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Siemens,BenQ ...
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Thema: Siemens,BenQ ... (Gelesen 15911 mal)
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SiLæncer
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Banden-Kriminalität auf Vorstandsebene: Siemens unter Schock
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Antwort #60 am:
23 November, 2006, 20:06 »
Die Enthüllungen über eine Bande teils hochrangiger krimineller Mitarbeiter und die Unterschlagung von rund 200 Millionen Euro haben den Siemens-Konzern in einen Schockzustand versetzt. "Das ist erschütternd", sagte ein Siemens-Funktionsträger am Donnerstag. Mit der Verhaftung eines früheren Bereichsvorstands und durch die Beteiligung von Mitarbeitern im Bereich des Controllings habe die Affäre inzwischen eine Dimension erreicht, die kaum jemand im Haus für möglich gehalten habe; die Staatsanwaltschaft sprach davon, nach derzeitigem Stand hätten die Beschuldigten sich "zu einer Bande zusammengeschlossen, um fortgesetzt Untreuehandlungen zum Nachteil der Firma Siemens durch die Bildung schwarzer Kassen im Ausland zu begehen". Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld versuchte, mit der Ankündigung eines harten Vorgehens in die Offensive zu kommen.
Offiziell wollen sich derzeit nur wenige bei Siemens zu dem Skandal äußern. "Ich persönlich arbeite seit 25 Jahren für den Konzern, und es bewegt mich sehr, was da vorgeht", sagte am Donnerstag der Chef der Siemens-Tochter Osram, Martin Goetzeler. Er könne nur versichern, dass "der gesamte Vorstand von Siemens und die Führungsmannschaft daran interessiert sind, dass die Vorwürfe aufgeklärt werden und dass die Kooperation mit der Staatsanwaltschaft vollständig fortgesetzt wird".
Auch Kleinfeld kündigte eine schonungslose Aufklärung an. Mitarbeiter, bei denen sich der Verdacht auf ungesetzliches Verhalten erhärte, würden "unmittelbar suspendiert". Obwohl allerdings zum Beispiel der Geschäftsführer einer Siemens-Tochter seit einer Woche in Haft sitzt, hat es bisher offenbar noch keine Suspendierungen gegeben. In jedem Fall will der Konzern die Verhaltensregeln für seine Mitarbeiter deutlich verschärfen.
Experten betonen, wie wichtig das aktive Vorgehen eines Unternehmens gegen Korruption ist. Es reiche nicht, einmal Verhaltensregeln aufzustellen und sich ansonsten auf Staatsanwaltschaft und Polizei zu verlassen. "Korruption ist ein Kontrolldelikt", sagte Stefan Heißner, Korruptionsexperte bei der Beratungsgesellschaft Ernst & Young in München. Fälle würden meist nur durch aktive Maßnahmen oder Hinweise aufgedeckt.
Auch Maxim Worcester vom weltweit aktiven Beratungskonzern Control Risks betont, dass es mit einfachen Verhaltensregeln nicht getan ist. "Sie müssen auch nach innen und außen gelebt und vertreten werden." Die Beratungsfirma stellt vielfach fest, dass die Regeln in den Unternehmen kaum bekannt sind. "Das muss von den Chefs und Managern immer wieder thematisiert werden."
Trotz der enormen Dimension des Falles wird im Umfeld des Konzerns betont: "Das ist nicht Siemens." Zum einen handle es sich bei den etwa ein Dutzend Verdächtigen verglichen mit den weltweit über 450.000 Beschäftigten um eine kleine Zahl. Zudem konzentrierten sie sich vor allem auf einen Bereich des breit aufgestellten Konzerns – die Festnetzsparte Com: "Wir haben es offenbar mit einer Com-Bande zu tun." Zumindest die politische Verantwortung für die Vorfälle wird dabei derzeit von vielen Thomas Ganswindt zugeschrieben. Der Manager war Chef der früheren Festnetzsparte ICN und verantwortete das Geschäft eine Zeit lang im Zentralvorstand. Allerdings hat er den Konzern vor einigen Wochen verlassen.
Quelle :
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IG Metall: Siemens sagt bis zu 180 Millionen Euro für BenQ-Mitarbeiter zu
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Antwort #61 am:
24 November, 2006, 15:25 »
Der Elektrokonzern Siemens will nach Angaben der IG Metall bis zu 180 Millionen Euro für die von der Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile betroffenen Beschäftigten zur Verfügung stellen. Das Geld sei für die beiden vereinbarten Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften vorgesehen, sagte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer laut dpa. "Damit hat Siemens endlich Verantwortung übernommen und stellt nun viel, viel mehr als die ursprünglich beabsichtigten 35 Millionen Euro zur Verfügung." Siemens erklärte, die Finanzierung der Beschäftigungsgesellschaften sei gesichert. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter sei ein Weg gefunden worden, im Ergebnis weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, teilte das Unternehmen mit.
Durch die Pleite des Handy-Herstellers, der früher zu Siemens gehörte und an den taiwanesischen Elektrokonzern BenQ abgegeben worden war, hatten rund 2000 der 3000 Beschäftigte in Deutschland ihre Jobs verloren. BenQ hatte dem kränkelnden Handyhersteller kaum ein Jahr nach der Übernahme den Geldhahn zugedreht und ihn in die Insolvenz geschickt. Nach der Pleite waren erste Vorwürfe gegen Siemens laut geworden, der Konzern habe sich so der problematischen Handysparte entledigt und BenQ noch eine millionenschwere "Abwrackprämie" gezahlt. Siemens hatte dagegen erklärt, BenQ habe sein Versprechen gebrochen, das Unternehmen prüfe nun auch rechtliche Möglichkeiten gegen die Taiwaner.
Die Höhe der von Siemens zur Verfügung gestellten Mittel hänge davon ab, wie viele der Beschäftigten in die Transfergesellschaften wechseln und wie lange sie dort verbleiben, sagte Neugebauer. Sollten alle betroffenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz bei Siemens bekommen, müssten theoretisch keine Zahlungen geleistet werden. Der Höchstbetrag von 180 Millionen Euro werde dagegen notwendig, wenn alle betroffenen Beschäftigten in München und am nordrhein-westfälischen Standort Kamp-Lintfort in die Gesellschaften wechseln, zwölf Monate dort verbleiben und dann noch eine so genannte Arbeitsplatz-Startprämie in Anspruch nähmen.
Arbeitnehmervertreter haben die verstärkte Unterstützung des Siemens-Konzerns für die mehr als 3000 BenQ-Mobile-Beschäftigten begrüßt. "Die Situation für die Menschen ist und bleibt bitter", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, gegenüber dpa. Der Gewerkschaft sei es aber gelungen, das Siemens-Management in die Verantwortung zu nehmen. Nach wie vor müsse es darum gehen, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann sprach von "Schadensbegrenzung". Der Fall BenQ sei "ein anschauliches Beispiel dafür, wie ergebnisorientierte Portfoliobereinigung in die Hose gehen kann". Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von BenQ, Michael Leucker, sagte: "Die ganz große Katastrophe wurde abgewendet." Nun müsse ein tragfähiges Fortführungskonzept gefunden werden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten.
Derweil berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), dass der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung sich für BenQ Mobile interessiere und an eine Übernahme denke. Erste Kontakte seien bereits hergestellt worden. Details, wie weit die Verhandlungen gediehen seien und wie stark das Interesse von Samsung an einer Übernahme überhaupt sei, drangen bislang aber nicht an die Öffentlichkeit.
[Update]:
Siemens wies die Gewerkschaftsangaben über die möglicherweise anfallenden Millionen-Ausgaben für die beschäftigungsgesellschaft laut dpa als "absolut falsch" zurück – ohne allerdings eigene Angaben machen zu können, mit welchen Kosten Siemens selbst denn kalkuliert. Da unklar sei, wie viele der insgesamt 3000 von der Insolvenz betroffenen Beschäftigten in die Transfergesellschaften wechselten und wie lange sie dort verbleiben, seien bisher noch keine seriösen Prognosen zu den Mitteln möglich, meint man bei Siemens. Die Gewerkschaft dagegen hatte ihre Angaben explizit auf ein "Worst-Case-Scenario" gestützt und erwähnt, dass Siemens praktisch ohne weitere Zahlungen davon käme, wenn alle BenQ-Mobile-Mitarbeiter von dem Elektrokonzern übernommen würden.
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SCHMIERGELDZAHLUNGEN - Ex-Siemens-Mann belastet Vorstand
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Antwort #62 am:
25 November, 2006, 10:15 »
Schwarze Kassen, Schmiergelder, ein weltweites Korruptionsnetz: Der Siemens-Führungsspitze sollen die Machenschaften von Managern bekannt gewesen sein, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ein inhaftierter Ex-Siemens-Mitarbeiter belaste den früheren Vorstand Ganswindt schwer.
München - Über die mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen von Siemens soll nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) auch die Konzernspitze informiert gewesen sein. Nach Aussage eines langjährigen Mitarbeiters, der in Untersuchungshaft sitzt, kannte der frühere Vorstand, Thomas Ganswindt, die schwarzen Kassen und die Korruptionspraktiken des Konzerns, berichtet die "SZ".
Die Münchner Justiz hat sechs Siemens-Angestellte wegen des Verdachts der Untreue verhaftet und prüft, ob schwarze Kassen mit 200 Millionen Euro für Schmiergeldzahlungen eingerichtet wurden.
Der ehemalige Mitarbeiter hat dem Bericht zufolge ein umfassendes Geständnis abgelegt und Ganswindt schwer belastet. Dieser habe über Schwarzgelder und die weltweite Korruption Bescheid gewusst. Ganswindt arbeitet mittlerweile nicht mehr bei Siemens, er wechselte vor wenigen Monaten an die Spitze eines anderen Unternehmens.
Ganswindt war 2004 in Zentralvorstand berufen worden
Der "SZ" ließ Ganswindt mitteilen, er verfolge "die laufenden Ermittlungen bei Siemens sehr aufmerksam". Sollte es erforderlich sein, werde er "selbstverständlich mit der Staatsanwaltschaft und anderen Behörden kooperieren". Zu einem laufenden Verfahren wolle er sich aber öffentlich nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft München I ließ die Frage unbeantwortet, ob sie inzwischen auch gegen Ganswindt ermittle.
Ganswindt gehörte dem Siemens-Vorstand seit Ende 2002 an und war im Oktober 2004 in den engsten Führungszirkel, den Zentralvorstand, berufen worden. Dort war er unter anderem für die Sparte Telekommunikation zuständig. In diesem Geschäftsbereich waren nach den bisherigen Ermittlungen in den vergangenen zehn Jahren schwarze Kassen in Österreich und der Schweiz angelegt und mit mehr als 200 Millionen Euro gefüllt worden.
Der inhaftierte Mitarbeiter sagte nach "SZ"-Informationen bei seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft aus, er sei Anfang 2004 bei Ganswindt gewesen und habe ihm geraten, die intern als "Provisionen" bezeichneten Schmiergeldzahlungen deutlich zu senken, da es ansonsten strafrechtliche Probleme geben könne. Ganswindt habe bei dieser Gelegenheit wissen wollen, welche Beträge wohin flössen. Der Ex-Mitarbeiter antwortete demnach, dass rund 15 Millionen Euro im Jahr nach Griechenland gingen, etwa 10 Millionen nach Nigeria und ebenfalls rund 10 Millionen Euro in Länder der ehemaligen Sowjetunion. Ganswindt habe dazu erklärt, er wolle darauf hinwirken, dass diese Provisionszahlungen gesenkt würden.
Aufsichtsratschef von Pierer kündigt Aufklärung an
Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer sieht das Unternehmen durch die Korruptionsaffäre in seinen Grundlagen gefährdet und hat deshalb eine kompromisslose Aufklärung der Vorwürfe angekündigt. Zusammen mit Vorstandschef Klaus Kleinfeld schrieb Pierer in einem Brief an die Mitarbeiter: "Kein Mitarbeiter, kein Manager kann sich darauf berufen, er habe nicht gewusst, was in unserem Hause in Sachen Verhaltensethik erwartet wird."
Weiter heißt es in dem Brief: "In einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft München ist in diesem Zusammenhang sogar von 'Bandenbildung' die Rede. Wir halten es nicht für übertrieben, wenn wir feststellen, dass es hier um die Fundamente unseres auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmens geht". Jetzt müsse ein Ruck durch das Unternehmen gehen. Um das Unternehmen wieder nach vorne zu bringen, "müssen wir kompromisslos aufräumen", kündigte die Siemens-Spitze an. Die Glaubwürdigkeit von Siemens' gesellschaftlicher Verantwortung sei bedroht.
Liechtenstein ermittelt wegen Bestechung
Die Staatsanwälte in München sowie in Österreich, Italien und der Schweiz prüfen, ob aus den schwarzen Kassen auch Schmiergeld für Aufträge in Griechenland, Nigeria und anderen Ländern gezahlt wurde.
Die Liechtensteiner Justiz teilte mit, sie ermittle seit Ende November 2004 gegen zwei ehemalige Siemens-Mitarbeiter und zwei weitere Personen wegen Verdachts der Untreue, Geldwäsche und Bestechung. "Beim Vorwurf der Bestechung, geht es um Zahlungen im Zusammenhang mit Geschäften der Siemens AG im Bereich Telekommunikation in Asien, Afrika und Europa", erklärte der Leitende Staatsanwalt Robert Wallner.
Siemens habe erklärt, nicht geschädigt zu sein, und die Einstellung des Strafverfahrens gegen die vier Verdächtigen verlangt. Nach heutigem Erkenntnisstand seien in diesem Zusammenhang 7,6 Millionen Euro über Konten in Liechtenstein transferiert worden.
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Siemens- Schmiergelder: 100 Millionen Euro Schwarzgeld flossen über Dubai
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Antwort #63 am:
25 November, 2006, 15:16 »
Die Siemens-Verdächtigen betrieben offenbar eine weltumspannende Schmiergeldmaschine: Sie transferierten 100 Millionen Euro nach Dubai, von dort in die Karibik, dann zurück in die Schweiz. Auch ein Siemens-Vorstand soll von den schwarzen Kassen gewusst haben.
München - Die hundert Millionen Euro sind nach Informationen des SPIEGEL unter anderem über eine Firma namens Fiberlite nach Dubai geflossen. Von dort aus ging ein Teil der Gelder über Briefkastenfirmen in der Karibik auf die Schweizer Konten eines ehemaligen griechischen Siemens-Managers. Der Grieche war bis Anfang April in der Chefetage des griechischen Siemens-Com-Ablegers beschäftigt. Über ihn, so vermuten Ermittler, könnten Bestechungsgelder an staatliche Institutionen geflossen sein.
Gezahlt wurde angeblich, um im Rahmen der Olympischen Spiele 2004 in Athen den Auftrag für ein Sicherheitssystem zu ergattern, sowie für weitere Großprojekte, darunter womöglich Arbeiten im Zusammenhang mit der Athener U-Bahn. Inzwischen ermittelt auch die Athener Staatsanwaltschaft. Auf den Schweizer Konten des Siemens-Managers lagerten nach Erkenntnissen der Ermittler zuletzt mehr als 30 Millionen Euro.
Auch Siemens-Vorstandsmitglied informiert
Über die mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen von Siemens soll nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) auch die Konzernspitze informiert gewesen sein. Nach Aussage eines langjährigen Mitarbeiters, der in Untersuchungshaft sitzt, kannte der frühere Vorstand, Thomas Ganswindt, die schwarzen Kassen und die Korruptionspraktiken des Konzerns, berichtet das Blatt.
Die Münchner Justiz hat sechs Siemens-Angestellte wegen des Verdachts der Untreue verhaftet und prüft, ob schwarze Kassen mit 200 Millionen Euro für Schmiergeldzahlungen eingerichtet wurden.
Der ehemalige Mitarbeiter hat dem Bericht zufolge ein umfassendes Geständnis abgelegt und Ganswindt schwer belastet. Dieser habe über Schwarzgelder und die weltweite Korruption Bescheid gewusst. Ganswindt arbeitet mittlerweile nicht mehr bei Siemens, er wechselte vor wenigen Monaten an die Spitze eines anderen Unternehmens.
Der "SZ" ließ Ganswindt mitteilen, er verfolge "die laufenden Ermittlungen bei Siemens sehr aufmerksam". Sollte es erforderlich sein, werde er "selbstverständlich mit der Staatsanwaltschaft und anderen Behörden kooperieren". Zu einem laufenden Verfahren wolle er sich aber öffentlich nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft München I ließ die Frage unbeantwortet, ob sie inzwischen auch gegen Ganswindt ermittle.
15 Millionen für Griechenland, 10 Millionen für Nigeria
Ganswindt gehörte dem Siemens-Vorstand seit Ende 2002 an und war im Oktober 2004 in den engsten Führungszirkel, den Zentralvorstand, berufen worden. Dort war er unter anderem für die Sparte Telekommunikation zuständig. In diesem Geschäftsbereich waren nach den bisherigen Ermittlungen in den vergangenen zehn Jahren schwarze Kassen in Österreich und der Schweiz angelegt und mit mehr als 200 Millionen Euro gefüllt worden.
Der inhaftierte Mitarbeiter sagte nach "SZ"-Informationen bei seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft aus, er sei Anfang 2004 bei Ganswindt gewesen und habe ihm geraten, die intern als "Provisionen" bezeichneten Schmiergeldzahlungen deutlich zu senken, da es ansonsten strafrechtliche Probleme geben könne. Ganswindt habe bei dieser Gelegenheit wissen wollen, welche Beträge wohin flössen. Der Ex-Mitarbeiter antwortete demnach, dass rund 15 Millionen Euro im Jahr nach Griechenland gingen, etwa 10 Millionen nach Nigeria und ebenfalls rund 10 Millionen Euro in Länder der ehemaligen Sowjetunion. Ganswindt habe dazu erklärt, er wolle darauf hinwirken, dass diese Provisionszahlungen gesenkt würden.
Aufsichtsratschef von Pierer kündigt Aufklärung an
Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer sieht das Unternehmen durch die Korruptionsaffäre in seinen Grundlagen gefährdet und hat deshalb eine kompromisslose Aufklärung der Vorwürfe angekündigt. Zusammen mit Vorstandschef Klaus Kleinfeld schrieb Pierer in einem Brief an die Mitarbeiter: "Kein Mitarbeiter, kein Manager kann sich darauf berufen, er habe nicht gewusst, was in unserem Hause in Sachen Verhaltensethik erwartet wird."
Weiter heißt es in dem Brief: "In einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft München ist in diesem Zusammenhang sogar von 'Bandenbildung' die Rede. Wir halten es nicht für übertrieben, wenn wir feststellen, dass es hier um die Fundamente unseres auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmens geht". Jetzt müsse ein Ruck durch das Unternehmen gehen. Um das Unternehmen wieder nach vorne zu bringen, "müssen wir kompromisslos aufräumen", kündigte die Siemens-Spitze an. Die Glaubwürdigkeit von Siemens' gesellschaftlicher Verantwortung sei bedroht.
Liechtenstein ermittelt wegen Bestechung
Die Staatsanwälte in München sowie in Österreich, Italien und der Schweiz prüfen, ob aus den schwarzen Kassen auch Schmiergeld für Aufträge in Griechenland, Nigeria und anderen Ländern gezahlt wurde.
Die Liechtensteiner Justiz teilte mit, sie ermittle seit Ende November 2004 gegen zwei ehemalige Siemens-Mitarbeiter und zwei weitere Personen wegen Verdachts der Untreue, Geldwäsche und Bestechung. "Beim Vorwurf der Bestechung, geht es um Zahlungen im Zusammenhang mit Geschäften der Siemens AG im Bereich Telekommunikation in Asien, Afrika und Europa", erklärte der Leitende Staatsanwalt Robert Wallner.
Siemens habe erklärt, nicht geschädigt zu sein, und die Einstellung des Strafverfahrens gegen die vier Verdächtigen verlangt. Nach heutigem Erkenntnisstand seien in diesem Zusammenhang 7,6 Millionen Euro über Konten in Liechtenstein transferiert worden.
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SIEMENS- FINANZAFFÄRE - Auch Korruptionsjäger sollen verstrickt sein
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Antwort #64 am:
27 November, 2006, 09:11 »
In den Skandal um schwarze Kassen und Schmiergeldzahlungen bei Siemens soll auch die Anti-Korruptionsabteilung des Konzerns verwickelt sein. Dies hat ein Beschuldigter laut einem Zeitungsbericht gegenüber den Behörden ausgesagt.
München - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) hat einer der Beschuldigten gegenüber der Staatsanwaltschaft erklärt, zwei Führungskräfte aus der Abteilung Compliance seien über die Schwarzgeldkonten im Bilde gewesen und hätten sogar versucht, deren Existenz zu vertuschen.
Als 2002 die Gefahr bestanden habe, dass schwarze Kassen in Österreich enttarnt werden könnten, habe eine dieser beiden Führungskräfte intern mitgeteilt, man müsse sich ein anderes Modell überlegen. Die andere Führungskraft habe 2006 darauf gedrungen, alles zu verheimlichen. Siemens, man sei über diese Aussagen nicht informiert.
Aktionärsschützer fordern den Siemens-Konzern nun zu einer raschen Aufklärung der Schmiergeldvorwürfe auf. "Das muss personelle Konsequenzen haben", sagte der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Michael Kunert, der "Berliner Zeitung". "Bei Siemens muss aufgeräumt werden. Es muss von unten bis nach oben durchleuchtet werden, wer von der Affäre etwas gewusst und nichts weiter gemeldet hat. Und wer davon gewusst hat, der muss gehen", sagte Kunert.
Der Aktionärsschützer warnte zugleich vor den Folgen solcher dubiosen Geschäfte. "Die Spätfolgen sind in der Regel verheerend. Vor allem besteht die Gefahr, dass sich Kunden von korrupten Unternehmen abwenden und etwa bei der Vergabe künftiger Aufträge nicht mehr berücksichtigen", sagte Kunert. Das schade langfristig nicht nur dem Konzern, sondern könne auch Schaden in der gesamten deutschen Industrie anrichten, weil man dem Wort Made in Germany nicht mehr traue.
Kunert sagte weiter, man könne nicht ausschließen, dass so etwas auch bei anderen Unternehmen vorgekommen sei oder noch vorkomme. "Es ist zumindest befremdlich, dass jetzt nach VW mit Siemens der zweite große Dax-Konzern in interne Korruptionsaffären verwickelt worden ist. Da stellt sich die Frage durchaus, inwiefern die internen Kontrollmechanismen der Unternehmen greifen, um so etwas früh zu erkennen", sagte Kunert.
Der Aktionärsschützer forderte die Unternehmen auf, die internen Kontrollmechanismen zu verbessern. "Da muss offenbar viel getan werden. Die Unternehmenskultur muss sich ändern. Es sollte in allen großen Unternehmen Anti-Korruptionsabteilungen geben, die solchen Betrug möglichst verhindern oder frühzeitig aufdecken und zur Anzeige bringen."
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BenQ-Mobile-Chef schmeißt hin
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Antwort #65 am:
28 November, 2006, 09:13 »
Der Geschäftsführer des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile, Clemens Joos, ist von seinem Amt zurückgetreten. Ein Sprecher des Unternehmens habe entsprechende Informationen bestätigt, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihrer Dienstagsausgabe. Joos habe seinen Rücktritt bereits am Freitag eingereicht. Unternehmensangaben zufolge soll der Schritt aus persönlichen Gründen erfolgt sein, nachdem man eine Lösung für die Transfergesellschaft gefunden habe und Investorengespräche angelaufen seien.
Der 48-jährige Joos, der nach der Übernahme der defizitären Handysparte von Siemens durch den taiwanischen Hersteller BenQ zum CEO von BenQ Mobile ernannt wurde, bleibe vorerst jedoch Mitarbeiter von BenQ Mobile, schreibt die Süddeutsche. Das Unternehmen hatte nach hohen Verlusten Ende September Insolvenz angemeldet. Die IG Metall teilte zuletzt mit, Siemens habe bis zu 180 Millionen Euro für BenQ-Mitarbeiter zugesagt, die in Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften aufgefangen werden sollen. Der Elektronikkonzern wies die Gewerkschaftsangaben jedoch "als absolut falsch" zurück.
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Korruptionsaffäre: Siemens droht Millionenstrafe in den USA
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Antwort #66 am:
29 November, 2006, 12:45 »
Der Korruptionsskandal bei Siemens zieht nun auch in den USA Kreise. Dem Konzern drohen Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC. Sollte sich herausstellen, dass durch illegale Machenschaften die Interessen von Anlegern geschädigt wurden, kommen auf das Unternehmen Millionenzahlungen zu.
Hamburg - Im Korruptionsskandal beim Elektrokonzern Siemens will die US-Börsenaufsicht SEC möglicherweise Ermittlungen aufnehmen. Bislang sei jedoch noch kein offizieller Beschluss gefallen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf SEC-Kreise.
Siemens könnten dem Bericht zufolge Strafzahlungen in Millionenhöhe drohen. Im Fall von Bestechungen, Schmiergeldzahlungen und schwarzen Kassen könne die SEC sogar die Börsenzulassung entziehen. Es gehe um die Frage, inwieweit durch illegale Machenschaften die Interessen von Anlegern geschädigt wurden. Die SEC beruft sich dabei auf den sogenannten Foreign Corrupt Practices Act (FCPA). Das Gesetz ermögliche es, auch gegen die Bestechung von ausländischen Amtsträgern vorzugehen.
In Deutschland hat der Korruptionsskandal zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Laut "SZ" hat der Konzern vier Mitarbeiter wegen der Vorwürfe von ihren Aufgaben entbunden und vorläufig suspendiert. Das "Handelsblatt" berichtet von fünf suspendierten Mitarbeitern. Um wie viele es sich tatsächlich handelt, wollte ein Unternehmenssprecher nicht sagen; es sei aber eine "überschaubare Anzahl".
Sechs Siemens-Mitarbeiter sitzen bereits wegen des Verdachts, schwarze Kassen in Österreich und der Schweiz angelegt und mit mehr als 200 Millionen Euro gefüllt zu haben, in Untersuchungshaft.
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KORRUPTIONSSKANDAL-Siemens- Manager nennt erstmals Schmiergeldempfänger
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Antwort #67 am:
02 Dezember, 2006, 13:45 »
Im Korruptionsskandal beim Siemens-Konzern hat ein Manager des Unternehmens erstmals konkrete Adressaten von Schmiergeldzahlungen genannt. Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 sollen Millionenbeträge an griechische Regierungsmitarbeiter geflossen sein.
Hamburg/München - Der in den Fall verwickelte Manager räumte nach Informationen des SPIEGEL gegenüber der Münchner Staatsanwaltschaft ein, dass im Zusammenhang mit einem Sicherheitssystem für die Olympischen Spiele in Athen Gelder an Entscheidungsträger sowohl im Innen- als auch im Verteidigungsministerium gezahlt worden sein. Offenbar erhielt der frühere Athener Statthalter des Konzerns jährlich zwischen acht und zehn Prozent des jeweiligen Jahresumsatzes von Siemens Griechenland, um die Geschäfte mit Bargeld zur fördern. Mitunter rund zehn Millionen Euro.
Der aussagewillige Manager, der das System der schwarzen Kassen mit aufgebaut hat, ist am Freitag aus der Haft entlassen worden. Siemens wollte sich mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht zu dem Fall äußern.
Sollten sich die Vermutungen der Ermittler bestätigen, wonach allein in den vergangenen fünf Jahren rund 200 Millionen Euro Schmiergeld über die schwarzen Kassen geflossen sein sollen, drohen Siemens Steuernachzahlungen von bis zu 60 Millionen Euro plus Strafen. Als Reaktion auf die Affäre wollen einige Aufsichtsräte nun bei ihrer nächsten Sitzung am 11. Dezember unter anderem verlangen, das Präsidium und den Prüfungsausschuss des Kontrollgremiums personell zu verstärken und die Korruptionsaufsicht künftig direkt bei Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld anzusiedeln.
Die Staatsanwaltschaft untersucht offenbar auch, welche Rolle der Siemens-Buchprüfer KPMG spielt. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" vorab berichtete, seien KPMG-Firmenräume in München bereits am 17. November durchsucht worden. Insider hätten berichtet, KPMG sei bei Buchprüfungen mehrfach auf dubiose Geldströme gestoßen und habe die dem Unternehmen gemeldet. Die Ermittler untersuchten nun, wer an der Siemens-Spitze zu welchem Zeitpunkt entsprechende Hinweise von KPMG erhalten haben könnte.
In der Schmiergeldaffäre sitzen noch fünf Siemens-Mitarbeiter in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, schwarze Kassen in Österreich und der Schweiz angelegt und mit mehr als 200 Millionen Euro gefüllt zu haben.
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SCHMIERGELD- AFFÄRE - Siemens gibt Existenz eines Geheimkontos zu
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Antwort #68 am:
06 Dezember, 2006, 20:57 »
Siemens räumt erstmals die Existenz eines Geheimkontos ein - in einem Brief an ein Athener Gericht. Der Konzern reichte mit dem Brief Klage gegen einen einstigen Griechenland-Manager ein: Er habe Geld von dem Konto für unbekannte Zwecke verwendet. Will Siemens so den Korruptions-Verdacht vom Konzern abwenden?
Hamburg - Nur einen Tag vor der großen Durchsuchungsaktion der Staatsanwaltschaft München am 15. November - mit der die Affäre um die Schmiergeldtöpfe des Elektro-Multis öffentlich wurde - reichte die Siemens AG Klage gegen den ehemaligen Generaldirektor Telekommunikation und Informatik von Siemens Griechenland ein. Dem langjährigen Siemens-Manager M. wird von seinem früheren Arbeitgeber zur Last gelegt, über die Verwendung von rund acht Millionen Euro aus den vermeintlichen schwarzen Kassen des Konzerns in der Schweiz keine Belege abgegeben zu haben. Das Geld hatte M. anschließend auf sein eigenes Konten in Griechenland überwiesen.
In der siebenseitigen Klageschrift gibt Siemens zu, dass ein Konto bei der Dresdner Bank in der Schweiz Siemens gehörte, über das nach Ansicht von Ermittlern in München und der Schweiz Schmiergelder für Aufträge im Ausland gewaschen wurden. Den Ausführungen der Siemens-Anwälte zufolge zählte das Konto bei der Dresdner Bank in Zürich zu den "finanziellen Interessen unserer Firma". M. habe es lediglich "verwaltet".
Der Weltkonzern wirft seinem Statthalter in Griechenland vor, über die Verwendung von zwei Millionen Euro, die er am 24. September 2003 von diesem Konto auf sein Privatkonto bei der Société Générale Hellas transferiert hatte, keinerlei Rechenschaft abgelegt zu haben. Am 28. Januar 2005 soll der Manager "auf die gleiche Art und Weise" erneut sechs Millionen Euro von der Dresdner Bank in der Schweiz auf sein Privatdepot überwiesen haben, ohne gegenüber Siemens die Verwendung des Geldes zu erklären.
Ausweislich der Klageschrift sollte das Millionendepot in der Schweiz von M. für die Bewältigung von "außerordentlichen, direkten und laufenden Bedürfnissen unseres Unternehmens" eingesetzt werden. Soll diese verquerte Formulierung womöglich bedeuten, das M. beispielsweise befugt war hochrangige Entscheidungsträger zu schmieren, um so an millionenschwere Aufträge in Griechenland zu gelangen? Siemens wollte gegenüber SPIEGEL ONLINE wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft München diese Frage nicht beantworten.
M. nutzte das Geld auch für den Balkan
Offenbar konnte M. aber nicht nur über Siemens-Millionen verfügen, wenn es darum ging, "außerordentliche Bedürfnisse" in Griechenland zu lösen. Er tat dies, ausweislich der Klageschrift, auch "auf dem Balkan und in anderen Ländern". M habe dafür Gelder "in vielen Millionen Euro Höhe" für den Konzern verwaltet. Er habe dabei das "völlige Vertrauen" des Konzernvorstandes und von Siemens Griechenland genossen. Nun aber will die Siemens AG die acht Millionen Euro "plus Zinsen" von seinem früheren Top-Manager zurück.
Stellt sich jedoch die Frage, warum das Unternehmen in diesem Fall M. nicht gleich wegen Untreue oder Betrugs angezeigt hat. Oder wollte der Konzern mit der Klage womöglich zu Beginn der Münchner Schmiergeld-Ermittlungen nur dokumentieren, dass man keine Ahnung habe, wofür die acht Millionen nach Griechenland tatsächlich geflossen sind? Siemens bestreitet ein solches Vorgehen. Die Klage sei erst so spät erfolgt, weil die "notwendigen internen Untersuchungen einen entsprechenden Zeitraum in Anspruch genommen haben".
Insider glauben nicht an Prozess
Der Konzern und der Manager hatten sich am 6. April diesen Jahres zunächst einvernehmlich voneinander getrennt, nachdem M. nur wenige Tage zuvor von der Berner Bundesanwaltschaft zu dem Geldwäscheverdacht der Dresdner Bank vernommen worden war, der die Affäre und die schwarzen Kassen von Siemens im August 2005 ausgelöst hatte. M. soll in dem Gespräch angedeutet haben, dass mit dem Geld neue Märkte "bearbeitet" worden sein sollen.
Nach Erkenntnissen der Schweizer Bundesanwaltschaft soll M. Zugriff auf mehrere Konten gehabt haben, auf denen zwischenzeitlich rund 41 Millionen Euro lagerten. Die Ermittler in Bern haben die Konten inzwischen wegen der Verdachts der Geldwäsche und der "korrupten Bearbeitung von Märkten" eingefroren.
Insider halten es unterdessen für wenig wahrscheinlich, dass es Siemens vor dem Athener Landgericht wirklich zu einem Prozess kommen lässt. Zu groß wäre die Gefahr, dass M. dort Summen und Namen nennen würden, die er mit dem Siemens-Geld möglicherweise bedacht haben könnte. Doch bis dahin ist noch etwas Zeit, den schmierigen Fall womöglich geräuschloser aus der Welt zu schaffen. Der erste Verhandlungstermin wurde auf den 1. November nächsten Jahres angesetzt.
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SCHMIERGELD- AFFÄRE - Siemens soll Vernehmung von Aufsichtsrat abgeblockt haben
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Antwort #69 am:
06 Dezember, 2006, 23:21 »
Siemens hat der "Süddeutschen Zeitung" zufolge Anfang des Jahres verhindert, dass Liechtensteiner Ermittler einen Aufsichtsrat zu den Geldwäsche- und Bestechungsvorwürfen vernahmen. Laut dem Bericht gibt es Hinweise, dass Siemens seit 2004 von der Affäre wusste - sie aber keineswegs aufklärte.
München - Siemens hat dem Bericht zufolge Anfang 2006 das Ansinnen des Landgerichtes Liechtenstein abgelehnt, ein Mitglied des Aufsichtsrates als Zeugen in einem Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche und Bestechung zu vernehmen. Die Behörden in Liechtenstein ermitteln schon seit zwei Jahren wegen schwarzer Kassen und mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen bei Siemens.
Die Liechtensteiner Ermittler wollten nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" die Konzernspitze frühzeitig mit ihren Erkenntnissen konfrontieren und ein Mitglied des Aufsichtsrates als Zeugen vernehmen. Das sei aber von dem Unternehmen abgeblockt worden, was dem Bericht zufolge mehrere Briefwechsel dokumentieren. Entsprechende Bitten des Fürstlichen Landgerichts in der Landeshauptstadt Vaduz vom 25. November 2005 und 4. Januar 2006 habe der Anwalt von Siemens in Liechtenstein in Abstimmung mit der Konzernzentrale zurückgewiesen - in Antwortschreiben am 5. Januar 2006 und später noch einmal am 11. April 2006.
Im Aufsichtsrat löste diese Nachricht der "SZ" zufolge am Mittwoch Erstaunen aus. Die Bitte aus Liechtenstein sei ihm nicht bekannt, sagte ein Mitglied des Kontrollgremiums. Überhaupt habe man im Aufsichtsrat nichts von den Ermittlungen in Liechtenstein gewusst.
Aus Briefwechseln zu dem Verfahren geht der Zeitung zufolge allerdings hervor, dass die Siemens AG schon seit zwei Jahren über offenkundige Schwarzgeldkonten im Bilde war, auf die Staatsanwälte in Liechtenstein bei ihren Nachforschungen gestoßen waren. Der Konzern soll sogar mehrere Millionen Euro zurückgebucht haben, die dort gefunden worden waren. Die Siemens AG hätte demnach seit 2004 frühzeitig den Skandal intern aufklären und gegebenenfalls die Staatsanwaltschaft in Deutschland einschalten können, was aber nicht geschehen sei.
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Nach der Handy-Pleite: BenQ ist in Geldnot
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Antwort #70 am:
08 Dezember, 2006, 13:44 »
Nach der Insolvenz des Münchner Handy-Herstellers BenQ Mobile muss nun auch der taiwanische Mutter-Konzern um seine wirtschaftiche Situation fürchten. Der Verlust lag im dritten Quartal bei 293 Millionen Euro, die Pleite soll das Unternehmen mehr als 800 Millionen Euro gekostet haben.
Um BenQ Mobile steht es nicht gut: nachdem der Mutter-Konzern im September den Geldhahn zudrehte und den Münchner Hersteller in die Insolvenz schickte, herrschten zuletzt Gerüchte , dass BenQ ebenfalls in finanziellen Problemen stecken würde, sogar von einer Übernahme durch einen Konkurrenten war die Rede. Allein im dritten Quartal lag der Verlust des taiwanischen Herstellers bei 293 Millionen Euro, wodurch er wirtschaftlich an Schlagkraft verlor.
Allein die Pleite von BenQ Mobile soll den Konzern mehr als 800 Millionen Euro gekostet haben, geplant ist nun die Emission einer Umtauschanleihe auf die Aktien an AU Optronics, an dem die Asiaten mit 9,6 Prozent beteiligt sind. Der Wert der Anteile beläuft sich auf 760 Millionen Euro. Von Kreditgebern erhofft sich BenQ Einnahmen von 140 Millionen Euro.
Die Offensive auf dem deutschen Markt ging für BenQ nach hinten los, seit der Übernahme der ehemaligen Mobilfunk-Sparte von Siemens im Herbst 2005 steht der Konzern, der im Jahre 2001 vom Computer-Hersteller Acer getrennt wurde, in den roten Zahlen. Bereits in der vergangenen Woche teilte eine Sprecherin des Insovlenz-Verwalters von BenQ Mobile mit, dass eine Lösung für den Münchner Hersteller, der in Deutschland etwa 3000 Arbeitsplätze unterhält, noch in diesem Jahr gefunden werde.
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Siemens: Zeitung berichtet über sechs Geständnisse
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Antwort #71 am:
09 Dezember, 2006, 10:07 »
Bei den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft wegen schwarzer Kassen und Schmiergeldzahlungen bei Siemens gibt es einem Pressebericht zufolge neue Entwicklungen: Sechs aktive und ehemalige Mitarbeiter sollen Geständnisse abgelegt haben, unter ihnen auch ein Top-Manager.
München - Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist unter den geständigen Siemens-Mitarbeitern auch Michael Kutschenreuter, ehemaliger Finanzvorstand der Sparte Telekommunikation (Com). "Herr Kutschenreuter sagt umfassend aus", sagten die beiden Anwälte des Managers, Leonard Walischewski und Thilo Pfordte, der Zeitung zufolge. Kutschenreuter ist der einzige Topmanager, der bislang in Untersuchungshaft sitzt.
Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte vor zwei Wochen in einem Brief an die Belegschaft mitgeteilt, man werde "kompromisslos aufräumen". Von Kutschenreuter erhoffen sich die Ermittler offenbar auch neue Erkenntnisse, ob und inwieweit die Konzernspitze in den Skandal verwickelt ist. Ein ehemaliger Zentralvorstand, Thomas Ganswindt, ist bereits schwer belastet worden.
Die sechs geständigen Siemens-Mitarbeiter sollen laut Bericht zugegeben haben, schwarze Kassen in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich installiert oder ermöglicht zu haben. Auf geheimen Konten in diesen Ländern seien mindestens 200 Millionen Euro versteckt worden. Mehrere dieser sechs Beschuldigten hätten zudem eingeräumt, aus den schwarzen Kassen sei Schmiergeld in mehr als zehn Länder in Europa, Asien, Afrika und Mittelamerika geflossen. Auf diese Weise seien wertvolle Informationen und lukrative Aufträge gekauft worden.
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Siemens-Finanzaffäre: Externe Prüfer gefordert
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Antwort #72 am:
11 Dezember, 2006, 14:56 »
In der Affäre um schwarze Kassen bei Siemens will der Aufsichtsrat des Elektrokonzerns laut einem Zeitungsbericht den Einsatz externer Prüfer durchsetzen. Ohne Hilfe von außen sei die Aufarbeitung des Skandals zum Scheitern verurteilt, sagte ein Mitglied des Aufsichtsrates der Süddeutschen Zeitung. Das Gremium könne bereits am Montag einen entsprechenden Auftrag erteilen, hieß es. Vorstandschef Klaus Kleinfeld befürworte das Vorgehen, wie aus Unternehmenskreisen verlaute. Unklar sei allerdings noch, welcher Zeitraum durchleuchtet werde. Mittlerweile soll es in der Schmiergeld-Affäre sechs Geständnisse von aktiven und ehemaligen Beschäftigten des Konzerns geben. Sechs Beschuldigte aus der Sparte Telekommunikation (Com) hätten zugegeben, schwarze Kassen in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich installiert oder ermöglicht zu haben, berichtete die Süddeutsche bereits am Samstag.
Die Staatsanwaltschaft verdächtigt etwa ein Dutzend Beschuldigte, rund 200 Millionen Euro veruntreut und damit Schmiergeld für Auslandsaufträge gezahlt zu haben. In der Affäre ermittelt die Sonderkommission "Netzwerk" des Landeskriminalamtes München, fünf Beschuldigte sitzen noch in Untersuchungshaft.
Der finnische Handy-Konzern Nokia will unterdessen an der geplanten Zusammenarbeit mit Siemens bei Netzwerken auch angesichts der Korruptionsaffäre festhalten. Nokia-Sprecherin Arja Suominen sagte der dpa zu der für das kommende Jahr geplanten Zusammenlegung der Netzwerksparten: "Die Integration geht weiter." Nokia beobachte die Entwicklung um Siemens sehr genau. "Wir kommentieren aber grundsätzlich keine Gerüchte. Und mehr gibt es bisher nicht in dieser Angelegenheit." Auch ein Siemens-Sprecher erklärte am Sonntag: "Das Integrationsteam arbeitet völlig normal weiter. Wir gehen davon aus, dass die Arbeit des Joint Ventures wie geplant Anfang kommenden Jahres starten wird."
In einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hieß es, Siemens habe Juristen prüfen lassen, ob die Finnen angesichts der Finanz-Affäre die Zusammenlegung der Sparten abblasen könnten. Das Ergebnis sei gewesen, dass Nokia im Lichte des Skandals durchaus Anhaltspunkte hätte, um die Partnerschaft anzufechten. Die schwarzen Kassen sollen im Siemens-Bereich Kommunikation (Com) gebildet worden sein, der zum 1. Januar teilweise in das Netzwerk- Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia einfließen soll. Mittlerweile gebe es auch Kritik aus dem Aufsichtsrat an Wirtschaftsprüfern von KPMG. Es sei fraglich, ob die Prüfer konsequent genug nachgehakt hätten. "200 Millionen Euro dürfen nicht einfach verschwinden, ohne dass die Prüfer das bemerken", sagte ein Aufsichtsrat.
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Handyhersteller BenQ droht die Schließung
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Antwort #73 am:
11 Dezember, 2006, 17:35 »
Nach Umsatzeinbrüchen rückt eine mögliche Schließung des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile in Deutschland näher. Wenn bis zum Jahreswechsel keine Einigung mit einem Investor zu Stande komme, müsse das Unternehmen dicht gemacht werden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Prager am heutigen Montag auf einer Betriebsversammlung in München. Die Chancen auf eine Rettung liegen nach seiner Einschätzung bei maximal 50 Prozent. Prager informierte die Beschäftigten daher auch über die Möglichkeiten, ab 1. Januar in eine Auffanggesellschaft zu wechseln.
Prager rechnet in diesem Quartal mit einem Umsatz von etwa 50 Millionen Euro – vor der Pleite Ende September ursprünglich geplant gewesen waren 400 Millionen Euro. Solche Einbrüche seien für ein Unternehmen nicht ungewöhnlich, betonte eine Sprecherin Pragers. Allerdings zeige der Geschäftsverlauf, wie dringend eine Lösung gefunden werden müsse.
Der vorläufige Insolvenzverwalter verhandelt derzeit vor allem mit einem Investor, der an einer Übernahme interessiert ist. Der Interessent hat sich die Bücher von BenQ Mobile bereits angeschaut. Bisher konnte aber noch kein Abschluss erzielt werden.
BenQ Mobile ist die ehemalige Handysparte von Siemens. Ende September musste die deutsche BenQ Mobile mit gut 3000 Mitarbeitern Insolvenzantrag stellen, nach dem der taiwanesische BenQ-Konzern den Geldhahn zugedreht hatte. Prager beschäftigt derzeit noch gut 1100 Mitarbeiter. Am 1. Januar sollen zwei Beschäftigungsgesellschaften an den Start gehen, diese werden maßgeblich von Siemens mitfinanziert.
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Schmiergeld- Affäre: Siemens sammelt sein Geld ein
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Antwort #74 am:
11 Dezember, 2006, 22:31 »
Seit bekannt werden der Schmiergeldaffäre ist der Münchener Elektronikkonzern Siemens auf der Suche nach den Schmiergeldkonten. Die Spuren führten unter anderem in die Schweiz und nach Griechenland. Zwei dieser Konten sollen jetzt aufgelöst werden.
Athen/München - Das Geld war in der Obhut des ehemaligen Spitzenmanagers in Griechenland, Prokopis Mavridis. Er war heute freiwillig bei einem Athener Staatsanwalt erschienen, der zurzeit in der Affäre in Griechenland ermittelt. Nach seiner Aussage befinden sich acht Millionen auf Konten in Griechenland und in der Schweiz, die ausschließlich den "finanziellen Interessen" des Unternehmens gedient hätten.
Gegenüber Siemens hat er sich heute offiziell bereit erklärt, das Geld zurückzuzahlen. Siemens und Mavridis hätten sich außergerichtlich geeinigt, erklärte heute der Rechtsanwalt des Ex-Top-Managers, Themistoklis Sofos. Ermittler in Deutschland hatten in den vergangenen Wochen diese Gelder als Schmiergelder für Aufträge im Ausland eingestuft.
In Deutschland gerät unterdessen der Siemens-Aufsichtsrat immer stärker unter Druck. Experten für Unternehmensführung forderten heute den Rücktritt des Vorsitzenden des Kontrollgremiums und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer. Gleichzeitig kündigten Aktionärsschützer an, den Skandal in den Mittelpunkt der Hauptversammlung am 25. Januar zu stellen.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrates wollen auf der heutigen Sitzung als Konsequenz aus dem Schwarzgeldskandal den Einsatz externer Prüfer durchsetzen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein Mitglied des Gremiums. Eine Aufarbeitung der Affäre ohne Hilfe von außen sei zum Scheitern verurteilt. Ein entsprechender Auftrag sollte noch am selben Tag erteilt werden. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld begrüßt dem Bericht zufolge das Vorgehen. Unklar sei allerdings, welcher Zeitraum durchleuchtet werden soll.
Davon hängt ab, ob die Prüfung noch in die Ära 1992 bis 2005 reicht, in der der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende Pierer selbst Vorstandsvorsitzender war. Alexander Bassen, Wirtschaftsprofessor in Hamburg und Experte für Unternehmensführung, sagte dem "Handelsblatt", das weltweite System von schwarzen Kassen sei in jener Zeit aufgebaut worden. "Es besteht potenziell die Gefahr, dass Herr von Pierer in dieser Sache nicht so recherchiert, wie es vielleicht ein anderer tun würde", sagte Bassen.
Auch Manuel Theisen, Professor für Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, verwies auf diesen Interessenskonflikt. Die Gefahr, dass Aufsichtsräte ihre eigenen Vergehen verfolgen sollen, sei bei Siemens sehr konkret geworden. Insofern habe der Fall Pierer eine weit über den Konzern hinaus reichende Bedeutung. "Herr von Pierer ist an der Spitze des Aufsichtsrates nicht mehr haltbar, und das müsste er selbst auch erkennen", sagte Theisen.
Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kündigte bereits Konsequenzen an. "Wir werden auf der Hauptversammlung weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat noch den Wirtschaftsprüfern die Entlastung erteilen", sagte er der "Welt". Wenn wie berichtet in einem einzigen Bereich wie der Kommunikationssparte Com 200 Millionen Euro verschwunden seien, müsse das auch einem Wirtschaftsprüfer auffallen, es sei denn, dieser habe mit Absicht nicht hingesehen.
Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erwägt ähnliche Schritte. "Wir überlegen, ob wir für die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat eine Einzelabstimmung beantragen", sagte Daniela Bergdolt in dem Blatt. Bei diesem Vorgehen könne denjenigen Aufsichtsräten die Entlastung verweigert werden, die etwa im sogenannten Prüfungssausschuss für die Kontrolle der Jahresabschlüsse zuständig seien. Ein regelrechtes System von schwarzen Konten werfe zwangsläufig die Frage auf, ob die Siemens-Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre nichtig sind.
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