Holo-Disc: 500 GByte in Größe einer DVD
TU Berlin feiert Durchbruch bei holografischer Speicherung
Wissenschaftler der TU Berlin haben im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts ein Verfahren zur holografischen Speicherung entwickelt. Sie bringen 500 GByte auf einer Scheibe von 12 Zentimetern Durchmesser unter, und wollen demnächst 1000 GByte erreichen.
Ein holografischer Speicher gilt als nächstes Medium nach den bisherigen optischen Verfahren für leicht handhabbare Scheiben, die sich bisher aus maximal vier Schichten zusammensetzen lassen. Da die Daten bei Hologrammen im Inneren des Trägemediums selbst gespeichert werden, und nicht auf Reflektionsschichten angewiesen sind, lassen sich die nutzbaren Schichten wesentlich dichter packen. Bereits seit 2005 arbeitet ein Konsortium um Fuji und Pulstec an der "Holographic Versatile Disc" (HVD).
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Die Grundlagentechnik für diese Speicher ist aber noch nicht standardisiert, und auch funktionierende Protoypen sind rar. An der technischen Universität Berlin ist nun ein solches Muster eines Holo-Speichers in Form einer 12-Zentimeter-Scheibe, dem Formfaktor von CDs und DVDs entwickelt worden. Ein Team um Prof. Dr. Susanna Orlic arbeitete dazu mit mit französischen, ungarischen und italienischen Forschern zusammen. Auch die Unternehmen Optilink aus Ungarn und die deutsche Jenoptik waren daran beteiligt. Der größte Teil der Förderung kam jedoch mit 1,5 Millionen Euro von der europäischen Union, andere Sponsoren steuerten eine weitere halbe Million Euro bei.
In 36 Monaten wurde damit in Berlin unter dem Projektnamen "Microholas" eine Holo-Disc mit 50 Schichten entwickelt, die 500 GByte speichern kann. Dazu wurde auch ein Lese-Schreib-Gerät gebaut, das mit einem grünen Laser arbeitet. Mit Hilfe eines blauen Lasers wollen die Forscher die Kapazität verdoppeln, dazu soll das Projekt fortgeführt werden.
Neben den Berlinern forschen Wissenschaftler in aller Welt an holografischen Speichern. Mit der deutschen Holo-Disc ist ein weiterer Nachweis erbracht, dass sich die Technik in herkömmlichen Formfaktoren realisieren lässt. Wie sie wirtschaftlich hergestellt, und damit auf den Markt kommen kann, ist noch ungeklärt.
Quelle : www.golem.de
Der Forschungszweig des amerikanischen Mischkonzerns General Electric (GE) hat holografischen Speicher entwickelt, der auf einer Scheibe in der Größe einer DVD bis zu 500 GByte Daten speichern soll. Im Unterschied zu herkömmlichen optischen Datenträgern wie Blu-ray Discs und DVD liegen die Informationen nicht nur in einer Schicht, sondern dreidimensional im Material verteilt.
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Zum Beschreiben des holografischen Speichers verwendet GE einen Laser mit 405 nm Wellenlänge, wie er auch bei Blu-ray Discs verwendet wird.
Die Forscher von GE verwendeten bei ihrer holografischen Scheibe vermutlich ein ähnliches Verfahren wie bei dem vor zehn Jahren vorgestellten, aber nie marktreif gewordenen Tesa-ROM. Beim Schreibvorgang belichtet ein fokussierter Laserstrahl den Klebefilm und ändert den Brechungsindex des verwendeten Propylens an dieser Stelle. Zum Auslesen detektieren lichtempfindliche Halbleiter die Brechungsindexänderung. Nach sechsjähriger Forschung gelang es General Electric, holografische Speicherpunkte mit einer Größe von etwa einem Mikrometer sowie einem Reflexionsgrad von einem Prozent herzustellen.
Kommerzielle Produkte mit dieser Technik will der Konzern zunächst für Archivierungszwecke entwickeln. In Zukunft sollen dann auch holografische Datenspeicher für jedermann folgen, die 3D-Videos oder ganze Filmsammlungen in HD-Qualität auf einem Medium unterbringen.
Quelle : www.heise.de