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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # WWW, Telefon, Provider & Co => Thema gestartet von: SiLæncer am 20 Januar, 2007, 09:52

Titel: Soziale Netzwerke / Web 2.0 diverses
Beitrag von: SiLæncer am 20 Januar, 2007, 09:52
Dem populären Community-Portal MySpace steht wieder einmal Ärger ins Haus: Vier US-amerikanische Familien haben Millionenklagen gegen den MySpace-Betreiber News Corp. angestrengt, weil erwachsene Männer das Portal genutzt haben sollen, um Kontakte zu den minderjährigen Töchtern der Familien herzustellen. Den Anwälten der Familien zufolge wurden die 14- bis 15-jährigen Mädchen aus New York, Texas, Pennsylvania und South Carolina bei Treffen mit den Männern sexuell genötigt. MySpace habe es versäumt, Minderjährige vor den Übergriffen Erwachsener zu schützen, lautet der Tenor der Anklage.

Wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht, betrügerischem Verhalten und fahrlässig falschen Darstellungen verlangen die Anwälte nun jeweils Schadensersatz in Millionenhöhe. Sie orientieren sich dabei offenbar an einer Klage aus dem vergangenen Jahr. Die Mutter einer damals 14-Jährigen hatte die MySpace-Betreiber im Juni auf 30 Millionen US-Dollar verklagt, weil ein 19-Jähriger dem Mädchen vorgegaukelt haben soll, er sei noch in der Highschool, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Bei einem Treffen der beiden soll es dann ebenfalls zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Der Fall ist noch vor einem Gericht in Texas anhängig.

"Aus unserer Sicht hat MySpace viel zu lange mit der Einführung von ernsthaften Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz seiner minderjährigen Nutzer gewartet", erklärte Anwalt Jason A. Itkin gegenüber US-Medien. MySpace-Sicherheitschef Hemenshu Nigam wies hingegen darauf hin, dass MySpace in Sachen Internet-Sicherheit führend sei und dass sein Unternehmen eine ganze Reihe proaktiver Maßnahmen zum Schutz der Mitglieder im Programm habe. Mindestens genauso wichtig wie die Online-Sicherheit sei ein vernünftiges Verhalten in der Offline-Welt, fügte Nigam hinzu. Dazu gehöre auch ein offener Familien-Dialog.

Um zu verhindern, dass die zumeist jugendlichen MySpace-Nutzer von Erwachsenen sexuell belästigt werden, hatten die Betreiber im vergangenen Jahr eine Sicherheitskampagne gestartet. Zu diesem Zeitpunkt war das Portal bereits in den Verruf eines "Jagdreviers für Pädophile" geraten. Grund waren zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger, bei denen der Kontakt offenbar über MySpace entstand. Zuletzt kündigte MySpace die Entwicklung einer Monitoring-Software an, mit der Eltern künftig überprüfen können sollen, ob ihre Kinder ein MySpace-Konto unterhalten und welches Alter sie dort angegeben haben.

Quelle : www.heise.de
Titel: MySpace verklagt weiteren "Spam-König"
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2007, 20:55
Rupert Murdoch duldet keine Spammer auf seinem großen Online-Spielplatz. MySpace hat mit Sanford "Spamford" Wallace nun schon den zweiten prominenten Spezialisten für aggressives Online-Marketing vor Gericht gebracht. Wie die News-Corp-Tochter am gestrigen Dienstag mitteilte, hat das Unternehmen am vergangenen Freitag vor dem US-Bezirksgericht in Los Angeles Klage gegen Wallace eingereicht. MySpace wirft dem so genannten "Spam-König" vor, er habe sich illegal Zugang zu Accounts verschafft und die Plattform für Werbung für seine eigenen Websites genutzt.

Der Anklage zufolge soll sich Wallace seit Oktober vergangenen Jahres mit Phishing-Methoden die Zugangsdaten anderer MySpace-Nutzer verschafft haben und deren Konten für seine Aktivitäten missbraucht haben. Er habe darüber hinaus rund 11.000 Profile und Gruppen angelegt und tausende Mitglieder der Community mit unerwünschten Werbebotschaften belästigt haben. Das Gericht soll Wallace und seinen Partnern den Zugang zu MySpace per Verfügung untersagen und zu einer nicht näher bezifferten Schadensersatzzahlung verurteilen.

"Individuen, die Spam und Phishing gegen unsere Mitglieder einsetzen sind auf MySpace unerwünscht", erklärte Sicherheitschef Hemanshu Nigam. MySpace werde den Rechtsweg und erweiterte technische Mittel nutzen, um seine Mitglieder zu schützen. MySpace hatte zuletzt schon einen anderen Bewerber um den Titel "Spam-König", Scott Richter, verklagt. Wie Richter hat auch Wallace eine einschlägige Vorgeschichte. Er musste sich vor Gericht unter anderem bereits mit AOL, Compuserve und der US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) auseinandersetzen. Die FTC erwirkte im vergangenen Jahr eine Unterlassungsverfügung und Wallace musste rund 4 Millionen US-Dollar aus illegitimen Umsätzen abführen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Soziale Netzwerke diverses ...
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juni, 2007, 10:26
Die Online-Bilder-Community Flickr hat auf die anhaltende Kritik an ihren kürzlich aktivierten Filtern zumindest teilweise reagiert. In einem Posting des Flickr-Forums erklärt ein Mitarbeiter die Änderungen: "Soeben haben wir die Einstellung unseres Filtersystems für deutsche Mitglieder unserer Community geändert. Ab sofort können Nutzer mit deutscher Flickr-ID auch Fotos sehen, die als „Mittel“ eingestuft sind. [...] Die Kategorie „Eingeschränkt” dagegen bleibt weiterhin für alle die Bilder relevant, die aus rechtlichen Gründen für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind. Die als „Eingeschränkt“ eingestuften Fotos können daher von Nutzern mit einer deutschen Flickr-ID weiterhin ausschließlich persönlich genutzt und gegenwärtig aus rechtlichen Gründen innerhalb der deutschen Flickr-Version weder öffentlich angezeigt noch mit anderen Nutzern mit einer deutschen Flickr-ID geteilt werden".

Im Zuge der Eröffnung internationaler Filialen hatte Flickr Filter eingeführt. Benutzer aus Deutschland, Singapur, Hongkong oder Korea bekamen Fotos, die als mittel markiert sind, nicht mehr über die Suchfunktion, eingeschränkte Bilder überhaupt nicht mehr angezeigt. Das hatte eine massive Protestwelle zur Folge. Zunächst verteidigte Flickr seinen Schritt mit einem Hinweis auf den deutschen Jugendschutz.

Nachdem der Leiter des von den Bundesländern betriebenen jugendschutz.net, Friedemann Schindler, der Darstellung Flickrs widersprach, der Filter sei wegen deutscher Gesetze notwendig, hat das Unternehmen seine Filtermaßnahmen angepasst. Laut dem Forumsbeitrag will Flickr weiterhin "verschiedene technische Möglichkeiten und Ansätze zu prüfen, die unter anderem auch dahingehen, ob und wie wir innerhalb der hohen Anforderungen des deutschen Gesetzgebers das Alter von Nutzern verifizieren können".

Siehe dazu auch:

    * jugendschutz.net: Flickr-Sperren gehen über das in Deutschland geforderte Maß hinaus
    * Wechsel nicht möglich, Der Fall Flickr: Soziale Netzwerke als Ware
    * User-Proteste und Yahoo-Verteidigung wegen Filtern bei Flickr
    * Ärger um neue Flickr-Filter
    * Yahoo bringt Fototauschbörse Flickr auf Deutsch

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/91497
Titel: "Spam-König" von MySpace ausgeschlossen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2007, 12:21
Keine zehn Jahre ist es her, dass der berüchtigte "Spam-König" Sanford Wallace versprach, sich umbesonnen zu haben: Nie wieder wolle er Internet-Anwendern unerwünschte Werbe-Mails senden. Jetzt hat ihn eine Bezirksrichterin in Los Angeles von MySpace ausgeschlossen – wegen Spamming.

Die MySpace-Betreiber hatten dort im März eine Klage eingereicht. Wallace hatte sich per Password-Phishing unberechtigten Zugang zu MySpace-Konten verschafft und unter deren Namen Spam-Nachrichten an andere Mitglieder verschickt. Zudem habe er etwa 11 000 Profile und Gruppen angelegt, um darüber Werbebotschaften zu verschicken. Insgesamt soll der umtriebige Spam-König mindestens 320.000 Konten unter seine Kontrolle gebracht haben, um damit darüber 400.000 private Nachrichten und fast 900.000 öffentliche Kommentare abzusezen, die auf seine eigenen Online-Casinos verwiesen.

Derartige Aktivitäten verbietet in den USA das Ende 2003 verabschiedete Antispam-Gesetz, der CAN-SPAM Act (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing Act). Bezirksrichterin Audrey B. Collins verbot Wallace und seinem Unternehmen sowohl, MySpace-Mitgliederprofile anzulegen oder zu benutzen, als auch über die Site private Nachrichten zu senden oder dort öffentliche Kommentare abzugeben. Wallace dürfe auch in E-Mails nicht behaupten, MySpace in irgendeiner Form zu vertreten.

Die einstweilige Verfügung schließt den Prozess noch nicht ab. Die Richterin äußerte jedoch die Meinung, die Chancen für MySpace stünden gut, seine Klage durchzusetzen.

Quelle : www.heise.de
Titel: "Web 2.0 ist ein Schlachtfeld"
Beitrag von: SiLæncer am 06 November, 2007, 09:05
Der Konferenz-Zirkus ist in Deutschland angekommen: Am heutigen Montag startete auf dem Berliner Messegelände die Web 2.0 Expo als Treffpunkt europäischer und internationaler Internet-Gurus. Zu Beginn der Konferenz zeichnete Verleger und Web 2.0-Evangelist Tim O'Reilly eine Vision des Web 2.0, das ziemlich genau dem Alptraum deutscher Datenschützer entsprechen dürfte.

O'Reilly, der 2005 den Begriff des Web 2.0 geprägt hatte, sprach zum Thema: "Was die Leute immer noch nicht vom Web 2.0 verstanden haben". So habe er den Eindruck, dass viele Menschen sich unter dem Begriff eine digitale Neuauflage des "Sommers der Liebe" vorstellen. Doch das neue Web sei weniger durch Hippie-Ideale als durch knallharten Wettbewerb geprägt. "Web 2.0 ist ein Schlachtfeld, in dem sich die Wettbewerber mit Zähnen und Klauen bekämpfen."

Vor zirka 1.500 Zuhörern erklärte O'Reilly seine Vorstellungen des Web 2.0. Es gehe vorrangig darum, den Input und die Daten der Nutzer zu deren Vorteil zu nutzen. So habe es Google als erste Firma verstanden, die Nutzer-generierten Inhalte richtig zu nutzen und zu bewerten. Durch den Pagerank-Algorithmus, der Webseiten unter anderem durch die Verlinkung innerhalb des Internets bewertet, habe Google praktisch jeden Nutzer eingebunden, der einen Link im Netz gesetzt habe.

Für die vielen Start-up-Gründer unter den Zuhörern hatte O'Reilly weniger gute Neuigkeiten: Er erwartet eine Phase der Konsolidierung. Da die sozialen Netze mit jedem neuen Nutzer besser würden, werde der Spielraum für Neueinsteiger enger. "Die Großen werden immer größer", fasst der Verleger zusammen. Wer zuerst einen Markt besetze, habe wesentliche Vorteile gegenüber den Mitbewerben, erklärt O'Reilly, der mit seiner Firma O'Reilly Media ebenfalls zu den Großen des Web 2.0 gehört. Einige Tipps gab er aber doch: Die Firmengründer sollten sich darauf konzentrieren, Nutzer-zentrierte Services aufzubauen. Dabei sei es entscheidend, sich nicht alleine auf Software zu konzentrieren – wichtig sei vielmehr, welche Daten eine Firma besitze.

Von einem wirklich offenen sozialen Netz sei die Realität aber noch weit entfernt. Die von Google verkündete Initiative zur Verknüpfung von sozialen Netzen sieht er kritisch: "Das OpenSocial Network von Google ist nicht so offen wie es scheint – wir müssen sie härter drängen, ein wirklich offenes Netz zu bauen."

Was er sich darunter vorstellt, skizzierte O'Reilly auch: So würden heute noch viel zu wenige Datenquellen genutzt, um dem Kunden zu dienen. Der Verleger schlägt vor, zum Beispiel die Datenbanken von Banken und Versicherungen zu nutzen. "Wenn nicht klar ist, wer mein Freund ist – fragt mein Telefon." O'Reilly versteht nicht, warum die Firmen nicht die Verbindungsdaten ihrer Kunden zu nutzen, um daraus neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Die Zukunft sieht der Unternehmer in sensorgesteuerten Techniken. Die Menschen hätten sich zu lange an Bildschirme und die Eingabe über Tastaturen gewöhnt, nun liege es an den Computern und Maschinen, direkt auf die Umwelt zu reagieren. Als Beispiel führte er last.fm an, einen Service, der die vom Nutzer abgespielte Musik an eine zentrale Datenbank übermittelt, um daraus Musikempfehlungen zu generieren und Menschen mit ähnlichem Musikgeschmack zu finden.

Ein anderes positives Beispiel sind für O'Reilly Autoversicherungs-Tarife nach dem Prinzip: "Pay as you drive". Dabei wird von einem Bordcomputer automatisch ermittelt, welche Strecken der Versicherungskunde fährt – und die Versicherung berechnet aus den automatisch erhobenen Daten die Prämie des Kunden. Wem die Visionen des Web 2.0-Evangelisten als Albtraum von Datenschützern vorkommen, liegt nicht ganz falsch: So erhielt der Hersteller eines Pay-as-you-drive-Fahrtenschreibers vor kurzem einen Big Brother-Award.

Die Berliner Konferenz dauert noch bis Donnerstag. Um die deutsche Web 2.0-Szene für sich zu gewinnen, muss O'Reilly aber noch zulegen. Denn nach einem lockeren und informellen Barcamp kamen die dreistündigen Sessions und der spärliche Koffein-Nachschub bei der Konferenzkundschaft nicht durchweg gut an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Nutzer als Marionetten der Werbeindustrie
Beitrag von: SiLæncer am 07 November, 2007, 14:05
Das Online-Netzwerk Facebook schaltet künftig Werbung auf seiner Internetseite. Die Anzeigen seien auf die Profile der Nutzer genau zugeschnitten, sagte Unternehmensgründer Mark Zuckerberg in New York. Dieser Schritt war lange erwartet worden, insbesondere seit Facebook vor zwei Wochen eine Allianz mit Microsoft zur Vermarktung der eigenen Seiten eingegangen ist.
   
Wie ein gläserner Nutzer entsteht

Da die Nutzer des sozialen Netzwerks viele Details über ihr Leben, ihre Ausbildung, ihre Tätigkeiten und ihre Hobbies angeben, kann die Werbung sehr zielgenau geschaltet werden - und bietet damit eine große Einkommensquelle für die erfolgreiche Internetseite.

Die werbenden Unternehmen sollen laut Zuckerberg auf die Verbindungen der Facebook-Nutzer zurückgreifen können, die diese mit Freunden, Kollegen und Verwandten auf der Internetseite eingehen können. Auch habe das Unternehmen eine Schnittstelle geschaffen, über die werbende Firmen einen Einblick in die Aktivitäten der Facebook-Mitglieder gewinnen können. Diese Pläne hatten bereits im Voraus Datenschützer auf den Plan gerufen, die die Weitergabe von privaten Daten an Firmen als "Vertrauensbruch" gegenüber den Nutzern bezeichnen. Facebook äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu der Frage, wie weitgehend die Profildaten interessierten Unternehmen geöffnet werden.

Werbung in Nachrichten

Den werbenden Unternehmen soll allerdings ermöglicht werden, nicht nur auf den Internetseiten eingeloggter Nutzer direkt Anzeigen zu schalten, sondern auch Werbebotschaften an Empfehlungen oder Nachrichten anzuhängen, die die Facebook-Mitglieder untereinander austauschen. Facebook biete daher "eine neue Art der Werbung", sagte Zuckerberg: "Es geht nicht mehr um Botschaften, die von Unternehmen versandt werden, sondern immer mehr um Informationen, die Freunde austauschen." Soziale Beziehungen hätten eine sehr große Bedeutung, denn sie dienten als vertrauenswürdige Bezugspunkte, betonte der Facebook-Gründer. Dadurch könnten Menschen auf ihre Umgebung Einfluss ausüben.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Facebook ...
Beitrag von: spoke1 am 08 Februar, 2009, 22:04
Nachdem das Image von Facebook, dem US-Dienst für soziale Netze, ausgerechnet um den 5. Geburtstag gelitten hatte, meldet das Unternehmen in seinem offiziellen Blog zwei gute Nachrichten: Die Nutzungsbedingungen werden überarbeitet und neue Schnittstellen sollen die Möglichkeiten des Dienstes erweitern.
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In den USA war im November ein 18-jähriger Highschool-Schüler aufgeflogen, der sich auf Facebook als eine Mitschülerin ausgegeben hatte. Unter deren Namen versprach er männlichen Mitschülern Nacktfotos, wenn diese ihm zuerst welche von sich schickten. So legte er 31 Opfer zwischen 13 und 19 Jahren herein, denen er dann drohte, die Bilder zu veröffentlichen. Laut Strafanzeige gelang es ihm so, von mindestens sieben Betroffenen sexuellen Handlungen zu erpressen. Gefasst wurde er, weil die Polizei ihn verdächtigte, eine Bombendrohung an die Schule gesendet zu haben und seinen Computer beschlagnahmte.

Facebook hat nun reagiert und seine Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die Rechtsberaterin des Unternehmens, Suzie White, erklärte dazu im Firmenblog, bei den neuen Bestimmungen handle es sich um offensichtliche Dinge, die man sowieso nicht macht. Dazu zähle das Fälschen von Angaben zur Person oder das Belästigen von anderen Mitgliedern. Facebook-Sprecher Barry Schnitt fügte hinzu, dass solche Regeln schon immer gegolten hätten. Man habe sich jetzt aber bemüht, sie klar und verständlich zu formulieren.

Allerdings wirft der Blogger Rax Lakhani Facebook Inkonsequenz vor, wenn der Dienst einerseits das Anlegen von Accounts für Dritte ohne deren Zustimmung verbiete, aber das Anlegen von Fanseiten etwa für Markenprodukte durch private Nutzer erlaube. Schnitt entgegnete dazu, dass die Hersteller solche viralen Fangruppen üblicherweise mögen, sodass Facebook nur einschreite, wenn sich eine Firma beschwert.

In seinem Entwicklerblog hat Facebook angekündigt, durch neue APIs vor allem das Teilen und Verbreiten von Inhalten wie Links, Notizen oder Videos über Facebook-Anwendungen zu vereinfachen. Damit könnte Facebook dem erfolgreichen Mikro-Blogging-Dienst Twitter Konkurrenz machen. (ad/c't)


Quelle: http://www.heise.de/ (http://www.heise.de/)
Titel: Italienischer Profi-Fußballer will Facebook verklagen
Beitrag von: spoke1 am 09 Februar, 2009, 14:35
Der italienische Profi-Fußballspieler Alessandro del Piero fühlt sich durch ein gefälschtes Profil im Social Network Facebook verleumdet. Laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ANSA hat der Bruder und Manager des Kickers von Juventus Turin, Stefano del Piero, rechtliche Schritte angekündigt. Das Profil, das mit dem Bild des Fußballspielers versehen war, habe den Eindruck erweckt, del Piero sympathisiere mit Rechtsradikalen.
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Die Fälschung verwies auf eine Facebook-Gruppe "Nazist much much more better than Zionist". In der Mitgliederliste der Gruppe ist der Name "Alessandro del Piero" nun nicht mehr zu finden. Der 89-fache Nationalstürmer, Weltmeister und Europameister führt auf Facebook ein eigenes Profil. Del Piero will offensichtlich nicht in einen Topf mit dem ehemaligen Kollegen Paulo di Canio von Lazio Rom geworfen werden, der wiederholt auf dem Fußballplatz den faschistischen Gruß darbot.

Gefälschte Profile in Social Networks wurden in jüngster Zeit immer öfter Gegenstand von Rechtsstreits. Im US-Bundesstaat Indiana erzwang ein High-School-Dekan von Facebook die Herausgabe von Nutzerdaten. In Wisconsin musste sich ein 16 Jahre alter MySpace-Nutzer gegenüber einem Polizisten offenbaren. In einem weiteren Verfahren in den USA berührt nach Meinung von Bürgerrechtlern das Verlangen eines Klägers nach Offenbarung der Identität eines Sozialnetz-Nutzers das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Ein Marokkaner, der auf Facebook eine Seite für den Prinzen Moulay Rachid, dem Bruder des Königs Mohamed VI, eingerichtet hatte, wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Schließlich erstritt ein britischer Geschäftsmann, der sich durch ein von einem ehemaligen Schulfreund gefälschtes Profil bei Facebook diffamiert sah, vor Gericht umgerechnet rund 28.000 Euro Schadenersatz. Im "ersten Cyberbullying-Verfahren in den USA" wurde im November 2008 das Urteil über eine Frau gesprochen, die mit Hilfe eines fiktiven MySpace-Profils eines 16-Jährigen Kontakt zu einer Freundin ihrer Tochter aufgenommen und diese drangsaliert haben soll. (anw/c't)


Quelle: www.heise.de
Titel: Web 2.0 hat noch nicht die Massen aktiviert
Beitrag von: SiLæncer am 11 Februar, 2009, 19:22
Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Dialego stellen Nutzer, die eigene Inhalte in Form von Texten oder Videos zum Web 2.0 beisteuern, nur eine kleine Minderheit dar. Drei Prozent der befragten deutschen User schreiben selbst Blogs, 28 Prozent lesen diese gelegentlich.

Befragt wurden je 1000 Internetnutzer in Deutschland, Frankreich und Großbritannien jeweils im Dezember 2006 und 2008. In Deutschland ist der Bekanntheitsgrad des Begriffs Web 2.0 in diesem Zeitraum von 37 auf 52 Prozent angestiegen, in Frankreich können mit diesem Begriff 44 Prozent, in Großbritannien 34 Prozent etwas anfangen. Dagegen ist in Frankreich mit 8 Prozent der Anteil der aktiven Blogger größer.

Unter den abgefragten Sites ist Wikipedia die populärste, vier Fünftel der Internet-Nutzer haben das Online-Lexikon zumindest schon einmal besucht. Mit einem ähnlich hohen Beliebtheitsgrad können die Multimedia-Plattformen YouTube und Clipfish aufwarten (87 % respektive 78 %). YouTube konnte seit der letzten Untersuchung um fast 30 Prozent zulegen.

Länderunterschiede ergeben sich insbesondere bei der Nutzung von Social Networks. Während satte 47 Prozent der britischen Befragungsteilnehmer und immerhin ein Viertel der Franzosen (27 %) ein Konto bei Facebook haben, gilt das nur für 6 Prozent der Deutschen. Die schauen dagegen am häufigsten bei Wikipedia vorbei: 43 Prozent mindestens einmal pro Woche, bei den Briten sind dies 32, bei den Franzosen 29 Prozent.

Explizit gefragt wurde nach den Sites 43 things, Blogger, Clipfish, Del.ici.ous, Digg, Facebook, Flickr, last.fm, myspace.com MySpace, StudiVZ, Twitter, Wikipedia, Xing, YouTube. Die Studie ist über die Website von Dialego erhältlich.

Quelle : www.heise.de
Titel: Gaga- Kettenbrief wütet auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2009, 19:53
Privat, peinlich, pikant: Millionen Facebook-Nutzer veröffentlichen Listen mit 25 Anekdoten über sich selbst auf ihren Profilseiten und fordern von Freunden dasselbe. Die Plauder-Epidemie verbreitet sich rasant - 25 Gedanken über das merkwürdige 25-Fakten-Phänomen.

Menschen lieben Listen und Kettenbriefe. Eine hochansteckende Kreuzung von beidem sucht gerade Facebook heim - Millionen von US-Facebook-Mitglieder veröffentlichen Listen mit 25 Peinlichkeiten aus ihrem Leben, weil ein Kettenbrief das so verlangt. SPIEGEL ONLINE erzählt die Geschichte des absurden 25-Fakte-Mems in 25 Absätzen.

1. Facebook-Managerin Jamie Schopflin Hall ist in ihrem ersten Uni-Jahr verhaftet worden, weil sie mit 150 Stundenkilometern durch die Gegend raste.

2. Die PR-Managerin des Menschel-Netzwerks plaudert solche persönlichen Anekdoten auf ihrem Facebook-Profil vor mehreren hundert Menschen aus. Die Raser-Geschichte ist ein Punkt in einer Liste mit 25 ähnlich privaten Geschichten - es geht um Zahnspangen, fiese Streiche gegen die kleine Schwester und das erste Date.

3. Die Liste trägt den Titel "25 Random Things About Me" - zu deutsch in etwa: "25 willkürlich ausgewählte Tatsachen über mich."

4. Seit Wochen tippen Millionen von Facebook-Mitgliedern solche Listen, veröffentlichen sie als Notiz in ihren Profilen und fordern dann Facebook-Freunde auf, dasselbe zu tun. Das funktioniert nach dem Kettenbrief-Prinzip: Man hat 25 Freunde zu benachrichtigen, fordert die kursierende Anleitung "25 Random Things About Me".

5. Die 25-Dinge-Manie hat in den Vereinigten Staaten eine enorme Dimension erreicht: Analysten des Webstatistik-Dienstleisters Compete.com haben laut News.com ausgerechnet, dass Facebooks bislang wenig beachtete Notizblock-Funktion im Januar viermal so viele Zugriffe verzeichnet hat wie zuvor. Jedes vierte Facebook-Mitglied habe im Januar eine der digitalen Notizen gelesen.

6. Facebook selbst teilte mit, dass in der letzten Januar-Woche Mitglieder fünf Millionen Notizen geschrieben haben - ein Rekord mit gehörigem Abstand zu allen Werten davor. Eine Facebook-Sprecherin teilte News.com mit, man gehe davon aus, dass der Großteil des Wachstums den "25 Random Things About Me"-Notizen geschuldet sei.

7. Einer der ältesten heute noch bekannten Papier-Kettenbriefe kursierte 1935 in den Vereinigten Staaten - er warb mit dem Titel "Wohlstandsclub - In God we trust" für ein Schneeballsystem. Auf den Briefen waren fünf Adressen verzeichnet - an die obere sollten Empfänger zehn Cents per Post schicken, den Namen streichen und dafür ihren eigenen unten einsetzen und den Brief an fünf Freunde geben. Das Versprechen des Kettenbriefs: "Wenn Sie an der Spitze der Liste stehen (und die Kette nicht unterbrochen wurde), werden Sie 15.625 Briefe mit Zehn-Cent Stücken erhalten, was zusammen 1536,50 Dollar entspricht."

8. Am 28. April 1935 trafen bei der Zentralpost in Denver 165.000 Kettenbriefe nach "Wohlstands-Club-Schema" ein. In St. Louis hatte sich am 8. Mai die zu verteilende Briefmenge dank der Kettenpost von durchschnittlich 450.000 auf 800.000 Briefe fast verdoppelt.

9. Mit der elektronischen Post kam die große Zeit der Kettenbriefe wieder: Es wurde vor fiktiven Viren gewarnt, vor HIV-Nadeln in Kinositzen und Rattenurin auf Getränkedosen. Es wurden Knochenmarkspender gesucht und zu beglückende Menschen für Schneeballsysteme mit Namen wie "Die Perle im Internet". Ein sehr umfassendes und unterhaltsames Archiv solcher Großstadtmärchen hostet die Technische Universität Berlin.

10. US-Medien berichten begeistert über die 25-Dinge-Epidemie, doch weder "New York Times", "Time" noch "Wall Street Journal" haben den Urheber der Manie entdeckt. Das "WSJ" spricht von einem " Facebook-Mysterium".

11. "Time"-Redakteurin Claire Suddath weinte, als Mister Spock im zweiten "Star Trek"-Film starb.

12. Außerdem klebt sich Claire Suddath von Zeit zu Zeit die Daumen mit Packband an den Händen fest, um "zu sehen, wie sich die Dinosaurier damals gefühlt haben" - zumindest schreibt sie das in ihrer 25-Dinge-Liste.

13. Die 25-Dinge-Epidemie kombiniert die Kettenbrief-Logik mit dem Drang zu Kürzesttexten von Web-Nutzern und ihrer Mitteilungsfreude - eine virale Mischung aus Hoax, Twitter und Facebook.

14. Die witzigsten 25-Dinge-Anekdoten dürften so gut ausgedacht sein wie diese hier: "Meine Frau nennt mich Panda. Als ein Freund von uns das herausgefunden hatte und mich Ling Ling nannte, wurde ich sauer."

15. Facebook-Mitarbeiterin Jamie Schopflin Hall musste als Kind drei Jahre lang eine Zahnspange tragen. Eines Tages entfernte sie das Ungetüm dann selbst mit einer Pinzette und einem Stift.

16. Bei Facebook organisieren sich die 25-Dinge-Verweigerer in ein paar Dutzend Hass-Gruppen mit Namen wie "Genug mit den 25 Dingen!" und "Tatsache Nr. 1: Es interessiert niemanden!"

17. Die Satiriker des US-Unternehmens Despair Inc. ("Verzweiflung AG"), die sich 2001 das Missvergnügten-Emoticon :-( als Warenzeichen schützen ließen, kommentieren den 25-Dinge-Wahn mit einem T-Shirt, auf dem steht: "Ich wollte nie auch nur eine einzige Tatsache über dich wissen."

18. Den Song "Zwei oder drei Dinge, die ich von dir weiß" veröffentlichte die Band Blumfeld 1994. Jean-Luc Godards Drama gleichen Titels kam 1967 in die Kinos.

19. Ein Kettenbrief-Hasser beschreibt in einem Facebook-Forum den Ausbruch der 25-Epidemie so: "Das ist wie ein Zombie-Virus. Wie Herpes. Oder welche Metapher auch immer euch näherbringt, dass es nicht aufhören wird."

20. Das US-Webmagazin " Slate" will Herkunft und Genese der Epidemie mit einer eigenen Umfrage rekonstruieren.

21. Sarah Morgan, bislang unbekannte Pressesprecherin eines US-Pflegedienstleisters, hat in ihrem Leben bislang "6,5 Männer" geküsst und wird damit von der " New York Times" zitiert.

22. In Weblogs heißt der Kettenbrief-Wiedergänger "Stöckchen": Ein Blogger wirft dieses (meist ein Fragenkatalog), andere beantworten die Fragen, veröffentlichen den Beitrag und werfen das Stöckchen weiter - über Trackbacks ist zu sehen, wo der Kettenbrief herkam. Manche Stöckchen können Abmahnungen nach sich ziehen.

23. "Ich schreibe das, um Sympathie und Aufmerksamkeit zu erhalten", gesteht eine 25-Dinge-Listen-Autorin.

24. Facebook-Managerin Jamie Schopflin Hall hat ihren Mann so kennengelernt: Sie sah ihn in San Francisco in der Bar "Savoy-Tivoli", und als er vorbeiging, boxte sie ihn in den Bauch.

25. Es hat drei Stunden gedauert, diesen Text zu schreiben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Facebook-Anwender verärgert über AGB-Änderung
Beitrag von: SiLæncer am 17 Februar, 2009, 15:55
Mit fast zwei Wochen Verspätung sorgt Facebooks Änderung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nun für Unruhe unter den 175 Millionen Benutzern des sozialen Netzwerks. Denn anders als die Ankündigung der neuen AGB im Firmenblog suggeriert, legen die AGB jetzt nicht klare Regeln gegen offensichtlich asoziales Verhalten fest (beispielsweise das Anlegen von Accounts unter fremdem Namen), sondern definieren auch die Besitzverhältnisse an den Nutzer-generierten Inhalten neu.

So heißt es jetzt unter dem Punkt "Beiträge": "Facebook will be entitled to the unrestricted use of any such Submission for any purpose, commercial or otherwise, without acknowledgment or compensation to you." Auch nach Erlöschen eines Facebook-Accounts kann also der Dienst die dort hinterlegten Inhalte weiterverwenden. In der vorigen auf Archive.org erhaltenen AGB-Kopie hieß es dagegen noch: "If you choose to remove your User Content, the license granted above will automatically expire, however you acknowledge that the Company may retain archived copies of your User Content."

Nach diversen harschen Reaktionen auf die Änderung war Facebook-Gründer Zuckerberg gestern im Firmenblog bemüht, die Wogen zu glätten. Für ihn sichern die neuen AGB nur die bisherige Praxis ab. Zuckerberg weist darauf hin, dass etwa beim Versand einer Nachricht diese automatisch kopiert werde, sodass es nicht möglich sei, sie nachträglich aus der Welt zu schaffen – ähnlich wie bei einer verschicktem E-Mail. Zuckerberg fordert Vertrauen und verspricht: "Tatsächlich würden wir eure Informationen nicht auf eine Art verbreiten, die ihr nicht wollt." Dass die Geschichte für Facebook nicht glatt gelaufen ist, deutet sich in den Worten an: "Es ist ein schwieriges Terrain und wir werden einige Fehltritte machen."

Deutschen Social-Web-Nutzern dürften solche AGB-Pannen bekannt vorkommen: 2007 preschte Facebook-Klon StudiVZ zweimal mit Änderungen seiner Geschäftsbedingungen vor und landete beide Male einen PR-GAU.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook nach dem AGB-Debakel
Beitrag von: SiLæncer am 18 Februar, 2009, 16:28
 "Auf Grundlage des Feedbacks haben wir beschlossen, zu den früheren AGB zurückzuwechseln, während wir die Themen klären, die die Leute vorgebracht haben." Mit wohlklingenden Worten gab Facebook-CEO Zuckerberg heute früh im Firmenblog bekannt, dass sich das größte soziale Netzwerk der Welt dem Zorn seiner Nutzer vorerst beugen wird. Mit einiger Verspätung hatten sie bemerkt, dass sich Facebook mit den Anfang Februar eingeführten neuen Geschäftsbedingungen unbefristete Weiterverwertungsrechte auf die von Benutzern eingestellten Inhalte genehmigt – auch wenn diese ihren Account längst gekündigt haben.

Dem Facebook-Gesinnungswechsel war tags zuvor ein Beschwichtigungs- und Erklärungsversuch vorangegangen sowie eine Abstimmung unter den Benutzern. Inzwischen haben die Facebook-Macher eine Gruppe "Facebook Bill of Rights and Responsibilities" gegründet, deren Größe explosionsartig wächst (zur Stunde haben sich 27.000 Facebook-Anwender dafür angemeldet). Im Beschreibungstext stellen die Anbieter das klar, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: "You own your information. Facebook does not."

Was so unmissverständlich klingt, ist in der Praxis ein komplexes Problem: Ein großer Teil des Reizes von sozialen Netzwerken wie Facebook besteht darin, dass die Benutzer Inhalte für ihre Freunde freigeben und zum Beispiel Fotos von ihren Kontakten auf der eigenen Seite veröffentlichen. Was soll damit passieren, wenn der Fotograf sein Profil löscht? Was passiert mit Kommentaren und Diskussionsbeiträgen in Gruppen? In den neuen, alten Facebook-AGB liest sich das: "Deinen eigenen Benutzerinhalt kannst du jederzeit von der Site entfernen. Wenn du deinen Benutzerinhalt entfernst, läuft die oben erteilte Lizenz zwar automatisch ab; du bestätigst jedoch, dass das Unternehmen archivierte Kopien deines Benutzerinhalts zurückbehalten darf." Facebooks Hauptkonkurrenten in Deutschland, StudiVZ (unter 3.3) und MySpace (unter 6.1), halten das ähnlich.

Zuckerberg vergleicht das Einstellen von Inhalten mit dem Senden einer E-Mail, die sich auch nicht nachträglich löschen lässt. Auch wenn dieser Vergleich nicht ganz aufgeht, scheint es doch so, dass Facebooks AGB-Änderung eher Dummheit als finstere Absicht war. Allerdings hätten die AGB von Anfang Februar den Dienst tatsächlich dazu berechtigt, Benutzerinhalte ungefragt zum Beispiel zu Marketingzwecken zu verwenden – falls diese AGB überhaupt rechtlich zulässig gewesen wäre, woran nach Ansicht von Experten starke Zweifel bestehen.

Damit ist die Angelegenheit aber noch nicht vom Tisch. Die Rückkehr zu den alten AGB ist für Facebook nur eine vorübergehende Lösung, bis wasserdichte neue Geschäftsbedingungen vorliegen. Zuckerberg verspricht im Facebook-Blog eine "substantial revision", die in einer allgemein verständlichen Sprache geschrieben sein soll und bei der die Anwender-Meinungen der "Bill of Rights"-Gruppe Berücksichtigung finden sollen.

Solche AGB-Pannen haben bei sozialen Netzwerken eine gewisse Tradition. StudiVZ hatte sich 2007 durch die Verwendung personenbezogener Daten für Werbung viel Unbill eingehandelt, Facebook selbst erlitt vor gut einem Jahr mit einem ähnlichen Projekt namens Beacon Schiffbruch. Auch mit der Löschung von Benutzerkonten taten sich StudiVZ wie Facebook in der Vergangenheit schwer.

Quelle : www.heise.de
Titel: Neues Werbesystem bei Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2009, 16:01
Das soziale Netzwerk Facebook testet derzeit neue Werbeformen. Anzeigen sollen damit künftig auch innerhalb von Anwendungen eingeblendet werden können. Diese Möglichkeit erhält aber zunächst nur eine handverlesene Gruppe von Alphatestern. Erst nach Auswertung der Ergebnisse will der Betreiber entscheiden, ob das Programm für weitere Teilnehmer geöffnet wird.

Gleichzeitig hat Facebook weitere Informationen veröffentlicht, etwa über Geschäftsmodelle, Drittanbieter von Anzeigen oder Berichten darüber, wie sich mit Applikationen Geld machen lässt. Bislang hat sich Facebook mit eigenen Angeboten zurückgehalten und das Feld damit externen Entwicklern überlassen, mit deren Hilfe Facebook-Nutzer bislang Werbung einblendeten und kostenpflichtige Anwendungen anboten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook will basisdemokratisch werden
Beitrag von: SiLæncer am 27 Februar, 2009, 11:29
Unter dem Druck erzürnter Benutzer präsentiert die Online-Community Facebook jetzt neue, modifizierte Nutzungsregeln – erweckt aber gleichzeitig den Eindruck, als habe man dies von Anfang an geplant. Dabei wurde Facebook zur Rücknahme veränderter Geschäftsbedingungen erst durch heftige User-Proteste gezwungen. Ob nun freiwillig oder nicht: Anwender erhalten nunmehr die Rechte an ihren Inhalten zurück und dürfen über die künftigen Geschäftsbedingungen des Social Netowrks abstimmen.

Die zehn "Facebook-Prinzipien" fassen ein zuvor über 40-seitiges Vertragswerk über die allgemeinen Geschäftsbedingungen zusammen. Darin sind Verhältnisse zwischen Dienstanbieter und Nutzer wie "Freiheit zur Weitergabe und Vernetzung", "Fundamentale Gleichstellung der Facebook-Anwender" und insbesondere "Eigentum und Kontrolle von Inhalten" geregelt. Das Dokument bekräftigt ausdrücklich, dass die über Facebook verbreiteten, individuellen Inhalte den jeweiligen Anwendern und nicht Facebook gehören. Facebook hat so lange die Erlaubnis, diese Inhalte zu nutzen, bis der Nutzer sie löscht oder sein Benutzerkonto schließt.

Das Regelwerk stellt außerdem klar, unter welchen spezifischen Bedingungen die Anwender vor Änderungen benachrichtigt werden müssen, und erklärt, wann sie Gelegenheit erhalten, sich zu äußern oder – in bestimmten Fällen – über geplante Änderungen abstimmen können. Zu einer Abstimmung soll es künftig kommen, wenn mehr als 7000 Facebook-Nutzer einen Kommentar zu einer angekündigten Regel-Änderung abgeben. Bei einer Abstimmung sollen auch Alternativen vorgeschlagen werden. Bei einer Beteiligung ab 30 Prozent der aktiven registrierten Facebook-Mitglieder sollen die Ergebnisse bindend sein. "Wir vertrauen unseren Nutzern und wir legen Wert auf ihren Beitrag", sagte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gegenüber dpa.

In einer Telefonkonferenz musste Zuckerberg zudem eingestehen, dass das junge Unternehmen die Einstellung der Anwender zu den umstrittenen Eigentumsfragen unterschätzt habe. Trotzdem versuchte er, unterstützt von Rechtsberatern des Unternehmens, den neuen Vorschlag als eigene Initiative darzustellen. Nach der Motivation für neuen Ansatz gefragt, stotterte Zuckerberg zunächst ewas ratlos herum:"Wir haben schon lange über so was nachgedacht und diskutiert." Dann fand er zur offiziellen Sprachregelung zurück: "Jetzt sehen wir den richtigen Moment dafür gekommen, diese Regeln zu präsentieren, da sie im Sinne der Benutzer enorm wichtig sind."

Die jetzt definierte Erklärung der Rechte und Verantwortlichkeiten hat Facebook mithilfe zweier Anwender-Vertreter erstellt – Julius Harper aus Los Angeles und Kathrine Yojana Petteroe aus Oslo –, die eine einschlägige Facebook-Gruppe moderieren. Das Dokument steht bis Ende März zur Diskussion und für weitere Eingaben zur Verfügung; danach sollen die Anwender darüber abstimmen. Für Länder und Regionen mit von US-Gesetzen abweichenden Grundlagen sollen entsprechend angepasste Versionen veröffentlicht werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook : Privatsphäre nun optional
Beitrag von: SiLæncer am 17 März, 2009, 15:10
Beim beliebten Sozialen Netzwerk Facebook wurde erneut eine Möglichkeit zur Offenbarung der Privatsphäre eingeführt.

Mit sofortiger Wirkung können Statusmeldungen, Videos, Profile, Fotos, private und berufliche Informationen für alle Besucher sichtbar gemacht werden. Allerdings handelt es sich dabei um eine optionale Einstellungsmöglichkeit. Keineswegs ist diese Handhabung ein Muss. Bis dato konnten die jeweiligen Profile nur von Freunden eingesehen werden. Je nach Wunsch kann dies auch in der alten Form beibehalten werden.

Zu finden ist die neue Einstellungsmöglichkeit im Menüpunkt "Privatsphäre". Dort kann sich jeder User die Einstellung seiner Wahl setzen. Die Köpfe hinter Facebook verfolgten bei diesem Unterfangen vorwiegend einen Leitgedanken. Besonders am Herzen lag ihnen nach eigenen Angaben, alte Freunde schneller vernetzen zu können. Diese Form der öffentlichen Präsentation der Identität stelle eine passende Möglichkeit dar, hieß es.

Bislang gab es lediglich ein kleines Bild der jeweiligen Person zu sehen. Durch die neue Zusatzfunktion wird diese Angelegenheit deutlich transparenter und dürfte die Anstrebungen von Facebook weitgehend erfüllen. Aus Gründen des Jugendschutzes steht diese Funktion für Minderjährige nicht zur Verfügung.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook - Großteil lehnt neues Design ab
Beitrag von: SiLæncer am 22 März, 2009, 20:22
94 Prozent aller Facebook-Nutzer wollen das alte Design wieder haben. Zudem häuft sich die Kritik an den ständigen Änderungen.

Seitdem das weltgrößte Soziale Netzwerk Facebook seinen Webauftritt einigen optischen Änderungen unterzogen hat, werden die Proteste vonseiten der User immer mehr. Eine der Anpassungen erinnert sehr deutlich an den Microblogging-Dienst Twitter. Diese Tatsache ist zeitgleich auch ein häufig erwähnter Kritikpunkt. Einer Umfrage zufolge sprechen sich 94 Prozent aller Mitglieder gegen die neue Optik aus.

Die Umfrage dauert noch immer an. Insgesamt haben sich bereits 900.000 User daran beteiligt und ihrer Unzufriedenheit Ausdruck verliehen. Generell wird die Bedienung der Webseite als viel zu kompliziert angesehen. Zudem wird der Ruf nach einer Portion an mehr Flexibilität laut. Ob die Betreiber des beliebten Social Network dem Ruf nach mehr Individualität in einem der nächsten Update folgen werden oder nicht, wird die Zukunft unter Beweis stellen müssen.

Wie bereits geschildert, stellt Facebook nun an seine User die Frage: "Was machst du gerade?". Eine gewisse Ähnlichkeit zu Twitter lässt sich diesbezüglich nicht leugnen. Allerdings wird dieses neue Feature nur vereinzelt angenommen und stößt scheinbar auf eine geringe Nachfrage.

Schon in der Vergangenheit bleiben die Wünsche nach Änderungen im Bezug auf das Design bei Facebook häufig unerhört. Facebook, Facebook LogoDie Vielzahl der User-Proteste verlief im Sand. Letztlich mussten sich die Betreiber nur so lange gedulden, bis sich die Mitglieder an das neue Bild gewohnt hatten. Infolgedessen flachten dann auch die Wünsche nach Veränderungen wieder ab. Daher ist es auch in diesem Fall davon auszugehen, dass es zu keiner Anpassung kommen wird und sich jeder Facebook-Member an die Umstände gewöhnen muss.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Online-Community Facebook braucht frisches Geld - 100 Millionen Dollar
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2009, 15:36
Das Online-Netzwerk Facebook ist laut einem Bericht des Magazins "BusinessWeek" derzeit auf der Suche nach Krediten in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar. Facebook bemühe sich bereits seit einigen Wochen um eine Finanzierung von Leasing- Verträgen für seine Server, berichtete das Blatt am Freitag unter Berufung auf zwei informierte Personen.

Das Unternehmen unterhält für seine populäre Website eine schnell wachsende Zahl von großen Servern, über die die Kommunikation der Mitglieder läuft. Finanzchef Guideon Yu hatte Facebook allerdings erst zuletzt Kredite in Höhe von mehr als 500 Millionen US-Dollar verschafft. Das Netzwerk hatte zuletzt ein rasantes Wachstum hingelegt und zählte zuletzt rund 175 Millionen Mitglieder.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: EU droht Facebook mit Verbraucherschutzgesetz
Beitrag von: SiLæncer am 29 März, 2009, 14:01
Verbraucherschutzkommissarin Kuneva stellt Betreibern Ultimatum

EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva plant ein Gesetz gegen Datenmissbrauch beim weltgrößten Social Network Facebook und anderen Plattformen. Kuneva wird dazu in der kommenden Woche Stellung nehmen.
Facebook und andere Social Networks bekommen Druck von EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva. Sie will den Betreibern eine "letzte Chance" einräumen, um Datenmissbrauch zu unterbinden und faire Rahmenbedingungen zu schaffen, sagte sie dem Magazin Focus.

Facebook hatte Anfang Februar 2009 mit geänderten Geschäftsbedingungen seine Nutzer verärgert. Die Betreiber wollten nach eigenem Bekunden die AGB vereinfachen, sicherten sich aber mit der neuen Version die uneingeschränkte Nutzung der Inhalte seiner 175 Millionen Mitglieder zu. "Wir werden uns nicht vor unserer Aufgabe als Regulierer drücken oder die nächste Katastrophe abwarten", sagte Kuneva weiter. Notfalls will sie per Gesetz nachhelfen, falls die Betreiber eine von ihr gesetzte Frist verstreichen lassen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Links gesperrt: Facebook verbannt "The Pirate Bay"
Beitrag von: SiLæncer am 09 April, 2009, 18:45
Die Betreiber des Social Networks Facebook haben den BitTorrent-Tracker "The Pirate Bay" von ihrer Plattform verbannt. Dabei gingen sie ungewöhnlich drastisch vor.

Pirate Bay hatte vor einer Woche einen neuen Button in seine Webseite implementiert, über den Nutzer Links zu Torrent-Dateien direkt in ihr Profil einbinden konnten. Dafür wurden entsprechende Funktionen in der Facebook-API genutzt.

Die Betreiber des Social Networks sperrten nun diese Funktion. Sie gingen aber noch weiter: Sämtliche Links zu thepiratebay.com wurden automatisiert gelöscht. Außerdem werden solche Verweise auch aus privaten Nachrichten an Kontakte ausgefiltert. "Diese Nachricht enthält gesperrte Inhalte", wird dem Nutzer dann in einer Warnmeldung mitgeteilt.

Facebook-Sprecher Barry Schnitt sagte gegenüber dem Magazin 'TorrentFreak', dass man die Pirate Bay-Betreiber gebeten habe, den Facebook-Button von ihrer Seite zu entfernen. Da es darauf keine Reaktion aus Schweden gab, habe man sich zur Sperrung der Links auf der eigenen Seite entschlossen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook: 200 Millionen Nutzer und kein Geld
Beitrag von: SiLæncer am 11 April, 2009, 16:00
Innerhalb von acht Monaten hat sich die Anzahl der aktiven Facebook-Nutzer auf nunmehr über 200 Millionen verdoppelt. Dies teilte Mark Zuckerberg, Gründer des sozialen Netzwerks, in einem Blog-Eintrag mit. Anlässlich des fünften Facebook-Geburtstags Anfang Februar verzeichnete der Dienst noch 150 Millionen Nutzer. Zu Beginn des Jahres 2009 vermeldete Facebook erstmals höhere Zugriffszahlen als Konkurrent MySpace, der pro Monat zirka 125 Millionen aktive Nutzer zählt.

Glaubt man den offiziellen Statistiken, so loggt sich die Hälfte aller Facebook-Mitglieder mindestens einmal pro Tag ein. Der durchschnittliche Nutzer hat laut Facebook 120 Freunde. Jeder zehnte aktualisiert seine Seite mindestens einmal pro Tag. 30 Millionen Nutzer greifen von tragbaren Geräten auf den Dienst zu. Jeden Monat laden die Nutzer rund 850 Millionen Fotos und 8 Millionen Videos hoch.

Das alles hat auch seinen Preis: Facebook muss die Zahl seiner Server, über die die Kommunikation der Mitglieder läuft, permanent erweitern und ist daher auf Kredite angewiesen. Erst kürzlich berichtete das Magazin Businessweek, dass Facebook auf der Suche nach Krediten in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar sei, um damit die Leasing-Verträge für seine Server zu finanzieren. Zuvor hatte der vor kurzem gefeuerte Finanzchef Guideon Yu bereits Kredite in Höhe von 500 Millionen US-Dollar an Land gezogen. Der Jahresumsatz des Unternehmens, das rund 850 Mitarbeiter beschäftigt, wird derzeit auf lediglich 300 Millionen US-Dollar geschätzt. Facebook hat wie andere soziale Netzwerke weiterhin große Mühe, die hohe Kundenzahl für ein lukratives Geschäftsmodell zu nutzen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Fail - Pirate Bay-Sperre greift nicht
Beitrag von: SiLæncer am 12 April, 2009, 18:29
Facebooks Sperre für Links, die vom Torrent-Portal und -Tracker "The Pirate Bay" stammen, scheitert.

Vor kurzem integrierten die schwedischen Filesharing-Aktivisten von The Pirate Bay (TPB) in aller Stille eine Funktion in ihre Website, die es Facebook-Benutzern ermöglichte, Torrent-Links direkt in ihr Profil zu posten. Somit konnten Facebook-Freunde den Torrent direkt herunterladen, ohne die Piratenbucht überhaupt besuchen zu müssen (wir berichteten). Knapp zwei Wochen später reagierte Facebook und verkündete mit dem Hinweis auf die eigenen Nutzungsbedingungen, dass diese Möglichkeit nunmehr blockiert sei.

Wie sich jetzt herausstellt, ist die Blockade von TPB-Links jedoch de facto wirkungslos. Über die "Share on Facebook"-Schaltfläche auf der Indexseite einer Torrent-Datei bei Facebook landen nach wie vor TPB-Links im eigenen Profil. Der Grund dafür sei, wie die britische Website "The Register" herausfand, dass Facebook zwar Links herausfiltere, die von der Domain "thepiratebay.org" stammten, nicht jedoch solche von der Subdomain "torrents.thepiratebay.org". Auf letzterer liegen jedoch sämtliche Torrent-Dateien und nur Links von dieser Subdomain werden über die entsprechende TPB-Option bei Facebook gepostet.

(http://www.gulli.com/img/2009/facebook_the_pirate_bay.jpg)

Über die Gründe, warum Facebook ein solcher Lapsus unterlief, mag man spekulieren. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass Facebook eine einfache technische Gegebenheit übersah und sich die Qualitätssicherung schon im Osterurlaub befand. Ziemlich sicher wird Facebook in nächster Zeit reagieren und auch torrents.thepiratebay.org sperren. Wer daraufhin seine Facebook-Freunde trotzdem mit Direktlinks zu Torrents versorgen will, muss zu einem Linkcloaking-Dienst wie tinyurl.com oder is.gd greifen. Mit den entsprechenden Firefox-Add-ons bleibt dies ein Vorgang von wenigen Sekunden - womit das Katz-und-Mausspiel weitergeht. Außerdem können weiterhin Torrents von anderen Suchmaschinen wie Isohunt oder Mininova gepostet werden.

Hinweis: Der Screenshot im Artikel entstand heute Nachmittag. Die gepostete Torrent-Datei ist ein legal per TPB verteiltes Ambient/Downbeat-Album des schwedischen DJs Mr. Suitcase, über das wir im Juni letzten Jahres berichteten.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Neonazis und rechtsextremistische Propaganda auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 16 April, 2009, 09:56
Adolf Hitler hat viele Fans – zumindest im Online-Netzwerk Facebook. Gibt man dort den Namen des Diktators in die Suchmaske ein, kommen zwölf Seiten mit Treffern. Das entspricht mehr als 100 Gruppen und Fan-Profilen, die den Begriff "Adolf Hitler" im Namen tragen. Nur wenige dieser Seiten betrachten den Nationalsozialismus kritisch. In einem Großteil der Einträge wird Hitler zur Kultfigur erhoben. In dieser Woche hat das US-Unternehmen nach der Kritik von Bloggern bereits einige Seiten gesperrt – doch bei weitem nicht alle. Jugendschützer wollen sich die neonazistischen Einträge jetzt genauer ansehen.

Nach wie vor finden sich Nazi-Glorifizierung und unverhohlener Antisemitismus auf Facebook. Es gibt Benutzer, die sich unter Namen wie "Josef H Goebbel S" anmelden, ein Bild von Hitler oder ein Hakenkreuz-Symbol als Profilfoto hochgeladen haben oder mit Tattoos mit eindeutig rechtsradikaler Symbolik posieren. Sie schließen sich zu Gruppen zusammen, die sich "Antisemiten und Holocaust-Leugner" nennen und kommentieren Fotos aus der Zeit des Nationalsozialismus mit "Heil Hitler". Viele der Seiten verstoßen gegen geltendes deutsches Recht und sind damit auch gemäß der Nutzungsbedingungen von Facebook verboten.

Dass Neonazis das Internet nutzen, um Jugendliche für ihre verfassungsfeindliche Ideologie zu ködern, ist kein neues Phänomen. Bislang standen aber vor allem Online-Angebote wie die deutschsprachigen Netzwerke StudiVZ und SchülerVZ und das Videoportal YouTube in der Kritik, von rechtsradikalen Gruppierungen für Propagandazwecke missbraucht zu werden. Weil das US-amerikanische Netzwerk Facebook seine Dienste erst seit 2008 auch auf Deutsch anbietet, sind die rechtsradikalen Umtriebe auf diesem Portal bislang weitgehend unentdeckt geblieben.

Ein auf BooCompany veröffentlichter offener Brief der anonymen Bloggerin "Lanu" listet im Anhang rund 200 Beispiele von Facebook-Seiten mit rechtsradikalen und antisemitischen Aussagen und Symbolen auf. Bei den meisten Einträgen handelt es sich um offene Gruppen, denen die Facebook-User ohne Weiteres beitreten können. Soweit dies anhand der Benutzerprofile nachvollziehbar ist, stammen die wenigsten Gruppengründer aus Deutschland. Auch die meisten Mitglieder, die einer solchen Gruppe beigetreten sind und ein Heimatland angegeben haben, kommen aus dem Ausland, vor allem aus den USA, Italien, Südamerika, Indonesien, der Türkei oder arabischen Ländern. Es gibt aber auch gefälschte Profile oder solche von fiktiven oder historischen Personen – darunter Diktatoren und Massenmörder.

Dass immer mehr Seiten, Videos und Benutzerprofile mit rechtsradikaler Propaganda im Internet zu finden sind, beobachtet auch die von den Bundesländern initiierte und getragene Überwachungsstelle jugendschutz.net. Dort durchkämmt ein Team im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung das Internet nach unzulässigen rechtsextremen Inhalten und fordert Provider auf, diese zu entfernen. Über die Menge an neonazistischen Seiten auf Facebook zeigte sich der Projektleiter von jugendschutz.net, Stefan Glaser, jedoch überrascht. "Ausländische Profile haben wir normalerweise nicht auf dem Schirm", sagte er. "Diese Auflistung wird für uns jedoch ein Anlass sein, die deutschsprachigen Profile zu sichten und zu bewerten und bei Verstößen auch an den Provider heranzutreten."

Die Betreiber von Facebook wollen ihre Benutzer indes nicht mit einer zu strengen Zensur verschrecken. "Wir nehmen unsere Nutzungsbedingungen sehr ernst und reagieren schnell und sperren Gruppen, die diese Regeln verletzen", sagt Firmensprecher Barry Schmidt. Allerdings wolle man das empfindliche Gleichgewicht zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz von Menschen und Völkern, die sich bedroht fühlen könnten, wahren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom stoppt wegen Neonazi-Profilen Werbung auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 17 April, 2009, 16:48
Die Deutsche Telekom hat ihren Werbeauftrag, mit dem sie für ihr eigenes Videoportal 3min auf den Seiten von Facebook warb, wegen rechtsextremer und antisemitischer Einträge in dem Social Network zurückgezogen. Für weitere Produkte werbe die Deutsche Telekom nicht auf Facebook, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag auf Anfrage.

Die Anzeige für das Portal sei "neben rechtsradikalen, Hitler verherrlichenden Seiten" erschienen. Deshalb habe man die Werbung eingestellt. Zudem haben man bei Facebook angefragt, warum nicht garantiert werden könne, nicht neben solchen Inhalten aufzutauchen. Bislang gebe es noch keine Antwort, sagte die Telekom-Sprecherin.

Eine Facebook-Sprecherin in Deutschland verwies darauf, dass der Konzern schnellstmöglich reagiere, wenn rassistische Seiten gemeldet würden. "Aufmerksame Benutzer, die solche Inhalte melden, sind die effektivste Methode, um solche Seiten zu vermeiden", sagte die Sprecherin. Facebook arbeite zudem mit einem automatischen Softwaresystem, das nach verbotenen Inhalten sucht.

Die Bloggerin Lanu hatte auf BooCompany in einem offenen Brief rund 200 Seiten, Gruppen und Portale mit rechtsextremem Inhalt aufgelistet und ins Netz gestellt. Daraufhin hatten die Betreiber des Online-Netzwerks Facebook einige Einträge gesperrt. Dennoch waren auch danach auf dem Portal noch einschlägige Inhalte zu finden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Mitglieder stimmen über Datenschutz ab
Beitrag von: SiLæncer am 17 April, 2009, 20:36
Das soziale Online-Netzwerk Facebook lässt seine Mitglieder über seine Nutzungsregeln abstimmen. Zur Auswahl stünden die ursprüngliche und eine überarbeitete Fassung. Letztere berücksichtige Verbesserungsvorschläge von Mitgliedern, erklärte das US-amerikanische Unternehmen am Freitag in San Francisco.

30 Prozent Wahlbeteiligung

Facebook hatte sich im Februar das Recht sichern wollen, Daten, Fotos und Videos der Nutzer "unwiderruflich" und zeitlich unbegrenzt nutzen zu können. Nach massiven Protesten von Mitgliedern und Datenschützern setzte der Betreiber zunächst die alten Regeln wieder in Kraft und rief dazu auf, an einem neuen Konzept mitzuwirken.

Man wolle das Abstimmungsergebnis akzeptieren, wenn 30 Prozent der "aktiven Nutzer" sich beteiligten, teilte das Unternehmen mit. Dazu zählen alle, die sich in den vergangenen 30 Tagen eingeloggt haben. Die Abstimmung endet am 23. April. In sozialen Online-Netzwerken können Nutzer ihr Profil veröffentlichen, mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten sowie Fotos, Videos und Informationen austauschen. Facebook ist mit rund 200 Millionen Mitgliedern nach dem US-Rivalen MySpace der weltweit zweitgrößte Anbieter.

Firmenchef Mark Zuckerberg hatte im Februar betont, Facebook wolle die Daten nicht kommerziell verwenden. Die Änderungen seien notwendig, damit das Netzwerk Informationen eines Nutzers - etwa Kommentare - auch dann zeigen könne, wenn dieser sein Profil lösche.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Facebook lässt Mitgliedern ihre Rechte
Beitrag von: SiLæncer am 25 April, 2009, 18:18
Im Feruar hatte der Onlinedienst Facebook versucht, sich per AGB-Änderung die Nutzungsrechte an den Daten seiner Kunden zu sichern. Nach massiven Protesten ließ er die Nutzer bis zum gestrigen Freitag über neue Nutzungsregeln abstimmen. Das Ergebnis gab Facebook nun im eigenen Blog (http://blog.facebook.com/blog.php?post=79146552130) bekannt: Fast 75 Prozent der Teilnehmer stimmten für neue Regeln, die den Usern mehr Kontrolle über ihre Daten belassen. der Onlinedienst will sie akzeptieren und einführen.

Allerdings nahmen nur 665 654 der rund 200 Millionen User an der Abstimmung teil (beides Untenehmensangaben), was einer Wahlbeteiligung von 0,3 Prozent entspricht. Facebook hatte angekündigt, die Abstimmung als bindend zu betrachten, wenn 30 Prozent der Mitglieder sich beteiligen.

Quelle : www.heise.de
Titel: PLAGIATSVORWURF - Facebook verklagt StudiVZ
Beitrag von: SiLæncer am 28 April, 2009, 20:42
Der deutsche Ableger des Online-Netzwerks Facebook hat seinen Konkurrenten StudiVZ verklagt. Die Community sei eine Kopie des US-Originals und habe sich heimlich dessen Daten verschafft - das deutsche Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Köln - Logo, Features und der Service - all das soll nur kopiert sein: Der deutsche Ableger des sozialen Internet-Netzwerks Facebook hat seinen Konkurrenten StudiVZ vor dem Landgericht Köln verklagt. StudiVZ sei ein Plagiat des amerikanischen Facebook-Originals, lautet nach Angaben der Gerichts-Pressestelle der in der ersten mündlichen Verhandlung vorgelegte Vorwurf. StudiVZ habe mit seinem Logo, Features und seinem Service geistiges Eigentum von Facebook kopiert.

Zudem soll StudiVZ illegal auf Facebook-Computersysteme Zugriff gehabt und sich Daten - darunter den Facebook- Quellcode - verschafft haben. Facebook hat StudiVZ deshalb auf Unterlassung verklagt. Ein Sprecher von StudiVZ bezeichnete die Vorwürfe als haltlos.

Der Vorsitzende der Kölner Wettbewerbskammer, Vorsitzender Richter Heinz Georg Schwitanski, schlug vor, die Prozessbeteiligen sollten sich nach Möglichkeit außergerichtlich auf die Beauftragung eines Gutachters einigen. Dieser solle durch einen Vergleich der Quellcodes der Kontrahenten feststellen, ob und was kopiert worden ist. Kommt es zu keiner Einigung, soll Mitte Juni eine Entscheidung des Gerichts gefällt werden.

Facebook ist blau, StudiVZ rot - sonst ist alles gleich

StudiVZ, das als Marktführer in Deutschland gilt, war im Oktober 2005 gegründet und Anfang 2007 für über 50 Millionen Euro von der Verlagsgruppe Holtzbrinck übernommen worden. Facebook hat StudiVZ bereits vor einem Gericht in Kalifornien verklagt.

Tatsächlich ist der einzige gravierende Unterschied zwischen beiden Wettbewerbern ihr Farbschema: Facebook ist blau, StudiVZ rot. Ansonsten haben beide Konkurrenten fast alles gemeinsam, angefangen von der Anstups-Funktion ("Poke") über die Pinnwand ("Wall") bis hin zum Design. Facebook war in den USA Anfang 2004 als Netzwerk für Harvard-Studenten ins Web gegangen. Danach konnten zunächst nur Studenten ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden. Seit 2006 ist die Seite für Menschen, die über 13 Jahre alt sind, allgemein zugänglich.

Facebook hat weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer, in Deutschland sollen es mehr als zwei Millionen sein. StudiVZ hat eigenen Angaben zufolge 5,5 Millionen Nutzer, bei den Schwesterplattformen SchülerVZ und MeinVZ sind noch mal rund 7,5 Millionen Menschen angemeldet.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Rabiates Vorgehen: Facebook wirft Nutzer mit ungewöhnlichen Namen raus
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juni, 2009, 12:18
Ein Verdacht reicht aus - und Facebook löscht Nutzerprofile ohne Vorwarnung: Wessen Name den Facebook-Mitarbeitern fiktiv vorkommt, fliegt raus. Das trifft Spaßvögel mit Fake-Accounts genauso wie User mit ungewöhnlichen Nachnamen wie Strawberry oder Istanbul.

New York - Zwei Jahre lang hat sich Alicia Istanbul bei Facebook mit Freunden und Bekannten vernetzt. Auf einmal aber war ihr Account gesperrt. Von einem Tag auf den anderen war damit nicht nur ihre Verbindung zu 330 Personen abgeschnitten - unter ihnen viele, zu denen sie keinen anderen Kontakt hatte als Facebook. Auch die Werbeseite für ihr Schmuckgeschäft, die sie dort eingerichtet hat, war nicht mehr zugänglich.

Alicia Istanbul wurde zum Verhängnis, dass sie einen ungewöhnlichen Namen hat. Und Facebook hat gerade eine Kampagne gestartet, alle "fake accounts" zu löschen, also Nutzerkonten, die nicht wie gefordert den richtigen Namen angegeben haben. Für dieses Anliegen hat Istanbul ja Verständnis. Aber ganz und gar nicht verstehen kann sie, warum Facebook sie nicht einfach gefragt hat. "Sie sollten vorher wenigstens einen Warnhinweis schicken", klagt sie. "Ich war dort den ganzen Tag unterwegs. Ich habe mein gesamtes soziales Netz darauf angelegt. Und das ist es ja schließlich, was Facebook auch will."

Das Problem mit den Namen von Accounts macht deutlich, dass Facebook zunehmend Schwierigkeiten hat, angesichts der gewaltigen Menge von mehr als 200 Millionen Nutzern seine Regeln durchzusetzen. Diese wurden in einer Zeit aufgestellt, als es noch sehr viel weniger Mitglieder gab und als Facebook noch eine ziemlich einheitliche Community mit akademischer Ausrichtung war. Um sicherzustellen, dass sich die Mitglieder auch wirklich mit ihrem richtigen Namen anmelden, führt Facebook eine ständig aktualisierte schwarze Liste mit Namen, die bei der Anmeldung nicht akzeptiert werden.

Protestgruppe mit mehr als 3000 Mitgliedern

Auf der Liste stehen sowohl fiktive Figuren wie Batman als auch Namen von Personen, die gerade Schlagzeilen machen wie etwa die schottische Amateursängerin Susan Boyle. Zwar gibt es bei Facebook schon länger einige Mitglieder mit diesem Namen. Seit die 47-Jährige berühmt geworden ist, ist es aber für Trägerinnen dieses Namens nicht mehr so einfach, einen Account bei Facebook einzurichten.

Facebook-Sprecher Barry Schnitt räumt ein, dass es im Umgang mit Nutzernamen zu Fehlern gekommen sei. Er entschuldigt sich für alle Schwierigkeiten, die deswegen entstanden sind. Aber solche Fälle wie der von Alicia Istanbul seien sehr selten. Deswegen verzichte Facebook auch auf Hinweise zu der bevorstehenden Schließung. "Bei der sehr großen Mehrheit von Personen, deren Account wir stilllegen, hören wir nie wieder etwas davon." Weil Facebook weltweit nur etwa 850 Mitarbeiter hat, dauert es lange, bis es auf Beschwerden eine Antwort gibt. Alicia Istanbul, deren Familie tatsächlich aus der türkischen Stadt stammt, sagt, es habe drei Wochen gedauert, bis ihr Account wieder aktiv war. Erst schrieb sie E-Mails, dann schickte sie auf dem Postweg Beschwerdebriefe an insgesamt zwölf Facebook-Angestellte.

Um nicht ganz von ihren Kontakten abgeschnitten zu sein, nutzte sie den Account ihres Mannes mit. "Ich vermute, sie gehen davon aus, dass man einfach keinen interessanten Namen haben kann. Ich habe meinen Mädchennamen behalten, weil er so interessant ist. Ich wollte ihn nicht aufgeben. Und nun muss ich meinen Namen verteidigen." Nutzer mit ähnlichen Problemen haben sich in der Gruppe "Facebook: don't discriminate against Native surnames!!!" zusammengeschlossen.

Dort gibt es bereits mehr als 3200 Mitglieder, unter ihnen viele mit indianischen Namen. Es sei schon ein bisschen entwürdigend, wenn der eigene Account erst geschlossen werde und man dann noch Beweise für die eigene Identität liefern müsse, sagt die Gründerin der Gruppe, Nancy Kelsey. Ihre indianische Freundin war zeitweise von Facebook ausgeschlossen, weil sie Robin Kills The Enemy heißt. "Die Namen von Native Americans haben immer eine besondere Bedeutung", sagt Kelsey. "Sie sind mit Stolz verbunden, und mit Identität."

Zwang zu falscher Schreibweise

Istanbuls Schwester, Lisa Istanbul Krikorian, wurde ebenfalls von Facebook ausgeschlossen. Daraufhin eröffnete sie einen neuen Account ohne ihren Mädchennamen. Ihre Mutter und ihr Cousin, die erst kürzlich dem Netzwerk beitraten, durften sich nicht mit ihren echten Namen anmelden. "Sie mussten ihren Nachnamen falsch schreiben", erklärt Alicia Istanbul. Ihre Mutter konnte sich nur mit dem Namen "Istannbul" anmelden, ihr Cousin hängte seinem Namen noch ein "e" an: "Istanbule".

Ähnliche Verrenkungen mussten auch die Träger des Namens Strawberry machen. So findet man bei Facebook jetzt Nutzer mit den Namen "Strawberri", "Sstrawberry" oder "Strawberrii". Das allerdings macht es schwierig, alte Freunde wiederzufinden, worauf Facebook so stolz ist, dass dies mit Hilfe der Plattform gelingt. "Niemand findet dich, wenn dein Nachname falsch geschrieben ist", sagt Istanbul.

Facebook erklärt, dass die "Echtnamen-Kultur" zu den Gründungsprinzipien gehöre. Damit werde "eine sicherere und vertrauensvollere Umgebung für alle Nutzer geschaffen", erklärt Schnitt. "Wir verlangen, dass die Leute das bei uns sind, was sie wirklich sind." Aber eine einfache Namenssuche bei Facebook zeigt, dass der hehre Grundsatz kaum durchgesetzt werden kann. So finden sich immer noch ungewöhnlich viele Accounts mit zumindest zweifelhaften Namen wie "Stupid", "I.P. Freely" oder "Seymour Butts". Einige Accounts wurden offenbar nur spaßeshalber eingerichtet, andere aber wollen auch bewusst Anonymität erreichen.

Steve Jones, Professor für Kommunikation an der University of Illinois in Chicago, hält die Forderung nach den echten Namen dennoch für sinnvoll. Damit werde die Glaubwürdigkeit der Facebook-Kommunikation erhöht. Bei Zweifeln sollte Facebook aber den Nutzer erst einmal benachrichtigen. "Bei jeder Schließungsaktion ist der erste Schritt eine Mitteilung", sagt Jones. "Warum die Eile? Warum wird keine Erklärungsfrist von 24 oder 48 Stunden eingeräumt?"

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Facebook wirft Anti-Muslim-Hassgruppe raus
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juni, 2009, 18:32
Die Betreiber des sozialen Netzwerks Facebook haben eine politisch motivierte Hassgruppe von den eigenen Seiten entfernt. So wurde eine australische Uservereinigung gesperrt, die sich offensiv gegen Muslime richtete. Dem Portal zufolge hat die Gruppe "I Hate Muslims in Oz" ("Ich hasse Muslime in Australien") Inhalte mit einer "ausdrücklichen Botschaft des Hasses" verbreitet.

Dem Portal zufolge hat die Gruppe "I Hate Muslims in Oz" ("Ich hasse Muslime in Australien") Inhalte mit einer "ausdrücklichen Botschaft des Hasses" verbreitet. Nachdem die Plattform vor einem Monat bereits zwei Gruppierungen von Holocaust-Leugnern gesperrt hatte, scheint Facebook die eigene Einstellung gegenüber umstrittenen Vereinigungen dieser Art zu überdenken. Zuvor war das Portal in massive Kritik geraten, weil es Behauptungen, der Holocaust habe niemals stattgefunden, per se nicht als Hass erachtet hatte.

Über den bestmöglichen Umgang mit Hetzgruppen in Social Networks besteht nach wie vor weitgehend Uneinigkeit. "Es kann und darf überhaupt keine Frage sein, dass Propaganda auf einer hauptsächlich von jungen Menschen genutzten Plattform unterbunden werden muss. Facebook hat mit der Sperre recht", meint Rainer Gries, Propagandaexperte und Gastprofessor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien, im Gespräch mit pressetext. Dem Experten zufolge besteht im Internet keine andere Möglichkeit als die Sperre. Die Anzahl an Gruppen, die Hassnachrichten online verbreiten, nehme zu. Diese nutzen soziale Netzwerke zu ihren Zwecken und betreiben Propaganda auf subversive Art und Weise. Ihre Nachrichten könnten vom Nutzer nur schwer relativiert und gegengecheckt werden, wodurch sie auf der Suche nach Wahrheitsgehalt "in einer Sackgasse" landen würden. "Gegenüber klassischen Medien wie dem Fernsehen oder dem Radio sind die User im Internet einer höheren Gefahr ausgesetzt, Opfer solcher Nachrichten zu werden", erklärt Gries gegenüber pressetext.

Facebook ergreift gegen die Anti-Muslim-Gruppe eigenen Angaben zufolge "die gleiche Maßnahme" wie im Fall der gesperrten Holocaust-Leugner. Zuvor hatten die Portalbetreiber hingegen erklärt, dass deren Botschaften nicht hasserfüllt seien und darüber hinaus "nicht gegen die AGB des Unternehmens verstoßen". Ob Facebook nunmehr einen generellen Sinneswandel im Umgang mit umstrittenen Hassgruppen erlebt und es zu weiteren Sperren kommen wird, bleibt vorerst ungewiss. Man wolle sich mit Experten über die Vorgehensweise verständigen, zu einer Änderung der Plattformpolitik soll es zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht kommen. Dabei wandert Facebook auf einem schmalen Grat zwischen der Gewährung von Meinungsfreiheit und der Verhinderung von politischer Hetze und Propaganda. Hassgruppen, die sich gegen fremde Kulturen oder ethnische Minderheiten wenden, verzeichnen unterdessen einen wachsenden Zustrom von Nutzern und treten jene Meinungsfreiheit mit Füßen, die ihnen zur Verbreitung ihrer Botschaften eingeräumt wird.

Quelle : www.pcwelt.de (http://www.pcwelt.de)
Titel: Facebook-Klage gegen StudiVZ abgewiesen
Beitrag von: Yessir am 17 Juni, 2009, 08:43
Das Landgericht Köln sieht "keine unzulässige Nachahmung". Auch muss StudiVZ den Quellcode nicht gestohlen haben. Facebook kann in Berufung gehen. Ein zweites Verfahren läuft in Kalifornien.

Das Landgericht Köln hat eine Unterlassungsklage von Facebook gegen StudiVZ abgewiesen. Facebook hatte seinem deutschen Konkurrenten vorgeworfen, seine Site bis ins Detail kopiert zu haben. Dem gab die 33. Zivilkammer nicht statt (Az. 33 O 374/08).
Die Richter erkannten zwar "nicht zu übersehende Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten" der Sozialen Netze, aber "keine unlautere Nachahmung". Dass StudiVZ sich, wie von Facebook behauptet, "unredlich" Zugang zu PHP-Quellcode verschafft hat, bezeichneten sie als bloße Vermutung.
Facebook kann nun Berufung einlegen. Außerdem ist ein zweites Verfahren in Kalifornien anhängig, in dem es um "Diebstahls geistigen Eigentums" geht.

Quelle:www.zdnet.de (http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_facebook_klage_gegen_studivz_abgewiesen_story-39002364-41005361-1.htm)
Titel: Facebook greift StudiVZ-Urteil an
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juni, 2009, 12:07
Das Online-Netzwerk Facebook will nach dem Scheitern der Plagiatsklage gegen den deutschen Konkurrenten StudiVZ in Berufung gehen. Das kündigte das US-Unternehmen am Freitag an. "Facebook ist enttäuscht von der Entscheidung des deutschen Gerichts, insbesondere da wir nicht die Gelegenheit hatten, alle Beweise vorzubringen", hieß es in einer Erklärung. "Wir planen nun, Berufung einzulegen." Zudem hofft das Online-Netzwerk noch auf ein Verfahren vor einem US-Gericht.

Facebook wirft StudiVZ vor, die Website in weiten Teilen kopiert zu haben. Das Landgericht Köln entschied aber laut einem am Dienstag veröffentlichten Urteil, es liege "trotz nicht zu übersehender Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten keine unlautere Nachahmung vor". Facebook hat weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer, in Deutschland sollen es mehr als zwei Millionen sein. StudiVZ hat eigenen Angaben zufolge 5,5 Millionen Nutzer, bei den Schwesterplattformen SchülerVZ und MeinVZ sind rund 7,5 Millionen Menschen angemeldet.

StudiVZ, das als Marktführer in Deutschland gilt, war im Oktober 2005 gegründet und Anfang 2007 für über 50 Millionen Euro von der Verlagsgruppe Holtzbrinck übernommen worden.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Facebook - Privatsphäre kann eingestellt werden
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2009, 18:14
Das Soziale Netzwerk Facebook plant eine wichtige Überarbeitung. Jeder Anwender kann künftig leichter seine individuellen Einstellungen vornehmen können, die Einführung soll aber stufenweise mit Übergangstools geschehen.

Der Leiter der Abteilung für Privatsphäre, Chris Kelly, machte dabei die Einstellung seines Unternehmens schnell klar: "Die Kraft zu Teilen ist das Fundament von Facebook", So drückte er sich auf dem Blog seines Arbeitgebers aus. Geteilt werden sollen dabei natürlich die Daten der Facebook-User.

Künftig soll man aber genauestens angeben können, welche Informationen öffentlich sind, und welche nicht.

Sowohl die Hauptseite des Profils als auch jedes einzelne Posting kann bald mit gleich aussehenden Buttons dahingehend eingestellt werden, wer was sehen darf. Verdienen wird das Unternehmen natürlich nur dann, wenn möglichst viele Personen möglichst viele Informationen miteinander teilen. Und selbstverständlich gibt es mehr als genügend Interessenten, wenn es um private Vorlieben, bevorzugte Marken und Produkte oder andere Details der Nutzer geht.

Wegen der Privatsphäre gab es in der Vergangenheit schon häufiger Probleme zwischen Facebook und seinen Anwendern. Vor zwei Jahren sollten beim Beacon-Werbetool umfangreiche Nutzerdaten mit rund 40 Anbietern wie Fandango, eBay oder Sony ausgetauscht werden, bis sich die Anwender organisierten und auf die Barrikaden gingen. Im Moment vollzieht das Unternehmen diesbezüglich eine Kehrtwende. Böse Zungen behaupten, die Vereinfachung der Einstellungen soll lediglich dem Zweck dienen, dass die Facebookler der Öffentlichkeit mehr von ihren Informationen preisgeben.

Sehr aufschlussreich ist es sich mal die andere Seite der Medaille anzuschauen. Bei einem kürzlich durchgeführten Interview mit dem Wochenmagazin "Die Zeit" erwies sich Firmengründer Mark Zuckerberg selbst weniger offenherzig. Auf eine Frage bezüglich seiner aktuellen Beziehung grätschte einer seiner Berater sofort ins Gespräch. Der Inhalt des Interviews wurde unmittelbar auf ein anderes Thema gelenkt, anderenfalls hätte der anwesende PR-Berater das Gespräch augenblicklich abgebrochen. Auf die Frage, wie er seine Privatsphäre schützt, antworten seine Berater stellvertretend für ihn: "Indem wir sie privat halten. Nächste Frage bitte."

Danke, jetzt wissen wir Bescheid. Geben und nehmen ist offenbar immer vom jeweiligen Standpunkt abhängig.

Quelle : www.gulli.com (http://www.gulli.com)
Titel: Spionage-Chef ganz öffentlich bei Facebook
Beitrag von: ritschibie am 05 Juli, 2009, 16:07
Die Frau des neuen Chefs des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 hat Einzelheiten aus seinem Privatleben und auch Fotos seiner Familie im Internet veröffentlicht. Die Zeitung "Mail on Sunday" berichtete, die Gattin von Sir John Sawers habe die Details auf ihrer Facebook-Seite verbreitet.

Dem Bericht zufolge gab Lady Shelley Sawers in dem Netzwerk die Adresse einer Londoner Wohnung der Familie bekannt sowie den Wohnort der Kinder und der Eltern des künftigen Geheimdienstchefs. Auch stellte sie Urlaubsbilder ins Internet, die nicht nur die Familie zeigen, sondern auch Freunde der Sawers. Einige von der Zeitung am Sonntag gedruckte Bilder zeigen ihn, wie er am Strand in Badesachen und mit einer Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf Frisbee spielt.
Beziehungen ins rechtsextreme Lager

Auch Bilder von Familienfeiern waren auf der Facebook-Seite zu betrachten. Dadurch wurde öffentlich, dass der Halb-Bruder von Shelley Sawers ein Mitarbeiter des notorischen Holocaust-Leugners David Irving ist. Lady Sawer hatte die Nutzung ihrer Seite nicht begrenzt, so dass Einträge, Bilder und Korrespondenz zugänglich für jedes Facebook-Mitglied waren.

(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/sawer100_v-gross4x3.jpg)
Gar nicht diskret: Die "Mail on Sunday" brachte die
Facebook-Veröffentlichungen  von Shelley Sawers ans Licht


Die Details wurden inzwischen wieder von Facebook entfernt. Einige Oppositionsabgeordnete sprachen von einem Verstoß gegen die Sicherheitsrichtlinien, andere nannten den Vorfall einfach nur beschämend.

Sawers wurde im vergangenen Monat zum neuen Leiter des MI6 ernannt. Er ist derzeit Botschafter bei den Vereinten Nationen. Bis in die 90er Jahre galt der Name des MI6-Chefs, auch C genannt, als Staatsgeheimnis.

Quelle: http://www.tagesschau.de (http://www.tagesschau.de)
Titel: MySpace soll Entertainment-Plattform werden
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2009, 18:12
News Corp., Betreiber des Internet-Portals MySpace, will das Angebot in Richtung Unterhaltungs-Inhalte und dazugehörige Nachrichten erweitern. Diese Pläne passen zu dem Vorgehen, MySpace als soziale Plattform aufzuwerten. Zuletzt hatte MySpace im Vergleich zu FaceBook deutlich an Bedeutung verloren.

Rupert Murdoch, CEO des Unternehmens, hatte am Rande des Jahrestreffens der Medien- und Technologie-Unternehmer in einem kurzen Interview darauf hingewiesen, dass der Fokus von MySpace auf ein "entertainment portal" ausgerichtet werden müsse. Er beschrieb damit eine Vision, nach welcher die Leute dort Dinge finden müssten, die jeden interessieren.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Facebook knackt Marke von 250 Millionen Nutzern
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juli, 2009, 17:10
Die Geschäfte könnten für die beiden größten sozialen Netzwerke der Welt nicht unterschiedlicher laufen. Während MySpace seit einiger Zeit mit sinkenden Einnahmen und Nutzerzahlen zu kämpfen hat, ist Facebook weiter auf Erfolgskurs.

Wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun in einem Blogeintrag erklärte, hat das soziale Netzwerk inzwischen die Marke von 250 Millionen angemeldeten Nutzern weltweit geknackt. In den vergangenen drei Monaten konnte das Portal damit die Nutzerzahl um 50 Millionen steigern.

Um die Mitgliederzahl noch weiter zu steigern, kündigte Zuckerberg an, den Dienst auch in Zukunft weiterzuentwickeln. Im Fokus liegt dabei neben mobilen Anwendungen auch der Dienst Facebook Connect, der das Verwenden der Facebook-Logindaten auch auf anderen Websites ermöglicht.

Erst am Dienstag wurde bekannt, dass der russische Investor Digital Sky Technologies seine Anteile an Facebook weiter aufstocken will. Insgesamt möchte das Unternehmen 100 Millionen Facebook-Aktien erwerben. Dadurch wird die Social Community mit 6,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: Facebook experimentiert mit virtueller Währung
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2009, 17:57
Bares in Pixeln: Ohne viel Aufhebens darum zu machen, experimentiert das Millionen-Netzwerk Facebook seit Neuestem mit einer eigenen Währung - den "Facebook Credits". Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Aber die virtuelle Geldeinheit könnte sich in naher Zukunft auch in der realen Welt bezahlt machen: dann nämlich, wenn sie der populären, aber defizitären Online-Plattform neue lukrative Vermarktungswege eröffnet. Gute Erfahrungen mit einer virtuellen Währung hat bereits die Onlinewelt "Second Life" gemacht.
   
"Credits" als Zahlungsmittel

Die "Facebook Credits" gibt es bereits seit November. Seither kaufen Mitglieder die bunten Icons in der virtuellen Auslage des Facebook-Geschenkeladens nicht mehr mit US-Dollar oder Euro, sondern tauschen diese vorher gegen Credits ein. Ende Mai folgte der nächste Schritt: Ohne Ankündigung taucht die neue Währungseinheit testweise in ausgewählten Facebook-Anwendungen von Drittanbietern auf, als gleichberechtigte Zahlungsweise neben unter anderem der Kreditkarte - "Pay with Facebook" lautete das Motto.

Facebook-Apps könnten Geld bringen

Mehrere zehntausend dieser Anwendungen - kurz: Apps - sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, seit Facebook seine Plattform Anfang 2008 für externe Programmierer geöffnet hat. Sie vertreiben auf eigene Faust ein Bauchladen-Sortiment an Online-Zeitvertreib, vom Pokerspiel bis zum virtuellen Haustier. Mit Erfolg: In Fachkreisen wird geschätzt, dass alle Facebook-Apps zusammengenommen in diesem Jahr rund 500 Millionen US-Dollar einbringen könnten. Gelänge es Facebook, sich über die virtuelle Währung einen Anteil am Umsatz der unabhängigen Entwickler zu sichern, könnte das "maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftszahlen des Unternehmens" haben, schreibt Eric Eldon im US-amerikanischen Branchenblog "Venture Beat".

Bislang hat Facebook noch kein solides Geschäftsmodell gefunden. Die Werbeeinnahmen fließen bislang trotz mehr als 200 Millionen Mitgliedern spärlich. Das ehemalige Harvard-Start-Up, in das 2007 der Software-Riese Microsoft einstieg, muss zudem ein explodierendes Datenvolumen bewältigen - Server und Personal kosten Geld.

Es ist vor allem dieser Finanzierungsmisere geschuldet, dass den "Facebook Credits" in Fachkreisen so große Bedeutung beigemessen wird. Ein Einstieg von Facebook in den E-Commerce - dieses Szenario heizte schon länger die Spekulationen an. Dabei nahm man aber immer an, dass Facebook an einer Bezahlplattform nach dem Strickmuster von PayPal arbeitet. Die jüngsten Tests weisen in eine andere Richtung. "Es geht nicht darum, ein Bezahlsystem zu entwickeln", sagt auch eine deutsche Facebook-Sprecherin. Die "Facebook Credits" seien vielmehr ein Weg, Entwickler und Nutzer ohne Zwischenstation miteinander in Verbindung zu bringen - und ins Geschäft.

Credits als neuer Standard im Netz?

Im US-Branchenblog "cnet" gibt es dafür Applaus: Bei immer internationalerer Nutzerschaft habe sich das dollarbasierte System überholt, schreibt Caroline McCarthy. Sie glaubt, dass die Credits "schnell das werden könnten, was im Internet bislang einer Standard-Währungseinheit am nächsten kommt". Ob sich das für Facebook eines Tages in barer Münze auszahlt? Dazu will Facebook sich noch nicht äußern. Aber: "Sobald man anfängt, über virtuelle Währungen zu reden, kann man sich eigentlich alles vorstellen."

"Second Life" hat Erfahrung mit eigener Währung

In der dreidimensionalen Parallelwelt "Second Life" ist bereits zu besichtigen, wie eine virtuelle Währung für Umsatz sorgen kann. Der Betreiber Linden Lab tauscht echtes Geld gegen Linden-Dollar um. Damit kaufen Nutzer ihren Pixel-Figuren Land, Kleidung oder auch Spielzeug aus dem Sex-Shop. Im vergangenen Jahr erlöste die Firma aus Kalifornien damit nach eigenen Angaben 800 Millionen Dollar.

"Krieg" um eine universale Internet-Währung

Doch während sich in die 3D-Welt monatlich nur 1,4 Millionen Nutzer einloggen, hat Facebook eine ungleich größere Reichweite. Die Bloggerin Lisa Rutherford ("Venture Beat") traut dem sozialen Netzwerk daher zu, mit seiner Währung einen Standard für Zahlungen im Internet zu setzen. Die anderen großen Player wie PayPal, Apple, Amazon oder Google würden Facebook aber keinesfalls kampflos das Feld überlassen. "Die Kriege um die Universal-Währung brechen los", schreibt sie. "Es wird spannend, sie zu verfolgen."

Quelle : http://www.onlinekosten.de (http://www.onlinekosten.de)
Titel: Datenschützer werfen Facebook Rechtsverstöße vor
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juli, 2009, 14:53
Die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart hat im Rahmen einer Untersuchung "schwerwiegende Datenschutzlücken" bei Facebook ausfindig gemacht. Generell seien die von dem sozialen Netzwerk präsentierten Informationen über Datenschutzmöglichkeiten "oft verwirrend und unvollständig", bemängelt die Datenschützerin. So könnten Nutzer in ihren Konto-Voreinstellungen ihr Profil zwar deaktivieren, aber nicht dauerhaft von den Servern der Online-Gemeinschaft löschen. Die dahinter stehende Praxis der Datenaufbewahrung auf unbestimmte Zeit verstoße gegen das kanadische Datenschutzrecht, das nur eine klar zweckbestimmte Nutzung personenbezogener Informationen durch die Wirtschaft erlaube.

Die Überprüfung, die auf einer Beschwerde der Canadian Internet Policy and Public Interest Clinic (CIPPIC) beruhte, hat zudem gravierende Bedenken gegen die Offenlegung von Nutzerdaten gegenüber Entwicklern von Applikationen für Facebook wie Spiele oder Wettbewerbe hervorgerufen. So gebe es keine ausreichenden Schutzbestimmungen, um zu verhindern, dass die von dritter Seite aus tätigen rund 950.000 Programmierer in 180 Ländern auf die kompletten Informationen aller Nutzer zugreifen könnten. Weiter kritisiert der Bericht, dass Facebook selbst Profile verstorbener User für "Gedenkzwecke" weiter zugänglich macht, ohne darüber in den Geschäftsbedingungen aufzuklären. Ferner ist den Datenschützern sauer aufgestoßen, dass Nutzer auch über nicht bei Facebook vertretene Personen Informationen ohne deren Einwilligung etwa über Tags auf Bildern oder Videos eingeben können.

Unter den rund 250 Millionen bei Facebook angemeldeten Surfern sind 12 Millionen Kanadier, was über ein Drittel der kanadischen Bevölkerung ausmachen soll. Stoddart hat dem kalifornischen Betreiber des Netzwerks nun 30 Tage Zeit gegeben, um anhand konkreter Empfehlungen die Rechtsverstöße abzustellen und insgesamt für mehr Transparenz bei der Sicherung der Privatsphäre der Nutzer zu sorgen. Sie betonte, dass sie andernfalls nach kanadischem Recht gerichtlich gegen Facebook vorgehen könne. Der Chief Privacy Officer der virtuellen Gemeinschaft, Chris Kelly, versicherte laut Agenturberichten, den Dialog mit den Datenschützern fortsetzen sowie nach "praktikablen Lösungen" suchen zu wollen. Dabei sei aber auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Leute Facebook zur Selbstdarstellung und zum Teilen von Informationen nutzen wollten und "nicht zum Verstecken".

Forscher bemängeln dagegen, dass Facebook und andere soziale Netzwerke ihre Datenschutzeinstellungen in den Labyrinthen ihrer Seitenarchitektur regelrecht verstecken. Die Wahrung der Privatsphäre steht ihrer Ansicht nach den Geschäftsmodellen der Plattformen entgegen. Auch europäische Datenschützer und die EU-Kommission fordern verstärkte Datenschutzbemühungen bei Social Networks und drohen mit Regulierungsmaßnahmen, falls die Selbstkontrolle gerade bei Facebook nicht rasch greife.

Mehr als verwundert über den laxen Umgang mit persönlichen Daten durch die Betreiber von Facebook zeigte sich auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar bei einem Selbstversuch, über den er in seinem neuen Blog berichtet. So speichere der Betreiber umfangreiche Profilinformationen, "ohne dass zuvor irgendwelche Hinweise auf den Umfang und Ort der Datenverarbeitung und die Art der Datennutzung gegeben werden". Nur bei genauem Durchlesen der umfangreichen Datenschutzbestimmungen erfahre man, dass man die Nutzungsmöglichkeiten der Informationen bereits durch den Zugriff auf Facebook freigebe. Eine derartig versteckte "Einwilligungserklärung" sei nach deutschem Recht aber unwirksam.

"Kaum vorstellbar" ist laut Schaar ebenfalls die Vereinbarkeit einer Mitteilung mit hiesigen Gesetzen, dass Facebook neben den bewusst veröffentlichten Profilangaben auch sämtliche Nutzungsdaten sammelt. "Auch eine Vielzahl sonstiger Verwendungsmöglichkeiten dürfte nach deutschem Recht unzulässig sein, nicht zuletzt die Verwendung der personenbezogenen Daten für personalisierte Werbung durch den Diensteanbieter oder durch Dritte", schreibt der Datenschützer weiter. Vorgenommene Einstellungen zur Einschränkung der Sichtbarkeit eines Profils würden zudem nicht eingehalten. Schaars Resümee: "Es gibt erheblichen Handlungsbedarf bei sozialen Netzwerken."

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Nach Facebook-Eintrag - Polizei stürmt Grillparty
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juli, 2009, 18:50
Wegen der Vermutung eines illegalen Raves stürmten britische Beamte kurzerhand eine Geburtstagsfeier. Vorausgegangen war eine Einladung über Facebook.

An und für sich wollte der Brite Andrew Poole nur seinen 30. Geburtstag feiern. In diesem Zusammenhang hat er die Feierlichkeit auf dem Sozialen Netzwerk Facebook angekündigt. Neben einigen Zeilen Text war auch der Zusatz "all night" zu lesen. Bei den zuständigen Beamten, die offenbar immer mehr ein Auge auf Soziale Netzwerke werfen, wurde dahinter eine ganz andere Veranstaltung vermutet.

In Wirklichkeit wollte der Jubilar mit "all night" ausdrücken, dass die Gäste gerne bei ihm über Nacht bleiben können. Diese Einladung wurde von der Polizei gänzlich missverstanden. Man vermutete einen illegalen Rave. Derartige Veranstaltungen sind in Großbritannien äußerst umstritten. Mit welchen drastischen Auswirkungen man als Veranstalter einer solchen Party rechnen muss, zeigt der Fall der britischen Geburtstagsfeier ganz deutlich.

Die Gäste der Feier dürften nicht schlecht gestaunt haben, als um 16 Uhr die Polizei aufmarschierte. Allerdings ist damit keine herkömmliche Streife gemeint, die nach dem Rechten sehen wollte.

Es traf ein Sondereinsatzkommando samt Helikopter ein. In voller Montur teilten die Beamten mit, dass die Party mit sofortiger Wirkung beendet sei. Laut einer Pressesprecherin war man ernsthaft über die Ankündigung im Internet besorgt und somit zu diesem Schritt gezwungen. Bei "all night"-Partys müsse man entsprechende Vorkehrungen treffen, hieß es. Die Entscheidung einen illegalen Rave zu stürmen werde nach gründlicher Vorüberlegung gefällt.

Quelle : www.gulli.com (http://www.gulli.com)
Titel: MySpace: Social Community plant E-Mail-Dienst
Beitrag von: SiLæncer am 25 Juli, 2009, 20:06
Die angeschlagene Social Community MySpace will einem Bericht der Nachrichtenseite 'paidContent' zufolge einen eigenen E-Mail-Dienst ins Leben rufen. Damit möchte man anscheinend den sinkenden Nutzerzahlen entgegenwirken.

Wie es heißt, soll das MySpace Mail genannte Angebot bereits in den nächsten Tagen für die Nutzer freigegeben werden. Zusätzlich zu der Möglichkeit, direkt über das Portal Nachrichten zu verschicken, sollen die MySpace-Nutzer dem Bericht nach eine Mailadresse mit der Endung "@myspace.com" erhalten.

Weiter schreibt 'paidContent unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen, dass der E-Mail-Dienst zunächst ohne große Ankündigung eingeführt werden soll. Bis Ende 2009 wollen die Betreiber des sozialen Netzwerkes das E-Mail-Angebot vollständig umgesetzt haben, heißt es weiter.

Bereits jetzt sollen angeblich einige Personen einen Testzugang für den Webmail-Dienst haben - offiziell liegt allerdings keine Bestätigung für derartige Pläne von MySpace vor. Ob es dem Portal gelingt, durch einen eigenen E-Mail-Dienst wieder zum Konkurrenten Facebook aufzuschließen, bleibt abzuwarten.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: Zu viele Freunde: Bill Gates flieht von Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2009, 15:05
Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat seinen Nutzer-Account beim Social Network Facebook bereits nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Er ist offenbar zu bekannt für eine solche Plattform.

Die Zahl der Freundschaftsanfragen war einfach zu hoch. "10.000 Leute wollten meine Freunde sein", beklagte er während einer Rede zu einer Preisverleihung in Indien. Bei einigen habe er noch nachgeprüft, ob er die Person wirklich kenne. "Das war letztlich aber einfach zu viel Stress, also habe ich es wieder gelassen", fuhr Gates fort.

Er berichtete dem Publikum, dass er längst nicht mehr den Großteil des Tages vor dem Rechner verbringe. "Ich lese viel und einen Teil davon nicht einmal auf dem Bildschirm", so Gates. Er gestand auch ein, nicht besonders gut bei der Kommunikation per SMS zu sein.

Gates mahnte auf der Veranstaltung einen bewussteren Umgang mit dem Internet an. Zwar berge die Informationstechnologie viele Vorteile, aber "diese ganzen technischen Sachen können dazu führen, dass wir unsere Zeit verschwenden, wenn wir nicht aufpassen", so Gates.

Der Microsoft-Mitbegründer nahm in Indien den Gandhi-Preis entgegen. Dieser wurde ihm für seine wohltätige Arbeit im Rahmen der "Bill und Melinda Gates Stiftung" verliehen.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: Facebook-Nutzer klagen gegen Weitergabe ihrer Daten
Beitrag von: SiLæncer am 18 August, 2009, 12:18
Fünf Facebook-Nutzer sind laut einem Zeitungsbericht wegen angeblich mangelnden Datenschutzes gegen das Social Network vor Gericht gegangen. Sie klagen beim kalifornischen Orange County Superior Court, da Facebook gegen die in dem Bundesstaat gelten Verbraucherschutzgesetze verstoße, wenn Nutzer-Daten zu kommerziellen Zwecken an Dritte weitergegeben werden. Die Kläger, darunter zwei Minderjährige, eine Schauspielerin und ein Fotograf, verlangen Schadenersatz, da Facebook nicht das von Nutzern und von der Öffentlichkeit zu erwartende Datenschutzniveau einhalte, berichtet das Wall Street Journal.

Facebook hatte Anfang dieses Jahres für Unruhe unter den Nutzern gesorgt, weil es sich in neuen Nutzungsbedingungen das Recht einräumen wollte, auch nach Erlöschen eines Accounts die dort hinterlegten Inhalte weiterverwenden zu dürfen. Nach einer Online-Abstimmung ließ das Social Network den Nutzern ihre Rechte. Die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart zeigte sich im Juli besorgt darüber, dass es zwar einfach sei, einen Facebook-Account zu aktivieren, es aber unklar sei, wie die Daten gelöscht werden können. Wenn Facebook die Daten ehemaliger Nutzer für eine unbestimmte Zeit speichere, verstoße das Netzwerk gegen kanadische Gesetze.

Quelle : www.heise.de
Titel: Das Internet als Quelle für die Personalabteilung
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2009, 09:27
Die deutschen Arbeitgeber greifen bei ihrer Personalauswahl systematisch auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück. Dabei fragen sie auch persönliche Informationen wie Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen und private Vorlieben ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meinungsumfrage des Dimap-Instituts, die die Bundesregierung in Auftrag gegeben hat und die der Berliner Zeitung  vorliegt.

Der Studie zufolge suchen bereits 28 Prozent der befragten Unternehmen sogar gezielt im Internet nach Informationen über Bewerber. Fast immer geschieht dies bereits vor einer möglichen Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Als Quellen werden Karriereportale, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ genutzt. Besonders kritisch bewerten es die Arbeitgeber, wenn sich Bewerber im Internet abfällig über ihre gegenwärtige oder vergangene Jobsituation äußern. Auch das Einstellen allzu persönlicher Inhalte, wie etwa Fotos von privaten Partys, bringt Bewerbern klare Nachteile.

In der Umfrage erklärten immerhin 36 Prozent dieser Unternehmen, man nutze im Bewerbungsprozess auch Informationen aus sozialen Netzwerken. 20 Prozent tun dies regelmäßig oder gelegentlich, 16 Prozent eher selten. Ein Viertel der Unternehmen gab ferner an, dass es schon vorgekommen sei, dass man Bewerber wegen Informationen aus dem Netz nicht zum Vorstellungstermin eingeladen habe.

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), deren Haus die Studie in Auftrag gegeben hatte, warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet. Im Juni hatte Aigner auch die Kampagne "Watch Your Web" gestartet, die Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten im Netz nahelegen will.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bundesverbraucherministerin fordert neue Internet-Regeln
Beitrag von: SiLæncer am 22 August, 2009, 14:19
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat von der Internetwirtschaft einen besseren Schutz persönlicher Daten gefordert. "Ich fordere die Betreiber auf, Möglichkeiten zur Selektion einzurichten, damit jeder Nutzer frei entscheiden kann, wem er seine Daten zugänglich machen will", sagte Aigner der Berliner Zeitung nachdem kürzlich systematische, internet-gestützte Bewerber-Überprüfungen durch Arbeitgeber bekannt wurden. Die Rechte etwa an Privatfotos dürften nicht auf den Anbieter übergehen, sobald man sie ins Internet stellt. Suchmaschinen sollten außerdem auf soziale Netzwerke keinen Zugriff haben, verlangte sie weiter. Auch dürften Löschungen der Nutzer nicht umgangen werden.

Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar verlangte strengere Regeln: "Die Betreiber von Internetnetzwerken fordere ich auf, ihre Datenschutzeinstellungen zu verbessern", sagte er der Zeitung. Nutzer müssten von vornherein die Möglichkeit haben, ihre Informationen nur einem engen und selbst gewählten Personenkreis zukommen zu lassen. Die Betreiber sollten außerdem die Verwendung von Pseudonymen ermöglichen. Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hatte für ein Internet-Datenschutzgesetz plädiert.

Schaar verlangte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", den Datenschutz im Netz zum Pflichtstoff in Schulen und Hochschulen zu machen. Viele junge Menschen unterschätzten die lauernden Gefahren, wenn sie persönliche Informationen im Netz unbefangen preisgäben. Den Nutzern sozialer Netzwerke und anderer Foren müsse klar werden: "Das Internet vergisst nie."

Mehr als ein Viertel der Arbeitgeber - 28 Prozent - sucht bei der Auswahl gezielt im Netz nach Informationen über die Job-Anwärter, wie eine am Freitag veröffentlichte Befragung von 500 Unternehmen im Auftrag des Verbraucherministeriums ergeben hatte. Bei 25 Prozent der Firmen kommt es vor, dass ein Bewerber deshalb erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen oder eingestellt wird. So bringt bereits das Einstellen allzu persönlicher Inhalte, wie etwa Fotos von privaten Partys, Bewerbern klare Nachteile. Vor allem aber abfällige Bemerkungen über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld kommen bei potenziellen Arbeitgebern nicht gut an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook bessert beim Datenschutz nach
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2009, 21:09
Auch wird endlich echtes Löschen von Profilen möglich. Das Soziale Netz gibt sich dafür allerdings ein Jahr Zeit. Dies berichtet die kanadische Datenschutzbeauftragte nach Verhandlungen.

Infolge wiederholt geäußerter Kritik an seinen datenschutzrechtlichen Bestimmungen hat Facebook jetzt zugesagt, die Daten seiner Nutzer besser zu schützen. Den Mitgliedern soll mehr Transparenz und Kontrolle über private Informationen geboten werden, die an Entwickler von Anwendungen übermittelt würden, sagte die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart am Donnerstag nach Verhandlungen mit Facebook.

Außerdem sollen nun Benutzerprofile tatsächlich gelöscht werden können. Bislang war es nur möglich, die Profile als "gelöscht markiert" zu kennzeichnen. Die angeblich gelöschten Profile blieben bei Facebook gespeichert.

"Diese Änderungen sind eine deutliche Verbesserung der Privatsphäre von 200 Millionen Facebook-Nutzern in Kanada und weltweit", sagte Stoddart. Die Änderungen sollen nun innerhalb eines Jahres umgesetzt werden.

Die kanadische Datenschutzbehörde hatte Facebook den Vorwurf gemacht, mit der Speicherung von gelöschten Kundenprofilen kanadische Datenschutzbestimmungen zu verletzen. Das Einlenken von Facebook könnte auch Folgen für andere Soziale Netzwerke haben.

Quelle : www.zdnet.de
Titel: Firma verkauft Facebook-Kontakte
Beitrag von: ritschibie am 05 September, 2009, 12:03
Die australische Werbefirma uSocial wirbt mit dem Verkauf von Facebook-Kontakten. Für 177 Australische Dollar werden dem Kunden Einblicke in rund tausend vertrauliche Facebook-Profile gewährt.

Im Zusammenhang mit mangelnder Privatsphäre sorgten so genannte soziale Netzwerke bereits mehrmals für negative Schlagzeilen. Nicht selten gelangen Daten, die normalerweise von den Benutzern für private Zwecke in den jeweiligen Communities preisgegeben werden, an die Öffentlichkeit oder in die falschen Hände. Nun gelang erneut eine kuriose Gedankenfolge einer australischen Firma ans Tageslicht, die es derzeit mit großem Erfolg bewerkstelligt, die Privatsphäre der Facebook-Anwender zu verletzen.Usocial.net versteht sich als eine Vermittlungs-Firma, die es ihren Kunden gegen eine Bezahlung ermöglicht, sich neue Freunde im sozialen Netzwerk Facebook.com anzueignen. So könne man bereits für 177 australische Dollar circa tausend neue Freunde sein eigen nennen. Gegen eine Bezahlung von 1167 Dollar bekommt man sogar 5000 neue Facebook-Kontakte auf sein Konto gutgeschrieben. Der Sinn und Zweck der Vermittlung bestehe lediglich darin, es einsamen Facebook-Mitgliedern zu ermöglichen, neue Kontakte zu knüpfen.

(http://www.gulli.com/img/2009/Facebook_usocial.jpg)

Was in erster Linie als ein äußerst harmloses und liebenswürdiges Unternehmen dargestellt wird, ist Datenschützern zufolge überaus scheinheilig und hinterlistig. Die meisten Experten sind sich im Klaren darüber, dass derartige Datensätze für zielstrebige Unternehmen ein gefundenes Fressen sind. Es sei offensichtlich, dass Unternehmen das Angebot als Werbeinstrument nutzen. Auch sei ein Weiterverkauf der Daten nicht ausgeschlossen.

Die Betreiber des sozialen Netzwerks Facebook haben von den Machenschaften des australischen Unternehmens Usocial.net Wind bekommen und drücken nun ihren Missfallen darüber aus: "Es ist nicht akzeptabel, eine Freundschaftsanfrage im Namen Anderer zu versenden. Die Vorgehensweise der Firma widerspricht den Bemühungen von Facebook, eine Kultur der Authentizität zu fördern", so ein Facebook-Sprecher.

Viele Kritiker fordern nun Facebook dazu auf, die Herangehensweise von Usocial.net umgehend zu unterbinden. Hierbei wird im besonderen Maße auf die Facebook-AGB verwiesen. Denn es heißt, dass "persönliche Profile zu kommerziellen Zwecken nicht verwendet werden dürfen". So solle es Facebook nicht bei leeren Worten belassen, sondern auf direktem Weg handeln.

Quelle: www.gulli.com
Kommentar: Etwas zu social, dieses Web 2.0... :o
Titel: Facebook-Takeover für mehr Datenschutz
Beitrag von: SiLæncer am 10 November, 2009, 20:04
Dass der Datenschutz bei Sozialen Netzwerken oftmals zu wünschen übrig läßt, ist mittlerweile recht bekannt, findet aber oft wenig Beachtung. Schwedische Hacker wollen nun auf die Problematik aufmerksam machen - in recht drastischer Art und Weise.

Die Hacker übernahmen zahlreiche Facebook-Gruppen und tauschten deren Namen und Logo aus. Beide wurden durch den Slogan "Control your info", der darauf aufmerksam machen soll, dass man aufpassen soll, was mit seinen persönlichen Daten geschieht, ersetzt. So soll anscheinend auf Datenschutz-Probleme wie Facebook ebenso wie auf die generelle Problematik hingewiesen werden.

In eine ähnliche Richtung geht die Änderung der Gruppenbeschreibung. Diese wurde in einen Aufruf geändert, der zum "zurückhaltenderen Umgang mit persönlichen und privaten Daten" mahnt. Dort heißt es unter anderem: "Wir haben deine Gruppe gehackt und kontrollieren nun einen Teil der Informationen, die über dich bei Facebook veröffentlicht werden". Durch den Zugriff auf die Gruppe sei es nun möglich, nach Belieben Unwahrheiten zu verbreiten und den Ruf von Personen zu schädigen. "Wenn wir wollten, könnten wir den Gruppennamen nun einfach in 'Ich unterstütze die Rechte von Pädophilen' umbenennen", schreiben die Hacker.

Daneben findet sich auch ein Hinweis auf die Website des ungewöhnlichen Projekts. Dort heißt es, soziale Medien seien "für viele Leute ein natürlicher Teil des täglichen Lebens" geworden. Die Sicherheit sei bei der Nutzung dieser Dienste aber vernachlässigt worden. Man wolle erreichen, dass Sicherheit bei Online-Aktivitäten ebenso ernst genommen würde wie offline. Ansonsten finden sich auf der Website Tipps zur Wahrung von Sicherheit und Privatsphäre im Internet.

Auf der Website ist zudem eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens auf Facebook und der dortigen Sicherheitsprobleme zu finden. Außerdem verweist man auf die "Fan Page" bei dem Sozialen Netzwerk. Diese sei allerdings, so ein Update, von den Betreibern mittlerweile gelöscht worden.

Die Verantwortlichen betonen, was sie getan hätten, sei kein "Hacking" im klassischen Sinne gewesen. Aus der Seite geht zudem deutlich hervor, dass die Absichten der Gruppe keineswegs zerstörerischer Natur sind. Vielmehr will man durch die Aktion auf soziale und politische Probleme aufmerksam machen. Manch einer würde das Wort "Hacktivism" vielleicht gar nicht so unangemessen finden. Wie Facebook weiterhin auf diese Kampagne reagieren wird, steht noch in den Sternen. Eins aber ist sicher: Das Ziel, Aufmerksamkeit für den Datenschutz zu gewinnen, wurde erreicht.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook verändert Kontrolle über Privatsphäre
Beitrag von: SiLæncer am 10 Dezember, 2009, 11:03
Das Social Network Facebook will seinen 350 Millionen Nutzern eine differenziertere Kontrolle über ihre Privatsphäre geben. Mitglieder können nun wie angekündigt bei der Veröffentlichung von Inhalten wie Fotos, eigenen Statusmeldungen oder Links jedes Mal festlegen, wer diese auf der Internet-Plattform sehen darf. Außerdem vereinfacht das Unternehmen aus San Francisco die Einstellungen zum Datenschutz und fordert nun alle 350 Millionen Mitglieder auf, diese zu überprüfen.

Nutzer, die sich heute bei Facebook anmelden, können sofort ihre Einstellungen zur Privatsphäre überprüfen und ändern oder dies später tun. Dabei sollten sie aufpassen, dass beispielsweise Angaben zur Person, über Familie und Beziehungen und Statusmeldungen nicht öffentlich zugänglich sind, wenn sie das nicht wollen. Facebook hat nämlich bei manchen Nutzern als neue Voreinstellung ausgegeben, dass solche Angaben für alle einsehbar sein sollen. Beobachter in den USA vermuten, dass Facebook seine Nutzer dazu bringen will, ihre Beiträge ähnlich wie es bei Twitter der Fall ist, öffentlich zu machen.

Künftig sind alle Optionen auf einer Seite zusammengefasst. Dies gilt auch für Zusatzprogramme von Drittanbietern, beispielsweise Spiele. In den vergangenen Monaten war es zu Beschwerden über die Weitergabe von persönlichen Daten an andere Unternehmen gekommen.

"Wir wollen gegenüber unseren Nutzern transparent sein", sagte Facebook-Manager Richard Allan der dpa. Damit setze das Unternehmen bei der Benutzerkontrolle einen "neuen Standard". Facebook war wegen seiner Datenschutzpolitik in den vergangenen Monaten mehrfach in die Kritik geraten. Im August hatte zum Beispiel die kanadische Datenschutz-Beauftragte Jennifer Stoddart bemängelt, dass die Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten "oft verwirrend und unvollständig" seien.

Bislang konnten Nutzer kaum einteilen, wer ihre Kommentare, Fotos oder Statusmeldungen sehen darf. Nun gibt es zum einen Standardeinstellungen, die zwischen eigenen Kontakten, Freunden der Freunde sowie dem gesamten Netzwerk unterscheiden. Zum anderen können Mitglieder die Freigabe auf bestimmte Gruppen zuschneiden und etwa Urlaubsfotos den Arbeitskollegen vorenthalten. Die Differenzierung erfolgt über Listen, in die man seine Kontakte einteilt. Regionale Netzwerke – etwa für einzelne Länder – werden abgeschafft.

Minderjährige wolle man besonders schützen. Inhalte von Nutzern unter 18 Jahren seien nur für deren Kontakte und deren Freunde sowie Klassenkameraden sichtbar. Für die Verbesserung des Schutzes junger Nutzer hat Facebook einen Sicherheitsbeirat gegründet.

In Deutschland sind laut Marktforschern rund 6,2 Millionen Menschen bei Facebook registriert. Nutzer können sich auf der Plattform ein Profil anlegen, mit Freunden in Kontakt treten und Inhalte wie Fotos, Videos oder Links teilen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Harsche Kritik an Facebooks neuen Datenschutzeinstellungen
Beitrag von: SiLæncer am 11 Dezember, 2009, 13:01
Facebook hat seine Datenschutzeinstellungen überarbeitet und vereinfacht. Nutzer haben jetzt die Möglichkeit einzustellen, wer welche ihrer Daten sehen kann. Voreingestellt ist jedoch ein sehr niedriges Datenschutzniveau, zudem sind einige Einstellungen verschwunden. US-Datenschützer kritisieren die Anpassungen.

Datenschützer wie die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) haben die neuen Datenschutzeinstellungen des sozialen Netzes Facebook kritisiert. Facebook hat auf Verlangen von Nutzern und Datenschützern die Bedingungen geändert - allerdings nicht unbedingt zum Besseren: Voreingestellt ist, dass die Nutzer Daten für Fremde oder das ganze Internet freigeben.

Datenschutz vereinfachen

Facebook hatte die Absicht, die etwas umständlichen Datenschutzeinstellungen zu vereinfachen. Das ist gelungen: Nutzer können jetzt einstellen, welcher ihrer Freunde welche Statusmeldungen, Fotos und andere Beiträge sehen kann. Die Einstellung gilt für den ganzen Bereich; der Nutzer kann aber auch für jeden Beitrag einzeln einstellen, ob nur Freunde, auch Freunde von Freunden oder sogar das ganze Internet ihn sehen kann.

Damit zwinge Facebook die Nutzer, sich mehr mit ihren Einstellungen, insbesondere bezüglich des Datenschutzes, auseinanderzusetzen, lobt EFF-Mitarbeiter Kevin Bankston in einem Kommentar die Änderungen. "In Anbetracht der Tatsache, dass viele, wenn nicht sogar die meisten Nutzer bisher einfach die von Facebook angebotenen Voreinstellungen übernommen haben, statt ihre Datenschutzeinstellungen selbst anzupassen, ist das wirklich eine gute Sache."

Unsichere Voreinstellung

Meldet sich der Nutzer bei Facebook an, wird er aufgefordert, seine Datenschutzeinstellungen anzupassen. Dabei bietet ihm Facebook verschiedene Optionen: alle Einträge nur Freunden oder allen Internetnutzern zugänglich machen. Letztere Möglichkeit ist bei einem Großteil der Angaben wie persönliche Daten, Freunde oder Statusmeldungen voreingestellt, Fotos sowie politische und religiöse Vorlieben können per Voreinstellung auch die Kontakte der eigenen Freunde einsehen, von denen ein großer Teil Unbekannte sein dürften. Diese Voreinstellungen gelten auch für neu angelegte Profile. Facebook empfiehlt den Nutzern explizit, diese Option zu übernehmen.

Ist der Nutzer unaufmerksam und schaut sich die Einstellungen nicht genau an, kann er unabsichtlich alle seine Daten und geposteten Inhalte für Fremde und das ganze Internet inklusive Google und anderer Suchmaschinen freigeben. Allerdings hat er stets die Möglichkeit, diese Einstellungen in seinem Profil wieder zu ändern.

Freunde sind immer sichtbar

Einige früher vorhandene Möglichkeiten, beispielsweise das Geschlecht, die Liste der eigenen Freunde oder die Mitgliedschaft in Gruppen zu verstecken, sind nach der Anpassung verschwunden. An dieser Stelle werde es "geradezu hässlich", so Bankston.

Trotz einiger positiver Punkte hält die EFF die neuen Bedingungen von Facebook im Ganzen für nicht sehr gelungen. "Die neuen Änderungen der 'Privatsphäre' sind ganz klar dazu da, die Facebook-Nutzer dazu zu bringen, noch mehr Daten als bisher öffentlich zugänglich zu machen. Schlimmer noch, die Veränderungen werden die Kontrolle, die die Nutzer über einige ihrer persönlichen Daten haben, sogar noch verringern", lautet Bankstons vernichtende Kritik. Nutzer, die die Kontrolle über ihre Privatsphäre behalten wollen, müssten sich überlegen, "ob die Teilnahme am neuen Facebook einen solchen extremen Abstrich bei der Privatsphäre wert ist."

Quelle : www.golem.de
Titel: "Das ist das Gegenteil von datenschutzfreundlich"
Beitrag von: SiLæncer am 27 Dezember, 2009, 13:01
In sozialen Netzwerken im Internet sind nach Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar die Daten der Nutzer immer noch schlecht gegen Missbrauch geschützt. Zwar seien einige Anbieter auf einem guten Weg, diese Missstände zu beheben, sagte Schaar in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Jedoch habe er den Eindruck, dass andere Anbieter das Problem überhaupt noch nicht vollständig verstanden hätten. Schaar nannte hier das weltweit größte Online-Netzwerk Facebook als Beispiel. Facebook war jüngst wegen seiner neuen Datenschutz- Richtlinie auch ins Visier US-amerikanischer Datenschützer geraten.

Er sei nicht generell gegen soziale Netzwerke im Internet, betonte Schaar. "Es geht mir darum, dass die Menschen sich bewusst werden darüber, was sie tun, welche Daten sie ins Netz stellen und mit welchen Problemen bestimmte Aktivitäten verbunden sind." So wäre es laut Schaar "schon sehr sinnvoll", wenn die Anbieter der Online- Netzwerke die Voreinstellungen für die Nutzer möglichst datenschutzfreundlich gestalteten.

Dagegen hatte Facebook seinen Nutzern neue Voreinstellungen empfohlen, bei denen die eingestellten Fotos und persönlichen Daten weitestgehend öffentlich einsehbar sind – und zwar auch dann, wenn die Nutzer zuvor restriktive Einstellungen gewählt hatten. "Da drücken Sie auf "Weiter" und haben plötzlich ihre Daten freigegeben, ohne die ursprünglichen Zugriffseinschränkungen für andere", sagte Schaar. "Das ist das Gegenteil von datenschutzfreundlich."

Um ausländische Anbieter zu mehr Datenschutz zu bewegen, seien stärkere Bemühungen auf internationaler Ebene nötig. "Wir arbeiten mit unseren Kollegen in den anderen europäischen Staaten daran, unsere Vorgaben durchzusetzen – auch gegenüber internationalen Konzernen. Das ist bisweilen sehr schwierig. Aber es gibt durchaus einige Erfolge", sagte Schaar. Europa könne den Anbietern sozialer Netzwerke schließlich nicht ganz egal sein. "Die Zahl der Nutzer in der Europäischen Union ist vermutlich größer als die in den USA."

Um Käufern und Nutzern bei Angeboten und Dienstleistungen generell mehr Durchblick beim Datenschutz zu geben, befürwortet Schaar die Einrichtung einer Stiftung Datenschutz. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat entsprechende Pläne in ihrem Koalitionsvertrag verankert. "Nun kommt es darauf an, aus einer guten Idee ein gutes Ergebnis zu machen", sagte Schaar.

Nach seinen Vorstellungen soll die Stiftung die Verbraucher unabhängig darauf hinweisen, bei welchen Angeboten ihre Daten sicher sind und bei welchen eher nicht. Denkbar sei eine Zertifizierung oder Benotung – ähnlich wie es sie heute schon bei Stiftung Warentest gibt. "Ich bin gerne bereit, die Bundesregierung hier bei ihren weiteren Planungen zu beraten", sagte Schaar.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter als virtueller Pranger
Beitrag von: SiLæncer am 27 Dezember, 2009, 18:15
Wer sich dieser Tage im texanischen Montgomery County beim Autofahren unter Alkoholeinfluss erwischen lässt, der bekommt es nicht nur mit dem "Top Drunk Driving Prosecutor" Warren Diepraam zu tun – sondern auch mit der Öffentlichkeit. Denn die neueste Waffe im Kampf gegen Alkohol am Steuer ist im Montgomery County Twitter: Auf dem Mikroblog von Diepraams Vorgesetztem, Bezirksstaatsanwalt Brett Ligon, sollen künftig die Namen von verhafteten Alkoholsündern veröffentlicht werden.

Zwar wisse er, dass Fahren unter Alkoholeinfluss damit nicht ausgemerzt werde, erklärt Diepraam, "aber einige Leute werden sicherlich zweimal überlegen, ob sie sich berauscht hinters Steuer setzen, wenn ihr Name im Zusammenhang mit einer Verhaftung auf Twitter erscheint." Bedenken, dass der virtuelle Pranger die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen verletzen könnte, hat Diepraam nicht. Schließlich würden solche Informationen ja auch in Zeitungen veröffentlicht, teilweise sogar mit Bildern der Delinquenten.

Kritiker der Praxis, Alkoholsünder als Teil einer Erziehungsmaßnahme in der Öffentlichkeit vorzuführen, weisen jedoch darauf hin, dass auch für Verhaftete zunächst die Unschuldsvermutung gelte – und sie stellen die Frage, ob sich Diepraam im Falle eines Freispruches auch öffentlich auf Twitter für eigene Fehler entschuldigen wolle. Angewendet werden soll das Twitter-Outing im Montgomery County im Übrigen nur an verlängerten Wochenenden, etwa zu Weihnachten, am 4. Juli oder am Memorial Day  – dann würden sich besonders viele Autofahrer alkoholisiert ans Steuer setzen, heißt es.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook & Co laufen der privaten E-Mail den Rang ab
Beitrag von: SiLæncer am 28 Dezember, 2009, 12:20
Der Facebook-Nutzer schreibt keine weihnachtlichen Rundmails mehr, die über die Veränderungen in seinem leben aufklären, er postet seine Erlebnisse das ganze Jahr über auf seiner Pinnwand. Immer mehr Menschen nutzen Facebook - und die E-Mail hat das Nachsehen.

Das E-Mail-System ist kaputt. Spam, fehlerhafte E-Mail-Clients und umständliches Webmail sind Teile dieses defekten Systems. Alternativen gab es dazu lange kaum. Denn die Echtzeitkommunikation via Instant Messaging oder IRC eignet sich nicht immer - nicht immer sind alle gleichzeitig da; Telefon und Anrufbeantworter nehmen keine Bilder entgegen; und Briefverkehr ist sowieso zu umständlich.

Mit den sozialen Netzwerken ändert sich das, zumindest für den privaten Gebrauch. E-Mail-Adressen müssen nicht mehr mühsam eingesammelt werden, sondern Namen, in der Regel echte Namen, lassen sich wie in einem Telefonbuch suchen. Und um es einfacher zu machen, sieht der Nutzer eines sozialen Netzwerks, welche Freunde seine Freunde haben.

Soziale Netzwerke gibt es viele, etwa Linkedin, Xing oder die vor allem national verbreiteten VZ-Netzwerke, die wie Golem.de zur Georg von Holtzbrink Verlagsgruppe gehören, oder die regional ausgerichteten Netzwerke Wer-kennt-wen oder die Lokalisten. Doch Xing ist für den geschäftlichen Alltag und ohne kostenpflichtigem Zugang eher langweilig. Dann gibt es noch das Forschungsprojekt Hello World - ein dezentrales Netzwerk. Der Einfachheit halber beschränken wir uns hier auf das derzeit größte und internationale soziale Netzwerk Facebook. Doch vieles, was für Facebook gilt, trifft auch auf andere soziale Netzwerke zu.

Facebook nutzen derzeit mehr als 300 Millionen Menschen weltweit. Davon sollen immerhin 200 Millionen aktiv sein. Vor allem wer Menschen in aller Welt kennt oder selbst viel unterwegs ist, dem macht es Facebook leicht, Kontakt zu halten. Der Facebook-Nutzer kann alte Bekannte wiederfinden und bestehende Bekanntschaften pflegen. Facebook nennt sie ausnahmslos Freunde; in den meisten Fällen trifft es Bekanntschaften wohl eher.

Regelmäßige Nachfragen nach dem Befinden der Bekannten entfallen. Denn der Nutzer verteilt per Facebook unaufgefordert das, was er erlebt und entdeckt. Regelmäßig, mit Bildern angereichert und manchmal sehr ausführlich. Das Tolle dabei: Jeder kann mitlesen und in Kommentaren offen seinen Neid zugeben. Das ginge natürlich auch mit einer umständlichen Mailingliste, doch wer sammelt schon alle E-Mail-Adressen des Freundeskreises ein, um dann allen beizubringen, wie eine Mailingliste funktioniert?

Facebook löst auch als direktes Kommunikationssystem gleich mehrere Probleme, die das E-Mail-System hat. Erstens erübrigt sich die Frage nach der E-Mail-Adresse in der Regel, die Ansprache erfolgt über eine Direktnachricht via Facebook. Selbst wenn jemand eine Zeit lang nicht kontaktiert wurde, ist er verhältnismäßig leicht zu finden: über gemeinsame Bekannte, über den Namen oder die gesuchte Person findet einen gar selbst.

Zweitens entfällt die Pflege eines Adressbuchs. Alle wichtigen - und sicher auch unwichtigen - Basisinformationen hat der Bekannte in seinem Facebook-Profil ohnehin halböffentlich zugänglich gemacht. Die Informationen werden von den jeweiligen Kontakten selbst gepflegt.

Und drittens haben Facebook-Nutzer nicht die Probleme, die die E-Mail beim Versenden von Dateien macht. Grundsätzlich bläht eine E-Mail Anhänge um 30 bis 35 Prozent auf und disqualifiziert sich damit zum Herumschicken von Videos oder Bildern. Zudem warnen E-Mail-Programme bei übergroßen Bildern nicht automatisch. Spätestens wenn von der neu erworbenen DSLR-Kamera RAW-Bilder unkomprimiert verteilt werden, ächzt das Postfach des Empfängers. Bei Facebook alles kein Problem. Bilder werden hochgeladen statt versendet, noch dazu gnadenlos verkleinert. Auch die Konvertierung eines Video übernimmt Facebook nutzerfreundlich gleich mit.

Mit Fotos und Videos unterstützt Facebook einen Großteil dessen, was der moderne Internetnutzer mit anderen teilen will. Dazu kommen noch Links, die Facebook mit einer kleinen Vorschau versieht. All das ist bei Facebook sehr einfach zu handhaben, bei einem E-Mail-Programm sorgt es für Kopfzerbrechen. Videoeinbettung in eine E-Mail ist ohnehin nur mit Mühen möglich und E-Mail-Puristen bekommen schon einen allergischen Schock, wenn die E-Mail nicht aus Plain-Text besteht.

mehr ... (http://www.golem.de/0912/72061-3.html)

Quelle : www.golem.de
Titel: Entflohener Häftling narrt Englands Polizei auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 30 Dezember, 2009, 16:10
Auf der Flucht vor der Polizei verspottet in England ein mitteilungsbedürftiger Ausbrecher seit Wochen seine Verfolger über das Internet-Netzwerk Facebook. Lynch war im September aus dem Hollesley-Bay-Gefängnis in Suffolk geflohen. Dort sollte er  wegen schweren Diebstahls eine siebenjährige Haftstrafe absitzen. Seither hält er Polizei und Öffentlichkeit mit seinen Facebook-Einträgen auf dem Laufenden. So berichtete er über einen Beinahe-Unfall mit seinem Auto, über die Speisen, die er zu sich nimmt oder sinniert über seine Silvester-Pläne.

Mittlerweile verfolgen Tausende User auf Facebook die Kommentare des 28-jährigen Craig Lynch. Im Internet-Auktionshaus eBay bieten Fans des Verbrechers mittlerweile T-Shirts mit dem Konterfei des Gesuchten an. Das Bild auf dem Kleidungsstück stammt von Lynchs Facebook-Seite, wo sein Gesicht und sein erhobener "Stinkefinger" zu sehen sind.

Lynch rechnet fest damit, dass auch die Polizei seine Facebook-Einträge mitliest. "Kurze Frage... wie viele Bullen sind heute Nacht mit dabei", fragte er vor ein paar Tagen zur nächtlichen Stunde. Gerade in der Weihnachtszeit schien ihm seine Flucht aber kein Vergnügen zu bereiten. "Es ist eiskalt draußen. Wieder eine einsame Nacht. So weit weg von meiner Familie und Freunden", schrieb er am 26. Dezember.

Quelle : www.heise.de
Titel: Schärferer Jugendschutz in sozialen Netzwerken geplant
Beitrag von: SiLæncer am 07 Januar, 2010, 17:57
Plattformbetreiber für nutzergenerierte Inhalte in Deutschland sollen einem schärferen Jugendschutz unterworfen werden. Das strebt die Rundfunkkommission der Länder an, der der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck vorsitzt. Doch der Arbeitsentwurf sei noch nicht als endgültig zu verstehen, hat Golem.de erfahren.
Betreiber von sozialen Netzwerken können in Deutschland künftig mit verstärkten Jugendschutzmaßnahmen rechnen. Das geht aus einem Arbeitsentwurf zur Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages hervor, den die Rundfunkkommission der Länder vorgelegt hat.

Eine Alterkennzeichnung für Angebote, in denen Zugang zu nutzergenerierten Inhalten gewährt wird, setze künftig voraus, dass "der Anbieter nachweist, dass die Einbeziehung oder der Verbleib von Inhalten im Gesamtangebot verhindert wird, die geeignet sind, die Entwicklung von jüngeren Personen zu beeinträchtigen", heißt es in dem Entwurf. Und: "Der Anbieter hat nachzuweisen, dass er ausreichende Schutzmaßnahmen ergriffen hat." Der Nachweis gelte als erbracht, wenn sich der Anbieter dem Verhaltenskodex einer anerkannten Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle unterwirft.

Ob eine Pflicht zur Alterskennzeichnungen für Onlineinhalte kommt, ist dem Entwurf nicht klar zu entnehmen. Die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten für Rundfunk und Internet wäre für die Anbieter von nutzergeneriertem Content künftig zuständig.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) ist Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder. Anna Steinert von der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz sagte Golem.de, dass am 27. Januar 2010 zu dem Entwurf eine Anhörung in Mainz stattfindet, wo die zuständigen staatlichen Stellen und die Onlinebranche vertreten sein werden. Der Arbeitsentwurf, der an die Branche verschickt worden sei, sei noch nicht als endgültig zu verstehen: "Da wird noch mal rangegangen", versicherte Steinert, weil der Input der Experten aus der Praxis sehr wichtig sei.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook: Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß
Beitrag von: SiLæncer am 10 Januar, 2010, 21:03
Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat öffentlich verkündet, dass er "Privatsphäre" nicht mehr zeitgemäß findet.

In einem Interview sagte er, dass wenn er Facebook nochmal neu gründen würde, er die "Privatsphäreneinstellung" der persönlichen Daten automatisch auf "öffentlich" stellen würde. Er würde dieses als die Aufgabe von Facebook ansehen, die "sozialen Normen" abzubilden um Facebook als innovative Plattform zu begreifen. Zuckerberg ist der Auffassung, dass die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept ist, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben - öffentlich einsehbar für jedermann. Im Dezember wurden die Grundeinstellungen zur Privatsphäre kurzerhand bei Facebook geändert. Seitdem sind privaten Daten und beispielsweise Mitgliedschaften in Gruppen öffentlich einsehbar. "Die Privatsphäreneinstellungen 350 Millionen Nutzern zu ändern hätte sich nicht jedes Unternehmen getraut", sagte Zuckerberg.

Die Aussagen von Mark Zuckerberg sind dahingehend von großer Bedeutung, da Facebook das momentan größte Social Network weltweit ist. Außerdem nutzen inzwischen viele Nutzer "Facebook Connect", welches inzwischen bei vielen Webservices integriert ist. Mit diesem Tool kann man mit Hilfe seines Facebook-Accounts auch viele andere Netzplattformen nutzen. Daher sollte man bei Facebook äußerste Vorsicht genießen: denn folgt man den Ausführungen von Mark Zuckerberg, so ist das Ende der Privatsphäre bereits eingeläutet. Ginge es nach ihm, vergisst das Web scheinbar keine Aktivitäten. Datenschutz wird seine Sache vermutlich auch nicht sein. Dazu passt, dass Facebook momentan rechtliche Schritte gegen die "Suicide Machine" (gulli:news berichtete) vorbereitet, mit welcher man automatisiert eigene Accounts auf Facebook löschen und unbrauchbar machen kann. Die "Suicide Machine" würde gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen, heißt os offiziell. Einen direkten Kontakt mit dem Machern des Kunstprojektes hat man bei Facebook allerdings noch nicht aufgenommen.

Kritik gab es ebenfalls zu den Aussagen von Mark Zuckerberg. Das Argument "sich gesellschaftlichen Realitäten anzupassen" sei ein Scheinargument, da Facebook aufgrund der Größe inzwischen vielmehr gesellschaftliche Realität selber erschafft, als dass sie versuchen sich anzupassen. Das Interview führte Mike Arrington von TechCrunch und ist als Videostream im Internet verfügbar.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Re: Facebook: Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß
Beitrag von: Jürgen am 11 Januar, 2010, 01:09
Klipp und klar, niemand wird mich dazu bewegen können, an solchen Dingen teilzunehmen.

Nicht einmal ein Arbeitgeber oder eine Behörde.

Selbst wenn eine Anmeldung gelegentlich erzwungen werden könnte, dann erstens nur mit leicht verfälschten Daten und zweitens nur pro forma.
Das soll z.B. heissen, ich würde niemals angemeldet in der Jobbörse der Arbeitsagentur stöbern, weil ich es hassen würde, wenn irgendjemand erfassen könnte, dass ich ein Jobangebot zwar gbelesen aber mich darauf nicht beworben hätte.
Aus denselben Gründen habe ich seinerzeit jeder Weitergabe oder offenen Darstellung meines Bewerberprofils widersprochen, Kontaktversuche stets auf den zuständigen Sachbearbeiter beschränkt.

Genau so bin ich mit meinem Telefonbucheintrag umgegangen.
Erstens ist er leicht verstümmelt, sodass eine händische Suche kaum zum Ziel führt.
Zweitens ist jede elektronische Weitergabe explizit verboten, eine Rückwärtssuche natürlich ebenso.
 
In meinen Augen wäre es insofern regelrecht blöde, möglicherweise relevante Daten über mich irgendwoanders freiwillig selbst zu verbreiten.
Bin ja kein Exhibitionist...
Und wer weiss heute schon, was irgendwann einmal für wen relevant werden könnte.

Jürgen

p.s.
Hatte den Artikel eben versehentlich gelöscht, im Zusammenhang mit einem Hakler im Browser - oder am Keyboard  :embarassed:
Hoffe, mir ist die Restaurierung fehlerfrei gelungen.
Titel: Speichert Facebook gelöschte Daten und Nutzerverhalten?
Beitrag von: SiLæncer am 12 Januar, 2010, 18:03
In einem Interview mit dem US-Blog The Rumpus hat eine anonyme Mitarbeiterin des sozialen Netzes Facebook über Datenschutz und andere Interna geplaudert. Das Unternehmen weist die Darstellung als ungenau und falsch zurück.

Geht es um Datenschutz, sorgt das soziale Netz Facebook immer wieder für Unmut. Anfang Dezember etwa führte eine Neufassung der Datenschutzbestimmungen für Facebook zu Aufregung unter Datenschützern. Gründer und Chef Mark Zuckerberg scheint den Schutz der Privatsphäre ohnehin für überflüssig zu halten: In einem Podiumsgespräch mit Michael Arrington, dem Gründer des Blogs Techcrunch, sagte er, Facebook-Nutzer fühlten sich sehr wohl damit, Bilder und Details aus ihrem Leben anderen zugänglich zu machen. Privatsphäre sei eben "keine soziale Norm mehr".

Blick hinter die Kulissen

Ein interessanter Blick hinter die Kulissen ist angeblich dem US-Blog The Rumpus gelungen. Dessen Autor Phil Wong hat im Sommer 2009 ein Interview mit einer Freundin geführt, die seinen Angaben nach seit über zwei Jahren bei Facebook arbeitet. Das jetzt erst veröffentlichte Interview gibt einen Einblick in die Arbeitsweise von Facebook. Allerdings weist Facebook die Darstellung zurück.

Daten zu sammeln ist demnach oberstes Gebot bei Facebook. Alles werde und bleibe gespeichert, sagte die anonyme Facebook-Mitarbeiterin. Statusmeldungen, Fotos, Nachrichten - "Wir behalten alle Daten." Auch dann, wenn der Nutzer sie gelöscht hat. An dieser Maxime halte die Unternehmensführung fest. Wenn überhaupt, sei es denkbar, dass Fotos gelöscht werden könnten - aus Performancegründen: Jedes Foto werde nämlich in sechs Versionen vorgehalten. Das sei aus technischen Gründen nötig, um die Ladezeiten für die Seiten kurz zu halten.

Vier Rechenzentren

Zur Zeit des Interviews hatte Facebook geschätzt eine Billion Fotos gespeichert und sei damit "der größte Fotoanbieter der Welt". Entsprechend große Kapazitäten braucht Facebook. Das Unternehmen unterhält nach Angaben der Mitarbeiterin vier Rechenzentren - drei in den USA, in Santa Clara, San Francisco und in New York, sowie eines in London.

Gespeichert werden aber nicht nur Daten. Auch das Nutzerverhalten wird sorgfältig mitgeschnitten "Wie, glauben Sie, wissen wir sonst, wer Ihre besten Freunde sind?" Wenn der Nutzer Buchstaben in das Suchfeld eintippt, wird der Namen der Freunde ergänzt. Früher geschah das nach dem Alphabet. Seit vergangenem Frühjahr aber erscheine der Name der engsten Freunde zuerst. Wer das ist, weiß Facebook anhand der Interaktion mit dieser Person.

Sesam, öffne Dich

Glaubt man Rumpus' Interviewpartnerin, speichert Facebook nicht nur alles, sondern die Mitarbeiter haben auch Zugang zu allem. Es habe ein Masterpasswort gegeben, mit dem man in jedes Nutzerprofil gekommen sei. Gedacht war es nur für technischen Mitarbeiter. "Aber es war da und jeder Mitarbeiter, der wusste, wo er danach suchen musste, konnte es auch finden." Es sei aber ausschließlich von den Rechnern im Büro nutzbar gewesen.

Inzwischen sei das Masterpasswort ersetzt worden durch ein etwas ausgefeilteres Zugangssystem: Will ein Mitarbeiter das Profil eines anderen öffnen, muss er einen Grund angeben, dann erhält er Zugang dazu.

Aus Datenschutzgründen entlassen

Der Grund müsse jedoch gut sein - etwa das Vorhaben, Profile mit falscher Identität finden oder Nutzer, die andere belästigen, aufzuspüren. Andernfalls drohten Konsequenzen: So seien mindestens zwei Angestellte entlassen worden, weil sie die Profile von Nutzern verändert hätten, erzählte die Interviewpartnerin und gab zu, ihrerseits in fremde Nutzerkonten hineingeschaut zu haben - aus beruflichen Gründen, aber auch aus persönlicher Neugier.

Aber auch ohne das Masterpasswort hätten Facebook-Mitarbeiter Zugang zu dem, was die Nutzer für privat halten. So würden alle Nachrichten, auch die gelöschten, in einer Datenbank gespeichert. "Wir brauchen die Datenbank nur zu durchsuchen und können sie lesen, ganz ohne Zugang zum Nutzerkonto. Das wissen viele gar nicht."

Facebooks Datenschutzbeauftragter

Immerhin: Trotz der Tatsache, dass Zuckerberg Privatsphäre für veraltet hält, leistet sich Facebook einen Datenschützer, den Chief Privacy Officer Chris Kelly. Doch das Vorgehen beim Datenschutz ist nicht sehr konsequent: Setze sich ein Team daran, neue Bedingungen zu formulieren, würden diese lediglich einem Projektmanager vorgelegt und dann veröffentlicht, berichtet die Mitarbeiterin. Riefen sie Proteste bei der Nutzerschaft hervor, zöge Facebook sie eben wieder zurück.

An anderer Stelle wird indes mehr Aufwand getrieben: Gehe es darum, Funktionen einzuführen, die die Seite schneller machen, mehr Klicks pro Minuten generieren und dabei möglichst auch noch das Datenaufkommen verringern, werden aufwendige Testverfahren wie Eye-Tracking eingesetzt.

Die Interviewpartnerin äußerte sich schließlich auch zur Strategie des Angebots: Ziel sei, die Internationalisierung konsequent weiter zu betreiben. Wie vehement, zeige das Beispiel Iran: Als 2009 die Bedeutung von Facebook für den Präsidentschaftswahlkampf offenkundig wurde, sei das komplette Angebot in nur anderthalb Tagen in Farsi übersetzt worden. In Ländern wie dem Iran oder in vielen Drittweltländern gehe es dabei nur darum, Menschen zu ermöglichen, in Kontakt zu bleiben - "was ja unser eigentliches Ziel ist". Für Werbeeinnahmen sind diese Regionen wenig interessant. Einnahmen werden praktisch vollständig in den USA, Kanada, Mexiko, Europa und Australien generiert.

Wahrheit oder Fälschung?

Facebook selbst weist die Darstellung der Interviewpartnerin von The Rumpus zurück. "Dieses Interview enthält genau die Ungenauigkeiten und falschen Darstellungen, die man von einer anonymen Quellen zu erwarten hat. Dabei wollen wir es belassen", sagte Facebook-Sprecher Larry Yu dem US-Branchendienst Cnet. Der US-Branchendienst bezweifelt ebenso wie viele Kommentatoren im Blog The Rumpus die Echtheit des Interviews und der Angaben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Interviewpartnerin dadurch Gefahr liefe, aus der Anonymität geholt zu werden. Der Name des Interviewers ist schließlich bekannt, so die Überlegung. Daher dürfte es kaum Probleme bereiten, die Interviewpartnerin anhand dessen Freundesliste bei Facebook zu identifizieren.

The Rumpus hingegen beharrt auf der Echtheit des Interviews. "Lange vor der Veröffentlichung stellte ich zu meiner Befriedigung fest, dass dieses Interview wirklich stattgefunden hat. Ich hätte es nicht gebracht, wenn es auch nur den geringsten Hinweis auf eine Falschmeldung gegeben hätte", hält Mitarbeiter Jeremy Hatch den Zweiflern entgegen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook verstößt gegen europäische Datenschutzstandards
Beitrag von: SiLæncer am 28 Januar, 2010, 11:38
Deutsche Datenschützer gehen jetzt gegen Facebook vor. Im Dezember änderte  die Social-Network-Plattform von einem Tag auf den anderen die Datenschutzeinstellungen seiner Mitglieder: Persönliche Daten der Mitglieder waren auf einmal öffentlich. Profilfotos etwa, die bislang nur Freunde sehen konnte, kann nun jeder Internetsurfer einsehen. Das können Nutzer nur noch rückgängig machen, indem sie ihr Profilfoto löschen. Eine Einwilligung seiner Nutzer holte Facebook nicht ein, auch wurden sie zuvor nicht benachrichtigt. Und das, obwohl Facebooks Datenschutzbeauftragter Chris Kelly im Sommer in einer Anhörung des US-Kongresses noch erklärt hatte, dass die meisten Facebook-Nutzer sensible Daten nur Freunden zeigen wollten.

Für den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar steht fest: "Hier hat Facebook gegen die von Datenschützern wiederholt gegenüber den Unternehmen aufgestellte Forderung, datenschutz- und benutzerfreundliche Voreinstellungen zu schaffen, verstoßen." Schaar betont aber auch: "Die Kontrolle und die Ahndung solcher Verstöße ist sehr schwierig."

Weil Facebook in Deutschland noch keine Niederlassung hat, ist bislang auch keine Datenschutzbehörde für das Unternehmen formal zuständig. Der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer Thilo Weichert will daher den Fall nun auf eigene Initiative aufgreifen. Er erklärt den Fall so: "Hier geht es darum, dass Daten gegenüber Dritten offengelegt wurden, ohne dass die Nutzer darüber informiert worden wären oder einwilligen hätten können. Damit geht es auch darum, ob die zweckgebundene Verwendung der Daten gewährleistet wird – und ob der Betreiber für die Nutzer transparent und nachvollziehbar handelt."

Facebook hat neuerdings einen kleinen Hinweis auf seine Datenschutzregeln in jedem Profil eingebaut. Außerdem verweist es bei Datenschutzproblemen derzeit auf das Datenschutzsiegel-Programm TRUSTe, an dem es teilnimmt. Weichert: "Das geht nicht, dass Facebook seine eigene Verantwortung an dieses Programm abgeben will. Sie sind selbst verantwortlich." Weichert will nun "Facebook anschreiben und Aufklärung darüber verlangen, inwieweit ihre Praktiken und Datenschutz-Policy mit "Safe Harbor" im Einklang steht." Die möglichen Sanktionen: Bußgelder bis hin zur Einstellung des Betriebs.

Damit ist der Fall nun auch Thema der transatlantischen Politik: Facebook ist Mitglied des so genannten "Safe Harbor"-Abkommens, das Ende der 90er-Jahre zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten nach mühsamen Verhandlungen abgeschlossen wurde. Es soll gewährleisten, dass europäische Kunden von amerikanischen Unternehmen grundsätzlich dasselbe Datenschutzniveau genießen wie bei europäischen Unternehmen. Die Unternehmen verpflichten sich, einen angemessenen Datenschutzstandard zu gewährleisten. Nach US-Gesetz müssen sie dieser Selbstverpflichtung nachkommen, ansonsten können sie bestraft werden.

Das Abkommen betrifft nur die amerikanischen Unternehmen, die in der Europäischen Union eine Niederlassung eingerichtet haben und technische Mittel wie Server verwenden, die in der EU stationiert sind. Weil Facebook Niederlassungen in Großbritannien und Frankreich betreibt, muss es sich wie auch Google an das Abkommen halten. Bei Verstößen wenden sich europäische Datenschützer an die Verbraucherschützer der Federal Trade Commission (FTC). Bei der FTC hatten sich auch im Dezember zehn Verbraucher- und Datenschutzorganisationen über Facebook beschwert – eine Entscheidung der FTC steht noch aus.

Mit der Durchsetzung des "Safe Harbor"-Abkommens steht es nicht zum Besten. Ein Gutachten des US-Beratungsunternehmens Galexia mit dem Titel "Der US Safe Harbor – Fakt oder Fiktion?" zeigte vor über einem Jahr, dass bei der Durchsetzung des Abkommens erhebliche Defizite bestehen: 206 der eingetragenen 1597 Unternehmen hatten etwa erklärt, Mitglied von Safe Harbor zu sein, waren es aber in Wirklichkeit gar nicht. Lediglich 348 Unternehmen erfüllten die Mindestvoraussetzungen des Abkommens.

Als Konsequenz hat Schaar die Beziehungen zu der amerikanischen Federal Trade Commission (FTC), die für die Kontrolle der Einhaltung der Safe-Harbor-Prinzipien zuständig ist, seither "erheblich verbessert": "In Gesprächsrunden und Informationsbeziehungen pflegen wir nun einen engeren Kontakt, sodass bestimmte Anliegen auch durchgesetzt werden." Allerdings bleibe immer die Frage, "wer das vor Ort kontrolliere. Denn es sei nicht möglich, dass seine Mitarbeiter in die USA reisten und dort eine Prüfung durchführten.

Die FTC machte ebenfalls im vergangenen Jahr einen Anfang: Sie klagte erstmals ein Unternehmen, den kalifornischen Internethändler "Balls of Kryptonite", wegen Falschangaben an. Die Firma hatte mehrere irreführenden Informationen angegeben, unter anderem die, Mitglied von "Safe Harbor" zu sein. Derzeit gibt es allerdings laut Galexia kein US-Gesetz, das dies ausdrücklich verbietet. Die Klage musste sich daher auf weitere Falschangaben beziehen. Ein kalifornisches Gericht hat der Firma inzwischen verboten, diese aufrechtzuerhalten. Weitere Sanktionen gab es nicht.

Schaar sagt denn auch schon fast resigniert: "Wenn es schon bei Unternehmen, die dem Safe-Harbor-Abkommen beigetreten sind, sehr schwierig ist, deutsche oder europäische Datenschutzstandards durchzusetzen, so ist es bei Unternehmen, die dem Abkommen nicht beigetreten sind, noch um einiges schwieriger. Für alle Fälle müssen hier Anpassungen erfolgen, die unseren Datenschutzstandards entsprechen."

Gleichwohl seien alle Unternehmen, die den europäischen Markt bedienten, auch darauf angewiesen, dass die Kunden ihnen vertrauten. Schaar: "Wenn der Zielmarkt in Europa ist, sind die Standards also zu beachten. Deshalb hat die Artikel-29-Gruppe der europäischen Datenschutzbehörden im Juni letzten Jahres eine Stellungnahme zum Datenschutz in sozialen Netzwerken beschlossen." Die Durchsetzung europäischen Rechts wird die europäischen Datenschützer auch weiterhin beschäftigen. Die erste Nagelprobe ist jetzt der Fall Facebook.

Quelle : www.heise.de
Titel: Was Facebook über Nicht-Mitglieder weiß
Beitrag von: SiLæncer am 03 Februar, 2010, 17:35
Facebook ist oft auch über Nichtmitglieder überraschend gut informiert: So mehren sich die Meldungen von Lesern über Merkwürdigkeiten im Zusammenhang mit dem sozialen Netzwerk Facebook. Ein Leser, der noch keinen Facebook-Account hat, berichtet etwa, dass er von einem Bekannten eine Facebook-Einladungsmail erhalten habe. Diese enthielt unter anderem eine Vorschlagsliste mit Facebook-Mitgliedern, die der Empfänger vielleicht kennen könnte. Zum Entsetzen des Lesers waren ihm fast alle der vorgeschlagenen Personen bekannt, nicht aber seinem Freund, von dem er die Einladung erhalten hatte. Zu einigen der Kontakte sei nicht einmal durch eine gezielte Web-Recherche eine Verknüpfung herzustellen gewesen.

Wie also schafft Facebook das? Facebook sammelt auch über Nicht-Mitglieder Daten - mit Hilfe seiner Nutzer. So bietet zum Beispiel die Facebook-App für das iPhone bei der Einrichtung an, alle im Handy verfügbaren Kontakte an Facebook zu übertragen: "Wenn du diese Funktion aktivierst, werden alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Facebook gesendet". Bei der Einrichtung eines neuen Accounts bietet Facebook zudem an, das E-Mail-Konto des Neu-Mitglieds zu durchsuchen, um Freunde auf Facebook zu finden. Gibt man die E-Mail-Adresse sowie das Passwort seines Mail-Accounts an, durchforstet Facebook die Mailbox. Auch hierbei merkt sich Facebook die Adressen.

"Genau wie jedes andere Online-Adressbuch speichert auch Facebook die hochgeladenen Kontakte", erklärt das Unternehmen dazu auf Anfrage von heise online. Für den Anbieter ist das eine Dienstleistung: "Wenn Nutzer Kontakte hochladen und Einladungen verschicken, möchten sie informiert werden, wenn ihre Freunde sich auch registrieren." Auch könnten Freunde, die keine Mitglieder seien, über Ereignisse auf der Plattform informiert werden. "Die E-Mail-Adressen werden benötigt, um den Nutzern dies zu ermöglichen." Die Verantwortung für die Daten sieht das Unternehmen dabei beim Nutzer: "Es gehört zu unserem Service, diese Daten aufzubewahren, bis der Nutzer, der sie hochgeladen hat, sie löscht. Unter dem Fragezeichen-Symbol erläutern wir, wie ein Eintrag gelöscht werden kann und verlinken zu der entsprechenden Seite in den Privatsphäre-Richtlinien."

Denkbar ist auch, dass Facebook auf anderen Wegen eine Verknüpfung zwischen einem Benutzer und einem (Noch-) Nicht-Nutzer herstellt – etwa wenn ersterer nach dem Namen des zweiten sucht oder wenn beide etwas gemeinsam haben, zum Beispiel den Wohnort, die Schule oder den Arbeitgeber. Wie dem auch sei: Facebook kennt von Nichtmitgliedern zumindest die E-Mail-Adressen. Es verhalte sich wie ein "blinder Passagier auf dem sozialen Graphen des Nutzers", zitiert das Handelsblatt dazu Hendrik Speck, Informatik-Professor an der FH Kaiserslautern. Er fordert im Einklang mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix ein neues Datenschutzmodell. Bis es dazu kommt, wenn überhaupt, müssen sich die Facebook-Benutzer selber um die Pflege der von ihnen hochgeladenen Adressen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis kümmern. Auf einer gut versteckten Seite kann er sie löschen.

Die Anbieter sozialer Netzwerkdienste sind nicht die einzigen Unternehmen mit tiefen Einblicken in das soziale Netz seiner Nutzer. Auch die Mobilfunkunternehmen habe Einblicke in die sozialen Verknüpfungen ihrer Kunden. Der Netzwerkausrüster Comverse zum Beispiel wirbt ganz offen für seine "Innovation", mit der sich der soziale Graph der Mobilfunk-Nutzerschaft auf optimales Marketing hin auswerten lässt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Social Networks - unachtsam unter unechten Freunden
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2010, 13:55
Agentur für Internetsicherheit sieht Gefahren für Job und Privatsphäre

Sie könnten der E-Mail den Rang ablaufen, doch viele Menschen gehen laut der europäischen Agentur für Internetsicherheit, Enisa, zu unvorsichtig mit sozialen Netzwerken um. Sie empfiehlt zum Schutz der Privatsphäre daher einige Regeln - die eigentlich selbstverständlich sein sollten.
Fallstudien aus verschiedenen europäischen Ländern haben laut der European Network and information Security Agency (Enisa) gezeigt, dass einer beachtlichen Zahl an Social-Network-Nutzern nicht klar ist, welche Risiken für Sicherheit und Privatsphäre sie durch allzu große Freizügigkeit eingehen. Das betrifft nicht nur webbasierte Social Networks, sondern auch solche, die über das Mobiltelefon genutzt werden können.

Da Mobiltelefone heutzutage auch private und geschäftliche Daten und Passwörter für verschiedene Dienste speichern, kann ein verlorenes oder gestohlenes Gerät gravierende Folgen für den Besitzer und seine verknüpften Kontakte nach sich ziehen. Der wichtigste Schutz für die eigenen Daten ist deshalb laut Enisa der aufmerksame Umgang mit sozialen Netzwerken.

Selbstschutz im sozialen Netz

Im Bericht "Online as soon as it happens" hat Enisa deshalb eine Sammlung an Ratschlägen veröffentlicht, die zwar teils unbequem, aber durchaus sinnvoll sind. So sollte jederzeit bedacht werden, wer online gestellte Fotos, Videos und Informationen abrufen oder weitergeben könnte. Persönliche Daten oder Fotos anderer sollten ebenfalls nie ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden, teils sei das rechtlich auch gar nicht erlaubt.

Alles was veröffentlicht werde, sollte als permanent betrachtet werden - schließlich können andere das Veröffentlichte kopieren, so dass es auch später in Suchmaschinen wieder auftaucht. Das kann auch durch veränderte Datenschutzeinstellungen oder Sicherheitsprobleme bei den Betreibern von sozialen Netzwerken passieren. Die Sicherheitseinstellungen des jeweiligen Social Network sollten im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre gewählt werden - wer kann die Fotos sehen, wer darf einen kontaktieren und wer Kommentare schreiben?

Auch Kriminelle sind interessiert

Informationen wie Adressen, Geburtsdaten oder Kontoinformationen sollten niemals im Social-Network-Profil zu finden sein, da sie von Kriminellen missbraucht werden könnten - insbesondere wenn sie Zugang zum Account erlangen. Auch deshalb sei es ratsam, nicht den eigenen Namen im Profil zu nutzen, sondern ein Pseudonym. Nur enge Kontakte wissen dann, wer sich dahinter versteckt.

Freunde sollten mit Bedacht gewählt werden. Entsprechend gelte es, keine Freundesanfragen von Unbekannten anzunehmen. Niemand sollte sich verpflichtet fühlen, jemanden in die eigene Freundesliste aufzunehmen; stattdessen sollte die Anfrage freundlich abgelehnt oder einfach ignoriert werden. Auch erwünschte Freundesanfragen sollten mit Vorsicht behandelt werden - handelt es sich wirklich um die erwartete Person oder um jemanden, der es nur vorgibt zu sein?

Privates und Berufliches trennen

Zum Schutz des eigenen Rufs und der Karriere sollten geschäftliche und private Kontakte nicht gemischt werden. Es gebe zudem keine Kontrolle darüber, was Freunde oder Familie unbedacht über einen schreiben könnten, das beim Chef, den Kollegen oder Geschäftspartnern vielleicht schlecht ankomme. Aus dem gleichen Grunde sollte auch aufgepasst werden, keine vertraulichen oder kompromittierenden Informationen über den eigenen Arbeitsplatz zu veröffentlichen.

Ratsam sei es auch, sich mit einer privaten und nicht mit der Firmen-E-Mail-Adresse anzumelden, aus der fremde Personen Rückschlüsse auf den Arbeitgeber ziehen könnten. Selbst Fotos, die den Nutzer vor dem Unternehmensgebäude oder einem Firmenlogo zeigen, sollten nicht veröffentlicht werden. Es könnte Fremden sonst erleichtern, mehr als gewünscht über den Nutzer herauszufinden.

Handy nicht aus den Augen verlieren

Wer auch unterwegs auf soziale Netzwerke zugreift, sollte das eigene Mobiltelefon nicht aus den Augen lassen - und wie bei der Nutzung auf fremden Rechnern oder öffentlichen Internetterminals das Passwort nicht auf dem Gerät speichern. Mobiltelefone lassen sich zu leicht entwenden, warnt das Enisa, Passworte sollten deshalb auf jeden Fall aus dem Gedächtnis eingegeben werden. Dritte könnten ansonsten Zugang erlangen und Irritationen bis verheerenden Schaden verursachen.

Ob Social Network, Webmailer oder Instant Messenger, generell sollte an fremden Rechnern aufgepasst werden, ob Keylogger oder auch nur die einfache Login-Automatik von Browsern das Passwort speichern. Zudem sollten Logout-Funktionen von Onlinediensten genutzt werden, damit nicht Dritte im Anschluss auf den ungeschützten Account zugreifen können. Zudem sollten in der Nähe befindliche Personen im Auge behalten werden - wirklich private Dinge sollten auch ohne allzu neugierige Beobachter im Privaten betrachtet oder geschrieben werden.

Um nicht zu viel von sich preiszugeben, sollten ortsbezogene Dienste (Location based services) deaktiviert bleiben, wenn sie gerade nicht genutzt werden.

Der komplette Report Online as soon as it happens findet sich auf der Enisa-Webseite zum kostenlosen Download (http://www.enisa.europa.eu/act/ar/deliverables/2010/onlineasithappens).

Quelle : www.golem.de
Titel: Deutsche Datenschützer nehmen Facebook ins Visier
Beitrag von: SiLæncer am 13 Februar, 2010, 09:18
Deutsche Datenschützer prüfen derzeit, ob Facebook gegen das Safe-Harbor-Abkommen zum Austausch personenbezogener Daten zwischen der EU und den USA verstößt. Facebook hatte im Dezember die Datenschutzeinstellungen geändert. Seither ist beispielsweise das Profilfoto grundsätzlich öffentlich. So sollen auch Nutzer mit verwechselbaren Namen wie etwa "Helmut Müller" eindeutig von ihren Freunden identifiziert werden können. Die Datenschützer gehen davon aus, dass Facebook den europäischen Datenschutzregeln nicht entspricht.

Der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer Thilo Weichert hat sich Anfang Februar mit einem Schreiben an Facebook gewandt, das heise online vorliegt. Demnach soll das Unternehmen bis Anfang März unter anderem mitteilen, mit welchen Maßnahmen es den Anforderungen des Safe-Harbor-Abkommens nachkommt. Insbesondere will der Datenschützer wissen, wie Personen informiert werden, die selbst nicht Mitglied bei Facebook sind, deren Daten aber dennoch verarbeitet werden.

Die Datenschützer wollen auch wissen, ob Facebook verhaltensbezogene Dienste ("Behavioral Targeting Services") für Werbezwecke nutzt und ob die Nutzer darüber informiert werden. Facebook soll ebenfalls mitteilen, ob das Unternehmen Informationen über Nutzer oder ihr Verhalten an Dritte weitergibt, damit diese zielgruppenbezogene Werbung betreiben können. Außerdem möchten die Datenschützer wissen, wie Facebook sicherstellt, dass sich solche Drittanbieter an die  Safe-Harbor-Prinzipien halten.

Da Facebook am Donnerstag eine erste deutsche Niederlassung in Hamburg eröffnet hat, um die nach eigenen Angaben 7,5 Millionen deutschen Nutzer besser betreuen zu können, ist künftig der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, für den Fall zuständig. Caspar will mit seinem schleswig-holsteinischen Kollegen zusammenarbeiten. "Im Prinzip haben wir die gleiche Problematik wie bei Google", sagte Weichert. "Im Vordergrund steht hier ein gemeinsames Vorgehen gegen Datenschutzignoranten, als die sich die Leute von Facebook bisher profilierten."

Facebook will mit den Datenschützern kooperieren. Die überwältigende Mehrheit der Nutzer habe Informationen wie Profilbild, Name oder die Identität der Freunde ohnehin allen zugänglich gemacht, erklärte ein Sprecher gegenüber heise online. Das Unternehmen arbeite "eng" mit den Datenschutzbehörden "in vielen Ländern" zusammen. Diese Kontakte seien "sehr hilfreich"; Facebook würde sich daher "freuen", mit dem schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten "ähnlich konstruktiv" zusammenzuarbeiten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Hausbesetzung per Facebook: Polizei löst Party auf
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2010, 20:18
Die Organisatoren der Facebook-Gruppe "Jugend gegen die Banken" in Mayfair, London wollten eigentlich "nur" mit rund 400 Personen eine Villa der Bank HSBC für ihre Zwecke "ausleihen". Am Ende kamen mehrere tausend Jugendliche.

Mit so viel Zuspruch hatte offenbar niemand gerechnet. Letzte Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollen bis zu 5000 Personen der Aufforderung im sozialen Netzwerk Facebook gefolgt sein, eine Villa anlässlich einer spontanen Feier zu besetzen. Die verantwortlichen Teenager mussten aber schnell einsehen, dass ihnen die Angelegenheit über den Kopf gewachsen war. Das aggressive Auftreten der britischen Polizei brachte das Fass dann zum Überlaufen, berichteten die Beteiligten dem Guardian.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, Sanitäter und der Polizei standen um ca. 23 Uhr außerhalb des Gebäudes und benutzten ein Megafon, um die Eindringlinge dazu aufzufordern, die besetzte Villa zu verlassen. Ein Polizeisprecher gab bekannt, sie hätten Bedenken gehabt, das alte Gebäude könnte dem Ansturm auf Dauer nicht gewachsen sein. Nachdem die ersten Steine und leeren Flaschen als Antwort flogen, beschloss man die Party zu entern. Zwar hätte man sich auf alle Eventualitäten vorbereitet, es sei aber zu keinen Festnahmen oder Gewalttätigkeiten gekommen.

Einer der Organisatoren erzählte, die Polizei sei dennoch bei ihrem Einsatz außergewöhnlich aggressiv vorgegangen. Sein Freund berichtet, dass manche Besucher den Polizisten eine Szene machen wollten. Sie hätten sich aber schnell wieder beruhigt. Erst recht als sich die Londoner Polizei so verhielt, als müsste man einen Aufstand niederschlagen.

Das Szenario hatte anfangs völlig harmlos begonnen. Zwei britische Jugendliche hatten über Facebook dazu eingeladen, es sich in einer Villa in der Park Lane gemütlich zu machen. Man glaubte, das Gebäude gehöre dem Management der HSBC Bank. Die Besitzverhältnisse wurden aber bisher noch nicht bestätigt. Man sei durch ein offenes Fenster in das Gebäude eingedrungen. In Großbritannien seien derartige Hausbesetzungen nicht illegal, so einer der Organisatoren weiter. Die Gruppe bei Facebook wuchs rapide an. Fast jede Minute soll ein Mitglied der mittlerweile gelöschten Gruppe beigetreten sein. Aus den geplanten 400 Partygästen sind am Ende rund 5000 geworden. Zirka 3500 Personen hatten für den Abend zugesagt und jeweils ihren Freunden Bescheid gesagt. Die Polizisten sprachen indes von nur 2000 anwesenden Personen. Selbst für ein großes mehrstöckiges Gebäude war das deutlich zu viel.

Am Ende wurden alle Eindringlinge schlichtweg des Platzes verwiesen und das Grundstück komplett geräumt. "Sie wussten nicht, dass wir für die Party und das Chaos um uns herum verantwortlich waren", so einer der beiden Macher. Derzeit wird polizeilich nach den Verantwortlichen des Desasters gesucht.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Datenschutz bei sozialen Netzwerken mangelhaft
Beitrag von: SiLæncer am 25 März, 2010, 12:20
Die Stiftung Warentest hat bei ihrer bislang größten Untersuchung zum Datenschutz Facebook, Myspace &  Co. ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Acht von zehn der geprüften sozialen Netzwerken zeigten "deutliche" oder "erhebliche" Mängel bei der Datensicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Vor allem bei den analysierten Online-Gemeinschaften mit Sitz in den USA bleibe der europäische Ansatz des informationellen Selbstbestimmungsrechts "auf der Strecke", monierte Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen der Institution. So setze das US-Netzwerk LinkedIn etwa ein 68 Jahre gültiges Browser-Cookie. Außerdem informiere es nicht über die Speicherdauer von IP-Adressen. Für Primus ist damit klar: "Das ist schlicht Vorratsdatenspeicherung."

Für die Analyse, die in der April-Ausgabe der Zeitschrift "test" erscheint, haben die Prüfer zehn Netzwerke ausgewählt. Darunter waren zunächst alle deutschsprachigen Plattformen mit mehr als 100.000 Nutzern pro Tag. Dazu gehören Schüler- und StudiVZ aus dem Holtzbrinck-Verlag, Lokalisten, wer-kennt-wen und Jappy. Dazu kamen die US-Netzwerke Facebook und MySpace sowie das Business-Netzwerk Xing und sein US-Pendant LinkedIn.

Die Ergebnisse der Tests bezeichnete Primus als "sehr durchwachsen". Besonders der Stand der Datensicherheit sei "schlecht". So hätten nur sechs der Probanden eine Einwilligung für einen "Hackerangriff mit Erlaubnis" gegeben. Alle US-Netzwerke sowie Xing hätten ihre Zustimmung verweigert, was zur Abwertung dieser Portale wegen "fehlender Transparenz" geführt habe. Von den bereitwilligen Seiten hätten Jappy, wer-kennt-wen und Stayfriends ein "mangelhaft" in diesem Punkt kassiert. Bei den VZ-Netzen und den Lokalisten habe es gerade mal für ein "ausreichend" gereicht. Als besondere Datenschutzlücke bemängelte Primus, dass beim mobilen Einloggen Nutzername und Passwort unverschlüsselt übertragen würden. Hier müssten die Anbieter "dringend" nachbessern.

Mit besseren Beurteilungen konnten vor allem die VZ-Portale und Jappy mit "sehr gut" und Xing mit "gut" bei der Beachtung von Verfügungs- und Nutzerrechten punkten. Hier wurde etwa gemessen, ob der Anwender Eigentümer seiner Daten bleibt, ob Verwertungsrechte an Anbieter übergehen und wie die Persönlichkeitsrechte gewahrt werden. Das Abschneiden erklärte Primus auch mit der Abmahnaktion des Bundesverbands der Verbraucherzentalen (vzbv) im vergangenen Jahr. "Mangelhaft" erhielten an dieser Stelle Facebook und MySpace. Dort bestehe ähnlich wie bei LinkedIn ein "grundsätzlich anderes Verständnis von Datenschutz" als auf dem alten Kontinent, kritisierte Primus. Es gelte der Deal: "Wir stellen Euch das Netzwerk zur Verfügung, ihr gebt uns dafür eure Daten, die wir zu Geld machen". Wenn dabei Informationen der Nutzer auch an Dritte im außereuropäischen Ausland weitergeben würden, sei damit "dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet". Dies sei etwa bei Facebook bei beliebten Spielen wie Farmville oder Mafia Wars der Fall. Darüber hinaus behalte sich der US-Anbieter die geistigen Eigentumsrechte an allen Beiträgen und Inhalten der Nutzer vor.

Das konkrete Testvorgehen erläuterte Untersuchungsleiter Holger Brackemann. Demnach agierten die Prüfer mit "verdeckten Mitgliedschaften" und heuerten ein externes Institut für die "Hackerangriffe" an. Trotz der Affäre um die leichte Auslesbarkeit von Nutzerdaten bei SchülerVZ hätten sich dabei auch dort noch Schwachstellen etwa bei der mobilen Nutzung gefunden. Bei Jappy habe sich auch die verschlüsselte Nutzung der konventionellen Website als unsicher herausgestellt. So sei ein Auto-Login mit unzureichender Verschlüsselung angeboten worden. Der Server habe dabei die Anmeldeversuche nicht begrenzt, sodass das Verfahren für einen "Brute Force"-Angriff und das maschinelle Ausprobieren von Login-Daten anfällig gewesen sei. Diese Schwachstelle habe der Betreiber nach der Information durch Stiftung Warentest inzwischen behoben. Aber auch bei StayFriends, wer-kennt-wen und Lokalisten habe es Probleme mit dem Passwortschutz gegeben.

Die Voreinstellung zum Datenschutz bezeichnete Brackemann vor allem bei Facebook als mangelhaft. Das Portal habe hier "eine 180-Grad-Wende zum Negativen hingelegt" und mache persönliche Informationen zunächst für alle zugänglich. Der Nutzer müsse dies erst über ein schwer auffind- und bedienbares Menü nachträglich ändern. Auch den Ansprüchen zur Achtung von Persönlichkeitsrechte sei kein Netzwerk bei drei untersuchten Fällen gerecht geworden. So sei auf eine eingespielte Statusnachricht mit Mobbing-Charakter und eine Protestmeldung des betroffenen Nutzers nicht angemessen reagiert worden. Zudem hätten die drei US-Netzwerke auf eine Bitte zur Auskunft über die gespeicherten Nutzerdaten "fast komplett versagt".

Insgesamt seien die Portale "nicht kostenlos", betonte Brackemann. So würden die personenbezogenen Angaben zumindest für die Schaltung verhaltensbasierter Werbung verwendet. Neun der Communities seien in diesem Feld aktiv. Nur fünf davon erlaubten dem Betroffenen aber, diese Funktion abzuschalten. Allein SchülerVZ verzichte ganz auf diesen Ansatz. Generell müssten die Anbieter ihre Maßnahmen zum Datenschutz und zur Sicherstellung von Transparenz deutlich verbessern. Auch "der Vollzug der Datenschutzgesetze" müsse verstärkt werden. Auch der Nutzer trage eine Eigenverantwortung und müsse sich etwa bewusst machen, dass einmal freigegebene Daten praktisch nicht mehr gelöscht werden könnten. Selbst wen man sein Profil abstelle, lebten die gemachten Angaben "in Kommentaren, Foren oder Suchmaschinen weiter". Es sei daher ratsam, Privates und Berufliches zu trennen und Pseudonyme einzusetzen.

Primus appellierte zudem an die Politik, dem vzbv die Möglichkeit einzuräumen, per Verbandsklage gegen ausgemachte Missstände vorzugehen. Dafür müsse der Datenschutz als Verbraucherschutzrecht ins Unterlassungsklagegesetz aufgenommen werden. Zugleich schloss er nicht aus, dass die Warentester selbst künftig für die externe Kommunikation bei sozialen Netzwerken aktiv würden. Man sei nicht "prinzipiell" gegen die Plattformen, aber "gegen die gegenwärtigen Rahmenbedingungen". Diese seien "mit überschaubaren Mitteln" zu verbessern.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook will Nutzerdaten automatisch weitergeben
Beitrag von: SiLæncer am 27 März, 2010, 18:56
In einem Vorschlag zur Neufassung seiner Datenschutzregeln kündigt Facebook an, Kundendaten an "überprüfte" (pre-approved) Websites und Anwendungen Dritter weiterzuleiten. Dazu sei das Unternehmen "gezwungen", um seinen Nutzern "die Möglichkeit zu geben, auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können." Die "betreffenden Webseiten und Anwendungen (müssen), ein Zulassungsverfahren ... durchlaufen" und gesonderte Vereinbarungen zum Schutz der Privatsphäre unterzeichnen.

Die Datenübermittlung findet automatisch statt, wenn ein Nutzer die jeweilige Website besucht, während er noch bei Facebook angemeldet ist. Um welche Sites es sich handelt, ist bislang nicht bekannt. Das Unternehmen verweist lediglich auf die "About Platform"-Seite seines Entwicklerportals. Dort finden sich jedoch wiederum nur allgemeine Regeln zur Datenweitergabe.

Offenbar ist nicht vorgesehen, von Nutzern vorab eine Zustimmung zur Weitergabe der Daten einzuholen. Sie können der Weitergabe jedoch widersprechen. Zu den weitergereichten Informationen gehören der Name, Profilbilder, Geschlecht, Verbindungen und mit anderen geteilte Inhalte. Facebook-Nutzer haben bis 3. April Zeit, die vorgeschlagenen Änderungen zu kommentieren.

Vor Kurzem hatte die Stiftung Warentest Facebook mangelhaften Datenschutz vorgeworfen. Das Portal habe "eine 180-Grad-Wende zum Negativen hingelegt" und mache persönliche Informationen zunächst für alle zugänglich.

Quelle : www.heise.de
Titel: Datenpanne bei Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2010, 15:49
Heute in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit – etwa zwischen drei und vier Uhr – hat Facebook  irrtümlich die Mail-Adressen aller seiner zirka 400 Millionen Mitglieder öffentlich angezeigt. Das Tech-Blog Gawker schätzt die Dauer der Panne auf eine halbe Stunde.

Per Default sind die Mail-Adressen der Facebook-Mitglieder nicht für alle zugänglich. Facebook Deutschland erklärte dazu auf Anfrage: "Letzte Nacht machte ein Bug während Facebooks üblicher Code-Aktualisierung verborgene Mail-Adressen kurz sichtbar. Der Bug wurde innerhalb von Minuten bemerkt und korrigiert."

Quelle : www.heise.de
Titel: Social Web und Politik - ein zweischneidiges Schwert
Beitrag von: SiLæncer am 04 April, 2010, 20:18
Soziale Netzwerke sind ein bevorzugtes Kommunikationsmittel der aktuellen Erlebnisgesellschaft. Können sie aus Sicht des Datenschutzes katastrophal wirken, sind sie jedoch aus dem politischen Kontext kaum noch wegzudenken.

Täglich geistern neue Meldungen durch die Medien, die die negativen Seiten des Social Web überdeutlich zeigen. Social Web ist Web 2.0 in Reinkultur - von Anwendern generierter Content aus privaten und intimen Informationen, die über das gesamte Internet verteilt werden wie Staub durch Ventilatoren. Schnell entsteht der Eindruck, soziale Netzwerke seien lediglich ein neues Übel, das über die Menschheit gekommen ist.

Auf der anderen Seite sind Social-Media-Dienste auch schnelle und effiziente Kommunikationsmittel, mit denen sich spontane Aktionen wie Flashmobs organisieren lassen. Flashmobs sind nicht immer nur absurde, witzige oder künstlerisch orientierte, doch zweckfreie Zusammenrottungen im Stil der Happenings der 60er, die über E-Mails, Blogs oder SMS initiiert werden. Längst haben die Organisatoren dieser öffentlichen Treffen auch Social Media für sich entdeckt. Gerade über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Wikiseiten werden heute Flashmobs mit den verschiedensten Zielen veranstaltet.

Gerade die Spontanität der Aktion und der geringe Organisationsaufwand machen diese Zusammenkünfte auch zu einem Instrument zum Ausdruck politischen Willens und das selbst in Ländern, in denen staatliche Zensur und Repression zum Alltag gehören. Der US-Journalist Howard Rheingold taufte vor einiger Zeit solche zielorientierten, zweckgebunden Versammlungen "Smart Mobs".

Solche Smartmobs sind auch zum zivilgesellschaftlichen Mittel politischer Arbeit geworden. Im Jahr 2001 etwa wurden binnen 75 Minuten 20.000 Menschen in Manila per SMS zum Protest gegen den amtierenden Präsidenten Joseph Estrada mobilisiert. Innerhalb der folgenden vier Tage gingen auf diese Weise koordiniert etwa 500.000 Menschen auf die Straße und erzwangen den Sturz des Präsidenten.

Auch Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung oder die Free Software Foundations nutzen Social-Web-Dienste weltweit, um ihre Mitglieder und Kampagnen zu koordinieren und unter ihren Mitgliedern Kontakt herzustellen. Insofern gehört das Web 2.0 mit seinen einschlägigen Kommunikationsmitteln zu den modernen Mitteln politischer Arbeit - sei es durch Blogs, Wikis oder Microblogging-Dienste.

Die Rahmenbedingungen für diese Form des politischen Ausdrucks bilden die gesellschaftlichen Strukturen, die Informationsbedürfnisse und das politische System, in dem sich die engagierten Personen und Organisationen bewegen. Nachdem Microblogging-Dienste wie Identi.ca oder Community-Seiten wie Flickr zu den Hauptinformationsquellen über Länder mit repressiver Informationspolitik wurden, haben auch in den weltweit etwa 40 Ländern mit Internet- und Informationszensur Geheimdienste und Behörden Augen und Ohren auf soziale Medien gerichtet. In welchem Umfang staatliche Eingriffe in und durch solche Dienste durchgeführt werden, ist unterschiedlich.

Damit sind Social Media zum zweischneidigen Schwert geworden, das es Menschen in autoritären Systemen einerseits ermöglicht, sich für politische Arbeit und Aktion zu organisieren. Andererseits erwächst aus dieser Technologie auch für entsprechende Regimes die Möglichkeit, seine Bürger zu beeinflussen, auszuspionieren und festzusetzen. Am Ende ist jeder für seine Informationen so verantwortlich wie für seine Taten.

Quelle: futurezone.orf.at
Titel: Aigner zieht in den Kampf gegen Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 05 April, 2010, 14:00
Facebook will Nutzerdaten automatisch an Dritte weitergeben, die Ministerin für Verbraucherschutz protestiert: In einem Brief an Facebook-Chef Zuckerberg kritisiert Ilse Aigner das Vorgehen des sozialen Netzwerks - und droht mit der Kündigung ihrer Mitgliedschaft.

Berlin - Als Studentennetzwerk gestartet, vernetzt Facebook nun die Welt. 400 Millionen Mitglieder verzeichnet die Website, darunter rund 7,5 Millionen Deutsche - und Hunderte Prominente. Eine davon: Ilse Aigner. Doch die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz droht nun, ihren Facebook-Account zu löschen.

In einem SPIEGEL ONLINE vorab vorliegenden offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg kritisiert Aigner scharf den jüngsten Vorstoß des sozialen Netzwerks, künftig "allgemeine Daten" über Nutzer an Dritte weiterzugeben: "Mit großer Verwunderung habe ich gesehen, dass Facebook ungeachtet der Bedenken von Nutzern und massiver Kritik von Verbraucherschützern den Datenschutz im Netzwerk weiter lockern möchte", schreibt Aigner an den "sehr geehrten Herrn Zuckerberg" im kalifornischen Palo Alto.

Hintergrund: In einer jüngst überarbeiteten Version seiner Datenschutzrichtlinie hat Facebook die geplante Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte mitgeteilt. Es handele sich dabei um "überprüfte Web-Seiten und Anwendungen". Um Nutzern die Möglichkeit zu geben, "auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können", sei man "gelegentlich gezwungen, anderen überprüften Web-Seiten und Anwendungen, die sich auf die Facebook-Plattform stützen, allgemeine Daten über dich zur Verfügung zu stellen, wenn du diese besuchst (wenn du noch bei Facebook angemeldet bist)".

Weitergegeben werden können demnach unter anderem der eigene Name, das Geschlecht, Profilbilder oder der Computerstandort. Diese Datenübermittlung soll automatisch erfolgen; die Zustimmung der Facebook-Mitglieder wird nicht eingeholt, allerdings gibt es eine Opt-Out-Möglichkeit.

Aigner droht mit Kündigung

Facebook versteht diese Änderungen noch als Vorschlag. Das Unternehmen ließ in den vergangenen Tagen seine Mitglieder darüber diskutieren. Am Samstag teilte Facebook auf seiner Website mit, dass man allen Diskutanten für die Teilnahme danke, in den nächsten Tagen die Kommentare der Nutzer lesen und die Community dann über die nächsten Schritte informieren werde.

Die deutsche Ministerin indes dringt auf konkrete und rasche Schritte: "Privates muss privat bleiben - ich denke, ich spreche hier für viele Internetnutzer", schreibt Aigner an den 25-jährigen Zuckerberg. Und weiter: "Leider achtet Facebook diesen Wunsch nicht, was auch durch die jüngste Studie der 'Stiftung Warentest' belegt wurde. Facebook schneidet hier schlecht ab. Im Umgang mit Benutzerdaten und bei Nutzerrechten ist jeweils die Note 'mangelhaft' vergeben worden. Bei der Datensicherheit hat sich Facebook nicht in die Karten blicken lassen - dafür gab es ebenfalls die Note 5."

Es sei umso erstaunlicher, so Aigner mit Blick auf die neue Datenschutzrichtlinie, dass Facebook "nicht gewillt ist, die bestehenden Mängel im Datenschutz abzustellen, sondern stattdessen noch weitergehende Eingriffe vornimmt". Mit solchen Entscheidungen könne ein Unternehmen auf Dauer kein Vertrauen gewinnen.

Deshalb erwarte sie von dem sozialen Netzwerk eine umgehende Überarbeitung der Richtlinie: Facebook müsse sicherstellen, dass die persönlichen Daten aller Mitglieder umfassend geschützt werden; geplante Änderungen der Nutzungsbedingungen müssten allen Mitgliedern "klar und deutlich" bereits vor jeder Änderung mitgeteilt werden; grundsätzlich dürften persönliche Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergeleitet werden.

Der Appell der Ministerin: "Gerade weil besonders jungen Nutzern meist nicht bewusst ist, dass ihre persönlichen Profile zu kommerziellen Zwecken genutzt werden sollen, kommt Unternehmen wie Facebook eine besondere Verantwortung zu." Aigner schließt ihren Brief an Zuckerberg mit freundlichen Grüßen und dem Hinweis: "Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden."

Damit hat die CSU-Politikerin nun auch Facebook den Kampf angesagt, nachdem sie sich in den vergangenen Wochen schon den Internetriesen Google vorgeknöpft hatte. Bevor der Konzern im Rahmen seines Street-View-Projekts Straßenzüge und Häuser in Deutschland fotografiere, müsse er erst die Zustimmung der Betroffenen einholen, forderte die Ministerin.

Doch weil Google bereits den größten Teil des Landes abfotografiert hat, veröffentlichte Aigner auf ihrer Homepage ein Widerspruchsformular. Die Bürger zahlten "durch das millionenfache Abbilden von Häusern und Gärten" mit dem Verlust ihrer Privatsphäre, heißt es dort.

Aigner goes WWW - die Agrarministerin verpasst sich ein modernes Image. Sie nutze jeden Tag das Internet, schreibt sie auch in ihrem Brief an Zuckerberg: "Beruflich wie privat." Sie sei Mitglied mehrerer sozialer Netzwerke, die eine Bereicherung und aus "unserem Leben nicht mehr wegzudenken" seien. Aigner ist seit 2009 Mitglied bei Facebook, derzeit hat sie dort rund 1.900 Freunde. Prominente darunter sind etwa Familienministerin Kristina Schröder (CDU), Bayerns SPD-Chef Florian Pronold oder TV-Moderator Thomas Gottschalk.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Verbraucherzentrale rät zu Verzicht auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 07 April, 2010, 15:42
Nach Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat jetzt auch die Dachorganisation der Verbraucherzentralen massive Kritik an Facebook geübt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) rät, Facebook am besten überhaupt nicht mehr zu nutzen.

"Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen", sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen am heutigen Mittwoch in einer Mitteilung. Mit den neuen Datenschutzbestimmungen würden die Nutzer dem Unternehmen einen "Freibrief" für "eine weitgehende Verwendung und Weitergabe ihrer Daten" einräumen.

Die geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen bei Facebook hatten in den vergangenen Tagen eine breite Debatte um den Datenschutz in sozialen Netzwerken angeheizt. Kritiker monieren, dass sich das US-Unternehmen das Recht vorbehält, die Daten seiner Nutzer an Dritte wie etwa Partnerunternehmen weiterzugeben. Facebook hatte seine Pläne den eigenen Nutzern zur Diskussion gestellt und will Anregungen und Kritik berücksichtigen. Noch sei überhaupt nicht entschieden, an welche Partnerunternehmen Daten weitergegeben würden, entgegnete eine Facebook-Sprecherin am Dienstag. Das Unternehmen nehme den Datenschutz sehr ernst.

Institutionen wie der vzbv bemängeln bei Facebook vor allem, dass die Nutzer die Weitergabe von Daten aktiv verhindern müssen (Opt-out). Stattdessen sollten die Nutzer bei jeder Weitergabe und Nutzung von persönlichen Daten aktiv einwilligen müssen (Opt-in), lautet die Forderung. "Das Belieben im Umgang mit den Daten der Nutzer muss endlich ein Ende haben", sagt Billen.

Der vzbv hatte im Sommer 2009 die Vertrags- und Datenschutzbestimmungen von Sozialen Netzwerken, darunter auch Facebook, abgemahnt. Alle Anbieter hatten  daraufhin erklärt, die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden zu wollen. "Doch an diese Erklärung hält sich Facebook nicht", hat eine Überprüfung des vzbv ergeben.

Zuletzt hatte im vergangenen Monat die Stiftung Warentest den laxen Umgang mit persönlichen Daten bei sozialen Netzwerken bemängelt. "Erhebliche Mängel" erkannte die Stiftung bei Facebook, Stayfriends, LinkedIn und MySpace. Der Chaos Computer Club hatte gestern Aigners Vorstoß als "Armutszeugnis" bezeichnet. "Dass Datenschutzbestimmungen zuungunsten des Nutzers verändert werden, ist nichts Neues", sagte CCC-Sprecher Frank Rosengart laut dpa. Aigner müsse dies wissen. Zweck der sozialen Netzwerke sei es letztlich, Geschäfte zu machen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Aigner trifft sich mit Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 08 April, 2010, 15:02
Bundesverbraucherschutzministerin  Ilse Aigner (CSU) lässt mit ihrer Kritik  am Online-Netzwerk Facebook trotz der Pläne für ein schlichtendes Gespräch nicht locker. Nach ihrer Kritik an großen Datenschutzlecks schrieb Facebook ihr einen Brief. Darin weist das Netzwerk Vorwürfe zurück und schlägt ein Treffen vor. Neue Kritik kommt vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar.

"Die Bedenken der Ministerin sind nicht ausgeräumt", sagte ihr Sprecher Holger Eichele am heutigen Donnerstag. "Im Gegenteil. Es gibt weiter eine große Anzahl offener Fragen. Deshalb kommen wir gerne auf das Gesprächsangebot von Facebook zurück." Die Ministerin werde die Unternehmensspitze zu einem Treffen nach Berlin einladen. Aigner fordert, dass Daten der Facebook-Mitglieder nur nach Einwilligung weitergegeben werden und droht mit dem Ende ihrer persönlichen Mitgliedschaft bei Facebook.

Facebook-Manager Richard Allan schrieb Aigner nach Angaben einer Sprecherin, das Unternehmen halte den Schutz persönlicher Daten wie die Ministerin für grundlegend. Das Unternehmen sei bei der Datenschutzkontrolle führend in der Branche. Einmalig in diesem Geschäftszweig sei auch, dass Facebook seine Nutzer nach ihrer Meinung zu geplanten Änderungen der Datenschutzrichtlinien frage. Aigner hatte Facebook aufgefordert, persönliche Daten von Nutzern nicht ohne deren Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weiterzuleiten.

Allan versicherte der Sprecherin zufolge, die Pläne liefen nicht auf einen massenhaften Austausch von Daten für kommerzielle Zwecke hinaus. Es sei ein begrenzter Vorschlag, mit wenigen, vorab genehmigten Partner-Internetseiten zusammenzuarbeiten, auf denen die Facebook-Nutzer dann personalisierte Angebote bekommen könnten. Es werde auch Tests für solche Anwendungen geben.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kritisierte, Facebook nutze unerlaubt die Daten von Nicht-Mitgliedern, nachdem die eigenen Mitglieder eingeladen würden, persönliche Kontakte von ihrem privaten E-Mail-Anbieter oder aus dem Handy zu öffnen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Parteiübergreifendes Bündnis gegen Facebook-Pläne
Beitrag von: SiLæncer am 10 April, 2010, 10:59
Ein parteiübergreifendes Protestbündnis tritt gegen die Pläne des Internet-Netzwerks Facebook ein, den Datenschutz zu lockern. "Statt zum Boykott aufzurufen, wollen wir in Facebook selber mit Aktionen, Informationen und Kommentierungen Druck ausüben", sagte das Grünen-Bundesvorstandsmitglied Malte Spitz dem Portal Handelsblatt Online. "Wir wollen keine ungefragte Weitergabe von persönlichen Profildaten." Der von den Grünen gebildeten Gruppe bei Facebook gehören dem Bericht zufolge Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen an, darunter die Linken-Vizevorsitzende Halina Wawzyniak, der Sozialdemokrat Lars Klingbeil, Manuel Höferlin von der FDP und der Christdemokrat Thomas Jarzombek.

Die Mitglieder verlangen von Facebook beispielsweise, dass Profildaten nicht ungefragt an Dritte weitergegeben werden. Das soziale Netzwerk solle zudem gemeinsam mit Daten- und Verbraucherschützern sowie den Netzwerknutzern hohe Datenschutz-Standards entwickeln, die weltweit in Facebook Gültigkeit haben.Überdies müsse das Recht am eigenen Bild und am eigenen Text bei den Nutzern bleiben.

Vor den geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen von Facebook hatte bereits im vergangenen Monat der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gewarnt und kurz darauf sogar zum Verzicht auf das Soziale Netzwerk geraten. Auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat das Online-Netzwerk heftig kritisiert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Soziale Netzwerke - Anonymität ist nur eine Illusion
Beitrag von: SiLæncer am 14 April, 2010, 12:55
Im Januar ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, Nutzer von Sozialen Netzwerken wie Xing, Facebook und LinkedIn über ihre Gruppenzugehörigkeit und den Verlauf ihres Webbrowsers zu identifizieren. Facebook hat darauf noch nicht einmal reagiert.

Bei diesem Angriff wurden von einem vierköpfigen Team der TU Wien, dem Institut Eurecom und der Uni Kalifornien Soziale Netzwerke mit einem Webcrawler auf Nutzergruppen und den dazugehörigen Mitgliedern durchsucht. Die so erhobenen Daten wurden in einer Datenbank gespeichert. Bewegt sich der Surfer auf einer Website mit JavaScript, so können die vorher gesammelten Daten mit dem Browserverlauf des Nutzers abgeglichen werden. Man stellt schlichtweg fest, welche Anwender welchen Gruppen zugeordnet war. Da es bei Xing 7.000 und bei Facebook über 30.000 öffentliche Gruppen gibt, kann man darüber die Anwender recht einfach herausfinden. Im vorliegenden Fall gelang es den Wissenschaftlern in fast jedem zweiten Fall darüber, die einzelne Person mit Klarnamen zu identifizieren.

Über die 10-jährige Existenz der History-Stealing-Lücke im Firefox haben wir kürzlich berichtet. Der Angriff war aber bei allen gängigen Browsern erfolgreich. Derartige Attacken sind nach Auskunft der Wissenschaftler relativ simpel. Sie können ohne großen finanziellen oder technischen Aufwand bewältigt werden.

Xing und LinkedIn haben sich bei den Forschern nach Abwehrmechanismen erkundigt, Facebook hat auf die Sicherheitslücke überhaupt nicht reagiert. 43,2 Millionen Nutzer konnte man mit Hilfe des Webcrawlers alleine bei Facebook ausfindig machen. In den Datenschutzrichtlinien von Facebook wird zudem vermerkt, dass das Unternehmen Informationen über den Browsertyp, Standort, IP-Adresse und die besuchten Websites speichern darf.

Fazit der Experten: Wer sich davor schützen will, muss derartige Plätze im Netz meiden. Denn wer JavaScript, Flash, die History etc. ausschaltet und zudem über einen VPN, Proxy oder Tor surft, bekommt bei den Sozialen Netzwerken keine funktionstüchtige Website mehr zu Gesicht. Die Betreiber lassen einem also lediglich die Auswahl zwischen der Anonymität oder einem funktionstüchtigen Browser. Anonym darf man diese Portale nicht benutzen. Bemüht man sich um die Verschleierung der eigenen Identität, wird man technisch ausgesperrt. Da müsste die Auswahl eigentlich umso leichter fallen.

Tatsache ist: Für viele Anwender sind solche Sicherheitsaspekte leider noch immer eher zweitrangig, solange sie im Web den Dienst ihrer Wahl benutzen können.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook hat keine Fans mehr
Beitrag von: SiLæncer am 21 April, 2010, 12:47
Facebook hat angekündigt, künftig bestimmte private Angaben ohne Rückfrage für jeden öffentlich zugänglich zu machen. Vielleicht bleibt es aber nicht dabei, denn Facebook hat viel Kritik einstecken müssen.

Im offiziellen Facebook-Blog hatte Entwickler Alex Li unter der Überschrift Connecting to Everything You Care About mitgeteilt, dass das Social Network künftig Nutzer automatisch je nach eingetragenen Interessen, Vorlieben, Wohnorten, Ausbildungsstätten und Arbeitsstellen bestimmten "Community Pages" zuordne. Wer zum Beispiel Interesse an "Kochen" in seinem Profil angebe, werde automatisch mit der Facebook-Connection-Seite dafür verbunden.

Wer diese oder andere Angaben nicht mit Fremden oder bestimmten Kontakten teilen will, wird das aber nur auf seinem eigenen Profil verbergen können. Auf den zugeordneten Community Pages zu den Interessen, Vorlieben und Orten ist das nicht der Fall. Hier wird jeder öffentlich einsehbar gelistet, zur Freude von Werbetreibenden, Datensammlern und vielleicht auch missliebigen Fremden.

Facebook hat das zwar noch nicht umgesetzt, aber die Ankündigung alleine hat für einen Proteststurm unter der Blogeintrag von Li geführt. Auch die Bürgerrechtler und Datenschützer der Electronic Frontier Foundation (EFF) sehen die Pläne sehr kritisch und warnen vor den möglichen Folgen für unfreiwillig auskunftsfreudige Facebook-Nutzer.

Auswege

Drei mögliche Auswege wurden von den Kritikern bisher ausgemacht, vom einfachen Entfernen persönlicher Angaben, über das Anlegen eines neuen Kontos mit gefälschtem Geburtstag, um als minderjährig zu gelten, bis hin zur Kündigung als drastische Lösung.

Bei Facebook ist die Nachricht offenbar angekommen, eine Reaktion auf die Kritik wurde auf Nachfrage für heute Abend in Aussicht gestellt. Dann startet in den USA Facebooks Entwicklerkonferenz F8 mit einer Rede von Unternehmensgründer Mark Zuckerberg, die auch über Livestream mitverfolgt werden kann.

Fans bereits abgeschafft

Während die Community Pages und die automatische Zuordnung der Nutzer noch nicht aktiv ist, wurde in dieser Woche eine andere Veränderung durchgeführt: Wie geplant hat Facebook die Fanpages umbenannt. Statt Fan zu werden, können Seiten nun mit "Gefällt mir" zum eigenen Profil hinzugefügt werden.

Auch hier gilt: Wer eine Seite als "Gefällt mir" markiert hat, kann sie zwar in den Privatsphäre-Einstellungen auf dem eigenen Profil und gegenüber den eigenen Kontakten verbergen - die Verbindung kann aber von Facebook-Anwendungen und auf den als "Gefällt mir" markierten Seiten zu sehen sein. Darauf hat der Nutzer keinen Einfluss.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook überall - ob der Nutzer will oder nicht?
Beitrag von: SiLæncer am 23 April, 2010, 16:30
Facebook-Nutzer werden über den Open Graph künftig auch auf beliebigen Webseiten und über die unterschiedlichsten Webdienste vernetzt sein. Allerdings ist der Graph gar nicht so offen, wie sein Name suggeriert. Wer ihn und die anderen Vernetzungsmöglichkeiten aus Sorge um die Privatsphäre nicht will, bekommt einige Steine in den Weg gelegt.

In dieser Woche hat Facebook angekündigt, seine Präsenz auch auf andere Webseiten auszudehnen und diese einzubeziehen. So können mittels einzelner Social-Plugins Gefällt-mir-Buttons, Activity-Streams und Empfehlungen eingebunden werden. Die Empfehlungen können etwa auf den Interessen der Freunde basieren. Sind mehr Freunde auf einer an Facebook angebundenen Webseite aktiv, wird das auch angezeigt. Über die Social Bar wird eine Webseite zusätzlich um einen Facebook-Chat und Freundeslisten erweitert. Facebook-Nutzer können sich mit ihrem Login auch bei Partnerseiten anmelden.

Mit dem Open-Graph-Protokoll können Webseiten schließlich mit Metatags versehen werden, um Facebook zu informieren, welche realen Objekte damit repräsentiert werden. Wer etwa auf einer solchen Webseite über den Like-Button angibt, ein Buch, einen Film oder ein Restaurant zu mögen, erweitert damit automatisch sein Facebook-Profil um diese Angabe - was wiederum für Kontakte auf anderen, an Facebook angebundenen Webseiten sichtbar sein kann.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1004/facebook-instant-personalization/thumb480/facebook-privatsphaere-1.jpg)

Offen für Daten

Der Open Graph ist nur vom Namen her offen, Facebook geht es nicht wirklich darum, offen zu sein, sondern vielmehr selbst überall präsent zu sein. Das bringt neue Nutzer und durch die erhobenen Daten ganz neue Möglichkeiten für personalisierte Werbung.

Was den Datenaustausch zwischen Facebook und den Partnerwebseiten angeht, sind die Aussagen von Facebook sehr vage. Es heißt zwar, die Webseiten hätten keinen Zugriff auf persönliche Daten von Facebook-Nutzern und könnten keine Daten sammeln - aber gleichzeitig heißt es auch, dass die Webseiten mit den öffentlich zugänglichen Daten der Facebook-Besucher personalisiert werden. Und dass Facebook-Anwendungen Nutzerdaten nicht mehr nach einem Tag löschen müssen, sondern unbegrenzt aufheben können.

Facebook hatte kürzlich angekündigt, weitere, bisher private Angaben zu öffentlichen Daten deklarieren zu wollen. Dazu zählen etwa auch Interessen, Vorlieben, Ausbildungsort, Arbeitgeber und Wohnort. Wenn Facebook nicht auf die massive Kritik der Nutzer eingeht, dann wird all das für jeden einsehbar - sofern die Angaben nicht vorsorglich vom Nutzer gelöscht wurden. Öffentlich einsehbar auf Facebook hat nun zudem eine neue Bedeutung, da es sich nicht mehr nur auf Facebook.com, sondern auch auf die Partnerwebseiten bezieht - mindestens 30 Onlineangebote haben schon angekündigt, mitmachen zu wollen und es werden wohl deutlich mehr werden.

Immer vernetzt?

Wer als Facebook-Nutzer nicht will, dass andere über womöglich jeden Schritt im Netz informiert werden, wird es künftig schwer haben. Was Facebook auch als "Instant Personalization" oder "Umgehende Personalisierung" bezeichnet, wird nämlich nicht erst auf Wunsch aktiviert, sondern die Nutzer müssen sich in den Privatsphäre-Optionen für Anwendungen und Webseiten daraus austragen, wenn sie es nicht wollen.

Das ist jedoch nicht alles - dieses Opt-Out-Verfahren ist für jede einzelne Facebook-Partnerwebseite mit eigener Anwendung separat nötig. Sie kann sonst über die Kontakte auf Daten anderer zugreifen. Das sorgt bereits für Verunsicherung und Unmut bei einem Teil der Facebook-Nutzer.

Es gibt jedoch auch positive Stimmen, die wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der stärkeren Vernetzung mit einem Social Network weniger eine Gefahr für die Privatsphäre sehen, als vielmehr einen Weg in die Zukunft des immer präsenten sozialen Web. Entwickler könnten so Nutzerdaten und Anwendungen auf ganz neue Weise verknüpfen, für Nutzer könnten Webseiten und Dienste persönlich relevanter werden, sofern sie sich eng an Facebook binden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Transatlantische Verbraucherschutz-Allianz will Facebook & Co. zügeln
Beitrag von: SiLæncer am 10 Mai, 2010, 18:46
Verbraucherschutzgruppen aus der EU und den USA haben eine gemeinsame Resolution verabschiedet, mit der sie auf einen besseren Datenschutz bei sozialen Netzwerken drängen. Millionen Nutzer von Online-Gemeinschaften seien Gefährdungen ihrer Privatsphäre ausgesetzt und könnten ihre personenbezogenen Informationen nicht angemessen kontrollieren, heißt es in der Entschließung der Allianz "Trans Atlantic Consumer Dialogue" (TACD). Die Vereinigung appelliert nicht nur an die Betreiber sozialer Netzwerke, ihre Hausaufgaben im Bereich Datensicherheit zu machen, sondern sie wirft den Regierungen und dem Gesetzgeber in den Vereinigten Staaten und Europa vor, nicht ausreichend für den Schutz der Mitglieder von Online-Communities zu sorgen.

"Social Networks stellen ein virtuelles Zuhause für Millionen von Menschen dar", erklärt Susan Grant von der Consumer Federation of America (CFA). Es gebe jedoch ein Invasion von Vermarktern, die in den persönlichen Nutzerdaten schürfen und Geld mit Informationen machen wollen, die nicht für Fremde gedacht sind. Falk Lüke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), der wie Grant im Leitungsgremium des TACD sitzt, knöpfte sich in seiner Kritik vor allem Facebook vor. Man sei zu der Auffassung gekommen, dass das US-Netzwerk "bewusst Daten- und Verbraucherschutzstandards verletzt". Er kündigte ein weiteres rechtliches Vorgehen gegen das kalifornische Unternehmen an, um die hohen Vorgaben deutscher Verbraucher durchzusetzen.

Dass Facebook sich dem "Safe Harbor"-Abkommen angeschlossen habe, wonach europäische Kunden von US-Firmen grundsätzlich dasselbe Datenschutzniveau genießen sollen wie bei europäischen Unternehmen, reicht dem Verbraucherschützer nicht aus. Derzeit könne von einem "sicheren Hafen", den das soziale Netzwerk garantieren solle, nicht die Rede sein. Lüke fühlt sich angesichts der Facebook-Praktiken eher an die "somalische Küste" erinnert.

Konkret fordern die TACD-Mitglieder unter anderem ein Verbot, die Nutzung von Verbraucherdaten zur Bedingung für den Zutritt zu sozialen Netzwerken zu machen. Den Betreibern soll es untersagt werden, personenbezogene Informationen ohne ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen zu sammeln und für Werbezwecke zu verwenden. Sie sollen dazu angehalten werden, Nutzerdaten vom Zugriff durch Dritte abzuschirmen und User besser über Datenschutzrisiken aufzuklären. Applikationsanbieter dürften nur die personenbezogenen Informationen erhalten, die für ihre Anwendungen unbedingt nötig seien. Gelangten Nutzerdaten in falsche Hände, müssten die Plattforminhaber dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wünschen zum Löschen oder zur Korrektur von Informationen sei Folge zu leisten. Darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass die Verbraucher ihre Bilder und andere Daten frei von einem Netzwerk zum einem anderen umziehen können.

Besonders besorgt zeigen sich die Verbraucherorganisationen beim Jugendschutz. Die Entschließung appelliert an die Regierungen, eine personenbezogene Werbung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren generell zu verbieten. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass diesen keine Produkte angeboten werden, die ihrem Alter nicht entsprechen. Generell soll die Zusammenarbeit transatlantischer Kontrollbehörden stärker aufeinander abgestimmt werden. Die Industrie soll gemäß der Resolution auch ihre Selbstregulierungsbemühungen erhöhen und eigene Verhaltensmaßstäbe aufstellen. Deutsche Datenschützer gehen bereits separat gegen Facebook vor.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Krisentreffen auf dem Todesstern
Beitrag von: SiLæncer am 13 Mai, 2010, 19:31
Den Facebook-Betreibern ist die sinkende Kundenzufriedenheit aufgrund des stetig abnehmenden Schutzes der Privatssphäre aufgefallen. Grund genug für ein großes Krisentreffen - eine Persiflage mit traurig wahrem Kern.

Das Phänomen, dass sich der Kundendatenschutz des Sozialnetzwerks Facebook stetig gegen Null bewegt, ist seit geraumer Zeit in aller Munde. Mittlerweile ist der daraus erwachsende Missmut der Nutzer des Dienstes auch Facebooks Vizepräsidenten für Öffentlichkeitsangelegenheiten, Elliot Schrage, aufgefallen. Für den kommenden Donnerstag, 16:00 Uhr Pazifischer Sommerzeit ruft Darth Schrage deshalb alle seine Handlanger zu einer strategischen Krisensitzung zusammen, um Facebooks Einstellungen zu dem, was man dort 'Privatssphäre' nennt, zu überdenken.

In einer Online-Fragerunde mit Lesern der New York Times hatte Schrage Anfang der Woche noch versucht, die unermüdlichen Anstrengungen zu verteidigen, die Facebook unternimmt, um seine Nutzer zufriedenzustellen und ihre privaten Daten zu schützen. Seine Beteuerungen fand unter den Augen der privatsspähregierigen Kunden und kritischen Medien jedoch keine Gnade.

Das Blog allfacebook.com spekuliert nun, wie das Resultat des Krisentreffens aussehen könnte. Man vermutet dort, der Web 2.0-Dienst könnte sich für einen 'Opt-in Ansatz' entscheiden, der die explizite Zustimmung der Nutzer zur öffentlichen Verbreitung ihrer Daten einholen würde. Dies könnte bedeuten, die kürzlich eingeführte sogenannte 'Instant Personalization', bei der Profildaten von Nutzern an bestimmte andere Webseiten weitergegeben werden, vorübergehend zu suspendieren.

Die mehr als 150 Optionen der Privatssphäre-Einstellungen eines Facebook-Accounts zu kontrollieren, ist in den letzten Wochen zu einer Art Geheimwissenschaft geworden, wie eine schematische Auflistung der New York Times zeigt. Dazu dokumentiert die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), Facebooks Weg auf die dunkle Seite der Macht über eine erodierende Datenschutzpolitik und ein immer komplizierters System zum Schutz persönlicher Daten in einem Artikel.

"Facebook verdiente sich seine Nutzerbasis ursprünglich dadurch, dass es einfache und gleichzeitig mächtige Möglichkeiten zur Kontrolle der persönlichen Informationen bot. Als Facebook größer und wichtiger wurde, hätte man sich dafür entscheiden können, diese Kontrollmechanismen beizubehalten oder zu erweitern. Stattdessen begann man langsam aber sicher, sich selbst sowie seine Werbe- und Geschäftspartner an mehr und mehr Nutzerinformationen zu bedienen, während man gleichzeitig die Kontrollmöglichkeiten der Nutzer über ihre Informationen einschränkte."

Entsetzt über Facebooks unaufhörliche Versuche zunehmend persönliche Daten mit Partnerunternehmen zu teilen löschen immer mehr Kunden ihre Profile. Es ist zu vermuten, dass diese Reaktion zur imperialen Krisensitzung geführt hat. Zum Leidwesen der Facebook-Unternehmensspitze haben die EFF-Rebellen eine Anleitung veröffentlicht, die geknechteten Facebook-Nutzern erklärt, wie man das Einverständnis zur neuen 'Instant Personalisation' umgeht.

Hinweis der Redaktion: Wir entschuldigen uns vorab bei allen Facebook-Mitarbeitern für die Anspielung, dass im Unternehmen weiße Plastik-Uniformen zur Arbeitskleidung gehören.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Diaspora - 150.000 US-Dollar für freien Facebook-Konkurrenten
Beitrag von: SiLæncer am 15 Mai, 2010, 11:11
Während Facebook die Nutzer wegzulaufen drohen und das Unternehmen in dieser Woche eine Krisensitzung abgehalten haben soll, nimmt Diaspora immer mehr an Fahrt auf. Das noch in Entwicklung befindliche freie, dezentrale soziale Netzwerk wird immer bekannter und erhält auch immer mehr finanzielle Unterstützung.

Die vier US-Informatikstudenten Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy wollten eigentlich über die Fundraising-Website Kickstarter 10.000 US-Dollar sammeln, um sich dann in den Semesterferien voll auf die Diaspora-Weiterentwicklung konzentrieren zu können. Innerhalb weniger Tage lagen sie deutlich darüber, die Spendenversprechen sind mittlerweile auf über 150.000 US-Dollar gestiegen. Dahinter stehen über 4.100 Unterstützer.

Das Interesse an Diaspora begründet sich aus Facebooks immer geringeren Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer, den Datenpannen verschiedener sozialer Netzwerke und der Unsicherheit durch etwa aus MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ mittels Crawler ausgelesenen öffentlichen und teils privaten Daten (Die VZ-Netzwerke gehören wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck).

Dazu kommen noch verschiedene kritische Testberichte zur Datensicherheit, etwa von Stiftung Warentest und Öko-Test, die das Vertrauen in Facebook und Co. nicht unbedingt stärken. Vor allem Facebook hat mit einem Vertrauensverlust zu kämpfen und tut sich nicht nur schwer damit, auf die Ängste der Nutzer zu reagieren, sondern auch die Richtung vorzugeben und damit Vertrauen zu schaffen. Immerhin soll es in dieser Woche aber schon eine Krisensitzung bei Facebook gegeben haben.

Da mit den Nutzern noch nicht offen diskutiert wird, gründen die mittlerweile ihre eigenen Facebook-Gruppen zum Thema Datenschutz - jüngst kam auch eine mit dem Titel 'Facebook User emigrieren zu Diaspora' hinzu. Sie hat noch nicht viele Mitglieder, zeigt aber, dass das Interesse für einen Wechsel zu einer neuen Arten von sozialen Netzwerk vorhanden ist - und dass das durchaus eine Bedrohung für die etablierten Social Networks werden kann.

Der Begriff Diaspora stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Verstreuung", "sich zerstreuen" oder "ausstreuen", womit die Entwickler auf die dezentrale Struktur ihres sozialen Netzwerks hinweisen wollen. Zwar muss jeder Nutzer laut www.joindispora.com seinen eigenen Diaspora-Server betreiben, diese "Diaspora-Seeds" sollen sich aber sehr einfach einrichten lassen. Der große Vorteil dabei: Anders als bei zentralen sozialen Netzwerken soll der Nutzer bei Diaspora die volle Kontrolle über seine persönlichen Daten, Fotos und Videos behalten.

Bisher existiert von Diaspora nur ein funktionsfähiger Prototyp, zur geplanten Veröffentlichung Ende Sommer 2010 soll es eine dokumentierte API inklusive Quellcode und Basisfunktionen geben. In späteren Versionen könnten dann etwa auch Instant Messaging und Internet-Telefonie hinzu kommen. Damit Diaspora zur offenen, freien und sicheren Alternative für Facebook und andere soziale Netzwerke werden kann, ist also noch einiges an Arbeit vonnöten.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook verdrängt offenes Web
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2010, 10:57
Während immer mehr Menschen auf Facebook aktiv sind, wird die private Nutzung des offenen Internets weniger, berichtet die New York Times. Obwohl Facebook versprochen hätte, die Welt offener zu machen und zu verbinden, bedeute diese Entwicklung eher das Gegenteil, so die Kritik.

"Die Statistik zeigt einen Anstieg bei Facebook, einen Rückgang bei Blogs und schon davor einen Rückgang bei privaten Websites", so Susan Herring, Professor an der Universität Indiana. Der Trend sei klar: Facebook ersetze diese anderen Formen der Online-Publikation.
Anstatt mehr Inhalte für das jedermann zugängliche offene Web zu liefern, sei immer mehr Content lediglich innerhalb von Facebook zugänglich. Die Größe des frei zugänglichen Internets ist schwer abzuschätzen. Bereits 2008 verkündete Google, dass über die Suchmaschine eine Billion Websites durchsucht werden könnten. "Das Schöne am Internet ist, dass es offen ist und jedermann darin suchen kann", so Matt Cutts, Entwickler bei Google. Große Teile von Facebook sind für Google jedoch ein blinder Fleck und können nicht erfasst werden.

In diesem Punkt würden sich die beiden großen Social Networks Facebook und Twitter fundamental unterscheiden. Während Facebook die Einträge der User von der Öffentlichkeit abschirmt, in diesem Zusammenhang allerdings immer wieder in die Kritik von Datenschützern gerät, richten sich Twitter-User mit ihren Postings zu großen Teilen an die gesamte Öffentlichkeit.

Diese Informationen sind damit auch im offenen Web verfügbar. Durch Social Networks wie Facebook würde sich hingegen das Nutzungsverhalten im Internet deutlich verändern. "Information ist immer weniger das, was wir im Netz suchen", so Anthony J. Rotolo, Assistenzprofessor an der Syracuse Universität. "Stattdessen erwarten wir, dass alles im sozialen Strom zu uns kommt."

Quelle : www.tecchannel.de
Titel: Facebook will Nutzer-Kontrolle über Privatsphäre vereinfachen
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2010, 16:11
Das Online-Netzwerk Facebook will im Dauerstreit über seine Datenschutz-Bestimmungen einlenken und seine Regeln vereinfachen. Das sagte der zuständige Facebook-Manager Elliot Schrage der britischen Financial Times (FT). Das Netzwerk hatte zuletzt mehrfach die Einstellungen modifiziert, mit denen Nutzer die Privatsphäre kontrollieren können. Daraufhin kehrten viele Mitglieder Facebook den Rücken. "Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen", sagte Schrage der Zeitung am Wochenende.

Nachdem lange Zeit vor allem europäische Daten- und Verbraucherschützer Facebook kritisiert hatten, waren zuletzt auch in den USA Bedenken gegen das Vorgehen des Netzwerks gewachsen. Unter anderem forderten vier US-Senatoren Facebook in einem offenen Brief auf, die Datenschutz-Bestimmungen zu ändern. Auch viele prominente Blogger und Online-Experten hatten die Datenschutz-Richtlinien bemängelt und das mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern größte soziale Netzwerk im Internet verlassen.

Schrage sagte der FT, Facebook müsse eine "schwierigen Balance" halten: Zum einen sollten die Datenschutzregeln präzise sein, zum anderen aber auch verständlich. "Vielleicht haben wir uns zu sehr entfernt von Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit." Unklar bleibt, wie die angekündigten Änderungen aussehen sollen. Eine Sprecherin nannte am Montag auf Nachfrage auch keinen Termin für die Umsetzung.

Kritiker werfen Facebook in erster Linie vor, seine Nutzer durch ein kompliziertes Prozedere zu schicken, wenn diese ihre eigenen Einstellungen zur Privatsphäre verschärfen wollen. Als Standardoption schlägt Facebook bei der erstmaligen Anmeldung einen relativ offenen Umgang mit persönlichen Daten wie Kontaktdetails oder Fotos vor.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook löscht Fanpages von deutschen Warezseiten
Beitrag von: SiLæncer am 20 Mai, 2010, 19:59
Kürzlich wurde die Fanpage der Warezseite Moviez.to nach über 10 Monaten und knapp 1500 Fans bei Facebook gelöscht. Als Begründung wurde angegeben, man hätte damit gegen die Nutzungsbedingungen des Sozialen Netzwerks verstoßen.

Manche Anbieter von Webwarez im Internet versuchen, mit Hilfe von Sozialen Netzwerken im großen Stil auf sich aufmerksam zu machen. Scheinbar möchten die Betreiber von Facebook ihre weiße Weste behalten.

Vor zwei Tagen wurde den Machern der Fanpage der Warezseite Moviez.to in Form einer kurzen E-Mail mitgeteilt, dass diese entfernt wurde. Als Grund gibt man an, sie hätte gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen. Wenige Tage zuvor hatte die Fanpage der Torrent-Suchmaschine Kick Ass Torrents das gleiche Schicksal ereignet.

Die Moviez.to Fanpage war vermutlich die größte der deutschen Webwarezszene, weitere Löschungen von Pages mit einem gewissen Untergrundtouch dürften bald folgen. Bis jetzt hat Facebook auf die Anfrage der Admins nicht reagiert. Diese bezeichnen die gegenwärtige Entwicklung als absehbar. Möglicherweise ist die Seite einer standardmäßigen Überprüfung zum Opfer gefallen oder aber ein User hat sich mit einer Beschwerde an Facebook direkt gewendet, um die Löschung zu erreichen.

Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) dahinter stecken könnte, wie dies auf dem Blog  von Moviez.to vermutet wird.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Social Networks schickten Nutzerdaten an Werbevermarkter
Beitrag von: SiLæncer am 21 Mai, 2010, 11:52
Facebook, MySpace und andere Social Networks haben nach Angaben des Wall Street Journal Daten an Werbevermarkter wie Googles DoubleClick und Yahoos Right Media geschickt, die Rückschlüsse auf einzelne Nutzer und persönliche Details zuließen. Dabei hatten sie zuvor immer beteuert, dass solche Daten nicht weitergereicht würden. Nachdem sich die Zeitung an Facebook und MySpace gewandt hatte, haben diese laut dem Bericht Besserung versprochen. Facebook habe die betreffende Software bereits geändert.

Facebook beispielsweise hat in seinen Datenschutzrichtlinien festgelegt, dass Daten von Nutzern ohne ihre Zustimmung nicht an Marketing-Anbieter weitergegeben werden. In dem Zeitungsbericht heißt es aber, wenn Nutzer auf Anzeigen geklickt haben, seien den Werbevermarktern Daten übermittelt worden, durch die diese Zugang zu weiteren Daten wie Echtnamen, Adresse und Alter bekommen konnten. DoubleClick und Right Media hätten die Möglichkeit aber nicht genutzt, berichtete das Wall Street Journal.

Das Problem wurde zuerst in einem vom Informatiker Craig Willis verfassten und im August 2009 veröffentlichten Forschungsbericht (PDF-Datei) der AT&T Labs und des Worcester Polytechnic Institute thematisiert. Der Bericht habe aber kaum Aufmerksamkeit erhalten, berichtete das Wall Street Journal. Die Forscher hätten die Social Networks kontaktiert, aber in den neun Monaten, die seitdem vergangen sind, sei nichts passiert.

Im Web ist es normal, dass Werbevermarkter Daten zugeschickt bekommen, wenn ein Nutzer auf eine ihrer Anzeigen klickt. Allerdings lassen diese für gewöhnlich keine Rückschlüsse darauf zu, welche Person sich konkret hinter der übermittelten Kombination aus Buchstaben und Zahlen verbirgt. Anders sei es bei den Social Networks, hieß es in dem Bericht. Von ihnen würden Nutzernamen oder ID-Nummern nicht verschleiert. Betroffen seien auch LiveJournal, Twitter, Hi5, Xanga und Digg.

Ben Edelman, Professor an der Harvard Business Scool, hatte sich im Auftrag des Wall Street Journal mit den Social Networks befasst. Er erläuterte, dass beispielsweise Nutzer betroffen sind, die auf ihrer Profilseite auf Werbung geklickt hatten. Er habe der Kontrollbehörde Federal Trade Commission eine Aufforderung zugeschickt, sich um das Problem zu kümmern.

Während Facebook sofort auf die Anfrage der Zeitung reagiert habe, sagte MySpace laut dem Bericht, es übermittle lediglich die Identifikationsdaten, die der Nutzer selbst für die Site verwende. Dadurch bekämen die Werbevermarkter lediglich Zugang zu Informationen, die der Nutzer selbst öffentlich gemacht habe. Dennoch wolle MySpace eine Technik einführen, durch die die "FriendID" verfremdet werde. Von Twitter sei mitgeteilt worden, Web-Adressen weiterzureichen, sei normal, wenn ein Nutzer auf einen Link klicke. So funktionierten das Internet und Web-Browser nun einmal.

Quelle : www.heise.de
Titel: Sicherheitsbewusste Facebook-User erwägen Absprung
Beitrag von: SiLæncer am 22 Mai, 2010, 18:22
Das Sicherheitsunternehmen Sophos ist der Ansicht, dass sich Facebook-Mitglieder in wachsender Zahl Sorgen um ihre Privatsphäre bei dem sozialen Netzwerk machen. In einer Online-Umfrage wollte das Unternehmen von Facebook-Mitgliedern wissen: "Glauben Sie, dass Sie Facebook aus Sorge um Ihre Privatsphäre verlassen werden?" ("Do you think you will quit Facebook over privacy concerns?")

Selbst in Anbetracht der provokanten Fragestellung fielen die Antworten überraschend negativ aus: 60 Prozent der 1588 Befragten gaben an, es sei möglich oder sehr wahrscheinlich, dass sie Facebook aus Sicherheitsgründen den Rücken kehren wollten. 16 Prozent gaben sogar an, sie hätten den Dienst aufgrund der Mängel im Schutz der Privatsphäre bereitsverlassen. Nur 24 Prozent schlossen eine Abkehr von Facebook kategorisch aus oder hielten einen Ausstieg für unwahrscheinlich.

Seit Wochen wird der Umgang der Social-Networking-Site mit den Daten seiner Mitglieder kontrovers diskutiert. In einem Interview im Januar hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eine Änderung der Profilanzeige mit der Behauptung gerechtfertigt, die herkömmliche Vorstellung von Privatsphäre sei eh überholt. Anfang des Monats kündigte die US-Wettbewerbskommission FTC an, die Datenschutzregeln von Facebook unter die Lupe nehmen zu wollen. Das Unternehmen reagierte darauf, indem es seine Lobbyisten-Mannschaft verstärkte. Facebook zählt derzeit über 400 Millionen aktive Teilnehmer.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Chef verspricht mehr Datenschutz
Beitrag von: SiLæncer am 24 Mai, 2010, 12:33
In einem Artikel  in der Washington Post verspricht Mark Zuckerberg den Facebook-Usern eine einfachere Konrolle ihrer Privatsphäre. Der Facebook-Gründer und -Chef antwortet damit auf die zunehmende Kritik wegen mangelndem Datenschutz an seinem Unternehmen, die offenbar zu einem ernsthaften Problem wird. So hatte das Sicherheitsunternehmen Sophos in einer Umfrage gefunden, dass Facebook-Mitglieder sich zunehmend um ihre Privatsphäre sorgen und daher einen Absprung erwägen.

Inhaltlich geht Zuckerberg allerdings nicht über die Ankündigungen hinaus, die Elliot Schrage, Vice President of Global Communications, Marketing and Public Policy, vor einer Woche in der britischen Financial Times gemacht hatte. Wie die einfacheren Einstellmöglichkeiten konkret aussehen sollen, ließ er ebenso offen wie eine Antwort auf die Frage, wie er sich zukünftig die Balance zwischen Offenheit und Privatheit vorstellt. Anfang des Jahres hatte Zuckerberg noch mit der These provoziert, dass das Konzept Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß sei.

Auch hinsichtlich der Weitergabe von Benutzerdaten an Werbenetzwerke ging Zuckerberg nicht über Allgemeinplätze hinaus ("Wir geben Ihre persönlichen Informationen an keine Personen und Dienste weiter, bei denen Sie das nicht wollen"). Vor wenigen Tagen hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Facebook und einige andere soziale Netzwerke Daten an Werbevermarkter weitergegeben hatten, die Rückschlüsse auf einzelne Nutzer und persönliche Details zuließen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook - Fortschritt oder Farce?
Beitrag von: SiLæncer am 27 Mai, 2010, 11:49
Das soziale Netzwerk Facebook reagiert auf die Forderungen seiner Nutzer und wird die Privatsphäre-Einstellungen vereinfachen. Damit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Daten aber nicht überflüssig.

Der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Wort und Tat, ist eine offene Wunde für viele engagierte Menschen. Denn sie haben erkannt, dass man die Welt nur verändern kann, wenn viele Menschen bewußt und verantwortungsvoll Entscheidungen treffen und umsetzen - und nicht nur darüber reden, wie gut und schön es doch wäre, wenn ... Ob nachhaltiger Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten oder Datenschutz im Internet: wir Konsumenten sind nicht hilflos Großkonzernen oder dem omninösen Gebilde „Staat“ ausgeliefert, welche nach Belieben schalten und walten können. Dass viele faktisch nach Belieben schalten und walten können, liegt vornehmlich daran, daß wir aus schierer Bequemlichkeit unser eigenes Konsumverhalten nicht ändern, sondern erwarten, daß die anderen sich ändern.

Ob Jugendschutz oder Datenschutz im Internet – vor allem wir selbst sind aufgefordert, Maßnahmen zu unserem Schutz zu ergreifen. Auch wenn es angenehmer ist, im Kaffeehaus zu sitzen und über die Gefahren im Netz zu raunen und zu raunzen. Beliebte Objekte der Kaffeehaus-Intelligenz der Rauner und Raunzer Habermasschen Zuschnitts sind Google und Facebook. Die beiden jungen und erfolgreichen Unternehmen sind immer wieder Ziel scheinbar öffentlichkeitswirksamer Appelle von Politik und Feuilleton. Und alle nicken beifällig und schütteln dann besorgt über die Datenkraken ihr Haupt. Keine Frage: Datenschutz ist wichtig und wird, glaubt man Umfragen, immer wichtiger. Auch in Österreich ist man selbstverständlich für strengere Datenschtzverordnungen - aber die Internetnutzer selbst gehen derweil ziemlich lax und offenherzig mit ihren Daten um. Zwar sind rund 74% aller Österreicher gegen den Einsatz von „Nacktscannern“, doch allen Appellen und Warnungen der Datenschützer zum Trotz frönen sie einem herzlichen und unbedarften Exhibitionismus. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird bei Facebook besonders deutlich: zwar bilden viele Nutzer fast im Minuten-Takt ihr Leben in ihren Profilen ab, dokumentieren es per Video, Bild und Text für alle Welt sichtbar, andererseits aber widersprechen sie der Meinung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, Privtatsphäre sei heute nicht mehr wirklich wichtig.

Bei aller Selbstverantwortung ist die Kritik an Facebook nicht unberechtigt: es ist – gelinde gesagt – nicht einfach, Herr über die Informationen im eigenen Profil zu sein, die Einstellungen zum Datenschutz sind eine Wissenschaft für sich und der Text der Facebook-Richtlinien folglich länger als die Verfassung der U.S.A. Hony soit qui mal y pense - ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wenn Facebook also seinen Nutzern mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre zugesteht, kann man sich zu Recht fragen, ob die Proteste der Nutzer nachhaltlig genug waren, sodaß im Zentrum des Sozialen Netzwerks ein Umdenken stattgefunden hat. Es soll in ein paar Tagen leichter werden, die Einstellungen zu verändern und seine Privatsphäre zu schützen. Wie es gehen soll, darüber berichten seit gestern die Medien.

Aber so ganz trauen manche dem Frieden nicht, „Facebook hat uns lange genug betrogen“ titelt beispielsweise TechNewsWorld - und bei „All Things Digital“ macht man sich so seine Gedanken, wie die vereinfachten Einstellungen aller Erfahrung nach aussehen werden (siehe auch die Abbildung). Zudem bleiben die Verbesserungen, die Facebook vornimmt, noch hinter den EU-Richtlinen zurück - und mögliche Auswirkungen des „Like-Buttons“ sind noch nicht abschließend diskutiert.

Alles also nur Show mit öffentlichkeitswirksamem Placebo-Effekt? Wer Facebook nicht mehr traut, kann da einem neuen "Trend" folgen.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Datenschützer kritisieren neue Facebook-Richtlinien
Beitrag von: SiLæncer am 29 Mai, 2010, 16:48
Verschiedene Datenschutzorganisationen haben die jüngst erfolgte Änderung der Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook kritisiert. In bestimmten Bereichen handle es sich nach wie vor um ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis, heißt es.

Jeff Chester vom Center for Digital Democracy spricht sich beispielsweise für ein Einschreiten der Behörden aus. Seiner Meinung nach ist es erforderlich, dass sich auch der Gesetzgeber mit dieser heimlichen und beträchtlichen Datensammlung beschäftigt. Wünschenswert wäre es, wenn die Nutzer aktiv ihre Daten freigeben müssten.

In gewisser Weise beschäftigen sich US-amerikanische Behörden bereits mit dieser Thematik. Unter anderem führt die Handelskommission bereits erste Untersuchungen durch. Überdies wird an einem Gesetzesentwurf in den Vereinigten Staaten gearbeitet.

Barry Schnitt von Facebook vertritt eine ganz andere Haltung im Hinblick auf dieses Thema. Vergleichbare Aufklärungsbemühungen, wie sie gegenwärtig bei Facebook stattfinden, habe es in der Vergangenheit noch bei keiner anderen Plattform gegeben, sagte Schnitt.

Auch die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat zu dieser Änderung der Privatsphäre-Einstellungen einen Kommentar abgegeben. Zwar würden dadurch nicht alle Bedenken aus der Welt geschafft, insgesamt sei diese Änderung jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, heißt es von der EFF.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook in Bangladesh wegen Satire gesperrt
Beitrag von: SiLæncer am 30 Mai, 2010, 19:47
Nachdem der Zugang zu Facebook sowie Youtube, Wikipedia und Flickr in Pakistan wegen eines Karikaturenwettbewerbs zum Thema Mohammed und Islam in der vergangenen Woche gesperrt worden war, hat jetzt auch die Regulierungsbehörde Bangladeshs (BTRC) eine Internetsperre über das soziale Netzwerk verhängt. Als Grund wurde laut BBC die Verletzung der religiösen Gefühle der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung durch die Verbreitung "offensiver" Mohammed-Karikaturen genannt.

Zudem störte sich die Regulierungsbehörde an anstößigen Darstellungen des Staatsgründers, des Premierministers und des Oppositionsführers. Sobald die entsprechenden Seiten gelöscht sind, soll die Sperre wieder aufgehoben werden.

Am Samstag wurde der vermutete Verantwortliche für das Einstellen der inkriminierten Bilder von einer Eliteeinheit der Polizei zur Antiterrorbekämpfung festgenommen. Zuvor hatten religiöse Gruppen gegen die Facebook-Veröffentlichungen protestiert, gegen die Blockade von Facebook ist wiederum in universitären Kreisen Protest laut geworden.

Quelle : www.heise.de
Titel: QuitFacebookDay.com - Das Ausstiegskollektiv
Beitrag von: SiLæncer am 31 Mai, 2010, 19:32
Über QuitFacebookDay.com wurde viel berichtet, heute wollen die dort angemeldeten Menschen sich bei Facebook abmelden. Die Zahl der Ausstiegswilligen bleibt überschaubar - wächst aber weiterhin stetig an.

Wegen der verschiedenen Datenpannen und generellen Datenschutzproblemen bei Facebook gab es viel Kritik, viele Austrittsdrohungen und ein großes öffentliches Interesse an sicheren, freien sozialen Netzwerken, wie es etwa Diaspora einmal werden will. Facebook hat mittlerweile zwar seine Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre verbessert und vereinfacht, doch die auf QuitFacebookDay.com gemeldeten Personen werden vermutlich trotzdem austreten.

Das Facebook-Ausstiegs-Kollektiv hat in den letzten Tagen nur wenig Zulauf erhalten. Doch am letzten Tag vor dem gemeinsamen Facebook-Ausstieg steigen die Zahlen langsam, aber stetig. Und so werden es wohl bald deutlich über 30.000 Nutzer sein, die Facebook am 31. Mai 2010 verlassen und ihre Accounts kündigen wollen. Für viele soziale Netzwerke wäre das eine Katastrophe, bei den 400 Millionen Nutzern von Facebook ist das jedoch - noch - eine verschwindend geringe Zahl.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1005/quitfacebookdotcom/thumb480/quitfacebookdotcom.jpg)

Im Kommentarbereich von QuitFacebookDay.com wird derweil darüber gestritten, ob der Ausstieg albern ist, ob Facebook mehr für Sicherheit tun muss und ob nicht soziale Netzwerke generell zutiefst unsozial sind. In einem Teil der Kommentare ist zudem zu lesen, dass Nutzer längst gekündigt haben. Dabei ist es keine ganz triviale Aufgabe, den eigenen Facebook-Account zu löschen. Sofern das die verbesserten Facebook-Privatsphäreeinstellungen noch erstrebenswert erscheinen lassen.

Quelle : www.golem.de
Titel: US-Politiker wollen Facebook zur Rede stellen
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2010, 13:34
Der demokratische US-Abgeordnete John Conyers hat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Justizausschusses des US-Repräsentantenhauses Facebook zu einer Stellungnahme dazu aufgefordert, welche Daten das Unternehmen an Dritte weitergeleitet hat. In einem Brief (PDF-Datei) an Facebook-CEO Mark Zuckerberg schrieb Conyers, dabei gehe es insbesondere darum, dass Daten ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer weitergegeben worden seien. Außerdem soll Zuckerberg erläutern, ob die bei Facebook eingeführten neuen Privatsphäre-Richtlinien die Möglichkeiten der Nutzer verbesserten, sich der Datenweitergabe zu entziehen.

In einem weiteren Brief an Google-CEO Eric Schmidt fordert Conyers das Unternehmen auf, die von Street-View-Autos eingesammelten privaten Daten aus offenen Funknetzwerken einzubehalten, da diese Gegenstand von Ermittlungen der US-Bundesstaaten seien. Google solle außerdem dafür sorgen, dass künftig solche Datenpannen nicht passieren können.

Die Dienste von Unternehmen wie Facebook und Google bereicherten das Internet und sorgten für seine Weiterentwicklung, schrieb Conyers. Er wolle sicherstellen, dass für die Internet-Unternehmen die Privatsphäre der Nutzer den gleichen Stellenwert genieße wie die Kreativität. Es würden im US-Parlament Anhörungen erwogen, in denen dies zur Sprache kommen soll. Vor einem Monat hatten bereits vier US-Senatoren gegenüber Facebook ihre Datenschutzbedenken geäußert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Appleseed: Freies und dezentrales soziales Netz wiederbelebt
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2010, 17:41
Michael Chisari hat sein Open-Source-Projekt Appleseed wiederbelebt, nachdem der Neuling Diaspora solche Aufmerksamkeit erfuhr. Ausgelöst durch die Probleme und Dominanz von Facebook wächst das Interesse an sicheren und dezentralen sozialen Netzwerken.

Wie Diaspora soll auch Chisaris seit 2004 in Entwicklung befindliches Appleseed-Projekt den Aufbau eines dezentralen sozialen Netzwerks ermöglichen, bei denen die Teilnehmer die Knoten selbst betreiben. Chisari hatte jedoch für seine Idee keine Mitstreiter finden können, arbeitete alleine an der Software und gab dann auf.

Nachdem Facebook wegen Datenschutzmängeln in die Kritik geraten war, stieg aber das Interesse an Alternativen - das Diaspora-Team rückte dadurch ins Rampenlicht und konnte über die Finanzierungsplattform Kickstarter.com mittlerweile über 200.000 US-Dollar sammeln. Das bekam auch Chisari mit und er nahm die Arbeit an Appleseed und die Suche nach Mitstreitern wieder auf.

Video: Appleseed - Open-Source-Alternative zu Facebook (7:39)

"Noch vor einem Jahr war niemand an meinem Projekt interessiert - und nun habe ich etwa 80 angemeldete Unterstützer", so Chisari gegenüber der New York Times. Unterstützer sucht er auf Mozilla Drumbeat und für die Finanzierung hat er Appleseed auf der Spendenplattform IndieGoGo.comeingetragen.

Der in Chicago lebende Entwickler erwartet, dass Appleseed zum Jahresende starten und Nutzern die nötige Software zur Teilnahme zur Verfügung stellen könnte. Es gibt bereits einen funktionierenden Prototypen und einige Webseiten, mit denen er sich verbinden kann - nun würden vor allem der letzte Schliff und viele Tests fehlen.

Chisari ist es laut Networld.com egal, ob eine Person Appleseed oder eine andere Open-Source-Alternative zu Facebook nutzt. Deswegen hat er bereits andere Projekte wie Diaspora und OneSocialWeb kontaktiert. Er würde mit ihnen gerne ein gemeinsames Protokoll zur gegenseitigen Vernetzung der jeweiligen Knoten entwickeln.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook-Chef verteidigt Umgang mit Nutzerdaten
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juni, 2010, 13:40
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat auf dem Podium der "D8 Conference" des US-Wirtschaftsblatts Wall Street Journal (WSJ) beteuert, dass Datenschutz in dem Social Network einen hohen Stellenwert einnimmt. Im Gespräch mit den WSJ-Kolumnisten Kara Swisher und Walt Mossberg wies Zuckerberg auf die Notwendigkeit hin, Personen bei Facebook finden zu können, daher müssten einige Informationen über die Mitglieder des Netzwerks erhältlich sein. Der Eindruck, Facebook wolle möglichst viele Informationen über die Nutzer öffentlich machen, sei aber falsch.

Faceook halte im Gegenteil die Nutzer dazu an, die sensibelsten Informationen für sich zu behalten, fuht Zuckerberg fort. Das Online-Netzwerk schlage seinen Mitgliedern lediglich Einstellungen vor, jeder könne aber selbst entscheiden. Mossberg gab sich mit der Erklärung nicht zufrieden und hakte nach: Facebook habe einige abrupte Änderungen vorgenommen, durch die Nutzer veranlasst worden seien, ihre Privatsphäre-Einstellungen erneut durchzugehen. Zuckerberg betonte, dass bislang mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer mindestens einmal ihre Privatsphäre-Einstellungen geändert hätten. Das zeige, dass die Nutzer die dafür vorgesehenen Menüs verstünden.

Swisher wollte von Zuckerberg wissen, ob er sich unfair behandelt fühle. Dabei verwies sie auf im Internet kursierende alte Instant Messages, in denen sich der mittlerweile 26-jährige Zuckerberg als 19-Jähriger freimütig über Informationen von Mitgliedern seines damals noch jungen Netzwerks geäußert haben soll. Der Facebook-Chef meinte, er habe am College eine Menge Dummheiten gemacht, einige Vorwürfe seien wahr, andere nicht. Es handele sich um Jungenstreiche. Seit der Zeit habe sich einiges geändert.

Nach weiteren Nachfragen zum Thema wurde dem Facebook-Chef offenbar sehr warm. US-Beobachter sahen sich an den Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 1960 erinnert, als dem damaligen Kandidaten Richard Nixon im TV-Duell mit John F. Kennedy angeblich wahlkampfentscheidend der Schweiß im Gesicht stand. Zunächst ging Zuckerberg nicht auf das Angebot ein, seinen Kapuzenpulli auszuziehen. Das tue er nie. Einige Minuten später, nachdem er sich mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn gewischt hatte, tat er es dennoch. Swisher bezeichnete die Situation ironisch als "großen Moment in der Geschichte des Internets".

Angesichts der Facebook-Pläne, jedem Site-Betreiber die automatische Einbindung personalisierter Facebook-Inhalte zu ermöglichen, fragte Mossberg, ob hier die Nutzer per Opt-in nicht selbst entscheiden sollten, ob sie daran teilnehmen. Darauf erwiderte Zuckerberg, es habe früher bereits neue Angebote bei Facebook gegeben, gegen die Nutzer zunächst protestiert hätten, zum Beispiel der Newsfeed; dieser sei nun ein wichtiger Bestandteil des Social Networks. Zuckerberg glaubt, die Entwicklung werde allgemein in Richtung Personalisierung gehen.

Auch nach einem Börsengang des 2004 gegründeten Unternehmens will Zuckerberg Chef bleiben. Wann der Gang an die Börse geplant ist, wollte er aber nicht sagen. Investoren hatten einen solchen Schritt für 2010 ausgeschlossen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will unterdessen heute im Gespräch mit Vertretern des Online-Netzwerks Facebook mehr Datenschutz einfordern. Aigner hatte mit dem Ende ihrer persönlichen Mitgliedschaft bei dem Freunde-Netzwerk des US-Unternehmens gedroht. Sie verlangt, dass Daten der Facebook-Mitglieder nur nach Einwilligung weitergegeben werden. Die Ankündigung von Facebook zu mehr Kontrolle der Nutzer über ihre persönlichen Informationen gehen Aigner nicht weit genug, obwohl auch Programme von Drittanbietern einbezogen werden sollen. Deshalb will sie die Manager an diesem Donnerstag bei einem Gespräch von mehr Datenschutz überzeugen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch?
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2010, 12:23
Facebook will wachsen und im Netz eine zentrale Stellung einnehmen - neue Funktionen sollen dafür den Weg bereiten.

Facebook ist mit bald 500 Millionen aktiven Nutzern das soziale Netzwerk im Web und seit dem März 2010 auch die meist aufgerufene Website in den USA. In den vergangenen Wochen hat Facebook mehrere größere Änderungen vollzogen, die viele kritische Berichte und Proteste in Blogs und Medien zur Folge hatten. Die neuen Funktionen und Einstellungen gaben persönliche Daten von Nutzern dem Netz preis, von denen diese bisher ausgehen konnten, dass sie privat sein und bleiben würden. Was will Facebook?

Zitat
There is an old saying that when you go to heaven, all of your friends are there and everything is just the way you want it to be. So, together, let's make a world that's that good.
Mark Zuckerberg, CEO Facebook, 2010

Klar ist, dass erst eine gewisse selbstverständliche Offenheit der Informationen die Kommunikation in einem sozialen Netzwerk flüssig und die vielen kleinen gegenseitigen Status-Updates zwanglos und einfach macht. Freunde wollen sehen, was Freunde machen. Entscheidend ist dabei aber, dass genau definiert und nachvollziehbar ist, wer zu welchen Informationen Zugang hat. Facebook selbst hat als elitäres Netzwerk für Studenten der Eliteuniversität Harvard angefangen und die Mitgliedschaft zunächst streng auf diesen Personenkreis begrenzt, es war ein "walled garden".

Doch im Laufe des Wachstums hat Facebook die beunruhigende Tendenz gezeigt, die Privatsphären-Einstellungen der User zunehmend zu lockern, um durch dieses Mehr an öffentlich verfügbaren Daten Nutzen zu ziehen. Mit den neuesten Schritten in den letzten Monaten hat Facebook diese Tendenz bestätigt und ebenso nützliche wie beunruhigende neue Funktionen und Änderungen (von denen manche nach einer jüngsten Ankündigung allerdings zurückgenommen oder modifiziert werden sollen) vorgestellt, die Facebook eine zentrale Bedeutung im Netz geben sollen.

Facebook nutzen

Wer selbst einen Account auf Facebook nutzt, weiß, wie erstaunlich große Teile seiner Freunde und Bekannten unter den rund 10 Millionen Facebook Usern in Deutschland dort schon vertreten sind. Zunehmend kann man sein soziales Netz auf Facebook immer besser online widerspiegeln und viele User machen die Erfahrung, dass Facebook eine Bereicherung des eigenen sozialen Lebens sein kann: sei es, um verloren geglaubte alte Klassenkameraden wiederzufinden oder um die Kontakte mit weit entfernten Freunden und Bekannten aufrecht zu halten - Facebooks Reichweite als größtes Netzwerk ist international sehr groß.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation via Facebook reichen von "Mögen" oder bloßem Kommentieren der Aktivitäten von Freunden über persönliche Nachrichten, das Teilen von Vorlieben bis hin zu privaten Chats, Meldungen (Status-Updates) auf der eigenen Seite, Kommentieren von Neuigkeiten von Freunden oder Einstellen von Fotos und Videos. Weitere Vorteile: man wird automatisch an den Geburtstag von Freunden erinnert und kann sich mit dem Facebook Login bei vielen Seiten ganz einfach anmelden ohne sich erst registrieren zu müssen. Auch haben immer mehr Clubs, Museen, Galerien oder Unternehmen offizielle Seiten auf Facebook, über welche sie Meldungen zu ihren Veranstaltungen oder andere Infos anbieten - für den User praktisch ist das einheitliche Interface und die Infrastruktur, innerhalb der diese Informationen angeboten werden.

Ist der eigene Freundeskreis auf Facebook aktiv, kann ganz einfach gemeinsam der Abend geplant und dessen Verlauf mitgeteilt werden. Oder man kann auch (zusammen) spielen: das beliebteste Spiel auf Facebook mit 80 Millionen Teilnehmern ist FarmVille, und viele weitere locken - alle unter einem Dach, mit allen Freunden als potentiellen Mitspielern.

Facebook ist als das größte soziale Netzwerk auch ein Ort, um ohne Aufwand eine kleine Bewegung zu starten - mit welchem Ziel auch immer: eine neugegründete Seite, die innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Nutzer unter einer Flagge vereinen kann, bekommt schon alleine deswegen Aufmerksamkeit - auch die der traditionellen Presse, wenn es sich um ein öffentlichkeitswirksames Thema handelt.

Das Wachstum Facebooks als größtem sozialen Netzwerk wird von einer positiven Rückkoppelung genährt: je mehr Menschen Facebook benutzen, desto eher werden neue User sich ebenfalls dort anmelden anstatt bei einem konkurrierendem Netzwerk: jeder User, der schon dabei und aktiv ist, wirbt automatisch in seinem Freundeskreis für weitere Neuzugänge. Zudem weist diese Umfrage darauf hin, dass die Bedeutung Facebooks in Zukunft weiter zunehmen wird: unter minderjährigen Facebook-Usern in den USA gaben 28 % von 10-12jährigen (interessant dabei: 40% der Mädchen, aber nur 6% der Jungen) an, dass Facebook das wichtigste in ihrem Leben sei.

Immer öffentlicher?

Im Rahmen der jüngsten Neuerungen im April 2010 und auch schon im Dezember 2009 hat Facebook einige gravierende Änderungen an den Standardeinstellungen der Privatsphäre vorgenommen und neu entschieden, welche Daten von Usern privat und welche öffentlich einsehbar sind. Im Dezember hatte Facebook die Freundeslisten seiner User publik gemacht - ein gewaltiger Bruch der Privatsphäre, denn bis dahin konnte jeder User davon ausgehen, dass nicht im ganzen Netz einsehbar ist, mit wem er befreundet ist. Nach Protesten jedoch hat am 26. Mai Facebook-CEO Zuckerberg Änderungen angekündigt, die in den nächsten Wochen schrittweise vollzogen werden sollen. Folgende Daten sind bis zum Vollzug der Änderungen jedoch noch immer öffentlich einsehbar (sofern vom User überhaupt eingegeben): Name, Profilphoto, Angaben über Geschlecht, Wohnort, Netzwerke, Fanseiten, sowie Interessen wie Musik, Bücher oder Filme - diese Informationen können von Suchmaschinen gefunden werden und tauchen auf den Profilseiten auf, wenn Fremde sie anschauen. Und auf Seiten im Netz, die Facebooks Social Plugins benutzen, ist einsichtig, ob man diese Seite "gemocht" hat.

Verwirrend: Man kann zwar beschränken, wer die Freundesliste auf dem Profil sehen darf, aber diese kann trotzdem von Apps oder Webseiten via API abgerufen werden. Nach den angekündigten Änderungen soll es möglich sein, Freundeslisten auch vor Apps zu verbergen und wieder die Sichtbarkeit seiner Interessen (wie vor den letzten Neuerungen) zu kontrollieren - es ist allerdings nicht klar ob und in welchem Umfang das auch für die eigenen "Likes" ("Gefällt mir") zutrifft.

Doch nicht nur im Sachen Privacy-Einstellungen gab es Veränderungen. Mehrere Tools für Entwickler wurden gestartet, um Facebookfunktionen leichter auf Webseiten einzubetten. Hier die auf der Facebook Entwicklerkonferenz f8 im April vorgestellten Änderungen im einzelnen - durch Facebooks vorherrschende Stellung als das größte soziale Netzwerk haben alle Neuerungen potentiell große Implikationen für die nächste Zukunft des Netzes.

mehr ... (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32735/2.html)

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Facebook Web 2.0
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2010, 17:29
Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch? - Teil 2

Wie wird die Zukunft im Netz mit den im ersten Teil vorgestellten neuen Facebook Funktionen aussehen? Wer Facebook einfach nur nutzen will, um Kontakt mit seinen Freunden zu halten und keine Angst hat, die Kontrolle über seine privaten Daten weiter zu verlieren (oder vielleicht immer schon auf Facebook vollkommen öffentlich unterwegs war), wird einige Vorteile in den Funktionen sehen. Auf allen Websites, die Facebook integriert haben, sind jetzt personalisierte Funktionen einfacher als zuvor nutzbar - es reicht, mit in Facebook nicht ausgeloggtem Browser unterwegs zu sein, um überall als Facebook User erkannt zu werden, um auf Webseiten persönliche Empfehlungen von Freunden zu bekommen oder zu sehen was diese gerade dort kommentieren (per "Activity Feed").

Sind auf einer Website mehrere befreundete User unterwegs, ist man nicht mehr "allein": über ein vertrautes Interface kann man Kommentare und Bewertungen abgeben, die dann auch gleich in den News Feeds/Neuigkeiten aller Freunde auf Facebook auftauchen - wunderbar, wenn jeder wissen will, was die anderen Freunde gerade so machen, und man sich gegenseitig auf neue interessante Sites oder Artikel aufmerksam machen will. Durch die sich ansammelnden Empfehlungen von Webseiten, Filmen, Bands, Hobbys füllt sich das eigene Interessen-Profil zusehends ganz nebenbei. Und anhand der Connections können User, die ähnliche Interessen haben, aber nicht befreundet sind, sich gegenseitig finden: es werden automatische Interessenkreise über Websites hinweg gebildet.

Aber so sehr auch das eigene soziale Leben befeuert werden mag vom Veröffentlichen von immer mehr Informationen über sich, immer mehr Befindlichkeitsmeldungen und Kommentaren, desto größer wird auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Veröffentlichungen nicht nur positive Folgen haben. Viele User teilen Informationen öffentlich, ohne sich darüber bewusst zu sein, wer sie alles lesen kann. Eine Ursache dafür liegt in der allmählichen Evolution Facebooks begründet.

Facebooks Evolution

Angefangen hat Facebook 2004 als elitäres soziales Netzwerk von und für Studenten der Eliteuniversität Harvard - eine Exklusivität, die noch für viele spätere Mitglieder den Reiz der Mitgliedschaft ausmachte, als Facebook sich schon längst einem weiteren Publikum zugewendet hatte. Zunächst öffnete sich die Plattform für Studenten der anderen Eliteunivesitäten, dann für alle Studenten, dann für jeden über 13 Jahren mit gültiger Emailadresse. In diesem frühen Stadium war Facebook hoch restriktiv: Nicht-Mitglieder konnten keinerlei Daten von Mitgliedern sehen.

Welchen Weg Facebook seitdem bezüglich der Öffnung von Daten zurückgelegt hat, wird klar wenn man sich den heutigen Stand vor Augen ruft, wo die überwiegende Anzahl von Informationen (zumindest per Default) öffentlich ist. Um das zu erreichen, hat Facebook im Laufe der Zeit die Nutzerbedingungen immer wieder geändert, d.h. dass User, die schon länger Mitglied sind, unter völlig anderen Voraussetzungen Facebook beigetreten sind, als sie jetzt herrschen.

Wer sich darauf verlassen hat, dass Facebook seine persönlichen Daten strikt vertraulich behandelt und den Versprechen und steten Zusicherungen des CEOs Mark Zuckerberg, wie etwa Privacy is the vector around which Facebook operates (2008) geglaubt hat, muss jetzt damit rechnen, dass diese Daten an verschiedenen Stellen von Facebook netzweit zugänglich sind. Zumal nur eine ständige Kontrolle der Privatsphäreneinstellungen des eigenen Kontos vor totaler Öffentlichkeit schützt, da die Strategie Facebooks - wie gerade wieder einmal bewiesen - darin besteht, neue Änderungen möglichst still und per Default im Opt Out Verfahren einzuführen. Bei diesem muss man aktiv werden, um eine Änderung zu verweigern - im Gegensatz zum Opt In, wo man ihr bewusst zustimmen muss.

Wunderbar übersichtlich sind diese schleichenden Änderungen der Veröffentlichung von Userdaten anhand der folgenden Grafik illustriert, die zeigt, wie im Laufe der Jahre Facebook immer mehr Daten wie u.a. Fotos, Vorlieben, Freunde, Profilbild immer öffentlicher gemacht hat - mit einem ganz großen Sprung im April mit dem Launch der neuen Funktionen auf der Facebook Entwicklerkonferenz f8:

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32736/32736_1.jpg)

Nicht berücksichtigt ist hier die Öffentlichkeit von persönlichen Daten, deren Sichtbarkeit zwar eingeschränkt werden könnte, deren Default-Einstellungen (die oft fraglos übernommen werden) aber eine größere Öffentlichkeit vorsehen. Auch noch nicht berücksichtigt sind die von Facebook angekündigten Änderungen, die einige öffentlich gemachte persönliche Daten wieder privat machen. Die Grafik beruht auf der Facebook Privacy Zeitleiste der EFF, die die Entwicklung der sich immer weiter abschwächenden Privacy-Politik von Facebook sehr anschaulich zeigt. Für die neuen Privatsphären-Einstellmöglichkeiten gibt die EFF einige Ratschläge  zur Bedienung.

Warum aber sollten sich User überhaupt Gedanken über den Schutz privater Informationen auf Facebook machen?

mehr .. (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32736/2.html)


Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Was will Facebook?
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2010, 21:33
Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch? - Teil 3

Einem Artikel des Time-Magazins zufolge hat Facebook eine Formel dafür entwickelt, wie viele Aha-Momente und Erlebnisse auf Facebook bei einem neuen User erzeugt werden müssen, um ihn zu einem Facebook Nutzer werden zu lassen - und das alles daraufhin abgestimmt ist, diese Momente auch tatsächlich zu erschaffen - z.B. durch das Anzeigen von schon angemeldeten alten Freunden beim ersten Einloggen.

Man darf also davon ausgehen, dass die Gestaltung und Formulierung von Menüs und Dialogen der Einstellungen, die bestimmen, welche Daten geteilt werden, wichtig genug sind um von Facebook ebenso auf ihren Zweck hin optimiert zu sein. Was aber will Facebook? Man kann versuchen, das aus verschiedenen Anhaltspunkten herauszulesen: den öffentlichen Aussagen, aus der Interfacegestaltung, der Art, wie Neuerungen oder Änderungen am System eingeführt werden und schließlich den Änderungen selbst. Daraus ergibt sich das Bild einer Strategie.

Zitat
People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that has evolved over time.
Mark Zuckerberg CEO Facebook, 2010

Dieses Argument lieferte die Begründung Facebooks für die Einführung neuer Funktionen und damit einherschreitender weiterer Veröffentlichung bisher privater Daten. Es ist manipulativ: Zuckerberg begründet die Öffnung weiterer privater Daten mit den "neuen sozialen Normen" die er behauptet beobachtet zu haben, und argumentiert, dass ja nur bereits öffentliche Userdaten anderen Anbietern zugänglich gemacht werden - diese sind jedoch öffentlich, nicht weil die User sie so kategorisiert haben, sondern weil Facebook eigenmächtig entschieden hat, sie der Kontrolle der User zu entziehen und sie zu veröffentlichen.

Und mit diesem Label versehene Daten erlaubt sich Facebook dann auch vom User unbemerkt automatisch an andere Dienste weiterzugeben im Rahmen des "Instant Personalization"-Programms. So werden ganz einfach alle Datenschutzbedenken aus dem Weg geräumt - die weitergegebenen Daten sind ja eh öffentlich! Für manche Daten besteht zwar die Möglichkeit, sie vor dem Netz zu verbergen - doch sind diese Optionen noch immer so versteckt oder umständlich zu bedienen, dass sich Facebook gewiss sein kann, dass nur ein kleiner Teil der User (der sich dem Problem überhaupt bewusst ist) diese Einschränkungen auch vornimmt.

Facebook macht es dem User vorsätzlich schwer, etwas gegen die Interessen und den Willen Facebooks zu machen, durch geschicktes Design der Interfaces, von Tim Jones von der digitalen Bürgerrechtsorganisation EFF so genannten Evil Interfaces. Ganz im besten Stil von PR-Neusprech werden die Entscheidungen Facebooks auch immer arrogant verteidigt und Situationen umgedeutet - schöne Beispiele für Facebook Verschleierungsworte liefert die EFF in Form einer Übersetzung ins englische, ua. "Public information" (= die Informationen eines Nutzers, die Facebook gerne öffentlich machen will).

Die Privatsphären Einstellungen

Das Interface Facebooks zum Einstellen, welche Informationen wo mit wem geteilt werden, ist legendär komplex und umfasst 50 Einstellmöglichkeiten, die in viele Menüs und Untermenüs an unterschiedlichen Stellen untergebracht sind. Wenn Facebook jetzt angekündigt hat, hier nachzubessern, um diese Einstellungen zu vereinfachen, dann ist das eine schon lange überfällige Aktion.

Einen Eindruck der Komplexität der Privatsphären-Menüs gibt das folgende Schaubild, das die verschiedenen Menüs und Menüpunkte der Einstellmöglichkeiten zeigt, die über das "Teilen" von eigenen Daten entscheiden, also darüber, wer welche Daten sehen kann. Und man muss sich auch tatsächlich durch diese Menüs durcharbeiten und die Einstellungen verstehen und ändern, wenn man sich nicht ganz dem ganzen Netz hin öffnen will: die Standardeinstellung der meisten Optionen ist meist "Alle", die davon geregelten Daten sind dann frei zugänglich für jedermann.

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32737/32737_7.gif)
Stichdatum der Grafik ist der 22.05.2010. Grafik: Telepolis (Bild vergrößern (http://www.heise.de/tp/r4/bild/32/32737/32737_7x.html))

Eine Erläuterung zu den üblichen Optionen der Einstellung - angeboten werden: "Alle", "Freunde von Freunden" und "Freunde", wobei der Personenkreis der Freunde von Freunden sich eigentlich ganz privat anhört aber bei einer durchschnittlichen Freundesanzahl von 130 Freunden immerhin rund 17000 Personen umfasst.

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32737/32737_2x.jpg)

Änderungen durch Facebook sind nun, wie gesagt, angekündigt: diese Menüs werden ergänzt durch einige einfachere und übersichtlichere Dialogfenster - doch auch hier teilt man als Nutzer, wenn man die Standardeinstellungen ("Recommended") übernimmt, noch viel mit:

mehr ... (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32737/2.html)

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Gegenreaktionen
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juni, 2010, 07:59
Facebook liebt die Öffentlichkeit: Die User auch? - Teil 4

Die öffentliche Reaktion auf Facebooks neueste Änderungen ist besonders in Amerika, ausgehend von der Techie-Szene, enorm negativ: inzwischen sind in allen großen Zeitungen Artikel erschienen, die sich kritisch mit der Privacy-Politik von Facebook auseinandersetzen. Bekannte technik-affine Blogger haben wütende Kommentare dazu geschrieben und öffentlich ihre Accounts gelöscht.

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32738/32738_1.jpg)

Facebook Gründer Mark Zuckerberg wurde von demokratischen Senatoren zu den neuen Funktionen befragt und PR-Sprecher Facebooks mussten Lesern von Zeitungen Rede und Antwort stehen. Der 31.5 wurde von einer Initiative zum "Quit Facebook Day"-Tag ausgerufen und einige der meist sehr kritischen Kommentare auf die obigen Artikel weisen darauf hin, dass Facebook Nutzer das auch schon davor getan haben - die Suchanfragen zum Thema how to delete Facebook jedenfalls haben auf Google in letzter Zeit stark zugenommen. Bürgerrechtsorganisationen wie die EFF, Aktivisten wie Move.on und ein transatlantisches Bündnis verschiedener Organisationen hat Aktionen zur Aufklärung und Proteste gestartet, um so lange Druck auszuüben, bis Facebook Nachbesserungen verspricht.

Und Facebook ist tatsächlich unter dem Druck eingeknickt: CEO Mark Zuckerberg kündigte am 26 Mai eine Vereinfachung des Interfaces für die Privatsphären-Einstellungen sowie teilweise Änderungen an der neuen Kategorisierung von Daten als öffentlich an - ganz im Sinne der von Adrian Scott mit "Overreach, then back-pedal a little. Repeat every six months" charakterisierten Strategie Facebooks, und nachdem Beschwichtigungen und der Versuch die Krise auszusitzen nicht gefruchtet hatten. So wird es im Rahmen dieser Änderungen möglich sein, die eigenen Interessen, die per automatischer "Verbindungen" öffentlich gemacht wurden, ebenso wie die eigene Freundesliste wieder zu verbergen. Man kann auch mit Hilfe einer Generaleinstellung allen Applikationen den Zugriff auf Profildaten verweigern.

Ein Tool, das Usern hilft, die Kontrolle über ihre (noch) labyrinthischen Privatsphäreneinstellungen zurückzugewinnen, wurde gerade vom Programmierer Matt Pizzimenti auf ReclaimPrivacy.org  veröffentlicht. Das kleine Open Source JavaScript-Programm wird per Bookmark im Browser ausgeführt, wenn man in Facebook eingeloggt ist und es aufruft. Es setzt dann alle verzweigten Privacy-Einstellungen automatisch auf den restriktivsten Wert zurück oder gibt, wo es das nicht kann, eine Warnung samt Änderungsempfehlung aus, wenn es auf Einstellungen trifft, die öffentlicher sind, als man es als User vermuten würde.

Wir vermissen Dich

Wichtig für den Erfolg von Alternativen wäre die Möglichkeit, Facebook-Daten per Programm in andere soziale Netzwerke zu ex-/importieren, denn bei aller Empörung ist ein Hinderungsgrund für viele User das schon in Facebook investierte soziale Kapital: die ganzen Freunde, Fotos, Posts die man dort schon gemacht hat, lassen vor einem Neuanfang bei Null zurückscheuen. Zumal Facebook auf ziemlich perfide Art zu verhindern sucht (und damit relativ erfolgreich sein soll), User vor dem endgültigen Schritt der Löschung ihres Accounts zurückzuhalten - nämlich per sozialer Erpressung.

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32738/32738_2.jpg)
Facebook als einziger Weg durchs sozialen Leben?

Das Konto deaktivieren wird gleichgesetzt mit dem Abschied vom gesamten Freundeskreis, als würde man mit dem Ausstieg aus Facebook einen sozialen Tod sterben und danach ganz allein sein. Das wird dann noch verstärkt, indem der Eindruck vermittelt wird, von den per Bild gezeigten und per Vornamen identifizierten Freunden ganz persönlich vermisst zu werden - all das summiert, ist ein genau ausgeklügelter Akt emotionaler Manipulation seitens Facebook - wer kann schon seinen Freunden ins Angesicht schauen und sich von ihnen freiwillig in einem Akt sozialen Selbstmords für immer trennen?

Wer ausprobieren will, wer einen alles vermissen wird (der Algorithmus sucht eher engere Freunde aus) kann das leicht selbst probieren:

Konto > Kontoeinstellungen > Deaktivieren

Doch eigentlich ist das Ganze nur ein geschickt von Facebook ausgelegter Irrweg und ein erneuter Fall von einem irreleitenden Interface: das Konto zu deaktivieren ist nicht gleichbedeutend damit, das Konto wirklich zu löschen. Ist es deaktiviert, ist es einfach nur inaktiv (alle Daten bleiben in Facebooks Datenbank) und wird automatisch wieder aktiviert sobald man sich wieder einloggt - das Konto ist dauerhaft in einem Wartezustand, der jederzeit wieder aufgehoben werden kann.

(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32738/32738_3.jpg)
Versteckt: Der Link um seine Facebook Konto endgültig zu löschen

Das Formular zum Löschen ist an anderer Stelle versteckt und nur schwer zu finden, nämlich hier. Aber auch das echte Löschen ist nicht ganz einfach - fürsorglicherweise ist das Konto auch hier zunächst einmal nur deaktiviert, und funktioniert wieder als hätte man nie einen Auftrag zum Löschen erteilt, sobald man sich innerhalb einer Zeitperiode (14 Tage, manche Ratgeber reden aber auch von 1 Monat) aus Versehen oder um Nachzuschauen, ob der eigene Account auch wirklich gelöscht wurde, einloggt - Facebook will so den User vor dem schweren Fehler (aus Sicht Facebooks zumindest) einer vollkommenen Löschung aller eigenen Daten auf Facebook bewahren.

Auch hier zeigt sich wieder ein Charakterzug Facebooks, den man als im Eigeninteresse bevormundend bezeichnen kann. Bezeichnend: für Facebook positive Aktionen wie Mitglied einer Gruppe oder Fan einer Seite zu werden, sind erwünscht und ganz einfach (man ist ganz einfach per Klick dabei) aber austreten, deaktivieren ist dagegen nur über umständliches Navigieren oder genaues Stöbern auf der Seite möglich.

mehr ... (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32738/2.html)

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Alle lieben alles
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juni, 2010, 18:37
Seit Facebook einen Button dafür in die Welt gesetzt hat, dass wir etwas mögen sollen, kann man den getrost in der Kategorie "Virus" verbuchen.

Man kann nicht immer alles mögen. Was nicht heisst, dass man das nicht mag, was man nicht "mag". Man hat vielleicht einfach keine Meinung dazu. Oder wie stehen wir zu der Frage, ob andere mit der Person vor einer Person reden wollen. Dazu haben wir nun wirklich keine Meinung.

Die Website LikeLikeLike.me bietet einem schnelles Mögen für Dinge an, die auf der Zunge liegen. Einfach einen mehr oder weniger epochalen Satz formulieren und dann darauf warten, wer das alles mag und wer nicht.

Denn der Clou der Site besteht darin, dass in Facebook angemeldete Nutzer gleich ihren Senf mit einem Klick dazugeben können, und das man sehen kann, wer aus Facebook eine bestimmte Aussage noch mag.

Wozu brauch ich das?

Keine Ahnung, aber es finden sich sicher noch Anwendungen im Bereich von gross angelegten Teenager Sozialisierungen und diverser Marktforschung. Und wer solche Paraden liebt, dem kann eine kleine Spielerei aus Japan sicher weiterhelfen. Keine Ahnung ob ich das mag. Was weiss ich. Aber es muss ja alles nicht immer tiefsten Sinn machen. So wie diese Dinge für das iPad hier. Und deshalb ist mir likelikelike.me liebevoll egal, ich mag es und ich mag es nicht. Gleichzeitig.

Manchmal fehlt mir einfach der digitale "Mir Wurst" Button.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Privatsphäre 2.0
Beitrag von: SiLæncer am 20 Juni, 2010, 08:00
Macht und Ohnmacht - Grenzen ziehen zwischen Privatsphäre und öffentlichem Leben im Web 2.0

Jeder ist betroffen: Webdienste sammeln nicht nur Informationen über ihre Kunden, sondern auch über deren Bekannte. Die Kontrolle über die eigenen Daten droht verloren zu gehen, was aber nicht jeden gleichermaßen stört. Das halböffentliche Leben im Web 2.0 birgt Gefahren und Möglichkeiten – und gibt den Nutzern neue Macht.

Würde er heute Facebook noch einmal gründen, wären die persönlichen Daten der Anwender von Anfang an öffentlich zugänglich: Mark Zuckerberg, Mitgründer und Chef des sozialen Netzes, macht kein Hehl daraus, dass er Privatsphäre im Web 2.0 für ein weitgehend überholtes Konzept hält [1]. Trotzdem reagierte sein Unternehmen auf den Druck, den unzufriedene Kunden ausübten, vereinfachte die Einstellungen zur Privatsphäre und schränkte einige Möglichkeiten zum Auslesen der Nutzerdaten durch Dritte ein.

Auch denjenigen, die sich mittlerweile selbstverständlich im Web 2.0 in sozialen Netzen bewegen, ist also ihre Privatsphäre noch nicht ganz egal. Gleichzeitig bewegen sie sich öffentlich: Man kann sich nicht sozial vernetzen, ohne Informationen über sich preiszugeben. Teils bewusst, teils aus Unkenntnis nehmen viele Nutzer daher einen Kontrollverlust in Kauf: Sie wissen nicht immer, was mit ihren Daten geschieht, mit welchen anderen Datenbeständen sie verknüpft werden.

Facebook, Twitter, MySpace und StudiVZ führen zu einer halböffentlichen Existenz, deren Privatheit sich kaum bewahren lässt. Selbst wer sehr vorsichtig mit seinen persönlichen Daten umgeht, kann weder überblicken noch beeinflussen, was die Spuren, die er dernach hinterlässt, über ihn verraten.

Für viele User sind dies Aspekte, mit denen zu leben sie gelernt haben. Ja, manche beginnen, dieses halböffentliche Leben und den damit verbundenen Kontrollverlust sogar als Vorteil zu betrachten. Denn sie machen positive Erfahrungen, knüpfen neue Kontakte in der ganzen Welt, werden auf Nachrichten, Musik, Texte, Videos hingewiesen, auf die sie ohne dieses halböffentliche Leben nie aufmerksam geworden wären. Nicht selten machen User irgendwann aber auch negative Erfahrungen, etwa wenn sie in sozialen Netzen unbedachte Äußerungen fallen lassen, und daraufhin alte Freunde oder gar ihre Arbeit verlieren.

Reglementierung

Datenschützer bezweifeln, dass ein totaler Kontrollverlust notwendig ist, um die Vorteile der sozialen Netze nutzen zu können. Sie kritisieren, dass die Betreiber solcher Dienste diesen Kontrollverlust unnötig forcieren. Allerdings müssen sie sich fragen lassen, ob das aktuelle Datenschutzrecht noch zeitgemäß ist. Ihm liegt das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung zugrunde, welches das Bundesverfassungsgericht im Jahr 1983 formulierte. Dieses Grundrecht beruht auf zwei Prinzipien: der Datenvermeidung und der durchdachten Entscheidung informierter Bürger, ob und wem sie ihre Daten preisgeben.

Dem durchschnittlichen Nutzer des Internet fehlt heute jedoch das Wissen, das für eine durchdachte Entscheidung notwendig wäre. Er kann nicht mehr überblicken, welche Daten er für wen zugänglich macht, und wie diese ausgewertet oder mit anderen Informationen verknüpft werden. Langatmige Datenschutzerklärungen in Juristendeutsch, wie sie der Gesetzgeber vorschreibt, sind ihm dabei keine Hilfe.

Erzwungene Freiheit

Datenvermeidung wiederum bedeutet ein ständiges Ankämpfen gegen die Sammelwut der Dienste, die man gerne nutzen möchte. Für viele Nutzer erscheint sie auf den ersten Blick auch wenig erstrebenswert, denn diese suchen mit Kommentaren in Foren und Blogs oder ihren Profilen bei sozialen Netzen die Öffentlichkeit, die das Web 2.0 ausmacht. Doch dabei lauern zwei Probleme: Wer gehört zu dieser Öffentlichkeit und was erfährt diese genau über mich?

Natürlich funktionieren Social Networks nur, wenn man seine Privatsphäre zumindest zu einem Teil aufgibt. Datenvermeidung kann daher kein Patentrezept sein. Wer im Internet unterwegs ist, sich äußert, seine Freundeskreise und virtuellen Beziehungen pflegt, begibt sich auf eine Art globalen Marktplatz, im besten Sinne auf eine Agora, die eben nicht privat ist.

Allzu leicht gelangen dort aber Informationen, die nur für den Freundeskreis bestimmt sind, in falsche Hände. Dennoch muss jeder entscheiden können, wie viel seiner Privatsphäre er aufgibt. Wer sich blamieren will, hat alle Freiheit, das auch zu tun. Ebenso aber muss derjenige, der eben dies nicht will, die Freiheit haben, seine Privatsphäre und seinen guten Ruf zu schützen – und zwar, ohne das Web 2.0 ganz zu meiden.

Auch wer ganz bewusst entscheidet, was er an Daten preisgibt, verliert die Kontrolle darüber, was mit diesen passiert. Etwa wenn Facebook die Regeln ändert und Vertrauliches plötzlich öffentlich wird. Oder weil sich morgen oder nächstes Jahr neue Verknüpfungs- und Auswertungsmöglichkeiten ergeben. Denn das Internet hat ein ganz großes Defizit: Ihm fehlt der Löschknopf. Sind private Daten einmal unterwegs, lassen sie sich nicht mehr aufhalten. Jedes Leck, jede Datenpanne – egal ob selbst verschuldet oder von einer Firma verursacht – kann zu einem irreparablen Schaden führen.

Datenschützern stehen angesichts dieser Situation alle Haare zu Berge, zumal im globalen Web 2.0 die Regulierung auf Basis der alten Prinzipien ganz offenbar nicht mehr funktioniert. Immerhin legten die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder mittlerweile Eckpunkte vor, wie ihrer Ansicht nach eine Modernisierung des Datenschutzrechts aussehen könne. Künftig solle Datenschutz bereits technisch in Geräte und Anwendungen integriert werden, unter anderem müssten Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung möglichst transparent geschehen. Nicht mehr die Datenvermeidung an sich ist das grundlegende Ziel der Datenschützer, vielmehr die Kontrolle der Nutzer darüber, was mit den von ihnen selbst veröffentlichten Informationen geschieht.

Machtfragen

Die Nutzer haben die Macht, trotz aller Sprüche von Zuckerberg & Co., trotz aller Lockerungen der Datensicherheit im Web 2.0. Zuletzt bewiesen sie dies, als sie Facebook zum Rückzieher zwangen. Hier zeigte sich wohl zum ersten Mal, dass gerade diejenigen, die mit dem Internet und dem Handy, mit Social Networks aufgewachsen sind, einen neuen Zugang zu den Möglichkeiten des Echtzeit-Internet finden: Sowohl lernen sie mit einer Art halböffentlichem Leben im Internet umzugehen, als auch, ihre kollektive Macht zu nutzen, wenn es ihnen dann doch zu bunt wird.

Wohin diese Entwicklung gehen wird, ist noch nicht abzusehen. Klar ist, dass gerade das deutsche Datenschutzrecht einer dringenden Überarbeitung bedarf, besonders was den Datenschutz in der Privatwirtschaft angeht. Zudem ist die staatliche Datensammelwut, die mit dem Argument Kampf gegen den Terror und gegen andere schwerste Straftaten daherkommt, keineswegs eingedämmt – und die Begehrlichkeiten diverser Wirtschaftslobbys nach den vom Staat gesammelten Daten, um ihre privaten Interessen durchzusetzen, ist nach wie vor groß.

Wertvoller Schutz

Klar ist auch, dass die gesellschaftliche Diskussion darüber weitergehen muss, was der Schutz der Privatsphäre wert ist und welche Kontrollmöglichkeiten die Nutzer brauchen und haben wollen. In den folgenden Artikeln stellt einerseits der Kulturwissenschaftler und Blogger Michael Seemann den unausweichlichen Kontrollverlust in Social Networks dar und plädiert für einen kulturellen Wandel. Anderseits begründet Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein und Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz, warum ein moderner Datenschutz notwendig ist und wie er aussehen könnte. Zum Abschluss zeigen wir, welche technischen Möglichkeiten und welche Herangehensweisen Nutzern heute zur Verfügung stehen, um – wenn sie das wollen – doch noch Einfluss darauf zu behalten, was mit ihrer Privatsphäre in Social Networks und im Web 2.0 geschieht.

Quelle : http://www.heise.de/ct/
Titel: Facebook - Nutzungsbedingungen mit dem Strafrecht durchsetzen?
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juni, 2010, 16:56
Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) warnt davor, dass Facebook in den USA seine Nutzungsbedingungen durch das Strafrecht absichern lassen will. Das Unternehmen will so verhindern, dass Nutzer ihre Daten automatisch kopieren.
Facebooks größtes Kapital sind die Daten seiner Nutzer. Und dieses Kapital wollen die Betreiber des weltweit größten sozialen Netzwerks um jeden Preis schützen. Das zeigt ein Gerichtsverfahren, das Facebook in Kalifornien gegen das Unternehmen Power Ventures angestrengt hat.

Power Ventures bietet Nutzern sozialer Netzwerke die Möglichkeit, ihre Daten automatisch von den verschiedenen Plattformen abzurufen und zu aggregieren. Dazu müssen die Nutzer dem Power-Ventures-Dienst nur ihre jeweiligen Zugangsdaten mitteilen, den Rest erledigt Power Ventures für sie.

Facebook war von Power Ventures' Angebot an seine Nutzer wenig begeistert und schickte dem Dienstleister ein Unterlassungsschreiben. Zugleich blockierte Facebook für die IP-Adressen von Power Ventures den Zugang zu seiner Website. Diese Maßnahme umging Power Ventures jedoch. Das ließ sich Facebook nicht bieten und verklagte Power Ventures vor einem Bezirksgericht in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien. In seiner Klage argumentiert Facebook, Power Ventures' Verhalten stelle in Kalifornien eine Straftat dar.

Zur Begründung verwies Facebook auf seine Nutzungsbedingungen. Darin verbietet Facebook seinen Nutzern, ihre eigenen Daten automatisch auszulesen. Wörtlich heißt es dazu im Abschnitt Sicherheit der deutschen Fassung der Nutzungsbedingungen: "Du wirst mittels automatisierter Mechanismen (wie Bots, Roboter, Spider oder Scraper) keine Inhalte oder Informationen von Nutzern erfassen oder auf andere Art auf Facebook zugreifen, sofern du nicht unsere Erlaubnis hast."

Dieser Klausel muss jeder zustimmen, bevor er Mitglied bei Facebook werden kann. Power Ventures' Unterstützung der Facebook-Nutzer beim Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen sei eine Straftat, argumentiert Facebook.

Power Ventures hat die Abweisung der Klage beantragt. Die EFF hat sich mit einem Unterstützerbrief an das Gericht auf die Seite von Power Ventures gestellt. Nach Auffassung der EFF wäre es verheerend, den Verstoß der Nutzer gegen die Nutzungsbedingungen einer Website strafrechtlich zu sanktionieren. Würden solche Verstöße wie im Fall Facebook gegen Power Ventures strafrechtlich geahndet, würde das Privatunternehmen erlauben, das Strafrecht nach ihrem Gutdünken umzuschreiben, warnt die EFF. Und weiter: "Wäre Facebooks Auslegung des Strafrechts... in diesem Fall korrekt, würde das bedeuten, dass Millionen ansonsten unschuldiger Internetnutzer durch ihr gewöhnliches Onlineverhalten Straftaten begehen."

Nach Auffassung der EFF handelt es sich höchstens um eine privatrechtliche Vertragsverletzung durch die Facebook-Nutzer, wenn Power Ventures in ihrem Auftrag gegen Facebooks Nutzungsbedingungen verstößt. Es stehe Facebook frei, die Nutzer "durch einen Ausschluss vom Facebook-Dienst für diesen Verstoß zu bestrafen", so die EFF.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook: Mehr Kontrolle über die Datenweitergabe
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2010, 17:09
Künftig müssen alle Webseiten und Anwendungen, auf die Facebook-Mitglieder zugreifen, die Nutzer um eine Erlaubnis im Hinblick auf die Verwendung bestimmter Daten fragen. Insofern haben die Nutzer mehr Einfluss auf die Weitergabe der Daten.

Angekündigt wurde diese neue Handhabung am gestrigen Mittwoch von den Facebook-Betreibern. Den Bekanntmachungen zufolge muss in Zukunft klar gemacht werden, auf welche Informationen der Mitglieder konkret zugegriffen wird. Diesbezüglich wurde auch eine Grundeinstellung festgelegt.

Künftig können Webseiten oder Anwendungen nur noch auf eine Information der Nutzer zugreifen. Diese muss zudem in den jeweiligen Profilen öffentlich sein, heißt es dazu von Facebook.Üblicherweise werden die Nutzer von Facebook schon vor der Verwendung von kleinen Anwendungen auf Facebook gefragt, ob sie damit einverstanden sind, dass auf verschiedene Daten zugegriffen wird. Häufig bekommen die Mitglieder des Social Networks keine Auskunft darüber, um welche Daten es sich genau handelt.

Im Hause Facebook scheint es diesbezüglich nun zu einem Umdenken gekommen zu sein, worauf die vorgenommene Änderung zurückzuführen ist.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook startet automatische Gesichtserkennung
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2010, 14:54
Das soziale Netzwerk Facebook hat eine automatische Gesichtserkennung für den Fotodienst eingeführt, um das Taggen von Personen vereinfachen. Noch befindet sich die Funktion in einer geschlossenen Beta-Phase, soll jedoch bald für jeden Nutzer zugänglich sein.

Facebook wirft derzeit regelrecht mit Neuerungen und Veränderungen um sich. Nun haben sich die Verantwortlichen des Social Networks dem umfangreichen Fotodienst gewidmet. Jeden Tag werden auf Facebook Hunderte von Millionen Fotos hochgeladen und nicht selten erreicht die Anzahl der Fotos die Marke von sechs Milliarden Stück pro Monat. Kein Wunder also, dass sich die Betreiber des sozialen Netzwerkes Ideen einfallen lassen, um die Bedienung des Fotodienstes zu vereinfachen.

Damit die aufwändige Arbeit, jede Person einzeln auf einem Foto zu markieren beziehungsweise zu taggen, entfällt, beruft sich Facebook nun auf eine automatische Gesichtserkennung. Nachdem Fotos hochgeladen werden, soll die derzeit meistbesuchte Internetseite des World Wide Web bereits definierte Personen automatisch herausfiltern und sie mit dem richtigen Namen versehen. Noch befindet sich die Funktion in der Beta-Phase und ist derzeit nur einem kleinen Nutzerkreis vorbehalten. Wenn die Testphase vorbei ist, soll jeder Facebook-Nutzer auf die automatische Gesichtserkennung zurückgreifen können, so Sami Odio im offiziellen Facebook-Blog.

Während sich zahlreiche Facebook-Anwender aufgrund der vereinfachten Handhabung die Hände reiben werden, ist die automatische Gesichtserkennung zahlreichen Netzaktivisten und Datenschützern mit großer Sicherheit ein Dorn im Auge. So kann zweifelsohne von einer automatisierten Brandmarkung der Facebook-Nutzer gesprochen werden.

Die automatische Gesichtserkennung bei Fotodiensten ist nichts Neues. So greifen beispielsweise Apples iPhoto oder der Imagehoster Flickr schon seit längerer Zeit auf diese Methode zurück.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Hamburgs Datenschützer leitet Bußgeldverfahren gegen Facebook ein
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2010, 14:31
Der hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar hat gegen den Betreiber des Social Network Facebook  ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Dabei geht es um Einladungs- und Synchronisierungsfunktionen, bei denen die E-Mail- und Handy-Adressbücher der Nutzer ausgewertet würden. Unzulässig sei, dass auch Daten von Nicht-Mitgliedern ohne deren Einwilligung erhoben, langfristig gespeichert und zu Vermarktungszwecken genutzt werden, heißt es in einer Mitteilung. Facebook kann bis zum 11. August 2010 zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Das Social Network sammelt über Nicht-Mitglieder Daten zum Beispiel mit Hilfe der Facebook-App für das iPhone. Das bietet die Option, alle im Handy verfügbaren Kontakte an Facebook zu übertragen. Bei der Einrichtung eines neuen Accounts bietet Facebook zudem an, das E-Mail-Konto des Neu-Mitglieds zu durchsuchen, um Freunde auf Facebook zu finden.

In den vergangenen Monaten hätten sich viele Bürger über die Nutzung von Daten Dritter beschwert, sagte Caspar. Sie hätten sich darüber besorgt gezeigt, dass Facebook über ihre Adressen verfüge und Kenntnisse über ihre persönlichen Beziehungen habe. Zwar gebe es auch in anderen Netzwerken die Funktion des "Freundefindens", dabei würden aber Daten von Personen, die den Netzwerken nicht angehörten, nicht dauerhaft gespeichert.

Darüber hinaus ließen nach Ansicht des Datenschützers die von Facebook in den Freundschaftseinladungen unterbreiteten Kontaktvorschläge vermuten, dass mit den aus den Adressbüchern der Nutzer erhobenen Daten auch Beziehungsprofile von Nichtnutzern erstellt würden. Das sei bei einer Zahl von mehreren Millionen Mitgliedern allein in Deutschland eine beunruhigende Vorstellung. Außerdem vermutet der Datenschützer eine "unzulässige Direktwerbung", da den aus dem E-Mail-Adressbuch hochgeladenen Kontakten nur ein von Facebook vorgegebener Einladungstext zugesandt werde.

Hamburgs Datenschutzbeauftragter rückte in jüngster Zeit vor allem durch seine Auseinandersetzung mit dem Internetdienstleister Google in Rampenlicht. Nachdem er Google einen ausführlichen Fragebogen zum WLAN-Scanning von Street-View-Autos beantworten lassen wollte, kam heraus, dass Google auch Nutzungsdaten aus ungeschützten Funknetzen sammelte.

Quelle : www.heise.de
Titel: Verbraucherschutz - Aigner kritisiert Facebook als weltweites Einwohnermeldeamt
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2010, 14:18
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisiert erneut das soziale Netzwerk Facebook. Die Ministerin stört sich daran, dass Facebook sich durch das brechen von Gesetzen einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

"Facebook ist zu einem Einwohnermeldeamt für die ganze Welt geworden", sagte Ilse Aigner in einem Interview gegenüber den Nachrichtenmagazin Focus. Sie stört sich vor allem an den Synchronisationsfunktionen von Facebook. So können Nutzer mit dem iPhone das Telefonbuch mit dem Netzwerk synchronisieren. Das geschieht ohne Wissen der Nutzer, die im Telefonbuch eingetragen wurden.

Bei dem Ministerium hat sich ein Psychotherapeut gemeldet, der offenbar seine Patientendaten mit Facebook synchronisiert hat. Anschließend hätten sich seine Patienten darüber gewundert, dass sie andere Patienten als Freundschaftsvorschläge von Facebook bekommen haben.

Für Aigner ist die Verwendung von Daten von unbeteiligten Dritten ein Problem: "Ich habe ein Problem damit, wenn ein Teil der Gewinne von Facebook auf der Verletzung bestehender Gesetze beruht". Die Verbraucherschutzministerin geht davon aus, dass die Stimmung gegenüber Facebook bald gegen den Konzern kippen wird, sofern die Datenschutzprobleme nicht unter Kontrolle gebracht werden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook meldet 500 Millionen Mitglieder
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juli, 2010, 21:32
Sechs Jahre nach der Gründung von Facebook hat das Soziale Netzwerk eine halbe Milliarde Mitglieder. Firmengründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg sprach am Mittwoch im Firmenblog von einem wichtigen Meilenstein.

Anlässlich der runden Zahl startete Facebook eine neue Anwendung, mit der Mitglieder eigene Erfahrungsberichte über Erlebnisse in Facebook veröffentlichen können. Die Beiträge sollen auf einer Weltkarte platziert und nach Kategorien wie Musik, Politik oder Haustiere sortiert werden.

Facebook hat andere Soziale Netzwerke wie MySpace damit weit überholt und ist in 70 verschiedenen Sprachen verfügbar. Etwa 70 Prozent der Facebook-Nutzer leben außerhalb der USA. Zu den Konkurrenten in Deutschland gehören die Netzwerke der VZ-Gruppe wie StudiVZ und SchülerVZ sowie die Online-Community wer-kennt-wen (wkw).

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook - Einfacheres Konto-Löschen im Test
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2010, 11:41
Facebook  will es Nutzern künftig einfacher machen, ihr Benutzerkonto zu löschen. Noch steht die einfachere Ausstiegsmöglichkeit nur bei einem begrenzten Teil der Nutzer testweise zur Verfügung.

Das soziale Netzwerk  Facebook hat es seinen Nutzern bisher schwer gemacht, ihr Benutzerkonto zu löschen. Das wird sich offenbar bald ändern, denn ein Slashdot-Leser hat berichtet, dass die Kontoeinstellungsoption "Deactivate Account" ("Konto deaktivieren") seit Kurzem "Deactivate or Delete Account" ("Konto deaktivieren oder löschen") heißt.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1007/facebook-account-loeschen/thumb480/facebook-konto-loeschen.png)

Die wenigsten Slashdot-Nutzer konnten das nachvollziehen, doch mittlerweile gibt es eine erste Bestätigung von Facebook. TheNextWeb.com zitiert einen Facebook-Sprecher mit den Worten: "... wir testen ständig neue Ideen, darunter die Platzierung verschiedener Funktionen. Einer dieser jüngsten Tests umfasste Variationen der Account-Löschen-Option für einen sehr kleinen Anteil von Leuten." Facebook Deutschland konnte das auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

Beim Deaktivieren des Benutzerkontos bleiben die Nutzerdaten bestehen, erst durch ein Löschen werden sie komplett entfernt. Die Lösch-Option dafür bleibt für den Großteil der Nutzer noch sehr versteckt und die Suche danach ist recht zeitaufwendig - und selbst wer den direkten Konto-Löschen-Link von Facebook (https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account) kennt, musste bisher nach Aktivierung zwei Wochen warten. Wer sich in dieser Zeit erneut einloggt, etwa um die Löschung zu testen, reaktiviert das Konto. Entsprechend muss auch darauf geachtet werden, dass sich keine anderen Webdienste oder Software über Facebook Connect anmelden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Man lässt updaten
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2010, 11:03
Zur Abwechslung hat Mark Zuckerberg mit seinem Marketingteam nicht wirklich vollen Anteil daran, aber irgendwie ist Facebook eben doch Schuld am Dr. Pepper Desaster.

Da schaut man sich schon einmal den Facebook Account seiner Tochter an. Und was muss man bei der 14jährigen Göre sehen? Die hat irgendetwas mit einem Pornofilm in ihrer Statuszeile zu tun. Dabei ist sie es gar nicht gewesen, sagt sie, es war Coca Cola. Ha...ha...

So oder so ähnlich muss man sich vorstellen, was durch die aktuelle Werbekampagne von Dr. Pepper passierte. Die Muttergesellschaft in Atlanta war not amused und überprüft derzeit das Verhältnis zur sehr, sehr, sehr schuldigen Agentur, die das alles augeknobelt hat.

Was war geschehen?

Die virale Kampagne für das merkwürdige Erfrischungsgetränk mit Zimtgeschmack (oder so) ermöglichte es Facebook-Nutzern, die Statuszeile der Agentur zu überlassen. Und die füllte diese Zeilen gemäss Übereinkunft. In dreierlei Geschmacklosigkeitsstufen. Nun hat eben ein Teenager die höchste Stufe gewählt und eine schlüpfrige Andeutung in die Zeile geschrieben bekommmen. Das wiederum sah die Mutter. Die hat Stunk gemacht. Und nun steht Coca Cola da und mag die Idee der Agentur nicht mehr leiden. Die Agentur scheinbar auch nicht mehr. Sic transit gloria Facebook.

Da kann ein Rindfleischbrater aus den USA auch ein Lied davon singen. In der Burger-King-Kampagne auf Facebook ging es darum, zehn Freunde im Sozialen Netzwerk zu entfreunden und dafür ein Produkt des Hauses umsonst zu bekommen. Das hat scheinbar auch nicht allen gefallen, deshalb musste diese Kampagne auch zurück in die Ecke.

Aber die interessente Frage dahinter ist die Bereitschaft von Nutzern, sich die eigenen ach so persönlichen Seiten füllen zu lassen, weil man eh nicht weiss, wann man das noch alles am Bildschirm machen soll. Die Frage ist nur, wie weit dabei der werbliche Dienstleister gehen darf. Sich das eigene Leben schönschreiben lassen, das scheint zu gehen. Aber wehe da wird übertrieben, an Pornofilme erinnert oder mit den eigenen Freunden zu viel Schabernack getrieben. Dann ist Schluss mit Werbung.

Am besten man schreibt eben doch seinen eigenen Status. Dann lieber doch Freue mich auf das Wochenende. Das ist nicht lustig, aber das sind 51 von 52 Wochenenden im Jahr auch nicht.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Facebook-Nutzer können jetzt Fragen stellen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2010, 08:30
Das Social Network Facebook hat mit dem Rollout einer neuen Funktion begonnen, die es den Mitgliedern erlaubt, beliebige Fragen zu stellen. Egal um was es sich handelt - die 500 Millionen Mitglieder des Dienstes haben mit Sicherheit eine Antwort.

Das entsprechende Feature findet man, sofern der eigene Account dafür bereits freigeschaltet wurde, in der linken Seitenleiste. Anschließend kann man eine Frage formulieren, die dann auf der Wall auftaucht. Ähnliche Dienste bieten Yahoo! Answers, Quora und Mahalo.

(http://screenshots.winfuture.de/Facebook-QA-1280383846.jpg)

Allerdings bleibt es nicht beim Stellen simpler Fragen. Nutzer können auch ein Foto veröffentlichen, um beispielsweise einen darauf zu sehenden Vogel zu identifizieren. Weiterhin lassen sich Umfragen starten, bei denen man an der Meinung der Masse interessiert ist.

Eine große Rolle spielt die Kategorisierung der Fragen, das so genannte Tagging. Es soll anderen Mitgliedern dabei helfen, bereits beantwortete Fragen zu finden. Facebook wird somit zu einer Wissenszentrale ausgebaut. Zudem lassen sich unbeantwortete Fragen beobachten, damit man über neue Kommentare informiert wird.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook: "Nutzer-Gewerkschaft" will Mitbestimmung
Beitrag von: SiLæncer am 11 August, 2010, 10:30
Eine neu gegründete "Gewerkschaft der Facebook-Nutzer" fordert von den Betreibern des sozialen Netzwerks Mitbestimmungsrechte. Die Nutzer wollen ein Wort dabei mitzureden haben, wie Facebook seine Einnahmen verteilt.

(http://www.golem.de/1008/77122-3387-fbu2.jpg)
Die Facebook Users Union (FBU2) könnte die wohl kleinste Gewerkschaft der Welt sein. Die neu gegründete Gewerkschaft hat nicht mehr als 45 Mitglieder. Diese rekrutieren sich aus Facebook-Mitgliedern und nicht etwa Facebook-Mitarbeitern. Die Mitglieder sind es schließlich, denen Facebook seinen auch wirtschaftlichen Erfolg verdankt, meint der Gewerkschaftsgründer und Werbespruchdichter Richard Buchanan.

In der britischen Tageszeitung The Guardian erläuterte Buchanan seine Motive und Pläne. Er betont, dass die Zeit, die Facebook-Mitglieder in die Pflege der Seiten des sozialen Netzwerks investieren, für die Facebook-Anteilseigner bares Geld wert sei. Buchanan wörtlich: "Onlinewerkzeuge sind nicht wirklich umsonst zu haben. Wir bezahlen für ihre Nutzung per Micropayment mit unseren persönlichen Daten."

Geht es nach Buchanan, so sollen der Wert dieser Informationen über Facebook-Nutzer und der Wert der damit generierten Werbeeinnahmen genau berechnet werden. Die Gesamtsumme für alle Nutzer würde, so Buchanan, einen erheblichen Betrag ausmachen. "Daher denke ich, dass wir, die Nutzer, darüber mitbestimmen sollten, wie die Profite verteilt werden. Wir sollten die Möglichkeit bekommen, einen Teil unseres jährlichen Wertes für gemeinnützige Zwecke zu spenden." Buchanan wirbt auf einer eigens eingerichteten Website und natürlich mit einer Facebook-Seite um Mitstreiter.

Quelle : www.golem.de
Titel: Web-Videos werden sozial
Beitrag von: SiLæncer am 25 August, 2010, 08:53
Online-Clips sind nach wie vor ein Wachstumsmarkt. Nun versuchen gleich mehrere Anbieter, neue Wege zu finden, Nutzer längerfristig zu binden.

Fernsehen war schon immer auch eine gesellige Erfahrung: Man saß gemeinsam auf dem Sofa und kommentierte das Gesehene. Mehrere Internet-Firmen versuchen nun, diese soziale Komponente auch auf den Genuss der zunehmend populären Web-Videos zu übertragen. Das Ziel: Nutzer sollen längerfristig vor dem Bildschirm gehalten werden, was wiederum die werbetreibende Industrie anlocken dürfte.

Den Anfang machte der Social-Networking-Riese Facebook: Er startete vor wenigen Wochen eine neue Live-Streaming-Anwendung, die es Nutzern erlaubt, miteinander zu diskutieren, während sie eine Online-Übertragung sehen. Eingesetzt wurde das neue Feature unter anderem beim Start des neuen Ortsdienstes "Places".

Verschiedene andere Internet-Firmen haben ähnliche Angebote in Planung – oder sie bereits auf den Markt gebracht. Das New Yorker Start-up Qlipso bietet Nutzern eine Reihe sozialer Funktionen wie Sprach-Chat und 3D-Avatare, die während einer Videovorführung verfügbar sind.

Live ausprobiert werden kann das auf der Clip-Plattform Veoh: Sie wurde mit ihren rund 13 Millionen Besuchern im Monat von Qlipso kürzlich aufgekauft. Firmenchef Jon Goldman sagt, dass die neuen sozialen Funktionen bereits wirken. Seit ihrer Einführung bleiben die Veoh-Nutzer doppelt solange vor den Clips sitzen als zuvor.

Tunerfish, die "Social Discovery Engine" des US-Kabelriesen Comcast, erlaubt Nutzern unterdessen, ihrem Freundeskreis live mitzuteilen, was sie gerade sehen und wie sie es finden. Und auch YouTube experimentiert mit Funktionen, bei denen Nutzer während der Betrachtung eines Videos miteinander chatten können.

Qlipso-Chef Goldman will es seinem Publikum dabei besonders einfach machen. Der Manager kommt ursprünglich aus der Videospielebranche, was das Design des Angebots maßgeblich beeinflusst hat. Vorbild sind soziale Spieleplattformen wie "World of Warcraft", auf denen die Nutzer viele Stunden verbringen. Avatare und Sprachchats bei Qlipso sind beispielsweise direkt von der Spiele-Community inspiriert. "Die zentrale Frage war, wie wir das alles in den Browser holen konnten."

Qlipso nutzt eine 3D-Animationstechnik, die auf Flash-Video aufsetzt – eine zusätzliche Software ist deshalb nicht notwendig. Die Firma hat außerdem eine Technik entwickelt, die sicherstellt, dass diejenigen, die miteinander interagieren, synchrone Videostreams zu sehen bekommen. Am besten funktionieren gemeinsame Filmvorführungen im Netz dann, wenn sich die Nutzer vorher kennen – oder zumindest gemeinsame Interessen haben.

Goldman hofft, dass sein sozialer Web-Video-Ansatz attraktive neue Zielgruppen für Werbetreibende erschließt. Für die Zukunft hat er einiges vor: So soll Qlipso sogenannte "Promi-Räume" erhalten, bei denen Schauspieler oder Musiker ihre Lieblingsclips vorführen.

John McCrea, General Manager bei Tunerfish, sieht indes vor allem in der Integration bestehender sozialer Technologien einen logischen nächsten Schritt. Die Kombination von Videos mit Ökosystemen wie Facebook liege nahe.

Steve Rubel, der den Bereich neue Web-Technologien für die PR-Firma Edelman Digital beobachtet, sieht funktionierende Beispiele auf Twitter. Dort hätten sich etwa während der Übertragungen zur Fußballweltmeisterschaft zahlreiche Nutzer mit Kommentaren zu Wort gemeldet. Rubel glaubt, dass das für Werbetreibende sehr interessant sein könnte, solange solche Kampagnen mit anderen Maßnahmen in sozialen Netzen und Video-Angeboten kombiniert werden.

Marie-Jose Montpetit, Gastwissenschaftlerin am Research Lab for Electronics des MIT, die den Bereich "Social TV" seit einigen Jahren erforscht, gibt allerdings zu bedenken, dass dabei Inhalt nicht gleich Inhalt ist. Sprachchats seien beim Betrachten von Sport oder Comedy möglicherweise angebracht, bei einem Spielfilm dagegen nicht. Auch sei es nicht immer leicht, für alle Nutzer das passende soziale Element zu finden. "Nicht jeder interessiert sich für die Meinung eines völlig fremden Menschen zu einem Clip." Und auch das traditionelle Fernsehen lasse sich technisch nur schwer um Funktionen aus dem sozialen Web erweitern.

Auf längere Sicht geht aber auch Montpetit davon aus, dass Web-Videos und soziale Netze verschmelzen. Nutzer und Inhalteanbieter heben die Unterscheidung zwischen Fernsehen und Internet-Clips immer mehr auf: "Alle Bildschirme vereinen sich."

Quelle : http://www.heise.de/tr/
Titel: Facebook - Neuer Chat kommt, Internet Explorer 6 muss gehen
Beitrag von: SiLæncer am 26 August, 2010, 12:24
Facebook wird seine Chatfunktion stabiler und schneller machen. Durch die dafür nötigen Veränderungen wird das soziale Netzwerk inkompatibel zum veralteten Internet Explorer 6.

Ab 15. September 2010 stellt Facebook offiziell die Unterstützung für den Internet Explorer 6 (IE6) ein. Laut Facebook-Blog  ist das nötig, um die Chatfunktion des sozialen Netzwerks zu verbessern. Den Termin hat Facebook gesetzt, um IE6-Nutzern Zeit zum Wechsel zu geben.

In der Vergangenheit kam es beim Facebook-Chat immer wieder zu Abbrüchen und Störungen. Das soll sich in Kürze ändern - die Veränderungen an der Facebook-Website erfordern jedoch moderne Webbrowser. Der IE6 reicht dann nicht mehr, weil er viele moderne Webstandards nicht unterstützt.

Der 2001 eingeführte IE6 wird trotzdem noch auf vielen Rechnern genutzt, unter anderem in Unternehmen und Behörden . Auch wenn für die Verantwortlichen ein Browserwechsel aus unterschiedlichen Gründen nicht infrage kommt oder nicht ohne weiteres möglich ist, will mittlerweile auch Microsoft den unsicheren IE6 so schnell wie möglich loswerden.

Auch Googles reichweitenstarkes Videoportal Youtube hatte in diesem Jahr offiziell die IE6-Unterstützung eingestellt. Seit Jahren fordern Webmaster und Webdesigner das Ende des alten Browsers.

Quelle : www.golem.de
Titel: Offenes soziales Netzwerk Diaspora startet am 15. September
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2010, 17:56
In einem Status-Update haben die Entwickler von Diaspora bekanntgegeben, dass das dezentrale soziale Netz  am 15. September starten soll. Diaspora funktioniere bereits, derzeit arbeite man noch an übersichtlichen Schnittstellen, mit denen die Benutzer festlegen können, welche Informationen sie mit wem teilen wollen. Zum Starttermin wolle man die Software als Open Source offenlegen.

Diaspora soll ein Peer-to-Peer-basiertes soziales Netzwerk mit fein abgestuften Einstellungen für die Privatsphäre werden, das nicht von einem zentralen Anbieter kontrolliert wird. Dabei soll die Software auf Daten zugreifen können, die in bestehenden Communities gespeichert sind, sie in das eigene System integrieren und bei Änderungen auf Wunsch auch wieder zurückspielen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Kinderporno-Ring auf Facebook aufgeflogen
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2010, 18:14
In Australien, Großbritannien und Kanada wurden insgesamt elf Personen verhaftet, die bezichtigt werden, die Internetseite Facebook.com genutzt zu haben, um Kinderpornografie auszutauschen. Allerdings scheint Facebook nicht optimal mit den Behörden kooperiert zu haben, da man angeblich frühere Hinweise auf den Ring ignorierte.

Durch die Zusammenarbeit der Australian Federal Police, des FBI, der Royal Canadian Mounted Police sowie des britischen Child Exploitation Online Protection Centre gelang es, einen internationalen Kinderporno-Ring, der auf der sozialen Plattform Facebook.com agierte, auffliegen zu lassen. Der Ring habe Bilder ausgetauscht auf denen Minderjährige „schrecklichen Missbrauch erleiden mussten“, so der AFP-Chef Jim Gamble . Elf Menschen konnten verhaftet werden, offenbar auch der Kopf der Bande, berichtet die australische Zeitung Sydney Morning.

Facebook zeigte sich zwar kooperativ und sperrte alle Accounts der Personen, die von den Behörden verdächtigt wurden. Das Soziale Netzwerk konnte aber weiter nicht behilflich sein, da die mutmaßlichen Mitglieder des Kinderporno-Rings sich neue Accounts erstellten. Eine der inhaftierten Personen sprach allerdings bei seiner Verhaftung davon, dass er Facebook mehrmals über den Missbrauch auf der Internetseite informiert hätte. Allerdings reagierte man bei der sozialen Plattform den Behauptungen zufolge nicht darauf.

Dennoch lobte der hochrangige AFP-Mitarbeiter Neil Gaughan die Tatsache, dass Facebook und andere Webseiten die von Dritten stammenden Inhalte ständig auf schädliche Bilder untersuchen würden und sofern es notwenig ist die Behörden informieren.

Bei der „Project Ocean" genannten Operation agierten man weltweit. Die verhafteten Personen stammen aus Australien, Großbritannien und Kanada. Die gesamten Ermittlungen erstreckten sich allerdings auch auf die Schweiz, Südafrika und Deutschland. 


Quelle : www.gulli.com
Titel: Datenschützer fordern Grenzen für Google, Facebook & Co.
Beitrag von: SiLæncer am 30 August, 2010, 19:33
Datenschützer haben demokratisch legitimierte Grenzen für globale Internetfirmen wie Google und Facebook gefordert. "Die Arroganz eines Unternehmens namens Google und die Ignoranz für Grundrechte – das kann so nicht weitergehen", sagte der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz, Thilo Weichert, am Rande einer Tagung der Datenschutzakademie Schleswig-Holstein  am Montag in Kiel. Die Grundrechte der Bürger im Internet müssten per Gesetz besser geschützt werden. Weichert machte allerdings wenig Hoffnung, dass dies noch in dieser Legislaturperiode geschehen könne.

Mehr als 500 Teilnehmer diskutierten darüber, wie das Internetrecht modernisiert werden könne. Angesichts des rasanten technischen Fortschritts konnten die Datenschützer eine gewisse Machtlosigkeit nicht leugnen: "Wir hecheln mit heraushängender Zunge immer hinterher", sagte der Vorsitzende des Datenschutz- Akademieausschusses, Albert von Mutius. Trotzdem müsse weiter versucht werden, die Persönlichkeitsrechte der Bürger im Internet zu schützen und verbindliche Standards zu schaffen.

Der Grundrechtsschutz in der digitalen Welt ist nach Meinung der Datenschützer völlig ungenügend. Gefordert werden nun nationale und europäische Regelungen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, betonte, dass es Signale aus dem Auswärtigen Amt gebe, gemeinsam mit Spanien und Frankreich eine verbindliche internationale Regulierung des Datenschutzes anzustoßen.

Die stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, Marit Hansen, forderte außerdem die einzelnen Internet-Benutzer auf, mehr auf die Freigabe ihrer persönlichen Daten zu achten. "Die Jugendlichen entwickeln sich da schon ganz richtig", sagte Hansen. "Sie sind zum Beispiel bei ihren Profilangaben sehr viel vorsichtiger geworden."

Quelle : www.heise.de
Titel: Greenpeace mahnt Facebook zu Umweltschutz
Beitrag von: SiLæncer am 01 September, 2010, 19:03
Der Gruppe "We want Facebook to use 100% renewable energy (http://www.facebook.com/group.php?gid=311700724500&ref=ts)" haben sich mittlerweile über eine halbe Million Mitglieder des sozialen Netzwerks angeschlossen. Das hat Kumi Naidoo von der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die die Gruppe gegründet hat, zum Anlass für einen Brief  an Facebook-Gründer Marc Zuckerberg genommen. Darin fordert Naidoo, dass Facebook auf klimaschädlich erzeugten Strom verzichtet.

Greenpeace hatte die Facebook-Gruppe im Februar 2010 gegründet, nachdem das Social Network den Aufbau eines eigenen Rechenzentrums in Prineville im US-Bundesstaat Oregon verkündet hatte. Den Strom werde PacifiCorp liefern, das den größten Teil der Elektrizität aus Kohle gewinne, hieß es. Facebook wolle die Größe des Rechenzentrums in Prineville verdoppeln und damit auch die Nachfrage nach Strom, der aus Kohle gewonnen werde, schrieb Naidoo.

Der Greenpeace-Chef fordert von Facebook ein Plan für den Ausstieg aus der Kohlekraft. Das Unternehmen solle bei der Wahl seiner Standorte darauf achten, dass dort erneuerbare Energie beziehbar sei und den Ausstoß seiner Treibhausgase öffentlich beziffern. Als positives Beispiel führt Naidoo den Internetdienstleister Google an, der sich für die Windkraft engagiere.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Aktive Sitzungen aus der Ferne beenden
Beitrag von: SiLæncer am 04 September, 2010, 16:13
Die Entwickler des weltgrößten Social Networks haben ein neues Sicherheitsfeature angekündigt, mit dem die Nutzer aus der Ferne prüfen können, ob sie noch mit anderen Geräten bei Facebook angemeldet sind.

Sollte dies der Fall sein, so können die Facebook-Nutzer auf diese Weise eine Abmeldung vornehmen. Durch den so genannten Remote-Log-out soll verhindert werden, dass Dritte den Account beispielsweise für Identitätsdiebstahl verwenden können. Hintergrund dieser Angelegenheit ist es, dass viele Nutzer vergessen, sich von Facebook abzumelden.

Der Produktmanager von Facebooks Site Integrity Team, Jake Brill, sagte gegenüber 'CNet', dass die Gefahr eines Missbrauchs besteht, wenn jemand die Kontrolle über ein fremdes Konto hat. Die neue Funktion findet sich im Menü Kontosicherheit in den Kontoeinstellungen ein. Geplant ist es, das Feature allen Facebook-Nutzern weltweit zur Verfügung zu stellen.

Zudem sollen die Mitglieder von Facebook so erkennen können, ob sich Dritte einen unbefugten Zugriff auf das Konto verschafft haben. Entsprechende Sitzungen können an dieser Stelle beendet werden.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Verfallsfrist für Daten in sozialen Netzwerken angeregt
Beitrag von: SiLæncer am 05 September, 2010, 13:14
Justizstaatssekretär Max Stadler hat angeregt, Daten in sozialen Netzwerken im Internet mit Verfallsterminen zu versehen. Man strebe hier aber keine gesetzliche Regelung an. "Ein erster Schritt zu mehr Netzsicherheit vor allem für Jugendliche wäre, wenn die Netzwerkbetreiber solche Lösungen freiwillig anbieten würden", sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.

Vor Ablauf des Verfallsdatums könnte der Nutzer eine E-Mail zur Erinnerung bekommen. Er müsste dann ausdrücklich bestätigen, dass er seine Daten weiter im Netz behalten wolle. "Das ist technisch machbar", sagte Stadler. Beispielsweise würden solche Verfallsoptionen auch von Betreibern von Online-Spielen angeboten.

Laut Stadler wird die von der Bundesregierung geplante Stiftung Datenschutz in absehbarer Zeit kommen. Über das Thema sei sich die FDP mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der hier die Federführung habe, einig. Nun werde daran gearbeitet, Geld für die Finanzierung der Stiftung in den Bundeshaushalt einzustellen. Die Stiftung werde drei Aufgaben haben: Sie solle die Bürger über Datenschutz aufklären, vergleichende Untersuchungen durchführen und Produkte und Unternehmen zertifizieren, wenn sie ein bestimmtes Datenschutzniveau einhalten. Weitere Details wie etwa der Sitz der Stiftung müssten aber noch geklärt werden.

Die Debatte über den geplanten Dienst Google Street View habe noch einmal einen Schub für das Bewusstsein um den Datenschutz gebracht, sagte Stadler. Die Gefahr bestehe darin, dass Daten verknüpft und so ganze Bewegungsprofile von Bürgern erstellt werden könnten. "Hier sehe ich eine wichtige Aufgabe für die Stiftung Datenschutz, Aufklärungsarbeit zu leisten, sagte der FDP-Politiker. Die Bürger müssten selbstständig und selbstverantwortlich entscheiden können, was sie an Datensammlungen über sich selbst zuließen.

Union und FDP hatten bereits in ihrem im Herbst 2009 geschlossenen Koalitionsvertrag vereinbart, eine Stiftung Datenschutz zu schaffen. Sie soll den Bürgern – ähnlich wie die Stiftung Warentest – Orientierungshilfe geben.

Quelle : www.heise.de
Titel: Studie: Facebook wird länger genutzt als alle Google-Produkte
Beitrag von: SiLæncer am 12 September, 2010, 14:02
US-amerikanische Internetbenutzer verbringen mehr Zeit auf Facebook als auf Google-Sites – inklusive YouTube und Google Mail. Das berichtet AP  unter Berufung auf Zahlen des Internet-Marktforschers ComScore. Demnach wurde Facebook im August 41,1 Millionen Minuten lang genutzt (9,9 Prozent der gesamten Surfzeit), die Google-Angebote dagegen 39,8 Millionen Minuten lang (9,6 Prozent). Die Yahoo-Dienste kamen ComScore zufolge auf 37,7 Millionen Minuten (9,1 Prozent).

Damit überholt Facebook laut ComScore erstmals die Konkurrenz-Unternehmen. So hätten US-User noch im August vergangenen Jahres lediglich fünf Prozent ihrer Zeit auf Facebook verbracht, ebenfalls fünf Prozent auf Google-Sites und fast zwölf Prozent auf Yahoo. Im August 2007 seien es bei Facebook sogar nur zwei Prozent gewesen, bei Google vier und bei Yahoo über zwölf Prozent. Die ComScore-Zahlen basieren auf Befragungen von zwei Millionen Internet-Usern sowie auf Serverdaten der besuchten Websites.

Google versucht offenbar mit Nachdruck, nicht den Anschluss im Social Web zu verlieren – angeblich arbeitet der Suchmaschinen-Riese an einem eigenen sozialen Netzwerk namens Google Me. Erst im August hatte das Unternehmen das schwedische Start-Up Ångströ übernommen. Die kleine Firma sammelte Informationen aus sozialen Netzwerken und erstellte daraus ein soziales Adressbuch. Ångströ wurde nach der Übernahme eingestellt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter führt neues Design ein
Beitrag von: SiLæncer am 15 September, 2010, 11:12
Der Mikroblogging-Dienst Twitter will für seine Nutzer attraktiver werden, indem sie künftig einfacher Bilder und Videos bereit stellen können. Das Internet-Unternehmen hat nun das neue Design seiner Website vorgestellt, in der Multimedia-Inhalte ohne den Wechsel zu einer anderen Seite angezeigt werden. Auch soll es einfacher werden, sich Informationen über einen anderen Nutzer anzusehen. Für die eingebundene Anzeige von Multimedia-Inhalten ist Twitter Kooperationen mit Dailybooth, DeviantArt, Etsy, Flickr, Justin.TV, Kickstarter, Kiva, Photozou, Plixi, Twitgoo, TwitPic, TwitVid, UStream, Vimeo, Yfrog und YouTube eingegangen.

(http://www.heise.de/imgs/18/5/7/0/0/2/3/nt-twitter.jpg-a4540bfa9293d0a4.jpeg)

In den kommenden Wochen soll die neue Website schrittweise allen Nutzern zur Verfügung stehen. Sie sollen dann mehr Informationen in kürzerer Zeit erhalten, wie Twitter-Chef Evan Williams in einem Interview  erläuterte. Die Idee für das erste große Redesign geht auf ihn zurück. Er hatte sich verwundert darüber gezeigt, dass sich trotz der bislang schwierigen Navigation 160 Millionen Nutzer eingefunden haben – laut Twitter-Statistik  80 Prozent davon über die Website. Nun könnte sie auch für Werbetreibende interessanter werden. Bisher ist Twitter nur zaghaft in die Vermarktung von Werbeplätzen eingestiegen. Auch Marktforscher Augie Ray von Forrester Research sieht laut einem Bericht des San Francisco Chronicle  in dem Redesign einen bedeutenden Schritt. Sein Unternehmen hat herausgefunden, dass 70 Prozent der Twitter-Nutzer lediglich "Zuschauer" sind, die keine eigenen Botschaften verbreiten. Möglicherweise wachse nun dieses Publikum.

Mit dem neuen Design verfügt die Twitter-Website über Funktionen, die bisher von den Herstellern von Clients zur Nutzung des Dienstes bereit gestellt wurden. Das betrifft also Anbieter von Programmen wie TweetDeck, Brizzly und Seesmic. Auf diese Weise ging Twitter bereits mit den Software-Entwicklern auf Kollisionskurs, als es vor einigen Monaten das bis dahin kostenpflichtige iPhone-Programme Tweetie übernahm und dann als offizielle Twitter-App gratis anbot.

Quelle : www.heise.de
Titel: Freies soziales Netzwerk: Diaspora verteilt den Quelltext
Beitrag von: SiLæncer am 16 September, 2010, 12:39
Die Entwickler von Diaspora (http://www.joindiaspora.com/) haben die Quelltexte und Screenshots ihres offenen sozialen Netzes veröffentlicht (http://www.joindiaspora.com/2010/09/15/developer-release.html). Das Projekt, das seit dem Frühjahr über 200.000 US-Dollar Spenden sammeln konnte, ist als Peer-to-Peer-basiertes soziales Netzwerk mit detaillierten Einstellungen für die Privatsphäre ein Gegenentwurf zu Netzen wie Facebook, die unter der Kontrolle eines zentralen Anbieters stehen.

Im Oktober wollen die Diaspora-Macher mit einer Alpha-Version ihrer Software den Betrieb aufnehmen. Diese soll dann auf in Facebook gespeicherte Daten zugreifen und sie in den Datenbestand des nutzereigenen Netzwerkknotens übernehmen können. Modifikationen sollen sich auf Wunsch auch wieder zurückspielen lassen. In dieser Hinsicht unterscheidet es sich von privaten sozialen Netzen wie dem Buddypress, die zwar die Einrichtung eines sozialen Netzes für eine geschlossene Nutzergruppe unter eigener Kontrolle erlauben, aber keine Integration mit anderen Diensten bieten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Ausfall: "Fehlerhafte Fehlerbehandlung"
Beitrag von: SiLæncer am 24 September, 2010, 08:50
Der Ausfall von Facebook  in der Nacht vom Donnerstag zu Freitag, von dem User in Europa, den USA und Südamerika betroffen waren, machte das Social Network für rund zweieinhalb Stunden nicht oder nur schwer erreichzbar. Inzwischen sollen alle Probleme behoben sein, alle User in allen Ländern könnten wieder normal auf Facebook zugreifen, erklärte der Betreiber.

Als Ursache für die Nicht-Erreichbarkeit der Facebook-Seiten gab das Social Network eine "unglückliche Behandlung eines Fehlers" an. Ein automatisiertes System zur Überwachung und Verifizierung von Konfigurationswerten habe dabei mehr Schaden verursacht, als der ursprüngliche Fehler ausgelöst hätte. Durch eine Änderung an der Art, wie ungültige abgespeicherte Konfigurationswerte behandelt werden, habe es eine Überlastung der Datenbank-Cluster gegeben. Zur Behebung des Problems habe man den Datenverkehr in und aus dem Cluster beenden müssen – was einer Stilllegung der gesamten Facebook-Site gleichkam.

Man habe nun das neue Fehlerbehandlungssystem erst einmal wieder deaktiviert und untersuche, wie man es ohne die negativen Auswirkungen implementieren könne. "Wir entschuldigen uns erneut für den Ausfall; wir versichern Ihnen, dass wir die Geschwindigkeit und die Zuverlässigkeit von Facebook sehr ernst nehmen", wendet sich Facebook direkt an die Nutzer.

Quelle : www.heise.de
Titel: Online-Netzwerk Stayfriends fotografiert ungefragt 20 000 Schulen
Beitrag von: SiLæncer am 02 Oktober, 2010, 14:04
Das deutsche Online-Netzwerk Stayfriends, das bei der Suche nach früheren Schulkameraden hilft, eifert dem umstrittenen Dienst Google Street View nach.

Nach Angaben des deutschen Mitbegründers Oliver Thiel werden derzeit rund 20 000 Schulen in ganz Deutschland fotografiert. Eine Erlaubnis werde im Vorfeld nicht eingeholt. Erst nachträglich wolle man die Aufnahmen von den Schulleitern autorisieren lassen, sagte Thiel dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Montagsausgabe). Datenschutzrechtlich sei das unproblematisch, solange die Gebäude ohne Personen und nicht vom Schulgelände aus fotografiert werden, urteilte das Blatt.

Dem Lehrer einer Realschule in Münster soll Gewalt angedroht worden sein, als er das Kennzeichen des Fahrzeugs eines Stayfriends-Fotografen notieren wollte, berichtete das Magazin weiter. Die Firma spielte den Fall herunter und sprach lediglich von einem bedauerlichen Fehlverhalten.

Stayfriends wirbt mit fast elf Millionen Mitgliedern. Im Frühjahr war das Portal in Sachen Datenschutz bereits von der Stiftung Warentest kritisiert worden. "Wenn man seriös sein und mit Schulen kooperieren will, dann ist dieses Vorgehen fragwürdig", kritisierte Ulf Rödde, Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Stayfriends-Aktion.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Facebook ortet jetzt auch in Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 05 Oktober, 2010, 08:56
Das Social Network Facebook hat seinen Ortungsdienst Places, auf deutsch "Orte", auch in Deutschland freigeschaltet. Benutzer können damit ihren Aufenthaltsort bekanntgeben. Außerdem bekommen sie zu sehen, welche Facebook-Nutzer sich in der Nähe befinden und wo sich Freunde gerade aufhalten. Zur Nutzung des Dienstes benötigt man die iPhone-App von Facebook oder ein Gerät, dessen Browser HTML5 und Geolocation unterstützt; die Facebook-App für Android unterstützt Places noch nicht.

Um anderen den Standort mitzuteilen, checkt der Benutzer mit dem Smartphone dort ein. Dazu listet die App eine Reihe von Orten in der Umgebung. Falls sich der Ort, an dem er einchecken möchte, noch nicht in der Liste befindet, kann er auch einen neuen anlegen. Nachdem er an einem Ort eingecheckt hat, sehen die Freunde eine betreffende Statusnachricht. Beim Einchecken kann der Benutzer auch Freunde mit angeben, kurz mitteilen, was er gerade macht, und ein Foto mit hochladen. In der eigenen Rubrik "Personen, die jetzt hier sind" listet Facebook Mitglieder auf, die sich zur selben Zeit am gleichen Ort befinden.

Laut Facebook ist "Orte" zunächst deaktiviert, man muss es von Hand aktivieren. Dennoch sollte man wissen, wo sich die Einstellungen befinden, um es gegebenenfalls deaktivieren zu können. Die Privatsphäre-Einstellungen zu Places verteilen sich auf vier Stellen. Im Menü "Benutzerdefinierte Einstellungen" findet sich der Punkt "Mich im 'Personen, die jetzt hier sind'-Abschnitt anzeigen nachdem ich angegeben habe, wo ich mich befinde". Dieser Punkt ist unkritisch, da Facebook keine Informationen weitergibt, solange man seinen Ort nicht selbst verrät. In der Zeile "Orte, die ich besuche" können Nutzer, die kein Problem mit der Nutzung von Places haben, angeben, welche Nutzerkreise ihre Ortsinformationen zu Gesicht bekommen - Freunde, Freunde von Freunden, "Alle" oder "benutzerdefiniert".

Da Facebook aber die Möglichkeit bietet, dass Dritte auch den Aufenthaltsort eines anderen Nutzers preisgeben, sollte man auf derselben Seite "Freunde können angeben, dass ich mich an einem Ort befinde" auf "Gesperrt" setzen. Ein dritter Punkt findet sich auf der Seite "Anwendungen, Spiele und Webseiten". Dort gilt es, unter "Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind" das Häkchen vor "Orte, die ich besuche"  zu entfernen. Sonst könnten die Anwendungen von Freunden auf die Ortsinformationen zugreifen. Auf der Facebook-Homepage finden sich eine Übersicht (http://www.facebook.com/places/) und eine FAQ (http://www.facebook.com/places/#!/help/?topic=places) zu Places.

Quelle : www.heise.de
Titel: FaceSkype kommt
Beitrag von: SiLæncer am 06 Oktober, 2010, 09:24
Skype und Facebook sollen ineinander verschränkt werden. Die verschiedenen Enden des Internets finden zusammen. Ob man will oder nicht.

Das Motto lautet: Es verschmelzen alle mit allen im Netz. So dass immer zwei Lager übrig bleiben. Und deshalb steht eine nächste Integration an, die spannend sein dürfte. Nutzer von Facebook können vermutlich sehr bald darin Skype nutzen, um statt der müden Chat-Funktion eine Unterhaltung mittels Audio und Video zu führen. Sogar SMS soll möglich sein. Wie genau diese Integration aussehen soll, das ist allerdings noch nicht klar. Man munkelt eben.

Idealerweise könnten alle Nutzer von Facebook via Website oder auch Mobile App skypen. Gut, ausgenommen iPhone-Nutzer, aber die dürfen ja eh kaum etwas. Der Rest ist über mindestens zwei Kanäle erreichbar. Da nun auch Places in Facebook verfügbar ist, lassen sich alle neben einem in der Bar finden, und man spricht am besten via Skype mit einander. Irgendwann wird das schon mit Video gehen. Und alle haben diese Features verfügbar, die bei Facebook angemeldet sind. Oder bei Skype? Das käme dann einer Zwangsmitgliedschaft gleich, denn bisher war immer noch eine Anmeldung bei Skype nötig, um in Skype gefunden und angerufen zu werden. Vor allem dann, wenn im Gegenzug auch ein Anruf vom Skype-Client aus möglich sein sollte. Vielleicht löst sich das in Zukunft galant durch Facebook-Connect. Und schon hat man einen Facebook-Account, den man so eigentlich gar nicht wollte. Flickr-Nutzer, die nun plötzlich bei Yahoo angemeldet sind, wissen, wie das Spiel geht.

Ein Blick in die andere Richtung: Microsoft ist gerade stolz darauf, 30 Millionen Windows Live Blogger zu Wordpress.com zu schicken. Da wird doch dann hoffentlich bald eine Integration von Skype und Facebook in den Blogs möglich sein. Damit sich das Netz zu einer Zwiebel wandelt, deren Service immer noch einen weiteren Service miteinander verschränkt, sobald man ein bisschen tiefer bohrt.

Vielleicht sieht das Motto dann so aus: Der Internet-User der Zukunft wird feststellen, dass er einfach überall dazu gehört, sobald er sich auch nur an einem Ende dieser Servicekette eingehakt hat. So verbindend ist das Netz, dass man keinen Unterschied mehr wahrnehmen wird. Übrig und ausgeschlossen bleiben die kleinen Anbieter, die nicht bei einer Elefantenhochzeit untergekommen sind. Das Netz wird einem Automaten gleichen, der alle Süssgetränke von einem Hersteller bezieht oder alle Hersteller auf ein Format bringen wird, ganz gleich, wie die verschiedenen Fruchtsorten und Brands auch heissen mögen. Um ganz im Bild zu bleiben. Eigentlich steht am Schluss ein riesen Bowleglas da, aus dem sich dann jeder schöpfen möge. Mal mit, mal ohne Früchte. It's all about choice, wie wir wissen.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Facebook-Neuerungen zur besseren Datenkontrolle
Beitrag von: SiLæncer am 07 Oktober, 2010, 09:24
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat eine Reihe von Neuerungen vorgestellt, die Benutzern des sozialen Netzwerks eine bessere Kontrolle über die von ihnen hochgeladenen Inhalte geben sollen. Mit den neuen Gruppen  soll der Anwender geschlossene Benutzergruppen einrichten können. Die dort eingestellten Inhalte bekommen nur die Gruppenmitglieder zu Gesicht. Die Gruppen enthalten außerdem neue Funktionen, die sich laut Facebook viele Nutzer gewünscht hatten. Dazu zählen ein Gruppen-Chat und eine gemeinsame Mailingliste für alle Gruppenmitglieder. Die alten Facebook-Gruppen bleiben weiter bestehen.

(http://www.heise.de/imgs/18/5/7/9/7/9/4/Facebook_Gruppen-7b4b0e6142f8ce0e.png)

Mit einer neuen Übersicht der genutzten Anwendungen sieht der User, welche Anwendungen auf welche persönliche Daten grundsätzlich zugreifen dürfen und auf welche Daten diese Anwendungen zuletzt zugegriffen haben. Der Benutzer kann dort nun seine Einstellungen anpassen oder den Zugriff auf bestimmte Daten grundsätzlich sperren.

Eine weitere Funktion soll dem Benutzer zeigen, welche Inhalte er im Laufe seiner Facebook-Nutzung hochgeladen hat - er soll sie allesamt in einem Rutsch als Zip-Datei herunterladen können. Die Dateien sind offenbar übersichtlich mit einer HTML-Navigation versehen. Ausprobieren konnten wir die Funktion ebensowenig wie die Anwendungsübersicht nicht; sie waren in unseren Profilen noch nicht freigeschaltet. In dem Blog-Posting (http://blog.facebook.com/blog.php?post=434691727130), in dem Zuckerberg die Neuerungen vorstellt, finden sich kurze Videos zur Anwendungsübersicht und zum Download.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: NPD bleibt drin, Anti-NPD-Seite wurde gelöscht
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2010, 11:20
Am Freitag löschte Facebook die Seite von NPD-BLOG.INFO. Und obwohl diese Parteikritiker aus dem sozialen Netzwerk entfernt wurden, blieb die Seite der Partei und ihrer Jugendorganisation bestehen.

Am Freitag wurde bei Facebook die Präsenz von NPD-BLOG.INFO  gelöscht. Begründet wurde das Vorgehen damit, dass dort keine hasserfüllten, bedrohlichen oder obszönen Inhalte gestattet seien. Die Seite der Jungen Nationaldemokraten ist bei FB dem hingegen weiter verfügbar. Auch an der Existenz der Seite der NPD selbst hat sich nichts geändert. Die NPD hatte noch zu Beginn des Jahres damit geworben, dass sie im Web eine Revolution starten will. Die Nazis 2.0 seien auf dem Weg, um über die sozialen Netzwerke mehr Hörer und Leser für ihre Inhalte zu gewinnen.

Das offizielle Parteiorgan der NPD, die „Deutsche Stimme“, definierte die Attribute des dazugehörigen Profils sehr genau. Dem Profil sollte folglich zu entnehmen sein, dass ein Mensch mit Humor, einem anständigen Beruf, regulären Hobbys und normalen Interessen hinter der betriebenen Seite stehen sollte. Die NPD weiß also ganz genau: Mit sympathisch wirkenden Profilen von offenen Menschen lässt sich deutlich mehr erreichen, als mit verbissenen Nationaldemokraten, deren Denken stark kanalisiert zu verlaufen scheint. Mit dem Datenschutz geht man bewusst leger um. „Ihr solltet schon einiges über euch verraten. Nur das bindet andere an euer Profil, schafft Sympathien, bringt einen ins Gespräch, lädt zum Lachen oder Nachdenken ein. Humor ist in dieser virtuellen Welt, auf diesen sozialen Plattformen, mit am wichtigsten.“

Patrick Gensing von NPD-Blog.INFO fand die Mitteilung über die Entfernung seiner Seite sicherlich weniger lustig. Der taz gegenüber gab er bekannt, dass seine Anfragen bei Facebook bis jetzt unbeantwortet geblieben seien. Er kann nicht verstehen, warum man seine Seite entfernte - die der NPD aber nicht. Bedrohlich, obszön und hasserfüllt dürften aber einigen Lesern die Mitteilungen der NPD selbst vorkommen. So erklärt der NPD Kreisvorsitzende von Cham-Schwandorf, Oliver Kasack, wie man mit „bunten Zecken“ umgehen sollte. In seinem Kommentar schreibt er, dass man sie, wie einst KZ-Arzt Josef Mengele, für medizinische Versuche einsetzen könnte. Er schreibt im Scherz dazu, er wüsste, dass er „fies“ sei.

Sehr viel weniger deplatziert dürfte die Kampagne der Amadeu-Antonio-Stiftung ausfallen. Bei netz-gegen-nazis.de bekennen sich soziale Netzwerke offen gegen Rechtsradikalismus. Portale wie Bendecho.com, Clipfish.de, Ednetz.de, Fudder.de, Jappy.de, Kicker.de, knuddels.de, KWICK.de, MeineLeute.de, Spion-Netzwerk, MySpace.com, MyVideo.de, Schueler.cc, Spin.de, Stayfriends.de, Studentum.de, VZ-Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ), Webcity.de, wer-kennt-wen.de und Youtube unterstützen die Aktion. Facebook hingegen nicht.

Uns schrieb der Berliner Journalist und Blog-Betreiber Patrick Gensing: „Facebook scheint an den Bemühungen, rassistische, antisemitische oder neonazistische Propaganda einzudämmen, überhaupt kein Interesse zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass das Unternehmen kaum gegen Seiten der Neonazi-Partei NPD vorgeht. Dabei laben sich die NPD-Anhänger auf Facebook offen an Gewaltfantasien.

Und es kommt noch besser: Facebook beteiligt sich auch nicht an einer Kampagne gegen Neonazis in den sozialen Netzwerken, sondern löscht die Seite von NPD-BLOG.INFO, welches von Kollegen und Experten als wichtiges Recherche-Instrument zum Thema Rechtsextremismus gelobt wird. Mehr Ignoranz und Verantwortungslosigkeit kann man sich bei einem Unternehmen mit diesem Einfluss kaum vorstellen.“

Wir haben heute früh um 9 Uhr beim offiziellen Pressekontakt von Facebook eine Anfrage gestellt. Wir warten derzeit auf eine Antwort, so wie die taz auch.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook: NPD bleibt drin, Anti-NPD-Seite wurde gelöscht (Update)
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2010, 14:12
Die entsprechende Seite wurde nach Aussage der Firma kulow kommunikation aufgrund eines technischen Problems "versehentlich" deaktiviert. Die Seite ist jetzt wieder online. Wir von gulli freuen uns natürlich, dass wir bei der "Lösung" derart schwerwiegender "technischer" Probleme helfen konnten. Die Internetpräsenz der NPD hingegen war über das Wochenende hinweg ohne jede Unterbrechung erreichbar.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Gegen Account-Diebstahl: Facebook führt Einmal-Passwörter ein
Beitrag von: SiLæncer am 13 Oktober, 2010, 12:44
Facebook, das populärste Soziale Netzwerk, führte am gestrigen Dienstag einen neuen Service ein. Ab sofort sollen sich Facebook-Nutzer auch von öffentlichen oder anderen unsicheren Rechnern einloggen können, ohne ihr Benutzer-Passwort eingeben zu müssen und damit ihren Account zu gefährden. Zu diesem Zweck können die Nutzer nun Einmal-Passwörter anfordern.

Die Einmal-Passwörter sind nach dem Versenden 20 Minuten lang gültig. Diese werden auf das Mobiltelefon des Nutzers verschickt. So sollen die Risiken von Maschinen, die beispielsweise mit Keyloggern verseucht sind, oder von unsicheren WLANs minimiert werden. "Wir führen Einmal-Passwörter ein, um es sicherer zu machen, öffentliche Computer an Orten wie Hotels, Cafés oder Flughäfen zu benutzen. Wenn Sie beim Zugriff auf Facebook irgendwelche Bedenken über die Sicherheit des Computers, den sie nutzen, haben, können wir ihnen statt Ihres normalen Passworts ein Einmal-Passwort per SMS schicken," bloggte Facebook-Mitarbeiter Jake Brill zu dieser Neuerung.

Um den Dienst nutzen zu können, muss allerdings die entsprechende Telefonnummer bei Facebook hinterlegt sein. Dies könnte einige datensparsame Nutzer abschrecken. Ist die Nummer hinterlegt, reicht es, die Abkürzung "otp" (für "one time password") an eine bestimmte Nummer zu schicken, um ein Einmal-Passwort zu erhalten. Bisher steht der Dienst nur einigen Betatestern zur Verfügung. Es soll allerdings nur Wochen dauern, bis er für alle verfügbar ist.

Parallel wurden gestern noch zwei weitere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vorgestellt. Die erste ist die Möglichkeit, sich remote auszuloggen, falls man - beispielsweise auf einem öffentlichen Rechner - vergessen hat, sich auszuloggen. Die zweite ist ein Feature, dass die Benutzer anweist, ihre Sicherheitsinformationen regelmäßig zu ändern.

Mit den neuen Maßnahmen will man den Account-Diebstahl eindämmen. Kompromittierte Facebook-Accounts werden häufig zum Versenden von Spam-Nachrichten oder zum Ausspähen anderer Benutzer verwendet. Durch ihre Vertrauenswürdigkeit und die Freundesliste sind sie für Cyberkriminelle wertvoll, da sie ihre Aktionen unter dem Deckmantel der Legitimität durchführen können.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook - Nutzerdaten an Datenhändler verkauft
Beitrag von: SiLæncer am 01 November, 2010, 12:02
Mehrere Facebook-Applikationen haben Nutzerdaten absichtlich ausgelesen und an mindestens einen Datenhändler übertragen. Die entsprechenden Entwickler hat Facebook für mehrere Monate ausgeschlossen.

Das kürzlich bekanntgewordene Datenleck bei Facebook ist offensichtlich nicht aus Versehen entstanden: Die Nutzer-IDs (UID) seien absichtlich aus den Applikationen ausgelesen und an Datenhändler verkauft worden, schreibt Mike Vernal, Entwickler bei Facebook, in einem Blog des sozialen Netzes.

Schwerer Verstoß

Das absichtliche Abschöpfen und die Weitergabe von Nutzerdaten an Datenhändler und Werbenetze stellten einen Verstoß gegen die Datenschutzregeln dar. Diese Verletzung nehme Facebook sehr ernst. Die Entwickler der betroffenen Applikationen seien für ein halbes Jahr gesperrt worden und hätten so lange keinen Zugriff auf alle Facebook-Dienste. Gegenüber Datenhändlern habe Facebook "null Toleranz, weil sie das untergraben, was Nutzer von Facebook erwarten."

Offensichtlich war es ein Datenhändler, Rapleaf, der von sich aus Facebook über den Datenverkauf informiert hat. Rapleaf habe sich bereiterklärt, sämtliche UIDs in seinem Besitz zu löschen und nicht in dem sozialen Netz aktiv zu werden. Ob noch weitere Datenhändler beteiligt sind, teilte Facebook nicht mit.

Keine Topapplikationen

Der Schaden hält sich laut Vernal in Grenzen: Es handele sich um "weniger als ein Dutzend, meist kleine Entwickler", schreibt er. Ihre Applikationen gehörten nicht zu den zehn meistgenutzten. Bei Bekanntwerden des Datenlecks war davon die Rede gewesen, dass auch die Topapplikationen UIDs übertragen hätten. Darunter soll auch das beliebte Browserspiel Farmville gewesen sein.

Die UID dürfe in keinen Fall die Applikation oder die Dienste, die gebraucht würden, damit diese laufe, verlassen, erklärte der Facebook-Mitarbeiter den Entwicklern. Sollte es doch nötig sein, eine eindeutige Kennung an Dritte zu übertragen, müsse diese anonymisiert sein. Anfang dieser Woche wolle Facebook ein System einrichten, das die Entwickler in so einem Fall nutzen müssen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook stellt zahlreiche Neuerungen vor
Beitrag von: SiLæncer am 03 November, 2010, 21:36
Facebook hat heute eine Pressekonferenz auf seinem Firmengelände in Kalifornien abgehalten, bei der sich alles um die mobile Welt gedreht hat. Das Unternehmen stellte einige interessante Neuerungen vor.

Zunächst stellte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die Wichtigkeit der mobilen Plattform heraus. Noch vor einem Jahr nutzten 65 Millionen Menschen das soziale Netzwerk auf ihren mobilen Endgeräten, heute sind es bereits 200 Millionen. Unternehmen können hier bereits ein riesiges Publikum ansprechen.

Neue Apps für iOS und Android

Zuckerberg nutzte die Gelegenheit, die neuen Versionen der Facebook-App anzukündigen. Demnach wird Facebook sowohl für Android als auch für iOS in einer neuen Version erscheinen.

Unter Android fehlten der kleinen Anwendung bislang einige wichtige Funktionen, beispielsweise die Unterstützung für Facebook Places (Orte). Dieses Feature wird mit dem aktuellen Update nachgereicht. Hinzu kommt der Support für das kürzlich vorgestellte Gruppen-Feature. Facebook für Android steht ab sofort in Version 1.4.0 im Android Market zur Verfügung.

Auch die iPhone-App des Social Networks hat ein Update erfahren. Hier wird die neue Gruppen-Funktionalität unterstützt. Zudem wird Facebook Places um einige nützliche Funktionen erweitert. So kann man beispielsweise Freunde einchecken, sofern diese es zulassen. Außerdem kann man direkt beim Einchecken ein Foto hochladen, um seinen Freunden zu zeigen, wo man sich gerade aufhält.

Hinkte die Facebook-App der iOS-App in Sachen Funktionsumfang bislang hinterher, sollen sie sich nun deutlicher näher sein. Für das iPad wird es zunächst keine App geben, da Facebook bislang noch nicht entschieden hat, wie man derartige Geräte behandeln wird.

Kein Facebook-Handy geplant

In den letzten Monaten wurde sehr viel und ausgiebig über ein Smartphone aus dem Hause Facebook spekuliert, möglicherweise sogar mit einem eigenen Betriebssystem. Zuckerberg machte unmissverständlich klar, dass etwas Derartiges nicht geplant ist.

Facebook versteht sich als Unternehmen, in dem es um die Vernetzung von Menschen geht. Dabei soll es keine Rolle spielen, auf welche Plattform bzw. auf welches Geräte die Personen setzen - Facebook soll sie verbinden. Diese Strategie wird man auch weiterhin verfolgen.

Single Sign-On

Laut den Erklärungen von Facebook ist es bis heute unnötig kompliziert, sich auf einem mobilen Endgerät bei einem Dienst oder einer Website einzuloggen. Viele Leute nutzen lange Passwörter mit vielen Sonderzeichen, für deren Eingabe man auf dem Handy ewig benötigt. Zudem ist man frustriert, wenn man sich vertippt hat und nochmal neu beginnen muss.

Mit dem Single Sign-On will Facebook dieses Problem lösen. Entwickler können diese Technologie in ihre Produkte integrieren, ganz egal ob es sich dabei um eine Website oder eine App handelt. Der Anwender kann sich mit nur einem Klick auf den Login-Button anmelden und das Angebot nutzen.

Dafür wird der Facebook-Account genutzt, mit dem man ohnehin auf dem Smartphone eingeloggt ist, zumindest in der installierten Facebook-App oder im Browser. Der Anwender muss seine Facebook-Zugangsdaten also nicht erneut eingeben, sondern wird tatsächlich mit einem Klick eingeloggt. Geschieht das zum ersten Mal, muss der entsprechenden Anwendung noch die Berechtigung erteilt werden.

Für den Start des Single Sign-Ons konnte Facebook einige Partner gewinnen, die von der Technologie Gebrauch machen. Dazu gehört beispielsweise der Dienstleister Groupon, der Sonderangebote in allen Bereichen des Marktes vermittelt. Ähnlich wie die Registrierung mit Hilfe des Facebook-Accounts bei zahlreichen Web-Diensten, dürfte auch der Single Sign-On in der mobilen Welt eine weite Verbreitung finden.

Location API

Im Rahmen der Vorstellung von Facebook Places (Orte) wurde auch eine Entwicklerschnittstelle (API) geschaffen, über die man auf die ortsbezogenen Features von Facebook als externer Entwickler zugreifen kann. Bislang war dies jedoch lediglich in lesender Art und Weise möglich. So konnte man in eigenen Anwendungen auslesen, wo sich die Facebook-Freunde gerade aufhalten.

Jetzt hat Facebook das gesamte API für Entwickler geöffnet. Man kann nun also in einer eigenen Anwendung den Standpunkt des Nutzers bestimmen, diesen mit einem bekannten Punkt in der Umgebung abgleichen und dies als so genannten Checkin präsentieren. Diese Checkins lassen sich nun auch zu Facebook exportieren, so dass sie mit dem dortigen Datenbestand abgeglichen werden können.

Was auf den ersten Blick ziemlich unverständlich klingt, ist in der Praxis eigentlich unkompliziert. Gehen wir beispielsweise von der bekannten Mobile-App Qype aus. Dort kann man Restaurants, Bars und viele andere Orte in der unmittelbaren Umgebung entdecken und dort neuerdings auch einchecken. Bislang war es nicht möglich, die eigenen Facebook-Freunde auf diesen Checkin aufmerksam zu machen. Dank der Öffnung des APIs kann man nun auch via Facebook mitteilen, dass man sich bei Mc Donalds in Berlin befindet und gern Gesellschaft hätte.

Deals

Die letzte Neuerung, die Facebook heute vorgestellt hat, sind die so genannten Deals. Bislang war die Kommunikation zwischen einem Ladenbesitzer und dem Kunden einseitig. Der Kunde kann einchecken und somit signalisieren, dass er ein bestimmtes Geschäft gerade besucht, doch dabei blieb es dann auch.

Facebook sieht in diesen ortsbezogenen Diensten großes Potential für Unternehmer. Sie können ihren Kunden, die virtuell einchecken, mit bestimmten Deals für ihren Besuch und die damit verbundene Werbung (Facebook-Freunde sehen, wo man eincheckt) danken.

Am einfachsten lässt sich dies anhand eines Beispiels erklären. Man möchte abends noch etwas trinken gehen und schaut auf dem Smartphone nach, welche Kneipen sich in der unmittelbaren Umgebung befinden. Dank Facebook Deals haben die Inhaber der Lokale die Möglichkeit, die potentielle Kundschaft mit speziellen Angeboten zu sich zu locken. Dies könnte beispielsweise ein kostenloses Bier für jeden sein, der bei Facebook in die Kneipe eincheckt.

Für die Ladenbesitzer ist es sehr einfach, derartige Deals aufzusetzen. Facebook stellt ihnen eine einfach gestaltete Website zur Verfügung, auf der sie zwischen vier verschiedenen Deals wählen können. Dabei handelt es sich um die Kategorien Individual (beispielsweise ein kostenloses Bier), Loyalty (die moderne Form der Kundenkarte; der zehnte Döner ist umsonst, es gibt sogar virtuelle Stempel), Friends (spezielle Angebote wenn man noch Freunde mitbringt) sowie Charity (für den Besuch der Lokalität wird etwas gespendet).

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook will angeblich E-Mail-Dienst starten
Beitrag von: SiLæncer am 12 November, 2010, 12:43
Das soziale Netzwerk Facebook will sein Angebot nach Medienberichten um einen eigenen E-Mail-Dienst ausbauen. Facebook wolle die Weiterentwicklung der bisherigen Nachrichten-Funktion am Montag vorstellen, berichteten US-Medien am Freitag. Das Unternehmen selbst machte heise online gegenüber keine Angaben zum Thema der angekündigten Veranstaltung - stilisierte Sprechblasen-Symbole auf der Einladung deuten aber darauf hin, dass es um die Kommunikation zwischen den Mitgliedern gehen dürfte.

Mit einem eigenen E-Mail-Dienst würde Facebook seine 500 Millionen Nutzer noch enger an sich binden - zum Nachteil von Konkurrenten wie Google mit seinem Mail-Dienst GMail. Wie das Technologie-Blog TechCrunch berichtete, soll am Montag das bisher geheime "Project Titan" vorgestellt werden, das intern auch als GMail-Killer tituliert wird. Demnach soll jeder Facebook-Nutzer eine eigene E-Mail-Adresse unter der Domain facebook.com bekommen. Derzeit können sich Facebook-Nutzer untereinander zwar auch schon Nachrichten schreiben, sind aber nach wie vor auch auf externe E-Mail-Dienste angewiesen. Zudem berichtete ZDNet, in das neue Facebook-Produkt sollten auch Web-Versionen von Microsofts Office-Programmen wie Word, Excel und PowerPoint integriert werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Neues Facebook-Feature "kein E-Mail-Killer"
Beitrag von: SiLæncer am 15 November, 2010, 22:22
Facebook-CEO Mark Zuckerberg brachte am heutigen Montag Licht in das Dunkel der anhaltenden Spekulationen über ein neues Nachrichtensystem auf Facebook. Das neue Feature, eine Art "sozialer Messenger", soll laut Zuckerberg "kein E-Mail-Killer" sein, sondern "ein Kommunikationsmedium, dass Aspekte von E-Mails mit einbezieht".

Mit Hilfe des Dienstes soll man mit mehreren Benutzern gleichzeitig auf mehreren "Kanälen" kommunizieren können. Dabei sollen Facebook-Chat, Instant Messages diverser Messenger, SMS und auch E-Mail integriert sein. Daneben soll eine "soziale Inbox" existieren, die eingehende Nachrichten nach Relevanz und anderen Kriterien filtert. Es wird vermutet, dass der Dienst es - im Gegensatz zu den bisherigen Möglichkeiten auf Facebook - auch die Kommunikation mit Personen erlaubt, die bei einem anderen Mailprovider sind.

Das neue System soll im Laufe der nächsten Wochen schrittweise in das Soziale Netzwerk eingebaut werden. Zuckerberg erklärte, er reagiere damit auf die Beschwerden zahlreicher junger Menschen. Diese, so der Facebook-Gründer, würden E-Mail oft nicht oder nur selten nutzen, weil ihnen dieses Medium "zu langsam" und "zu formell" erscheine. In dieser Lücke soll sich der neue Dienst platzieren.

Im Vorfeld hatte es zahlreiche Spekulationen über das neue Feature gegeben (gulli:News berichtete). Der neue Dienst wurde unter anderem als "GMail-Killer" gehandelt - was ja, wie Zuckerberg nun erklärte, nicht die Intention ist. Auch gab es Spekulationen, dass jeder Facebook-Nutzer künftig eine eigene "@Facebook.com"-Mailadresse bekommen kann. Dies immerhin scheint laut einem Tweet der CNN-Technik-Redaktion zu stimmen.

Wie viele Benutzer von dem neuen Feature Gebrauch machen werden, ist allerdings fraglich. In einer nichtrepräsentativen Umfrage des Blogs Lifehacker jedenfalls zeigt sich die Mehrheit der Befragten skeptisch. 42% geben - wohl aufgrund des schlechten Rufs des Sozialen Netzwerks in Sachen Datenschutz - an, sie würden Facebook nicht genug vertrauen, um der Seite Zugriff auf ihre Mailbox zu geben. Ein weiteres Drittel ist nach eigenen Angaben so zufrieden mit Googles GMail, dass es auf keinen Fall umsteigen will. Lediglich rund 14% der Befragten wollen den neuen Facebook-Dienst auf jeden Fall ausprobieren. Der Rest ist eher unentschlossen oder will nur unter bestimmten Bedingungen mitmachen.

Ob sich das neue Kommunikations-System also als weitere Erfolgsgeschichte für Facebook erweist, wird sich erst noch zeigen.


Quelle : www.gulli.com
Titel: Verbraucherschützer verklagen Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 29 November, 2010, 12:19
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) will das Online-Netzwerk Facebook gerichtlich zu einem sensibleren Umgang mit privaten Informationen zwingen. Die Organisation sieht den Datenschutz und die Verbraucherrechte verletzt und reichte daher Klage vor dem Landgericht Berlin ein, teilte der vzbv am Montag in Berlin mit. Das auch in Deutschland millionenfach genutzte Facebook habe zuvor eine Abmahnung des vzbv ignoriert.

Die Verbraucherschützer prangern vor allem die Funktion des "Freundefinders" auf Facebook an, mit dem Nutzer über ihre E-Mail-Kontakte nach Bekannten suchen. Sind diese noch nicht Mitglied bei Facebook, werden die Adressen für eine Einladung zur Registrierung in dem Netzwerk genutzt. Dafür fehle aber die nötige Einverständniserklärung der Eingeladenen, schreibt der vzbv.

Auf die Aufforderung zur Nachbesserung habe die Internet-Plattform nicht reagiert. "Wir sehen uns daher gezwungen, die Einhaltung von Verbraucher- und Datenschutzstandards gerichtlich zu erzwingen", erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Facebook konnte noch keine detaillierte Stellungnahme abgeben, da die Klage nicht vorliege. Gleichzeitig verwies eine Sprecherin auf Gespräche von Facebook mit dem Datenschutzbeauftragten in Hamburg, bei dem es auch um die Funktion des "Freundefinders" gehe.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook führt neu gestaltete Profilseiten ein
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2010, 07:40
Facebook hat am Sonntag eine optisch überarbeitete Version der Profilseiten vorgestellt. Ab sofort kann man das neue Design aktivieren. Spätestens Anfang 2011 sollen alle Nutzer des sozialen Netzwerks wechseln.

Die neue Profilseite beginnt mit einer Momentaufnahme. Eine kurze Zusammenfassung zeigt, wo man gerade arbeitet, wo man wohnt und was es noch wichtiges zu wissen gibt. Da Bilder mehr sagen als 1000 Worte, folgen die Fotos, auf denen man zuletzt markiert wurde.

Bei der Vorstellung des Arbeitgebers gibt es nun deutlich mehr Möglichkeiten. So kann man beispielsweise Projekte hinzufügen, an denen man gearbeitet hat. Sogar die Personen, mit denen man zusammengearbeitet hat, lassen sich aufführen. Selbiges gilt für die Bildungseinrichtung, an der man gerade studiert. Hier lassen sich einzelne Kurse und Kommilitonen angeben.

(http://screenshots.winfuture.de/Neue-Profilseite-bei-Facebook-1291616608.jpg)

Auf der eigenen Profilseite kann man jetzt zeigen, was einem wichtig ist. So erscheinen die Hauptinteressen als Bilderreihe, die sich nach Wichtigkeit sortieren lässt. Auch besonders wichtige Freunde können auf der Profilseite hervorgehoben werden. Besucht man das Profil eines Freundes, kann man auf einem Blick erkennen, welche Dinge man gemeinsam hat.

Weitere Informationen: Neue Profilseite bei Facebook aktivieren (http://www.facebook.com/about/profile/)

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook testet automatische Gesichtserkennung
Beitrag von: SiLæncer am 16 Dezember, 2010, 14:43
Das soziale Netzwerk Facebook testet derzeit mit einem geschlossenen Benutzerkreis eine neue Funktion, die den Mitgliedern dabei helfen soll, Freunde auf hochgeladenen Bildern zu markieren (taggen). Das hat Facebook in einem Blog-Posting bekannt gegeben. Die Tag-Vorschläge (tag suggestions) sollen die Zuordnung insbesondere beim Upload größerer Bilderreihen vereinfachen.

Wenn ein Mitglied Bilder hochlädt, versucht Bilderkennungssoftware sie mit anderen Bildern des Mitglieds oder seiner Freunde abzugleichen. Bilder, in denen sie die gleiche Person zu erkennen glaubt, gruppiert sie gemeinsam, sodass der Benutzer sie einfacher in einem Rutsch markieren kann. Wann immer der Facebook-Gesichtserkenner ein Mitglied auf Basis der bereits hochgeladenen Bilder zu erkennen glaubt, schlägt sie den Namen für die Markierung vor. Dem Bearbeiter der Bilderreihe soll auf diese Weise die Arbeit erspart werden, Bild für Bild dieselbe Person anzugeben.

Wie bisher sollen Mitglieder nur sich selbst und Freunde taggen können. Facebook kündigt in dem Blog-Eintrag an, dass es eine eigene Privacy-Option geben wird, mit der Mitglieder die Tag-Vorschläge für sich deaktivieren können. In den USA soll die neue Funktion in den "nächsten Wochen" freigeschaltet werden. Wann sie in Deutschland freigegeben wird, konnte Facebook heise online gegenüber nicht sagen.

Das Markieren der eigenen Person lässt sich in den Facebook-Optionen nicht grundsätzlich abstellen. Allerdings kann man dafür sorgen, dass man nur selbst die Markierungen von sich zu Gesicht bekommt. Die betreffende Option "Fotos und Videos, in denen ich markiert bin", findet sich in den benutzerdefinierten Einstellungen der Privatsphäre-Optionen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook angelt mit Sicherheitsköder nach Nutzerdaten
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2010, 10:37
Facebook reagiert auf Vorwürfe unsicheren Umgangs mit Nutzerdaten und bietet an, das Konto sicherer zu machen. Dadurch wird natürlich alles noch schlimmer, was aber niemanden ernsthaft überraschen sollte.

Nachdem selbst Verbraucherschutz-Bundesministerin Ilse Aigner medienwirksam und garantiert folgenlos angekündigt hatte, aus dem Social Network auszutreten, um so gegen Datenschutzverstösse des Unternehmens zu protestieren, rollt das dunkle Zuckerberg-Imperium die Sicherheitsfrage neu auf.

(http://www.heise.de/bilder/148978/0/0)

Na endlich, denkt sich der verantwortungs- und privatsphärenbewusste Internetnutzer, das wurde ja auch Zeit. Das klicken wir gleich an. Tatsächlich öffnet sich einleitend der Blick auf ein Fenster, das eine Aktualisierung der Sicherheitsinformationen verspricht.

(http://www.heise.de/bilder/148978/1/0)

Etwa, wie im Fließtext vorgeschlagen, durch Eingabe einer zweiten Email-Adresse. Dadurch, so lautet die feinsinnige Erklärung, werde das Konto geschützt, falls man Zugriff auf die bisher verwendete Email-Adresse verlöre. Eine nicht vollständig zufrieden stellende Erklärung. Also weiter zu Sicherheitsstufe 2: Telefonnummer.

(http://www.heise.de/bilder/148978/2/0)

Ich kann also meine Datensicherheit erhöhen, indem ich mich "für Facebook-Handy anmelde"? Im Ernst? Und welche Möglichkeiten bieten sich mir da?

(http://www.heise.de/bilder/148978/3/0)

Ich kann, sicherheitsbewusst wie ich bin, das Land auswählen, und den Mobilfunkanbieter, allerdings hier nur O2. Der dann anzunehmenderweise davon in Kenntnis gesetzt wird, dass ich ein sicherheitsbewusster Facebooknutzer bin und darüber hinaus interessiert an sicherheitsintensiven Mobilfunkanwendungen. Der zusätzliche Sicherheitsgewinn dieser Massnahme erschliesst sich mir auch diesmal nicht. Der zusätzliche Quervermarktungserfolg für Facebook liegt dagegen auf der Hand. Also weiter zu Schritt 3: Die Sicherheitsfrage.

(http://www.heise.de/bilder/148978/4/0)

Eine solche Abfrage kennt der erfahrene Surfer von diversen Diensten der Online-Welt, sie bietet tatsächlich eine Notbremse bei verlorenem Passwort. Nur die tatsächliche Sicherheit des Benutzerkontos berührt sie in keiner Weise. Und ausserdem: Was geht Herrn Zuckerberg der Geburtsort meiner Mutter, der Name meines Erstklasslehrers oder der Wohnort meiner Kindertage an? Ein verschusseltes Passwort bekomme ich auch ohne solche Zusatzinfos.

Diese allerdings runden das Dossier, das Facebook über mich und meine Bekannten führt, noch einmal ab, die Quervermarktungsmöglichkeiten erweitern sich dadurch. Für den Benutzer bedeutet dieser Neusprech (im Orwell'schen Sinn) eine weitere Aufweichung seiner Privatsphäre, und eine zunehmende Begriffsverwirrung: Sicherheit ist "Targeted Advertising", Unsicherheit ist Bequemlichkeit. Wie gut, dass die Blogosphäre niemals schläft und immer einer wach genug ist, um zu meckern.

Womöglich genügt der oben beschriebene Sicherheitsschwindel, um desinteressierte Mitglieder der Politikerkaste ruhig zu stellen. Damit lastet die Verantwortung für das Enthüllen und Unbrauchbarmachen solcher Honey Pots auf der "Publikative", wie die vierte Gewalt im Staat inzwischen bei der bekanntlich netz-affineren Piratenpartei heißt. Und auf ihren Lesern.


Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Aufbruch in die Diaspora
Beitrag von: SiLæncer am 31 Dezember, 2010, 09:56
Der laxe Umgang des größten sozialen Netzwerks der Welt mit Nutzerdaten hat in diesem Jahr hohe Wellen geschlagen. Das quelloffene Alternativprojekt Diaspora will es besser machen: Vier New Yorker Studenten haben den dezentralisierten Ansatz entwickelt, den Nutzer entscheidend mitfinanzierten. Offiziell am 24. April aus der Taufe gehoben, stellte das Team Mitte September eine Entwickerlerversion der zugrundeliegenden Software ins Netz. Ende November gingen dann die ersten Einladungen zur Alpha-Version von Diaspora an die Nutzer.

Technology-Review-Autorin Erika Jonietz hat sich das neue Netzwerk zum Jahreswechsel näher angesehen. In ihrem Erfahrungsbericht kommt sie zu dem Schluss, dass Diaspora durchaus vielversprechend ist. Auch wenn das Netzwerk noch einige technische Kinderkrankheiten habe und bislang nur spärlich bevölkert sei, weise es doch sehr interessante Unterschiede zu den kommerziellen Mitbewerbern auf.

Verglichen zum grellen Facebook erscheine Diaspora geradezu wie die ruhige, minimalistische Klause eines Zen-Anhängers. "Anders als bei Facebook und der Konkurrenz kann man verschiedene soziale Kreise leicht voneinander trennen." Dazu gibt es die sogenannten Aspekte, unter denen man seine Freunde sortieren kann. Voreingestellt sind "Arbeit" und "Familie", doch neue Gruppen lassen sich schnell hinzufügen. "Mit deren Hilfe lässt sich genau einstellen, wer welche Statusmeldung zu sehen bekommt. Auf jeder Seite ist leicht nachzuvollziehen, welche Information wohin geflossen ist." Jonietz' Fazit: "Ich werde Diaspora weiterhin nutzen und hoffe, dass es meine Facebook-Sucht eindämmt – und dass meine Daten dort wirklich mir gehören."

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    * Bye-bye Facebook (http://www.heise.de/tr/artikel/Bye-bye-Facebook-1156977.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Identitätsdiebstahl: Facebook zwingt Nutzer zu Ehrlichkeit
Beitrag von: SiLæncer am 03 Januar, 2011, 14:37
Wer Facebook sein Geburtsdatum verschweigt, um sich vor Missbrauch der Identität zu schützen, fliegt raus. Zum Schutz vor Missbrauch, lautet die seltsame Begründung.

Datenschutz fängt für Volker Steinhoff damit an, so wenig persönliche Informationen wie möglich in Umlauf zu bringen. Und so gab er ein falsches Geburtsdatum an, als er sich bei Facebook anmeldete. Fortan gratulierten ihm Kollegen und Bekannte am falschen Tag zum Geburtstag. Die falschen Glückwünsche nervten den Journalisten, der als Redaktionsleiter des ARD-Magazins Panorama arbeitet. Also änderte er es, machte sich dabei gleich noch um 30 Jahre jünger und setzte es auf "verbergen".

Diese Verjüngungskur allerdings fand Facebook nicht witzig, Steinhoffs Account wurde prompt gesperrt. "Your account has been temporarily suspended because it lists a fake date of birth. Providing false information on your account is a violation of Facebook's Statement of Rights and Responsibilities", teilte man Steinhoff noch am gleichen Tag in einer E-Mail mit. Bis auf weiteres also sei sein Profil gesperrt, da er ein falsches Geburtsdatum angegeben und damit gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen habe.

Tatsächlich heißt es unter Punkt 4.1. der Nutzungsbedingungen: "Du wirst keine falschen persönlichen Informationen auf Facebook bereitstellen oder ohne Erlaubnis ein Profil für jemand anderes erstellen." Den Bestimmungen muss jeder Nutzer bei der Anmeldung zustimmen.

Doch wozu braucht das Netzwerk überhaupt das reale Geburtsdatum? Geht es darum, so viele private Kundendaten wie möglich zu sammeln? Das Unternehmen erklärt, es verfolge eine Klarnamenpolitik. Auf diese Weise wolle man seine Nutzer unter anderem vor Identitätsmissbrauch schützen.

Der Missbrauch persönlicher Daten ist eines der am stärksten wachsenden Delikte im Internet. In den USA ist bereits jeder 20. von Identitätsdiebstahl betroffen. Auch hierzulande steigt die Zahl der Fälle. Mehr als den Namen und eben das Geburtsdatum braucht es nicht, um sich der Identität eines anderen zu bemächtigen und damit beispielsweise Straftaten wie Warenkreditbetrug zu begehen.

Nutzerprofile in sozialen Netzwerken laden zum Identitätsdiebstahl geradezu ein. Darum warnen Datenschützer seit langem davor, das reale Geburtsdatum bei Facebook, LinkedIn und Co. anzugeben und wenn, es wenigstens nicht öffentlich einsehbar zu machen.

Doch selbst wenn solche Informationen nur für einen begrenzten Personenkreis oder für niemanden einsehbar sind - ausschließen können es die Anbieter nicht, dass solche Daten in die Hände von Dritten gelangen. Immer wieder gibt es Berichte, dass Adresshändler und Werber Zugriff bekommen haben oder ganze Datenbanken illegal weitergereicht wurden. Und es ist fraglich, ob soziale Netzwerke im Falle eines Missbrauchs Schadensersatz leisten. Immerhin hat der Nutzer sich freiwillig in die Gefahr begeben. Nahezu freiwillig zumindest, wie das Beispiel Facebook zeigt.

Rechtslage noch unklar

"Die Rechtslage ist noch sehr unklar. Bei einem internationalen Anbieter wie Facebook muss zunächst einmal festgestellt werden, ob überhaupt deutsches Recht anwendbar ist", sagt der IT-Rechtsexperte Michael Wollenhaupt aus Berlin. Auch er warnt davor, das Geburtsdatum bei Facebook zu veröffentlichen. Es müssten allerdings zwei wesentliche Dinge unterschieden werden: "Dass ein Unternehmen wie Facebook die personenbezogenen Daten abfragt, ist nicht ungewöhnlich. Wenn Nutzer ihre Geburtsdaten in den Profilen aber veröffentlichen, liegt das in ihrem Verantwortungsbereich."

Trotzdem bleibt eine rechtlich noch offene Frage: Darf das Geburtsdatum überhaupt von einem sozialen Netzwerk abgefragt werden? Das sei nicht abschließend geklärt, sagt Wollenhaupt. "Wenn dies aber zu bejahen ist, dürfte Facebook auch einen Anspruch auf richtige Daten haben und könnte diese auch prüfen."

Wie aber funktioniert das? Volker Steinhoff vermutet, dass Facebook das Verhalten seiner Nutzer beobachtet und auswertet. "Die werden eine interne Software dafür verwenden, um die Änderung solcher Daten zu verfolgen. Wahrscheinlich registrieren sie noch ganz andere persönliche Daten", vermutet der Journalist.

Facebook hingegen erklärt, Accounts würden erst gesperrt, wenn andere Nutzer sie als nicht authentisch meldeten. Erst dann prüfe ein Team die Inhalte des Profils. Genau dies sei im Falle des Journalisten geschehen.

Volker Steinhoff glaubt daran nicht. Dass einer seiner wenigen Kontakte seinen Account als bedenklich gemeldet habe, hält der Journalist für unwahrscheinlich. Vor allem, weil das Datum nach der zweiten Änderung für niemanden mehr sichtbar war. Wie konnten andere Nutzer da erkennen, dass es falsch war? "Vielleicht sollte ich meine Freunde auf Facebook mal danach fragen?", sagt Steinhoff und lacht.

Lustig allerdings fand er die ganze Geschichte nicht und auch nicht die Art und Weise, wie das Netzwerk damit umging. Als das Unternehmen beispielsweise erfuhr, dass er Redaktionsleiter eines politischen Fernsehmagazins ist, war das reale Geburtsdatum auf einmal nicht mehr so wichtig. "Plötzlich reichte es aus, das Geburtsjahr anzugeben", sagt Steinhoff.

Worum also geht es Facebook? Wenn es das Ziel ist, Missbrauch zu verhindern und die seltsame Annahme richtig sein sollte, dass korrekte Daten dabei helfen, müsste konsequent gegen falsche Angaben vorgegangen werden. Doch gibt es unzählige Profile, die keine korrekten Informationen und keine echten Profilbilder enthalten. Millionen Accounts müssten gesperrt werden. Ganz zu schweigen von den Profilen von Unternehmen und Produkten, hinter denen sich gar keine realen Menschen verbergen.

Das passiert nicht. Weswegen die Vermutung nahe liegt, dass Facebook seine Nutzer nur so genau wie möglich kennen will. Steinhoff findet das nicht so lustig. Sein Account ist zwar wieder freigeschaltet. Ob er ihn weiter nutzen wird, weiß er jedoch noch nicht.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook gibt Apps Zugriff auf Adresse und Telefonnummer
Beitrag von: SiLæncer am 17 Januar, 2011, 12:32
(http://www.heise.de/imgs/18/6/1/7/6/2/4/24cd153b779ee8d6.png)
Facebook hat am Samstag den Entwicklern von Apps den Zugriff auf zwei sensible Profildaten eingeräumt: die Handy-Nummer und die Postadresse. Wie bei allen anderen nicht öffentlichen Informationen – zu diesen zählen Name, Geschlecht, Profilbild und die Liste der Freunde – muss sich die Anwendung dafür während der Installation eine Erlaubnis vom Benutzer holen. Im Installationsdialog fasst Facebook die Erlaubnis-Felder user_address und user_mobile_phone als "Kontaktinformationen" zusammen.

Sinnvoll kann dies etwa bei Anwendungen fürs Online-Shopping sein. Da die Mehrheit der Computernutzer jedoch daran gewöhnt ist, Warnhinweise wegzuklicken, haben Facebook-Apps de facto Zugriff auf diese für Adresshändler und Spammer äußerst wertvollen Daten. Kritik äußerten Fachblogs wie All Facebook auch daran, dass Facebook versucht hat, diese nicht unwichtige Neuerung klammheimlich einzuführen und ohne auf die Datenschutzprobleme aufmerksam zu machen.

Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollten Facebook-Benutzer künftig noch genauer hinsehen, wenn sie Apps installieren. Obwohl soziale Netzwerke nicht zuletzt als Adressbücher für den Bekanntenkreis funktionieren, sollte man sich fragen, ob man unbedingt Postadresse und Handy-Nummer bei Facebook hinterlegen muss. Die Rechte der installierten Anwendungen lassen sich nachträglich unter den Privatsphäre-Einstellungen einsehen und teilweise beschneiden; wo dies nicht ausreichend möglich ist, hilft nur die Deinstallation betreffender Apps.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook rudert zurück bei den Benutzerdaten
Beitrag von: SiLæncer am 18 Januar, 2011, 12:23
Facebook nimmt die Freigabe der Postadresse und der Mobilfunknummer seiner Benutzer an installierte Anwendungen vorerst zurück. "Wir haben nützliches Feedback bekommen, dass wir den Leuten deutlicher machen sollten, wenn sie auf diese Daten Zugriff gewähren", heißt es im Facebook-Entwicklerblog.

Nach der verhaltenen Ankündigung der Erweiterung des API um diese beiden Daten am Samstag wurde zunehmend Unmut darüber geäußert. Apps hätten den Benutzer zwar bei der Installation um Erlaubnis fragen müssen, ob er das Auslesen dieser für Spammer und Adresshändler wertvollen Daten erlaubt, doch gab es die Befürchtung, dass der Bestätigungsdialog oft ohne großes Nachdenken weggeklickt wird.

In den kommenden Wochen will Facebook den Zugriff auf die beiden Daten wieder aktivieren, wenn die Benutzer bei der App-Installation deutlicher darauf hingewiesen werden. Als Beispiele für die sinnvolle Verwendung dieser Daten nennt das Netzwerk Shopping-Anwendungen, die beim Ausfüllen der Adresse helfen oder zeitnah per SMS über aktuelle Angebote informieren können.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook gibt Datenschützern nach
Beitrag von: SiLæncer am 22 Januar, 2011, 19:04
Deutsche Datenschützer haben einen Sieg gegen den Social-Network-Riesen Facebook errungen. Die Netzwerkbetreiber haben zugesagt, Änderungen bei der in die Kritik geratenen "Friend-Finder"-Funktion vorzunehmen, über die Werbe-Emails auch an Nichtmitglieder versendet wurden.

Trotz aller Kritik von Datenschützerseite und Berichten über den Umgang mit den Daten seiner Mitglieder hat das Soziale Netzwerk Facebook weiterhin einen enormen Zulauf. Allein in Deutschland stieg die Mitgliederzahl in den letzten sechs Monaten von 10 auf 14 Millionen User. Umso erstaunlicher ist es da, dass hierzulande nun in Sachen Datenschutz ein kleiner Sieg gegen Mark Zuckerbergs Imperium gelungen ist.

Es geht dabei um das sogenannte "Friend-Finder"-Verfahren. Hierbei nutzt Facebook die Adressen aus Adressbüchern ihrer Mitglieder, die dem Netzwerk den Zugriff darauf erlauben, und damit auch die Nutzung der Daten zur Werbung neuer Mitglieder. An die gewonnenen Adressen wurden ohne Wissen des Nutzers Mails versandt, die zu einem Beitritt in das Soziale Netzwerk einladen, garniert mit Fotos derjenigen, deren Adressbuch man ausgewertet hat.

Diese Nichtmitglieder waren bisweilen überrascht bis beunruhigt, wie Facebook von ihrer Verbindung zu dem User erfahren hatte. "Vielen ist überhaupt nicht klar, woher Facebook wissen kann, dass sie diese Mitglieder im echten Leben kennen", so der Datenschutzbeauftragte der Stadt Hamburg, Johannes Caspar.

Genau hier soll es jetzt Änderungen geben. Das Mitglied soll nun in seinem Adressbuch auswählen können, wer eingeladen wird. Daneben wird es gewarnt, bevor es der Seite sein Adressbuch übergibt beziehungsweise eine Einladung verschickt. Daneben soll das angeschriebene Nichtmitglied erfahren, warum es diese Mail erhalten hat, und die Möglichkeit bekommen, seine Adresse hierfür zu sperren, um nie wieder von Facebook angeschrieben zu werden. "Facebook muss einblenden, dass der Nutzer nur Kontakte einladen soll, die er persönlich kennt und die seiner Meinung nach eine Einladung wollen", so Caspar. Ganz zufrieden ist der Datenschutzbeauftragte mit dem Ergebnis jedoch nicht: "Wir hätten es besser gefunden, wenn ohne Zustimmung der Betroffenen überhaupt keine Adressen gespeichert werden."

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook macht Mitglieder zu Werbeträgern
Beitrag von: SiLæncer am 26 Januar, 2011, 10:20
Wer bei Facebook ein Produkt oder ein Unternehmen erwähnt, kann sich künftig in der Rolle eines unbezahlten Werbebotschafters wiederfinden. Das weltgrößte Online-Netzwerk stellte den Dienst "Sponsored Stories" vor, bei dem Werbe-Kunden Facebook-Einträge von Nutzern hervorheben können.

Dabei können Unternehmen dafür sorgen, dass etwa "Gefällt mir"-Einträge oder Check-In-Anmeldungen in ihren Filialen gut sichtbar als Werbung auf der Website zu sehen sind, erläuterte Facebook in einem Video. Dabei gelte als Regel: Die Einblendung bekommen nur die Facebook-Freunde eines Nutzers zu sehen – also diejenigen, denen die Informationen sowieso zugegangen sind. Solche Einträge gehen aber leicht in der Flut der Facebook-Nachrichten unter, daher das neue Angebot.

Facebook hat sich als Ziel gesetzt, das Leben seiner Nutzer in möglichst allen Bereichen zu vernetzen – und will zugleich mit Werbeeinnahmen verdienen. Der Kurs stieß immer wieder auf Kritik von Datenschützern, die dem Netzwerk mit inzwischen mehr als 550 Millionen Mitgliedern einen zu freizügigen Umgang mit Informationen der Nutzer vorwarfen. Zuletzt musste Facebook etwa auf Druck des hamburgischen Datenschutzbeauftragten bei der Nutzung des Friend Finder zurückrudern, den das Unternehmen auch für die Eigenwerbung nutzte.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Facebook macht Mitglieder zu Werbeträgern
Beitrag von: ritschibie am 26 Januar, 2011, 12:18
Muß mich bei Kater vorbeugend für den Vergleich entschuldigen, aber: "Die Katze läßt das Mausen nicht"!
Titel: Facebook jetzt durchgehend mit SSL-Verschlüsselung
Beitrag von: SiLæncer am 27 Januar, 2011, 11:02
Das Social Network Facebook bietet seinen Anwendern künftig nicht nur beim Login die gesicherte Übertragung der Daten per SSL an, sondern auch auf allen anderen Seiten. Damit werden auch Cookies verschlüsselt übertragen und lassen sich von Angreifern etwa mit Tools wie Firesheep nicht mehr mitlesen und für betrügerische Aktivitäten einsetzen.

Facebook erweitert damit das Sicherheitsangebot für seine Anwender, nachdem der Dienst Mitte Oktober 2010 bereits Einmal-Passwörter via SMS und bessere Kontrollmöglichkeiten über das Konto eingeführt hatte.

Anwender müssen die HTTPS-Option allerdings manuell in den Kontoeinstellungen aktivieren, um durchgehend per SSL auf die Seiten zuzugreifen. Allerdings hat die Aktivierung von SSL einen Hinkefuß: Es funktioniert nicht mit allen Facebook-Anwendungen anderer Hersteller. Facebook will die Option in der kommenden Woche weltweit allen Anwender anbieten. Bei US-Anwendern ist die Option bereits verfügbar, bei einem Test am heutigen Dienstag morgen wurde sie in deutschen Konten noch nicht angeboten.

Der Start der Umstellung erfolgt einen Tag nach dem ein Unbekannter auf Mark Zuckerbergs Facebook-Fanseite eine Nachricht veröffentlichte. Die Nachricht erweckte den Eindruck, Zuckerberg denke über neue Einkommensquellen und die Umwandlung von Facebook in ein "Social Business" nach. Mutmaßungen, der Hacker sei über ein schwaches Passwort in Zuckerbergs Konto gelangt, haben sich nicht bestätigt. Laut Facebook ermöglichte eine Schwachstelle, Nachrichten in anderen Konten zu veröffentlichen. Das Problem soll behoben sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Soziales Netzwerk für die Straße
Beitrag von: spoke1 am 07 Februar, 2011, 09:33


In der Stadt Auto zu fahren, ist zu bestimmten Tageszeiten eine Qual. Dann steckt man in langen Schlangen vor roten Ampeln fest und ist überzeugt, dass es auf einer anderen Route schneller gegangen wäre. Eine Smartphone-App namens Waze will nun solche alternativen Wege mittels Navigation im Schwarm aufzeigen. Dabei dient jeder Nutzer als Datenquelle, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Während der Fahrt übermittelt er dem Waze-System laufend seine GPS-Positionsdaten und die momentane Geschwindigkeit. Zusätzlich sollen ihn aber Spielelemente und Netzwerk-Funktionen ermuntern, aktiv Informationen über Verkehrshindernisse oder Staus zu übermitteln. Die Idee an sich ist nicht neu – in Deutschland bietet der ADAC seit 2009 ein Smartphone-Programm an, das die Fahrdaten analysiert, und dem Nutzer bei einem Stau auf Knopfdruck die Übermittlung seiner GPS-Daten ermöglicht.

Waze geht aber noch etwas weiter: Der Dienst wertet die Positionsdaten in Echtzeit aus und berechnet für alle angeschlossenen User die augenblicklich günstigste Route. Die können sich auf der Navigationsansicht auch gegenseitig sehen. Auf diese Weise werden sie gewissermaßen zu einem rollenden sozialen Netzwerk. Waze begann im Ausland, ist mittlerweile aber auch in Deutschland verfügbar. Die Abdeckung steht hier aber noch am Anfang, wie das Unternehmen selbst einräumt.

Zum Projekt (http://www.waze.com/)



Quelle (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Soziales-Netzwerk-fuer-die-Strasse-1183984.html)

Titel: Das Makro soll mal kommen
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2011, 11:56
Was Yahoo Pipes schon gemacht hat, soll ifttt jetzt erleichtern, Makros für das Internet bereit stellen.

Gut, die Idee ist nicht neu. Yahoo Pipes kann das schon lange, und es bietet sich ja auch an: verschiedene Services im Internet miteinander zu verbinden und logische Trigger im Stil von IF...THEN zu setzen. Schliesslich will man nicht immer händisch einen RSS Feed updaten, nur weil man gerade einen Blogeintrag an einer anderen Stelle gesetzt hat. Oder ein Bild hochgeladen hat. Auch ein Internetnutzer hat seinen Stolz. ifttt soll das jetzt aber erleichtert unter das Volk bringen. Momentan ist der Service noch in einer Public Beta und per Einladung zu sehen. Aber die Versprechungen klingen...viel versprechend.

So soll der Metaservice Tasks, Triggers und Actions in Channels beherrschen...was?...also gut, einfach erklärt: Wenn etwas von Dir in Facebook landet, dann schicke eine Nachricht an meine Mama via Email von mir. Wenn also ein Nutzer ein Bild auf facebook lädt, dann kann er damit einen Eintrag in einem RSS Feed auslösen, der gleichzeitig noch ein Mail auslöst, dass der Eintrag im RSS Feed erneuert wurde.

Und endlich lassen sich so unendliche Spassketten bauen. Wir freuen uns also auf ifttt, denn dann können wir einen Eintrag in Facebook mit einem Update in Twitter verbinden, der wiederum einen Eintrag in Facebook auslöst, was wiederum eine Schleife über Twitter zieht, die wiederum...aber da wird ifttt sicher helfen, unendliche Schleifen zu verhindern. Oder Helmut Meier, Buchhalter und gerne im Web zu Fragen seiner Briefmarkensammlung unterwegs, wird in die Annalen der Digitalen Medien als der Mensch eingehen, der durch unglaubliche Schleifen in ifttt zuerst die Server seines Hosters, dann den Internetzugang seines Landes blockierte. Und das ohne Revolutuionsanlass. Hoffentlich ist es auch unmöglich in ifttt einen Task zu setzen, der automatisch einen neuen Account aufmacht und einen Task setzt, einen neuen Account aufzumachen.

Aber wie gesagt keine Bange. Ein paar Sicherungen lassen sich schon ahnen. Mehr als zehn Tasks gleichzeitig soll das System nicht in der Lage sein zu produzieren. Und ein Delay von 15 Minuten ist auch implementiert. Trotzdem könnten Makroservices wie ifttt spannende Spielzeuge sein, um anderen das Leben schwer zu machen. Viele Protestler legen sich viele Accounts mit jeweils 10 Tasks zu und schicken viele Mails und Updates durch die Gegend, sobald am Stuttgarter Bahnhof wieder ein Baum fällt oder in einem Staat ein eher unbeliebter Potentat seine Gesulze über das Staatsfernsehen absondert. Vorausgesetzt, der Internetzugang existiert dann überhaupt in diesem Land noch.

Und zu solchen Scherzen muss man nicht einmal zu Hause sein. Nicht einmal im gleichen Land.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Facebook schaltet umstrittene umgehende Personalisierung scharf
Beitrag von: SiLæncer am 19 Februar, 2011, 16:19
Facebook aktiviert seit Freitag die sogenannte umgehende Personalisierung auch in Deutschland. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Facebook hat die Funktion bereits im Jahr 2010 vorgestellt, bislang war sie aber bei deutschen Nutzern deaktiviert. Sie ermöglicht einer Reihe von Partnersites den Zugriff auf Informationen, die Facebook-Mitglieder veröffentlichen.

(http://www.heise.de/imgs/18/6/3/2/7/6/3/92eff1db3ca85813.png)
Einstellung für umgehende Personalisierung.
Bild vergrössern (http://www.heise.de/imgs/18/6/3/2/7/6/3/Facebook-2cb30b5f24362ae6.png)
Der Menüpunkt für die umgehende Personalisierung findet sich in den Privatsphäre-Optionen unter "Anwendungen und Webseiten". Bislang war die betreffende Option "Umgehende Personalisierung auf Partnerseiten zulassen" bei deutschen Nutzern ausgegraut. Seit dem gestrigen Freitag aktiviert Facebook diese Funktion hierzulande nach und nach, wie auch eine Facebook-Sprecherin der HAZ bestätigte. Die Aktivierung bedeute jedoch nicht, dass die Partnerseiten auf die Daten der Nutzer zugreifen könnten. Bei deutschen IP-Adressen würden keine Informationen weitergeleitet, hieß es.

Facebook steht seit längerem wegen seines laxen Umgangs unter scharfer Beobachtung von Datenschützen. Îm November hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen das Unternehmen unter anderem wegen des Freundefinders verklagt. Auf Druck des hamburgischen Datenschutzbeauftragten hatte Facebook im Januar erklärt, einige besonders umstrittene Funktionen entschärfen zu wollen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Das eigene Facebook-Profil aus der Sicht von Freunden eines Freundes
Beitrag von: SiLæncer am 03 März, 2011, 15:51
Hast du dich nicht auch schon mal gewundert, wie Freunde von einem deiner Freunde dein Profil sehen? Ein kleiner Trick macht es möglich:

Wir wissen ja alle mittlerweile, dass Facebook eine Vorschau für das eigene Profil anbietet (Privatsphäre-Einstellungen > Benutzerdefinierte Einstellungen > Vorschau für mein Profil).

(http://img69.imageshack.us/img69/7697/1550x57.png)

Das ganze kann ziemlich praktisch sein, wenn man für eine bestimmte Person, für Freundeslisten oder einfach generell einzelne Informationen verbergen möchte, aber was ist, wenn man in den Privatsphäre-Einstellungen die Option “Freunde von Freunden” ausgewählt hat?

Nehmen wir zum Beispiel unsere Vorlieben, Aktivitäten und andere Vernetzungen. Diese möchten wir gerne den Freunden von unseren Freunden zeigen. Wir setzen diese Einstellung auf Freunde von Freunden. Wie sieht nun unser Profil für diese Freundes-Freunde aus?

(http://img69.imageshack.us/img69/8150/3550x43.png)

Einfach den Namen in dem vorgesehenen Feld auf der “Vorschau für mein Profil-Seite” eingeben hilft leider nicht, da Facebook in diesem Feld nur die eigenen Freunde zulässt.

(http://img69.imageshack.us/img69/8954/21550x56.png)

Aber schaut mal in die Adressleiste eures Browsers:

(http://img69.imageshack.us/img69/7615/72203749.png)

Hinter dem viewas= steht eine beispielhafte Profil-ID. Was passiert, wenn wir diese ändern? Richtig! Es zeigt uns unser eigenes Profil, aus der Sicht einer anderen, x-beliebigen Person an, also auch aus der Sicht eines Freundes unseres Freundes!

Aber wie bekommt man die Profil-ID heraus?
Normalerweise steht diese in der Adressleiste des Browsers hinter dem Wörtchen id=, wenn man sich das Profil der Person anschaut.

(http://img69.imageshack.us/img69/9499/17693527.png)

Aber was tun, wenn die gewünschte Person eine kurze Facebook-URL z.B. im Stil von http://www.facebook.com/Vorname.Nachname oder http://www.facebook.com/Spitzname hat?

Hier hilft folgender Trick:

Auf die Profil-Seite von der Person gehen

Rechtsklick auf das Profilfoto und “Grafik speichern unter…” oder ähnlich auswählen

In dem Speichern-Dialog wird der Name des Bildes auf den Facebook-Servern angezeigt. Selektiert den Wert zwischen dem ersten und zweiten Unterstrich. Das ist die Profil-ID der Person. Ein Beispiel:

(http://img819.imageshack.us/img819/89/43408226.png)

Kopiert den Wert. Um nun endlich euer Profil aus der Sicht der nicht befreundeten Person anzuzeigen, muss nur noch der Wert nach viewas= gegen die soeben kopierte ID ausgetauscht werden und das wars!
Titel: Datenschutz: Facebook spricht Klartext
Beitrag von: SiLæncer am 04 März, 2011, 13:06
Eine häufig von Daten- und Verbraucherschützern geäußerte Kritik lautet, dass es sehr intransparent ist, welche Daten seiner Nutzer das Social Network Facebook eigentlich erhebt und wie es sie verarbeitet. Die Privatsphäre-Optionen und auch die Hilfeseiten helfen nicht wirklich weiter, weil die den Datenschutz betreffenden Informationen sehr weit verstreut sind. Facebook hat sich die Kritik zu Herzen genommen und eine neue, vereinfachte Datenschutzerklärung (http://www.facebook.com/about/privacy/) gepostet. Sie sei nicht als neue Datenschutzrichtlinie zu verstehen, und stelle keine Veränderung bei der Datenerhebung dar: "Es ist schlicht unser Versuch, besser zu erklären, wie Facebooks Datenschutz funktioniert."

Die Lektüre sei jedem Facebook-Nutzer angeraten, weil die Datenschutzerklärung viele Funktionen erstmals sehr klar und mit allen Auswirkungen erklärt, etwa die sozialen Plugins: "Wir erhalten Daten immer dann, wenn du ein Spiel, eine Anwendung oder Webseite nutzt, welche/s die Facebook-Plattform verwendet, oder wenn du eine Webseite besuchst, auf der eine Facebook-Funktion (wie zum Beispiel ein soziales Plug-in) vorhanden ist. Diese Daten können das Datum und die Uhrzeit deines Besuches auf der betreffenden Webseite enthalten; dies gilt auch für die Internetadresse oder die URL, auf der du dich befindest, und ebenso für die technischen Daten über die IP-Adresse und den von dir genutzten Browser sowie das von dir genutzte Betriebssystem; enthalten ist auch deine Nutzerkennnummer, wenn du auf Facebook angemeldet bist."

Mitunter enthält die neue Datenschutzerklärung auch Informationen, die so bislang nicht bekannt waren. So erhält Facebook auch Daten von Werbepartnern und Kunden, "die uns bei der Schaltung besserer Werbeanzeigen behilflich sind. Beispielsweise unterrichtet uns ein Werbekunde unter Umständen darüber, wie du auf eine auf Facebook oder auf einer anderen Webseite platzierte Werbeanzeige reagiert hast, um so die Wirksamkeit der betreffenden Werbeanzeige zu messen – und ihre Qualität verbessern zu können." Diese Daten speichere Facebook 180 Tage lang.

Ein Kritikpunkt von Verbraucherschützern bleibt auch mit der neuen Datenschutzerklärung bestehen. Facebook informiert seine Mitglieder nicht von sich aus vor der Einführung neuer Datenschutzrichtlinien. Wer sichergehen will, dass er über Neuerungen informiert wird, muss angeben, dass ihm die Facebook Site Governance gefällt. Nach Einführung von Änderungen will Facebook die Mitglieder "entsprechend der Umstände" mithilfe eines zusätzlichen, markanten Hinweises davon in Kenntnis setzen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Circles: Google soll neues Social Network starten
Beitrag von: SiLæncer am 13 März, 2011, 21:05
Im Internet kursieren gegenwärtig Gerüchte, welche besagen, dass der US-amerikanische Internetkonzern Google angeblich eine neue Social Networking-Plattform namens Circles in absehbarer Zeit starten könnte.

Mit der Präsentation des neuen Angebots sei unter Umständen im Rahmen des SXSW (South By Southwest) Festival in Austin, Texas zu rechnen, schreibt das Online-Portal 'Read Write Web' unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.Wenn die dem Portal zugetragenen Informationen richtig sind, so sollen die Nutzer des geplanten Angebots von Google über die Plattform Fotos, Videos und Statusnachrichten austauschen können.

Der Name Circles kommt insofern nicht von ungefähr, denn die geteilten Nachrichten sollen nur einem bestimmten Kreis von Kontakten zugänglich gemacht werden. Es sei nicht geplant die Inhalte allen Personen in der Kontaktliste zu offenbaren.Im Februar des vergangenen Jahres hat Google sein erstes eigenes Soziales Netzwerk namens Buzz gestartet. Über Google Buzz können die Mitglieder Status-Updates verfassen, ähnlich wie bei Twitter und Facebook. Allerdings gibt es keine Begrenzung auf 140 Zeichen und man hat die Möglichkeit, Multimedia-Inhalte einzufügen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: MySpace laufen die Nutzer weg
Beitrag von: SiLæncer am 27 März, 2011, 14:20
Vor wenigen Jahren noch war MySpace das weltweit größte Online-Netzwerk mit knapp 100 Millionen Mitgliedern. Seither ging des langsam, aber stetig bergab. Wie The Telegraph unter Berufung auf aktuelle Nutzungsstatistiken von comScore berichtet, haben dem Portal alleine von Januar bis Februar dieses Jahres etwa 10 Millionen Nutzer den Rücken gekehrt. Setzt sich der Trend fort, dürfte MySpace noch in diesem Jahr ohne Nutzer dastehen und der Besitzer News Corporation gezwungen sein, das die Plattform dicht machen.

2005 hatte Rupert Murdochs News Corporation die Plattform für sagenhafte 580 Millionen US-Dollar übernommen. Doch seit geraumer Zeit laufen der Plattform die Nutzer weg – die meisten dürften Richtung Facebook enteilen, mit dem MySpace seit Oktober vergangenen Jahres kooperiert. Dass man sich seitdem mit seinem Facebook-Konto anmelden kann, wurde von vielen bereits damals als Bankrott-Erklärung seitens MySpace gewertet.

Im Jahr 2009 entließ Murdoch ein Drittel der Belegschaft und wollte die Plattform neu ausrichten. Geholfen hat das augenscheinlich wenig: Im Januar musste die Hälfte der verbliebenen Belegschaft gehen. Die Entwicklung der Nutzungszahlen lässt darauf schließen, dass die Neuausrichtung und die Zusammenarbeit mit dem ehemals größten Konkurrenten Facebook den Zerfall von MySpace beschleunigen, statt ihm entgegenzuwirken.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter-Gründer Evan Williams zieht sich zurück
Beitrag von: spoke1 am 30 März, 2011, 09:45
Zeit für Neues


Evan Williams zieht sich von Twitter zurück, um sich einem neuen Unternehmen zu widmen. Williams gründete Twitter zusammen mit Biz Stone und Jack Dorsey und leitete es rund zwei Jahre als CEO.
Twitter-Gründer Williams will sich bei Twitter zurückziehen und sich um ein neues Projekt kümmern, über das er noch nichts verraten will. Er werde Twitter nicht komplett verlassen, aber ein Vollzeitjob sei es für ihn künftig nicht mehr, schreibt Williams in einem Blogeintrag. Williams hatte vor Twitter bereits Pyra Labs, das Unternehmen hinter dem heute zu Google gehörenden Blogger.com, gegründet. Twitter stehe auf so solider Basis wie einst Blogger, das nach seinem Abgang weiter gewachsen sei, schreibt Williams.

Jack Dorsey, der Williams die Rolle des CEO bei Twitter überließ und mit Square einen Anbieter für mobiles Bezahlen gründete, kehrt zu Twitter als Executive Chairman zurück, um sich im Tagesgeschäft um das Produkt zu kümmern. Im Oktober 2010 hatte Williams den Posten als CEO bei Twitter an Dick Costolo abgegeben.

Williams will Mitglied im Aufsichtsrat von Twitter bleiben und das Unternehmen auch weiterhin unterstützen. (ji)


Quelle: http://www.golem.de/1103/82431.html
Titel: Google +1 als Konkurrenz zu Facebook gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2011, 08:12
Seit Monaten wir darüber spekuliert, ob Google ein eigenes soziales Netzwerk startet, um Facebook Konkurrenz zu machen. Der Suchmaschinenbetreiber erklärte auf Nachfragen lediglich, dass man die hauseigenen Dienste um eine "soziale Schicht" erweitern will.

Langsam aber sicher wird klar, was Eric Schmidt und seine Kollegen damit meinen. Google hat jetzt den Empfehlungsdienst +1 (sprich: plus one) gestartet, der stark in Richtung Facebook abzielt und dem weltweit größten sozialen Netzwerk Konkurrenz machen wird. Facebook ist nicht nur ein Netzwerk von Freunden und Bekannten, sondern vor allem eine zentrale Anlaufstelle für Empfehlungen aller Art, die durch den Like-Button ("Gefällt mir") ausgedrückt werden.

Nun steigt auch Google als weltweit dominierender Suchmaschinenbetreiber in dieses Geschäft ein. Dank der Masse an Nutzern, die die Dienste des Unternehmens verwenden, könnte sich +1 schnell als eine Alternative zu Facebook etablieren. Alles was man benötigt, ist ein Benutzerkonto bei Google und damit ein Nutzerprofil, in dem man beliebig viele Informationen zur eigenen Person ablegen kann. Ähnlich wie bei Facebook kann man entscheiden, wie viele Informationen für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

(http://screenshots.winfuture.de/Google-1-1301550893_m.jpg)

Ist man bei Google angemeldet und startet eine Suche, findet man neben jedem Ergebnis zukünftig ein kleines Icon mit der +1. Ein Klick darauf genügt, um die Website zu empfehlen. Google wertet diese Empfehlungen aus und betrachtet ein Suchergebnis als besonders relevant, wenn es von vielen Menschen empfohlen wird. Empfehlungen von Freunden und Bekannten werden als besonders wichtig eingestuft. Die Beziehungen zwischen den Menschen erkennen die Entwickler anhand von Chat-Partnern und Kontakten, die man in Diensten wie Google Mail hinterlegt hat. Zukünftig sollen auch Dienste von Drittanbietern ausgewertet werden, beispielsweise Twitter.

(http://screenshots.winfuture.de/Google-1-1301550891_m.jpg)

Empfehle ich beispielsweise am heutigen Geburtstag von Robert Bunsen den Wikipedia-Eintrag zum Erfinder des Bunsen-Brenners, sehen andere Nutzer die mit mir in Verbindung stehen bei einer damit zusammenhängenden Suche, dass ich den Link "plusoned" habe. Daneben wird mein Foto eingeblendet, wobei dies von meinen Privatsphäreeinstellungen abhängt. In meinem persönlichen Google-Profil kann ich eine Liste aller Websites einsehen, die ich empfohlen habe. An dieser Stelle können die Empfehlungen auch zurückgenommen bzw. gelöscht werden.

Derzeit steht Google +1 standardmäßig nur für wenige Nutzer der Suchmaschine zur Verfügung. Zudem wird nur die englische Ausgabe der Suchmaschine unterstützt. Wer das neue Angebot dennoch testen will, kann es als experimentelles Feature manuell aktivieren. In Zukunft will Google den Empfehlungsdienst in viele andere hauseigene Dienste integrieren. Aber auch fremde Websites werden laut einem Blog-Beitrag davon profitieren können. Neben einem "Gefällt mir"-Button wird man zukünftig auf vielen Websites auch einen +1-Button von Google finden.

Man darf gespannt sein, wie schnell +1 von den Internetnutzern angenommen wird und ob es die von Google erhoffte Alternative zu Facebook darstellt. Googles Lösung hat den Vorteil, dass man die empfohlenen Websites nicht nur mit Freunden und Bekannten teilt, sondern die Empfehlungen auch für bessere Suchergebnisse verwendet werden.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Google: Alle Mitarbeiter für +1-Erfolg verantwortlich
Beitrag von: SiLæncer am 08 April, 2011, 11:16
Der Suchmaschinenkonzern Google will +1, den Konkurrenzdienst zu Facebooks "Gefällt mir"-Button, offenbar mit aller Macht zum Erfolg führen. Konzernchef Larry Page macht jeden einzelnen Mitarbeiter mitverantwortlich für das Gelingen des Projekts.

In einer Mitteilung an die Beschäftigten stellte Page klar, dass die Auszahlung von 25 Prozent der Jahresboni, die Google-Mitarbeiter als Anreiz für gute Arbeit erhalten, davon abhängen, ob das Unternehmen in seinen Social Networking-Bestrebungen erfolgreich ist oder nicht, berichtete das Magazin 'Business Insider'.

"Das ist eine gemeinsame Anstrengung und deshalb ist es wichtig, dass wir alle fest dahinter stehen", erklärte der Google-Chef. Deshalb würden auch Mitarbeiter, die nicht direkt mit den Social Networking-Unternehmungen beschäftigt sind, mit in die Verantwortung genommen. Diese sollten dann wenigstens die Arbeitsergebnisse ihrer Kollegen ausgiebig testen und Feedback geben. "Wenn wir Produkte starten, probiert sie aus und ermuntert eure Familien und Freunde, dies auch zu tun", so Page.

Dies verdeutlicht, wie wichtig Google es inzwischen findet, im Social Networking-Bereich erfolgreich zu sein. Immerhin droht dem Konzern hier mittlerweile auch die größte Konkurrenz. So hat Facebook damit begonnen, durch seine marktbeherrschende Stellung auch einen immer größeren Teil der Ausgaben für Online-Werbung auf sich zu ziehen und damit die wichtigste Einnahmequelle Googles anzugreifen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Fast jeder zweite deutsche Internetnutzer ist Facebook-Mitglied
Beitrag von: SiLæncer am 10 April, 2011, 15:41
Nach wie vor kann Facebook unaufhaltsam steigende Mitgliederzahlen verzeichnen. Vor allem in Deutschland hat sich das soziale Netzwerk innerhalb weniger Jahre zur populärsten Internetplattform emporgearbeitet. Wie es eine Umfrage des Branchenverbandes BITKOM ergab, sind 47 Prozent der deutschen Internetnutzer bei Facebook angemeldet.

Dass soziale Netzwerke im Vormarsch sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Sowohl im globalen als auch im deutschsprachigen Raum gibt es kaum einen Internetnutzer mehr, der sich noch nie mit solcherlei Webseiten auseinandergesetzt hat. Vor allem die unaufhaltsam wachsende Plattform Facebook ist dieser Tage in aller Munde.

Im Zeichen des stetigen Wachstums sozialer Netzwerke hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. ( kurz BITKOM) nun eine Umfrage auf die Beine gestellt, die sich umgehend mit sozialen Netzwerken in Deutschland befasst. In der "Soziale Netzwerke in Deutschland" betitelten Studie wurden "Eckdaten zu Social Communitys erfasst." Für besonders viel Gesprächsstoff sorgen die Marktanteile der jeweiligen sozialen Netzwerke im deutschsprachigen Web.

Laut BITKOM befindet sich Facebook unangefochten auf dem ersten Platz. Das soziale Netzwerk, das weltweit mehr als 600 Millionen Mitglieder zählt, hat nahezu jeden zweiten deutschen Internetnutzer an seiner Seite. 47 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sind bei Facebook angemeldet, heißt es. Die VZ-Netwerke (SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ) sind nach wie vor auf dem absteigenden Ast. Galten die VZ-Netwerke mal als führendes Portal in Deutschland, verzeichnen die deutschen Betreiber nun einen Mitgliederschwund. Nur noch 27 Prozent der Internetnutzer greifen auf die VZ-Netzwerke zurück – genauso viele wie bei Stayfriends. Mit einem Marktanteil von 24 Prozent befindet sich die Plattform Wer-kennt-wen auf dem vierten Platz, gefolgt vom Business-Netzwerk Xing, welches mit neun Prozent Nutzern den fünften Platz belegt.

Bei dieser Statistik sollte berücksichtigt werden, dass eine Vielzahl von Internetnutzern auf verschiedenen Portalen gleichzeitig angemeldet ist.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook Offline ;)
Beitrag von: SiLæncer am 17 April, 2011, 21:34
Wer es noch nicht wusste: Facebook erlaubt das Herunterladen von allen veröffentlichten Daten in einem Rutsch. Namen der Freunde, Notizen, Nachrichten, Bilder auf der Pinnwand und und und. Vielleicht für faule Leute, die ihre Bilder noch einmal komplett sichern wollen, bevor sie ihr Facebook Konto löschen. Kommt alles wunderbar geordnet in Ordnern und als HTML-Datei, die ihr im Browser aufrufen könnt. Wohlgemerkt kommt nur der Zauber, den ihr auf eure Pinnwand gebeamt habt – Kommentare und Co bei Freunden bleiben bei Freunden.

Euren Download “beantragen” könnt ihr in den Facebook Kontoeinstellungen (https://www.facebook.com/editaccount.php?ref=mb&drop) unter “Lade deine Informationen herunter”.  Das kann, je nach Datenmenge, ein wenig dauern.Wer seinen digitalen Facebook-Suizid durchziehen möchte, aber zu Erinnerungszwecken alles aufbewahren möchte, der kann also jetzt alles herunter laden.
Titel: Facebook überträgt unbemerkt Daten an Amazon
Beitrag von: SiLæncer am 25 April, 2011, 12:56
Facebook hat mit dem Social-Commerce-Versandhaus Amazon einen Vertrag abgeschlossen. Jeder, der sich über die amerikanische Amazon-Seite mit Facebook verbindet, gibt dem Online-Shop nicht nur seine eigenen, sondern auch die Daten seiner Facebook-Freunde weiter. Davor kann man sich nicht schützen. Die Einstellungen der Privatsphäre verhindern leider nicht die Weitergabe der Informationen an Amazon.

Die Datenschutzproblematik ist bei Facebook leider keine bahnbrechende Neuigkeit mehr. Die jetzige Weitergabe der Daten ist aber kein Zufall sondern gewollt. Amazon wirbt damit, den Kunden auf diese Weise bessere Vorschläge für den Einkauf machen zu können. Den Konsumenten sollen mithilfe der gesammelten Angaben passende Vorschläge für Geschenke gemacht werden. Das Prekäre daran: über die Weitergabe wird man nicht informiert. Name, Geburtsdatum, Wohnort, alle Pinnwandeinträge, sämtliche Aktivitäten bei Facebook, Fotos, Hobbys, Lieblingsfilme- und bücher werden so unbemerkt übermittelt. Entsprechende Warnhinweise sucht man leider vergebens.

Amazon selbst kommentierte den Vorfall damit, dass die Datenübermittlung nur in eine Richtung läuft. Von Amazon werden keine Daten an das soziale Netzwerk geschickt. Auch werde man nicht versuchen, die Freunde des Nutzers zu kontaktieren. Der Hamburger Jurist und Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar erkennt in der Vorgehensweise dennoch einige Risiken in Bezug auf den Datenschutz. Caspar betont, dass es nichts nützt, die eigenen Einstellungen bei Facebook restriktiv einzustellen. Auch ein Verbot der Weitergabe der eigenen Daten hilft in diesem Fall nicht weiter.

Bislang soll es nur die US-amerikanischen Nutzer treffen. Von einer Weitergabe der Daten deutscher User wurde bislang nichts bekannt. Jeder Betroffene sollte vor einer Offenlegung der Daten zunächst bei seinen Freunden das entsprechende Einverständnis einholen. In vielen Fällen dürfte es dafür aber schon zu spät sein.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Facebook gibt “Senden-Buton” frei
Beitrag von: SiLæncer am 25 April, 2011, 22:09
Neues aus der Welt von Facebook, neues aus der Welt des Sharings. Was hatten wir bisher so? Den Like-Button: klicken und jeder von deinen Facebook-Kontakten sieht, dass dir etwas gefällt. Dann gibt es noch das herkömmliche Sharing. Damit teilt man eine Seite oder einen Beitrag und kann eigenen Senf dazu geben. Beide Buttons haben eine Gemeinsamkeit: mein Netzwerk sieht es, spezielle Facebook-Gruppen oder Facebook-Kontakte konnte ich bis dato nicht ansprechen.

(http://img132.imageshack.us/img132/6227/orbitzsend2550x333.png)

Bis jetzt – denn jetzt gibt es den Senden-Button, mit dem ich einzelne Gruppen oder Personen bei Facebook auf einen Beitrag hinweisen kann. Auch ausserhalb Facebook kann ich Menschen über einen Beitrag informieren – via E-Mail-Adresse. Wie das Ganze funktioniert und wie ihr es einbindet, steht im verlinkten Blog-Beitrag. In diesem Sinne – auf die nächsten Buttons ;)
Titel: Facebook, Twitter und der Tod von RSS
Beitrag von: SiLæncer am 10 Mai, 2011, 16:03
"RSS ist tot " – für die Online-Avantgarde ist das zu einer Art Meme geworden. Gemeint ist damit, dass soziale Netzwerke wie Facebook oder der personalisierte Nachrichtenstrom Twitters das Modell, eine Nachrichtenquelle zu abonnieren, ablösen. Ohnehin meinen die Newsfeed-Totengräber, RSS und Atom hätten sich nie in der breiten Masse durchsetzen können. Untersuchungen, wie viele der "RSS ist tot"-Blogbeiträge per Newsfeed gelesen worden sind, sind uns nicht bekannt.

Jetzt hat die "RSS ist tot"-Fraktion wieder neue Argumente erhalten. Facebook und Twitter hätten RSS stillschweigend komplett abgeschaltet, heißt es in einem vielzitierten Blogpost. Tatsächlich enthält die im September freigeschaltete neue Twitter-Startseite keinen Hinweise mehr auf Newsfeeds; die bisher noch erreichbare alte Twitter-Seite verweist noch auf drei Feeds, doch funktionieren offenbar weder der Timeline- noch der Erwähnungs-Feed, nur die Tweet-Favoriten lassen sich noch abonnieren. Offiziell hat Twitter tatsächlich die RSS-Unterstützung eingestellt und verweist auf den Authentifizierungsmechanismus OAuth, über den Anwendungen Newsfeeds bereitstellen können. Im Übrigen können einige Feedreader (etwa Google Reader) Twitter-Profile direkt über ihre URL (http://twitter.com/profilname) abonnieren.

Auf Facebook ist es offenbar nicht mehr möglich, komplette Benutzer oder Seiten per Newsfeed zu lesen. Die alten Profil-URLs nach dem Muster http://www.facebook.com/feeds/page.php?id=[Facebook-ID] sind nicht mehr erreichbar. Allerdings hat das führende soziale Netzwerk RSS nicht komplett abgeschaltet: Nach wie vor ist es möglich, Benachrichtigungen für das eigene Profil zu abonnieren. Das Gleiche gilt für die von Freunden geposteten Links.

Für die Newsfeed-Anhänger sind das keine guten Nachrichten, aber auch keine besonders überraschenden: RSS steht zu Facebook und Twitter in einer Art Konkurrenzverhältnis als Nachrichtenstrom. Insgesamt scheint das Format noch recht verbreitet zu sein: Mindestens 7,7 Millionen Websites bieten ihre Informationen auf diese Weise an; unter den besucherstärksten ist es mehr als jede fünfte. Tot sind RSS, Atom und Co. also noch lange nicht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook gab Schmutzkampagne gegen Google in Auftrag
Beitrag von: SiLæncer am 12 Mai, 2011, 16:47
Bei der Auseinandersetzung von Facebook und Google scheint die Leitung des sozialen Netzwerks nicht vor unrühmlichen Methoden zurück zu schrecken. Jetzt sickerte durch, dass Facebook bei der PR-Agentur Burson-Masteller eine Hetzkampagne gegen Google in Auftrag gab. Es galt den Ruf von Google ein wenig in den Dreck zu ziehen.

Herausgefunden hatte dies die Redaktion des Magazins The Daily Beast. Zahlreiche Newsportale wurden dazu angehalten Gerüchte zu verstreuen, dass Google die Privatsphäre ihrer Nutzer verletzen würde. Die PR-Agentur Burson-Masteller bot dem Blogger Chris Soghoian sogar ihre Hilfe beim Verfassen eines kritischen Artikels an. Auf seinem Blog warnte er kurze Zeit später davor, dass ein Dienst von Gmail Dritten den Zugriff auf die Aktivitäten ihrer Kontakte erlauben würde. Man hoffte so einen Artikel bei einflussreichen Publikationen wie The Washington Post, Politico oder bei The Huffington Post erwirken zu können.

Google Social Search zeigt den Nutzern von Gmail tatsächlich die Empfehlungen ihrer Kontakte an. Wenn aber jemand ein paar Worte über einen Film oder ein Buch auf seinem Facebook-Profil verfasst, wird seinen Kontakten die Rezension ganz regulär angezeigt. Was hier normal ist, sollte bei den Google-Nutzern plötzlich verpönt sein. Der Informatiker Soghoian empfand den Wunsch nach einem negativen Bericht, als möchte jemand einen Elefanten aus einer Ameise machen, weswegen er sich erkundigte, in wessen Auftrag die Agentur arbeitet. Als das Unternehmen sich weigerte ihn zu informieren, beschloss der Blogger, die komplette Kommunikation zwischen ihm und dem Unternehmen zu veröffentlichen. Nachdem USA Today die Story brachte, konfrontierten Mitarbeiter von The Daily Beast Facebook mit den Fakten. Ein Sprecher von Facebook gab an, man misstraue seinem Rivalen und glaube, die Firma würde zu viele Informationen seiner Kunden preisgeben. Während Facebook den Deal mit der Marketingfirma zugab, war Google bislang zu keinem Statement bereit. Der Vorfall befände sich noch in interner Bearbeitung, weswegen man ihn noch nicht kommentieren könne. Offenbar möchte man dort keine schmutzige Wäsche waschen.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Twitpic und die digitale Landnahme
Beitrag von: SiLæncer am 12 Mai, 2011, 17:14
Der Twitter-Bild-Dienst Twitpic verkauft die Bilder seiner Nutzer an einen Online-Fotohändler und beruft sich auf die von allen per unbewusstem Klick akzeptierten Terms of Service. Und dann?

Der aktuelle 2.0-Skandal heißt Twitpic und ist eigentlich nur ein Symptom für eine Entwicklung, die uns alle mehr bedroht als wir gerne wahrhaben möchten. Konkret geht es um die Meldung, dass der Twitter-Bild-Hoster Twitpic die kommerzielle Verwertung von Millionen von privaten Bildern an den kommerziellen News- und Bilderhändler W.E.N.N. lizenziert hat (wie dieser zuvor übrigens schon von Plixi).

Dürfen die das? Ja und Nein. Ja, weil in den Terms of Service, also den allgemeinen Geschäftsbedingungen, zuweilen der Passus auftaucht, dass man Twitpic ein nicht näher spezifiziertes und weiter übertragbares Nutzungsrecht an den hochgeladenen Pics einräumt. Das wäre dann praktisch ein Vertrag bürgerlichen Rechts. Und Nein, weil das deutsche Urheberrecht eindeutig in Paragraph 32 festschreibt, dass dem Urheber eine angemessene (sozusagen branchenübliche) Vergütung zusteht, der Verwerter sich nicht auf abweichende Vereinbarungen berufen kann und die einzige Ausnahme davon durch den Urheber erklärt werden kann: as für jedermann geltende, einfache Nutzungsrecht.

Und jetzt? Hat W.E.N.N. exklusive kommerzielle Verwertungsrechte an privaten Twitpics oder nicht? Kann die Bildagentur Blogbetreiber verklagen oder abmahnen lassen, wenn diese getwitpicte Bilder reposten (oder retweeten) und die betreffenden Pics durch den Deal auch im W.E.N.N.-Katalog verzeichnet sind? Und falls ja, muss die Agentur dann den Urheber ausfindig machen, um ihn am Umsatz zu beteiligen?

Die Zusammenhänge sind kompliziert. Im Zweifelsfall sollten wir davon ausgehen, dass ein deutsches (oder anderes nicht-US-anglo-amerikanisches) Urheberrecht ignoriert wird, und die exklusive kommerzielle Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material unter Verweis auf die bestehende Vertragslage so lange weiter geführt wird, bis für den Verwerter das Risiko juristischer Kosten zu groß wird. Eine einfache geschäftliche Kalkulation, unternehmerischer Alltag. Nur die unregulierte Grauzone, und mit ihr das juristische Minenfeld verschiebt sich immer weiter zugunsten der digitalen Verwerter - auf Kosten der Konsumenten und Kreativen. Die digitale Landnahme schreitet ungebremst voran.

So beklagten beispielhaft schon im Jahr 2002 Teilnehmer einer "Konferenz zur Zukunft der Globalen Güter in der Wissensgesellschaft" in Berlin eine Perversion des Systems rechtlicher Absicherung der geistigen Leistung durch Urheberrechte, Patente oder Markenzeichen. Damals, zu Beginn des immer noch jungen Jahrtausends, gab es aber noch kein Web 2.0, keine Social Networks, keine Blogs und schon gar kein Microblogging, ja noch nicht einmal Flickr (nein, GeoCities zählt hier nicht). Und damit auch keine ungehobenen Schätze der endlosen Interwebitubes. 2002 war Kultur auch und gerade im Internet noch weitgehend ein zumindest ansatzweise kontrollierbarer Top-Down-Vorgang, mit wenigen Produzenten und vielen Konsumenten, und nicht ein Bottom-Up-Füllhorn unendlich nachquellender Inhalte.

Kernschmelze des "User Content Gold Rush"

Gerade am Beispiel Twitpic zeigt sich die aktuelle Problematik der Urheberrechtsentwicklung: Wenn jeder nicht nur Konsument, sondern auch Urheber ist, wird das Problem der Definition von Verwertungsrechten auf eine neue Stufe gehoben. Urheberschaft war bisher ein Fall für Spezialisten: Autoren, Musiker, Fotografen. Diesen mutet der Gesetzgeber eine gewisse grundsätzliche Befähigung zu, Verträge zu verstehen und abzuschließen. Das wird ab heute anders sein: Twitpic ist für alle da, nicht nur für mehr oder weniger professionell Tätige.

Wir sollten damit rechnen, dass noch im laufenden Jahr eine der vielen hochspezialisierten Anwaltskanzleien eine Abmahnung für eine Urheberrechtsverletzung an den ursprünglichen Urheber eines Bildes (oder Textes) verschickt, weil die Verwertungsrechte daran durch Verträge zwischen unterschiedlichen international tätigen Firmen eben dann in London, New York oder Boulder, Colorado liegen. Spätestens dann platzt die Bombe, oder, um in aktuelleren Bildern zu bleiben, tritt die Kernschmelze des "User Content Gold Rush" ein.

Nicht, dass uns das was bringen würde - im Gegenteil, wir müssen die Einrichtung von Sicherheitszonen um havarierte Digitalrechte-Reaktoren befürchten. Der Twitpic-Mikroskandal von heute ist einfach nur das unübersehbare Zeichen dafür, dass das user-generierte Web-2.0 schon länger angestrengt damit beschäftigt ist, seine Unschuld zu verlieren. Erfolgreich, wie wir allerspätestens jetzt wissen.

Quelle : http://www.heise.de/tp/
Titel: Gerücht...Facebook baut neuen Serverpark in Nordschweden?
Beitrag von: Micke am 22 Mai, 2011, 10:22
Facebook baut demnächst aus?
Hier waren die Zeitungen voll davon. Finde leider nichts auf deutsch  :embarassed:

http://media.tekhis.com/index.php/2011/05/facebook-rumoured-locate-data-center-sweden/ (http://media.tekhis.com/index.php/2011/05/facebook-rumoured-locate-data-center-sweden/)

Das Kuriose: Bei Betrieb wird das Klima der Stadt um bis zu 4°C wärmer  :o

Titel: Twitter händigt Nutzerdaten aus
Beitrag von: SiLæncer am 30 Mai, 2011, 18:38
Der Microblogging-Dienst Twitter ist eingeknickt. Hatte der Fall um die britischen "Super Injunctions" vor einigen Tagen noch für Wirbel gesorgt, ist nun klar, dass Twitter ohne Widerstand Nutzerdetails aushändigt. Vertreter eines Stadtrates hatten vor Gericht ein Auskunftsersuchen gegen Twitter eingereicht. Das Urteil wird als Grundsatzentscheidung gesehen.

Das britische Presserecht kennt ein Mittel, dass man als Einschränkung der freien Meinungsäußerung sowie der Pressefreiheit betrachten kann. Die Rede ist von sogenannten "Super Injunctions". Im Prinzip sind diese "Super-Verfügungen" mit einer Einstweiligen Verfügung vergleichbar, wie man sie auch in Deutschland kennt. Doch das britische Presse-Pendant geht einen erheblichen Schritt weiter.

Es verbietet nicht nur die Publikation eines Presseartikels. Es verbietet zugleich die Berichterstattung über die Publikation. Oder über den Kläger. Kurz: Über alles, was mit der Publikation in Verbindung steht. Nicht grundlos betrachtet sogar der UNO-Menschenrechtsausschuss diesen enormen Eingriff in die Pressefreiheit mit Besorgnis.

Ein Twitter-Nutzer wollte sich über diese Zensur hinwegsetzen. Über seinen Twitter-Account veröffentlichte er zahlreiche Tweets, die Informationen zu Fällen enthielten, in denen eine Super Injunction erwirkt worden war. Dass den Klägern dies nicht gefallen würde, stand außer Frage. Twitter zeigte sich anfänglich optimistisch und verlinkte sogar auf den Account des Nutzers.

Einer der dort erwähnten Kläger fand dies jedoch alles andere als komisch. Der britische Fußballer Ryan Giggs setzte seinen Anwalt auf Twitter an. Es sollte herausgefunden werden, wer sich hinter dem Account verbirgt. Sein Anwalt hat versucht, vor einem britischen Gericht die Herausgabe der Daten zu erwirken. Da das Urteil jedoch in den USA ohne Bestand ist, hat Twitter bisher nicht darauf reagiert.

Bis man diesen Formfehler ausbügelt hat, sollte man den Blick auf ein neues Urteil aus den USA werfen. Dort haben Vertreter des Stadtrats des britischen Städtchens South Tyneside gegen Twitter geklagt. Man war bei der Wahl des Gerichtsstandortes also weit cleverer. Sie wollten ebenfalls herausfinden, wer sich hinter einem Twitter-Account verbirgt, der sich "verleumderisch" über den Stadtrat äußert.

Das Gericht gab den Forderungen der Kläger statt, nachdem diese dargelegt hatten, dass es hier um Verleumdung geht. Das Urteil wird als Grundsatzentscheidung betrachtet, die verdeutlicht, dass Twitter-Nutzer sehr wohl für alles zur Rechenschaft gezogen werden können, was sie über ihren Account veröffentlichen. Twitter hat sich bisher nicht gegen die gerichtliche Anordnung zur Wehr gesetzt.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Twitter bald mit direktem Foto-Upload
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2011, 12:56
Der Microblogging-Dienst Twitter hat angekündigt, dass die Nutzer bald nicht nur Texte, sondern auch Bilder in den Tweets posten können. "In den nächsten Wochen" werde dieser Service freigeschaltet. Als Hosting-Partner hat sich Twitter den Anbieter photobucket ins Boot geholt.

Bald sei es auch möglich, mit Smartphones geschossene Fotos direkt aus der offiziellen App zu twittern, versichterte der Service. Wer Bilder auf Twitter postet, muss sich bislang mit externen Anbietern wie Twitpic behelfen. Gerade Twitpic machte kürzlich mit seltsamen AGB-Änderungen negative Schlagzeilen (http://www.heise.de/tp/artikel/34/34728/1.html).

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebooks Gesichtserkennung schreckt Datenschützer auf
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2011, 10:08
Die Aktivierung der Gesichtserkennung (http://www.heise.de/meldung/Facebook-erkennt-Gesichter-1256586.html) für Fotos auf dem Social Network Facebook hat für Unruhe gesorgt. Die Aritikel-29-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten will die neue Funktion hinsichtlich möglicher Verletzungen der Privatsphäre der Nutzer prüfen, sagte eines ihrer Mitglieder, der Luxemburger Gerard Lommel laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Auch wollten sich Datenschützer in Großbritannien und Irland der Sache annehmen, Bürgerrechtler in den USA sich bei der Handelsaufsicht Federal Trade Commission beschweren.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Facebook die seit Dezember 2010 den USA getestete Gesichtserkennung flächendeckend einführt; sie dient dazu, User beim Upload von Bildern auf eventuell abgebildete Personen aus ihrem Freundeskreis hinzuweisen und sie aufzufordern, diese Personen zu kennzeichnen. Die Nutzer wurden über diese Aufforderungsfunktion nicht gesondert informiert; wenn sie die Funktion bei Abbildern von ihnen selbst nicht angewendet haben wollen, müssen sie dies in den Privatsphäre-Einstellungen festlegen. Offenbar nach einem Hinweis im Weblog des Sicherheitsdienstleisters Sophos auf für Nutzer unbemerkt geänderte Privatsphäre-Einstellungen hat das Facebook-Management eingeräumt, bei der Einführung der Gesichtserkennung nicht ausreichend transparent vorgegangen zu sein.

In diese Richtung ging Kritik des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar, der vergeblich auf datenschutzfreundliche Voreinstellungen gehofft hatte. Der FDP-Politiker Jimmy Schulz sieht die Funktion laut einem Bericht der Financial Times Deutschland als einen "ersten Schritt in Richtung Ende der Anonymität in der Öffentlichkeit". Facebook-Entwickler Justin Mitchell schrieb im Facebook-Blog, viele Nutzer hätten sich über die neue Funktion beschwert. Sie solle vor allem das Markieren von Freunden vereinfachen. Niemand müsse den Service nutzen, schließlich habe jeder die Möglichkeit, sie in den Privatsphäre-Einstellungen abzustellen.

Datenschützer reagieren auf die Technik der automatischen Zuordnung von Gesichtsbilder zu Namen schnell allergisch. Bei Facebook ist sie noch auf die "Freunde" beschränkt, die Datenschützer befürchten aber, dass mit der unkontrollierten Ausbreitung der Technik die Überwachung stark zunehmen könnte. Auch die Bundesregierung hatte sich bereits skeptisch geäußert. Wohl vor diesem Hintergrund hatte sich der Internetdienstleister Google Anfang April dazu genötigt gefühlt, Pläne für die Einführung eines Programms zur Gesichtserkennung für Mobiltelefone zu dementieren.

Dabei wäre Google heute bereits durchaus in der Lage, diese Technik anzubieten; im Zusammenhang mit der besonderen Aufmerksamkeit der Datenschützer nach der Affäre um die Sammlung von Daten aus privaten Funknetzen durch Autos, die Fotos für den Straßenansichtsdienst Street View sammeln, hatte der damalige Google-Chef die Einführung neuer Dienste auf den Prüfstand gestellt. Auch Adobe oder Apple bieten Software zur Gesichtserkennung an, allerdings – so wie Google in seinem Dienst Picasa – nur offline für die eigene Fotosammlung.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook statt Revier: Polizei "rationalisiert" Verkehrssünder-Abgleich
Beitrag von: ritschibie am 12 Juni, 2011, 13:18
Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, bedienen sich Polizeibeamte in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen bei der Ermittlung von geblitzten Verkehrssündern immer öfter bei sozialen Netzwerken. Üblicherweise werden tadelige Autofahrer zur Gesichtskontrolle aufs Revier vorgeladen oder erhalten Besuch von einem Beamten, sollten sie abstreiten, die fotografisch festgehaltene Person zu sein. Bei Zweifeln an der Identität kommt den Beamten der enorme Datenbestand von Facebook & Co. zu Hilfe: Immer öfter gleichen die Dienststellen Blitzer-Fotos mit Persönlichkeitsprofilen im Internet ab; der Datenschutz greift wegen der freien Zugänglichkeit der Daten nicht, das Verfahren ist also rechtlich zulässig. Frank Häcker vom Deutschen Anwaltsverein meinte gegenüber der Mopo: “Wer Bilder mit Namen in sozialen Netzwerken hinterlegt, ist datenschutzrechtlich ausgeliefert.“

Das wurde der Mopo zufolge einem BMW-Fahrer zum Verhängnis, der auf der Autobahn A1 in der Nähe von Münster ein vor ihm befindliches Fahrzeug durch dichtes Auffahren bedrängte und so den Verkehr gefährdete. Trotz eines von der Polizei gefertigten Fotos wollte der Hamburger ein Bußgeld über 400 Euro und vier Punkte in der Verkehrssünderdatei nicht akzeptieren. Als er zur Begründung anführte, dass nicht feststehe, wer den Wagen zur fraglichen Zeitpunkt fuhr, rief die Polizei einfach sein Facebook-Profil auf und verglich das dort eingestellte Portraitbild mit dem auf der Autobahn entstandenen, worauf hin der Anwalt des Dränglers seinen Einspruch zurückziehen musste.

Quelle: www.heise.de
Titel: Spam aus dem sozialen Netz
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juni, 2011, 15:44
Nicht nur Facebook pflegt einen lässigen Umgang mit den Daten seiner Mitglieder, das soziale Netzwerk Netlog treibt es noch viel bunter. Es saugt aus anderen Konten Adressen ab und nutzt sie zur viralen Verbreitung von Einladungen. Wer hier einmal in die Falle tappt, hat große Probleme, die Mailmaschine wieder abzustellen – und riskiert einen immensen Imageschaden.

In den vergangenen Wochen liefen mehrmals Wellen mit solchen Netlog-Einladungen in den Postfächern der Redaktion ein. Wir schauten uns den Dienst daraufhin etwas näher an. Das Ergebnis bringt ein Online-Artikel in c't-Hintergrund:

    Netlog: Datensammler und Mail-Schleuder (http://www.heise.de/ct/artikel/Netlog-Datensammler-und-Mail-Schleuder-1261358.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook sperrt Digikam&Co aus
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2011, 16:29
Wie diversen Fehlermeldungen auf der Seite des KDE-Projektes entnommen werden kann, hat der Betreiber von Facebook den Zugang zu seinem Dienst mittels der KIPI-Schnittstelle gesperrt. Darüber hinaus seien auch alle Fotos entfernt worden, die in der Vergangenheit über KIPI auf die Plattform hochgeladen wurden.

Das »KDE Image Plugins Interface« (KIPI) stellt eine Schnittstelle dar, die Fremdanwendungen zahlreiche Funktionen zur Bearbeitung von Bildern zur Verfügung stellt. Die Lösung wird unter anderem von Digikam, KPhotoAlbum und Gwenview verwendet und stellt einen integralen Teil der Funktionalität der Applikationen dar. Unter anderem bietet sie auch die Möglichkeit, mittels eines Export-Moduls Bilder an Internetdienste wie Flickr, Picasa oder Facebook zu übertragen.

Eine böse Überraschung mussten Anwender allerdings gestern erfahren, als Facebook sich weigerte, die Bilder der KIPI-Nutzer zu akzeptieren. Als Grund nannte Gwenview einen falschen Schlüssel. Doch nicht nur das Hinzufügen von neuen Inhalten war blockiert, sondern auch bereits vorhandene Bilder wurden entfernt, sofern sie unter Zuhilfenahme von KIPI hochgeladen wurden.

Den Grund für die Entfernung und die Weigerung der Annahme weiterer Inhalte stellt die Sperrung des Schlüssels von KIPI dar. Warum es gerade KIPI traf, ist nicht bekannt. Wie Eugene Zarakhovsky, Entwickler bei Facebook, allerdings schreibt, habe ein neues Sicherheitssystem kürzlich seine Arbeit aufgenommen und eine Reihe von Schlüsseln gesperrt, die im Verdacht stehen, Spam zu vertreiben. Denkbar ist deshalb, dass Spam-Vertreiber den öffentlich sichtbaren Schlüssel von KIPI für ihre Zwecke zweckentfremdet haben und jener nun als ungültig erklärt wurde.

Zarakhovsky versichert, dass Inhalte lediglich ausgeblendet und nicht gelöscht wurden. Nach einer Überprüfung sollen sie wieder auf der Plattform öffentlich zugänglich gemacht werden. Das Grundproblem bleibt allerdings bestehen: Der in KIPI eingebundene und von den Betreibern als geheim eingestufte Schlüssel steht im Quellcode offen und kann von Fremdanwendungen zweckentfremdet werden. Betroffen sind davon nicht nur Facebook-Nutzer, sondern auch Anwender anderer Plattformen, die einen Schlüssel für die Authentifizierung nutzen.

Vor möglichen Unannehmlichkeiten sind allerdings auch Anwender anderer Applikationen nicht gefeit. Denn sobald ein bestimmter Schlüssel für ungültig erklärt wurde, wird die komplette Applikation in Sippenhaftung genommen. Im Falle von Facebook geht die Sperrung gar bis zur Entfernung aller Inhalte.

Quelle : www.pro-linux.de
Titel: Google+: Googles Angriff auf Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juni, 2011, 09:15
Beobachter hatten lange bereits eine Antwort von Google auf den riesigen Erfolg von Facebook gewartet. Nu wurde er im Google Blog vorgestellt: Google+ besteht aus mehreren Elementen, die ineinandergreifen: +Circles steht für die verschiedenen Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreise, denen man angehört - und die viele Surfer nach Ansicht von Google mit bestehenden sozialen Netzwerk zu sehr vermischen (obwohl es zum Beispiel mit Facebook-Gruppen die Mittel zur Trennung gibt). +Circles - im Dienst offensichtlich durch Kreise repräsentiert - soll helfen, die sozialen Sphären des Surfers beim Veröffentlichen von Statusmeldungen schärfer voneinander zu trennen. Man startet bei Google+ nicht bei null, sondern importiert die Adressdaten aus dem persönlichen Adressbuch bei Google.


+Sparks soll dem Benutzer als eine Art personalisierter News-Aggregator Stoff zu den Themen liefern, die ihn interessieren - sozusagen als Input für +Circles: "Fügt einfach eure Interessen hinzu, und ihr habt immer etwas zum Anschauen, Lesen und Teilen". In +Huddle trifft man sich zum Textchat, bei +Hangouts zum browserbasierten Videochat. Natürlich gibt es bereits auch eine +Mobil-App für Android-Geräte, mit der Teilnehmer zum Beispiel Handy-Fotos hochladen und ihren Standort mitteilen können.

(http://www.heise.de/imgs/18/6/8/2/2/3/8/23b31eecda6f0359.png)
Bislang konnte Google, bei allem Erfolg im Suchmaschinengeschäft, keinen wirklichen Erfolg bei sozialen Netzwerken verzeichnen. Das eigene Netz, Orkut, ist zwar in bestimmten Regionen erfolgreich, etwa in Brasilien, weltweit rennt Facebook Google mit nehr als 700 Millionen Nutzern davon. Google hat zwar bereits erste Schritte hin zu "sozialeren" Diensten gemacht, etwa mit der sozialen Suche, die Vorstellung von Google+ scheint aber der lange erwartete große Schlag zu sein - auch wenn sich viele User sicher erst an das Konzept gewöhnen müssen und es auch für einen Giganten wie Google schwer wird, mit einem neuen Ansatz gegen das vorherrschende Social Network zu reüssieren.


Google+ befindet sich derzeit im geschlossenen Testbetrieb; Google will neue Benutzer nach und nach einlassen, weist aber darauf hin, dass sich der Dienst noch im Betabetrieb befindet und noch Ecken und Kanten aufweist. Aber selbst wer eine der seltenen Einladungen für diesen Testbetrieb ergattert, hat derzeit Schwierigkeiten, in das System zu kommen: Man wird von der Fehlermeldung begrüßt, die Kapazitäten der Systeme seien derzeit ausgeschöpft, man solle es später noch einmal versuchen. Marcus Schwarze von der Rhein-Zeitung berichtet in seinem Blog von ersten Eindrücken.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook soll In-Browser Videochat präsentieren
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2011, 16:36
In dieser Woche kündigten die Betreiber des weltgrößten Social Networks für die kommende Woche etwas Fantastisches an. Inzwischen wurde auch eine offizielle Einladung für diese Veranstaltung versendet.

Das Online-Portal 'Techcrunch' will schon jetzt genau wissen, um welche Produktvorstellung es sich handelt. In dem veröffentlichten Artikel beruft man sich auf die Angaben einer Person, die mit dem Sachverhalt vertraut sein soll. Angeblich geht es um einen Videochat, der sich direkt in den Browser integrieren lässt.

(http://screenshots.winfuture.de/Facebook-Event-1309604215_m.jpg)

Die Anwender werden dieses neue Feature wie bereits angesprochen über den jeweiligen Browser verwenden können. Das Produkt selbst soll auf Skype aufsetzten, wie das Online-Portal in seinem Artikel berichtet. Gegenwärtig ist es noch unklar, ob die Installation einer zusätzlichen Anwendung notwendig sein wird.

Im Hinblick auf dieses Vorhaben sollen die Köpfe hinter Facebook mit den Entwicklern von Skype eng zusammenarbeiten. Schon in der Vergangenheit haben die Entwickler beider Unternehmen in verschiedenen Bereichen an gemeinsamen Projekten gearbeitet. Gemeint ist damit unter anderem die Anbindung des Social Networks direkt in den VoIP-Client Skype.

Sollte es zu dieser Zusammenarbeit kommen, so könnte dies unter Umständen einen deutlichen Zuwachs der Anwendermasse für Skype bedeuten. Immerhin verfügt Facebook über mehr als 750 Millionen aktive Nutzer. Skype kommt hingegen auf 170 Millionen Anwender.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook sperrt den Friend Exporter
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juli, 2011, 13:04
Das hat ja nicht lange gedauert. Facebook hat den Friend Exporter (https://chrome.google.com/webstore/detail/ficlccidpkaiepnnboobcmafnnfoomga) blockiert. Mit dieser Erweiterung konnte man alle Kontakte bei Facebook exportieren und diese bei Google+ einfügen. Während es Facebook in der Vergangenheit den Benutzern immer einfach machte, Freunde zu Facebook zu bringen, wird der umgekehrte Weg künstlich erschwert: die offenen E-Mail-Adressen wurden kurzerhand aus den Profilen entfernt.

(http://img836.imageshack.us/img836/3108/facedowncaschy.jpg)

Bin mal gespannt, was im Kampf Google+ vs. Facebook noch so passiert. Offiziell ist Facebook auf der sicheren Seite (könnte man meinen), denn das Sammeln von Informationen verstößt offiziell gegen die Facebook’schen Regeln: “You will not collect users’ content or information, or otherwise access Facebook, using automated means (such as harvesting bots, robots, spiders, or scrapers) without our permission.”
Titel: Facebook stellt Skype-Videochat und mehr vor
Beitrag von: SiLæncer am 06 Juli, 2011, 20:16
Nachdem Google in der letzten Woche mit Google+ ein eigenes Social Network gestartet hat, kündigte der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg für diese Woche etwas "Tolles" an. Im Rahmen einer Presseveranstaltung im kalifornischen Palo Alto stellte er drei Neuerungen vor.

Zunächst bestätigte er, dass Facebook inzwischen 750 Millionen aktive Nutzer hat. Diese Zahl kursierte bereits seit geraumer Zeit, jetzt wurde sie offiziell bestätigt. Außerdem erklärte Zuckerberg den Anwesenden, dass das Teilen von Informationen eine immer größere Rolle spielt. Die "Rate of Sharing", wie sie Facebook bezeichnet, wächst derzeit exponentiell. Es handelt sich inzwischen um den wichtigsten Wachstumsindikator des Unternehmens. 4 Milliarden Dinge werden täglich via Facebook geteilt.

Gruppenchat
Die erste Neuerung stellt der Gruppenchat dar. Laut Zuckerberg ist Facebook inzwischen das größte Chat-Netzwerk. Zukünftig wird es möglich sein, weitere Personen zu einer Unterhaltung hinzuzufügen. Das Ganze haben die Entwickler bewusst simpel gehalten.

Videochat
Eine weitere Neuerung ist der bereits gerüchteweise diskutierte Videochat, der in Zusammenarbeit mit dem VoIP-Anbieter Skype realisiert wurde. In einem Chat-Fenster kann man nun problemlos die Kamera und das Mikrofon hinzuschalten, so dass man mit dem Gegenüber auch in Bild und Ton diskutieren kann.

Das Feature soll in den nächsten Wochen für alle 750 Millionen Mitglieder freigeschaltet werden. Alternativ kann es ab sofort manuell aktiviert werden. Auch die Gestaltung dieser Funktion wurde bewusst simpel gehalten, so dass es selbst für weniger technisch versierte Anwender keine Hürden gibt.

Überarbeitetes Design
Auch das Design wurde für die erweiterten Chat-Funktionen überarbeitet. Dazu gehört eine neue Seitenleiste, in der die Personen dargestellt werden, mit denen man am häufigsten online spricht. Die Größe der Seitenleiste wird an die Größe des Browser-Fensters angepasst und ermöglicht es auf einem Blick zu erkennen, wer gerade online und somit für einen Chat zur Verfügung steht. Sie ist auf allen Seiten des Social Networks sichtbar. Zusammen mit der Freischaltung des Videochats wird auch die Seitenleiste dargestellt.

Der Skype-Chef Tony Bates, der sich zu Zuckerberg auf der Bühne gesellte, zeigte sich stolz, mit Facebook eine derart erfolgreiche Plattform für den VoIP-Dienst gefunden zu haben. Man kann den Nutzerkreis dadurch deutlich vergrößern.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Wie man Facebook Apps kontrolliert: Datenkraken in den Griff bekommen
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2011, 09:31
Selbst diejenigen Benutzer von Facebook, die ihre Datenschutzeinstellungen gut im Griff haben, können durch den Einsatz von zusätzlichen Apps ausgehorcht werden. Wer sich dagegen schützen möchte, sollte sich eines der Tools gegen die systematische Bespitzelung anschauen, die kostenlos als Browser Plug-Ins vorliegen. Danach gibt man nur noch die Daten frei, die man auch wirklich offenbaren möchte.

Wer sich neu bei Facebook anmeldet, teilt ohne eine Änderung der Privatsphäreeinstellungen erstmal alles mit jedem. Das ist vom Anbieter natürlich so gewünscht. Umso mehr Daten wir freischalten, umso besser lassen sich unsere Profile zu Geld machen. Das in den Einstellungen zu ändern ist kein Problem. Doch darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Anwendungen für den Business-Bereich, Spiele, Anwendungen für Bilder und vieles mehr, die einen aushorchen können. Ständig wird man zu Fragespielen, Umfragen oder der Teilnahme an Online-Games aufgefordert. Will man diese Dienste nutzen, fordern die Apps die vollständige Kontrolle über den eigenen Account beim sozialen Netzwerk. Darunter befinden sich auch schwarze Schafe, die primär der Datensammlung und Auswertung dienen. Wer die harmlosen von den gefährlichen Apps abgrenzen und sich schützen will, sollte eines der beiden hier vorgestellten Tools ausprobieren.

Die Kollegen der New York Times empfehlen den Einsatz von Social Monitor von Unsubscribe.com oder uProtect.it von Reputation.com. Beides sind Plug-ins für Browser, die während des Besuches bei Facebook im Hintergrund laufen. Social Monitor arbeitet mit dem Firefox, Chrome und Safari zusammen. Uprotect.it läuft auf dem Firefox und Google Chrome. Beide Teams arbeiten derzeit an einer Umsetzung für den Internet Explorer. Die Funktion der Software ist ganz einfach: Beide Programme analysieren nach vorheriger Anmeldung alle Tools, die auf unseren Facebook-Account zugreifen und geben als Information zurück, welche Apps beim Umgang mit unserer Privatsphäre schlecht, akzeptabel oder gut umgehen. Dementsprechend kann man die verschiedenen Apps deaktivieren und aussortieren, welche man sowieso schon länger nicht mehr in Anspruch genommen hat. Was man nicht regelmäßig benutzt, sollte man sofort über Bord werfen. Umso weniger Apps aktiv sind, umso besser! Geprüft wird auch, wie tief die Apps in unsere Daten vordringen dürfen. Das Grundproblem ist und bleibt aber, dass viele Benutzer bei sozialen Netzwerken diese zusätzlichen Programme installieren ohne etwas über deren Funktion zu wissen. Die meisten Surfer bestätigen blind alle Anfragen oder Vorgaben, um kostenlose Spiele etc. in Anspruch nehmen zu können. Genau darauf zielen auch viele Anbieter ab. Doch selbst wenn nicht alle Firmen Datenkraken sind, so lohnt es sich einen Überblick über alle Apps zu verschaffen und mal wieder kräftig auszumisten. Grundsätzlich gilt: Wer nutzlose Umfragen durchführt oder den Anwendern attraktive Preise verspricht, will zumeist nur an unsere wertvollen Informationen heran, um diese meistbietend zu verkaufen. Ein Sprecher von Facebook antwortete auf die Anfrage der New York Times, man würde alle neuen Apps genauer untersuchen und habe bereits unzählige schwarze Schafe im Vorfeld aussortiert. Der Geschäftsführer von uProtect.it ist der Meinung, dass das Geschäftsmodell der fragwürdigen Apps nur funktioniert, weil die meisten Endanwender alle Sicherheitshinweise ignorieren und diese massenhaft installieren. Er findet, diese zu informieren damit sie vorsichtiger werden, muss der erste Schritt sein.

Wem die ständige Begleitung durch eines der beiden Tools bei Facebook auf Dauer nerven sollte, kann diese genauso schnell wieder aus dem Browser entfernen. Eine Wiederholung der Analyse sollte zirka alle 1 bis 2 Monate erfolgen. Beide Plug-ins sind kostenlos und offenbaren lediglich die E-Mail-Adresse des Anwenders.

Quelle und Links : http://www.gulli.com/news/16538-wie-man-facebook-apps-kontrolliert-datenkraken-in-den-griff-bekommen-07-07-2011
Titel: Facebook-Videochat erklärt: Vereinfachter Skype-Client und anonyme Accounts
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2011, 18:20
Skypes Technikstratege Jonathan Rosenberg hat einige Details zu Facebooks Skype-Integration genannt. Skype-Chef Tony Bates kündigte zudem an, dass Facebook-Nutzer künftig auch kostenpflichtige Telefonate führen können.

Facebook bietet nun Skype-basierte Videotelefonie zwischen seinen Nutzern an und der Funktionsumfang soll künftig noch erweitert werden. So wird es in Zukunft laut Skype-Chef Tony Bates auch die Möglichkeit geben, kostenpflichtige Telefonate zu führen - womit Anrufe ins Festnetz oder zu Mobilfunknetzen gemeint sein dürften. Die Software dahinter werde von Facebook und Skype gemeinsam weiterentwickelt.

Video: Skype-Chef Tony Bates über Facebook-Videotelefonate (Herstellervideo) (2:31)

Das Plug-in, das die Facebook-Nutzer einmalig vor dem Ausführen von Videotelefonaten installieren müssen, ist laut Skypes Technikchef Jonathan Rosenberg ein stark verschlanktes Skype, das aus zwei Komponenten besteht. Das eigentliche Browser-Plug-in macht nur sehr wenig. Es stellt Facebook lediglich die nötigen APIs mittels Javascript zur Verfügung. Das Browser-Plugin dient also primär dazu, die Anrufe zu starten und zu beenden, so Rosenberg gegenüber Golem.de.

Verschlankter Skype-Client

Die wichtigere Komponente ist die Runtime. Sie kommt im Gegensatz zum regulären Skype-Client mit stark reduziertem User-Interface und ohne Funktionen wie Instant-Messaging daher. Die Runtime enthält laut eines Blogeintrags von Rosenberg noch Skypes Peer-2-Peer-Technik, die Firewall- und NAT-Traversal-Protokolle, Video- und Audio-Codecs und Media-Processing-Engine.

Um einen Videoanruf mit anderen Facebook-Nutzern zu starten, müssen die Angerufenen Plug-in und Runtime noch gar nicht installiert haben. Die Verbindung wird durch Facebook und Skype bereits im Hintergrund vorbereitet. Anrufer und Angerufene erhalten automatisch einen anonymisierten Skype-Account, die Facebook-Server kommunizieren dabei mit Skype über eine proprietäre API namens REST. Die REST-API stellt Facebook auch die Logindaten zum anonymen Account zur Verfügung.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1107/facebook-videochat/thumb620/facebook-videochat-1.jpg)

Die Videoqualität soll der eines normalen Skype-Videoanrufs ins nichts nachstehen, da dieselbe Technik zum Einsatz kommt. Wie Rosenberg gegenüber Golem.de angab, funktioniert das Facebook-Plugin bereits seit längerem in internen Tests stabil. Allerdings muss sich nun noch zeigen, wie das Skype-Netz mit den 750 Millionen potenziellen zusätzlichen Nutzern zurecht kommt. Facebook wird seinen Nutzern deshalb die Videoanrufsfunktion Stück für Stück freischalten.

Designentscheidung von Facebook

Dass sich das Videochatfenster nicht skalieren lässt und es sich immer über alle anderen Fenster legt und nicht im Hintergrund verschwinden kann, lag laut Rosenberg an bewussten Designentscheidungen von Facebook. Den Nutzern soll jederzeit bewusst sein, dass ein Videochat aktiv ist.

Kurzfristig gehe es nun darum, die Leistung und Qualität zu überwachen, mögliche Probleme zu erkennen und zu beseitigen. Zu weiteren geplanten Funktionen wollte Rosenberg sich nicht äußern, auch nicht dazu, ob irgendwann die Kommunikation zwischen dem Facebook-Plugin und regulären Skype zugelassen wird. Rosenberg hielt es jedoch auf Nachfrage von Golem.de für möglich, dass Facebook die Videochats in Zukunft auch in die eigenen Smartphones-Apps integriert.

Quelle : www.golem.de
Titel: Google+ kämpft mit Speicherproblemen
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juli, 2011, 12:49
Der Ansturm auf Googles Facebook-Konkurrenten Google+ hat am Wochenende zu Speicherproblemen geführt. Wie Google-Ingenieur Vic Gundotra in einer kurzen Notiz erklärt, hat ein Service zum Verfolgen von Benachrichtigungen für rund 80 Minuten den Dienst quittiert, weil der dafür vorgesehene Festplattenspeicher voll war. In der Folge trudelten dieselben E-Mail-Benachrichtigungen immer wieder aufs Neue bei vielen Nutzern ein. "Wir haben nicht erwartet, dass die hoch angesetzten Grenzen so schnell überschritten wurden. Das hätten wir aber sollen", betont Gundotra und bittet um Entschuldigung für den "Spam".

Google+ befindet sich derzeit im Probebetrieb. Man kann nur auf Einladung mitplussen: +1 ist das Pendant zu "Gefällt mir" bei Facebook. Sonst macht Google+ aber vieles anders als Facebook, zum Beispiel lassen sich Kontakte in sogenannten Kreisen kategorisieren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Java-App für Handys
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2011, 14:29
1 Milliarde Smartphones werden nach den Schätzungen der Marktforscher von IDG bis 2015 weltweit verkauft werden – dazu kommt noch eine weit größere Zahl an einfacheren Handys. Alleine im ersten Quartal diesen Jahres konnten die Handy-Hersteller nach einer Analyse von Gartner mehr als 400 Millionen Geräte verkaufen. Diesen Markt möchte Facebook mit einer neuen Mobil-Anwendung abschöpfen: "Facebook for every phone" ist eine Java-Anwendung, die auch auf den einfacheren und günstigeren Geräten läuft. Anwender können mit der App nicht nur Nachrichten der Freunde sehen und kommentieren, sondern auch Fotos hochladen.

Obwohl auch einfache Handys teilweise durchaus in der Lage sind, sich mit dem Internet zu verbinden, dürften viele Besitzer ihr Telefon lediglich zum Telefonieren benutzen – unter anderem wegen der zusätzlichen Kosten für einen Datentarif. Facebook will solchen Nutzern den Einstieg erleichtern und hat dafür mit knapp 20 Netzbetreibern auf der Welt Verträge geschlossen, die die kostenlose Nutzung der App für einen beschränkten Zeitraum erlauben. Einziger deutscher Netzbetreiber ist Telefonica, das Unternehmen bietet zum Start der App einen kostenlosen Zugang für 90 Tage an.

Die App ist nach Facebook-Angaben für mehr als 2500 Telefone verfügbar, Installationsmöglichkeiten listet die Übersichtsseite zur App (https://www.facebook.com/notes/facebook-mobile/facebook-for-every-phone/200217473360613). Derzeit sind die Download-Seiten jedoch kaum erreichbar.

Quelle : www.heise.de
Titel: Pseudonyme sind bei "Google+" nicht erwünscht
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juli, 2011, 07:45
Den getroffenen Schilderungen des Software-Entwicklers Enno Park zufolge sind bei dem kürzlich von Google vorgestellten Social Network namens Google+ keine Pseudonyme erwünscht. Diese Erfahrung machte er selbst.

Enno Park ist mit dem Nicknamen "Die Ennomane" unter anderem auf Twitter angemeldet und betreibt unter diesem Namen auch einen Blog. Daher dachte sich der Entwickler, dass er seinen Namen auch bei Google+ entsprechend ändern könnte.

Doch damit scheint man im Hause Google nicht einverstanden zu sein und löschte den zugehörigen Account. Überdies konnte Park angeblich nicht mehr auf den Google Kalender und Google Mail in der bisher bekannten Form zugreifen.

Um die Dienste wieder nutzen zu können, war es erforderlich, bei Google die jeweilige Mobilfunknummer anzugeben und eine Aktivierung zu starten.

Der US-amerikanische Internetkonzern Google hat bereits auf diesen Vorfall reagiert. Aus einem zugehörigen Statement einer Sprecherin geht hervor, dass entsprechende Regelungen in den Nutzungsbedingungen von Google+ festgehalten werden. Demzufolge ist die Nutzung des echten Namens verpflichtend.

Auf diese Weise möchte man bei Google gegen gefälschte Profile vorgehen und Spam bekämpfen. Bei der Verletzung dieser Anweisung kann Google auch den Zugriff auf weitere hauseigene Dienste unterbinden, heißt es.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microblogging-Dienst Twitter feiert 5. Geburtstag
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juli, 2011, 16:30
Am 15. Juli 2006 wurde der Dienst Namens "twttr" nach einigen über mehrere Monate andauernden Tests von Biz Stone, Evan Williams und Jack Dorsey offiziell vorgestellt. Damals handelte es sich noch um eine Art Gruppenchat-SMS-Anwendung.

Kurznachrichten konnten damals in den Vereinigten Staaten an die Nummer 40404 gesendet werden. Daraufhin bekamen alle zugehörigen twttr-Kontakte diese Meldung auf ihre Handys zugestellt. Der Durchbruch des Dienstes, der heute mit dem Namen Twitter in aller Munde ist, gelang dann auf der SXSW-Konferenz einige Monate später.

Diesbezüglich wurden angeblich täglich 60.000 Tweets versendet. Im Vergleich dazu werden aktuellen Zahlen zufolge mehr als 200 Millionen Kurznachrichten, welche als Tweets bezeichnet werden, über die Microblogging-Plattform veröffentlicht.

Ein handfestes Business-Modell gibt es im Hause Twitter allerdings nach wie vor noch nicht. Aktuellen Gerüchten zufolge könnte im Spätsommer 2011 deutlich mehr Werbung in den Streams der Nutzer auftauchen. Dies soll für die Betreiber eine mögliche Einnahmequelle darstellen.

Seit einiger Zeit experimentiert man bei Twitter mit verschiedenen Werbeformen. Interessierte Kunden können sich beispielsweise Plätze in den Empfehlungen kaufen. Im letzten Jahr soll Twitter damit 45 Millionen US-Dollar umgesetzt haben. In diesem Jahr sollen die Einnahmen schon bei rund 150 Millionen US-Dollar liegen.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Twitter rund sieben Milliarden US-Dollar wert sein soll. Noch im Dezember des vergangenen Jahres war die Rede von einem Wert in der Höhe von über 3,7 Milliarden US-Dollar.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Anonymous arbeitet an einem eigenen sozialen Netzwerk
Beitrag von: ritschibie am 18 Juli, 2011, 10:29
(http://static.gulli.com/media/2011/07/thumbs/370/Anonplus.jpg)
Nachdem einige Mitglieder bei Google Plus rausgeflogen sind, entstand bei den Internet-Aktivisten von Anonymous der Wunsch, ein eigenes und somit anonymes soziales Netzwerk zu erschaffen. Die Anzahl der kürzlich von Google geschlossenen Accounts ist nicht bekannt. Ein erster Blick auf die neue Seite hingegen bringt zum Vorschein, dass die Arbeiten an diesem Projekt noch ganz am Anfang stehen.

Google + erlaubt keine Pseudonyme und zwingt somit ihre Nutzer, bei der Anmeldung den Realnamen anzugeben. (gulli:News berichtete) Doch auch bei anderen Netzwerken wie Facebook, Twitter und YouTube gab es vereinzelte Aktionen, die teils illegalen Aktivitäten der Aktivisten zu blockieren. Als Antwort auf die Zensurversuche soll demnächst Anonplus aus der Taufe gehoben werden.

Bislang blieb es allerdings bei der reinen Ankündigung. Auch die Versionsnummer 0.1 Alpha zeigt deutlich an, dass sich die Entwicklung noch in einem sehr frühen Stadium befindet. Der einzige Link führt zu einem eigenen Forum, welches schon wieder verlassen wurde. Man wird geleitet zum WSN Forum, das mit einer anderen Software betrieben wird. Doch auch hier zeigt sich schnell, die Mitglieder von Anonymous sind vor allem Nutzer des IRC und nicht von Foren. Die eigentliche Diskussion über das eigene soziale Netzwerk wurde bislang von niemandem für einen Meinungsaustausch genutzt.

Ein Sprecher von Anonymous gab bekannt, dies sei das einzige Netzwerk, bei dem es nicht toleriert wird, sollte es herunter gefahren, zensiert oder die Betreiber unter Druck gesetzt werden. Es gäbe schon mehr als genug Regierungen und Firmen die uns erzählen wollen, was das Beste für uns ist. Die Zeiten als wehrloses Schaaf auf die Schlachtbank geführt zu werden, sei vorbei, so der Sprecher. Das Internet könne nicht mehr als deren Gefängnis angesehen werden.

Und dennoch. Sicherlich wäre es besser gewesen mit den vollmundigen Ankündigungen zu warten, bis die Programmierung von Anonplus abgeschlossen ist. Es kann jetzt noch einige Monate dauern, bis ein funktionsfähiges System aufgebaut wurde. Dann allerdings, so wahrscheinlich die Befürchtung der Macher, ist auch der Hype um Google Plus gelaufen. Inwiefern man zum jetzigen Zeitpunkt mit einer fast leeren Webseite von der Popularität von Google + partizipieren kann, bleibt hingegen fraglich.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook: Werbung für Google+ führte zur Deaktivierung des Accounts
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2011, 14:26
Mittlerweile sind die ersten Wetten im Gange, ob und wann Google Plus seinen größten Konkurrenten Facebook vom Thron der sozialen Netzwerke stoßen wird. Bei Facebook scheint man auf die Gefahr schon zu reagieren und sperrte kurzerhand den Account des amerikanischen Programmierers und Web-Entwicklers Michael Lee Johnson. Der hatte bei Facebook für neue Kontakte bei Google+ werben wollen.

Michael Lee Johnson hatte bei Facebook eine Anzeige geschaltet, um dort nach Kontakten von Google+ zu suchen. Wer bei dem einen sozialen Netzwerk ist, soll auch dort bleiben, scheint die Devise der Betreiber zu sein. Denn kurze Zeit später war er seinen Zugang bei Facebook los. „Wenn du magst, adde den Internet Geek, App Entwickler und technischen Virtuosen Michael zu deinen Freunden bei Google +“, schrieb er auf seiner Anzeige. Kurze Zeit später war sein Facebook-Account nicht mehr funktionstüchtig. In einer E-Mail wurde ihm mitgeteilt, dass alle schon aktivierten (und natürlich auch bezahlten) Anzeigen entfernt worden seien. Er habe gegen die Nutzungsbedingungen des Portals verstoßen, wo man sich Werbung für einen Mitbewerber ausbittet. Den betreffenden Paragrafen wollte man ihm aber im Rahmen der E-Mail nicht mitteilen.

Michael Lee Johnson schlug also eigenhändig die Nutzungsbedingungen nach, wurde aber auf der Suche nach dem vermeintlichen Vertragsbruch nicht sofort fündig. So darf man laut Klausel 11 ohne Absprache mit dem Betreiber nirgends öffentlich bekannt geben, dass man bei Facebook aktiv ist. Seinen Account bei der Konkurrenz hatte er aber bei Google+ im Stream erwähnt. Anzeigen dürfen laut Klausel 4d zudem niemanden belästigen oder bedrohen. Ob Facebook es als Belästigung ansah, dass man dort für Googles neues Baby warb? Möglich. Wahrscheinlich wird aber von den Entscheidern niemand die Anzeige zu Gesicht bekommen haben. Am ehesten kam es laut Paragraf 6a zum Vertragsbruch, wonach keine negativen Auswirkungen durch Anzeigen auf die Beziehung zwischen Facebook und ihren Usern erwirkt werden dürfen. Und da für die Benutzung eines anderen sozialen Netzwerkes geworben wurde, passt diese Aussage noch am besten auf den Rauswurf.

Johnsons Reaktion auf die Sperre lautete „LOL“ und später dann „Oh, and Facebook. You Suck."

Quelle: www.gulli.com
Titel: Google schaltet zahlreiche Google+-Accounts ab
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juli, 2011, 11:25
"Benutzen Sie den Namen, mit dem Freunde, Familienmitglieder und Kollegen Sie normalerweise ansprechen," verlangt Google von Nutzern seines sozialen Netzes Google+. Damit sind jedoch offenbar keine Pseudonyme gemeint. So wurde der Account der ehemaligen Google-Mitarbeiterin Kirrily Robert stillgelegt, den sie als "Skud" betrieb. Zur Begründung verweist das Unternehmen auf die zitierte Regel.

Für solche Fälle hält das Unternehmen ein Feedback-Formular bereit, mit dem Betroffene weitere Informationen bereitstellen können. Als Reaktion darauf teilte Google Robert jedoch mit, sie habe ihren Google+-Account gelöscht. In den Kommentaren zu ihrem Blog-Eintrag findeb sich zahlreiche Nachrichten von anderen Betroffenen, etwa Musiker, deren Künstlernamen-Accounts stillgelegt wurden. Andere Dienste, etwa die Mail- und Kalender-Services des Unternehmens, können die Betroffenen jedoch weiterhin nutzen.

Auch der Account von Limor "Lady Ada" Fried wurde abgeschaltet. Ihn reaktivierte Google jedoch anschließend wieder. Dabei könnte die Bekanntheit der Chefin von Adafruit Engineering geholfen haben, die im April das Titelbild von Wired zierte. Das Unternehmen stellt unter anderem die Mikrocontroller-Boards "Arduino" her.

Quelle : www.heise.de
Titel: Soziale Netzwerke: Poweruser sind jung und weiblich
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juli, 2011, 12:27
Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind es vor allem junge Frauen, die zu den "Powerusern" in Sozialen Netzwerken gehören. Doch auch bei den Männern gibt es einige, die viel Zeit in den Online-Communities verbringen. Für manche vielleicht sogar zu viel Zeit.

Soziale Netzwerke können einen gewissen Suchtfaktor entwickeln. Dann wird aus einem kurzen Besuch schon mal ein stundenlanger Aufenthalt. Wer Soziale Netzwerke intensiv nutzt, wird ein Lied davon singen können. Eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des IT-Branchenverbands BITKOM untermauert diese Thesen.

Laut der Studie sind elf Prozent aller Mitglieder eines Sozialen Netzwerks in die Kategorie der "Heavy User" einzuordnen. Die Grenze in diesen Bereich ist rasch überschritten. Bereits zwei Stunden täglich in einem Sozialen Netzwerk genügen, um in diesen Bereich eingeordnet zu werden. Immerhin jedes dritte Mitglied eines Sozialen Netzwerks nutzt die Online-Community für mindestens eine Stunde pro Tag.

Jeweils ein weiteres knappes Drittel bringt es auf weniger als eine Stunde pro Tag oder sogar weniger als eine Stunde pro Woche. Man erkennt also, dass hier klare Trennungsgrenzen vorhanden sind. "Die Mehrheit nutzt soziale Netzwerke gezielt und gut dosiert", kommentierte Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM, die Ergebnisse der Studie.

Neben der frühen Einordnung in den Bereich der "Heavy User" gibt es aber auch jene Nutzer, die praktisch ihr "Leben" in Sozialen Netzwerken ablaufen lassen. Erfreulicherweise betrifft es nur ein Prozent der Befragten, die den Großteil ihrer freien Zeit in einem Sozialen Netzwerk verbringen. Und zwar mehr als fünf Stunden täglich.

Nicht minder interessant ist auch, dass in die Kategorie der "Heavy User" vor allem junge Frauen fallen. Führt man eine Auftrennung nach Geschlecht durch, so verbringen 13 Prozent der Frauen mehr als zwei Stunden pro Tag in einem Sozialen Netzwerk. Bei den Männern sind es lediglich 8 Prozent.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook will Anonymität im Internet abschaffen
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2011, 21:00
Randi Zuckerberg - Schwester von Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg und Marketing-Chefin des Unternehmens - fordert die Abschaffung der Anonymität im Internet. Man müsse die User davon abhalten, im Internet irgend etwas ohne Angabe seines echten Namen zu machen. Damit soll vor allem das sogenannte Cyber-Bullying verhindert werden.

Facebook ist in der Vergangenheit immer wieder durch mangelhafte Datenschutzvorkehrungen in Kritik geraten. Was Marketing-Chefin Randi Zuckerberg fordert, stellt jedoch eine neue Dimension des "gläsernen Internetnutzers" dar: Sie forderte in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Social Media" die Abschaffung der Anonymität im Internet. Man müsse die Nutzer daran hindern, irgend etwas ohne Angabe seines echten Namens zu tun. Zuckerberg ist der Meinung, viele Menschen würden sich hinter der Anonymität im Internet verstecken und dann denken, "sie könnten sagen, was immer sie wollen".

Darüber, welche zusätzlichen Maßnahmen Facebook ergreifen würde, um seine Nutzer zukünftig vor Cyber-Bullying zu schützen, äußerte sich Zuckerberg nicht näher. "Es gibt so viel mehr, was wir tun können", sagte sie. "Wir arbeiten aktiv mit Partnern wie Common Sense Media sowie unserem Sicherheits-Kommittee zusammen". Common Sense Media ist eine Organisation, die Medien auf ihre Tauglichkeit für Kinder untersucht. Auch der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt bezeichnet Online-Anonymität als gefährlich. Er geht davon aus, dass Regierungen zukünftig von ihren Bürgern verlangen werden, Online ihre echte Identität zu benutzen. Googles Social Network Google+ steht derzeit in der Kritik, da viele Konten mit falschen Namensangaben gesperrt wurden.

Doch der Vorstoß stößt nicht nur auf Gegenliebe. Kritiker Matthew Ingram äußerte sich kürzlich zu diesem Thema: "Viele Leute denken, dass der Zwang, den echten Namen zu benutzen, das Problem der Trolle und des schlechten Verhaltens bekämpfen, aber dem ist nicht so. Und eine solche Politik kann negative Konsequenzen haben und den Austausch über wichtige Themen behindern."

Quelle: www.gulli.com
Titel: Re: Facebook will Anonymität im Internet abschaffen
Beitrag von: Jürgen am 01 August, 2011, 02:39
Es steht Facebook zweifellos zu, dafür zu sorgen, dass man auf ihren Seiten nur nach einer verifizierten Identifizierung schreiben kann.
Geeignete Verfahren dafür gibt's längst.
Allerdings ist sehr fraglich, ob dann noch allzu viele Teilnehmer dort verbleiben...

Aber es steht Facebook definitiv nicht zu, Vorschriften für das ganze Internet machen zui wollen.
Zitat
Man müsse die Nutzer daran hindern, irgend etwas ohne Angabe seines echten Namens zu tun.
Davon träumt wohl jeder Diktator.
Und genau deshalb kommt sowas überhaupt nicht in Frage.

Und solche Feinde der Meinungs- und Informationsfreiheit gehören meiner Ansicht nach konsequent gemieden und möglichst bestraft.

Ich brauche den Verein definitiv nicht.

Jürgen
Titel: Google+ hat mehr als 25 Millionen Nutzer
Beitrag von: SiLæncer am 03 August, 2011, 13:17
Das Social Network Google+ hat nach Angaben der Marktforscher von ComScore in weniger als einem Monat die Schwelle von weltweit 25 Millionen Nutzern überschritten. Google+ habe weniger als eine Woche gebraucht, um nach dem 22. Juli, als nach Angaben derselben Analysten die Marke von 20 Millionen Nutzern überschritten war, weitere 5 Millionen hinzuzugewinnen. Von Google selbst liegen keine Zahlen zu seinem Social Network vor.

Google+ öffnete seit dem Start am 29. Juni nach und nach seine Pforten. Seitdem haben sich in den USA 6,4 Millionen, in Indien 3,6 Millionen, in Kanada 1,1 Millionen und in Großbritannien 1,01 Millionen Nutzer angesammelt. Aus Deutschland beteiligen sich 920.000 Internetnutzer an der Plattform. 63 Prozent der US-amerikanischen Google+-Nutzer sind männlich, ungefähr ebenso viele im Alter von 18 bis 34. Unter den Facebook-Nutzern waren hingegen laut einer Untersuchung des US-amerikanischen Pew-Instituts 58 Prozent Frauen, auch auf Twitter sollen sich deutlich mehr weibliche Nutzer aufhalten.

Die 25-Millionen-Marke habe Google+ deutlich schneller erreicht als die Konkurrenten Twitter und Facebook, geht weiter aus einer Präsentation hervor, die der ComScore-Analyst Andrew Lipsman für Wedbush Securities angefertigt hat. Allerdings sei Google+ dadurch begünstigt, dass sich Google bei der Vermarktung seiner Plattform an Millionen Gmail-Nutzer richten kann. Dabei verweist ComScore auf eine hohe Korrelation von Gmail- und Google+-Nutzung. Facebook auf der anderen Seite sei einige Zeit lang eine geschlossene Plattform für eine spezielle Zielgruppe gewesen; mittlerweile versammeln sich dort angeblich weltweit 750 Millionen Nutzer.

Vorige Woche war bereits von einem Besucherschwund auf Google+ die Rede, nachdem die Marktforscher von Hitwise berichtet hatten, dass die Zahl der Besuche auf der Plattform erstmals zurückgegangen sei. Das muss kein Widerspruch sein, denn Hitwises Zahlen lassen keinen direkten Schluss auf die Zahl der Nutzer zu.

ComScore geht davon aus, dass Facebook auf jeden Fall von Google+ beeinflusst wird – unabhängig davon, ob der Konkurrent erfolgreich ist oder nicht. Zumindest würden Zeichen gesetzt, dass Facebook nicht unangreifbar sei. Von Twitter unterscheide sich Google+ hingegen grundlegend, sodass der Kurznachrichtendienst möglicherweise vor einer eventuell starken Konkurrenz sicher sei.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Die Glückskekslawine droht
Beitrag von: SiLæncer am 05 August, 2011, 12:22
Facebook erwägt offenbar, die Filter für den Newsstream abzuschaffen. Das Resultat: Nutzer könnten virtuellen Glückskeksen, Spieleeinladungen und sonstigem Werbelärm von Anwendungen ihrer Kontakte nur noch auf einem einzigen Wege entrinnen.

Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, arbeiten Facebook-Entwickler an einem ungefilterten Nachrichtenstrom, um mit seinen Werbekunden und Partnern mehr Geld zu verdienen. Das würde bedeuten, dass alle automatisierten Werbenachrichten aus Facebook-Anwendungen, meist Spiele, Umfragen und Like-Benachrichtigungen, nicht mehr ausgeblendet werden könnten.

Noch können Nutzer die neuesten Nachrichten filtern, um nicht mehr zwischen Dutzenden von Glückskeks- und Farmville-Einladungen die eigentlichen Mitteilungen ihrer Kontakte zu übersehen. Falls Facebook hier nicht doch etwas filtert, könnte das dafür sorgen, dass so mancher Farmville-Spieler plötzlich ohne Kontakte dasteht, da seine Freunde und Bekannten ihn entnervt aus der eigenen Kontaktliste entfernt haben. Facebook würde sich durch einen komplett ungefilterten Newsstream eher schaden.

Bisher nur im Test

Ob die Sorgen der Nutzer ignoriert werden, bleibt abzuwarten. Noch testet Facebook die Veränderung nur, wie ein Facebook-Sprecher dem WSJ sagte. Die Testergebnisse der nächsten Wochen sollen für Verbesserungen genutzt werden und die Resultate möglicherweise für mehr Nutzer zu sehen sein.

Auch Twitter und Google+ bieten keine Filter an. Allerdings gibt es auch noch keine Social Games, die diese sozialen Netzwerke so exzessiv nutzen wie Facebook. Für Spieleentwickler wie Zynga ist es nötig, möglichst viele Nichtspieler zu erreichen, um sie vielleicht doch zum Mitmachen zu bewegen und irgendwann zu den zahlenden Kunden zählen zu können. Die Spiele belohnen es auch, Einladungen an andere zu verschicken - zum Leidwesen der nicht interessierten Facebook-Nutzer.

Auch die Like-Nutzung will Facebook laut WSJ fördern. Ziel sei es, mehr Daten darüber zu sammeln, was Kunden kaufen und wo sie einkaufen. Durch mehr Möglichkeiten zur Nutzung des Like-Buttons sollen Werbekunden und Partner profitieren. Hierzu wollte sich Facebook gegenüber dem WSJ nicht äußern.

Quelle : www.golem.de
Titel: 150 Google+ Einladungen
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2011, 23:06
Moin zusammen! Man kann nun 150 Einladungen bei Google+ raushauen – sofern man eben schon Zugang zu Google+ hat. Das Ganze funktioniert über einen Link und meine 150 Einladungen möchte ich mit euch teilen.

(http://img18.imageshack.us/img18/614/climsyclipboardsc.jpg)

Wenn weg, dann weg. Viel Spaß: Google+ Invite (https://plus.google.com/_/notifications/ngemlink?path=%2F%3Fgpinv%3D62LqQqvJi3E%3A1DmcFcBlx_0).

Titel: Och nööö! Google+ präsentiert Spiele
Beitrag von: SiLæncer am 11 August, 2011, 22:14
Ja ich weiss – manche wollen Spiele. Das war der Erfolg von Facebook. Nicht das Vernetzen, sondern auch das Abparken vor Spielen a la FarmVille und anderen Zeitvernichtern. Vor wenigen Minuten hat Google+ die Games präsentiert.

(http://img15.imageshack.us/img15/3094/gameshomepagescreenshot.jpg)

Ja, auch bei Google+ bekommt man Game-Updates der eigenen Kreise zu sehen, aber Google spricht davon (http://googleblog.blogspot.com/), dass man den Nerv leicht ignorieren kann, um so den erwünschten Fokus zurück zu bringen. Was das heißt? Game-Infos nur auf der Game-Seite. Warten wir mal ab – wird sicherlich viele freuen, mich eher weniger…
Titel: Re: Och nööö! Google+ präsentiert Spiele
Beitrag von: dada am 11 August, 2011, 23:51
Was für ein Krampf! :P
Titel: Google+: Meldungen nun in den Suchergebnissen
Beitrag von: SiLæncer am 14 August, 2011, 08:54
Die Entwickler des US-amerikanischen Internetkonzerns 'Google' haben damit begonnen, erste Meldungen aus dem hauseigenen Social Network namens Google+ in die Suchergebnisse zu integrieren.

Um diese Funktionalität verwenden zu können, müssen die interessierten Nutzer mit ihrem Google-Account bei der Nutzung der Suchmaschine angemeldet sein. Künftig lassen sich dort dann auch Meldungen von befreundeten Personen einsehen, wenn diese zum jeweiligen Suchbegriff passen sollten.

Den Einschätzungen von Branchenkennern zufolge soll es sich bei der Integration der besagten Meldungen in Social Search von Google nur um den ersten Schritt eines größeren Vorhabens handeln.

Immerhin hieß es erst in der letzten Woche, dass der Internetkonzern Google die Echtzeit-Suche in absehbarer Zeit wieder aktivieren soll. Bis vor einem Monat war es damit noch möglich, bei der Suche nach einem bestimmten Begriff auch aktuelle, passende Beiträge aus Social Networking-Plattformen zu sehen.

In erster Linie bekamen die Nutzer dabei Beiträge, welche auf der Microblogging-Plattform Twitter veröffentlicht wurden, zu sehen. Allerdings lief ein Kooperationsvertrag zwischen Twitter und Google aus. Ohne die Tweets gab es laut Google zu wenige Meldungen. Aus diesem Grund hat man sich dazu entschlossen, das Feature vorerst zu deaktivieren.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook unterschlägt Google+ Invites
Beitrag von: SiLæncer am 16 August, 2011, 19:32
Schaut euch das folgende Video an – wer hätte das gedacht? ;) Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Titel: Diaspora-Gründer setzt auf Langzeitstrategie gegen Facebook & Co.
Beitrag von: SiLæncer am 19 August, 2011, 13:05
Diaspora, eine dezentrale Alternative zu Facebook, war im vergangenen Jahr unter großem Medienrummel gestartet, um ein sicheres, technisch offenes und vor allem nutzerkontrolliertes Social Network zu errichten. Mittlerweile ist das Projekt, das Nutzer mit insgesamt 200.000 Dollar Spendengeldern förderten, aus den Schlagzeilen verschwunden.

Maxwell Salzberg. einer der Gründer, erläuterte im Interview mit Technology Review die künftige Strategie. Der 23jährige bezeichnet sich selbst stolz als Hacker, hat ein Informatikstudium an der New York University absolviert und kümmert sich seitdem verstärkt um den Aufbau von Diaspora. Seine drei Mitgründer und Freunde Dan Grippi, Raphael Sofaer und Ilja Zhitomirskiy stammen von derselben Fakultät.

"Es war wirklich ein bisschen wie ein verrücktes Märchen damals", erinnert sich Salzberg an die Startphase. Eigentlich hätten dem Team 10.000 US-Dollar für den Anfang gereicht. Dann seien es dank Mundpropaganda deutlich mehr Gelder geworden. "Seit Oktober ist die Alpha-Version mit dem Quellcode von Diaspora nun online, in wenigen Monaten wollen wir eine Beta-Version herausbringen."

Diaspora ist mittlerweile nach San Francisco gezogen, wo die Firma Pivotal Labs dem Projekt Büroräume angeboten hat. "Das ist großartig, weil bei Pivotal eine Menge Leute arbeiten, die viel praktische Erfahrung mit der Programmiersprache Ruby mitbringen, die wir für Diaspora benutzen", sagt Maxwell.

In den kommenden zwei Jahren solle nun der Kreis der Kernentwickler erweitert werden. "Viele haben uns vorgeworfen, uns irrationalen Spielereien hinzugeben. Aber das Ganze braucht viel Disziplin." Im Kern wird das System von den vier Gründern entwickelt. "Es gibt derzeit wöchentlich etwa 5000 aktive Beiträge auf unserem Diaspora-Server, wir müssen das schon aus organisatorischen Gründen begrenzen, indem wir Einladungen vergeben." Aber insgesamt sei das Projekt sehr liberal: "Wenn jemand bewiesen hat, dass er aktiv mitarbeiten und einige grundlegende Regeln beachten will, gebe ich ihm dieselben Rechte wie mir selbst."

Derzeit gehe es nun vor allem darum, Nutzer anzulocken. "Unser größtes Problem ist, wie wir die Leute überzeugen können, unser System zu nutzen. Viele können sich unter einem dezentralen Netzwerk noch nichts vorstellen."

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    "Facebook ist doch abwegig" (http://www.heise.de/tr/artikel/Facebook-ist-doch-abwegig-1323862.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebooks "Like"-Button im Visier deutscher Datenschützer
Beitrag von: SiLæncer am 19 August, 2011, 13:45
Das Kieler Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) sucht die Konfrontation mit Facebook. Es fordert in einer Mitteilung alle Website-Betreiber in Schleswig-Holstein auf, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plug-ins wie den "Gefällt mir"-Button auf ihren Webseiten bis Ende September 2011 zu entfernen. Thilo Weichert, Leiter des ULD und Landesdatenschutzbeauftragter, droht mit Untersagungsverfügungen und Bußgeldern wegen Verstößen gegen geltendes Datenschutzgrecht.

Das ULD hat offenbar die "Like"-Funktion schon länger im Visier. Heute veröffentlichte es eine ausführliche technische Analyse der Usertracking-Möglichkeiten, die sich Facebook ohne ausdrückliche Genehmigung der Nutzer ermöglicht, darunter eben die auf fremden Webseiten platzierten Social-Plug-ins wie der Like-Button. Binden Site-Betreiber den Button ein, erkennt Facebook anhand der Cookies. Bei Nutzung der Facebook-Dienste erfolge eine Datenweitergabe von Verkehrs- und Inhaltsdaten in die USA und eine qualifizierte Rückmeldung an den Betreiber hinsichtlich der Nutzung des Angebots.

In Sachen Datenschutz stellt das ULD Facebook ein vernichtendes Zeugnis aus: "Die Formulierungen in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien von Facebook genügen nicht annähernd den rechtlichen Anforderungen an gesetzeskonforme Hinweise, an wirksame Datenschutzeinwilligungen und an allgemeine Geschäftsbedingungen." Das ULD empfiehlt Nutzern sogar, um Facebook einen großen Bogen zu machen oder sich gar nicht erst einen Facebook-Account anzulegen, "wenn sie eine umfassende Profilbildung durch das Unternehmen vermeiden wollen." Weichert sagte, es gebe vergleichbare europäische Dienste, "die den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Internet-Nutzenden ernster nehmen."

Im Gespräch mit heise online unterstrich Weichert, dass Facebook die Maßnahme des ULD durchaus als Kamfansage verstehen könne: "Wir werden die Eskalation suchen und dazu das ganze Instrumentarium nutzen." Nach Aussage Weicherts müssen Webseitebetreiber nun aber nicht befürchten, ab Oktober Post vom ULD zu bekommen: "Wir werden da sehr selektiv vorgehen", versicherte er.

In einer ersten Stellungnahme gegenüber heise online zeigte sich ein Facebook-Sprecher "verwundert" über die Aktion des ULD: "Facebook hält sich vollständig an die europäischen Datenschutzbestimmungen", erklärte er für das Unternehmen. Und weiter: "Wenn ein Facebook-Nutzer eine Partner-Seite besucht, die ein soziales Plug-in wie den 'Gefällt mir'-Button verwendet, kann Facebook die technischen Informationen wie die IP-Adresse sehen. Wir löschen diese technischen Daten innerhalb von 90 Tagen. Damit entsprechen wir den üblichen Branchenstandards. Die Informationen erhalten wir ungeachtet, ob ein Nutzer bei Facebook eingeloggt ist oder nicht. Dies liegt im Wesen des Internets."

Der Sprecher bestritt, dass Facebook auch persönliche Daten von Nutzern erfasst, die eine fremde Seite mit eingebundenem "Gefällt mir"-Button besucht, den Button aber nicht anklicken: "Wir wissen nicht, wer der Nutzer ist. Es sei denn, er ist gerade aktiv bei Facebook eingeloggt. Es werden bei Facebook keine Nutzerinformationen über Soziale Plug-ins mit Dritten geteilt. Unsere höchste Priorität ist die Sicherheit unserer Nutzer. Die Nutzer haben die volle Kontrolle über ihre Daten. In unserem Hilfe-Bereich ) erklären wir ausführlich, wie Soziale Plug-ins funktionieren."

Quelle : www.heise.de
Titel: 83 Prozent der Google+ User inaktiv
Beitrag von: SiLæncer am 22 August, 2011, 20:15
Laut einer aktuellen Erhebung von Bime Analytics ist der Erfolg von Googles sozialem Netzwerk "Google+" nicht so groß, wie vielleicht erhofft. Insgesamt 83 Prozent aller dortigen User sollen faktisch inaktiv sein. In Anbetracht der Fülle an sozialen Diensten im Web erscheint dies wenig verwunderlich. Facebook, MySpace & Co. haben ganz ähnliche Probleme, wenn es um die Aktivität ihrer Nutzer geht.

Im Web 2.0 gibt es viele Anlaufstellen, in denen man präsent sein soll. Je nach persönlicher Vorliebe und Funktion entscheidet man sich für einige. Sehnsüchtig erwartet wurde das neue Soziale Netzwerk Google+. Die Erwartungen waren wohl in erster Linie so ausgerichtet, dass man etwas völlig Neues erhofft hatte. Mit dem Klarnamen-Zwang hat Google das auch erreicht. Trotz steigender Nutzerzahlen scheint Google+ jedoch im Moment ein totes Soziales Netzwerk zu sein.

Zu dieser Vermutung ist zumindest das Marktforschungsunternehmen Bime Analytics gekommen, nachdem es mehr als 10 Millionen Google+ Nutzer befragt hat. Demnach ist ein bemerkenswerter Anteil von 83 Prozent aller Google+ Nutzer inaktiv. Wirklich überraschend ist das jedoch nicht, da auch andere Soziale Netzwerke unter dem "Aktivitätsproblem" leiden. Darüber hinaus existieren somit noch immer einige Millionen Nutzer, die aktiv sind.

Besonders beliebt scheint Google+ darüber hinaus bei Studenten zu sein. So gab ein Großtei der befragten Nutzer im August bei der Frage nach der gegenwärtigen Beschäftigung an, sich im Studium zu befinden. Ein schlagartiger Wandel, insbesondere wenn man bedenkt, dass im Vormonat die Ingenieure an erster Stelle standen. Fairerweise muss man hier aber auch die weibliche Form erwähnen. Denn laut der Erhebung von Bime Analytics sind 30 Prozent aller Google+ Nutzer weiblich. Dies ergibt einen Zuwachs von 2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat Juli.

Wohin die Fahrt von Google+ geht, lässt sich gegenwärtig kaum abschätzen. Nutzer haben es inzwischen schlicht schwer in all den Netzwerken gleichzeitig präsent zu sein.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook will mit Übernahmen weiter wachsen
Beitrag von: spoke1 am 23 August, 2011, 12:59
Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook setzt verstärkt auf Übernahmen, um Rivalen wie Google und Twitter auf Abstand zu halten. Facebook werde in diesem Jahr rund 20 Unternehmen kaufen, sagte der für Konzernentwicklung zuständige Manager Vaughan Smith der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Fokus liege auf Webdesign, technischer Infrastruktur und mobilen Diensten. Seit Jahresbeginn habe Facebook bereits 13 Firmen geschluckt.

Bisher waren es oft kleinere Übernahmen. Ein Schwerpunkt war der mobile Bereich, wo Facebook unter anderem den App-Spezialisten Snaptu kaufte. Der Kaufpreis habe rund 60 Millionen Dollar betragen, wie Bloomberg am Dienstag weiter berichtete.

Facebook hat nach eigenen Angaben rund 750 Millionen aktive Mitglieder und ist damit mit großem Abstand die klare Nummer eins unter den Online-Netzwerken. Google startete im Juni seinen Facebook-Konkurrenten Google+, der bisher nach Schätzungen auf rund 29 Millionen Nutzer kommt. (dpa) / (jk)

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-will-mit-Uebernahmen-weiter-wachsen-1328567.html
Titel: Neues aus dem Hause Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 23 August, 2011, 21:00
Neuigkeiten (https://blog.facebook.com/blog.php?post=10150251867797131) aus dem blauen Netzwerk namens Facebook. Klar, man muss ja innovativ bleiben & gegen andere Netzwerke anstinken. Ich fasse die Neuigkeiten mal kurz & knapp zusammen. Das Profil soll laut Facebook “deine Heimat im Web” werden. Du sollst dich sicher fühlen und einfach zurecht finden. So kann man jetzt jeden Punkt im Profil direkt sichtbar machen (oder auch nicht), ohne dass man sich durch zig Untermenüs klicken muss.

(http://img21.imageshack.us/img21/5944/29278910150365076526729.jpg)

Zukünftig wird man auch schnell per Klick entscheiden können, ob man auf einem Foto markiert werden will. Das finde ich persönlich ganz gut.

(http://img534.imageshack.us/img534/3224/30924410150365076756729.jpg)

Solltet ihr des Öfteren markiert werden, so landen alle Beiträge erste einmal in Quarantäne, bis ihr die Markierungen freigebt (oder auch nicht). Das funktioniert übrigens nicht nur bei Fotos, sondern auch mit Beiträgen. Zur Überprüfung, was andere Menschen sehen, bekommt ihr bald die “Profil anschauen als…”-Funktion direkt auf der Startseite. Damit könnt ihr euch euer Profil aus der Sicht eines Arbeitskollegen anschauen – ideal um vergebene Rechte zu testen.

(http://img710.imageshack.us/img710/5402/control1dede.jpg)

Zukünftig wird auch das Sharing-Feature, also die Box, in die ihr eure Nachrichten eingebt, erneuert. Ihr habt schnellen Zugriff auf die Funktion, was ihr mit wem genau teilt. Die Sichtbarkeit des Beitrages kann übrigens auch im Nachhinein editiert werden. Ihr könnt also einen öffentlichen Beitrag später auf bestimmte Leute / Gruppen einschränken.

(http://img854.imageshack.us/img854/8867/30867910150365076971729.jpg)

(http://img405.imageshack.us/img405/6459/bildschirmfoto20110823u.jpg)

Hier mal in einer Übersicht: 1.: Markiere Personen in einem Update. 2.: sag, wo du bist. 3.: Zugriff einschränken. Aus “jeder” wird nun “öffentlich”. Heisst nicht, dass es öffentlich ist, wenn euer Profil “sicher” ist, soll nur auf den Umstand klarer hinweisen, dass es eben jeder sehen kann.

(http://img88.imageshack.us/img88/3280/32014410150365077146729.jpg)

Noch einmal zurück zu den Fotos: ihr hab nun schneller & einfacher die Möglichkeit, mit euch getaggte Fotos zu “bearbeiten”. Ihr könnt den Benutzer blocken, ihn bitten, dass Foto gänzlich zu entfernen oder direkt die ganze Person zu bloggen, sodass kein Tagging mehr möglich ist.

Die Änderungen sollen in den nächsten Tagen in Kraft treten. Spektakulär ist anderes, aber man muss die Puzzleteile ja mal langsam zusammensetzen.
Titel: Datenschützer: Änderungen bei Facebook zum Teil nur "kosmetisch"
Beitrag von: SiLæncer am 24 August, 2011, 20:05
Der am Sitz der deutschen Facebook-Niederlassung zuständige Hamburger Datenschützer sieht Licht und Schatten bei den Änderungen, die das soziale Netzwerk am Dienstag für den Privatsphärenschutz seiner Nutzer angekündigt hatte. "In vielen Teilen sind es nur kosmetische Änderungen", sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar der dpa am Mittwoch.

Insbesondere weist der Datenschützer auf die Änderungen hin, die Facebook für die Verknüpfung von Fotos und Beiträgen mit Standortangaben oder den Profilen anderer Nutzer vornehmen will. So können Nutzer künftig nicht nur ihre Freunde etwa in Bildern kennzeichnen, sondern auch mit ihnen nicht verbundene Dritte. Diese können die Verknüpfung zumindest für ihr eigenes Profil aufheben und sich im Missbrauchsfall beschweren.

Dennoch hält Caspar das "mit Blick auf die automatische Gesichtserkennung bei Facebook" für "eine Verschärfung der Situation". Positiv sei zwar, dass Beiträge künftig nachträglich unsichtbar gemacht werden könnten. "In den Punkten, um die es wirklich geht – zum Beispiel, wie lösche ich bereits abgespeicherte biometrische Merkmale meines Gesichts – da bleibt alles beim alten", kritisiert der Datenschützer.

Er habe Facebook deutlich gemacht, dass seine Behörde die aktuelle Umsetzung der automatischen Gesichtserkennung, bei der einmal markierte Personen in Fotos automatisch mit Namens-Tags versehen werden, nicht akzeptieren und notfalls zu rechtlichen Schritten greifen werde. Die Erklärungsfrist für Facebook sei auf Bitten des Netzwerks aktuell bis zum 16. September verlängert worden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+: nicht nur blockieren – auch ignorieren
Beitrag von: SiLæncer am 26 August, 2011, 08:15
Google rollt bei Google+ langsam aber sicher ein neues Feature aus: Ignorieren. Bislang konnte man ja nur blockieren. Blockierte Leute können zwar weiterhin eure öffentliche Beiträge sehen, werden aber nicht mehr in der Lage sein, eure Beiträge zu kommentieren. Des Weiteren werden die blockierten Personen aus euren Kreisen entfernt und ihr werdet deren Inhalte nicht mehr in eurem Stream sehen können. Hier noch einmal die Unterscheidung: Blockieren <-> Ignorieren. Das Video erklärt es und zeigt Screenshots, das Feature ist noch nicht bei allen aktiv…


Das Ignorieren ist nicht ganz so knallhart. Ignorierte Personen können eure Inhalte zwar kommentieren und sehen, tauchen aber nicht mehr in der Notification Bar auf. Blockierte Personen gehen euch – so würde ich es gelinde sagen – auf den Sack und ignorierte Personen sind eher so: “mich interessiert es einfach nicht, was sie sagen”. So seht ihr diese Personen auch nicht in eurem Incoming-Stream. Auch seht ihr sie nicht in euren Kreisen.

Für den normalen Benutzer vielleicht relativ unnütz – für Menschen, die täglich 100x erwähnt werden eine ganz reizvolle Sache. Wenn ihr nämlich mich auf Google+ erwähnt, dann bekomme ich eine Notification, ab einer gewissen Zahl sicherlich nervig. Fazit? Ein Feature auf das ich verzichten kann. Google sollte das Blocken eher ausbauen. Gesetzt dem Fall, ihr blockiert mich – aber wir beide kommentieren bei einem gemeinsamen Kontakt, dann könnt ihr meinen Kram im Kommentar trotzdem lesen. Kann nervig sein – manche Fratzen will man ja gar nicht erst sehen ;)

(http://img801.imageshack.us/img801/4364/addedyoubackscreenshot1.png)

Zu den neuen Benachrichtigungen: diese zeigen nun getrennt an, ob euch jemand in Kreise hinzugefügt hat oder ob die, die ihr in Kreisen habt, euch in Kreise gesteckt haben. Puh, verwirrend, diese Kreise :)

(http://img35.imageshack.us/img35/6100/gappi.jpg)

Falls noch nicht geschehen, aktualisiert mal eure Google+ Android-App. Diese kann nämlich nun auch direkt Beiträge teilen. Ruft ihr aus eurem Stream einen Beitrag auf, so könnt ihr diesen via Menü rechts oben in euren Stream teilen.
Titel: Twitter macht SSL-Verschlüsselung zum Standard
Beitrag von: SiLæncer am 26 August, 2011, 10:39
Der Mikroblogging-Dienst Twitter führt nun schrittweise eine generelle SSL-Verschlüsselung für die Verbindungen mit den Nutzern ein. Das soll zukünftig besser verhindern, dass Accounts von Dritten gekapert werden. Da zahlreiche Nutzer Twitter unterwegs nutzen und dabei immer wieder über fremde Netze online gehen, ist das Risiko hier besonders hoch.

Seit März bietet Twitter seinen Nutzern bereits die Möglichkeit, auf Wunsch eine SSL-Verschlüsselung zu aktivieren. Nun beginnt man, diese Option bei einem kleinen Prozentsatz an Nutzern als Standard zu aktivieren. Werden damit gute Erfahrungen gemacht, soll der Anteil stetig erhöht werden.

Damit erhöht Twitter vor allem den Schutz von Anwendern, die technisch weniger versiert sind. Deren Anteil ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Sollten bei einem User Probleme auftreten, nachdem die Verschlüsselung aktiviert wurde, bittet das Unternehmen darum, Kontakt mit dem Support aufzunehmen.

Die Änderung bezieht sich nur auf den Zugang zu Twitter über den Webbrowser. Bei den zahlreichen externen Anwendungen, die über die Twitter-API auf den Dienst zugreifen, hängt es von den Entwicklern ab, ob die Daten verschlüsselt übertragen werden. Die offizielle Twitter-App für Smartphones setzt im Hintergrund beispielsweise bereits standardmäßig SSL-Kryptographie ein.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook pimpt die Fotofunktion
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2011, 10:30
Von 720 auf 960 Pixel pimpt Facebook (https://blog.facebook.com/blog.php?post=10150262684247131) die Fotos. Dies betrifft nicht nur neue Fotos, auch eure bereits in das Netzwerk geladene Bilder werden nun in höherer Auflösung dargestellt. Ausserdem wurde die Fotoansicht optisch optimiert. Facebook trägt damit den pro Tag hochgeladenen 250 Millionen Bildern und deren Usern Rechnung. Ausserdem sollen die Fotos jetzt doppelt so schnell laden, wie bisher. Das Feature wird in den nächsten Tagen ausgerollt.
Titel: Streit um Facebooks "Like"-Button zieht Kreise
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2011, 18:02
Die Datenschutzbeauftragten mehrerer Länder und des Bunds unterstützen die Kampagne ihres Kieler Kollegen gegen Social-Network-Plug-ins wie den "Gefällt mir"-Button bei Facebook. Neben dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) sehen auch die Aufsichtsbehörden in Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachen die damit erfolgende Datenabfrage nicht als rechtskonform an, meldet das Marketing-Fachblatt "Werben & Verkaufen" (w&v). Es würden zu viele personenbezogene Informationen von Surfern an den Betreiber des sozialen Netzwerks weitergeleitet, ohne das den Nutzer darüber ausreichend Klarheit verschafft werde.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar soll den Vorstoß aus dem hohen Norden ebenfalls begrüßt haben. Auch die öffentlich bestallten Datenschüzter in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hamburg sehen dem Bericht nach Handlungsbedarf, wollen ein eigenes oder gemeinschaftliches Vorgehen aber noch prüfen. Insgesamt werde eine einheitliche Linie angestrebt.

Der Leiter des ULD, Thilo Weichert, hatte schleswig-holsteinische Webseiten-Betreiber Mitte der Woche aufgefordert, ihre Fanpages bei Facebook und "Social Plug-ins" auf ihren Homepages bis Ende September zu entfernen. Der Appell löste über die Grenzen des Landes hinaus eine heftige Debatte aus, zumal der Datenschützer auch "selektiv" mit Bußgeldern drohte. Weichert erläuterte gegenüber "politik digital" nun, dass Facebook über die inkriminierten Mittel Cookies zur Profilbildung einsetze und die Betroffenen darüber weder hinreichend informiere noch ihnen eine Möglichkeit zur Einwilligung oder Ablehnung der in den USA erfolgenden Datenverarbeitung gebe. Da es jenseits des Atlantiks "praktisch keinen Datenschutz" gebe, sei es ratsam, sich privatsphärenfreundlichere Alternativen zu Facebook zu suchen.

Letztlich will Weichert auch Druck auf den US-Konzern ausüben, der sich mit seinen Hauptniederlassungen in Kalifornien und in Irland bisher der Kontrolle durch hiesige Datenschützer entzogen habe. "Politische Initiativen und gesetzliche Änderungen" könnten hier hilfreich sein, dieses Anliegen zu unterstützen. Es gehe dem ULD zudem vor allem um Überzeugungsarbeit, dass die geschäftliche und behördliche Nutzung von Facebook trotz aller vordergründigen Vorteile aus Datenschutzgründen derzeit unverantwortlich sei. Webseiten-Betreiber hätten hier eine eigene Pflicht zur Rechtseinhaltung. Niemand sei gezwungen, Facebook-Anwendungen zu installieren.

Welche Daten das soziale Netzwerk Facebook mit Applikationen wie dem "Like"-Button sammelt, erläutert die Stiftung Warentest in einem aktuellen Beitrag. Die Details fielen zwar unters Geschäftsgeheimnis, schreibt die Einrichtung. Sicher sei aber, dass der Internetkonzern auch "Aktionen der Facebook-Nutzer – vermutlich lückenlos – aufzeichnet". Jeder Besuch auf Webseiten mit "Gefällt mir"-Knopf werde nebst IP-Adresse registriert. Sofern es sich um einen in das Netzwerk eingeloggten Facebook-Nutzer handle, sei auch dessen Identität zugleich bekannt. Dies ermöglicht es, Vorlieben, Neigungen und Kontakte der Profilinhaber sehr genau zu untersuchen. Auch über Fanpages könnten über eine spezielle Schnittstelle eine Reihe personenbezogener Inhalte abgefragt werden. Die Stiftung selbst will ihre entsprechende Facebook-Seite trotzdem beibehalten, um ihre Informationen möglichst weit zu verbreiten.

Der FDP-Netzpolitiker Manuel Höferlin warnt vor Schnellschüssen. Ihm gefalle es besser, zunächst "den netzpolitischen Dialog" mit Homepage-Inhabern aufzunehmen, teilte er am Freitag mit. Die Forderung nach einem Entfernen von "Social Plug-ins" erscheint dem Bundestagsabgeordneten "zu drastisch". Wenn das ULD aber zum Ergebnis komme, Webseitenbetreiber und Nutzer des "Like"-Buttons könnten wie "verantwortliche Stellen" behandelt werden, müsse wohl das geltende Recht angepasst werden. Dabei sei auszuschließen, dass ein Nutzer eines sozialen Plug-in Gefahr laufe, deshalb ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro bezahlen zu müssen.

Der rheinland-pfälzische Verbraucherschutzminister Jochen Hartloff hält derweil eine "Stärkung des Datenschutzes und der Privatsphäre" bei sozialen Netzwerken dringend für notwendig. Es sei zwar richtig, dass Facebook seinen europäischen Sitz in Irland habe. Aber deswegen lediglich darauf zu verweisen, man habe keine rechtliche Handhabe und hoffe auf eine europäische Regelung, scheint dem SPD-Politiker "doch zu kurz gefasst". Er sieht die Bundesregierung daher "in der Bringschuld". Rheinland-Pfalz habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Bundesrat unterstützt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Klarnamenzwang bei Google+ verteidigt
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2011, 10:40
Wer Google+ nutzen möchte, muss sich zwangsläufig mit seinem echten Namen anmelden - Pseudonyme erlaubt Google nur unter bestimmten Bedingungen. Der ehemalige Unternehmenschef und aktuelles Verwaltungsratsmitglied Eric Schmidt erklärte jetzt, warum es diese Regelung gibt.

Andy Carvin, Reporter beim National Public Radio, konfrontierte Schmidt auf dem Edinburgh Intl TV Festival mit dieser Frage. Bei Google+ veröffentlichte er die Antwort des ehemaligen Google-Chefs. Demnach war Google+ ursprünglich als Identitäts-Service geplant. Für ein derartiges Angebot wäre es zwingend notwendig gewesen, den echten Namen zu verwenden. Spätestens wenn weitere Anwendungen auf diese Information zugreifen, würde es sich rächen, wenn ein Pseudonym angegeben wird.

Schmidt sieht in dieser Regelung jedoch kein Problem. Wer seinen echten Namen nicht angeben will, sollte Google+ einfach nicht nutzen, erklärte er im Rahmen der Fragestunde auf dem Festival. Das gelte vor allem für Personen, die durch die Verwendung ihres echten Namens in Gefahr geraten könnten. Als Beispiel nannte er die Länder Iran und Syrien, wo die Menschen aufgrund ihrer Regierung keine Privatsphäre erwarten können.

Nachdem der Klarnamenzwang von vielen Nutzern kritisiert wurde, hatte Google Mitte August die Regelung etwas gelockert. Statt die Profile bei einem Verstoß umgehend zu sperren, gibt man den Nutzern ein paar Tage Zeit, nachdem man sie auf die Regelverletzung hingewiesen hat. Zudem kann ein Pseudonym verwendet werden, sollte man darunter besser bekannt sein als unter dem echten Namen. Das ist zum Beispiel bei Künstlern der Fall.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook: Ich sehe was, was du nicht siehst
Beitrag von: SiLæncer am 31 August, 2011, 12:16
Hachja, Facebook und seine Privacy-Transparenz. Wahrscheinlich komplizierter als Quantenphysik. Wenigstens die grundlegenden Einstellungen sind ja nun, einigermaßen gut, zugänglich gemacht worden. Schimpft sich ja Privatsphäre-Einstellungen (https://www.facebook.com/settings/?tab=privacy). Sollte man sich mal 5 Minuten Zeit für nehmen und alles nach Belieben einstellen, bevor man Glückskekse öffnen geht.

(http://img691.imageshack.us/img691/2701/fbprivacy1550x135.jpg)

Dann gibt es ja noch die Pinnwand, wo eure Kontake einsehen können, wo ihr mitkommentiert, an welche Pinnwände ihr schreibt, was euch gefällt, eure Profilveränderungen und was für neue Freundschaften geschlossen wurden. Heute wollen wir unseren Stalkern ein Schnippchen schlagen, und ihnen genau diese Informationen nehmen. Ich finde, eine Pinnwand sollte meine Pinnwandeinträge beherbergen und eben nicht oben genanntes. Das ist nur ein Nice-to-know für Andere. Wer es ok findet, lässt es so.

Die Möglichkeit, die Infos zu verbergen, ist etwas versteckt. Der 5 Punkte-Plan:

    Wir suchen einen Eintrag auf unserer Pinnwand, der in etwa so aussieht: “Hat XYs Status kommentiert: Lorem ipsum dolor.”
    MouseOver über diesen Eintrag, und das X, welches rechts erscheint, anklicken
    “Alle Kommentaraktivitäten verbergen…” auswählen
    Die gleichen Schritte wiederholen wir nun mit unseren Likes, Profilveränderungen, neuen Freundschaften und den Pinnwandeinträgen zu Anderen. Natürlich jeder, wie er mag.
    Tada! Nun werden nur noch die Pinnwand-Einträge angezeigt.

Das Alles lässt sich unter “Optionen bearbeiten” noch einmal einsehen, oder aber auch wieder deaktivieren. Zu finden auf eurer Pinnwand, ganz nach unten scrollen.

(http://img20.imageshack.us/img20/2594/fbprivacy2.jpg)

(http://img689.imageshack.us/img689/3114/fbprivacy3.jpg)
Titel: Nach Anzeigenserie Betriebsprüfung bei Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 06 September, 2011, 15:52
Nachdem sich mehrere Wiener Studenten bei der irischen Datenschutzbehörde über Facebook beschwert hatten, ist diese nun sehr aktiv geworden. Der irischen Tochtergesellschaft des Sozialen Netzwerks steht in Kürze eine mehrtägige Betriebsprüfung ins Haus. Währenddessen sind weitere Anzeigen in Vorbereitung.

Wie die britische Tageszeitung "Independent" berichtet, habe die irische Datenschutzbehörde eine umfängliche Prüfung der irischen Tochtergesellschaft von Facebook angekündigt. Insgesamt soll diese bis zu fünf Tage in Anspruch nehmen. Ursächlich für diese Prüfung sind insgesamt 16 Anzeigen, die von Wiener Studenten gestellt wurden. In diesen werden zahlreiche Verstöße gegen EU-Datenschutzgesetze aufgelistet. Darunter befindet sich beispielsweise die Anschuldigung, dass Daten von Nutzern auch nach einer Löschung durch selbige noch gespeichert werden.

Die Anzeige musste in Irland gestellt werden, da dort der Hauptsitz von Facebook für den europäischen Raum ist. Dies hat in erster Linie steuerliche Gründe. Der Nachteil dieses Unternehmenssitzes ist jedoch, dass auch dort europäisches Datenschutzrecht zur Anwendung kommt. Bekanntermaßen ist dies nicht gerade zimperlich. Im Zuge der weiteren Untersuchungen durch die Datenschutzbehörde soll nun festgestellt werden, wie Facebook mit den Nutzerdaten umgeht. Facebook wiederum zeigte sich bereits kooperationsbereit.

Gegenüber Futurezone zeigte sich der Wiener Jurastudent Max Schrems, der zur Initiative Europe vs. Facebook gehört, überrascht. Man habe nicht damit gerechnet, dass die irischen Behörden gleich derart schwere Geschütze auffahren. Erwartet hatte man Anfragen an das Unternehmen, jedoch keine Betriebsprüfung. Derweil bereite man weitere Anzeigen vor. Eine davon wird sich mit dem "Like-Button" befassen, der auch hierzulande jüngst kontrovers diskutiert wurde. Die Anzeige stützt sich auf die Analyse des deutschen Datenschützers Thilo Weichert.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook vs. Datenschützer: Streit um Like-Button geht weiter
Beitrag von: SiLæncer am 07 September, 2011, 16:44
Im Streit um den Datenschutz bei den "Gefällt-mir"-Buttons von Facebook, mit dem User anderen Facebook-Nutzern Webseiten empfehlen können, hat das Unternehmen die Vorwürfe erneut zurückgewiesen. "Wir erstellen keine Profile von Menschen, die keine Mitglieder sind", sagte der Facebook-Verantwortliche für Europa, Richard Allan, laut einem dpa-Bericht im Innen- und Rechtsausschuss des Kieler Landtags. Allerdings übertragen Websites, die den Like-Button von Facebook einbinden, auch bei nicht bei Facebook angemeldeten Usern Daten über die aufegerufene Webseite und eine eindeutige Cookie-Kennung an das Social Network (siehe dazu: Das Like-Problem auf heise Security). Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert hatte Webseitenbetreiber im Norden aufgefordert, bis Ende September den "Gefällt-mir"-Button zu entfernen, weil so Daten in die USA gelangten und dort rechtswidrige Nutzerprofile erstellt würden – auch von Nicht-Mitgliedern. Sonst drohen im äußersten Fall Geldbußen von bis zu 50.000 Euro. An diesem Vorgehen will er auch festhalten.

Die Rechtslage habe sich nicht geändert, sagte Weichert laut dpa nach einem Gespräch mit Allan. "Das große Problem besteht in der Datenübermittlung aus Schleswig-Holstein und Deutschland in die USA." Diese bleibt den Nutzern laut Weichert verborgen, obwohl deren Einwilligung nötig sei. Auch sei bislang unklar, was Facebook mit den Daten mache. Weichert verlangte von Facebook daher Änderungen in der Geschäftspolitik und mehr Transparenz. Allan sagte zu, innerhalb einer Woche auf Fragen Weicherts zu antworten, um die Vorwürfe auszuräumen.

Der Datenschützer kündigte an, vor allem öffentliche Stellen und große private Firmen ins Visier zu nehmen. Die Webseitenbetreiber seien dafür verantwortlich, dass Daten nicht in die USA gelangten. Wer den "Gefällt-mir"-Button anklickt oder eine Facebook-Fanseite aufruft, gibt nach Darstellung Weicherts automatisch seine Verkehrsdaten dorthin weiter. Das Unternehmen verwende die gesammelten Daten wahrscheinlich für Werbezwecke, sagte Weichert. Die Website-Betreiber wiederum erhielten von Facebook eine Analyse zur Nutzung ihres Angebots.

Allan betonte, die Annahme, dass die Seitenbetreiber die Kontrolle über die Daten hätten, sei falsch. Er stellte auch klar: "Das Geschäftsmodell von Facebook läuft nicht darauf hinaus, dass wir Daten verkaufen, sondern es bezieht sich auf den gezielten Verkauf von Werbung." Die technischen Daten werden laut Facebook nach 90 Tagen gelöscht.

Um einen datenschutzfreundlicheren Like-Button zu ermöglichen, hatte unter anderem heise online eine 2-Klick-Lösung eingeführt, die den eigentlichen Like-Button und damit die Datenübetragung an Facebook erst nach einem separaten Klick und nicht schon beim Besuchen der Website aktiviert.

Den Kieler Datenschützern reicht dieses Vorgehen nicht: "Die teilweise vorgeschlagene 'Lösung' über einen Doppelclick, bei dem zunächst eine Informationsseite geöffnet und eine Einwilligung eingeholt wird, geht zweifellos in die richtige Richtung, aber nur den halben Weg: Die Profilbildung bei Facebook lässt sich derart nicht verhindern, wenn man den Plugin nutzen möchte. Zudem setzt eine wirksame Einwilligung voraus, dass Nutzende wissen, worin sie einwilligen. Da Facebook aber bisher nicht offenlegt, was es mit den Nutzerdaten macht, fehlt es weiterhin an der nötigen Information." Das bedeutet allerdings auch, dass die 2-Klick-Lösung ohne ein separates Popup, das erst die Einwilligung der User zur Aktivierung der Funktion einholt, nicht ausreichend wäre. Zum einen also müsste vor Aktivierung des Buttons immer eine Informationsseite angezeigt und eine explizite Einverständniserklärung eingeholt werden, eine Aktivierung einfach durch Klick reichte nicht. Zum anderen scheinen die Kieler Datenschützer der Ansicht zu sein, dass solch eine Einwilligung gar nicht möglich ist, da die User keine Informationen über die erstellten Profile erhalten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Like-Button: Facebook erklärt Details zur Speicherpraxis
Beitrag von: SiLæncer am 08 September, 2011, 11:04
Am gestrigen Mittwoch stellte sich Richard Allan, der Facebook -Verantwortliche für Europa, den Fragen von deutschen Datenschützern. "Wir erstellen keine Profile von Menschen, die keine Mitglieder sind", versicherte er im Innen- und Rechtsausschuss des Kieler Landtags. Gegenüber heise online erklärte die deutsche Facebook-Sprecherin Tina Kulow, dass es nicht Bestandteil des Geschäftsmodells des US-amerikanischen Unternehmens sei, Nutzer außerhalb der eigenen Plattform zu tracken.

In einer Stellungnahme, die heise online vorliegt, erklärt Facebook ausführlicher als in der gestrigen Ausschusssitzung, welche Daten es von Surfern bei auf Webseiten eingebundenen Like-Buttons speichert. Facebook unterscheidet demzufolge, ob es sich um Nicht-Mitglieder, nicht bei Facebook eingeloggte Mitglieder oder um Mitglieder handelt, die gerade in einem anderen Browser-Tab beim sozialen Netzwerk angemeldet sind.

Nun wird es allerdings erst recht kompliziert:



Desweiteren stellte sich Facebook gegen die Darstellung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), nach der Betreiber von Facebook-Pages bestimmen können, welche Daten von Besuchern gesammelt werden. Facebook zufolge haben die Betreiber keinen Zugang zu Daten, die einzelnen Personen zugeordnet werden können. Sie könnten einzelne Nutzeraktivitäten daher nicht nachverfolgen.

Siehe zu den Informationen, die durch den Like-Button an Facebook übertragen werden, auch:

    Das Like-Problem: Was Facebooks Gefällt-Mir-Buttons verraten (http://www.heise.de/security/artikel/Das-verraet-Facebooks-Like-Button-1230906.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Erneut läuft Facebook-Party aus dem Ruder
Beitrag von: SiLæncer am 11 September, 2011, 12:49
Wieder ist eine Party, zu der via Facebook eingeladen wurde, aus dem Ruder gelaufen: Im niedersächsischen Kreis Cuxhaven hat die Polizei eine Geburtstagsfeier mit 400 jungen Leuten beendet – Einladungen sollten eigentlich nur 60 erhalten. Ein 15 Jahre altes Mädchen aus Langen hatte die Partyeinladung bei Facebook aus Versehen öffentlich gestellt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Als immer mehr Menschen erschienen und die Fete ausuferte, alarmierte die Mutter der Jugendlichen die Polizei. Die Beamten nahmen einen Mann fest, der sich weigerte, die Party zu verlassen. Außerdem wurden mehrere Sachbeschädigungen festgestellt. Wer für den Polizeieinsatz haften muss, ist noch unklar. Die Mutter habe alles versucht, um die Feiernden zu vertreiben, sagte ein Polizeisprecher.

In Hamburg hatte ein junges Mädchen mit Spitznamen Tessa im Sommer über Facebook aus Versehen 16.000 Gäste zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Zwar wurde die Party abgesagt, trotzdem feierten hunderte
Jugendliche und verwüsteten das Gelände um Tessas Elternhaus.

Facebook erwägt, künftig vor dem versehentlichen Posting solcher öffentlichen Veranstaltungen zu warnen und bietet seit August versuchsweise eine passende Funktion an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook führt automatische Freundeslisten ein
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2011, 08:27
Das soziale Netzwerk Facebook führt in den nächsten Tagen "automatische Listen" ein. Dabei können Listen mit Namen von Arbeitskollegen, Familienmitgliedern oder Mitschülern automatisch erstellt werden, ausgehend von den Angaben, die sie bei Facebook gemacht haben, heißt es in einer Mitteilung. Die Neuerungen sollen von Mittwoch an eingeführt werden und dürften die Nutzer wie gewohnt schrittweise in den kommenden Wochen erreichen.

Facebooks Software-Chef Mike Schroepfer wollte ausdrücklich keine Verbindung zu dem im Sommer gestarteten Google-Angebot herstellen. Bei Google+ sortiert man seine Bekannten von Anfang an in Gruppen ("Kreise") ein. "Wir entwickeln das Angebot kontinuierlich weiter und haben uns schon lange darüber Gedanken gemacht", sagte Schroepfer am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Außerdem führt Facebook eine Unterteilung in "Enge Freunde" und "Bekannte" ein. Der Hintergrund sei, dass die Nutzer inzwischen viele Facebook-Freunde hätten – und viele Informationen nur mit ihrem engsten Kreis teilen wollten, erklärte Schroepfer. Die Liste der engen Freunde muss allerdings wie gewohnt per Hand erstellt werden.

Dagegen greifen die vier neuen "Smart-Listen" auf die Angaben der Facebook-Freunde über ihren Arbeitgeber, Verwandschaften oder Schule zurück. Dann werden von alleine entsprechende Listen erstellt. In eine weiteren automatische Liste kommen nur die Freunde, die in einem bestimmten Umkreis wohnen. "Das ist praktisch, wenn man sich zum Beispiel zu einem Kino-Besuch verabreden will", erläuterte Schroepfer. Damit die "Smart-Listen" funktionieren, müssen die Nutzer allerdings ihre persönlichen Angaben gewissenhaft auf dem Laufenden halten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook führt "Abonnements" ein
Beitrag von: SiLæncer am 15 September, 2011, 08:07
Das Social Network Facebook führt eine Funktion ein, bei der Nutzer Einträge eines anderen Nutzers abonnieren können, ohne mit diesem befreundet sein zu müssen. Damit könne man jetzt zum Beispiel besser Neuigkeiten von Künstlern oder Politikern verfolgen, erläuterte Facebook-Mitarbeiter Zach Rait in einem Blogeintrag (http://blog.facebook.com/blog.php?post=10150280039742131).

(http://www.heise.de/imgs/18/7/1/1/8/6/6/nt-fbgr.jpg-0d3487ef69b07a9f.jpeg)
Im Gegensatz zum Kurznachrichtendienst Twitter, dessen Prinzip die neue Funktion ähnelt, kann der Facebook-Nutzer auch auswählen, ob er alle Einträge eines Nutzers angezeigt bekommen möchte, die meisten oder nur die wichtigsten. Auch lassen sich "Lebensereignisse", "Statusmeldungen", "Fotos und Videos" sowie "Spiele" einzeln auswählen.

Ein Nutzer, der anderen ermöglichen will, seine Beiträge zu abonnieren, ohne "befreundet" zu sein, muss diese Funktion eigens aktivieren. Die Abonnenten bekommen dann laut Facebook nur die Beiträge zu sehen, die als "öffentlich" markiert wurden.

Erst am Dienstag hatte Facebook den Vorstoß des neuen Rivalen Google+ mit der Möglichkeit gekontert, die Freunde automatisch sortieren zu lassen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Neues von Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 17 September, 2011, 13:44
Ganz kurze News für Facebook-Fans: Nachdem bereits mit Abonnieren ein Twitter-ähnliches Folge-Verfahren eingeführt hat, wurden in den letzten Tagen weitere, neue Features aktiviert. So wird, sofern die Bildschirmauflösung hoch genug ist, die oben zu findende Leiste dauerhaft eingeblendet – kennen einige sicherlich von Google+.

De wohl größte Änderung betrifft Facebook Fanseiten. Während man in der Vergangenheit Fan sein musste, um einen Beitrag auf der Pinnwand zu hinterlassen, geht dies nun standardmäßig. Kamen Firmen oder Institutionen (ich erinnere mich an Greenpeace vs. Nestle) zu großem Fan-Zuwachs, obwohl die Kommentatoren gar keine Fans im eigentlichen Sinne waren – sondern nur pöbeln wollten – wird dies in Zukunft wohl nicht mehr der Fall sein – kann man nun auch direkt seine Meinung ablassen, auch ohne ein Fan zu sein. Unter Umständen eine größere Herausforderung für Seiten-Administratoren…
Titel: Gerüchteküche: Facebook plant neuen Mediendienst
Beitrag von: ritschibie am 19 September, 2011, 10:26
(http://www.digitalfernsehen.de/uploads/media/facebook-neu_teaser_top_11.jpg)
Ein neuer Mediendienst von Facebook soll in den Startlöchern stehen, über den sich Musik, Videos und Fernsehserien einfach miteinander austauschen lassen. Der neue Service könnte eine große Konkurrenz für andere digitale Mediendienste werden.

In dieser Woche soll Facebook eine Medien-Plattform enthüllen, die aus der Profilseite ein wahres Entertainmentwunder machen soll. Bisher hielt sich das soziale Netzwerk bedeckt, doch Insider erwarten eine Vorstellung auf der F8-Developers-Konferenz in San Francisco am Donnerstag, so die New York Times am gestrigen Sonntag.

Facebook soll verschiedene Vereinbarungen mit Medienunternehmen getroffen haben, um es künftig möglich zu machen, sämtliche Arten der Entertainmentnutzung auf dem eigenen Profil sichtbar zu machen. Auch dann, wenn man Videos oder Serien auf anderen Plattformen anschaut. Dies könnte den Wettbewerbsdruck anderer vergleichbarer Angebote erhöhen. Kleinere Anbieter könnten ins Straucheln geraten, da sie schlechtere Verträge mit Plattenfirmen haben, an die Lizenzzahlungen zu leisten sind.
 
Ein Facebook-Sprecher lehnte Kommentare ab. Es ist davon auszugehen, dass sich Einzelheiten der Pläne noch ändern könnten. Führungskräfte anderer Mediendienste sind davon überzeugt, dass sich ein solcher Dienst nicht allein über Werbung finanzieren lassen. Zudem habe die Werbung Einfluss auf die Qualität. Bei Anbietern wie Spotify und Rhapsody müssen Nutzer 5 bis 10 Dollar monatlich für die Dienste löhnen. Facebook hat aktuell bereits mehr als 750 Millionen Nutzer. Ob diese etwas für den neuen Dienst zahlen müssen, ist nicht bekannt.

Quelle: www,digitalfernsehen.de
Titel: Google entlässt Google+ aus dem Feldtest
Beitrag von: SiLæncer am 20 September, 2011, 19:21
Nachdem in den letzten Tagen und Wochen schon viel darüber spekuliert wurde, wie Google mit seinem vor kurzem in einen Feldtest gestarteten Social Network weiter verfahren werde und wie erfolgreich es überhaupt sei, entlässt der Suchmaschinenkonzern Google+ nun aus dem Feldtest: "Ab jetzt kann jeder bei Google+ mitmachen - es ist keine Einladung mehr nötig", schreibt Vic Gundotra, Senior Vice President Engineering bei Google, in einem Blogpost. Laut Gundotra werden weltweit täglich eine Milliarde Posts über Google+ geshared. Als fertiges Produkt möchte Google das Netzwerk aber weiterhin nicht bezeichnen, sondern spricht Google-üblich von einer Beta-Phase. Was nur zu verständlich erscheint, fehlt es doch noch viele an einigem, darunter nicht zuletzt eine vollständig zugängliche Programmierschnittstelle, die Integration anderer Google-Dienste wie das ebenfalls noch im (frühen) Beta-Stadium befindliche Google Music oder die Klärung der Auseinandersetzung um die Klarnamenpolitik. Gerade die Sperrung diverser Accountswegen der Nutzung von Pseudonymen und das strikte Verlangen Googles nach Verwendung von herkömmlichen Konventionen genügender Klarnamen hat in letzter Zeit für einige   Diskussionen und hitzige Debatten gesorgt.

Neben der Freigabe des Zugangs zu Google+ hat Google zudem weitere Neuerungen eingeführt (die bislang schon durchgeführten Änderungen und Verbesserungen lassen sich in einem "What's New"-Dokument verfolgen). So gibt es endlich eine Such-Funktion in Google+, die in der Ergebnisliste Accounts und Beiträge in Google+ sowie Webfundstücke anzeigt. Viele Änderungen gab es bei Hangout, dem integrierten Video-Chat mit Gruppenfunktion. Hangouts gibt es nun auch in der Google+-App für Android-Handys, die iOS-Version soll in Kürze nachziehen. Hangouts können nun auch eine Art TV-Station in Google+ darstellen: Ein gestarteter Hangout lässt sich auf "On Air" schalten; jeder Google+-User kann ihn sich dann anschauen, ohne daran teilnehmen zu müssen. Auch an On-Air-Hangouts, die sich zudem aufzeichen lassen, können bis zu 10 User gleichzeitig teilnehmen. Solche On-Air-Hangouts sollen aber erst für einige User freigeschaltet werden. Neben einigen weiteren erweiterten Funktionen wie Bildschirmfreigabe oder gemeinsame Arbeit mit Google Docs über Hangouts hat Google zudem eine API für Hangouts freigegeben. Die Programmierschnittstelle, über die schon länger spekuliert wurde, soll Entwicklern die Möglichkeit geben, eigene Anwendungen mit Hangouts zu integrieren.

Google will die Funktionen über die kommenden Tage hinweg weltweit für alle Google+-Nutzer einführen. Bereits als verfügbar angekündigt sind zudem erweiterte Funktionen für die Google+-Apps für Smartphones; dazu gehört auch die Umbenennung der "Huddle"-Textchats in "Messenger", der nun Foto-Sharing unterstützt. Für viele User mit beschränktem Arbeitspeicher in ihrem Android-Smartphone dürfte die Funktion, die Google+-App von der SD-Card aus auszuführen, eine große Erleichterung sein, benötigt die App doch einigen Speichzerplatz. Für zukünftige Änderungen hat Google bereits eine Liste mit den am häufigsten genannten Wünschen aufgestellt.

Quelle : http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-entlaesst-Google-aus-dem-Feldtest-1346702.html
Titel: Und täglich schraubt das Facebooktier
Beitrag von: SiLæncer am 20 September, 2011, 22:18
Und täglich grüßt das Murmeltier. Ein Film mit einem großartigen Bill Murray, den ich x-mal gesehen habe. Der Protagonist des Filmes erlebt aus gewissen Gründen immer wieder ein und denselben Tag. Ähnlich ergeht es mir mit Facebook, ewig passierte nichts, jetzt werden täglich mehr oder minder gute Features der Öffentlichkeit präsentiert. Nachdem ich bereits etwas zu Listen schrieb, geht es heute mit dem Newsstream weiter, der sich verändern wird.

(http://img706.imageshack.us/img706/1636/31114010150397566011729.jpg)

Beispiel: ihr seid ein paar Tage nicht bei Facebook gewesen – dann seht ihr im Stream weit oben die so genannten Top Stories. Häufig kommentierten oder beachteten Kram. Loggt ihr euch häufiger ein (wie ich), dann habt ihr die aktuellsten Nachrichten oben.

Auch neu: der Ticker. Hier kann man sehen, wer gerade was macht. Super cool  oder super nervig? Ich meine: eher letzteres. Hier setzt Facebook auf Echtzeit.

(http://img822.imageshack.us/img822/819/30727010150397781466729.jpg)

Was eure Freunde an Aktivitäten von euch im Ticker sehen, hängt von euch selber ab – checkt die Privatsphäre-Einstellungen. Tjoa. Ob gut oder schlecht darf jeder selber entscheiden – ich finde, dass da bald kein Normalsterblicher mehr durchblickt.
Titel: Datenschützer besorgt über Änderungen bei Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 24 September, 2011, 11:35
Datenschützer haben besorgt auf zahlreiche Neuerungen beim Online-Netzwerk Facebook reagiert. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagte auf NDR Info, der Nutzer verliere bei dem Unternehmen künftig noch mehr die Kontrolle über seine Daten. Mit den neuen Funktionen gehe es "zunächst einmal darum, dass die Datenmenge, die die Menschen im Zuge der Nutzung von Facebook von sich geben, noch größer wird".

Dies komme wiederum den Werbekunden des Netzwerkes zugute. "Wenn wir in das Netzwerk reingehen, bezahlen wir kein Geld, sondern wir bezahlen eben mit unseren Daten. Und die sind offensichtlich ein einträgliches Geschäft, wenn man sich die geschätzten Börsennotierungen von Facebook anschaut." Das Unternehmen habe beim Thema Datenschutz noch viele Hausaufgaben vor sich, so Caspar. Die Menschen müssten die Kontrolle über ihre Daten haben, und hier gebe es bei Facebook erhebliche Defizite.

Quelle : www.heise.de
Titel: VZ-Netzwerke unterziehen sich Radikalkur
Beitrag von: SiLæncer am 28 September, 2011, 14:12
Die VZ-Netzwerke wollen mit einem neuen Gesamtkonzept dem Mitgliederschwund entgegenwirken. Dazu zählt ein Redesign der drei Netzwerke StudiVZ, SchuelerVZ (künftig in Grünblau statt Pink) und FreundeVZ (bislang MeinVZ), das noch diese Woche online gehen soll. Dies stellt aber nur einen Baustein der Strategie dar, erklärte VZ-Chef Clemens Riedl im Gespräch mit heise online.

Die VZ-Netzwerke, seit 2007 im Besitz der Verlagsgruppe Holtzbrinck, wechseln mit dem Redesign auch ihre technische Plattform. Statt einer Eigenentwicklung kommt nun eine browserbasierte Anwendung auf Basis des Google Web Toolkit zum Einsatz. Mitglieder werden das unter anderem in Form von Echtzeit-Benachrichtungen zu spüren bekommen, für die Entwickler erleichtert die Umstellung auf Google- und Open-Source-Software die Implementierung neuer Funktionen.

Das neue Layout der Netzwerke ist dreispaltig und ähnelt in seiner Struktur Google+ und Facebook: Links die Navigation, in der Mitte die Inhalte, rechts kontextsensitiv vorgeschlagene Personen oder Themen. Unten befindet sich eine Chatleiste, neben dem Austausch von Textnachrichten wird nun auch Videotelefonie unterstützt. Dafür sollen anders als bei der Konkurrenz keine zusätzlichen Plugins notwendig sein.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/1/7/2/7/5/71c7b1788b8e7fce.png)
Riedl betont, dass die rechte Spalte anders als bei Facebook völlig werbefrei ist und der Vernetzung und Interaktion dient. Anders als die internationalen Netzwerke gibt es bei den VZ-Netzwerken allerdings weiterhin großformatige Flash-Werbemittel über und neben den Inhalten ("Wallpaper") – laut Riedl in Deutschland ein gebräuchliches Format. Neben dieser Display-Werbung will Riedl auch mit "social campaigning" (gesponserte Themenseiten und Ähnliches) und dem Verkauf virtueller Güter in Spielen Geld verdienen. Im Geschäftsjahr 2011 sollen die VZ-Netzwerke, für die Holtzbrinck 2007 knapp 90 Millionen Euro bezahlte, erstmals profitabel sein.

Diskutiert wird künftig themenbezogen, die bisherige Gruppenstruktur wird aufgelöst. In den drei Netzwerken gibt es künftig verschiedene Funktionen, die auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind: Im SchuelerVZ das virtuelle Klassenzimmer, im StudiVZ die Lehrveranstaltungen und im FreundeVZ die Gestaltung des Nachtlebens. Beim FreundeVZ ändert sich auch die Zielgruppe: War das Netzwerk bislang für ehemalige Studenten und Berufstätige gedacht, richtet es sich nun wie StudiVZ an 18- bis 29-Jährige. Riedl erklärte, vor allem junge Leute hätten ein großes Bedürfnis danach, sich in sozialen Netzwerken selbst zu präsentieren und auszudrücken. Die VZ-Netzwerke mit ihrem großen Schwerpunkt auf die eigene Profilseite kämen diesem Geltungsdrang entgegen, für ältere Menschen sei das Konzept weniger attraktiv.

Auf der VZ-Profilseite sollen auch Aktivitäten der Mitglieder an anderen Stellen des Internets sichtbar gemacht werden. Eine Schnittstelle zu Twitter gibt es heute schon, über eine Integration des Facebook-Streams wird intern diskutiert. Dies, aber auch viele andere Entscheidungen zur weiteren Gestaltung der Netzwerke sollen verstärkt in die Hand der Community gelegt werden, Mitglieder über Neuerungen abstimmen und eigene Wünsche zum Ausdruck bringen können – bei entsprechender Nachfrage wollen die VZ-Netzwerke mit Anpassungen reagieren.

Das Redesign der VZ-Netzwerke soll noch in dieser Woche online gehen, die neuen Seiten sind allerdings als "Testversion" deklariert. Für die nächsten sechs bis neun Monate sollen alte und neue Netzwerke parallel zueinander betrieben werden, Nutzer können währenddessen beliebig zwischen den Versionen hin und her wechseln. Mit der Überarbeitung seien die VZ-Netzwerke nun wieder konkurrenzfähig, erklärte VZ-Chef Riedl gegenüber heise online. Es gehe aber nicht um einen Angriff auf den neuen Platzhirsch Facebook: "Zunächst einmal geht es darum, den Verfall der Userbase zu stoppen. Für die Zugewinnung neuer Leute haben wir weder die Zeit noch das Angebot."

Die VZ-Netzwerke haben zwar 16,2 Millionen Mitglieder, 9,8 Millionen Nutzer suchen die Netzwerke gemäß AGOF wenigstens einmal monatlich auf. Die Reichweite und damit auch die Aktivität in den Netzwerken hat sich zuletzt aber rapide verringert: Kamen die VZ-Netzwerke laut IVW im August 2010 noch auf 408 Millionen Besuche und 11,6 Milliarden Seitenaufrufe, waren es ein Jahr später nur noch 129 Millionen Besuche bei 2,3 Milliarden Seitenaufrufen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Europe versus Facebook: Nutzerdaten Geschäftsgeheimnis und Geistiges Eigentum?
Beitrag von: SiLæncer am 28 September, 2011, 16:21
Die Anzeigen der Wiener Studenten bei der irischen Datenschutzbehörde gehen in die nächste Runde. Max Schrems, dem Initiator von „Europe versus Facebook“, wurde mitgeteilt, die Nutzerdaten seien ab sofort „Geschäftsgeheimnisse“ und „Geistiges Eigentum“ von Facebook. Interessanterweise gestaltet sich ausgerechnet die Übermittlung von heiklen Informationen „überproportional schwierig“.

Der Wiener Jurastudent Max Schrems und seine Mitstreiter legen sich derzeit mit einem der größten Giganten im Internet an. So lässt man momentan bei der irischen Datenschutzbehörde prüfen, ob die Vorgehensweise des Unternehmens nach europäischem Recht legal ist. Hintergrund: Mit Ausnahme der Einwohner aus Kanada und den USA schließen alle Facebook-Nutzer ihren Vertrag mit der irischen Tochtergesellschaft von Facebook ab. Zwar kann das Soziale Netzwerk mithilfe dieser geschickten Unternehmenskonstruktion den Steuersatz auf magere 2,4 Prozent drücken. Allerdings scheint dem Anbieter nun sein juristisches Konstrukt auf die Füße zu fallen. (gulli:News berichtete)

Nachdem die „Facebook Ireland Ltd.“ die ersten Daten an die österreichischen Studenten herausgegeben hatte, die sogleich veröffentlicht wurden, mauert man jetzt. Per E-Mail wurde den Datenschützern erläutert, die weiteren Daten seien „Geschäftsgeheimnisse“. Auch würde sich der Transfer der angeforderten Daten „überproportional schwierig“ gestalten.

Max Schrems von "Europe versus Facebook" findet es überaus interessant, dass „es sich hier gerade um die „heiklen“ Informationen handelt", wie z.B.: - Daten aus dem hauseigenen Gesichtserkennungsprogramm, Daten die Facebook über den „Like Button“ auf externen Webseiten sammelt,  Daten aus dem „Friend Finder“ und der Synchronisation von Handys mit Facebook, oder solche, die in verschiedenen Arten der Verhaltensanalyse berechnet werden. Gemeint sind aber auch banale Information, wie z.B. „Likes“ (dt.: „Gefällt mir“) oder Einladungen zu „Gruppen“.


Allen weiteren Personen, die ebenfalls die Übermittlung ihrer eigenen Daten angefordert haben, wurde mitgeteilt, dass man die gesetzliche Frist von bis zu 40 Tagen nicht einhalten könne. Auf die Nutzer kämen erhebliche Verzögerungen zu. Die Initiatoren von "Europe versus Facebook" weiter: „Natürlich sind ein paar hundert Anfragen für einen Großkonzern nicht bearbeitbar - die Gesetze gelten für Facebook anscheinend nicht. Facebook sagt den Nutzern unterm Strich „was wir mit euren Daten tun ist unser Geheimnis“. Wir vermuten, dass Facebook nach den ersten 22 Anzeigen gegen deren Geschäftspraktiken keine weiteren Beweismittel liefern will. Wir können dazu nur sagen: „Wer nichts zu verstecken hat, hat doch nichts zu befürchten... Herr Zuckerberg“."

Quelle: www.gulli.com
Titel: Massenhafte Daten-Anfragen überfordern Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 29 September, 2011, 11:39
Eine Protestaktion, die von Datenschutz-Aktivisten initiiert wurde, überfordert aktuell die zuständigen Stellen beim Social Network Facebook. Zahlreiche Nutzer aus Europa verlangen derzeit Auskunft darüber, welche Daten über sie genau gespeichert sind.

Ziel der Aktion ist es, Facebook dazu zu bewegen, zukünftig weniger Informationen über seine Mitglieder aufzubewahren. Aktuell werden Daten, die einmal auf der Plattform bereitgestellt wurden, für immer vorgehalten. Weder Nachrichten, noch Chat-Protokolle oder Fotos lassen sich real löschen, sondern verbleiben in den Datenbanken.

Einzelne Datenschutz-Aktivisten nutzten in der letzten Zeit die europäischen Richtlinien, nach denen Unternehmen verpflichtet sind, Privatpersonen detailliert Auskunft darüber zu geben, welche Informationen über sie gespeichert sind. Sie schickten entsprechende Anfragen an Facebook.

Das Social Network ist dann verpflichtet, auf einem rechtlich verbindlichen Kommunikationsweg zu reagieren - also die Antwort per Post zu schicken. Facebook tut dies in Form der Zusendung einer CD, auf der die gespeicherten Daten enthalten sind. Auf dieser findet der Nutzer dann in der Regel eine PDF-Datei, die meist weit mehr als tausend Seiten umfasst und mehrere hundert Megabyte groß ist.

Nachdem anfangs nur einige Wenige entsprechende Anfragen an Facebook stellten, kam es zu Aufrufen, dies in größerer Zahl zu tun. Das Unternehmen sollte so darauf aufmerksam gemacht werden, dass es seinen Nutzern nicht egal ist, welche Datenmengen über die Plattform erfasst und unbegrenzt aufbewahrt werden.

Das für die Bearbeitung der Anfragen zuständige Team bei Facebook ist inzwischen auch schon komplett überfordert. Bei einer Reihe von Nutzern sind inzwischen E-Mails eingegangen, in denen das Unternehmen darauf verweist, dass man die 40-tägige Frist, in der solche Auskunftsersuchen eigentlich beantwortet werden müssen, nicht wird einhalten können.

"Wir bedanken uns für Ihre Geduld und werden so schnell es geht antworten. Wir sind dabei unseren Prozess zur Bearbeitung von Anfragen zu optimieren", heißt es in den Mitteilungen. Explizit wird darauf verwiesen, dass man mit einer solchen Flut von Anfragen nicht gerechnet habe.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Debatte über Anonymität und Pseudonyme im Netz dauert an
Beitrag von: SiLæncer am 29 September, 2011, 12:15
Die Auflage von Google, für das jüngst allgemein geöffnete eigene soziale Netzwerk Klarnamen vorzuschreiben und pseudonyme Profile abzuschalten, erregt weiter Unmut und verschärft die Debatte auch über Anonymität im Internet. Auf dem Jahreskongress des Vereins zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs SuMa tadelte mit Christian Heller selbst ein Vertreter der "Post Privacy Spackeria" die Vorgabe bei Google+ als ungebührliche Nutzergängelung. "Ich möchte im Kommunikationsraum von Google keine Vorschriften bekommen", erklärte der Befürworter der These "Prima leben ohne Privatsphäre". Jedem sollte die Freiheit bleiben, im Netz "mit Nickname" aufzutreten.

Heller bemängelte, dass sich neben dem Staat mit seinen überzogenen Datenschutzregelungen andere Mächte wie Google oder Facebook ausbreiteten. Es sei daher wichtig, an Dezentralisierung zu arbeiten und sich gegen Normierungsversuche beider Seiten zu wenden.

Unzufrieden mit der Reaktion des Suchmaschinenplatzhirschs auf einen offenen Brief aus der Netzgemeinde mit der Forderung, Pseudonyme bei Google+ zuzulassen, zeigte sich der Internet-Unternehmer Christoph Kappes. Der Konzern habe zwar zunächst schnell reagiert und eine Antwort angekündigt, diese sei bisher aber ausgeblieben. Stattdessen sei auf Nachfrage ein Gesprächsangebot gekommen, in dem den Petenten aber wohl nur der Standpunkt Googles erneut dargelegt werden solle, dass mit der Bestimmung Spam vermieden und Gesprächsniveaus erhöht werden soll. "Ich beginne zu prüfen, ob eine Musterklage geführt werden kann", erklärte Kappes. Generell hält der Sachverständige im Arbeitskreis Netzpolitik der CDU Schutzzonen für nötig. Anonymität und Pseudonymität seien die Fortsetzung der Privatsphäre aus der Kohlenstoff-Welt. Zugleich müssten aber "Bewegungsspuren im digitalen Raum wohl als gegeben" hingenommen werden.

Konstantin von Notz, netzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, beklagte eine "unheimliche Allianz zwischen Google und dem Innenminister" im Streben zur Eingrenzung der Anonymität im Netz. Die Privat- und die Intimsphäre seien Grundlage für ein Leben in Menschenwürde. Der Gesetzgeber müsse daher mit einem geeigneten Rechtsrahmen die Bürgerrecht schützen, wozu auch das Recht auf Datenschutz gehöre. Wenn etwa ein Nutzer nach Krankheitssymptomen im Netz suche, gehe das niemand etwas an. Der Oppositionspolitiker erinnerte zugleich an die Vorgabe im Telemediengesetz (TMG), wonach Anbieter entsprechender Dienste Möglichkeiten zur Anonymisierung und Pseudonymisierung bieten müssten.

Die Rechtslage sei aber nicht ganz klar, erläuterte der Münsteraner Medienrechtler Pascal Schumacher. Neben dem einschlägigen Paragrafen im TMG gebe es etwa noch gegenläufige gesetzliche Verpflichtungen für eine Impressumspflicht bei Mediendiensten im Netz. Seiner Ansicht nach spreche viel dafür, dass ein Profil bei einem sozialen Netzwerk dieser Bedingung unterliege. Unter Experten ist diese Ansicht aber umstritten, da ein Auftritt bei Social Networks auch nur für eine geschlossene Benutzergruppe geöffnet werden kann. Andererseits räumte Schumacher ein, dass es in der analogen Welt auch anonym publizierte Bücher oder Leserbriefe gebe.

Dass das "Problem der Klarnamen" erst mit Google+ so stark aufgekommen sei, erklärte Linus Neumann von der Digitalen Gesellschaft mit der These, dass "die ganzen Twitterer" Dienste wie Facebook lange gemieden, Google+ aber gestürmt hätten. Mit dem Löschen pseudonymer Konten sei die große Ernüchterung eingetreten. Prinzipielle Bedenken haben seiner Ansicht nach Datenschützer und Post-Privacy-Vertreter gemeinsam gegen die Macht, die denjenigen zukomme, "die alle Daten haben".

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook könnte Datenschutzversteck in Irland verlieren
Beitrag von: SiLæncer am 30 September, 2011, 13:04
Facebook wird auch in Europa, wo der Konzern seinen europäischen Sitz hat, vom Datenschutzbeauftragten untersucht. Facebook hatte sich stets darauf berufen, im Einklang mit dem dortigen Datenschutzrecht zu stehen.

Der irische Datenschutzbeauftragte wird eine erweiterte Überprüfung der Aktivitäten von Facebook außerhalb der USA und Kanadas durchführen. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf die Behörde. Der stellvertretende Datenschutzbeauftragte Gary Davis sagte der Zeitung, die Prüfung werde bereits im kommenden Monat beginnen.

Dabei wolle Davis' Behörde über Hinweise der Beschwerdeführer hinausgehen, die Facebooks Praktiken zur Sammlung und Speicherung persönlicher Daten kritisieren und beklagen, dass persönlichen Daten auch auf ausdrücklichen Wunsch hin nicht komplett gelöscht würden. Facebooks europäische Zentrale hat ihren Sitz in Dublin.

Im Streit um eine Nutzeranfrage hatte ein Facebook-Sprecher gegenüber Golem.de argumentiert: "Wir haben ihm daraufhin geantwortet und ihm die relevanten Bestimmungen des irischen Datenschutzrechts erläutert, die in Bezug auf die Daten, die geliefert werden müssen, einige begründete Einschränkungen machen."

Deutsche Datenschützer argumentieren dagegen, dass auch in Irland die Datenschutzstandards in der Europäischen Union gelten. Ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Landesdatenschützers sagte Golem.de: "Wir haben ein einheitliches Datenschutzniveau in Europa. Gegen Irland gibt es keine Klage wegen Verstoßes der europäischen Datenschutzrichtlinie. Was wir nicht wissen, ist, ob in Irland auch der Vollzug des Datenschutzrechts mit Deutschland vergleichbar ist. Das spielt auch immer noch eine wichtige Rolle."

Auch in den USA haben sich digitale Bürgerrechtler und Wissenschaftler an die Bundeshandelskommission (FTC - Federal Trade Commission) gewandt, weil das soziale Netzwerk anzeigt, welche Medieninhalte Facebook-Mitglieder sich bevorzugt ansehen. In einem 14-seitigen Brief wendet sich das Electronic Privacy Information Center (EPIC) auch dagegen, dass Facebook Cookies einsetzt, die Internetaktivitäten auch dann aufzeichneten, wenn der Facebook-Nutzer nicht angemeldet ist.

Quelle : www.golem.de
Titel: Drohung gegen "Gefällt mir"-Nutzer bekräftigt
Beitrag von: SiLæncer am 30 September, 2011, 15:28
Das schleswig-holsteinische Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) hält auch nach Gesprächen mit den Betreibern des Social Networks Facebook an seinem Vorhaben fest, Webseiten-Betreiber, die einen "Gefällt mir"-Button in ihr Angebot eingebunden haben, zur Verantwortung zu ziehen.

Das bekräftigte ULD-Chef Thilo Weichert heute. Das europäische Datenschutzrecht besage, dass deutsche Seitenbetreiber für die Verarbeitung von Nutzungsdaten durch Facebook eine rechtliche Mitverantwortung tragen. Solange das Social Network nicht nachweise, für welche Zwecke es welche Nutzungsdaten in den USA verarbeitet, können Seitenanbieter in Deutschland die Weitergabe dieser Daten nicht rechtlich verantworten, hieß es.

Die von Facebook angeführten Einwilligungen von Nutzern in die Erstellung von Profilen genügten demnach nicht dem deutschen und europäischen Recht. Voraussetzung für einen datenschutzkonformen Einsatz von Facebook sei eine klare Information gegenüber den Anwendern und deren Wahlmöglichkeit.

"Die Dialogbereitschaft von Facebook wie auch von Webseiten-Betreibern in Schleswig-Holstein entbindet die Verantwortlichen nicht von der Beachtung des Datenschutzrechtes. Im Interesse einer schnellen und verbindlichen Klärung der Rechtslage wird das ULD - wie angekündigt - ausgewählte öffentliche und private Anbieter in Schleswig-Holstein im Oktober zu Stellungnahmen auffordern und Verwaltungsverfahren einleiten", sagte Weichert.

Das Ziel sei die Verwirklichung des Datenschutzes, es gehe nicht um Wettbewerbsverzerrungen oder das Drangsalieren kleiner Betreiber. Das ULD stehe mit den Beteiligten in einem intensiven Dialog, so auch mit der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder. Dort wurde bundesweit durch die Aufsichtsbehörden bekräftigt, dass für öffentliche Stellen derzeit die Nutzung von Fanpages und "Gefällt mir"-Buttons derzeit nicht in Frage kommt.

Die Einbindung von Plugins sei generell unzulässig, wenn damit eine Übermittlung von Informationen in die USA ausgelöst wird, auch wenn die Nutzenden gar nicht bei der Plattform registriert sind. Die Konferenz wies darauf hin, dass dieses Datenschutzproblem auch bei anderen Internetanbietern besteht.

Das ULD äußerte sich hoffnungsvoll, dass Facebook-Anwendungen irgendwann einmal datenschutzkonform gestaltet und genutzt würden. "Um hierhin zu kommen, genügt es aber nicht, Dialogbereitschaft zu signalisieren und kleine Änderungen vorzunehmen; nötig ist ein totaler Richtungswechsel", so Weichert.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook: "Project Spartan" soll in Kürze starten
Beitrag von: SiLæncer am 01 Oktober, 2011, 10:45
Auf einer Seite für Entwickler haben sich die Betreiber von Facebook zu einem Vorhaben geäußert, welches unter dem Codenamen Project Spartan bekannt ist. Inzwischen ist dieser Eintrag wieder verschwunden.

Die Redakteure des US-amerikanischen Online-Portals 'Techcrunch (http://techcrunch.com/2011/09/28/this-sure-looks-a-lot-like-facebooks-project-spartan-screenshots/)' konnten sich die dort ersichtlichen Informationen sichern und berichten in einem veröffentlichten Artikel darüber. Zu sehen ist unter anderem ein Screenshot der neuen Plattform für Apps auf HTML5-Basis.

(http://scr.wfcdn.de/6691/Facebook-Project-Spartan-1317401940-0-11.jpg)

Bei Project Spartan soll es sich im Wesentlichen um eine Plattform handeln, mit der Facebook möglicherweise eine Alternative zum App Store von Apple auf dem iPhone etablieren könnte. Der Hard- und Softwarehersteller aus Cupertino hat wegen der Web-Basis keine Möglichkeit, derartige Angebote zu blockieren.

Die komplette mobile Erfahrung von Facebook soll sich dadurch verändern, heißt es. Zur Realisierung dieses Vorhabens haben die Entwickler auf die Mittel und Möglichkeiten von HTML5 gesetzt und mit diversen externen Programmierern zusammengearbeitet. Zu den Partnern gehören beispielsweise die Social-Game-Schmiede Zynga sowie die Online-Zeitung Huffington Post. Pünktlich zum Startschuss der neuen Plattform sollen zahlreich Spiele und Anwendungen auf der Basis von HTML5 zur Verfügung stehen.

Ursprünglich rechnete man mit der Vorstellung der neuen Plattform im Zuge der Facebook-Konferenz F8. Dazu ist es allerdings nicht gekommen. Neu aufgetauchten Informationen zufolge ist mit dem Startschuss in der kommenden Woche zu rechnen. Facebook hat bisher noch keinen konkreten Termin verlauten lassen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Schleswig-Holstein streitet um Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 05 Oktober, 2011, 13:40
Mit seiner Kritik an Facebook hat Schleswig-Holsteins Datenschützer Dr. Thilo Weichert für viel Aufsehen gesorgt. Mitte August kündigte er an, demnächst gegen Anbieter von Facebooks Like-Button und Fanseiten in seinem Zuständigkeitsbereich mit Untersagungsverfügungen und Bußgeldern vorzugehen; vor wenigen Tagen bekräftigte Weichert noch einmal, dass er ausgewählte öffentliche und private Anbieter in Schleswig-Holstein im Oktober zu Stellungnahmen auffordern und Verwaltungsverfahren einleiten werde. Die von Weichert gesetzte Frist ist am Wochenende abgelaufen; am gestrigen Dienstag kündigte er erste Verwaltungsverfahren gegen öffentliche Stellen und Unternehmen an.

Nun geht allerdings Schleswig-Holsteins Landesregierung auf Distanz zu Weichert. Wie der NDR berichtet, beabsichtigt die Staatskanzlei nicht, ihre Facebook-Fanseite abzuschalten. Regierungssprecher Peters bezeichnete die Seite "Schleswig-Holstein", die es auf 13.000 Fans bringt, als "wichtiges Kommunikationsmittel", das sich besonders abends oder am Wochenende bewährt. Laut NDR soll es am Donnerstag Gespräche zwischen Weichert und der Staatskanzlei geben. Aus dem Kieler Landtag gab es gegenüber den schleswig-holsteinischen Datenschützern bereits heftige Kritik zu ihrem Vorgehen gegen Facebook.

Quelle : www.heise.de
Titel: Datenschützer vs. Facebook: Der Streit geht weiter
Beitrag von: SiLæncer am 07 Oktober, 2011, 09:15
Im Streit um "Gefällt mir"-Buttons von Facebook bleiben die Kieler Staatskanzlei und Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert unterschiedlicher Auffassung. Das erklärte Staatssekretär Arne Wulff am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem Datenschützer.

Mitte August hatte des Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) alle Website-Betreiber in Schleswig-Holstein aufgefordert, ihre Fanpages bei Facebook und Social-Plug-ins wie den "Gefällt mir"-Button auf ihren Webseiten bis Ende September 2011 zu entfernen. Thilo Weichert, Leiter des ULD und Landesdatenschutzbeauftragter, drohte mit Untersagungsverfügungen und Bußgeldern wegen Verstößen gegen geltendes Datenschutzrecht. Der Kieler Datenschützer hatte erst vor kurzem noch einmal bekräftigt, dass er ausgewählte öffentliche und private Anbieter in Schleswig-Holstein im Oktober zu Stellungnahmen auffordern und Verwaltungsverfahren einleiten werde. Die von Weichert gesetzte Frist ist am Wochenende abgelaufen.

Weichert hatte auch von der Kieler Staatskanzlei verlangt, die Facebook-Fanseite zu löschen, weil Daten ohne die Einwilligung von Nutzern weitergegeben würden. Die Landesregierung will die Seite aber noch nicht entfernen. Erst nach der Innenministerkonferenz werde sie entscheiden, wie die vom Datenschutzbeauftragten vorgetragenen Bedenken mit den Grundsätzen der Informationspflicht und der Informationsfreiheit in Einklang zu bringen seien, sagte Wulff. Da 8 von 16 Bundesländern eine Facebook-Fanpage nutzten, sei nur ein abgestimmtes Vorgehen sinnvoll.

Auch Unternehmen sollen in diesen Tagen vom Datenschützer erneut ermahnt werden, Buttons und Fanseiten zu löschen oder zu deaktivieren. Die IHK hat bereits angekündigt, dem nicht nachzugeben und es notfalls auf ein Verfahren ankommen zu lassen. Facebook konnte Weicherts Bedenken bislang nicht zerstreuen. Wegen seiner strikten Haltung war Weichert in Kiel auch unter Beschuss durch Politiker geraten; Drohgebärden seien nicht nur kontraproduktiv, sie seien auch rechtlich fragwürdig, hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen erklärt.

Bei der Auseinandersetzung geht es gegenwärtig nur um die bislang existierenden Fanpages und die "Gefällt mir"-Buttons von Facebook, die unter anderem Daten bereits an Facebook übertragen, bevor ein User den Button klickt; es reicht, wenn der User eine Webseite aufruft, die den Button enthält. Die datenschutzfreundliche 2-Klick-Lösung, die unter anderem heise.de vorgeschlagen hat, sei ein Schritt in die richtige Richtung, reiche als Einverständniserklärung zur Datenübertragung aber noch nicht aus, hieß es von Datenschützern. Gegen die neuen Funktionen von Facebook, die eine Timeline und einen Lebens-Log für alle Lebensäußerungen eines Users einführen, haben Datenschützer aber ebenfalls bereits Bedenken angemeldet.

Quelle : www.heise.de
Titel: Sammelklage gegen Facebook-Cookie
Beitrag von: SiLæncer am 07 Oktober, 2011, 21:19
Ein Bürger aus dem US-Bundesstaat Kansas hat eine Sammelklage gegen Facebook eingereicht. Er wirft dem Unternehmen vor, gegen Abhörgesetze verstoßen zu haben, indem man auch nach dem Ausloggen aus dem Sozialen Netzwerk weiterhin das Surfverhalten protokollierte. Das Cookie-Problem von Facebook sorgt seit einigen Tagen für Wirbel (http://beta.dvbcube.org/index.php?topic=23954.msg161848#msg161848).

Eigentlich können "Cookies" ein nützlicher Bestandteil des Netzes sein. Vorausgesetzt, der Nutzer weiß, was sie speichern und vor allem wie lange und wozu. Es dürfte kaum eine Website geben, die nicht auf diese kleinen Informationsfetzen setzt. Im Gegensatz zu Facebook gibt es jedoch einen großen Unterschied: Verlässt man ein Webangebot oder loggt sich aus, ist auch mit der Informationssammlung des Cookies erst einmal Schluss.

Nicht so jedoch bei Facebook. Auch nachdem man sich aus dem Sozialen Netzwerk ausgeloggt hat, sammelt das Cookie weiter fleißig Informationen über das Surfverhalten. Genauer gesagt werden die angesurften Websites auch nach dem Logout protokolliert. Laut Facebook ist der Einsatz des Cookies unbedingt notwendig, da man damit ein effektives Mittel gegen Personen habe, die fremde Benutzerkonten missbrauchen wollen. Datenschützer und zahlreiche Facebook-Nutzer sehen das anders.

Der US-Amerikaner John Graham hat nun eine Sammelklage gegen Facebook eingereicht. Graham, von Beruf Anwalt, fordert vom Gericht eine Klarstellung der Rechtslage für 150 Millionen Facebook-User. In erster Linie soll das Gericht eine Verfügung erlassen, die es Facebook verbietet, weiterhin Informationen zu sammeln, obwohl die Nutzer ausgeloggt sind. Darüber hinaus sollen die bisher gesammelten Informationen unter Verschluss bleiben.

Falls das Gericht die Verfügung erlässt und Facebook dieser nicht nachkommt, würde es teuer werden. Pro Tag und für jedes Mitglied der Sammelklage soll Facebook 100 US-Dollar Strafe bezahlen. Alternativ sollen 10.000 US-Dollar pro Zwischenfall gezahlt werden. Dass die Anwalts- und Gerichtskosten Facebook auferlegt werden sollen, ist nach diesen Forderungen nur noch eine Formalität. Ob die Klage Erfolg haben wird, ist vorerst jedoch fraglich. Die US-Justiz vertrat bisher die Auffassung, dass Cookies nicht von Abhörgesetzen erfasst werden.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Google+: Benachrichtigungs-System überarbeitet
Beitrag von: SiLæncer am 09 Oktober, 2011, 08:25
Die Entwickler des US-amerikanischen Internetkonzerns Google haben erneut auf die Wünsche aus den Kreisen der Nutzer reagiert und aus diesem Grund das Benachrichtigungs-System entsprechend überarbeitet.

Angeblich beklagten sich zahlreiche Mitglieder von Google+ darüber, dass sie auch Benachrichtigungen von Personen zu sehen bekommen, die ihnen völlig fremd sind und sich nicht in den eigenen Kreisen (Circles) befinden. An dieser Tatsache haben die Entwickler nun etwas geändert.

Standardmäßig setzt man in diesem Zusammenhang beim Social Network von Google auf die Option Erweiterte Kreise. Laut Google können Informationen, die im Stream geteilt werden, auch von Personen in erweiterten Kreisen gelesen werden. Bei den erweiterten Kreisen handelt es sich sozusagen um die Kreise der Kreise.

In den Einstellungen kann man als Nutzer von Google+ die Benachrichtigungen besser kontrollieren und zudem definieren, von welchen Personen man Aktionen und Nachrichten sehen möchte. Diesbezüglich muss die Option von "Erweiterte Kreise" auf "Kreise" geändert werden.

Grundsätzlich unterstreicht Google immer wieder, dass man viele weitere Verbesserungen an der Plattform vornehmen möchte. Hierbei sei man verstärkt auf die Hinweise der Nutzer angewiesen, heißt es.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Google+ Hashtags: darüber spricht die Welt
Beitrag von: SiLæncer am 12 Oktober, 2011, 23:09
Neues Feature bei Google+, allerdings bislang nicht für alle Benutzer ausgerollt: Echtzeitsuche und klickbare Hashtags. Wer es nicht kennt: bei Twitter zeigt zum Beispiel ein Klick auf den Hashtag #BVB alle öffentlichen Tweets live an, die #BVB enthalten. Gerade bei Nachrichten, die das Weltgeschehen betreffen eine überaus tolle Sache.


Alternativ kann man sich auch zum Bodensatz der Unterhaltung herablassen, wenn man ab und an nach #sg sucht – man wird Menschen finden, die über “Schwiegertochter gesucht” twittern. Wie auch immer: in Kürze wird dieses Feature neben der Echtzeitsuche auch bei Google+ möglich sein.
Titel: Jeder zweite Personaler informiert sich über Bewerber im Internet
Beitrag von: SiLæncer am 18 Oktober, 2011, 16:41
Jeder zweite Personalverantwortliche informiert sich über Bewerber im Internet (52 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris in Hamburg hervor. Im Vergleich zum Vorjahr dient das Netz damit in diesem Jahr noch häufiger als Informationsquelle: 2010 waren es 49 Prozent. Im Auftrag des Branchenverbands Bitkom wurden 1500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche in Unternehmen befragt.

Personaler nutzen vor allem die Suchmaschinen im Netz zur Bewerber-Recherche: So greift rund jeder Zweite (49 Prozent) auf Internetseiten wie Google oder Yahoo zurück. Jeder Fünfte (21 Prozent) sucht nach Informationen über Bewerber in Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn. Fast genauso viele Personaler (19 Prozent) gaben an, einen Blick in die mehr privat genutzten sozialen Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ zu werfen.

Bewerber sollten daher verstärkt darauf achten, welche Informationen das Netz über sie ausspuckt, rät der Bitkom. In einen ersten Schritt sei es sinnvoll, sich selbst im Internet zu suchen. Dadurch bekämen Jobanwärter rasch einen Überblick, welche Informationen es im Web über sie gibt. Unliebsame Fotos sowie intime Einträge in Blogs unter echtem Namen sollten Bewerber entfernen lassen, rät der Bitkom.

Mit eigenen Profilen in Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn oder einer eigenen Homepage könnten Bewerber ihre Außendarstellung im Netz im nächsten Schritt positiv beeinflussen. Hier bestimmen sie allein, in welcher Art und Weise sie sich nach außen repräsentieren wollen. Die eigenen Profile und Internetseiten erscheinen in den Ergebnislisten der Suchmaschinen meist ganz oben und würden von den Personalern deshalb in der Regel zuerst gesehen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Jeder zweite Personaler informiert sich über Bewerber im Internet
Beitrag von: Jürgen am 19 Oktober, 2011, 02:48
Das könnte allerdings auch schwer in die Hose gehen.
Ich habe hier am Ort diverse Namensvettern, über die allerlei im Netz wie im Telefonbuch zu finden ist.
Über mich bringt eine Websuche aber nach wie vor gar nichts hervor.
So frage ich mich, ob sich die üblichen Personaler überhaupt darüber im Klaren sind, dass Google bei der Personensuche einen großen Teil an Verwechslungen hervorbringt.
Oder ob man u.U. ungeahnt für Fremde büßen muss...
Titel: Paypal sperrt Diaspora-Konten
Beitrag von: SiLæncer am 19 Oktober, 2011, 14:15
Wie die Betreiber des offenen sozialen Netzes Diaspora bekannt gaben, hat der Zahlungsdienstleister PayPal das Spendenkonto der Organisation gesperrt. Bereits eingegangene Spenden sollen für mehrere Monate gesperrt und neue Zahlungen nicht mehr akzeptiert werden.

Das soziale Netzwerk Facebook hat zwar einen kometenhaften Aufstieg hinter sich, gilt aber als Datenkrake und wird von allen Benutzern, die sich der Risiken von Facebook auf Datenschutz und Privatsphäre bewusst sind, gemieden. Zahlreiche Alternativen zu Facebook existieren zwar - auch als freie Software - konnten jedoch nie eine auch nur annähernd vergleichbare Benutzerzahl erreichen. Diesen Zustand wollen vier Studenten der Universität von New York ändern und mit Diaspora eine freie Alternative zu Facebook schaffen. Im Gegensatz zum Branchenprimus ist Diaspora dabei quelloffen und dezentral. So ermöglicht es die Software unter anderem, einen eigenen Server aufzusetzen und die Kontrolle über alle Inhalte, etwa Nachrichten, Fotos, Kontaktlisten oder Profildetails komplett zu behalten. Ende des vergangenen Jahres ist das Netzwerk für erste Tests Online gegangen.

Vor wenigen Tagen hatte das Netzwerk nun zu weiteren Spenden aufgerufen und um Hilfe gebeten. Die als Startkapital festgesetzte Summe war demnach bereits verbraucht und das Projekt benötigte mehr Kapital. Das Geld konnte entweder per Micropayment-Dienst Flattr oder über den Zahlungsdienstleister PayPal eingezahlt werden. Als sie jedoch einen Teil des gespendeten Geldes abheben wollten, erfuhren sie, dass die bereits eingeflossenen Gelder gesperrt wurden. PayPal benötige laut Aussage des Diaspora-Mitarbeiters Peter Shurman zusätzliche Dokumente, ohne die es dem Dienstleister nicht möglich sei, die Gelder wieder freizugeben. Bis das Problem gelöst sei, werden zudem keine weitere Spenden mehr angenommen.

Laut Shurman blühe Diaspora nun, dass das Netzwerk bis zu sechs Monate keinen Zugriff mehr auf Spenden in Höhe von 45,000 USD lang haben wird. Das ursprüngliche Problem sei zwar bereits gelöst, doch weigere sich das Unternehmen offenbar weiterhin, die Gelder freizugeben. Wann die Konten wieder enteist werden, konnten die Diaspora-Betreiber nicht sagen, weshalb das Projekt als Reaktion auf die neuesten Vorkommnisse nun PayPal den Rücken kehren wird. Weitere Zahlungen sollen künftig über einen neuen Dienstleister erfolgen.

Die Sperrung von Spendengeldern stellt keinesfalls ein Novum dar. Bereits in der Vergangenheit fiel der Zahlungsdienstleister durch politisch oder wirtschaftlich orientierte Kontensperrungen auf. So sperrte PayPal Ende 2010 unter anderem das Konto der Whistleblower von WikiLeaks, nachdem die Seite tausende US-Botschaftsdepeschen im Internet veröffentlichte. Auch das Indie-Studio hinter MineCraft musste eine Sperrung über sich ergehen lassen. PayPal sperrte über 600.000Euro, als das Projekt anzog und die Verkaufszahlen stiegen. Wie auch bei Diaspora forderte das Unternehmen daraufhin zahlreiche Dokumente und ließ sich laut Aussage des Projektes reichlich Zeit mit der Freigabe der Gelder. Im Juli 2011 forderte PayPal zudem auch deutsche Unternehmen auf, keine Waren mehr aus Kuba anzubieten. Als Grund nannte das Unternehmen ein seit 1962 bestehendes US-Erbargo, das PayPal auch für ausländische Unternehmen mittels Sperrungen durchsetzen wollte. Zahlreiche Firmen kündigten daraufhin Klagen an. Andere wiederum entfernten PayPal aus ihren Angeboten.

Quelle : http://www.pro-linux.de
Titel: Google+: Pseudonyme und Google Apps-Nutzung
Beitrag von: SiLæncer am 20 Oktober, 2011, 09:22
Gleich zwei mehr oder weniger wichtige Neuerungen könnten Einzug halten in Google+. Auf dem Web 2.0 Summit (einer Konferenz) kam zu Sprache, dass zum einen der Zugang für Benutzer der Google Apps-Variante bald möglich sein (http://www.mthie.com/google-fr-google-apps-kunden-und-es-kommt-doch.html) wird, zum anderen (http://mashable.com/2011/10/19/google-to-support-pseudonyms/) gab es Aussagen, dass man die Klarnamendiskussion damit beenden wolle, dass Pseudonyme erlaubt sind – besser gesagt wurde von “anderen Identitätsformen” gesprochen. Das wird natürlich Diskussionen aufwerfen.

Wird man tatsächlich jedem, der anonym agieren will, die Tür öffnen? Ich denke, dass die, die Pseudonyme aus Angst vor Verfolgung, Repressalien & Co nutzen, in einer verschwindend geringen Minderheit sind – der Großteil wird ein Haufen Trolle oder Spammer sein. Bin gespannt wie Google das lösen will – denn woher will man wissen, was ein Pseudonym ist, was nicht? Ich für meinen Teil glaube nicht, dass die völlige Massen-Anonymität bei Google+ kommen wird. Und ihr so? Pro oder Contra Klarnamen in sozialen Netzwerken? Letztendlich könnte es egal sein. Kommentiert und postet WildeMaus80 immer gut & gesittet und interessanten Kram, dann werfe ich sie in meine Kreise, kommt ein Hand Meier daher daher und schreibt nur Bullshit, dann muss er eben draußen bleiben.
Titel: Facebook prüft angeblich Ausnahmeregelung: keine Daten in die USA
Beitrag von: SiLæncer am 20 Oktober, 2011, 19:00
Ich lache. Ich kann es nicht glauben. Oder doch? Vielleicht werden die Daten von Facebook nicht mehr in die USA gesendet… wenn….ja wenn ihr aus Schleswig Holstein kommt! Um es mal leicht abgewandelt auszudrücken: Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr. Die ganze Welt ist von den Facebook besetzt… die ganze Welt? Nein! Ein von unbeugsamen Nutzern bevölkertes Bundesland in Deutschland hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

Ich haue euch den Text hier rein, der gerade auf Google+ bekannt wurde (https://plus.google.com/105645112827407312438/posts/QiR7jc9AK8N) und zudem vom NDR stammt – da es sich um eine Pressemitteilung des NDR handelt, zitiere ich mal voll:

Facebook prüft Ausnahmeregelung: Daten von Nutzern in Schleswig-Holstein sollen nicht weitergeleitet werden

Hamburg (ots) – Facebook prüft nach Informationen des NDR „Schleswig-Holstein Magazin“, die Übermittlung von Nutzerdaten aus Schleswig-Holstein in die Konzernzentrale in den USA zu stoppen. Dies ist nach Aussage des Schleswig-Holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert das Ergebnis des heutigen Treffens (20. Oktober) mit dem Facebook-Europa-Repräsentanten Richard Allan in Kiel. Weichert sagte dem „Schleswig-Holstein Magazin“, dass Facebook überlege, anhand der IP-Adresse den Standort der Nutzer zu ermitteln. Daten von Nutzern in Schleswig-Holstein sollen dann nicht zur weiteren Verarbeitung in die Konzernzentrale in den USA weitergeleitet werden. Diese Ausnahmeregelung für Schleswig-Holstein wäre weltweit einmalig.

Hintergrund der Überlegungen von Facebook ist ein Konflikt zwischen dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein und Facebook um den sogenannten „Gefällt-mir“-Button. Weichert kritisiert, dass Facebook Profile von Nutzern erstellt, die den Button anklicken, ohne dass diese darüber informiert werden. Das widerspreche dem europäischen Datenschutzrecht.
Titel: Re: Facebook prüft angeblich Ausnahmeregelung: keine Daten in die USA
Beitrag von: berti am 20 Oktober, 2011, 20:04
(http://wuv.de/var/wuv/storage/images/werben_verkaufen/nachrichten/digital/like_button_verstoesst_nicht_gegen_wettbewerbsrecht/3717057-1-ger-DE/like_button_verstoesst_nicht_gegen_wettbewerbsrecht_halfpanorama.jpg)   :rauch
Titel: Re: Facebook prüft angeblich Ausnahmeregelung: keine Daten in die USA
Beitrag von: dada am 20 Oktober, 2011, 20:10
Das wirkliche Übel ist doch, dass es sich hier um eine Ausnahmeregelung handelt. Andererseits denke ich, wer sich mit diesen Foren bloßstellt, ist selber schuld.
Titel: Datenschutzbeauftragter plant Facebook-Überprüfung
Beitrag von: SiLæncer am 23 Oktober, 2011, 09:27
In der kommenden Woche will die irische Datenschutzbehörde die europäische Facebook-Niederlassung einer Prüfung unterziehen. Bei der Überprüfung wird es auch um die Aufklärung von insgesamt 22 Beschwerden gehen, die der österreichische Jura-Student Max Schrems bei der Behörde gegen Facebook eingereicht hat. Schrems, der zu den Betreibern der Website Europa versus Facebook gehört, bestätigte gegenüber heise online, dass die irischen Datenschützer noch in diesem Monat das Hauptquartier von Facebook in Dublin besuchen werden. Die Behörde habe ihm mitgeteilt, dass die Prüfung etwa eine Woche dauern werde.

Max Schrems hatte während eines Studienaufenthalts an der kalifornischen Santa Clara University die Vorlesung eines Facebook Managers angehört und daraufhin von dem Betreiber des sozialen Netzwerks die im Zusammenhang mit seiner Person gespeicherten Informationen angefordert. Er erhielt daraufhin eine CD mit Daten. In den insgesamt 1200 Seiten (PDF, z.T. geschwärzt (http://www.europe-v-facebook.org/msb2.pdf)) fand er viele Informationen, die er längst gelöscht hatte.

Der irische "Data Protection Comissioner" ist für Beschwerden dieser Art im europäischen Raum zuständig, weil Facebook seine Europaniederlassung unter dem Namen "Facebook Ireland Limited" in Irland betreibt. Nach der europäischen Datenschutzrichtlinie hat jede Person das Recht auf eine Kopie der Daten, die ein Unternehmen über sie speichert. Die Gruppe "Europa versus Facebook" ruft dazu auf, auf dieser Grundlage bei Facebook die Daten anzufordern, die das Soziale Netzwerk zur eigenen Person gesammelt hat. Offenbar haben inzwischen schon so viele Facebook-Nutzer von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, dass die irische Facebookzentrale wegen Überlastung nicht mehr in der Lage ist, die Daten innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 40 Tagen zur Verfügung zu stellen. Von entsprechenden Mails, die Facebook an seine Mitglieder verschickt, berichten (http://gutjahr.biz/blog/2011/09/facebook-so-holst-du-dir-deine-daten) Blogs und Forenbeiträge.

Quelle : www.heise.de
Titel: Datenschützer und Facebook-Manager prallen im Bundestag aufeinander
Beitrag von: SiLæncer am 24 Oktober, 2011, 20:01
Bundestagsabgeordnete haben bei einer Anhörung (http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/a22_neue_medien/tage%20sordnung/a22_uanm15.pdf) (PDF-Datei) im Bundestag am Montag den Facebook-Manager Richard Allan in die Mangel genommen. Der CDU-Netzpolitiker Thomas Jarzombek beschwerte sich, dass der globale Konzern in Berlin keinen echten Ansprechpartner für die Politik habe. Der Grüne Konstantin von Notz legte dem Betreiber nahe, sich an deutsches Recht zu halten.

Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein (ULD), sieht das soziale Netzwerk unter "massivem Handlungsdruck". Die aufgrund einer Reihe von Beschwerden unternommene eigene technische Analyse der Datenverarbeitung von Fanpages und Social Plugins von Facebook habe eindeutig ergeben, dass diese nicht mit deutschem und europäischen Datenschutzauflagen vereinbar seien. Dies führe zu einer Wettbewerbsverzerrung. "Im November werden wir entsprechende Sanktionen anwenden", kündigte der Datenschutzbeauftragte an. Das ULD werde aber keine Bußgelder verhängen, sondern eine verwaltungsgerichtliche Klärung anstreben. Die bisherigen Gespräche mit Facebook seien "freundlich, aber bislang ergebnislos" verlaufen.

Der Datenschützer räumte angesichts von Kritik an seiner Rechtseinschätzung ein, dass das ULD die Datenverarbeitung der Kalifornier nicht direkt untersuchen konnte: "Wir mussten uns auf Mutmaßungen verlassen." Diese seien von Facebook aber bestätigt worden. Es gehe vor allem um den Schutz von Nicht-Mitgliedern. Hier müsse ein Cookie, das zwei Jahre lang aufbewahrt werde, Funktionen jenseits von Sicherheitszwecken erfüllen. Zudem missachte der Konzern die Maßgabe der E-Privacy-Richtlinie, wonach entsprechende Web-Dateien nur "per Opt-in" auf den Rechner von Nutzer gekrümelt werden dürften. Das Telemediengesetz erlaube eine Profilbildung zudem nur in pseudonymisierter Form und auch das ebenfall nur, wenn eine Einwilligung vorliege. Die Datenübermittlung in die USA sei schließlich nicht durch das "Safe Harbor"-Abkommen gerechtfertigt.

Weichert empfahl dem Gesetzgeber daher, aktiv zu werden und Rechtssicherheit bei der Nutzung von Daten in sozialen Gemeinschaften zu schaffen. Eine entsprechende Regelung würde ihm zufolge in der EU "mit Begeisterung aufgenommen". Eine Selbstregulierung, wie sie das Bundesinnenministerium anpeilt, mache nur ergänzend Sinn. Das Innenressort habe damit aber überhaupt nichts zu tun, da Selbstkontrollmaßnahmen die Datenschutzaufsichtsbehörden zustimmen müssten. Einer Insellösung für schleswig-holsteinische Nutzer erteilte Weichert allerdings eine Absage.

Allan wehrte sich, dass es keinen Beweis für die Anschuldigungen aus Schleswig-Holstein gebe. Das Unternehmen führe die Nutzungsdaten nicht zu massiven personenbezogenen Profilen zusammen. Man unterliege der allgemeinen EU-Datenschutzrichtlinie. Zudem halte man sich an das irische Recht, da die europäische Konzernzentrale mit mehreren hundert Angestellten in Dublin angesiedelt sei. An Facebook gerichtete Anforderungen zur Sicherung der Privatsphäre der Nutzer würden nach und nach in die eigenen Produkte eingebaut, versicherte der Unternehmensvertreter. Der Konzern strebe zudem einen Selbstregulierungs-Kodex an.

Zur Frage der Speicherung von Verbindungs- und Nutzungsdaten stellte Allan klar, dass Facebook hier eine klare Unterscheidung zwischen Mitgliedern und Drittparteien mache. Die eigenen Nutzer hätten per Vertrag in die Datenverarbeitung eingewilligt. Sie verstünden auch von selbst, dass ihnen personenbezogene Informationen angezeigt würden, wenn sie auf eine Seite mit einem Social Plugin wie dem "Gefällt mir"-Knopf kämen. Bei Nicht-Mitgliedern sorge ein technischer Mechanismus dafür, dass allein generische IP-Adressen etwa für Deutschland aufbewahrt würden. Werbung erhielten Außenstehende auf Facebook-Seiten generell nicht serviert. Die rudimentären Logdateien seien wichtig für Sicherheitszwecke, betonte Allan. Der Konzern gehe damit etwa gegen die Anlage mehrere Profile durch einen Nutzer vor, um Betrug zu verhindern.

US-Anbieter stünden vor einer besonderen Herausforderung, erläuterte Per Meyerdierks, Datenschutzbeauftragter von Google Deutschland: "Sie bedienen eine globale Nutzerschaft auf einer Plattform." Diese müsse technisch einheitlich gestaltet sein und gleichzeitig verschiedene Rechtsordnungen berücksichtigen. Entscheidend seien dabei "Transparenz- und Kontrollmöglichkeiten". Beim hauseigenen neuen sozialen Netzwerk Google+ seien diese als zentraler Bestandteil von Anfang an berücksichtigt worden. Man erwäge, auch Pseudonyme bei dem Netzwerk zuzulassen. Einen Zeitraum für eine solche Entscheidung gebe es aber noch nicht.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar bezeichnete es als besonders wichtig, dass für eine Profilbildung die ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen vorliege. Wer auf einer externen Webseite einen "Like"-Button anbringe, habe dafür die datenschutzrechtliche Verantwortung, schloss er sich im Kern der Einschätzung Weicherts an. Es sei daher auch Aufgabe der Kontrolleure, auf die Rechtskonformität entsprechender Dienste zu drängen. Bei Fanpages sei seine Behörde noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen.

Generell sprach sich Schaar für Lösungen bei der automatischen Auswertung personenbezogener Daten auf Webseiten aus, die den Nutzern die Hoheit über die Datenverarbeitung geben. In dieser Hinsicht bezeichnete er den "2-Klick-Ansatz" des Heise Zeitschriften Verlags als "Fortschritt". Ob dieser allen rechtlichen Anforderungen entspreche, könne er aber noch nicht beurteilen. Allan gab dagegen zu bedenken, dass mit einem solchen Verfahren Webseiten zunächst für "tot" erklärt würden und viele Facebook-Funktionen verloren gingen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google Plus zeigt aktuelle Debattentrends an
Beitrag von: SiLæncer am 28 Oktober, 2011, 14:31
Google+ zeigt jetzt auch die Themen an, über die in dem Sozialen Netzwerk derzeit am meisten diskutiert wird. Damit verknüpft das Unternehmen diese Plattform mit seiner Kernkompetenz, der Internet-Suche. Unter dem Eintrag "What's Hot" in der linken Menüleiste können Nutzer (bislang in der englischen Sprachversion von Google+) sehen, welche Nachrichten momentan besonders interessant sind oder welche Fotos von den Nutzern in aller Welt am meisten weiterverbreitet würden, erklärte (http://googleblog.blogspot.com/2011/10/google-popular-posts-eye-catching.html) Google-Manager Vic Gundotra im Firmenblog.

Neu eingeführt wurde auch eine Funktion namens Ripples. Ripples stellen in einem Diagramm dar, wie ein Beitrag auf Google+ unter den Nutzern weiterverbreitet wird. Der ursprüngliche Beitrag erscheint dabei im Zentrum, kreisförmig an den Rändern platziert sind die Nutzer zu sehen, die eine Mitteilung innerhalb ihrer Kontaktkreise weitergeleitet haben. Nutzer mit einer hohen Anzahl von Weiterleitungen werden mit größeren Kreisen kenntlich gemacht. Ripples machen so die soziale Vernetzung der Kommunikation sichtbar. Zu finden ist die Funktion im Kontextmenü rechts oberhalb des jeweiligen Beitrags.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/2/9/9/5/8/3c817d57b5541b05.png)
Auch die Fotogalerien wurden überarbeitet. Unter dem Menüpunkt "Edit" der Ansicht eines Bildes findet sich jetzt der Punkt "Creative Kit", mit dem man Bilder bearbeiten kann. Dafür stehen Standardfunktionen wie "Sharpen" und mehr als zwanzig Farbfilter bereit. Im Vorfeld von Halloween kann man seine Motive mit knapp zwei Dutzend passenden Effekten versehen, etwa mit Blutspritzern oder Wunden.

Last not least können jetzt auch Enterprise-Kunden von Google das soziale Netzwerk nutzen. Bislang waren Nutzer der kostenpflichtigen Google-Apps von der Plus-Nutzung ausgeschlossen. Wer für sein Unternehmen die Option aktiviert hat, neue Dienste automatisch zu nutzen, dessen Benutzer werden automatisch zu Google Plus zugelassen. Ansonsten muss Google+ explizit freigeschaltet werden. Details verrät (http://googleenterprise.blogspot.com/2011/10/google-is-now-available-with-google.html) Googles Enterprise Blog.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bildbearbeitung mit Google+, zumindest ein wenig
Beitrag von: SiLæncer am 29 Oktober, 2011, 21:01
Vielleicht hat es jemand noch nicht mitbekommen: Google+ hat ein wenig die Bildbearbeitung, beziehungsweise einige Filter eingeführt. So findet man neben den Dingern wie Drehen, Beschneiden & Co auch noch eine Vielzahl an Filtern, wie zum Beispiel HDR, Lomo und und und, mit denen ihr eure Bilder verändern könnt.

(http://img194.imageshack.us/img194/5489/99881305.jpg)

Der Editor ist einfach zu erreichen: einfach in der Detailansicht des Bildes das Creative Kit aufrufen und sich dann nach Herzenslust an den eigenen Bildern austoben. Unter den Basic Effects findet ihr zum Beispiel auch die Autokorrektur und die Anpassung der Belichtung, der Schärfe und Farben.

(http://img84.imageshack.us/img84/4430/bildschirmfoto20111028u.jpg)

Unter den Effekten findet ihr auch eine Menge, hier mal die Ansicht mit einem Pseudo-HDR:

(http://img35.imageshack.us/img35/4430/bildschirmfoto20111028u.jpg)

Find ich gar nicht sooooo verkehrt für den Anfang, wobei ich lokale Bearbeitung vorziehen würde – zumindest bislang. Aber wer weiss, was noch alles passiert.
Titel: Schleswig-Holstein will Facebook-Fanseite nicht abschalten
Beitrag von: SiLæncer am 01 November, 2011, 13:01
Die schleswig-holsteinische Landesregierung will ihre Fanseite in dem sozialen Netzwerk Facebook nicht entfernen. Dies habe er dem Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert am Montag mitgeteilt, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Arne Wulff, in Kiel. Wulff wies aber darauf hin, dass die Fanseite mit einem deutlichen Warnhinweis versehen werde. So sollen erst nach dem Anklicken des "Gefällt-mir"-Buttons auf der Fanseite und der danach notwendigen persönlichen Registrierung personenbezogene Daten an Facebook übertragen werden.

Weichert hatte von der Landesregierung verlangt, die Facebook-Fanseite bis zum 31. Oktober zu löschen, weil Daten ohne die Einwilligung von Nutzern weitergegeben würden. Die Landesregierung zweifle auf der Basis von zwei unabhängigen Stellungnahmen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages und des Landtages an der Rechtsauffassung des Datenschutzbeauftragten, sagte Wulff weiter.

Quelle : www.heise.de
Titel: Aktion der Datenschützer gegen Facebook-Fanseiten läuft ins Leere
Beitrag von: SiLæncer am 04 November, 2011, 19:15
Schleswig-Holsteins Datenschützer Thilo Weichert hat mit seinem Vorstoß gegen Facebook-Fanseiten bisher wenig bewirkt. Von den 15 angeschriebenen öffentlichen und privaten Betreibern habe nur eine öffentliche Stelle ihre Fanpage deaktiviert, erklärte Weicherts Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) am Freitag. Das sei "enttäuschend". Auch die vom ULD eingeforderte Stellungnahme hätten nur drei öffentliche und drei private Stellen abgegeben.

Unter anderem die Staatskanzlei hatte sich geweigert, ihre Facebook-Fanseite abzuschalten und sie lediglich mit einem Warnhinweis versehen. Weichert hatte sieben öffentliche und acht private Stellen angeschrieben. Der Datenschützer sieht in den Fanseiten und dem "Gefällt mir"-Button von Facebook einen Verstoß gegen in Deutschland geltende Datenschutz-Regelungen und geht gegen sie vor. Facebook weist die Vorwürfe der Datenschützer zurück.

Unterdessen hat der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner die Justiz um Unterstützung gebeten. Online-Dienste wie Facebook und Google müssten nach rechtlichen Maßstäben beurteilt werden, die noch aus der Ära vor dem Internet stammten, erklärte Wagner auf einer Tagung in Mainz. "Der sich daraus ergebende Spielraum muss von den Gerichten im Sinne des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung genutzt werden."

Quelle : www.heise.de
Titel: Gesichtserkennung bei Facebook: Hamburgs Datenschützer macht Ernst
Beitrag von: SiLæncer am 10 November, 2011, 12:46
Hamburgs Datenschützer Johannes Caspar will sich von Facebook beim Thema Gesichtserkennung nicht mehr hinhalten lassen und hat jetzt rechtliche Schritte angekündigt. Facebook führt beim Upload von Bildern seiner Nutzer eine automatische Gesichtserkennung durch. Dazu unterhält das Unternehmen eine Datenbank mit biometrischen Merkmalen seiner Nutzer.

Nach Caspars Ansicht entspricht die Gesichtserkennung in ihrer jetzigen Form nicht europäischem und deutschem Datenschutzrecht. Facebook müsse von jedem Nutzer explizit die Erlaubnis einholen, seine biometrischen Merkmal zu speichern und zu verarbeiten. " Von den Nutzern, deren biometrische Gesichtsmerkmale bereits in die von Facebook betriebene Datenbank aufgenommen wurden, ist sie nachträglich einzuholen", betonte der Datenschützer.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/3/4/3/8/8/b15cffd860c1f9b9.png)
Caspar steht seit längerem im Austausch mit dem Unternehmen, das seinen deutschen Sitz in Hamburg hat. Er sieht die Gespräche mittlerweile aber als gescheitert an. In einer Mitteilung stellt er klar: "In den bisherigen Gesprächen hatte Facebook eine Funktion in Aussicht gestellt, die die Nutzer explizit informieren sollte und in die Richtung ging, sie nachträglich zur Zustimmung aufzufordern. Nach der letzten Mitteilung von Facebook wird dieses Ziel aber nicht mehr verfolgt. Vor diesem Hintergrund sind weitere Verhandlungen sinnlos."

Caspar will jetzt alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen: "Um künftig sicherzustellen, dass die neue Technologie der Gesichtserkennung in einer Weise eingesetzt wird, die das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Nutzer achtet, werden wir die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Instrumente einsetzen. In Betracht kommen die Verhängung eines Bußgeldes wie auch der Erlass einer Ordnungsverfügung." Für eine Stellungnahme war Facebook bislang nicht zu erreichen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Gesichtserkennung bei Facebook: Hamburgs Datenschützer macht Ernst [Update]
Beitrag von: SiLæncer am 10 November, 2011, 15:16
Mittlerweile hat Tina Kulow, die Pressesprecherin von Facebook, Stellung bezogen: "Die Ankündigung rechtlicher Schritte durch den Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Caspar halten wir für absolut unnötig. Die Markierungsvorschläge von Facebook sind mit den europäischen Datenschutzgesetzen konform. Darüber hinaus haben wir unsere Nutzer umfassend über die Markierungsvorschläge informiert und benachrichtigt. Unsere Nutzer können dieses Feature jederzeit leicht und unkompliziert in ihren Kontoeinstellungen abschalten, wenn sie davon keinen Gebrauch mehr machen möchten. Wir haben sorgsam verschiedene Möglichkeiten abgewogen und vorgeschlagen, um unsere Nutzer noch deutlicher auf die Datenschutz-Einstellungen aufmerksam zu machen. Wir sind enttäuscht darüber, dass Herr Caspar unsere Vorschläge nicht angenommen hat."

Quelle : www.heise.de
Titel: Umfrage: Google+ etabliert sich auch in Deutschland
Beitrag von: ritschibie am 21 November, 2011, 12:22
(http://www.heise.de/imgs/18/7/3/8/2/1/8/nt-biktom-kl.jpg-95deb6a6368cfe6d.jpeg)
Das Soziale Netzwerk Google+ des Suchmaschinenriesen verzeichnet auch in Deutschland deutlich wachsende Nutzerzahlen. Facebook sei zwar weiterhin unangefochten das mit Abstand größte Soziale Netzwerk in Deutschland, teilte (PDF-Datei) der Branchenverband Bitkom mit. Doch seit März hätten unter den Netzwerken allein Facebook und Google+ in größerer Anzahl Nutzer dazugewonnen. Bei den anderen Diensten sei die Reichweite dagegen stagniert oder zurückgegangen.

Den Erhebungen zufolge sind knapp drei Viertel (74 Prozent) der Internet-Nutzer auch Mitglied mindestens eines Netzwerks. Facebook vereint in Deutschland dabei 51 Prozent der Nutzer auf sich, gefolgt von Stayfriends (27 Prozent) und den VZ-Netzwerken (23 Prozent). Google rangiert nach nur wenigen Monaten am Start nach "Wer kennt wen" (19 Prozent) und dem Business-Netzwerk Xing (9 Prozent) auf dem sechsten Platz und erreicht genau wie der Kurznachrichtendienst Twitter einen Anteil von 6 Prozent.

Der Bitkom stützt die Daten auf eine Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa unter knapp über 1000 Internetnutzern ab 14 Jahren im Oktober durchgeführt hat.

Quelle: www.heise.de
Titel: Facebook nervt Nutzer mit verschleierter Werbung
Beitrag von: SiLæncer am 25 November, 2011, 11:50
In Facebooks ungeliebtem Echtzeitticker werden nun auch "sponsored stories" angezeigt - Werbung, die kaum als solche zu erkennen ist. Wer das nicht will, muss tricksen.

Facebook hat zwei ungeliebte Features miteinander kombiniert und damit erreicht, dass viele Nutzer sich noch mehr über diese aufregen: In dem noch recht neuen Ticker auf der rechten Seite des Nutzerprofils werden künftig nicht nur kleine Statusmeldungen der jeweiligen Freunde laufen, sondern auch Werbung in Form von sogenannten sponsored stories.

Diese Werbeform wurde Anfang des Jahres eingeführt und macht Facebook-Nutzer zu unbezahlten Werbeträgern: "Checken" sie sich auf der Seite eines Geschäftes ein oder klicken sie den Gefällt-mir-Button auf einer Firmenseite, wird das auch jetzt schon allen Freunden angezeigt. Bislang standen diese Meldungen unter der Überschrift sponsored stories an einem eigenen Platz in der rechten Spalte. Künftig werden diese Meldungen in den sogenannten Ticker integriert.

Diesen Ticker in der rechten Spalte gibt es erst seit September. Er sammelt Botschaften darüber, welcher Freund gerade jemanden in seine Freundesliste geholt oder welchen Gefällt-mir-Knopf geklickt hat. Die kleinen Dinge halt, die nicht wichtig genug für den großen Nachrichtenstrom sind, aber doch einen Eindruck davon vermitteln, was in der Facebook-Sphäre eines Nutzers gerade vor sich geht, schwärmen Facebook-Sprecher. Wenn es so unwichtig ist, warum muss es dann überhaupt irgendwo angezeigt werden, entgegnen genervte Nutzer. Bei vielen von ihnen ist das neue Werkzeug alles andere als gut angekommen.

Die dort neu eingebundenen Werbebotschaften machen das nicht besser. Denn sie sehen aus wie eine persönliche Empfehlung eines Freundes, nicht wie ein klassisches Werbebanner. Ersten Screenshots nach zu urteilen, ist in den sponsored stories im Ticker kein Markenlogo mehr zu sehen, sondern nur noch der kleine Hinweis "sponsored". So aber, finden Blogger und Journalisten in den USA, sind die Anzeigen kaum noch von "echten" Inhalten zu unterscheiden.

Das dürfte durchaus erwünscht sein, denn je weniger es wie Werbung aussieht, desto mehr Menschen fallen darauf herein. Auch deaktivieren lässt sich diese Funktion nicht.

Einen echten Einfluss auf das Nutzererlebnis hat das Ganze aber möglicherweise nicht, dazu sind die Tickermeldungen generell zu klein. Doch wird der vielen ohnehin schon lästige Ticker damit noch nerviger. Die ersten Reaktionen auf Twitter reichen denn auch vom "gerade als ich dachte, noch schlimmer könne Facebook nicht werden...", bis zum kurzen "Bye bye Facebook".

Widerstand ist möglich - mit Tricks

Ein wohl kalkuliertes Risiko. Denn wenn es gut läuft für Facebook, buchen bald mehr Unternehmen die sponsored stories, weil sie den Ticker als Chance sehen, ihre Marke häufiger und mit Namen und Fotos echter Menschen versehen zu präsentieren. Bei allem Ärger, den Facebook-Nutzer über neue Werbeformen äußern: Das Netzwerk steigert seine Werbeeinnahmen immer weiter, insbesondere das Marketing durch persönliche Empfehlungen von Nutzern ist bei den Werbenden beliebt.

Dass Facebook Geld verdienen will, ist auch nicht zu beanstanden. Die Frage ist, ab wann diese Werbung als so aufdringlich oder störend empfunden wird, dass sich mehr als nur ein paar Tausend Nutzer laut beschweren und dem Netzwerk den Rücken kehren. Facebook muss einerseits genug verdienen, um seine Infrastruktur bezahlen und ausbauen zu können. Dafür muss es neue Werbeformen testen: Was zahlt sich aus? Was wird abgelehnt? Andererseits ist das nicht ohne Risiko: In dem Moment, in dem Facebook mit diesen neuen Werbeformen zu weit geht und zu viele Nutzer glauben, mehr Werbung als Inhalt zu sehen, hat das Netzwerk ein ernstes Problem.

Wenn es im Fall des erweiterten Tickers schlecht läuft, verstärkt der eine Entwicklung, die Werbetreibenden schon seit Jahren zu denken gibt: Nutzer ignorieren die rechte Seite von Websites prinzipiell, weil sie wissen, dass dort in der Regel vor allem Werbung zu sehen ist. Banner-Blindheit heißt das Phänomen, das bereits Ende der neunziger Jahre beschrieben wurde und das besonders für Werbung auf der rechten Seite einer Website gilt.

Wer den Ticker generell nicht mag, kann ihn aber auch komplett ausblenden. Im Netz kursieren (http://howto.cnet.com/8301-11310_39-20109500-285/how-to-hide-the-facebook-ticker/) verschiedene Anleitungen dazu. Im Chrome-Browser von Google reicht es, kleine Erweiterungen namens Hide Facebook Sidebar Ticker (https://chrome.google.com/webstore/detail/ldfdjdnohanpkljbgeipdoeiefheaefp) oder Unannoying Facebook (https://chrome.google.com/webstore/detail/pflphkbajimngabpbfbhkikplpdaohoe) zu installieren. Im Firefox können Nutzer sich mit dem Add-on AdBlock Plus behelfen, in dem sie dann einen eigenen Filter anlegen und mit einem kleinen Codeschnipsel (http://lifehacker.com/5842578/how-to-kill-the-facebook-news-ticker) versehen müssen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Städteportale konsterniert über Facebook-Datenschutzdebatte
Beitrag von: SiLæncer am 26 November, 2011, 13:33
Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), hat den Vorstoß des schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert gegen Betreiber sozialer Netzwerke und deren Nutzer kritisiert. Die Bemühungen des Leiters des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holsteins (ULD), eine "Facebook-freie Zone" im Norden zu errichten, dürften dem Vertreter der Kommunen zufolge nicht funktionieren. "Wir können nicht die ganze Welt regulieren", erklärte Habbel am Freitag auf einem Expertenforum des kommunalen Bundesverbands Deutscher Internet-Portale (BDIP). Zugleich plädierte er dafür, "das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit in ein neues Verhältnis zu stellen".

Laut einer ULD-Analyse sind der "Gefällt mir"-Knopf und Fanseiten von Facebook nicht mit dem deutschem und europäischen Datenschutzrecht vereinbar. Weichert hat daher Sanktionen gegen ausgewählte Betreiber entsprechender Angebote in Schleswig-Holstein angekündigt, wobei er eine verwaltungsgerichtliche Klärung anstreben will.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/4/0/7/3/7/9f33a6a4827913ce.png)
Habbel beklagte eine unterschiedliche Herangehensweise an die Thematik bei Bund und Ländern. Warum werde der Bürgermeister einer Kommune für deren Facebook-Auftritt mit einer Abmahnung bedroht, nicht jedoch die Bundeskanzlerin, fragte er in die Runde. Anzustreben sei eine Lösung auf internationaler Ebene, am besten im Rahmen der G8-Industriestaaten. Für Habbel ist klar, dass Städte und Gemeinden an sozialen Medien nicht vorbeikommen, da sich die Bürger "diesen neuen Kommunikationsformen stellen". Wichtig sei dabei, vom üblichen Sendemodus der Verwaltung in eine Gesprächsform umzuschalten. Natürlich müssten die Kommunen aber auch die Abläufe bei sozialen Netzwerken hinterfragen.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar räumte ein, dass seine Zunft bei der Beurteilung von Facebook stärker mit einer Stimme sprechen müsse: "Das ist bisher noch nicht optimal gelungen." Es gebe zwar einen Beschluss der Konferenz der Datenschützer von Bund und Ländern. Fanpages und Like-Buttons müssten aber unterschiedlich beurteilt werden. Letztere seien nach allgemeiner Ansicht der Datenschützer nicht rechtskonform, da erhobene Daten für das Erstellen personenbezogener Nutzerprofile herangezogen werden könnten. "Wir bewegen uns in einer Grauzone", betonte Schaar. Es spreche daher vieles dafür, die Hände davon zu lassen.

Bei Fan-Seiten gebe es dagegen verschiedene Einschätzungen, ob bei einem entsprechenden Angebot einer Stadt diese Auftraggeber der Datenverarbeitung mit allen Haftungsfolgen sei oder nur Nutzer des einschlägigen Facebook-Dienstes. "Wer ein solches Medium aus nachvollziehbaren Gründen nutzt, muss damit verantwortungsvoll umgehen", gab der Datenschützer den versammelten Portalbetreibern mit auf den Weg. Anwender dürften auf jeden Fall nicht dazu gebracht werden, sensible Informationen preiszugeben. Weniger risikoreich sei es, etwa die Öffnungszeiten kommunaler Einrichtungen über eine Fanpage zu kommunizieren.

Generell müsse der Datenschutz Zähne haben, um die Bürger vor unzulässigen Praktiken zu schützen, befand Schaar. Die Anwendbarkeit und Durchsetzungskraft des deutschen Rechts gegenüber Facebook, das seine Europazentrale in Irland hat, sei daher zu stärken. Weichert sei zu verdanken, dass dieses Anliegen nun auf der Tagesordnung stehe. Dass das Bundesinnenministerium dagegen zunächst auf einen Selbstregulierungskodex setze, sei eine hilflose Reaktion auf die Hartnäckigkeit von Facebook. Einig waren sich alle Seiten, dass die Klärung der Datenschutzfragen nicht auf dem Rücken der Nutzer ausgetragen werden dürfe. Vielmehr sei der Druck auf die Kalifornier zu erhöhen, ihren Dienst rechtskonform zu betreiben.

Quelle : www.heise.de
Titel: Lob und Kritik für Google+-Sicherheit
Beitrag von: SiLæncer am 28 November, 2011, 11:30
Die beiden Sicherheitsforscher Shah Mahmood und Yvo Desmedt vom University College London (UCL) haben Google+ einer ersten IT-Security-Analyse unterzogen, bei der es vor allem um das Thema Privatsphäre ging. Ihr bislang noch vorläufiges Ergebnis ist geteilt: Einerseits gibt es Lob für neue Funktionen, die die Vernetzung unter Freunden sicherer machen, andererseits sehen die Experten noch Detailprobleme. Das berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe

Das neue Netzwerk ist bislang ein großer Erfolg: 40 Millionen User versammeln sich dort bereits. Googles bisherige Versuche, ein soziales Netzwerk in Konkurrenz zu Facebook aufzubauen, sorgten bereits mehrfach für Privatsphären-Probleme. Google Buzz beispielsweise, ein Twitter-ähnlicher Dienst, der mittlerweile eingestellt wurde, nahm anfangs einfach die Google-Mail-Kontakte und trug sie automatisch in die Freundesliste ein. In einem Fall bekam so ein gewalttätiger Ex-Ehemann wieder Kontakt zu seiner Frau. Entsprechend zentral behandelt wurde die Frage des Datenschutzes beim Start von Google+ im Juni.

Dazu gehört die Art, wie Google+ momentan mit Bildern umgeht. Mahmood und Desmedt zeigen, dass Fotos, die in das Netzwerk hochgeladen werden, ihre Metadaten behalten. Nutzer würden darüber aber nicht informiert. Problematisch sei auch der "About"-Bereich ("Über mich") in Google+. Dort lege es Google seinen Nutzern derzeit noch nahe, auch frühere Adressen, frühere Namen und den Geburtsnamen der Mutter anzugeben. Dies seien jedoch genau jene Informationen, die Identitätsdiebe für ihre Taten besonders gut gebrauchen könnten.

Lob gab es für die Tatsache, dass Google+ standardmäßig auf SSL-Verschlüsselung setzt – und zwar für die gesamte Verbindung zu dem Netzwerk. Facebook nutzt dies nur für die Login-Seite, außer man aktiviert das Sicherheitsverfahren explizit. Google+-Sitzungen seien deshalb grundsätzlich besser vor "Man-in-the-Middle"-Angriffen geschützt.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    Google+ unter der Lupe (http://www.heise.de/tr/artikel/Google-unter-der-Lupe-1383458.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Landtag Schleswig-Holstein kritisiert Datenschützer
Beitrag von: SiLæncer am 02 Dezember, 2011, 19:15
Die vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) ausgelöste Diskussion um den Datenschutz beim Social-Media-Einsatz ist um eine Wendung reicher: Der schleswig-holsteinische Landtag hat in einem nun veröffentlichten juristischen Gutachten (http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl17/umdrucke/2900/umdruck-17-2988.pdf) (PDF-Datei) den Standpunkt der landeseigenen Datenschutzbehörde kritisiert. Die Behörde hatte Unternehmen, Behörden und Privatpersonen im Zuständigkeitsgebiet Schleswig-Holstein davor gewarnt, einen Like-Button auf der jeweils eigenen Homepage einzusetzen oder eine Fanpage bei Facebook zu betreiben. Nach Ansicht der Behörde sei damit ein Datenschutzverstoß verbunden.

Unter Juristen ist diese Auffassung hingegen umstrittenen. Kern der Frage ist unter anderem, ob dynamische IP-Adressen grundsätzlich als sogenanntes "personenbezogenes Datum" dem Datenschutz unterfallen. Während sich die Landesdatenschutzbehörden im Rahmen eines informellen Zusammenschlusses, dem sogenannten "Düsseldorfer Kreis", einheitlich auf diese Lesart festgelegt hatten, urteilen Gerichte bis heute unterschiedlich zu der Frage und verneinen vielfach einen solchen Personenbezug der IP-Adressen. Einige weitere Landesbehörden schlossen sich dennoch dem ULD an.

Bemerkenswert ist nun die Deutlichkeit, mit der das Parlament den juristischen Standpunkt der Datenschutzbehörde als kaum haltbar beschreibt. Zwar hatte auch bereits eine vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages erstellte Ausarbeitung (PDF (http://www.sebastian-blumenthal.de/files/35704/Gutachten_Facebook_FINAL.pdf)) die juristische Auseinandersetzung zwischen dem beliebten Social Network und der deutschen Landesbehörde beleuchtet. Doch das Ergebnis war wenig kraftvoll: Zu einer konkreten Empfehlung für Website-Betreiber zur Verwendung beziehungsweise Nichtverwendung der verbreiteten Facebook-Plugins konnten sich die Verfasser des Gutachtens nicht durchringen.

Nun aber kritisieren die Ausführungen aus Schleswig Holstein den Standpunkt der eigenen Landesbehörde erheblich deutlicher. Eine zentrale Passage lautet: "Das Gutachten des ULD übergeht an einigen Stellen bestehende Streitigkeiten zur Beantwortung datenschutzrechtlicher Fragestellungen. Zudem ist die rechtliche Bewertung teilweise lückenhaft und nicht durchgängig nachvollziehbar. So wird zunächst der Personenbezug von IP-Adressen und auch Cookies entgegen der Darstellung der Verfasser des Arbeitspapiers nicht einhellig beantwortet. Vielmehr herrscht Streit über die Anforderungen an die Bestimmbarkeit einer Person. Das ULD blendet somit eine seit vielen Jahren kontrovers diskutierte Frage aus."

Auch sonst stellen die Verfasser fest, dass es sich bei der Auffassung des ULD um "eine im Ergebnis vertretbare, aber äußerst umstrittene Position handelt, deren Erfolgsaussichten unter Zugrundelegung der bisherigen Rechtsprechung und der im Schrifttum vorherrschenden Ansichten vom Wissenschaftlichen Dienst als gering eingeschätzt werden." Im Streitfall ist letztlich nicht die Auffassung der jeweiligen Landesdatenschutzbehörde, sondern der zuständigen Gerichte maßgeblich. Die nun veröffentlichten Ausführungen des Landtages erinnern daran, dass für betroffene Unternehmen, die sich auf Facebook oder Google+ präsentieren, die Chancen gut stehen, sich vor Gericht gegen ein datenschutzbehördliches Vorgehen erfolgreich wehren zu können. Der Einsatz von Facebook oder Google+ dürfte also weniger riskant sein, als es die derzeitige Aufregung um die Sichtweise der Behörden vermuten lässt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook möchte tausende Mitarbeiter einstellen
Beitrag von: ritschibie am 05 Dezember, 2011, 12:33
(http://static.gulli.com/media/2011/12/thumbs/370/facebook.jpg)
Die Pressekonferenz am Freitag sorgte für großes Aufsehen: die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg teilte mit, dass Facebook ein Ingenieurszentrum aufbauen will und tausende Mitarbeiter eingestellt werden. Dieser Schritt kam für einige Facebook- Beobachter überraschend, denn so viele Mitarbeiter am Stück hatte das soziale Netzwerk bisher selten eingestellt.

Die Plattform Facebook erschien erstmals am 4. Februar 2004 und wurde von Mark Zuckerberg gegründet, einem ehemaligen Studenten der Harvard-Universität. Dieses Gemeinschaftsportal sollte zunächst Studenten die Möglichkeit bieten, sich zu vernetzen, um gemeinsam Inhalte auszutauschen oder auch nur unmittelbar in Verbindung zu treten. Die Idee zündete, das Projekt verbreitete sich unter den Studenten wie ein Lauffeuer.

Mittlerweile erreicht das Kontaktnetzwerk  im September 2011 rund 800 Millionen Mitglieder und ist in 74 Sprachversionen vorhanden. Die persönliche Plattform von Mark Zuckerberg und seinen drei Mitgründern Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin kam schlagartig in Benutzung einer Massenmenschheit. Kein Wunder also, dass das soziale Netzwerk längst nicht mehr von einigen engagierten Mitarbeitern gestemmt werden kann.

Nun soll dieses ehemals von einem Studenten begründete Netzwerk, das an der Spitze steht und im ersten Halbjahr 2011 fast 500 Millionen Dollar verdient hat, ein neues Ingenieurszentrum in New York aufbauen. Es wäre somit der erste Firmenableger des Internetunternehmens abseits der Westküste. Diesbezüglich sollen tausende neue Mitarbeiter eingestellt werden. Zudem soll das Netzwerk Facebook Medien zufolge einen Börsengang ab dem April des kommenden Jahres planen.

Nun bleibt es gespannt zu beobachten, inwieweit sich diese Erneuerungen auf das gesamte Konzept auswirken. Facebook hat sich in den vergangenen Jahren zu einem gigantischen kommerziellen Unternehmen entwickelt. Wird die Blase irgendwann platzen oder steht dem sozialen Netzwerk nach wie vor eine goldene Zukunft bevor? Die Entwicklungen bleiben abzuwarten.
 
Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook führt die Timeline ein
Beitrag von: SiLæncer am 07 Dezember, 2011, 13:28
(http://www.heise.de/imgs/18/7/4/4/4/1/7/bdaf7740f4e891f9.jpeg)
Facebook hat damit begonnen, Nutzerprofile auf die neue Timeline-Ansicht umzustellen. Den Anfang macht derzeit Neuseeland. Nach Angaben des Facebook-Entwicklers Samuel Lessin soll auch der Rest der Welt "in naher Zukunft" die Timeline bekommen. Vorgestellt hatte Facebook dieses Feature Ende September auf seiner f8-Konferenz . Wer sich bei Facebook als Entwickler registriert und sein Profil auf englische Sprache umstellt, kann schon vorher mit der Timeline-Ansicht experimentieren.

Bei einem Klick auf das eigene Profil können Facebook-Nutzer künftig eine Art Infografik ihrer eigenen Lebensdaten angezeigt bekommen; die Ereignisse, von denen Facebook weiß, sind entlang eines vertikalen Zeitstrahls unter einem großen Cover-Bild angeordnet. Zusätzlich fasst ein "Activity Stream" die letzten Aktionen befreundeter Facebook-Benutzer zusammen. Die Timeline geht einher mit einer neuen Version des "Open Graph", mit dem Facebook-Anwendungen ohne Zutun des Benutzers dessen Aktionen mitloggen können, sodass eine Art Lebenstagebuch entsteht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Facebook führt die Timeline ein
Beitrag von: ritschibie am 07 Dezember, 2011, 16:31
Die Timeline geht einher mit einer neuen Version des "Open Graph", mit dem Facebook-Anwendungen ohne Zutun des Benutzers dessen Aktionen mitloggen können, sodass eine Art Lebenstagebuch entsteht.
Meine Güte: Wenn jemand ab Säugling Facebook-Freund ist, dann hat er's geschafft, er braucht kein Tagebuch mehr zu schreiben. Facebook liefert ihm dann (gegen satte Gebühr) sein: Life On A Stick (16 GB müssten reichen, wenn nicht viele hochauflösende Filme dabei sind) frei Haus. What A Wonderful World!
Titel: Datenschützer: Nutzer sind für Social-Plugins verantwortlich
Beitrag von: SiLæncer am 08 Dezember, 2011, 20:49
Der Düsseldorfer Kreis, zu dem sich die obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich zusammengeschlossen haben, hat am Donnerstag einen weitreichenden Beschluss zu sozialen Netzwerken gefasst. Die Datenschützer machen darin deutlich, dass Anwender von Social Plugins selbst Verantwortung dafür tragen, dass Dritte dadurch nicht unzulässig ausgespäht werden.

Die Einbindung etwa des "Like"-Buttons von Facebook in Webseiten deutscher Anbieter sei ohne "hinreichende Information" der Nutzer über die Datenübertragung an den jeweiligen Betreiber (hier: Facebook) unzulässig, heißt es in dem Papier. Den Betroffenen müsse die Möglichkeit gegeben werden, den Transfer ihrer personenbezogenen Daten zu unterbinden. In Deutschland ansässige Unternehmen, die Social Plugins anbieten wollten, müssten Einverständniserklärungen ihrer Nutzer einholen. Wenn die über entsprechende Dienste verursachte Datenverarbeitung nicht zu überblicken sei, dürften sie "nicht ohne Weiteres in das eigene Angebot" eingebunden werden.

Die Datenschützer schließen sich damit weitgehend der umstrittenen Auffassung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) an. Dieses hatte Webseiten-Betreiber des nördlichen Bundeslandes im Sommer aufgefordert, ihre Fanpages bei Facebook und Social Plugins auf ihren Homepages zu entfernen. Die untersuchten Sachverhalte verstoßen nach Ansicht des ULD klar gegen geltendes Recht.

Der Düsseldorfer Kreis begrüßt Bemühungen der soziale Netzwerke, durch Selbstverpflichtungen den Datenschutz von Betroffenen zu verbessern. Eine Anerkennung durch die Aufsichtsbehörden würde dem Gremium zufolge die Gewähr dafür bieten, dass die Anforderungen des geltenden Datenschutzrechts erfüllt würden und mehr Sicherheit entstehe. Ungeachtet dessen müssten die Anbieter schon heute das Datenschutzrecht in Deutschland beachten, stellt das Gremium klar. Auch Betreiber, die außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes ansässig seien, unterlägen hinsichtlich der Daten von Betroffenen in Deutschland den hiesigen Schutzbestimmungen.

Facebook stellt sich bislang auf den Standpunkt, dass das deutsche Recht nicht zu beachten sei, da der Konzern seine Hauptniederlassung in der EU in Irland hat. Dem halten die Datenschützer laut Beschluss entgegen, dass die Anwendung des Bundesdatenschutzgesetzes nicht durch eine Niederlassung in einem anderen EU-Staat umgangen werden könne. Das Recht eines solchen dritten EU-Landes könne nur greifen, wenn das ganze soziale Netzwerk von diesem Sitz in Europa aus betrieben werde.

Die Anbieter von Social Networks müssen dem Düsseldorfer Kreis nach vor allem leicht zugänglich und verständlich darüber informieren, welche Daten erhoben und für welche Zwecke sie verarbeitet werden. Nur Transparenz gewährleiste das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Voreinstellungen seien möglichst datenschutzfreundlich zu halten. Ferner müssen Betroffene einen Anspruch auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten geltend machen können. Die Verwertung von Fotos zur Gesichtserkennung sowie die Verwendung biometrischer Merkmale sei ohne ausdrückliche Einwilligung der Abgebildeten unzulässig. Die Datenschützer erinnern zudem daran, dass das Telemediengesetz zumindest pseudonyme Nutzungsmöglichkeiten erfordere.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ führt Gesichtserkennung ein
Beitrag von: SiLæncer am 09 Dezember, 2011, 06:07
Google+ führt eine Funktion namens "Find my face" zur automatischen Erkennung der Personen auf hochgeladenen Fotos ein. Sie soll es Nutzern erleichtern, ihre Kontakte im eigenen Fotoalbum zu markieren. Der Facebook-Konkurrent betont, sich bei der Umsetzung an die Vorgaben deutscher Datenschützer gehalten zu haben. "Wir wissen, dass der Datenschutz bei Gesichtserkennungs-Technologie eine empfindliche Angelegenheit ist", sagte der Datenschutzbeauftragte von Google, Peter Fleischer, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Konkurrent Facebook liegt derzeit wegen einer ähnlichen Funktion mit Behörden im Clinch.

Laut tagesschau.de kündigte eine Google-Sprecherin an, dass rund 10 Prozent der Google+-Nutzer schon heute Nacht entscheiden können, ob sie Find my face auf die von ihnen hochgeladenen Fotos ansetzen wollen. Die Funktion soll dann in den nächsten Tagen weltweit scharf geschaltet werden. Wenn eine Person in einem Foto getaggt wird, fragt Find my Face sie aber noch einmal, ob sie damit einverstanden ist.

Quelle : www.heise.de
Titel: Relaunch: Twitter mit neuem Design
Beitrag von: ritschibie am 09 Dezember, 2011, 09:28
Twitter hat das Design seiner Weboberfläche sowie der mobilen Anwendung überarbeitet. Die neue Version ist in vier Bereiche unterteilt: Verbinde, Entdecke, Account und Twittern. Dadurch soll auch Anfängern der Start in die Welt der Kurznachrichten leichtfallen.

Twitters neue Weboberfläche wurde radikal umgestaltet. Die vier neuen Hauptbereiche sorgen für eine deutlich aufgeräumtere Oberfläche, in der sich der Anwender schneller zurechtfinden soll. Außerdem animiert sie stärker zum Mitmachen.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1112/Twitter-Relaunch/thumb620/section_connect_web_de.png)
Hier (http://www.golem.de/1112/88307.html) geht's zur Bilderstrecke

Unter "Verbinde" nimmt der Anwender an Konversationen teil und kann sehen, wer ihm folgt, erwähnt, favorisiert und einen Tweet "retweetet". Der Reiter "Entdecke" soll dem Anwender passend zu seinem Standort und den Mitgliedern, denen er folgt, neue Informationen vermitteln. In der Profilansicht kann der Standort definiert und allgemeine Informationen angelegt beziehungsweise geändert werden.

Auch die mobilen Anwendungen von Twitter wurden im Zuge des Relaunchs überarbeitet und dem Webauftritt angenähert. Für Android und iOS stehen ab sofort aktualisierte Versionen zur Verfügung.

Das Gleiche gilt für Tweetdeck, das Twitter nach der Übernahme ebenfalls überarbeitet hat und ab sofort in einer neuen Version über den Mac App Store zum Download anbietet.

Die Änderungen der Weboberfläche werden nach und nach online gehen und können in einer Bildschirmpräsentation (http://fly.twitter.com/) von Twitter vorab eingesehen werden.

Quelle: www.golem.de
Titel: Machtlose Datenschützer bitten Politik um Hilfe
Beitrag von: SiLæncer am 14 Dezember, 2011, 17:45
Im Streit um Facebook-Fanpages hat Schleswig-Holsteins oberster Datenschützer Thilo Weichert seine Machtlosigkeit beklagt und den Landtag um Unterstützung gebeten. Viele öffentliche Stellen hätten auf Beanstandungen seines Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) nicht reagiert, kritisierte Weichert am Dienstag in Kiel. Anders als im Bereich der Privatwirtschaft – dort sind zum Beispiel Bußgelder möglich – könne das ULD gegen öffentliche Stellen letztlich nur folgenlose "Beanstandungen" aussprechen.

Laut Weichert blieben Aufforderungen an die Staatskanzlei und die Industrie- und Handelskammer, zur Rechtsklärung Feststellungsklagen gegen das ULD beim Verwaltungsgericht einzulegen, ohne Reaktion. Und das Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium sowie das Innenministerium hätten die Bitte, im Rahmen der Rechtsaufsicht datenschutzkonforme Zustände wiederherzustellen, nicht befolgt. Mit "Beanstandungen" gegen öffentliche Stellen könne das ULD Rechtsverstöße lediglich anprangern. "Hier ist das Parlament als Kontrolleur der Verwaltung gefordert", mahnte Weichert.

Auch die niedersächsischen Datenschützer schlagen Alarm: "Niedersachsen war noch nie so schlecht im Datenschutz aufgestellt wie im Moment", sagte Landesdatenschützer Joachim Wahlbrink am Mittwoch in Hannover bei der Vorstellung des Jahresdatenschutzberichtes. Derzeit stünden nur drei Mitarbeiter für den Schwerpunktbereich IT und Internet zur Verfügung. "Im Grunde kann ich jeden Tag nur Land unter melden." Neben Datensammlungen in den niedersächsischen Betrieben und Behörden zähle auch die Datenflut im Netz – etwa bei sozialen Netzwerken – zu den Risikobereichen.

Die Politik müsse laut Wahlbrink endlich erkennen, welch "riesiges Gefahrenpotenzial" im IT-Bereich beziehungsweise dem dort gegebenen Umgang mit persönlichen Daten bestehe. "Das sind aufgrund der vielen Sicherheitslücken alles vorprogrammierte Unfallszenarien."

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Timeline jetzt auch in Deutschland
Beitrag von: spoke1 am 15 Dezember, 2011, 10:53
Facebook beginnt offenbar jetzt in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, mit dem Rollout der Timeline. Die neue Zeitleiste erschließt bisherige Postings des Benutzers wesentlich besser – und schicker. Eine großformatige, vom Benutzer vorgegebene Header-Grafik überlagert mit dem Profilbild, dominiert die neue Darstellung. Darunter liegen, chronologisch in zwei Spalten an einem Zeitstrahl aufgereiht, die Postings des Nutzers. Auf den ersten Blick hat das neue Layout viel Ähnlichkeit mit einem Blog.

Fehlt im Facebook-Lebenslauf ein Eintrag, lässt er sich jetzt nachtragen. Vergrößern Eine Zeitskala am rechten Rand macht es wesentlich einfacher als bisher, zu länger zurückliegenden Beiträgen zu navigieren. Bisher rutschten alle Postings, die schon ein wenig länger zurücklagen, von der Pinwand herunter. Wer solche Beiträge sehen wollte, musste immer und immer weiter nach unten scrollen. Jetzt weiß man mit zwei Mausklicks, was der Nutzer im letzten Sommer gemacht hat – und vorletzten Sommer und so weiter. Mit der neuen Timeline macht es Spaß, in der eigenen Vergangenheit und in der von Freunden zu stöbern. Durch einen Klick auf eine beliebige Stelle des Zeitstrahls kann der Benutzer Beiträge ergänzen. Eine Geschichte aus dem Sommerurlaub muss nachgetragen werden? Bisher konnte man sie nur nachträglich posten, jetzt lässt sie sich auch zeitlich korrekt einsortieren.

Darüber hinaus soll die Timeline über eine weitere neue Funktion namens Frictionless Sharing (reibungsloses Teilen) mit Postings befüllt werden. Dabei posten Partnerdienste und -sites Aktivitäten weitgehend automatisiert und ohne Klick auf Like- oder Share-Buttons Aktivitäten der Benutzer: "Michaela Mustermann hört 'Troubles' von Alicia Keys bei Soundcloud", "Michaela Mustermann liest 'The No. 1 Danger of Using Facebook' bei Yahoo!", "Michaela Mustermann sieht 'Two and a half men' bei Netflix".
Deutsche Nutzer können die neue Timeline unter der URL https://www.facebook.com/about/timeline freischalten. Es ist nicht bekannt, ob diese Seite bereits für jedermann zugänglich ist oder Schritt für Schritt freigegeben wird. Heise online konnte mehrere Accounts umschalten, allfacebook.de gelang es nach eigenen Angaben bei mehreren Accounts. Facebook informiert auf der Seite auch über die neue Funktion. Benutzer haben sieben Tage Zeit, ihre Chronik durchzusehen, bis auch andere Nutzer diese zu Gesicht bekommen. Bislang war die neue Funktion nur für Entwickler und Nutzer in Neuseeland freigeschaltet worden. (jo)


Quelle: klick (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Timeline-jetzt-auch-in-Deutschland-1395959.html)
Titel: Twitter stellt "TweetDeck" als Web-Applikation vor
Beitrag von: SiLæncer am 18 Dezember, 2011, 17:34
Die Entwickler der Microblogging-Plattform Twitter haben die Verfügbarkeit einer Webapplikation der beliebten Client-Software 'TweetDeck (http://www.tweetdeck.com/)' bekannt gegeben. Dabei setzt man auf die Möglichkeiten der HTML5-Technologie.

Ein zentrales Feature stellt die Synchronisierungs-Möglichkeit dar. Den getroffenen Angaben zufolge werden zahlreiche Einstellungen, zu denen beispielsweise Spalten und Accounts gehören, grundsätzlich auf dem gleichen Stand gehalten. Es spielt insofern also keine Rolle, ob man die Web-Anwendung auf dem PC, dem iPad oder einem Gerät mit Android-Betriebssystem verwendet.

(http://scr.wfcdn.de/6932/TweetDeck-Webapp-1324224835-0-11.jpg)

Die besagte Anwendung wurde so gestaltet, dass alle Nutzer, welche Tweetdeck bereits kennen, ohne Probleme und in bekannter Art und Weise damit umgehen können. In der Standardansicht bekommen die Nutzer Tweets aus dem eigenen Feed, Tweets in denen man selbst erwähnt wird und Nachrichten in der Inbox zu sehen.

Die Betreiber von Twitter haben die Client-Software TweetDeck Mitte des Jahres übernommen und keine genauen Angaben zum Kaufpreis gemacht. Unbestätigten Meldungen zufolge soll das Unternehmen dafür 40 Millionen US-Dollar ausgegeben haben.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Fahndung per Facebook: Polizei verkündet Erfolge
Beitrag von: SiLæncer am 28 Dezember, 2011, 19:20
Im März dieses Jahres hat sich die Polizei Hannover dazu entschlossen, die Möglichkeiten des weltgrößten Social Networks Facebook in Anspruch nehmen zu wollen, wenn es um das Thema Fahndung geht.

Nun zieht die in Hannover zuständige Polizei eine erste und positive Bilanz. Immerhin konnten die Ordnungshüter dank Facebook insgesamt acht Fälle aufklären, berichtet der Polizeisprecher Heiko Steiner laut einem Artikel der 'Hannoverschen Allgemeinen'.

Ferner wurden über das Internet entscheidende Hinweise auf zwei vermisste Kinder gegeben. Zudem konnte man Fälle im Zusammenhang mit Körperverletzungen und Diebstählen auf diese Weise aufklären.

Daher spricht die Polizei der niedersächsischen Landeshauptstadt von einem durchaus positiven Ergebnis. Mit Facebook erhalte man die Möglichkeit, eine Zielgruppe ansprechen zu können, die man über klassische Medien nicht erreicht. Vorrangig geht es hierbei um junge Leute.

Die Entscheidung der Polizei Hannover sorgte allerdings auch in den Kreisen von Datenschützern für Gesprächsstoff und Kritik. Ob die Polizei auch in Zukunft weiterhin über Facebook fahnden darf, wird sich nach einem Gespräch auf Bundesebene im nächsten Jahr herausstellen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Google verspricht mehr Privatsphäre für Social Networks
Beitrag von: SiLæncer am 05 Januar, 2012, 12:48
Mathematik hat Google zum Marktführer im Suchmaschinengeschäft gemacht – und sorgt für erkleckliche Einnahmen durch Online-Werbung. Um mit Facebook und Twitter mitzuhalten, muss der Datenkonzern sich jedoch auf das schwierige Terrain zwischenmenschlicher Beziehungen begeben. Verantwortlich hierfür ist Bradley Horowitz, der die Entwicklung von sozialen Netzdiensten, darunter Google+, leitet.

Horowitz sieht in Google+ ein soziales Gerüst, das in Zukunft sämtliche Google-Produkte tragen soll, indem es hilft, Menschen, ihre Vorlieben und ihre Verbindungen zu verstehen. Googles erster größerer Versuch eines internationalen sozialen Netzwerks, der Twitter-Klon Buzz, war noch ein Fehlschlag. Doch man lerne aus solchen Fehlern, sagte Horowitz im Interview mit Technology Review.

Facebook will Google überholen, indem man besser auf die Wünsche seiner Nutzer eingeht. "Wir hören oft, dass die Leute sich "over-friended" fühlen. Sie haben Unmengen an Online-Freunden, weil sie eine soziale Verpflichtung empfinden, jede Anfrage zu bestätigen. Am Ende akzeptieren sie von echten Freunden über Konferenzbekanntschaften bis zu alten Kindergartenbekannten alle." Das behindere sowohl die Qualität als auch die Quantität von Kommunikation. "Sie versuchen eine sehr heterogene Gruppe anzusprechen, die sie nie als Ganzes erreichen können. Auf diese Weise werden Gespräche auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergeschraubt."

Die kognitive Beanspruchung sei bei Google+ mit dem "Circles"-Konzept zwar höher als bei Facebook. "Sie müssen sich jedesmal überlegen, mit wem sie was teilen wollen. Wir hören aber immer wieder, dass Nutzer dazu bereit sind, weil sie dadurch ihre Privatsphäre besser kontrollieren können." Die solle jederzeit im Blick bleiben und nicht in irgendwelchen Einstellungen versteckt sein. "Aus Buzz haben wir mitgenommen, dass den Nutzern ihre Privatsphäre sehr wichtig ist – im Gegensatz zur immer wieder geäußerten Behauptung, die Privatsphäre sei tot und alles nun eine öffentliche Angelegenheit."

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    "Die kognitive Beanspruchung ist höher" (http://www.heise.de/tr/artikel/Die-kognitive-Beanspruchung-ist-hoeher-1397389.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Bundesregierung schweigt zu Überwachung sozialer Netzwerke
Beitrag von: SiLæncer am 10 Januar, 2012, 22:20
Ein Abgeordneter wollte mehr über den Einsatz von Überwachungssoftware bei der europäischen Polizeibehörde Europol wissen. Auf die meisten Fragen gab es die gleiche Antwort: "Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor."

Das Bundesinnenministerium will zu Überwachungssoftware und -Hardware bei der europäischen Polizeibehörde Europol wenig sagen. Das ergab eine Anfrage des Linkspartei-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko, dem Informationen vorliegen, nach denen dort Software zur Analyse sozialer Netzwerke, Data-Mining-Anwendungen, Ermittlungssoftware und andere Überwachungswerkzeuge wie IMSI-Catcher laufen. "Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor", heißt es zumeist in den Antworten des Innenministeriums.

Bei dem Social-Network-Analysis-Tool (SNA-Tool) von Europol handele es sich "nicht um ein Analysetool für soziale Netzwerke. Vielmehr sollen diese Werkzeuge die visuelle Darstellung von Beziehungsgeflechten der bei Europol vorhandenen Daten unterstützen", erklärte die Regierung.

Hunko sagte Golem.de: "Seit Jahren rüstet die EU-Polizeiagentur Europol ihr digitales Arsenal auf. Deutschland bestimmt den Kurs der Agentur maßgeblich mit und stellte bis 2009 den Direktor der Agentur. Europol soll dadurch zum 'weltweit herausragenden Zentrum mit Weltklasse' werden, was sich vor allem auf den Einsatz von IT-gestützten Überwachungswerkzeugen bezieht. Europol nutzt dabei auch Anwendungen zum Data Mining und der Analyse von Netzwerken. Diese Werkzeuge werden wie 2009 in der Operation Most in grenzüberschreitenden Operationen eingesetzt, an denen auch deutsche Polizisten teilnehmen. Hierzu hatte Europol über eine Million von polnischen Behörden abgehörte Telefongespräche ausgewertet und dabei 25 vermeintliche Verdächtige gefunden. Dass sich das deutsche Innenministerium jetzt bezüglich des Einsatzes digitaler Überwachungswerkzeuge bei EU-Agenturen ahnungslos gibt, ist angesichts dessen eigener Teilnahme höchst unglaubwürdig."

Hunko forderte die Bundesregierung auf, die Öffentlichkeit umgehend über bei Europol eingesetzte Überwachungswerkzeuge zu informieren. Wenn Computer Personendaten auf vermeintliche Risiken untersuchten, müsse ihre Funktionsweise und damit ihr Quellcode bekannt sein.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook platziert Werbung in der Neuigkeitenliste
Beitrag von: SiLæncer am 12 Januar, 2012, 18:20
Das soziale Netzwerk Facebook hat damit begonnen, Werbung direkt im Nachrichtenstrom der Nutzer anzuzeigen. Vorerst sind die deutschen Nutzer von der Einführung noch nicht betroffen. Facebook machte keine Angaben darüber, wann die Anzeigen hierzulande eingeführt werden sollen.

Die von Unternehmen oder Organisationen bezahlten Anzeigen tauchen als gekennzeichnete Meldungen ("featured") auf, erklärte ein Facebook-Sprecher. Die Werbung werde nur im Nachrichtenstrom von Nutzern angezeigt, die mit dem Inserenten auf Facebook verknüpft sind. Das Unternehmen versicherte, das vom Nutzer vorgenommene Einstellungen für die Privatsphäre dabei beachtet würden.

Facebook hatten den Schritt bereits im Dezember angekündigt, damals aber noch versichert, dass die neue Anzeigenform so wie bisher auch als "gesponsert" gekennzeichnet wird. Statt dem "Sponsored" in der englischen Version, werden die neuen Anzeigen dort aber jetzt mit "Featured" markiert. Welchen Begriff Facebook dafür in der deutschen Version benutzen wird, ist noch nicht klar. Informationen über den Inserenten erhalten Nutzer, wenn sie mit der Maus über den Text fahren.

Werbung erschien bis jetzt nur am rechten Rand der Seite und nicht direkt zwischen den Neuigkeiten. Laut Facebook sollen die neuen Anzeigen je Nutzer nur einmal pro Tag eingeblendet werden, Intensivnutzer könnten sie aber auch öfter zu Gesicht bekommen. Um die Einträge aus der Liste zu entfernen, besteht lediglich die Möglichkeit, sie einzeln auszublenden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Identified hilft in den USA alle Bewerber zu durchleuchten
Beitrag von: ritschibie am 20 Januar, 2012, 10:14
(http://static.gulli.com/media/2012/01/thumbs/370/identified-facebook-bewerber.jpg)
Identified - who are you?
Der US-amerikanische Online-Dienst "Identified" ist eine Berufssuchmaschine, die nach einem ausgekügelten System alle Teilnehmer mit einem Wert zwischen 0 und 100 bewertet und ein Ranking erstellt. Je mehr Daten man bei Facebook offenlegt, desto besser soll das Scoring der künftigen Bewerber ausfallen. Barclays, McKinsey, Google, Disney, Levi Strauss und viele mehr nutzen den Dienst bereits.

Bereits im September 2011 wurde diese Berufssuchmaschine als Betaversion veröffentlicht. Dabei werden Scores in den Bereichen Berufsleben, Ausbildung und soziale Netzwerke vergeben. Die Plattform bedient sich den Profilen von Facebook, die ihnen die Bewerber freiwillig zur Verfügung stellen. "Identified" liest bei Facebook aber auch die Daten aller Kontakte mit aus. Nur registrierte Benutzer, die ihre Daten freigegeben haben, dürfen alle Suchergebnisse sehen. Damit möchte man so viele Menschen wie möglich dazu bringen, sich ebenfalls anzumelden, damit sie nach dem Schneeballsystem ihre und die Angaben ihrer Kontakte zur Verfügung stellen.

Zudem kann man als Bewerber nachschauen, welchen Punktestand die eigenen Kontakte im Vergleich zu einem selbst erreichen. Auch kann man sich dort im Vergleich zu allen anderen Mitarbeitern des eigenen Betriebs, Mitschülern oder Kommilitonen seines Jahrgangs betrachten. Ranking und Scoring dienen vor allem den Personalchefs als Anhaltspunkt bei der Auswahl neuer Mitarbeiter. Zu Beginn wurden die Informationen von 40 Millionen US-Amerikanern ausgewertet und angeboten. Die meisten davon waren nicht einmal dort registriert. 60.000 Unternehmen und 8.000 Hochschulen aus allen Teilen der USA waren von Beginn an dabei.

Ist man in sozialen Netzwerken besonders aktiv, kann man damit angeblich die Ausbildung auf einer weniger renommierten Schule wieder ausgleichen. Nach Auskunft der Unternehmensleitung von "Identified" seien die Scores keine Beurteilungen, sondern lediglich relevante Ergebnisse von Suchanfragen. Besonders positiv sollen sich enge Kontakte zu gut platzierten Personen auswirken. Nicht die Masse, sondern die Qualität des Umfelds bei Facebook entscheidet über die eigene Beurteilung durch die Software.

Wollen Unternehmen ihre Bewerber aus dem Datenpool auswählen, müssen sie dafür eine Gebühr entrichten. Die Benutzer hingegen bezahlen - ähnlich wie bei Facebook selbst - "nur" mit ihren Daten. Wer auf der Webseite sehen will, was Teilnehmer und Unternehmen mithilfe von "Identified" über einen herausgefunden haben, muss ebenfalls seine Daten freigeben. Das war auch der Grund, warum wir auf einen Testlauf mit unserem realen Facebook-Account freiwillig verzichtet haben. Die Betreiber erwarten, dass ihre Seite schnell expandieren wird. Man könne den Dienst neben der Jobsuche auch für andere wirtschaftliche Zwecke einsetzen.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Google+: Spitznamen bald möglich
Beitrag von: SiLæncer am 24 Januar, 2012, 06:00
Ich möchte nicht tiefer eintauchen in die Klarnamendiskussion von Google+, die es seit Anbeginn des Netzwerks gab, sondern hier nur kurz mitteilen, dass Google bald damit beginnen wird, das “Spitznamen-Feature” auszurollen. Berühmtheiten oder solche, die sich dafür halten, können ihr Pseudonym eingeben, Leute wie ich vielleicht ihren Spitznamen und verheiratete Mädels, die den Namen des Mannes angenommen haben, können ihren Mädchennamen angeben.

(http://img59.imageshack.us/img59/7567/nickedit.png)

Ändern können wird man den Spitznamen, wenn man sein Profil bearbeitet und dort den Namen ändern will. Dort wird man später die erweiterten Optionen für den Spitznamen finden.
Titel: Timeline: Datenschützer wirft Facebook "ultradreistes Verhalten" vor
Beitrag von: SiLæncer am 26 Januar, 2012, 20:20
Die im Dezember eingeführten neuen Facebook-Profile in Form einer Lebenschronik werden demnächst für alle Mitglieder des Online-Netzwerks Pflicht. Es werde aber nichts ohne die ausdrückliche Benachrichtigung der Nutzer geändert, betonte eine Facebook-Sprecherin am Mittwoch. Erst wenn man sein Profil aufsuche und die Freischaltung der Funktion bestätige, starte die Frist von sieben Tagen, in der ein Facebook-Mitglied sein Profil noch vorab aufräumen kann.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar findet diese Zeit zu kurz. "Statt sieben Tage wie bei der freiwilligen Umstellung sind mindestens vier Wochen erforderlich", erklärte er. "Wenn jetzt nicht mehr die Möglichkeit gegeben sein soll, sich für oder gegen die Chronik zu entscheiden, könnte der soziale Druck weiter steigen, Daten im Netz preis zu geben", warnte er zudem.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/6/2/1/5/2/facechron_34711578_onlineBild.jpg-ae52402cddd35742.jpeg)
Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Donnerstag): "Das Verhalten von Facebook ist ultradreist" und stehe in Widerspruch zu den bisher gemachten Zusicherungen. "Jetzt wird die Timeline allen Facebook-Nutzern aufgezwungen."

Facebook gab die weltweite Verfügbarkeit der Chronik – die international Timeline heißt – am Dienstag in einem Blogeintrag bekannt. In der Chronik werden alle Informationen angezeigt, die man je bei Facebook eingestellt hat. Das Online-Netzwerk sieht darin eine Art Lebensgeschichte. Einige Nutzer kritisierten, dass dadurch zum Beispiel auch alte Bilder wieder sichtbar werden, die man vielleicht lieber vergessen hätte. Facebook betont, dass die Privatsphären-Freigaben bei allen Inhalten unverändert bleiben – und nachträglich auch verändert werden können.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter kündigt nationale Filter an
Beitrag von: SiLæncer am 27 Januar, 2012, 05:55
Der Microblogging-Dienst Twitter plant die Einführung länderspezifischer Filter, die illegale Inhalte blockieren sollen. Das teilte das Unternehmen am gestrigen Donnerstag mit. Twitter-Nutzer sind empört und sprechen von "Zensur". Die Enttäuschung über diesen Schritt ist groß, war der Dienst doch in der Vergangenheit ein wichtiges Werkzeug für Aktivismus und sogar Revolutionen.

Bereits vor einem Jahr hatte Twitter verkündet, dass man zwar überzeugt sei, dass "der offene Austausch von Informationen" einen "positiven globalen Effekt" haben könnte. Fast jedes Land der Erde stimme der Ansicht zu, dass Meinungsfreiheit ein Menschenrecht sei, schrieb ein Twitter-Sprecher damals. Viele Länder seien sich aber auch darin einig, dass "Meinungsfreiheit Verantwortung mit sich bringt und Grenzen hat".

Im Sinne dieser damals geäußerten Grundsätze sieht Twitter auch seine jüngste Entscheidung, nationale Filter einzuführen. Mit zunehmendem Wachstum sei der Dienst zunehmend auch in Ländern mit unterschiedlichen Vorstellungen von den Grenzen der Meinungsfreiheit vertreten, heißt es im offiziellen Twitter-Blog. Einige dieser Ansichten weichen nach Ansicht von Twitter so weit von denen der Twitter-Betreiber ab, dass der Dienst dort nicht existieren könne. Andere seien dagegen wesentlich ähnlicher, wiesen aber nationale Besonderheiten auf. Hier wird unter anderem Deutschland ausdrücklich erwähnt, wo laut Twitter "Pro-Nazi-Inhalte verboten sind". Diese Aussage ist ungenau - es sind lediglich Äußerungen verboten, die explizit gegen das Grundgesetz verstoßen oder den Holocaust leugnen beziehungsweise verherrlichen - aber weitgehend zutreffend. Die deutschen Gesetze in diesem Bereich sind aus naheliegenden historischen Gründen in der Tat strenger als die der meisten anderen Länder. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass ausgerechnet Deutschland für die Rechtfertigung der geplanten Filter-Bemühungen herangezogen wird.

Bislang habe Twitter derartigen nationalen Gesetzen lediglich Rechnung tragen können, indem Inhalte global entfernt worden seien, so das Unternehmen. Seit dem gestrigen Donnerstag habe man aber die Möglichkeit, Inhalte "Nutzern aus einem bestimmten Land reaktiv vorzuenthalten" und gleichzeitig "für den Rest der Welt verfügbar zu halten".

Twitter betont, dass die Sperrungen transparent erfolgen sollen. Es soll dokumentiert werden, wann und aus welchem Grund Inhalte gesperrt werden. Ob dies allerdings die Nutzer, die derzeit gegen die neue Regelung Sturm laufen, besänftigen kann, darf bezweifelt werden. Trotz Twitters Beteuerungen, man sehe es als Grundwert der Firma an, "die Stimme jedes Nutzers zu verteidigen und zu respektieren", äußern sich derzeit viele Twitter-Nutzer enttäuscht bis verärgert über die neue Regelung. Vielfach ist gar von Zensur die Rede. Gerade Twitter spielte in der Vergangenheit eine wichtige Rolle als Instrument aktivistischer Bewegungen. Umso mehr wird die Drohung, Inhalte zu sperren, als Eingriff in wichtige Grundrechte empfunden.

Ebenso darf nicht vergessen werden, dass die Sperren von technisch versierten Nutzern vergleichsweise leicht umgangen werden können und so - wieder einmal - lediglich die technisch weniger gebildeten Nutzer treffen. Wer sich auskennt, für den dürfte es ein Leichtes sein, Twitter über einen VPN-Dienst oder Proxy anzusurfen und so nationale Beschränkungen zu umgehen.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Aktivisten nehmen Stellung zu Twitter-Filtern
Beitrag von: SiLæncer am 29 Januar, 2012, 22:30
Die geplanten nationalen Filter des Microblogging-Dienstes Twitter sorgen für heftige und kontroverse Diskussionen. Auch Aktivisten melden in dieser Debatte sich zu Wort. So veröffentlichten die US-amerikanische Bürgerrechts-Organisation "Electronic Frontier Foundation" (EFF) sowie das Journalisten-Netzwerk "Reporter ohne Grenzen" (ROG) ausführliche Stellungnahmen zu Twitters Entscheidung.

Die Meinungen über Twitters Entscheidung, rechtswidrige Inhalte künftig für Nutzer bestimmter Nationen zu blockieren - statt sie womöglich zu löschen oder zu riskieren, dass der komplette Dienst in diesen Ländern gesperrt wird - gehen auseinander. Einige Internet-Nutzer sehen dieses Vorgehen als die am wenigsten restriktive Möglichkeit, die Twitter offen steht, zumal die Filter technisch äußerst leicht zu umgehen sind. Andere werfen Twitter dagegen Zensur vor.

Einige Twitter-Nutzer sind über das Vorgehen so empört, dass sie einen spontanen Boykott des Dienstes organisierten. Unter den Hashtags "#TwitterCensored" und "#TwitterBlackout" riefen sie zum Verzicht auf die Twitter-Nutzung am gestrigen Samstag auf. Wie viele Nutzer sich diesem Aufruf allerdings tatsächlich anschlossen, ist nicht bekannt.

Die EFF veröffentlichte am vergangenen Freitag eine ausführliche Kritik (https://www.eff.org/deeplinks/2012/01/what-does-twitter%E2%80%99s-country-country-takedown-system-mean-freedom-expression) der von Twitter getroffenen Entscheidung. Darin stellt man fest, Twitter habe mit seinem Schritt für "Zensur-Vorwürfe, Verschwörungstheorien über Twitters Saudi-Investoren und automatisierte Filterung von Inhalten sowie Aufrufe zu einem Protest am 28. Januar" gesorgt. Angesichts dieser herrschenden Verwirrung versuchen die Aktivisten für digitale Bürgerrechte, Aufklärung zu leisten und Twitters Verhalten auf Basis der vorhandenen Fakten zu bewerten.

Die EFF betont vorab: "Twitter nimmt bereits Tweets vom Netz und hat dies seit Jahren getan. Alle anderen kommerziellen Plattformen, die wir kennen, entfernen Inhalte, zumindest auf gültige richterliche Anweisung hin." Twitter entferne Tweets, wenn diese als Malware-Links oder Spam identifiziert würden oder auf richterliche Anweisung hin. Bislang habe dies global geschehen müssen. Die EFF vermutet, dass Twitter zumindest Richterbeschlüssen aus Ländern, wo das Unternehmen Geschäftsstandorte hat - darunter Großbritannien, Irland, Japan und bald auch Deutschland - Folge leistet.

Das Problem, Content entfernen zu müssen, wachse für Twitter mit der Expansion des Dienstes in weitere Länder, vermutet die EFF. Anderenfalls liefen die dortigen Angestellten Gefahr, verhört, festgenommen oder angeklagt zu werden. Den Effekt dieser Problematik versuche Twitter dadurch zu minimieren, Inhalte lediglich auf nationaler Ebene zu filtern. "Das ist gut. Bislang ist der Effekt weniger Zensur, nicht mehr Zensur, da sie Inhalte früher für alle Nutzer vom Netz nahmen." 

Allerdings, so die EFF, sei vielfach die Befürchtung geäußert worden, dass die Einrichtung einer entsprechenden Filter-Infrastruktur die Länder ermutigen könnte, diese auch verstärkt zu nutzen. Daher sollte man wachsam bleiben, betonen die Bürgerrechts-Aktivisten. Immerhin erleichtere Twitter dies durch seine durchaus ernst zu nehmenden Bemühungen, die Anwendung der Filter für die Nutzer so transparent wie möglich zu machen. Twitter-Nutzer sollten sich dafür einsetzen, dass Twitter ehrlich bleibe, erklärt die EFF. Im Falle gesperrter Inhalte empfehlen die Aktivisten außerdem, die Sperre zu umgehen. Es wird derzeit noch diskutiert, ob dies durch einfaches Ändern der geographischen Region im Profil möglich ist oder die Nutzung eines VPN/Proxy erfordert. Beide Maßnahmen sind jedoch durchaus mit vertretbarem technischem Aufstand zu bewerkstelligen.

Deutlich kritischer gegenüber Twitter äußert sich ROG. In einem offenen Brief an den Twitter-Aufsichtsratsvorsitzenden Jack Dorsey fordern die Pressefreiheits-Aktivisten, Twitter solle von einer Maßnahme Abstand nehmen, die die Meinungsfreiheit verletze und den Anti-Zensur-Bewegungen, denen Twitter in der Vergangenheit ein Forum geboten habe, entgegen stehe. "Indem Twitter sich letztendlich entscheidet, mit den Zensoren zu kooperieren, enthält es Cyber-Dissidenten in repressiven Ländern ein wichtiges Werkzeug für Information und Organisation vor," kritisiert ROG. Die Organisation teilt mit, sie sei "tief besorgt" und "verstört" über diese Entscheidung Twitters. Twitter stelle sich auf den Standpunkt, dass Meinungsfreiheit Sache nationaler Auslegung sei. In Wahrheit sei diese aber in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt, so die Pressefreiheits-Aktivisten.

ROG kritisiert außerdem, die von Twitter getroffenen Maßnahmen, die Filter transparent zu machen, seien nicht ausreichend. Auch seien die Kriterien, nach denen Löschaufforderungen nachgekommen werde, nicht klar genug definiert. Es werde außerdem nicht ausgeschlossen, dass, falls zahlreiche Anfragen zu einem bestimmten Thema zusammen kämen, entsprechende Tweets in Zukunft präventiv nach Thema oder Keywords gefiltert würden. Auch würden womöglich ganze Twitter-Accounts kritischer Nutzer für Personen aus bestimmten Ländern gesperrt. ROG kritisiert diese Maßnahmen einerseits als generelle Einschränkung der Meinungsfreiheit und äußert andererseits die Befürchtung, dass der eigene Einsatz für die Pressefreiheit dadurch erschwert werden könnte. "Die Liste der Debatten und Probleme, die auf lokaler Ebene aus dem Netzwerk verschwinden könnten, ist lang," schlussfolgert die Reporter-Organisation, "Die Tatsache, dass diese diese Nachrichten für den Rest der Welt, und für Internet-Nutzer in den verfügbaren Ländern, die wissen, wie sie Werkzeuge zum Umgehen von Zensur nutzen, weiterhin verfügbar wären, verhindert nicht, dass durch Zensur und das Blockieren von Informationen Schaden angerichtet wird."

Wo liegt die Wahrheit in dieser Frage? Bei einer der beiden vorgestellten Positionen, oder irgendwo in der Mitte? Gibt es überhaupt eine einzige, unstrittige Wahrheit in einer derart komplexen Frage? Beide Seiten haben zweifellos viel Fachwissen und gute Argumente. Mitnehmen können Twitter-Nutzer von den Stellungnahmen der beiden Organisationen wohl vor allem eines: wachsam bleiben, Twitter auf die Finger schauen, als Kontrollinstanz fungieren und die Situation weiter beobachten. Wenn es jemanden gibt, der diese Situation für die Meinungsfreiheit zum Guten wenden kann, dürfte es die Nutzergemeinde sein.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Schwarzfahrer sollen wegen Facebook-Apps mehr zahlen
Beitrag von: ritschibie am 03 Februar, 2012, 11:44
(http://www.golem.de/1202/sp_89522-29529-i.jpg)
(Bild: Facebook/Screenshot Golem.de)
Schwarzfahrer sollen deutlich mehr zahlen, fordert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Ein wichtiger Grund dafür sind Gruppen bei Facebook, in den sich tausende gegenseitig per Smartphone vor Kontrolleuren warnen.

Schwarzfahrer sollen bis zu 60 Euro beim ersten Mal und bis zu 120 Euro in weiteren Fällen zahlen, wünscht der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV.) Bundesregierung und Länder sollten die bestehenden Rechtsverordnungen daher entsprechend anpassen. Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff sagte, es gebe "inzwischen Gruppen von Fahrgästen, die sich gegenseitig vor Fahrscheinkontrollen warnen. Jetzt ist es also schon so weit, dass potenzielle Schwarzfahrer sich online öffentlich helfen und organisieren. So wird das Fahren ohne gültigen Fahrausweis in der öffentlichen Wahrnehmung verharmlost. Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken."

Die Verkehrsbetriebe in Deutschland dürfen die Höchstgrenze nur unterschreiten, aber nicht eigenständig heraufsetzen. Mit dem gültigen "erhöhten Beförderungsentgelt" von 40 Euro werde kaum Abschreckung erzielt, wie die Beispiele aus den sozialen Netzwerken wie Facebook zeigten, argumentiert der VDV.

Verbandssprecher Lars Wagner sagte Golem.de: "Die warnen sich dort gegenseitig vor den Kontrollen. Das sind durchaus größere Gruppen von einigen tausend Leuten." Die Abschreckung müsse durch eine höhere Zahlung erhöht werden, dabei gehe es aber nicht darum, die Facebook-Gruppen zu verbieten. "Wenn sich bei Facebook dazu Leute organisieren, wollen sie das Schwarzfahren in Richtung Spaß oder Kleinigkeit auslegen. Da können wir nicht mitgehen."

Der Verband schätzt, dass jährlich rund 3,5 Prozent aller Bus- und Bahnnutzer schwarzfahren. Im Jahr 2011 fuhren mehr als 9,7 Milliarden Fahrgäste mit Bussen und Bahnen. Damit stiegen auch die Erträge aus der Fahrgastbeförderung weiter von 10 Milliarden Euro auf rund 10,3 Milliarden Euro.

Quelle: www.golem.de
Titel: Gelöschte Bilder auf Facebook jahrelang online
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2012, 13:37
Facebook hält Bilder auch drei Jahre, nachdem Benutzer sie gelöscht haben, auf seinen Servern vor. Um sie aufzurufen, mussten Dritte nur den direkten Link auf die Bild-URL kennen. Das berichtet (http://arstechnica.com/business/news/2012/02/nearly-3-years-later-deleted-facebook-photos-are-still-online.ars) das Technik-Blog Ars Technic, das damit auf einen älteren Bericht Bezug nimmt. Facebook räumte ein, dass das Speichersystem für hochgeladene Inhalte "nicht immer Bilder […] innerhalb vertretbarer Zeit gelöscht hat, obwohl diese unverzüglich von der Seite entfernt wurden." Derzeit schließt das Unternehmen der Stellungnahme zufolge Arbeiten an einem neuen System ab, das den Vorgang erheblich schneller machen soll. Zwischenzeitlich bleiben Bilder weiterhin Wochen, Monate oder gar Jahre alte online, obwohl der Urheber sie als gelöscht ansieht.

Bereits 2009 hatte Ars Technica auf diesen Fehler aufmerksam gemacht. Facebook gelobte Besserung. Ein Jahr später waren die Bilder immer noch abrufbar. Auf den erneuten Bericht hatte Facebook prompt reagiert und die Bilder der Autorin Jacqui Cheng gelöscht. Die Bilder anderer Anwender allerdings blieben abrufbar. Cheng griff nun erneut auf die Unterlagen der mittlerweile drei Jahre alten Geschichte zurück – und konnte immer noch viele der damals testweise gelöschten Bilder über den direkten Link aufrufen. In anderthalb Monaten soll das Aufräumen laut Facebook aber nun wirklich abgeschlossen sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter macht HTTPS zum Standard
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2012, 12:52
Twitter stellt komplett auf HTTPS um, um seine Nutzer besser zu schützen. Wer das explizit nicht will, kann es aber abstellen.

Twitter aktiviert seine SSL-Verschlüsselung standardmäßig. Nutzer können diese Standardeinstellung auch deaktivieren und so explizit auf die Verschlüsselung verzichten.

Bereits im März 2011 hatte Twitter die Option "Always use HTTPS" eingeführt, um den Schutz seiner Nutzer zu verbessern. Mit der Einstellung können Twitter-Nutzer sicherstellen, dass der gesamte Datenverkehr zu Twitter per SSL verschlüsselt wird. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Twitter an öffentlichen Hotspots genutzt wird. Mit der standardmäßigen Aktivierung der SSL-Verschlüsselung geht Twitter jetzt noch einen Schritt weiter.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook: Löschen ist nicht gleich löschen
Beitrag von: SiLæncer am 22 Februar, 2012, 17:20
Am 6. Februar haben sich Vertreter von Facebook und zwei Studenten der Universität Wien getroffen, um über die Datenpolitik der Plattform zu diskutieren. Diesem Treffen war der erste Bericht der irischen Datenschutzbehörde zu Facebook vorausgegangen. Angestoßen hatte den der Wiener Jura-Student Max Schrems, als er 2011 insgesamt 22 Anzeigen gegen Facebook einreichte. Seiner Meinung nach hält sich das Unternehmen nicht an die geltenden Datenschutzregelungen.

Das Treffen war nach Aussage von Schrems vom irischen Datenschutzrecht vorgesehen, und deswegen habe er auch eingewilligt. Trotzdem hatte er es im Vorfeld als aus demokratischer Sicht absurd bezeichnet (http://www.europe-v-facebook.org/Update_31_1_2012_de.pdf) (PDF), dass zwei Studenten für die Nutzer mit einem derart großen Unternehmen verhandeln würden. Einen Tag nach dem Treffen äußerte (http://www.europe-v-facebook.org/PR_1_de.pdf) (PDF) sich Schrems in einer Pressekonferenz zu dessen Inhalt, und am gestrigen Montag hat er auch die versprochene Zusammenfassung (http://www.europe-v-facebook.org/Summary_of_Arguments_VIE.pdf) (PDF) veröffentlicht. Um Missverständnisse zu vermeiden, habe er sie vorher auch Facebook vorgelegt, das Ergebnis sei aber keine gemeinsame Erklärung.

Dem Bericht zufolge ging es in dem Treffen um fast alle Punkte, auf die sich auch die eingereichten Klagen von Schrems bezogen. Für Facebook waren Richard Allan, Facebooks Director of Public Policy für Europa und ein nicht namentlich genanntes Mitglied des "Policy Teams" von Facebook USA anwesend. Max Schrems wurde von einem weiteren Studenten der Universität Wien begleitet.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/7/4/6/4/4/4836987fb9a0ff3e.jpeg)
Gleich zu Beginn baten die beiden Studenten um eine Definition der gültigen Einwilligung, wie sie laut Facebook aller Datenverarbeitung zugrunde liege. Laut Schrems liege die rechtliche Hürde für solch eine Einwilligung sehr hoch, so müsse die Zustimmung eindeutig, frei, spezifisch, informiert und frei von Täuschung erfolgen. Ohne eine klare Antwort zu geben, führten die Vertreter daraufhin aus, nach eigener Meinung habe man durch die Zustimmung der Nutzer zu den Datenverwendungsrichtlinien bei der Registrierung die Einwilligung "zu allem" erhalten.

Die Studenten widersprachen dieser Auffassung. Selbst erfahrene Nutzer von Facebook wüssten von vielen Funktionen nicht, wie sie funktionierten. Von Neueinsteigern sei deswegen nicht zu erwarten, dass sie sich über die vollen Konsequenzen ihrer Einwilligung im Klaren seien. Die Facebook-Vertreter sagten dazu, man habe eine Prüfung angestoßen, die auf eine Verbesserung des Prozesses zur Registrierung hinauslaufen solle. Man denke aber nicht, dass das europäische Recht verlange, dass man in einzelne Funktionen erst einwilligen (Opt-in) müsse. Facebook setzt generell die Zustimmung voraus und verlangt von dem Nutzer deren Deaktivierung (Opt-out). Generell habe man auch nicht vor, die Einstellungen weniger liberal zu machen.

Bei Änderungen der Einstellungen sieht Facebook keine Notwendigkeit, die erneute Zustimmung des Nutzers zu verlangen. Nach Meinung der Vertreter seien die Nutzer durch breite Diskussionen in den Medien und durch Meldungen auf der Seite Facebook Site Governance hinreichend informiert.

Facebook gab außerdem an, keine Option zu planen, die Massenlöschungen erlauben würde, also zum Beispiel von allen Nachrichten, die älter sind als 3 Monate. Als Grund gaben die Vertreter an, man glaube nicht, dass das von den Nutzern gewünscht werde. Man denke, sie könnten aus Versehen Daten löschen, die sie später wiederherstellen wollen.

Auch über die sogenannten Schattenprofile wurde gesprochen: Facebook erstellt Listen von Leuten, die mit einer bestimmten E-Mail-Adresse eines Nichtnutzers in Verbindung stehen. Daran gelangt das Portal über Einladungen, die an diesen Nichtnutzer gesendet wurden. Deaktiviert dieser die Sammlung nicht in der E-Mail, so versteht Facebook das als Zustimmung. Auf diese Weise entstehen Profile von Personen, die nicht bei Facebook registriert sind.

Zur Gesichtserkennung haben die Nutzer nach Meinung von Facebook bereits bei der Registrierung ihre Zustimmung gegeben. Diese Funktion sei heute auch weithin akzeptiert, die Anzahl der Nutzer, die die Funktion deaktiviert haben, sei aber unbekannt. Seine Zustimmung habe der Nutzer ebenfalls dazu gegeben, dass alle im eingeloggten Zustand besuchten Internetseiten gespeichert werden, auf der der "Gefällt-mir"-Button" aktiviert ist. Schrems hält jedoch dagegen, dass der Nutzer vorher überhaupt nicht wüsste, ob dieses Plugin auf der angesteuerten Seite aktiviert sei und vielleicht auch nur für manche Seiten seine Zustimmung geben wolle, für andere dagegen nicht.

Bestimmte Daten kann ein Nutzer auch gar nicht endgültig löschen, was von Facebook auch eingeräumt wurde. So wird beispielsweise gespeichert, welchen Freunden auf der Plattform die Freundschaft gekündigt wurde, in welche Gruppen man eingeladen wurde und welche Markierung man auf Fotos entfernt habe. Das will Facebook auch beibehalten, um dem Nutzer die entfernte Maßnahme nicht noch einmal vorzuschlagen.

(http://www.heise.de/imgs/18/7/7/4/6/4/4/87c4262564687fef.png)
Hinsichtlich der Daten, auf die die iOs- und Android-Apps zugreifen können, zeigten sich die Vertreter von Facebook unsicher. Man gestand aber ein, dass möglicherweise doch mehr Daten als nur der Name, die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer übertragen worden seien. Und, so weiter, möglicherweise seien sie aber nicht gespeichert worden.

Die Vertreter von Facebook haben Schrems die Umsetzung erster Änderungen zugesagt und außerdem die Übermittlung weiterer Informationen versprochen. Diese will er dann sichten, bevor er in den meisten Fällen wohl eine formelle Entscheidung der irischen Datenschützer beantragt.

Ein speziellerer Punkt war die Verwendung der Daten, die im Zusammenhang mit dem "Anstupsen" gewonnen werden. Facebook speichert sie, auch wenn das "Anstupsen" vom Empfänger bereits gelöscht wurde. Das geschehe für den Fall von Cyber-Bullying und, so wörtlich, "aus allen möglichen Gründen". Dagegen argumentierte Schrems, dass es nicht zwingend sei, alle diese Daten zu speichern nur wegen derart seltenen Vorkommnissen. Ihm wurde mitgeteilt, man habe noch nicht entschieden, wann man alte "Anstupser" automatisch löschen werde, und sie würden nicht länger gesichert als nötig.

Quelle : www.heise.de
Titel: Landgericht: Facebooks Freundefinder ist unrechtmäßig
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2012, 20:16
Verbraucherschützer haben am heutigen Dienstag vor dem Landgericht Berlin gegen das Online-Netzwerk Facebook zumindest einen juristischen Etappensieg errungen. Gegenstand der Klage war unter anderem Facebooks "Freundefinder", mit dem die Nutzer Personen im Bekanntenkreis suchen und kontaktieren können. Diese Funktion sowie Teile der AGB bewertete das Gericht als unrechtmäßig.

Dabei beanstandete das Gericht der offiziellen Pressemitteilung nach, dass die Kontaktanfragen ohne Einwilligung der kontaktierten Person erfolgen. Weiterer Kritikpunkt: Die Facebook-Nutzer würden bei der Registrierung nur unzureichend darauf hingewiesen, dass der Freundefinder ihr gesamtes E-Mail-Adressbuch importiere.

Facebook erklärte der Rhein-Zeitung zufolge, man werde sich die Gerichts-Entscheidung genauer ansehen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Facebook halte sich an die europäischen Datenschutz-Richtlinien. Das Urteil (Az. 16 O 551/10) ist noch nicht rechtskräftig und liegt noch nicht im Wortlaut vor.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der die Klage im November 2010 eingereicht hatte, begrüßte den Gerichtsentscheid in seiner Pressemitteilung als einen "Meilenstein". Das Gericht urteilte den Verbraucherschützern nach auch, Facebook dürfe sich in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen kein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen lassen, die Facebook-Mitglieder in ihr Profil einstellen. "Wir werden Facebook sehr genau auf die Finger schauen, ob es das Urteil umsetzt, sobald es rechtskräftig ist", kündigte vzbv-Vorstand Gerd Billen an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Datenschützer verstärken Kritik an Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 22 März, 2012, 07:50
Die Datenschutzbeauftragten von Hamburg und Schleswig-Holstein, Johannes Caspar und Thilo Weichert, haben die ab Donnerstag geltenden Geschäftsbedingungen von Facebook kritisiert. Diese brächte weniger Rechte, gleichzeitig aber mehr Pflichten für die Nutzer mit sich, betonen die beiden Datenschützer in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem würden weltweit bereits vorgebrachte Beschwerden immer noch nicht von dem Unternehmen aufgegriffen.

So beanstanden Verbraucherschützer schon länger, dass Facebook nur Mitglieder über veränderte Nutzungsbedingungen informiert, die "Fan" der "Facebook Governance"-Seite sind. Aus der täglichen Beratungspraxis der Kontrollbehörden sei bekannt, dass nur die wenigsten Facebook-Anwender darüber Bescheid wüssten, heißt es in Hamburg und Kiel. Aktuell stellten die Kalifornier seit Mitte des Monats eine Neufassung der Grundregeln ihres Dienstes "zur Diskussion", die nach dem 22. März für die Nutzer gelten sollten. Für Mitglieder aus Deutschland sei zwar eine 30-tägige Übergangsfrist vorgesehen, was aber nicht ausreiche.

Für Weichert ist klar, dass die "Datenverwendungsrichtlinien" Facebooks "weder mit europäischem noch mit deutschem Datenschutzrecht vereinbar sind". Die erforderliche "informierte Einwilligung" der Nutzer in die Bedingungen scheitere bereits an einer "klaren Aufklärung über die Datenverarbeitung" und der fehlenden Wahlmöglichkeit für die Betroffenen, den Einsatz ihrer Nutzungs- und Inhaltsdaten für Werbezwecke zu untersagen. Stattdessen bringe das vorgelegte Regelwerk "eher Dunkelheit in den automatisierten Datenverarbeitungsdschungel des sozialen Netzwerks".

Der schleswig-holsteinische Datenschützer moniert zudem eine Passage, wonach bei befreundeten Nutzern installierte Anwendungen bereits die Übermittlung der eigenen Daten auslösen können. Ferner werde den Mitgliedern die Möglichkeit genommen, selbst zu entscheiden, ob ein Update einer heruntergeladenen Software oder eines Browser-Plug-ins installiert werden soll. Dies widerspreche grundlegenden Sicherheitsstandards. Schon seit Längerem sei eine Formulierung nicht mit deutschem Recht vereinbar, wonach Anwender nicht immer über kostenpflichtige Angebote hingewiesen werden müssen.

"Dass Facebooks Geschäftsbedingungen unzulässig sind, hat kürzlich das Landgericht Berlin bestätigt", ergänzte Weicherts Kollege Caspar aus der Hansestadt. Derzeit laufe ein Verwaltungsverfahren gegen die Verarbeitung biometrischer Merkmale bei der Gesichtserkennung ohne ausdrückliches Einverständnis der Betroffenen. Trotzdem verpasse es Facebook erneut, das informationelle Selbstbestimmungsrecht hinreichend zu beachten und technisch umzusetzen, rügte Caspar. Interessant sei auch, dass sich die ergänzten Richtlinien noch immer über das erfolgende "umfassende Nutzertracking" ausschwiegen.

Auf der 83. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, die am Mittwoch in Potsdam begonnen hat, stehen Facebook und Konsorten wieder auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer wollten sich "kritisch mit der Praxis einiger Strafverfolgungsbehörden auseinandersetzen, Fahndungen nach Beschuldigten in sozialen Netzwerken auszuschreiben", geht aus einer Mitteilung hervor. Dabei stünden die Persönlichkeitsrechte sowohl der – möglicherweise fälschlich – Beschuldigten als auch der Nutzer auf dem Spiel, die solche "Steckbriefe" aufrufen. Weitere Themen der Tagung sind die umstrittene EU-Datenschutzreform, Videoüberwachung und "intelligente Sicherheitssysteme" sowie der Einsatz von Staatstrojanern.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook muss neue Nutzungsbedingungen überprüfen
Beitrag von: SiLæncer am 23 März, 2012, 17:00
Facebook ist mit seinem Vorhaben, still und leise neue Nutzungsbedingungen einzuführen, vorerst gescheitert. Nach der scharfen Kritik von Datenschützern sind allein auf der deutschen Informationsseite zum Entwurf der neuen Geschäftsbedingungen 36.875 Kommentare eingegangen. Die meisten davon bestehen schlicht aus der Mitteilung: "Ich lehne die Änderungen ab." Die Kalifornier haben es sich selbst zur Vorgabe gemacht, eine Abstimmung über eine Reform der eigenen Hausregeln durchzuführen, wenn diese mehr als 7000 Nutzer kommentieren beziehungsweise dagegen protestieren.

"Das wird spannend, weil Facebook aus der Nummer nicht mehr so leicht herauskommt", begrüßte Henry Krasemann vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) die Reaktionen gegenüber heise online. Die Betreiber der Plattform müssten nun international Alternativen vorlegen und den Nutzern die Wahl lassen. Facebook wolle Korrekturen vornehmen, wenn mehr als 30 Prozent der "aktiven registrierten" Mitglieder sich dafür aussprächen.

Das Hamburger Büro des US-Netzwerks reagierte am Freitagnachmittag nicht auf eine Bitte von heise online zu einer Stellungnahme. Auf der globalen Homepage zur "Facebook Site Governance" ist ein neuer Eintrag zu finden, wonach die Kommentarperiode für die neuen "Rechte und Pflichten" der Nutzer nun geschlossen sei und die Eingaben in den kommenden Tagen "geprüft und analysiert" würden. Anschließend sollen die Anhänger der Seite über die weiteren Schritte informiert werden.

Die Datenschutzbeauftragten von Hamburg und Schleswig-Holstein, Johannes Caspar und Thilo Weichert, hatten Mitte der Woche unter anderem gerügt, dass die "Datenverwendungsrichtlinien" Facebooks weder mit europäischem noch mit deutschem Datenschutzrecht vereinbar seien. Von der erforderlichen "informierten Einwilligung" in Änderungen könne nicht die Rede sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+: Neues Design und 170 Millionen Nutzer
Beitrag von: SiLæncer am 11 April, 2012, 19:20
Google hat seinem sozialen Netzwerk Google+ ein neues Aussehen verpasst. Das neue Design wirkt aufgeräumter und erinnert ein wenig an den Konkurrenten Facebook.

Google hat das Design seines sozialen Netzwerks Google+ geändert. Wichtigste Neuerung ist die verschobene Navigationsleiste. Diese befindet sich jetzt am linken Rand statt im oberen Bereich. Außerdem können die Elemente darin verschoben werden. Per Drag & Drop können auch neue Symbole hinzugefügt werden.

Rechts daneben befindet sich das Hauptfenster. Darin ist nach wie vor der News-Feed zu sehen. Die Kreise befinden sich jetzt darüber. Ein wenig an Facebooks Chatleiste erinnert der Bereich auf der rechten Seite. In der Chatleiste sind die Nutzer aufgelistet, die sich in den eigenen Kreisen befinden.

Video: Das neue Design von Google Plus (April 2012) (1:21)

Eine weitere Neuerung ist das große Cover-Foto. Ähnlich wie bei Facebook kann der Nutzer sein Profil zusätzlich zum Profilfoto noch mit einem Bild versehen. Dieses erscheint auf dem oberen Teil des Profils. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die damit ihrer Google+-Seite ein individuelles Aussehen geben wollen.

Die Hangouts waren eines der wesentlichen Argumente für Googles soziales Netzwerk. Diese werden nun in der Navigationsleiste noch deutlicher hervorgehoben, indem sie ein eigenes Icon erhalten. Dahinter befinden sich die Hangouts, denen der Nutzer beitreten oder bei denen er zuschauen kann.

Insgesamt wirkt das neue Google+-Design aufgeräumter. Vor allem die Navigationsleiste musste in letzter Zeit immer neue Funktionen aufnehmen. Darum war es sinnvoll, sie an den linken Rand zu verschieben.

Google hat auch neue Zahlen zu dem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Mehr als 170 Millionen Menschen hätten sich bei dem Online-Netzwerk angemeldet, hieß es. Das sind beinahe doppelt so viele wie im Januar 2012. Da waren es laut Google rund 90 Millionen Nutzer.

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook erweitert Selbstauskunft
Beitrag von: SiLæncer am 12 April, 2012, 12:43
Facebook hat seine Funktion "Lade deine Informationen herunter" erweitert, mit der Nutzer des sozialen Netzwerks die Daten herunterladen können, die sie auf Facebook mit anderen geteilt oder in ihrem Profil und ihrer Chronik gespeichert haben. Zu den Daten, die Facebook jetzt auch bereitstellt, zählen nach Angaben des Unternehmens

    vorherige Namen
    erhaltene und gesendete Freundschaftsanfragen, die nicht bestätigt wurden
    Einstellungen zur Sichtbarkeit des Geburtstages
    aktuelle Einstellungen zu Wohn- und Geburtsort
    Informationen zu Veranstaltungen, die akzeptiert, abgelehnt oder zu denen Kommentare gepostet wurden
    Daten zur Erstellung sowie Re- und Deaktivierung des Kontos
    Log-In- und Log-Out-Informationen – Daten der IP Adressen, von denen sich ausgeloggt wurde
    Sprachen – Informationen über Sprachen, die angegeben wurden
    Familienangaben – Informationen über Menschen, die als Familienmitglieder angegeben wurden
    Infos zum Anstupsen ("Pokes")
    Infos zum Beziehungsstatus inklusive alter Angaben zum Beziehungsstatus
    Mobiltelefonnummern
    Datr-Cookie Informationen

Dazu kommen, wie bisher, Fotos, Beiträge, Nachrichten, Freundeslisten und Chat-Konversationen. Die Funktion "Lade deine Informationen herunter" soll Nutzern somit einen besseren Überblick über die bei Facebook über sie gespeicherten Informationen geben. Das Prozedere läuft fast so ab wie bisher: Die Funktion lässt sich über die Kontoeinstellungen anstoßen, für das erweiterte Archiv muss man zusätzlich sein Passwort angeben.

Für das Zusammentragen der Informationen benötigt Facebook einige Zeit. Sobald das Archiv fertig ist, informiert Facebook den Nutzer darüber per E-Mail. Facebook legt das Archiv in Form einer Zip-Datei an, das eine Reihe von HTML-Dateien enthält. Die erweiterte "Lade deine Informationen herunter"-Funktion wird nach und nach für alle Menschen auf Facebook eingeführt. Sie geht auf eine Anregung des irischen Datenschutzbeauftragten zurück und soll in der Zukunft um weitere Informationen ergänzt werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Nutzername@facebook.com wird zur Pflicht
Beitrag von: SiLæncer am 14 April, 2012, 13:54
Wieder eine Zwangseinführung bei Facebook: In dem sozialen Netzwerk wird jedem Nutzer automatisch eine eigene E-Mail-Adresse zugewiesen. Mitspracherecht gibt es nur beim Nutzernamen.

Bisher konnten Nutzer frei entscheiden, ob sie sich eine Facebook-eigene E-Mail-Adresse zulegen wollten. Das ändert sich jetzt: In den kommenden Wochen will das soziale Netzwerk seinen Nutzern automatisch eine E-Mail-Adresse verpassen. Facebook habe heute bereits mit der Umstellung begonnen, berichten Medien.

Damit macht Facebook die Nutzer noch mehr von seinem Portal abhängig und sich selbst zur Kommunikationszentrale. Durch den E-Mail-Zwang seiner Mitglieder werden auch Dritte, die Facebook nicht nutzen, stärker eingebunden. Allein dadurch, dass sie Nachrichten an die Mail-Adressen der Mitglieder schreiben, landen ihre Daten auf den Servern des Unternehmens. Nutzer sollen aus dem Nachrichtendienst des sozialen Netzwerks heraus Botschaften auch an Empfänger senden können, die eine Adresse bei einem anderen E-Mail-Dienstanbieter haben.

Auch wenn die Nutzer kein Mitspracherecht bei der Einführung der E-Mail-Adresse haben, sollen sie den Nutzernamen noch anpassen können. Die E-Mail-Adressen von Facebook beginnen mit dem Nutzernamen und enden auf facebook.com.

Freiwillige Angebote werden zur Pflicht

Dass Facebook ein Angebot zunächst freiwillig anbietet und dann verpflichtend, ist nicht das erste Mal: Bei der neuen Timeline oder Chronik genannten Benutzeroberfläche konnten Nutzer anfangs zwischen dieser und dem klassischen Profil entscheiden. In den vergangenen Wochen wurde die neue Ansicht zur Pflicht.

Im Jahr 2010 wurde die E-Mail-Adresse zusammen mit der Inbox von Facebook eingeführt. Die Inbox vereint unter anderem die Dienste SMS, Chat, Facebook-Messages und E-Mail.

Quelle : www.golem.de
Titel: Datenschutz: Facebook legt überarbeitete Nutzungsbedingungen vor
Beitrag von: SiLæncer am 22 April, 2012, 14:00
Facebook hat einen neuen Entwurf für seine Nutzungsbedingungen vorgelegt. Nutzer haben bis zum 27. April 2012 Zeit, diese zu prüfen und zu kommentieren.

Facebook hat seine Nutzungsbedingungen erneut überarbeitet. Das soziale Netz stellt den neuen Entwurf der Erklärung der Rechte und Pflichten (https://www.facebook.com/fbsitegovernance?sk=app_4949752878) (Statement of Rights and Responsibilities, SRR) im Bereich Facebook Site Governance vor.

Die Überarbeitung der SRR war nötig geworden, nachdem die letzte Änderung der Bedingungen harsch kritisiert worden war. Wegen der vielen Proteste - allein in Deutschland gab es 36.000 Kommentare - hatte Facebook die Regeln zur Diskussion gestellt.

Überarbeitete Änderungsvorschläge

Zwischen dem 15. und dem 23. März konnten Nutzer Vorschläge einreichen oder Kommentare abgeben. "Auf der Grundlage deines Feedbacks haben wir heute überarbeitete Änderungsvorschläge für die SRR verkündet", heißt es in einer Mitteilung an die Nutzer. Bis zum 27. April 2012, 17 Uhr kalifornischer Zeit haben sie jetzt Gelegenheit, sich zu den überarbeiteten SRR zu äußern.

Die Mitteilung ging indes bei weitem nicht an alle Nutzer des sozialen Netzes: "Du erhältst diese E-Mail, weil du 'Gefällt mir' für die Facebook Site Governance-Seite angeklickt hast", schreibt Facebook. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wem diese Seite nicht gefällt, der hat auch die Aufforderung zur Mitbestimmung nicht erhalten.

Quelle : www.golem.de
Titel: Neue Facebook-Richtlinien: Verbraucher- und Datenschützer raten zum Widerspruch
Beitrag von: SiLæncer am 24 April, 2012, 16:38
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz raten Facebook-Nutzern, Facebooks neuem Entwurf der Erklärung der Rechte und Pflichten zu widersprechen. Facebook verhalte sich weiterhin nicht gesetzeskonform.

Auch mit dem vor kurzem vorgelegten Entwurf der Erklärung der Rechte und Pflichten (Statement of Rights and Responsibilities, SRR) verstößt Facebook gegen eine Vielzahl von Gesetzen zum Verbraucherdatenschutz. Zu diesem Schluss kommen die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD). Sie raten Facebook-Nutzern daher zum Widerspruch.

Nach Ansicht der Verbraucher- und Datenschützer stellt der neue Entwurf einen weiteren Versuch Facebooks dar, "einseitig seine Bedingungen durchzudrücken". Sollten nicht bis zum 27. April 2012 mindestens 7.000 Nutzende den Bedingungen widersprechen, so sollten diese für alle Menschen mit einem Facebook-Account verbindlich sein, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von ULD und Verbraucherzentrale.

Inhaltlich würden die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Facebooks Nutzer keine effektiven Verbesserungen bieten. Teilweise seien Regeln weggefallen, andere seien dafür hinzugekommen: So lasse sich Facebook neuerdings genehmigen, dass es ungefragt Apps auf dem persönlichen Gerät aktualisiert.

Nutzer sollen 'Fair Play' einfordern

Geht es nach den Verbraucher- und Datenschützern, sollten Facebook-Nutzer den neuen AGB in den Kommentaren des Entwurfs in der folgenden Form widersprechen: "Ich lehne die Änderungen ab und fordere von Facebook die Einhaltung der Datenschutz-, Verbraucherschutz- und Urheberrechtsvorschriften in Deutschland und Europa."

Boris Wita, Jurist der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, kritisiert: "Facebook verfährt bisher nach dem Prinzip 'alles oder nichts'. Wer nicht den gesamten durch das Unternehmen festgelegten, in vieler Hinsicht rechtswidrigen Regeln zustimmt, muss draußen bleiben." Datenschützer Thilo Weichert vom ULD merkt an: "Wir kritisieren nicht, dass ein Unternehmen persönliche Daten nutzt, mit seinen Werbemöglichkeiten Geld verdient und an die Börse geht. Doch darf es dabei nicht gegen das 'Fair Play' im Umgang mit den Nutzenden und im Wettbewerb verstoßen. Das können die Facebook-Mitglieder gegenüber der Community und dem Anbieter bis zum Freitag zum Ausdruck bringen. Vielleicht schwenkt das Unternehmen endlich um und macht sein Angebot gesetzeskonform."

Quelle : www.golem.de
Titel: Facebook muss Alternativen zu seinen neuen Regeln vorlegen
Beitrag von: SiLæncer am 30 April, 2012, 12:44
Facebook muss zu seinen am 20. April vorgestellten neuen Nutzungsbedingungen Alternativen zur Abstimmung vorlegen. Mehr als 13.000 Facebook-Nutzer haben in den Kommentaren zu den Regeln ihre Ablehnung bekundet. Nach den Regeln des sozialen Netzwerks wird eine Abstimmung über Alternativen der "Erklärung der Rechte und Pflichten" anberaumt, wenn mehr als 7000 Nutzer einen Kommentar hinterlassen. "Das Ergebnis ist verbindlich für uns, wenn sich mehr als 30 Prozent der aktiven registrierten Nutzer an der Abstimmung beteiligen", heißt es auf der Seite "Facebook Site Governance". Die Alternativen legt Facebook allerdings ausschließlich selbst vor.

Ende März nahm Facebook einen ersten Anlauf zur Änderung seiner Nutzungsbedingungen, brach ihn aber nach 36.000 ablehnenden Nutzerkommentaren ab. Die Verbraucherzentralen und Landesdatenschützer von Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hatten den Facebook-Nutzern empfohlen, die neuen Regeln abzulehnen. Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein, warf Facebook vor, Verbraucherdatenschutzrechte wie die AGB-Schutzvorschriften oder das unbeschränkte Auskunftsrecht zu ignorieren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Zuckerberg will Facebook-Nutzer von Organspende überzeugen
Beitrag von: SiLæncer am 01 Mai, 2012, 20:45
Mark Zuckerberg, der Gründer des weltgrößten sozialen Netzwerkes will Nutzer via Facebook künftig zur Organspende animieren. Sowohl in den USA als auch in Großbritannien können sich die Besucher der Webseite künftig über diverse Links bereit erklären, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Auf Wunsch wird daraufhin ein entsprechender Vermerk in der persönlichen Facebook-Chronik erstellt.

Aufgrund ihrer gigantischen Nutzerzahl von über 900 Millionen Mitgliedern kann die soziale Plattform Facebook einiges bewegen. Diese Möglichkeit will der Gründer der Plattform, Mark Zuckerberg nun für einen guten Zweck gebrauchen. So ist es amerikanischen und britischen Nutzern der Internetseite ab sofort möglich, die Bereitschaft zur Organspende als sogenanntes „Lebensereignis“ in ihrem Profil zu vermerken. Beim Klick auf den neuen Eintrag wird man entsprechend zur Webpräsenz des jeweiligen Organspende-Registers weitergeleitet, wo man die Registrierung offiziell machen kann.

Gerade die Tatsache, dass die Teilnahme an der Organspende in der Nutzerchronik vermerkt wird, könnte wiederum Andere ebenfalls von einer Registrierung überzeugen. Denn zurzeit ist eine ausreichende Abdeckung von Organspendewilligen in kaum einem Land der Welt gegeben. In aller Regel erfolgt keine Entnahme intakter Körperteile, da ein Verstorbener vor seinem Ableben offiziell keine Angaben bezüglich einer Organspende machte. Wie Zuckerberg im Gespräch mit dem US-Sender ABC erklärte, könne die neue Facebook-Funktion das Bewusstsein für das kontrovers diskutierte Thema stärken. Die Idee für das Projekt habe der junge Unternehmer durch Gespräche mit seiner Freundin, einer Medizinstudentin und der Freundschaft zum verstorbenen Steve Jobs bekommen. Auch der ehemalige Apple-Inhaber war im Juni 2009 Empfänger einer Spender-Leber.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Was soziale Netzwerke über Nicht-Mitglieder wissen
Beitrag von: SiLæncer am 04 Mai, 2012, 19:30
Soziale Netzwerke können prinzipiell auch über Nicht-Mitglieder Informationsprofile erstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich von der Universität Heidelberg (http://www.uni-heidelberg.de/presse/news2012/pm20120430_netzwerke.html) veröffentlichte Studie (http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0034740#pone.0034740-Clauset1).

Die Tür zu den Informationen über Nicht-Mitglieder öffnet sich den Forschern zufolge durch die Mitglieder eines Netzwerks. Diese werden durch Funktionen wie etwa Facebooks heftig kritisierten "Freundefinder“ animiert, ihr E-Mail-Adressbuch hochzuladen – wodurch oft auch Kontaktdaten von Personen preisgegeben werden, die sich nicht im Netzwerk registriert haben. Mittels verschiedener Algorithmen könne man nun die Daten über Kontakte, die das Mitglied im Netzwerk hat, mit denen über seine Kontakte außerhalb abgleichen. Das Ergebnis ermögliche Rückschlüsse darüber, wie die einzelnen Nicht-Mitglieder untereinander bekannt sind.

Bei ihren Simulationen haben die Wissenschaftler laut eigenen Angaben handelsübliche Computerhardware benutzt. Demnach haben sie binnen weniger Tage mit hoher Wahrscheinlichkeit berechnet, welche Nicht-Mitglieder ihres Testdatensatzes miteinander befreundet sind. Unter realistischen Bedingungen könne man mit den verwendeten Verfahren Vorhersagewahrscheinlichkeiten von 40 Prozent erreichen.

Dabei beschränkte man sich in der Studie lediglich auf die reinen Kontaktdaten. Die zahlreichen weiteren Nutzerinformationen wie Alter, Wohnort, Ausbildung, über die soziale Netzwerke meist verfügen, könnten noch genauere Vorhersagen ermöglichen. Entsprechend betonten die Forscher, dass es Regelungen für den Umgang mit den Informationen bräuchte, die die betreffenden Personen nicht selbst freigegeben haben.

Außerdem wiesen sie darauf hin, dass auch das Offenlassen von Angaben in sozialen Profilen keinen kompltten Schutz biete. So könnten bestimmte Informationen wie sexuelle Orientierung oder politische Ausrichtung mit hoher Präzision ermittelt werden, falls genügend Freunde im Netzwerk diese Angaben gemacht haben. "Sobald bestätigte Freundschaftsbeziehungen bekannt sind, ist die Vorhersage bestimmter unbekannter Eigenschaften keine allzu große Herausforderung mehr für die maschinelle Datenanalyse", bekräftigte Professor Fred Hamprecht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook wird zum Filehoster - Dateien bis 25 MB
Beitrag von: SiLæncer am 11 Mai, 2012, 18:50
Das Soziale Netzwerk Facebook bekommt eine Funktion zur Weitergabe von Dateien und wird dadurch auch zum Online-Speicherdienst. Vorerst bleibt die neue Funktion allerdings auf Gruppen beschränkt.

Wie 'Mashable' von Facebook selbst erfuhr, wird es innerhalb der nächsten Tage für alle von Nutzern erstellten Gruppen möglich, Dateien hochzuladen, um diese mit anderen Usern zu teilen. Seit gestern ist dies bereits für einen kleinen Teil der Gruppen möglich.

(http://scr.wfcdn.de/7434/Facebook-Filehosting-1336753737-0-11.jpg)

Die Datei-Upload-Funktion ist nicht ganz neu, denn sie war bereits beim im letzten Monat eingeführten "Groups for Schools" enthalten, das aber nur mit einer .edu-Adresse genutzt werden kann. Ab sofort soll der Upload für alle Gruppen zugänglich gemacht werden.

Es gibt dabei eine Reihe von Beschränkungen, allen voran die auf 25 Megabyte limitierte Dateigröße. Außerdem gibt es Ausnahmen bei den erlaubten Dateitypen. So ist es nicht gestattet, Musik-Dateien oder ausführbare Dateien hochzuladen. E-Books, Videos und andere Formate können aber offenbar frei hochgeladen und mit Mitgliedern von Gruppen geteilt werden.

Um der Verbreitung von Schadsoftware und dem illegalen Upload urheberrechtlich geschützter Inhalte entgegen zu wirken, können Facebook-Nutzer bestimmte Dateien wie bei allen anderen Inhalten einfach an die Administration melden, die diese dann prüft. Fraglich ist dabei, ob die Meldefunktion die Weitergabe von geschützten Inhalten in kleinen Gruppen tatsächlich verhindern kann.

Facebook hatte im Oktober 2010 den simpel gestalteten Datei-Hosting-Dienst Drop.io aufgekauft. Anders als bei Diensten wie Dropbox war zur Nutzung von Drop.io keine Anmeldung erforderlich. Die Nutzer konnten Dateien einfach hochladen, einen "Drop" mit Links zu den Dateien erstellen und diese weitergeben. Ob die neue Filehosting-Funktion von Facebook Technologien von Drop.io nutzt, ist derzeit noch unklar.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook stellt neue Richtlinie für Datennutzung vor
Beitrag von: SiLæncer am 11 Mai, 2012, 20:45
Facebook will seine Richtlinie für den Umgang mit Nutzerdaten erneuern. Das weltgrößte Online-Netzwerk stellte am Freitagabend einen Entwurf mit zahlreichen Änderungen zur Diskussion ins Netz. Dazu veröffentlichte das Unternehmen ausführliche Erklärungen (https://www.facebook.com/note.php?note_id=10151730729670301) zu den geplanten Änderungen. Nutzer können den Entwurf noch bis zum 18. Mai auf der Corporate-Governance-Seite von Facebook kommentieren.

In die Änderungen seien die Empfehlungen der irischen Datenschutzbehörde eingeflossen, teilte das Unternehmen mit. Die irischen Datenschützer hatten nach einer eingehenden Überprüfung Ende vergangenen Jahres verschiedene Nachbesserungen gefordert. Im Juli 2012 will die irische Behörde dann prüfen, inwieweit Facebook den Empfehlungen nachgekommen ist. Die irischen Datenschützer sind aus Sicht von Facebook als einzige in Europa direkt für die Kontrolle des Unternehmens zuständig, weil das Netzwerk dort sein europäisches Hauptquartier hat.

Eine Neuerung ist, dass einige Informationen länger als bisher gespeichert werden könnten. "Wir werden Daten so lange einbehalten, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese umfassendere Verpflichtung gilt für alle Daten, die wir über Dich sammeln und erhalten, einschließlich Informationen von Werbetreibenden", heißt es dazu in der Erklärung des Unternehmens. Unter anderem Daten, die Facebook von Werbepartnern oder Spiele-Anbietern bekommt, können damit in einigen Fällen länger als die bisherigen 180 Tage aufbewahrt werden.

In der neuen Richtlinie wird zudem erstmals sehr ausführlich dargestellt, welche Informationen Facebook über Cookies bekommt. So will Facebook seinen Nutzern nun mehr Informationen darüber geben, wie personalisierte Werbung angezeigt wird. "Wir möchten sichergehen, dass du verstehst, wie Cookies funktionieren", heißt es dazu in der am Freitag veröffentlichten Erklärung. Über die Verwendung von Cookies durch Facebook hatte es immer wieder zum Teil heftige Diskussionen mit Datenschützern gegeben. Facebook hatte zuvor schon Änderungen seiner Nutzungsbedingungen zur Kommentierung gestellt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Kritik an der neuen Datenschutzrichtlinie
Beitrag von: SiLæncer am 13 Mai, 2012, 11:11
Die Betreiber von Facebook haben in dieser Woche einen neuen und überarbeiteten Entwurf der geplanten Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Datenschützer kritisierten diesen Vorschlag massiv.

Von einer vollkommenen Enteignung der Facebook-Nutzer spricht beispielsweise Max Schrems, Sprecher der Wiener Studentengruppe europe-v-facebook.org. In den Augen von Schrems versucht Facebook nun, die aufgedeckten und angeblich illegalen Praktiken weiß zu waschen, da diese jetzt in den Richtlinien stehen.

Zwar kann in gewisser Weise von mehr Transparenz gesprochen werden. Unter dem Strich handelt es sich laut den Datenschützern aber um einen Schritt in die völlig falsche Richtung, denn die Nutzer von Facebook können nicht auf den ersten Blick erkennen, was mit ihren Daten passiert.

Facebook selbst nimmt laut dem Vorschlag für die Datenschutzrichtlinien die Position des Controllers für alle Inhalte, welche auf dem Social Network veröffentlicht werden, ein. Hierbei handelt es sich um eine aus juristischer Sicht kleine Änderung. Für die Nutzer bedeutete dies jedoch eine umfassende Enteignung, da die Rechte an den Daten vollständig verloren gehen, so die Datenschützer.

Ferner will man bei Facebook die Daten der Nutzer in Zukunft länger speichern. Konkret heißt es, dass die Daten so lange einbehalten werden, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese Bestimmung soll für alle Daten bei Facebook gültig sein.

Auf der eingerichteten Webseite our-policy.org haben die Jurastudenten aus Wien einige Verbesserungsvorschläge veröffentlicht. Facebook gibt den eigenen Nutzern grundsätzlich ein Recht zur Abstimmung, wenn diese von mindestens 7000 Nutzern eingebracht werden.

Erst kürzlich hat eine breite Masse von Facebook-Nutzern eine neu vorgestellte Erklärung der Rechte und Pflichten abgelehnt. Über 13.000 Nutzer des Social Networks haben entsprechend dem Aufruf der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gehandelt und einen Widerspruch eingelegt.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook: Frage nach Daten-Eigentum geklärt?
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2012, 16:30
Punktsieg für die Initiative "Europe versus Facebook": Vor dem Börsengang des Unternehmens am morgigen Freitag hat Facebook auf Nachfrage von stern TV zugesichert, dass seine Nutzer die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.

Vergangene Woche hatte Facebook neue Nutzungsbestimmungen angekündigt, zu denen es die User wissen ließ, Facebook sei "der verantwortliche Dateninhaber für Deine persönliche Informationen". Jetzt räumte Facebook ein: "Die Übersetzung Dateninhaber ist unglücklich, Datenverwalter wäre treffender. Denn, um es ganz klar zu sagen: Die Daten gehören selbstverständlich den Nutzern", erklärte Robert Ardelt von Facebook Europa in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Magazin.

Thilo Weichert, der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, zweifelt an den Zusagen von Facebook: "Alles, was Facebook macht, verstößt gegen das Datenschutzrecht", sagte Weichert im Studiogespräch bei stern TV. "Das beginnt mit der Nichtlöschung von Daten, und geht weiter mit dem Mitloggen sämtlicher Nutzungsdaten nicht nur der Facebook-Mitglieder, sondern auch von Leuten, die auf eine Seite mit dem Facebook-Button gehen." Seine Behörde habe das Unternehmen mehrfach aufgefordert, Belege für den behaupteten Datenschutz zu liefern: "Facebook sagt immer nur 'Vertraue uns'. Aber Beweise haben wir bis heute nicht gesehen."

Auch der Gründer der Initiative Europe versus Facebook, der Wiener Jurastudent Max Schrems, ist skeptisch. Schrems kämpft seit einem Jahr für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei Facebook. Der Vorwurf der Initiative: Das soziale Netzwerk speichere vom Nutzer gelöschte Nachrichten, Chats und Einträge. "Facebook sagt, dass nicht mehr wir die Eigentümer von dem sind, was da steht, sondern Facebook Irland der Bestimmer und Eigentümer für alle Daten weltweit ist", sagte Schrems im Studiogespräch. "Das ist datenschutzrechtlich praktisch eine Enteignung des Nutzers."

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ ist weiterhin eine virtuelle Geisterstadt
Beitrag von: SiLæncer am 19 Mai, 2012, 13:48
US-Marktforscher kamen im Februar zu dem Ergebnis, dass das Social Network Google+ im Vergleich zu anderen Angeboten eher einer Geisterstadt ähnelt. An dieser Tatsache soll sich bisher nichts geändert haben.

Über mehr als 170 Millionen registrierte Mitglieder soll das Social Network aus dem Hause Google mittlerweile verfügen. Allerdings mangelt es dem Netzwerk von Google an Aktivitäten von den Nutzern. Die Analysten von RJMetrics haben die Nutzeraktivitäten gemessen und ihre Ergebnisse (http://info.rjmetrics.com/blog/bid/56123/New-Google-Plus-Data-Shows-Weak-User-Engagement) nun vorgestellt.

Im Zuge der Analyse hat man 40.000 Nutzer von Google+ zufällig ausgewählt und einen genauen Blick auf ihre Aktivitäten geworfen. Im Durchschnitt erhielten die veröffentlichten Beiträge weniger als einen Kommentar (0,54 Antworten pro Beitrag) und weniger als ein +1 (0,77 +1 je Beitrag).

Darüber hinaus soll die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer nach einem ersten Beitrag auch eine zweite Meldung veröffentlichen, bei gut 70 Prozent liegen. Bei anderen Angeboten kommt man auf eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent.

Unter die Lupe genommen wurden hierbei ausschließlich öffentliche Beiträge. Daran fühlt sich unter anderem Google selbst gestört, wie man gegenüber 'Businessweek' verlauten ließ. Gerade das Teilen von privaten Inhalten sei ein tolles und beliebtes Feature auf dem Social Network von Google, heißt es. Darüber hinaus ist Google der Meinung, dass die Analyse nicht genau genug ist.

Im März dieses Jahres nannte Google aktuelle Aktivitäts-Zahlen im Zusammenhang mit Google+. Rund 50 Millionen Menschen mit einem Konto bei Googles sozialem Netzwerk würden täglich die damit verbundenen Dienste nutzen, teilte der Internetkonzern damals mit. Im April wurde bekannt, dass man über 170 registrierte Mitglieder verfügt. Abgesehen davon hält sich Google aktuell mit Angaben zur Nutzeraktivität zurück.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Microsofts Social Network So.cl öffnet für alle
Beitrag von: ritschibie am 21 Mai, 2012, 11:35
(http://www.heise.de/imgs/18/8/4/2/7/8/8/dcd24cf9154c78d3.png)
"Explore" soll dem Benutzer helfen,
interessante Inhalte zu finden.
Microsoft hat seinen Online-Dienst So.cl für alle geöffnet. Bisher konnten nur ausgewählte Nutzer den Dienst aus Microsofts Ideenschmiede Fuse Labs im geschlossenen Betabetrieb testen. Auch wenn So.cl wie "Social" ausgesprochen wird und der Dienst Funktionen sozialer Netze enthält, sieht Microsoft So.cl nicht als Konkurrent für andere soziale Netze wie etwa Facebook. Mit einem Facebook-Account kann man sich sogar bei So.cl anmelden. Alternativ setzt So.cl einen Windows-Live-Account voraus.
So.cl soll Web-Usern und vor allem Studierenden mit einer Mischung aus Suchmaschine und sozialem Netzwerk helfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Über eine Themenübersicht kann man Nutzer mit ähnlichen Interessen finden, und ihnen wie bei Twitter mit einem Follower-Mechanismus folgen. Microsoft hat Bing in So.cl integriert. So kann der Benutzer Treffer mit einem Klick in seiner Timeline veröffentlichen. Um Fundstücke außerhalb des Netzwerks zu posten, steht ein Bookmarklet bereit.

Mit der "Funktion Video Party" können Nutzer individuelle Listen mit Online-Videos bei Diensten wie Youtube zusammenstellen und mit Freunden gemeinsam ansehen. Postings bei So.cl sind per default öffentlich, und zwar auch außerhalb des Netzwerks.

Quelle: www.heise.de
Titel: Friends of WikiLeaks: Neue Informationen zum Aktivisten-Netzwerk
Beitrag von: SiLæncer am 22 Mai, 2012, 21:00
(http://static.gulli.com/media/2012/05/thumbs/370/FoWL.jpg)
WikiLeaks' auf die Unterstützung aktivistischer Projekte ausgelegtes Netzwerk "Friends of WikiLeaks" (FoWL/WL Friends) ist nach einigen Verzögerungen offenbar kurz vor dem Start. Zu diesem Anlass machte ein WikiLeaks-Mitarbeiter auf Twitter kräftig Werbung für das Projekt und veröffentlichte "12 Gründe, warum FoWL besser ist als Facebook".

FoWL ist konzipiert als Soziales Netzwerk für Menschen, die aktivistische Kampagnen und Projekte - vor allem, aber nicht ausschließlich, WikiLeaks - durch Maßnahmen wie Ideensammlungen, Spendensammlungen, Aufklärungskampagnen oder Pressearbeit unterstützen wollen. Das Netzwerk ist in einer Art Zellenstruktur organisiert.

Ein unbekannter WikiLeaks-Aktivist veröffentlichte am gestrigen Montag die 12 Punkte umfassende Liste, die anschließend von der auf WikiLeaks-Berichterstattung spezialisierten News-Seite "WL Central" übernommen wurde (http://wlcentral.org/node/2603). Einige der Punkte befassen sich mit der Art und Weise, wie auf FoWL kommuniziert werden soll. So heißt es: "WL Friends stellt euch Leute vor, die ihr kennen wollt, aber noch nicht kennt. Facebook verbindet euch mit Leuten, die ihr schon kennt - das ist sinnlos." Aussagen wie diese dürften durchaus kontrovers sein, schätzen doch viele Menschen Soziale Netzwerke als einfache Methode der Kommunikation oder als Möglichkeit, Menschen wiederzufinden, zu denen der Kontakt aus diversen Gründen abgebrochen ist.

Überzeugender dürften für viele Menschen die Argumente sein, die die Sicherheit des WikiLeaks-Netzwerks in den Vordergrund stellen. So heißt es, Facebook sei ein "Massen-Überwachungswerkzeug", was angesichts der anhaltenden Datenschutz-Bedenken gegenüber dieser Plattform durchaus vielen Menschen einleuchten dürfte. Allerdings ist auch dieser Punkt sehr aggressiv verfasst und wirft Facebook-Nutzern vor, ihre Freunde durch die Nutzung des Sozialen Netzwerks zu "verraten" - eine Art von Argumentation, die man von WikiLeaks und insbesondere dessen Gründer Julian Assange kennt und die beiden nicht nur Sympathien einbringt. Andere sicherheits-bezogene Punkte sind sachlicher formuliert. So heißt es unter Anderem, Facebook zeichne alle Handlungen seiner Benutzer auf und gebe diese an die US-Regierung sowie an einflussreiche Unternehmen weiter, was FoWL nicht tue. Zudem seien bei FoWL alle Daten so verschlüsselt, dass selbst die System-Administratoren diese nicht entschlüsseln könnte - dies könnten erst die Nutzer selbst, was automatisch beim Einloggen geschehe. Sollte dies tatsächlich funktionieren und sicher umgesetzt sein, ist es tatsächlich für sicherheitsbewusste Nutzer ein sehr interessantes Feature. Angeblich verwendet FoWL Militär- und höchsten Industriestandards entsprechende Kryptographie, unter anderem OpenPGP. FoWL ist außerdem dezentral aufgebaut, was eine Kontrolle ausgetauschter Inhalte massiv erschwert.

Das Soziale Netzwerk befindet sich seit Ende letzten Jahres in einer Beta-Phase, in der Nutzer Accounts registrieren, die Plattform aber noch nicht aktiv nutzen können. Es hieß, diese Beta-Phase werde andauern, bis genug Nutzer zusammen gekommen seien. Allerdings wurde der Start von FoWL mehrfach nach hinten verschoben. Die Gründe dafür sind unklar - es könnte sich um technische Probleme handeln, um unerwartet geringes Interesse potentieller Nutzer oder um eine Reihe anderer Gründe. Nun kündigte WikiLeaks jedoch an, dass die Beta-Phase schon am nächsten Wochenende enden wird. Auf Twitter teilte ein WikiLeaks-Aktivist mit, Interessenten hätten noch fünf Tage, um durch eine Vorab-Registrierung Teil des "Kern-Netzwerks" zu werden.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook-Nutzer können über Daten-Richtlinie und Rechte abstimmen
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2012, 07:30
Facebook stellt nach tausenden Einwänden von Nutzern die geplanten Änderungen der Daten-Richtlinie und der Nutzungsbedingungen zur Abstimmung. Die Mitglieder haben jetzt eine Woche Zeit, ihre Stimme abzugeben, wie das Online-Netzwerk am Freitag ankündigte. Zu der Abstimmung kommt es, nachdem mehr als 7000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen abgegeben hatten.

Damit die Abstimmung bindend ist, müssen allerdings mindestens 30 Prozent aller aktiven registrierten Nutzer an der Abstimmung teilnehmen – nach jüngsten Facebook-Mitgliederzahlen wären das 270 Millionen Menschen. Für die Abstimmung setzt Facebook eine spezielle App ein. Abgestimmt werden kann bis 18.00 mitteleuropäischer Sommerzeit am 8. Juni.

Facebooks Änderungsvorschläge sehen neben zahlreichen Erläuterungen und Präzisierungen auch vor, dass einige Informationen länger als bisher gespeichert werden könnten. "Wir werden Daten so lange einbehalten, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese umfassendere Verpflichtung gilt für alle Daten, die wir über Dich sammeln und erhalten, einschließlich Informationen von Werbetreibenden", hieß es.

In den neuen Vorschlägen sei Facebook zum Teil schon auf die Kommentare der Nutzer eingegangen, sagte Kommunikationschef Elliot Schrage in einem Blogeintrag. Das Unternehmen teilt nicht mit, wie viele Kommentare insgesamt eingegangen waren. Zugleich stellte Schrage in dem Blogeintrag in Aussicht, dass die Möglichkeiten der Nutzer, die Regeln mitzugestalten, weiterentwickelt werden sollen.

Facebook geriet wegen seines Umgangs mit Nutzer-Informationen immer wieder mit Datenschützern und Politikern nicht zuletzt in Deutschland aneinander. Das Online-Netzwerk betont zugleich, dass es als einziges die Nutzer über Regeländerungen mitentscheiden lasse.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Nutzungzeit sinkt & Werbung läuft nicht
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juni, 2012, 19:30
Das Social Network Facebook hat offenbar ein weiteres Problem, auf das es allerdings selbst nur relativ geringen Einfluss hat. Es gelingt bei immer mehr Nutzern nicht mehr, diese über eine so lange Zeit wie noch vor einem halben Jahr auf der Plattform zu halten.

Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Dabei gaben 34 Prozent der Facebook-Nutzer an, inzwischen weniger Zeit auf der Seite zu verbringen als noch vor sechs Monaten. Als Grund dafür wurde vor allem angegeben, dass die Plattform zu langweilig sei, die Inhalte wären nicht relevant oder aber nicht nützlich. Datenschutzbedenken spielen hingegen eine untergeordnete Rolle.

Lediglich 20 Prozent haben ihre Aufenthaltszeit in dem Social Network hingegen gesteigert und fast die Hälfte kommt etwa auch die gleiche Nutzungsdauer wie noch vor einem halben Jahr. Das Ergebnis der Untersuchung könnte damit zu erklären sein, dass insbesondere Anwender, die interessante Inhalte suchen, aufgrund der Kontaktstruktur weniger Neuigkeiten auf den Tisch bekommen, als bei anderen Angeboten wie etwa Twitter. Facebook versucht hier seit einiger Zeit mit dem Abo-Feature, das auch Inhalte von interessanten Personen, mit denen man nicht direkt befreundet ist, in die Timeline holt, gegenzusteuern - aber wohl nicht mit großem Erfolg.

Immerhin 40 Prozent der Facebook-Nutzer greifen aber noch immer täglich auf die Plattform zu. Am aktivsten ist dabei die Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren, von denen 60 Prozent jeden Tag ihr Profil besuchen. Bei den Älteren Usern über 55 Jahre sinkt der Anteil dann auf 29 Prozent.

Was Facebook noch deutlich teurer zu stehen kommen könnte, als etwas sinkende Nutzungszeiten: Die Plattform ist für Werbetreibende im Grunde nicht sonderlich anziehend. Laut der Studie haben 80 Prozent der Nutzer noch nie ein Produkt oder eine Dienstleistung erworben, die über Anzeigen oder auch Kommentare anderer Nutzer an sie herangetragen wurden. Branchenexperten zeigten sich davon überrascht, da insbesondere Empfehlungen von Bekannten normalerweise einen wichtigen Einfluss auf die Kaufempfehlung haben. Zuletzt hatte erst General Motors seinen Facebook-Werbeetat von 10 Millionen Dollar mit der Begründung gestrichen, dass die Anzeigen auf der Plattform nicht gut laufen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook-Abstimmung: Bisher wenige Teilnehmer
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juni, 2012, 22:40
Die Abstimmung zur Datenschutzrichtlinie bei dem weltweit größten Social Network Facebook hat die Halbzeit mit einer dürftigen Anzahl von Teilnehmern erreicht. Bislang haben in etwa 150.000 Mitglieder ihre Stimme abgegeben.

Alle Nutzer von Facebook werden derzeit dazu aufgerufen, sich für die neue oder eine alte Ausführung der gültigen Datenschutzrichtlinien zu entscheiden. Damit die zugehörigen Ergebnisse tatsächlich bindend sind, müssen bis zum Freitag insgesamt 270 Millionen Mitglieder – also 30 Prozent aller Facebook-Nutzer – ihre Stimme abgeben.

Wie schon angesprochen haben sich bisher nur 158.000 Mitglieder des Social Networks dazu entschlossen, ihre Stimme abzugeben. Die Mehrheit der Teilnehmer, die sich für die Wahl entschieden hat, spricht sich klar für das bisherige Regelwerk aus. Es handelt sich diesbezüglich um gut 130.000 Teilnehmer.

Zu dieser Abstimmung ist es gekommen, nachdem über 7000 Facebook-Nutzer einen Kommentar zu den im Mai neu vorgestellten Änderungsvorschlägen abgegeben haben. Besonders aktiv setzt sich die österreichische Studentengruppe europe-v-facebook.org für dieses Vorhaben im Zusammenhang mit der Erklärung der Rechte und Pflichten ein.

Bei Facebook setzt man im Hinblick auf die angesprochene Abstimmung auf eine eigene App, welche über die offizielle Facebook-Adresse erreicht werden kann. Bis zum kommenden Freitag um 18:00 Uhr können alle interessierten Mitglieder noch abstimmen.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Facebook-Abstimmung zu Richtlinien scheitert an Beteiligung
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2012, 09:19
Die Facebook-Abstimmung über neue Regeln für Nutzung und Datenschutz ist wie erwartet an der hohen Beteiligungshürde gescheitert.

Bis Ablauf der Wochenfrist am Freitagabend gaben nur 342 632 Facebook-Mitglieder ihre Stimme ab. Damit das Abstimmungsergebnis für das Online-Netzwerk bindend wäre, hätten es rund 270 Millionen sein müssen - 30 Prozent der aktiven Nutzer.

Nun hat das Votum für Facebook nur eine beratende Wirkung und das Netzwerk könnte die geplanten Regeländerungen im Prinzip in Kraft setzen. Dabei gab es unter den Teilnehmern der Abstimmung eine überwältigende Ablehnung der neuen Richtlinien: Nur 44 749 stimmten dafür, 297 883 dagegen.

Die Abstimmung wurde eingeleitet, nachdem mehr als 7000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen an der Richtlinie zur Datenverwendung abgegeben hatten. Für die Abstimmung richtete Facebook einen speziellen Bereich auf seiner Website ein. Facebooks Entwurf für die Datenschutz-Richtlinie sieht neben zahlreichen Erläuterungen und Präzisierungen unter anderem auch vor, dass einige Daten länger als bisher aufgehoben werden können.

Facebook kündigte bereits an, das Verfahren zur Beteiligung der Nutzer erneuern zu wollen. Die 30-Prozent-Regelung stammt noch aus einer Zeit, da das Netzwerk deutlich weniger Mitglieder hatte. Deutsche Datenschützer hatten die Abstimmung unter anderem angesichts der hohen Beteiligungshürde als Farce kritisiert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Facebook setzt nach kaum besuchter Abstimmung neue Regeln in Kraft
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juni, 2012, 16:46
Facebook hat die geplanten Änderungen der Regeln für Nutzung und Datenschutz in Kraft gesetzt, nachdem eine Abstimmung der Mitglieder an der hohen Beteiligungshürde gescheitert ist. Facebook-Kommunikationsschef Elliot Schrage verteidigte die Entscheidung unter anderem damit, dass die neuen Richtlinien für mehr Transparenz sorgten. Außerdem habe Facebook positive Reaktionen von Regulierern und Datenschützern bekommen, schrieb Schrage in einem Blogeintrag.

Zu der Abstimmung war es gekommen, weil mehr als 7000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen an der Richtlinie zur Datenverwendung abgegeben hatten. Für diesen Fall sehen die Facebook-Regeln vor, dass alle Mitglieder über einen Entwurf abstimmen können. Damit das Abstimmungsergebnis für das Online-Netzwerk bindend ist, müssen daran allerdings 30 Prozent der aktiven Nutzer teilnehmen. Das wären nach jüngsten Mitgliederzahlen rund 270 Millionen.

Bis Ablauf der Wochenfrist am Freitagabend hatten aber nur 342.632 Facebook-Mitglieder ihre Stimme abgegeben – weniger als 0,04 Prozent. Dabei gab es unter den Teilnehmern der Abstimmung eine überwältigende Ablehnung der neuen Richtlinien: Lediglich 44.749 stimmten dafür, 297.883 dagegen.

Deutsche Datenschützer hatten das Verfahren unter anderem angesichts der hohen Beteiligungshürde als Farce kritisiert. Die Wiener Kritiker-Gruppe europe-v-facebook.org, die mit ihren Aufrufen die Abstimmung mit ausgelöst hatte, warf Facebook vor, "die Wahlurne versteckt" zu haben. "Das ist ein Demokratieverständnis wie in China."

Schrage erklärte, Facebook habe "erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Abstimmung einfach und zugänglich zu machen". Unter anderem seien Nutzer mit Hilfe von Anzeigen über die Abstimmung informiert worden. Angesichts der Bemühungen und der am Ende niedrigen Beteiligung wolle Facebook den Prozess auf den Prüfstand stellen und überlegen, wie man in Zukunft die Beteiligung der Nutzer verbessern könne. Die 30-Prozent-Regelung stammt noch aus einer Zeit, da das Netzwerk deutlich weniger Mitglieder hatte.

Facebooks Entwurf für die Datenschutz-Richtlinie sieht neben zahlreichen Erläuterungen und Präzisierungen unter anderem auch vor, dass einige Informationen länger als bisher aufgehoben werden können. "Wir werden Daten so lange einbehalten, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese umfassendere Verpflichtung gilt für alle Daten, die wir über Dich sammeln und erhalten, einschließlich Informationen von Werbetreibenden", heißt es an einer Stelle. Zugleich betont Facebook, dass Daten zu sogenannten Social Plug-ins wie dem "Gefällt mir"-Button maximal 90 Tage gespeichert werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook bittet seine Nutzer um Handy-Nummern
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juni, 2012, 14:02
Das soziale Netzwerk Facebook will die Sicherheit auf seiner Seite erhöhen und bittet deshalb seine Nutzer um deren Handy-Nummern. Im Falle eines Sicherheitslecks soll auf diese Weise ein Passwort-Reset durchgeführt werden.

Wie das US-Blog 'TechCrunch' berichtet, hat Facebook begonnen, auf seiner Startseite eine Einblendung zu zeigen, die die User auffordert, eine Seite mit Tipps zur Konto-Sicherheit einzublenden. Auf der entsprechenden 'Sicherheit auf Facebook'-Seite finden sich mehrere Hinweise, wie man sein Konto besser schützen bzw. wie man etwa Betrugsversuche erkennen und ein sicheres Passwort einrichten kann.

(http://scr.wfcdn.de/7596/Facebook-Sicherheitstipps-1339746277-0-11.jpg)

TechCrunch schreibt, dass diese Maßnahme im Zusammenhang mit den jüngsten Sicherheitslücken beim Online-Netzwerk LinkedIn und der Dating-Plattform eHarmony gesehen werden kann. Unbekannte Angreifer hatten etwa 6,5 Millionen Passwörter erbeutet, was in diesen beiden Fällen eine spezielle Gefahr für viele persönliche Informationen bedeutet hat.

Facebook sagte gegenüber TechCrunch, dass diese Maßnahme bereits länger in Planung gewesen sei und kein direkter Zusammenhang mit den jüngsten Sicherheitslücken bestehe. Allerdings dürften diese Probleme jede Menge Menschen für die Angelegenheit sensibilisiert haben.

Wer seine Handy-Nummer bei Facebook ablegt und diese auch aktiv bestätigt, soll bei einem Angriff auf das soziale Netzwerk bzw. ein individuelles Konto deutlich besser geschützt sein. Im Fall des Falles kann Facebook nämlich das bestehende Passwort löschen und dem Besitzer des Kontos gleich neue Zugangsdaten via SMS zuschicken. TechCrunch schreibt, dass die Erfahrungen mit Passwort-Resets über E-Mail nicht besonders gut seien, da viele Leute derartige Nachrichten als Spam wahrnehmen und übersehen.

TechCrunch merkt schließlich an, dass "Verschwörungstheoretiker" vermutlich schnell die These aufstellen könnten, dass Facebook die jüngsten Sicherheitsbedenken von Internet-Usern bloß ausnutzen will, um an Telefonnummern zu gelangen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass das soziale Netzwerk tatsächlich nur die Sicherheit erhöhen will, zumal das Netzwerk eine immer größere Rolle im Leben vieler Menschen spielt. Zudem ist ein automatisierter SMS-Sicherheitsservice für Facebook vor allem auch eines: billiger.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Datenmissbrauch: Facebook zahlt 10 Mio. US-Dollar
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juni, 2012, 18:00
Das soziale Netzwerk Facebook hat sich breiterklärt, für die Beilegung eines Rechtsstreites eine Summe von 10 Millionen US-Dollar zu zahlen. Hintergrund war die Klage einiger Internetnutzer, die den Konzern wegen Missbrauch erhobener Daten angezeigt hatten. Die Entschädigung soll an Organisationen gehen, die sich für Datenschutz und faire Behandlung von Web-Usern einsetzen.

Konkret ging es den klagenden Nutzern um die Verwendung von hochgeladenen Fotos und „Gefällt-mir-Klicks“, die die Nutzer auf der Plattform erzeugten. Facebook hatte die Daten dazu verwendet, sogenannte Sponsored Stories zu veröffentlichten. Dabei handelte es sich um Werbeanzeigen von Unternehmen und Firmen, die sich in den Nachrichtenstrom eines Nutzerprofils einbinden. Sobald ein User ein „Like“ an ein Unternehmen vergibt, kann dieses einen Eintrag auf dem jeweiligen Profil des Nutzers erstellen. Für Werbepartner ergibt sich durch diese Methode eine höhere Effektivität der Werbung, da der Empfänger die Botschaft in Zusammenhang mit einer vertrauten Person erhält. Dadurch erhoffen sich Werbende einen Vorteil gegenüber normalen Anzeigen.

Im Rahmen der Sammelklage beschwerten sich allerdings insgesamt fünf Amerikaner, dass dieses Vorgehen nicht mit der geltenden Rechtslage vereinbar sei. Einerseits finde durch die strittige Verwendung der Informationen ein Missbrauch der Daten statt. Andererseits zahle Facebook den Usern keinen okönomischen Ausgleich für die betriebene Werbung, die letztendlich auf den Tätigkeiten der Mitglieder basiert.

Zu einer Gerichtsverhandlung kam es allerdings letztendlich nicht. Wie aus am Samstag veröffentlichten Justizdokumenten hervorgeht, haben sich die Parteien auf eine Ausgleichszahlung von 10 Millionen US-Dollar geeinigt. Der Betrag soll Organisationen übergeben werden, die sich für die Ziele der Kläger einsetzen.

Facebook dürfte mit der Zahlung einen guten Deal abgeschlossen haben. Richterin Lucy Koh hatte den Klägern ohnehin schon ihre Glaubhaftigkeit bescheinigt und sah Facebooks Handeln kritisch. Zudem beteiligten sich an der Sammelklage nur gerade einmal fünf Personen, obwohl sich streng genommen jeder amerikanische Nutzer der Plattform am Verfahren hätte beteiligen können.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook: Nur 20 Prozent der Anwender benutzen ein Pseudonym
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juni, 2012, 17:20
(http://static.gulli.com/media/2012/06/thumbs/370/BITKOM-SOZIALE-NETZWERKE.jpg)
Laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands BITKOM benutzen in sozialen Netzwerken wie Facebook nur die wenigsten Anwender ein Pseudonym. Die meisten Mitglieder wollen erkennbar sein und verzichten ganz bewusst auf ihre Anonymität. Für die Erhebung befragte das Institut Forsa rund 1.000 deutsche Internetnutzer im Alter von mindestens 14 Jahren.

Mit falschem Namen treten nur 2 Prozent der Befragten auf, mit einem Fantasienamen hingegen 20 Prozent. 10 Prozent kürzen den Namen ab und sind so nur teilweise erkennbar. 8 Prozent benutzen nur ihren Vor- oder Nachnamen. Keine Angaben wollte lediglich ein Prozent der Befragten machen. 58 Prozent bewegen sich in sozialen Netzwerken unter Angabe des vollen Vor- und Nachnamens. „Die meisten Community-Mitglieder möchten mit dem eigenen Namen auftreten und verzichten bewusst auf Anonymität“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Es gibt aber auch etliche Nutzer, die durch Abkürzungen oder Nicknames nur für Freunde erkennbar sind.“

Ob sich Internet-Nutzer besser mit ihrem echten Namen oder einem Fantasienamen bewegen, hängt Kempf zufolge von der individuellen Nutzung und der Online-Plattform ab. „Mit dem vollen Namen sollte man sich anmelden, wenn man in sozialen Netzwerken bewusst leichter gefunden werden will. Authentisch und mit voller Identität aufzutreten, schafft auch Vertrauen.“ Insbesondere in beruflich orientierten sozialen Netzwerken werde die Angabe des kompletten Klarnamens erwartet. Für andere Plattformen wie Verbraucherportale, Foren oder Diskussionen unterhalb eines Blogeintrages reicht laut BITKOM dagegen in der Regel ein Nickname.

Wer bei Facebook mit seinem echtem Namen postet und deswegen umso mehr seine Privatsphäre schützen möchte, sollte sich in Ruhe das unten aufgeführte Video anschauen. Dort zeigt gulli zusammen mit Phlow, wie man alle Einstellungen, die Chronik und das eigene Profil so einstellen kann, damit sämtliche Datenkraken keine Chance mehr haben.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook erlaubt Ändern von Kommentaren
Beitrag von: SiLæncer am 22 Juni, 2012, 13:30
Facebook gestattet den Nutzern ab sofort, ihre Kommentare zu ändern, wenn sie bereits veröffentlicht sind. Dies gilt auch rückwirkend für Kommentare, die vor dem heutigen Tag gesendet wurden. Die Editiermöglichkeit gilt allerdings nach wie vor nicht für Statusmeldungen, der die Kommentare folgen: Sie dürfen weiterhin im Nachhinein lediglich gelöscht, nicht aber editiert werden.

Facebook zeigt auch den Bearbeitungsverlauf für den Kommentar an, sodass Menschen, die dann kommentieren oder "Gefällt mir" klicken, den gesamten Kontext der Unterhaltung haben. Streicht ein Nutzer also etwa später unliebsame Äußerungen aus einem Kommentar, sollte er sich darüber im Klaren sein, dass die ursprüngliche Fassung für andere weiterhin einsehbar ist.

Die Editiermöglichkeit ist lange erwartet worden. Derzeit ist sie nur in der Browser-Variante von Facebook verfügbar, nicht aber in den mobilen Apps. Bei Google+ war es von Beginn an möglich, eigene Kommentare im Nachhinein zu ändern.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook muss Vermarktung von "Sponsored Stories" einschränken
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juni, 2012, 14:40
Facebook steht vor neuen Schwierigkeiten bei der Werbevermarktung. Nutzer können künftig verhindern, dass sie sich in "Sponsored Stories" als unbezahlte Werbebotschafter wiederfinden, wenn sie beispielsweise ein Produkt oder Unternehmen erwähnen. Das hat das Online-Netzwerk in einem Vergleich zugesagt, mit dem es eine Sammelklage vor einem Bundesbezirksgericht in Kalifornien beilegt. Zudem muss Facebook den Nutzern künftig deutlich mitteilen, dass es bestimmte Äußerungen vermarktet. Da die "Sponsored Stories" als wirksames Werbeinstrument gelten, könnte die Einigung zu empfindlichen Einbußen beim Umsatz führen.

Mit dem Anfang 2011 eingeführten Instrument können Unternehmen im Rahmen von Werbekampagnen bestimmte Facebook-Einträge von Nutzern hervorheben – hauptsächlich wenn diese bei einer Marke oder einem Produkt auf die "Gefällt-mir"-Schaltfläche klicken. Die Einblendung mit Name und Foto des Mitglieds bekommen die jeweiligen Facebook-Freunde prominent angezeigt. Das Unternehmen muss nun in seinen Nutzungsbedingungen auf die Funktion hinweisen und nicht näher beschriebene Mechanismen zur Kontrolle der "Sponsored Stories" bieten.

Facebook trägt die Anwaltskosten der Kläger bis zu einer Höhe von zehn Millionen Dollar und spendet weitere 10 Millionen Dollar an nicht-kommerzielle Organisationen. Das Unternehmen hat für die Umsetzung des Vergleichs sechs Monate Zeit.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte persönliche Empfehlungen von Freunden – wie sie mit den gesponserten Anzeigen gegeben werden – einmal als "heiligen Gral der Werbung" bezeichnet. Die Einigung erschwert somit die Vermarktung der großen Reichweite des Sozialen Netzwerks.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Party mit 18.000 Zusagen in Bayern weitgehend verhindert
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juni, 2012, 16:48
Bayrische Behörden konnten im Landkreis Landsberg und Kaufering eine sogenannte Facebook-Party weitgehend eindämmen. Wieder einmal hatte eine junge Nutzerin ihre Geburtstagsfeier auf der sozialen Plattform für jedermann sichtbar gemacht, so dass rund 18.000 Nutzer zusagten. Ein Veranstaltungsverbot der Polizei und weitere Präventivmaßnahmen sorgten dafür, dass letztendlich nur 100 Gäste feierten.

Unbedacht auf Facebook angekündigte Veranstaltungen sind eine nach wie vor bestehende Gefahr für nichtsahnende Hausbewohner. Dies zeigte ein neuer Fall im bayrischen Landsberg am Lech. Eine 13-Jährige Facebook-Nutzerin hatte ihren Geburtstag, offenbar aus Versehen, als eine öffentliche Veranstaltung im Netz angekündigt. Prompt sagten rund 18.000 Nutzer der offenen Einladung zu und planten die massenhafte Anreise in die Gemeinde.

Anhand der Erfahrungen, die man andernorts mit solchen ungeplanten Massenveranstaltungen machte, reagierte die örtliche Polizei jedoch schnell. Für den gesamten Landkreis beschloss das Landratsamt im Rahmen einer Allgemeinverfügung ein Verbot für alle Veranstaltungen, die einer „Facebook-Party“ zuzurechnen sind. Durch die örtlichen Medien gab man bekannt, dass Verstöße gegen diese Anordnung mit bis zu 1.000 Euro belegt werden könnten. Auch an die Eltern appellierte man, auf ihren Nachwuchs einzureden.

Weiter positionierte sich die Polizei am Samstagabend mit rund 300 Beamten an allen in Frage kommenden Bahnhöfen, um die Feierwütigen gleich wieder nach Hause zu schicken. Statt der angekündigten 18.000 Besucher waren es letztendlich nur 500 Gäste, von denen 100 schließlich unter Aufsicht der Polizei feierten.

Auch wenn die zuständigen Behörden mit ihren Maßnahmen sicherlich eine Eskalation verhindern konnte, kam es mit den angereisten Personen zum Teil zu Problemen. Einige der unerwünschten Besucher wurden gegenüber der Polizei handgreiflich oder zündeten Feuerwerkskörper.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook stellt Nutzerprofile ungefragt auf firmeneigene E-Mail-Adressen um
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juni, 2012, 13:19
Nutzer, die außerhalb der Facebook-Welt für seine Kontakte über das Facebook-Profil erreichbar sein wollten, hat das Social Network nun leise den E-Mail-Hahn abgedreht. Statt der eigenen E-Mail-Adresse ist im Profil nur noch die mit @facebook.com-Adresse zu sehen. Diese Änderung wurde von Facebook für alle Nutzer vorgenommen, sie wurden darüber nicht informiert. Sie lässt sich in den Profileinstellungen rückgängig machen.

Nutzer, die die auf Ihrem Profil angezeigte E-Mail-Adresse ändern wollen, klicken auf Ihr Profil, dann oben rechts auf "Profil bearbeiten". In der linken Spalte klicken sie unten auf "Kontaktinformationen". Dort können sie einstellen, ob und welche Kontaktadresse angezeigt werden soll – und für wen. Wer die Facebook-Chronik nutzt, geht auf seine Profilseite und klickt auf "Informationen bearbeiten". Unter den Kontaktinformationen lässt sich die Sichtbarkeit der E-Mail-Adressen einstellen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Friends of WikiLeaks: Aktivisten-Netzwerk kurz vor dem Start?
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juni, 2012, 20:20
(http://static.gulli.com/media/2012/06/thumbs/370/WLFriends-Friends-of-Wikileaks.jpg)
Nach eine Reihe von Verzögerungen scheint es so, als stehe das für die Vernetzung von Aktivisten konzipierte soziale Netzwerk "Friends of WikiLeaks" (FoWL) nunmehr tatsächlich vor dem Start. Zumindest kündigte WikiLeaks an, der heutige Dienstag sei der letzte Termin, um Teil der "Kern-Gruppe" des Netzwerks zu werden.

In den letzten Wochen wurde offenbar weiter an der Infrastruktur von FoWL, unter anderem an der Übersetzung in verschiedene Sprachen, gearbeitet. Außerdem veröffentlichten die Betreiber ein Manifest, das sie per E-Mail an zusammen mit einer Einladung, dem Netzwerk beizutreten, verschickten. In dem Manifest werden die Ziele des Netzwerks definiert: dazu gehören vor allem Transparenz sowie die Verteidigung von WikiLeaks sowie dessen Informanten gegen alle Arten von Angriffen. Auch Organisationen, die ähnliche Ziele wie WikiLeaks verfolgen, sollen von den Mitgliedern des Netzwerks unterstützt werden.

Der Start des Netzwerks verzögerte sich mehrfach. Heute jedoch teilte WikiLeaks auf Twitter mit, der heutige Tag sei "die letzte Chance, sich für die Kern-Gruppe von Friends of WikiLeaks zu registrieren". Dies könnte auf einen baldigen Start des Netzwerks hindeuten. Dieser würde bedeuten, dass den Nutzern Kontakte zugeordnet werden. Anders als bei anderen sozialen Netzwerken kann man sich bei FoWL seine Freunde nicht selbst aussuchen, sondern bekommt diese vom System - anhand vorab angegebener Präferenzen bei der Sprache sowie der geographischen Region - zugewiesen.

Zumindest scheint es so, als würde die Möglichkeit zur Registrierung bei FoWL heute vorerst enden. Dies bedeutet wahrscheinlich, dass die von den Betreibern angepeilte Nutzerzahl für den Start des Netzwerks erreicht ist. Ob allerdings die technische Infrastruktur schon für einen Start bereit ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen zeigen.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Google+ in Partylaune
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2012, 13:08
Zu den neue Funktionen von Googles Social Network Google+, die auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco vorgestellt werden, zählt "Google+ Events". Dieser Dienst soll Veranstaltungen von der Einladung bis zur späteren Erinnerung begleiten. Der Nutzer-Magnet könnte dabei der "Party Mode" für Android-Geräte werden: Fotos vom Event sollen sofort automatisch auf die einschlägige Event-Page in Google+ hochgeladen werden. Dieser Stream kann nicht nur online betrachtet, sondern auch vor Ort auf eine (Lein-)Wand projiziert werden.

(http://www.heise.de/imgs/18/8/8/1/9/5/7/c986408127241aef.png)
Google+ Events unterstützt zudem bei der optischen Gestaltung der Einladungen und übernimmt deren Online-Übermittlung an die Geladenen. Wer auf Google+ zusagt, erhält gleich einen entsprechenden Eintrag in seinem Google-Kalender. Sein Android-Gerät kann ihn später auch an den Termin erinnern. Google Now kann unter Umständen sogar die voraussichtliche Wegzeit zum Veranstaltungsort schätzen und eine entsprechende Empfehlung zum Aufbruch geben.

Endet die Veranstaltung, wird auch der Partymodus aller beteiligten Geräte deaktiviert. Die Fotos aber bleiben online gespeichert; sie dienen fortan als virtuelles Fotoalbum. Es kann nach Beliebtheit, Fotograf oder Tags durchsucht und geordnet werden. Bisher würden zwar viele Partygäste Fotos schießen, hieß es bei der Präsentation in Kalifornien. Diese Bilder zentral zu sammeln und zu ordnen sei aber kaum möglich. Hier verspricht der Partymodus Abhilfe. Er wurde gleich Mittwochabend (Ortszeit) beim ersten Google+ Event, einer Konferenzparty vor Ort, zum Einsatz gebracht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Friends of WikiLeaks: Aktivisten-Netzwerk kurz vor dem Start? (Update)
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2012, 13:20
In der Tat teilte WikiLeaks am Nachmittag des gestrigen Mittwoch auf Twitter mit, FoWL habe "die kritische Masse erreicht" und die Software würde nun die geplante Zellenstruktur bei den Kontakten berechnen. Ein probehalber durchgeführter Log-In zeigte allerdings noch keine sichtbaren Veränderungen - offenbar dauert es noch eine Weile, bis die Vernetzung abgeschlossen ist.

Quelle: www.gulli.com
Titel: @facebook.com Auch private Kontaktdatenbanken werden ungefragt verändert
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2012, 13:39
Nur die E-Mail-Adresse im Profil auszutauschen reicht Facebook offenbar nicht, um möglichst viel E-Mail-Verkehr über den eigenen Dienst umzuleiten. Nutzer berichten von Veränderungen in ihren Adressbüchern und verlorenen E-Mails.

Facebook will offenbar mit allen Mitteln die Nutzer seines Netzwerks dazu bringen, nur noch über dieses zu kommunizieren. Nachdem vergangene Woche ohne Rücksprache von Millionen von Nutzern die angezeigte E-Mail-Adresse einfach ausgetauscht wurde, ist jetzt bekanntgeworden, dass Facebook auch die Adressbücher der Bekannten veränderte, damit die Facebook-Adressen bevorzugt genutzt werden.

Betroffen sind laut einem Bericht von Cnet Nutzer, die ihre Adressbücher mit Facebook synchronisieren. Dann kann es passieren, dass Nutzer statt an eine geschäftliche E-Mail-Adresse eine Nachricht an eine @facebook.com-Adresse schicken. Mitunter bemerkt der Empfänger dann nicht die Ankunft einer E-Mail und beide Teilnehmer wundern sich dann über verschwundene E-Mails.

Golem.de konnte das Problem nicht nachvollziehen, was aber daran liegt, dass bei uns niemand die Adresssynchronisation benutzt. Im Bekanntenkreis gibt es aber Indizien über eine erfolgte Änderung von Adressbucheinträgen, die wir allerdings nicht abschließend verifizieren konnten.

Unzureichende Stellungnahmen von Facebook

Facebook hat Cnet eine Stellungnahme gegeben, allerdings beantwortet die Firma nur einen Teil der Fragen. Verschwundene E-Mails seien nicht verschwunden, sondern landen in dem Unterordner Sonstige. Viele Anwender übersehen diesen Ordner aber. Zudem gibt es in der Regel keine Benachrichtigung über eine empfangene E-Mail. Facebook Deutschland sind die Fälle bekannt. Eine Stellungnahme konnte die Firma aber nicht abgeben, da die Umstände noch untersucht werden.

Personen, deren E-Mail-Adresse von Facebook geändert wurde, könnten jetzt ihre wichtigen Kontakte durchgehen, diese anschreiben und sicherzustellen, dass die @facebook.com-Adresse keinesfalls genutzt wird. Das ist allerdings ein enormer Aufwand. Auf jeden Fall sollte jeder Facebook-Nutzer seine Nachrichtenunterordner beobachten, damit keine wichtigen E-Mails verloren gehen.

Vorsicht bei Synchronisationen mit Facebook

In Anbetracht der Umstände sollten Facebook-Nutzer mehr denn je aufpassen, was das soziale Netzwerk macht. Wer geschäftskritische Vorgänge mit Facebook kombiniert, beispielsweise weil das private Smartphone eben auch zum Beantworten von Firmen-E-Mails verwendet wird, sollte möglichst wenig mit Facebook synchronisieren.

Ungefragte Änderungen sind bei Facebook nicht ungewöhnlich und geschehen meist unter der Vorgabe, die Nutzung zu verbessern. Die jetzt vorgenommenen ungefragten Änderungen durch Facebook haben allerdings eine neue Qualität und treffen Bereiche außerhalb des sozialen Netzwerks.

Quelle : www.golem.de
Titel: @facebook.com - Es war nur ein Fehler im System
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juli, 2012, 13:36
Mehr als eine Woche, nachdem das soziale Netzwerk und neuerdings große E-Mail-Dienstleister Facebook ungefragt E-
Mail-Adressen und Adressbücher veränderte, äußert sich der Konzern nun zu den Vorfällen - zum Teil.

Faceboook hat sich in den USA zu den zwangsweise eingeführten E-Mail-Adressen und den folgenden Veränderungen
von E-Mail-Adressen geäußert. Wie Cnet erklärt wurde , war die ungefragte Veränderung der E-Mail-Adressen in den
Kontaktdatenbanken ein Softwarefehler.

Über das API wurde bei einigen Geräten versehentlich nicht die primäre, sondern die zuletzt hinzugefügte E-Mail-
Adresse gezogen und den Kontakten zugeordnet. Das ist in aller Regel dann die eine @facebook.com-E-Mail-Adresse,
die Facebook ohne Rückfrage auf dem Profil mit der Haupt-E-Mail-Adresse getauscht hat. Letzteres ist offenbar kein
Fehler, denn dazu erklärt Facebook auch Cnet nichts.

Die Stellungnahme liegt auch auf Deutsch vor, darin heißt es: "Die Synchronisierung der Kontakte wird auf Geräten mittels
einer API durchgeführt. Für die meisten Geräte haben wir überprüft, dass die API korrekt funktioniert und die primäre E-
Mail-Adresse, die dem Facebook-Konto zugeordnet ist, übernimmt. Allerdings wurde durch einen Bug auf bestimmten
Geräten die letzte E-Mail-Adresse, die dem Konto hinzugefügt wurde, übernommen statt der primären E-Mail-Adresse.
Infolgedessen wurde die @facebook.com-Adresse übernommen. Wir sind dabei, dieses Problem zu beheben und werden es
bald gelöst haben. Anschließend sollten auch diese einzelnen Geräte die richtigen Adressen übernehmen." Welche Geräte
betroffen sind, ist weitgehend unklar. Bekannt ist bisher, dass die iOS-6-Beta und einige Android-Geräte anfällig sind.
Der Facebook-Nutzer muss das im Zweifel selbst herausfinden.

Facebook gibt zudem zu, dass in wenigen Fällen auch E-Mails verschwinden, die zuvor durch das Netzwerk umgeleitet
wurden. Fehlernachrichten von Facebook über die Nichtzustellbarkeit sollen zum Teil als Spam eingestuft worden sein
und erreichten so nicht den Absender. In den meisten Fällen ist die umgeleitete E-Mail aber in dem Facebook-Account
angekommen, versichert die Firma. Facebook erklärt Cnet nochmals, wie diese zu finden sind, äußert sich aber nicht
dazu, warum es keine Eingangsbenachrichtigung gibt. Weder zum E-Mail-Wechsel noch zu eingehenden E-Mails, die
nicht einfach zu finden sind.

Facebook-Nutzer zeigen sich derweil ziemlich unbeeindruckt von den Veränderungen. Sie bekommen diese in den
meisten Fällen gar nicht mit. Einige von uns durchgeführte Stichproben ergaben, dass die meisten Nutzer die neue E-
Mail-Adresse als ihren Hauptkontakt beibehalten. Es gibt derzeit nur wenige Wege, die Änderungen zu entdecken. Eine
Mitteilung durch das soziale Netzwerk selbst gehört bisher nicht dazu. Damit hat Facebook sein Ziel erreicht und wurde
innerhalb einer Woche mit seinen 901 Millionen Nutzern zu einem der wichtigsten E-Mail-Dienstleister weltweit.

Quelle - www.golem.de
Titel: Facebook macht Jagd auf Pseudonyme
Beitrag von: SiLæncer am 06 Juli, 2012, 18:00
Einige Facebook-Nutzer wurden heute beim Einloggen in das soziale Netzwerk mit einer Popup-Meldung empfangen, die sie bat zu helfen, "Facebook zu verbessern". Ein Profilbild und ein Name wurde ihnen präsentiert, sowie die Bitte: "Bitte hilf uns dabei zu verstehen, wie Nutzer Facebook verwenden. Deine Antwort bleibt anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto deines Freundes. Ist dies der echte Name deines Freundes?" Als Antwortmöglichkeiten sind "Ja", "Nein", "Ich kenne diese Person nicht." und "Ich möchte nicht antworten." vorgegeben.

(http://www.heise.de/imgs/18/8/8/6/0/5/4/e30f08838f48cdd7.jpeg)
Facebook verweist in dem Popup auch auf seine Namensrichtlinien. Die AGB sind bei dem Thema unmissverständlich. In Punkt 4 (Registrierung und Sicherheit der Konten) steht "Facebook-Nutzer geben ihre wahren Namen und Daten an und wir benötigen deine Hilfe, damit dies so bleibt." Bei betroffenen Bloggern kommt die Aktion nicht gut an, es ist von "Spitzelnachrichten" die Rede, von einer "Sauerei" durch "Stasibook".

Wir haben bei Facebook nachgefragt, was es mit der Aktion auf sich hat, bislang aber noch keine Antwort erhalten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook will angeblich Apps für Werbezwecke überwachen
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juli, 2012, 09:07
Facebook plant ein neues Werbesystem, um Nutzern von Smartphones und Tablets individualisierte Werbung an zu zeigen, berichtet die US-amerikanische Wirtschaftszeitung Wall Street Journal. Das soziale Netzwerk wolle künftig analysieren, welche Apps der User aufruft und im News Feed des Facebook-Accounts dazu passende Werbeanzeigen schalten. Außerdem werde im Unternehmen darüber diskutiert, ob auch die Aktivitäten innerhalb von Apps aufgezeichnet werden sollen. Sprecher des Unternehmens wollten die Gerüchte zunächst nicht kommentieren.

Funktionieren soll das Ganze über Facebook Connect. Über diesen Dienst können sich User mit ihren Facebook-Zugangsdaten auf Webseiten und in Apps einloggen, ohne einen weiteren Account anzulegen. Facebook zeigt dann im Facebook-Profil an, was der Nutzer auf dieser Webseite beziehungsweise in der App getrieben hat.

Bislang wurde bei der Anzeigenschaltung auf Mobilgeräten nur berücksichtigt, welche Werbebanner der Nutzer im mobilen Browser bereits geklickt hat. Künftig würde das soziale Netzwerk also weit mehr persönliche Daten zu Werbezwecken analysieren. Bislang bekam man individualisierte Werbung bei Facebook nur zu sehen, wenn man beispielsweise den Like-Button verwendet hatte oder Links teilte.

Derzeit sieht das System keine Möglichkeit für den Nutzer vor, aus dem Werbesystem auszusteigen. Unternehmensangaben zufolge wird Facebook Connect jeden Monat von mehr als 60 Millionen Menschen genutzt und ist in mehr als 240.000 Internetseiten integriert – darunter Amazon, Lufthansa und Bild.de.

Als Quelle der Informationen nennt das Wall Street Journal "Leute, die sich mit den Plänen des Unternehmens auskennen". Ob es sich dabei um Facebook-Mitarbeiter handelt, verrät die Zeitung nicht.

In den vergangenen Tagen zog das soziale Netzwerk wiederholt den Ärger seiner Nutzer auf sich. Zuletzt überschrieb die Facebook-App ungefragt E-Mail-Adressen in den Telefonbüchern von Smartphones; kurz darauf wurden PC-Nutzer dazu aufgefordert, befreundete Nutzer mit Pseudonymen zu identifizieren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook macht Jagd auf Pseudonyme (Update)
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juli, 2012, 14:18
Mittlerweile hat sich Facebook gemeldet. Laut dem Unternehmen handelt es sich um einen begrenzten Test, "mit dem Accounts bestätigt werden können. Ziel ist es, auf diese Weise Fake-Accounts zu identifizieren und die Plattform sicherer zu machen".

Quelle : www.heise.de



Hüstel  ::)
Titel: Facebook-Seiten dürfen in Namen von Nutzern Posts veröffentlichen
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2012, 18:20
Für soziale Netzwerke gelten viele Regeln: Vor allem hören Nutzer immer wieder, sie sollten aufpassen, was sie so an ihre Follower, Freunde oder Kontakte posten. Facebook nimmt vielen Nutzern diese Entscheidung nun ab, wie Charles Cooper vom Online-Magazin CNet schreibt. Einmal auf "Gefällt mir" geklickt, haben Fanseiten nun das Recht, im Namen ihrer Fans Nachrichten an deren Freunde zu posten.

Die Reaktion von Facebook gegenüber Cooper: Das sei ein Feature, und schließlich könne man auch Beitrag für Beitrag verbergen oder melden. Ed Bott von ZDNET findet das problematisch. "Eine der ersten Regeln, die wir in der Wirtschaft lernen, ist kontroverse Themen gegenüber Kollegen und Kunden anzuschneiden. Besonders gegenüber Kunden", schreibt Bott. Einige dürften also erschrocken sein über das neue Feature. Dieses bringe durchaus auch politische Themen im Stream unter – verpackt als Meinungsäußerung oder gar Unterstützung durch den vermeintlichen Absender. Die meisten wissen, dass Seiten, die sie liken, auf ihrem Profil auftauchen – nicht für alle bedeutet ein "Like" unverhohlene Zustimmung zu allem, was im Namen der Page jemals ausgesagt werden könnte.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook schluckt und schließt Bookmark-Dienst Spool
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juli, 2012, 12:40
Facebook hat das Unternehmen Spool übernommen und will mit dessen Know-how offenbar seine mobilen Dienste ausbauen. Das fünfköpfige Spool-Team wird übernommen, der Bookmarkdienst, der seit September 2011 Internetinhalte wie Websites und Videos ähnlich wie Instapaper oder Pocket für den mobilen Gebrauch bereitstellt, wird eingestellt, heißt es in einer Mitteilung.

Die Nutzer werden angeleitet, wie sie ihre bisher bei Spool gespeicherten Bookmarks lokal sichern können. Demnach bietet Pocket bereits eine Funktion an, mit der Spool-Nutzer dorthin migrieren können. Genaue Details der Übernahme sowie der Kaufpreis wurden nicht bekannt gegeben.

Facebook hatte in seinem Börsenprospekt angegeben, dass sich die steigende Zahl an mobilen Zugriffen künftig negativ auf Werbe-Erlöse und Umsätze auswirken könnte. Facebook erläuterte nun, das Spool-Team habe gute Kenntnisse in der Entwicklung von Software für mobile Geräte.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google experimentiert: Suchergebnisse bei Google+ teilen
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2012, 23:30
Google hat seit heute ein kleines Experiment am Start: Nutzer der englischen Suche haben nun die Möglichkeit, Suchergebnisse mit Kreisen bei Google+ zu teilen. Bislang findet man lediglich ein +1 vor, das Teilen in das soziale Netzwerk ist Googles neuster Streich. Finde ich persönlich nicht so spannend, ich finde ein einfaches +1 besser, als das Teilen von Suchergebnissen in meinen Stream. (via (https://plus.google.com/107890833589239925098/posts/c384DVbjxv5))
Titel: Twitter wird noch kommerzieller: targeted tweets eingeführt
Beitrag von: SiLæncer am 23 Juli, 2012, 13:29
(http://static.gulli.com/media/2012/07/thumbs/370/twitter-money.jpg)
Neben den promoted tweets gibt es für Werbetreibende bei Twitter jetzt noch mehr Optionen. Die targeted tweets werden ebenfalls solchen Teilnehmern angezeigt, die dem Anbieter überhaupt nicht folgen. Die Werbebotschaften können dabei aber gezielt an die Nutzer eines Ortes, Anwender eines bestimmten Mobilfunkgerätes oder nach sonstigen Merkmalen zugeschnitten verschickt werden.

Auf dem eigenen Advertising-Blog gab Twitter am Donnerstag bekannt, man habe dieses neue Feature in den letzten Wochen mit verschiedenen Unternehmen wie Coca Cola, British Airways oder der Washington Post ausprobiert und nun flächendeckend eingeführt. Marken hätten auf Twitter schon immer eine bestimmte Rolle gespielt. Jetzt sei es an der Zeit, die gespeicherten Merkmale der Benutzer zu verwenden, damit diese ganz gezielt Werbung erhalten können.

Die targeted tweets stellen im Prinzip lediglich eine logische Erweiterung der bisherigen Werbung mit Hilfe der promoted tweets dar. Wird ein Produkt in einem Land oder einer Stadt zuerst eingeführt, kann man die Werbung nun gezielt an die Nutzer nur dieser Region verschicken. Wer seinen Twitter-Account hingegen ausschließlich mit einem Desktop-PC bedient, wird sich wahrscheinlich nicht zwingend für neue Smartphones oder Apps interessieren. Von daher hoffen zahlreiche Unternehmen, durch die gezielte Verbreitung ihrer Botschaften weniger Geld für ihr Marketing ausgeben zu müssen und dabei die Personen zu erreichen, für die die Werbung relevant ist.

It's all about money? In der Community wurde die Veränderung eher gespalten aufgenommen. Während manche Nutzer befürchten, sie erhalten künftig noch mehr ungebetene PR-Mitteilungen hoffen andere, dass man die targeted tweets aufgrund der systematischen Zuordnung künftig nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip verbreiten muss. In dem Fall könnte die Häufigkeit der Werbung möglicherweise abnehmen.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Datenschützer sieht keine Verbesserung bei Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 25 Juli, 2012, 09:08
chleswig-Holsteins Datenschutzbeauftrager Thilo Weichert sieht keine Verbesserungen im Datenschutz bei Facebook. Das sagte der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) nach einem Gespräch mit Gunnar Bender, seit 15. April "Director Public Policy" bei Facebook Deutschland. Seit den Gesprächen Ende 2011 hätten sich sogar einige "wesentliche datenschutzrechtliche Verschlechterungen" ergeben. Bender betonte, aus Facebooks Sicht sei ein "neues Fenster aufgestoßen" worden.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-sieht-keine-Verbesserung-bei-Facebook-1651315.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter erlebt stundenlangen Ausfall
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juli, 2012, 20:40
Der Microblogging-Dienst Twitter erlebte am heutigen Donnerstag seinen zweiten flächendeckenden Ausfall innerhalb von fünf Wochen. Dies, so befürchten Branchenkenner, könnte den Ruf des Netzwerks in Sachen Zuverlässigkeit beschädigen. Die Ursache für die Probleme ist bislang unklar.

Twitter fiel gegen halb fünf Uhr nachmittags deutscher Zeit aus und ist erst seit etwa halb neun Uhr abends wieder erreichbar. Benutzer, die in der Zwischenzeit versuchten, sich anzumelden, erhielten lediglich eine Fehlermeldung.

Twitter, das am Anfang häufig mit technischen Problemen und Server-Überlastung zu kämpfen hatte - Nutzer der ersten Stunde werden sich noch gut an den berüchtigten "Fail Whale" erinnern - investierte in letzter Zeit erhebliche Summen in die Verbesserung seiner technischen Infrastruktur. So versuchte das Unternehmen, Zuverlässigkeit zu beweisen und sich so als Anbieter eines verlässlichen, ausgereiften Produktes zu präsentieren. Diese Bemühungen könnten nun durch den Ausfall Ende Juni - für die Twitter einer Serie von "kaskadierenden Bugs" verantwortlich machte - und den heutigen Vorfall einen Rückschlag erleiden.

Die Hintergründe des heutigen Ausfalls sind bislang nicht bekannt.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Klarnamen haben keinen Einfluss auf Kommentar-Qualität
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2012, 05:31
Oft wird sie gefordert, eine Klarnamenspflicht im Internet. Sie soll dazu beitragen, dass die schlechte Qualität von Nutzerkommentaren gesteigert wird. Dass dies allerdings nicht der Fall ist, zeigt die Bemühung von Südkorea, eine solche Pflicht einzuführen.

Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, ist die Qualität in vielen Internetforen doch eher unterirdisch. Unzählige Debatten später haben sich Befürworter und Gegner der Klarnamenspflicht immer noch nicht weiter angenähert. Einige Portale nehmen die Debatte selbst in die Hand: Neben Facebook setzt nun auch Youtube verstärkt auf die Verwendung des bürgerlichen Namens beim Kommentieren von Videos.

Der Fall Südkorea gibt allerdings eher den Gegnern der Klarnamenspflicht recht. Diese Pflicht hatte in Korea eine relativ lange Geschichte und wurde ab 2003 sukzessive eingeführt. Anfangs galt die Pflicht nur auf Websites mit politischem Inhalt. Vier Jahre später wurde sie ausgeweitet auf sämtlichen Webangebote, die mehr als 300.000 Nutzer im Monat verzeichneten. Im Jahre 2008 wurde die Grenze schließlich auf 100.000 Nutzer herabgesetzt.

Die Klarnamenspflicht war kein Erfolg, sondern vielmehr etwas, das man getrost als Schlag ins Wasser bezeichnen kann. Es konnte lediglich ein Rückgang unerwünschter Kommentare um marginale 0,9 Prozent verbucht werden. Im Gegenteil: Anscheindend gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Anonymität im Netz und der Qualität der Kommentare. Dies konnte in der Vergangenheit auch auf Facebook beobachtet werden. Obwohl die Seite die Verwendung des bürgerlichen Namens vorschreibt, gehen Kommentare auf bestimmten Seiten eher in eine ganz andere Richtung als von Facebooks Marketing-Chefin Randi Zuckerberg prophezeit: "Die Leute benehmen sich viel besser, wenn sie unter ihrem echten Namen agieren. Ich denke, die Menschen verstecken sich nur hinter der Anonymität." Doch wer sich die Kommentare und Statusmeldung, besonders bei politischen Inhalten oder bei Kindesmissbrauch, anschaut, der sieht, dass Klarnamen definitiv nichts mit qualifizierten Kommentaren zu tun haben.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook zeigt Nutzeraktivitäten in Gruppen an
Beitrag von: SiLæncer am 08 August, 2012, 14:22
Facebook schränkt die Möglichkeit ein, den Dienst unbeobachtet zu nutzen. Mitglieder einer Gruppe erfahren nun, was sich die anderen angesehen haben. Wo bislang nur "Gefällt mir" und Kommentare mit Urheber und Uhrzeit angezeigt wurden, finden Gruppenmitglieder nun auch ein "Gesehen von".

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-zeigt-Nutzeraktivitaeten-in-Gruppen-an-1662810.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ bekommt demnächst kurze 'Vanity-URLs'
Beitrag von: ritschibie am 14 August, 2012, 11:15
Lange gewünscht, demnächst (bzw. teilweise schon jetzt) verfügbar: So kann man die so genannten Vanity-URLs für das soziale Netzwerk Google+ kurz beschreiben. Diese "abgekürzten" Adresszeilen werden schon bald die langen Zahlenkombinationen ersetzen bzw. ergänzen.

Das gab der Suchmaschinenbetreiber in einem Beitrag auf 'Google+' bekannt: Derzeit bekommen die ersten Mitglieder des sozialen Netzwerks die Möglichkeit ihre URLs anzupassen. Bisher waren Nutzerprofile nur über eine lange Zahlenkombination in der URL erreichbar, bei WinFuture steht etwa nach der eigentlichen Adresse plus.google.com '114730884240972741611'.

Zwar kann man bei Google+ jeden per Namen einfach und bequem über die Suchleiste finden, schön sieht die "Zahlen-Wurst" aber nicht aus. Nun führt Google aber auch diese kurzen Varianten ein, allerdings können vorerst nicht alle sich ein derartiges Stichwort bzw. den Namen reservieren.

Zunächst bekommen nämlich nur Unternehmen und Prominente (also jene mit einem "verifizierten" Konto) die Gelegenheit sich eine "Custom-URL" zu holen. Das Team von Google+ nennt auch gleich einige Beispiele: So ist etwa die bekannte Bekleidungsmarke Hugo Boss nun unter google.com/+hugoboss zu finden, der Spielepublisher Ubisoft ist entsprechend auf google.com/+Ubisoft erreichbar.

Auch Promis sind nun leichter zu finden: Als Beispiele nennt der Suchmaschinenriese etwa Fußballer (google.com/+davidbeckham), Schauspieler (google.com/+hughjackman) und Pop-Musikerinnen (google.com/+britneyspears).

Quelle: www.winfuture.de
Titel: Verbraucherschützer mahnen Facebook wegen App-Center ab
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2012, 13:18
Deutsche Verbraucherschützer wollen Facebook zu Änderungen bei seinem App-Center zwingen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) schickte dem Unternehmen eine entsprechende Abmahnung mit einer Frist bis 4. September. Facebook gebe persönliche Daten der Nutzer an App-Anbieter weiter, ohne dass die Nutzer ihre Einwilligung dazu gegeben hätten, bemängelten die Verbraucherschützer am Montag in Berlin. Nutzer können mit den Anwendungen ihr Profil erweitern, beliebt sind Spiele wie "Farmville" oder "Diamond Dash", aber auch Programme für Musik und Nachrichten.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verbraucherschuetzer-mahnen-Facebook-wegen-App-Center-ab-1675498.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook will Werbern Abgleich von Mailadressen und Telefonnummern ermöglichen
Beitrag von: SiLæncer am 31 August, 2012, 13:40
Facebook bereitet laut einem Bericht des für gewöhnlich gut informierten Blogs Inside Facebook neue Möglichkeiten für werbetreibende Unternehmen vor. So soll es Firmen bald möglich sein, E-Mail-Adressen und Telefonnummern ihrer Kunden in der Advertising-Schnittstelle "Premium Power Tool" hochzuladen und mit den Beständen von Facebook abzugleichen. Facebook wird dann dem Blog zufolge Unternehmen die Möglichkeit geben, Kunden, die auch Facebook-Mitglieder sind, gezielt über die soziale Plattform anzusprechen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-will-Werbern-Abgleich-von-Mailadressen-und-Telefonnummern-ermoeglichen-1696436.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook will gegen Like-Fakes vorgehen
Beitrag von: SiLæncer am 03 September, 2012, 12:47
Facebook will künftig verstärkt gegen "Gefällt mir"-Klicks vorgehen, hinter denen keine echte User-Bekundung steht ("Fake-Likes"). Neue Software-Mechanismen sollen erkennen, ob Like-Connects von einer realen Person kommen oder von Malware, kompromittierten Accounts oder gekauften Nutzern stammen. Wie die neuen Algorithmen Like-Betrügereien zuverlässig erkennen sollen, verriet das Unternehmen nicht.

Facebook betont, dass man künftig auf diese Weise wohl maximal ein Prozent aller "Gefällt mir"-Vorgänge löschen werde. Es sei niemals erlaubt gewesen, Facebook-Likes zu kaufen oder zu verkaufen. "Facebook wurde mit dem Prinzip der echten Identität aufgebaut, und das wollen wir auf die Pages ausweiten." Seine Nutzer forderte der Dienst auf, auf verdächtige Links zu achten und sich sofort unter facebook.com/hacked zu melden, falls sie vermuten, ihr Account sei kompromittiert.

Quelle : www.heise.de
Titel: Twitter: Herausgabe von Occupy-Tweets wahrscheinlich
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2012, 14:45
Die Betreiber des Microblogging-Dienstes Twitter werden voraussichtlich im Laufe des heutigen Freitags die aufgezeichneten Tweets eines Occupy-Wall-Street-Aktivisten an ein New Yorker Gericht herausgeben. Twitter war von der Staatsanwaltschaft aufgefordert worden, die Aufzeichnungen auszuhändigen, hatte sich dagegen aber zunächst auf juristischem Wege gewehrt.

Der zuständige New Yorker Strafrichter Matthew Sciarrino hatte Anfang der Woche entschieden, dass Twitter die fraglichen Daten bis heute herausgeben muss. Anderenfalls droht dem Unternehmen eine empfindliche Strafe wegen Behinderung der Justiz.

Der Aktivist, um den es in diesem Fall geht, Malcolm Harris, wurde zusammen mit hundert anderen Mitgliedern der Occupy-Bewegung im vergangenen Oktober während eines groß angelegten Protestes auf der New Yorker Brooklyn Bridge festgenommen. Mit Hilfe von Harris' Tweets - die nicht mehr online einsehbar sind - will die Staatsanwaltschaft Harris' Argument entkräften, die New Yorker Polizei habe Aktivisten allem Anschein nach auf die Straße geführt, nur um sie wegen Verkehrsbehinderung festnehmen zu können.

Seit die Staatsanwaltschaft die Aushändigung der fraglichen Tweets forderte, gab es eine langwierige Auseinandersetzung zwischen der Staatsanwaltschaft und Twitter. Twitter berief sich unter anderem auf Datenschutz-Bedenken.

Sciarrino hatte bereits im Juni entschieden, dass Twitter die Daten herausgeben muss. Dies ist aber bislang nicht geschehen. Anfang der Woche gab der Richter daher bekannt, dass Twitter die Daten bis heute herausgeben oder mit einer Strafe rechnen muss. Harris' Anwalt versuchte, vor einem anderen New Yorker Gericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken, war aber bislang nicht erfolgreich. Twitter legte bereits im Juni Berufung vor dem zuständigen Berufungsgericht ein. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieses den Fall als abgeschlossen und den Berufungsantrag somit als gegenstandslos behandeln wird, wenn Twitter die Daten nun aushändigt.

Sollte es keine Verfügung geben, die Twitter mehr Zeit verschafft, wird das Unternehmen den Anweisungen voraussichtlich Folge leisten und die Tweets herausgeben. Gegenüber den Medien wollte Twitter die Vorgänge bislang nicht kommentieren.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Twitter gibt im Streit um Tweet-Daten nach
Beitrag von: SiLæncer am 15 September, 2012, 11:48
Im Streit, ob Twitter die Tweets eines Occupy-Aktivisten für einen Prozess herausgeben muss, hat der Microblogging-Dienst offenbar nachgegeben: Wie die BBC berichtet, soll Twitter die Daten am Freitag ans Gericht übergeben haben. Die Tweets bleiben dem Bericht zufolge aber noch ungeprüft, bis über eine Berufung entschieden ist, die der Anwalt des Beklagten eingelegt haben soll.

Zuvor war Twitter mit einer Berufung gegen die Herausgabe gescheitert, woraufhin der zuständige Richter eine Entscheidung von Ende Juni bekräftigte. Derzufolge hätte Twitter bis zum heutigen Freitag (14. September) Zeit gehabt, um die Daten zu übergeben. Anderenfalls hätte das Unternehmen die Zahlen der letzten beiden Quartale vorlegen müssen, damit das Gericht eine angemessene Geldstrafe bestimmen kann.

Der Streit geht auf einen im Januar 2012 begonnenen Prozess gegen einen Occupy-Aktivisten zurück, der im Oktober 2011 bei einem Demonstrationszug festgenommen wurde. Die Strafverfolger erhoffen sich aus den gelöschten Tweets aus einem bestimmten Zeitraum Einsicht darüber, ob der Angeklagte bereits im Vorfeld über eine illegale Marschroute informiert war.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ gibt Nutzerzahlen bekannt
Beitrag von: SiLæncer am 17 September, 2012, 20:15
Spannender Tag für Google, beziehungsweise das Hauseigene Netzwerk Google+. Nicht nur, dass man Fotospezialist Nik Software mit Snapseed und zig Foto-Plugins aufgekauft hat, auch neue Benutzerzahlen gibt es zu vermelden. 400.000.000 Millionen Benutzer soll das Netzwerk mittlerweile haben. Sicherlich kein Wunder, verknüpft Google das Netzwerk doch in allen Diensten, so gut es geht. Weiterhin lässt man verlauten, dass man die Schallgrenze von 100.000.000 aktiven, monatlichen Besuchern (Web und Mobile) geknackt hätte.

(http://imageshack.us/a/img194/3916/gbooky.jpg)

Google+ ist nicht nur Netzwerk für jedermann, sondern auch Tummelplatz für die Fotografen dieser Welt. Kostenloser Space für Foto-Portfolios (bis 2048 px Kantenlänge), dazu die App, die die Optik im Fokus hat. Hier lässt sich erahnen, warum man Nik Software aufgekauft hat. Vielleicht hat man auch ein wenig Flickr im Fadenkreuz… Mich findet ihr bei Google+ hier (https://plus.google.com/102719116389157606913)(Und auf Twitter hier (http://www.twitter.com/Silencerdvbcube)).
Titel: Re: Google+ gibt Nutzerzahlen bekannt
Beitrag von: Snoop am 18 September, 2012, 13:42
400.000.000 Millionen Benutzer soll das Netzwerk mittlerweile haben.

Öhm ... sicher?  ;D
Haben die über die Milchstraße raus expandiert?  ;D
Titel: Re: Google+ gibt Nutzerzahlen bekannt
Beitrag von: Nudelholz am 18 September, 2012, 17:30
 ;muah

Jedenfalls: wenn die auch nur 400 Millionen haben, dann liegt das ganz sicher da dran, dass da jeder direkt bei G+ angemeldet ist, der auch nur google den kleinsten Finger gibt, etwa durch das Anlegen einer (fiktiven) E-Mail-Identität für das neu gekaufte Smartphone mit Android. Da ist ja Facebook boch besser. Da entscheide ich mich wenigstens dafür oder dagegen.
Titel: Twitter: Profile jetzt mit mehr, Apps mit weniger Möglichkeiten
Beitrag von: SiLæncer am 18 September, 2012, 18:15
Auch auf Twitter können Nutzer ihrem Profil jetzt ein Titelbild hinzufügen, ähnlich wie bei Facebook oder Google+. Dieses Feature hat Twitter-CEO Dick Costolo am Dienstag in der US-Fernsehsendung The Today Show vorgestellt. Das Hintergrundbild dominiert auf Wunsch die eigene Profilseite, auf der auch die Übersicht getwitterter Bilder mehr Raum bekommt, wodurch Medieninhalte insgesamt deutlich sichtbarer werden. Außerdem hat Twitter seine Apps für iOS und Android überarbeitet.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Twitter-Profile-jetzt-mit-mehr-Apps-mit-weniger-Moeglichkeiten-1710442.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Fake-Accounts: Facebook will Bespitzelung angeblich einstellen
Beitrag von: SiLæncer am 27 September, 2012, 15:08
(http://static.gulli.com/media/2012/09/thumbs/370/facebook-umfrage.jpg)
Ein Sprecher von Facebook kündigte gegenüber US-Medien an, man werde künftig keine Anfragen mehr an Nutzer verschicken, die die Identität ihrer Kontakte bestätigen oder sie als Nutzer eines Fake-Accounts denunzieren sollten. Allerdings weigert sich Facebook bekannt zu geben, in welchem Ausmaß, innerhalb welchen Zeitraums und in welchen Staaten derartige Anfragen verschickt wurden.

Die Aktivistin chapeaudefee veröffentlichte bei Twitter einen Screenshot des sozialen Netzwerks und fragte ihre Follower, wer noch vom "Spitzel-Gate" Facebooks betroffen sei. Die Anfrage von Facebook klingt höchst freundlich und soll den Betreibern angeblich dabei helfen zu verstehen, wie das Portal von seinen Anwendern genutzt wird. Unter Angabe des Vor- und Nachnamens, Wohnorts und des Profilfotos wird man gefragt, ob der im Profil hinterlegte Name dem Realnamen der Person entspricht.

Der ganze Artikel (http://www.gulli.com/news/19833-fake-accounts-facebook-will-bespitzelung-angeblich-einstellen-2012-09-27)

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook-Beziehungen werden über eBay verkauft
Beitrag von: SiLæncer am 29 September, 2012, 16:13
In den letzten Tagen tauchte auf der Online-Auktionsplattform eBay erneut eine größere Welle von dubiosen Auktionen auf, bei denen man sich eine Facebook-Beziehung ersteigern kann. Teilweise wurden dafür Beträge im vierstelligen Bereich geboten.

Die Grundidee hinter diesen Auktionen gestaltet sich recht einfach. Für die Dauer von drei bis sechs Monaten bieten die vermeintlichen Damen an, mit dem Höchstbietenden eine Beziehung auf dem Social Network einzugehen. Abgesehen vom Beziehungsstatus verspricht man unter anderem entsprechende Kommentare auf der Pinnwand.

Dass sich hinter diesen Angeboten tatsächlich junge Damen verbergen, wird angezweifelt. Gerade auf der deutschsprachigen Plattform von eBay wurden in den letzten Tagen besonders viele solcher Angebote eingestellt. Die Beschreibungen der Auktionen haben stets eine sehr große Ähnlichkeit aufgewiesen.

Die 'Futurezone' hat sich mit eBay selbst darüber unterhalten und wollte in Erfahrung bringen, was der Betreiber der Auktionsplattform von solchen Angeboten hält. Diese Facebook-Freundschaften sind eBay seit einiger Zeit bekannt. Grundsätzlich sind solche Angebote auf eBay nicht erlaubt und werden stets entfernt. Laut den gültigen Richtlinien fällt dies unter die unzulässigen Leistungen.

Mit der Fragestellung, ob sich hinter diesen Angeboten Betrügernetzwerke verstecken, will sich eBay nicht näher beschäftigen. In erster Linie geht es den Betreibern der Plattform darum, solche Angebote möglichst schnell zu entfernen.

Quelle : http://winfuture.de/
Titel: Re: Facebook-Beziehungen werden über eBay verkauft
Beitrag von: Snoop am 30 September, 2012, 11:35
Hmmmmm ... wenn alle Cubies eine solche Beziehung anbieten würden (als Ronda, Linda, Elena, Chantal, ...), dann wäre für den Cube nach einem viertel Jahr für alle Zeiten ausgesorgt.  ;D
Titel: Re: Facebook-Beziehungen werden über eBay verkauft
Beitrag von: kater am 30 September, 2012, 12:58
ich nenne mich ab sofort katze. :jb
Titel: Re: Facebook-Beziehungen werden über eBay verkauft
Beitrag von: ritschibie am 30 September, 2012, 16:00
Ich nenne mich ab sofort Riccarda und biete als Freundschaftswerbung eine gebrauchte Unterhose an ... wenn's dem Cube hilft  ;)

Fürchte aber, dass es eher schadet und ziehe hiermit das Angebot zurück!
Titel: 1 Milliarde Menschen nutzen regelmäßig Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 04 Oktober, 2012, 15:45
Die Weltbevölkerung umfasste beim Jahreswechsel 2011/12 rund 7,01 Milliarden Menschen. 1 Milliarde Menschen davon waren im vergangenen Monat auf Facebook aktiv, wie Gründer Mark Zuckerberg vor kurzem als Statusmitteilung verlauten ließ.

(http://imageshack.us/a/img24/3289/facebook590x252.jpg)

Eine stolze Summe für ein Netzwerk, wobei ich sicherlich denke, dass sich bei Facebook auch Millionen Fake- und Doppelprofile tummeln. Man darf gespannt sein, wie sich das Netzwerk weiter entwickelt, gerade erst gab es Informationen, dass Facebook zu einer 2 Klassen-Geschichte werden könnte, hat man in den USA zum Beispiel testweise eingeführt, dass private Nutzer für die Zahlung von 7 Dollar sichergehen können, dass mehr Freunde die Statusmitteilung sehen.

Mitglieder können wie Werbekunden für Nachrichten zahlen, damit diese eine höhere Priorität im Stream des Empfängers einnehmen. Facebook selber bleibt natürlich kostenlos und ich kann mir nicht vorstellen, dass man “Kostenlos-Meldungen” absichtlich versteckt.

Mal schauen, wann Facebook wieder neue Benutzerzahlen ausgibt, die UNO rechnet im Zeitraum bis 2015 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 78 Millionen Menschen pro Jahr.
Titel: Facebook hebt gegen Bezahlung Beiträge hervor
Beitrag von: SiLæncer am 20 Oktober, 2012, 21:00
(http://static.gulli.com/media/2012/10/thumbs/370/fbprom.jpg)
Das soziale Netzwerk Facebook bietet seinen Nutzern ab sofort die Möglichkeit, eigene Beiträge gegen Bezahlung hervorheben zulassen. Damit soll ein entsprechendes Posting wesentlich mehr Leser erhalten, als es ohne das neue Feature verzeichnet hätte. Der Preis für die Werbemaßnahme schwankt in Abhängigkeit von mehreren Faktoren. Auch in Deutschland ist der Service bereits verfügbar.

Auch privaten Nutzern des weltgrößten sozialen Netzwerkes wird mittlerweile unter jedem selbst erstellten Post einen „Promote-Button“ angeboten. Dieser bietet dem jeweiligen User die Möglichkeit, den entsprechenden Beitrag optisch für andere Personen hervorzuheben. In diesem Rahmen erscheint das Bild oder der Text ganz oben in der Liste der Neuigkeiten. Laut Facebook steige damit die Wahrscheinlichkeit, dass Freunde und Follower die Benachrichtigung auch tatsächlich lesen. Der Personenkreis, der die Nachricht erhält, wird durch die Funktion allerdings nicht vergrößert.

Nichtsdestotrotz ist das promoten eines Beitrags mit einigen Bedingungen verbunden. Will man beispielsweise Neuigkeiten einer Facebook-Seite bewerben, muss diese bereits 400 Likes gesammelt haben. Privatpersonen wiederum dürfen mit nicht mehr als 5.000 Freunden verknüpft sein. Ferner gilt, dass die Verwendung des neuen Features ab dem Veröffentlichungsdatum eines Posts nur sechs Stunden möglich ist. Danach ist der Promote-Button nicht mehr sichtbar.

Ein konkretes Preismodell für die Werbemaßnahme existiert nicht. Die anfallenden Gebühren schwanken je nach Lokalisierung und einigen anderen Faktoren. Verfügbare Zahlungsmethoden sind PayPal, Kreditkarte und Ukash.

Für rein private Nutzer des sozialen Netzwerkes dürfte die neue Funktion letztlich wohl von keinem größeren Interesse sein. Der amerikanische Konzern plant wohl eher Firmen anzusprechen, die aus ihrer finanziellen Investition über Werbung Profit schlagen möchten.

Quelle: www.gulli.com



 :Kopf
Titel: Rätselraten um Facebook-Zugriff über den Google-Index
Beitrag von: SiLæncer am 02 November, 2012, 16:45
Eine spezielle Google-Suchanfrage lieferte einem Bericht bei HackerNews zufolge bis vor kurzem etliche Facebook-Links zurück, über die auf fremde Facebook-Accounts zugegriffen werden konnte. Die Links enthielten einen Token, durch den der Nutzer automatisch im fremden Namen bei Facebook eingeloggt wurde. Unter den Suchergebnissen sollen sich darüber hinaus Links befunden haben, durch die man auf die Mailadressen anderer Nutzer zugreifen konnte.

Anscheinend stammen die Links aus Benachrichtigungsmails, die Facebook zum Beispiel verschickt, wenn der Nutzer von einer anderen Person auf einem Foto markiert wurde. Die Mails enthalten einen Link, die direkt zu dem entsprechenden Ereignis im sozialen Netzwerk führen. Um das Einloggen komfortabler zu machen, baut Facebook die Mail-Adresse des Empfängers als URL-Parameter in den Link ein.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Raetselraten-um-Facebook-Zugriff-ueber-den-Google-Index-1742273.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+: 2013 viele neue Features
Beitrag von: SiLæncer am 10 November, 2012, 22:00
Google hat 2013 Großes vor, wenn man Bradley Horowitz glauben möchte. Horowitz, der das Produktmanagement für Google+ betreibt, hat in einem Interview einige interessante Sachen aufgezählt. Ich versuche, die wichtigen Infos mal in der Kürze der Würze hier zu hinterlassen, größtenteils geht es logischerweise um Google+.

(http://img20.imageshack.us/img20/2342/homenf.jpg)

Über Werbung bei Google+ hat man sich bis jetzt anscheinend noch keine Gedanken gemacht, man hegt momentan keine Pläne, das Netzwerk mit Werbung zu versorgen – was aber nicht heißt, dass diese mal kommen könnte. Eine Social Networking-Site ist nicht der beste Ort, um Werbung anzuzeigen – stattdessen nutzt Google die aus Google+ gewonnenen Daten, um die Dienste besser ineinander greifen zu lassen – was auch heißt, dass auf anderen Seiten gezielter Werbung angezeigt werden kann.

Dass man das API von Google+ nicht geöffnet hat, war eine gut durchdachte Idee, so Horowitz. Es wird geöffnet – aber man sagt nicht, wann und wie. Andere Clienten für Google+? Soll es in Zukunft nicht geben, dahingehend öffnet man das API nicht. Aus dem Interview geht weiterhin hervor, dass die Hälfte des Traffics aus dem mobilen Bereich kommt.

Nun aber zum interessanten Teil, einer Sache, die mich derzeit richtig nervt: ich habe Hangouts, Voice und den Messenger – alles auseinander gerissen. Dies soll sich in Zukunft ändern. Eine Zusammenführung zwischen Voice, Google Talk, Hangouts und Messenger steht auf der Roadmap.

Weiterhin wird Google+ Funktionen aus Google News erhalten und Firmen soll es einfacher gemacht werden, Google-Produkte zu nutzen. Horowitz sagt, dass 2013 das Jahr von Google+ sein wird: nur 20% der geplanten Features für Google+ wurden bislang ausgerollt. Mich (https://plus.google.com/102719116389157606913) findet ihr übrigens auch dort ;)
Titel: Facebook: Nutzermeinung ist nicht mehr erwünscht
Beitrag von: SiLæncer am 22 November, 2012, 20:00
Facebook hat heute eine E-Mail an all seine Nutzer geschickt: In der Nachricht heißt es, dass man plane, seine Mitglieder über etwaige Regeländerungen nicht mehr zu befragen. Stattdessen soll es möglich sein, die für Themen wie Privatsphäre Verantwortlichen direkt zu befragen.

Wie Facebook in der Nachricht schreibt, habe man festgestellt, dass "der Abstimmungsmechanismus ein System geschaffen hat, das die Quantität der Kommentare über deren Qualität stellt." Man schlägt deshalb vor, "die Abstimmungskomponente zu beenden, um ein inhaltlich sinnvolleres Umfeld für das Feedback zu fördern."

Der ganze Artikel (http://winfuture.de/news,73143.html)

Quelle : http://winfuture.de/
Titel: Soziale Netzwerke – Alternativen zu Facebook
Beitrag von: SiLæncer am 26 November, 2012, 16:45
(http://static.gulli.com/media/2012/11/thumbs/370/friendica.jpg)
Der Bereich soziale Netzwerke ist mit Facebook und Google+ nicht abgedeckt. Interessante Start-ups und manche schon ein paar Jahre alte Angebote könnten eine weniger datenhungrige Alternative darstellen. Die Verknüpfung sozialer Netzwerke untereinander wird immer wichtiger, dezentral organisierte Angebote immer beliebter. Auch wenn viele Netzwerke ähnlich arbeiten, hat der Konsument gern die Wahl.

Soziale Netzwerke gehören für viele Konsumenten zum täglichen Leben wie der reale Freundeskreis. Doch es gibt nicht nur Facebook und Google+, sondern auch eine ganze Reihe an Alternativen zu den großen Mitspielern im Social Media-Bereich. Facebook hat mehr als eine Milliarde Nutzer, der seit Juni 2011 existierende Konkurrent Google+ mit 400 Millionen Nutzern verzeichnet täglich etwa 625.000 Neuregistrierungen. Ein Artikel im c't-extra-Sonderheft hat andere soziale Netzwerke untersucht und stellt diese vor.

Der ganze Artikel (http://www.gulli.com/news/20311-soziale-netzwerke-alternativen-zu-facebook-2012-11-26)

Quelle: www.gulli.com
Titel: Facebook-Hoax: "Ich würde gerne privat mit euch in Verbindung bleiben"
Beitrag von: SiLæncer am 28 November, 2012, 19:40
Mit einem Klick könnten Nutzer ihre Facebook-Aktivitäten vor der Öffentlichkeit verbergen, verspricht eine Statusmeldung. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wer der Aufforderung folgt, dem bleibt einiges verborgen.

Statusupdates gegen die AGB und für Einstellungsänderungen: Fast täglich werden Facebook-Nutzer mit solchen Meldungen auf ihrer Timeline konfrontiert. Bei Facebook verbreiten derzeit Mitglieder eine Meldung weiter, mit der sie ihre Freunde auffordern, Aktivitäten vor Dritten zu verbergen."Ich würde gerne privat mit euch in Verbindung bleiben", heißt es darin. Das Ergebnis ist allerdings das Gegenteil: Folgt einer dieser Freunde der Aufforderung, verschwinden Aktivitätsmeldungen des Auffordernden aus seiner Timeline.

Begründet wird die Aufforderung wie folgt: "Mit den letzten Veränderungen auf FB kann die Öffentlichkeit jetzt leider alle Aktivitäten auf jeder Wand sehen." Spätestens jetzt sollte der Nutzer misstrauisch werden. Denn wie viel von den eigenen Aktivitäten sichtbar ist, bestimmt immer noch jeder selbst - und zwar in den Privatsphäre-Einstellungen. Facebook hat daran nichts geändert.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1211/Facebook/thumb620/Bildschirmfoto%202012-11-28%20um%2016.53.42.png)

Trotzdem werden die Freunde per Statusmeldung um Mithilfe gebeten. Sie sollen mit dem Mauszeiger auf den Namen des Auffordernden gehen und im eingeblendeten Menü die Einstellungen anklicken. "Entferne das Häkchen bei 'Kommentare und Gefällt mir', indem du darauf klickst." Dann blieben alle Aktivitäten vor der Öffentlichkeit verborgen, heißt es weiter. Auch das ist falsch. Denn die Einstellungen dienen lediglich als Filter für den Nutzer. Damit kann er bestimmen, welche Aktivitäten er von dem jeweiligen Freund in seiner Timeline sehen will. Er kann damit zwar die Meldungen über die Kommentar-Aktivitäten und "Gefällt mir"-Angaben des Freundes ausblenden. Andere Freunde des Nutzers sehen diese aber weiterhin.

In den vergangenen Wochen wurde ein Foto weiterverbreitet, mit dem den angeblich "neuen" Richtlinien von Facebook widersprochen werden konnte. Dieser Statusbeitrag war ebenfalls ein Hoax. Die letzten AGB-Änderungen waren im Juni und hatten mit den in der Statusmeldung erwähnten Inhalten nichts zu tun.

Die Geschwindigkeit, mit der solche Statusmeldungen unbedacht weiterverbreitet werden, zeigt, dass viele Nutzer keine Ahnung davon haben, wie sie bei Facebook ihre Privatsphäre tatsächlich schützen können. Ob das an der Vielfalt und Undurchsichtigkeit der Facebook-Einstellungen liegt oder am Desinteresse des Nutzers sei dahingestellt.

Quelle : www.golem.de
Titel: Google+ Communities: Google startet Gegenstück zu Facebook-Gruppen
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2012, 20:40
Mit Google+-Communities führt Google auf seinem sozialen Netzwerk eine Neuerung ein, die ähnlich wie die Gruppen bei Facebook funktioniert. Nutzer mit gleichen Interessen können sich privat oder öffentlich in Gemeinschaften austauschen.

Google+-Communities nennt Google die neue Funktion, die das Unternehmen in sein soziales Netzwerk integriert hat. Wer die Gruppenfunktion von Facebook kennt, der kann sich in etwa vorstellen, wie Google+-Communities funktioniert. Ein Nutzer kann eine Gruppe erstellen oder einer bestehenden beitreten.

Der ganze Artikel (http://www.golem.de/news/google-communities-google-startet-gegenstueck-zu-facebook-gruppen-1212-96192.html)

Quelle : www.golem.de
Titel: Verbraucherschützer ziehen gegen Facebook vor Gericht
Beitrag von: SiLæncer am 08 Dezember, 2012, 14:17
Instagram, Spotify und Farmville: Weil Facebook-Apps Daten erheben, ohne den Nutzer eindeutig darauf hinzuweisen, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

In Facebooks App-Center finden sich unzählige Anwendungen, die auf Daten des Nutzers zugreifen wollen. Einen eindeutigen Hinweis darauf erhalte der Nutzer aber nicht, meint der Verbraucherzentrale Bundesverband und hat deshalb vor dem Berliner Landgericht eine Klage gegen die europäische Facebook-Zentrale in Irland eingereicht.

Der ganze Artikel (http://www.golem.de/news/datenschutz-verbraucherschuetzer-ziehen-gegen-facebook-vor-gericht-1212-96222.html)

Quelle : www.golem.de
Titel: Klarnamenzwang bei Facebook: Verwaltungsgericht hat das Wort
Beitrag von: SiLæncer am 04 Januar, 2013, 17:20
Im Streit zwischen Datenschützern und Facebook um den Klarnamenzwang des Online-Netzwerks muss jetzt das Verwaltungsgericht Schleswig eine Entscheidung treffen. Facebook hat Widerspruch gegen eine Anordnung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) eingelegt und die Wiederherstellung einer aufschiebenden Wirkung dieses Widerspruchs beantragt. "Wir sind jetzt vom Verwaltungsgericht zu einer Stellungnahme aufgefordert worden", sagte der Datenschützer Thilo Weichert am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Klarnamenzwang-bei-Facebook-Verwaltungsgericht-hat-das-Wort-1777316.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Fahndung in Thüringen umstritten
Beitrag von: SiLæncer am 05 Januar, 2013, 11:11
In Thüringen gehen die Meinungen über polizeiliche Fahndungsaufrufe auf Online-Netzwerken wie Facebook auseinander. Während die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und das Justizministerium einer stärkeren Nutzung sozialer Netzwerke zur Verbrechensbekämpfung aufgeschlossen gegenüberstehen, überwiegen beim Landesdatenschutzbeauftragten und dem Innenministerium Zweifel. Die Linke-Landtagsfraktion hält die Facebook-Fahndung gar für unverantwortlich, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Die Justizminister der Länder lassen derzeit prüfen, ob die Polizei künftig auch bei Facebook auf Verbrecherjagd gehen kann.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Fahndung-in-Thueringen-umstritten-1777850.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ jetzt mit neuer Zoomfunktion für Bilder
Beitrag von: SiLæncer am 09 Januar, 2013, 21:45
Auf Google+ lassen sich große Bilder jetzt durch eine neue Zoomfunktion einfacher betrachten und vergrößern. Ist ein Bild größer als der Foto-Viewer, erscheint nun in der oberen, linken Ecke des Bildes ein Thumbnail mit Zoombalken und dem gewählten Bildausschnitt. Vergrößern kann man den Ausschnitt entweder mit dem Zoombalken selbst oder mit dem Maus-Scrollrad. Der Bildausschnitt lässt sich durch Drag and Drop des Bildes oder durch Verschieben des Auswahlkästchens im Thumbnail auswählen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-jetzt-mit-neuer-Zoomfunktion-fuer-Bilder-1780297.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook-Nachricht an M. Zuckerberg kostet 100$
Beitrag von: SiLæncer am 11 Januar, 2013, 13:30
US-Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook haben eine etwas merkwürdige Funktion entdeckt: Wer Mark Zuckerberg eine interne Nachricht schicken will, aber nicht mit ihm befreundet ist, soll 100 Dollar zahlen, damit diese nicht in dessen "Sonstiges"-Eingang landet.

Wie die 'Süddeutsche Zeitung' unter Berufung auf 'Mashable' berichtet, bekommen derzeit US-Nutzer von Facebook, die dem Gründer und Chef des Netzwerks eine Nachricht schreiben wollen, zwei Möglichkeiten angeboten, diese abzuschicken: eine normale und eine quasi "priorisierte" Methode.

Zunächst wird man gegebenenfalls informiert, dass (bzw. wenn) man "nicht mit Mark Zuckerberg verbunden ist", die Nachricht normalerweise in seinem "Other"-Ordner landet. Dieser heißt in der deutschen Ausgabe "Sonstiges" und ist in der Übersichtsseite des Nachrichtendienstes zu finden. Dorthin filtert Facebook nicht dringende Nachrichten hin, in anderen Worten ist es der Spam-Ordner des Netzwerks.

Der ganze Artikel (http://winfuture.de/news,74010.html)

Quelle : http://winfuture.de/
Titel: Re: Facebook-Nachricht an M. Zuckerberg kostet 100$
Beitrag von: Snoop am 11 Januar, 2013, 22:47
Cool! Chef, das lassen wir jetzt für uns auch einrichten! Es gibt immer ein paar, die die 100$ abdrücken und schon ist der Cube auf Jahrzehnte hinaus gesichert! :D
Titel: Re: Facebook-Nachricht an M. Zuckerberg kostet 100$
Beitrag von: Jürgen am 12 Januar, 2013, 04:29
Nee, so billig geben wir uns nicht her.

Derartige Vergünstigungen könnte man sich eventuell verdienen, aber definitiv nicht kaufen.
Das unterscheidet uns hier klar von den Gieraffen dieser Welt  :P
Titel: Myspace: Neueröffnung nach Renovierung
Beitrag von: SiLæncer am 15 Januar, 2013, 20:30
Das einst beliebte Netzwerk Myspace steht nach einer Generalüberholung neuen Nutzern offen. Jeder kann sich nun auf der umgestalteten Plattform anmelden und dort ein eigenes Profil anlegen. Begrüßt werden die Nutzer dabei von Myspace-Investor Justin Timberlake und einer neuen Single des US-Popstars.

Medienmogul Rupert Murdoch hatte das Netzwerk, das vor allem bei Musikern und Bands beliebt war, einst für fast 600 Millionen US-Dollar gekauft. Doch dann überrundete Facebook das Musiknetzwerk. Ende Juni 2011 verkaufte Murdochs News Corp. Myspace für nur noch 35 Millionen Dollar an eine Gruppe von Investoren, zu denen auch Timberlake gehört. Sie kündigten im vergangenen Jahr das Neudesign an. Damit will das Netzwerk neue Nutzer anlocken und alte zurückholen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook: Neue User-Identifizierung statt Tracking-Cookies
Beitrag von: SiLæncer am 26 Januar, 2013, 11:53
Facebook plant, seinen Anzeigenkunden unabhängig von dem jeweils benutzten Gerät bessere Informationen über seine Nutzer zu geben, indem das Tracking von deren Verhalten im Netz zugespitzt wird. Dafür wird ein neues System eingeführt, das prüft, ob die auf Anzeigen klickenden Facebook-Nutzer auch etwas kaufen oder eine andere vom Werbenden gewünschte Handlung vornehmen. Durch die Messung der sogenannten Konversion will Facebook Werbetreibenden bessere Eingrenzungen des Publikums ihrer Anzeigen und damit einen höheren Erfolg ihrer Investition ermöglichen.

Der von Facebook gesetzte Cookie sei damit nicht mehr notwendig, meint Produktmanager David Baser gegenüber Adexchanger. Da sich fast niemand aus Facebook auslogge, sei die Facebook-ID über andere Webseiten hinweg benutzbar. Dabei werde von Facebook bereitgestellter Code dafür sorgen, dass das aktive Log-in erkannt und verarbeitet werde. Mit dem "Optimized CPM" genannten System könne Facebook Erkenntnisse über Smartphone, Tablet und Desktop hinweg sammeln.

Quelle: www.heise.de
Titel: Tauziehen um Kodex für soziale Netzwerke
Beitrag von: SiLæncer am 13 Februar, 2013, 13:29
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will die seit bald anderthalb Jahren laufenden Gespräche über eine Selbstverpflichtungserklärung für soziale Netzwerke zu einem baldigen Abschluss bringen. "In Anbetracht der bereits vergangenen Zeit drängt das Bundesinnenministerium nunmehr auf zeitnahe Ergebnisse der Verhandlungen", erklärte ein Sprecher gegenüber heise online. Vor allem müssten die Datenschützer eingebunden werden, nur so könne auch ein "verbindlicher Kodex" vereinbart werden. Doch sieht es derzeit eher so aus, als könnte das Vorhaben scheitern.

Friedrich hatte die Gespräche über eine Selbstregulierung im September 2011 angestoßen, um die Privatsphäre der Nutzer von Plattformen wie Facebook besser zu schützen. Der Minister glaubt an eine regulierte Selbstkontrolle der Internetwirtschaft und will Erkenntnisse aus dem laufenden Verfahren auch in die Debatte über die geplante EU-Datenschutzreform einbringen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tauziehen-um-Kodex-fuer-soziale-Netzwerke-1803025.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook darf echte Namen fordern
Beitrag von: SiLæncer am 15 Februar, 2013, 13:45
Im Streit um die Klarnamen-Pflicht bei Facebook muss der Kieler Datenschützer Thilo Weichert einen Rückschlag hinnehmen. Das zuständige Gericht hat seine Forderung für unbegründet erklärt. Der Verfechter der Nutzung von Pseudonymen will trotzdem nicht aufgeben.

Facebook darf im Streit mit dem schleswig-holsteinischen Datenschützer Thilo Weichert von seinen Nutzern zumindest vorerst weiterhin die Anmeldung mit ihren echten Namen verlangen. Das entschied das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht. Das Gericht stellte die aufschiebende Wirkung von Facebooks Widersprüchen gegen eine Verordnung Weicherts wieder her. Der Datenschützer will gegen die Beschlüsse von Donnerstag Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Das schleswig-holsteinische Datenschutzzentrum habe seine Anordnung zu Unrecht auf das deutsche Datenschutzrecht gestützt, argumentierte das Gericht. Nach der Europäischen Datenschutzrichtlinie und dem Bundesdatenschutzgesetz finde das deutsche Recht keine Anwendung, wenn die Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch eine Niederlassung in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union erfolge. Und das passiere im Fall von Facebook in Irland.
 
Weichert hatte Facebook aufgefordert, gemäß des deutschen Telemediengesetzes und des Bundesdatenschutzgesetzes den Nutzern auch die Registrierung mit Pseudonymen zu erlauben. Er drohte mit einem Zwangsgeld in Höhe von jeweils 20 000 Euro gegen den US-Konzern und die europäische Niederlassung. Der Kieler Datenschützer ist als scharfer Kritiker von Facebook bekannt und geht unter anderem gegen den «Gefällt mir»-Knopf des Online-Netzwerks vor - bisher mit wenig Erfolg.
 
Weichert nannte die Entscheidungen «mehr als verblüffend». «Sie sind in sich widersprüchlich, wenn sie die fehlende rechtliche Relevanz von Facebook Germany damit erklären, dass dort keine Daten verarbeitet würden, zugleich aber das Unternehmen in Irland für zuständig erklären, obwohl dort auch keine Daten verarbeitet werden.» Deswegen werde er eine Beschwerde einlegen.
 
Facebook erklärt, die Anmeldung mit echten Namen sei wichtig, damit die Nutzer sich miteinander vernetzen könnten, und sorge für mehr Sicherheit.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Facebook plant Redesign und neue Regeln für Account-Sperren
Beitrag von: SiLæncer am 03 März, 2013, 13:41
Am 7. März um 19 Uhr deutscher Zeit soll das Aussehen von Facebook wieder einmal verändert werden. Ein Großteil der Werbung wurde bisher in der rechten Spalte platziert, die aber nicht von Smartphones angezeigt wird. Mit dem neuen Design hofft Facebook offenbar, seine Werbeeinnahmen zu vergrößern. Auch werden zunehmend Sanktionen angedroht, sollte jemand vermehrt Freundschaftsanfragen verschicken.

Die Macher bezeichnen ihre Umstellung als zweites großes Event dieses Jahres nach der Vorstellung der Suchmaschine "Graph Search" Anfang des Jahres. Bei geschätzten 600 Millionen Nutzern, die weltweit mit ihren mobilen Geräten auf Facebook zugreifen, gilt es, den Umsatz auch in diesem Sektor zu erweitern. Analysten gehen davon aus, dass Mark Zuckerberg künftig auch den mobilen Nutzern vermehrt Werbung anzeigen will. Details zum neuen Aussehen des überarbeiteten Newsfeeds wurden von Facebook aber bislang nicht bekannt gegeben. Die Journalisten wurden lapidar mit den Worten: "Kommt und schaut euch das neue Aussehen an" eingeladen. In der Vergangenheit wurden alle möglichen Bereiche von Facebook überarbeitet, einzige Ausnahme blieb über Jahre hinweg der Newsfeed.

Der ganze Artikel (http://www.gulli.com/news/20932-facebook-plant-redesign-und-neue-regeln-fuer-account-sperren-2013-03-03)

Quelle: www.gulli.com
Titel: Twitter feiert 7. Geburtstag
Beitrag von: SiLæncer am 21 März, 2013, 13:10
Der Microblogging-Dienst Twitter feiert heute seinen siebten Geburtstag. Weltweit nutzen 200 Millionen Menschen die Möglichkeit, Tweets zu posten, seien es Unternehmen, Privatpersonen oder große Medien. Wer sich an der Diskussion über aktuelle Themen beteiligen möchte, sich mit einer bahnbrechenden Erkenntnis an die Welt wenden oder einfach seinem Idol folgen möchte, ist bei Twitter richtig.

Twitter feiert seinen siebten Geburtstag, wie Zoe Kleinman für BBC News berichtet. Das Netzwerk hat weltweit 200 Millionen Nutzer, täglich werden im Durchschnitt 400 Millionen sogenannte Tweets verschickt. Die Microblogging-Plattform wurde 2006 von Jack Dorsey gegründet und hieß zunächst „stat.us“, dann „twittr“. In Echtzeit, voll von Aktualität und aus dem Leben gegriffen sollten Nachrichten auf Twitter sein, um der Zielsetzung des Gründers zu entsprechen. Die Menschen nutzen den Dienst, um Kampagnen zu betreiben, Neuigkeiten mit anderen zu teilen und zu diskutieren, für Fundraising, um Hochzeiten anzukündigen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Natürlich finden auch Stars und ihre Fangemeinden ihren Platz auf Twitter.

Der ganze Artikel (http://www.gulli.com/news/21075-twitter-feiert-7-geburtstag-2013-03-21)

Quelle: www.gulli.com
Titel: SchülerVZ wird geschlossen
Beitrag von: SiLæncer am 09 April, 2013, 13:08
Es ist aus: Das soziale Netzwerk SchülerVZ schließt am 30. April für immer. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sollen alle Bilder, Nachrichten, Links, Pinnwandeinträge und alle anderen Daten der bisherigen Nutzer gelöscht werden. Die VZ-Netzwerke hatten massiv an Mitgliedern verloren, die vor allem zu Facebook abwanderten. SchülerVZ bietet seinen rund 200.000 Mitgliedern an, die weiter bestehenden Netze StudiVZ, MeinVZ und VZ Fotobuch zu nutzen.

SchülerVZ war wie die anderen VZ-Netzwerke vor sechs Jahren aus dem von Facebook inspirierten StudiVZ hervorgegangen. 2007 kaufte die Verlagsgruppe Holtzbrinck das Unternehmen für angeblich 85 Millionen Euro. Holtzbrinck wiederum stieß das mittlerweile Poolworks genannte Unternehmen im September vorigen Jahres an das Investmentunternehmen Vert Capital ab.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook setzt Klarnamenzwang vor deutschem Gericht erneut durch
Beitrag von: SiLæncer am 23 April, 2013, 19:50
(http://static.gulli.com/media/2013/04/thumbs/370/facebook-header.jpg)
Das schleswig-holsteinische Landeszentrum für Datenschutz ist daran gescheitert, den Klarnamenzwang im sozialen Netzwerk Facebook abzuschaffen. Das zuständige Oberverwaltungsgericht bestätigte am Dienstag zwei zuvor ergangene Beschlüsse, die zugunsten des US-Konzerns ausgegangen waren. In der Begründung verwies die Justiz darauf, dass die Daten nicht innerhalb Deutschlands verarbeitet werden.

Wer Mitglied im sozialen Netzwerk Facebook ist, wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verpflichtet, bei der Registrierung seinen echten Namen anzugeben. In dieser Bedingung sah das Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein eine Verletzung das deutsche Datenschutz- und Telemediengesetz. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte nun allerdings zwei Urteile aus Vorinstanz, in denen das Urteil zugunsten von Facebook ausgefallen war.

Erneut pochten die zuständigen Richter darauf, dass der offizielle Sitz des sozialen Netzwerks in Irland liegt. Entsprechend erfolgt die Verarbeitung der erhobenen Nutzerdaten nicht innerhalb Deutschlands, was den Realnamenzwang unter irisches Gesetz stelle. Ursprünglich planten die Datenschützer, eine freie Namenswahl zu erzwingen und zudem die Wiederfreischaltung von gesperrten Pseudonym-Accounts zu erwirken.

Im vergangenen Jahr erkundigte sich Facebook sogar bei seinen Nutzern, ob Personen unter falschem Namen registriert sind. In einem kleinen Kästchen wurden willkürlich ausgewählte Anwender mit dem Bild eines Freundes konfrontiert und sollten dessen angegebenen Namen verifizieren.

Das vom schleswig-holsteinischen Landeszentrum erwirkte Eilverfahren gilt nun als eingestellt. Eine wiederholte Anfechtung ist nicht möglich. Die Frage nach der Legalität der AGB könnte höchstens in einem neuen Hauptverfahren geklärt werden. Ob die Kläger diesen Schritt gehen werden, bleibt abzuwarten. Gegenüber dem Spiegel erklärte der Referatsleiter Sven Polenz, dass man sich zunächst kritisch mit dem Urteil auseinandersetzen werde.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Selbstregulierung von Social Networks gescheitert
Beitrag von: SiLæncer am 06 Mai, 2013, 18:30
Die Pläne für eine Selbstregulierung der Online-Netzwerke in Deutschland sind vorerst gescheitert. Mit Facebook, Google sowie den Karriere-Netzwerken LinkedIn und Xing wollen zentrale Unternehmen der Branche den geplanten Kodex für Soziale Netzwerke nicht unterzeichnen. Damit bestätigen sich von Brancheninsidern bereits im Februar geäußerte Befürchtungen, es gebe keinen Konsens für den geplanten Kodex. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisierte die "Verweigerungstaktik" der großen Online-Netzwerke

Die Unternehmen sprechen unter dem Dach der Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bereits seit Monaten über eine Selbstverpflichtung, um die Privatsphäre der Nutzer von Plattformen wie Facebook besser zu schützen. 2009 hatten sich bereits die deutschen Anbieter StudiVZ (jetzt Poolworks), Lokalisten und wer-kennt-wen.de auf einen gemeinsamen Kodex verständigt. Diese drei Unternehmen haben auch die am Montag vorgelegte Vereinbarung (PDF-Datei) unterzeichnet, die bei den Verhandlungen bisher herausgekommen ist.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Selbstregulierung-von-Social-Networks-gescheitert-1857533.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Google+ wird schicker und tiefer
Beitrag von: SiLæncer am 15 Mai, 2013, 21:38
Google baut sein soziales Netz Google+ um. So wird der Stream mit den Neuigkeiten in Zukunft mehrspaltig präsentieren -- wie er es in der Tablet-App bereits heute macht. Je nach Breite des Bildschirms werden die Neuigkeiten zwei- oder dreispaltig angeordnet. Dabei nehmen einzelne Postings je nach Format dynamisch eine oder zwei Spalten ein.

(http://www.heise.de/imgs/18/1/0/2/4/0/0/3/54b8f0e8-2692-4fe6-b25a-300b13472c56_800-d834bd8bc26c1b95.png)
Plus soll aber auch mehr "Tiefe" erhalten, wie es Google-Manager Vic Gundotra bei der Präsentation im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O nannte. Google versucht, Postings automatisch thematisch zu analysieren und ihnen Hashtags zuzuordnen, sogenannte Related Hashtags. Dabei wertet Google sogar die Bildinhalte aus. In einem Beispiel erkannte Google in einem Bild den Eiffelturm, obwohl er im zugehörenden Text nicht erwähnt wurde. Mit einem Klick kann sich der Benutzer zum Hashtag passende weiterführende Inhalte anzeigen lassen – aus großen Sites etwa oder aus dem persönlichen Freundeskreis. Die Related Hashtags lassen sich aber auch nachträglich editieren.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-wird-schicker-und-tiefer-1863955.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook führt anklickbare Hashtags ein
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juni, 2013, 20:30
Überraschung am Mittwochabend: bei Facebook können ab sofort Hashtags verwendet und vor allem angeklickt werden. Was sich bei Twitter und Google+ schon länger als nützliches Feature erwiesen hat, erhält somit auch beim weltweit größten Social Network Einzug.

#Hashtags bei Facebook

Themen, die Menschen besonders beschäftigen, können durch das Vorstellen einer Raute (#) als Hashtag markiert werden. Jedes in einem Status-Update so gekennzeichnete Wort wird automatisch zu einem anklickbaren Link verwandelt. Klickt ein Facebook-Nutzer einen solchen Hashtag an, öffnet sich ein neues Fenster, in dem zahlreiche weitere Beiträge anderer Facebook-Mitglieder aufgelistet werden, die den gleichen Hashtag bereits verwendet haben.

Konkret ist es bei Facebook künftig auch möglich, in der Suchleiste nach bestimmten Hashtags zu forschen – zum Beispiel nach #Berlin, #bvb für Einträge zu Borussia Dortmund oder auch themenspezifischer nach Inhalten wie der in diesen Tagen so unbeliebten #Drosselkom. Auch bei Facebook registrierte Anwendungen sollen die Möglichkeit erhalten, eigene Hashtags zu posten.

Schutz der Privatsphäre

Facebook weist darauf hin, dass sämtliche Privatsphäre-Einstellungen auch bei Postings mit Hashtags gewahrt bleiben. Soll heißen: wird ein Status-Update so gekennzeichnet, dass es nur für Freunde sichtbar sein soll, taucht der Hashtag auch wirklich nur in Listen auf, die von den Freunden auf Facebook genutzt werden. In öffentlich sichtbaren Listen bleibt das Status-Update trotz gesetztem Hashtag verborgen.

Die Hashtag-Funktion wird ab sofort nach und nach bei allen Facebook-Nutzern freigeschaltet. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate will Facebook nach eigenen Angaben weitere Funktionen einführen, mit denen Themen, über die aktuell gesprochen wird, leichter zu finden sind.

Quelle : www.onlinekosten.de
Titel: Kein Google+ für Firefox-User
Beitrag von: SiLæncer am 11 August, 2013, 12:12
"Your Browser is no longer supported." Diese Fehlermeldung bekommen zahlreiche – aber anscheinend nicht alle – Firefox-Benutzer dieses Wochenende zu sehen, wenn Sie versuchen, sich beim sozialen Netzwerk Google+ anzumelden. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Fehler und keine absichtliche Ohrfeige für Firefox-Freunde, denn direkt unter der abweisenden Botschaft folgt der Hinweis, den Browser zu aktualisieren und ink zum Download bei Mozilla samt Firefox-Logo. Nachvollziehen konnten wir das Problem heute morgen auf Anhieb sowohl mit Firefox 22.0 als auch der aktuellen Version 23.0 (jeweils 32 Bit). Nicht betroffen war eine 64-Bit-Installation von Firefox 23.0.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kein-Google-fuer-Firefox-User-1933474.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Soziales Netz Diaspora feiert Geburtstag
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2013, 19:21
Das Diaspora-Projekt feiert am heutigen Dienstag das einjährige Bestehen in Community-Hand. Im August 2012 hatten sich die Gründer des sozialen Netzwerks entschieden, die Entwicklung komplett in die Hände der Community zu legen. Das Projekt hatte 2010 viel Aufsehen erregt, als die vier Mathematikstudenten Dan Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy 200.000 US-Dollar für ihre Idee eines dezentralen sozialen Netzes per Crowdfunding einwerben konnten. Ihre Vision: Ein soziales Netz, das anders als Facebook und Co. die Privatsphäre des Nutzers schützt.

Viel ist in den letzten zwölf Monaten geschehen. Die Infrastruktur für Diskussionen und Abstimmungen wurde aufgebaut und viele freiwillige Helfer haben sich gefunden. Außer ihrem Geburtstag feiert die Diaspora-Community zudem das zweite Major-Release 0,2, mit dem viele neue Features hinzukamen. Die wohl größte Änderung ist dabei die Überarbeitung der Einzelansicht von Beiträgen. Außerdem werden nun kurze Anrisstexte von verlinkten Webseiten direkt im Beitrag angezeigt.

Mehr zum aktuellen Stand von Diaspora auf heise open:

    Diaspora ist tot, es lebe Diaspora! (http://www.heise.de/open/artikel/Diaspora-ist-tot-es-lebe-Diaspora-1943892.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook entfernt Privatsphäre-Einstellung, keine Alternative
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2013, 16:52
(http://static.gulli.com/media/2013/10/thumbs/370/Facebook-privacy.jpg)
Wer in der universellen Suche von Facebook nicht gefunden werden möchte, konnte bislang in den Privatsphäre-Einstellungen eine Option aktivieren, die das eigene Profil aus der Suche ausschließt. Dann können euch eure Freunde aber gar nicht finden, argumentiert Facebook und entfernt die Option in den kommenden Wochen.

Wer kann mein Profil auf Facebook suchen? Künftig jeder, der nicht explizit geblockt wurde. Facebook kündigte gestern im Newsroom an, die Funktion innerhalb der kommenden Wochen komplett zu entfernen. Für Nutzer, die die Funktion sowieso nicht aktiviert hatten, wurde die Option schon vor einem knappen Jahr aus den Privatsphäre-Einstellungen dauerhaft gelöscht. Nun soll die Funktion auch für diejenigen Nutzer entfernt werden, die die Option tatsächlich verwenden. Eine Benachrichtigung im Profil wird laut Facebook den Nutzer darauf hinweisen, wenn es soweit ist. Eine Möglichkeit weiterhin aus der universellen Suche von Facebook ausgeschlossen zu werden, gibt es künftig nicht mehr.

In der Ankündigung begründet Facebook diese Entscheidung damit, dass "Menschen es verwirrend finden, wenn sie jemanden suchen, den sie persönlich kennen, aber kein Ergebnis bekommen oder wenn zwei Menschen in einer gemeinsamen Facebook Gruppe auftauchen, sich aber nicht in den Suchergebnissen finden können."

Wer nicht gefunden werden will, muss den Suchenden blockieren

Facebook findet natürlich wieder nette Worte, um die Auflösung der Privatsphäre zu beschönigen und unterstreicht die Wichtigkeit von Privatsphäre eines jeden Nutzers – geht aber in keinster Weise darauf ein. Ganz im Gegenteil. Zwar kann ein Facebook-Nutzer noch kontrollieren, welche Beiträge Besucher der Timeline einsehen können, aber nicht, wer auf das Profil zugreifen kann. Klar, es können einzelne Nutzer direkt geblockt werden, aber wer kennt den eigenen Stalker (oder dessen Fake-Profile) schon beim Namen?

"Der beste Weg zu kontrollieren was Menschen über dich herausfinden können, ist das Publikum für jede individuelle Sache, die du teilst, auszuwählen", heißt es in der Ankündigung weiter. Die letzte Bastion der Privatsphäre ist es also, gar nichts zu posten oder jeden einzelnen Beitrag (auch rückwirkend) für einen sehr engen Personenkreis freizugeben. Zumindest dafür will Facebook eine Funktion einführen. Darüber soll es mit einem Klick möglich sein, alle bisherigen Beiträge universell auf eine bestimmte Sichtbarkeitseinstellung zu setzen. Darüber hinaus will das Unternehmen deutlicher auf die Privatsphäre-Funktion bei jedem einzelnen Posting hinweisen, bevor ein Nutzer es veröffentlicht.

Quelle: www.gulli.com



 :enno
Titel: Re: Facebook entfernt Privatsphäre-Einstellung, keine Alternative
Beitrag von: Jürgen am 12 Oktober, 2013, 02:40
Auch ich will in der universellen Suche von F*c*book nicht gefunden werden.
Und es ist nicht das erste Mal, dass dort datenschutzrelevante Änderungen einfach 'mal so vorgenommen werden.

Unter anderem deshalb habe ich mich dort niemals angemeldet.
Und auch nicht bei ähnlichen Zentren des digitalen Exhibitionismus.
Weder privat noch beruflich.

Jürgen
Titel: WhatsApp und Facebook: Oh, der Datenschutz
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2014, 18:39
Die Mega-Fusion von Whatsapp und Facebook ruft die Skeptiker auf den Plan. Es war zu erwarten, dass die Datenschützer nicht frohlocken. Doch der für Facebook zuständige Hamburger Johannes Caspar kann dem Deal auch positive Aspekte abgewinnen.

Hamburgs Datenschützer Johannes Caspar fürchtet nach der milliardenschweren WhatsApp-Übernahme durch Facebook neue Risiken für die Nutzer. Wegen des immens hohen Preises von umgerechnet 14 Milliarden Euro "kann man davon ausgehen, dass eine Kapitalisierung über die personenbezogenen Daten der Nutzer erfolgen muss", warnte er am Donnerstag in Hamburg. Er werde deshalb aktiv auf die Hamburger Deutschlandzentrale von Facebook zugehen.
Mega-Fusion

Mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook gehören künftig zwei der weltgrößten Online-Netzwerke zusammen: Platzhirsch Facebook hat mehr als 1,2 Milliarden Mitglieder, der Kurznachrichten-Dienst WhatsApp wird von gut 450 Millionen Menschen genutzt. Diese Konzentration der Datenmacht auf immer weniger, aber immer größere Internetdienstleister müsse einem schon Sorge machen, sagte Caspar.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-und-Facebook-Oh-der-Datenschutz-2119431.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: WhatsApp-Alternativen: Privatsphäre im Chat ist möglich
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2014, 20:05
Nach der Whatsapp-Übernahme durch Facebook läuft die Debatte um sichere Alternativen auf Hochtouren. Dabei ist die entscheidende Frage an die Anbieter eine ganz einfache: Nun sag, wie hast du’s mit der Verschlüsselung?

Mit der Übernahme von WhatsApp durch Facebook rückt der Datenschutz bei Messengern wieder in den Fokus. Lebhaft wird das Für und Wider verschiedener Apps als sichere Alternative diskutiert. Dabei kann man die Versprechen zu Datenschutz und Privatsphäre an einer ganz einfachen Frage messen: Bietet das System seinen Nutzern eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Warum die Antwort auf diese Frage zeigt, ob ein Anbieter es ernst meint mit dem Datenschutz, erklärt Jürgen Schmidt auf heise seucirty:

    Lasst Euch nichts erzählen – Privater Chat ist möglich (http://www.heise.de/security/artikel/Lasst-Euch-nichts-erzaehlen-Privater-Chat-ist-moeglich-2119955.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: WhatsApp-Alternativen: Privatsphäre im Chat ist möglich
Beitrag von: dada am 20 Februar, 2014, 22:15
und genau deshalb bin ich keinem dieser exhibitionistischem Netzwerken angemeldet!
Titel: Systemfehler bei Twitter setzt Passwörter zurück
Beitrag von: SiLæncer am 04 März, 2014, 13:26
Zahlreiche Nutzer von Twitter haben am Abend eine Mail erhalten, in der stand, ihr Account sei möglicherweise gehackt worden und das Passwort müsse geändert werden. Das war aber nicht der Fall, stattdessen gab es bei dem Dienst einen Systemfehler.

Twitter hat aus Versehen die Passwörter zahlreicher Nutzer zurückgesetzt. Am Montagabend erhielten sie per E-Mail die Warnung, dass in Ihr Konto bei dem Kurznachrichtendienst möglicherweise eingebrochen worden sei. Deshalb müsse ihr Passwort geändert werden. Gegenüber dem IT-Blog Recode sagte ein Twitter-Sprecher, die Mitteilungen seien aufgrund eines Systemfehlers verschickt worden.

Es seien aber deutlich weniger als ein Prozent der Nutzer von der Panne betroffen gewesen. Bei zuletzt mehr als 240 Millionen aktiven Nutzern könnten das aber doch eine ganze Menge gewesen sein. Betroffene sollen das Problem lösen können, indem sie ihr Passwort aktualisieren.

Quelle : www.heise.de
Titel: Facebook führt autostartende Video-Werbung ein
Beitrag von: SiLæncer am 14 März, 2014, 12:55
Langsam, aber doch, wird Facebook in den kommenden Monaten eine neue Werbeform einführen, nämlich Videos, die automatisch starten, wenn man "in der Nähe" ist. Immerhin: Der Ton ist von Haus aus deaktiviert.

Das soziale Netzwerk hat diese "Premium Video Ads" genannte Werbemaßnahme bereits im vergangenen Dezember vorgestellt und die Begeisterung der WinFuture-Leser hielt sich stark in Grenzen, ähnlich dürfte es auch vielen Facebook-Nutzern gehen.

Facebook hat Ende des Vorjahres einen ersten Test in einem sehr kleinen Rahmen angekündigt, dieser dürfte aber erfolgreich verlaufen sein, weshalb der Einsatz der 15 Sekunden langen Premium Video Ads in den "kommenden Monaten" ausgeweitet wird. Wie man in einem Blog-Beitrag schreibt, sind diese Videos für Werbetreibende gedacht, die ein großes Publikum mit hochwertigem audiovisuellem Material erreichen wollen.

Doch Facebook weiß sehr wohl, dass gerade das Thema Audio ein besonderes schwieriges ist. Das Video startet, wenn man "vorbeiscrollt", der Ton bleibt aber zunächst aus. Interessiert man sich für diese Videowerbung, kann man sie antippen oder -klicken und sie wird in einer Vollbildansicht geöffnet. In diesem Fall bekommt man auch Audioausgabe.

Das soziale Netzwerk will die Nutzer-Timeline mit den Video-Ads aber nicht "zuspammen", sondern diese bewusst einsetzen und nur dann, wenn die Qualität stimmt. Hier arbeitete man mit einem Anbieter namens Ace Metrix zusammen, der Facebook-Partner soll die Kreativität jedes Videos beurteilen und absegnen - bevor dieses freigeschalten wird.

Zur technischen Umsetzung macht Facebook aktuell keine neuen Angaben, bereits im Dezember teilte man aber mit, dass es auf Mobilgeräten gewisse Einschränkungen geben werde: Demnach sollen Premium Video Ads nur dann autostarten, wenn man im WLAN ist. Dadurch soll die mobile Datenverbindung geschont werden. Sollte man auch ohne aktives WiFi einen derartigen Clip zu sehen bekommen, dann liegt das daran, dass dieser zuvor (per WLAN) bereits auf das Gerät geladen worden ist.

Quelle : http://winfuture.de/
Titel: Google stampft Facebook-Konkurrenten Google+ ein
Beitrag von: SiLæncer am 25 April, 2014, 16:30
Das war es mit Google+. Die Großoffensive gegen Facebook war kein Erfolg, das Projekt wird nun offenbar eingestampft. Zumindest geht dies aus Medienberichten hervor. Vic Gundotra, bisheriger Chef von Google+, wird das Unternehmen verlassen. Zudem sollen über 1.000 Angestellte weg von Google+ hin zu anderen Projekten umpositioniert werden.

Noch vor wenigen Jahren versprach der Internetgigant Google mit großen Tönen, eine ernstzunehmende Facebook-Alternative auf die Beine zu stellen. Irgendwann sollten Internetnutzer Facebook den Rücken kehren und sich Google+ wenden, so der Plan. Das war noch der Stand vor rund drei Jahren. Seit dem 28. Juni 2011 ist Google+ erreichbar, doch der große Erfolg blieb bisher aus. Facebook ist nach wie vor mit zuletzt knapp 1,3 Milliarden Nutzern unangefochten das größte soziale Netzwerk .

Damit hätte Google nicht gerechnet, doch der Realität möchte oder muss das Unternehmen trotzdem ins Auge blicken. Google+ wird in seiner jetzigen Form schon bald der Vergangenheit angehören. Dafür sorgen Personalentscheidungen. Vic Gundotra, Chef von Google+, wird das Unternehmen verlassen. Mit dieser Entlassung gehen zahlreiche weitere Personalverschiebungen einher, heißt es. Ernstzunehmenden Gerüchten zufolge sollen über 1.0000 Google-Angestellte Google+ verlassen und in andere Bereiche des Unternehmens verschoben werden. David Besbris, bisher Google+ Vice President of Engineering, wird nun die Führung übernehmen.

Gundotra schrieb am Donnerstag nichts über Gründe für seinen Abgang oder über künftige Pläne. Bei Google+ stehe ein weitreichender Umbau an. Das steht fest. Google+ soll in Zukunft weniger als eigenständiges Online-Netzwerk vermarktet werden.

Offiziell sei Google+ noch nicht tot, eher ein lebender Toter, so die Redakteure von TechCrunch. Das dürfte die jetztige Lage von Google+ perfekt beschreiben.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Messenger-Zwang: Facebook-Nutzer müssen App herunterladen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2014, 18:31
Facebook zwingt die Nutzer mobiler Geräte künftig die Chat- und Nachrichtenfunktion des Portals in der eigenständigen Messenger-App zu nutzen. Neben einer Verbesserung der Performance seiner Timeline-App möchte der Konzern durch die Auslagerung des Nachrichtenzentrums auch eine Stärkung der Marktposition seines Messengers als mobile Chat-App erreichen.

In den kommenden Tagen wird es für viele Facebook-Nutzer nicht mehr möglich sein, innerhalb der Facebook-App Privatnachrichten zu verschicken. Stattdessen sind die User künftig auf die Messenger-App des Konzerns angewiesen, eine eigenständige Anwendung, die viele bereits jetzt zur Verwaltung ihrer Nachrichten auf dem Smartphone nutzen. Dadurch, dass die Messaging-Funktion auf eine separate App ausgelagert wird, soll die Performance sowohl der klassischen Facebook-App als auch des Messengers gesteigert werden. Nutzer, die ihre Chats im Smartphone-Browser, auf dem iPad, dem Windows Phone und Desktop-Browsern verwalten, soll die Zwangsumsiedlung des Nachrichtenzentrums allerdings (noch) nicht betreffen. Techcrunch vermutet, dass sich der Konzern bewusst dagegen entschieden hat, die Änderungen offiziell bekanntgegeben hat, um allzu großes Aufhebens zu vermeiden. Unbemerkt bleibt die Sache deshalb natürlich nicht. Bereits im April hatte Facebook die Änderung, die in Kürze global ausgerollt wird, in einigen Ländern still und leise eingeführt. Nutzer, die weiterhin versuchen, über die Haupt-Anwendung Nachrichten zu verschicken, werden direkt in der App über den Umzug zur externen App informiert.

SLINGSHOT, WHATSAPP, MESSENGER: FACEBOOK HAT MEHRERE PFERDE IM STALL

In einem Statement gegenüber Techcrunch erklärt der Konzern das Vorgehen: "Unser Ziel ist es, aus dem Messenger die bestmögliche mobile Nachrichten-App zu machen und Verwirrungen, die durch zwei separate Chat-Anwendungen entstehen, zu verhindern." Ein weiterer Grund für die Auslagerung der Messaging-Funktion auf eine separate Anwendung dürfte sein, dass die Nutzer über die Nachrichtenfunktion der Plattform zunehmend Sticker, Bilder, Videos und Audiodateien versenden. Größe und Format dieser Inhalte erschweren ein reibungsloses Einbinden in die Haupt-App ohne Geschwindigkeits- und Performance-Verluste zusätzlich. Mit Videoaufnahmen in der App und einer neuen Selfie-Funktion entwickelte sich der Messenger in vergangener Zeit mehr und mehr von einem Ersatz für das Desktop-Nachrichtenzentrum hin zu einem eigenständigen Programm. Mit den genannten Änderungen steht das Produkt des Social-Media-Riesen nun in enger Konkurrenz zu Snapchat. Mit der direkten Snapchat-Konkurrenz Slingshot und dem primär textbasierten WhatsApp fährt Facebook im Bereich der mobilen Nachrichten-Apps mittlerweile dreigleisig.

Quelle: www.gulli.com
Titel: Justizministerium kritisiert Facebooks neue Datenschutzregeln
Beitrag von: SiLæncer am 25 Januar, 2015, 19:50
Am 30. Januar sollen Facebooks neue Datenschutzregeln in Kraft treten. Das Justizministerium fürchtet eine übermäßige Datensammelei für Werbezwecke. Nutzer sollten selbst entscheiden dürfen, ob die AGB aktiv werden.

Die neuen Datenschutzregeln von Facebook stoßen auch im Bundesjustizministerium auf Kritik. Die Nutzer müssten selbst entscheiden können, ob die neuen Regeln aktiviert werden sollten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Per Voreinstellung sollten die Funktionen auf "aus" gestellt sein. Die neuen Datenschutzregeln sollen laut Facebook am 30. Januar in Kraft treten. Facebook hatte die Einführung auf Druck europäischer Regulierer verschoben.

"Wenn Facebook permanent verfolgt, wie wir auf bestimmte Angebote im Netz reagieren, besteht eine große Gefahr, dass wir vorhersehbar und damit auch manipulierbar werden", sagte Kelber. Unklar bleibe, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet, genutzt und ausgewertet würden. Am Stichtag würden Nutzer automatisch beim Einloggen ihre Einwilligung geben. "Man wird gezwungen, das Gesamtpaket zu wählen. Facebook lässt nur die Wahl: Alles oder Nichts."

Facebook hatte die Änderungen im November angekündigt und die Einführung nach der Kritik von Datenschützern um einen Monat verschoben. Das Netzwerk will damit Werbung künftig stärker auf die einzelnen Nutzer zuschneiden. Dafür sollen Informationen über besuchte Websites und genutzte Apps sowie Standortdaten ausgewertet werden. Für die Nutzer sollen die Regeln aber auch mehr Transparenz und Kontrolle ermöglichen. Die Personalisierung sollen Nutzer auch abschalten können.

Quelle : www.heise.de
Titel: Ab 30. Januar: Trotz Kritik will Facebook neue Nutzungsbedingungen einführen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Januar, 2015, 20:02
Am morgigen Freitag treten Facebooks neue Nutzungsbedingungen in Kraft. Danach will das Unternehmen das Surfverhalten seiner Mitglieder auswerten und für Werbeanzeigen nutzen. Datenschützer und Politiker kritisierten das – vergeblich.

Am 30. Januar treten Facebooks neue Nutzungsbedingungen und Datenrichtlinien in Kraft. Sie bringen umstrittene Veränderungen mit sich: So will das soziale Netzwerk künftig das Surfverhalten seiner Mitglieder auswerten. Besuchte Websites und benutzte Apps sollen dann für personalisierte Werbung analysiert werden. Bisher hat Facebook vor allem die Aktivitäten innerhalb des Netzwerks ausgewertet und etwa zu den "Gefällt mir"-Angaben passende Anzeigen ausgeliefert. Diese Daten will Facebook nun erweitern, damit Werbung "besser" und relevanter für die einzelnen Nutzer wird.

Informieren sich Mitglieder also im Netz über Stereoanlagen, sehen sie bei Facebook Anzeigen für Lautsprecher und Verstärker. Gleichzeitig erhalten die Nutzer mehr Möglichkeiten, die Werbung zu bewerten. Zudem sollen sie erfahren, warum sie bestimmte Anzeigen zu sehen bekommen. Wer sich nach dem 30. Januar bei Facebook einloggt, gibt sich automatisch mit den Neuerungen einverstanden.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ab-30-Januar-Trotz-Kritik-will-Facebook-neue-Nutzungsbedingungen-einfuehren-2533171.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Taxi bestellen, Pizza ordern: Facebook baut seinen Messenger aus
Beitrag von: SiLæncer am 25 März, 2015, 20:48
Facebook öffnet seinen Messenger für Entwickler. Künftig sollen Nutzer über den Nachrichtendienst etwa Bestellungen absetzen können. Details verriet Mark Zuckerberg auf der F8-Konferenz in San Francisco.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die diesjährige Entwicklerkonferenz F8 eröffnet und einige Neuerungen bei Facebook vorgestellt. Im Fokus stand dabei der Messenger, den Facebook für Drittanbieter öffnet und zur Plattform ausbaut.

Die 600 Millionen Nutzer können künftig nicht mehr nur Textnachrichten und Pusheen-"Sticker" verschicken, sondern im Messenger zum Beispiel auch Reservierungen vornehmen. Zudem ist es dann möglich, eine Bestellung abzusetzen und deren Status via Messenger zu verfolgen. Passend dazu hatte Facebook letzte Woche bereits eine Bezahlfunktion vorgestellt, mit der man Geld mit dem Messenger überweisen kann.

Facebooks Messenger soll die Installation und Nutzung mehr oder weniger sinnvoller Apps ermöglichen. So lassen sich mit Giphy lustige GIFs als Alternative zu öden Textbotschaften versenden. Andere Chat-Apps haben den Wandel zu einer Plattform bereits erfolgreich vollbracht: Im chinesischen Messenger WeChat können die Nutzer etwa Taxis bestellen oder Essen ordern. Solche Funktionen sollen bald auch in Facebooks Messenger zu finden sein. Damit das auch was wird, steht für Entwickler ab sofort ein Software-Development-Kit bereit, damit sie eigene Ideen umzusetzen können.

Futuristische Zukunft

Auf der Entwicklerkonferenz kündigte Zuckerberg außerdem an, dass Facebook bald Virtual-Reality-Inhalte wie 360°-Videos unterstützen wird. Betrachter können sich in den Filmen frei umschauen, was auch mit der Oculus-Rift-Brille möglich sein wird. Noch sei das Ganze aber "a bit futuristic", sagte Zuckerberg.

Was der Facebook-CEO während seiner Keynote vom Teleprompter ablas, war allerdings keine allzu große Überraschung: Versehentlich hatte sich Facebook vor Beginn der Konferenz verplappert und die Neuerungen offenbar über die eigene F8-App verbreitet. Gerätselt wurde nur über eine geheimnisvolle "Teleportation Station". Was ein bisschen nach Star Trek klang, entpuppte sich als Stand auf der F8, wo Besucher in virtuelle Realität eintauchen können.

Im Jahr 2007 hatte Facebook seine F8-Entwicklerkonferenz das erste Mal ausgerichtet. In diesem Jahr findet sie an zwei Tagen in San Francisco statt und lockte bisher mehr als 3000 Entwickler an. Das Programm ist auf der Website zu finden, dort gibt es auch einen Video-Livestream der Keynotes und ausgesuchter Sessions. Später werden Aufzeichnungen aller Sessions abrufbar sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Regeländerung: Twitter entfernt Zeichenbegrenzung in Direktnachrichten
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juni, 2015, 13:55
Der Kurnachrichtendienst Twitter wird zum Messenger. Die Entwickler wollen die 140-Zeichen-Begrenzung für Direktnachrichten ab Juli aufheben.

Die Zeichenbegrenzung bei Twitter ist manchmal eine Herausforderung. Wer viele Informationen in eine Nachricht einfügen will, muss kreativ sein und zum Beispiel Abkürzungen verwenden. Die 140-Zeichen-Regel ist Twitters Markenzeichen - bis jetzt. Das Unternehmen hebt die Zeichenbegrenzung für Direktnachrichten auf. Ab Juli sollen sich Texte mit einer Länge von bis zu 10.000 Zeichen verschicken lassen können, schreibt Twitter.

Damit reagiert das Unternehmen auf die immer größer werdende Konkurrenz durch Messaging-Dienste wie Whatsapp. Dort können Nutzer neben Textnachrichten auch Bilder verschicken. Das hatte Twitter bereits vor zwei Jahren für seine Direktnachrichten eingeführt.

Direktnachrichten an alle

Vor wenigen Monaten hatte Twitter eine andere wichtige Regel geändert. Twitter-Nutzer können von allen anderen Anwendern Direktnachrichten erhalten. Davor mussten sich die Nutzer gegenseitig folgen, um Nachrichten austauschen zu können.

Eine Funktion zum Versenden von Direktnachrichten an mehrere Nutzer ist seit kurzem ebenfalls möglich. Im Gruppenchat ist es nicht nötig, dass sich alle Nutzer gegenseitig folgen. Das erinnert an den Gruppenchat bei Whatsapp. Darüber lassen sich Nachrichten gleichzeitig an mehrere Kontakte senden.

Quelle : www.golem.de