Günstigere Handykosten im EU-Ausland schon zum Sommer 2009?
Ein EU-Parlamentsausschuss hat Vorschläge erarbeitet, wie hoch die maximalen Roaminggebühren bei der Mobiltelefonnutzung im EU-Ausland sein sollten. Erstmals wurden Obergrenzen für Gebühren bei der mobilen Datennutzung sowie beim SMS-Versand bestimmt.
Nach den Plänen des Industrieausschusses des EU-Parlaments soll der Versand einer SMS im EU-Ausland künftig maximal 11 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer betragen. Für deutsche Kunden ergibt das einen Preis pro Kurzmitteilung von rund 13 Cent. Auch Roaminggebühren bei der mobilen Datennutzung sollen gedeckelt werden. Pro übertragenem MByte dürften dann nur noch Roamingkosten von maximal 50 Cent anfallen. Damit hat der Ausschuss den Vorschlag eines Maximalpreises von 1 Euro pro MByte unterschritten.
Einen weiteren Preisrutsch für den Verbraucher dürfte die Empfehlung bringen, dass alle geführten Telefonate im EU-Ausland sekundengenau abgerechnet werden sollen.
Da die EU-Länder der grundsätzlichen Regelung bereits zugestimmt haben, hängt nun nur noch alles vom Parlamentsplenum und den EU-Regierungen ab. Wenn diese zügig reagieren, könnten die neuen Preisobergrenzen bereits zum 1. Jul 2009 in Kraft treten.
An der vorgesehenen Preissenkung von Telefonaten über das Mobilfunknetz im EU-Ausland hat sich nichts mehr geändert. Damit wurde der Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, bis 2012 einen maximalen Preis von 34 Cent pro Gesprächsminute zu bestimmen.
Quelle : www.golem.de