Unbekannte versenden massenhaft E-Mails mit gefälschten GEZ-Rechnungen, in deren Anhang sich ein Trojaner verbirgt. Erst letzte Woche überschwemmten ähnlich betrügerische Mails das Netz, die als Rechnungen des Web-Hosters 1&1 getarnt waren. Die neue Schädlingswelle zielt auf Netzbürger, die von der neuen Gebührenordnung der GEZ verunsichert sind.
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Bei einer GEZ-Rechnung über 446 Euro könnten erschrockene Anwender den Anhang öffnen.
Seit dem 1. Januar 2007 sind PCs, die mit dem Internet verbunden werden können, gebührenpflichtig – für Privathaushalte, die bereits ein Radio angemeldet haben, fallen aber keine weiteren Kosten an, sie müssen ihre PCs auch nicht gesondert bei der GEZ anmelden.
Die betrügerische Trojaner-Rechnung verlangt die Zahlung einer dreistelligen Summe, wohl um die Empfänger so zu schockieren, dass sie die angehängte Zip-Datei öffnen, ohne lange nachzudenken. Darin verbirgt sich eine ausführbare Datei, die als PDF getarnt ist (RechnungGEZ.pdf.exe). In der Grundeinstellung blendet Windows die Erweiterung .exe aus; ein Doppelklick auf das vermeintliche PDF-Dokument genügt, um den PC zu infizieren. Eine Analyse mit dem Online-Virenscanner Virustotal.com zeigt, dass die meisten Virenscanner mit aktuellen Signaturen den Schädling nicht als solchen identifizieren.
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Quelle : www.heise.de
Eine neue Welle gefälschter 1&1- und GEZ-Rechnungen per Mail füllt derzeit die elektronischen Postfächer. Wie schon vor drei beziehungsweise zwei Wochen steckt im Anhang eine Datei, die vorgibt, im speziellen PDF-EXE-Format zu sein, für das man keine zusätzliche Programm installieren müsse.
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Allerdings handelt es sich um eine ausführbare Datei, die beim Starten einen Trojaner installiert, der wahrscheinlich weitere Dateien nachlädt. Bei einem Scan eines Exemplars auf Virustotal entdeckte keiner der Scanner einen Schädling. Immerhin vier Scanner fanden die geprüfte Datei noch verdächtig.
Wie immer gilt deshalb: Anwender sollten auf keinen Fall verdächtige Anhänge öffnen und bei allen zugesandten Mails größte Vorsicht walten lassen. Insbesondere auf die 1&1-Rechnungen fielen beim letzten Vorfall zahlreiche Anwender herein und "öffneten" neugierig den Anhang. Zuletzt versuchte der Sturm-Wurm, Anwender mit Sensationsmeldungen zu überrumpelt. Ob dies ein Rückkehr der Virenautoren zur Massenverbreitung von Schädlingen ist, bleibt abzuwarten. Zuletzt zeigte sich, dass Kriminelle vermehrt gezielte Angriffe auf einen kleineren Kreis von Anwendern durchführten. Eventuell versuchen die Betreiber von Bot-Netzen zu Weihnachten ausgetauschte PCs unter ihre Kontrolle zu bekommen. Nach Weihnachten waren einige Bot-Netze merklich geschrumpft.
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