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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: SiLæncer am 24 November, 2005, 17:51

Titel: Holografische Wechselmedien ...
Beitrag von: SiLæncer am 24 November, 2005, 17:51
Maxell und InPhase entwickeln gemeinsam holografische Speichermedien, die sich dereinst mit bis zu 1,6 Terabyte an Daten beschreiben lassen – allerdings nur ein einziges Mal. Läuft alles nach Plan, werden erste Laufwerke und staubgeschützt in Cartridges verpackte Medien mit einer Kapazität von 300 Gigabyte im September 2006 auf den Markt kommen. Zwei Jahre später soll die Kapazität auf 800 GB anwachsen und 2010 nochmals auf 1,6 Terabyte verdoppelt werden. Dann sollen die Daten mit maximal 120 Megabit pro Sekunde auf die Medien fließen. Die Scheiben sollen sich aber zunächst nur mit 20 Megabit pro Sekunde befüllen lassen und nach dem Beschrieb mindestens 50 Jahre halten.

Bei der holografischen Speicherung wird ein Laserstrahl geteilt, um zwei phasengekoppelte Strahlen zu erzeugen. Ein Strahl dient nun als Signalträger, der andere als Referenzquelle. Der Signalstrahl transportiert die zu speichernde Information in Blöcken aus etwa einer Million hellen oder dunklen Pixeln. Beim Speichervorgang setzt das lichtempfindlichen Medium das Interferenzmuster der beiden Strahlen chemisch oder physikalisch beispielsweise in eine Änderung des Brechungsindex oder der Absorptionsfähigkeit um. Der Lesevorgang erfolgt durch eine Beleuchtung des Speichermediums nur mit dem Referenzstrahl. Dank der Speicherung der Phaseninformation lässt sich das räumliche Signal wieder vollständig rekonstruieren.

In einem holografischen Medium lassen sich an einem Ort viele Blöcke gleichzeitig speichern und unabhängig voneinander wieder auslesen. Dazu muss nur die Speicherkonfiguration unterschiedlich sein wie beispielsweise der Winkel zwischen Signal- und Referenzstrahl oder die Wellenlänge des Lasers. Die theoretische Grenze liegt bei einigen zehn Terabit pro Kubikzentimeter. Der Zugriff ist schnell und auch parallel möglich, da sich die Lesestrahlen ohne Trägheit eines Festplatten-Aktuators bewegen lassen.

Ein besonderer Vorteil holografischer Speicher ist auch die quasi eingebaute assoziative Suche, beispielweise nützlich für eine Fingerabdruck-Datenbank: Durch Beleuchtung mit einem Suchmuster werden alle Referenzstrahlen mit genau der Intensität rekonstruiert, die der Ähnlichkeit zwischen Suchmuster und gespeicherter Information entspricht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Holo-Disc: 500 GByte in Größe einer DVD
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2007, 15:43
Holo-Disc: 500 GByte in Größe einer DVD

TU Berlin feiert Durchbruch bei holografischer Speicherung

Wissenschaftler der TU Berlin haben im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts ein Verfahren zur holografischen Speicherung entwickelt. Sie bringen 500 GByte auf einer Scheibe von 12 Zentimetern Durchmesser unter, und wollen demnächst 1000 GByte erreichen.

Ein holografischer Speicher gilt als nächstes Medium nach den bisherigen optischen Verfahren für leicht handhabbare Scheiben, die sich bisher aus maximal vier Schichten zusammensetzen lassen. Da die Daten bei Hologrammen im Inneren des Trägemediums selbst gespeichert werden, und nicht auf Reflektionsschichten angewiesen sind, lassen sich die nutzbaren Schichten wesentlich dichter packen. Bereits seit 2005 arbeitet ein Konsortium um Fuji und Pulstec an der "Holographic Versatile Disc" (HVD).

(http://scr3.golem.de/screenshots/0706/Holo-TUB/Holo-Prinzip.jpg)

Die Grundlagentechnik für diese Speicher ist aber noch nicht standardisiert, und auch funktionierende Protoypen sind rar. An der technischen Universität Berlin ist nun ein solches Muster eines Holo-Speichers in Form einer 12-Zentimeter-Scheibe, dem Formfaktor von CDs und DVDs entwickelt worden. Ein Team um Prof. Dr. Susanna Orlic arbeitete dazu mit mit französischen, ungarischen und italienischen Forschern zusammen. Auch die Unternehmen Optilink aus Ungarn und die deutsche Jenoptik waren daran beteiligt. Der größte Teil der Förderung kam jedoch mit 1,5 Millionen Euro von der europäischen Union, andere Sponsoren steuerten eine weitere halbe Million Euro bei.

In 36 Monaten wurde damit in Berlin unter dem Projektnamen "Microholas" eine Holo-Disc mit 50 Schichten entwickelt, die 500 GByte speichern kann. Dazu wurde auch ein Lese-Schreib-Gerät gebaut, das mit einem grünen Laser arbeitet. Mit Hilfe eines blauen Lasers wollen die Forscher die Kapazität verdoppeln, dazu soll das Projekt fortgeführt werden.

Neben den Berlinern forschen Wissenschaftler in aller Welt an holografischen Speichern. Mit der deutschen Holo-Disc ist ein weiterer Nachweis erbracht, dass sich die Technik in herkömmlichen Formfaktoren realisieren lässt. Wie sie wirtschaftlich hergestellt, und damit auf den Markt kommen kann, ist noch ungeklärt.

Quelle : www.golem.de
Titel: Re: Holo-Disc: 500 GByte in Größe einer DVD
Beitrag von: Jürgen am 28 Juni, 2007, 19:45
Die (Film- und Spiele-)Industrie wird sich kaum für einen volltransparenten Datenträger interesssieren, der nicht einseitig bedruckt werden kann, es sei denn, wenn dieser fest mit einem Cartridge verbunden wäre. Dafür allerdings erscheint heutzutage ein Format von 12 cm sicher als zu gross.
Titel: Re: Holo-Disc: 500 GByte in Größe einer DVD
Beitrag von: BananaJoe am 29 Juni, 2007, 08:28
Bei so einer Datenmasse auf einer kleinen Plastikscheibe ist der Schutz vor Kratzern sicher ein grosses Thema, wenn ich denke wie oft mein Schwager zu mir kommt er könne seine XboxDvDs nicht mehr abspielen und ich sie ihm dann reparieren muss.

Ich könnte mir vorstellen das sowas wie die 3,5" Disketten eine akzeptable Grösse für genügend Speichervolumen bieten könnte. Wer hat den heute schon ein ein Video in HD was bei 90 Min ein Terrabyte benötigt.
Titel: Holografischer Speicher mit 500 GByte Kapazität
Beitrag von: SiLæncer am 28 April, 2009, 19:43
Der Forschungszweig des amerikanischen Mischkonzerns General Electric (GE) hat holografischen Speicher entwickelt, der auf einer Scheibe in der Größe einer DVD bis zu 500 GByte Daten speichern soll. Im Unterschied zu herkömmlichen optischen Datenträgern wie Blu-ray Discs und DVD liegen die Informationen nicht nur in einer Schicht, sondern dreidimensional im Material verteilt.

(http://www.heise.de/bilder/136913/0/1)
Zum Beschreiben des holografischen Speichers verwendet GE einen Laser mit 405 nm Wellenlänge, wie er auch bei Blu-ray Discs verwendet wird.
 

Die Forscher von GE verwendeten bei ihrer holografischen Scheibe vermutlich ein ähnliches Verfahren wie bei dem vor zehn Jahren vorgestellten, aber nie marktreif gewordenen Tesa-ROM. Beim Schreibvorgang belichtet ein fokussierter Laserstrahl den Klebefilm und ändert den Brechungsindex des verwendeten Propylens an dieser Stelle. Zum Auslesen detektieren lichtempfindliche Halbleiter die Brechungsindexänderung. Nach sechsjähriger Forschung gelang es General Electric, holografische Speicherpunkte mit einer Größe von etwa einem Mikrometer sowie einem Reflexionsgrad von einem Prozent herzustellen.

Kommerzielle Produkte mit dieser Technik will der Konzern zunächst für Archivierungszwecke entwickeln. In Zukunft sollen dann auch holografische Datenspeicher für jedermann folgen, die 3D-Videos oder ganze Filmsammlungen in HD-Qualität auf einem Medium unterbringen.

Quelle : www.heise.de
Titel: DVDs bald mit Terabyte-Kapazitäten
Beitrag von: ritschibie am 21 Mai, 2009, 18:02
Durchbruch: DVDs mit 1,6 Terabyte Kapazität - bald 10 Terabyte?

Australische Forscher haben nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Speicherung großer Datenmengen auf DVD-große Medien erzielt.
(http://res.magnus.de/res/_2/3/b/1/31667.jpgl)
Wie die Swinburne University of Technology am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, können Daten in Zukunft im Terabyte-Bereich gespeichert werden. Maximal 10.000 GByte könnten dann auf eine Silberscheibe passen - aktuelle Medien wie Blu-ray weisen dagegen nur eine Kapazität von 50 GByte auf, ein 200stel.

Die Forscher Peter Zijlstra, James Chon und Min Gu wollen den Sprung durch den Einsatz von Nanopartikeln und einer speziellen Polarisationstechnologie erreicht haben. Ein Aufsatz wird in der kommenden Ausgabe des Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlicht. Unter anderem nutzten die Wissenschaftler aus, dass sich Informationen mit unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts "mehrdimensional" auf einer Speicherschicht unterbringen lassen.

Eine schnelle Verfügbarkeit ist nicht eingeplant: Erst innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahren soll ein kommerzieller Einsatz möglich sein. Schon jetzt soll sich der südkoreanische Elektronikriese die Technologie über eine Vereinbarung mit der Swinburne University of Technology gesichert haben.