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DVB Hardware diverses ... => # DVB-S/C/T Technik => Thema gestartet von: Hesse am 26 Mai, 2009, 21:16
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Hat irgendjemand einen Tipp, ausser E-bay, wo es "die Nummer grösser" an Sat-Schüsseln (einzeln, ohne LNB oder Rotor) besonders preisgünstig geben könnte ?
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http://www.satberlin.de/
180cm für 400 Geld :o
und hier: http://www.satmueller.de/deutsch/produktframe.htm bis240 cm
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Das nennst du günstig ?
Meine 110 cm haben 49 Euro gekostet. In der Bucht stand die 180er zuletzt bei 35 Euro, gebraucht, allerdings leider "nur Abholung" - da kostet mich ja das Benzin mehr wie die Schüssel.
Zugegeben : Eine 180er Schüssel als Privatmann zu verpacken stelle ich mir nicht ganz einfach vor ;D
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Mach dir mal einen ganz anderen Gedanken: nämlich einen um ein passendes LNB. Da kannste mal richtig die Hose runterlassen ;D
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Mach dir mal einen ganz anderen Gedanken: nämlich einen um ein passendes LNB.
Wieso ? Braucht es ab einer bestimmten Schüsselgrösse andere LNB's als die normalen ?
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Eigentlich nicht.
Aber man beachte unbedingt den F/D Wert. Wenn das LNBF da nicht zum Blech passt, nützt das grosse Teil wenig.
Und das Feedhorn sollte auch nicht zu klein ausfallen, damit der Brennfleck wirklich komplett aufgenommen wird.
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F/D Wert
Welcher der Werte auf der Verpackung des LNB's ist das ?
Sehe ich so nicht aufgeführt, Jürgen.
Das hatten wir zwar schonmal, aber dennoch..auf der Packung meines aktuell benutzten LNB's steht :
BW 23 S
Feedhorn 23 mm <---- musste damals leider so sein, das hatte ich schon an meiner alten Versuchsschüssel dran
Rauschmass : 0,2 dB typ
Verstärkung : >56 dB
Kreuzpolarisationsentkopplung : > 25 dB
Stromaufnahme : ca. 90 mA
Mehr steht nicht drauf...
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F/D Wert siehe: http://www.satlex.de/de/fdratio.html
Dort findet sich ein Rechner für das F/D Verhältnis einer PrimeFocus Antenne. Benötigt werden für die Berechnung
Antennendurchmesser (D): cm
Antennentiefe (d): cm
LNB-Abstand zur Antenne (F): ??
F/D Verhältnis: ??
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Aha.
Puh, aber wie soll ich denn die "Antennentiefe" bloss vernünftig messen ? Vorne ein Brett vor, dann messen bis zum tiefsten Punkt des "Kraters" + dann noch schätzen wie dick das Alu ist....schwierig, schwierig.
Ein besseres LNB habe ich schon für die Zukunft geplant. Aber momentan bin ich ziemlich pleite. Hab was anderes teures kaufen müssen (bessere Matratze, wegen Rückenschmerzen).
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Spann ein Band waagerecht, ein Band horizontal "mittig" übers Blech, miss die Tiefe. Kommt ja auf ein 1/1000tel nicht an. Das AL wird um 2mm haben, nicht wirklich wichtig.
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hmm, die berechnung ergibt bei meiner schüssel das folgende:
Antennendurchmesser (D): 360 cm
Antennentiefe (d): 65 cm
LNB-Abstand zur Antenne (F): 124.62 cm
F/D Verhältnis: 0.35
Ist das jetzt gut oder schlecht ?
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Ich hab mal ein paar Infos zusammengesammelt, ist nicht wirklich ergiebig :-\
Größere F/D Werte bedingen einen spitzeren Einfallswinkel, deshalb sollte das Feed danach gebaut sein. Die europäischen LNBs haben ja nur ein etwa 6 cm großes Feed (der Rillenteil) in einer Einheit mit der LNB-Elektronik. Die C-Band Feeds, welche meist in äquatorialen Gegenden Verwendung finden, haben etwa 15-20 cm Durchmesser
Je kleiner F/D um so grösser wird der Teil des Reflektors den das LNB sieht. Das Feedhorn an sich muss an das F/D-Verhältnis des Reflektors angepasst sein. Solange der Flansch des LNB zum Flansch des Feedhorns passt, ist alles in Ordnung!
Ku-Band LNBs für Europa sind grundsätzlich für Offsetschüsseln mit einem f/D von ca. 0,6 gebaut. Damit wird Dein Reflektor aber bloß zum Teil "ausgeleuchtet" und kann nicht den Gewinn der gesamten Schüssel nutzen.
Das (integrierte) Feedhorn vorm LNB soll die sich normalerweise kreisförmig ausbreitenden Wellen auf den Reflektor konzentrieren. So in etwa Stabtaschenlampe mit einstellbarem/drehbarem Reflektor. Mit den "üblichen" LNBs für f/D 0,6 ist dieser Kegel mit ca. 90° aber zu eng und nutzt nur den inneren Teil der Schüssel. Weiter entfernt kann man das LNB aber nicht anbringen, da dort der Brennpunkt nicht mehr stimmt. Benötigt wird bei f/D 0,4 ein "Öffnungswinkel" von ca. 130°.
Abhilfe wird hier nur ein LNB mit Feedhorn für 0,4 schaffen oder ein Flansch-LNB mit extra passendem Feed.
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vielen Dank für die infos !
Jetzt ist mir einiges klarer geworden, so zb. warum die "grosse" schüssel nicht allzu bessere werte als die "mittlere" gibt. wen man die erleuterungen mal genauer betrachtet, kann man davon ausgehen, das die kombination grosse schüssel und handelsübliches KU-Band LNB (univrsallnb) nicht allzuviel bringt und eine etwas kleinere schüssel da doch sinnvoller ist. Wie im richtigen leben:Grösser ist nicht unbedingt besser ;D
und weil wir mal wieder der thread gekidnaped haben und total off-topic werden:
nachdenklicher: Würde es was bringen, wenn man bei einer grossen schüssel ein cassegrain oder gregory system benutzt? Durch den Hilfsreflector würde ja dann der focus zum LNB wieder stimmen oder wo ist ein fehler in der überlegung ?
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Auch ein System mit Subreflektor wäre immer auf einen bestimmten F/D-Wert ausgelegt, zu dem das Feed passen muss.
Wenn Du daran herum basteln willst, wünsche ich recht viel Spass bei'm Berechnen...
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ok, die exakte berechnung ist nicht so ganz einfach.
meine überlegung war die folgende: ausgehend vom lnb den subreflektor anpassen um nen optimalen fokus zu erreichen, dann das ganze auf die hauptschüssel übertragen und den hilfsreflektor optimieren.
Wäre diese berechnungsreihe richtig? Oder muss das ganze dadoch besser anders herum berechnet werden? also hauptschüssel -> reflektor -> lnb ?
finde auch momentan kaum literatur zu dem problem, mein alter rothammel (auchandere bücher) geben da kaum infos zum thema (kann auch sein, das ich mal wieder zu blind bin, das richtige zu finden)
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Guck dir mal die Referenzen 2,3 und 4 in diesem pdf an h++p://www.telenor.com/telektronikk/volumes/pdf/4.1992/Side_85_88.pdf
Sehr gute Info's auf der Seite von Jens T. Satre: h++p://www.satellite-calculations.com/
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Danke für die links, das waren genau die teilinfos, die mir gefehlt hatten.
speziell die sat-calculation haben mich vor vergeblicher bastelei bewahrt.
fazit: grosse schüssel mit universal-lnb -> nix gut ;D
Mal sehen ob ich da ein anderes LNB organisieren kann, sieht aber eher so aus, das ich die grosse schüssel nur für C-Band nutzen werde.
nochmals danke an alle !
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hab noch ne Frage zum F/D Verhältnis. Worauf bezieht sich der Abstand zwischen Schüsselblech und LNB am LNB. LNB hat ne Schutzkappe, das aktive Teil des LNB versteckt sich einiges, schätzungsweise 50 mm dahinter. Selbst satlex bezieht sich bei seiner Berechnung nur auf eine stilisierte Abbildung. Wie nun genau, oder ist es egal.
Ist mal wieder ne Jürgenfrage ;) aber andere Antworten sind auch willkommen :D
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Der Mittelpunkt des Feedarms, also mitten im Loch würde ich sagen. Denn in der baulichen Länge sind die LNB's ja auch wieder verschieden.Macht ja keinen Sinn da von einer Vorderkante auszugehen. Das wird zwar von der Sache nicht die Welt ausmachen, eigentlich, vielleicht und weil schon fast wieder Freitag ist....
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jetzt hab ich gegrübelt wo mitten im Loch ist ;D. Ich denke du meinst mit Loch die Halterung fürs LNB (40 mm)?
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Das beantworte ich NATÜRLICH mit einem entschieden VIELLEICHT!!
(genau das Loch war gemeint) ;D
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Eine wie auch immer geartete klare Position für diesen Punkt gibt's nicht, und meist wären wohl noch nicht einmal die Hersteller selbst zur Bestimmung imstande.
Im Grunde ist der Brennpunkt des Horns massgeblich, weder sein Eingang, noch der Hohlleiter dahinter.
Eine einfache Berechnungsmöglichkeit gibt's auch nicht, weil das Horn eine Impedanzwandlung vom Freiraum zum Hohlleiter vornimmt, was gleichzeitig einen zunehmenden Verkürzungsfaktor mitbringt und sogar eine leichte Formänderung der Wellenfront bedeuten kann. (Natürlich unterscheidet's sich auch gewaltig zwischen den Bauformen, z.B. zwischen Fillenfeed (gross oder klein) und den früher verbreiteten dielektrischen Hörnern, die spitz hervorstanden. Letztere hatten den Brennpunkt innerhalb des Plastikkegels, wodurch sie ziemlich weit vom Blech anzubringen waren, welches daher mit einem verlängerten Arm kam. Ein Umbau auf ein heute übliches Feedhorn ergab an einer solchen Schüssel keine sauberen Ergebnisse.)
Dieser Umstand ist der Hauptgrund, weshalb bei fast allen LNBs der Hals deutlich länger ist als eine übliche Schelle breit. So kann man durch die Veränderung der focal distance manuell fokussieren, schlicht durch Pegelmaximierung.
Bei meiner Dreifachklemme für 28.2°, 19.2° und 13° Ost hat die sorgfältige Einstellung insbesondere bei den äusseren LNBs tatsächlich erhebliche Verbesserungen gebracht, trotz oder eher gerade wegen des vergleichsweise grossen Blechs, das eben sehr gut bündelt.
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danke, ist also ne Sache mit Fragezeichen. Handarbeit ist angesagt. Habe ein Unysat von Technisat im Auge um aus meiner Minischüssel noch was rauszukitzeln.