Das US-Start-up SpaceTime bietet einen kostenlosen Browser an, der Web-Angebote in 3D darstellt, berichtet das Technologie-Magazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Der Ansatz der Beta-Software erinnert dabei an Microsofts "Flip3D"-Technik in Windows Vista zum schnellen Überblick über geöffnete Fenster. SpaceTime bietet aber mehr Möglichkeiten: Dank einer videospielähnlichen Grafik-Engine kann man durch alle geöffneten Web-Seiten "fliegen".
(http://www.spacetime.com/images/ebaysearch_screenshot.jpg)
Die Sites werden dabei als dreidimensionale Stapel dargestellt, die sich nach Belieben heranzoomen lassen. Eine Zeitleiste am unteren Bildrand zeigt die bereits angesehenen Web-Angebote und ermöglicht ein schnelles Zurückspringen. Auch das populäre Tabbed Browsing ist etwas anders implementiert: Fenster schweben dabei auf jeweils eigenen Ebenen.
Die Arbeit mit SpaceTime kann allerdings recht fordernd sein: Wer etwa mit Google sucht, bekommt gleich elf verschiedene 3D-Fenster auf den Schirm. Das erste enthält die Suchergebnisliste, die anderen Fenster sofort die ersten 10 Ergebnisseiten. "Dank unserer Technologie muss man aber nicht ständig auf den Zurück-Knopf drücken", meint SpaceTime-CEO Edward Bakhash.
User-Interface-Experten sind sich allerdings uneinig darüber, ob sich Normalnutzer an die Technologie gewöhnen können. SpaceTime hat zwar bereits User-Studien durchgeführt, die belegen sollen, dass sich die Technik schnell erlernen lässt. Vergleichsmessungen mit der Nutzung normaler Browser wurden jedoch noch nicht vorgenommen.
http://www.spacetime.com/
Quelle : www.heise.de
Mit O3D hat Google eine neue Technik für dreidimensionale Objekte und Animationen im Browser vorgestellt. Das O3D-API ist in JavaScript umgesetzt; damit der Browser den Code umsetzt, braucht er das dazugehörige Plug-in. Ziel der Entwickler war eine plattformübergreifende, performante und leicht zu benutzende Plattform für 3D-Anwendungen. Für das nach Google-Aussage in frühem Stadium befindliche Projekt liegen bereits eindrucksvolle Demos vor.
O3D reiht sich in eine Reihe von Versuchen ein, Webanwendungen dreidimensional zu gestalten. Während zuletzt Flash und Silverlight ihre 3D-Fähigkeiten verbessert haben, steht O3D auch in Konkurrenz zu SVG und vor allem zu dem wenig erfolgreichen VRML und seinem Nachfolger X3D. Google kooperiert bei diesem Projekt mit der für die Grafikbibliothek OpenGL zuständigen Industrievereinigung Khronos Group. Noch nicht ganz klar ist, wie sich das seit Januar ebenfalls in der Khronos Group beheimatete Canvas 3D gegen O3D behaupten kann; Canvas 3D stammt aus dem Umkreis der Mozilla-Entwickler.
(http://www.heise.de/bilder/136579/0/0)
Das O3D-Plug-in liegt für Windows XP, Vista und Mac OS X 10.5 (Intel-Plattform) vorkompiliert vor; Linux-Anwender müssen sich die Quellen selbst kompilieren. Allerdings verträgt sich das Plug-in nicht mit jeder Grafikkarte (Google hat vor allem gängige GeForce- und Radeon-Modelle getestet) und mit jedem Browser (außen vor bleiben laut Herstellerangaben vor allem Opera und Safari für Windows, von Firefox genügt Version 2). Obwohl Google mit Gears ein erweiterbares Universal-Plug-in vertreibt, ist das nur gut 500 KByte große O3D vorerst als eigenständige Erweiterung erschienen. Es enthält die in Google Chrome eingesetzte leistungsfähige JavaScript-Engine V8.
Quelle : www.heise.de
Neue Version von Googles Browser-Plug-in O3D
Google hat sein 3D-Browser-Plug-in O3D überarbeitet. Es unterstützt nun auch Softwarerendering und eine Vollbildansicht. Das Spiel Infinite Journey demonstriert, was mit O3D im Browser möglich ist.Mit O3D hat Google im April 2009 ein eigenes API für beschleunigte 3D-Grafik im Browser zusammen mit einem passenden Plug-in vorgestellt. Dieses hat Google nun überarbeitet und mit neuen Funktionen versehen.
(http://scr3.golem.de/screenshots/0906/O3D/thumb480/o3d-3.jpg)
So unterstützt O3D in der aktuellen Version auch Softwarerendering. Fehlt es an geeigneter 3D-Hardware im Rechner, kann auch die CPU die Grafikberechnungen übernehmen, was allerdings mit erheblichen Geschwindigkeitseinbußen einhergeht.
Entwicklern bietet Google zudem die Möglichkeit, Mindestanforderungen für ihre 3D-Applikationen festzulegen, um zu verhindern, dass diese ungewollt in den Softwarerendering-Modus wechseln. O3D setzt grundsätzlich eine Grafikkarte voraus, die DirectX 9 und Pixel Shader 2.0 unterstützt.
Neu ist zudem ein Vollbildmodus. Wie bei Flash-Videos üblich, lassen sich die 3D-Inhalte damit im Vollbild anzeigen, der Browser tritt in den Hintergrund.
Demos wie das Spiel Infinite Journey von Large Animal zeigen, was mit O3D im Browser möglich ist. Weitere Beispiele hat Google in einer Beispielgalerie zusammengestellt. In der Communitygalerie finden sich Demos, die externe Entwickler beigesteuert haben.
O3D steht unter code.google.com für Windows und MacOS X zum Download sowie eine Linux-Version zum Selberbauen bereit.
Quelle und Links : http://www.golem.de/0906/68059.html (http://www.golem.de/0906/68059.html)