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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News diverses ... => Thema gestartet von: Jürgen am 02 November, 2004, 00:22

Titel: Raumstation ISS / BA 330 ... SpaceX etc.
Beitrag von: Jürgen am 02 November, 2004, 00:22
Über zwei Jahre nach dem Absturz der Raumfähre Columbia will die NASA wieder ein Shuttle starten. Die Discovery soll zwischen 12. Mai und 3. Juni 2005 eine Versorgungsmission für die internationale Raumstation ISS fliegen. Laut NASA sind in den kommenden Jahren weitere 28 Shuttlestarts geplant, die zum größten Teil dem Ausbau und der Versorgung der ISS dienen.

Der späte Starttermin resultiert aus der langwierigen Suche nach den Ursachen des Unglücks der Columbia, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinandergebrochen war. Außerdem suchten in diesem Jahr bislang vier Wirbelstürme den US-Bundesstaat Florida heim. Sie richteten an den Einrichtungen der NASA schwere Schäden an und zwangen zeitweise zu deren Evakuierung.

Der Ausfall der US-Shuttles führte dazu, dass die ISS nur noch von russischen Raumtransportern versorgt werden konnte. Auch eine geplante Wartungsmission zum Weltraumteleskop Hubble fiel aus. Statt eines Shuttle-Starts plant die NASA nun eine unbemannte Mission zu Hubble.

Insgesamt sieben Astronauten sollen unter der Führung von Eileen Collins am geplanten 114. Shuttle-Flug teilnehmen. Collins war die erste Frau, der im Jahre 1999 das Kommando für einen Space-Shuttle-Flug übertragen wurde. (uma/c't)

Quelle und Links: http://www.heise.de/newsticker/meldung/52800 (http://www.heise.de/newsticker/meldung/52800)
Titel: Raumfahrt: Space Shuttle soll im Mai wieder fliegen
Beitrag von: SiLæncer am 19 Februar, 2005, 19:34
Mehr als zwei Jahre nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia" will die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Shuttle-Flüge wieder aufnehmen: Die Fähre "Discovery" soll am 15. Mai zu einem Testflug starten.

Cape Canaveral - Bis zum Start der "Discovery" sollten alle nach dem Unglück von einer Überprüfungskommission angeordneten Änderungen umgesetzt sein, sagte gestern ein Nasa-Sprecher. Die Kommission hat 15 Änderungen gefordert, um eine Katastrophe wie 2003 zu verhindern.

Als Termin für den weiteren Start einer Raumfähre nannte die Nasa den 12. Juli. Künftig soll es nach Angaben der Nasa auch möglich sein, Astronauten einer beschädigten Fähre auf der Internationalen Raumstation ISS unterzubringen. Ende Februar sollen zusätzliche Güter zur ISS geflogen werden.

Die Raumfährenflotte ist nach dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003 technisch überholt und mit neuen Sicherheitssystemen ausgestattet worden. Alle Flüge waren nach dem Unglück, bei dem die sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, gestoppt worden.

Die "Columbia" war damals kurz vor der geplanten Landung über dem Staat Texas auseinander gebrochen. Verursacht wurde das Unglück von einem etwa aktentaschengroßen Stück Isolierschaum, das sich beim Start der Fähre vom Außentank gelöst und ein Loch in das Hitzeschild der linken Tragfläche geschlagen hatte. Durch das tellergroße Loch im Hitzeschild drangen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre 1650 Grad heiße Gase ein und ließen die Tragfläche von innen schmelzen.

Die "Columbia" war die zweite Raumfähre, die die Nasa verlor. Im Januar 1986 explodierte bereits die "Challenger" wenige Sekunden nach dem Start. Auch damals kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Nasa hat jetzt noch drei Raumfähren. Neben der "Discovery" sind dies die "Atlantis" und die "Endeavour".

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re:Raumfahrt: Space Shuttle soll im Mai wieder fliegen
Beitrag von: Jürgen am 19 Februar, 2005, 23:54
Als Besatzung schlage ich vor:

G.W."bomb'em"B.
B."I invented everything"G.
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A."ich will Kalif werden anstelle des Kalifen"M.
und für göttlichen Beistand
J.P.2

Have fun boys
(Yes. All Boys...)
Titel: Space Shuttle geht wieder an den Start
Beitrag von: SiLæncer am 25 März, 2005, 13:03
Das Space Shuttle darf wieder fliegen. Mehr als zwei Jahre nach der Explosion der Raumfähre Columbia am 1. Februar 2003 sind die Startvorbereitungen wieder im Gange. Am kommenden Ostermontag wandert die Discovery in das Vehicle Assembly Building des Kennedy Space Center in Florida, wo der neu designte externe Treibstofftank und die Feststoffraketen montiert werden. Am 4. April geht sie dann planmäßig auf die Reise zum Launch Pad 39B. Von dort soll sie mit einer siebenköpfigen Besatzung zwischen dem 15. Mai und dem 3. Juni zu einer 12-tägigen Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Die Analyse der Columbia-Katastrophe hatte ergeben, dass der Hitzeschild der Raumfähre bereits beim Start durch herumwirbelnde Trümmerteile beschädigt worden war und daraufhin beim Wiedereintritt in die Atmosphäre nachgab. Auf Empfehlung der Untersuchungskommission haben die NASA-Techniker daraufhin zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Eine davon soll das Übel an seiner Quelle beseitigen: Der externe Treibstofftank wurde umkonstruiert, damit sich nicht so leicht Teile davon lösen können. Ein "Orbiter Hardening Team" beschäftigte sich damit, die kritischen Teile des Hitzeschilds zu verstärken, damit sie auch der Kollision mit kleinen Trümmerteilen standhalten.

Auch die Techniken, Beschädigungen noch im Weltraum zu erkennen und vor dem Wiedereintritt in die Atmosphäre zu beheben, wurden weiter entwickelt. So soll das Shuttle beim Anflug auf die Internationale Raumstation künftig pausieren und sich mit der Unterseite zur Station drehen, damit die Besatzung von dort aus hochauflösende Fotos anfertigen kann, an Hand derer sich Beschädigungen des Hitzeschilds erkennen lassen. Die dafür vorgesehenen Kameras wurden bereits mit einer russischen Progress-Rakete auf die ISS gebracht.

Aufgrund dieser und vieler weiterer Maßnahmen ist sich die NASA nun sicher, dass sich die Columbia-Katastrophe in dieser Form nicht wiederholen kann. Alle Risiken der Raumfahrt wird man aber wohl nie eliminieren können.

Quelle : www.heise.de
Titel: Trümmereinschlag gefährdet Space Shuttle weiterhin
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juni, 2005, 20:12
Die Kommission zur Überprüfung der Sicherheit von künftigen Space-Shuttle-Flügen kommt in ihrem Abschlussbericht zu keinem befriedigenden Ergebnis. In einer Zusammenfassung heißt es, dass nach wie vor abfallende Stücke der Tankisolierung oder Eis den Shuttle während der Startphase beschädigen könnten.

Ein kleines Stück der Tankisolierung hatte 2003 die Raumfähre Columbia kurz nach dem Start so stark beschädigt, dass sie bei der späteren Landung auseinanderbrach. Die komplette Crew aus sieben Astronauten kam bei dem zweiten schweren Unglück eines Space-Shuttles ums Leben. Weitere Shuttle-Flüge machte die US-Raumfahrtbehörde NASA daraufhin von einer Überprüfung und anschließenden Freigabe durch die unabhängige Return to Flight Task Group abhängig. Geleitet wurde die 26-köpfige Kommission von Air-Force-General a.D. Thomas Stafford und Boeing-Vize Richard Covey.

Im Bericht heißt es nun, dass die NASA 12 der 15 als unabdingbar eingestuften Empfehlungen der damaligen Untersuchungskommission zum Columbia-Absturz (Columbia Accident Investigation Board, CAIB) gefolgt sei. Auch die übrigen drei Empfehlungen hätten zu vielen Änderungen geführt, seien jedoch wegen der großen Herausforderung nicht vollständig umgesetzt worden. Ausdrücklich lobte die Return-to-Flight-Kommission die erfolgreichen Bemühungen der NASA, den meisten CAIB-Empfehlungen noch über das geforderte Maß hinaus zu entsprechen. Dem Bericht zufolge wäre es trotz einer nicht ganz vollständigen Befolgung aller Empfehlungen jedoch unzulässig, den Shuttle als unsicher zu bezeichnen.

Die Tankisolierung wurde vollständig überarbeitet; Wärmequellen am Tank verhinderten nun die Eisbildung wesentlich besser. Es sei zwar unvermeidlich, dass kleine Stücke sich vom Tank lösen und den Shuttle beschädigen könnten, die vom Präsidenten verfügte Stillegung der Shuttle-Flotte 2010 ließ der NASA jedoch nur Zeit für eine beschränkte Zahl von Maßnahmen zur Verstärkung des Hitzeschilds der Raumfähre gegen Trümmereinschlag. Zur Kompensation fehle daher ein Reparatursystem, das während des Fluges auch mit schwereren Zwischenfällen umgehen könne. Insgesamt habe die NASA nach Ansicht der Kommission aber ganz im Sinne der CAIB-Empfehlungen gehandelt.

Auf die Frage, ob der geplante Start der Discovery im Juli als sicher anzusehen sei, verweigerte Kommissionskopräsident Covey eine explizite Antwort. Wenn er jünger wäre, hätte er allerdings keinerlei Bedenken, mit dem Shuttle zu fliegen. Die endgültige Startfreigabe für den Juli überließ die Kommission der NASA, die vergangenge Woche das Risiko eines Eiseinschlags im Hitzeschild des Shuttles als genügend niedrig bewertet, um die Shuttle-Flüge wieder sicher aufnehmen zu können. Heute beginnt nun eine zweitägige Sitzung, in der über die Freigabe des Discovery-Flugs im Juli entschieden werden soll.

Quelle : www.heise.de
Titel: Space-Shuttle Discovery startet am 13. Juli
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2005, 13:33
Die NASA hat den Start der Raumfähre Discovery am 13. Juli endgültig freigegeben. In einer zweitägigen Sitzung bewerteten NASA-Experten die Risiken unter Einschluss des Kommissionsberichts vom Dienstag und kamen zum Ergebnis, dass die Sicherheit des Shuttles genügend verbessert wurde. Man solle sich aber bewusst sein, dass ein Raumflug ein riskantes Unternehmen bleibe.

Die Discovery-Mission STS-114 soll 15 Tonnen Versorgungs- und Ersatzmaterial zur internationalen Raumstation ISS befördern. Kommandantin Eileen Collins und ihre siebenköpfige Crew sollen frühestens am 13. Juli um 9.53 MESZ zu dem zweiwöchigen Trip in den Orbit aufbrechen. Falls der Start abgebrochen werden muss, stehen Ausweichdaten bis zum 31. Juli zur Verfügung.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/61298
Titel: Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juli, 2005, 15:21
Heute um 6 pm Eastern Daylight Time (um Mitternacht in Europa) soll unbeeindruckt von tropischen Wirbelstürmen der offizielle Countdown für das Space-Shuttle Discovery beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Shuttle in drei Tagen, am 13. Juli um 3:51 pm EDT (21:51 MEZ) abheben, mit einem Startfenster von nur fünf Minuten. Die siebenköpfige Crew unter der Leitung von Commander Eileens Collins ist bereits im Kennedy Space Center in Florida eingetroffen. Unter dem Motto "Zurück zum Flug" soll zwei Jahre nach der Columbia-Katastrophe (1. Februar 2003) und 19 Jahre nach der Explosion der Challenger (28. Januar 1986) das Unternehmen bemannte Raumfahrt bei der NASA wieder aufgenommen werden. Die Spannung ist ungeheuer - auch die NASA spricht nach einer ausführlichen Risikoabwägung von einem weiterhin riskanten Unternehmen. Die Mannschaft soll neue Sicherheitsausrüstung und -Prozeduren testen sowie Ersatzteile, Wasser und andere Versorgungsgüter zur internationalen Raumstation ISS bringen. Wenn die auf 12 Tage befristete Mission STS-114 erfolgreich verläuft, ist für September der Start des Shuttle-Fluges STS-121 mit der Atlantis geplant, die den deutschen Astronauten Thomas Reiter zu einer Langzeitmission zur ISS bringen soll.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: Jürgen am 10 Juli, 2005, 16:01
Mein Vorschlag steht noch:
Als Besatzung schlage ich vor:

G.W."bomb'em"B.
B."I invented everything"G.
M."Noseless Alien"J.
O."9/11"b.L
G."Flasche Bier"S.
A."ich will Kalif werden anstelle des Kalifen"M.
und für göttlichen Beistand
den "germanischen Unfehlbaren" *

Have fun boys
(Yes. All Boys...)
*aus gegebenem Anlass editiert...

Ich bezweifle allerdings, dass die Besatzung der ISS diese Ansicht teilt  ::)


Sorry, wenn ich nicht alle Unholde berücksichtigt habe. Es ist ja nicht sooo viel Platz an Bord.
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: Cookie am 10 Juli, 2005, 17:09
@ Jürgen

Aber bitte nur mit Onewayticket für Nevercomeback Airlines 8)
Titel: RAUMFÄHRE "DISCOVERY" : Countdown für das schlachtreife Schlachtross
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2005, 19:52
Die Nasa bereitet sich auf den Start der Raumfähre "Discovery" vor. Der altersschwache Sternenkreuzer wurde runderneuert. Die entscheidenden Schwachstellen jedoch sind nicht behoben.

Am Mittwoch um 15.51 Uhr Ortszeit, so war es noch Ende vergangener Woche geplant, wird eine Stimme in Florida verkünden: "... three ... two ... one ... lift off." Unter dem altgedienten Space Shuttle "Discovery" wird ein Flammenmeer tosen, die Erde wird beben, und dann schießt das Gefährt mit 7 Passagieren und 15 Tonnen Fracht in den Himmel, von null auf 2000 Stundenkilometer in 60 Sekunden.

Alles wird so sein wie bei den 112 geglückten Starts zuvor - bis auf eines: Früher blickten die Amerikaner mit Stolz ihrem Weltraumkreuzer hinterher. Jetzt graust ihnen davor.

Seit dem "Columbia"-Absturz am 1. Februar 2003 haben viele Experten und Kommissionen über den Shuttle zu Gericht gesessen. Ihr Urteil fiel betrüblich aus. Das einst so funkelnde Schiff ist alt und gebrechlich. Der Flieger wird von vielen als Fehlkonstruktion eingestuft. Offenbar hat die Nasa bisher sogar Glück gehabt, dass sie nur zwei Unglücke erlitten hat. Wie die Ingenieure jetzt wissen, sind viele Shuttle-Missionen nur knapp einer Katastrophe entgangen.

Das Schlachtross ist schlachtreif - und wird trotzdem in den Kampf getrieben. "Es ist ein fragiles Fahrzeug", sagt John Logsdon, ein Forscher, der an der Untersuchung des "Columbia"-Crashs beteiligt war. "Es ist riskanter, als wir es uns wünschen - aber etwas anderes haben wir nicht."

Nasa-Ingenieure haben die "Discovery" und ihre verbliebenen Schwesterschiffe "Atlantis" und "Endeavour" in mehr als zwei Jahren Arbeit geflickt, gekittet, verstärkt und verbessert. Die Weltraumbehörde hat mehr als 1,4 Milliarden Dollar in ihre Oldtimer gesteckt und 20.000 Menschen an ihnen arbeiten lassen. Und trotzdem ist ihr Zustand nicht einwandfrei: "Der Shuttle ist nicht so sicher, wie er sein könnte", klagt Logsdon.

Vieles steht auf dem Spiel, wenn sich die "Discovery" ausgerechnet zur Hurrikan-Saison am 13. Juli in den Weltraum schiebt. Das Leben der Besatzung ist in Gefahr, aber ebenso die Reputation der Nasa und die Zukunft der US-Raumfahrt. Ein weiterer Unfall dürfte den sofortigen Tod des Shuttle-Projektes nach sich ziehen. "Wir haben viel getan, um Risiken zu minimieren", sagt Flugdirektor Paul Hill. "Jetzt sind sie kleiner als je zuvor."

Am Shuttle hängt auch das Schicksal der im Bau befindlichen Raumstation ISS, wo die "Discovery" jetzt ihre Fracht abladen wird. Denn ohne Raumfähre kann der Milliarden-Bau im Orbit nicht fortgesetzt werden - und das europäische Forschungsmodul "Columbus" bliebe als Weltraumschrott auf Erden zurück. Deutschland hat für die Raumstation schon weit über eine Milliarde Euro an Steuermitteln aufgeboten.

Um die ISS steht es ohnehin miserabel, selbst wenn von jetzt an jeder Flug gelingen sollte. Um sie so zu nutzen, wie es die Abmachungen vorsehen, muss der Shuttle bis zu seiner geplanten Pensionierung Ende 2010 mindestens 24 Transportflüge absolvieren. Alle zweieinhalb Monate müsste einer der betagten Sternenflieger abheben. Michael Griffin, der neue Nasa-Chef, hat schon eingeräumt, dass dieses Pensum wohl nicht zu schaffen sei. Sehr wahrscheinlich werde es nur noch 15 Flüge geben. Und von diesen wenigen könnte einer noch das sterbende Hubble-Teleskop ansteuern und ihm neues Leben einhauchen.

Es ist immer riskant, Juniorpartner zu sein. Noch hält sich die Nasa bedeckt über ihre Verpflichtungen gegenüber ihren Partnern. Aber Europäer, Japaner und Kanadier sollten sich schon einmal an den Gedanken gewöhnen, dass sie manche ihrer kostbaren ISS-Beiträge in Museen werden verrotten sehen. Denn die Amerikaner haben längst das Interesse verloren. "Das Potential für Forschung an Bord der ISS ist begrenzt", sagt Griffin ganz offen, während seine Vorgänger stets das Gegenteil behaupteten. Von Präsident Bush hat die Nasa zudem den Marschbefehl bekommen, Mond und Mars in Angriff zu nehmen. Da ist die ISS nur störend.

Aber während Nasa-Ingenieure bereits den Nachfolger des Shuttles planen, der Anfang des nächsten Jahrzehnts zum Erstflug starten soll, muss jetzt die siebenköpfige "Discovery"-Crew unter der Kommmandantin Eileen Collins, 48, der Welt beweisen, dass die Nasa durchaus flugfähig ist. Dreimal war die frühere Testpilotin schon im All. Dieser Flug jedoch wird anders sein, denn 21 Jahre nach ihrem Jungfernflug ist die "Discovery" nicht mehr die Gleiche. Mehr als hundert bedeutende Neuerungen sind hinzugekommen - genug um der Mission "STS-114", wie sie offiziell heißt, den Charakter eines Testfluges zu geben.

Erstmals wird der Shuttle während der gesamten achtminütigen Startphase von mehr als hundert Spezialkameras überwacht. Militärsatelliten werden im All ein Auge auf den Flieger werfen, um etwaige Beschädigungen an der Außenhaut schnell erkennen zu können. Die "Columbia" war verloren gegangen, weil sich beim Start ein nur 800 Gramm schweres Schaumstoffteil vom Haupttank gelöst hatte. Dieses Weichteil hatte infolge der enormen Beschleunigung des Shuttles genug Durchschlagskraft, um ein Loch in die Verkleidung des linken Flügels zu schlagen. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre konnte heiße Luft durch diese Öffnung in den Shuttle eindringen und zerfetzte ihn.

Mehr (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,364543-2,00.html)

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RAUMFÄHRE "DISCOVERY" : Wirbelstürme bedrohen Shuttle- Start
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2005, 13:37
Der Start der Raumfähre "Discovery" könnte erneut gefährdet sein. Nach einer Last-Minute-Reparatur am Hitzeschild könnten nun Wirbelstürme den planmäßigen Abflug des Space Shuttles verhindern.

Cape Canaveral/Paris - Erst fiel die Verkleidung eines Cockpitfensters herab und beschädigte den Hitzeschild der "Discovery", jetzt sind Wirbelstürme auf dem Weg nach Cape Canaveral. Der für heute Abend 21.51 Uhr deutscher Zeit geplante Start des Space Shuttles könnte sich deshalb erneut verzögern.

"Es besteht die Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent, dass das Wetter den Start verhindert", teilte eine Mitarbeiterin der US-Raumfahrtbehörde Nasa in Cape Canaveral mit. In dem subtropischen Bundesstaat Florida sind Hurrikane im Juli häufig. Zuletzt war am Wochenende Tropensturm "Dennis" über den Süden der USA hinweggefegt, während sich über der Karibik bereits seine Nachfolgerin "Emily" zusammenbraute.

24 Stunden vor dem Start hatte bereits eine Panne für Aufregung bei der Nasa gesorgt. Die Plastikverkleidung eines Cockpitfensters war abgefallen und hatte nach einem 20-Meter-Sturz die Kacheln des Hitzeschilds beschädigt, der die "Discovery" vor der enormen Hitze beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre schützen soll. Das betroffene Paneel sei ausgetauscht worden und der Start nicht gefährdet, sagte Stephanie Stilson, die für den "Discovery"-Start verantwortliche Nasa-Managerin.

"Wichtiger Neuanfang"

Ein Schaden an dem Schild hatte die "Columbia" im Februar 2003 abstürzen lassen. Damals hatte sich bei Start ein Schaumstoffteil von einem Treibstofftank gelöst und eine Tragfläche der Fähre beschädigt. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre drang heiße Luft durch das Loch und riss die "Columbia" in Stücke. Alle sieben Astronauten an Bord kamen ums Leben.

Sollte die "Discovery" planmäßig abfliegen, wäre es der erste Start einer Raumfähre nach der "Columbia"-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren. Die "Discovery" soll die Internationale Raumstation ISS mit dringend benötigten Ersatzteilen und Ausrüstungsgegenständen versorgen. Zudem soll untersucht werden, ob es möglich ist, Schäden an der Fähre im Weltraum zu beheben. Sollte sich der "Discovery"-Start verzögern, sind zwei weitere Versuche möglich, bevor Wartungsarbeiten notwendig werden. Dies würde einige Tage in Anspruch nehmen.

Nasa und Esa setzen große Hoffnungen in die "Discovery". Der Start bedeute einen wichtigen Neuanfang, sagte der aus Deutschland stammende Nasa-Direktor für das ISS-Programm, Jesco von Puttkamer. Auch Esa-Programmchef Daniel Sacotte sagte, mit dem Erfolg des Fluges seien die "Zukunft der bemannten Raumfahrt und insbesondere die der Internationalen Raumstation verbunden".

Würde man auf den Start verzichten, verzögerten sich die wissenschaftlichen Forschungsprojekte der ISS weiter, sagte Puttkamer. Auch die Umsetzung des Auftrags von US-Präsident George W. Bush, möglichst bald zum Mond und zum Mars zu reisen, würde sich weiter in die Zukunft verschieben.

Der Shuttle-Start sei "nur ein Glied in einer Kette der Exploration", erklärte der Nasa-Manager. "Das schulden wir der Zukunft. Das schulden wir der Jugend." Würde man den Mut verlieren und auf Grund der vielen gescheiterten Missionen in der Geschichte der Nasa aufgeben, "dann wäre diese Kette zerrissen und es würde lange dauern, bis eine neue Generation herangewachsen ist, die entsprechend motiviert ist".

Experten fordern Aus für Space Shuttles und ISS

Von anderer Seite kommt dagegen Kritik an der Wiederaufnahme des Shuttle-Programms. Der französische Astronaut Patrick Baudry und der frühere Nasa-Historiker Alex Roland forderten das Aus sowohl für die Shuttle-Flüge als auch für die ISS. Die jahrzehntelangen Projekte brächten keinen Nutzen, und 100 Milliarden Dollar seien zum Fenster hinausgeworfen.

"Wir müssen zurück auf den Mond und dort eine ständige Station einrichten", sagte Baudry der Zeitung "France Soir". Der Mond sei nur 400.000 Kilometer entfernt und biete wertvolle Rohstoffe wie Helium-3. Außerdem könne man von seiner Rückseite aus das Weltall ungestört erforschen.

Auch der frühere Nasa-Historiker Alex Roland kritisierte den Einsatz der Raumfähre, die fünf Mal so teuer sei wie ursprünglich geplant. "Man muss die Internationale Raumstation abbauen, die ein Finanzgrab und praktisch nutzlos ist, oder sie in ein ständig bewohntes Labor umwandeln", sagte er der Zeitung "Le Parisien". "Außerdem muss man die Raumfähre aufgeben oder sie unbemannt einsetzen und einen neuen Typus Raumfahrzeug entwickeln." Eine US-Kommission sei schon nach der "Challenger"-Katastrophe 1985 zu dem Schluss gekommen, dass die Raumfähre "zu zerbrechlich und zu teuer" sei. Doch die Nasa mache weiter, als sei nichts geschehen.

Die deutsche Raumfahrtindustrie blickt dem "Discovery"-Start unterdessen mit Spannung entgegen. "Ein erfolgreicher Flug der 'Discovery' ist auch für uns von zentraler Bedeutung, weil wir über die nächsten Jahre hochgradig abhängig vom Transport via Space Shuttle sind", sagte Sigmar Wittig, Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem "Handelsblatt". Wegen der langen Zwangspause und dem immensen Erfolgsdruck, der auf der Mission laste, sei er "nervöser als sonst" vor Starts.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: bladel am 13 Juli, 2005, 20:24
Start ist übrigens abgesagt wegen angeblich fehlerhaften Sensoren im Treibsofftank. Mal sehen wann es dann los geht.

-> http://www.nasa.gov/returntoflight/main/index.html?skipIntro=1
Titel: NASA bricht Countdown für Shuttle-Start ab
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2005, 21:42
Jo...
----------------

Die NASA hat noch kein Glück mit ihrem Versuch, die Shuttle-Flüge in den Weltraum wieder aufzunehmen: Ein defekter Tank-Sensor für die Haupttriebwerken des Shuttle führte zu einem Abbruch des Countdowns beim eigentlich für den heutigen Mittwoch, 21.51 Uhr MESZ, geplanten Start der Raumfähre. Der Sensor zeigte einen leeren Treibstofftank an, obwohl der Tank vollständig gefüllt war; er soll eigentlich für das korrekte Abschalten der Triebwerke nach dem Start und ihren Stopp bei ausgehendem Treibstoff sorgen. Einen neuen Termin für einen Startversuch hat die NASA zur Stunde noch nicht bekannt gegeben.

Die siebenköpfige Crew unter der Leitung von Commander Eileens Collins war bereits am Sonntag im Kennedy Space Center in Florida eingetroffen. Zwei Jahre nach der Columbia-Katastrophe an 1. Februar 2003 und 19 Jahre nach der Explosion der Challenger an 28. Januar 1986 wollte die NASA heute die bemannte Raumfahrt wieder aufnehmen. Allerdings hatte zuvor die Kommission zur Überprüfung der Sicherheit von künftigen Space-Shuttle-Flügen erklärt, dass -- ähnlich wie bei der Columbia -- immer noch abfallende Stücke der Tankisolierung oder Eis den Shuttle während der Startphase beschädigen könnten. Die NASA war aber zu dem Schluss gekommen, dass die Sicherheit des Shuttle genügend verbessert wurde, um die Flüge wieder aufzunehmen.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/61679
Titel: NASA legt neuen Starttermin für Space Shuttle fest
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juli, 2005, 17:18
 Die NASA hat einen neuen Termin für den Start der Raumfähre Discovery festgelegt: Am kommenden Dienstag (26. Juli) soll das Space Shuttle um 04.39 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vom Kennedy Space Center in Florida abheben. Der Countdown beginnt am Samstag. Den letzten Startversuch des Shuttles hatte die Raumfahrtbehörde am 13. Juli wegen eines Sensordefekts zweieinhalb Stunden vor dem geplanten Liftoff abbrechen müssen. Die Discovery ist die erste Raumfähre, die seit dem Absturz der Columbia vor rund zweieinhalb Jahren ins All geschickt werden soll. Damals kamen alle sieben Astronauten bei der Rückkehr zur Erde ums Leben.

Nach Angaben der NASA hatte in der vergangenen Woche einer von vier Niedrigfüllstandssensoren (ECO-Sensoren) im Wasserstofftank des Außentanks falsche Werte an das Konztrollzentrum übermittelt. Der 50 Meter hohe Außentank, der als einziges Shuttle-Teil nicht wiederverwendbar ist, besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: Einem kleinen Sauerstofftank, einem großen Wasserstofftank sowie einer Transport- und Kontrolleinheit, über die die Treibstoffe zu einem explosiven Gemisch zusammengeführt werden, das für den Schub der drei Shuttle-Haupttriebwerke sorgt. Nach geltenden Regularien müssen sowohl die vier ECO-Sensoren im Wasserstofftank, als auch die vier ECO-Sensoren im Sauerstofftank bei Tests vor dem Start einwandfrei funktionieren, damit der Countdown fortgesetzt werden kann.

Um an den ECO-Sensor Nummer zwei zu gelangen, der am Boden des Wasserstofftanks angebracht ist, mussten die NASA-Techniker den gesamten Treibstoff aus dem Tank ablassen. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde waren in den vergangenen Tagen unzählige Ingenieure damit beschäftigt, die Ursachen für den Defekt des Sensors zu untersuchen. Dieser hatte beim Countdown vor einer Woche den Status "trocken" übermittelt, obwohl die Tanks randvoll waren und dann zu "nass" gewechselt, als die Tanks geleert wurden. Bei anschließenden Tests hatte er sich aber wieder korrekt verhalten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: Jürgen am 22 Juli, 2005, 00:08
Das erinnert fatal an die seinerzeit doppelt rechts-links-vertauschten Kabel für den Umkehrschub bei Bo(e)ing...

Ich will 'mal im Interesse der Besatzung hoffen, dass nicht nur nach irgendwelchen Service-Plänen, sondern auch mit gesundem Menschenverstand und Mut zur offenen Kritik geprüft wurde.
Sich als Service-Techniker nur nach Manual und Vorschrift zu betätigen, ohne das Offensichtliche wahrzunehmen, mag zwar den Umgang mit Vorgesetzten erleichtern, ist aber u.U. tödlich!
Das kann ich aus meiner Zeit als FZE gar nicht oft genug betonen. Auch der kleinste ERI Wart 0 oder Teppichleger sollte immer bereit sein, einen Start zu verhindern, selbst wenn nur eine Unklarheit besteht. Dafür hat man immer eine Rolle rotes Klebeband in der Tasche, die Meldung der Beanstandung erfolgt sofort nach der Markierung. Menschenleben sind viel wichtiger als eine eventuell verpasste Beförderung, basta.

Dasselbe gilt hoffentlich auch in allen anderen Berufen...
Titel: US- RAUMFÄHRE : "Discovery" soll auch mit Defekt starten
Beitrag von: SiLæncer am 25 Juli, 2005, 09:54
Die US-Weltraumbehörde Nasa hält trotz Problemen an dem Start der Raumfähre "Discovery" fest. Techniker konnten die Ursache einer Störung an einem Treibstoffsensor bislang nicht finden.


Cape Canaveral - Die "Discovery" soll beim ersten Flug einer US-Raumfähre seit fast zweieinhalb Jahren sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Der Countdown für den neuen Start wurde am Samstag wieder aufgenommen. Die Raumfähre soll morgen um 10.39 Uhr (16.39 Uhr MESZ) vom Startgelände in Cape Canaveral in Florida abheben. Das ist die gleiche Uhrzeit wie bei der Raumfähre "Columbia" vor zweieinhalb Jahren. Deren Absturz im Februar 2003 führte zum Stopp des US-Raumfährenprogramms. Damals kamen alle sieben Astronauten bei der Rückkehr zur Erde ums Leben.

Der stellvertretende Leiter des Shuttle-Programms, Wayne Hale, und andere Nasa-Vertreter verteidigten während einer Pressekonferenz am Sonntag die Entscheidung für einen Start auch bei einem erneuten Auftauchen des Problems mit dem Treibstoffsensor. Hale räumte ein, dass ein Start mit nur drei statt vier funktionierenden Treibstoffanzeigern im Außentank ein Abweichen von den Sicherheitsregeln wäre. Die Nasa bleibe aber dennoch der Sicherheit verpflichtet.

Laut Hale ist immer noch nicht klar, weshalb der Treibstoffsensor nicht funktionierte. Techniker hatten in der vorigen Woche einige Reparaturarbeiten an der Elektrik vorgenommen in der Hoffnung, das Problem nun behoben zu haben.

Die sieben Astronauten der Raumfähre waren bereits am 13. Juli in ihren Sitzen festgeschnallt gewesen, als ein Problem an einem der Treibstoffsensoren auftrat und der Start der Raumfähre daher kurzfristig abgesagt wurde. Die genaue Ursache des Defekts ist bislang trotz umfassender Tests nicht gefunden worden. Allerdings ist es nach Angaben der Nasa möglich, dass technische Veränderungen, die im Zuge der Tests an der Raumfähre vorgenommen wurden, das Problem verschwinden ließen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: Jürgen am 26 Juli, 2005, 03:22
Wenn das schief geht, ist das das Ende der NASA.

Unverantwortlich!!
Titel: "Discovery" erfolgreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juli, 2005, 17:04
Nach mehr als zweijähriger Unterbrechung hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa wieder eine Raumfähre ins All geschickt. Der Start verlief problemlos. Zwölf Tage sollen die sieben Astronauten um die Erde kreisen.

Cape Canaveral - Das Zittern und Bangen der Nasa-Mitarbeiter ist zu Ende - zumindest vorerst. Pünktlich um 16.39 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hob die Raumfähre "Discovery" vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.

Der gelungene Start ist nicht nur psychologisch wichtig für die Nasa. Der Absturz der Fähre "Columbia" Anfang 2003 hatte die Raumfahrtbehörde in eine Krise gestürzt. Mühsam wurden die Fehler aufgerollt, die zu der Katastrophe geführt hatten.

Auch die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS hängt von der erfolgreichen Aufnahme der Shuttle-Flüge ab. In den vergangenen zwei Jahren waren es russische Sojus-Raumschiffe, die die Versorgung der Besatzung allein übernehmen mussten.

"Der Start des Space Shuttles 'Discovery' markiert den Anfang von Amerikas neuem Weg zu Mond, Mars und darüber hinaus", sagte Nasa-Sprecher George Diller der Website des Fernsehsenders CNN.

Wayne Hale, Manager der Shuttle-Mission, bekannte, er sei den ganzen Morgen über sehr nervös gewesen. "Es war ein großer Tag."

In den Stunden dem Start hatte es keinerlei Probleme mehr mit den Treibstoffsensoren gegeben. Ein erster Startversuch am 13. Juli war knapp zweieinhalb Stunden vor dem Abheben abgebrochen worden, weil einer der Sensoren nicht richtig funktionierte. Um an den Sensor zu gelangen, mussten die Techniker den Treibstoff aus flüssigem Wasser- und Sauerstoff aus dem Tank ablassen. Auch nach der Untersuchung von 161 möglichen Ursachen stand die Ursache des Defekts nicht eindeutig fest.

Sigmar Wittig, Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), beglückwünschte Nasa-Chef Michael Griffin zur erfolgreichen Wiederaufnahme der Shuttle- Flüge: "Mit diesem Shutttle-Start ist eine wichtige Voraussetzung für die wissenschaftlich-technische Nutzung der Internationalen Raumstation ISS gegeben." Gleichzeitig rücke der "mit Spannung erwartete" Langzeitaufenthalt des deutschen Esa-Astronauten Thomas Reiter auf der ISS näher. Reiter soll im Herbst mit der Fähre "Atlantis" ins All fliegen.

Besatzung in Hawaii-Hemden

Neben Kommandeurin Eileen Collins, 48, war eine weitere Astronautin, Wendy Lawrence, 46, an Bord der "Discovery" gegangen. Die sieben Besatzungsmitglieder, unter ihnen auch der Japaner Soichi Noguchi, 40, hatten gegen Mitternacht ihre letzte Mahlzeit vor dem Start zu sich genommen. Collins entschied sich für Toastbrot und eine Fruchtschale, ihr Ko-Pilot Jim Kelly aß lediglich etwas Obst.

Seit Wochen hatte sich die Crew auf diesen Tag vorbereitet. Schon eine halbe Stunde nach Mitternacht (06.30 Uhr MESZ) wurde die Besatzung geweckt. Zur gleichen Zeit begannen Nasa-Techniker mit dem Einfüllen von rund 1,9 Millionen Litern flüssigem Sauer- und Wasserstoff in den großen Treibstofftank.

Die letzten Stunden des Countdowns haben nicht nur viel mit Routine, sondern auch mit Tradition zu tun. Obligatorisch ist beispielsweise das Gruppenfoto vor dem Start. Die Besatzung trug dafür bunte Hawaii-Hemden. Nicht wegzudenken ist auch die traditionelle Torte mit den Insignien der Weltraummission - in diesem Fall STS-114 für den 114. Shuttle-Flug.

Die Raumfähre "Discovery" ist der derzeit älteste Shuttle im Dienste der Nasa. Ihren Jungfernflug absolvierte sie am 30. August 1984. Die "Discovery" gilt als das Arbeitspferd der Nasa. Sie wurde als dritte Raumfähre gebaut und hat inzwischen mit 30 Flügen mehr absolviert als jeder andere der ursprünglich fünf Shuttles. Sie verbrachte rund 242 Tage im All und legte knapp 159 Millionen Kilometer zurück. Es war die "Discovery", die das das Weltraumteleskop "Hubble" ins Weltall brachte.

Während ihrer zwölftägigen Mission soll die Besatzung der "Discovery" an die ISS andocken. Zwei Astronauten sollen bei Weltraumspaziergängen versuchen, an der Raumstation mit giftigen Substanzen Reparaturarbeiten vorzunehmen. Darüber hinaus soll ein Roboter-Greifarm mit Laserstrahlen eingesetzt werden. Schließlich ist geplant, ein Gyroskop auszuwechseln, mit dem die Raumstation automatisch durch das All gesteuert wird.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re:"Discovery" erfolgreich gestartet
Beitrag von: Jürgen am 26 Juli, 2005, 21:22
Wie den aktuellen Nachrichtensendungen zu entnehmen ist, sollen abermals Teile der Tankisolation abgefallen sein. In etwa 12 Tagen werden wir ja wissen, ob das irgendwelche Auswirkungen hat...
Titel: RAUMFÄHRE "DISCOVERY" : Nasa hält schon Notfallplan bereit
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2005, 19:06
Wie groß die Schäden an der "Discovery" wirklich sind, ist noch unklar. Doch die Nasa hat für den schlimmsten Fall vorgesorgt: Sollte die Raumfähre aufgrund der Beschädigungen am Hitzeschild nicht mehr zur Erde zurückkehren können, soll das zweite Shuttle, die "Atlantis", die Astronauten abholen.

Die Astronauten an Bord der "Discovery" und die Experten der Nasa suchen derzeit intensiv nach Schäden an der Raumfähre. Während die Shuttle-Besatzung mit einem am Greifarm montierten Laser-Sensor und einer Kamera die Außenhülle Zentimeter für Zentimeter nach Löchern absuchte, kontrollierten die Techniker am Boden die riesigen Mengen an Videomaterial vom Start.

Im besten Fall wird die Nasa zu dem Schluss kommen, dass das bereits entdeckte, knapp vier Zentimeter große Loch im Hitzeschild der "Discovery" als ungefährlich eingestuft und die Mission wie geplant fortgesetzt wird.

Sollte das nicht der Fall sein, könnten die Astronauten einen Reparatursatz benutzen, den sie auf diesem Flug eigentlich nur testen sollten. In dem Koffer befinden sich Werkzeuge, die das Flicken der Shuttle-Außenhülle im All ermöglichen sollen.

Zwar hatte die Besatzung um Kommandantin Eileen Collins bereits signalisiert, dass sie solchem Flickwerk auf dem Rückweg zur Erde kaum trauen würden. "Im Notfall müssten sie es aber versuchen", sagte Volker Sobig, Experte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Die Reparatur wäre sicher das kleinere Übel."

Der Flicken müsse ohnehin nur die ersten Minuten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen, wenn der Shuttle in einer Höhe von rund 60 Kilometern der größten thermischen Belastung mit Temperaturen von bis zu 1600 Grad ausgesetzt sei. Die "Columbia" war im Februar 2003 in dieser kritischen Phase auseinander gebrochen.

Das größere Übel wäre laut Sobig, wenn der Schaden an der "Discovery" zu groß wäre, um den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu wagen. In diesem Fall müssten die sieben Astronauten die zwei Milliarden Dollar teure Raumfähre aufgeben und an Bord der Internationalen Raumstation ISS gehen.

Notfallplan zur Astronauten-Rettung

In diesem Fall würde der "Launch on Need"-Plan der Nasa greifen, der eigens für die beiden ersten Flüge nach der "Columbia"-Katastrophe von 2003 aufgestellt wurde. Er besagt, dass das Space Shuttle "Atlantis" innerhalb von 28 bis 35 Tagen nach der Havarie der "Discovery" startbereit sein soll, um die gestrandete Besatzung von der ISS zu holen.

Die wichtigste Frage bis dahin wäre, ob die Wasser-, Nahrungs- und Sauerstoffvorräte in der ISS ausreichen, um neun statt bisher zwei Menschen am Leben zu halten.

"Wir haben ausgerechnet, was an Wasser und Nahrung vorhanden ist", sagte Mark Geyer, der für die Versorgung der ISS verantwortliche Manager, dem Fachblatt "Aviation Week & Space Technology". Das wichtigste technische Teil für den Fall einer "Discovery"-Havarie sei das Gerät zur Filterung des Kohlendioxids aus der Atemluft im US-Labormodul der ISS. Sollte der Filter nicht funktionieren, könnten die Besatzungen der "Discovery" und der ISS gemeinsam nur 16 Tage überleben - was für eine Rettung durch die "Atlantis" wohl zu kurz wäre. Man habe deshalb ausreichend Ersatzteile zur ISS geschafft, um den Betrieb des Kohlendioxid-Filters sicherzustellen.

Im besten Fall hätte die Nasa laut Geyer 70 Tage, um die "Discovery"-Besatzung von der ISS zu holen - vorausgesetzt, alle Systeme arbeiteten fehlerfrei und die Shuttle-Astronauten würden auf halbe Rationen gesetzt. Die ISS-Crew müsste normal weiter essen und trainieren, um für die Landung an Bord einer russischen "Sojus"-Kapsel fit genug zu sein.

Selbst im Falle eines Erfolgs wäre eine solche Rettungsaktion ein Desaster für die Nasa. "Das würde mit großer Wahrscheinlichkeit das vorzeitige Aus des Shuttle-Programms bedeuten", meint Sobig. Zu hoffen blieben dann nur noch, dass der geplante Nachfolger, das "Crew Exploration Vehicle" (CEV), früher in Dienst gestellt werden könnte als erst 2014, wie es die bisherigen Planungen vorsehen.

Stichflamme an der Feststoffrakete

Wie erst jetzt bekannt wurde, sorgte beim Start der "Discovery" neben den sich lösenden Trümmerteilen und dem Loch im Hitzeschild noch ein weiteres Detail für Diskussionen bei der Nasa. Etwa anderthalb Minuten nach dem Start des Shuttles fingen die Videokameras eine Stichflamme an einer der Feststoffraketen ein. Sie erinnerte optisch an die Flamme, die kurz vor der Explosion der "Challenger" im Jahr 1986 zu sehen war. Die Raumfähre explodierte damals 70 Sekunden nach dem Start, weil der Haupttank Feuer gefangen hatte. Ursache dafür war ein defekter Dichtungsring an der rechten Feststoffrakete.

Damit sei die Stichflamme auf dem "Discovery"-Video jedoch nicht zu vergleichen, betont Kyle Herring vom Johnson Space Center der Nasa: "Das ist ein bekanntes Phänomen, das wir schon von anderen Starts kennen", sagte Herring zu SPIEGEL ONLINE. "Diese Stichflamme kommt durch die Luftzirkulation zustande, die den Antriebsfeuerstrahl hoch drückt. Die Ursache ist eine Kombination von Luftdichte, Verwirbelungen und der hohen Geschwindigkeit des Shuttles in dieser Höhe."

Sollte die "Discovery" am 7. August problemlos landen, wäre die bemannte US-Raumfahrt vorerst gerettet. Von einem erfolgreichen Verlauf der Mission hängen unter anderem der Fortbestand der Internationalen Raumstation ISS und die weitere Existenz des Hubble-Weltraumteleskops ab, über dessen Reparatur Nasa-Direktor Michael Griffin nach zwei erfolgreichen Shuttle-Missionen entscheiden will.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: Nasa hält schon Notfallplan bereit
Beitrag von: Jürgen am 27 Juli, 2005, 19:46
Ich habe das Gefühl, uns werden zumindest teilweise Märchen erzählt...

Zum Einen soll das Shuttle doch angeblich Vorräte für Monate liefern.
Wenn die Astronauten den Weg zur ISS schaffen, dann doch wohl die Vorräte auch. Zudem hat das Shuttle auch für den Bord-Bedarf eigene Vorräte und Reserven. Immerhin soll die Shuttle-Mission ohnehin planmässig 12 Tage dauern, die ISS ist - wie früher die MIR - mit Sicherheit für Langzeitaufenthalte auch Monate über den geplanten nächsten Versorgungsflug hinaus versorgt. Denn solche Versorgungs-Ausfälle gab's früher auch schon, ohne dass jemand verhungert oder erstickt ist. Was z.B. für zwei ein halbes Jahr reicht, müsste unter gleichen Bedingungen für neun immer noch 40 Tage reichen, die Vorräte des Shuttle nicht mitgerechnet.

Wenn allerdings das Shuttle wirklich nicht mehr zur Rückkehr taugen sollte, muss das zunächst von der Station entfernt werrden, rechtzeitig bevor die Atlantis dort anlegen soll. Allein oben bleiben kann's nicht, auch die Station muss immer wieder mit Triebwerkskraft angehoben werden, da sie stetig abgebremst wird, durch die äussersten Randschichten der Atmosphäre. Zudem ist das Shuttle meines Wissens nicht fernsteuerbar. Ein kontrollierter Absturz käme dann ohne jede Besatzung nicht infrage...

Selbst wenn man vielleicht über Weltraumspaziergänge oder ähnliche Manöver schaffen könnte, die Discovery-Besatzung auf die Atlantis zu bekommen, an der ISS kann die Discovery auf Dauer nicht verbleiben. Es gibt noch kein zweites Andock-Modul für Shuttles und kein probates Mittel, die Gesamtkonstruktion dann ohne recht viel Treibstoff stabil zu halten. Auch ist nicht sichergestellt, dass eine Sojus-Kapsel oder ein unbemannter Versorger anlegen kann, solange das Shuttle dort ist. Selbiges verfügt übrigens nicht über Solarzellen, die Versorgung der elektrischen Bordsysteme durch das Andock-Modul von der ISS ist höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft möglich. Höchstens mit viel Bastel-Geschick das Aufladen der Batterien...

Mir scheint, da wird sehr hoch gepokert, und zwar mit Menschenleben.
Titel: RAUMFAHRT : Nasa stoppt Shuttle- Flüge
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2005, 09:19
Schwerer Rückschlag für die bemannte amerikanische Weltraumfahrt: Nachdem sich beim Start der "Discovery" ein Stück Isolationsschaum vom Außentank gelöst hatte, entschied die Nasa, weitere Shuttle-Starts auszusetzen.

Houston - Nasa-Programmdirektor Bill Parsons sprach gestern Abend in Houston von einem Rückschlag und einer persönlichen Enttäuschung nach der Freude über den Start der Raumfähre "Discovery". Er wollte sich nicht festlegen, ob in diesem Jahr überhaupt noch ein weiterer Shuttle vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida starten wird. Nach bisherigen Plänen sollte die Raumfähre "Atlantis" am 9. September zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen.

Die "Discovery" soll heute um 13.18 Uhr MESZ an der ISS andocken. Seit dem tödlichen Absturz der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 waren alle drei verbliebenen Nasa-Raumfähren zur Verbesserung der Sicherheit am Boden geblieben.

Anders als bei der "Columbia"-Katastrophe hat das abgefallene Stück Schaumstoff vom Außentank der "Discovery" keine Hitzekacheln der Raumfähre getroffen und beschädigt. Der Schaumstoff soll nach Nasa-Angaben unter anderem einen Kabelschacht am 50 Meter hohen Außentank vor Windturbulenzen schützen. Der Außentank wurde nach dem "Columbia"-Unglück neu konstruiert und hat nach den Worten Parsons alle Tests im Windkanal bestanden.

Beim Anflug auf die internationale Raumstation will die NASA auch Aufnahmen aus rund 180 Metern von drei beschädigten Hitzekacheln an der Unterseite der "Discovery" machen. Diese Beschädigungen, deren Ursache noch nicht eindeutig geklärt ist, seien kein Problem, das einem den Schlaf raube, sagte der stellvertretende Programmdirektor Wayne Hale. Erst nach Auswertung aller Daten werde entschieden, ob die Raumfähre mit den Beschädigungen zurück zur Erde fliegt oder im Weltall repariert wird.

Die siebenköpfige Crew hat vor dem Andocken an der ISS mit einer Art sehendem Roboterarm die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre besonders strapazierten Hitzekacheln an der Nase und den Flügeln des Shuttles auf Risse untersucht. "Ich habe großes Vertrauen in den Hitzeschutz", sagte Wayne. Von einer Gefahr für die Raumfahrer beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wollte die Nasa nicht sprechen.

Quelle und Links : http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367116,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367116,00.html)
Titel: NOTFALLPLAN : Rettungsshuttle soll am Boden bleiben
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2005, 15:44
Noch ist unklar, wie stark die "Discovery" beschädigt wurde. Die Nasa geht davon aus, dass die Raumfähre den Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen wird. Ein Rettungseinsatz der "Atlantis" sei nicht erforderlich. Die Russen haben derweilen eine Rückkehr der Shuttle-Besatzung in "Sojus"-Kapseln ausgeschlossen.

Nach bisherigen Plänen sollte die Raumfähre "Atlantis" am 9. September zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Der Shuttle ist auch ein zentrales Element im Notfallplan zur möglichen Rettung der "Discovery"-Besatzung. Doch den Einsatz der "Atlantis" hält Nasa-Programmdirektor Bill Parsons nach den neuesten Erkenntnissen für unwahrscheinlich: Seiner Einschätzung nach sei die "Discovery" im guten Zustand für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

In den ersten Stunden des Flugs hatten die sieben Astronauten mit Hilfe einer Infrarot-Kamera und eines Laser-Scanners bereits genauestens Flügel und Nase des Shuttle auf mögliche Schäden untersucht, ohne etwas zu entdecken. "Ich habe großes Vertrauen in den Hitzeschutz", sagte Wayne Hale, stellvertretender Leiter des Shuttle-Programms.

Die russische Raumfahrtbehörde "Roskosmos" erklärte heute, dass sie im Notfall die Shuttle-Astronauten nicht mit Sojus-Kapseln auf die Erde zurückbringen könnte. Jeder Raumfahrer müsste in speziell zugeschnittenen Schalensitzen festgeschnallt werden, um Verletzungen bei der Landung zu vermeiden. Solche Sonderanfertigungen gebe es für die sieben "Discovery"-Astronauten nicht.

Die US-Raumfahrtbehörde hatte vorerst alle weiteren geplanten Shuttle-Flüge abgesagt. Die Entscheidung fiel gestern nach Auswertung von Kamera-Aufzeichnungen des Starts der "Discovery". Demnach löste sich ein Stück Schaumisolierung - etwa 61 mal 74 Zentimeter groß - von dem Tank, traf und beschädigte die Raumfähre aber nicht wie vor zweieinhalb Jahren die verunglückte "Columbia".

"Nennen Sie es Glück oder was auch immer, es hat den Shuttle nicht getroffen", sagte Parsons. Wenn der Schaum früher abgebrochen wäre, hätte die "Discovery" katastrophal beschädigt werden können. "Wir denken, das wäre wirklich schlecht gewesen, das ist nicht akzeptabel", sagte Parsons' Stellvertreter, Wayne Hale und begründete damit den Stopp weiterer Shuttle-Missionen.

Die "Discovery" soll heute um 13.18 Uhr MESZ an der ISS andocken. Beim Anflug auf die internationale Raumstation will die NASA auch Aufnahmen aus rund 180 Metern von drei beschädigten Hitzekacheln an der Unterseite der "Discovery" machen. Diese Beschädigungen, deren Ursache noch nicht eindeutig geklärt ist, seien kein Problem, das einem den Schlaf raube, sagte Hale.

Beim bevorstehenden Andocken an die ISS werden keine Probleme erwartet. "Bislang läuft alles nach Plan", sagte ein Sprecher des russischen Flugleitzentrums bei Moskau. Die erfahrene Kommandantin Eileen Collins wird die "Discovery" per Handsteuerung an die ISS bugsieren. Zwei Stunden nach dem Andocken sollen die Schleusen um 15.19 Uhr MESZ geöffnet werden, damit die Astronauten in die ISS hinüberschweben können.

Erst nach Auswertung aller Daten will die Nasa beschließen, ob die Raumfähre mit den Beschädigungen zurück zur Erde fliegt oder im Weltall repariert wird. Sollte die Nasa entscheiden, dass der Rückflug der "Discovery" ein zu großes Sicherheitsrisiko wäre und eine Reparatur im All ausschließen, müssten alle sieben Astronauten in der ISS bleiben. In diesem Fall wäre ein Einsatz des Shuttles "Atlantis" erforderlich. Innerhalb von höchstens 70 Tagen müsste die Raumfähre die Astronauten abholen, da sonst die Sauerstoff- und Essensvorräte auf der ISS nicht mehr ausreichen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: SHUTTLE- MANÖVER : "Discovery" sicher an ISS angedockt
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2005, 15:46
Die US-Raumfähre "Discovery" hat die Internationale Raumstation ISS erreicht und sicher angekoppelt. Zuvor war die Fähre von der ISS aus von allen Seiten fotografiert worden, um mögliche Schäden am Hitzeschild zu finden.

Das Manöver lief ab wie am Schnürchen. Um 13.24 Uhr, wenige Minuten nach dem geplanten Zeitpunkt, dockte das US-Shuttle an die Internationale Raumstation ISS an. Dies teilte das russische Flugleitzentrum in Kaliningrad bei Moskau mit. Zwei Stunden später, um 15.19 Uhr, sollen die Luken geöffnet werden. Die ISS-Bewohner Sergej Krikaljow und John Phillips dürften sich über die Besucher freuen.

Unmittelbar vor dem Andocken der "Discovery" an die ISS haben Krikaljow und Phillips von der ISS aus den Shuttle rundum fotografiert. Die Raumfähre drehte sich dafür planmäßig um 12.15 Uhr MESZ um die eigene Achse, wie ein Nasa-Sprecher am Donnerstag in Moskau mitteilte. Zum Fotografieren hatten die beiden ISS-Astronauten 93 Sekunden Zeit, die Raumfähre war zu diesem Zeitpunkt knapp 200 Meter von der Raumstation entfernt.

Die Fotos vom Shuttle sollen mögliche Beschädigungen an der Außenhülle dokumentieren, die beim Start am Dienstag entstanden sein könnten. Krikaljow und Phillips benutzten Digitalkameras mit Teleobjektiven. Erste Aufnahmen wurden bereits zur Erde gefunkt, Ergebnisse der Auswertung würden zum Wochenende erwartet, hieß es.

Für die Crew der US-Raumfähre "Discovery" reicht nach Einschätzung russischer Experten im Notfall das Essen und Trinken auf der Internationalen Raumstation ISS maximal einen Monat.

"Wir hoffen sehr, dass die Probleme mit dem Shuttle noch im All beim Außeneinsatz der Astronauten behoben werden können", sagten Mitarbeiter der Flugleitzentrale bei Moskau der Agentur Interfax. Sollte eine Rückkehr der sieben US-Astronauten an Bord eines US-Shuttles unmöglich sein, täten sich eine Reihe großer Probleme auf.

Da die US-Weltraumbehörde Nasa nach dem Start der Raumfähre "Discovery" alle weiteren Space-Shuttle-Flüge ausgesetzt hat, dürften wie schon in den vergangenen zweieinhalb Jahren nur russische Raumschiffe zur ISS starten. In die "Sojus"-Kapseln passen aber nur maximal drei Raumfahrer. Mit der "Discovery"-Crew werden sich insgesamt neun Astronauten an Bord der ISS aufhalten.

Nach Ansicht der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist es grundsätzlich nicht möglich, die "Discovery"-Besatzung mit russischer Technik zur Erde zurückzubringen. Für die mitunter harte Landung der russischen Sojus-Kapseln müsse jeder Kosmonaut an Bord in speziell auf ihn zugeschnittenen Schalensitzen festgeschnallt werden, sagte ein Sprecher der Behörde in Moskau. Solche russischen Sonderanfertigungen gebe es für die sieben "Discovery"-Astronauten nicht. Zudem sei die US-Crew körperlich nicht auf eine Landung in der an einem Fallschirm hängenden Kapsel vorbereitet.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY" : Notreparatur im All
Beitrag von: SiLæncer am 30 Juli, 2005, 14:57
Zwei Astronauten haben die US-Raumfähre "Discovery" verlassen. In den kommenden Stunden werden sie nach Schäden in der Außenhülle suchen - und neue Reparaturtechniken für den Hitzeschutzschild austesten.

Houston - Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa öffneten der Japaner Soichi Noguchi und sein US-Kollege Steven Robinson um 11.46 Uhr MESZ die Luftschleuse zwischen dem Shuttle und dem offenen Ladeschacht. Bei dem auf rund sechseinhalb Stunden angesetzten Ausflug sollen die Astronauten unter anderem mögliche Notreparaturen an der Discovery machen. Auf ihrer achttägigen Mission soll die Discovery-Mannschaft insgesamt drei Weltraumspaziergänge unternehmen.

Der Chef der US-Weltraumbehörde Nasa, Michael Griffin, lobte die sieben Astronauten als "tapfere Besatzung". Er zeigte sich davon überzeugt, dass die US-Weltraumbehörde die wieder aufgetretenen Probleme mit dem Isolierschaum des externen Treibstofftanks in den Griff bekommt und gegen Ende des Jahres wieder ein Shuttle starten lassen kann. Dazu sei ein "Tiger-Team" gebildet worden.

Griffin übernahm persönlich die Verantwortung dafür, dass in den zweieinhalb Jahren nach der "Columbia-"Katastrophe mit sieben Toten nicht die Ursachen für deren Absturz beim Wiedereintritt komplett beseitigt worden seien.

Die "Discovery" soll möglicherweise einen Tag länger als geplant an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt bleiben und dementsprechend später zur Erde zurückkehren. Wie Einsatzleiter im Weltraumzentrum Houston erklärten, könnte dies eine Konsequenz aus der Anordnung von Griffin sein, die "Discovery"-Besatzung möge alle Möglichkeiten prüfen, Lebensmittel- und Wasserreserven bis hin zu Computern und anderen Geräten in der Raumstation zu lassen. Dies solle der ISS-Besatzung für den Fall zugute kommen, dass die Shuttle-Flüge länger ausgesetzt werden müssten.

Allerdings kamen Nasa-Ingenieure nach Auswertung weiterer Kamera-Aufzeichnungen vorerst zu dem Schluss, dass die Rückkehr der "Discovery" zur Erde nicht gefährdet sei. Ein Flügel sei zwar möglicherweise beim Start von einem kleineren Stück Isolierschaum getroffen worden. Anlass zur Sorge gebe es aber nach Ansicht der Techniker nicht, erklärte der stellvertretende Leiter des Shuttle-Programms, Wayne Hale. Nach ursprünglicher Planung soll die "Discovery" am 7. August zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: WELTRAUMSPAZIERGANG : Nasa-Astronauten beenden Shuttle-Check
Beitrag von: SiLæncer am 30 Juli, 2005, 19:59
Washington - Stephen Robinson und Soichi Noguchi hatten die Außenhülle der Raumfähre auf Schäden untersucht und Reparaturtechniken erprobt. Nasa-Sprecher John Ira Petty sagte in Houston, es sei nach bisherigen Analysen nichts entdeckt worden, das einen Rückkehr des Shuttle zur Erde gefährden könnte.

Bereits am Freitag hatte die Besatzung die Außenhülle der Raumfähre mit einem Laserscanner untersucht, um Schäden festzustellen. Beim Start hatte ein vom Treibstofftank abgebrochenes Schaumstoffteil die Raumfähre getroffen.

Bei einem ähnlichen Zwischenfall war 2003 die Tragfläche der "Columbia" beschädigt worden, was beim Wiedereintritt in die Atmosphäre zur Zerstörung der Raumfähre und zum Tod der Besatzung führte. Die Nasa investierte zweieinhalb Jahre Arbeit und eine Milliarde Dollar in die Lösung dieses Problems.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Hitzekacheln der Space Shuttle sind "tauglich für Wiedereintritt"
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2005, 11:56
Die beschädigten Kacheln des Hitzeschildes der Raumfähre Discovery stellen nach Ansicht der NASA-Ingenieure keine Gefahr beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre dar -- oder im bedächtigen NASA-Jargon ausgedrückt: Man hat sie als "fit for entry" erklärt, nachdem die von der ISS aus geschossenen Fotos der Discovery-Unterseite ausgewertet wurden. Die Missionsleitung hat außerdem entschieden, die Discovery einen Tag länger als ursprünglich geplant im Orbit zu belassen. Die Astronauten brächten derzeit mehr Wasser und andere Vorräte in die Raumstation ISS -- für den Fall, dass sich weitere Space-Shuttle-Flüge verzögern.

Am Samstag hatten die Astronauten Steve Robinson und Soichi Noguchi einen fast sieben Stunden dauernden Außeneinsatz zu überstehen, während dessen sie erprobt haben, wie sich das Shuttle-Hitzeschild im All reparieren lässt. Mit einem als Non-Oxide Adhesive eXperimental (NOAX) bezeichneten Kitt hat Robinson Kacheln aus einem neu entwickelten, reinforced carbon-carbon (RCC) genannten Material an die Außenhaut geklebt, während Noguchi sich darin übte, (absichtlich noch auf der Erde beschädigte) Kacheln mit einer "emittance wash" genannten Substanz zu verspachteln. Ein beschädigtes Hitzeschild hatte im Februar 2003 zum Tod der gesamten Columbia-Crew geführt. Beim Start waren Hitzekacheln am linken Flügel beschädigt worden. Als die Raumfähre wieder in die Atmosphäre eindrang, brach sie auseinander.

Die NASA hat mit ihrem Return to Flight-Programm kein rechtes Glück. Erst wurde der Start wegen eines defekten Tank-Sensors verschoben, dann hatten sich während des Starts Teile des Außentanks abgelöst. Nach Angaben des NASA-Programmdirektors Bill Parsons steht in den Sternen, ob in diesem Jahr überhaupt noch ein weiteres Shuttle vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida abheben wird. Nach bisherigen Plänen sollte die Raumfähre Atlantis am 9. September zur internationalen Raumstation ISS fliegen.

Quelle : www.heise.de
Titel: "Discovery": Schaden am Shuttle entdeckt
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2005, 19:45
Die "Discovery"-Besatzung muss möglicherweise eine riskante Reparatur an der Raumfähre durchführen. Die Nasa äußerte sich besorgt über zwei Streifen Füllmaterial, die von der Unterseite des Shuttles herabhängen.

Houston - Ingenieure sollten morgen analysieren, ob das Material ein Sicherheitsrisiko darstelle, erklärte die Raumfahrtbehörde. In diesem Fall müsste ein Astronaut von einem Kran aus versuchen, die Streifen abzuschneiden oder wieder zu befestigen, sagte Flugdirektor Paul Hill.

Bei dem von der Unterseite des Shuttles herabhängenden Streifen handelt es sich um eine Fasermischung, die die Fugen zwischen den Hitzeschutzkacheln ausfüllt. Einer der beiden Streifen ist 2,5 Zentimeter, der andere 1,5 Zentimeter lang. Es besteht die Gefahr, dass sich das Material beim Wiedereintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre entzünden könnte. Die Nasa betonte allerdings, dass sich auch schon bei früheren Missionen Teile des Füllmaterials gelöst hätten, ohne dass etwas passiert sei.

Gestern hatten zwei Crew-Mitglieder neue Reparaturtechniken im Weltraum getestet. Diese waren als Konsequenz aus der "Columbia"-Katastrophe im Februar 2003 entwickelt worden. In einem fast siebenstündigen Außeneinsatz führten der Amerikaner Stephen Robinson und der japanische Astronaut Soichi Noguchi simulierte Reparaturarbeiten an Mustern von Hitzeschutzkacheln aus. Dabei wurden Risse mit einer Füllmasse gestopft, die sich den Astronauten zufolge auch unter Weltraumbedingungen gut auftragen ließ.

Der nun entdeckte Schaden ist indes nicht so leicht zu beheben. Zur Reparatur des Problems müsste sich ein Astronaut auf einen langen Roboterarm stellen, um die kritische Stelle erreichen zu können. Diese Vorstellung mache viele Experten nervös, sagte Hill.

Shuttle verlängert Weltraumaufenthalt

Unterdessen soll die "Discovery" einen Tag länger im Weltall bleiben als geplant. Die Rückkehr der sieben Astronauten auf die Erde verschiebt sich damit auf den 8. August.

Mit der Verlängerung des Aufenthalts im Weltall werde den Astronauten zusätzlich Zeit gegeben, um mehr Ausrüstung an die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS zu übergeben, erklärte Nasa. Dies sei notwendig, weil der nächste Shuttle-Flug wahrscheinlich verschoben werde.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY"- AUSSENEINSATZ : Astronauten reparieren Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 01 August, 2005, 12:35
Astronauten des Space Shuttles "Discovery" absolvieren in diesen Stunden ihren zweiten Weltraumspaziergang. Zunächst soll nicht die Raumfähre selbst, sondern die Internationale Raumstation ISS gewartet werden. Eine Reparatur des Hitzeschilds am Shuttle wäre dagegen weit riskanter.

Cape Canaveral - Ganz ohne Verspätung geht derzeit offenbar nichts bei der Nasa. Auch der ursprünglich für 10.14 MESZ geplante Ausstieg zweier Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" aus der Internationalen Raumstation ISS hat sich zunächst verzögert. Die Ausrüstung und Technik müssten vor dem Einsatz besonders sorgfältig geprüft werden, sagte ein Nasa-Mitarbeiter im russischen Flugleitzentrum bei Moskau.

Rund eine halbe Stunde nach dem Zeitplan begannen der Amerikaner Stephen Robinson und der Japaner Soichi Noguchi mit ihrem etwa sechsstündigen Außeneinsatz. Die beiden Astronauten sollen ein defektes Instrument an Bord der ISS austauschen. Das sogenannte Gyroskop dient dazu, die Raumstation auf einer stabilen Umlaufbahn um die Erde zu halten. Es ist etwa so groß wie eine Waschmaschine und wiegt auf der Erde rund 300 Kilogramm. Die Nasa überträgt den Weltraum-Spaziergang live auf der Nasa-TV-Internetseite.

Möglicherweise steht der "Discovery"-Besatzung in den nächsten Tagen ein weiterer, bei weitem risikoreicher Außeneinsatz bevor. Bei jüngsten Inspektionen des an die ISS angedockten Shuttles war festgestellt worden, dass sich an zwei Stellen am Bauch der "Discovery" Füllstreifen aus den Fugen zwischen den Hitzekacheln gelöst haben.

An einer Stelle steht der Streifen zweieinhalb Zentimeter weit ins All ab, sagte Nasa-Mitarbeiter Steve Poulos. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre könne dies zu einer Temperatursteigerung um 15 bis 25 Prozent führen. Im Normalfall müssen die Hitzekacheln an der Unterseite der "Discovery" bis zu 1400 Grad Celsius aushalten.

Füllmasse wird zum zweiten Dauerproblem

Im Unterschied zu den anderen bisher entdeckten Schäden sei die herausstehende Füllmasse nicht das Ergebnis eines Trümmerteil-Treffers. Vielmehr habe wahrscheinlich der Kleber nachgegeben, der die Füllmasse an der metallenen Außenhülle des Raumschiffs festhalten soll, sagte Poulos.

Damit hat die Nasa neben der Schaumstoff-Isolierung des Haupttanks das nächste technische Grundsatzproblem mit den Shuttles. Man werde nun daran arbeiten, die Füllmasse zu verbessern, um künftige Probleme zu vermeiden, kündigte Poulos an.

Schäden an der Füllung zwischen den Hitzekacheln hatten sich schon früher bei Shuttle-Missionen gezeigt, aber bis zum 1. Februar 2003 keine Folgen gehabt. "Erst der Absturz der 'Columbia' hat uns gezeigt, dass wir Russisches Roulette mit den Astronauten gespielt haben", sagte der stellvertretende Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale.

Die Nasa will am heutigen Montag entscheiden, ob die "Discovery" im All repariert werden muss. Das aber könnte sich schwierig gestalten: Die betroffenen Stellen befinden sich am Bauch der Raumfähre, der nur schwer zu erreichen ist. Wahrscheinlich müsste ein Astronaut am Roboterarm des Shuttles entlanghangeln, um das losgelöste Fugenmaterial aus Filz und Keramik wieder anzukleben - eine Aussicht, die Experten durchaus nervös macht.

Nächster Shuttle könnte noch dieses Jahr starten

Die Reparatur könnte im Rahmen eines ohnehin für Mittwoch geplanten dritten Außeneinsatzes der Shuttle-Astronauten Robinson und Noguchi erfolgen. Die Nasa schloss aber auch einen zusätzlichen Ausstieg ins All nicht gänzlich aus.

Am Samstag hatten die beiden Shuttle-Astronauten bei einem fast siebenstündigen Aufenthalt im All unter anderem neu entwickelte Methoden zur Reparatur von Rissen und Dellen in Hitzekacheln geübt und die Raumfähre von außen inspiziert.

Ein Schaden am Hitzeschild hatte am 1. Februar 2003 zum Absturz der Raumfähre "Columbia" geführt. Der Hitzeschild am Flügel war durch ein beim Start vom Außentank abgeplatztes Stück Isolierschaumstoff so schwer beschädigt worden, dass der Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinanderbrach.

Bereits am Samstag hatte die Nasa die Mission der "Discovery" um einen Tag verlängert. Das soll der Besatzung Zeit für zusätzliche Arbeiten an und in der ISS geben, da unklar ist, wann der nächste Shuttle die Raumstation besuchen kann. Am vergangenen Mittwoch hatte die Nasa erneut alle Shuttle-Missionen ausgesetzt, nachdem auch beim Start der "Discovery" wieder Schaumstoff vom Außentank abgeplatzt war. Nasa-Direktor Michael Griffin hat aber mittlerweile angedeutet, dass das Problem schon bald gelöst und die nächste Raumfähre noch in diesem Jahr starten könne.

Voraussichtlicher Termin für die Rückkehr der "Discovery" zur Erde ist nun der 8. August. Die Nasa will aber erst das Problem der defekten Fugen geklärt haben, bevor offiziell grünes Licht für die Heimreise gegeben wird. Darüber hinaus gebe es nichts, was einer sicheren Rückkehr im Wege stehe, sagte Wayne Hale. Bereits zuvor entdeckte Dellen in mehreren Hitzekacheln stellten kein Problem dar.

Quelle und Links : http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367727,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367727,00.html)
Titel: Schäden an "Discovery": Nasa-Techniker werden immer nervöser
Beitrag von: SiLæncer am 01 August, 2005, 22:18
Die Nasa wird angesichts der Schäden am Space Shuttle "Discovery" zusehends nervös. Eine Reparatur der Raumfähre im All wäre technisches Neuland - und ein riskantes Unterfangen. Derweil wächst die Kritik am Krisenmanagement der Raumfahrtbehörde.

Washington/Cape Canaveral - Die Raumfahrer der Nasa würden wieder einmal eine Pioniertat vollbringen - allerdings keine, die sie sich auch nur entfernt gewünscht haben. Eigentlich hatte die siebenköpfige Besatzung der Raumfähre "Discovery" den Reparatursatz zum Flicken des Shuttle-Hitzeschilds nur für Tests mit ins All genommen. Jetzt aber könnte es geschehen, dass die Astronauten dem Flickzeug ihr Leben anvertrauen müssen.

Zwei unscheinbare Füllstreifen, die zwischen den Hitzekacheln an der Unterseite des Space Shuttles hervorlugen, machen die Techniker der Nasa zunehmend nervös. Denn US-Medienberichten zufolge gibt es innerhalb der Nasa unterschiedliche Auffassungen, ob die Füllstreifen ein ernsthaftes Problem darstellen und, falls ja, wie es zu lösen ist.

Die beiden Streifen am vorderen Rumpf stehen rund 2,5 Zentimeter hervor, wahrscheinlich weil sich der Hitzeschild während des Starts durch Hitze ausgedehnt und wieder zusammengezogen hat. Aerodynamiker der Nasa befürchten, dass beim Wiedereintritt in die Atmosphäre an diesen Stellen Turbulenzen entstehen könnten.

Wenn der Shuttle mit 18-facher Schallgeschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintritt, entstehen an seiner Unterseite Temperaturen von bis zu 1400 Grad Celsius. Hervorstehende Füllstreifen würden, so die Annahme der Nasa-Experten, bis auf kurze Stummel abbrennen. Die aber könnten den Luftstrom stören und die Temperaturbelastung an einzelnen Stellen des Hitzeschilds um 15 bis 25 Prozent steigen lassen.

Die Frage ist, welche Auswirkungen das auf die Struktur des Hitzeschilds hat. "Eine sehr große Gruppe von Leuten schaut sich das äußerst genau an", sagte Wayne Hale, stellvertretender Direktor des Shuttle-Programms. "Wir wollen technische Antworten haben." Der Ausgang der Prüfung sei aber völlig offen.

Während die beiden "Discovery"-Astronauten Steve Robinson und Soichi Noguchi am Montag ihre Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation erfolgreich abgeschlossen und ein Gyroskop der ISS ersetzt haben, wäre eine Reparatur des Shuttle-Hitzeschilds ungleich riskanter. Die Astronauten müssten an die Unterseite ihres Gefährts gelangen, was wohl nur mit Hilfe des Roboterarms möglich wäre. Die Experten seien nervös, weil das nie zuvor versucht worden sei, räumte Paul Hill vom Nasa-Flugleitzentrum in Houston ein. Sollte der Arm beim Reparaturversuch gegen den Shuttle prallen, könnten noch weitaus größere Schäden an der Außenhaut entstehen.

Unterdessen wächst die Kritik am Vorgehen der Nasa, die seit dem "Columbia"-Absturz im Februar 2003 große Summen in die Runderneuerung der Space Shuttles gesteckt hat. Denn das Problem der austretenden Füllmasse war durchaus bekannt, konnte allerdings nicht im Windkanal getestet werden. Die Windkanäle auf der Erde sind höchstens für Mach 6 bis 7 ausgelegt, sagte Hale. Ein Shuttle sei das einzige bemannte Fluggerät, das eine Geschwindigkeit von Mach 18 erreiche.

Darüber hinaus sieht sich die Nasa wachsender Kritik ausgesetzt, weil beim "Discovery"-Start erneut ein Stück Isolierschaumstoff vom Haupttank abgebrochen ist. Ein ähnlicher Vorfall hatte vor zweieinhalb Jahren den Absturz der "Columbia" ausgelöst. Diesmal hatte die Shuttle-Besatzung Glück: Das Stück löste sich erst zwei Minuten nach dem Start, als die "Discovery" schon fast im Orbit war.

Wäre das Stück eine Minute früher abgefallen, hätte es eine Katastrophe auslösen können. Prompt hat die Nasa sofort wieder alle Shuttle-Flüge ausgesetzt, als der Vorfall bekannt wurde. Die Kommission, die zur Untersuchung des "Columbia"-Unglücks eingesetzt wurde, hatte von der Nasa verlangt, das Risiko herabfallender Trümmerteile komplett zu eliminieren. Über die Jahre wurde diese Vorgabe aber aufgeweicht.

Die Versuche der Nasa, das Problem zu lösen, seien "eine Kette von verpassten Chancen und fragwürdigen Entscheidungen", kritisierte die "New York Times". "Und das nicht nur seit der 'Columbia'-Katastrophe, sondern während der gesamten Geschichte des Shuttle-Programms."

Potentiell nützliche Tests seien nicht durchgeführt, innovative Lösungen nicht in Betracht gezogen worden. Am Ende habe für den Isolierschaumstoff, der den mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllten Tank vor der Vereisung schützt, ein altes Ingenieursprinzip gegolten: "Was nicht kaputt ist, soll man nicht reparieren."

Die genaue Stelle, von der beim "Discovery"-Start ein größeres Stück Schaumstoff abbrach - die sogenannte Protuberance Airload Ramp - hatte laut Nasa bei den vorherigen Flügen nie Probleme gemacht. Allerdings fanden zahlreiche Shuttle-Starts bei Dunkelheit statt, so dass herabfallender Schaumstoff nicht sichtbar gewesen wäre. Analysen an den Tanks, die über dem Indischen Ozean abgeworfen wurden, gab es nicht.

Veränderungen an der PAL-Rampe hätten laut Nasa-Direktor Michael Griffin aber das Ingenieursprinzip der verbotenen Reparaturen an funktionierenden Teilen verletzt. In den Monaten nach dem "Columbia"-Unglück habe man darüber diskutiert, ob die PAL-Rampe defekt ist, sagte Griffin. "Wir sind zum falschen Schluss gekommen."

Quelle und Links : http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367835,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367835,00.html)
Titel: SCHÄDEN AM SHUTTLE : Astronauten müssen "Discovery" im All reparieren
Beitrag von: SiLæncer am 02 August, 2005, 12:10
Es ist eine gewagte Aktion: Die Astronauten an Bord der "Discovery" müssen die Raumfähre vor ihrer Rückkehr zur Erde im All reparieren. Auch wenn die Nasa von einem "einfachen Plan" spricht, der Einsatz an der Unterseite des Shuttles ist alles andere als ein Spaziergang.

Washington/Cape Canaveral - Die Astronauten der "Discovery" sollen die Notreparatur am Außenschild der amerikanischen Raumfähre morgen erledigen. Die Entscheidung sei einfach gewesen, weil man jegliche Gefahr für die Astronauten bei der Rückkehr auf die Erde ausschließen wollte, sagte Wayne Hale, stellvertretender Shuttleprogram-Manager der Nasa, am Montagabend im Flugleitzentrum in Houston.

Der Außeneinsatz am Bauch der Fähre wäre der erste seiner Art in der 25-jährigen Geschichte der Raumfähren. "Discovery"-Astronaut Stephen Robinson soll mit Hilfe des 30 Meter langen Roboterarms bei seinem dritten Außeneinsatz die Füllstreifen entfernen oder stutzen, die sich an zwei Stellen aus den Fugen zwischen den Hitzekacheln gelöst haben. Die Gefahr dabei ist nach Einschätzung der Nasa, dass dabei die Außenhaut weiteren Schaden nimmt.

Hale betonte, dass die Nasa nach tagelangen Diskussionen einen "sehr einfachen Plan" entwickelt habe, der von den Astronauten gleich akzeptiert worden sei. Da die aerodynamischen Folgen des derzeitigen Schadens an der Außenhaut beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre nicht bekannt seien, habe die Nasa sich zu der Reparatur entschlossen.

Nasa-Experten befürchten, dass sich an den bis zu 2,5 Zentimeter herausstehenden Streifen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre Turbulenzen bilden könnten, was wiederum zu einer zusätzlichen, risikoreichen Erwärmung des Hitzeschildes führen könnte.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte die US-Raumfähre an die Internationalen Raumstation ISS angedockt. Bereits am Samstag hatte die Nasa die Mission der "Discovery" um einen Tag auf den 8. August verlängert. Das soll der Besatzung Zeit für zusätzliche Arbeiten an und in der ISS geben, da unklar ist, wann der nächste Shuttle auf Besuch kommt. Am vergangenen Mittwoch hatte die Nasa alle weiteren Missionen vorläufig auf Eis gelegt, nachdem auch beim Start der "Discovery" wieder ein Stück Schaumstoff vom Außentank abgeplatzt war.

Seit dem Unglück der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003, bei dem alle sieben Astronauten an Bord umkamen, hat bei der Nasa die Sicherheit oberste Priorität. Damals hatte ein Stück Isolierschaum beim Start den linken Flügel des Raumschiffs so schwer beschädigt, dass es beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinander brach.

Am Montag hatten zwei "Discovery"-Astronauten ein seit drei Jahren defektes Gyroskop an der ISS ausgetauscht, damit die Internationale Raumstation bei ihrer Erdumkreisung wieder genau Kurs halten kann.

Während ihres Weltraumeinsatzes verbrachten der Amerikaner Robinson und der Japaner Soichi Noguchi nach Angaben von Nasa-Mitarbeiterin Cindey Begley 7 Stunden und 14 Minuten im All. Das Gyroskop wird zum Kurshalten und für die Balance im Weltall gebraucht. Die Nasa-Techniker im Flugleitzentrum in Houston erlebten eine Schrecksekunde, als das neue Instrument nicht sofort funktionierte. Noguchi fand dann den Fehler in einem losen Anschlussstück.

Es handelte sich nach Angaben der Nasa um den 60. Außeneinsatz zum Aufbau oder zur Reparatur der ISS. Die siebenköpfige "Discovery"-Crew soll am Dienstag einen halben Tag frei bekommen und sich auf die Reparatur an der Außenhaut am Mittwoch vorbereiten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: SHUTTLE "DISCOVERY" : Riskante Reparatur wegen 19 Millimetern
Beitrag von: SiLæncer am 02 August, 2005, 14:38
Die Nasa spricht von einem "einfachen Plan" und einer "leichten Entscheidung". Doch die geplante Reparatur des Hitzeschilds der "Discovery" im All ist riskant - und legt das Dilemma der Total-Überwachung der Raumfähre schonungslos offen.

Die Techniker der Nasa könnten sich dieser Tage an ein altes Sprichwort erinnert fühlen: Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß. Noch nie wurde ein Space Shuttle derart intensiv beobachtet, fotografiert, analysiert und überwacht wie die "Discovery". Und die Nasa beginnt, den Fluch der neuen Informationsflut zu spüren: Vorfälle, die bei den bisherigen 113 Shuttle-Missionen mit großer Wahrscheinlichkeit regelmäßig auftraten, werden jetzt erstmals entdeckt und - auch das eine Folge des "Columbia"-Absturzes vom Februar 2003 - prompt veröffentlicht.

Die Nasa muss sich deshalb mit jeder noch so kleinen Delle im Shuttle intensiv befassen - und erklären, ob, wie oder warum sie nicht reagieren will. Das betrifft nun auch die beiden Füllstreifen, die zwischen Hitzekacheln an der Unterseite der "Discovery" hervorlugen. Die Nasa hat beschlossen, dass Shuttle-Astronaut Steve Robinson am morgigen Mittwoch die beiden Streifen während eines heiklen Außeneinsatzes entfernen soll. In der 25-jährigen Geschichte der Space Shuttles wäre es die erste Reparatur im All. Robinson hat genau eine Stunde Zeit für die Notoperation, die wahrscheinlich auf der Nasa-TV-Webseite übertragen wird.

Angst vor Versagen des Hitzeschilds

Heraushängende Füllstreifen sind für Nasa-Ingenieure nichts Neues. Des Öfteren wurden sie bei Space Shuttles dokumentiert, allerdings nur nach der Landung. Niemand weiß, ob die Streifen während des Wiedereintritts in die Atmosphäre auf ihre spätere Länge heruntergebrannt sind, wie lang sie vorher waren und welche Probleme sie verursachen könnten.

Die Nasa befürchtet, dass die Streifen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre zu kurzen Stummeln abbrennen und Turbulenzen am Hitzeschild der "Discovery" verursachen. Sie könnten die Temperaturen an der Unterseite des Raumschiffs, die bis zu 1400 Grad betragen, stellenweise um bis zu 25 Prozent und damit um mehrere hundert Grad steigen lassen.

Bei der Nasa weiß niemand, ob das gefährlich werden könnte. Es gebe eine "große Unsicherheit" über den potentiellen Effekt der Füllstreifen, sagte Wayne Hale, stellvertretender Manager des Shuttle-Programms. "Während des Wiedereintritts in die Atmosphäre könnte alles normal verlaufen, oder einige schlechte Dinge könnten passieren."

19 Millimeter über der Sicherheitsgrenze

Die Stücke ragen rund 2,5 Zentimeter hervor - 19 Millimeter zuviel für die strengen Richtlinien der Nasa, die nur 6 Millimeter Toleranz vorsehen. Es habe eine "sehr reale Möglichkeit" gegeben, die Sicherheitslimits des Shuttles zu überschreiten, sagte Hale. "Diesen Weg wollen wir nicht gehen." Letztlich könne niemand die aerodynamischen Kräfte am Shuttle abschätzen, wenn es in 60 Kilometern Höhe mit 18-facher Schallgeschwindigkeit in die Gashülle der Erde braust.

Doch die Nasa wäre nicht die Nasa, würde sie nicht prompt einen scheinbar eleganten Ausweg präsentieren. "Wir haben unsere Optionen abgewogen und einen sehr einfachen Plan erstellt", erklärte Hale. Am Mittwoch soll Astronaut Steve Robinson wagen, was nie ein Mensch zuvor gewagt hat: am Roboterarm der "Discovery" baumelnd den Hitzeschild des Raumschiffs reparieren. Niemals wurde eine solche Aktion auch nur geübt.

Der Shuttle-Klempner soll zunächst versuchen, die beiden keramikbeschichteten Filzstücke mit der Hand zu entfernen. Wenn das nicht möglich ist, soll er eine Spezialsäge zur Hilfe nehmen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Hightech-Werkzeug aus den Labors der Nasa, sondern um ein Behelfsinstrument. Die Bodenstation schickte eine Gebrauchsanleitung zur "Discovery" - und die Astronauten basteln jetzt an der Säge. "Das Ganze ist praktisch ein Griff mit einer gezackten Seite", meinte Nasa-Mitarbeiter Rob Navias.

"Unser Team liebt diese Herausforderung"

Sollte Robinson dann an der beschädigten Stelle angekommen sein, sei das Zurechtstutzen der Füllstreifen selbst eine Leichtigkeit, glaubt Hale. Allerdings räumte er ein, dass bei dem Manöver der Schutzschild durch die Werkzeuge oder den Astronauten beschädigt werden könnte. Die Keramikkacheln sind zwar sehr hitzebeständig, aber zerbrechen auch schnell. In diesem Fall wäre das Problem noch weit größer geworden als zuvor. Neue Einzelheiten zu dem heiklen Unternehmen will die Nasa am heutigen Dienstag um 10.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) bekannt geben.

Die Raumfahrtbehörde wagt den Einsatz, weil sie nicht noch ein Shuttle wegen eines Defekts am Schutzschild verlieren will. Der Absturz der "Columbia" im Februar 2003 wurde allerdings nicht von losen Fugenfüllstreifen, sondern von einem Loch im Hitzeschild an der linken Tragfläche ausgelöst. Ein Schaumstoffteil, das sich beim Start vom Haupttank löste, hatte den Schaden verursacht. Da beim Start der "Discovery" erneut herabfallender Schaumstoff beobachtet wurde, sind die Shuttle-Starts nun wieder bis auf weiteres ausgesetzt.

Die Moral der "Discovery"-Astronauten kann das nicht schmälern, wie Hale betonte. Schließlich habe man durch die neue Rundum-Beobachtung des Shuttles erstmals die Gelegenheit, Schäden wie etwa heraushängende Füllmasse zu erkennen und zu beheben. Dass die Reparatur im All riskant sei, befeuere die Astronauten nur zusätzlich. "Unser Team liebt eine Herausforderung wie diese", meint Hale.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: GEWAGTER EINSATZ : Reparatur der "Discovery" läuft
Beitrag von: SiLæncer am 03 August, 2005, 14:41
Einer der bisher riskantesten Einsätze im All hat begonnen. Der US-Astronaut Steve Robinson wird in den nächsten Stunden versuchen, den Hitzeschild der "Discovery" zu reparieren. Geht die Aktion schief, könnte die Raumfähre im All gestrandet sein.

Es sind nur zwei Fetzen keramikbeschichteter Filz, aber sie zwingen die Nasa zu einem hohen Risiko. Die US-Raumfahrtbehörde schickt den Astronauten Steve Robinson zu einem gefährlichen Außeneinsatz ins All, um die heraushängenden Füllstreifen zwischen den Hitzekacheln an der Unterseite der "Discovery" zu entfernen. Die Nasa überträgt den Einsatz live im Internet.

Vorher installiert Robinson gemeinsam mit dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi eine externe Werkzeugplattform an der Raumfähre. Die Reparatur des Hitzeschilds soll drei Stunden und 20 Minuten nach dem Beginn des insgesamt siebenstündigen Außeneinsatzes beginnen, also gegen 14 Uhr deutscher Zeit.

Robinson wird bei der waghalsigen Aktion am knapp 20 Meter langen Roboterarm der ISS an die Unterseite der Raumfähre gelangen. Dort wird er zunächst versuchen, die Füllstreifen einfach mit den Händen herauszuziehen. Sollte das nicht gelingen, wird er eine eigens von der "Discovery"-Besatzung gebastelte Säge einsetzen, um die Streifen abzuschneiden. Funktioniert auch dies nicht, soll Robinson eine Schere benutzen, die wegen seiner dicken Handschuhe aber schwierig zu handhaben ist. Die Nasa hat für die Reparatur maximal 90 Minuten eingeplant.

Noch nie zuvor hat ein Astronaut im All an der Unterseite eines Space Shuttles gearbeitet. Führende Nasa-Mitarbeiter haben eingeräumt, dass der Einsatz Risiken birgt. So könnte etwa Robinsons Raumanzug durch scharfe Teile beschädigt werden. Zudem dürfen weder der Roboterarm noch Robinson selbst die Außenhülle der "Discovery" berühren, da sonst noch größere Schäden am Hitzeschild die Folge sein könnten.

In diesem Fall müsste die Nasa wohl oder übel in Erwägung ziehen, den derzeit an die Internationale Raumstation angedockten Shuttle aufzugeben und die Astronauten auf die ISS zu schicken. Dort müssten sie dann vom Space Shuttle "Atlantis" abgeholt werden. Allerdings müsste die Raumfähre binnen eines Monats starten, weil sonst die Lebensmittel- und Sauerstoffvorräte an Bord der ISS knapp werden.

Angst vor dem Verlust einer weiteren Raumfähre

Die Nasa geht das Risiko dennoch ein, weil die Ingenieure der US-Raumfahrtbehörde nicht wissen, ob die Füllstreifen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eine Gefahr darstellen. Im schlimmsten Fall könnten die Streifen für Turbulenzen an der Unterseite der Raumfähre sorgen und die Temperatur stellenweise so erhöhen, dass der Hitzeschild versagt und die "Discovery" verglüht. Die Rückkehr der Raumfähre ist für den kommenden Montag angesetzt.

Im Februar 2003 war die Raumfähre "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen. Die Ursache war allerding keine Füllstreifen, sondern ein Loch im Hitzeschild, das beim Start von herabfallenden Schaumstoffstücken des Haupttanks gerissen worden war.

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter sieht die riskante Außenreparatur mit Optimismus. "Die Astronauten im Orbit haben diese Außeneinsätze auf der Erde schon lange trainiert", sagte Reiter deutschen Journalisten im russischen Trainingszentrum für Kosmonauten bei Moskau, kurz bevor der Außeneinsatz im All beginnen sollte.

Robinson müsse vorsichtig sein, die Hitzekacheln der Fähre nicht zu beschädigen, sagte Reiter. Ansonsten sei die Reparatur "eine rein mechanische Tätigkeit und eigentlich nichts Außergewöhnliches, was Robinson heute macht."

Reiter bereitet sich in Moskau und Houston als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtagentur ESA auf einen Langzeitaufenthalt auf der ISS vor. Ein Starttermin steht wegen der Unklarheit über den Betrieb der US-Shuttles noch nicht fest.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY" : Shuttle- Reparatur geglückt
Beitrag von: SiLæncer am 03 August, 2005, 16:16
Die Reparatur an der Raumfähre "Discovery" ist erfolgreich verlaufen. Spektakuläre Livebilder aus dem Orbit zeigten, wie US-Astronaut Steve Robinson die aus dem Hitzeschild heraushängenden Füllstreifen beseitigte.

Aufatmen bei der Nasa: Die Reparatur des Hitzeschildes der "Discovery" ist schnell und problemlos verlaufen. US-Astronaut Steve Robinson brauchte nur wenige Minuten, um die beiden Füllstreifen zu beseitigen, die zwischen Hitzekacheln an der Unterseite der Raumfähre heraushingen.

Die beiden Streifen hätten sich leicht herausziehen lassen, sagte Robinson über Funk. "Ich werfe es einfach in meinen Müllbeutel", sagte der Astronaut, nachdem er das Teil triumphierend vor seine Helmkamera gehalten hatte. Weitere Faserstücke sehe er nicht. "Ich nehme hier meine eigene Inspektion vor." Die Discovery habe einen "schönen Bauch".

Die Nasa hat die Reparatur live auf der "Nasa TV"-Seite gezeigt, wo auch der restliche insgesamt siebenstündige Außeneinsatz zu sehen ist.

Robinson schwebte am knapp 20 Meter langen Roboterarm der ISS an die Unterseite der "Discovery" - ein Einsatz, der noch nie zuvor geübt, geschweige den im All unternommen worden war. Die Nasa hatte befürchtet, dass die Füllstreifen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eine Gefahr für die Raumfähre darstellen könnten und hatte sich deshalb zu der riskanten Reparatur entschieden.

Robinson musste aber noch nicht einmal die von der "Discovery"-Besatzung eigens gebastelte Säge benutzen. Die beiden keramikbeschichteten Filzstreifen steckten offenbar lose zwischen den Hitzekacheln, so dass der Astronaut sie nur herauszuziehen brauchte.

Vorher hatte Robinson gemeinsam mit dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi eine externe Werkzeugplattform an der Raumfähre installiert. Die Nasa hatte für die Reparatur des Hitzeschildes maximal 90 Minuten einkalkuliert.

Führende Nasa-Mitarbeiter hatten vor dem Einsatz Risiken eingeräumt. So war von der Gefahr die Rede, dass der Hitzeschild des Shuttles beim Reparaturversuch noch schwerer beschädigt werden könne. Auch Robinsons Raumanzug hätte durch scharfe Teile Schaden nehmen können. Im Februar 2003 war die Raumfähre "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen. Die Ursache war allerdings keine Füllstreifen, sondern ein Loch im Hitzeschild, das beim Start von herabfallenden Schaumstoffstücken des Haupttanks gerissen worden war.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RISSE AN AUSSENHAUT : Nasa untersucht neues Problem an der "Discovery"
Beitrag von: SiLæncer am 04 August, 2005, 09:36
Die Reparatur am Hitzeschutzschild der "Discovery" hat Astronaut Robinson erfolgreich beendet. Doch schon droht das nächste Problem: Nasa-Techniker rätseln nun, inwiefern eine beschädigte Isolierung an einem Shuttle-Fenster Gefahren beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre birgt.

Houston - Ingenieure würden in Tests im Windtunnel überprüfen, ob eine beschädigter Isolationsstreifen in der Nähe eines Shuttle-Fensters während des Landesvorgangs abreißen und die Sicherheit gefährden könne, berichteten Nasa-Vertreter.

Die Experten würden nach Reparaturmöglichkeiten suchen, falls ein weiterer Außeneinsatz an der Discovery notwendig sein sollte, sagte Nasa-Manager Wayne Hale in Houston. Er gehe aber davon aus, dass das nicht notwendig sein werde. Trotzdem bereite sich aber das zweiköpfige Astronautenteam, das während der laufenden Mission schon drei Mal zu Arbeiten ins All ausgestiegen war, auf eine vierte Operation vor.

"Discovery"-Astronaut Steve Robinson hatte gestern erstmals in der Geschichte der US-Raumfahrt eine Reparatur am Hitzeschutzschild einer amerikanischen Fähre im All ausgeführt. Dabei hatte er mehrere Fugenfüller zwischen den Hitzekacheln an der Unterseite des Shuttles entfernt. Die Nasa hatte befürchtet, die Unebenheiten könnten die Aerodynamik der Raumfähre stören und zu einer stärkeren Aufheizung des Schutzschildes beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre führen.

Probleme am Hitzeschild hatten 2003 zum Absturz der Raumfähre "Columbia" geführt, bei dem alle sieben Astronauten getötet worden waren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: GERISSENE SCHUTZSCHICHT : Nasa prüft zweiten Reparatureinsatz im All
Beitrag von: SiLæncer am 04 August, 2005, 16:28
Nach der Reparatur des Hitzeschilds der "Discovery" hat die Nasa einen Schaden an der Raumfähre entdeckt, der womöglich ebenfalls im All behoben werden muss. Zugleich tauchte ein vertraulicher Bericht auf, der Schlamperei bei der Fertigung des Shuttle-Haupttanks anprangert.

Der Jubel über den historischen Außeneinsatz des US-Astronauten Steve Robinson war noch nicht verhallt, da meldete die Nasa bereits das nächste Problem an der "Discovery". Trümmerteile, die beim Start der Raumfähre offenbar vom Haupttank abgefallen waren, hatten einen Riss in einer Isolierdecke direkt unterhalb des Cockpitfensters verursacht. Jetzt befürchten die Nasa-Ingenieure, dass das Stück beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abreißen könnte. Die "Discovery" wird in diesen Momenten mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit unterwegs sein. Bei diesem Tempo werden auch kleine Teile zu lebensgefährlichen Geschossen.

Die kissenähnlichen Isolierdecken schützen die Raumfähren an Stellen, die weniger stark hitzegefährdet sind als die Unterseite, die einen Kachelschild besitzt. Eine gefährliche Überhitzung sei aber nicht zu befürchten, falls die am Fenster beschädigte Verkleidung weiter zerreißt, sagte Shuttleprogramm-Manager Wayne Hale.

Die Nasa versucht nun zu klären, wie groß die Gefahr bei einem Abreißen des 50 Zentimeter langen Isolierstücks wäre. In der Nacht zum Donnerstag hat die Raumfahrtbehörde eine Serie von Versuchen im Windkanal durchgeführt. Ein endgültiges Ergebnis liegt aber noch nicht vor.

Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Reparatur-Einsatzes im All sei eher gering, sagte Hale. "Ich würde wetten, dass wir das nicht tun werden." Dennoch bereite sich das zweiköpfige "Discovery"-Astronautenteam, das während der laufenden Mission schon drei Mal zu Arbeiten ins All ausgestiegen war, auf eine vierte Operation vor.

"In der alten Zeit hätten wir uns darüber keine so großen Sorgen gemacht", sagte Hale über die gerissene Isolierdecke - eine Anspielung auf die Zeiten vor der "Columbia"-Katastrophe, bei der im Februar 2003 sieben Astronauten ums Leben gekommen waren. Jetzt aber stehen die Bemühungen der Nasa, die Sicherheit der Space Shuttles zu erhöhen, unter strenger Beobachtung.

Vertraulicher Bericht kritisiert Schlamperei

So wurde jetzt ein Bericht vom Dezember 2004 bekannt, der die Sicherheitsmaßnahmen bei der Anbringung der Schaumstoffisolierung am Haupttank der "Discovery" hart kritisiert. Die Isolierschicht ist das zentrale Problem: Beim Start herunterfallende Teile hatten den Hitzeschild der "Columbia" so stark beschädigt, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerbrach. Die Nasa investierte seitdem rund 200 Millionen Dollar allein in die Verbesserung der Tankisolierung - ohne den gewünschten Erfolg, wie sich beim Start der "Discovery" vor wenigen Tagen zeigte.

In dem Report, den die "New York Times" aus einer anonymen Quelle erhielt, wirft der Raumfahrt-Sicherheitsexperte und langjährige Nasa-Mitarbeiter Conley Perry dem US-Luftfahrtkonzern Lockheed Martin Schlamperei vor. In der Michoud Assembly Facility in New Orleans, wo die Außentanks der Space Shuttles montiert werden, sei die Qualitätskontrolle noch immer nicht ausreichend - obwohl die Einrichtung nach der "Columbia"-Katastrophe heftig kritisiert worden war.

Der Schaumstoff, der den mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllten Haupttank vor der Vereisung schützen soll, wird per Hand aufgetragen. Lockheed Martin habe bei der Suche nach Fehlerquellen bei diesem wichtigen Arbeitsschritt "nicht sorgfältig gearbeitet", heißt es der "New York Times" zufolge in Perrys Bericht. Trotz der Beteuerungen der Nasa, sich bei der Erhöhung der Sicherheit so viel Zeit wie nötig zu nehmen, gebe Lockheed Martin weiterhin dem Zeitplan Vorrang.

"Discovery"-Besatzung hatte Glück

Auch nach zwei Jahren Arbeit bedeute das Schaumstoff-Problem noch immer eine Gefahr. "Diese Variable hätte hinreichend beseitigt werden können", betont Perry in dem Report. "Aber es gibt sie weiterhin." Lockheed Martin wies die Vorwürfe zurück. Man überlasse der Nasa die Kommentierung von Details aus dem Bericht. "Aber Sicherheit und Qualität sind die treibenden Kräfte hinter unserer Arbeit am Außentank", sagte eine Sprecherin des Konzerns.

Tatsache ist jedoch, dass beim Start der "Discovery" Schaumstoffteile vom Haupttank abgebrochen sind - und zwar so große, dass die Nasa sich gezwungen sah, erneut alle Shuttle-Starts auszusetzen. Eines der Stücke war volle 83 Zentimeter lang und rund 400 Gramm schwer. Die Nasa hatte vor dem Start der "Discovery" damit gerechnet, dass nur noch Schaumstoffteile von höchstens einem Gramm Gewicht abfallen würden.

Zum Glück für die Besatzung löste sich der große Brocken erst zwei Minuten nach dem Start, als der Shuttle bereits kurz vor der Umlaufbahn war. Fehlender Luftwiderstand bewirkte, dass das Stück nicht mit voller Wucht die Raumfähre traf, sondern davonschwebte.

Perry hat seinen Bericht der "New York Times" zufolge den Sicherheitsbeauftragten der Nasa zugestellt. Der Ingenieur hat jahrzehntelang in der Raumfahrtbehörde gearbeitet. Schon 1967 war er an der Untersuchung des Feuers in einer Apollo-Kapsel beteiligt, bei dem drei Astronauten starben. 1993 ging er in den Ruhestand, wurde aber nach dem "Columbia"-Unglück reaktiviert und beobachtete für die Nasa die Qualitätssicherung in der Michoud-Fabrik.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY" : Keine zweite Reparatur im All nötig
Beitrag von: SiLæncer am 05 August, 2005, 10:49
Die US-Raumfähre Discovery kann ohne einen weiteren Reparatur-Einsatz der Astronauten im All zur Erde zurückkehren. Ein Stück gerissener Isolierdecke unterhalb eines Cockpit-Fensters stelle keine Gefahr dar, teilte die Nasa mit. Die Reaktion der Besatzung fiel gedämpft aus.

Houston - "Wir haben gute Neuigkeiten", teilte Nasa-Astronautin Julie Payette von der Bodenstation der Besatzung mit. "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Abdeckung unterhalb der Luke der Kommandantin sicher für eine Heimkehr ist." Damit sei keine Reparatur außerhalb der Raumfähre notwendig. Der japanische "Discovery"-Raumfahrers Soichi Noguchi reagierte verhalten auf die Nachricht: "Das sind... na ja... ich würde sagen, gute Neuigkeiten."

Die Raumfähre soll nun planmäßig am Samstag von der Internationalen Raumstation (ISS) abdocken und am Montag auf der Erde landen. Ein vierter Weltraumeinsatz sei nicht nötig.

Die NASA hatte zunächst eine erneute Reparatur im All nicht ausgeschlossen. In einem Windkanal testeten Aerodynamiker der US-Raumfahrtbehörde in der Nacht zum Donnerstag, welchen Schaden ein vermutlich höchstens vier Gramm schweres Stück der Isolierung in Fensternähe auslösen könnte, falls es sich losreißen sollte. Der Vizedirektor des Shuttle-Programms, Wayne Hale, hatte zu bedenken gegeben, bei mehrfacher Schallgeschwindigkeit könne auch ein so leichtes Objekt durchaus einen bedeutenden Einschlag verursachen, wenn es gegen das Shuttle pralle.

Dass das Stück zu heiß werden könne, betrachtete die Nasa nicht als Gefahr, weil es sich an der Oberseite der Raumfähre befindet. Das am Mittwoch vom US-Astronauten Steve Robinson entfernte Füllmaterial des Hitzeschilds hatte sich am Bauch der Discovery befunden, der beim Wiedereintritt besonders heiß wird. Im Februar 2003 war die US-Raumfähre Columbia wegen eines Defekts am Hitzeschutzschild beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Damals kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben.

Nach dem Test im Windkanal gaben die Nasa-Experten Entwarnung. Die insgesamt sieben Discovery-Astronauten und ihre beiden Kollegen von der Internationalen Raumstation packten bereits für die Heimkehr des Shuttle zur Erde. Sie verfrachteten weitere Vorräte und Ausrüstungsgegenstände in die Raumstation. Insgesamt sollen rund 13,5 Tonnen Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände in die Internationale Raumstation umgeladen werden. Im Gegenzug wird die Discovery rund elf Tonnen Abfall und alte Ausrüstung aufnehmen, die sich in der ISS angesammelt haben. Am Freitag soll auch das Lastenmodul Raffaello in der Discovery verstaut werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: WELTRAUM- SPAZIERGANG : "Discovery"- Crew schießt einzigartige Fotos
Beitrag von: SiLæncer am 05 August, 2005, 19:26
Die Pannenserie bei der "Discovery"-Mission hatte auch ihr Gutes: Die Astronauten haben während der Außeneinsätze, bei denen sie unter anderem den Hitzeschild der Raumfähre reparierten, spektakuläre Fotos geschossen. Die Nasa gab der "Discovery" derweil grünes Licht für die Rückkehr.

Als Steve Robinson mit nur wenigen Handgriffen die losen Füllstreifen aus dem Hitzeschild der "Discovery" zog, ging ein Seufzer der Erleichterung durch das Nasa-Kontrollzentrum in Houston. Michael Massimino, der am Boden den heiklen Reparatureinsatz überwacht hatte, wollte Robinson nun so schnell wie möglich wieder im sicheren Inneren der "Discovery" wissen.

Doch Robinson konnte gar nicht genug bekommen von der Aussicht, die sich ihm an der Unterseite der Raumfähre bot. Anstatt seinen Außeneinsatz zu beenden, bestand er darauf, noch mehr Fotos zu schießen. "Ihr Jungs werdet noch glücklich sein, dass ich eine Kamera dabeihatte", sagte Robinson in sein Funkgerät. "Es ist wunderschön, den Orbiter aus diesen Blickwinkeln vor der Erde zu sehen."

Der Astronaut hatte Recht: Die Fotos, die Robinson und sein japanischer Kollege Soichi Noguchi von den drei Außeneinsätzen der aktuellen "Discovery"-Mission mitgebracht haben, sind einzigartig in der Geschichte der Raumfahrt. Nie zuvor gab es derart detailreiche und scharfe Aufnahmen von Weltraumspaziergängen und einem Space Shuttle im Orbit.

Der ganze Artikel (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,368476,00.html)

Quelle : www.spiegel.de

Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: Sammy am 05 August, 2005, 22:15
Aus der Hauptseite (neueste Beiträge):

WELTRAUM- SPAZIERGANG : "Discovery"- Crew schießt einzigartige Fotos von SiLencer  ;D

@Silencer: Und wie sind die Fotos geworden, bist du gut getroffen ?

 :P
Titel: Re:Countdown für Raumfähre Discovery startet heute
Beitrag von: SiLæncer am 05 August, 2005, 22:33
No comment   (http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/verschiedene/g015.gif)
Titel: DISCOVERY VON ISS ABGEKOPPELT : It's coming home
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2005, 11:47
Ein dramatisches Weltraumabenteuer geht in seine letzte Phase: Pünktlich 9.24 Uhr hat die Raumfähre "Discovery" von der Internationalen Raumstation abgekoppelt. Nach einer spektakulären Reparatur am Hitzeschild wird die Landung des Shuttles für Montagvormittag in Florida erwartet.

Cape Canaveral/Hamburg - Die Raumfähre "Discovery" ist auf dem Rückflug zur Erde. Unter dem Kommando von Pilot Jim Kelly dockte der Shuttle heute Morgen von der Internationalen Raumstation (ISS) ab, mit der er seit dem 28. Juli verbunden war. Pünktlich um 9.24 Uhr löste sich die Fähre und schwebte von der ISS weg. Anschließend kreiste die "Discovery" kurz um die Station, damit die Astronauten Fotos machen konnten.

Kurz nach 11.00 Uhr schwenkte die "Discovery" in eine eigene Erdumlaufbahn ein. Am Montagmorgen ist dann der Eintritt in die Erdatmosphäre geplant. Nach derzeitigen Planungen sollen die sieben Raumfahrer mit dem Space Shuttle um Punkt 10.37 Uhr MESZ auf der Erde landen. Alle Vorbereitungen für die Landung seien getroffen, hatte NASA- Flugdirektor Paul Hill am Freitag betont. Ein Unsicherheitsfaktor sei noch das Wetter.

Vor dem Rückflug zur Erde hatte sich die US-Weltraumbehörde Nasa gegen einen weiteren Reparatureinsatz der Besatzung im All an dem Hitzeschutzschild des Raumschiffes entschieden. Am Mittwoch hatte der "Discovery"-Astronaut Steve Robinson erstmals in der Geschichte der US-Raumfahrt im All Reparaturarbeiten am dem Schutzschild ausgeführt. Probleme am Hitzeschild führten 2003 zum Absturz der Raumfähre "Columbia", bei dem alle sieben Astronauten getötet wurden. Damals hatten sich beim Start große Schaumstoffteile von der Verkleidung des Tanks gelöst und das Hitzeschild des Shuttles schwer beschädigt.

Nach den Problemen mit der Raumfähre "Discovery" will die US-Raumfahrtbehörde Nasa frühestens am 22. September ein weiteres Shuttle starten. Zuvor müssten die Probleme mit dem Isolierschaum des Haupttanks gelöst werden, sagte Nasa-Chef Michael Griffin.

Die sieben Astronauten der "Discovery" hatten am Freitag vor allem ihre Sachen gepackt und den Müll der ISS verstaut. Mit Hilfe eines Roboterarms wurde der Riesencontainer "Raffaello" von der ISS in die Ladebucht des Shuttle gebracht. In dem Behälter hatte die "Discovery" rund 13 Tonnen Ausrüstung und Versorgungsgüter mitgebracht. Nun nimmt die Fähre auf dem Rückweg etwa 10 Tonnen Müll mit, die sich in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der ISS angehäuft hatten.

Die beiden Bewohner der Raumstation sind froh, dass sie den Müll loswerden und wieder mehr Platz haben. Einer von ihnen, der russische Kosmonaut Sergej Krikalow, sagte vor der Ankunft der "Discovery", die ISS sei schon fast so vermüllt wie die alte russische Raumstation MIR.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY" VOR DER LANDUNG
Beitrag von: SiLæncer am 07 August, 2005, 20:08
Angehörige beten für sichere Heimkehr der Astronauten

Panne beim Start, dramatische Reparatur im Weltall: Nach zwei Wochen geht eine nervenaufreibende Mission der US-Raumfähre "Discovery" in ihre letzte und gefährlichste Phase. Die Angehörigen der Crew warten nervös auf die Rückkehr des Shuttles nach Cape Canaveral.

Cape Canaveral - Nach fast zwei Wochen im All haben sich die sieben Astronauten der "Discovery" am Sonntag auf den gefährlichsten Teil ihrer Reise vorbereitet: der Rückkehr zur Erde. Die US-Raumfähre legte am Samstag von der Internationalen Raumstation (ISS) ab, am Montag wurde sie in Cape Canaveral in Florida erwartet. Die Wetteraussichten waren nach Angaben von Flugdirektor LeRoy Cain gut.

An Computer-Simulationen übte die Besatzung am Sonntag den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, den riskantesten Teil des Rückflugs. Dieses Manöver steht dieses Mal unter besonders intensiver Beobachtung, nachdem dabei vor zweieinhalb Jahren die "Columbia" auseinander gebrochen war. Die gesamte Besatzung kam damals ums Leben. Bezug darauf sagte Cain: "Wir blicken nach vorne, nicht zurück." Shuttle-Kommandantin Eileen Collins allerdings kann es offenbar gar nicht erwarten, wieder ins All zu starten. "Es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen und dran zu arbeiten, das Shuttle besser zu machen, um wieder zu fliegen."

Auf dem Rückflug gab es noch eine gute Nachricht von der ISS. Dort arbeitet zum ersten Mal seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage der Raumstation. Dort herrsche großer Jubel, berichtete Collins. Eine der Aufgabe der "Discovery"-Besatzung war der Austausch eines defekten Steuerungsgeräts, eines so genannten Gyroskops. Nach dem Abdocken von der ISS kreiste die "Discovery" noch einmal um die Raumstation, von der aus mögliche Problemstellen des Shuttles fotografiert wurden. Die Besatzung war neun Tage und damit einen Tag länger als ursprünglich geplant bei der ISS geblieben, um zusätzlichen Nachschub von der Raumfähre auf die Station zu laden.

Wann wieder ein Shuttle zur ISS kommt, ist noch unklar: Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat alle Starts abgesagt, bis verschiedene Probleme bei der "Discovery" geklärt sind. Unmittelbar nach dem Start am 26. Juli war beispielsweise ein rund 450 Gramm schweres Stück Isolierschaum von der Raumfähre abgeplatzt. Insgesamt gebe es 47 "Besorgnis erregende" Punkte, sagte der stellvertretende Programm-Manager Wayne Hale in Houston. "Wir sind glücklich, hier einige Zeit verbracht zu haben", sagte die Kommandantin der Raumfähre, Eileen Collins, am Samstag an die Adresse der beiden Besatzungsmitglieder der ISS. "Einige Erinnerungen werden für immer bleiben." Ihren beiden Kindern schickte sie während der Discovery-Mission täglich eine E-Mail aus dem All. "Ich sage ihnen, was ich tue, dass ich sie liebe und vermisse und dass sie sich keine Sorgen um uns machen sollen", sagte die 48-Jährige in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur AP. Trotzdem stieg vor der Rückkehr der "Discovery" in Collins' Familie wie bei den Angehörigen der übrigen sechs Astronauten die Nervosität.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RAUMFÄHRE : "Discovery" muss bis Mittwoch landen
Beitrag von: SiLæncer am 08 August, 2005, 16:24
Mit der Verschiebung der "Discovery"-Landung hat sich die Nasa selbst unter Druck gesetzt: Spätestens bis übermorgen muss die Raumfähre zur Erde zurückkehren, dann wird der Sauerstoff an Bord knapp. Ob das Wetter bis Mittwoch allerdings besser wird, ist ungewiss.

Cape Canaveral - In manchen Situationen bedeutet jede Entscheidung ein Risiko, wie die Nasa während der "Discovery"-Mission schon mehrfach erfahren musste. So war es im Falle der Fugenfüllstreifen, die aus dem Hitzeschild heraushingen und bei einem riskanten Außeneinsatz repariert wurden.

Und so ist es nun auch bei der Landung: Obwohl die Bewölkung über dem Kennedy Space Center in Florida einem Bericht des US-Senders CNN zufolge noch innerhalb des Sicherheitslimits lag, hat die US-Raumfahrtbehörde die Landung auf den morgigen Dienstag verschoben.

Man könne sich mit der instabilen Situation derzeit "einfach nicht anfreunden", sagte Astronaut Ken Ham, der den Kollegen an Bord der "Discovery" die Nachricht von der Verzögerung überbracht hat.

Bis Mittwoch reichen Wasser und Sauerstoff

Ob das die richtige Entscheidung war, wird die Nasa spätestens am Mittwoch wissen, denn bis dahin muss die Raumfähre zur Erde zurückkehren. Ansonsten würden den sieben Astronauten an Bord der Sauerstoff, die Nahrungsmittel und das Wasser ausgehen. Die Option, den Raumgleiter erneut an der Internationalen Raumstation ISS andocken zu lassen, um einen späteren Zeitpunkt für die Landung abzuwarten, besteht aus technischen Gründen nicht.

Morgen gibt es nun mehrere neue Gelegenheiten zur Landung. Nach Angaben der Nasa kann die "Discovery" um 11.07 oder 12.43 Uhr deutscher Zeit in Cape Canaveral aufsetzen. Alternativ könne der Shuttle auch um 14.12 Uhr oder 15.47 Uhr MESZ auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien oder um 12.39 bzw. 14.13 Uhr MESZ auf dem White-Sands-Gelände in New Mexico landen. Die Wetterberichte besagen laut Nasa, dass sich das morgige Wetter am Kennedy Space Center kaum vom heutigen unterscheiden soll. Nur an der Edwards Air Force Base solle die Witterung "akzeptabel" sein.

Der Nasa wäre eine Landung der "Discovery" in Cape Canaveral bei weitem am liebsten, weil der Transport des Shuttles von den anderen Landeplätzen zurück zum Kennedy Space Center mehrere Millionen Dollar kosten würde. Außerdem ginge dadurch eine Woche an Vorbereitungszeit verloren, um die "Discovery" wieder startklar zu machen

Denn trotz der bei der "Discovery"-Mission aufgetretenen Probleme mit der Schaumstoffisolierung am Außentank hat die Nasa den Plan nicht aufgegeben, möglicherweise bereits am 22. September als nächsten Shuttle die "Atlantis" starten zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt müsste aber auch die "Discovery" wieder startklar sein. Sie ist als "Rettungs-Shuttle" eingeplant, falls schwere Probleme an der Atlantis auftreten und deren Crew von der ISS abgeholt werden müsste.

Schaumstoff-Problem noch immer ungelöst

Zuvor muss es der Nasa aber gelingen, die Schaumstoff-Isolierung sicher zu machen. Weil sich beim Start ein Stück Schaumstoff vom Haupttank der "Discovery" gelöst hatte, musste die Nasa erneut alle weiteren Shuttle-Flüge bis auf weiteres aussetzen. Ein beim Start herabfallendes Stück Schaumstoff hatte schon den Hitzeschild der "Columbia" beschädigt und so im Februar 2003 deren Absturz verursacht.

Vor der Verschiebung der Landung hatte die Nasa der "Discovery" ungeachtet einer gerissenen Isolierdecke unterhalb eines Cockpitfensters grünes Licht für die Rückkehr zur Erde gegeben. "Die 'Discovery' ist in hervorragendem Zustand", sagte Kommandantin Eileen Collins in einem zur Erde übertragenen Interview. Der Hitzeschild der Fähre kann der Nasa zufolge nach einer Reparatur am Mittwoch der großen Hitze beim Eintritt in die Atmosphäre standhalten.

Die "Discovery" war am 26. Juli gestartet, um Lebensmittel und technische Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Die Nasa sieht in der Reise der "Discovery" eine insgesamt "herausragend erfolgreiche Mission. Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten", sagte Wayne Hale, stellvertretender Manager des Shuttle-Programms. Von der ISS wurde gemeldet, dass erstmals seit drei Jahren wieder die komplette Steuerungsanlage funktioniere, die von der "Discovery"-Besatzung repariert worden war.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re:RAUMFÄHRE : "Discovery" muss bis Mittwoch landen
Beitrag von: Jürgen am 09 August, 2005, 02:03
Wenn ich richtig informiert bin, ist die Verschiebung der Landung nicht aus Sicherheitsgründen erfolgt, bzw. wegen zu schlechten Wetters für eine sichere Landung, sondern weil die Landung bei diesem als Testflug deklarierten Unternehmen als Auflage der Behörden bei guter Sicht erfolgen soll, um eine umfangreiche optische Überwachung und Dokumentation zu gewährleisten. Ein Bruch der Auflagen könnte längere Flugverbote nach sich ziehen.

Ein Rücktransport von einem Alternativ-Landeplatz wäre, huckepack auf einer 747 (wie seinerzeit schon vom Gleitflug-Prototyp "Enterprise" bekannt),  nicht nur sehr teuer, sondern auch zeitraubend, u.a. da nicht direkt vorbereitet. Das würde ebenfalls den weiteren Flugplan gefährden.

Die Cowboys pokern weiterhin hoch...
Titel: Space Shuttle Discovery sicher gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 09 August, 2005, 15:55
Die Crew des Space Shuttle Discovery ist mit einem Tag Verspätung wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Wegen anhaltend schlechten Wetters am Kennedy Space Center in Florida musste die Raumfähre auf die Edwards Air Force Base in Kalifornien ausweichen, wo sie gegen 14.10 Uhr sicher landete. Der riesige, rund 17 km2 große ausgetrocknete Salzsee diente schon den ersten Shuttle-Missionen als Landeort. Nach den aufregenden Tagen im All hatten Angehörige der Besatzung zuvor für eine sichere Rückkehr der Astronauten gebetet. Der eigentliche Grund der Shuttle-Mission STS-114, die Lieferung von Nachschub für die Internationale Raumstation ISS, geriet durch kleinere Pannen etwas in den Hintergrund.

Der erste Flug einer Raumfähre nach zweieinhalb Jahren, von der NASA unter das Motto "Return to Flight" gestellt, verlief nicht so glatt wie erhofft. Teile der Schaumstoffisolierung des großen Außentanks lösten sich beim Start und flogen knapp am Shuttle vorbei. Im Februar 2002 hatte ein solches Teil während des Starts den Hitzeschutzschild unter dem Flügel der Columbia so stark beschädigt, dass sich die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre viel zu stark aufheizte und schließlich zerbrach. Alle sieben Astronauten fanden dabei den Tod. Seit dem Unglück hat die "Return to Flight"-Kommission Empfehlungen ausgearbeitet, um die Sicherheit eines Shuttle-Flugs zu gewährleisten. Die NASA hat nach Angaben der Kommission mit wenigen, allerdings möglicherweise sicherheitskritischen Ausnahmen alle Vorgaben umgesetzt.

Überstehende Polsterstreifen zwischen den Keramikkacheln des Hitzeschilds hatten bei der aktuellen Mission zu einer spektakulären Reparatur geführt, bei der ein Astronaut an einem Roboterarm geführt die Streifen per Hand herauszog. Danach sorgte ein loser Isolationsstreifen unter einem Cockpitfenster für Aufregung. Tests im Windkanal ergaben aber keine Gefährdung für den Atmosphäreneintritt. Die NASA verzichtete daher auf eine Reparatur.

Quelle : www.heise.de
Titel: "DISCOVERY"- RÜCKKEHR : Nasa jubelt - Probleme bleiben
Beitrag von: SiLæncer am 09 August, 2005, 20:17
Die Raumfähre "Discovery" ist gelandet, doch Sektlaune dürfte bei der Nasa kaum ausbrechen. Die teils dramatische Mission hat in erster Linie bewiesen, dass die US-Raumfahrtbehörde in Krisen ideenreich ist - nicht aber, dass die veralteten Space Shuttles sicher sind.

Hamburg - "Willkommen zu Hause, Freunde", grüßte Astronaut Ken Ham die Besatzung der "Discovery" nach der Landung in der Mojave-Wüste. Aus dem Kontrollzentrum der Nasa erklärte Ham: "Glückwunsch zu einem wirklich spektakulären Testflug." Erleichtert zeigte sich auch Shuttle-Kommandeurin Eileen Collins. Sie sagte: "Wir sind froh, zurück zu sein, und beglückwünschen das gesamte Team."

Doch nach dem ersten Moment der Freude und der Erleichterung über die sichere Rückkehr der "Discovery" ist nun klarer denn je: Houston hat ein Problem. Oder, um genauer zu sein: drei Probleme, und die heißen "Discovery", "Atlantis" und "Endeavour". Fast 1,5 Milliarden Dollar und zweieinhalb Jahre Arbeit hat die Nasa investiert, um ihre Space Shuttles sicherer zu machen. Doch die rundum überwachte "Discovery"-Mission hat die Schwächen der in die Jahre gekommenen US-Raumfähren erst in voller Brutalität offenbart.

Pannenserie begann schon vor dem Start

Es begann schon vor dem Start: Erst hakte ein Treibstoffsensor und verursachte mehrere Verspätungen. Als die "Discovery" dann endlich ins All abhob, bröselten erneut dicke Stücke aus der Schaumstoff-Isolierung des Haupttanks. Das größte war 400 Gramm schwer und 83 Zentimeter lang. Die Nasa hatte vor dem Start der "Discovery" damit gerechnet, dass nur noch Schaumstoffteile von höchstens einem Gramm abfallen würden.

Damit war klar, dass die US-Raumfahrtbehörde das zentrale Sicherheitsproblem der Space Shuttles nicht gelöst hatte. Ein Stück der Haupttank-Isolierung hatte im Februar 2003 ein Loch in den Hitzeschild der "Columbia" geschlagen und deren Absturz beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verursacht. Alle sieben Astronauten starben, die Raumfähren mussten bis zum 26. Juli 2005 am Boden bleiben. Nach der Panne an der "Discovery" heißt es nun erneut: Startverbot für die Shuttles.

Im Weltraum ging das Drama um die "Discovery" weiter: Zuerst hieß es, die herabfallenden Trümmer könnten den Hitzeschild beschädigt haben. Das war zwar nicht der Fall, dafür aber lugten Füllstreifen aus Kachelfugen hervor. Nach langem Hin und Her entschloss sich die Nasa zu einer riskanten und noch nie zuvor geübten Reparatur im All.

Astronaut Steve Robinson wurde mit den Füßen am Roboterarm der ISS befestigt und an die Unterseite der "Discovery" bugsiert, bewaffnet mit einer selbstgebastelten Säge gegen widerspenstige Füllstreifen. Zum Glück für die Nasa hingen die Streifen nur lose in den Rillen. Robinson brauchte sie nur herauszuziehen.

Am Ende machte noch das Wetter Ärger: Wegen dichter Wolken musste die Nasa die Landung der "Discovery" am Kennedy Space Center in Florida zunächst von Montag auf Dienstag verschieben und dann gänzlich absagen. Da das Wetter noch immer nicht mitspielte, musste der Shuttle die Edwards Air Force Base in Kalifornien ansteuern.

Kostspieliger Rücktransport aus Kalifornien

Nun hat die Nasa das nächste Problem: Die "Discovery" muss jetzt Huckepack auf einer umgebauten Boeing 747 nach Cape Canaveral zurückgebracht werden. Das kostet nicht nur rund fünf Millionen Dollar, sondern dürfte auch den Flug der Raumfähre "Atlantis" verzögern, die zwischen dem 22. und 26. September zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Die "Discovery" muss als "Rettungs-Shuttle" zur Verfügung stehen, was aber nun kaum noch gelingen kann. Das nächste Zeitfenster für einen Start der "Atlantis" öffnet sich erst im November.

Die Nasa wertet die "Discovery"-Mission dennoch als "überragenden Erfolg", und das nicht nur, weil tonnenweise dringend benötigte Ausrüstungs- und Ersatzteile zur Internationalen Raumstation gebracht wurden. Die Besatzung der Raumfähre hat neben der riskanten Hitzeschild-Reparatur noch eine Reihe weiterer, nie zuvor getesteter Verfahren angewandt.

So führten die Astronauten Steven Robinson und Soichi Noguchi ein Experiment durch, bei dem sie Test-Hitzekacheln mit einer Art Klebepistole und einem Spachtel bearbeiteten. Der Reparatursatz könnte vielleicht eines Tages einer Shuttle-Besatzung im All das Leben retten: Die Nasa hofft, mit dem Material Risse und Löcher im Hitzeschild einer Raumfähre kitten zu können.

Mängel wurden erst jetzt offenbar

Die Mängel der gealterten Shuttles - die "Discovery" ist 21, die "Atlantis" 20 und die "Endeavour" 13 Jahre alt - treten durch solche Aktionen nur noch deutlicher zutage. Denn die Untersuchungen nach dem "Columbia"-Unglück und die daraus folgende Totalüberwachung der "Discovery"-Mission haben einen Verdacht verstärkt: Viele Schwächen, die bei früheren Shuttle-Missionen unbemerkt blieben, wurden erst jetzt registriert. "Erst der Absturz der 'Columbia' hat uns gezeigt, dass wir Russisches Roulette mit den Astronauten gespielt haben", gestand Nasa-Manager Wayne Hale zerknirscht ein.

Die Space Shuttles leiden womöglich unter so großen Konstruktionsfehlern, dass sie mit vertretbarem Einsatz nicht sicher genug gemacht werden können. Sollte etwa die Überarbeitung des Außentanks kompliziert und langwierig werden, könnte der US-Kongress dem Shuttle-Programm durchaus den Geldhahn zudrehen und die Entwicklung des Nachfolgers, des "Crew Exploration Vehicle" (CEV), forcieren. Nasa-Direktor Michael Griffin hat bereits angekündigt, das CEV möglichst schon 2010 und nicht wie ursprünglich geplant 2014 zum Jungfernflug starten zu lassen.

Indes glauben auch Experten außerhalb der US-Raumfahrtbehörde nicht, dass die Shuttles noch eine lange Zukunft haben. Die neuen Pannen seien für die Glaubwürdigkeit der Nasa "verheerend", sagte der Raumfahrt-Historiker Alex Roland von der Duke University der "Washington Post". Man habe mit dem Leben der Crew gespielt.

Den Verantwortlichen der Nasa dürfte auch nach der sicheren Rückkehr der "Discovery" klar sein, dass ihre Behörde nicht gestärkt aus dieser Mission hervorgeht. Sie hat bestenfalls ihren Ideenreichtum in Krisen unter Beweis gestellt - nicht aber, dass die Shuttles sicher sind. Und ein erneutes Unglück mit Todesopfern könnte nicht nur das Aus für die Space Shuttles, sondern das vorläufige Ende der bemannten Raumfahrt bedeuten.

Quelle und Links : http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,369007,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,369007,00.html)
Titel: Space Shuttles bleiben bis November am Boden
Beitrag von: SiLæncer am 12 August, 2005, 15:11
Die Shuttle-Flotte bleibt vorraussichtlich bis November am Boden. Als Grund gab die NASA Probleme mit der Tankisolierung an. Sie soll die Eisbildung verhindern, nachdem der Tank kurz vor dem Start mit flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff befüllt wird.

Trotz aufwendiger Nachbesserungen hatten sich nach dem Start der Discovery erneut Teile der Schaumstoff-Isolierung vom Außentank gelöst, was zu einer schweren Beschädigung des Hitzeschutzschilds hätte führen können. Ein solches Malheur beim Start der Columbia im Februar 2003 war der Grund dafür, dass die Raumfähre nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinanderbrach.

Quellle : www.heise.de
Titel: Re:Space Shuttles bleiben bis November am Boden
Beitrag von: Jürgen am 13 August, 2005, 02:28
Vielleicht sollte die NASA nötige Verbesserungen erst einmal an kleineren unbemannten Raketen testen, bevor 'mal wieder mit Menschenleben experimentiert wird. Das wäre 'mal eine wirklich sinnvolle Anwendung für allerlei Interkontinental-Geschosse, natürlich ohne Sprengköpfe...
Versuche im Windkanal und Computersimulationen haben ja offensichtlich nicht geholfen.
Ansonsten wird wohl auf einen Teil der Nutzlast-Kapazität verzichtet werden müssen, denn eine Stabilisierung der Tankisolation ohne zusätzliches Gewicht wird sicher nicht gelingen. Ich könnte mir z.B. einen dünnen Überzug aus Keflar-Gewebe vorstellen.
Des weiteren wird wohl noch zu klären sein, ob und ggf. warum Vereisung innerhalb der Schaumstoffschicht auftritt, die vermutlich zusammen mit den enormen Vibrationen beim Start für das Abreissen grosser Teile verantwortlich ist. Ich nehme an, dass immer wieder Luftfeuchtigkeit eindringt, insbesondere bei längerer Standzeit in vollgetanktem Zustand, bedingt durch die häufigen Startverzögerungen.
Titel: Nächster Shuttle-Start erst im März
Beitrag von: Jürgen am 19 August, 2005, 02:08
Aus dem VideoText der ARD:
157 ARDtext Do 18.08.05

 Nachrichten Aus aller Welt

Nächster Shuttle-Start erst im März    
                                       
 Die US-Weltraumbehörde Nasa will wegen der ungelösten technischen Probleme am
 Außentank erst am 4.März kommenden Jahres wieder eine Raumfähre starten. Das
 teilte der Nasa-Direktor Gerstenmaier in Washington mit. Statt der Raumfähre
 "Atlantis" soll dann erneut die "Discovery" zur internationalen Raumstation
 ISS starten.

 Begründet wurde die Startverschiebung vom November auf März 2006 u.a. mit dem
 bislang ungelösten Problem des Schaumstoffes am Außentank. Außerdem solle  
 wegen der zu transportierenden schweren Frachten zuerst die "Discovery" fliegen.    
Titel: Space Shuttle Discovery wieder in Florida gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2005, 18:44
Die NASA hat das Space Shuttle Discovery nach Florida zurücktransportiert. Nachdem es am 9.8. wegen des anhaltend schlechten Wetters am Kennedy Space Center auf die Edwards Air Force Base in Kalifornien ausweichen musste, flog es heute auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 zurück nach Florida, wo es um 10 Uhr Ortszeit landete.

(http://www.heise.de/bilder/63042/0/0)
Auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 fliegt das Space Shuttle Discovery zurück nach Florida. (Bild: NASA)

Auf der hochauflösenden Version des von der NASA veröffentlichten Fotos wirkt es schon ein wenig ramponiert im Vergleich zu seinem Trägerflugzeug. Aber die NASA will sich ja mit dem nächsten Start bis März 2006 Zeit lassen, um die Probleme des letzten Fluges zu analysieren.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/63042
Titel: NASA-Chef bezeichnet Shuttle-Programm und ISS als Fehler
Beitrag von: SiLæncer am 28 September, 2005, 18:19
NASA-Chef Michael Griffin bezeichnete das Shuttle-Programm und die Internationale Raumstation ISS erstmals eindeutig als Fehler. Griffin, den US-Präsident Bush im April zum NASA-Administrator ernannt hatte, machte diese Aussage gegenüber der Tageszeitung USA Today. In abgeschwächter Form hatte er ähnliche Ansichten schon im Mai vor dem US-Senat geäußert (PDF-Datei).

Die NASA habe nach dem Ende der Apollo-Missionen in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine grundsätzlich falsche Richtung eingeschlagen. Diese gedenke man derzeit jedoch mit möglichst wenig Nebenwirkungen zu korrigieren. Seit dem Jungfernflug der Raumfähre "Columbia" im Jahre 1981 starben 14 Astronauten bei Shuttle-Flügen: Der verunglückte Challenger-Start 1986 kostete ebenso wie das Auseinanderbrechen der Columbia im Jahr 2003 jeweils die komplette Crew das Leben.

Vom Beginn der Entwicklung 1971 bis heute hat die NASA für das Shuttle-Programm geschätzte 150 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Für die ISS belaufen sich die Kosten bis zur erwarteten Fertigstellung im Jahr 2010 auf weitere 100 Milliarden US-Dollar. Wegen massiver Sicherheitsbedenken und horrender Kosten wird auch die restliche Shuttle-Flotte wie geplant bis 2010 stillgelegt.

Erst kürzlich hatte Griffin im Auftrag von US-Präsident Bush ein weiteres, ehrgeiziges NASA-Programm angekündigt: Die Rückkehr von Astronauten zum Mond soll bis zum Jahr 2018 erfolgen. Der finanzielle Aufwand ist allerdings gigantisch: 104 Milliarden US-Dollar veranschlagt die NASA für den Vorläufer einer noch weiter in der Zukunft liegenden Marsmission.

Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/64402
Titel: Wachablöse im All: Astronauten und Tourist erreichen ISS
Beitrag von: SiLæncer am 03 Oktober, 2005, 16:59
Auf der Internationalen Raumstation ist die neue Besatzung eingetroffen. Im Schlepptau hatten die Astronauten William McArthur und Waleri Tokerew den amerikanischen Millionär Gary Olsen, der als Tourist im Weltall unterwegs ist.

Koroljow - Der Amerikaner William McArthur und der Russe Waleri Tokerew dockten mit ihrem Begleiter um 7.32 Uhr MESZ in einer "Sojus"-Kapsel an der ISS an. Die Besatzung war gestern Morgen vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan gestartet. Das automatische Andockmanöver funktionierte reibungslos und sogar schneller als im Zeitplan vorgesehen. Familienangehörige Olsens brachen im russischen Kontrollzentrum Koroljow bei Moskau in Applaus aus, als die Erfolgsmeldung bekannt gegeben wurde.

McArthur und Tokerew lösen auf der ISS den Russen Sergej Krikalow und den Amerikaner John Phillips ab, die am 11. Oktober mit Olsen zur Erde zurückkehren sollen. Ihre Kapsel soll in der kasachischen Steppe landen. Krikalow und Phillips sind seit April auf der ISS.

Olsen, Gründer eines Unternehmens zur Herstellung von Infrarotkameras, hat für seine ungewöhnliche Reise Berichten zufolge rund 20 Millionen Dollar (16,6 Millionen Euro) gezahlt. Der 60-Jährige ist der dritte touristische Besucher auf der ISS. Vor vier Jahren reiste der Amerikaner Dennis Tito und im Jahr 2002 der Südafrikaner Mark Shuttleworth ins All. Die russische Raumfahrtbehörde hat sich zu diesen Raumflügen für Nicht-Astronauten vor allem deshalb entschlossen, weil sie dringend Geld braucht.

Olsen selbst hält von dem Begriff Weltraumtourist nicht viel, wie er sagte: Diese Bezeichnung lege nahe, dass eigentlich jeder - vorausgesetzt er hat genug Geld - ins All fliegen könne. Das sei aber nicht der Fall, betonte Olsen, der den Begriff "Raumflugteilnehmer" bevorzugt.

Gesetz blockiert Nasa-Beteiligung

Das Geld spielte auch eine große Rolle in den Verhandlungen Russlands mit den USA, die parallel zu den Startvorbereitungen stattfanden. Dabei kamen Nasa-Chef Michael Griffin und sein russischer Kollege Anatoli Perminow zusammen. Russland fordert, dass sich die USA endlich an den Kosten für die Flüge zur Internationalen Raumstation beteiligen. Ab Ende des Jahres sollen die USA dafür bezahlen, wenn sie mit einem "Sojus"-Raumschiff ins All starten. Das aber darf die Nasa wegen eines Gesetzes aus dem Jahr 2000 zur Zeit jedoch gar nicht. Seit dem Ausfall der US-Raumfähren nach der "Columbia"-Katastrophe 2003 sind die USA aber auf die russischen Raumkapseln angewiesen.

Bei dem US-Gesetz geht es eigentlich gar nicht um die Raumfahrt, sondern um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA vermuten, dass Iran am Bau einer Atombombe arbeitet. Deshalb werden Sanktionen gegen alle Länder verhängt, die mit der Regierung in Teheran in diesem Bereich zusammenarbeiten. Russland ist am Bau eines 800 Millionen Dollar teuren Atomreaktors im Iran beteiligt.

Der US-Senat hat das Gesetz inzwischen so geändert, dass die Nasa sich finanziell an den russischen Raketen beteiligen könnte, die Zustimmung des Repräsentantenhauses steht aber noch aus. Nasa-Chef Griffin warnte, wenn das Gesetz nicht geändert werde, werde 2006 kein US-Astronaut mehr zur ISS fliegen. McArthur werde aber auf jeden Fall zur Erde zurückkommen, betonte Nasa-Programmmanager William Gersteinmaier heute.

Neben der Aufnahme von Weltraumtouristen wird die ISS auch in anderer Hinsicht weiter kommerzialisiert: Auf der Raumstation soll ein Werbespot für ein japanisches Fertiggericht gedreht werden. Einer der Kosmonauten soll den Film für ein Nudelgericht aufzeichnen, der im November ausgestrahlt werden soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Neuer Termin: Space Shuttle soll im Mai starten
Beitrag von: SiLæncer am 05 Oktober, 2005, 20:17
Die Probleme beim Flug des Space Shuttles "Discovery" hatten die Nasa vor wenigen Wochen zu einer erneuten Flugpause gezwungen. Nun soll im Mai 2006 der nächste Start erfolgen.

Im Juli war beim Start der "Discovery" Isolierschaum vom Außentank abgeplatzt und hatte den Hitzeschild der Raumfähre beschädigt. Da die "Columbia" im Februar 2003 wegen eines ähnlichen Schadens abgestürzt war, hatte die Nasa die Shuttle-Starts erneut ausgesetzt.

Doch mittlerweile sei nahezu sicher, warum sich erneut ein Stück Isolierung gelöst habe, sagte Wayne Hale, Leiter des Shuttle-Programms. Höchstwahrscheinlich hätten Arbeiter bei Veränderungen an einem anderen Teil des Tanks versehentlich das Isoliermaterial beschädigt. Normalerweise werde der Schaum, wenn er einmal aufgetragen sei, nicht mehr angerührt.

Im Mai 2006 soll nun die nächste Raumfähre starten. Bis dahin hofft die US-Weltraumbehörde Nasa die Probleme mit dem Isolierschaum in den Griff zu bekommen, sagte Hale. Die Panne beim Start der "Discovery" und die anschließende Reparatur im All hatten böse Erinnerungen an den Unglücksflug der "Columbia" geweckt. Damals hatte der Isolierschaum den Hitzeschild stark beschädigt, die Raumfähre war beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinander gebrochen. Alle sieben Astronauten starben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA will weitere fünf Milliarden US-Dollar für Shuttle-Betrieb
Beitrag von: SiLæncer am 04 November, 2005, 15:10
Die NASA hat fünf Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Mitteln beantragt, um ihre Shuttle-Flotte bis zur 2010 geplanten Stillegung zu betreiben. In dem Bericht der New York Times heißt es weiter, NASA-Chef Michael D. Griffin habe dem Wissenschafts-Ausschuss im US-Kongress dargelegt, dass man um eine Kostenreduktion bemüht sei, ohne andere Projekte zu gefährden. Die Weltraumbehörde sei allerdings verpflichtet, die Internationale Raumstation ISS mit Flügen der Raumgleiter zu versorgen. Erst vor kurzem hatte Griffin sowohl das Shuttle-Programm als auch die ISS als Fehler bezeichnet.

Aus Budgetgründen hatte die NASA bereits das Forschungsprogramm auf der ISS auf die Hälfte gekappt. Auch die Entwicklung nuklearer Energiequellen für den Einsatz im Weltraum wurde drastisch beschnitten. Mitglieder des Kongress-Ausschusses bemängelten denn auch die Verzettelung in zu viele Projekte. Immerhin muss die NASA die ISS erst einmal fertigstellen und gleichzeitig bis zum Jahr 2012 einen Ersatz für das viel zu teure Shuttle-Programm entwickeln – und dies alles bei einem Budget, dass in den nächsten Jahren kaum erhöht werden dürfte. US-Präsident George W. Bush hatte der NASA mit der bis 2018 geplanten Mondlandung ein weiteres Riesenprojekt aufgehalst.

Während der Anhörung sagte Griffin außerdem, dass NASA-Ingenieure inzwischen geklärt hätten, weshalb beim bislang letzten Start eine Shuttles wieder Teile der Schaumstoffisolierung abfielen und den Shuttle leicht beschädigten. Aus Angst vor einem weiteren Desaster hatte die NASA einige Reparaturen im Weltraum veranlasst. Daraufhin wurden alle weiteren Starts bis März 2006 aufgeschoben. Durch die Untersuchungsergebnisse hofft Griffin nun, diesen Plan einhalten und die Shuttles im Frühling wieder Richtung ISS schicken zu können .

Quelle : www.heise.de
Titel: 20 Jahre danach: "Challenger"-Unglück verfolgt Nasa bis heute
Beitrag von: SiLæncer am 28 Januar, 2006, 21:42
Für die Nasa war es eines der schwersten Unglücke ihrer Geschichte: Heute vor 20 Jahren explodierte das Space Shuttle "Challenger" beim Start und riss sieben Menschen in den Tod. Mit dem Unfall begann die Krise, die die bemannte Raumfahrt bis heute nicht loslässt.

Nur 73 Sekunden dauerte der zehnte und letzte Flug der "Challenger". Dann erschien am klaren Himmel dieses Wintertags ein gewaltiger Feuerball. Erst 40 Sekunden später bestätigte Nasa-Kommentator Steve Nesbitt, was wohl die meisten Zuschauer bereits begriffen hatten: "Wir sind von der technischen Leitung des Fluges informiert worden, dass das Gefährt explodiert ist."

Der 28. Januar 1986 hat sich als Datum einer der großen nationalen Tragödien in das kollektive Gedächtnis der USA eingeprägt. Zugleich begann damals eine Krise der bemannten Raumfahrt, die sich am 1. Februar 2003 durch die Explosion der Raumfähre "Columbia" noch dramatisch verschärfte - und aus der die Nasa auch 20 Jahre danach keinen Ausweg gefunden hat.

Im Kennedy Space Center in Florida gedenken am heutigen Samstag die Nasa und die Hinterbliebenen in einer Zeremonie der sieben Opfer. Neben den sechs Astronauten kam damals auch die 37-jährige Englisch- und Geschichtslehrerin Christa McAuliffe ums Leben, die von der Raumfahrtbehörde ausgewählt worden war, als erste Nicht-Astronautin ins All zu fliegen.

In die Trauer um die "Challenger"-Opfer mischt sich aber auch die Sorge um die Zukunft des Space-Shuttle-Programms und der bemannten Raumfahrt. Denn wegen der massiven technischen Probleme der veralteten Flotte ist höchst ungewiss, ob die Raumfähren noch wie geplant bis 2010 fliegen können.

Kleine Ursachen, schwere Unfälle

Eine defekte Dichtung bei einer der Startraketen hatte das "Challenger"-Desaster verursacht. Danach setzte die Nasa alle Shuttle-Flüge für zweieinhalb Jahre aus, während die Konstruktion der Raumfähren umfassend überarbeitet wurde.

Nach erneut jahrelangen routinemäßigen Pendelflügen zur Internationalen Raumstation ISS bestätigte sich dann auf tragische Weise die von Kritikern vorgebrachte Sorge, die Nasa habe nichts aus dem "Challenger"-Unglück gelernt. Die "Columbia" barst beim Landeanflug auseinander, alle sieben Crew-Mitglieder starben. Die Ursache war diesmal ein Stück Schaumstoffisolierung, das beim Start vom externen Treibstofftank abgeplatzt war und den Hitzeschutz der Fähre beschädigt hatte.

Auch nach dieser Katastrophe dauerte es wieder zweieinhalb Jahre, bis die Nasa sich traute, erneut ihre Shuttles auf die Reise zu senden. Doch trotz der abermaligen aufwendigen Umbauarbeiten wurde die Mission der "Discovery" im Sommer 2005 zur Zitterpartie. Wieder löste sich ein größerer Schaumstoffbrocken vom Außentank - und es war nichts als reines Glück, dass er diesmal am Shuttle vorbeiflog. Mit dem Leben der Crew sei "eine Art russisches Roulette" gespielt worden, befand der Raumfahrt-Historiker Alex Roland. Die Shuttle-Flüge wurden erneut gestoppt; frühestmöglicher nächster Starttermin ist der Mai.

Auslaufmodelle müssen weiterfliegen

Nun ist der Space Shuttle ohnehin ein Auslaufmodell. Als Konsequenz aus dem "Columbia"-Desaster verkürzte US-Präsident George W. Bush die Laufzeit des Programms um zehn Jahre. Nachfolger soll das auf der Technologie der Apollo-Mondflüge aufbauende "Crew Exploration Vehicle" (CEV) werden, das 2012 erstmals starten soll. Bis 2020 soll es Astronauten zum Mond bringen, später zum Mars.

Doch vorerst hat die Nasa weiter nur die Shuttles - und damit ein Riesenproblem: Denn die Fähren müssen noch 18 Flüge absolvieren, damit die Bauarbeiten an der ISS abgeschlossen werden können. Wegen der technischen Probleme ist höchst ungewiss, ob dies möglich sein wird.

Aber auch über Bushs ehrgeizigen Plänen für das CEV stehen dicke Fragezeichen. So setzen sie voraus, dass künftige Präsidenten die enormen Kosten des Projekts - derzeitige Schätzung der Nasa: 104 Milliarden Dollar - aufzubringen bereit sind. Nasa-Chef Michael Griffin aber will sich weder von dieser gigantischen Summe noch von den Tragödien der Vergangenheit entmutigen lassen. Er sieht Parallelen mit den Rückschlägen zu Beginn der Fliegerei. Die Verluste von Menschenleben zeigten "unsere Begrenzungen als menschliche Wesen, wenn wir eine neue Technologie zu erfinden suchen".

Quelle und Links : http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,397658,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,397658,00.html)
Titel: NASA hofft auf drei Shuttle-Starts in diesem Jahr
Beitrag von: SiLæncer am 01 März, 2006, 20:36
Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hofft, im Mai wieder ein Space Shuttle in den Orbit schicken zu können. NASA-Manager Wayne Hale hat laut New York Times während einer Pressekonferenz im Kennedy Space Center in Florida betont, die Techniker arbeiteten daran, einen Start der Discovery im Zeitraum vom 10. bis 23. Mai zu ermöglichen. Falls das Space Shuttle in diesem Zeitraum oder zum nächsten Startfenster, das zwischen 1. und 19. Juli geöffnet ist, erfolgreich abhebt, könne es in diesem Jahr zu insgesamt drei Starts kommen.

Allerdings gibt es noch technische Probleme zu behen, vor allem bei der Schaumstoffisolierung am Außentank. Diese war eine der Ursachen, die im Juli vergangenen Jahres zum Stopp des Programms "Return to Flight" geführt hatte. Ende Juli 2005 war zwar die Discovery erfolgreich gestartet und am 9. August sicher gelandet, doch hatten sich während des Starts Teile vom Space Shuttle gelöst und es wurden Hitzekacheln beschädigt. Daraufhin hatte die NASA den nächsten Shuttle-Start zunächst auf diesen März verschoben.

Quelle : www.heise.de
Titel: NASA verschiebt Shuttle-Start um sechs Wochen
Beitrag von: SiLæncer am 15 März, 2006, 13:43
Probleme mit den Sensoren im externen Treibstofftank zwingen die NASA zu einer Verschiebung des nächsten Shuttle-Flugs um sechs Wochen. Damit verschiebt sich der Termin für den Start der Discovery auf ein Zeitfenster zwischen dem 1. und dem 19. Juli, teilte die US-Weltraumbehörde mit.

Nach Angaben der NASA stimmte bei Tests der Wert eines der vier Engine-Cutoff-Sensoren für die LH2-Menge nicht mit den Messwerten der übrigen drei überein, weshalb die Ingenieure nach einem zweitägigen Treffen nun beschlossen haben, alle vier Sensoren auszuwechseln. Seit dem Tod von sieben Astronauten durch das Auseinanderbrechen der Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre im Jahr 2003 steht der externe Treibstofftank unter besonderer Beobachtung durch die NASA. Damals hatten abfallende Teile der Tankisolierung während des Starts das Hitzeschild der Raumfähre so stark beschädigt, dass sie bei ihrer Rückkehr verglühte.

Über zwei Drittel des Gesamtschubs von fast 30.000 kN (das 40.000-Fache der vier Düsentriebwerke eines Jumbos) beim Start des Space-Shuttles stammt von den zwei wiederverwendbaren Feststoffraketen, deren Treibstoffmischung aus 70 Prozent Ammoniumperchlorat, 16 Prozent Aluminium, Eisenoxid sowie Polymer-Bindemittel und Epoxy-Härter nach zwei Minuten erschöpft ist. Den Rest des Schubs übernehmen drei eigene Raketentriebwerke, die sich insgesamt rund 8,5 Minuten lang aus einem externen Treibstofftank speisen.

Der 47 Meter hohe und 8 Meter dicke Tank versorgt die Shuttle-Triebwerke mit insgesamt rund 550.000 Litern Flüssigsauerstoff (LOX) und 1,5 Millionen Litern Flüssigwasserstoff (LH2). Wegen der tiefen Temperaturen des Treibstoffs von minus 182 respektive minus 252 Grad Celsius wird der Tank erst kurz vor dem Start befüllt. Mit einer rostbraunen Schicht gegen das Eindringen von Feuchtigkeit überzogen, wurde die Polyurethan-Isolierung nach dem Columbia-Unglück vollständig überarbeitet – so verhindern beispielsweise punktuelle Wärmequellen an den Außenleitungen die Bildung von Eis.

Quelle : www.heise.de
Titel: NASA hält an Shuttle-Start im Juli fest
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2006, 18:43
Trotz der Sorgen einiger Ingenieure will die US-Weltraumbehörde NASA den für Juli geplanten Start der Raumfähre Discovery nicht mehr weiter verschieben. Damit soll der ehrgeizige Plan von drei Shuttle-Starts bis Ende dieses Jahres gelingen. Probleme bereiten nach wie vor abfallende Schaumstoffstücke vom Außentank des Space Shuttle. Die Ingenieure hätten nun zwei größere Bereiche des isolierenden Schaumes vom Außentank abgetragen. Bisher könne man aber noch nicht absehen, ob dies ausreichend sei. Zumindest größere Stücke sollen sich jetzt nicht mehr lösen können.


Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/72551)

Quelle : www.heise.de
Titel: Columbus-Modul: Raumfahrtlabor in ewiger Wartestellung
Beitrag von: SiLæncer am 01 Mai, 2006, 16:45
Schon seit zwei Jahren wartet es auf seinen Einsatz: Das europäische Weltraumlabor "Columbus" soll morgen nun offiziell der ESA übergeben werden. Dabei ist die Geschichte des Moduls eine Chronik der Katastrophen.

Bremen/Hamburg - "Tonne", so nennt Günther Brandt sein Projekt wenig respektvoll. Doch der 62-jährige EADS-Mitarbeiter hat immerhin zehn Jahre Entwicklungszeit in die "Tonne" gesteckt: Silbrig glänzt die Außenhaut des Columbus-Moduls, das jetzt noch in der Werkshalle der Raumfahrt-Firma in Bremen auf seinen Einsatz wartet. Morgen soll "Columbus" schließlich dem Auftraggeber, der europäischen Raumfahrtagentur Esa übergeben werden. Zu dem Festakt wird auch Bundeskanzlerin Merkel erwartet. Die Übergabe soll gebührend gefeiert werden. Denn mit ihr rückt nun auch der Start des Moduls in greifbare Nähe.

Schon im Oktober 2004 sollte das Columbus-Modul an der Internationalen Raumstation ISS andocken. Doch die "Columbia"-Katastrophe im Jahr 2003 erschütterte die Öffentlichkeit und die Nasa stoppte vorerst alle Shuttle-Missionen. Am 1. Februar 2003 war die Raumfähre "Columbia" beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre explodiert, alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Die Bilder der rauchenden Trümmerteile am blauen Morgenhimmel gingen um die Welt. In jahrelanger Arbeit versuchten die Nasa-Ingenieure, den Shuttle-Unfall aufzuarbeiten.

13 Tonnen für die Wissenschaft

Das Columbus-Modul blieb somit am Boden. Und mit ihm die Hoffnungen der Esa, endlich den wichtigen Beitrag zur ISS leisten zu können, um sich den amerikanischen Raumfahrt-Profis gegenüber zu etablieren. Astronauten konnten zwar nach wie vor zur ISS gelangen - die unkomplizierten russischen Sojus-Kapseln machten es möglich - doch das 13 Tonnen schwere Columbus-Modul kann nur ein Shuttle in den Orbit befördern.

"Wir haben diese Zeit gut genutzt und einige Änderungen eingebaut", sagt Projektleiter Brandt. So seien schnellere Rechner eingebaut und zusätzliche Kabel verlegt worden. Trotzdem sei jede Startverzögerung der Nasa-Shuttles immer wieder "eine Enttäuschung" gewesen.

Schon seit 1996 baute der europäische Raumfahrtkonzern EADS Space Transportation (ST) in Bremen an dem Weltraumlabor, in dem die Astronauten in Zukunft Gewebekulturen, Pflanzen und Mikroorganismen in der Schwerelosigkeit untersuchen sollen. Insgesamt kostet Columbus 880 Millionen Euro. Nach dem derzeitigen Zeitplan der Nasa wird es nun in der zweiten Jahreshälfte 2007 an der ISS andocken können.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumstation ISS mit bloßem Auge verfolgen
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juni, 2006, 15:07
Im Monat Juni können Beobachter auf der Erde die Internationale Raumstation ISS, auf der demnächst der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter seinen Dienst antreten wird, besonders gut mit bloßem Auge sehen. Das größte bislang von Menschen geschaffene Bauwerk im Weltraum (derzeit 52 Meter Länge, 27 Meter Höhe, 73 Meter Spannweite der Solarzellenflächen) ist nach dem Mond und der Venus das hellste Objekt am Himmel und lässt sich als relativ schnell bewegender heller Punkt verfolgen.

Vom 17. bis 21. Juni ist die ISS bis zu viermal pro Nacht zu sehen, da die Raumstation während dieser Zeit nicht durch den Erdschatten fliegt und ununterbrochen beleuchtet wird. Die ISS umkreist die Erde in zirka 350 Kilometern Höhe auf einer elliptischen Umlaufbahn mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern pro Stunde. Für eine Umrundung der Erde benötigt sie etwa 90 Minuten. Auf der Heavens-Above-Seite der ESA kann man die Position der ISS für einen beliebigen Zeitpunkt berechnen lassen.

Um die ISS beobachten zu können, müssen jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Am Standort des Beobachters muss es ausreichend dunkel sein, der Himmel sollte wolkenfrei sein, und die Raumstation muss von der Sonne beleuchtet werden. Dies ist der Fall, wenn der Beobachter sich auf der Nachtseite der Erde befindet, die ISS aber noch von der Sonne angestrahlt wird – eine Beobachtung ist also nur kurz nach Sonnenunter- beziehungsweise kurz vor Sonnenaufgang möglich. Der genaue Zeitpunkt der Sichtbarkeit lässt sich in Abhängigkeit vom Standort des Beobachters auf der ESA-Website ermitteln.

Quelle : www.heise.de
Titel: Start zur ESA-Langzeitmission am 1. Juli
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juni, 2006, 13:14
Nach diversen Verschiebungen hat nun die NASA den 1. Juli für den Start der Mission STS-121 mit dem Raumtransporter Discovery bestätigt. Die Probleme mit abfallenden Schaumstoffstücken vom Außentank des Space Shuttle glaubt man im Griff zu haben. Als wichtigste Nutzlast ist der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter mit an Bord, der über einem halbes Jahr in der internationalen Raumstation ISS verbleiben und dort zahlreiche Experimente durchführen soll. Daneben hat er sich als zweiter Flugingenieur in der Expedition-13-Mannschaft zahlreichen wichtigen Aufgaben an Bord der ISS zu widmen, wie etwa der Überwachung der Lebenserhaltungssysteme, der Gesundheit und Sicherheit der Mannschaft sowie der Außenbordeinsätze. Reiter – der erste Langzeit-"Europäer" der ESA in der ISS -- hat bereits mit 179 Tagen an Bord der Mir Langzeit-Raumerfahrung. Er wird nun in der ISS mit dem russischen ISS-Kommandant Pawel Winograd und dem amerikanischen ISS-Flugingenieur Jeffrey Williams zusammenarbeiten, die bereits Ende April mit einer Sojus-Raumkapsel auf der ISS ankommen waren. Dann befinden erstmals seit der Columbia-Katastrophe 2003 wieder drei Astronauten in der Raumstation.

Die Huckepack-Konstruktion des Shuttles mit seiner Startrakete soll um 21.48 Uhr MESZ (19.48 Uhr GMT) vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, abheben. Es ist der vierte Raumeinsatz des Kommandanten Steven P. Lindsey. Das Andockmanöver an die ISS ist für den dritten Tag der Mission vorgesehen.

Derzeit kann man übrigens (bis zum 21. Juni) die ISS als besonders helles Objekt am Himmel ausmachen -- allerdings nur für wenige Sekunden kurz nach Sonnenuntergang und kurz vor Sonnenaufgang.

Quelle : www.heise.de
Titel: SORGE UM ISS - Unbekanntes Müll- Objekt bedroht Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juni, 2006, 13:08
Ein Stück Weltraumschrott ist der Internationalen Raumstation so nahe gekommen, dass die Flugleitzentrale schon über ein Kursänderung nachdenkt. Das geheimnisvolle Objekt steht nicht im Verzeichnis der bekannten Weltraum-Trümmer.

Am Samstag soll das Space Shuttle "Discovery" mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord ins All starten. Das Ziel der Raumfähre: die Internationale Raumstation (ISS). Ausgerechnet in deren Nähe ist nun ein unbekanntes Objekt aufgetaucht.

In der Bodenstation seien die Wissenschaftler in Sorge, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Das Objekt sei etwa 2,8 Kilometer von der ISS entfernt, teilte die russische Flugleitzentrale bei Moskau unter Berufung auf die US-Weltraumbehörde Nasa mit. "Die Lage ist ziemlich ernst", sagte der russische Flugbahnspezialist Alexander Kirejew.

Der zuständige russische Verantwortliche Jewgeni Melnikow sagte der russischen Zeitung "Trud", man habe der Nasa bereits Vorschläge für verschiedene Ausweichmanöver der Weltraumstation geschickt. Nach seinen Angaben müsste dann aber auch der Start der "Discovery" gestoppt werden.

Offenbar handelt es sich bei dem Objekt um Weltraumschrott, genau identifizieren konnten die Spezialisten in der Bodenstation den Störenfried jedoch noch nicht. "Das Objekt hat keine Nummer im Verzeichnis des Weltraummülls", erklärte Kirejew nach Angaben der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Es sei aber wahrscheinlich ein Teil eines alten Weltraumapparates.

Ausgebrannte Raketenstufen, abgesprengte Verkleidungsteile, zerstörte oder schlicht stillgelegte Satelliten fliegen mittlerweile zu Tausenden um den Erdball. Alleine 9500 Objekte von mehr als zehn Zentimetern Durchmesser haben Beobachter des "US Space Surveillance Network" der Nasa bislang gezählt. Allerdings gefährden auch schon kleinere Teile als rasende Geschosse Raumfahrer und Satelliten.

Simulationen und Verzeichnisse, wie sie etwa an der Technischen Universität Braunschweig im Auftrag der europäischen Weltraumbehörde Esa erstellt werden, zeigen die Umlaufbahnen aller registrierten Schrottteile. Zu diesen gehört das mysteriöse Objekt in der Nähe der ISS aber nicht.

Spionagesatelliten hinterlassen dunklen Schrott

Allerdings gibt es im Erdorbit noch die sogenannten schwarzen Satelliten und die Überbleibsel der Raketen, die sie am Himmel platzierten. Spionage- und Militärsatelliten unterliegen der Geheimhaltung - auch noch lange, nachdem sie von ihren Betreibern deaktiviert worden sind.

Experten gehen von einigen Hundert großen Objekten im Orbit aus, die offiziell gar nicht existieren. SPIEGEL ONLINE berichtete über aufmerksame Amateure, die von der Erde aus versuchen, solche dunklen Späher und ihre Überreste zu identifizieren - und ihre Flugbahnen ins Internet stellen.

Die Flugleitzentrale bei Moskau beobachtet nun, ob sich das Objekt weiter auf die ISS-Flugbahn zubewegt. In diesem Fall müsste die Besatzung der Raumstation, Jeff Williams und Pawel Winogradow, sicherheitshalber in das angekoppelte Rettungsraumschiff Sojus-TM wechseln. Die ISS ist bereits mehrfach Flugobjekten im All ausgewichen.

Bleibt die ISS jedoch an ihrer Position, soll Astronaut Reiter europäische Forschungsgeräte auf die Station bringen - und ein halbes Jahr lang als zweiter Bordingenieur auf der ISS bleiben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: Start der "Discovery" gefährdet
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juni, 2006, 13:42
Der Raumfähre "Discovery" drohen erneut Probleme: Schlechtes Wetter könnte den für Samstag geplanten Start verhindern. Zudem kämpft die Nasa noch immer mit denselben technischen Schwierigkeiten, die 2003 den Absturz der Raumfähre "Columbia" verursacht haben.

Houston - Läuft alles nach Plan, wird die "Discovery" mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord am Samstag um 21.49 Uhr MESZ die Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) beginnen. Doch über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida braut sich einiges zusammen. Nasa-Meteorologin Kathy Winters erklärte, für Samstag würden mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit Wolken erwartet, die auch Gewitter mit sich bringen könnten.

Damit könne ein Start während des Zeitfensters von nur zehn Minuten unmöglich werden. Die Aussichten für Sonntag und Montag waren nicht besser, für den Rest der Woche sogar schlechter. Sollte es der US-Raumfahrtbehörde Nasa nicht gelingen, die Raumfähre bis zum 19. Juli abheben zu lassen, würde sich das nächste Startfenster erst Ende August öffnen. Auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der mit der "Discovery" zu einem sechsmonatigen Aufenthalt an Bord der ISS fliegen soll, müsste dann erneut auf seinen Einsatz warten.

Nasa-Sprecher Jeff Spaulding erklärte, es gebe keine technischen Probleme, die einen Start behindern könnten. Die Raumfahrtbehörde werde maximal vier Startversuche in den fünf Tagen ab Samstag unternehmen. Der offizielle Countdown hat in der Nacht zum Donnerstag begonnen.

Ingenieure rechnen erneut mit Schaumstoff-Brocken

Unterdessen herrschen innerhalb der Nasa weiterhin Zweifel darüber, wie sicher die Space Shuttles sind. Trotz Investitionen von mehr als einer Milliarde Dollar ist es den Technikern nicht gelungen, zu verhindern, dass sich beim Start Isolierschaum vom Haupttank des Shuttles ablöst. Beschädigungen durch solche Schaumstücke hatten am 1. Februar 2003 zum Absturz der Raumfähre "Columbia" beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und damit zur vorläufigen Einstellung des Shuttle-Programms geführt.

Der Tank wurde zwar schon für den Start der "Discovery" im vergangenen Jahr überarbeitet. Geholfen hat es aber nicht viel: Auch danach löste sich wieder Isolierschaum. Jetzt wurden weitere 35 Kilogramm des Materials eingespart - die Nasa spricht von den größten aerodynamischen Veränderungen seit dem Beginn des Shuttle-Programms.

Aber auch dieses Mal ist damit zu rechnen, dass wieder Stücke abbrechen. "Wir erwarten das", sagt der für den Zusatztank verantwortliche Nasa-Manager John Chapman. "Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sie klein genug sind, damit sie keinen Schaden anrichten können."

Bedenken innerhalb der Nasa

Sicherheitschef Bryan O'Connor und Chefingenieur Chris Scolese haben wegen der Schaumstoffteile ernsthafte Bedenken gegen einen Start am 1. Juli geltend gemacht. Sie hätten es vorgezogen, die nach wie vor bestehenden Probleme zu lösen, bevor man die Raumfähre wieder auf die Reise schickt, betonten sie in einer Erklärung. Doch Nasa-Chef Michael Griffin habe sich über die Bedenken hinweggesetzt und dieses Risiko "sehenden Auges" auf sich genommen, kritisierten O'Connor und Scolese.

Auch an anderen Stellen des Shuttles hatte es zuletzt Probleme gegeben. So hat ein Sensor am Tank verhindert, dass die "Discovery" bereits wie ursprünglich geplant im Mai starten konnte. Die Nasa hat inzwischen sogar Maßnahmen gegen Geier und andere Großvögel ergriffen, damit es zu keinen Kollisionen mit einer startenden Raumfähre kommt.

Sollte die "Discovery" doch beim Start beschädigt werden, müssten die Astronauten 81 Tage an Bord der ISS bleiben. So viel Zeit braucht die Nasa, um die nächste Raumfähre für eine Rettungsmission startklar zu machen. Planmäßig soll die "Atlantis" Ende Juli zur Startrampe rollen. Ein größeres Unglück würde aber wohl auch das Aus für das Raumfährenprogramm bedeuten. Neue bemannte Raumfahrzeuge wird es bei der Nasa frühestens 2014 geben.

Großes Forschungsprogramm für Reiter

Sollte alles wie geplant verlaufen, wäre Thomas Reiter der zweite der zehn deutschen Astronauten, der mehr als einmal ins All fliegen darf. Mit drei Missionen ist Ulf Merbold der bisher einzige Mehrfachflieger. Reiter bringt für diesen ersten Langzeitflug eines Westeuropäers in der ISS die denkbar besten Voraussetzungen mit. Denn von September 1995 bis Ende Februar 1996 war er bereits 179 Tage in der Raumstation MIR unterwegs.

Diese Erfahrungen mit der russischen Technik und Mentalität, gepaart mit dem rund fünfjährigen ISS-Spezialtraining, machen den 48-Jährigen zu einem vollwertigen dritten Crewmitglied. Damit hätte die Stammbesatzung wieder die Normalstärke aus der Zeit vor der "Columbia"-Katastrophe. Die Russen hoffen, spätestens 2009 die Station mit sechs Astronauten betreiben und damit auch deren Forschungspotential voll nutzen zu können.

Reiter soll bei seiner "Astrolab"-Mission im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation Esa ein umfangreiches wissenschaftliches Programm absolvieren. Dabei geht es um Bereiche wie Humanphysiologie, Plasmaphysik und Strahlungsdosimetrie. Zudem wird der ehemalige Kampfjet-Pilot an der Inbetriebnahme mehrerer Esa-Experimente zur Untersuchung der Lungenfunktion und zur Pflanzenzucht in der Schwerelosigkeit mitwirken.

Eine neue europäische Kühlbox für Temperaturen bis minus 80 Grad Celsius dient künftig der Konservierung biologischer Proben. Außerdem sind Technologiedemonstrationen, industrielle Experimente und Bildungsvorhaben geplant. Die Kontrolle der Mission erfolgt von Oberpfaffenhofen bei München aus. Als zweiter Bordingenieur hilft der Deutsche bei der Wartung der Station und steigt auch einmal in den freien Raum aus. Der TV-Sender Phoenix will den Weltraumspaziergang am 3. August live übertragen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA geht beim Start der "Discovery"-Raumfähre auf Nummer sicher
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2006, 11:00
Die US-Raumfahrtbehörde NASA will beim Start der Raumfähre "Discovery" am heutigen Samstag auf Nummer sicher gehen.

Bislang nie da gewesene Vorkehrungen beim Abheben des Spaceshuttles sowie umfangreiche Tests im Weltraum sollen eine Pannenserie und Zitterpartie wie beim letzten Flug der "Discovery" vor einem Jahr ausschließen. Mit an Bord der Raumfähre ist der Deutsche Thomas Reiter. Der 48-Jährige wird zu einem Langzeitaufenthalt in der Internationalen Raumstation ISS bleiben. Erstmals seit April 2003 hat die ISS wieder eine dreiköpfige Crew.

Seit dem tödlichen Unglück der Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003, bei dem alle sieben Astronauten ums Leben kamen, plagt die NASA vor allem ein Problem: Schaumstoffstücke, die durch die Urgewalten beim Start vom 47 Meter hohen Außentank abgerissen werden. Im Vorjahr entging die "Discovery" nur knapp einer Katastrophe. Wegen des hohen Sicherheitsrisikos legte die NASA danach weitere Starts auf Eis.

Seit mehr als drei Jahren doktern Techniker am Problem des abfallenden Schaumstoffs herum. Vor dem neuen Start haben sie 17 Kilogramm Isolationsmaterial entlang der Versorgungsleitungen und Kabelsysteme an der Außenhaut des Tanks eingespart. Dennoch gibt Programmdirektor Wayne Hale zu: Auch beim nächsten Start werden sich Schaumstoffstücke an anderer Stelle lösen.

Mit einem riesigen Aufwand wird die NASA kontrollieren, ob diese wie Raketengeschosse fliegenden, handtellergroßen Schaumteile den Hitzeschild der Raumfähre beim Start beschädigten. 107 Videokameras verfolgen das Abheben von der Erde und von Flugzeugen aus. Drei Radarsysteme werden sich lösende Teile sofort orten. Erstmals wird auch die Crew mit einer Digitalkamera den Außentank fotografieren, wenn dieser nach dem Abschalten der Haupttriebwerke abgestoßen wird und in den Ozean stürzt. 88 Sensoren in den verstärkten Flügelkanten der Raumfähre messen die Temperatur und geben damit Hinweise auf mögliche Beschädigungen und Überhitzungen.

Am ersten Tag nach dem Start inspiziert die Crew bereits ihre Raumfähre. Zwei verschiedene Laser-Systeme und eine hoch auflösende Kamera, die an einem Außenarm installiert wurden, analysieren die kritischen Stellen der "Discovery".

Vor dem Andocken an die ISS führt Kommandant Steven Lindsey ein ungewöhnliches Manöver aus. In 180 Meter Entfernung dreht er die Raumfähre einmal um die eigene Achse. Die beiden Astronauten in der ISS haben dann neun Minuten Zeit, um mit ihren bis zu 800 Millimeter langen Objektiven Unter- und Oberteil der "Discovery" zu fotografieren. Anhand der Daten wird dann das Flugkontrollzentrum in Houston (Texas) entscheiden, ob Reparaturen während der beiden geplanten Außeneinsätze im Weltraum notwendig sind.

Die Ankunft der "Discovery" wird nicht nur vom russischen Bordkommandanten Pawel Winogradow und dem amerikanischen Bordingenieur Jeffrey Willams an Bord der ISS mit Spannung erwartet, sondern auch von allen beteiligten Vertragsparteien an der Raumstation. Wenn dieser Flug schief gehen oder die NASA wegen technischer Probleme erneut Shuttle-Starts auf Eis legen sollte, dann ist der geplante Ausbau der Raumstation bis 2010 ernsthaft in Gefahr. Bis dahin will die NASA noch 16 Mal Ausrüstungsteile und Weltraumlaboratorien zur ISS fliegen, bevor die Spaceshuttle ins Museum kommen.

Knapp 14 Tonnen Cargo wie Ausrüstung und Versorgungsgüter transportiert die "Discovery", das Arbeitstier unter den Raumfähren, zur ISS. Dazu gehören knapp 2500 Kilogramm Nahrung, Wasser und Kleidung für die Langzeitbesatzung. An Bord ist auch der so genannte "Minus Eighty Laboratory Freezer" für die eiskalte Aufbewahrung von Proben.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: NASA-Direktor sieht kein Sicherheitsrisiko für "Discovery"-Crew
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2006, 12:13
Der Direktor der US-Raumfahrtbehörde NASA Michael Griffin sieht kein Sicherheitsrisiko für die Crew der Raumfähre "Discovery" mit dem Deutschen Thomas Reiter.

Er sei zufrieden und für den Shuttle bestehe kein Risiko, sagte Griffin am Freitag abend (Ortszeit) in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Die Raumfähre sei in einem bemerkenswert guten Zustand und er hoffe jetzt nur noch auf gutes Wetter.

Der Spaceshuttle soll heute (Samstag) um 21.48 Uhr MESZ mit sieben Astronauten an Bord zu einem zwölftägigen Flug zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Übertragen wird das Spektakel auch als IPTV-Stream unter http://www.nasa.gov/. Gefährdungen durch Gewitter, hohe Winde und Blitze bleiben nach den Worten von NASA-Meteorologin Kathy Winters die letzten Risiken. Die Chance auf einen Start liegt weiter bei 40 Prozent.

Der 48-jährige Reiter von der Europäischen Weltraumorganisation ESA soll als erster Europäer bis zu sieben Monate an Bord der ISS bleiben. Er ist der erste Deutsche in der Weltraumstation.

Es ist erst der zweite Start eines Spaceshuttles seit dem "Columbia"-Desaster mit sieben Toten vom 1. Februar 2003. Dieses Unglück wurde durch ein Stück Schaumstoff ausgelöst, das sich beim Start gelöst und ein Loch in das Hitzeschild geschlagen hatte. Deshalb sollen jetzt mehr als 100 Kameras vom Boden und aus der Luft verfolgen, ob und wo sich Schaumstoff löst. Die NASA hat bei keinem der bisherigen 117 Shuttle-Flüge einen solchen Sicherheitsaufwand betrieben.

Sollte es keine Gewitter mit Blitzen geben, will die NASA am Samstagmorgen um 05.53 Uhr Ortszeit (11.53 Uhr MESZ) den 47 Meter hohen Außentank mit rund zwei Millionen Litern flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff betanken.

Die siebenköpfige Crew muss sehr zeitig um 5.15 Uhr Ortszeit (11.15 MESZ) aus den Betten. Kurz nach 10.00 Uhr (16.00 Uhr MESZ) gibt es Frühstück. Um 11.30 Uhr (17.30 Uhr MESZ) ziehen die fünf Männer und zwei Frauen ihre Raumanzüge an. Um 12.28 Uhr (18.28 Uhr MESZ) steigen sie in die Raumfähre ein. Nach dem geplanten Start um 15.48 Uhr (21.48 MESZ) dauert es achteinhalb Minuten, bis die Raumfähre den Orbit erreicht. Am Montag soll die "Discovery" an der ISS andocken.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Space Shuttle: "Discovery" betankt und startklar
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juli, 2006, 16:01
Die Chancen für ein planmäßigen Start der Raumfähre "Discovery" sind gestiegen. Nach einer Wetterbesserung hat die Nasa den Space Shuttle betankt und startklar gemacht. Umstritten ist weiterhin, wie sicher der Flug mit der "Discovery" ist.

Cape Canaveral - Die Wettervorhersagen haben sich ins Positive gedreht, technische Schwierigkeiten sind bislang ausgeblieben: Die Vorbereitungen für den Start der "Discovery" verlaufen nach Plan. Um 12 Uhr deutscher Zeit wurde der Shuttle für den ersten Flug seit einem Jahr aufgetankt, um 21.49 Uhr MESZ soll er zur Internationalen Raumstation (ISS) abheben.

Letzte Unsicherheiten wegen des Wetters blieben aber. Meteorologen der US-Raumfahrtbehörde Nasa sagten, die Chancen für den planmäßigen Start seien auf 60 zu 40 gestiegen. Der neuen Prognose zufolge wird eine heranziehende Sturmfront wahrscheinlich Cape Canaveral nicht bis zum geplanten Start der Raumfähre erreichen. Sollten Unwetter die Nasa zu einer Verschiebung zwingen, wäre ein Start auch noch am Sonntag oder Dienstag möglich. Die Nasa überträgt den Start auf ihrer Nasa- TV- Website. Auch das Deutsche Zentrum für Luft-  und Raumfahrt plant einen Live-Webstream des Ereignisses.

Es wäre erst der zweite Raumfährenstart seit dem "Columbia"-Absturz im Februar 2003, bei dem sieben Astronauten starben. Die "Discovery" flog im Juli vergangenen Jahres zum ersten und letzten Mal seit dem Unfall ins All. Die Besatzung kehrte zwar sicher zur Erde zurück, ihr Einsatz war aber alles andere als reibungslos verlaufen.

Ungute Erinnerungen an letzte "Discovery"-Mission

Zunächst brachen beim Start erneut Stücke der Schaumstoff-Isolierung des Haupttanks ab. Nur Glück verhinderte, dass ein großer Brocken die Raumfähre traf. Im Februar 2003 hatte ein solches Schaumstoffstück ein Loch in einen der Flügel der "Columbia" geschlagen und den Absturz des Shuttles beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verursacht.

Beim letzten Einsatz der "Discovery" stellte sich auch heraus, dass das Problem mit den Kacheln des Hitzeschilds noch nicht gelöst war. Die Astronauten mussten in einem spektakulären Außeneinsatz den Schaden reparieren und haben bei dieser Gelegenheit auch beeindruckende Fotos der Raumfähre geschossen.

Obwohl die Nasa inzwischen mehr als eine Milliarde Dollar in technische Verbesserungen der Space Shuttles gesteckt hat, rechnen Experten auch jetzt wieder damit, dass beim Start der "Discovery" Stücke des Isolierschaums abbrechen werden. "Wir erwarten das", sagt der für den Zusatztank verantwortliche Nasa-Manager John Chapman. "Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass sie klein genug sind, damit sie keinen Schaden anrichten können."

Sicherheitschef Bryan O'Connor und Chefingenieur Chris Scolese halten diese Aussage für nicht befriedigend. Sie haben sich öffentlich gegen den Start der "Discovery" gestellt und verlangt, die nach wie vor bestehenden Probleme zu lösen, bevor man die Raumfähre wieder auf die Reise schickt. Nasa-Chef Michael Griffin habe sich über die Bedenken hinweggesetzt und das Risiko "sehenden Auges" auf sich genommen, kritisierten O'Connor und Scolese.

Reiter soll sechs Monate an Bord der ISS bleiben

An Bord der Raumfähre ist auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter. Er soll als erster Vertreter der Europäischen Raumfahrtbehörde (Esa) fast sechs Monate in der Internationalen Weltraumstation (ISS) verbringen. Wenn alles planmäßig verläuft, wird die "Discovery" am Montag an der ISS andocken.

Der 48-jährige Reiter soll bis Dezember an Bord der Raumstation bleiben und verschiedene wissenschaftliche Experimente durchführen. Auf dem Programm des Esa-Astronauten, der bereits in der russischen Raumstation "Mir" eine Langzeitmission durchführte, steht zudem ein Einsatz im Weltraum. Mit der Ankunft Reiters soll die Besatzung der ISS wieder dauerhaft auf drei Astronauten aufgestockt werden. Wegen des Ausfalls der Shuttle-Flüge nach der "Columbia"-Katastrophe war sie auf zwei Personen verkleinert worden.

Der Einsatz der "Discovery" soll bis zu 13 Tage dauern. Wenn alles glatt geht, sind zwei weitere Starts in diesem Jahr und auf lange Sicht die Fertigstellung der ISS geplant. Ein Ende des Shuttle-Programms könnte dieses Vorhaben gefährden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Jürgen am 01 Juli, 2006, 23:57
Laut ZDF ist der Start verschoben worden.
Zitat
    ZDFtext             heute           
    Nachrichten                         
                                       
 Schlechtes Wetter verhindert Start der "Discovery"              
                                       
 Gewitter- und Blitzgefahr haben am Samstag den Start der Raumfähre "Disco-
 very" mit dem Deutschen Thomas Reiter verhindert. Der Countdown wurde rund   
 sechs Minuten vor dem geplanten Zünden der Triebwerke um 21.48 Uhr MESZ abge-
 brochen. Das Space Shuttle kann jetzt erst am Sonntagnachmittag (Ortszeit) um
 21.26 MESZ einen neuen Startversuch unternehmen.                             
                                       
 Nach Angaben der NASA-Meteorologen ist aber für Sonntag kein besseres Wetter 
 zu erwarten. Am Montag ist Ruhetag, sodass erst wieder am Dienstag oder Mitt-
 woch ein Start versucht werden kann.   
Quelle: Videotext des ZDF, Seite  122, 01.07.2006 23:53
                                       
Titel: Schlechtes Wetter: "Discovery"- Start verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2006, 11:09
Ja .....
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In letzter Minute ist der Start der Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS abgebrochen worden. Ein aufziehendes Gewitter hatte den Abflug kurzfristig verhindert. Heute Abend soll ein weiterer Versuch folgen.

Cape Canaveral - Die Discovery war bereits voll getankt; die sieben Astronauten saßen angeschnallt in ihren Sitzen. Die Nasa hatte kurz vor dem Start in technischer Hinsicht grünes Licht für den Start gegeben. Danach musste nur noch entschieden werden, ob die Wetterbedingungen einen Start zuließen.

Die Verantwortlichen der Nasa sorgten sich um die dichten Wolken am Himmel über dem Kennedy Space Center in Florida. Wie die Europäische Raumfahrtbehörde Esa erklärte, war 30 Kilometer von Cape Canaveral entfernt ein Gewitter aufgezogen. Nun ist geplant, dass die "Discovery" am Sonntagabend um 21.26 Uhr MESZ abhebt.

"So ist die Raumfahrt", sagte der ehemalige Chef des Esa-Astronautenzentrums, Ernst Messerschmid, im Kontrollzentrum der Esa in Darmstadt: "Sicherheit geht vor." Zur siebenköpfigen Besatzung des Space Shuttles gehört auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der für ein halbes Jahr an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) bleiben soll. Reiter soll während dieser Zeit wichtige Laborgeräte einbauen, darunter ein Gefriergerät, mit dessen Hilfe biologische Proben und Experimente auf minus 80 Grad gekühlt und so dauerhaft konserviert werden können. Geführt werden soll die Mission des 48-Jährigen vom deutschen Raumkontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen.

Mit Reiters Ankunft auf der ISS, die nun voraussichtlich erst am Dienstag erfolgt, soll die Besatzung der Raumstation wieder dauerhaft auf drei Astronauten erweitert werden. Reiter, der vor zehn Jahren bereits eine Langzeitmission an Bord der russischen Raumstation "Mir" absolvierte, soll unter anderem auch einen Weltraumspaziergang unternehmen.

Nach dem "Columbia"-Unglück im Februar 2003 war die Besatzung der ISS auf zwei Personen verringert worden, weil es nach dem zeitweisen Ausfall der Shuttle-Flüge an Transportkapazität für den Nachschub fehlte. Für den Flug der "Discovery" zur ISS und zurück sind vorerst zwölf Tage eingeplant. Die Raumfähre soll rund 14 Tonnen Ausrüstung und Nachschub zur Raumstation bringen. Zudem soll der Space Shuttle im All ausführlich untersucht und fotografiert werden, um auszuschließen, dass die Raumfähre beschädigt zur Erde zurückkehrt.

Schäden am Hitzeschild hatten vor drei Jahren den Absturz der "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre ausgelöst. Die Astronauten mussten in einem spektakulären Außeneinsatz den Schaden reparieren und haben bei dieser Gelegenheit auch beeindruckende Fotos der Raumfähre geschossen

Quelle : www.spiegel.de

Titel: "Discovery"-Start erneut abgebrochen
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2006, 20:57
Auch der zweite Versuch, die Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken, ist gescheitert. Erneut wurde der Countdown in Florida wegen schlechten Wetters abgebrochen.

Cape Canaveral - Der Deutsche Thomas Reiter an Bord der Raumfähre muss weiter auf den Flug zur ISS warten. Der Countdown für den um 21.26 (MESZ) geplanten Start wurde abgebrochen, teilte die US-Rahmfahrtbehörde Nasa in Cape Canaveral mit. Am kommenden Dienstag soll es den nächsten Versuch geben.

Bereits gestern Abend wurde der erste Startversuch gestoppt. Die "Discovery" war bereits voll getankt; die sieben Astronauten saßen angeschnallt in ihren Sitzen. Die Nasa hatte kurz vor dem Start in technischer Hinsicht grünes Licht für den Start gegeben. Danach musste nur noch entschieden werden, ob die Wetterbedingungen einen Start zuließen.

Die Verantwortlichen der Nasa sorgten sich um die dichten Wolken am Himmel über dem Kennedy Space Center in Florida. Wie die Europäische Raumfahrtbehörde Esa erklärte, war 30 Kilometer von Cape Canaveral entfernt ein Gewitter aufgezogen.

Zur siebenköpfigen Besatzung des Space Shuttles gehört auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter, der für ein halbes Jahr an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) bleiben soll. Reiter soll während dieser Zeit wichtige Laborgeräte einbauen, darunter ein Gefriergerät, mit dessen Hilfe biologische Proben und Experimente auf minus 80 Grad gekühlt und so dauerhaft konserviert werden können. Geführt werden soll die Mission des 48-Jährigen vom deutschen Raumkontrollzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen.

Mit Reiters Ankunft auf der ISS soll die Besatzung der Raumstation wieder dauerhaft auf drei Astronauten erweitert werden. Reiter, der vor zehn Jahren bereits eine Langzeitmission an Bord der russischen Raumstation "Mir" absolvierte, soll unter anderem auch einen Weltraumspaziergang unternehmen.

Nach dem "Columbia"-Unglück im Februar 2003 war die Besatzung der ISS auf zwei Personen verringert worden, weil es nach dem zeitweisen Ausfall der Shuttle-Flüge an Transportkapazität für den Nachschub fehlte. Für den Flug der "Discovery" zur ISS und zurück sind vorerst zwölf Tage eingeplant. Die Raumfähre soll rund 14 Tonnen Ausrüstung und Nachschub zur Raumstation bringen. Zudem soll der Space Shuttle im All ausführlich untersucht und fotografiert werden, um auszuschließen, dass die Raumfähre beschädigt zur Erde zurückkehrt.

Schäden am Hitzeschild hatten vor drei Jahren den Absturz der "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre ausgelöst. Die Astronauten mussten in einem spektakulären Außeneinsatz den Schaden reparieren und haben bei dieser Gelegenheit auch beeindruckende Fotos der Raumfähre geschossen

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumfähre Discovery soll am 4. Juli starten
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juli, 2006, 10:03
Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat den Start der Raumfähre Discovery erneut wegen schlechten Wetters verschoben. Das Space Shuttle soll nun morgen, am US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, um 14:38 Uhr Ortszeit (20:38 MESZ) abheben, teilt die NASA mit. Sie hatte den Start der Discovery ursprünglich für den 1. Juli angesetzt, verschob ihn aber ebenfalls wegen einer Schlechtwetterfront zunächst auf gestern. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Countdown erneut abgebrochen werden müsse, stehe laut Wettervorhersage bei 40 Prozent, heißt es weiter in der Mitteilung.

Quelle : www.heise.de
Titel: "Discovery": Riss in Tank- Isolierung gefährdet Start
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juli, 2006, 21:30
Am Nationalfeiertag der USA sollte der Space Shuttle "Discovery" endgültig abheben - nach zweimaliger Verschiebung. Doch in der Nacht entdeckten Ingenieure einen Riss im Schaumstoff des Außentanks. Dort lag schon der Grund für die Shuttle-Katastrophe von 2003.

Cape Canaveral - Wäre der Start des Space Shuttles "Discovery" mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord nicht wenige Minuten vor dem geplanten Start am Sonntagabend abgebrochen worden, wäre der Schaden gar nicht entdeckt worden. Der Riss in der Schaumstoffisolierung des Außentanks ist 13 Zentimeter lang. Inspekteure fanden ihn in der vergangenen Nacht.

Das bestätigte der Sprecher der US-Raumfahrtbehörde Nasa, George Diller. Es werde derzeit geprüft, ob dies ein Problem für den geplanten Start des Shuttles darstelle. Noch heute wolle die Nasa-Spitze entscheiden, ob der Riss den für Morgen geplanten Start gefährdet.

Ein Problem mit der Schaumstoffisolierung des Treibstofftanks hatte am 1. Februar 2003 den Absturz der Raumfähre "Columbia" verursacht, bei dem alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen.

Damals war beim Start ein Stück Schaumstoff vom Außentank abgeplatzt und hatte die Hitzekacheln des Space Shuttles beschädigt. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte die Raumfähre. Abfallende Schaumstoffstücke beim Start waren auch der Grund, warum die Nasa die "Discovery" nach dem letzten Flug vor einem Jahr am Boden behalten musste.

Umstrittene Startfreigabe

Seither nahm die Nasa zahlreiche technische Änderungen vor, um die Sicherheit des Shuttles zu erhöhen. Nasa-Chef Michael Griffin hatte im Juni entgegen dem Rat zweier Top- Berater entschieden, dass die "Discovery" startbereit ist.

Wegen schlechten Wetters war der ursprünglich für Samstag vorgesehene Start am Wochenende bereits zwei Mal verschoben worden. Bis zur Entdeckung der Risse sahen die Nasa-Pläne vor, dass die "Discovery" mit der siebenköpfigen Crew am Dienstag um 14.37 Uhr Ortszeit (20.37 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) startet. Dienstag, der 4. Juli, ist zugleich der Nationalfeiertag der USA.

Insgesamt ist das Zeitfenster für den geplanten Shuttle-Start nur 19 Tage groß. Verstreicht diese Zeit, ohne dass die "Discovery" abhebt, könnten erst wieder ab Ende August Starttermine anberaumt werden.

Thomas Reiter würde dann als erster Deutscher die Internationale Raumstation (ISS) besuchen. Er ist zugleich der erste Astronaut der Weltraumorganisation Esa, der zu einem Langzeitaufenthalt von mindestens sechs Monaten an Bord bleiben wird.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: SPACE SHUTTLE "DISCOVERY" - Der Countdown läuft
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2006, 10:11
Mehrere Stunden dauerten die Beratungen der Nasa. Dann stand die Entscheidung fest: Die Raumfähre "Discovery" soll heute, am Unabhängigkeitstag der USA, starten. Trotz des Risses im Isolierschaum eines Treibstofftanks.

Cape Canaveral - "Wir setzen unseren Countdown fort", sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmaier gestern Abend in Cape Canaveral. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Riss harmlos sei. Auch ein abgeplatztes, dreieckiges Stück Isolierschaum von der Größer einer Toastscheibe stelle keine Gefahr dar, sagte der Manager. Die Raumfähre soll heute um 14.38 Uhr (20.38 Uhr MESZ) mit sieben Astronauten an Bord in Richtung Raumstation ISS starten. Zu den Astronauten zählt auch der Deutsche Thomas Reiter.

Die Isolierung des 47 Meter hohen Außentanks gilt als Schwachstelle der Space-Shuttle-Technik: Ein abgebrochenes Schaumstoffteil hatte im Jahr 2003 die Columbia-Katastrophe verursacht, bei der alle sieben Astronauten starben. Bei der "Discovery"-Mission im vergangenen Jahr waren dann erneut Teile der Ummantelung abgebrochen. Es war reines Glück, dass sie damals nicht auf den Hitzekacheln des Shuttles aufschlugen und diese beschädigten.

Bei der Vorbereitung der jetzigen "Discovery"-Mission hatten die Nasa-Ingenieure deshalb der Schaumstoffummantelung des Außentanks besondere Aufmerksamkeit geschenkt und mehrere Änderungen vorgenommen. Dennoch war die Ummantelung an der Halterung einer Sauerstoffleitung aufgebrochen, wie Ingenieure in der Nacht zum Montag entdeckten, nachdem der Start wegen schlechten Wetters erneut verschoben werden musste. Der Riss war rund 13 Zentimeter lang und drei bis sechs Millimeter tief.

Gerstenmaier betonte, die Entscheidung, am Start zum amerikanischen Unabhängigkeitstag festzuhalten, sei einstimmig gefallen. Zudem habe sich das Wetter weiter gebessert. Die Chance, dass die Astronauten ihren Flug zur ISS antreten könnten, läge bei 60 Prozent.

Es ist erst der zweite Shuttle-Flug seit der "Columbia"-Katastrophe vor mehr als drei Jahren. Die Nasa steht unter einem gewissen Termindruck. Die Space-Shuttle-Flotte soll 2010 stillgelegt werden. Bis dahin muss die Weltraumbehörde ein ehrgeiziges Programm absolvieren, will sie ihre Vorgaben erfüllen: Vier Raumflüge sind jedes Jahr geplant, um die Internationale Raumstation ISS fertigzustellen. Frühestens ab 2014 soll dann die nächste Generation von Raumfähren an den Start gehen - das Crew Exploration Vehicle (CEV), das Astronauten erst zum Mond und dann zum Mars bringen soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "DISCOVERY"-FERNSTEUERUNG - Krisen-Kabel an Bord des Shuttles
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2006, 10:58
Trotz eines Risses im Isolierschaum soll heute die Raumfähre "Discovery" starten. Die Nasa hat ein System entwickelt, um ein Space Shuttle auch unbemannt zur Erde zurückzubringen. Bleiben aber die Astronauten in der ISS, stellt sich die Frage: Shuttle riskant retten oder abstürzen lassen?

Unter den zwei Tonnen Nutzlast, die der Shuttle "Discovery" - nach derzeitiger Planung - heute Abend in die Erdumlaufbahn befördern soll, befindet sich eine zweieinhalb Kilogramm schwere Bastelei. Ein achteinhalb Meter langes Kabel, das an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) verstaut werden soll, und nie zum Einsatz gelangen wird, solange die Space-Shuttle-Missionen planmäßig verläuft. Gleichzeitig ist die Strippe ein Artefakt der Selbstzweifel, welche die US-Raumfahrtbehörde Nasa plagen: Das Stück Gepäck soll im Notfall die ferngesteuerte Landung eines Shuttles erlauben - ohne Astronauten an Bord.

"Wir nennen das Ding 'remote control orbiter in-flight maintenance cable'", sagte der Nasa-Ingenieur Steve Poulus dem US-Radiosender NPR. Grob übersetzten lässt sich der sperrige Begriff mit Fernsteuerungs-Kabel zur Instandhaltung des Orbiters im Flug.

Mit Hilfe des Kabels könnten im Shuttle auch jene Funktionen auf Autobetrieb umgestellt werden, die bislang von den Astronauten selbst gesteuert werden müssen. Dazu zählen das Lösen der Klinken, die ein Shuttle an der ISS festhalten, das Ausklappen des Fahrwerks und das Auslösen des Bremsfallschirms bei der Landung. "Es geht um eine Reihe von ziemlich komplizierten Funktionen", sagte der Astronaut Andy Thomas, der beim ersten Einsatz eines Shuttles nach der "Columbia"-Katastrophe mit an Bord war.

"Keinen toten Gleiter im Raum lassen"

Während des Wiedereintritts und im Landeanflug wird ein Shuttle ohnehin weitgehend vom Autopiloten gesteuert. Das Krisen-Kabel der Nasa soll mitfliegende Astronauten für eine Rückkehr zur Erde gänzlich überflüssig machen.

Damit wird der Notfall-Plan der Nasa für eine Situation wie während der letzten "Discovery"-Mission abgerundet: Damals wagten die Verantwortlichen nach der Reparatur beschädigter Hitzekacheln im All die bemannte Rückkehr. Schaumstoffteile hatten wie vor der "Columbia"-Katastrophe beim Start die Beschichtung an der Unterseite des Shuttles beschädigt. In der Nacht von Sonntag auf Montag waren bei der "Discovery" wieder Schäden an der Schaumstoffisolierung des Außentanks entdeckt worden. Zwar hat die Nasa-Führung mittlerweile einstimmig beschlossen, dass der Countdown fortgesetzt werden soll - doch Zweifel an der über 30 Jahre alten Shuttle-Technik bleiben. Wird die "Discovery" wieder beschädigt an die ISS andocken - oder gar rückkehruntauglich?

Auf keinen Fall werde die NASA einen "toten Gleiter" von der ISS aus in den Raum entlassen, der dann unkontrolliert abstürzen würde, sagte John Shannon, der stellvertretende Programm-Manager für die Space Shuttles. Poulus sagte, er sei "zuversichtlich", dass auch ein unbemannter Gleiter sicher landen könnte. Solange Funkverbindung zum Shuttle besteht, können die Experten der Bodenkontrolle dessen Flug fernsteuern.

Per Kabel-Fernbedienung landen - oder ins Meer?

Wenn aber die sieben Astronauten aus Sicherheitsgründen auf der ISS blieben, und die "Discovery" dann per Kabel-Fernsteuerung zur Erde zurückkehrt, wird die Nasa vor einer unangenehmen Entscheidung stehen: Soll ein verkabelter Shuttle eine Landebahn ansteuern - und dabei auch bewohntes Gebiet überfliegen? Oder würde man das achteinhalb Meter lange Krisen-Kabel nur benutzen, um die zwei Milliarden US-Dollar teure Raumfähre kontrolliert ins Meer stürzen zu lassen?

In beiden Fällen würde es für die Astronauten an Bord der ISS eng. Dort befinden sich nach Nasa-Angaben Vorräte für 80 Tage. Der Rettungs-Shuttle "Atlantis" könnte mit einiger Eile binnen 25 Tagen startfertig gemacht werden. Paul Dye wäre der Flugdirektor für eine solche Rückhol-Mission. "Wir können insgesamt elf Leute zurückbringen", sagte er, "das wäre eine vierköpfige Besatzung, die hochgeht und dann sieben Leute mit runterbringt." Allerdings, so gab Dye zu, reiche der Platz an Bord von "Atlantis" gerade so aus. Die sieben gestrandeten Astronauten müssten sich für die Rückkehr zur Erde auf den Boden des Mitteldecks legen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumfähre Discovery erfolgreich ins All gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2006, 21:03
Die US-Raumfähre "Discovery" ist am heutigen Dienstag um 20:38 Uhr MESZ im dritten Anlauf erfolgreich vom Weltraumzentrum Cape Canaveral (Florida) ins All gestartet. Ziel ist die Internationale Raumstation (ISS), die die Erde in einer Höhe von rund 350 Kilometern umkreist. An Bord des Shuttle befinden sich insgesamt sieben Besatzungsmitglieder, darunter der deutsche Astronaut Thomas Reiter. Die ersten beiden Startvorbereitungen am Samstag und Sonntag mussten wegen aufziehender Gewitter abgebrochen werden.

Den dritten Countdown hatte die NASA trotz erneuter Probleme mit der Schaumstoff-Isolierung am äußeren Treibstofftank durchgezogen. Im Jahr 2003 war die Schwesterfähre "Columbia" wegen eines abgerissenen Schaumstoffstücks beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinandergebrochen. Alle sieben Besatzungsmitglieder – darunter ein israelischer Astronaut – kamen damals ums Leben. Der STS-121-Flug der "Discovery" soll zwölf Tage dauern. Verläuft alles nach Plan, sind für 2006 noch zwei weitere Starts geplant.

Thomas Reiter soll für mindestens ein halbes Jahr als Vertreter der europäischen Weltraumagentur ESA an Bord der ISS bleiben. Für den 48-jährigen ausgebildeten Jet-Piloten ist es bereits der zweite längere Aufenthalt im All: Von Anfang September 1995 bis Ende Februar 1996 war der gebürtige Frankfurter (Main) Mitglied der 20. Langzeitbesatzung der russischen Raumstation MIR und verbrachte insgesamt 179 Tage im Weltraum. Reiter war der erste deutsche Raumfahrer, der einen Weltraumausstieg unternahm.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Jürgen am 05 Juli, 2006, 00:03
Hofffentlich komm'se alle heil nach Hause...

Ich persönlich mach' ja schon Stress auf dem Job, wenn ich auf eine wackelige Leiter soll, oder in irgendeinen gebastelten Gitterbox-Stapel auf dem Gabelstapler steigen, um in gut sieben Meter Höhe an der Hallendecke Strippen zu ziehen. Ohne das offizielle Rollgerüst - no way  ::)

In so 'ne olle Schleuder kriegt mich kein Geld oder Ehrgeiz dieser Welt.
Titel: "Discovery" im All: Shuttle wird auf Schäden geprüft
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juli, 2006, 12:01
Die Schaumstoffteile, die sich beim Start der "Discovery" vom Außentank gelöst haben, sind klein - zu klein, um Schaden anzurichten, sagt die Nasa. Nun analysieren Spezialisten die Bröckchen. Auch die Astronauten selbst werden ihren Shuttle auf Schäden untersuchen.

"Einen besseren Start gibt es nicht", sagte Nasa-Direktor Michael Griffin. Keine Probleme, planmäßiger Flugverlauf - das meldet auch das Kontrollzentrum im texanischen Houston. Dennoch nehmen die Ingenieure der US-Weltraumbehörde nun jedes noch so kleine Krümelchen Isoliermaterial unter die Lupe, das sich beim Start vom Außentank der "Discovery" gelöst hat.

Über 100 Videokameras hatten die kritischen ersten Minuten nach dem Abheben der Raumfähre mitgeschnitten. Auch diesmal lösten sich wieder kleine Teile aus der Schaumstoff-Isolierung des Außentanks. Dies allein ist noch nichts Ungewöhnliches, allerdings wird seit dem Absturz der Raumfähre "Columbia" im Februar 2003 peinlich genau auf mögliche Schäden durch solche Trümmer geachtet.

"Ich habe sehr gute Nachrichten", sagte Wayne Hale, der Direktor des Space-Shuttle-Programms. "Der Tank hat wirklich sehr, sehr gut funktioniert." Hale sagte, nur ein paar Teile kämen nach einer ersten Auswertung der Bilder für weitere Nachforschungen in Frage. Diese Stückchen seien alle klein und hätten sich erst gelöst, nachdem die aerodynamisch heikelste Flugphase überstanden gewesen sei.

Wenn lose Schaumstoffteile gegen die Unterseite des Raumgleiters schlagen, kann der Hitzeschild Schaden nehmen. Auch beim letzten "Discovery"-Einsatz im Sommer 2005 hatten kleine Trümmerteile die Keramikkacheln beschädigt. Eine aufwendige Reparatur im All war notwendig gewesen.

Noch im Laufe des Tages soll die Besatzung der "Discovery" deshalb während des Flugs den Shuttle auf Schäden überprüfen. Unter anderem werden die Astronauten den Roboterarm benutzen, um den Hitzeschild zu kontrollieren.

Später soll das Raumschiff dann eine Rolle rückwärts drehen, so dass von der Internationalen Raumstation (ISS) aus hochauflösende Bilder vom Hitzeschild an der Unterseite der "Discovery" geschossen werden können. "Wir sehen aber keinen Grund zur Sorge", sagte Hale.

Am späten Donnerstagnachmittag deutscher Zeit soll die "Discovery" an die ISS andocken. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter soll dann nach Angaben der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa zunächst eine sichere Rückkehr zur Erde vorbereiten - auch eine vorzeitige. In die russische "Sojus"-Raumkapsel, die als Rettungsschiff an die ISS angedockt ist, wird Reiter eine maßgeschneiderte Sitzschale einbauen. Sie ist exakt seiner Körperform und -größe angepasst und soll ihn bei einer Landung mit der Kapsel in der Steppe Kasachstans schützen.

Reiters Langzeitmission an Bord der ISS soll mindestens ein halbes Jahr dauern.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erfolgreiches Manöver: "Discovery" an Raumstation angedockt
Beitrag von: SiLæncer am 06 Juli, 2006, 18:06
Die Mission der "Discovery" verläuft weiterhin problemlos: Die Raumfähre hat inzwischen an der Internationalen Raumstation angedockt. Zuvor musste sie einen Salto schlagen - damit die ISS-Besatzung die Unterseite des Shuttles auf Schäden untersuchen konnte.

Houston/Washington - Zwei Tage nach dem Start der Raumfähre "Discovery" hat der Astronaut Thomas Reiter als erster Deutscher die Internationale Raumstation ISS erreicht. Die "Discovery" mit der siebenköpfigen Crew koppelte am Donnerstag um 16.52 deutscher Zeit fast 400 Kilometern über der Erde an die Weltraumstation an. Das komplizierte Manöver des mehr als 100 Tonnen schweren Shuttles verlief ohne Probleme.

Zuvor hatten Commander Steven Lindsey und Pilot Mark Kelly mit dem Shuttle noch einen "Salto orbitale" geschlagen. Dabei hat die russisch-amerikanische ISS-Stammbesatzung mit Pawel Winogradow und Jeffrey Williams neun Minuten lang Fotos vom Hitzeschild der Fähre gemacht, um etwaige Beschädigungen zu lokalisieren. Die Auswertung der 300 Aufnahmen soll letzte Klarheit über den einwandfreien Zustand des Hitzeschildes liefern.

Mit einem bislang nie da gewesenen Aufwand an Video- und Fotodokumentationen will die US-Raumfahrtbehörde Nasa ausschließen, dass Beschädigungen an der "Discovery" zu einem Risiko bei der Rückkehr zu Erde werden. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind Pflicht, seit ein Stück Schaumstoff beim Start der Raumfähre "Columbia" ein Loch in den Hitzeschild schlug und damit den Unfall vom 1. Februar 2003 auslöste, bei dem sieben Astronauten ums Leben kamen.

Nach der Auswertung der ersten Daten hat die "Discovery" den Start am Dienstag ohne große Probleme überstanden. Nach bisherigem Stand sind keine Notreparaturen im Weltraum wie bei dem Flug vor einem Jahr notwendig. Die Nasa fand sogar Zeit, über Vogelkot zu scherzen, der noch immer an einem Flügel der "Discovery" klebt.

Nach dem Andocken an die ISS müssen Thomas Reiter und die anderen Astronauten an Bord der "Discovery" noch zwei Stunden warten, ehe die Luken geöffnet werden und der Weg in die ISS frei ist. Reiter, der rund ein halbes Jahr im Orbit bleiben soll, ist der erste Deutsche an Bord der Raumstation. Er ist dort für Gesundheit und Sicherheit, die Navigation sowie die Außeneinsätze verantwortlich. Darüber hinaus soll er im nächsten halben Jahr eine Reihe von Experimenten ausführen. Vor allem aber dient Reiters Einsatz der Vorbereitung auf das Raumlabor "Columbus", das Ende 2007 als Europas wichtigster wissenschaftlicher Beitrag zur ISS starten soll.

Die "Discovery" soll gut eine Woche an die ISS gekoppelt bleiben. Sie bringt dringend benötigte Ausrüstungen und Versorgungsgüter. Außerdem sollen die Astronauten mindestens zwei Weltraumeinsätze unternehmen: Beim ersten wird eine etwa 15 Meter lange Verlängerung des Roboterarms ausprobiert. Beim zweiten Einsatz sollen zwei Astronauten ein beschädigtes Transportsystem an der ISS in Ordnung bringen. Der auf Schienen außerhalb der Raumstation fahrende Wagen wird dafür benötigt, Streben und Solarzellen an der ISS zu installieren. Allerdings ist der Transporter seit Dezember nicht mehr einsatzfähig.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Alltag auf der ISS: Kein TV und Radio - zum Schlafen in den Schrank
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2006, 10:52
Auf der Internationalen Raumstation (ISS) gehen nie die Lichter aus. Selbst wenn die Astronauten schlafen, ist es im Servicemodul "Swjesda" taghell.

Doch auch ohne künstliches Licht wird es nie richtig Nacht auf der ISS. Die Raumstation rast mit 29.000 Kilometer pro Stunde um die Erde. Deshalb geht für sie alle 90 Minuten die Sonne auf.

Bis Ende des Jahres wird der deutsche Astronaut Thomas Reiter auf der ISS arbeiten. 183 Tonnen schwer, 73 Meter lang und 45 Meter breit, hat die Raumstation ungefähr das Volumen einer geräumigen Dreizimmerwohnung mitten in der Schwerelosigkeit. "Innerhalb kurzer Zeit verliert man das Gefühl für Oben und Unten", sagt Volker Sobick vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR). Zumal alle Flächen genutzt werden. Einen Fußboden oder eine Decke gibt es nicht.

Betten im übrigen auch nicht. Und so wird sich Thomas Reiter von nun an jeden Abend um halb zwölf neben seinen neuen Kollegen Pawel Winogradow und Jeffrey Williams in den Schlafsack kriechen, der in einer Art schmalem offenem Schrank hängt. Nur ein Vorhang verschafft den Crew-Mitgliedern ein wenig Privatsphäre. Über Schlafprobleme hat bislang noch kein Astronaut auf der ISS geklagt.

Gekocht wird vor allem Tiefkühlkost in der bordeigenen Mikrowelle. Als nach der Katastrophe der US-Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 alle amerikanischen Shuttle-Flüge vorübergehend eingestellt wurden, mussten sich auch die amerikanischen Astronauten an Bord der ISS mit russischem Borschtsch und Blini (Pfannkuchen) begnügen. Seitdem die Shuttle-Flüge im vergangenen Jahr wieder aufgenommen wurden, gibt es auch wieder Shrimps und Steak für die Amerikaner.

Während die Astronauten nur ein wenig Geschick brauchen, um ihr Essen in der Schwerelosigkeit einzufangen, gestaltet sich Trinken schon schwieriger. Mit einer Art Weinschlauch muss sich die Crew die Flüssigkeit in den Mund spritzen. Alkohol ist streng verboten. "Nicht einmal Schnapspralinen sind auf der ISS erlaubt", sagt DLR-Experte Sobick. Auf der russischen Raumstation "Mir" war das noch anders. Das russische Fernsehen hat Archivaufnahmen, auf denen sich zwei russische Kosmonauten ein schwebendes Gläschen Cognac gönnen. Gezeigt wurden die Bilder aber erst kurz vor dem Untergang der "Mir" 2001.

Ohnehin hätte Thomas Reiter kaum Zeit für einen Schnaps. Der Tagesablauf an Bord ist straff durchgeplant. Neben wissenschaftlichen Experimenten und Arbeiten an der Raumstation treiben Reiter, Winogradow und Williams täglich morgens und nachmittags 90 Minuten Sport, um dem Muskelschwund durch die Schwerelosigkeit vorzubeugen.

Per Telefon und eMail kann die Crew Kontakt zu ihren Angehörigen halten. Fernsehen und Radio gibt es nicht. Die ISS braucht ihre Antennen für Wichtigeres. Daher muss Reiter auf das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft wohl verzichten. Stattdessen hat er einen MP3-Player mit Musik im Gepäck. Und dann gibt es ja auch immer noch den Blick aus den 14 Bullaugen der Raumstation auf die Erde und in die Weiten des Kosmos.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: "Discovery"- Flug: Ausritt auf dem Roboterarm
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juli, 2006, 17:08
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Flug der Raumfähre "Discovery" um einen Tag verlängert. Die Mission soll nunmehr 13 Tage dauern. Damit soll ein dritter Außeneinsatz möglich werden. Der erste Weltraumspaziergang hat wie geplant am Nachmittag begonnen.

Houston/Washington - Die beiden US-Astronauten Mike Fossum und Piers Sellers verließen am Nachmittag die ISS. Der Ausstieg soll rund sechseinhalb Stunden dauern. Geplant ist, dass die beiden US-Raumfahrer testen, ob der verlängerte Roboterarm der "Discovery" ihr Gewicht trägt und damit eine Reparatur am gesamten Hitzeschild möglich ist.

Die Raumfähre wird erst am 17. Juli zur Erde zurückkehren, sagte der stellvertretende Programmdirektor John Shannon am Freitagabend (Ortszeit) im texanischen Houston. Die Verantwortlichen seien zu dem Schluss gekommen, dass der Space Shuttle genug Energie für die Verlängerung habe. Beim dritten Aufenthalt außerhalb der Discovery sollen Techniken zur Reparatur des Hitzeschildes getestet werden.

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter absolvierte am Freitag seinen ersten anstrengenden Arbeitstag auf der Weltraumstation. In seinem ersten Fernsehinterview sagte der 48-Jährige dem Sender CNN: "Es war ein großartiger Flug." Auf das Risiko von Starts mit dem Spaceshuttle angesprochen sagte Reiter, wenn man die Flüge mit dem täglichen Leben vergleiche, sei das Autofahren auch risikoreich. "Ich kann mir vorstellen, dass ab jetzt alle folgenden Flüge wie geplant weitergehen", betonte der sichtlich entspannte Reiter. Er ist der erste Deutsche an Bord der ISS und wird mindestens sechs Monate im All bleiben und Ende Dezember von der "Discovery" wieder abgeholt.

Nach Auswertung der ersten Sicherheitsinspektion nahmen die US-Astronauten Lisa Nowak, Stephanie Wilson und Mark Kelly mit einer hoch auflösenden Kamera sechs verdächtige Stellen auf der Außenhaut unter die Lupe. Ein weißlicher Fleck auf dem Hitzeschild der "Nase" der "Discovery" erwies sich nach Nasa-Angaben als Rest von Vogelkot. Auch zwei andere Stellen machen keine Probleme. Dagegen steht noch nicht fest, wie mit den drei restlichen kleineren Problemzonen, darunter ein weit herausstehender Füllstreifen zwischen zwei Hitzekacheln am hinteren Unterboden, verfahren wird. Die Lösung hängt auch vom Erfolg des Außenbordeinsatzes heute Nachmittag ab.

Die Astronauten der ISS und der "Discovery" begannen am Freitag auch, die rund 14 Tonnen Fracht auszupacken, darunter rund zweieinhalb Tonnen Essensnachschub, Wasser und Kleidung. Das Entladen soll bis kommenden Donnerstag dauern.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Foto- Auswertung: "Discovery"- Schutzschild ist intakt
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juli, 2006, 10:41
Aufatmen bei der Nasa: Die Raumfähre "Discovery" muss nicht im All repariert werden. Nach der Analyse mehrerer hundert Fotos steht fest, dass der Hitzeschutzschild des Space Shuttles keine nennenswerten Schäden aufweist.

Houston - Die US-Raumfähre "Discovery" hat ihren Flug ins All nach Einschätzung der Nasa ohne Schäden am Hitzeschild überstanden. "Die 'Discovery' ist 100 Prozent sicher für die Rückkehr", teilte das Kontrollzentrum der Raumfahrtbehörde Nasa in Houston mit. Die Crew reagierte begeistert. "Das ist eine großartige Nachricht. Es ist erstaunlich, dass alles schon am sechsten Flugtag geklärt ist", sagte Kommandant Steven Lindsey. Die Rückkehr der Raumfähre ist nach 13 Einsatztagen im All für den 17. Juli vorgesehen.

Experten der Nasa hatten in den vergangenen Tagen Fotos von der Shuttle-Außenhülle akribisch auf Schäden untersucht und sich dabei auf Aufnahmen eines fünf Zentimeter langen Stücks Isolierschaum konzentriert, das etwa 2,5 Zentimeter zwischen zwei Hitzekacheln herausschaut. Die Ingenieure kamen zu dem Schluss, dass es nicht nötig ist, das Stück bei einem Außenbordeinsatz zu entfernen.

Eine solche Reparatur hatte es erst beim letzten Flug der "Discovery" im vergangenen Jahr gegeben. Am Samstag hatten zwei Astronauten bei einem siebeneinhalbstündigen Einsatz im All neue Techniken für Reparaturen am Hitzeschutzschild der US-Raumfähren getestet. Nach dem Außeneinsatz der beiden Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum steht fest, dass künftig Raumfahrer mit Hilfe eines verlängerten Roboterarmes die gesamte Außenhaut der Raumfähre für Notreparaturen im All erreichen können.

Darüber hinaus können künftig bis zu sechs Raumfahrer auf der Raumstation leben und arbeiten. Der deutsche Astronaut Thomas Reiter und seine Kollegen entluden am Wochenende unter anderem ein Sauerstoffgerät, das Wasser in Atemluft für sechs Raumfahrer verwandelt.

Die "Discovery" soll am 17. Juli ohne Reiter zur Erde zurückkehren. Der Deutsche wird voraussichtlich etwa ein halbes Jahr an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) bleiben und als dritter Mann die Besatzung, bestehend aus dem russischen Kosmonauten Pavel Winogradow und dem US-Astronauten Jeffrey Williams, verstärken.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery": Raketenrucksack mit Klebeband geflickt
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2006, 18:48
Schon im August soll der nächste US-Shuttle zur ISS fliegen. Die Nasa verbreitete Klebeband-Anekdoten vom letzten Weltraumspaziergang und kündigte an: Die Raumstation wird fertig gebaut, bevor "Discovery" und "Atlantis" eingemottet werden.

Houston - Eine Anekdote aus dem Alltag der Space Cowboys und viel Entwarnung: Nach diesem Rezept hatte die Nasa bereits letzte Woche mutmaßliche Vogelkot- Flecken an der rechten Flügelspitze der "Discovery" in Szene gesetzt, um zu demonstrieren, wie glatt die Shuttlemission STS-121 verläuft. Beim zweiten Weltraumspaziergang der Shuttle-Crew musste nun ein Klebeband herhalten.

Duct-Tape, grob und fest, ist in den USA ein beliebter Universalkleber für schnelle Fälle. Jedem amerikanischen Fernsehzuschauer dürfte das Heimwerkermaterial ein Begriff sein. Prompt erkundigte sich der britischstämmige US-Astronaut Piers Sellers per Funk bei der Bodenkontrolle, ob es keine schnelle Klebebandlösung für sein Problem gäbe: Der Jetpack drohte, sich von Piers' Raumanzug zu lösen.

Es handelt sich dabei um eine Art Düsenrucksack, mit dem Astronauten aus eigener Kraft zur ISS zurückschweben sollen, wenn sie trotz Haltegriffen und -seilen ins All zu treiben drohen. Dieses Rettungssystem hatte sich bei Sellers gelockert, mit Klebeband wurde Abhilfe geschaffen. In Gefahr sei der Astronaut während des rund sechseinhalbstündigen Außeneinsatzes jedoch zu keiner Zeit gewesen, betonte die Nasa. Das wäre der Abenteueratmosphäre dann doch zu viel.

Ernsthafte Probleme gibt es nicht, alles läuft wie geschmiert - das ist die Botschaft solcher Details zur Halbzeit der Mission. Die Hoffnung der Nasa auf ein Ende des Shuttle- Ärgers scheint sich zu erfüllen. Tatsächlich ist STS-121 noch ein Testflug, der letzte der Flug-Wiederaufnahmephase nach der langen Missionspause seit der "Columbia"-Katastrophe vor drei Jahren: Wenn auch diese Reise zur ISS ohne Probleme verlaufe, werde der reguläre Betrieb der Raumfähren wieder aufgenommen, so die Planung.

ISS wichtig auf dem Weg zu Mond und Mars

Mittlerweile fühlen sich die Nasa-Verantwortlichen offenbar so sicher, dass sie diese Entscheidung vorgezogen haben: Zwei weitere Shuttle-Start sollen in diesem Jahr folgen. Die Raumfähre "Atlantis" wird am 28. August zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, sagte Nasa-Manager Phil Engelauf. Im Dezember soll dann die "Discovery" den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der ISS zurückbringen.

Insgesamt seien noch 16 Missionen für den Endausbau der Weltraumstation bis 2010 vorgesehen. In diesem Jahr will die Nasa die verbleibenden Shuttles ihrer Flotte endgültig einmotten. Die restlichen Flüge gelten als Minimum für eine annähernde Fertigstellung der ISS - sie umkreist die Erde immer noch im halbfertigen Zustand. So bauten erst die Astronauten der aktuellen Mission die Raumstation so weit aus, dass dort auch eine sechsköpfige Besatzung leben könnte. Nasa-Chef Michael Griffin hat die Station unterdessen als wichtig für eine erneute US-Mondlandung und eine mögliche bemannte Mission zum Nachbarplaneten Mars bezeichnet.

Die Astronauten haben während ihres Weltraumspaziergangs die bewegliche Basis eines Roboterarms an der Außenseite der ISS gerichtet. Dies galt als wichtigste Reparatur der Mission. Für Thomas Reiter und die acht anderen Raumfahrer der ISS und der "Discovery" hieß es am Dienstag wieder aus- und einpacken. Die Raumfahrer müssen mehr als zwei Tonnen Müll, unbenötigte oder kaputte Teile sowie wissenschaftliche Experimente im Leonardo-Frachtmodul für die Rückkehr zur Erde verstauen.

Die "Discovery" soll am Samstag um kurz nach zwölf Uhr Mittag deutscher Zeit mit dem Abdockmanöver beginnen. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof von Cape Canaveral in Florida ist für Montag, den 17. Juli gegen drei Uhr Nachmittag deutscher Zeit vorgesehen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery": Abhängen im Orbit
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2006, 16:37
Mit einer handwerklichen Übung haben die Astronauten der "Discovery" den letzten Weltraumspaziergang abgeschlossen. Mit Spachtel und Kleber haben sie zu Testzwecken beschädigte Hitzekacheln repariert. Die Nasa belohnt sie mit Weltraumurlaub.

Houston - Müll wegräumen, umladen, Füllstoff verspachteln - das letzte Tagesprogramm der "Discovery"-Astronauten klingt nicht eben abenteuerlich. Nach den laut Nasa-Angaben "exzellenten Leistungen" des "sehr erfolgreichen neunten Flugtags" genießen die Raumfahrer nun einen "wohlverdienten Ruhetag". In den Worten von Nasa-Flugdirektor Tony Ceccacci klingt eine Ahnung künftiger Touristen- Aufenthalte im Orbit an: "Dann können sie aus dem Fenster blicken und einen Tag im All genießen."

Zuvor hatten die Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum den dritten Weltraumspaziergang der Mission absolviert. Dabei haben sie ein Dichtungsmittel getestet, das Sellers als "trockenen Matsch" beschrieb. Die beiden Raumfahrer übten das Verspachteln an Hitzekacheln, die in der Ladebucht des Space Shuttles montiert waren. Einige der Kacheln absichtlich auf der Erde beschädigt worden.

An scheinbar intakten Kacheln suchten Sellers und Fossum mit einer Infrarot-Kamera nach möglichen Schäden, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind. Mit Weltraum-Kitt und Klebstoff besserten die beiden Raumfahrer dann Risse und kleine Löcher in den Hitzekacheln aus. Die handwerkliche Übung diente dazu, die Effektivität des Dichtungsmittels zu beurteilen. Ein Loch wie jenes, das im Februar 2003 zum Verlust des Shuttles "Columbia" geführt hatte, ließe sich damit jedoch nicht stopfen. Gespachtelt werden soll nur bei kleineren Schäden.

Diese Maßnahme im All einzuüben gehörte zu den Auflagen, unter denen die Nasa bemannte Raumflüge nach der Pause in Folge des "Columbia"-Unfalls wieder aufgenommen hatte. Während des Testeinsatzes verlor Astronaut Sellers einen Spachtel, der nun im Weltall schwebt. Die Kacheln sollen auf der Erde extremer Hitze ausgesetzt werden, um das Verhalten des Klebers während eines Shuttle-Wiedereintritts in die Erdatmosphäre zu simulieren.

Für die "Discovery" wird es am kommenden Montag heiß. Dann soll sie gegen drei Uhr nachmittags deutscher Zeit in Florida landen. Bei schlechtem Wetter könnte der Shuttle auch nach New Mexico oder Kalifornien ausweichen.

Wegen der nahenden Rückkehr waren die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) am Mittwoch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die "Discovery" bringt Müll von der Raumstation zurück auf die Erde. Am Freitag soll das Lastmodul "Leonardo" auf den Shuttle verladen werden. Für Samstag ist geplant, dass die Raumfähre von der ISS abdockt.

Die Mission ST-121 ist der 115. Flug eines Space Shuttles, 18 davon führten zur ISS. Mit dem geplanten Start der "Atlantis" am 28. August will die Nasa wieder den regulären Flugbetrieb zur Weltraumstation aufnehmen, deren Ausbau bis 2010 beendet sein soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery"-Raumfähre bereitet Rückkehr zur Erde vor
Beitrag von: SiLæncer am 14 Juli, 2006, 17:49
Die US-Raumfahrtbehörde NASA bereitet die Rückkehr der "Discovery" zur Erde vor. Die Raumführe wird morgen um 12.08 MESZ von der Internationalen Raumstation ISS abkoppeln.

Nach 13-tägigem Weltraumeinsatz soll die "Discovery" dann am Montag in Cape Canaveral in Florida landen. Die NASA lobte den deutschen Astronauten Thomas Reiter: Der 48-Jährige habe sich vor allem beim Be- und Entladen der Raumfähre "Discovery" verdient gemacht, sagte Flugdirektor Rick LaBrode am Freitag in Houston (Texas).

Reiter kehrt nicht mit den sechs US-Raumfahrern zur Erde zurück. Der 48-Jährige wird als erster Deutscher und erster Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation ESA mindestens sechs Monate auf der Weltraumstation leben und arbeiten. Die "Discovery" soll ihn dann nach bisherigen Plänen Ende Dezember abholen.

Der Weltraumeinsatz der "Discovery" sei hervorragend verlaufen, sagte NASA-Manager LaBrode. Vor allem Reiter habe einen großen Unterschied im Vergleich zu bisherigen Flügen gemacht. Dank des Trainings habe Reiter eigenständig die Raumfähre be- und entladen, während sich die US-Astronauten um die drei Außenbordeinsätze gekümmert hätten. Bisher sei bei Außeneinsätzen keine Fracht bewegt worden. Nach den Worten von LaBrode hat die "Discovery" so viel Ladung zur ISS gebracht, wie keine andere Raumfähre vor ihr.

Vor der Rückkehr zur Erde musste die "Discovery"-Crew das Leonardo-Frachtmodul von der Weltraumstation wieder abkoppeln und mit Hilfe eines Roboterarmes in der Raumfähre verstauen. Die "Discovery" werde mit 2,3 Tonnen auch mehr Müll, kaputte Teile, nicht mehr benötigte Ausrüstungsteile und Experimente zur Erde zurückbringen als ursprünglich geplant, sagte LaBrode.

Die NASA will am 28. August bereits den nächsten Spaceshuttle starten. Die "Atlantis" soll dann vier riesige Sonnensegel zur ISS fliegen. Diese Segel werden genug Energie liefern, damit künftig bis zu sechs Astronauten auf der Weltraumstation leben, arbeiten und forschen können. Bis zum geplanten Endausbau der ISS im Jahr 2010 sollen vertragsgemäß noch 16 Mal Raumfähren zwischen Erde und All pendeln. Bei einem 17. Flug soll das alternde Weltraumteleskop "Hubble" repariert werden.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: "DISCOVERY" - Leck am Shuttle beunruhigt Nasa
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2006, 10:34
Aufregung in Houston: Kurz vor dem Abdocken von der Internationalen Weltraumstation ist laut Nasa-Technikern an Bord der Raumfähre "Discovery" ein Leck entdeckt worden. Die austretende Substanz könnte brennbar sein.

Houston - Sollte sich der Schaden vergrößern, könnte sich erstmals eines der drei Hydraulik-Systeme der Raumfähre abschalten, teilte Nasa-Manager John Shannon in Houston mit. Unklar ist noch die genaue Zusammensetzung der Substanz, die aus dem Leck ausgetreten ist. Allerdings handelt es sich nur um geringe Mengen von etwa sechs Tropfen pro Stunde.

Laut Shannon könnte es harmloser Stickstoff oder aber brennbares Hydrazin sein. Stickstoff gelte als wahrscheinlicher, es gebe aber zurzeit keine Möglichkeit, dies mit Sicherheit festzustellen.

Laut Nasa liegt die Menge der Substanz derzeit noch um ein 100.000-Faches unter dem Wert, der ein Feuer auslösen könnte. Probleme bei der für Montag geplanten Rückkehr der "Discovery" zur Erde sind laut Shannon bislang nicht zu erwarten.

Das Leck befindet sich in der Leitung eines Hilfsgenerators für die hydraulische Steuerung und für Bremsmanöver. Diesen Generator will die Nasa nach eigenen Angaben morgen routinemäßig stilllegen, um zu sehen, ob sich der Austritt der Substanzen aus dem Leck verändert. Bei geringen Mengen wäre es dann möglich, den Stoff kontrolliert abzubrennen.

Die "Discovery" soll heute Mittag von der Internationalen Weltraumstation abdocken, am Montag soll sie zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery"-Raumfähre auf dem Rückweg zur Erde - abgedockt
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2006, 13:35
Die US-Raumfähre "Discovery" hat sich am Samstag von der Internationalen Raumstation (ISS) abgekoppelt und den zweitägigen Rückflug zur Erde angetreten.

Das Manöver wurde live vom NASA-Fernsehsender auch im Internet übertragen. Die Raumfähre soll 13 Tage nach dem Start am Montag auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Offenbar gibt es kleinere Probleme mit einem Leck, aus dem eine bislang noch nicht definierte Flüssigkeit ausstritt. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde soll dies allerdings keine Auswirkungen auf eine sichere Landung oder den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre haben.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Die "Discovery" ist gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2006, 15:25
Um 15.14 Uhr deutscher Zeit sollte die "Discovery" in Florida landen, um genau 15.15 war es so weit. Die sechs Astronauten sind heil zurück am Boden. Aus dem Orbit verfolgten die Astronauten auf der ISS die Landung - auch Neuzugang Thomas Reiter aus Deutschland.


Houston - Mit den Worten "Willkommen zurück, 'Discovery', und Glückwunsch zu einer großartigen Mission", empfing die Missionskontrolle in Houston die Besatzung. Shuttle-Kapitän Steven Lindsey antwortete: "Es war eine großartige Mission, eine wirklich großartige Mission, und ich habe den Wiedereintritt und die Landung genossen."

Der Shuttle hatte zuletzt zuletzt Mittelamerika und den Golf von Mexiko überquert. Gegen 15 Uhr deutscher Zeit änderte die Crew noch einmal den Kurs, um wegen der Wetterbedingungen eine andere Landebahn anzufliegen, Kapitän Lindsey übernahm kurz vor der Landung selbst das Steuer. Dann setzte die Raumfähre sicher auf dem Weltraumflughafen Kennedy Space Center in Florida auf.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hatte der Raumfähre "Discovery" die Landeerlaubnis gegen Mittag erteilt. Auf der Internationalen Raumstation ISS verfolgten die dort verbliebenen Astronauten die Landung an Bildschirmen und Instrumenten.

Während seine sechs Kollegen an Bord der "Discovery" heute auf die Erde zurückkehrten, ist der deutsche Astronaut Thomas Reiter an Bord der Internationalen Raumstation ISS geblieben. Bis Weihnachten soll Reiter im Orbit bleiben und gemeinsam mit dem Amerikaner Jeffey Williams und dem Russen Pawel Winogradow an Forschungsprojekten arbeiten.

Am Morgen waren die Astronauten an Bord der Raumstation vom Kontrollzentrum in Houston aus geweckt worden. Kommandant Steven Lindsey sagte: "Wir bereiten uns auf einen schönen Tag vor und hoffen, dass wir bei gutem Wetter in acht bis zehn Stunden wieder am Boden sind."

Gestern hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach einem letzten Sicherheitscheck die Freigabe für die Landung erteilt. Untersuchungen der Außenhülle hätten ergeben, dass der Hitzeschild des Shuttles keinerlei Schäden aufweise. Ein Leck in einem Antriebsaggregat für die hydraulischen Systeme an Bord wurde am Sonntag als harmlos eingestuft. Die Nasa verwarf den Plan, das Aggregat notfalls abzustellen.

Beim letzten Shuttle-Flug im vergangenen Sommer war die - letztlich erfolgreiche - Landung mit Sorge verfolgt worden, weil der Hitzeschild der Raumfähre beim Start beschädigt worden war.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Spaceshuttle "Atlantis" darf starten - Phoenix zeigt Ereignis live
Beitrag von: SiLæncer am 18 August, 2006, 08:55
Nach zweitägigen Sicherheitsprüfungen hat die US-Raumfahrtbehörde NASA heute grünes Licht für den Start der Raumfähre "Atlantis" zur Raumstation ISS gegeben.

Am kommenden Sonntag wird die Rakete nach derzeitigem Stand um 22.30 Uhr MESZ (16.30 Uhr Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten. Davor sollen jedoch noch zwei mögliche Sicherheitsrisiken - ein defekter Heizer und zwei zu kurze Schrauben an einer Antenne - beseitigt werden. Der öffentlich-rechtliche Informationssender Phoenix berichtet über das Ereignis im Rahmen seiner Sendereihe "All-Tag - Die Thomas Reiter Mission" live. Auch die NASA stellt wieder einen Live-Feed über ihre Web-Site zur Verfügung.

Die sechsköpfige Crew soll während ihres elftägigen Weltraumeinsatzes ein Paar neue Sonnensegel installieren. Damit wird sich die bisherige Energieversorgung verdoppeln. Als Folge können künftig bis zu sechs statt bislang drei Astronauten an Bord der Raumstation arbeiten und leben. Die Sonnensegel, die so groß wie ein Bus sind, sollen bei drei Außenbordeinsätzen an der rund 400 Kilometer über der Erde kreisenden ISS angebracht werden.

Seit der Explosion der "Columbia" im Jahre 2003 stockte der Ausbau der Internationalen Raumstation. Nachdem die Schwester-Raumfähre "Discovery" zwei Testflüge absolvierte und mehrere Sicherheitsrisiken beseitigt wurden, kehrt die NASA jetzt zum normalen Flugprogramm mit mehreren Starts pro Jahr zurück. Der Zeitplan für weitere Frachtflüge ist aber eng, da die Shuttle-Flotte bis 2010 außer Dienst gestellt werden soll, die "Atlantis" sogar schon 2008. Sollte der Spaceshuttle wegen schlechten Wetters oder technischer Probleme nicht am 27. August starten, steht nach Angaben der NASA ein Zeitfenster bis zum 13. September offen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: RAUMFÄHRE ATLANTIS - Gewagte Reparaturen in letzter Minute
Beitrag von: SiLæncer am 20 August, 2006, 12:30
Nur sieben Tage vor dem geplanten Start des Space-Shuttles Atlantis bessert die Nasa noch einmal nach. Arbeiter haben begonnen, in schwindelnder Höhe zu kurz geratene Antennen-Haltebolzen auszuwechseln. Sollten die brechen, könnte dies katastrophale Folgen haben.

Cape Canaveral - Seit vor drei Jahren die US-Raumfähre "Columbia" in rund 60 Kilometer Höhe über Texas zerbarst, gelten die wiederverwertbaren Space-Shuttles der Amerikaner als entzaubert: Meilenweit davon entfernt, robust zu sein, sind die Shuttles äußerst empfindliche Systeme, bei denen minimale Beschädigungen zu katastrophalen Konsequenzen führen können. Die "Columbia", so die weithin akzeptierte Theorie, geriet in Brand, weil beim Start ein fallendes, allenfalls 1,2 Kilogramm schweres Hartschaumteil eine Hitzeschutzkachel am Rumpf beschädigt hatte.

Was ein oder mehrere geborstene Haltebolzen da erst anrichten könnten, will man sich bei der Nasa gar nicht vorstellen - und geht lieber "last minute" auf Nummer Sicher. Am Samstag haben am US-Raumfahrtzentrum Cape Canaveral riskante Reparaturarbeiten an dem Space-Shuttle "Atlantis" begonnen, gerade eine Woche vor dem nächsten Start.

Mit dem Aufbau einer Arbeitsplattform bereiteten Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde die Auswechslung von zwei Befestigungsbolzen der Hauptantenne der "Atlantis" vor, die zu kurz sind. Weil die Raumfähre bereits in der senkrechten Position an der Startrampe steht, sind die Bolzen in der schwindelerregender Höhe von rund 18 Metern nur schwer zu erreichen. Dabei muss der Techniker allein und auf der Seite liegend von einem schmalen Steg aus arbeiten, der von einem Gerüst herausragt. Die Arbeiten sollen am Sonntag abgeschlossen werden. Der für nächsten Sonntag geplante Start der "Atlantis" sei durch die Bolzenwechsel nicht in Gefahr, sagte ein Nasa-Sprecher.

Die Reparaturen dokumentieren, dass sich die Nasa wo immer möglich um mehr Sicherheit bei den Shuttles bemüht. Die beanstandete Kürze der Bolzen gehört zu den grundlegenden Konstruktionsschwächen des Raumfahrzeugs - sie ist ein Detail-Fehler, der vor 25 Jahren gemacht wurde. Es geht um zwei der vier Halterungen einer circa eines Meter langen und immerhin 137 Kilogramm schweren Antennenaufbaus. Die beanstandeten Bolzen seien so kurz, dass nur wenige Windungen ihrer Gewinde in den dazu gehörigen Muttern für Halt sorgten.

Bereits 26 Mal ist die Raumfähre seitdem ohne Zwischenfälle mit den nun als zu kurz befundenen Bolzen geflogen. Warum der Austausch erst jetzt geschieht, erklärte die Nasa nicht. Zu der neuen Bewertung der potenziellen Risiken durch die kurzen Bolzen kamen die Nasa-Techniker nicht erst vor Kurzem: Die entsprechenden Bauteile an den Shuttles "Discovery" und "Endeavour", berichtet die Fach-Webseite Space.com, wurden schon vor einiger Zeit im Hangar ausgewechselt.

Nötig sei die Reparatur, weil nicht auszuschließen sei, dass die Antenne bei den Belastungen des Starts abreißen und der Länge nach durch den 18 Meter langen Frachtraum der "Atlantis" fliegen könnte, in dem sich das sechszehn Tonnen schwere Solarmodul für die ISS befindet. Die Folgen könnten katastrophal sein.

Nach mehreren Testflügen zur technischen Verbesserung der US-Raumfähren soll die "Atlantis" als erstes Shuttle seit der "Columbia"-Katastrophe wieder mit Fracht zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Die "Atlantis" hatte ihren letzten Einsatz am 7. Oktober 2002. Der Ausbau der ISS stockt seit der "Columbis"-Katastrophe, denn die US-Fähren sind die einzigen Raumfahrzeuge, die schwere Bauteile dorthin bringen können. Der Zeitplan ist eng, denn 2010 sollen die Raumfähren außer Dienst gestellt werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA verschiebt Start der Raumfähre "Atlantis" um einen Tag
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2006, 08:55
Die US-Raumfahrtbehörde NASA muss den Start ihre Raumfähre "Atlantis" wegen schlechten Wetters und eines Blitzeinschlages in der Startrampe um einen Tag auf Montag verschieben.

Das teilte Startdirektor Mike Leinbach am Samstag in Cape Canaveral in Florida mit. Der Spaceshuttle soll jetzt am Montag um 22.04 Uhr MESZ vom US-Weltraumbahnhof abheben. Bei den schweren Unwettern vom Freitag hatte der schwerste, jemals von der NASA im US-Weltraumbahnhof gemessene Blitz, die Startrampe getroffen. Ingenieure stellten den Angaben zufolge einen verkohlten Geruch im Kabelsystem fest.

Während die Meteorologen für Sonntag wegen heraufziehender Schlechtwetterfronten nur eine 40 prozentige Startmöglichkeit voraussagten, sollen sich die Bedingungen am Montag und Dienstag verbessern. Der NASA bleibt bis zum 7. September Zeit für den Start.

Nach vierjähriger Pause wegen des tödlichen Unglücks der Raumfähre "Columbia" wollte die NASA damit den Ausbau der Internationalen Raumstation fortsetzen. Die NASA hatte seit Februar 2003 die Transportflüge ihrer Shuttles gestoppt.

Der Crew der "Atlantis" steht der arbeitsreichste Flug in der Geschichte der 116 Shuttle-Flüge bevor. Bei drei Weltraumeinsätzen soll sie ein Paar riesiger Sonnensegel an der ISS anbringen. Dies war ursprünglich schon für Mai 2003 geplant. Mit den 372 Millionen Dollar (291,5 Millionen Euro) teuren Segeln verdoppelt sich die bisherige Energieversorgung. Damit können statt bisher drei bis zu sechs Astronauten auf der ISS arbeiten, forschen und leben.

Weil das Arbeitspensum in den kommenden elf Flugtagen so groß ist, hat die NASA eine Verlängerung von bis zu zwei Tagen bereits eingeplant. Außer der Installation der Sonnensegel muss die Crew auch wieder zahlreiche Sicherheitsüberprüfungen im Weltraum absolvieren. Die NASA will damit ausschließen, dass ein sich vom Außentank lösendes Stück Schaumstoff beim Start ein Loch in die Raumfähre schlägt und dann wie bei der "Columbia" eine tödliche Katastrophe auslöst.

Es ist der 27. Flug der "Atlantis". Sie flog zuletzt im Oktober 2002 zur ISS. Dabei wurde im November 2002 zuletzt ein Ausrüstungsteil an der ISS angebracht. Die NASA will den Ausbau der Raumstation bis zum Jahr 2010 vertragsgemäß abschließen und ihre drei Raumfähren dann ausmustern.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: NASA sagt wegen Hurrikan Vorbereitungen auf "Atlantis"-Start ab
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2006, 18:30
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat wegen des Tropensturms "Ernesto" den geplanten Start der Raumfähre "Atlantis" in dieser Woche abgesagt.

Zugleich sollen die Vorbereitungen weitergeführt werden, den Space-Shuttle in einer 160 Meter hohen Montagehalle in Sicherheit zu bringen. Das teilte die NASA am Montag in Cape Canaveral mit.

Grund für die Startverschiebung sind nach Angaben der Tageszeitung "Florida Today" die neuesten Wetterdaten über "Ernesto". Danach wird der Tropensturm wieder Hurrikan-Stärke erreichen und näher am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral vorbeiziehen als bislang angenommen.

Der gesamte Zeitplan der NASA gerät durch die Startverschiebung in Gefahr. Der bisherige Zeitrahmen sah vor, dass der Space-Shuttle bis spätestens 7. September startet. Bei einem späteren Start der "Atlantis" müsste die russische Raumfahrtbehörde ihren für den 14. September geplanten Start der "Sojus"-Kapsel mit der neuen Langzeitbesatzung für die Internationale Raumstation ISS ebenfalls verschieben.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Space Shuttle: Nasa bringt "Atlantis" in Sicherheit
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2006, 10:09
Endgültig hat die Nasa entschieden: "Atlantis" muss in den Hangar, weil Tropensturm "Ernesto" naht. Damit ist die letzte Hoffnung auf einen Start in dieser Woche zunichte. Nun gerät der All-Kalender durcheinander - auf dem Weg zur ISS droht ein Stau.

Schon der Dienstag war ein Ersatztermin für den Shuttle-Start, und er stand unter einem schlechten Stern. Damit die Raumfähre "Atlantis" abheben könnte, müsste der tropische Wirbelsturm "Ernesto" seine Richtung vollkommen ändern, hatte der Nasa-Manager LeRoy Cain am Sonntag in Florida betont. Darin schwang ein wenig Beschwörung mit und viel Pessimismus. Nun steht fest: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beginnt mit den Vorbereitungen, um ihr Shuttle in die Sicherheit der Montagehalle zu rollen - ein Start in dieser Woche wäre damit unmöglich.

Nun fällt auch das letzte Hintertürchen zu: Solange der Rücktransport der "Atlantis" nur vorbereitet würde, so die Interpretation der Nasa-Sprachregelung vom frühen Nachmittag, stehe der Shuttle ja noch auf der Startrampe. Bei einer eventuellen Wetteränderung könnte dann theoretisch doch der Countdown noch fortgesetzt werden, hatte ein Insider gegenüber SPIEGEL ONLINE spekuliert. Da die Raumfähre nun endgültig in die schützende Halle rollt, existiert auch diese vage Option nicht mehr.

Von bislang 115 Shuttle-Starts seien bislang vier wegen drohender Gefahren durch Wirbelstürme abgebrochen worden, teilte die Nasa mit. Die Route, die Tropensturm "Ernesto" weiter nehmen wird, kann sich zwar jederzeit wieder ändern. Doch die Regeln der Nasa schreiben vor, dass die Raumfähre zwei Tage vor dem jeweils erwarteten Eintreffen des Tropensturms an der Abschussrampe bei Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida im Hangar verstaut wird.

"Ernesto" ist inzwischen von Haiti kommend auf Kuba zu. Nach neuesten Daten wird der Sturm über dem Meer wieder Hurrikan-Stärke erreichen und näher an Cape Canaveral vorbei ziehen, als bislang prognostiziert.

Stau auf dem Weg zur ISS

Das schlechte Wetter der aktuellen Hurrikan-Saison bringt die Nasa terminlich in eine prekäre Lage: Auf der Internationalen Raumstation (ISS) droht es eng zu werden. Wenige Startfenster und enge Pläne könnten die nächste Shuttle-Mission im schlechtesten Fall bis ins Jahr 2007 verzögern.

Geplant war der Start bis spätestens zum 7. September. Sollte es bis zum Dienstagmittag notwendig werden, die Raumfähre in Sicherheit zu bringen, erscheine dieser Plan aber eher unwahrscheinlich, hatte Nasa-Startdirektor Mike Leinbach gesagt. Wenigstens neun oder zehn Tage würden verstreichen, um die "Atlantis" von der Startrampe in die Montagehalle zu schleppen und sie dann inklusive aller vorgeschriebenen Sicherheitsprozeduren wieder zurückzubringen. Der bisherige Rekord der Nasa für ein solches Manöver aus dem Jahr 1999 beträgt elf Tage. Das jetzige Startfenster ist noch bis zum 13. September offen.

Verstreicht aber der 7. September ohne Shuttle-Start, ist die Nasa auf die Kompromissbereitschaft der russischen Weltraumbehörde angewiesen. Diese hat für den 14. September den Start einer "Sojus"-Kapsel vorgesehen, mit der die neue Langzeitbesatzung zur ISS gelangen soll. Auch ein Weltraumtourist soll mit an Bord sein. Mit den Neuankömmlingen und der derzeitigen ISS-Besatzung wäre es in der Station schon eng - die sechs weiteren Astronauten der "Atlantis" würden das Habitat im Orbit überfüllen. Die Russen haben Vorbehalte gegenüber einer "Sojus"-Verschiebung.

Wenn aber die "Atlantis"-Mission wegen "Sojus" zurückstecken muss, werden die verbleibenden Startfenster eng: Zwei Tage im Oktober und einige wenige im Dezember weist die Nasa-Planung noch aus. Und wenn auch diese verpasst würden, müsste die Nasa gar bis 2007 warten. Da die US-Fähren die einzigen Raumfahrzeuge sind, die schwere Bauteile zur ISS bringen können und die Nasa 16 Frachtflüge bis zum Jahr 2010 geplant hat, ist der Zeitplan eng.

Die ursprüngliche Planung sah vor, dass die "Atlantis" am Sonntag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abheben sollte. Wegen Blitzeinschlags und schlechten Wetters wurde der Start zunächst auf Montag, dann erneut um mindestens 24 Stunden auf Dienstag verschoben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Trotz Tropensturm: "Atlantis" zurück zur Startrampe
Beitrag von: SiLæncer am 30 August, 2006, 11:27
Nächste Woche soll der Space Shuttle starten. Die Schwäche des Tropensturms "Ernesto" macht das in letzter Sekunde möglich. "Atlantis" war schon auf dem Weg in den sicheren Hangar, als die Nasa entschied: Stopp und zurück zur Startrampe.

Cape Canaveral - Zwölf Stunden benötigen die gewaltigen Raupen, um ein Space Shuttle von der Startrampe zurück in den Hangar zu ziehen. Fast die Hälfte dieses Weges hatte die Raumfähre "Atlantis" bereits zurückgelegt. Dann, nach gut fünf Stunden, kam das Kommando zum Umkehren: Zurück zur Rampe, dem Launch Pad.

Für die Entscheidung war das relativ günstige Wetter verantwortlich: Weil Tropensturm "Ernesto" auf dem Weg vom Kuba an die Küste Floridas auch über den warmen Küstengewässern nicht ausreichend Energie gewinnen konnte, um wieder ein Hurrikan - und damit bedrohlich für die zwei Milliarden US-Dollar teure Raumfähre - zu werden. Damit haben sich die Hoffnungen auf ein letztes Hintertürchen erfüllt. Schon sah es so aus, als könne "Atlantis" frühestens Mitte September starten, was zu Termindruck, Ärger mit der russischen Raumfahrtbehörde und einem potenziellen Stau auf der ISS geführt hätte.

Terminplan möglicherweise gerettet

Ursprünglich sollte "Atlantis" Ende August starten. Nun soll der Shuttle wahrscheinlich am 6. oder 7. September abheben. "Wir arbeiten das noch aus", sagte Nasa-Startmanager Mike Leinbach. Die Raumfähre sollte eigentlich bereits am Sonntag zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Der Start wurde aber zunächst wegen eines Blitzschlags, dann wegen "Ernesto" verschoben.

Mit dem Flug der "Atlantis" will die Nasa dreieinhalb Jahre nach der "Columbia"-Katastrophe den Ausbau der ISS vorantreiben. Die Shuttle-Besatzung von sechs Astronauten unter Leitung von Brent Jett soll die neuen Teile auf einer elftägigen Mission unter anderem bei drei komplizierten Außenbordeinsätzen montieren. Der Aufbau der halb fertig gestellten ISS hat sich durch den Absturz der "Columbia" erheblich verzögert.

Die zwei Shuttle-Missionen seit der Katastrophe vom Februar 2003 waren vor allem Testflüge für die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Raumfähren. Nach der erfolgreichen "Discovery"-Mission im vergangenen Monat will sich die Nasa nun wieder auf den Ausbau der ISS konzentrieren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Stau im Weltall: Russland verschiebt "Sojus"- Start
Beitrag von: SiLæncer am 30 August, 2006, 15:02
Der Flug der russischen "Sojus"-Kapsel zur Internationalen Raumstation wird nun doch verschoben - damit es auf der ISS nicht zu eng wird, wenn die Raumfähre "Atlantis" eintrifft. Allerdings haben die Russen der Nasa ein Ultimatum gesetzt - um den Flug der ersten Weltraumtouristin nicht zu gefährden.

Moskau/Cape Canaveral - Es ist ein Kompromiss, trotzdem wird es für den Start des Space Shuttles "Atlantis" im September eng. "Es gibt eine Übereinkunft zwischen der russischen und der amerikanischen Seite, dass der letzte Termin für einen Shuttle-Start der 8. September ist", sagte Nikolai Sevastyanov, Chef des russischen Raketenbetreibers RKK Energiya bei einer Pressekonferenz in Moskau. Die US-Weltraumbehörde Nasa habe diesem Datum zugestimmt.

Zuvor hatte die Nasa einen Shuttle-Start am 6. oder 7. September angekündigt. Viel Zeit für weitere Verzögerungen bleibt also nicht mehr. Die Russen sind den US-Amerikanern mit dem knappen Angebot schon entgegengekommen. Eigentlich sollte ihre "Sojus"-Kapsel am 14. September zu Internationalen Raumstation (ISS) abheben. Nun wurde dieser Start auf den 18. September verschoben.

Bei diesem Flug geht es nicht nur darum, eine neue Langzeitbesatzung zur ISS zu bringen, auf der gegenwärtig auch der deutsche Esa-Astronaut Thomas Reiter forscht. Die russische Kapsel soll als dritten Passagier die erste weibliche Weltraumtouristin befördern.

Erste weibliche Weltraumtouristin

Die 39-jährige US-Unternehmerin Anousheh Ansari wird den russischen Kosmonauten Michail Tyurin und den Spanish-stämmigen US-Astronauten Miguel Lopez-Alegria begleiten. Ansari, die im Iran geboren wurde, soll mit den zwei gegenwärtigen ISS-Besatzungsmitgliedern Pavel Vinogradov und Jeff Williams zur Erde zurückkehren. Die beiden sind seit dem 1. April an Bord der Raumstation.

Einer weiteren Verzögerung bei dieser Mission hatte die russische Raumfahrtagentur sich verweigert, weil dann die Landung in der kasachischen Steppe bei Nacht erfolgen müsste.

Für die Entscheidung, die "Atlantis" in Cape Canaveral doch wieder zur Startrampe zu rollen, ist das relativ günstige Wetter ausschlaggebend gewesen:Weil der Tropensturm "Ernesto" auf dem Weg vom Kuba an die Küste Floridas auch über den warmen Küstengewässern nicht ausreichend Energie gewinnen konnte, um wieder ein Hurrikan - und damit bedrohlich für die zwei Milliarden US-Dollar teure Raumfähre - zu werden. Damit haben sich die Hoffnungen auf ein letztes Hintertürchen erfüllt. Schon sah es so aus, als könne "Atlantis" frühestens Mitte September starten, was zu Termindruck, Ärger mit der russischen Raumfahrtbehörde und einem potenziellen Stau auf der ISS geführt hätte.

Terminplan möglicherweise gerettet

Ursprünglich sollte "Atlantis" Ende August starten. Nun soll der Shuttle wahrscheinlich am 6. oder 7. September abheben. "Wir arbeiten das noch aus", sagte Nasa-Startmanager Mike Leinbach. Die Raumfähre sollte eigentlich bereits am Sonntag zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Der Start wurde aber zunächst wegen eines Blitzschlags, dann wegen "Ernesto" verschoben.

Mit dem Flug der "Atlantis" will die Nasa dreieinhalb Jahre nach der "Columbia"-Katastrophe den Ausbau der ISS vorantreiben. Die Shuttle-Besatzung von sechs Astronauten unter Leitung von Brent Jett soll die neuen Teile auf einer elftägigen Mission unter anderem bei drei komplizierten Außenbordeinsätzen montieren. Der Aufbau der halb fertig gestellten ISS hat sich durch den Absturz der "Columbia" erheblich verzögert.

Die zwei Shuttle-Missionen seit der Katastrophe vom Februar 2003 waren vor allem Testflüge für die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Raumfähren. Nach der erfolgreichen "Discovery"-Mission im vergangenen Monat will sich die Nasa nun wieder auf den Ausbau der ISS konzentrieren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: "Atlantis" soll am Mittwoch starten
Beitrag von: SiLæncer am 01 September, 2006, 10:41
Die Nasa nimmt einen neuen Anlauf: Am Mittwoch soll das Space Shuttle "Atlantis" endlich starten. Sollte auch dieser Termin abgesagt werden, könnte die US-Raumfahrtbehörde in zeitliche Bedrängnis geraten.

Washington/Cape Canaveral - Die "Atlantis" soll nach mehreren Verzögerungen wegen Pannen und des Tropensturms "Ernesto" nun am kommenden Mittwoch starten. Der Shuttle soll um 12.29 Uhr Ortszeit (18.29 MESZ) von Cape Canaveral abheben, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. An Bord sind sechs Astronauten und Ausrüstung für die Energieversorgung der Internationalen Raumstation (ISS). Die "Atlantis" soll den bisherigen Plänen zufolge bis zum 17. September im All bleiben.

Zuvor hatte "Ernesto" für Chaos bei den Startvorbereitungen gesorgt. Aus Angst vor Schäden hatte die Nasa die "Atlantis" von der Startrampe entfernt. Während des - auf über zehn Stunden angesetzten - Manövers zur Weltraum-Montagehalle entschied sich die Raumfahrtbehörde dann aber wieder um und brachte die Fähre zurück zur Startrampe. Am Sonntag war ein Blitz in die Rampe eingeschlagen und hatte den geplanten Start das erste Mal verhindert. Wegen "Ernesto" sagte die Nasa dann auch einen Starttermin am Dienstag ab.

Mit der "Atlantis" will die Nasa die regulären Transportflüge zum Ausbau der ISS wieder aufnehmen. Nach dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003 war im August 2005 erstmals wieder ein Space Shuttle, die "Discovery", zu einem Testflug gestartet. Im Juli dieses Jahres hatte die "Discovery" unter anderem den Deutschen Thomas Reiter zur ISS gebracht.

Das jetzige Startfenster ist noch bis zum 13. September offen. Sollte die "Atlantis" bis dahin nicht gestartet sein, könnte sich die Mission lange verzögern. Zwei Tage im Oktober und einige wenige im Dezember nennt die Nasa noch als mögliche Starttermine. Und wenn auch diese verpasst würden, müsste man gar bis 2007 warten. Da die US-Fähren die einzigen Raumfahrzeuge sind, die schwere Bauteile zur ISS bringen können und die Nasa 16 Frachtflüge bis zum Jahr 2010 geplant hat, ist der Zeitplan eng.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Shuttle- Start: Wetter- Orakel in Cape Canaveral
Beitrag von: SiLæncer am 06 September, 2006, 10:00
Die letzten Stunden vor dem Start der "Atlantis" laufen - und die Verantwortlichen starren aufs Wetter: Bleibt es klar? Werden die Gewitter erst am Nachmittag kommen? Denn fest verpackt im Frachtraum des Shuttle wartet Material für die Energieversorung der halbfertigen ISS.

Cape Canaveral - Luftdruck, Außentemperatur sowie die Bilder von Wetterradar und meteorologischen Satelliten lassen die Verantwortlichen der US-amerikanischen Weltraumbehörde Nasa derzeit nicht aus den Augen. Die Kombination aus launiger Natur und engem Zeitplan lässt die Verantwortlichen bangen: Wird sie diesmal abheben?

Am Mittwochnachmittag Ortszeit soll es endlich soweit sein. In den letzten Stunden vor dem lang ersehnten Start werden Prognosen wie Orakel zitiert: Die Wahrscheinlichkeit, dass schlechtes Wetter den Start verhindere, liege bei nur 30 Prozent, sagte die Nasa-Meteorologin Kathy Winters am Dienstag. Allerdings war wenige Stunden zuvor noch von 20 Prozent die Rede gewesen.

"Eine Menge Wetter wird sich erst nach unserem Startzeitpunkt entwickeln", sagte Winters etwas kryptisch. In Florida sind im Spätsommer nachmittägliche Gewitter keine Seltenheit. Mit dem Liftoff gegen halb eins Ortszeit will man diesen zuvorkommen. In Deutschland wird es dann 18.28 Uhr sein.

"Vor einer Woche sah es noch so aus, als ob wir im September überhaupt nicht starten würden", sagte Nasa-Frachtexperte Robbie Ashley. Sollte es dennoch am Mittwoch nicht klappen, werde man es am Donnerstag oder Freitag erneut versuchen.

Ende der Schockstarre

Der Space Shuttle "Atlantis" mit sechs Astronauten an Bord nimmt Kurs auf die 400 Kilometer entfernte Internationale Raumstation ISS, wo sich derzeit auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter befindet.

Endlich würde damit auch die drei Jahre dauernde Schockstarre der internationalen bemannten Raumfahrt zu Ende gehen. Was ungern ausgesprochen wird: Das Risiko, dass der wissenschaftlich bislang weitgehend irrelevante, aber schwerteure Außenposten in der Umlaufbahn mangels geeigneter Lieferfahrzeuge halbfertig vergammeln könnte, soll nun endlich gebannt werden - auf den letzten Drücker.

Mit den verbleibenden Shuttle-Flügen vor dem Dienstende der Raumschiffflotte im Jahr 2010 könnten US-Amerikaner, Russen und die zahlenden Gäste die Astronautenherberge fertig zusammenstöpseln. Wenigstens soweit, dass die ISS nicht offensichtlich und öffentlich der Peinlichkeit anheim fällt. Der Start im September wäre ein erster Schritt dahin - auch wenn bei Mission STS-115 nicht alleine extraterrestrischer Häuserbau auf dem Plan steht:

    * "Atlantis" versorgt einerseits die ISS mit mehr Saft für den weiteren Ausbau: Das Raumschiff soll ein fast 17 Tonnen schweres Energiemodul zur ISS bringen. Teil des Moduls ist ein zweiter Satz von Sonnenkollektoren. Sie sollen im Zuge von drei Außeneinsätzen installiert und ausgefahren werden. Sollte es dabei Probleme geben, ist ein vierter Einsatz vorgesehen.

    * Andererseits wird die "Atlantis"-Crew nach wie vor viel Zeit auf die eigene Sicherheit verwenden müssen: Der Hitzeschild des Shuttles soll bei einem weiteren Einsatz auf Schäden untersucht werden, die beim Start entstehen können.

Der Absturz des Schwesterschiffs "Columbia" 2003 ging auf einen Schaden an der Tragfläche zurück, der beim Start entstanden war. Vor dem Rückflug soll die Außenhülle noch einmal untersucht werden. Sollten schwere Schäden gefunden werden, könnten die Astronauten auf der ISS auf Rettung warten. Immerhin, die Nasa spricht von einem "Arbeitseinsatz". Es soll endlich wieder voran gehen im Weltall.

Quelle : www.spiegel.des
Titel: "Atlantis": Nasa verschiebt Shuttle- Start
Beitrag von: SiLæncer am 06 September, 2006, 11:16
Wegen technischer Probleme ist der Countdown für den Start der Raumfähre "Atlantis" abgebrochen worden. Nasa-Experten untersuchen eine defekte Brennstoffzelle an Bord. Für den morgigen Donnerstag ist erneut ein Start anberaumt worden - denn die Zeit wird knapp.

Cape Canaveral - In Florida geht das Warten weiter: Heute wird "Atlantis" nicht abheben. Morgen soll sie, am Freitag könnte sie noch. Gemäß der Vereinbarung zwischen US-Weltraumbehörde Nasa und der russischen Seite ist der 8. September der letzte mögliche Starttermin in diesem Monat. Mit der Absage des heutigen Starts gibt es also nur noch zwei Möglichkeiten, will man nicht auf die wenigen möglichen Termine für einen Liftoff im Oktober oder Dezember ausweichen.

Dergleichen Kalenderspiele werden im Raumflughafen Cape Canaveral nun schon seit zwei Wochen angestellt. Nachdem ein Blitz die Startrampe getroffen hatte und der tropische Wirbelsturm "Ernesto" durchgezogen war, schien nun alles bereit für einen Start. Doch nicht das Wetter, sondern technische Probleme machen der US-Weltraumbehörde Nasa nun erneut einen Strich durch die Rechnung: Wegen Problemen mit der Stromversorgung an Bord werde der Start verschoben, teilte die Nasa mit.

Defekt in der Stromversorgung

Eine der drei Brennstoffzellen, die an Bord für Elektrizität sorgen, ist offenbar der Grund für die Verschiebung. Diese Zellen erzeugen aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom. Als eine der drei während der Flugvorbereitungen angeschaltet wurde, gab es ein Problem.

Am Morgen hatten die Verantwortlichen mit dem Betanken der "Atlantis" zunächst gezögert, um Spezialisten die Möglichkeit zu geben, die Brennstoffzellen zu überprüfen. Für einen reibungslosen Start müssen alle drei Zellen Strom produzieren.

Bis acht Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hätte das Befüllen mit dem Flüssigtreibstoff spätestens beginnen müssen. Der Zeitpunkt verstrich. Man werde versuchen, die "Atlantis" am morgigen Donnerstag zu starten, sagte ein Nasa-Vertreter.

Die Arbeiten an der auch mit deutscher Beteiligung konstruierten, halbfertigen ISS waren nach dem Absturz des Schwesterschiffs "Columbia" 2003 unterbrochen worden. Die Astronauten sollen nun insbesondere ein neues Energiemodul anbringen. Die Raumstation gewinnt dadurch etwa weitere 17 Tonnen an Masse und verändert auch ihr Aussehen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erneuter Aufschub: "Atlantis" startet frühestens morgen
Beitrag von: SiLæncer am 07 September, 2006, 10:11
Der Countdown für den Start der Raumfähre "Atlantis" zur ISS ist erneut verschoben worden, um mindestens einen Tag - wie bereits am gestrigen Mittwoch. Die Nasa-Experten konnten sich bislang nicht einigen, ob eine defekte Brennstoffzelle an Bord den Start gefährdet.

Cape Canaveral - Die Raumfähre könne nicht am heutigen Donnerstag starten, erklärten Nasa-Manager am Mittwochabend. Denkbar sei aber noch ein Start am Freitag. Die Entscheidung fiel nach einer Besprechung, in der es um die jüngsten technischen Probleme bei der Stromversorgung der "Atlantis" ging.

"Das war wirklich eine 50-50-Entscheidung", sagte Wayne Hale, der Nasa-Manager für das Space-Shuttle-Programm. An Dramatik sei dies kaum mehr zu überbieten. Damit bezieht er sich auf den Termindruck unter dem die US-Weltraumbehörde steht: Der morgige Freitag ist die letzte Startmöglichkeit in diesem Monat.

"Da passiert irgend etwas Verrücktes mit den Brennstoffzellen", sagte Hale. Wegen des Defekts an einer Brennstoffzelle war der Start für Mittwoch bereits abgesagt worden. Ob die abweichenden Werte, die ein Kühlelement einer der drei Brennstoffzellen lieferte, einen sicheren Start gefährdet hätte - darüber konnten sich die Experten nicht rechtzeitig einigen.

Letzte Chance Freitag

Diese Zellen erzeugen aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom für die Elektronik an Bord. Als eine der drei während der Flugvorbereitungen angeschaltet wurde, gab es ein Problem.

Die Zeit drängt: Gemäß der Vereinbarung zwischen US-Weltraumbehörde Nasa und der russischen Seite ist der 8. September der letzte mögliche Starttermin in diesem Monat. Mit der Absage des heutigen Starts gibt es also nur noch eine Möglichkeit, will man nicht auf die wenigen möglichen Termine für einen Liftoff im Oktober oder Dezember ausweichen.

Dergleichen Kalenderspiele werden im Raumflughafen Cape Canaveral nun schon seit zwei Wochen angestellt. Nachdem ein Blitz die Startrampe getroffen hatte und der tropische Wirbelsturm "Ernesto" durchgezogen war, schien nun alles bereit für einen Start. Doch nicht das Wetter, sondern technische Probleme machen der US-Weltraumbehörde Nasa nun erneut einen Strich durch die Rechnung: Wegen Problemen mit der Stromversorgung an Bord werde der Start verschoben, teilte die Nasa mit.

Die Arbeiten an der auch mit deutscher Beteiligung konstruierten, halbfertigen ISS waren nach dem Absturz des Schwesterschiffs "Columbia" 2003 unterbrochen worden. Die Astronauten sollen nun insbesondere ein neues Energiemodul anbringen. Die Raumstation gewinnt dadurch etwa weitere 17 Tonnen an Masse und verändert auch ihr Aussehen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Shuttle "Atlantis": Statt Start weiter Warten an der Rampe
Beitrag von: SiLæncer am 09 September, 2006, 10:01
Der Defekt an einem Treibstoffsensor war zu heftig: Die "Atlantis" bleibt auch heute am Boden - die Besatzung muss aussteigen, die Tanks werden geleert. Am morgigen Samstag will die Nasa den letzten Startversuch für diesen Monat unternehmen.

Cape Canaveral - Den Countdown mussten die Nasa-Verantwortlichen heute erneut abbrechen - und erhöhten damit eine andere Zahl um eins: Der Start der US-Raumfähre "Atlantis" ist nun schon zum fünften Mal innerhalb von zwei Wochen verschoben worden.

An Probleme mit dem Sensor, der die Tankfüllstandanzeige melden soll, ist die Nasa bereits gewöhnt. Schon im Juli vergangenen Jahres hatte einer der Niedrigfüllstandssensoren für Verzögerungen im Zeitplan gesorgt. Auch heute ist es wieder so: Das Instrument meldet keine zuverlässigen Werte, die Raumfähre kann nicht abheben.

Die sechsköpfige Besatzung war bereits an Bord der "Atlantis", der Countdown lief: Kaum mehr als zweieinhalb Stunden hätte die Digitaluhr in Cape Canaveral noch rückwärts zählen müssen.

"Wir werden den Treibstoff wieder ablassen und ihn morgen wieder einfüllen, um zu sehen, wie die Sensoren sich verhalten", sagte Flugdirektor Mike Leinbach zum Kommandanten der "Atlantis", Brent Jett. "Wir verstehen und sind hundertprozentig einverstanden", soll Jett geantwortet haben.

Wirklich letzter Anlauf am Samstag

Die 24 Stunden Verzug, welche die US-Raumfahrtbehörde den Ingenieuren in Florida gewährt, sind nach Nasa-Angaben die absolut letzte mögliche Verzögerung. Der nun ins Auge gefasste Startzeitpunkt um 15.15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am morgigen Samstag sei der letztmögliche Starttermin in diesem Monat. Verstreicht er, kann der Shuttle frühestens im Oktober das nächste Mal auf die Startrampe gerollt werden.

Die Mission stand bislang unter keinem guten Stern: Ein Gewitter mit Blitzeinschlag in die Startrampe, der tropische Wirbelsturm "Ernesto", eine defekte Brennstoffzelle in der Stromversorgung des Shuttles und nun - zuletzt - ein Sensor, der ungültige Werte meldete, haben alle Startpläne seit Ende August zunichte gemacht.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: US- Raumfahrt: Atlantis erfolgreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 09 September, 2006, 18:09
Nach mehreren verschobenen Starts ist die US-Raumfähre "Atlantis" zur Internationalen Raumstation ISS abgehoben. An Bord sind sechs Astronauten und eine der schwersten Ladungen, die jemals ins All transportiert wurden.

Cape Canaveral - Um 11.15 Uhr Ortszeit (17.15 MESZ) startete die Fähre von Cape Canaveral in Florida aus. Bei einer erneuten Verschiebung wäre der Start erst in einigen Wochen wieder möglich gewesen. An Bord sind sechs Astronauten und im Frachtraum eine der schwersten Ladungen, die jemals ins All transportiert wurden: 17,5 Tonnen Gitterträger zur Erweiterung der ISS. Die Bauteile sollen während des elftägigen Raumflugs in drei Außenbordeinsätzen montiert werden. Es ist die erste ISS-Erweiterung seit dem Absturz der Raumfähre "Columbia" im Februar 2003.

Ursprünglich hätte die "Atlantis" schon am 27. August abheben sollen. Zunächst verhinderte ein Blitzeinschlag im Raumfahrtzentrum in Florida den Start, dann gab es Verzögerungen durch den Tropensturm "Ernesto" und ein Problem mit dem Motor einer Brennstoffzelle. Am Freitag wurde der Countdown wegen eines fehlerhaften Sensors am Treibstofftank abgebrochen.

Wegen des eng gesteckten Zeitplans entschied die NASA am Donnerstag, die fehlerhafte Brennstoffzelle nicht auszutauschen. Andernfalls hätte die Mission auf voraussichtlich Ende Oktober verschoben werden müssen. Die "Atlantis" muss spätestens am 17. September wieder von der Internationalen Raumstation abdocken, weil kurz darauf eine russische "Sojus"-Kapsel an der ISS erwartet wird.

Der nächstmögliche Termin für den "Atlantis"-Flug wäre Ende September - allerdings müsste die Raumfähre dann im Dunkeln starten, was nach den NASA-Regularien derzeit nicht gestattet ist. Nur bei Tageslicht können nämlich die äußeren Tanks während des Starts fotografiert werden, um mögliche Beschädigungen der Schaumstoffhülle zu erkennen. So soll ein Unglück wie beim Absturz der Raumfähre "Columbia" vor dreieinhalb Jahren verhindert werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Raumfähre "Atlantis": Astronauten untersuchen Shuttle auf Schäden
Beitrag von: SiLæncer am 10 September, 2006, 11:11
Nach dem geglückten Start der Raumfähre "Atlantis" hat die NASA zwar Entwarnung wegen abgeplatzter Isolierung vom "Atlantis"-Tank gegeben. Trotzdem wird die Mannschaft an Bord heute die Außenhülle inspizieren.

Cape Canaveral - Beim Start der US-Raumfähre "Atlantis" hatten sich erneut Teile des Isoliermaterials gelöst, die nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA allerdings zu keiner Beschädigung geführt haben. Nachdem die sechs Astronauten heute Morgen aufgewacht sind, sollen sie auf ihrem Flug zur Raumstation ISS die Außenhülle auf Schäden untersuchen.

Hochauflösende Aufnahmen vom Start hätten mehrere abfallende Teile gezeigt - offenbar Schaumstoff und Eis, sagte der Direktor des Shuttle-Programms, Wayne Hale, etwa fünf Stunden nach Anheben der "Atlantis". An der Raumfähre sei kein Schaden erkennbar. "Wir betrachten Kleinigkeiten, ohne weitere Folgen."

Heute wolle die NASA allerdings weitere Aufnahmen des Shuttles von mehreren Radaren, Kameras und einem Sensor erhalten und diese dann in den kommenden drei bis vier Tagen auswerten. Der US-Fernsehsender CNN hatte Bilder gezeigt, auf denen zu sehen war, wie offenbar Isolierschaum vom Tank abbrach.

Nach mehreren missglückten Versuchen war die US-Fähre gestern mit sechs Astronauten an Bord vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral ins All abgehoben und hatte Kurs auf die ISS genommen. Dort soll sie am Montagmorgen andocken. Sie bringt 16 Tonnen Material zur ISS, darunter zwei große Solarschilde, mit denen die Stromleistung der Raumstation sich verdoppeln soll. Die "Atlantis" bleibt elf oder zwölf Tage im All. Die NASA hatte den Start zuletzt am Vortag wegen eines neuen technischen Problems zum wiederholten Mal verschieben müssen.

Die letzten Bauarbeiten an der halbfertigen ISS waren im November 2002 ausgeführt worden. Nach dem "Columbia"-Unglück im Februar 2003 war die Zukunft der amerikanischen Raumfahrt ungewiss; seither flogen nur drei Raumfähren ins All. Erst nachdem im Juli die "Discovery" wohlbehalten von einem zweiten Vorbereitungsflug zurückgekehrt war, befand die NASA einen weiteren Arbeitsflug zur ISS für sicher. Die US-Raumfahrtbehörde plant 16 weitere Raumflüge, um die ISS bis 2010 fertig zu stellen. Dann wird die Raumstation in etwa die Ausmaße eines Fußballstadions haben.

Quelle : www.spiegel.de

Titel: Manöver geglückt: Shuttle "Atlantis" hat an ISS angedockt
Beitrag von: SiLæncer am 11 September, 2006, 13:08
Zwei Tage nach ihrem Start hat die US-Raumfähre "Atlantis" ihr Ziel erreicht: die Raumstation ISS. Das Andockmanöver lief perfekt. Jetzt stehen den Astronauten harte Stunden bevor: Sie müssen den Shuttle zügig entladen.

"Großer kanadischer Händedruck" und "Kuss im All" - Raumfahrt-Wissenschaftler greifen gern zu pathetischen Vergleichen, um ihr Tun im All zu beschreiben. Der "Kuss" ist zumindest schon einmal geglückt: Heute Mittag um 12.49 Uhr, nur drei Minuten nach dem geplanten Zeitpunkt, hat die Raumfähre "Atlantis" an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Beide bewegten sich während des Manövers mit rund 28.000 km/h um die Erde.

Für die Astronauten hat nach dem Andockmanöver ein harter Arbeitstag begonnen. Sie müssen das 17,5 Tonnen schwere Modul mit den beiden Sonnensegeln entladen, das die "Atlantis" ins All gehievt hat. Die fast 300 Millionen Euro teuren Segel sollen bei drei Außenbordeinsätzen an der Raumstation angebracht werden. "Es wird ein sehr, sehr harter Tag mit praktisch keiner Zeit für Pausen", sagte Flugdirektor Paul Dye.

Beim Entladen des Sonnensegelmoduls wird es auch zum "großen kanadischen Handschlag" kommen. So hatte der Astronaut Steve MacLean die Übergabe des Solarmoduls vom Roboterarm des Shuttles an den Roboterarm der ISS bezeichnet. Beide Arme wurden in Kanada hergestellt, MacLean selbst stammt ebenfalls aus Kanada.

Die Nasa steht bei der Mission STS-115 unter großem Zeitdruck. Es muss alles glatt gehen, weil der elftägige Flug nicht verlängert werden kann. Denn nach dem Abkoppeln der "Atlantis" soll am 20. September eine russische "Sojus"-Raumsonde mit der neuen Langzeitbesatzung und einer Weltraumtouristin zur ISS kommen.

Vor dem heutigen Andockmanöver hatte der Shuttle in 200 Metern Entfernung von der ISS einen Looping vollführt. Die Besatzung der ISS fotografierte dabei den Hitzeschild an der Unterseite der Raumfähre - ein bereits von vorherigen Shuttle-Flügen bekanntes Vorgehen, um die Kacheln auf Schäden zu untersuchen. Die Fotos wurden anschließend zur Erde gesendet, wo Nasa-Wissenschaftler sie genauer untersuchen werden.

Beim Start am Samstag hatten sich wieder Stücke des Isolierschaums vom Treibstofftank gelöst. Ein solcher Vorfall verursachte vor drei Jahren den Absturz der Raumfähre "Columbia", bei dem sieben Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ums Leben kamen. Bei einer ersten Untersuchung hatten die sechs Astronauten an Bord der "Atlantis" jedoch keinen Defekt am sensiblen Hitzeschutzschild festgestellt. "Die 'Atlantis' sieht großartig aus", sagte Missionsleiter John Shannon vor dem Andockmanöver.

Der Shuttle war am Samstag mit zwei Wochen Verspätung zur ISS aufgebrochen - der Start musste mehrfach verschoben werden, unter anderem wegen eines Blitzeinschlags, des herannahenden Sturms "Ernesto" und Problemen mit einem Tanksensor.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Weltraumspaziergang: Astronauten bringen Sonnensegel an
Beitrag von: SiLæncer am 12 September, 2006, 12:46
Der Weltraumspaziergang hat begonnen. Zwei Astronauten schrauben nun Sonnensegel an die Internationale Raumstation. Sie sollen mehr Energie liefern, damit die ISS bald mehr Gäste beherbergen kann. Mit dabei ist Heidemarie Stefanyshyn-Piper, die erst achte Frau im All-Außeneinsatz.

Vier Jahre lang änderte sich am Anblick des menschlichen Außenpostens in der Umlaufbahn nichts. Nun wird an der Internationalen Raumstation ISS wieder weitergebaut. Kurz nach 11 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit verließen zwei US-Astronauten die Luftschleuse der ISS. Für mehr als sechs Stunden sollen sie im All bleiben, um an der Installation eines neuen Segments mit zwei riesigen Sonnensegeln zu arbeiten.

Damit soll eine Verdoppelung der bisherigen Energiegewinnung erreicht werden - das wäre nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa genug, um 30 Wohnhäuser auf der Erde mit Strom zu versorgen. Als Folge könnten künftig sechs statt drei Astronauten über Monate in der ISS leben und arbeiten.

Heidemarie Stefanyshyn-Piper ist damit die achte Frau im elitären Club der Menschen, die bislang einen Weltraumspaziergang unternommen haben. Nur sechs Frauen haben bislang bei 159 US-Spaziergängen ins All teilgenommen. Unter den 118 russischen zu-Fuß-Vorstößen in die Leere war lediglich eine Frau.

"Ich passe besser in den Anzug", hatte die 178 Zentimeter große Stefanyshyn-Piper vor der Mission gesagt. Viele weibliche Astronauten sind für die klobigen Raumanzüge zu zierlich. Stefanyshyn-Piper wird bei ihrem ersten All-Spaziergang vom Außeneinsatz-Veteranen Joe Tanner begleitet.

Einsatz ist "heikel und äußerst wichtig"

Die am Samstag gestartete Raumfähre hatte am Montagmorgen an die Station angelegt, zu deren derzeitigen Bewohnern der Deutsche Thomas Reiter gehört. Gleich nach dem Rendezvous wurde mit dem Umladen von Versorgungs- und Ausrüstungsgütern begonnen. Als wichtigste Aufgabe jedoch galt es, das 17,5 Tonnen schwere Segment mit Hilfe des Shuttle-Roboterarms aus der Ladebucht der "Atlantis" zu hieven. Das Teil wurde dann von einem robusteren Kranarm der ISS aufgegriffen und wurde kurz vor dem Ausstieg der beiden Astronauten in die richtige Position an der Außenwand der ISS gesteuert.

Nach der Verschraubung sollten dann Tanner und Stefanyshyn-Piper das Segment mit dem Stromnetz der ISS verkabeln - ein von Nasa-Flugdirektor Paul Dye als heikel und äußerst wichtig bezeichneter Prozess. Die empfindliche Elektronik im Segment muss nämlich vor Kälte geschützt werden. Dazu sind bis zur vollen Funktionsfähigkeit der Sonnensegel Heizkörper nötig, die von der ISS mit Strom versorgt werden.

Die Astronauten Burbank und MacLean sollen ihren Kollegen am morgigen Mittwoch auf einen Außeneinsatz folgen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Weltraumeinsatz im Sprinttempo - "Atlantis"-Crew verblüfft NASA
Beitrag von: SiLæncer am 13 September, 2006, 18:23
Stress im Weltraum: Mit dreieinhalbjähriger Verspätung und erst beim fünften Anlauf war die amerikanische Raumfähre "Atlantis" zur Internationalen Raumstation gestartet.

Die lange Wartezeit hat sich bei sechsköpfigen Crew mittlerweile in erheblichem Arbeitseifer sowie Sprinteinlagen bei Außenbordeinsätzen entladen. Die Astronauten schaffen mehr, als ihnen das Kontrollzentrum in dem ohnehin von früh bis spät dicht gedrängten Programm zugemutet hatte.

Bei keinem der vorherigen 115 Shuttle-Flüge hat die US- Raumfahrtbehörde NASA ihren Astronauten solchen Druck verordnet. Im Durchschnitt sende das Kontrollzentrum während einer Schicht von acht Stunden rund 200 Kommandos zur Raumstation, sagt NASA-Manager Kirk Shireman. Während des ersten Außeneinsatzes im All seien es allein 1.600 in sechseinhalb Stunden gewesen.

Dennoch verblüffen die Astronauten das Kontrollzentrum immer wieder. "Das Team am Boden arbeitet hart, damit wir mit Euch Schritt halten können", lobte Pamela Melroy in Houston die beiden 350 Kilometer über der Erde schwebenden Astronauten Heide Stefanyshyn- Piper und Joe Tanner. Die Einladung, eine kleine Pause einzulegen, lehnten die beiden Raumfahrer ab.

Piper und Tanner sprinteten dermaßen durch ihr Programm, dass sie schon Arbeiten für den zweiten Außenbordeinsatz erledigten. Das Kontrollzentrum war entzückt und sprach von einer "phänomenalen Leistung", die die Latte für alle weiteren Ausstiege sehr hoch gelegt habe. Als Folge bekamen die beiden Astronauten Dan Burbank und Steve MacLean für ihren Ausstieg am Mittwoch zusätzliche Aufgaben aufgebürdet. Nach zwei Stunden erkundigte sich das Kontrollzentrum vorsorglich nach dem Wohlbefinden: "Wie geht es dir, Dan?". "Verdammt gut", antwortete der 45-Jährige.

"Die riskanteste Angelegenheit bei der Montage der Raumstation sind die Außenbordeinsätze", sagt Shireman. Kleine Fehler können katastrophale Folgen haben. Schon beim ersten Ausstieg verlor Tanner einen 57 Gramm schweren Klemmbolzen. Zum Glück flog das Teil von der Station weg. Das gleiche Malheur passierte MacLean am Mittwoch. Auch hier befürchtete das Kontrollzentrum, dass der Bolzen in das Drehgelenk für die Sonnensegel gefallen sein und damit die ganze Mechanik hemmen könnte.

Das mit einem Durchmesser von drei Metern wie ein riesiges Wagenrad aussehende Drehgelenk lässt die Sonnensegel so kreisen, dass sie sich immer ideal nach der Sonne ausrichten können. Die gemeinsam mehr als 70 Meter langen Segel werden am Donnerstag per Computerbefehl entfaltet - zuerst bis zur Hälfte und danach ganz.

Auf dem Papier hört sich alles einfach an, aber die Astronauten haben doch etwas Bammel vor der Stunde der Wahrheit, wenn das Drehgelenk und die Segel getestet werden. "Die große Unbekannte ist, wie sich das Drehgelenk verhält, wenn wir es aktivieren. Das wird interessant. Hoffentlich nicht zu interessant", sagt Tanner. Die Segel und die Rotationsmechanik seien zwar auf dem Boden getestet worden, aber es gebe keine Erfahrungen, wie sich die Mechanik im All verhalte, sagt Kammandant Brent Jett.

Montage der Sonnensegel, Sicherheitsinspektionen, Ausladen von Ersatzteilen und Versorgungsgütern, Einladen von Müll aus der Raumstation für den Rücktransport zur Erde: Im Vorfeld des Fluges hatte die US-Tageszeitung "USA Today" besorgt gefragt, ob sich die "Atlantis"-Crew überarbeiten könnte. Nach bisherigen Planungen können die fünf Männer und eine Frau am Samstag vier Stunden lang frei machen und den Blick auf die Erde oder ins All genießen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: ISS: Verlorener Bolzen im Orbit
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2006, 08:39
Im All einen Bolzen zu verlieren, kann gefährlich werden. Schnell wird Weltraumschrott zum Geschoss. Auch beim zweiten Außeneinsatz der "Atlantis"-Crew gab es wieder kleine Pannen: Als Monteure in der Schwerelosigkeit verrichten die Astronauten auch Schwerstarbeit.

Auf der Erde gab es ständig Probleme mit der US-Raumfähre "Atlantis". Fünf verschiedene Gründe hielten sie ein ums andere Mal vom Starten ab, darunter ein Blitzeinschlag und ein Defekt an einem Treibstoffsensor. Seit die "Atlantis" im All ist und an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt hat, läuft hingegen alles nach Plan. Fast zumindest.

"Da fehlt ein Bolzen auf der Abdeckung", funkte der kanadische Astronaut Steve MacLean rund eine Stunde nach Beginn des zweiten Außeneinsatzes, der für die Atlantis-Crew auf dem Plan stand, zum Kontrollzentrum nach Houston. Bereits bei den ersten Außenarbeiten am Dienstag ging ein Bolzen verloren, er wurde nicht mehr gefunden. Auch das nun entschwebte Teil tauchte nicht wieder auf.

Das Metallstück sei bei Montagearbeiten am zweiten Sonnensegel der ISS verschwunden, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. "Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass sich der Bolzen im Rotationssystem der Sonnensegel oder in der ISS befindet", sagte ein Nasa-Sprecher. "Wir gehen davon aus, dass er davongeschwebt ist." Von beiden nun fehlenden Teilen gehe aber keine Gefahr aus.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Astronauten bei ihrer Arbeit im All immer wieder einmal Gegenstände verlieren. Allerdings ist solcher Weltraumschrott eine potenzielle Gefahr für die Raumfahrer sowie für die Systeme der ISS ebenso wie der Raumfähre "Atlantis".

Die Astronauten Dan Burbank und Steve MacLean erlebten bei ihrem Einsatz noch weitere kleine Pannen: MacLean zerbrach eines seiner Werkzeuge. Bevor dessen Einzelteile in die Weiten des Alls davonfliegen konnten, bekam der Astronaut sie noch rechtzeitig zu fassen. Außerdem klemmte eine Schraube. Sie zu lösen gelang den beiden Astronauten nur mit vereinten Kräften.

Schrauben entfernt, Drehgelenk des Sonnensegels getestet

Burbank und MacLean sollten im zweiten Weltraumspaziergang der Mission die zwei neuen Sonnensegel, die von ihren Kollegen des ersten Außeneinsatzes an die ISS angebracht worden waren, für den künftigen Dauerbetrieb vorbereiten. Während ihres Einsatzes arbeiteten sie vorwiegend an einem drei Meter großen Drehgelenk, das die Sonnensegel während des Flugs der ISS zur Sonne hin ausrichtet. Die beiden Astronauten mussten unter schwierigen Bedingungen 22 Halterungen und Arretierungen sowie die Schutzverkleidung über dem Drehgelenk entfernen, die für den sicheren Transport des Bauteils von der Erde zur ISS angebracht worden waren.

Sechseinhalb Stunden waren für den Außenbordeinsatz eingeplant. Die beiden Astronauten waren aber schneller fertig und erledigten deswegen schon Arbeiten, die eigentlich für den dritten und letzten Außenbordeinsatz am morgigen Freitag vorgesehen waren. Nach sieben Stunden und elf Minuten waren Burbank und MacLean mit dem Werkeln fertig.

Nun wird getestet, ob sich das Gelenk wie geplant um 360 Grad in beide Richtungen drehen lässt, damit sich die riesigen Segel immer nach der Sonne ausrichten können. Dafür sind rund zwölf Stunden vorgesehen. Die Sonnensegel sollen am morgigen Donnerstag entfaltet werden. Damit verdoppelt sich die derzeitige Energieversorgung auf der Internationalen Raumstation ISS.

Am Sonntagmorgen soll die Raumfähre von der ISS abkoppeln und ihren Rückweg zur Erde antreten. Dort wird sie am 20. September erwartet, dem Mittwoch kommender Woche.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: "Atlantis" ist auf dem Rückweg
Beitrag von: SiLæncer am 17 September, 2006, 18:14
Es war der erste reguläre Einsatz eines Shuttles beim Ausbau der Raumstation ISS seit der "Columbia"-Katastrophe. Nach getaner Arbeit hat wurde die "Atlantis" von der ISS abgekoppelt. Nun hofft die Nasa auf eine Bilderbuch-Landung.

Die US-Raumfähre "Atlantis" hat am Sonntag ihren Rückflug zur Erde angetreten. Wie das Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, legte der Shuttle planmäßig von der Internationalen Raumstation (ISS) ab. Bei drei Weltraumspaziergängen am Montag, Mittwoch und Freitag vergangener Woche hatte die sechsköpfige "Atlantis"-Besatzung geholfen, ein neues Paar Sonnensegel an der ISS anzubringen. Es soll unter anderem Energie für das europäische Forschungsmodul "Columbus" zu liefern, das im weiteren Ausbau an die ISS angebracht werden soll.

Die "Atlantis"-Mannschaft verabschiedete sich am Sonntag von der Dauerbesatzung der ISS, zu der auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter gehört. Als "bittersüß" beschrieb der zwischen Abschiedstrauer und Vorfreude auf die Familie daheim hin und her gerissene Shuttle-Pilot Chris Ferguson die Minuten vor dem Abdocken, das nach Deans Angaben wie am Schnürchen lief: "Es war ein Bilderbuch-Manöver nach Bilderbuch- Arbeiten an der ISS."

Am Samstag hatte die Crew noch Güter von der Raumfähre in die Station verladen, darunter Sauerstoff-Reserven. Außerdem hatten die Raumfahrer noch einmal Zeit, um aus dem Fenster der "Atlantis" den Blick auf die Erde zu genießen und Fotos davon zu machen. Nach dem Abdocken war nochmals ein Rundflug um die ISS vorgesehen, um die in den vergangenen Tagen vorgenommenen Umbauten an der Station zu dokumentieren.

Der Space Shuttle soll am Mittwoch nach dann elf Tagen im All auf die Erde zurückkehren. Das für die Landung wichtige Hitzeschild des Space Shuttles ist nach Nasa-Angaben im besten Zustand.

In den nächsten Tagen werden die Astronauten an Bord der ISS wieder Besuch erhalten. In einer Sojus-Kapsel, deren Start für den frühen Montagmorgen vom Weltraumbahnhof Baikonur aus geplant ist, soll auch die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari zu der Raumstation gebracht werden soll. Die 40-Jährige US-Bürgerin iranischer Herkunft hat rund 20 Millionen Dollar für den Flug bezahlt.

Vor der für Mittwoch geplanten Landung in Cape Canaveral (Florida) wird die Crew im Orbit mit Hilfe einer Außenbordkamera noch einmal besonders hitzeempfindliche Teile der Raumfähre inspizieren, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre besonderer Belastung ausgesetzt sind.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Sojus- Start: Erste Weltraumtouristin im All
Beitrag von: SiLæncer am 18 September, 2006, 11:06
Seit ihrer Jugend hat Anousheh Ansari von einer Reise in den Weltraum geträumt. Heute morgen ist ihr Wunsch Realität geworden: Die 40-Jährige ist ins All gestartet - als erste Frau, die für einen solchen Ausflug bezahlt.

Sie wollte den Sternen näher kommen. Heute hat Anousheh Ansari den Traum aus ihrer Jugendzeit endlich verwirklicht: Um 6.08 Uhr startete sie vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All, teilte die russische Flugleitzentrale am Montagmorgen mit. Die russische Rakete "Sojus TMA 9" bringt Ansari und ihre zwei Begleiter, die Astronauten Michael Lopez-Alegria (USA) und Michail Tjurin (Russland), zur Internationalen Weltraumstation ISS, wo sie am Mittwoch ankommen sollen. Am gestrigen Sonntag hatte die US-Raumfähre "Atlantis" von der ISS abgekoppelt und so die Andockstelle für die Sojus-Kapsel freigemacht.

Ansari wuchs in der iranischen Stadt Maschhad auf. Mit 16 verließ sie - ein Fan von Star Trek und Raumschiff Enterprise -ihre Familie: Sie wanderte in die USA aus, um dort Informatik studieren zu können - was in ihrer Heimat nicht möglich war, weil nach dem Sturz des Schah-Regimes 1979 Frauen keine naturwissenschaftlichen Fächer mehr studieren durften. In den USA ließ sich Ansari auch zur Elektroingenieurin ausbilden. Dann gründete sie mit ihrem Mann und dessen Bruder die Internetfirma "Telecom Technologies"; 2000 verkauften die drei ihr Unternehmen - und wurden auf einen Schlag zu Multimillionären.

All die Zeit habe sie ihr Ziel nie aus den Augen verloren, berichtet Ansari, die gerade 40 Jahre alt wurde. Sie unterstützte mit verschiedenen Projekten die private Raumfahrt, beispielsweise mit dem "Ansari X-Prize" für den ersten privaten Flug ins All.

Zur Versöhnung: Flaggen beider Heimatländer auf Anzug

Ihren ersten Flug ins All hat sich die Weltraumbegeisterte etwa 20 Millionen US-Dollar (rund 15,8 Millionen Euro) kosten lassen. Nach den US-Bürgern Dennis Tito und Gregory Olson sowie dem Südafrikaner Mark Shuttleworth ist Ansari der vierte Mensch, der einen Weltraumflug aus eigener Tasche bezahlt - und die erste Frau.

Sekunden vor dem Start hatten sie und die anderen beiden Raumfahrer noch einmal ihre dicken Handschuhe übereinander gelegt und sich Glück gewünscht. Mit weit aufgerissenen Augen erlebte Ansari den Start, wie Bilder der US-Weltraumbehörde Nasa zeigten.

Zehn Tage lang wird Ansari den Sternen näher sein als damals, als sie als Jugendliche zu Hause auf dem Balkon übernachtete und sehnsüchtig ins All schaute. Sie verwirklicht mit diesem Flug aber nicht nur ihren Traum. Ansari wolle auch zur Versöhnung ihrer beiden - verfeindeten - Heimatländer Iran und USA beitragen, teilte die Europäische Raumfahrtagentur Esa mit. "Deshalb sind die Flaggen beider Länder auf meinem Raumanzug vertreten", so Ansari.

Weltraum-Touristin arbeitet auch mit

Die Weltraumtouristin wird sich während ihrer Weltraum-Reise auch wissenschaftlich einbringen: "Sie betreut jetzt vier medizinische und mikrobiologische Experimente der Europäischen Weltraumorganisation", wie die Esa mitteilte.

Am 28. September wird Ansari dann mit der abzulösenden 13. ISS-Langzeitbesatzung auf die Erde zurückkehren. Die 14. Langzeitbesatzung wird für ein halbes Jahr auf der Raumstation arbeiten. Dabei soll vor allem die Station ausgebaut und die Forschung in der Schwerelosigkeit vorangetrieben werden.

Zurzeit befinden sich insgesamt ein Dutzend Menschen im All - so viele wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr: Sechs Astronauten sind an Bord der "Atlantis" und gerade auf dem Rückflug zur Erde. Drei Astronauten sind in der Internationalen Raumstation, darunter der Deutsche Thomas Reiter. Zwei weitere Astronauten sowie die Geschäftsfrau und Weltraumtouristin Anousheh Ansari sind auf dem Weg zur ISS. Der Rekord liegt bei 13 Menschen, die zur gleichen Zeit im All waren; er wurde drei Mal aufgestellt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Rauch- Alarm: ISS- Besatzung legt Schutzanzüge an
Beitrag von: SiLæncer am 18 September, 2006, 15:11
Schrecksekunden für die drei Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation: Thomas Reiter und seine Kollegen mussten ihre Schutzbekleidung anlegen, nachdem Sensoren Rauchalarm ausgelöst hatten. Es handle sich nicht um einen Brand, teilte die Nasa mit.

Eine vermeintliche Rauchentwicklung in der Internationalen Raumstation ISS hat sich nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa als Dampf herausgestellt. Die drei Astronauten an Bord, darunter der Deutsche Thomas Reiter, legten vorsichtshalber Schutzbrillen und Handschuhe an. Die Lage beruhige sich bereits wieder, erklärte Nasa-Sprecher Kelly Humphries am heutigen Montag in Houston.

Die Sensoren in der ISS hatten heute eine Rauchentwicklung gemeldet. Wenig später teilte ein Sprecher im Nasa-Kontrollzentrum aber mit, es handle sich nicht um ein Feuer, sondern anscheinend um Dunstschwaden von einer möglicherweise verschütteten Chemikalie.

Die Astronauten hätten auch einen ungewöhnlich schlechten Geruch bemerkt. Die Crew habe gerade an einem russischen Gerät zur Sauerstofferzeugung gearbeitet, als der Alarm ausgelöst worden sei.

Am Sonntag hatte die US-Raumfähre "Atlantis" von der ISS abgekoppelt und sich auf den Rückweg zur Erde begeben. Der Space Shuttle hatte mehr als 17 Tonnen Fracht zur ISS gebracht - der seit Jahren niederliegenden Ausbau der Station wurde somit endlich fortgesetzt.

Die Besatzung der Raumstation erwartet jedoch schon am Mittwoch neuen Besuch: Ein russischer Kosmonaut, ein amerikanischer Astronaut und die erste Weltraumtouristin der Welt, Anousheh Ansari, werden am Mittwoch mit ihrem Sojus- Raumschiff anlegen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Atlantis": Mysteriöses Objekt verzögert Shuttle- Landung
Beitrag von: SiLæncer am 19 September, 2006, 17:56
Etwas fliegt zusammen mit der "Atlantis" um die Erde. Was es ist, weiß die Nasa noch nicht. Vermutlich entstammt das Objekt aber der Raumfähre selbst. Eine Beobachtungskamera soll die Identität des Begleiters klären - die Landung verschiebt sich.

Houston - Gleich zwei Gründe nannten die Verantwortlichen im Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde Nasa für die Verzögerung bei der Rückkehr des Space Shuttles "Atlantis": Der erste klingt nach den Unwägbarkeiten der Weltraumreise-Routine. Zum ursprünglich anvisierten Termin für die Landung, dem frühen Mittwochmorgen Ortszeit, sei schlechtes Wetter gemeldet.

Außerdem gebe es da aber noch ein "mysteriöses Objekt", teilte Terry Virts vom Space-Shuttle-Programm der Nasa im texanischen Houston der Besatzung der Raumfähre mit. Am Morgen sei es entdeckt worden. Nun müsse zuerst geklärt werden, ob es sich um ein Teil handeln könne, das sich von der "Atlantis" gelöst hat.

Der Gegenstand, dessen Größe nicht sofort bestimmt werden konnte, umkreist die Erde auf derselben Umlaufbahn wie die "Atlantis". Die Nasa-Verantwortlichen hatten es auf Aufnahmen einer Kamera entdeckt, die auf den Laderaum des Shuttles gerichtet ist. Wahrscheinlich sei es auch von dort gekommen, nachdem Steuerdüsen des Shuttles aktiviert worden seien, sagte Nasa-Sprecher Doug Peterson. "Das ist etwas, das wir nicht erwartet haben", sagte er, "das müssen wir uns näher anschauen."

Nun hat die Nasa die "Atlantis"-Besatzung angewiesen, die Kamera die ganze Nacht durch laufen zu lassen, und sie nicht schon in Vorbereitung auf die Landung zu verstauen. Die Landung verzögert sich so nach Nasa-Angaben mindestens um 24 Stunden, wird also nicht vor Donnerstag erfolgen.

Der ganz irdische Grund für den Aufschub ist eine Sturmfront, die über Florida hinwegzieht. Da der Shuttle am frühen Mittwochmorgen noch bei Dunkelheit in Cape Canaveral hätte landen sollen, wären auch die Sicherheitsvorschriften der Nasa strenger gewesen. Dazu gehört eine engere Auslegung, welches Wetter für eine sichere Landung akzeptabel ist.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "ATLANTIS" - Astronaut fotografiert mysteriöses Flugobjekt
Beitrag von: SiLæncer am 20 September, 2006, 12:36
Noch immer kann die Nasa das Flugobjekt nicht identifizieren, dass gestern plötzlich in der Nähe der Raumfähre "Atlantis" aufgetaucht ist - und das jetzt die Landung des Shuttles verzögert. Inzwischen gibt es aber immerhin ein Foto des mysteriösen Begleiters.

Cape Canaveral - Was ist es und könnte es den Hitzeschild beschädigt haben? Oder ist es gar selbst ein Stückchen des Schildes? Das mysteriöse Objekt, das neben der Raumfähre "Atlantis" durchs All fliegt, verursacht den Verantwortlichen am Boden Kopfschmerzen. Nachdem es gestern entdeckt worden war, verschoben sie zunächst die Landung des Shuttles, die ursprünglich für den heutigen Mittwoch morgen (Ortszeit) vorgesehen war. Nun konnte das Besatzungsmitglied Daniel Burbank das Objekt im Foto bannen. Es ist weiß - viel mehr lässt sich allerdings nicht erkennen.

(http://www.spiegel.de/img/0,1020,704144,00.jpg)
Unbekannter Begleiter: Der "Atlantis"-Astronaut Daniel Burbank fotografierte das mysteriöse Objekt am Mittwoch

Über Nacht ließen die Astronauten an Bord eine Überwachungskamera weiter laufen, welche die Ladebucht der "Atlantis" im Blick hatte. Das Geheimnis um den Begleiter konnten sie so aber nicht lösen. Heute sollen die Astronauten die US-Raumfähre mithilfe einer anderen Kamera an der Spitze des Roboterarms untersuchen: So können sie auch den schwarzen Hitzeschild an der Unterseite inspizieren. Die Überprüfung werde etwa fünf Stunden dauern, kündigte der Direktor des Shuttle-Programms, Wayne Hale, an.

Dabei geht es auch nicht mehr in erster Linie darum, was der überraschende Begleiter für ein Objekt ist. (Die Nasa geht von einem harmlosen Stück Müll aus.) In erster Linie interessiert sich die US-Weltraumbehörde dafür, ob das Teil Schaden angerichtet hat. Und falls ja, welchen. Zu tief sitzt der Schock des "Columbia"-Absturzes von 2003 in den Knochen der Verantwortlichen. Der Shuttle war beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wegen eines Schadens am Schutzschild verglüht. Die Besatzungsmitglieder starben. In den darauf folgenden Untersuchungen mussten sich Nasa-Manager auch den Vorwurf gefallen lassen, das Unglück hätte mit mehr Umsicht vermieden werden können.

"Atlantis" notfalls noch bis Samstag im All

Das Nasa-Programm mit dem zweckoptimistischen Namen "Return to flight" (Rückkehr zum Flugbetrieb) hatte darum auch weitgehende Inspektionen im All ins Pflichtprogramm jedes Flugs aufgenommen. Das könnte den Astronauten der jetzigen Mission nun zugute kommen: Sollte eine eingehendere Inspektion erforderlich sein, könne die sechsköpfige Besatzung zusätzlich auf einen Laser und eine weitere hochauflösende Kamera zurückgreifen.

Es gebe zwar keine Hinweise auf einen Defekt, "aber wir wollen sicher sein", dass "wir kein großes Stück des Hitzeschilds vermissen", sagte Hale. Notfalls könne die "Atlantis"-Besatzung bis zum Samstag Warteschleifen um die Erde drehen.

Der Shuttle hatte am Sonntag seinen Rückflug von der Internationalen Raumstation ISS angetreten. Am Mittwoch hätte die "Atlantis" nach elf Tagen im All wieder auf der Erde eintreffen sollen. Bei drei Weltraumspaziergängen hatte die Crew unter anderem geholfen, die Sonnensegel der ISS aufzurichten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS- Touristin: Panoramablick für 20 Millionen Dollar
Beitrag von: SiLæncer am 20 September, 2006, 13:44
Sojus hat angedockt, die erste Weltraumtouristin schwebt durch die ISS. Doch noch schöner als der Ausblick, für den Anosheh Ansari tief in die Tasche greifen musste, ist ein neues Panoramavideo - das die teuerste Baustelle der Welt vor atemberaubenden Hintergrund zeigt.

Der erste Flug durchs All - da kann einem schon mal schlecht werden. Anousheh Ansari litt während des zwei Tage langen Flugs vom russischen Kosmodrom Baikanur bis zur Internationalen Raumstation (ISS) an der Raumkrankheit - aber nur leicht. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Heute morgen, pünktlich um 7.24 Uhr mittelreuropäischer Zeit dockte die Sojus-Kapsel an die ISS an. Mittlerweile sind Ansari und ihre zwei Begleiter Michael Lopez-Alegria (USA) und Michail Tjurin (Russland) an Bord der Station geschwebt. Dort haben sie mehr Bewegungsfreiheit.

Die Neuankömmlinge umarmten die derzeitigen Mitglieder der ISS-Besatzung, darunter den Deutschen Thomas Reiter. An Ansaris Familie gerichtet, versprach ihr Mitreisender Tjurin: "Wir werden auf sie aufpassen." Die aus dem Iran stammende US-Geschäftsfrau kann nun einen einzigartigen Panoramablick genießen - mitwerkeln am Ausbau der ISS wird sie jedoch nicht.

Vergangene Woche hatte die Crew des "Atlantis"-Shuttles bei insgesamt drei Außenbordeinsätzen neue Sonnensegel an die ISS montiert. Die riesigen Segel sollen die Raumstation mit mehr Energie versorgen, damit zukünftig sechs statt bislang drei Astronauten dauerhaft auf der Internationalen Raumstation leben und arbeiten können.

Wie die Großbaustelle ISS mit ihren neuen Sonnensegeln nun von allen Seiten aussieht, hat die "Atlantis" nach dem Abdocken gefilmt. Das dabei entstandene Video zeigt die ISS in neuen, nie zuvor gesehenen Form und zugleich darunter die blaue Erde in atemberaubender Schönheit.

Experimente in der Aussichtsstation

Weltraumtouristin Anousheh Ansari, die einen iranischen und einen amerikanischen Pass hat, erfüllte sich mit der Reise zur ISS einen Kindheitstraum. Sie ist die erste Frau, die für den riskanten Ausflug ins All Geld bezahlt: Etwa 20 Millionen US-Dollar (rund 15,8 Millionen Euro) hat sie sich den spektakulären Urlaub kosten lassen. Vor ihr hatten lediglich drei Männer für einen Privatfausflug ins All bezahlt.

Bevor Ansari wieder festen Erdboden unter die Füße bekommt, wird die Multimillionärin zusammen mit den fünf Männern an Bord der ISS forschen. Zu ihrem Programm gehören unter anderem medizinische und biologische Experimente. Am 29. September wird die Weltraumtouristin zurückkehren - zusammen mit den Astronauten Pawel Winogradow und Geoffrey Williams, die von Ansaris Hinreise-Begleitern abgelöst werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: SPACE SHUTTLE - Fünf rätselhafte Objekte begleiten "Atlantis"
Beitrag von: SiLæncer am 20 September, 2006, 17:39
Erst eins, dann zwei, jetzt fünf. Je genauer die Astronauten hinschauen, desto mehr unbekannte Objekte finden sie in der Nähe des Shuttles. Schäden am Schutzschild konnten sie nicht entdecken. Eine Inspektion noch, dann soll "Atlantis" morgen landen - denn der Rückweg zur ISS ist ohnehin versperrt.

Houston/Cape Canaveral - Die rätselhaften Begleiter seien ringförmig, eines wie ein Stück Folie, so präzise und prosaisch zugleich beschrieb der Kommandant der "Atlantis", US-Astronaut Brent Jett, die Objekte, die in der Nähe der Raumfähre schweben. Die Besatzung hatte sie während einer Zusatzinspektion entdeckt, die eigentlich wegen eines anderen unbekannten Wegbegleiters anberaumt worden war. Derzeit fliegen demnach fünf Teile mit dem Space Shuttle um die Erde.

Das zuerst entdeckte, ein rund fünf mal 13 Zentimeter großes Stück, hatte am Dienstag die Landung der "Atlantis" um einen Tag verzögert. Auf den Bildern einer Überwachungskamera erschien es schwarz. Entweder handele es dabei um ein Stück Eis oder um ein sogenanntes Abstandsstück, das vor dem Start versehentlich nicht von den Hitzekacheln entfernt wurde, sagte Shuttle-Programmdirektor Wayne Hale.

Einen zweiten verdächtigen Gegenstand, den Astronaut Daniel Burbank am heutigen Mittwochmorgen fotografiert hatte, hält die US-Weltraumbehörde Nasa inzwischen für eine Plastiktüte. Es handelt sich dabei nicht um dasselbe Stück, das am Vortag durchs Bild gerauscht war. Mehr steht noch nicht fest. "Bisher wissen wir nichts über die beiden Dinge", sagte NASA-Sprecher Hans Schlegel.

Eine erste viereinhalbstündige Inspektion mit Hilfe von Kameras führte nach Nasa-Angaben zu keinem Befund: Weder sei der Hitzeschild beschädigt, noch fehle etwas. Die einzige Entdeckung, welche die Besatzung während der Prozedur machte, waren die drei neuen, bis auf weiteres ebenfall unbekannten Objekte. Mutmaßlich eben zwei Ringe und ein Stück Folie, wie der Kommandant per Funk nach Houston durchgab.

Rückkehr zur ISS nicht geplant

Gerade läuft die zweite, peniblere Überprüfung der Shuttle-Unterseite. Offiziell haben die Houstoner Planer aber bereits ein Termin für die - verspätete - Rückkehr zur Erde ins Auge gefasst: Morgen soll der Shuttle gegen 12.20 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen.

Die Vorsicht der Nasa-Verantwortlichen rührt wenigstens teilweise von der Erfahrung mit der "Columbia"-Katastrophe her: Beim Absturz der Raumfähre im Februar 2003 hatten sich Teile der Isolierung des Außentanks gelöst und Hitzeschutzkacheln beschädigt. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte die Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord.

An einer sicheren Rückkehr der "Atlantis" scheint man in Houston indessen nicht zu zweifeln. Die Versorgung an Bord der Raumfähre reiche bis Samstag, sagte ein Nasa-Sprecher. Nicht geplant sei, Astronauten ins freie All zu schicken, um eine mögliche Beschädigung von außen zu untersuchen.

Auch eine Rückkehr der Raumfähre und ihrer sechs Besatzungsmitglieder zur ISS sei nicht vorgesehen, hieß es entgegen ersten Spekulationen. Dort ist noch das russische Sojus-Raumschiff angedockt, das die US- Weltraumtouristin Anosheh Ansari befördert hatte. Ebenfalls schloss die Nasa aus, dass eine zweite Raumfähre in den Erdorbit geschickt werden könnte.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Sammy am 20 September, 2006, 18:42
Das werden wohl kleine Ufos sein..

Wer sagt den das die Aliens so groß sind wie wir ?

Da gabs mal einen Kinderfilm , wo sie per Funk kontakt mit einem Ufo hatten und die Aliens uns besuchen wollen, ganz offiziell, Flughafen wurde gesperrt, roter Teppich bis zur Landebahn.

Per funk sagten die Aliens das sie jetzt landen und alle schauten vom Tower mit den Fernglässern , konnten aber nix sehen.
Als sie sagten das sie gleich aufsetzen, kapierte es einer im Tower: Vielleicht sind die ja kleiner, rannte runter, hinaus und konnte die Aliens grade noch vorm ertrinken retten, da sie am ende des roten Teppichs in einer Wasserpfütze gelandet waren ...

Leider weis ich nicht mehr wie der Film heisst..
Titel: Raumfähre "Atlantis" startet im Rückwärtsgang zur Erde
Beitrag von: SiLæncer am 21 September, 2006, 11:44
Die amerikanische Raumfähre "Atlantis" hat mit dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre begonnen.

Die sechsköpfige Crew zündete am Mittwoch um 11.14 Uhr MESZ rund zweieinhalb Minuten lang die Haupttriebwerke, um die Geschwindigkeit abzubremsen. Die "Atlantis" flog deshalb wie im "Rückwärtsgang" mit dem Heck voran in Richtung Erde.

Eine halbe Stunde nach dem Zünden werden nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA die ersten Auswirkungen der dichteren Erdatmosphäre bemerkbar. Die Raumfähre fliegt dann wie ein Gleitflugzeug eine Kombination aus Wellen und S-Kurven, um die Geschwindigkeit weiter zu drosseln. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida ist um 12.21 Uhr MESZ vorgesehen.

Die "Atlantis" beendet einen zwölftägigen Weltraumeinsatz, bei dem die Crew ein Paar neuer Sonnensegel an der Internationalen Raumstation ISS anbrachte.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Shuttle- Rückflug: "Atlantis" ist sicher gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 21 September, 2006, 13:03
Die Raumfähre "Atlantis" ist sicher auf die Erde zurückgekehrt. Um 12.21 Uhr landete der Shuttle mit den sechs Astronauten an Bord in Cape Canaveral. Die Crew war zwölf Tage im All und half beim Ausbau der Internationalen Raumstation ISS.

Cape Canaveral - Auf die Minute genau, wie es geplant war - um 12.21 Uhr - setzte die Raumfähre "Atlantis" auf die 4500 Meter lange Landebahn des Kennedy Space Centers bei Cape Canaveral auf. Die sechsköpfige Crew war insgesamt zwölf Tage unterwegs.

Angesichts der günstigen Wetterbedingungen am Landeort hatte das Kontrollzentrum der US-Weltraumbehörde Nasa in Houston, Texas, am frühen Donnerstagmorgen das Startsignal für die Rückkehr gegeben. Kurz darauf leitete die Besatzung der US-Raumfähre "Atlantis" ihren Rückflug zur Erde ein.

Die Crew zündete um 11.14 Uhr MESZ rund zweieinhalb Minuten lang die Haupttriebwerke, um die Geschwindigkeit der Raumfähre abzubremsen. Die "Atlantis" flog dabei rückwärts - mit dem Heck voran - in Richtung Erde. Etwa eine halbe Stunde nach dem Zünden drosselte sie dann ihre Geschwindigkeit, indem sie wie ein Gleitflugzeug eine Kombination aus Wellen und S-Kurven flog.

Eigentlich sollte der Shuttle bereits am gestrigen Mittwoch in Florida eintreffen. Nachdem kleinere mysteriöse Objekte in der Nähe des Shuttle gefunden worden waren und das Wetter schlecht war, hatte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die geplante Landung verschoben - weil man eine Beschädigung des Hitzeschildes befürchtet hatte. Bei den Untersuchungen der Raumfähre konnte aber nichts Verdächtiges festgestellt werden.

Die "Atlantis" hatte am Sonntag von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt. Bei drei Außeneinsätzen hatte die Crew unter anderem geholfen, neue Sonnensegel an die ISS zu montieren und diese aufzurichten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RÄTSELHAFTER FLUGBEGLEITER - Miss Piggys Beautycase
Beitrag von: SiLæncer am 21 September, 2006, 18:46
Ein Ding von erhabener Schönheit - doch was der "Atlantis"-Astronaut gestern wirklich im Weltall fotografierte, weiß niemand. Vielleicht eine Tüte, rätseln die Nasa-Experten. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben allerdings andere Erklärungen parat.

Hamburg - Seit zwei Tagen wird über die fünf unbekannten Objekte gerätselt, die die Raumfähre "Atlantis" bei ihrem Rückflug zur Erde begleiteten. Vor allem Fundstück Nummer zwei ist mysteriös: ein weißes Etwas, im unteren Bereich ebenmäßig gebogen, oben eine perfekt schimmernde Fläche. Was ist das bloß für ein Ding, das Astronaut Daniel Burbank gestern Morgen knipste? Nach mehrstündigen Inspektion mit verschiedenen Kameras ist die US-Raumfahrtbehörde Nasa inzwischen der Meinung, dass es sich - wenig spektakulär - um eine Plastiktüte handelt. Doch SPIEGEL ONLINE-Leser sind da anderer Meinung.

Nur jeder fünfte glaubt daran, dass im All eine McDonalds-Tüte fliegt, hat eine Abstimmung von SPIEGEL ONLINE ergeben. Vielmehr sei der rätselhafte Begleiter "das erste echte Ufo" (30,3 Prozent) oder "eine Weltraumqualle" (29,7 Prozent).

Erklärungen wie "Müll aus der Ladebucht des Shuttles" oder "Werkzeug vom letzten Weltraumspaziergang" erscheinen Wissenschaftlern zwar plausibler - nicht den SPIEGEL-ONLINE-Lesern: Nur 16 beziehungsweise drei Prozent stimmten für diese Antwortkategorien.

Ob Weltraumqualle oder Werkzeug - das mysteriöse Fundstück Nummer Zwei könnte auch etwas ganz anderes sein. Ein verlorenes Handtuch vermutet ein User von SPIEGEL ONLINE. "Da wird wohl einer der Astronauten seine Unterhose verloren haben", mutmaßt ein anderer. Oder haben Schweine im Weltall ihren Müll entsorgt? Hat Miss Piggy ihre Kontaktlinsenschale aus dem Beautycase verloren?

Vielleicht ist das weiße Teil ja das lange vermisste Raumschiff der Arkoniden, hofft ein Fan des Science-Fiction-Helden Perry Rhodan. In der Serie war das Raumschiff Aetron auf dem Mond abgestürzt, Rhodan hatte es einst dort gefunden.

Weitere Erklärungsmöglichkeiten für das weiße Etwas, das neben der "Atlantis" schwebte, sind: ein ausgeblichener Doktorhut mit Ärmelschoner oder gar der abgetrennte Kopf eines Aliens im zerstörten Raumhelm.

Auflösen wird man das Rätsel wohl nie. Denn mittlerweile ist die Raumfähre "Atlantis" wieder auf der Erde angekommen - ohne die fünf mysteriösen Begleiter.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Warpi am 21 September, 2006, 19:18
<Ein verlorenes Handtuch vermutet ein User von SPIEGEL ONLINE.>
Man sollte immer ein Handtuch dabei haben ... ;) , 42 ,\v/
Titel: Nach "Atlantis"- Rückkehr: Astronautin kippt gleich zweimal um
Beitrag von: SiLæncer am 25 September, 2006, 14:05
Nach zwölf Tagen in der Schwerelosigkeit hat Heidemarie Stefanyshyn-Piper Probleme mit der irdischen Schwerkraft. Die "Atlantis"-Astronautin kollabierte gleich zweimal - während sie eigentlich auf einer Willkommensfeier eine Rede halten wollte.

Houston - Zwölf Tage in der Schwerelosigkeit des Weltraumes hatte die Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper hinter sich. Zurück auf der Erde schien sie mit der irdischen Schwerkraft nicht ganz klar zu kommen.

Einen Tag nach der Landung der Raumfähre "Atlantis" wollte Stefanyshyn-Piper vor 250 Gästen auf einer Willkommensfeier im US-Raumfahrtzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas eine kleine Ansprache halten - da versagten ihr Stimme und Beine. Bei den Worten "Wir hatten definitiv ein Abenteuer, wie ich es mir nicht vorgestellt habe" knickten ihr zum ersten Mal die Knie ein. Das sei ihr ein bisschen peinlich, sagte die Astronautin, als sie wieder am Pult stand. Eine Minute danach brach sie erneut zusammen. In einem Nebenraum wurde sie schließlich von einem Arzt behandelt. Danach sei es ihr wieder gut gegangen, hieß es bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Nach Angaben eines Nasa-Arztes war eine Kombination verschiedener Faktoren verantwortlich für die weichen Knie der Astronautin: Die Astronautin habe nach den zwölf Tagen Schwerelosigkeit Probleme gehabt, sich an die irdischen Verhältnisse wieder anzupassen. hinzugekommen seien eine Dehydrierung, Hitze im Saal sowie Angst vor dem Auftritt.

Werkeln im All, Schwächeln am Boden

Während des "Atlantis"-Raumfluges hatte Astronautin Stefanyshyn-Piper zwei Außenbordeinsätze absolviert, die jeweils länger als sechs Stunden dauerten. Solche Weltraumwerkstunden keine gemütlichen Spaziergänge - sondern ziemlich strapaziös. Vor der 43-jährigen "Atlantis"-Astronautin haben nur sieben weitere weibliche Astronauten solche Außenbordeinsätze übernommen.

Die "Atlantis" war vergangene Woche von der Internationalen Raumstation ISS zurückgekommen und am Donnerstagmorgen (Ortszeit) sicher in Cape Caneveral gelandet. An der ISS hatte das Team wichtige Wartungsarbeiten erledigt und den Ausbau ISS vorangetrieben. Unter anderem hatten die Astronauten riesige Sonnensegel an der ISS angebracht, die künftig genügend Strom für eine sechsköpfige Dauerbesatzung erzeugen sollen.

Die Rückkehr der Raumfähre zur Erde hatte sich um eine Tag verzögert, weil mysteriöse Fremdkörper in der Nähe der "Atlantis" sichtbar geworden waren. Diese hatten die Nasa-Verantwortlichen beunruhigt. Experten hatten befürchtet, es könne sich dabei um Teile des Hitzeschildes handeln, die sich vom Raumschiff gelöst hätten. Erst als die äußere Hülle der "Atlantis" überprüft worden war, konnte sie zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erste Weltraumtouristin packt ihre Koffer - ISS-Besuch beendet
Beitrag von: SiLæncer am 27 September, 2006, 16:52
Nach einer Woche an Bord der Internationalen Raumstation hat die US-Unternehmerin und erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari ihre Sachen für die Rückkehr zur Erde gepackt.

Zum Abschluss des ISS-Einsatzes verstauten die abgelösten Astronauten der 13. Langzeitmission, Jeffrey Williams und Pawel Winogradow, und Ansari am Mittwoch ihre Versuchsapparaturen, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Die Sojus-Kapsel mit dem Raumfahrer-Trio wird am Freitag früh gegen 3.11 Uhr MESZ in den Weiten der kasachischen Steppe zurück erwartet.

Die aus dem Iran stammende Ansari (40) hatte für umgerechnet knapp 16 Millionen Euro als erste Laien-Raumfahrerin einen Abenteuertrip ins Weltall gebucht. Auf der ISS untersuchte sie unter anderem den Einfluss der kosmischen Strahlung auf den menschlichen Körper .

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: NASA legt neue Termine für Shuttle-Starts fest
Beitrag von: SiLæncer am 03 November, 2006, 20:31
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat drei für das kommende Jahr geplante Shuttle-Starts um jeweils mehrere Wochen nach hinten verschoben. Grund sind Design-Änderungen an den Außentanks. Probleme mit dem Isolierschaum der Tanks hatten im Jahr 2003 zum Absturz der Raumfähre "Columbia" geführt. Dabei kamen sieben Astronauten ums Leben. Beim Start der "Discovery" in diesem Sommer, die den deutschen Astronauten Thomas Reiter zur Internationalen Raumstation ISS brachte, waren erneut Probleme mit der Schaumstoff-Isolierung am äußeren Treibstofftank aufgetreten. Nach den neuen Zeitplänen soll die Raumfähre "Atlantis" am 16. März und 7. September ins All starten, die "Endeavour" am 28. Juni. Die "Discovery", die voraussichtlich am 8. Dezember noch einmal zur Raumstation ISS fliegen und Thomas Reiter zur Erde zurückbringen wird, soll 2007 am Boden bleiben.

Neu ins Programm für das Jahr 2008 soll ein Flug zum Weltraumteleskop Hubble aufgenommen werden, das die Erde in einer Entfernung von rund 600 Kilometern umkreist. Nachdem zuvor bereits laut über einen kontrollierten Absturz des in die Jahre gekommenen Hubble-Teleskops nachgedacht worden war, entschied sich die NASA in dieser Woche dazu, doch noch einen Wartungsflug durchzuführen. Der erhoffte wissenschaftliche Nutzen rechtfertige das Restrisiko einer bemannten Service-Mission, erklärte NASA-Leiter Michael Griffin. Beim insgesamt fünften Hubble-Serviceflug sollen jeweils sechs Gyroskope und Batterien ausgewechselt werden. Zudem will die NASA eine neue Kamera und ein neues Spektrometer einbauen. Bei einem Erfolg der Mission soll der Betrieb des Hubble-Teleskops bis mindestens 2013 gewährleistet sein.

Geglättet haben sich unterdessen die Wogen um die vereinzelt mit "All-Machts-Ansprüchen" von US-Präsident George W. Bush gedeutete neue National Space Policy (PDF-Datei) der Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl das bereits im August verabschiedete Programm – zumindest im "unclassified"-Teil – die friedliche Nutzung des Weltalls für alle Nationen deklariert ("The United States is committed to the exploration and use of outer space by all nations for peaceful purposes, and for the benefit of all humanity") und selbst den Umweltschutz – ob bei der Vermeidung von Weltraumschrott oder den Gefahren, die mit Starts von Raumtransportern mit Nuklearantrieb verbunden sind – achtet, fanden in der Berichterstattung im Wesentlichen nur drei Aussagen Beachtung.

Der Satz "The United States rejects any claims to sovereignty by any nation over outer space or celestial bodies, or any portion thereof, and rejects any limitations on the fundamental right of the United States to operate in and acquire data from space" lässt sich sicherlich auch mit vermeintlichen Allmachts-Ansprüchen deuten, andererseits kann man ihn aber auch so verstehen, dass die USA sich den Zugang zum All nicht von anderen Nationen oder Institutionen verwehren lassen. Und dass in Zeiten einer akuten Bedrohung (künftig womöglich durch nordkoreanische oder iranische Raketen mit Atomsprengköpfen) nicht auf die Möglichkeit einer All-gestützten Raketenabwehr verzichtet wird, ist kaum verwunderlich: "Provide space capabilities to support continuous, global strategic and tactical warning as well as multi-layered and integrated missile defenses."

Vor dem Hintergrund, dass Starts in den Weltraum ohne Raketen derzeit noch nicht möglich sind und Raumfähren künftig mit Nuklearantrieben ausgestattet werden sollen, lässt sich vielleicht auch folgender Satz besser verstehen: "Proposed arms control agreements or restrictions must not impair the rights of the United States to conduct research, development, testing and operations or other activities in space for U.S. national interests." Nicht zuletzt wird in der neuen National Space Policy mehrfach erwähnt, dass die USA die Anstrengungen einer weiteren Erforschung des Weltraums und auch die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse mit anderen Nationen teilen wollen. Auch wenn die Militärstrategen im Pentagon den Weltraum längst als Domäne in ihren Planspielen berücksichtigen – ein Weltraum-Verbot für andere Staaten (wie vereinzelt behauptet) ist mit der neuen National Space Policy sicherlich nicht verbunden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Raumstation ISS wird zum Golfplatz - Abschlag eines Balles geplant
Beitrag von: SiLæncer am 17 November, 2006, 09:29
Die russische Raumfahrtbehörde wird mit dem Abschlag eines Golfballes von der Internationalen Raumstation ISS ihre Kassen aufbessern.

Der russische Bordingenieur Michail Tjurin soll zu Beginn des Außenbordeinsatzes am Mittwoch kommender Woche den rund drei Gramm schweren Spezialball eines kanadischen Golfausrüsters zum längsten Abschlag aller Zeiten ins All schlagen. Das sagte Holly Ridings von der US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag in Houston (Texas).

Der Abschlag gehört zu einer Werbekampagne des kanadischen Golfausrüsters Element 21 aus Toronto. Weil der Ball rund drei Tage lang durch das All fliegt, handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um den längsten Abschlag aller Zeiten. Unklar ist, wie viel Geld der Ausrüster an die russische Raumfahrtbehörde bezahlt hat.

Durch den Abschlag des Golfballes bestehe nach ausführlicher Untersuchungen weder Gefahr für die Raumstation noch für die am 7. Dezember startende Raumfähre "Discovery", sagte Ridings.

Der drei Gramm wiegende Golfball ist nach den Worten von Ridings rund 15 Mal leichter als ein normaler Golfball. Nach zwei bis drei Tagen im All werde er beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Ridings zeigte Aufnahmen, wie Tjurin an Bord der ISS fleißig das Abschlagen von Bällen geübt hat.

Die NASA hatte große Sorge, dass der Ball im Falle eines Fehlschlages möglicherweise die Sonnensegel der Raumstation treffen könnte.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: "Feierabend ist Fremdwort" - Astronaut Reiter plaudert aus dem All
Beitrag von: SiLæncer am 21 November, 2006, 10:29
Rund 400 Kilometer über Australien stellt sich der deutsche Astronaut Thomas Reiter den Fragen raumfahrtbegeisterter junger Menschen aus seinem Heimatland.

Die etwa 200 Studenten, Schüler und Auszubildenden im Landesmuseum für Technik und Arbeit (LTA) interessieren sich am Montag vor allem für Astronautenkost, das Leben in der Schwerelosigkeit - und die Freizeitaktivitäten im All. "Feierabend ist ein Fremdwort hier oben", antwortet Thomas Reiter auf eine entsprechende Frage der 15-jährigen Jasmin. "In den wenigen Stunden und Minuten, in denen man wirklich Zeit für sich hat, genießt man natürlich den Ausblick." Die internationale Astronautencrew mache dann Fotos und Videoaufnahmen.

"Am Wochenende schauen wir uns auch mal eine DVD an", plaudert der 48-jährige Raumfahrer aus dem Alltag. Während des rund zehnminütigen Funkkontaktes rast die Internationale Raumstation ISS mit 28.000 Stundenkilometern über Australien hinweg. Die Live-Schaltung wurde im Rahmen der Ausstellung "Abenteuer Raumfahrt" veranstaltet. Kurz vor 17.00 Uhr deutscher Zeit hatte ein australischer Amateurfunker für das Landesmuseum den Kontakt ins Weltall hergestellt und per Telefon nach Mannheim weitergeleitet.

Dort erfahren die Schüler und Studenten von Reiter, dass die Astronauten um 14.30 Uhr deutscher Zeit aufstehen und gegen 6.00 Uhr schlafen gehen, viel Sport treiben und die Astronautenkost an Bord "zufrieden stellend" sei. "Wir essen, worauf wir Lust haben", erzählt Reiter. Ein großes Problem sei allerdings der Muskelabbau durch die Schwerelosigkeit an Bord. Trotz der wöchentlichen Live-Schaltungen nach Hause habe er "Heimweh nach meiner Familie und meinen Freunden", sagt der Familienvater.

Thomas Reiter absolviert derzeit als erster deutscher Raumfahrer einen Langzeitflug auf der ISS. Der 48-Jährige soll Anfang Dezember - nach knapp sechsmonatigem Aufenthalt im All - mit der Raumfähre "Discovery" zur Erde zurückkehren.

Vier Schüler durften dem deutschen Astronauten insgesamt 14 Fragen stellen. "Das war eines meiner aufregendsten Erlebnisse", sagt anschließend die 15-jährige Jasmin aus der 10. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule in Riedlingen (Kreis Biberach). Wie für den Großteil der versammelten Schüler ist Astronautin aber für sie "kein Traumberuf". Lediglich zwei der Jugendlichen hatten dies vorher als Berufswunsch angegeben.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Space Shuttle: Nasa gibt Start der "Discovery" frei
Beitrag von: SiLæncer am 30 November, 2006, 10:27
Der Termin für den Flug der "Discovery" zur Internationalen Raumstation steht fest: Der Space Shuttle soll in der Nacht zum 8. Dezember starten. Zugleich wurde aber bekannt, dass eine Kurskorrektur der Raumstation gescheitert ist.

Washington/Cape Canaveral - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat grünes Licht für den Start der "Discovery" in der kommenden Woche gegeben. Der Space Shuttle werde am Donnerstag um 21.35 Uhr Ortszeit (Freitag 3.35 Uhr MEZ) zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen, sagte der stellvertretende Nasa-Direktor Bill Gerstenmaier in Cape Canaveral in Florida.

Die "Discovery" wird den deutschen Astronauten Thomas Reiter nach knapp sechs Monaten im Weltall von der Raumstation abholen. An Stelle von Reiter wird die US-Astronautin Sunita Williams bis zum Sommer kommenden Jahres an Bord der ISS bleiben. Mit der "Discovery" wird erstmals der Schwede Christer Fuglesang als Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation Esa ins Weltall fliegen.

Es ist der erste Nachtstart einer Raumfähre seit dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003, bei dem sieben Astronauten ums Leben gekommen sind. Die Nasa hatte daraufhin angeordnet, die ersten drei Raumfährenstarts nach dem Unglück nur bei Tageslicht durchzuführen. Damit sollte gewährleistet werden, dass eine Beschädigung der Treibstofftanks durch abbrechende Dämmschutzteile rechtzeitig erkannt wird.

Jetzt vertrauen die Nasa-Techniker darauf, den Start auch mit Radarbildern umfassend beobachten zu können. Außerdem sind während der Mission zwei Außenbesichtigungen der Raumfähre geplant, bei denen die Astronauten auf mögliche Schäden achten sollen.

Software erfordert Heimkehr vor Neujahr

Die "Discovery" soll ihre zwölftägige Reise zur ISS und zurück bis Silvester abschließen, weil die Computer der Raumfähre nicht darauf programmiert sind, den Wechsel vom 365. Tag dieses Jahres zum ersten Tag des neuen Jahres während eines Fluges zu vollziehen. Zwar wurde bereits eine Lösung für dieses Problem entwickelt, aber noch nicht ausreichend ausgetestet. Sollte ein Start am 7. Dezember wegen schlechten Wetters nicht möglich sein, hat die Nasa bis zum 17. Dezember Zeit.

Zugleich wurde bekannt, dass eine Kurskorrektur der ISS in der Nacht zum Donnerstag fehlgeschlagen ist. Weil sich die Triebwerke der ISS zu früh abgeschaltet hätten, sei die Station lediglich auf eine anderthalb Kilometer höhere Umlaufbahn gehoben worden, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Geplant waren sieben Kilometer, um der "Discovery" einen möglichst günstigen Anflugwinkel zur ISS zu bieten. Spezialisten suchten nach dem Grund für das technische Versagen.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos wollte sich noch am Donnerstag mit der amerikanischen Nasa beraten. "Im Prinzip kann das Andocken auch in dieser Höhe der Umlaufbahn erfolgen", sagte Roskomos-Sprecher Igor Panarin. "Aber es gibt dabei zusätzliche Nuancen, denen Rechnung getragen werden muss."

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erstes europäisches Rendezvous in der ISS - Reiter vor dem Rückflug
Beitrag von: SiLæncer am 01 Dezember, 2006, 11:28
Wenn die amerikanische Raumfähre "Discovery" auf ihrem vorweihnachtlichen Flug zur ISS andockt, kommt es 400 Kilometer über der Erde zum ersten europäischen Rendezvous in der Station.

An Bord der "Discovery" ist der 49-jährige Schwede Christer Fuglesang - ein alter Bekannter des deutschen Astronauten Thomas Reiter. Seit 14 Jahren im Raumfahrer-Corps der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Köln, hat der Stockholmer damit weit länger als der Deutsche auf seinen ersten Sprung ins All warten müssen. Als Reiter 1995/96 in der "Mir"-Station Dienst tat, war Fuglesang im russischen Kontrollzentrum sein wichtigster Kontaktmann. Nun bringt ihn der Schwede als Mitglied der Shuttle-Crew nach nahezu sechs Monaten zurück auf den Boden.

Auf den ersten Schweden im Weltraum wartet während der elftägigen Reise ein dichtes Arbeitsprogramm. So fiebert er zwei Außeneinsätzen zusammen mit seinem NASA-Kollegen Robert Curbeam entgegen. Sie machen ihn zum ersten ESA-Astronauten, der auf einem Shuttle-Flug zum Aufbau der ISS "draußen" aktiv wird. Es geht darum, das schlicht P5 genannte Versatzstück für die Solarsegel anzubringen. Das klingt nicht gerade spannend, doch ist auf der wachsenden Station jedes Teil wichtig. Und ein Außeneinsatz fordert immer heraus. Reiter war im August der erste ESA-Mann auf ISS-"Spacewalk" überhaupt. Und er ist nun mit alles in allem knapp einem Jahr im Weltraum Europas erfahrendster Astronaut.

Es ist auch ein Schwede, nach dem der "Discovery"-Flug benannt ist. Jedes Schulkind kennt "Celsius", wenn es um die Temperatur geht. Manche wissen jedoch vielleicht nicht, dass dazu der Vorname Anders gehört und sich dahinter der bekannte schwedische Wissenschaftler und Astronom (1701-1744) verbirgt. Er setzte die Celsius-Temperaturskala durch. Von seinem berühmten Landsmann scheint Fuglesang jenen Hang zu Expeditionen übernommen zu haben, der ihn nun bis zur Station bringt. Eine Woche lang wird er zwischen der "Discovery" und der ISS pendeln.

Was der Vater von drei Kindern und Fachmann für Teilchenphysik dabei vor allem brauchte, war viel Geduld. Warten zu können ist eine Grundtugend, die einfach jeder gute Raumfahrer braucht. Zusammen mit Reiter 1993 für die Mission "Euromir 95" ausgewählt, war der Deutsche schließlich in der russischen Station, und Fuglesang blieb derweil bei der Bodenkontrolle. Ende Februar 2002 wurde er dann als "Mission Specialist" für diesen Shuttle-Flug einberufen. Danach musste er noch fast fünf Jahre auf die Erfüllung seiner Träume warten. Jetzt ist er dran - geht es um "Celsius", so muss ein Schwede zum Einsatz kommen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Daumendrücken bei der NASA: Zwei mögliche Probleme vor Shuttle-Start
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2006, 16:51
Daumendrücken bei der NASA: Zwei mögliche Probleme machten es am Mittwoch fraglich, ob der Spaceshuttle "Discovery" wie geplant am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in Richtung Internationale Raumstation ISS starten kann.

Auch das Wetter entwickelte sich nicht so, wie es sich die Raumfahrt-Manager und die siebenköpfige Crew erhofft hatten. Damit wurde auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter auf eine Geduldsprobe gestellt. Die "Discovery" wird nämlich zu seiner Ablösung eine neue ISS-Langzeitbewohnerin mitbringen, die Amerikanerin Sunnita Williams. Damit könnte der 48-Jährige, der sich seit etwa fünfeinhalb Monaten in der Station aufhält, rechtzeitig zum Weihnachtsfest daheim auf der Erde sein - wenn alles klappt.

Während der Countdown für den Start um 21.36 Uhr (Freitag 03.36 Uhr MEZ) weiter lief, wollten Experten klären, ob ein am Dienstag nur Sekunden langer Anstieg der elektrischen Spannung an einem Startrampen-Generator irgendwelche Schäden verursacht hat. Außerdem waren bei Tests Zweifel an der "Zuverlässigkeit" einer Klebemasse an einem Feststoffraketen-Druckventil des Shuttle aufgetaucht. "Im Augenblick ist alles offen", sagte Startmanager LeRoy McCain am Dienstagabend (Ortszeit) auf einer NASA-Pressekonferenz in der Bodenzentrale Houston (Texas).

Eine Kaltfront, die sich am Mittwoch dem Startort Cape Canaveral (Florida) näherte, sorgte für weitere Fragezeichen: Sie könnte nämlich eine geschlossene Wolkendecke mit sich bringen und damit das Abheben zu der zwölftägigen Mission gefährden. Am Morgen wurden die Startchancen mit Blick auf das Wetter noch mit 60 Prozent beziffert.

Sollte es zu einer Verschiebung kommen, könnten dann für Freitag und Samstag vorausgesagte starke Winde den Shuttle weiter am Boden halten. Noch bis zum 17. Dezember hätte die NASA Zeit für weitere Startversuche. Danach schließt sich das Fenster, weil dann die Sonnenverhältnisse für ein an der ISS angedocktes Shuttle ungünstig wären.

Ist die "Discovery" erst einmal angekommen, hat die Crew - mit Christer Fuglesang ist erstmals ein Schwede mit von der Partie - alle Hände voll zu tun. Auf sie kommt der bisher komplizierteste Außenbordeinsatz beim Ausbau der Station zu. Bei drei Ausstiegen soll ein neues Versatzstück zum späteren Anbringen weiterer Sonnensegel anmontiert und das Kabelsystem der ISS in Ordnung gebracht werden. Das neue Segment für die Solarsegel hat allein elf Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro) gekostet und ist so groß wie ein Container. Beim Ausbau der ISS drängt die Zeit. Sie soll bis 2010 ihre endgültige Größe erreichen, dann nämlich werden die Shuttle ausgemustert.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Raumfähre "Discovery": Wolken gefährden Shuttle- Start
Beitrag von: SiLæncer am 07 Dezember, 2006, 17:45
Am Freitagmorgen um 3.35 Uhr deutscher Zeit soll die Raumfähre "Discovery" starten. Tief hängende Wolken über dem Raumfahrtzentrum Cape Canaveral könnten den Zeitplan jedoch durchkreuzen. Der Shuttle soll Thomas Reiter von der Raumstation ISS zurück zur Erde bringen.

Cape Canaveral - Wegen der ungünstigen Wettervorhersage hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Startchancen zuletzt auf 40 Prozent herabgestuft. Die erwarteten Wolken in einer Höhe von 900 Metern wären zu tief für einen Start, der für 21.35 Uhr Ortszeit (Freitag 3.35 Uhr MEZ) geplant ist.

"Eine Kaltfront mit Regen und einer Wolkendecke bewegt sich auf die Region von Cape Canaveral zu", sagte Nasa-Meteorologin Cathy Winters. Zumindest die technischen Probleme schienen dagegen gelöst: "Es hat sich alles geklärt, wir schauen jetzt nur noch aufs Wetter", erklärte Nasa-Sprecherin June Malone.

Auch für das Wochenende sagten die Meteorologen keine besseren Startbedingungen für die "Discovery" voraus. Für Freitag erwarteten sie zudem noch starke Windböen. Für zusätzliches Kopfzerbrechen sorgte schlechtes Wetter in drei Überseebasen in Spanien und Frankreich, die für eine mögliche Notlandung des Shuttles zur Verfügung stehen. Die Nasa will erst dann grünes Licht für den Start geben, wenn an mindestens einem dieser Orte eine gute Wetterlage herrscht.

Die Nasa hat noch bis zum 18. Dezember Zeit, um die "Discovery" auf den Weg ins All zu bringen. Es wird befürchtet, dass es bei einem späteren Start der zwölftägigen Mission zum Jahreswechsel Probleme bei der Datumsumstellung in den Computern an Bord des Shuttles geben könnte.

Es ist die 33. Reise der "Discovery" in den Weltraum. Erstmals seit vier Jahren ist der Start eines Shuttles wieder im Dunkeln angesetzt. Nach dem Absturz der "Columbia", bei dem 2003 alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen, bestand die Nasa auf Tageslicht, um den Start genau überwachen zu können. Probleme mit den betagten Raumfähren gab es trotz vieler Nachbesserungen immer wieder - unter anderem mit herunterfallendem Isolierschaum.

An Bord der "Discovery" sollen sieben Astronauten, darunter zwei Frauen, zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Die Mission gilt als eine der schwierigsten in der Geschichte der Shuttle-Flüge: Die Raumfähre soll während ihrer zwölftägigen Mission eine elf Millionen Dollar (8,3 Millionen Euro) teure Metallstruktur für den Ausbau der ISS befördern und an der Raumstation montieren. Die Besatzung soll zudem das Elektro- und das Klimasystem der Station erneuern. Geplant sind drei Weltraumspaziergänge von insgesamt rund 20 Stunden Dauer. Wenn der Shuttle wieder von der ISS ablegt, soll er den deutschen Astronauten Thomas Reiter mit zur Erde zurücknehmen, der seit Juli an Bord der Raumstation ist.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumfähre "Discovery": Nasa verschiebt Shuttle- Start
Beitrag von: SiLæncer am 08 Dezember, 2006, 07:04
Der Countdown lief bereits, aber die Nasa hat den Start der "Discovery" in letzter Minute wegen schlechten Wetters abgebrochen. Die Raumfähre soll nun morgen um 20.47 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten.

Cape Canaveral - Eine hartnäckig dichte Wolkendecke zwang die Nasa zu der Start-Verschiebung. Die Wetteraussichten machen allerdings auch den neuen Starttermin ungewiss. Die Wahrscheinlichkeit für geeignete Bedingungen wurden mit nur 30 Prozent angegeben. Die Nasa hat noch bis zum 17. Dezember Zeit, die "Discovery" auf den Weg zu bringen - dann schließt sich das Startfenster vorläufig.

Der Spaceshuttle soll zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Dort soll die Besatzung wichtige Ausbauarbeiten vornehmen. Wegen der Verzögerung muss auch der Deutsche Thomas Reiter zumindest ein klein wenig länger als geplant im All bleiben. Zur siebenköpfigen Besatzung der "Discovery" gehört nämlich die Amerikanerin Sunita Williams, die Reiter als Langzeitbewohnerin des Außenpostens im All ablösen soll. Der Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa hält sich seit fünfeinhalb Monaten in der Station auf und soll mit der "Discovery" wieder zur Erde zurückkehren.

Vorher wird auf die Shuttle-Besatzung aber noch der bisher komplizierteste Einsatz beim Ausbau der ISS zukommen. So soll bei drei Ausstiegen eine containergroße Halterung an der Außenwand der Station angebracht werden. Daran sollen später Sonnensegel montiert werden. Außerdem muss die Crew das Stromkabelsystem verbessern und das Hauptkühlsystem der Station aktivieren.

Seit dem "Columbia"-Unglück am 1. Februar 2003 hatte die Nasa ihre Raumfähren nur bei Tageslicht auf den Weg geschickt, um sicher zu gehen, dass etwaiger vom Außentank abfallender Schaumstoff auch von den mehr als 100 beim Start eingesetzten Kameras erfasst wird. Das Absprengen von Schaumstoffstücken hatte seinerzeit zum Auseinanderbrechen der "Columbia" beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und zum Tod aller sieben Astronauten an Bord geführt.

Die Nasa will aber nach eigenen Angaben von nun an Shuttles auch wieder im Dunkeln starten lassen, weil Tests ergeben haben, dass die Feststoffraketen bei Zündung genügend Licht für die Kamera-Bilder erzeugen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erfolgreicher Raketenstart: "Discovery" ist auf dem Weg zur Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 10 Dezember, 2006, 09:45
Mit einem Bilderbuchstart ist die US-Raumfähre "Discovery" zu ihrer zwölftägigen Mission ins All aufgebrochen. Nach einer Wetterverbesserung hob sie vom Weltraumzentrum in Florida ab. Unter anderem soll sie den deutschen Astronauten Thomas Reiter von der Raumstation ISS abholen.

Cape Canaveral - Mit dem ersten nächtlichen Shuttle-Start seit vier Jahren hat heute die letzte Raumfahrtmission dieses Jahres begonnen. Die "Discovery" hob in der Nacht zum Sonntag planmäßig vom Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida ab. Nachdem der ursprünglich für Donnerstag geplante Start wegen schlechten Wetters zwei Mal verschoben worden war, gab am Samstag um 20.47 Uhr Ortszeit ein wolkenloser Himmel den Weg ins All frei.

"Wir haben fünf Leute, die noch nicht aufgehört haben zu lächeln", gab der Kommandant der Raumfähre, Mark Polansky, die Stimmung an Bord wieder. "Das war ein großartiger Start zu einer großartigen Mission." Nach ihrer Ankunft an der Internationalen Raumstation (ISS) haben die Astronauten ein umfangreiches Programm vor sich. Dabei geht es um eine Erneuerung der Verkabelung und um den Einbau eines neuen Moduls der ISS. Die Reise der "Discovery" ist einer von noch 14 geplanten Shuttle-Flügen zur Fertigstellung der ISS. Im Jahr 2010 soll das Raumfährenprogramm in seiner bisherigen Form eingestellt werden.

An Bord der "Discovery" ist erstmals ein schwedischer Astronaut, Christer Fuglesang. Mit dem Rückflug kehrt der Deutsche Thomas Reiter zur Erde zurück, der seit dem 4. Juli für die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) im All unterwegs ist. Er wird von der amerikanischen Astronautin Sunita "Suni" Williams abgelöst, die sechs Monate in der Station bleiben wird.

Die Bordcomputer können den Jahreswechsel nicht vollziehen

An Bord der ISS bereitete sich die Besatzung auf die Ankunft der "Discovery" vor. "Wir werden Ausschau halten und unsere Taschenlampe raushalten, damit sie uns finden", scherzte der amerikanische Astronaut Michael Lopez-Alegria. Neben Polansky, Williams und Fuglesang gehören Robert Curbeam, William Oefelein, Joan Higginbotham und Nicholas Patrick zur Besatzung der "Discovery".

Der Start der "Discovery" war der erste nächtliche Raumfährenstart seit November 2002. Nach dem Tod von sieben Astronauten bei der Rückkehr der Raumfähre "Columbia" im Jahr 2003 hatte die NASA angeordnet, dass die ersten drei Raumfährenstarts danach nur bei Tageslicht stattfinden sollten. Damit sollte gewährleistet werden, dass eine Beschädigung der Treibstofftanks durch abbrechende Dämmschutzteile rechtzeitig erkannt wird. Jetzt vertrauten die NASA-Techniker darauf, den Start auch mit Radarbildern umfassend beobachten zu können. Außerdem soll die Raumfähre bei den drei geplanten Ausstiegen ins All von außen auf mögliche Schäden untersucht werden.

Die "Discovery" soll ihre zwölftägige Reise bis Silvester abschließen, weil die Computer der Raumfähre nicht darauf programmiert sind, den Wechsel vom 365. Tag dieses Jahres zum ersten Tag des neuen Jahres während eines Fluges zu vollziehen. Zwar wurde bereits eine Lösung für dieses Problem entwickelt, aber noch nicht ausreichend getestet.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Mit nächstem Space-Shuttle zum 1000. Mal ein Mensch im All
Beitrag von: SiLæncer am 10 Dezember, 2006, 09:46
Mit dem nächsten Flug der US-Raumfähre Discovery zur Raumstation ISS unter der Leitung von Kapitän Mark Polansky wird zum 1000. Mal ein Mensch im All sein.

Den ersten Flug ins All machte der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961. Das hat der Themenpark Cité de l'Espace (Weltraumstadt) im französischen Flugtechnikzentrum Toulouse errechnet. Für Polansky (50) ist es bereits der zweite Shuttle-Flug. Rechnet man Mehrfacheinsätze heraus, kommt man auf 446 Astronauten, die im Weltall waren, darunter 44 Frauen. Echte "Serientäter" waren die beiden Amerikaner Jerry Ross und Franklin Chang-Diaz mit jeweils sieben Einsätzen.

Alle Raumflüge aller Astronauten zusammen ergeben 718 266 Stunden und 17 Minuten Aufenthalt von Menschen im Weltraum. Das sind fast 82 Jahre Weltallerfahrung in dem knappen halben Jahrhundert. Die meisten Astronauten stellen die US-Amerikaner mit 280 vor den Russen mit 99 und den Europäern mit 31. Immerhin 158 Menschen stiegen bei ihrem Einsatz zu einem "Weltraumspaziergang" aus dem Raumfahrzeug.

Der Weltraumpionier Gagarin absolvierte mit einer einzigen Erdumrundung den kürzesten aller Raumflüge. Den längsten Flug absolvierte der Russe Waleri Poljakow mit 14 Monaten. Die längste Zeit im All verbrachte allerdings sein Landsmann Sergej Awdejew, der bei mehreren Einsätzen insgesamt mehr als zwei Jahre die Erde umkreiste.

Die Raumflieger, darunter vier "Touristen", waren zwischen 25 und 78 Jahren alt. Weltraum-Opa war der Amerikaner John Glenn, der zwei Generationen älter war als der jüngste im Kreise, der Russe German Titow. Immerhin 24 Menschen flogen bis zum Mond, von denen zwölf ihren Fuß auch auf dem Erdtrabanten setzten. Nicht für alle Astronauten endete das Abenteuer glücklich: 18 Menschen kamen beim Raumflug um.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: "Discovery"- Hitzeschild: Rückweg frei für Astronaut Reiter
Beitrag von: SiLæncer am 11 Dezember, 2006, 10:43
Der deutsche Astronaut Thomas Reiter kann aufatmen: Beim gestrigen Bilderbuchstart ist der Hitzeschild der "Discovery" offenbar nicht beschädigt worden. Für Reiters Rückflug zur Erde sind Befürchtungen offenbar unbegründet, wie sie seit dem "Columbia"-Unglück jede Shuttle-Mission begleiten.

Der Hitzeschild der US-amerikanischen Space Shuttles war jahrelang ein Schwachpunkt. So war der Absturz der "Columbia" im Februar 2003 auf Schäden daran zurückzuführen. Erst am Wochenende traute sich die Nasa wieder, eine Raumfähre bei Nacht ins All starten zu lassen. Gute Nachricht nach ersten Inspektionen der Crew: Der Hitzeschild der "Discovery" blieb dabei unversehrt.

Bei ihrem Start ins All habe die Raumfähre keine Schäden daran erlitten, teilte die Nasa mit. An ihrem ersten vollen Tag im All nach dem nächtlichen Bilderbuchstart habe die Besatzung am Sonntag den Hitzeschild der "Discovery" mit Hilfe von Sensoren untersucht und keine Schäden entdeckt.

Auch die erste Auswertung von Kamerabildern vom Start habe keinen Hinweis auf Probleme ergeben. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wollte nach eigenen Angaben die mit einer Präzisionskamera gemachten Bilder noch im Detail analysieren. Diese sähen auf den ersten Blick "sehr gut" aus, betonte der Leiter der Bodenkontrolle der Mission, John Shannon, am Sonntagabend (Ortszeit).

Die Crew suchte nach Anzeichen eines möglichen Aufpralls oder Einschlags von Schaumstoffstücken. Beim letzten Start der "Columbia" waren Schaumstoffstücke vom Außentank abgesprengt worden: Durch die Kollision mit ihnen war der Hitzeschild der Raumfähre so stark beschädigt worden, dass sie im Februar 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach. Die Raumfähre verglühte, alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Seit diesem Unglück ist die besonders sorgfältige Untersuchung des Hitzeschildes zur Routine geworden.

Nach der Untersuchung begannen an Bord der "Discovery" die Vorbereitungen auf das Andocken an die Internationale Raumstation ISS, das für etwa 23.00 Uhr MEZ am heutigen Montag geplant ist. Bereits am Dienstag soll bei einem ersten Außenbordeinsatz begonnen werden, die ISS zur besseren Stromversorgung neu zu verkabeln.

Geplant sind zwei weitere - ebenfalls gut sechsstündige - Weltraumeinsätze, bei denen die Astronauten einige komplizierte Montagearbeiten erledigen sollen. Beim Rückflug soll die Raumfähre den deutschen Astronauten Thomas Reiter mit zur Erde zurückbringen. Er ist seit Juli an Bord der ISS ist. Am 21. Dezember soll die "Discovery" wieder auf der Erde landen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery": Unerwünschter Kontakt auf dem Weg zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 12 Dezember, 2006, 17:58
Weiße Punkte auf den schwarzen Hitzekacheln haben bei der Nasa für Aufregung gesorgt: Sind es Schäden? Unterwegs zur Raumstation könnte etwas den Schutzschild getroffen haben. Die Nasa beruhigt - gibt aber noch keine Entwarnung. Unterdessen hat Thomas Reiter seinen Stammplatz geräumt.

Thomas Reiter musste soeben seinen Stammplatz räumen. Und Stammplatz, das heißt im Weltraum Sitzplatz, weil jeder Astronaut über einen persönlichen angepassten Schalensitz verfügt. Fünf Monate war Reiters Sitzgelegenheit in der Sojus-Kapsel festgeschraubt, die an die Internationale Raumstation ISS angedockte ist - als Rettungsschiff zur Rückkehr im Notfall.

Am heutigen Dienstag wurde der Astronautensessel in die gerade erst angekommene "Discovery" geräumt und dort montiert. Das teilte die US-Raumfährtbehörde Nasa mit. Im Gegenzug wurde der Sitz von Sunita Williams in der russischen Kapsel angeschraubt - damit wurde die US-Astronautin offiziell zum Mitglied der ISS-Langzeitcrew.

Vor diesem Wachwechsel lag jedoch eine Wartezeit wegen einer Inspektion: Denn auf dem Flug zur ISS wurde der Hitzeschild ist womöglich doch beschädigt - das sollte erst abgeklärt werden.

Einen Tag nach dem Bilderbuchstart am Samstagabend teilte die Nasa zunächst mit, dass die Raumfähre bei ihrem Start ins All keine Schäden erlitten hat. Doch auf dem Weg zur ISS sei etwas gegen den Shuttle gestoßen, heißt es nun. Ein Sensor habe eine Berührung oder einen Einschlag gemeldet. Das sei aber nicht als Besorgnis erregend eingestuft worden, sagte der Nasa-Einsatzleiter John Shannon. Die Nasa rechne auch nicht damit, dass die Mission der "Discovery" in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden könnte.

Dennoch habe die US-Raumfahrtbehörde eine genauere Überprüfung beschlossen - denn noch ist unklar, welches Objekt die linke Tragfläche getroffen hat. Experten konnten nicht erklären, was den Alarm während des Fluges ausgelöst hatte, sagte Shannon.

Während sich die "Discovery" der Raumstation mit einer Geschwindigkeit von 29.000 Kilometern pro Stunde genähert hatte, flog sie kurz vor dem Andocken nur noch mit drei Zentimetern pro Sekunde. Dann drehte Kommandant Mark Polansky etwa 200 Meter von der ISS entfernt eine Schleife, damit zwei Besatzungsmitglieder der Raumstation rund 300 Fotos der "Discovery" aufnehmen konnten. Die Bilder zeigten laut Shannon kleine weiße Punkte auf den schwarzen Kacheln des Hitzeschildes - bei denen es sich um kleine Beschädigungen handeln könnte.

Wie schlimm der Schaden ist, ist noch unklar

Nachdem die Raumfähre schließlich am Montagabend pünktlich um 23.10 Uhr MEZ an die ISS angedockt hatte, benutzten die Shuttle-Astronauten den Roboterarm der Raumstation, um mit einer lenkbaren Kamera den Einschlag zu untersuchen. Eine endgültige Einschätzung des Schadens liegt aber noch nicht vor.

Seit dem "Coumbia"-Unglück ist die Nasa besonders besorgt über mögliche Schäden am Hitzeschild. Beim Start des Shuttles "Columbia" im Jahr 2003 hatten abgesprengte Schaumstoffstücke vom Außentank den Hitzeschild so stark beschädigt, dass die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander brach und verglühte. Alle sieben Astronauten kamen ums Leben.

Thomas Reiter wird noch neun Tage im All verbringen: Voraussichtlich am 21. Dezember kehrt er mit der "Discovery" nach Cape Canaveral (Florida) zurück. Die Wachablösung war ein bitter-süßer Moment für den Deutschen: Er freue sich sehr auf daheim, auf das Wiedersehen mit der Familie und Freunden, aber natürlich sei er gern im All gewesen und habe jede Minute genossen, sagte der 48-Jährige. Nachfolgerin Williams bleibt bis zum kommenden Sommer an Bord der ISS; sie ist erst die dritte Frau in einem Langzeiteinsatz im All.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery"- Außeneinsatz: Raumstation neu verkabelt
Beitrag von: SiLæncer am 13 Dezember, 2006, 12:14
Sechs Stunden hatten die zwei Astronauten für den ersten Außeneinsatz der "Discovery"-Mission. Doch schon nach vier Stunden waren sie mit den komplizierten Arbeiten fertig. Die Nasa hat noch eine weitere gute Nachricht: Die Außenhülle der Raumfähre ist doch nicht beschädigt.

Gestern waren sie Fotografen und Detektive - heute Nacht waren sie Heimwerker: Nachdem die "Discovery"-Crew gestern die Hitzekacheln auf Schäden untersucht hat, bauten sie heute Nacht an der Internationalen Raumstation ISS weiter.

Von der ISS aus steuerten die US-Astronautinnen Joan Higginbotham und Sunita Williams einen zwei Tonnen schweren Aluminium-Ausleger mit einem Roboterarm an die richtige Stelle; dann zogen der US-Astronaut Robert Curbeam und der Schwede Christer Fuglesang von außen die Schrauben fest und schlossen die Kabel an. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach dem reibungslos verlaufenen Einsatz mit. An der neuen Vorrichtung sollen im kommenden Jahr weitere Module der Raumstation montiert werden, darunter das europäische Forschungslabor Columbus und weitere Solarzellen zur Stromversorgung der Raumstation.

Außerdem ersetzten Curbeam und Fuglesang das bislang nur provisorische Stromnetz der Station, verlegten Kabel für die Kommunikations- und Klimaversorgung und justierten die Solarantennen der Raumstation. Die Aufgaben galten als kompliziert, weil die Stromversorgung an der ISS nicht komplett abgeschaltet werden darf und die Astronauten die Konstruktion an den sensiblen Sonnensegel vorbeimanövrieren mussten. Trotzdem seien Curbeam und Fuglesang schon nach vier statt der veranschlagten sechs Stunden fertig gewesen, hieß es bei der Bodenkontrolle der Nasa. Um 04.07 Uhr MEZ seien die Arbeiten abgeschlossen gewesen.

Der Außenbordeinsatz der zwei Raumfahrer war der erste der aktuellen "Discovery"-Mission. Am Donnerstag und Samstag stehen zwei weitere Weltraumspaziergänge mit komplexen Arbeitsschritten an: Morgen sollen Curbeam und Fuglesang das Stromversorgungssystem weiter ausbauen; am Samstag wird die Astronautin Sunita Williams gemeinsam mit Curbeam Außenkameras an der Raumstation installieren.

Die Ingenieure der Nasa beendeten derweil ihre Analyse der Bilder des "Discovery"-Hitzeschilds. Demnach wurde die Raumfähre auf ihrem Flug ins All nicht beschädigt. Auf der Reise zur ISS hatte ein Sensor Alarm gemeldet; die Nasa vermutete, dass ein Mikrometeorit auf den linken Tragflügel aufgeprallt war. Um die Außenhülle auf mögliche Schäden zu untersuchen, schossen gestern zwei ISS-Besatzungsmitglieder beim Anflug des US-Shuttles rund 300 Fotos, die angereisten Astronauten untersuchten anschließend mit einer ferngesteuerten Kamera den Einschlag. Bei den dabei entdeckten kleinen weißen Punkten auf den schwarzen Kacheln des Hitzeschildes handelt es sich den neuesten Angaben zufolge aber nicht um Beschädigungen. Am Hitzeschild der Raumfähre sind laut Nasa nun keine weiteren Untersuchungen notwendig.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS- Station: Dritter Weltraumspaziergang beginnt planmäßig
Beitrag von: SiLæncer am 17 Dezember, 2006, 11:11
Der dritte Außeneinsatz an der Weltraumstation ISS soll auch der letzte sein. Die Nasa ist zuversichtlich, dass die Astronauten der Raumfähre "Discovery" die Kabelarbeiten in sechs Stunden abschließen können.

Washington - Am Samstagabend (MEZ) starteten die beiden Astronauten Robert Curbeam und Sunita Williams planmäßig ihren Weltraumspaziergang. In sechs Stunden sollen sie die Kabelarbeiten an der ISS-Stromversorgung abschließen. Mit der Verkabelung hatten die Astronauten bereits während des zweiten Außenaufenthaltes am Donnerstag begonnen. Dazu wurde in einem Teil der ISS der Strom abgeschaltet.

Ein weiterer Einsatz sei nicht mehr geplant, sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa in Houston. Die beiden Astronauten sollen auch versuchen, das teilweise verklemmte, 35 Meter breite Sonnensegel vollständig einzuholen. Da dies aber bereits in der Nacht zum Freitag weitgehend gelungen sei, und die zwei im September montierten Solarflügeln damit wieder Platz zum Rotieren hätten, werde wohl auf einen weiteren Außeneinsatz verzichtet.

Mit der Umstellung des bisher nur provisorischen Stromversorgungsnetzes will die Nasa den Weg einem weiteren Ausbau der Station ebnen. Die bessere Verkabelung erlaube es, das europäische Forschungslabor Columbus, das 2007 geliefert werden soll, und ein japanisches Forschungslabor an die ISS anzuschließen.

Die Nasa hatte sich schon am Freitag sehr zufrieden über die beiden ersten, jeweils rund sechsstündigen Außenbordeinsätzen geäußert. Nach Problemen beim Einholen des Sonnensegels hatten die beiden mit der Raumfähre "Discovery" eingeflogenen Astronauten Christer Fuglesang und Robert Curbeam schneller als geplant die Hälfte der Raumstation neu verkabelt. Einige der Reparaturen seien noch nie zuvor im All gemacht worden. Die "Discovery" wird am 21. Dezember auf der Erde zurückerwartet. Dann soll sie auch den deutschen Astronauten Thomas Reiter zurück zur Erde bringen, der seit Juli auf der ISS ist.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS- Reparatur: Klemmendes Sonnensegel verzögert Reiters Rückkehr
Beitrag von: SiLæncer am 17 Dezember, 2006, 11:32
Der deutsche Astronaut Thomas Reiter muss wegen eines klemmenden Solarsegels einen Tag länger im All bleiben als geplant. Das Space-Shuttle "Discovery" soll nun erst am kommenden Freitag zur Erde zurückkehren.

Cape Canaveral - Der deutsche Astronaut Thomas Reiter muss wegen eines klemmenden Solarsegels einen Tag länger im All bleiben als geplant. Die US-Weltraumbehörde setzte nach dem insgesamt als erfolgreich gewerteten dritten Außenbordeinsatz in der Nacht zum Sonntag für Montag einen außerplanmäßigen vierten an, um ein klemmendes Sonnensegel einzuholen.

Die Landung der Raumfähre "Discovery" verschiebt sich deshalb um einen Tag auf den kommenden Freitag. Beim dritten Außenbordeinsatz in der Nacht zum Sonntag gelang es Robert Curbeam und Sunita Williams zwar, neue Solarsegel mit der Internationalen Raumstation ISS zu verkabeln. Allerdings klemmte ein altes Sonnensegel, das dem neuen Komplex im Weg ist und deswegen zusammengefaltet werden sollte. Mit manuellem Schütteln und Rütteln gelang es den beiden Astronauten, das Segel zu etwa zwei Dritteln zusammenzuklappen. Die Einsatzleitung gratulierte den beiden zu ihrer "olympischen Anstrengung" in einem siebeneinhalbstündigen Außeneinsatz, setzte aber einen außerplanmäßigen vierten Außenbordeinsatz für Montag an.

Dann sollen Curbeam und der schwedische Astronaut Christer Fuglesang versuchen, das Problem ein und für allemal zu lösen. Wegen der Probleme mit dem Sonnensegel verschiebt sich auch der Arbeitsplan für andere Wartungsarbeiten an der ISS, hieß es weiter.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS- Reparatur: Klemmendes Sonnensegel klappt mit sanfter Gewalt ein
Beitrag von: SiLæncer am 19 Dezember, 2006, 12:35
Störrisch war das Sonnensegel an der Raumstation ISS. Doch bei einem weiteren Außenbordeinsatz zweier Mitglieder des US-Shuttles "Discovery" ist auf einmal alles wie von selbst gegangen. Nun ist das Sonnensegel zusammengeklappt - und der deutsche Astronaut Thomas Reiter muss Tasche packen.

Das Sonnensegel klemmte und war störrisch: Trotz "olympischer Anstrengungen", die die Einsatzleitung der US-Raumfahrtbehörde Nasa ihren Außenarbeitern bescheinigte, war es den Astronauten Samstagnacht nur zu zwei Dritteln gelungen, das Sonnensegel einzuklappen. Alles Rütteln und Schütteln hatte den beiden US-Astronauten Curbeam und Sunita Williams nicht geholfen, das ungefähr 35 Meter lange Segel zu lösen.

Doch diesmal - beim außerplanmäßigen, vierten Außenbordeinsatz der "Discovery"-Crew - half das Wackeln: Der US-Amerikaner Robert Curbeam und der Schwede Christer Fuglesang rüttelten unter anderem mit einem langen Roboterarm und einem Spachtel am Sonnensegel. Dann klappten die einzelnen Felder des Segels scheinbar mühelos ein. Curbeam jubelte, die Bodenzentrale in Houston applaudierte. Das bisher klemmende Sonnensegel ist jetzt vollständig zusammengefaltet.

Nach Nasa-Angaben lag das Problem bei einem "anscheinend verrutschten Führungskabel". Das eingeholte Sonnensegel war als Zwischenlösung zur Energieversorgung eingeplant, doch zuletzt stand es zwei neuen Sonnensegeln im Weg, die im September an der ISS angebracht worden waren. Ein zweites, altes Sonnensegel soll im März kommenden Jahres eingeholt werden.

Viele Überstunden hat das klemmende Segel der Crew der internationalen Raumstation ISS schon beschert. Die beiden Bezwinger des Sonnensegels, Curbeam und Fuglesang, stellten während ihres Einsatzes ungeplant Rekorde auf: Curbeam brach mit vier Außenbordeinsätzen während eines Fluges - 45 Stunden und 34 Minuten im Außeneinsatz - einen 25 Jahre alten Raumfahrer-Rekord.

Nun ist der Weg frei für die Heimreise des deutschen Astronauten Thomas Reiter: Heute Abend - einen Tag später als geplant - soll die Raumfähre "Discovery" von der ISS abkoppeln und ihre Besatzung zurück zur Erde bringen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Astronauten- Vorbild": Reiter nimmt Abschied vom All
Beitrag von: SiLæncer am 20 Dezember, 2006, 08:33
Fünfeinhalb Monate war der deutsche Astronaut Thomas Reiter an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Nun ist seine Mission erfüllt. Zum Abschied vor dem Rückflug zu Mutter Erde an Bord der Raumfähre "Discovery" sparten seine Kollegen nicht mit Lob.

Washington/Houston - Als er von einem Besatzungsmitglied bei einer Abschiedszeremonie heute an Bord der ISS ein Ehrenabzeichen der US-Weltraumbehörde Nasa erhielt, sagte Reiter hörbar bewegt: "Jetzt fällt mit der Abschied noch schwerer." Das Lob der Astronautenkollegen für den Deutschen reichte von "Astronauten-Vorbild" bis hin zur "einzigartigen Persönlichkeit".

Die Raumfähre "Discovery" soll Reiter nun wieder zurück zur Erde bringen. Am späten Dienstagabend MEZ koppelte die "Discovery" mit dem 48-Jährigen als Besatzungsmitglied von der ISS ab. Reiter und sechs weitere Astronauten werden an diesem Freitag auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida erwartet.

Über seine Zeit an Bord der ISS-Raumstation sagte der Deutsche: "Die fünfeinhalb Monate waren nicht nur interessant, sie waren aufregend." Die Ziele der Mission seien erfüllt worden. "Ich bin schon sehr aufgeregt, zur Erde zurückzukehren", meinte er.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery"- Rückkehr: Astronaut Reiter unterwegs zum Weihnachtsbaum
Beitrag von: SiLæncer am 20 Dezember, 2006, 10:58
Thomas Reiter ist in die ewige Liste der Langzeit-Raumfahrer aufgerückt - als zweiter Nicht-Russe. Kollegen haben ihn mit Lob überschüttet, wohl auch aus Erleichterung über die gesamte Shuttle-Mission: Es klemmte einiges, doch am Ende klappte doch noch alles - und das Sonnensegel ein.

Cape Canaveral - Auf dem Rückweg zur Erde mag Christer Fuglesang so etwas wie Neid auf seinen Freund Thomas Reiter empfunden haben. An Bord des US-Shuttles "Discovery" befinden sich beide auf dem Rückweg zur Erde. Sollten sie planmäßig am Freitag landen, wird der erste Astronaut Schwedens ganze 13 Tage im Weltall gewesen sein. Der Deutsche Reiter hingegen kehrt bereits von seinem zweiten Langzeiteinsatz zurück.

Schon um die Jahreswende 1995/1996 war er an Bord der russischen Raumstation "Mir" um die Erde gekreist. Nun gingen für Reiter fünf Monate an Bord der Internationalen Raumstation ISS zu Ende. Fuglesang war von der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa seinerseit zwar zu Reiters Ersatzmann auserkoren worden - doch das Double kam nicht zum Einsatz.

Und trotz des kurzen Ruhms, den sich der Schwede in der Vorweihnachtszeit 2006 bei seinen Außenbordeinsätzen am klemmenden ISS-Sonnensegel verdient hat, heimste Reiter nach dem Abkoppeln von der ISS die Komplimente ein: "Kraft der mir verliehenen Autorität, die ich gerade erfunden habe, wollen wir dich zu einem Ehrenmitglied der Nasa erklären", scherzte "Discovery"-Kommandant Mark Polansky. Der US-Astronaut und derzeitige ISS-Kommandant Michael Lopez-Alegria nannte Reiter einen "Modell-Astronauten" und bescheinigte ihm "Kompetenz, Gewissenhaftigkeit und Beständigkeit".

Ob der Esa-Astronaut an Weihnachten schon zu Hause bei seiner Familie in Deutschland sein wird, ist zweifelhaft. Denn nach dem Langzeitaufenthalt in der Schwerelosigkeit wird der 48-Jährige erst einmal gründlich ärztlich untersucht. Außerdem muss er sich langsam wieder an die irdische Schwerkraft gewöhnen.

Erster Westeuropäer auf Hitliste der Langzeitflieger

Thomas Reiter kann nach seinem zweiten Raumflug mehrere Erst- und Bestleistungen für sich verbuchen: So war er der erste Deutsche an Bord der ISS. Zugleich hat er in ihr als erster Westeuropäer einen Langzeitflug absolviert. Auch sein Ausstieg in den freien Raum war westeuropäische Premiere. Mit nunmehr einem Jahr Gesamtflugzeit ist Reiter erst der zweite Nicht-Russe in der ewigen Hitliste der Langzeitflieger.

Er liegt jetzt knapp hinter dem US-Astronauten Michael Foale, der mit 373 Tagen auf Platz 18 rangiert. Absoluter Überflieger ist der Russe Sergej Krikaljow, der es bei sechs Weltraum-Missionen auf insgesamt 803 Tage brachte. Reiter absolvierte in der Raumstation ein Versuchsprogramm, das von Radsporttraining in der Schwerelosigkeit bis hin zur Erprobung von Hautpflegemitteln reichte.

Während des achttägigen Gemeinschaftsfluges mit der ISS ist Shuttle-Astronaut Robert Curbeam viermal in den freien Raum ausgestiegen. Auch das bedeutet einen neuen Rekord. Dreimal wurde er dabei von Fuglesang und einmal von Sunita Williams begleitet, die Thomas Reiter als drittes ISS-Besatzungsmitglied ablöst.

Voraussetzungen für "Columbus" und sechs Passagiere

Die Raumfahrer montierten ein zwei Tonnen schweres Bauteil, verkabelten die Station neu und holten bei einem zusätzlichen vierten Ausstieg ein altes Sonnensegel ein, das sich verklemmt hatte. Damit wurden die energetischen Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Station geschaffen. Damit kann das Esa-Wissenschaftsmodul "Columbus" Ende kommenden Jahres an der ISS andocken.

Zudem kann soll die Stammbesatzung der Raumstation in Zukunft auf sechs Astronauten verdoppelt werden. "Discovery"-Kommandeur Polansky erklärte mit Blick auf die ISS, man wolle einen Ort immer ordentlicher zurücklassen als man ihn angetroffen habe. "Und ich glaube, das haben wir erreicht."

Die "Discovery" wird am Freitag um 21.56 Uhr MEZ mit ihrer siebenköpfigen Besatzung auf der Erde zurückerwartet. Durch die Entscheidung, die Mission um einen Tag zu verlängern, wurde das Zeitfenster für eine sichere Rückkehr zur Erde um einen Tag verkürzt. Spätestens am Samstag muss die siebenköpfige Besatzung wieder zurück sein - länger reicht der Sauerstoff- und Energievorrat nicht. Wo das Shuttle landen wird, ist noch nicht entschieden. Die Nasa wird wahrscheinlich alle drei Landepisten vorbereiten, über die sie verfügt: das Kennedy Space Center in Florida, den Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien und den Weltraumbahnhof White Sands in New Mexico.

Die beste Wettervorhersage gab es für White Sands, wo es bislang erst eine Shuttle-Landung gab. Am liebsten wäre der Nasa allerdings eine Landung im Kennedy Space Center, da die "Discovery" dann nicht erst nach Florida zurücktransportiert werden muss.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Schlechtes Wetter: Nasa sucht Landeplatz für "Discovery"
Beitrag von: SiLæncer am 21 Dezember, 2006, 12:02
Die Raumfähre "Discovery" kann wegen schlechten Wetters wahrscheinlich nicht wie geplant in Cape Canaveral landen. Auch der zweitbeste Landeplatz fällt aus. Damit dürfte die Nasa gezwungen sein, eine ungeliebte Alternative zu wählen.

Cape Canaveral - Erst klemmte ein Sonnensegel der Internationalen Raumstation, jetzt macht das Wetter Ärger: Die US-Raumfähre "Discovery" mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord kann am morgigen Freitag wahrscheinlich nicht in Cape Canaveral landen. Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, falle die Landung in Florida aus, weil eine tief hängende Wolkendecke und Regenfälle vorhergesagt seien. Auch die Edwards Air Force Base in Kalifornien könne wegen zu starken Windes nicht angeflogen werden.

Deshalb muss die Nasa nun auf den ungeliebten Landeplatz in White Sands im US-Bundesstaat New Mexico ausweichen. Dort ist bislang nur ein einziges Mal, im Jahr 1982, eine Raumfähre gelandet. Weil es dort nachts extrem kalt wird, befürchtet die Nasa Beschädigungen unter anderem an Wasserleitungen der Raumfähre. Zudem könnte sich der Rücktransport der "Discovery" zur Startrampe nach Cape Canaveral um vier bis sechs Wochen verzögern.

Nach fünfeinhalb Monaten in der ISS hatte sich Reiter am Dienstagabend mit der "Discovery" auf den Heimflug zur Erde begeben. Neben dem Deutschen sind auch ein schwedischer sowie fünf US-Astronauten an Bord der Raumfähre.

Besondere Probleme hatten die Astronauten während des achttägigen Aufenthalts der "Discovery" bei der ISS mit einem verklemmten Sonnensegel. Nachdem es sich zunächst nur teilweise hatte zusammenfalten lassen, benötigten der US-Astronaut Robert Curbeam und sein schwedischer Kollege Christer Fuglesang bei einem weiteren Außenbordeinsatz knapp fünfeinhalb Stunden, um das rund 35 Meter lange Segel zu verpacken. Curbeam stellte dabei noch einen Raumfahrt-Rekord auf: Als erster Astronaut stieg der 44-Jährige zu vier Außenbordeinsätzen während eines Fluges aus.

Während der Mission wurde zudem die Raumstation von außen neu verkabelt, eine wichtige Voraussetzung für eine künftige Erweiterung der ISS. Die bisher nur provisorische Stromversorgung der Station wurde dabei durch eine dauerhafte abgelöst. Überdies brachte die "Discovery" zwei Tonnen Ausrüstung und Vorräte zur ISS.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Phoenix überträgt "Discovery"-Landung am abend ab 21.00 Uhr
Beitrag von: SiLæncer am 22 Dezember, 2006, 13:22
Am Freitag abend gegen 22.00 Uhr wird die Raumfähre "Discovery" mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord auf der Erde erwartet.

Der öffentlich-rechtliche Informationssender Phoenix überträgt das Spektakel live und lässt darüber hinaus die Mission mit mehreren Raumfahrt-Experten noch einmal Revue passieren. Durch die Sendung führen ab 21.00 Uhr die Moderatoren Conny
Czymoch und Michael Krons gemeinsam mit dem Astronauten Ulf Merbold, dem NASA-Flugkontrolleur Rolf Erdmann und dem Raumfahrtexperten Anatol Johansen live aus dem europäischen Kontrollzentrum der ESA in Oberpfaffenhofen.

Aufgrund schlechter Wettervorhersagen für den Weltraumbahnhof in Cape Canaveral könnte die Landung auf dem ungeliebten Platz "White Sands" in der Wüste von New Mexico stattfinden. Dort hat seit 24 Jahren keine Raumfähre mehr aufgesetzt.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: "DISCOVERY"- LANDUNG - Astronaut Reiter zurück aus dem All
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2006, 10:47
Der Deutsche Thomas Reiter ist zur Erde zurückgekehrt. Die Raumfähre "Discovery" mit sieben Crew-Mitgliedern an Bord landete in der Nacht um 23.32 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral. Der 48-jährige Reiter kehrt nach fünfeinhalb Monaten von einem Langzeiteinsatz auf der Internationalen Raumstation ISS zurück.

Cape Canaveral - Wegen des schlechten Wetters in Florida war lange Zeit unklar gewesen, ob die "Discovery" überhaupt dort landen konnte. Eine ersten Landetermin hatte die Nasa gestrichen, die Raumfähre musste Ehrenrunden drehen. Notfalls hätte die "Discovery" nach White Sands in New Mexiko oder auf den Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien ausweichen müssen. Die US-Raumfahrtbehörde wollte aber unbebedingt in Florida landen, damit die Mitarbeiter in die versprochenen Weihnachtsfeiertage gehen können. Außerdem waren die
Angehörigen der Astronauten nach Florida gereist.

Reiter ist nach 167 wieder auf der Erde. Er war Anfang Juli ins All gestartet. In 350 Kilometern Höhe war er an Bord der Raumstation ISS für Installations- und Wartungsarbeiten verantwortlich. Die europäische Weltraumorganisation ESA hatte dem Bordingenieur für seine Reise auch ein umfangreiches Wissenschaftsprogramm mit auf
den Weg gegeben. So sollte Reiter biologische, medizinische und physikalische Experimente im Zusammenhang mit der Schwerelosigkeit durchführen.

Für den 48-Jährigen war es der
zweite Raumflug mit einem Aufenthalt von fast sechs Monaten. Damit war der gebürtige Frankfurter länger im All als jeder andere Europäer vor ihm.

Da die Schwerelosigkeit im All einen Knochen- und Muskelschwund bewirkt, beginnt für Reiter nach der geglückten Landung eine 45-tägige Regenerationsphase. Zunächst soll Reiter für drei Wochen im texanischen Houston medizinisch betreut werden, bevor er seine Rehabilitationsmaßnahmen im Stützpunkt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz beendet.

Die siebenköpfige "Discovery"-Crew erweiterte in mehreren
Weltraumspaziergängen die Stromversorgung und installierte Anbauten an der ISS, um die Raumstation auf die Aufnahme von weiteren Modulen wie dem europäischen Forschungslabor Columbus vorzubereiten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Thomas Reiter auf der Erde: "Alles dreht sich"
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2006, 21:41
Die Schwerekraft kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem wenn man ein halbes Jahr lang ohne sie gelebt hat. Diese Erfahrung macht Thomas Reiter nach seiner Rückkehr auf die Erde. Umso besser mundete dem Astronauten dagegen sein erstes irdisches Frühstück seit Monaten: Spiegeleier mit Schinken.

Cape Canaveral/Washington - Reiter plagen wenige Stunden nach der Rückkehr aus dem All noch Anpassungsschwierigkeiten an die Schwerkraft auf der Erde. "Wenn man ein halbes Jahr in der Schwerelosigkeit verbracht hat, dann ist die Rückkehr zur Schwerkraft überwältigend", sagte der Astronaut in seinem ersten Interview nach der Landung in einer Telefonkonferenz in Cape Canaveral in Florida. Die ersten Stunden auf der Erde seien kein Vergnügen. "Alles dreht sich, wenn man den Kopf ein bisschen bewegt. Man hat das Gefühl, dass einem schwindelig ist."

Sein erstes Frühstück auf der Erde hat der 48-Jährige genossen: "Spiegeleier mit Schinken, Tomaten, Kaffee und Orangensaft. Ich muss sagen, da habe ich richtig drauf gewartet." Direkt nach der Landung habe er dagegen "nicht so rechten Appetit" gehabt.

Reiter wird Weihnachten mit seiner Familie verbringen, unklar ist nur noch, wo. Wenn er sich nicht so gut fühle, um zu seiner Familie in die Wohnung in Houston in Texas zu gehen, dann müssten seine Frau und die beiden Söhne eben auf die Quarantänestation kommen, sagte Reiter. "Für die Kinder ist das nicht so schön wie zu Hause", sagte er. "Aber die sind froh, dass sie ihren Papa wiederhaben."

Reiter sagte, dass er beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre den Bruchteil einer Sekunde lang an die Besatzung der Raumfähre "Columbia" gedacht habe. Die "Columbia" war am 1. Februar 2003 tödlich verunglückt. Alle sieben Astronauten kamen dabei ums Leben.

Der Wissenschaftler hat nach eigenen Worten jede Sekunde seines 171 Tage langen Aufenthalts im All genossen. "Ich habe mich wohlgefühlt wie ein Fisch im Wasser", sagte er. Das Leben in der Schwerelosigkeit sei sehr angenehm. Es wäre schön, wenn er noch einmal ins All fliegen könnte.

Reiter kommt Mitte Januar nach Deutschland zurück

Reiter hatte für die Europäische Raumfahrtagentur Esa auf der Internationalen Raumstation ISS gearbeitet. Der 48-Jährige hält jetzt den neuen europäischen Rekord für den längsten Aufenthalt im Weltraum. Die "Discovery" mit sieben Crew-Mitgliedern an Bord landete gestern Abend um 23.32 Uhr MEZ genau zum Sonnenuntergang auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.

Nach ersten medizinischen Untersuchungen und Tests soll Reiter noch heute mit den anderen Raumfahrtkollegen zum Kontrollzentrum nach Houston (Texas) zurückgebracht werden. Reiter und sein schwedischer ESA-Kollege Christer Fuglesang hatten unter anderem Daten über die Strahlungsdosis gesammelt, der sie bei ihren Arbeiten im All ausgesetzt waren. Diese Daten sollen jetzt bei der Bewertung des Strahlungsrisikos bei Langzeiteinsätzen helfen. Die beiden Esa- Astronauten werden nach Neujahr nach Europa zurückkommen. Mitte Januar kehrt der 48-Jährige nach Angaben der Esa dann nach Deutschland zurück.

Es sei ein großer Tag mit einer perfekten Landung gewesen, sagte der Direktor der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Michael Griffin. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums DLR Sigmar Wittig zeigte sich überglücklich und sprach von einem "vorgezogenen Weihnachtsfest".

Bundespräsident Horst Köhler übermittelte Thomas Reiter einen Brief und gratulierte. Der Astronaut habe mit seiner Arbeit "uns "Erdlingen" einen faszinierenden Einblick in die Arbeit an Bord der ISS gegeben und uns damit die Weiten des Weltraums ein bisschen näher gebracht". Schwedens König Carl XVI. Gustaf übermittelte Fuglesang ein Glückwunschtelegramm.

"Wir sind glücklich, dass wir die "Discovery" sicher zurückgebracht haben", sagte Kommandant Mark Polansky nach der Landung. Reiter selbst war nach Monaten in der Schwerelosigkeit noch nicht in der Lage, die Stufen der Gangway hinter zu laufen. Es gehe ihm aber gut, sagte DLR-Chef Wittig.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Anstoßen im All: ISS- Astronauten erleben 16 Mal Neujahr
Beitrag von: SiLæncer am 30 Dezember, 2006, 15:27
Sie haben - offiziell zumindest - keinen Alkohol an Bord. Und stoßen aus Gründen der politischen Ausgewogenheit zwei Mal auf das neue Jahr an. Dabei könnten die Astronauten an Bord der ISS eigentlich 16 Mal feiern - so oft überfliegt die Internationale Raumstation an Silvester die Datumsgrenze.

Moskau - In der Internationalen Raumstation (ISS) wird gleich zwei Mal Silvester gefeiert. Doch die Korken werden in der Erdumlaufbahn nur symbolisch knallen, denn Alkohol ist an Bord nicht erlaubt. Zudem verbietet sich Champagner von selbst, da sich das perlende Getränk in der Schwerelosigkeit als klebriger Film über das Innenleben der Station verteilen würde. Die US-Astronauten Sunita Williams und Michael Lopez-Alegria sowie ihr russischer Kollege Michail Tjurin werden zum Jahreswechsel artig mit Saft anstoßen - wenigstens offiziell.

Doch wenn nicht alles täuscht, wird es wohl heimlich noch einen kleinen zünftigen Umtrunk geben. Die russischen Kosmonauten mit ihrer Langzeitflugerfahrung sind für ihre Erfindungsgabe bekannt: Es ist inzwischen ein offenes Geheimnis, dass sie stets einen kleinen Vorrat an Hochprozentigem dabei haben.

Tjurin gab sich aber bei einer Videopressekonferenz betont harmlos. "Natürlich würde man Champagner und Kaviar nicht verschmähen", sagte er. Aber bezüglich alkoholischer Getränke wolle er als Militärangehöriger antworten: "Wenn das die Vorschrift nicht erlaubt, wird es ihn auch nicht geben."

Gleich 16 Mal könnte die ISS-Mannschaft am morgigen Sonntag das neue Jahr begrüßen. Denn so oft überfliegt die Station binnen eines Tages mit einem Tempo von 28.000 Stundenkilometern die Datumsgrenze. Doch die Flugleitzentralen in Koroljow bei Moskau und Houston im US-Bundesstaat Texas haben sich - politisch ausgewogen - auf lediglich zwei Feiern geeinigt: Die erste wenn in Moskau die Uhren Mitternacht schlagen (22 Uhr MEZ) und eine zur New Yorker Ortszeit (6 Uhr MEZ).

Die Raumfahrer können sich auch zweimal auf Neujahrsgeschenke freuen. Die erste Portion ist kurz vor Weihnachten mit dem US-Shuttle "Discovery" auf der ISS angekommen. Sunita Williams wurde von ihrer Mutter mit einem Foto ihres Lieblingshundes Gorby überrascht. Und Lopez-Alegria freute sich besonders über Zeichnungen seines siebenjährigen Sohnes. Die zweite Geschenksendung kommt erst nach dem 18. Januar. Dann soll sich ein automatischer "Progress"-Frachter mit Nachschub auf den Weg zur Station machen. Mit dabei sind dann auch verspätete Grüße für Tjurin zum orthodoxen Weihnachtsfest, das Anfang Januar gefeiert wird.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA verspricht für 2007 größten Ausbau der Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 01 Februar, 2007, 08:07
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat für 2007 den bislang größten Ausbau der Internationalen Raumstation ISS angekündigt.

Der Komplex werde bis zum Jahresende von einem Zwei-Zimmer-Appartement auf die Größe eines Hauses mit vier Räumen erweitert, sagte Kirk Shireman, stellvertretender ISS-Direktor bei der US-Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch in Houston. Der Wohn- und Arbeitsbereich auf der ISS werde erstmals seit sechs Jahren wieder größer, wenn im Oktober und Dezember das europäische Weltraumlabor "Columbus" und das japanische "Kibo"-Modul angekoppelt würden.

Nach den Worten von Shiremann steht die Raumfahrt in diesem Jahr vor mehreren neuen Rekorden. Beispielsweise seien 24 Außenbordeinsätze von Astronauten geplant - so viel wie nie zuvor in einem Jahr. Die derzeitige NASA-Bordingenieurin Sunita Williams werde nach ihrer Rückkehr den Rekord für den längsten Weltraumaufenthalt innerhalb der US-Raumfahrtbehörde halten. Der derzeitige Bordkommandeur Mike Lopez-Alegria werde nach der Landung auf der Erde die ISS-Bestenliste mit den bislang meisten Außenbordeinsätzen und der längsten Arbeitszeit außerhalb der ISS anführen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Außeneinsatz: Raumstation ISS hat giftiges Ammoniak verloren
Beitrag von: SiLæncer am 01 Februar, 2007, 20:49
An der Internationalen Raumstation ist giftiges Ammoniak ausgetreten. Der Zwischenfall ereignete sich, als zwei Astronauten die Leitungen eines Behälters an der Außenhülle der ISS entfernt haben.

Rund acht Stunden dauerte der Einsatz in 354 Kilometern Höhe, bei dem die giftige Substanz aus der Internationalen Raumstation ISS austrat. Das Ammoniak sei vermutlich bereits über einen längeren Zeitraum ausgesickert, sagte Nasa-Flugdirektor Derek Hassmann. Von einem richtigen Leck könne jedoch keine Rede sein.

Weil die US-Astronauten Michael Lopez-Alegria und Sunita Williams sehr vorsichtig mit dem ätzenden Ammoniak umgehen mussten, dauerten die Außenarbeiten mit sieben Stunden und 55 Minuten etwas länger als vorgesehen. Zudem wies das Kontrollzentrum die beiden Raumfahrer an, eine knappe halbe Stunde länger in der Luftschleuse zu verbringen als sonst, weil die Experten befürchteten, dass an den Raumanzügen noch Rückstände der Substanz haften könnten.

Eine Gefahr habe für die Astronauten aber nicht bestanden, meldete die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach Abschluss der Mission. Beide Astronauten kamen nach Einschätzung der Bodenkontrolle nicht mit dem Gift in Kontakt.

Bei dem Einsatz installierten Lopez-Alegria und Williams Leitungen für ein dauerhaftes Kühlsystem, entfernten eine Thermoabdeckung und schlossen Elektroleitungen an. Am Donnerstag und am Sonntag kommender Woche sollen die beiden ein Sonnensegel und einen Wärmeleiter abbauen.

Es ist das erste Mal, dass an der ISS innerhalb eines so kurzen Zeitraums gleich mehrere Außenarbeiten ohne Unterstützung einer angedockten Raumfähre vorgenommen werden. Bislang stand bei umfangreichen Einsätzen dieser Art stets eine Raumfähren-Besatzung bereit, um bei der Vorbereitung der Ausrüstung und der Steuerung von Kameras zu helfen.

Derzeit befinden sich nur drei Langzeit-Besatzungsmitglieder in der Raumstation. Der Einsatz wurde deshalb von der Kontrollstation in Houston aus koordiniert. Das dritte Besatzungsmitglied der ISS, der Russe Michail Tjurin, soll laut Nasa am 22. Februar mit Lopez-Alegria ins All spazieren, um eine defekte Antenne vom russischen Frachtraumschiff Progress abzumontieren. Erst Mitte März wird wieder eine Raumfähre an der ISS erwartet.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Arbeit an der ISS: Rekord- Schichten im freien All
Beitrag von: SiLæncer am 05 Februar, 2007, 09:46
Die US-Astronautin Sunita Williams hat einen neuen Raumfahrtrekord aufgestellt. Länger als jede andere Astronautin zuvor arbeitete sie im freien Weltall - weil es viel zu tun gab an der Internationalen Raumstation ISS.

Washington - Die 41-jährige Williams brachte es auf exakt 22 Stunden und 37 Minuten Arbeit im freien Weltall. Sie beendete heute gemeinsam mit Kommandant Michael Lopez-Alegria einen sieben Stunden und elf Minuten langen Außenbordeinsatz. Bisherige Rekordhalterin war die US-Astronautin Kathryn Thornton.

Die beiden US-Astronauten erledigten die Arbeiten am neuen
Kühlsystem der Internationalen Raumstation ISS und schlossen eine zweite neue Leitung an. Weil aus einem kleinen Leck wieder giftiges Ammoniak austrat, mussten sie wie bereits am
vergangenen Mittwoch eine besonders gründliche Sicherheitsinspektion über sich ergehen lassen. Damit wollte die US-Raumfahrtbehörde NASA ausschließen, dass die Raumfahrer giftige Substanzen an Bord der Raumstation bringen.

Das neue Kühlsystem ersetzt eine provisorische Zwischenlösung und ebnet den Weg für den weiteren Ausbau der ISS. Ende dieses Jahres sollen das europäische Raumfahrtlabor "Columbus" und das japanische Kibo-Modul andocken.

Williams und Lopez-Alegria waren auch als außerirdische Elektriker im Einsatz. Sie arbeiteten an einem Kabelsystem, das künftig Energie von den Solarflügeln der Raumstation zu den angedockten US-Raumfähren liefert. Mit der neuen Stromquelle können die Space-Shuttles künftig bis zu zwölf Tage andocken, vier Tage länger als bisher. Als erste Raumfähre wird die
"Endeavour" im Juni zu einem längeren, auf 14 Tage geplanten
Weltraumeinsatz zur ISS fliegen.

Der dritte Außenbordeinsatz von Lopez-Alegria und Williams ist für den kommenden Donnerstag geplant.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA: "Atlantis"-Start wird nach Hagelsturm verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 28 Februar, 2007, 09:44
Die US-Raumfahrtbehörde NASA muss nach einem Hagelsturm den für 15. März geplanten Start der Raumfähre "Atlantis" um mindestens einen Monat verschieben.

Bis zu einem Golfball große Hagelkörner hätten rund 2.000 Einschläge im Isolierschaum am Außentank hinterlassen, sagte Programmdirektor Wayne Hale am Dienstag (Ortszeit) in Cape Canaveral in Florida. Außerdem seien an 26 Hitzekacheln am linken Flügel der Raumfähre "kosmetische" Kratzer an der Oberfläche festgestellt worden.

Als Konsequenz muss der Space-Shuttle jetzt in der kommenden Woche von der Startrampe in die 52 Stockwerke große Montagehalle zurückgerollt werden. Nach den Worten von Hayle kann die "Atlantis" jetzt frühestens Ende April starten. Das Zeitfenster sei dann bis zum 20. Mai offen.

Hale zeigte während einer Pressekonferenz Fotos von dem mit Einschlägen übersäten Außentank. NASA-Meteorologen beschrieben den Hagelsturm vom Montagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern als "Explosion". Die Hagelkörner seien zwischen einem halben und fünf Zentimeter groß gewesen.

Allein die Inspektion des Außentanks wird nach den Worten von Hale zwei Wochen dauern. Die "Atlantis" sollte ursprünglich am 15. März zu einem elftägigen Flug zur Internationalen Raumstation starten. Jetzt muss die NASA erst den Weltraumeinsatz der russischen Raumsonde "Sojus" abwarten, die im April eine neue Langzeitbesatzung zur ISS bringt. Nachdem die "Sojus" abgedockt habe, könne die "Atlantis" starten, sagte Hale. Damit ist aus Sicht der NASA erst ein Flug nach dem 22. April möglich.

Die sechsköpfige "Atlantis"-Crew um Kommandant Rick Sturckow soll an der ISS unter anderem ein neues Segment installieren und ein Paar neuer Sonnensegel anbringen.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Expertenkommission sieht katastrophale Gefahren für Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 01 März, 2007, 08:20
Eine unabhängige Expertenkommission sieht erhebliche Gefahren für die Internationale Raumstation (ISS), die katastrophale Folgen haben könnten.

Die größten Sicherheitsrisiken sind eine Kollision mit einer andockenden Raumfähre, Beschädigungen durch einen Roboterarm, ein Feuer an Bord sowie ein Angriff von der Erde, heißt es in dem am Dienstag in Cape Canaveral in Florida vorgelegten Bericht der Kommission an den US-Kongress und die US- Raumfahrtbehörde.

Als Schutz vor Weltraummüll oder kleine Meteoriten schlagen die Experten eine Verstärkung der Schutzhülle vor, damit die Wände der Raumstation nicht durchschlagen werden können. Der derzeitige Zustand der ISS, die bislang zur Hälfte ausgebaut ist, wird von den Experten als "stabil und gesund" beschrieben.

Darüber hinaus machen sich die Experten Sorgen, wie die NASA die Raumstation versorgen wird, nachdem die Space-Shuttle bis Ende 2010 ausgemustert worden sind. Die Situation könnte so kritisch werden, dass entweder die Zahl der Langzeitastronauten auf der ISS gekürzt oder Teile der ISS wie Laboratorien aufgegeben werden müssten.

Die neue Raumfähre "Orion" sollte nach bisherigen Plänen erst bis spätestens 2014 flugbereit sein. Die Raumfahrtexperten verlangen jetzt von der NASA und der US-Regierung, das Programm weitaus aggressiver anzugehen. Damit kämen auf die NASA zusätzliche Kosten von einer Milliarde Dollar (rund 760 Millionen Euro) pro Jahr ab 2010 zu.

Mit der neuen Raumfähre "Orion" will die NASA wieder bemannte Flüge zum Mond aufnehmen. In einer späteren Phase sollen Astronauten dann auch zum Mars und darüber hinaus fliegen.

Die Internationale Raumstation ist ein gemeinsames Projekt der USA, Russlands und anderer internationaler Partner. Das Forschungszentrum im All kostete bislang rund 100 Milliarden US-Dollar (75,7 Milliarden Euro). Die ersten zwei Module der Station wurden 1998 im All zusammengebaut. Im November 2000 betraten die ersten drei Astronauten die Raumstation.

Quelle : www.satundkabel.de
Titel: Hagelschäden am Außentank: Starttermin von "Atlantis" weiter unklar
Beitrag von: SiLæncer am 22 März, 2007, 13:50
Noch steht nicht fest, wann die US-Raumfähre "Atlantis" ins All fliegen kann. Die Raumfahrtbehörde Nasa will erst noch genau die Schäden am Außentank untersuchen, die ein Hagelsturm verursacht hat.

Cape Canaveral - Die Raumfähre "Atlantis" hätte ursprünglich schon in der vergangenen Woche ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch verschoben werden, nachdem bei einem schweren Gewitter Ende Februar Hagelkörner in der Größe von Golfbällen Tausende Dellen an der äußeren Tankisolierung verursacht hatten. Die Nasa steht vor der Entscheidung, den Tank reparieren zu lassen, was einen Start im Mai möglich machen würde, oder einen neuen zu nehmen, womit sich der Start auf Juni verschieben würde.

Die Tankisolierung wird von der Nasa besonders beobachtet, seit beim Start der Raumfähre "Columbia" 2003 ein Stück abbrach. Das Schaumstück beschädigte einen Flügel des Shuttles so stark, dass die "Columbia" beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre explodierte. Die US-Raumfahrtbehörde will nun erst im kommenden Monat entscheiden, wann der erste Shuttle-Flug dieses Jahres stattfinden soll, wie Nasa-Manager Bill Gerstenmaier mitteilte. Vermutlich könne dann am 10. April ein neuer Starttermin bekannt gegeben werden.

Die Nasa plant bis Ende 2009 insgesamt 14 Shuttle-Starts zur Internationalen Raumstation ISS. Der weitere Aufbau der ISS hängt davon ab, ob die Shuttles regelmäßig starten können, um weitere Module ins All zu transportieren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: 15. Besatzung startet heute abend zur Internationalen Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 07 April, 2007, 13:33
Die 15. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS startet heute abend zu ihrem halbjährigen Aufenthalt im All.

Die russische Sojus-Trägerrakete soll um 19.31 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Kommandant der neuen Mission ist Fjodor Jurtschichin, Bordingenieur Oleg Kotow aus Russland. Als fünfter Weltraumtourist fliegt der amerikanische Software-Unternehmer Charles Simonyi für einen Kurzzeitaufenthalt ins All. Der Amerikaner hat geschätzte 16 Millionen Euro für den achttägigen Flug ins All bezahlt. Eine Besonderheit der 15. Langzeitbesatzung der ISS ist, dass die beiden Kosmonauten wenig erfahren sind. Jurtschichin hat bislang nur einen Kurzbesuch auf der ISS mit einem US-Shuttle absolviert. Kotow war noch nie im Weltraum.

Quelle : Sat + Kabel
Titel: Re: ISS: 15. Besatzung zur Internationalen Raumstation gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 08 April, 2007, 09:51
Die 15. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ist am Samstag zu ihrem halbjährigen Aufenthalt im All gestartet.

Die russische Sojus-Trägerrakete hob planmäßig um 19.31 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur ab und durchbrach kurz darauf die Wolkendecke über der nächtlichen Steppe in Kasachstan. Wenig später begann die in der Kapsel aufgehängte schwarze Stoffkatze in der Schwerelosigkeit zu schweben. Kosmonaut Oleg Kotow hatte sie als Glücksbringer mit zur ISS genommen. Mit an Bord der Sojus ist als fünfter Weltraumtourist der amerikanische Software-Unternehmer Charles Simonyi. Der 58-Jährige flog für einen Kurzzeitaufenthalt ins All. Der Amerikaner bezahlte geschätzte 16 Millionen Euro für den zwölftägigen Flug.

Die Besatzung fühle sich gut, teilte das Kontrollzentrum in Baikonur nach dem Start der Agentur Itar-Tass mit. Kommandant der neuen Mission ist Fjodor Jurtschichin (48), Kotow (41) (beide Russland) ist Bordingenieur.

An Bord der ISS verfolgten Michail Tjurin (Russland), Michael Lopez-Alegria und Sunita Williams (beide USA) den Start per Liveübertragung. Ihnen bleiben zwei Tage, um alles auf die neuen Gäste vorzubereiten. Die Sojus wird am Montagabend MESZ an der Raumstation andocken, nachdem sie zuvor 33 Mal die Erde umrundet hat. Tjurin und Lopez-Alegria kehren am 20. April gemeinsam mit dem Weltraumurlauber Simonyi zur Erde zurück. Beide sind seit September auf der ISS. Williams bleibt bis zum Sommer im All.

Während ihres 189 Tage langen Aufenthalts sind für die 15. Langzeitbesatzung der ISS drei Weltraumspaziergänge geplant. Die beiden Kosmonauten sind wenig weltraumerfahren: Jurtschichin hat bislang nur einen Kurzbesuch auf der ISS mit einem US-Shuttle absolviert. Kotow war noch nie im Weltraum.

Quelle : Sat + Kabel
Titel: Hagelschäden an Raumfähre: "Atlantis" startet frühestens am 8. Juni
Beitrag von: SiLæncer am 11 April, 2007, 09:33
Die US-Raumfähre "Atlantis" wird erst im Juni zu ihrem Flug zur Internationalen Raumstation ISS abheben können. Die Nasa musste den Starttermin verschieben, weil der Space Shuttle nach einem Hagelschaden noch repariert werden muss.

Cape Canaveral - Bis Anfang Juni dahin soll die Reparatur des Außentanks der "Atlantis" abgeschlossen sein, teilte die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa mit. Der früheste Termin für die erste Shuttle-Mission dieses Jahres sei der 8. Juni.

Ursprünglich hatte die "Atlantis" am 15. März starten sollen. Die Nasa-Techniker erwogen zunächst auch einen Austausch des Tanks, in dessen Außenisolierung Ende Februar bei einem schweren Gewitter Hagelkörner in der Größe von Golfbällen tausende Dellen geschlagen hatten. Doch gingen die Reparaturarbeiten gut voran, sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmaier.

Der Absturz der Raumfähre "Columbia" im Jahr 2003, bei dem alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen, war durch abgeplatzen Isolierschaum verursacht worden, der den lebenswichtigen Hitzeschild des Raumfähre beschädigt hatten. Die Raumfahrtingenieure widmen der sicheren Isolierung der Außentanks seitdem besondere Aufmerksamkeit.

Die Verzögerung des "Atlantis"-Starts wirbelt das gesamte Shuttle-Programm für dieses Jahr durcheinander. Insgesamt sind 2007 vier Flüge geplant. Die Rückkehr der ISS-Astronautin Sunita Williams verzögert sich um mehr als einen Monat. Sie soll an Bord der "Endeavour" zur Erde zurückfliegen, die nun frühestens im August zur Internationalen Raumstation ISS fliegen kann. Williams, die sich seit Dezember in der ISS aufhält, nahm es gelassen: "Das ist nicht schlimm. Ich habe viel zu tun hier oben", erklärte sie am Dienstag in einer Video-Schaltung.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Wieder am Boden: Sojus und Simonyi sind sicher gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 21 April, 2007, 18:15
Der fünfte Kurzurlaubsflug zur Internationalen Raumstation ISS ist glücklich beendet. IT-Multimilliardär Charles Simonyi - der erste "Nerd im Weltall" - landete weich in der kasachischen Steppe.

Koroljow - Endlich wieder zuhause: Das Gefühl kennt doch jeder, der sich unbekannte Wagnisse auf sich nehmend in fremden Gefilden herumtrieb und wieder sicheren Boden unter den Füßen hat. Der ungarisch-amerikanische Milliadär Charles Simonyi, der sein Geld bei Microsoft verdiente, mag das ähnlich sehen - auch, wenn er für umgerechnet 19 Millionen Euro nur zwei Tage im All verbringen durfte.

Am Samstag begann mit dem Abkoppeln von der ISS der letzte Teil seines Abenteuers, in das er neben den Millionen auch sechs Monate einer harten Trainingsvorbereitung investiert hatte. Die braucht man wohl auch, wenn man in einer winzigen Kapsel sitzend mit mehreren Kilometern pro Sekunde auf die äußeren Luftschichten trifft. Die bremsen die Kapsel ab, indem die Reibung der Gase die Bewegungsenergie in Hitze umwandelt: Auf der Außenhülle entstehen da kurzfristig Temperaturen von bis zu 2000 Grad Celsius.

Achterbahn ist lahm dagegen

Der Bremsfallschirm einer Sojus öffnet sich, wenn die Fallgeschwindigkeit auf unter 240 Meter pro Sekunde gefallen ist. Wenn alles gut geht, folgt wenig später der Hauptfallschirm und der sanfte Touchdown in weiter Steppe, diesmal in Kasachstan. Ein wilder Ritt, den der 58-jährige Simonyi da hinter sich hat, für ihn körperlich aber wohl leichter zu ertragen als für die Kosmonauten Michael Lopez-Alegria (USA) und Michail Tjurin (Russland), die ihn auf dem Weg zurück von der ISS begleiteten. Sie waren seit September 2006 auf der Raumstation.

Der zahlende Gast hatte dort durchaus versucht, sich nützlich zu machen. Simonyi führte Experimente über die Strahlenbelastung an Bord durch. Besser als normalerweise war allein seine Verpflegung, doch das Picknick-Päckchen hatte er sich auch selbst mitgebracht. Statt Standard-Tübchen gab es in Wein marinierte geröstete Wachtel und Entenbrust.

Simonyi war der fünfte zahlende Gast auf der ISS. Die Reise kostete den Software-Entwickler rund 25 Millionen Dollar (19 Millionen Euro). Der 58-jährige gebürtige Ungar hatte seit Oktober vergangenen Jahres im Ausbildungszentrum bei Moskau für den Weltraumflug trainiert. Vor ihm flogen bereits der US-Geschäftsmann Dennis Tito, der südafrikanische Unternehmer Mark Shuttleworth, der US-Unternehmer Gregory Olsen und die amerikanisch-iranische Geschäftsfrau Anousheh Ansari als zahlende Gäste zur ISS.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Außenbordeinsatz: ISS bekommt besseren Meteoritenschutz
Beitrag von: SiLæncer am 31 Mai, 2007, 09:08
Zwei russische Kosmonauten haben an der Internationalen Raumstation ISS Schutzschilde gegen Meteoriten und Weltraummüll angebracht. Die Platten sollen Schäden an der Raumstation verhindern.

Moskau/Cape Canaveral - Kommandant Fjodor Jurtschichin und Flugingenieur Oleg Kotow begannen ihren rund sechsstündigen Einsatz am Mittwochabend gegen 21.05 Uhr(MESZ). Das dritte ISS-Besatzungsmitglied, die US-Astronautin Sunita Williams, blieb in der Station.

Jurtschichin und Kotow sollten fünf Schutzschilde an der russischen Seite der ISS anbringen. Insgesamt 17 dieser Teile waren schon im Dezember zur ISS gebracht worden, wo sie seitdem außerhalb der Station lagerten. Die restlichen Schilde sollten in der kommenden Woche montiert werden.

Meteoriten und sogenannter Weltraummüll, kleine Trümmerstücke, aber auch nicht mehr benötigte Raketenteile, die um die Erde kreisen, gelten als große Gefahr für die ISS, die in rund 354 Kilometern Höhe um die Erde fliegt. Eine Expertengruppe kam im Februar zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die ISS nach ihrer Vollendung 2010 von so einem Teil getroffen und unbewohnbar wird, bei neun Prozent liegt. Mit dem Schutz auf der russischen Seite sinkt diese Gefahr auf fünf Prozent. Der europäische und der japanische Teil gelten als sicher genug.

Außerdem verlegten die Kosmonauten ein neues Kabel für das Satellitennavigationssystem GPS, eine Vorbereitung auf die Ankunft des automatischen europäischen Weltraumfrachters ATV, der erstmals im Herbst die ISS ansteuern soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erneuter Außeneinsatz für Astronauten der Internationalen Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 06 Juni, 2007, 19:18
Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow haben zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die Internationale Raumstation ISS für einen Außeneinsatz verlassen.

Die beiden Russen schwebten am Mittwoch planmäßig durch die Ausstiegsluke des Verbindungsmoduls, wie die Flugleitung bei Moskau mitteilte. Zunächst sollten sie einen Container mit lebendigen Mücken und anderen Kleinstlebewesen an der Außenhaut der ISS befestigen. Zudem war während des auf sechs Stunden berechneten Einsatzes die Befestigung von Schutzplatten gegen Meteoriteneinschläge geplant.

Beim wissenschaftlichen Experiment "Biorisk" mit afrikanischen Mücken soll erforscht werden, welchen gesundheitsschädlichen Einflüssen Organismen bei Langzeitflügen ausgesetzt sind. Die auf die ISS gebrachte Mückenart soll extrem widerstandsfähig sein. Die Insekten müssen für eineinhalb Jahre in ihrem Container an der Außenwand der ISS bleiben und werden dann auf der Erde untersucht. Die aus dem Versuch gewonnenen Erkenntnisse wollen Wissenschaftler für die Vorbereitung von bemannten Raumflügen unter anderem zum Mars nutzen.

Jurtschichin und Kotow hatten Ende Mai ihre Feuertaufe im All mit Bravour bestanden. Die Russen absolvierten ihren ersten Außeneinsatz souverän und vor allem sehr schnell. Die amerikanische Astronautin Sunita Williams blieb auch dieses Mal im Inneren der Raumstation, um den Außeneinsatz von dort aus zu unterstützen.

Quelle : Sat + Kabel
Titel: Mini- Meteorit schlägt Loch in Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juni, 2007, 07:46
Russische Kosmonauten machten bei ihrem zweiten Ausstieg eine unangenehme Entdeckung: Eine Mini-Meteorit schlug ein Loch in die Internationale Raumstation ISS.

Moskau - Das Loch befinde sich am "Sarja"- Frachtblock der Raumstation, berichtete der russische Flugleiter Wladimir Solowjow nach Angaben der Moskauer Nachrichtenagentur RIA "Nowosti". Es erinnere an den Einschlag einer Kugel und stamme offenbar von einem Mikrometeoriten, Es seien aber keine Defekte im Einschlagsbereich entdeckt worden. "Die ISS ist hermetisch und alle ihre Systeme funktionstüchtig", sagte er.

Für die Astronauten an Bord bestehe keine Gefahr. Die russisch-amerikanische Stammbesatzung werde deshalb nichts unternehmen. Auch an der russischen Raumstation MIR habe es schon solche Schäden durch Mikrometeoriten gegeben. Auch an den russischen und amerikanischen Sonnenbatterien der ISS gebe es "einige Löcher", sagte der Flugleiter. "Diese Beschädigungen beeinflussen aber die Energieproduktion nicht."

Das Loch war von den russischen Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow bei ihrem zweiten Ausstieg entdeckt worden. Die beiden montierten bei ihrem gut fünfeinhalbstündigen "Weltraumspaziergang" am Servicemodul "Swesda" zwölf neue kleinere Aluminiumschilde, die die Station vor Mikrometeoriten und Weltraumschrott schützen sollen. Bereits bei ihrem ersten Ausstieg vor einer Woche hatten die Männer fünf solcher etwa einen Quadratmeter großen und rund zehn Kilogramm schweren Platten installiert.

Der Schutzpanzer geht auf eine Bitte der Amerikaner zurück, die in dieser Frage höhere Sicherheitsstandards als die Russen haben. Die jüngste Entdeckung am "Sarja"-Modul dürfte den Sinn solcher Maßnahmen noch einmal ausdrücklich bestätigt haben.

Bei beiden Ausstiegen hielt die amerikanische Astronautin Sunita Williams in der Station Wache.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA hofft auf reibungslosen Start von Raumfähre "Atlantis" heute abend
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juni, 2007, 09:32
Nach schweren Gewittern über Florida sieht die US-Raumfahrtbehörde NASA gute Chancen für den Start der Raumfähre "Atlantis" am heutigen Freitagabend.

Die Wetteraussichten für Freitag seien gut und ließen einen Start zu 80 Prozent zu, sagte NASA-Meteorologin Kathy Winters am Donnerstag in Cape Canaveral. Der Space-Shuttle soll am Freitagabend um 19.38 Uhr Ortszeit (01.38 MESZ) vom NASA-Weltraumbahnhof zu einem elftägigen Flug zur Internationalen Raumstation ISS starten.

An Bord der "Atlantis" sind sieben Astronauten. Sie sollen an der Raumstation unter anderem ein neues Paar Sonnensegel anbringen. Dazu sind drei Außeneinsätze im All geplant. Die Energieversorgung auf der ISS muss verbessert werden, bevor das europäische Weltraumlabor "Columbus" im kommenden Dezember angedockt wird.

Die "Atlantis" sollte eigentlich bereits vor drei Monaten starten. Ein Hagelsturm beschädigte aber Ende Februar den rund 50 Meter hohen Außentank so stark, dass er repariert werden musste.

Quelle : Sat+Kabel
Titel: Raumfähre "Atlantis" nach perfektem Start in Florida auf dem Weg zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2007, 10:43
Die amerikanische Raumfähre "Atlantis" ist nach einem perfekten Start auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS.

Der Space-Shuttle hob am Freitagabend um 19.38 Uhr Ortszeit (1.38 Uhr MESZ) mit einem langen Feuerschweif vom US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida ab. Die "Atlantis" wird am Sonntagabend an der ISS andocken. Der Weltraumeinsatz dauert elf Tage. Die siebenköpfige Crew soll während drei Außeneinsätzen im All unter anderem ein Paar neuer Sonnensegel an der Raumstation anbringen.

"Das war ein wunderbarer Start", sagte Startdirektor Mike Leinbach. "Ich könnte nicht glücklicher sein. Der Außentank hat perfekt funktioniert", sagte Programmdirektor Wayne Hale. Nur ein Stück Schaumstoff habe sich relativ spät nach dem Start vom Tank gelöst, aber nicht die Raumfähre getroffen. "Das dürfte keine Gefahr bedeuten", sagte er.

Ein beim Start vom Außentank abgefallenes Stück Schaumstoff hatte am 1. Februar 2003 das tödliche Unglück der Raumfähre "Columbia" ausgelöst. Damals kamen alle sieben Astronauten ums Leben.

Nach Angaben des NASA-Kontrollzentrums in Houston verläuft der Flug ohne Schwierigkeiten. Die "Atlantis" befinde sich sicher auf einer Umlaufbahn um die Erde.

Kurz vor dem Start wünschte Startdirektor Leinbach der siebenköpfigen Crew viel Glück und eine gute Reise. Der Space-Shuttle hob dann planmäßig mit ohrenbetäubendem Lärm, einer großen Staubwolke und einem langen Schweif vom US-Weltraumbahnhof ab. Achteinhalb Minuten nach dem Start schaltete die "Atlantis" die drei Haupttriebwerke ab und schwenkte in einen Orbit um die Erde ein.

Die "Atlantis" transportiert ein 17,5 Tonnen schweres Segment mit einem Paar neuer Sonnensegel zur ISS. Der erste von insgesamt drei geplanten Außeneinsätzen im All beginnt bereits am Montag.

Mit der Raumfähre wird dann auch die US-Langzeitastronautin Sunita Williams zur Erde zurückkehren. Sie lebte und arbeitete seit Anfang Dezember auf der ISS. Mit vier Außeneinsätzen im All hat Williams einen neuen Rekord für Frauen aufgestellt. Die indischstämmige Astronautin wird von Clayton Anderson abgelöst, der bis Oktober auf der Raumstation bleibt.

Die "Atlantis" sollte eigentlich bereits vor drei Monaten starten. Ein Hagelsturm mit Golfball großen Körnern beschädigte aber Ende Februar den rund 50 Meter hohen Außentank so stark, dass er repariert werden musste.

Es ist der erste von vier Shuttle-Flügen in diesem Jahr und der insgesamt 21. Flug einer Raumfähre zur ISS. Die nächsten Starts sind im August, im Oktober und im Dezember vorgesehen. Die NASA plant insgesamt noch 14 Shuttle-Flüge, um die ISS bis 2010 auszubauen.

Die Betreiber der Raumstation konzentrieren sich jetzt vor allem darauf, die Energieversorgung auf der ISS zu verbessern. Nach fast einem halben Jahr Pause fliegt die "Atlantis" dann im Dezember das europäische Weltraumlabor "Columbus" zur ISS. Danach wird Anfang kommenden Jahres an der ISS das japanische Forschungsmodul "Kibo" angebracht.

Quelle : Sat+Kabel
Titel: Beschädigungen am Hitzeschild: Atlantis erfolgreich an ISS angedockt
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juni, 2007, 08:28
Die US-Raumfähre "Atlantis" hat am Abend planmäßig an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Erhöhte Aufmerksamkeit gilt dem Hitzeschild, das beim Start am Freitag beschädigt wurde.

Houston/Washington - Die "Atlantis" dockte um 21.36 Uhr unserer Zeit an die ISS an. Ziel der ersten Mission dieses Jahres ist die Versorgung mit neuen Sonnensegeln und einem Wechsel in der Besatzung in rund 350 Kilometern Höhe.

Kurz vor dem Andock-Manöver hat Astronaut Danny Olivas neue Fotos von der Unterseite des Shuttles erstellt. Beim Start hatte sich ein Teil der Verschalung vom Hitzeschild gelöst - dazu sollen die Bilder genauere Erkenntnisse liefern. "Es ist im Moment kein großer Anlass zur Sorge, aber es gibt eine Menge zu tun", sagte der Nasa-Manager John Simmon über den Schaden. Abgesehen davon sei die Raumfähre in sehr gutem Zustand.

Es war zunächst unklar, ob sich lediglich eine Naht gelöst hat oder der Schild während des Starts vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida von Trümmern getroffen wurde. Bereits am Samstag hatte die Besatzung die Raumfähre auf weitere Schäden untersucht.

Der Zustand des Hitzeschildes wird bei der Nasa seit vier Jahren äußerst sensibel begutachtet. Damals hatten Trümmerteile das Hitzeschild die Raumfähre "Columbia" so beschädigt, dass sie beim Wiedereintritt auseinander brach. Alle sieben Astronauten kamen damals ums Leben. Seit der "Columbia"-Katastrophe ist eine akribische Überprüfung des Hitzeschutzschilds am ersten Tag des Raumflugs Pflicht. Auch bei den Flügen der "Discovery" in den Jahren 2005 und 2006 hatte sich die Naht des Hitzeschilds gelöst, ohne das es zu Problemen kam.

Mit der elftägigen Mission werden unter anderem neue Sonnensegel zur Raumstation gebracht. Astronaut Clay Anderson soll seine Kollegin Sunita Williams nach einem halben Jahr im All als ISS-Langzeitbesatzungsmitglied ablösen. Zur Installation der neuen Bauteile sind drei Außenbordeinsätze am Montag, Mittwoch und Freitag geplant. Ursprünglich sollte die "Atlantis" bereits am 15. März starten. Hagelschlag hatte jedoch im Februar den Außentank beschädigt, so dass eine Reparatur notwendig wurde.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Internationale Raumstation: Neue Sonnensegel breiten ihre Flügel aus
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juni, 2007, 10:45
Die internationale Raumstation ISS spreizt jetzt auf beiden Seiten ihre Flügel. Nahezu problemlos wurde am Dienstag das zweite Paar neuer Sonnensegel automatisch entfaltet.

Die siebenköpfige Crew der amerikanischen Raumfähre "Atlantis" hatte das 17,5 Tonnen schwere Segment mit den 70 Meter langen Sonnenpaneelen am Vortag an der rechten Seite der ISS angebracht. Der Ausbau der ISS hat damit eine neue Dimension erreicht. Angesichts des Zeitdrucks und einer anstehenden Notreparatur an einer Isoliermatte am Heck des Orbiters muss die "Atlantis"-Crew zwei Tage länger im All bleiben.

Ein zusätzlicher vierter Außeneinsatz sei in das Programm aufgenommen worden, sagte Flugdirektor John Shannon im NASA-Kontrollzentrum in Houston in Texas. Die Beschädigung sei aber keine große Angelegenheit. Die "Atlantis" soll jetzt am 21. Juni um 13.54 Uhr (19.54 Uhr MESZ) in Cape Canaveral (Florida) landen.

Mit dem zusätzlichen Zeitpolster von zwei Tagen stellt sich die NASA auf mögliche Probleme ein, die am Mittwoch beim Zusammenfalten eines alten Sonnensegels entstehen könnten. Dieses Segel steht derzeit den neuen Sonnenpaneelen im Weg. Außerdem sollten die sieben "Atlantis"-Astronauten bereits damit beginnen, den Laufzettel für kommende Shuttle-Missionen abzuarbeiten, sagte NASA-Manager Joel Montalbano in Houston.

Weil die "Atlantis" wegen eines Hagelschadens am Außentank im März nicht starten konnte, ist die NASA in diesem Jahr mit einem Flug in Verzug. Nach den Worten von Flugdirektor Shannon gab es den Wunsch nach einer Flugverlängerung von elf auf 13 Tage bereits vor dem Start am vergangenen Freitag.

Die NASA prüft noch, wie der Schaden an der Isoliermatte behoben werden kann. Am linken oberen Heck ist durch die gewaltigen Reibungskräfte und Luftströmungen beim Start eine 10 Mal 15 Zentimeter große Ecke der Isolation umgeknickt . Sie steht jetzt wie ein Dreieck nach oben. "Wir denken, dass die Astronauten dort hingehen können und sie (die Ecke) einfach herunter drücken", sagte Shannon.

Die Reparatur wird nach bisheriger Schätzung mindestens anderthalb Stunden dauern. Ein "Atlantis"-Astronaut wird dazu mit dem Roboterarm zum Heck der Raumfähre geschwenkt. Die Ecke kann dann beispielsweise mit einem Metallfaden an der daneben liegenden Isoliermatte angenäht oder mit einem Spezialklebstoff festgeklebt werden.

Mehrere Raumfähren sind nach den Worten von Shannon mit ähnlichen Beschädigungen sicher zur Erde zurückgekehrt. Das Problem: An einem herausstehenden Stück entsteht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zusätzliche Reibung und Hitze. "Das könnte wirklich die Oberfläche des Teils beschädigen, und das wollen wir mit Sicherheit nicht", sagte Shannon.

Bereits einen Tag nach dem Andocken an der ISS arbeiteten in der Nacht zum Dienstag zwei NASA-Astronauten 6 Stunden und 15 Minuten im freien All. Nachdem die Astronauten mit Hilfe des Roboterarms der ISS ein 17,5 Tonnen schweres Segment mit den neuen Sonnensegeln an der Raumstation angebracht hatten, stiegen Jim Reilly und Danny Olivas zu einem Außeneinsatz aus. Sie verbanden unter anderem die elektrischen Anschlüsse und Datenkabel der neuen Sonnensegel mit der Raumstation. Sie schlossen nach Angaben der NASA außerdem das Kühlsystem an.

Quelle : Sat+Kabel
Titel: ISS-Bordcomputer: Dreifacher Absturz im All
Beitrag von: SiLæncer am 14 Juni, 2007, 16:53
Ein höchst irdisches Problem hat im All ungeahnte Konsequenzen: Drei lebenswichtige Bordcomputer der Internationalen Raumstation sind ausgefallen. Bis diese wieder funktionieren, wird die ISS von der Raumfähre "Atlantis" in der richtigen Höhe gehalten.

Cape Canaveral/Moskau - Der Gast muss im Moment Schwerstarbeit leisten. Seit an Bord der internationalen Raumstation (ISS) drei Bordcomputer gleichzeitig ausgefallen sind, sorgen Hilfsdüsen des angedockten Space Shuttles "Atlantis" dafür, dass die ISS nicht an Höhe verliert. Das Problem trat am Mittwoch auf, nachdem Astronauten bei einem Außeneinsatz ein neues Sonnensegel angeschlossen hatten.

Es sehe so aus, als ob das Einspeisen des Stroms aus den neuen Sonnensegeln dem Bordsystem noch Probleme bereite, sagte eine Sprecherin des russischen Raumfahrtkonzerns Energija in Moskau. Ob dies tatsächlich der Auslöser des Computerfehlers war, steht aber noch nicht abschließend fest.

Nach Angaben von Mike Suffredini, der bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa für das ISS-Programm verantwortlich ist, stellt der Ausfall eine Premiere dar: Nie zuvor seien alle drei Computer im russischen Teil der Raumstation ausgefallen und hätten sich nicht wieder automatisch hochfahren lassen, wie es jetzt der Fall ist. Allerdings sind Computerausfälle an sich keine Seltenheit an Bord der ISS. Russische Ingenieure arbeiten daran, die Bordcomputer wieder hochzufahren.

Die Rechner sind für die Navigation der Raumstation sowie für deren Lebenserhaltungssysteme wie etwa die Luftaufbereitung notwendig. Allerdings hat die ISS einen Sicherheitsvorrat an Sauerstoff für 56 Tage an Bord. Außerdem könnte sie auch nach einer gewissen Zeit ohne Kurskorrektur noch zurück in ihre Idealposition gebracht werden.

"Atlantis" könnte noch länger bleiben

Dass Suffredini bei der täglichen Pressekonferenz am gestrigen Mittwochabend auch eine mögliche Evakuierung der ISS erwähnt hatte, sorgte für Verwirrung. "Ich glaube nicht, dass dies etwas ist, wovon wir uns nicht erholen werden", sagte Suffredini. "Wir haben noch genügend Zeit, das Problem zu lösen." Nur wenn sich die Computer auch nach dem Abdocken der "Atlantis" nicht wieder starten ließen, könnte eine Evakuierung der ISS nötig werden. "Das wäre der schlimmste Fall, der eintreten könnte", sagte Suffredini. Für diese Option ist aber stets eine Rettungskapsel an die Raumstation angedockt.

Die Nasa bemühte sich klarzustellen, dass es nur ein "extremes Szenario" sei, die ISS zeitweilig ohne Besatzung zu lassen. Eine deutlich größere Rolle spielt die Erwägung, die Mission der "Atlantis" um einen weiteren Tag zu verlängern. Schon wegen eines Schadens an einer Hitzeisolierung des Shuttles (mehr...) wird die Besatzung zwei Tage länger im All bleiben als ursprünglich geplant. Nun könnte ein weiterer Tag wegen der Computerpanne hinzukommen.

Die Nasa meldete, dass ihre russischen Kollegen über Nacht "einige Verbindungen" zu den Bordcomputern wiederherstellen konnten. "Es gebe aber noch einiges aufzuräumen und auch noch einige Nachforschungen anzustellen", sagte Nasa-Flugdirektorin Holly Ridings. Warum die Rechner ausgefallen seien, könnten weder Russen noch Amerikaner derzeit sagen.

Dass der Rechnerabsturz "die Zukunft der Forschung im All in Frage" stellt, wie es die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) aus Houston meldete, dürfte schon deswegen übertrieben sein, weil die Internationale Raumstation nur einen kleinen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung im Weltall leistet. Satelliten im Orbit und auf Routen durchs Sonnensystem liefern Wissenschaftlern weitaus mehr Daten aus der Schwerelosigkeit als die teuren Symbole der bemannten Raumfahrt - die oft hauptsächlich mit der Pflege der eigenen Lebenserhaltungssysteme beschäftigt sind.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Defekte ISS-Rechner: Astronauten müssen Strom sparen
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juni, 2007, 09:54
Laptops aus, Lichter dimmen - die "Atlantis"-Astronauten sparen Strom, solange drei Computer an Bord der Internationalen Raumstation nicht wieder laufen. Die Nasa glaubt mittlerweile: Elektromagnetische Felder haben die aus Deutschland stammenden Rechner gestört.

Houston - Die Probleme der Astronauten an Bord des Shuttles "Atlantis" und der Internationalen Raumstation (ISS) klingen allzu irdisch. Fieberhaft basteln sie an jenen drei Bordcomputern der Station, die nach dem Anschluss eines neuen Sonnensegels ausgefallen waren (mehr...). Ein Geräusch brachte den bisher besten Hinweis auf den Grund des Defekts. Mike Suffredini, ISS-Flugdirektor der Nasa, beschrieb es als "Fiepen". Nicht dass die drei Bordrechner geräuschempfindlich wären. Aber das Fiepen sei jenen Lauten vergleichbar, die entstehen, wenn man ein Mobiltelefon unmittelbar neben einen Fernseher lege, so Suffredini.

Die Experten am Boden vermuten deshalb, dass die Geräusche durch elektromagnetische Felder von Kabeln oder Geräten ausgelöst wurden. Weil für den Anschluss des neuen Sonnensegels auch neue Stromkabel in der Station verlegt worden waren, ist es denkbar, dass vorher nicht vorhandene elektromagnetische Felder die sensiblen Bordcomputer stören.

Nun sollen die Rechner neu hochgefahren werden. Vor dem Neustart werden sicherheitshalber die frisch verlegten Stromleitungen abgeschaltet, so Suffredini. Sporadisch liefen die Rechner bereits wieder. Nach Nasa-Angaben stammen die drei Computer im russischen Teil der ISS aus Deutschland: Sie seien vom früheren Daimler-Benz-Konzern für die Europäische Weltraumbehörde Esa entwickelt worden. Die Geräte sind dafür zuständig, die Lage der Station in der Erdumlaufbahn sowie die Sauerstoff- und Wasserversorgung zu steuern.

Die Störung - alle drei Computer waren gleichzeitig abgestürzt, ein automatischer Neustart war nicht möglich - sei zwar bislang einmalig, gebe aber noch keinen Anlass, um eine Evakuierung der Station in Erwägung zu ziehen, sagte Nasa-Projektleiter Bill Gerstenmaier. Am heutigen Freitag sollen die Systeme ganz wiederhergestellt werden. Für den Fall weiterer Komplikationen hat die Nasa aber schon eine weitere Verlängerung der Shuttle-Mission ins Auge gefasst.

Deswegen müssen die Astronauten der "Atlantis" mit dem Strom haushalten. Kameras, Notebooks und einige Leuchten der Raumfähre wurden ausgeschaltet, um Energie für einen möglichen weiteren Tag im All zu sparen. Wegen der Reparatur einer schadhaften Stelle am Hitzeschild der Raumfähre wurde die Reise bereits um zwei auf 13 Tage verlängert. Auch die "Atlantis" wird am heutigen Freitag repariert: Ein Astronaut wird aussteigen und ein Stück gelockerter Isoliermatte am Heck des Raumgleiters festnähen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Computer der Raumstation ISS weiterhin außer Betrieb
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juni, 2007, 15:58
Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS hat das anhaltende Computerproblem im russischen Teil der Station bisher nicht beheben können, das System ist weiterhin abgeschaltet. Die Besatzung und Experten am Boden arbeiten weiterhin mit hoher Priorität daran, das System wieder in Betrieb zu nehmen. Es ist für die Lagekontrolle, die Erzeugung von Sauerstoff und die Wasseraufbereitung zuständig.

In der Nacht waren Vermutungen lautgeworden, dass Probleme mit der elektromagnetischen Verträglichkeit oder Störsignale auf den Stromversorgungsleitungen Ursache für den Ausfall sein könnten. Die Besatzung ging dem nach und nahm Messungen der Versorgungsspannungen mit einem Oszilloskop vor, berichtete Flugdirektorin Holly Ridings. Dabei seien auf den ersten Blick keine Auffälligkeiten festgestellt worden, die Analyse laufe aber noch. Probeweise wurde die Stromversorgung aus dem neuen Modul vorübergehend abgeschaltet, was jedoch das Problem nicht behob.

Der Besatzung gelang es lediglich, eines von insgesamt drei redundanten Systemen und das Terminal vorübergehend zu starten, nach kurzer Zeit schaltete sich der Computer aber wieder ab. Daraufhin wurde der Computer komplett deaktiviert und soll den ganzen Tag abgeschaltet bleiben. Unterdessen nehmen Experten am Boden eine Analyse der Fehlerursache vor. Sie schließen aus, dass es sich um einen Designfehler handeln könnte.

Die sich hinziehende Fehlersuche macht es wahrscheinlicher, dass das Space Shuttle Atlantis länger als geplant an der Raumstation angedockt bleiben muss. Eine Entscheidung darüber ist bislang allerdings noch nicht gefallen. Bereits gestern waren alle nicht dringend benötigten Systeme des Shuttles abgeschaltet worden, um Energie zu sparen und damit die Missionsdauer ausdehnen zu können.

Die Steuerdüsen des Shuttles könnten einspringen, wenn eine Lagekorrektur erforderlich würde. Für die Lagekontrolle der ISS sorgt derzeit ein Kreiselinstrument im amerikanischen Teil der Raumstation, das allerdings nur eine gewisse Zeit diese Aufgabe übernehmen kann. Geriete die Raumstation außer Kontrolle, wäre beispielsweise die Energieversorgung nicht mehr gewährleistet, da die Sonnensegel korrekt ausgerichtet sein müssen. Die Sauerstoffversorgung ist vorerst nicht gefährdet; der ständige Notvorrat reicht für 56 Tage.

Falls es nicht gelingt, den Computer für die Lagekontrolle bis zum Ablegen der Raumfähre wieder in Betrieb zu setzen, müsste die Besatzung möglicherweise aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. NASA-Sprecher betonen, dass dies sehr unwahrscheinlich sei. Man habe genug Zeit und Ressourcen, um das Problem zu lösen. Gestern konnte die Sojus-Rettungskapsel, die vorübergehend auf autonome Stromversorgung umgestellt werden musste, wieder aus dem Bordnetz versorgt werden, was andernfalls ein ernstes Problem hätte werden können, da die Rettungskapsel nur beschränkte Batteriekapazitäten aufweist.

Die für die Mission geplanten Arbeiten an der Station laufen trotz der Computerprobleme wie geplant weiter. Die Atlantis-Mission musste bereits um zwei Tage verlängert werden, da das Hitzeschild der Raumfähre beim Start beschädigt worden war. Die Reparatur soll heute erfolgen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Russische Ingenieure beheben Rechner- Panne auf ISS
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juni, 2007, 08:36
Entwarnung für die Astronauten: Russische Besatzungsmitglieder an Bord der Raumstation ISS haben neue Kabel verlegt und so einen Computerausfall behoben. Eine lockere Stelle am Hitzeschild des Spaceshuttles "Atlantis", das an die ISS angedockt ist, wurde bei einem Einsatz im freien All befestigt.

Houston - Zwei von drei ausgefallenen Rechnern an Bord der ISS sind wieder hochgefahren. Die russischen Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow legten eine neue Kabelverbindung, um einen offenbar problematischen Stromschalter zu umgehen.

Danach konnten zwei der Rechner mit jeweils zwei Prozessoren wieder in Gang gesetzt und zunächst für die Steuerung der Klimaanlage in der Station genutzt werden. Der dritte Computer, der ebenfalls vier Tage zuvor ausgefallen war, müsse ausgetauscht werden, sagte Mike Suffredini, Projektleiter bei der US-Weltraumbehörde Nasa.

Die Computer werden unter anderem dafür gebraucht, die Raumstation auf ihrer Erdumlaufbahn in einer stabilen Lage zu halten. Sie steuern die Raketen, mit denen die Position der ISS verändert wird, um zum Beispiel Weltraumschrott auszuweichen. Daneben dienen die Rechnersysteme auch der Kontrolle der Sauerstoffversorgung und anderen Funktionen. Die Computerpanne hatte am Donnerstag nach Angaben der Nasa dazu geführt, dass die Kommunikation zwischen der ISS und dem Zentralcomputer in Russland gestört war.

Zwei US-Astronauten setzten in ihrem dritten Außeneinsatz das Hitzeschild der US-Raumfähre Atlantis in Stand. Der Amerikaner Danny Olivas verwendete Klammern aus dem medizinischen Inventar, um im freien All schwebend eine 10 Mal 15 Zentimeter große Fläche zu befestigen, die sich beim Start am Hitzeschild der "Atlantis" gelöst hatten.

Die elftägige Reise der Raumfähre wurde für die Reparatur um zwei Tage verlängert. Nach der jetzigen Planung soll die "Atlantis" am kommenden Dienstag von der ISS abkoppeln und am Donnerstag zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 16 Juni, 2007, 08:44
Sehr schön.
Titel: Raumstation ISS: Alle Computer repariert - Astronautin bricht weiteren Rekord
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juni, 2007, 16:35
Die Lage in der Internationalen Raumstation hat sich entspannt: Inzwischen läuft auch der dritte ausgefallene Steuercomputer wieder. US-Astronautin Sunita Williams hält jetzt den Rekord für den längsten Aufenthalt einer Frau im Weltraum.

Houston - Eine turbulente Woche im All hat mit der Wiederinbetriebnahme aller ausgefallenen Rechner an Bord der ISS und der erfolgreichen Reparatur des Hitzeschilds der US-Raumfähre "Atlantis" ein glückliches Ende gefunden (mehr...). Danach sah es in den Tagen zuvor nicht immer aus, zeitweise wurde sogar über eine Evakuierung der Internationalen Raumstation nachgedacht.

Letztlich bestätigte sich am Wochenende aber der Optimismus der Experten bei den Raumfahrtbehörden der USA und Russlands, die immer betont hatten, dass die Fehler behoben werden könnten und dass die Evakuierung nicht ernstlich erwogen werde.

Den russischen ISS-Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow war es am Samstag nach mehrtägiger Arbeit schließlich gelungen, alle drei zu Beginn der Woche ausgefallenen Computer (mehr...) auf der russischen Seite wieder in Gang zu bekommen. Sie sind für die Steuerung der Lage der Station im All und auch für die Aufbereitung der Atemluft zuständig.

Am Sonntag sollte ein letzter Test des Steuerungssystems der ISS bestätigen, dass alles wieder normal läuft. Es wird gebraucht, um die Position der ISS zu verändern und zum Beispiel Weltraumschrott auszuweichen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem, wie es ist", sagte Nasa-Projektleiter Mike Suffredini.

Die US-Astronautin Sunita Williams erklärte, die aufgetretenen Probleme zeigten, dass Raumfahrt nach wie vor Risiken berge. "Wir halten die Raumfahrt für selbstverständlich, aber sie ist immer noch sehr gefährlich." Die ISS sei nicht nur ein Urlaubsziel für Touristen, sondern ein ernsthafter Arbeitsplatz. "Wir betreiben hier oben ernsthafte Wissenschaft", sagte Williams, die mit der Raumfähre "Atlantis" zur Erde zurückkehren wird. Ihr Nachfolger an Bord der ISS wird der Astronaut Clayton Anderson.

Mit ihrem Langzeitaufenthalt auf der ISS hat die Astronautin auch einen weiteren Rekord gebrochen: Williams überbot am Samstag ihre Landsfrau Shannon Lucid und kann sich fortan die Frau nennen, die sich am längsten im All aufhielt. Genau um 01.47 Uhr (07.47 Uhr MESZ) brach sie laut Nasa-Angaben den bisherigen Rekord von 188 Tagen und vier Stunden im All, den Lucid 1996 aufgestellt hatte.

Williams hatte in diesem Jahr bereits einen Rekord zu verzeichnen, als sie nach vier Außeneinsätzen mit 29 Stunden und 17 Minuten so viel Zeit außerhalb eines Raumschiffs verbrachte wie keine Frau vor ihr. Mitte April absolvierte sie zudem als erste Astronautin einen Marathon im Orbit (mehr...) - auf einem eigens installierten Laufband legte sie die Langdistanz parallel zum Marathon von Boston in vier Stunden und 24 Minuten zurück.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Leuchtpunkte am Himmel: ISS und Shuttle mit bloßem Auge sichtbar
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juni, 2007, 17:21
Die Internationale Raumstation ISS und die Raumfähre "Atlantis" können in den kommenden beiden Nächten vielerorts mit bloßem Auge beobachtet werden. Sie erscheinen als leuchtender Doppelpunkt am Himmel.

Das Wetter könnte mitspielen: Die Wolken verziehen sich nach und nach über Deutschland und öffnen so nachts den Blick in die Tiefen des Weltalls. Die Chancen stehen gut, dabei auch die Internationale Raumstation (ISS) und die US-Raumfähre "Atlantis" zu Gesicht zu bekommen.

Der Space Shuttle hat heute Nachmittag gegen 16.42 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der ISS abgekoppelt und soll am Donnerstag auf der Erde landen (mehr...). Die Raumfähre entfernt sich jedoch anfangs nur langsam von der Station, so dass beide mit bloßem Auge als Doppel-Leuchtpunkt am Nachthimmel zu sehen sein können.

Das Tandem erscheint am heutigen Dienstagabend kurz vor 22.30 Uhr tief im Westen und zieht über den Abendhimmel, wie Berechnungen der Europäischen Raumfahrtbehörde (Esa) ergeben. Beobachter im Süden und Osten Deutschlands sind dabei im Vorteil. Im Westen und Norden schafft es das Tandem nicht ausreichend über den Horizont. Im Westen und Süden erscheinen ISS und "Atlantis" bei wolkenlosem Wetter noch einmal am Mittwochabend nach 22.45 Uhr für wenige Minuten tief am Südwesthimmel.

Nach dem Ablegen von der Raumstation fliegt der Shuttle voraus, die ISS folgt nach, teilte die Nasa mit. Zu beobachten ist das Tandem am besten direkt nach Sonnenuntergang, wenn sich der Beobachter auf der Erde schon im Schatten, die ISS auf der Umlaufbahn aber noch im Sonnenlicht befindet. Beide Himmelsobjekte leuchten hell und sind leicht zu entdecken. Die Esa bietet auf ihrer Webseite ISS-Sichtbarkeitsprognosen für mehr als zwei Millionen Orte weltweit.

http://www.esa.int/seeiss

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Atlantis" soll nach 13-tägiger Reise ins All heute wieder heimkehren
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juni, 2007, 11:00
Nach einer 13-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation ISS soll der Space-Shuttle "Atlantis" heute (Donnerstag/19.54 Uhr MESZ) wieder zur Erde zurückkehren.

Der Orbiter mit sieben Astronauten an Bord soll auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Ursprünglich sollte die "Atlantis" schon vor zwei Tagen heimkehren, aber eine Notreparatur an einer Isoliermatte am Heck der Raumfähre machte eine Verlängerung der Mission notwendig. Für zusätzliche Aufregung sorgte ein tagelanger Ausfall von drei Computern im russischen Teil der ISS (SAT+KABEL berichtete). Dagegen verliefen Arbeiten zum weiteren Ausbau der Station erfolgreich und völlig nach Plan, darunter die Installation eines zweiten Paares neuer Sonnensegel.

Quelle : Sat+Kabel
Titel: Raumfähre "Atlantis": Späterer Landetermin aufgrund von Unwetter
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juni, 2007, 19:52
Die für Donnerstag geplante Landung der US-Raumfähre "Atlantis" verzögert sich wegen schlechten Wetters.

Wie der Fernsehsender CNN unter Berufung auf NASA-Quellen meldete, will die Besatzung nicht wie zunächst geplant um 19.55 Uhr MESZ in Cape Canaveral (Florida) landen, sondern das zweite Landefenster um 21.30 Uhr MESZ nutzen. Entsprechend sollen die Triebwerke zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erst um 20.25 Uhr MESZ gezündet werden.

Dichte Bewölkung sowie vorausgesagter Regen und Gewitter hatten die Landung des Raumorbiters mit sieben Astronauten an Bord zur Zitterpartie gemacht . Falls am Donnerstag die Rückkehr zur Erde überhaupt nicht möglich ist, kann die Raumfähre immer noch am Freitag entweder in Florida oder auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien aufsetzen.

Der Orbiter hatte am Dienstagnachmittag deutscher Zeit von der Internationalen Raumstation abgelegt, den Außenposten im All noch einmal umkreist, und dann eine eigene Umlaufbahn um die Erde angesteuert. Die Crew hatte während ihres Besuchs bei der ISS unter anderem ein neues Sonnensegel montiert und eine beschädigte Isoliermatte am Heck des Raumgleiters geflickt. Für tagelange Unruhe hatte der Absturz mehrerer zentraler Computer im russischen Teil der Raumstation gesorgt. Mit technischem Geschick brachten die Kosmonauten die Rechnen aber wieder zum Laufen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: US- Raumfähre in Kalifornien gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 23 Juni, 2007, 06:25
Die US-Raumfähre Atlantis ist wieder auf der Erde. Sie landete sicher auf der Air-Force-Base Edwards in Kalifornien. Wegen schlechten Wetters konnte die Atlantis nicht ihre Heimat-Basis in Florida anfliegen.

Berlin/Houston- Das Shuttle setzte wie zuletzt geplant um 21.49 Uhr (MESZ) auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien auf.

Die Rückkehr aus dem All hatte sich für die Crew zum Geduldspiel entwickelt: Eigentlich hätte sie schon 26 Stunden früher in Florida landen sollen. Der Regen hatte dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Landetermin nach dem anderen verstrich, ohne dass sich die Wolken verzogen.

Edwards gilt als Ausweichlandeplatz, weil die Shuttles von dort mit Millionen-Aufwand wieder zum Kennedy Space Center in Cape Canaveral gebracht werden müssen. Für den Rücktransport der Atlantis im Huckepack-Verfahren auf einem umgerüsteten Jumbo-Jet fallen Mehrkosten von knapp zwei Millionen Dollar (1,5 Millionen Euro) an, künftige Mission werden möglicherweise verzögert. Spätestens am Samstag hätte die Atlantis laut NASA endgültig auf die Erde zurückkehren müssen, da ihre Energiereserven einen Tag später zur Neige gegangen wären.

Die Astronauten hatten bei der Landung genau zwei Wochen im All verbracht. Der Shuttle, der am 8. Juni gestartet war, hatte zwei neue Sonnensegel zur ISS gebracht. Sie wurden von der Crew bei drei Ausstiegen in den freien Raum an der Station montiert. Dabei war es durch einen Kurzschluss zum Ausfall der Bordcomputer in der russischen Sektion gekommen. Der Schaden konnte aber rechtzeitig vor dem Abkoppeln am Dienstag wieder behoben werden.

Bei einem zusätzlichen vierten Außeneinsatz hatten die Astronauten eine Isoliermatte am Heck der Fähre befestigt, die sich beim Start gelöst hatte. Dadurch musste der ursprünglich für elf Tage geplante Flug schon um zwei Tage verlängert werden.

An Bord der Raumfähre kehrten sieben Astronauten zurück, unter ihnen Sunita Williams, die am Samstag vergangener Woche den Rekord für den längsten Aufenthalt einer Frau im All von 188 Tagen und vier Stunden gebrochen hatte. Die Mission war die 21. Reise eines Space Shuttles zur ISS und die fünfte Reise seit dem Unfall des Space Shuttle Columbia im Februar 2003, bei der alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen.

Bis zum Jahr 2010 will die NASA noch mindestens 13 Raumfähren ins All schicken, um die umgerechnet rund 74 Milliarden Euro teure ISS fertigzustellen. Ihr Betrieb gilt als entscheidende Stufe vor den geplanten bemannten Missionen zum Planeten Mars.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Außeneinsatz für ISS-Astronauten: Wilde Kraxeltour mit Ammoniaktank im All
Beitrag von: SiLæncer am 24 Juli, 2007, 11:15
Zwei der drei Langzeit-Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben am Montag einen mehr als siebenstündigen Außeneinsatz absolviert.

Der Russe Fjodor Jurtschichin und der Amerikaner Clayton Anderson schraubten unter anderem einen kühlschrank-großen Ammoniaktank ab und befestigten eine Halterung für eine Außenkamera, wie die russische Flugleitung bei Moskau mitteilte. Die Raumfahrer blieben fast zwei Stunden länger als geplant außerhalb der Station, um zusätzlich eine Funkantenne zu installieren. Die Arbeiten dienten der Vorbereitung für zukünftige Flüge zur ISS.

Der dritte Raumfahrer, der Russe Oleg Kotow, unterstützte den Einsatz seiner Kollegen vom amerikanischen ISS-Segment "Destiny" aus. "Die Raumfahrer haben alle Aufgaben erfüllt und sind in die Station zurückgekehrt", teilte ein Repräsentant der NASA in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Der mit dem giftigen Ammoniak gefüllte Tank diente zur Versorgung des alten Kühlungssystems auf der ISS. Der Tank wurde im Weltraum ausgesetzt und sollte beim Eintritt in die Erdatmosphäre ohne Rückstände verglühen. Um einem Zusammenstoßen mit dem um die Erde kreisenden Tank zu verhindern, sollte die ISS in der Nacht zum Dienstag planmäßig in eine zehn Kilometer höhere Umlaufbahn gehoben werden.

Quelle : Sat + Kabel
Titel: US-Astronauten sollen betrunken ins All gestartet sein
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2007, 09:11
Neue Pannen bei der Nasa: Dem Bericht eines Fachmagazins zufolge sollen Astronauten beim Start in den Weltraum betrunken gewesen sein. An einem Computer der Raumfähre "Endeavour" stellte die Behörde knapp zwei Wochen vor dem Start zudem einen Sabotageakt fest.

Cape Canaveral - Astronauten der US-Raumfahrtagentur Nasa haben offenbar mehrfach die Flugerlaubnis erhalten, obwohl sie betrunken waren. Aus einem internen Untersuchungsbericht der Nasa gehe hervor, dass dies mindestens zweimal geschehen sei, berichtete das Fachblatt "Aviation Week & Space".

Die Astronauten seien derart betrunken gewesen, dass Kollegen und Ärzte sie als Risiko für die Sicherheit des Fluges eingestuft hätten, hieß es. Um welche Raummissionen es sich dabei gehandelt haben soll, schrieb die Zeitschrift nicht. Die Astronauten nahmen dem Bericht zufolge große Mengen Alkohol zu sich - auch in den zwölf Stunden vor dem Start, in denen dies strengstens verboten sei.

Ein Mitarbeiter der Nasa, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte, dass in der Studie von Alkoholkonsum die Rede sei. Die Informationen basierten jedoch auf anonymen Interviews und seien nicht begründet.

Die Nasa kommentierte den Bericht nicht, nach Angaben der "Aviation Week & Space" ist für heute aber eine Pressekonferenz zu dem Bericht geplant. Die Untersuchungskommission, die den Bericht verfasst hat, wurde eingesetzt, nachdem die ehemalige US-Astronautin Lisa Nowak offenbar versuchte, eine Kollegin und Nebenbuhlerin zu entführen. Die 43-Jährige muss sich in dem Fall zurzeit vor Gericht verantworten.

Sabotageakt an "Endeavour"-Computer

Bereits vor einigen Tagen entdeckte die Nasa zudem einen Fall von Sabotage an einem Computer, der am 7. August an Bord der Raumfähre "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS starten solle. "Einer unserer Subunternehmer hat festgestellt, dass sich offenbar jemand an einer Netzwerk-Box für das Raumschiff zu schaffen gemacht hat", sagte eine Nasa-Sprecherin.

"Die Hardware ist absichtlich beschädigt worden", betonte sie. Eine Untersuchung sei bereits im Gange. Der Vorfall soll sich beim Subunternehmen ereignet haben. Nun werde versucht, den Computer bis zum Start der "Endeavour" wieder zu reparieren.

Das Raumschiff mit sieben Astronauten an Bord transportiert neue Bauteile für die ISS ins Weltall und soll den Aufbau der Raumstation vorantreiben. Dieser soll bis 2010 abgeschlossen werden. Im gleichen Jahr soll die US-Raumschiffflotte, zu der die "Endeavour" gehört, still gelegt werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Betrunkene Astronauten: Nasa verspricht rasche Aufklärung
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2007, 07:32
Mit Alkohol im Blut ins All: Die US-Raumfahrtbehörde nimmt die Vorwürfe eines Kommissionsberichts "sehr ernst". Demzufolge sind mindestens zwei Astronauten alkoholisiert an Bord gegangen. Die Anschuldigungen sind äußerst konkret.

Washington - Die Nasa kündigte an, die Regeln zum Alkoholkonsum von Astronauten zu verschärfen, und leitete eine Untersuchung der Vorfälle ein. Die stellvertretende Nasa-Verwaltungschefin Shana Dale sprach von "Besorgnis erregenden Aspekten", die der Bericht enthalte. Dale sagte weiter, die Nasa nehme die Erkenntnisse des Berichts "sehr ernst". Einzelheiten nannte sie nicht.

Der Bericht des Fachmagazins "Aviation Week & Space Technology" hatte bei der Raumfahrtbehörde für Aufruhr gesorgt: In dem Bericht einer unabhängigen Kommission ist von mindestens zwei Fällen die Rede, in denen US-Astronauten unter erheblichem Alkoholeinfluss in den Weltraum gestartet seien. In dem Kommissionsbericht heißt es weiter, dass in den Mannschaftsquartieren auf dem Kennedy Space Center häufig zu Alkohol gegriffen werde.

Als Konsequenz wurden unverzögerlich interne Untersuchungen zur Sicherheit eingeleitet und die Richtlinien zum Verbot von Alkohol vor einem Start ins All verschärft, sagte Dale. Wie Dale laut cnn.com versicherte, sei die nächste Nasa-Mission in zwei Wochen nicht in Gefahr. In Gesprächen mit der Crew seien der Kommandeur und der zuständige Arzt ermutigt worden, "alle Mittel auszuschöpfen, um die Flugsicherheit zu gewährleisten".

Derweil werden die Vorwürfe gegen die Nasa immer konkreter: In einem Fall sei ein Astronaut nach beträchtlichem Alkoholkonsum in einem russischen Raumfahrzeug geflogen, sagte der Kommissionsvorsitzende und US-Luftwaffen-Arzt Richard Bachman unter Berufung auf Gespräche mit Nasa-Mitarbeitern.

Einem weiteren Astronauten sei der Flug in einer US-Raumfähre erlaubt worden, die Mission habe sich allerdings wegen mechanischer Probleme verzögert. Der Betroffene habe dann mit einem Jet aus Florida nach Houston zurückfliegen wollen. Ob er dies getan habe, sei ihm nicht bekannt, sagte Bachman.

Die Nasa hatte bereits vor Bachmanns Stellungnahme den Bericht bestätigt und eingeräumt, dass sowohl Fachmediziner als auch Astronauten mehrere Vorfälle von heftigem Alkoholkonsum bei Astronauten unmittelbar vor Flügen konstatiert hätten und dass dies zu Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit geführt habe. Dennoch hätten die Astronauten die Erlaubnis zum Fliegen gehabt, erklärte die Nasa.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Russische Weltraumbehörde: Kosmonauten trinken nicht
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2007, 14:41
Im russischen System der Kosmonautenschulung ist der Genuss von Alkohol sowohl während der Vorbereitung zum Raumflug als auch während des Fluges selbst ausgeschlossen. Mit dieser Feststellung kommentierte der Sprecher der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Igor Panarin, laut einem Bericht der Agentur RIA Nowosti den NASA-Report über Alkoholprobleme ihrer Astronauten, der Ende der Woche bekannt wurde.

"Das russische System der Kosmonautenschulung war von Anfang an so gestaltet, dass es keine speziellen Verbote für den Alkoholgenuss gab. Dafür verstanden und verstehen die Kosmonauten selbst schon immer ausgezeichnet, welch eine Verantwortung sie vor dem Land tragen, das ihnen eine solche Ehrenmission anvertraut hat", sagte Panarin zur RIA-Novosti. Er spielte damit auf das bei der NASA in den letzten zwölf Stunden vor dem Start geltende Alkoholverbot an.

Ein US-Astronaut sei gar in angetrunkenem Zustand mit einem Sojus-Raumschiff zur internationalen Raumstation ISS geflogen, berichtet die Agentur weiter unter Berufung auf den Vorsitzenden der NASA-Untersuchungskommission, Richard Bachman. Details dazu habe dieser jedoch nicht genannt.

Inzwischen bekommen die in Misskredit geratenen Weltraumflieger jedoch auch Schützenhilfe: Es sei eine Tradition, sich am Abend vor einem Start zum Barbecue zu treffen, erklärte der frühere NASA-Flugarzt Dr. Jonathan Clark in einem Artikel des Houston Chronicle. Dabei werde auch Alkohol getrunken sowie der ein oder anderen Toast angebracht. Das größere Problem seien jedoch die anstrengenden Vorbereitungen, welche bei den Astronauten zu Schlafmangel und Überarbeitung führen könnten. Und der Wirt eines beliebten Astronauten-Lokals in Houston bestätigte, er habe noch keinen seiner Stammgäste soviel trinken sehen, dass dieser die Kontrolle verloren hätte.

Quelle : www.heise.de
Titel: US-Raumfähre "Endeavour" darf nach vier Jahren Warteschleife wieder ins All
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2007, 10:37
Premiere für die US-Raumfähre "Endeavour": Vor knapp fünf Jahren flog der Space-Shuttle zum letzten Mal zur Internationalen Raumstation (ISS).

Es war der letzte Flug, bevor die Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 mit sieben Astronauten an Bord tödlich verunglückte. Seitdem blieb die "Endeavour" am Boden und wurde mit allen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet. Sollte das Wetter mitspielen, wird die Raumfähre am Dienstag kommender Woche (7. August) um 23.02 Uhr MESZ in Cape Canaveral (Florida) starten.

Der elf Tage lange Weltraumeinsatz von Kommandant Scott Kelly und seiner sechsköpfigen Crew sieht auf den ersten Blick nicht so spektakulär aus wie die letzten Flüge der Raumfähren "Atlantis" und "Discovery". Nach Angaben der NASA ist von allem etwas dabei: Ausbau der ISS, Reparatur und Versorgung. Allein 100 Arbeitsstunden umfasst der Laufzettel für das Entladen von 2,5 Tonnen Ersatzteilen, Kleidung, Nahrung und Medikamenten sowie wissenschaftliche Experimente.

Die "Endeavour"-Crew soll an der ISS unter anderem ein neues, rund 2,5 Tonnen schweres Verbindungsstück anbringen. An "Stubby", wie das S5-Teil in der Astronautensprache liebevoll heißt, wird im Januar 2009 dann ein Segment mit dem letzten Paar Sonnensegeln angedockt.

Die sieben US-Astronauten stehen beim Abarbeiten ihrer Laufzettel erstmals nicht unter dem üblichen Zeitdruck. Als erste Raumfähre kann die "Endeavour" jetzt auch das Energiesystem der ISS anzapfen. Sollte etwas nicht wie erwartet klappen oder sollte wieder eine Reparatur im Weltall notwendig sein, kann das Kontrollzentrum in Houston ohne Probleme drei zusätzliche Tage und einen vierten Außeneinsatz an das Programm anhängen. Wenn auch das letzte Paar Sonnensegel gesetzt ist, können Raumfähren sogar sechs Tage länger im All bleiben als bisher.

Drei Crew-Mitglieder fliegen zum ersten Mal ins All - aber alle Augen sind vor allem auf Barbara Morgan gerichtet. Die 55-Jährige hat nicht die übliche Karriere als Kampfpilotin hinter sich. Morgan ist Lehrerin. Sie ist durch ein Tal der Tränen gegangen und steht nach 20 Jahren jetzt vor dem Gipfel.

Die NASA rief 1984 das Programm "Lehrer im Weltall" ins Leben, um Schüler für wissenschaftliche Fächer und Raumfahrt zu begeistern. Christa McAuliffe sollte die erste Lehrerin sein. Morgan wurde als deren Vertreterin ausgewählt. McAuliffe gehörte dann zu der siebenköpfigen Crew, die am 28. Januar 1986 bei der Katastrophe der Raumfähre "Challenger" ums Leben kam. Die NASA strich danach das Lehrerprogramm. Die Verbindungen zu Morgan rissen aber nicht ab.

Die NASA gab der Lehrerin 1998 die Chance, Astronautin zu werden. Sie wird jetzt mit der "Endeavour" fliegen, dem Nachfolgemodell für die "Challenger", mit der ihre Freundin McAuliffe ums Leben kam. Morgan steht nicht nur das normale Arbeitsprogramm der anderen Crew- Mitglieder bevor. Sie soll außerdem als erste Pädagogin von der ISS aus in einer eher ungewöhnlichen Unterrichtsform Schüler und Jugendliche für die Raumfahrt begeistern.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: "Endeavour": Leck in Raumfähre gefährdet Start
Beitrag von: SiLæncer am 01 August, 2007, 07:22
Erst Sabotage, nun ein neues Problem: In einer Kabine der Raumfähre "Endeavour" haben Nasa-Ingenieure ein Luftleck entdeckt. Ob das Raumschiff wie geplant nächsten Dienstag starten kann, ist noch unklar.

Washington - Ingenieure seien auf der Suche nach der Ursache des Lecks, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Falls ein Ventil defekt sei, könne es schnell ausgewechselt werden. Sollte das Problem nicht schnell behoben werden können, werde die Raumfähre "Endeavour" nicht wie geplant am Dienstag zur Internationalen Raumstation ISS starten, sagte eine Nasa-Sprecherin. Bisher werde jedoch an dem ursprünglichen Zeitplan festgehalten.

Die "Endeavour" soll am 7. August um 01.02 Uhr MESZ mit sieben Astronauten an Bord starten und neue Bauteile für die ISS ins Weltall transportieren.

Vergangene Woche wurde ein Fall von Sabotage an Computern für das Raumschiff "Endeavor" bekannt: Knapp zwei Wochen vor dem Start entdeckte die Nasa mutwillig zerschnittene Kabel an einem Rechner. Der Computer sollte ebenfalls zur Internationalen Raumstation ISS gebracht werden.

Der Aufbau der ISS soll bis 2010 abgeschlossen werden. Im gleichen Jahr soll die Flotte der US-Raumschiffe, zu der die "Endeavour" gehört, still gelegt werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Virtueller Rundgang ums Space Shuttle Endeavour
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2007, 13:51
Mit Hilfe von Microsofts 3D-Bildbrowsers Photosynth kann man per Plug-in zu einem virtellen Rundgang um das Space Shuttle Endeavour starten. Ein Entwickler der für Photosynth verantwortlichen Microsoft Live Labs besuchte dazu das Kennedy Space Center und schoss mit seiner Spiegelreflexkamera Tausende von Fotos. Während man per Maus oder Pfeiltasten durch den dreidimensionalen Raum navigiert, zeigt Photosynth verschiedene Ansichten des Raumschiffs.

(http://www.heise.de/bilder/93896/0/1)

Ähnlich einem Panorama-Stitcher berechnet Photosynth anhand des Materials Überlappungspunkte und näht die Bilder daraufhin zusammen. Die ermittelten Punkte dienen zusätzlich zur Berechnung der Perspektive und damit des Winkels, in dem die Bilder zueinander stehen. So sieht der Betrachter, indem er von einem zum nächsten Foto übergeht, mit Photosynth um die Ecke. Ein großer Vorteil ist, dass man in hoher Geschwindigkeit zoomen kann, indem man zu einem, von einem näheren Standpunkt aufgenommenen Foto mit kleinerem Bildausschnitt wechselt.

(http://www.heise.de/bilder/93896/1/1)

Microsofts Photosynth-Software entstand in Zusammenarbeit mit der University of Washington und dem Photo-Tourism-Projekt. Im Sommer 2006 wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der Notre Dame von Paris, der Piazza San Marco und dem koreanischen Gyeongbok-Palast sind nun vier verschiedene Photosynthesen des Nasa-Fliegers zu sehen. [Update: Voraussetzung für den Photosynth-Viewer sind Windows XP (mit Service Pack 2) oder Windows Vista sowie als Webbrowser Internet Explorer 6/7 oder Firefox 1.5.x/2.0.x.]

Nasas Direktor der Entwicklungsabteilung Chris Kemp kann sich vorstellen, die Technik für Inspektionen der internationalen Raumstation ISS oder von möglichen Landeplätzen auf dem Mond zu verwenden. Microsoft sinniert, Photosynth als Ergänzung für Virtual Earth zu verwenden. Eine konkrete Umsetzung einer dieser Ideen scheint bisher aber nicht in Sicht.

http://media.labs.live.com/photosynth/nasa/default.htm

Quelle : www.heise.de
Titel: Shuttle "Endeavour": Geduldige Lehrerin unterwegs zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 09 August, 2007, 10:26
Aufatmen bei der Nasa - und bei einer geduldigen Astronautin: Der Shuttle "Endeavour" ist auf dem Weg zur Internationalen Raumstation. Über 20 Jahre musste die Lehrerin Barbara Morgan auf diesen Flug warten. Ihr Name ist untrennbar mit den Unglücken von "Challenger" und "Columbia" verbunden.

Cape Canaveral - Der Shuttle startete am Mittwochabend Ortszeit (Donnerstag, 0.36 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All. Die "Endeavour" bringt 2300 Kilogramm Fracht zur Internationalen Raumstation (ISS). Außerdem soll die Besatzung eines der Gyroskope reparieren, die die Raumstation in Position halten. An Bord ist auch die Lehrerin Barbara Morgan, die Unterricht aus dem All geben will.

Für die 55-jährige Morgan erfüllt sich mit der Weltraum-Mission ein Traum, den sie seit mehr als zwei Jahrzehnten hat. Mitte der achtziger Jahre hatte sie sich als eine von hunderten Pädagoginnen und Pädagogen für einen Flug an Bord der Raumfähre "Challenger" beworben. Ausgewählt wurde schließlich ihre Kollegin Christa McAuliffe - sie kam ebenso wie die anderen sechs Besatzungsmitglieder ums Leben, als die Raumfähre am 28. Januar 1986 kurz nach dem Start explodierte. Zwölf Jahre nach dem Unglück gab Morgan ihren Beruf auf und zog nach Houston, um sich zur Astronautin ausbilden zu lassen.

US-Bildungsministerin Margaret Spellings übermittelte nach dem Start der "Endeavour" ihre Glückwünsche. Morgan sei "ein inspirierendes Beispiel für die nächste Generation von Lehrern, Wissenschaftlern, Ingenieuren, Erfindern und Unternehmern", sagte Spellings.

Die "Endeavour" soll morgen an der ISS andocken. Der ursprünglich für Dienstag geplante Start war wegen eines Lecks in der Mannschaftskabine um einen Tag verschoben worden. Die Raumfähre bleibt mindestens elf Tage im All, geplant ist jedoch schon jetzt, die Mission um weitere drei Tage zu verlängern.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Shuttle- Start: Isolierschaum könnte "Endeavour" beschädigt haben
Beitrag von: SiLæncer am 10 August, 2007, 13:53
Die US-Raumfähre "Endeavour" ist bei ihrem Start am Donnerstag womöglich von drei kleinen Teilen aus Dämmmaterial getroffen worden. Die Nasa will den Space Shuttle nun auf Schäden untersuchen.

Cape Canaveral- Insgesamt neun Schaumstoffstücke vom Außentank haben sich in den ersten Minuten nach dem Abheben der "Endeavour" gelöst. Drei davon scheinen den Space Shuttle getroffen zu haben, sagte Nasa-Projektleiter John Shannon nach einer ersten Auswertung von Videoaufnahmen. Wegen der geringen Größe der Teile befürchte man aber keine gravierenden Schäden. Die "Endeavour" soll am heutigen Freitag um 19.53 Uhr MESZ an der Internationalen Raumstation (ISS) andocken.

Die Untersuchung einer Raumfähre auf mögliche Schäden zählt seit der "Columbia"-Katastrophe zu den Routineaufgaben nach dem Start. Die "Columbia" war im Februar 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander gebrochen, weil ihr Hitzeschild beim Start durch den Aufprall eines 760 Gramm schweren Schaumstoffstücks beschädigt worden war.

Auch bei einem Start der "Discovery" im Juli 2005 hatte sich ein Trümmerteil vom Tank gelöst. Die Raumfähre konnte trotzdem sicher landen. Beim letzten "Discovery"-Start im Dezember wurden keine Beschädigungen am Hitzeschild entdeckt.

Noch vor dem Andocken soll die Besatzung der ISS Aufnahmen von der "Endeavour" machen. Der Shuttle wird dazu in sicherer Entfernung von der Raumstation einen Looping vollführen. Die Auswertung der dabei angefertigten Aufnahmen werde dann genaueren Aufschluss über mögliche Schäden an der Außenhülle der Raumfähre geben, sagte Shannon.

Die "Endeavour" und ihre siebenköpfige Besatzung waren in der Nacht zum Donnerstag von Cape Canaveral aus ins All gestartet. Die Nasa kann die elftägige Endeavour-Mission um drei Tage verlängern. Damit sollen die Astronauten genügend Zeit haben, um mögliche Schäden am Hitzeschild der Raumfähre zu reparieren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Yessir am 10 August, 2007, 14:01
Jetzt weiss ich auch, warum Deutschland keine Weltraumflüge machen kann:
Die Shuttles würden hier gar nicht durch den TÜV kommen  ;D
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Jürgen am 11 August, 2007, 00:03
Wieviel würde wohl ein Netz aus Keflar-Fasern um den Haupt-Tank kosten und wiegen (und damit um einen bestimmten Faktor die Zuladung oder Reichweite mindern)?
So könnte man sicherlich - entsprechend der Maschengrösse - ein Lösen von Schaumstoff-Isolierungs-Teilen selbst bei teilweiser Vereisung wirksam verhindern.
Allerdings würde auch die Zulassung bestimmt nicht für umme zu haben sein  :-\
Titel: SHUTTLE "ENDEAVOUR" : Mit Klebstoff und Flickset im Orbit
Beitrag von: SiLæncer am 11 August, 2007, 13:36
Montage-Ausstiege ins All und Sorgen ums Hitzeschild: Beides gehört inzwischen zum Astronauten-Alltag, auch diesmal gibt es wieder Schäden am Shuttle. Wenigstens hat die "Endeavour"-Besatzung mehr Zeit, falls eine Reparatur nötig würde - denn der Shuttle hängt an der Steckdose der ISS.

Die Choreographie ist mittlerweile zum Ritual geworden: Mit einem Purzelbaum näherte sich der Shuttle der Internationalen Raumstation (ISS). Vor dem Andocken am Freitagabend wurde die "Endeavour" von dort aus fotografiert - denn seit dem Unglück der US-Raumfähre "Columbia" im Jahr 2003 begleitet jede Shuttle-Mission auch die Angst vor Schäden am Hitzeschild. Eine schadhafte Stelle am Space Shuttle "Endeavour", viereckig und von knapp acht Zentimetern Kantenlänge, beunruhigt die Nasa diesmal.

Nachdem die Verantwortlichen der US-Raumfahrtbehörde Nasa sich im Zuge der Untersuchungen zum "Columbia"-Absturz Schlamperei-Vorwürfe gefallen lassen mussten, wird seitdem bei jedem Shuttle-Flug ganz genau geguckt: Fielen beim Start Schaumstoffstücke oder Eisbrocken vom orangen Außentank ab und beschädigten die Hitzekacheln an der Unterseite des Shuttles? Auch diesmal, so hatten Videoanalysen gezeigt, ist der Shuttle möglicherweise beim Start von herabfallenden Teilen getroffen worden.

Klebstoff und eine Art Flickset gehören mittlerweile zur Standardausrüstung an Bord der Raumfähren. Erst beim letzten Flug eines US-Shuttles zur ISS im Frühsommer hatten Astronauten davon Gebrauch machen müssen: An der Unterseite der "Atlantis" guckte bei der letzten Mission Mitte Juni ein Zipfel Isoliermaterial zwischen zwei Hitzekacheln hervor. Bei einem Weltraumspaziergang wurde dies behoben.

Kabelverbindung zur Station

Am morgigen Sonntag soll sich ein Team der "Endeavour"-Besatzung den jetzt entdeckten Schaden genauer anschauen. An der Spitze des Roboterarms befestigt wird es unter den Shuttle gehoben. Erst dann will man sich bei der Nasa dazu äußern ob und falls ja welche Gefahr von dem Schaden ausgehen könnte. "Was hat er zu bedeuten? Im Moment weiß ich das noch nicht", sagte John Shannon, der Vorsitzende des Missinsmanagement-Teams im Bodenkontrollzentrum im texanischen Houston. Allzu eilig scheinen die Planer der Mission es aber nicht zu haben. Heute soll zunächst in einem ersten Weltraumspaziergang ein Bauteil an der ISS montiert werden.

Eine experimentelle Neuerung könnte den Astronauten im Fall einer schwerwiegenderen Panne diesmal zusätzliche Zeit verschaffen: Über eine Kabelverbindung sind erstmals die Stromkreisläufe der Raumfähre und der Raumstation miteinander gekoppelt worden. So könne die "Endeavour" bis zu drei Tage länger im All bleiben, teilte die Nasa mit.

Die "Endeavour" bringt neben neuen Bauteilen auch Ersatzteile und Versorgungsgüter zur Station. Erstmals wird zudem die Lehrerin und Astronautin Barbara Morgan per Videoschaltung Schulunterricht aus dem All erteilen. Sie erfüllt damit ein Vermächtnis ihrer Kollegin Christa McAuliffe aus dem Jahr 1986. Auch sie sollte im Rahmen des Programms Teacher in Space von Bord der "Challenger" Lektionen halten. Die Fähre explodierte jedoch 73 Sekunden nach dem Start vor den Augen der entsetzten Öffentlichkeit. Barbara Morgans war damals als Ersatzkandidatin gesetzt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Computercrash an Bord der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 12 August, 2007, 11:51
Neustart, Fehlersuche und hoffen, dass alles wieder läuft: Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation haben höchst irdische Probleme. Ein Computer stürzte ab, während zwei Kollegen im All werkelten.

Houston - Über sechs Stunden lang hantierten die US-Astronauten Rick Mastracchio und Dave Williams an einem zwei Tonnen schweren Bauteil für die Internationale Raumstation (ISS) herum - das alles in ihren klobigen weißen Raumanzügen. Doch während die Raumfahrer draußen im All arbeiteten, schaltete sich drinnen plötzlich ein Kontrollrechner ab. Es handelte sich dabei nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa um einen amerikanischen Computer. Sofort seien zwei Ersatzcomputer aktiviert worden, es habe keine Gefahr für die Crew bestanden, hieß es im Bodenkontrollzentrum im texanischen Houston.

Es sind solche Meldungen aus der entrückten Hightech-Welt der Raumfahrer, die Ausflüge ins All auch Laien auf der Erde emotional nahe bringen: Ein diskreter Toilettenbesuch wird dort zum Multimillionen-Ingenieurskunststück (mehr...). Die Herstellung sprudelnder Erfrischungsgetränke ist hohe Physik. Und wenn einmal ein Astronaut Golf spielen will, streiten sich monatelang russisch-amerikanische Expertengremien. Nur eines ist dort oben ein so vertrautes Ärgernis wie hier unten. Mitten bei der Arbeit hängt sich der Computer auf.

Joel Montalbano, der für die Raumstation verantwortliche Flugdirektor, geht von einem Softwareproblem aus. Er sagte, sobald der Fehler gefunden sei, könne der Computer wieder in Betrieb genommen werden. Erst bei der letzten Shuttle-Mission zur ISS im Juni diesen Jahres war es zu einer schwerwiegenden Computerpanne an Bord der ISS gekommen: Damals fiel im russischen Teil der Station ein in Deutschland gefertigter Rechner aus, der unter anderem die Position der Station in der Umlaufbahn kontrolliert. Den Fehler zu finden und ihn zu beheben, stellte sich damals als so kompliziert heraus, dass der Shuttle "Atlantis" länger als geplant an die ISS angedockt bleiben musste - und der Raumfähre die Energiereserven auszugehen drohten.

Inspektion des Hitzekachel-Schadens

Mit der neuerlichen - mutmaßlich weniger gravierenden - Computerpanne haben die Astronauten im Erdorbit nun zwei außerplanmäßige Punkte auf ihrem Arbeitsplan. Denn im Laufe des Tages soll auch endlich ein Schaden an der Unterseite der Raumfähre inspiziert werden. Bei der Analyse von 296 Fotos der Hitzekacheln an der Unterseite der Fähre war der Schaden entdeckt worden. Heute wird sich ein Astronaut per Roboterarm die Stelle noch einmal ganz genau anschauen: Etwa acht Zentimeter lang soll die Schramme sein, eine Fläche von rund 50 Quadratzentimetern sei beschädigt, teilte die Nasa mit. Knapp eine Minute nach dem Start in Cape Canaveral habe sich ein Grapefruit-großes Stück Schaumstoff vom Außentank des Shuttles gelöst und den Raumgleiter in der Nähe einer Fahrwerksklappe getroffen.

"Was das bedeutet, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", sagte der Nasa-Missionsmanager John Shannon. Auch auf anderen Kacheln des Hitzeschildes seien weiße Stellen erkennbar. Mit dem Laser sollte am Sonntag die Tiefe der Furche ermittelt werden. Danach wollte die NASA über das weitere Vorgehen entscheiden. Bislang waren bei dieser Endeavour-Mission mindestens drei Weltraumspaziergänge geplant. Sollte eine Reparatur des Hitzeschilds nötig werden, könnte ein vierter Außeneinsatz hinzukommen. Dann würde sich die Endeavour-Mission von elf auf 14 Tage verlängern.

Bei ihrem ersten Weltraumspaziergang haben die beiden Astronauten Mastracchio und Williams unter anderem einen 3,37 Meter langen und 4,24 Meter hohen Metallträger auf der Steuerbordseite der Internationalen Raumstation angebracht, an dem im nächsten Jahr ein viertes Sonnensegel montiert werden soll.

Lehrerin wundert sich über Schwerelosigkeit

Im Mittelpunkt der Endeavour-Mission steht die 55-jährige Lehrerin Barbara Morgan. Sie hatte 1986 als Ersatzfrau für die bei der Challenger-Katastrophe umgekommene Astronautin Christa McAuliffe bereitgestanden. Nach dem Unglück hatte Morgan zunächst ihre Arbeit an der Schule wieder aufgenommen und war erst 1998 ins Astronauten-Training zurückgekehrt. Nun soll sie vom All aus Schüler unterrichten.

Nach der freundlichen Begrüßung durch die alte ISS-Besatzung mit vielen Umarmungen und viel Händeschütteln berichtete Morgan von ihren ersten Eindrücken. "Zu Anfang musste ich mich erst an das Gefühl hier im All gewöhnen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, auf dem Kopf zu stehen", sagte die Lehrerin in einer Videoschaltung. Außerdem scherzte sie über die Schwerelosigkeit, die Dinge immer wieder verschwinden lasse. "Wir sollten nachher eine Schatzsuche starten."

Quelle : www.spiegel.de
Titel: «Endeavour»-Einsatz wird verlängert
Beitrag von: SiLæncer am 13 August, 2007, 08:46
Houston (dpa) - Der Space Shuttle «Endeavour» bleibt länger im All als zunächst geplant. Wegen eines ungeplanten vierten Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation ISS verlängerte die US- Weltraumbehörde NASA die Mission um drei auf insgesamt 14 Tage. Gestern hatten die Astronauten einen Schaden am Hitzschild der Raumfähre überprüft. Die NASA hatte schon zuvor angekündigt, dass im Fall einer notwendigen Reparatur ein vierter Außeneinsatz erfolgen werde. Dieser ist nun für Freitag geplant.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: "Endeavour": Nasa- Experten diskutieren Reparatur beschädigter Hitzekachel
Beitrag von: SiLæncer am 14 August, 2007, 12:30
Das mehrere Zentimeter große Loch in Hitzekacheln der Raumfähre "Endeavour" könnte auf verschiedene Weisen repariert werden. Doch noch steht nicht fest, ob der Schaden tatsächlich im All behoben wird. Er soll die Sicherheit des Space Shuttles angeblich nicht gefährden.

Houston - Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" haben bei einem zweiten Außeneinsatz erfolgreich ein Gerät zur Lagestabilisierung der internationalen Raumstation ISS ersetzt. Parallel dazu haben Nasa-Experten darüber beraten, ob eine beschädigte Hitzeschutzkachel der Raumfähre im All repariert werden muss. Die Besatzung des Shuttles hatte zuvor Aufnahmen von dessen beschädigter Unterseite gemacht.

Die Bilder zeigen, dass sich der Schaden durch zwei Hitzeschutzkacheln zieht. Abgefallener Isolierschaum oder Eisbrocken waren nach dem Start an den Hitzeschild geschlagen. Das Loch ist etwa neun mal fünf Zentimeter groß und ist stellenweise so tief, dass punktuell nur noch eine dünne Isolierschicht über der Aluminiumhaut der Raumfähre liegt.

Flugleiter John Shannon betonte, dass es sich um keinen schwerwiegenden Schaden handelt. Der Space Shuttle könne sicher zur Erde zurückkehren. "Das hat nichts mit einem katastrophalen Verlust eines Raumschiffs zu tun." Es gehe vielmehr darum, die richtige Entscheidung zu treffen, um aufwendige Reparaturen nach der Landung zu vermeiden.

Reparatur "nicht unbedingt notwendig"?

Voraussichtlich am Mittwoch werde darüber entschieden, ob und wie der Schaden am Hitzeschild repariert wird. Zunächst liefen noch Tests, bei denen die Hitzebelastung beim Wiedereintritt der Erde an ähnlich defekten Kacheln simuliert wird. Shannon sagte, er persönlich neige jedoch zu dem Schluss, dass eine Reparatur nicht "unbedingt notwendig" sei, sagte Shannon. Dennoch bereite sich die Weltraumbehörde auf einen solchen Schritt vor.

Für die Reparatur gibt es laut Nasa drei Möglichkeiten: Entweder wird die 7,5 Zentimeter lange Furche mit einer Art Schutzfarbe bestrichen. Eine weitere Variante wäre ein Verkitten der Schadstelle, eine andere, den Defekt mit einer Schutzplatte abzudecken.

Die US-Raumfahrtbehörde hatte am Sonntag entschieden, dass der Shuttle drei Tage länger als ursprünglich geplant im All bleiben soll. Dabei soll ein vierter Außenbordeinsatz dem Programm der Crew hinzugefügt werden. Dabei könnte dann - neben Routinearbeiten - die defekte Hitzekachel repariert werden. Zu der Reparatur könnte es aber auch schon während des dritten Außeneinsatzes kommen, der für den morgigen Mittwoch um 17.00 Uhr MESZ geplant ist. Eine Verlängerung der "Endeavour"-Mission war schon lange vor dem Start der Raumfähre unabhängig vom Hitzekachel-Problem ins Auge gefasst worden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: NASA will Shuttle-Flüge im Mai wieder aufnehmen
Beitrag von: Jürgen am 14 August, 2007, 13:41
Zwischen den beschädigten Kacheln befindet sich logischerweise auch noch eine Fuge.
Es steht zu befürchten, dass sich das Plasma genau da hindurchfrisst, was das Ende der Struktur darunter bedeuten würde, ähnlich wie bei der Columbia.

Kalkuliertes Risiko?

Braucht Amerika neue Helden und Märtyrer?
Titel: Raumfähre "Endeavour": Hitzeschild muss wohl nicht im All repariert werden
Beitrag von: SiLæncer am 15 August, 2007, 10:46
Noch hat die Nasa nicht über eine Instandsetzung des Hitzeschilds der Raumfähre "Endeavour" entschieden. Die Experten sind aber optimistisch, ohne Reparatur im All auszukommen. Unterdessen gab Lehrerin Barbara Morgan von der ISS aus die erste Schulstunde in Schwerelosigkeit.

Die US-Raumfähre "Endeavour" kann nach Einschätzung des Nasa-Experten John Shannon vermutlich ohne Reparatur von der Internationalen Raumstation (ISS) zur Erde zurückkehren. Aufgrund erster aerodynamischer und thermischer Tests, die nach dem Schaden am Hitzeschild von der Nasa durchgeführt wurden, sei er "vorsichtig optimistisch, dass der Shuttle so zurückkommen kann, wie er ist", sagte der Missionschef am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Eine endgültige Entscheidung sollte demnach vermutlich Mittwochabend fallen.

Am Hitzeschild der "Endeavour" hatte beim Start der Mission vor einer Woche ein Stück Isolierschaum Kacheln beschädigt . Nach Angaben Shannons zeigten in der Zwischenzeit ausgeführte Tests, dass der Hitzeschild an der betroffenen Stelle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre höchstens 176,6 Grad Celsius heiß werden dürfte. Diese Temperatur müsste die Aluminiumkonstruktion unter der Kachel nach seinen Angaben aushalten. Die "Endeavour" soll am kommenden Montag von der ISS abdocken und am 22. August zur Erde zurückkehren.

Erste Schulstunde im All

Unterdessen hat die frühere Lehrerin Barbara Morgan eine jahrzehntealte Idee in die Tat umgesetzt: Die 55-jährige Astronautin gab Schülern aus ihrem US-Heimatstaat Idaho am Dienstag von der ISS aus eine Unterrichtsstunde. 25 Minuten lang beantwortete sie Fragen der Kinder wie zum Beispiel "Wie schnell fliegt ein Baseball im Weltall?" oder "Wie trinkt man in der Schwerelosigkeit?" Die erste Schulstunde im All war bereits 1986 angesetzt gewesen. Die US-Raumfähre "Challenger" mit der Lehrerin Christa McAuliffe und sechs weiteren Menschen an Bord verunglückte jedoch. Morgan, die seit 1998 Astronautin ist, hatte bei der Katastrophe als Ersatzfrau bereitgestanden.

In der vom Fernsehen der US-Raumfahrtbehörde Nasa übertragenen Schulstunde machten Morgan und drei ihrer Astronauten-Kollegen praktische Demonstrationen. Aus einer Trinkflasche ließen sie zum Beispiel Tropfen einer roten Flüssigkeit kurz durch die ISS fliegen und schluckten sie dann rasch herunter. Auf die Frage, wie sie sich im All fit halte, packte Morgan zwei Kollegen und hob sie hoch.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumstation ISS: Loch im Handschuh - Außenbordeinsatz abgebrochen
Beitrag von: SiLæncer am 16 August, 2007, 09:33
Wegen eines Loches in den äußeren Schichten seines Handschuhs musste der US-Astronaut Rick Mastracchio einen Arbeitseinsatz im All vorzeitig beenden. Nach wie vor steht nicht fest, ob der Schaden am Hitzeschild der Raumfähre "Endeavour" im All repariert wird.

Berlin/Houston - Die Pannenserie bei der US-Raumfähre "Endeavour" reißt nicht ab. Nachdem der Hitzeschild beim Start am Donnerstagmorgen vergangener Woche durch abfallendes Isoliermaterial beschädigt worden war, musste nun am Mittwochabend ein Außenbordeinsatz des Shuttle-Astronauten Rick Mastracchio und seines Landsmanns Clayton Anderson von der ISS-Mannschaft vorzeitig beendet werden.

Der Grund war nach Auskunft des Kontrollzentrums in Houston (Texas) ein Loch im linken Handschuh des Raumanzugs von Mastracchio. Der Pechvogel wurde daraufhin bereits nach gut vier Stunden um 21.00 Uhr deutscher Zeit in die Internationale Raumstation (ISS) zurückbeordert, Anderson folgte ihm um 22.04 Uhr. Die Nasa teilte zudem in der Nacht zum Donnerstag mit, dass der für Freitag geplante Ausstieg in den freien Weltraum auf Samstag verschoben werde. Damit wolle man der Crew einen Tag mehr Zeit für die Vorbereitungen geben, hieß es zur Begründung. Ob am Samstag der Schaden am Hitzeschild repariert werde, sei noch nicht entschieden.

Für Mastracchio habe trotz des Lochs, das bei einem Routinecheck mit der Helmkamera entdeckt worden sei, keine Gefahr bestanden, hieß es. Es seien nur beiden äußersten von insgesamt fünf Schichten im Daumenbereich beschädigt gewesen. Dennoch habe man aus Sicherheitsgründen den Abbruch des Einsatzes beschlossen. Zudem seien die Astronauten dem Zeitplan schon eine Stunde voraus gewesen und hätten den Großteil der geplanten Aufgaben bereits erfüllt gehabt. So habe nur die Bergung von zwei wissenschaftlichen Experimenten auf einen späteren Ausstieg verschoben werden müssen.

Reparatur am Shuttle nach wie vor unklar

Die Männer waren um 16.37 Uhr deutscher Zeit aus der ISS ausgestiegen und sollten eigentlich sechseinhalb Stunden im freien Raum arbeiten. Für Mastracchio war das der dritte "Weltraumspaziergang" während der derzeitigen Shuttle-Mission, für Anderson der erste. Der ISS-Bordingenieur hatte aber im Juli schon einmal mit seinem russischen Kommandanten Fjodor Jurtschichin außenbords gearbeitet.

Größeres Kopfzerbrechen als der defekte Handschuh bereitet den Experten jedoch offenbar der Schaden am Hitzeschild an der Raumfähre "Endeavour". Schon seit Tagen wird angekündigt, dass bald eine Entscheidung über einen möglichen Reparatur-Ausstieg fallen werde. Doch die blieb bisher aus. Dabei hatte man eigens die Missionsdauer von 11 auf 14 Tage verlängert, um genügend Zeit für die provisorische Behebung des Schadens zu haben, der sich auf einer Fläche von etwa fünf mal neun Zentimetern über zwei Hitzekacheln erstreckt.

Das Loch ist an einer Stelle der 2,8 Zentimeter dicken Kacheln so tief, dass es bis zur unteren Schutzschicht reicht. Dennoch gehen die Nasa-Experten bisher davon aus, dass für Mannschaft und Fähre keine Gefahr bestehe und die "Endeavour" heil zur Erde zurückkehren könne.

Eine mögliche Reparatur noch auf der Umlaufbahn solle deshalb nur dazu dienen, die Vorbereitung des Shuttles auf der Erde für seinen nächsten Flug beschleunigen zu helfen, sagte auch Kommandant Scott Kelly in einem Nasa-Interview. Doch selbst wenn man eine Reparatur beschließt, dürfte das nicht ganz einfach sein. Denn die Schadenstelle ist für die Astronauten auch mit dem rund 30 Meter langen Roboterarm der Fähre nur sehr schwer zu erreichen.

Eines ist jedoch klar: Der Hitzeschild erweist sich trotz Nachbesserungen mit Millionenaufwand nach der "Columbia"-Katastrophe vom 1. Februar 2003 weiter als die Achillesferse der verbliebenen drei Shuttles. Damals hatte sich ein großes Stück der Schaumstoffisolierung vom Haupttank gelöst und beim Start ein Loch in die linke Tragfläche geschlagen. Bei der Landung trat dadurch heißes Plasma ein und zerstörte die Fähre. Alle sieben Besatzungsmitglieder starben. Zumindest bei den nächsten beiden geplanten Shuttle-Starts in diesem Jahr kommen noch die Tanks mit der gefahrenträchtigen Isolierung zum Einsatz. Erst für 2008 steht ein neuer Tank in Aussicht, bei dem das Problem beseitigt sein soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Hitzeschild: Keine "Endeavour"- Reparatur im All
Beitrag von: SiLæncer am 17 August, 2007, 11:07
Der US-Shuttle wird mit beschädigtem Hitzeschild zur Erde zurückkehren. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa beschloss: Der Schaden vom Start stellt kein Risiko dar, im All repariert werden muss er nicht. Einstimmig war dieser Beschluss aber nicht.

Houston - Die Nasa hat sich gegen eine Reparatur des Hitzeschildes der Raumfähre "Endeavour" entschieden. Die riskante Reparatur im All sei nicht notwendig, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Woche lang hatten die Experten am Boden über den kleinen Schaden am Hitzeschild gegrübelt. "Er stellt kein Risiko für die Besatzung dar, und wir erwarten nicht, dass er irgendeinen Schaden an der Struktur der Fähre verursachen wird", sagte Nasa-Manager John Shannon jetzt.

Der Riss hat nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Größe von knapp neun Zentimetern mal fünf Zentimetern. Am Hitzeschild des Shuttles hatte beim Start der Mission zur Internationalen Raumstation ISS vor einer Woche ein Stück Isolierschaum Teile zweier Kacheln aus dem Hitzeschild gerissen.

Nasa-Missionschef John Shannon hatte sich bereits am Mittwoch optimistisch gezeigt, dass eine Reparatur wohl nicht nötig sein werde. Die Entscheidung war wegen fehlender Testergebnisse jedoch zunächst vertagt worden. Die "Endeavour" soll mit ihren sieben Astronauten am kommenden Mittwoch zur Erde zurückkehren.

Eine Reparatur im All hätte bedeutet, dass zwei Astronauten ins All ausgestiegen und das Loch im Hitzeschild mit einer hitzebeständigen Paste füllen würden. Technisch wäre das möglich: Die Raumfahrer könnten sich mit dem Roboterarm des Shuttles genau zur schadhaften Stelle hieven lassen. Shannon sagte, dass Nasa-Experten ausgiebige Tests mit Modellen der schadhaften Kacheln durchgeführt haben. Die Entscheidung sei allerdings nicht einstimmig gefallen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Endeavour"-Mission: Astronauten prüfen Shuttle ein letztes Mal
Beitrag von: SiLæncer am 20 August, 2007, 09:19
Die Astronauten an Bord der Raumfähre "Endeavour" sind auf dem Heimweg. Gestern Abend unterzogen sie Teile der Außenhaut des Space Shuttles einer letzten Inspektion. Hurrikan "Dean" hatte eine Vorverlegung der Rückkehr erzwungen.

Washington - "Bei einem solchen Sturm gibt es immer Unsicherheit, aber im Moment sieht es von unserem Standpunkt aus ziemlich gut aus", sagte der Vorsitzende des Missions-Managements der Agentur AP. "Das Risiko ist sicher um einiges geringer als in den vergangenen zwei Tagen."

Die "Endeavour"-Astronauten hatten die Internationale Raumstation ISS gestern einen Tag früher als geplant verlassen. Im All inspizierten sie ihr Schiff ein letztes Mal. Am morgigen Dienstag soll die "Endeavour" ihren feurigen Abstieg durch die Atmosphäre antreten und in Florida aufsetzen.

Tragflächen und Nase des Fluggerätes wurden mit einem laserbewehrten Roboterarm abgetastet, um nach Schäden durch Miniatur-Meteoriten Ausschau zu halten. Die Unterseite des Shuttles wurde nicht erneut untersucht. Ein kleines aber tiefes Loch dort, das beim Start durch herabfallenden Schaumstoff entstanden war, haben die Nasa-Ingenieure bereits für harmlos erklärt.

Neben dem Loch im Hitzeschild war es vor allem Hurrikan "Dean" der den Nasa-Planern Sorgen bereitete. Inzwischen gilt es aber als nahezu ausgeschlossen, dass der Sturm die Landung am Dienstag auf dem Kennedy Space Center in Florida behindern könnte. Die Landung war wegen "Dean" um einen Tag vorverlegt worden, die Astronauten hatten ihr Programm im All abkürzen müssen. Gestern war das Shuttle Seite an Seite mit der ISS bereits einmal über den Hurrikan hinweggeflogen. ISS-Crewmitglied Clay Anderson sagte, es sei ein "gelinde gesagt eindrucksvoller Sturm". Es sei in jedem Fall "besser ihn so zu sehen, von oben, anstatt von unten".

Hurrikan "Dean" verwüstet Jamaika

Die Nasa wird den Wiedereintritt der Raumfähre mit besonderer Aufmerksamkeit beobachten. Nasa-Experten sind nach ausführlichen Tests im All zwar zu dem Schluss kamen, dass durch den Schaden am Hitzeschild keine Gefahr für die Crew bestehe. Ein Schaden am den Schutzkacheln hatte jedoch 2003 zum Auseinanderbrechen der "Columbia" geführt. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen damals ums Leben.

Bei der nun geplanten Landung der "Endeavour" am Dienstag in Florida ist der Hurrikan "Dean" nach den Berechnungen der Meteorologen noch im Golf von Mexiko und somit weit genug von Texas entfernt, um das Nasa-Kontrollzentrum in Houston voll besetzt zu halten. Der Hurrikan "Dean" wütete am Wochenende in der Karibik und richtet nun auf Jamaika Verwüstungen an.

In Mexiko, Belize und in Kuba begannen am Wochenende die Vorbereitungen zum Schutz der Bevölkerung und der Touristen vor "Dean" in den Feriengebieten. Von den 90.000 Touristen, die ihre Ferien in Cancún und an der Riviera Maya verbrachten, flogen viele am Wochenende heim. Auch von den Cayman Inseln wurden mehrere Tausend Touristen vorsorglich ausgeflogen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RAUMFÄHRE "ENDEAVOUR" : Shuttle-Landung könnte die letzte sein
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2007, 14:51
Die Nasa glaubt an eine sichere Landung der Raumfähre "Endeavour" - trotz des beschädigten Hitzeschilds. Für künftige Flüge gilt das offenbar nicht: Erst wenn die beim Start aufgetretenen Probleme gelöst sind, dürfen wieder Shuttles abheben. Das könnte auch heißen: nie wieder.

"Ich kann ihnen versichern, dass 'Endeavour' keinerlei katastrophalen Schaden erleiden wird", sagte Nasa-Flugdirektor Steve Stich vor der Presse in Houston. Die US-Raumfahrtbehörde wollte gestern Abend Zweifel an einer sicheren Landung zerstreuen - die aber trotz wiederholter Beteuerungen einfach nicht verschwinden wollten.

Heute Abend, einen Tag früher als ursprünglich geplant, soll die "Endeavour" zur Erde zurückkehren. Die Landung des Shuttles mit sieben Astronauten an Bord ist für 18.32 Uhr deutscher Zeit am Kennedy Space Center in Florida geplant. Die vorzeitige Rückkehr des Shuttles wurde aus Sorge über den aus der Karibik heranbrausenden Hurrikan "Dean" angeordnet, der inzwischen aber nicht mehr als Bedrohung für das Kontrollzentrum im texanischen Houston eingestuft wird.

In der vergangenen Woche hatten die Fachleute tagelang hin und her überlegt, ob die beim Start durch herabfallenden Isolierschaum beschädigte "Endeavour" im All repariert werden muss oder nicht. Im Hitzeschutzschild an der Unterseite der Fähre klafft ein neun mal fünf Zentimeter großes Loch, das fast bis zur Aluminiumhaut der Raumfähre reicht.

Nach Messungen und Simulationen auf der Erde war man aber zu dem Schluss gekommen, dass der Hitzeschild an der betroffenen Stelle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre höchstens 176,6 Grad Celsius heiß werden dürfte - und damit keine Gefahr für den Shuttle besteht. Daraufhin beschloss die Nasa, auf eine Reparatur im All zu verzichten.

Schaden zum Glück an unkritischer Stelle

Anders wäre die Situation wohl gewesen, wenn sich ein ähnlich großes Loch an thermisch besonders beanspruchten Stellen der Fähre befunden hätte - etwa an der Nase oder an den Flügelkanten. Im schlimmsten Fall, falls eine Reparatur nicht möglich wäre oder keine ausreichende Sicherheit geboten wäre, hätte die Nasa die Besatzung mit einem zweiten am Boden bereitstehenden Shuttle zurück zur Erde holen und die "Endeavour" aufgeben müssen.

Soweit kam es zwar nicht. Trotzdem wird das Loch in zwei Hitzekacheln womöglich weitreichende Auswirkungen auf die nächsten Shuttle-Flüge haben. Die Nasa will nämlich keine Flüge mehr genehmigen, bis das beim Start der "Endeavour" aufgetretene Problem technisch gelöst ist. Ob dies aber überhaupt gelingt, ist mehr als fraglich.

Nach der "Columbia"-Katastrophe am 1. Februar 2003 hatte die US-Weltraumbehörde zweieinhalb Jahre an der Problematik beim Start herabfallender Schaumstoffteile herumdgedoktert und 1,4 Milliarden Dollar in die Verbesserung der Sicherheit investiert. Doch schon der erste Start nach dem "Columbia"-Absturz im Juli 2005 zeigte, dass die Nasa-Ingenieure das Problem nicht in den Griff bekommen hatten - und das gilt bis heute.

Warum sollte nun in den nächsten Monaten gelingen, was die Experten in den vergangenen Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht geschafft haben? Als permanente Lösung des Problems gilt - zumindest bei der Nasa - der Austausch von Aluminiumstreben am Außentank durch solche aus Titan. Dann könnte die Isolierschicht dünner ausfallen. Das Risiko, dass große Schaumstücke abplatzen, würde sinken.

Die letzte Shuttle-Landung überhaupt?

Doch der neue Außentank mit Titanstreben ist vor dem Frühjahr 2008 nicht fertig. Drei bis dahin geplante Shuttle-Missionen stehen somit auf der Kippe - darunter auch der für Dezember geplante Flug, bei dem das europäische Weltraumlabor "Columbus" endlich zur ISS geschafft werden soll. Das ist nur mit einer US-Raumfähre möglich, weil nur sie über ausreichend leistungsstarke Raketen verfügt.

Womöglich erlebt die Welt heute Abend sogar die letzte Shuttle-Landung überhaupt, sofern sich die Probleme mit dem Schaumstoff nicht dauerhaft lösen lassen und auch der neue Außentank wider Erwarten keine Verbesserung bringt. Für die europäische Raumfahrtbehörde (Esa) wäre dies eine Katastrophe: Das mit fast 900 Millionen Euro Steuergeldern finanzierte "Columbus"-Labor könnte als ungenutztes Museumsstück enden. Zudem wäre der weitere Ausbau der Raumstation ISS kaum mehr möglich.

Noch aber gilt für Amerikaner wie Europäer das Prinzip Hoffnung. Die Wettervorhersage für die "Endeavour"-Landung könnte zwar besser sein; es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Regen. Doch Flugdirektor Stich bleibt optimistisch: "Für diese Jahreszeit sieht es sehr gut aus."

Etwa eine Stunde vor der geplanten Landung - also gegen 17.30 Uhr MESZ - muss der Shuttle den sogenannten Deorbit-Burn einleiten. Dabei wird die Fähre mit dem Heck in Flugrichtung gedreht. Für etwa sechs Minuten feuert dann das Triebwerk und bremst die Raumfähre von 28.000 auf etwa 24.000 Kilometer pro Stunde ab. Dadurch sinkt "Endeavour" immer tiefer Richtung Erde und tritt in die Atmosphäre ein. Die Astronauten und ihre Familien können nur hoffen, dass die Nasa-Fachleute bei ihren Simulationen des beschädigten Hitzeschilds keine Fehler gemacht haben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: RAUMFÄHRE "ENDEAVOUR" : Pannen- Shuttle sicher in Florida gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2007, 21:28
Die "Endeavour" ist zurück auf der Erde: Um 18.32 Uhr hat der Space Shuttle auf der Landebahn des Kennedy Space Center in Florida aufgesetzt. Die Prognosen der Nasa waren richtig: Trotz der Schäden am Hitzeschild kam die Raumfähre mit sieben Astronauten wohlbehalten zurück.

Es war eine Landung wie aus dem Bilderbuch: Um 17.27 Uhr, rund eine Stunde vor der Rückkehr, starteten die Astronauten die Haupttriebwerke der "Endeavour", um die Raumfähre abzubremsen. Der Shuttle flog zu diesem Zeitpunkt rückwärts. Nach diesem sogenannten Deorbit-Burn, der etwa sechs Minuten dauerte, wurde die Raumfähre um 180 Grad gedreht, so dass sie mit der Nase voran in die Erdatmosphäre eintauchen konnte.

Der Deorbit-Burn bremste die Raumfähre von 28.000 auf etwa 24.000 Kilometer pro Stunde ab. Dadurch sank die "Endeavour" immer tiefer Richtung Erde. Die Atmosphäre bremste den Shuttle dann weiter ab, bis er schließlich kurz nach 18.30 Uhr auf der Landebahn des Kennedy Space Centers landen konnte.

Am letzten Tag ihrer Reise wurden die sieben Astronauten mit einem Lied des Pop-Duos Simon and Garfunkel geweckt: Der Song "Homeward Bound" ("Unterwegs nach Hause") war ein Gruß ihrer Familien. "Das ist sehr nett von ihnen", dankte Kommandeur Scott Kelly im Gespräch mit der Nasa-Bodenstation. "Auch wenn es zwei kurze Wochen waren, haben wir doch viel erreicht. Wir freuen uns sehr, heute nach Hause zu kommen."

Nasa entschied sich gegen Reparatur im All

Die Nasa hatte vor der Landung bekräftigt, dass die nicht reparierten Schäden am Hitzeschild der Raumfähre keine Gefahr darstellten. Allerdings gab Projektleiter Steve Stich zu bedenken, dass der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre stets riskant sei. Die Hitzeschild-Kacheln des Shuttles waren beim Start am 8. August von Eisbrocken oder einem Stück der Außentank-Isolierschicht getroffen worden.

Während die "Endeavour" an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt war, wurde die schadhafte Stelle mehrfach fotografiert und mit Laser-Kameras untersucht. Nach dem Studium der Bilder und Labortests mit einer nachgebauten schadhaften Hitzekachel entschied die Nasa, dass eine Reparatur nicht erforderlich ist.

Dennoch wird das Loch in zwei Hitzekacheln womöglich weitreichende Auswirkungen auf die nächsten Shuttle-Flüge haben. Die Nasa will nämlich keine Flüge mehr genehmigen, bis das beim Start der "Endeavour" aufgetretene Problem technisch gelöst ist. Ob dies aber überhaupt gelingt, ist mehr als fraglich.

Nach dem "Columbia"-Absturz am 1. Februar 2003 hatte die US-Weltraumbehörde zweieinhalb Jahre an der Problematik beim Start herabfallender Schaumstoffteile herumdgedoktert und 1,4 Milliarden Dollar in die Verbesserung der Sicherheit investiert. Doch schon der erste Shuttle-Start nach dem "Columbia"-Unglück zeigte im Juli 2005, dass die Nasa-Ingenieure das Problem nicht in den Griff bekommen hatten - und das gilt bis heute.

Als permanente Lösung des Problems gilt - zumindest bei der Nasa - der Austausch von Aluminiumstreben am Außentank durch solche aus Titan. Dann könnte die Isolierschicht dünner ausfallen. Das Risiko, dass große Schaumstücke abplatzen, würde sinken.

Doch der neue Außentank mit Titanstreben wird vor Frühjahr 2008 nicht fertig sein. Drei bis dahin geplante Shuttle-Missionen stehen somit auf der Kippe - darunter auch der für Dezember geplante Flug, bei dem das europäische Weltraumlabor "Columbus" endlich zur ISS geschafft werden soll. Ob der neue Tank tatsächlich das Isolierschaumproblem löst, muss sich erst zeigen.

Lehrstunde aus dem Weltraum

Die heutige Landung der "Endeavour" fand einen Tag früher statt als ursprünglich geplant. Die vorzeitige Rückkehr des Shuttles wurde aus Sorge über den aus der Karibik heranbrausenden Hurrikan "Dean" angeordnet, der inzwischen aber nach Ansicht von Meteorologen keine Bedrohung mehr für das Kontrollzentrum im texanischen Houston darstellt.

Die "Endeavour" brachte Nachschub und Material mit einem Gewicht von 2270 Kilogramm zur ISS. Bei vier Einsätzen im freien All ersetzten die Astronauten unter anderem ein Gyroskop zur Steuerung der Raumstation im All. Lehrerin und Astronautin Barbara Morgan stellte sich während des Flugs den Fragen von Schülern aus den US-Bundesstaaten Idaho und Virginia sowie aus Kanada.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Endeavour": Loch im Hitzeschild vergrößerte sich bei Landung
Beitrag von: SiLæncer am 22 August, 2007, 10:49
Der Schaden am Hitzeschild des Shuttles hat sich bei der Rückkehr zur Erde etwas vergrößert. Offenbar wurde die darunterliegende Aluminiumkonstruktion aber nicht beschädigt. Die Astronauten bestaunten das Loch. Experten wollen die "Endeavour" nun genauer Untersuchen.

Cape Canaveral - "Gratulation und willkommen zu Hause", begrüßte Ex-Astronaut Chris Ferguson von der Nasa-Bodenzentrale aus die fünf Männer und zwei Frauen an Bord des Shuttles "Endeavour". Die Raumfähre war am Dienstagabend um 18.32 Uhr Uhr MESZ im Kennedy Space Center in Florida gelandet.

Die Rückkehr der sieben Astronauten war mit besonderer Spannung erwartet worden, nachdem sich beim Start der Raumfähre ein Stück Isolierschaumstoff oder Eis vom Außentank gelöst und zwei Hitzekacheln am Unterboden beschädigt hatte. Die Nasa sah sich nach der Landung in ihrer Einschätzung bestätigt, dass eine Reparatur im Weltall nicht notwendig gewesen sei. Die beschädigte Stelle sei beim Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht extrem heiß geworden, sagte Nasa-Vizedirektor Bill Gerstenmaier. Das Loch in den beiden Kacheln habe sich jedoch etwas vergrößert.

Durch die extremen Reibungskräfte herrschen nach Angaben der US-Weltraumbehörde beim Eintritt in die Atmosphäre Temperaturen von stellenweise mehr als 1000 Grad Celsius. Ein Schaden am Hitzeschild hatte am 1. Februar 2003 zum Auseinanderbrechen der "Columbia" geführt. Dabei kamen alle sieben Astronauten ums Leben.

Astronauten inspizierten Schäden: "Wirkt er eher klein"

Die nicht einmal zehn Zentimeter lange Furche im Hitzeschild der "Endeavour" befindet sich glücklicherweise an einer Stelle nahe des Rumpfs, an der die Temperaturen nicht über 200 Grad Celsius steigen, wie Nasa-Experten vor der Landung berechnet hatten. Deshalb hielten sie eine Landung auch ohne Reparatur im All für unproblematisch.

Nach einer ersten medizinischen Untersuchung umrundeten sechs der sieben Besatzungsmitglieder als Dankes-Ritual die Raumfähre zu Fuß. Die 55 Jahre alte Astronautin Barbara Morgan, die als erste Lehrerin ins Weltall geflogen war, wurde noch medizinisch behandelt.

Die Astronauten inspizierten auch die Unterseite des rund hundert Tonnen schweren Gefährts, um sich selbst ein Bild von dem Schaden am Hitzeschild zu machen. Kommandant Scott Kelly zeigte sich fast schon enttäuscht von dem Riss: "Wir wussten, wie er aussieht. Wir kannten die Größe. Aber wenn man ihn sieht, wirkt er eher klein."

Bei der Nasa hofft man nun, dass das Problem von herabfallendem Isolierschaum und von sich lösendem Eis durch einen neuen Außentank gelöst werden kann, der statt Aluminiumträgern solche aus Titan nutzt. Möglicherweise spielt auch die seit dem "Columbia"-Unglück um eine Stunde vorgezogene Betankung eine Rolle. Mit diesem Schritt wollten die Techniker zusätzliche Zeit gewinnen, um nach sich bildenden Eisbrocken zu suchen. Durch die frühere Betankung könnte sich aber auch zusätzliches Eis bilden, das nicht entdeckt wird. Bislang steht nicht fest, ob herabfallender Isolierschaum oder Eis das Loch in die Hitzekacheln der "Endeavour" geschlagen hat.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Nach "Endeavour"-Landung: US-Raumfähren der NASA bleiben ewige Baustelle
Beitrag von: SiLæncer am 23 August, 2007, 09:41
Seit einem Vierteljahrhundert fliegen die Space-Shuttles, aber die Raumfähren bleiben wohl bis zu ihrer Ausmusterung in drei Jahren eine ewige Baustelle und ein Sicherheitsrisiko noch dazu.

Mit einer leichten Beschädigung am Unterboden ist die Raumfähre "Endeavour" am Dienstag um 18.32 Uhr MESZ nach mehr als zwölf Tagen im All wieder sicher zur Erde zurückgekehrt. Nach dem Rummel um die beiden beschädigten Hitzekacheln lobte die NASA-Spitze fast trotzig den "ausgezeichneten" Zustand des Orbiters. Die nächsten Shuttles sollen trotz aller Probleme mit dem Außentank wie geplant am 23. Oktober und 6. Dezember starten.

Die Space-Shuttles seien die kompliziertesten Geräte, die je von Menschenhand gebaut wurden, schreibt die NASA über ihre Raumfähren. Aber, selbst nach 119 Flügen funktionieren sie nicht völlig fehlerlos. "Das ist wirklich ein Versuchsfahrzeug. Wer das nicht glaubt, der hat es nicht verstanden", sagte NASA-Direktor Michael Griffin sichtlich genervt nach der Landung der "Endeavour".

Über Tage hatte eine tiefe Einschlagstelle in zwei Hitzekacheln am Unterboden der Raumfähre die NASA in Atem gehalten. Durch die beim Start wirkenden Kräfte löste sich ein vereistes Stück Isolierschaum von der Größe eines Tennisballs vom Außentank und schlug dann wie eine Kanonenkugel auf der Außerhaut der "Endeavour" auf.

Mehr als 235 Millionen Dollar (174 Millionen Euro) hat die NASA in die technische Überholung des 50 Meter hohen Tanks gesteckt, nachdem am 1. Februar 2003 die "Columbia" mit sieben Astronauten an Bord verglüht war. Ein vom Außentank abgefallenes Stück Isolierschaumstoff hatte eine Hitzekachel so stark beschädigt, dass die Raumfähre den Eintritt in die Erdatmosphäre nicht überstand.

Aber der Teufel liegt im Detail. Mehrere Klammern sichern auf der Außenhaut des Tanks die Treibstoffleitungen. Wenn der Tank mit 1,8 Millionen Litern superkaltem, flüssigem Treibstoff gefüllt wird, treten gewaltige Temperaturunterschiede zur warmen und feuchten Außenluft in Florida auf. Entfernt vergleichbar ist das mit einem Glas, das beschlägt, wenn man sehr kalte Flüssigkeit hineingießt. Damit sich an den Klammern und den Leitungen entlang des Shuttle- Außentanks keine Eisstücke beim Betanken bilden, setzt die NASA den Schaumstoff ein. Knapp 1,8 Tonnen sind das nach den Worten von Griffin. Davon hätten sich beim Start der "Endeavour" nur wenige hundert Gramm gelöst.

Erst beim kommenden vierten Flug im nächsten Jahr will die NASA ein überholtes Tank-Modell einsetzen. Von Zwischenlösungen bei den nächsten drei Flügen, unter anderem mit dem deutschen Astronauten Hans Schlegel im Dezember, hält Griffin nicht viel. "Die Wahrscheinlichkeit geht gegen eine Änderung", sagt er.

Die NASA setzt dabei offenbar darauf, dass ihre nach der "Columbia"-Tragödie eingeführten Sicherheitsstandards funktionieren. Kameras zeichnen beim Start alle abfallenden Schaumstoffstücke auf. Mit dem Roboterarm am Shuttle können die Astronauten ihre Raumfähre im All detailliert inspizieren. Anhand der Fotos kann, wie jetzt mit den beiden beschädigten Hitzekacheln, ein originalgetreues Modell auf der Erde nachgebaut und auf mögliche Gefahren getestet werden.

Griffin sähe es deshalb auch gern, wenn sich die öffentliche Aufmerksamkeit von dem "hässlichen" Einschlagloch weg zum großen Ganzen richten würde. "Ich hätte gern gesehen, wenn sich einige Aufmerksamkeit der Medien darauf gerichtet hätte, was wir Großartiges leisten", sagte er. Die Internationale Raumstation sei eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Zu 60 Prozent sei die ISS nach dem Weltraumeinsatz der "Endeavour" ausgebaut.

Am 23. Oktober soll die "Discovery" das Verbindungsmodul "Harmony" zur ISS fliegen. Für den 6. Dezember ist der Start des europäischen Weltraumlabors "Columbus" geplant. Im kommenden Frühjahr wird das japanische Experimentiermodul "Kibo" an der ISS angedockt. Danach soll noch ein viertes Paar Sonnensegel gesetzt werden, damit künftig sechs Astronauten ständig auf der ISS leben und arbeiten können. Zwischen mindestens elf und maximal 13 Flügen hat die NASA bis zur Ausmusterung ihrer Shuttle-Flotte 2010 noch eingeplant.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähren: Nasa entdeckt Risse an Isolierschicht der Außentanks
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2007, 08:58
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat an den Isolierschichten von Außentanks von Raumfähren feine Risse entdeckt. Die Tanks sollen noch bei den nächsten drei Weltraummissionen eingesetzt werden - danach will die Nasa auf eine verbesserte Version umsteigen.

Washington - Die Risse seien bei Röntgenaufnahmen entdeckt worden und könnten den Verlust mehrerer kleiner Isolierschaumstücke an der US-Raumfähre "Endeavour" kurz nach dem Start am 8. August erklären, teilte die Nasa mit. Eines der Stücke hatte zwei Hitzeschildkacheln beschädigt.

Der Space Shuttle konnte trotzdem sicher zur Erde zurückkehren, weil der Schaden in einem Bereich des Flügels war, der sich beim Eintritt in die Atmosphäre nur relativ gering erhitzt. Ein ähnlicher Schaden an der Spitze der "Endeavour" oder an den Flügelkanten hätte wohl eine Reparatur im All erfordert - oder gar die Aufgabe des Shuttle. Die Besatzung hätte dann von einer am Boden bereitstehenden Ersatzfähre zur Erde zurückgeholt werden müssen. Nach der Landung der "Endeavour" mussten die Nasa-Experten am Boden jedoch feststellen, dass sich das Loch in den Hitzekacheln beim Eintritt in die Atmosphäre vergrößert hatte.

Der für den 23. Oktober geplante Start der "Discovery" zur Internationalen Raumstation (ISS) werde sich durch die anstehenden Reparaturarbeiten nicht verzögern, erklärte der Programmverantwortliche Wayne Hale. Dem Hitzeschild wird seit dem Unglück der US-Raumfähre Columbia im Februar 2003 besondere Bedeutung beigemessen. Die Beschädigung dieser Schutzschicht hatte damals dazu geführt, dass die Fähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Sieben Astronauten kamen dabei ums Leben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Neue Langzeitbesatzung fliegt zur ISS - erster Astronaut Malaysias
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2007, 10:10
Moskau - Mit dem ersten Astronauten Malaysias ist die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS am Mittwoch zu ihrem halbjährigen Aufenthalt ins All gestartet.

Das russische Sojus- Raumschiff hob um 15.22 Uhr (MESZ) planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. An Bord fliegt neben dem Russen Juri Malentschenko und der US-Astronautin Peggy Whitson der malaysische Arzt Sheikh Muszaphar Shukor (35) mit zur ISS. Der gläubige Muslim hatte angekündigt, auch im All bis zum Ende des Ramadan an diesem Freitag die Fastenregeln einzuhalten.
 
Nach Medienberichten erstellte in Malaysia eine nationale Islamkonferenz eigens ein Regelwerk für Muslime im All. Demnach solle der Astronaut "nach besten Möglichkeiten" trotz seines vollen Programms mit wissenschaftlichen Experimenten fünf Mal am Tag in Richtung Mekka beten. Die Orientierung bei einer Erdumkreisung alle 90 Minuten dürfte schwer fallen.

Shukor soll mit der Sojus an diesem Freitag an der ISS ankommen und nach einer Woche mit der abgelösten Langzeitbesatzung zur Erde zurückkehren. Die malaysische Regierung hatte seine ISS-Mission im Gegenzug für einen Rüstungsauftrag an Russland in Milliardenhöhe ausgehandelt.

Malentschenko (45) und Whitson (47) lösen als 16. Langzeitbesatzung ihre Vorgänger Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow ab. Die beiden waren seit April im All. Der dritte Mann an Bord der ISS, der US-Astronaut Clayton Anderson, soll Anfang November an Bord eines US-Shuttles zur Erde zurückkehren. Malentschenko verbrachte bereits 1994 insgesamt 126 Tage an Bord der sowjetischen Raumstation Mir. Auch die ISS war bereits im Jahr 2003 für ein halbes Jahr das Zuhause Malentschenkos.

Der neuen Langzeitbesatzung steht nach Ansicht der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos die bislang schwierigste Langzeitmission auf der ISS bevor. Sie müssen bis April unter anderem ein europäisches und eine japanisches Modul auf der Raumstation in Empfang nehmen. Im Dezember soll das europäische Labor Columbus an Bord einer US-Raumfähre zur ISS starten. "Das ist eine schwierige Arbeit, die viel Können erfordert", sagte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow vor dem Sojus-Start nach Angaben der Agentur Interfax. Insgesamt 80 wissenschaftliche Versuche seien eingeplant.

Zudem erwartet die beiden Astronauten reger Verkehr um ihr neues, schwebendes Zuhause in etwa 390 Kilometer Höhe. So ist neben zwei bis drei Flügen von US-Shuttles zur ISS der Jungfernflug des neuen unbemannten europäischen Raum-Transporters Jules Verne für Anfang des nächsten Jahres geplant. Auch russische Progress-Frachter sollen zu Versorgungsflügen zur ISS starten.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Neue Langzeitbesatzung erreicht am Freitag Internationale Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 12 Oktober, 2007, 17:48
Nach zwei Tagen Flug hat die 16. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS gemeinsam mit dem ersten Astronauten Malaysias das Ziel erreicht.

Die Sojus-Raumkapsel dockte am Freitag um 16.50 Uhr MESZ in etwa 390 Kilometern Höhe an einer Luke der ISS an. Der Kosmonaut Juri Malentschenko (45) und die US- Astronautin Peggy Whitson (47) sollen ein halbes Jahr im All arbeiten. Der malaysische Arzt Sheikh Muszaphar Shukor (35) soll mit der 15. Langzeitbesatzung am 21. Oktober zur Erde zurückkehren. Die russische Sojus-Trägerrakete war am Mittwochabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet .

Quelle : Sat + Kabel
Titel: ISS-Langzeitbesatzung kehrt zur Erde zurück - Countdown für "Discovery"
Beitrag von: SiLæncer am 21 Oktober, 2007, 12:50
Die 15. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS hat sich vor wenigen Stunden wieder auf den Rückweg zur Erde gemacht.

Die Sojus- Kapsel mit den beiden russischen Kosmonauten Fjordor Jurtschichin und Oleg Kotow an Bord dockte am Sonntagmorgen (MESZ) von der ISS ab. Die Kosmonauten sollen um 12.37 Uhr (MESZ) nach 196 Tagen im All in der kasachischen Steppe landen. An Bord ist auch der erste malaysische Astronaut Sheikh Muszaphar Shukor.

Im Kennedy-Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) begann bereits am Samstag der Countdown für den Start der "Discovery"-Raumfähre. Sie soll mit sieben Astronaten am Dienstag (23. Oktober) um 17.38 MESZ zur ISS starten. Hauptaufgabe der Mission ist es, ein wichtiges Verbindungsmodul an der Station anzubringen, an der bereits im Dezember das europäische Raumlabor "Columbus" angeschlossen werden soll. "Alle Systeme sind in gutem Zustand", sagte der verantwortliche NASA-Direktor Charlie Blackwell. Allerdings drohe zur geplanten Startzeit schlechtes Wetter, hieß es.

In der vergangenen Woche hatten Sicherheitsexperten der NASA wegen Problemen am Hitzeschild der "Discovery" für eine Verschiebung des Starts plädiert. An drei Kacheln des Hitzeschildes waren Schäden entdeckt worden. Nach eingehender Püfung entschied sich die NASA- Führung aber gegen eine Verschiebung, die Schäden seien lediglich gering. Die Rückkehr ist am 6. November vorgesehen. Die Hitzekacheln haben die Aufgabe, den Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor dem Verglühen zu schützen. 2003 war die Raumfähre "Columbia" beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht, weil der Hitzeschild beim Start beschädigt worden war. Alle sieben Astronauten an Bord waren damals ums Leben gekommen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Raumfähre "Discovery" startet heute Abend zur Internationalen Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 23 Oktober, 2007, 09:31
Die US-Raumfähre "Discovery" soll am heutigen Dienstag vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral (Florida) zur Internationalen Raumstation ISS starten.
Sieben Astronauten sind an Bord, darunter ein Italiener. Hauptaufgabe der zweiwöchigen Mission ist es, ein wichtiges Verbindungsmodul an der Station anzubringen, an der bereits im Dezember das europäische Raumlabor "Columbus" angeschlossen werden soll.

Der Start ist für 17.38 MESZ vorgesehen. Allerdings besteht die Gefahr, dass schlechtes Wetter den Start verhindert. In der vergangenen Woche hatten Sicherheitsexperten der NASA wegen Problemen am Hitzeschild der "Discovery" für eine Verschiebung des Starts plädiert. An drei Kacheln des Hitzeschildes waren Schäden entdeckt worden.

Nach eingehender Prüfung entschied sich die NASA-Führung aber gegen eine Verschiebung des Fluges. Die Schäden seien lediglich gering. Die Hitzekacheln haben die Aufgabe, den Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor dem Verglühen zu schützen. 2003 war die Raumfähre "Columbia" beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht, weil der Hitzeschild beim Start beschädigt worden war. Alle sieben Astronauten an Bord kamen damals ums Leben.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Astronauten steigen in Space Shuttle "Discovery" ein
Beitrag von: SiLæncer am 23 Oktober, 2007, 16:33
Kurz vor dem geplanten Start der "Discovery" ins All haben die sieben Astronauten mit dem Einstieg in die Raumfähre begonnen. Shuttle-Kommandantin Pamela Melroy und ihre sechs Mitreisenden trafen am Dienstag an der Startrampe am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ein. Zuvor hatte die Raumfahrtbehörde NASA grünes Licht für das Füllen der Außentanks des Shuttles gegeben, das laut Zeitplan am Dienstag um 17.38 Uhr MESZ zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen sollte.

Auch bei Einstieg der Astronauten war das Wetter nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor. Am Montagabend hatte die NASA mitgeteilt, dass der Start wegen des bewölkten und regnerischen Wetters möglicherweise verschoben werden müsse. Die Wahrscheinlichkeit für zu schlechtes Wetter liege bei 60 Prozent. Allerdings wechsele das Wetter in Florida sehr schnell, weshalb keine endgültige Aussage getroffen werde könne. Die Entscheidung wird erst kruz vor Start fallen. Wenn das Wetter nicht mitspielt, müssen die Astronauten wieder aussteigen.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: Space Shuttle "Discovery" tritt Reise ins Weltall an
Beitrag von: SiLæncer am 23 Oktober, 2007, 17:55
Sieben Astronauten aus den USA und Italien haben am Dienstag im Space Shuttle "Discovery" die lange Reise ins Weltall angetreten. Um 17.38 Uhr (MESZ) hob die mehr als 2000 Tonnen schwere Raumfähre planmäßig vom Weltraumzentrum Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab und nahm Kurs auf die Internationale Raumstation (ISS). Unter dem Kommando der 46-jährigen Missionschefin Pamela Melroy soll die Crew in den nächsten 14 Tagen unter anderem das sieben Meter lange Verbindungsmodul "Harmony" an der ISS montieren. An das Bauteil sollen später zwei Forschungsmodule angeschlossen werden. Für die Montagearbeiten sind insgesamt fünf Weltraumspaziergänge vorgesehen.

Der Start erfolgte gegen den Rat von Sicherheitsexperten. Ein NASA-Sicherheitsgremium hatte empfohlen, den Start zu verschieben, bis drei Kacheln am Hitzeschild der Fähre ersetzt sind. Die Weltraumbehörde setzte sich aber über die Bedenken hinweg und bezeichnete die schadhaften Kacheln als "hinnehmbares Risiko". Im Jahr 2003 war das Space Shuttle "Columbia" wegen beschädigter Hitzekacheln beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht.

Gut eine Stunde vor dem Start hatte außerdem der Fund eines zehn Zentimeter langen Eisteils an einer Sauerstoffleitung den planmäßigen Beginn des Flugs in Frage gestellt. Die NASA-Techniker entschieden sich dann aber doch, den Flug wie geplant zu starten. Die sieben Astronauten - sechs US-Bürger und ein Italiener - sollen frühestens am 6. November auf der Erde landen.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: "Discovery": Astronauten suchen mit Roboterarm nach Schäden am Hitzeschild
Beitrag von: SiLæncer am 24 Oktober, 2007, 16:47
Einen Tag nach dem Start ist die US-Weltraumfähre "Discovery" auf mögliche Schäden am überlebenswichtigen Hitzeschild untersucht worden.

Die sieben Astronauten an Bord setzten dabei am Mittwoch einen mit Sensoren ausgerüsteten Roboterarm ein, teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Mittwoch mit. Die Bilder werden zur Erde gesendet und dort ausgewertet. Die Hitzekacheln sollen die Raumfähre bei der Rückkehr in die Atmosphäre vor dem Verglühen schützen. Zugleich bereitete sich die Mannschaft auf das Andocken an die Internationale Raumstation ISS am Donnerstag vor.

Das Andocken, das für 14.35 MESZ geplant ist, gilt als eines der schwierigsten Manöver der gesamten zweiwöchigen Mission, bei dem "Discovery"-Kommandantin Pamela Melroy (46) in der entscheidenden Phase selbst das Steuer in die Hand nehmen muss. Lediglich bis zu einer Entfernung von rund 300 Metern wird der Shuttle automatisch gesteuert. "Dann übernimmt die Kommandantin die manuelle Kontrolle", sieht die Planung der US-Weltraumbehörde vor. Die einstige Testpilotin der US-Luftwaffe sieht das aber keineswegs als Belastung: "Vom fliegerischen Standpunkt aus, bedeutet das eine Menge Spaß."

Nach dem Andocken steht eine Zeremonie der besonderen Art an: Erstmals in der neunjährigen Geschichte der ISS schütteln sich zwei Kommandantinnen zur Begrüßung die Hand. Erst vor einigen Tagen hat die US-Astronautin Peggy Whitson die Leitung der ISS übernommen. "Ein riesiger Schritt für die Frauen", jubelte die Zeitung "USA Today" bereits vor der Zeremonie. Auch das sieht "Discovery"-Kommandantin Melroy viel gelassener: "Das Beste an der ganzen Sache ist, dass es völlig zufällig passiert." Niemand habe ein solches "Frauentreffen" geplant. Allerdings dürfte es nach Angaben von "USA Today" vorerst das letzte Treffen dieser Art sein. Für die verbliebenen Shuttle- Starts bis zur Ausmusterung der betagten Raumfähren im Jahr 2010 seien keine weiteren Frauen als Kommandantinnen vorgesehen.

Hauptaufgabe des "Discovery"-Fluges ist es, das fast 15 Tonnen schwere Verbindungsmodul "Harmony" an der ISS anzubringen (SAT+KABEL berichtete). Daran soll bereits im Dezember das europäische Weltraumlabor "Columbus" angekoppelt werden. Außerdem müssen die Astronauten eine riesige Halterung für Sonnensegel verschieben. Die Montagearbeiten gelten als besonders anspruchsvoll und schwierig. Die Rückkehr der Raumfähre ist für den 6. November vorgesehen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: "Discovery"-Astronauten bei erstem Außeneinsatz - schwierige Montage
Beitrag von: SiLæncer am 26 Oktober, 2007, 19:29
Die Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" haben die ersten Aufgaben ihres Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation ISS bewältigt.

In 250 Kilometer Höhe über der Erde bauten die beiden Amerikaner Scott Parazynski und Douglas Wheelock am Freitag eine Antenne an einer Halterung für Sonnensegel ab. Danach machten sie sich nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA daran, das Verbindungsmodul "Harmony" mit Hilfe eines Roboterarms aus der "Discovery" zu entladen. An dem 15 Tonnen schweren Modul soll im Dezember das europäische Weltraumlabor Columbus angekoppelt werden.

Der erste von fünf geplanten Außeneinsätzen des "Discovery"- Fluges, der eine halbe Stunde früher als geplant begann, war auf sechseinhalb Stunden angesetzt. Als letzte Tagesaufgabe standen vorbereitende Montagearbeiten an einer Halterung für Sonnensegel an. Trotz der Anstrengung schienen die beiden Astronauten ihren Einsatz zu genießen. "Schau Dir den Mond an", sagte Parazynski zu seinem Weltall-Gefährten. "Was für ein Anblick", erwiderte dieser. Der italienische Astronaut Paolo Nespoli koordinierte die Arbeiten vom Shuttle aus.

Zugleich gab es gute Nachrichten: Nach Angaben der NASA wurden beim Start der "Discovery" am Dienstag keine nennenswerten Schäden am überlebenswichtigen Hitzeschild der Raumfähre angerichtet. "Das ist eine fantastische Nachricht", sagte "Discovery"-Kommandantin Pamela Melroy. Nun könne sich die Crew auf ihre Montagearbeiten an der ISS konzentrieren. Vor allem die Einsätze in den nächsten Tagen gelten unter Experten als technisch anspruchsvoll und kompliziert.

Zunächst machten sich die beiden Astronauten am Freitag daran, das Modul "Harmony" aus einer Schutzhülle auszupacken und für den Anbau an der ISS vorzubereiten. Das rund sieben Meter lange Modul soll vom Roboterarm der ISS zu einem provisorischen Montagepunkt gebracht werden. Endgültig montiert werden soll es dann dort, wo derzeit die "Discovery" parkt. Die Rückkehr der Raumfähre zur Erde ist für den 6. November geplant.

Die schwierigsten Aufgaben stehen noch an: Es handelt sich um die Verlegung der Halterung für die riesigen Sonnensegel, die bei zwei Außeneinsätzen am Sonntag und Dienstag geschehen soll. Die Halterung war im Jahr 2000 mitten auf der Station montiert worden. Jetzt sollen die Solarflügel mit ihrer Spannbreite von 73 Metern an einer anderen Stelle ausgefahren werden. Bei dem Einsatz sollen beide Kranarme - der des Shuttles und der der ISS - benutzt werden, was als besonders schwierig gilt. "Es ist eine ziemlich komplexe Montagearbeit", sagte Kommandantin Melroy.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: «Discovery»-Astronauten verlegen riesige Sonnensegel
Beitrag von: SiLæncer am 28 Oktober, 2007, 16:15
Mammutaufgabe im All: Zwei Astronauten haben am Sonntag mit der komplizierten Verlegung riesiger Sonnensegel an der Internationalen Raumstation ISS begonnen.

Sie montierten außerdem eine Kran-Halterung an das Modul «Harmony», das erst am Freitag installiert worden war - ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung der Ankunft des europäischen Weltraumlabors «Columbus» im Dezember. Außerdem wurde das Gelenk an einem anderen Paar Solarflügel inspiziert, das in der letzten Zeit einige «Mucken» zeigte.

Im Mittelpunkt des auf rund sechseinhalb Stunden angesetzten Außenbordeinsatzes steht die Verlegung der als P6 bezeichneten Vorrichtung mit zwei älteren Sonnensegeln. Da dazu der Kran der ISS und der Roboterarm der angedockten Raumfähre aufeinander abgestimmt arbeiten müssen, gilt das Abmontieren und die Neuinstallation der Halterung als eine der bisher schwierigsten Bauarbeiten an der ISS. Die Astronauten Scott Parazynski und Dan Tani waren an Bord des Space-Shuttle «Discovery» an der ISS eingetroffen.

Die Segel mit einer Gesamtspannbreite von gut 70 Metern waren im Dezember 2000 in der Mitte der Station angebracht worden, um die ISS in der Anfangsphase mit Strom zu versorgen. Da sie später zusätzlich montierten Segeln im Weg waren, wurden sie bei einer vorausgegangenen Shuttle-Mission eingefaltet.

Während des Außenbordeinsatzes am Sonntag entfernt das Astronauten-Duo zunächst die «Nabelschnur» zwischen P6 und der Station und mehrere Bolzen. Dann hieven zwei Kollegen mit Hilfe des ISS-Krans die mehr als 17 000 Kilo schwere Halterung samt eingefahrener Sonnensegel von der Station, um sie erst einmal an anderer Stelle «zwischenzuparken». Ihr endgültige Position soll die Vorrichtung am Dienstag während eines weiteren Außenbordeinsatzes erhalten. Dann sollen die Sonnensegel auch aus ihrer «Verpackung» geholt und wieder ausgefahren werden.

Am Samstag hatten Astronauten erstmals das frisch anmontierte Modul «Harmony» besucht. «Discovery»-Kommandantin Peggy Whitson und ihr italienischer Kollege Paolo Nespoli schwebten in den neuen «Flügel» der Station und begannen damit, ihn einzugsfertig zu machen. «Harmony» in der Größe eines Kleinbusses soll künftig als zusätzliche Schlafstätte für ISS-Dauerbewohner dienen und damit eine Erweiterung der bisher dreiköpfigen Crew an Bord der Station ermöglichen. Vor allem aber wird das 15 Tonnen schwere Modul als «Korridor» zu «Columbus» dienen.

Zuvor wird «Harmony» aber noch einmal verlegt - Dazu musste am Sonntag auch die Kran-Halterung angebracht werden. Wenn die «Discovery» am 6. November wieder abgereist ist, soll die ISS- Besatzung mit Hilfe des Roboterarms der Station die bisher am Modul «Destiny» angebrachte Shuttle-Andockvorrichtung an «Harmony» anschrauben. Anschließend wird das neue Modul samt «Anlegestelle» wiederum an «Destiny» installiert - und bekommt so seine endgültige Position.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: ISS- PANNE - Solarsegel an Weltraumstation eingerissen
Beitrag von: SiLæncer am 31 Oktober, 2007, 07:17
Defekt an der Weltraumstation ISS: Bei einem Außeneinsatz ist ein Sonnensegel beschädigt worden - die Astronauten waren von der Sonne geblendet, die genaue Ursache ist unklar. Die Stromversorgung für das Labormodul "Columbus" ist nun möglicherweise nicht mehr gesichert.

Washington - An der Internationalen Raumstation ISS hat es erneut eine Panne gegeben. Bei der Entfaltung eines riesigen Sonnensegels sei eine der 31 Einheiten eingerissen, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Die Astronauten hätten deshalb lediglich drei Viertel des Segels entfalten können. Zuvor war es den Astronauten gelungen, nach einer mehrtägigen komplizierten Verlegung die 17 Tonnen schwere Halterung für das Sonnensegel an ihrem endgültigen Platz zu montieren.

Unmittelbar nach der Panne zeigte Nasa-TV Bilder des defekten rechten Solarflügels. Demnach handelt es sich um einen kleineren Riss. Der andere Solarflügel habe voll entfaltet werden können. Die beiden Flügel haben eine Gesamtspannweite von gut 70 Metern. "Es sieht so aus, als ob der Schaden ganz plötzlich eingetreten ist", sagte "Discovery"-Kommandantin Pamela Melroy. Die Astronauten, die die Montagearbeiten ausführten, waren offenbar von der Sonne geblendet, so dass sie den Schaden nicht gleich bemerken konnten.

Hätte sich das Sonnensegel in dem Träger wie vorgesehen beidseitig entfaltet, wäre damit Angaben der Nasa zufolge die Stromversorgung des geplanten europäischen Labormoduls "Columbus" gesichert gewesen. Das Modul soll im Dezember zur ISS gebracht werden. Nun müssten zunächst die Nasa-Ingenieure in den USA den Schaden genau einschätzen, hieß es. Raumfahrt-Experten erklärten, die Folgen für die Stromversorgung der Raumstation seien schwer einzuschätzen. Labors wie "Columbus" würden besonders viel Strom verbrauchen.

Der dritte Weltraumspaziergang der Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" dauerte insgesamt sieben Stunden und acht Minuten. Die Verlegung der Sonnensegel-Halterung war eine Mammutaufgabe, die nur in mehreren Etappen zu schaffen war und der Besatzung höchste Präzision abverlangte. Zunächst hatten Astronauten die "Nabelschnur" zur Station gekappt. Danach wurde das tonnenschwere und sperrige Teil von Roboterarmen der Raumstation und der "Discovery" bewegt, die von Astronauten aus der ISS und dem Shuttle ferngesteuert wurden.

Das Zusammenspiel der beiden Kräne galt als eine der technisch anspruchsvollsten und schwierigsten Arbeiten in der neunjährigen Geschichte der ISS. Als letzten Schritt montierten die US-Astronauten Scott Parazynski und Doug Wheelock die Halterung. Bei der Entfaltung der Solarflügel kam es dann zu der Panne.

Der Nasa bereitet bereits ein Defekt am Drehgelenk eines anderen Sonnensegels Kopfzerbrechen. Um die Vibrationen und Reibungen dort zu beseitigen, soll der Besuch der Raumfähre "Discovery" bei der ISS um einen Tag verlängert werden. Die "Discovery", die am 23. Oktober ins All gestartet war, wird damit erst am 7. November auf der Erde zurück erwartet.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Risse in Sonnensegel der Raumstation ISS sollen Samstag repariert werden
Beitrag von: SiLæncer am 01 November, 2007, 13:34
Die zwei Risse in einem riesigen Sonnensegel der Internationalen Raumstation ISS sollen am Samstag repariert werden.

Wie die NASA am Donnerstag mitteilte, wird dazu der Astronaut Scott Parazynski ins All aussteigen. Weil der Kran der ISS die defekte Stelle nicht erreichen kann, soll er um den Inspektionsausleger des Roboterarms der angedockten Raumfähre "Discovery" verlängert werden. Parazynski wird dann auf der Spitze "reiten" und die Risse zu flicken versuchen. Sie waren am Dienstag beim Ausfahren des Segels entdeckt worden.

Die NASA befürchtet, dass sich der Schaden ohne Reparatur verschlimmern und der Solarflügel am Ende sogar funktionsunfähig werden könnte. Eine optimale Stromversorgung ist jedoch wichtig für die geplante Erweiterung der ISS. Im Dezember soll das europäische Weltraumlabor "Columbus" an die ISS angekoppelt werden, im Frühjahr dann ein japanisches Modul.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Astronauten unternehmen riskanten Außeneinsatz
Beitrag von: SiLæncer am 03 November, 2007, 15:44
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" sind mit einem gefährlichen Außeneinsatz an der ISS beschäftigt. Mit selbstgebastelten Befestigungen wollen sie das beschädigte Sonnensegel soweit reparieren, dass es ganz ausgefaltet werden kann. Das Problem: Das Segel steht unter Strom.

Für Scott Parazynski ist der Raumspaziergang ein echtes Abenteuer. Zwar ist der Astronaut ein Veteran - insgesamt handelt es sich um seinen siebten Gang ins All. Doch diesmal ist das Risiko besonders hoch, und der Weg besonders weit. Im Augenblick kann man dem Astronauten live dabei zusehen, wie er am Sonnensegel der internationalen Raumstation ISS arbeitet. Bei Nasa TV werden die Bilder der Helmkamera des Astronauten direkt ins Internet übertragen.

Das beschädigte Sonnensegel wird zur optimalen Stromversorgung der ISS benötigt. Im Dezember soll die Station um das europäische Raumlabor Columbus und im April um das japanische Kibo-Labor erweitert werden. Das Sonnensegel war gerissen, als Parazynski und sein Kollege Doug Wheelock am Dienstag einen 16 Tonnen schweren Dreharm an der ISS anbrachten, der das Segel zur Sonne ausrichtet.

Einer der Füße des Astronauten ist an einer Konstruktion befestigt, die aus einem 18 Meter langen Roboterarm plus 15-Meter-Verlängerung besteht. Mit erheblichem Sicherheitsaufwand soll verhindert werden, dass der Astronaut mit dem Sonnensegel in Berührung kommt, das unter einer Spannung von über 100 Volt steht.

Während der Roboterarm ihn zum Einsatzort trug, hörte Parazynski seinem Kollegen Paolo Nespoli zu, der an Bord der ISS über Funk eine lange Liste mit Warnungen verlas. Scharfe Kanten, die Schock-Gefahr und andere Risiken standen darauf. "Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch irgendetwas anfassen darf", scherzte Parazynski. Auch während der Reparaturaktion ermahnt das Bodenpersonal ihn immer wieder: "Pass auf. Sei vorsichtig."

"Sie müssen operieren, Dr. Parazynski"

Um zu vermeiden, dass er einen Elektroschock abbekommt, wurden alle metallischen Teile seines Raumanzugs und sein Werkzeug mit drei Schichten Isolierband abgedeckt. Ganz generell hat der Ausflug bei aller zugrundeliegenden High-Tech etwas Improvisiertes: Parazynski hat Befestigungs-Klammern dabei, die die Astronauten an Bord der ISS aus Aluminiumstreifen, Draht und Klebeband selbst gebastelt haben. Ähnlich wie Manschettenknöpfe sollen die Klammern als zusätzliche Befestigung durch Löcher in dem Sonnensegel gesteckt werden, damit es schließlich doch noch vollständig ausgeklappt werden kann. Gleich an zwei Stellen hat das Segel Risse, einer davon ist beinahe einen Meter lang. Inzwischen hat Parazynski auch noch ein beschädigtes Scharnier entdeckt.

"Es ist direkt am Rand des Paneels abgerissen", sagte der Astronaut, während seine Helmkamera Nahaufnahmen des Schadens zur Bodenstation übertrug, "die Solarzellen auf der Rückseite sind noch intakt, es ist nur am Rand abgerissen". Die Kommandeurin der "Discovery", Pamela Melroy scherzte daraufhin: "Sieht aus, als ob sie operieren müssen, Dr. Parazynski." Der Astronaut ist ausgebildeter Arzt. Während er das Sonnensegel repariert, beobachtet Doug Wheelock vom Fuß des Segels aus die Operation und instruiert die Astronauten an Bord der Station, die den Roboterarm steuern.

Gelingt die Reparatur, sollte die "Discovery" wie geplant am Montag von der ISS ablegen und am Mittwoch in Florida landen. Das eingerissene Segel mit einer Spannweite von 76 Metern ist das dritte der ISS. Die NASA hatte die ursprünglich auf zwei Wochen angesetzte Mission der "Discovery"-Crew Anfang der Woche um einen Tag verlängert.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Astronaut repariert Sonnensegel
Beitrag von: SiLæncer am 03 November, 2007, 17:48
Astronaut Scott Parazynski hat es geschafft. Mit selbstgebastelten Befestigungen konnte er das beschädigte Sonnensegel der Raumstation ISS soweit reparieren, dass es ganz ausgefaltet werden konnte. Das war nicht einfach, denn das Segel steht unter Strom.

"Hervorragende Arbeit, Jungs" - die Kommandeurin der Internationalen Raumstation ISS, Peggy Whitson, hat allen Grund zur Zufriedenheit. Eine der gefährlichsten Außenmissionen, die an der Station jemals durchgeführt wurden, ist erfolgreich gewesen: Scott Parazynski gelang es mit selbstgebastelten Verbindungsklammern und einem L-förmigen Werkzeug, den Riss im Sonnensegel der ISS soweit zu reparieren, dass der beschädigte Flügel vollständig ausgefahren werden konnte.

Für Parazynski, der nun auf dem Rückweg ins Innere der Station ist, war der Raumspaziergang ein echtes Abenteuer. Zwar ist der Astronaut ein Veteran - insgesamt handelt es sich um seinen siebten Gang ins All. Doch diesmal war das Risiko besonders hoch, und der Weg besonders weit.

Das beschädigte Sonnensegel wird zur optimalen Stromversorgung der ISS benötigt. Im Dezember soll die Station um das europäische Raumlabor Columbus und im April um das japanische Kibo-Labor erweitert werden. Das Sonnensegel war gerissen, als Parazynski und sein Kollege Doug Wheelock am Dienstag einen 16 Tonnen schweren Dreharm an der ISS anbrachten, der das Segel zur Sonne ausrichtet.

Einer der Füße des Astronauten wurde heute an einer Konstruktion befestigt, die aus einem 18 Meter langen Roboterarm plus 15-Meter-Verlängerung besteht. Mit erheblichem Sicherheitsaufwand sollte verhindert werden, dass der Astronaut mit dem Sonnensegel in Berührung kommt, das unter einer Spannung von über 100 Volt steht.

Während der Roboterarm ihn zum Einsatzort trug, hörte Parazynski seinem Kollegen Paolo Nespoli zu, der an Bord der ISS über Funk eine lange Liste mit Warnungen verlas. Scharfe Kanten, die Schock-Gefahr und andere Risiken standen darauf. "Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch irgendetwas anfassen darf", scherzte Parazynski. Auch während der Reparaturaktion ermahnt das Bodenpersonal ihn immer wieder: "Pass auf. Sei vorsichtig." Sein Kollege Doug Wheelock beobachtete vom Fuß des Segels aus die Arbeit seines Kollegen und instruierte die Astronauten, die von Bord der ISS aus den Roboterarm bedienten.

Um zu vermeiden, dass Parazynski einen Elektroschock abbekommt, wurden alle metallischen Teile seines Raumanzugs und sein Werkzeug mit drei Schichten Isolierband abgedeckt. Ganz generell hatte der Ausflug bei aller zugrundeliegenden High-Tech etwas Improvisiertes: Parazynski hatte Befestigungs-Klammern dabei, die die Astronauten an Bord der ISS aus Aluminiumstreifen, Draht und Klebeband selbst gebastelt haben. Wie Manschettenknöpfe konnten die Klammern als zusätzliche Befestigung durch Löcher in dem Sonnensegel gesteckt werden, so dass es schließlich doch noch vollständig ausgeklappt werden konnte. Gleich an zwei Stellen hatte das Segel Risse, einer davon war beinahe einen Meter lang.

Wenn die Rückkehr an Bord nach Plan verläuft, kann die "Discovery" wie geplant am Montag von der ISS ablegen und am Mittwoch in Florida landen. Das nun reparierte Segel mit einer Spannweite von 76 Metern ist das dritte der ISS. Die NASA hatte die ursprünglich auf zwei Wochen angesetzte Mission der "Discovery"-Crew Anfang der Woche um einen Tag verlängert.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery" startet Rückflug zur Erde
Beitrag von: SiLæncer am 05 November, 2007, 13:40
Die US-Raumfähre "Discovery" hat von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt und ihren Rückflug zur Erde begonnen. Der anderthalbwöchige Aufenthalt im All war geprägt von beispiellosen Arbeitseinsätzen.

Cape Canaveral - "Danke für das Modul und die Hilfe", sagte ISS-Kommandantin Peggy Whitson zum Abschied. Die Raumfähre "Discovery" koppelte daraufhin von der Internationalen Raumstation ISS ab. Der Space Shuttle, der von Pam Melroy kommandiert wird, sollte zunächst noch einen Rundflug um die ISS machen, um Fotos vom neuen Aufbau der Station zu schießen. Zudem soll der Hitzeschild der "Discovery" auf mögliche Einschläge von Mikrometeoriten untersucht werden.

Die Mission der Raumfähre war zuvor um einen Tag verlängert worden. Die Mannschaft hatte das neues ISS-Modul "Harmony" angebracht und Sonnensegel montiert. Eines davon wies jedoch überraschend Risse auf und musste repariert werden. Dem US-Astronauten Scott Parazynski war es in einem siebenstündigen Außeneinsatz gelungen, das Sonnensegel zu flicken. Dabei bestand auch die Gefahr von Stromschlägen.

Der geglückte Reparatur ist für den weiteren Ausbau der ISS enorm wichtig: Das Sonnensegel soll das europäische Forschungsmodul "Columbus" mit Strom versorgen, dessen Start für Dezember geplant ist. Am Mittwoch soll die "Discovery" in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery": Raumfähre ist gelandet - Nächster Start mit "Columbus"
Beitrag von: SiLæncer am 07 November, 2007, 20:28
Nach einer 15-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation (ISS) ist die US-Raumfähre "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord sicher zur Erde zurückgekehrt.

Der Space Shuttle landete am Mittwoch pünktlich um 19.01 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida. "Gratuliere, prima Mission, wunderbare Landung, begrüßte die Bodenzentrale die Crew. Bei ihrer Mission im All hatten die Astronauten die ISS weiter ausgebaut, so dass Anfang Dezember das europäische Weltraumlabor "Columbus" angekoppelt werden kann. Dann soll auch der Deutsche Hans Schlegel (56) mit ins All fliegen. Der Start ist für den 6. Dezember geplant.

"Hallo, es ist gut, wieder in Florida zu sein", meinte "Discovery"-Kommandantin Pamela Melroy. Das Landemanöver hatte um 17.59 MEZ begonnen, indem die Crew die Raumfähre in die entgegengesetzte Flugrichtung steuerte und die Triebwerke zündete. Damit verringerte sich die Fluggeschwindigkeit, und die Raumfähre konnte in die Erdatmosphäre eintauchen. Vor dem Start am 23. Oktober hatte es zeitweise Probleme wegen drei leicht defekter Hitzekacheln gegeben.

NASA-Sicherheitsexperten hatten gar zu einer Verschiebung des Starts geraten. Untersuchungen des Schildes während der Reise zeigten jedoch, dass es keine Probleme geben würde. 2003 war der Shuttle "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre wegen eines Defekts am Hitzeschild verglüht. Alle sieben Besatzungsmitglieder waren dabei ums Leben gekommen.

Nach der Landung mussten die Astronauten zunächst medizinisch untersucht werden. Nach 15 Tagen in der Schwerelosigkeit mussten sie sich zudem wieder an die Bedingungen auf der Erde gewöhnen. Die "Discovery"-Crew hatte auf der Reise einen der spektakulärsten Außeneinsätze in der neunjährigen Geschichte der ISS unternommen. Dabei wurden zwei Risse in einem defekten Sonnensegel geflickt. Ohne diese Reparatur wäre das Andocken von "Columbus" Anfang Dezember infrage gestellt gewesen. Zudem installierten die Astronauten das 15 Tonnen schwere Verbindungsmodul "Harmony", an dem "Columbus" angekoppelt werden soll.

Das Shuttle "Atlantis" mit Astronaut Schlegel, weiteren Astronauten sowie "Columbus" an Bord soll am 6. Dezember starten. Das in Bremen gebaute 880 Millionen Euro teure Labor "Columbus" ist rund 13 Tonnen schwer, acht Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Darin sollen unter anderem Experimente an Zellen, Gewebekulturen und Mikroorganismen, kleinen Pflanzenarten und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit vorgenommen werden. Eine 48 Millimeter dicke Spezialwand schützt "Columbus" vor dem Einschlag kleinster Himmelskörper und vor gefährlichem Weltraumschrott.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: ISS-Astronauten zum dritten Mal im freien Weltraum
Beitrag von: SiLæncer am 24 November, 2007, 17:26
Die US-Astronauten Peggy Whitson und Daniel Tani sind am Samstag zu einem dritten Einsatz aus der Internationalen Raumstation ISS in den freien Weltraum ausgestiegen. Die ISS-Kommandantin und ihr Bordingenieur sollen das neue Verbindungsmodul «Harmony» endgültig an das US-Labor «Destiny» anschließen, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas) am Samstag mitteilte. Dazu müssen Whiston und Tani mehrere Kabel für die Stromversorgung und Leitungen für das Wärmeregulierungssystem legen. Ihr Einsatz sollte sechseinhalb Stunden dauern.

(http://d.yimg.com/eur.yimg.com/ng/ne/ddp/20071124/14/1961163035-iss-astronauten-dritten-freien-weltraum.jpg?x=380&y=285&sig=SSwx8GxI7cKyUEAGhlQ51g--)

Bei zwei vorangegangenen Außeneinsätzen hatte die ISS-Besatzung bereits wichtige Vorarbeiten an «Harmony» geleistet. Das Modul war Ende Oktober mit der Raumfähre «Discovery» zur ISS gebracht und am Verbindungsmodul «Unity» zwischengelagert worden. Inzwischen wurde es mit Hilfe des Roboterarms der Station an «Destiny» umgesetzt, wo jetzt alle Versorgungssysteme angeschlossen werden müssen. Erst wenn das Modul voll in die ISS-Systeme integriert ist, kann die US-Raumfähre «Atlantis» wie geplant am 6. Dezember starten. Der Shuttle soll das europäische Forschungslabor «Columbus» zur Station bringen, das an «Harmony» andocken soll.

Mit an Bord sollen dann auch der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Leopold Eyharts sein. Schlegel wird bei zwei Ausstiegen entscheidend daran mitwirken, «Columbus» an dem Verbindungsmodul zu verankern. Eyharts wird das europäische Labor in den nächsten zwei Monaten in Betrieb nehmen. Er löst Tani ab, der mit dem Deutschen und den anderen fünf amerikanischen «Atlantis»-Crewmitgliedern nach elf Tagen wieder zur Erde zurückkehren soll.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: "Columbus"-Raumlabor startet morgen mit "Atlantis"
Beitrag von: SiLæncer am 05 Dezember, 2007, 11:36
Auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral hat der Countdown begonnen. Das europäische Weltraumlabor "Columbus" befindet sich bereits an Bord der Space-Shuttle "Atlantis".

Der deutsche Astronaut Hans Schlegel (56) ist mit seinen sechs Mitreisenden bereits vor Tagen in "Quarantäne" gegangen, ansprechbar nur noch für engste Familienmitglieder und NASA-Kollegen. Das Einzige, was jetzt noch dazwischen kommen könnte, ist das Wetter. "Aber die Aussichten sind gut", meint ein Experte in Cape Canaveral. "Zu 80 Prozent gibt es gute Startbedingungen." An diesem Donnerstag, 22.31 MEZ startet "Atlantis" mit "Columbus" sowie Astronaut Schlegel an Bord in Richtung Internationaler Weltraumstation ISS - für die europäische Raumfahrt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Jahre lang mussten die Europäer auf diesen Tag warten, eigentlich hätte das Labor schon 2004 ins All gesollt. Doch als die Raumfähre "Columbia" am 1. Februar 2003 beim Eintritt in die Atmosphäre verglühte und alle sieben Menschen an Bord starben, wurden erst einmal alle Shuttle-Flüge auf Eis gelegt. Skeptiker wollten das Labor fast schon abschreiben - 880 Millionen Euro wären in den Sand gesetzt gewesen. Heute äußert sich der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann Dietrich Wörner, mit Stolz: "Diese Mission ist ein Meilenstein."

Experten sehen das 13 Tonnen schwere Labor, das zum Großteil von EADS-Astrium in Bremen gebaut wurde, als Juwel der Wissenschaft: Sieben "Nutzlastschränke" für verschiedenste Forschungen sind fest eingebaut. Die Untersuchungen reichen von der Medizin bis zu Materialforschung, von der Grundlagenphysik der Flüssigkeiten bis zu Studien über Einzeller und wirbellose Tiere. "Nur die wissenschaftliche Kernfrage ist immer gleich", meint der "Columbus"- Chefingenieur Rüdiger Kledzik aus Bremen. "Was passiert unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit?"

In der Schwerelosigkeit des Alls werden etwa die Muskel- und Knochenmasse der Astronauten "wie unter einem Zeitraffer-Effekt abgebaut", erläutert ein Experte. Dieser Effekt soll bei den Studien von "Columbus" genutzt werden, um Erkenntnisse für eine Behandlung von Osteoporose zu finden.

Der Zeitplan für die "Atlantis"-Crew ist knapp. Bereits am Sonntag, einen Tag nach der Ankunft bei der ISS, muss Schlegel, der Diplomphysiker aus Aachen, gemeinsam mit einem US-Kollegen erstmals hinaus ins All, um das Andocken von "Columbus" vorzubereiten. Ein weiterer Einsatz für ihn ist wenige Tage später geplant. Mit riesigen Roboterarmen muss "Columbus" aus der Laderampe des Shuttle gehievt werden. Zudem ist ein Stickstofftank der ISS zu versetzen. "Jeweils sechseinhalb Stunden dauern die Außeneinsätze", kündigt die NASA an, für die Astronauten bedeutet das Schwerstarbeit.

Mindestens drei Außeneinsätze sind geplant, möglicherweise gibt es sogar einen vierten, bei denen sich die Männer um das defekte Drehgelenk an einem der drei Sonnensegel kümmern sollen. "Das Schwerste wird es sein, für alle diese Aufgaben höchste Konzentration zu bewahren", sagt Schlegel voraus. 1993 war er schon einmal im All, als Nutzlastspezialist in der später verunglückten "Columbia" - seinen ersten "Weltraumspaziergang" hat er aber jetzt vor sich.

Ist "Columbus" angedockt, kommt die große Stunde des französischen Astronauten Léopold Eyharts (50): Er darf als erster das Labor betreten. "Ich glaube, das wird ein sehr emotionaler Augenblick", meint er. Der Franzose soll zwei bis drei Monate im All bleiben, um "Columbus" einzurichten. Schlegel darf gleich wieder nach Hause, nach derzeitiger Planung ist die Landung am 17. Dezember vorgesehen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Mit dem Space Shuttle "Atlantis" fliegt auch Hightech aus Kiel ins Weltall
Beitrag von: SiLæncer am 05 Dezember, 2007, 17:04
Wenn am Donnerstag um 22.31 MEZ der Space Shuttle "Atlantis" mit dem Weltraumlabor "Columbus" zur internationalen Raumstation ISS startet, ist an Bord auch ein weiterentwickeltes deutsches Strahlenmessgerät.

Nach Angaben einer Sprecherin der Kieler Christian-Albrechts-Universität vom Mittwoch haben Physiker der Hochschule einen Sensor entwickelt, der die Strahlenbelastung im erdnahen Weltraum misst.

Das sogenannte Dosimetrie Teleskop Dostel ist Bestandteil einer Plattform, die - noch während der Space Shuttle an die Station angedockt ist - bei einem Einsatz der Astronauten an der Außenseite des Weltraumlabors befestigt werden soll. Aufgabe des Sensors sei es, außen an der ISS die Strahlenbelastung durch kosmische Strahlung zu messen. Diese Strahlung entsteht zum einen in den Weiten des Weltraums durch "Super-Nova"-Explosionen sowie zum anderen auch auf der Sonne bei sogenannten Sonneneruptionen.

Das Strahlenmessgerät sei in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Köln entwickelt und habe sich bei zahlreichen Weltraumeinsätzen bewährt, sagte die Sprecherin. So seien erste Entwicklungen schon im Space Shuttle, der Raumstation MIR sowie auch innerhalb der ISS zum Einsatz gekommen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Space Shuttle: Nasa muss "Atlantis"- Start verschieben
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2007, 16:31
Der Start des Space Shuttles "Atlantis" muss verschoben werden. Bei der Betankung der Raumfähre, die das europäische "Columbus"-Labor ins All bringen soll, sind technische Probleme aufgetreten. Die Astronauten müssen sich nun rund einen Tag gedulden.

Cape Canaveral - Wieder einmal macht die Technik der alternden Space Shuttles Ärger: Wenige Stunden vor dem geplanten Start der Raumfähre "Atlantis" meldet die Nasa Schwierigkeiten: Zwei Treibstoff-Sensoren zeigen nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde nichts an, obwohl die Wasserstoff-Tanks zu 80 und die Sauerstoff-Tanks zu 50 Prozent gefüllt seien.

Die Nasa hat den Start, der für 22.30 Uhr deutscher Zeit geplant war, deshalb verschoben. Das nächste Startfenster für die "Atlantis", die das europäische Forschungsmodul "Columbus" und den deutschen Astronauten Hans Schlegel zur Internationalen Raumstation bringen soll, öffnet sich am Freitag um 21.09 Uhr MEZ.

Im externen Tank des Shuttles gibt es insgesamt 24 Treibstoffsensoren, je zur Hälfte im Tankbereich für Wasser- und für Sauerstoff. Acht Sensoren in jedem der beiden Tankbereiche sind dafür da, die Treibstoffmenge vor dem Start genau zu bestimmen. Die restlichen, die sogenannten Engine-Cutoff-Sensoren (ECO) sind dazu da, den Raketenantrieb nach dem Start rechtzeitig auszuschalten. Zwei von ihnen funktionieren derzeit nicht richtig.

Der Start der "Atlantis" wird insbesondere in Europa mit Spannung und Nervosität erwartet. Seit fast einem Vierteljahrhundert wurde am 1,36 Milliarden Euro teuren "Columbus"-Labor gearbeitet. Nachdem im Oktober das europäische Verbindungsmodul "Harmony" zur ISS gebracht worden war, ist "Columbus" nur ein weiterer Zwischenschritt zu einer stärkeren Repräsentanz der Europäer im All.

Bei der Entfaltung des Sonnensegels des Moduls "Harmony" hatten Astronauten Risse darin festgestellt - glücklicherweise konnte der Schaden aber repariert werden. Ansonsten hätte es womöglich Probleme bei der Stromversorgung von "Columbus" gegeben.

Bei der aktuellen "Atlantis"-Mission sollen zwei Esa-Astronauten Schlüsselrollen spielen: Hans Schlegel und der Franzose Léopold Eyharts sollen zusammen mit ihren Nasa-Kollegen "Columbus" an die ISS montieren und in Betrieb nehmen. Der Zeitplan für die "Atlantis"-Crew ist knapp. Einen Tag nach der Ankunft an der ISS muss Schlegel, der Diplomphysiker aus Aachen, gemeinsam mit einem US-Kollegen erstmals hinaus ins All, um das Andocken von "Columbus" vorzubereiten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Nasa verschiebt "Atlantis"- Start erneut
Beitrag von: SiLæncer am 07 Dezember, 2007, 10:24
Der deutsche Astronaut Hans Schlegel und seine fünf US-Kollegen müssen weiter auf ihren Trip zur Raumstation ISS warten: Die Nasa hat den Start der Raumfähre "Atlantis" wegen Problemen an der Tankanzeige ein zweites Mal verschoben. Frühester Termin ist nun morgen.

Cape Canaveral - Die US-Weltraumbehörde Nasa hat den ursprünglich für Donnerstag geplanten Start der Raumfähre "Atlantis" auf frühestens morgen verschoben. "Die früheste Möglichkeit, auf die wir derzeit hinarbeiten, ist Samstag", sagte Missionsleiter Leroy Caine gestern (Ortszeit) in Cape Canaveral. Wegen technischer Probleme hatte die Nasa den Start zunächst auf heute verlegt. "Wir haben aber gemerkt, das wir noch mehr Zeit brauchen. Die Situation ist sehr komplex", sagte Caine. Die "Atlantis" soll außer den deutschen Astronauten Hans Schlegel einen französischen und fünf US-Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Kurz vor dem anvisierten Aufbruch ins Weltall hatten Nasa-Experten gestern technische Probleme an zwei der vier Tanknadeln des Außentanks festgestellt. Die Nadeln zeigten einen leeren Tank an, obwohl dieser fast vollständig gefüllt war. Ein ähnliches Problem mit den Tanknadeln war bereits im Juli 2005 am Space Shuttle "Discovery" aufgetreten und hatte damals zu einer einwöchigen Startverzögerung geführt. Eine Fehlfunktion der Tankanzeige kann im schlimmsten Fall zu einer Explosion der Triebwerke führen.

Die Missionsleitung wollte sich heute um 20 Uhr MEZ erneut zusammensetzen, um die Lage zu beurteilen. Sollte das Problem bis dann gelöst sein, könnte die "Atlantis" morgen um 21.43 Uhr MEZ vom Kennedy Space Center im Südosten Floridas aus ins All geschossen werden. Das Zeitfenster für einen möglichen Start der Raumfähre schließt sich am 13. Dezember. Danach ist ein Start erst wieder Anfang Januar möglich.

An Bord der "Atlantis" befindet sich das europäische Forschungslabor "Columbus", das die Astronauten während der elftägigen Mission an der Internationalen Raumstation ISS anbringen sollen. "Columbus" ist Europas erstes Raumlabor für Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Bis zu drei Astronauten können auf 25 Kubikmetern an wissenschaftlichen Versuchen arbeiten. An der Außenwand sollen zudem Versuchsgeräte angebaut werden, die Experimente im freien Weltraum ermöglichen. Forschungsgebiete werden die Material- und Lebenswissenschaften, die Flüssigkeitsforschung und die Entwicklung neuer Technologien sein.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Atlantis"-Start zum dritten Mal verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 08 Dezember, 2007, 10:18
Die US-Weltraumbehörde NASA hat den ursprünglich für Donnerstag geplanten Start der Raumfähre "Atlantis" zum dritten Mal verschoben. Neuer Starttermin ist Sonntag um 21.21 Uhr MEZ, wie ein NASA-Sprecher in Cape Canaveral mitteilte. Die Wahrscheinlichkeit für gute Wetterbedingungen liegt laut NASA-Meteorologen bei 70 Prozent. Die "Atlantis" soll neben dem deutschen Astronauten Hans Schlegel einen französischen und fünf US-Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS bringen. NASA-Experten hatten am Donnerstag technische Probleme an der Tananzeige festgestellt.

Zwei der vier Nadeln des Außentanks hatten einen leeren Tank angezeigt, obwohl dieser fast vollständig gefüllt war. Missions-Leiter Leroy Caine beschrieb das Problem als "sehr komplex". Ein ähnliches Problem mit den Tanknadeln war bereits im Juli 2005 am Space Shuttle "Discovery" aufgetreten und hatte damals zu einer einwöchigen Startverzögerung geführt.

Die NASA hatte den Start vom Kennedy Space Center im Südosten Floridas zunächst auf Freitag, dann auf Samstag verlegt. Ein Start der Raumfähre ist bis zum 13. Dezember möglich. Danach kann die "Atlantis" erst wieder Anfang Januar ins All geschossen werden.

An der Bord der "Atlantis" befindet sich das europäische Forschungslabor "Columbus", das die Astronauten während der elftägigen Mission an der Internationalen Raumstation ISS anbringen sollen. "Columbus" ist Europas erstes Raumlabor für Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Bis zu drei Astronauten können auf 25 Kubikmetern an wissenschaftlichen Versuchen arbeiten. An der Außenwand sollen zudem Versuchsgeräte angebaut werden, die Experimente im freien Weltraum ermöglichen. Forschungsgebiete werden die Material- und Lebenswissenschaften, die Flüssigkeitsforschung und die Entwicklung neuer Technologien sein.

Quelle : http://de.news.yahoo.com
Titel: Technische Probleme: "Atlantis"- Start erst im nächsten Jahr
Beitrag von: SiLæncer am 09 Dezember, 2007, 15:51
Die Raumfähre "Atlantis" fliegt frühestens im Januar ins All. Nachdem es beim Auftanken erneut Probleme mit einem der Tanksensoren gab, musste die Nasa den lange erwarteten Start zum dritten Mal verschieben. Das europäische Raumlabor "Columbus" bleibt vorerst auf der Erde.

Cape Canaveral - "Tanksensor Nummer 3 hat erneut versagt", sagte Nasa-Sprecher George Diller. Die US-Raumfahrtbehörde habe um elf Uhr (Ortszeit) begonnen, die "Atlantis" zu betanken und festgestellt, dass die Anzeige des Außentanks noch immer defekt ist.

Die "Atlantis" sollte heute um 21:21 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) starten. Die US-Raumfahrtbehörde hatte gestern beschlossen, den Start nur dann freigegeben, wenn beim Betanken der Wasserstoff- und Sauerstofftanks alle Sensoren einwandfrei arbeiten. Nachdem das Display heute erneut einen leeren Tank angezeigte, obwohl dieser fast vollständig gefüllt war, verschob die Nasa den Flug auf Januar 2008. Insgesamt wurde der Start schon zum dritten Mal verschoben.

Das Sensorproblem ist für die Nasa nicht neu. Sie hatte schon bei vorangegangenen Missionen damit zu kämpfen - wodurch es zum Teil zu erheblichen Zeitverzögerungen kam. In manchen Fällen ist die Reparatur nicht auf der Startrampe möglich, die Raumfähre muss dann umständlich wieder in die Montagehalle zurückgerollt werden.

Die "Atlantis" sollte neben dem deutschen Astronauten Hans Schlegel einen französischen und fünf US-Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Die Raumfähre soll unter anderem das europäische Forschungsmodul "Columbus" zur Raumstation ISS bringen.

"Columbus" ist der Hauptbeitrag Europas zur ISS. Das Forschungsmodul soll am dritten Flugtag fest mit dem "Harmony"-Modul der Station verbunden werden. Dafür sind insgesamt drei Ausstiege in den freien Raum geplant. An zweien davon wird der deutsche ESA-Astronaut Schlegel maßgeblich beteiligt sein. Eyharts wird für drei Monate in der ISS bleiben, um das Labor in Betrieb zu nehmen. "Columbus" hat bereits 2500 Kilogramm Forschungsapparaturen unter anderem für biologische, medizinische und Flüssigkeitsexperimente an Bord, mit denen sofort begonnen werden kann.

Die Shuttle-Mission ist vorerst für elf Tage ausgelegt. Sie kann aber auch um zwei oder drei Tage verlängert werden, um einen vierten "Weltraumspaziergang" zu unternehmen, bei dem ein defektes Drehgestell an einem der ISS-Sonnensegel repariert werden soll. Auf dem Rückflug wird US-Astronaut Daniel Tani, der bislang als Zweiter Bordingenieur in der ISS gearbeitet hat, mit zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA-Shuttle mit Weltraumlabor "Columbus" soll jetzt am 10. Januar starten
Beitrag von: SiLæncer am 14 Dezember, 2007, 11:31
Der mehrfach verschobene Start der US- Raumfähre "Atlantis" mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" an Bord ist jetzt für den 10. Januar geplant.

Das teilte die US- Weltraumbehörde NASA am Donnerstag (Ortszeit) in Houston (US- Bundesstaat Texas) mit. Ein Start wäre nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zwar schon ab dem 2. Januar 2008 möglich. "Die Verschiebung des Startversuchs auf den 10. Januar 2008 erlaubt es so vielen Mitarbeitern wie möglich, Zeit mit ihren Familien und ihren Freunden zu verbringen - zu einer Jahreszeit, zu der dies besonders wichtig ist", sagte aber der Space Shuttle- Programmmanager der NASA, Wayne Hale, nach Angaben des DLR.

Der Start des Space Shuttles, mit dem auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel zur Internationalen Raumstation ISS fliegen soll, war ursprünglich für den 6. Dezember geplant. Er war dann wegen defekter Sensoren am Triebwerktank mehrfach verschoben worden.

Hauptaufgabe der "Atlantis"-Mission wird es sein, das in Bremen gebaute Labor "Columbus" an die ISS anzudocken. Dazu sind mehrere Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen. In dem 880 Millionen Euro teuren Labor sollen mehrere Jahre lang wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden, unter anderem auf dem Gebiet der Medizin, der Grundlagenphysik und der Materialforschung.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: ISS-Astronautin bricht Rekord für Weltraumspaziergang - Reparatur steht an
Beitrag von: SiLæncer am 18 Dezember, 2007, 18:48
US-Astronauten haben bei einem Außeneinsatz am Dienstag einen Defekt an einem Sonnensegel der Internationalen Raumstation ISS inspiziert.

Die beiden Astronauten Peggy Whitson und Dan Tai hätten ein Drehgelenk an dem Solarsegel für eine spätere Reparatur gründlich in Augenschein genommen und fotografiert, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Außerdem hätten die Astronauten für Untersuchungen Metallspäne aus dem Gelenk genommen. Der Defekt war bereits im Oktober entdeckt worden, allerdings konnten Astronauten die genaue Ursache bisher nicht feststellen (SAT+KABEL berichtete). Das Drehgelenk sorgt dafür, dass das Solarsegel optimal zur Sonne ausgerichtet wird und dadurch ein Maximum an Strom liefert.

Zugleich stellte die ISS-Kommandantin Whitson nach Angaben der NASA einen neuen Rekord auf: Mit insgesamt 29 Stunden und über 17 Minuten bei ihren verschiedenen "Weltraumspaziergängen" sei sie die Frau, die sich am längsten außerhalb einer Raumstation oder eines Shuttle im All aufgehalten habe.

Am 10. Januar soll das europäische Weltraumlabor "Columbus" an Bord einer "Atlantis"-Raumfähre in Richtung ISS starten. Auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel soll dann mitfliegen. Der Start der "Atlantis" war kürzlich wegen Problemen der Tanksensoren mehrfach verschoben worden.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Intergalaktische Bescherung: Weihnachtspäckchen für die ISS
Beitrag von: SiLæncer am 26 Dezember, 2007, 12:41
Pünktlich zu Weihnachten hat der russische All-Frachter die ISS-Station erreicht. An Bord des unbemannten Transporters: Natürlich Süßigkeiten.

Baikonur - Das russische Frachtraumschiff "Progress M-62" hat am Mittwoch Weihnachtsgeschenke und Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Das automatische Kopplungsmanöver fand um 9.14 Uhr MEZ statt, teilte die Moskauer Raumfahrtagentur Roskosmos mit.

Der Transporter mit rund 2,5 Tonnen Fracht war am Sonntagmorgen an der Spitze einer "Sojus"-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet. Neben Treibstoff, Trinkwasser, Atemluft, Lebensmittelkonserven, Verbrauchsmaterialien, Hygieneartikeln, Ersatzteilen und wissenschaftlichen Geräten sind auch frisches Obst sowie Weihnachtsgeschenke für die Besatzung mit Peggy Whitson, Daniel Tani (beide USA) und Juri Malentschenko (Russland) an Bord.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Atlantis" hebt frühestens in drei Wochen ab
Beitrag von: SiLæncer am 04 Januar, 2008, 09:24
Schon dreimal hat die Nasa den Start der US-Raumfähre "Atlantis" wegen technischer Probleme abgesagt. Nun soll es am 24. Januar klappen - wenn alles perfekt läuft. Sonst müsste das Shuttle mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" an Bord noch länger am Boden bleiben.

Washington - Die US-Weltraumbehörde Nasa hofft auf einen Start der "Atlantis" am 24. Januar. Sehr viel wahrscheinlicher sei jedoch ein Termin zwischen dem 2. und 7. Februar, sagte der stellvertretende Manager des Space-Shuttle-Programms, John Shannon, heute. Um am 24. Januar starten zu können, "muss alles schon sehr gut laufen", betonte er.

Die Nasa plagen Probleme mit einer Steckverbindung am Außentank der Raumfähre. Das fehlerhafte Teil verbindet Treibstoffsensoren mit der Bordelektronik. Shannonzufolge sollen technisch verbesserte Stecker kommende Woche installiert und dann zehn bis 14 Tage lang getestet werden. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dem tatsächlichen Problem auf der Spur sind", sagte er.

Ursprünglich sollte das Space Shuttle, mit dem auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel zur Internationalen Raumstation ISS fliegen soll, am Nikolaustag abheben. Der Start war jedoch dann mehrfach wegen defekter Sensoren am Triebwerktank verschoben worden. Hauptaufgabe der "Atlantis"-Mission wird es sein, das in Bremen gebaute Labor "Columbus" an die ISS anzudocken.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Start des Weltraumlabors "Columbus" mit Raumfähre für 7. Februar geplant
Beitrag von: SiLæncer am 12 Januar, 2008, 10:24
Der Start der US-Raumfähre "Atlantis" mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" an Bord verschiebt sich immer weiter.

Wie die US-Weltraumbehörde NASA am Freitag mitteilte, soll der Space-Shuttle nunmehr am 7. Februar vom Weltbahnhof Cape Canaveral (Florida) in Richtung Internationale Raumstation ISS abheben. Ursprünglich war der Start mit dem Deutschen Hans Schlegel und sechs weiteren Astronauten an Bord für den 6. Dezember geplant, wurde dann aber wegen technischer Probleme mehrfach hinausgezögert.

Bei dem Defekt handelt es sich um eine fehlerhafte Verbindung der Treibstoffsensoren mit der Bordelektronik. Hauptaufgabe der "Atlantis"-Mission ist es, das in Bremen gebaute Labor "Columbus" an die ISS anzudocken. Dazu sind mehrere Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen. In der 880 Millionen Euro teuren europäischen Forschungseinrichtung sollen mehrere Jahre lang wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit vorgenommen werden.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähre: Space Shuttle erfolgreich repariert
Beitrag von: SiLæncer am 26 Januar, 2008, 13:37
Die US-Raumfahrtbehörde ist optimistisch: Am 7. Februar wird die Raumfähre "Atlantis" endlich abheben können. Ein Sensorschaden, der den ursprünglichen Startermin verhinderte, sei behoben. Die Fähre soll das europäische Forschungslabor "Columbus" ins All bringen.

Aufatmen bei der Nasa: Dem für den 7. Februar geplanten Start der US-Raumfähre "Atlantis" scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Die Reparaturarbeiten an dem defekten Tanksensorensystem seien am Freitag (Ortszeit) abgeschlossen worden, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa in Cape Canaveral (Florida) mit.

Eine erste Prüfung habe "kein Zeichen auf ein Hindernis" erbracht, das noch gegen einen Start spreche. Die meisten Mitglieder der Bodenmannschaft, die die Fähre auf ihre Mission vorbereiten, hätten das Wochenende freibekommen, um dann ab Montag die Endphase in Angriff zu nehmen.

Ursprünglich hätte die Raumfähren mit dem europäischen Forschungslabor "Columbus" an Bord bereits am 6. Dezember abheben sollen. Wegen eines fehlerhaften elektrischen Verbindungssteckers am Außentank mussten die Startvorbereitungen der Fähre, jedoch abgebrochen werden. Danach waren erneuet Starttermine mehrfach verschoben worden. Inzwischen ist das defekte Teil ausgetauscht worden. Am Mittwoch soll nach einer zweiten Prüfung endgültig festgestellt werden, ob die Fähre flugbereit ist.

Zur siebenköpfigen "Atlantis"-Crew gehören auch der deutsche Esa-Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Leopold Eyharts. Schlegel soll bei zwei Ausstiegen helfen, "Columbus" an die ISS anzuschließen. Eyharts bleibt für mehrere Monate in der Station, um das Labor in Betrieb zu nehmen. Er löst zudem den amerikanischen Astronauten Daniel Tani als zweiten Bordingenieur ab. Tani kehrt nach elf Tagen mit der "Atlantis" zur Erde zurück.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS-Besatzung bereitet Sonnensegel-Reparatur vor
Beitrag von: SiLæncer am 28 Januar, 2008, 10:49
Energieprobleme auch im All: Weil ein Drehgestell streikt, arbeitet die Stromversorgung der Internationalen Raumstation (ISS) durch Solarzellen nicht optimal. Nun müssen die Raumfahrer selber Hand anlegen, den Defekt im All beheben. Heute begannen die Vorbereitungen.

Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS hat am Wochenende Videoaufnahmen von dem defekten Drehgestell eines Sonnensegels gemacht. ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Bordingenieur Daniel Tani (beide USA) dirigierten dazu einen Roboterarm mit der Kamera an der Spitze vom Verbindungsmodul "Harmony" zu der Sonnenbatterie und filmten sie am Samstag und Sonntag dabei, wie sie sich 360 Grad um die eigene Achse drehte, teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Washington mit. Die Aufnahmen sollen den Spezialisten am Boden helfen, die Ursachen für den Defekt zu ermitteln und einen Reparaturplan zu erstellen.

Bei einem außerplanmäßigen Außenbordeinsatz sollen Whitson und Tani dann am Mittwoch ein Kugellager an dem Drehgestell austauschen. Beide Astronauten haben bereits damit begonnen, ihre amerikanischen Ausstiegsanzüge vorzubereiten. Ihr russischer Kosmonautenkollege Juri Malentschenko bleibt an Bord und koordiniert den "Weltraumspaziergang".

Das Sonnensegel bereitet den Experten schon längere Zeit Sorgen. Durch den defekten Drehmechanismus kann es nicht optimal auf die Sonne ausgerichtet werden, produziert nicht die optimal mögliche Menge an Strom. Das beeinträchtigt die Energiebilanz der Station.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Astronaut in einem gefährlichen Einsatz Arbeiten am Sonnensegel durchführen müssen. Damals hatte es einen Riss in einem der Flügel des Segels gegeben. Als äußert knifflig hatte es sich damals herausgestellt, den Astronauten davor zu schützen, das Segels zu berühren - das Solarpanel steht und einer Spannung von 100 Volt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: 1,3 Milliarden teure EU-Raumfähre "Jules Verne" steht vor ihrem Jungfernflug
Beitrag von: SiLæncer am 29 Januar, 2008, 16:34
Die bislang größte europäische Raumfähre "Jules Verne" soll nach mehrmonatiger Verzögerung nun zwischen dem 22. Februar und dem 9. März vom Weltraumbahnhof Kourou ins All starten.

Der unbemannte Versorger (ATV) befinde sich derzeit in seiner letzten Testphase, sagte Missionschef John Ellwood am Dienstag in Paris. Bei seinem Jungfernflug soll "Jules Verne" unter anderem Lebensmittel und Wasser für die auf der internationalen Raumstation ISS stationierten Astronauten sowie Treibstoff, Sauerstoff und Stickstoff befördern. Das zehn Meter lange Modul kann eine Last von bis zu 7,5 Tonnen ins All tragen. Die Kosten für das europäische Prestigeprojekt belaufen sich auf rund 1,3 Milliarden Euro.

"Jules Verne" soll frühestens Mitte März an die internationale Raumstation andocken. Nach sechs Monaten an der ISS füllen die Astronauten den Versorger mit Müll der Raumstation, den er auf seinem Rückflug wieder mit zur Erde nimmt. Das ESA-Weltraumlabor "Columbus" soll bereits am 7. Februar vom Weltraumhafen Cape Canaveral in Florida starten. Die US-Raumfähre "Atlantis" mit dem deutschen ESA-Astronauten Hans Schlegel an Bord soll das Wissenschaftslabor zur Internationale Weltraumstation ISS bringen, an die das ESA-Modul voraussichtlich zwei Tage später andocken wird. "Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur ISS.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Re: 1,3 Milliarden teure EU-Raumfähre "Jules Verne" steht vor ihrem Jungfernflug
Beitrag von: arthurdent2k am 29 Januar, 2008, 16:54
Schau an, tatsächlich das erste Mal dass ich von "Jules Verne" gehört hab. Danke für die interessante News! *zieht sich zurück und denkt nach obs moralisch vertretbar wäre den Müll einfach in den Raum zu schiessen*
Titel: Europäisches Weltraumlabor "Columbus" startet nun am Donnerstag ins All
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2008, 18:18
Nach zweimonatiger Verzögerung wegen technischer Probleme ist der Start der US-Weltraumfähre "Atlantis" mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel nun für diesen Donnerstag geplant.

Wie die US-Weltraumbehörde mitteilte, soll der Shuttle um 20.45 MEZ in Cape Canaveral (Florida) ins All in Richtung Internationaler Weltraumstation ISS abheben. Allerdings bereite das Wetter Kopfzerbrechen, hieß es. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Start wegen schlechten Wetters ins Wasser fällt, liege bei 60 Prozent.

Hauptaufgabe der elftägigen Mission ist es, das 880 Millionen Euro teure "Columbus"-Labor an der ISS anzudocken. Dazu sind mehrere Außeneinsätze notwendig. Das zum Großteil von EADS-Astrium in Bremen gebaute 13 Tonnen schwere Labor soll über zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersuchen. Der zunächst für den 6. Dezember geplante Star war wegen defekter Tanksensoren mehrfach verschoben worden.

Unterdessen bereiteten sich auch Wissenschaftler des Kontrollzentrums im bayerischen Oberpfaffenhofen auf den Start vor. Auf großen Projektionswänden werden Mitglieder des "Columbus"-Teams am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie rund 150 Gäste den Start in Florida live verfolgen. Astronaut Ulf Merbold, der 1983 als erster Nicht-Amerikaner bei einer US-Shuttle-Mission ins all flog, soll den Start kommentieren.

Oberpfaffenhofen koordiniert das wissenschaftliche Programm von Forschungszentren in ganz Europa und steuert die technischen Systeme des Labors von der Heizung bis zur Luft- und Wasserversorgung. Rund um die Uhr werden 75 Wissenschaftler und Ingenieure das "Columbus"- Kontrollzentrum über Funk und Video Kontakt zu den Astronauten halten.

Das Andocken von "Atlantis" an der ISS ist für Samstag geplant, am Montag soll das Weltraumlabor "Columbus" erstmals geöffnet werden - damit übernimmt dann Oberpfaffenhofen die Kontrolle über "Columbus".

Zum Start wird in Oberpfaffenhofen auch Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) erwartet. Außerdem wollen der Chef des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums, Klaus Wittmann, sowie der Astronaut Reinhold Ewald sprechen. Ewald ist Leiter der "Columbus"-Mission in Oberpfaffenhofen; er war 1997 auf der Raumstation Mir, als dort ein Feuer ausbrach. Thomas Reiter, Raumfahrtvorstand beim DLR, der selbst fast ein Jahr im Weltraum verbracht hat, verfolgt den Start in Cape Canaveral.

Der Dokumentationskanal Phoenix begleitet die Mission mit zahlreichen Sondersendungen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Schlechtes Wetter: Shuttle- Start erneut gefährdet
Beitrag von: SiLæncer am 07 Februar, 2008, 15:53
Die Raumfähre "Atlantis" und das europäische Weltraumlabor "Columbus" müssen wohl erneut am Boden bleiben. Schon mehrfach musste die Nasa den Start wegen technischer Pannen verschieben. Jetzt bedroht schlechtes Wetter den für heute Abend geplanten Abflug des Space Shuttle.

Cape Canaveral/Oberpfaffenhofen - Noch gibt man sich optimistisch in den USA und Europa: Trotz schlechten Wetters hat die Nasa mit dem Auftanken der "Atlantis" in Cape Canaveral begonnen. Doch der für 20.45 Uhr MEZ geplante Start des Space Shuttle, der unter anderem das europäische Forschungsmodul "Columbus" zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen soll, ist gefährdet. "Die Startwahrscheinlichkeit liegt wegen einer aus Nordwesten heranziehenden Gewitterfront bei nur 30 Prozent", sagte Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München.

Dennoch liefen die Vorarbeiten zunächst weiter. "Die Astronauten sind um 4.15 Uhr Ortszeit aufgestanden und bereiten sich auf ihren Flug vor", sagte Schütz. Mit an Bord ist auch der deutsche Diplomphysiker Hans Schlegel. Am "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wurden die Telekommunikationsverbindungen zur Nasa aufgebaut. "Hier ist Warten angesagt", sagte Schütz. Die Entscheidung über einen erneuten Aufschub könne auch noch unmittelbar vor dem Start getroffen werden. Da das Wetter in Florida sehr wechselhaft sei, werde bis zuletzt am Startvorhaben festgehalten.

Sollte die "Atlantis" heute am Boden bleiben müssen, gäbe es am Samstag- und am Sonntagabend deutscher Zeit zwei weitere Gelegenheiten. "Bei einer Wartezeit von mehr als drei Tagen müssten aber die Tanks des Shuttle wieder entleert werden", sagte DLR-Mitarbeiter Michael Müller zu SPIEGEL ONLINE. In diesem Fall könnte die Nasa in Terminschwierigkeiten geraten: Am 7. März soll ein unbemanntes Versorgungsraumschiff zur ISS fliegen. "Es kann nicht gleichzeitig mit einem Shuttle an der ISS andocken", erklärte Müller.

Ursprünglich sollte die "Atlantis" schon am 6. Dezember 2007 abheben. Doch immer wieder machten defekte Tanksensoren Ärger . Die europäische Weltraumbehörde Esa wartet schon seit 2002 darauf, dass "Columbus" zur ISS gebracht wird. Doch der Start des knapp 880 Millionen Euro teuren Weltraumlabors wurde immer wieder verschoben. Erst bekamen die Russen ihr Servicemodul nicht rechtzeitig fertig, dann stürzte im Februar 2003 die Raumfähre "Columbia" ab und zwang die Shuttle-Flotte zu einer zweieinhalbjährigen Pause.

Das in Bremen gebaute 13 Tonnen schwere "Columbus"-Labor soll über zehn Jahre lang das Verhalten von Stoffen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersuchen. Bei einer Live-Übertragung wollen Wissenschaftler und Ingenieure in Oberpfaffenhofen den Start verfolgen. Das "Columbus"- Kontrollzentrum koordiniert das wissenschaftliche Programm in dem Weltraumlabor und steuert technische Systeme wie Heizung sowie Luft- und Wasserversorgung. Der deutsche Astronaut Ulf Merbold, der 1983 als erster Nicht-Amerikaner mit einem US-Shuttle ins All flog, soll in Oberpfaffenhofen den Start kommentieren.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Columbus auf dem Weg ins All
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2008, 03:42
Die US-amerikanische Raumfähre Atlantis ist soeben erfolgreich vom Kennedy Space Center in Florida ins All gestartet. An Bord befindet sich auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel, der mit dafür verantwortlich sein wird, dass das europäische Forschungsmodul Columbus an die Internationale Raumstation (ISS) angekoppelt wird. Das zylindrische Wissenschaftslabor ist der größte Beitrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für die ISS und umfasst insgesamt zehn Module (International Standard Payload Racks, ISPRs) für spätere Experimente im All.

(http://www.heise.de/bilder/103165/2/0)

Der Aufbruch von Atlantis zur 121. Space-Shuttle-Mission war seit Anfang Dezember mehrmals verschoben worden und stand auch am heutigen Donnerstag zunächst unter keinem guten Stern: Wegen Regenschauern über Florida lag die Wahrscheinlichkeit eines Starts anfangs bei lediglich 30 Prozent. Zwei Stunden vor dem Start erhöhten die Wetterfachleute der NASA die Prognose dann auf 40 Prozent. Um 18:51 MEZ wurden die Luken der Raumfähre geschlossen – trotz einer nahenden dunklen Wolkenfront. Um 20:45 MEZ erfolgte der Liftoff.

(http://www.heise.de/bilder/103165/0/1)
Die siebenköpfige Crew der Atlantis, rechts der deutsche Astronaut Hans Schlegel

Außer dem 56-jährigen Schlegel ist mit dem Franzosen Léopold Eyharts noch ein weiterer Europäer an Bord der Atlantis, die zum 29. Mal ins All startete. Die Mannschaft komplettieren fünf US-Amerikaner. Schlegel war vor 15 Jahren bereits als Mitglied der Spacelab-Mission D-2 im All. Ihm wurde damals als erstem Astronauten im Weltraum ein intravenöser Zugang gelegt, über den eine Kochsalzlösung zugeführt wurde. Mit dem medizinischen Experiment sollte erforscht werden, wie sich Flüssigkeit ersetzen lässt, wenn der Organismus sie als Folge der Anpassung an die Schwerelosigkeit verliert.

(http://www.heise.de/bilder/103165/1/1)
Das zylindrische Raumlabor Columbus ist der größte Beitrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für die ISS.

Den heutigen Start der Raumfähre verfolgten auch Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus mit Spannung. Sie schicken das Experiment Geoflow ins All, das Erkenntnisse über Strömungen im flüssigen Erdkern bringen soll. "Mit Geoflow können wir die geophysikalischen Bewegungen im Innern der Erde simulieren", erklärt der wissenschaftliche Leiter, Christoph Egbers. Etwa ein halbes Jahr lang erwarten die Forscher in Cottbus Daten aus dem All, die von der Raumstation ISS direkt nach Cottbus geschickt und an der BTU ausgewertet werden. An dem Projekt sind auch Partner in Potsdam sowie in Frankreich und Großbritannien beteiligt.

Quelle : www.heise.de
Titel: "Atlantis"-Crew soll am Samstag an die ISS andocken
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2008, 16:30
Nach dem glatten Start der US-Raumfähre "Atlantis" in Florida bereiten sich die Astronauten an Bord auf ihre Ankunft an der Internationalen Raumstation ISS vor.

"Es läuft alles nach Plan", berichtete Volker Sobick vom Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Freitag in Oberpfaffenhofen bei München. Bei der elftägigen Mission soll das europäische Weltraumlabor "Columbus" an die ISS angedockt und mit der Inbetriebnahme begonnen werden. Für das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen beginnt die heiße Phase am Montagabend. Dann sollen der Zugang zu dem Labor geöffnet und die Systeme hochgefahren werden. "Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur ISS.

Nach zweimonatiger Verzögerung hatte "Columbus" am Donnerstagabend seinen Weg zur ISS angetreten. Pünktlich um 20.45 Uhr MEZ war die "Atlantis" mit sieben Astronauten, unter ihnen der deutsche Hans Schlegel, vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) gestartet. "Damit beginnt für die europäische Raumfahrt ein neues Kapitel", sagte der Chef der Europäischen Weltraumbehörde ESA, Jean-Jacques Dordain. In dem 880 Millionen Euro teuren Labor sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Versuche in der Schwerelosigkeit stattfinden.

Rund 900 Mitarbeiter und Angehörige von EADS-Astrium in Bremen, wo das Labor maßgeblich entwickelt und gebaut wurde, brachen nach dem Start in Jubel auf. Auch im "Columbus"-Kontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen wurde der Start gefeiert. Wenn das Modul an die ISS angekoppelt ist, übernehmen dort voraussichtlich am Montagabend rund 75 Wissenschaftler und Ingenieure die Regie für "Columbus". Im Kontrollraum werden sie an Dutzenden Bildschirmen Experimente und das wissenschaftliche Programm von Forschungszentren in ganz Europa führen. Außerdem steuern sie die technischen Systeme des Labors von der Heizung bis zur Luft- und Wasserversorgung.

Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA verliefen der Start und die erste Flugphase der Raumfähre glatt. "Die Atlantis fliegt wie ein Pfeil", hieß es wenige Minuten nach dem Start. Ein NASA-Sprecher sagte: "Alle Systeme funktionieren normal." Unter den Astronauten ist als zweiter Europäer außer Schlegel der Franzose Léopold Eyharts, der für etwa zwei Monate auf der ISS bleiben soll. Sein Einsatz dauert damit wegen des verspäteten Starts der "Atlantis" etwas kürzer als geplant.

Nach dem Zeitplan der NASA soll "Atlantis" am Samstag (18.25 Uhr MEZ) an der ISS andocken. Bereits am Sonntag (15.35 Uhr MEZ) muss Schlegel mit einem US-Kollegen zu einem ersten Außeneinsatz, um das Labor für das Andocken an der Raumstation vorzubereiten. "Columbus" soll mit einem riesigen Roboterarm von der "Atlantis"-Laderampe an seine Position an der ISS gehievt werden. Bei einem zweiten Außeneinsatz am kommenden Dienstag muss ein Stickstofftank versetzt werden. Insgesamt sind drei der für die Astronauten sehr anstrengenden "Weltraumspaziergänge" geplant, die jeweils gut sechs Stunden dauern werden.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Raumstation ISS am Samstagabend zweimal über Deutschland zu sehen
Beitrag von: SiLæncer am 09 Februar, 2008, 15:06
Die Internationale Raumstation ISS soll am Samstagabend zweimal am Himmel über Deutschland zu sehen sein.

Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München mitteilte, kann die ISS zwischen 17.40 und 17.46 Uhr sowie zwischen 19.15 und 19.18 Uhr beobachtet werden. Die Raumstation taucht den Angaben zufolge im Westen am Horizont auf, fliegt ostwärts über Deutschland hinweg.

Nach zweimonatiger Verzögerung war die Raumfähre "Atlantis" am Donnerstagabend im US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) in Richtung ISS gestartet. Sie soll am Samstagabend um 18.25 Uhr an die Raumstation ISS andocken. Mit etwas Glück und einem guten Fernglas seien kurz vor dem Koppelmanöver die "Atlantis" und die ISS zwischen 17.40 und 17.46 Uhr als zwei getrennte Objekte am Abendhimmel zu sehen, teilte das DLR mit.

Bei der elftägigen "Atlantis"-Mission soll das europäische Weltraumlabor "Columbus" an die ISS angedockt und mit der Inbetriebnahme begonnen werden. Für das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen beginnt die heiße Phase am Montagabend. Dann sollen der Zugang zu dem Labor geöffnet und die Systeme hochgefahren werden. "Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur ISS. In dem 880 Millionen Euro teuren Labor sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Versuche in der Schwerelosigkeit stattfinden.

Bereits am Sonntag muss der deutsche Astronaut Hans Schlegel mit einem US-Kollegen zu einem ersten Außeneinsatz, um das Labor für das Andocken an der Raumstation vorzubereiten. "Columbus" soll mit einem riesigen Roboterarm von der "Atlantis"-Laderampe an seine Position an der ISS gehievt werden. Bei einem zweiten Außeneinsatz am kommenden Dienstag muss ein Stickstofftank versetzt werden. Insgesamt sind drei der für die Astronauten sehr anstrengenden Außeneinsätze geplant, die jeweils gut sechs Stunden dauern werden.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähre "Atlantis" hat Internationale Raumstation erreicht - angedockt
Beitrag von: SiLæncer am 09 Februar, 2008, 19:36
Nach zweimonatiger Verzögerung und zweitägigem Flug an Bord der US-Raumfähre "Atlantis" ist das europäische Weltraumlabor "Columbus" am Ziel.

Der Space Shuttle mit seiner siebenköpfigen Crew dockte am Samstag etwas früher als geplant um 18.17 Uhr MEZ problemlos an die Internationale Raumstation ISS an. Zur "Atlantis"-Besatzung zählt auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel.

Nach der traditionellen Begrüßungszeremonie auf der Raumstation bleibt den Astronauten kaum Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Sonntag soll Schlegel mit einem amerikanischen Kollegen ins All aussteigen, um das Andocken von "Columbus" an die Raumstation vorzubereiten. Geplant ist, das Labor mit einem riesigen Roboterarm von der "Atlantis"-Laderampe an seine Position an der ISS zu hieven. Die Mission der Raumfähre soll insgesamt elf Tage dauern.

Kurz vor dem Ankoppeln an der Raumstation war der Orbiter nahe der ISS eine Rolle rückwärts geflogen. Während des neunminütigen Manövers schoss die Crew der Raumstation Hunderte Fotos vom Hitzeschild und anderen kritischen Stellen, um Hinweise auf mögliche Beschädigungen beim Start des Shuttles zu finden.

Für das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München beginnt die heiße Phase am Montagabend. Dann sollen der Zugang zu dem Labor geöffnet und die Systeme hochgefahren werden. Im Kontrollraum werden die Experten an Dutzenden Bildschirmen Experimente und das wissenschaftliche Programm von Forschungszentren aus ganz Europa dirigieren. Außerdem steuern sie die technischen Systeme des Labors von der Heizung bis zur Luft- und Wasserversorgung. "Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation. In dem 880 Millionen Euro teuren Labor sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Versuche in der Schwerelosigkeit stattfinden.

Die Raumfähre war am Donnerstag nach zweimonatiger Verspätung zu ihrer Reise zur ISS aufgebrochen. Probleme mit Tanksensoren hatten die NASA-Manager den Start immer wieder verschieben lassen. Insgesamt sind während der Mission drei Außeneinsätze der Besatzung im Weltall geplant, die jeweils gute sechs Stunden dauern. "Atlantis" soll dann nach bisheriger Planung am 18. Februar zur Erde zurückkehren.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: "ATLANTIS" - Deutscher Astronaut offenbar weltraumkrank
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2008, 09:22
Unwohlsein, Schwindel und Orientierungsprobleme: Der deutsche Astronaut Hans Schlegel hat offenbar die Weltraumkrankheit und wird daher nicht seinen geplanten Außenbordeinsatz ausführen können. Es bestehe jedoch keine Lebensgefahr, teilte die Nasa mit.

Houston - Die Nasa wollte keine Details veröffentlichen: Es gebe "gesundheitliche Probleme" an Bord der Raumfähre "Atlantis", hieß es von Seiten der US-Weltraumbehörde. Ursprünglich hatte der deutsche Astronaut Hans Schlegel am heutigen Sonntag das Andocken des europäischen Weltraumlabors "Columbus" an die Internationale Raumstation ISS vorbereiten sollen. Der Einsatz wurde um 24 Stunden verschoben, Schlegel werde dann nicht an ihm teilnehmen, teilte die Nasa lediglich mit.

Die Nasa wollte jedoch nicht sagen, wer unter den insgesamt sieben Astronauten erkrankt sei, Missions-Manager John Shannon sagte lediglich: "Es ist nicht lebensbedrohlich." Die Zeitung "Florida Today" berichtete, es handele sich offensichtlich um die sogenannte Weltraumkrankheit.

Die Weltraumkrankheit, die "Space adaptation sickness", äußere sich meist als Unwohlsein, Schwindel und Orientierungsproblemen. Nach Angaben von Experten entstehe sie bei einer Anpassung an einen längeren Aufenthalt in der Schwerelosigkeit. Es handele sich um ein bekanntes Phänomen unter Astronauten, das nicht selten auftrete.

Der Weltraumeinsatz soll mehr als sechs Stunden dauern - solche Außeneinsätze gelten als extrem anstrengend für die Astronauten. Der Shuttle war am Donnerstag mit dem europäischen Weltraumlabor "Columbus" an Bord nach monatelangen Verzögerungen gestartet und zweitägigem Flug an der Internationalen Raumstation ISS angekoppelt.

Die Nasa wollte keine Einzelheiten über die Gesundheitsprobleme nennen, weil medizinische Informationen über Crew-Mitglieder "privater Natur" seien. Shannon sagte lediglich, Schlegel werde durch seinen Astronautenkollegen Stanley Love ersetzt. Unter den Astronauten sind fünf Amerikaner und der Franzose Léopold Eyharts.

Riss in Isoliermatte entdeckt

Schlegel sollte beim ersten von insgesamt drei Außeneinsätzen zusammen mit dem US-Kollegen Rex Walheim an der ISS arbeiten. Ob der Diplomphysiker und siebenfache Familienvater wie geplant am zweiten Einsatz am Mittwoch teilnehmen kann, ist noch unklar. Weiter heißt es, die "Atlantis"-Mission werde um einen Tag verlängert. Die Rückkehr sei jetzt für den 19. Februar geplant.

Neben den plötzlichen Gesundheitsproblemen an Bord der Raumfähre gab es für die Nasa weitere Überraschungen. Am Heck des Orbiters wurde ein Riss in einer Isoliermatte entdeckt. Überdies fiel ein Navigationscomputer aus, von dem es allerdings noch zwei weitere an Bord gibt, wie Space-Shuttle-Flugdirektor Mike Sarafin sagte. Er bezeichnete den Defekt an der Matte als "sehr klein". Es würden zunächst zusätzliche Informationen über den Schaden und sein Ausmaß gesammelt, um über weitere Schritte zu entscheiden. Auch untersuchten die Experten die Ursachen des Computerausfalls.

Bereits bei einer "Atlantis"-Mission im Sommer vorigen Jahres hatte sich ein Stück der Isoliermatte am Heck gelöst. Astronauten flickten damals den Schaden bei einem zusätzlichen Außenbordeinsatz.

"Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zur Internationalen Raumstation. In dem 880 Millionen Euro teuren Labor sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Versuche in der Schwerelosigkeit stattfinden. Die Raumfähre war am Donnerstag nach zweimonatiger Verspätung zu ihrer Reise zur ISS aufgebrochen. Probleme mit Tanksensoren hatten die Nasa-Manager den Start immer wieder verschieben lassen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Deutscher Astronaut Schlegel gesund
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2008, 15:38
Oberpfaffenhofen. Der deutsche Astronaut Hans Schlegel ist gesund und wird den zweiten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS an diesem Mittwoch voraussichtlich unternehmen können.

«Gestern gab es Messwerte, die zur Vorsicht geraten haben», sagte Andreas Schütz vom Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Sonntag. «Heute hat sich herausgestellt, dass er perfekt in Form ist und dem zweiten Weltraumausstieg nichts im Wege steht.»

Am Samstag war der «Weltraumspaziergang» des Deutschen zur Vorbereitung des europäischen Weltraumlabors «Columbus» für das Andocken an die ISS um 24 Stunden verschoben worden, Schlegel wurde durch einen anderen Astronauten ersetzt. Daraufhin wurde spekuliert, Schlegel leide unter der sogenannten Weltraumkrankheit.

Es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, betonte Schütz. Für den äußerst anstrengenden Außeneinsatz müssten die Astronauten absolut fit sein. Die NASA hatte nicht mitgeteilt, wer von den insgesamt sieben Astronauten, die mit der US-Raumfähre «Atlantis» am Samstag an der ISS angekommen waren, erkrankt sei. Die US- Raumfahrtbehörde, die für die Betreuung der Astronauten zuständig ist, nannte auch keine Einzelheiten über Schlegels Zustand. Die Zeitung «Florida Today» hatte berichtet, Schlegel leide offensichtlich an der Weltraumkrankheit.

Quelle : www.derwesten.de
Titel: "Columbus"-Labor: Astronauten beginnen Außenbordeinsatz
Beitrag von: SiLæncer am 11 Februar, 2008, 18:33
Die Besatzung der Raumfähre "Atlantis" hat begonnen, das europäische "Columbus"-Labor aus dem Laderaum des Shuttles zu hieven. Die beiden Astronauten Stanley Love und Rex Walheim sind am Nachmittag in den Weltraum ausgestiegen - ohne den Deutschen Hans Schlegel.

Es hätte eigentlich Hans Schlegels großer Auftritt werden sollen. Der deutsche Astronaut hätte laut Plan schon am gestrigen Sonntag in seinem ersten Außenbordeinsatz das europäische "Columbus"-Labor an der Internationalen Raumstation ISS installieren sollen. Die Nasa hatte Schlegel jedoch wegen auffälliger gesundheitlicher Messwerte durch den US-Astronauten Stanley Love ersetzt. Schlegel wird den Anbau des prestigeträchtigen "Columbus"-Moduls vom Inneren der ISS aus koordinieren.

Die US-Astronauten Rex Walheim und Stanley Love stiegen um 15:13 Uhr MEZ aus der ISS in den Weltraum aus. Das Team soll das Labor in der Shuttle-Ladebucht so vorbereiten, dass es mit dem Roboterarm der Station an das Verbindungsmodul "Harmony" gehievt werden kann. Dazu müssen Walheim und Love eine Halterung an "Columbus" montieren, so dass der Roboterarm das auf der Erde rund 13 Tonnen schwere Labor greifen kann. Zudem sollen die Astronauten einen Stickstofftank des ISS-Kühlsystems und die dazugehörigen Leitungen abbauen.

Volker Sobick, Vize-Chef der bemannten Missionen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sagte, er sei zuversichtlich, dass "Columbus" wie geplant am Montag angebracht werde. Schlegel habe sich vollständig erholt und werde von der ISS aus an der Installation beteiligt. Sobick bestritt, dass Schlegel erkrankt sei. Er räumte aber ein, der 56-Jährige sei nicht fit genug für einen Außeneinsatz gewesen. "Außenarbeiten sind wie Hochleistungssport, das ist wie wenn man einen Marathon läuft. Wenn jemand nicht 100-prozentig fit ist, lässt man es besser sein, damit der Einsatz nicht gefährdet wird."

"Columbus" ist ein etwa sieben Meter langer Zylinder mit einem Durchmesser von 4,5 Metern. Bis zu drei Astronauten können in ihm gleichzeitig Experimente ausführen. Die Gesamtkosten für das Modul betrugen 880 Millionen Euro. Ursprünglich sollte "Columbus" schon 2002 ins All gebracht werden. Der Start wurde jedoch mehrfach verschoben.

Der erste von drei Außeneinsätzen zur "Columbus"-Montage hatte bereits am Sonntag stattfinden sollen.  Schlegel ist inzwischen wieder voll einsatzfähig und hofft nun, wenigstens seinen geplanten zweiten Ausstieg am Mittwoch absolvieren zu können. Am Sonntagabend hatte die Shuttle-Crew um Kommandant Steve Frick mit einer Kamera eine leichte Beschädigung an einer Isoliermatte am Heck der "Atlantis" inspiziert. Das Ergebnis hat die Nasa bisher nicht mitgeteilt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Operation geglückt : Astronauten erweitern ISS um "Columbus"- Labor
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2008, 06:03
Erfolgreicher Einsatz: Die Besatzung der Raumfähre "Atlantis" hat das europäische Labor "Columbus" an der Weltraumstation ISS installiert. Der deutsche Astronaut Hans Schlegel musste wegen Problemen allerdings an Bord bleiben - den Job draußen im All übernahmen zwei Kollegen.

Es hätte eigentlich Hans Schlegels großer Auftritt werden sollen. Der deutsche Astronaut hätte laut Plan schon am gestrigen Sonntag in seinem ersten Außenbordeinsatz das europäische "Columbus"-Labor an der Internationalen Raumstation ISS installieren sollen. Die Nasa hatte ihn jedoch wegen auffälliger gesundheitlicher Messwerte durch den US-Astronauten Stanley Love ersetzt - er durfte den Anbau des prestigeträchtigen "Columbus"-Moduls nur von innen koordinieren.

Um 22.30 Uhr deutscher Zeit kam dann die Erfolgsmeldung: Schlegel und seine Kollegen haben das Weltraumlabor erfolgreich an die ISS angedockt. "Houston, München, das europäische 'Columbus'-Modul ist nun Teil der ISS", funkte der französische Astronaut Léopold Eyharts zur Erde. Die "'Columbus' hat die Raumstation zum ersten Mal berührt", sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa.

Europa hat damit seine erste dauerhafte wissenschaftliche Einrichtung im All. Ein riesiger Roboterarm transportierte das auf der Erde 13 Tonnen schwere Labor an seinen Platz. "Gute Arbeit geleistet", sagte ein Nasa-Sprecher zu den beiden US- Astronauten, die in einem fast achtstündigen Außeneinsatz die "Feinarbeit" geleistet hatten: Rex Walheim und Stanley Love waren um 15.13 Uhr deutscher Zeit aus der ISS in den Weltraum ausgestiegen, und hatten das Labor vorbereitet, so dass es Stunden später mit dem Roboterarm der Station an das Verbindungsmodul "Harmony" gehievt werden konnte.

Am Dienstagabend deutscher Zeit soll nun erstmals der Zugang zu "Columbus" geöffnet werden. Mit Drucktests wird zuerst geprüft, ob in dem Labor alles in Ordnung ist, danach die Schleuse geöffnet. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Franzose Léopold Eyharts dann die Systeme für Strom und Wasser hochfahren. Damit übernimmt das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München die Kontrolle über das Weltraumlabor.

Etwa 75 Wissenschaftler und Ingenieure steuern dort im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die europäischen Aktivitäten auf der ISS und im "Columbus"-Labor. Das DLR in Oberpfaffenhofen koordiniert das wissenschaftliche Programm von Forschungszentren in ganz Europa und steuert auch die technischen Systeme des Labors von der Heizung bis zur Luft- und Wasserversorgung.

Volker Sobick, Vize-Chef der bemannten Missionen beim DLR, hatte schon vor der geglückten Operation gesagt, er sei zuversichtlich: Schlegel habe sich vollständig erholt und werde von der ISS aus an der Installation beteiligt. Sobick bestritt, dass Schlegel erkrankt sei - der 56-Jährige sei nur nicht fit genug für einen Außeneinsatz gewesen. "Außenarbeiten sind wie Hochleistungssport, das ist wie wenn man einen Marathon läuft. Wenn jemand nicht hundertprozentig fit ist, lässt man es besser sein, damit der Einsatz nicht gefährdet wird."

"Columbus" ist ein etwa sieben Meter langer Zylinder mit einem Durchmesser von 4,5 Metern. Bis zu drei Astronauten können in ihm gleichzeitig Experimente ausführen. Die Gesamtkosten für das Modul betrugen 880 Millionen Euro. Ursprünglich sollte "Columbus" schon 2002 ins All gebracht werden. Der Start wurde jedoch mehrfach verschoben.

Der erste von drei Außeneinsätzen zur "Columbus"-Montage hatte bereits am Sonntag stattfinden sollen. Schlegel hofft, wenigstens seinen geplanten zweiten Ausstieg am Mittwoch absolvieren zu können.

Am Sonntagabend hatte die Shuttle-Crew um Kommandant Steve Frick mit einer Kamera eine leichte Beschädigung an einer Isoliermatte am Heck der "Atlantis" inspiziert. Das Ergebnis hat die Nasa bisher nicht mitgeteilt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Weltraumlabor "Columbus" wird in Betrieb genommen - erste Visite heute abend
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2008, 16:27
Nach dem erfolgreichen Ankoppeln an die Internationale Raumstation ISS wird das europäische Weltraumlabor "Columbus" jetzt in Betrieb genommen.

Am Dienstag bereitete sich die Crew auf die Öffnung und das "Betreten" des Moduls vor. Zunächst seien Dichtigkeitstests vorgenommen worden, um sicherzustellen, dass "Columbus" kein Leck hat, sagte Markus Bauer von der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA am Dienstag in Oberpfaffenhofen bei München. "Das ist gut gegangen."

Um 20.55 Uhr deutscher Zeit sollten die Astronauten, unter ihnen der Deutsche Hans Schlegel, erstmals in das Labor schweben. Mit der Öffnung des Labors übernimmt das "Columbus"-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen die Kontrolle über das Weltraumlabor. Entgegen früheren Angaben sollte der französische Astronaut Leopold Eyharts bereits am Dienstagnachmittag die Luke zwischen Columbus und ISS erstmalig öffnen und das Belüftungssystem starten.

Zum Schutz vor eventuell herumfliegenden Glassplittern sollten die Astronauten beim ersten Öffnen - "Hatch Open" genannt - Brillen tragen. "Hatch Open ist etwas Besonderes für die Crew auf der ISS, denn damit wird ein neuer Abschnitt eingeleitet", erklärte der Astronaut und Physiker Gerhard Thiele auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das in Bremen gebaute Labor hatte am Montag nach jahrelanger Verzögerung an der ISS angedockt. ""Columbus" ist jetzt offiziell Teil der ISS", sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde NASA, nachdem ein riesiger Roboterarm das 13 Tonen schwere Objekt aus der Raumfähre "Atlantis" gehoben und an seinen Platz transportiert hatte. Die beiden US-Astronauten Stanley Love und Rex Walheim halfen bei der "Feinarbeit" im All. Schlegel, der wegen gesundheitlicher Probleme für den Weltraumspaziergang ausgefallen war, assistierte bei dem fast achtstündigen Einsatz im Innern der ISS.

Schlegel bereitet sich nun auf den am Mittwoch geplanten Außeneinsatz vor. Der 56-Jährige hatte nach US-Medienberichten an Unwohlsein ähnlich einer Seekrankheit gelitten, nun soll er aber mit Rex Walheim ins All hinaus. Bei dem zweiten Außeneinsatz geht es um die Installation eines neuen Stickstofftanks für das äußere Kühlsystem der ISS. Schlegel wird nach Thomas Reiter der zweite Deutsche sein, der je im Raumanzug im All schwebte. Schlegel gehe es gut, sagte Bauer. "Wir wissen nichts Neues. Es läuft alles nach Plan."

Für die europäische Raumfahrt beginnt mit "Columbus" ein neues Kapitel. Das europäische Weltraumlabor "Columbus" ist der wichtigste europäische Beitrag zu ISS. Die Europäer können damit über 8,3 Prozent der Ressourcen auf der ISS verfügen. Bis das Weltraumlabor voll funktionsfähig ist, werden aber mehrere Wochen ins Land gehen.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Außeneinsatz: Deutscher Astronaut Schlegel steigt ins All aus
Beitrag von: SiLæncer am 13 Februar, 2008, 19:07
Der deutsche Astronaut Hans Schlegel hat seinen ersten Ausflug ins All unternommen. Zusammen mit seinem US-Kollegen Rex Walheim verließ er die Internationale Raumstation ISS, um einen Tank auszuwechseln. Bislang verlief alles reibungslos.

Er hat seine Krankheit offenbar überstanden: Hans Schlegel hat seinen Außeneinsatz am heutigen Mittwoch begonnen. Zusammen mit seinem US-Kollegen Rex Walheim verließ er die Internationale Raumstation ISS um 14.27 Uhr. Bei dem auf sechseinhalb Stunden angesetzten, zweiten Außeneinsatz im Rahmen der Atlantis-Mission sollte ein Stickstofftank ausgewechselt werden. Am Montag hatten Walheim und sein US-Kollege Stanley Love das europäische Forschungslabor Columbus erfolgreich installiert. Es funktionierte nach Angaben der Europäischen Raumfahrtagentur Esa problemlos.

"Ich fühle mich wirklich großartig, aber auch ängstlich", sagte Schlegel dem US-Fernsehsender CBS vor dem Weltraumspaziergang. Eigentlich war der 56-Jährige bereits für die Außenarbeiten am Montag vorgesehen. Er fiel jedoch wegen Unwohlseins aus. Zur Art seiner Krankheit wollte sich Schlegel nicht äußern. "Medizinische Probleme sind privat", sagte er im US-Fernsehen. Bei einem dritten und letzten Außeneinsatz am Freitag sollen Walheim und Love weitere Arbeiten an dem zwei Milliarden Dollar (rund 1,37 Milliarden Euro) teuren Raumlabor vornehmen, das mit der Raumfähre Atlantis zur ISS gebracht worden war.

Die Arbeiten verliefen laut Esa bislang reibungslos. "Es gibt überhaupt keine Probleme. Wir haben Stromversorgung, Licht und das Computersystem", sagte der ISS-Verantwortliche der Esa, Alan Thirkettle. Die Astronauten der Atlantis und der ISS hatten am Dienstagmorgen die Leitungen der Columbus für elektrischen Strom, Klimaanlage und Datenübertragung angeschlossen. Es seien aber noch nicht alle Funktionen der Forschungseinheit aktiviert, erklärte Thirkettle.

Bis zur Aufnahme der Forschungsarbeiten wird es nach Angaben der Nasa noch einige Tage dauern. Ausrüstung und Material für Experimente von der ISS müssen noch in das Labor gebracht werden. Es bietet Platz für drei Astronauten und zehn Werkschränke zum Experimentieren. Die Versuche zur Erforschung der Mikroschwerkraft werden im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten stehen. Die Experimente gelten als entscheidender Schritt zu weiteren Mondmissionen sowie bemannten Flügen zum Mars. Der Franzose Léopold Eyharts soll für insgesamt sechs Wochen im All bleiben, um erste Versuche vorzunehmen.

Columbus ist Europas erstes Labor für Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Gesteuert wird es vom deutschen Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München. Bisher hatten nur die USA und Russland ein eigenes Labor in der ISS. Im März soll das japanische Weltraum-Labor Kibo an der Internationalen Raumstation angebracht werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Schlegel im All: Deutscher Astronaut beendet ISS- Außeneinsatz erfolgreich
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2008, 05:57
Mission geglückt: Astronaut Hans Schlegel und sein US-Kollege Walheim haben den Außeneinsatz an der Raumstation ISS erfolgreich abgeschlossen und einen Tank ausgetauscht. Morgen steht dem Deutschen die nächste Aufgabe bevor: ein Telefonat mit Bundeskanzlerin Merkel.

Berlin/Houston/Washington - Der deutsche Astronaut Hans Schlegel und sein amerikanischer Kollege Rex Walheim haben am Abend ihren Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich beendet.

In sechs Stunden und 45 Minuten montierten sie einen neuen Stickstofftank für das Kühlsystem der Station und verstauten den alten in der Ladebucht der US-Raumfähre "Atlantis". Um 22.12 Uhr deutscher Zeit kehrten sie dann in die ISS zurück, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Da die Astronauten mit ihrer Arbeit rund 30 Minuten früher fertig wurden als geplant, konnte Schlegel noch einige Zusatzaufgaben erledigen. So hat er die Zapfen, an denen das europäische Forschungslabor "Columbus" in der Ladebucht des Shuttles "Atlantis" verankert war, mit Schutzhüllen abgedeckt.

Die acht in der ISS und im Shuttle verbliebenen amerikanischen und russischen Astronauten setzten derweil die Arbeiten zur Aktivierung des Labors fort, das am Dienstag in Betrieb genommen worden war.

Für den 56-jährigen Deutschen war es der erste "Weltraumspaziergang". Ursprünglich hatte er bereits am Sonntag mit Walheim aussteigen und "Columbus" an das ISS-Verbindungsmodul "Harmony" umsetzen sollen.

Doch wegen einer kurzzeitigen Erkrankung Schlegels musste der Außeneinsatz abgesagt und auf Montag verschoben werden. Der Deutsche wurde durch den Amerikaner Stanley Love ersetzt. Für den zweiten Außeneinsatz der Mission gaben die Ärzte dem Schlegel dann grünes Licht.

Vor Schlegel hatte von den zehn deutschen Astronauten nur Zweifach-Flieger Thomas Reiter Erfahrungen mit "Weltraumspaziergängen" machen können.

Für Donnerstagnachmittag ist ein Telefongespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Schlegel und den anderen Astronauten vorgesehen. Bei einem dritten und letzten Ausstieg werden Walheim und Love am Freitag zwei unter anderem ein Sonnenobservatorium an der Außenhaut von "Columbus" anbringen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumfähre "Discovery": Nasa verschiebt Shuttle- Flug
Beitrag von: SiLæncer am 09 Februar, 2009, 17:47
Technische Probleme verzögern den Flug der US-Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS. Nasa-Techniker müssen zuvor Ventile des Space Shuttles testen, durch die Wasserstoff geleitet wird.

Washington - Der "Discovery"-Flug zur Raumstation ISS ist wegen technischer Probleme erneut um mehrere Tage verschoben worden. Der Start in Cape Canaveral im Bundesstaat Florida werde frühestens am 22. Februar stattfinden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Zunächst für den 12. Februar geplant, war der Start um eine Woche auf den 19. Februar verschoben worden. An drei Ventilen des Motors müssten weitere Tests vorgenommen werden, erklärte die Nasa. Am 18. Februar solle dann über den tatsächlichen Starttermin entschieden werden.

Durch die Ventile wird gasförmiger Wasserstoff zum Antrieb der Raumfähre geleitet. Nach der Rückkehr der Raumfähre "Endeavour" von einem Flug zur ISS im November war entdeckt worden, dass ein solches Ventil beschädigt war. Um bei der "Discovery" eine Panne zu vermeiden, seien die betreffenden Ventile ausgebaut, untersucht und wieder eingebaut worden, teilte die Nasa mit.

Die siebenköpfige "Discovery"-Crew unter Kommandant Lee Archambault soll das vierte und letzte Sonnensegel zur ISS bringen. Damit ist die Energieversorgung der Station mit einer Leistung zwischen 84 und 120 Kilowatt dann komplett. Das schafft die Voraussetzungen für die Verdopplung der Stammbesatzung ab Ende Mai auf sechs Mitglieder und die Intensivierung der wissenschaftlichen Arbeit in der Schwerelosigkeit. Der ersten Sechser-Crew wird auch der belgische Esa-Astronaut Frank de Winne angehören.

Mit an Bord der "Discovery" ist der japanische Astronaut Koichi Wakata. Er soll seine US-Kollegin Sandra Magnus ablösen, die seit Mitte November vergangenen Jahres als zweite Bordingenieurin in der Station arbeitet. Während der 14-Tage-Mission stehen der Shuttle-Besatzung vier Ausstiege in den freien Raum bevor. Dabei wird neben dem Sonnensegel auch eine GPS-Antenne für den japanischen Weltraumfrachter "H-II" montiert, der im Laufe des Jahres erstmals die ISS ansteuert.

Insgesamt sind 2009 fünf Shuttle-Starts zur Station vorgesehen. Der Nächste ist für Mai geplant. Dabei wird eine japanische Experimentierplattform für das Kibo-Forschungsmodul auf die Umlaufbahn gebracht. Später folgen dann noch das Verbindungsmodul "Node 3" und die Aussichtsplattform "Cupola" als letzte große Elemente der Station, die 2010 endgültig fertig sein soll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Discovery"-Start wieder verschoben - Nun frühestens Ende Februar
Beitrag von: SiLæncer am 15 Februar, 2009, 15:43
Wegen hartnäckiger technischer Probleme hat die US-Weltraumbehörde NASA den Start der Raumfähre "Discovery" abermals verschoben. Der Orbiter soll nun frühestens am 27. Februar zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen, teilte die NASA am Freitag (Ortszeit) mit. Ursprünglich hätte die Raumfähre am 12. Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abheben sollen. Dann aber hatte die NASA den Start wegen einer Überprüfung der Treibstoffventile zunächst um mindestens eine Woche verschoben.

Im vergangenen November war beim Flug der Raumfähre "Endeavour" ein solches Ventil beschädigt worden. Vorsichtshalber seien die Ventile der "Discovery" ausgebaut, untersucht und wieder eingesetzt worden, erklärte die NASA. Die Experten wollen sich auf einer Pressekonferenz am 20. Februar zu einem möglichen Starttermin äußern.

Fünf geplante Shuttleflüge der NASA dieses Jahr

Bei der "Discovery"-Mission handelt es sich um den ersten von insgesamt fünf geplanten Shuttleflügen der NASA dieses Jahr. Die Raumfähre bringt sieben Astronauten auf die ISS. Während der 14- tägigen Mission sind auch Außeneinsätze an der bemannten Raumstation geplant. Hauptziel der Mission ist es, ein Paar Solarflügel zur ISS zu bringen. Die neuen Flügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die ISS-Mannschaft erzeugen.

Im Gepäck der "Discovery" befinden sich zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage, die auch Urin aufbereitet. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.

Aus für "Atlantis", Discovery" und "Endeavour"

Um Mittel für geplante Mars- und Mondfahrtprojekte zu gewinnen, sollen die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", Discovery" und "Endeavour" nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Der Haken dabei: Erst 2015 kann es Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfahrgelegenheiten" der Russen angewiesen. Bislang ist unklar, welche Richtung die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt einschlägt.


Quelle : SAT + KABEL
Titel: "Discovery"-Start erneut verschoben - Nicht mehr im Februar
Beitrag von: SiLæncer am 21 Februar, 2009, 11:57
Kein NASA-Raumflug im Februar

Wegen anhaltender technischer Probleme hat die US-Weltraumbehörde NASA den Start der Raumfähre "Discovery" erneut verschoben. Der Orbiter werde nicht wie erhofft am 27. Februar zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen können, teilte die NASA am Freitagabend (Ortszeit) mit. Möglicherweise könne der Start am 7. April erfolgen. Sorgen bereiten vor allem die Treibstoffventile.

Notwendig seien weitere Datenauswertungen, Tests und andere Arbeiten, weil einige Fehlerquellen noch nicht klar seien. An den 13- stündigen Krisentreffen nahmen hochrangige NASA-Mitarbeiter teil. Ursprünglich hatte die Raumfähre schon am 12. Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abheben sollen.

Treibstoffventil beschädig

Im vergangenen November war beim Flug der Raumfähre "Endeavour" ein Treibstoffventil beschädigt worden. Vorsichtshalber seien die Ventile der "Discovery" ausgebaut, untersucht und wieder eingesetzt worden, erklärte die NASA.

Bei der "Discovery"-Mission handelt es sich um den ersten von insgesamt fünf geplanten Shuttleflügen der NASA dieses Jahr. Die Raumfähre bringt sieben Astronauten auf die ISS. Während der 14- tägigen Mission sind auch Außeneinsätze an der bemannten Raumstation geplant. Hauptziel der Mission ist es, ein Paar Solarflügel zur ISS zu bringen. Die neuen Flügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die ISS-Mannschaft erzeugen.

Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage

Im Gepäck der "Discovery" befinden sich zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage, die auch Urin aufbereitet. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.

Um Mittel für geplante Mars- und Mondfahrtprojekte zu gewinnen, sollen die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", Discovery" und "Endeavour" nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Der Haken dabei: Erst 2015 kann es Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfahrgelegenheiten" der Russen angewiesen. Bislang ist unklar, welche Richtung die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt einschlägt.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: NASA: Weiter Probleme mit US-Shuttle "Discovery" - Start am 12. März?
Beitrag von: SiLæncer am 26 Februar, 2009, 10:18
Zwei Wochen nach der Startabsage für die US-Raumfähre "Discovery" sind die technischen Probleme noch immer nicht gelöst. Wie die Weltraumbehörde NASA am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, wird jetzt "versuchsweise" ein Starttermin für den 12. März ins Auge gefasst. Ein genauer Termin könne aber erst nach weiteren Tests der Ventile am Außentank des Shuttles festgesetzt werden.

Experten hätten damit begonnen, die drei Ventile für entsprechende Untersuchungen auszubauen. Sie sollen auf mögliche Risse untersucht werden. Zugleich sollen andere Ventile montiert werden. Frühestens am 4. März werde über das weitere Vorgehen entschieden, teilte die NASA mit.

Bereits seit längerem häufen sich technische Probleme und Startverzögerungen bei den über 20 Jahren alten Raumfähren, deren Technik zum Teil noch aus den 60er Jahren stammt. Kritiker halten die Shuttles für veraltet und anfällig. Die drei Raumfähren "Discovery", "Endeavour" und "Atlantis" sollen im nächsten Jahr ausgemustert werden.

Die Ventile am Außentank der "Discovery" sollen den Wasserstoffzufluss regeln, damit in dem Tank stets der richtige Druck gehalten wird. Besonderes Kopfzerbrechen bereitet es den NASA-Experten, dass bei der Raumfähre "Endeavour" bei einem Flug im vergangenen November eines dieser Ventile beschädigt wurde.

Bei der "Discovery"-Mission handelt es sich um den ersten von insgesamt sechs geplanten Shuttleflügen der NASA in diesem Jahr. Die Raumfähre soll während ihrer zweiwöchigen Reise ein Paar Solarflügel zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Diese werden gebraucht, um die notwendige Energie zu erzeugen, wenn die ISS-Mannschaft in den kommenden Monaten von bisher drei auf sechs Astronauten aufgestockt werden soll.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: NASA setzt Start der US-Raumfähre "Discovery" für den 11. März an
Beitrag von: SiLæncer am 05 März, 2009, 18:12
Die US-Raumfähre "Discovery" soll nach mehreren Startverschiebungen wegen technischer Probleme am 11. März vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben.

"Der Start ist jetzt versuchsweise für den 11. März um 21.20 (Ortszeit, MEZ 12. März 03.20) ins Auge gefasst", teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Es seien ausführliche Tests an den Ventilen des Treibstofftanks vorgenommen worden, bei denen es zuvor Probleme gegeben hatte.

Bei der "Discovery"-Mission mit sieben Astronauten an Bord handelt es sich um den ersten von insgesamt sechs geplanten Shuttleflügen in diesem Jahr. Wichtigste Aufgabe der Astronauten ist es, Solarflügel zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Diese sollen die zusätzliche Energie erzeugen, wenn die ISS-Mannschaft demnächst von bisher drei auf sechs Astronauten aufgestockt wird.

Bereits seit längerem häufen sich technische Probleme bei den über 25 Jahre alten Raumfähren. Kritiker halten die Shuttles für veraltet und anfällig. Im kommenden Jahr sollen die drei Raumfähren "Discovery", "Endeavour" und "Atlantis" ausgemustert werden.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: NASA legt sich fest: US-Shuttle "Discovery" soll am 11. März starten
Beitrag von: SiLæncer am 07 März, 2009, 11:25
Nach mehreren Startverschiebungen wegen technischer Probleme soll die US-Raumfähre "Discovery" jetzt am 11. März vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Bundesstaat Florida) abheben. Das teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Freitag offiziell mit. Die drei Ventile am Treibstofftank, bei denen es zuvor Probleme gegeben habe, seien ausgetauscht worden.

"Discovery" soll mit sieben Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Wichtigste Aufgabe der zweiwöchigen Mission ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren. Für die Astronauten sind vier Außeneinsätze geplant.

Die Ventile seien eingehend auf mögliche Risse untersucht worden, sagte Shuttle-Programm-Manager John Shannon. Die Ventile am Außentank der "Discovery" haben die Aufgabe, den Wasserstoffzufluss zu regeln, damit in dem Tank stets der richtige Druck gehalten wird. Besonderes Kopfzerbrechen hatte es der NASA bereitet, dass bei der Raumfähre "Endeavour" bei einem Flug im vergangenen November eines dieser Ventile beschädigt wurde.

Seit längerem häufen sich technische Probleme und Startverzögerungen bei den rund 25 Jahren alte Raumfähren. Kritiker halten die Shuttles für veraltet und anfällig. Die drei Raumfähren "Discovery", "Endeavour" und "Atlantis" sollen im nächsten Jahr ausgemustert werden.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Festgezurrt: US-Raumfähre "Discovery" soll am Donnerstag abheben
Beitrag von: SiLæncer am 10 März, 2009, 15:18
Nach mehreren verschobenen Starts wegen technischer Probleme soll die US-Raumfähre "Discovery" in der Nacht zum Donnerstag nun endlich abheben. Der Shuttle soll um 2.20 Uhr am Donnerstagmorgen MEZ zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Die Wetteraussichten seien günstig, hieß es am Dienstag von der US- Weltraumbehörde NASA. Zuvor hatten hartnäckige Probleme mit Ventilen am Treibstofftank die Experten zu immer neuen Terminen gezwungen (SAT+KABEL berichtete). Drei Ventile wurden mittlerweile ausgetauscht.

Es ist der erste von fünf geplanten Shuttle-Starts in diesem Jahr. "Discovery" soll mit sieben Astronauten an Bord zur ISS fliegen. Wichtigste Aufgabe der zweiwöchigen Mission ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren. Für die Astronauten sind vier Außeneinsätze geplant. Die neuen Flügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die Mannschaft der Raumstation erzeugen.

"Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" vor der Rente

Im Gepäck der "Discovery" sind zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.

Um Mittel für geplante Mars- und Mondfahrtprojekte zu gewinnen, sollen die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Allerdings kann es dann erst 2015 Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfluggelegenheiten" der Russen angewiesen. Bislang ist unklar, welche Richtung die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt einschlägt.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: 120. Weltraumspaziergang an Raumstation ISS erfolgreich verlaufen
Beitrag von: SiLæncer am 11 März, 2009, 06:39
Der 120. Außeneinsatz von Astronauten zum Aufbau der Internationalen Raumstation ISS ist erfolgreich verlaufen. US-Astronaut Michael Fincke und der russische Bordingenieur Juri Lontschakow kehrten nach einem fast fünfstündigen Einsatz am Dienstag um 22.10 Uhr MEZ zurück auf die Raumstation. "Alle Luken sind geschlossen. Der Einsatz ist beendet", sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde NASA. "Alle Aufgaben wurden erfolgreich beendet."

Hauptaufgabe sei es gewesen, einen Forschungscontainer mit Mikroorganismen der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA an der Außenhaut der Station zu installieren. Mithilfe der Mikroorganismen sollen die Auswirkungen extremer Temperaturschwankungen und extremer Strahlung im All erforscht werden. Außerdem wurde der russische Teil der Raumstation aus Sicherheitsgründen genau fotografiert. Der Weltraumspaziergang endete nach Angaben der NASA mehr als eine Stunde früher als geplant.

Am Mittwochabend (Ortszeit) soll der US-Shuttle "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US- Bundesstaat Florida) zur ISS aufbrechen. Wichtigste Aufgabe der zweiwöchigen Mission ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren. Für die Astronauten sind vier Außeneinsätze geplant. Die ISS soll im Jahr 2010 voll ausgebaut sein.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: NASA sagt Discovery-Start wieder ab
Beitrag von: Jürgen am 11 März, 2009, 21:43
P158 ARDtext 11.03.09

Nachrichten - Aus aller Welt

 NASA sagt Discovery-Start wieder ab   
                                       
 Sieben Stunden vor dem geplanten Start hat die US-Weltraumbehörde NASA den   
 Flug der Raumfähre Discovery ins All auf unbesstimmte Zeit verschoben. Bei 
 der Vorbereitung des Starts am Weltraumzentrum Cape Canaveral in Florida 
 hätten Techniker eine undichte Stelle an einer Gasleitung des Außentanks ge-
 funden, teilte die NASA zur Begründung mit. Einen neuen Termin für die Mission
 setzte sie zunächst nicht fest.

 Bereits in den Wochen zuvor war der Start des Space Shuttle vier Mal wegen
 technischer Probleme verschoben worden.

Quelle: Videotext der ARD
Titel: "Discovery": NASA verschiebt den Start auf nächsten Montag
Beitrag von: SiLæncer am 12 März, 2009, 11:36
Die geplante Mission der US-Raumfähre "Discovery" ist zur Geduldsprobe geworden: Wegen eines Lecks in einer Wasserstoff-Leitung hat die Weltraumbehörde NASA den Start des Orbiters am Mittwoch kurzfristig abgesagt und auf die Nacht zum kommenden Montag MEZ verschoben.

Nach vorläufiger Planung soll die Raumfähre nun am Montagmorgen um 0.43 Uhr MEZ ihre Reise zur Internationalen Raumstation ISS antreten. Der Termin sei aber "von den notwendigen Reparaturarbeiten abhängig", räumte die NASA ein. Schon in den Wochen davor war der Flug wegen Ventil-Problemen immer wieder auf einen neuen Termin gelegt worden. Die jüngste Panne stehe aber nicht mit den früheren Schwierigkeiten in Verbindung, hieß es.

Der Flug der "Discovery" ist der erste von fünf geplanten Shuttle-Starts in diesem Jahr. Die Raumfähre soll mit sieben Astronauten an Bord zur ISS fliegen. Wichtigste Aufgabe der zweiwöchigen Mission ist es, den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren. Für die Astronauten sind vier Außeneinsätze geplant. Die neuen Flügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die Mannschaft der Raumstation erzeugen.

Im Gepäck der "Discovery" sind zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission zur ISS installiert worden, hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen.

Um Mittel für geplante Mars- und Mondfahrtprojekte zu gewinnen, sollen die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" nach über einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Allerdings kann es dann erst 2015 Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfluggelegenheiten" bei den Russen angewiesen. Bislang ist allerdings unklar, welche Richtung die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt einschlägt.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Raumstation ISS wegen Weltraumschrotts evakuiert
Beitrag von: SiLæncer am 12 März, 2009, 18:52
Alarm auf der Internationalen Weltraumstation: Weil im All herumfliegender Schrott sich der ISS näherte, flüchteten sich die drei Astronauten für elf Minuten in die Sojus-Kapsel. Anlass für die Aufregung war ein ausgedienter Motor.

Die drei Dauerbewohner der Raumstation haben am Donnerstag nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa vorübergehend Zuflucht in einer Sojus-Rettungskapsel gesucht. So sollten sie sich in Sicherheit vor herannahendem Weltraummüll bringen. Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagte Nasa-Sprecherin Laura Rochon. Es habe nur ein minimales Risiko eines Zusammenstoßes bestanden. Bei dem Weltraummüll habe es sich vermutlich um einen alten Antrieb der ISS gehandelt.

Nach Nasa-Berechnungen näherte sich ein Teil eines ausgedienten Motors bedrohlich nahe der Raumstation. Die dichteste Annäherung berechnete die Nasa für 17.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der anfliegende Schrott wurde für eventuelle Ausweichmanöver zu spät entdeckt.

Die Astronauten seien umgehend in die ISS zurückgekehrt, nachdem der Schrott vorbeigeflogen sei. Der russischen Bodenkontrolle zufolge waren die Astronauten nicht in Gefahr. Sie hätten nur rund elf Minuten in der Sojus-Kapsel gesessen und nicht einmal die Einstiegsluke schließen müssen, sagte ein Sprecher. Die Sojus-Kapsel ist für solche Notfälle vorgesehen.

Erst kürzlich hatte russischer Weltraumschrott einen US-Satelliten zerstört. Dabei war der knapp eine Tonne schwere russische Satellit "Cosmos 2251" mit dem rund 600 Kilogramm schweren Iridium-Satelliten kollidiert. Durch den Aufprall hatten sich rund 600 neue Trümmerteile gebildet.

Der stetig zunehmende Weltraumschrott beunruhigt die Weltraumbehörden zusehends. Bis zu 120.000 Objekte ab einem Zentimeter Größe kreisen mittlerweile um die Erde. Die Höhe entscheidet, wie lange der Weltraumschrott im All bleibt: Objekte, die in weniger als 200 Kilometern um den Planeten reisen, verglühen innerhalb weniger Tage in der Atmosphäre. Alles jenseits von 800 Kilometern kann hingegen eine halbe Ewigkeit kreisen. Besonders viele fliegende Schrotteile gibt es in 800, 1000 und 1500 Kilometern Höhe. Die ISS befindet sich in 350 Kilometern Höhe.

Um der Gefahr zu begegnen, plant die europäische Weltraumbehörde Esa daher ein Überwachungssystem für Weltraumschrott: Ein Netzwerk aus mehreren Messstationen soll fliegende Objekte ab zehn Zentimeter Größe erfassen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS: NASA gibt Entwarnung - Gefahr durch Weltraummüll gebannt
Beitrag von: SiLæncer am 12 März, 2009, 19:53
ISS-Astronauten kehren auf Station zurück

Die Gefahr eines Einschlags durch Weltraummüll auf der Internationalen Raumstation ISS ist nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA gebannt. Die Reste eines ausgedienten Satelliten hätten die Station um 17.39 Uhr MEZ passiert, ohne Schäden anzurichten.

"Die Bedrohung der ISS durch Weltraummüll ist vorbei", teilte die NASA mit. Das Astronauten seien bereits dabei, die Sojus-Kapsel wieder zu verlassen, auf der sie Zuflucht gesucht hatten. Der kurzfristige Umzug der ISS-Besatzung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, hieß es. Im Falle eines Einschlags hätten die Astronauten die Station mit der Kapsel schnell verlassen können.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Raumfähre "Discovery" ins All gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 16 März, 2009, 09:42
Bilderbuchstart mit Verspätung: Nach wochenlanger Verzögerung wegen technischer Probleme ist die US-Raumfähre "Discovery" endlich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Der Orbiter hob am Montagmorgen um 0.43 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Staat Florida) spektakulär in einen wolkenlosen Abendhimmel ab.

Die "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord soll am späten Dienstagabend (MEZ) bei der ISS eintreffen. Wichtigste Aufgabe der knapp zweiwöchigen Mission ist es, der Station den vierten und damit letzten Solarflügel zu liefern und zu installieren.

"Ich glaube, ich habe noch nie so einen schönen Start gesehen", sagte NASA-Operationschef Bill Gerstenmaier angesichts der Sonnenuntergangs-Kulisse. Ursprünglich sollte die Raumfähre schon Anfang Februar abheben. Erst tauchten hartnäckige Probleme mit Ventilen auf. Vorige Woche musste der Start dann kurzfristig wegen eines Lecks an einer externen Wasserstoff-Leitung verschoben werden.

(http://res.magnus.de/res/_2/3/5/1/88186.jpg)

Drei Außeneinsätze geplant

Der Flug der "Discovery" ist der erste von fünf geplanten US-Shuttle-Starts in diesem Jahr. Für die Astronauten sind drei Außeneinsätze geplant, der erste ist bereits für Donnerstag vorgesehen. Die neuen Solarflügel sollen künftig ein Viertel der benötigten Energie für die Mannschaft der Raumstation erzeugen, die im Zuge des Ausbaus der ISS von derzeit drei auf sechs Mann aufgestockt werden soll.

Im Gepäck der "Discovery" sind zudem Ersatzteile für eine Wasser-Recycling-Anlage. Die Vorrichtung war bereits während der vorangegangenen Shuttle-Mission installiert worden, sie hatte sich jedoch als nicht voll funktionstüchtig erwiesen. Die Raumfähre bringt den Japaner Koichi Wakata zur Internationalen Raumstation, der dort die amerikanische Astronautin Sandra Magnus ablösen soll. "Es ist wirklich eine Ehre, Teil dieses internationalen NASA-Teams zu sein", sagte Kommandant Lee Archambault unmittelbar vor dem Start. "Wir sehen uns in ein paar Wochen." Die "Discovery" soll laut Plan am 28. März zur Erde zurückkehren, hieß es von der NASA.

Ersatz erst ab dem Jahr 2015

Die altersschwachen Raumfähren "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" sollen nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Mai nächsten Jahres aus dem Verkehr gezogen werden. Allerdings kann es dann erst 2015 Ersatz geben. Damit wären amerikanische, europäische und deutsche Astronauten, die zur ISS wollen, fünf Jahre lang auf "Mitfluggelegenheiten" bei russischen Weltraum-Missionen angewiesen.

Rätselraten herrscht darüber hinaus noch über den Kurs der Regierung von Präsident Barack Obama bei der Raumfahrt, die sich bereits auf Mars- und neue Mondfahrtprojekte vorbereitet.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Nasa gibt Entwarnung für "Discovery" und ISS
Beitrag von: SiLæncer am 17 März, 2009, 08:30
Die Besatzungen von "Discovery" und ISS können aufatmen: Nach Angaben der Nasa droht ihnen keine Gefahr von einem zehn Zentimeter langen Stück Weltraumschrott - das Teil werde mit rasender Geschwindigkeit an Raumfähre und Weltraumstation vorbeifliegen.

Houston - Entwarnung für die Besatzung der Raumfähre "Discovery": Das Andockmanöver an die Internationale Raumstation (ISS) am Dienstag ist durch ein Stück Weltraumschrott in der Nähe nicht gefährdet, wie die Nasa mitteilte. Ein Ausweichmanöver sei nicht notwendig, teilte das Kontrollzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas der siebenköpfigen Besatzung des Shuttles mit. Der Weltraumschrott befand sich den Angaben zufolge außerhalb des Gefahrenbereichs für die ISS.

Die Nasa hatte das etwa zehn Zentimeter lange Stücke Weltraumschrott kurz nach dem Start der "Discovery" am Sonntag entdeckt. Es stammt den Angaben zufolge von einem in den achtziger Jahren kurz nach dem Start zu Bruch gegangenen Satelliten der Sowjetunion. Der Militärsatellit "Kosmos 1275" war 1981 schon kurz nach dem Start auseinandergebrochen. Eine Wolke von insgesamt rund 310 Trümmerteilen bewegt sich allmählich in niedrigere Umlaufbahnen.

Nach ersten Berechnungen drohte sich der Satellitenschrott bis auf etwa 750 Meter an die ISS anzunähern. Eine Steuerung der ISS zu einer anderen Position hätte auch die Astronauten der "Discovery" zu einer Kursanpassung gezwungen. Die Nasa unterrichtete jetzt die Besatzungen von "Discovery" und ISS, dass eine Kurskorrektur nicht erforderlich sei, und erklärte: "Das macht die Dinge für die Station und für uns einfacher."

Die "Discovery" soll am Dienstagabend um 22.13 Uhr MEZ an der ISS festmachen. Wichtigste Aufgabe der Mission ist die Installation der letzten Sonnensegel, welche die Energieversorgung der Raumstation verbessern sollen. Zwei Segel sollen die bereits sechs installierten Solaranlagen ergänzen und der ISS damit die volle Stromversorgung ermöglichen.

Wegen einer Verzögerung des Starts um mehr als einen Monat wurde die Dauer der "Discovery"-Reise um einen Tag auf 13 Tage verkürzt. Auch die Zahl der Einsätze im freien All wurde von vier auf drei verringert. Der erste soll am Donnerstag stattfinden. Trotz des verkürzten Aufenthalts im Weltall kann die Besatzung nach Angaben der Nasa "80 bis 90 Prozent" der geplanten Arbeiten erledigen.

Erst am Donnerstag hatten sich die drei Besatzungsmitglieder der ISS in ihre Rettungskapsel begeben müssen, weil ein anderes Stück Weltraumschrott der 350 Kilometer über der Erde kreisenden Station bedrohlich nahegekommen war. Weil die Warnung sehr kurzfristig eintraf, war die Zeit für ein Ausweichmanöver zu knapp. Solche Kursänderungen gab es bisher acht Mal, zuletzt im August vergangenen Jahres.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erfolgreich angedockt: "Discovery" erreicht Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2009, 12:30
Sie waren spät dran - in der Nacht hat die US-Raumfähre "Discovery" erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Ursprünglich hatte sie schon vor einem Monat dort ankommen sollen. Acht Tage soll die Raumfähre bei der ISS bleiben.

Cape Canaveral - Die Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" sind zwei Tage nach ihrem Start in der Internationalen Raumstation (ISS) eingetroffen. Ihr Raumschiff dockte in der Nacht zum Mittwoch an der Station an - 350 Kilometer über Australien.

"Wir haben ziemlich lange auf euch gewartet", sagte ISS-Kommandant Mike Fincke in Anspielung auf die mehr als einmonatige Verzögerung der "Discovery"-Mission. "Lasst uns an die Arbeit gehen." Die Astronauten sollen unter anderem zwei mitgebrachte Sonnensegel an der Station montieren.

Zunächst aber feierten die sieben "Discovery"-Astronauten zusammen mit den drei Besatzungsmitgliedern der ISS ihre Ankunft. Besonders begrüßt wurde der japanische Astronaut Koichi Wakata, der auch nach der Abreise der Raumfähre an Bord der Station bleiben und die Astronautin Sandra Magnus ablösen wird. Magnus war seit November vergangenen Jahres in der ISS, Wakata soll mindestens drei Monate im Weltraum verbringen.

Vor dem Andockmanöver steuerte der Kommandant der "Discovery", Lee Archambault, die Raumfähre in einer 360-Grad-Drehung um die Station, so dass diese von der ISS aus von allen Seiten fotografiert werden konnte. Die mehr als 200 Aufnahmen wurden sofort zur Auswertung zur Erde übertragen. Dort sollen sie von der Nasa auf mögliche Schäden beim Start untersucht werden. Alles sehe "sauber, sehr nett" aus, sagte ISS-Kommandant Fincke.

Erst kürzlich hatte es auf der ISS Alarm gegeben: Die Nasa hatte befürchtet, dass Weltraumschrott mit der Station kollidieren könnte. Die Besatzung musste sich für eine gewisse Zeit in die Sojus-Kapsel zurückziehen.

Die "Discovery" wird acht Tage mit der ISS verbunden sein. Ihre Besatzung hat drei Einsätze im freien Weltraum vor sich. Die Mission wurde gegenüber der ursprünglichen Planung verkürzt, weil die Raumfähre spätestens Mitte nächster Woche die ISS wieder verlassen muss. Dann fliegt ein russisches Raumschiff zur Station, mit zwei neuen Besatzungsmitgliedern der ISS an Bord. Der Start der Sojus-Rakete ist für den 26. März geplant.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS: "Discovery"-Astronauten montieren neue Sonnensegel an Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 19 März, 2009, 19:50
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" sind am Donnerstag zum ersten Außeneinsatz dieser Mission an der Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Steve Swanson und Richard Arnold begannen mit der Installation eines neuen Paares von Sonnensegeln, um damit die Stromversorgung der ISS zu sichern. Der Außeneinsatz sollte sechseinhalb Stunden dauern.

Die Solarflügel sind äußerst wichtig für den Ausbau der ISS. Bereits im Mai soll die Besatzung von derzeit drei auf sechs Langzeitbewohner aufgestockt werden - ohne die vom neuen Segel-Paar gelieferte Energie geht es dann nicht mehr. Die "Discovery" war am Sonntag zu ihrer 13-tägigen Mission aufgebrochen und hatte am Dienstag an der Raumstation angedockt. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant, bevor die Raumfähre am 28. März auf der Erde zurückerwartet wird.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: ISS-"Rückgrat" komplett: Astronauten installieren letzte Sonnensegel
Beitrag von: SiLæncer am 20 März, 2009, 15:08
Washington - Die Internationale Raumstation ISS hat ihr letztes Paar Sonnensegel erhalten.

Astronauten der angedockten US-Raumfähre "Discovery" befestigten die autobusgroße Vorrichtung mit dem gewaltigen Flügeln in einem mehr als sechsstündigen Außeneinsatz an einer Halterung, die das "Rückgrat" der Station bildet und nunmehr komplett ist.
 
Das vierte und letzte Segelpaar ist äußerst wichtig für den Ausbau der ISS. Bereits im Mai soll nämlich die Langzeitbesatzung der ISS von bisher jeweils drei auf sechs aufgestockt werden. Ohne die von den zusätzlichen Solarflügeln gelieferte Energie würden die ISS-Bewohner aber nicht über genügend Strom verfügen.

Die rund 16 Tonnen schwere Vorrichtung war bereits am Mittwoch aus der Shuttle-Ladebucht gehievt und dann bis zur Installation im Freien "geparkt" worden. Am Donnerstag steuerten die Astronauten John Phillips und Koichi Wakata das am ISS-Kranarm hängende Segment dann vom Innern der Station aus an die richtige Stelle, wo es schließlich von ihren Kollegen Richard Arnold und Steven Swanson an der Halterung festgeschraubt und verbolzt wurde.

Die beiden Außenarbeiter schlossen danach auch noch mehrere Kabel an und hatten dabei etwas Probleme mit einigen Klemmen, aber am Ende war die Arbeit getan. Wenn alles weiter nach Plan geht, sollen die beiden Sonnensegel an diesem Freitag per Fernbedienung entfaltet werden.

Die "Discovery" war am Sonntag zu ihrer 13-tägigen Mission aufgebrochen und hatte am Dienstag an der Raumstation angedockt. Noch zwei weitere Außeneinsätze sind geplant, bevor die Raumfähre am 28. März auf der Erde zurückerwartet wird.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ISS: Weltraumschrott zwingt Astronauten zu Ausweichmanöver
Beitrag von: SiLæncer am 23 März, 2009, 19:35
Chinesischer Weltraumschrott hat die Internationale Raumstation ISS vor dem Außenbordeinsatz zweier Astronauten zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, wurde die ISS mit dem zurzeit angedockten Space Shuttle "Discovery" am Sonntag um 180 Grad gedreht. Dadurch wurde größerer Abstand zu einem rund zehn Zentimeter großen Stück der oberen Stufe einer chinesischen Rakete geschaffen, das am Montag an der ISS vorbeifliegen sollte - ausgerechnet während geplanter Wartungsarbeiten am Äußeren der Station.

Wie ein Sprecher der NASA-Bodenzentrale in Houston der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte, wurde die Station mit Hilfe des "Discovery"-Antriebs geringfügig abgebremst. Das Manöver dauerte drei Stunden. "Bereits einen Zentimeter große Stücke stellen eine Gefahr für die ISS dar", sagte der bei der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA für Weltraumschrott zuständige Experte Heiner Klinkrad. Die Objekte erreichten Geschwindigkeiten von mehr als zehn bis elf Kilometern pro Sekunde. "Das sind rund 40.000 Stundenkilometer", sagte Klinkrad. Im schlimmsten Fall könnte der Weltraumschrott die Schutzschilde durchlagen und erhebliche Schäden anrichten.

Erster Zwischenfall am 12. März

Die Astronauten Richard Arnold und Joseph Acaba stiegen am Montag zu ihrem dritten und letzten Außenbordeinsatz der "Discovery"-Mission aus. Sie sollten sich rund sechseinhalb Stunden lang im Freien aufhalten. Auf dem Programm stand unter anderem die Verlegung eines kleinen Waggons, der auf einer Art Schiene auf dem "Rücken" der ISS entlangläuft. Außerdem wollte das Duo weiter an einer Halterung mit einer Box basteln, in der Vorräte verstaut werden können. Sie hatte sich bei einem Außeneinsatz am Samstag nicht richtig bewegen lassen. Zum Abschluss wollten sich die Astronauten dann trennen: Der eine sollte den Greifer des ISS-Roboterarmes schmieren, der andere den Sicherungsschalter eines Gyroskops zur Zielausrichtung der Station neu verkabeln.

Am 12. März hatte Weltraummüll die Astronauten an Bord der ISS kurzzeitig zur Flucht in eine angedockte Sojus-Kapsel gezwungen. Das Teil passierte nach Angaben der NASA, ohne Schäden an der Raumstation zu verursachen. Im Falle eines Einschlags hätte die aus zwei Amerikanern und einem Russen bestehende Crew mit der Sojus-Kapsel schnell abdocken können.

Derzeit sind nach ESA-Angaben rund 13.000 Objekte registriert, die größer als zehn Zentimeter sind und eine Gefahr für Satelliten oder Raumstationen darstellen könnten. Insgesamt gebe es bis zu 600.000 Objekte, sagte ESA-Experte Heiner Klinkrad. Rund ein Drittel von ihnen bewege sich im erdnahen Bereich, das heißt in einer Höhe von unter 2.000 Kilometern.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Raumfahrer der ISS trotz klemmender Versorgungsplattform zufrieden
Beitrag von: SiLæncer am 24 März, 2009, 21:21
Washington - Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" ist es bei einem dritten Außeneinsatz am Montag nicht gelungen, eine klemmende Vorratsplattform an der Internationalen Weltraumstation ISS zu reparieren.

Aber dafür gab es vor dem für diesen Mittwoch geplanten Shuttle-Abdocken eine andere gute Nachricht: Eine neue Anlage zum Umwandeln von Urin in Trinkwasser an Bord der ISS funktioniert nach vorausgegangenen Schwierigkeiten nun anscheinend reibungslos.

So herrschte denn bei der NASA insgesamt auch helle Freude über den Verlauf dieser "Discovery"-Mission, bei der als wichtigster Teil ein letztes Paar gewaltiger Sonnensegel an die Station montiert worden war.

"Wir sind absolut begeistert und sehr glücklich über das, was wir erreicht haben", zitierten Medien am Dienstag Flugdirektor Kwatsi Alibaruhu in der Bodenzentrale in Houston (Texas).

Die siebenköpfige Shuttle-Besatzung soll am Samstag um 18.43 Uhr MEZ auf die Erde zurückkehren. Das Abkoppeln von der ISS am Mittwoch ist für 20.53 Uhr MEZ geplant.

Insgesamt hatten die Shuttle-Astronauten drei Außeneinsätze absolviert, um die Solarflügel zu installieren und größtenteils Wartungsarbeiten durchzuführen. Beim zweiten Ausstieg ging es um die Montage einer externen Plattform, auf der künftig Paletten mit Ersatzteilen und anderen Vorräten für die ISS gelagert werden sollen. Die Halterung dafür ließ sich aber nicht ausreichend bewegen.

Beim dritten Außeneinsatz wendeten die Astronauten auf Anweisung der NASA etwas mehr Gewalt an, aber die Halterung blieb störrisch. Alibaruhu zufolge soll die "Vorratskammer" nun bei einer der nächsten Shuttle-Missionen in Schuss gebracht werden.

Auf den Plan, im Mai die Zahl der ISS-Dauerbewohner von jetzt drei auf sechs zu verdoppeln, habe diese kleine Panne keine Auswirkung, versicherte der Flugdirektor. Die Ausweitung der ständigen Besatzung war auch Grund für die Installation der zusätzlichen Sonnensegel: Ohne sie würde die ISS-Stromversorgung künftig nicht mehr ausreichen.

Auch mehr Trinkwasser unabhängig von Transportflügen zur Station wird nötig. Daher hatte ein Shuttle im November eine hochmoderne Anlage mitgebracht, die Urin und Wasser aus der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll. Aber die Einrichtung funktionierte nicht richtig.

Jetzt hat eine von der "Discovery" herbeitransportierte neue Destillierungszentrifuge anscheinend das Problem gelöst, wie Alibaruhu schilderte. Der Shuttle soll nun Trinkwasserproben mit zur Erde bringen. Erst nach gründlicher Analyse soll es dann grünes Licht für den künftigen Genuss des hoffentlich «köstlichen Nasses» geben.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Missionsende: "Discovery" verlässt nach 13 Tagen Weltraumstation
Beitrag von: SiLæncer am 26 März, 2009, 06:16
Die US-Weltraumfähre "Discovery" hat am Mittwoch nach 13 Tagen Aufenthalt auf der Internationalen Weltraumstation ISS die Heimreise angetreten. Die "Discovery" dockte fast planmäßig genau um 20.52 MEZ von der ISS ab, berichtete die NASA in Houston. Die siebenköpfige Shuttle-Besatzung soll am Samstag um 18.43 Uhr MEZ auf der Erde landen.

Insgesamt hatten die Shuttle-Astronauten drei Außeneinsätze absolviert, um die Solarflügel zu installieren und größtenteils Wartungsarbeiten durchzuführen. Beim zweiten Ausstieg ging es um die Montage einer externen Plattform, auf der künftig Paletten mit Ersatzteilen und anderen Vorräten für die ISS gelagert werden sollen. Die Halterung dafür ließ sich aber nicht ausreichend bewegen. Beim dritten Außeneinsatz wendeten die Astronauten auf Anweisung der NASA etwas mehr Gewalt an, aber die Halterung blieb störrisch. Die "Vorratskammer" soll nun bei einer der nächsten Shuttle- Missionen repariert werden.

Auf den Plan, im Mai die Zahl der ISS-Dauerbewohner von jetzt drei auf sechs zu verdoppeln, habe diese kleine Panne keine Auswirkung, betonte die NASA. Die Ausweitung der ständigen Besatzung war auch Grund für die Installation der zusätzlichen Sonnensegel: Ohne sie würde die ISS-Stromversorgung künftig nicht mehr ausreichen.

Künftig wird auch mehr Trinkwasser unabhängig von Transportflügen zur Station nötig sein. Deshalb hatte ein Shuttle im November eine hochmoderne Anlage mitgebracht, die Urin und Wasser aus der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll. Nachdem die Einrichtung lange nicht richtig funktionierte, wurden die Probleme mit einer von der "Discovery" mitgebrachten Destillierungszentrifuge gelöst.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Weltraumtourist Simonyi kehrt auf die Raumstation zurück
Beitrag von: SiLæncer am 26 März, 2009, 06:43
Moskau - Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt fliegt mit dem US-Millionär Charles Simonyi heute ein Weltraum-Tourist zum zweiten Mal zur Internationalen Raumstation ISS.

Begleitet vom russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und dem US- Astronauten Michael Barratt soll der gebürtige Ungar Simonyi um 12.49 Uhr MEZ an Bord eines russischen Raumschiffs vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan starten. Es ist die vorerst letzte Gelegenheit, als Laie eine Woche auf der ISS zu verbringen, bevor es auf der ISS eng wird.

Die 19. Langzeitcrew hat die Aufgabe, die ISS auf den vollen Stationsbetrieb mit sechs Mann Dauerbesatzung vorzubereiten. Ende Mai ist der Start eines weiteren Trios zur Station geplant. Dann soll der Belgier Frank de Winne als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA das Kommando auf der ISS übernehmen. Weltraumtourist Simonyi kehrt mit der alten Langzeitbesatzung Anfang April wieder zur Erde heim.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Raumfähre "Discovery" / Raumstation ISS ...
Beitrag von: Snoop am 26 März, 2009, 14:57
Falls es jemanden interessiert:

Hier ( http://www.heavens-above.com/? ) kann man seinen Standort eingeben und das Programm spuckt dann aus, wo und wann die ISS über den Horizont kriecht und sichtbar wird und wann sie wieder wo verschwindet ... kleiner Gag: Auch das verlorene "Toolbag" kreist um die Erde und auch dessen Daten kann man abrufen :)
Titel: US-Weltraumtourist zum zweiten Mal in der ISS - zwei Jahre nach Erstflug
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2009, 17:27
Zwei Jahre nach seinem Jungfernflug ins All ist der US-Millionär Charles Simonyi (60) zum zweiten Mal als Weltraumtourist in der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Das Sojus-Raumschiff mit dem aus Ungarn stammenden Software- Entwickler und einer neuen ISS-Langzeitbesatzung dockte am Samstag um 14.05 Uhr deutscher Zeit am Außenposten im Weltraum an - neun Minuten früher als geplant. Das Manöver verlief nach Angaben der US- Raumfahrtbehörde NASA völlig reibungslos.

Für Samstagabend (rund 18.40 Uhr MEZ) wurde der Space-Shuttle "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord auf der Erde zurückerwartet. Die US-Weltraumfähre hatte am Mittwoch von der ISS abgedockt. Höhepunkt der 13-tägigen "Discovery"-Mission war die Installation eines vierten und letzten Paares von Sonnensegeln an der ISS. Der Shuttle sollte auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral landen.

Simonyi kehrt am 7. April zur Erde zurück

Simonyi, der im April 2007 schon einmal zwei Wochen im All war, kehrt am 7. April zur Erde zurück. Er ist der erste Weltraumtourist, der zwei Mal auf der ISS war. Der russische Kosmonaut Gennadi Padalka und US-Astronaut Michael Barratt, die den Weltraumtouristen mitbrachten, bleiben bis Mitte Oktober in der Station. Die Sojus war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aufgebrochen.

Für Padalka ist es die dritte Weltraummission seit 1998. Der 50- jährige Russe traf am Samstag knapp 350 Kilometer über der Erde einen guten Bekannten: Mit dem US-Astronauten Michael Fincke hatte sich Padalka 2004 sechs Monate lang in der ISS aufgehalten. Fincke soll am 7. April mit Simonyi und dem russischen Kosmonauten Juri Lontschakow zur Erde zurückkehren. Die verbleibende 19. Langzeitbesatzung - Padalka und Barratt sowie der Japaner Koichi Wakata - soll auf der ISS den vollen Stationsbetrieb mit künftig sechs Dauerbewohnern vorbereiten. Schon für Ende Mai ist der Start des zusätzlichen Trios zur Station geplant. Dann soll der Belgier Frank de Winne als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA das ISS-Kommando übernehmen.

Letzter Raumfahrt-Laie in der ISS?

Simonyi dürfte bis auf weiteres der letzte Raumfahrt-Laie in der ISS sein. Durch das Aufstocken der Dauerbesatzung gibt es in den Sojus-Kapseln keine Plätze mehr. Simonyi zahlte nach eigenen Angaben 35 Millionen US-Dollar (26 Millionen Euro) für das Vergnügen. Das sind etwa zehn Millionen Dollar mehr als für seine Reise vor zwei Jahren.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Überschwemmung im Landegebiet: Weltraumtourist bleibt länger auf ISS
Beitrag von: SiLæncer am 03 April, 2009, 13:27
Sojus-Landung um einen Tag verschoben

Der US-Weltraumtourist Charles Simonyi (60) kann seinen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS einen Tag länger als geplant genießen.

Die Landung der Sojus-Kapsel mit dem aus Ungarn stammenden Software-Entwickler sei um 24 Stunden auf den 8. April, 9.15 Uhr MESZ, verschoben worden, teilte die russische Flugleitzentrale am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Grund seien Überschwemmungen im vorgesehenen Zielgebiet in Kasachstan, die den Untergrund sumpfig gemacht hätten. Mit Simonyi, der seit dem 28. März auf der ISS ist, kehren der russische Kosmonaut Juri Lontschakow und US-Astronaut Michael Fincke zurück.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Abgekoppelte Sojus-Kapsel befindet sich auf dem Heimweg
Beitrag von: SiLæncer am 08 April, 2009, 09:29
Moskau - Drei Astronauten aus den USA und Russland haben mit ihrer Sojus-Raumfähre die Internationale Raumstation verlassen und fliegen Richtung Erde.

Die Crew koppelte am Mittwochmorgen wie geplant von der ISS ab, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Dreieinhalb Stunden später, gegen 9.16 Uhr MESZ, werden der russische Kosmonaut Juri Lontschakow sowie US-Astronaut Michael Fincke und US-Weltraumtourist Charles Simonyi in der Steppe Kasachstans zurückerwartet. Die Landung war wegen Überschwemmungen im Zielgebiet um einen Tag verschoben worden.
 
Lontschakow und Fincke hatten während ihres sechsmonatigen Aufenthalts im All vor allem wissenschaftliche Experimente an Bord durchgeführt. Der 60-jährige Simonyi hielt sich seit dem 28. März auf der ISS auf. Für den aus Ungarn stammenden Software-Entwickler war es zwei Jahre nach seinem Jungfernflug ins All der zweite Aufenthalt in der Raumstation. Für das Vergnügen zahlte der Weltraumtourist nach eigenen Angaben 35 Millionen US-Dollar (26,5 Millionen Euro), etwa zehn Millionen Dollar mehr als für seine Reise 2007.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: NASA zeigt 3D-Fotos von ISS & Co.
Beitrag von: SiLæncer am 07 Mai, 2009, 20:38
Die US-Weltraumagentur NASA hat zwei Serien von 3D-Fotos bereitgestellt. Auf diesen lassen sich die internationale Raumstation ISS sowie der Mars Rover auf seiner Mission begutachten.

Erstellt wurden die Bilder mit Hilfe von Microsofts Photosynth. Nutzer können näher an die Objekte heranzoomen, das Bild drehen und sich so aus verschiedenen Blickwinkeln einen Einblick verschaffen. Benötigt wird dafür auch das Browser-Plugin Silverlight.

(http://screenshots.winfuture.de/NASA-3D-Bilder-mit-Photosynth-1241718031.jpg)

Die Aufnahmen sind jeweils aus hunderten Bildern errechnet worden, die von den Objekten angefertigt wurden. Die ISS und der Mars Rover sind jeweils mit einer Außen- und einer Innenansicht zu sehen.

Weitere Informationen: NASA: 3D-Bilder von ISS und Mars Rover (http://www.nasa.gov/photosynth)

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Schlechtes Wetter: NASA schiebt Shuttle-Landung etwas nach hinten
Beitrag von: SiLæncer am 22 Mai, 2009, 16:32
Die US-Weltraumagentur NASA hat die Landung des Space-Shuttle "Atlantis" wegen schlechten Wetters verschoben. Die Raumfähre sollte ursprünglich um 16.01 Uhr deutscher Zeit von ihrer elftägigen Mission zur Reparatur des "Hubble"-Weltraumteleskops nach Cape Canaveral in Florida zurückkehren.

Eine dichte Wolkendecke über dem Landegebiet zwang die NASA jedoch dazu, einen späteren zweiten möglichen Termin an diesem Freitag anzupeilen: Danach soll der Shuttle um 17.39 Uhr landen, wenn sich bis dahin das Wetter verbessert hat. Die "Atlantis" hat genügend Treibstoff an Bord, um notfalls bis Montag die Erde zu umkreisen.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Schlechtes Wetter: Shuttle-Landung auf Samstag verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 23 Mai, 2009, 10:33
Wegen starker Bewölkung über Cape Canaveral muss die US-Raumfähre "Atlantis" länger im All bleiben. Nächstmöglicher Landetermin ist der Samstagmorgen. Notfalls könnte der Shuttle bis zum Montag die Erde umkreisen.

Cape Canaveral - Wegen schlechten Wetters über Florida ist die Landung der US-Raumfähre "Atlantis" auf Samstag verschoben worden. "Das Wetter will heute nicht mitmachen", sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Beide ursprünglich anvisierten Zeitfenster für eine Landung am Freitag könnten nicht genutzt werden.

Ursprünglich hatte die "Atlantis" mit ihren sieben Astronauten um 10.01 Uhr Ortszeit (16.01 Uhr MESZ) in Cape Canaveral in Florida landen sollen. Diesen Termin sagte die Nasa am Freitagmorgen ab, hoffte dabei aber weiter auf eine zweites Zeitfenster ab 11.39 Uhr Ortszeit. Doch auch dieses kam letztlich wegen des schlechten Wetters nicht in Frage. Frühestmöglicher Landetermin sei nun Samstagvormittag um 09.16 Uhr, sagte der Nasa-Sprecher.

Die US-Raumfahrtbehörde hat für eine Landung ganz klare Kriterien, unter anderem fürs Wetter. So muss die Sichtweite mindestens acht Kilometer betragen, die Wolkendichte am Himmel darf nicht über 50 Prozent liegen und die Windgeschwindigkeiten dürfen 28 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten.

Die "Atlantis"-Astronauten erfuhren von dem Aufschub ihrer Landung etwa 500 Kilometer über der Erde. Von oben aus konnten sie über Florida dicke Wolken und starke Winde sehen, Wetterexperten warnten gar vor heftigen Unwettern. Ob diese bis Samstagvormittag abgezogen sein würden, war zunächst unklar.

Sollte das schlechte Wetter anhalten, könnte die Nasa entscheiden, die Raumfähre zur Edwards Air Force Base in Kalifornien umzuleiten. Die "Atlantis" kann notfalls bis Montag in der Erdumlaufbahn bleiben, weil die Vorräte an Bord begrenzt sind. Als erstes geht in der Regel der Wasserstoff für die Brennstoffzellen zur Neige, welche die Raumfähre mit Strom versorgen. Sauerstoff, Nahrung und Treibstoff für die Düsen sind eher nicht das Problem. Schon im Mai 2007 musste eine Landung der "Atlantis" wegen schlechten Wetters verschoben werden.

Die siebenköpfige Crew der "Atlantis" hatte während ihrer durch den Aufschub nun zwölf Tage dauernden Mission im All erfolgreich das altersschwache Weltraumteleskop "Hubble" repariert. Dies wurde in fünf teilweise schwierigen Außeneinsätzen vollbracht. Das Weltraumteleskop ist nach Angaben der Nasa nun für mindestens fünf weitere Jahre im All gerüstet.

In einer Live-Schaltung hatte "Atlantis"-Kommandant Scott Altman am Mittwoch von teils "unglaublich" schwierigen Arbeiten berichtet. Letzten Endes habe aber alles geklappt, "und wir waren sehr erfolgreich". Die vier an den Außeneinsätzen beteiligten Astronauten hatten mit einer Serie von Schwierigkeiten zu kämpfen - angefangen von kaputten Batterien bis hin zu schlecht sitzenden Raumfahrer-Stiefeln.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA verschiebt abermals Shuttle-Landung - wieder schlechtes Wetter schuld
Beitrag von: SiLæncer am 23 Mai, 2009, 15:09
Die US-Weltraumbehörde NASA hat die erste Landemöglichkeit der Raumfähre "Atlantis" am Samstag abgesagt. Als Grund gab ein Sprecher schlechtes Wetter über dem Weltraumbahnhof Capa Canaveral in Florida an. Zunächst war unklar, ob an einer Landung des Orbiters im Kennedy Space Center festgehalten werden soll oder ob die sieben Astronauten auf den Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien ausweichen.

Für beide Möglichkeiten gab es am Samstag Zeitfenster für eine Heimkehr der Raumfähre. "Atlantis" kehrt nach einer Mission zur Reparatur des Hubble-Weltraumteleskops zurück. Ursprünglich sollte der Shuttle bereits am Freitag landen.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: US-Raumfähre: "Atlantis" mit zwei Tagen Verspätung gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 24 Mai, 2009, 18:20
Erfolgreiches Ende der Generalüberholung: Die US-Raumfähre "Atlantis" ist nach der Instandsetzung des Weltraumteleskops "Hubble" in Kalifornien angekommen. Wegen schlechten Wetters musste sich die siebenköpfige Crew mit der Heimreise allerdings ein wenig gedulden.

Berlin/Edwards - Zwei Tage später als geplant, dafür aber unversehrt: Mit zwei Tagen Verspätung ist die US-Raumfähre "Atlantis" am Sonntag sicher von ihrer erfolgreichen Wartungsmission zum Weltraumteleskop "Hubble" auf die Erde zurückgekehrt. Der Shuttle setzte um 17.39 Uhr MESZ auf der Piste des Ausweichflughafens auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien auf, teilte die Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die für 16.09 Uhr MESZ geplante Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) musste kurzfristig wegen schlechten Wetters abgesagt werden.

Eigentlich wurden Kommandant Scott Altman und seine sechs Crew-Mitglieder bereits am Freitag in Florida zurückerwartet. Doch schlechtes Wetter verhinderte das. Auch am Samstag musste ein zweiter Landetermin dort wegen Sturms, Regens und zu tief hängender Wolken verschoben werden.

Extra-Kosten von zwei Millionen Dollar

Die US-Raumfahrtbehörde wollte eigentlich vermeiden, "Atlantis" zum Luftwaffenstützpunkt Edwards umzuleiten, da das Raumschiff nun durch ein Flugzeug des Typs Boeing 747 als Träger zu ihrem Startbahnhof Cape Canaveral zurückgebracht werden muss. Ein solches Manöver kostet rund zwei Millionen Dollar.

Allerdings war klar, dass die "Atlantis" nur bis Montag in der Erdumlaufbahn hätte bleiben können, weil die Vorräte an Bord begrenzt sind. Als erstes geht in der Regel der Wasserstoff für die Brennstoffzellen zur Neige, welche die Raumfähre mit Strom versorgen. Sauerstoff, Nahrung und Treibstoff für die Düsen sind weniger problematisch. Schon im Mai 2007 musste eine Landung der "Atlantis" wegen schlechten Wetters verschoben werden.

Die US-Raumfahrtbehörde hat für eine Landung ganz klare Kriterien, unter anderem fürs Wetter. So muss die Sichtweite mindestens acht Kilometer betragen, die Wolkendichte am Himmel darf nicht über 50 Prozent liegen, und die Windgeschwindigkeiten dürfen 28 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten.

Die "Atlantis" war am 11. Mai zur fünften und letzten "Hubble"-Reparaturmission gestartet. Bei fünf Ausstiegen in den freien Raum unterzogen die Astronauten das Weltraumteleskop, das seit 19 Jahren die Erde umkreist, einer Generalüberholung. Es erhielt unter anderem eine neue Kamera, neue Stellkreisel für die Lageregelung, neue Batterien, einen neuen Hitzeschutz, einen neuen Spektrografen und einen Kopplungsmechanismus. Die Nasa geht davon aus, dass "Hubble" nunmehr mindestens noch fünf Jahre lang spektakuläre Bilder aus den Tiefen des Weltalls liefert. Der Nachfolger soll 2014 gestartet werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Teuerste Reise der Welt - "Atlantis" fährt für 1,8 Millionen nach Hause
Beitrag von: SiLæncer am 25 Mai, 2009, 17:29
Auch nach der Landung der "Atlantis" geht die Reise der US-Raumfähre weiter: Es werde mindestens eine Woche dauern, bis die "Atlantis" Huckepack auf einer umgebauten Boeing 747 zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückgebracht werden könne, sagte ein NASA-Sprecher am Montag dem US-Sender Fox News. Der Transport über 4.000 Kilometer koste etwa 1,8 Millionen US-Dollar (1,3 Millionen Euro).

Die Atlantis war am Sonntag mit zweitägiger Verspätung zur Erde zurückgekehrt. Die Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord musste wegen schlechter Wetterbedingungen über Florida auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien landen. Auf ihrer rund 13-tägigen Mission hatte die Crew das Weltraumteleskop "Hubble" repariert und aufgerüstet. Die Astronauten sollten zu Wochenbeginn nach Houston (Texas) zurückkehren.

"Totaler Erfolg" der "Atlantis"-Mission

NASA-Wissenschaftschef Ed Weiler hatte nach der Landung am Sonntag von einem "totalen Erfolg" der "Atlantis"-Mission gesprochen. Auch die US-Presse würdigte den Einsatz im Weltraum als großen Erfolg der NASA. Der NASA-Wissenschaftler David Leckrone wurde in der "Washington Post" als "Superman der Hubble-Forschung" bezeichnet.

Den "Atlantis"-Astronauten war es bei fünf risikoreichen Außeneinsätzen gelungen, das 19 Jahre alte "Hubble" mit moderner Technologie wie Kameras und sensiblen Instrumenten auszustatten. Das Teleskop soll nun noch mindestens fünf weitere Jahre Bilder aus dem Weltraum zur Erde schicken. Die "Atlantis"-Reise war die fünfte und letzte "Hubble"-Mission. Weiler sprach davon, dass das legendäre Teleskop vielleicht sogar noch bis 2020 funktionieren könnte.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Neue Langzeitbesatzung zur ISS gestartet - Andock-Manöver am Freitag
Beitrag von: SiLæncer am 27 Mai, 2009, 12:55
Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist am Mittwoch eine neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

Die drei Astronauten aus Belgien, Kanada und Russland sollen die Dauercrew auf der ISS verstärken. Die Sojus-Rakete verließ planmäßig um 12.34 Uhr MESZ Baikonur und soll am Freitag an die ISS ankoppeln, wie das russische Staatsfernsehen berichtete.

Der Belgier Frank de Winne wird im Herbst als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA das Kommando auf der Station übernehmen.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Volles Haus auf ISS: Neue Langzeitcrew ist im All angekommen
Beitrag von: SiLæncer am 30 Mai, 2009, 10:56
Alle Mann an Bord: Nach dem Eintreffen der neuen Langzeitbesatzung auf der Internationalen Raumstation ISS ist die Crew erstmals mit sechs Astronauten komplett. Drei Raumfahrer aus Belgien, Kanada und Russland dockten am Freitag nach zwei Tagen in der Erdumlaufbahn problemlos mit ihrer Kapsel am "Außenposten der Menschheit" an. Ihre Sojus war am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Damit arbeiten erstmals sechs Menschen in der Raumstation. Die bisherigen ISS-Trios hatten nur eine halbe Planstelle für die Forschung. Zudem ist mit der Auslastung der Station die Ära der Weltraumtouristen vorerst vorbei.

Erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde

Der Belgier Frank de Winne, der am Freitag auf der ISS eintraf, übernimmt im Oktober als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA das Kommando auf der Station. Gemeinsam mit ihm stießen der Russe Roman Romanenko und der Kanadier Robert Thirsk dazu. Der Russe Gennadi Padalka, US-Astronaut Michael Barratt und der Japaner Koichi Wakata halten bereits einige Monate zwischen den Sternen Wacht. Damit sind erstmals seit der ISS-Gründung 1998 die fünf Partner Russland, USA, Europa, Kanada und Japan gemeinsam auf der Station vertreten. Neben der Forschung sollen auf der ISS auch künftige Flüge zum Mond und zum Mars vorbereitet werden.

NASA und Russen verlängern Zusammenarbeit

Die NASA und Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos verlängerten unterdessen ihren Vertrag über Starts von US-Astronauten mit Sojus- Raketen zur ISS bis 2013. Für insgesamt vier Starts mit je drei Astronauten zahle die NASA 306 Millionen US-Dollar (221 Millionen Euro), teilte ein Roskosmos-Sprecher am Freitag in Moskau mit. Zwei Starts seien für Frühjahr 2012 und weitere zwei für Herbst 2012 geplant. Die letzte Crew kehre im Frühjahr 2013 zur Erde zurück, hieß es. Auch wegen der Finanzkrise könne die NASA derzeit kein neues eigenes Raumschiff termingerecht entwickeln, mit dem die überholten Space- Shuttles ersetzt werden sollen. Der letzte Shuttle-Flug ins All ist für 2010 vorgesehen.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: US-Raumfähre "Atlantis": Huckepack nach Florida
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juni, 2009, 17:48
Endlich wieder zu Hause: Weil die Raumfähre "Atlantis" wegen schlechten Wetters nicht in Florida landen konnte, musste eine umgerüstete Boeing 747 die Raumfähre jetzt huckepack nach Cape Canaveral zurückbringen. Ein Umweg, der Millionen Dollar kostet.

Washington - Neun Tage nach der Landung ist das Space Shuttle "Atlantis" nun endgültig wieder daheim. Eine speziell für den Transport umgerüstete Boeing 747 brachte die Raumfähre am Dienstagabend (Ortszeit) vom kalifornischen Luftwaffenstützpunkt Edwards nach Cape Canaveral in Florida.

(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1541584,00.jpg)

Die "Atlantis" hatte eigentlich nach ihrer erfolgreichen 13-tägigen Mission zur Reparatur des defekten "Hubble"-Weltraumteleskops direkt nach Cape Canaveral zurückkehren sollen. Wegen schlechten Wetters musste sie aber mit ihrer siebenköpfigen Besatzung am 24. Mai den Ausweichlandeplatz an der US-Westküste anfliegen.

Die Huckepack-Reise quer über die USA dauerte insgesamt zwei Tage mit mehreren Zwischenstopps zum Betanken der Boeing und einer Übernachtung in El Paso (US-Bundesstaat Texas). Der Transport kostete rund zwei Millionen Dollar.

Es war bereits das 53. Mal, dass eine Raumfähre nach Edwards ausweichen und später heimgeflogen werden musste. Diesmal wog "Atlantis" aber besonders viel: Die Teile von "Hubble", die die Astronauten bei der Reparatur des Teleskops entfernt hatten, machten das Shuttle 113 Tonnen schwer.

Nun, da "Atlantis" wieder sicher in Cape Canaveral parkt, richtet die US-Weltraumbehörde Nasa ihr Augenmerk auf die nächste Shuttle-Mission: Bereits am 13. Juni soll sich die "Endeavour" auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) machen und letzte Teile des japanischen "Kibo"-Moduls mitbringen. Die Reise soll 16 Tage dauern; fünf Außeneinsätze sind geplant. Die "Endeavour"-Crew unter Kommandant Mark Polansky traf bereits am Dienstag auf dem Weltraumbahnhof in Florida ein. Für Donnerstag ist eine Start-Generalprobe geplant.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS-Astronauten erforschen "intelligente Raumanzüge" - erste Tests
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juni, 2009, 19:57
Erstmals mit neuen Anzügen haben zwei Raumfahrer der Internationalen Raumstation ISS am Freitag einen mehrstündigen Außeneinsatz absolviert. Der Ausstieg des russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und des US-Astronauten Michael Barratt verzögerte sich um fast eine Stunde, weil zunächst die Technik der Anzüge getestet werden musste.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/0/b/35397.jpg)

Das meldete die Agentur Itar-Tass unter Berufung auf die russische Flugleitung. Die Raumfahrer installierten an der ISS mehrere Antennen, die für das Andocken eines russischen Forschungsmoduls im November benötigt werden. Nach fünfstündigem Einsatz kehrten beide wohlbehalten in die Station zurück.

Die neuen russischen Anzüge vom Typ "Orlan-MK" gehören mit ihrem Flüssigkristall-Display zur Generation "intelligenter" Weltraumbekleidung. Sie zeigen ihren Trägern an, in welcher Reihenfolge vor dem Ausstieg die Funktionen überprüft werden müssen und informieren fortlaufend über die wichtigsten Messwerte. In Notsituationen wie bei erhöhtem Sauerstoffverbrauch ertönt ein Warnsignal. Zugleich bekommt der Raumfahrer konkrete Hinweise, was er zu tun hat, um das Problem zu lösen.

Soll-Stärke auf der Raumstation erreicht - sechs Raumfahrer an Bord

Mit den älteren Anzügen hatte es bei den nicht ungefährlichen Einsätzen im luftleeren Raum mitunter Probleme gegeben. So verloren die russischen Sauerstoffflaschen Druck. Es gab auch Probleme mit von innen beschlagenen Helm-Visieren. Bei einem US-Astronauten riss vor einigen Jahren im Außeneinsatz ein Handschuh ein.

Ein zweiter Außeneinsatz der Raumfahrer in diesem Monat ist für den 10. Juni geplant. Seit Ende Mai befinden sich auf der ISS sechs statt wie zuvor drei Raumfahrer. Damit hat die Raumstation erstmals seit Jahren die Soll-Stärke für Arbeit und Forschung. Der Belgier Frank de Winne soll von Oktober an als erster Astronaut der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA das Kommando über die ISS übernehmen. Dieses Privileg ist bislang Russen und Amerikanern vorbehalten gewesen.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: NASA sucht geeigneten Landeplatz auf dem Mond - "Endeavour"-Start
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juni, 2009, 11:15
Zwei Starts bei der NASA

Hochbetrieb bei der NASA: Innerhalb weniger Tage stehen zwei wichtige Starts ins All an. An diesem Samstag 13.17 Uhr soll die Raumfähre "Endeavour" mit sieben Astronauten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben.

Hauptaufgabe ist der endgültige Ausbau des japanischen Kibo-Labors der Internationalen Raumstation ISS. Am 17. Juni 21.51 Uhr soll dann eine Atlas-V-Rakete mit zwei Sonden an Bord zum Mond starten. Wichtigste Aufgabe ist es, einen Landeplatz für künftige Mondlandungen auszuspähen.

"Endeavour" hat eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an Bord, die von den Astronauten außen am Kibo-Labor angebracht werden soll. Die Plattform ist für Experimente vorgesehen, bei denen ein direkter Kontakt mit dem All notwendig ist. "Eine Veranda im Weltall", nennt die US-Weltraumbehörde NASA die Plattform.

Unter anderem sollen auf der Plattform eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von "kosmischem Staub" und anderen Raumpartikeln installiert werden. Das Kibo-Labor war im vergangenen Jahr nach dem europäischen Weltraumlabor "Colombus" installiert worden. Die Arbeit dort konzentriert sich auf biologische Experimente und auf Untersuchungen mit Werkstoffen.

Reise dauert 17 Tage

Während der 17 Tage langen Reise der "Endeavour" sind insgesamt fünf Weltraumspaziergänge vorgesehen. Unter anderem werden Ersatzteile auf der ISS deponiert sowie Batterien an einem Solarflügel ausgewechselt. Am 29. Juni soll der Shuttle wieder in Cape Canaveral landen.

Von der unbemannten Mondmission erhofft sich die NASA "aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn". Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS).

Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. Mit ihnen soll ein sicherer Landeplatz für menschliche Besucher ausfindig gemacht werden. Experten verweisen darauf, dass es 40 Jahre nach der ersten Mondlandung nach wie vor viele "weiße Flecken" auf dem Erdtrabanten gibt. Die zweite Sonde LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Kein "Endeavour"-Start zur ISS
Beitrag von: ritschibie am 13 Juni, 2009, 10:33
NASA winkt ab: Start der "Endeavour" wegen Leck am Tank abgesagt

(http://res.magnus.de/res/_2/3/7/5/42319.jpg)

Wegen eines Lecks am Außentank der Raumfähre "Endeavour" hat die NASA den für Samstag geplanten Start des Shuttles abgesagt. Der mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllte Tank wurde geleert, nachdem das Leck in einer Leitung entdeckt wurde, teilte die US-Raumfahrtorganisation am Morgen mit. Die "Endeavour" werde nun frühestens am 17. Juni abheben können. Allerdings ist für diesen Tag der Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Sonden an Bord zum Mond vorgesehen. Sollte "Endeavour" bis zum 20. Juni nicht abheben können, wäre ein Start erst wieder am 11. Juli möglich.

Das Leck an der "Endeavour" befindet sich in einer Leitung, an der vor rund drei Monaten auch bei der "Discovery" eine undichte Stelle entdeckt worden war, hieß es weiter. Der Start dieser Raumfähre war deshalb um mehrere Tage verschoben worden.

Sieben Astronauten an Bord

Die "Endeavour" sollte mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben. Während der Mission soll das japanische Kibo-Labor der Internationalen Raumstation ISS ausgebaut werden. Eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All soll außen an dem Labor angebracht werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die US-Weltraumbehörde NASA die Plattform. Unter anderem sollen darauf eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von "kosmischem Staub" und anderen Raumpartikeln installiert werden.

Von der unbemannten Mondmission erhofft sich die NASA "aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn". Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: "Endeavour" soll am Mittwoch starten
Beitrag von: ritschibie am 15 Juni, 2009, 09:36
Nach dem abgesagten Start der US-Raumfähre "Endeavour" wegen eines Lecks am Außentank bricht der Orbiter nun möglicherweise an diesem Mittwoch zur Internationalen Raumstation ISS auf.

Die US-Weltraumbehörde habe den 17. Juni als Starttermin ins Auge gefasst, eine endgültige Entscheidung solle aber an diesem Montag fallen, sagte NASA-Manager LeRoy Cain am Sonntag (Ortszeit). Der für Mittwoch geplante Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Mond-Sonden an Bord würde dann auf Freitag oder Samstag verschoben.

Die Raumfähre sollte ursprünglich am Samstag mit sieben Astronauten an Bord aufbrechen. NASA-Techniker begannen unterdessen mit der Reparatur des Lecks an einer Leitung, an der vor rund drei Monaten auch bei der "Discovery" eine undichte Stelle entdeckt worden war. Cain sagte, es sei "machbar", die "Endeavour" bis zum Mittwoch startklar zu machen. "Die Raumfähre ist ansonsten in großartigem Zustand. Es gibt keine anderen Probleme." Als "Plan B" sei indes auch denkbar, die Atlas-V-Rakete wie geplant an diesem Mittwoch starten zu lassen und den Shuttle-Start auf diesen Samstag zu verschieben.

"Eine Veranda im Weltall"

Während der Mission der "Endeavour" soll eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All außen an dem japanischen Raumlabor Kibo angebracht werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die NASA die Plattform. Unter anderem sollen darauf eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von "kosmischem Staub" und anderen Raumpartikeln installiert werden.

Von der unbemannten Mondmission erhofft sich die NASA "aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn". Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Raumfähre "Endeavour" geht heute an den Start
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juni, 2009, 06:06
Washington - Zweiter Versuch für die "Endeavour": Nach einem verschobenen Start wegen eines Lecks am Außentank soll die US- Raumfähre heute zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Der Start ist für 11.40 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) geplant, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern (Ortszeit) mit. Der ursprünglich ebenfalls für morgen geplante Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Mond-Sonden an Bord werde auf Donnerstag verschoben.
 
Die "Endeavour" sollte ursprünglich am Samstag mit sieben Astronauten an Bord aufbrechen. Hauptaufgabe während der 16-tägigen Mission ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All außen an dem japanischen Raumlabor Kibo zu installieren.

Bei der unbemannten Mondmission geht es vor allem darum, eine Landkarte für künftige Mondlandungen zu erstellen. Erkundet werden soll auch, ob es an den lunaren Polen Eis gibt. Es sollen zwei Sonden ausgesetzt werden, der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS).

Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: "Endeavour" bleibt am Boden
Beitrag von: Yessir am 17 Juni, 2009, 08:38
Erneut Loch in Tank entdeckt

Kurz vor dem geplanten Start der "Endeavour" ist erneut ein technischer Defekt an der US-Raumfähre entdeckt worden.

Es handelt sich um ein kleines Leck im Wasserstofftank, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA in Cape Canaveral mit. Der Betankungsvorgang sei abgebrochen worden, um das Leck untersuchen zu können, sagte ein NASA-Sprecher.
Der ursprünglich für Samstag geplante Start zur Internationalen Raumstation ISS musste schon einmal wegen eines Lecks im Tank verschoben werden. Mit sieben Astronauten an Bord sollte das Space Shuttle um 11.40 Uhr MESZ vom Weltraumzentrum Cape Canaveral in Florida starten.
Das Space Shuttle soll neue Bauteile für die Raumstation liefern. Nach der Ankunft der "Endeavour" wird es an Bord der ISS ungewohnt eng werden: Für gut eine Woche wird ihre Besatzung auf 13 Menschen anwachsen, mehr als je zuvor.

Quelle: www.n-tv.de (http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Endeavour-bleibt-am-Boden-article369158.html)
Titel: Längere Beteiligung an ISS-Mission von USA gefordert
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juni, 2009, 09:40
Washington D.C., USA - Die Raumfahrtagenturen Europas und Russlands haben am Mittwoch an die US-Behörde NASA appelliert, sich über das Jahr 2015 hinaus zu einer Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS zu verpflichten.

Hintergrund ist die Überprüfung bemannter Raumfahrt-Projekte, die die US-Regierung unter Präsident Barack Obama eingeleitet hat. Dazu ist in Washington ein Ausschuss gebildet worden, der alle Aspekte laufender und künftiger Programme unter die Lupe nimmt, vom Engagement für die ISS bis zu Plänen für bemannte Flüge zum Mond und Mars.
 
Das Gremium kam am Mittwoch zu seiner ersten öffentlichen Sitzung zusammen. Die Chefs der Europäischen Raumfahrt-Agentur (ESA), Jean-Jacques Dourdain, und der russischen Behörde Roskosmos, Anatoli Perminow, äußerten sich per Konferenzschaltung.

Bei bemannten Forschungsmissionen sei Europa auf andere Partner angewiesen, "wir können keine Schritte getrennt von Ihnen unternehmen", sagte Dordain, der einen Weiterbetrieb der Raumstation bis mindestens 2020 will. Auch Perminow hält die ISS nach eigenen Worten auf längere Sicht für einen wichtigen Teil der bemannten Weltraumforschung, auch wenn die USA bereits dabei sind, ihre Mondforschung neu anzukurbeln.

Sie wollen am Donnerstag zwei Sonden auf den Weg zum Erdtrabanten schicken, um damit eine künftige bemannte Mission vorzubereiten. Perminow drang auch auf eine schnellere Entwicklung des amerikanischen Orion-Raumfahrzeuges, das die veralteten Space-Shuttle ablösen soll.

Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Dritter Anlauf für Start der "Endeavour"
Beitrag von: SiLæncer am 10 Juli, 2009, 20:38
Washington - Daumendrücken auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral: Nach zwei verschobenen Startterminen wegen eines Tanklecks versucht die NASA an diesem Sonntag, die Raumfähre "Endeavour" endlich ins All zu bringen.

Die vorgesehene Startzeit ist 01.39 Uhr MESZ. Doch über Florida braut sich eine Schlechtwetterfront zusammen. Nach den Enttäuschungen der vergangenen Wochen geben sich die Verantwortlichen diesmal demonstrativ optimistisch. "Alle Systeme sind in exzellentem Zustand", meinte Steve Payne, Test-Direktor der US-Weltraumbehörde NASA am Donnerstag (Ortszeit). ""Endeavour" und das Team sind zum Start bereit." Ziel des Shuttle mit sieben Astronauten an Bord ist die Internationale Raumstation ISS, die weiter ausgebaut werden soll.
 
Auch wenn der Tank und alle anderen technischen Systeme mitspielen - diesmal könnte das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. NASA-Meteorologen sagen für den Starttermin am Samstagabend (Ortszeit) Gewitter und Regen voraus. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Shuttle erneut am Boden bleiben muss, sei durchaus nicht gering, heißt es bei der NASA.

Eigentlich hätte der Shuttle bereits vor rund einem Monat abheben sollen. Um eine allzu große Verzögerung zu vermeiden, hatten die NASA-Ingenieure zunächst noch versucht, das Leck am riesigen Außentank des Orbiters rasch zu beheben. Doch die Sicherheit der Astronauten ging vor: Selbst kleinste Unregelmäßigkeiten an dem mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllten Tank gelten als äußerst heikel und gefährlich.

Startverschiebungen sind bei den US-Raumfähren fast schon zur Routine geworden und immer wieder sind es die Tanks, Tankleitungen oder -Sensoren, die Probleme bereiten. Bereits seit längerem gelten die Shuttles, die seit über einem Vierteljahrhundert im Einsatz sind, als Sicherheitsrisiko. Im nächsten Jahr sollen die drei verbliebenen Orbiter "Endeavour", "Atlantis" und "Discovery" in Pension geschickt werden. Doch bis zum nächsten Sommer soll es noch rund eine halbes Dutzend Starts geben.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Mission ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die NASA diese Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind fünf Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Blitzeinschläge: Nasa verschiebt "Endeavour"-Start um 24 Stunden
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juli, 2009, 07:32
Erst ein Leck im Tank, jetzt Blitzeinschläge: Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen muss die Nasa den Start der Raumfähre "Endeavour" absagen. In der Nacht zum Montag soll sie endlich abheben - wenn nichts dazwischen kommt.

Cape Canaveral - Die sieben Astronauten der Raumfähre "Endeavour" müssen erneut warten: Wegen Blitzeinschlägen ist der Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) zum dritten Mal innerhalb von vier Wochen verschoben wurden.

Bei einem schweren Gewitter in der Nacht zum Samstag habe es elf Blitzeinschläge in die Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral oder in unmittelbarer Nähe gegeben, teilte die US- Weltraumbehörde Nasa am Samstag mit. Die Ingenieure müssten die Instrumente des Shuttle vor dem Start Start eingehend untersuchen.

Demnach soll die Raumfähre am frühen Montagmorgen um 1.13 Uhr MESZ abheben. Sie hätte in der Nacht zum Sonntag Richtung ISS abheben sollen.

Damit ist auch der dritte Anlauf gescheitert, den Orbiter ins All zu bringen. Bereits im Juni mussten zwei Startversuche wegen eines Lecks an einer Wasserstoffleitung abgesagt werden.

Die Blitze seien zwar nicht direkt in den Orbiter und auch nicht in die Außentanks eingeschlagen. "Wir haben bisher nichts entdeckt, wonach unsere Systeme betroffen sein könnten", sagte Mike Moses, einer der Verantwortlichen für die Startphase, am Samstag. Blitzableiter und eine Wasserversorgung an der Startrampe seien aber getroffen worden. Zwei Einschläge seien so stark gewesen, dass die Experten Zeit zur Prüfung benötigten: "Wir brauchen hundertprozentige Klarheit." Daher werde eine endgültige Entscheidung erst am Sonntag fallen.

Startverschiebungen sind bei den US-Raumfähren fast schon zur Routine geworden. Häufig bereiten Tanks, Tankleitungen oder -sensoren Probleme. Aber auch das Wetter kann die Starts verzögern: Vor allem im Sommer brauen sich in Florida oft schwere Gewitter zusammen.

Während der 16-tägigen Mission zur ISS soll eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor "Kibo" angebracht werden - von der Nasa "Veranda im Weltall" genannt. Sie soll später Instrumente für Experimente im All tragen, etwa zur Untersuchung von kosmischem Staub.

Insgesamt sind fünf Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen. Neben dem japanischen Modul soll die Raumfähre auch Ersatzteile für die ISS und rund 270 Kilogramm an Nahrungsmittel für die Besatzung der Raumstation transportieren. Zudem sollen neue Batterien an einem Sonnensegel installiert werden.

Quelle : www.spiegel.de (http://www.spiegel.de)
Titel: US-Raumfähre: "Endeavour"-Start zum vierten Mal verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2009, 10:53
Pech für die Nasa: Wegen schlechten Wetters musste die Raumfähre "Endeavour" am Boden bleiben. Es war bereits der vierte abgesagte Start. Den nächsten Versuch will die US-Weltraumbehörde in der Nacht zum Dienstag machen.

Washington - Auch der vierte Anlauf zum Start der US-Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord endete mit einem Fehlschlag. Wegen eines Gewitters konnte der Shuttle am Sonntagabend (Ortszeit) nicht abheben. Die Schlechtwetterfront habe sich dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) bis auf 16 Kilometer genähert, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit.

Bereits zuvor musste der Countdown dreimal innerhalb eines Monats wegen technischer Probleme abgebrochen werden. Jetzt soll der Shuttle am Montagabend 18.51 Uhr seine Reise zur Internationalen Raumstation ISS beginnen. Das ist Dienstagmorgen 0.51 Uhr deutscher Zeit.

"Leider waren die Bedingungen nicht so, wie wir es brauchen", sagte ein Nasa-Sprecher. Der Countdown wurde lediglich rund 15 Minuten vor der geplanten Zeit abgebrochen. Zuvor hatten die Nasa-Meteorologen noch Optimismus verbreitet. Es bestehe lediglich eine 30-prozentige Gefahr, dass das Wetter nicht mitspiele, hieß es.

Doch dann zog sich die Schlechtwetterfront immer schneller um das Startgelände an der Atlantikküste zusammen. Ein Start bei Schlechtwetter verbietet die Nasa vor allem deshalb, weil tiefe Wolken und heftige Winde eine Notlandung bei technischen Problemen des Shuttle in Cape Canaveral gefährden würden. Die sieben Astronauten mussten den Orbiter nach dem Startabbruch wieder verlassen.

Bereits zuvor war einiges schiefgelaufen. Ursprünglich sollte die Mission schon vor einem Monat beginnen. Bei den ersten beiden Startterminen machte jeweils ein Tankleck einen Strich durch die Rechnung. Dann gab es in der Nacht zum Samstag mehrere Blitzeinschläge an der Startrampe. Damit die Experten der Weltraumbehörde Nasa genug Zeit hatten, alle Instrumente des Shuttle auf Schäden zu untersuchen, musste der Countdown für 24 Stunden unterbrochen werden.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Reise ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabors Kibo an der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die Nasa die Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze geplant.

Quelle : www.spiegel.de (http://www.spiegel.de)
Titel: NASA hat erneut kein Glück: Gewitter verhindert fünften Shuttle-Startversuch
Beitrag von: SiLæncer am 14 Juli, 2009, 09:10
Auch im fünften Anlauf ist der Start der US-Raumfähre "Endeavour" mit sieben Astronauten an Bord am frühen Dienstagmorgen (MESZ) gescheitert. Wegen eines Gewitters und eines Sandsturms konnte der Shuttle nicht vom Weltraumbahnhof Cape Caneveral (US-Bundesstaat Florida) zur Internationalen Raumstation ISS abheben.

Nun soll am Donnerstagmorgen ein sechster Anlauf gestartet werden, teilte die NASA am Dienstag mit. Die Wetteraussichten seien für diesen Termin wesentlich besser: Das Risiko, dass schlechtes Wetter den Start erneut verhindere, liege dann nur noch bei vierzig Prozent. Ursprünglich hätte der Orbiter bereits vor einem Monat auf die Reise gehen sollen.

Technisch sei die Endeavour bei den Startversuchen in den vergangenen Tagen völlig in Ordnung gewesen, sagte ein NASA-Sprecher. "Doch das Wetter spielte einfach nicht mit." Obwohl die Wetterbedingungen bereits den ganzen Tag über schlecht waren, brach die NASA den Countdown erst zehn Minuten vor dem Termin ab. Ein Start bei Schlechtwetter ist vor allem deshalb untersagt, weil tiefe Wolken und heftige Winde eine Notlandung bei technischen Problemen des Shuttle in Cape Canaveral gefährden würden.

Der nächste Starttermin wurde für Mittwoch 18.03 Uhr Ortszeit festgelegt, das ist Donnerstagmorgen 0.03 Uhr deutscher Zeit. Das Startfenster sei dann für etwa zehn Minuten geöffnet. Zunächst hatte es geheißen, der früheste nächste Starttermin sei der 27. Juli: Anderenfalls könnten sich die "Endeavour" und ein russischer "Progress"-Raumtransporter, der in zehn Tagen zur ISS starten soll, in die Quere kommen.

Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabor Kibo

Hauptaufgabe während der auf 16 Tage an gelegten "Endeavour"-Mission ist es, eine Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabor Kibo an der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze geplant.

Ursprünglich sollte die Reise von "Endeavour" bereits vor einem Monat beginnen. Doch dann lief bei der NASA allerhand schief. Bei den ersten zwei Startterminen machte jeweils ein Tankleck einen Strich durch die Rechnung. Dann gab es in der Nacht zum Samstag mehrere Blitzeinschläge an der Startrampe. Ein vierter Startanlauf musste ebenfalls wegen eines nahen Gewitters am Sonntagabend abgeblasen werden.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Vorbereitungen für sechsten Startversuch der "Endeavour" laufen
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2009, 23:09
Washington - Geduldsprobe bei der NASA: Nach fünf vergeblichen Anläufen tickte heute der Countdown für den sechsten Startversuch der US-Raumfähre "Endeavour".

Der Orbiter mit sieben Astronauten an Bord sollte am Abend 18.03 Uhr Ortszeit (Donnerstagmorgen 0.03 Uhr deutscher Zeit) abheben. Die Meteorologen der US-Weltraumbehörde gaben sich vorsichtig optimistisch: Das Wetter am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida versprach etwas besser zu werden als in den Vortragen. Ziel des Shuttles ist die Internationale Raumstation ISS, die weiter ausgebaut werden soll.
 
In den vergangenen Tagen mussten drei Anläufe wegen Gewitters abgeblasen werden. Zweimal wurde der Start nur wenige Stunden vor dem Termin verschoben, weil sich dunkle Gewitterwolken bis auf wenige Kilometer genähert hatten.

Bereits zuvor hatte ein Tankleck der NASA zweimal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sollte der Start auch im sechsten Versuch nicht klappen, muss eine längere Verschiebung ins Auge gefasst werden, weil demnächst auch ein russischer Raumgleiter zur ISS starten soll.

Einen Start bei Schlechtwetter verbietet die NASA vor allem, weil der Weltraumbahnhof bei technischen Problemen kurz nach dem Start für eine Notlandung genutzt werden soll. Dies könne bei Gewitter, tiefen Wolken und heftigen Winde gefährlich werden. Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Reise ist es, eine Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabors Kibo an der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden.

Startverschiebungen und technische Pannen gehören seit längerem fast schon zur Routine bei den Shuttles, die mittlerweile seit über 25 Jahren im Dienst sind. Längst gelten die wiederverwendbaren Raumfahrzeuge als Auslaufmodelle: Im nächsten Jahr sollen sie ausgemustert werden. Bis dahin muss aber der Ausbau der ISS beendet sein, da kein anderes Weltraumfahrzeug derart große Lasten transportierten kann. Nach dem "Endeavour"-Flug sind noch sieben weitere Shuttles-Missionen vorgesehen.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: "Endeavour" im sechsten Anlauf ins All gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 16 Juli, 2009, 07:45
Das Warten hat ein Ende: Im sechsten Anlauf ist der Start der US-Raumfähre "Endeavour" mit sieben Astronauten an Bord geglückt. Das Shuttle hob am Mittwochabend pünktlich um 18:03 Ortszeit (Donnerstagmorgen 00:03 MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.

(http://www.tageschau.de/multimedia/bilder/endeavour130_v-gross4x3.jpg)
Das nennt man einen Bilderbuchstart: Fotografen verfolgen der Start der "Endeavour".

Zuvor musste der Countdown fünfmal wegen technischer Probleme oder schlechten Wetters abgebrochen werden. Ursprünglich hätte die "Endeavour" schon vor einem Monat starten sollen. Der erfolgreiche Start fiel auf ein historisches Datum: Vor 40 Jahren startete Apollo 11 zur ersten bemannten Reise zum Mond.

Ziel der "Endeavour"-Mission ist die Internationale Raumstation ISS, wo das Space Shuttle am Freitag eintreffen soll. Die Heimreise zur Erde soll der Orbiter nun am 28. Juli antreten und zwei Tage später landen.

Verkettung von Problemen

In den vergangenen Tagen mussten drei Anläufe wegen Gewitters abgeblasen werden. Zweimal wurde der Start nur wenige Stunden vor dem Termin verschoben, weil sich dunkle Gewitterwolken bis auf wenige Kilometer genähert hatten. Zuvor hatte ein Leck im Tank der NASA zweimal einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wäre auch der sechste Startversuch abgeblasen worden, hätte eine längere Verschiebung ins Auge gefasst werden müssen, weil demnächst auch ein russischer Raumtransporter zur ISS starten soll.

Raumfähre beschädigt?

Möglicherweise aber zieht der Start weitere Probleme nach sich. Laut NASA könnte die "Endeavour" beim Start ins All möglicherweise von einem Stück Eis oder abgebrochenem Isolierschaum getroffen und beschädigt worden sein. Aufnahmen vom Start hätten mehrere abfallende Teile vom Außentank gezeigt, sagte der NASA-Manager Bill Gerstenmaier. Abfallendes Isoliermaterial hatte 2003 das Unglück der Raumfähre "Columbia" verursacht, bei dem alle sieben Astronauten ums Leben kamen.

Die NASA sehe bislang aber kein Problem, betonte Gerstenmaier. Die NASA-Experten sollten die Bilder gründlich auswerten. Vor der Rückkehr zur Erde solle die "Endeavour" außerdem von den Astronauten selbst untersucht werden.

(http://www.tageschau.de/multimedia/bilder/endeavour132_v-gross4x3.jpg)
Pünktlich um 18:03 Uhr Ortszeit (00:03 MESZ) hob das Shuttle vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.

Labor erhält Balkon

Hauptaufgabe während der 16-tägigen "Endeavour"-Mssion ist, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabors "Kibo" anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die NASA die Plattform.

Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sind für die Astronauten fünf Außeneinsätze geplant.

Quelle : http://www.tageschau.de (http://www.tageschau.de)
Titel: Weltraumlabor Kibo nach ISS-Außeneinsatz komplett
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2009, 09:08
Washington - Meilenstein beim Ausbau der Internationalen Raumstation ISS: Nach einem Außeneinsatz von zwei US-Astronauten am Samstag im All ist das japanische Raumlabor Kibo nunmehr komplett.

Die Amerikaner Tim Kopra und Dave Wolf brachten im Konzert mit zwei Roboterarmen eine gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul an, eine Plattform, die zur Durchführung wissenschaftlicher Experimente im Freien dienen soll.
 
Kopra und Wolf gehören zu sieben Astronauten, die am Freitag mit dem Space-Shuttle "Endeavour" bei der ISS eingetroffen waren. Ihre Außenbord-Arbeiten, darunter auch mehrere Reparaturen, dauerten etwa fünfeinhalb Stunden. Erschwert wurden sie durch hartnäckige statische Störungen bei der Kommunikation mit den Crews des Shuttle und der ISS per Mikrofon. Weil die Zeit zu knapp wurde, musste auch die Installation einer Vorrichtung zur Lagerung von Ersatzteilen auf dem äußeren "Rückgrat" der ISS vertagt werden.

Dennoch waren die zuständigen Experten der Weltraumbehörde NASA hochzufrieden, weil das Hauptziel der gesamten "Endeavour"-Mission, die Installation der Plattform, gelang. Der Shuttle hatte sie in seiner Ladebucht mitgebracht. Kopra und Wolf bereiteten die Installation vor, und dann hievten die von Kollegen gesteuerten Kranarme des Shuttle und der ISS die "Veranda" an ihren Platz. Noch vier weitere Außeneinsätze sind geplant, bevor der Shuttle am 31. Juli auf der Erde zurückerwartet wird.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Raumstation ISS könnte bald verglühen - nur kurz nach Fertigstellung
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2009, 11:41
Niemand sprach von einem "großen Schritt für die Menschheit", als die US-Astronauten Tim Kopra und Dave Wolf am Samstag zu Außenbordarbeiten an der ISS ins All ausstiegen. An der Internationalen Raumstation wird nun schon so lange gebaut und gewerkelt, dass häufig nur noch die beteiligten Raumfahrtbehörden, Experten und ausgesprochene Weltraumfans die durchaus riskanten Einsätze im Freien mit Spannung und Begeisterung begleiten. Und diesmal stehen die ISS-Arbeiten im Schatten der Feiern zum 40. Jahrestag der Mondlandung an diesem Montag. Dann ist auch der nächste von insgesamt fünf Außeneinsätzen der laufenden Shuttle-Mission geplant.

Dabei geht es in diesen Tagen an der ISS wirklich um viel. Hauptziel ist das Anbringen einer Plattform an der Außenwand des japanischen Raumlabors "Kibo", das dann komplett sein wird. Und damit nähern sich insgesamt die Konstruktionsarbeiten nach über einem Jahrzehnt dem Ende. Die Dauer-Crew an Bord der ISS ist nunmehr auf die volle Stärke von sechs Bewohnern gewachsen, die letzten Baukomponenten dürften im Laufe des nächsten Jahres an Ort und Stelle sein.

In die Erdatmosphäre absenken und dort teilweise verglühen lassen

Was dann? Präsident Barack Obama lässt zurzeit nicht nur prüfen, ob die von seinem Vorgänger George W. Bush verkündeten Pläne für eine Rückkehr zum Mond und eine bemannte Reise zum Mars Sinn machen. Auch das Schicksal der ISS steht in den Sternen. Es könnte sein, dass jeder Schritt zur Fertigstellung die Station zugleich ihrem Ende näher bringt. Denn die bisherigen US-Pläne sehen keine Finanzierung der Station über 2015 hinaus vor, was im Klartext bedeutet, dass die ISS 2016 aus dem Verkehr gezogen wird, wenn es bei der amerikanischen Politik bleibt. Dann würde die ISS aus ihrem Orbit gezielt in die Erdatmosphäre abgesenkt, dort teilweise verglühen und der Rest in den Pazifik stürzen.

Rund 100 Milliarden US-Dollar werden die USA und ihre internationalen Partner nach Experten-Berechnungen bis 2015 in das riesige Raumschiff investiert haben. Eine gigantische Bürde, die zugleich aber ISS- Anhänger in der Hoffnung beflügelt, dass die Station zumindest bis 2020 überlebt, wie es auch die Europäische Raumfahrt-Agentur ESA will. Nach so vielen Milliarden, sagen die Befürworter, kann man sich nicht so einfach kurz nach der Fertigstellung von dem Außenposten im All verabschieden.

Zukunft der bemannten Raumfahrt

Der ISS-Programm-Manager bei der NASA, Michael Suffredini, sieht dies ähnlich. Er warnte unlängst während einer öffentlichen Anhörung zur Zukunft der bemannten Raumfahrt davor, dass eine so frühzeitige Aufgabe der ISS den Verlust der US-Führungsrolle in diesem Forschungsbereich bedeuten würde. Suffredini zufolge würde sich die Station etwa ideal für ein Langzeit-Überlebenstraining im All zur Vorbereitung auf etwaige Mond- oder sogar Marsmissionen eignen.

In den Augen eingefleischter Kritiker würde jedoch auch das der ISS keine längerfristige Daseinsberechtigung geben. Ihr Hauptargument seit Jahr und Tag ist, dass die Station keine wirklich wichtige Aufgabe hat, keine Mission, dass sie eine Art Beschäftigungstherapie in der bemannten Raumfahrt ist - der Versuch, ein Vakuum nach den Höhen der Mondlandung zu füllen. Und gab der Marathon-Bau der ISS immerhin den Space-Shuttle ein ständiges Ziel, ist es damit bald vorbei: 2010 werden die Raumfähren eingemottet.

Wissenschaftsexperimente an Bord der ISS

NASA-Experten ihrerseits verweisen darauf, dass nun, da der Bau beinahe komplett ist, geplante wichtige Wissenschaftsexperimente an Bord der ISS mit vollem Schwung in Angriff genommen werden können - trotz diverser Budgetkürzungen der vergangenen Jahre. So ist etwa die neue Plattform für das "Kibo"-Labor gezielt für Forschungsvorhaben gedacht, die im Freien stattfinden sollen. Bisher aber ist es einem Großteil der Öffentlichkeit schleierhaft geblieben, was dort in der ISS zu welchem Zweck und größeren Nutzen erforscht wird oder werden soll.

Wird aus den Mond- und Marsplänen nichts, könnte das der ISS zugute kommen, meinen viele Experten. Denn ganz abgesehen von den bereits investierten Milliarden sei nicht zu erwarten, dass die NASA die bemannte Raumfahrt ganz an den Nagel hängen werde. Angesichts knapper Kassen lege das die Konzentration auf erdnahe Projekte nahe. Aber damit brächte sich die NASA um die Aussicht auf jenen Glanz und jene Glorie, die spektakuläre bemannte Raumfahrt-Missionen mit sich bringen, gibt David Mindell von der technologischen Universität Massachusetts in der "USA Today" zu bedenken. Sie brächte sich um die Aussicht auf eine neue Weltraumbegeisterung, die das Projekt ISS nie zu entfachen vermochte.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Internationale Raumstation: Klo-Krise im All
Beitrag von: SiLæncer am 20 Juli, 2009, 09:34
Gemischte Gefühle auf der Internationalen Raumstation: Nach langer Arbeit ist das größte Labor endlich komplett. Allerdings ist eine von zwei Toiletten kaputt - ausgerechnet jetzt, da mehr Astronauten als je zuvor auf der Station sind. Ein Krisenstab wurde gebildet.

Washington/Cape Canaveral - Der Ausbau der Internationalen Raumstation ISS ist einen großen Schritt vorangekommen. Nach einem Außeneinsatz von zwei US-Astronauten ist das japanische Raumlabor "Kibo" nun komplett. Die Amerikaner Tim Kopra und Dave Wolf haben mit Hilfe von zwei Roboterarmen eine gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul angebracht - eine Plattform, auf der wissenschaftliche Experimente im freien Weltraum durchgeführt werden sollen. "Kibo" ist das größte Labor der ISS. Drei Shuttle-Flüge waren nötig, um die Teile dafür heran zu transportieren.

Eine weitere gute Nachricht: Die Nasa-Bodenzentrale in Houston ließ die Shuttle-Besatzung wissen, dass keine speziellen Untersuchungen des Hitzeschilds ihrer Raumfähre nötig sind. Beim Start am vergangenen Mittwoch waren mehrere Stücke der Außentank-Isolierung abgefallen und hatten kleine Schäden am Hitzeschild hinterlassen. Eine halbe Rückwärtsrolle der Raumfähre kurz vor dem Andocken, bei der ISS-Astronauten Bauch und Nase der "Endeavour" fotografierten, bestätigte aber erste Einschätzungen der Nasa-Experten am Boden, dass kein Risiko bestehe. Im Februar 2003 war die Raumfähre "Columbia" bei Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht, als ihr beim Start beschädigter Hitzeschild versagte. Sieben Astronauten kamen dabei ums Leben.

Sechs-Millionen-Dollar-Toilette kaputt

Eine schlechte Nachricht von der ISS gab es allerdings auch: Eine der beiden Toiletten ist ausgefallen - ausgerechnet in einem Augenblick, da sich mehr Menschen als je zuvor auf der Raumstation drängeln. Durch den Besuch der sieben "Endeavour"-Besatzungsmitglieder ist die Zahl der Astronauten auf 13 angeschwollen.

Bis zur Reparatur ist der Besuch des verbleibenden stillen Örtchens nun genau reglementiert: Die sechs Bewohner der ISS benutzen die zweite noch funktionierende Toilette der Raumstation, während die sieben Astronauten der angedockten "Endeavour" auf ihre eigene angewiesen sind. Über die Ursache des WC-Problems war laut Nasa zunächst nichts bekannt. Die sechs Millionen Dollar teure Toilette war im vergangenen November zur ISS gebracht worden.

Dem belgischen Astronauten Frank De Winne wurde die Ehre zuteil, die defekte Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Bodenzentrale zu inspizieren. Dazu musste er einen Schutzanzug und eine Schutzbrille tragen. Nach ersten Vermutungen der Nasa ist in der Anlage eine Pumpen-Trennvorrichtung überflutet worden. Ob das auf Überbeanspruchung zurückzuführen ist, darüber wollten die Experten in Houston, die nach Medienberichten einen Toilettenkrisenstab mit russischen Kollegen bildeten, am Sonntag nicht spekulieren.

Quelle : www.spiegel.de (http://www.spiegel.de)
Titel: ISS-Klo funktioniert wieder - Astronauten erfolgreich als Klempner im Einsatz
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juli, 2009, 09:47
Erleichterung im All: Eine am Sonntag ausgefallene Toilette an Bord der Internationalen Raumstation ISS ist wieder funktionstüchtig. Kommandant Gennady Padalka und Flugingenieur Frank De Winne machten sich erfolgreich als Klempner im Kosmos nützlich und ersetzten mehrere Teile.

Nachdem sie ein Kontrollmodul und einen Flüssigkeitsbehälter neu einbauten und eine Pumpvorrichtung, die am Sonntag unter Wasser gesetzt wurde, austauschten, tue das Weltraum-WC wieder seinen Dienst, teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Montag (Ortszeit) mit.

Die ISS ist mit derzeit insgesamt 13 Astronauten übervoll besetzt. Bis das Problem behoben wurde, musste die siebenköpfige Besatzung der angedockten Raumfähre "Endeavour" ihr eigenes stilles Örtchen nutzen, während die sechs Dauerbewohner der ISS auf das russische Klo gingen. Beiden Crews sei nach der erfolgreichen Reparatur nun das "Go" gegeben worden, auch die dritte Toilette wieder benutzen zu könnten, teilte die NASA weiter mit.

Sechsstündiger Weltraumspaziergang

In der Nacht zum Dienstag absolvierten zwei Astronauten der "Endeavour" überdies einen weiteren Außeneinsatz an der ISS. Hauptaufgabe von Dave Wolf und Tom Marshburn war, Ersatzteile in einem Laderaum außerhalb der Station zu deponieren. Der sogenannte Weltraumspaziergang dauerte sechs Stunden und 53 Minuten.

"Ein toller Job heute", lobte die Bodenkontrolle in Houston (Texas). "Es war etwas besonders, das hier am 40. Jahrestag der Mondlandung zu machen", gab der Astronauten zurück.

Die Lagerung diverser Ersatzteile ist notwendig, weil nach dem Ende der Shuttle-Flüge im nächsten Jahr keine größeren Frachten mehr zur ISS transportiert werden können. Der Ausbau der Raumstation, der 1998 begonnen hatte, soll Mitte 2010 beendet sein. Dann kann die ISS für mindestens fünf Jahre nur von der russischen "Sojus"-Kapsel erreicht werden. Diese ist aber zu klein für größere Transporte.

Der dritte der insgesamt fünf Außeneinsätzen für Astronauten der "Endeavour" steht für Mittwoch auf dem Programm. Die Raumfähre soll nach den bisherigen Plänen am 28. Juli wieder zur Erde aufbrechen und am 31. Juli auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Astronauten zu drittem ISS-Außeneinsatz aufgebrochen
Beitrag von: SiLæncer am 23 Juli, 2009, 07:16
Washington - Zwei amerikanische Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" sind heute zum dritten Einsatz an der Internationalen Raumstation ISS ins All ausgestiegen.

Wichtigste Aufgabe von Dave Wolf und Christopher Cassidy ist es, mehrere mit einem Solarflügel verbundene Batterien auszutauschen. Zudem müssen sie eine Isolierung an einer Experimentiervorrichtung entfernen und ein Außengeländer an eine andere Stelle versetzen. Der sogenannte Weltraumspaziergang soll rund sechseinhalb Stunden dauern.

Beim ersten Außeneinsatz am Wochenende hatten Astronauten bereits einen Meilenstein beim Ausbau der ISS erreicht und das japanische Raumlabor Kibo komplettiert. Mit zwei Roboterarmen brachten sie eine gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul an, eine Plattform, die zur Durchführung wissenschaftlicher Experimente im Freien dienen soll.
 
Das Manöver war eine der wichtigsten Aufgaben der 16-tägigen "Endeavour"-Mission. Beim zweiten Ausstieg hatten zwei Astronauten Ersatzteile in einem Laderaum außerhalb der Station deponiert.

Insgesamt sind fünf Außeneinsätze vorgesehen, bevor die Raumfähre am 28. Juli zu ihrer Heimreise zur Erde aufbricht. Die Landung der "Endeavour" ist dann drei Tage später auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida vorgesehen. Der Ausbau der Raumstation, der 1998 begonnen hatte, soll Mitte 2010 beendet sein.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Problem mit Raumanzug verkürzt ISS-Außeneinsatz
Beitrag von: SiLæncer am 23 Juli, 2009, 17:58
Washington - Ein Problem mit einem Raumanzug hat am Mittwoch zur Verkürzung von Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS gezwungen.

Die NASA-Bodenzentrale in Houston schickte die beiden Astronauten Christopher Cassidy und Dave Wolf eine halbe Stunde früher als ursprünglich geplant in die ISS zurück.

Sie mussten einen Teil der Arbeit unverrichtet lassen: Ursprünglich sollten die Crewmitglieder der angedockten Raumfähre "Endeavour" als Hauptaufgabe vier alte mit einem Sonnenflügel verbundene Batterien gegen neue austauschen, schafften aber nur das Auswechseln von zwei.
 
Nach dem Ausbau der dritten alten Batterie hatte sich so viel Kohlendioxid in Cassidys Raumanzug angesammelt, dass die NASA das Unternehmen vorsichtshalber noch sechs Stunden abbrach. Zuvor hatten Cassidy und sein Kollege Dave Wolf unter anderem die Isolierung an einer Experimentiervorrichtung entfernt.

Das Auswechseln der etwa Kühlschrank großen Batterien soll nun während des nächsten für Freitag geplanten Außeneinsatzes fortgesetzt werden. Danach, am Montag, ist ist noch ein weiterer Arbeitsaufenthalt im Freien geplant - der fünfte und letzte dieser "Endeavour"-Mission.

Bereits beim ersten Außeneinsatz am vergangenen Wochenende war das das Hauptziel der Shuttle-Reise erreicht worden: Das japanische Raumlabor Kibo erhielt eine gut vier Tonnen schwere Plattform, die zur Durchführung wissenschaftlicher Experimente im Freien dienen soll. Das Modul ist damit komplett.

Beim zweiten Ausstieg hatten zwei Astronauten Ersatzteile in einem Laderaum außerhalb der Station deponiert. Die Raumfähre soll am 28. Juli abdocken und dann drei Tage später auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Vierter Außeneinsatz an der ISS
Beitrag von: ritschibie am 24 Juli, 2009, 16:31
Zwei US-Astronauten der Raumfähre "Endeavour" haben am Freitag mit ihrem vierten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS begonnen. Die beiden Astronauten Christopher Cassidy und Tom Marshburn verließen die Raumfähre pünktlich um kurz vor 15.58 Uhr MESZ. Ihre Aufgabe ist es, mehrere Batterien an einem der Sonnensegel auszutauschen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit.

(http://res.magnus.de/res/_2/3/9/8/42316.jpg)
(Quelle: NASA)

Der "Weltraumspaziergang" soll diesmal siebeneinhalb Stunden und damit rund eine Stunde länger als ursprünglich geplant dauern. Die Männer brauchen diesmal mehr Zeit im All, weil der dritte Außeneinsatz am Mittwoch wegen eines defekten Raumanzugs vorzeitig abgebrochen werden musste. In einem Raumanzug hatte sich zu viel Kohlendioxid angesammelt. Für den Astronauten habe aber zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, betont die NASA.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: ISS: Finaler Außeneinsatz an der Raumstation mit vollem Programm
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2009, 16:11
Zwei Astronauten sind am Montag zum fünften und letzten Außeneinsatz ins All ausgestiegen, bevor der Shuttle "Endeavour" an diesem Dienstag von der Internationalen Raumstation abdockt. Die Arbeiten an der ISS sollten rund sechseinhalb Stunden dauern - mit einem äußerst dichten Programm.

(http://res.magnus.de/res/_2/3/7/2/35119.jpg)

So wollten die beiden Raumfahrer zunächst eine neue Stromleitung für eines von vier Gyroskopen verlegen, die die Station auf Kurs halten. Außerdem sollten zwei Videokameras an der neuen Außenplattform des japanischen Forschungslabors Kibo angebracht werden, die für wissenschaftliche Experimente im Freien gedacht ist. Als letzte Aufgabe wollten die "Endeavour"-Crewmitglieder eine Vorrichtung zur künftigen Lagerung von Ausrüstungsteilen anmontieren. Der Shuttle soll am 31. Juli wieder auf der Erde landen.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: US-Raumfähre "Endeavour" planmäßig auf Heimreise
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2009, 10:28
Washington - Knapp zwei Wochen nach ihrem Start in Cape Canaveral (Florida) hat die Crew des Shuttles gestern ihre Rückkehr zur Erde angetreten.

Planmäßig löste sich der Orbiter um 19.26 Uhr MESZ von der Internationalen Raumstation ISS ab. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist für Freitag vorgesehen. Mit an Bord wird neben fünf US-Astronauten und einer kanadischen Astronautin das bisherige ISS-Crew-Mitglied Koichi Wakata aus Japan sein, der nach vier Monaten auf der Weltraumstation zur Erde zurückkehrt. Seinen Platz nimmt der Amerikaner Tim Kopra ein.
 
Alle Ziele der "Endeavour"-Mission seien erreicht worden, betonte die NASA am Dienstag. Wichtigster Auftrag der siebenköpfigen Crew war die Komplettierung des japanischen Forschungslabors "Kibo". Dabei hatten die Astronauten bereits bei dem ersten ihrer insgesamt fünf Außeneinsätze die gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul angebracht, eine Plattform für wissenschaftliche Experimente im Freien.

An diesem Montag dann hatten zwei Astronauten den fünften und letzten Außeneinsatz im All abgeschlossen. Hauptaufgabe bei diesem Ausstieg war das Anbringen von zwei Videokameras an der neuen Außenplattform des "Kibo"-Forschungslabors: Sie sollen das Andocken eines ersten japanischen Transport-Raumfahrzeuges im September erleichtern.

Ursprünglich hatte die "Endeavour" schon am 13. Juni zur ISS aufbrechen sollen, konnte jedoch wegen einer Reihe von Problemen erst in der Nacht zum 16. Juli starten. Insgesamt fünfmal musste der Countdown zum Start des Shuttles abgebrochen werden, mal wegen schlechten Wetters, mal wegen hartnäckiger technischer Schwierigkeiten.

Startverschiebungen und technische Pannen gehören aber schon seit längerem beinahe zur Routine bei den Shuttles, die mittlerweile seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst sind. Längst gelten die wiederverwendbaren Raumfahrzeuge als Auslaufmodelle: Im nächsten Jahr sollen sie ausgemustert werden.

Bis dahin muss aber der Ausbau der ISS beendet sein, da kein anderes Weltraumfahrzeug derart große Lasten transportierten kann. Nach der "Endeavour"-Mission sind noch sieben weitere Shuttle-Missionen vorgesehen.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Shuttle-Flüge zur ISS: Obama-Berater empfehlen höheres Nasa-Budget
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2009, 16:07
Um wie geplant noch siebenmal mit einem Space Shuttle zur Raumstation ISS fliegen zu können, benötigt die Nasa 1,5 Milliarden Dollar zusätzlich. Eine von US-Präsident Obama einberufene Kommission empfiehlt nicht nur ein höheres Budget, sondern sogar noch einen zusätzlichen Shuttle-Start.

18 Milliarden Dollar - so groß ist der aktuelle Etat der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Eine Menge Geld, vor allem in einem Land, wo Ausgaben des Staates von vielen Bürgern äußerst kritisch beargwöhnt werden. Präsident Barack Obama lässt die Zukunft der bemannten US-Raumfahrt derzeit von einer zehnköpfigen Kommission unter die Lupe nehmen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die Astronauten zum Mond zurückkehren sollen, wie von Präsident Bush gefordert.

Es geht auch um Geld, unter anderem um die aus dem Ruder laufenden Kosten für die noch verbleibenden sieben Shuttle-Flüge. Nach Berechnungen der Nasa müssen dafür 1,5 Milliarden Dollar mehr als bislang angenommen eingeplant werden. Die Experten, darunter ehemalige Astronauten wie Sally Ride, plädieren dafür, dieses Geld tatsächlich auszugeben. Außerdem empfehlen sie einen Weiterbetrieb der Internationalen Raumstation ISS über das Jahr 2015 hinaus bis 2020. Und sie befürworten sogar einen achten Shuttle-Start, um das Zeitfenster zu verkleinern, in dem die Nasa Astronauten nicht selbst ins All befördern kann.

Denn im Jahr 2010 sollen die Space Shuttles nach derzeitiger Planung ausgemustert werden. Das Nachfolgeraumschiff wird derzeit entwickelt, könnte aber wohl erst ab dem Jahr 2015 die ISS anfliegen, unter Umständen vielleicht auch schon ein Jahr früher. In der Zeit dazwischen wären Nasa-Astronauten auf teure Mitfluggelegenheiten, etwa in russischen Sojus-Kapseln, angewiesen. Eine denkbare, wenn auch kostspielige Option wäre, die Raumfähren bis 2015 fliegen zu lassen.

Nach Aussagen der Kommission wird der letzte Shuttle-Flug aber ohnehin erst 2011 und nicht schon 2010 stattfinden. Dabei haben die Berater einen Abstand von 115 Tagen zwischen zwei Starts zugrunde gelegt. "Es gibt kein ausreichendes Budget für diese Variante", sagte Ride. Deshalb seien Etatprobleme unvermeidlich. 1,5 Milliarden würden allein die Verzögerungen bis 2011 kosten, hinzu kämen 2,7 Milliarden für den vorgeschlagenen zusätzlichen achten Start.

Im August wird die Kommission, an deren Spitze der ehemalige Lookheed-Martin-Chef Norm Augustine steht, Präsident Obama ihren Abschlussbericht vorlegen. Bei der Weichenstellung geht es um 108 Milliarden Dollar. So viel würde nach derzeitigen Schätzungen das sogenannte Constellation-Programm kosten, dessen Ziel erneute Mondlandungen sind.

Aber auch die Zukunft der Raumstation ISS nach 2015 muss geklärt werden. Die Esa, Russland, Kanada und Japan wollen die Station auf jeden Fall weiter betreiben, die USA haben sich noch nicht festgelegt. Michael Coats vom Johnson Space Center in Houston sagte, es wäre "unverzeihlich" das Projekt aufzugeben. Kommissionsmitglied Lester Lyles, ehemals bei der Air Force, sah das etwas anders und erklärte: "Die Politiker wollen einen Nutzen sehen."

Im Weltall läuft derweil alles nach Plan: Die US-Raumfähre "Endeavour" hat die ISS verlassen und die Heimreise zur Erde angetreten. Gut zwei Wochen nach dem Start in Cape Canaveral dockte das Space Shuttle am Dienstag erfolgreich von der ISS ab. Vor dem eigentlichen Rückflug zur Erde starteten die Astronauten jedoch noch zu einem Rundflug um die Raumstation, um Fotos von der ISS zu machen. Am Freitag soll die "Endeavour" wieder zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.spiegel.de (http://www.spiegel.de)
Titel: US-Raumfähre soll heute nach 16-tägiger Mission wieder in Florida landen
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2009, 10:03
Die US-Raumfähre "Endeavour" wird am heutigen Freitag auf der Erde zurückerwartet. Nach einer 16-tägigen Mission im All soll der Orbiter um 16.48 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen.

Wichtigste Aufgabe der Crew während ihres Besuchs bei der Internationalen Raumstation ISS war die Komplettierung des japanischen Forschungslabors "Kibo". So installierten die Astronauten eine gut vier Tonnen schwere "Veranda" an dem Modul, eine Plattform für Experimente im Freien. Die "Endeavour" war wegen technischer Probleme und Wetterkapriolen mit mehr als einem Monat Verspätung gestartet.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: US-Raumfähre "Endeavour" zurück auf der Erde - reibungsloser Landeanflug
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2009, 17:18
Perfekte Heimkehr nach einem Missions-Start voller Probleme: Die US-Raumfähre "Endeavour" ist nach 16 Tagen im All wieder zur Erde zurückgekehrt. Der Space Shuttle mit sieben Astronauten landete wie geplant und gleich im ersten Anlauf am Freitag um 16.48 Uhr deutscher Zeit auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida). Wichtigste Aufgabe während des Besuchs bei der Internationalen Raumstation ISS war die Komplettierung des japanischen Raumlabors "Kibo".

"Gratulation zu einer großartigen Mission von Anfang bis Ende", lobte die Bodenkontrolle nach der Bilderbuch-Landung. Wegen technischer Probleme und Wetterkapriolen hatte die US-Weltraumbehörde NASA den Start der Raumfähre fünfmal verschieben müssen.

Ausbau von "Kibo"-Weltraumlabor

Mit an Bord war neben fünf US-Astronauten und einer kanadischen Astronautin das bisherige ISS-Crew-Mitglied Koichi Wakata. Der Japaner kehrte nach vier Monaten auf der Weltraumstation zur Erde zurück. Seinen Platz nimmt der Amerikaner Tim Kopra ein. Die nächste Shuttle-Mission ist laut NASA bereits für Ende August geplant, diesmal mit der Raumfähre "Discovery".

Nach Angaben der US-Weltraumbehörde wurden sämtliche Ziele der "Endeavour"-Mission erreicht. Wichtigster Auftrag war der Abschluss des "Kibo"-Ausbaus. Bereits beim ersten der fünf Außeneinsätze hatten die Astronauten die gut vier Tonnen schwere "Veranda" - eine Plattform für Experimente im Freien - an dem Modul angebracht.

Mission mit Anlaufproblemen

So problemlos die Rückkehr der Raumfähre, so sehr hatte die NASA vor dem Start mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen. Ursprünglich sollte die "Endeavour" schon am 13. Juni zur Raumstation aufbrechen, konnte jedoch wegen einer Reihe von Problemen erst gut einen Monat später abheben. Insgesamt fünfmal musste der Countdown zum Start des Shuttles abgebrochen werden, mal wegen aufziehender Gewitter, mal wegen hartnäckiger technischer Schwierigkeiten.

Startverschiebungen und technische Pannen gehören schon seit längerem beinahe zur Routine bei den Shuttles, die mittlerweile seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst sind. Längst gelten die wiederverwendbaren Raumfahrzeuge als Auslaufmodelle: Im nächsten Jahr sollen sie ausgemustert werden. Bis dahin muss aber der Ausbau der ISS beendet sein, da kein anderes Weltraumfahrzeug derart große Lasten transportierten kann. Nach der "Endeavour"-Mission sind noch sieben weitere Shuttle-Flüge vorgesehen

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: NASA prüft Einsatz der europäischen Rakete Ariane - Einsätze zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 12 August, 2009, 11:03
Angesichts knapper Mittel und des nahen Endes der Nutzungszeit ihrer Raumfähren prüfen die USA einen Rückgriff auf die schwere europäische Trägerrakete Ariane-5.

Der Chef der Raumfahrtgesellschaft Arianespace, Jean-Yves Le Gall, wurde von Washington aufgefordert, die Ariane zu präsentieren. "Ich habe ihnen gesagt, dass wir bereit sind, von Kourou aus Einsätze zur Internationalen Raumstation und möglicherweise zum Mond oder zum Mars sicherzustellen", sagte Le Gall dem Pariser Wirtschaftsblatt "Les Echos" (Mittwoch).

Der US-Raumfahrtagentur NASA gehen die Transportmittel aus. Die letzte Raumfähre soll in eineinhalb Jahren starten. Erst lange Jahre später stünde ein Shuttle-Nachfolger für Flüge zur Raumstation ISS bereit. "Sie werden völlig von den Russen abhängig sein", sagte Le Gall. "Die Ariane-5 stellt mit dem (europäischen) automatischen Raumfrachter ATV eine glaubwürdige Alternative. Sie kann 20 Tonnen in die Erdumlaufbahn bringen."

Die Ariane kann als einzige kommerzielle Rakete zwei Satelliten gleichzeitig im Weltraum positionieren. Der neue NASA-Chef Charles Bolden soll noch 2009 den Ariane-Startplatz Kourou in Französisch-Guayana in Augenschein nehmen. Sollte die NASA auf die europäische Technik zurückgreifen, könnte der Flugtechnikkonzern EADS ab 2011 jedes Jahr zwei Ariane-5 und zwei ATV zusätzlich produzieren, schreibt "Les Echos".

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Grünes Licht für Shuttle-Start am 25. August - "Möbelwagen" für die ISS
Beitrag von: SiLæncer am 19 August, 2009, 20:41
Die NASA hat am Mittwoch grünes Licht für den nächsten Space-Shuttle-Start am 25. August gegeben. Demnach soll die "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord am frühen Morgen um 1.36 Uhr Ortszeit (7.36 Uhr MESZ) von Cape Canaveral in Florida aus zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Die NASA-Entscheidung fiel nach einer langwierigen gründlichen Untersuchung der Schaumisolierung am Außentank des Shuttle. Der Grund: Beim Start der Raumfähre "Endeavour" am 15. Juli war eine ungewöhnlich große Menge Schaumstoff abgesprengt worden. Zwar waren die beim Aufprall auf den Hitzeschild des Shuttle entstandenen Schäden gering, aber die NASA wollte kein Risiko eingehen und vor der Startgenehmigung für die "Discovery" erst eine Reihe von Tests durchführen. Am Mittwoch hieß es nun: Alles klar.

Die Raumfähre soll eine Art "Möbelwagen" zur ISS bringen - einen mit Ausrüstungsgütern und Regalen beladenen Container, der vorübergehend an der Station befestigt werden soll. Die ISS- Dauerbesatzung soll auch eine zweite Treadmill erhalten, um körperlich fit zu bleiben. Zudem sind während der insgesamt 13-tägigen "Discovery"-Mission drei Arbeitseinsätze im Freien geplant, bei denen unter anderem außen am europäischen Forschungslabor "Columbus" angebrachtes wissenschaftliches Experimentiermaterial ausgewechselt werden soll. Zur Shuttle-Besatzung gehört auch der Schwede Christer Fuglesang.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: Raumstation ISS erhält erneut Shuttle-Besuch
Beitrag von: SiLæncer am 24 August, 2009, 21:21
Nur gut einen Monat nach dem Besuch der US-Raumfähre "Endeavour" steht der Internationalen Raumstation schon wieder Besuch von der Erde ins Haus.

Der Space Shuttle "Discovery" sollte am Dienstagmorgen um 7.36 Uhr deutscher Zeit zur ISS aufbrechen. Die US-Weltraumbehörde NASA zeigte sich zuversichtlich, dass alles glattgeht: "Ich freue mich, dass der Countdown normal verläuft und wir auf keine Probleme gestoßen sind", sagte der für den Start verantwortliche NASA-Experte Pete Nickolenko.

Auch wenn es kurzfristig noch zu Schwierigkeiten kommen sollte, sei er "zu 96 Prozent sicher", dass die "Discovery" innerhalb ihres bis zum 30. August geöffneten Startfensters die Reise antritt.
 
Wenn alles nach Plan läuft, dockt sie am Donnerstag für knapp neun Tage an der ISS an. Zur Besatzung der "Discovery" werden sechs US- Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang gehören. Er fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS.

Wichtigstes Ziel der Mission STS-128 ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur ISS. Im Gepäck hat die "Discovery" unter anderem ein neues Labor und einen neuen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben.

Für die Astronauten werden Lebensmittel, Kleidung, Wasser und ein zweites Fitnessgerät ins All geschickt. Das japanische Forschungsmodul "Kibo" bekommt Schlafkabinen. Zudem soll die NASA- Astronautin Nicole Stott ihren Kollegen Timothy Kopra als ständiges Mannschaftsmitglied der ISS ablösen.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de
Titel: "Discovery"-Flug zur Raumstation ISS wegen Gewitterfront verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 25 August, 2009, 09:29
Der Start der US-Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen einer Gewitterfront in der Nähe der Startrampe in Florida um einen Tag verschoben worden. Das Sicherheitsrisiko für die sieben Astronauten und den Shuttle sei zu hoch, hieß es am Dienstagmorgen am US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral. Die Raumfähre sollte planmäßig um 7.36 Uhr MESZ abheben. Wenn das Wetter dann besser ist, soll die "Discovery" nun an diesem Mittwoch um 7.10 Uhr MESZ starten.

Bereits der Start der vorangegangenen Mission war mehrmals verschoben worden. Die US-Raumfähre "Endeavour" konnte erst beim sechsten Versuch abheben. Zuvor musste der Countdown fünfmal wegen technischer Probleme und schlechten Wetters abgebrochen werden.

Wichtigstes Ziel der insgesamt 13-tägigen "Discovery"-Reise ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur Raumstation. Zudem soll die NASA-Astronautin Nicole Stott ihren Kollegen Timothy Kopra als ständiges Mannschaftsmitglied der ISS ablösen. Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten sowie der Schwede Christer Fuglesang gehören. Er fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: NASA sagt "Discovery"-Start erneut ab - technische Probleme
Beitrag von: SiLæncer am 26 August, 2009, 08:12
Der Start der US-Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS ist erneut verschoben worden.

Nachdem am Dienstagmorgen eine Gewitterfront nahe der Startrampe zum Abbruch des Countdowns geführt hatte, gab es einige Stunden später Probleme mit einem Ventil am Space Shuttle. Der ursprünglich für Mittwoch um 7.10 Uhr deutscher Zeit vorgesehene zweite Starttermin wurde daraufhin gestrichen. Ein neues Datum für das Abheben der "Discovery" vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida stehe noch nicht fest, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Das Problem werde untersucht.

Bereits der Start der vorangegangenen Mission war mehrmals verschoben worden. Die US-Raumfähre "Endeavour" konnte erst beim sechsten Termin Mitte Juli abheben. Zuvor musste der Countdown fünfmal wegen technischer Probleme und schlechten Wetters abgebrochen werden. Die Verzögerung betrug mehr als einen Monat.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: "Discovery" soll am Freitag starten
Beitrag von: SiLæncer am 27 August, 2009, 09:37
Cape Canaveral - Nach dem abgesagten Start der US-Raumfähre "Discovery" heute Morgen (7.10 Uhr) soll der Shuttle nun am Freitag zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Wie die US- Weltraumbehörde NASA am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte, sei der neue Start-Versuch für 6.22 Uhr deutscher Zeit geplant.

Am Dienstagmorgen hatte zunächst eine Gewitterfront nahe der Startrampe zum Abbruch des Countdowns geführt. Einige Stunden später verhinderten technische Probleme das Abheben der "Discovery" vom US- Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.

Die Raumfähre soll Ausrüstungsgegenstände und wissenschaftliche Geräte zur ISS bringen. Zudem wird die NASA-Astronautin Nicole Stott an Bord sein, um ihren Kollegen Timothy Kopra als ständiges Mannschaftsmitglied der ISS abzulösen. Die Reise ins All soll insgesamt 13 Tage dauern.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de
Titel: NASA: "Discovery"-Start wieder verschoben - Problem mit einem Ventil
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2009, 00:20
Der Start der US-Raumfähre "Discovery" wird zur Geduldsprobe: Wegen eines Problems mit einem Ventil hat die Weltraumbehörde NASA den Beginn der Reise des Shuttles abermals verschoben. Statt in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) soll die "Discovery" nun rund 24 Stunden später zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen, wie die NASA am Donnerstag mitteilte.

Als neue Startzeit wurde nun Freitag 23.59 Uhr Ortszeit (Samstag 5.59 Uhr MESZ) genannt. Die Experten benötigten noch mehr Zeit zur Prüfung von Daten, die sie bei der Untersuchung eines möglicherweise defekten Wasserstoff-Ventils gesammelt haben, hieß es von der NASA. Wegen des Problems hatte die Weltraumbehörde am Dienstag den Start abgesagt. Zuvor war er bereits wegen eines Gewitters verschoben worden.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: Geschafft: US-Raumfähre "Discovery" endlich zur ISS gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 29 August, 2009, 10:08
Die US-Raumfähre "Discovery" ist nach einem Bilderbuchstart auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Der Space Shuttle mit sieben Astronauten an Bord hob am Samstagmorgen um 5.59 Uhr deutscher Zeit ab und trat kurz darauf in eine niedrige Erdumlaufbahn ein. Tausende Schaulustige verfolgten das Abheben der Raumfähre vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, darunter auch der künftige deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst.

Der Shuttle hatte eigentlich schon am Dienstagmorgen ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch zunächst wegen einer Gewitterfront und später wegen technischer Probleme drei Mal verschoben werden. "Die Teams haben einen großartigen Job gemacht", sagte NASA-Manager Bill Gerstenmaier kurz nach dem Abheben. Nach ersten Erkenntnissen sei die Raumfähre beim Start nicht beschädigt worden.

Wenn alles nach Plan läuft, wird die "Discovery" am Montag für knapp neun Tage an der ISS andocken. Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang. Der 52-Jährige fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.

Auf die Shuttle-Astronauten warten während der 13-tägigen Mission drei Außenbordeinsätze. An der Außenwand der ISS sollen mehr als 20 Meter Kabel verlegt werden. Außerdem werden die Astronauten unter anderem einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen. Mit einer Masse von 800 Kilogramm wird der Tank nach ESA- Angaben der schwerste Gegenstand sein, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.

Die "Discovery" wird voraussichtlich am 8. September wieder von der ISS abdocken und den NASA-Astronauten Timothy Kopra von der Langzeitbesatzung zur Erde zurückbringen. Kopras Platz an Bord der ISS wird seine NASA-Kollegin Nicole Stott einnehmen, die zur Crew des Fluges STS-128 gehört. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: "Discovery" dockt an der ISS an - Transport von Ausrüstungsgegenständen
Beitrag von: SiLæncer am 31 August, 2009, 09:43
Die US-Raumfähre "Discovery" hat am frühen Montagmorgen an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Kurz vor 3.00 Uhr MESZ habe der Space Shuttle mit seiner siebenköpfigen Besatzung die ISS erreicht, berichtete die US-Weltraumbehörde NASA in Washington.

Für neun Tage soll die "Discovery" an der Weltraumstation bleiben und dann zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) zurückkehren. Die Weltraumfähre war am Samstagmorgen deutscher Zeit mit vier Tagen Verspätung von Cape Canaveral gestartet.

Zur Besatzung der Raumfähre gehören sechs US-Astronauten der NASA sowie der Schwede Christer Fuglesang. Der 52-Jährige fliegt für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS und wird dort auf seinen belgischen Kollegen Frank De Winne treffen. Dieser gehört seit Ende Mai zur Langzeitbesatzung der ISS.

Drei Außenbordeinsätze an der ISS

Die "Discovery" hatte eigentlich schon am Dienstagmorgen ins All fliegen sollen. Der Start musste jedoch zunächst wegen schlechten Wetters und wegen technischer Probleme dreimal verschoben werden. Auf die Shuttle-Astronauten warten an der ISS drei Außenbordeinsätze. An der Außenwand der Station sollen mehr als 20 Meter Kabel verlegt werden. Außerdem werden die Astronauten unter anderem einen leeren Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem ersetzen. Mit einer Masse von 800 Kilogramm wird der Tank nach ESA-Angaben der schwerste Gegenstand sein, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum zu bewegen hatte.

Wichtigstes Ziel der Mission STS-128 ist der Transport von Ausrüstungsgegenständen und wissenschaftlichen Geräten zur ISS. Im Gepäck hat die "Discovery" unter anderem ein neues Labor und einen neuen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben. Für die Astronauten werden Lebensmittel, Kleidung, Wasser und ein nach dem US-Fernsehkomiker Stephen Colbert benanntes Laufband ins All geschickt. Es soll das "Fitness-Studio" der Astronauten komplettieren.

Erheblichen Anteil an der Entwicklung der neuen wissenschaftlichen Geräte für die ISS hatten Ingenieure von Astrium in Friedrichshafen (Baden-Württemberg). Sie bauten für einen zweistelligen Millionenbetrag den neuen Gefrierschrank und einen Mini-Hochofen fürs Weltall.

Landung am 11. September geplant

Die "Discovery" wird voraussichtlich am 8. September wieder von der ISS abdocken und den NASA-Astronauten Timothy Kopra von der Langzeitbesatzung zur Erde zurückbringen. Kopras Platz an Bord der ISS wird seine NASA-Kollegin Nicole Stott einnehmen, die zur Crew des Fluges STS-128 gehört. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen.

Aller Voraussicht nach war es einer der letzten Shuttle-Missionen. Die US-Raumfähren sollen 2010 ausgemustert werden. Es sind nur noch sechs Reisen zur ISS geplant.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: Raumstation ISS: Technikprobleme behindern Außeneinsatz
Beitrag von: SiLæncer am 02 September, 2009, 10:26
Es war der schwerste Gegenstand, den je ein einzelner Astronaut im All bewegen musste: Bei einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation wuchteten US-Raumfahrer einen 800 Kilogramm schweren Tank. Eine defekte Funkverbindung behinderte die Arbeit zusätzlich.

Washington - Beim Ausstieg von zwei amerikanischen Astronauten aus der Internationalen Raumstation ISS ist es in der Nacht zum Mittwoch zu einer Panne gekommen. Der Funkkontakt zwischen Nicole Stott und Danny Olivas und der Kontrollzentrale am Boden sei zeitweilig verloren gegangen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Nach Behebung des Schadens hätten beide Astronauten aber ihre Arbeit planmäßig fortgesetzt.

Stott und Olivas seien etwa für eine halbe Stunde ohne Funkverbindung gewesen, erklärte die Nasa. Schuld daran sei ein Sturm gewesen, der die Satelliten-Empfangsanlage am Boden gestört habe. Es habe jedoch kein Sicherheitsrisiko für die beiden Raumfahrer gegeben.

Stott und Olivas hatten die ISS am späten Dienstagabend um 23.49 Uhr deutscher Zeit verlassen. In gut sechseinhalbstündiger Arbeit haben sie unter anderem zwei Experimentierplattformen am europäischen "Columbus"-Modul geborgen und in der "Discovery"-Ladebucht verstaut. Zudem schraubten sie einen leeren Ammoniaktank des Wärmeregulierungssystems ab und befestigten den 800-Kilogramm-Koloss vorläufig am Roboterarm der Station. Später soll er mit der "Discovery" zur Erde zurückkehren. Der Tank war der schwerste Gegenstand, den je ein einzelner Astronaut im Weltraum bewegen musste.

Weiterer Shuttleflug für November geplant

Die Astronauten wurden bei ihrer Arbeit aus der ISS vom "Discovery"-Kommandanten Rick Sturckow und Missionsspezialisten Patrick Forrester unterstützt. Den Roboterarm bedienten Shuttle-Pilot Kevin Ford und der kanadische ISS-Bordingenieur Robert Thirsk. Die anderen Astronauten setzten indes die Entladung des Lastenmoduls "Leonardo" fort, mit dem in der Nacht zum Montag rund 7,5 Tonnen Nachschub zur Raumstation gekommen waren.

Insgesamt sind beim achttägigen Gemeinschaftsflug der US-Raumfähre "Discovery" und der ISS drei Außenbordeinsätze geplant. Die Shuttle-Mission der "Discovery" ist die vierte von fünf in diesem Jahr geplanten. Im November soll der Shuttle noch einmal ins All fliegen. Im September 2010 will die Nasa nach derzeitiger Planung die Shuttle-Flotte außer Betrieb nehmen. Die Zukunft des geplanten Nachfolgeprogramms "Constellation" ist noch nicht gesichert.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Weltraumschrott: Riesiges Trümmerstück nähert sich Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 03 September, 2009, 13:06
Ein Stück Weltraumschrott von beeindruckender Größe könnte zur Gefahr für die Internationale Raumstation ISS und die angedockte Raumfähre "Discovery" werden. Die Nasa will in den nächsten Stunden entscheiden, ob die ISS ein Ausweichmanöver fliegen wird.

Cape Canaveral - Ein riesiges Stück Weltraumschrott kreuzt den Kurs der Internationalen Raumstation ISS. Die Nasa beobachtet derzeit das Trümmerstück, bei dem es sich um den drei Jahre alten Rest einer europäischen Ariane-5-Rakete handelt. Es sehe so aus, als ob das Teil am Freitag etwa drei Kilometer an der ISS vorbeifliegen werde, erklärte Nasa-Flugdirektor John McCullough. Das sei zwar näher als zunächst gedacht, aber es sehe immer noch "sehr positiv" für die ISS und die angedockte "Discovery" aus.

Der für Donnerstag geplante Ausstieg von zwei Astronauten in den Weltraum sei nicht gefährdet, hieß es. Die Nasa wollte die Flugbahn des Schrotts aber weiter genau beobachten, um auch das geringste Risiko für die ISS und die angedockte Raumfähre "Discovery" auszuschließen. Die ISS könnte notfalls ihre Bahn verändern. Bisher sehe es aber nicht danach aus, sagte McCullough. Eine endgültige Entscheidung darüber solle am Freitag gegen 16 Uhr deutscher Zeit fallen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die ISS es mit Weltraumschrott zu tun bekommt. Erst im März musste sich die Besatzung in einer angedockten "Sojus"-Kapsel vor herannahendem Weltraumschrott in Sicherheit bringen. Nur eine Woche später zwang das Bruchstück einer chinesischen Rakete die Raumstation zu einem Ausweichmanöver.

Die ovale Umlaufbahn des jetzt entdeckten Ariane-Trümmerstücks - es entfernt sich bis zu 32.000 Kilometer weit von der Erde - macht es schwierig, seine Flugbahn präzise zu bestimmen. Aufgrund der enormen relativen Geschwindigkeiten im All entwickeln schon winzige Objekte bei Kollisionen eine beeindruckende Zerstörungskraft. Die genauen Abmessungen des Ariane-Bruchstücks sind unbekannt, doch die Nasa hat eine Oberfläche von 19 Quadratmetern gemessen - damit wäre die Wirkung bei einer Kollision mit der ISS oder der "Discovery" verheerend.

Die beiden Besatzungen arbeiteten unterdessen unvermindert weiter und brachten Fracht aus der "Discovery" in die ISS. Sie installierten auch einen neuen Schlafraum. Inzwischen bereiten sich der schwedische Esa-Astronaut Christer Fuglesang und sein US-Kollege Danny Olivas auf ihren Ausstieg in den freien Raum vor, der am Donnerstagabend um 23.19 Uhr MESZ beginnen soll. In rund sechseinhalbstündiger Arbeit wollen die Männer einen leeren Ammoniaktank austauschen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: NASA-Astronauten beenden zweiten Außeneinsatz an Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 04 September, 2009, 09:09
Der US-Astronaut John Danny Olivas und sein schwedischer Kollege Christer Fuglesang haben am frühen Freitagmorgen den zweiten Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich beendet.

Bei dem gut sechseinhalbstündigen "Weltraumspaziergang" wurde ein neuer Ammoniaktank für das aktive Temperaturregelungssystem der ISS installiert. Die Astronauten hatten die Raumstation in der Nacht mit knapp einstündiger Verspätung verlassen, da Olivas nach Angaben der NASA-Einsatzzentrale in Houston zunächst Probleme mit dem Helm hatte.

Keine Gefahr: "Ariane"-Schrott fliegt drei Kilometer an ISS vorbei

Für Aufregung hatte am Vortag die Nachricht gesorgt, dass ein großes Stück Weltraumschrott die Bahn der ISS kreuzt. Wie die NASA aber betonte, werden die Überreste einer europäischen Ariane-5-Rakete am (heutigen) Freitag gegen 17.00 MESZ etwa drei Kilometer von der Raumstation entfernt vorbeifliegen. Eine Gefahr für die Station und die Astronauten bestehe nicht. Ein Ausweichmanöver der ISS sei nicht geplant. An diesem Samstag sollen Fuglesang und Olivas dann beim letzten Außenbordeinsatz der Mission mehr als 20 Meter Kabel an der ISS-Außenwand verlegen.

Die "Discovery" soll am kommenden Dienstag die Station verlassen und zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral zurückkehren. Die Landung der Raumfähre in Florida ist für den 11. September vorgesehen. Aller Voraussicht nach war es eine der letzten Shuttle-Missionen. Die US-Raumfähren sollen 2010 ausgemustert werden. Es sind nur noch sechs Reisen zur ISS geplant.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: Astronauten beenden dritten Außeneinsatz an der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 06 September, 2009, 17:09
Erfolg im All: Der dritte und letzte Einsatz an der internationalen Raumstation verlief ohne Zwischenfälle. Die Reparaturen dauerten mehr als sieben Stunden

Der US-Astronaut John Danny Olivas und sein schwedischer Kollege Christer Fuglesang haben ihren dritten Außeneinsatz zum Ausbau an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich beendet. Wie die US-Weltbehörde am Sonntagmorgen (MESZ) mitteilte, gelang es den beiden Discovery-Astronauten, die wichtigsten Arbeiten zu erledigen. Unter anderem installierten sie zwei GPS-Antennen. Der "Weltraumspaziergang" der beiden Männer dauerte sieben Stunden und eine Minute. Der Ausstieg konnte weltweit auf dem Internet-TV der NASA verfolgt werden.

Bereits am Freitag hatten die Beiden einen neuen, gut 800 Kilogramm schwerer Ammoniaktank für das Temperaturregelungssystem an der ISS installiert. Auch dieser Außeneinsatz dauerte gut sechseinhalb Stunden.

Der Einsatz war gefährlich, da ein größeres Stück Weltraumschrott an der ISS vorbeiflog. Es hatte die Station in einer Entfernung von lediglich 1,3 Kilometer passiert, sagte ein NASA-Sprecher. Es habe keine Gefahr für die Station bestanden. Der Shuttle Discovery soll am Dienstag die Station verlassen und zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurückkehren. Die Landung ist für den 11. September geplant.

Quelle : www.zeit.de
Titel: US-Raumfähre "Discovery" kehrt zurück
Beitrag von: SiLæncer am 10 September, 2009, 20:24
Washington - Die US-Raumfähre "Discovery" mit sieben Astronauten an Bord kehrt nach einer 13-tägigen Mission im Weltall zurück.

Sie soll nach Angaben der NASA am frühen Freitagmorgen gegen 01.05 MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) landen. Eine Überprüfung des Hitzeschildes der Fähre habe ergeben, dass trotz kleinerer Absplitterungen der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ohne Gefahr erfolgen könne, betonte die NASA.

Sollte eine Landung zum vorgesehenen Zeitpunkt um 19.05 Uhr Ortszeit - beispielsweise wegen schlechten Wetters - nicht möglich sein, gebe es eine weitere Möglichkeit um 20.42 Uhr.

Während des knapp neuntägigen Shuttle-Rendezvous mit der Internationalen Weltraumstation ISS hatten die Astronauten bei drei Außeneinsätzen unter anderem einen Ammoniaktank für das ISS- Temperaturregelungssystem ersetzt, Kabel verlegt und zwei GPS- Antennen installiert. Die "Discovery" hatte zudem ein neues Labor, einen Gefrierschrank zur Aufbewahrung von wissenschaftlichen Proben und Schlafkabinen für das japanische Forschungsmodul "Kibo" zur Station gebracht.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de
Titel: NASA: Neuerliche Wetterprobleme - "Discovery" landet später
Beitrag von: SiLæncer am 11 September, 2009, 15:29
Geduldsprobe für sieben Astronauten: Wegen Gewitters über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida musste in der Nacht zum Freitag die Rückkehr der US-Raumfähre "Discovery" verschoben werden.

Wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte, sollte der nächste Landetermin in der Nacht zum Samstag MESZ sein. Da sich über Florida erneut Gewitterwolken zusammenbrauten, schloss die NASA auch weitere Verzögerungen sowie ein Ausweichen auf den Edwards- Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien nicht aus. Dort seien die Wetterprognosen besser. Die Experten sprachen von insgesamt vier "Landefenstern".

Den ersten Anlauf zur Heimkehr in Cape Canaveral hatten die Experten für kurz vor Mitternacht mitteleuropäischer Sommerzeit angepeilt. Schon zweimal vorher hatte die NASA die Landung wegen schlechten Wetters absagen müssen.

Ausweichmanöver wegen drohender Kollision mit Weltraumschrott

Bei seinem Flug zur Erde musste der Shuttle einem Stück Weltraumschrott ausweichen, teilte die Raumfahrtbehörde mit. Noch wüssten die NASA-Experten nicht genau, um was es sich gehandelt habe, berichtete der Nachrichtensender CNN. Möglicherweise sei es ein Teil, das beim dritten Außeneinsatz der Astronauten verloren gegangen war.

Die "Discovery" verfügte über genügend Vorräte und Energie, um notfalls bis Sonntag in der Umlaufbahn zu bleiben. Die NASA lässt ihre Shuttle lieber in Florida landen, um die hohen Kosten für den Rücktransport von Kalifornien zum Kennedy Space Center zu vermeiden. Bereits der Start der "Discovery" war wegen schlechten Wetters und technischer Probleme dreimal verschoben worden. Hauptaufgabe der zweiwöchigen Reise der "Discovery" war der Ausbau der Internationalen Weltraumstation ISS. Im November ist ein weiterer Shuttle-Flug zur ISS vorgesehen.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Titel: Nach Extrarunden: "Discovery" sicher in Kalifornien gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 12 September, 2009, 10:28
Verspätete Landung: Nach Extrarunden wegen schlechten Wetters ist die US-Raumfähre "Discovery" sicher zur Erde zurückgekehrt. Die sieben Astronauten landeten auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien, was die US-Weltraumbehörde gern vermieden hätte.

Houston - Mit eintägiger Verspätung ist das Shuttle mit der siebenköpfigen Besatzung am Freitagabend kurz vor Sonnenuntergang (2.53 Uhr MESZ Samstag) auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien gelandet. Ursprünglich sollte die Fähre bereits gut 24 Stunden vorher in Florida landen. Wegen schlechten Wetters war die Rückkehr um einen Tag verschoben worden.

Da die Witterungsverhältnisse in Cape Canaveral auch am Freitag eine Landung dort unmöglich machten, entschied sich die NASA für den Ausweichlandeplatz in Kalifornien. Wegen des kostspieligen Rücktransports nach Florida hätte die US-Weltraumbehörde die Landung in Kalifornien gerne vermieden. Der aufwendige Transfer eines Shuttles auf einem umgebauten Flugzeug dauert immer rund eine Woche und schlägt mit 1,7 Millionen Dollar (1,15 Millionen Euro) zu Buche.

Das Kontrollzentrum gratulierte der Besatzung der "Discovery" unmittelbar nach der Landung für eine "außerordentlich erfolgreiche Mission". "Willkommen daheim, 'Discovery'", funkte Eric Boe von der Kontrollstation im texanischen Houston nach der erfolgreichen Landung an die Raumfähre. Das Shuttle hatte der Internationalen Weltraumstation (ISS) mehr als 8000 Kilogramm an Ausrüstung und Geräten für wissenschaftliche Experimente gebracht.

Die Angehörigen der Astronauten hatten vergebens im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida gewartet. Der Shuttle war zwei Wochen im All unterwegs.

Nach 58 Tagen an Bord der ISS kehrte US-Astronaut Tim Kopra mit der "Discovery" wieder zur Erde zurück. Seinen Platz im All nahm Nicole Stott ein. Die Amerikanerin wird in Gesellschaft von fünf Kollegen aus Russland, Europa und Kanada voraussichtlich bis Ende November zum ersten Mal auf der ISS Dienst tun.

Auf ihrem Rückflug musste die "Discovery" Weltraummüll ausweichen

Die "Discovery" brachte während des zweiwöchigen Aufenthaltes ein neues Labor, einen Gefrierschrank zur Aufbewahrung wissenschaftlicher Proben und ein neues Schlafabteil für das japanische Forschungsmodul Kibo zur ISS. Während des knapp neuntägigen "Rendezvous" mit der ISS hatten Astronauten drei Außeneinsätze unternommen. Unter anderem installierten sie ein Tragkraft-System und zwei GPS-Antennen, bauten einen Kühltank an der ISS an und bugsierten den zuvor abmontierten bisherigen Tank in den Laderaum der Raumfähre.

Auf ihrem Rückflug zur Erde musste die "Discovery" am Donnerstag einem Stück Weltraummüll ausweichen. Nach Angaben der Bodenkontrolle flog die Raumfähre auf Anordnung der NASA das Ausweichmanöver, um nicht zu nah an das "mysteriöse Objekt" zu gelangen. Das Trümmerteil könnte sich demnach während des dritten Außeneinsatzes an der Internationalen Raumstation ISS von der "Discovery" gelöst haben. Es stammt laut NASA jedoch nicht vom Hitzeschild der Raumfähre.

Die "Discovery"-Mission war die vierte von fünf für dieses Jahr geplanten. Im November soll das Shuttle noch einmal ins All fliegen. Im September 2010 will die NASA die Shuttle-Flotte dann endgültig außer Betrieb nehmen.

Mit zurück auf die Erde kam außerdem "Buzz Lightyear", die Figur aus dem Film "Toy Story", die im vergangenen Jahr im Rahmen eines Bildungsprogramms auf die ISS gebracht worden war. Die "Discovery" hatte am Dienstag von der Internationalen Raumstation abgedockt. An der Mission nahm auch der ESA-Astronaut Christer Fuglesang teil.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Weltraumtourist: Zirkuschef unterwegs zur Raumstation ISS
Beitrag von: ritschibie am 30 September, 2009, 16:37
Von der Manege ins Weltall: Der kanadische Chef des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil, Guy Laliberté, ist in einer russischen Sojus zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die neue Langzeitbesatzung verließ mit dem Weltraumtouristen am Mittwoch planmäßig um 09.14 Uhr MESZ den Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/f/4/110861.jpg)
Guy Laliberté: Cirque-du-Soleil-Chef fliegt mit
roter Pappnase in den Weltraum (Quelle: dpa)


Das Raumschiff soll an diesem Freitag an die knapp 400 Kilometer über der Erde fliegende ISS andocken. Das berichtete das russische Staatsfernsehen. Der 50 Jahre alte Laliberté lässt sich das zwölf Tage lange Abenteuer umgerechnet 24 Millionen Euro kosten. Mit dem Milliardär hoben der russische Kosmonaut Maxim Surajew (37) als Pilot und US-Astronaut Jeffrey Williams (51) als Bordingenieur ab. Die beiden Raumfahrer kehren erst im März 2010 zur Erde zurück.

Laliberté hat "Schmetterlinge im Bauch"

 In der beengten Sojus-Kapsel herrschte nach dem gelungenen Start, den NASA-Chef Charles Bolden als Besucher in Baikonur verfolgte, eine gelöste Stimmung. "Ich werde Schmetterlinge im Bauch haben", sagte Laliberté unmittelbar vor dem Abheben. Während Surajew erstmals ins All fliegt, ist es für Williams bereits die dritte Mission. Nach ihrer Ankunft werden die beiden Raumfahrer an 48 wissenschaftlichen Experimenten mitarbeiten, zudem ist ein Weltraumspaziergang geplant. Dabei soll ein russisches Forschungsmodul montiert werden. Am 12. Oktober übernimmt als erster Europäer der Belgier Frank de Winne den Chefposten auf der ISS.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/a/1/107805.jpg)
(Quelle: European Space Agency (ESA))

Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist Laliberté der insgesamt siebte Weltraumtourist. "Er wird nicht der letzte sein, aber wir machen voraussichtlich bis 2011 eine Pause", sagte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow der Staatsagentur Ria Nowosti. Die Plätze in der Sojus-Kapsel würden für professionelle Raumfahrer benötigt. Ende März war der US-Millionär Charles Simonyi nach einer Woche zur Erde zurückgekehrt. Mit der ISS, die die Erde mit rund 32 000 Stundenkilometern umrundet und die als teuerstes Technologieprojekt der Welt gilt, sollen unter anderem Flüge zum Mond und zum Mars vorbereitet werden.

Vor dem Start in Baikonur brachten die Weltraumexperten ihre Trauer über den Tod des ersten ukrainischen Kosmonauten Pawel Popowitsch zum Ausdruck, der 1962 als vierter Mensch ins All geflogen war. Popowitsch sei am Mittwoch, nur fünf Tage vor seinem 80. Geburtstag, in einem Krankenhaus auf der Krim gestorben, meldete die Agentur Itar-Tass.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Weltraum-Tourist wieder zurück auf der Erde - Zweiwöchige Reise ins All
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2009, 11:58
Nach eineinhalb Wochen im All ist der kanadische Weltraumtourist und Zirkus-Unternehmer Guy Laliberté wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem 50 Jahre alten Gründer des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil schlug am Sonntag plangemäß und ohne Zwischenfälle in der kasachischen Steppe auf, wie die Flugleitung mitteilte.

Mit Laliberté kehrten auch der Kosmonaut Gennadi Padalka und der Astronaut Michael Barrett zurück, die insgesamt gut ein halbes Jahr - 198 Tage - im Weltraum gewesen waren. "Start und Landung verliefen nach Plan. Das Befinden der Raumfahrer ist normal. Jetzt fliegen Hubschrauber und Sucheinheiten zum Ort der Landung", sagte ein Sprecher der Zentrale bei Moskau der Agentur Interfax zufolge. Die Sojus-Kapsel landete bei etwa sieben Grad Celsius Bodentemperatur in der Nähe der Stadt Arkalyk.

Der Rückflug in der engen Raumapparat dauerte etwa dreieinhalb Stunden. Der Milliardär Laliberté hatte sich als siebter Weltraumtourist das Abenteuer nach inoffiziellen Angaben rund 24 Millionen Euro kosten lassen. Er hatte am Wochenende mit einer in 14 Städte übertragenen künstlerischen Show auf den lebenswichtigen Rohstoff Wasser aufmerksam gemacht und für einen sparsameren Umgang mit der Ressource geworben.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Europäer kommandiert Raumstation
Beitrag von: ritschibie am 11 Oktober, 2009, 15:46
Wachwechsel im Weltraum: Auf der Internationalen Raumstation ISS hat der Belgier Frank De Winne am Sonntag als erster Westeuropäer das Kommando übernommen. Mit dem 48-Jährigen habe die Europäische Weltraumbehörde ESA erstmals einen eigenen Kommandeur an Bord der ISS, meldete die russische Agentur Ria Nowosti aus dem Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/d/c/107806.jpg)
(Quelle: European Space Agency (ESA))

Zuvor waren die 19. ISS-Langzeitbesatzung sowie der kanadische Zirkuschef und Weltraumtourist Guy Laliberté mit einer Sojus- Raumkapsel sicher in der kasachischen Steppe gelandet. Bisher hatten stets Russen oder Amerikaner das ISS-Kommando inne.

De Winne, der 2000 ESA-Astronaut wurde und damit seine Heimatbasis im Europäischen Raumfahrtzentrum in Köln hat, löste den bisherigen Kommandanten Gennadi Padalka (Russland) ab, der am Sonntag in Kasachstan gelandet war. De Winne soll am 1. Dezember die ISS verlassen und das Kommando dann an US-Astronaut Jeffrey Williams übergeben. Derzeit befinden sich an Bord der ISS auch die Russen Roman Romanenko und Maxim Surajew sowie der Kanadier Robert Thirsk und die US-Amerikanerin Nicole Stott.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Nächster Shuttle-Start am 16. November geplant - Raumfähre Atlantis
Beitrag von: SiLæncer am 30 Oktober, 2009, 06:11
Die NASA plant ihren nächsten Shuttle-Start am 16. November. Wie die US-Raumfahrtbehörde am Donnerstag mitteilte, soll sich dann die "Atlantis" von Cape Canaveral in Florida aus auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS machen.

Geplant sind während der insgesamt elftägigen Reise drei Ausstiege zu Außenarbeiten an der ISS. Unter anderem sollen zwei Plattformen auf dem "Rückgrat" der Station angebracht werden. Dort will die NASA Ersatzteile und Ausrüstung lagern - eine Vorkehrung für die Zeit, wenn die Shuttle-Flotte eingemottet ist. Die NASA will sie im Herbst nächsten Jahres stilllegen. Dann sind ISS-Reisende zunächst ganz auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Ein neues Transportmittel der NASA wird voraussichtlich frühestens 2016 zur Verfügung stehen: nach bisherigen Plänen eine Ares-Rakete mit einer Raumkapsel. Ein erster Test der Rakete am Mittwoch war erfolgreich verlaufen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähre "Atlantis" bricht zur Internationalen Raumstation auf
Beitrag von: SiLæncer am 16 November, 2009, 11:06
Der Space Shuttle soll um 20.28 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben, um am Mittwoch an der ISS anzudocken. Die Raumfähre hat rund zwölf Tonnen wichtige Ersatzteile und Instrumente für die Raumstation im Gepäck. Insgesamt sind drei Außeneinsätze der Astronauten geplant, bei denen sie verschiedene Installationen an der ISS vorzunehmen haben. Nach der Mission der "Atlantis" wird es nur noch fünf Shuttle-Flüge geben, bis die Raumfähren im nächsten Jahr eingemottet werden.

Quelle : http://www.digitalfernsehen.de
Titel: Start in Florida: Raumfähre "Atlantis" auf dem Weg zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 16 November, 2009, 22:44
Ausrüstung, Ersatzteile und Lebensmittel für die Internationale Raumstation: Die "Atlantis" ist vom US-Weltraumzentrum Cape Canaveral gestartet und steuert auf die ISS zu. Nach elf Tagen soll das Space Shuttle zurückkehren - drei Ausflüge ins All sind geplant.

(http://www.spiegel.de/images/image-32998-panoV9free-cvmj.jpg)

Ausrüstung, Ersatzteile und Lebensmittel für die Internationale Raumstation: Die "Atlantis" ist vom US-Weltraumzentrum Cape Canaveral gestartet und steuert auf die ISS zu. Nach elf Tagen soll das Space Shuttle zurückkehren - drei Ausflüge ins All sind geplant.

Cape Canaveral - Zum fünften Mal in diesem Jahr ist am Montag eine US-Raumfähre zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Mit sechs Astronauten an Bord hob das Space Shuttle "Atlantis" am Montag 20.28 Uhr (Mez) vom US-Weltraumzentrum Cape Canaveral ab.

"Es war ein perfekter Start, pünktlich auf die Minute", sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa. Die "Atlantis" steuert auf eine Umlaufbahn in 225 Kilometern Höhe zu und soll 12,7 Tonnen Ausrüstungsgegenstände und Ersatzteile zur ISS bringen. Die Ankopplung an die ISS ist für Mittwoch, 17.56 Uhr (Mez) geplant. Nach elf Tagen soll die "Atlantis" zur Erde zurückkehren.

Die Besatzung des Space Shuttle wird in den kommenden Tagen in drei Außeneinsätzen von jeweils sechseinhalb Stunden zwei Plattformen an der ISS anbringen, auf denen die Ersatzteile dann gelagert werden sollen. Unter anderem sind zwei neue Stellkreisel (Gyroskope) für die Lageregelung der Station, drei Stickstoff- und Ammoniaktanks, zwei Pumpen, Ersatzteile und Lebensmittel an Bord der "Atlantis". Der Gemeinschaftsfluges von Shuttle und ISS soll knapp eine Woche dauern.

Einer der letzten Flüge des Space Shuttles

Die Ära der Space Shuttles neigt sich mit dem Flug weiter ihrem Ende zu. Für kommendes Jahr sind noch fünf Flüge der Raumfähren ins All geplant, der letzte für September 2010. Dann wird die bemannte Raumfahrt der USA eine Pause einlegen, die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen sein. Die neue Raumfähre "Orion" dürfte frühestens 2015 einsatzbereit sein.

Geleitet wird die "Atlantis"-Mission von US-Marineoberst Charlie Hobaugh. Auf dem Hinflug begleitete ihn ein rein männliches Team. Auf dem Rückflug zur Erde soll dann die Astronautin Nicole Stott mit von der Partie sei, die seit August 2009 als Bordingenieurin auf der ISS gearbeitet hatte.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Vollgepackte "Atlantis" an ISS angedockt - mit sechs Astronauten
Beitrag von: SiLæncer am 18 November, 2009, 20:22
Rendezvous perfekt: Zwei Tage nach ihrem Bilderbuchstart hat die US-Raumfähre "Atlantis" am Mittwoch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Der Space-Shuttle brachte sechs Astronauten und zwölf Tonnen Ausrüstung und Ersatzteile mit. Die "Gastgeschenke" lagern auf zwei jeweils 20 Quadratmeter großen Paletten. Die ISS-Dauerbewohner sollen auf sie zurückgreifen können, wenn die Shuttle - wie geplant - im nächsten Jahr eingemottet werden. Dann ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus- Kapseln zu erreichen. Sie können im Gegensatz zu den Raumfähren kaum größere Lasten transportieren.

Insgesamt drei Außeneinsätze sind während dieser Shuttle-Mission geplant. Die Astronauten sollen unter anderem eine neue Antenne anbringen, ein Überwachungsmodul für den Schiffsverkehr und ein Messgerät für die elektrische Aufladung der Station. Außerdem steht die Installation eines Gastanks auf dem Programm. Die ersten Außenarbeiten sind bereits für diesen Donnerstag geplant. Das Duo Robert Satcher und Michael Foreman begann kurz nach der Ankunft bei der ISS mit den Vorbereitungen auf den Einsatz. Aber auch für ihre Kollegen gab es keine Gelegenheit zum Faulenzen. Noch am Mittwoch sollte die erste Palette mit Hilfe des Shuttle-Roboterarmes aus der Ladebucht der "Atlantis" gehievt werden. Dann sollte der ISS-Kranarm die vollgepackte Doppel-Plattform greifen und an ihren künftigen Ort außen an der Station manövrieren.

Die "Atlantis" soll am 25. November wieder von der Station ablegen und zwei Tage später auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Nach den Planungen der NASA wird es danach nur noch fünf weitere Einsätze der drei verbliebenen Shuttles geben.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: "Atlantis"-Astronauten montieren Antenne an Internationaler Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 19 November, 2009, 16:35
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Atlantis" sind am Donnerstag zum ersten Außeneinsatz der Mission ins All ausgestiegen. Mike Foreman und Robert Satcher sollen bei den rund sechseinhalbstündigen Arbeiten unter anderem eine Antenne an der Internationalen Raumstation ISS anbringen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Überdies müssen die Astronauten in der Schwerelosigkeit Kabel verlegen und einen Roboterarm schmieren.

Der Space Shuttle hatte am Mittwoch sechs Astronauten und zwölf Tonnen Ausrüstung und Ersatzteile zur ISS gebracht. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant. Die "Atlantis" soll am 25. November wieder von der Station ablegen und zwei Tage später auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen.

Nach den Planungen der NASA wird es danach nur noch fünf weitere Einsätze der drei verbliebenen Shuttles geben, die im nächsten Jahr eingemottet werden sollen. Dann ist die ISS für mehrere Jahre nur mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Sie können im Gegensatz zu den Raumfähren kaum größere Lasten transportieren.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: ISS-Mission: "Atlantis"-Crew auf dem Rückflug zur Erde - Ankunft am Freitag
Beitrag von: ritschibie am 25 November, 2009, 16:47
Die US-Raumfähre "Atlantis" ist wieder auf der Heimreise. Nach einwöchigem Aufenthalt koppelte der Space Shuttle mit sechs Astronauten an Bord am Mittwoch planmäßig um 10.57 Uhr deutscher Zeit von der Internationalen Raumstation ISS ab. Am Freitag (15.53 MEZ) soll der Orbiter wieder auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/4/7/94761.jpg)
Space-Shuttle "Atlantis" (Quelle: NASA)

Die sechsköpfige "Atlantis"-Crew unter Kommandant Charles Hobaugh war am 16. November mit über zwölf Tonnen Nachschub und Ersatzteilen zur ISS gestartet. Während ihres Aufenthalts absolvierten die Astronauten drei Außeneinsätze, um den weiteren Ausbau der ISS voranzutreiben.

Endausbau der Internationalen Raumstation bis Ende 2010 abgeschlossen

Die ISS, deren "Grundstein" 1998 gelegt wurde, soll bis Ende nächsten Jahres, voll ausgebaut werden. Dann sollen die altersschwachen Raumfähren ausgemustert werden. Die Raumfähren sind seit über einem Vierteljahrhundert im Einsatz.

Der nächste Shuttle-Start zur ISS ist am 4. Februar geplant. Dann soll die Raumfähre "Endeavour" neues Material zur Station bringen. Danach stehen lediglich drei weitere Shuttle-Missionen an. Für mindestens fünf Jahre - bis die Amerikaner ein neues Raumvehikel gebaut haben - können dann ausschließlich russische Sojus-Kapseln Astronauten zur ISS bringen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: NASA-Shuttle wieder zurück auf der Erde - sichere Landung in Florida
Beitrag von: SiLæncer am 27 November, 2009, 16:24
Die US-Raumfähre "Atlantis" ist nach anderthalb Wochen im All wieder auf der Erde. Der Space Shuttle setzte am Freitag mit sieben Astronauten an Bord sicher auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf.

Die "Atlantis"-Crew unter Kommandant Charles Hobaugh war am 16. November mit mehr als zwölf Tonnen Nachschub und Ersatzteilen zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Während ihres Aufenthalts absolvierten die Astronauten drei Außeneinsätze, um den Ausbau der Station voranzutreiben.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Drei ISS-Besatzungsmitglieder landen sicher in kasachischer Steppe
Beitrag von: SiLæncer am 01 Dezember, 2009, 10:39
Nach 188 Tagen im All ist der Belgier Frank De Winne als erster westeuropäischer Kommandeur der Internationalen Raumstation ISS mit zwei anderen Raumfahrern zur Erde zurückgekehrt.

Die Sojus-Raumkapsel mit den drei ISS-Besatzungsmitgliedern schlug am Dienstag plangemäß und weich in der kasachischen Steppe auf. Das teilte das Flugzentrum mit. Das russische Staatsfernsehen zeigte, wie die Männer, darunter der Kanadier Robert Thirsk und der Russe Roman Romanenko, aus der Raumkapsel geholt wurden. Ihnen ging es nach Angaben von Ärzten gut.

Die Raumkapsel war um 4.56 MEZ von der ISS abgedockt und brauchte gut drei Stunden bis zur Erde. Als erster Westeuropäer hatte der 48 Jahre alte Belgier Frank De Winne das Kommando Mitte Oktober auf der ISS übernommen. Bisher dahin hatten stets Russen oder Amerikaner die Befehlsgewalt auf der Station gehabt.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: ISS kommt Weltraumschrott nahe
Beitrag von: SiLæncer am 02 Dezember, 2009, 18:41
An der Internationalen Raumstation ISS wird am heutigen Mittwoch wieder einmal ein Stück Weltraumschrott vorbeifliegen. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA handelt es sich um Überreste eines russischen Cosmos-Satelliten.

Das Teil habe einen Durchmesser von zehn Zentimetern und soll im Abstand von einem Kilometer an der ISS vorbeirauschen. Da keine Gefahr bestehe, müssten die Astronauten nicht in die angedockte Sojus-Kapsel umsteigen, um im Falle einer Kollision das Weite suchen zu können, berichtete die NASA am Mittwoch. Der Vorbeiflug wurde auf etwa 19.19 MEZ deutscher Zeit berechnet.

Erst im September hatten die Überreste einer europäischen Ariane-5-Rakete ebenfalls im Abstand von gut einem Kilometer die Bahn der ISS gekreuzt. Es gab keinerlei Schäden. Dass die Weite des Weltraums durch herumfliegende Schrottteile immer unsicherer wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr.

Meist sind es Teile von verlorenen oder "ausrangierten" Satelliten und Raketen, die mit rasender Geschwindigkeit durch die Schwerelosigkeit irren. Experten malen mitunter wahre Horrorszenarien an die Wand: Die herrenlose Metallteile seien wie Geschosse, die selbst Panzerplatten durchbrechen könnten.

Anfang des Jahres mussten sich alle ISS-Astronauten angesichts nahender Schrottteile vorsichtshalber in die angedockte "Sojus"- Kapsel flüchten. Ein paar Wochen später musste die ISS samt angedockten Shuttle "Discovery" um 180 Grad gedreht werden - damals irrte chinesischer Weltraumschrott durchs All.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Atomuhren für die ISS - Relativitätstheorie von Einstein auf dem Prüfstand
Beitrag von: SiLæncer am 15 Dezember, 2009, 16:19
Die Internationale Raumstation ISS soll mit zwei unterschiedlichen Atomuhren ausgerüstet werden, um die von Albert Einstein entwickelte Relativitätstheorie zu testen.

Die Versuchsanordnung ACES (Atomic Clock Ensemble in Space) soll 2013 außen am europäischen ISS-Labor "Columbus" angebracht werden. Am Dienstag schloss die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit der französischen Raumfahrtagentur CNES einen Vertrag über die Entwicklung der Cäsium-Atomuhr "Pharao". Das teilte die ESA in Paris mit.

Die zweite Atomuhr - ein sogenannter Wasserstoff-Maser (SHM) - und das ACES-Modul werden von der ESA entwickelt. ACES soll mit dem Roboterarm der Raumstation an "Columbus" angebracht werden. Die Zeitmessung soll so genau sein, dass das System nur alle 300 Millionen Jahre etwa eine Sekunde abweicht.

"Die Zeitskala von ACES ist das Ergebnis der außerordentlichen Kurzzeit-Stabilität des Wasserstoff-Masers sowie der Langzeit-Stabilität und Genauigkeit der Cäsium-Atomuhr 'Pharao'", erklärte die ESA. Das Zeitsignal von ACES wird über Mikrowellen zur Erde gesendet. Damit können die Uhrzeiten im All und auf der Erde verglichen werden.

"Diese neue Generation von Atomuhren im Weltraum wird für die genaue Überprüfung von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie entscheidend sein", hieß es weiter. Außerdem solle das System zur Justierung der Internationalen Atomzeit (TAI) und der koordinierten Weltzeit (UTC) beitragen und bei der Fernerkundung im All helfen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Drei Raumfahrer mit Sojus zur ISS gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 21 Dezember, 2009, 08:08
Vom Weltraumbahnhof Baikonur ist eine Sojus-Kapsel mit drei Raumfahrern an Bord erstmals mit einem Winter- und Nachtflug zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Das Raumschiff hob pünktlich um 23.52 Uhr MEZ in der kasachischen Steppe ab, wie das Flugleitzentrum in der Nacht zum Montag mitteilte. «Alles lief nach Plan. Die Crew fühlt sicht gut», sagte ein Sprecher nach Angaben der Agentur Itar-Tass. In der Vergangenheit erfolgten die Starts aus technischen Gründen im Hellen. Kommandeur der Flugs mit der neuen ISS-Langzeitbesatzung ist der russische Kosmonaut Oleg Kotow. Mit an Bord sind außerdem der US-Amerikaner Timothy Creamer und erstmals ein Astronaut der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA, Soichi Noguchi. Ihr Aufenthalt im All dauert 161 Tage.

Der ungewöhnliche Starttermin hing auch mit der jüngsten Verdopplung der Flüge zur ISS zusammen, wie der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, sagte. Die Sojus soll in der Nacht zum Mittwoch an der ISS ankoppeln, auf der seit Anfang Oktober der Russe Maxim Surajew und sein NASA-Kollege Jeff Williams ihren Dienst leisten.

Gemeinsam Weihnachten auf der ISS feiern

Sojus-Kommandeur Kotow sagte vor der Abreise, dass die Besatzung gemeinsam Weihnachten auf der ISS feiern wolle. In Russland bringt traditionell Väterchen Frost und nicht der Weihnachtsmann die Geschenke in der Neujahrsnacht. «Wir sind Gesandte von Väterchen Frost und vom Weihnachtsmann. Wir haben einen Sack mit Geschenken dabei und werden auf der ISS einen neuen großen Weihnachtsbaum aufstellen», sagte Kotow, der als einziger der neuen Crew bereits weltallerfahren ist.

Noguchi sagte, dass er alle Zutaten dabei habe, um für die gesamte Mannschaft Sushi zuzubereiten. Die Raumfahrer hatten sich in den vergangenen Tagen von ihren Familien und Kindern verabschiedet. Nagouchi erhielt von seinen Angehörigen einen Spielzeug-Tiger - für das kommende chinesische Jahr des Tigers. Während ihrer Zeit auf der ISS wird die neue Besatzung fünf Versorgungstransporte empfangen und entladen sowie einen Außeneinsatz erledigen. Zudem seien 48 Experimente geplant, teilte Perminow mit. Unter anderem soll mit Hilfe einer Spezialdiät untersucht werden, wie der im All auffällige Knochenabbau bei Raumfahrern verhindert werden kann.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Weihnachtsbesuch trifft auf der Internationalen Raumstation ISS ein
Beitrag von: SiLæncer am 23 Dezember, 2009, 09:12
Auf der Internationalen Raumstation ISS ist Weihnachtsbesuch angekommen: Überpünktlich um 23.48 MEZ hat dort am Dienstagabend eine Sojus-Kapsel angedockt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Das russische Raumschiff war in der Nacht zum Montag vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet. Es bringt dem ISS-Team dreiköpfige Verstärkung. Neben dem russischen Flugkommandeur Oleg Kotow sind auch der US-Astronaut Timothy Creamer sowie der Japaner Soichi Noguchi von der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA mit an Bord. Ihr Aufenthalt im All soll insgesamt 161 Tage dauern.

Mit dabei haben die Gäste einen großen Sack voller Geschenke und die nötigen Utensilien, um auf der ISS ein gemeinsames Weihnachtsfest zu feiern. Auch ein großer Baum soll aufgestellt werden. Auf der ISS leisten seit Anfang Oktober der Russe Maxim Surajew und sein NASA-Kollege Jeff Williams Dienst.

Während ihrer Zeit auf der ISS wird die neue Besatzung fünf Versorgungstransporte empfangen und entladen sowie einen Außeneinsatz erledigen. Zudem seien 48 Experimente geplant, hieß es. Unter anderem soll mit Hilfe einer Spezialdiät untersucht werden, wie der im All auffällige Knochenabbau bei Raumfahrern verhindert werden kann.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Diskussion um Zukunft der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 05 Januar, 2010, 09:49
Die Internationale Raumstation ISS ist eines der aufwändigsten und teuersten Ingenieurprojekte aller Zeiten. Wenn sie 2011 endlich fertiggestellt ist, wird ihr Bau rund 100 Milliarden Dollar verschlungen haben. Aber schon fünf Jahre später soll sie wieder außer Dienst gehen: Dann will die NASA sie nicht mehr in ihrer Umlaufbahn halten, sodass sie durch die Reibung mit Luftmolekülen allmählich tiefer in die Erdatmosphäre absinkt und schließlich abstürzt.

So sieht es zumindest der derzeitige Zeitplan der US-Raumfahrtbehörde vor, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe über die aktuelle Debatte um die Zukunft der bemannten Raumfahrt. Die NASA würde die Station zwar gerne weiterbetreiben, aber deren Finanzierung ist nur bis 2015 gesichert. Sehr zum Verdruss von Wissenschaftlern, die gerade erst anfangen, sie zu nutzen, und der ISS-Partnerländer, die ihrerseits Milliarden in die Station hineingesteckt haben. Der weitere Betrieb würde jedoch jährlich zwei bis drei Milliarden Dollar kosten. Ein kontrollierter Absturz ins Meer ist aber auch nicht billig: Er würde wohl noch mindestens zwei Milliarden Dollar verschlingen.

Deshalb kann sich der US-Kongress nicht mehr wie bisher durch die Raumfahrtpolitik lavieren: Denn in beiden Fällen muss er viel Geld locker machen. Und die Zukunft der ISS ist nur eins von mehreren heißen Eisen in der bemannten Raumfahrt: Der Betrieb der Space-Shuttle-Flotte wird spätestens im kommenden Jahr eingestellt, sodass die NASA für einige Jahre keine Astronauten mehr ins All schicken kann; die neuen Raumfahrzeuge Ares I – für den Transport der Astronauten in die Umlaufbahn – und die Orion-Kapsel liegen beide mehrere Jahre hinter dem Zeitplan.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    * Die bemannte Raumfahrt am Wendepunkt (http://www.heise.de/tr/artikel/Die-bemannte-Raumfahrt-am-Wendepunkt-895235.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Ausfall von Space-Klo behindert Astronauten
Beitrag von: ritschibie am 13 Januar, 2010, 17:23
Schon wieder ist eine Toilette an Bord der Internationalen Raumstation ISS kaputt. Sechs Monate nach einem technischen Defekt sei das Weltraum-WC erneut außer Betrieb - es funktioniere nicht richtig, weil das angeschlossene Aufbereitungs-System eine ungewöhnlich hohe Kalzium-Konzentration im Urin nicht verarbeiten könne, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax mit.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/4/4/107807.jpg)
(Quelle: European Space Agency (ESA))

Die 170 Millionen Euro teure Anlage wandelt Urin in Trinkwasser um. Vermutlich werde die Knochensubstanz der Raumfahrer durch die Schwerkraft stärker abgebaut als erwartet, sagte Alexander Botwinko von der Leitzentrale. Das Klo - eines von drei "stillen Örtchen" an Bord der ISS - könne erst im Februar repariert werden, wenn die US- Raumfähre "Endeavour" Ersatzteile ins All bringe.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Raumtransporter "Johannes Kepler" rüstet sich für seinen Flug ins All
Beitrag von: SiLæncer am 14 Januar, 2010, 12:46
32 Kilometer Kabel winden sich im Inneren des "Gehirns" von Raumtransporter "Johannes Kepler". 850 Stecker und 12.000 Verbindungen verknüpfen das bunte Gewirr mit der Elektronik.

Michael Coors behält dennoch den Überblick. In den nächsten Monaten werden der Mechaniker und seine Kollegen den "Patienten" von oben bis unten durchchecken. Jede Schraube muss richtig sitzen, jeder Sensor einwandfrei funktionieren, wenn der europäische Raumtransporter ATV ins All startet. Voraussichtlich im November soll er mit mehr als sieben Tonnen Wasser, Lebensmitteln, Treibstoff und technischer Ausrüstung an Bord zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

Bis dahin haben die Ingenieure und Techniker im Bremer Werk der EADS-Tochter Astrium noch jede Menge zu tun. Die drei Teile des fast zehn Meter langen Raumschiffs sind zwar fertiggestellt. Nun müssen aber der Antrieb, das Gehirn und der Frachtraum verbunden und als Einheit getestet werden. "Es wird alles noch mal geprüft", erläutert Helmut Luttmann, Leiter bei Astrium für den Betrieb der ISS. "Beim Bau passieren fast keine Fehler, aber wir müssen auch das Fast ausschließen."

2,5 Tonnen Müll an Bord

Der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte ATV ist bereits der zweite europäische Raumtransporter, der von der Erde zur ISS fliegen wird. Im April 2008 hatte "Jules Verne" erfolgreich an der Raumstation angedockt und die Astronauten mit Nachschub beliefert. Am Ende der fast sieben Monate langen Mission verglühte er kontrolliert in der Erdatmosphäre mit 2,5 Tonnen Müll an Bord. Auch "Johannes Kepler" wird dieses Schicksal ereilen.

Im Frühsommer soll er bereits zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana verschifft werden. In der Werkshalle bei Astrium herrscht deshalb Hochbetrieb. Techniker in weißen Kitteln doktern in zwei Schichten an den riesigen Bauteilen herum. Um die empfindliche Elektronik vor Schmutz und Haaren zu schützen, tragen sie Handschuhe, Haarnetze und Überzieher an den Füßen.

Auf jedes Detail kommt es an

Michael Coors steht in einer solchen Kluft an einem Bildschirm neben dem Fracht-Modul, das mit Messpunkten übersät ist. Auch auf dem Boden kleben einige von ihnen. Ein Computer tastet die Punkte mit einem Laser ab und berechnet so die Feinjustierung der Systeme. Dabei geht es um ein Zehntel Grad oder weniger. Danach geht die Arbeit für die Techniker jedoch erst richtig los. "Jedes Manöver wird hier simuliert. Wir sind noch monatelang dabei zu testen", erzählt Coors. Und nach dem Transport nach Kourou müssen sie den "Patienten" ein zweites Mal komplett durchleuchten, um sicher zu gehen, dass bei der Überfahrt nichts beschädigt wurde.

Schließlich steht einiges auf dem Spiel: Sollte eine der vielen tausend Komponenten nicht funktionieren, könnte die ganze Mission scheitern. "Deshalb ist jede Funktion doppelt abgesichert", betont Luttmann. So besitzt der ATV vier Triebwerke, obwohl er nur zwei davon zum Fliegen braucht. Dennoch sind die Ingenieure vor jedem Start nervös. Beim Jungfernflug von "Jules Verne" sei er unheimlich stolz gewesen, erinnert sich Coors, der schon damals den ATV mit zusammengeschraubt hatte. "Das war schon beeindruckend."

Arbeit an einem Nachfolger

Bis 2015 sind noch drei weitere ATV-Transporter geplant, die Astrium im Auftrag der Europäischen Weltraumbehörde ESA entwickelt und produziert. Auch an einem Nachfolger wird schon gearbeitet. Im Juli beauftragte die ESA Astrium mit der Entwicklung des 1,4 Milliarden Euro teuren ARV, der von 2016 an Fracht von der ISS zur Erde zurückbringen soll. Damit wollen die Europäer künftig stärker die Versorgung der Raumstation übernehmen, wenn die Amerikaner ihr Space Shuttle ausrangieren - was wahrscheinlich noch in diesem Jahr passieren wird. Eine bemannte Raumfähre planen die Europäer in naher Zukunft allerdings nicht.


Quelle: SAT+KABEL
Titel: Erster ISS-Außeneinsatz in diesem Jahr
Beitrag von: SiLæncer am 14 Januar, 2010, 13:52
Zwei russische Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS haben am Donnerstag ihren ersten Außeneinsatz in diesem Jahr begonnen.

Zur Erledigung von Montagearbeiten verließen Oleg Kotow und Maxim Surajew um 11.05 Uhr MEZ die ISS, teilte das Kontrollzentrum nahe Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Der Weltraumspaziergang sollte etwa 5 Stunden und 40 Minuten dauern. Aufgabe der beiden Kosmonauten ist, nach mehr als 30 Monaten einen Container mit Mikroorganismen einzuholen. Später soll auf der Erde untersucht werden, welche Lebewesen den Aufenthalt im Weltraum überstanden haben.

Zudem sollen die Raumfahrer unter anderem das Forschungsmodul "Poisk" (Suche) mit der ISS verkabeln. Sie tragen neue "intelligente" Raumanzüge. Computer in der Kleidung sollen die Kosmonauten bei ihrer Arbeit unterstützen und ihnen bei Störungen Empfehlungen geben. Kotow leistet seit kurz vor Weihnachten Dienst auf der ISS, Surajew ist bereits seit Anfang Oktober dort. Außer ihnen sind derzeit die US-Astronauten Jeff Williams und Timothy Creamer sowie der Japaner Soichi Noguchi mit an Bord.


Quelle: SAT+KABEL
Titel: Astronauten der ISS twittern live aus dem Weltall
Beitrag von: SiLæncer am 23 Januar, 2010, 15:11
Anfang dieser Woche erhielt die Weltraumstation ISS eine Softwareupdate und hat von nun an "direkten" Zugang zum Internet. Unter anderem nutzen die Astronauten Twitter und haben dort bereits eine erste Meldung veröffentlicht.

Verfasst wurde der erste Tweet von ISS-Ingenieur Timothy Creamer. In seiner Meldung schreibt er: "Hallo Twitterverse! Wir twittern ab sofort live von der International Space Station (ISS) – das ist der erste Live-Tweet aus dem Weltall".

Die Astronauten Creamer, Jeff Williams und Soichi Noguchi möchten den Microblogging-Dienst nutzen, um künftig Informationen über das Leben im Weltall mit der Erde auszutauschen.

Bisher konnten die Astronauten nicht direkt auf Twitter zugreifen. Die jeweiligen Nachrichten mussten zunächst per E-Mail verfasst und an die Erde geschickt werden. Dort wurden sie sodann im Kontrollzentrum veröffentlicht.

Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA bezeichnet den Internetanschluss im Weltraum als "Crew Support LAN", teilte 'Techcrunch' mit. In erster Linie will man den Astronauten mit diesem Dienst eine Möglichkeit geben, besser mit Familie und Freunden kommunizieren zu können.

Diese Verbindung funktioniert allerdings nur wenn die Weltraumstation ISS im direktem Funkkontakt mit der Erde steht. Ist diese Voraussetzung erfüllt, so können die Astronauten per Laptop eine Netzwerkverbindung zu einem Computer auf der Erde herstellen und diesen per Remote-Funktion steuern.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: "Endeavour" startet zum letzten Mal
Beitrag von: SiLæncer am 28 Januar, 2010, 06:13
Die US-Raumfähre "Endeavour" soll am 7. Februar zu einer 13-tägigen Reise zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Wie die US-Weltraumbehörde NASA am Mittwoch mitteilte, handele es sich um den letzten Nachtstart eines Space Shuttle, bevor die Orbiter gegen Jahresende eingemottet werden. Während der Mission seien drei Außeneinsätze an der ISS geplant.

Die "Endeavour" soll zudem mit dem "Tranquility"-Modul das letzte aus den USA stammende Teil für die Internationale Raumstation liefern. Die Einheit bietet der Crew zusätzlichen Platz und beherbergt hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und Herstellung von Sauerstoff für die ISS-Bewohner. Das Modul verfügt zudem eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern. Mit der Installation von "Tranquility" ist die Raumstation zu rund 90 Prozent komplett.

Nach dem Flug der "Endeavour" mit sechs Astronauten an Bord soll es nur noch vier Flüge der legendären Raumfähren geben, der letzte voraussichtlich im September. Nach dem Ende der Shuttle-Flüge ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Es gilt, noch so viele schwere und große Ersatzteilen und Instrumente wie möglich mit den Raumfähren zur Internationalen Raumstation zu schaffen. Denn im Gegensatz zu den Shuttles können die Sojus-Transporter kaum große Lasten transportieren.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Raumtransporter tritt Reise zur Internationalen Raumstation an
Beitrag von: SiLæncer am 03 Februar, 2010, 10:58
Ein russischer Raumtransporter mit rund 2,7 Tonnen Nachschub ist am Mittwoch vom kasachischen Raumfahrtbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

Die unbemannte Kapsel vom Typ "Progress" hat auch wissenschaftliche Ausrüstungsgegenstände sowie Lebensmittel, Treibstoff und Briefe von Angehörigen der Raumfahrer im Gepäck. Das Modul koppele an diesem Freitag an der ISS an, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Auf der Internationalen Raumstation verrichten derzeit zwei Kosmonauten aus Russland sowie zwei US-Amerikaner und ein japanischer Astronaut ihren Dienst.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: NASA: Shuttle-Start "Endeavour" zur Raumstation ISS verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 07 Februar, 2010, 11:54
Schlechtes Wetter hat den geplanten Start des Space-Shuttle "Endeavour" mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS am Sonntag verhindert. Die Wolkendecke über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida sei dicker als für die Mission erlaubt, sagte ein Sprecher des NASA-Fernsehens im Internet. Ein neuer Versuch sei für diesen Montag, 4.14 Uhr Ortszeit (10.14 Uhr MEZ), geplant. Dies soll der letzte Nachtstart und die fünftletzte Reise eines Shuttle insgesamt sein: Die NASA will die Raumfähren gegen Ende dieses Jahres einmotten.

Die "Endeavour" soll ein neues Modul mit dem Namen "Tranquility" (Ruhe) zur ISS bringen. Es bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser sowie zur Herstellung von Sauerstoff. Am spektakulärsten aber: Das Modul hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern, die der Besatzung künftig wissenschaftliche Beobachtungen und natürlich schöne Blicke ins All gestattet. Für die Montage des Moduls, mit dem die Raumstation dann zu rund 90 Prozent komplett ist, sind insgesamt drei Außenbordeinsätze von Astronauten geplant.

Der letzte Flug einer Raumfähre ist voraussichtlich für September geplant. Danach ist die ISS für mehrere Jahre nur mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen - so lange, bis die USA über einen Shuttle-Nachfolger verfügen. Präsident Barack Obama setzt dabei nicht auf die NASA, sondern auf die Privatindustrie: Sie soll ein neues Transportmittel entwickeln und bauen. Die ISS soll nach Obamas Willen noch bis mindestens 2020 in Betrieb bleiben - das wäre fünf Jahre länger als ursprünglich geplant.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Letzter Nachtstart des Space-Shuttle ist geglückt - unterwegs zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2010, 13:23
Der Space-Shuttle "Endeavour" ist mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

Die Raumfähre hob am Montag um 4.14 Uhr Ortszeit (10.14 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Es sei ein brillanter Nachtflug, sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA. Ein Startversuch am Sonntag war wegen schlechten Wetters abgebrochen worden. Es war der letzte Nachtstart und die fünftletzte Reise eines Shuttle insgesamt.

Die NASA will ihre Raumfähren gegen Ende des Jahres einmotten. Die "Endeavour" bringt ein neues Modul zur ISS. Es hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern, bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Shuttle dockt an Internationale Raumstation an - drei Außeneinsätze
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2010, 12:18
Rendezvous im All: Nach knapp zwei Tagen Flug hat die US-Raumfähre "Endeavour" am Mittwochmorgen pünktlich um 6.06 mitteleuropäischer Zeit an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

Das teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit. Viel Zeit zum Verschnaufen haben die sechs Astronauten an Bord des Shuttles nicht. Bereits für die Nacht zum Freitag ist der erste von insgesamt drei Außeneinsätzen im All geplant. Es ist die fünftletzte Reise eines Shuttles insgesamt, dann mottet die NASA die legendären Raumfähren endgültig ein.

Die "Endeavour" bringt ein neues Modul namens "Tranquility" (Ruhe) zur ISS. Es hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern, bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff. Beim ersten Ausstieg beginnen die Astronauten Robert Behnken und Nicholas Patrick mit der Installation des Moduls. Der Außeneinsatz soll rund sechseinhalb Stunden dauern. Sind die Arbeiten an "Tranquility" abgeschlossen, ist die Raumstation zu etwa 90 Prozent komplett.

Knapp zwei Tonnen schwere Kuppel

Die Kuppel ist eineinhalb Meter lang, misst drei Meter im Durchmesser und wiegt fast zwei Tonnen. Fensterläden sollen das Spezialglas vor Meteoriteneinschlägen schützen, wenn niemand die Kuppel nutzt. Die "Endeavour" soll nach bisherigen Plänen am Sonntagmorgen gegen 4.00 Uhr MEZ zur Erde zurückkehren.

Kurz vor dem Andock-Mannöver machte die ISS-Besatzung am Mittwoch Fotos der "Endeavour". Spezialisten werten die Bilder mit Blick auf mögliche Schäden aus. Auf der Raumstation haben derzeit zwei US-Amerikaner, zwei russische Kosmonauten sowie ein japanischer Astronaut Dienst.


Quelle: SAT+KABEL
Titel: Space Shuttle "Endeavour": Zwei Mini-Schäden beschäftigen Nasa-Experten
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2010, 05:50
Ein Riss in einer Hitzeschutzkachel, ein hervorstehender Keramikring am Cockpit: Zwei kleinere Beschädigungen am Space Shuttle "Endeavour" beschäftigen derzeit die Nasa. Weil auf dem fünftletzten Shuttleflug nichts schiefgehen soll, wird die Angelegenheit jetzt näher untersucht.

(http://www.spiegel.de/images/image-57825-videopanoplayer-glgq.jpg)

Cape Canaveral - Bei der US-Weltraumbehörde Nasa ist man besonders wachsam, wenn es darum geht, den Zustand der alternden Space Shuttles zu überprüfen. Schuld daran ist das tragische Ende der Raumfähre "Columbia" im Jahr 2003, an dem ein beschädigter Hitzeschild Schuld war. Deswegen werden die Raumfähren mittlerweile routinemäßig beim Anlegen an der Internationalen Raumstation (ISS) inspiziert.

Derzeit analysieren Nasa-Experten zwei mögliche Beschädigungen, die bei der aktuellen Kontrolle des Shuttles "Endeavour" aufgefallen waren: ein Riss in einer Kachel des Hitzeschutzschilds und ein hervorstehender Keramikring am Cockpit. Beide seien vermutlich kein größeres Problem, sagte Nasa-Einsatzleiter LeRoy Cain. Man wolle sich die Sache aber genauer ansehen. In den kommenden drei Tagen soll festgelegt werden, ob die Schäden am Shuttle einen Außenbordeinsatz nötig machen.

Die "Endeavour" hat das letzte größere Modul "Tranquility" zum Ausbau der ISS an BordAuf dem Modul ist die Aussichtskuppel "Cupola" mit sieben Fenstern angebracht. Sie bietet den Langzeitbewohnern der ISS zusätzlichen Platz und verfügt über Systeme zur Aufbereitung von Wasser und Herstellung von Sauerstoff. Die Kuppel ist eineinhalb Meter lang, misst drei Meter im Durchmesser und wiegt fast zwei Tonnen. Fensterläden sollen das Spezialglas vor Meteoriteneinschlägen schützen, wenn niemand die Kuppel nutzt.

Bei einem Außeneinsatz in der Nacht zum Freitag sollen die Astronauten Robert Behnken und Nicholas Patrick mit der Installation des Moduls beginnen. Die Arbeiten sollen rund sechseinhalb Stunden dauern. Ist "Traquility" an seinem Platz, dann ist die Raumstation zu etwa 90 Prozent fertig gestellt.

Der aktuelle Flug der "Endeavour" zur ISS ist nach bisheriger Planung der fünftletzte Einsatz eines Shuttles: Im Herbst sollen die Fähren nach rund einem Vierteljahrhundert Dienst eingemottet werden. Dann werden die US-Astronauten einstweilen auf russische Taxi-Transporte ins All angewiesen sein. Moskau hat schon angekündigt, sich die "Sojus"-Tickets in Zukunft besser bezahlen lassen zu wollen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Shuttle-Astronauten bei erstem Arbeitseinsatz - sechseinhalb Stunden
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2010, 09:34
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" sind in der Nacht zum Freitag zum ersten Außeneinsatz der Mission ins All ausgestiegen.

Wichtigste Aufgabe für Robert Behnken und Nicholas Patrick ist es, mit der Installation eines neuen Moduls an der Internationalen Raumstation ISS beginnen, das der Space-Shuttle mitgebracht hatte. Für den anstrengenden Außeneinsatz sind sechseinhalb Stunden eingeplant.

Das Modul mit Namen "Tranquility" (Stille) soll mit einem Roboterarm aus der Ladebucht der Raumfähre gehoben und an den Platz manövriert werden, wo es mit der ISS verbunden wird. Behnken und Patrick beginnen dann mit dem Verkabeln der Einheiten.

"Tranquility" hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern, bietet den Langzeitbewohnern zusätzlichen Platz und verfügt über hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff. Mit der Installation des Moduls ist die Raumstation dann zu etwa 90 Prozent komplett. Für den "Anbau" sind drei Außeneinsätze der Astronauten vorgesehen. Die "Endeavour" soll am frühen Morgen MEZ des 21. Februar zur Erde zurückkehren.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Astronauten beginnen zweiten Ausstieg an der Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2010, 10:04
An der Internationalen Raumstation ISS haben zwei US-Astronauten mit einem erneuten Außeneinsatz begonnen. In rund 350 Kilometer Entfernung von der Erde begannen die beiden Astronauten Robert Behnken und Nicholas Patrick am Sonntag um 3.20 Uhr deutscher Zeit mit ihrem "Weltraumspaziergang". Hauptaufgabe ist es, eine Beobachtungsplattform an der Station zu verkabeln. Der Einsatz der beiden "Endeavour"-Astronauten soll rund sechseinhalb Stunden dauern, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Die Installation des neuen Moduls "Tranquility" war bereits mit einem ersten Außeneinsatz am Freitag begonnen worden. Auch ein dritter Einsatz ist notwendig. "Tranquility" ist der letzte große Schritt zur Ausbau der Station. "Tranquility" hat eine Aussichtskuppel mit sieben Fenstern. Sie bietet den ISS-Bewohnern mehr Platz. Zudem gibt es hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff.

Der Ausbau der ISS muss bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Dann nimmt die NASA nach einem Vierteljahrhundert ihre Shuttles außer Dienst, die als weltweit einzige bemannte Weltraumvehikel gelten, die auch sehr große und sperrige Güter zur ISS transportieren können. Nach der Rückkehr der "Endeavour" am 21. Februar sind vier weitere Shuttleflüge geplant. Im September, so der Zeitplan der NASA, werden die drei verbliebenen Raumfähren eingemottet.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Letzter ISS-Außeneinsatz der "Endeavour"-Astronauten - Arbeiten an Kuppel
Beitrag von: SiLæncer am 17 Februar, 2010, 09:18
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" sind in der Nacht zum Mittwoch zum dritten und letzten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen.

Robert Behnken und Nicholas Patrick sollten dabei die Außenarbeiten an dem neu installierten Modul "Tranquility" (Stille) und einer mit ihm verbundenen Aussichtskuppel abschließen. Für den anstrengenden Einsatz in der Schwerelosigkeit sind sechseinhalb Stunden angesetzt.

Die "Endeavour" hatte das Modul mitgebracht. "Tranquility" ist der letzte große Schritt zur Ausbau der Station. Es bietet den ISS-Bewohnern mehr Platz. Zudem gibt es hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und zur Herstellung von Sauerstoff. Die mit sieben Fenstern ausgestattete Kuppel hatte der Crew zuletzt Probleme bereitet, weil sie sich wegen eines falsch montierten Teils zunächst nicht wie geplant an ihrem vorgesehenen Ort installieren ließ. Die Schwierigkeiten konnten dann aber behoben werden.

Die US-Weltraumbehörde NASA verlängerte die Mission der "Endeavour" um einen Tag, damit die Besatzung mehr Zeit für die Einrichtung des neuen Moduls hat. Demnach wird die Raumfähre erst in der Nacht zu Samstag MEZ Richtung Erde aufbrechen. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral ist dann nach vorläufiger Planung für 04.20 Uhr am Montagmorgen MEZ vorgesehen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähre "Endeavour" wieder auf dem Weg zur Erde
Beitrag von: SiLæncer am 20 Februar, 2010, 10:33
Die US-Raumfähre "Endeavour" ist wieder auf dem Weg zur Erde. Der Space-Shuttle dockte planmäßig am Samstagmorgen um 1.54 Uhr MEZ von der Internationalen Raumstation ISS ab. Die Landung ist für den frühen Montagmorgen (MEZ) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant. "Wir sehen uns dann auf dem Planeten!", funkte die Bodenkontrolle an die sechsköpfige Shuttle-Mannschaft. Nach dieser Mission soll es nur noch vier Flüge der Raumfähren geben, bevor die Orbiter gegen Jahresende endgültig eingemottet werden.

Während des eineinhalbwöchigen Besuchs installierten die Crews bei drei Außeneinsätzen ein neues Modul an die Station, einschließlich einer Aussichtskuppel. Die ISS ist damit zu 90 Prozent komplett. Das Modul "Tranquility" (Stille) widmeten die Astronauten ihrem 1995 gestorbenen Kollegen Charles Lacy Veach, der Anfang der 90er Jahre an zwei Flügen der Raumfähre teilgenommen hatte. In die mit sieben Fenstern ausgestattete Aussichtskuppel legte die Besatzung ein Stück Mondgestein, dass die Apollo-11-Mission mitgebracht hatte.

"Tranquility" bietet den ISS-Bewohnern mehr Platz. Zudem beherbergt das Modul hochmoderne Systeme zur Aufbereitung von Wasser und Herstellung von Sauerstoff. Die Installation war lediglich von kleineren Problemen wie einem Ammoniak-Leck an einer Kühlleitung und einem falsch montierten Geländer begleitet worden. Die US- Weltraumbehörde NASA hatte die Mission der "Endeavour" um einen Tag, damit die Besatzung mehr Zeit für die Einrichtung des Moduls hat.

Die Raumfähre soll am Montagmorgen um 4.16 Uhr MEZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral landen. Die nächste Mission ist für den 5. April geplant. Space Shuttle "Discovery" soll dabei ein Mehrzweck-Logistikmodul mit zahlreichen Vorrichtungen für wissenschaftliche Tests zur Raumstation bringen. Die Ausrüstung ist für die verschiedenen Labors der ISS bestimmt.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Shuttle "Endeavour" gelandet - schlechtes Wetter bereitete Probleme
Beitrag von: SiLæncer am 22 Februar, 2010, 09:38
Die US-Raumfähre "Endeavour" ist nach über einwöchiger Reise wieder auf der Erde.

Der Shuttle mit sechs Astronauten an Bord landete pünktlich um 22.20 Ortszeit (4.20 Uhr MEZ) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Zunächst drohte schlechtes Wetter, einen Strich durch die Rechnung zu machen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Aufgabe der Mission war der weitere Ausbau der Internationalen Raumstation ISS.


Quelle: SAT+KABEL
Titel: Raumfähre "Discovery" startet am Montag als "Experiment-Express"
Beitrag von: SiLæncer am 02 April, 2010, 10:23
Es ist einer der letzten Flüge eines Space- Shuttle: Wenn die US-Raumfähre "Discovery" an diesem Montag um 12.21 Uhr MESZ mit sieben Astronauten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abhebt, wird es das atemberaubende Spektakel nur noch dreimal geben. Danach werden die legendären Arbeitspferde der Raumfahrt endgültig eingemottet. Bei dem nun anstehenden, 13-tägigen Flug soll sich der Orbiter abermals als Packesel nützlich machen - und mehr als zwölf Tonnen Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Weil viel Material für Forschungszwecke dabei ist, hat die Weltraumbehörde NASA die Mission kurzerhand "Experiment-Express" getauft. Im Mittelpunkt: eine Art weltall-tauglicher Möbelwagen namens "Leonardo". Darin transportiert werden unter anderem ein kleines Fitness-Studio für die ISS-Crew, ein mit Kameras, Sensoren und Scannern gespicktes Observations-Modul und mehrere, mit wissenschaftlichen Geräten und Experimenten vollgestopfte Gestelle für die Labors. Mit an Bord der "Discovery" sind auch vier neue Schlafkojen für die Station.

Diesmal nur drei Außeneinsätze

Mit drei Außeneinsätzen ist die Zahl der "Weltraumspaziergänge" bei dieser Mission überschaubar. Jeweils sechseinhalb Stunden sollen die anstrengenden Schichten dauern, bei denen die Spezialisten unter anderem einen Ammoniak-Tank installieren und eine japanische Experimentier-Vorrichtung an der Außenhaut der ISS abbauen und ins Innere bringen sollen. Die "Discovery" soll am 18. April zur Erde zurückkehren.

Der letzte Shuttle-Flug findet voraussichtlich im September statt. Danach ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus- Kapseln zu erreichen. Es gilt, bis dahin noch möglichst viele schwere und große Ersatzteile und Instrumente zur Station zu schaffen. Denn anders als die Shuttles können die Sojus-Transporter kaum große Lasten transportieren.

Seit Jahren gelten die Raumfähren als altersschwach und als Sicherheitsrisiko. Chronische Startverzögerungen der drei verbliebenen Vehikel "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" sind die Folge. Immer wieder gibt es Probleme mit Treibstofftanks oder Tanksensoren. Kein Wunder: Ein Teil der Technik stammt noch aus den 60er Jahren.

Neue Langzeitbesatzung zur ISS gestartet

Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist unterdessen am Freitag eine neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Rakete hob pünktlich um 06.04 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe ab. Das teilte die Flugleitung bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Sojus-Kapsel mit der US-Astronautin Tracy Caldwell-Dyson sowie den russischen Kosmonauten Michail Kornijenko und Alexander Skworzow soll am Sonntag an der ISS andocken. Die Rückkehr zur Erde ist für den 16. September geplant. Während des knapp sechsmonatigen Aufenthalts stehen zahlreiche wissenschaftliche Experimente auf dem Programm.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Raumfähre "Discovery" pünktlich zur ISS gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 05 April, 2010, 13:06
Es ist eine ihrer letzten Missionen: Die "Discovery" ist mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral pünktlich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Im Herbst wird die NASA das Shuttle-Programm einstellen. Bereits jetzt bewerben sich Museen um die besten Stücke.

"Ich zeige Ihnen mal ein paar Sachen in diesem Katalog. Sachen, die für uns interessant sind", sagt Valerie Neal, die in ihrem Büro im Air-and-Space-Museum sitzt. Gebannt guckt sie auf den Bildschirm ihres Computers.

Dort sind die mehr als 650 Objekte aus dem Shuttle-Programm zu sehen, die die NASA bisher den Museen in den USA angeboten hat. Vom Schraubenzieher übers Trimm-Dich-Fahrrad bis zu den drei verbliebenen Raumfähren ist alles dabei: "Wir möchten gerne die 'Discovery' haben", erzählt Neal.

"Du kannst mit der 'Discovery' viele Geschichten erzählen"

Die "Discovery" ist das älteste Modell in der Flotte der wiederverwendbaren Raumfähren: "Sie wird als letztes Shuttle außer Dienst gestellt, sie ist die meisten Missionen geflogen und die unterschiedlichsten. Du kannst mit ihr also viele verschiedene Geschichten erzählen", sagt Neal. Mit den Gegenständen aus dem Shuttle-Programm Geschichten und Geschichte zu erzählen, darum geht es dem Air-and-Space-Museum. "Hoffentlich bekommen wir einen gebrauchten Raumanzug. Einen Anzug, der für Ausflüge ins All benutzt wurde", ergänzt sie.

Ob sich dieser Wunsch erfüllt, ist fraglich. Die weißen Anzüge sind noch nicht reif fürs Museum. Sie werden in Zukunft weiter gebraucht - von den Bewohnern der Internationalen Raumstation ISS. "Aber wir besitzen jeden einzelnen Raumanzug, der in den Mercury-, Gemini-, Apollo- und Skylab-Programmen getragen wurde. Und jetzt keinen Raumanzug vom Shuttle zu haben, wäre fürchterlich aus historischer Sicht", lacht Neal.

Mit Klettverschluss und Klebeband gegen die Schwerelosigkeit

Die Kuratorin ist auch an kleinen Dingen interessiert, die den Einsatz der Space Shuttle begreifbarer machen, etwa an einem Schraubenzieher, auf dessen Bild sie zeigt. Am Klettverschluss um den Grifff erkennt Neal sofort, dass dieses eher schnöde Werkzeug tatsächlich im Weltraum war. Denn mit Klettverschluss und Klebeband versuchen die Astronauten in der Schwerelosigkeit Ordnung im Shuttle zu halten.

Und da ist noch etwas, das die Kuratorin gerne ausstellen würde: Shrimp-Cocktail, der mit Wasser in seine Ursprungsform gebracht wird. "Die Crew-Mitglieder lieben ihn, denn er ist würzig und wenn du im All bist, ist dein Kopf etwas verstopft und du schmeckst nicht so viel wie sonst", sagt die Kuratorin.

Transport eines Spaceshuttle kostet 28 Millionen Dollar

All diese Dinge werden auf der Nasa-Internetseite angeboten, die aussieht wie eine Mischung aus Ebay und Amazon. Die Dinge, die Valerie Neal für ihr Museum möchte, packt sie tatsächlich in einen virtuellen Einkaufskorb. Aber einen entscheidenden Unterschied zu Ebay und Amazon gibt es dann doch: "Die Nasa bietet alle Objekte umsonst an, zahlen muss man für Versand und Transport." Im Falle des Space Shuttle "Discovery" sind das immerhin schlanke 28 Millionen Dollar.

Quelle : www.tagesschau.de
Titel: Erste Panne bei Shuttle "Discovery" auf dem Weg zur Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 06 April, 2010, 19:09
Die US-Raumfähre "Discovery" ist kaum auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS, da gibt es schon die erste Panne: Eine wichtige Antenne streikt. Über die "Schüssel" werden sonst große Datenmengen zur Erde gesendet. Obwohl die Antenne auch Teil des Radarsystems ist, das der Space Shuttle zum Andocken an die ISS braucht, stehe dem für Mittwochmorgen deutscher Zeit geplanten Rendezvous im All nichts im Wege, teilte die US-Weltraumbehörde NASA am Dienstag mit. Auch sonst könne die Mission ohne die sogenannte Ku- Band-Antenne erfolgreich abgeschlossen werden.

Die anderen Kommunikationssysteme funktionierten tadellos, teilte die NASA weiter mit. Für das um 9.44 Uhr MESZ am Mittwochvormittag geplante Andocken stünden eine Reihe Ersatzsysteme bereit.

"Discovery" war am Montag Richtung ISS aufgebrochen

Die "Discovery" war am Montag Richtung ISS aufgebrochen. Die Raumfähre soll vor allem Material zum weiteren Ausbau der Station sowie zahlreiche Experimentiervorrichtungen ins All transportieren. Nach dieser Mission wird es nur noch drei weitere Shuttle-Starts geben, bevor die Raumfähren nach rund einem Vierteljahrhundert abgewrackt werden. Nach bisherigen Planungen der NASA ist der letzte Start am 16. September vorgesehen - dann ist die Shuttle-Ära zu Ende.

Für die "Discovery"-Astronauten sind drei Außeneinsätzen geplant. Jeweils sechseinhalb Stunden sollen die anstrengenden Einsätze dauern, bei denen die Spezialisten unter anderem einen Ammoniak-Tank installieren und eine japanische Experimentier-Vorrichtung an der Außenhaut der ISS abbauen und ins Innere bringen sollen. Die "Discovery" soll am 18. April zur Erde zurückkehren.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: "Discovery" dockt an
Beitrag von: SiLæncer am 07 April, 2010, 17:37
Frauenpower im Weltall und ein Rendezvous mit Hindernissen: Zwei Tage nach dem Bilderbuchstart ist die US-Raumfähre "Discovery" an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Das Manöver gelang am Mittwoch um 9.44 Uhr MESZ in 362 Kilometer Höhe über der Karibik, teilte die US-Raumfahrtehörde NASA mit. Allerdings musste die siebenköpfige Crew auf den Dienst einer wichtigen Antenne verzichten, die zum Radarsystem für das Koppelmanöver gehört. Die Antenne war kurz nach dem Start ausgefallen.

Insgesamt befinden sich nach der Shuttle-Ankunft 13 Raumfahrer auf dem "Außenposten der Menschheit". Bei dem Einsatz dominiert Frauenpower: Drei weibliche "Discovery"-Mitglieder treffen in der ISS auf ihre Kollegin Tracy Caldwell-Dyson. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt sind damit vier Frauen zur gleichen Zeit im All.

Und noch eine Premiere: Erstmals arbeiten zwei japanische Astronauten im Orbit zusammen. Viel Zeit hat die "Discovery"-Crew nicht. Insgesamt sind drei Außeneinsätze geplant - der erste am Freitag. Dann sollen während eines sechseinhalbstündigen Ausstiegs die Astronauten Rick Mastracchio und Clayton Anderson sich auch um die Installation eines Ammoniak-Tanks kümmern und eine japanische Experiment-Vorrichtung an der Außenverkleidung der ISS abbauen.

Die "Discovery" war am Ostermontag zur ISS gestartet und soll am 18. April zur Erde zurückkehren. Nach dieser Mission wird es nur noch drei weitere Shuttle-Starts geben, bevor die Raumfähren nach rund einem Vierteljahrhundert abgewrackt werden. Nach bisherigen Planungen der NASA ist der letzte Start am 16. September 2010 vorgesehen - dann ist die Shuttle-Ära zu Ende.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Erster Außeneinsatz der "Discovery"-Mission abgeschlossen - Arbeit an Tank
Beitrag von: SiLæncer am 09 April, 2010, 16:49
Erfolgreicher erster Außeneinsatz von Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" an der Internationalen Raumstation ISS: Innerhalb von sechseinhalb Stunden im All bewältigte das Duo Clay Anderson und Rick Mastracchio am Freitag nicht nur das geplante Programm, sondern bereitete bereits weitere Arbeiten vor.

Die beiden Astronauten begannen während des Einsatzes unter anderem mit dem Auswechseln eines Ammoniak-Tanks und ersetzten ein ausgefallenes Gyroskop zum Navigieren der Station durch ein neues.

Bis der Shuttle am 16. April wieder abdockt, stehen für die Astronauten noch zwei weitere Außeneinsätze an, der nächste bereits an diesem Sonntag. Am Donnerstag hatten "Discovery"-Crewmitglieder mit dem Ausladen eines Containers angefangen, den die Raumfähre mitgebracht hat. Er enthält acht Tonnen an Ausrüstungs- und Versorgungsgütern sowie eine Vielzahl von Experimenten.

Die "Discovery" soll am 18. April zur Erde zurückkehren. Nach dieser Mission wird es nur noch drei weitere Shuttle-Starts geben, bevor die Weltraumvehikel nach rund einem Vierteljahrhundert eingemottet werden. Nach bisherigen Planungen ist der letzte Start am 16. September vorgesehen - dann ist die Ära der Shuttles zu Ende.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Letzter Außeneinsatz der "Discovery"-Astronauten - Arbeiten an Tank
Beitrag von: SiLæncer am 13 April, 2010, 11:21
Zum dritten und letzten Mal sind zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" zu einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS ins All ausgestiegen.

Für Rick Mastracchio und Clayton Anderson geht es am Dienstag vor allem darum, den komplizierten Austausch eines leeren Ammoniaktanks abzuschließen. Zudem sollen sie unter anderem Schutzvorrichtungen gegen Mini-Meteoriten an einer Druckschleuse abbauen. Der anstrengende "Weltraumspaziergang" soll sechseinhalb Stunden dauern.

Der zweite Außeneinsatz hatte deutlich länger gedauert als geplant, weil sich Bolzen an dem Ammoniaktank als widerspenstig erwiesen. Einige Arbeiten mussten auf Dienstag verschoben werden. Bereits 57 Minuten früher als geplant machten sich die Astronauten an die Arbeit.

Die US-Weltraumbehörde NASA entschied zudem, die "Discovery" einen Tag länger als geplant im Weltraum zu lassen. Grund ist die Überprüfung des Hitzeschildes der Raumfähre. Laut NASA gebe es aber keinen Verdacht, dass Hitzekacheln ernsthaft beschädigt sein könnten. Die Landung der "Discovery" ist nunmehr für 14.54 Uhr MESZ am 19. April auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant - nach einer dann 14-tägigen Reise.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Europäisches ISS-Versorgungsraumschiff ist startklar
Beitrag von: SiLæncer am 13 April, 2010, 19:46
Die Reise beginnt für "Johannes Kepler" im Mai. Die erste Etappe führt den Weltraumtransporter jedoch noch nicht ins All, sondern zunächst über den Atlantik nach Kourou in Französisch-Guayana, wo er auf dem  europäischen Weltraumbahnhof für seine eigentliche Aufgabe vorbereitet wird: den Flug zur Internationalen Raumstation (ISS), die in etwa 350 Kilometer Höhe die Erde umkreist. Der Start ist für Mitte Dezember vorgesehen. Bei EADS Astrium nahm man den bevorstehenden Abschied aus Europa aber zum Anlass, die Presse schon jetzt in das Werk Bremen einzuladen. Dort konnten die Journalisten noch einmal einen Blick auf das Raumschiff werfen, das Olivier de la Bourdonnaye, ATV-Programmmanager bei EADS Astrium, mit den Worten pries, es sei das "am weitesten entwickelte Vehikel, das je in Europa entworfen und gebaut wurde".

(http://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/4/3/7/01e57c4a261a1877.jpeg)
Dieser Sensor leistet die Hauptarbeit beim Andocken an die Raumstation – die Abweichung darf nicht mehr als zehn Zentimeter betragen.

Das nach dem deutschen Astronomen und Zeitgenossen Galileo Galileis benannte Frachtraumschiff ist das zweite ATV (Automated Transfer Vehicle), das zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegt. Das erste brachte im März 2008 Ausrüstungsgüter zum Forschungskomplex im Orbit und war auf den Namen "Jules Verne" getauft. Die Namen sind alles andere als unwichtig: Sie bringen die Rangfolge der Nationen in der europäischen Raumfahrt zum Ausdruck und sind daher entsprechend umkämpft. An der Spitze steht demnach Frankreich, gefolgt von Deutschland. Das dritte ATV trägt den Namen des italienischen Physikers und Raumfahrtpioniers Eduardo Amaldi (1908-1989). Über ATV-4 und -5, die bis 2015 auf jeden Fall noch fliegen sollen, dürfte hinter den Kulissen bereits heftig gerungen werden.

(http://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/4/3/7/b52ee4caece085da.jpeg)
Der Integrated Cargo Carrier (ICC) ist der eigentliche Frachtraum des ATV. Er wird erst in Kourou mit der Antriebs- und Kontrolleinheit verbunden, weil die Montagehalle in Bremen dafür zu niedrig ist.

Neben dem Weltraumlabor "Columbus", das im Februar 2008 an die ISS andockte, sind die ATVs Europas wichtigster Beitrag zum multinationalen Raumfahrtprojekt. Der reibungslose Erstflug von "Jules Verne" ließ das internationale Ansehen der europäischen Raumfahrt deutlich steigen. Und so gaben sich die Vertreter von EADS Astrium, der europäischen Weltraumorganisation (ESA) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch jetzt bei der Präsentation des ATV-2 "Johannes Kepler" wenig Mühe, ihren Stolz zu verbergen.

Es ist ja auch nicht so, dass sich die Ingenieure auf ihren Lorbeeren ausgeruht hätten. 130 Verbesserungsvorschläge seien nach der gründlichen Analyse der ersten ATV-Mission formuliert worden, sagt Nico Dettmann, Leiter des ATV-Produktionsprogramms bei der ESA. Daraus gingen 30 technische Veränderungen hervor, die beim ATV-2 umgesetzt wurden. Diese Veränderungen betreffen nicht nur das eigentliche ATV, sondern auch Einrichtungen am Boden oder die Organisation der Arbeitsabläufe. Sie sind auch nicht unbedingt Reaktionen auf Unzulänglichkeiten des ATV-1, sondern sind teilweise durch Änderungen an der Raumstation erzwungen, die in der Zwischenzeit vorgenommen wurden.

Als gravierendste Fehlfunktion beim Flug vom ATV-1 "Jules Verne" nannte Dettmann ein Versagen der Druckregelung im Antriebssystem, das jedoch automatisch erkannt und durch ein Reservesystem aufgefangen wurde. Nach einer Analyse des Fehlers konnte das betroffene System noch am gleichen Tag wieder in Betrieb genommen werden. Das ATV-2 "Johannes Kepler" wurde jedoch mit veränderten Druckreglern ausgestattet.

(http://www.heise.de/imgs/18/5/0/7/4/3/7/a770731b1b8219cb.jpeg)
Das ATV "Jules Verne" nähert sich der Raumstation ISS.

Die wichtigen Systeme sind beim ATV dreifach vorhanden. Eine solche "doppelte Redundanz" ist bei unbemannten Raumfahrzeugen eigentlich nicht üblich. Da das ATV aber an die bemannte Raumstation andockt, ist es nach den Sicherheitskriterien für bemannte Raumfahrt ausgelegt.

Sicherheit und Genauigkeit seien die treibenden Kräfte bei der Entwicklung gewesen, sagt de la Bourdonnaye. Insbesondere der vollautomatische Andockvorgang erfolgt mit äußerster Vorsicht und in mehreren Etappen. Wenn sich das ATV bis auf 30 Kilometer angenähert hat und sich noch auf einer 5 Kilometer niedrigeren Umlaufbahn als die ISS befindet, wird der direkte Funkkontakt zur Raumstation hergestellt. Bei 3,5 Kilometer Entfernung wird ein erster Stopp mit Sicherheitsprüfung durchgeführt, dann noch einmal bei 249 Meter Entfernung, wenn auf die Nahbereichssensoren umgeschaltet wird. In 19 Meter Entfernung wird geprüft, ob die optische Zielmarkierung auf dem ATV korrekt erkannt wird. Jetzt wird die Geschwindigkeit relativ zur ISS von 50 auf 7 Zentimeter pro Sekunde reduziert. Das ATV weicht weniger als 10 Zentimeter vom vorgesehen Zielpunkt ab, bei "Jules Verne" betrug die Abweichung sogar lediglich 1,7 Zentimeter. Der Andockvorgang erfolgt vollkommen automatisch, kann von der Crew der ISS aber jederzeit abgebrochen werden.

Zu den Verbesserungen bei "Johannes Kepler" zählt auch die Möglichkeit, in letzter Minute noch begrenzte Mengen von Ausrüstung zu laden. Damit lässt sich zum Beispiel auf kurzfristig aufgetretenen Bedarf auf der ISS reagieren. Bis zu 28 Cargo Transfer Bags (CTBs) mit einer Gesamtmasse von maximal 700 Kilogramm können noch kurz vor dem Start im ATV verstaut werden.

Ein besonderer Vorzug des ATV zeigt sich aber erst, wenn es entladen ist: Es ist dann der ruhigste Bereich der Raumstation, in der ansonsten ein ständiger Lärmpegel von etwa 60 dB herrscht. Zwei russische Kosmonauten sollen sich daher mal zur Nachtruhe ins ATV zurückgezogen haben. Das war natürlich nicht erlaubt, unter anderem weil das ATV nicht für den nötigen Strahlungsschutz ausgelegt ist. Aber wer hätte sie daran hindern sollen?

Um für eine Standpauke mal eben zur ISS zu fliegen, bräuchte man ein geeignetes Raumschiff. Das ließe sich auf Grundlage des ATV durchaus entwickeln. Überlegungen und erste Studien dazu gibt es auch bereits. Der erste Schritt könnte darin bestehen, das ATV rückkehrfähig zu machen, um Fracht auch von der ISS zur Erde transportieren zu können. Bislang wird das ATV abgekoppelt, nachdem es seine Aufgaben erfüllt hat, und verglüht in der Atmosphäre. Auf der Tagung der europäischen Raumfahrtminister im November 2008 wurde beschlossen, die Untersuchungen zu Wiedereintrittstechnologien, die für die sichere Rückkehr notwendig sind, fortzusetzen, zunächst bis 2011. Wie es aber danach weitergehen soll und ob Europa jemals ein eigenes Raumschiff für menschliche Passagiere entwickeln wird, ist nach wie vor offen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Raumfähre "Discovery" kommt nach Hause
Beitrag von: SiLæncer am 18 April, 2010, 13:10
Die US-Raumfähre "Discovery" kehrt von einem ihrer letzten Einsätze zurück. Nach einem knapp zweiwöchigen Aufenthalt im All dockte das Weltraumtaxi am Samstag mit einem Tag Verspätung von der Internationalen Weltraumstation ISS ab. Das siebenköpfige Team hat einen arbeitsreichen Besuch hinter sich, unter anderem drei "Weltraumspaziergänge" mit kniffeligen technischen Missionen. "Wir haben hier oben viel Arbeit geleistet" sagte Astronaut Rick Mastracchio vor dem Abflug. "Wir freuen uns, bald nach Hause zu kommen." Am Montag (19. April, 14.51 MESZ) soll der Shuttle in Cape Canaveral (Florida) landen.

Zusammen mit seinem Kollegen Clay Anderson hatte Mastracchio drei Außeneinsätze von jeweils sechseinhalb Stunden im All absolviert. Unter anderem tauschten die erfahrenen Weltraumspezialisten einen Ammoniak-Tank vom "Rückgrat" der ISS aus und ersetzten ein ausgefallenes Gyroskop zum Navigieren der Station. Dabei wurden sie von einer Reihe technischer Probleme auf Trab gehalten. Erst fiel eine wichtige Antenne aus, dann machten klemmende Bolzen Schwierigkeiten, und schließlich bereitete den Astronauten noch ein Kühlsystem auf der ISS Kopfzerbrechen.

Schließlich ließ die NASA die "Discovery" einen Tag länger als geplant im All, weil der Hitzeschild noch einmal überprüft werden musste. Normalerweise wird dieser Schutzschild direkt nach dem Abdocken noch einmal fotografiert und von Sensoren abgetastet. Die Daten werden dann über eine Shuttle-Antenne zur Überprüfung an die Bodenzentrale weitergeleitet. Doch eben diese Antenne war ausgefallen, und so mussten die Informationen vor dem Abdocken zur Erde geschickt werden.

Noch drei Mal sollen die Raumfähren zur ISS pendeln, bevor sie nach rund einem Vierteljahrhundert eingemottet werden. Dann ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Es gilt, noch so viele schwere und große Ersatzteile und Instrumente wie möglich mit den Raumfähren ins All zu schaffen. Denn anders als die Shuttles können die Sojus-Transporter kaum große Lasten transportieren. Nach bisherigen Planungen ist der letzte Shuttle-Start für den 16. September vorgesehen - dann heißt es: Bye, bye, US-Shuttles.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: "Discovery"-Landung verschoben - schlechtes Wetter über Cape Canaveral
Beitrag von: SiLæncer am 19 April, 2010, 15:14
 Schlechtes Wetter erschwert die Rückkehr der US-Raumfähre "Discovery". Eine erste Landemöglichkeit für Montag 8.48 Uhr Ortszeit (14.48 Uhr deutscher Zeit) musste verschoben werden, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Der nächste Versuch, auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida niederzugehen, sei für 10.27 Uhr Ortszeit (16.27 Uhr MESZ) vorgesehen. Der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord war zwei Wochen unterwegs, um die Weltraumstation ISS weiter auszubauen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: NASA: Letzte Landung der Raumfähre "Discovery" erneut verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 20 April, 2010, 14:52
Die Landung der US-Raumfähre "Discovery" ist am Dienstag erneut verschoben worden. Wegen ungünstiger Wetterbedingungen soll der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord nun frühestens um 15.08 (MESZ) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida niedergehen.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA teilte mit, eine erste Option für 07.43 Uhr Ortszeit (13.43 Uhr MESZ) sei verworfen worden, weil es am Landeort zu neblig und regnerisch war. Bereits am Montag waren wegen der schlechten Wetterlage zwei Landemöglichkeiten verschoben worden. Die NASA erklärte, notfalls könne das Weltraumtaxi auch noch in Kalifornien herunterkommen. Es hat einen gut zweiwöchigen Aufenthalt im All hinter sich.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: US-Raumfähre hat Landung geschafft
Beitrag von: ritschibie am 20 April, 2010, 16:28
Landung mit Hindernissen: Die US-Raumfähre "Discovery" ist mit einem Tag Verspätung am Dienstag wieder sicher auf der Erde gelandet.

Um 15.08 Uhr MESZ kam das Weltraumtaxi nach 15 Tagen im All heil auf seinem Heimatbahnhof Cape Canaveral in Florida an. Wegen schlechten Wetters mussten die sieben Astronauten an Bord ihre Landung seit Montag mehrfach verschieben. Der Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS war einer der letzten für die Shuttle-Flotte der NASA.

Wegen Regens und Nebels war die "Discovery"-Landung seit Montagfrüh (Ortszeit) mehrmals verschoben worden. Nach den NASA-Richtlinien dürfen Shuttles nicht im Regen landen, weil unter anderem befürchtet wird, dass dies den Hitzeschild beschädigt. Das "Discovery"-Team hatte gut sieben Tonnen Material zur Internationalen Weltraumstation ISS gebracht. Die Astronauten haben dort auch in drei Außeneinsätzen Reparaturen ausgeführt.

Noch drei Mal sollen NASA-Raumfähren zur ISS pendeln, bevor sie nach rund einem Vierteljahrhundert eingemottet werden. Dann ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Es gilt, noch so viele schwere und große Ersatzteile und Instrumente wie möglich mit den Raumfähren ins All zu schaffen. Denn anders als die Shuttles können die Sojus-Transporter kaum große Lasten transportieren. Nach bisherigen Planungen ist der letzte Shuttle-Start für den 16. September vorgesehen.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Space Shuttle: "Atlantis" startet zur letzen Dienstreise
Beitrag von: SiLæncer am 14 Mai, 2010, 16:29
Ein letztes Mal soll sie noch abheben: Die US-Raumfähre "Atlantis" startet am Freitagabend zur Internationalen Raumstation. Danach geht's aufs Altenteil - jedenfalls wenn bei den zwei folgenden Shuttle-Missionen nichts schiefläuft.

Washington - Einmal, ein letztes Mal, muss sie noch der Extrembelastung standhalten, die ein Weltraumflug mit sich bringt. Dann, nach voraussichtlich zwölf Tagen im All, darf sie endlich in den verdienten Ruhestand. Am Freitagabend um 20.20 Uhr MESZ soll die US-Raumfähre "Atlantis" vom Kennedy Space Center zu ihrem 32. Einsatz starten. Es ist der Anfang vom Ende des Space-Shuttle-Programms.

Allerdings wird man bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa vorerst nicht viel Zeit zum Trauern haben. Bis zum geplanten Ende der Shuttle-Ära im November gilt es noch wichtige Fracht zur Internationalen Raumstation (ISS) zu schaffen. Die Mission STS-124 der "Atlantis" werde sein wie jede andere auch, meint Ken Ham, der voraussichtlich letzte Kommandant einer "Atlantis"-Crew. Jeder Shuttle-Flug sei wichtig, sagte er vor dem Start, um dann doch ein wenig Rührung zu zeigen: "Diese unglaubliche Maschine hat so viel für die Menschheit geleistet, dass ich nicht weiß, wie ich es beschreiben soll."

Die "Atlantis" - in der Nasa-Sprache heißt sie nüchtern OV-104 - hat tatsächlich mehrfach Raumfahrtgeschichte geschrieben, nachdem sie die Flotte der Nasa im April 1985 komplettierte. Schon der Jungfernflug am 3. Oktober 1985 war ein Spezialauftrag der US-Regierung. Die Raumfähre sollte, so ist es überliefert, heimlich zwei Kommunikationssatelliten in die Erdumlaufbahn befördern. Die sonst so auskunftsfreudige Nasa verhängte über den Premierenflug eine Nachrichtensperre, um den Erzfeind in der Sowjetunion im Dunkeln zu lassen.

Die Ironie der Geschichte wollte es, dass ausgerechnet die "Atlantis" später auserkoren wurde, ein entscheidendes Bindeglied der russisch-amerikanischen Zusammenarbeit im Weltraum zu werden. Als erste US-Raumfähre dockte sie 1995 an der russischen Raumstation "Mir" an. Sechs weitere Male besuchte sie den ehemaligen Gegner im All. Elf Ausflüge wird sie nach ihrer letzten Mission zur ISS unternommen haben.

Nachtanken im All ist ausgeschlossen

Die "Atlantis" war 1989 auch das erste Shuttle, das Raumsonden ins All transportierte. Sie schickte "Magellan" und "Galileo" auf ihre Reisen zur Venus und zum Jupiter, von wo sie bedeutende Bildaufnahmen und Kartierungen lieferten. Ebenso aufsehenerregend war, wie "Atlantis"-Astronauten im vergangenen Jahr das Weltraumteleskop "Hubble" reparierten. Und auch die deutsche Raumfahrt hat Bekanntschaft mit der "Atlantis" gemacht. Der Transporter hievte 2008 das hauptsächlich in Bremen entwickelte europäische Weltraumlabor "Columbus" mit dem Astronauten Hans Schlegel an Bord zur ISS.

Neben ihren beiden noch aktiven Schwesterschiffen "Discovery" und "Endeavour" gilt die "Atlantis" als echter Lastesel. Sie ist gut 37 Meter lang und hat an ihrer breitesten Stelle einen Umfang von fast 24 Metern. Das maximale Startgewicht: mehr als hundert Tonnen, ein Viertel davon Fracht. Allerdings ist sie nicht so ausdauernd wie die anderen Shuttles. Ihr fehlt ein Anschlusskabel für die Solarstromanlage der ISS. Das bedeutet, dass sie nach zwei Wochen auf jeden Fall zur Erde muss. Nachtanken ausgeschlossen.

Ursprünglich sollte die Raumfähre schon 2008 auf ihre letzte Reise gehen. Doch wegen des absehbaren Endes des Shuttle-Programms ließ die Raumfahrtbehörde die "Atlantis" einfach weiter fliegen. Beim Start gibt es inzwischen besondere Vorsichtsmaßnahmen - und immer ein wenig Angst, dass sich ein Unglück ereignen könnte, wie zuvor bei der 1986 explodierten "Challenger" und der 2003 abgestürzten "Columbia".

Am 26. Mai, dem voraussichtlichen Datum ihrer Rückkehr zur Erde, kommt die "Atlantis" aber nicht direkt aufs Abstellgleis. Bis zum allerletzten Flug im Shuttle-Programm - die Nasa rechnet mit November - bleibt sie im Dienst. Als Ersatzflieger, der ausrücken müsste, falls die Crew eines anderen Shuttle im Weltall Probleme bekommt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle "Atlantis" zum letzten Flug ins All gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 15 Mai, 2010, 08:52
Abschiedsflug von Orbiter OV-104: Die US-Raumfähre "Atlantis" ist mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation gestartet. Es ist die letzte Mission des Space Shuttles, entsprechend groß war der Zuschauerandrang am Weltraumbahnhof Cape Canaveral.

Washington - Auf die Minute pünktlich und ohne Probleme ist die US-Raumfähre "Atlantis" zu ihrem letzten Flug ins All gestartet. "Exakt wie geplant", so die Bodenkontrolle, hob der Space Shuttle am Freitag um 20.20 Uhr MESZ mit sechs Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Die 32. Mission der "Atlantis" ist nach Angaben der Raumfahrtbehörde Nasa auf zwölf Tage angelegt, in denen die aus Männern bestehende Crew - fünf Amerikaner und ein Brite - drei Außeneinsätze haben wird. Der Shuttle soll unter anderem ein russisches Forschungsmodul, Ersatzteile und Vorräte zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Rund 9000 Zuschauer im Kennedy Space Center wurden bei bestem Wetter Augenzeugen des Bilderbuchstarts. Die Karten waren nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa innerhalb einer halben Stunde vergriffen.

Der Abschiedsflug des Orbiters OV-104 nach 25 Dienstjahren läutet das Ende des amerikanischen Space-Shuttle-Programms ein. Die Nasa beendet es voraussichtlich im November, weil die Raumfähren ihr technisches Lebensende erreicht haben. Bis dahin sind nur noch zwei Shuttle-Missionen geplant - je eine für die "Endeavour" und die "Discovery". Die ISS wird danach vorerst nur noch mit russischen "Sojus"-Kapseln zu erreichen sein, die anders als die Shuttles kaum große Lasten transportieren können.

Hauptaufgabe der 132. Shuttle-Mission der Nasa ist dementsprechend, die Raumstation für die Zeit danach vorzubereiten. "Wir bringen Ersatzteile nach oben, von denen wir glauben, dass sie der ISS nachhaltig dienen werden", sagte der Manager des Space-Shuttle- Programms, John Shannon. Zu dem tonnenschweren schweren Gepäck zählt auch ein sieben Meter langes Fracht- und Kopplungsmodul "Rasswet" (Morgenröte), das der ISS-Besatzung mehr Platz verschaffen und die Ankopplung von "Sojus"-Raumschiffen und unbemannten "Progress"- Transportern ermöglichen soll.

Bei ihren Außeneinsätzen will die vom Kommandanten Ken Ham geführte "Atlantis"-Mannschaft unter anderem Ersatzteile installieren und sechs Batterien an der Solaranlage wechseln. Der erste Einsatz ist für Montag geplant, nur einen Tag, nachdem die "Atlantis" an die ISS angedockt haben soll.

Die "Atlantis", die mit 37 Metern Länge und einem Umfang von 24 Metern als Lastesel gilt, ist seit Oktober 1985 im Einsatz. 1995 war sie der erste US-Shuttle, der an der russischen Weltraumstation "Mir" andockte, 1989 der erste, der Raumsonden ins All transportierte. 2008 brachte die "Atlantis" das maßgeblich in Bremen entwickelte europäische Weltraumlabor "Columbus" mit dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord zur internationalen Raumstation. Nach ihrem letzten Flug soll sie zunächst als Ersatz für die anderen Shuttle zur Verfügung stehen, um danach an ein Museum verkauft zu werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: Abschiedsbesuch der "Atlantis" bei Internationaler Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2010, 17:52
Es ist ihr letzter Flug: Die Raumfähre "Atlantis" hat an der Internationalen Raumstation ISS festgemacht. Die Astronauten bringen Vorräte mit, sie müssen sich dreimal ins All abseilen - und ein Kabel entwirren.

Zwei Tage nach dem problemlosen Start hat die US-Raumfähre "Atlantis" am Sonntag zum letzten Mal an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Die sechs Astronauten - fünf Amerikaner und ein Brite - bringen unter anderem Ersatzteile und Vorräte mit. Im Laderaum haben sie zwölf Tonnen Ausrüstungsmaterial für die ISS. Zudem hat der Shuttle das russische Forschungsmodul "Rasswet" im Gepäck, das die ISS vergrößern soll. Es ermöglicht die Ankopplung von russischen "Sojus"-Raumschiffen und unbemannten "Progress"-Transportern.

Nach dem Ende des Shuttle-Programms wird die ISS nur noch mit russischen "Sojus"-Kapseln zu erreichen sein, die kaum große Lasten transportieren können. Hauptaufgabe der 132. Shuttle-Mission der Nasa ist entsprechend, die Raumstation für die Zeit danach vorzubereiten. Bis zur geplanten Abkopplung am kommenden Sonntag will die Crew des Kommandanten Ken Hamdrei drei Außeneinsätze unternehmen. Dabei wollen die Astronauten unter anderem sechs Batterien an der Solaranlage wechseln.

Bereits am Montag wollen sich Garrett Reisman und Stephen Bowen ins All abseilen, um eine Antenne und eine Lagerplattform an der ISS zu montieren. Zudem planen sie, ein Kabel zu entwirren, das sich an einem Ausleger der "Atlantis" verfangen hatte. Wegen des Wirrwarrs musste eine Inspektion des Raumschiffes am Wochenende abgebrochen werden.

Mögliche Rettungseinsätze

Die "Atlantis" ist auf ihrem Abschiedsflug nach 25 Dienstjahren. Die Nasa beendet voraussichtlich im November ihr Shuttle-Programm, weil die Raumfähren ihr technisches Lebensende erreicht haben. Aktuell sind nur noch zwei Shuttle-Missionen geplant, je eine mit der "Endeavour" und der "Discovery". "Im Namen aller Entwicklungs-, Fertigungs- und Startteams, die seit März 1980 für 'Atlantis' gearbeitet haben, wünschen wir viel Glück und ein bisschen Spaß dort oben", sagte Nasa-Flugdirektor Mike Leinbach.

Bis zum Ende des Programms soll die "Atlantis" als Ersatzflieger für mögliche Rettungseinsätze bereitstehen; danach kommt sie ins Museum. Es sei denn, US-Präsident Barack Obama überlegt es sich noch anders: Falls doch mal auf der ISS die Vorräte ausgehen sollten, dann könne das Shuttle auch noch eine weitere Mission fliegen, sagte der Nasa-Direktor für die bemannte Raumfahrt, William Gerstenmaier, nach dem Start. "Das Vehikel sieht aus, als sei es in wirklich guter Verfassung."

Gerstenmaier hofft für Juni auf eine Entscheidung zu einer möglichen weiteren Mission. Angesichts der zusätzlichen Kosten von bis zu einer Milliarde Dollar müsse das grüne Licht dazu voraussichtlich von US-Präsident Barack Obama selbst kommen, sagte Gerstenmaier. Doch auch dann sei ein neuerlicher Einsatz nicht vor Juni 2011 möglich.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Raumstation ISS : Pannen verlängern ersten "Atlantis"-Außeneinsatz
Beitrag von: SiLæncer am 18 Mai, 2010, 12:09
Erfolg nach sieben Stunden Plackerei: Zwei Astronauten des Space Shuttles"Atlantis" haben ihren ersten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation erfolgreich beendet. Allerdings machte das Material gleich mehrfach Ärger.

Es gab einige kleine Pannen, aber am Ende waren alle zufrieden: Zwei Astronauten des Space Shuttles "Atlantis" haben am Montag knapp siebeneinhalb Stunden lang außen an der Internationalen Raumstation (ISS) gearbeitet. Sie brachten unter anderem eine neue Antenne und eine neue Plattform für Ersatzteile an. Der Außeneinsatz dauerte rund eine Stunde länger als geplant, weil Garrett Reisman und Steve Bowen es unter anderem mit einem Stromausfall und einem widerspenstigen Kabel zu tun hatten.

Es fing schon kurz nach dem Ausstieg an, als die Astronauten mit der Installation der Antennenschüssel begannen. Ein Stromproblem mit einem von drei ISS-Kommandocomputern zwang Reisman und Bowen zu einer kurzen Pause, weil wichtige Videokameras am Kranarm der Station vorübergehend keinen Strom bekamen. Dann quälten sich die Astronauten bei der Antennenmontage mit einem überraschenden Spalt zwischen dem Antennen-Arm und der Schüssel ab: Die Teile ließen sich einfach nicht ohne Zwischenraum zusammensetzen, und so wurden sie erst einmal provisorisch festgezurrt.

Auch wollte sich ein Antennenkabel partout nicht anschließen lassen - es gelang schließlich, aber das Manöver kostete zusätzliche Zeit. Dazwischen musste Bowens Raumanzug mit neuem Sauerstoff betankt werden, um die Verlängerung des Außeneinsatzes zu ermöglichen. So erhielt "Dextre", der kanadische Roboterarm außen am amerikanischen "Destiny"-Labor, schließlich eine neue Plattform für Ersatzteile, und die Astronauten bereiteten die Installation frischer Batterien vor. Während der insgesamt zwölftägigen "Atlantis"-Mission sind noch zwei weitere Außeneinsätze geplant.

Am Dienstag soll das neue russische Forschungsmodul "Rasswet" ("Morgendämmerung") per Roboterarm an die ISS umgesetzt werden. Die rund fünf Tonnen schwere Hightech-Röhre erweitert mit ihren fünf Arbeitsplätzen und modernen Ausrüstungen die Forschungskapazitäten des russischen Segments erheblich.

Letzter Flug nach 25 Dienstjahren

Die "Atlantis" war am Freitag mit sechs Astronauten an Bord ins All gestartet. Sie ist auf ihrem Abschiedsflug nach 25 Dienstjahren. Die Nasa beendet voraussichtlich im November ihr Shuttle-Programm, weil die Raumfähren ihr technisches Lebensende erreicht haben. Derzeit sind nur noch zwei Shuttle-Missionen geplant, je eine mit der "Endeavour" und der "Discovery". "Im Namen aller Entwicklungs-, Fertigungs- und Startteams, die seit März 1980 für 'Atlantis' gearbeitet haben, wünschen wir viel Glück und ein bisschen Spaß dort oben", sagte Nasa-Flugdirektor Mike Leinbach.

Bis zum Ende des Programms soll die "Atlantis" als Ersatzflieger für mögliche Rettungseinsätze bereitstehen; danach kommt sie ins Museum. Es sei denn, US-Präsident Barack Obama überlegt es sich noch anders: Falls doch mal auf der ISS die Vorräte ausgehen sollten, dann könne das Shuttle auch noch eine weitere Mission fliegen, sagte der Nasa-Direktor für die bemannte Raumfahrt, William Gerstenmaier, nach dem Start.

Er hofft für Juni auf eine Entscheidung zu einer möglichen weiteren Mission. Angesichts der zusätzlichen Kosten von bis zu einer Milliarde Dollar müsse das grüne Licht dazu voraussichtlich von US-Präsident Barack Obama selbst kommen, sagte Gerstenmaier. Doch auch dann sei ein neuerlicher Einsatz nicht vor Juni 2011 möglich.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Bauarbeiten im All - Russen haben neues Raumstation-Modul
Beitrag von: SiLæncer am 19 Mai, 2010, 08:58
Neues Zimmer für die Weltall-WG: Astronauten haben ein neues russisches Mini-Modul an die Internationale Raumstation angebaut. Es soll mehr Platz für Forschungsarbeiten bieten und das Ankoppeln von Raumschiffen erleichtern. Diesmal fiel die Montage leichter als beim ersten Außeneinsatz.

Die Internationale Raumstation ISS ist am Dienstag gewachsen. In enger Zusammenarbeit zwischen Astronauten und Kosmonauten ist das russische Forschungsmodul "Rasswet" ("Morgendämmerung") aus der Ladebucht der US-Raumfähre "Atlantis" an den Frachtblock "Sarja" ("Sonnenaufgang") umgesetzt worden. Die Astronauten Garrett Reisman und Piers Sellers steuerten das Manöver, das mit Hilfe von Roboterarmen erfolgte, per Computer aus dem Inneren der Raumfähre und der ISS.

Mit "Rasswet", das fünf hochmoderne Arbeitsplätze bietet, erweitern sich die wissenschaftlichen Kapazitäten des russischen Segments erheblich. Zudem verfügt das Modul über einen Kopplungsstutzen für die automatischen "Progress"-Frachter und die bemannten "Sojus"-Raumschiffe.

"Rasswet" hat eine Masse von rund fünf Tonnen, ist sechs Meter lang und misst 2,20 Meter im Durchmesser. Auf dem Flug zur ISS waren im Inneren und außen noch rund drei Tonnen Nachschub und Ersatzteile verstaut, darunter auch für den europäischen Roboterarm ERA, der erst 2012 zur ISS kommt. Die wissenschaftliche Ausrüstung für die überwiegend medizinischen, geophysikalischen, biologischen und Werkstoffkunde-Experimente in dem Modul soll nach und nach auf die Umlaufbahn gebracht werden.

Es war das erste Mal, dass die US-Raumfahrtbehörde Nasa ein russisches Modul zur ISS gebracht hat. Eine russische Sojus-Rakete hatte im November vergangenen Jahres einen ähnlichen Anbau zur Raumstation transportiert. Für Mittwoch ist ein weiterer Außenbordeinsatz von Astronauten der "Atlantis" geplant, die auf ihrem letzten Flug im All ist. Dabei sollen Batterien der ISS ersetzt werden.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: "Atlantis" beendet letzten Einsatz
Beitrag von: SiLæncer am 24 Mai, 2010, 07:04
Die US-Raumfähre "Atlantis" hat ihren letzten Besuch auf der Internationalen Raumstation (ISS) beendet und legte planmäßig von der Raumstation ab. Die Rückkehr zur Erde ist für den 26. Mai geplant.

Das Space-Shuttle legte am 23. Mai planmäßig um 17.22 Uhr (MESZ) wieder von der ISS ab, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Vor der Rückkehr soll die "Atlantis" noch rund 90 Minuten um die Raumstation kreisen und aus einer Entfernung von 200 Metern Fotos von der ISS machen.

Die Landung in Cape Canaveral (Florida) ist für 14.48 MESZ am 26. Mai geplant. Wie die dpa berichtet, war dies wahrscheinlich das letzte Rendezvous des Space-Shuttle "Atlantis“ mit der ISS. Nur noch zwei Missionen zur ISS sind vorgesehen – je eine der "Endeavour" und der "Discovery". Im November werden die Space-Shuttle eingemottet.

Hauptziel der Reise war der weitere Ausbau der Station. Die ISS erhielt ein neues russisches Forschungs- und Andockmodul. Bei insgesamt drei Außeneinsätzen wechselten Astronauten außerdem sechs Sonnensegel-Batterien aus und installierten eine neue Antenne zur Kommunikation mit der Erde.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: "Atlantis" sicher gelandet
Beitrag von: SiLæncer am 27 Mai, 2010, 10:39
Die US-Raumfähre "Atlantis" ist von ihrem letzten Flug ins All zurückgekehrt. Sie landete nach einer Zwölf-Tage-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) auf dem Weltraumbahnhof in Florida.

Um 14.48 Uhr (MESZ) landete die Raumfähre nach ihrem 32. und vermutlich letzten Flug auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral, teilte die US-Raumfahrbehörde NASA mit. Die "Atlantis" war insgesamt 25 Jahre im Dienst, im November soll das Shuttle-Programm der NASA eingestellt werden und die Space-Shuttle im Museum landen.

Die "Atlantis" war am 14. Mai zu ihrer Abschiedsmission aufgebrochen. Die sechsköpfige Crew brachte das russische Forschungsmodul (MIM-1) "Rasswet" (Morgendämmerung) sowie tonnenweise Ersatzteile und Versorgungsgüter auf die ISS. Bei drei Ausstiegen in den freien Raum wurden unter anderem sechs neue Batterien und eine Ku-Band-Antenne montiert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ISS-Mission: Drei Raumfahrer kehren mit Sojus zur Erde zurück
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2010, 09:09
Nach 161 Tagen im All haben sich drei Raumfahrer aus den USA, Russland und Japan in der Nacht zum Mittwoch von der Internationalen Raumstation ISS verabschiedet.

Sie bestiegen eine Sojus-Kapsel, um den Rückflug zur Erde anzutreten. Die Luken zwischen den ISS und der Sojus seien bereits geschlossen, teilte das russische Flugleitzentrum nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Die Raumkapsel soll um 5.24 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe landen. Der Kosmonaut Oleg Kotow war gemeinsam mit dem US-Astronauten Timothy Creamer sowie dem Japaner Soichi Noguchi im Dezember 2009 zur ISS gestartet. Am 16. Juni soll ein Sojus-Raumschiff mit den drei neuen Bordingenieuren Doug Wheelock, Shannon Walker und dem Russen Fjodor Jurtschichin vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS starten.

Bis dahin halten die Kosmonauten Alexander Skworzow, der von Kotow das Kommando übernahm, und Michail Kornijenko sowie die NASA-Astronautin Tracy Caldwell-Dyson alleine Wache.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: NASA will Shuttle-Abschied verschieben - Entscheidung im Juli
Beitrag von: SiLæncer am 26 Juni, 2010, 17:48
Der für Ende des Jahres geplante Abschied von den amerikanischen Space-Shuttles könnte sich verzögern. Die US- Raumfahrtorganisation NASA prüfe, die letzten beiden Flüge der Raumfähren ins Weltall zu verschieben, berichteten US-Medien am Samstag.

Der für den 16. September angesetzte Start der "Discovery" soll erst Ende Oktober stattfinden. Die allerletzte Shuttle-Mission, eine Reise der "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS, würde dann nicht im November, sondern erst Ende Februar kommenden Jahres beginnen. Die NASA benötigt nach eigenen Angaben mehr Vorbereitungszeit für die letzten Missionen. Eine Entscheidung über die neuen Termine soll im Juli fallen.

Die NASA will die drei Shuttles einmotten, weil sie ihr technisches Lebensende erreicht haben. Die "Atlantis" hatte bereits im Mai ihren offiziellen Abschiedsflug. Nach dem Ende der Ära wird die ISS vorerst nur noch mit russischen "Sojus"-Raketen zu erreichen sein.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Letzter Shuttle-Start doch auf Februar 2011 verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2010, 07:12
Die Ära der Space-Shuttle geht erst im kommenden Jahr zu Ende - ein paar Monate später als geplant.

Wie die NASA am Donnerstag mitteilte, soll die Raumfähre "Discovery" ihre letzte Reise nun am 1. November beginnen und "Endeavour" am 26. Februar 2011 zum Abschiedsflug aufbrechen. Die "Atlantis" hat ihn bereits absolviert. Eigentlich sollten die veralteten Raumfähren im Herbst eingemottet werden.

Aber die "Discovery" soll auf ihrer letzten Tour wichtige Ausrüstung zur Internationalen Raumstation ISS transportieren, und weil die Anfertigung dieser Hardware-Teile länger dauert als geplant, musste der Shuttle-Start von September auf November verschoben werden. Das wiederum zwang zur Verlegung der "Endeavour"-Reise von November auf Ende Februar.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Panne bei der NASA - Raumschiff fliegt an ISS vorbei statt anzudocken
Beitrag von: SiLæncer am 03 Juli, 2010, 11:22
Ein unbemannter Versorgungstransporter ist kurz vor dem Andocken an die Internationale Raumstation ISS außer Kontrolle geraten. Der russische Raumfrachter "Progress 38" habe die ISS bei seinem Anflug aus unbekanntem Grund um rund drei Kilometer verfehlt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Freitag (Ortszeit) mit.

Der Autopilot des Weltall-Vehikels habe eine halbe Stunde vor der geplanten Andockzeit plötzlich versagt. Für die ISS-Kosmonauten sei es zu spät gewesen, die manuelle Kontrolle über den Frachter zu übernehmen, um ihn ins Ziel zu lotsen. Der Transporter "Progress 38" war am Mittwoch ins All gestartet, um rund zweieinhalb Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung auf die ISS zu bringen.

Der Vorfall sei für die sechsköpfige Besatzung der Raumstation ungefährlich gewesen. "Die Crew berichtete, wie sie die "Progress" vorbeidriften sah", sagte ein NASA-Sprecher. Ingenieure müssten nun die Ursache des Problems ermitteln, damit ein neuer Andockversuch innerhalb der kommenden 48 Stunden gestartet werden könne. Erst Anfang Mai sei bei einem Schwesterschiff ein Navigationsfehler beim Andocken aufgetreten, berichtete das Fachmedium "Space.com".

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Zweiter Andock-Versuch für Raumfrachter heute Abend
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2010, 14:12
Beim ersten Versuch ging das Andockmanöver der Progress 38 an die internationale Raumstation ISS gestern Abend noch deutlich daneben – um rund 3 km. Kein falsch rechnender alter Pentium war aber daran schuld, sondern Fernsehsignale. Nach Auskunft des russischen Raumfahrtkontrollzentrums haben die Signale des neu eingerichteten Videoübertragungssystems TORU das automatische Rendezvous-System gestört. Über TORU hätte der russische Kosmonaut Alexander Skvorstov die Progress 38 an das Service-Modul Zvezda notfalls von Hand per Joystick andocken können. Das wird jetzt für den zweiten Versuch abgeschaltet und voll auf das automatische Rendezvous-System "Kurs" vertraut. Das Andock-Manöver soll heute am amerikanischen Unabhängigkeitstag um 12:10 EDT (18:10 MEZ) stattfinden.

Quelle : www.heise.de
Titel: TV-Signale störten ISS-Frachtraumschiff
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juli, 2010, 11:00
TV-Signale haben zu einer Panne beim Andockmanöver eines unbemannten Transportraumschiffes an die Internationale Raumstation ISS geführt. "Progress 38" flog etwa drei Kilometer an der ISS vorbei.

Fernsehsignale haben das Andockmanöver eines unbemannten All-Transporters an die "Internationale Raumstation" (ISS) verhindert. Der russische Raumtransporter "Progress 38" hatte nach Angaben der Nasa am Freitagabend die ISS beim ersten Andockversuch um etwa drei Kilometer verfehlt.

Der russische Kommandant der ISS, Alexander Skworzow, wollte das Andockmanöver mit dem TV-System Toru in Echtzeit verfolgen. Toru störte aber den Autopiloten und der Transporter flog vorbei. Beim zweiten Andockmanöver funktionierte die Automatik wieder. "Progress 38" brachte etwa 2,6 Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung zur ISS.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: TV-Signale störten ISS-Frachtraumschiff
Beitrag von: berti am 05 Juli, 2010, 17:08
probleme mit dvb oder tvsignalen : da gibt es dieses deutschsprachige forum, dort wird geholfen ;D

Eventuell sollte man die russen mal dezent drauf hinweisen, das im DVBcube ne menge spezialisten beheimatet sind ;D


Titel: Re: TV-Signale störten ISS-Frachtraumschiff
Beitrag von: Jürgen am 05 Juli, 2010, 23:23
Unsereins spricht kein Russisch.
Und es fehlt das grosse geschirmte Labor, um beide Systeme gründlich gegeneinander zu testen.

Es ist allerdings sehr verwunderlich, dass das die Beteiligten offenbar auch nicht getan haben.

Sparsamkeit am falschen Platz oder blosse Dummheit? Immerhin sind Menschenleben und Abermilliarden gefährdet, auch wenn man diesen Eindruck aktuell zu vermeiden sucht.
Was eine Abweichung von drei Kilometern verursachen kann, das könnte sicherlich auch eine von "nur" drei Metern bewirken. Und das wäre dann wirklich fatal.
Die grosse Kursabweichung lässt auf eine Systembeeinflussung schon aus ziemlich grosser Entfernung schliessen.
Also hilft ganz bestimmt keine graduelle Verbesserung am System, z.B. durch eine abgeänderte Verkabelung, Filterung o.ä.
Sonst wäre mit einer Beeinträchtigung erst viel später zu rechnen, bei einer so geringen Distanz, dass eine unberechenbare Kollision die Folge sein könnte.
Man beachte den umgekehrt quadratischen Zusammenhang von Distanz und Feldstärke, sowie die wohl kaum fest koordinierte Ausrichtung der TV-Antenne relativ zur Anflugrichtung.

So bleibt wohl nur regelmässiges Abschalten der Störquelle. Und zwar wirklich jedesmal, also überwacht oder besser gleich zwangsläufig, z.B. bei'm Aktivieren des entsprechenden Bordsystems der ISS.
Ich nehme dafür 'mal an, dass die automatische Annäherung technisch nicht nur vom Transporter aus betrieben wird, sondern die Station auch Komponenten dafür betreibt.
Immerhin müsste der Transporter abgehalten werden können, falls die angesteuerte Koppeleinrichtung noch belegt wäre oder beispielsweise gerade gewartet würde.

Allerdings erinnere ich mich vage, dass es einen ähnlichen Vorfall früher schon einmal gegeben haben muss, ebenfalls einen automatischen russischen Transporter betreffend, der zu einer Kollision mit nicht geringen Schäden geführt hat. Ob das an der MIR oder schon an der ISS war, entsinne ich nicht. Ich gehe allerdings davon aus, dass die russiche Technik an dieser Stelle noch weitgehend die gleiche sein dürfte.
Das verwendete System deshalb sofort komplett zu ersetzen, kommt wahrscheinlich nicht infrage, würde Jahre und zusätzliche Milliarden erfordern.
Und ohne die zur Ausmusterung anstehenden Shuttles stände man da oben dann im wortwörtlichen Sinne bald ganz auf dem Trockenen...
Titel: Mal wieder Klo auf supermoderner Internationaler Raumstation defekt
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2010, 09:19
Erst verfehlte ein unbemannter Raumtransporter die Internationale Raumstation ISS, jetzt ist auf dem Außenposten der Menschheit 350 Kilometer über der Erde eine der Toiletten defekt.

Wegen der Störung des 19 Millionen US-US-Dollar (rund 15 Millionen Euro) teuren Klos im US-amerikanischen Teil der ISS müssten die US- Astronauten "öfter als sonst" zum WC im russischen Modul. Das sagte ein Mitarbeiter des Flugleitzentrums bei Moskau am Dienstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti.

Sollte auch das russische Örtchen kaputt gehen, bestehe aber kein Grund zur Panik: Im angekoppelten "Sojus"-Raumschiff stehe ein drittes WC zur Verfügung, sagte er.

(http://www.satundkabel.de/images/stories/news/2010_Bilder/iss_raumstation_toilette.png)
(Bild: National Geographic)

Die Toilette im US-Teil der ISS war bereits im Januar defekt gewesen, weil damals das angeschlossene Aufbereitungssystem eine ungewöhnlich hohe Kalzium-Konzentration nicht verarbeiten konnte. Die 200 Millionen Euro teure Anlage wandelt Urin in Trinkwasser um. Die US-Raumfähre "Endeavour" musste seinerzeit Ersatzteile mit ins All bringen. Alle Toiletten an Bord stammen aus russischer Produktion.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Nächste Panne auf der ISS: Auch Sauerstoffanlage ist defekt
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juli, 2010, 11:32
Die Pannenserie auf der Internationalen Raumstation ISS reißt nicht ab: Im US-amerikanischen Teil der Anlage sei außer der Toilette auch die Sauerstoffversorgung ausgefallen. Das sagte ein Mitarbeiter des Flugleitzentrums bei Moskau am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax.

Eine Gefahr für die Raumfahrer bestehe jedoch nicht, da der russische Teil des Moduls bei der Versorgung helfen könne. Zudem stünden in einem "Sojus"-Raumschiff, das derzeit an der ISS angekoppelt ist, weitere Atemluftbehälter zur Verfügung, hieß es.

Auf dem Außenposten der Menschheit rund 350 Kilometer über der Erde ist derzeit auch die 19 Millionen US-Dollar (rund 15 Millionen Euro) teure Toilette im US-amerikanischen Teil defekt. Allerdings stehen im russischen Teil des Moduls sowie auf der "Sojus" zwei weitere Örtchen bereit. Die Störung der Sauerstoffversorgung ist das dritte Ärgernis für die Raumfahrer innerhalb weniger Tage: Am vergangenen Wochenende konnte das russische Versorgungsschiff "Progress 38" überraschend erst im zweiten Versuch ankoppeln.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Internationale Raumstation ISS von Trümmern bedroht - Notfallplan
Beitrag von: SiLæncer am 23 Juli, 2010, 19:44
Drei Jahre nach der Zerstörung eines chinesischen Satelliten im All bedrohen die Trümmer die Internationale Raumstation ISS. Der Weltraumschrott passiere die Station in der Nacht zum Samstag in bedrohlicher Nähe, teilte das Flugleitzentrum bei Moskau am Freitag mit.

(http://www.satundkabel.de/images/stories/news/2010_Bilder/iss_raumstation.jpg)

Für ein Ausweichmanöver der ISS sei es zu spät. "Sollte es gefährlich werden, ziehen sich die sechs Besatzungsmitglieder in die beiden "Sojus"-Kapeln zurück, die an die Station angekoppelt sind", sagte ein Sprecher nach Angaben der Agentur Interfax. Man gehe derzeit von einer "mittleren Gefährdung" der ISS aus, die in rund 350 Kilometern Höhe über der Erde fliegt.

In den vergangenen Jahren hatte das Flugleitzentrum in Moskau sowie die US-Weltraumbehörde NASA die ISS öfter zu Ausweichmanövern wegen Weltraumschrotts angewiesen. Zu größeren Schäden kam es bisher aber noch nicht.

Der 1999 ins All gebrachte chinesische Wettersatellit "Feng Yun" ("Wind und Wolken") war 2007 von Peking spektakulär mit einer Mittelstreckenrakete unbrauchbar gemacht worden. In der Geschichte der Raumfahrt war es das erste bekannte Mal, dass eine vom Boden gestartete Rakete einen Satelliten in der Umlaufbahn zerstörte.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Startprobleme für private Raumtransporter
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2010, 12:05
Der US-Kongress hat das Budget für die Entwicklung eines kommerziell betriebenen Raumtransport-Systems drastisch zusammengestrichen. Die Unternehmen, die ein Nachfolgemodell für das Space Shuttle entwickeln sollen, haben zudem mit technischen Problemen zu kämpfen, berichtet Technology Review.

Die Industrie für den ISS-Pendelverkehr einzuspannen, war eine der wesentlichen Empfehlungen des so genannten Augustine-Komitees gewesen, das im vergangenen Jahr das bemannte Raumfahrtprogramm der NASA einer kritischen Revision unterzogen hatte. Vor sechs Monaten hatte die Obama-Regierung dazu einen Budget-Entwurf vorgelegt, der bis 2015 sechs Milliarden Dollar vorsieht, um die Entwicklung privater Raketensysteme zu unterstützen. Der Plan stieß jedoch von Anfang an auf heftigen politischen Widerstand.

Die Kongress-Vorschläge, die nun auf dem Tisch liegen , stutzen diesen Betrag drastisch zusammen: Des Handelsausschusses des US-Senats hatte am 15. Juli zwar das Gesetz über die NASA-Finanzierung für 2011 bis 2013 gebilligt – für die kommerzielle bemannte Raumfahrt gibt der Ausschuss in diesem Zeitraum aber nur 1,3 Milliarden Dollar frei statt der von der Obama-Regierung geforderten 3,3 Milliarden. Der Ausschuss für Wissenschaft und Technik im US-Repräsentantenhaus, der über das Gesetz eine Woche später beriet, will noch weniger bewilligen: 150 Millionen Dollar in den kommenden drei Jahren für die Entwicklung neuer Transportsysteme selbst und 300 Millionen Dollar für Kreditbürgschaften, damit die privaten Raumfahrtfirmen sich anderswo eine Finanzierung besorgen können.

Zwei von der NASA stark favorisierten Unternehmen sollten vordringlich einen Ersatz für die demnächst außer Dienst gestellten Space Shuttles bereitstellen: Bei SpaceX hat die Nasa für 1,6 Milliarden Dollar zwölf Versorgungsflüge zur ISS in Auftrag gegeben, 133 Millionen pro Flug. Orbital Sciences erhält für acht Versorgungsflüge sogar 1,9 Milliarden Dollar.

Doch SpaceX, der bei weitem günstigste Anbieter, kämpft mit technischen Schwierigkeiten. Das Unternehmen, gegründet 2002 von Elon Musk, dem Co-Erfinder des Internet-Bezahlsystems PayPal, entwickelt weitgehend in Eigenregie eine Orbitalrakete unter dem Namen „Falcon“. Die erste Raketenstufe soll nach ihrem Ausbrennen geborgen und wiederverwendet werden – wie genau das funktionieren soll, darüber schweigt sich das Unternehmen aus. Auch das von SpaceX entwickelte „Dragon“-Raumschiff soll mit Fallschirmen zurück auf die Erde schweben und vollständig wiederverwendbar sein. Die Falcon 9 absolvierte ihren ersten Flug Anfang Juni zwar erfolgreich, doch aus dem Recycling der ersten Stufe wurde nichts – sie verglühte beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. SpaceX-Chef Elon Musk ließ offen, wie das Problem gelöst werden könnte. Drei Falcon-9-Testflüge mit einer Dragon-Kapsel sollten zudem noch bis Jahresende stattfinden; beim dritten Flug muss die Kapsel an die ISS ankoppeln. Doch kürzlich verschob SpaceX zwei Flüge auf 2011.

Orbital Sciences entwickelt seit 2008 die „Taurus-II“-Rakete und den „Cygnus“-Raumtransporter. Beide Komponenten sind Weiterentwicklungen bereits flugerprobter Hardware – Taurus basiert auf abgerüsteten Interkontinentalraketen, die zylindrische Cygnus-Kapsel ist eine verkleinerte Version eines Frachtcontainers, den die Nasa in der Ladebucht des Space Shuttles einsetzt. Cygnus soll zwei Tonnen Nutzlast zur ISS bringen können. Ein erster Test für Cygnus und Taurus-II ist für Mitte 2011 geplant.

Quelle : www.heise.de
Titel: Alarm in der Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 02 August, 2010, 10:11
Alarm in der Internationalen Raumstation ISS: Nach dem Ausfall eines Kühlsystems musste die Stromversorgung für eine Reihe von Instrumenten gekappt werden. Dadurch sollte eine Überhitzung verhindert werden, teilte die NASA mit.

Die US-Raumfahrtbehörde betonte am Sonntag aber zugleich, dass für die ISS-Dauerbesatzung keinerlei Gefahr bestehe. Alle wichtigen Funktionen liefen problemlos. Die Behörde plant nun zwei Außenbordeinsätze zur Reparatur des Systems. Der erste ist für Donnerstag ins Auge gefasst, der andere könnte dann zwei bis drei Tage später stattfinden. Das nötige Ersatzteil liegt in der ISS parat.

Der Außenposten im All verfügt über zwei Kühlsysteme. Sie arbeiten getrennt, aber wenn eines nicht funktioniert, kann die Elektronik an Bord der Station nicht auf vollen Touren laufen: Dazu entsteht beim Betrieb der Instrumente und Geräte zu viel Hitze. Am Samstag fiel die Pumpe am System A plötzlich aus, Alarm wurde ausgelöst. Die NASA entschloss sich, unter anderem zwei der vier Gyroskope abzuschalten - Instrumente, die helfen, die ISS auf Kurs zu halten. Gekappt wurde auch der Strom für verschiedene Computer- und Kommunikationssysteme.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Kaputtes Kühlsystem: Nasa verschiebt ISS-Reparatur
Beitrag von: SiLæncer am 06 August, 2010, 11:54
Nur nichts überstürzen: Die Nasa schiebt die geplante Reparatur des defekten Kühlsystems auf der Internationalen Raumstation noch etwas auf. Die Astronauten sollen mehr Zeit bekommen - um sich auf das komplizierte Manöver im All vorzubereiten.

Houston - Normalerweise nimmt sich die US-Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa mindestens zwei Wochen Zeit, um Außeneinsätze auf der Internationalen Raumstation (ISS) vorzubereiten. Doch diesmal sollte es schnell gehen - aber eben nicht zu schnell, wie die Raumfahrtmanager nun entschieden haben.

Die Nasa hat die Reparatur des Kühlsystems im amerikanischen Segment der ISS verschoben. Die beiden Außenbordeinsätze zum Austausch einer defekten Ammoniakpumpe sollen nun statt am Freitag erst am Samstag und am kommenden Donnerstag stattfinden.

Man brauche mehr Zeit, um das komplizierte Manöver vorzubereiten, heißt es bei der Nasa. Der Einsatz sei bereits in einer Trockenübung in einem Labor im US-Bundesstaat Texas simuliert worden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun den US-Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson übermittelt werden.

Die beiden sollen bei einem ersten Außeneinsatz die defekte Pumpe des Kühlsystems ausbauen. Dann müssen sie ein 355 Kilogramm schweres Ersatzteil über eine Strecke von etwa zehn Metern auf die andere Seite der Anlage bringen, um es dort einzubauen. Bei dem ebenfalls schwierigen zweiten Außeneinsatz soll nach Angaben der Nasa die Ersatzpumpe vollständig an das Kühlsystem angeschlossen werden.

Einer der beiden Kühlkreisläufe im amerikanischen Teil der Raumstation war am vergangenen Wochenende ausgefallen. Zwei Versuche, sie wieder in Gang zu setzen, scheiterten. Die sechsköpfige ISS-Besatzung sei durch die Panne aber nicht gefährdet, versicherte die Nasa. Die Kühlung der elektrischen Systeme und Avionik wird inzwischen durch den zweiten Kreislauf gewährleistet. Allerdings musste eine ganze Reihe von Geräten vorübergehend abgeschaltet werden, um ihn nicht zu überlasten.

Ohne die Wärme- und Kühlsysteme würden auf der Sonnenseite der ISS nach Angaben der Nasa Temperaturen von 121 Grad Celsius herrschen. Auf der von der Sonne abgewandten Seite würde das Thermometer bei minus 157 Grad stehen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Acht-Stunden-Einsatz: Astronauten müssen ISS-Reparatur abbrechen
Beitrag von: SiLæncer am 08 August, 2010, 15:19
Bei einem der schwierigsten Arbeitseinsätze im All ist den Astronauten der Internationalen Raumstation ISS am Samstag ein Austauschmanöver vorerst missglückt. Weil Ammoniak austrat, wurde die wichtige Reparatur erneut verschoben.

Washington/Cape Canaveral - Acht Stunden und drei Minuten befanden sich Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson außerhalb der Raumstation ISS, um den Austausch eines defekten Teils vorzubereiten. Schwerstarbeit mit einem hammerähnlichen Werkzeug, die auch kleinere Pausen notwendig machte. Und dann scheiterte der riskante Einsatz nach einer rekordverdächtigen Dauer.

Da während des Manövers ein Leck auftrat, konnten die Astronauten nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa nicht alle vorgesehenen Aufgaben durchführen. Beim Entfernen der letzten von vier Leitungen sei plötzlich giftiges Ammoniak ausgeströmt. Die Astronauten mussten diese deshalb wieder anstöpseln und den Arbeitsort reinigen. Zwischenzeitlich bestand auch die Sorge, dass die giftige Kühlflüssigkeit auf die Raumanzüge geraten war. Als Wheelock und Caldwell in den Außenposten der Menschheit im Weltall zurückkletterten, fanden sie jedoch keine Rückstände.

In Gefahr ist die Besatzung - drei russische Kosmonauten und drei US-Astronauten - wegen der Verzögerung nicht. Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern sollen. Eines davon war am Samstag vergangener Woche ausgefallen. Seitdem sind in der ISS aus Vorsicht einige Geräte abgeschaltet. Die Temperaturen an der wichtigsten Schaltstelle sind laut Nasa etwas höher als normal, aber im zulässigen Bereich. Kritisch werde es nur, wenn auch das zweite Kühlsystem ausfalle, bevor das erste repariert sei.

Deswegen soll die komplizierte Operation möglichst bald fortgesetzt werden. Das Ziel des Einsatzes war, den Austausch der defekten Pumpe so weit wie möglich vorzubereiten. Die Reparatur gilt als so knifflig, dass noch ein weiterer Ausstieg geplant ist - nach aktuellem Stand für kommenden Mittwoch. Im nächsten Schritt muss das 355 Kilogramm schwere Ersatzteil über eine Strecke von etwa zehn Metern transportiert werden, um es dann einzubauen.

Die ISS-Besatzung hatte gehofft, mit den Arbeiten schon viel weiter zu sein. Schon der Weltraumspaziergang vom Samstag hatte sich um einen Tag verzögert, weil man den Astronauten für ihre Vorbereitungen mehr Zeit hatte geben wollen. Nach dem Zwischenfall will die Nasa das weitere Vorgehen noch einmal überdenken.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Erfolgreicher Außeneinsatz: Astronauten kommen ISS-Reparatur näher
Beitrag von: SiLæncer am 12 August, 2010, 09:20
Nach mehreren Rückschlägen haben die Astronauten der Internationalen Raumstation einen wichtigen Erfolg zu vermelden: Sie konnten eine defekte Pumpe abmontieren - Ende der Woche soll ein finaler Einsatz die Probleme mit dem ISS-Kühlsystem endlich beheben.

Washington/Cape Canaveral - Und wieder von vorne: Ein erster Reparaturversuch an der Raumstation ISS war vor wenigen Tagen nach rekordverdächtigen acht Stunden gescheitert. Die Wiederholung des komplizierten Manövers dauerte jetzt mit über sieben Stunden fast ebenso lange, diesmal hatten die Astronauten Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson jedoch Erfolg.

Es gelang ihnen am Mittwoch, ein defektes Modul abzumontieren, das am 31. Juli zum Ausfall eines wichtigen Kühlsystems geführt hatte. Das Teil, das in Form und Größe einer Badewanne ähnelt, wurde dann mit Hilfe des ISS-Roboterarmes sicher auf einer Vorrichtung außen an der ISS verstaut.

Anschließend begann das amerikanische Duo mit den Vorbereitungen auf das "Finale": Es entfernte Bolzen an einer Vorratsplattform, auf der insgesamt vier Reservepumpen untergebracht sind. Eine von ihnen soll das abmontierte Teil ersetzen. Die Reparatur ist insgesamt hochkompliziert, weil die Leitungen fest angeschlossen und die Pumpen sehr unförmig sind.

Mindestens ein weiterer Einsatz ist notwendig. Der nächste soll nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa frühestens am Sonntag erfolgen.

Der erste Versuch, das defekte Teil zu entfernen, hatte unterbrochen werden müssen, weil plötzlich mehr als ein Kilogramm giftiges Ammoniak aus einem Leck ausgeströmt war. Diese Komplikationen hatten zum längsten Außeneinsatz in der Geschichte der ISS geführt: acht Stunden und drei Minuten.

Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern sollen. Seit eines der Systeme ausgefallen ist, sind in der ISS aus Vorsicht einige Geräte abgeschaltet. Die wichtigen Systeme an Bord arbeiteten aber normal, versicherte die Nasa. Auch wenn die Besatzung derzeit nicht gefährdet ist, ist der Defekt nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Er zählt nach Nasa-Angaben zu den gravierendsten Pannen in der zwölfjährigen Geschichte der Raumstation. Kritisch wird es, wenn auch das zweite Kühlsystem ausfalle, bevor das erste repariert wurde.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ISS: Außeneinsatz im All erfolgreich - Kühlsystem läuft
Beitrag von: SiLæncer am 17 August, 2010, 09:25
Die Überstunden im Weltall haben sich gelohnt: Bei ihrem dritten Außeneinsatz innerhalb von zehn Tagen haben zwei US-Astronauten das defekte Kühlsystem der Internationalen Raumstation (ISS) repariert.

Doug Wheelock und Tracy Caldwell Dyson hatten am Montag sieben Stunden und 20 Minuten lang zu tun, um eine Ammoniak- Pumpe auszutauschen, die Ende Juli zum Ausfall der Anlage geführt hatte. Am Ende des Einsatzes schlossen sie vier Leitungen für die Kühlflüssigkeit an. Die neue Pumpe funktioniere einwandfrei, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Das System werde spätestens am Donnerstag wieder völlig normal laufen. "Wir haben unsere Station zurück", sagte Wheelock vor dem Wiedereinstieg. Eigentlich waren für die Reparatur nur zwei Einsätze im All vorgesehen, aber die Arbeiten erwiesen sich als sehr knifflig. Ein erster Versuch, das defekte Teil zu entfernen, hatte am 7. August unterbrochen werden müssen, weil über ein Kilogramm giftiges Ammoniak aus einem Leck ausgeströmt war.

Die Astronauten blieben acht Stunden und drei Minuten im All - der längste Außeneinsatz in der Geschichte der ISS. Erst im zweiten Versuch am vergangenen Mittwoch konnten sie die alte Pumpe dann abbauen. Die Raumstation verfügt über zwei Kühlsysteme, die eine Überhitzung der Elektronik verhindern sollen. Nachdem ein System vor mehr als 14 Tagen ausgefallen war, wurden in der ISS aus Vorsicht einige Geräte abgeschaltet.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: NASA sucht Lieder für letzte Shuttle-Mission
Beitrag von: SiLæncer am 21 August, 2010, 08:59
Nur noch zwei Shuttle-Flüge hat die NASA geplant, dann sollen die US-Raumfähren eingemottet werden. Für die letzten beiden Missionen hat sich die Raumfahrtbehörde nun etwas Besonderes einfallen lassen.

Sie hat einen Wettbewerb ausgeschrieben: Zum ersten Mal sollen die Bürger entscheiden, mit welchem Song die Astronauten während ihrer Reise geweckt werden. Zum einen kann aus einer Liste von 40 Liedern gewählt werden, die in der Vergangenheit gespielt wurden. Die beiden Songs mit den meisten Stimmen werden dann während der "Discovery"-Mission erklingen, die am 1. November beginnen soll. Wer will, kann aber auch selbst einen Song komponieren.

Einzige Bedingung: Das Werk muss etwas mit dem Weltraum zu tun haben. Einsendeschluss ist der 10. Januar. Die NASA will dann eine Vorauswahl treffen, danach soll die Öffentlichkeit aus der Finalisten-Runde ihre Favoriten herauspicken. Die beiden Sieger-Songs werden während der letzten Reise der "Endeavour" gespielt. Sie soll am 26. Februar nächsten Jahres abheben.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Arianespace setzt ISS-Shuttle im All aus - neue Soyuz-Mission
Beitrag von: SiLæncer am 11 September, 2010, 11:08
Der Satellitenbetreiber Arianespace hat am Freitag die siebte Mission des laufenden Jahres mit einer Soyuz-Trägerrakete erfolgreich abgeschlossen.

Beim insgesamt 1759. Flug eines Soyuz-Himmelskörpers wurde nach Angaben von Arianespace ein Shuttle vom Typ Progress, das für einen Einsatz der Internationalen Raumstation ISS bestimmt ist, im Zielorbit ausgesetzt. Der Launch erfolgte um 12.22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MESZ) vom Weltraumflughafen Baikonur in Kasachstan. Arianespace bezeichnete die russische Mittelklasse-Rakete als wertvolle Bereicherung für die eigene Flotte. Für Schwerlasten setzt der Dienstleister die Ariane 5 ein, für geringe Lasten bis zu  1,5 Tonnen eine Rakete vom Typ Vega.

Arianespace gab parallel einen Auftrag der europäischen Meteorologen-Organisation Eumetsat bekannt. Diese habe das Unternehmen beauftragt, den neuen Satelliten Metop-C im 4. Quartal 2016 in einem polaren Orbit auszusetzen. Im Rahmen des Metop-Forschungsprogramms, das von Eumetsat, der europäischen Weltraumbehörde ESA, der französischen CNES und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betrieben wird, soll der künstliche Himmelskörper Messdaten für Wetterbeobachtung und Klimaforschung übermitteln. Metop-A war bereits im Oktober 2006 von der Arianespace-Tochter Starsem im All ausgesetzt worden, Metop-B soll im zweiten Quartal 2012 folgen.

Metop-C bringt ein Startgewicht von 4 250 Kilogramm auf die Waage und wird von Astrium gebaut. Mehr als ein Dutzend Messinstrumente nehmen atmosphärische Messungen etwa zu Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Ozongehalt und Windbewegungen über der Meeresoberfläche in verschiedenen Breitengraden vor. Es ist bereits der 13. Satellit, den Arianespace für Eumetsat in seine Umlaufbahn befördert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Forscher schicken Riesen-Spektrometer zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2010, 09:45
Ein internationales Forscherteam hat das bislang größte Teilchenphysik-Spektrometer der Welt entwickelt, um ungeklärten Mysterien des Universums auf die Spur zu kommen. Das "Alpha Magnetic Spectrometer", kurz AMS-02, soll die Ursprünge des Lebens untersuchen, indem es nach dunkler Materie und Antimaterie im All forscht. Dabei werden kosmische Strahlen mit einer noch nie erreichten Genauigkeit gemessen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

"Es gibt nichts Vergleichbares", sagt Trent Martin, Projektverantwortlicher für den Detektor bei der NASA. AMS-02 wird von insgesamt 56 Institutionen in 16 Ländern entwickelt und vom US-Energieministerium mitfinanziert. Gesamtleiter des Forschungsvorhabens ist der MIT-Physikprofessor und Nobelpreisträger Samuel Ting. Das Spektrometer soll mit der letzten Space-Shuttle-Mission an Bord der internationalen Raumstation ISS gebracht werden, die für nächsten Februar geplant ist. Es wird außerhalb der Weltraumbasis angebracht. Im Betrieb fallen rund 7 GByte pro Sekunde an Daten an. Diese Informationsmenge wird dann an eine Bodenstation gefunkt und auf der Erde von Großrechnern ausgewertet.

Der Kern des Spektrometers besteht aus einem Donut-förmigen Magneten, der einen Durchmesser von einem Meter hat. In seinem Zentrum befinden sich acht einzelne Detektoreneinheiten. Der Magnet zieht Teilchen in den Apparat hinein und lenkt sie in eine Richtung, die mit ihrer Ladung übereinstimmt. Die nagelneuen Instrumente im Zentrum von AMS-02 können dann verschiedene Eigenschaften der Teilchen messen – beispielsweise Richtung, Masse, Beschleunigung, Geschwindigkeit und Energie. Der einzige Detektor mit mehr Leistung als AMS-02 befindet sich im Teilchenbeschleuniger LHC am CERN in Genf. Er wird derzeit für das größte physikalische Experiment aller Zeiten eingesetzt.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    * Urknall-Detektor auf dem Weg ins All (http://www.heise.de/tr/artikel/Urknall-Detektor-auf-dem-Weg-ins-All-1078151.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Sojus-Kapsel sicher in Kasachstan gelandet
Beitrag von: ritschibie am 25 September, 2010, 09:27
Mit eintägiger Verspätung ist die Sojus-Kapsel mit drei Raumfahrern an Bord wieder sicher auf der Erde gelandet. Gegen 7.30 Uhr (MESZ) schlug die Kapsel wie geplant in der kasachischen Steppe auf.

Die zwei russischen Kosmonauten, Alexander Skworzow und Michail Kornijenko, sowie die US-Astronautin, Tracy Caldwell Dyson, mussten ihren Rückflug verschieben, weil es beim Abkoppeln der Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS Probleme gegeben hatte. Ein falsches Signal hatte verhindert, dass die Sojus sich von der ISS löste.

(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/iss196_v-gross16x9.jpg)
Außenposten der Menschheit - die Internationale Raumstation ISS

Es war das erste Mal in der Geschichte der Internationalen Raumstation, dass eine russische Sojus-Kapsel nicht planmäßig von der ISS ablegen konnte.

Nächste Mission startet Mitte Oktober


Die drei Raumfahrer waren seit Anfang April auf der ISS in 350 Kilometer Höhe für zahlreiche wissenschaftliche Experimente verantwortlich. Am 10. Oktober soll eine Sojus-Kapsel mit den Russen Oleg Skripotschka und Alexander Kaleri sowie dem Amerikaner Scott Kelly an der ISS andocken.

Quelle: www.tagesschau.de
Titel: Besuch für ISS-Raumstation - Materieforschung und Kurskorrektur
Beitrag von: SiLæncer am 03 Oktober, 2010, 10:37
Die US-Weltraumbehörde NASA, die European Space Agency (ESA) und die russsiche Roscosmos haben sich zum Wochenende auf einen gemeinsamen Missions-Fahrplan für die Internationale Raumstation (ISS) verständigt.

Laut Angaben der französischen Arianespace soll die US-Raumfähre Endeavour mit Flug STS-134 am 27. Februar ein alphamagnetisches Spektrometer zur ISS bringen. Das sogenannte AMS ermögliche als derzeit fortschrittlicher Detektor für kosmische Strahlenpartikel Rückmschlüsse auf Struktur und Entstehung von Universum und Materie. Im Rahmen der Mission sind insgesamt drei Weltraumspaziergänge geplant, um die Gerätschaften an der Außenseite der ISS zu befestigen.

Bereits am 15. Februar soll das Weltraumfahrzeug ATV-2 über eine Ariane-5-Trägerrakete ins All geschossen werden. Das Johannes Keppler getaufte Shuttle werde nach derzeitigen Planungen am 26. Februar an der Internationalen Raumstation andocken und über sieben Tonnen Treibstoff, Wasser, Nahrungsmittel und Material für Experimente transportieren. Durch die Schubtriebwerke der Johannes Keppler soll zudem der Kurs der ISS geringfügig korrigiert werden.

Roscosmos prüfe derweil weitere Optionen für den Start seiner Soyuz-Trägerraketen für weitere Versorgungsflüge. Darauf verständigten sich die drei Behörden auf der International Astronautical Conference in Prag.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Digitales Sojus-Raumschiff gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 08 Oktober, 2010, 17:11
Am frühen Freitagmorgen ist vom Weltraumbahnhof Baikonur aus eine neue russische Sojus-Rakete gestartet. Sojus-TMA-01M ist des erste Raumschiff einer neuen Generation mit digitalem Steuerungssystem.

Die Rakete brachte drei Raumfahrer ins All. Das Raumschiff mit den Russen Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka sowie der US-Astronaut Scott Kelly soll am Samstag 4 Uhr Moskauer Zeit automatisch an die ISS ankoppeln. Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Freitag berichtete, handelt es sich bei dieser Mission um den ersten von drei Erprobungsflügen mit neuen Sojus-Raumschiffen, die mit Digital-Steuersystemen ausgestattet sind. Die neuen Bordrechner ersetzen ein seit 30 Jahren angewandtes analoges Rechensystem wie auch die bisherigen Analog-Systeme zur Übermittlung von telemetrischen Daten.

Insgesamt seien 36 veraltete Geräte durch 19 neue ersetzt worden. Im Ergebnis können damit in den dreisitzigen Sojus-Raumschiffen 70 Kilogramm mehr Fracht mitgenommen werden. Ungeachtet der neuen Digital-Technologie haben die drei Raumfahrer aber auch ein bewährtes konventionelles Anzeigegerät mit an Bord.  Auf der ISS tun gegenwärtig schon zwei NASA-Astronauten und ein russischer Kosmonaut Dienst. Diese Crew soll am 30. November mit der dort angekoppelten Sojus-TMA-19 zur Erde zurückkehren.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ISS: problemlose automatische Ankopplung der Sojus-Kapsel
Beitrag von: SiLæncer am 10 Oktober, 2010, 15:50
Nachdem im Juli das automatische Ankoppeln des Versorgungsschiffes Progress 38 wegen störender Videosignale erst im zweiten Versuch  geklappt hatte, funktionierte heute Morgen um 4 Uhr russischer Ortszeit das vollautomatische Andocken einer Sojus-Kapsel mit zwei russischen Kosmo- und einem amerikanischen Astronauten an Bord auf Anhieb. Ein neues digitales Steuergerät ersetzte dabei den rund 30 Jahre alten Sojus-Rechner.

Alexander Kaleri, Oleg Skripotschka und Scott Kelly brachten Briefe und frisches Obst für die dreiköpfige Bordbesatzung mit und wurden mit einem ausgiebigen Essen belohnt. Sie sollen rund ein halbes Jahr an Bord bleiben und zahlreiche Experimente durchführen.

Für den 13. Dezember ist die nächste Sojus-Mission geplant. Hierüber herrschte einige Verunsicherung, da die Kapsel Sojus TMA-20 vor wenigen Tagen auf dem Weg zur Abschussrampe beschädigt worden war. Nach Angaben des russischen Raumschiff-Holdings Energia will man den Termin notfalls mit einer Reservekapsel einhalten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bye bye, "Discovery": US-Raumfähre startet zum letzten Mal
Beitrag von: SiLæncer am 02 November, 2010, 16:19
Abschied von der US-Raumfähre "Discovery": Zum letzten Mal seit dem Jungfernflug 1984 wird der Space Shuttle der US- Raumfahrtbehörde NASA am Mittwoch um 15.52 Ortszeit (20.52 MEZ) zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Der Start vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral (Florida) war wegen technischer Probleme am Tank und im Steuersystem verschoben worden.

Die Reise ins All soll elf Tage dauern. An Bord der Raumfähre sind sechs Astronauten - und erstmals ein humanoider Roboter. Er soll auf der ISS unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit getestet werden.

Weiteres Ziel der Mission unter dem Kommandanten Steve Lindsey ist es, ein neues Modul zur ISS zu schaffen, das den Bewohnern auf dem Außenposten der Menschheit im All zusätzlichen Stauraum und Laborfläche bietet. Außerdem sind zwei Außeneinsätze geplant.

Die NASA will ihre betagte Shuttle-Flotte einmotten. Nach der 39. "Discovery"-Mission ist nur noch ein einziger Shuttle-Start geplant: Im Februar soll die "Endeavour" zur ISS fliegen. Die Raumfahrtbehörde hofft aber, dass der US-Kongress Geld für einen weiteren Start der "Atlantis" im Sommer 2011 bewilligt.

Quelle: SAT & KABEL
Titel: Letzter Flug der "Discovery" verzögert sich weiter
Beitrag von: SiLæncer am 03 November, 2010, 12:41
Dieses Mal haben Probleme mit der Elektrik den Start verhindert: Die Raumfähre "Discovery" steht weiter in Cape Canaveral und wartet auf ihren letzten Einsatz. Derweil läuft die Zeit ab. Denn wenn das Space Shuttle bis Montag nicht losfliegen kann, wird die Mission auf Dezember verschoben.

Cape Canaveral - Wegen eines Problems mit der Elektrik ist der letzte Start der Raumfähre "Discovery" ins All erneut verschoben worden. Der nächste Versuch soll nun frühestens am Donnerstag stattfinden. Der technische Schaden betrifft einen Ersatz-Controller für eines der drei Haupttriebwerke des Shuttles.

Die Nasa erklärte, möglicherweise habe Schmutz am Hauptschalter des Controllers zu leichten Spannungsunregelmäßigkeiten geführt. Dies solle nun geklärt werden, bevor man über einen möglichen Start am Donnerstag entschiede.

Eigentlich hätte das das dienstälteste Shuttle "Discovery" schon am Montag ins All fliegen sollen, doch ein Gasleck führte zu einer zweitägigen Verschiebung des vorletzten Starts einer US-Raumfähre. Auch der geplante Termin am Mittwoch um 20.52 Mitteleuropäischer Zeit konnte nun nicht gehalten werden.

Nach dem Start der "Discovery" steht nur noch der letzte Start der Raumfähre "Endeavour" auf dem Shuttle-Flugplan - dann endet das Raumfähren-Programm der Nasa. Allerdings ist noch ein allerletzter Flug der dritten Raumfähre "Atlantis" für Juni im Gespräch.

Für die jetzige Mission bleibt noch bis Sonntag oder spätestens Montag Zeit. Ansonsten muss sie auf Dezember verschoben werden.

Die sechsköpfige Crew unter Commander Steven Lindsey bringt bei ihrer 11-Tage-Reise das Mehrzweck-Logistikmodul "Leonardo", eine Lagerplattform und Ersatzteile zur ISS. "Leonardo" ist das letzte Modul für das US-Segment. Zudem ist ein Robonaut mit an Bord, es wird der erste humanoide Roboter auf der Internationalen Raumstation ISS sein. Bei zwei Ausstiegen in den freien Raum sollen die US-Astronauten zudem Montage- und Wartungsarbeiten durchführen.

In ihrer 26-jährigen Dienstzeit hat die "Discovery" insgesamt 180 Menschen ins All befördert und fast 240 Millionen Kilometer in mehr als 5600 Erdumkreisungen zurückgelegt. Das Space Shuttle startete erstmals 1984.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Treibstoffleck: "Discovery"-Start wieder kurzfristig abgesagt
Beitrag von: SiLæncer am 06 November, 2010, 08:30
Es ist eine scheinbar unendliche Geschichte: Bei ihrem letzten Start ins All kommt die Raumfähre "Discovery" partout nicht vom Boden los. Dieses mal ist eine Wasserstoffleitung kaputt.

Cape Canaveral - Das Wetter wäre ohnehin schlecht gewesen - und doch hatten Nasa-Ingenieure nach tagelangem Hin und Her darauf gehofft, dass die Raumfähre "Discovery" am Freitag zu ihrer letzten Dienstreise starten kann. Doch daraus wird wieder nichts. Schuld sind nicht etwas starke Windböen, sondern technische Probleme.

Während das Shuttle betankt wurde, bemerkten Nasa-Mitarbeiter ein Leck in einer Wasserstoff-Leitung. Die Weltraumbehörde sprach angesichts der Entflammbarkeit von Wasserstoff von einem "ernsthaften Problem". Ähnliche Probleme beim Betanken hatten bereits im vergangenen Jahr zur Verschiebung des Starts von zwei Raumfähren geführt.

Nun soll es frühestens am Montag einen neuen Startversuch für die "Discovery" geben. Das Shuttle hätte eigentlich schon am Montag zur internationalen Raumstation ISS fliegen sollen, doch technische Probleme und ungünstige Wetterbedingungen hatten immer wieder zu Verschiebungen geführt.

Mit dem Space Shuttle sollen sechs US-Astronauten, darunter eine Frau, zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Mit an Bord ist auch "Robonaut 2" - ein Roboter, der äußerlich einem Menschen ähnelt. Die "Discovery" ist die älteste US-Raumfähre, es ist ihr letzter Einsatz. Die "Endeavour" soll im Februar ein letztes Mal ins All fliegen. Danach sollen US-Astronauten vorerst nur noch mit russischen "Sojus"-Kapseln ins Weltall und zurück kommen. Eventuell gibt es noch einen zusätzlichen Shuttleflug.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: Letzte "Discovery"-Reise verschiebt sich um Wochen
Beitrag von: SiLæncer am 08 November, 2010, 11:05
Pechsträhne für die "Discovery": Die US-Raumfähre hat wegen technischer Probleme auch am Wochenende den Start verpasst. Das Treibstoffleck ist so massiv, dass eine schnelle Reparatur nicht mehr möglich ist. Nun verschiebt sich die letzte Reise des altgedienten Space Shuttle um Wochen.

Cape Canaveral - Die "Discovery" hat einfach kein Glück. Entweder spielt das Wetter nicht mit - oder aber die Technik. Sechs Versuche startete die US-Raumfahrtbehörde Nasa, um das Space Shuttle zur Internationalen Raumstation (ISS) zu bringen, doch alle scheiterten. Nun ist die letzte Reise der Raumfähre vorerst abgesagt.

Die technischen Probleme sind so massiv, dass ein Start im aktuellen Zeitfenster nicht mehr möglich sei, sagte Nasa-Manager Mike Moses. Die Ingenieure hatten beim letzten Startversuch beim Betanken des Shuttles ein Leck in einer Wasserstoffleitung entdeckt. Eine schnelle Reparatur war offenbar nicht möglich. Die "Discovery" werde nun frühestens am 30. November zur ISS aufbrechen.

Der ursprünglich für den vergangenen Montag geplante Start war bereits fünf Mal verschoben worden. Stets hoffte die Nasa, die Probleme schnell in den Griff zu bekommen. Zuletzt war ein Start für Freitag geplant gewesen. Doch wenige Stunden vor dem Abflug entdeckten die Ingenieure den neuerlichen Defekt: An einem Verbindungsstück zwischen einem Außentank der Fähre und einem Ableitungsrohr war Wasserstoff ausgetreten.

Nach genauer Prüfung schätzte die Nasa den Schaden als so erheblich ein, dass ein Start bis zum kommenden Montag zu riskant gewesen wäre. Man wolle die Analyse und Reparatur nicht unter Zeitdruck erledigen, sagte Moses. Zudem sei auch noch ein großer Riss an einer Tankdichtung gefunden worden. Am Dienstag ist das Zeitfenster, in dem ein Start möglich gewesen wäre, endgültig geschlossen. Das nächste öffnet sich vom 30. November bis zum 6. Dezember.

Ähnliche Schwierigkeiten am Tanksystem habe es bereits bei vorangegangenen Shuttle-Missionen gegeben - allerdings nicht in dem Ausmaß wie jetzt, sagte Moses. Der Tank werde nun geleert, bevor sich Techniker den Schaden aus der Nähe anschauen können.

Zuvor waren bereits andere technische Schwierigkeiten an der "Discovery" aufgetreten. So bereitete ein möglicher elektronischer Defekt im Hauptcomputer der Raumfähre den Ingenieuren Kopfzerbrechen. Außerdem hatten Techniker zwei Lecks in den Helium- und Stickstoffleitungen des Steuersystems abzudichten, auch das Triebwerk machte Ärger.

Die Nasa will ihre Shuttle-Flotte einmotten. Nach der 39. "Discovery"-Mission ist nur noch ein Start geplant: Im Februar soll die "Endeavour" zur ISS fliegen. Der Terminplan könnte nun aber gehörig durcheinandergeraten. Die Nasa hofft, dass der US-Kongress noch Geld für einen "Atlantis"-Start im Sommer 2011 bewilligt. Danach sollen US-Astronauten vorerst nur noch mit russischen "Sojus"-Kapseln ins Weltall und zurück kommen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: Risse am Tank der "Discovery" entdeckt
Beitrag von: SiLæncer am 11 November, 2010, 11:36
Die Pannenserie bei der US-Raumfähre "Discovery" reißt nicht ab: Jetzt wurden Risse am Tank gefunden. Die Nasa will zum ersten Mal überhaupt versuchen, ein Problem dieser Art direkt auf der Startrampe zu lösen - doch den letzten Flug der "Discovery" könnte das weiter verzögern.

Cape Canaveral - Dass sich der letzte Dienstflug des Space Shuttles "Discovery" um Wochen verschiebt, ist seit ein paar Tagen klar - doch erst jetzt zeigt sich, wie groß die Schäden an der altersschwachen Raumfähre wirklich sind: Nasa-Mitarbeiter haben zwei jeweils 23 Zentimeter lange Risse an den Tanks des Shuttles entdeckt.

Schäden dieser Art seien auch schon früher repariert worden, erklärte die Nasa. Bisher sei das aber immer in einer Fabrik in New Orleans passiert. Dazu werde das gerissene Aluminium entfernt und durch eine Art Flicken mit doppelter Wandstärke ersetzt. Nun wolle man eine solche Reparatur erstmals auf der Startrampe versuchen, erklärte Nasa-Sprecher Allard Beutel. Ingenieure suchten gerade nach Wegen, wie das bewerkstelligt werden könne. Ob der geplante Starttermin am 30. November eingehalten werden könne, wisse man noch nicht.

Zuvor hatten die Ingenieure bereits eine 50 Zentimeter große Beschädigung des Isolierschaums entdeckt. Seit der Zerstörung der "Columbia" beim Wiedereintritt in die Atmosphäre im Februar 2003 ist die Nasa auch bei kleinen Schäden an den Shuttles besonders vorsichtig. Damals war ein Teil der Isolierung abgerissen und hatte den Hitzeschild beschädigt, was zum Absturz der "Columbia" und zum Tod aller sieben Besatzungsmitglieder führte.

Falls die "Discovery" nicht bis zum 6. Dezember starten kann, müsste der Flug bis zum Februar verschoben werden. Der Grund ist der Start einer russischen "Sojus"-Kapsel zur Internationalen Raumstation (ISS), um die Crew auszuwechseln. Anfang des Jahres stehen dann mehrere unbemannte Versorgungsflüge auf dem Programm, und danach verhindern ungünstige astronomische Bedingungen den Flug.

Die "Discovery" hätte eigentlich schon am Montag vor einer Woche zur ISS fliegen sollen, doch technische Probleme und ungünstige Wetterbedingungen hatten immer wieder zu Verschiebungen geführt. Zuletzt hatte war beim Betanken ein Leck in einer Wasserstoff-Leitung aufgetreten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Aufbruch und Umbruch bei der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 22 November, 2010, 08:34
Nach fast 12 Jahren im Bau und Gesamtinvestitionen von 100 Milliarden Dollar ist die Internationale Raumstation ISS nun endlich fertig. Da trifft es sich gut, dass das Weiße Haus zugestimmt hat, die Gesamtlaufzeit des Projekts um vier Jahre zu verlängern – von 2016 auf 2020. Doch was werden die Forscher mit dieser zusätzlichen Forschungszeit tun?

Die Frage treibt derzeit Wissenschaft genauso wie Privatunternehmen um, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Jason Crusan, Cheftechnologe für den Bereich Weltraumoperationen bei der NASA, meint, dass die Behörde mit ihren internationalen Partnern zusammenarbeiten muss, um die Nutzung der ISS auszudehnen. Die Missionsverlängerung erlaube mehr Experimente im Mikrogravitationsklima der Station, sagte Crusan auf einer Konferenz der American Astronomical Society, die sich in der vergangenen Woche in Cape Canaveral mit der Zukunft der ISS beschäftigte.

Bevor die ISS zum Forschertraum wird, muss allerdings noch eine wichtige Hürde genommen werden: Wie man Mannschaften und Ladung künftig ins All bekommt, wenn das Space Shuttle nächstes Jahr in Rente gegangen ist. Edward Mango, Direktor des Planungsbüros für kommerzielle Weltraumtransportsysteme bei der NASA, glaubt, dass nach dem Ende des Raumgleiters Wirtschaftsunternehmen wie SpaceX oder Orbital Sciences den Job übernehmen werden. Allerdings wird es wohl kaum vor 2015 soweit sein. Bis dahin müssen die USA sich auf ihre Partner aus Russland, Europa und Japan verlassen. Mit den Russen besteht bereits Einigkeit darüber, dass neue Crews der Amerikaner mindestens zweimal im Jahr zur ISS transportiert werden.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    * Experiment im All (http://www.heise.de/tr/artikel/Experiment-im-All-1139597.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Nasa verschiebt letzten Flug der "Discovery" um Monate
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2010, 11:44
Die US-Raumfähre "Discovery" bleibt unerwartet lange am Boden. Nach etlichen Verzögerungen hat die Nasa den Starttermin auf Februar 2011 verschoben - frühestens. Schuld sind Risse im Treibstofftank.

Die Abschlussvorstellung der US-Raumfähre "Discovery" wird zu einer peinlichen Posse. Ursprünglich hätte das 1983 fertiggestellte Space Shuttle bereits im September zu seinem letzten Flug ins All aufbrechen sollen. Doch zunächst wurde die Nutzlast nicht rechtzeitig fertig, dann vereitelten Lecks in Helium- und Stickstoffleitungen des Steuersystems den Start, wenig später gab es Probleme mit der Elektrik und ein Sturm verhinderte den Flug. Als dann noch Lecks in Treibstoffleitungen und Risse im Tank gefunden wurden, war klar: Die Verzögerungen werden Wochen dauern. Doch jetzt muss die Weltraumbehörde Nasa noch stärker auf die Bremse treten, hat den Start nunmehr für den 3. Februar 2011 angekündigt - frühestens.

Als Grund für die erneute Terminänderung werden von der Nasa wieder dieselben Risse im Treibstofftank genannt, die schon am 11. November das Abheben verhindert hatten. Nasa-Mitarbeiter hatten damals zwei jeweils 23 Zentimeter lange Risse an zwei sieben Meter langen Aluminiumklammern, den sogenannten Stringers, am Außentank des Shuttles entdeckt. Mittlerweile seien die Risse zwar abgedichtet und auch neuer Isolationsschaum aufgebracht worden, die Ursache für die Risse sei aber weiterhin unklar, teilte die Weltraumbehörde mit.

Die komplexe Technik des riesigen Treibstofftanks der Space Shuttles hat bereits einmal zur vollständigen Zerstörung einer der milliardenteuren Raumfähren geführt. Bei Start der "Columbia" am 16. Januar 2003 löste sich ein Teil der Schaumstoffisolation, die nötig ist, um den Tank vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Das Isolationsstück traf die Flügelkante des Shuttles und beschädigte dabei einige der Hitzeschutzkacheln der Tragfläche. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre konnte durch diese Schwachstelle heißes Plasma in den Flügel eindringen woraufhin die "Columbia" zerbarst. Alle Besatzmitglieder starben bei dem Unglück.

Roboter an Bord

Um eine solche Katastrophe nicht noch einmal geschehen zu lassen, wollen die Nasa-Ingenieure jetzt versuchen, die Ursache für die Risse zu ergründen. Die notwendigen Daten sollen zwei aufwendige Tests an dem Außentank liefern, bei denen unter anderem Temperatur- und Druckänderungen in verschiedenen Bereichen der Konstruktion überprüft werden sollen. Bisher ist allerdings noch nicht einmal klar, wann genau die Tests durchgeführt werden sollen. Geplant ist allerdings ein Termin im Dezember.

Unterdessen wollen die Ingenieure gezielt Fertigungsfehler in neue Stringers einbauen, um durch Analysen dieser Fehler Rückschlüsse auf die Ursache der Rissbildung an der "Discovery" ziehen zu können.

Der Betrieb der Internationalen Raumstation ISS soll trotz der Verschiebung des Space-Shuttle-Fluges weitgehend unbeeinträchtigt fortgeführt werden können. Nachschub und neue Besatzungsmitglieder werden wie geplant mit russischen Raketen zur ISS gelangen.

Der letzte Flug eines Space Shuttle, der Start der "Endeavour", werde sich durch die Untersuchungen am Tank der "Discovery" allerdings mindestens bis zum 1. April 2011 verschieben, teilte die Nasa bereits vorsorglich mit. Bis dahin sollte, wenn alles gutgeht, bereits einer der Fluggäste der "Discovery", der humanoide Roboter " Robonaut 2" seine Arbeit aufgenommen haben.

Zu wünschen wäre das der Nasa jedenfalls, denn bisher sind die Abschlussflüge der Space-Shuttle-Flotte kein glänzendes Aushängeschild für die Fähigkeiten der US-Raumfahrt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Sojus-Kapsel dockt an ISS an
Beitrag von: SiLæncer am 19 Dezember, 2010, 12:00
Erfolgreiches Manöver im All: Drei neue Crew-Mitglieder haben die Internationale Raumstation erreicht. Ihre russische Sojus-Kapsel dockte reibungslos an die ISS an. Auf ihrer Reise hatte die Raumfähre zuvor über Stunden den Funkkontakt zur Erde verloren.

Moskau - Frisches Personal für die Internationale Raumstation: Eine russische Sojus-Kapsel mit drei Besatzungsmitgliedern ist auf der ISS eingetroffen. Die US-Astronautin Catherine Coleman, der Russe Dmitri Kondratjew und der Italiener Paolo Nespoli erreichten am Freitag nach rund zwei Tagen Flug planmäßig die ISS. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Raumfahrtbehörde des Landes. Das Andockmanöver verlief demnach ohne Probleme.

Die drei Astronauten sollen sechs Monate an Bord der ISS bleiben und verstärken die aus den Russen Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka sowie dem US-Astronauten Scott Kelly bestehende Besatzung.

Auf ihrer Reise zur ISS war die Kapsel wegen eines technischen Fehlers stundenlang ohne Kontakt zum Flugleitzentrum im All unterwegs gewesen. Auch die Position hätten die Experten am Boden zwischenzeitlich nicht lokalisieren können, sagte ein Sprecher nach Angaben der russischen Agentur Interfax am Donnerstagabend in Moskau. "Die Besatzung war nicht gefährdet und ist nicht gefährdet", so der Sprecher.

Die Zentrale hatte die Kollegen der US-Weltraumbehörde Nasa um Hilfe gebeten. Erst diese hätten die Raumfähre mit Hilfe des GPS-Navigationssystems geortet, hieß es. Die Panne gehe vermutlich auf einen Fehler im Glasfasernetzwerk des Kontrollzentrums bei Moskau zurück, meldete Interfax. Das Problem sei aber inzwischen vollständig behoben worden. Das beschädigte System beliefert das Leitzentrum mit Daten der Messstationen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: ATV-2 Johannes Kepler: Europäer schicken automatischen Raumtransporter zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 05 Februar, 2011, 22:25
Die europäische Weltraumagentur Esa wird übernächste Woche den ersten regulären unbemannten Weltraumtransporter zur Internationalen Raumstation (ISS) schicken. ATV-2 wird von einer Ariane in den Orbit transportiert und fliegt dann autonom zur ISS.

Die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) bereitet den Start des zweiten Automatischen Transfervehikels (ATV-2) vor: Am heutigen Freitag soll eine Verschalung an dem unbemannten Raumtransporter, der bereits beladen ist, angebracht werden. Diese schützt das ATV-2 während des Flugs ins Weltall, der in der übernächsten Woche stattfinden soll.

7,5 Tonnen Nutzlast

ATV-2, auch Johannes Kepler genannt, ist eine von der Esa entwickelte automatische Transportfähre, die die Internationale Weltraumstation (ISS) mit Nachschub versorgen soll. Das ATV-2 ist 10 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Zur Energieversorgung dienen vier Solarmodule, die ausgeklappt eine Spannweite von 22 Metern haben. Der Transporter bringt 7,5 Tonnen Vorräte, Treibstoff und Sauerstoff zur ISS. Angedockt wird am russischen Modul der ISS. Beladen wiegt das ATV 20 Tonnen: Es ist die größte Nutzlast, die eine Trägerrakete vom Typ Ariane-5 ins All befördert hat.

Video: Europäischer Raumtransporter ist startbereit (3:35)

Das ATV wird von der Ariane in die Umlaufbahn transportiert und dort ausgesetzt. Mit seinen eigenen Triebwerken fliegt es dann zur ISS. Der Transporter verfügt über ein autonom arbeitendes Navigationssystem, das ihn ohne Eingriff von außen zur ISS geleitet und daran andockt.

Entladen ohne Raumanzug

Der Raumtransporter besteht aus zwei Komponenten: dem Servicemodul und dem Frachtraum. Mit diesem Teil macht das ATV an der ISS fest. Der Frachtraum steht unter Druck, so dass die Astronauten ihn ohne Raumanzug betreten und entladen können.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1102/esa_atv2/thumb480/esa_atv2_1.jpg)

Die Schubdüsen werden auch als Antrieb für die ISS dienen: Johannes Kepler soll die Raumstation, die mit der Zeit immer weiter absinkt, wieder ein Stück von der Erde wegbefördern. Außerdem kann das ATV als Antrieb für eventuell nötige Ausweichmanöver genutzt werden, was wiederum deren Treibstoffvorräte schont.

Weltraummüllabfuhr

Für den Rückflug, der für Juni geplant ist, wird das ATV zur Weltaummüllabfuhr: Es wird mit rund 6 Tonnen Müll der ISS gefüllt und tritt dann die Rückreise an. Allerdings taugt das ATV-2 nicht zum Rücktransport von Mensch und Material von der ISS zur Erde: Der Raumtransporter wird beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen.

Johannes Kepler ist die erste reguläre automatische Transportfähre der Esa. Der Vorgänger ATV-1, benannt nach dem französischen Science-Fiction-Autor Jules Verne, diente zu Testzwecken. Der robotische Weltraumtransporter soll am 15. Februar um 23:08 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) von der Startbasis Kourou in Französisch-Guayana aus zur ISS aufbrechen - es ist der 200. Start einer Ariane-Rakete. Künftig soll etwa alle anderthalb Jahre ein ATV zur Raumstation fliegen.

Quelle : www.golem.de
Titel: Raumfrachter "Johannes Kepler" soll an ISS andocken
Beitrag von: SiLæncer am 24 Februar, 2011, 12:06
Am heutigen Donnerstag erwartet die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS den europäischen Raumtransporter "Johannes Keppler". Das Andockmanöver wird von der Europäische Weltraumbehörde ESA live im Internet übertragen.

Wie die ESA am Donnerstag mitteilte, wird der unbemannte Weltraumfrachter voraussichtlich um 16.45 Uhr automatisch an den russischen Teil der ISS andocken. Dabei muss der Transporter bei einer Geschwindigkeit von 28 000 Kilometern pro Stunde einen lediglich 15 Zentimeter großen Andockpunkt treffen. Das Andockmanöver wird von der ESA live im Internet (http://www.livestream.com/eurospaceagency) übertragen.

Der Raumtransporter bringt mehr als sieben Tonnen Lebensmittel, Kleidung, Ausrüstung, Post und Schokolade für die sechs ISS-Besatzungsmitglieder an Bord. Der Transporter wurde in Deutschland bei der Bremer EADS-Tochter Astrium gebaut.
 
Vor acht Tagen war das 20 Tonnen schwere Raumschiff mit einer Ariane 5-Rakete ins All gestartet. Er soll bis Anfang Juni an der ISS angedockt bleiben und die Raumstation schrittweise um bis zu 30 Kilometer anheben. Dreieinhalb Monate später soll "Johannes Keppler" die ISS mit Müll beladen wieder verlassen und im Weltall verglühen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Space Shuttle: "Discovery" zum letzten Flug gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 25 Februar, 2011, 07:45
40.000 Menschen schauten vor Ort zu, 1100 Journalisten waren versammelt: In Cape Canaveral hob die Raumfähre "Discovery" am späten Donnerstagabend zu ihrem letzten Flug ins All ab. Sie bringt sechs Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS.

(http://www.spiegel.de/images/image-184770-panoV9-rkde.jpg)

Der Start verlief problemlos - und die "Discovery" ist zum letzten Mal auf dem Weg ins All. Der Space Shuttle hob am Donnerstag um 22.53 Uhr MEZ und damit einige Minuten später als geplant vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.

Der Abschiedsflug der "Discovery" soll elf Tage dauern. Sechs Astronauten fliegen mit der Raumfähre zur Internationalen Raumstation ISS. Neben Nachschub bringen sie den ersten humanoiden Roboter zur ISS.

Die "Discovery" ist mit 230 Millionen Kilometern die meistgereiste Raumfähre der NASA-Shuttleflotte. Ihre Mission ist die drittletzte der US-Raumfähren. Geht alles nach Plan, werden die andere beiden verbliebenen Raumfähren, die "Endeavour" und die "Atlantis", im April und Juni zu ihren Abschiedstouren aufbrechen.

Das Interesse am letzten Flug der "Discovery" ist enorm. Mehr als 1100 Journalisten - viel mehr als bei früheren Missionen - wollten beim Start dabei sein. Die Nasa rechnete mit rund 40.000 Gästen auf dem Startgelände am Banana River. Selbst Ticketpreise von bis zu 59 Dollar konnten die Menschen nicht abhalten. Die Hotels entlang der Space Coast, wie sich die Region selbst nennt, sind seit Tagen ausgebucht, die Parkplätze der Mietwagenfirmen am Flughafen von Orlando leergefegt.

"Discovery" flog die Nasa aus der Krise

Es ist eine bittersüße Abschiedsvorstellung. Bereits im April, drei Wochen nach der geplanten Landung der "Discovery", steht am Kap die nächste Runde der Entlassungen an. Dabei war es die "Discovery", die der Region und dem gesamten Shuttleprogramm immer wieder neues Leben eingehaucht hat: Als die Raumfähre "Challenger" 1986 kurz nach dem Start explodierte, flogen zwei Jahre lang keine Shuttles - bis die "Discovery" startete. Ebenso hob sie als erstes Shuttle 2005 ab, 30 Monate nach dem Absturz der "Columbia".

"Die 'Discovery' ist eine phantastische Maschine, sie hat uns nie im Stich gelassen", sagt Nasa-Manager Mike Leinbach. "Sie fliegt enorm gut, mit äußerst wenigen Problemen im Orbit." Allerdings traten auch immer wieder Probleme auf - diesmal am Haupttank. Ursprünglich hätte die "Discovery" bereits Anfang November starten sollen, dann trat Wasserstoff aus dem Tank aus, schließlich entdeckten Techniker an seiner Außenhaut einen kleinen Riss.

Beim genaueren Nachschauen tauchten immer mehr Risse auf. Der komplette Shuttle musste zurück in den Hangar gefahren werden. Erst kurz nach Weihnachten konnten die Ingenieure den Auslöser des Schadens ermitteln. Offensichtlich hatte es Schwierigkeiten bei der Produktion und Verarbeitung einer Aluminiumlegierung gegeben, die in der Außenhülle des Tanks eingesetzt wird.

Aluminiumlegierung machte Ärger

Die neuerlichen Probleme zeigen aber auch, dass es gut ist, das Shuttle-Programm nach 30 Jahren endlich zu beenden: Die gleiche Aluminiumlegierung war bereits in den Außentanks früherer Flüge verbaut worden. "Wir können nicht ausschließen, dass es schon damals zu Schäden gekommen ist, nur hat sie niemand bemerkt", sagt Bill Ondocsin, Tank-Ingenieur am Marshall Space Flight Center der Nasa in Huntsville (US-Bundesstaat Alabama).

Es ist ein allzu vertrautes Szenario. Sowohl die "Challenger" als auch die "Columbia" sind abgestürzt, weil die Nasa-Manager seit langem bestehende Probleme nicht erkannt oder als nicht schwerwiegend eingeschätzt hatten. Immerhin: Dieses Mal hat man das Problem bemerkt und entsprechend gehandelt.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: "Discovery" dockt zum letzten Mal an der ISS an
Beitrag von: SiLæncer am 27 Februar, 2011, 08:37
Es ist ihre letzte Mission: Die US-Raumfähre "Discovery" ist am Samstag mit sechs Astronauten an Bord an der Internationalen Raumstation ISS angekommen. Nach dieser Reise wird das Space-Shuttle zum Museumsstück - nach 17 Jahren und 39 Ausflügen ins Weltall.

Washington - Sie ist da: Um 20.14 Uhr MEZ dockte die US-Raumfähre "Discovery" am Samstagabend an der 350 Kilometer von der Erde entfernten ISS an. Es ist der letzte Ausflug des Space-Shuttle zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord befanden sich sechs US-Astronauten, die am Donnerstag am Kennedy Space Center in Florida gestartet waren.

Stationskommandant Scott Kelly begrüßte am Samstag die Besatzung der "Discovery" mit der Frage, warum sie so spät kämen. Der Start des Shuttles hatte sich aufgrund von Rissen am Treibstofftank um vier Monate verzögert.

Die "Discovery" soll einen menschenähnlichen Roboter, den "Robonaut 2", abliefern, der als Bewohner an Bord der ISS bleiben soll, wenn das Space-Shuttle am 7. März zur Erde zurückkehrt. Außerdem hat die "Discovery" ein multifunktionales Modul dabei, das der ISS mehr Stauraum verschaffen und einen zusätzlichen Bereich für Experimente bringen soll.

Es ist die letzte Weltraum-Mission der "Discovery", die fast 27 Jahre für die NASA im Einsatz war. Seit ihrem ersten Start am 30. August 1984 hat sie mehrfach Geschichte geschrieben. So brachte sie 1990 das Weltraumteleskop "Hubble" ins All, dem die Wissenschaft Aufnahmen des Weltraums von zuvor unbekannter Qualität verdankt. Sie war zudem das erste Shuttle, das 1999 unter dem Kommando einer Frau flog. Nach dem Ende ihres 39. Ausflugs in die Erdumlaufbahn wird das Shuttle zum Museumsstück.

Die NASA plant noch maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS, bevor die Raumgleiter komplett außer Dienst gestellt werden. Die "Endeavour" soll am 19. April starten, die "Atlantis" könnte am 28. Juni zum letzten Flug eines Space Shuttle starten.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Technik-Panne verlängert Außeneinsatz an der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 01 März, 2011, 13:14
Weil ein Roboterarm ausgefallen war, mussten zwei Astronauten länger im Weltraum ausharren. Dennoch ist die Mission geglückt: Die Installation des neuen ISS-Moduls läuft planmäßig - und die japanische Weltraumbehörde kann sich über ein besonderes Geschenk aus dem All freuen.

(http://www.spiegel.de/images/image-186424-panoV9free-nmkp.jpg)

Trotz kurzer Probleme mit einem ausgefallenen Roboterarm haben zwei US-Astronauten den ersten von zwei geplanten Außeneinsätzen an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich abgeschlossen. Steve Bowen und Alvin Drew hätten bei dem sechseinhalbstündigen Weltraumspaziergang am Montag alle vorgesehenen Aufgaben erledigt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" bereiteten unter anderem die Installation eines neuen Moduls vor: "Leonardo" soll der ISS mehr Stauraum verschaffen und einen zusätzlichen Bereich für Experimente bringen.

Zwei Stunden nach Beginn des Außeneinsatzes fiel nach Angaben der Nasa allerdings ein Roboterarm aus. Wegen der Panne mussten Bowen und Drew fast zwanzig Minuten länger im All bleiben. Der Zwischenfall war einem Nasa-Sprecher zufolge "keine große Sache", die Astronauten seien nicht in Gefahr gewesen. Die Besetzung der ISS habe den 17,6 Meter langen Roboterarm schließlich von einem anderen Arbeitsplatz aus gesteuert.

Weltraum-Vakuum fürs Museum

Auf der Aufgabenliste von Bowen und Drew stand auch, ein Stromkabel zwischen zwei Modulen der ISS anzubringen. Außerdem montierten sie eine defekte Ammoniak-Pumpe ab. Der Außeneinsatz endete mit einem Experiment für die japanische Weltraumbehörde: Die Astronauten öffneten eine Metallbüchse, die das im Weltall herrschende Vakuum einfangen soll. Die Büchse soll später zurück zur Erde gebracht und ausgestellt werden. Ein zweiter Arbeitseinsatz im Weltraum ist für Mittwoch geplant.

Die US-Raumfähre "Discovery" war am Samstag auf ihrer letzten Weltraum-Mission an der ISS eingetroffen. Voraussichtlich wird ihr Aufenthalt im All um einen Tag verlängert, so dass sie erst am 6. März von der Station abdockt.

Die Nasa plant noch maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS, bevor die Raumgleiter komplett außer Dienst gestellt werden. Die "Endeavour" soll am 19. April starten. Die "Atlantis" könnte am 28. Juni zum letzten Flug eines Space Shuttle starten. Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein. Die US-Regierung hat eine eigene Neuentwicklung aus finanziellen Gründen ausgesetzt. Mittelfristig sollen private US-Unternehmen die Beförderung übernehmen.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Letzter Außeneinsatz an der ISS: "Beeindruckende Arbeit, ihr Rockstars"
Beitrag von: SiLæncer am 03 März, 2011, 11:13
Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" haben ihren zweiten Außeneinsatz an der ISS erfolgreich abgeschlossen. Damit ging eine Ära zu Ende: Es war der letzte Weltraumspaziergang von "Discovery"-Astronauten.

(http://www.spiegel.de/images/image-187277-panoV9free-yreh.jpg)

Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" haben bei einem Außeneinsatz im Weltall überfällige Reparaturen an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich abgeschlossen. Alvin Drew und Stephen Bowen kehrten in der Nacht zum Mittwoch aus dem Weltraum zurück und beendeten damit eine Ära: Es war der letzte Ausflug einer Crew der "Discovery", die nach ihrem Rückflug zur Erde zum Museumsstück wird. Von ihrer Kollegin Nicole Scott erhielten die Astronauten auch ein dickes Lob: "Wieder eine beeindruckende Arbeit heute, ihr Rockstars"

Es ist der 155. Wartungseinsatz für die ISS, die 1998 konstruiert wurde. Sechst Stunden und 14 Minuten verbrachten Bowen und Drew im Weltall, für Bowen war es bereits der insgesamt siebte Ausflug in die Schwerelosigkeit des Alls. Er gehört damit zu den erfahrensten "Weltraumspaziergängern" der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Der Ausstieg hatte sich wegen eines Lecks in Bowens Raumanzug um etwa eine halbe Stunde verzögert. Auslöser war eine defekte Versiegelung an einem Luftfilter. Die Störung machte den Astronauten aber später keine weiteren Probleme.

Die Raumfahrer bereiteten während ihres Einsatzes eine defekte Ammoniak-Pumpe für den Rücktransport zur Erde vor. Das Gerät war im vergangenen Sommer ausgebaut worden, nachdem es einen Ausfall im ISS-Kühlsystem ausgelöst hatte. Die Pumpe soll im Juni von der Raumfähre "Atlantis" nach Hause gebracht werden, also bei dem letzten Flug eines bemannten US-Shuttles für lange Zeit.

Außerdem installierten die Astronauten bei ihrem zweiten und letzten Außeneinsatz der laufenden "Discovery"-Mission mehrere Kameras an Roboterarmen der ISS.

Timothy Kopra, der ursprünglich als Leiter des Einsatzes vorgesehen war, konnte seine Kollegen nur virtuell vom Kontrollzentrum in Florida aus begleiten, da er wegen eines Fahrradunfalls seine Teilnahme an der gesamten Mission hatte absagen müssen.

Bereits am Dienstagabend hatte die ISS bei einem weiteren Einsatz einen 13. Raum erhalten. Das bisherige Transportmodul "Leonardo" wurde von den Astronauten dauerhaft mit der Raumstation verbunden und dient zukünftig als Lagerraum. "Leonardo" war zuvor bereits sieben Mal an Bord eines Space-Shuttles im Weltraum - auf dem Hinflug bepackt mit Versorgungsgütern für die Raumstation und auf dem Rückflug vollgestopft mit Müll.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Space Shuttle: "Discovery" beendet letzten Einsatz erfolgreich
Beitrag von: SiLæncer am 10 März, 2011, 12:33
Die US-Raumfähre "Discovery" hat ihren letzten Einsatz im All erfolgreich überstanden. In 27 Dienstjahren absolvierte der Space Shuttle 39 Missionen. Jetzt tritt er die Reise ins Museum an.

(http://www.spiegel.de/images/image-189942-panoV9-gqtz.jpg)

Houston - Es war eine Bilderbuchlandung bei gutem, wenn auch windigem Wetter. Nach ihrer letzten, 13 Tage dauernden Reise ins All ist die Raumfähre "Discovery" am Mittwoch wieder im Raumfahrtzentrum Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) gelandet. Eine Stunde vor dem Aufsetzen auf Landebahn 15 hatte die Crew von Kommandant Steven Lindsey die Bremstriebwerke gezündet. Ein letztes Mal musste dann der Hitzeschild der Raumfähre die extremen Temperaturen bei der Rückkehr in die Atmosphäre aushalten. Probleme gab es keine, die "Discovery" kam wohlbehalten an.

Mit der Landung der Mission STS-133 ging eine Ära der Raumfahrt zu Ende: Von den drei Shuttles, die nach den Unglücken der "Challenger" (1986) und der "Columbia" (2003) noch existieren, war die "Discovery" am längsten im Dienst. Sie flog erstmals 1984 ins All und absolvierte mehr Missionen als die anderen Shuttles der Nasa-Flotte. 5600-mal umrundete die "Discovery" die Erde.

Während ihrer 27-jährigen Karriere beförderte die "Discovery" 180 Menschen ins All - unter ihnen mit Eileen Collins die erste Shuttle-Pilotin (1995) und als erste Kommandantin (1999). Auch der erste afroamerikanische Weltraumspaziergänger, Bernard Harris, flog 1995 an Bord der "Discovery" in die Schwerelosigkeit. 1985 war Senator Jake Garn an Bord, er war der erste amtierende Kongressabgeordnete im Weltraum.

Maximal zwei weitere Flüge geplant

Auch bekannte Forschungsgeräte hatte die "Discovery" auf ihren Missionen an Bord. Die Raumfähre brachte 1990 das Weltraumteleskop " Hubble" ins All, und sie setzte 1990 die Sonde "Ulysses" im Weltall aus, die wesentliche Erkenntnisse über die Sonne sammelte und erst 2009 außer Dienst ging. Die "Discovery" brachte im Jahr 2008 Teile des japanischen Labors "Kibo" zur Internationalen Raumstation (ISS) und war 1995 die erste US-Raumfähre, die zur russischen Raumstation "Mir" flog.

Der ursprünglich für November 2010 geplante letzte Flug musste verschoben werden, weil am Außentank der "Discovery" feine Risse entdeckt worden waren. Am 24. Februar brach sie schließlich zur ISS auf. Die sechs Besatzungsmitglieder - fünf Männer und eine Frau - brachten Ersatzteile, den humanoiden Roboter "Robonaut 2" und das neues Forschungs- und Lagermodul "Leonardo" zur ISS. Außerdem absolvierten Mitglieder ihrer Besatzung zwei Außeneinsätze. "Das Space-Shuttle-System hat bei der gesamten Mission außerordentlich gut funktioniert", lobte der Chef der "Discovery"-Mission, Leroy Cain, zum Abschluss des letzten Einsatzes.

Nach ihrer Rückkehr zur Erde soll die "Discovery" zum Museumsstück werden. Die Nasa plant maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS: Am 19. April soll die "Endeavour" starten, am 28. Juni die "Atlantis". Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Endeavour-Abschiedsflug verschoben - Sojus-Kapsel zur ISS
Beitrag von: ritschibie am 05 April, 2011, 12:15
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Abschiedsflug ihrer Raumfähre Endeavour verschoben. Der Space Shuttle werde nun erst am 29. April vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral (Florida) abheben, teilte die Nasa am Montag mit. Ursprünglich war der Start zehn Tage vorher geplant.

Es habe einen Terminkonflikt gegeben, weil während des geplanten Zeitraumes für die Mission ein russisches Transportschiff zur Internationalen Raumstation ISS fliegen werde. Das gleiche Ziel hat auch die Endeavour. Warum die Überschneidung nicht früher auffiel, erklärte die Nasa nicht.

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Bisher waren die Startvorbereitungen problemlos verlaufen. Anders als bei der Discovery, die Ende Februar wegen technischer Probleme erst mit vier Monaten Verspätung ins All abgehoben war, zeichneten sich diesmal keine Störungen ab. Durch die Terminverschiebung könnte es eng werden mit dem restlichen Terminplan des Shuttle-Programmes. Ende Juni soll die Atlantis noch einmal zur ISS aufbrechen, danach sollten die legendären Orbiter endgültig eingemottet werden.

Kommandant der Endeavour ist der Astronaut Mark Kelly. Dessen Ehefrau, die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, war bei einem Attentat im Januar durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Ihre Ärzte wollten ihr genehmigen, bei dem Abflug ihres Ehemanns am 19. April in Florida von der Tribüne aus zuzuschauen. Wie sich die Terminverschiebung auf diese Pläne auswirken, ist unklar.

Unterdessen sind vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus zwei russische Kosmonauten und ein US-Astronaut mit einer Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die neue Langzeitbesatzung hob in der Nacht zum Dienstag ab, so die Nasa. Die drei werden etwa fünf Monate im All bleiben. Zu Ehren des ersten bemannten Raumflugs vor fast 50 Jahren trägt die Sojus mit Alexander Samokutjajew, Andrej Borissenko und Ronald Garan an Bord den Namen Gagarin - nach dem berühmten Weltraum-Pionier Juri Gagarin (1934-1968).

Mit der Ankunft der drei Raumfahrer wird die sechsköpfige ISS-Besatzung wieder komplett sein. Das Raumschiff soll in der Nacht zum Donnerstag andocken. Derzeit arbeiten die US-Astronautin Catherine Coleman sowie der russische Kosmonaut Dmitri Kondratjew und der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli auf dem Außenposten der Menschheit in rund 350 Kilometer Höhe über der Erde.

Vor fast 50 Jahren, am 12. April 1961, hatte Gagarin in einer Wostok-Kapsel als erster Mensch die Erde umrundet. Die Raumfahrtnation Russland erinnert mit vielen Festveranstaltungen an das Jubiläum. Die Sojus-Kapsel Gagarin sollte ursprünglich bereits Ende März zur ISS fliegen. Wegen einer defekten Schaltkreis-Anlage musste der Start aber verschoben werden.

Quelle: www.digitalfernsehen.de

Titel: Müll im All: Raumstation ISS entgeht nur knapp der Kollision
Beitrag von: SiLæncer am 06 April, 2011, 14:55
Ein Stück Weltraummüll hat die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS über Stunden in Alarmbereitschaft versetzt.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa befürchtete am Dienstag vorübergehend eine Kollision der Station mit dem Überbleibsel eines 2007 zerstörten chinesischen Satelliten. Da nicht genügend Zeit geblieben wäre, die ISS aus der Gefahrenzone zu bringen, wurden bereits Pläne für eine Evakuierung geschmiedet.Die dreiköpfige Crew hätte in die "Sojus"-Raumkapsel flüchten müssen, in der sie im Dezember beim Außenposten der Menschheit im All angekommen war, hieß es.

Nach stundenlanger Beobachtung des Weltraummülls konnte die Kontrollstation im texanischen Houston allerdings Entwarnung geben. Um 22.21 Uhr deutscher Zeit raste dann das Stück des Satelliten Fengyun 1C in rund sechs Kilometern Entfernung an der ISS vorbei.

Bereits am vergangenen Freitag wurde die Station von herumfliegenden Abfall bedroht. Im Gegensatz zum erneuten Ereignis konnte die Nasa sie jedoch rechtzeitig aus dem Weg navigieren.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Sojus-Kapsel dockt an ISS an - zwei Russen erstmals im All
Beitrag von: SiLæncer am 07 April, 2011, 09:19
Zwei Tage nach ihrem Start vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur haben zwei russische Kosmonauten und ein US-Astronaut an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

Die Sojus-Kapsel mit Alexander Samokutjajew, Andrej Borissenko und Ronald Garan erreichte die ISS in der Nacht zum Donnerstag. Das teilte die Flugleitzentrale bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Zu Ehren der ersten bemannten Erdumrundung vor fast genau 50 Jahren, am 12. April 1961, trägt die Kapsel den Namen Gagarin - nach dem sowjetischen Weltraum-Pionier Juri Gagarin .

US-Astronaut Garan war bereits im All, während es für die Russen Samokutjajew und Borissenko die erste Mission ist. Mit der Ankunft der drei Raumfahrer, die rund fünf Monate im All bleiben, ist die sechsköpfige ISS-Besatzung wieder komplett. Derzeit arbeiten die US-Astronautin Catherine Coleman sowie der russische Kosmonaut Dmitri Kondratjew und der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli auf dem Außenposten der Menschheit in rund 350 Kilometern Höhe über der Erde.

Die Raumfahrtnation Russland erinnert in den nächsten Wochen mit zahlreichen Festveranstaltungen an Gagarins historischen Flug.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: 30 Jahre nach erstem Shuttle-Start: Nasa bestimmt "Ruhestätten"
Beitrag von: ritschibie am 12 April, 2011, 15:10
Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem ersten Flug eines amerikanischen Space Shuttle ins Weltall haben die Raumgleiter ihre letzte Ruhestätte auf der Erde gefunden.

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wollte passend zum Jubiläum am Dienstagabend bekanntgeben, welche Museen die Orbiter künftig ausstellen dürfen. Mehr als 20 Einrichtungen in den USA hatten bis zuletzt um die Discovery, Endeavour und Atlantis gekämpft, die im Sommer ausrangiert und zu Ausstellungsstücken werden. Auch der Prototyp Enterprise, der es nie ins All schaffte, war begehrt.

Im ganzen Land erwarteten die wetteifernden Museen mit großer Spannung den Auftritt des Nasa-Chefs Charles Bolden am Nachmittag (Ortszeit) im Kennedy Space Center in Florida, wo er die Entscheidung der Behörde kundtun wollte. Schon vorher als Gewinner war nur die Hauptstadt Washington bestimmt, deren staatliches Luft- und Raumfahrtmuseum bereits die Discovery versprochen worden war.

Zu den weiteren Favoriten gehörte das Space Center in Florida selbst, weil von dort die Shuttle stets zu ihren Flügen starteten. Das See-, Luft- und Raumfahrtmuseum Intrepid im New Yorker Stadtteil Manhattan sowie das nationale Luftwaffen-Museum in Dayton (Ohio) durften sich ebenfalls größere Hoffnungen machen, weil sie schon heute zahlreiche Touristen anziehen. Die Nasa möchte ihre Shuttle einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen.

Doch auch andere Museen waren mehr als Außenseiter, so zum Beispiel das Flugmuseum in Seattle (Bundesstaat Washington). Die Stadt war lange das Hauptquartier des Flugzeugbauers Boeing, der maßgeblich an der Shuttle-Entwicklung beteiligt war. Die Einrichtung hat bereits vorauseilend eine teure Ausstellungshalle gebaut.

Die Nasa verlangt zwar für die Shuttle keinen Kaufpreis - kostenlos ist die Anschaffung für die Museen jedoch ganz und gar nicht. Fast 29 Millionen Dollar (gut 20 Millionen Euro) berechnet die Behörde für die Aufbereitung und den Transport der Raumfähren. Die Lieferung steht für das kommende Jahr an.

Die Discovery hatte bereits vor wenigen Wochen ihren Abschiedsflug absolviert, die letzte Mission der Endeavour soll am 29. April beginnen. Den endgültigen Schlusspunkt für das Shuttle-Programm setzt die Atlantis, die im Juli von ihrer letzten Mission zurückkehren soll.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Raumfahrt: Bezos und Musk entwickeln Spaceshuttle-Nachfolger
Beitrag von: SiLæncer am 20 April, 2011, 14:11
Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tesla-Motors-Chef Elon Musk bauen möglicherweise den Nachfolger des Spaceshuttles. Ihre Unternehmen Blue Origin und SpaceX haben von der US-Weltraumbehörde Nasa Fördermittel für die Entwicklung eines neuen Weltraumfahrzeugs erhalten.

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Der vorletzte Flug eines Spaceshuttles steht kurz bevor: Am 29. April um 15:47 Uhr (Ortszeit Florida) wird das Shuttle Endeavour zu seinem letzten Flug ins All starten. Die letzte Spaceshuttle-Mission ist für Juni geplant. Künftige Raumfahrzeuge wird nicht mehr die Nasa entwickeln. Die US-Weltraumbehörde hat jetzt vier US-Unternehmen 270 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Spaceshuttle-Nachfolgers zur Verfügung gestellt.

Vier Unternehmen

Unter den US-Luft- und Raumfahrtunternehmen, die an der Raumfähre der Zukunft arbeiten, sind auch Space Exploration Technologies (SpaceX), das Unternehmen von Elon Musk, Gründer von Paypal und heute Chef von Tesla Motors, und Blue Origin, das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet wurde. Die beiden Konkurrenten sind Sierra Nevada und Boeing.

Video: SpaceX - Start der Dragon - Video der Nasa (3:11)

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing bekommt mit 92,3 Millionen US-Dollar den Löwenanteil der Nasa-Finanzierung, gefolgt von Sierra Nevada mit 80 Millionen US-Dollar. Space X erhält 75 Millionen US-Dollar, Blue Origin 22 Millionen US-Dollar.

US-Raumfahrzeuge für US-Astronauten

Es ist die zweite Runde des sogenannten Commercial-Crew-Development-Programms (CCDev2) der Nasa. Ziel des Programms ist, die Entwicklung eines bemannten Raumfahrzeugs zu beschleunigen. Die Nasa wolle, dass "US-Astronauten in Raumfahrzeugen, die in Amerika gebaut wurden", ins All fliegen und dass die Regierung diese Aufgabe nicht mehr anderen Staaten überlasse, sagte Nasa-Direktor Charles Bolden.

Musks Unternehmen SpaceX verfügt bereits über die Trägerrakete vom Typ Falcon 9, die eine Nutzlast von knapp 10,5 Tonnen in den sogenannten Low Earth Orbit (LEO) transportieren kann. Geplant ist, dass SpaceX künftig die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) versorgen soll. Eine Raumkapsel für Astronauten hat im vergangenen Dezember einen ersten Test erfolgreich absolviert. Indem die Nasa privaten Unternehmen die Flüge in den LEO überlasse, könne sie selbst sich der Erkundung weiter entfernter Gegenden des Weltraums widmen, erklärte Bolden.

Quelle : www.golem.de
Titel: Space Shuttle Mission 134: Antimateriedetektor startet ins All
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2011, 13:15
Warum besteht das Universum aus Materie und nicht aus Antimaterie? Antworten auf diese Frage, die viele Wissenschaftler umtreibt, soll das Alpha Magnetic Spectrometer liefern. Es soll heute an Bord des Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation fliegen.

Wenn alles glatt geht und das Wetter mitspielt, startet am heutigen Freitag das Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation (ISS). An Bord hat sie dann unter anderem das wissenschaftliche Instrument Alpha Magnetic Spectrometer (AMS-02). Der Start vom US-Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ist für 15:47 Uhr (Ortszeit) geplant.

Geladene Partikel erfassen

Der AMS-02 ist ein Detektor, der außen an der ISS angebracht wird. Seine Aufgabe ist es, die kosmische Strahlung zu untersuchen, indem er ankommende geladene Partikel wie Protonen oder Elektronen untersucht. Pro Sekunde treffen etwa 1.000 Partikel auf jedem Quadratmeter des Instruments ein. Ein Magnet lenkt diese auf verschiedene Detektoren, die deren Energie, Ladung und Masse erfassen.

Video: Das Alpha Magnetic Spectrometer erklärt (3:46)

In dem Teilchenstrom hoffen die Wissenschaftler, Hinweise auf Dunkle Materie und vor allem auf Antimaterie zu finden. "Von seinem günstigen Aussichtspunkt im Weltraum aus wird AMS Fragen wie der nach Antimaterie, Dunkler Materie und dem Ursprung der Kosmischen Strahlung nachgehen", erklärt Samuel Ting, Sprecher der AMS-Kollaboration und Träger des Physiknobelpreises des Jahres 1976.

Wo ist die Antimaterie?

Der Kosmos sei dafür das geeignete Labor, sagt Ting: Wenn es noch Antimaterie gebe, dann im Weltall. Antimaterie ist der Gegenpart zu Materie: Beide sind identisch aufgebaut, aber haben entgegengesetzte Ladung. Treffen sie aufeinander, löschen sie sich gegenseitig aus. Auf der Erde gibt es deshalb keine Antimaterieteilchen. Die große Frage, der Wissenschaftler nachgehen, ist, weshalb das Universum aus Materie besteht und nicht aus Antimaterie. Nach dem Urknall müssen beide in gleicher Menge entstanden sein.

Würde AMS-02 ein oder mehrere Antimaterieteilchen erfassen, wäre das ein Hinweis darauf, dass irgendwo im Weltall noch größere Mengen Antimaterie existieren, möglicherweise sogar ganze Galaxien, die daraus bestehen. Die Chancen sind jedoch gering: Der Vorgänger AMS-01, der 1998 zehn Tage lang im Weltraum im Einsatz war, verzeichnete knapp 80 Millionen Teilcheneinschläge, ohne dass ein Antiteilchen dabei gewesen wäre.

Größtes und schwerstes Instrument auf der ISS

AMS-02 ist fast 4 Meter groß und wiegt 7,5 Tonnen. Damit ist es das größte und schwerste wissenschaftliche Instrument, das bisher zur ISS gebracht wurde. Und wohl auch das teuerste: Rund 1,5 Milliarden US-Dollar hat die Entwicklung gekostet, an der 56 Forschungsinstitute aus 16 Ländern beteiligt waren, darunter die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Beide haben wichtige Komponenten des Antimateriedetektors entwickelt. Die Endmontage erfolgte am europäischen Kernforschungszentrum (Cern) in Genf. Dort wurde das Instrument auch kalibriert - im Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider.

STS-134 ist die vorletzte Space-Shuttle-Mission und gleichzeitig der letzte Flug der Endeavour. Das Cern überträgt den Start ab 20.30 Uhr live im Internet. Den 135. und letzten Flug eines Space Shuttle wird die Atlantis voraussichtlich Ende Juni 2011 absolvieren. Damit endet nach 30 Jahren die Ära der Raumfähren.

Erster Start vor 30 Jahren

Der erste Start eines Space Shuttle fand am 12. April 1981 statt. Die Ära das Space Shuttle wurde durch zwei schwere Unfälle überschattet: Am 18. Januar 1986 explodierte die Challenger gut eine Minute nach dem Start. Am 1. Februar 2003 zerbrach die Columbia bei Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Quelle : www.golem.de
Titel: Technikpanne vereitelt Endeavour-Abschied
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2011, 18:54
Lange Gesichter in Cape Canaveral: Technische Probleme haben den letzten Start der US-Raumfähre Endeavour am Freitag kurzfristig vereitelt.

Ursache waren nach Angaben der Nasa Probleme mit einer Beheizungsvorrichtung. Der Shuttle kann nun frühestens am Montagabend MESZ aufbrechen - mindestens so lange wird es dauern, den Schaden zu beheben. Als Zuschauer hatten sich unter anderem Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle angekündigt. 750 000 Zuschauer wurden erwartet. Es sollte der letzte Flug der Endeavour und der vorletzte einer der legendären Orbiter überhaupt werden. Dann werden die Raumfähren eingemottet.

Das Präsidentenpaar wollte sich trotz der Absage auf den Weg nach Cape Canaveral machen - statt der Beobachtung des Starts sollte es für sie nun eine Besichtigung des Geländes geben. Zum ursprünglich am Freitag geplanten Start war auch die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords angereist, die bei einem Attentat im Januar durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurde. Sie kam mit ihren Ärzten. Giffords ist mit Endeavour-Kommandant Mark Kelly verheiratet.

Die sechsköpfige Besatzung der Raumfähre war schon am Shuttle eingetroffen, als die Nasa den Start abblies. Ärger bereiten nach Angaben der Weltraumbehörde zwei Heizungen, die zu einem Stromgerät gehören. Dieses versorgt das Steuerungssystem des Shuttle während des Starts und der Landung - es muss beheizt werden, damit es im Weltraum nicht einfriert.

Um das Problem beseitigen zu können, muss nun der Außentank der Endeavour geleert und ein Gerüst errichtet werden. Damit kann der Shuttle der Nasa zufolge frühestens um 14.33 Uhr Ortszeit (20.33 Uhr MESZ) am Montag abheben.

Schon bei vergangenen Starts der Shuttles war es immer wieder zu Verzögerungen wegen technischer Schwierigkeiten gekommen. Im Februar war die Raumfähre Discovery erst Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin zu ihrer letzten Reise aufgebrochen.

Hat die Endeavour es einmal ins All geschafft, warten auf die Mannschaft zwei arbeitsreiche Wochen. Viermal sollen die Männer aussteigen, um die Internationale Raumstation auf Vordermann zu bringen. Die Liste der Reparaturen und Installationen ist lang wie selten - mit gutem Grund: Ihr abschließender Außeneinsatz am 9. Mai wird der letzte für Astronauten eines Nasa-Shuttles sein. Für den Atlantis-Flug im Juni ist keiner mehr geplant.

Danach ist die Ära der wiederverwendbaren US-Raumfähren nach fast 30 Jahren beendet. Tausende Shuttle-Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Die Endeavour wird nach mehr als 166 Millionen Kilometer im All und 4 500 Erdumrundungen ihren Ruhestand im Wissenschaftszentrum in Los Angeles verbringen.

Der letzte Flug der Endeavour hatte Massen von Raumfahrt-Fans nach Cape Canaveral gelockt. Polizisten und Freiwillige versuchten seit Tagen, dem Andrang der Zuschauer Herr zu werden. Parkplätze waren stark nachgefragt, Kirchen verkauften Essen und T-Shirts, um Geld für wohltätige Zwecke einzunehmen. Hotels waren ausgebucht, viele Besucher übernachteten in Zelten.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Abschiedsflug der Endeavour verzögert sich - lange Reparatur
Beitrag von: SiLæncer am 08 Mai, 2011, 20:16
Die US-Raumfähre Endeavour wird frühestens am 16. Mai zu ihrer letzten Reise aufbrechen. Wie die Nasa am Samstag (Ortszeit) mitteilte, dauert es mindestens so lange, bis die Ingenieure einen Defekt an einem Heizungssystem repariert haben.

Die Panne hatte den ursprünglich am 29. April geplanten Start verhindert. Der Countdown war abgebrochen worden, als die sechsköpfige Shuttle-Besatzung bereits auf der Startrampe in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida war. Ziel der zweiwöchigen Reise der Endeavour ist die Internationale Raumstation ISS.

Die Nasa will den geplanten Aufenthalt des Orbiters dort um zwei auf 16 Tage verlängern. Nach seiner Rückkehr wird der Shuttle im Museum landen. Danach soll mit der Raumfähre Atlantis zum letzten Mal einer der legendären Orbiter ins All starten.
 
Als Teil der Nutzlast ist auch das Alpha-Magnetspektrometer AMS 02 an Bord. Es soll auf der ISS stationiert werden und 18 Jahre lang nach Hinweisen auf Antimaterie sowie Dunkle Materie suchen. Das Gerät wurde von insgesamt 500 Physikern von 56 Instituten aus 16 Ländern entwickelt und gebaut. Auch mehrere der Konstrukteure des Partikeldetektors fieberten dem Start entgegen.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: US-Space-Shuttel "Endeavour" zum letzten Flug gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 17 Mai, 2011, 06:01
Die US-Raumfähre "Endeavour" ist am Montag zu ihrem letzten Flug ins All gestartet. Der Space Shuttle hob pünktlich um 14.56 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) in den bewölkten Himmel ab.

Die Mission zur Internationalen Raumstation ISS soll 16 Tage dauern. Die sechsköpfige Crew soll dort unter anderem einen zwei Milliarden Dollar (1,37 Milliarden Euro) teuren Teilchendetektor installieren. Der Start hätte ursprünglich am 29. April über die Bühne gehen sollen, war aber wegen technischer Probleme sehr kurzfristig verschoben worden.
 
Nach der Rückkehr von ihrem 25. Flug wird die "Endeavour" im Wissenschaftszentrum in Los Angeles ausgestellt. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat nur noch einen weiteren Shuttle-Flug geplant: Anfang Juli soll die "Atlantis" ins All abheben. Danach ist die drei Jahrzehnte währende Ära der wiederverwendbaren Raumfähren beendet.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Endeavour"-Shuttle kehrt nach Abschiedsflug zur Erde zurück
Beitrag von: ritschibie am 01 Juni, 2011, 12:21
Jetzt ist nur noch eine übrig. Nach dem Space Shuttle "Discovery" hat auch die "Endeavour" ihre Abschiedsmission absolviert. Der endgültige Countdown für die US-Raumfähren ist fast abgelaufen. Der Flug der "Atlantis" setzt den historischen Schlusspunkt.

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Etwa 19 Jahre nach ihrem Jungfernflug ist die Karriere der US-Raumfähre "Endeavour" endgültig beendet. Der Space Shuttle kehrte am Mittwoch mit sechs Astronauten an Bord von seiner letzten Mission zur Erde zurück. Er landete nach 16 Tagen im All planmäßig um 8.35 Uhr MESZ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Der Orbiter kommt nun wie die anderen Shuttle ins Museum, da die Raumfahrtbehörde Nasa ihr Shuttle-Programm einstellt. Den historischen Schlusspunkt soll der "Atlantis"-Flug im Juli setzen.

Die "Endeavour" war am 16. Mai zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen, wo die Besatzung in vier Außeneinsätzen innerhalb von gut elf Tagen wichtige Wartungs- und Reparaturarbeiten unternahm. Die Crew installierte unter anderem einen zwei Milliarden Dollar (1,39 Milliarden Euro) teuren Teilchendetektor, der Forschern in aller Welt neue Erkenntnisse über die Antimaterie und den Ursprung kosmischer Strahlen liefern soll.

Die Nasa hatte bereits am Ende der Reise begeistert von einer perfekten Mission gesprochen und die Verlässlichkeit der betagten "Endeavour" hervorgehoben. "Ihre Leistung war nichts weniger als herausragend", sagte LeRoy Cain, der den Abschiedsflug von der Erde aus überwachte. Vor der Abreise hatte das Schiff noch große Probleme gemacht - der Abflug musste wegen technischer Schwierigkeiten mehrfach verschoben werden.

Die "Endeavour" ist die jüngste von insgesamt fünf für Flüge ins All eingesetzte US-Raumfähren. Sie ersetzte die 1986 explodierte "Challenger" und bestritt seit ihrem ersten Start am 7. Mai 1992 insgesamt 25 Reisen. Nach Angaben der Nasa verbrachte sie 299 Tage im Weltraum und legte dabei 197,6 Millionen Kilometer zurück. Allein bei ihrer Abschiedsmission umrundete sie die Erde 248 Mal.

Vor allem für die Montage der ISS spielte sie in all der Zeit eine große Rolle. Zwölf Mal dockte sie an dem Außenposten der Menschheit im All an, lieferte unter anderem im Dezember 1998 das erste amerikanische Bauteil und über die Jahre wichtige Solarkollektoren, Laborteile und Beobachtungsmodule.

Künftig darf sich das kalifornische Wissenschaftszentrum über die "Endeavour" als Ausstellungsstück freuen. Nicht weit entfernt wurden die Space Shuttle entwickelt und gebaut.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Sojus-Kapsel auf dem Weg zur ISS - Crew züchtet Gemüse
Beitrag von: SiLæncer am 09 Juni, 2011, 08:06
Verstärkung für die ISS: Drei Raumfahrer sind unterwegs zur Internationalen Raumstation. Eine ihrer Aufgaben: Sie sollen in der Schwerelosigkeit Gurken und Tomaten züchten.

Eine "Sojus"-Kapsel neuer Bauart an Bord ist mit einem Russen, einem Japaner und einem Amerikaner zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die "Sojus" vom Typ TMA-02M begann ihre zweitägige Reise um 22.12 Uhr MESZ am Dienstagabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe. Zu den Aufgaben der Crew gehört auch das Züchten von Gemüse auf der ISS.
 
Allen Raumfahrern gehe es gut, teilte die Flugleitung auf dem Kosmodrom nach Angaben der Agentur Itar-Tass in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Kosmonaut Sergej Wolkow, der Raumfahrer Satoshi Furukawa aus Japan und der Nasa-Astronaut Michael Fossum werden in der Nacht zum Freitag auf der ISS erwartet.

Schon kurz nach dem Start sei Wolkows Talisman, ein Plüsch-Schweinchen, ins Schweben geraten und habe so die Schwerelosigkeit in der Kapsel angezeigt, sagte ein Mitarbeiter der Flugleitung. Der Kosmonaut Wolkow und der Nasa-Astronaut Fossum haben vor ihrem Flug als Offiziere der Luftstreitkräfte ihrer Länder gedient. Furukawa hingegen ist Arzt und soll die Crewmitglieder notfalls medizinisch versorgen. Wolkow werde als Erster auf der ISS Tomaten, Furukawa wiederum Gurken züchten.

Die Verstärkung für die ISS-Langzeitbesatzung wird bis zum 16. November im All bleiben und dabei auch das letzte Mal die US-Raumfähre "Atlantis" aufnehmen. Der Start ist für den 8. Juli geplant. Die Amerikaner werden danach vorübergehend ausschließlich die "Sojus"-Technik der Russen als Mitfahrgelegenheit benutzen.

Die neuen russischen Raumkapseln sind mit moderner Digitaltechnik ausgestattet. Die analoge Messtechnik an Bord sei endgültig ausgemustert, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

Seit Anfang April halten die Kosmonauten Andrej Borissenko und Alexander Samokutjajew sowie der Astronaut Ronald Garan alleine auf der ISS Wache.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Drei neue Besatzungsmitglieder treffen bei Raumstation ISS ein
Beitrag von: ritschibie am 11 Juni, 2011, 12:47
(http://www.digitalfernsehen.de/uploads/media/weltall_teaser_top_04.jpg)

Nach zwei Tagen Flug sind drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen. In den kommenden fünf Monaten sind Außeneinsätze und Forschungsarbeit geplant. Die Nasa will noch in diesem Jahr erstmals ein privates Raumschiff ins All schicken.


Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ist wieder komplett. Drei Raumfahrer aus Russland, den USA und Japan haben in einer Sojus-Kapsel den Außenposten der Menschheit erreicht. Nach zweitägigem Flug dockte das Raumschiff in der Nacht zum Freitag an der ISS in rund 350 Kilometern Höhe an, wie das Flugleitzentrum bei Moskau nach Angaben der Agentur Itar-Tass mitteilte.

Der Kosmonaut Sergej Wolkow, der Nasa-Astronaut Michael Fossum und Satoshi Furukawa von der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa sollen insgesamt 161 Tage bis zum 16. November im All bleiben. Dabei sollen sie sich auch als Gärtner bewähren. Die Raumfahrer züchten erstmals Tomaten und Gurken auf der ISS.

Die neuen Besatzungsmitglieder waren am Dienstagabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Zuletzt hatten außer Samokutjajew noch der Russe Andrej Borissenko und der Amerikaner Ronald Garan auf der ISS Wache gehalten. Sie kehren am 8. September zur Erde zurück.

Auf die Mannschaft kommen zwei Außeneinsätze zu. So sollen Wolkow und sein bereits seit April auf der ISS arbeitender Landsmann Alexander Samokutjajew Ende Juli für Montagearbeiten aussteigen. Dabei installieren sie eine spezielle Anlage für die Übertragung von wissenschaftlichen Daten mittels Laser sowie Container für biologische Proben. Außerdem begrüßt die Crew das Space Shuttle "Atlantis" auf dessen letzter Reise, bevor die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Raumfähren außer Dienst stellt.
 
Die Nasa kündigte an, noch in diesem Jahr erstmals ein unbemanntes privat entwickeltes Raumschiff der Firma SpaceX zur ISS zu schicken. Das Unternehmen hatte im Dezember 2010 die Raumkapsel "Dragon" erfolgreich getestet. Die Nasa nutzt wegen der Ausmusterung der Space Shuttles die russischen Sojus-Kapseln.

Quelle: www.digitalfernsehen.de

Titel: Nasa schickt robotische Tankanlage für Satelliten zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juni, 2011, 17:26
Die US-Weltraumbehörde Nasa will eine Weltraumtankstelle auf der Internationalen Raumstation (ISS) installieren. Verlaufen die Tests erfolgreich, könnten dort ab 2013 Satelliten mit Treibstoff versorgt oder repariert werden.

Die US-Weltraumbehörde Nasa will mit dem letzten Spaceshuttle eine robotische Weltraumtankstelle, Robotic Refueling Mission (RRM) genannt, zur Internationalen Raumstation (ISS) transportieren. Damit sollen Satelliten mit Treibstoff versorgt werden.

Einsatzbereit ab Mai 2013

Die Raumfähre Atlantis soll Anfang Juli Ausrüstung zur ISS mitnehmen, mit deren Hilfe der Roboter Special Purpose Dextrous Manipulator, kurz Dextre genannt, Satelliten auftanken oder auch kleinere Reparaturen daran ausführen soll. Dextre ist seit März 2008 auf der ISS im Einsatz. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, soll das System in zwei Jahren eingesetzt werden.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1106/nasa_rrm/thumb620/nasa_rrm_1.jpg)

Zu der RRM-Ausrüstung gehören unter anderem Werkzeuge, um die Versiegelung zu lösen, mit der die Tanköffnungen eines Satelliten verschlossen sind - die Satelliten waren eigentlich nicht dafür gedacht, betankt zu werden. Weitere Werkzeuge dienen dazu, den Tankdeckel zu öffnen sowie den Treibstoff einzufüllen. Wenn die Atlantis an der ISS angedockt hat, wird ein Astronaut die RRM-Ausrüstung bei einem Weltraumspaziergang zu Dextres Enhanced Orbital Replacement Unit Temporary Platform (EOTP) bringen. Dextre und der Roboterarm Canadarm2 werden RRM dann zu seiner endgültigen Position transferieren.

Treibstoffdepots im Weltraum

Ziel des Projekts sei, "den Weg für zukünftige robotische Auftankmissionen zu bereiten", erklärt die Nasa. Kürzlich hat die Nasa dazu aufgerufen, Konzepte für das Anlegen von Treibstoffdepots im Weltraum einzureichen. An den Depots sollen sich Raumfahrer mit auf dem Weg zu anderen Himmelskörpern, etwa dem Mars, mit Treibstoff versorgen können.

Der Start der Atlantis ist für den 8. Juli geplant. Es wird der 135. und letzte Start eines Spaceshuttles.

Quelle : www.golem.de
Titel: Raumstation ISS drohte Kollission im All - Besatzung evakuiert
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2011, 16:26
Wegen einer akuten Bedrohung durch Weltraumschrott hat sich die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS vorübergehend in Sicherheit gebracht. Da ein Wrackteil zu spät bemerkt worden sei, habe die 110 Meter breite ISS nicht mehr ausweichen können, sagte ein Mitarbeiter des Flugleitzentrums bei Moskau am Dienstag.

Die sechs Besatzungsmitglieder mussten sich in die beiden angekoppelten Sojus-Kapseln zurückziehen. Das Bruchstück sei in nur 250 Meter Entfernung am Außenposten der Menschheit vorbeigeflogen, meldete die Agentur Interfax.

In der Vergangenheit hatte die ISS wiederholt zum Beispiel Satelliten ausweichen müssen. Zu Schäden kam es bisher aber nicht.

An Bord der ISS rund 350 Kilometer über der Erde halten sich derzeit die Russen Sergej Wolkow, Alexander Samokutjajew und Andrej Borissenko sowie die US-Amerikaner Mike Fossum und Ronald Garan und der Japaner Satoshi Furukawa auf. Am 8. Juli soll letztmals ein US-Spaceshuttle zur Raumstation fliegen, danach sind die russischen Sojus-Raumschiffe die vorerst einzigen Transporter.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Nasa: Letzte "Atlantis"-Mission genau 42 Jahre nach Mondlandung
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juni, 2011, 09:30
Jetzt ist nur noch eine übrig. Nach dem Space Shuttle "Discovery" hat auch die "Endeavour" ihre Abschiedsmission absolviert. Der endgültige Countdown für die US-Raumfähren ist fast abgelaufen. Der Flug der "Atlantis" setzt den historischen Schlusspunkt.

Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag mit. Bisher gebe es keinerlei technische Probleme, die eine Verschiebung wahrscheinlich machen, hieß es nach einer umfassenden technischen Prüfung. Die Mission mit vier Astronauten an Bord solle 12 Tage dauern.

Als Datum für die letzte Shuttle-Landung in der Geschichte der Raumfahrt werde der 20. Juli angepeilt - genau 42 Jahre, nachdem der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.  Allerdings hoffen die Nasa-Verantwortlichen, die Abschiedsreise auf 13 Tage ausdehnen zu können. Ob das möglich sei, hänge davon ab, ob die "Atlantis" gegen Ende der Mission noch genügend Strom habe.

Die Mission bestehe darin, einen Jahresvorrat an Material zur Internationalen Raumsstation ISS zu bringen. Die amerikanischen Shuttle sind die einzigen Raumfahrzeuge, die große Lasten zu dem Außenposten der Menschheit transportieren können. "Dieser Flug ist unglaublich wichtig für die ISS", sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmeier.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: STS-135: Tschüss, Spaceshuttle
Beitrag von: SiLæncer am 07 Juli, 2011, 20:00
Wenn das Wetter mitspielt, dann startet am 8. Juli 2011 gegen 11:30 Uhr (Ortszeit Florida) das Spaceshuttle Atlantis. Es wird der 135. und letzte Start eines Spaceshuttles sein.

Nach drei Jahrzehnten steht das Ende der US-Raumfähren bevor: Am Freitag, dem 8. Juli 2011, soll das Spaceshuttle Atlantis zum letzten Mal vom US-Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben. Der Start ist für 11:26 Uhr Ortszeit, also 17:26 Uhr unserer Zeit geplant.

Video: Nasa - Space Shuttle (14:08)

Der Flug der Atlantis ist die 135.Spaceshuttle-Mission. Die US-Weltraumbehörde Nasa überträgt den Start live im Internet. Einen Stream in deutscher Sprache bietet das Angebot Space Livecast an. Die Übertragung beginnt um 15 Uhr.

Keine technischen Probleme

Technisch läuft diesmal alles einwandfrei - bei der vorherigen Mission hatte ein technisches Probleme den letzten Start der Endeavour um mehr als zwei Wochen verzögert. Nur das Wetter könnte einen Start am Vormittag (Ortszeit) verhindern. Weitere Startfenster gäbe es dann am Samstag oder am Sonntag, auch jeweils am Vormittag.

Video: Shuttle Atlantis Experiment (3:55)

Ziel der Atlantis ist die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS). Zur Nutzlast der Atlantis wird unter anderem eine robotische Tankstelle für Satelliten gehören. Außerdem werden 30 Mäuse zur ISS fliegen. Sie sind Teil eines medizinischen Forschungsprogramms, das eine Methode testen will, um den Knochenabbau in der fehlenden Schwerkraft zu verhindern. Der Hälfte der Nager wird vor dem Start ein Antikörper injiziert, der ein Protein blockieren soll, das die Knochenbildung verhindert. Die andere Hälfte erhält ein Placebo. Damit hoffen die Wissenschaftler, den Knochenabbau zu verhindern.

iPhone auf der ISS

Schließlich wird die Atlantis das erste iPhone mit zur ISS nehmen. Darauf installiert ist die vom texanischen Unternehmen Odyssey Space Research entwickelte App Spacelab for iOS, mit der die Astronauten an Bord der ISS wissenschaftliche Ergebnisse aufzeichnen können. Möglicherweise kann sie eines Tages auch bei der Navigation behilflich sein. Die App ist übrigens auch für Nutzer auf der Erde erhältlich.

Die Ära der wiederverwendbaren Raumfähren begann vor 30 Jahren: Am 12. April 1981 startete die Raumfähre Columbia. In der Nomenklatur der Nasa bezeichnet Spaceshuttle die Einheit aus der Fähre, dem Tank und den beiden Feststoff-Booster-Raketen. Diese werden nach dem Start als erstes abgesprengt. Sie kehren an Fallschirmen zur Erde zurück und können wiederverwendet werden. Lediglich der große Tank mit dem Treibstoff für die Haupttriebwerke verglühte in der Atmosphäre. Die Fähre selbst kehrte zur Erde zurück. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verhinderten Keramikkacheln an der Unterseite, dass die Fähre verglühte.

Sechs Raumfähren

Insgesamt gab es: die Enterprise, Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis und Endeavour, von denen allerdings nur fünf für Weltraummissionen eingesetzt wurden. Die Enterprise war ein Prototyp, mit der unter anderem Gleitflüge zur Erde geprobt wurden. Dazu wurde sie von einer Boeing 747 huckepack in die Luft transportiert und segelte dann zur Erde zurück.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1104/nasa_endeavour/thumb620/nasa_endeavour_2.jpg)

Die Enterprise wird heute im National Air and Space Museum vor den Toren der US-Hauptstadt Washington ausgestellt. Ihren Platz soll aber künftig die Discovery einnehmen - die Fähre mit den meisten Starts. Die Enterprise wird auf den Museumsflugzeugträger Intrepid in New York umziehen. Die Endeavour kommt ins California Science Center in Los Angeles. Die Atlantis schließlich wird künftig im Kennedy Space Center ausgestellt.

Zwei Unfälle

Die beiden ersten Fähren, die Columbia und Challenger, wurden bei Unfällen zerstört: Die Challenger explodierte am 18. Januar 1986, genau 73 Sekunden nach dem Start. Grund waren ein oder mehrere schadhafte Dichtungsringe an einem der Booster. Am 1. Februar 2003 brach die Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander. Ein Schaumstoffteil hatte beim Start den Hitzeschild beschädigt. Alle Mitglieder der je siebenköpfigen Besatzungen kamen ums Leben. Nach den Unfällen pausierte das Spaceshuttle-Programm jeweils für etwa zweieinhalb Jahre.

Das Spaceshuttle war in den letzten Jahren ein wichtiges Transportmittel zur Versorgung der ISS. Nach der Einstellung des Shuttle-Programms der Nasa sollen private Unternehmen künftig diese Aufgaben übernehmen. Darunter befindet sich das von Elon Musk gegründete Unternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) mit seiner Trägerrakete Falcon 9 und der Raumkapsel Dragon. Spacex, Boeing, Sierra Nevada und das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründete Blue Origin wollen zudem wiederverwendbare Raumfähren entwickeln.

Neue Ziele

US-Präsident Barack Obama visiert fernere Ziele an: 2010 hat er das Mondprogramm seines Vorgängers George W. Bush beendet. Stattdessen sollen die USA 2025 ein bemanntes Raumfahrzeug auf einen Asteroiden schicken. Zehn Jahre später sollen die Menschen erstmals zum Mars fliegen. Das dafür nötige Raumfahrzeug, das Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV), soll der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin entwickeln.

Quelle : www.golem.de
Titel: Re: STS-135: Tschüss, Spaceshuttle
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juli, 2011, 13:00
Wer Lust hat sich das Ganze anzuschauen ...hier gibts nen Live-Stream -> http://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/
Titel: Re: STS-135: Tschüss, Spaceshuttle
Beitrag von: SiLæncer am 08 Juli, 2011, 17:41
Tja ...das wars dann ...ca. 30 sek vor dem Start wurde der Countdown zwar nochmal kurz unterbrochen ...aber ansonsten ein Bilderbuchstart ...  :jo
Titel: Re: STS-135: Tschüss, Spaceshuttle
Beitrag von: Jürgen am 09 Juli, 2011, 02:31
Was ich nicht verstehe ist, dass alle Welt meint, den Shuttles jetzt schon adieu sagen zu müssen, obwohl die letzte Reise eben erst begonnen hat.
Für mich ist's erst zu Ende, wenn die Atlantis wieder unten ist. Dann kann man sagen "das war's jetzt", nicht vorher.
Titel: Sorge um die Sicherheit der ISS
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2011, 14:34
(http://s.gullipics.com/image/d/h/7/79e320-jrm5cv-vey6/img.jpeg)
Wenige Stunden nach dem letzten Raumflug der Atlantis zur internationalen Raumstation ISS hat die NASA eine Warnung vor einem Stück Weltraumschrott herausgegeben. Das Objekt, dessen Größe zunächst unbekannt war, könnte am Dienstag in die Nähe der ISS kommen. Zu dieser Zeit ist auch eine Außenmission geplant. Laut MASTER-2005 (Meteoroid and Space Debris Terrestrial Environment Reference) befinden sich momentan über 600.000 Objekte mit einem Durchmesser größer als 1 cm in einer Umlaufbahnen um die Erde, wobei nur ein Bruchteil, mit Hilfe des amerikanischen Space-Surveillance-Systems kontinuierlich beobachtet werden kann. Die bemannten Module ISS sind zwar mit doppelwandigen Meteoritenschutzschilden ausgestattet und können den Einschlag von Weltraummüll von mehreren Zentimeter Durchmesser mutmaßlich widerstehen. Über eine Verschiebung durch die Atlantis werde aber noch heute entschieden.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Re: Sorge um die Sicherheit der ISS
Beitrag von: Jürgen am 12 Juli, 2011, 04:40
Keine Sorge, noch am selben Nachmittag erfolgte Entwarnung.

NASA gibt Entwarnung
Weltraumschrott fliegt an ISS vorbei

Das Trümmerteil des Satelliten "Cosmos 375" ist keine Gefahr für die Weltraumstation ISS und die angedockte Raumfähre Atlantis. Die NASA gab Entwarnung für das Stück Weltraumschrott, das sich der Station und dem Shuttle näherte. Es seien keine Bahnkorrekturen nötig, um auszuweichen.
Quelle:
http://www.tagesschau.de/ausland/weltraumschrott116.html
Titel: "Atlantis" bleibt länger im All
Beitrag von: SiLæncer am 12 Juli, 2011, 13:59
Die US-Weltraumbehörde Nasa hat den letzten Flug eines amerikanischen Space Shuttles um einen Tag verlängert. Die zusätzliche Zeit soll genutzt werden, um an Bord der Internationalen Raumstation ISS Ausrüstung auszupacken und zu verstauen.

Das teilte Nasa-Manager LeRoy Cain am Montag mit. Außerdem sollen verschiedene Systeme an der Station eingerichtet werden. Die Landung der Raumfähre "Atlantis" auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral sei nunmehr am 21. Juli geplant, voraussichtlich gegen 6.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ). Der bisherige Termin einen Tag zuvor wäre mit dem Jubiläum der ersten Mondlandung zusammengefallen.

Die Verlängerung sei möglich geworden, weil man durch Sparsamkeit zu Beginn der Mission nun Elektrizität für eine weiteren Tag erzeugen könne. Dadurch könne die "Atlantis" länger bei der ISS bleiben.

Gute Nachrichten gabe es auch mit Blick auf den Hitzeschild des Orbiters. Die Prüfung von Aufnahmen und Daten hätten ergeben, dass die Schutzhaut kein Anlass zur Sorge gebe und daher eine abermalige Inspektion nicht notwendig sei. Nur eine einzige der 30 000 hitzbeständigen Kacheln habe nennenswerten Schaden erlitten.

Die Raumfähre war am Sonntag an der ISS angedockt. An diesem Dienstag sollen zwei Besatzungsmitglieder zu einem Einsatz im All aufbrechen. Es ist die 37. Visite eines Shuttles bei der Internationalen Raumstation, deren Konstruktion 1998 mit Hilfe des Schwesterschiffes "Endeavour" begonnen hatte.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Letzter Weltraumspaziergang im Shuttle-Zeitalter
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2011, 06:04
Wehmütiger Abschied: Zum letzten Mal in der Space-Shuttle-Ära sind Astronauten zu einem Außeneinsatz ins Weltall aufgebrochen.

Zwei Bewohner der Internationalen Raumstation ISS, Ron Garan und Mike Fossum, begannen am Dienstag mehr eine halbe Stunde später als geplant um 15.22 Uhr MESZ, eine lange Aufgabenliste abzuarbeiten. Unterstützt von ihren Kollegen der derzeit angedockten Raumfähre "Atlantis" wollten sie unter anderem eine defekte Kühlpumpe der Station im Laderaum des Transporters verstauen. Der "Weltraumspaziergang" soll sechseinhalb Stunden dauern.

Die "Atlantis"-Crew wird von der ISS aus einen Roboterarm steuern, der Garan und Fossum helfen soll, die hunderte Kilo schwere Pumpe zu bewegen. Das Gerät war im vergangenen Jahr ausgefallen und musste in drei schwierigen Außeneinsätzen ersetzt werden. Jetzt soll sie von der "Atlantis" zur Erde zurückgebracht werden. Das Transportvorhaben wird nach der Pensionierung der Shuttle nicht mehr möglich sein.

Weitere Aufgabe bei dem Außeneinsatz ist es, einen Versuch vorzubereiten, um später einmal Satelliten im Weltall von Robotern betanken zu lassen. Bleibt den beiden Astronauten genügend Zeit, wollen sie auch andere Experimente einleiten.

Vor dem Einsatz hatte die Nasa Entwarnung für ein Stück Weltraumschrott gegeben, dass sich der Station und dem Shuttle näherte. Ein Trümmerteil des Satelliten "Cosmos 375" hatte zunächst Befürchtungen ausgelöst, es könne eine Bedrohung für die ISS oder den Shuttle sein. Es seien aber doch keine Bahnkorrekturen nötig, um dem Weltraumschrott auszuweichen, errechnete die Nasa.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Space-Shuttle "Atlantis" fliegt heim - ISS hält die Stellung
Beitrag von: SiLæncer am 19 Juli, 2011, 14:16
Farewell "Atlantis": Das amerikanische Space Shuttle hat am Dienstag um 8.28 Uhr deutscher Zeit von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt. Mit ihrem zweitägigen Heimflug zur Erde beendet die "Atlantis" die Ära der bemannten Raumfahrt in den USA für unbestimmte Dauer.

Die ISS dagegen bleibt vorerst bestehen - als sichtbare Erinnerung an das Shuttle-Zeitalter, das ganze drei Jahrzehnte währte. Ohne die Raumtransporter wäre der Bau der ISS gar nicht möglich gewesen. Nur sie konnten große Lasten in den Weltraum und zurück zur Erde schaffen. Allein bei ihrem letzten Besuch brachte die US-Raumfähre mit vier amerikanischen Astronauten an Bord rund vier Tonnen Material zur ISS: Frachtgüter und Ersatzteile, mit denen die Raumstation nun rund ein Jahr lang ausgerüstet ist.

"Das Shuttle war absolut notwendig um die Raumstation vollständig aufzubauen", sagte Scott Pace vom Institut für Weltraumpolitik an der George Washington University in Washington. Nachdem die ISS nun fertiggestellt sei, gäbe es immer weniger Gründe, die Fahrzeuge weiterhin zu nutzen. "Wir müssen eine sicherere Generation an Fahrzeugen bauen."

Neben politischen Gründen spielten auch die Kosten eine Rolle bei der Entscheidung, die Shuttle-Fahrten einzustellen: Die Station und die Raumfähren zu unterhalten, während eine neue Generation von Raumfahrzeugen entwickelt wird, wäre schlicht zu teuer gewesen.

Der Abschied der "Atlantis"-Crew vor dem Abdock-Manöver war emotional. Die Astronauten umarmten die sechs amerikanischen, russischen und japanischen Bewohner der Station und überreichten ihnen Geschenke, darunter ein Shuttle-Modell mit den Unterschriften vieler Weltraum-Veteranen.

Die Mannschaft hinterließ auch eine kleine US-Flagge, die während der ersten Shuttle-Mission 1981 an Bord der "Columbia" mitgeflogen war. Sie soll dort, wo die Fähren immer an die ISS andockten, die Stellung halten, bis das nächste US-Raumschiff dort anlegt. Es kann allerdings noch Jahre dauern, bis die beauftragten Privatunternehmen ein solches Gefährt fertig haben.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: "Atlantis" gelandet: Die Space-Shuttle-Ära ist vorbei
Beitrag von: SiLæncer am 21 Juli, 2011, 12:35
"Atlantis" legt perfekte Landung hin

(http://www.spiegel.de/images/image-239940-panoV9-zkwk.jpg)

Wolkenloser Himmel, kein Hauch von Wind: Die "Atlantis" konnte unter traumhaften Bedingungen am Weltraumbahnhof Cape Caneveral landen. Es war die letzte Mission eines Space Shuttles - die USA müssen jetzt zunächst ohne eigene bemannte Raumschiffe auskommen.

Cape Canaveral/Hamburg - Die "Atlantis" ist sicher zur Erde zurückgekehrt. Die US-Raumfähre ist am Donnerstag kurz vor 12 Uhr mittags deutscher Zeit am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gelandet. Die Ära der Space Shuttles, die am 12. April 1981 mit dem Jungfernflug der "Columbia" begonnen hatte, ist damit nach über 30 Jahren und 135 Missionen zu Ende gegangen.

Das Kontrollzentrum im texanischen Houston hatte der Besatzung am Donnerstagmorgen wenige Minuten früher als geplant die Erlaubnis zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gegeben. Die vier Astronauten an Bord waren einige Stunden zuvor mit dem Lied "God Bless America" geweckt worden.

Wenig später ist die "Atlantis" planmäßig in die Erdatmosphäre eingetreten, wie das Kontrollzentrum mitteilte. Dabei wurde die Raumfähre durch die starke Reibung mit den Atmosphärenteilchen enorm erhitzt. Dieser Abschnitt der Reise gilt als der gefährlichste Teil jeder bemannten Weltraumfahrt. Beim Unglück der "Columbia" im Februar 2003 war die am Hitzeschild beschädigte Raumfähre beim Eintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen.

Das Wetter machte diesmal keine Probleme. Die Wetteraussichten seien "niemals so perfekt für eine Landung" gewesen, sagte der Kommentator des Nasa-Fernsehsenders. "Der Himmel über dem Kennedy Space Center ist blau, ohne eine einzige Wolke oder eine Brise Wind." Kommandant Chris Ferguson legte eine perfekte Landung hin. An Bord hatte die "Atlantis" zwei Tonnen altes Gerät und Abfall von der Internationalen Raumstation.

Die "Atlantis" hatte am Dienstagmorgen von der ISS abgelegt, um nach knapp zwei Wochen im Weltraum den Rückweg zur Erde anzutreten. Das amerikanische Shuttle-Programms wird nun aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt. Die "Atlantis" soll nach ihrer Rückkehr zur Erde in einem Museum ausgestellt werden. Auch ihre Schwesterschiffe "Endeavour", "Discovery" und "Enterprise" kommen ins Museum.

In den kommenden Jahren werden die USA keine eigene Möglichkeit mehr haben, Menschen ins All zu bringen. US-Astronauten müssen dann mit russischen "Sojus"-Kapseln zur ISS fliegen. Erst 2015 soll eine US-Raumkapsel einsatzbereit sein, an der die Nasa derzeit mit einer privaten Firma arbeitet. Die US-Regierung plant auch insgesamt, die Raumfahrt in Zukunft stärker zu privatisieren .

Mit dem Ende der Ära steht auch die "Space Coast" in Florida vor einer ungewissen Zukunft . Die meisten Fachleute betrauern das Ende der Space Shuttles allerdings keineswegs: Die Sicherheitsprobleme der Raumfähren konnten nie ganz ausgeräumt werden. Kritiker argumentieren, dass das Shuttle-Programm schon vor Jahren hätte eingestellt werden müssen .

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Re: "Atlantis" gelandet: Die Space-Shuttle-Ära ist vorbei
Beitrag von: Jürgen am 21 Juli, 2011, 23:47
Nur der Vollständigkeit halber:
Was ich nicht verstehe ist, dass alle Welt meint, den Shuttles jetzt schon adieu sagen zu müssen, obwohl die letzte Reise eben erst begonnen hat.
Für mich ist's erst zu Ende, wenn die Atlantis wieder unten ist. Dann kann man sagen "das war's jetzt", nicht vorher.
So, das war's jetzt, nun ist es wirklich soweit.
Das Zeitalter der Shuttles ist vorbei.
Und die Vorherrschaft der Amis bei der bemannten Raumfahrt ist offenbar noch viel vorbeier...
Titel: Internationale Raumstation soll 2020 im Meer versinken
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juli, 2011, 09:16
Die Internationale Raumstation ISS soll nach 2020 im Ozean versenkt werden. "Sie im All zu lassen, ist zu kompliziert, das Objekt ist zu schwer", sagte der Vizechef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Vitali Dawydow, am Mittwoch.

Bisher sei mit den Partnerländern vereinbart, den "Außenposten der Menschheit" noch mindestens neun Jahre zu betreiben. Die Nutzung der ISS hatte ursprünglich nur 15 Jahre bis 2013 dauern sollen. Im Anschluss solle eine neue Station gebaut werden, von der aus Raumschiffe zum Mond oder anderen Orten im All starten sollten, hieß es in einem von Roskosmos veröffentlichten Interview Dawydows.

Die in 350 Kilometern über der Erde schwebende 110 Meter breite ISS ist deutlich größer als die Vorgängerstation "Mir". Die traditionsreiche Raumfahrernation Russland musste 2001 mit Tränen Abschied von ihrer altersschwachen Raumstation nehmen. Die "Mir" verglühte in einer technischen Meisterleistung zielgenau über dem Stillen Ozean.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: SpaceX fliegt zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 16 August, 2011, 13:15
Die Nasa hat SpaceX mit einem Flug zur Raumstation ISS betraut. Ende November wird das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk seine Raumkapsel Dragon zur ISS schicken.

Das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) wird im November zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) fliegen. Eine entsprechende Vereinbarung hat das Unternehmen des Paypal-Gründers und Tesla-Motors-Chef Elon Musk mit der US-Weltraumbehörde Nasa getroffen.

Video: SpaceX - Start der Dragon - Video der Nasa (3:11)

Eine Trägerrakete vom Typ Falcon 9 soll am 30. November starten. An Bord werden die Raumkapsel Dragon sowie weitere Nutzlast sein. Dragon wird zur ISS fliegen, wo sie neun Tage nach dem Start ankommen soll. Diese Mission fasst zwei Missionen zusammen, Cots Demo 2 und Cots Demo 3, die SpaceX ursprünglich getrennt durchführen wollte.

Trägerrakete und Raumkapsel sind komplett privat finanziert. Mehrere Starts der Falcon 1 missglückten. Erst der vierte Start gelang. Der erste Start einer Falcon 9 erfolgte im Juni 2010. Im Dezember 2010 folgte der erste Testflug einer Falcon 9 mit der Dragon.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1012/spacex_testflug/thumb620/falcon9_1.jpg)

Nach dem Ende der Spaceshuttle-Ära ist die Nasa auf private Anbieter sowie auf das russische Sojus-Programm angewiesen, um die ISS zu versorgen. Die europäische Weltraumagentur Esa hat einen unbemannten Weltraumtransporter entwickelt, der Güter zur ISS bringen soll.

Quelle : www.golem.de
Titel: Havarierter ISS-Raumfrachter stürzt über Sibirien ab
Beitrag von: SiLæncer am 24 August, 2011, 16:58
Bei einer neuen schweren Panne in der russischen Raumfahrt ist am Mittwoch ein unbemannter Versorgungstransporter für die Internationale Raumstation ISS abgestürzt.

Kurz nach dem Start des Raumschiffs vom Typ Progress M 12-M seien Probleme mit der Zündung der dritten Raketenstufe aufgetreten. Das teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos nach Angaben der Agentur Interfax mit. Am Boden wurde niemand verletzt.

Demnach kam es zu einer Störung der Motorenanlage, die sich wegen der Havarie abschaltete. Der Frachter sei am Mittwoch im Osten Russlands in Sibirien abgestürzt. Es war der erste Fehlstart einer Progress seit 1978. Bereits am vergangenen Donnerstag war es zu einer schweren Raumfahrtpanne gekommen. Dabei war kurz nach dem Start - ebenfalls von Baikonur - der Kontakt zum mit europäischer Hilfe konstruierten russischen Nachrichtensatelliten Express AM-4 abgerissen.
 
Der Raumfrachter vom Typ Progress M12-M sollte mehr als 2,6 Tonnen Lebensmittel, Treibstoff und persönliche Gegenstände sowie Fruchtfliegen für ein Weltraumexperiment zur ISS bringen. Er war am Abend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Baikonur zunächst pünktlich gestartet. "Es gab einen Notfall", teilte Roskosmos kurz darauf mit. "Spezialisten untersuchen die Ursache", hieß es. Künftige Starts würden verschoben.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Havarierter ISS-Raumfrachter stürzt über Sibirien ab
Beitrag von: Jürgen am 26 August, 2011, 00:48
Auf die Fruchtfliegen wird man da oben vermutlich ganz gut verzichten können.
Der Verlust persönlicher Gegenstände mag bedauerlicher aber zu verschmerzen sein.
Aber ohne Vorräte und Ersatzteile darf die ISS nicht all zu lange bleiben.
Und ausserdem dienen die Transporter auch zur Entsorgung unvermeidlicher Abfälle.
Die Sojus-Kapseln dagegen eignen sich (fast) ausschliesslich für den Personentransport und werden immer auch für den Rücktransport von Personen benötigt.


In meinen Augen droht es sich nun zu rächen, dass die Shuttles ausser Dienst gestellt wurden, ohne ein modernes Nachfolgesystem - wenigstens für den Gütertransport - bereitgestellt zu haben.
Wie aus der vorhergegangenen Meldung zu entnehmen, ist ja Falcon / Dragon von SpaceX nicht vor Ende November zu erwarten.
Und von den Europäern hat man schon ewig nix mehr gehört.

Kurz gesagt, wenn sich nicht ganz bald etwas gescheites tut, ist m.e. demnächst der Fortbestand der ISS in Gefahr.

Jürgen
Titel: Nach Havarie: Rückkehr von ISS-Astronauten verzögert sich
Beitrag von: SiLæncer am 28 August, 2011, 15:25
Wegen des Absturzes eines Transportraumschiffes am vergangenen Mittwoch verschiebt sich die Rückkehr von drei Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation ISS zur Erde.

Die Vorbereitungen seien ausgesetzt worden, teilte das Flugleitzentrum den Kosmonauten Alexander Samokutjajew und Andrej Borissenko sowie dem US-Astronauten Ronald Garan mit. Voraussichtlich sollen die drei Männer nun erst am 19. September statt wie geplant am 8. September zur Erde zurückkehren. Das meldete die Agentur Interfax am Sonntag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Flugleitzentrums.

Auch der Start der nächsten ISS-Missionen verzögere sich entsprechend, hieß es. Am 22. September sollten drei Raumfahrer in einer Sojus-Kapsel zum Außenposten der Menschheit fliegen. Der Rest der aktuellen Besatzung - ein Russe, ein Amerikaner und ein Japaner - sollte dann im November heimkehren. Eine offizielle Entscheidung über diese Verschiebung werde schon bald bekanntgegeben, teilte das Flugleitzentrum der Crew mit.
 
Am Mittwochabend war ein unbemannter Transporter vom Typ Progress kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) über dem Osten Russlands abgestürzt. Der Grund war eine Fehlzündung der Sojus-Trägerrakete. Noch immer sind die Trümmer der Progress nicht entdeckt worden. Suchtrupps des Zivilschutzministeriums überprüften weitere Gebiete im Altai-Gebirge in Südsibirien, wo der Raumfrachter zerschellt ist.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Nach Sojus-Fehlstart: NASA befürchtet kurzzeitige ISS-Räumung
Beitrag von: SiLæncer am 30 August, 2011, 08:10
Der Absturz eines russischen Versorgungstransporters könnte nach Ansicht der US-Raumfährtbehörde NASA eine Räumung der Internationalen Raumstation ISS nötig machen.

Sollte die Ursache für die Fehlzündung der Sojus-Trägerrakete in der vergangenen Woche nicht bis Mitte November gefunden sein, müssten zunächst alle Astronauten von der ISS zurück auf die Erde kommen, bevor neue hochgeschickt würden, sagte der zuständige NASA-Manager Mike Suffredini am Montag. Wir werden machen, was am sichersten für die Crew und die Weltraumstation ist, sagte er nach einem Bericht der Zeitung "Houston Chronicle".
 
Vor einigen Tagen war der unbemannte Frachter vom Typ Progress 12 M-12 mit fast drei Tonnen Versorgungsgütern an Bord auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS im Altai-Gebirge im Osten Russlands in menschenleerem Gebiet abgestürzt. Grund war nach ersten Erkenntnissen eine fehlerhafte Zündung der dritten Raketenstufe an der Sojus. Es war die erste Panne seit 1978.

Seit der Einmottung ihrer Space-Shuttle-Flotte im Juli ist die NASA für den Transport ihrer Astronauten zur ISS von Plätzen in den russischen Sojus-Kapseln abhängig. Von den derzeit sechs Astronauten in der Station sind zwei Amerikaner. Die NASA hatte ihren Teil der ISS gerade erst in diesem Jahr fertiggestellt, durchgehend seit elf Jahren hat sie Raumfahrer auf ihr stationiert.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Sojus-Crash stürzt Russland und USA ins Dilemma
Beitrag von: SiLæncer am 03 September, 2011, 09:02
Nach der schweren Sojus-Panne diskutieren die Weltraum-Partner Russland und USA die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS. Eine vorübergehende Verwaisung des Außenpostens der Menschheit ist möglich. Die Europäer aber wollen die ISS erhalten.

Erstmals seit elf Jahren denken die führenden Weltraumnationen Russland und USA über eine Verwaisung oder gar eine Aufgabe der Internationalen Raumstation ISS nach. Grund ist der Absturz der russischen Sojus-Rakete vor gut einer Woche. Zwar war anfangs die Lebenszeit des Außenpostens der Menschheit nur bis 2013 geplant. Doch diese Frist wurde zuletzt bis mindestens 2020 verlängert, dann soll die ISS punktgenau im Ozean versenkt werden. Vor allem die Europäer, die viel Geld investiert haben, werden angesichts der nun neu entbrannten Diskussionen unruhig. Sie raten dringend dazu, an der ISS festzuhalten.
 
"Jetzt beginnt die Zeit, in der wir Ergebnisse haben wollen", sagt der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir wollen nicht, dass die ISS aufgegeben wird". Er fordert, die Europäische Raumfahrtagentur ESA an der Debatte über die ISS-Zukunft zu beteiligen. Doch auch Wörner weiß: Am Ende fällen die beiden Großmächte eine Entscheidung.

Galt die verlässliche Sojus lange als "VW-Käfer des Weltalls", stellt sich nach der millionenschweren Panne nun die Frage nach der Sicherheit. Das auf seine Raumfahrttradition so stolze Russland diskutiert sogar die Zukunft seiner Präsenz im Kosmos. Doch der Crash hat auch die USA in ein schweres Dilemma gestürzt - denn die US-Weltraumbehörde NASA hadert nur wenige Monate nach der Ausmusterung ihrer Space Shuttle mit ihrer Weltraum-Strategie.
 
"Es gibt ein größeres Risiko, die ISS zu verlieren, wenn sie unbemannt ist", warnt der zuständige NASA-Manager Michael Suffredini. DLR-Chef Wörner sieht den Sinn der ISS bei einer Evakuierung in Gefahr. "Viele Experimente können nur Menschen umsetzen", sagt er. Immer wieder kam es in 350 Kilometern Höhe zu heiklen Situationen, die den Eingriff der Besatzung erforderten.
 
Für die USA wäre eine Räumung eine Niederlage auf ganzer Linie. Fast alle teuren Shuttle-Flüge des vergangenen Jahrzehnts dienten dazu, das Weltraum-Labor auszubauen und auszustatten. Transporte mit Sojus sind um ein Vielfaches günstiger. Auch deshalb hatte die NASA ihre Raumfähren ausgemustert - denn so sollte mehr Geld für wichtige ISS-Projekte zur Verfügung stehen, erklärt Scott Pace vom Raumfahrtinstitut der George Washington University. Diese Strategie erweist sich nun als brüchig.
 
Russland will die aufgeregte Diskussion rasch beruhigen. Zu Sowjetzeiten habe es zehnmal so viele Pannen gegeben, versichert Boris Tschertok von der Akademie der Wissenschaften nach der jüngsten Pannenserie. Und auch Vitali Dawydow, Vizechef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, betont nach Angaben der Agentur Interfax, von einer "Systemkrise" in der russischen Raumfahrt könne keine Rede sein.
 
Kein Wunder: Für Russland geht es um viel Geld. 60 Millionen US-Dollar (rund 42 Mio Euro) zahlt die NASA für jede Fahrkarte zur ISS - Sojus sind auf Jahre die einzigen Transportmittel für Raumfahrer. Moskau ist auf die Einnahmen angewiesen, um den ambitionierten Bau eines neuen Weltraumbahnhofs zu finanzieren.
 
Auch deshalb setzt Russland die USA nun unter Druck - und droht indirekt mit der freiwilligen Aufgabe der ISS. "Die Station hat ihre Kapazität für Experimente fast erschöpft", sagt Tschertok laut Interfax. "Außerdem verbringen die Raumfahrer fast ihre ganze Zeit auf der Station mit Reparaturarbeiten".
 
"Es gibt wahrscheinlich keine internationale Partnerschaft, die so groß, so ausgedehnt und so langfristig ist", sagt US-Raumfahrtexperte Pace über die ISS. Die Station gilt als Symbol für die Überwindung des Kalten Krieges und für Multilateralismus. Doch die Zusammenarbeit könnte nun abrupt enden, das überwunden geglaubte Wettrüsten im All ginge von neuem los. Dann aber sind Russland und die USA nicht die einzigen Konkurrenten. "China wird in fünf bis sechs Jahren verlässliche Raumschiffe haben", warnt Wissenschaftler Tschertok.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: ISS: Astronauten filmen Polarlicht über Neuseeland
Beitrag von: SiLæncer am 29 September, 2011, 13:31
Ein Video der Nasa zeigt eine Aurora australis über Neuseeland von der ISS aus gesehen. Das Polarlicht auf der Südhalbkugel trat nach heftigen Eruptionen auf der Sonne auf.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat ein spektakuläres Video veröffentlicht, das die Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS) beim Überflug über den Indischen Ozean aufgenommen haben. Es zeigt Polarlichter über Neuseeland im Zeitraffer.

Video: Polarlichter von der ISS aus gesehen (0:58)

Polarlichter - in diesem Fall Aurora australis - entstehen, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen. Das Phänomen tritt hauptsächlich in den Polargebieten auf, da das Erdmagnetfeld die Teilchen entlang der Feldlinien zu den magnetischen Polen lenkt. Da das Magnetfeld dort senkrecht zur Erdoberfläche verläuft, können die Teilchen in die Erdatmosphäre eintreten. Dort prallen sie auf Luftmoleküle, die sie zum Leuchten bringen.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1109/ar1302/thumb620/ar1302flare_brahic_900.jpg)

Die starke Aurora australis sei auf die Sonnenfleckregion AR1302 zurückzuführen, sagte der Astrophysiker Paul Cally der australischen Tageszeitung The Age. Dort ist es in den vergangenen Tagen mehrfach zu riesigen Sonneneruptionen gekommen, die die Nasa als große (X-Class) eingestuft hat.

Die US-Weltraumbehörde hat bereits vor den Aktivitäten von AR 1302 gewarnt - die aus Sonneneruptionen resultierenden Sonnenstürme können Kommunikations- und Navigationssatelliten beeinträchtigen und sogar das Stromnetz stören. Die Teilchen treffen etwa zwei bis vier Tage nach einer Eruption auf der Erde ein.

Video: Erdumrundung von der ISS aus gesehen - Nasa (1:01)

Vor einigen Tagen hatte die Nasa bereits ein Zeitraffervideo veröffentlicht: Es zeigt in etwa einer Minute eine Umrundung der Erde durch die ISS.

Quelle : www.golem.de
Titel: Neuartiger Weltraumarm für ISS & Co.
Beitrag von: SiLæncer am 11 Oktober, 2011, 13:01
Eine der größten Herausforderungen im Weltraum ist das Greifen von Objekten. Roboterarme mögen im Space Shuttle oder bei der Internationalen Raumstation ISS mittlerweile zwar Standard sein, doch ist ihre Verwendung auf bestimmte Aufgaben beschränkt. Denn die eingesetzten Gelenke und Greifmechanismen bedingen, dass das zu erfassende Objekt kompatible Zugriffsflächen besitzt. Ein Start-up aus Colorado testet nun einen ganz neuen Ansatz, der Roboterarme deutlich praktischer machen könnte: eine Art Allesgreifer, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Die Ingenieure von Altius Space Machines nennen ihr System schlicht einen "klebrigen Ausleger" – auf Englisch: Sticky Boom –, der sich bis zu 100 Meter ausfahren lässt. An seinem Ende befindet sich eine Greiffläche, die den Effekt der sogenannten Elektroadhäsion verwendet. Diese erlaubt es, elektrostatische Ladungen in nahezu jedem Material zu induzieren – sei es nun Metall, Kunststoff, Glas oder gar ein Asteroidenstück. Durch die unterschiedliche Ladung zwischen Ausleger und Objekt bleibt dieses dann haften.

Der Hauptvorteil des Sticky Boom ist die Tatsache, dass er sich an jedes Raumfahrzeug oder Objekt "kleben" lässt, egal ob es für einen Roboterarm geeignet ist oder nicht. "Man muss nicht einmal wissen, aus was ein Objekt besteht und welche Form es hat", sagt Altius-Präsident Jonathan Goff.

Die Technik bietet eine ganze Reihe von Anwendungsmöglichkeiten. Altius will sich anfangs auf ein Konzept konzentrieren, das eine Just-in-time-Versorgung der ISS erlauben würde. Beim "Direkt zur Station"-Ansatz würde ein kleines Nachschubraumfahrzeug in Richtung iSS aufbrechen, dem klassische Dockingsysteme fehlen. Stattdessen würde der Sticky Boom verwendet, um es einzuholen.

Altius erwägt außerdem weitere Nutzungsszenarien für den Sticky Boom. Er könnte die Reparatur von Satelliten erleichtern, weil die meisten von ihnen nicht mit regulären Roboterarmen "eingefangen" werden können. Außerdem könnte die Technik das Problem des Weltraumschrotts lösen helfen: Ein Sticky Boom wäre dann so etwas wie ein orbitaler Staubsauger.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    Klebriger Greifer (http://www.heise.de/tr/artikel/Klebriger-Greifer-1357805.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Drei Raumfahrer mit Sojus zur ISS gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 14 November, 2011, 12:56
Nach einer Pannenserie hat Russland erfolgreich einen bemannten Sojus-Flug mit zwei Russen und einem US-Amerikaner zur Internationalen Raumstation ISS auf den Weg gebracht.

Die Sojusrakete mit einer Raumkapsel sei planmäßig am Montagmorgen vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur (Kasachstan) gestartet. Das berichtete ein Korrespondent der Agentur Interfax von dem Kosmodrom. Der Start gilt nach mehreren Pannen mit Raketen und Satelliten in der russischen Raumfahrt als wichtiger Stimmungstest. Russland ist nach dem Ende der US-Shuttles das einzige Land, das internationale bemannte Raumflüge zur ISS organisiert.

Die neue Langzeitmission zur ISS brach demnach um 5.14 Uhr MEZ mit den Kosmonauten Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie dem US-Astronauten Daniel Burbank auf. Die Sojus erreichte nach neun Minuten den Weltraum und soll am 16. November um 6.33 Uhr MEZ an der ISS andocken. Die Raumfahrer verstärken die ISS-Besatzung und bleiben bis Mitte März 2012 im All. Wache halten dort derzeit der US-Amerikaner Mike Fossum sowie der Russe Sergej Wolkow und Satoshi Furukawa aus Japan. Der nächste bemannte Flug zur ISS ist für den 21. Dezember angesetzt.


Der Flug war nach dem Absturz eines unbemannten Raumfrachters für die ISS im August immer wieder verschoben worden. Zuletzt hatte auch die missglückte Mission der Marsmond-Sonde Phobos-Grunt international für Irritationen gesorgt. Die Raumfahrtsonde ist nach Einschätzung von Experten nicht mehr zu retten. Mehrere Versuche, Funkkontakt herzustellen, scheiterten. Der Absturz der Sonde auf die Erde wird spätestens im Dezember erwartet.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Raumfahrer erreichen Raumstation ISS - erfolgreiches Andocken
Beitrag von: SiLæncer am 16 November, 2011, 09:30
Nach rund 49 Stunden Flug ist die Sojus-Raumkapsel mit zwei Kosmonauten und einem US-Astronauten an Bord auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen.

Die Sojus dockte am Mittwochmorgen plangemäß am Außenposten der Menschheit in 350 Kilometern Höhe an. Das teilte das Flugleitzentrum in der Nähe von Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.
 
Die Kosmonauten Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie der US-Astronaut Daniel Burbank bereiteten nach dem Andockmanöver alles für die Öffnung der Luken und den Einstieg in die ISS vor, hieß es. Sie waren am Montagmorgen vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) gestartet.

Die drei Raumfahrer sollen bis Mitte März 2012 auf der ISS bleiben. Wache halten dort außerdem der US-Amerikaner Mike Fossum sowie der Russe Sergej Wolkow und Satoshi Furukawa aus Japan. Der nächste bemannte Flug zur ISS ist für den 21. Dezember angesetzt.
 
Der Flug war nach dem Absturz eines unbemannten Raumfrachters für die ISS im August immer wieder verschoben worden. Zuletzt hatte auch die missglückte Mission der Marsmond-Sonde Phobos-Grunt international für Irritationen gesorgt. Die Raumfahrtsonde ist nach Einschätzung von Experten nicht mehr zu retten. Mehrere Versuche, Funkkontakt herzustellen, scheiterten. Der Absturz der Sonde auf die Erde wird spätestens im Dezember erwartet.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Erster Flug von privater US-Raumkapsel zur ISS verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 19 Januar, 2012, 05:30
Der erste Flug eines privat entwickelten Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Laut dem privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX müssten noch technische Verbesserungen vorgenommen werden.

Einen neuen Startzeitpunkt konnte das Unternehmen zunächst nicht nennen. Nach Informationen der auf Raumfahrt spezialisierten Tageszeitung "Florida Today" biete sich ein Start im weiteren Verlauf des Februars oder erst wieder im April an. Zuerst müssten jedoch noch einige wichtige Details der Kapsel überarbeitet werden. "Wir glauben, dass zusätzliche Arbeiten in einigen Bereichen für die Sicherheit und den Erfolg der Mission von Nutzen sind", teilte SpaceX-Sprecherin Kirstin Brost Grantham am Dienstag mit.
 
Das kalifornische Unternehmen SpaceX (Space Exploration Technologies) wollte seine "Dragon"-Kapsel ursprünglich am 7. Februar mit einer ebenfalls selbst gebauten Rakete von Cape Canaveral (Florida) aus in den Weltraum schießen, nachdem der Start zuvor bereits einmal verlegt worden war. Schon im November vergangenen Jahres musste die junge Firma einen Starttermin verstreichen lassen. "Dragon" wäre das erste kommerziell entwickelte Raumschiff, das an der ISS andocken würde.

Mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte SpaceX zuvor einen Milliarden-Vertrag über zwölf Flüge abgeschlossen, mit denen Ladung zur ISS transportiert werden soll. Seit der Stilllegung der Space Shuttle im vergangenen Sommer verfügt die Nasa über keine eigenen Vehikel mehr, um Mensch und Material ins Weltall zu befördern. Die Weltraumorganisation ist daher für unbestimmte Zeit auf teure Mitfluggelegenheiten in den russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen. Private US-Unternehmen wie SpaceX sollen diese Lücke in den kommenden Jahren füllen.


Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Europäischer Raumtransporter startet am 23. März
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2012, 06:30
Der europäische Raumtransporter Edoardo Amaldi soll am 23. März mit Nachschub ins All starten. Nach einer weiteren Inspektion tritt er dann seine Reise zur Internationalen Raumstation ISS an.

Das sagte der Direktor für bemannte Raumfahrt der Europäischen Weltraumbehörde ESA, Thomas Reiter, am Montag. Das unbemannte Transportschiff vom Typ ATV sollte eigentlich schon an diesem Freitag vom Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) ins All fliegen. Doch die ESA hatte den Start verschoben.

Eine Kontrolle im Frachtraum habe ergeben, dass zwei Sicherungsgurte nicht richtig befestigt seien, sagte Reiter. "Um das Risiko auszuschließen, dass sich die Gurte beim Start lösen und lose Container zu Beschädigungen im Inneren des ATV führen könnten, haben wir uns entschlossen, eine weitere Inspektion des Nutzlastmoduls durchzuführen."
 
Edoardo Amaldi ist der dritte europäische Raumtransporter, der zur ISS startet. Er soll mehr als sechs Tonnen Ausrüstung, Lebensmittel und Treibstoff zum Außenposten der Menschheit bringen. Bis 2014 sollen zwei dieser Transportschiffe folgen, die die EADS-Raumfahrttochter Astrium im Auftrag der ESA in Bremen fertigt.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Space X fliegt am 30. April zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 19 März, 2012, 12:52
Am 30. April 2012 wird die von Space X entwickelte Raumfähre Dragon erstmals zur ISS fliegen. Der Start war für Februar geplant, musste aber aus technischen Gründen verschoben werden.

Space X und Nasa haben sich auf einen Termin für den Flug zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) geeinigt: Am 30. April 2012 wird das Weltraumunternehmen den ersten Versorgungsflug zur ISS starten. Es wird der erste Flug eines von einem Privatunternehmen entwickelten Raumfahrzeugs zur ISS.

Video: Space X - Start der Dragon - Video der Nasa (3:11)

Die von Space X entwickelte Raumfähre Dragon wird an dem Tag um 12:22 Uhr (Ortszeit) an Bord einer Falcon-9-Trägerrakete vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus starten.

Erst nähern, dann docken

Der Flug zur ISS soll einige Tage dauern. Zunächst wird sich die Dragon der Station als Vorbereitung auf das Dockingmanöver bis auf ganz kurze Distanz nähern, sich dann aber wieder zurückziehen. Ist beim Testanflug alles einwandfrei verlaufen, wird die Raumkapsel dann im zweiten Anlauf an der ISS festmachen.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1012/spacex_testflug/thumb620/falcon9_1.jpg)

Ursprünglich waren für Annäherung und Docking zwei Flüge vorgesehen, COTS Demo 2 und COTS Demo 3 - COTS ist die Abkürzung für Commercial Orbital Transportation Services. Das ist das Programm der Nasa für den Transport von Astronauten und Versorgungsgütern zur ISS durch private Weltraumunternehmen wie Space X. Diese sollen die Aufgaben der 2011 außer Dienst gestellten Spaceshuttles übernehmen.

Verschiebung nach Simulation

Der Flug der Dragon war anfangs für den 30. November 2011 angesetzt worden, dann aber auf den 7. Februar 2012 verschoben worden. Nach einer Simulation hatte Spaxe X im Januar jedoch erklärt, noch mehr Zeit für Tests und verschiedene Arbeiten an dem Raumfahrzeug zu brauchen.

Video: Space X - erster Flug ins All (2:55)

Das vor zehn Jahren von Paypal-Gründer und Tesla-Motors-Chef Elon Musk gegründete Unternehmen hatte im Dezember 2010 den ersten unbemannten Testflug der Raumfähre Dragon durchgeführt.

Quelle : www.golem.de
Titel: Kekse und BH auf dem Weg zur ISS: Raumtransporter gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 23 März, 2012, 10:45
Der europäische Raumtransporter Edoarod Amaldi ist auf dem Weg zur ISS. Am Freitag startete er mit einer Raktete ins All. An Bord hat er fast sieben Tonnen Nachschub - darunter auch Kekse und einen Sport-BH. Am 28. März soll der Frachter an der ISS festmachen.

Jubel in Kourou und Bremen: Der europäische Raumtransporter Edoardo Amaldi ist am Freitag ins All gestartet. Er bringt fast sieben Tonnen Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS. Das unbemannte Versorgungsschiff hob am Morgen an Bord einer Ariane 5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. In fünf Tagen soll es automatisch an der ISS andocken.
 
"Das war ein Bilderbuchstart. Alles läuft nach Plan", sagte der für bemannte Raumfahrt zuständige Direktor der Europäischen Weltraumbehörde ESA, Thomas Reiter. In Bremen verfolgten zahlreiche Mitarbeiter der EADS-Tochter Astrium den Start auf einer Leinwand. Danach meldete sich Reiter per Telefon aus Kourou, um ihnen zu danken. Das Unternehmen baut den Raumfrachter vom Typ ATV in seinem Bremer Werk.
 
Das nach dem italienischen Physiker Edoardo Amaldi benannte Modell ist bereits der dritte ATV. Im August hatte er Bremen verlassen und war in Containern verpackt per Schiff nach Kourou gereist. Über mehrere Monate hatten Ingenieure ihn dort zusammengebaut, beladen und die Systeme immer wieder getestet. Eigentlich sollte der Frachter schon Anfang März ins All fliegen. Bei einer Kontrolle stellten die Experten aber fest, dass zwei Sicherungsgurte nicht richtig befestigt waren. Die ESA verschob den Start.

Am Freitag klappte es dann beim ersten Anlauf. Etwa eine Stunde nach dem Start setzte die Rakete das Raumschiff in einer Höhe von 260 Kilometern ab, wo es seine vier Sonnensegel entfaltete. Doch der schwierigste Teil der etwas mehr als fünf Monate langen Mission steht noch bevor: das automatische Andocken. Bei 28 000 Kilometern pro Stunde wird sich der Transporter der fußballfeldgroßen ISS Stück für Stück nähern, um einen nur 15 Zentimeter großen Andockpunkt an der Station zu treffen.
 
Der niederländische ESA-Astronaut André Kuipers und ein russischer Kollege werden das Versorgungsschiff in Empfang nehmen. Die sechs Besatzungsmitglieder warten schon gespannt auf seine Ankunft. Denn an Bord werden nicht nur Werkzeuge, Experimentieranlagen, Treibstoff, Wasser, Lebensmittel und frische Kleidung sein.
 
"Die Familien packen auch ein paar Sachen rein", erläuterte der Bremer ATV-Spezialist Rachid Amekrane. Was in den Überraschungspaketen steckt, bleibt aber geheim. Nur so viel kann Amekrane verraten: Kekse und Bonbons sind darunter. Auch ein Sport-BH fliegt im Frachtraum des ATV mit. Dabei leben auf der ISS zurzeit nur Männer. Im Sommer zieht jedoch eine amerikanischen Astronautin in der Wohngemeinschaft ein.
 
Am Ende der rund 450 Millionen Euro teuren Mission wird die ISS-Crew Edoardo Amaldi mit Müll beladen. Nach dem Abdocken von der ISS soll der Frachter in der Atmosphäre verglühen. Bis 2014 werden zwei weitere Modelle folgen. Dann stellt die Esa den Bau dieser Versorgungsschiffe ein. Zurzeit untersucht sie, wie diese weiterentwickelt werden könnten.
 
"Wir wollen weitergehen", betonte der Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Johann-Dietrich Wörner, per Telefonschalte aus Kourou. "Dafür brauchen wir Unterstützung - auch finanzielle von Mitgliedstaaten, die bisher nicht so begeistert davon sind." Im November sollen die ESA-Mitgliedsländer auf einer Konferenz über die Zukunft des ATV entscheiden.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: ISS-Besatzung flüchtet vor Weltraumschrott in Raumkapsel
Beitrag von: SiLæncer am 24 März, 2012, 14:10
Die sechsköpfige Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ist vor Weltraumschrott in eine angedockte Raumkapsel geflüchtet. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Wegen heranrasenden Weltraumschrotts hat sich die sechsköpfige Besatzung der Internationalen Raumstation ISS für kurze Zeit in einer angedockten Raumkapsel in Sicherheit gebracht. Die Fragmente eines alten russischen Satelliten flogen in einiger Entfernung am Außenposten der Menschheit in rund 350 Kilometern Höhe vorbei. "Die Gefahr ist vorüber", sagte ein Sprecher des Kontrollzentrums bei Moskau am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax. "Die Raumfahrer haben den Befehl bekommen, ihre Raumanzüge auszuziehen und die Sojus-Kapsel zu verlassen".

Die Evakuierung der ISS sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, hieß es. Allerdings habe die Flugbahn des Weltraumschrotts nicht genau genug berechnet werden können. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA flog der Müll in etwa 14 Kilometern Entfernung an der Raumstation vorbei. Für ein Ausweichmanöver sei keine Zeit gewesen. Deshalb sei Kommandeur Dan Burbank (USA) aufgefordert worden, die Crew in Sicherheit zu bringen.
 
Die ISS muss immer wieder Fragmenten ausgemusterter Satelliten oder anderen Himmelskörpern ausweichen - auch in diesem Jahr gab es bereits zwei Manöver. Dazu hebt die Station mit Hilfe von Düsen ihre Flugbahn an. Seit Bestehen der ISS war dies nach russischen Angaben insgesamt 14 Mal der Fall.
 
Burbank und die russischen Crewmitglieder Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sollten ursprünglich im März zur Erde zurückkehren. Dieser Termin verzögert sich, weil ihre Nachfolger auf der ISS wegen einer undichten Sojus-Landekapsel erst am 15. Mai und damit rund sechs Wochen später als geplant zur ISS aufbrechen können. Außer ihnen arbeiten dort derzeit Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und André Kuipers (Niederlande).

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Spaceshuttle Discovery tritt huckepack die Reise ins Museum an
Beitrag von: SiLæncer am 17 April, 2012, 18:00
Das Shuttle Carrier Aircraft, eine spezielle Boeing 747, bringt am 17. April 2012 das Spaceshuttle Discovery in ein Museum nahe Washington. Das dort ausgestellte Shuttle Enterprise wird am 23. April 2012 nach New York gebracht.

Ab in den Ruhestand: Das Spaceshuttle Discovery tritt am heutigen Dienstag seine Reise an den künftigen Standort an: Smithsonian National Air and Space Museum in Chantilly vor den Toren des US-Hauptstadt Washington. Den letzten Flug wird die Raumfähre aber nicht aus eigener Kraft absolvieren.

Video: Boeing 747 nimmt Spaceshuttle huckepack (5:28)

Eine speziell ausgerüstete Boeing 747, das Shuttle Carrier Aircraft (SCA), bringt die Discovery nach Washington. Auf dem Rumpf der Boeing sind Halterungen angebracht, an denen das Shuttle befestigt wird. Mit Hilfe einer riesigen Kranbrücke wird die Raumfähre auf den Transporter gehoben.

Shuttle-Transporter

Das SCA hat früher die Spaceshuttles vom Landeplatz, etwa der Luftwaffenbasis Edwards in Kalifornien, zum Startplatz in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida überführt oder sie zu anderen Orten gebracht, für die ein Transport auf dem Boden nicht infrage kam. Am Anfang des Shuttle-Programms hat die Boeing den Prototyp zu Probeflügen in die Luft gebracht.

Zwischen 10 und 11 Uhr (Ortszeit) wird das Gespann in der US-Hauptstadt eintreffen. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat eine Website aufgesetzt, die zeigt, von wo aus Zuschauer den besten Blick haben.

Prototyp auf dem Flugzeugträger

Am kommenden Montag (23. April 2012) wird sich das Schauspiel noch einmal wiederholen: Dann wird das SCA das Shuttle Enterprise nach New York transportieren. Derzeit wird der Prototyp, mit dem unter anderem Gleitflüge zur Erde geprobt wurden, noch im National Air and Space Museum ausgestellt. Sein künftiger Standort wird der Museumsflugzeugträger USS Intrepid sein, der auf dem Hudson River vor Anker liegt.

Die Discovery hat die meisten Starts aller Spaceshuttles absolviert. Zu ihrem letzten Flug ins All war sie im Februar 2011 gestartet.

Quelle : www.golem.de
Titel: SpaceX: Die Raumfähre Dragon fliegt eine Woche später zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 24 April, 2012, 12:41
Die Raumfähre Dragon wird voraussichtlich erst um den 7. Mai 2012 zur ISS fliegen. Das US-Weltraumunternehmen SpaceX erklärte, dass weitere Tests durchgeführt werden müssen.

Der erste Flug der Raumfähre Dragon zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) verzögert sich erneut: Der Start werde um voraussichtlich eine Woche verschoben, twitterte Elon Musk, Chef des US-Weltraumunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX).

(http://scr3.golem.de/screenshots/1204/spacex_dragon/thumb620/spacex_dragon_1.jpg)

Nach der Prüfung der Daten aus den Tests sei klar geworden, dass weitere Tests mit dem Docking-Code durchgeführt und die Daten ausgewertet werden müssten, erklärte das Unternehmen. Der Start der Dragon war für den 30. April geplant. Der nächste mögliche Starttermin wäre der 3. Mai. Es sei immer noch möglich, diesen Termin einzuhalten, allerdings wäre es, so SpaceX, "klug, noch ein paar Tage Spielraum hinzufügen, für den Fall, dass das länger dauert als geplant." Die Dragon wird demnach erst um den 7. Mai zur ISS fliegen.

Start schon einmal verschoben

Anfang des Jahres wurde der Flug der Dragon zur ISS schon einmal verschoben: Nach einer Simulation kündigte SpaceX im Januar 2012 an, mehr Zeit für Tests und verschiedene Arbeiten an dem Raumfahrzeug zu brauchen. Der Start wurde vom 7. Februar auf den 30. April verlegt.

Video: Space X - Start der Dragon - Video der Nasa (3:11)

Es wird der erste Flug einer Raumkapsel eines privaten Weltraumunternehmens zur ISS. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa misst der Mission große Bedeutung bei. Sie sei ein Meilenstein auf dem Weg zu regelmäßigen kommerziellen Missionen. Nachdem die Nasa die Spaceshuttles stillgelegt hat, sollen künftig private Raumfahrtunternehmen die Versorgung der ISS übernehmen. Die Nasa hingegen will sich auf Expeditionen in den sogenannten Deep Space konzentrieren.

Quelle : www.golem.de
Titel: Drei Raumfahrer kehren von Weltraumstation ISS zurück
Beitrag von: SiLæncer am 28 April, 2012, 06:33
Nahezu ein halbes Jahr haben sie im All verbracht, nun treten drei Raumfahrer ihre Rückreise von der Weltraumstation ISS an. Sie hatten in 350 Kilometern Höhe zahlreiche Experimente durchgeführt.

Nach 165 Tagen im All sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten in der baumlosen Graslandschaft von Kasachstan gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem US-Astronauten Daniel Burbank sowie den russischen Kosmonauten Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin schlug am Freitag um 13.45 Uhr MESZ (17.45 Uhr Ortszeit) von Fallschirmen gebremst auf. Es handele sich um das letzte Sojus-Raumschiff mit Analogsteuerung, teilte das Flugleitzentrum bei Moskau mit. Künftig verfügten alle Raumschiffe über Digitalanlagen.

In der kasachischen Steppe etwa 90 Kilometer nordöstlich der Stadt Arkalyk mussten die Heimkehrer die erste Zeit auf Klappsesseln verbringen. Ihre Muskeln sind durch den fast sechsmonatigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit geschwächt. "Sie müssen jetzt erst die durchgeschwitzten Thermoanzüge wechseln", sagte ein Arzt an dem Landeort in der Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien. Bei Abenddämmerung und plus 21 Grad sowie Nordostwind winkten die Männer in die Kameras.

Die drei Raumfahrer hatten seit November auf der ISS in rund 350 Kilometer Höhe über der Erde gearbeitet. Auf dem Außenposten der Menschheit verblieben der US-Amerikaner Donald Pettit sowie der Russe Oleg Kononenko und der Niederländer André Kuipers. Sie sollen Mitte Mai wieder Verstärkung bekommen. Dann starten drei Raumfahrer vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zur ISS.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Start von privater US-Raumkapsel SpaceX wieder verschoben
Beitrag von: SiLæncer am 04 Mai, 2012, 06:35
Die Pannenserie reißt nicht ab: Geplant war er für kommenden Montag, doch der erste Flug eines privaten US-Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS muss vermutlich erneut verschoben werden.

Nach einer Reihe von Verzögerungen muss der erste Flug eines privaten US-Raumtransporters zur Internationalen Raumstation ISS wohl erneut verschoben werden. Es sei derzeit unwahrscheinlich, dass die Rakete mit der unbemannten Dragon-Kapsel wie geplant am kommenden Montag (7. Mai) abheben könne, teilte eine Sprecherin des Raumfahrt-Unternehmens SpaceX am Mittwoch (Ortszeit) mit.
 
Demnach sind Experten der Firma und der Raumfahrtbehörde Nasa noch mit der Überprüfung der Software beschäftigt. Der Start war zuvor bereits vom 30. April auf den 7. Mai verschoben worden. Zur Begründung hieß es bei SpaceX, die Tests der Andocksysteme seien noch nicht abgeschlossen.

Damit hinkt SpaceX schon drei Monate hinter dem ursprünglichen Startdatum zurück. Das ist Pech für die NASA, die im vergangenen Jahr ihre Shuttle-Flotte eingemottet hat und jetzt über keinen eigenen Raumtransporter mehr verfügt. Sie ist derzeit gänzlich auf "Mitfahrgelegenheiten" in russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Zuletzt hatte SpaceX Pläne für die erste komplett wiederverwendbare Rakete der Raumfahrtgeschichte bekanntgegeben.
 
Aus Kostengründen will die NASA nicht selbst für einen Shuttle-Ersatz sorgen, sie überlässt das vielmehr der Privatindustrie. SpaceX hat mit der Behörde nach Medienberichten einen 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) schweren Vertrag über insgesamt zwölf Transportflüge zur ISS abgeschlossen.
 
Als mögliches nächstes Startdatum gilt jetzt der 10. Mai. Klappt es dann auch nicht, müsste die Reise von vornherein um mindestens eine Woche verschoben werden. Am 15. Mai soll nämlich die nächste Sojus-Kapsel mit drei neuen ISS-Langzeitbewohnern an Bord zur Station aufbrechen. Sie muss erst sicher angedockt sein, bevor Dragon zu Besuch kommen kann. Die unbemannte SpaceX-Kapsel soll auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) mit einer Falcon 9-Trägerrakete auf den Weg geschickt werden. Dragon soll zunächst ausschließlich Material zur ISS bringen, bemannte Flüge sind erst in einer späteren Phase geplant.
 
Bei ihrem Testflug soll die Kapsel 521 Kilogramm Ladung zur Raumstation bringen, vor allem Lebensmittel für die Dauerbewohner des Außenpostens im All. Auf dem Rückflug wird Dragon als Müllfahrzeug eingesetzt und mehr als 600 Kilogramm Abfall zur Entsorgung auf der Erde an Bord haben.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Erster privater US-Raumtransporter soll am 19. Mai starten
Beitrag von: SiLæncer am 06 Mai, 2012, 10:51
Nach mehrfachen Verzögerungen soll der erste private US-Raumtransporter am 19. Mai zur Internationalen Raumstation ISS starten.

Das teilte Sprecherin Kristin Brost Grantham der Firma SpaceX am Freitag mit. Demnach sind nötige Überprüfungen der Software, die zuletzt zur Start-Verschiebung geführt hatten, fast abgeschlossen.

Bisher seien während der Prozedur keine Probleme entdeckt worden, "aber bei einer Mission, die so komplex ist wie diese, wollen wir extrem gründlich sein", sagte Grantham. Der neue Termin werde zurzeit mit der Nasa abgestimmt. Als Ausweich-Datum nannte die Sprecherin den 22. Mai.

Jede Verzögerung ist Pech für die Nasa, die im vergangenen Jahr ihre Shuttle-Flotte eingemottet hat und jetzt über keinen eigenen Raumtransporter mehr verfügt. Sie ist derzeit auf "Mitfahrgelegenheiten" in russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen.

Aus Kostengründen verlässt sich die Raumfahrtbehörde beim Bau eines Shuttle-Ersatzes gänzlich auf die Privatindustrie. Deren Raumtransporter werden dann sozusagen eine Taxi-Funktion übernehmen.

Die unbemannte SpaceX-Kapsel mit dem Namen "Dragon" soll auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) mit einer Falcon 9-Trägerrakete auf den Weg geschickt werden. "Dragon" soll zunächst ausschließlich Material zur ISS bringen, bemannte Flüge sind erst in einer späteren Phase geplant.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Raumfahrt: Wasser wabert im Weltall
Beitrag von: ritschibie am 08 Mai, 2012, 11:11
(http://www.golem.de/1205/sp_91621-35195-i.jpg)
Rockender Wassertropfen: Spaß ohne die
Komplikation der Schwerkraft (Bild: Science
off the Sphere/Screenshot: Golem.de)
Was macht eigentlich Wasser bei Schwerelosigkeit, wenn es mit ZZ Top beschallt wird? Es legt ein höchst bemerkenswertes Verhalten an den Tag, hat der Astronaut Donald Pettit auf der ISS herausgefunden.

Schlagzeuger schütten bei einem Liveauftritt gern mal etwas Flüssigkeit auf die Tom-Toms oder die Snares - um des Effekts beim Spielen willen. Was aber passiert bei einem ähnlichen Experiment in Schwerelosigkeit? Donald Pettit, Astronaut auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS), hat es ausprobiert.

Er habe einen kleinen Laptop-Lautsprecher gefunden und sich gefragt, was sich damit wohl anstellen lasse, erklärt der Nasa-Astronaut. Er hat den Lautsprecher an seinem MP3-Player angeschlossen, etwas Wasser darauf geträufelt und dann Musik eingeschaltet.

Vibrierender Tropfen

Anders als auf der Erde vibrierte der Wassertropfen immens unter dem Einfluss des Schalls. Je nach Frequenz und Amplitude ließen sich alle möglichen Formen erzielen - von regelmäßigen Wellen bis hin zu vielen kleinen Wasserbäuchen auf dem ganzen Tropfen, aus denen sich irgendwann winzige Wassertröpfchen lösen.

Video: (http://video.golem.de/wissenschaft/7954/wassertropfen-brei-schwerelosigkeit.html) Wassertropfen bei Schwerelosigkeit

Dies sei nur in praktischer Schwerelosigkeit möglich, erklärt Pettit. Auf der Erde würde die Schwerkraft diese Phänomene verhindern. Am Ende der Vorführung lässt Pettit dann zwei Wassertropfen zu den Klängen von TV Dinners der texanischen Bluesrocker ZZ Top tanzen.

Spaß mit Wasser ohne Schwerkraft

"Ich bin überrascht, wie viel Spaß man mit so etwas Einfachem wie einem Laptop-Lautsprecher und einem Tropfen Wasser haben kann", resümiert Pettit - vorausgesetzt, man ist den - wie er es ausdrückt - "Komplikationen der Schwerkraft" entzogen.

Das Experiment mit dem Wasser ist die siebte Folge der Serie Science off the Sphere (etwa: Wissenschaft außerhalb der Erde). In deren Rahmen präsentiert Pettit "großartige Physik, die nur in Beinahe-Schwerelosigkeit vorgeführt werden kann."

Quelle: www.golem.de
Titel: Re: Raumfahrt: Wasser wabert im Weltall
Beitrag von: Jürgen am 09 Mai, 2012, 04:44
Zu der eingeblendeten Frage nach dem Grund für die Verwendung tiefer Fre(u)quenzen:

Unter normaler Schwerkraft benötigt man Ultraschall, um gegen Oberflächenspannung und Schwerkraft an eine kalte Dampfentwicklung zu erzeugen. Viele Luftbefeuchter und Tischnebler arbeiten so.
Da oben aber benötigt man deutlich weniger Energie, weil lediglich die Oberflächenspannung überwunden werden muss.
Und niedrigere Frequenzen bedeuten größere Wellenlängen, was letztlich zu größeren Tropfen führt.

Es ist aber auch klar zu beobachten, dass die Tropfenbildung nur an ganz bestimmten Orten geschieht.
Der Grund dafür befindet sich in den jeweiligen Schwingungsmodi des Tropfens, denn die bedingen durch Interferenz stehender Wellen an einigen Stellen erhöhte Amplituden, weshalb dort ein Abreißen zuerst passiert.
Mit den beobachterten Kavitäten verhält es sich ähnlich, denn ein abreißender Tropfen erzeugt einen kleinen aber sich schnell zurückziehenden Gegenstrom, der eine Art Krater erzeugt. Dessen Entwicklung wird nun durch die sich auch ändernden Bewegungsvektoren im Innern überlagert, sodass statt eines sanften Ausschwingens auch eine Vergrößerung des Kraters in der Tiefe möglich wird, u.U. bei gleichzeitigem Verschluss an der Oberfläche.  
Umgekehrt kennt man das von Zeitlupe-Aufnahmen von Wassertropfen, die auf eine Wasseroberfläche fallen, dabei oft einen kleinen sekundären Tropfen erzeugend, der sich wieder von der Oberfläche löst. Dann quasi die Antikavität im dünneren Medium, der Luft...

Eine Berechnung der Schwingungsmodi wäre äußerst schwierig, weil die Kraftübertragung von der Membran auf den großen Tropfen sehr nichtlinear erfolgt, so zu starken Partialschwingungen und Oberwellen führt.
Die Adhäsionskraft wird durch die Schnelle der Membran und die sich dynamisch ändernde Kontaktfläche stark moduliert.
Zudem sind Lautsprecher normalerweise zur Kraftübertragung auf das Medium Luft ausgelegt, wobei die Dichte und damit auch Trägheit von Wasser tausendfach höher ist, die Elastizität dagegen sehr nahe Null.
Durch diese krasse Fehlanpassung arbeitet schon die Membran selbst nicht mehr linear.

Und zerlegt man gedanklich eine Momentaufnahme auch nur nach den äußerlich sichtbaren schwingenden Teilbereiche, ähnlich Tori oder Tropfen, dann findet man ein sehr komplexes System von Teil-Massen und durch Oberflächenspannung gegebenen Federn, deren Berechnung wohl eine ganze Armada von Großrechenanlagen beschäftigen könnte.
Dann ganz sicher mit nur einem absehbaren Ergebnis: 42

Jürgen
Titel: SpaceX soll Raumstation von Bigelow Aerospace versorgen
Beitrag von: SiLæncer am 11 Mai, 2012, 13:26
Noch ist die aufblasbare Raumstation BA 330 in der Entwicklung. Doch Bigelow Aerospace hat sich schon die Dienste von SpaceX gesichert: Das Raumfahrtunternehmen soll Versorgungsflüge zu der Station durchführen.

Space Exploration Technologies (SpaceX) will künftig nicht nur für die US-Weltraumbehörde Nasa Passagiere in den Weltraum befördern, sondern auch für das private Raumfahrtunternehmen Bigelow Aerospace (BA). Das Unternehmen plant eine eigene Raumstation.

Bigelow Aerospace gehört dem US-Unternehmer Robert Bigelow. Der Besitzer der US-Hotelkette Budget Suites of America will eine eigene Raumstation in den Orbit bringen, die BA 330. Die Raumstation ist aufblasbar und basiert auf dem von der US-Weltraumbehörde Nasa entwickelten Transhab-Konzept.

Module zusammenkoppeln

Das Modul ist knapp 14 Meter lang, hat einen Durchmesser von knapp 7 Metern und wiegt etwa 20 Tonnen. Es hat einen nutzbaren Raum von 330 Kubikmetern und bietet Platz für sechs Bewohner. Mehrere der BA-330-Module können zu einer größeren Raumstation zusammengekoppelt werden.

SpaceX soll mit seiner Raumfähre Dragon zu der Station fliegen. Die Dragon startet an Bord einer Falcon-9-Trägerrakete. Wann BA das erste Modul ins Weltall schießt, ist allerdings noch unbekannt.

Kooperation mit Boeing

SpaceX ist aber nicht der erste Partner, mit dem das Raumfahrtunternehmen zusammenarbeitet. BA hat sich auch die Dienste des US-Luft- und Raumfahrtkonzerns Boeing gesichert, dessen Raumkapsel Crew Space Transportation 100 (CST-100) ebenfalls Versorgungsflüge für BA durchführen soll. Boeing hat Anfang April in der Wüste von Nevada eine Testlandung mit dem CST-100 durchgeführt.

Video: Space X - Start der Dragon - Video der Nasa (3:11)

SpaceX wird in Kürze den ersten Transportflug mit der Dragon zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) machen. Den Starttermin hat die Nasa auf den 19. Mai 2012 festgesetzt. Der Start ist aus technischen Gründen mehrfach verschoben worden, zuletzt Ende April.

Quelle : www.golem.de
Titel: Fehlstart für ersten privaten Raumtransporter
Beitrag von: SiLæncer am 19 Mai, 2012, 13:52
Der erhoffte Start des ersten privaten Raumtransporters der Geschichte blieb am Samstag zunächst aus. Trotz des "Lift Off"-Signals hob die unbemannte "Dragon"-Kapsel nicht ab.

Sie sollte um 04.55 Uhr Ortszeit (10.55 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida abfliegen. Sowohl der Träger, eine Falcon-9-Rakete, als auch "Dragon" wurden vom kalifornischen Unternehmen SpaceX entwickelt.

Nach ersten Informationen der US-Weltraumbehörde Nasa war der Druck in einem der Triebwerke zu hoch. Die Ingenieure werteten weitere Daten zunächst noch aus. Am kommenden Dienstag soll es einen nächsten Startversuch geben - sofern das Wetter mitspielt.

Bei ihrem Flug sollte "Dragon" über 500 Kilo Ladung zur Internationalen Weltraumstation ISS bringen, vor allem Lebensmittel. Auf dem Heimweg sollte sie Abfälle von dort mit auf die Erde bringen. Die Nasa will "Dragon" künftig für Weltraumflüge zur ISS mieten.

Ursprünglich war der erste Testflug der Kapsel für vergangenen November geplant, er musste aber auch wegen technischer Probleme mehrfach verschoben werden.

Das Unternehmen SpaceX des Multimillionärs Elon Musk will "Dragon" so weiterentwicklen, dass damit bis Mitte 2015 Menschen ins All befördert werden können.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Nach Fehlstart: Raumtransporter Dragon soll am Dienstag abheben
Beitrag von: SiLæncer am 22 Mai, 2012, 06:36
Nachdem der Start des ersten privaten Raumtransporters Dragon am Wochenende abgebrochen werden musste, soll er am Dienstag endlich in die Lüfte steigen.

Der Drache soll an diesem Dienstag endlich in die Lüfte steigen. Nach ihrem Fehlstart am Wochenende wird die unbemannte Dragon-Kapsel nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa um 03.44 Ortszeit (09.44 MESZ) von Cape Canaveral aus ins All gebracht. Wegen eines defekten Ventils war der Start am Samstag in letzter Sekunde in Florida abgebrochen worden.

Techniker hätten das Ventil bereits ausgetauscht, erklärte eine Sprecherin des kalifornischen Unternehmens SpaceX. Die Firma hat sowohl die erste private Raumkapsel als auch die Falcon-9-Rakete hergestellt, die Dragon zur Internationalen Weltraumstation ISS bringen soll. Bereits zuvor war der Start aus technischen Gründen gleich mehrere Male verschoben worden.
 
Die Kapsel wird auf dem Flug nur Versorgungsgüter für die ISS-Bewohner an Bord haben. Insgesamt soll SpaceX für die Nasa zwölf Transportflüge absolvieren. Die US-Raumfahrtbehörde hat mit dem Unternehmen dazu einen 1,6 Milliarden Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) schweren Vertrag abgeschlossen.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Private Raumfahrt: SpaceX erfolgreich gestartet
Beitrag von: SiLæncer am 22 Mai, 2012, 12:49
Der erste kommerzielle Flug zur internationalen Raumstation ISS ist am heutigen Dienstag erfolgreich gestartet. Diesem erfolgreichen Beginn der Mission vorausgegangen waren mehrere Verschiebungen und am vergangenen Samstag sogar ein Abbruch in letzter Sekunde. Um 3:44 Uhr Ortszeit (9:44 Uhr MESZ) war das Vorhaben aber dann von Erfolg gekrönt und die Rakete vom Typ Falcon 9 mit der Dragon-Kapsel hob vom Raketenstartgelände der U.S. Air Force in Cape Canaveral ab.

(http://www.heise.de/imgs/18/8/4/3/6/7/8/f9e362ec5751ed43.jpeg)
Laut US-Medien gab es bei diesem zweiten Versuch keine bedeutsamen technischen Schwierigkeiten und dieser Bilderbuchstart läute nun eine neue Ära der kommerziellen Raumfahrt ein. Gegenüber CNet hob Gwynne Shotwell, der Präsident von SpaceX die historische Bedeutung des Fluges hervor. Bislang hätten nur vier Staaten beziehungsweise Staatengemeinschaften Raumfahrzeuge zur ISS gebracht, Europa, Russland, die USA und Japan. Deswegen sei man voller Ehrfurcht angesichts der Möglichkeit, dies jetzt versuchen zu können. Elon Musk, Mitgründer von SpaceX, versicherte, unabhängig vom weiteren Verlauf der Mission, sei der heutige Tag ein großer Erfolg.


Im weiteren Verlauf der Mission soll die Kapsel am Donnerstag Manöver in der Nähe der Station ausführen, bevor sie sich dieser am Freitag in mehreren Schritten bis auf rund 10 Meter annähert. Dann werden sie die Astronauten Donald Pettit und André Kuipers per Roboterarm zur Station ziehen und andocken. Die mitgeführte Fracht kann dann ausgeladen und nicht mehr benötigtes Material im Gegenzug an Bord gebracht werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Raumkapsel am 31. Mai die Station verlassen und danach vor der kalifornischen Küste in den Pazifik stürzen. Von dort wird sie dann geborgen.

In einer Pressekonferenz zum erfolgreichen Start äußerte sich NASA-Chef Charles Bolden noch in der Nacht sehr zufrieden. Man stehe jetzt vor einer neuen Zukunft, "die den Himmel für endlose Möglichkeiten öffnet". Die NASA könne jetzt den Transport zur ISS an private Unternehmen abgeben und sich selbst der weiteren Erforschung des Sonnensystems widmen, mit Missionen zum Mars und zu einem Asteroiden am Horizont. Nach dem Ende des Shuttle-Programms hätten die Menschen gedacht, man sei von der Bildfläche verschwunden, doch der heutige Erfolg habe diese Befürchtungen entkräftet.

Quelle : www.heise.de
Titel: SpaceX: Dragon dockt an die ISS an
Beitrag von: SiLæncer am 25 Mai, 2012, 14:22
Die Nasa hat das Andocken der privaten Raumfähre Dragon an die ISS erlaubt. Das Manöver hat am frühen Freitagmorgen begonnen und soll am Nachmittag abgeschlossen sein.

Die Raumfähre Dragon darf an die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) andocken: Die US-Weltraumbehörde Nasa hat am frühen Freitagmorgen die Freigabe erteilt. Es dauert mehrere Stunden, bis die Dragon mit der ISS verbunden ist. Zuschauer können das Andocken live auf der Nasa-Website verfolgen.

Annäherung auf 2,5 Kilometer

Die Entscheidung fiel, nachdem die Manöver am Vortag erfolgreich verlaufen waren: Die Raumfähre hatte sich am Donnerstag der ISS auf etwa 2,5 Kilometer genähert. Dragon und ISS hatten eine Kommunikationsverbindung hergestellt, die für das Andockmanöver unerlässlich ist.

Video: Dragon nähert sich am 24. Mai 2012 der ISS (1:07)

Am Freitagmorgen hat die Dragon ihren Anflug auf die ISS begonnen. Am Mittag habe sie eine Warteposition in etwa 250 Metern Entfernung eingenommen, twitterte Hersteller Space Explorations Technologies (SpaceX). In dieser Position sendet die ISS-Besatzung Rückzugskommandos an die Dragon. Damit soll die Möglichkeit eines Abbruchs des Andockmanövers getestet werden.

Roboterarm fängt Raumfahrzeug

Laufen die Auswertungen dieser Tests zur Zufriedenheit der Nasa, beginnt die nächste Phase: Die Dragon wird sich der ISS bis auf 30 Meter nähern. Dann werden die Astronauten auf der ISS den Roboterarm in Betrieb nehmen, um die Raumfähre einzufangen. Gegen 15:20 Uhr, so die Planung der Nasa, soll die Dragon an der ISS festgemacht sein.

Am Samstagmorgen gegen 11 Uhr unserer Zeit sollen laut SpaceX die Astronauten auf der ISS mit den Vorbereitungen beginnen, um die Luke der Dragon zu öffnen. Diese werden rund zwei Stunden in Anspruch nehmen, bevor die Luke dann tatsächlich geöffnet werden kann.

Privater Versorgungsflug

Die Raumfähre Dragon war an Bord einer Falcon-9-Trägerrakete am Dienstag von Cape Canaveral aus gestartet. Der Flug ist eine Premiere: Es ist der erste private Versorgungsflug zur ISS - Rakete und Kapsel wurden beide von SpaceX entwickelt.

Video: Start der Falcon 9 von SpaceX am 22. Mai 2012 (4:27)

Die Dragon transportiert etwa 540 Kilogramm Versorgungsgüter zur ISS. Künftig soll die Fähre auch Astronauten zur ISS oder von dort zur Erde bringen. Da dies aber erst ihr zweiter Flug ist, ist die Kapsel unbemannt.

Quelle : www.golem.de
Titel: Dragon kommt zurück zur Erde
Beitrag von: SiLæncer am 31 Mai, 2012, 19:00
Die Raumfähre Dragon ist am Donnerstagmorgen von der ISS abgekoppelt worden. Um 17:42 Uhr unserer Zeit ist sie im Pazifik gewassert.

Dragon, die Raumkapsel des US-Weltraumunternehmens Space Exploration Technologies (SpaceX), hat ihre Mission auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) beendet und ist zur Erde zurückgekehrt.

Video: Dragon wird am 31. Mai 2012 von der ISS abgedockt (4:59)

Um 10:07 Uhr unserer Zeit heute Morgen wurde die Kapsel von der ISS abgedockt. Der Roboterarm der Station schwenkte die Dragon von der Station weg und ließ sie um 11:49 Uhr endgültig los. Um 17:42 Uhr wasserte das Raumfahrzeug etwa 400 Kilometer vor der kalifornischen Küste im Pazifik, twitterte die US-Weltraumbehörde Nasa.

Flug der Dragon

Die Dragon war am 22. Mai 2012 an Bord einer ebenfalls von SpaceX entwickelten Falcon-9-Trägerrakete vom Startplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Am Nachmittag des 25. Mai fing der Roboterarm der ISS die Fähre ein. Zwei Stunden später war das Andockmanöver abgeschlossen.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1205/dragon/thumb620/dragon_0.jpg)

Die Dragon hat 460 Kilogramm Versorgungsgüter zur ISS gebracht. Auf dem Rückweg bringt sie etwa 590 Kilogramm nicht mehr benötigter Gegenstände sowie wissenschaftliche Experimente mit zur Erde. Es war der erste private Versorgungsflug zur ISS. Aus Sicherheitsgründen war die Dragon unbemannt, ihre Fracht für die Astronauten nicht lebenswichtig. Künftig soll die Dragon auch Astronauten zur ISS bringen.

SNC testet Raumfähre

Die Konkurrenz ist unterdessen nicht untätig: Das US-Unternehmen Sierra Nevada Corporation (SNC) hat am 29.Mai 2012 einen Test mit seinem Raumfahrzeug Dream Chaser durchgeführt: Ein Modell in Originalgröße wurde von einem Hubschrauber in die Luft transportiert und dann wieder am Boden abgesetzt. Es war der erste Flugtest mit einem Dream Chaser in Originalgröße. Eine erste unbemannte Landung ist für diesen Sommer geplant.

Video: SNC test Raumfähre Dream Chaser (1:03)

Wie SpaceX nimmt auch SNC an dem Commercial Crew Development (CCDev) der Nasa teil, in dessen Rahmen Privatunternehmen Raumfahrzeuge für die Versorgung der ISS entwickeln. Dafür hat die Nasa Boeing, SNC, SpaceX und dem von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründeten Unternehmen Blue Origin im vergangenen Jahr 270 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt.

Quelle : www.golem.de
Titel: Re: Dragon kommt zurück zur Erde
Beitrag von: dada am 01 Juni, 2012, 00:58
das ist doch wirklich mal ein sensationeller Erfolg!
Titel: Raumtransporter Dragon soll im September erneut starten
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2012, 21:20
finde ich auch ...ist wirklich gut gelaufen  :jo



Nach dem historischen Triumph beim Jungfernflug des ersten privaten Weltraumtransporters stehen bald neue Aufgaben an. Bereits im September soll Dragon wieder in Richtung Internationaler Raumstation (ISS) abheben, um Material und Versorgungsgüter zur liefern.

Der US-Firma SpaceX, die die Raumkapsel entwickelt hat, winkt ein Milliarden-Dollar-Vertrag über mehrere Transportfahrten. Zunächst sei an zwölf Flüge gedacht, hieß es. Zugleich sind aber schon höhere Ziele ins Auge gefasst: Schon zum Jahresende will SpaceX erste Tests mit einer Landung der Kapsel auf dem Festland unternehmen - dies bereits mit Blick auf künftige Missionen, wenn auch Astronauten mit an Bord sind.

Der Drache war am Donnerstag wie geplant im Pazifik gelandet. Es war der erste Flug eines privaten Weltraumvehikels zur ISS. "Das hätte nicht besser laufen können", sagte SpaceX-Chef Elon Musk bei einer Pressekonferenz. Experten der US-Raumfahrtbehörde Nasa sprechen von einem historischen Durchbruch. Zunächst wird die Kapsel in die SpaceX-Fabrik nach Texas gebracht werden, wo sie entladen und gründlich inspiziert wird. Sie hatte mehrere hundert Kilogramm Fracht zurück zur Erde gebracht.
 
Die Idee des Outsourcings beim Weltraumtransport ist vor allem Folge des Sparzwangs bei der Nasa, den US-Präsident Barack Obama verordnet hatte. Seine Strategie: Routineflüge zur ISS sollen Private in die Hand nehmen. Die Nasa konzentriert sich dagegen auf Neuland im All - Missionen zu Asteroiden sowie zum Mars.
 
Wegen des Sparzwangs mussten auch die betagten Shuttles vergangenes Jahr eingemottet werden. Seitdem sind US-Astronauten, die zur ISS wollen, für die nächsten Jahre auf teure Mitfahrgelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: ESA-Raumfahrer kehren zur Erde zurück
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juli, 2012, 06:27
193 Tage im All sind vorbei: Der Europäer Kuipers ist von seinem Aufenthalt mit zwei anderen Raumfahrern zurück auf der Erde. Das Team sollte ursprünglich im Mai den Außenposten der Menschheit verlassen.

Nach mehr als einem halben Jahr an Bord der Internationalen Raumstation ISS sind der Niederländer André Kuipers sowie ein Russe und ein US-Amerikaner sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Raumkapsel mit den Männern setzte bei heißem, sonnigen Wetter gegen 10.14 Uhr MESZ wie geplant in der kasachischen Steppe auf. Ihr Zustand sei befriedigend, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Sonntag nach Agenturangaben mit. Die Reise vom Außenposten der Menschheit hatte etwa viereinhalb Stunden gedauert.
 
Für den 53 Jahre alten Kuipers war es sieben Jahre nach seiner ersten Reise zur ISS die zweite Mission im All gewesen. Der ausgebildete Mediziner habe an den 193 Tagen im Weltraum mehr als 50 Experimente im Labor erledigt, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Die Untersuchungen sollen Aufschlüsse im Kampf gegen Migräne, Knochenschwund (Osteoporose) und über das Absterben von Immunzellen geben.

Der Niederländer, der auch Deutsch kann, habe den Vorzug gehabt, seine Eindrücke aus dem All mit Fotos, Kurznachrichten und Blog-Einträgen verbreiten zu können, hieß es. Millionen Menschen auf der ganzen Welt folgten ihm in den sozialen Netzwerken. Im nächsten Jahr will die Esa den Italiener Luca Parmitano zur ISS schicken.
 
Kuipers, der Kosmonaut Oleg Kononenko und der Astronaut Donald Pettit landeten rund 147 Kilometer südöstlich der kasachischen Stadt Dscheskasgan. Helfer machten sich in Flugzeugen und Hubschraubern auf den Weg, um die Männer zu begrüßen. "Die Raumfahrer sind wegen der großen Kraftanstrengung bei ihrer Ankunft durchgeschwitzt, weshalb wir ihnen sofort frische Wäsche zum Umziehen geben", sagte Kosmonauten-Betreuer Alexander Jarow.
 
Die Langzeitbesatzung war am 21. Dezember vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und sollte eigentlich schon im Mai heimkehren. Allerdings war die Rückkehr aus technischen Gründen verschoben worden. Im Mai waren auf der ISS die beiden Russen Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie der Astronaut Joseph Acaba von der US- Weltraumbehörde Nasa angekommen. Sie halten dort weiter Wache.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Nach ISS-Ende: Russland zu eigener Raumstation bereit
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2012, 08:30
Nach dem für 2020 geplanten Ende der Internationalen Raumstation ISS hat die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos große Pläne: Wenn Russland sich nicht mit seinen Partnern einigen kann, will die Nation eine eigene Basis im All bauen.

Nach dem für etwa 2020 geplanten Ende der Internationalen Raumstation ISS ist Russland zum Bau einer eigenen Basis im All bereit. Dies gelte für den Fall, dass sich die traditionsreiche Weltraumnation nicht mit den bisherigen Partnern auf ein gemeinsames Vorgehen einige. Das sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Wladimir Popowkin, am Mittwoch der Agentur Interfax auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough. Russland hatte seine aus Sowjetzeiten stammende Station Mir 2011 zielgenau im Pazifik versenkt.

"Wir entwickeln einige neue Module für die ISS, die so konstruiert sind, dass sie als Basis für künftige bemannte Stationen genutzt werden können", sagte Popowkin. Die laufenden Verhandlungen zwischen den Betreibern der Raumstation - Russland, USA, Japan, Kanada und die Europäische Weltraumorganisation ESA - seien äußerst schwierig. Westliche Raumfahrtexperten zeigten sich aber zuversichtlich, dass es eine Einigung geben werde. Die ISS könne bis 2028 genutzt werden.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Roter Kobold von der ISS aus fotografiert
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juli, 2012, 17:15
Astronauten der Expedition 31 auf der ISS konnten einen so genannten Roten Kobold fotografieren. Die Aufnahme gelang, während die Raumstation über einem starken Gewitter über dem südostasiatischen Myanmar schwebte. Das Wetterphänomen tritt laut NASA im Zusammenhang mit Blitzen auf, die über die Wolkendecke hinaus bis zu 100 Kilometer in der Atmosphäre ausschlagen. Die genauen Mechanismen sind jedoch noch immer unbekannt.

(http://www.heise.de/imgs/18/8/8/9/3/2/0/ISS31RedSprite.jpg-24dd508b9b6f9634.jpeg)

Die erste Dokumentation eines Kobolds, oder "Sprite", gelang erst 1989. Eine farbige Fotografie folgte 1994. Das Phänomen wurde schon zuvor von Piloten beobachtet. Von der Erde aus ist es naturgemäß schwer zu erkennen, da es nur wenige Millisekunden anhält und oberhalb einer dichten Wolkendecke stattfindet.

Quelle : www.heise.de
Titel: Russisches Raumschiff mit drei Astronauten auf dem Weg zur ISS
Beitrag von: SiLæncer am 15 Juli, 2012, 12:58
Ein russisches Sojus-Raumschiff mit einer dreiköpfigen internationalen Besatzung ist am frühen Sonntagmorgen in Richtung Internationale Raumstation (ISS) gestartet.

Die Rakete hob um 04.40 Uhr MEZS planmäßig vom russischen Raumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete. An Bord befinden sich der russische Kosmonaut Juri Malentschenko, die US-Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide. Auf der ISS treffen sie auf die beiden Russen Gennady Padalka und Sergej Rewin sowie den Amerikaner Joseph Acaba, die seit Mitte Mai im Orbit Dienst tun.

Auf die neue ISS-Crew wartet ein umfangreiches Arbeitsprogramm: 33 Experimente sollen im russischen Teil der Station durchgeführt werden. Malentschenko und Padalka sollen zudem während eines Außeneinsatzes eine Ladeplattform für ein neues Labor-Modul vorbereiten, das im nächsten Jahr zur ISS gebracht werden soll.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Neue Besatzung auf der Internationalen Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 18 Juli, 2012, 11:00
Die Internationale Raumstation ISS hat Verstärkung durch eine neue Besatzung bekommen. Das Soyuz-Raumschiff dockte am Dienstag an und brachte drei Astronauten für einen viermonatigen Aufenthalt mit. Die zweite Hälfte der Expedition 32 besteht aus den Bordingenieuren Yuri Malenchenko, Sunita Williams und Aki Hoshide. Für den Kommandanten der Soyuz Malenchenko ist es bereits der fünfte Flug, auch die anderen beiden Besatzungsmitglieder sind bereits im All gewesen.

(http://www.heise.de/imgs/18/8/8/9/9/3/2/f1fd71a3f3e60aaa.jpeg)
Die neuen ISS-BesatzungsmItglieder arbeiten bis Mitte September mit den ersten drei Astronauten der Expedition zusammen. Gennady Padalka, Sergei Revin und Joe Acaba sind bereits seit Mai 2012 an Bord der Station. Geplant sind unter anderem die Ankunft eines unbemannten japanisches Frachters und eines russisches Versorgungsschiffs. Zwei Außenbordeinsätze stehen ebenfalls auf dem Programm. Für den Herbst ist schließlich der erste offizielle Einsatz des privaten SpaceX Raumschiffs geplant.

Quelle : www.heise.de
Titel: Russischer Raumtransporter dockt im zweiten Versuch an ISS an
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2012, 11:30
Im zweiten Versuch ist ein neuartiges Andockmanöver eines unbemannten russischen Raumtransporters an der Internationalen Raumstation ISS geglückt.

Wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf Kontrollzentrum bei Moskau berichtete, machte die Progress-M 15M um 3.00 Uhr MESZ am Sonntagmorgen an der Station fest. Ein erster sogenannter Rendezvous-Test war fünf Tage zuvor gescheitert.

Das Progress-Raumschiff ist mit dem neuen russischen Kurs-NA-System ausgestattet, dass leichter ist und bei weniger Energieverbrauch präzisere Annäherungen an die Raumstation ermöglichen soll.

Am 24. Juli hatte der mit Müll beladene Progress-Transporter zunächst von der ISS abgelegt, um einen ersten Andock-Test zu unternehmen. Als sich das Raumschiff der Station dann wieder auf 15 Kilometer näherte, hatte es einen Alarm wegen einer Fehlfunktion der Sensoren gegeben. Daraufhin war das Raumschiff wieder auf sichere Distanz zur ISS gebracht und der Fehler behoben worden.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Raumstation ISS nicht wie geplant angehoben
Beitrag von: SiLæncer am 17 August, 2012, 08:30
Wegen eines Fehlers bei einem europäischen Raumfrachter ist russischen Angaben zufolge die Flugbahn der Internationalen Raumstation ISS nur um 5,1 statt wie geplant um 7,7 Kilometer angehoben worden.

Die Triebwerke des Frachters ATV-3 hätten sich aus bislang unbekannten Gründen knapp elf Minuten zu früh abgeschaltet, berichtete ein Sprecher des Flugleitzentrums der Agentur Ria Nowosti am Donnerstag.

Dadurch habe die ISS nicht die geplante Höhe von 414,42 Kilometern über der Erde erreicht, die optimale Bedingungen für die Rückkehr von drei Raumfahrern zur Erde sowie das Andocken einer bemannten russischen Sojus-Kapsel schaffe.

Das Manöver soll spätestens in der kommenden Woche wiederholt werden. Experten gehen aber davon aus, dass die anstehenden Missionen nicht von der Panne beeinflusst werden.

Quelle: www.digitalfernsehen.de
Titel: Spaceshuttle Endeavour wird ins Museum geflogen
Beitrag von: SiLæncer am 19 September, 2012, 19:35
Das Spaceshuttle Endeavour wird als letzte der US-Raumfähren an seinen finalen Standort geflogen. Am Mittwoch hat es die erste Etappe von Florida nach Texas absolviert. Am Freitag soll es im Museum in Los Angeles eintreffen, wo es künftig ausgestellt wird.

Die US-Weltraumbehörde hat am Mittwoch mit der Überführung des Spaceshuttles Endeavour nach Kalifornien begonnen. Die Raumfähre soll künftig im California Science Center in Los Angeles ausgestellt werden.

(http://scr3.golem.de/screenshots/1209/endeavour_transfer/thumb620/endeavour_transfer_1.jpg)

Das Spaceshuttle Endeavour soll in drei Etappen nach Kalifornien transferiert werden: Am heutigen Mittwoch ist eine Transportmaschine mit der Raumfähre an Bord gegen 13:20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) am Kennedy Space Center in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Um 17:40 Uhr MESZ ist das Gespann in Houston im US-Bundesstaat Texas gelandet.

Die zweite Etappe ist für den folgenden Tag geplant. Dann wird die Endeavour von Houston nach einem Tankstopp auf der Luftwaffenbasis von El Paso im US-Bundesstaat Texas zur kalifornischen Luftwaffenbasis Edwards geflogen, wo die Spaceshuttles früher auch gelandet sind. Am Freitag soll sie dann von Edwards nach Los Angeles gebracht werden - vorausgesetzt, das Wetter erlaubt dies: Wegen schlechten Wetters hatte die Nasa den Start um zwei Tage verschieben müssen.

Umgebaute Boeing

Den Transport übernimmt das Shuttle Carrier Aircraft (SCA). Auf dem Rumpf dieser speziell ausgerüsteten Boeing 747 sind Halterungen angebracht, an denen das Shuttle befestigt wird. Mit Hilfe einer Kranbrücke war die Raumfähre auf den Transporter gehoben worden.

Video: Boeing 747 nimmt Spaceshuttle huckepack (5:28)

Das SCA hatte früher die Spaceshuttles vom Landeplatz in Edwards zum Startplatz in Cape Canaveral überführt oder sie zu anderen Orten gebracht, für die ein Transport auf dem Boden nicht infrage kam. Im April 2012 brachte das SCA die Discovery in ein Museum nahe der Hauptstadt Washington und den Prototypen Enterprise nach New York.

Spektakuläre Fotos

Die Endeavour war im Mai 2011 zum letzten Mal gestartet. Von ihrem letzten Besuch bei der Internationalen Raumstation (ISS) machte der italienische Astronaut Paolo Nespoli von einer russischen Sojus-Raumkapsel aus einzigartige Bilder. Es sind die einzigen Fotos, die ein Spaceshuttle zeigen, das an die ISS angedockt ist.

Video: Nasa zeigt wie ein Spaceshuttle an die ISS andockt (10:03)

Ab 30. Oktober 2012 wird die Endeavour im California Science Center ausgestellt werden. Es ist der letzte Flug eines Spaceshuttle: Discovery und Enterprise sind bereits an ihrem letzten Ziel angekommen. Die Atlantis bleibt in Florida als Teil der Ausstellung des Kennedy Space Center.

Quelle : www.golem.de
Titel: Space Shuttle Endeavour hat seinen letzten Flug hinter sich
Beitrag von: SiLæncer am 23 September, 2012, 16:08
(http://www.heise.de/imgs/18/9/2/3/4/4/1/94e948db0939460a.jpeg)
Das Space Shuttle Endeavour hat seinen letzten Flug absolviert. Die Raumfähre war mit dem speziellen Transportflugzeug, einer umgebauten Boeing-747, von Cape Canaveral in Florida über Houston/Texas und die Edwards Air Force Base in Kalifornien nach Los Angeles gebracht worden. Vor hier aus wird die Endeavour auf dem Landweg ins California Science Center überführt. Dort soll die Raumfähre als Exponat Besuchern zugänglich gemacht werden.

Die rund 30-jährige Ära der Space-Shuttle-Raumflüge ging schon vor rund einem Jahr mit dem letzten Start der Atlantis zu Ende.

Quelle : www.heise.de
Titel: SpaceX: Erster regulärer Privatflug zur Internationalen Raumstation
Beitrag von: SiLæncer am 08 Oktober, 2012, 12:10
Der erste reguläre, privatwirtschaftliche Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation (ISS) ist auf dem Weg. Sonntagabend (Ortszeit) startete von Cape Canaveral in Florida die Falcon-9-Rakete des Unternehmens SpaceX. An Bord war der "Raumfrachter" Dragon, der sich nun im Orbit befindet. Er jagt der Raumstation nach. Läuft alles programmgemäß, soll Dragon am 10. Oktober an der ISS andocken und am 28. Oktober zur Erde zurückkehren.

Die "CRS-1" genannte Mission ist der erste von zwölf regulären SpaceX-Flügen zur ISS. Im Mai hatte die Firma mit einem Demonstrationsflug ihr Können unter Beweis gestellt; dadurch trat ein Auftrag der NASA über mindestens ein Dutzend Nachschub-Transporte in Kraft. Nach Angaben des privaten Unternehmens ist außer seinem Dragon kein Raumfahrzeug in der Lage, namhafte Mengen Materials von der ISS zur Erde zurückzubringen. Bei CRS-1 sollen mehr als 450 Kilogramm Fracht zur ISS gebracht und dort gut 560 Kilogramm abgeholt werden.

Mitbewerber Orbital Sciences Corporation will noch 2012 einen Demonstrationsflug seiner Frachtkapsel "Cygnus" durchführen. Beim Rückflug kann Cygnus aber nur als Müllverbrenner funktionieren: Das Modul soll samt einer Tonne Fracht beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

Für den Personentransport wird die Sojus-Kapsel sowjetischer Bauart genutzt. Da die früher genutzten Space Shuttles der NASA heute in Museen stehen, gibt es gegenwärtig keine erprobte Alternative zu Sojus. Die NASA hofft daher, dass kommerzielle Anbieter eines Tages auch den riskanten Personentransport zur und von der ISS anbieten werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: SpaceX: Erster regulärer Privatflug zur Internationalen Raumstation
Beitrag von: spoke1 am 08 Oktober, 2012, 12:28
Zitat
Die NASA hofft daher, dass kommerzielle Anbieter eines Tages auch den riskanten Personentransport zur und von der ISS anbieten werden.

Will man einfach nur sparen oder sich möglichst komplett aus der Verantwortung ziehen? Dann wird der Verein ja genau so überflüssig wie die GEZ, also weg damit  :hmm
Titel: Re: SpaceX: Erster regulärer Privatflug zur Internationalen Raumstation
Beitrag von: Jürgen am 09 Oktober, 2012, 01:45
Die Antwort auf diese "oder"-Frage ist "ja".

Die NASA ist eine Behörde, und deren Mitarbeiter sind selbst in den USA ganz gut bezahlt und abgesichert, samt Familien.
Auch für Schäden an den Gütern Dritter müsste der Staat dort grundsätzlich unbegrenzt geradestehen.
Das macht Personal wie Transporte und Versicherungen extrem teuer.
Private Unternehmen könnten sinngemäß ledige Zeitarbeiter per Holzklasse nutzen.
Wenn dann etwas letal läuft, wär's keine nationale Katastrophe, sondern nur ein ziemlich ordinärer Arbeitsunfall.

Es ist ja nicht so, dass die NASA keine Raketen mehr entwickeln (lassen) könnte, aber nach den schlechten Erfahrungen mit Columbia und Challenger ist sie sicher nicht mehr bereit, für staatlich verordnete Kosteneinsparung nennenswerte aber technisch vermeidbare Risiken einzugehen. Sowohl die segmentierten Booster als auch die bei Vereisung sehr brüchige Tankverkleidung waren als solche prinzipiell bekannt, lange bevor das jeweilige Versagen eintrat.

So ist auch davon auszugehen, dass die Verantwortung für privat finanzierte bemannte Raumfahrt nicht förmlich von einem großen Konzern getragen würde, sondern viel eher von einer extra dafür gegründeten Firma mit begrenzter Haftungssumme. Auch Zulieferer werden sich höchstwahrscheinlich ähnlich gegen eventuelle Regressforderungen absichern. Dann geht eben im Fall der Fälle so eine Firma kaputt, und die anderen lachen sich in's Fäustchen, eventuelle Opfer sehen aber in die Röhre...

Jürgen
Titel: Funkkontakt zur ISS abgerissen
Beitrag von: SiLæncer am 19 Februar, 2013, 19:15
Um 15:45 Uhr MEZ ist die stehende Funkverbindung zur Internationalen Raumstation (ISS) abgerissen. Dies teilt die NASA mit. Zu diesem Zeitpunkt sei von Houston, Texas, aus ein Softwareupdate für einen Computer der ISS eingespielt worden. Dabei habe ein Datenübermittlungssystem der ISS nicht mehr richtig funktioniert. Daraufhin habe der Primärcomputer, der die wichtigsten Funktionen der Station steuert, seine Aufgabe einem Backup-Rechner übertragen. Verbindungen zwischen den NASA-Satelliten und der Raumstation sei seither nicht mehr möglich.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Funkkontakt-zur-ISS-abgerissen-1806387.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Privater Raumtransporter dockt erfolgreich an der ISS an
Beitrag von: SiLæncer am 03 März, 2013, 16:05
Der zweite Versorgungsflug des Privatunternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS verläuft nach anfänglichen Problemen plangemäß. Der Roboterarm der ISS hat den Transporter Dragon erfolgreich in den Haltegriff genommen. Das tatsächliche Dockingmanöver mit der ISS erfolgt erst einige Stunden später. Zuvor hatte der Transporter mehrere Haltepunkte bei 250, 30 und 10 Metern passiert. Aus Sicherheitsgründen geschieht die Annäherung an die ISS in mehreren Etappen, bei denen jeweils über eine Fortsetzung der Mission entschieden wird. Zuvor hatte es wegen des Ausfalls von drei der vier Triebwerke des Transporters nach dem Abkoppeln von der Trägerrakete eine Verzögerung um rund einen Tag gegeben. Techniker bekamen das Problem allerdings nach wenigen Stunden in den Griff.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Privater-Raumtransporter-dockt-erfolgreich-an-der-ISS-an-1815230.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Re: Privater Raumtransporter dockt erfolgreich an der ISS an
Beitrag von: Jürgen am 04 März, 2013, 02:34
Die Überschrift ist sinnentstellend.
Zitat
Der Roboterarm der ISS hat den Transporter Dragon erfolgreich in den Haltegriff genommen.
Das Docking wurde also NICHT vom Transporter (und mit dessen Antrieb) durchgeführt, wie sonst mit den Sojus-Kapseln oder früher den Space-Shuttles praktiziert.

Jürgen
Titel: Fünf Jahre Weltraumlabor Columbus: Die ESA träumt vom Mond
Beitrag von: SiLæncer am 27 März, 2013, 17:30
(http://www.heise.de/imgs/18/1/0/0/2/2/2/7/Columbus_laboratory_NASA-df5eb4a676c4bb65.jpeg)
Die europäischen Raumfahrtexperten träumen vom Mond und sehen ihre Chancen gar nicht so schlecht. Die Europäische Weltraumorganisation ESA werde erstmals für die NASA am Bau der neuen bemannten US-Raumfähre Orion MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) beteiligt, sagte der ESA-Direktor für die bemannte Raumfahrt, der Ex-Astronaut Thomas Reiter, laut dpa am heutigen Mittwoch in Bremen.

Bei dem Festakt ging es um das bei Astrium gebaute Labor Columbus. Es ist seit fünf Jahren an Bord der Raumstation ISS im Einsatz. ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain bezeichnete das Weltraumlabor Columbus laut einem dpa-Bericht von der Veranstaltung als "Aushängeschild der europäischen Forschungstechnologie". Es wird bis mindestens 2020 an Bord der ISS in Betrieb sein.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fuenf-Jahre-Weltraumlabor-Columbus-Die-ESA-traeumt-vom-Mond-1831777.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: Betrieb der Internationalen Raumstation ISS bis 2024 verlängert
Beitrag von: SiLæncer am 09 Januar, 2014, 13:45
(http://3.f.ix.de/imgs/18/1/1/5/3/7/7/8/753449main_s134e010590_full-a4d1779074bec3a0.jpeg)
Die Internationale Raumstation ISS bleibt bis mindestens 2024 in Betrieb. Die US-Regierung habe die Verlängerung der Finanzierung um vier Jahre zugesagt, teilte die US-Raumfahrtagentur NASA in Washington mit. Bislang war Geld für den Außenposten der Menschheit nur bis 2020 gesichert gewesen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) begrüßte den Schritt.

"Die Möglichkeit, in der Erdumlaufbahn bis 2024 zu forschen, eröffnet neue Aussichten, insbesondere was eine potenziell kommerzielle Nutzung betrifft, aber auch für den Raumtransport", teilte der DLR-Vorstandsvorsitzende Johann-Dietrich Wörner am Donnerstag mit. Außer den USA und Deutschland sind zehn europäische Länder sowie Russland, Kanada, Japan und Brasilien an der Raumstation beteiligt, die seit 1998 etwa 400 Kilometer über der Erde kreist.

Die Verlängerung sei ein "wahnsinniges Geschenk" und gebe Sicherheit sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für die privaten Zulieferer der ISS, sagte NASA-Manager William Gerstenmaier am Mittwoch. Mit den internationalen Partnern sei der Schritt abgesprochen. Diese hätten sich aber noch nicht entschieden, ob sie auch bis mindestens 2024 weitermachen wollten.

"Die Verlängerung ermöglicht es uns, unser Potenzial zu maximieren, wichtigen Nutzen für unser Land und die Welt zu liefern, und die US-Vorherrschaft im Weltall zu sichern", teilten NASA-Chef Charles Bolden und der Raumfahrtberater der US-Regierung, John Holdren, mit. DLR-Chef Wörner betonte, Deutschland habe sich stets für einen Betrieb über 2020 hinaus ausgesprochen. Derzeit kostet der Unterhalt der ISS rund 2,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Quelle : www.heise.de
Titel: ISS und ATV-5 als Tandem
Beitrag von: dada am 09 August, 2014, 00:29
Habe gestern Nacht durch Zufall mal wieder nach der ISS geschaut und dachte, ich hätte einen Sehfehler. Hinter der ISS flog ein weiteres Objekt auf derselben Bahn mit derselben Geschwindigkeit. Dann fiel mir ein, dass das ATV-5 Ende Juli gestartet wurde und das war es auch. Am 12.8. soll es andocken. Vielleicht kann man die Annäherung in den nächsten Tagen noch sehen. Die Daten für sichtbare Überflüge gibt es hier: http://iss.de.astroviewer.net/beobachtung.php
Daneben habe ich noch 2 Fireballs der Perseiden gesehen...trotz fast Vollmond
Und ich war stocknüchtern ;D
Titel: Auf zum Mond? Raumfahrt drängt auf Nachfolge für Raumstation ISS
Beitrag von: SiLæncer am 07 Mai, 2015, 13:50
Mit seinen Bildern aus dem All und seinem Humor hat Astronaut Alexander Gerst die Faszination für die Raumfahrt in Deutschland neu belebt. Das könnte eine Grundlage für neue Pläne der Branche sein.

Alexander Gerst beantwortete noch jede Frage. Wird eine Rakete tatsächlich mit Windows 95 betrieben? Nein, konnte der Astronaut sein Publikum aus Politikern, Raumfahrt-Experten und Interessierten am Mittwochabend beruhigen. Nun, da Gersts Start zur ISS knapp ein Jahr zurückliegt, absolviert er die Mission nach der Mission: Vortrag um Vortrag hält er. Es geht vor allem um den Nutzen, den Otto-Normalbürger davon hat, wenn Menschen in einer Rakete ins All aufbrechen.

Anzug statt Anzug

Anders als bei Gersts Auftritt am Mittag auf der Internet-Konferenz re:publica war vor allem sein Outfit: Den blauen Raumfahreranzug hatte der Geophysiker gegen feinen Zwirn getauscht. Das könnte sich gelohnt haben: Von offizieller Seite mehrten sich am Abend die Anzeichen, dass eine zweite Mission Gersts gewollt ist.

"Wir brauchen eine Nachfolge für die ISS im niedrigen Erdorbit." Mit dieser Forderung hatte Johann-Dietrich Wörner, der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Abend eingeleitet. Ebenso wenig machte er einen Hehl daraus, dass die Raumfahrt die Unterstützung der Bevölkerung braucht, um in der Politik Fürsprecher für neue Vorhaben zu gewinnen.

Wie und wann Gerst erneut aufbrechen könnte, blieb zwar offen. Denn die Zukunft der ISS steht nach wie vor nicht fest – ihr Betrieb war bis 2020 geplant, von einigen Experten wird inzwischen mit einem Ende 2024 gerechnet. Doch Wörners Daumen und Mundwinkel gingen, etwa bei Nachfragen zu Gersts Zukunft von Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU), mehrfach nach oben. Und auch der Direktor für bemannte Raumfahrt der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, Thomas Reiter, sagte, die Chancen stünden bestens. "Forscher brauchen eine Perspektive", betonte er.

Werber für die Raumfahrt

Um diese in der Öffentlichkeit darzustellen, ist ein Forscher wie Alexander Gerst offensichtlich der richtige Mann: Ein Fremdwort kam ihm kaum über die Lippen, vielmehr erzählt er wie vor Freunden. Sein Flug zur ISS etwa: ein "Einparkmanöver". Interessierte im Publikum löcherten ihn noch lange nach Ende des offiziellen Teils mit Fragen, baten um Autogramme und Fotos.

Ob die Zukunft für Gerst und Kollegen wohl auf dem Mond liegt? DLR-Chef Wörner nannte das Szenario, auf dessen Rückseite eine permanente Station zu errichten, mit dort vorhandenem Material und einem 3D-Drucker. Scherz, kühne Vision oder tatsächliche Absicht? Forscher müssten in jegliche Richtung denken dürfen, meinte Wörner. Thomas Reiter jedenfalls zeigte sich der Mond-Idee gegenüber aufgeschlossen. Das seien Linien, die verfolgt würden.

Für weitere Pläne brauche es möglichst mehr internationale Partner, betonte Wörner. Dazu zählten auch Russland und China, trotz der politischen Lage. "Wir müssen uns überlegen, wie es weitergeht. Ein Nachfolgeprojekt muss auf den Weg gebracht werden. Die Ideen freuen mich", sagte auch Gerst. Er betonte, bisherige Vorhaben bewegten sich relativ nah an der Erde. Weiter vorzudringen ins All sei angesichts dessen "unvermeidbar". Und er ergänzte immer wieder, wie ein Mantra: "Der Mensch war schon immer ein Entdecker."

Zum Ende der Woche geht es für Gerst weiter mit Vorträgen, bei Grundschülern in Bremen etwa. Am Wochenende soll er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Künzelsau werden. Und in wenigen Wochen könnte ein Grimme Online Award für seine Kommunikation auf Twitter, Facebook und Co hinzukommen. Bei DLR und ESA dürfte die Freude groß bleiben.

Quelle : www.heise.de
Titel: Russische Rakete mit Satelliten abgestürzt, ISS-Manöver gescheitert
Beitrag von: SiLæncer am 16 Mai, 2015, 16:56
Eine Woche nach dem Absturz eines unbemannten Raumfrachters erschüttern zwei neue Pannen die geplagte russische Raumfahrt. Immer geht es um Triebwerksprobleme.

Bei einer neuen schweren Panne in der russischen Raumfahrt ist eine Proton-M-Trägerrakete mit einem mexikanischen Satelliten an Bord in Sibirien abgestürzt. Kurz zuvor war auch ein Manöver zum Anheben der Internationalen Raumstation ISS gescheitert, weil ein Motor nicht bereit gewesen war.

Die Agentur Interfax berichtete am Samstag, es habe kurz nach dem Start der Proton-M-Rakete eine Havarie gegeben, die Mission sei missglückt. Ob es in der dünn besiedelten Region Transbaikalien im Süden Sibiriens Schäden durch den Absturz gab, war zunächst unklar. Die Rakete mit dem Satelliten war vom Weltraumbahnhof Baikonur in der zentralasiatischen Republik Kasachstan gestartet.

Triebwerksprobleme

Bei der abgestürzten Proton-M gab es nach ersten Erkenntnissen Probleme mit einem Raketenmotor – und zwar an der dritten Raketenstufe. Eine Kommission soll die genaue Ursache ermitteln. Bis Klarheit herrsche, seien alle weiteren Starts abgesagt, hieß es. Betroffen ist der für Anfang Juni geplante Transport eines britischen Kommunikationssatelliten. Der bei der Havarie zerstörte 5,4 Tonnen schwere Kommunikationssatellit MexSat1 hatte Mexiko und Südamerika mit Dienstleistungen versorgen sollen.

Nach Darstellung russischer Raumfahrtexperten könnten bis zu zehn Tonnen hochgiftiger Treibstoff an Bord der abgestürzten Trägerrakete gewesen sein. Die betroffene Region Transbaikalien ist bekannt für ihre unberührte Natur. Einsatzkräfte suchten dort nach der genauen Absturzstelle. Sie riefen auch die Bevölkerung auf, Hinweise zu geben.

Gescheitertes ISS-Manöver

Untersucht werden soll zudem, warum die ISS nicht wie geplant um 2,8 Kilometer angehoben werden konnte. Das Manöver war in der Nacht zum Samstag gescheitert, wie russische Agenturen unter Berufung auf die Raumfahrtbehörde Roskosmos meldeten. Zum Anheben der ISS sollte der Antrieb des angedockten Raumfrachters Progress M-26 genutzt werden. Allerdings habe die Bodenstation kein Signal über die Bereitschaft des Triebwerks erhalten, hieß es.

Die ISS bewegt sich in einer Höhe von rund 400 Kilometern über der Erde. Wenn die Station an Höhe verliert, wird die Bahn regelmäßig mit Hilfe von Motoren korrigiert. Die sechs Raumfahrer an Bord der ISS waren an der Operation nicht beteiligt. Das Manöver soll am Montag (18. Mai) wiederholt werden. Experten prüfen, ob ein anderes Triebwerk eingesetzt werden kann.

Pannen

Die pannengeplagte russische Raumfahrt hatte erst vor wenigen Wochen einen unbemannten Progress-Frachter mit Treibstoff, Nahrungsmitteln und Sauerstoff verloren. Grund für das Scheitern des Transports war die Fehlzündung einer Raketenstufe Ende April.

Der Progress-Frachter verglühte am 8. Mai beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Wegen der Panne waren auch die nächsten bemannten Raumflüge verschoben worden. Die Vorräte an Bord der ISS reichen nach Behördenangaben aus.

Quelle : www.heise.de
Titel: SpaceX: Dritter Anlauf zur Rücklandung einer Rakete
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2015, 11:18
SpaceX möchte am Sonntag ein drittes Mal versuchen, die erste Stufe einer Falcon 9 Rakete heil zurück zur Erde zu bringen. Der Webcast vom Start beginnt um 17 Uhr.

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Am Sonntag fliegt Space Exploration Technologies (SpaceX) erneut einen Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation (ISS). Für den kommerzieller Anbieter ist es die siebte offizielle Versorgungsmission für die ISS und der achte Flug dorthin insgesamt. Gleichzeitig wird SpaceX zum dritten Mal versuchen, die erste Stufe der Falcon-9-Rakete wieder sanft auf der Erde zu landen. Ziel ist die Entwicklung eines Raketensystems, von dem Teile wiederverwendet werden können.

Der Weg dorthin ist, wie erwartet, mit lehrreichen, aber noch nicht erfolgreichen Versuchen gepflastert. Beim ersten Experiment im Januar ging der Raketenstufe die Hydraulikflüssigkeit aus, mit der flossenartige Ruder gesteuert werden, die den Rücksturz Richtung Erde stabilisieren sollen.

Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/SpaceX-Dritter-Anlauf-zur-Ruecklandung-einer-Rakete-2730644.html)

Quelle : www.heise.de
Titel: "Etwas schief gelaufen": Raumfrachter "Dragon" nach Start explodiert
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2015, 18:36
Schwarzer Tag für die Raumfahrt: Wenige Minuten nach dem Start zur ISS explodiert der private Frachter "Dragon", der dringend benötigten Nachschub an Bord hatte. Die Ursache ist zunächst unklar.

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Der private Frachter "Dragon" ist wenige Minuten nach dem Start zur Internationalen Raumstation ISS explodiert. "Etwas ist beim Start schief gelaufen", schrieb die US-Raumfahrtbehörde NASA am Sonntag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Der Frachter sei zerbrochen. Es sei eine "Unregelmäßigkeit" aufgetreten, die nun untersucht werde, schrieb die Betreiberfirma SpaceX bei Twitter. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt. Die NASA kündigte für den frühen Nachmittag (Ortszeit) eine Pressekonferenz an. Der Raumfrachter ist unbemannt.

https://youtu.be/PuNymhcTtSQ

2:20 Minuten nach dem Start ist die Falcon-9-Rakete mit der Raumkapsel "Dragon" an Bord explodiert.

Die Explosion ist ein gravierender Rückschlag für NASA und SpaceX. Der "Dragon" hatte rund zwei Tonnen Nachschub und wissenschaftliche Geräte zu den drei derzeit auf der ISS stationierten Astronauten bringen sollen. Es sollte der siebte Versorgungsflug des Frachters werden, alle vorherigen hatten abgesehen von kleineren Pannen stets reibungslos geklappt. Ende Oktober war allerdings ein anderer unbemannter Versorgungsfrachter – der von der Firma Orbital Sciences entwickelte "Cygnus" – ebenfalls beim Start zur ISS explodiert.

Zuletzt war die ISS im April mit Nachschub versorgt worden, ebenfalls vom "Dragon". Die NASA äußerte sich zunächst nicht dazu, ob die Versorgungslage der Astronauten nun problematisch werde. Normalerweise sind aber ausreichend Notfallrationen auf der Raumstation gelagert. "Ich habe den Start vom Weltraum aus beobachtet", schrieb der US-Astronaut Scott Kelly von der ISS. "Traurigerweise schiefgegangen. Weltraum-Arbeit ist schwierig."

Ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbranche sprach von einem schweren Verlust. An Bord seien unter anderem Raumanzüge für US-Astronauten sowie wichtiges Werkzeug gewesen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Russland will zur Versorgung der Crewmitglieder am 3. Juli einen Progress-Frachter zur ISS schicken. Der Start wird mit besonderer Spannung erwartet, da die Proton-Trägerrakete zuletzt pannenanfällig war.

Quelle : www.heise.de