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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 21 Januar, 2009, 15:42
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Was schon lange die Mail-Inboxen verstopft und die Filterprogramme fordert, lässt möglicherweise zukünftig die Telefone klingeln: Unerwünschte Werbung, kurz Spam. Szenarien, in denen eine künstliche Stimme um drei Uhr morgens Tausenden die Vorteile eines beinahe echt aussehenden Rolex-Imitats anpreist, sind bereits heute realisierbar. Doch Anwender und Administratoren sind dem sogenannten SPIT (Spam over IP Telephony) nicht schutzlos ausgeliefert.
Abwehrmöglichkeiten bieten die bereits aus dem Kampf gegen E-Mail-Spam bekannten Listen erwünschter oder unerwünschter Absender. Ein Anrufer, der sich bereits in der Kontaktliste befindet, gilt als vertrauenswürdig. Falls der Anrufer sich nicht auf dieser Liste befindet, entscheidet die Konfiguration des Proxy oder des Endgerätes, ob der Anrufer etwa mit der Sprachbox verbunden wird oder das Telefon nur per Blinkzeichen "klingelt". Blacklisting bewirkt das Gegenteil: Anrufer, die sich auf dieser Liste befinden, können automatisch abgelehnt werden. Einen Mittelweg bietet Greylisting. Bei diesem Verfahren scheitert der erste Anrufversuch an einem Besetztzeichen, das angerufene System speichert aber die User-ID. Beim zweiten Versuch klappt der Anruf, und die User-ID kommt optional auf die Whitelist. Die Provider können ihren Kunden derlei Administrationsarbeit abnehmen.
Neben der Reputation des Anrufers eignet sich der eigentliche Inhalt des Anrufs für – allerdings deutlich aufwendigere – Analysen. Turing-Tests etwa versuchen, Sprechautomaten zu erkennen und zu blockieren: Der Proxy stellt dem Anrufer eine Aufgabe, um festzustellen, ob sich am anderen Ende ein Mensch oder eine Maschine befindet.
Wie bei E-Mail-Spam dürfte eine Kombination aus mehreren Filtermethoden das wirksamste Mittel gegen VoIP-Spam bieten, erläutert die Zeitschrift iX in ihrer aktuellen Ausgabe 2/09. Den Anbietern von Internet-Telefonie rät sie, sich schon jetzt mit SPIT auseinanderzusetzen: Tritt VoIP-Spam erst einmal gehäuft auf, wird er Kunden verärgern und einer weiteren Verbreitung der Internet-Telefonie im Wege stehen, so die iX.
Quelle : www.heise.de
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SPIT ist längst eine alltägliche Tatsache.
Finde ich auf meinem AB nicht gerade selten. Auf dem für die alte Festnetznummer.
Meist fehlt ein grosser Teil der 'Botschaften', weil die Maschinen zu blöd sind, meine automatische Ansage zu erkennen.
Die Anrufe werden sicherlich über VoIP-Flatrates eingeleitet, landen aber weit überwiegend im klassischen Festnetz. Dabei treffen sie meist nicht gleichzeitig über den VoIP-Account zur selben Nummer ein, was aber bei anderen VoIP-Nutzern meist der Fall ist, die hier anrufen.
Wie eine Beschränkung auf Festnetz-Ziele technisch realisiert wird, weiss ich nicht. Aber klar ist, warum das geschieht. Sonst würde nämlich (normalerweise) die IP des Absenders bzw. seines technischen Dienstanbieters übertragen, die den Täter grundsätzlich der Verfolgung aussetzen könnte...
Fritz-Boxen mit Voice-Board und vermutlich die meisten anderen entsprechenden Geräte könnten zwar grundsätzlich eingehende VoIP-Anrufe ohne Absender-ID pauschal abweisen, aber dann würde den Nutzer auch kaum ein erwünschter Anruf aus dem Festnetz erreichen.
Das beste Mittel zur Abwehr ist wohl ein ständig aktiver digitaler Anrufbeantworter, bei dem es während des Abhörens jederzeit möglich ist, die jeweilige Aufzeichnung mit einem einzigen Tastendruck zu löschen, um sofort zur nächsten zu springen. Dauert nicht länger als ein Titelsprung auf 'ner CD. Erwünschte Anrufe erkennt keine Maschine auch nur annähernd so schnell und (weitgehend) fehlerfrei wie der Mensch selbst.
Und wer schon selbst VoIP nutzt, der kann sich bei manchen Providern binnen Minuten kostenlos eine neue Nummer verschaffen. Das macht es möglich, Rufnummern bei starkem Befall selbst zu ersetzen, jedenfalls für Spielereien und andere nicht wirklich wichtige Zwecke. Ähnlich wie bei E-Mail-Adressen, die man für Registrierungen im Internet oder ähnliches nur temporär anlegt.
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Wirklich das schlimmste Gesocks aller Zeiten (von dem ich selbst leider auch betroffen bin) !
Aber eins hat geholfen : Ca. 1 halbes Jahr tagsüber gar nicht mehr an's Telefon. (Meine Kumpels wissen eh' das ich nur Abends wach bin.) Jetzt ist beinahe schon Ruhe. Zumindest hat sich das "Werbeaufkommen" um mindestens 2/3 gelegt, auch tagsüber.
Ist aber trotzdem schlimm wenn der Endverbraucher zu so drastischen Mitteln greifen muss um ein paar Betrügerschweine abzuwehren, nur weil die Regierung dazu offenbar nicht in der Lage ist !