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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: dancingman am 11 März, 2007, 10:44

Titel: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: dancingman am 11 März, 2007, 10:44
Guten morgen,
bei Bekannten ist ein interessantes Problem mit Win 98 SE aufgetreten. Nach einer Fehlermeldung (irgendwas mit MSN und Speicheradresse) waren alle Treiber für angeschlossene Hardware verschwunden, also ISDN Modem, Soundkarte, CD Brenner, Grafikkarte und gleichzeitig waren wieder Programme da, die schon vor langer Zeit deinstalliert wurden. Diese melden beim Versuch sie auszuführen alle unterschiedliche Fehler. Meistens fehlt eine *.dll (immer eine andere).
Weiß jemand, was dieses Problem verursacht haben könnte und wie man das wieder rückgängig machen kann?

Ciaoi
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: Warpi am 11 März, 2007, 11:12
Sieht per Ferndiagnose nach "zerschossener" Festplatte aus ... ;) (Dateisystem u.s.w.)
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: dancingman am 11 März, 2007, 11:13
War auch mein Gedanke, aber ich aber noch keine Ergebnisse von der Festplattendiagnose.
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: Warpi am 11 März, 2007, 11:22
Hm , wie hieß das noch unter 98se. ich meine chkdsk c: /f. Ist etwas länger her bei mir ;)
Ansonsten gibt es noch gute Analysetools der jeweiligen Hd- Hersteller.
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: dancingman am 11 März, 2007, 19:09
Ich also mit chkdsk waren keine Fehler zu finden, allerdings habe ich denen gesagt, dass sie sich mal wenigstens Win2000 zulegen sollen und dass Win 98 unreperabel kaputt ist. Mit Win 2000 ist die Einrichtung, die ich machen werde, auch deutlich einfacher mit WLan u.s.w.
Danke für Deine Meinung
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: Warpi am 11 März, 2007, 20:04
Trotzdem würde ich die Festplatte mal mit einem Analysetool vom Hersteller unter die Lupe nehmen.
Denke mal das die Platte schon etwas älter ist.  ;)
Titel: Re: Win98 SE - Programme wieder da und Treiber weg
Beitrag von: Jürgen am 12 März, 2007, 03:22
Win98 hat auch schon eine Selbst-Reparatur eingebaut.
Keine vollständige Systemreparatur allerdings, sondern ein automatisches Zurückspielen einer älteren Registry-Version (von default fünf gespeicherten) bei bestimmten fatalen Fehlern.
Der Mechanismus dahinter ist z.B. in den Autostarts von MSCONFIG zu bewundern, Eintrag ScanRegistry: C:\WINDOWS\scanregw.exe /autorun
Dazu gehören dann die Registry-Backups rb00*.cab

Wenn nun der Rechner lange Zeit ohne Absturz, aber mit allerlei Veränderungen, betrieben wurde, zudem der erwähnte Autostart abgeschaltet, kann es sein, dass bei'm nächstbesten schwerwiegenden Problem ein Rücksprung auf eine Uralt-Version passiert, mit dem geschilderten Resultat.

Insofern darf man sich NIE auf die Selbstheilungskräfte von Windoof verlassen, sondern muss immer rechtzeitig (also sofort) über eine geschickte Backup-Strategie nachdenken.
Das schon bei Win98 mitgelieferte, aber nicht automatisch mitinstallierte, MS-Backup ist recht leicht bedienbar und ziemlich flott.
Es gibt zwar einige weinige Windows-Dateien, die nicht mitgesichert werden können, weil gerade offen (MS-Backup selbst, einfach hinterher den ganzen Ordner zusätzlich kopieren) oder grundsätzlich nicht zugreifbar (diverse index.dat, die aber ohnehin automatisch neu erstellt werden, falls sie fehlen) sind, aber ansonsten muss man im schlimmsten Falle nur Win98 schlank neu aufspielen, natürlich mit MS-Backup dabei, dann das backup d'rüber, Neustart, feddich...
Dauert zusammen etwa 'ne Stunde. Das ist nix im Vergleich zum kompletten Neu-Aufbau.

Noch schneller geht's sicherlich mit Partitions-Imagern, wie z.B. Norton Ghost.


Wie auch immer, mit Festplatten-Fehlern muss das Ganze nicht unbedingt 'was zu tun haben, kann aber.
Grundsätzlich sollte die betroffene Pladde 'mal gründlich auf Oberflächenfehler gescannt werden.
Immerhin gehören der boot-Sektor und die Speicherorte der Registry-Dateien System.dat und User.dat zu denen, die zumindest bei jedem Rechnerstart genutzt werden ,die Registry-Dateien werden zudem auch im laufenden Betrieb andauernd geändert.
Wer also das Windows-Laufwerk nicht regelmässig defragmentiert, wird durch die Registry-Dateien immerzu dieselben Sektoren / Cluster verwenden, was die Zuverlässigkeit nicht wirklich fördert.

Das ist keine Theorie, denn ich habe schon mehrmals Rechner erlebt, wo (scheinbar) defekte Sektoren genau in den Registry-Dateien aufgetreten sind.
Da nun aber bei Festplatten grundsätzlich die Magnetköpfe den Datenträger nicht berühren, entsteht natürlich kein Abrieb oder ähnliches. Aber bei den von mir diagnostizierten Dosen handelte es sich um zwei Rechner (ALDI von April '00), die aus anderen Gründen manchmal sehr heftig abgestürzt sind.
Wenn das nun in einem Moment geschieht, wo Windoof selbst gerade in der Registry herumschreibt, können dort Datenfehler entstehen.
Und wenn die Absturz-Ursache z.B. ein schlecht sitzendes IDE-Kabel ist, kann es sogar passierern, dass die Platte so unglücklich zu schreiben aufhört, dass das Resultat wie ein Oberflächen-Fehler aussieht. An einem anderen Rechner geprüft, haben sich beide Platten als bei den Registry-Dateien nicht lesbar erwiesen, Scandisk und Norton DiskDoctor haben je dieselben Fehlermeldungen über defekte Sektoren gebracht.
Beide Platten habe ich (nach Ersetzen) mit MAXLLF behandelt, und sie laufen bis heute fehlerfrei. *)

Mit einiger Mühe und Wissen und Norton WinDoctor könnte man so ein defektes Win durchaus zu retten versuchen, aber erst nach Übertragung auf eine andere Platte bzw. Sicherung und LowLevelFormat der alten.
Das ist aber nur etwas für Fälle, wo sich die enorme Arbeit lohnt.
Sonst empfehle ich, auf einer anderen Platte (irgendein) Windows neu zu installieren und anschliessend die originale Platte als zweite antzuhängen und nur die wirklich wichtigen Daten und Dokumente von ihr zu kopieren.
Und zukünftig eben immer wieder Backups durchführen, auch wenn's lästig erscheint.

*) MAXLLF (kostenlos von Maxtor) ist nicht nur für deren Platten geeignet, sondern sollte mit nahezu jeder (E)IDE Platte funktionieren.
Allerdings dauert das schon gerne 'mal über Nacht, gerade bei den heute üblichen Grössen.