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DVB Hardware diverses ... => # DVB-S/C/T Technik => Thema gestartet von: mtron am 22 September, 2009, 09:34

Titel: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: mtron am 22 September, 2009, 09:34
Die Firma Sattec (http://www.satec.at/) hat einen "Low Noise Optical Converter" mit passenden optischen Multiswitches im Angebot, die untereinander mit LWL (Glasfaser) verkabelt sind.


(http://beta.dvbcube.org/index.php?action=dlattach;topic=26800.0;attach=1359)
Quelle: ors.at (http://blog.ors.at)


Die neue Technik bietet einige Vorteile: so werden die 4 Empfangsebenen im LNB gebündelt (also durch den LWL werden low v, low h, hi v und hi h übertragen)  und somit kann das signal  laut herstellerangaben bis zu 32 mal gesplittet werden. Ebenso können mit Lichtwellenleitern viel grössere Entfernungen als mit Koax zurückgelegt werden und mehrere Häuser von derselben Schüssel versorgt werden.

Bei Lichtwellenleitern gibt es auch keine von den Koax Kabeln bekannte Beeinflussung durch äußere elektrische oder elektromagnetische Störfelder.

Technische Daten des Low Noise Optical Converter "AP84-LWL":
- Eingangsfrequenz Bereich:   10,70 - 12,75 Ghz
- Frequenzbereich vertikal:   0,950 - 3,0 GHz (gestapelt)
- Frequenzbereich horizontal: 3,4 - 5,45 GHz (gestapelt)
- Wellenlänge:                1310 Nm
- Optische Ausgangsleistung:  7,0 dBy
- Rauschmass:                 0,5 dB
- Umwandlungs-Verstärkung:    72 dB
- Spannungsversorgung:        12 V über externes Netzteil
                              über F-Anschluss
- Feedaufnahme:               Ø40mm
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: McCom am 22 September, 2009, 10:56
Nice. Was sagen da die Fachleute? Ist das die Zukunft? Wie bei den LAN-Karten? Sauber zu verlegen, für weite Distanzen und große Datenraten?
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: SiLæncer am 22 September, 2009, 11:17
Technisch ist das schon recht interessant...aber für ´Otto Normalverbraucher´ sicherlich etwas überdimensioniert...

Ist eher was für große Anlagen oder Leute die lange Strecken zu überbrücken haben ...

btw. knick mal nen Lichtwellenleiter ;) Da muss man schon etwas vorsichtig zu Werke gehen ...
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: moonchild am 22 September, 2009, 18:54
Das LNB ist von Invacom

Einen Artikel dazu gibt es in der Tele-Satellite 0909
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: Jürgen am 23 September, 2009, 01:39
Jedenfalls würde ein nichtleitender LNB-Anschluss den Blitzschutz erheblich erleichtern und Potentialverschleppungen bzw. Brummschleifen vermeiden helfen können.
Dann fehlen eigentlich noch passende DiSEqC-Schalter...
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: mtron am 23 September, 2009, 10:38
Vor allem bei Hotels und Pensionen gits mit dieser technik riesiges Einsparungspotential.

Den von moonchild angesprochenen Testbericht der Komponenten gibts unter http://magazine.tele-satellite.com/deu/TELE-satellite-0909/pageflip.html (ab seite 22)

Demnach kommt ein optischer LNB auf ~ 200 €, die Umrüstung kommt rein vom Matrerialbedarf bei 100m Leitungslänge (LWL kosten 3€/m) um die 1000 €.

Aber ohne DiSEqC ists auch für mich (noch) keine ernsthafte Option.
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: moonchild am 23 September, 2009, 14:03
Aber ohne DiSEqC ists auch für mich (noch) keine ernsthafte Option.
LNB + GI FibreMDU Virtual Quatro Converter ergibt wie gewohnt 4 ZF Ebenen, weiter geht es mit den normalen Multischaltern. Oder meint ihr etwas anderes mit diseqc?
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: McCom am 23 September, 2009, 17:12
Wie schaut das eigentlich aus: Könnte man, wenn man ein neues Haus baut ein glasfaserkabel verlegen in jeden raum und dadurch sowohl SAT als auch LAN laufen lassen? An sich müsste das doch gehen wenn sie verschiedene Wellenlängen haben oder?

EDIT: Ok, nie posten vor ende des artikels. Also würde es gehen. obwohl sich mir die frage da stellt ob sie nur ihre eigenen Systeme untereinander verbinden oder der Glasfaserverteiler der Sat-Schüssel dann als Router fungieren würde. Und ob der dann auch normales Kabel/Telefon DSL kann oder nur SAT-DSL... hm...
Titel: Re: Optischer LNB mit Glasfaserverkabelung
Beitrag von: Theos am 23 September, 2009, 18:01
ich kann nur für lan sprechen, das hätte ich selbst mal ins auge gefasst.
das problem ist, wie weiter oben schon erwähnt, dass die kabel (verglichen mit standard cat5/6 kupferkabel) doch etwas empfindlicher sind. sie sind zwar sehr dünn (ich glaub 5mm) aber haben einen biegeradius von 5-10cm bei 90° winkel. jede biegung mindert zusätzlich die signalqualität.
zusammen mit den hohen kosten, nicht nur für die kabel sondern vor allem für die netzwerkkarten, lohnt sich das für privatanwender als "alltagsverkablung" meines erachtens noch nicht. höchsten vllt, wenn man 2 häuser miteinander verbinden möchte.