DVB-Cube BETA <<< Das deutsche PC und DVB-Forum >>>

Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 23 Oktober, 2007, 15:44

Titel: Eine Verhaftung nach Razzia gegen Torrent-Tracker
Beitrag von: SiLæncer am 23 Oktober, 2007, 15:44
Dieses Schweinchen hat seinen (vorerst) letzten Quietscher getan: Der Torrent-Tracker Oink, mit niedlichem Piggy-Logo und zuletzt unter einer Domain der Demokratischen Republik Kongo unterwegs, wurde in einer gemeinsamen, von Interpol koordinierten Aktion britischer und niederländischer Behörden dichtgemacht. Wie der internationale Verband der Phonowirtschaft (IFPI) am heutigen Dienstag in London mitteilte, durchsuchten Polizisten im englischen Middlesborough die Wohnung eines 24-jährigen Briten sowie seinen Arbeitsplatz und die Wohnung seines Vaters. Die niederländischen Behörden hatten die in einem Amsterdamer Rechenzentrum beheimateten Server bereits in der vergangenen Woche beschlagnahmt.

Der verhaftete 24-Jährige, der britischen Presseberichten zufolge in der IT-Abteilung eines "multinationalen Konzerns" arbeitet, soll sich als Betreiber des geschlossenen Trackers der Verabredung zum Betrug sowie der Urheberrechtsverletzung schuldig gemacht haben. Dem Schlag der Behörden gingen nach IFPI-Angaben zweijährige Ermittlungen voraus, an denen Ermittler des britischen Phonoverbands BPI und der IFPI beteiligt gewesen seien.

Oink war ein exklusiver Torrent-Club mit selektiver Türpolitik und strikten Regeln für die nach IFPI-Angaben rund 180.000 Mitglieder. Zugang gab es nur auf Einladung anderer Mitglieder, die Zugangscodes zu der Website waren begehrte Tauschmittel unter Filesharern. Begehrt war der Club auch wegen seines exklusiven "Angebots": Oink galt als einer der besten Quellen für noch nicht offiziell veröffentlichte Musik. Nach Industrieangaben wurden auf dem Tracker in diesem Jahr 60 CDs vor ihrem regulären Verkaufsstart veröffentlicht.

Zudem habe der Betreiber mit einem Paypal-Spendenkonto Geld gesammelt. Ein Sprecher der britischen Polizei nannte das gegenüber BBC News "ein extrem lukratives Geschäft"; die Mitglieder hätten mit ihren "Spenden" dafür gesorgt, dass sie weiter Zugang zu der Seite erhielten.

Der oberste Piratenjäger der IFPI, Jeremy Banks, weist auf das wachsende Problem der Industrie mit sogenannter "Pre-Release Piracy" hin. "Oink war das Zentrum der illegalen Verbreitung von Vorveröffentlichungen im Netz. Das hier ist kein Fall von Freunden, die Musik zum Spaß tauschen." Nach Ansicht der Industrievertreter hat die Verbreitung von Vorveröffentlichungen besonders schädliche Auswirkungen auf den Absatz legaler Musik.

Quelle : www.heise.de
Titel: OiNK: Verfahrensauftakt gegen Admin
Beitrag von: SiLæncer am 06 Januar, 2010, 13:40
Es sind rund zwei Jahre vergangen, seit der beliebte BitTorrent-Tracker OiNK von der britischen Polizei "hochgenommen" wurde. Neben dem Administrator Alan Ellis wurden fünf Uploader der Seite ausfindig gemacht und angeklagt.

Während vier der fünf Uploader zur Ableistung von Sozialstunden verurteilt wurden, stand der Prozess gegen Ellis und einen weiteren Uploader bislang aus. Am gestrigen Dienstag begann nach langer Zeit nun auch das Verfahren gegen den Admin der BitTorrent-Seite. Im Middlesbrough Crown Court trifft die Staatsanwaltschaft auf den Filesharer, dem einige Straftaten vorgeworfen werden.

Man hatte sich bereits vor einiger Zeit vor Gericht eingefunden. Aus bisher unbekannten Gründen wurden die Verhandlungen jedoch bis gestern vertagt. Eine Informationssperre hinderte auch die Presse daran, weitere Details zum Verfahrensaufschub zu erhalten. Der Anklagepunkt hat sich jedoch im Wesentlichen nicht verändert. Verschwörung zur Schädigung der Musikindustrie wird Ellis vorgeworfen.

Der erste Verhandlungstag verlief noch relativ ruhig. Es wurden allgemeine Elemente geklärt. Heute soll die Jury mit dem Fall vertraut gemacht werden. Trotz des großen öffentlichen Interesses am Verfahren sind Informationen nur schwer zugänglich. Die Informationssperre ist nach wie vor in Kraft und betrifft nach Angaben von Torrentfreak drei spezifische Aspekte.

Man will versuchen auch weiterhin über das Verfahren zu berichten. Insbesondere ist noch nicht endgültig geklärt, was aus dem letzten verbliebenen Uploader wird. Nach Informationen von Torrentfreak soll der Prozess gegen ihn aber erst im Laufe des Jahres eröffnet werden.

OiNK war einer der beliebtesten BitTorrent-Tracker für Musik. Zu Spitzenzeiten waren einige Millionen Peers, also Teilnehmer mit einer BitTorrent-Tauschbörse, verbunden.

Quelle : www.gulli.com
Titel: OiNK: 300.000 Euro Spendengelder für Admin?
Beitrag von: SiLæncer am 07 Januar, 2010, 18:31
Vorgestern wurde das Verfahren gegen den Betreiber des beliebten BitTorrent-Trackers "OiNK" aufgenommen. Dem Administrator Alan Ellis wird vorgeworfen, die Musikindustrie vorsätzlich geschädigt zu haben.

Der erste Verhandlungstag gegen den Administrator und Betreiber von OiNK, Alan Ellis, lief relativ ruhig ab. Auch vom zweiten Tag gibt es relativ wenig zu vermelden. Es wurde lediglich die Jury ausgewählt und mit dem Fall vertraut gemacht. Doch der dritte Tag sollte ein interessantes Detail ans Tageslicht befördern, das vermutlich nur wenigen bekannt war.

Kurz nach dem Zugriff hatte man die PayPal-Konten von Alan Ellis, dem Betreiber von OiNK, geprüft. Auf diesen gingen die Spendengelder ein, mit denen er die Seite betrieb. Markanterweise war die Gesamtsumme, die ihm hier zur Verfügung stand, mehr als üppig. Insgesamt 300.000 US-Dollar hätten sich auf den Konten befunden - ein Betrag, der weit über die Betriebskosten eines Servers hinausgeht.

Dem stellte man 21 Millionen illegale Musikdownloads gegenüber, die über den sehr populären Tracker stattgefunden haben sollen. Der Staatsanwalt nutzte die prall gefüllten Konten natürlich zu seinen Gunsten. "Jeder Penny ging an Mr. Ellis. Er hat nicht eine Note gesungen. Er hat kein Instrument gespielt. Er hat nichts produziert. Das Geld ging nicht zu den Leuten, denen es zustand, es ging zu Mr. Ellis", argumentierte der Staatsanwalt Peter Makepeace.

OiNK selbst habe nie Musik gehostet oder verbreitet, hieß es von der Verteidigung. Man habe lediglich als Index-Dienst fungiert, der von den Usern gespeist wurde. Andere hätten die Werke herunter- und somit hinaufgeladen. Es folgte eine schlichte Erklärung zur Funktionsweise von BitTorrent.

Der Staatsanwalt kommentierte dies bissig: "Das ist der Zauber der OiNK-Website. Es musste nie Musik von dort hochgeladen werden. Alles was die Seite tat, war die Leichtigkeit eine Verknüpfung zwischen zwei Personen anzubieten, die Musik wollten." Dies habe Ellis nach seiner Verhaftung auch den Polizeibeamten erklärt, so der Staatsanwalt. Wörtlich habe er gesagt: "Alles was ich tue, ist wirklich nur wie Google, ich biete eine echte Verbindung zwischen Menschen an. Keines der Musikstücke befindet sich auf meiner Website."

Ob ihm diese Argumentation helfen wird - insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass seine Konten gut gefüllt waren? Das Verfahren wird fortgesetzt.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Freispruch für OiNK-Admin !
Beitrag von: SiLæncer am 15 Januar, 2010, 18:55
Das Verfahren gegen den ehemaligen Betreiber der beliebten BitTorrent-Musikseite "OiNK" ist heute zu einem Abschluss gelangt. Die Musikindustrie musste eine schwere Schlappe hinnehmen, nachdem Alan Ellis, der Kopf hinter "OiNK", freigesprochen wurde.

Verschwörung zur Erschleichung von Leistungen der Musikindustrie. So lautet der Straftatbestand, der dem Betreiber der beliebten BitTorrent-Musikseite "OiNK" vorgeworfen wurde. Das Verfahren fand diese Woche in Großbritannien statt. Eigentlich schien alles so zu laufen, wie üblich. Die Entscheidung der Geschworenen hatten jedoch sicherlich nicht alle Beobachter erwartet.

In seinem abschließenden Plädoyer versuchte der Staatsanwalt Peter Makepeace ein äußerst negatives Bild vom "Pink Palace" zu zeichnen. "21 Millionen Downloads. Über 600.000 Alben. 300.000 Britische Pfund. [OiNK] war eine Kuh, die gemolken wurde. Sie war perfekt darauf ausgelegt Profit zu erwirtschaften und sie war so unehrlich, wie es nur geht." Mehrfach warf der Staatsanwalt Alan Ellis seine "kriminellen Aktivitäten" vor, die gespickt seien von "gezielten Lügen".

Ein Vortrag von Professor Brigitte Andersenok von der University of London wurde ebenfalls harsch attackiert. Sie attestierte während des Verfahrens, dass der Schaden der Musikindustrie durch illegales Filesharing praktisch inexistent sei. Vielmehr müsse man das Gegenteil in Betracht ziehen: Musik würde promotet und dadurch häufiger verkauft. Staatsanwalt Makepeace fand deutliche Worte für ihre Aussage: "Das ist Nonsense, Gesäusel, Geschwätz, Müll".

Die Verteidigung versuchte ebenfalls ihr möglichstes, um Alan Ellis als das darzustellen, was er letzten Endes auch in den Augen der Jury werden sollte. Er habe nie böse Absichten mit OiNK verfolgt. Die Zeit war einfach reif für solch ein Portal. Es sei eine geniale Idee von ihm gewesen.

Die Jury zog sich nach den beiden Plädoyers zur Beratung zurück, um eine durchweg beeindruckende Entscheidung zu verkünden. Nicht schuldig. Alan Ellis durfte den Gerichtssaal somit als freier Mann verlassen.

Quelle : www.gulli.com
Titel: OiNK: Zivilrechtliche Klage folgt
Beitrag von: SiLæncer am 22 Januar, 2010, 13:23
Der Betreiber der beliebten BitTorrent-Musikseite "OiNK" schien Glück zu haben. Vergangene Woche verließ er den Gerichtssaal als freier Mann. Hier ging es jedoch nur um das Strafverfahren. Nun droht das Zivilverfahren.

Sicherlich war der OiNK-Betreiber Alan Ellis über seinen Freispruch sehr glücklich. Man hatte ihm eine Verschwörung mit betrügerischer Absicht gegenüber der Musikindustrie anhängen wollen. Dieser Anklagepunkt lag wie das Schwert des Damokles über dem Beklagten. Nach einigen spannenden Prozesstagen zog sich die Jury zurück. Deren Urteil kam am Ende sehr unerwartet: nicht schuldig. Der Anklagepunkt gegen Alan Ellis musste fallengelassen werden. Er war wieder ein freier Mann.

Die Musikindustrie zeigte sich über das Urteil wenig erfreut. Der Vorsitzende der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), John Kennedy, bezeichnete die Entscheidung als "schreckliche Enttäuschung". Nach dem Prozess verließ Ellis den Gerichtssaal unverzüglich. Für Reporter stand er nicht zur Verfügung. Die British Phonographic Industry (BPI) war diesbezüglich deutlich freizügiger. "Dies ist eine sehr enttäuschende Entscheidung gewesen, die fernab vergleichbarer Urteile rund um den Globus ist. Der Beklagte hat beinahe 200.000 Britische Pfund (ca. 230.000 Euro) durch die Offenlegung der Werke anderer Personen eingenommen. Der Fall zeigt, dass Künstler und Labels besseren Schutz brauchen", so das Statement des Verbandes.

Mit dem Freispruch im Strafverfahren ist die Angelegenheit aber noch nicht ausgestanden. Wie der IFPI-Vorsitzende John Kennedy erklärt, sei damit das "Ende der Straße" noch nicht erreicht. Man wolle "andere Wege" finden, um Ellis zur Verantwortung zu ziehen. Konkret gemeint ist hier ein zivilrechtliches Verfahren. Man wolle die Spendengelder der OiNK-User zurückholen. Sie würden dann an die Künstler weitergeleitet, deren Werke verbreitet wurden.

Für den Betreiber von OiNK scheint es also noch nicht ganz vorbei zu sein. Die richtigen Probleme scheinen erst loszugehen.

Quelle : www.gulli.com
Titel: OiNK: Letzter Uploader wurde freigesprochen
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2010, 13:15
Der strafrechtliche Handlungsrahmen rund um den beliebten BitTorrent-Tracker OiNK scheint abgeschlossen zu sein. Der letzte verbliebene Uploader wurde gestern freigesprochen.

Die Freude war groß, als Alan Ellis, der Betreiber von OiNK, vor wenigen Monaten freigesprochen wurde. Das Gericht sah keine Anhaltspunkte gegeben, dass Ellis eine Straftat begangen haben könnte. Doch neben ihm gab es noch weitere Angeklagte. Einige Uploader der Seite waren ebenfalls betroffen. Der Letzte von ihnen verließ gestern den Gerichtssaal - ohne eine Strafe, im Gegensatz zu den fünf weiteren Uploadern, die zu Sozialstunden und Geldstrafen verurteilt wurden.

Wie sich im Verfahren herausstellte, war der letzte Uploader, Matthew Wyatt, nicht die ursprüngliche Quelle der Musikdatei. Es gelang der Anklage nicht, diesen Sachverhalt zu beweisen. Irritierenderweise war sie auch nicht in der Lage, zu belegen, dass die verlinkte Datei tatsächlich urheberrechtlich geschütztes Material enthielt. Wyatts Rechtsbeistand, David Cook, erklärte, dass die Musikindustrie mit diesem Prozess ein Exempel statuieren wollte. Damit sei sie jedoch kläglich gescheitert. Es gelang der Staatsanwaltschaft in keiner Weise die Anschuldigungen zu belegen.

"Die Regierungsminister haben es kategorisch abgelehnt, dass Teenager in ihre Zimmer gesperrt werden, bloß weil sie Filesharing betreiben. Dieser Fall beweist, dass diese Zusage absolut inhaltsleer war. Die Anklage wurde nicht nur inkompetent bearbeitet. Es lag auch zu keinem Zeitpunkt ein öffentliches Interesse vor und [die Staatsanwaltschaft] musste dies zugeben", so der verteidigende Anwalt David Cook.

Die strafrechtliche Akte "OiNK" dürfte damit geschlossen werden. Das Fazit, das man daraus ziehen kann, ist dabei mehr als ernüchternd. Der Betreiber sowie ein Uploader wurde freigesprochen. Die weiteren Uploader erhielten geringe Geldstrafen oder Sozialstunden. Von einem Erfolg kann die Musikindustrie - die Haftstrafen gefordert hatte - hier also nicht sprechen.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Operation Ark Royal: Kosten der "OiNK.cd" Ermittlungen offenbart
Beitrag von: SiLæncer am 15 September, 2010, 15:01
Die Abschaltung der BitTorrent-Seite "OiNK.cd" sollte ein großer Erfolg für die britischen Strafermittlungsbehörden sowie die Musikwirtschaft werden. Der Freispruch des OiNK-Betreibers war dabei definitiv nicht das angestrebte Ziel. Viel interessanter sind jedoch die Kosten der Ermittlungen, die von britischen Steuerzahlern gestemmt wurden.

(http://static.gulli.com/media/2010/09/thumbs/370/oink.jpg)
Mehrere Jahre ermittelte die Cleveland Police im Rahmen der Operation "Ark Royal" gegen die BitTorrent-Seite OiNK.cd. Was diese jahrelangen Ermittlungen gekostet haben, läßt sich nur erahnen. Trotz aller Bemühungen verließ Alan Ellis den Gerichtssaal als freier Mann. Ursprünglich hatte die Polizei von Cleveland die Aktion als "großartige Zusammenarbeit mit der Musikindustrie" bezeichnet. Es habe sich "um die erste derartig internationale Operation im Land" gehandelt. Nach dem Freispruch hörte man davon nicht mehr viel.

Umso interessanter sind nun einige Veröffentlichungen, die The Register im Zuge des Freedom of Information Act durchführen konnte. Als das Strafverfahren beendet war, stellte das journalistische Portal eine Anfrage an die Cleveland Police. Man wollte Auskunft über sämtliche Kosten der Operation erhalten. Im Rahmen des Freedom of Information Act hätte die Polizei dieser Anfrage nachkommen müssen.

Zweimal hintereinander lehnte man das Ersuchen von The Register jedoch ab. Immer mit einem offiziellen Schreiben: "Ich gehe davon aus, dass die Offenlegung sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Ermittlungen untergraben könnte und potenziell schädlich für den strafrechtlichen Prozess ist", so die Behörde. Erst nachdem sich das Information Commissioner Office eingeschaltet hatte, teilte man The Register harte Fakten mit. Diese haben es durchaus in sich.

Für die Ermittlungen gegen OiNK.CD musste der Steuerzahler tragen:

    * Rund 7.800 Britische Pfund für Überstunden (ca. 9.300 Euro)
    * Rund 15.200 Britische Pfund für forensische Maßnahmen (ca. 18.200 Euro)
    * Rund 4.300 Britische Pfund für Reisen und Verpflegungskosten für Ermittler (ca. 5.100 Euro)

Insgesamt also ein Betrag von 27.300 Britischen Pfund (ca. 32.600 Euro). Wie die Behörde gegenüber The Register jedoch bestätigt, liegen die wahren Kosten der Ermittlungen signifikant höher, als aus diesen Aufzeichnungen deutlich wird. Dies ließe sich darauf zurückführen, dass über "normale" Dienststunden keinerlei Aufzeichnungen geführt werden. Auch über weitere Dienststellen, die in die Ermittlungen involviert wurden, habe man keinerlei Daten.

Der Rechtsbeistand von Alan Ellis, Alex Stein, betonte bereits während des Prozesses, dass die Behörden der Musikindustrie auf den Leim gegangen wären. "Jeder von uns hier wird manipuliert im Rahmen einer Art Marketing-Strategie der IFPI. Wenn hier jemand unehrlich handelt, dann sind es sie", so Stein damals gegenüber dem Gericht. Der Kreativwirtschaft bleibt trotz einer fehlenden strafrechtlichen Verurteilung von Ellis noch der Weg über die zivile Gerichtsbarkeit.

Quelle : www.gulli.com