Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt, stellt Microsoft sein neues Mobil-Betriebssystem Windows Mobile 6 heute auf der 3GSM in Barcelona vor. Windows Mobile 6 besitzt einen Windows-CE-5-Kern und integriert die Windows-Live-Webservices. Das Pushmail-System Direct Push wird wie bei Windows Mobile 5 Bestandteil der E-Mail-Software sein. Der E-Mail-Client Outlook Mobile zeigt in der neuen Version nun auch HTML-Inhalte in Nachrichten an und öffnet bei eingebetteten Links automatisch den Internet-Browser. Die Mobil-Office-Anwendungen Word, Excel und Powerpoint sollen nun noch mehr Funktionen mitbringen und PC-Office-Dateien beim Transfer vom PC zum PDA und zurück nicht länger verstümmeln.
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Die Heute-Ansicht von Windows Mobile 6 unterscheidet sich kaum von der Vorgängerversion
Durch eine Upgrade-Funktion können Nutzer das Betriebssystem nun auch selbst aktualisieren. Bislang musste das Mobil-Gerät entweder zum Service oder komplett neu geflasht werden. Das Bedieninterface hat Microsoft weitgehend unverändert belassen, es aber mit einige hübscheren Icons geschmückt. Das gesamte Design wurde dem von Windows Vista ein wenig angepasst. Für den PC-Abgleich sorgt das Windows Mobile Device Center 6 – der Nachfolger des altbekannten ActiveSync –:, das momentan nur in einer Version für Vista erhältlich ist. Ob es auch für Windows XP ein ActiveSync-Update geben wird, ist noch nicht bekannt. XP-Nutzer müssen zum Synchronisieren von Windows Mobile 6 mit der aktuellen ActiveSync-Version vorlieb nehmen.
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Das Mobile-Office (hier Word Mobile) kennt mehr Formatierungsoptionen
Bereits im Frühling dieses Jahres sollen erste Mobil-Geräte mit dem neuen Betriebssystem in den Läden stehen. Einige Hersteller wie Motorola kündigten bereits auf der 3GSM erste Mobiltelefone mit Windows Mobile 6 an.
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Outlook Mobile öffnet unter Windows Mobile 6 auch HTML-Inhalte
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Auf seiner 3GSM-Pressekonferenz präsentierte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo zahlreiche Smartphones der Business-Linie E-Series, darunter den E90 Communicator, sowie weitere Handys mit GPS und Navigationssoftware und ein Handy-TV-Gerät mit DVB-H-Empfänger. Dabei setzt der Weltmarktführer, der 2006 80 Millionen Symbian-Smartphones mit S60-Oberfläche verkauft hat, auf UMTS/HSDPA für einen schnellen Internet-Zugang, GPS-Navigation – 2007 sollen mehrere GPS-Handys auf den Markt kommen – und Multimedia-Angebote. So arbeitet Nokia zurzeit mit YouTube zusammen, um deren Video-Angebot auf Nokias N-Series-Geräten abzuspielen. Dazu soll es eine Symbian-Anwendung, das Nokia Video Center, geben, das Video-RSS-Feeds und Video-on-Demand-Angebote zur Verfügung stellt.
Beim E90 Communicator verabschiedet sich Nokia von der bisher den Communicator-Modellen vorbehaltenen Series-80-Oberfläche und setzt statt dessen auf die S60-Plattform, für die es laut Kallasvuo mehr professionelle Software und eine größere Entwickler-Gemeinde gäbe. Das mit 210 Gramm wieder recht schwere Mobilgerät funkt als Quadband-GSM-Telefon in fast allen GSM-Netzen der Welt und in UMTS-Netzen, wobei für schnelles Surfen HSDPA zum Einsatz kommt. Für GSM-Netze gibt es EGPRS (EDGE), in Hotspots nutzt es WLAN (802.11g). Das äußere Display hat eine Auflösung von 240 × 320 Pixeln, das innere stellt sogar 800 × 352 dar, beide mit 24 Bit Farbtiefe. Der 128 MByte fassende interne Speicher lässt sich via microSD-Karten auf über 2 Gigabyte aufrüsten. Bei Business-Geräten nicht gern gesehen ist die 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus-Objektiv. Dank GPS und der Maps-Anwendung taugt das E90 auch als Navi-System. Der Communicator soll noch im zweiten Quartal 2007 auf den Markt kommen und ohne Vertrag 750 bis 800 Euro kosten.
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Das E90 soll die Geräte der Communicator-Baureiher beerben.
Das E65, ein nur knapp 16 mm dickes Schiebe-Smartphone, ist laut Nokia auf einigen Märkten schon zu haben und soll noch im erste Quartal europaweit verfügbar sein. Das UMTS-Gerät soll die Brücke zu den Freizeit-Telefonen der N-Series schlagen, aber auch die komplette Business-Suite der E-Series enthalten. Als E-Mail-Maschine eignet sich das E61i, das wie sein Vorgänger über eine Qwertz-Tastatur verfügt, besonders gut. Das etwas flacher gewordene Smartphone besitzt nun auch eine 2-Megapixel- Kamera. Beide Eseries-Geräte sollen um die 400 Euro kosten.
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Das E61i kommt mit einer vollen QWERTZ-Tastatur daher und eignet sich gut zur E-Mail-Kommunikation.
Mit dem N77 stellt Nokia ein handliches DVB-H-Handy vor, das wohl zum Start des Handy-TV-Dienstes angeboten wird. Damit rechnen die Beteiligten jedoch erst zu Ende 2007. Zusammen mit dem N92 hat Nokia damit schon zwei Fernseh-Telefone parat.
Mit dem 6110 Navigator kommt ab dem zweiten Quartal ein weiteres Smartphone mit GPS-Navigation in die Läden. Das 540 Euro teure UMTS-Handy liest Karten nicht nur von einer maximal 2 Gigabyte fassenden microSDCard. Via HSDPA kann es Daten in DSL-Geschwindigkeit übers Funknetz empfangen.
Unten abgerundet wird das Angebot vom Nokia 3110, einem klassischen Handy im Barrenformat. Das mit einer 1,3 Megapixel-Kamera, MP3-Player, FM-Radio und EDGE ausgestattete Gerät ist eher für den Massenmarkt geplant, es soll im zweiten Quartal in die Läden kommen. Einen Preis nannte Nokia noch nicht. Weitere technische Daten und Bilder der vorgestellten Handys finden Sie in der Handy-Galerie von heise mobil.
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Nvidia hat anlässlich der 3GSM den Prototypen einer 3D-Benutzeroberfläche für Mobiltelefone vorgestellt. Die Oberfläche setzt auf dem offenen Standard OpenKode auf. Der Standard kommt von der Khronos Group, einem im Jahr 2000 gegründeten Zusammenschluss von Unternehmen, der offene Standards im Multimedia-Sektor für eine Vielzahl von Plattformen propagiert. Zu Khronos gehören unter anderem Intel, Nvidia, SGI und Sun Microsystems.
OpenKode soll mit standardisierten APIs den Einsatz von 3D-Bedienoberflächen für den Einsatz von verschiedenen Multimediaformaten etablieren. Eine von Nvidia in Barcelona präsentierte Demo zeigte eine Multitasking-Umgebung und halbtransparentes Window-Compositing.
Dazu passt der von Nvidia vorgestellte Grafikchip GoForce 6100. Er soll Multimedia-Inhalte in Handys auf Trab bringen. Mit dem Anspruch, damit mobile Endgeräte in PCs zu verwandeln, dürfte Nvidia aber etwas übers Ziel hinaus schießen. Doch immerhin beherrscht der GoForce 6100 viele Audio- und Video-Codecs, WLAN und USB 2.0. Stromsparend soll er auch noch sein, doch bleibt Nvidia Details darüber schuldig.
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Nvidia-Demo einer 3D-Bedienoberfläche für Handys
AMD kontert in puncto Multimedia auf Handys mit der Vorstellung der nächsten Generation von Imageon-Chips mit den Nummern 2298, 2294 und 2192. Damit soll Bildverarbeitung für Kameras bis 12 Megapixel möglich sein sowie das Abspielen von Videos in DVD-Qualität. Auch High Definition Audio (HDA) beherrschen die Chips, ein Standard, der in der PC-Welt AC'97-Audio abgelöst hat. Erste damit ausgestattete Mobilgeräte soll es Anfang 2008 geben.
Quelle : www.heise.de