Autor Thema: Französische Raumforscher öffnen UFO-Archiv  (Gelesen 800 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 158890
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Französische Raumforscher öffnen UFO-Archiv
« am: 27 Dezember, 2006, 15:22 »
An dem Tag, wo man den ESA-Satelliten COROT zum Aufspüren von möglicherweise bewohnbaren Exoplaneten in fernen Sonnensystemen ins Alls schicken will, wurde auch bekannt, dass das französische Zentrum für Raumforschung CNES im Januar 2007 das UFO-Archiv über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich machen will.

Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit will CNES Gerüchte um angeblich "geheime Akten" entkräften. Die UFO-Arbeitsgruppe Le GEIPAN, "Groupe d'Etudes et d’Information des Phénomènes Aérospatiaux Non identifiés", geleitet von dem ehemaligen CNES-Direktor Yves Sillard. ist beim CNES derweil seit gut einem Jahr aktiv. Sie hat die jahrzehntelang arbeitenden Projekte GEPAN/SEPRA abgelöst.

Die erste "fliegende Untertasse" wurde in Frankreich bereits 1937 gesichtet. In den 50er bis 70er Jahren gab es dann Wellen von Beobachtungen Unbekannter Flugobjekte (UFO). Doch zuletzt ist es still geworden um die Besucher aus dem All. Der Wert der UFO-Beobachtungen war immer umstritten und viele Interessierte unterstellen den Behörden, die Wahrheit zu verschweigen.

Professor Henri Broch von der Universität Nizza, ein Spezialist für Paranormales, wirft dem CNES vor, nie wirklich über die UFOs geforscht zu haben. Er meint, das UFO-Archiv sei schlecht geführt. "Man wird weiter behaupten, dass wir etwas verbergen", sagt daher der UFO-Experte des CNES, Jacques Patenet, resigniert. "Viele machen sich Illusionen über den Inhalt der Archive."

Mehr als 3000 Dokumente der Gendarmerie gingen in die Datenbank ein. Auf 100.000 Seiten mussten wegen des Datenschutzes Personennamen entfernt werden. Spektakuläre Neuheiten seien nicht zu erwarten, sagt Patenet. Die kuriosesten Fälle seien von UFO-Fans schon publiziert worden. Dennoch warten diese, wie etwa das Portal UFO Evidence gespannt auf die bevorstehenden Veröffentlichungen.

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 158890
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
INTERNET- ARCHIV - Frankreich stellt Ufo- Berichte ins Netz
« Antwort #1 am: 22 März, 2007, 16:24 »
Frankreichs Behörden öffnen ihr Ufo-Archiv: 6000 Zeugenaussagen und 3000 Polizeiberichte über rund 1600 Ufo-Sichtungen sind ab sofort im Internet verfügbar. Echte Aliens findet man unter ihnen wohl nicht, Verschwörungstheoriker aber dürften fette Beute machen.

Es war an einem Montagabend im November 1990. Monsieur L. fuhr mit seinem Auto über die Landstraße, als er plötzlich am Himmel fünf rosarote Lichtpunkte sah, von denen die unteren beiden blinkten. Sie überquerten die Landstraße in 100 Metern Höhe und bewegten sich etwa mit der Geschwindigkeit eines Propellerflugzeugs von West nach Ost. Dabei zogen sie eine 30 bis 40 Meter breite weiße, etwa 15 Zentimeter dicke Spur durch den Himmel.

So zumindest steht es im Protokoll der französischen Gendarmerie, das ab heute jedermann im Internet einsehen kann. Frankreichs Weltraum-Forschungszentrum CNES stellt seine Ufo-Archive ins Internet - 6000 Zeugenaussagen und 3000 Polizeiberichte zu insgesamt 1600 Fällen, in denen ein "Phénomène aérospatial non identifié" (PAN) - so die französische Bezeichnung für unidentifizierte Flugobjekte - gesichtet wurde.

Rund 100.000 DIN-A-4-Seiten mussten die Mitarbeiter des CNES in eineinhalb Jahren mühseliger Kleinarbeit durchsehen und ordnen, ehe es zur Veröffentlichung kommen konnte. Für Ufo-Experten ist das eine Gratwanderung: Sie wollen auf keinen Fall in die Kontroverse gezogen werden, die seit Jahrzehnten zwischen überzeugten Ufologen, Verschwörungstheoretikern und Skeptikern tobt.

Weltweit einzigartige Transparenz

"Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst", versichert CNES-Sprecher Pierre Tréfouret bei der Vorstellung des Online-Archivs am Donnerstagmorgen in Paris. "Aber es ist nicht unsere Aufgabe, uns auf irgendwelche Polemiken einzulassen". Und so werden in Frankreich - wie nirgendwo sonst auf der Welt - alle Meldungen von ungewöhnlichen Himmelserscheinungen protokolliert, gesammelt, ausgewertet und ab sofort veröffentlicht.

In Großbritannien hatte das Verteidigungsministerium im Mai 2006 nach jahrelanger Geheimhaltung einen hochoffiziellen Ufo-Bericht veröffentlicht. Darin hieß es, von den zahlreichen angeblichen Ufos, die binnen 30 Jahren über Großbritannien gesichtet wurden, sei kein einziges eine echte fliegende Untertasse gewesen. Meistens habe es sich um "bunte Lichter, manchmal Formen" gehandelt.

Die Franzosen treffen keine so klare Aussage. Stattdessen veröffentlichen sie Fälle wie den aus dem Jahr 1979, bei dem ein Mann um fünf Uhr morgens zur Polizei kam und meldete, ein Freund sei von einem Ufo entführt worden. Ein Licht habe sich aus dem Himmel seinem Auto genähert und es eingeschlossen. Mit dem Licht sei auch das Auto verschwunden. Zehn Tage später sei der entführte Freund mitten auf einem Feld wieder aus einem Lichtball hervorgetreten. Die CNES-Experten entnahmen dem angeblich Entführten umgehend eine Blutprobe, die ergab, dass er sich keineswegs in einer Umgebung der Schwerelosigkeit aufgehalten hatte. Da die Zeugenaussagen widersprüchlich seien, werde das Ganze als Schwindel eingestuft, so das CNES.

Polizisten dokumentieren Ufo-Sichtungen

Grundsätzlich jedoch werden alle Berichte zunächst ernstgenommen. "Es ist schließlich nicht leicht, zur Gendarmerie zu gehen, wenn man etwas gesehen hat", sagt Jacques Patenet, Leiter der für Ufos zuständigen Gruppe "Geipan" innerhalb des CNES. "Der Zeuge muss schon ausreichend beeindruckt oder sogar traumatisiert sein, um sich bei der Polizei zu melden."

An die zehn Mal im Jahr packt Patenet seine Sachen und fährt selbst zu den Orten, an denen Sichtungen gemeldet wurden. Unterstützt wird er dabei je nach Lage von Biologen, die Bodenproben entnehmen, oder Psychologen, wenn sich unter den Zeugen Kinder befinden. Die Zeiten der siebziger und achtziger Jahre, als solche Beobachtungen als Verrücktheiten Fälle abgetan wurden, seien vorbei, versichert Patenet. Die Gendarmerie schreibe pflichtbewusst Protokolle und sammle Fotos, Filme und Skizzen der Zeugen - die manchmal Raumschiffe mit zahlreichen Bullaugen darstellen.

Mit den Zeugenaussagen sei es oft so eine Sache, erzählt Patenet - und spricht von einer Dame, die ein Flugobjekt mit einer fliegenden Rolle Klopapier verglich. Vier Einstufungen gibt es bei der Analyse von Ufo-Sichtungen: Stufe A ist eine klar identifizierte Ursache, bei Stufe B glauben die Experten zu wissen, wie es war, können es aber nicht beweisen. Stufe C bezeichnet die Fälle, bei denen es so wenige Informationen gibt, dass nicht wirklich nachgeforscht werden kann. Stufe D bringt Ufologen und Weltraumfans zum Träumen: Das sind die Fälle, die trotz einer großen Menge an Informationen und glaubhafter Zeugenaussagen unerklärlich bleiben.

Einige Dutzend ungeklärter Fälle mit physischen Hinweisen

Fälle der Stufe D werden voraussichtlich 20 bis 25 Prozent der im Internet veröffentlichten gesamten Sichtungen ausmachen, erläutert Patenet. Denn die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen: 20 Jahre und damit 400 Fälle kommen am ersten Tag auf die CNES-Website, der Rest soll bis Ende des Jahrs vollständig erfasst sein. Jene Fälle unter denen der Stufe D aber, für die es physische Indizien gibt - etwa Spuren am Boden oder Radar-Aufzeichnungen - machen laut Patenet nur "ungefähr einige Dutzend" aus.

Die Fälle der Stufe D, finden die Experten vom CNES, sollten die Wissenschaft auf den Plan rufen. Denn das Zentrum sammelt, analysiert und archiviert zwar die Vorkommnisse, hat aber keinen Forschungsauftrag, der zu weiteren Erkenntnissen führen könnte. Sie wollten "die Aufmerksamkeit der Wissenschaft auf diese unerklärten Phänomene lenken, hinter denen sich möglicherweise echte wissenschaftliche Revolutionen verbergen", schrieb die "Geipan"-Gruppe in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Patenet erinnert etwa an fliegende Objekte, die sich schneller als der Schall bewegten, ohne den berüchtigten Knall beim Durchbrechen der Schallmauer auszulösen. Oder die Begegnung der dritten Art, die zwei Kinder 1967 in Cussac in Zentralfrankreich erlebt haben sollen - zu einem Zeitpunkt, als diese Phänomene noch nicht vom CNES bearbeitet wurden. Übereinstimmende Zeugenaussagen und damals beobachtete physikalische Phänomene wie Schwefelgeruch oder Pfeifgeräusche konnten bis heute nicht überprüft werden.

Ob er angesichts solcher Fälle an Leben in anderen Welten glaubt, dazu will Patenet sich nicht festlegen. Er meint nur: "Wenn wir die einzigen unserer Art sind, dann sind wir eine gewaltige Anomalie."

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 158890
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Britische Regierung öffnet Ufo-Archive
« Antwort #2 am: 07 Januar, 2008, 15:13 »
Das werden Festtage für Ufo-Jünger: Die britische Regierung veröffentlicht in Kürze ihre Dokumente über unidentifizierte Flugobjekte. Jahrzehntelang lagen die Geheimdossiers in Archiven, sollten sogar schon vernichtet werden - obwohl sie allerlei Buntes und Bizarres enthalten.

Die Abteilung DI55 war so geheim, dass die britische Regierung schon ihre bloße Existenz geleugnet hat. Erst 2006 hat das Verteidigungsministerium zugegeben, dass es die Ufojäger-Einheit tatsächlich gegeben hat. Wissenschaftler hatten unter Berufung auf den Freedom of Information Act, der Bürgern Zugang zu allen Dokumenten der Behörden eröffnen soll, das Eingeständnis erzwungen.

In einigen Wochen wird Großbritannien nun dem Vorbild Frankreichs folgen und seine Ufo-Archive öffnen. Die Zeitung "The Observer" berichtet, dass alle der rund 7000 vom DI55 gesammelten Berichte freigegeben werden sollen. Darunter befinde sich bunte Lektüre - etwa über den Vorfall mit einem "Vulcan"-Bomber, dessen Besatzung sich am 26. Mai 1977 über dem Golf von Biskaya von einem mysteriösen Objekt verfolgt fühlte.

Gleich fünf Crewmitglieder hätten zu Protokoll gegeben, dass ihre Maschine 45 Minuten lang von dem mysteriösen, leuchtenden Objekt verfolgt worden sei. Ein zweiter Flugkörper habe sich von ihm gelöst und sei mit hoher Geschwindigkeit steil in den Himmel gestiegen, obwohl der Bomber bereits in 13 Kilometern Höhe unterwegs gewesen sei. In den Radar-Aufzeichnungen des Flugzeugs habe der Geheimdienst der Royal Air Force anschließend ein "starkes Signal" aus der Richtung des Ufos erkannt, berichtet der "Observer" unter Berufung auf das entsprechende Dokument.

Was geschah im Rendlesham Forest?

In der ersten Tranche von Dokumenten, die im Frühjahr veröffentlicht werden sollen, befinde sich auch der berühmte Rendlesham-Vorfall, der als "britisches Roswell" bekannt wurde. Ende 1980 hatten mehrere Augenzeugen berichtet, wie im Rendlesham Forest im ostenglischen Suffolk ein Ufo gelandet sei. Doch genauso wie bei der angeblichen Alien-Landung bei Roswell in der Wüste New Mexicos sind auch die Hintergründe des "Rendlesham Forest Incident" umstritten. Manche Zeugen, darunter Mitglieder der Royal Air Force, berichteten von einem "leuchtenden metallischen Objekt". Der ehemals in Großbritannien stationierte US-Polizist Kevin Conde behauptete dagegen, seine britischen Kollegen zur fraglichen Zeit mit Hilfe umgebauter Autoscheinwerfer genarrt zu haben.

Forscher und Ufo-Gläubige erhoffen sich von der Freigabe der Ufo-Dateien nun Klarheit darüber, ob an der angeblichen Alien-Landestelle tatsächlich radioaktive Strahlung gemessen wurde. Auch zahlreiche andere Berichte werden eine große Leserschaft finden - weshalb sich Computerexperten schon jetzt auf einen beispiellosen Ansturm auf die Internetseiten des Londoner Verteidigungsministeriums vorbereiten. Gewarnt sind sie durchaus: Als Frankreich im März 2007 seine Ufo-Archive ins Netz stellte, brachen die Server unter der Last der Anfragen prompt zusammen.

DI55-Dokumente sollten vernichtet werden

Die Dokumente des DI55 wären sogar fast zerstört worden, wie der "Observer" berichtet. Die 24 Archive der Ufo-Fahnder seien asbestverseucht und für den Schredder bestimmt gewesen. Dann aber habe das Verteidigungsministerium entschieden, den Papierberg vorher zu digitalisieren - für immerhin drei Millionen Pfund, was heute rund vier Millionen Euro entspricht. Im vergangenen Jahr sei die Aktion abgeschlossen worden.

Ein Beweis für Besucher aus dem All dürfte sich in den Archiven jedoch kaum finden. Schon im Mai 2006 hatte das britische Verteidigungsministerium einen langen Bericht über seine Ufo-Nachforschungen veröffentlicht. Das wenig überraschende Ergebnis: Es gibt Ufos - allerdings nur als Resultat natürlicher Phänomene oder menschlichen Treibens. Auch aus französischen Ufo-Dateien ist bisher kein schlagender Beweis für außerirdische Besucher bekannt geworden.

Verschwörungstheoretiker dürfte das kaum entmutigen. Sollten sie keine Spur eines Aliens in den DI55-Dokumenten finden, werden sie die britische Regierung erneut der Verschleierung beschuldigen und die Archiv-Öffnung als Ablenkungsmanöver anprangern. Eindeutig beweisen werden die DI55-Dokumente wohl nur eines: dass auch das britische Verteidigungsministerium unsicher war, ob nicht vielleicht doch echte Aliens hinter den Ufo-Meldungen stecken - und dass es diese Frage für wichtig genug hielt, um eigens eine Ufo-Abteilung zu gründen.

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 158890
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Freigegebene Ufo-Akten: "Wir wollen, dass du mit uns kommst"
« Antwort #3 am: 17 August, 2009, 16:44 »
Aliens mit zitronenförmigen Köpfen, Laserstrahlen und Entführungsversuche von Außerirdischen: Das britische Verteidigungsministerium hat erneut Akten über angebliche Ufo-Sichtungen veröffentlicht. SPIEGEL ONLINE dokumentiert einige rätselhafte Fälle.

London - 800 Alien-Beobachtungen auf 4000 Seiten: Der Fundus an Erlebnissen mit Außerirdischen, der in den britischen National Archives schlummert, ist anscheinend unerschöpflich. Bereits im Mai und Oktober 2008 hatte das Verteidigungsministerium Einblick in Ufo-Akten aus früheren Jahren gewährt. Jetzt hat die Regierung in London erneut Berichte über angebliche Beobachtungen unbekannter Flugobjekte und über Begegnungen mit Außerirdischen im Netz veröffentlicht, die aus den Jahren 1981 bis 1996 stammen.

Konjunktur hatten die britischen Ufo-Sichtungen zum Beispiel im Jahr 1996. Dafür gibt es möglicherweise eine einfache Erklärung: Experten führen den Anstieg von 117 Fällen im Jahr 1995 auf 609 im Folgejahr auf zwei Ereignisse zurück: Der Science-Fiction-Blockbuster "Independence Day" kam in die Kinos, in dem Außerirdische die Erde überfallen und erst im letzten Moment von der Menschheit besiegt werden können. Außerdem erfreute sich die Mystery-Serie "Akte X" zunehmender Beliebtheit.

"Es liegt auf der Hand, dass es einen Zusammenhang zwischen Zeitungsartikeln, TV-Programmen oder Alien-Filmen und der Zahl der Ufo-Sichtungen gibt, die dem Verteidigungsministerium mitgeteilt werden", sagte Journalistik-Dozent David Clarke von der University of Sheffield.

Wer die Unterlagen in ihrer Gänze lesen möchte, muss Zeit mitbringen. Die Dateien sind groß und die Verbindung zu den National Archives ist nicht immer die schnellste. SPIEGEL ONLINE dokumentiert einige besonders spektakuläre Fälle aus den neuen Akten:

Der Cosford-Zwischenfall

Im Dossier mit der Registriernummer DEFE 24/2086 finden sich Berichte über ein Vorkommnis am 31. März 1993. Damals wollen mehr als 70 Augenzeugen, darunter auch Polizisten und Armeeangehörige, in den Grafschaften Devon, Cornwall, Shropshire sowie im Süden von Wales ein großes, tief fliegendes Objekt gesehen haben. Es habe, so sagten einige aus, einen tiefen Summton von sich gegeben.

In den Unterlagen zu diesem sogenannten Cosford-Zwischenfall finden sich 30 Sichtungen des Objekts über einen Zeitraum von insgesamt sechs Stunden. Auf Anweisung des britischen Verteidigungsministeriums sah sich die Luftwaffe die Radaraufzeichnungen des fraglichen Zeitraums noch einmal an - konnte aber nichts finden.

Einige Beobachter spekulierten, es habe sich bei dem Phänomen um den Testflug eines US-Spionageflugzeugs gehandelt. Die britische Regierung hatte solche Berichte aber stets zurückgewiesen. Stattdessen erklärte sie, es habe sich um die Trümmer einer russischen Rakete gehandelt, die den Satelliten "Cosmos 2238" ins All gebracht habe.

Junger Mann zum Mitreisen gesucht

"Wir wollen, dass du mit uns kommst", sollen die Worte gewesen sein, die ein Alien mit zitronenförmigem Kopf im Mai 1995 sprach. Zwei Jungen hatten kurz vor Mitternacht an einem Tag im Mai an einem Feld in der Grafschaft Staffordshire haltgemacht, weil sie ein dunkel-silbernes Ufo in einem Feld zu sehen glaubten. Atemlos berichteten sie der Polizei von ihren Beobachtungen, die sich nun in den Akten mit der Registriernummer DEFE 24/1961 finden: Beide seien von einer extrem starken Hitze erfasst worden, ihre Haut sei auf einmal glühend rot gewesen.

Der vermeintliche Alienkopf sei unter dem untertassenförmigen Fluggerät aufgetaucht. "Beide schienen sehr aufgeregt und unter Schock zu stehen, und es wurde zunehmend schwieriger, detaillierte Informationen von ihnen zu bekommen", notierte der Beamte. Daraufhin habe man die Jungen nach Hause geschickt und sie gebeten, das Gesehene schriftlich festzuhalten.

Erst zwei Tage später machte sich die Polizei zu der Stelle der angeblichen Ufo-Sichtung auf, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen. Ein Bauer, der das Feld bestellte, sagte aus, nichts Besonderes beobachtet zu haben.

Zwischenfall an der Luftwaffenbasis

Im Aktenstapel mit der Kennung DEFE 24/1948 finden sich auch zahlreiche Informationen über das bisher wohl bekannteste Ufo-Ereignis der britischen Geschichte, das sich in direkter Nachbarschaft der Luftwaffenbasis Woodbridge in Suffolk zutrug. Bei diesem sogenannten Rendlesham-Zwischenfall im Dezember 1980 hatten US-Armeeangehörige Lichterscheinungen im nahen Wald beobachtet und vermutet, dass dort ein Ufo gelandet sei. Bei der Untersuchung des vermeintlichen Landeplatzes fanden sich auch Spuren an Bäumen und am Boden - und angeblich Reste von Strahlung.

Für all das gab es einen prominenten Zeugen: Der stellvertretende Kommandant der Luftwaffenbasis Charles Halt schrieb im Januar 1981 ein Memo an das Verteidigungsministerium, das sich unter den nun freigegebenen Akten befindet.

Auch die Korrespondenz zwischen den Ministerialbeamten und besorgten Bürgern findet sich in dem Dossier. Sogar mehrere Parlamentsmitglieder wandten sich wegen der Ereignisse an das Verteidigungsministerium, wie das Aktenkonvolut DEFE 24/1970 belegt. Das Ministerium konnte den Zwischenfall nicht erklären, vermerkte aber in seinen Akten, der Vorfall sei "nicht von Wichtigkeit" für die Verteidigung des Landes. In einem Abschlussdokument hieß es, es sei "sehr unwahrscheinlich", dass eine Verletzung des britischen Luftraums von solch einer Zurschaustellung von Lichtern begleitet werden würde, wie sie die Soldaten beobachtet hatten. Auch Spionageaktivitäten anderer Staaten seien aus dem gleichen Grund nicht wahrscheinlich.

Laserstrahlen über dem Friedhof

Ein weiterer rätselhafter Fall soll sich im Juli 1996 an einem Friedhof in der Grafschaft Cheshire ereignet haben. Bei dieser Gelegenheit fand sich auch ein seltener physischer Hinweis, der möglicherweise ein Beleg für die Schilderungen sein könnte. Ein Jugendlicher, der spätabends auf dem Heimweg war, will gesehen haben, wie ein Ufo über den Gräbern schwebte und dann Strahlen abfeuerte. Aus dem Boden sei anschließend Rauch aufgestiegen, gleichzeitig habe er ein grauenhaftes Geräusch gehört, das ihn an schreiende Katzen erinnert habe.

Der junge Mann, laut Polizei-Aufzeichnungen ein vernünftiger Zeitgenosse, berichtete zunächst seinem Vater von den Ereignissen - und auf dessen Anraten auch der Polizei. In den Unterlagen finden sich Aussagen von einem hellen gelben Licht, das die Ausmaße eines zweistöckigen Gebäudes hatte. Worum es sich gehandelt hat, ist bis heute nicht klar. Immerhin: Bei einer Untersuchung fand die Polizei später eine angesengte Bahnschwelle auf dem Gelände des Friedhofs, obwohl es keine Spuren eines Brandbeschleunigers gab.

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )