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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => # Tips und Tricks diverses .... => Thema gestartet von: Jürgen am 22 Dezember, 2008, 00:11

Titel: Die 0-Euro-Antenne
Beitrag von: Jürgen am 22 Dezember, 2008, 00:11
Johannes Endres

Die 0-Euro-Antenne
WLAN-Antenne aus Abfällen selbst bauen


Kein WLAN auf dem Balkon, miese Datenraten im Gäste-WC und bester Empfang für den Hacker vor der Haustür – die Antennen an WLAN-Access-Points sorgen oft nicht für die gewünschte Funkabdeckung. Eine Antenne, die Abhilfe schafft, lässt sich in einer halben Stunde aus Verpackungsresten und Elektroschrott zusammenstecken.

Lange galt die Dosenantenne als einfachstes und billigstes Selbstbau-Design für den WLAN-Richtfunk mit Hausmitteln. Doch eine ähnlich gute Richtwirkung lässt sich auch ohne Kenntnisse in Metallverarbeitung mit einer Hand voll Trockenabfälle erreichen. Da die Bastelantenne einfach auf die vorhandene Stummelantenne des Access Points gesteckt wird, passt sie immer. Allerdings eignet sich die Billigvariante anders als das Dosenmodell nicht zur Außenmontage für eine Richtfunkstrecke.

Die Bauform der Billigantenne heißt Yagi-Uda. Wer an die alte Fernsehantenne auf dem Dach denkt, hat ein Exemplar dieses Typs vor Augen. Sie besteht aus einer Reihe von leitenden Elementen, die gegeneinander isoliert parallel zueinander stehen. Die Kunst liegt in der Anpassung von Länge und Abstand der Elemente an die Funkfrequenz.

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Gewinne legalisieren

Theoretisch beträgt der Gewinn der Antenne gut 11 dBi, durch die nicht perfekte Fertigung gehen davon ungefähr 2 dB ab. Die Stummelantenne des AP bringt in der Regel rund 2 dBi, sodass ihr gegenüber ungefähr 7 dB Gewinn bleiben. Das kann dazu führen, dass die gesamte abgestrahlte Leistung über dem Erlaubten liegt. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, sollte man also im AP die Sendeleistung auf ein Fünftel reduzieren. Da auch die Hersteller die erlaubten 100 mW EIRP abgestrahlter Leistung normalerweise nicht ausreizen, bleiben Sie wahrscheinlich auch mit einer Reduktion auf 25% legal.

Die zuständige Bundesnetzagentur schickt zwar nicht von sich aus Messtrupps los, um die Einhaltung des Grenzwerts zu kontrollieren. Doch wer mit einem zu starken Sender andere Netze stört, begeht nicht nur Funk-Vandalisums. Der Gestörte kann die Regulierungsbehörde zur Hilfe rufen und die kann den Störer wegen einer Ordnungswidrigkeit ein schmerzhaftes Bußgeld aufbrummen, das die Freude an der Antenne aus kostenlosen Materialien arg trüben dürfte. (je/c't)


Der ganze Artikel:
http://www.heise.de/netze/Die-0-Euro-Antenne--/artikel/116319/2

Quelle:
heise.de
Titel: Re: Die 0-Euro-Antenne
Beitrag von: ritschibie am 22 Dezember, 2008, 01:07
Könnte es sein, dass Dein Nachbar - der Funk-Vandale - sowas verbaut hat?:laugh:
Titel: Re: Die 0-Euro-Antenne
Beitrag von: Jürgen am 22 Dezember, 2008, 08:53
Nee, da ging's ja um 27 MHz.
Und damit wäre schon der erste Direktor oder der Reflektor direkt vor meinem Fenster.
Und daran hätten dann die Tauben kräftig gerupft, oder so...

BTW, die bewusste Antenne ist tatsächlich schon vor Monaten abgebaut worden, auf Veranlassung des (gemeinsamen) Hauswirts.
Ohne mein Zutun.
Patience is a virtue...
Titel: Re: Die 0-Euro-Antenne
Beitrag von: Hesse am 22 Dezember, 2008, 18:56
Ich hab neulich im Internet eine schicke Yagi Tenne gesehen. Angebracht an einer Sat-Schüssel, da wo sonst das LNB sitzt. Tja, wenn es hier nicht (mindestens) 20 km wären bis zum nächsten Funknetz, dann müsste ich das natürlich ausprobieren. Aber so bleibt mir diese Welt leider verschlossen. Auch kein Wardriving möglich, mangels Laptop  :'(