Team-Blog und warten gleich im ersten Beitrag mit interessanten Nachrichten auf, die vor einiger Zeit noch undenkbar waren: Christopher R. Hertel, der seit 1997 zum Samba-Entwicklungsteam gehört und der unter anderem ein Buch über die SMB/CIFS-Protokoll-Familie geschrieben hat, arbeitet offiziell für Microsoft.

Hertel bleibt seinem Thema treu und erstellt eine neue offizielle Dokumentation von SMB/CIFS, die Microsoft im Rahmen seiner Open Protocol Specifications kostenlos zugänglich machen wird. Die erste frei zugängliche SMB/CIFS-Dokumentation seit einem 1997 veröffentlichen IETF-Draft reiht sich dann in die seit Ende Februar bereitstehenden Windows Communication Protocols (MCPP) und die Windows Server Protocols (WSPP) ein.

Die übrigen Neuigkeiten sind eher für eingefleischte Samba-Fans interessant, berichten sie doch von den Entwickleraktivitäten, die sich in kommenden Versionen niederschlagen: Volker Lendecke optimiert Winbind, Michael Adam verbessert den Code der Samba-eigenen Clustering Database (CTDB) und Kai Blin treibt die Internationalisierung des Samba-net-Kommandos voran. Stefan Metzmacher implementiert SMB2 für Samba 3.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Gericht verhängt Verkaufsverbot für XML-fähiges Microsoft Word
Beitrag von: SiLæncer am 12 August, 2009, 11:38
Microsoft darf spätestens in zwei Monaten in den USA nicht mehr sein Textverarbeitungsprogramm Word verkaufen, wenn es weiterhin Dokumente in XML-Formaten öffnen kann. Das hat Richter Leonard Davis vom Bundesbezirksgericht im texanischen Tyler in einer einstweiligen Verfügung angeordnet. Er verschärfte damit eine von Geschworenen im gleichen Verfahren im Mai verhängte Strafe. Auch erhöhte er die von Microsoft zu zahlende Summe von 200 Millionen auf gut 290 Millionen US-Dollar. Geklagt hatte der kanadische XML-Spezialist I4i, nach dessen Meinung Microsoft unerlaubt Technik verwendet, die in dem Patent 5,787,449 geschützt wird.

Das Verkaufsverbot betrifft laut einstweiliger Verfügung (PDF-Datei), die vom Seattle Post-Intelligencer veröffentlicht wurde, Microsoft Word 2003, Microsoft Word 2007 und weitere Word-Versionen, die auf diesen aufbauen. Microsoft-Sprecher Kevin Kutz hat sich laut der Zeitung enttäuscht über das Urteil geäußert. Die Beweislage habe ergeben, dass sein Unternehmen das Patent nicht verletze und dass es ungültig sei. Microsoft werde die Entscheidung anfechten.

Das fragliche Patent beschreibt ein Verfahren, mit dem Struktur und Inhalte von Dokumenten in einem Computer getrennt bearbeitet werden können. Es wurde 1994 beantragt und 1998 erteilt. Das Bundesbezirksgericht im texanischen Tyler stand zuvor schon in dem Ruf, gegenüber Anspruchsstellern freundlicher als andere Gerichte gesinnt zu sein. Ein Einspruch Microsofts könnte dazu führen, dass das Verkaufsverbot für die Dauer des Verfahrens ausgesetzt wird.

Microsoft hat selbst erst kürzlich ein Patent erteilt bekommen, in dem es um ein Textverarbeitungsdokument in einer XML-Datei geht, die von Anwendungen verarbeitet werden können, die XML verstehen. Die Technik soll beliebigen Anwendungen das Erstellen, Bearbeiten und Anzeigen solcher Dokumente ermöglichen.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Word-Verkaufsverbot könnte weit reichende Folgen haben
Beitrag von: SiLæncer am 13 August, 2009, 14:56
Falls das vom kanadischen Softwareunternehmen I4i erwirkte Verkaufsverbot für Microsoft Word in knapp 60 Tagen tatsächlich in den USA in Kraft tritt, könnten die Auswirkungen weit reichend sein. Da das Patent, das Microsoft nach Ansicht der Geschworenen des Bundesbezirksgerichts im texanischen Tyler verletzt hat, weit gefasst ist, könnten einige Versionen der Redmonder Textverarbeitung betroffen sein. Wenn Microsoft mit seinem angekündigten Einspruch keinen Aufschub zur Einhaltung der Verfügung erreicht oder sich außergerichtlich mit I4i einigt, müsste es inkriminierte Funktionen entfernen oder diese Word-Versionen vom Markt nehmen. Darüber hinaus müssten auch andere Unternehmen mit Klagen rechnen.

In dem Patent 5,787,449 geht es um die Technik, Format-Informationen und den eigentlichen Inhalt eines Dokuments in getrennten Bereichen einer Datei zu speichern und unabhängig voneinander zu manipulieren. Die Patentklage bezieht sich auf Programme, die die Inhalte in XML kodieren. Bei Word 2003 ist die Funktion optional, bei Word 2007 hat Microsoft DOCX zur Voreinstellung erhoben. Bei Analyse einer DOCX-Datei zeigt sich jeweils ein komprimiertes Verzeichnis mit mehreren XML-Dateien, darunter eine mit dem Inhalt und eine oder mehrere mit Format-Informationen. Damit stehen nach Auffassung der texanischen Geschworenen alle Programme, die mit Word gespeicherte XML- oder DOCX-Dateien öffnen können, im Widerspruch zu dem Patent.

Falls sich I4i mit seinen Ansprüchen durchsetzt, könnte beispielsweise Sun für sein StarOffice und als Sponsor von OpenOffice ebenfalls belangt werden. Theoretisch könnten die Kläger sogar die Einschränkung ihrer Klage auf XML-verwendende Anwendungen fallen lassen und dann möglicherweise jede Textbearbeitung angreifen, die Inhalte und Formatinformationen in Druckformatvorlagen oder anderem speichert.

Der I4i-Vorsitzende Loudon Owen hat gegenüber der Financial Times Deutschland bereits weitere Klagen angedeutet. Die in dem Patent beschriebene Technik könne über Textverarbeitung hinaus in vielen Bereichen angewendet werden. Laut einem Interview mit CNet geht es Owen nicht darum, Word zu "zerstören", er selbst nutze die Software oft. Es sei aber fair, wenn sein Unternehmen seine Ansprüche durchsetze.

I4i hat im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die als reine Patenverwerter "Patenttrolle" genannt werden, über das Patent hinaus Software und Dienste rund um XML im Angebot. Zu den Kunden der 30 Mitarbeiter beschäftigenden Firma zählen Bayer, Amgen und Biogen. 2001 war I4i damit beauftragt, die Online-Funktion zur Einreichung von Patentanträgen beim US-Patentamt zu überarbeiten. Eines der Ziele von I4i ist es laut Owen, dazu beizutragen, die digitalen Informationen zu sortieren, die momentan weltweit größtenteils unstrukturiert abgespeichert sind.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Microsoft wehrt sich gegen Word-Verkaufsverbot
Beitrag von: SiLæncer am 18 August, 2009, 10:51
Der US-Softwarekonzern Microsoft hat erste Schritte unternommen, um das von einem texanischen Gericht verhängte Verkaufsverbot für XML-fähiges Word zu verhindern. US-amerikanische Medien berichten, Microsoft habe einen Dringlichkeitsantrag bei dem Bundesbezirksgericht im texanischen Tyler eingereicht, um zunächst die Zahlung einer Kaution zu verhindern, solange das Berufungsverfahren gegen das Verbot läuft. Der Antrag wurde nicht veröffentlicht. Nachdem Geschworene des Gerichts in Tyler Microsoft im Mai wegen Verletzung eines Patents des XML-Spezialisten I4i zu einer Geldstrafe verurteilt hatten, hatte der zuständige Richter Leonard Davis vorige Woche die Geldstrafe von 200 Millionen auf über 240 Millionen US-Dollar erhöht, zusätzlich das Verkaufsverbot verhängt und eine Frist von 60 Tagen eingeräumt.

Der Seattle Post-Intelligencer berichtet, Davis habe die Geldstrafe wegen ungebührlichen Verhaltens des Microsoft-Anwalts Matthew Douglas Powers vor Gericht heraufgesetzt. Der Richter habe den Anwalt davor gewarnt, den Eindruck zu erwecken, I4i klage nicht, um sein Patent zu verteidigen, sondern lediglich, um an Geld heranzukommen. Powers hatte dennoch vor den Geschworenen argumentiert, I4i wolle sich nach einem wirtschaftlichen Misserfolg von Microsoft retten lassen und das Unternehmen dabei mit Banken verglichen, die von der US-Regierung in der Krise Unterstützung verlangten.

Microsoft hat bereits Berufung angekündigt. Es wird erwartet, dass der Einspruch in den nächsten Tagen beim Court of Appeals for the Federal Circuit in der US-Hauptstadt Washington eintreffen wird.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft reicht Einspruch gegen Word-Verkaufsverbot ein
Beitrag von: SiLæncer am 19 August, 2009, 14:21
Der US-amerikanische Softwarekonzern Microsoft hat beim Berufungsgericht Court of Appeals for the Federal Circuit in der US-Hauptstadt Washington eine Aussetzung des von einem texanischen Gericht erlassenen Verkaufsverbots für seine Textverarbeitung Word eingereicht. In dem von der britischen Website The Register dokumentierten Antrag (PDF-Datei) heißt es, das Urteil würde Microsoft in irreparabler Weise schaden, weil es das Unternehmen zwingen würde, sein Flaggschiff-Produkt für Monate vom Markt zu nehmen. Auch die Öffentlichkeit wäre von einem Verkaufsverbot betroffen.

Das kanadische Softwareunternehmen I4i wirft Microsoft bereits seit 2007 vor, in seiner Textverarbeitung wissentlich ein Patent zu verletzen. Vorige Woche verhängte Richter Leonard Davis vom Bundesbezirksgericht im texanischen Tyler mit Gültigkeit zum 10. Oktober 2009 ein Verkaufsverbot für Word sowie das Programmpaket Office, wenn bestimmte Funktionen zur Verarbeitung von XML nicht entfernt würden. Im Mai hatten Geschworene des gleichen Gerichts Microsoft zunächst nur zu einer Geldstrafe von 200 Millionen Euro verurteilt.

Microsoft zweifelt die Gültigkeit des Patens unter anderem wegen "prior art" an und wirft in seinem Antrag dem texanischen Gericht mehrere juristische Fehler vor. Zudem habe I4i nicht stichhaltig darstellen können, warum dem Unternehmen durch Microsofts Produkte Schaden zugefügt worden sei.

Microsoft erläutert, das Unternehmen habe 2003 eine XML-Entwicklungsplattform in Word integriert, mit der Nutzer eigene, maßgeschneiderte ("custom XML") Projekte anlegen konnten. Eine weiterentwickelte Version der Plattform sei in Word 2007 integriert worden. Eine von I4i selbst erhobene Studie habe ergeben, dass nur zwei Prozent aller Word-Nutzer in den USA jemals ein Dokument geöffnet hätten, das "custom XML" enthalten habe. Die XML-Funktionen würden nach eigenen Berechnungen lediglich von 0,2 bis 0,5 Prozent der US-Nutzer verwendet, was ein Strafgeld in dieser Höhe nicht rechtfertige.

Das kanadische Unternehmen habe damit gerechnet, dass Microsoft gegen das Urteil angehen wird, sagte I4i-Chef Loudon Owen dem Wall Street Journal. "Wir glauben fest, dass das Jury-Urteil und der Richterspruch beide fair und korrekt waren." I4i hat nach Angaben des US-Magazins Government Computer News auch OpenOffice begutachtet und ist demnach zu dem Schluss gekommen, dass die Software das Patent nicht verletze.

Quelle : www.heise.de
Titel: Word-Verkaufsverbot: OpenOffice ist nicht betroffen
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2009, 14:46
Aufgrund einer Patentklage muss Microsoft innerhalb von 60 Tagen den Verkauf seiner Textverarbeitung Word einstellen, sofern bis dahin keine Lösung gefunden wurde. Das Problem stellen die XML-Dateiformate dar, die Word unterstützt.

Viele Anwender stellen sich seitdem die Frage, was eigentlich mit der OpenOffice-Anwendung Writer passiert, die ja ebenfalls mit XML-basierenden Dateiformaten umgehen kann. Laut einem Bericht der 'Government Computer News' haben die Entwickler der freien Office-Suite keine Patentklage zu befürchten.

So sagte ein Sprecher der Firma i4i, die das Patent verwaltet: "Wir haben OpenOffice untersucht und sind zum Schluss gekommen, dass es unser Patent nicht verletzt."

Das Verkaufsverbot richtet sich lediglich gegen eine Word-Version, die die Patente von i4i verletzt. Würde Microsoft die entsprechende Technologie entfernen, so kann die Textverarbeitung weiterhin verkauft werden. Microsoft wird es durch das Urteil verboten, "jede Art von Microsoft Word-Produkten, die in der Lage sind, .XML, .DOCX oder DOCM Dateien (XML-Dateien) zu öffnen, welche angepassten XML-Code enthalten", zu vertreiben.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft bezeichnet Word-Verkaufsverbot als Amoklauf
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2009, 14:14
Microsoft hat den drohenden Verkaufsstopp seiner Textverarbeitung Word als "Amoklauf" bezeichnet. Das US-Bundesberufungsgericht müsse einen Justizirrtum verhindern.

Microsofts Konzernanwälte haben in einem weiteren Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung für das Word-Verkaufsverbot dramatische Töne angeschlagen. Das Gericht hätte erkennen müssen, dass sich der Prozess in einen Amoklauf verwandelt habe. Nun gelte es, einen "Justizirrtum zu verhindern", heißt es in dem Dokument, das beim US-Bundesberufungsgericht (United States Court of Appeals) vorgelegt wurde. Die Anhörung für das Berufungsverfahren beginnt am 23. September 2009.

"Unser Patent ist gültig. Das ist bei der Verhandlung bestätigt worden", sagte i4i-Aufsichtsratschef Loudon Owen. "Wir glauben, dass es weiterhin als ein gültiges Patent bestätigt werden wird."

Im Streit zwischen dem weltgrößten Softwarekonzern und der kanadischen Firma i4i hatte Richter Leonard Davis aus Tyler (Texas) am 11. August 2009 ein Verkaufsverbot für die Textverarbeitung MS Word verhängt. Betroffen sind die Versionen 2003 und 2007 der Textverarbeitung sowie die kommende Version in Office 2010, mit denen sich .xml-, .docx- oder .docm-Dateien öffnen lassen. Microsoft soll zudem rund 240 Millionen US-Dollar an i4i zahlen. Das Verkaufsverbot wird am 10. Oktober wirksam. Microsoft kann dem drohenden Verkaufsverbot in den USA mit einer außergerichtlichen Einigung oder einem Workaround entgehen.

Quelle : www.golem.de
Titel: HP und Dell wollen Word-Verkaufsverbot verhindern
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2009, 11:00
Die US-amerikanischen Computerhersteller HP und Dell wollen Microsoft in seinem Patentstreit mit dem Softwareunternehmen I4i beistehen. Sie haben nach Angaben der Prozessbeobachtungs-Website Groklaw beim Berufungsgericht beantragt, mit eigenen Stellungnahmen in das Verfahren eingreifen zu dürfen und unterstützen Microsofts Antrag, dass das von einem texanischen Gericht verhängte Verkaufsverbot für die Zeit des Berufungsverfahrens aufgeschoben wird. Es würde sonst am 10. Oktober 2009 in Kraft treten.

In ihren Anträgen schreiben HP und Dell laut Groklaw, ein Verkaufsverbot für Word würde ihr Geschäft und das ihrer Vertriebspartner sehr beeinträchtigen, es würde aufwendige Umkonfigurierungen und neue Tests erfordern. Dabei spielen sie offenbar auf Unternehmenskunden an, die sich Computer mit vorinstalliertem Word beziehungsweise Office liefern lassen. Das Verbot sei auch nicht im öffentlichen Interesse, meinen HP und Dell.

Das kanadische Unternehmen I4i wirft Microsoft seit 2007 vor, in seiner Textverarbeitung wissentlich ein Patent zur Verarbeitung von XML zu verletzen. Richter Leonard Davis vom Bundesbezirksgericht im texanischen Tyler hat ein Verkaufsverbot für Word sowie das Programmpaket Office verhängt, wenn bestimmte Funktionen nicht entfernt würden. Im Mai hatten Geschworene des gleichen Gerichts Microsoft zunächst nur zu einer Geldstrafe von 200 Millionen Euro verurteilt.

Microsoft hat vorige Woche bereits beim Court of Appeals for the Federal Circuit in der US-Hauptstadt Washington Berufung eingelegt und beantragt, dass das Verkaufsverbot für die Zeit des Verfahrens ausgesetzt wird. I4i schreibt laut Medienberichten in einer Stellungnahme, Microsoft stehe nicht außerhalb des Gesetzes. Das Gericht halte den Softwarekonzern davon ab, I4i zu enteignen. Eine Anhörung zu dem Fall ist für den 23. September anberaumt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft Polen - Rassistische Retusche in Werbekampagne?
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2009, 19:40
Das Bild einer aktuellen polnischen Werbekampagne von Microsoft gewinnt schnell an Bekanntheit in der Netzlandschaft und stößt dabei auf reges Interesse. Was auf dem Bild zu sehen ist, lässt nicht nur an der Kompetenz des Grafikers zweifeln.

Die Retusche von Fotografien ist ein großartiges Mittel, um Bilder auch nachträglich noch in ein "besseres Licht" zu rücken. Dieses sogenannte "Post-Processing" hat eine immer größere Bedeutung gewonnen.

Wunder lassen sich damit zumindest in einem gewissen Maße bewerkstelligen. Dafür ist jedoch eine gewisse Kompetenz der Person notwendig, die das Bild bearbeitet. Microsoft Polen hatte jüngst scheinbar ein solches Problem. Ein Bild, welches zu Werbezwecken genutzt werden sollte, gefiel den Verantwortlichen offensichtlich nicht. Genauer gesagt gefiel ihnen ein bestimmter Teil des Bildes nicht, auf dem ein Afroamerikaner zu sehen war. Glücklicherweise ist man bei Microsoft nicht rassistisch veranlagt, oder? Nun, im gegebenen Fall hielt man es zumindest für unpassend, eine Person mit dunkler Hautfarbe auf dem Bild zu haben. Die Lösung: Nachträgliche Bildbearbeitung.

(http://www.gulli.com/img/2009/microsoft_polen_black.jpg)
(http://www.gulli.com/img/2009/microsoft_polen_white.jpg)

Diese ging jedoch nicht etwa dahin, dass man den Bereich einfach aufhellen wollte. Nein, der ganze Kopf musste weg. Scheinbar hat man diese Arbeit jedoch vom Praktikanten erledigen lassen - oder auf einem Microsoft-Betriebssystem. Anders lässt sich die "Panne" nicht erklären.

Der Kopf wurde nämlich nicht nur äußerst oberflächlich entfernt. Man hatte auch vergessen, die ebenfalls sichtbaren Hände zu editieren. Somit saß auf dem Tisch plötzlich ein Mann mit mitteleuropäischem Aussehens mit den Händen eines Afroamerikaners. Aufgrund der Größe des Bildes war dieser Faktor nicht sofort zu erkennen, fiel jedoch spätestens bei einer halbwegs genaueren Betrachtung auf. Erste Vermutungen waren dahingehend, dass man sich mehr auf den europäischen Bereich ausrichten wollte. Eine dunkelhäutige Person wäre somit auf dem Bild nicht "werbefähig" genug gewesen. Die Person ist jedoch nicht die einzige auf dem Bild, deren ethnische Herkunft nicht in Mitteleuropa anzusiedeln wäre. Im linken Teil ist eine Person zu sehen, die wohl definitiv aus einer asiatischen Region stammt. Hier gab es jedoch keine Editierung.

Microsoft hat sich für den Zwischenfall unterdessen entschuldigt. Man hat das Bild entfernt und will Ermittlungen anstrengen, wie es zu so einer Publikation kommen konnte. Wenn man schon dabei ist, sollte man auch das Notebook vor der retuschierten Person prüfen. Es sieht einem MacBook verdächtig ähnlich - aber ohne Apfel-Logo.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Microsoft - Geheime Anti-Google-Treffen?
Beitrag von: SiLæncer am 31 August, 2009, 19:27
Wie mehrere Webseiten unter Bezug auf Daily Finance melden, soll Microsoft in Washington, DC, geheime Anti-Google-Treffen veranstalten, die als Teil einer Kampagne dazu dienen sollen, Google in Misskredit zu bringen. Microsoft stehe inmitten einer Gruppe von Firmen, die in Google eine Bedrohung sehen, so eine nicht genauer genannte Quelle.

Ziel sei es, Google wie den großen »High-Tech-Bösewicht« aussehen zu lassen. Die Treffen sollen sogar wöchentlich stattgefunden haben. Zu den Strategien sollen auch Flüster-Kampagnen gehören, die andere im Auftrag von Microsoft durchführen und so Google schaden sollen. Firmen, die angeblich daran oder an den Treffen beteiligt wären, haben dies dementiert oder sich geweigert, Angaben zu ihrer Zusammenarbeit mit Microsoft zu machen.

Quelle : www.gamestar.de
Titel: Microsoft erreicht Aussetzung des Word-Verkaufsverbots
Beitrag von: SiLæncer am 04 September, 2009, 08:41
Das höchste Berufungsgericht der USA hat das drohende Verkaufsverbot für Microsoft Word erst einmal abgewendet. Die Berufungsverhandlung ist am 23. September 2009.

Microsoft hat beim US-Bundesberufungsgericht eine vorläufige Aussetzung des Verkaufsverbots für die Textverarbeitung Word erreicht. Die kanadische Firma i4i hatte bei einem Gericht in Texas am 11. August 2009 ein Verkaufsverbot erstritten. Betroffen sind die Versionen 2003 und 2007 der Textverarbeitung sowie die kommende Version in Office 2010, mit denen sich .xml-, .docx- oder .docm-Dateien bearbeiten lassen.

"Wir sind erfreut über das Ergebnis und werden am 23. September unsere Argumente in der Hauptsache vorlegen", erklärte Microsoft-Sprecher Kevin Kutz.

Microsoft betreibe "Angstmacherei", entgegnete i4i und bekräftigte, dass das Unternehmen sich seiner Positionen sicher sei. Der weltgrößte Softwarekonzern hatte gegenüber dem US-Bundesberufungsgericht erklärt, dass sich der Prozess in einen Amoklauf verwandelt habe. Es gelte, einen Justizirrtum zu verhindern. I4i-Aufsichtsratschef Loudon Owen sagte, er sei sich sicher, dass das endgültige Urteil zugunsten seiner Firma ausfallen werde. Microsoft habe wissentlich die Patente von i4i verletzt, weshalb die Verhängung des Verkaufsverbots gegen MS Word rechtens gewesen sei. Das werde auch die Berufungsverhandlung ergeben, so Owen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Microsoft in den USA wegen WGA verklagt
Beitrag von: SiLæncer am 09 September, 2009, 12:21
Microsoft sieht sich wegen seines Anti-Piraterie-Programms WGA in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert. Dem Softwarehersteller wird vorgeworfen, die eigentliche Funktion von Windows Genuine Advantage (WGA) absichtlich zu verschleiern und die Nutzer auszuspionieren.

Ist das WGA-Programm ein Mittel zum Kundenschutz oder lästige Spyware? Um diese Frage geht es in einer Sammelklage, die Ende August 2009 bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Washington gegen Microsoft eingereicht wurde. Laut Electronista werfen die Kläger Microsoft vor, dass das WGA-Programm "Informationen versendet, die sich zu einzelnen Personen zurückverfolgen lassen". Unter anderem soll WGA täglich Informationen über die benutzte IP-Adresse des Computers an Microsoft verschicken. Die Software würde sich damit wie "Spyware" verhalten. Das stünde im Gegensatz zu Microsofts Aussagen über die Funktion von WGA. Die Kläger fordern "wenigstens 5 Millionen Dollar Entschädigung für die betroffene Klasse der XP-Nutzer in den USA".

Das WGA-Programm wird von Microsoft auf den Windows-Versionen XP und 2000 Professional dazu eingesetzt, die Authentizität von Betriebssystem und Microsoft-Anwendungen zu ermitteln. Vista verfügt über eine entsprechende, eingebaute Funktion. Die Testergebnisse werden in verschlüsselter Form an Microsoft übermittelt. Nur bei einem positiven Testergebnis lassen sich bestimmte Aktualisierungen für Microsoft-Software installieren. Nach der Installation des WGA-Programms lässt dieses sich praktisch nicht mehr vom PC entfernen.

Laut Microsoft werden von WGA keine personenbezogenen Daten übertragen. In der deutschen Microsoft-Knowledge-Base heißt es dazu: "Das Windows-Genuine-Advantage-Programm (WGA) ist Teil des Engagements von Microsoft, seine Kunden und Partner durch Aufklärung, Entwicklung und Strafverfolgung vor Fälschern zu schützen. WGA steigert den Wert von Windows-Originalsoftware gegenüber gefälschter Software. Auf diese Weise können Sie sämtliche Funktionen nutzen, die Sie von der Software erwarten, mit dem beruhigenden Gefühl, dass Ihre Software echt ist. Außerdem profitieren Sie von den kontinuierlichen Systemverbesserungen für Ihren PC ... Es werden keine Informationen erfasst, die von Microsoft dazu verwendet werden können, den Benutzer zu identifizieren oder zu kontaktieren."

Die Datenschutzexperten vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) haben Microsoft vor zwei Jahren in einem Kurzgutachten offiziell attestiert, dass das WGA-Programm in Version 1.7 unbedenklich sei. Zwar würde die IP-Adresse des Computers, auf dem die WGA-Prüfung stattfindet, an Microsoft übermittelt. Die Daten würden aber anonymisiert und nur sieben Tage lang gespeichert. Die Untersuchungen wurden im Auftrag des ULD vom TÜV Informationstechnik GmbH und der 2B Secure GmbH unter Windows XP, nicht aber unter Vista durchgeführt.

In ihrem Kurzgutachten kamen die Datenschutzexperten im Hinblick auf WGA zu folgendem Schluss: "Das Hauptziel von Windows Genuine Advantage (WGA) 1.7 besteht darin, die Anzahl der ausgelieferten Versionen von XP und Windows Vista im Vergleich zu den unlizenzierten Versionen zu erhöhen... Daher besteht das Ziel der Software nicht darin, die Benutzersicherheit zu erhöhen oder die Datenschutzstrategie zu erweitern. Dieses Tool dient in erster Linie zum Schutz der Einnahmen von Microsoft aus dem Verkauf der Produkte Windows XP und Windows Vista und ist ein Bestandteil der Strategie zur Bekämpfung der Softwarepiraterie."

Quelle : www.golem.de
Titel: Word-Verkaufsverbot: Neue Anschuldigungen
Beitrag von: SiLæncer am 10 September, 2009, 17:40
Das kanadische Unternehmen i4i, das gegen Microsoft wegen einer Patentverletzung in den XML-basierenden Dateiformaten geklagt hatte, erhebt neue Anschuldigungen gegen den Softwarekonzern aus Redmond.

Demnach soll Microsoft noch während den Verhandlungen mit i4i an einer Verletzung der Patente gearbeitet haben. Microsoft pries i4i als wichtigen Partner und betonte immer wieder, welche neuen Funktionen die Technologie in der Textverarbeitung Word ermöglichen würde, heißt es in den Prozessunterlagen.

Die Anwälte von i4i erklärten, dass Microsoft hinter dem Rücken der Firma daran gearbeitet haben soll, die i4i-Produkte durch eigene zu ersetzen. Schon fünf Tage nach dem Treffen soll das Microsoft-Management Pläne gehabt haben, i4i vom Markt zu drängen. Mark Belk, Chief Technology Advisor bei Microsofts Verkaufsabteilung für Regierungskunden, soll im April 2001 erklärt haben, dass i4i Funktionen für Word bereitstellt, die sich bei Microsoft noch im Planungsstadium befinden.

In dem Patentstreit geht es um Technologien für den Umgang mit "Custom XML"-Dateien, wie sie unter anderem von Word und OpenOffice.org verwendet werden. Sowohl Word 2007, als auch Word 2003 wären von der dauerhaften Verfügung des Gerichts betroffen, die Textverarbeitung vom Markt zu nehmen, es sei denn, Microsoft würde bestimmte Funktionen deaktivieren, die eventuell i4is Patente verletzen. Allerdings wurde Microsofts Antrag auf Aussetzung der Strafe vom zuständigen Gericht genehmigt. Die nächste Verhandlung wird am 23. September stattfinden.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft: Deutsche haben keine Ahnung von PCs
Beitrag von: SiLæncer am 22 September, 2009, 15:54
Deutsche scheitern an fast jeder dritten Frage nach gängigen IT-Basiskenntnissen. Das geht aus einer Untersuchung der von Microsoft-Gründer Bill Gates ins Leben gerufenen Qualifizierungsinitiative IT-Fitness hervor.

Den Menschen in Deutschland fehlen entscheidende berufliche IT-Qualifikationen für eine erfolgreiche Zukunft in der Informations- und Wissensgesellschaft, hieß es. Die Auswertung von 120.000 anonymisierten Ergebnissen des bundesweiten IT-Fitness-Tests zeigt großen Aus- und Weiterbildungsbedarf bei Berufsanfängern und Arbeitsuchenden.

Besonders mangelhaft ist das Computerwissen bei Schülern und Azubis, Menschen ohne Arbeit, Frauen und auch im Handwerk. Im Bundesländervergleich schneiden die neuen Bundesländer schlechter ab. Die Initiative IT-Fitness fordert Politik und Wirtschaft daher zu einem "Zukunftspakt für mehr IT-Fitness in Deutschland" auf.

Mehr als zwei Millionen Menschen haben den von Bundeskanzlerin Angela Merkel im März 2007 gestarteten kostenlosen IT-Fitness-Test bisher absolviert. "Die Ergebnisse unserer bundesweiten Untersuchung sind alarmierend und ein Weckruf für die Politik", sagte Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

"Vielen Menschen in Deutschland mangelt es an grundlegenden berufsrelevanten IT-Kenntnissen. Gerade junge Menschen, die an der Schwelle von Ausbildung und Beruf stehen, weisen besorgniserregende Wissenslücken auf. Die nächste Generation von Arbeitskräften ist damit den Anforderungen der Industrie nicht gewachsen", erklärte er weiter.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft - Apple-Mitarbeiter werden »assimiliert«
Beitrag von: SiLæncer am 22 September, 2009, 19:44
Wie TechConnect Magazine wortwörtlich schreibt, »assimiliert« Microsoft zurzeit Mitarbeiter von Apple. Wie bereits gemeldet, eröffnet Microsoft seine eigenen Läden – und dies anscheinend mit Vorliebe in der Nähe von Apple-Stores. Was zunächst nur danach aussah, als wolle Microsoft Apple schlicht vor deren eigener Haustür Konkurrenz machen, hat nun angeblich eine neue Dimension angenommen, denn die Mitarbeiter von Apple-Stores hätten ein Jobangebot mit besserem Gehalt und Sozialleistungen aus Redmond bekommen.

Dabei hätte man die Manager der Läden zuerst angesprochen, die anschließend zusammen mit weiteren Mitarbeitern Apple verlassen hätten. In Fällen, bei denen die angeworbenen Personen umziehen müssen, übernähme Microsoft auch diese Kosten komplett. Es handle sich »um ein Angebot, dass man nicht ablehnen könne«, so die anonyme Quelle dieses Gerüchtes. Angestellte zu haben, die dem Kunden sagen können, sie hätten ehemals für Apple gearbeitet, aber Windows empfehlen, scheint Microsoft eine Menge wert zu sein.

Quelle : www.gamestar.de
Titel: Berufungsverfahren um Word-Verkaufsverbot eröffnet
Beitrag von: SiLæncer am 24 September, 2009, 20:07
Microsoft zeigt sich mit dem Verlauf der Anhörung zufrieden. Kläger i4i sieht keine neuen Argumente seines Gegners. Die Parteien hoffen auf ein schnelles Urteil, bis zu einer endgültigen Entscheidung können aber noch einige Monate vergehen.

Im Rechtsstreit um das Verkaufsverbot für Microsoft Word haben jetzt die Anhörungen vor dem US-Berufungsgericht in Washington begonnen. Microsoft und der Kläger i4i, der durch Word sein XML-Tagging-Patent verletzt sieht, hatten etwa 90 Minuten Zeit, ihre Position erneut darzulegen.

"Bei der heutigen Anhörung haben wir drei Argumente in den Vordergrund gerückt, warum eine Revision des Urteils oder ein neues Verfahren gerechtfertigt sind: erstens muss ein Gericht die Ansprüche richtig formulieren, zweitens ist das Patent ungültig und wir verstoßen auch nicht dagegen und drittens sollte man auf den gesunden Menschenverstand hören, wenn man Schadensansprüche berechnet", heißt es in einer E-Mail-Stellungnahme von Microsoft-Sprecher Kevin Kutz. "Wir sind mit dem Verlauf der Anhörung zufrieden und warten auf das Urteil des Gerichts."

i4i erklärte hingegen, dass Microsoft lediglich dieselben Argumente vorgetragen habe, die schon in früheren Anhörungen erfolglos waren. "Das Gute daran ist, dass es keine Überraschungen gab", sagte i4i-Chairman Loudon Owen in einem Telefoninterview mit CNET News. "Das war dasselbe, was schon im Prozess nicht funktioniert hat."

Einen Urteilstermin haben die Richter noch nicht genannt. Vertreter des Klägers hoffen auf ein schnelles Verfahren. Bis zu einer finalen Entscheidung könnten aber noch einige Monate vergehen.

Microsoft hatte zuletzt eine Aussetzung des Word-Verkaufsverbots erreicht, das im August zusammen mit einer Strafzahlung von fast 300 Millionen Dollar verhängt worden war. Sollte der Softwarekonzern das Verfahren verlieren, dürfte er Word in seiner jetzigen Form nicht mehr anbieten. Als Ausweg bliebe dem Unternehmen eine Änderung der XML-Funktionen, deren Entfernung oder eine außergerichtliche Einigung.

Quelle : www.zdnet.de
Titel: Microsoft: Windows auch künftig als 32-Bit-Version
Beitrag von: SiLæncer am 21 Oktober, 2009, 19:56
Microsoft wird auch die kommenden Versionen von Windows für Client-Systeme in 32-Bit-Versionen anbieten. Für den Softwarekonzern gibt es nach Angaben von Jon DeVaan, Chef der Windows Core Operating System Group, keinen Grund darauf zu verzichten.

Stattdessen besteht seiner Auffassung nach weiterhin Bedarf, vor allem weil Low-End-Systeme wie Netbooks jüngst immer mehr in Mode gekommen sind. Ursprünglich war man auch bei Microsoft davon ausgegangen, dass Windows 7 wahrscheinlich das letzte 32-Bit-Betriebssystem für Client-PCs sein werde, als man mit der Entwicklung begann, sagte DeVaan im Interview mit WinFuture.de.

Anlässlich der WinHEC 2008 hatte Bill Laing, der für die Entwicklung von Windows Server verantwortlich ist, angekündigt, dass Windows Server 2008 R2 nur noch als 64-Bit-Version erhältlich sein soll. Laut DeVaan will man zumindest im Client-Bereich aber vorläufig nicht die Unterstützung von 32-Bit-Systemen verzichten.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass es eine weitere Windows-Client-Version für 32-Bit-Systeme geben wird. Der Grund besteht unter anderem darin, dass zum Beispiel Intels Atom CPUs nicht allesamt 64-Bit-Unterstützung bieten. Es gehe außerdem darum, eine möglichst breite Palette von Prozessoren und Computern zu unterstützen, weil die Nutzer verschiedene Anforderungen haben.

Gerade wenn es darum gehe, den Low-End-Markt zu bedienen, müsse die 32-Bit-Version weiter angeboten werden. Bei einer RAM-Größe von maximal zwei Gigabyte sei es zudem nicht nötig, ein 64-Bit-Betriebssystem zu haben. Wer jedoch viel Arbeitsspeicher zur Verfügung habe, könne hingegen von einem Wechsel auf 64-Bit profitieren.

Die gewachsene Popularität von Produkten wie Netbooks hat nach Meinung von DeVaan allerdings den Trend zu 64-Bit nicht gebremst. Stattdessen sei es vor allem wichtig, den Kunden die Möglichkeit zu geben, sich anhand ihrer Bedürfnisse zu entscheiden. Microsoft werde daher keinen Druck ausüben, um die Anwender zur Adaption von 64-Bit-Systemen zu bewegen.

Jon DeVaan ist Chef der Windows Core Operating System Group bei Microsoft. In dieser Position ist er für die Entwicklung der grundlegenden Eigenschaften der Windows-Basis und -Architektur zuständig. Er ist derzeit anlässlich der morgigen Markteinführung von Windows 7 in Deutschland.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft baut Jobs auf
Beitrag von: ritschibie am 25 Oktober, 2009, 13:47
Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft baut trotz eines Gewinneinbruchs durch die weltweite PC-Flaute tausende neue Arbeitsplätze auf. In diesem Jahr würden 4.000 neue Stellen besetzt, sagte Microsoft-Personalchefin Lisa Brummel der Deutschen Presseagentur (dpa). Damit macht der Konzern einen Großteil der auch rezessionsbedingten Stellenstreichungen wieder wett. Die Suche nach Personal sei infolge der Wirtschaftskrise etwas einfacher geworden, sagte Brummel. "Es sind wieder mehr Leute verfügbar."

(http://res.magnus.de/res/_2/2/4/2/102462.jpg)
Software-Konzern Microsoft Hauptgebäude

Die Krise hatte auch Microsoft hart getroffen. Anfang des Jahres kündigte der erfolgsverwöhnte Konzern erstmals in seiner Geschichte den Abbau von weltweit 5.000 Stellen an. Der Abbau sei nötig gewesen, weil sich die Prioritäten innerhalb des Konzern verschoben hätten, sagte Brummel. Es sei daher kein Widerspruch, dass Microsoft in anderen Sparten neue Mitarbeiter einstelle.

Hoffnungen ruhen auf Windows 7

Microsoft setzt seine ganzen Hoffnungen nach dem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf das neue Betriebssystem Windows 7, das seit Donnerstag im Handel ist. Wegen des großen Interesses der Kunden hatte Microsoft bereits mehrfach die Produktion des Windows-Vista- Nachfolgers aufgestockt. Windows beherrscht den Markt für Betriebssysteme mit einem Anteil von weltweit gut 95 Prozent. Zuletzt hatte aber der Erzrivale Apple dem großen Konkurrenten Marktanteile abgejagt.

Weltweit beschäftigt der Microsoft-Konzern rund 90.000 Menschen. "Bei dieser Größenordnung wird es wohl in den nächsten Jahren bleiben", sagte Brummel. In Deutschland arbeiten rund 2.400 Menschen für Microsoft, der Großteil davon am Firmensitz in Unterschleißheim bei München. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren unter anderem wegen flexibler Arbeitsmodelle mehrfach als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet worden.

Bei der Auswahl neuer Mitarbeitern setzt Microsoft anders als viele andere Unternehmen vor allem auf persönliche Gespräche. Von standardisierten Auswahlverfahren in Assessment-Centern ist Brummel nicht überzeugt. "Wir stellen Individuen ein - und die lernt man am besten persönlich kennen", betonte sie. Sie achtet bei Bewerbern vor allem auf Erfolgsgeschichten im Lebenslauf. Außerdem erwartet sie von neuen Mitarbeitern Leidenschaft für den Job und Neugier.

Kostenlos Handtücher in den Umkleidekabinen

Brummel steht seit rund vier Jahren an der Spitze der Microsoft-Personalabteilung und hat sich in dieser Zeit mit ihrer unkonventionellen Art einen Namen gemacht. Zu ihren ersten Amtshandlungen gehörte es, den sportbegeisterten Mitarbeitern in der US-Konzernzentrale wieder kostenlos Handtücher in den Umkleidekabinen zur Verfügung zu stellen, die unter ihrem Vorgänger dem Sparkurs zum Opfer gefallen waren. Viele Mitarbeiter, die mit dem Rad zur Arbeit fahren oder in der Pause zum Sport gehen, hatten sich darüber geärgert. "Ihnen ging es nicht um die Handtücher, sondern darum, dass ihre Bedürfnisse nicht wahrgenommen wurden", sagte sie.

Bei allen Sparzwängen dürfe ein Unternehmen nicht vergessen, die Beschäftigten einzubeziehen und ihre Wünsche an den Arbeitsalltag zu berücksichtigen. Da viele Mitarbeiter bereits seit zehn Jahren oder länger für das Unternehmen arbeiten, ist vor allem die Vereinbarkeit von Job und Familie ein großes Thema für Microsoft. Rund ein Viertel der Beschäftigten sind Frauen, denen der Konzern eine Vielzahl von Teilzeitstellen, Home-Office-Arbeitsplätzen und Unterstützung bei der Suche nach einer Kinderbetreuung anbietet. "Das gilt inzwischen aber auch für die Väter, die genauso ein Interesse daran haben, Kind und Karriere zu verbinden", sagte Brummel.

Aber auch die "weichen Arbeitsplatzfaktoren" können nach ihren Erfahrungen dazu beitragen, dass die Menschen mehr Spaß an der Arbeit haben. "Manchmal können das auch kleine Dinge wie ein anständiger Kaffee sein."

Quelle: SAT+KABEL
Titel: GPL-Verletzung von Microsoft bestätigt
Beitrag von: SiLæncer am 14 November, 2009, 16:15
Vergangene Woche mehrten sich in Blogs Vermutungen, dass das von Microsoft zum Download angebotene "USB/DVD Download Tool" für Windows 7 möglicherweise GPL-Code enthalte. Microsoft hatte daraufhin erklärt, den Vorfall zu untersuchen, und hatte das Tool vorerst aus dem Microsoft-Store entfernt.

Offenbar ist die Untersuchung nun zu einem Ergebnis gekommen: Das Programm soll tatsächlich Teile von GPL-Code enthalten. Peter Galli, Open Source Community Manager bei Microsofts Platform Strategy Group, schreibt in einem Blog, dass das Programm eine Auftragsarbeit sei. Nach dem Vorfall habe man auch andere Programme im Microsoft-Store einer Code Review unterzogen und keinen weiteren Fall zu Tage gefördert.

Als Konsequenz der Untersuchung wolle man das Tool unter GPL stellen und in der kommenden Woche Quelltext und Binärdateien veröffentlichen. Zudem werde man aus dem Vorfall seine Lehren für künftige Code Reviews ziehen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft: Streit um gebrauchte Software vor BGH
Beitrag von: SiLæncer am 18 November, 2009, 16:10
Der Rechtsstreit zwischen Microsoft und einem Händler über den Vertrieb gebrauchter Softwarelizenzen wird nun vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt. Das teilte der Software-Konzern heute mit.

Das Oberlandesgericht München (Az.: 6 U 2759/07) hatte im Juli 2008 entschieden, dass gebrauchte Software, die ursprünglich per Download in den Verkehr gebracht worden ist, nur mit Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers weiter vertrieben werden darf und dass diese Zustimmung auch dann erforderlich sei, wenn Nutzungsrechte unter Übergabe eines Original-Datenträgers gehandelt würden.

Die Münchner Richter hatten die Revision gegen ihre Entscheidung zwar nicht zugelassen, weil sie die Rechtslage als eindeutig bewerteten. Die hiergegen vom Händler eingelegte Beschwerde war jedoch erfolgreich, so dass der BGH den Fall entscheiden wird. Ein endgültiges Urteil in dieser Sache wird aber erst in ein bis zwei Jahren erwartet.

"Wir haben erwartet, dass sich der Bundesgerichtshof des Themas annimmt", erklärt Swantje Richters, Rechtsanwältin von Microsoft Deutschland. "Bis zu einem endgültigen Urteil wird es allerdings noch ein bis zwei Jahre dauern." Microsoft empfiehlt daher weiterhin den Kunden, beim Kauf so genannter gebrauchter Softwarelizenzen genau darauf zu achten, ob und welche Risiken sie eingehen.

Vor allem sollten Interessenten prüfen, ob ihnen nötige Zusatzleistungen und Updates bei dem Erwerb einer gebrauchten Softwarelizenz zur Verfügung stehen. Langfristig sei gebrauchte Software nicht unbedingt die kostengünstigere Variante. Wer sich trotz allem für den Erwerb gebrauchter Softwarelizenzen entscheidet, sollte sich nach Meinung Microsofts an einen Händler wenden, der in Kontakt mit dem Hersteller steht und Lizenzübertragungen nur mit dessen Zustimmung vornimmt.

Der Händler muss dem Kunden nicht nur etwaige Datenträger vorlegen, sondern auch alle Lizenzverträge, die übertragen werden sollen. Nur so könne nach Ansicht Microsofts sichergestellt werden, dass die Nutzungsrechte tatsächlich vom Hersteller eingeräumt wurden.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft bindet Verbraucher bei der Piratenjagd ein
Beitrag von: SiLæncer am 03 Dezember, 2009, 19:06
Microsoft will seine Kunden zum Partner im Kampf gegen illegale Softwarekopien machen. Immer mehr Kunden kämen zum Hersteller, weil sie nicht sicher seien, ob sie legale Produkte erworben hätten, sagte Microsoft-Justiziarin Swantje Richters am Mittwoch in München zum Hintergrund des Consumer Action Day. Microsoft bietet in München und einer Reihe anderer Städte weltweit einen "Produktidentifikationsservice" (PID) an, über den Kunden innerhalb eines Tages prüfen lassen können, ob sie Fälschern aufgesessen sind. Eine eigens eingerichtete Website gibt zudem Tipps, wie Fälschungen zu erkennen sind.

Die Kunden hätten da einen guten Riecher, sagte Richters: 90 Prozent der in den vergangenen zehn Jahren überprüften Produkte hätten sich tatsächlich als gefälscht herausgestellt. Wer einen Kaufbeleg, eine eidesstattliche Versicherung über den Kauf und die Software selbst auf den Tisch legen kann, der erhält von Microsoft ein lizenziertes Produkt. Man sei allerdings rasch davon abgekommen, Händlern, die Fälschungen eingereicht hätten, jedes einzelne gekaufte Paket zu ersetzen, sagte Richters. Auch wer sich Online Software beschafft, ist ausgeschlossen.

"Wir wollen, dass Verbraucher nein sagen zum Kauf von Fälschungen", sagte auch Doris Möller vom Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK). Wenn die Kunden wüssten, dass sie durch den Kauf von Raubkopien oder Fälschungen der organisierten Kriminalität in die Hände spielten, würden manche Verbraucher vielleicht die Finger davon lassen. Den "Verbrauchertag" will der Software-Riese auch nutzen, um auf "Hunderte" von Projekten zur Aufklärung – etwa an deutschen Schulen – ebenso hinzuweisen wie auf die zahlreichen Gerichtsverfahren "in über 70 Ländern auf sechs Kontinenten".

Ohnehin schätzen die Piratenjäger, dass Kunden, die nur 50 Euro für ein eigentlich 600 Euro teures Betriebssystem bezahlen, sich darüber im Klaren seien, dass da etwas nicht stimme. Wer Fälschungen meldet, muss aber laut Richters nicht mit zivilrechtlichen oder strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Justziarin verwies auf aktuell zehn laufende zivilrechtliche und zwei strafrechtliche Verfahren des Unternehmens gegen Anbieter gefälschter Microsoft-Produkte übers Internet in Deutschland und 200 Verfahren weltweit.

Um die Verbraucher davon zu überzeugen, dass sie selbst durch Softwarepiraterie zur Kasse gebeten werden, verweist Microsoft auf die mögliche Dreifachbezahlung für raubkopierte Software: der Kunde zahle für den Kauf der illegalen Kopie, die mögliche Inanspruchnahme durch das geschädigte Unternehmen und die anschließende Nachlizenzierung. Richters verwies auch auf Gefahren für die IT-Sicherheit und zitierte verschiedenen Studien, die hohe Infektionsraten der raubkopierten Software mit Viren oder Schadsoftware festgestellt hätten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft - 4,4 Millionen Dollar Entschädigung wegen MS-DOS
Beitrag von: SiLæncer am 19 Dezember, 2009, 12:24
Für viele heutige PC-Nutzer ist MS-DOS höchstens noch eine Erinnerung an alte Zeiten, die meisten jüngeren Anwender kennen das ehemalige Betriebssystem aber kaum noch.

Das hinderte aber die Behörden des US-Bundesstaates Arizona nicht, Microsoft wegen Wettbewerbsverzerrung zu verklagen, da der Konzern für MS-DOS und das Office-Paket von 1994 bis 2008 seine Monopolstellung missbraucht haben soll.

Die verlangten Preise für das Betriebssystem und das Büropaket seien zu hoch gewesen. Microsoft und der Bundesstaat Arizona haben sich laut SeattlePI vor Gericht geeinigt, ohne dass Microsoft dabei ein Vergehen eingestanden hätte. Trotzdem zahlt der Konzern 4,4 Millionen US-Dollar, die auf die verschiedenen Behörden aufgeteilt werden.

Die Gelder müssen in den Kauf von neuem IT-Equipment fließen, dürfen aber nicht für Server oder PDAs ausgegeben werden. Zusätzlich zu dieser Entschädigung muss Microsoft die Anwaltskosten übernehmen, die nochmal 836.000 Dollar ausmachen.

Quelle : www.gamestar.de
Titel: Microsoft verliert Patentstreit um Textverarbeitung Word
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2009, 09:16
Eine schwere Schlappe hat sich Microsoft: im Patentstreit um seine Textverarbeitung Word eingehandelt. Ein US-Berufungsgericht hat das Urteil gegen Microsoft bestätigt, nachdem der Konzern mit Word ein Patent des kanadischen Unternehmens i4i verletzt. Ab dem 11. Januar 2010 darf Microsoft nun keine Versionen von Word mehr verkaufen, die durch das US-Patent 5,787,449 (Method and apparatus for structured document difference string extraction) geschützte Techniken verwenden. Das Patent beschreibt ein Verfahren, mit dem Struktur und Inhalte von Dokumenten getrennt bearbeitet werden können.

Dem kanadischen Unternehmen ist auch eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 290 Millionen Dollar zugesprochen worden. Microsoft erklärte, man werde Word bis zum Stichtag so anpassen, dass die inkriminierten Techniken nicht mehr zum Einsatz kämen und ein Verkaufsstopp abgewendet werden könne. Außerdem werde man prüfen, welche weiteren juristischen Schritte gegen die Entscheidung unternommen werden könnten.

Das kanadische Unternehmen wirft Microsoft bereits seit 2007 vor, in seiner Textverarbeitung wissentlich das inkriminierte Patent zu verletzen. i4i entwickelt – im Unterschied zu manchen sogenannten "Patent-Trollen", die als reine Patentverwerter Klagen gegen Firmen anstrengen – selbst Software für die Dokumentenverwaltung in Unternehmen und ist auf XML-Techniken spezialisiert. So verkauft i4i nach eigenen Angaben Software, die Microsofts Textverarbeitung um Funktionen erweitert, um mit XML arbeiten zu können – was Word nicht von jeher selbst konnte. Der Vorsitzende von i4i, Loudon Owen, sieht sich als David im Kampf gegen einen Software-Goliath: "Der gleiche Mut und die gleiche Integrität, die für Erfindungen erforderlich sind, und dafür, gegen die Strömung zu schwimmen, sind auch die Grundlage für den Erfolg bei Patentprozessen gegen Giganten wie Microsoft."

Microsoft dagegen betonte zunächst einmal, die Gerichtsentscheidung betreffe nur Word 2007 und Office 2007, die in den USA nach dem Stichtag verkauft würden. In einer Erklärung versucht der Konzern, eventuelle Bedenken bei den Kunden, die Word oder Office einsetzen, zu zerstreuen: Man habe sich bereits darauf vorbereitet, Versionen der Software ohne die inkriminierten Techniken bereitzustellen und werde dies auch bis zum 11. Januar 2010 schaffen. Auch enthielten die Beta-Versionen von Word 2010 und Office 2010 keine Techniken, die durch die Gerichtsentscheidung berührt würden.

Die Patentklage von i4i hatte unter Software-Entwicklern, auch aus der Open-Source-Szene, schon einige Befürchtungen ausgelöst, bei einem Erfolg könnte dies weitreichende Auswirkungen zeitigen. Die Patentklage bezieht sich auf Programme, die die Inhalte in XML kodieren. Bei Word 2003 ist die Funktion optional, bei Word 2007 hat Microsoft DOCX zur Voreinstellung erhoben. Bei Analyse einer DOCX-Datei zeigt sich jeweils ein komprimiertes Verzeichnis mit mehreren XML-Dateien, darunter eine mit dem Inhalt und eine oder mehrere mit Format-Informationen. Damit stehen nach Auffassung der texanischen Geschworenen, die das erstinstanzliche Urteile fällten, alle Programme, die mit Word gespeicherte XML- oder DOCX-Dateien öffnen können, im Widerspruch zu dem Patent. i4i könnte mit seinen nun vorerst erfolgreich durchgesetzten Ansprüchen auch Sun für sein StarOffice und als Sponsor von OpenOffice belangen. Theoretisch könnten die Kläger sogar die Einschränkung ihrer Klage auf XML-verwendende Anwendungen fallen lassen und dann möglicherweise jede Textbearbeitung angreifen, die Inhalte und Formatinformationen in Druckformatvorlagen oder anderem speichert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft folgt Verkaufsverbot für bestimmte Word-Versionen
Beitrag von: SiLæncer am 12 Januar, 2010, 12:35
Der Softwarekonzern Microsoft hat es offenbar nicht geschafft, sämtliche seiner Office-Pakete einer seit gestern gültigen gerichtlichen Auflage anzupassen. Wie Ars Technica berichtet, sind derzeit in Microsofts US-amerikanischen Online-Laden unter anderem die Produkte Office Standard 2007, Office Small Business 2007, Office Standard 2007 Upgrade und Office 2008 for Mac Home and Student Edition nicht erhältlich. Diese Versionen habe das Unternehmen noch nicht so modifizieren können, wie es ein texanisches Gericht sowie ein Berufungsgericht entschieden haben. Laut Microsoft sollen sie "bald" wieder angeboten werden. Office Ultimate 2007, Office Professional 2007 und Office 2008 for Mac Business Edition können dagegen bei Microsoft in den USA online gekauft werden.

Das kanadische Unternehmen i4i hatte sich im Mai 2009 mit seiner Klage wegen Verletzung eines Patentes auf "Custom XML" durchgesetzt und im Mai zunächst 200 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Microsoft zugesprochen bekommen. Im August verhängte das Gericht zusätzlich ein Verkaufsverbot für Office-Versionen, die das Patent verletzen. Microsoft ging vor ein Berufungsgericht, scheiterte dort aber. Das Unternehmen reagierte darauf in den vergangenen Tagen mit einem Patch für US-Kunden, die nach dem Stichtag Word oder MS Office 2007 erwerben.

Im deutschen Microsoft-Shop sind dagegen sämtliche Office-Produkte erhältlich. Das sei auch bei US-amerikanischen Einzelhändlern so, berichtet das Microsoft-Blog des Seattle Post-Intelligencer. Das Gerichtsurteil untersage es lediglich dem Konzern selbst, weiterhin Word-Versionen mit der in dem betreffenden Patent beschriebenen Technik anzubieten und zu verkaufen. Microsoft arbeite daran, auch die bisher nicht verfügbaren Office-Versionen so schnell wie möglich bereitzustellen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Ex-Manager: Microsoft kann nicht mehr innovativ sein
Beitrag von: SiLæncer am 05 Februar, 2010, 13:22
Geht es nach dem früheren Microsoft-Manager Dick Brass ist der Softwarekonzern nicht mehr in der Lage, mit wirklich innovativen Produkten aufzuwarten. Stattdessen habe sich bei Microsoft ein "plumpes" Verhalten breit gemacht.

Brass war bis 2004 bei Microsoft tätig und arbeitete damals unter anderem für das Tablet-PC-Team. In einem Artikel für die 'New York Times' kritisiert er das Unternehmen nun wegen seiner angeblich mangelnden Fähigkeit, weiterhin innovative Produkte auf den Markt zu bringen.

Es sei fraglich, warum Microsoft als bekannteste und reichste Technologiefirma der USA, nicht länger in der Lage sei, "uns die Zukunft zu bringen". Als Beispiele für verpasst Chancen nannte er Tablet-Computer wie das Apple iPad, E-Books wie den Amazon Kindle, Smartphones wie BlackBerry und iPhone, Suchmaschinen wie Google, Musikplattformen wie iTunes und Web-Dienste wie Facebook und Twitter.

Zwar könne Microsoft weiterhin riesige Profite einfahren, doch diese stammen fast ausschließlich aus dem Geschäft mit Windows und Office, die bereits vor Jahrzehnten erstmals auf den Markt kamen. Wie der Autokonzern GM könne sich Microsoft nicht ewig auf seine einst erfolgreichen Produkte verlassen.

Inzwischen sei Microsoft zu einem "plumpen, nicht wettbewerbsfähigen Innovator" geworden, weil das Unternehmen seiner Meinung nach nicht in der Lage ist, systematisch Vorteile aus seinen Neuentwicklungen zu erlangen. Insgesamt funktioniere die Firmenkultur bei Microsoft nicht mehr, so Brass.

Microsoft hat inzwischen auf die Kritik seines ehemaligen Mitarbeiters reagiert. In einem Eintrag im offiziellen Firmenblog erklärte Frank X. Shaw, Corporate Vice President für Corporate Communications, dass es Microsoft nicht darum gehe, Innovationen schnell umzusetzen.

Stattdessen müsse man Neuerungen immer gleich in einem großen Maßstab umsetzen, weil die Produkte von Microsoft von derart vielen Kunden genutzt werden. Unter den bestehenden Bedingungen setze man daher stets auf eine breite Umsetzbarkeit von Innovationen, weil es nicht ausreiche, einfach nur eine gute, großartige oder gar "coole" Idee zu haben.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsoft will Allgemeinheit für Virenschäden zahlen lassen
Beitrag von: SiLæncer am 07 März, 2010, 09:37
Auf einer Konferenz hat Microsoft-Sicherheitschef Scott Charney eine Internet-Steuer zur Inspektion und Quarantäne von virenverseuchten Rechnern vorgeschlagen.

Fast alle mit Viren infizierten PCs laufen mit Windows. Microsoft gibt angeblich Millionen von US-Dollar für Gegenmaßnahmen aus und hatte kürzlich auch Erfolge vor Gericht, das das Waledac-Bot-Netz stilllegte, und bei der spanischen Polizei, die eine Bande von Bot-Netz-Betreibern dingfest machen konnte. Diese beiden Aktionen zeigen auf, dass das Virenproblem auch durch gesellschaftliche Maßnahmen gelöst werden müsse, so Microsoft-Sicherheitschef Scott Charney in einem Vortrag auf der RSA Security Conference in San Francisco.

Ob diese Forderung ein Eingeständnis ist, dass die in Windows angeblich eingebauten Sicherheitsmaßnahmen wirkungslos sind, sei dahingestellt. Charney verglich das Virenproblem mit dem Gesundheitssystem. Ein infizierter Rechner sei gewissermaßen krank und müsse untersucht und in Quarantäne genommen werden. Zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Vorbeugung gebe es Heilungs- und Aufklärungsmaßnahmen. Ebenso müssten infizierte Rechner nicht nur geheilt werden, sondern es sei auch Aufklärung zur Vermeidung von neuen Infektionen nötig. Wenn ein Benutzer es erlaube, dass Malware auf seinem Rechner läuft, dann betreffe es nicht nur ihn selbst, sondern er verseuche jeden um sich herum, erklärte Charney.

So brachte er die bereits ältere Idee wieder vor, dass die Internet-Provider irgendwie in die Lösung des Problems einbezogen werden sollten. Das dabei Problem seien jedoch die Kosten, da der Profit der Provider schon durch den notwendigen Support der Benutzer geschmälert werde. Die Provider haben dementsprechend keinen Anreiz, Quarantäne- oder Reparaturmaßnahmen auszuführen. Daher könnte eine Internet-Steuer der richtige Ansatz sein. Laut Charney könnte man das damit rechtfertigen, dass es sich um eine Maßnahme zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit sei.

Nach Angaben von Microsoft gibt es 3,8 Millionen von Botnetzen infizierte Rechner weltweit, davon eine Million in den USA. Nach dem Auffliegen eines Bot-Netzes in Spanien, das mindestens 13 Millionen PCs kontrollierte, müssen diese Zahlen jedoch als Untertreibung gelten. Mit den Bot-Netzen werden zahlreiche kriminelle Aktionen durchgeführt, vom Versenden von Spam über das Ausspähen von Informationen bis zu verteilten Denial-of-Service-Angriffen. Von letzteren, die oftmals mit Erpressungsversuchen verbunden sind, soll es 2008 rund 190.000 Vorfälle gegeben haben.

Quelle : www.pro-linux.de
Titel: Microsoft: Revisionsantrag in Office-Prozess abgelehnt
Beitrag von: SiLæncer am 02 April, 2010, 12:22
Das US-Berufungsgericht hat den Antrag Microsofts abgelehnt, ein Revisionsverfahren gegen das Urteil im Rechtsstreit mit der kanadischen Firma I4i zuzulassen.

Das Unternehmen hatte dem Software-Konzern die Verletzung von Patenten vorgeworfen. Hintergrund war die Verwendung von Custom XML-Elementen in der Büro-Software Office 2007. Microsoft musste das Feature mit einem Patch beseitigen, um einem Verkaufsverbot für sein Produkt zu umgehen.

Das Berufungsgericht bestätigte nach einer Prüfung das Urteil der letzten Instanz. Dieses besagte, dass Microsoft die Rechte von I4i wissentlich verletzte. Dabei wurde ein Schadensersatzanspruch der Kanadier in Höhe von 240 Millionen Dollar festgesetzt.

"Wir sind sehr unzufrieden mit der Entscheidung", erklärte Kevin Kutz, Leiter der Public Affairs-Abteilung bei Microsoft. Man sei weiterhin der Überzeugung, dass eine Reihe von patentrechtlichen Fragen in dem Urteil nicht angemessen berücksichtigt wurden. Dem Konzern steht nun die Möglichkeit frei, den Fall vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Der Spion, der Software testete
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2010, 09:16
Hatte es der russische Spionagering in den USA auch auf die Hightech-Industrie abgesehen? Der jüngst enttarnte zwölfte Agent arbeitete für den weltgrößten Softwarekonzern Microsoft. Schaden soll er dabei aber keinen angerichtet haben.

Alexej Karetnikow sei als Software-Tester angestellt gewesen, bestätigte ein Konzernsprecher gegenüber dpa und gab gleichzeitig Entwarnung: "Wir haben seine Aktivitäten durchleuchtet und sind uns sicher, dass er weder Microsoft-Software, noch das interne Netzwerk oder unsere Kunden gefährdet hat."

Neun Monate lang ging Karetnikow in der Zentrale des Konzerns in Redmond ein und aus. Nach Angaben von US-Medien hatten die Behörden ihn aber schon seit seiner Einreise im Oktober im Auge. Er habe keine Geheimnisse auskundschaften können, hieß es.

Anders als bei zehn russischen Agenten, die in der vergangenen Woche ausgetauscht wurden, erheben die US-Behörden gegen den Mann keine Beschuldigungen. Während die Agenten wegen ihrer erfolglosen Aufklärungsarbeit nur "kleine Fische" gewesen seien, dann habe der 23-Jährige es "nicht einmal ins Aquarium" geschafft, sagte ein Beamter dem Sender CNN. Der Russe solle nun ausgewiesen werden.

Von dem elften Mann der enttarnten Agentengruppe fehlt dagegen weiter jede Spur. Ihm war auf Zypern die Flucht gelungen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Kometenschweif mit Fenstern
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2010, 11:09
Windows als Betriebssystem ist längst keine einheitliche Plattform mehr. Zu viele Nutzer sind in älteren Versionen stecken geblieben.

Natürlich jubelt man im Hause von und zu Redmond, denn inzwischen besitzen mehr als 150 Millionen Menschen eine Windows 7 Lizenz zum Bedienen ihres PCs. Allerdings lassen die Zahlen eben auch noch weitere Rechnungen zu. So nutzt die überwiegende Mehrheit der Kunden immer noch Windows XP. Unglaubliche 74 Prozent haben den Umstieg noch nicht hinter sich. Damit ist Windows XP, dessen Support am 8. April 2014 definitiv auslaufen wird, immer noch Platzhirsch und führt die Nutzerzahlen an.

Während die ersten Specs von Windows 8 bereits hinter vorgehaltener Hand kreisen und sich das Unternehmen streckt, um die Schlappe mit dem iPad durch Geräte mit dem eigenen Betriebssystem wett zu machen, zieht sich ein immer bedenklicher werdender Kometenschweif an älteren Betriebssystemen durch die Branche.

Wir reden ja gar nicht davon, dass manche Museen mit leicht in die Jahre gekommener Telekommunikationsausstellung noch Geräte mit Windows 95 laufen haben. Und von diversen Emulatoren wollen wir auch Abstand halten. Aber die Unwilligkeit der eigenen Kundschaft, die zweijährigen Innovationssprünge an Betriebssystemen mitzuhalten, wird zunehmend zu einer Belastung für eventuelle Neueinführungen. Microsoft kann sich an den zirka fünfeinhalb Jahre dauernden Zyklus für neue Computer und damit neue Software in Unternehmen anpassen und die Adaptionszahlen dadurch erhöhen. Oder aber es wird weiterhin das ganze Sprektrum älterer Software im Markt zu sehen sein - und zwar in der Überzahl.

Vielleicht sieht Windows 9 ja dann ein wenig retro im Interface aus und gleicht in der Oberfläche zumindest Windows XP. Dann fällt das alles nicht mehr so auf und bildet einen Designkreis, in den wir uns alle einreihen. Wie süss.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Microsoft reduziert Technet-Lieferumfang
Beitrag von: SiLæncer am 30 September, 2010, 16:12
Weitgehend stillschweigend hat Microsoft eine gravierende Änderung bei Technet-Abonnements vorgenommen: Für Produkte, für die bislang jeweils 10 Produktschlüssel zur Verfügung standen, gibt es nun je nach Art des Abos nur noch 5 (Technet Professional oder gar nur noch 2 (Technet Standard).

Eine Nachfrage von heise online hat Microsoft bislang nicht beantwortet, die Website windows7news.com zitiert jedoch eine Mail, die authentisch erscheint. Demzufolge begründet Microsoft den Schritt damit, dass so manche Technet-Abonennten die Produktschlüssel weiterverkauft hätten. Dies ist allerdings der Lizenz zufolge nicht gestattet: Sämtliche Schlüssel dürfen ausschließlich für Testzwecke vom Abonennten selbst eingesetzt werden. Es folgt die obligatorische Warnung, dass Microsoft für solche, ohne gültige Lizenz weiterverkaufte Software keinen Support leistet und dass sie durch Schädlinge verseucht sein könnte.

Ein Technet-Abo ist eine relativ preisgünstige Form, an Microsofts Software zu gelangen. Derzeit gibt es ein Abo ab 213 Euro jährlich, als Gegenleistung stellt Microsoft die meisten aktuellen Windows- und Office-Versionen, diverse Entwickler-Werkzeuge und einiges mehr zum Download bereit. Die Lizenz ist an eine natürliche Person gebunden. Die Software darf nur "Evaluierungs- und Testzwecken" dienen, die Weitergabe ist nicht gestattet.

Quelle : www.heise.de
Titel: Wie Microsoft gegen Software-Piraterie vorgehen möchte
Beitrag von: SiLæncer am 28 Oktober, 2010, 19:04
Was für Viele auf der Hand liegend ist, scheint Microsoft nun auch begriffen zu haben. Im Rahmen eines Testlaufs ist die große Softwareschmiede zur Einsicht gekommen, dass sich Preissenkungen als besonderes Mittel gegen Netzpiraten erweisen können. Im chinesischen Markt führte man Preisnachlässe durch und beobachtet nun zufrieden, wie die Verkaufszahlen hochklettern.

Es gibt kaum ein anderes Land, das Microsoft in Sachen Software-Piraterie so viele Kopfschmerzen bereitet hat, wie China. Laut einer im Frühling veröffentlichten Studie des Software-Herstellerverbandes Business Software Alliance (BSA) befinde sich China mit dem Gesamtwert illegal genutzter Programme auf den obersten Rängen der Software-Piraterie. Demnach se dort illegale Software im Wert von über 7,58 Milliarden US-Dollar im Umlauf. Software-Hersteller wie Microsoft sind entsetzt, da ihnen Gelder vorenthalten werden, die eigentlich in die firmeneigenen Kassen strömen sollten. Microsoft wollte nicht länger zusehen, fasste sich ein Herz und stellte eine nicht sonderlich kreative, jedoch umso zweckmäßigere Idee auf die Beine, die für die herbeigesehnte Wende sorgen sollte.

Noch vor rund 4 Wochen ging die Nachricht durch die Medien, dass Microsoft drastische Preissenkungen in der Piraterie-Hochburg China durchführen werde. Das Redmonder Unternehmen wolle damit den Versuch unternehmen, potenziellen Piraten den Kauf originaler Ware attraktiv zu machen, hieß es Ende September. Nach einem Monat zieht das Unternehmen Bilanz. Recht zufrieden blicken die chinesischen Microsoft-Mitarbeiter auf die vergangenen Wochen. Offenbar ernten sie nun die Früchte der Initiative, denn nun kam die erfreuliche Meldung, dass die Verkaufszahlen der hauseigenen Produkte hochgeschossen seien.

Microsofts China-Boss Simon Leung hatte am vergangenen Dienstag Grund zur Freude. In einem Interview gegenüber dem Wall Street Journal teilte er an diesem Tag mit, dass sich die niedrige Preise in China positiv auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hätten. "Preisnachlässe sind ein sehr gutes Mittel, um der Piraterie entgegenzuwirken, doch auch mit dieser Lösung sei das Problem noch nicht vom Tisch", so Leung weiter. Konkrete Zahlen nannte der chinesische Microsoft-Chef nicht, doch sei das Wachstum so zufriedenstellend, dass in Zukunft über weitere Preissenkungen gesprochen werde.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Auch Windows Phone 7 mit Kill-Switch
Beitrag von: SiLæncer am 05 November, 2010, 12:48
Microsofts neues Mobilbetriebssystem Windows Phone 7 enthält einen Kill-Switch für auf dem Gerät installierte Anwendungen. Der Microsoft-Manager Todd Briggs sagte gegenüber US-Medien, dass Microsoft die Tools habe, Anwendungen aus der Ferne zu löschen. In manchen Fällen reiche es nicht aus, schädliche Anwendungen nur aus dem Online-Shop zu entfernen. Microsoft will aber nach seinen Angaben von der Fernlösch-Möglichkeit nur in Ausnahmefällen Gebrauch machen.

Wenn sich ein Windows-Phone mit dem Marketplace verbinde, schaue das System nicht nur nach Aktualisierungen, sondern auch nach Aufforderungen zum Löschen eines Programms. Zudem habe man die Möglichkeit, die Lösch-Aufforderung per Push auf die Geräte zu bringen. Briggs wollte keine Beispiele nennen; er nannte lediglich Sicherheits- und Datenschutzgründe als mögliche Auslöser. Laut Briggs liegt der Fokus von Microsoft darauf, die Anwendungen vor der Übernahme in den Windows-Phone-Marketplace ausgiebig zu testen.

Auch Google kann Anwendungen von einem Android-Smartphone löschen. Der Android-Initiator behält sich das Recht vor, Programme von den Touchscreen-Geräten zu entfernen, wenn sie die von Google und der Open Handset Alliance festgelegten Vereinbarungen verletzen. Doch entfernt Google nicht nur solche Programme: Nutzt man die Frist von 24 Stunden nach dem Kauf eines Programmes zur Rückgabe desselben, entfernt Google das Programm von allen mit dem Google-Account verbundenen Android-Smartphones – die Rückgabe muss nicht auf dem Smartphone erfolgen, auf dem die Software installiert ist. Der Nutzer erhält darüber eine Meldung.

Der Sicherheitsexperte Jon Oberheide hatte im Sommer einen Weg entdeckt, den Google für die Installation oder Deinstallation beliebiger Programme auf einem Android-Smartphone nutzen könnte: Android-Geräte unterhalten über den Dienst GTalkService eine permanente Verbindung zu Googles GTalk-Servern, um von dort ausgestrahlte Push-Meldungen zu empfangen und verarbeiten.

Im Sommer hatte Google die Remote-Deinstallation das erste Mal verwendet. Betroffen waren zwei Anwendungen von Oberheide, die er zu Demozwecken entwickelt hatte – sie hatten auf dem Smartphone keinen Schaden angerichtet und waren von Oberheide selbst bereits aus dem Market genommen worden.

Amazon hatte vergangenes Jahr ebenfalls von der Fernlöschfunktion seines E-Book-Readers Kindle Gebrauch gemacht und zwei Romane des britischen Schriftstellers George Orwell gelöscht – darunter ausgerechnet "1984". Später hatte sich der Online-Händler bei den Kunden entschuldigt und die Bücher wieder in sein Angebot aufgenommen.

Apple führt angeblich eine schwarze Liste für unerwünschte iOS-Anwendungen. Bislang ist aber nicht klar, ob Apple damit Anwendungen auf den Geräten stilllegen kann. Löschaktionen seitens Apple sind bislang nicht bekannt geworden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Patentstreit um Microsoft Word beschäftigt US Supreme Court
Beitrag von: SiLæncer am 29 November, 2010, 19:36
Das höchste US-Gericht wird sich im kommenden Jahr mit dem Patentstreit zwischen Microsoft und dem kanadischen Softwareanbieter i4i beschäftigen. Der US Supreme Court gab dem Revisionsantrag von Microsoft am Montag statt (Az. 10-290). In dem Streit um ein Verfahren der XML-Auszeichnung war Microsoft für schuldig befunden worden, mit dem Textverarbeitungsprogramm Word ein Patent des kanadischen Anbieters absichtlich verletzt zu haben. Die erste Instanz hatte Microsoft die weitere Nutzung der Technik untersagt, ein Verkaufsverbot für Word verhängt und den Schadensersatz auf 290 Millionen US-Dollar festgesetzt.

Microsoft hatte Word daraufhin in angepassten Versionen in den Handel gebracht, um das Verkaufsverbot zu umgehen. Der Berufungsantrag gegen das Urteil wurde abgewiesen. Auch der Versuch, den Prozess neu aufrollen zu lassen, scheiterte an der Berufungsinstanz. Schließlich blieb Redmond nur der Gang vor den Obersten Gerichtshof. Der entschied nun, den Fall anzuhören. Mit der Verhandlung ist US-Medienberichten zufolge im Frühjahr 2011 zu rechnen, eine Entscheidung könnte es im Sommer geben.

Microsoft hatte in den vorangegangenen Verfahren stets argumentiert, das von i4i angeführte Patent sei ungültig. Eine entsprechende Beweisführung mache das geltende US-Patentrecht aber übermäßig schwer. So wird es in dem Verfahren vor dem höchsten US-Gericht die Grundsatzfrage gehen, wie die Gültigkeit von Patenten vor Gericht nachgewiesen werden kann. Damit hat das Verfahren eine Bedeutung weit über den konkreten Fall hinaus. Microsoft kann auf eine breite Unterstützung aus verschiedenen Branchen und von unterschiedlichen Organisationen zählen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft wollte Facebook komplett übernehmen
Beitrag von: SiLæncer am 10 Dezember, 2010, 14:50
"Wir haben versucht, Facebook zu übernehmen." Das sagte Fritz Lanman, Senior Director für Corporate Strategy bei Microsoft, gestern in Paris auf der Konferenz Le Web laut einem Bericht des IT-Weblogs TechCrunch. Im Gespräch mit dem Le-Web-Organisator Loic Le Meur bestätigte der beim Softwarekonzern für unternehmsweite Strategien zuständige Manager damit Gerüchte, die früher bereits um eine mögliche Übernahme des Social Networks kursierten.

Zu einer Übernahme ist es seinerzeit nicht gekommen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bislang sämtliche Avancen zurückgewiesen, da er die Kontrolle über das Social Network behalten wollte. Microsoft kaufte sich stattdessen im Oktober 2007 für 240 Millionen US-Dollar bei Facebook ein und erweiterte die Zusammenarbeit. Der Softwarekonzern hält seitdem 1,6 Prozent Anteil am Social Network, dessen Wert vor drei Jahren somit auf 15 Milliarden US-Dollar taxiert wurde. Kurz vor dem Einstieg Microsofts bei Facebook, das damals etwas mehr als 40 Millionen Nutzer zählte, hatte Ballmer noch gesagt, dass er das Social Network für überbewertet hält.

Das Wall Street Journal hatte im Mai 2008 von einem Interesse Microsofts an Facebook berichtet. Lanmans Bestätigung reicht aber noch in die Zeit vor der Beteiligung seines Unternehmens. Die Hintergründe dazu hatte David Kirkpatrick in seinem im vergangenen Sommer erschienenen Buch "The Facebook Effect" unter Berufung auf eingeweihte Personen beschrieben. Demnach ist Microsoft-Chef Steve Ballmer zweimal nach Palo Alto geflogen, um Zuckerberg zu treffen. Dieser hatte Ballmer offenbart, dass Facebook Investoren suche. Ballmer habe daraufhin vorgeschlagen, das Social Network für 15 Milliarden US-Dollar auf einen Schlag komplett zu übernehmen. Auch sei Zuckerberg nicht daran interessiert gewesen, von Microsoft schrittweise geschluckt zu werden.

Facebook hat inzwischen über 500 Millionen Nutzer, der Marktwert des noch nicht an der Börse notierten Unternehmens wird nun auf 50 Milliarden US-Dollar taxiert. Zuckerbergs Vermögen wird vom Wirtschaftsmagazin Forbes auf 6,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Facebook-Chef hat nun im Rahmen der Initiative "The Giving Pledge" versprochen, mindestens die Hälfte seines Vermögens zu spenden – nach seinem Tod oder noch zu Lebzeiten. Die Initiative wurde im Juni von Microsoft-Mitgründer Bill Gates und dem Investor Warren Buffet gestartet.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft rudert bei Internet-Quarantäne zurück
Beitrag von: SiLæncer am 17 Februar, 2011, 16:18
Microsoft ist von seiner im November des vergangenen Jahres vorgestellten Idee abgerückt, infizierte PCs vom Internet zu isolieren und bis zur Desinfektion unter Quarantäne zu stellen. Laut Microsofts Vizepräsident für Trustworthy Computing, Scott Charney, sollen stattdessen nun Betreiber eines Web-Dienstes auf Basis des "Gesundheitszustands" des PCs über eventuelle Einschränkungen entscheiden.

So könnten Banken beispielsweise bei potenziell gefährdeten Computern ein Limit für Überweisungen festlegen. Die Prüfung des Gesundheitszustands soll etwa auf Basis der vom Windows-Sicherheitscenter gelieferten Informationen erfolgen, die vom TPM-Chip des PCs digital signiert sind. Unklar ist derzeit noch, wie sich legitime Webseiten gegenüber dem PC ausweisen sollen, um an die Zustandsinformationen zu gelangen. Der neue Vorschlag dürfte infizierte PCs leider auch kaum davon abhalten, andere Rechner anzugreifen.

Charneys ursprünglicher Vorschlag beruhte darauf, dass die Provider den Gesundheitszustand des Systems prüfen und PCs im Zweifel aussperren, bis der Anwender seinen PC geheilt hat. Im Gespräch mit heise Security sagte Paul Nicholas, Leiter von Microsofts Global Security Strategy, dass die Provider aufgrund knapper Margen keinen Spielraum sehen, auch noch Support für eventuell infizierte oder schlecht gewartete PCs zu leisten.

Scott Charney Ansatz beruht auf der Idee, dass es zwischen dem öffentlichen Gesundheitssystem und dem Computer-Ökosystem Parallelen gebe. Um die allgemeine Gesundheit zu erhalten, bedürfe es entsprechender Maßnahmen, etwa die Quarantäne von infizierten Menschen oder PCs. Die Konsequenzen sind Charney allerdings selbst nicht ganz klar: "In vielen Ländern der Erde wird der unkontrollierte Internetzugriff als Grundrecht betrachtet."

Charney sieht jedoch eine gewisse Analogie zum Rauchverbot: Durch das Rauchen an öffentlichen Orten würden auch die Mitmenschen des Rauchers geschädigt. Ähnliches gelte im Zusammenhang mit Botnetzen. So sieht dies auch der Sicherheitsspezialist Bruce Schneier, der im November 2010 Charneys erste Idee in einem Essay würdigte. Dort argumentierte Schneier, dass es duchaus legitim sei, das Recht des Individuums dem der Gesellschaft unterzuordnen. Eine Führerscheinprüfung und eine TÜV-Prüfung gebe es ja auch nicht, um das Individuum vor sich selbst zu schützen, sondern die Gesellschaft vor dem Individuum.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsofts Antwort auf Googles Social Search?
Beitrag von: ritschibie am 18 Juli, 2011, 11:36
Microsoft arbeitet offenbar an einer sozialen Suche. Das Unternehmen hatte versehentlich die Website des Projekts live geschaltet.

Unter Socl.com war zum Ende vergangener Woche kurzzeitig eine Website aktiv, die eine Art Social Network mit Codenamen Tulalip beschrieb. Microsoft will Nutzern damit helfen, Informationen im Internet zu finden und mit anderen zu teilen - offenbar auch über Facebook und Twitter, wofür es Loginfelder auf Socl.com gab.

Das klingt einerseits nach sozialem Netzwerk, andererseits auch nach einem Konkurrenten für die Social Search von Google. Google versieht die Suchergebnisse dabei mit Daten von Freunden. Es ist zu erwarten, dass Microsoft Tulalip eng mit seiner eigenen Suchmaschine Bing verknüpft.

Auf der vorläufigen Website findet sich nun nur noch der offizielle Hinweis: "Socl.com ist ein internes Designprojekt von einem Team bei Microsoft Research und wurde fälschlich im Web veröffentlicht." Scherzhaft heißt es dann noch: "Wir wollten das nicht, ehrlich."

Socl.com ist seit 12. Juli 2011 auf Microsoft registriert. Die Domain war zuvor auf das Patent- und Markenunternehmen Marksmen registriert. Marksmen hatte am 30. Juni 2011 die Domain social.com für beachtliche 2,6 Millionen US-Dollar verkauft. Entsprechend gibt es nun Spekulationen, ob Social.com auch an Microsoft gegangen ist.

Quelle: www.golem.de
Titel: Microsoft bietet nicht mehr für US-Videoplattform Hulu
Beitrag von: ritschibie am 20 Juli, 2011, 12:27
(http://www.digitalfernsehen.de/uploads/media/hulu_teaser_top_11.jpg)
Der Softwareriese Microsoft hat sich vorerst aus dem Bieterwettstreit um die US-Videoplattform Hulu zurückgezogen. Allerdings ist es durchaus möglich, dass der Windows-Erfinder zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigt.

Microsoft sei aus der zweiten Bieterrunde ausgestiegen, berichtete der Nachrichtendienst Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf anonyme Insider. Die Gründe für den Rückzug seien nicht bekannt. Weder Microsoft noch Hulu wollten den vorläufigen Ausstieg kommentieren. Über Microsofts Spielekonsole Xbox 360 können Nutzer bereits die kostenpflichtigen Variante Hulu Plus verwenden, die den Kunden ein breites Angebot an Filmen und aktuellen TV-Serien als Videostream bereitstellt.

Hulu verhandelt derzeit mit mehreren Internetunternehmen, die im TV-Geschäft weiter Fuß fassen wollen. Unter anderen sind Yahoo, Facebook und Amazon an dem Online-Videoservice interessiert. Details zu den finanziellen Einzelheiten und den erworbenen Rechte würden den Kaufinteressenten aber nur dann gegeben, wenn diese eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnen. Mitbieter Yahoo hat dem Bericht zufolge für den Dienst zwei Milliarden Dollar geboten. Im Gegenzug erwartet der Konzern aber einen vier- oder fünfjährigen Exklusivvertrag.
 
Das als Joint-Venture von NBC Universal, News Corp. und Walt Disney betriebene Hulu-Portal war 2008 gestartet und ist seitdem zu einer der meistgenutzten Online-Videodienste in den USA aufgestiegen. US-Sender wagten sich mit Hulu vor einigen Jahren probeweise ins Online-Geschäft vor. Fernsehsendungen werden über die Plattform für die Zuschauer kostenfrei gezeigt, das Basisangebot finanziert sich durch Werbung. Die Initiative sorgte allerdings für Spannungen mit traditionellen Partnern der US-Fernsehindustrie, insbesondere den Kabelnetzbetreibern.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Microsoft verrät Standortdaten von PCs und Smartphones
Beitrag von: SiLæncer am 30 Juli, 2011, 15:31
Über Microsofts Webdienst-Plattform Live.com lässt sich eine Landkarte mit den Positionen zahlloser WLAN-Gerätschaften ausgeben. Microsoft nutzt die Informationen hinter dieser Landkarte, um Surfern auf Wunsch ortsspezifische Dienste anbieten zu können, berichtet das Magazin Cnet.

Will ein Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 ohne GPS-Hilfe seine aktuelle Position bestimmen, ermittelt es die MAC-Adressen der in Reichweite befindlichen WLANs und schlägt die Standorte von deren Access Points in Microsofts Positionsdatenbank nach, um daraus und aus den relativen Empfangsstärken auf die eigene Position zurückzuschließen. Im Rahmen dieser Abfrage erhält die Datenbank nebenbei auch Informationen über alle bisher unbekannten WLANs, die an der Handy-Position zu empfangen sind. Man könnte sagen, Windows-Smartphones betreiben Wardriving für Microsoft.

Elie Bursztein vom Stanford Security Laboratory hat das API zu Live.com und damit zu Microsofts Standort-Datenbank erforscht und will seine Erkenntnisse in der kommenden Woche auf der Black-Hat-Konferenz in Las Vegas vorstellen. Offenbar ist er in der Lage, jedes von Microsoft erfasste WLAN-Gerät anhand seiner MAC-Adresse zu loakalisieren.

Die GPS-unabhängigen Positionsbestimmungen in iPhones, Android-Geräten oder per Skyhook funktionieren auf dieselbe Art und Weise wie bei Microsoft, verwenden aber die eigenen Datenbanken dieser Anbieter. Die Standort-Atlanten von Google standen etwa über das Werkzeug Android Map des Hackers Samy Kamkar ursprünglich für jedermann offen. Der Suchmaschinen-Spezialist hat diese Auswertungen aber blockiert, nachdem er in öffentliche Kritik geraten war.

Abgesehen davon, dass mit der erwähnten Technik etwa die Positionsangaben eines Smartphones mit aktiviertem Tethering als Basis für illegitime Bewegungsprofile der Handy-Besitzer herhalten können, knüpfen sich noch weiter reichende Befürchtungen an Burszteins Beobachtungen. Google musste nämlich einräumen, dass es beim Zusammentragen von Positionsdaten mit Hilfe seiner StreetView-Kameraautos unterschiedslos auch Daten aufgesammelt hat, die niemanden etwas angehen, zum Beispiel Fetzen von E-Mails, die während der Erfassung über die betreffenden WLANs übertragen worden waren. Microsoft tritt entsprechenden Verdachtsmomenten bezüglich seiner Ortsdatensammlung mit einem Blog-Eintrag entgegen und verlinkt darin über einige Ecken auch die Erklärung, keinerlei Daten außer dem Netzwerk-Namen, der empfangenen Signalstärke und des WLAN-Standards zu notieren. Trotzdem regt Bursztein an, Microsoft solle seine Datenbestände mit ähnlichen Sicherungsmaßnahmen abschotten, wie Google das mittlerweile praktiziert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft verklagt Besitzer der Domain Windows.ru
Beitrag von: ritschibie am 22 Februar, 2012, 12:00
Microsoft hat einen russischen Geschäftsmann verklagt, weil dieser die Domain Windows.ru besitzt. Der Softwarekonzern sieht darin eine Urheberrechtsverletzung und will nun die Herausgabe es Domainnamens erzwingen.

Nach Angaben der 'Russian Legal Information Agency' (RAPSI) verlangt Microsoft die Überschreibung der Domain Windows.ru, weil ihr Besitzer Dmitry Shapovalov angeblich gegen dass Urheberrecht verstößt, weil der Name die geschützte Marke "Windows" enthält. Die Redmonder wollen unter anderem erreichen, dass Shapovalov die Domain nicht mehr nutzen darf.

Die Klage soll am 11. April 2012 erstmals vor dem Moskauer Handelsgericht verhandelt werden. Microsoft hat sich bisher zu dem Verfahren nicht weiter geäußert. Man bestätigte lediglich, dass man Klage eingereicht habe und der Besitzer der Marke "Windows" in Russland ist.

Bei einer ersten Anhörung erklärte der Anwalt des Beklagten, dass die genauen Forderungen von Microsoft bisher unklar seien. Microsoft versucht im Rahmen seiner Klage auch gegen den Domain-Registrar Demos-Internet vorzugehen, über den Shapovalov die Adresse angemeldet hat.

Laut dem Bericht war der Zugriff auf Windows.ru zuletzt aufgrund einer Sperrung nicht möglich. Derzeit führt ein Aufruf der Adresse allerdings zu einer Weiterleitung auf die russische Version der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ironischerweise wird dabei ausgerechnet ein Artikel über Fenster aufgerufen.

Microsoft versucht immer wieder, unter Berufung auf seine Markenrechte die Herausgabe von Domainnamen auf gerichtlichem Weg zu erzwingen. Der Softwarekonzern betreibt unter der Adresse Windows.com ein umfangreiches Informationsportal zu seinen Betriebssystemen. Wahrscheinlich will man unter Windows.ru eine russische Version dieser Website verfügbar machen.

Bisher ist unklar, ob Microsoft zuvor versucht hat, dem Geschäftsmann die Domain im Rahmen von Verhandlungen abzukaufen.

Quelle: www.winfuture.de
Titel: Heimautomation mit Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 28 April, 2012, 14:15
Microsoft arbeitet an einem speziell auf die Heimautomatisierung abgestimmten Betriebssystem namens HomeOS (http://research.microsoft.com/en-us/projects/homeos/) (derzeit nur per Google-Cache einsehbar (http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache%3Ajhx4eYKmsH4J%3Aresearch.microsoft.com%2Fen-us%2Fprojects%2Fhomeos%2F%2B&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a)). Das setzt auf Windows auf, bindet aber auch die eigenen Cloud-Dienste sowie Smartphones mit Windows-Phone-7 ein. So stellen sich die Microsoft Techniker etwa vor, dass man die Bilder der Überwachungskamera vom Smartphone aus anschauen kann – auch wenn man unterwegs ist.


Besonderen Wert legt Microsoft darauf, dass die Bedienung des Gesamtsystems einfach ist. So soll man neue Programme und Regeln aus dem HomeStore herunterladen können. Ein Video zeigt, wie man das Heimnetz trainieren könnte: Dazu gibt es – aktivierbar per Smartphone – einen Lernmodus, in dem man einfach nacheinander die gewünschten Ereignisse auslöst. Öffnet der Benutzer in diesem Modus beispielsweise eine Tür und macht dann das Licht an, so speichert das System diesen Ablauf als Wenn-Dann-Regel.

Derzeit feilt Microsoft zusammen mit Partnern und Universitäten am Konzept, denn HomeOs befindet sich derzeit noch im Prototypenstadium. Bisher kann es unter anderem mit Schaltern, Kameras und Fernsehern kommunizieren. In Kooperation mit der Firma Sigma Designs ist auch ein Software Development Kit für Heimautomatisierungsgeräte nach dem Z-Wave-Standard entstanden.

Microsoft bietet eine Programmieranleitung zum Download (http://research.microsoft.com/en-us/projects/homeos/programming-howto.docx) an. Dort findet sich – falls die Webseite gerade funktioniert – auch ein Video mit ein paar Demos (http://research.microsoft.com/en-us/um/redmond/projects/homeos/homeos-demos.htm). Derzeit bietet Microsoft HomeOS für den nicht kommerziellen Einsatz kostenlos an, allerdings nur für akademische Institutionen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Mysteriöse Veranstaltung: Microsoft will Montag etwas Großes vorstellen
Beitrag von: ritschibie am 15 Juni, 2012, 11:15
(http://www.golem.de/1206/sp_92547-37707-i.jpg)
Asus-Tablet mit Windows RT
(Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Microsoft hat für Montag die Presse zu einer Veranstaltung in Los Angeles eingeladen und verspricht eine "große Microsoft-Ankündigung". Thema könnte Windows RT sein, eine Quelle spricht von einem Microsoft-Tablet, das Apples iPad Konkurrenz machen soll.

Microsoft gibt sich wieder einmal geheimniskrämerisch: Das Unternehmen verschickte am Donnerstag Einladungen für eine Veranstaltung am Montag um 3:30 Uhr Ortszeit in Los Angeles, verriet aber nicht, worum es dabei gehen soll. Ina Fried von AllthingsD, dem Blog des Wall Street Journal, will erfahren haben, dass es um Windows RT gehen soll, die für Tablets gedachte ARM-Version von Windows 8.

Das Hollywood-Blog The Wrap will von einer Person, die mit Microsoft in Verbindung steht, erfahren haben, dass Microsoft ein eigenes Tablet mit Windows RT vorstellen wird, um Apples iPad direkt Konkurrenz zu machen. In einem weiteren Artikel heißt es bei AllThingsD, Microsoft sei zu dem Schluss gekommen, ein eigenes Tablet anbieten zu müssen, um mit Hardware und Software aus einer Hand besser mit Apple konkurrieren zu können.

Allerdings birgt ein solcher Schritt auch Gefahrenpotenzial: Microsoft setzt traditionell auf unabhängige Hersteller wie Acer, Dell, HP sowie Lenovo und überlässt es diesen Unternehmen, die Hardware zu entwickeln und zu verkaufen. Mit einem eigenen Tablet würde Microsoft in direkte Konkurrenz zu seinen wichtigsten Partnern treten.

In einem anderen Bereich aber bietet Microsoft Hardware und Software sehr erfolgreich aus einer Hand an: Bei der Spielekonsole Xbox hat Microsoft von Anfang an auf ein anderes Konzept gesetzt. Allerdings folgt der Markt hier auch anderen Gesetzen: Die Hardware wird am Anfang von den Herstellern vergleichsweise günstig angeboten, um die Plattform im Markt zu etablieren. Nicht selten zahlen die Konsolenhersteller dabei am Anfang drauf und verdienen am Ende über Lizenzgebühren, die sie von Spieleherstellern erhalten, ihr Geld. Die Konsolen können sie erst im Laufe der Zeit mit Gewinn verkaufen, da die Komponentenpreise mit der Zeit fallen.

Denkbar ist also, dass Microsoft auch beim Tablet einen ähnlichen Ansatz wählt, um die Plattform zu etablieren und am Ende über die Gebühren des Windows Store Geld zu verdienen, das dann gegebenenfalls auch mit anderen Hardwarepartnern geteilt wird.

Quelle: www.golem.de
Titel: TechNet von Microsoft wird bis Ende 2014 eingestellt
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2013, 20:33
Unter IT-Profesionals galt Microsoft TechNet als wichtige Ressource, weil darüber Software erschlossen werden konnte, bevor sie an "gewöhnliche" Endkunden kam. Nun aber zieht Redmond den Stecker und stellt das Programm ein.

Auf der deutschsprachigen TechNet-Präsenz von Microsoft hieß es, man werde künftig andere kostenlose Angebote ausbauen, "um den Anforderungen der wachsenden Community von IT-Experten besser gerecht werden zu können". Dazu sollen demnach "Evaluierungsressourcen durch das TechNet-Evaluierungscenter, von Experten geleitete Lernsitzungen durch die Microsoft Virtual Academy und von der Community moderierter technischer Support durch die TechNet-Foren" zählen.

Der ganze Artikel (http://winfuture.de/news,76768.html)

Quelle: www.winfuture.de
Titel: Microsoft-Chef Ballmer kündigt Rückzug an
Beitrag von: SiLæncer am 23 August, 2013, 16:17
Microsoft-Chef Steve Ballmer wird die Führung des Software-Konzerns binnen eines Jahres abgeben. Ballmer werde sich zurückziehen, sobald ein Nachfolger gefunden sei, teilte Microsoft am Freitag am Stammsitz in Redmond mit. Bis dahin werde er die Geschäfte in gewohnter Weise leiten. Der 57-Jährige Ballmer steht seit 2000 an der Spitze des weltgrößten Software-Konzerns.

"Es gibt nie eine perfekte Zeit für einen solchen Übergang, aber jetzt ist die richtige Zeit", erklärte Ballmer in der Mitteilung. Microsoft brauche einen Chef, der für längere Zeit den Wandel zu einem Unternehmen für Geräte und Dienstleistungen begleiten werde. Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte an, dass er bei der Suche nach einem neuen Konzernlenker helfen werde.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft sperrt Journalisten von Analysten-Treffen aus
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2013, 18:52
Microsoft lässt auf dem für den 19. September 2013 anberaumten Treffen mit Finanzanalysten keine Journalisten zu. Damit sperrt der Software-Konzern erstmals auf einer solchen Veranstaltung Medienvertreter aus, berichtet das IT-Blog AllTingsD. Diese sollen dem Ereignis nur über Webcast folgen können.

Auf dem Treffen in Redmond will Microsoft unter anderem seine Strategie, die neue Organisationsstruktur und den Ausblick auf das gesamte Finanzjahr darlegen, hatte Finanzchefin Amy Hood im Juli erklärt. Auch vor dem Hintergrund des angekündigten Rücktritts von Microsoft-Chef Steve Ballmer wäre es für Journalisten reizvoll, in direkten Kontakt mit Microsoft-Managern und Analysten zu treten. Allerdings hatte Microsoft ihnen auf früheren Treffen teilweise schon Einschränkungen auferlegt. So waren beispielsweise nur Fragen von Analysten zugelassen, berichtet AllThingsD.

Microsoft hatte Ende vorigen Jahres den Umbau zu einem Gerätehersteller und Dienstleistungsunternehmen angestoßen. Ballmer begründete den Zeitpunkt für seine Rücktrittsankündigung damit, Microsoft brauche einen Chef, der für längere Zeit diesen Wandel begleiten werde. Derzeit sind die Aussichten auf dem PC-Markt, an dem für Microsoft viel hängt, nicht gut. Bei Smartphones bekommt Windows Phone keinen Fuß richtig auf den Boden, die Surface-Tablets verkaufen sich schleppend und an der neuesten Windows-Version 8 wurde Kritik laut.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft hat ein Problem: Immer mehr Menschen kommen ohne Windows aus
Beitrag von: Hans Vader am 11 Juli, 2014, 17:39
Konzern-Chef Nedalla versucht Neustart -  "Unsere Industrie hat keinen Respekt für Traditionen"

Was für ein Zeitenwandel: Das Wort "Windows" kam im Strategie-Manifest des neuen Microsoft-Chefs Satya Nadella zum ersten Mal im 20. Absatz vor. Nachdem Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows über ein Jahrzehnt die Computer-Branche dominiert hatte, gesteht Nadella so offen wie noch nie ein, dass sich die Zeiten geändert haben.

Weiter geht es hier : http://derstandard.at/2000002971463/Microsofts-Problem-Immer-mehr-Menschen-kommen-ohne-Windows-aus (http://derstandard.at/2000002971463/Microsofts-Problem-Immer-mehr-Menschen-kommen-ohne-Windows-aus)
Titel: Re: Microsoft hat ein Problem: Immer mehr Menschen kommen ohne Windows aus
Beitrag von: Jürgen am 12 Juli, 2014, 03:12
Beim Vergleich von (geplanten oder wirklichen) Verkaufszahlen sollte man allerdings auch die voraussichtliche Nutzungsdauer berücksichtigen.
Smartphones, Tablets & Co. werden (vom Neu-Käufer) nur selten länger als zwei Jahre genutzt, oft sogar deutlich kürzer.
Der 'große' PC ist dagegen oft fünf bis zehn Jahre in erster Hand.
Notebooks irgendwo dazwischen...

Und dann stelle man sich einmal vor, man sollte auf dem Job acht Stunden lang Korrespondenz, Tabellen, Warenwirtschaft usw. am Smartphone oder Tablet bzw. Touchscreen bearbeiten.
Effizienz geht anders...

Das bedeutet, der ausgewachsene Rechner mit ordentlichem Bildschirm, einigermaßen ergonomischer Eingabe, verlässlicher Energieversorgung und großem Speichervermögen ist noch lange nicht am Ende.
Hersteller, die das aus dem Blick verlieren, setzen m.e. auf's falsche Pferd.
Statt dessen wird es zunehmend wichtiger, einwandfreie Interoperabilität zwischen beiden Welten zu gewährleisten.
Ohne dabei die jeweiligen Stärken der Gerätearten sinnlos zu opfern...

Jürgen
Titel: Microsoft streicht fast 18.000 Jobs
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2014, 16:35
Die Neuausrichtung von CEO Satya Nadella trifft tausende Microsofties und Ex-Nokianer hart: Der US-Konzern will im laufenden Geschäftsjahr "bis zu 18.000" Stellen abbauen.

Microsoft wird im Rahmen einer weitreichenden Umstrukturierung im laufenden Geschäftsjahr bis zu 18.000 Stellen streichen. Das teilte CEO Satya Nadella am Donnerstag in einer E-Mail an die Mitarbeiter mit. Davon werden 12.500 Stellen in Verwaltung und Herstellung im Zusammenhang mit der Übernahme von Nokias Gerätesparte wegfallen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-streicht-fast-18-000-Jobs-2262030.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsofts Kahlschlag trifft nur wenig deutsche Mitarbeiter
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2014, 19:36
Vom umfassenen Jobabbau bei Microsoft bleiben Mitarbeiter in Deutschland weitgehend verschont. Am härtesten trifft es die ehemaligen Nokianer: jeder Zweite muss mit dem Verlust seines Jobs rechnen.

Nur wenig deutsche Microsofties sind von dem geplanten Kahlschlag bei dem US-Softwareriesen betroffen. Es gehe um eine "zweistellige Anzahl von Beschäftigten", sagte ein Sprecher von Microsoft Deutschland am Donnerstag der dpa. Welche Standorte betroffen sind, konnte er nicht sagen. "Wir erarbeiten erst die konkreten Schritte." Am Nachmittag hatte Firmenchef Satya Nadella angekündigt, dass bis zu 18.000 Jobs gestrichen werden sollen, die meisten davon in der von Nokia übernommenen Handysparte.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsofts-Kahlschlag-trifft-nur-wenig-deutsche-Mitarbeiter-2262417.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsofts Nokia-Entlassungen: "Finnland wurde getäuscht"
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juli, 2014, 19:25
Nachdem Microsoft massive Entlassungen an finnischen Ex-Nokia-Standorten angekündigt hat, reagiert die Politik verstimmt. Man sei getäuscht worden, erklärte Finanzminister Rinne.

Die finnische Politik sieht die von Microsoft angekündigten massiven Entlassungen bei den ehemaligen Nokia-Standorten offenbar überaus kritisch: „Finnland wurde getäuscht“, erklärte der finnische Finanzminister Antti Rinne gegenüber der Zeitung Kaupalehti.

"Natürlich ist das ein Deal zwischen Nokia und Microsoft", erklärte Rinne. "Aber als der Handel unterzeichnet wurde, hatte Microsoft auch sein Engagement für Finnland angekündigt. Nun scheint es, als ob dieser Teil nicht erfüllt wurde." Microsoft hatte Nokias Gerätesparte im September 2013 übernommen. Ein Stellenabbau sei danach zwar durchaus zu erwarten gewesen, schränkte Rinne ein; nun warte er aber auf den Bau der Rechenzentren, die der Konzern aus Redmond versprochen habe.

Stein des Anstoßes: Microsoft will im Rahmen einer weitreichenden Umstrukturierung im laufenden Geschäftsjahr bis zu 18.000 Stellen streichen. Davon werden 12.500 Stellen in Verwaltung und Herstellung im Zusammenhang mit der Übernahme von Nokias Gerätesparte wegfallen. Das teilte CEO Satya Nadella vergangene Woche in einer E-Mail an die Mitarbeiter mit.

Die Entlassungen sind offenbar Teil der zuvor vom Microsoft-CEO Satya Nadella ausgerufenen neuen Strategie „Mobile & Cloud First“. Die noch vom Vorgänger Steve Ballmer verfolgte Richtung, den Software-Konzern auch zum Gerätehersteller zu machen, gehört wohl damit der Vergangenheit an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft schafft Web-Browserauswahl in Windows wieder ab
Beitrag von: SiLæncer am 18 Dezember, 2014, 14:34
Der Softwarekonzern ist nicht mehr verpflichtet, eine Auflage aus einem Kartellverfahren der EU-Kommission um die Verknüpfung des Internet Explorer mit Windows einzuhalten.

Neue Windows-Nutzer müssen sich künftig wieder selbst um Alternativen zum Internet Explorer kümmern. Wie Microsoft mitteilt, wird das Auswahlfenster mit Hinweisen auf andere Web-Browser als den Internet Explorer in Zukunft nicht mehr angezeigt.

Microsoft war 2009 von der EU-Kommission im Rahmen eines Kartellverfahrens verpflichtet worden, das Auswahlfenster anzuzeigen. Es wies auf Chrome, Firefox, Opera und Safari hin, aber auch auf weniger populäre Web-Browser. Microsoft ist nun dazu nicht mehr verpflichtet. Das Unternehmen "empfiehlt allen Kunden, die sich über andere Webbrowser informieren oder einen anderen Browser herunterladen möchten, die Websites der entsprechenden Anbieter direkt aufzurufen", wie es auf der früheren Website zur Browser-Auswahl heißt.

Das Kartellverfahren war im Januar 2009 nach einer Beschwerde Operas eingeleitet worden. Die EU-Kommission war nach einer Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass Microsoft durch die Verknüpfung des Internet Explorer mit Windows, das 90 Prozent des Betriebssystemmarktes beherrsche, den Wettbewerb verzerre. Dadurch würden Innovationen beeinträchtigt und Webseiten-Entwickler dazu angehalten, sich vor allem am Internet Explorer zu orientieren.

Im März 2013 verhängte die EU-Kommission über Microsoft eine Geldbuße von 561 Millionen Euro, weil das Unternehmen im Service Pack 1 für Windows 7 im Februar 2011 die Auswahlmöglichkeit nicht implementiert hatte. Den Hinweis darauf gaben Google und Opera der EU-Kommission. Bereits 2004 hatte die Kommission wegen der Verknüpfung von Windows mit dem Media Player und der "Ausdehnung des Quasi-Monopols bei Betriebssystemen für PCs auf den Markt für Betriebssysteme für Arbeitsgruppenserver" ein Millionen-Bußgeld gegen Microsoft verhängt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Microsoft schafft Web-Browserauswahl in Windows wieder ab
Beitrag von: Jürgen am 19 Dezember, 2014, 01:45
 ??? Was hat sich denn seit 2009 daran grundsätzlich geändert, damit diese Auflage nun entfallen kann ???

Oder verjähren die ohnehin seltenen vernünftigen Ideen der EU sowieso nach fünf Jahren, ganz im Gegensatz zu den Sitzplätzen und Futtertrögen der dorthin entsorgten traurigen Polit-Clowns   :wall

Jürgen
Titel: Microsoft hortet über 100 Milliarden US-Dollar außerhalb der USA
Beitrag von: SiLæncer am 04 August, 2015, 18:56
Der Geldberg außerhalb der USA wächst auch bei Microsoft an: Rund 108 Milliarden US-Dollar hält das Unternehmen in steuergünstigen Ländern vor, um die US-Unternehmenssteuer zu vermeiden.

Die vom Software-Riesen Microsoft außerhalb der USA gehorteten Gewinne haben die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschritten. Insgesamt sitzt der Konzern auf etwas über 108 Milliarden US-Dollar Auslandscash, wie aus Unterlagen hervorgeht, die das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht einreichte. Laut dem Finanznachrichtendienst Bloomberg ist das eine Steigerung von 17 Prozent zum Vorjahr.

Die großen Geldmengen werden in Niederlassungen in Ländern mit niedrigen Steuersätzen vorgehalten, wie etwa Puerto Rico und Irland. Das dient dazu, die US-Unternehmenssteuer von 35 Prozent zu vermeiden, die auch auf Gewinne im Ausland anfällt. Flösse das Geld in die Heimat zurück, müsste Microsoft dann die Differenz zwischen dem US-Satz und den bereits gezahlten Steuern begleichen. Laut den Unterlagen von Microsoft wären das rund 34 Milliarden US-Dollar für den US-Fiskus. Bloomberg zufolge lässt das auf Auslandssteuersätze um die 3 Prozent schließen.

An Apple reicht Microsoft damit noch nicht heran: Der iPhone-Hersteller hat von seinen 202,8 Milliarden US-Dollar Geldreserven fast 90 Prozent außerhalb der USA geparkt. Microsoft und Apple scheinen insgesamt eher Regel denn Ausnahme zu sein: Bloomberg nach haben US-Konzerne rund 2 Billionen US-Dollar an Gewinnen zur Steueroptimierung im Ausland geparkt.

Quelle : www.heise.de