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Der in Brooklyn, New York geborene Unternehmer Greg Olsen ist heute Morgen erfolgreich zusammen mit den beiden Astronauten William McArthur und Waleri Tokarjew an Bord einer russischen Sojus-Kapsel ins Weltall gestartet. Ziel der Mission ist die Internationale Weltraumstation (ISS). Der Flug soll Olsen 20 Millionen US-Dollar (knapp 17 Millionen Euro) kosten. Es ist das dritte Mal nach dem US-Amerikaner Dennis Tito und dem Südafrikaner Mark Shuttleworth, dass das Unternehmen Space Adventures eine zahlungskräftige Privatperson in das Weltall befördert.
Olsen bezeichnet sich selbst aber nicht als Weltraumtourist, sondern möchte Experimente in der Schwerelosikeit für eine spätere kommerzielle Vermarktung durchführen. Gemäß Space Adventures nimmt Olsen an einem von der europäischen Weltraumagentur vorbereiteten Forschungsprogramm teil, das die Ursache von Übelkeit und Schmerzen und die Evolution der menschlichen Bakterienflora erforschen will. 900 Stunden Ausbildung musste Olsen zur Reisevorbereitung absolvieren.
Die Urlaubspost kommt via Webcast. Auf der Webseite der Firma Sensors Unlimited, die Olsen im vergangenen Monat verkaufte, gibt ein PDF-Dokument Auskunft über die Sendetermine, an denen Olsen mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen sprechen will. Nach zehn Tagen soll Olsen mit der alten Crew der ISS zurückkehren, Tokarjew und McArthur erwartet ein halbjähriger Aufenthalt.
Quelle : www.heise.de
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Die Russen bieten deutschen Weltraumtouristen Kurztrips ins Reich der Kosmonauten. Höhepunkt ist ein Flug mit einer MiG-25 bis zur Grenze des Alls.
Kurz nach dem Start gibt der Jetpilot Vollschub. Mit zweieinhalbfacher Schallgeschwindigkeit donnert das Geschoss in den Himmel. "Ein Wahnsinn", ruft Passagier Christian Laubender. "Der Höhenmesser dreht sich wie wild!"
Nur zehn Minuten später erreicht das russische Kampfflugzeug MiG-25 die Grenze zum Weltall - knapp 30.000 Meter über dem Grund. "Auf einmal funkeln über mir die Sterne", flüstert Laubender in sein Helmmikrofon. "Und unten leuchtet die Erdkugel im schönsten Blau, das ich je gesehen habe." Tief atmet er durch seine Sauerstoffmaske: "Verdammt, wie dünn die Luftschicht ist, die uns Menschen vom Tod trennt!"
Sascha, der 32-jährige Pilot, hat sich an den Anblick längst gewöhnt. Im Hauptberuf ist er Testflieger bei der russischen Luftwaffe. Auf dem Rückflug zeigt Putins smarter Top Gun, was er so drauf hat: akrobatische Loopings, harte Wendemanöver. Dann übergibt er Laubender den Steuerknüppel und lässt ihn eine Rolle fliegen. "Da zieht es einem die Augenlider runter", meint der. Mit Formel-1-Tempo landet die MiG-25 schließlich wieder auf dem Schukowski-Militärflughafen unweit von Moskau.
Der deutsche Weltraumtourist hat sich den Ausflug an den Rand der Welt zum 40. Geburtstag geschenkt: "Ich habe mir gesagt, jetzt oder nie." Einige Wochen musste der Fliegerarzt und leidenschaftliche Hobbypilot aus Füssen warten, bis es losging; beim ersten Versuch wurde der Flug nur 24 Stunden vor dem Start abgesagt: Das Cockpitfenster hatte einen Riss. So was kommt vor: Die MiG-25 operiert im Grenzbereich. Flöge sie nur ein wenig schneller durch die Stratosphäre, würde die Reibungshitze den Lack wegbrennen.
Auch echte Raumfahrer absolvieren ihre Trainingsflüge mit dem Oldtimer-Jet. Das Beschleunigungswunder MiG-25 wurde Anfang der Siebziger dafür gebaut, den schnellsten Abfangraketen davonzueilen. Dank ihrer monströsen Triebwerke vermag sie in Höhen vorzustoßen, die für andere Maschinen unerreichbar bleiben - kein Jet ist besser geeignet, um die Kosmonauten für einen Flug zur Internationalen Raumstation ISS vorzubereiten. Die Himmelsstürmer haben nur ein Problem: Sie sind notorisch knapp bei Kasse. Westliche Weltraumfans, die für echtes Kosmonautenfeeling harte Devisen bezahlen, werden deshalb mit offenen Armen empfangen. Sie tragen dazu bei, die russische Raumfahrt am Leben zu erhalten.
Weltweit gibt es bereits eine Hand voll Reiseagenturen, die sich auf das Geschäft mit den Weltalltouristen spezialisiert haben. Laubender hat seinen Trip beim "German Space Shop" in Bonn gebucht. "Wir verfügen über beste Kontakte zur russischen Raumfahrtagentur", sagt Inhaber Thomas Kraus. "Wenn Sie die entsprechende Summe auf den Tisch legen, organisieren wir Ihnen sogar einen Flug zur ISS."
Solche Mega-Deals gelangen bisher aber nur dem amerikanischen Marktführer "Space Adventures": Anfang Oktober etwa ließ sich der 60-jährige US-Millionär Gregory Olsen mit einer Sojus-Rakete zur Raumstation schießen; Flugpreis: 20 Millionen Dollar. Ganz so weltraumverrückt sind superreiche Deutsche offenbar nicht.
Dennoch kann auch Kraus nicht über mangelnde Kundschaft klagen. So organisierte der "German Space Shop" in diesem Jahr für insgesamt rund 50 deutsche Touristen sogenannte Parabelflüge. Jeweils zehn Reisende starten mit einer vierstrahligen Iljuschin 76MDK. Über menschenleerem Land setzen die Piloten zum kontrollierten Sturzflug an - und die Passagiere beginnen für etwa 30 Sekunden im Laderaum der Frachtmaschine zu schweben. Wird den Schwerelosen übel, bricht ein Arzt den Flug des "Kotzbombers" ab. Das Erlebnis kostet 5000 Euro. Ebenso wie die MiG-Flüge (bis zu 13.000 Euro) sind die Schwerelosigkeitsflüge ("Zero-G") fester Bestandteil der normalen Kosmonautenausbildung.
Auch große deutsche Unternehmen haben schon Parabelflüge mit der Iljuschin gebucht - für Betriebsausflüge der besonderen Art. Nur einmal hat Kraus einen Kunden abgelehnt: Ein Pornoproduzent wollte den ersten Sexfilm in der Schwerelosigkeit drehen. "Finanziell war das Angebot äußerst verlockend", gibt Kraus zu. "Aber wir wollen ja nicht unseren guten Ruf riskieren."
Andere Weltraumtouristen üben lieber am Boden: im legendären Sternenstädtchen außerhalb Moskaus. Seit den sechziger Jahren werden dort die Kosmonauten ausgebildet; derzeit trainieren 39 künftige Raumfahrer für einen späteren Einsatz. Neuerdings werden auch betuchte Urlauber in dem riesigen Unterwasserbecken versenkt. Schwerfällig schweben sie in schweren Tauchanzügen zwischen den ISS-Modulen umher. Besonders Hartgesottene lassen sich anschließend noch in der stählernen Zentrifuge mehrere 100-mal pro Minute im Kreis herumschleudern - eine Tortur wie beim Start einer Sojus-Rakete.
Das Sternenstädtchen liegt mitten in einem Märchenwald. Zu Sowjetzeiten war der genaue Ort des Zentrums für Kosmonautentraining ein Staatsgeheimnis. Die Raumfahrer lebten mit ihren Familien vollkommen abgeschottet von der Außenwelt. Heute dürfen Touristen in ihre Rolle schlüpfen: "Sie leben eine Woche lang wie echte Raumfahrer", erzählt Kraus. "Sie gehen in der Kosmonautenkantine essen, kaufen im Kosmonautensupermarkt ein und schlafen in Kosmonautenbetten."
Ab kommendem Jahr will der Bonner Reiseveranstalter zusätzlich ein Isolationstraining mit ins Programm nehmen. Mehrere Tage und Nächte werden die Teilnehmer im Modell eines Raumstationmoduls eingesperrt - Leben in einer überdimensionalen Konservenbüchse.
Doch wer seinen Körper wirklich an die Belastungsgrenze bringen will, muss mit der MiG starten. Nach dem Höllenritt klettern viele Touristen mit schlotternden Knien aus der Maschine. Mancher Wagemutige hatte minutenlang nicht einmal mehr die Kraft, den Jet wieder zu verlassen.
Christian Laubender wusste, was auf ihn zukommt, er hatte sich intensiv vorbereitet. In einer Druckkammer trainierte er einen abrupten Sauerstoffverlust, in der Zentrifuge ertrug er die Verfünffachung seines Körpergewichts. Nach der Landung ist ihm kaum etwas anzumerken. "Mir geht's blendend", sagt Laubender euphorisch. "Am liebsten würde ich sofort wieder hochfliegen."
Quelle : www.spiegel.de
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Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat verbindliche Sicherheits- und Rechtsvorschriften für private Weltraumflüge erlassen. In dem 31-seitigen Dokument "Human Space Flight Requirements for Crew and Space Flight Participants" (PDF-Datei) hält die FAA unter anderem fest, dass Unternehmen, die Kurztripps ins All anbieten, ihre Passagiere schriftlich über mögliche Risiken informieren, vorbereitende Trainingskurse anbieten und bestimmte Sicherheitsvorschriften sowohl am Boden als auch während des Fluges einhalten müssen. Zudem bedingt sich die Regierung in Washington aus, dass sie bei eventuellen Zwischenfällen nicht in Regress genommen werden kann. Die Richtlinien gelten für alle US-amerikanischen Anbieter von Weltraumflügen. Ausländische Unternehmen, die von den USA aus ins All starten, müssen sich ebenfalls an das Regelwerk halten, das am 13. Februar 2007 in Kraft tritt.
"Private Weltraumflüge werden ein unvergleichbares Abenteuer sein", erklärte FAA-Geschäftsführerin Marion Blakey. Wegen des grundsätzlich erhöhten Risikos müssten aber Vorschriften eingehalten werden, um die Passagiere, die Crew und auch die Bevölkerung zu schützen. Unter anderem will das Unternehmen Virgin Galactic des britischen Milliardärs Sir Richard Branson ab 2009 kommerzielle Flüge ins All anbieten. An Bord des Virgin SpaceShip (VSS) sollen die Passagiere von Kalifornien aus zunächst von einem Trägerflugzeug in eine Höhe von etwa 16.000 Meter befördert werden. Dann klinkt sich der Raumgleiter aus und wird per Raketenantrieb ins All geschossen. Verbindliche Angaben, welche Entfernung von der Erde aus erreicht wird, macht das Unternehmen bislang allerdings nicht. Nach allgemeiner Definition beginnt der Weltraum in einer Höhe von etwa 100 Kilometern. Gegen eine Einlage von 200.000 US-Dollar können bereits Sitzplätze im Virgin SpaceShip reserviert werden.
Neben Virgin Galactic wollen mindestens noch Blue Origin (begründet vom Amazon-Boss Jeff Bezos), Armadillo Aerospace (die Firma des Spieledesigners John Carmack) und SpaceX (ein Projekt des PayPal-Mitbegründer Elon Musk) ins All. Die Marktforschungsfirma Futron glaubt, dass es in den kommenden 15 Jahren eine Nachfrage von bis zu 15.000 suborbitalen Touristen-Flügen im Jahr geben könnte – jeweils 60 könnten gar in den Erdorbit aufbrechen. Die Umsatzerwartungen liegen bei bis zu einer Milliarde US-Dollar. Das US-Unternehmen Orbital Outfitters arbeitet unterdessen an einem Raumanzug, der speziell für den Weltraumtourismus gedacht ist. Das erste Design namens "IS3" (für "Industrial Suborbital Space Suit") wurde geschaffen, um den Träger bei Druckverlust mindestens 30 Minuten lang in einer Höhe von 150.000 Metern am Leben zu erhalten.
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Siehe dazu auch den Technology-Review-Artikel:
* Raumanzüge für Weltraumtouristen
Quelle und Links : http://www.heise.de/newsticker/meldung/82938
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Seit Jahren war bekannt, dass Jeff Bezos, der Gründer von Amazon.com, eine wiederverwendbare Weltraumfähre für drei oder vier Personen mit dem Namen New Shepard entwickeln will, um in den Weltraumtourismus einzusteigen und Passagiere zumindest in einer Höhe von 100 km ein paar Minuten die Schwerelosigkeit erleben zu lassen. Dafür hatte er im Jahr 2000 die Firma Blue Origin gegründet. Recht viel mehr war aber nicht bekannt geworden.
Jetzt wurde ein erster Teststart, der bereits am 13. November auf Bezos' Farm in Texas stattgefunden hatte, auf der Website von Blue Origin bekannt gegeben. Der Prototyp mit dem Namen Goddard – benannt nach dem Raketenpionier Robert Goddard – gleicht dem in den 90er-Jahren von der Nasa entwickelten Delta Clipper und hat beim Jungfernflug nach einem senkrechten Start eine Höhe von 90 Metern erreicht. Goddard, das wie eine Melone aussieht, wurde, wie man auf einem Video beobachten kann, von neun Antrieben in die Luft gehoben, die mit Wasserstoffperoxid und Kerosin betrieben werden.
(http://www.heise.de/bilder/83195/0/0)
Der Erstflug von "Goddard" wurde in einem Video festgehalten, das auf der Website von Blue Origin abrufbar ist.
Angeblich soll es einen zweiten Testflug im Dezember gegeben haben, über den Blue Origin aber nichts berichtet. Bezos, der mit geschätzten 4,3 Milliarden US-Dollar Privatvermögen auf Platz 147 der Forbes-Liste geführt wird, schreibt auf der Webseite, dass man "geduldig, mutig und Schritt für Schritt" (Gradatim Ferociter!) daran arbeiten werde, die Kosten für Weltraumflüge zu senken, "sodass wir Menschen besser die Erkundung des Sonnensystems fortsetzen können". Es werde aber noch lange Zeit dauern, bis man mit der Entwicklung weit genug sein wird. Mit der Präsentation des Prototyps werden gleichzeitig weitere Ingenieure und vor allem ein "technisch begabter, teamorientierter und erfahrener Raketeningenieur" als Teamleiter gesucht.
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Weiter ist allerdings Richard Branson mit seiner Firma Virgin Galactic, der mit dem Raumschiff SpaceShipOne von Scaled Composite sechs Passagieren für 200.000 US-Dollar einen suborbitalen Flug anbieten will. 2004 hatte SpaceShipOne den Ansari X-Prize mit einem Flug auf eine Höhe von 100 Kilometer gewonnen. Zehntausende sollen sich bereits für einen Flug interessiert haben. Der Flughafen in New Mexico wird gerade gebaut. Testflüge sollen in diesem Jahr beginnen, ab 2009 könnte Virgin Galactic dann kommerzielle Flüge anbieten. Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hatte zuletzt erste verbindliche Sicherheits- und Rechtsvorschriften für private Weltraumflüge erlassen.
Quelle : www.heise.de
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Richard Branson will ab 2012 aus Kiruna Touristen ins All schicken
Der Traum vom Weltraumflug als touristisches Erlebnis für jedermann ist alt. Abgesehen von einigen Multimillionären, die sich Plätze in bestehenden Raumfahrtprojekten erkaufen konnten, erwiesen sich jedoch bislang alle derartigen Planungen als unrealistisch. Doch der exzentrische englische Unternehmer Richard Branson, der sein Imperium mit der Plattenfirma Virgin Records begann und auch schon längere Zeit eine Fluglinie sein Eigen nennt, hat für sein nun fast ein Jahrzehnt geplantes Projekt Virgin Galactic inzwischen zumindest einen Standort festgelegt.
Mehr... (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24557/1.html)
Quelle : www.heise.de
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Die junge Branche Weltraumtourismus boomt – und statt nur bunte Prospekte zu verteilen oder Vorverkaufsmöglichkeiten anzubieten, scheinen Ausflüge ins All für zahlungskräftige Kunden nun tatsächlich bald möglich. Wie das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe berichtet, buhlen aktuell gleich mehrere ernstzunehmende internationale Anbieter um Kunden.
Das wohl spektakulärste Angebot stammt von dem amerikanischen Unternehmen Space Adventures. Die Firma, die bereits mehrere Millionäre auf die internationale Raumstation ISS brachte, will ab Oktober 2008 erstmals Weltraumspaziergänge anbieten. Ab 2011 sollen zudem sogar Mondflüge möglich sein – speziell konzeptioniert und durchgeführt für Touristen.
Möglich soll das mit nur geringfügigen Änderungen des existierenden russischen Know-hows sein, auf dass Space Adventures bereits heute setzt. Bei einem Mondflug würde eine speziell umgebaute, dreisitzige Sojus-TMA-Kapsel in einer erdnahen Umlaufbahn an ein separat ins All gebrachtes Antriebsmodul andocken und mit dessen Hilfe zum Mond fliegen.
Ein Swing-by-Manöver um den Mond würde den nötigen Schub für die Rückreise liefern. Allerdings: Mondumkreisungen sind zunächst nicht geplant, könnten aber später hinzukommen. Mitfliegen würden neben dem russischen Piloten zwei Touristen; die sechtägige Mondreise könnte mit einem zweiwöchigen Aufenthalt auf der ISS verknüpft werden. Kosten pro Person: 100 Millionen Dollar.
Quelle : www.heise.de
Ist ja ein Schnäppchen ;D
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Auf dem Gelände der Firma Scaled Composites in der kalifornischen Mojave-Wüste hat sich eine Explosion ereignet, durch die drei Menschen ums Leben kamen und drei schwer verletzt wurden. Auf dem Gelände werden Raketen für den kommerziellen Weltraumflug getestet. Laut Los Angeles Times war ein Behälter mit Lachgas detoniert, der für Test des "SpaceShip Two"-Antriebs verwendet wurde. Unternehmensgründer Burt Rutan hatte laut Bericht während einer Pressekonferenz noch keine Erklärung für das Unglück parat.
SpaceShip Two ist das Nachfolgemodell des SpaceShipOne, das 2004 den Ansari X-Prize gewonnen hat. Um den Preis zu erhalten waren zwei erfolgreiche Flüge in über 100 km Höhe mit einem zu mindestens 90 Prozent wieder verwendbaren Raumschiff innerhalb von zwei Wochen erforderlich. Mit Hilfe von Finanzspritzen des Milliardärs Richard Branson verfolgt Sacle Composite das Ziel, bis 2010 Privatleuten Ausflüge ins Weltall zu ermöglichen.
Quelle : www.heise.de
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Der britische Milliardär Sir Richard Branson hat am gestrigen Abend in New York zahlreiche Neuigkeiten rund um sein privates Raumflugunternehmen Virgin Galactic bekannt gegeben. Im American Museum of Natural History wurden der Öffentlichkeit dabei erstmals Modelle des neuen SpaceShipTwo-Raumschiffs (SS2) sowie des neuen WhiteKnightTwo-Trägerflugzeugs (WK2) präsentiert. Konstruiert und gebaut werden die Fluggeräte von Scaled Composites, einer Firma des Luft- und Raumfahrtingenieurs Burt Rutan, der bereits für die Vorgängermodelle "SpaceShipOne" und "White Knight" verantwortlich zeichnete und damit im Jahr 2004 den mit zehn Millionen US-Dollar dotierten Ansari X-Prize gewonnen hatte. Aufgabe des Wettbewerbs waren zwei erfolgreiche Raumflüge in eine Höhe von 100 Kilometer mit einem zu mindestens 90 Prozent wiederverwendbaren Raumschiff innerhalb von zwei Wochen.
(http://www.heise.de/bilder/102413/1/1)
Bransons Angaben zufolge ist das mit vier Triebwerken ausgestattete neue WK2-Trägerflugzeug bereits so gut wie fertiggestellt und soll in diesem Sommer die ersten Testflüge absolvieren. Die Konstruktion des Raummoduls SS2, in dem sechs Passagiere und zwei Piloten Platz finden sollen, sei zu 60 Prozent abgeschlossen, sagte Branson. Das Konzept von Virgin Galactic sieht vor, dass zahlungskräftige Weltraumtouristen – das Ticket ins All kostet bei Branson 200.000 US-Dollar – zunächst vom Trägerflugzeug in eine Höhe von etwa 16.000 Meter befördert werden. Dort klinkt sich der Raumgleiter dann aus und wird per Raketenantrieb ins All geschossen. Nach einigen Minuten in der Schwerelosigkeit geht es dann in Segelflug-Manier zurück zur Landebahn des Spaceport America in Las Cruces (US-Bundesstaat New Mexico), der ebenfalls gerade neu gebaut wird.
(http://www.heise.de/bilder/102413/0/1)
Damit die Passagiere den rund zweieinhalbstündigen Trip in die Schwerelosigkeit unbeschadet überstehen, müssen sie sich zunächst einem mehrtägigen Training im National AeroSpace Training and Research Center (NASTAR) in Philadelphia (Pennsylvania) unterziehen. Etwa 80 der mehr als 200 künftigen Privatastronauten der "ersten Generation", die mindestens 20.000 US-Dollar als Einlage bei Virgin Galactic deponiert haben und auf einen Flug im Jahr 2009 hoffen, hätten medizinische Prüfungen und das Zentrifugen-Training im NASTAR bereits absolviert, heißt es bei Virgin. Insgesamt hätten sich bislang 85.000 Raumflug-Interessenten bei Virgin Galactic registriert. Die deponierten Einlagen sollen inzwischen die 30-Millionen-Dollar-Grenze überschritten haben und damit zwei Drittel der im Businessplan vorgesehenen 45 Millionen US-Dollar für die Startphase decken.
(http://www.heise.de/bilder/102413/2/1)
Erweist sich die Konstruktion des neuen Tandems aus Raummodul und Trägerflugzeug als zuverlässig, will Scaled Composites eine Fertigungslinie aufbauen, die in den kommenden zwölf Jahren bis zu fünfzig Einheiten produzieren kann. Um später eine maximale Auslastung der Maschinen zu erzielen, ist das Trägerflugzeug so konstruiert, dass statt des etwa 18 Meter langen SpaceShipTwo auch unbemannte Nutzlasten wie kleine Satelliten geladen und ins All befördert werden können. Betrieben werden sollen die Turbinen der vier Trägerflugzeug-Triebwerke vom Typ "Pratt and Whitney PW308A" nach Möglichkeit mit Biotreibstoff. Branson hatte in der vergangenen Woche angekündigt, im Februar erstmals eine kommerzielle Verkehrsmaschine vom Typ Boeing 747-400 statt mit Kerosin mit Biosprit betanken und von London nach Amsterdam fliegen zu lassen.
(http://www.heise.de/bilder/102413/3/1)
Gegenüber herkömmlichen Raketenstarts wäre das Virgin-Galactic-Konzept sicherlich "umweltfreundlicher" – das Luxusvergnügen, einmal Schwerelosigkeit einhundert Kilometer über der Erde zu erleben, sorgt aber dennoch für enorme Umweltbelastungen. Denn damit das SpaceShipTwo-Raumschiff die restlichen 94 Kilometer Richtung Weltraum fliegen und die Erdanziehungskraft überwinden kann, bedarf es eines konventionellen Raketenmotors, der Schub über chemische Verbrennungsprozesse entwickelt. Biotreibstoff lässt sich bei einer Temperatur von minus 270 Grad Celsius im All nicht nutzen. Außer Las Cruces will Virgin Galactic künftig auch andere Abflugorte weltweit anbieten. In Europa soll Schweden in der engeren Wahl stehen. Nahe der nordschwedischen Stadt Kiruna betreibt die Swedish Space Corporation (SSC) das Esrange Space Center, einen Raketenstartplatz mit Kontrollzentrum, der zum "Spaceport Sweden" ausgebaut werden soll.
Quelle : www.heise.de
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Ende Juli wurde sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt – gestern absolvierte "Eve" ihren Jungfernflug: Das Herstellerangaben zufolge weltweit größte aus Kohlefaserverbundstoffen gefertigte Flugzeug "WhiteKnightTwo" hob am Sonntagmorgen erstmals von einer Startbahn in der kalifornischen Mojave-Wüste ab und landete eine Stunde später wieder sicher auf dem Mojave Air and Space Port (MHV). Spätere Aufgabe von "WhiteKnightTwo", das Virgin-Galactic-Gründer Richard Branson zu Ehren seiner Mutter kurzerhand in "Eve" umtaufte, wird der Transport des "SpaceShipTwo" (SS2) sein, in dem ab Ende 2010 Hobby-Astronauten ins All geschickt werden sollen.
(http://www.heise.de/bilder/120854/0/1)
Das mit Doppelrumpf, vier Turbofan-Triebwerken (Pratt&Whitney PW308A) und einer Spannweite von knapp 43 Metern ausgestattete Trägerflugzeug befördert die SS2-Kapsel mit bis zu 8 Insassen (2 Piloten und 6 Virgin-Galactic-Kunden) zunächst in eine Höhe von rund 16.000 Meter. Dort klinkt sich das Raummodul dann aus und beschleunigt mit Raketenantrieb weiter Richtung Weltall. Konstruiert und gebaut werden die Fluggeräte von Scaled Composites, einer Firma des Luft- und Raumfahrtingenieurs Burt Rutan, der bereits für die Vorgängermodelle "SpaceShipOne" und "White Knight" verantwortlich zeichnete und damit im Jahr 2004 den mit zehn Millionen US-Dollar dotierten Ansari X-Prize gewann.
(http://www.heise.de/bilder/120854/1/1)
Virgin Galactic hat eigenen Angaben zufolge bereits mehrere hundert verbindliche Buchungen für seine 200.000 US-Dollar teuren Weltraumausflüge, mehrere zehntausend Menschen sollen Interesse an der mehrstündigen Reise bekundet haben. Abflugort wird zunächst der Spaceport America in Las Cruces (New Mexico) sein, der von der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) gerade eine Lizenz zum Betrieb des ersten privaten Weltraumbahnhofs erhielt. Später will Virgin Galactic aber auch von anderen Orten aus ins All starten, darunter Kiruna in Nordschweden, wo die Swedish Space Corporation (SSC) das Esrange Space Center betreibt, ein Raketenstartplatz mit Kontrollzentrum, der zum "Spaceport Sweden" ausgebaut werden soll.
Quelle : www.heise.de
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Ist der Blick vom All auf die Erde 30 Millionen Dollar wert? Fünf Weltraum-Touristen erzählen in der aktuellen Ausgabe von Technology Review von ihren Erfahrungen im All.
Vor gut zehn Jahren gründete der Luftfahrt-Ingenieur Peter Diamandis das Unternehmen Space Adventures Ltd. um damit Touristen ins All zu bringen. 2001, nach drei Jahren Verhandlungen mit den russischen Behörden konnte der frühere NASA-Ingenieur und heutige Finanzier Dennis Tito 2001 als erster Tourist in einem Sojus-Raumschiff zur International Space Station (ISS) fliegen. Titos Beispiel sind inzwischen fünf weitere All-Touristen gefolgt: Der erste war 2002 Mark Shuttleworth, ein junger Internet-Tycoon aus Südafrika. Ihm folgte 2005 Greg Olsen, der mit der Entwicklung von Infrarot-Kameras für den Nahbereich Millionen machte. Ein Jahr später flog die erste Frau: Anousheh Ansari, eine iranisch-amerikanische Telekom-Unternehmerin. Vierter war 2007 der Software-Spezialist Charles Simonyi. Zuletzt reiste 2008 Richard Garriott, der vor allem als sein Alter ego Lord British bekannt ist – ein Herrscher in der von ihm erschaffenen Online-Spielwelt Ultima.
In Interviews erzählen die fünf Weltraum-Touristen, von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Raumfahrt: Etwa, dass es zur Tradition der russischen Kosmonauten gehört, auf dem Weg zum Start noch einmal gegen den Reifen des Transportbusses zu pinkeln, vom merkwürdigen Ticken des "Globus" in der Sojus-Kapsel oder dem schwierigen Ausblick auf die Erde: "Wir hatten einen Vorhang mit Klettverschluss vor dem Fenster", erzählt beispielsweise Simonyi. "Wenn man während der Drehung auf die Erde schaut, kann einen das krank machen. Du kannst sogar krank werden, wenn Du nicht auf die Erde schaust."
Mehr in TR 04/09 und TR-Online:
* "Sehr abgefahren, sehr spacig, sehr cool" (http://www.heise.de/tr/Sehr-abgefahren-sehr-spacig-sehr-cool--/artikel/134808)
Quelle : www.heise.de
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Auf einer Messe in den USA ist erstmals ein Trägerflugzeug vorgestellt worden, das vom nächsten Jahr an regelmäßig ein Raumschiff für Weltraumtouristen transportieren soll. Dies berichtete am Dienstag die Hagenerin Sonja Rohde in Oshkosh (Wisconsin/USA) der Deutschen Presseagentur in Dortmund.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/1/8/48949.jpg)
Rohde will 2010 als erste deutsche Touristin ins All fliegen. Das Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo" von Virgin Galactic soll den Raumflieger auf eine Höhe von 15 Kilometern bringen. Dann soll sich das Raumflugzeug abkoppeln und mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer Höhe steigen. Die Passagiere sollen dabei 15 Minuten die Schwerelosigkeit im All genießen können.
Quelle : http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Sonja Rohdes Stimme klingt am Telefon immer noch ganz aufgeregt. Die 33-jährige Unternehmerin aus dem nordrhein-westfälischen Hagen war am Montag in den USA dabei, als auf einer Messe erstmals das Flugzeug "WhiteKnightTwo" vorgestellt wurde. Es soll als Trägerflugzeug vom nächsten Jahr an regelmäßig ein Raumschiff für Weltraumtouristen ins All transportieren. Wenn alles gut geht, gehört Rohde zu den ersten, die diesen Trip mitmachen - und wäre damit die erste deutsche Frau im All.
(http://res.magnus.de/res/_2/3/f/9/103258.jpg)
Weltraum-Touristin Sonja Rohde beim Parabelflug (Quelle: dpa)
"WhiteKnightTwo" flog am Montag zum ersten Mal unter den Augen der Öffentlichkeit bei der nach Veranstalterangaben größten Flugshow der Welt EAA in Oshkosh (Wisconsin/USA). "Am liebsten wäre ich sofort eingestiegen und losgeflogen", sagte Rohde der Deutschen Presse- Agentur dpa in Dortmund. Das Flugzeug mit den zwei Rümpfen sehe "ganz gigantisch aus". "Es ist faszinierend, die Geburt der privaten Raumfahrt so hautnah miterleben zu können."
Kindheitstraum verwirklicht - Aufstieg in 110 Kilometer Höhe
Die Verwirklichung eines Kindheitstraums von Rohde begann 2005 bei einer Safari in Afrika. Zufällig wohnte Rohde in der gleichen Lodge wie der britische Milliardär Richard Branson. Branson erzählte von seinem Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic und seinen Plänen, Touristen den Weg ins Weltall zu ermöglichen - und begeisterte die junge Hagenerin.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/e/b/48938.jpg)
WhiteKnightTwo - Virgin Galactic zeigt sein Mutterschiff
Spontan sagte sie zu, unter jenen 84 Weltraumtouristen sein zu wollen, die Branson als erste von einem "Weltraumhafen" im amerikanischen Bundesstaat Neu Mexiko aus ins Weltall fliegen lassen will. Das Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo" soll dabei den Raumflieger "SpaceShipTwo" auf eine Höhe von 15 Kilometern bringen. Dann soll sich das Raumflugzeug abkoppeln und mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer Höhe steigen.
Zweieinhalbstündiger Trip kostet rund 200.000 US-Dollar
Die Passagiere sollen dabei 15 Minuten die Schwerelosigkeit im All genießen können. Der Raumflieger soll laut Rohde im Dezember seinen ersten Testflug machen. Rohde geht davon aus, dass sie im nächsten Jahr mitfliegen kann - zusammen mit fünf anderen Passagieren und zwei Piloten. Für ihren zweieinhalbstündigen Trip blättert Rohde 200.000 US-Dollar hin.
Auf den Flug bereitet Rohde sich schon seit zwei Jahren vor - etwa mit einem Schwerelosigkeitstraining. Dazu bestieg sie im US- Staat Florida eine umgebaute Boeing 727 für sogenannte Parabelflüge. Kurz vor dem Flug soll es dann nochmals ein mehrtägiges Training geben. Bis dahin ist Geduld gefragt: "Ich kann es kaum erwarten, endlich loszufliegen."
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Flüge ins Weltall für zahlende Touristen - damit möchte Virgin Galactic viel Geld verdienen. Nun hat die Firma angekündigt, dass sie auch Satelliten mit einer Rakete in eine Erdumlaufbahn befördern will.
Hamburg - "White Knight Two" heißt das zweirumpfige Flugzeug, mit dem schon bald Weltraumtouristen in 15 Kilometer Höhe transportiert werden sollen. Dort wird dann "Space Ship Two" ausgeklinkt, eine Art Rakete mit eingebauter Kabine, in der sechs Personen Platz finden. "Space Ship Two" rast dann senkrecht in den Himmel und wird eine Höhe von mehr als hundert Kilometer erreichen - nach Lesart von vielen die Grenze zum Weltall.
Virgin Galactic, der Anbieter der Flüge ins All, hat nun angekündigt, auch Satelliten in einen Orbit schießen zu wollen. Dies teilte das Unternehmen auf dem International Astronautical Congress in Südkorea mit. Bei Virgin Galactic trägt man sich schon länger mit dem Gedanken, ins Satellitengeschäft einzusteigen. Wie der "New Scientist" auf seiner Website berichtet, hat die Firma bereits einen Spezialisten dafür von der Britischen Firma Surrey Satellite Technology abgeworben.
Nach Angaben von Firmenchef Will Whitehorn soll eine noch zu entwickelnde zweistufige Rakete am Trägerflugzeug "White Knight Two" befestigt werden - ganz ähnlich wie "Space Ship Two" . In 15 Kilometern Höhe wird die Rakete mit dem Satelliten an Bord dann ausgeklinkt und gezündet. Man wolle selbst keine Satelliten bauen, es gehe vielmehr darum, eine Rakete zu entwickeln, sagte Whitehorn. "Wir hoffen, dass wir 2013 oder 2014 Satelliten starten können." Ziel sei, die Startkosten für einen 50 Kilogramm schweren Orbiter von derzeit zehn Millionen auf eine Million Dollar zu senken.
200.000 Dollar für ein paar Minuten Schwerelosigkeit
Das Raketenflugzeug "Space Ship Two" soll im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Anders als etwa ein Space Shuttle oder ein russisches Sojus-Raumschiff kann es keine Erdumlaufbahn erreichen. Dafür ist die Schubkraft viel zu gering. Wenn "Space Ship Two" eine Höhe von etwa hundert Kilometer erreicht, wird das Triebwerk abgeschaltet. Das Raumschiff fällt dann wie ein Stein, den man senkrecht in die Höhe geworfen hat, zurück zur Erde. Im Moment des freien Falls erleben die sechs Weltraumtouristen an Bord die Schwerelosigkeit. 200.000 Dollar kostet der Trip, nach Virgin-Angaben liegen bereits 250 Buchungen vor.
Mit "Space Ship One", dem zweisitzigen Vorgängermodell, hatte die US-Firma Scaled Composites im Oktober 2004 den "X-Prize" gewonnen. Das Raumschiff war zweimal binnen zwei Wochen zweimal zu gestartet, dafür gab es das Preisgeld von zehn Millionen Dollar.
Quelle : www.spiegel.de
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Touristen können bald zu den Sternen fliegen: Der britische Milliardär Richard Branson enthüllt sein erstes Raumschiff für private Kurztrips durchs Weltall.
Die "SpaceShipTwo" sollte am Montagabend (zwischen 23 und 3 Uhr MEZ) in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien vorgestellt werden. Mit dabei ist die Unternehmerin Sonja Rohde aus Hagen in Nordrhein-Westfalen, die bereits ein Ticket als "Privatastronautin" gebucht hat.
"Ich kann es kaum fassen, dass die erste Reise jetzt in greifbare Nähe rückt", sagte die 34-Jährige wenige Stunden vor der Enthüllung. "Zum einen ist dieser Flug durchs All ein Kindheitstraum von mir - zum anderen habe ich die Entwicklung des Raumschiffs von seinen Kinderschuhen an miterlebt."
Im "SpaceShipTwo" sollen zwei Piloten und sechs Passagiere Platz haben. Nach Testflügen im kommenden Jahr soll das Shuttle spätestens 2012 zur ersten Reise mit Weltraumtouristen an Bord starten. Der Preis für das etwa zweieinhalbstündige Abenteuer liegt Bransons Unternehmen Virgin Galactic zufolge bei rund 200 000 Dollar (umgerechnet etwa 135 000 Euro).
"SpaceShipTwo" soll mit dem Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo" in etwa 15 Kilometer Höhe gebracht werden. Dann soll sich das Raumflugzeug abkoppeln und mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer steigen. Die Passagiere sind dann einige Minuten schwerelos. Etwa 300 Menschen haben nach Firmenangaben bereits einen Platz im Shuttle reserviert - und bezahlt.
Rohde hatte Branson 2005 bei einer Safari in Afrika kennengelernt, der ihr von seinem Raumfahrtunternehmen und seinen Plänen erzählte, Touristen ins Weltall zu schicken. Die Hagenerin war begeistert und reservierte sofort einen Platz. Ob sie am Montag die Möglichkeit haben würde, sich probeweise schon einmal in das Raumschiff zu setzen, wusste sie noch nicht. "Immerhin habe ich 2006 schon einmal auf der Zukunftsmesse in New York im nachgebildeten Innenraum gesessen", erklärte sie. Schon das sei ein fantastisches Gefühl gewesen.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Das Kreuzfahrtschiff "SpaceShipTwo", mit dem der britische Unternehmer Richard Branson solvente Weltraumtouristen ins Weltall befördern soll, hat in der kalifornischen Mojave-Wüste seinen Jungfernflug absolviert.
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Bransons Firma Virgin Galactic teilte am Dienstag mit, der wenige Minuten lange Testflug etwa 130 Kilometer nordöstlich von Los Angeles sei erfolgreich abgeschlossen worden. An Bord des Trägerflugzeugs "WhiteKnightTwo" wurde die Raumkapsel zunächst lediglich in geringe Höhe gebracht. Der Abkoppelungsvorgang soll erst im Rahmen weiterer Testflüge erprobt werden, hieß es weiter.
2012 soll "SpaceShipTwo" erstmals auf eine Höhe von 16.000 Metern transportiert und die Passagiere über den integrierten Raketenantrieb mit einer Geschwindigkeit von 3.200 Kilometern pro Stunde ins All befördern. Ein Flug kostet rund 150.000 Euro. Mehr als 330 Interessenten haben laut Virgin Galactic bereits Anzahlungen in Höhe von 45 Millionen US-Dollar für das Weltraumabenteuer geleistet.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Das Trägerflugzeug des Touristenraumschiffs SpaceShipTwo ist am vergangenen Donnerstag bei einem Unfall auf einer kalifornischen Landebahn beschädigt worden. Verletzte habe es keine gegeben, erklärte das Luft- und Raumfahrtunternehmen Scaled Composites, das den Unfall als "kleineren Zwischenfall" bezeichnete. Das eigentliche Raumschiff SpaceShipTwo sei nicht angekoppelt gewesen und habe deshalb auch keine Schäden davongetragen. Aus der kurzen Meldung geht nicht hervor, ob WhiteKnightTwo, so der Name des Trägerflugzeugs, sich im Start- oder Landeanflug befunden hat.
Ursache des Unfalls sei der Bruch des linken Fahrwerks gewesen, heißt es in einem Bericht der AviationWeek. Wie hoch der tatsächliche Schaden ist, sei derzeit nicht bekannt. Zweifellos würde der Unfall aber zu Verzögerungen im weiteren Testprogramm führen.
WhiteKnightTwo soll bei späteren kommerziellen Flügen das Raumschiff SpaceShipTwo in eine Höhe von über 15 Kilometer befördern. Dort klinkt sich das Raummodul aus und wird per Raketenantrieb ins All geschossen. Nach einigen Minuten in der Schwerelosigkeit geht es dann im Segelflug zurück zur Landebahn. Kostenpunkt des Weltraum-Ausflugs: 200.000 US-Dollar.
Quelle : www.heise.de
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HEAT-Rakete mit Passagierkapsel –
beim anstehenden Test wird ein Dummy verwendet.
Vergessen Sie Virgin Galactic mit seinen 200.000 US-Dollar teuren Suborbitalflügen für Weltraumtouristen – den richtigen Nervenkitzel bieten derzeit zwei dänische Ingenieure: Mit ihrer selbstentwickelten und -gebauten Rakete HEAT (9 Meter lang, 63 Zentimeter Durchmesser) wollen Kristian von Bengtson und Peter Madsen von Copenhagen Suborbitals einen Menschen in eine Höhe von mehr als 100 Kilometer befördern und ihn wieder sicher zur Erde zurückbringen.
Den wagemutigen Gast an Bord des Hybrid Exo Atmospheric Transporter (HEAT) erwartet dabei ein faszinierender Ausblick: Durch eine Plexiglas-Halbkugel am Kopf der 1-Mann-Passagierkapsel "Tycho Brahe" kann der Hobby-Astronaut ein Rundum-Panorama des Alls genießen. Der mit Flüssigwasserstoff betriebene Raketen-Booster soll für rund 60 Sekunden brennen und einen Schub von 40 Kilonewton entwickeln.
Laut Copenhagen Suborbitals ist der Schub so berechnet, dass ein Mensch den Flug in der Passagierkapsel in einer fast aufrechten Position erleben kann. Gestartet wird von einem Platon in der Ostsee, wenige Seemeilen vor der Küste Schwedens. Ein Bremsfallschirm soll verhindern, dass Rakete und Mensch die geplante Zielhöhe und -entfernung überschreiten. Drei weitere Fallschirme sollen nach dem Booster-Abwurf für einen kontrollierten Rücksturz der Passagierkapsel zur Erde und eine sanfte Landung im Wasser sorgen.
Nachdem mehrere Bodentests des Boosters erfolgreich verlaufen sind, soll am kommenden Montag (30. August) der erste von drei Vorbereitungsflügen ins All unternommen werden. Erst wenn auch diese Testflüge erfolgreich waren, wollen Bengtson und Madsen den Start mit einem Menschen an Bord wagen. Finanziert wird das Projekt über Spenden und die Unterstützung von Firmen. Die technischen Informationen wollen die Hobby-Raketenbauer später der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Quelle : www.heise.de
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Das Spaceship Two, mit dem Virgin Galactic spätestens 2012 kommerzielle Raumflüge durchführen will, hat einen ersten bemannten Testflug absolviert: Das Flugzeug wurde vom Mutterschiff in knapp 14 Kilometer Höhe transportiert und kehrte dann im Gleitflug zur Erde zurück.
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Virgin Galactic hat am 10. Oktober 2010 den ersten bemannten Testflug mit dem Spaceship Two durchgeführt. Das etwa 18 Meter lange Raketenflugzeug, das den Namen VSS Enterprise trägt, wurde vom Mutterschiff Whiteknight Two in die Luft transportiert und kehrte dann, gesteuert von Pilot Pete Siebold und Copilot Mike Alsbury, zur Erde zurück. Ziel des Tests war, die Trennung von Whiteknight Two zu proben und das Flugverhalten von Spaceship Two zu testen.
Elf Minuten Gleitflug
In 13,7 Kilometer Höhe klinkte Whiteknight Two das Raumflugzeug, das den Namen VSS Enterprise trägt, aus. Siebold und Copilot Alsbury steuerten es dann sicher zur Erde zurück. Nach etwa elf Minuten setzten sie auf der Landebahn des Spaceport in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat New Mexico auf. Da Spaceship Two nur im Gleitflug unterwegs war, war der Raketenantrieb, der das Fluggerät später in den Weltraum bringen soll, nicht montiert.
Virgin Galactic hatte das Spaceship Two im Dezember vergangen Jahres zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Konstruiert wurde es von Burt Rutan, der auch die Whiteknight Two sowie den Vorgänger, das kleinere Spaceship One, entworfen hat. Das Spaceship One wurde 2004 wurde mit dem Ansari X-Prize ausgezeichnet.
Aufstieg in 100 km Höhe
Das Unternehmen plant, mit dem Raketenflugzeug kommerzielle Raumflüge durchzuführen. Dazu wird Spaceship Two mit zwei Piloten und sechs Passagieren an Bord von Whiteknight Two bis in 15 Kilometer Höhe transportiert. Dort wird das Raketenflugzeug ausgeklinkt und steigt aus eigener Kraft bis in etwa 100 Kilometer auf. Angetrieben wird es von einem Hybridmotor, der mit einem Gemisch aus Fest- und Flüssigtreibstoff betrieben wird.
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Das kommerzielles Raumfahrtprogramm soll 2011 oder 2012 starten. Für den etwa zweistündige Ausflug ins All sollen die Passagiere 200.000 US-Dollar zahlen. Laut Virgin Galactic haben sich bereits etwa 370 Interessenten für einen Flug registriert.
Quelle : www.golem.de
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In den USA ist die weltweit erste private Raumkapsel ins All geschossen wurden und wieder auf der Erde gelandet. Der Start der "Dragon" genannten Raumkapsel soll den Beginn der privaten US-Raumfahrt markieren.
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Eine 300 Tonnen schwere "Falcon 9"-Rakete brachte die Weltraumkapsel am Mittwoch um 16.33 Uhr MEZ in den Kosmos. Nach zehn Minuten wurde "Dragon" im Orbit ausgesetzt und landete nach Angaben der Weltraumbehörde NASA nach drei Stunden Flug ohne Probleme wie geplant im Stillen Ozean. Die wiederverwendbare Kapsel soll möglicherweise bereits Ende 2011 die ersten unbemannten Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS unternehmen.
Später sind nach Angaben der Betreibergesellschaft SpaceX (Space Exploration Technologies) sogar bemannte Flüge mit bis zu sieben Raumfahrern geplant. SpaceX hatte Trägerrakete und Raumkapsel entwickelt und die Rakete erstmals im Juni diesen Jahres ins All gestartet. Die Raumkapsel kann nach Unternehmensangaben bis zu sechst Tonnen Nutzlast in den Orbit bringen. Als erster Interessent hat sich schon die NASA gemeldet. Die US-Regierung will in den nächsten Jahren die Raumfahrt zunehmend privaten Unternehmen überlassen, die ihre Dienste dem Staat anbieten können.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den erfolgreichen Start einer privat entwickelten Trägerrakete vom Typ Falcon 9 am gestrigen Mittwoch und die anschließenden Erdumrundungen der in rund 300 Kilometern Höhe ausgesetzten Dragon-Raumkapsel als "tolle Leistung" gewürdigt. "Danke für das vorzeitige Weihnachtsgeschenk", kommentierte der für kommerzielle Raumfahrtprogramme zuständige NASA-Manager Alan Lindenmoyer nach der Landung der Kapsel im Pazifik, rund 800 Kilometer vor der mexikanischen Küste.
Dem Gründer des Unternehmens SpaceX, Elon Musk, dürfte damit ein riesiger Stein vom Herzen gefallen sein: Von den zuvor sechs Starts einer Falcon-Rakete waren nur zwei erfolgreich verlaufen; die erste Falcon 9 konnte im Juni 2010 den geplanten Orbit nicht erreichen. SpaceX soll laut einem im Jahr 2008 geschlossenen Vertrag insgesamt zwölf Versorgungsflüge zur ISS für die NASA durchführen, nachdem diese ihre Space-Shuttle-Flotte eingemottet hat. Allerdings arbeiten auch andere Firmen an Lösungen für einen kostengünstigen Transport von Fracht und Astronauten zur ISS, darunter Boeing, Orbital Sciences, Sierra Nevada und Blue Origin.
Quelle : www.heise.de
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Nach erfolgreichen Versuchen mit kleineren Raketen will das private Weltraumunternehmen SpaceX ein großes "Launch Vehicle" ins All schicken. Design und Fahrplan für die selbst entwickelte Rakete stehen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Im vergangenen Jahr erreichte Space Exploration Technologies einen wichtigen Meilenstein: Das Start-up, das unter anderem vom Internet- und Elektroautounternehmer Elon Musk finanziert wird, schoss als erstes Privatunternehmen eine Raumkapsel in einen niedrigen Erdorbit und ließ diese anschließend wieder heil in die Atmosphäre eintreten.
SpaceX will künftig Raumcrews und Nutzlasten zur Internationalen Raumstation ISS bringen, nachdem das Space Shuttle sehr bald in Rente geht. Zwölf Versorgungsflüge zur ISS soll die Firma für die NASA durchführen, nachdem diese ihre Raumgleiter-Flotte eingemottet hat. Auch wenn es Konkurrenz gibt: So bemühen sich auch Orbital Sciences, Blue Original, Sierra Nevada und der Luftfahrtkonzern Boeing um NASA-Aufträge.
Die dabei eingesetzte Rakete heißt Falcon 9, die Kapsel nennt sich Dragon. Doch es soll noch weitergehen: SpaceX arbeitet an einer sogenannte Heavy-Lift-Rakete, ein System, das eine ähnliche Leistung wie die Saturn-V-Mondrakete haben soll. Mit einer solchen Rakete könnten extrem große Nutzlasten ins All befördert werden, vergleichbar mit einer vollbeladenen Boeing 737 mit 136 Passagieren.
Der Fahrplan dafür ist eng gesteckt. Spätestens Anfang 2014 soll die Falcon Heavy erstmals abheben, gab SpaceX nun in den USA bekannt. Das System basiert auf den Erfahrungen, die SpaceX mit der "kleinen" Falcon gemacht hat.
Mehr zum Thema in Technology Review online:
SpaceX hebt richtig ab (http://www.heise.de/tr/artikel/SpaceX-hebt-richtig-ab-1222464.html)
Quelle : www.heise.de
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Die ehrgeizigen Pläne zur kommerziellen Raumfahrt, die Amazon-Chef Jeff Bezos mit seiner Firma Blue Origin verfolgt, müssen einen derben Rückschlag verkraften. Wie zunächst vom Wall Street Journal gemeldet und mittlerweile von Bezos auf der Blue-Origin-Webseite bestätigt, endete ein im August unternommener Testflug mit der Zerstörung des unbemannten Raumschiffs. Aus bisher ungeklärten Gründen versagten in einer Höhe von rund 13.700 Metern bei einer Geschwindigkeit von Mach 1,2 die Antriebsraketen des Raumschiffs. Daraufhin entschloss sich die Bodenkontrollstation zur vorsorglichen Zerstörung. "Das war sicherlich nicht der Ausgang, den wir uns vorgestellt hatten", räumte Bezos ein, "aber wir waren darauf vorbereitet, dass es hart werden würde."
Noch vor drei Monaten war ein vorangegangener Testflug des senkrecht startenden Raumschiffs erfolgreich absolviert worden – allerdings handelte es sich dabei nur um einen kleinen "Hüpfer" von wenigen Metern. Blue Origin arbeite aber bereits an einem neuen Vehikel und werde sämtliche Bemühungen uneingeschränkt fortsetzen, heißt es.
Wie auch Virgin-Chef Richard Branson und andere ist Bezos von den Verheißungen der kommerziellen Raumfahrt überzeugt. Und dabei haben die findigen Unternehmer nicht nur zahlungskräftige Kunden im Blick, die sich einen Ausflug in den Weltraum gönnen möchten: Auch die Nasa baut nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära auf den Eifer privater Entwickler und Investoren. So stehen beispielsweise im Rahmen des Programms "Commercial Crew Development" (CCDev2) Fördermittel für die Entwicklung von Raumkapseln zur Beförderung von Astronauten in den Orbit parat. 22 Millionen US-Dollar konnte sich Blue Origin von der US-Raumfahrtbehörde schon für die Entwicklung eines sogenannten Weltraumtaxis sichern.
Quelle : www.heise.de
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The Spaceship Company (TSC), ein Joint Venture von VirginGalactic und Scaled Composites, hat den Produktionshangar für die Endmontage privater, bemannter Raumfahrzeuge geöffnet. Das 8-Millionen-Dollar-Projekt mit dem bedeutungsvollen Namen FAITH (Final Assembly, Integration and Test Hangar) soll in Zukunft für die letzten Montageschritte von Virgins Trägerflugzeug WhiteKnightTwo (WK2) und dem Raumfahrzeug SpaceShipTwo (SS2) zuständig sein. Der Gründer der Virgin Gruppe, Sir Richard Branson, sieht in der Eröffnung einen wichtigen Schritt zur kommerziellen Raumfahrt und ist stolz, dass TSC dabei eine Vorreiterrolle einnehmen kann.
Neben Endmontage und Wartung soll der 18.000 Quadratmeter große Hangar auch den Hauptsitz des Unternehmens beherbergen. Dabei soll die Halle genug Platz für die Montage von jeweils zwei Fluggeräten jeden Typs bieten. Zusätzlich zum gerade eröffneten Hangar betreibt TSC auf dem Gelände des Mojave Luft- und Raumfahrthafens ein weiteres Produktionsgebäude für die Vormontage und plant zusätzliche Erweiterungen. TSC-Präsident Enrico Palermo sieht sein Unternehmen vor einem starken Wachstum und beabsichtigt im Lauf des nächsten Jahres 80 weitere Mitarbeiter einzustellen.
Wann die ersten zahlenden Touristen in den Weltraum transportiert werden, ist indes noch unklar. Zwar konnte Virgin Galactic bis jetzt schon Buchungen im Wert von 60 Millionen Dollar verzeichnen, mit Testflügen ist aber erst im nächsten Jahr zu rechnen.
Quelle : www.heise.de
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Die US-Firma SpaceX will die erste komplett wiederverwendbare Rakete der Raumfahrtgeschichte entwickeln. Das gab Unternehmenschef Elon Musk am Donnerstag in Washington bekannt.
Demnach ist geplant, dass die erste und zweite Raketenstufe nach dem Aussetzen einer Raumkapsel im All wieder exakt auf der Startrampe landen, von der sie abgehoben hatten. Musk sprach von einer möglichen Revolutionierung der Raumfahrt. Bis jetzt hat es zwar wiederverwendbare Raumfahrzeuge wie die inzwischen eingemotteten Space Shuttle der NASA gegeben. Aber die Raketen, mit denen sie ins All befördert wurden, ließen sich nur ein einziges Mal verwenden.
Musk zufolge könnte das von SpaceX geplante System Startkosten auf ein Hundertstel reduzieren. Der Topmanager räumte ein, dass eine Umsetzung des in Simulationen funktionierenden Konzepts nicht einfach werde. Eine Rakete, die sich selbst zur Erde zurücksteuere, sei viel komplexer als die bisherigen Systeme. Eine Herausforderung liege auch darin, dass die nötigen zusätzlichen Komponenten das Gewicht erhöhten.
Das technische Problem sei groß, sagte Musk vor Journalisten. "Ich war mir nicht sicher, ob es gelöst werden kann, und dann vor kurzem, in den vergangenen zwölf Monaten oder so, bin ich zum Schluss gekommen, dass es gelöst werden kann, und SpaceX wird versuchen, das zu tun".
Das Unternehmen arbeitet zurzeit auch an der Entwicklung eines kommerziellen Raumfahrzeuges, das künftig Astronauten und Nutzlast zur Internationalen Raumstation ISS bringen soll. Die Kapsel hat bereits einen Testflug im Erdorbit absolviert und wird Musk zufolge wahrscheinlich im Frühjahr 2012 unbemannt ihre erste Tour zur ISS unternehmen. Nach der kürzlichen Stilllegung der Space Shuttle ist die NASA bei Astronauten-Reisen zur Raumstation ganz auf die russischen Sojus-Fahrzeuge angewiesen.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Spaceship Two statt Spaceshuttle: Der Vizechef des eingestellten Raumfährenprogramms der US-Weltraumbehörde Nasa wechselt zum Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic. Dort soll er künftig für die Durchführung der kommerziellen Raumflüge verantwortlich sein.
Virgin Galactic hat einen hochrangigen Nasa-Mitarbeiter verpflichtet: Mike Moses, stellvertretender Leiter des eingestellten Spaceshuttle-Programms, arbeitet künftig für das Raumfahrtunternehmen des Briten Richard Branson.
Moses wird das Team aufbauen und leiten, das die kommerziellen Raumflüge von Virgin Galactic durchführen wird. Der Physiker war stellvertretender Chef des Spaceshuttle-Programms und leitete das Mission Management Team, das über die Starts der letzten zwölf Spaceshuttle-Missionen entschied. Er war damit verantwortlich für alle Missionen der Raumfähre in den vergangenen drei Jahren. Nach dem Ende des Spaceshuttle-Programms im Juli 2011 war er ohne Aufgabe bei der US-Weltraumbehörde.
Montagehalle fertiggestellt
Im vergangenen Monat hat Virgin Galactic auch den Final Assembly, Integration and Test Hangar (Faith) eingeweiht. In der Halle auf dem Gelände des Mojave Air And Space Port im US-Bundesstaat Kalifornien sollen das Raketenflugzeug Spaceship Two und der Transporter Whiteknight Two gebaut werden. Die Raumflüge werden jedoch vom Spaceport America im US-Bundesstaat New Mexico durchgeführt.
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Bei einem Raumflug wird das etwa 18 Meter lange Spaceship Two von der Whiteknight Two bis in 15 km Höhe transportiert. Dort wird das Raketenflugzeug ausgeklinkt. Aus eigener Kraft wird es bis in etwa 100 Kilometer Höhe aufsteigen. Angetrieben wird es von einem Hybridmotor, der mit einem Gemisch aus Fest- und Flüssigtreibstoff betrieben wird.
Schwerelos
In dieser Höhe soll sich den sechs Passagieren und den beiden Piloten ein grandioser Blick auf die Erde und die Atmosphäre bieten. Die Passagiere können in dieser Höhe auch den Sitzgurt lösen und schwerelos durch die Kabine schweben, um durch die Bullaugen den Blick ins All und auf die Erde zu genießen. Anschließend gleitet das Spaceship Two zurück zur Erde.
Virgin Galactic will im kommenden Jahr mit den kommerziellen Raumflügen beginnen. Ein Flug soll 200.000 US-Dollar kosten. Interessenten können bereits einen Flug buchen. Über 450 Reservierungen sollen bereits vorliegen.
Quelle : www.golem.de
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Es ist der erste kommerzielle Flughafen der Welt: Virgin Galactic, das Raumfahrtunternehmen von Richard Branson, hat den Spaceport America eingeweiht, von dem aus Touristen ins All fliegen können.
Einfach ein Band durchzuschneiden, reichte Virgin Galactic-Chef Richard Branson nicht: Der exzentrische britische Geschäftsmann seilte sich zur Einweihung des Spaceport America vom Dach des Gebäudes ab, von dem ab Ende kommenden Jahres Weltraumtouristen abfliegen werden.
Entwurf von Norman Foster
Der Spaceport liegt bei Upham im US-Bundesstaat New Mexico und ist der erste private Raumflughafen. Er besteht aus einer 2 Meilen (3,2 Kilometer) langen Landebahn und dem Virgin Galactic Gateway to Space. Das vom renommierten britischen Architekten Norman Foster gestaltete Gebäude ist gleichzeitig Terminal für die Passagiere, Hangar für die Raumflugzeuge und Kontrollzentrum.
Zu der Feier waren neben Susana Martinez, der Gouverneurin von New Mexico, und Buzz Aldrin, Astronaut und zweiter Mensch auf dem Mond, auch etwa 150 Kunden von Virgin Galactic gekommen.
Ausklinken in 15 Kilometer Höhe
Bei einem Raumflug wird das etwa 18 Meter lange Raketenflugzeug Spaceship Two von dem Trägerflugzeug Whiteknight Two bis in eine Höhe von 15 Kilometern transportiert. Dort wird das Raketenflugzeug ausgeklinkt.
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Dann startet der Pilot das Triebwerk. Aus eigener Kraft steigt das Spaceship Two dann mit seinen acht Insassen - sechs Passagieren und den zwei Piloten - bis in etwa 100 Kilometer Höhe auf. In dieser Höhe wirkt die Schwerkraft nicht mehr - die Passagiere können den Sitzgurt lösen und schwerelos durch die Kabine schweben, während sie den Blick auf die Erde genießen. Nach etwa 5 Minuten in der Schwerelosigkeit gleitet das Spaceship Two zurück zur Erde.
Branson fliegt als erster
Über 450 Interessenten haben nach Angaben des Unternehmens bereits einen Flug mit dem Spaceship Two gebucht. Der Flug wird rund 2,5 Stunden dauern und soll 200.000 US-Dollar kosten. Die ersten Flüge sind für Ende 2012 geplant. Wer die ersten Passagiere sein werden, steht bereits fest: Gründer Branson selbst und seine beiden Kinder Sam und Holly.
Vor wenigen Tagen erst hat Virgin Galactic die Verpflichtung des ehemaligen Nasa-Mitarbeiters Mike Moses bekanntgegeben. Moses war stellvertretender Leiter des im Juli 2011 eingestellten Spaceshuttle-Programms bei der US-Weltraumbehörde. Virgin Galactic wird zudem Flüge für die Nasa durchführen: Die Nasa hat Spaceship Two für mindestens drei Forschungsflüge gebucht.
Quelle : www.golem.de
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Luftfahrt-Riese Boeing will im alten Kennedy Space Center in Florida ein privates Weltraumtaxi bauen und testen. Ein entsprechender Vertrag mit einer 15-jährigen Laufzeit sei am Montag unterzeichnet worden. Sie hatte ihre Shuttle-Flotte an dem Standort im Juli eingemottet.
Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa weiter mitteilte, setzt sie bei bemannten Ausflügen in eine niedrige Erdumlaufbahn künftig ganz auf die private Wirtschaft. Mehrere US-Unternehmen haben Fördermittel zur Entwicklung von Raumfahrzeugen erhalten. Sie sollen unter anderem den Transport von Astronauten oder Fracht zur Internationalen Raumstation übernehmen. Zurzeit ist die Nasa ganz auf russische Sojus-Raumschiffe angewiesen. Die Behörde hofft, dass 2016 die ersten kommerziellen Fahrzeuge einsatzbereit sind.
Boeing plant eine Kapsel mit dem Kürzel CST-100, an der jetzt in dem alten Shuttle-Hangar gearbeitet wird. Sie soll Platz für bis zu sieben Astronauten bieten und nach Angaben des Weltraumportals Space.com mit einer Atlas-Rakete ins All befördert werden.
Die Nasa könne sich keinen Stillstand erlauben, erklärte Behördenchef Charles Bolden. "Wir müssen entschlossen diese nächste Generation der Weltraumerforschung anpeilen - und die Arbeitsplätze und Innovation, die sie mit sich bringt". Der Staat Florida verspricht sich vom Deal mit Boeing 550 neue Jobs in der Region.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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"SpaceShipOne" schrieb vor zehn Jahren Raumfahrt-Geschichte: Das Experimentalflugzeug absolvierte den allerersten privaten bemannten Weltraumflug. Doch "SpaceShipTwo" und der Raumfahrt-Tourismus wollen seitdem nicht richtig vorankommen.
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Auf den ersten Blick erinnert die Form von "SpaceShipOne" an einen Fisch mit Flügeln. Dazu ist das Experimentalflugzeug, das heute im Raumfahrt-Museum in Washington ausgestellt ist, mit schwarzen und blauen Punkten und Sternen verziert. Aber so harmlos "SpaceShipOne" auch aussieht, das Flugzeug mit Raketentriebwerk hat Raumfahrtgeschichte geschrieben: Am kommenden Samstag (21. Juni) vor genau zehn Jahren absolvierte es den ersten privaten bemannten Weltraumflug überhaupt.
Tausende Zuschauer, darunter auch der frühere US-Astronaut Buzz Aldrin, verfolgten damals an einem frühen Montagmorgen, wie das Trägerflugzeug "White Knight" in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien startete. In rund 14 Kilometern Höhe wurde "SpaceShipOne" ausgeklinkt. Im Cockpit des Experimentalfliegers saß der in Südafrika geborene Michael "Mike" Melvill, ein erfahrenere Testpilot. Er zündete das Raketentriebwerk, beschleunigte auf dreifache Schallgeschwindigkeit und brachte "SpaceShipOne" auf eine Höhe von knapp 110 Kilometern. "Die Welt ist heute Zeuge vom Anbruch einer neuen Raumfahrt-Ära geworden", jubelt Scaled Composites, die Firma hinter "SpaceShipOne" danach per Pressemitteilung.
Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-Raumfahrt-Aera-Vor-zehn-Jahren-stieg-SpaceShipOne-ins-All-2222171.html)
Quelle : www.heise.de
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In Texas sind gleich mehrere Raumhäfen (Spaceports) in Vorbereitung. SpaceX will seine Raketen in Südtexas starten, XCOR seine Raumgleiter im Osten. Nachbar Neumexiko hofft auf Virgin Galactic.
SpaceX (Space Exploration Technologies) hat die Südspitze von Texas als Standort für einen privaten Raketenstartplatz auserkoren. Dies hat Rick Perry, Gouverneur des US-Staates, bekanntgegeben. Doch auch in anderen Teile seines Staates sprießen hoffnungsvolle Raumfahrtunternehmen.
SpaceX hat sich zum Ziel gesetzt, durch teilweise wiederverwendbare Raumfahrzeuge die Kosten für Orbitalflüge auf einen Bruchteil zu reduzieren. Bislang kann das Unternehmen seine Falcon-Raketen zwar nur einmal verwenden, ist aber immerhin schon im Geschäft. Dienstagmorgen erfolgte der elfte Start einer Falcon-Rakete. Sie brachte den Satelliten AsiaSat 8 in den Orbit. Am 25. August ist AsiaSat 6 an der Reihe. Bis Jahresende könnten drei weitere Flüge folgen.
Die bisherigen Starts erfolgten vom Cape Canaveral in Florida, nur einmal war die Vandenberg Air Force Base in Kalifornien Ausgangspunkt der Reise. An diesen Orten muss SpaceX aber Rücksicht auf andere Nutzer nehmen, allen voran die US-Luftwaffe. Firmengründer Elon Musk, der durch den Verkauf von PayPal an eBay reich wurde und auch für seine Elektroautofirma Tesla bekannt ist, wünscht sich daher für seine Raketen einen eigenen, privaten Startplatz. Musk verhandelte auch mit Puerto Rico sowie den US-Staaten Florida und Georgien, hat sich nun aber für Texas entschieden. Der geplante Standort liegt ganz im Süden des Staates, im Cameron County am Golf von Texas an der Grenze zu Mexiko.
Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-private-Run-ins-Weltall-SpaceX-will-Raketenstartplatz-in-Texas-bauen-2283097.html)
Quelle : www.heise.de
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In der Mojave-Wüste im Westen der USA ist es offenbar zu einem folgenschweren Unglück bei einem Testflug des SpaceShipTwo von Virgin Galactic gekommen. Beim Absturz des Raumflugzeugs ist laut Medienberichten der Pilot ums Leben gekommen.
Beim Absturz des privaten Raumflugzeugs SpaceShipTwo ist einer der beiden Piloten ums Leben gekommen, berichtet unter anderem CNN. Der andere sei schwer verletzt worden, meldeten TV-Sender am Freitag unter Berufung auf die Polizei im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Passagierraumfähre zerschellte kurz nach dem Start in der Mojave-Wüste. Virgin Galactic, das Unternehmen hinter dem Projekt, hat den Verlust des Fluggeräts auf Twitter bekannt gegeben, aber den Tod des Piloten nicht bestätigt.
Der ganze Artikel (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Pilot-stirbt-offenbar-bei-Absturz-des-SpaceShipTwo-2440735.html)
Quelle : www.heise.de
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Die Privatisierung der amerikanischen Raumfahrt ist nicht gerade vom Glück verfolgt, oder, das Streben nach schnellem Profit fordert immer Opfer, weil die Risokofreude zu Lasten der Ausführenden zunimmt.
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Eine geplante Finanzierungsrunde, an der sich offenbar auch Google beteiligen will, bewertet SpaceX mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar. Die Investition soll mit Plänen für ein Satelliten-Netz für Internet-Zugänge zu tun haben.
Google verhandelt laut einem Medienbericht über einen Einstieg bei der privaten Raumfahrtfirma SpaceX. Die geplante Investition habe mit den Plänen von SpaceX für ein Satelliten-Netz zur Versorgung mit Internet-Zugängen zu tun, berichtet die IT-Website "The Information" unter Berufung auf informierte Personen. Die geplante Finanzierungsrunde mit mehreren Geldgebern sei "sehr groß" und bewerte SpaceX mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar.
Google arbeitet genauso wie Facebook daran, Milliarden Menschen in Entwicklungsländern ins Internet zu bringen. Dafür will Google unter anderem Antennen auf Ballons in der Stratosphäre einsetzen. Der Internet-Konzern verfolgte auch ein eigenes Satelliten-Projekt, nach dem Weggang des federführenden Managers werde nun aber eine Alternative gesucht, schrieb "The Information".
SpaceX-Gründer Elon Musk, der auch hinter dem Elektroauto-Pionier Tesla steht, hatte erst vor wenigen Tagen die Pläne für ein Netz aus mehreren tausend Satelliten zur günstigen Internet-Versorgung öffentlich gemacht. Der Aufbau könnte rund zehn Milliarden Dollar kosten. SpaceX entwickelte bisher Raketen.
Google kaufte im vergangenen Jahr bereits die Firma Skybox, deren Satelliten Video-Aufnahmen von der Erdoberfläche machen sollen.
Quelle : www.heise.de