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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News & Infos zu div. Events => Thema gestartet von: spoke1 am 06 Mai, 2009, 21:43
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Der Unicable-Multiswitch kann über ein Koaxialkabel bis zu acht Receiver mit dem kompletten Signalspektrum eines Satelliten versorgen (Quelle: Triax)
Triax nimmt einen neuen Unicable-Multischalter zur diesjährigen Fachmesse Anga Cable in Köln ((26. bis 28. Mai) mit. Am Stand G11 in Halle 10.2 präsentiert der Hersteller aus dem süddeutschen Pliezhausen die Komponente TMU 518. Der 20,4 x 13,9 x 1,9 Zentimeter messende Baustein ist für alle gängigen digitalen Quattro-LNBs in Verbindung mit Unicable-tauglichen Receivern konzipiert und unterstützt die Versorgung von bis zu acht Teilnehmern über ein Koaxialkabel.
Anders als bei statischen Einkabellösungen lassen sich alle vorhandenen Satellitentransponder einschließlich heute noch nicht belegter Frequenzen einspeisen, hob Triax hervor. Darüber hinaus können die Multischalter kaskadiert werden, sind voll HDTV-tauglich und erfüllen den Unicable-Standard EN 50494. Damit lassen sich beispielsweise Etagenwohnungen mit einer Gemeinschaftsanlage in Baumstruktur ohne aufwändige und teure Neuverkabelung auf den digitalen Sat-Empfang umrüsten, sofern die installierten Koaxialkabel und Antennensteckdosen digitaltauglich bzw. gleichstromentkoppelt sind.
Hohe Entkopplung und niedrige Dämpfung
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Der Unicable-Multischalter hat vier Sat-ZF-Eingänge, die jeweils den Frequenzbereich von 950 bis 2150 MHz abdecken, sowie einen terrestrischen Eingang (47-862 MHz) für den Anschluss einer UKW- oder DVB-T-Antenne. Bei den Teilnehmer-Ausgängen ist neben einem Ausgang für Unicable-fähige Receiver noch ein Universal-Ausgang vorhanden, an den herkömmliche Set-Top-Boxen angeschlossen werden können. Zudem stehen vier Sat-ZF-Ausgänge zur Verfügung, über die sich die Schalter kaskadieren lassen, sowie ein terrestrischer Ausgang. Ausgewiesen wurde ferner eine 10 dB Verstärkungsleistung im Sat-Bereich und eine hohe Entkopplung an den Ausgängen (30 dB) in Verbindung mit niedrigen Dämpfungswerten (3 dB).
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Baustein beträgt rund 210 Euro. Zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit im Handel wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Aus meiner Sicht ist kaum zu erwarten, dass allzuviele Anlagen existieren, die mit hochwertigem Satkabel aber in Baumstruktur verkabelt sind und nicht mehr als acht Teilnehmeranschlüsse aufweisen bzw. auf Dauer benötigen.
Auch ist gerade bei einer so geringen möglichen Teilnehmeranschlusszahl nicht von wirklich "aufwändige(r) und teure(r) Neuverkabelung" auszugehen, nur um diese auf Sternverdrahtung umzustellen.
Eher findet man hier abermals krampfhaft Ausreden, um eine zeitgemässe Versorgung zu umgehen und weiterhin Antennenverbote aufrechtzuerhalten.
Sat-Empfang als Hauptversorgung sollte heutzutage MINDESTENS zwei unabhängige Empfangsstellen pro Wohneinheit bieten, besser sogar zwei pro Wohnzimmer plus mindestens eine pro weiterem Zimmer. Das geht vernünftig nur mit Multi-Koax-Bus-System und Etagen- bzw. Wohnungs-Multischaltern. Dafür dann mit fast unbegrenzten Teilnehmerzahlen...
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Sofern die vorhanden Kabel nicht gerade zweiadrig nebeneinander liegen ist das System schon interressant. Gerade in kleinen Mehrfamilien-Häusern.
Es ist doch wie eine Art Netzwerk zu verstehen das System.
Jeder SCR-Taugliche Receiver bekommt eine Addresse zugewiesen. Darüber fordert das Gerät dann die gewünschten Daten an. Funktioniert sogar wunderbar.
Die Acht Addressen zu splitten ist auch machbar, dadurch können auch zweige von 5-3, 6-2, 4-4, aufgebaut werden. Davon ab 1-3-4 auch möglich.
Aufgrund der Kaskadierbarkeit des System's kann es dann schließlich noch um einiges mehr erweitert werden. Notfalls mit aktiven Verstärker zwischen den Kaskaden.
Feine Sache. Weniger aufbruch (bohren, dreck, Lärm), guter Erfolg. Was will man mehr?
Gruß Bube
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Was will man mehr?
Natürlich mehr als acht mögliche unabhängige Empfangsstellen, jedenfalls aber mehr als nur eine pro Wohnung.
Bedenken wir, dass die wesentliche Begrenzung dieser Technik in der Anzahl der verfügbaren Downlink-Kanäle besteht, eben acht.
Und da es nur sehr selten die Mieter sind, deren Interessen technisch umgesetzt werden, aber eben immer diejenigen, deren Informationsfreiheit technisch von der Infrastruktur des Hauses abhängt, halte ich diese Technologie nur in sehr kleinen Wohneinheiten für ausreichend, mit allerhöchstens vier Haushalten. Doch gerade in so kleinen Anlagen ist meist eine echte sternförmige Versorgung ziemlich leicht realisierbar, selbst nachträglich z.B. durch Keller, Dachböden usw.
Selbst in Breitband-Kabel-Anlagen wird inzwischen regelmässig sternförmig verkabelt, u.a. um ausreichende Rückkanal-Kapazitäten für Triple Play zu gewährleisten, oder um alternative Paketzusammenstellungen zu ermöglichen. Gerade vor wenigen Wochen wurde in einer kleinen Siedlung in Hamburg-Allermöhe auf Wunsch der dort tätigen Baugenossenschaft neu verkabelt, u.a. um das BK-Netz auf 860 MHz zu erweitern, und "natürlich" hat man jetzt rein sternförmig verdrahtet, mit zwei unabhängigen Anschlüssen pro (1 1/2 Zimmer-)Wohnung. Man hat übrigens auch gleich einen anderen Provider gewählt, KD ist dort für die nächsten Jahre aus dem Rennen. Interessanterweise wurde ordentliches Sat-Kabel verlegt, wodurch sich Bandbreitenprobleme wohl für längere Zeit erledigt haben dürften.
Es wäre wenig wünschenswert, nur um etwas Koaxialkabel einzusparen, das Programmangebot dauerhaft einzuschränken und Zweitanschlüsse grundsätzlich zu verhindern.
Wer solch einen Weg für sich selbst gehen möchte, mag das von mir aus gerne tun, aber Anderen auf diese Weise Beschränkungen aufzuerlegen, die am Ende auch noch die Kosten dafür zu tragen hätten, halte ich für völlig inakzeptabel.
Der Schutz einiger vorhandener Tapeten wiegt weit weniger als das Grundrecht auf Informationsfreiheit. Das aller Bürger, auch wenn sie nur Mieter oder dessen Partner oder Sprösslinge sind.
Daher plädiere ich stets für ausreichend dimensionierte Kabelwege, einschliesslich späterer Aufrüstbarkeit. Und kann mich nicht für arg begrenzte Möglichkeiten begeistern...
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Diesem Beitrag kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Selbstverständlich ist in grossen Wohneinheiten ein "richtiger" Sat-Empfang deutlich vorzuziehen, trotz der Tapete.
Dennoch, um grob beim Thema zu bleiben, selbst bei 2x3 WE Häusern, links 3 WE rechts 3 WE, bestehen meist 2 Kabel-Stränge.
Dachgeschoss, da kleiner, bekommt 2 Addr. die mittlere und untere WE je 3 Addr.
Realiesiert durch 1ne Kaskade und 1 Grundgerät. Falls eine Sternförmige Verteilung schon vorhanden ist könnte pro WE je 8 Anschlüsse zur
Verfügung gestellt werden. Astra/Hotbird tauglich selbstverständlich.
Bei diesem System ist wirklich ausschlag gebend wie die Verteilung zum Zeitpunkt der Installation ist.
Der Nachteil ist natürlich das nicht jeder Receiver, von PC-Karten wollen wir erst garnicht reden, dieses System beherschd (<< sieht komisch aus, sicher
falsch geschrieben).
Wie immer ist das ganze individual anzuwenden. Da passtes, andernorts nicht. Kommt halt drauf an.
Fazit für mich: Besser als bisherige Einkabellösungen.
Gruß Bube.
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Fazit für mich: Besser als bisherige Einkabellösungen.
Dem stimme ich ALLERDINGS vollinhaltlich zu.
Einkabel"lösungen" der üblichen Art sind in meinen Augen eine Frechheit, weil durch die dabei unumgänglichen sehr erheblichen Beschränkungen der Bandbreite sofort und dauerhaft viele Transponder unzugänglich werden. Und da aus verschiedenen Gründen die Transponderbelegung ständigen Änderungen unterworfen ist, darf man getrost davon ausgehen, dass im Lauf der Zeit für die wehrlosen Nutzer immer mehr wichtige Sender entfallen. Die müssen dennoch regelmässig für den Schrott bezahlen, meist durch eine in der Miete festgelegte Umlage, oder gar ganz dreist als sogenannte Wohnwertverbesserung gleich mehrfach...
In Verbindung mit den üblichen Antennenverboten läuft sowas in meinen Augen schnell auf eine kostenpflichtige Zensur hinaus.