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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: McCom am 23 Januar, 2009, 14:56

Titel: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 23 Januar, 2009, 14:56
Hi Leute,

Ich bin ja endlich wieder zu Hause und kann wieder mit meinem normalen Rechner arbeiten. Der war jetzt ca 3 Monate aus. Heute fuhr ich ihn neu noch und hab erstmal AntiVir aktualisiert, dann wollte ich Windows updaten. Und ab dann fing es an, er machte einen Reboot ohne eine Meldung. Wie wenn man den Stecker zieht. Windows kam wieder, er war ca 2min an ohne das ich etwas macht und zack neustart. Hört sich an wie Blaster, nur ohne "warten sie 1 Minute". Nach kurzem suchen habe ich "autoneustart bei fehlern" ausgemacht. Aber trotzdem, zack und weg nach 1min. Bei einem neustart wollte er nichtmal booten und ist bei den blauen Blöcken die durchlaufen beim boot hängen geblieben...

So, nun was kann ich euch an Infos zu meinem System geben, damit ihr nicht die Kristallkugel braucht? Mein ihr ich komm um ein neuinstall rum, oder wird es drauf rauslaufen? Ich hätte auch noch so Mini-Dumps anzubieten, aber aus denen werde ich nicht klug wenn ich sie per editor öffne...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2009, 15:21
Hmm....könnte z.B. am Netzteil liegen .....oder evtl. auch ein Wärmeproblem ...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 23 Januar, 2009, 15:30
Hm, Wärmeproblem... Würde ich dir zustimmen wenn es nach einiger Zeit oder "harten" Spielen käme wo Power dahinter ist, aber es passiert ja das erste mal 5min nach booten, und dann immer rascher... Dazu dann noch das sich windows beim booten auch noch verabschiedete...

Und Netzteil kaputt? Das wurde an sich erst vor ca 2 jahren gekauft, ist ein "iPower Silent Gigant 14cm" und hört sich auch nicht komisch an. (klackern oder lautes anfahren...)

Kann man das irgendwie auslesen warum das system sich verabschiedet? Hättest du ideen wie ich mich vergewissern könnte?
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2009, 15:38
Zitat
aber es passiert ja das erste mal 5min nach booten, und dann immer rascher...

Das hört sich ja nun recht deutlich nach einem Wärmeproblem an ...da würde ich mal nach dem einschalten ins Bios gehen und dort im Hardwaremonitor (ist ja bei den meisten Boards usus) mal ein wenig beobachen...ob da was heiss wird...

Zitat
Kann man das irgendwie auslesen warum das system sich verabschiedet?

Bestimmt ...würde aber nur Sinn machen wenn das irgendwas mit Windoof zu tun hätte...was sich hier wohl ausschließen lässt...denke ich..
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 23 Januar, 2009, 15:58
Hm, ich hoffe du hälst mich nicht für einen PC-Deppen, aber bis jetzt hatte ich noch nie in einem Bios einen Temp-Sensor gesehen den ich von dort auslesen kann. Und ich hatte selber gebaute Systeme und Systeme von der Stange (medion/etc) in der Hand.
Also ich bin jetzt seit 3min in meinem Bios drin (Phoenix - AwardBIOS V1.09 von 09/28/03) Naja, Medion hat nie ein Update dafür rausgebracht, oder doch? mal nachsehen gehen^^

Aber in dem ganzen Bios keine Sensoren ausgaben...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2009, 16:01
Zitat
(Phoenix - AwardBIOS V1.09 von 09/28/03) Naja, Medion hat nie ein Update dafür rausgebracht, oder doch?

Kannst du auf der Medion HP ja nachsehen ...

Zitat
Aber in dem ganzen Bios keine Sensoren ausgaben...

Dann hat das Teil wohl keine ...

versuchs mal ...nach etwas Auszeit für den Rechner ...mit Everest unter Windoof...der ist ja in der Lage sowas anzuzeigen ...sofern es die Hardware unterstützt...


Ich würde die Kiste auch mal mit ner Live-CD testen ...um Windoof als Grund 100%tig auszuschliessen ...wobei es eigentlich recht deutlich ist das es daran nicht liegt
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 23 Januar, 2009, 16:25
So, also es gibt ein 1.11 Bios-Update (jetzt muss ich ein externes disk laufwerk und ne diskette suchen... *g* gut das ich in einem IT-Haushalt lebe)

Dann system läuft seit 10min, everest ist installiert und zeigt 36°C Mainboard und 32°C HDD an. Da brat mir doch einer einen Storch, es geht alles 1a bis jetzt. Mal sehen was passiert wenn ich gleich die nötigen Updates laufen lasse.

EDIT 1: System seit nun 15min stabil, erste install gemacht, TEMP bei 34°/34° ich glaub es hackt...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2009, 17:12
Scheint sich ja in Wohlgefallen aufgelöst zu haben ?!

Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 23 Januar, 2009, 18:10
Tss, hab nachdem der Rechner 15min stabil bei 33°C lief das BIOS geflashed und dabei wie immer angst gehabt. Finde das hat sowas von Russisch-Roulett *g*

Wir kennen Windows ja jetzt schon lang genug. Aber es wundert mich immer wieder das mehrmaliges hoch&runter fahren, mal ins BIOS kucken und in einem Forum posten ausreichen um ein System wieder flott zu bekommen... Ein Wunder... Temp stimmt zZ 1a, alles gepatched und system läuft rund. Heute abend mal schaun was er zu einem 3D knaller sagt ;-)

Danke für die schnelle Hilfe!
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2009, 18:20
Ja , manchmal ist das schon recht seltsam mit den Dingern ...ich beschäftige mich ja nun auch schon fast zwei Jahrzehnte mit dem Kram ....aber dann und wann passieren doch immer wieder Dinge ...........naja , hauptsache die Kiste läuft
 nun ...

Zitat
Danke für die schnelle Hilfe!

Gern geschehen :)


ps. evtl. hatte da ja der CPU Lüfter Anlaufschwierigkeiten nach der langen Auszeit ...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: berti am 25 Januar, 2009, 16:15
Mal was aus der praxis bzw eigener erfahrung: wenn boards ne längere zeit stehen, ändern sich ab und an auch die werte der kondensatoren - hier hilft meist nur wiederholtes einschalten bis sich die teile neu formatiert haben.
(jürgen kann das sicher besser erklären )

zum anderen gibt es bei einigen boards auch probleme am RAM-Sockel - hier hilft meist, die ram-streifen rauszunehmen ( BEI AUSGESCHALTETEN RECHNER- NETZKABEL ZIEHEN!! ) und die kontaktleiste mit "groben" tuch zu reinigen.

Und wenn man schon dabei ist, auch mal die Kondensatoren genauer betrachten: Wenn sich die teile anfangen aufzublähen oder gar "flüssigkeit" verlieren, sollte man anfangen, über austausch nachzudenken ;D
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 25 Januar, 2009, 22:06
Syrabert hat vollkommen recht.

Hochgezüchtete Low ESR Elkos bruachen nach langer Lagerzeit tatsächlich manchmal einen (erneuten) erhöhten Formierungsstrom, der einen ersten Anlaufversuchscheitern lassen kann. Es ist sogar möglich, dass das Netzteil (wenn's nicht ohnehin selbst betroffen ist) zunächst einmal Überlast empfindet.
Aber diese Neuformierung geht sehr schnell, bei einem zweiten Startversuch sollte alles wieder normal sein.

Auch Festplatten brauchen manchmal nach längerer Standzeit zunächst einen etwas höheren Anlaufstrom, bis die Lager wieder gut laufen.

Es kann nicht schaden, ausser den RAMs auch alle Laufwerkskabel, Speisestecker und Steckkarten einmal zu lösen und wieder anzubringen. Nur der CPU-Sockel sollte i.d.R. nicht betroffen sein.

BTW, Elkos blähen sich nicht durch Stillstand auf, sondern nur durch Hitze. Meist passiert das aufgrund schlechten Elektrolyts irgendwann durch die selbst erzeugte Verlustwärme, aber eine ungünstige Einbauposition mit Wäremeeinwirkung aus anderer Quelle kann erheblich beitragen. Deshalb ist auch ein guter Luftstrom über's Mainboard wichtig, insbesondere rund um Chipsatz und Spannungswandler (wo die fetten Elkos sitzen).
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 25 Januar, 2009, 23:06
Wenn ich jetzt eure Posts so lese, was soll ich dann machen wenn ich zu Ostern und dann im Sommer wieder komme? System mehrfach erstmal hoch und runterfahren? Und ihr meint, kann sein das erhöhte Anlaufstrom/Spannung nötig sind, aber warum bootet er sauber (ca 2-3min) dann läuft er 2-3min und dann erst absturz? Sollte ich meine Eltern bitten den Rechner jeden Monat einmal zu booten?
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Theos am 26 Januar, 2009, 00:10
ich tippe nach wie vor auch auf ein temperatur problem, wenn es so regelmäßig abläuft (bzw. abgelaufen ist).

ev. könnte es auch ein problem mit einem programm oder einem treiber sein, der eben erst nach den 2 minuten fertig geladen ist. das sollte allerdings zu einem bluescreen führen, wenn es denn kein virus ist.

generell wäre es nicht schlecht, wenn du einfach mal ein live-system testest, entweder aus der linux/bsd welt oder auch eine WindowsPE variante.  dort sind auch die üblichen test tools dabei, alá ramtest, I/O, cpu usw.


ich denke nicht, dass der pc einmal pro monat mindestens laufen muss, oder eine sonderbehandlung benötigt wenn er länger nicht gelaufen ist.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: ritschibie am 26 Januar, 2009, 00:32
Na, ich hoffe nicht, jetzt zur weiteren Verunsicherung beizutragen. Einige werden sich vielleicht noch
an mein Problem mit dem PC vom letzten Jahr erinnern: Ziemlich genau nach 20 min. (jetzt kann
mccom schon wieder etwas aufatmen) schaltete sich mein PC von selbst ab: Ohne Bluescreen oder
farbloseren Byes. Das Ende vom Lied: Das Netzteil machte Zicken, beschädigte den Speicher und das
Motherboard (jedenfalls nach Aussage der bemühten PC-Werkstatt).  :(
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 26 Januar, 2009, 02:30
Ich wollte auch keinesfalls irgendeine Panik verbreiten, man müsse einen PC unbedingt regelmässig starten.
Wie gesagt, falls das Mainboard zu den von der bekannten Problematik mit schlechtem Elektrolyten in den Elkos gehören sollte, wäre das eine mögliche Ursache für solche Anlaufprobleme.
Auch Minuten nach dem Start, wenn die Teile langsam warm werden.

Wie auch immer, viel häufiger geht's um Lüfterprobleme.
Oder um ein weich gewordenes Netzteil, oft auch wegen dessen Elkos.
Alles andere ist weit weniger wahrscheinlich.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 27 Januar, 2009, 17:07
So, jetzt darf wieder in der Kiste gegraben werden. Bis gestern keine Probleme mehr, PC 1a stabil. Ich hab gespielt ich hab Musik gehört, er war bestimmt mehr als 4h am Stück am Strom. Dazu war das Zimmer warm vielleicht 25°C. Heute komm ich nach Hause, fahre die Kiste hoch, er läuft ca 10min aber ohne Eingabe. Dann starte ich Winamp und zack down und neustart. Nur dieses mal ein durchgehender BIOS-Piep-Ton, kein gepiepe nur ein langer Ton. So, ich tippe 100% nicht auf wärme weil ich meinen Laptop zur selben zeit hochgefahren hab und der 18°C HDD und 20°C CPU gesagt hat. Warum? Ich hab in der früh das Fenster offen gelassen und mein Zimmer ist sau kalt^^ rechner hab ich bis jetzt nicht wieder an strom gelassen... Ideen?
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 27 Januar, 2009, 17:51
Bios Beeps:

Piep piep piep hab dich nich lieb (http://www.hardware-bastelkiste.de/index.html?bios_beepcodes.html)

Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: SiLæncer am 27 Januar, 2009, 18:03
Also evtl. doch das Netzteil...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Theos am 27 Januar, 2009, 21:37
So, ich tippe 100% nicht auf wärme weil ich meinen Laptop zur selben zeit hochgefahren hab und der 18°C HDD und 20°C CPU gesagt hat. Warum? Ich hab in der früh das Fenster offen gelassen und mein Zimmer ist sau kalt^^ rechner hab ich bis jetzt nicht wieder an strom gelassen... Ideen?
luft ist ein sehr, sehr schlechter wärmeleiter, ganz besonders wenn sie sich nicht bewegt(ie. kein lüfter läuft). deshalb sind rückschlüsse über die zimmertemperatur nur im umgekehrten fall möglich (also wenn es drinnen 40 grad hat, dann könnte es eng werden...).
ein vergleich mit einem notebook, dass zum einem eine sehr stromsparende hardware hat, und zum anderem eine funktionierende kühlung, sagt allerdings noch weniger aus ;)

aber wie auch immer, wie spoke1 und Silaencer schon sagten, laut http://www.hardware-bastelkiste.de/bios_beepcodes.html (das funktioniert auch ohne JS) wär das ein zeichen für das netzteil bzw. mainboard.

achtung: beim aus/einbauen umbedingt den stecker ziehen. abgesehen von der körperlichen gefahr kann man sich anderes komponenten sehr leicht kaputtmachen. (auch wäre ein erden des eigenen körpers ratsam, einfach mal den heitzkörper angreifen bevor du am mainboard rumwerkst)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 27 Januar, 2009, 21:55
Hm ja, Theos du hast natürlich zu 100% recht, aber... Ich hab den Rechner dann nach 10min wieder hochgefahren, ohne piepen dieses mal. Everest an und mich nur beobachtend davor gesetzt und eine hand am Rücklüfter gehabt. Der hat 7min geblasen und kalte Luft ausgeworfen, das sagte auch der sensor. Naja dann halt wieder weg...

Hab die alte Schachtel gefunden, gekauft 27.2.2007, hm da hab ich noch 1 Monat. 2 Jahre an sich kein Alter, vorallem so wenig Stunden wie das Teil aufm Buckel hat... Hab nun sowohl den hersteller (LC Power) und den Verkäufer (Mindfactory.de) angeschrieben und gefragt was es sein kann und was ich tun soll.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Theos am 27 Januar, 2009, 22:14
naja, man könnte auch sagen, dass der hersteller zu knapp mit der garantie kalkuliert hat ;)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 28 Januar, 2009, 11:28
Meine Mail an beide:
Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich besitze seit dem 28.2.2007 ein LC6420GP das in seinem ersten Jahr keine Probleme machte. Dieses Netzteil erwarb ich von Mindfactory.de Da ich beruflich im zweiten Jahr recht wenig an meinem Desktoprechner arbeiten konnte, stand der Rechner immer wieder für 3 Monate und wurde dann für 2 Wochen genutzt.

Bei der letzten Nutzung (Oktober) stürzte er beim ersten Mal nach 10min Laufzeit ohne Meldung ab, wie wenn man den Stecker zieht, diese Zeit verkürzte sich nach mehrmaligen booten und Abstürzen bis auf 3min nach Laufzeit nach einschalten. Beim letzten Absturz gab das Mainboard nur einen langen Piepton von sich. Nach 10min ohne Strom lief der Rechner die nächsten 2 Wochen ohne Probleme, auch bei aufwendigen Anwendungen und ich machte mir keine Gedanken mehr.

Nun bin ich wieder zu Hause und dasselbe Spiel mit Abstürzen nach 10min beginnt von Vorne. In einem Forum in dem ich Hilfe suchte, wurde mir geraten das Netzteil auszutauschen, da nach meiner Beschreibung und Ausschluss mehrerer anderer Möglichkeiten nur dieses als Fehlerquelle anzusehen wäre.

Da das Netzteil an sich nicht viele Betriebsstunden hat, vor allem im Vergleich zum alten Netzteil das vorher eingebaut war und die Gewährleistung in einem Monat ablaufen würde, würde es mich interessieren ob Fehler bei dieser Baureihe bekannt sind und ob ich als Leihe einen Funktionstest durchführen kann um den Fehler zu bestätigen oder zu widerlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort Hersteller:
Zitat
Sehr geehrter Herr X,
bitte wenden Sie sich an Ihren Händler, um Ihren Garantieanspruch geltend zu machen.
Einen defekt kann man nicht ausschließen, allerdings höre ich jetzt diesen Fehler zum ersten mal.
Sie können den Fehlerquelle eingrenzen, wenn Sie z. B. ein anderes Netzteil verwenden. Sollte der Fehler dann nciht auftreten ist das Netzteil defekt.

Mit freundlichen Grüßen / Kind regards / Meilleures salutations

Antwort Verkäufer:
Zitat
Sehr geehrter Herr X,

mit Bedauern nehmen wir Ihre Reklamation zur Kenntnis. Wir werden Ihre Reklamation prüfen und diese zeitnah und unbürokratisch zu Ihrer Zufriedenheit erledigen.
Wir bestätigen dankend den Erhalt Ihres Reparaturauftrages/Ihrer Reklamation.
Zur weiteren Bearbeitung der Angelegenheit und zur Weiterleitung an unseren Lieferanten erbitten wir den Nachweis, dass der Mangel bereits bei Ablieferung bei Ihnen vorhanden war. Wir bitten um Verständnis dafür, dass nach der gesetzlichen Regelung (§ 434 BGB) nach Ablauf von 6 Monaten nach Kauf nur dann von einem Gewährleistungsfall ausgegangen werden muss, wenn dieser Nachweis durch den Käufer erbracht ist.

Bitte prüfen Sie, ob unabhängig von unserer Gewährleistungsverpflichtung eine eigene Garantieverpflichtung des Herstellers für das Produkt besteht. Diese ergibt sich ggf. aus dem Produkt beigefügten Garantieunterlagen des Herstellers bzw. auf dessen Internetseite.

Jetzt Mal Frage an euch, weil ihr sowas bestimmt schon öfter hattet, wie reagier ich jetzt am besten weiter? Was mach ich nun? Denn an sich ist ja ein Netzteil kein Verbrauchsgut was nach nichtmal echten gelaufenen 3 Monaten abkacken sollte^^
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 28 Januar, 2009, 21:20
Folgendes:

Prüfe zunächst alle Steckverbinder auf Wärmespuren / Schmorstellen.
Vorhanden -> supposingly your own fault...
Nicht vorhanden, dann weiter:

Ist das Netzteil werks-oder händlerseitig versiegelt, d.h. ohne Verletzung eines Garantiesiegels nicht zu öffnen? Oder ist das Öffnen des Geräts dem Kunden ohnehin laut AGB oder Garantiebestimmungen untersagt?

Dann ist dem Kunden dieser Nachweis aufgrund eines nicht von ihm, sondern vom Inverkehrbringer selbst verursachten Grundes von vornherein unmöglich gemacht. Das hat der Vertragspartner - der Händler zu vertreten, nicht der Käufer.
So ist beispielsweise eine Sichtprüfung der Elektrolyt-Kondensatoren oder der Lötstellen nicht möglich.

Gemäss Anleitung / Beschreibung / anerkannten Regeln der Technik dürften lediglich folgende Bestandteile als Verschleissteile gelten:
- Lüfter; der funktioniert aber einwandfrei und ohne erkennbaren Verschleiss wie z.B. erhöhtes Laufgeräusch
- Sicherung; die ist aber intakt, sonst wäre das Gerät total ausgefallen
- vom Benutzer handhabbare Bauteile wie Schalter und aussenliegende Steckverbindungen; den eventuell vorhandenen Umschalter 230V / 110V, falls nicht versiegelt, betätigst Du im stromlosen Zustand einige Male und testest anschliessend nochmal, Steckverbinder Sichtprüfung

Weiterhin wäre auf den Verschmutzungsgrad zu achten, beispielsweise anhand der sichtbaren Lüfterräder oder von aussen erkennbarer Teile der Platinen.

Wenn so insgesamt ohne Befund, ist davon auszugehen, dass, insbesondere im Zusammenhang mit der ungewöhnlich niedrigen Betriebsstundenzahl, der Fehler bereits bei'm Kauf dem Grunde nach angelegt war.   


Sinnvoll könnte noch folgende Formulierung in einem eigenen Absatz sein:
"Im Wissen um die Strafbarkeit der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Erklärung erkläre ich das Folgende an Eides Statt:"
(sinngemäss: Netzteil hat insgesamt nur weniger als ein halbes Jahr gelaufen, wurde nie auch nur annähernd bis an seine angegebenen Leistungsgrenzen belastet und wurde stets nur bestimmungsgemäss und unter normalen wohnraumtypischen Umgebungsbedingungen verwendet. Irgendein Grund für vorzeitigen Verschleiss ist daher nicht gegeben)
(danach separate eigenhändige Unterschrift mit Datum)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 28 Januar, 2009, 21:53
Vielen vielen Dank!

Ich werde morgen wenn ich wieder Tageslicht im Zimmer habe den Rechner aufmachen und mit größter Vorsicht (hab das Ding ja schon mal gewechselt) deinen Katalog durchgehen. An sich denke ich nicht das ein Punkt zutreffen könnte, aber bin mal gespannt.

Werde dann berichten, wie das ganze weiter geht. Schon jetzt vielen Dank!
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 04 Februar, 2009, 22:58
So, wollte nur kurz schreiben wie es weiter geht.

Also Rechner aufgemacht, Netzteil ausgebaut und mal wieder festgestellt das man Schrauben NIE fest genug anziehen kann (ich depp)! Retourschein ausgefüllt und Begleitbrief beigelegt. Vorgestern dann zur Post gebracht. Einzige Bedenken die ich jetzt habe, wenn ich ein neues Netzteil zurück bekomme, ob ich je wieder die richtigen kabel an die richtigen Stecker am Motherboard hinbekomme... Ok, HDD-Stecker, die kenn ich^^

Und sollte ich je wieder einen Rechner neu aufbauen, werde ich unbedingt ein Netzteil nehmen, dem man modular nur die Kabel anschließt die man auch braucht... Dieses LCPower Netzteil, tss ich frag mich wer so viele Stromkabel braucht^^
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 09 Februar, 2009, 19:18
Mein dad hat mir heute per mail geschrieben, das das netzteil unberührt wieder zurück kam. Mit dem hinweis:

"da es schon über 1 Jahr alt ist soll ich den Fehler beweisen, dass er schon bei Auslieferung vorhanden war."
---
Aber a) bin ich mediziner und kein techniker, b) ist das Netzteil schon verklebt c) hätte ich eh keine Ahnung wie das zu beweisen wäre.

Was meint ihr, soll ich es sein lassen, mich ärgern und da nie wieder was kaufen, oder kann man da noch was machen? Mir gehts da auch etwas ums Prinzip, da wie gesagt es ja "fast" neu war. Nebenbei, Brief mit Beschreibung und Aussage wegen Betriebsstunden war dabei...

Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Warpi am 09 Februar, 2009, 19:44
Verbraucherberatung würde ich sagen. Hab da auch nicht so den Plan ...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 09 Februar, 2009, 20:45
Dann will ich mal tief Luft holen......


Die sogenannte Gewährleistung stammt aus dem Bereich des Zivilrechtes. Genauer jedoch aus dem Schuldrecht.
Die Gewährleistung spielt hauptsächlich in drei Sachgebieten eine Rolle:
1. Beim Kauf; die wichtigsten Vorschriften hier finden sich in den §§ 459 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches, BGB.
2. Beim Werkvertrag; hier sind es die Vorschriften der §§ 633 ff. BGB.
3. Beim Reisevertrag; mit den §§ 651c ff. BGB.
Als Gewährleistung bezeichnet man dabei grundsätzlich die gesetzliche Verpflichtung des Schuldners, dem Gläubiger eine Sache bzw. ein Werk in mangelfreiem Zustand zu übergeben.
Gewährleistungsansprüche, die aus einer Zuwiderhandlung des Schuldners resultieren können sind dabei, je nach Sachgebiet: die Wandlung, die Minderung, der Rücktritt sowie der Schadensersatz.

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Ab 1. Januar 2002: Zwei Jahre Gewährleistung und Garantie, aber nicht für alle

Neue Regeln für Gewährleistung und Garantie

Durch die Änderung des deutschen Schuldrechts gilt ab 1. Januar 2002 ein neues Gewährleistungsrecht. Endverbraucher haben danach 24 Monate Anspruch auf Gewährleistung, für gewerbliche Anwender kann der Gewährleistungsanspruch vom Händler auf 12 Monate verkürzt werden.

Im Folgenden dokumentieren wir eine Information des ZVEI, Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e. V., Fachverband Elektrowerkzeuge, an den Handel, die die neue Rechtssituation erläutert. Die Vorschläge werden künftig sicher in ähnlicher Form nicht nur in der Werkzeugbranche, sondern auch bei anderen Produkten zu finden sein. Wir werden außerdem demnächst noch in einem ausführlichen Report über die neue Situation in Sachen Garantie und Service bei Elektrowerkzeugen berichten.

Information des Fachverbands Elektrowerkzeuge im ZVEI
zu Gewährleistung und Garantie bei Elektrowerkzeugen ab 2002

1. Worin besteht der Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie?

Mit der Schuldrechtsreform kommt es zu neuen Gewährleistungsregelungen und Fristen, die ab 1. Januar 2002 zwischen Verkäufer und Käufer wirksam sind.

Die Gewährleistungsfrist für Neuprodukte, die ab diesem Datum verkauft werden, wird von bisher 6 Monaten auf 24 Monate, beginnend mit Auslieferung beim Käufer, erhöht.
Gegenüber privaten Verbrauchern ist diese Frist nicht verkürzbar.
Gegenüber Nicht-Verbrauchern, z. B. Handwerk, Industrie, Kommunen ist die Gewährleistungsfristüber die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) auf 12 Monate verkürzbar.
Im Falle eines Werkvertrages wie z. B. bei der Reparatur von Elektrowerkzeugen
ist diese Frist für private und gewerbliche Kunden ebenfalls über AGB auf 12 Monate verkürzbar und bezieht sich nur auf die erneuerten Teile.

Im Gegensatz dazu ist eine Garantie immer eine freiwillige Zusatzleistung der Hersteller bzw. des Handels. Sie ist inhaltlich weitgehend frei gestaltbar.

2. Was ist ein Fehler im Sinne der Gewährleistung?

Die Gewährleistung ist entgegen der landläufigen Meinung keine "Vollgarantie".

    * Es wird nur für anfängliche Fehler gehaftet, d. h. die bereits bei der Übergabe an den Endverbraucher vorlagen.
    * Fehler liegen vor, wenn die Sache von Anfang an
      - nicht der Vereinbarung entspricht, oder
      - nicht den Angaben in der Werbung/Produktbeschreibung entspricht, oder
      - nicht der üblichen Nutzung und Beschaffenheit entspricht.

Keine Fehler sind insbesondere:

    * gebrauchsbedingter Verschleiß
    * Mängel, die dem Kunden bereits beim Kauf bekannt waren
    * Eigenverschulden des Kunden (z. B. unsachgemäße Bedienung, falsche Lagerung; Hinweise dazu gibt die Bedienungsanleitung)

Bitte beachten Sie: Nur wenn ein Fehler im Sinne der Gewährleistung vorliegt, ist dieser kostenlos zu beheben, andernfalls muss die Reparatur vom Kunden selbst bezahlt werden.

Einschränkend wirkt außerdem die neue Beweislastregel, die nur für den privaten Verbraucher gilt! In den ersten 6 Monaten der Gewährleistungsfrist wird vermutet, dass der Fehler bei der Übergabe vorlag. In den verbleibenden 18 Monaten muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel bereits bei Lieferung vorlag.


3. Liegt ein Fehler im Sinne der Gewährleistung vor....

......hat der Kunde folgende Rechte:

Stufe 1:    Reparatur oder Austausch
Stufe 2:    Minderung oder Rücktritt vom Kauf (= früher "Wandlung" genannt),
und Schadensersatz

Diese Rechte stehen in einem gestaffelten Verhältnis zueinander. Nur wenn die Stufe 1 nicht möglich oder aber gescheitert ist, besteht ein Recht auf Ansprüche aus der Stufe 2.
Auch innerhalb der Stufen besteht eine Reihenfolge. Das Gesetz sieht in der Stufe 1 zwar vor, dass zunächst der Käufer ein Wahlrecht zwischen Reparatur und Austausch hat. Dieses Wahlrecht des Käufers wird aber begrenzt, wenn die getroffenen Wahl unverhältnismäßig ist.

Das heißt, Sie können die Wahl eines Kunden auf z. B. Umtausch zurückweisen mit dem Argument, dass dies unverhältnismäßig ist. Dabei schlagen vor allen Dingen Kosten ins Gewicht. Die günstigere Reparatur hat grundsätzlich Vorrang vor dem Umtausch. Dem Käufer können zwei Reparaturversuche zugemutet werden.

Ist die Stufe 1 nicht möglich oder gescheitert, erfolgt die Abwicklung des Rücktritts oder der Minderung wie bisher.

Prinzipiell gilt:
Reparatur oder Austausch vor Preisminderung oder Rücktritt.


4. Rückgriffsanspruch

Aus der Gewährleistungsabwicklung durch den Verkäufer ergeben sich Rückgriffsansprüche gegenüber dem direkten Lieferanten, wenn am Ende der Lieferkette ein privater Verbraucher steht.

Selbstverständlich sind vor der Geltendmachung eines solchen Rückgriffsanspruchs die vereinbarten Abwicklungsmodalitäten zu berücksichtigen.

Im Interesse einer fachgerechten und kostengünstigen Durchführung ist es daher nicht empfehlenswert, außerhalb der Hersteller-Garantieerklärungen zu verfahren, wie nachfolgend (Ziffer 5) dargestellt.


5. Herstellergarantien

Mehr Sicherheit für unsere Kunden

Wie bisher bieten zahlreiche Hersteller für ihre Produkte eine freiwillige Garantie gegenüber den Kunden an.

Diese freiwillige Herstellergarantie ist ein besonderer Service und gilt in der Regel

12 Monate bei beruflich/gewerblichem Gebrauch und
24 Monate bei ausschließlich privatem Gebrauch

ab dem Kaufdatum.
Den genauen Umfang dieser Garantie bestimmen die Hersteller durch ihre individuellen Garantieerklärungen.

Vorteil für den Handel:

    * Die Abwicklung kann wie bisher erfolgen
    * Mit der Hersteller-Garantieerklärung treten die Elektrowerkzeug-Hersteller quasi in die gesetzlichen Verpflichtungen des Handels gegenüber dem Kunden/Verwender ein.

Im Sinne einer problemlosen Abwicklung sollte dem Kunden die Inanspruchnahme der Herstellergarantien empfohlen werden.

6. Was sollten Sie beachten?

    * Passen Ihre AGB noch zur neuen Gesetzessituation?
    * Die Hersteller werden Garantieregeln zur Verfügung stellen, die am POS ausgehängt werden können. Sie beinhalten Entscheidungshilfen für die Vorgehensweise.
    * Die Hersteller werden Ihnen ihre individuellen Garantieerklärungen zur Verfügung stellen. Auf Wunsch sind diese dem Kunden auszuhändigen.

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Gewährleistung und Garantie - Hardware und Software
 
Wenn bei dem Erwerb von Hardware oder Software Probleme auftreten, stellt sich für Kunden häufig die Frage, welche Rechte aus Gewährleistung oder Garantie geltend gemacht werden können. Die nachfolgenden Ausführungen geben einen Überblick über das gesetzliche Gewährleistungsrecht und die Ansprüche des Kunden aus Garantieversprechen.

Was ist Gewährleistung?
Der Gesetzgeber geht davon aus, dass bei einem Kaufvertrag der Kunde eine mangelfreie Hard- oder Software erhält. Gleiches gilt für die Durchführung für Reparaturen. Auch hier geht das Gesetz von einer mangelfrei durchgeführten Arbeit aus. Das neue Schuldrecht, das seit dem 01.01.2002 in Kraft ist, bietet dem Verkäufer im Rahmen eines Kaufvertrages eine zweite Chance. Falls die Hard- oder Software bei der Übergabe an den Käufer nicht in Ordnung ist, muss der Verkäufer zunächst eine Möglichkeit erhalten, die Hard- oder Software in Ordnung zu bringen oder dem Kunden eine andere Hard- und Software zu übergeben. Gleiches gilt bei einer Reparatur. War die Reparatur nicht erfolgreich, muss nacherfüllt, also der Mangel beseitigt werden.

Was ist Garantie?
In Bezug auf Garantie hat der Gesetzgeber nur wenige Gesichtspunkte geregelt. Für den Kunden lässt sich nur anhand der jeweiligen Garantiebedingungen und Garantievoraussetzungen im Detail klären, welche Ansprüche er im Garantiefall hat. Auch die Frage, wann ein Garantiefall vorliegt, ist nicht im Gesetz geregelt. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass eine Garantie
eine zusätzliche Leistung und Absicherung des Verkäufers oder des Herstellers von Hard- und Software ist. Wichtig ist, dass die Ansprüche aus Garantie unabhängig und neben den gesetzlichen Ansprüchen aus Gewährleistung bestehen. Aufgrund der vielfältigen Gestaltungen der Garantiebedingungen lässt sich daher nicht pauschal beantworten, welche Rechte dem Kunden zustehen.

Welche Voraussetzungen fordert die Gewährleistung?
Zwei Grundvoraussetzungen müssen erfüllt sein, um Ansprüche aus Gewährleistung geltend machen zu können:
Es muss ein Mangel vorliegen. Das Gesetzt fordert, dass Hard- und Software frei von Mängeln an den Kunden übergeben wird. Entspricht die Hard- und Software nicht der vereinbarten Beschaffenheit, so liegt ein Mangel vor. Neben der konkreten vertraglichen Vereinbarung können die für den Vertrag vorausgesetzte Verwendung oder die gewöhnliche Verwendung eine Rolle spielen.
Zweite Voraussetzung ist, dass der Mangel bereits bei dem sogenannten "Gefahrübergang" vorlag. Für die Beurteilung, ob ein Gewährleistungsfall vorliegt, ist entscheidender Beurteilungszeitpunkt der Erhalt der Hard- und Software. Zu diesem Zeitpunkt muss der Mangel bereits vorgelegen oder zumindest angelegt sein. Diese Betrachtungsweise bereitet in der Praxis immer wieder Probleme. Häufig wird die Gewährleistung mit der Garantie verwechselt. Manche Hersteller und Anbieter beurteilen im Rahmen einer
Garantie einen Fehler nicht nur danach, ob er bei der Übergabe der Hard- und Software vorlag, sondern übernehmen eine Beseitigung des Fehlers auch, wenn dieser zu einem späteren Zeitpunkt eingetreten ist. Dies bedeutet aber eine zusätzliche Leistung des Herstellers, die unabhängig von der Gewährleistung besteht.


Welche Rechte haben Kunden?
Wenn die Hard- oder Software im Rahmen eines Kaufvertrages mangelhaft ist, muss der Verkäufer zunächst nacherfüllen, also entweder die Hard- und Software austauschen oder reparieren. Scheitert die Nacherfüllung, so können Kunden von dem Vertrag zurücktreten oder die Herabsetzung des Kaufpreises verlangen. Daneben bestehen Ansprüche auf Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen. Der konkrete Schaden muss im Detail nachgewiesen werden.
Wenn bei einer Reparatur Mängel auftreten, so ist das erste Recht des Käufers ebenfalls die Nacherfüllung. Wenn diese scheitert, können Käufer den Mangel selbst beseitigen und den Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Daneben haben Kunden die Möglichkeit, von dem Vertrag zurückzutreten oder die Vergütung zu mindern. Wie bei einem Kaufvertrag bestehen daneben
Schadensersatzansprüche, oder es kann der Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangt werden.

Wer muss was beweisen?
Der Kunde muss beweisen, dass der Mangel zu dem Zeitpunkt des Gefahrüberganges, das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem er das Gerät erhalten hat, vorlag. Dies lässt sich im Zweifel nur mit Hilfe eines Sachverständigen klären. Eine Ausnahme besteht bei dem sogenannten Verbrauchsgüterkauf. Ein Verbrauchsgüterkauf ist immer dann gegeben, wenn eine Privatperson bei einem Unternehmer Hard- oder Software erwirbt. Dann gilt in den ersten sechs Monaten die Vermutung, dass bei einem aufgetretenen Fehler die Hard- oder Software bereits zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs mangelhaft war.



Angaben ohne Gewähr auf vollständig oder Richtigkeit
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: ritschibie am 09 Februar, 2009, 20:57
Wer muss was beweisen?
Der Kunde muss beweisen, dass der Mangel zu dem Zeitpunkt des Gefahrüberganges, das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem er das Gerät erhalten hat, vorlag. Dies lässt sich im Zweifel nur mit Hilfe eines Sachverständigen klären. Eine Ausnahme besteht bei dem sogenannten Verbrauchsgüterkauf. Ein Verbrauchsgüterkauf ist immer dann gegeben, wenn eine Privatperson bei einem Unternehmer Hard- oder Software erwirbt. Dann gilt in den ersten sechs Monaten die Vermutung, dass bei einem aufgetretenen Fehler die Hard- oder Software bereits zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs mangelhaft war.

Angaben ohne Gewähr auf vollständig oder Richtigkeit
Als Laie würde ich sagen, es sieht schlecht für mccom aus :(. Dann besser ein neues Netzgerät kaufen und Nerven sparen ;D
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 09 Februar, 2009, 21:19
ich wollte das so nicht sagen, letztendlich denke ich das da nur Scherereien bei rum kommen.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 09 Februar, 2009, 22:25
jau. ich hab mir den langen Text jetzt auch nach einem guten Abendessen durchgelesen. Danke für die Mühe das zusammenzusuchen und hierher zu kopieren. Dann wird es wohl zu Ostern ein neues Netzteil geben, bestimmt NICHT von mindfactory.de und bestimmt NICHT von LC Power... Das nächste mal dann doch ein Markennetzteil und Alternate...

Danke für die vielen und langen Hilfen. Schade...  :-\
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 10 Februar, 2009, 13:39
Zitat
Dann wird es wohl zu Ostern ein neues Netzteil geben, bestimmt NICHT von mindfactory.de und bestimmt NICHT von LC Power...

Genau das ist das Problem was wir in unserer Gesellschaft/Wirtschaft haben. Wenn der Laden sich "ein wenig" bewegt hätte, hätte er positive Werbung und evtl. noch einen Kunden mehr eingefahren. Wie viele haben diesen Thread nun gelesen, werden abgeschreckt?
Mich wundert es nicht die Bohne das die mit ihren Betrieben den A*sch nicht mehr an die Wand kriegen. Immer schön dem Kunden die AGB vor die Nase halten!! Ein gebrauchtes NT im AT wäre sicher zu finden gewesen....

Dank dieser steifen Haltung ist es mir heute morgen erst wieder gelungen einen Kunden mit "Rüsselsheimer" PKW seiner Markenwerkstatt abzunehmen. Ich hab da kein Problem mit.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 18 Februar, 2009, 18:07
Ah heute ist was neues passiert was meine Meinung LC-Power doch wieder ändert^^

Am 12.2 hab ich das geschrieben, hatte an sich keinen Bock mehr
Zitat
Sehr geehrter Herr X,

Ich habe das an Mindfactory.de eingesandtes Netzteil mit dem sinngemäßen Kommentar „alles was nach länger als 6 Monate beim Kund kaputt geht muss er uns Beweisen“ zurückbekommen.

In 20 Tagen wird das Netzteil 2 Jahre alt, dann ist es eh egal. Da Sie von so einem Fehler noch nie etwas gehört haben und ich das Netzteil mit seinen jetzigen „Eigenschaften“ nicht mehr benutzen kann, haben sie Interesse es zu bekommen und durchzuchecken? Denn ich würde es eh nur noch entsorgen, da es für den produktiv Einsatz nicht zu gebrauchen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Heute das bekommen:
Zitat
Wir geben 2 Jahre Herstellergarantie. Es gibt eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von 2 Jahren und Ihr Händler ist verpflichtet Ihr Netzteil im Rahmen seiner AGBs abzuwickeln.
Sie haben doch einen Kaufvertrag mit Ihrem Händler abgeschlossen. Was steht denn dort in seinen AGBs?
Wir vertreiben ausschließlich an unsere Distributions Partner und eine Garantieabwicklung ist auch nur über diese möglich.
Sprich Ihr Händler wendet sich an seinen Händler oder Distributor um die Garantie abzuwickeln.

Daraufhin hab ich meine Emails durchsucht und die Kaufemail von damals gefunden (was ich alles aufhebe...) Und dort gab es auch einen Forumlink. Nun hab ich das ganze mal da ins Forum gestellt und gefragt: Da der Hersteller(LC-Power) helfen würde, der Händler(Mindfactory) sich ohne Beweis den ich ohne Siegelverletzung nicht erbringen kann, querstellt, was ich tun soll. Mal sehen was die dazu meinen^^ Hab aber keine Hoffnung, macht aber Spaß ein paar Leute ihren starrsinn vor Augen zu halten...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 18 Februar, 2009, 22:01
Ich bin gespannt!!!!
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 19 Februar, 2009, 00:05
Ihr kennt doch diese Support/Hilfsforen. (ausgenommen CUBE hier, obwohl es auch hier passieren kann) Nachdem man einen Post erstellt hat kommt:
- binnen 2min einer der sagt GOOGLE suche du noob
- binnen 3min einer der einen Tipp hat der total am Thema vorbei geht
- binnen 4min einer sagt mit Linux/OSX wäre das nicht passiert (bei heise^^)
- nach einiger Zeit und diesen typen dann einer der nen echt guten Tipp hat
Das ist doch der normale ablauf, die ersten Posts kann man vergessen.

Nun steht der thread seit 6h(!) im doch einigermaßen gut besuchten Mindfactory-Forum. Und? 22 Leute haben den thread angesehen. Und? keine antwort! nix^^ Lustig^^
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 19 Februar, 2009, 19:53
Tja was soll ich sagen? Einfach den Verlauf lesen: http://www.mindfactory.de/forum/reklamation/45108-probleme-fast-2-jahre-altem-netzteil.html

Ist zwar nicht das selbe als auf ganzer Linie zu gewinnen aber so haben beide Seiten gewonnen und keiner musste sich geschlagen geben, sowas nen ich Lösung.

Ok, hätte man schneller, mit weniger böser Presse und geringeren Kosten haben können aber egal, ich hab wenn ich heim komme ein neues Netzteil! Juhu!
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 19 Februar, 2009, 21:31
Zitat
vielleicht ein Angebot :
Wären Sie einverstanden wenn wir Ihnen ein NoName mind. 450Watt Netzteil zukommen lassen würden, natürlich ohne Kosten für Sie? Manchmal haben wir Netzteile aus z.B. Transportschadengehäuse übrig, von diesen könnte ich Ihnen ein Netzteil zukommen lassen.

Na sieh mal einer an, hatte ich hier nicht

Zitat
Ein gebrauchtes NT im AT wäre sicher zu finden gewesen....
erst gemeckert.

Immerhin etwas, obwohl zwei Jahre Garantie anders aussehen.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 20 Februar, 2009, 11:54
Zitat
Wir werden heute noch ein NoName 420Watt Netzteil ohne Anerkennung einer Rechtspflicht an Sie versenden.
Entsorgen Sie das defekte Netzteil bitte und senden es NICHT zurück

Ich frage mich dennoch allen Ernstes warum Sie uns eine E-Mail schrieben und vorab von uns eine Antwort erhalten in der Sie auf das nichteinsenden der Ware hingewiesen wurden bzw erst einmal nachweisen müssten dass es sich um einen Gewährleistungsfall handeln soll und die Einsendung dennoch durchführten, und das alles für ein 30,-- Euro Netzteil!

Ich würde echt zu gerne wissen was sie dazu gebracht hat mir doch das "neue" NT zuzusenden. Denn
a) erkennen sie es weiterhin nicht an
b) wollen sie das alte garnicht haben
c) sind sie mehr als unhöflich zu mir als (auf jedenfall nie wieder) Kunden...
d) sehen sie ein 30€ NT als nix an...

ich würde ja zu gerne nochmal antworten. jemand eine idee was dazu die passende Erwiderung ist? Oder ist ignorieren hier angebracht?^^
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 20 Februar, 2009, 12:10
Liegt doch alles auf der Hand. Dumpingpreise erzeugen die Kunden selber durch ihre Nachfrage. Soll ja immer alles nix kosten. Was bleibt auf der Strecke? Ordentlicher Support, freundliches qualifiziertes Personal. Aber Geiz ist ja geil.

Zitat
c) sind sie mehr als unhöflich zu mir als

Wenn Du denen da in deren Forum an die Karre p*sst. Aber so ist richtig! Anders wird das nichts. Die Kollegen von Norsk IT haben bei mir mal Anlauf genommen, ging dumm für die aus.
Und zum Schluss ganz dumm: http://beta.dvbcube.org/index.php?topic=24975.0


Weil ich mich so gerne selber lese  ;D
Zitat
Wie viele haben diesen Thread nun gelesen, werden abgeschreckt?

Hoffentlich so viele das man bald wieder was als Beitrag in dieses Forum in Richtung "Gewerberäume zu verpachten" posten kann. Ich kann auf solche Betriebe ÜBERHAUPT nicht.

Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Theos am 20 Februar, 2009, 14:54
naja, wenn du ihnen das alte netzteil zuschickst, entstehen für sie ja auch arbeit/kosten:
das netzteil muss zugeordnet werden.
dann muss ev. festgestellt werden, oba das ganze wirklich defekt ist bzw. ein gewährleistungs fall.
das netzteil muss gelagert werden.
das netzteil gehört ja dir, also muss es mindfactory wieder zurückschicken.
alternativ muss es halt verschrottet werden.

alles in allem gehen da mindestens 1h arbeitszeit drauf, ein noname netzteil kostet für mindfactory sicher unter 15 euro...
(und die publicity ist da noch gar nicht eingerechnet...)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 20 Februar, 2009, 16:11
Das sind aber Posten die jeder vernünftige Geschäftsmann mit in seine Kalkulation mit rein nehmen muss. Mache ich das nicht bin ich billiger wie meine Mitbewerber, mache mich aber über kurz oder lang garantiert unbeliebt.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Theos am 20 Februar, 2009, 16:47
Ich wollte in meinem post lediglich die gründe auflisten, warum sie denn das alte nicht zurückhaben wollten.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 20 Februar, 2009, 17:42
Ist ja auch in Ordnung, bin ja schon wieder friedlich  ::)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 20 Februar, 2009, 18:19
Interessanter wäre eher was ziwschen 8:38 (oder so) und 9:45 passiert ist. Denn der post wo er mir das NoName Netzteil anbietet wurde erst erstellt und dann ne gute stunde später verändert, aber bestimmt nicht um rechtsschreibfehler zu fixen...

Und was auch noch nett wäre zu erfahren wieso ein unternehmen das erst hart ist und in anderen Threads auch hart ist in vielen sachen, hier nun plötzlich ohne drohung von anwälten, gewalt oder so ;-) plötzlich einlenkt...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 20 Februar, 2009, 20:43
Werbung  ;D
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 20 Februar, 2009, 21:24
was du natürlich nicht weißt ;-) Parallel hat sich ein normaler User per PM bei mir gemeldet und ab gehts:
Zitat
Guten abend,
Das noname netzteil sollte aber dann schnellst möglichst ausgetauscht werden!
Ansonsten viel spaß damit
Grüße Biggi
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Guten Morgen!
Das versteh ich gerade nicht, meine Sie damit das Sie dem Netzteil nicht über den Weg trauen würden und es sobald möglich gegen ein Markennetzteil ersetzen würden? Oder das Mindfactory das so schnell wie möglich bei mir abliefern sollte nach der Geschichte?
Ich werde mich auf jedenfall noch einmal hier melden, wenn das NT angekommen ist.
MfG, schönen Tag noch
----
Man sollte noname netzteile nie über den Weg trauen Leider haben diese schlechte Wirkungsgrade und noch schlechtere bzw. garkeine Schutzmechanismen. d.h. wenn das Netzteil kaputt gehen sollte kann der rest des PCs in mitleidenschaft gezogen werden und dies fällt leider nicht in die GArantieabwicklung.
d.h. das defekte Netzteil wird ersetzt nicht aber die dadurch defekte HArdware.
Darum dachte ich .. sag lieber bescheid bevor was passiert. Vielleicht ist verkaufen des noname und dann kaufen eines ordentlichen Gerätes die beste Lösung.
Grüße
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Ich wusste nicht das NoName im Bereich Netzteil so für schlechte Qualität steht. Meinte der Mitarbeiter nicht, das Netzteil wäre aus einem ihrer Komplettsysteme? Bedeutet das im Rückschluss das diese auch von mieser Qualität sind?
Nochmal vielen Dank, hat Mindfactory doch was gutes, seine Community.
----
Zu oft sparen die Leute am wichtigsten Bestandteil des PCs. Dem Netzteil. Wirklich gute Netzteile fangen so bei ca. 60€ an und diese sind dann wirklich ganz "kleine" Sollte MF diese in all ihren Komplettrechner verbauen wäre der Preis der Computer nicht mehr Konkorenz fähig. Gerade die Office Computer wären dann viel zu teuer für den "normal"-user. d.h. Mindfactory kann man da keinen Vorwurf machen. Es wird überall so gehabndhabt.
Grüße
PS: Vielen dank für das Lob.
 

Hm kann natürlich wirklich ein lieber User sein, kann auch ein priv. Account eines Mitarbeiters sein der sich "besorgt" gibt und mir das Ding madig machen will.... Egal, läuft^^
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: spoke1 am 20 Februar, 2009, 22:21
Und was liest Du zwischen den Zeilen: das was ich madig mache: Hauptsache billig und Geiz ist geil!
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 20 Februar, 2009, 23:29
Kulanz in Einzelfällen ist eine probate Methode der Konfliktvermeidung.
Wer sich als hartnäckig genug erweist, kann tatsächlich vielerorts mit einem gewissen Entgegenkommen rechnen, nicht selten ziemlich unabhängig von der Berechtigung seines Ansinnens.

Es ist kaum anzunehmen, dass Rückläufer von so geringem Wert noch irgendwo wirklich intensiv geprüft oder gar repariert werden, insbesondere nicht bei nicht mehr wirklich aktueller Ware. Fähiges Personal, das so etwas verlässlich und mit vertretbarem Aufwand erledigen könnte, gibt's kaum noch, insbesondere weil Werks- und Herstellerservices seit Jahren immer nur noch zurückgefahren werden. Oft so weit, dass es nur noch auf Statistiken ankommt, nicht im geringsten mehr auf Einzelfälle und echte Problemlösungen...

So kommt's, dass auch ich - mit jahrelanger Erfahrung im Werksservice - mittlerweile sehr froh bin, einen fairen und ziemlich entspannten Job als Verkaufsberater gefunden zu haben. Immer individuelle Beratung, ohne Zeitdruck, Massenabfertigung oder gar Abwimmelei...

Geiz ist nicht geil sondern dämlich.
Mit genug Hintergrundwissen kann man zwar ziemlich sparsam viel erreichen, aber mit etwas zuwenig Information auch nur schmales Geld aus dem Fenster geworfen zu haben, ist stets sehr ärgerlich und dient auf Dauer weder dem Händler noch dem Kunden.
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 20 Februar, 2009, 23:35
Zitat
Und was liest Du zwischen den Zeilen: das was ich madig mache: Hauptsache billig und Geiz ist geil!

Hm spoke, dieses mal verstehe ich dich nicht was du mir sagen willst ;-( Aber (!) auch bevor Mindfactory überraschend umschwenkte habe ich mich schon umgesehen, was es in Sachen ca 400Watt (eher less), leise und effektiv gibt. Ich werde dieses mal aber bei Alternate bestellen und auch ne Marke mit Namen nehmen (Muss aber auch sagen, hab genau dieses Netzteil nach ausdrücklichem empfehlen durch das Forum discountfan.de bei genau dem empfohlenen Store gekauft...)

Nur gibt es in der Gewichtsklasse leider keine modularen Netzteile, wo man Kabel die man nicht brauch nicht verwendet. Denn an sich brauche ich 1xLaufwerkpower(mit 3 Anschlüssen) 1xmotherboard, 1xGraka mehr kabel wären uninteressant...
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 20 Februar, 2009, 23:55
Einen echten Vorteil modularer Netzteile vermag ich nicht wirklich zu sehen.

Ein Netzteil mit grosser Stückzahl zu fertigen, ist wirtschaftlich, auch wenn man von vornherein einen umfangreichen Satz an festangeschlossenen Stromkabeln vorsieht.
Es macht keinen Sinn, eine weitere Serie mit weniger Strippen zu bauen, weil allein der Mehraufwand an Logistik die Einsparungen am Material wieder auffrisst.
Ebensoweinig erscheint mir sinnvoll, zwischendrin eine zusätzliche Steckverbindung einzuführen, um verschieden bestückte Kabelsätze zu ermöglichen. Allein die zusätzliche Fehleranfälligkeit und unnötige und alterungsanfällige Übergangswiderstände sind mindestens ebensowenig empfehlenswert wie nachgerüstete Y-Kabel.

Was spricht also dagegen, eine möglichst gut bestückte Standard-Ausstattung an Speisekabeln zu haben und die (zunächst) nicht benötigten Enden schlicht wegzubinden?
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 29 Juni, 2009, 15:15
Zitat
Warnung: In diesem Thema wurde seit 120 Tagen nicht mehr geschrieben.
Ahhh, boah ist das schon so lange her? Wahnsinn...

Also liebe Freundes dieses Forums, ich bin endlich nach erfolgreichen 2 Jahren wieder zu hause und hab mich mit allem bekannt gemacht. Jetzt liegt neben meinem laptop das alte "kaputte" netzteil und ein "neues".

Bevor ich viel rede, ich hab euch mal 4 Bilder angehängt, was meint ihr? Sollte ich es wagen das Ding in meinen rechner einzubauen oder soll ich mir ein neues natürlich genauso schwaches Netzteil nochmal kaufen?

Vielen dank bei der Entscheidungshilfe ;-)

Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: oldnewbi am 29 Juni, 2009, 15:54
bin mir nicht ganz sicher was du meinst?
das neue was vor dir liegt von dem haste die bilder gemacht.
wenn du dir sicher bist das da niemand dran rumgebastelt hat dann schon oder
vielleicht kennste jemand der es prüfen kann..
Schau dir die Gehäuseschräubchen mal genau an, da könnte man erkennen ob jemand
dran rumgeschraubt hat.

gross onb
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Warpi am 29 Juni, 2009, 16:17
Siegel gebrochen. Das Netzteil war definitiv offen ... ;)
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: McCom am 29 Juni, 2009, 19:54
Nein, nein. ich bin mir eben sicher wegen dem gebrochenen Siegel das jemand das ding offen hatte.

Meine Frage ist nur, meint ihr das es sicher ist? ob ich es verwenden kann/sollte oder doch besser die Finger weg davon? Ihr kennt ja die Story von, hier: Dieses NT wurde mir ohne Anerkennung von Schuld (oder so) zugeschickt + der Warnung von dem einen über pm (siehe quote weiter oben).
Titel: Re: XP Prof startet ohne Grund ohne Bluescreen neu
Beitrag von: Jürgen am 30 Juni, 2009, 00:39
Gefährlich werden gebrauchte / geöffnete Netzteile heutzutage in aller Regel nicht. Meist hat man nur aufgemacht, um den Lüfter und die Platine zu reinigen.
Eventuelle Reparaturen beschränken sich fast immer auch auf Lüftertausch, oder sehr selten 'mal auf den Brückengleichrichter am Netzeingang.
Davon geht dann keine Gefahr für den Rechner aus, es sei denn, es war ein echter Vollidiot am Werk.

Dennoch, für sehr wünschenswert würde ich halten, wenn Service-Stellen geöffnete Komponenten grundsätzlich mit einem neuen eigenen Siegel versehen würden, um solchen Besorgnissen vorzubeugen. Einen firmeneigenen Sticker "geprüft von ..." sollte sich eine ernstzunehmende Werkstatt eigentlich leisten können...

Frag' noch einmal Dein Bauchgefühl.