Autor Thema: Hesse's selbstgebauter Sat-verteiler : Das ist aaaalles M.I.S.T. ist das...  (Gelesen 3425 mal)

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Offline Hesse

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Ich wollte ja schon ewig das Signal der Drehschüssel gleichzeitig 2 Satkarten zuführen...

Heute hab ich wie geplant meinen Sat Verteiler gebaut. Massgenommen an einer Kippenschatel, alles schön auf Blech eingezeichnet (wie eine Art Faltbox), mühsam mit der Blechschere ausgeschnitten, Löcher für die Sat-Buchsen gebohrt und dann das ganze zu ner Box gebogen. Zusätzlich noch 4 lagig Alu umwickelt, weil ich nicht schweissen kann und somit die Box schon einige Ritzen hatte. Dann mit Klebeband umwickelt, damit das Alu dranbleibt.

Gemessen, alles OK. An der Skystar2 getestet : funktioniert im Prinzip schon, aber mit 10% schwächerem Signal  >:(

Verdammte Hacke, dabei hab ich mir so ne Mühe gegeben...  :'(

Warum denn bitte 10% Verlust ?? Es ist doch komplett Metallgeschirmt...

Für die Innenverkabelung hatte ich nur den weissen Innenleiter von Satkabeln genommen, weil ich dachte die Masseschirmung der Box würde reichen. War das der Fehler ?

Wieviel Verlust macht denn ein gekaufter Sat Verteiler ?

Offline kater

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du hast da ne klassische Fehlanpassung. Ein Satkabel (Koax) hat eine sogenannte Impedanz
http://de.wikipedia.org/wiki/Koaxialkabeldas hat alles überhaupt nichts mit den elektrischen Eigenschaften zu tun, sondern mit wesentlich komplizierteren Zusammenhängen, wobei Leiterstärke, Dielektrikum, dessen Stärke und Material und vieles mehr ne Rolle spielen. Quelle (LNB) und Gerät (Satkarte) berücksichtigen das an ihren Ein und Ausgängen. Mit dem Zusammenknüppeln bringst du das durcheinander und es gibt meist erhebliche Verluste. In Verteilern wird das meist passiv (Wiederstände usw) angepasst.
Jürgen kann dir das besser beschreiben.
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Offline oldnewbi

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@hesse, kannste da nicht mal ein paar bilder zeigen, hätte ich gern gesehen was du angefertigt hast...

Offline Hesse

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Guckst du hier.

http://i40.tinypic.com/6dswo0.jpg

Es war auch kein Schönheitswettbewerb  ;)

Offline spoke1

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Interessanter ist erst einmal was innen drinnen los ist, oder besser nicht los ist. Ist das alles sauber von einander abgeschirmt?

Zitat vons Hesse ausse Shoutbox:
Zitat
Die Buchsen sind so schief, weil wemma das durchbohrt dann bleiben da immer so Reste am Rand hängen und ich war zu faul die alle abzufeilen...oder was immer man in so nem Falle tut...kein Plan.

Wenn der Grat da noch dran ist wundert mich wenig. Da fängt der Pfusch ja schon an. Bisschen MEHR Mühe wirst Du dir wohl geben müssen wenn es ein ordentliches Ergebnis bringen soll!!!
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Offline Hesse

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Zitat
Interessanter ist erst einmal was innen drinnen los ist, oder besser nicht los ist. Ist das alles sauber von einander abgeschirmt?

Weissen Innenleiter von Satkabel genommen, alle drei inneren Anschlüsse der Buchsen damit verbunden+einmal gelötet, frei schwebend im Metallkasten+Alufolie extra. Hab davon kein Bild.

Zitat
Wenn der Grat da noch dran ist wundert mich wenig. Da fängt der Pfusch ja schon an.

Das hat elektrisch betrachtet KONTAKT hat das. Und es ging ja nicht um die Optik. Wenn es funktionieren würde ohne allzugrossen Signalverlust, dann läge das Ding eh hinterm Schrank. Sieht keine wille Wutz.

Offline Jürgen

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  • white LED trough prism - WTF is cyan?
Glück gehabt, in Ohnmacht gefallen bin ich doch nicht gleich...

Dennoch, das Ganze ist Schiet.

Der Impedanz-Einwurf ist definitiv richtig, und er bleibt nicht allein...

Koax-Leitungen funktionieren grundsätzlich nur dann, wenn Kabel-, Quell- und Lastimpedanz genau gleich sind. Und das Kabel betreffend, da sind unkontrollierte Querschnitts- bzw. Materialänderungen des Dielektrikums schon im Bereich von Millimeterbruchteilen schädlich. Gemeint ist die Geometrie und Beschaffenheit der inneren Isolation, eventuelle Lufträume eingeschlossen.
In jedem Falle gibt's so stark frequenzabhängige Reflektionen, die zu derben Auslöschungen wie durch ein Kammfilter führen, plus allgemeine Pegelverluste, plus Verlust der Schirmwirkung, plus Abstrahlung nach aussen, plus Anstieg des Grundrauschens, + + + ...
Die Dose hättst'e Dir also sparen können. Ein Faradayscher Käfig genügt nicht, um eine angepasste Leitung aufrecht zu erhalten.

Wenn Du jemals z.B. in einen DiSEqC- oder Multischalter, einen LNB oder ein Sat-Meter o.ä. hineingeschaut hättest, würdest Du sicher erkannt haben, dass dort ganze Filter (für Sat-ZF) nur aus kurzen mäanderförmigen Leiterbahnen und kleinen z.B. dreieckigen Flächen auf der einen und einer Massefläche auf der anderen Seite einer Platine gebildet werden.
Dreieckig, um so die Güte und damit Bandbreite einstellen und Reflektionen vermindern zu können.
Eine einzige Drahtwindung von 5 mm Durchmesser ist da eine fette Spule, eine Büroklammer ein unüberwindliches Hindernis.
Und ein gerader Draht von 2 mm ist bei den dortigen Wellenlängen schon als eine Art Antenne anzusehen, wenn er nicht genau so parallel zu einer Massefläche läuft, dass sich kapazitiver und induktiver Anteil genau zu der erforderlichen Impedanz (Wellenwiderstand) ergänzen.
Mit "geigneter" Fehlanpassung kann man sogar aus einem geschlossenen Stahlrohr heraus abstrahlen...

Abgesehen davon, Du solltest niemals zwei Geräte um die Herrschaft über 22khz und 18 bzw. 13 Volt streiten lassen, auch nicht im Standby.


Was, um alles in der Welt, meinst Du mit 10% niedrigerem Signal?
Was ist denn 100?
Also 10 von was? Von der angezeigten Skalenlänge Deiner Sat-Soft?
Ein (nicht existierender) idealer 2-fach-Verteiler hätte eine Verteildämpfung von genau drei dB, entsprechend einer Halbierung der Leistung.
Aber Sat-Tuner geben einen zur Beurteilung geigneten kalibrierten Pegelwert überhaupt nicht heraus, sie zeigen allenfalls den Zustand einer Schwundregelung oder irgendwelche sonstwie unskalierten Werte aus, die sie aus irgendwelchen spekulativen Berechnungen zusammenbasteln.

Dennoch, zum Trost sei angefügt, dass der Pegel auf dem Sat-Kabel normalerweise in weiten Grenzen irrelevant ist, weil ein LNB schon so weit verstärkt, dass sein eigenes mitverstärktes Grundrauschen weit oberhalb des Tuner-eigenen zu liegen kommt, das Nutzsignal auch ganz erheblich oberhalb der Demodulationsschwelle.

Was aber bei Fehlanpassung gaaaanz schnell passiert, ist, dass sich durch Verlust der Schirmwirkung irdische Dienste einschleichen, wie Handy(masten), DECT usw., die dann nicht nur Transponder stören, die im Kabel auf der jeweiligen Frequenz liegen, sondern, dass solche Fremdsignale auch schnell so stark werden, dass sie im Tuner-Eingang zu breiten störenden Mischprodukten führen, wass vernünftiges Arbeiten oft unmöglich macht. Selbst Flugfunk, terrestrisches Fernsehen und sogar Mittel- oder Kurzwelle- oder Radar-Sender können da lustig mitspielen...    

Widerstands-Verteiler verbieten sich wegen der Gleichspannung, LNB-Versorgung kommt nicht zustande.
Normale (transformatorische) TV-Verteiler verbieten sich wegen der Gleichspannung, Kurzschluss.
Sat-Verteiler (mit teilweiser DC-Entkopplung) verbieten sich wegen 22kHz. Die gehören (wenn überhaupt) nur vor Multischalter mit Quattros.

Hast Du einmal nachgeschaut, was ein normaler Twin-LNB kostet? Da sind (hinter je Ebene einer ordentlichen Verteilstufe) zwei unabhängige Schalt- und Ausgangsstufen drin, die funktionieren.

Manchmal kann es sehr sinnvoll sein, defekte, aber innerlich noch nicht bekannte olle Hardware vor der Entsorgung zu öffnen und voller Wissbegierde zu analysieren und verstehen zu versuchen.
Was ich selbst noch nicht gut genug kenne, schmeisse ich nie einfach weg. Erspart so manchen Lehrgang und oft auch die heutzutage kaum noch erhältlichen Schaltbilder.
Selbst manches reklamierte und ggf. abgeschriebene LED-Leuchtmittel geht in meiner Abteilung (bei'm ersten Mal) nicht gleich in den Elektroschrott, sondern es wird geknackt und u.U. sogar ein Schaltbild selbst angefertigt. Gleiches gilt für manche Energiesparlampen, elektronische Trafos und allerlei anderen Schnickschnack, selbst wenn es um Fremdware geht, die wir nur freundlicherweise zur Entsorgung angenommen haben. Das habe ich inzwischen auch Kollegen und Abteilungsleiter eingeschärft.
Wissen ist Macht...
« Letzte Änderung: 17 Juni, 2009, 00:28 von Jürgen »
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1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
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Offline bigobelix

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Hi,

als ich mal 3 Karten eingesetzt habe, nahm ich eine alte Sat-UHF-Weiche von Technisat (sehr klein), lötete alles raus, dann ein Stück des Innenleiters eines Koaxkabel (ca. 1,5cm) an den einen Ausgang, den anderen mit einem GHz-tauglichen SMD-C an den anderen Ausgang. Da damals auf 8° West 2 Transponder auf der gleichen Ebene waren, ging das perfekt. Konnte so mit einem Dual-LNB 3 Karten betreiben. ;D

Heute kann man froh sein, noch einen halbwegs tauglichen Transponder zu finden.  :'(

bigobelix
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Offline oldnewbi

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ich muss da spoke recht geben falls du es mal wieder öffnest dann lass uns am innenleben teilhaben.
von außen sieht es aus wie ein mit 3 sat buchsen getarntes drogenpäckchen.

gruss onb

Offline Warpi

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Kleiner Tipp aus der Abteilung Feinmechanik zum Thema Bohrungen und Grat :
http://de.wikipedia.org/wiki/Senken  ;)

<OT> In der Wiki steht eine Menge </OT> 
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Die größte Fehlerquelle des PCS sitzt meist 30cm vor dem Bildschirm.

Offline Hesse

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Zitat
Was, um alles in der Welt, meinst Du mit 10% niedrigerem Signal?
Was ist denn 100?

Statt 67 % Signal in ProgDVB4.72 nur 57 %  :-\
Und btw, ich nehme ja alles an Elektronikschrott auseinander...aber Sat-Verteiler waren bisher ebensowenig darunter wie DiSEqC-Switches.

Zitat
den anderen mit einem GHz-tauglichen SMD-C an den anderen Ausgang. Da damals auf 8° West 2 Transponder auf der gleichen Ebene waren, ging das perfekt.

Was wäre denn ein Ghz tauglicher SMD-C ? Also SMD-C ist wohl ein SMD Kondensator, aber welchen Wert sollte man da nehmen ?

Und hast du mal nachgemessen wieviel Signal dich das gekostet hatte, bigobelix ?

@oldnewbi : Öiiii, das war gemein. Das is' die Beauty-Queen unter den Sat-Verteilern, steht ja wohl fest...  ;D

Offline oldnewbi

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endschuldige hesse, mein beitrag hat sich nur auf das aussehen bezogen.
ich muss dich loben, nur 10  % verlust netto wenn ich es richtig verstanden habe.

lnb --> direkt angeschlossen --> 67  %

lnb -->verteiler made by hesse --> 57%

das ist gar nicht so  schlecht.

gruss onb

Offline Hesse

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das ist gar nicht so  schlecht.

Wie gut oder schlecht das ist, das kann ich erst dann beurteilen wenn ich mal einen gekauften Abzweiger dem selben Test unterzogen hätte.

Jedenfalls kann das so eben nicht dauerhaft dranbleiben. Für einen Kurztest 7 East auf zwei Sat-Karten (selber Transponder) sollte es bei gutem Wetter aber genügen.

Offline Jürgen

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Statt 67 % Signal in ProgDVB4.72 nur 57 %  :-\
Prozent, also auf Deutsch "von Hundert".
Aber was wäre dann Hundert? Äpfel? Birnen? 42?
Genauso sinnvoll wie der Hinweis "mein Verstärker übersteuert manchmal schon bei fünf". Fünf was, bitte???

Der Unterschied zwischen "57%" und "67%" kann niemals aussagefähiger sein als der Skalenanfangs- und -endwert, verknüpft mit der Skalierung - linear, logarithmisch, S-Kurve, (anti)hyperbolisch, cosinus, asymptotisch, oder sogar nicht einmal stetig / eindeutig, z.B. aufgrund einer Hysteresis...
So könnte dazwischen, auch in der Praxis, ein Pegelunterschied von +17.5% versteckt sein, aber ebenso von z.B. 23,7 dB, oder schlimmstenfalls sogar eine Verminderung um meinethalben 2,03 dB, wenn bei "57%" schon Übersteuerung vorlag...

Kurzum, die abgelesenen Werte haben ohne weitere Daten keinerlei Aussagekraft. Allenfalls könnten eine zeitgleiche Erhöhung der AGC-Spannung und des SNR-Wertes zusammen ein grobes Indiz für eine tatsächliche Verbesserung sein.
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Offline bigobelix

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Hi Hesse,

ja ein C ist das, geeignet für sehr hohe Frequenzen. Hab früher mal bis 10GHz-Transceiver alles selber gebaut. Davon liegt hier noch viel an Bauteilen rum. Funken kann ich nicht mehr, weil ich unseren Hotspot und eventuell durch Oberwellen die Linktechnik auf 5GHz stören würde, was mir 2 Ortschaften schwer übel nehmen würden. Zeit habe ich auch keine mehr. :'(

Wenn Du Pech hast mit Deinem verwendete C, kann er eher wie eine Drossel wirken bei den hohen Frequenzen in der ZF vom LNB. Bei mir ging der Pegel nur unwesentlich zurück. Auch muß ich Jürgen recht geben. Was interessiert, ob 50 oder 60? Wichtig ist, das Signal war stark genug fürs Grabben.

Als ich aber das Bild gesehen habe, was Du da gemacht hast, wundere ich mich, daß da überhaupt noch was ging. ;D Es kann auch sein, es geht auf dem einen Transponder ganz gut, aber auf einem anderen gar nicht durch Reflexionen.

bigobelix
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