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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 17 Mai, 2009, 18:57

Titel: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2009, 18:57
Die Deutschen telefonieren immer weniger mit dem herkömmlichen Festnetztelefon. So führte im vergangenen Jahre jeder Deutsche rund 33 Stunden lang Telefongespräche über das Festnetz, 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie der Telekommunikationsverband Bitkom am Sonntag unter Berufung auf Daten der Bundesnetzagentur mitteilte.

Verbindungsvolumen geht zurück

Die Summe der dort angefallenen Gesprächsminuten sank von 168 auf rund 164 Milliarden. Für dieses Jahr werde sogar ein etwas stärkerer Rückgang um drei bis vier Prozent erwartet. Seit 2004 gehe der Trend kontinuierlich weg vom Festnetz, in Deutschland allerdings langsamer als in anderen Ländern.

Zum Jahresende 2008 gab es laut Bitkom insgesamt 39,1 Millionen Festnetz-Telefonanschlüsse in Deutschland. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse war mit über 107 Millionen mehr als doppelt so hoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes telefonierten Anfang 2008 gut neun Prozent aller deutschen Haushalte ausschließlich per Handy. Vor allem junge Menschen und Geringverdiener verfügten nicht mehr über Festnetzanschlüsse.

Auch das Verbindungsvolumen bei klassischen Internet by Call-Verbindungen geht seit Jahren deutlich zurück.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: Jürgen am 17 Mai, 2009, 22:40
Internet by Call nutze ich seit Ende 2004 "natürlich" nicht mehr, weil ich seitdem hier DSL habe.
Das olle Analog-Modem hatte ich daraufhin jahrelang verleihen.

Und nun ist für mich auch das Ende der Festnetz-Telefonie erreicht, denn seit Donnerstag, dem Tag der Komplett-Umstellung, läuft hier alles per VoIP, auch die ehemalige Festnetznummer (die ich immerhin schon seit 1986 habe). Im Gegensatz zu der Phase zuvor erreichen mich jetzt auch wirklich alle darüber eingehenden Anrufe per VoIP.
 
Seit Juni 2008 habe ich darauf gewartet. Und so lange musste man mir schon die TK-Grundgebühr erstatten...

Einen einzigen kleinen Fehler hat sich der Provider dabei geleistet, der "Lieschen Müller" und die Hotline allerdings wohl zum Wahnsinn getrieben hätte, man hat unangekündigt das VoIP-Passwort für eben diese alte Festnetznummer geändert (die schon vorher von mir selbst auch per VoIP-Flat ausgehend und, je nach Provider des Anrufers, für manche eingehende Anrufe genutzt wurde). Daraufhin war natürlich an der Fritz 7170 zunächst keine Registrierung mehr möglich. Händisch im Kundencenter wieder geändert, alles auf Grün.   


Und Telefonie über's Internet vermisse ich eben in diesem Artikel. Daher mein Einwurf.
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: Hesse am 17 Mai, 2009, 23:06
Dieses "VoIP" ist bestimmt eine ganz tolle Sache, wenn es denn bei einem angeboten wird.

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Mein Einwurf (anderer Art) ist :

Ich hasse es, dass alle meine Freunde ihr Festnetz wegen der bescheuerten, extrem teuren Handys abgeschafft haben. So ist eine "normale" Kommunikation, so wie früher, wo man mal unbeschwert seine 45 Minuten Computerprobleme am Telefon klären konnte, für immer verloren....das ist zu teuer mit der Handy-Kacke !

Ich rede mittlerweile lieber hier in der Shoutbox, anstatt mit "Real-Life"-Freunden zu telefonieren, aus dem simplen Grund, dass es für mich (trotz hoher Benzinpreise) billiger wäre mit dem Auto dort vorbeizufahren als sie anzurufen.

Toll, ihr Handy Erfinder, ganz toll habt ihr das gemacht. Alle glauben mobil sein zu müssen, egal wieviel Schulden sie dann mehr anhäufen (betrifft mich selber nicht, aber meine Kumpels durchaus)  >:(

Da könnt' ich kotzen.
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: Jürgen am 17 Mai, 2009, 23:27
Kann Deinen Unmut vollkommen verstehen.
Bin auch kein Fan der heutzutage so verbreiteten Ohr-Beleuchtungs-Einrichtungen, die nicht selten auch die CB-Funkgeräte zu ersetzen scheinen, über die man seit den 70ern völlig sinnlos gequatscht hat.

Wer aber kaum eine andere Wahl hat, der könnte immerhin darüber nachdenken, für sowas einen Prepaid-Tarif zu verwenden, und zwar möglichst einen solchen, bei dem billige interne Gespräche möglich sind, wie z.B. für 3 ct/min per "Feinkost Albrecht", und das möglichst in Abstimmung mit dem Freundeskreis.
So habe ich im Oktober in meiner Einarbeitungszeit in Bremen das geschenkte olle Zweithandy meiner Freundin mitgehabt, mit 'ner entsprechenden Karte, wie sie selbst die auch nutzt. Und vom ursprünglichen Gesprächsguthaben von 15 € sind bei mir jetzt immer noch 7 € übrig. 

Das Einzige, was mir jetzt tatsächlich fehlt, ist die Möglichkeit, per CbC-Provider Auslandsgespräche zu führen, billiger als ein CbC Ortsgespräch.
Aber solche internationalen Gespräche führe ich normalerweise sowieso nicht, nur in besonderen Ansnahmefällen. So selten also, dass ich mir z.B. über Skype noch nie Gedanken gemacht habe.
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: ritschibie am 18 Mai, 2009, 01:04
Wie sich die Situationen ähneln. Mein "Komplettübertritt" zu VOIP hat zwar "nur" 3 Monate Reibereien (zwischen 1und1 und der Telekom) und Unannehmlichkeiten für uns mit sich gebracht, aber immerhin!

Gut, dass Du das Handy Deiner Freundin hast, so kannst Du (im hoffentlich nie eintretenden) Bedarfsfall und sollte das VOIP-Netz Deines Providers "streiken" immer noch die 110/112 anrufen (gestzt den Fall, Dein Handy ist "geladen", deshalb ist bei mir der geladene Akku Pflicht!). Ich hab jetzt auch das Problem der Auslandstelefonate. Mein Spezialkumpel in Kalifornien ist noch günstig mit 1,9 €cent/min zu erreichen. Aber eine gute Freundin in Kanada (wird ca. 1x im Monat angerufen), muss sich schon mit deutlich kürzeren Anrufzeiten zufrieden geben, ebenso wie eine Freundin meiner Frau, die in Griechenland lebt.

Man könnte es ja bei 1und1 günstiger haben, das rechnet sich mit zusätzlichen € 5 im Monat bei mir nicht. Die Billigvorwahlen haben ja mit der VOIP-Zeit keinen Sinn mehr, da bräuchte es einen Festnetzanschluß (hat ja Jürgen auch schon erwähnt).

Die Option, meinen Handy-only-Freundeskreis (2 Leute nur) auf einen günstigen "Inhouse"-Tarif einzuschwören ist leider gescheitert. Zuviele Leute scheinen zu meinen, man braucht ein I-Phone (und das gibt's günstig nur mit Spezialvertrag  :(). Na gut, die 13 €cent/min kann ich bei beiden Personen im seltenen Fall eines Anrufs durch mich auch noch aufbringen ;)

Fazit für mich: der Umstieg auf VOIP hat sich jedenfalls rentiert und ich wünsche Hesse, dass das im Wege der "Breitbandoffensive" auch als Wahlmöglichkeit in seinem Lebenskreis auftaucht...
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: rillie am 18 Mai, 2009, 07:36
Moin

Ich habe schon seit 2003 einen Festnetzanschluß über Handy.Mein Genion Vertrag bei O2 war für mich die richtige Entscheidung.Da meine Home-Zone einen riesigen Bereich der Stadt abdeckt habe ich meinen Festnetzanschluß fast immer bei mir.
Mit Bestürzung mußte ich nun feststellen, dass O2 seine Tarife umgestellt hat und die gleiche Abzocker-Mentalität an den Tag legt wie die anderen.

Schade eigentlich!

lg
rillie
Titel: Re: Festnetz? Immer mehr Deutsche sagen nein Danke
Beitrag von: Jürgen am 18 Mai, 2009, 09:31
Dazu kann man eigentlich nur daran erinnern, dass eine einseitige Vertragsänderung den Nutzer grundsätzlich zur Kündigung berechtigt.
AGB und Tarife sind Vertragsbestandteile.
Dann wäre wohl (abermals) die Zeit zum Wechsel gekommen...