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PC-Ecke => # Hard-und Software Allgemein => Thema gestartet von: kater am 30 Januar, 2016, 17:43
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Hallo,brauche wieder mal Hilfe.
Hab einen PC für Office zusammengebaut. Dieser steht in der Regel als Reserve in der Ecke, ist also stromlos.
Wenn ich ihn nun anschließe und starte kommt die Meldung "cmos checksum error-defaults loaded". Ich drücke F1 und der PC/ Windows startet mit den empfohlenen Bios Einstellungen, nur die Uhr muß korrigiert werden.
Dies ist ja nicht ungewöhnlich wenn die CMOS Batterie leer ist. Aber, in diesem speziellen Fall ist nach Austausch der Knopfzelle diese schon nach wenigen Stunden wieder leer. Wenn der PC am Netz bleibt, kommt die Fehlermeldung logischerweise nicht. Dies ist aber hier nicht der Sinn.
Ich hab alle Jumper auf dem Board mit dem Manual verglichen, sind OK.
Hat jemand noch eine Idee was bei stromlosen Board die Zelle auslutscht.
Danke,
kater
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Das gibt's leider nicht viele mögliche Ursachen.
Hat das Board eventuell einen CMOS-Reset-Taster am I/O-shield, der sich nur unglücklich verklemmt hat, durch nicht perfekten Mainboard-Einbau?
Oder hast Du doch versehentlich den CMOS jumper auf reset gesetzt?
Sonst wird es übel, entweder ist der CMOS-Baustein defekt, oder ein winziger Chip-Kondensator daran.
Mit dem eventuell austauschbaren BIOS-Chip hat das leider nix zu tun.
Andererseits, sofern der Rechner ständig online ist, stellt ein modernes Windows oder Linux die Systemzeit ohnehin über's Internet ein, sodaß die falsche BIOS-Uhrzeit eigentlich egal sein dürfte.
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Hallo Jürgen, danke erst mal für deine Antwort. Hatte wegen Google schon die Befürchtung, daß es sich um ein Hardwareproblem handelt. Der Jumper ist OK aber das mit einer eventuell vorhandenen Taste muß ich prüfen.
THX, kater
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Eine Taste hab ich nicht gefunden. Es handelt sich übrigens um ein
Asus M2A-VM HDMI Board. Der Versuch das BIOS zu updaten wird ja dann warscheinlich auch nichts bringen?
Damit wäre das Teil für mich eigentlich wertlos da es als Reserve PC dienen soll.
Gruß, kater
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Bei diesem Board wird der Reset-Taster nach Handbuch (german) Punkt 1.8, Seite 1-17, angeschlossen, sofern am Gehäuse (FrontPanel) ein solcher vorhanden ist. Oder, wie auf 1-18 gezeigt, mit dem Asus Q-Connector, welcher das Gefummel vereinfachen soll, falls vorhanden. Hast Du überprüft, ob auch dort alles seine Richtigkeit hat?
Falls der Reset-Taster selbst mehr oder weniger klemmt, sollte das Board eigentlich versuchen, immer wieder neu zu starten. Der PC würde wahrscheinlich gar nicht hochfahren können. Um einen Fehler des Reset-Tasters wirklich auszuschließen, kannst Du ihn einfach abziehen.
Hast du die Batterien mit Batterietester oder Voltmeter geprüft, oder vermutest Du nur aufgrund der Fehlermeldung, dass diese leer sind?
Wie sieht die CPU und RAM Konfiguration aus? Ich hatte auch mal einen ähnlichen CMOS Checksum Error, der durch ein CPU-Upgrade verursacht wurde. Ich musste da das RAM-Timing im BIOS manuell setzen, um das Problem zu lösen. Wenn Du also was neues zusammengebaut hast, könnten diese Angaben hilfreich sein. Oder handelt es sich um eine Hardwarekonfiguration, die vorher schon immer einwandfrei funktioniert hat? BIOS-Update könnte notwendig sein, bei veränderter Hardware.
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@ Joutungwu
Hier geht es nicht um den Reset-Taster zum Rechner-Neustart usw., sondern um den zum CMOS-Reset.
Manche (Overclocker-)Boards - nicht aber dieses - haben dazu einen Taster am I/O shield, damit man den Rechner nicht öffnen muss, um den dafür sonst immer genutzten Jumper zu setzen.
Dieser Taster würde wie sonst der Jumper die CMOS-Einstellungen auf default setzen.
Da ich das noch nie selbst probiert habe, weiß ich allerdings nicht, ob dann auch die CMOS-Uhr zurückgesetzt würde.
Ob danach ein checksum error auftritt bzw. gemeldet wird, entscheiden die BIOS-Entwickler.
Das wird sich insofern mit einem BIOS-Update nicht ändern, weil der BIOS-Lieferant bei einem board stets bei denselben Quellcodes bleibt.
Bei Batteriefehler oder sonstiger Korruption der CMOS-Daten muss die Meldung beim Boot immer auftreten, lässt sich nicht abschalten.
Leider sind manche Boards sehr anspruchsvoll, was die Batteriespannung angeht, und sie sind selbst mit noch genau 3,0 Volt nicht zufrieden.
Damit bringen unbenutzte aber überlagerte Zellen keine Abhilfe. Frische 3,2 Volt sollten es dann schon sein, digital gemessen...
BTW, viele einigermaßen moderne boards erlauben auch unter Windows, die Spannung der CMOS-Batterie mit entsprechenden Hardware-Diagnose-Tools anzuzeigen.
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wiederum erst mal Danke an euch.
Ich hab jetzt die dritte Zelle drinn. Da die ersten Beiden von einem Zweierpack stammten hab ich noch an einen Fehler/ Überlagerung geglaubt. Aber da nun die Dritte auch nach einem Tag nur noch wenige mA Kapazität bei kaum nennenswerter Spannung aufweist
muß es sich um einen anderen Fehler handeln. An eine nicht empfohlene CPU hab ich auch schon gedacht und mit der Boardspezifikation verglichen, aber sie passt. Dimm hab ich noch nicht überprüft. Andererseits, soll eine derartige Komponente tatsächlich im Aus Zustand die Zelle belasten?
Das Board hat mit CPU und Speicher längere Zeit im Schrank gelegen. Hab es mal von einem Bekannten bekommen.
Aber da es ein AM2 Board mit einem 64 X2 Prozessor ist wäre es ja als Office Maschine mehr als ausreichend.
Aber wie erwähnt sollte es nur eine Reservelösung für den Ausfall des ArbeitsPC meiner Frau sein.
THX
kater
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...soll eine derartige Komponente tatsächlich im Aus Zustand die Zelle belasten?...
Definitiv nicht.
Solche Probleme würden zu Boot-Fehlern führen, aber der CMOS-Inhalt würde davon nicht korrupt.
Beim stromlosen Rechner ist wirklich nur der CMOS-Baustein (Uhren-Chip mit kleinem integriertem Speicher) mit der Batterie verbunden, plus ein paar Chip-Kondensatoren, Widerständen und Uhrenquarz daran.
Entweder zieht eine dieser Komponenten (relativ) viel zuviel Strom, oder es gibt irgendeine bedingt leitfähige Verunreinigung in dem Bereich.
Nicht nur vagabundierende Wärmeleitpaste kann sowas verursachen, auch ganz normaler Gammel-Dreck in Verbindung mit etwas Luftfeuchtigkeit.
Als letzten Versuch könnte man bei entnommener Batterie den Bereich um die Batteriefassung und den Uhrenquarz (erkennbar an der klassischen Bauform im liegend eingelöteten Metallröhrchen) mit WD40 abduschen, zweimal im Abstand von ein paar Minuten, dann mindestens eine halbe Stunde abtrocknen lassen.
Man achte darauf, das Spray immer in Richtung Platinen-Rand ablaufen zu lassen. Es darf nicht unter die North- oder Southbridge geraten, denn dort würde das restlose Trocknen u.U. mehrere Tage dauern...
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ich werde das Board nochmal ausbauen und genau in Augenschen nehmen und die Fassung wie empfohlen reinigen.
Vielleicht ergibt sich ja was.
Danke von kater
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Jo, stimmt alles, was der Jürgen sagt. Habe diesen exotischen CMOS-Taster mit dem üblicheren Reset-Taster verwechselt. Und auch die Komponenten sind höchst unwahrscheinlich die Verursacher, da der vollständige Systemstart von Windows bei dir ja möglich ist. Bei mir gab es damals beim booten von Windows, also nach dem Drücken von F1, den Absturz.
Viel Erfolg mit WD40!
Joutungwu
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Hallo in die Runde.
Hab das Thema noch mal hochgeholt. Die feuchten und trüben Tage lassen Zeit zum basteln.
Ich hab mal den Strom an der Fassung gegen eine volle, 3V Zelle gemessen. Da fließen bei spannungslosen PC
2mA. Hat jemand ne Ahnung wie viel Strom zum Erhalt der Bioseinstellungen fließen sollte? Ich finde im Netz nichts dazu.
Danke, kater
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...seeehr viel weniger.
In den ersten Sekunden nach Anlegen der Batterie(spannung) laden sich allerdings ein paar Kondensatoren auf, was u.U. messbar ist.
Danach sollte deutlich weniger als ein µA fließen.
Normalerweise hält so eine Batterie mehrere Jahre durch, auch wenn der Rechner dabei die meiste Zeit stromlos gehalten wird und die Puffferung für den C-MOS Speicher und die Uhr ebenso lange tatsächlich arbeiten muss.
Eine kürzere Pufferzeit ist normalerweise nur ein Zeichen für eine schlechte Batterie-Qualität.
Aber natürlich könnte eine bedingt leitfähige Verschmutzung oder ein mangelhaftes Bauteil die Stromaufnahme von der Batterie deutlich erhöhen, auch ohne dass sonst irgendein Fehlverhalten festzustellen sein muss...
...wie ich vorher schon geschrieben habe.
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danke Jürgen, das war nur noch mal ein letzter Versuch. Dann wirds wohl doch Elektroschrott.
Schönen Tag noch.
kater