Autor Thema: UNSINNIGE AUSWAHLVERFAHREN - Mitarbeitersuche als Glücksspiel  (Gelesen 513 mal)

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Jahr für Jahr durchlaufen knapp 30 Millionen Menschen in Deutschland ein Auswahlverfahren bei einer Firma. Experten kommen zu einem überraschenden Ergebnis: Etwa 90 Prozent dieser Verfahren sind unsinnig.

Hamburg - Unseriös, wissenschaftlich nicht fundiert, falsch konzipiert - Experten finden viele Worte, um deutlich zu machen, wie dilettantisch deutsche Firmen neue Mitarbeiter auswählen. Etwa 90 Prozent der Auswahlverfahren seien unsinnig, sagten Experten dem Magazin "Zeit Wissen" zufolge. Viele Chefs wüssten schließlich nicht einmal die konkreten Anforderungen des zu vergebenden Jobs.

Psychologische Tests, in vielen anderen Ländern ein beliebtes Mittel, um Bewerber besser kennen zu lernen, würden hier zu Lande beispielsweise so gut wie gar nicht eingesetzt. In einem Vergleich von 20 Industrienationen liegt Deutschland hier auf dem vorletzten Platz. Dabei würden Psychotests Intelligenz, Wissen oder Verhaltensweisen zuverlässig testen. Manche Tests würden sogar vorhersagen, ob jemand später im Job mobben, trinken, klauen, blaumachen oder Insiderwissen weitergeben wird. Trotzdem würden andere Auswahlverfahren bevorzugt. Schätzungen zufolge kursieren mehrere Tausend Tests auf dem Markt.

Laut einer internationalen Studie des Personalberatungsunternehmens DDI erweist sich jede fünfte Neueinstellung als Fehler. Ein großer Irrtum in den Personalabteilungen ist "Zeit Wissen" zufolge der Glaube, aus einem schriftlichen Lebenslauf Charakterzüge des Bewerbers lesen zu können. Bewerbungsmappen seien "in Wirklichkeit irrelevant", zitiert das Magazin den Bewerbungsforscher Heinz Schuler. Und auch die oft veranstalteten Assessment-Center sind laut Schuler "viel schlechter als ihr Ruf".

Nach Schätzung von Thomas Lang-von Wins, Arbeitspsychologe an der Münchner Bundeswehr-Universität, würden gar bis zu 30 Prozent der deutschen mittelständischen Betriebe auf die Auswahl per Sternzeichen vertrauen. Viele Firmen ließen astrologische Gutachten erstellen. Genauso wenig aussagekräftig sei eine Begutachtung der Handschrift. Wer gebeten werde, einen handschriftlichen Lebenslauf zu verfassen, sollte sich die Mühe gleich sparen.

Lang-von Wins stieß bei einem Forschungsprojekt, in dem er die "Kompetenzbeurteilung von Unternehmen" untersuchte, auf seltsame Auswahlkriterien. So stellte eine Traditionsbäckerei allen Bewerbern die Frage: "Welchen Beruf hatte Ihr Großvater?" Lautete die Antwort Bäcker oder Konditor, schien der Bewerber geeignet. Eine bayerische Behörde entschied bei der Suche nach einem Mitarbeiter für einen Posten, auf dem auch politischer Druck auszuhalten sei: "Wer im schwarzen Anzug und weißem Hemd auftaucht, wird abgelehnt, denn der ist zu angepasst."

Quelle : www.spiegel.de

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