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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 10 Februar, 2005, 18:08

Titel: HANDY- ROAMING : Europa wird Inland
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2005, 18:08
Wer aus dem Urlaub in Spanien oder den USA per Handy zuhause anruft, muss sich in der Regel auf eine saftige Rechnung gefasst machen. Die EU-Wettbewerbshüter haben jetzt ein Verfahren gegen Vodafone und T-Mobile eingeleitet, weil die beiden Mobilfunkanbieter von den Deutschen überzogen hohe Roaming-Gebühren kassiert haben sollen.

Brüssel - Die Europäische Kommission wirft Vodafone und T-Mobile einen Missbrauch ihrer Marktmacht vor. Nach Ansicht der Wettbewerbshüter zahlen deutsche Kunden für das als Roaming bekannte Telefonieren im Ausland deutlich zu hohe Gebühren.

Entsprechende Beschwerden sandte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes an beide Unternehmen, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Danach sollen T-Mobile, eine Tochter der Deutschen Telekom Chart zeigen und der britische Netzbetreiber Vodafone Chart zeigen ihre beherrschende Stellung auf dem deutschen Markt ausgenutzt haben, in dem sie überhöhte Roaming-Gebühren kassierten.

Roaming bedeutet, dass Kunden einer Mobilfunkgesellschaft beispielsweise im Urlaub das Netz eines anderen Anbieters benutzen. Für diese Verbindungen aus dem Ausland gelten andere Tarife. Die EU-Kommission will gewährleisten, dass die Verbraucher keine überhöhten Gebühren zahlen müssen, wenn sie in Europa auf Reisen gehen.

Die Verfahren gehen zurück auf Razzien, die die Kartellbeamten der Kommission und nationaler Behörden im Juli 2001 bei einer ganzen Reihe von Mobilfunkanbietern in Deutschland und Großbritannien durchführten. Gegen Vodafone und mmO2 in Großbritannien hat die Kommission bereits im vergangenen Juli Verfahren eingeleitet. Ursprünglich hatte Brüssel vermutet, es sei zwischen den Anbietern auch zu illegalen Preisabsprachen gekommen. Dieser Verdacht ließ sich jedoch nicht erhärten.

Abzocke im Ausland?

Die Kommission moniert, dass die mit Roaming-Diensten erzielten Gewinne um ein Mehrfaches höher waren als die von Mobilfunkbetreibern erbrachten vergleichbaren Dienste. Auch seien die Tarife für Roaming-Anrufe wesentlich höher als jene Preise gewesen, die T-Mobile und Vodafone für die Anrufe deutscher Abonnenten von anderen Anbietern auf ihren jeweiligen Netze berechnen.

T-Mobile habe seine Marktmacht zwischen 1997 und "wenigstens" Ende 2003 missbraucht, stellte die Kommission fest. Bei Vodafone gab sie den Zeitraum mit Anfang 2000 bis "zumindest" Ende 2003 an. Dies ist insofern von Bedeutung, als die Höhe eines Bußgeldes nicht nur von der Schwere des Verstoßes abhängt, sondern auch von der Dauer. Auch die "Kooperationsbereitschaft" eines Unternehmen spielt eine Rolle.

Sollte die Behörde zu der Erkenntnis gelangen, dass ausreichend Beweise für einen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsrecht vorliegen, könnte sie die Unternehmen mit einer hohen Geldstrafe belegen, die bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes betragen kann. Allerdings hat die Behörde diesen Rahmen noch nie auch nur annäherungsweise ausgeschöpft. Auch könnte die Kommission die Unternehmen zu Änderungen ihrer Geschäftpolitik zwingen.

Preise könnten immer noch zu hoch sein

T-Mobile weist den Vorwurf überhöhter Roaming-Gebühren zurück. Die Anschuldigungen seien "unbegründet und nicht nachvollziehbar", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag auf Anfrage. T-Mobile sei zuversichtlich, die Vorwürfe widerlegen zu können. Der Sprecher wies darauf hin, dass das Unternehmen in den vergangenen Monaten und Jahren die umstrittenen Roaming-Gebühren bis zu 50 Prozent gesenkt.

Vodafone Deutschland wollte sich zu dem Vorgehen der Kommission nicht äußern, die ein Kartellverfahren gegen beide Unternehmen eingeleitet hat. Ein Sprecher sagte lediglich, man werde eine schriftliche Stellungnahme nach Brüssel geben.

Die Kommission will unterdessen nicht ausschließen, dass die Tarife in Deutschland zwischen den Mobilfunkanbietern auch nach Dezember 2003 noch überhöht sein könnten. Wie es zuletzt in Kommissionskreisen hieß, sollten die hohen Gebühren für das Telefonieren mit dem Handy im Ausland bald sinken. Vodafone habe in Brüssel vor kurzem entsprechende Pläne angekündigt, die im Sommer in die Tat umgesetzt werden sollten. Bereits zu Ostern sollten in einigen EU-Staaten Pilotprojekte gestartet werden.

Das Vorgehen gegen die deutschen Betreiber wird von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso persönlich verantwortet. Die eigentlich zuständige Wettbewerbskommisarin Neeli Kroes hält sich aus dem Verfahren heraus, weil sie bei mmO2 zeigen früher im Aufsichtsrat saß.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: EU-Kommission richtet Webseite zu Roaming-Gebühren ein
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juli, 2005, 20:34
Die EU-Kommission will im Herbst eine Internetseite zu Roaming-Gebühren einrichten. Das Internetangebot soll einen Überblick über die Ausland-Roaming-Tarife der Mobilfunkbetreiber in den 25 EU-Staaten bieten, teilt die Kommission in Brüssel mit. Ziel sei es, den Wettbewerb anzukurbeln und eine bessere Vergleichbarkeit der Preise zu ermöglichen.

Bei den Preisen, die für Anrufe aus dem Ausland nach Hause verlangt werden, gibt es laut EU-Kommission innerhalb der Europäischen Union erhebliche Unterschiede: So kostet zum Beispiel ein Gespräch von Zypern nach Finnland mit einem finnischen Vertrag 58 Cent pro Minute. Für ein Telefonat von Malta nach Polen mit einem polnischen Vertrag würden dagegen bis zu 5,01 Euro pro Minute verlangt.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/61805
Titel: Roaming-Preise direkt auf dem Handy prüfen
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2005, 13:35
Wer aus dem Ausland per Handy zu Hause oder innerhalb des Urlaubslandes anruft, muss sich in der Regel auf eine satte Rechnung gefasst machen. Die Roamingpreise können je nach Uhrzeit, Roamingpartner und Tarifmodell beträchtlich variieren -- was zuletzt zu Beschwerden der EU-Kommission geführt hat, die zudem zumindest im Web eine Übersicht über Roaming-Gebühren gibt. Das Jenaer Unternehmen M.volution hat nun eine Java-Anwendung veröffentlicht, die Licht in den Dschungel der Tarife auch unterwegs und ohne Internet-Zugang bringen soll.

Die Software GoRoam läuft direkt auf dem Handy und benötigt keine Online-Verbindung. Das Programm zeigt dem Reisenden die Roamingpreise für das Telefonieren aus dem Ausland nach Deutschland und innerhalb des Urlaubslandes, die Preise für SMS, MMS sowie für GPRS- bzw. WAP-Verbindungen an.

GoRoam kosten knapp 5 Euro und muss vor Antritt der Reise von der Webseite des Anbieters geladen werden. Man wählt dazu das Reiseland und dann den Netzbetreiber aus und kann dann die passende Software übertragen. Der Preis schließt den Update-Service bis zum Ende des Jahres ein. Das Programm zeigt die Roamingpreise für der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 sowie der Serviceprovider Debitel, Mobilcom, Talkline an. E-Plus fehlt bisher, soll jedoch in Kürze folgen.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/61841
Titel: EU-Kommission stellt Handy-Roaming-Gebühren ins Internet
Beitrag von: SiLæncer am 04 Oktober, 2005, 16:23
Nach jahrelanger Kritik an hohen Kosten für Handy-Nutzer im Ausland macht die EU-Kommission ernst: Wie versprochen veröffentlicht die Kommission auf einer Internetseite die Tarife sämtlicher Betreiber aus den 25 EU-Mitgliedstaaten für das Telefonieren im Ausland. Damit sollen die Gebühren für den Verbraucher transparenter werden, sagte Medienkommissarin Viviane Reding am Dienstag in Brüssel.

Anhand von Tabellen mit Tarifbeispielen soll die Website eine Vorstellung davon vermitteln, mit welchen Tarifen Handy-Nutzer an ihrem Urlaubsort oder bei der nächsten Geschäftsreise zu rechnen haben, sagte Reding. "Angesichts der großen Fortschritte bei anderen Telekommunikationsdiensten ist kaum nachzuvollziehen, warum die Handybenutzung im Ausland immer noch so teuer ist."

In der Wettbewerbsbehörde der Kommission laufen bereits mehrere Verfahren gegen Mobilfunkbetreiber -- darunter auch T-Mobile -- wegen der Kosten beim so genannten Roaming. Roaming-Gebühren berechnen Mobilfunkanbieter untereinander für grenzüberschreitende Anrufe. Ein Anbieter in Deutschland muss beispielsweise an seinen Partner in Griechenland Gebühren für die Nutzung dessen Netzes bezahlen. Diese werden dann auf die Kunden teilweise umgelegt.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/64566
Titel: HANDY- ROAMING : Europa wird Inland
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2006, 18:37
Auslandsgespräche sind für Mobilfunkanbieter bisher fast eine Lizenz zum Gelddrucken: Für das "Roaming"  bitten sie kräftig zur Kasse. Das soll bald vorbei sein, wenn es nach EU-Kommissarin Viviane Reding geht: Bis zum Sommer 2007 soll aus der EU auch mobil ein grenzenloser Binnenmarkt werden.

Handynutzer können sich auf niedrigere Gebühren bei Gesprächen im EU-Ausland einstellen. Die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding kündigte am Dienstag in Brüssel einen Vorschlag für eine Verordnung an, die ihren Angaben zufolge bis zum Sommer 2007 umgesetzt sein soll. "Ein Mobilfunknutzer sollte bei Reisen ins europäische Ausland nicht automatisch höhere Tarife zahlen müssen", sagte Reding. Deshalb müssten "alle ungerechtfertigten Gebühren" abgeschafft werden.

Reding bemängelt schon seit langem, dass die so genannten Roaming-Gebühren für im EU-Ausland geführte Gespräche erheblich variieren. So zahlt ein Finne in Schweden für ein vierminütiges Handy-Gespräch nach Hause laut EU-Kommission 0,20 Euro, während ein Malteser in Lettland für ein vergleichbares Telefonat 13,05 Euro abgerechnet bekommt. Deutsche zahlen für ein Handy-Gespräch in Großbritannien oder Frankreich weit mehr als in Italien oder Spanien.

Wer nicht hören will...

"Den Grund dafür kennt keiner", sagte Reding. "Ich habe die Betreiber immer gewarnt, aber sie haben Schwierigkeiten, meine Botschaft zu verstehen." Eine Untersuchung der Kommission habe gezeigt, dass die Gebühren für grenzüberschreitende Mobilfunkgespräche trotz einer Warnung der Kommission im September nicht zurückgegangen seien.

Die Mobiltelefon-Gesellschaften wehren sich gegen eine gesetzliche Regelung ihrer Auslandstarife. Die Telefongesellschaften haben in den vergangenen Monaten teilweise neue Angebote aufgelegt, um Roaming-Gebühren zu senken oder zumindest transparenter zu gestalten. Vodafone etwa bot einen Pauschal-Roaming-Preis pro Gespräch und damit unabhängig von der Verbindungsdauer an. Auch Viviane Reding erkannte an, dass es "wenige positive Ausnahmen" unter den Mobilfunkunternehmen gäbe - allerdings zu wenige.

Für den Verbraucher nicht nachvollziehbar sei auch, warum er bezahlen müsse, wenn er im EU-Ausland angerufen werde, sagte Reding. Eine Gebühr falle auch dann an, wenn das Handy ausgeschaltet und die Mailbox den Anruf beantworte. Deshalb wolle sie "bei Endkunden die Gebühren für eingehende Anrufe ganz abschaffen", sagte die Kommissarin.

Schluss mit "ungerechtfertigten Gebühren"?

Zudem sollten einem Mobilfunknutzer im EU-Ausland "stets nur die in seinem Wohnsitzland geltenden Gebühren in Rechnung gestellt" werden, heißt es in einer Erklärung der EU-Kommission. Auch kleinere und mittlere Unternehmen litten extrem unter den hohen Gebühren. Die Tarife, die sich die Telekommunikationskonzerne für Gespräche im Ausland gegenseitig in Rechnung stellen, sollen Redings Vorstellungen zufolge "nicht erheblich über den tatsächlichen Kosten liegen". Der Vorsitzende der Regulierer-Gruppe, der Brite Kip Meek, erklärte, die die Kommission beratenden Regulierer wollten gemeinsam eine schnelle Lösung, um die Endpreise deutlich zu senken.

Dass die Konzerne sinkende Einnahmen durch niedrigere Gebühren im Inland wieder an die Verbraucher abgeben könnten, schloss Reding nicht aus. Erfahrungen zeigten aber, dass sich solche Drohungen meist nicht bewahrheiteten.

Reding verwies darauf, dass die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Frühjahrsgipfel vergangene Woche in Brüssel die hohen Roaming-Gebühren ebenfalls kritisiert hätten. Deshalb rechne sie mit einer Zustimmung der Mitgliedstaaten. Ihren formellen Vorschlag will die Luxemburger Kommissarin im Juni vorlegen. Vom 3. bis 28. April haben Verbraucher noch einmal die Gelegenheit, sich im Internet zu dem Thema zu äußern. Eine erste Konsultation vom 20. Februar bis 22. März sei auf große Resonanz gestoßen.

Neben den Mitgliedstaaten muss auch das Europäische Parlament zustimmen. Viele Abgeordneten hätten ihre Pläne bereits begrüßt, so dass sie von einer Verabschiedung der Verordnung bis Sommer 2007 ausgehe, sagte Reding. Eine EU-Verordnung gilt im Gegensatz zu einer Richtlinie mit sofortiger Wirkung.

Die Anbieter lehnen EU-Vorstoß ab

Wenig Motivation, sich die Preisgestaltung für das Roaming durch die EU-Kommission vorgeben zu lassen, zeigten am Dienstagnachmittag die Mobilfunkanbieter. Vodafone, Europas größtes Mobilfunkunternehmen, bezeichnete die Vorschläge von EU-Medienkommissarin Viviane Reding als zu weitgehend. T-Mobile bekräftigte, regulatorische Eingriffe seien nicht notwendig, um die Roamingpreise nach unten zu bringen.

T-Mobile habe selbst ein Interesse an geringeren Roaming-Gebühren, weil das Unternehmen Nettozahler sei, teilte die Tochter der Deutschen Telekom mit: Weil die Deutschen wesentlich häufiger Urlaub im Süden machen als umgekehrt, nutzen sie entsprechend auch häufiger ausländische Netze. Jedoch sollte die Preissenkung dem Markt überlassen werden. "Um dieses Ziel zu erreichen, sind keine regulatorischen Eingriffe notwendig."

Verbraucherschützer: "Absolut überfällig"

Verbraucherschützer sehen das allerdings anders. Als "absolut überfällig" haben deutsche Verbraucherschützer den Vorstoß der EU-Kommission für niedrigere Gebühren bei Handygesprächen im Ausland begrüßt. "Damit soll ein erheblicher Missstand beseitigt werden, der schon seit geraumer Zeit andauert", sagte Patrick von Braunmühl vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) der Nachrichtenagentur AP. Allerdings sei es bedauerlich, dass der angestrebte verbesserte Schutz der Mobilfunknutzer wohl erst 2007 und nicht schon in diesem Sommer greife.

Wer sich auf anstehenden Urlaubsfahrten vor überhöhten Handy-Rechnungen schützen will, dem bleiben bis dahin nur die Tricks, die jetzt schon wirken:

· Mailbox deaktivieren: Für die wird ebenfalls extra kassiert, wenn man sich im Ausland aufhält;

· Vor der Fahrt Preisinfos zu örtlichen Anbietern einholen: Über die manuelle Netzauswahl lassen sich die Kosten zumindest begrenzen;

· Insbesondere bei Fernreisen kann es günstiger sein, sich dort eine SIM-Karte zu besorgen;

· Der effektivste Kostenschutz überhaupt: Handy Zuhause lassen und per Münztelefon telefonieren, erreichbar ist man auch via Hotel-Telefon. Nicht erreichbar sein ist allerdings billiger und erhöht den Erholungswert deutlich.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Handytarife: Das Ende überteuerter Auslandsgespräche
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2006, 11:44
Das zähe Ringen der EU-Kommission mit den Mobilfunkbetreibern um die Gebühren für mobile Auslandsgespräche geht in eine neue Runde, obwohl längst absehbar ist, dass Minutenpreise generell ein Auslaufmodel darstellen.

Mit dem deutschen Vertragshandy von Italien aus in Australien anzurufen ist heute zwar problemlos möglich, aber die Minutentarife erinnern an die Steinzeit des Festnetztelefons, als transatlantische Gespräche noch ein Statussymbol für Manager waren, und mit einem "Fräulein, verbinden sie mit New York!" in die Wege geleitet wurden.

Die EU-Kommission wirft den Mobilfunkbetreibern daher bereits seit Jahren vor, bei Handy-Gesprächen aus dem Ausland unangemessen hohe Roaming-Gebühren zu kassieren - was die Gescholtenen bislang allerdings wenig beeindruckt.

Aber auch wenn die für diesen Donnerstag angekündigten neuen EU-Regeln zum Thema wirklich so strikt ausfallen wie erwartet, können sie höchstens eine Entwicklung beschleunigen, deren Ergebnis schon längst feststeht: Telefonieren zur Flatrate in alle Netze wird in absehbarer Zeit zum Standardmodel.

Rückzugsgefechte

Die EU-Kommission argumentiert beim Thema Roaming mit dem Schutz der Konsumenten vor dem Missbrauch der monopolartigen Position, die die Netzbetreiber gegenüber ihren Vertragskunden haben. Gleichzeitig ist aber offensichtlich, dass die Mobilfunkunternehmen gerade deshalb so verbissen an den saftigen Roaming-Gebühren festhalten, weil sie genau wissen, dass diese Einkommensquelle bald komplett versiegen wird.

In wenigen Jahren dürfte nämlich auch beim mobilen Telefonieren VoIP (Voice over Internet Protocol) üblich sein, das dann wie heute E-Mails keine nutzungsabhängigen Kosten verursachen wird. In der Kombination mit einer Flatrate für den Datentransfer von und zum Handy bedeutet dies: Minutenpreise sind genauso ein Auslaufmodel wie die Unterscheidung von nationalen und internationalen Gesprächen.

Mobil VoIP nutzen

Für die Konsumenten sind diese Aussichten natürlich erfreulich, aber bis das Telefonieren ohne Gebührensorgen Realität wird, müssen sie sich entweder mit der Preisgestaltung ihres Anbieters arrangieren oder die Mühe auf sich nehmen, den passenden Zusatzservice für bestimmte Gespräche zu finden.

So ist es schon heute möglich, mit dem Handy internationale Gespräche zu einem Bruchteil der üblichen Kosten zu führen, etwa indem eine Festnetznetznummer als individuelle Relaisstation verwendet wird, von der aus Telefonate mittels VoIP ins Zielland laufen.

Dazu muss man allerdings erst den richtigen Anbieter finden und sich bei diesem als Kunde registrieren - und die Mobilfunkbetreiber wissen genau, dass dies den meisten Nutzern zu aufwendig ist, weshalb sie den Poker mit der EU-Kommission bis zur letzten Tarifminute ausreizen werden.

P.S.: Noch wehrt sie sich, die Lobby


Und das offenbar mit Erfolg: Am Dienstag berichtete die "Financial Times", dass die Kommission ihren Entwurf auf Druck von Industrielobbyisten und einzelner EU-Kommissare abgeschwächt habe. Nun solle es zunächst so bleiben, dass die Anbieter weiterhin zweiseitig für Auslandsgespräche abkassieren können - bei Anrufer wie Angerufenem, wenn wohl auch in regulierter Höhe. Des weiteren soll es den Industrie-Lobbyisten gelungen sein, die verordneten Preiskürzungen um sechs Monate zu verschieben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: T-Mobile senkt Tarife für EU-Auslandsgespräche
Beitrag von: SiLæncer am 14 Dezember, 2006, 21:02
Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat die Tarife für Telefonate ins europäische Ausland gesenkt. Ab dem Jahreswechsel würden die Preise in der Tarifoption T-Mobile Weltweit für Handy-Gespräche in die Länder der Europäischen Union und Kroatien um 14 Prozent auf 59 Cent pro Minute reduziert, teilte die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom mit. T-Mobile reagiert damit auf Forderungen der EU-Kommission, die seit längerem günstigere Tarife verlangt und bereits eine entsprechende Verordnung zur Regulierung der Roaming-Gebühren angekündigt hat. Auch die Bundesregierung hat vor, im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft Druck für niedrigere Roaming-Gebühren zu machen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Verbraucherverbände: Mobilfunkbetreiber senken Roaming-Preise nicht
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2007, 16:49
Das mobile Telefonieren im Ausland (Roaming) ist trotz einer von der EU-Kommission angedrohten Verordnung zur Preisbegrenzung immer noch nicht billiger geworden. Dies erklärte (PDF-Datei) der Direktor des Dachverbandes der EU-Verbraucherorganisationen (BEUC), Jim Murray, heute in Brüssel. Der Verband forderte einen Roaming-Höchstpreis von 33 Cent pro Minute. Die tatsächlichen Kosten der Anbieter seien oft deutlich niedriger. Heute zahlen die Handy-Kunden beim Telefonieren im Ausland nach Angaben der EU-Kommission durchschnittlich 1,15 Euro pro Minute.

In einer Studie des BEUC heißt es, die Mobilfunkbetreiber operierten zwar mit vielen "Bündel-Angeboten" und Tarifplänen aller Art. Diese seien "sehr komplex, schwer zu benutzen und ohne nachvollziehbare Auswirkungen auf die Gesamtkosten". Sie dienten offensichtlich lediglich der Vernebelung. Die Tarife seien, gerade was das Telefonieren im Ausland angehe, sehr unübersichtlich. Vor allem gebe es oft keine Unterschiede beispielsweise zwischen dem Telefonieren aus dem Ausland nach Hause, dem Telefonieren innerhalb eines ausländischen Staates oder zwischen zwei Staaten.

Die EU-Kommission hatte im Juli vergangenen Jahres den Entwurf einer Verordnung zur Begrenzung der Roaming-Kosten vorgelegt. Diese Verordnung soll nach bisherigen Planungen noch unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bis Ende Juni verabschiedet werden. Die Kommission will unter anderem, dass der Endkundenpreis nicht mehr als 30 Prozent über dem Großkundenpreis liegen darf. Von den hohen Roaming-Tarifen sind der Kommission zufolge 110 Millionen Geschäftskunden und 37 Millionen Touristen betroffen. Die Kosten für einen Roaming-Anruf lägen fünfmal höher als die tatsächlichen Kosten und viermal höher als die Inlandstarife. Die Kommission begründet das beabsichtigte Eingreifen in den Roaming-Markt damit, die Tarife stellten vor allem für mittlere Unternehmen "einen erheblichen Kostenfaktor" dar.

Der EU-Verbraucherverband BEUC bezeichnete die Argumentation der Betreiber, die Geschäftskunden seien zum Roaming gezwungen und würden bei niedrigeren Endpreisen auch nicht mehr als bisher telefonieren, als "bizarr". Dies erkläre zwar "exorbitante" Preise, sei aber falsch: Nicht nur Geschäftskunden, vor allem Touristen würden wesentlich mehr im Ausland mobil telefonieren, wenn das nicht so teuer wäre. Der Verband kam bei der Prüfung der Handy-Rechnungen von 29 Europa-Abgeordneten zu dem Ergebnis, dass jeder Parlamentarier bei Begrenzung der Roamingkosten im Durchschnitt 1159 Euro pro Monat sparen würde.

Quelle : www.heise.de
Titel: ROAMING- KOSTEN - EU kappt Handygebühren - Konzerne empört
Beitrag von: SiLæncer am 15 März, 2007, 19:35
Netzgebühren sollen gedeckelt, Telefonate aus dem Ausland billiger werden. Der EU-Beschluss entsetzt die Mobilfunk-Anbieter: Eine Begrenzung der Roaming-Gebühren sei unnötig - und gefährde den Wettbewerb. Experten sehen das ganz anders.

Berlin - "Die Tendenz zeigt ganz klar, dass die Preise für Telefonate im Ausland sinken", sagte ein T-Mobile-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Preise seien in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden, zuletzt im Januar. Die Preissenkungen waren allerdings vor allem auf Druck der EU zustande gekommen: Eigentlich hatten die Anbieter gehofft, so eine Regulierung der Roaming-Gebühren verhindern zu können. Diese werden im Ausland für die Nutzung fremder Netze fällig.

Auch der Deutschland-Chef von Vodafone, Friedrich Joussen, zeigte sich dementsprechend empört über den heutigen Beschluss der zuständigen EU-Minister, dennoch eine Höchstgrenze für die Gebühren festzusetzen. Sollte die Regulierung tatsächlich kommen, würde das aus seiner Sicht den Wettbewerb zum Erliegen bringen, sagte Joussen.

EU-Medienkommissarin Viviane Reding und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sind anderer Meinung. Sie betonten, eine Regelung sei aus Gründen des Verbraucherschutzes wichtig. "Wir können das nicht dem Markt überlassen", sagte Glos nach dem Treffen der zuständigen EU-Minister auf der Cebit. Dort hatte man sich geeinigt, eine entsprechende Gesetzesvorlage noch im ersten Halbjahr 2007 auszuarbeiten und bis Juni endgültig unter Dach und Fach bringen zu wollen.

Bislang müssen die Verbraucher im Ausland für Telefonate mit der Heimat aufgrund dieser Gebühren tief in die Tasche greifen. Minutenpreise von bis zu drei Euro sind keine Seltenheit. Für Mobilfunk-Anbieter in den südlichen Urlaubsländern - der spanischen Telefónica und Telecom Italia - sind die Roaming-Gebühren eine wichtige Einnahmequelle. Die Tarife sind zum Teil so hoch, dass etwa die Telekom die Entgelte nach eigenen Angaben nicht voll an ihre Kunden weiter geben will. Zu unattraktiv sei sonst der Griff zum Handy im Urlaub. Die Telekom verzichte so jährlich auf einen dreistelligen Millionenbetrag, erklärt der Konzern.

"Riesige Kostenunterschiede nicht nachvollziehbar"

Experten begrüßen eine Regulierung deshalb. "Die teilweise riesigen Kostenunterschiede innerhalb Europas sind nicht nachvollziehbar", sagt Matthias Hamel von der Beratungsgesellschaft Solon. Auch nach den geplanten Preissenkungen kämen die Unternehmen auf ordentliche Margen bei Auslandstelefonaten.

Die EU-Kommission hatte bereits vergangenen Sommer vorgeschlagen, eine Roaming-Höchstgrenze festzusetzen. Das könne zu Preissenkungen von bis zu 70 Prozent führen, hieß es aus Brüssel: Von den geschätzten 8,5 Milliarden Euro im Jahr, die in der EU an Roaming- Gebühren fällig werden, würden also rund fünf Milliarden Euro wegfallen. Einer Deckelung der Preise müssen noch das Europäische Parlament sowie die Minister der Mitgliedstaaten formal zustimmen.

Offen ist noch, wo genau die Grenze gesetzt wird. Ein Sprecher Redings hatte am Rande des Minister-Treffens erklärt, es zeichne sich offenbar eine Obergrenze von rund 50 Cent ab. Die Nachrichtenagentur dpa-AFX schrieb wenig später, nach jüngsten Informationen peile die Kommission für Anrufe ins Heimatland eine Obergrenze von 44 Cent pro Minute an und von 15 Cent bei eingehenden Anrufen. Reding, Glos und Bundeskanzlerin Merkel hatten zuvor 50 beziehungsweise 25 Cent vorgeschlagen. Die Deutsche Telekom veranschlagt derzeit 59 Cent pro Minute.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: EU-Ausschüsse stimmen für Preisobergrenze bei Roaming-Gebühren
Beitrag von: SiLæncer am 22 März, 2007, 18:34
Im Europaparlament zeichnet sich Zustimmung zu niedrigeren Handy-Gebühren bei Telefonaten im Ausland ab. Am heutigen Donnerstag stimmten die Ausschüsse für Binnenmarkt und Kultur aber nur im Grundsatz für die von der EU-Kommission vorgeschlagene, drastische Absenkung der so genannten Roaming-Gebühren. Diese entstehen den Kunden bei eigenen oder angenommenen Anrufen im Ausland. Brüssel will die Mobilfunkanbieter mittels einer Preisobergrenze zwingen, die Gebühren um bis zu 70 Prozent zu verringern. Für ihre Pläne braucht die EU-Kommission grünes Licht der 27 EU-Länder sowie des Europaparlaments. Das Parlament soll im Mai endgültig entscheiden, die Mitgliedstaaten im Juni.

Bei der Frage, ob der Schutztarif automatisch für alle Kunden gelten ("Opt-out"-Variante) oder bewusst gewählt werden müsste ("Opt-in"), stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten allerdings gegen die Kommissionspläne. EU-Medienkommissarin Viviane Reding, die eine automatische Geltung vorgeschlagen hatte, zeigte sich enttäuscht: "Wenn sich die Kunden bewusst für den günstigeren Schutztarif entscheiden müssen, werden sich die Anbieter auf die Passivität vieler Verbraucher verlassen können", sagte sie.

Die Pläne seien "verwässert worden", kritisierte der Direktor des Dachverbandes der EU-Verbraucherorganisationen (BEUC), Jim Murray. Er hoffe, dass das Parlament sich auf seiner Plenumsitzung im Mai der Kommission anschließen werde. Der zuständige Berichterstatter im Parlament, der Sozialist Joseph Muscat sprach von einer "unheiligen Allianz" der Konservativen und Liberalen.

Die zuständigen EU-Fachminister hatten auf ihrer informellen Ratstagung Mitte März ebenfalls nur im Grundsatz grünes Licht gegeben. Derzeit hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) als Vertreter der deutschen Ratspräsidentschaft den Vorsitz im Ministerrat inne. Nach Angaben der EU-Kommission sieht sein Kompromissvorschlag zwar die "Opt-out"-Version vor, aber nur für Neukunden. Im Juni soll der Ministerrat die Verordnung nach einer Einigung mit dem Parlament endgültig verabschieden, die dann – rechtzeitig zu Sommerferien – sofort in Kraft treten könnte.

Quelle : www.heise.de
Titel: EU-Parlament will rasche Absenkung von Handy-Roaminggebühren
Beitrag von: SiLæncer am 11 April, 2007, 17:21
Die Handygebühren bei Auslandsgesprächen in der EU könnten noch in diesem Jahr drastisch sinken. Im Europaparlament werde der zuständige Industrieausschuss an diesem Donnerstag vermutlich mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Vorschlag stimmen, sagte die Ausschussvorsitzende Angelika Niebler am Mittwoch in Brüssel. Die Abstimmung im Plenum sei für den 9. Mai vorgesehen. Bis zur Sommerpause könne dann mit den 27 Mitgliedstaaten sowie der EU-Kommission ein Kompromiss gefunden werden, sagte die CSU- Politikerin.

Dass es eine Verordnung geben müsse, um die Roaming-Gebühren zu deckeln, stehe außer Zweifel, sagte Niebler. Diese entstehen den Kunden bei eigenen oder angenommenen Anrufen im Ausland. Die EU- Kommission will die Mobilfunkanbieter mittels einer Preisobergrenze zwingen, die Gebühren um bis zu 70 Prozent zu verringern. Für ihre Pläne braucht die Behörde aber grünes Licht der EU-Länder sowie des Europaparlaments. Die zuständigen Fachminister haben bereits Zustimmung signalisiert.

"Es gibt ein solches Missverhältnis zwischen den Kosten des Roamings und Erträgen für die Unternehmen, dass die Politik einfach eingreifen muss", sagte Niebler. "Wir sind alle grundsätzlich derselben Meinung, liegen nur noch in Einzelpunkten auseinander." So verlange das Parlament bei den so genannten Roaming-Gebühren eine Obergrenze von 40 Cent bei abgehenden und 15 Cent bei ankommenden Gesprächen. Der Ministerrat plädiere für 50 Cent beziehungsweise 25 Cent.

Damit, dass die Gebühren bereits zu den Sommerferien sinken, sei nicht zu rechnen, sagte Niebler. Die Mobilfunkanbieter bräuchten Zeit, die neue EU-Verordnung umzusetzen. Dies könne dann aber bis Ende des Jahres passieren – "als Weihnachtsgeschenk".

Quelle : www.heise.de
Titel: Europaparlament stellt Weichen für niedrigere Handy-Roaminggebühren
Beitrag von: SiLæncer am 12 April, 2007, 12:38
Das Europaparlament hat wie erwartet die Weichen für eine starke Absenkung der Handygebühren bei Auslandsgesprächen in der EU gestellt. Mit großer Mehrheit stimmte der federführende Industrieausschuss heute in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag. Per EU-Verordnung sollen demnach die Roaming-Gebühren im EU-Ausland für abgehende Gespräche auf höchstens 40 Cent pro Minute und bei ankommenden Gesprächen auf 15 Cent begrenzt werden.

Die Abstimmung im Plenum ist für den 9. Mai vorgesehen. Bis zur Sommerpause wollen die Parlamentarier einen Kompromiss mit den zuständigen Fachministern der 27 EU-Länder finden. Der Ministerrat hat bereits prinzipiell grünes Licht gegeben.

Quelle : www.heise.de
Titel: Weiter keine Einigung über Begrenzung der Roaminggebühren
Beitrag von: SiLæncer am 23 April, 2007, 18:52
Im Streit um die von der EU geforderte Senkung der Roaming-Gebühren für Handygespräche im Ausland soll das EU-Parlament am 10. Mai in erster Lesung über eine entsprechende Verordnung entscheiden, die der Ministerrat auf seinem offiziellen Treffen am 7. Juni noch absegnen muss. Abgesehen von diesem Zeitplan ist allerdings weiter strittig, welche Obergrenzen für Roaminggebühren gelten sollen und unter welchen Bedingungen die Millionen Bestandskunden in den Genuss der gekappten Gebühren kommen sollen. Am heutigen Montag sorgte nun ein unter deutscher Ratspräsidentschaft erarbeiteter Kompromissvorschlag der Mitgliedsländer für Aufregung, der neue Obergrenzen ins Spiel bringt, die deutlich über den bisher gehandelten Zahlen liegen.

Nach dem neuen Vorschlag sollen im Ausland abgehende Gespräch maximal 60 Cent (ohne Mehrwertsteuer) pro Minute kosten, für im Ausland angenommene Gespräche sollen Anbieter maximal 30 Cent berechnen dürfen, erklärte der Sprecher von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am heutigen Montag in Berlin. Während sich der Rat der zuständigen Fachminister auf einem informellen Treffen im März in Hannover bereits auf eine Begrenzung auf 50 beziehungsweise 25 Cent verständigt hatte, schlug der Industrieausschuss des EU-Parlaments eine Kappung bei 40 beziehungsweise 15 Cent vor. Zudem herrscht weiter Uneinigkeit darüber, ob die Mobilfunkanbieter ihre Bestandskunden automatisch oder nur auf ausdrücklichen Wunsch auf die neuen Tarife umstellen müssen.

Die EU-Kommission ist trotz des neuen Vorstoßes zuversichtlich, die Verordnung in erster Lesung durch Parlament und Ministerrat zu bringen und sie am 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sollten sich die Mitgliedsländer bis dahin nicht mit Kommission und Parlament auf eine Linie einigen können, müsste die Verordnung wohl auf Herbst verschoben werden. "Die deutsche Ratspräsidentschaft setzt sich für eine Lösung ein, die im Sinne aller ist", sagte Glos-Sprecher Steffen Moritz. Der Vorschlag müsse nun mit der Kommission und dem Parlament beraten werden. In diesen Beratungen soll noch vor der ersten Lesung im Mai ein Konsens gefunden werden. Dazu seien schon in den nächsten Tagen zwei informelle Treffen anberaumt, hieß es in Berlin.

Hintergrund der neuen Tarifrunde sind offenbar Widerstände gegen eine zu harte Behandlung der Mobilfunkanbieter, die es in einigen Mitgliedsstaaten trotz des bereits gefundenen Kompromisses noch zu überwinden gilt. Die Vize-Chefin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Bärbel Höhn, warf Glos deshalb heute vor, in seiner Rolle als EU-Ratsvorsitzender vor der Branche eingeknickt zu sein: "Das ist ein Kniefall vor der Lobby, der durch nichts zu rechtfertigen ist", sagte sie der dpa. Die Mobilfunkanbieter dürften nicht länger mit unverschämten Gebühren bei den Verbrauchern abkassieren. "Telekom, Vodafone & Co reiben sich die Hände und der Verbraucher ist der Dumme", sagte Höhn. Auf die Roaming-Gebühren entfallen mit jährlich fünf Milliarden Euro knapp sechs Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Länder mit ihrem 60-Cent-Angebot im Tarifpoker um die Roaminggebühren tatsächlich durchsetzen können oder ob nicht am Schluss der goldene Mittelweg gefordert wird. Eine deutliche Erleichterung wird es in jedem Fall nur für den Gelegenheitstelefonierer geben, der das ein oder andere Gespräch aus dem Urlaub führen will und dafür – je nach Tarif – bisher ordentlich zur Kasse gebeten wird. Für Kunden, die viel im Ausland telefonieren, bieten die Mobilfunker schon jetzt Tarife an, die im Rahmen oder oberhalb der in Brüssel diskutierten Tarife liegen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Wenig Hoffnung auf rasch sinkende Roaming-Gebühren
Beitrag von: SiLæncer am 27 April, 2007, 13:10
Die Verbraucher können sich nur wenig Hoffnung machen, schon in den Sommerferien günstiger mit dem Handy im Ausland zu telefonieren. "Es scheint so zu sein, als ob wir bei so niedrigen Gebühren, wie sie vom Europäischen Parlament gefordert werden, keine rasche Zustimmung von 27 Regierungen bekommen", sagte der amtierende EU-Ratspräsident und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) laut dpa auf dem Treffen der EU-Wettbewerbsminister in Würzburg.

EU-Parlament und Kommission fordern eine Absenkung der Gebühren auf höchstens 40 Cent netto pro Minute für eigene Handy-Telefonate im Ausland. Für angenommene Gespräche sollen maximal 15 Cent erlaubt sein. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat als Kompromiss inzwischen Obergrenzen von 60 und 30 Cent ins Gespräch gebracht. Die EU-Kommission hatte sich noch vor wenigen Tagen trotz des neuen Vorstoßes zuversichtlich gezeigt, die Verordnung über die Obergrenze für Roamingebühren in erster Lesung durch Parlament und Ministerrat zu bringen und sie am 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sollten sich die Mitgliedsländer aber bis dahin nicht mit Kommission und Parlament auf eine Linie einigen können, müsste die Verordnung mindestens auf Herbst verschoben werden.

Die Kommission hatte bereits Anfang des Jahres Obergrenzen für die Gebühren angekündigt, die Handy-Nutzer in Handy-Netzen außerhalb ihres Heimatlandes für aus- und eingehende Anrufe zahlen müssen. Auch im EU-Parlament wurden mit dem Beschluss des federführenden Industrieausschusses die Weichen gestellt, die Gebühren auf 40 Cent bei ausgehenden und 15 Cent bei eingehenden Gesprächen zu senken. Die Industrieminister der EU-Mitgliedsstaaten hatten Mitte März aber von Obergrezen von 50 respektive 25 Cent gesprochen, der deutsche Vorschlag liegt nun noch einmal darüber.

Quelle : www.heise.de
Titel: Österreich gibt Widerstand gegen Roaming-Regulierung auf
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2007, 14:50
Der österreichische Minister für Verkehr, Innovation und Technologie Werner Faymann hat sich für eine deutliche Senkung der Roaming-Tarife ausgesprochen. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA. Bisher galt Österreich als einer der größten Kritiker der geplanten EU-Verordnung für günstigere Auslandstelefonate. Nun wolle sich Österreich der Mehrheitslinie im Rat anschließen, um möglichst rasch zu einer Regulierung zu kommen, heißt es.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres Obergrenzen für die Gebühren angekündigt, die Handy-Nutzer in Handy-Netzen außerhalb ihres Heimatlandes für aus- und eingehende Anrufe zahlen müssen. Auch im EU-Parlament wurden mit dem Beschluss des federführenden Industrieausschusses die Weichen gestellt, die Gebühren auf 40 Cent bei ausgehenden und 15 Cent bei eingehenden Gesprächen zu senken.

Die Industrieminister der EU-Mitgliedsstaaten hatten Mitte März von Obergrenzen von 50 respektive 25 Cent gesprochen, dieser Linie will sich Österreich laut dem Bericht nun anschließen. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat derweil als Kompromiss Obergrenzen von 60 und 30 Cent ins Gespräch gebracht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Kein Konsens bei europäischer Roaming-Regulierung
Beitrag von: SiLæncer am 02 Mai, 2007, 19:26
Die Gespräche über einen Kompromiss zur europaweiten Regulierung der Roaminggebühren für Handygespräche kommen offenbar nicht voran. Vertreter der EU-Kommission, der Europaparlaments und der Mitgliedsländer konnten sich am heutigen Mittwoch nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der kommenden Woche soll das Parlament über einen gemeinsamen Vorschlag abstimmen, damit eine Regulierungsverordnung nach abschließender Zustimmung des Ministerrates noch vor der Sommerpause in Kraft treten kann. Sollten sich die Parteien in einer für den morgigen Donnerstag anberaumten neuen Gesprächsrunde nicht einigen, dürfte die Absenkung der Roaminggebühren verschoben werden müssen.

Die EU-Kommission hatte sich für eine Absenkung auf 40 Cent pro Minute für im Ausgang abgehende Gespräche ausgesprochen, wohingegen der zuständige Ministerrat zunächst einen Konsens bei rund 50 Cent gefunden hatte. Nach anhaltendem Widerstand von Ländern mit großen Mobilfunkkonzernen wie Großbritannien und Spanien hatte die deutsche EU-Ratspräsidentschaft einen neuen Vorschlag von rund 60 Cent in die Diskussion eingebracht, die in informellen Gesprächen zu einem breiten Konsens führen sollte. Darüber hinaus sind sich die Parteien weiter nicht einig über die Umstellung auf den neuen EU-Tarif. Während die EU-Kommission für eine automatische Umstellung aller Kunden plädiert, wollen Spanien und andere Länder Kunden nur auf ausdrücklichen Wunsch umstellen.

Unterdessen wird es zunehmend unwahrscheinlich, dass sich die Parteien bis zur geplanten Lesung der Vorschrift im EU-Parlament am 9. Mai einigen können und die Verfügung noch im Sommer in Kraft tritt. Wie die SZ unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, könnten Spanien und seine Bündnispartner eine Sperrminorität bilden und den Gesetzesvorschlag blockieren. Unter einem Preis von 52 Cent würden diese Staaten niemals zustimmen. Das Parlament habe dagegen angeboten, unter Umständen auf die automatische Umstellung zu verzichten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Roaming-Gebühren sollen noch im Juli sinken
Beitrag von: SiLæncer am 15 Mai, 2007, 14:57
Im Streit um die Begrenzung der Roaming-Gebühren für Handygespräche im Ausland haben sich EU-Kommission, EU-Parlament und die zuständigen Minister der Mitgliedsländer auf einen Kompromiss verständigt. Nach dpa-Informationen aus Delegationskreisen sollen die Gebühren im ersten Jahr auf höchstens 49 Cent je Minute für abgehende Anrufe und auf 24 Cent für angenommene Anrufe begrenzt werden und in den folgenden zwei Jahren weiter sinken. Die neue Verordnung soll wie von der Kommission gewünscht noch im Juli und damit zur Urlaubssaison in Kraft treten. Zuvor müssen das EU-Parlament und der Rat der zuständigen Minister dem Kompromiss formell zustimmen. Das Parlament soll am 24. Mai über den Vorschlag abstimmen, die Minister haben das Thema für ihr Treffen im Juni auf der Tagesordnung.

Nach einem Jahr sollen die Gebühren für abgehende Gespräche auf 46 Cent und im dritten Jahr auf 43 Cent sinken. Für im Ausland angenommene Anrufe sollen die Provider dann bis zu 22 Cent im zweiten und 19 Cent im dritten Jahr berechnen dürfen. Über die Obergrenze hatte es bis zuletzt Streit gegeben. Währen die EU-Kommission und der zuständige Parlamentsausschuss eine Grenze von 40 Cent befürworteten, hatten sich die Minister im März zunächst auf rund 50 Cent geeinigt. Mit einem neuen Vorschlag von 60 Prozent trugen die Minister dem erheblichen Widerstand aus Ländern wie Spanien und Großbritannien Rechnung. Nachdem auf zahlreichen Treffen kein Kompromiss gefunden werden konnte, musste die zunächst für den 10. Mai vorgesehene Abstimmung im Parlament verschoben werden.

Die neuen Gebühren sollen dem dpa-Bericht zufolge automatisch für alle Verbraucher gelten, sofern sie sich nicht schon für einen Tarif mit besonderen Roaming-Konditionen entschieden haben. Die Kunden sollen in einem Brief über den neuen Schutztarif informiert werden und dann zwei Monate Zeit erhalten, sich dagegen zu entscheiden. Ansonsten tritt er auch bei ihnen automatisch in Kraft. Auch der Streit in dieser Frage hatte einen schnellen Kompromiss zunächst verhindert.

Die deutschen Mobilfunkanbieter halten sich mit Bewertungen noch zurück. "Regulierung ist einem so wettbewerbsintensiven Markt nie gut. Daher bedauern wir die Entscheidung", sagte T-Mobile-Sprecher Stefan Zuber der dpa. Man sei aber mit den derzeitigen Tarifen bereits "nicht weit von den neuen Preisen entfernt". Die wirtschaftlichen Folgen müssten erst errechnet werden, hieß es weiter. Auch Vodafone ließ verlauten, man müsse erst den kompletten Bericht abwarten und analysieren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Geteilte Meinungen über Kompromiss bei Roaming-Gebühren
Beitrag von: SiLæncer am 16 Mai, 2007, 10:36
Der gestern von EU-Gremien ausgehandelte Kompromiss bei den Tarifen für mobile Auslandsgespräche trifft auf geteilte Meinungen. Während Verbraucherschützer darin nur einen ersten Schritt zu weiteren Absenkungen sehen, bezeichnete der IT-Branchenverband Bitkom die Vorgaben in einer Mitteilung als "schwerwiegenden Markteingriff" und als "absolut wettbewerbsschädlich". EU-Kommission, EU-Parlament und die Minister der Mitgliedsländer hatten sich darauf verständigt, die Gebühren im ersten Jahr auf höchstens 49 Cent je Minute für abgehende Anrufe und auf 24 Cent für angenommene Anrufe zu begrenzen. In den folgenden zwei Jahren sollen sie weiter sinken.

Die Kappungen der Endkundentarife hebelten nach Meinung des Bitkom "zentrale marktwirtschaftliche Grundsätze" aus. Eine marktwirtschaftliche Differenzierung über den Preis sei bei Festpreisen kaum noch möglich. Nur ein ausreichender Spielraum bei der Endkundenpreisgestaltung ermögliche flexible Tarifmodelle. Die Mobilfunkanbieter stünden ohnehin in einem extrem scharfen Preiswettbewerb; der Mobilfunkmarkt befände sich dieses Jahr erstmals nahezu in einer Stagnation bei 1 Prozent Zuwachs auf 23,9 Milliarden Euro. Der Verband appelliert an das EU-Parlament und die Fachminister der EU-Länder, dem aktuellen Vorschlag nicht zuzustimmen.

Michael Bobrowski, Telekommunikationsexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) zeigte sich laut einem Bericht der Berliner Zeitung ebenfalls unzufrieden, allerdings aus anderen Gründen. Mit ihrem Verhandlungsergebnis seien die Verhandlungsführer deutlich hinter den ursprünglichen Versprechungen zurückgeblieben. "Die vollmundigen Versprechungen von EU-Kommissarin Viviane Reding vom vergangenen Jahr werden jedenfalls von dem nun erreichten Kompromiss nicht eingelöst", meint Bobrowski. Immerhin sei es aber nicht so schlimm gekommen, wie die vergangenen Wochen es hätten befürchten lassen, als Bundeswirtschaftsminister Michael Glos einen maximalen Preis von 60 Cent je Minute Telefonieren aus dem Ausland vorgeschlagen habe. Brüssel müsse nun dafür sorgen, dass die Preisvorteile der Netzbetreiber durch die gleichzeitig beschlossene Absenkung der Großhandelspreise ohne Abstriche an die Kunden weitergegeben werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Roaming-Regulierung unter Dach und Fach
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juni, 2007, 12:28
Gespräche mit dem Handy im europäischen Ausland werden noch in diesem Sommer billiger: Nach monatelangem Streit ist das EU-Gesetz für niedrigere Auslandsgebühren bei Mobiltelefonaten unter Dach und Fach. Zwei Wochen nach dem Europaparlament haben am Donnerstag auch die 27 zuständigen EU-Minister der Verordnung grünes Licht gegeben. Damit werden die so genannten Roaming-Gebühren auf eine Obergrenze von zunächst 49 Cent je Minute für abgehende und 24 Cent für angenommene Gespräche sinken.

"Heute ist ein sehr guter Tag", sagte Bundeswirtschaftsminister und EU-Ratspräsident Michael Glos (CSU) in Luxemburg. "Ich freue mich für alle europäischen Verbraucher." EU-Medienkommissarin Viviane Reding hatte seit Jahren gegen überteuerte Roaming-Gebühren gekämpft, die nach ihren Angaben bis zu 3 Euro pro Minute kosten. "Das war ein langer Kampf der europäischen Institutionen gegen hohe Handy-Gebühren", sagte sie. "Der Markt hat das Problem nicht gelöst, darum musste die Kommission einschreiten."

Das Gesetz soll noch Ende Juni in Kraft treten und zunächst für drei Jahre gelten. Im zweiten Jahr sinken die Obergrenzen auf 46, im dritten Jahr auf 43 Cent. Die Deckelung für angenommene Anrufe liegt bei 22 und dann 19 Cent. Zu den Preisen kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer. Die Mobilfunkanbieter müssen den neuen "Euro-Tarif" binnen drei Monaten nach in Kraft treten des Gesetzes in der Praxis anbieten. Da sie ihre Kunden aber schon im ersten Monat per Brief zumindest informieren müssen, kann für diejenigen, die schnell antworten, schon im Sommer der neue Schutztarif gelten.

Quelle : www.heise.de
Titel: EU-Kommission hat Gebühren für SMS und Daten-Roaming im Blick
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juni, 2007, 19:41
Als EU-Kommissarin Viviane Reding und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) heute in Luxemburg den endgültigen Beschluss der Roaming-Regulierung feierten, nahm die streitbare Kommissarin gleich die nächste Aufgabe ins Visier: Auch die Gebühren, die Mobilfunkanbieter ihren Kunden für SMS und Datenverkehr im Ausland berechnen, sind nach Ansicht der EU-Kommission zu hoch. Bei den Datentarifen könne die Industrie jetzt beweisen, so Reding, dass sie das selbst regeln könne. Andernfalls werde die Kommission auch hier aktiv.

Nachdem am Donnerstagvormittag der EU-Ministerrat unter Führung des deutschen Wirtschaftsministers die zuvor schon vom Europäischen Parlament beschlossene EU-Verordnung endgültig abgesegnet hatte, sparten Reding und Glos nicht mit gegenseitigen Komplimenten. "Das ist ein großer Tag für Verbraucher und Unternehmen", sagte Reding und dankte dem Minister für sein Engagement. Glos hatte sich dafür eingesetzt, die Regulierungsverordnung noch während der deutschen Ratspräsidentschaft in Kraft treten zu lassen.

Nach dem abschließenden Votum des Ministerrats tritt die Verordnung mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Die Verordnung muss vorher noch von den Brüsseler Sprachjuristen in die Mangel genommen und korrekt ausformuliert und übersetzt werden. Danach muss erneut der Ministerrat zustimmen, das gilt aber als reine Formsache. Glos will die Veröffentlichung nun "so schnell wie möglich" über die Runden bringen. Damit wird Ende Juni gerechnet.

Damit tritt nach langem Streit die erste europaweite Regulierung eines Endkundentarifs im Mobilfunk in Kraft. Die Anbieter haben dann einen Monat Zeit, ihre Kunden ein entsprechendes Angebot zu machen. Reding hofft, dass der Wettbewerb dabei auch für Tarife sorgen wird, die unter den von der EU beschlossenen Obergrenzen liegt. Kunden, die ein solches Angebot annehmen, müssen dann innerhalb eines Monats auf den neuen Tarif umgestellt werden. Im Idealfall können schnell entschlossene Handybesitzer so schon Anfang August zu den neuen Konditionen telefonieren. Wer sich nicht auf das Angebot meldet, muss spätestens nach drei Monaten auf den EU-Tarif umgestellt werden.

Die Gebühren sinken auf zunächst höchstens 49 Cent je Minute für abgehende und 24 Cent für angenommene Gespräche. Nach einem weiteren Jahr sollen die Obergrenzen auf 46 Cent, im dritten Jahr auf 43 Cent sinken. Die Deckelung für angenommene Anrufe soll bei 22 und dann 19 Cent liegen. Zu den Preisen kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer. Auf Wunsch des Parlaments hin erfahren Kunden per SMS beim Grenzübertritt die aktuellen Roaming-Gebühren.

Besonders die EU-Kommission dringt seit langem auf eine Senkung der Tarife, die in Europa teilweise bis zu 3 Euro pro Minute betragen. "Das war ein langer Kampf der europäischen Institutionen gegen hohe Handy-Gebühren", sagte Medienkommissarin Reding. "Der Markt hat das Problem nicht gelöst, darum musste die Kommission einschreiten." Auch Glos ist mit dem Ergebnis zufrieden. "Wir haben unser Ziel in Rekordzeit erreicht", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Nach "schwierigen Verhandlungen" sei nun ein "solider und tragfähiger Kompromiss" gefunden worden.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat die Einigung der Europäischen Union auf niedrigere Gebühren für Handygespräche im Ausland kritisch aufgenommen. "Die Preisschwelle ist immer noch zu hoch", sagte der Leiter für Wirtschaftsfragen, Patrick von Braunmühl, am Donnerstag der dpa in Berlin. Es sei aber ein Erfolg, dass die Roaming-Gebühren trotz Widerständen gesenkt würden. Das Bundesverbraucherministerium begrüßte den Kompromiss. "Die Einführung des Eurotarifs ist ein großer Erfolg für den Verbraucherschutz in Europa", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Peter Paziorek (CDU).

Quelle : www.heise.de
Titel: Verbraucherschützer fordern stärkere Senkung der Handy-Tarife
Beitrag von: SiLæncer am 02 August, 2007, 09:58
"Wir sind sehr weit von den wahren Kosten entfernt", sagte Tarif-Fachmann Levi Nietvelt von der Europäischen Verbraucher-Organisation BEUC der dpa. Die Anbieter zahlten für das sogenannte Roaming etwa 10 bis 14 Cent pro Minute. Ihren Kunden dürften sie aber auch nach dem neuen Eurotarif noch 49 Cent für abgehende und 24 Cent für eingehende Gespräche (jeweils plus Mehrwertsteuer) in Rechnung stellen.

Die EU-Kommission in Brüssel will an diesem Donnerstag einen Zwischenbericht zur Umstellung auf den Eurotarif vorlegen. In einigen EU-Staaten scheine es dabei Probleme zu geben, sagte Verbraucherschützer Nietvelt. Entsprechende Hinweise habe BEUC aus Frankreich und Deutschland bekommen. Die EU-Verordnung zur Senkung der Handy-Gebühren im Ausland sei zwar "insgesamt eine vernünftige Vereinbarung".. Gut sei auch die verbesserte Information über die Tarife. Nietvelt findet 49 Cent für selbst gewählte und 24 Cent für angenommene Gespräche im EU-Ausland aber zu hoch: "Die Kosten liegen bei 10 bis 14 Cent für die Anbieter." Zudem würden diese Kosten für die Firmen stets zwei Monate vor den nächsten Gebührensenkungen für die Verbraucher verringert.

Deutlich zu hoch seien nach wie vor auch die Tarife für die Datenübertragung im Mobilfunk, meinte der Roaming-Experte. An den Kosten für SMS, MMS oder Computerdaten ändere die EU-Verordnung nichts. Die Kunden seien Umfragen zufolge durchaus daran interessiert, über ihr Handy das Internet zu nutzen. Vielen sei das aber zu teuer. "Wenn die Kommission will, dass die Verbraucher das Internet mobil nutzen, dann muss sie dies angehen", sagte Nietvelt.

Quelle : www.heise.de
Titel: EU-Vorschlag zu niedrigeren Roaminggebühren
Beitrag von: SiLæncer am 10 März, 2009, 16:53
Günstigere Handykosten im EU-Ausland schon zum Sommer 2009?

Ein EU-Parlamentsausschuss hat Vorschläge erarbeitet, wie hoch die maximalen Roaminggebühren bei der Mobiltelefonnutzung im EU-Ausland sein sollten. Erstmals wurden Obergrenzen für Gebühren bei der mobilen Datennutzung sowie beim SMS-Versand bestimmt.
Nach den Plänen des Industrieausschusses des EU-Parlaments soll der Versand einer SMS im EU-Ausland künftig maximal 11 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Für deutsche Kunden ergibt das einen Preis pro Kurzmitteilung von rund 13 Cent. Auch Roaminggebühren bei der mobilen Datennutzung sollen gedeckelt werden. Pro übertragenem MByte dürften dann nur noch Roamingkosten von maximal 50 Cent anfallen. Damit hat der Ausschuss den Vorschlag eines Maximalpreises von 1 Euro pro MByte unterschritten.

Einen weiteren Preisrutsch für den Verbraucher dürfte die Empfehlung bringen, dass alle geführten Telefonate im EU-Ausland sekundengenau abgerechnet werden sollen.

Da die EU-Länder der grundsätzlichen Regelung bereits zugestimmt haben, hängt nun nur noch alles vom Parlamentsplenum und den EU-Regierungen ab. Wenn diese zügig reagieren, könnten die neuen Preisobergrenzen bereits zum 1. Jul 2009 in Kraft treten.

An der vorgesehenen Preissenkung von Telefonaten über das Mobilfunknetz im EU-Ausland hat sich nichts mehr geändert. Damit wurde der Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, bis 2012 einen maximalen Preis von 34 Cent pro Gesprächsminute zu bestimmen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Neue EU-Roaming-Vorschriften treten zum 1. Juli in Kraft
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juni, 2009, 17:56
Die für Verbraucherfragen zuständigen Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten haben am heutigen Montag die neuen EU-Roaming-Vorschriften verabschiedet. Damit gilt ab 1. Juli für im Ausland getätigte Handy-Anrufe ein Höchstpreis von 43 Cent pro Minute (zuzüglich Mehrwertsteuer), eingehende Anrufe dürfen mit maximal 19 Cent (plus MwSt.) die Minute berechnet werden.

Gegenüber den bisherigen Höchstpreisen bedeutet dies eine Senkung um jeweils 3 Cent pro Minute. Außerdem müssen die Mobilfunkprovider Roaming-Anrufe künftig bereits nach der ersten halben Minute sekundengenau abrechnen. Für den Versand einer Kurznachricht (SMS) im EU-Ausland dürfen Provider ab Juli nicht mehr als 11 Cent (plus MwSt.) berechnen.

Der Ministerrat folgte damit dem Europäischen Parlament, das den neuen Vorschriften bereits im April mit großer Mehrheit zugestimmt hatte. "Das ist eine gute Nachricht für die europäischen Bürger, die diesen Sommer in den Urlaub fahren und dort ruhigen Gewissens ihr Handy benutzen können, ohne überteuerte Rechnungen fürchten zu müssen", erklärte die für die Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding.

Teuer bleibt jedoch das Daten-Roaming: Bis 1 Euro plus Mehrwertsteuer dürfen Provider auch künftig für jedes übertragene MByte kassieren. Wer etwa mit einem G1 und Chrome-Browser im Urlaub unterwegs ist, hat den Euro dann gegebenenfalls bereits beim einmaligen Aufruf der Startseiten von Spiegel Online und heise online ausgegeben.

Um Verbraucher vor unerwartet hohen Rechnungen zu schützen, sollen die Provider ihnen bis März 2010 die Option einräumen, den Dienst unterbrechen zu lassen, sobald ein Rechnungsbetrag von 50 Euro erreicht wird. Von Juli 2010 an gelten dann 80 Cent und ein Jahr später 50 Cent pro MByte als Obergrenze für das Daten-Roaming. Die Maximalpreise für Roaming-Anrufe sinken ab 1. Juli 2010 auf 39 Cent pro Minute, ein Jahr später auf 35 Cent.

Quelle : www.heise.de
Titel: Mobilfunk - EU-Kommission will Roaminggebühren ganz abschaffen
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2010, 16:11
Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, werden Roaminggebühren im Mobilfunksektor innerhalb der EU bereits in vier Jahren Vergangenheit sein. Bis 2015 will die EU die Roaminggebühren auf null drücken.

Anlässlich der gestrigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zur Rechtmäßigkeit der EU-Roamingverordnung hat die EU-Kommission erstmals das Fernziel bekanntgegeben, Roaminggebühren innerhalb der EU ganz abzuschaffen. Das soll bis 2015 im Rahmen der digitalen Agenda der EU umgesetzt werden.

Nach Auffassung der EU-Kommission besteht keine Notwendigkeit für die Netzbetreiber in Europa, Roaminggebühren zu verlangen, wenn Kunden ausländischer Netzbetreiber ihre Netze verwenden. Das gelte zumindest, wenn der Wettbewerb funktionieren würde, was die EU-Kommission bezweifelt.

Die vier führenden europäischen Mobilfunkbetreiber Vodafone, Telefónica, Deutsche Telekom und Orange hatten gegen die EU-Roamingverordnung geklagt. Der Europäische Gerichtshof hatte die EU-Roamingverordnung für gültig befunden. "Das Niveau des durchschnittlichen Entgelts für einen Roaminganruf in der Gemeinschaft war zur Zeit des Erlasses der Verordnung hoch (1,15 Euro pro Minute, was mehr als fünfmal so viel war wie die tatsächlichen Kosten der Abwicklung des betreffenden Großkundendienstes), und das Verhältnis zwischen Kosten und Entgelten war nicht so, wie es auf Märkten mit wirksamem Wettbewerb der Fall gewesen wäre", hieß es zur Begründung.

Im Mai 2010 sprach sich Golem.de in dem IMHO Runter mit den Roaminggebühren für mobiles Internet für einen Verzicht von Roaminggebühren bei der Nutzung des mobilen Internets aus. Besonders Besitzer mobiler Smartphones verlieren im Ausland viele ihrer Funktionen, weil sie ohne Internetanbindung nicht nutzbar sind.

Quelle : www.golem.de
Titel: EU-Kostenbremse für mobiles Internet im Ausland greift
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juni, 2010, 12:42
Zum 1. Juli treten die von der EU-Kommission angeordneten Kostengrenzen für Datenroaming im europäischen Ausland in Kraft. Damit werden die Kosten für im Ausland genutzte Mobilfunk-Datenverbindungen auf maximal 50 Euro plus Mehrwertsteuer begrenzt, in Deutschland beträgt die Obergrenze damit 59,50 Euro. "Wir machen Schluss mit Schockrechnungen für Touristen und Geschäftsreisende, die mit ihrem Smartphone oder Laptop in einem anderen EU-Land im Internet surfen", sagte die für die Digitale Agenda zuständige Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, am Montag in Brüssel.

Bereits seit März hatten Netzbetreiber ihren Kunden eine Datenroaming-Obergrenze als Tarifoption angeboten, ab Juli wird die Kostenbremse obligatorisch für alle Neu- und Bestandskunden eingerichtet. Die neue Regelung verpflichtet die Mobilfunkanbieter, den Kunden zu informieren, sobald er 80 Prozent seiner Kostenobergrenze erreicht hat. Bei Erreichen der Obergrenze muss der Anbieter die Verbindung unterbrechen, wenn der Kunde nicht ausdrücklich die Fortsetzung wünscht. Darüber hinaus werden die Großhandelspreise für Datenroaming auf von 1,00 auf 0,80 Euro pro MByte gesenkt.

Mobilfunkkunden können nach EU-Angaben bei einigen Mobilfunkanbietern ihre persönliche Obergrenze über die gesetzliche Vorgabe hinaus definieren. Keiner der vier deutschen Netzbetreiber bietet diesen Service an. O2 hatte die EU-Vorgabe bereits im April umgesetzt. E-Plus hat vier gestaffelte Obergrenzen zur Auswahl: 59,50 Euro, 100 Euro oder 150 Euro pro Monat sowie eine Option ohne Limit. Auch bei Vodafone gilt die von Brüssel vorgegebene Grenze von 50 Euro (zzgl. MwSt.), der Netzbetreiber warnt bei einem aufgelaufenen Betrag von 40 Euro. Die Telekom hält sich ebenso an die Vorgabe der Kommission, informiert ihre Kunden aber schon bereits bei der ersten Nutzung von Internetdiensten im Ausland über mögliche Kosten und warnt bei Erreichen von 40 Euro.

  Unabhängig von diesen politischen Verpflichtungen bieten Netzbetreiber und Serviceprovider eine Vielzahl von Tarifen und Optionen für die Internetnutzung im Ausland an, die je nach persönlichem Bedarf durchaus sinnvoll sein können. Wer beruflich ein paar Tage im Ausland verbringt und dort mobilen Internetzugang wünscht, kann etwa auf die Ausland-Tagestarife zurückgreifen, die O2, Vodafone und T-Mobile mit einem Volumen von 50 MByte pro Tag ab rund 15 Euro anbieten. Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick auf Prepaid-Angebote vor Ort.

Endgültig Geschichte ist mit dem 1. Juli auch die noch immer verbreitete Unsitte, Kunden die auf den Mailboxen auflaufenden Gespräche zu berechnen. Bisher haben Netzbetreiber für ein Gespräch, das im Ausland nicht angenommen und dann auf die Mailbox umgeleitet wurde, auch entsprechende Gebühren berechnet. Deshalb war es bisher ratsam, die automatische Mailbox-Umleitung vor einem Urlaub abzuschalten. Das wird jetzt nicht mehr nötig sein, denn mit der neuen EU-Verordnung wird die Annahme eines Gesprächs durch die Mailbox europaweit kostenfrei (bei der Telekom weltweit). Wer die Nachricht dann allerdings aus dem Ausland abhört, zahlt wieder den EU-Roamingtarif.

Auch der wird erneut günstiger: Der Höchstpreis für ein Telefonat im europäischen Ausland wird EU-weit von 43 Cent auf 39 Cent pro Minute (zzgl. MwSt., in Deutschland also 46 Cent) gesenkt. Für einen im Ausland angenommenen Anruf dürfen anstatt 19 Cent nur noch 15 Cent pro Minute (18 Cent inkl. MwSt.) verlangt werden. Der Höchstpreis für das Versenden von Textnachrichten bleibt bei 11 Cent pro SMS (13 Cent inkl. MwSt.). Die EU-Kommission hatte den "Euro-Tarif" nach langem Ringen im Sommer 2007 eingeführt und die Kosten für Gespräche im Ausland seither Jahr für Jahr weiter gesenkt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom hat Probleme mit Datenroaming-Kostenbremse
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juli, 2010, 14:03
Seit dem 1. Juli muss sie in Kraft sein: Die Datenroaming-Kostenbremse, die unliebsame Überraschungen auf der Telefonrechnung verhindern soll. Bei der Deutschen Telekom ist die Funktion indes schon wieder deaktiviert. In einem Fax, das die Telekom am gestrigen Freitag an ihre Händler geschickt hat und das heise online vorliegt, heißt es: "Aufgrund massiver technischer Probleme wird die 'Nutzungskontrolle Data Roaming' wieder abgeschaltet." Offenbar ist aber nicht nur die Kostenbremse betroffen, sondern auch das Roaming selbst. So empfiehlt die Telekom ihren Händlern: "Sollte der Kunde aktuell Probleme bei der Datennutzung im EU-Ausland haben, empfehlen wir, das Gerät einmalig aus- und wieder einzuschalten."

Während Telekom-Techniker versuchen, die Kostenbremse wieder in Gang zu setzen, verschickt das Unternehmen als Übergangslösung Kostenwarnungs-SMS – einmal bei Erreichen des Inklusiv-Volumens und darüber hinaus in 20-Euro-Schritten.

Eine echte Kostenbremse ist das jedoch nicht: Die EU schreibt vor, dass die Kosten für eine im Ausland genutzte Mobilfunk-Datenverbindung konsequent auf 50 Euro plus Mehrwertsteuer begrenzt werden. Eine Weiternutzung ist dann nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Kunden möglich. Außerdem dürfen Provider seit dem 1. Juli keine Gespräche mehr berechnen, die im Ausland nicht angenommen werden und dadurch auf der Mailbox landen. Der Höchstpreis für ein Telefonat im europäischen Ausland wurde zudem EU-weit von 43 Cent auf 39 Cent pro Minute (plus Mehrwertsteuer) gesenkt. Für einen im Ausland angenommenen Anruf dürfen statt 19 Cent nur noch 15 Cent pro Minute verlangt werden. Der Höchstpreis für das Versenden von Textnachrichten bleibt bei 11 Cent pro SMS (13 Cent inkl. MwSt.). Die EU-Kommission hatte den "Euro-Tarif" nach langer Diskussion im Sommer 2007 eingeführt und die Kosten für Gespräche im Ausland seither Jahr für Jahr weiter gesenkt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Europa - Datenroaminggebühren sollen verschwinden
Beitrag von: SiLæncer am 25 September, 2010, 14:57
In der Europäischen Union soll ein gemeinsamer digitaler Markt der Telekommunikation dafür sorgen, dass Roaminggebühren für Daten und damit exorbitant hohe Telefonrechnungen verschwinden. Für EU-Kommissarin Neelie Kroes ist das eines ihrer Hauptziele der kommenden Jahre.

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die digitale Agenda, möchte Roaminggebühren für Datengespräche abschaffen. Dafür hat sie sich auf der jährlichen Konferenz der European Telecommunications Network Operators Association (ETNO) ausgesprochen.

Kroes zufolge stehen die Roamingkosten in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten der Netzbetreiber. Sie nennt als Beispiel einen belgischen Nutzer mit einem Vertragsverhältnis, der bei Datenroaming im Ausland plötzlich das Dreißigfache an Gebühren zahlen muss.

Eines der Grundprobleme dieser hohen Preisunterschiede ist das Fehlen eines EU-übergreifenden einzelnen Markts für Telekommunikationsdienste und die Datendienste. Für sie gibt es in einem echten digitalen Markt einen Wettbewerb, der sicherstellt, dass sich die Kosten nicht substantiell unterscheiden, wenn die Grenze in ein anderes EU-Land überschritten wurde. Ein solcher Single Market ist eines der Hauptanliegen in ihrer Digital Agenda for Europe (DAE). Roaming ist ein veraltetes Konzept, so Kroes.

Datenroaming und lokale Gebühren sollen sich nicht mehr voneinander unterscheiden

Einen Unterschied zwischen den Kosten im nationalen Bereich und den Roamingkosten soll es im Laufe der Zeit nicht mehr geben. Je schneller, desto besser, denn Kroes zufolge kann es sich die EU in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht leisten, einen gut funktionierenden Telekommarkt zu verschieben. Sie will also entsprechenden Druck ausüben.

Die Rede von Neelie Kroes kann unter europa.eu nachgelesen werden. Kroes arbeitet daran, dass bis zum Ende des Jahres 2013 für alle Europäer ein Basis-Breitband-Anschluss zur Verfügung steht.

Quelle : www.golem.de
Titel: Abschaffung der Roaming-Gebühren bereits 2011?
Beitrag von: SiLæncer am 14 November, 2010, 12:08
Die EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin hat es sich laut einem Artikel der 'Financial Times' zum Ziel gesetzt, 2011 eine Abschaffung der Roaming-Gebühren für Handy-Telefonate in der Europäischen Union zu verwirklichen.

"Es ist jetzt an der Zeit, die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union abzuschaffen und einen einheitlichen Binnenmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen zu schaffen", sagte Koch-Mehrin der Presse. Aus diesem Grund hat die Abgeordnete im Industrieausschuss des EU-Parlaments eine Forderung an die EU- Kommission durchgesetzt.

Darin wurde festgehalten, dass die vollständige Abschaffung der Roaming-Gebühren bereits im kommenden Jahr in Erwägung gezogen werden soll. Ihren weiteren Angaben zufolge wurden die Roaming-Gebühren eingeführt, als Mobilfunknetze noch in den Kinderschuhen steckten.

Während ein Handy damals noch etwas Exklusives darstellte, zählt man heute in Europa etwa 500 Millionen Mobilfunkteilnehmer. Abgesehen davon erwähnt Silvana Koch-Mehrin neben der sehr ausgereiften Netztechnik, dass diverse Mobilfunkbetreiber auch ein Netz im europäischen Ausland betreiben.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Standardtarif für Roaming in der EU sinkt erneut
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2011, 10:36
Mit dem 1. Juli 2011 sinken die Gesprächsgebühren für Handytelefonate nach dem sogenannten "Eurotarif" zum fünften Mal seit Einführung des europaweiten Tarifs durch die Roaming-Verordnung der EU-Kommission aus dem Jahr 2007. Demnach kosten Handgespräche im EU-Ausland ab sofort statt 39 noch 35 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer, hierzulande also 42 Cent. Für ankommende Gespräche im Ausland dürfen statt bisher 15 nun noch 11 Cent pro Minute (13 Cent inkl. MwSt) berechnet werden. Eine im EU-Ausland verschickte SMS kosten weiterhin 11 Cent (13 Cent inkl. MwSt).

Alle Mobilfunkanbieter müssen den Eurotarif anbieten. Die Netzbetreiber haben zusätzlich weitere Roaming- und Reisetarife im Angebot, die vom Eurotarif abweichen. Es empfiehlt sich, sich vor einem Auslandsaufenthalt über das Angebot zu informieren und beim eigenen Anbieter erfragen, welcher Tarif eingestellt ist. Zuletzt hatte etwa O2 alle Kunden auf eine Reise-Option mit einer zusätzlichen Gesprächsgebühr eingestellt, die bei kurzen Gesprächen im Ausland teurer ist als der Eurotarif.

Nach der EU-Verordnung können alle Mobilfunkkunden jederzeit in den Eurotarif oder einen anderen Tarif wechseln. Die Mobilfunkanbieter müssen den Tarifwechsel innerhalb eines Arbeitstags ab Eingang des entsprechenden Auftrags kostenlos vornehmen. Beschwerden nimmt die Regulierungsbehörde Bundesnetzagentur entgegen.

Für die Datennutzung im Ausland bieten die Netzbetreiber ebenso verschiedene Tarife an. Auch hier empfiehlt es sich, den eigenen Bedarf abzuschätzen und das Angebot vor Urlaubsantritt zu sondieren. Der Regulierer legt bei Datenverbindungen lediglich die Gebühren fest, die sich die Netzbetreiber untereinander berechnen. Seit dem vergangenen Jahr gilt zudem eine Kostenbremse beim Datenroaming von maximal 59,50 Euro (inkl. MwSt.).

Autofahrer sollten ihr Handy auch im Urlaub übrigens nur mit Freisprecheinrichtung nutzen. Im Ausland drohen hohe Strafen. Während in Deutschland bei einem Verstoß 40 Euro Bußgeld drohen, ist die Höhe im europäischen Ausland nicht überall festgelegt, teilt der Auto- und Reiseclub Deutschland mit. Die Polizei habe je nach Verkehrssituation einen erheblichen Ermessensspielraum. Spanien führt mit 200 Euro die Rangliste der Bußgelder an. Auch die Niederlande (180 Euro), Norwegen (165 Euro), Italien (ab 150 Euro), Portugal (120 Euro) und Belgien (ab 100 Euro) berechnen dreistellig.

Quelle : www.heise.de
Titel: EU-Parlament setzt niedrigere Roaming-Gebühren durch
Beitrag von: SiLæncer am 10 Mai, 2012, 13:50
Mit der heute vom Europäischen Parlament (EP) beschlossenen dritten Roaming-Verordnung sinken in der EU zum 1. Juli 2012 erneut die Preise für grenzüberschreitende Gespräche und Textnachrichten. Erstmals wird eine Preisobergrenze für die Datenübertragung mit 0,70 € pro MByte festgelegt.

Ab 1. Juli 2012 sollen abgehende grenzüberschreitende Gespräche in der EU nur noch 29 Cent pro Minute kosten, für ankommende dürfen bis zu 8 Cent verlangt werden. SMS schlagen mit maximal 9 Cent pro Stück zu Buche. Diese Preise haben die Parlamentarier gegen die ursprünglich von der Kommission vorgesehenen höheren Tarife durchgesetzt.

Auch in den folgenden beiden Jahren sollen die Roaming-Gebühren fallen. Ab 1. Juli 2014 sollen für abgehende Gespräche 0,19 €, für ankommende 0,05 € anfallen. Eine SMS kostet dann nur noch 6 Cent, das MByte Daten 20 Cent. Diese Obergrenzen sollen bis Mitte 2017 gelten.

Mitte 2016 muss die Kommission dem EP allerdings berichten, ob die Roaming-Verordnung das Ziel erreicht hat, nationale und grenzüberschreitende Tarifen anzugleichen. Andernfalls könnte es die Gültigkeit der Obergrenzen verlängern oder neue Maßnahmen einführen.

Bisher konnten sich Verbraucher bereits innerhalb der EU per SMS oder Mail warnen lassen, wenn die monatlichen Kosten für das Daten-Roaming 50 Euro zu überschreiten drohten. Diese Nachrichten soll es in Zukunft auch außerhalb der Gemeinschaft geben, wenn die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Da die bisherigen Regelungen zu keinem Wettbewerb beim Roaming geführt hätten, beschloss das EP zudem, dass Nutzer ab 1. Juli 2014 ihren Roaming-Anbieter unabhängig von ihrem heimatlichen Mobilfunkprovider frei wählen dürfen. Der Wechsel dieser Roaming-Provider soll jederzeit möglich sein und darf maximal drei Werktage dauern. In jedem Fall können die Kunden ihre bisherige Mobilfunknummer weiter benutzen. Die technischen Details für dieses Verfahren sind jedoch noch unklar. Sie soll die europäische Telekom-Regulierungsbehörde BEREC bis Ende 2012 festlegen.

In der gestrigen Debatte stimmten Vertreter aller Fraktionen den von der Kommission vorgegebenen Zielen zu: mehr Wettbewerb und ein EU-weiter Binnenmarkt für Mobilfunk. Einzelne Abgeordnete wiesen jedoch auch darauf hin, dass die Tarife für die Datenübertragung zwischen Fest- und Mobilnetz weit auseinanderklaffen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Roaming im EU-Ausland ab heute günstiger
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2012, 16:30
Die bereits Ende Mai vom Rat der Europäischen Union beschlossene dritte Roamingverordnung sorgt dafür, dass ab heute in allen Mitgliedstaaten der EU neue Roamingtarife im Mobilfunkbereich gelten. Damit können sich die Verbraucher über günstigere Handygespräche und SMS sowie über eine Kostenbremse für das mobile Surfen im Internet freuen.

Auslandstelefonate dürfen jetzt nur noch maximal 29 Cent statt bisher 35 Cent in der Minute kosten, für angenommene Anrufe dürfen noch maximal 8 statt 11 Cent in der Minute berechnet werden. Ebenso wird der SMS-Versand mit 9 statt 11 Cent günstiger.

Erstmals existiert auch eine Preisobergrenze für die Datenübertragung. Diese wurde auf 70 Cent pro Megabyte festgelegt. Hinzu kommt bei allen Preisobergrenzen die jeweilige Mehrwertsteuer: Für deutsche Kunden kostet das Telefonat inklusive Steuer damit maximal 35 Cent in der Minute und die SMS 11 Cent.

Die Roamingverordnung sieht weitere Tarifabsenkungen für die Zukunft vor. So sollen die Tarife bis 2014 in zwei Schritten begrenzt werden – und zwar auf maximal 19 Cent wenn man selbst anruft, auf 5 Cent pro Minute bei angenommenen Anrufen, auf 6 Cent für SMS und auf 20 Cent pro Megabyte Datenvolumen. Stichtag für die Tarifabsenkungen ist jeweils der erste Juli. Zudem sollen die Nutzer ab 2014 ihren Roaming-Anbieter unabhängig vom eigenen nationalen Anbieter frei wählen dürfen.

Quelle : www.heise.de