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Fachhandel und Industrie fordern Politik und Sendeanstalten zum Handeln auf
Wenn es um hochauflösendes Fernsehen geht, liegt Deutschland im europäischen Vergleich im hinteren Mittelfeld. Das beklagen der deutsche Fachhandel und die Unterhaltungselektronikhersteller - und üben Druck auf Fernsehsender und Politiker aus.
Sehr gute Voraussetzungen für eine breit angelegte HDTV-Ausstrahlung in Deutschland und ein Aufholen im internationalen Vergleich sehen der Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Bis Ende 2008 wurden hierzulande knapp 12 Millionen HD-fähige Fernseher verkauft, bis Ende 2009 soll die Zahl auf 17,5 Millionen Stück steigen.
Noch deutlich mehr hochauflösende Fernsehgeräte könnten aber bei einer massenhaften HDTV-Einführung verkauft werden. Das Marktpotenzial beziffern die Verbände auf gut 17,6 Millionen analoge Haushalte. Es könnte Handel wie Herstellern helfen, den vom Bitkom erwarteten Umsatzeinbruch in der Unterhaltungselektronik entgegen zu wirken.
Doch für das hochauflösende Fernseherlebnis fehle es noch immer an zugkräftigen HDTV-Sendungen, beklagen der BVT und ZVEI in einer gemeinsamen Mitteilung. "Daher erwarten wir insbesondere von den Sendeanstalten, öffentlich-rechtlich wie privat, mit ihren massenwirksamen Programmen, aber auch durch die Politik entsprechende Unterstützung. Nur so können wir das wirtschaftliche Potenzial, das Digitalisierung und HDTV bieten, ausschöpfen."
Die Programm- und Infrastrukturanbieter sowie Handel und Industrie sollten deshalb die Chance nutzen, gemeinsam HDTV zu einem schnellen Markterfolg zu führen, so Hans-Joachim Kamp, Sprecher der Philips-Geschäftsführung, ZVEI-Vizepräsident und Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Consumer Electronics.
Willi Klöcker, Vorsitzender des BVT, mahnt: "Wir müssen aus der analogen Sackgasse heraus. Die von uns geforderte schnelle Einführung des HDTV-Regelbetriebes ist auch eine Nagelprobe für die Zukunftsfähigkeit aller Sendeanstalten." Die Forderung des Einzelhandels nach einer umgehenden Ausstrahlung von HDTV bestehe weiterhin.
ARD und ZDF haben angekündigt, den HDTV-Regelbetrieb Anfang 2010 zu starten - anlässlich der Winterspiele 2010. Fachhandel und Industrie fordern aber einen HDTV-Regelbetrieb der öffentlich-rechtlichen Sender in Form von massenwirksamen Fernsehformaten bereits ab dem geplanten Testbetrieb (Showcase) zur IFA im September 2009. ZVEI und BVT sehen eine schnelle und umfassende Realisierung des Regelbetriebes - "zugunsten aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten" - als unumgänglich an.
Unerlässlich sei es auch, die Industrie, Handel, Handwerk und Infrastrukturanbieter bereits 2009 in die von ARD und ZDF geplante Digitalisierungs- und HDTV-Kommunikationskampagne einzubinden. Zudem drängen ZVEI und BVT die privaten Sender zur Offenlegung ihrer HDTV-Pläne und wünschen sich eine "umfassende Digitalisierung und Ausdehnung der HDTV-Versorgung in den verschiedenen Übertragungswegen, insbesondere im Kabel".
Ähnlich wie auch beim Wechsel zum analogen Antennenfernsehen zum terrestrischen digitalen Fernsehen (DVB-T) soll es zu Gunsten eines schnelleren Wechsels der Konsumenten "keine dauerhafte parallele Ausstrahlung digitaler und analoger Inhalte" über Satellit und Kabel geben.
Um HDTV als "konsumstabilisierendes Element mit Leben zu füllen" müssten allerdings alle Beteiligten zusammen arbeiten. Deshalb hoffen BVT und ZVEI auf einen partnerschaftlichen und tatkräftigen Dialog - auch im Rahmen der IFA vom 4. bis 9. September 2009 in Berlin.
Quelle : www.golem.de
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Leipzig - Adrian von Hammerstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kabel Deutschland GmbH, erklärte auf der Anga Cable, dass es bei Kabel Deutschland keine Kapazitätsengpässe gebe und man die neuen HDTV-Programme von Premiere/Sky problemlos einspeisen könne.
Gegenüber DIGITAL FERNSEHEN räumten Experten allerdings ein, dass die Kabelnetze der KDG dafür nicht ausreichend aufgerüstet seien. Auf Anfrage von DF erklärt Marco Gassen, Leiter Externe Kommunikation KDG, sehr wohl bereit für Gespräche mit der Pay-TV-Plattform zu sein: "Kabel Deutschland hat Premiere/Sky bereits signalisiert, dass wir offen für Gespräche über die Einspeisung von HD-Kanälen sind."
Gassen hebt hervor, dass Kabel Deutschland stets bestrebt sei, "ihren Kunden ein breites HDTV-Angebot zu machen. Deshalb sprechen wir regelmäßig mit Anbietern von HD-Content über eine mögliche Einspeisung."
Zu laufenden Gesprächen zwischen Geschäftspartnern will er sich dagegen nicht äußern: "Über technische bzw. wettbewerbsrelevante Details möchten wir in der Öffentlichkeit nicht sprechen."
Zudem sieht der Kabelnetzbetreiber momentan keinen Bedarf, auch eigene HDTV-Pakete, wie zum Beispiel Kabel BW, anzubieten. Wieso die KDG kein eigenes HDTV-Angebot lancieren möchte, begründet Gassen mit der eher geringen Nachfrage seitens der Kundschaft: "Wir erleben lediglich zu Weihnachten oder IFA einen leichten Schub. Zwischen diesen Peaks ist es kundenseitig eher still um dieses Thema."
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Leipzig - "Klare zeitliche Vorgaben" für die Einführung von HDTV fordert Lothar Bisky, Bundestagsabgeordneter Die Linke, im Gespräch mit DIGITAL FERNSEHEN.
Die Politik habe die Einführung jahrelang verschleppt. Jetzt, in Zeiten der Krise, dürfte es nicht wenigen Sendern schwerfallen, die erforderlichen Investitionskosten aufzubringen. "Aber das heißt nicht, dass es unmöglich wäre", so der Bundestagsabgeordnete weiter.
Bisky sieht das hochauflösende Fernsehen als Motor der Digitalisierung: "HDTV könnte einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Digitalisierung leisten. Das zeigen die Erfahrungen in Großbritannien, aber auch in Schweden. Dort hat die Einführung von HDTV-Kanälen zu zusätzlichem Wachstum geführt", so der Vorsitzende der Linksfraktion.
Dass er beim Thema HDTV nicht nur aus der Theorie argumentiert, beweist Bisky, indem er von seinen ersten Erlebnissen berichtet: "Ich habe mich von der Qualität und dem Qualitätsfortschritt hochauflösender Bilder überzeugt".
Dabei werde für ihn deutlich, dass die breite Masse der Zuschauer sich erst für HDTV begeistern könne, "wenn sie die höhere Qualität der Bilder selbst wahrnehmen kann". Daher müsse ein "verbindlicher Umstellungstermin gesetzt und zugleich sozial abgefedert" werden.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Berlin/Leipzig - "Neue Impulse für die Unterhaltungselektronikindustrie" hat es nach den Worten von Michael Bobrowski, Medienreferent der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. in Berlin, "bereits in den vergangenen Jahren durch die überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten bei HD-tauglichen Flachbildschirmen gegeben".
Auch durch die "sich entwickelnden Erwartungen" der Zuschauer würde "ein zunehmender Druck" auf Produzenten und Sender entstehen, in HD einzusteigen. Angesprochen auf den generellen Nutzen der heutigen Entwicklung von Digital-TV für den deutschen Verbraucher, reagiert Bobrowski gelassen: "Ebensowenig dürfte man heute fragen, ob wir das Internet brauchen oder zum Mond fliegen müssen".
Die Neugier des Menschen als Spezies auf Neues sei nun mal ungebrochen, so der Verbraucherschützer gegenüber DF. "So entwickelt sich auch die Technik weiter und zwar oft ungeachtet dessen, ob das im Einzelfall die Menschheit voranbringt". Und wie so oft im Leben gelte laut Bobrowski auch hier: "Der Appetit kommt beim Essen".
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Gerade erst hatte RTL verkündet, ein für die Ausstrahlung hochaufgelöster Fernsehbilder (HDTV) geeignetes Sendezentrum einzurichten, das bis zum Herbst 2009 fertiggestellt sein soll. Heute folgt die konkrete Ankündigung eines kommenden HTDV-Programms des Senders: Danach wird RTL HD ebenso wie eine HD-Fassung des Brudersenders Vox in einem "HD+" genannten Paket des Satelliten-TV-Plattformbetreibers Astra enthalten sein, das als Pay-TV-Angebot im Spätherbst starten soll.
HD+ ergänzt das bestehende digitale Programmangebot, das über Astra empfangen werden kann. SES Astra wird nach eigenen Angaben mit anderen Sendern Gespräche zur Erweiterung des Angebots aufnehmen. Welche Sender daneben in dem "HD+"-Paket enthalten sein könnten, ist bislang jedoch ebenso wenig bekannt wie der Preis für das Angebot. Astra betont in seiner Mitteilung jedoch, dass HD+ senderunabhängig sei und allen TV-Veranstaltern zur technischen Umsetzung und Bereitstellung ihrer HD-Programme zur Verfügung stehe. Die technische Umsetzung enthalte die Distribution der zum Empfang notwendigen Abo-Karten (Smartcards).
"Der neue Dienst schafft attraktiven Mehrwert für Zuschauer", so Wilfried Urner, Geschäftsführer der neuen ASTRA-Tochtergesellschaft HD PLUS in Unterföhring bei München. Sicher dürfte sein, dass zum Start der HD-Angebote von RTL und Vox hochskalierte TV-Bilder allerdings einen recht hohen Anteil ausmachen dürften, zumal nicht alle deutschen Produktionsgesellschaften, die sendefähige Beiträge an die RTL-Gruppe liefern, bereits mit HDTV-Kameras ausgestattet sind. Auch die Regionalprogramme von RTL müssen erst noch auf die Produktion hochaufgelöster Bilder umgestellt werden.
Quelle : www.heise.de
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Köln - Das neue Satellitenangebot "HD+" der Mediengruppe RTL wird in MPEG4 codiert und im Standard 1080i übertragen.
Dies teilt die Sendergruppe in einer Presseerklärung mit. Ab Herbst 2009 sind RTL und Vox via Satellit zusätzlich in HDTV empfangbar. Möglich macht dies das neue Angebot "HD+" von SES Astra, über das die beiden Programme der Mediengruppe RTL Deutschland verbreitet werden (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Die HDTV-Signale der Mediengruppe RTL werden in MPEG4 codiert, verschlüsselt und im Standard 1080i übertragen.
Die Zuschauer haben dann die Wahl zwischen dem neuen Angebot "HD+" in hochauflösender High Definition-Bildqualität und digital unverschlüsselt in bisheriger PAL-adäquater Bildqualität sowie dem bisherigen Empfang des analogen Satellitensignals (PAL-Standard).
Die Programme RTL und Vox werden in einem High-Definition-Simulcast ausgestrahlt, der zunächst Programmhighlights wie Spielfilme und Serien in echtem HD enthält. Der Anteil an nativem HD-Material wird kontinuierlich über die nächsten Jahre ausgebaut.
Andre Prahl, Mitglied der Geschäftsleitung CBC und verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland: "Wir glauben, dass HD ein Mehrwert ist, in dessen Genuss viele Zuschauer gerne kommen wollen. Daher investiert die Mediengruppe RTL trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten in dieses Projekt, um dadurch Fernsehen für die Zuschauer und damit auch für die Werbekunden noch attraktiver zu machen."
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Leipzig - Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland verzeichnet ein "sehr geringes" Interesse seiner Kundschaft nach HDTV-Inhalten. Trotzdem sei man mit Anbietern von HD-Content in Gesprächen.
"Kabel Deutschland ist stets bestrebt, ihren Kunden ein breites HDTV-Angebot zu machen. Deshalb sprechen wir regelmäßig mit Anbietern von HD-Content über eine mögliche Einspeisung", erklärte Kabel Deutschland.
"Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Nachfrage unserer Kundschaft nach HDTV-Angeboten sehr gering und HDTV auch kein entscheidendes Argument für die Wahl einer TV-Infrastruktur ist. Ein Grund dafür ist sicherlich das bereits große Programmangebot mit sehr guter Bildqualität im Kabel", erklärte ein Sprecher von Kabel Deutschland weiter.
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber sieht sich "im Vergleich zu den anderen TV-Infrastrukturen sehr gut aufgestellt". Neben analogem und digitalem Fernsehen bietet der Kabelnetzbetreiber seinen Kunden Pay TV, Pay-per-View sowie einen digitalen Videorecorder (DVR), der auch Timeshift bietet. Ein VoD-Angebot ist in Planung.
Zudem seien über das Kabelnetz auch HD-Programme von Premiere zu empfangen.
Einen zusätzlichen Wettbewerbsdruck durch den heute verkündeten Start der "HD+"-Plattform von Astra, auf der die RTL-Programme RTL und Vox im Herbst via Satellit in HDTV verbreitet werden sieht das Unternehmen nicht.
"Im Gegenteil sehen wir, dass viele ehemalige Satellitenkunden zum Kabel wechseln, weil man über das Kabel sehr schnell und zu günstigen Konditionen im Internet surfen kann.", so der Sprecher gegenüber DF.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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München - Disney Channels Germany startet vorerst nicht auf der neuen Astra-Plattform "HD+".
Das bestätigte ein Sprecher von Disney Channels Germany gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage. Ein HDTV-Start sei lediglich bei Premiere-Sky geplant, so der Disney-Sprecher. Disney Cinemagic HD startet im Juli 2009 bei Premiere (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Der Sender Disney Cinemagic auch in Standard Definition abonnierbar.
"Mit dem Start von Disney Cinemagic im Juli 2009 erweitert Premiere sein Angebot für Kinder und Familien in Deutschland und Österreich", dies teilen der Sender und die Pay-TV-Plattform in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Berlin/Luxemburg - Receiver, mit denen sich das neue HDTV-Angebot "HD+" von Astra empfangen lässt, sollten mit einer CI-Plus-Variante ausgestattet sein. Dies favorisiert der Satellitenbetreiber Astra. Konkrete Ergebnisse stehen aufgrund laufender Verhandlungen jedoch noch nicht fest.
"Wir setzen uns sehr für CI Plus ein und sind dort sehr engagiert, allerdings sind mit den Beteiligten noch einige Punkte zu klären", so der Astra-Sprecher Markus Payer gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage.
Eine definitive Aussage würde Herstellern ermöglichen, CI-Plus-fähige Receiver und Fernseher mit verbautem CI-Plus-fähigem DVB-S-Empfangsgerät auszustatten. Schließlich will Astra alle Hersteller gleichermaßen am Receivermarkt für "HD+" beteiligen: "`HD+´ unterstützt einen freien Retailmarkt. Es wird keine Bevorzugung einzelner Hersteller geben, sondern eine freie Verfügbarkeit der Spezifikationen für alle Hersteller gewährleistet", sagt Payer gegenüber DF.
Die technischen Spezifikationen für Receiver der Plattform seien reine Minimalspezifikationen. "Den Herstellern steht frei, zusätzliche Features einzubauen, um sich differenzieren zu können. Die Spezifikationen bauen auf den Empfehlungen des IRT auf", so Payer.
Die Verschlüsselung des "HD+"-Angebots erfolgt dem Astra-Sprecher zufolge über das Verschlüsselungssystem Nagravision. Welche der Transponder für die "HD+"-Plattform vorsieht, steht noch nicht fest und "ist in Vorbereitung".
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Köln - Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia wird die Einführung des HDTV-Angebotes der Sendergruppe RTL auf der "HD+"-Plattform von Astra vorerst lediglich beobachten.
"Wir werden die Entwicklungen beobachten, möchten aber zu diesem Zeitpunkt keine Bewertung abgeben. Insgesamt sehen wir die Einführung immer neuer `Standards´ kritisch, da dies nicht unbedingt zur allgemeinen Transparenz für den Verbraucher beiträgt", erklärte eine Unternehmenssprecherin von Unitymedia.
Abgesehen davon plane Unitymedia für "seine Plattform UnityDigitalTV ein eigenes attraktives HD-Paket". Über Details zu Inhalten und genauem Starttermin will der in Hessen und Nordrhein-Westfalten tätige Kabelnetzbetreiber derzeit noch nichts verlauten lassen.
"Im Juli führen wir darüber hinaus eine neue Paketstruktur mit einem neuen Lifestyle-Paket und zusätzlichen Sendern ein - darunter Discovery Channel und Animal Planet. Zusammen mit unseren attraktiven Kombimöglichenkeiten mit superschnellem Internet und Telefon sehen wir für den Verbraucher deutliche Vorteile gegenüber den Satellitenangeboten", erklärte die Sprecherin weiter.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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München - Die Pro Sieben Sat 1 Media AG will definitiv im kommenden Jahr mit hochauflösendem Fernsehen starten. Bei welcher Plattform die HDTV-Sender aufgeschaltet werden, ist jedoch noch unklar, ebenso, ob ein Start auf der neuen Astra-Plattform "HD+" infrage kommt.
"Die Pro-Sieben-Sat-1-Group will ihr HDTV-Engagement mit der Ausstrahlung der Free-TV-Sender in hochauflösender Qualität 2010 wieder aufnehmen, sobald die Rahmenbedingungen dafür stehen", so Christian Senft, Leiter Marketing & PR von Seven Senses, dem Unternehmen der Pro-Sieben-Sat-1-Group für digitales Fernsehen, gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage.
Als Grund nannte er die "gewachsene Nachfrage der Zuschauer nach HD-Angeboten und die inzwischen deutlich verbesserte Angebotssituation HD-fähiger Receiver im Markt"
Für den HDTV-Start "stehen wir derzeit in Verhandlungen mit verschiedenen Plattformen und Netzbetreibern", so Senft weiter. Ob Sender von Pro Sieben Sat 1 bei der neuen HDTV-Plattform "HD+" von SES Astra starten werden, wollte Senft mit Verweis auf laufende Verhandlungen nicht sagen. Technologisch sei die Pro-Sieben-Sat-1-Group jedoch u.a. durch das neue Play-Out-Center bereits jetzt "ready für HD", sagte der Seven-Senses-Sprecher.
"Eine zukünftige Ausstrahlung würde wie schon bis 2008 in der besseren Qualität 1080i erfolgen", versicherte Senft zudem. 2009 werde Pro Sieben Sat 1 zudem Videos in HDTV-Qualität (720p) bei der Online-Videothek Maxdome per DSL anbieten.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Kabelzuschauer werden die ab Herbst geplanten HDTV-Ausstrahlungen der Privatsender RTL und Vox bis auf weiteres nicht empfangen können.
RTL-Sprecherin Bettina Klauser bestätigte am Freitagnachmittag, dass die Zuschauer beide Programme ab Herbst nur über die Plattform "HD+" des luxemburgischen Satellitenbetreibers SES auf Astra 19,2 Grad Ost sehen können. Ob zu einem späteren Zeitpunkt auch die Einspeisung in die Netze von Kabel Deutschland, Unitymedia und weiteren Kabelgesellschaften geplant ist, ließ Klauser dabei offen.
Am Freitag hatte SES erstmals Pläne für "HD+" vorgestellt (SAT+KABEL berichtete). Die Plattform sei senderneutral und soll allen interessierten Veranstaltern die Verbreitung ihrer hochauflösenden Programme via Satellit ermöglichen, hieß es. Nach ersten Angaben sind spezielle Empfangsgeräte und eine Smartcard notwendig, auch monatliche Gebühren sind möglich. Details wollen der Satellitenbetreiber und seine Partner erst im Spätsommer bekanntgeben.
Quelle : SAT + KABEL
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Heidelberg - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg plant, die neue Plattform für hochauflösendes Fernsehen, "HD+", zeitnah in sein Netz einzuspeisen.
Technisch sei das kein Problem, da das Netz über entprechende Kapazitäten verfüge, erklärte Martin Herkommen, Pressesprecher des Unternehmens gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Kabel BW befände sich diesbezüglich ständig in Gesprächen mit allen relevanten Marktteilnehmern und Sender-Partnern.
"Wir gehen davon aus, dass RTL mit seinen HD-Angeboten auch die Mehrheit der Fernsehzuschauer in Baden-Württemberg erreichen möchte und daher zeitnah auf uns zukommen wird", erklärte Herkommer.
Derzeit bietet Kabel BW seinen Kunden bereits sieben HDTV-Kanäle an.
SES Astra und die RTL-Gruppe hatten letzte Woche den Start eines neuen TV-Angebots in hochauflösender Sendequalität (High Definition) angekündigt.
Der Service namens "HD+" wird Haushalten neue HDTV-Programme bereitstellen, so der Satellitenbetreiber. Die ersten Programme, die im Angebot von "HD+" enthalten sein werden, sind die Privatsender RTL und Vox. Entsprechende Verträge sind mit der Mediengruppe RTL Deutschland abgeschlossen worden, teilt SES Astra mit.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Stuttgart/Mainz - ARD und ZDF starten angesichts der neuen HDTV-Plattform "HD+" des Satellitenanbieters SES Astra mit ihrem einen hochauflösenden Angebot nicht früher als geplant.
"Wir halten an der Roadmap fest", sagte der ARD-Sprecher Harald Dietz gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage.
Im August zeigt das Erste während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft einen HDTV-Showcase. Zur Funkausstellung in Berlin (IFA) und im Weihnachtsprogramm soll es jeweils einen HDTV-Showcase bei Eins Festival zu sehen geben. "Alle diese Angebote sind unverschlüsselt", betont Dietz, "genauso wie der HDTV-Regelbetrieb im Ersten mit Beginn der olympischen Winterspiele in Vancouver Anfang 2010".
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Die ARD-Intendanten haben am Dienstag auf ihrer Jahrestagung in Bremen ein deutliches Bekenntnis abgegeben, den Umstieg auf das digitale Fernsehen zügig voranzutreiben. Im Zentrum steht den Angaben zufolge eine umfassende Informationskampagne, die Fernsehhaushalte bei der anstehenden Umrüstung auf die notwendigen Digitalempfänger unterstützen soll.
(http://[url=http://res.magnus.de/res/_2/3/9/2/69952.jpg]http://res.magnus.de/res/_2/3/9/2/69952.jpg[/url])
Damit unterstreiche die ARD ihr Ziel, den Analog-Digital-Umstieg im Satellitenbereich zügig voranzutreiben, hieß es weiter. "Wir haben uns innerhalb der ARD für einen schnellen Umstieg vom analogen auf digitales Fernsehen im Satellitenbereich ausgesprochen. Priorität hätten nun weitere Gespräche mit den Marktakteuren zur Festlegung eines gemeinsamen Abschaltzeitpunktes", sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust. Noch im Mai hatte ein RBB-Vertreter eine Abschaltung der analogen Ausstrahlungen auf Astra erst für 2012 in Aussicht gestellt (SAT+KABEL berichtete).
Umfangreiche HDTV-Information auf der IFA
Gleichzeitig betonte Boudgoust, dass die ARD es als wichtige Aufgabe betrachte, die Zuschauer beim Wechsel in das digitale Fernsehzeitalter zu begleiten und sie über die verschiedenen Empfangsmöglichkeiten des digitalen ARD-Programmbouquets zu informieren. Einen Höhepunkt soll die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin vom 4. bis 9. September. Am ARD-Stand "Digitale Welt" erfahre das Publikum alles über den Umstieg vom analogen zum digitalen Fernsehen, programmbegleitende Angebote sowie individuelle Empfangsmöglichkeiten einschließlich des hoch auflösenden Fernsehformats High Definition Television (HDTV), kündigte Boudgoust an.
Im Vorfeld des HDTV-Regelbetriebes für Das Erste und das ZDF-Hauptprogramm ab Februar 2010 sollen wie bereits bekannt hochauflösende Testausstrahlungen zur Leichtathletik-WM und zur Internationalen Funkausstellung verbreitet werden. Das HDTV-Showcase des Spartensenders EinsFestival-HD soll an Weihnachten 2009 außerdem von parallelen Ausstrahlungen auf ARD-HD begleitet werden.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Mainz - Das ZDF hat sich bei der Übertragung des hochauflösenden Fernsehens auf eine Empfehlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) entschieden, während die Astra-Plattform "HD+" auf den Übertragungsstandard 1080i setzt.
Das ZDF hat sich auf Empfehlung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) bei der Übertragung von hochauflösendem Fernsehen für den Standard 720p/50 entschieden, der sich besonders für Bilder mit schnellen Bewegungen, etwa von Sportveranstaltungen, eignen soll.
Dabei werden pro Sekunde 50 Vollbilder mit jeweils 720 Zeilen übertragen. Man nennt dieses Verfahren 720p - p steht dabei für "progressive". Nicht zutreffend sei das Argument, dass der von einigen Geräteherstellern angebotene Standard 1080i besser sei, hatte der ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky mitgeteilt. Bei 1080i werden ganze 1080 Bildzeilen übertragen, jedoch nicht als Vollbilder sondern wie beim Röhren-TV abwechselnd jede zweite Zeile (Interlacing). Dieses Format eigene sich eher für Standbilder, hatte Bereczky argumentiert.
Die BBC habe sich für eine Übertragung im 1080i-Standard entschieden, da die Entscheidung bereits vor zwei Jahren gefällt worden sei, so Bereczky laut dem Branchenmagazin "Broadband TV News".
Im Gegensatz dazu setzt das neue Satellitenangebot "HD+" des Satellitenbetreibers Astra und damit auch der Mediengruppe RTL auf Interlacing. "HD+" wird in MPEG4 komprimiert und im Standard 1080i übertragen (DF berichtete ebenfalls). Ab Herbst 2009 sollen RTL und Vox via Satellit in HDTV empfangbar sein. Auch die Pay-TV-Plattform Premiere setzt auf 1080i, bei seinem Nachfolger Sky, der ab 4. Juli mit seinem neuen Programm auf Sender geht, wird es vermutlich nicht anders sein.
Ein richtig gutes Bild gibt es derzeit vor allem mit 1080p, dort werden die Zeilen komplett gesendet. Für die Satellitenausstrahlung ist dieses Full-HD derzeit aber wegen der begrenzten Übertragungskapazitäten noch nicht geeignet. In den Genuss von 1080p kommt man derzeit quasi nur über die Blu-ray Disc.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Köln - Der Satellitenbetreiber Astra hat aus den Erfahrungen mit Entavio gelernt und bietet die neue HDTV-Plattform "HD+" weit offener an als von Experten erwartet.
Astra will die neue HDTV-Plattform HD Plus als Prepaid-Modell anbieten.
Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland, erklärte demnach am Montag auf dem Medienforum NRW, dass es deshalb auch keine Adressierbarkeit des Endkunden geben werde: "Der Kunde ist uns und den Sendern nicht bekannt".
Astra will laut DI bei HD+ lediglich die Technik und die Vermarktung übernehmen. Das schließe nach Elsäßers Worten aber nicht mit ein, dass Astra auch Set-Top-Boxen anbieten werde. "Der Kunde kauft eine HDTV-Box, ein Modul und die Smartcard", erklärte Elsäßer auf dem Medienforum. Demnach scheint Astra auf technische Spezifikationen für "HD+"-Empfangsgeräte zu verzichten.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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München - Auf HD+, der im Herbst startenden Digital-TV-Plattform von SES Astra, könnten möglicherweise auch Sky-Programme empfangbar sein.
Die für die verschlüsselte Sat-Ausstrahlung der neuen HDTV-Programme von RTL und Vox angekündigte HD+ Plattform von SES Astra steht möglicherweise vor einer großen Aufwertung. Denn Sky Deutschland überlegt eine Kooperation mit der neuen Plattform einzugehen.
"Wir begrüßen diese HD-Initiative von Astra", so Vorstand Dr. Holger Enßlin auf Nachfrage auf der am Donnerstag stattgefundenen Premiere-/Sky-Hauptversammlung. Enßlin bestätigte, dass der Pay-TV-Anbieter aktuell in Gesprächen mit SES Astra über eine mögliche künftige Kooperation zwischen beiden Plattformen sei. Wie diese Kooperation genau aussehen könnte, ließ er jedoch offen.
Denkbar wäre eine gegenseitige Simulcryptvereinbarung, durch die sämtliche Sky-Deutschland-Programme auch auf HD+ Receivern abonnierbar wären. Im Gegenzug könnten Sky-Abonnenten die HD-Angebote von RTL und Vox mit ihren Sky-Receivern empfangen. Inwieweit die laufenden Verhandlungen in einer Kooperation münden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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München - Im Herbst startet die neue HDTV-Plattform von Astra. Jetzt wurde eine erste Info-Webseite aufgeschaltet.
Unter der Domain www.hd-plus.tv/ (http://www.hd-plus.tv/) gibt es derzeit noch wenig Informationen zum neuen Angebot.
So heißt es auf der Seite dann auch "Hier finden Sie ab Herbst alle Informationen zu unserem neuen Service für hochauflösendes Fernsehen. Bis dahin wollen wir Ihnen an dieser Stelle einen kurzen Überblick zu HD+ bieten." Interessierte Nutzer können den Astra-Newsletter abonnieren, der regelmäßig über Neuerungen beim Satellitenbetreiber informiert und die erste Pressemitteilung zu "HD+" anschauen.
(http://www.digitalfernsehen.de/news/img/4563872_afbbcbc4ca.jpg)
"HD+" ist ein neues Angebot von Astra, innerhalb dem diverse Privatsender im hochauflösenden HDTV aufgeschaltet werden (DF berichtete). Den Start machen im Herbst RTL und Vox. Die Sender werden kostenlos, jedoch verschlüsselt ausgestrahlt. Zum Empfang soll ein "HD+"-tauglicher Receiver nötig sein. Neben den Privatsendern, die ihr Programm über "HD+" anbieten, sollen dann auch alle HDTV-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender mit einem HD+ Receiver in hochauflösender Qualität zu empfangen. Hierzu ist keine HD+ Karte notwendig.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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"HD+": Mit Receiver-Kauf abwarten
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät Kunden im Hinblick auf das ab Herbst verfügbare TV-Angebot "HD+" mit einem Receiver-Kauf abzuwarten. Wer bereits jetzt ein neues Gerät erwerbe, dem drohe eine teure Fehlinvestition, teilten die Verbraucherschützer am Donnerstag mit.
Künftig sind RTL und Vox via Satellit auch zusätzlich in HDTV empfangbar. Möglich macht dies das neue Angebot "HD+" von SES Astra, über das die beiden Programme der Mediengruppe RTL Deutschland verbreitet werden. Die HDTV-Signale werden in MPEG4 codiert, verschlüsselt und im Standard 1.080i übertragen. Der Einsatz der umstrittenen Datenschnittstelle "CI-Plus" habe Konsequenzen für HD-Interessierte mit Satellitenempfang: Mit den derzeitigen HD-Sat-Receivern sei der Empfang der Programme nicht möglich, so die Verbraucherzentrale.
Receiver für "HD+" würden von der Astra-Tochterfirma APS für die Plattform lizensiert und sollen zusammen mit einer Smartcard von APS verkauft werden. Diese Geräte seien aber zurzeit noch gar nicht erhältlich und sollen erst im Herbst in den Handel kommen, hieß es.
Die Sendergruppe RTL startet mit "HD+" einen neuen Versuch, mit Free-TV-Sendern ins Pay-TV-Geschäft einzusteigen.Die Programme RTL und Vox werden in einem High-Definition-Simulcast ausgestrahlt, der zunächst ausgewählte Programme wie Spielfilme und Serien in "echtem" HD enthält. Der Anteil an nativem HD-Material soll kontinuierlich über die nächsten Jahre ausgebaut werden.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Köln - Die RTL-Gruppe hat gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bestätigt, dass ein Empfang der HD-Sender von RTL und Vox nicht mit Common Interface 1.0 möglich sein wird.
Die HD-Kanäle sollen nur auf Endgeräten empfangen werden können, die den Schutz und die Integrität des Programmsignals gewährleisten. "Dazu gehören derzeit Receiver mit fest integriertem CA-System (Embedded-Reveiver) sowie Receiver, die über das Common Interface Plus (CI Plus) angesprochen werden können", erklärt Andre Prahl, Mitglied der Geschäftsleitung CBC (Cologne Broadcasting Center) und verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland.
Gleichzeitig schließt Prahl aus, dass die Abwärtskompatibilität von CI Plus zu Common Interface 1.0 genutzt werde. "Die herkömmliche Common Interface-Schnittstelle (CI) gewährleistet den notwendigen Schutz der übertragenen Programmsignale nicht", sagt Prahl gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Entscheidend sei, dass die HD-Programme auf zukunftsfähigen Endgeräten dargestellt werden könnten. Für Prahl zählen Empfangsgeräte mit CI-Schnittstelle nicht dazu.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Luxemburg - Die HD-Programme von RTL und Vox werden beim Kauf einer "HD+"-Box ein Jahr kostenlos freigeschaltet.
Gegenüber dem DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER bestätigte ein Sprecher des luxemburgischen Satellitenbetreibers, dass es zertifizierte HD-Receiver mit einem Label für "HD+" geben werde. Diese werde Astra aber nicht selbst anbieten. Boxenhersteller können die Zertifizierung auch selbst vornehmen.
Dass Astra den Herstellern eine "CI Plus"-Schnittstelle vorschreiben will, dementierte der Sprecher. "Wir setzen uns zwar für 'CI Plus' ein, machen den Herstellern aber keine Vorschriften", heißt es aus Luxemburg. Dahingegen wollen nach Auskunft der Verbraucherzentrale NRW RTL und Vox "CI Plus" für den Empfang ihrer HD-Programme einsetzen. Eine Bestätigung dieser Behauptung liegt bislang noch nicht vor.
Beim Kauf einer "HD+"-Box werden die HDTV-Programme von RTL und Vox für ein Jahr freigeschaltet. Danach bestehen verschiedene Möglichkeiten, die Sender auch weiterhin zu empfangen.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Berlin/Luxemburg - Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins starten ab Januar 2010 auf der HDTV-Plattform des Satellitenanbieters SES Astra, "HD+", in hochauflösender Qualität.
SES Astra, eine Gesellschaft der SES-Gruppe, hat mit der Pro Sieben Sat 1 Media AG für ihre deutsche Sendergruppe German Free TV einen Vertrag zur Ausstrahlung von drei Free-TV-Kanälen in HDTV geschlossen, teilt Astra heute mit.
Die Programme Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins werden ab Januar 2010 in HDTV über SES Astras neuen Service "HD+" ausgestrahlt. Parallel dazu werden die Programme weiterhin in Standardauflösung gesendet.
Die Mediengruppe RTL Deutschland hatte bereits bekannt gegeben, dass die Programme RTL und Vox ab Herbst zusätzlich in HDTV über "HD+" ausgestrahlt werden.
"HD+" ist Astra zufolge senderunabhängig und steht allen TV-Veranstaltern zur technischen Umsetzung und Bereitstellung ihrer HDTV-Programme zur Verfügung. Zum Marktstart von "HD+" werden geeignete Receiver im Handel erhältlich sein, versichert Astra.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Vor dem Hintergrund, dass die ProSiebenSat.1 Media AG das vom Satelliten-TV-Plattformbetreiber Astra für den Spätherbst angekündigte HDTV-Paket "HD+" mit drei HDTV-Kanälen beschicken wird, weist die Verbraucherzentrale NRW nochmals auf ihre vor einigen Tagen veröffentlichte Warnung vor Fehlinvestitionen beim Kauf von HDTV-Receivern hin. Begründet wird dies damit, dass die beiden Privatsender RTL HD und Vox HD "die neue ASTRA-Plattform HD+ nutzen sowie eine ebenfalls neue und umstrittene Datenschnittstelle namens CI+". HD-Interessierte mit Satellitenempfang hätten jedoch mit den aktuell in den Geschäften stehenden HD-Sat-Receivern keine Chance, die HD-Ausstrahlungen von RTL, Vox und zukünftig auch anderer Privatsender sehen zu können – selbst wenn die Geräte über einen CI-Schacht verfügen. Deshalb rät Technikexperte Rolf Dahlmann von der Verbraucherzentrale NRW, "unbedingt die Entwicklung auf dem schnelllebigen Markt abzuwarten und derzeit keinen HD-Sat-Receiver zu kaufen".
Die Verbraucherzentrale NRW weist zudem darauf hin, dass die TV-Sender mit der CI-Plus-Technik den "heimischen Umgang mit ihren Sendungen besser kontrollieren" könnten. Das könne den Zuschauern im Vergleich zum derzeitigen CI-System erhebliche Verschlechterungen bescheren. Denn mit CI+ biete sich die beispielsweise Möglichkeit, wesentliche Funktionen eines modernen Festplattenrecorders beliebig zu sperren: So könnten die TV-Sender etwa festlegen, dass eine Sendung überhaupt nicht aufgezeichnet werden kann ("no copy"), ein aufgenommener Spielfilm nach fünf Tagen automatisch gelöscht wird, Werbeblöcke nicht schnell "vorgespult" werden können ("ad-skipping") oder eine zeitlich versetzte Wiedergabe ("Timeshift") unmöglich gemacht wird.
Die Verbraucherzentrale NRW lehnt die HD-Planung der werbefinanzierten Privatsender und von APS/Astra wegen der Zuschauer-unfreundlichen Eigenschaften von CI-Plus ab. "Die Einführung dieser neuen Schnittstellentechnik steht für eine Entwicklung, die an den Interessen des Verbrauchers vorbei geht", kritisiert Rolf Dahlmann.
In der Mitteilung vermischt Dahlmann damit die Verwendung von CI-Plus in Fernsehgeräten beziehungsweise einfachen Empfängern und Festplatten-Receivern. Eine Trennung scheint hier jedoch angebracht: CI-Plus wurde vorrangig von Fernsehgeräteherstellern entwickelt, um LCD-TVs mit integriertem Digital-TV-Empfänger anbieten zu können, die von Digital-TV-Anbietern wie Kabelnetzprovidern und Pay-TV-Sendern als offizielle Empfangsgeräte akzeptiert werden. Bislang pochen Provider wie Kabel Deutschland hingegen auf die selbst von ihnen zertifizierten Empfänger, sodass sich auch Käufer eines LCD-Fernsehers mit integriertem DVB-Receiver zwangsweise noch eine weitere Settop-Box anschaffen müssen, um den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Digital-TV-Anbieter gerecht zu werden. Wer keine Sendungen aufnehmen, sondern lediglich HDTV schauen möchte, könnte daher tatsächlich zu einem CI-Plus-tauglichen Empfangsgerät greifen. Im täglichen Leben wäre die größte Einschränkung dann wohl der Zwang, bei nicht-jugendfreien Sendungen eine PIN eingeben zu müssen.
Anders sieht die Lage jedoch bei Satelliten-Receivern aus, die technisch in der Lage sind, alle frei empfangbaren HDTV-Programme (Arte HD, Anixe HD, künftig ARD HD und ZDF HD) sowie – mit einem passenden CAM und einer gültigen Abokarte – alle von Sky Deutschland (ehemals Premiere) verschlüsselt ausgestrahlten HDTV-Kanäle nach Belieben zu empfangen und auf Festplatte zu speichern. Diese Geräte, von denen c't in der aktuellen Ausgabe 16/09 sechs Modelle getestet hat, ermöglichen beispielsweise die Archivierung der Mitschnitte und ihre Weiterverarbeitung am PC.
Zwar ist korrekt, dass diese Receiver nach heutigem Kenntnisstand nicht in der Lage sein werden, das für den Spätherbst von Astra geplante HDTV-Paket "HD+" zu empfangen, in dem die Kanäle RTL, Vox, ProSieben, Sat.1 und Kabel 1 in einer hochauflösenden Fassung enthalten sein sollen. Unklar bleibt in der Mitteilung der Verbraucherzentrale NRW hier jedoch, welchen konkreten Nutzen die Anwender aus dem Abwarten ziehen können. Eine Änderung der Situation kann ja nur insoweit eintreten, dass in einigen Monaten HD+-zertifizierte Festplatten-Receiver auf dem Markt erhältlich sind. Nur wären diese dann Datengräber, die Aufzeichnungen nicht wieder herausrücken – und damit an sich schon gar nicht mit den getesteten HDTV-Receivern vergleichbar. Wer diese HD+-Receiver erwirbt – um so alle Privatsender empfangen zu können – würde zudem gerade die von der Verbraucherzentrale NRW kritisierte HD-Pläne der Privatsender unterstützen.
HD+ ist nach Entavio bereits der zweite Versuch von SES Astra, eine kostenpflichtige Digital-TV-Plattform zu etablieren. Die mangelnde Akzeptanz von Entavio war einer der Gründe, weshalb der Satellitenbetreiber 2008 seine Jahresprognose nach unten korrigieren musste. Kritiker melden bereits Zweifel am neuen Angebot an.
Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
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Leipzig - Ob Discovery Networks bei Astras HDTV-Plattform "HD+" hochauflösende Sender aufschaltet, ist bislang noch unklar.
"Derzeit gibt es keine konkreten Neuigkeiten zu `HD+´ bei uns", sagte eine Discovery-Sprecherin. Mitte Mai gaben Sky - ehemals Premiere - und Discovery Networks Deutschland die Fortsetzung ihrer Partnerschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt. So werden Discovery Channel und Discovery HD auch weiterhin über die Sky-Plattform verbreitet.Damals hieß es, ab Anfang Juli werde der Discovery Channel zusätzlich über andere Pay-TV-Plattformen zu empfangen sein. Seit 1. Juli ist der Discovery Channel in SDTV auch im Kabelnetz von Unitymedia zu sehen.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Ismaning - Für den hochauflösenden Sender Disney Cinemagic HD von Disney Channels ist bislang kein Start bei Astras HDTV-Plattform "HD+" geplant.
"Disney Cinemagic HD wird nach wie vor - und bleibt - exklusiv auf Sky zu sehen sein", so ein Sprecher von Disney Channels Germany, Switzerland and Austria.Disney Cinemagic HD startete im Juli 2009 bei Sky - ehemals Premiere - für deutsche und österreichische Zuschauer. Der Sender Disney Cinemagic auch in Standard Definition abonnierbar.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Die Höhepunkte der diesjährigen IFA vom 4. bis 9. September in Berlin sind auch im Astra-HD-Demokanal zu sehen. Möglich macht dies eine Kooperation mit IFA International TV und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), wie der Satellitenbetreiber am Mittwoch mitteilte.
Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht die Präsentation neuer Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Die tagesaktuellen Beiträge werden im HD-Übertragungsstandard 1.080i produziert und alle zwei Stunden ab 10.00 Uhr auf dem HD-Demokanal in englischer Sprache gezeigt. Abgerundet wird die IFA-Berichterstattung in HD durch Vorschauen ab dem 28. August. Außerdem wird nach der Messe bis zum 18. September ein Zusammenschnitt der wichtigsten Höhepunkte ausgestrahlt.
Seit September 2004 sendet Astra über 19,2 Grad Ost frei empfangbar den HDTV-Demonstrationskanal. Er kann europaweit von rund 40 Millionen Haushalten empfangen werden.
Quelle : SAT + KABEL
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Oberhaching - Der TV-Sender Classica wird voraussichtichtlich ab Oktober 2009 auch in Deutschland hochauflösend starten.Das bestätigte eine Sprecherin des Classica-Betreibers Unitel .
Zunächst soll Classica HD in Südkorea und in Taiwan starten. Übertragen wird der HDTV-Sender über den Satelliten Measat3 auf 91,5 Grad Ost verschlüsselt im Pay-TV. Mit weiteren Plattformen in anderen Ländern werde derzeit ebenfalls über eine Einspeisung verhandelt.
Für die Übertragung in Deutschland soll ein eigenes Europa-Signal eingesetzt werden, so die Sprecherin. Derzeit verhandle Unitel mit Sky Deutschland für eine Einspeisung ins Bouquet der Pay-TV-Plattform.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Der Settop-Boxen-Distributor SetOne hat dem Satellitenbetreiber SES Astra eine mangelhafte Informationspolitik im Zuge der für November geplanten Einführung der HDTV-Satellitenplattform "HD+" vorgeworfen.
SetOne-Geschäftsführer Bartolomeo Caputo forderte eine "möglichst konkrete, vollständige und verlässliche Kommunikation" seitens des Plattformbetreibers sowie der Sender zu wichtigen Fragen, wie langfristigen Programmkonzepten, Gebühren und notwendiger Technik ein. Das gelte insbesondere für konkrete Aussagen zu offenen Schnittstellen. SES hatte zuvor angekündigt, erst auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) im September nähere Einzelheiten zu "HD+" mitzuteilen.
Aus Sicht von Caputo befürchte man vor dem Hintergrund der bisherigen Etablierungsversuche unterschiedlicher Plattformen sowie der unzureichenden bruchstückhaften Kommunikation der neuen Angebote eine weitere Zunahme der Verunsicherung unter Verbrauchern und Handel. Solange keine Klarheit herrsche, werde nicht gekauft. Kritisch sah der Manager auch Warnungen von Verbraucherschützern vor der Anschaffung neuer Geräte. Die Erfahrung zeige, dass viele Verbraucher ausschließlich Free-TV-Angebote nutzten. Dem Kunden müsse klar vermittelt werden, dass abseits von "HD+" der HDTV-Empfang mit bestehenden Geräten problemlos möglich sei. Andernfalls drohe eine Stagnation bei den Zuschauerzahlen.
Quelle : SAT + KABEL
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Der Präsident des Satellitenbetreibers SES, Romain Bausch, schweigt weiter zu Details über die umstrittene HDTV-Plattform "HD+", über die ab Jahresende die Sender von ProSiebenSat.1 und RTL in hochauflösender Qualität übertragen werden sollen.
Bausch sagte am Freitag im Rahmen einer Telefonpressekonferenz zur Präsentation der Halbjahresbilanz, der deutsche HDTV-Markt befinde sich generell auf einem guten Weg. Die Sender hätten stark investiert, wodurch die Chance wachse, dass sich der neue Standard etabliere.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/b/9/89610.jpg)
Satellitenbetreiber SES (Quelle: SES)
Der Manager bestätigte erneut, dass "HD+" im ersten Jahr nach Anschaffung der Smartcard kostenlos freigeschaltet sei. Welche Kosten im Anschluss anfallen, wollte er dagegen nicht konkret beziffern. Er sprach von einer "sehr niedrigen monatlichen oder jährlichen Gebühr", ohne ins Detail zu gehen. Bausch verwies auf den SES-Messeauftritt im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin Anfang September, bei dem man weitere Einzelheiten vorstellen werde.
Bereits am Donnerstag hatte der Geschäftsführer des Settop-Boxen-Distributors SetOne die Informationspolitik zu "HD+" kritisiert und SES für die Verunsicherung der Verbraucher durch mangelnde Transparenz verantwortlich gemacht.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
[Kommentar]...wenn die Pro7/Sat1-Sender weiter nur hochgepixeltes ausstrahlen werden (wie anno dazumal), dann kriegen die keinen €cent von mir dafür![/Kommentar]
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Vantage und Technotrend ergänzen die Reihe der Hersteller, die ihren Kunden sogenannte "Legacy"-CAMs für die Nachrüstung älterer Receiver per Common-Interface-Schnittstelle bereitstellen wollen. Damit soll der Empfang der ab November verbreiteten "HD+"-Satellitenplattform von SES Astra mit bereits im Markt befindlichen Geräten möglich werden. Unter anderem die Sendegruppen RTL und ProSiebenSat.1 planen die Verbreitung von HDTV-Kanälen über "HD+".
(http://res.magnus.de/res/_2/2/e/a/102387.jpg)
Logo der hochauflösenden Satellitenplattform
"HD+" von SES Astra (Quelle: SES)
Das Karlsbader Unternehmen Vantage Digital gab am Freitagabend bekannt, dass sämtliche HD-Settop-Boxen des Unternehmens durch ein Software-Update in die Lage versetzt würden, "HD+" zu empfangen. Die kostenlose Aktualisierung werde pünktlich zum Start der Plattform im November verfügbar sein, erklärte Geschäftsführer Steven Enseroth. Auch Technotrend bestätigte auf Anfrage, als "enger Astra-Partner" werde man die Modelle TT-select S850 HDTV und TT-select S950 HD PVR "HD+"-tauglich machen. Die Produkte würden ab Sommer ausgeliefert und könnten anschließend mit Hilfe von einem Software-Update und einem spezifischen CI-Modul für "HD+" angepasst werden.
Zuvor hatten bereits die Hersteller Technisat und Kathrein die Unterstützung für ihre kompletten HDTV-Geräte in Aussicht gestellt, Humax will den iCord HD und den HD-Fox unterstützen (SAT+KABEL berichtete). Offen sind neben den Anschaffungskosten aber derzeit zahlreiche technische Details. Nach Informationen der SAT+KABEL wird insbesondere die Nutzung von RTL-Ausstrahlungen aus Gründen des Signalschutzes nur mit "CI-Plus"-tauglichen Receivern uneingeschränkt möglich sein. Insbesondere soll die Aufzeichnung der Inhalte auf interne und externe Festplatten unterbunden werden.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Abonnenten der neuen umstrittenen HDTV-Plattform "HD+" müssen monatlich voraussichtlich 4,50 Euro zahlen, um ab Jahresende die Sender von ProSiebenSat.1 und RTL in hochauflösender Qualität empfangen zu können.
Das meldete das "Handelsblatt" am Sonntag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf Brancheninsider. Der Satellitenbetreiber SES hatte bislang zu konkreten Zahlen geschwiegen.
Vorstandschef Romain Bausch hatte nur von einer "sehr niedrigen monatlichen oder jährlichen Gebühr" gesprochen. Im ersten Jahr nach Anschaffung der Smartcard soll "HD+" kostenlos freigeschaltet sein. Ein Brancheninsider sprach im "Handelsblatt" von einer jährlichen Gebühr von rund 50 Euro.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
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Das Senderangebot wächst: ARD und ZDF weiten ihre HDTV-Showcases aus, RTL und Vox gehen auf Sendung und Sky (früher Premiere) schaltet neue Kanäle auf die Satelliten. Um alles im deutschen Fernsehen hochauflösend sehen zu können, sind jedoch im schlimmsten Fall drei Empfangsgeräte nötig.
Wenn der knapp zwei Jahre dauernde Formatkrieg zwischen HD-DVD und Blu-ray eines gelehrt hat, dann das: Die Konsumenten entscheiden sich nicht. Sie warten ab. Technische Vorteile wie die höhere Speicherkapazität der Blu-ray sind dem Media-Markt-Kunden egal, das einzige was zählt, sind die Inhalte. Als Warner der HD-DVD die Unterstützung entzog, war das Format erledigt. Seitdem explodieren die Absatzzahlen von Blu-ray-Playern und -Filmen. Die Scheiben für den blauen Laserstrahl sind auch abseits von Sonderangeboten für 15 Euro zu haben. So wird was daraus.
Auch der digitale Empfang von hochauflösendem Fernsehen, in vielen Ländern längst alltäglich, hat jetzt, im Jahr 2009, in Deutschland endlich gute Chancen - gute Chancen für einen kolossalen Fehlschlag. Denn drei verschiedene Formate und Verschlüsselungsstandards stehen sich gegenüber.
ARD und ZDF senden zwar unverschlüsseltes DVB-S2, aber nicht im Format 1080i wie die meisten anderen Sender. Für das von den Öffis bevorzugte Format 720p50 spricht die höhere zeitliche Auflösung, nur stellt sich das Gros der Receiver nicht von selbst darauf ein. Das erinnert ein bisschen an den Farbregler von US-Fernsehern, wo "NTSC" bis in die 1980er Jahre als "never the same color" buchstabiert wurde.
Wenn der Receiver 1080i aus dem 720p50-Signal macht und der Fernseher daraus wieder Vollbilder, ruckelt das Ergebnis unter Umständen erst recht - genau das sollte aber das Format von ARD und ZDF vermeiden. Arte HD sendet ebenfalls in 720p50. Was bisher als Anixe HD und dem Astra-Demokanal frei empfangbar ist, und auch Premiere und Sky, kommt in 1080i daher. Und dieses Format beherrschen die HD-Sat-Receiver, die schon um 100 Euro erhältlich sind, in ihrer Voreinstellung.
Viele dieser Geräte konnten bisher über einen CI-Slot mit einem CAM, dem Entschlüsselungsmodul, auch fit für Premiere gemacht werden. Noch bevor der Sender aber in Sky umbenannt wurde, wechselte er die Verschlüsselung auf das Format NDS, für das es keine CAMs gibt. Für Bezahlfernsehen braucht man also, um legal zu bleiben, einen zweiten Receiver. Und für die Privatsender RTL und Vox, bald vielleicht auch ProSiebenSatKabelEins, einen dritten: Die mögen nämlich den CI-Slot, in den bisherige CAMs passen, gleich gar nicht, sondern wollen 'CI+' durchsetzen.
Für den Zuschauer hat das keine Vorteile, aber für die allmächtigen Inhaltsanbieter alias "Hollywood": Mit CI+ kann der Sender nach den Vorgaben der Filmfirmen bestimmen, ob etwas überhaupt aufgezeichnet wird, oder ob der Receiver die Aufnahme nach ein paar Tagen wieder löscht. Das will niemand haben. Man stelle sich vor, in den 1990er Jahren wäre ein RTL-Beauftragter alle paar Tage vorbeigekommen, um die mühsam von Werbung befreiten VHS-Kassetten zu löschen ...
Die Verwirrung ist also komplett. Der Ausweg ebenso: Wer hochauflösende Filme und Serien sehen will, kauft sich Blu-rays oder HD-Downloads. Alles ohne Fernsehen, ohne Werbung - dafür aber mit Spots, die den ehrlichen Kunden verdächtigen, Schwarzkopierer zu sein. Im Zweifel ist das aber das kleinere Übel. Vor allem für die "early adopters", die schon einen HDTV-Receiver gekauft haben und nun von neuen Standards verprellt werden.
Noch bevor das Thema HDTV in Deutschland so richtig in Schwung kommt, haben die Fernsehsender den potenziellen Kunden vor so viele Wahlmöglichkeiten gestellt, dass dem nicht technophilen Zuschauer wie bei der HD-DVD nur eine Alternative bleibt: abwarten. Für die Industrie bedeutet das: weniger Umsatz mit Geräten, weniger Umsatz mit Abos. Genau das, was eigentlich nicht geplant war.
Quelle : www.golem.de (http://www.golem.de)
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Mainz - Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat die Kritik an Common Interface (CI) Plus bekräftigt, äußert sich zu HD Plus aber zurückhaltender als die Kollegen aus NRW.
Mitte Juli sorgte Ralf Dahlmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für Aufsehen, als er davor warnte, aktuelle HD-Receiver zu kaufen. "Mit den HD-Sat-Receivern, die aktuell in den Geschäften stehen, werden sie keine Chance haben, auch die HD-Ausstrahlungen von RTL, Vox und zukünftig auch anderer Privatsender sehen zu können", erklärte Dahlmann den Verbrauchern. Es drohe eine "teure Fehlinvestition".
Nachdem mehrere Receiver-Hersteller bereits angekündigt haben, ihre HD-Boxen für den Empfang von HD Plus mittels Software-Update und entsprechender CI-Module fit zu machen, relativieren die Verbraucherschützer aus Mainz die Aussagen Dahlmanns. "Wer jetzt einen mit CI-Schnittstelle ausgestatteten HD-Satelliten-Receiver kauft, tätigt unter Umständen eine Fehlinvestition", erklärt Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Möglicherweise könnten mit solchen Set-Top-Boxen nur öffentlich-rechtliche HD-Sender und Anixe HD empfangen werden, so Gundall weiter. Ein Empfang der geplanten verschlüsselten HD-Programme von RTL, Vox, Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 sei damit "nicht unbedingt" gewährleistet. Gundall zweifelt zudem die volle Kompatibilität aktueller Receiver gegenüber Set-Top-Boxen mit CI-Plus-Schnittstelle an.
Die bisherige Kritik der Verbraucherschützer an CI Plus auf Grund der Gefahr einer Gängelung des Zuschauers bleibt jedoch bestehen. "Die CI-Plus-Technik bietet den TV-Sendern die Möglichkeit, den heimischen Umgang mit ihren Sendungen besser zu kontrollieren", so Gundall. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lehnt HD Plus auch wegen der "zuschauerunfreundlichen Eigenschaften" von CI Plus ab.
Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
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Der Krisenkommunikationsspezialist Michael Weiland glaubt nicht an einen Erfolg der HD-Aktivitäten von ProSiebenSat.1 und RTL, die im kostenpflichtigen Bouquet "HD+" des Satellitenbetreibers SES Astra ihre Kanäle ausstrahlen wollen.
Er habe sich über die fortlaufende Diskussion der privaten Fernsehanbieter in Deutschland geärgert, dass sie mit dem Beginn der Ausstrahlung ihrer Programm in HD ab Herbst diesen Jahres auch eine neue Erlösquelle gefunden haben, sagte Weiland dem "Tagesspiegel am Sonntag". Das sei "grotesk" und in etwa so, als habe man bei der Umstellung von Schwarz-Weiß- auf Farb-Fernsehen von jedem Zuschauer Extra-Gebühren erhoben.
"Dafür können wir dann zukünftig die Werbung auch extra hochaufgelöst sehen. Herzlichen Dank schon einmal jetzt dafür. Ich denke, das ist eine Rechnung, die die Programmmacher ohne den Zuschauer gemacht haben, und die am Ende des Tages auch nicht aufgehen wird", erklärte der Geschäftsführer der Positioning First Media GmbH mit Sitz in Berlin.
RTL und ProSiebenSat.1 wollen ihre werbefinanzierten Kanäle über Astra-Satelliten verschlüsselt und gegen Monatsgebühr ausstrahlen. Damit zahlen Zuschauer doppelt: Einmal an der Supermarktkasse, weil in den Produkten der Hersteller die Kosten für TV-Werbung bereits eingepreist sind und noch einmal für die "HD+"-Plattform, die außerdem empfindliche technische Einschränkungen mit sich bringt und den Sendern über den Standard "CI+" die weitgehende Kontrolle der digitalen Receiver anvertraut.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Die nach eigenen Angaben weltweit größte Dreambox-Community mit rund 210.000 Mitgliedern hat am Donnerstagabend zum Boykott der neuen Satelliten-Plattform "HD+" aufgerufen, an der neben SES Astra auch die deutschen Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 beteiligt sind.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/5/8/100797.jpg)
Ganz in Weiß: Limitierte Sonderauflage der
Dreambox DM 800 HD PVR (Quelle: Visiontec)
Die Technologie sei nur ein weiterer Versuch, im Zuge der Einführung des hochauflösenden Fernsehens, Verbrauchern eine "nachteilige, technisch unnötige und mit hohen Kosten verbundene Technik aufzuzwingen", teilten die Initiatoren mit. So ist es unter anderem für Zuschauer zwingend notwendig, sich einen "HD+"-kompatiblen Receiver anzuschaffen, bereits vorhandene, für den digitalen Empfang geeignete Digital-Receiver können nicht mehr eingesetzt werden.
HD+ als Vehikel für den umstrittenen CI+-Standard
Die Macher der Dreambox-Community wiesen außerdem darauf hin, dass "HD+" als Vehikel genutzt werde, den umstrittenen Standard Common-Interface-Plus (CI+) durch die Hintertür zu etablieren. Durch ein verbraucherunfreundliches digitales Rechtemanagement (DRM) in digitalen Receivern lassen sich unter anderem Aufzeichnungen, Time-Shifting oder Werbepausensprünge untersagen. Hinzu kommt die Erhebung einer monatlich Gebühr.
Kommerzielle Sender erhalten dadurch neben der Werbung eine weitere Einnahmequelle und avancieren zu Bezahlkanälen. Konsumenten zahlen zweifach: Einmal an der Supermarktkasse, weil dort das Werbegeld der Industrie in den Produkten bereits eingepreist ist und zum anderen direkt an die Programmanbieter und den Plattformbetreiber.
Schärfere Angriffe der Hacker-Gemeinde
Gerade im Bereich des digitalen TV-Empfangs hat sich nach Ansicht der Dreambox-Community in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass restriktive Verschlüsselungs- und Zugangssysteme schärfere Angriffe der Hacker-Gemeinde nach sich ziehen, die wiederum in technisch aufgerüsteten Abwehrmaßnahmen der Sender und damit höheren Bezugspreisen münden. Grundsätzlich seien die bereits vorhandenen Standards vollkommen ausreichend, hieß es. Der Verbraucher werde sich keine Technik verkaufen lassen, die ihm unter dem Strich nur Nachteile bringe. Die Community www.i-have-a-dreambox.com wurde im November 2003 gegründet.
Für HD+ soll auf der IFA 2009 getrommelt werden
HD+ soll auf der kommenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Das von SES Astra federführend betreute Projekt gilt als neuer Versuch, die unter anderem am Veto des Bundeskartellamts gescheiterte "Entavio"-Plattform wiederzubeleben. Ausgestrahlt werden verschiedene HD-Programme, darunter RTL-HD, ProSieben-HD und Sat.1-HD.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Um HDTV-Programme der neuen Astra-Plattform HD Plus mit einem bereits gekauften HDTV-Receiver empfangen zu können, ist ein spezielles CI-Modul nötig. Diese Module wird es laut Astra jedoch erst im ersten Quartal 2010 geben.
Um die Sender mit bereits erworbenen HDTV-Receivern via Satellit empfangen zu können, ist ein spezielles CI-Modul notwendig. Außerdem muss der Hersteller des Geräts die Lösung unterstützen, indem er ein Software-Update für seine HDTV-Geräte anbietet.
"Mit einem speziellen CI-Modul und der HD-Plus Karte kann der Zuschauer dann auch die neuen HD-Plus-Programme mit seinem bereits gekauften Receiver empfangen", sagt Alexander Sacher, Vice President Receiver Technology bei der Astra Platform Services GmbH gegenüber dem Branchennewsletter "Astra Insider".
Jedoch räumt er ein: "HD Plus startet im Herbst, die Module und die herstellerabhängigen Softwareupdates wird es anschließend, wahrscheinlich im ersten Quartal 2010, geben". Voraussetzung ist zudem, dass das Gerät, das aufgerüstet werden soll, über einen CI-Schacht (Common Interface) verfügt.
Welche Hersteller HD-Plus-Receiver auf den Markt bringen, sagte Sacher nicht. "Wir rechnen mit einer Reihe namhafter Hersteller. Die Firmen möchten selbst zu einem von ihnen gewählten Zeitpunkt ankündigen, dass sie bei HD Plus dabei sind, und wollen dann auch über ihre Modelle und deren Einzelheiten informieren. Die ersten Hersteller werden für HD Plus geeignete Geräte zur IFA vorstellen", so der Vice President Receiver Technology.
Auch sei Astra mit Herstellern von Integrated Digital Televisions für eine Unterstützung der Modul-Lösung im Gespräch. (IDTVs sind Fernsehgeräte, in denen ein Sat-, Kabel- oder DVB-T-Tuner für Digital-TV verbaut ist. Solche Geräte benötigen für digitales Fernsehen keinen separaten Receiver).
Bisher haben die Hersteller Technisat, Humax, Kathrein, Comag und Inverto bekannt gegeben, ihre HDTV-Receiver mit einem solchen spezifischen CI-Modul sowie durch ein Softwareupdate für den HD-Plus-Empfang verfügbar zu machen.
HD Plus startet bereits in diesem Herbst mit den Programmen RTL und Vox in hochauflösender Qualität. Ab Januar 2010 solle zusätzlich die Sender Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins in HDTV starten.
Quelle : www.digitalfernsehen.de
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Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat erneut und vehement die "HD+"-Plattform des Satelliten-Betreibers SES Astra kritisiert, über die die Privatsendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL ihre Programme verschlüsselt ausstrahlen wollen.
Die Verbraucherschützer befürchten Einschränkungen beim frei empfangbaren Fernsehen. "Es zeichnet sich ab, dass die werbefinanzierten Sender zunehmend auf verschlüsselte kostenpflichtige Angebote setzen", sagte vzbv-Medienexperte Michael Bobrowski im Vorfeld der Internationen Funkausstellung (IFA) in Berlin, die in der kommenden Woche beginnt.
Der Verband zählte am Freitag noch einmal die Liste Nutzungseinbußen auf, die mit der Einführung von "HD+" und entsprechend ausgestatteten Receivern drohen und über die die SAT+KABEL bereits mehrfach berichtete (siehe auch aktuelle gedruckte Ausgabe):
- Bei der Nachrüstung von bereits vorhandenen Receivern lassen sich "HD+"-Sendungen nicht aufzeichnen
- Generell wird man nicht gleichzeitig ein Programm schauen und ein zweites aufnehmen können.
- Die Sender können die Aufzeichnung einzelner Programme per Datenbefehl ausschließen.
- Die Sender können die Nutzungsdauer für die aufgezeichneten Programme zeitlich befristeten oder die Nutzung auf ein einziges Abspielgerät beschränken.
- Die Sender können per Datenbefehl ein schnelles "Vorspulen" von Werbeblöcken verhindern.
Die Verbraucherzentrale appellierte an die Sender und Plattformbetreiber, die kundenunfreundlichen Optionen auszuschließen und zudem ein klares Bekenntnis zum frei empfangbaren Fernsehen abzugeben. Die Organisation forderte gleichzeitig die Zuschauer auf, sich "gut zu überlegen, ob der Qualitätsvorteil hochaufgelöster TV-Programme privater Fernsehanbieter im HD-Format die zusätzlichen Kosten und möglichen Einschränkungen bei deren Nutzung" aufwiege. Am Freitag wurde ebenfalls bekannt, dass sich die für die "HD+"-Nachrüstung bestehender Common-Interface-Receiver erforderlichen Legacy-CAMs verzögern werden.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Der Produktionsdirektor des öffentlich-rechtlichen ZDF, Andreas Bereczky, hat den privaten Konkurrenten mit ihren verschlüsselten HDTV-Ablegern über die umstrittene "HD+"-Plattform von SES Astra eine Bauchlandung prognostiziert.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Zuschauer für den gleichen Inhalt mit mehr Pixeln bereit sind, extra zu zahlen. Die HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender werden nicht verschlüsselt und können ohne Zusatzgebühr empfangen werden", sagte Bereczky dem Branchenmagazin "ProMedia" (kommende Ausgabe, Mittwoch). Die künftigen "HD+"-Boxen werden auch die uncodierten Signale von ARD und ZDF abbilden können. "Es stellt sich jedoch die Frage, was wir mit älteren HD-Boxen machen. Daher auch meine Skepsis. Wir wissen noch nicht, wie diese Kosten zwischen den privaten Sendern und Astra Plattform Services verteilt und subventioniert werden", kritisierte Bereczky.
Fest stehe, dass der Zuschauer künftig entweder mehr bezahlen müsse, oder in HD ausschließlich ARD und ZDF sehen könne. Der Produktionsdirektor prognostizierte gleichzeitig einen Anteil der hochauflösenden Haushalte in Deutschland bis 2010 mit zehn bis fünfzehn Prozent. Eine Ausstrahlung über den neuen terrestrischen DVB-T2-Standard schloss er nicht aus: "Die Zukunft wird es zeigen, ob wir bessere Codierverfahren erhalten und wie viele Frequenzen wir für HD nutzen können. Auch das Problem der bereits im Markt verkauften DVB-T Empfänger, muss noch gelöst werden", sagte Bereczky.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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Der Chef des Satellitenbetreibers SES Astra, Ferdinand Kayser, hat die umstrittene Einführung der "HD+"-Plattform verteidigt, über die die Sender von RTL und ProSiebenSat.1 ihre kommenden hochauflösenden Fernsehangebote verschlüsselt und gegen monatliches Entgelt ausstrahlen wollen.
"Eins möchte ich klarstellen: Es handelt sich hier nicht um ein Pay-Paket. Die HD-Programme, die über HD+ ausgestrahlt werden, sind Free-TV-Programme. Pay-TV ist und bleibt per definitionem ein Entgelt, das auf Programm bezogen ist. Dies ist bei HD+ nicht der Fall, da das Entgelt für den Zugang anfällt", sagte Kayser dem Branchenmagazin "ProMedia" (kommende Ausgabe, Mittwoch).
Dem Konsumenten bleibt dieser Unterschied verborgen, denn tatsächlich werden künftig bis zu 60 Euro jährlich fällig, um die bereits werbefinanzierten HD-Kanäle RTL-HD, ProSieben-HD und Sat.1-HD codiert empfangen zu dürfen. Kayser sieht dies nicht als Abzocke: "Wir haben HD+ nicht zur Einführung von 'Pay-HD' gegründet, sondern wir wollen mit 'HD+' einen Service anbieten, der Sendern die Möglichkeit gibt, ihre Programme auszustrahlen und der Zuschauern Mehrwert bringt". Details zur Kostenstruktur sind nicht bekannt. Sämtliche Details will die eigens gegründete HD-Plus GmbH erst Ende September oder Anfang Oktober vorstellen. Kayser prognostizierte gleichzeitig, dass sich die Anzahl der HD-Kanäle in Deutschland bis 2015 verdoppeln könne.
Wie aus internen SES-Dokumenten hervorgeht, ist unter anderem die technische Sperrung von HD-Aufzeichnungen Voraussetzung dafür, dass Hersteller ihre Altgeräte für den Empfang der Plattform nachrüsten dürfen.
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
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"Eins möchte ich klarstellen: Es handelt sich hier nicht um ein Pay-Paket. Die HD-Programme, die über HD+ ausgestrahlt werden, sind Free-TV-Programme. Pay-TV ist und bleibt per definitionem ein Entgelt, das auf Programm bezogen ist. Dies ist bei HD+ nicht der Fall, da das Entgelt für den Zugang anfällt", sagte Kayser dem Branchenmagazin "ProMedia" (kommende Ausgabe, Mittwoch).
Quelle: http://satundkabel.magnus.de
Ich schmeiß mich weg.
Jungs bei mir gibt´s Freibier...
...aber erst müsst ihr euch eine neue Zapfanlage kaufen...
ach ja und Eintritt müsst ihr natürlich auch zahlen...
...und ich bestimme ob und wann ihr danach auf die Toilette geht. ;D ;D ;D
Na denn, Prost.
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Genau so seh ich das auch ...den Kram können die sich echt an die Backe nageln ;D ;)
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Genau so seh ich das auch ...den Kram können die sich echt an die Backe nageln ;D ;)
Aber mit einem Druckluftnagler... ;D
Ne, das kommt mir nicht ins Haus
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Aber mit einem Druckluftnagler... ;D
Autsch.
Am besten gefällt mir die Option, das die Aufnahme in X Tagen gelöscht werden kann.
Cobra übernehmen Sie...
...in wenigen Minuten zerstört sich diese Aufnahme von selbst...zisssssch. ;D
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Ein Gutes hat es doch: Endlich kommt per Zwangswerbung richtig gute Videoqualität in's Haus und
wenn sie die Timeshiftüberwachung richtig auswerten, dann krieg ich diese blöden Spam-Anrufe nicht
mehr, wenn ich auf dem Örtchen sitze ;)
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Ein Gutes hat es doch: Endlich kommt per Zwangswerbung richtig gute Videoqualität in's Haus
Die meisten Sachen werden mit Sicherheit kein natives HD sein...sprich ...nur aufgeblasen ...
wenn sie die Timeshiftüberwachung richtig auswerten, dann krieg ich diese blöden Spam-Anrufe nicht
mehr, wenn ich auf dem Örtchen sitze ;)
- Die Sender können per Datenbefehl ein schnelles "Vorspulen" von Werbeblöcken verhindern.
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Die meisten Sachen werden mit Sicherheit kein natives HD sein...sprich ...nur aufgeblasen ...
Ich meinte die Werbeblöcke, die nicht mehr rausgeballert werden können (sofern man sich so ein Teufelsding anschafft). Die haben bspw. bei SKY SD eine markant bessere Qualität als die matschigen (auf 1m bei 52" Diagonale gesehen) Film-Senderaten.
Ganz unsicher bin ich mir (trotz des "spaßigen" Kommentars dazu), ob die nicht mit CI+ auch noch das Timeshift-Verhalten auswerten werden (etwa bei Krimis: wird vor der sich andeutenden Killerszene noch schnell auf den Knopf gedrückt bzw. nachher, um sich ein Bier oder Chips zu holen?). Das würde gezieltere Werbung für Chips oder Bier erlauben, die dann teurer bezahlt werden müsste, etc..
Nö, so ein Ding gehört in die Tonne und nicht in's Wohnzimmer....
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Kommentar: Und schon geht's los...
München - Die Pro Sieben Sat 1 Media AG will das Vorspulen in aufgenommenen Werbeblöcken, das so genannte Ad-Skipping, bei ihren HD-Sendern unterbinden.
Möglich ist dies über die neue Schnittstelle CI Plus, die bei der Plattform HD Plus zum Einsatz kommt. Ab Anfang nächsten Jahres sollen die HDTV-Programme von Pro Sieben, Kabel 1 und Sat 1 über diese Plattform via Satellit verbreitet werden. "Wir wollen, dass die Nutzer Sendungen aufzeichnen können", sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage von DIGITAL INSIDER, "wir wollen aber auch, dass geschützte Inhalte nicht weiterverbreitet werden oder ein Ad-Skipping möglich ist."
Sollten Geräte diese Forderungen nicht erfüllen, so werde Pro Sieben Sat 1 auch keine Aufzeichnung unterstützen, heißt es aus der Münchener Firmenzentrale. Ob eventuell bestimmte Inhalte der HD-Sender wie zum Beispiel Spielfilme oder US-Serien auch über CI Plus nicht aufgenommen werden können, steht nach Angaben von Pro Sieben Sat 1 noch nicht fest.
Bereits im Herbst will die RTL-Gruppe mit RTL HD und Vox HD über HD Plus starten. Lesen Sie im nächsten DIGITAL INSIDER, wie die großen deutschen Senderfamilien den Einsatz von CI Plus begründen und was sie mit dem Nachfolger des Common Interface vorhaben.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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War ja klar ... :P
Nachdem sich Pro Sieben Sat 1 bereits gegen ein Ad-Skipping, also das Vorspulen von aufgenommenen Werbeblöcken, ausgesprochen hat, zieht die RTL-Gruppe nach.
"Es ist nicht unser Ziel, private Aufzeichnungen generell zu verhindern, sondern die Umgehung der Werbung, mit der wir unsere Inhalte finanzieren", erklärt Andre Prahl, Mitglied der Geschäftsleitung des Cologne Broadcasting Centers (CBC) und verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland, gegenüber DIGITAL INSIDER. Ebenso wie Pro Sieben Sat 1 begründet auch Prahl dieses Vorhaben mit dem Schutz des werbefinanzierten Geschäftsmodells.
Doch in CI Plus sieht er hier keine Lösung. "Der CI-Plus-Standard lässt Sendern leider nur die Möglichkeit, Aufnahmen zuzulassen oder komplett zu unterbinden", erklärt Prahl. Daher favorisiert er Set-Top-Boxen mit integriertem Verschlüsselungssystem. Zur Frage, ob bei den HDTV-Sendern der RTL-Gruppe einzelne Programminhalte nicht aufgenommen werden könnten, äußerte sich Prahl nicht.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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ARD kritisiert "HD+"-Plattform
Der stellvertretende ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat am Freitag auf der IFA in Berlin angekündigt, ARD und ZDF würden ihre Programme auch in der digitalen Welt unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten anbieten.
Kritisch äußerte er sich zu den Verschlüsselungstendenzen bei der "HD+"-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra, die einer beschleunigten HD-Einführung nicht förderlich sein dürften. Raff appellierte an Plattformbetreiber und Programmveranstalter, die Einführung des hochauflösenden Fernsehens in Deutschland nicht durch verbraucherunfreundliche Vorhaben zu gefährden. "ARD und ZDF werden ihre Programme jedenfalls weiterhin unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten verbreiten." Mit dem Übergang auf HDTV werde der Weg in die digitale Welt weiter beschritten: "Der nächste große Meilenstein im Digitalisierungsprozess wird die Beendigung der analogen Satellitenverbreitung sein. ARD und ZDF wollen diese Entwicklung befördern und können sich den Übergang auf ausschließlich digitale Satellitenverbreitung im Frühjahr 2012 vorstellen." Raff stellte heraus, dass es dabei vor allem auf eine intensive Information und Begleitung der Zuschauer ankomme.
Bertram Bittel, der Vorsitzende der ARD/ZDF Produktions- und Technikkommission, betonte, dass der große Erfolg der HD-Übertragungen während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin die Sender in ihren Anstrengungen bestätigt hätte. Bis zum Start des Regelbetriebs im Februar 2010 würden Technik und Abläufe weiter optimiert. Der Anteil der in nativem HD produzierten Programme werde kontinuierlich steigen, betonte er. Auch Bittel versicherte, dass die Zuschauer für die neue HD-Qualität bereits mit ihren Gebühren bezahlt hätten und von den öffentlich-rechtlichen Sendern dafür keine extra Kosten erhoben würden.
ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky ergänzte, dass die Verschmelzung verschiedener multimedialer Nutzungsformen wie Fernsehen und Internet immer weiter voranschreite. Dafür betonte er die Wichtigekit eines gemeinsamen internationalen Standards.
Quelle: SAT+KABEL
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Nachdem die Öffentlich-Rechtlichen ihren Unmut über die geplante HD-Plus-Gebühr geäußert haben, schaltet sich nun auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) in die Diskussion ein.
Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin wies Ursula K. Adelt, die Geschäftsführerin des Branchenverbandes der Privatsender VPRT, darauf hin, dass auch ARD und ZDF über die Rundfunkgebühren zusätzliches Geld für die Einführung von HD-Fernsehen bekämen.
Der stellvertretende ARD-Vorsitzende Fritz Raff kündigte heute an, Fernsehbilder in HD würden von den öffentlich-rechtlichen Sendern auch in Zukunft ohne Zusatzkosten für die Zuschauer angeboten. "Sie können selbstverständlich auch aufgezeichnet werden", sagte Raff. In diesem Zusammenhang kritisierte der stellvertretende ARD-Vorsitzende Pläne der privaten TV-Sender, ein besonders Entgelt für den Empfang der HD-Signale zu verlangen. "Es wäre fatal, wenn eine Verunsicherung der Zuschauer die Durchsetzung von HDTV verzögern würde."
ARD und ZDF fürchten dem "Handelsblatt" zufolge außerdem, dass sie durch die HD-Plus-Plattform ihren HDTV-Regelbetrieb erst später als geplant aufnehmen können.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Bislang lassen sich sowohl der Satellitenbetreiber Astra als auch die beteiligten Sender nicht auf ein konkretes Startdatum für HD Plus festlegen.
Während RTL-Sprecherin Bettina Klauser gegenüber dem DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER von Herbst sprach, nannte Timo Schneckenburger, Geschäftsführer von HD Plus, auf der IFA-Medienwoche den November als Startmonat für die neue Plattform.
Auf Nachfrage von DIGITAL INSIDER wollte Schneckenburger auch keine Details zur monatlichen Gebühr für HD Plus nennen. SES-Astra-Präsident Ferdinand Kayser kündigte derweil an, dass mindestens sechs Hersteller im Oktober und November HD-Plus-Receiver auf den Markt bringen werden.
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Der Verschlüsselungsspezialist Nagravision der schweizerischen Kudelski-Gruppe hat am Mittwochabend offiziell die Beauftragung durch die SES-Astra-Tochter HD Plus GmbH für die Codierung der neuen Satellitenplattform "HD+" bekräftigt.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/1/c/61253.jpg)
Bereits seit Monaten ist bekannt, dass der Satellitenbetreiber für sein im Herbst startendes Satellitenangebot auf eine Nagravision-Verschlüsselung zurückgreifen will (SAT+KABEL berichtete erstmals im Juni). Mit diesem Auftrag werde die bereits bestehende Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Unternehmen weiter ausgebaut, hieß es. HD-Plus-Chef Wilfried Urner sprach von der Möglichkeit "für eine vielfältige Programmgestaltung und flexible Geschäftsmodelle".
Nagravision will alle Hersteller gleich behandeln
RTL und Vox sind die ersten kommerziellen TV-Sender, die über die Plattform "HD+" verbreitet werden. Diese beiden TV-Stationen werden ihre HD-Programme ab Herbst dieses Jahres ausstrahlen. Im Januar 2010 werden die TV-Kanäle Sat.1, ProSieben und Kabel1 folgen. Bislang hätten sich zehn führende Hersteller von Set-Top-Boxen gegenüber Nagravision verpflichtet, mit den Integrations- und Zertifizierungsprozessen zu beginnen, betonte das Unternehmen.
"Nagravision ist bereit, eine grosse Zahl von Anfragen der Hersteller von Set-Top-Boxen zu bewältigen, und wir werden weiterhin mit jedem Hersteller zu fairen und nicht diskriminierenden Bedingungen zusammenarbeiten", zerstreute Nagravision-Vorstandschef Pierre Roy Branchengemunkel über die Bevorzugung einzelner Anbieter.
Quelle: SAT+KABEL
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Während die Kulturexpertin in Steinmeiers Schattenkabinett, Barbara Kisseler, die Pläne der großen privaten TV-Sender, HDTV-Programme nur mit Signalschutz auszustrahlen, harsch kritisierte, will Beck die Privaten vor dem "Ruin" bewahren.
Die SPD zeigt sich uneins: Am Dienstag kritisierte Barbara Kisseler Pro Sieben und RTL scharf, weil diese ihre Programme nur verschlüsselt in HDTV verbreiten wollen. Sie bezeichnete die Pläne der Privaten als "problematischen Weg". Nach Kisselers Dafürhalten würde dies mittelfristig das frei empfangbare Fernsehen und "damit auch die Vielfalt der deutschen Medienlandschaft" gefährden.
Der noch vor Jahresfrist unschön abgetretene Ex-Parteivorsitzende Kurt Beck sah das noch einen Tag zuvor gänzlich anders: "Wir müssen daran festhalten, dass, was bisher digital über Free-TV erreichbar ist, auch ohne zusätzliche Kosten angeboten werden kann." Bei darüber hinausgehenden Angeboten müssten dagegen "Geschäftsmodelle dahinter stehen, die auch funktionieren", so Beck.
Dabei müsse akzeptiert werden, "dass die Öffentlich-Rechtlichen über die Gebühr eine entsprechende Grundlage haben, um diese Technologie anbieten zu können", so Beck weiter. Den privaten Anbietern müsse zugestanden werden, für diese Technologie ein "Geschäftsmodell zu haben, das am Ende nicht Ruin bedeutet".
Kisseler fordert dagegen von den privaten Sendern, sie mögen "derartige Geschäftsmodelle überdenken". Die SPD-Kulturexpertin in Steinmeiers Wahlkampfteam stellte gleichfalls in Frage, ob die RTL und Co. "mit diesen Konzepten ihrer öffentlichen Aufgabe nachkommen". Welche Aufgabe das sei, ließ Frau Kisseler im Dunkeln, eine Anfrage an die SPD sowie RTL und Pro Sieben Sat 1 blieb bislang unbeantwortet.
Kurt Beck trennt zwischen den bisher frei empfangbaren Angeboten und neuen Technologien strikt: "Die Leute müssen aus meiner Sicht eine echte Wahlmöglichkeit haben, also ein Digitalprogramm in jedem Fall erreichen können. Wenn sie die HDTV-Qualität wollen, dann unter Umständen mit diesem zusätzlichen Receiver".
Dieser müsse wiederum sicherstellen, dass alle anderen Angebote ebenfalls auf diesem Receiver darstellbar sind: "Der Receiver muss kompatibel sein". Es gelte, so Beck, einen Receiverturm zu vermeiden. In diesem Punkt ist Beck sich mit den SPD-Wahlstrategen einig: "Die Plattformanbieter sollten aber auf jeden Fall auf offene Standards setzen und die Interoperabilität sicherstellen", fordert auch Barbara Kisseler in der SPD-Mitteilung. Ansonsten drohe die Digitalisierung zum "Gerätedschungel für die Verbraucher zu werden", so Kisseler weiter. Welche Standards die SPD dabei als "offen" und "interoperabel" betrachtet, ließ die SPD offen.
Kurt Beck wies in seinem Podiumsbeitrag noch auf einen weiteren für ihn wichtigen Punkt hin: "Sollte man zu einer solchen Gebühr für eine HDTV Satellitenaustrahlung kommen, muss klar herausgestellt werden, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk dann auch automatisch freigeschaltet ist". ARD und ZDF würden diese Aufgabe ja bereits aus der Rundfunkgebühr refinanzieren, so Beck. "Das scheint mir die Brücke zu sein, über die gegangen werden kann", meint der Ministerpräsident. "Ich werde zumindest dafür werben", so Beck.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der Kölner Privatsender RTL hofft unverdrossen auf zahlreiche Abonnenten der umstrittenen Pay-TV-Plattform "HD+" des Satellitenbetreibers SES Astra.
Unternehmenschefin Anke Schäferkordt sagte der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" (Samstagsausgabe), dass Umfragen ein "hohes Interesse an HD-Qualität" signalisierten. RTL und ProSiebenSat.1 wollen ihre werbefinanzierten Kanäle über Astra-Satelliten verschlüsselt und gegen Monatsgebühr hochauflösend ausstrahlen.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/9/6/44684.jpg)
RTL-Chefin Anke Schäferkordt (dritte von links)
auf dem Medienforum.NRW (Quelle: dpa)
Damit zahlen Zuschauer doppelt: Einmal an der Supermarktkasse, weil in den Produkten der Hersteller die Kosten für TV-Werbung bereits eingepreist sind und noch einmal für die "HD+"-Plattform, die außerdem empfindliche technische Einschränkungen mit sich bringt und den Sendern über den Standard "CI+" die weitgehende Kontrolle der digitalen Receiver anvertraut. Außerdem erhalten die Beteiligten einen Anteil der Einnahmen von "HD+" in unbekannter Höhe. Der Bezug der notwendigen Smartcard kostet im Paket künftig 60 Euro jährlich. Astra selbst wehrt sich gegen die Bezeichnung Pay-TV, lässt die Gebühr lieber unter dem Stichwort "Infrastruktur-Entgeld" laufen. Der Satellitenbetreiber finanziert sich bereits über klassische Transponder-Mieten seiner Senderkunden.
Schäferkordt warb im "Standard" außerdem erneut für die verbraucherunfreundliche Grundverschlüsselung der TV-Signale. Sie sehe das Fernsehen durch illegale Downloads zwar noch nicht bedroht, "aber die Gefahr ist in jedem Fall relevant", sagte sie. "Gerade deshalb ist die Verschlüsselung so wichtig, denn zuallererst geht es um den Signalschutz", betonte Schäferkordt. Als warnendes Beispiel nannte sie ausgerechnet die Musikindustrie, die "daran fast zugrunde gegangen" sei.
Dass die großen Labels inzwischen auf den Einsatz von verbraucherfeindlichen Digital Rights Management Systemen (DRM) verzichten und Songs im Internet vollkommen ohne Kopierschutz vertreiben, sagte Schäferkordt nicht.
Die Managerin betonte unterdessen, keine Angst vor werbefreien DVD-Kompilationen von Serien zu haben, die in letzter Zeit verstärkt auf den Markt drängen. "Innerhalb des DVD-Marktes gibt es tatsächlich eine Verschiebung: weg von den Blockbustern, hin zu den Serienkollektionen. Die DVD wird Fernsehen nicht ersetzen, denn die Serien sind ja fürs Fernsehen produziert", sagte Schäferkordt dem Blatt.
Quelle: SAT+KABEL
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Die deutschen Kabelnetzbetreiber sind zufrieden mit dem Fortschritt der DVB-C2-Implementierung. Der weiterentwickelte Kabelstandard war Thema eines Informations-Austauschs auf auf der IFA in Berlin vom Kabelnetz-Verband Anga und dem Normierungsgremium Digital Video Broadcasting (DVB).
(http://res.magnus.de/res/_2/3/3/0/104166.jpg)
(Quelle: DVB)
Erst am Donnerstag gab der Anga Ergebnisse des Seminars bekannt, an dem unter anderem Referenten von Panasonic, Kabel Deutschland, Thomson, Samsung, Sony, Kathrein, Unitymedia und der TU Braunschweig teilgenommen hatten. In Zukunft müssten Ressourcen im Kabel effizienter genutzt werden, sagte Anga-Präsident Thomas Braun im Hinblick auf DVB-C2.
Serge Foucher, Vizepräsident von Sony Europe, formulierte den Wunsch, dass durch den neuen Standard zusätzliche Kapazitäten für HD-Übertragungen im Kabelnetz frei werden.
Die DVB-C2-Technik zeichnet sich unter anderem durch eine bessere Komprimierung aus und soll dadurch die vorhandene Bandbreite besser ausnutzen.
Quelle: SAT+KABEL
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Als doppelzüngig und scheinheilig hat Jürgen Doetz, Präsident der Privatsender-Lobby VPRT, die Intendanten von ARD und ZDF kritisiert.
Während ARD und ZDF mit Gebühren-Milliarden an ihrem Expansionskurs festhielten, befänden sich die Privaten in einer Zwickmühle und müssten trotz sinkender Gebührenerlöse Millionen in die Einführung von HDTV investieren, sagte der Kopf des Verbandes Privater Rundfunk- und Telemedien (VPRT) in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Branchendienst "Meedia".
Doetz warf den Verantwortlichen der Öffentlich-Rechtlichen vor, "auf einem hohen Ross" zu sitzen und sich über die Privaten zu mokieren, die das Geld irgendwoher erwirtschaften müssten. Wenn man privatwirtschaftliche Qualität erhalten wolle, werde das "nicht mehr zum Nullkosten-Preis" gehen, sagte der Verbandspräsident. Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk sei aufgrund von der GEZ eingezogener Gebühren dagegen "Paid Content von der ersten Stunde an". Das müsse man den Menschen wohl deutlicher machen.
Doetz: Öffentlich-Rechtliche sitzen auf "hohem Ross"
Man dürfe den Geburtsfehler beim Start des Kabelfernsehens nicht wiederholen, zeichnete Doetz die künftige Strategie privater Sender vor. In Deutschland sei es so, dass die Sender die Kabelbetreiber dafür bezahlten, dass diese die Programme in die Haushalte bringen. Das sei eine "verkehrte Welt". In den USA verhalte es sich genau umgekehrt. Dort erzielten TV-Sender große Teile des Umsatzes mit Gebühren, die sie für die Verbreitung ihrer Inhalte von den Kabelfirmen erhielten.
Zur umstrittenen "HD+"-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra sagte der VPRT-Funktionär, es werde immer so dargestellt, als ob die Privatsender gierig wären, wenn sie zusätzliche Kosten verlangten. Bei ARD und ZDF hingegen flössen allein in dieser Gebührenperiode 250 Millionen Euro in die Verbreitung von HD-Programmen. Jetzt stellten die sich hin und täten so, als ob sie das für die Zuschauer alles gratis abgeben, obwohl auch hier ein verdeckter Obolus erhoben werde.
"HD+": Privatsender sind nicht gierig
"Es gibt für uns auch keine endlos sprudelnde Gebühren-Quelle. Die Alternative wäre, wir beteiligen uns nicht an HDTV, weil es zu teuer ist. Aber wir wollen den Zuschauern diesen Mehrwert von HD-Fernsehen gerne bieten, es muss aber auch bezahlt werden", verteidigte Doetz das Vorgehen von ProSiebenSat.1 und RTL.
Zu Plänen der Privaten, Aufzeichnungen von HDTV-Programmen zu unterbinden, sagte Doetz, die Zuschauer hätten längst gelernt, dass deren Haupt-Geschäftsmodell, das ihnen das Programm finanziere, im Verkauf von Werbung bestehe. Wenn es jetzt mit modernen Digital-Rekordern technische Möglichkeiten gebe, die Werbung effektiv auszublenden, könne niemand verlangen, dass man das unterstütze. Unter anderem RTL hatte sich bereits öffentlich zu geplanten Schutzmaßnahmen bekannt.
Quelle: SAT+KABEL
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Die Lizenzen der privaten TV-Veranstalter seien an bestimmte Bedingungen geknüpft, unter anderem an eine "freie Empfangbarkeit".
Kisseler nennt dabei unter anderem den Must-Carry-Status privater Vollprogramme bei der Plattformbelegung und der bevorrechtigten Nutzung von Frequenzen beispielsweise gegenüber dem Mobilfunk. "Die Rechtfertigung für diese Privilegien entfiele allerdings, wenn sich privater Rundfunk zukünftig seiner gesellschaftlichen Verantwortung vollständig entsagen wollte", so Kisseler zu DF. Dabei sieht sie die Pläne von RTL und Pro Sieben Sat 1 kritisch, ihre Programme im neuen HDTV-Standard nur verschlüsselt zu übertragen.
FDP Medienexperte Hans-Joachim Otto spricht sich dagegen für eine wirtschaftliche Selbstbestimmung der Sender aus. "Private Sender sollten aus meiner Sicht frei entscheiden können, wie sie ihr Programm versenden", so Otto im Gespräch mit DF. Doch müssten die Sender auch selbst "wissen bzw. entscheiden können, ob sie zum Beispiel den wahrscheinlichen Reichweitenverlust verkraften können", so Otto weiter. Damit legt die FDP den Erfolg des Verschlüsselungsmodells für HDTV-Programme in die Hand des Zuschauers.
Sofern sich die SPD mit ihrer Meinung durchsetzen und RTL bzw. Sat 1 den "Must Carry"-Status streichen würde, könnten die privaten Sender sofort auf ihre Regionalfenster verzichten, denn nur durch diese erreichen sie nach Rundfunkstaatsvertrag diesen Status. Ob nach einer solchen Maßnahme Kabelnetzbetreiber jedoch RTL und Sat 1 aus ihren Netzen werfen, ist fraglich.
Sofern Barbara Kisseler auf einen Lizenzentzug anspielt, könnte dies zum Beispiel im Falle von RTL nur durch die lizenzgebende Anstalt, die NLM in Hannover erfolgen. RTL wäre es dann jedoch jederzeit möglich, einen Antrag auf Verbreitung eines bundesweiten Pay-TV-Programmes bei der ZAK zu stellen, dem bei Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen auch stattgegeben werden müsste. Nach Informationen von DF ist eine Verbreitung des Programms gegen Entgelt sogar in der Sendelizenz eingeschlossen, der Lobbyverband der Privatsender, VPRT, setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass deren Mitglieder an Verbreitungserlösen ihrer Programme beteiligt werden.
Die Privatsender RTL und Prosieben/Sat.1 hatten die SPD kritisiert, die den Sendern eine "öffentliche Aufgabe" zudenkt.
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[vo] Betzdorf, Luxemburg - Offenbar verhandelt der Satellitenanbieter SES Astra derzeit mit MTV, DSF sowie anderen Sendern, um die HDTV-Plattform HD Plus für das diesjährige Weihnachtsgeschäft aufzuwerten.
Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe. Eine Anfrage dazu von DIGITAL FERNSEHEN läuft.
Noch in diesem Herbst startet SES Astra sein hochauflösendes TV-Angebot. Die ersten Programme, die definitiv im Angebot von HD Plus enthalten sein werden, sind die Privatsender RTL und Vox.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Luxemburg - Der Satellitenbetreiber SES Astra verhandelt mit weiteren Sendern um die HD-Plus-Einspeisung.
Das bestätigte eine Sprecherin von HD-Plus am Montag.Dass es sich dabei um die Sender DSF und MTV handeln soll - wie die "Süddeutsche Zeitung" vermutete - bestätigte SES Astra allerdings nicht. Grundsätzlich veröffentliche Astra keine Sendernamen, bevor nicht Verträge abgeschlossen worden seien.Im Herbst startet SES Astra seine neue HD-Plus-Plattform. Die ersten Programme, die definitiv im Angebot von HD Plus enthalten sein werden, sind RTL und Vox.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der Chef des Grimme Institus, Uwe Kammann, erwartet, dass die von SES Astra und den Privatsenderns aus dem Boden gestampfte Pay-HDTV-Plattform "HD+" am Ende scheitert, das digitale Fernsehen aber künftig trotzdem teurer wird.
"Das ist wahrscheinlich. Bei den Geräten ist es so, dass die neue Technologie deutlich teurer ist als die herkömmliche ist – auch wenn die Preise für HD-Geräte gerade sinken", sagte Kammann dem Internet-Portal "Der Westen" (Zeitungsgruppe WAZ) am Dienstag. Bei den Rundfunkgebühren erwartet er nur leichte Anpassungen nach oben, stellt das Entgelt aber in Frage: Aufgrund der Vielzahl an Medienangeboten kämpften die öffentlich-rechtlichen Kanäle mit einer immer geringeren Akzeptanz. Wie interessant durchkomponierte Angebote wie klassischen Fernsehprogramme in Zukunft noch sein werden, bleibe abzuwarten, betonte der Grimme-Chef. Eine Entscheidung darüber sei eine Frage des "politischen Willens".
Zur umstrittenen "HD+"-Plattform sagte Kammann: "Ich vermute, es ist ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Ich vermute weiter, es wird auf einen Standard hinauslaufen, der allen zugänglich ist, ohne Extragebühr". Der Medienexperte prognostizierte gleichzeitig eine Öffnung der Grenze von Video-on-Demand-Inhalten bei öffentlich-rechtlichen Sendern, die bislang nur sieben Tage im Internet vorgehalten werden dürfen. "Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Verbreitungsweg über das Internet gleichberechtigt neben der Verbreitung per Kabel und Satellit stehen wird. Und da sollten Private und Öffentlich-Rechtliche gleich behandelt werden. Sonst würden ARD und ZDF bald ins Hintertreffen geraten, und das kann in der Politik niemand wollen". Möglicherweise müssten dann aber auch für den Abruf des "Tatorts" Extra-Gebühren gezahlt werden, sagte Kamann dem "Westen".
Quelle: SAT+KABEL
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Der Spartensender Tele5 liebäugelt mit der Einführung eines eigenen HDTV-Senders. Gegenüber dem Branchendienst "Digitalmagazin" (Dienstag) stellte der stellvertretende Senderchef Christoph Wegenast die Satellitenverbreitung eines hochauflösenden Programmangebots innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre in Aussicht.
Tele5 befindet sich nach eigenen Angaben "in Gesprächen" mit der Satellitenplattform "HD+" von SES Astra. Damit steht zu erwarten, dass das Programm in Nagravision verschlüsselt wird und von Zuschauern nur gegen Abführung einer jährlichen "Servicepauschale" für "HD+" in Verbindung mit kompatiblen Receivern empfangen werden kann.
Wegenast sagte dem Dienst, Tele5 sei technisch bereits heute gerüstet, hochauflösende Sendesignale zu verbreiten. Allerdings wolle man zunächst eine bessere Verfügbarkeit von HDTV-Material seitens der Studios und Produktionspartner sowie die Etablierung eines einheitlichen HD-Standards abwarten. Damit scheint der Sender die Durchsetzung der "HD+"-Plattform mit gesunder Skepsis zu betrachten.
Quelle: SAT+KABEL
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Unser Zitat des Tages kommt am Montag von Wilfried Urner, Geschäftsführer bei der HD Plus Gmbh, die für die Einführung der umstrittenen Satelliten-Plattform "HD+" verantwortlich ist.
"HD+ ist ein einfaches und sehr kundenfreundliches Produkt, bei dem sich die Faszination von HD dem Zuschauer unmittelbar erschließt."
Urner zur "HD+"-Plattform, die in Verbindung mit dem CI+-Standard aufgrund ihres kundenfeindlichen Digital Rights Management Systems und massiven Einschränkungen in der Kritik steht
Quelle: magnus.de (http://satundkabel.magnus.de/hdtv/artikel/zitat-des-tages-hd-als-quell-der-freude-fuer-den-fernsehzuschauer.html)
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Die umstrittene Satelliten-Bezahlplattform "HD+" von SES Astra startet am 1. November mit der verschlüsselten Ausstrahlung der Sender RTL und Vox. Über den Kauf eines geeigneten "HD+"-Satellitenreceivers ist das Angebot im ersten Jahr kostenfrei, danach müssen Abonnenten ihre "HD+"-Karten zum Preis von 50 Euro aufladen, teilte der Satellitenbetreiber SES Astra am Montag mit.
Das Aufladen der Karten sei über das Internet, über eine Servicehotline oder im Handel möglich. Bis Ende des Jahres sollen sechs geeignete "HD+"-Receiver der Hersteller Humax, Technisat, Technotrend Görler sowie Videoweb auf den Markt kommen. Zusätzlich würden Module unterstützt, die den umstrittenen "CI-Plus"-Standard verwendeten. Auch Fernsehgeräte mit integriertem Receiver von Herstellern wie Loewe, Metz, Samsung oder Sony, die eine "CI-Plus"-Schnittstelle besäßen, seien "HD+"-fähig. Geeignete Receiver seien am "HD+"-Logo auf der Receiverpackung und auf dem Gerät erkennbar, hieß es.
Neben den HD-Programmen der Privatsender sind über "HD+" auch alle unverschlüsselten HD-Angebote beispielsweise von Das Erste, ZDF und Arte sowie alle über Astra ausgestrahlten digitalen Angebote empfangbar. In Deutschland gebe es bereits 17 Millionen HD-fähige Fernsehgeräte in den Haushalten, sagte der Geschäftsführer der Astra-Tochter HD Plus, Wilfried Urner. Dies sei für die Entscheidung zur Markteinführung des neuen Angebots entscheidend gewesen.
Hochauflösende Testausstrahlungen gestartet
Vergangene Woche hatten die Privatsender RTL und Vox mit hochauflösenden Testausstrahlungen für die in die Kritik geratene Satelliten-Bezahlplattform von SES Astra begonnen. Verbreitet werden die Signale seit über die Position Astra 19,2 Grad Ost.
Tests der SAT+KABEL-Redaktion ergaben, dass nicht alle HD-Receiver das Nagravision-codierte Testsignal auf Anhieb aufspüren können. Unter anderem der Humax iCord HD wird bei einem manuellen Transponder-Suchlauf auf der Übertragungsfrequenz 10,832 GHz nicht fündig. Ein Experten-Scan mit weiteren Parametern (Polarisation horizontal, Symbolrate 22.000 MSym/s, FEC 2/3, Modulation DVB-S2-8PSK) führt dagegen in den meisten Fällen zum Ziel. Nach Informationen der SAT+KABEL startet der reguläre Testbetrieb für RTL-HD und Vox-HD am 17. Oktober.
ProSiebenSat.1-Gruppe folgt im Januar
Ab Januar will auch die ProSiebenSat.1-Gruppe ihre Programme verschlüsselt über die neue Plattform ausstrahlen. Die Verbraucherschützer befürchten in Zukunft unter anderem Einschränkungen beim frei empfangbaren Fernsehen.
Quelle: SAT+KABEL
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Auf der Podiumsdiskussion des FRK-Kabelkongresses waren sich die Teilnehmer darin einig, dass letztendlich der Endkunde über den Erfolg oder Misserfolg der HD-Plus-Plattform entscheiden wird.
Michael Bobrowski vom Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigte zwar Verständnis für die Zwänge der Privatsender, ihre HD-Signale nur verschlüsselt zu übertragen um die hohen Mehrkosten zu decken. Jedoch sieht er ein Problem darin, dass für Angebote, die bisher frei empfangbar sind, über kurz oder lang Gebühren anfallen würden.
Der ZDF-Justiziar Carl-Eugen Eberle äußerte seine Zweifel, dass die Jahresgebühr für HD Plus auch in den folgenden Jahren bei fünf Euro stabil bleibe und man später an der Preisschraube drehen könnte. HD-Plus-Chef Wilfried Urner konterte sogleich, dass man bei den GEZ-Gebühren auch nie wisse, in welche Richtungen sie sich entwickeln. Da man aber marktfähig bleiben müsse, will man bei HD Plus so lange wie möglich an den 50 Euro festhalten. "Wir wissen aber nicht, was in fünf oder zehn Jahren ist", so Urner.
Letztendlich, so war sich die große Runde einig, würde jedoch der Zuschauer entscheiden, ob HD Plus ein Erfolg wird. "Oder das Bundeskartellamt", fügte Eberle noch hinzu. Urner zufolge sollte aus dieser Richtung aber nichts zu erwarten sein. "Wir haben aus früheren Misserfolgen wie Entavio gelernt", erklärte der HD-Plus-Chef. Bei den Planungen zu HD Plus wurden Urner zufolge Verbraucherschützer, Bundeskartellamt, Receiverproduzenten und sogar die Öffentlich-Rechtlichen angehört, um deren Wünsche mit einzubringen. Aus diesem Grund würden die Karten "anonym" verkauft und müssten nach einem Jahr manuell verlängert werden. Ein Abo oder ähnliches würde dadurch nicht automatisch entstehen.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Die umstrittene HDTV-Plattform "HD+" des Satellitenbetreibers SES Astra hat ihre Web-Site um eine FAQ ergänzt.
Dort ist unter anderem auf die Frage "Was bringt mir HD+?" zu lesen:
HD+ bringt attraktive neue HD-Inhalte, die bislang nicht verfügbar sind und die ohne HD+ auch in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht verfügbar wären.
Unter "attraktiven HD-Inhalten" versteht der Plattformbetreiber werbefinanzierte Programme der Privatsender, die teilweise hochauflösende Filme, Serien sowie Reportagen und eigenproduzierte Formate ausstrahlen. Auf die Frage "Kann ich mit einem Sky Receiver ebenfalls die HD+ Sender empfangen?" gibt es keine konkrete Angabe, sondern ein Spiel auf Zeit und reichlich Wischiwaschi:
Ein Empfang der HD+ Sender über Sky wird mit dem Vermarktungsstart von HD+ nicht möglich sein. Wir sind jedoch in Gesprächen mit Sky, um eine für die Zuschauer attraktive Lösung zu finden.
Ob und wann HD+-Karten, die jährlich 50 Euro kosten, auch separat erhältlich sind, gibt SES Astra etwas klarer Auskunft:
Ein separater Verkauf von HD+ Karten im Handel ist ab dem 3. Quartal 2010 vorgesehen.
Dass irgendwann CI+-Module für Flachbildfernseher mit integriertem digitalen DVB-S-Tuner angeboten werden, mit denen sich die "HD+"-Sender empfangen lassen, steht dagegen noch in den Sternen:
HD+ arbeitet an einer Lösung, um über CI Plus-Module Fernsehgeräte mit eingebautem digitalem Empfänger (iDTV) ansprechen zu können. Die Sender unterstützen die Zielsetzung, CI Plus als Standard zum Empfang verschlüsselter Inhalte für Geräte mit einer kompatiblen Schnittstelle zukünftig zu etablieren.
Im November gehen die Sender RTL und Vox hochauflösend an den Start, ab Januar will auch die ProSiebenSat.1-Gruppe ihre Programme verschlüsselt über die neue Plattform ausstrahlen.
Nicht nur Verbraucherschützer befürchten in Zukunft unter anderem Einschränkungen beim frei empfangbaren Fernsehen. Denn was die SES-Manager in Unterföhring unter dem Namen "HD+" gemeinsam mit den Medienkonzernen austüfteln, mündet im finalen Schritt in die totale Gängelung und Kontrolle des Zuschauers. Das geht aus internen Dokumenten hervor, die der SAT+KABEL vorliegen.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Kölner Privatsender RTL will bereits zum Start seiner hochauflösenden Ausstrahlungen über die "HD+"-Satellitenplattform im November zahlreiche US-Serien in nativer HD-Qualität zeigen.
Dazu gehören Quotenerfolge wie "Dr. House", "CSI. Den Tätern auf der Spur", "Monk" und "Bones", wie ein Sprecher des Senders am Donnerstag auf Anfrage der SAT+KABEL bestätigte. Auch im Spielfilmbereich lägen einige aktuelle Hollywood-Produktionen im Rahmen der gültigen Lizenzverträge als HDTV-Quellen vor, hieß es.
Für das kommenden Jahr will der Sender die Produktion seiner Nachrichtensendung "RTL aktuell" auf 1.080i umstellen. Auch bei Fußball-WM und Formel1 profitierten die Zuschauer von der besseren Bildqualität. RTL stellte einen "nennenswerten" Anteil an "echtem HDTV" in Aussicht, der in den kommenden Jahren schrittweise ausgebaut werden soll.
"HD+"-Module für ältere Receiver derzeit auf Eis gelegt
Zum Thema Aufzeichnungsblockaden bei "HD+" sagte der Sprecher, Aufzeichnungen würden bei RTL-HD und Vox-HD zunächst nicht pauschal unterbunden. Allerdings werde man bei der späteren Wiedergabe Trickfunktionen wie schnellen Vor- und Rücklauf über das eingesetzte "CI-Plus"-System blockieren, um das Überspringen von Werbeblöcken zu verhindern. "CI-Plus" biete derzeit keine Möglichkeit, zwischen Werbung und Programm zu differenzieren. Deshalb komme nur eine generelle Blockade in Frage.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/1/6/108512.jpg)
Humax iCord HD+
Ob der Zuschauer sich über diese Gängelung überhaupt ärgern muss, ist derzeit offen. Bislang hat lediglich Humax mit dem iCord HD+ einen für die Satellitenplattform zertifizierten Receiver mit Aufnahmefunktionen angekündigt. Die speziellen Legacy-CAMs, mit denen sich ältere CI-PVRs für die Plattform nachrüsten ließen, wurden nach Informationen der SAT+KABEL zunächst auf Eis gelegt, weil die von SES Astra angestrebte Mindeststückzahl von 100.000 Modulen durch die Bestellungen der Hersteller nicht erreicht wurde. Offiziell bestätigen wollte der Betreiber dies zunächst nicht.
Die Satellitenplattform "HD+" startet offiziell am 1. November mit den Sendern RTL-HD und Vox-HD. Ab Anfang Januar stößt die Sendergruppe ProSiebenSat.1 dazu. Der Empfang der Ausstrahlungen ist ausschließlich mit speziellen "HD+"-Receivern möglich, ab dem zweiten Jahr erhebt SES eine Servicepauschale von 50 Euro jährlich.
Quelle: SAT+KABEL
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Wie beim Schwestersender RTL HD wird auch bei Vox HD das Aufzeichnen von Sendungen nur in Echtzeit möglich sein und damit das Vorspulen von Werbung unterbunden.
"Auch Vox HD ist ein werbefinanziertes Programm. Die Refinanzierung unseres Programmes und die Investitionen in neue Technologien wie HDTV müssen auch zukünftig gesichert sein", so Ladya van Eeden, Vox-Programmdirektorin. "Bei zeitversetzter Nutzung durch PVRs sollte für uns Werbung messbar und vermarktbar bleiben, so dass die Wiedergabe von aufgezeichneten HDTV-Inhalten auf einer Festplatte nur in Echtzeit möglich sein wird".
Vox HD will mit dem HDTV-Start Serien als natives HDTV-Programmsignal senden. Dazu gehören "CSI NY" ab 2. November, "Criminal Intent" ab dem neuem Staffelstart am 4. November und "Burn Notice" ab 2. November. "Durch weitere Serien, diverse Spielfilme - zum Beispiel "Independence Day" oder "Operation: Broken Arrow"- und einige Eigenformate werden wir sukzessive das VOX-HDTV-Programmangebot ausbauen", berichtet die Vox-Programmdirektorin.
Neben Vox will auch RTL die Umgehung von Werbung verhindern. "Wir werden Aufzeichnungen bei RTL HD nicht generell verhindern, sondern lediglich die Umgehung von Werbung, mit der wir unsere Inhalte finanzieren", so eine RTL-Sprecherin. Diese Differenzierung sei bei HD-Plus-Receivern mit integrierter Festplatte möglich und werde auch so bei RTL HD umgesetzt.
"Dabei wird die Wiedergabe von aufgezeichneten HDTV-Inhalten einer Festpaltte nur in Echtzeit möglich sein", so die Sprecherin weiter. "Die Begrenzung der Echtzeitwiedergabe auf die Werbung ist derzeit leider technisch noch nicht möglich". RTL sei aber "allen technischen Weiterentwicklungen gegenüber offen, die die Benutzerfreundlichkeit einer integrierten Festplatte weiter erhöhen, ohne dabei unser Geschäftsmodell zu beschädigen".
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Drei Tage vor dem Start der Satelliten-Plattform "HD+" von SES Astra hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen noch einmal vor Nutzungseinschränkungen und zusätzlichen Kosten für den hochauflösenden Empfang deutscher Privatsender gewarnt.
Ab dem 1. November verbreitet der Satellitenbetreiber zunächst die HDTV-Kanäle von RTL und Vox, im Januar 2010 folgen Sat.1, ProSieben und Kabel1. Anders als bei den einen Monat später avisierten HD-Programmangeboten von ARD und ZDF erfolgt die Verbreitung verschlüsselt, für den Empfang sind spezielle "HD+"-zertifizierte Receiver oder Module notwendig. Zudem erhebt SES Astra nach zwölf Monaten eine jährliche Technikpauschale in Höhe von 50 Euro.
Die Verbraucherschützer kritisierten, die am Donnerstag auf den Medientagen München gemachten Äußerungen von ProSiebenSat.1 nährten die Befürchtung, dass hochauflösende Programme und digitale Angebote die Wende hin zum Pay-TV vorbereiten. ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling hatte den freien Empfang von ProSiebenSat.1-Programmen über Kabel und das Überallfernsehen DVB-T nur bis 2014 zugesichert.
Timeshifting mit Tücken - Versteckspiel mit Preisen und Bedingungen
Der Verband warf den Privatsendern Versteckspiel und eine Verunsicherung der Zuschauer vor und forderte sie auf, die Interessen der Nutzer im Blick zu behalten. Nur dies sichere die Zukunft des Dualen Rundfunksystems. Technikreferent Michael Bobrowski kritiserte den Umstand, dass wenige Tage vor der Einführung der Plattform nach wie vor keine genauen Kosten für Nachrüst-Lösungen wie die angekündigten "Legacy-Module" für ältere Receiver oder "HD+"-CAMs zur Nachrüstung von Fernsehern mit CI-Plus-Einschub bekannt seien.
Auch ist mit wesentlichen Nutzungseinschränkungen sei zu rechnen, sagte Bobrowski. Nach seinen Informationen will RTL die Aufzeichnungen seiner "HD+"-Programme generell ausschließen. Auch wollten die Privatsender dafür sorgen, dass die Verbraucher aufgezeichnete HD-Sendungen nicht vorspulen können, um Werbeblöcke zu überspringen. "Der Zuschauer würde also zum Werbekonsum verdammt", befürchtete Bobrowski. Auch ginge es nicht mehr, einen aufgezeichneten Film in Etappen zu schauen, der Zuschauer müsse immer wieder von vorne beginnen.
Quelle: SAT+KABEL
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Ab dem 1. November 2009, also dem kommenden Wochenende, strahlen RTL und Vox ihr Programm auch hochauflösend aus. Insbesondere US-Serien sollen dann in nativem HD gezeigt werden, es kann sie nur kaum jemand sehen, weil es bisher nur einen Receiver dafür gibt.
Am kommenden Wochenende will die RTL-Gruppe als erster Anbieter Sendungen über die von Astra ins Leben gerufene Plattform HD+ ausstrahlen. Im Januar 2010 sollen dann Pro Sieben und Sat 1 folgen - alles noch bevor ARD und ZDF im Februar 2010 zu den Olympischen Spielen ihren Regelbetrieb für HDTV aufnehmen.
Wie bereits berichtet, sind die technischen Voraussetzungen für HD+ jedoch immer noch unklar. Sechs HD+-Receiver sind für 2009 angekündigt, aber bisher nicht erhältlich. Fest steht nur, dass das Angebot verschlüsselt ist, was man auch seit Anfang Oktober mit "RTL HD" und "Vox HD" auf den Astra-Satelliten feststellen kann. Die Daten dafür: 10.832 MHz, horizontale Polarisation, 8PSK, Symbolrate, 22000, FEC 2/3. In der Regel reicht die Eingabe von Frequenz und Polarisation, damit ein Receiver einen neuen Sender findet.
Zu sehen gibt es dann aber bei bisherigen HDTV-Receivern von RTL HD und Vox nichts. Nach dem Kenntnisstand von Golem.de existiert bisher kein frei verkäuflicher Receiver, der ab Werk HD+ beherrscht. Nach der ersten Ankündigung der Plattform hatte es von Receiverherstellern geheißen, dass es herstellerspezifische Entschlüsselungsmodule, sogenannte CAMs, samt passenden Smartcards für bereits erhältliche Receiver geben solle. Diese "Legacy-Module" sind aber bisher nicht erschienen.
Auch das wäre aber nur ein Zugeständnis gewesen, denn eigentlich ist für HD+ auch der neue Common-Interface-Standard CI-Plus vorgesehen. Dieser sieht, anders als das bisher übliche Common Interface, Einschränkungen bei Aufnahme und Spulen von Aufzeichnungen vor, welche die Sender über Flags in den ausgestrahlten Daten steuern können. Denkbar ist so beispielsweise, dass eine Sendung aufgenommen werden kann, eine andere aber nicht, oder dass eine Aufzeichnung bei Wiedergabe das Spulen über Werbeblöcke hinweg verhindert.
Als bisher einziger Receiverhersteller kündigte Humax am vergangenen Montag, dem 26. Oktober 2009, ein Firmwareupdate für den Receiver "HD-Fox" an, das am darauffolgenden Tag ausgestrahlt werden sollte. Dieses Gerät verfügt nicht über Aufnahmefunktionen - seine USB-Buchse ist funktionslos -, aber über einen integrierten Smartcard-Reader.
Die nötige Smartcard sollen Besitzer des HD-Fox über die Webseite MyHumax.de gegen Eingabe der Seriennummer des Receivers bestellen können. Wie Astra Mitte Oktober 2010 bestätigte, soll der Empfang der Programme in den ersten zwölf Monaten kostenlos möglich sein und danach 50 Euro im Jahr kosten.
Humax bestätigte auf Anfrage von Golem.de, dass sich die Ausstrahlung des Firmwarupdates bis zum Donnerstagabend verzögert hatte, einen Grund dafür nannte das Unternehmen jedoch nicht. Einem Bericht von Digitalfernsehen zufolge gibt es jedoch schon mehrere Beschwerden von Anwendern, dass das Update fehlerhaft sei - in welcher Hinsicht, ist noch ungeklärt.
Dass es mit HD+ langfristig Einschränkungen bei den Funktionen gibt, bestätigte ein RTL-Manager vor kurzem in einem Interview mit Digitalmagazin.de. Andre Prahl, verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL, erklärte: "Werbefinanzierung ist die Basis unseres Programms. (...) Deshalb sind wir auch bei neuen Angeboten wie HD+ selbstverständlich gegen Ad-Skipping und müssen sicherstellen, dass Werbung nicht umgangen werden kann."
Prahl erklärte aber auch, dass private Aufzeichnungen nicht grundsätzlich verhindert werden sollen. Das gegenwärtige CI+ biete aber nur die Möglichkeit, das Mitschneiden zuzulassen oder zu verbieten. Eine Erweiterung des Standards sei wünschenswert.
Im selben Gespräch gab der RTL-Manager auch noch an, welche Inhalte über HD+ in nativem HD ausgestrahlt werden sollen. Dazu zählen Serien wie Dr. House, Monk, die CSI-Formate, aber auch Spielfilme der Bourne-Reihe und Stirb langsam 4.0.
Die unklare Situation um die Empfangsgeräte und deren Möglichkeiten nahm der Bundesverband der Verbraucherzentralen wie kurz nach der Ankündigung von HD+ zum Anlass für eine Pressemitteilung. Darin kritisieren die Verbraucherschützer, das neue Angebot starte "ohne Rücksicht auf die Zuschauerinteressen", weil es unter anderem eine "Vorspulsperre" gebe. Wie HD+ in der ersten Generation realisiert wird, ist jedoch noch nicht absehbar, weil es noch keine Receiver mit Aufnahmefunktion dafür gibt.
Auf Anfragen zwei Tage vor dem Start von RTL HD und Vox HD konnten weder RTL noch SES Astra Receiver benennen, mit denen man die Programme entschlüsseln kann. Auch auf der Webseite hd-plus.de ist eine entsprechende Liste nicht zu finden. Einzig eine Pressemitteilung (PDF) verspricht, dass bis Ende 2009 noch sechs Receiver erscheinen sollen. Die Geräte sind auch darin nicht benannt, nur die Hersteller: Humax, Technisat, Technotrend und Videoweb. Andere bekannte Anbieter wie Dream oder Kathrein werden nicht genannt. Zudem soll es auch Fernseher mit eingebautem CI-Plus-Modul geben, und zwar von Loewe, Metz, Samsung und Sony. Auch hier fehlen aber die Namen der Geräte. Eine inoffizielle Liste gibt es immerhin im Forum von Digitalfernsehen.de (http://forum.digitalfernsehen.de/forum/common-interface-codierung/217466-schwarze-liste-aller-hersteller-welche-ci-plus-unterstuetzen.html).
Quelle : www.golem.de
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München - Der Satellitenbetreiber SES plant für sein HD-Plus-Angebot eine Empfangslösung für Sky-Kunden.
Künftig soll eine gemeinsame Spezifikation angeboten werden, informierte Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland im Rahmen der Medientage München.
Jeder HD-Plus-Kunde werde Sky-Programme und jeder Sky-Kunde HD-Plus-Programme mit einer Set-Top-Box empfangen können. Ein genauer Zeitplan für die gemeinsame HD-Plus-Spezifikation liegt laut Elsäßer allerdings noch nicht vor.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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München - Die ARD will mit dem Start ihres HDTV-Regelbetriebes ab Februar 2010 mindestens 50 bis 70 Prozent des Programms in nativem HDTV ausstrahlen.
So sollen neben der "Sportschau" und dem "ARD-Buffet" auch Filme und Dokumentationen in nativem HDTV gezeigt werden, kündigte Bertram Bittel, Direktor für Technik und Produktion des SWR sowie Vorsitzender der Produktions- und Technik-Kommission von ARD und ZDF (PTKO) im Rahmen der Münchner Medientagen an.
Hinzu kommen werden außerdem Sportveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Zudem plane die ARD auch den Wintersport zum Großteil in HDTV zu zeigen. Die aktuelle Berichterstattung wird laut Bittel ab 2011 in hochauflösender Qualität gesendet.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Nur wenige Tage nach dem Start des HDTV-Pakets "HD+" des Satelliten-TV-Anbieters Astra ist in Internetforen eine Software aufgetaucht, die Receiver der Marke Dream Multimedia in die Lage versetzt, die HD+-Sender RTL HD und Vox HD zu empfangen – und aufzunehmen. Voraussetzung hierfür ist weiterhin eine freigeschaltete HD+-Smartcard. Keine Bestätigung gibt es hingegen für die Behauptung, die Nagravision-Verschlüsselung des kostenpflichtigen HDTV-Pakets sei geknackt.
Nach Willen der HD+-Macher sollten eigentlich nur zertifizierte Receiver zum Einsatz kommen, von denen es bislang mit dem TechnoTrend-Görler TT-micro S835 HD+ und dem Humax HD-Fox lediglich zwei Modelle gibt – beide ohne Aufnahmefunktion. Kommende offizielle HD+-Receiver wie Humax iCord HD+ mit integrierter Festplatte können die HD+-Programme zwar aufnehmen, geben diese Aufnahmen aber nur in Echtzeit wieder – was bedeutet, dass das bereits heftig kritisierte "Spulverbot" nicht nur die Werbeblöcke betreffen wird. Solche Einschränkungen gibt es mit der Dreambox-Lösung nicht.
Überraschend kommt diese Entwicklung nicht, nachdem mit dem HD-Fox ein bereits rund ein Jahr erhältlicher Receiver vor dem HD+-Start per einfachem Firmware-Update fit für HD+ gemacht wurde. Wie der HD-Fox besitzen auch die betreffenden Dream-Modelle einen eingebauten Smartcard-Reader, der sich auf die neue Karte einstellen lässt. Bereits in der Ausgabe 26/2008 berichtete c't, dass sich der DM800 mit einem SoftCAM dazu bringen lässt, mit NDS-Videoguard-Karten zusammenzuarbeiten.
Die hinter dem HDTV-Paket stehende HD Plus GmbH räumt sich in Paragraph 1.3 ihrer Allgemeinen Geschäftsbedinungen ausdrücklich das Recht ein, technisch sicherstellen zu können, "dass die HD+ Karte ausschließlich in Verbindung mit einem ihr zugeordneten Digitalempfänger verwendet wird". Ein solches Pairing von Digitalempfänger und HD+-Karte findet derzeit nicht statt: Eine HD+-Karte lässt sich in verschiedenen Receivern betreiben.
Quelle : www.heise.de
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Könnte man als einen Schritt in die richtige Richtung ansehen. Ist das dann eigentlich legal oder nicht? Man verwendet ja immerhin die Smartcard.
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Hmm ...also das dies gegen die Allgemeinen Geschäftsbedinungen von HD + verstösst ist wohl klar...steht ja auch im Artikel ...
Ansonsten ist das aus meiner Sicht prinzipiell damit gleichzusetzen wenn man anstatt eines regulären CI + Cam einfach nen einfachen Smartcardreader + Plugin einsetzt ...was minimal ganz heftig in der Grauzone liegt ...bzw. in die Schublade ´Umgehung von Schutzmaßnahmen ... etc.´ kommt ...und somit illegal ist ...
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Du hast wahrscheinlich recht! Ich bin sehr gespannt, wieviele sich bereit erklären werden, werbefinanzierte Programme nochmal zu bezahlen und sich dafür vorschreiben zu lassen, was sie damit tun oder lassen können. Aber eine Herausforderung zur Umgehung der Schutzmaßnahmen (schönes Wort dafür) ist das schon!
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Schutzmassnahmen gegen das Vorspulen einer legalen Kopie???
Dann könnte man ja auch gleich das Umschalten oder das Abstellen des Tons oder sogar das Aufsuchen des WC während der Werbung verbieten wollen...
Das ist absurd.
Es kann nicht sein, dass Nutzer gezwungen werden sollen, irgendwelche Inhalte gegen ihren Willen anzusehen.
Erst recht nicht solche, die für so zweifelhafte Dienste sogar noch bezahlen sollen.
Und ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass "vertragswidriges" Vorspulen jemals von irgendeinem Gericht verurteilt wird.
Jürgen
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Ich kann das nur noch mit dem bösen Begriff "Konzentrationslager" in Einklang bringen. In diesem Sinne: Um den Seher wird eine Lagersituation aufgebaut (er muss ja Alles sehen, wenn er nicht riskieren will Etwas nicht zu sehen), in der er konzentriert auch auf Werbung blicken soll.
Nicht mit mir, meine (Damen+) Herren, nicht mit mir! :pirate
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Eben, deshalb muß man doch hoffen, dass die Verbraucher nicht mit dem Zeigefinger, sondern dem Mittelfinger reagieren.
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Die Hiobsbotschaften aus dem Umfeld der zum 1. November aufgeschalteten Satellitenplattform "HD+" von SES Astra, über die Privatsender von RTL und ProSiebenSat.1 ihre hochauflösenden Ausstrahlungen verbreiten, reißen nicht ab.
Wie aus einem der SAT+KABEL am Freitag aus der Branche zugespielten Dokument mit technischen Spezifikationen für "HD+"-zertifizierte Receiver hervorgeht, greift der Satellitenbetreiber zu unsauberen Tricks, um Zuschauer langfristig an das ab dem zweiten Jahr kostenpflichtige Angebot zu binden. Nach dem Ablauf der ersten zwölf Monate erhebt die Tochter HD Plus GmbH bekanntlich eine "Technikpauschale" von 50 Euro im Jahr.
In dem Dokument heißt es "Wenn der Nutzer die Smartcard entfernt oder sie ungültig wird (z.B. weil sie abgelaufen ist), darf die Settop-Box die SD-Varianten der parallel in HD verbreiteten Sender nicht wiederherstellen. Stattdessen muss die Settop-Box weiter die HD-Kanäle in den vorprogrammierten und Favoriten-Listen behalten."*
Kostenlose PAL-Kanäle werden gezielt aus Senderlisten herausgehalten
Mit anderen Worten: Technisch weniger versierten Benutzern soll die Existenz der parallelen frei empfangbaren PAL-Ausstrahlungen von RTL-HD, Vox-HD, ProSieben-HD, Sat.1-HD und Kabel1-HD gezielt verschwiegen werden. Da beim Umschalten auf die HD-Kanäle jedesmal ein Hinweis auf die fehlende Freischaltung erscheint, erhoffen sich Sender und SES offenbar, dass der Kunde früher oder später die "Technikpauschale" entrichtet, um die Sender wieder empfangen zu können.
Abhilfe schafft freilich ein manueller Suchlauf, mit dem sich die Sender händisch wieder in die Programmlisten einfügen lassen. Trotzdem dokumentiert die explizite Vorgabe, die kostenlosen PAL-Ausstrahlungen in den Boxen nicht aufzuführen, dass bei "HD+" nicht Benutzerfreundlichkeit und Zuschauerinteressen, sondern die finanziellen Interessen der Betreiber im Vordergrund stehen.
Am Donnerstag hatten Recherchen der SAT+KABEL ergeben, dass die vorgesehene Beschränkung des "HD+"-Empfangs auf zertifizierte Receiver, mit denen sich Aufnahmeblockaden und Vorlaufsperren bei der anschließenden Wiedergabe aktivieren lassen, bereits ausgehebelt ist. Linux-Receiver von Dream Multimedia können mit im Internet kursierenden Addons ebenfalls die "HD+"-Kanäle empfangen. Voraussetzung ist eine gültige Smartcard (SAT+KABEL berichtete).
*) Übersetzung aus dem Englischen durch die SAT+KABEL-Redaktion. Der originale Wortlaut: "If the user removes the smartcard or if the smartcard becomes invalid (e.g. because it expired), the STB shall not restore the SD equivalents of the simulcasted HD channels. Instead of that, the STB shall keep the HD channels within the pre-programmed and favorite list."
Quelle: SAT+KABEL
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Meine persönliche Ansicht:
Wer für so etwas Geld ausgibt, der hat nicht alle Tassen im Schrank.
Wer so etwas verkauft, dem sollen die empörten Käufer den Schrott durch's Schaufenster zurückgeben, mit Karacho.
Wer die allgemeine Einführung solcher diskriminierenden Technologien zulässt, der gehört bei nächster Gelegenheit abgewählt.
Kann man in diesem Lande eigentlich das öffentliche Auspeitschen wieder einführen Roll Eyes
Meines Erachtens erfüllt die Verbreitung dieser Technik wahrscheinlich den Tatbestand der gewerbsmässigen Erpressung bzw. der Vorbereitung dazu.
Schon der Versuch der Drohung mit einem empfindlichen Übel aus niederen Motiven wäre dann strafbar.
Des weiteren ist das Wesen solcher Dienste als Rundfunk infrage zu stellen, und infolge dessen ebenso die Sendelizenz der Anbieter, in deren Auftrag solche Sperren installiert werden sollen.
Zumindest bestrafe man alle Verantwortlichen mit konsequenter Vermeidung!
Jürgen
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Der Pay-TV-Anbieter Sky arbeitet nicht an einer gemeinsamen Receiverplattform mit der SES-Astra-Tochter HD Plus - die gewünschten Restriktionen der Privatsender sind zu hoch.
Wie ein Sky-Sprecher mitteilte, arbeiten Sky und HD Plus nicht an einer gemeinsamen Spezifikation zum Empfang beider Angebote.
"Sky führt aber Gespräche mit HD Plus, RTL und Pro Sieben Sat 1 über die Möglichkeit, die HD-Plus-Sender auch auf Sky-Receivern anbieten zu können", erklärte der Sprecher. Dabei gehe es insbesondere um die mehreren hundertausend Haushalte, die bereits eine Sky-HD-Box nutzen.
Damit konkretisiert Sky die derzeit laufenden Gespräche mit SES Astra. Auf den Medientagen München äußerte Astra-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer die Möglichkeit, dass künftig eine gemeinsame Spezifikation angeboten werden könnte.
Hauptthema bei den Gesprächen sind Sky zufolge die Restriktionen beim "Ad Skipping", also dem Verbot, Werbung zu überspulen und der Einschränkung von Kopiermöglichkeiten. Diese Restriktionen bilden die Sky-HD-Receiver heute nicht ab. "Wir halten diese Restriktionen von HD Plus generell für Kunden unfreundlich. Die bereits im Markt befindlichen Boxen lassen sich nicht nachträglich umrüsten, außerdem hat sich der Kunde bereits an diese Möglichkeiten gewöhnt", so der Sky-Sprecher.
Sky ist dennoch an einer Zusammenarbeit mit den Privatsendern interessiert: "Wir haben natürlich großes Interesse, unseren Kunden möglichst schnell die HD Plus Sender zur Verfügung stellen zu können."
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der Luxemburger Satellitenbetreiber SES Astra ist für seine umstrittene Plattform "HD+" auf der Suche nach neuen Interessenten. "Wir sind mit einer Reihe von Sendern in Gesprächen. Wir erwarten noch in diesem Jahr weitere Abschlüsse", sagte Firmenchef Ferdinand Kayser dem "Handelsblatt" (Dienstag).
Derzeit verhandelten die Luxemburger mit den Sendern Tele5 und Das Vierte. Außerdem sollen laut Zeitung Abschlüsse mit der Viacom-Tochter MTV und Leo Kirchs Sportkanal DSF bevorstehen.
Neues Satelliten-Paket in Auftrag
Digitalfernsehen führe zu einer höheren Nachfrage nach Kapazitäten, so Kayser. Sein Konzern sei deshalb dabei, ein Paket von vier Satelliten in Auftrag zu geben. Das Auftragsvolumen belaufe sich nach Unternehmensangaben auf über eine halbe Milliarde Euro. Kayser sieht trotz Wirtschaftskrise kein Problem in zusätzlichen Bezahlangeboten. Die Marktforschung des Konzerns habe herausgefunden, dass die Menschen durchaus bereit seien, für hochauflösendes Fernsehen zusätzliches Geld auszugeben, betonte er.
Die "HD+"-Plattform von SES Astra war Anfang November mit RTL-HD und Vox-HD auf Sendung gegangen. Mit "HD+" hält eine neue Common-Interface-Technik Einzug, die den Empfang der Sender massiv einschränkt: So können die Sender per "CI+" unter anderem die Aufzeichnung bestimmter Formate untersagen, auch Werbesprünge lassen sich verhindern, Aufzeichnungen nachträglich löschen oder bestimmte Archivierungsfristen definieren.
Quelle: SAT+KABEL
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Die vom Satellitenbetreiber SES Astra in Aussicht gestellten Legacy-CAMs, die auch ältere Receiver mit Common-Interface-Einschub für den Empfang der hochauflösenden Ausstrahlungen von RTL und ProSiebenSat.1 "HD+"-Plattform öffnen sollten, steht nach Informationen der SAT+KABEL vor dem endgültigen Scheitern.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/b/d/114163.jpg)
Bereits im August hatte die SAT+KABEL über eine Verschiebung der ursprünglich für Ende 2009 angekündigten Auslieferung der Nachrüst-Module berichtet. Diese sollten jetzt erst im ersten Quartal 2010 zur Verfügung stellen. Wie mehrere Hersteller der SAT+KABEL anvertrauten, ist derzeit mehr als fraglich, ob entsprechende Hardware überhaupt realisiert wird. Schuld seien überhöhte Mindestabnahmemengen seitens SES Astra und seinen Technikpartnern sowie Vorgaben der Privatsender bezüglich weiterer technischer Restriktionen. Von dem ursprünglichen Vorhaben, herstellerspezifische Module zu produzieren, hatte sich der Betreiber schon vor mehreren Wochen stillschweigend verabschiedet.
Bereits im Juni hatten Technisat und Humax offensiv den Vorwurf gekontert, bereits im Markt befindliche Satelliten-Empfänger könnten keine "HD+"-Ausstrahlungen empfangen. "Dies ist eine Fehlinformation", hatte Technisat in einer Pressemitteilung wörtlich geschrieben und verkündet, "dass zeitnah zum Start der neuen Programme eine größere Stückzahl an sogenannten Legacy-Empfangsmodulen verfügbar ist". Inzwischen hat der Hersteller die Pressemitteilung kommentarlos aus seinem Archiv entfernt.
Nach derzeitigem Stand bleibt der Humax HD-Fox der einzige "Altreceiver", der "HD+"-Sendungen empfangen kann. Möglich wird dies durch ein seit Ende Oktober bereitgestelltes Firmware-Update für den integrierten Kartenleser (SAT+KABEL berichtete). Für Besitzer anderer Geräte bleibt nur die kostspielige Anschaffung "HD+"-zertifizierter Neugeräte, falls sich die Informationen aus der Branche bestätigten.
Quelle: SAT+KABEL
Kommentar: Da entgeht mir glatt ein kostengünstiger Pixelsalat :'(
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In der Zitterpartie um die Bereitstellung von "HD+"-Nachrüstmodulen für ältere Satelliten-Receiver hat sich der deutsche Hersteller Technisat in einer offenen Mail an betroffene Kunden gewandt.
Schuld für das drohende Scheitern (SAT+KABEL berichtete exklusiv am Montag) ist den Angaben zufolge die Vorgabe der Privatsendergruppe RTL, Aufzeichnungen seiner HDTV-Ausstrahlungen technisch zu blockieren. Auf diese Einschränkung zu Lasten der Kunden will sich Technisat nach eigenen Angaben nicht einlassen. Die SAT+KABEL dokumentiert das Schreiben in voller Länge:
"Der Satellitenbetreiber Astra startete zum 01.November 2009 ein neues HDTV Angebot via Satellit. Das Programm-Paket HD+ wird verschlüsselt angeboten. Hier sollen als erste Sender die hochauflösenden Varianten von RTL und Vox zu sehen sein.
Zum Empfang dieses neuen Paketes HD+ wird neben einer HD-tauglichen Settop-Box oder einem HDTV-Gerät mit CI-Schnittstelle ein zusätzliches Modul sowie eine "HD+"-Smartkarte und ein entsprechendes Abonnement benötigt.
Der TechniSat "Digit HD 8+" wird im Bundle mit einer HD+ Smartcard ab November im stationären Fachhandel erhältlich sein.
Ihr Receiver kann aktuell leider nicht für den Empfang des HD+ Paketes genutzt werden. Ursprünglich war geplant, dass vonseiten HD+/RTL ein so genanntes Legacy Modul angeboten wird, welches dem Endverbraucher ermöglicht, mit bestehenden HD-Geräten mit integriertem CI-Slot HD+ Programme zu schauen.
Diese Lösung hat TechniSat bislang auch forciert. Mittlerweile sieht es aber so aus, dass vonseiten RTL massiv Forderungen aufgestellt werden, die dazu führen, dass eine solche Legacy Modul Lösung nur in Geräten möglich wäre, die von den Herstellern mittels Software Update auf dieses Modul angepasst werden.
So sollen die von RTL vorgesehenen neuen Module keine Möglichkeit einer Aufnahme bei PVR-Geräten zulassen.
TechniSat hat sich gegenüber RTL und HD+ ganz klar positioniert und gesagt, dass wir keine Eingriffe in die Software im Feld befindlicher Geräte durchführen, die negative Einflüsse auf das Benutzerverhalten hätte.
TechniSat besteht nach wie vor auf eine Legacy Modul Lösung ohne diese Restriktionen. Hier sind wir im ständigen Dialog mit RTL/HD+ und wir warten hier auf ein entsprechendes Feedback von RTL."
Quelle: SAT+KABEL
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Die ARD will auch künftig keine Einspeisegebühren für hochauflösende Sender an die deutschen Kabelnetzbetreiber zahlen.
"ARD und ZDF liefern mit den HDTV-Angeboten einen erheblichen Mehrwert, der letztlich zur Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Kabelplattformen beiträgt. Wir sind der Ansicht, dass diese Werthaltigkeit die Aufwände der Kabelnetzbetreiber für den Signaltransport mindestens kompensiert", sagte ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann dem Branchendienst "Promedia" (aktuelle Ausgabe). Im analogen Kabel in Deutschland existiere eine einmalige Situation. Denn in diesem Bereich kassieren Kabelnetzbetreiber Geld von den Programmanbietern. "Der Umstieg in die digitale Welt ist nun auch der geeignete Zeitpunkt, diesen Anachronismus zu beenden", forderte Wiedmann.
Sie kritisierte gleichzeitig den Wirbel um die SES-Astra-Plattform "HD+": "Wir hoffen, dass die Verunsicherung der Verbraucher bei der Diskussion nicht die Einführung von HDTV in Deutschland beeinträchtigen wird". Man habe mit Astra klare Verabredungen getroffen, dass die neue HD-Plattform für frei empfangbare Programme offen sei. "Wir werden deshalb unseren Zuschauern deutlich machen, dass sie für den Empfang unserer Programme keine Smartcard benötigen. Die Empfangsboxen werden so ausgelegt sein, dass unsere Programme unverschlüsselt durchgeleitet werden", sagte Wiedmann.
Sie sprach sich zudem für einen Erhalten der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) aus. "Solange die Rundfunkgebühr über 42,5 Millionen Teilnehmerkonten eingezogen wird und Befreiungsverfahren im Gegenwert von 800 Millionen Euro durchzuführen sind, benötigt man für das operative Geschäft eine Institution wie die GEZ", betonte Wiedmann. Sie bezeichnete es als Aufgabe von ARD und ZDF, die Zuschauer mit öffentlich-rechtlichen Programmen zu "überzeugen". Die Generalsekretärin kann sich gleichzeitig ein reformiertes Entgeltmodell vorstellen. Wenn dies helfe, dass die Bürger das System als gerecht empfänden, könne sich dies durchaus positiv auf die Gebührenakzeptanz auswirken, erklärte Wiedmann.
Quelle: SAT+KABEL
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Pro Sieben HD, Sat 1 HD und Kabel 1 HD starten auf der HD-Plus-Plattform auf Transponder 17 der Satellitenfrequenz 19,2 Grad Ost.
Die HDTV-Sender der Mediengruppe werden über die Frequenz 11,464 Gigahertz, Polarisation Horizontal (SR 22 000, Modulation 8PSK, FEC: 2/3) über DVB-S2 ausgestrahlt.
Derzeit wird der Transponder noch analog von Sonnenklar TV genutzt. Dieser verlässt Ende dieses Jahres den Übertragungskanal, sodass die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe ab Anfang Januar erste Testausstrahlungen beginnen kann. Der Regelbetrieb soll Ende Januar starten.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Bis Mitte 2010 werden in Deutschland voraussichtlich rund 20 Sender - Free-TV, öffentlich-rechtliche Sender und Pay-TV-Kanäle - ihre Bilder in HDTV über den Satellitenanbieter Astra Deutschland ausstrahlen.
"Wir sind sehr zuversichtlich, dass HDTV nächstes Jahr den Durchbruch schafft. Bis Ende 2010 rechnen wir mit deutlich mehr als 20 HDTV-Sendern, die in Deutschland über Astra ihre Programme ausstrahlen", so Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland.
Die Umstellung auf digitalen Sat-Empfang werde die Digitalisierung der Fernsehlandschaft und damit HDTV weiter beflügeln. "Wir gehen davon aus, dass das HDTV-Angebot in den nächsten Jahren schnell wachsen wird und der Zuschauer sich über blühende HDTV-Landschaften via Satellit freuen kann", so Elsäßer weiter
Parallel zur steigenden Zahl der verfügbaren HDTV-Sender boomt Astra zufolge auch der Absatz HDTV-tauglicher Empfangsgeräte. Ende 2009 sollen rund 19 Millionen HD-Ready-Flachbildschirme in deutschen Haushalten stehen.
Auch HDTV-Receiver rangierten mittlerweile auf den Einkaufslisten der Kunden weit oben. Die stärksten Wachstumsraten habe dabei der Empfangsweg Satellit verbuchen können. War im September 2008 nur jeder zehnte verkaufte digitale Sat-Receiver HDTV-tauglich, lag das Verhältnis zwölf Monate später schon fast bei eins zu drei, so Astra.
Laut der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik GFU wurden seit dem Marktstart von HDTV vor knapp vier Jahren rund 900 000 HDTV-Receiver verkauft (Stand 09/2009), davon allein 400 000 von Januar bis Ende September 2009. Klarer Gewinner war hier der Empfangsweg Satellit, der den Löwenanteil von 344 000 Geräten für sich verbuchte.
Mit dem Start von fünf zusätzlichen HDTV-Kanälen des spanischen Pay-TV-Unternehmens Digital Plus ist der 100. HDTV-Sender über Astra auf Sendung gegangen. Damit hat sich die Anzahl der international über Astra ausgestrahlten HD-Sender binnen Jahresfrist eigenen Angaben zufolge insgesamt fast verdoppelt. Auch im deutschsprachigen Markt stehe HDTV kurz vor dem endgültigen Durchbruch. Die Anzahl der via Astra empfangbaren HDTV-Kanäle in Deutschland habe sich seit Anfang des Jahres von vier auf zwölf verdreifacht.
Seit dem 1. November strahlen RTL und Vox über HD Plus ihre Inhalte in HDTV-Qualität aus. Ende Januar 2010 kommen Astra zufolge Pro Sieben, Sat 1 und Kabel Eins im Regelbetrieb dazu. ARD und ZDF starten ihre HDTV-Programme mit den Olympischen Winterspielen im Februar 2010.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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"Wir gehen davon aus, dass das HDTV-Angebot in den nächsten Jahren schnell wachsen wird und der Zuschauer sich über blühende HDTV-Landschaften via Satellit freuen kann", so Elsäßer weiter
Das mit den blühenden Landschaften hat der dicke Helmut auch mal in den grossen Topf geworfen. Auch nix nach gekommen!
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Besitzer von HDTV-Receivern können ab Donnerstag hochauflösende Ausstrahlungen des ZDF im Rahmen eines vorweihnachtlichen Showcase genießen. Auf "Soko Stuttgart - Die kleine Zeugin" um 18.00 Uhr folgen um 19.25 Uhr "Notruf Hafenkante - Melanies Albtraum" und um 20.15 Uhr der erste Teil der neuen "Sisi"-Verfilmung. Eine vollständige Programmübersicht aller HD-Sendungen stellt das ZDF im Internet bereit.
Zu empfangen ist das Programm über Astra 19,2 Grad Ost, das Internet-Fernsehen "Entertain" der Telekom und einige Kabelnetze.
Am 18. Dezember stehen ab 19.25 Uhr mit "Forsthaus Falkenau", "Ein Fall für Zwei" und "Flemming" zunächst einige Serien in nativem HD auf dem Programm, bevor ab 22.30 Uhr eine "La Bohème"-Operninszenierung mit den Solisten mit Anna Netrebko und Rolando Villazón den Abend beschließt.
ARD und EinsFestival öffnen HDTV-Showcase einige Tage später
Auch die ARD strahlt über die Feiertage ein eigenes HDTV-Showcase aus. Der Mix umfasst Serien wie "Pfarrer Braun" (19. Dezember, 13.30 Uhr) oder "Wallander" (19.12., 22.10 Uhr), eigenproduzierte Spielfilme ("Liebling weck die Hühner auf", 19.12., 20.15 Uhr; "Meine Heimat Afrika", 22.12., 20.15 Uhr; "La vie en Rose", 23.12., 23 Uhr), aber auch eine in HDTV produzierte Ausgabe des "Weltspiegel" (20.12., 19.20 Uhr).
Am 2. Weihnachtsfeiertag sind ab 12.25 Uhr gleich drei Episoden der Märchenreihe "Acht auf einen Streich" zu sehen, gefolgt von der Disney-Animation "Ein Königreich für ein Lama" um 18.00 Uhr. Der Spartenkanal EinsFestival-HD steuert vom 23. Dezember bis 6. Januar weitere 200 Stunden hochauflösendes Programm bei.
Das HDTV-Programm wird wie schon zur Leichtathletik-WM in Berlin und zur IFA 2009 digital über Satellit ausgestrahlt sowie teilweise über Kabel und IPTV verbreitet. Zuletzt hatten unter anderem Kabel-BW, Primacom, TeleColumbus, RFT und Kabel Deutschland (nur einige Netzabschnitte) die Signale eingespeist. Anlässlich der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver nehmen beide Sender ab Februar den 24-Stunden-Regelbetrieb in HDTV auf.
Quelle: SAT+KABEL
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Ich freue mich schon auf den ersten
Teil der neuen "Sisi"-Verfilmung
und hoffe nur, dass es doch eine Neuverfilmung der "Sissi"-Knaller ist und nicht ein italienischer Strudelfilm (Sisi=jaja)
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Das Hin und Her um die Nachrüstung bereits im Markt befindlicher Satelliten-Receiver für Astras HDTV-Paket HD+ mit den HD-Fassungen von RTL, Vox sowie (später) ProSieben, Sat.1 und Kabel 1 geht weiter: So kündigte der Satelliten-Betreiber nun abermals spezielle Conditional Access Module (CAM) für das kommende Frühjahr an, mit denen sich CI-Receiver – zusammen mit einem Firmware-Update – fit für HD+ machen lassen sollen. Die CA-Module, die laut Pressemitteilung "unter 100 Euro" kosten werden, sollen gleich mit einer HD+-Karte ausgeliefert werden. Diese Smartcard dürfte wiederum für ein Jahr freigeschaltet sein.
Die Umrüstung mit den unter dem Namen "Legacy-CAMs" bekannt gewordenen Modulen war von beteiligten Herstellern gegenüber heise online in jüngster Vergangenheit hinter vorgehaltener Hand für gescheitert erklärt worden. Als Grund wurden Finanzierungsprobleme angeführt. Der Receiver-Hersteller Technisat hatte vor einem Monat dann gegenüber Kunden Probleme mit der Nachrüstlösung eingestanden.
Interessierte Zuschauer sollen Anfang kommenden Jahres auf einer speziellen Website feststellen können, ob ihr Gerät zur Nachrüstung geeignet ist und das Modul auch gleich über die Seite bestellen können. Den Start der Website will HD Plus gesondert kommunizieren.
Pressesprecherin Silke Goedereis teilte gegenüber heise online auf Nachfrage mit, dass bislang fünf Hersteller ihr Interesse an der neuen Nachrüstlösung bekundet hätten. Konkrete Namen nannte die Sprecherin nicht, sondern stellte lediglich fest, dass es sich bei diesen Unternehmen nicht um die Firmen handeln müsse, die ursprünglich ihre Unterstützung zugesagt hatten. Goedereis konnte noch keine Angaben dazu machen, ob die umgerüsteten CI-Receiver in der Lage sei werden, HD+-Sendungen auch mitzuschneiden oder ob sie lediglich als HD+-Empfänger fungieren werden.
Quelle : www.heise.de
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Die hochauflösenden Programme von RTL HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD, VOX HD und Kabel Eins HD werden ab kommendem Jahr auch auf einigen bereits im Markt befindlichen HDTV-Receivern mit herkömmlicher CI-Schnittstelle empfangbar sein.
Das entsprechende Modul für HD Plus wird voraussichtlich im Frühjahr 2010 erhältlich sein und inklusive einer HD-Plus-Karte geliefert, gab die HD Plus GmbH am Dienstag bekannt. Der Preis für Karte und Modul soll unter 100 Euro liegen.
Für den Empfang von HD Plus über die CI-Schnittstelle ist ferner ein Software-Update des Receivers erforderlich, das teilnehmende Hersteller für ihre jeweiligen Geräte zur Verfügung stellen werden. Interessierte Zuschauer können Anfang nächsten Jahres auf einer speziellen Website feststellen, ob ihr Gerät zur Nachrüstung geeignet ist und können das Modul dort bestellen.
Mit welchen Einschränkungen Kunden die HD-Plus-Sender gegebenenfalls aufzeichnen können ist nicht bekannt. In der Vergangenheit haben sich bereits diverse Hersteller interessiert gezeigt, ihre älteren HDTV-Receiver durch die so genannten Legacy-Module fit für HD Plus zu machen. Dazu gehören unter anderem Kathrein, Humax, Technotrend und Triax.
HD Plus ist ein neues Angebot für hochauflösendes Fernsehen über Satellit, das am 1. November mit den HD-Programmen der Sender RTL und Vox gestartet ist. Im Januar kommen Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins in HD-Qualität hinzu.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Pünktlich zum Start des neuen Jahres sind die Testausstrahlungen der nächsten Sender im Paket von HD Plus über Satellit zu Empfangen.
Mit einer unverschlüsselten Trailerschleife von einigen Sekunden stimmen die Sender Sat 1 HD, Pro Sieben HD und Kabel Eins HD auf den regulären Sendestart am 31. Januar ein.
Die HDTV-Sender der Pro-Sieben-Sat-1-Mediengruppe werden über die Frequenz 11,464 Gigahertz, Polarisation Horizontal (SR 22 000, Modulation 8PSK, FEC: 2/3) über DVB-S2 ausgestrahlt. Der Transponder wurde bisher analog von Sonnenklar TV genutzt.
HD Plus ist ein neues Angebot für hochauflösendes Fernsehen über Satellit, das am 1. November mit den HD-Programmen der Sender RTL und Vox gestartet ist. Am 31. Januar kommen Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins in HD-Qualität hinzu. Zum Empfang der regulären Programme ist ein HD-Plus-Receiver notwendig, die mit passender und für 12 Monate freigeschalteter Smartcard im Handel erhältlich sind. Nach dem ersten Jahr kostet HD Plus eine Jahresgebühr von 50 Euro.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Eine verzögerte Einspeisung des HDTV-Angebots von ARD und ZDF wie bei Kabel Deutschland trägt dazu bei, dass das Kabel Gefahr läuft, gegenüber anderen Übertragungswegen an Boden zu verlieren, sagt Michael Bobrowski, Medienreferent beim Bundesverband der Verbraucherzentrale.
Deutschlands größter Kabelnetzanbieter Kabel Deutschland hat im Gegensatz zu anderen Kabelnetzbetreibern den HDTV-Showcase von ARD und ZDF nicht eingespeist. Das hat Folgen für die Digitalisierung im Kabel, sagt Bobrowski: "Eine deutlich verzögerte Einspeisung eines breiteren öffentlich-rechtlichen HDTV-Angebots bedeutet angesichts der an schon starken Zurückhaltung der Kabelkunden beim Digitalumstieg auch eine weitere Verzögerung der von den Kabelnetzbetreibern ansonsten gewünschten beschleunigten Digitalisierung des Kabelempfangs".
Mittelfristig laufe das Kabel Gefahr, "im Wettbewerb mit anderen Übertragungswegen wie insbesondere Satelliten-Direktempfang oder auch IPTV an Boden zu verlieren."
Die Kabelkunden haben nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbands "außer durch entsprechende Beschwerdeschreiben an den Kabelnetzbetreiber und/ oder Rundfunkanstalten wenig Möglichkeiten, durch eigene Maßnahmen den Empfang der HDTV-Sendungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu erreichen", glaubt Bobrowski. "Es sei denn, sie kündigen, soweit miet- oder eigentumsrechtlich und technisch möglich, fristgerecht ihren Kabelvertrag und wechseln zum Satelliten-Direktempfang".
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Das für den Empfang der HDTV-Plattform HD Plus geplante CI-Plus-Modul soll nur im Internet erhältlich sein.
Das teilte Timo Schneckenburger, Geschäftsführer der HD Plus GmbH mit. Bis Ende Februar soll es eine Website geben, auf der Verbraucher überprüfen können, ob vom Hersteller ihres bereits vorhandenen HDTV-Receivers ein Software-Update für den Empfang der HD-Plus-Sender angeboten wird.
"Für den Fall, dass der jeweilige Hersteller für diesen Gerätetyp ein Software-Update zur Verfügung gestellt hat, kann der Konsument auf dieser Website das Modul samt HD-Plus-Karte passend für sein Gerät kaufen", so Schneckenburger weiter. Das CI-Plus-Modul wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal erhältlich sein und unter 100 Euro kosten.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Pro Sieben Sat 1 und RTL stellen an die Kabelnetzbetreiber bei einer HDTV-Ausstrahlung "weitgehende Anforderungen" wie schon bei HD Plus.
Dies bestätigt im DF-Gespräch der Unternehmenssprecher des Kabelnetzbetreibers Kabel BW, Maurice Böhler. Für die Aufnahme von in HD verbreiteten Sendungen würden die Privatsender "sehr weitgehende Anforderungen an den Signalschutz grundsätzlich gegenüber allen Infrastrukturen" stellen, so Böhler.
Via Satellit sind derzeit die HD-Plus-Programme im ersten Jahr frei empfangbar, danach soll eine Jahresgebühr von rund 50 Euro fällig werden. Inkludiert sind bisher die HDTV-Sender der RTL-Gruppe und in den nächsten Tagen die von Pro Sieben Sat 1.
Kritikpunkt vieler HD-Zuschauer ist auch via Satellit das Beschneiden von Aufzeichnungsmöglichkeiten und des so genannten Ad-Skippings, dem Überspulen von Werbung. Ähnliche Anforderungen dürften damit die Privatsender auch an die Verbreitung im Kabelnetz knüpfen. Doch Böhler warnt: "An die Kabelverbreitung dürfen keine höheren Anforderungen als an die Satellitenverbreitung gestellt werden". Diese "technischen Restriktionen" seien selbst "über zukünftige Technologien wie CI Plus nicht oder kaum zu realisieren".
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag die Vorfreude auf das hochauflösende Fernsehen in Deutschland getrübt.
Kritikpunkt: Der Empfang hochauflösender Programme sei nur mit speziellen Zusatzgeräten zu realisieren. Darüber hinaus müssten Kunden der umstrittenen "HD+"-Plattform von SES Astra nach dem ersten Jahr 50 Euro berappen, außerdem seien die Zuschauer technischen Gängelungen ausgesetzt, wenn sie die HD-Variante der großen Privatsender auf einen Festplattenrecorder aufzeichnen wollen. Diese unterbinden unter anderem das Vorspulen von Aufnahmen - wenn Aufzeichnungen überhaupt möglich sind.
Das größte HDTV-Angebot gebe es derzeit für Satelliten-Kunden. Die brauchten allerdings einen HD-fähigen Sat-Receiver oder eine spezielle "HD+"-zertifizierte Box. Der Verbraucherschützer kritisierten, dass die meisten derzeit auf dem Markt befindlichen HD-Sat-Empfänger nicht für den Empfang der "HD+"-Sender geeignet seien.
Nur drei HD-Kanäle in Nordrhein-Westfalen
Kabelkunden in Nordrhein-Westfalen könnten vorerst nur ARD, ZDF und Sky Sport in HD-Qualität empfangen. Auch wenn einige Elektromärkte in ihrer Werbung immer wieder auf HDTV-Empfänger für DVB-T verwiesen, so müssten sich Zuschauer diesbezüglich keine Gedanken machen. In Deutschland ist der Empfang von HD-Sendern über DVB-T-Antennen nicht möglich.
Interessierte, die über das Internet hochauflösende Programme empfangen wollen, warnten die Verbraucherschützer ebenfalls: Für das IPTV-Angebot "Entertain" der Deutschen Telekom seien ein DSL-Anschluss mit einer Mindestbandbreite von 25 Megabit pro Sekunde und eine HD-fähige Box erforderlich.
ARD und ZDF starten mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver am 12. Februar den HDTV-Regelbetrieb.
Quelle: SAT+KABEL
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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag die Vorfreude auf das hochauflösende Fernsehen in Deutschland getrübt.
Kritikpunkt: Der Empfang hochauflösender Programme sei nur mit speziellen Zusatzgeräten zu realisieren. Darüber hinaus müssten Kunden der umstrittenen "HD+"-Plattform von SES Astra nach dem ersten Jahr 50 Euro berappen, außerdem seien die Zuschauer technischen Gängelungen ausgesetzt, wenn sie die HD-Variante der großen Privatsender auf einen Festplattenrecorder aufzeichnen wollen. Diese unterbinden unter anderem das Vorspulen von Aufnahmen - wenn Aufzeichnungen überhaupt möglich sind.
Protz Sieben , Sarg1 u.s.w. können ihr Zeugs behalten. Von mir bekommen die kein Geld. :P
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In einigen Monaten sollen über die HD-Plus-Homepage so genannte Legacy Module erhältlich sein, die ältere HDTV-Receiver fit zum Empfang der privaten HD-Sender machen. DF hat neue Details zu den Modulen.
Wie bereits bekannt ist, müssen Hersteller, die die Legacy-Module unterstützen wollen, zusätzliche Sicherheitsmechanismen per Softwareupdate in die Geräte einbauen. Unter anderem - dies ist bereits bekannt - soll unterbunden werden, dass während der Wiedergabe einer von einem HD-Plus-Programm aufgezeichneten Sendung das Programm vorgespult werden kann.
Wie DF aus sicherer Quelle erfuhr, werden diese Restriktionen allerdings wirklich nur bei Sendern aktiv geschaltet, welche über HD Plus ausgestrahlt werden. SD-Kanäle und auch die nicht über HD Plus verbreiteten HDTV-Kanäle sind somit nicht betroffen. Zudem ist es nach DF-Informationen möglich, bei der ersten Wiedergabe Bookmarks zu setzen. Somit kann ab der zweiten Wiedergabe die Werbung dann auch durch die Sprungfunktion übergangen werden.
Um den Kopierschutz zu gewährleisten werden die HD-Plus-Inhalte zusätzlich vom Receiver auf der Festplatte verschlüsselt abgelegt. Diese Aufnahmen können dann auch auf externe Medien übertragen werden. Eine Nachbearbeitung am PC soll hingegen nicht möglich sein.
Das Legacy-Modul wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal erhältlich sein und inklusive Smartcard unter 100 Euro kosten. Bis Ende Februar soll es eine Website geben, auf der Verbraucher überprüfen können, ob vom Hersteller ihres bereits vorhandenen HDTV-Receivers ein Software-Update für den Empfang der HD-Plus-Sender angeboten wird. Über HD Plus senden vorerst RTL HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD, VOX HD und Kabel Eins HD.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Die Privatsender Sat.1, ProSieben und Kabel1 sind ab dem 31. Januar auch hochauflösend über die umstrittene "HD+"-Plattform von SES Astra zu empfangen.
Das Programm entspricht eins zu eins den SD-Programmen, teilte die ProSiebenSat.1-Gruppe am Donnerstag mit. Die Zuschauer benötigen für den Empfang zwingend eine neue Settop-Box mit Unterstützung für das kundenunfreundliche "CI-Plus"-Verfahren, das den Sendern weitreichende Kontrolle über das Sendesignal an die Hand gibt. Möglich sind Aufzeichnungs- und Archivierungssperren. Konkret umgesetzt wird bei Satellitengeräten bereits die Blockade des schnellen Vorlaufs, um den Zuschauer zum Konsumieren der Werbung zu zwingen.
RTL-HD und Vox-HD sind bereits seit Ende vergangenen Jahres über die "HD+"-Plattform zu sehen. Nach dem ersten Jahr müssen die Nutzer eine Gebühr von 50 Euro berappen. Bei einem Großteil der ausgestrahlten Programme handelt es sich derzeit nur um hochskalierte SD-Produktionen.
Quelle: SAT+KABEL
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Für die umstrittenen Techniksperren der "HD+"-Plattform fordern die deutschen Privatsender RTL und ProSiebenSat.1 jetzt sogar politische Rückendeckung ein. Der Schutz geistigen Eigentums durch Kopierschütze und Archivierungsblockaden müsse "höchste politische Priorität" haben. Das ist der Konsens eines Plenums der Privatsender-Lobby VPRT und der VG Media am Freitag in Berlin.
Medienvielfalt und attraktive Inhalte bräuchten ein starkes Leistungsschutzrecht und einen wirksamen Schutz vor Piraterie, lautete eine weitere These der anwesenden Sendervertreter, zu denen RTL-Group-Geschäftsführer Gerhard Zeiler und ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling gehörten. Mit ihren Forderungen wandten sie sich auch an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die unter dem Titel "Perspektiven für die Kreativität - Sendeunternehmen als Innovations- und Wirtschaftsfaktor" gemeinsam mit Teilnehmern aus Politik, Medienwirtschaft und Wissenschaft über einen "effektiven Schutz von Kreativität in der digitalen Welt" diskutierte.
Zeller: Fernsehsender als Mittelpunkt der Kreativindustrie
Zeiler betonte die Rolle der Fernsehsender als Motor und Mittelpunkt der Kreativindustrie. Ohne sie gebe es keine Filmindustrie und keine Produzentenlandschaft. Es gehört auch zu den gesellschaftspolitischen Aufgaben, für die Vermittlung von unabhängigen Nachrichten insbesondere an jüngere Zielgruppen zu sorgen, sagte Zeller. Dafür brauchen man keine finanzielle Unterstützung, keine Gebühren, keine Steuern, "sondern vor allem eines: mehr Flexibilität". Aktuell sei kein anderes Medium so reguliert wie das Fernsehen, übte sich der RTL-Chef in Lobbyarbeit.
(http://res.magnus.de/res/_2/3/7/5/106446.jpg)
Gerhard Zeiler, Vorstandschef der RTL Group (Quelle: dpa)
Der private Rundfunk stehe vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit neuen technologischen Entwicklungen, hieß es auf der Veranstaltung weiter. Die Sendervertreter waren sich laut einer am Nachmittag verbreiteten Erklärung einig, dass sich illegale Downloads, die unerlaubte Verbreitung oder die Überblendung ihrer Programme mittels neuer Endgeräte zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Problem entwickelten und mit Blick auf den Schutz ihrer Inhalte dringender politischer Handlungsbedarf bestehe.
Doetz: Ohne Techniksperren kein vielfältiges und attraktives Programm
Die Bundesjustizministerin ließ dieses Anliegen gelten und betonte, die Stärkung der Urheber- und Leistungsschutzrechte sei ein wichtiger Bestandteil des Koalitionsvertrags. Auch wenn die zahlreich eingereichten Stellungnahmen zur aktuellen Novelle des Urheberrechts, dem sogenannten "3. Korb", noch gewichtet werden müssten, sei etwa die Forderung der Sender nach einer Beteiligung an der Geräteabgabe politisch nachdenkenswert.
Nur ein effektiver Schutz von Inhalten schaffe die Grundvoraussetzung für technische Innovationen und Investitionen in qualitativ hochwertige audiovisuelle Inhalte, sagte auch VPRT-Präsident Jürgen Doetz. Allein so sei wirtschaftlich gewährleistet, dass die Sender auch in Zukunft attraktive und vielfältige Programmangebote machen könnten, erklärte er die aus seiner Sicht bestehende Notwendigkeit für zuschauerfeindliche Schutzmechanismen, die etwa das Auslagern digitaler Aufzeichnungen auf Festplatte oder das Vorspielen von Werbung unterbinden.
Quelle: SAT+KABEL
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Eigentlich ist das ganze ein Witz. Auch wenn sich die Privaten natürlich durch Werbung finanzieren müssen sollte sich der Kunde nicht zu sehr gängeln lassen. Wenn ich nun schon 50€ berappe sollte ich auch das Recht haben die Sendung aufzunehmen. Und die "Trickschaltung" das die Werbung nicht übersprungen werden kann, läßt sich natürlich auch noch überbieten: Die Totmannschaltung!
(Hat zum Beispiel jeder Lokführer, für das HD Plus Fernsehen bedeutet das umgesetzt dass der Kunde im Abstand von 30 Sekunden eine Taste der Fernbedienung drücken muss um nachzuweisen das er noch vor dem Kasten sitzt. Tut er das nicht könnte er ja evtl. eine Werbung verpassen und der Bildschirm wird dunkel!)
Hier hilft nur eins! Boykott!
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Den Witz sehe ich allein schon in der Tatsache das ich Geld dafür berappen soll um mir Werbung anzusehen. Kann man mal sehn für wie bekloppt der Verbraucher eingestuft wird! Und doch, sie werden ihr "Recht" bekommen, in den Sende"anstalten"
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Dafür ist die Werbung dann auch in HD .... ;D ;)
Die senden zum grossen Teil eh nur Hochskaliertes. Dafür Geld haben wollen und dann noch die Kundschaft beschränken.
Mal sehen wie lange es dieses Angebot gibt ..... :-X
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Seit 1. Januar wurden bereits Trailerschleifen im HDTV-Format ausgestrahlt, jetzt sind die Kanäle mit ihrem normalen Programm in den hochauflösenden Regelbetrieb übergegangen.
Die Sender werden via Astra auf der Position 19 Grad Ost übertragen. Zum Empfang ist eine digitale Satellitenempfangsanlage, ein Digital-Receiver für HD Plus und ein HD ready-Fernsehgerät nötig. Dazu benötigen Zuschauer noch eine Empfangskarte, die HD-Plus-Receivern beiliegt.
Ein separater Verkauf dieser HD Plus Karten im Handel ist ab dem 3. Quartal 2010 vorgesehen. Das Angebot von HD Plus kann zunächst ein Jahr ohne zusätzliche Kosten genutzt werden. Danach können Kunden HD Plus für eine Servicepauschale von 50 Euro pro Jahr nutzen. Der Kunde geht damit keine vertragliche Bindung oder ein Abonnement ein.
Die HDTV-Sender werden über die Frequenz 11,464 Gigahertz, Polarisation Horizontal (SR 22 000, Modulation 8PSK, FEC: 2/3) über DVB-S2 ausgestrahlt.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der koreanische Receiver-Hersteller Humax hat am Montag wegen Missbrauch die Bestellmöglichkeit für "HD+"-Smartcards im Internet abgeschaltet.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/f/8/114005.jpg)
Die Seite MyHumax.de war ursprünglich eingerichtet worden, um Bestandskunden der digitalen Satellitenbox HD-Fox nachträglich eine Karte für die Entschlüsselung der hochauflösenden Ausstrahlungen von RTL und ProSiebenSat.1 über die "HD+"-Plattform zur Verfügung zu stellen. Der Receiver war Ende Oktober 2009 durch ein entsprechendes Firmware-Update für die Plattform von SES Astra kompatibel gemacht worden (SAT+KABEL berichtete).
Karten nur noch telefonisch bestellbar - Missbrauch durch Dreambox-Besitzer?
Humax begründete die Deaktivierung der Seite offiziell mit "massiven Betrugsfällen". Kunden hätten aber weiterhin die Möglichkeit, "HD+"-Karten unter der telefonischen Hotline 0800-1008790 kostenlos anzufordern. Ob die Abschaltung der Internet-Präsenz auf Druck des "HD+"-Betreibers SES Astra erfolgte, wollte das Unternehmen am Montag zunächst nicht kommentieren.
Nach der Bereitstellung von Software-Patches für die Linux-Receiver Dreambox 800 und Dreambox 8000 zum inoffiziellen "HD+"-Empfang (SAT+KABEL berichtete) hatte offensichtlich der Schwarzhandel mit den von Humax ausgelieferten Karten floriert. Für die Anforderung reichte die Angabe der Seriennummer eines HD-Fox-Receivers. Ein Kaufbeleg wurde nicht verlangt. Entsprechend empfahlen Dreambox-Foren ihren Lesern unverblümt die Beschaffung der bislang nicht separat vertriebenen Smartcards über das Upgrade-Programm von Humax.
Quelle: SAT+KABEL
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Mit dem Start von ARD HD und ZDF HD am Freitag, die unverschlüsselt und ohne Zusatzkosten über Astra empfangbar sind, kann der Zuschauer in Deutschland über Astra jetzt insgesamt 17 HD-Programme empfangen.
Neben den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern bringen RTL, Vox, Sat 1, Pro Sieben und Kabel Eins ihre Programme via HD Plus über Satellit in die deutschen Wohnzimmer. Frei empfangbar sind Arte HD, Anixe HD und Servus TV HD, außerdem sind die sieben HD-Sender von Sky Deutschland über Astra zu sehen.
"Der Start von ARD HD und ZDF HD ist ein wichtiger Meilenstein für HDTV in Deutschland. Der Zeitpunkt ist ideal: mitreißende Bilder von sportlichen Großereignissen wie den Olympischen Spielen eignen sich hervorragend, um den Zuschauern die Vorteile von HD nahezubringen", sagt Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer Astra Deutschland.
"Die beliebtesten Sender in Deutschland senden jetzt alle hochauflösend über Astra, der Durchbruch ist gelungen. Wir erwarten, dass in Deutschland bis Ende des Jahres deutlich mehr als 20 Sender in HD-Qualität über Astra verfügbar sein werden."
Der Siegeszug von HDTV spiegelt sich auch auf der Geräteseite wider. Im Dezember 2009 wurden auf Monatsbasis erstmals mehr HD-Receiver als SD-Receiver verkauft. 70 Prozent aller Receiver, die 2009 in Deutschland verkauft wurden, waren Satellitenreceiver. Im Jahresdurchschnitt war jeder 2,6te abgesetzte Sat-Receiver für das hochauflösende TV geeignet - 2008 war es erst jeder neunte.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Wer die hochauflösenden Programme ProSieben HD, RTL HD und Co. empfangen wollte, benötigte bislang einen neuen Receiver, der HD+-kompatibel ist. Das wird sich ändern, denn die Betreiber der Plattform kündigten jetzt CI-Module für ältere Receiver an.
Insgesamt 17 Hersteller von Empfangsgeräten für Satellitenfernsehen haben bereits Firmware-Updates für ihre Modelle angekündigt. Bevor die so genannten "Legacy-CAMs" verwendet werden können, muss der Receiver darauf vorbereitet werden. Auf der eigens dafür eingerichteten Website hd-plus-modul.de kann man sich informieren.
Wer sich ein Modul zulegen will muss dabei beachten, dass diese speziell auf den jeweiligen Receiver zugeschnitten sind. Wer also noch einen weiteren Receiver besitzt, benötigt dafür auch ein weiteres Modul. Die Module für den CI-Slot werden ab Mitte 2010 erhältlich sein und kosten 99 Euro. Im Preis ist die Freischaltung der Fernsehsender für ein Jahr enthalten - für jedes weitere Jahr werden 50 Euro fällig.
Ab dem zweiten Quartal 2010 soll es dann auch Module für den CI-Plus-Slot geben. Die zuerst verfügbaren CI-Module werden von HD+ explizit als Übergangslösung bezeichnet.
Quelle : http://winfuture.de
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Mal schauen, wie lange die privaten das mit dem Verschlüsseln noch durchziehen. Nachdem jetzt dann ARD und ZDF schon alles in HD senden, können die doch nicht mehr lange so weiter machen, oder? Ich kann ja wohl kaum für den Standard Geld verlangen, wenn ich auch noch Werbung einspiele!
So langsam werde ich mir dann wohl doch mal eine HD-Karte zulegen ...
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http://www.amazon.de/TechnoTrend-S2-3200-budget-TV-Karte-Satelliten-Receiver/dp/B000K9GMWG
und da wäre gleich ein Angebot.
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Insgesamt nur 61 Digital-Receiver-Modelle sollen sich nach einer aktualisierten Liste des Satelliten-Betreibers SES Astra für den kundenunfreundlichen HD+-Standard nachrüsten lassen, mit dem sich die kostenpflichtigen werbefinanzierten hochauflösenden Ableger von ProSiebenSat.1 und RTL empfangen lassen.
Die Liste ist an dieser Stelle abrufbar (http://www.hd-plus-modul.de/). Wann die entsprechenden CI-Module auf den Markt kommen, ist noch immer nicht exakt definiert. Irgendwann im ersten Halbjahr dürfte es soweit sein. SES Astra gibt auf der Web-Site lediglich an, dass die notwendigen Einschübe "demnächst bestellt" werden könnten.
Mit den sogenannten Legacy-CAMs sind bestehende HD-Receiver mit CI-Slot in der Lage die Programme RTL, SAT.1, ProSieben, Vox und Kabel1 in HD zu empfangen. Allerdings werden auch hier kundenunfreundliche Einschränkungen gemacht, weil Settop-Boxen mit Festplatten unter anderem nicht mehr aufzeichnen können. Das CI-Modul für HD+ funktioniert außerdem nicht in TV-Geräten und HD-Receivern mit einem neueren CI-Plus-Slot. CI-Plus-Module sollen "in Kürze" im Fachhandel verfügbar sein. Wer keinen kompatiblen Receiver besitzt, muss eine Neuanschaffung ins Auge fassen oder auf "HD+" verzichten.
Für den Empfang von ARD-HD und ZDF-HD sowie Arte-HD, Anixe-HD und weiteren hochauflösenden Kanälen über Satellit ist nur ein HD-Receiver und kein spezielles CAM erforderlich.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Digitalspezialist Sky Vision übernimmt im Auftrag der Firma HD Plus exklusiv
den Retail-Vertrieb von CI-Plus-Modulen für HD Plus in Deutschland.
Die CI-Plus-Module für HD Plus werden mit einer HD-Plus-Karte ausgeliefert, die den Empfang aller Sender des HD-Plus-Services ein Jahr lang kostenlos ermöglicht. Endkunden können laut Sky Vision die Module Anfang des zweiten Quartals 2010 im Fachhandel erwerben.
Aktuelle und zukünftige Besitzer von TV-Geräten oder Receivern mit CI Plus-Schnittstelle könnten so ihre Sat-Empfangslösung per CI Plus-Modul für HD Plus flexibel nachrüsten. Anschließend seien die neuen Sender RTL HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD, Vox HD und Kabel eins HD in hochauflösender Qualität nutzbar.
Das CI-Plus-Modul für HD Plus wird zusammen mit der eingesteckten HD Plus Karte einfach in den vorgesehenen CI-Plus-Schacht des Empfangsgerätes eingeführt. Anschließend kann das komplette HDTV-Programm von HD Plus gesehen werden. Das frei empfangbare HDTV-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender wird so um die Privatsender ergänzt.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Mezzo, der europäische Musikkanal für Klassik und Jazz, wird auch in Deutschland zu sehen sein.
Neben der Satellitenausstrahlung möchte Mezzo seine HDTV-Variante auch über das deutsche Kabel verbreiten, jedoch seien diesbezüglich bislang noch keine Verträge unterzeichnet.
"Die Verhandlungen laufen noch", so der Sprecher. Derzeit wird Mezzo lediglich in der SDTV-Variante im Kabel übertragen, allerdings nur beim Kabelnetzbetreiber Unitymedia.
Auch über Satellit wird der HDTV-Sender in Deutschland zu sehen sein: "Mezzo Live HD wird ab 1. April in Deutschland über den Satelliten Eurobird 9 empfangbar sein", sagte der Sprecher weiter.
Der geplante europäische HDTV-Klassiksender "Mezzo Live HD" wird ein eigenes Programm haben und nicht als Simulcast der SDTV-Variante an den Start gehen. Mezzo Life HD wird im Format 16/9, mit einer Auflösung von 1080i ausgestrahlt. Der Sender ist als 24-Stunden-Programm geplant und verspricht 270 Stunden native HDTV-Inhalte pro Jahr.
Ursprünglich sollte der neue Musikkanal schon am 1. März auf Sendung gehen. Verbreitet wird Mezzo Live HD über den Satelliten Eurobird 9A auf 9 Grad Ost. Das Signal wird in Viaccess verschlüsselt.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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SES rechtfertigt "HD+" - HDTV erlebt Boom
Der luxemburgische Satellitenbetreiber SES Astra geht davon aus, dass sich das hochauflösende Programmangebot in Europa bis zum Jahr 2013 mehr als verdoppeln wird.
Auf dem Branchentreffen "DVB World 2010" in Lissabon zitierte Produktmanager Thomas Wrede am Donnerstag vorab aus Erhebungen, die die SES-Tochter in der kommenden Woche im Rahmen einer Roadshow präsentieren will. Dabei geht das Unternehmen von einer Steigerung von derzeit 280 auf 600 HD-Kanäle auf sämtlichen Plattformen aus. Auf Astra-Satelliten sind derzeit 112 hochauflösende Sender aufgeschaltet, mit weiteren 20 rechne man bis Jahresende, sagte Wrede.
Der Manager sagte, das Geschäftsmodell für HDTV funktioniere bei Pay-TV-Anbietern und öffentlich-rechtlichen Anstalten in der Regel gut. Schwierigkeiten bei der Refinanzierung gebe es bei Privatsendern. Das sei auch der Grund, warum sich RTL und ProSiebenSat.1 in Deutschland zu einer Verschlüsselung ihres Programms entschlossen hätten.
Die 720p-Ausstrahlungen von ARD und ZDF sind laut Wrede eine Ausnahmeerscheinung. 106 der 112 HD-Kanäle auf Astra werden in 1.080i verbreitet. Als wenig förderlich für die Durchsetzung von HDTV im Massenmarkt kritisierte er den nach wie vor hohen Anteil an hochgerechnetem SD-Material und von einigen Betreibern eingesetzte Bandbreiten unterhalb der 12 Mbps-Grenze. Beides werde der neuen Technik nicht gerecht, sagte Wrede.
Quelle: SAT+KABEL
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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat eine ernüchternde Studie zum HDTV-Fernsehen veröffentlicht. Danach gibt es neben hohen Kosten und einer Gängelung der Zuschauer kaum Vorteile.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat eine Studie zum HDTV-Fernsehen veröffentlicht. Darin sehen die Autoren wenig Vorteile der neuen Technik, dafür aber viele Nachteile für die Konsumenten. Obwohl viele Sender schon hochauflösend senden würden, könne kaum jemand HDTV tatsächlich sehen. "Wir gehen von weniger als einem Prozent der Zuschauer aus", sagt Georg Erber einer der Autoren. "Die Einführung von HDTV mit dieser Technologie kann auch zu Wettbewerbshemmnissen führen", sagt Sven Heitzler.
Ein Nachteil sind laut Studie die höheren Kosten. Für HDTV müsse man neben dem Fernseher auch den Receiver aufrüsten - was mit erheblichen Kosten verbunden sei. Hinzu kommt der Plan der Privaten, das Programm zu verschlüsseln. "Die großen Filmproduktionsfirmen fordern dies auch von den Sendern", sagt Heitzler. Denn mit dem neu entwickelten, digitalen Verschlüsselungsstandard CI Plus ließe sich etwa die Aufzeichnung verhindern. Gleichzeitig sei die Verschlüsselung mit dem Markennamen HD Plus eine neue Einnahmequelle. Dass die Aufteilung dieser möglichen neuen Einnahmen dabei noch nicht geklärt ist, verzögert die Einführung von HDTV zusätzlich.
"Wenn HDTV tatsächlich verschlüsselt wird, ist der Zuschauer am Ende der Dumme", so Georg Erber. Denn auf ihn kommen mehr Kosten und weniger Komfort zu. Außerdem können viele der bereits verkauften HD-Receiver nicht mit CI Plus umgehen. "Filmproduktionsfirmen und Sender arbeiten zusammen, um alle Teile der Verwertungskette zu kontrollieren. Daraus können sich auch problematische Auswirkungen auf den Wettbewerb ergeben", so Heitzler.
"In solchen Fällen muss der Staat seine Regulierungsfunktion wahrnehmen", sagt Erber. "Die Mittel hat er hier in der Hand." Denn sowohl Landesmedienanstalten als auch Bundeskartellamt müssten prüfen, inwiefern das verschlüsselte HDTV mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sei. Zudem sei auch fraglich, ob eine grundsätzlich verschlüsselte Ausstrahlung des Programms überhaupt mit den geltenden Rundfunkstaatsverträgen vereinbar sei.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der Privatsender ProSieben hat überrascht auf Fälle reagiert, in denen "HD+"-zertifizierte Receiver die Aufnahme oder anschließende Wiedergabe hochauflösender Aufzeichnungen mit dem Hinweis auf lizenzrechtliche Gründe verweigern.
(http://res.magnus.de/res/_2/2/7/2/116694.jpg)
US-Serie "Vampire Diaries" mit Nina Dobrev
und Paul Wesley (Quelle: CW )
Unter anderem hatte ein Leser der SAT+KABEL-Redaktion von dem fehlgeschlagenen Versuch berichtet, am 24. März die auf ProSieben-HD gezeigte US-Serie "The Vampire Diaries" auf die externe Festplatte des Technisat-Modells HD8+ aufzunehmen und am Folgetag abzuspielen. Der Receiver zeigte anstellte der Aufnahme den Hinweis "Die Sendung darf aus lizenzrechtlichen Gründen nicht aufgenommen werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.hd-plus.de" auf dem Bildschirm an.
ProSieben-Sprecherin Susanne Lang versicherte der SAT+KABEL am Freitagnachmittag auf Anfrage, bei "HD+"-zertifizierten Empfangsgeräten werde seitens ProSieben nicht die Aufnahme oder Wiedergabe einzelner Sendungen unterbunden. Man überprüfe derzeit, ob ein Fehler der Technik oder der eingesetzten Settop-Box möglich sei.
Grundsätzlich ermöglicht die bei "HD+"-Receivern eingesetzte CI-Plus-Schnittstelle umfassende technische Restriktionen. Aktuell bereits Gebrauch gemacht wird von der Sperrung des schnellen Vorlaufs, um Zuschauer vom Überspulen von Werbung abzuhalten. Auch die automatische Löschung von Festplatten-Dateien nach Ablauf einer vom Sender festgelegten Archivierungsfrist ist in den Spezifikationen vorgesehen.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Satellitenbetreiber SES Astra hat für seine HD-Plus-Plattform eine Übersicht über die Empfangs- und Aufnahmemöglichkeiten veröffentlicht. Demnach können die HDTV-Sender nicht aufgenommen werden, wenn sie über ein CI-Plus-Modul empfangen werden.
Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten, wie die Sender der HD-Plus-Plattform - derzeit RTL HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD, Vox HD und Kabel Eins HD - empfangen werden können: Mit HD-Plus-Receivern, mit Geräten inklusive CI-Plus-Slot und CI-Plus-Modul für HD Plus sowie über Geräte mit CI-Slot und entsprechendem CI-Modul, das auch unter der Bezeichnung Legacy-Modul bekannt ist.
Bei allen drei Empfangsmöglichkeiten kann die Timeshift-Funktion genutzt werden. Die Sender der HD-Plus-Plattform lassen sich aber nicht mit CI-Plus-Geräten aufzeichnen. Das funktioniert nach Astras Angaben jedoch mit HD-Plus-Receivern. Beim Empfang mittels CI-Modul für HD Plus ist die Aufnahmemöglichkeit vom Hersteller abhängig.
Der Hersteller muss dabei das Gerät zusätzlich über ein Software-Update "fit" für den Empfang von HD Plus machen. "Im Rahmen dieser speziellen Lösung hat der Hersteller die Möglichkeit, die Aufnahmefunktionalität zu implementieren, also den Receiver mit CI-Slot quasi per Update in einen HD-Plus-Receiver zu verwandeln", informiert Astra. Gänzlich unterbunden wird das Archivieren und Brennen von Aufnahmen der HD-Plus-Sender auf externe Medien wie zum Beispiel DVD sowie das Vorspulen in Aufnahmen. Die Sender der Öffentlich-Rechtlichen können hingegen alle in SDTV- und HDTV-Qualität aufgezeichnet werden.
Astra kommt mit diesen Restriktionen den Wünschen der Privatsender entgegen. Wie DIGITAL FERNSEHEN bereits berichtete, haben sich sowohl Pro Sieben Sat 1 als auch die RTL-Gruppe gegen ein Vorspulen bei Aufnahmen von HD-Plus-Sendern ausgesprochen. Als Grund wird genannt, dass man mit der Werbung die Inhalte finanziere und sicherstellen müsse, dass dieses Geschäftsmodell auch in Zukunft bei zunehmender Nutzung von Aufzeichnungsmöglichkeiten funktioniere.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Ich mag über diese Kastraten-Plattform schon gar nichts mehr lesen, so übel wird's mir :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'(
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Nicht abonnieren heisst die Devise 8)
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Der Netzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) speist alle HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender bis Mitte Mai überall in seine Netze ein.
Für Das Erste HD, ZDF-HD und Arte-HD werden ab dem heutigen Dienstag einigen digitalen Fernsehprogrammen neue Kanalplätze zuweisen. Aus technischen Gründen erfolgt die Umstellung schrittweise und wird voraussichtlich am 21. Mai abgeschlossen sein, teilte Kabel Deutschland mit. Die Änderung betrifft ausschließlich Kabelkunden, die digitales Fernsehen mit einem entsprechenden Receiver schauen.
Quelle: SAT+KABEL
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Private Free-TV-Sender in HDTV sind im Kabel bisher rar gesät. Bis auf Tele Columbus bietet kein Kabelnetzbetreiber Sender von Pro Sieben Sat 1 oder der RTL Group an.
Kabelkunden schauen bei den HDTV-Sendern der beiden großen Privatfernsehkonzerne Pro Sieben Sat 1 und RTL Group bisher in die Röhre. Bis auf Tele Columbus hat kein Kabelanbieter private HDTV-Sender im Angebot.
Zwar versprechen alle, "zukünftig" oder "zeitnah" die Privaten in HDTV anbieten zu wollen, doch fragt man nach, bleiben die Verantwortlichen seltsam schwammig. So teilte der größte deutsche Kabelanbieter Kabel Deutschland (KDG) auf Anfrage mit, man befinde sich in Verhandlungen mit den privaten Free-TV-Anbietern von HD-Content. Aktuell könnten KDG-Kunden "Kabel Digital geeignete"-Receiver im Handel erwerben. Außerdem arbeite das Unternehmen intensiv daran, seinen Kunden HD-fähige Receiver von KDG-Seite aus zur Verfügung stellen zu können.
Auch Netcologne ist "natürlich an Gesprächen mit der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe sehr interessiert". Wie weitere, neue HDTV-Kanäle sinnvoll gebündelt und dem Kunden präsentiert werden könnten, sei "derzeit Gegenstand umfangreicher Evaluation und Diskussion". Also mit anderen Worten: Nichts genaues weiß man nicht.
Beim süddeutschen Kabelanbieter Kabel BW sieht die Lage ähnlich aus. Das Unternehmen teilte mit: "Grundsätzlich ist für die Einspeisung von TV-Programmen in das Kabelnetz ein Einspeisevertrag notwendig - dies gilt auch für die Verbreitung der HDTV-Sender von RTL und Pro Sieben Sat 1. Eine solche Vereinbarung gibt es Stand heute jedoch noch nicht. Derzeit führen wir konstruktive Gespräche mit den privaten Sendergruppen über eine Einspeisung der HDTV-Angebote."
Lediglich Tele Columbus hat mit RTL HD und Vox HD schon zwei private HDTV-Sender in seinem Angebot. HDTV-Sender von Pro Sieben Sat 1 sollen laut Unternehmensangaben "zeitnah" folgen.
Andere Unternehmen, wie Unitymedia, Primacom oder Wilhelm Tel äußerten sich zu unserer Anfrage erst gar nicht, so dass vermutet werden darf, dass dort keine Pläne für eine baldige Einspeisung der privaten deutschen Free-TV-Angebote in HDTV geschmiedet werden.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus speist die HDTV-Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe im kommenden Monat in seine Netze ein.
Sprecher Hannes Lindhuber bekräftigte in der "Magdeburger Volksstimme" (Donnerstagsausgabe, dass die Programme "in wenigen Tagen zu empfangen" seien (SAT+KABEL berichtete). Die Tochter Primacom will RTL-HD und Vox-HD "in Kürze" anbieten, sagte Vorstandssprecher Michael Buhl der Tageszeitung. Mit der Einspeisung der Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe rechnet er Ende Mai.
Alle Programme sind verbraucherunfreundlich grundverschlüsselt, setzen einen digitalen HD-Receiver samt Smartcard voraus und kosten monatliche Gebühren. Hochauflösende Aufzeichnungen können von den Sendern eingeschränkt werden. Im schlimmsten Fall werden Festplatten-Rekorder bei bestimmten Sendungen funktionslos.
Quelle: SAT+KABEL
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Ab 1. Mai bietet Eutelsat im "KabelKiosk" das Paket "BasisHD" mit RTL-HD und Vox-HD an. "BasisHD" umfasst darüber hinaus auch die 40 bekanntesten deutschen Privatsender im SD-Standard. Zusätzlich stellt das Unternehmen vier neue Einstiegspakete mit jeweils bis zu sieben Sendern vor.
Per Knopfdruck ermöglicht eine neue Hybrid-TV-Applikation künftig auch den Zugriff auf Dienste und Videos zum laufenden Programm sowie den Abruf kostenpflichtiger Premium-Inhalte. Interaktive TV-Tipps der Sender, KabelKiosk-Neuigkeiten sowie Services der Kabelnetzbetreiber stehen ebenfalls zum Abruf bereit, hieß es.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Kabelnetzbetreiber Primacom will seinen Kunden in Kürze RTL und Vox in HDTV anbieten. Die Verhandlungen mit der Pro Sieben Sat 1-Gruppe über hochauflösendes Fernsehen will der Anbieter bald abschließen.
In einem Interview mit der Zeitung "Magdeburger Volksstimme" erklärte Primacom-Vorstandssprecher Michael Buhl, dass Vox und RTL demnächst als HDTV in das Netz eingespeist werden sollen. Einen genauen Starttermin nannte Buhl in dem Interview nicht.
Mit der Pro Sieben Sat 1-Gruppe laufen ebenfalls Gespräche über hochauflösendes Fernsehen: "Dazu gibt es noch Verhandlungen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, bis Ende Mai auch mit der Pro 7 Sat 1-Gruppe einig zu werden", erklärte Buhl. Wichtiger sei aber RTL: "Priorität hat im Sinne unserer Kunden aber wegen der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft eine schnelle Einigung mit der RTL-Gruppe", sagte Buhl.
Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern wird Primacom die Privaten nicht kostenlos anbieten: "Unser Ziel war lange, unseren Kunden die privaten HDTV-Sender im Rahmen des Digitalpaketes ohne Aufpreis zur Verfügung zu stellen. Leider war dies am Ende nicht möglich", erklärte der Sprecher. Genaue Angaben zu den Aufpreisen macht Primacom allerdings nicht.
Die zum Empfang nötigen Receiver von Kaon will Primacom in diesem Jahr laut Aussage Buhls eventuell auch als Mietmodell anbieten. Bislang müssen die Kunden die Receiver kaufen.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat die "Gängelung" von HDTV-Nutzern kritisiert. Die Verbraucherschützer sprechen sich gegen die Verschlüsselung werbefinanzierter Vollprogramme aus.
Obwohl inzwischen mehr als 60 Prozent der Haushalte einen HDTV-tauglichen Flachbild-Fernseher besitzen, empfangen bislang die wenigsten Haushalte die hochauflösenden Bilder, kritisieren die Verbraucherschützer in einer aktuellen Mitteilung. Viele Zuschauer gingen fälschlicherweise davon aus, dass ein HD-Fernseher an sich schon eine bessere Bildqualität gegenüber der alten Röhre bringt, so Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Während die meisten Spiele der Fußball-WM von ARD und ZDF in HDTV unverschlüsselt übertragen werden, käme es bei RTL zu erheblichen Einschränkungen durch die Plattform HD-Plus. So seien die WM-Übertragungen von RTL im Kabelnetz von Kabel Deutschland noch nicht in hochauflösenden Bildern empfangbar. Wer dennoch in HDTV nutzen wolle, sei gezwungen einen entsprechenden Vertrag mit dem Pay-TV Anbieter Sky abzuschließen. "Über Satellit ist RTL HD zwar empfangbar, jedoch findet die Übertragung verschlüsselt über die Astra-Plattform HD-Plus statt und es gibt erhebliche Einschränkungen bei der Nutzung von Festplattenrekordern", kritisieren die Verbraucherschützer. Dies sei eine Gängelung der Zuschauer.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Die Astra-Tochter HD Plus GmbH feiert ihr umstrittenes Angebot HD+ als Erfolg: Eine Million Smartcards sollen an die Hersteller von Fernsehern und Receivern ausgeliefert worden sein, zudem 100.000 CI-Plus-Module. Wie viele davon verkauft wurden, gibt das Unternehmen nicht an.
Die konkreteste Einschätzung über einen Erfolg der vor acht Monaten gestarteten Plattform HD+ erlaubt eine Zahl, die der Anbieter ebenfalls veröffentlicht hat: 220.000 Receiver für HD+ sollen seit November 2009 verkauft worden sein. Die HD Plus GmbH beruft sich bei dieser Angabe auf die Marktforscher der GfK. Jeder dritte in Deutschland verkaufte Receiver soll demnach tauglich für HD+ gewesen sein. Dem steht aber die Million Karten gegenüber, die die HD Plus GmbH ausgeliefert haben soll.
Das gilt auch für die 100.000 CI-Plus-Module, die das Unternehmen abgesetzt hat. Sie sollen vorrangig in Fernsehern mit eingebautem Satelliten-Receiver Platz finden. Noch kaum etwas zu sehen ist von den "Legacy-Modulen", die zahlreiche Receiverhersteller für ihre älteren Geräte anbieten wollen. Es soll inklusive ein Jahr gültiger Smartcard 99 Euro kosten, die Einschränkungen von HD+ bleiben auch damit erhalten: Vorspulen bei Aufzeichnungen von HD-Sendungen der Kanäle RTL HD, Sat.1 HD, Prosieben HD, Vox HD und Kabel eins HD ist nicht möglich. Diese Sperre gehört zum Geschäftsmodell von HD+, damit die Werbung nicht übersprungen werden kann.
Wie die HD Plus GmbH ebenfalls mitteilte, soll noch 2010 ein weiterer Sender das Angebot des Dienstes erweitern. Einen Namen nannte das Unternehmen noch nicht. Diskutiert wird in Fernsehforen hier vor allem RTL2, das zahlreiche Spielfilme und US-Serien ausstrahlt, die im Original bereits in HD vorliegen.
Quelle : www.golem.de
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Der Privatsender Tele5 hat am Freitag klargestellt, dass es keine Pläne gibt, sich an der umstrittenen "HD+"-Plattform von SES Astra zu beteiligen.
An entsprechenden Medienberichten sei nichts dran, sagte Sprecherin Sile Schuffenhauer auf Anfrage. Branchendienste hatten am Donnerstag Falschmeldungen verbreitet, wonach Tele5 mit einer "HD+"-Ausstrahlung liebäugelt - dem ist nicht so.
Aktuell werden über die Astra-Plattform die Sender Sat.1-HD, ProSieben-HD, Kabel1-HD, RTL-HD und Vox-HD verschlüsselt gesendet. Jährlich fallen für den Empfang Kosten in Höhe von 50 Euro an. Verbunden damit sind verschiedene Restriktionen bei der Aufzeichnung und Nutzung des hochauflösenden Materials.
Ob und wann Tele5 auch HD-Sendungen ausstrahlt, bleibt derweil offen. Aufgrund der noch immer niedrigen Verbreitung entsprechender Empfangsgeräte für Satellit und Kabel dürften die technischen Kosten für eine Umstellung das zu erwartende Ergebnis noch deutlich übertreffen. Das wird sich in den kommenden ein oder zwei Jahre wohl auch nicht ändern. Konkrete Szenarien gibt es beim Münchner Privatsender nicht.
Quelle: SAT+KABEL
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NBC Universal Global Networks Deutschland hat den Start seines ersten HDTV-Senders angekündigt. Syfy HD soll zeitnah zum Relaunch am 20. September, bei dem aus SciFi Syfy Universal wird, auf Kabel Deutschland starten.
Programmlich identisch mit dem neu aufgestellten Syfy SD bietet Syfy HD neben der gewohnten Originalton-Option nun seinen Zuschauern auch das Erlebnis hochauflösender Bilder. Nach Senderangaben soll die Mehrheit der Programme im nativen High Definition zu sehen sein.
"Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir gemeinsam mit unserem Distributionspartner Kabel Deutschland GmbH endlich die faszinierende Möglichkeit des hochauflösenden Fernsehens anbieten können", sagte Katharina Behrends, Geschäftsführerin von NBC Universal Global Networks. Die Syfy-Programme würden durch die HDTV-Ausstrahlung für die Zuschauer noch atemberaubender. Das sei ein erheblicher Mehrwert, so Behrends.
Die Ankündigung der Einspeisung von Syfy HD ist nicht die einzige Neuerung bei Kabel Deutschland. Bereits am Vormittag hatte Turner Broadcasting System Deutschland angekündigt, in Kürze die neuen HDTV-Sender TNT Serie HD und TNT Film HD bei Kabel Deutschland einspeisen zu wollen. Weitere Details etwa zu genauen Startterminen wollte Kabel Deutschland nicht nennen.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Kunden der umstrittenen "HD+"-Plattform von SES Astra, über die aktuell die hochauflösenden werbefinanzierten Kanäle von ProSiebenSat.1, RTL und Sport1 ausgestrahlt werden, müssen sich ihre Anonymität mit einem Extra-Obulus erkaufen.
Im Oktober laufen die ersten kostenfreien Smartcards für das Angebot aus, danach will der Satellitenbetreiber jährlich 50 Euro für eine weitere Nutzung kassieren. Aber nicht von allen Kunden. Diejenigen, die ihre persönlichen Daten vor dem Zugriff von SES Astra und dessen Partnern schützen will, muss fünf Euro extra bezahlen. Die Karte kostet dann nicht mehr 50 Euro, sondern 55 Euro.
Das geht aus einer "FAQ" auf der Homepage von "HD+" hervor, in der es wörtlich heißt:
Ab Mitte Oktober können Sie das Guthaben der HD+ Karte auf unserer Internetseite www.hd-plus.de, über unser Callcenter oder im Handel für 50 Euro für weitere 12 Monate aufladen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, anonym im Handel eine neue HD+ Karte zum Preis von 55 Euro zu erwerben.
Grundsätzlich ermöglicht die bei "HD+"-Receivern eingesetzte "CI+"-Schnittstelle umfassende technische Restriktionen. Aktuell bereits Gebrauch gemacht wird von der Sperrung des schnellen Vorlaufs, um Zuschauer vom Überspulen von Werbung abzuhalten. Auch die automatische Löschung von Festplatten-Dateien nach Ablauf einer vom Sender festgelegten Archivierungsfrist ist in den Spezifikationen vorgesehen.
Immerhin: Bei einer Nichtmehrnutzung von "HD+" lässt sich der erworbene Receiver für SD- und HD-Sender weiter nutzen, die unverschlüsselt gezeigt werden. Die verbraucherfeindliche "CI+"-Schnittstelle ist jedoch weiter an Bord und kann bei digitalen Übertragungen auf Wunsch des Rechteinhabers in Zukunft zum Beispiel Aufnahmen auch anderer verschlüsselter Sender blockieren.
Quelle: SAT+KABEL
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Sport1 HD: Neuer Sender auf der HD+-Plattform
SES Astra hat mitgeteilt, das ab 1.November ein weiterer HD-Sender über die Plattform HD+ zu empfangen sein wird. Dann soll der Sportsender Sport1 (ehemals DSF) dort in einer Auflösung von 1.080i zu empfangen sein.
Zu den Highlights des Programms soll die Fußballberichterstattung zählen. So besitzt der Sender die exklusiven Free-TV-Rechte für die 2.Bundesliga mit Traditionsvereinen wie Hertha BSC, 1860 München, Fortuna Düsseldorf oder Alemannia Aachen.
Darüber hinaus zeigt Sport1 HD alle Spiele und Tore der 1.Bundesliga sowie jeden Sonntagvormittag die Sendung „Doppelpass“. Auch die Spiele der deutschen Junioren-Teams U19 und U21 sollen live übertragen werden.
Die Handball- und Basketball-Bundesliga sowie Tennis-Daviscup, Eishockey-WM oder Leichtathletik-Events sollen zukünftig auch in HD ausgestrahlt werden.
Der Empfang der HD+-Plattform erfolgt per Satellit und mit einem zertifizierten Satelliten-Receiver. Die Smartcard für ein Jahr liegt passenden Sat-Receivern wie dem Humax HD Fox oder einem CI+-Modul bei – danach soll der Preis für ein Jahr HD+ bei rund 60 Euro liegen.
(aln)
Quelle: www.chip.de
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3-D war auf der diesjährigen IFA das große Thema. Die Fernsehrealität in deutschen Wohnzimmern sieht allerdings weitaus unspektakulärer aus. Die meisten Kabelkunden haben noch nicht einmal alle deutschen HDTV-Sender im Angebot. Doch dagegen regt sich jetzt erster Protest.
Im Internet ist eine Petition aufgetaucht, die alle deutschen Kabelnetzbetreiber auffordert, die neuen HDTV-Sender in ihre Netze einzuspeisen. In der Petition heißt es, in den vergangen Wochen und Monaten seien z.B. beim Pay-TV Sender Sky viele neue HD-Sender gestartet. Leider meist über Satellit.
"Die großen Anbieter wie Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW machen keine Anstalten, die neuen Sender in ihr Netz einzuspeisen. Gerade für Kunden mit Pay-TV, die jeden Monat nicht nur an Sky, sondern auch an den jeweiligen Kabelnetzbetreiber ihre Beiträge zahlen, ist dies mehr als nur ungenügend", kritisieren die Initiatoren der Petition.
Durch diese Geschäftspolitik wird nach der Ansicht der Unterzeichner der Wechsel zum Satellitenfernsehen immer attraktiver, weil diese sich nicht von einem Kabelnetzbetreiber einschränken lassen wollen. Zur Petition im Internet gelangt man hier (http://www.ipetitions.com/petition/einspeisung-hd-sender-ins-kabel/).
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Im Vorfeld zu den Münchener Medientagen, die am Mittwoch beginnen, hat ZDF-Intendant Markus Schächter schon mal seine Geschütze in Stellung gebracht. Die HD-Plus-Plattform bekommt dabei ebenso ihr Fett weg wie Apple, Google und Co.
Schächter sagte in einem Interview mit dem Branchendienst "dwdl.de", die ständigen Wehklagen der kommerziellen Medien, auf Veranstaltungen wie den Medientagen, gingen ihm auf die Nerven. Die Klage über angebliche Wettbewerbsverzerrungen durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stünden im diametralen Gegensatz zu den stolzen Gewinnmitteilungen der dahinter stehenden Konzerne.
Für den ZDF-Chef sind dagegen andere Themen wichtig: Die größte Bedrohung sieht Schächter im Internet und speziell bei Anbietern wie Google und Apple. "In den USA zeigen Google-TV und Apple-TV wohin die Reise geht. Suchmaschinen und Vertriebsplattformen saugen jeden Content auf, ganz egal von wem er stammt – Zeitungen, Verlage, Sender, Produzenten." Die heutigen Hersteller und Verbreiter publizistischer und kultureller Inhalte verlören die Hoheit über ihre Produkte, wenn sie nicht sehr genau aufpassten, warnt der TV-Manager.
Die Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern, immer mehr Geld zu verschlingen, lässt Schächter nicht gelten. "Die letzten Gebührenanpassungen lagen stets unter der allgemeinen Inflation. Neue Herausforderungen wie die Entwicklung der Digitalkanäle stemmen wir aus vorhandenen Mitteln", so Schächter. Sein Sender biete für knapp fünf Euro monatlich ein vielfältiges und hochwertiges Programm rund um die Uhr, dazu drei Digitalkanäle, Online, Teletext und nicht zu vergessen 3 Sat, Arte, Phoenix und den Kika.
Er wundere sich, dass sich "kein Mensch darüber aufregt, dass die Privatsender mal eben fünf Euro für das ganz normale Programm in HD-Qualität kassieren wollen." Es sei eine Dreistigkeit, dem Publikum dafür ein Abonnement aufzudrücken. Das Privatfernsehen werde vor allem durch Werbung finanziert. Die Zeche zahle also jeder, wenn er etwa Produkte des täglichen Lebens kaufe. "Mit der neuen Maut-Stelle wird die im europäischen Vergleich ohnehin rückständige Digitalisierung in Deutschland weiter abgebremst", ist sich Schächter sicher.
Eine Erfolgsgeschichte im digitalen Bereich sieht Schächter dagegen beim eigenen Angebot ZDF Neo. Hier sei mit überschaubarem Mitteleinsatz eine spürbare Akzeptanzsteigerung erfolgt. Das Problem des neuen Senders Das Problem liege eher in der noch begrenzten Reichweite von nur etwas mehr als 40 Prozent der Haushalte. Zum Vorwurf, interessante Serien wie "Mad Men" im Minderheitensender ZDF Neo auszustrahlen und nicht im ZDF Hauptprogramm sagte Schächer: "Warum soll ich ein exquisites Programm für ein kleines Publikum im Hauptprogramm abstürzen lassen, wenn ich eine geeignete Plattform dafür habe?"
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Wilfried Urner, Geschäftsführer von HD Plus, hat sich auf den Medientagen in München ungewohnt kritisch zur Vorlaufsperre bei Aufzeichnungen privater hochauflösender Sender geäußert.
Die derzeitig praktizierte technische Lösung zum Verhindern des sogenannten Ad-Skippings halte er für "nicht optimal", sagte Urner am Donnerstag auf dem Panel "Neue Erlöse für TV" und forderte: "Wir müssen für den Kunden eine komfortable Lösung finden". Dabei müsse natürlich das werbefinanzierte Geschäftsmodell der Privatsender weiterhin gewahrt bleiben, warnte er vor übertriebenen Erwartungen.
Aktuell unterbinden sowohl zertifizierte HD-Plus-Empfänger als auch Lösungen mit CI-Plus-Modul bei den Sendern RTL HD, Vox HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD und Kabel Eins HD das Vorspulen bei der nachträglichen Wiedergabe aufgezeichneter Sendungen sowie beim zeitversetzten Fernsehen (Time-Shifting).
Diesen Umstand bezeichete überraschend auch Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL Interactive und Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe RTL Deutschland, als "nicht akzeptabel". Er äußerte Überlegungen, die technischen Spezifikationen dahingehend zu überarbeiten, dass eine Unterscheidung zwischen Inhalt und Werbung möglich werde. HD Plus arbeite hier an einer Lösung, die dem Zuschauer in Zukunft zwar weiterhin die Zwangsberieselung mit Werbung zumute, im Gegenzug aber bei Filmen oder Serien den schnellen Vorlauf zulasse, bestätigten Urner und Schröder auf dem Panel einhellig.
Den Medienanstalten geht es darum, Werbeeinnahmen nicht zu gefährden, indem Zuschauer die Programmunterbrechungen gezielt überspulen. Bei der Planung von HD Plus war allerdings übersehen worden, dass eine globale Sperre den Nutzen eines digitalen Videorekorders weitgehend zunichte macht. Auch hatte sich bei Kunden und Verbraucherschützern gleichermaßen Widerstand geregt, dass werbefinanzierte Sender vom Zuschauer nicht nur zusätzliche jährliche Gebühren für ihre HDTV-Ableger verlangen, sondern hier auch noch das Konsumieren von Werbespots erzwingen.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Das kostenpflichtige HDTV-Programmpaket HD+, das unter anderem die HDTV-Fassungen von RTL, Vox, ProSieben und Sat.1 enthält, steht bereits seit seinem Start vor rund einem Jahr in der Kritik. Dass sich die Website der Astra-Tocher und Betreiberfirma HD Plus GmbH aktuell nicht erreichen lässt, weckte in Gegnern des Angebots daher die Hoffnung auf ein baldiges Ende.
Eine Nachfrage von heise online ergab jedoch, dass HD Plus derzeit ein Webshop in seine Homepage integriert, über den ab dem morgigen Mittwoch das bereits seit langer Zeit angekündigte und ursprünglich unter dem Namen Legacy-CAM bekannt gewordene "CI-Modul für HD+" verkauft werden soll. Dieses Conditional Access Module ist Teil einer proprietären Lösung, mit der sich eine Reihe auf dem Markt befindlicher HDTV-tauglicher Satelliten-Receiver mit Common Interface (CI) für den Empfang des kostenpflichtigen HDTV-Programmpakets HD+ nachrüsten lassen. Im Februar hatte die Betreiberfirma eine Liste mit 55 Sat-Receivern sowie 6 TV-Modellen mit Sat-Tuner von insgesamt 17 Hersteller veröffentlicht, die sich fit für HD+ machen lassen. Das Modul wird für 99 Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich sein und in allen nachrüstbaren Geräten funktionieren. Im Preis enthalten ist eine für ein Jahr freigeschaltete HD+-Abo-Karte.
Die angesprochene Nachrüstlösung besteht aus zwei Teilen: Neben dem Modul benötigt man für den Receiver auch ein spezielles Firmware-Update. Die Hotline von HD Plus konnte uns jedoch auf Nachfrage nicht mitteilen, für welche Modelle bereits ein passendes Firmware-Update bereitsteht. Die von heise online zu diesem Thema befragten Receiver-Hersteller zeigten sich von dem für morgen geplanten Verkaufsstart überrascht; eine vorherige Benachrichtigung hat es nach einstimmiger Aussage nicht gegeben. Vantage erklärte immerhin, dass seine Entwicklungsabteilung mit Hochdruck an dem Update arbeite. Ähnlich äußerte sich TechniSat, teilte aber auch mit, dass man zum jetzigen Zeitpunkt den Veröffentlichungstermin nicht genau abschätzen könne. [Update: Humax stellt für seinen HDTV-Satelliten-Receiver iCord HD ab heute bereits die neue Firmware-Version 1.00.37 bereit, die das Gerät fit macht für das neue HD+-.Modul].
Nicht zu verwechseln sind die Legacy-CAMs mit den gewöhnlichen Conditional-Access-Modulen wie dem Alphacrypt Light zum Empfang der Sky-Programme mit einer gültigen Nagravision-Smartcard. Ein offizielles CAM für den HD+-Empfang gibt es nicht und ist auch nicht angekündigt. Ebensowenig sollte man das neue Modul mit CI-Plus-CAMs in einen Topf werfen. Hierbei handelt es sich um kopiergesicherte CAMs, die sich in allen HDTV-tauglichen Sat-Empfängern mit CI-Plus-Slot einsetzen lassen – also beispielsweise auch in HDTV-Fernsehern mit Sat-Empfangsteil.
Quelle : www.heise.de
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[Update: Humax stellt für seinen HDTV-Satelliten-Receiver iCord HD ab heute bereits die neue Firmware-Version 1.00.37 bereit, die das Gerät fit macht für das neue HD+-.Modul].
Da offensichtlich nur HD+ durch die neue FW ermöglicht wird ("Nein, Danke") kommt die gar nicht auf meinen Tuner! Das mag zwar "Basta"-Politik sein, aber in dem Fall ziehe ich mir diesen Schuh an!!!
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Die wegen technischer Restriktionen bei der Aufzeichnung des Fernsehprogramms umstrittene Satelliten-Plattform "HD+" von SES Astra ist ab Dezember um einen werbefinanzierten Privatsender reicher: dann geht RTL2-HD auf Sendung, nach RTL und Vox der dritte hochauflösende Kanal der Kölner Fernsehgruppe.
Ob die bessere Auflösung auch den schlechten Quoten hilft, davon zeigte sich zumindest Geschäftsführer Jochen Starke in einer Mitteilung am Montag überzeugt: "RTL2 investiert in dieses Projekt, um Fernsehen noch attraktiver zu machen. Mit dem hochwertigen HD-Standard bieten wir brillante Bilder, die sowohl unsere Zuschauer als auch die Werbekunden begeistern werden. Das ist beste Unterhaltung auf höchstem technischen Niveau", jubelte der TV-Manager.
Der Kanal stand in den vergangenen Monaten vor allem wegen zweifelhafter Dokusoaps in den Schlagzeilen, die im Rauswurf seiner Unterhaltungschefin gipfelte. Mit einer Art Qualitätskontrolle will RTL2 die Probleme in den Griff bekommen. Wie hoch die HD-Quote am Programm des Senders über "HD+" ist, bleibt abzuwarten. Auch die Konkurrenten wie ProSieben-HD, Sat.1-HD, Kabel1-HD, RTL-HD und Vox-HD zeigen nur einen Anteil ihres Programms hochauflösend. Die Aufschaltung von RTL2 war indirekt bereits in der vergangenen Woche bekannt geworden. Da tauchten versehentlich erste "HD+"-Werbe-Banner mit dem Logo des Kanals im Internet auf.
Ab Dezember bietet die Astra-Plattform damit sieben Pay-TV-Sender an - Sport1-HD ist ab November on air. Der Bezug kostet 50 Euro jährlich bzw. 55 Euro beim anonymen Kauf einer neuen Smartcard. Umgerechnet sind das 4,16 Euro im Monat. "HD+" untersagt unter anderem Time-Shifting, Werbeblöcke lassen sich also nicht mehr überspringen. Hinzu kommt, dass auch weitere Restriktionen technisch vorgesehen sind. Dazu gehört die komplette Sperrung von Aufnahmen und die zeitliche Befristung des Aufzeichnungsarchivs bzw. von einzelnen Sendungen.
Quelle: SAT+KABEL
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Wenn RTL 2 HD im Dezember an den Start geht, wird zunächst nur ein kleiner Teil der Sendungen in nativem HD ausgestrahlt. Der Anteil an hochauflösenden Inhalten soll erst in den kommenden Jahren schrittweise ausgebaut werden.
Wie ein Sprecher von RTL 2 am Montagabend auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN mitteilte, wird wie beim Muttersender RTL und Vox das reguläre Programm von RTL 2 als High-Definition-Simulcast ausgestrahlt. Das heißt, ein Großteil der Sendungen wird nachträglich auf 1 920 x 1 080 Bildpunkte hochgerechnet. Lediglich "Programmhighlights wie Spielfilme und Serien" sind in der Anfangsphase in "echtem" HD auf Sendung. "Der Anteil an nativem HD-Programmmaterial wird kontinuierlich über die nächsten Jahre ausgebaut", so der RTL-2-Sprecher.
RTL 2 hatte am Montag mitgeteilt, ab "Anfang Dezember" sein Programm über die HD-Plus-Plattform auch in HD auszustrahlen. Einen präzisen Startzeitpunkt konnte der Sprecher auf Nachfrage nicht nennen, kündigte aber an, der konkreten Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Gefragt nach den Gründen für die unklare Terminierung verwies der Sprecher darauf, zu "internen Prozessen" keine Auskunft geben zu können.
"Das HD-Plus-Angebot an die Zuschauer ist eine reine Ergänzung zu den bestehenden unverschlüsselten Angeboten auf dem Satelliten, die auch weiterhin existieren werden", versicherte der Sprecher. Der Sender stellte für echtes High-Definition-Vergnügen einige konkrete Programminhalte in Aussicht. So würden die "RTL 2 News" bereits in HD produziert. Das Gleiche gelte für "viele Eigenproduktionen und Doku-Soaps".
Ob die Zuschauer sich künftig auch Live-Bilder aus dem "Big Brother"-Container in 1 080p auf den heimischen Fernsehbildschirm holen können, wollte RTL 2 auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN nicht verraten: "Zu 'Big Brother' können wir aktuell noch keine weiteren Informationen nennen", sagte der Sprecher. Verschiedene Branchendienste hatten zuvor bereits über ein mögliches Aus für das quotentechnisch zuletzt weniger erfolgreiche Format spekuliert.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Auch ein Jahr nach dem Start der verbraucherunfreundlichen Plattform "HD+" von SES Astra gibt es keine verlässlichen Zahlen, wie viele Kunden das Angebot tatsächlich nutzen und zudem bereit sind, 50 Euro (Verlängerung) bzw. 55 Euro (anonyme Smartcard) pro Jahr für werbefinanzierte HDTV-Sender zu entrichten.
"Wirklich belastbare Daten für eine valide Prognose werden wir wohl erst in sechs bis acht Monaten haben", behauptete Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Timo Schneckenburger gegenüber dem Branchendienst "DWDL" am späten Dienstagabend. Er wiederholte lediglich die bereits bekannte Zahl, wonach 300.000 "HD+"-Receiver in deutschen Wohnzimmern stehen sollen. Angesichts der Gesamtzahl von 35,5 Millionen TV-Haushalte eine Abdeckung von unter einem Prozent.
Dabei ist unklar, wieviele der Besitzer eine Verlängerung des "HD+"-Abonnements ins Auge fassen: Den Receivern liegt eine kostenfreie Smartcard für zwölf Monate bei - seit Ende Oktober laufen die ersten Karten aus, eine Verlängerung wird dann unausweichlich.
Schneckenburger gab sich auch beim weiteren Ausbau zugeknöpft: Welche Sender noch dazukommen, ließ er offen. Insgesamt strahlen mit RTL-HD, Vox-HD, Kabel1-HD, Sat.1-HD, ProSieben-HD und Sport-HD erst sechs Sender ihre Inhalte aus, RTL2-HD kommt bald dazu. Zahlreiche Formate werden gar nicht in HD gezeigt, sondern nur in skalierter "Qualität". Größter Konkurrent beim HD-Fernsehen über Satellit ist der Pay-Sender Sky, der ein größeres Bouquet anbietet und zudem eine höhere Quote echter HD-Sendungen.
Restriktionen verteidigt
Der "HD+"-Manager verteidigte bei "DWDL" auch die verschiedenen Aufnahme- und Time-Shifting-Restriktionen, die in den Spezifikationen zwar vorgesehen sind, aber noch gar nicht alle zum Einsatz kommen: "Für viele Leute ist das gar kein so dramatisches Problem, wie es oft dargestellt wird. Aber natürlich ist es zunächst ungewohnt, wenn eine gelernte Form der Mediennutzung Einschränkungen unterliegt", erklärte er. Es solle den Zuschauern künftig ermöglicht werden, zumindest "zwischen den Werbeinseln vor- und zurückzuspulen."
Schneckenburger geht davon aus, dass ohne "HD+"-Plattform keine Privatsender ihre Programme zumindest teilweise hochauflösend zeigen würden.
Er verstieg sich gar zur Aussage: "Das Produkt 'HD+' ist also ein Fortschritt, der Zuschauer bekommt etwas, was er vorher nicht hatte. Wir nehmen den Leuten nichts weg, mit 'HD+' kommen die Privaten in HD-Qualität zusätzlich zum gesamten Angebot über Astra in die TV-Haushalte". Grundverschlüsselung, technische Einschränkungen, Zusatzkosten trotz Werbung, Smartcard-Zwang und die Notwendigkeit proprietärer Receiver blendete der Marketing-Fachmann aus.
Der Geschäftsführer der Muttergesellschaft SES Astra, Wolfgang Elsäßer, hatte bereits vor zwei Wochen in einem Interview mit dem Internet-Sender Messelive.tv hervorgehoben, dass etwa eine Million "HD+"-Smartcards an den Handel ausgeliefert worden seien (siehe Video-Clip unten). Die Plattform sei eine "tolle Erfolgsgeschichte", erklärte Elsäßer - ebenfalls ohne konkrete Zahlen zu nennen. In der letzten Bilanz ging die Konzernmutter SES mit keinem Wort auf den Service ein.
In die Schlagzeilen geriet die HD Plus GmbH, die den Service betreibt, vor einigen Wochen, weil ein negatives Video bei YouTube mit juristischen Mitteln verbannt werden sollte. Das Vorhaben misslang, die Internet-Gemeinde schüttete Hohn und Spott über der Astra-Tochter aus.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Satellitenbetreiber SES Astra will seine umstrittene "HD+"-Plattform, die verschiedene technische Restriktionen beim Empfang und der Aufzeichnung privater HDTV-Sender vorsieht, mit aller Macht in den Markt drücken.
Anlässlich der Abschaltung der analogen Satellitensignale im Frühjahr 2012 veranstaltet der luxemburgische Konzern auch in diesem Jahr wieder eine bundesweite "Trainingstour" zur Schulung von Verkaufspersonal in Unterhaltungselektronik-Märkten.
Im Mittelpunkt stehe diesmal auch alles "Wissenswerte zu 'HD+'" aus der Sicht von SES Astra "inklusive Technik und Empfangsmöglichkeiten", hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Mehr als zwei Monate "schult" das Unternehmen mit seiner Tochter HD Plus rund 4.500 Verkäufer aus 1.800 Märkten von Conrad, EP, Euronics, Expert, MediaMarkt, MediMax, ProMarkt, Saturn und Telering. In den Händlerportalen bieten die Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche "Trainings" als "Vermarktungsunterstützung" an.
Damit wolle man die Verkäufer "umfassend über alles informieren, was man für die optimale Vermarktung von HD wissen muss. 'HD+' bietet den Zuschauern beliebte Privatsender auf modernen und zukunftssicheren Empfangsgeräten", rührte HD-Plus-Chef Timo Schneckenburger die Werbetrommel. Die Plattform sei "das ideale Produkt für Umsteiger auf digitales Satellitenfernsehen".
Da sind zahlreiche "HD+"-Gegner ganz anderer Auffassung, schließlich können die Möglichkeiten zur Archivierung hochauflösender Spielfilme oder Serien auf Seiten des Zuschauers beschnitten und Spulvorgänge unterdrückt werden, um den Privatsendern nicht das Geschäft mit der Werbung zu vermasseln. Welche Einschränkungen umgesetzt werden, entscheidet der ausstrahlende Kanal. Alle "HD+"-Programme sind verschlüsselt, setzten eine Smartcard sowie spezielle Digital-Receiver voraus und kosten jährlich 50 Euro bzw. 55 Euro (anonyme Verlängerung).
Quelle: SAT+KABEL
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In einem der erwähnten Märkte gab es schon vor Monaten einen "Kursus" im internen Schulungssystem, den auch ich ablegen "durfte".
So war ich sehr froh, dass ich nicht in der betroffenen Abteilung arbeitete.
Den zu erwartenden Gewissenskonflikt konnte ich mir daher letztlich ersparen.
Ich habe nicht die Absicht, Kunden Dinge aufzuschwatzen, von denen ich selbst absolut nichts halte.
Für selbstzerlegende oder verbotene Aufzeichnungen auch noch bezahlen?
Oder Werbung nicht überspringen können?
Ich bin doch nicht blöd...
Wenn ich schon zwischen Pest und Cholera wählen muss, dann zahle ich eben weiter an die GEZ für die öffentlich-rechtlichen, und das war's.
Beides gleichzeitig, restriktives PayTV und sowieso unvermeidliche Zwangsgebühr, kommt mir nicht in die Hütte.
Und was mich nicht überzeugt, will ich auch gewiss nicht anpreisen müssen.
Jürgen
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Dass die Pluszeichen in den Kürzeln "HD+" und "CI+" für den Fernsehzuschauer Ungemacht und keinesfalls eine Verbesserung der bisherigen Standards High Definition und Common Interface bedeuten, haben bislang nur technisch interessierte Konsumenten bemerkt.
Nach einem kritischen Video zu SES Astras verbraucherunfreundlichen "HD+"-Plattform ist nun erneut ein professionell gemachtes Werk bei YouTube aufgetaucht, das sich mit "CI+" sehr ausführlich beschäftigt.
Der Clip mit neun Minuten Länge verdeutlicht die Problematik und das Potential der verbraucherfeindlichen Technologien in einfachen Worten und simplen Grafiken. Es wurde erneut zunächst im Internet-Blog "Die Wahrheit über CI+" veröffentlicht, der sich an dieser Stelle (http://xxhdplusxx.wordpress.com/) befindet. Der Urheber ist unbekannt.
Quelle: SAT+KABEL
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Extrem erschreckend was sich da auftuen kann. Hoffentlich verbreitet sich das Wissen über diesen Müll weit und schnell unter den Nutzern und diese kaufen es hoffentlich nicht! Da hilft leider nur Boykott!
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Die Satellitenplattform HD Plus kann ein Jahr nach ihrem Start offenbar viele Kunden zu einer kostenpflichtigen Verlängerung der nach zwölf Monaten auslaufenden Gratisfreischaltung motivieren.
DIGITAL FERNSEHEN hatte beim Betreiber HD Plus GmbH im Zuge der Kritik von Zuschauern an geringen HD-Anteilen im Programm von Sport1 HD angefragt, ob seitens der Plattform entsprechende Bedingungen an die Sender gemacht werden. Das verneinte Sprecher Michael Jachan am Dienstagabend.
"HD Plus ist die technische Plattform, die den Sendern ermöglicht, ihre Programme in HD zu zeigen. Der Anteil an nativen HD-Sendungen insgesamt wächst kontinuierlich, vor allem in der Primetime zeigen die großen Privatsender überwiegend natives HDTV", sagte Jachan. Acht Sender bezeichnete er als "klares Commitment für HD Plus", räumte aber ein, einige Anbieter befänden sich "noch mitten im Prozess, den gesamten Sendebetrieb auf HDTV umzustellen".
"Hier erwarten wir in naher Zukunft eine wachsende Anzahl an HD-Sendungen", betonte Jachan. Von der Einführung eines einheitlichen Siegels zur Kennzeichnung nativer HD-Inhalte, welches die Unterscheidung zwischen "echtem" und hochskaliertem HDTV erleichtern könnte, wollte der Sprecher hingegen nichts wissen: "Eine besondere Kennzeichnung nativer HD-Inhalte ist nicht geplant."
Ein Großteil der auf HD Plus vertretenen Sender strahlt derzeit nur ausgewählte Inhalte wie Spielfilme, US-Serien und einzelne Shows oder Magazine in HDTV aus und bedient sich bei den restlichen Inhalten des technischen Kunstgriffs, vorhandene PAL-Quellen auf die höhere Auflösung umzurechnen. Dieses Upscaling verbessert zwar den Bildeindruck, beschert dem Zuschauer aber kein echtes HD-Erlebnis. Viele Programmzeitschriften kennzeichnen mit einem "HD"-Symbol native Ausstrahlungen in 720p und 1 080i.
Quelle: www.digitalfernsehen.de
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Fast alle großen Sender strahlen ihr Programm inzwischen in HDTV aus. Doch nur ein geringer Teil ist wirklich hochauflösend, beim Rest handelt es sich um hochskaliertes SD-Material.
Was war die Freude groß als im Februar die HD-Programme von ARD und ZDF auf Sendung gingen. Vergessen die Tatsache, dass in praktisch allen europäischen Nachbarländern hochauflösendes Fernsehen schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit ist. Und so kamen Millionen Deutsche pünktlich zum Start der Olympischen Winterspiele erstmals in den Genuss von HDTV. Selbst Laien sahen auf den ersten Blick, dass die HD-Übertragungen aus Vancouver viel besser aussahen.
Doch als die Olympiade zu Ende war, kehrte der TV-Alltag in deutsche Wohnzimmer ein. Denn abseits von sportlichen Großveranstaltungen sah es mit dem HD-Angebot bei ARD und ZDF mau aus. Fast alle Sendungen waren lediglich auf HD hochskaliert. Das sieht zwar aufgrund der besseren Kompression, der höheren Bandbreite und dem Upscaling auf Studioebene immer noch um einiges besser aus als PAL, mit echten (im Fachjargon „nativem") HDTV hat es aber nichts zu tun.
Der hochauflösende Status quo. Grund genug ein dreiviertel Jahr nach dem HD-Start von ARD und ZDF zu schauen, was aktuell in HD läuft und was nicht, auf was wir uns in Zukunft freuen können und bei welchen Sendungen wir noch auf Jahre hinaus mit einer mauen Bildqualität leben müssen.
ARD, ZDF und Privatsender auf die Finger geschaut
Natürlich beschränken wir uns bei unserer HDTV-Bestandsaufnahme nicht auf die öffentlichen-rechtlichen Sender, denn auch die großen Privatsender RTL, Vox, Sat.1, ProSieben und Kabel1 senden seit Ende 2009 bzw. Anfang 2010 in HDTV. Der hochauflösende Sendestart der Privaten geschah aufgrund der eingesetzten Verschlüsselung allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wie bei den Öffentlich-Rechtlichen läuft auch bei den Privaten nur wenig in echtem HD. Schlimmstes Beispiel ist aktuell Sport1-HD. Dort lag die HD-Quote im gesamten November bei einem mikroskopisch kleinen Anteil.
Originell auch, wie sich Vertreter der Kanäle angesichts der eindeutigen Sachlage um klare Aussagen herumdrückten. Auf die Frage "Wie hoch ist derzeit der Anteil an Sendungen, die in nativem HD ausgestrahlt werden?", antwortete ein Sprecher: "Mit RTL-HD und Vox-HD werden durchgehend hochwertig aufbereitete Programmsignale mit einer deutlich verbesserten Bildqualität ausgestrahlt. Die explizit für HDTV produzierten Sendungen werden hierbei kontinuierlich über die nächsten Jahre zunehmen, so dass sie schnell einen nennenswerten Anteil des Programms ausmachen." Ein anderer zeigte sich ratlos: "Einen konkreten Prozentsatz kann ich Ihnen derzeit nicht liefern."
Quelle: SAT+KABEL
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Fast alle großen Sender strahlen ihr Programm inzwischen in HDTV aus. Doch nur ein geringer Teil ist wirklich hochauflösend, beim Rest handelt es sich um hochskaliertes SD-Material.
Quelle: SAT+KABEL
Nagel auf den Kopf getroffen. Das meiste ist wirklich nur hochskalierte Tv - Grütze .... :(
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bei den ÖR muß man aber fairerweise sagen, dass dort die echten HD Sendungen gekennzeichnet sind, während die HD+ Plattform die Leute schlichtweg an der Nase herumführt und dafür noch kassiert.
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bei den ÖR muß man aber fairerweise sagen, dass dort die echten HD Sendungen gekennzeichnet sind, während die HD+ Plattform die Leute schlichtweg an der Nase herumführt und dafür noch kassiert.
Darum kann mir HD+ gestohlen bleiben .... 8)
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Über die wegen ihrer technischen Restriktionen umstrittenen Satelliten-Plattform "HD+" von SES Astra werden auch weiter keine hochauflösenden Spielfilme und Serien im Zweikanalton ausgestrahlt.
RTL-Sprecherin Bettina Klauser sagte dem Branchendienst "AreaDVD" am Donnerstag, dass eine unsynchronisierte Fassung zwar einen interessanten Mehrwert darstelle, der dafür notwendige, "erheblich erhöhte technische Aufwand" lasse sich aber noch nicht rechtfertigen. Auch ein ProSiebenSat.1-Sprecher äußerte sich negativ. Die SD- und HD-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender und die SD-Kanäle der privaten Anbieter werden unverschlüsselt über Satellit ausgestrahlt. Aus Kostengründen verzichten die Anbieter auf Zweikanalton, der die Lizenzgebühren in die Höhe treibt.
Das Schweizer Fernsehen (SF) und auch der Österreichische Rundfunk (ORF) strahlen unsynchronisierte Fassungen über Satellit für Cineasten aus, weil beide Sendergruppen nur mit einer Smartcard zu sehen sind und deshalb nur die jeweils in den Ländern ansässigen Zuschauer erreichen. Auch bei "HD+" wäre der Zweikanalton eine Möglichkeit, die Anzahl der Abonnenten zu steigern.
Quelle: SAT+KABEL
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Ich hab hier was zu Plänen und Taten gefunden:
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HDTV in Deutschland - jetzt wirds richtig scharf!
Quelle: T-Home Presse
Im TV-Geschäft in Deutschland scheint es derzeit nur ein Thema zu geben: HDTV. Elektronikhersteller, Fernsehsender, Kabel- und Satellitenbetreiber und neuerdings auch Telekommunikationsanbieter überwerfen sich mit Plänen, Vorhaben, Innovationen und vor allem Lobeshymnen auf den neuen TV-Standard der nicht nur mehr Bildpunkte, sondern ein ganz neues Sehgefühl bieten soll.
Nachdem jahrelang lediglich Pläne auf dem Papier existierten, viel 2009 der Startschuss für das hochauflösende Free-TV Fernsehen in der Bundesrepublik. 2010 sollen zahlreiche HD-Sender folgen. Doch was verbirgt sich hinter diesen vier Buchstaben – HDTV – welche technischen Voraussetzungen gibt es, was wird wo zu empfangen sein und welche weiteren Entwicklungen sind zu erwarten? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben wir für sie ausführlich in drei Teilen zusammengestellt:
Teil 1 - HDTV in Deutschland: damalige Einstiegspläne und ~szenarien von ARD und ZDF
Die Forderungen werden lauter: Zuschauer und Industrieverbände verlangen vermehrt den schnellen Einstieg der Öffentlich-Rechtlichen in das hochauflösende Fernsehen. Nun steht fest, dass der Regelbetrieb im Februar 2010 via Satellit starten soll; langsam, aber sicher.
Seit Ende 2005 senden die ersten deutschsprachigen Fernsehsender ihre Programme in HDTV. Die HD-Kanäle von Premiere sowie Anixe HD sind via Satellit, in einigen Kabelnetzen und über IPTV zu empfangen. Auch ProSiebenSat.1 war ein HDTV-Pionier, hat aber die Ausstrahlung von ProSieben HD sowie Sat.1 HD zunächst wieder eingestellt. Viele sind der Meinung, dass für den Durchbruch von HDTV in Deutschland der Einstieg der öffentlich-rechtlichen Sender nötig ist. Diese hielten sich bislang zurück, denn es gebe noch zu wenige HD-ready-Displays in den Haushalten. Außerdem sehe man eine Sparverantwortung gegenüber den Gebührenzahlern.
ProSiebenSat:1 hat die HDTV-Aktivitäten in Deutschland bis ca. 2010 eingestellt.
Der Zeitplan steht
(http://www.iptv-anbieter.info/Bilder/hdtv/hdtv-ard-zdf-timeline.gif)
Doch jetzt steht fest: Am 12. Februar 2010, dem Eröffnungstag der Olympischen Winterspiele in Vancouver, geht es mit dem Regelbetrieb via Satellit los. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten ARD und ZDF zusammen. Wie aus dem 16. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) hervorgeht, teilt sich die ARD mit dem ZDF deshalb die Infrastruktur und einen Satellitentransponder.
Im Anschluss an die Olympischen Spiele wird der HDTV-Betrieb bei der ARD und dem ZDF fortgeführt. Die ARD konzentriert sich bei ihren HD-Übertragungen auf das Kulturprogramm Eins Festival und das Erste, wo zunächst vorwiegend Sport in HD zu sehen sein wird. Ab Ende 2010 soll ein weiterer Satellitentransponder in Betrieb genommen werden. Die gemeinschaftliche Ausstrahlung der ARD mit dem ZDF wird dann beendet. Das ZDF würde also für seine Programme einen eigenen Transponder erhalten. Für Ende 2011 sind weitere Kapazitäten für die HDTV-Programme der ARD vorgesehen.
Dreifache Programmverbreitung
Für die HDTV-Ausstrahlung ist zunächst ein sog. 3-facher Simulcast-Betrieb via Satellit notwendig. Das heißt, dass das inhaltlich identische Programm einmal analog, einmal digital in Standardauflösung ein weiteres Mal in HD gesendet wird. Doch auf diesem Programm wird zumindest bei der ARD nicht ausschließlich HDTV gesendet. Vielmehr wird der Anteil von HD-Sendungen auf den Programmen kontinuierlich gesteigert.
Die ARD plant, 35 Prozent der Erstsendeminuten im Ersten im Jahr 2012 in HDTV auszustrahlen. Zunächst wird deshalb nur Sport und zur Prime Time hochauflösend gesendet. Die übrigen Sendungen werden aus der Standardauflösung hochskaliert. Das ZDF will sein Programm dagegen von Anfang an vollständig in HD zeigen.
Der Knackpunkt sind die Kosten
Die jährlichen Kosten für die Transpondermiete sind mit 30 Millionen Euro (bei der ARD) für die geplanten Astra-Transponder sehr hoch. Zudem sind Investitionen in die Produktionstechnik nötig. Bislang gibt es kaum Möglichkeiten für Studio-Eigenproduktionen in HD. Das ARD-Hypnet, das der Verteilung der Fernsehsignale unter den Anstalten dient, muss auch noch HD-fähig ausgestaltet werden. Insgesamt will die ARD im Zeitraum von 2009-2012 140 Mio. Euro in HDTV investieren, das ZDF etwa die gleiche Summe.
Die Programmverbreitung ist bis 2012 nur per Satellit und evtl. via IPTV vorgesehen. Vor 2013 werden ARD und ZDF nicht hochauflösend in Kabelnetze eingespeist werden.
Bis es 2010 mit dem Regelbetrieb losgeht, müssen die Zuschauer von ARD und ZDF nicht auf hohe Bildqualität verzichten. Die sog. Qualitätsoffensive kommt zunächst den Satelliten-Kunden entgegen: ARD und ZDF übertragen ihre SD-Programme ab Mitte 2008 mit bis zu 7 Mbit/s. Damit werden sie der steigenden Zahl von Flachbildschirmen gerecht, auf denen Komprimierungsartefakte besonders negativ auffallen. Für diese gehobene Qualität wird eigens ein zusätzlicher Transponder bei Astra angemietet.
Wer schon vor 2010 in den Genuss von HDTV bei der ARD kommen will, sollte sich bis Ostern 2008 mit HD-Empfangstechnik ausrüsten. Denn am 21. März startet die ARD ein HDTV-Showcase auf Eins Festival.
Bis zum 24. März werden 75 Programmstunden via DVB-S2 gezeigt. Weitere Vorführungen folgen im Ersten und im ZDF u.a. auf der IFA 2008.
Als erster gebührenfinanzierter Sender startet das deutsch-französische Kulturprogramm Arte im Herbst 2008 mit der HDTV-Ausstrahlung im Regelbetrieb. „Arte HD“ ist in der französischen Version bereits empfangbar. HDTV wird bei Arte, der ARD und dem ZDF im Format 720p/50 gesendet. Die höhere Bildwiederholungsrate gegenüber 1080i/25 wirkt sich besonders bei schnellen Bildwechseln positiv aus. Doch langfristig wird mit 1080p/50 die volle HD-Auflösung angestrebt. Lesen Sie hier (http://www.iptv-anbieter.info/hdtv/hdtv-technik.html) mehr zu Auflösungen und Technik bei HDTV.
22 öffentlich-rechtliche HDTV-Programme?
Erst nach Beendigung der analogen Ausstrahlung über Satellit kann HDTV auf weitere Programme bei ARD und ZDF ausgeweitet werden. Doch weil noch sehr viele Zuschauer analoge Programme empfangen, kann nicht vor 2011 mit dem Ende der Analog-Ausstrahlung gerechnet werden.
Erst dann wäre HDTV für alle 22 öffentlich-rechtlichen TV-Programme möglich. Wenn aber z.B. alle 14 Programme der ARD eigens in HDTV ausgestrahlt würden, müsste die ARD weitere Transponder mieten. Deshalb zieht man bei der ARD in Betracht, ein HD-Gemeinschaftsprogramm für die Dritten Programme einzurichten. In diesem Fall würde der Satellitenempfänger auf dieses Programm wechseln, wenn ein Zuschauer z.B. den NDR schaut und die Sendung auch hochauflösend verfügbar wäre.
2015 könnten also alle 14 Fernsehprogramme der ARD, die vier Programme des ZDF sowie die Gemeinschaftssender Phoenix, KI.KA, 3sat und Arte hochauflösend senden. Und man denkt schon einen Schritt weiter: Das Ende der Ausstrahlung in Standardauflösung ist für 2018 geplant. Denn die ARD geht davon aus, dass die Phase des Simulcast von SDTV und HDTV 10 Jahre dauern wird. Spätestens dann wäre der endgültige Durchbruch geschafft.
Teil 2 - HDTV in Deutschland: Der Anfang ist gemacht
Ginge es nach den großen Elektronikherstellern, die die Welt nun schon seit mehreren Jahren mit immer größeren und technisch ausgefeilteren Fernsehgeräten versorgen, die längst im Stande sind HDTV - also Bilder mit einer Mindestauflösung von 1280x720 Pixeln - darzustellen, wäre das hochauflösende Fernsehen schon längst Übertragungsstandard Nummer Eins. Bislang scheiterte das Unterfangen jedoch an den deutschen Programmveranstaltern, welche sich bis zuletzt sehr zurückhaltend gegenüber der neuen Technologie zeigten. Doch im Jahr 2010 soll alles anders werden.
Impulsgeber öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Scheiterten frühere Bemühungen HD-Sendungen und –Sender zu etablieren vor allem an dem Mangel an empfangsbereiten Haushalten, so hat sich der Spieß inzwischen umgedreht. Die guten Verkaufszahlen bei HD-fähigen Fernsehgeräten und entsprechender Peripherie verdeutlichen einen Trend den auch aktuelle Studien bestätigen: Die Deutschen wollen HDTV und sind auch bereit dafür in entsprechende Technologie zu investieren. Jüngste Umfragen der Ludwig-Maximilians-Universität belegen, dass 58 % der Befragten auf hochauflösendes Fernsehen umsteigen wollen.
Das scheint auch die letzten Zweifler in den Führungsgremien der deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF überzeugt zu haben, den Weg in Richtung HD-Regelbetrieb einzuschlagen und die Ableger ARD HD und ZDF HD auf den Weg zu bringen. In entsprechenden Publikationen der Sendeanstalten gibt man sich wenig bescheiden: „Das Fernsehen der Zukunft ist hochauflösend. Für ARD und ZDF hat die Zukunft bereits begonnen“. Nach mehreren Showcases, meist um die Weihnachts- und Osterfeiertage, in denen geneigte Zuschauer bereits in den Genuss ausgewählter Sendungen in HD kommen konnten, und einer erfolgreichen HD-Übertragung der Leichathletik-Weltmeisterschaft im Jahr 2009, soll nun Mitte Februar 2010 der Startschuss für den Regelbetrieb mit der Übertragung der XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver fallen.
Der Start macht umfangreiche Neuerungen notwendig, denn HD-Material besitzt gegenüber dem bisher verwendeten SD-Material (Standard Definition, 720x576 Pixel) eine deutlich höhere Datenrate. Dies macht neben der Anschaffung neuer Kameras und Schnittsysteme eine völlig neue Vernetzung der Geräte notwendig. Zusätzlich entstehen Kosten für die Übertragung. Das ZDF ließ gar ein neues Nachrichtenstudio errichten - „den modernsten Newsroom Europas“ wie der Mainzer Sender selbstsicher verkündet. In der Summe rechnen ARD und ZDF bis 2012 mit stolzen 400 Millionen Euro Mehrkosten für HD-Produktion und –Verbreitung.
Free-TV-Sender mit Zickzack-Kurs
Die deutschen Privatsender zeigten sich in den vergangenen Jahren wenig geradlinig in der Umsetzung ihrer HD-Pläne. Der Anfang schien viel versprechend:
Als im Jahre 2005 noch in vielen Senderchefetagen über Sinn und Unsinn des neuen Formats debattiert wurde, ging die ProSiebenSat.1-Gruppe bereits am 26. Oktober 2005 mit ihren HD-Ablegern ProSieben HD und Sat.1 HD auf Sendung. Der Großteil des Programms wurde zwar lediglich auf High Definition Auflösung hoch konvertiert, Spielfilme und Serien wurden aber bereits in Full-HD ausgestrahlt. Das ambitionierte Projekt wurde aber in Folge von Zuschauermangel und Einsparungsbemühungen im Februar 2008 eingestellt. Der Neustart für die HD-Ausstrahlung der deutschen privaten Free-TV-Programme wurde mit dem Projekt HD+ des Satellitenbetreibers SES Astra realisiert. Seit November 2009 sind dort RTL HD und VOX HD verschlüsselt zu empfangen. Ende Januar 2010 kommen ProSieben HD, Sat.1 HD und kabeleins HD hinzu.
Der Gordische Knoten scheint also auch hier gelöst. Ganz unumstritten ist das Projekt allerdings nicht: Verbraucherschützer mokieren die „Technikpauschale“ in Höhe von 50 Euro jährlich, welche der niederländische Satellitenbetreiber den Nutzern nach einem kostenfreien Probejahr in Rechnung stellen möchte. Umfragen zeigen allerdings, dass potentielle Nutzer mehrheitlich durchaus bereit sind, dieses Entgelt zu bezahlen.
Weniger Freude lösen allerdings andere Details aus: Zum Teil müssen sich HD-Freunde auf die Anschaffung eines neuen Receivers einstellen, ältere HD-Receiver sind mit Ausnahmen nicht immer im Stande HD+ zu empfangen (wir berichteten). Außerdem zeigt sich Astra durch Aufnahmesperren und Einschränkungen beim Überspulen von Werbeblocken wenig nutzerfreundlich. Begründet wird dies mit lizenzrechtlichen Problemen.
Pay-TV schon seit 2005 in HD
HD-Enthusiasten der ersten Stunde mussten sich bislang ein Abo des Pay-TV Anbieters Premiere zulegen. Seit Dezember 2005 bot der inzwischen in Sky umbenannte Bezahlsender drei HD-Kanäle: Discovery HD, Premiere HD Sport und Premiere HD Film. Die beiden letzteren wurden Ende 2006 zu einem Angebot verschmolzen.
Der Nachfolger Sky bietet seit 4. Juli 2009 ein deutlich breiteres Angebot und geht mit sieben HD-Programmen auf Sendung: Sky Sport HD, Sky Cinema HD, Discovery HD, National Geographic HD, History HD, Disney Cinemagic HD und Eurosport HD. Ein Ausbau ist auch hier in Sicht.
Technische Spezifikationen
Für Laien mag die Vielzahl an Angaben rund um das hochauflösende Fernsehen recht verwirrend wirken. Im wesentlich unterscheidet man zwischen der kleinen HD-Auflösung mit 1280x720 Pixeln und der großen mit 1920x1080 Pixeln (Full-HD). Beide arbeiten mit dem Seitenverhältnis 16:9. Hinzu kommt die Bildwiederholungsrate.
Die deutschen Fernsehsender arbeiten hier mit entweder 50 Vollbildern (Öffentlich-Rechtliche Sendeanstalten) oder mit 50 Halbbildern (Mehrzahl der Privatsender) pro Sekunde. Vor- und Nachteile sind umstritten: Wirbt beispielsweise die RTL-Gruppe mit einer höheren Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten und 50 Halbbildern (1080i), so arbeitet man bei ARD und ZDF mit 1280x720 Pixeln und 50 Vollbildern (720p), welche besonders bei schnellen Bewegungsabläufen wie sie vor allem in Sportübertragungen zu finden sind glockenklare Bilder verspricht. Geräte welche diese Signalarten verarbeiten können, tragen entweder das „HD ready“ oder „Full HD“ Logo. Um letzteres zu erlangen, muss ein Fernseher die volle HD-Auflösung (also 1920x1080 Pixel) darstellen können. „HD ready“ Geräte müssen dies nicht zwingend erfüllen, aber mindestens im Stande sein 1280x720 Bildpunkte anzuzeigen. In unserem HDTV Lexikon sind die technischen Spezifikationen zu HDTV detailliert erklärt.
Alle deutschen HD-Sender sind per digitaler Satellitenübertragung zu empfangen, die Einspeisung ins deutsche Kabelnetz ist derzeit noch von zahlreichen Unklarheiten geprägt. Verschiedene Kabelnetzbetreiber, allen voran Kabel Deutschland, möchte die durch die Einspeisung entstehenden Mehrkosten an die Programmveranstalter abwälzen, diese wiederum fordern Ähnliches von der Gegenseite.
HDTV via IPTV
Dank stetig steigender Internetbandbreiten wird Fernsehempfang via IPTV (Internet Protocol Television) immer attraktiver. In Deutschland hat sich vor allem ein Anbieter in der Übertragung von HD-Sendern über das Internet profiliert: Die Deutsche Telekom.
Immer mehr Deutsche interessieren sich für das IPTV-Angebot „Entertain“. Bisher sind dort die Sender AnixeHD, MTVNHD und das Bundesligafernsehen „Liga Total!“ zum empfangen. Im Februar 2010 kamen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD HD, ZDF HD und der deutsch-französische Kanal arte HD hinzu. Hier gibt es weitere Informationen zu HDTV und IPTV für Sie.
Teil 3 - HDTV in Deutschland: Die Zukunft wird immer schärfer
„Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.”
Nein, dieses Zitat stammt nicht von führenden Forschern des 21. Jahrhunderts, es war Albert Einstein, dem der Fortschritt schon vor mehr als 60 Jahren zu schaffen machte. Hält man sich nun allein die Entwicklungen der Unterhaltungselektronik der letzten 20 oder auch 10 Jahre vor Augen, so scheint der Ausspruch Einsteins mehr als aktuell.
War Anfang der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die VHS-Kassette das Maß der Dinge, ist inzwischen selbst das Nachfolgemedium DVD qualitativ längst durch die hochauflösende Blu-Ray Disc abgelöst. Weiterentwicklungen liegen längst in den Schubladen der Hersteller. Damit ging auch eine ständig steigende Übertragungs- und Auflösungsqualität einher. Kein deutscher Fernsehsender der nicht zumindest High Definition-Pläne hegt, oder sie gar schon in die Tat umgesetzt hat.
Doch wie viel HD braucht der Zuschauer, und wird er bereit sein, in immer kürzeren Abständen in kostspielige neue Technologie zu investieren?
Knoten geplatzt – immer mehr Sender in HD
Mit dem startenden Regelbetrieb der öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF im Februar 2010 (wir berichteten), scheint es nun offenbar kein zurück mehr zu geben. HDTV wird der neue Standard für Fernsehübertragung in Deutschland.
In anderen Industrieländern ist die Entwicklung von SD (Standart Definition) zu HD schon längst über die Bühne gegangen, zahlreiche Sender in Japan, den USA oder auch Brasilien strahlen ihr Programm schon seit Jahren in HDTV aus, zum Teil parallel zur SD-Ausstrahlung, zum Teil ausschließlich in HD. Mehr und mehr deutsche Haushalte sind inzwischen mit den passenden Fernsehgeräten und Peripherie ausgestattet, mit Blu-Ray ist das passende Speichermedium auf dem Markt und alle gängigen Übertragungswege bieten inzwischen die passenden Bandbreiten – es läuft gut für das neue Format. Nach und nach werden wohl alle Fernsehsender in HD senden.
Öffentlich-Rechtliche HD-Pläne
Die öffentlich-rechtlichen Sender konzentrieren sich dabei zuerst auf ihre Hauptprogramme ARD HD und ZDF HD, weiterhin sendet der Kulturkanal arte hochauflösend. Die Dritten- sowie die Digitalprogramme werden auf ihre Umstellung wohl noch warten müssen. Grund sind die Kosten – derzeit werden die Sender in zwei Versionen übertragen: Analog SD und Digital SD. Mit der digitalen HD-Ausstrahlung würde ein dritter Vertriebsweg hinzukommen, und das für insgesamt rund 20 Sender.
Das leistet man sich bis zur geplanten Analogabschaltung nur für die Hauptprogramme und das deutsch-französische Prestigeobjekt arte, wie Tobias Schwan vom ZDF bestätigt: „Das heißt für das inhaltlich gleiche Programm müssen drei verschiedene Verbreitungsarten finanziert werden. In diesem Zusammenhang ist der HD-Start von weiteren Programmen des ZDFBouquets nicht vor der Beendigung der analogen Satellitenausstrahlung geplant.“ Grundinvestitionen in den neuen Übertragungsstandard sind aber bereits zumindest bei allen ARD-Anstalten getätigt, produzieren die Sender doch gemeinsam das Hauptprogramm DasErste und der MDR müssen so mit HD-Technik ausgestattet sein. Allen voran der Mitteldeutsche Rundfunk, welcher für die Übertragung der Olympischen Winterspiele in Vancouver verantwortlich ist - natürlich in HD. Früher oder später werden also alle öffentlich-rechtlichen Programme in High Definition senden.
Privatsender investitionsbereit
Auch die großen deutschen Privatsender gehen den Weg in eine hochauflösende Zukunft. Die zwei größten deutschen Fernsehkonzerne, RTL und die ProSiebenSat.1-Gruppe, haben sich für eine HD-Ausstrahlung entschieden.
RTL HD und VOX HD sind bereits seit November 2009 über das Satellitenangebot HD+ des Betreibers SES Astra, und in einigen Kabelnetzen zu empfangen. Im Februar 2010 folgen ProSieben HD, Sat.1 HD und kabeleins HD. Dazu Andre Prahl, verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland: "Wir glauben, dass HD ein Mehrwert ist, in dessen Genuss viele Zuschauer gerne kommen wollen. Daher investiert die Mediengruppe RTL trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten in dieses Projekt, um dadurch Fernsehen für die Zuschauer und damit auch für die Werbekunden noch attraktiver zu machen.“
Doch was wird aus RTL 2, SuperRTL, ntv und N24? Dass diese Sender in nächster Zeit über einen HD-Einstieg nachdenken müssen, ist wohl durch den technischen Fortschritt und die steigenden Bildqualitätsansprüche der Zuschauer bedingt. Auf Anfrage teilten jedoch die jeweils zuständigen Sendergruppen mit, dass derzeit noch keine konkreten Termine bekannt sind.
Eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung offenbart auch warum. Diese fällt wohl eher zu ungunsten des neuen hochauflösenden Fernsehens aus, denn enorm höheren Investitions-, Produktions- und Verbreitungskosten, zumal wenn diese Verbreitung parallel zur SD-Übertragung stattfindet, steht lediglich der Mehrwert der Zuschauer aber nicht unbedingt der der Sender gegenüber. Privatsender sind werbefinanziert und steigende Werbeeinnahmen sind auch mit technischen Neuerungen vorerst nicht zu erwarten. So könnten vor allem die fehlenden Finanzen zum Bremsklotz für die HD-Umstellung werden.
Simulcast oder Analogabschaltung?
Um Kosten und Aufwand zu reduzieren, wird sowohl von öffentlich-rechtlicher, als auch von privater Seite ein Komplettausstieg aus der analogen Fernsehübertragung anvisiert. Der Zeitpunkt ist allerdings strittig und je nach Übertragungsweg unterschiedlich. Am weitesten ist die Entwicklung in der terrestrischen Übertragung: Bereits im Jahr 2003 startete in Berlin in einem Pilotprojekt die Übertragung per DVB-T bei gleichzeitiger Abschaltung der analog-terrestrischen Verbreitung.
Mittlerweile können nach Angaben des offiziellen DVBT-Portals (ueberallfernsehen.de) etwa 90 Prozent aller deutschen Haushalte das digitale Antennenfernsehen empfangen. Eine Karte mit Darstellung der Verfügbarkeit von DVB-T in Deutschland schafft schnell Orientierung. Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, sollen die letzten analog-terrestrischen Sender spätestens bis Mitte 2012 abgeschaltet werden, um die frei gewordenen Frequenzen anderweitig zu nutzen. "Je eher wir den Übergang zum Abschluss bringen, um so rascher werden unsere Bürger und Unternehmen daraus Nutzen ziehen", so die zuständige EU-Kommissarin für Medien und Information Viviane Reding.
Ob und wann HDTV via DVB-T übertragen wird steht derzeit noch in den Sternen, entsprechende Tests laufen derzeit in Großbritannien und Frankreich. Laut Digitalisierungsbericht der ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten), nutzten 2009 11,3 Prozent der deutschen Haushalte DVBT. Mehr Informationen, ob und wie Sie am besten DVB-T empfangen können, erfahren Sie in unserem Special "DVB-T Empfang".
Deutlich mehr Nutzer schauen via Satellit fern. 42,1 Prozent der deutschen Haushalte nutzten 2009 diesen Verbreitungsweg. Davon entfallen rund dreiviertel auf den digitalen Empfang, das entspricht in etwas 12 Millionen Haushalten – Tendenz steigend. Um teure Dopplungen im Simulcast (gleichzeitige analoge und digitale Übertragung) zu beenden, soll spätestens im April 2012 der Komplettausstieg aus der analogen Satellitenübertragung über die Bühne gehen. Bis dahin erwarten Experten eine nahezu flächendeckende Versorgung der Haushalte mit entsprechenden Receivern.
Weiterer Vorteil der Umstellung: Frei werdende Übertragungskapazitäten können den wachsenden Bandbreitenbedarf, welcher durch HD-Übertragung entsteht kompensieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung: „Durch die vollständige Umstellung auf digitale Übertragung können wertvolle Ressourcen effizienter genutzt sowie die Übertragungsqualität und Vielfalt der Programmangebote erhöht werden. Gerade für die Übertragung von Inhalten im High Definition Standard HDTV wird künftig mehr Datenrate benötigt.“
Dritter im Bunde der klassischen TV-Übertragungswege ist das Kabelfernsehen. Im Digitalisierungsvergleich bildet es das Schlusslicht gegenüber den anderen Technologien. 52,8 Prozent aller deutschen Haushalte nutzten 2009 Kabelfernsehen, davon lediglich 16,2 Prozent digital. Zwar sind inzwischen fast alle großen Kabelnetzbetreiber technisch im Stande, digitales Fernsehen anzubieten, doch liegen immer noch einige Stolpersteine auf dem Weg zur Volldigitalisierung der Kabelhaushalte.
Zum einen beweisen Studien, dass viele Nutzer das analoge Sender- und Qualitätsangebot als ausreichend ansehen, und nicht in Receiver investieren wollen, welche bei analogem Kabelempfang nicht nötig sind. Außerdem ergaben Umfragen, dass viele Haushalte gar nicht wissen, dass ihnen theoretisch digitales Kabelfernsehen zur Verfügung steht. Überdies waren viele Kunden der Meinung, ihr bisheriges Fernsehgerät wäre mit Digitalfernsehen inkompatibel. Eine breite Aufklärungskampagne seitens der Kabelnetzbetreiber scheint also von Nöten. Diese verwirren unterdessen mit ihren teils widersprüchlichen Aussagen über die zukünftige Ausstattung ihrer Netze, allen voran Kabel Deutschland. Der Netzbetreiber möchte sich weder klar für eine Einspeisung von HD-Kanälen aussprechen, noch einen konkreten Termin für den Analogausstieg nennen. Man begründet dies mit dem angeblichen Willen der Nutzer.
Es stellt sich allerdings die Frage, ob es in Zukunft überhaupt noch nennenswert große Nutzerkreise geben wird, die sich für analogen Empfang interessieren. Unabhängig davon forciert die deutsche Bundesregierung den Analogausstieg im Kabelnetz für 2012.
HD-Zukunftsmarkt IPTV?
All diese Zukunftsaussichten werfen jedoch eine wichtige Frage auf: Wie stark müssen Pixelzahlen und Bildwiederholungsraten noch steigen, um den Hunger der Zuschauer nach Neuerungen zu stillen? Oder sind es gar nicht die Zuschauer sondern vielmehr die Industrie, welche am technischen Fortschritt im Film- und Fernsehgeschäft interessiert ist?
Sicher, HDTV bietet eine deutlich höhere Qualität als das schon lange veraltete PAL-System und die Sehgewohnheiten der Zuschauer werden sich schnell an den neuen Schärfeeindruck gewöhnen.
Doch das Ende der Fahnenstange des technisch möglichen ist noch längst nicht erreicht. Alle namhaften Elektronikhersteller wollen noch in diesem Jahr 3D-fähige Fernsehgeräte auf den Markt bringen und in Japan erprobt man bereits die UHDTV-Technologie, welche die Full-HD Auflösung wiederum versechzehnfacht, also knapp 8000 Pixel pro Zeile bietet. Das "U" steht entsprechend für "Ultra". Damit überragt man selbst die Auflösung klassichen 35mm-Filmmaterials, welche mit circa 4000 Bildpunkten pro Zeile angegeben wird, und bisher das Maß der Dinge darstellte.
Sicher werden sich ambitionierte Nutzer weltweit für die neuen Technologien interessieren und auch bereit sein, dafür in immer kürzeren Abständen Geld zu investieren. Doch zumindest in Deutschland bleibt es fraglich, ob sich auf absehbare Zeit ein großer Markt für die HD-Nachfolger und – Weiterentwicklungen finden wird, denn schließlich fehlen bisher passende Inhalte fast gänzlich. Die Spezifikationen für eine 3D-Blu-Ray wurden zwar Anfang 2010 festgelegt, allerdings existieren bisher nur eine handvoll Filme, ein 3D-Sender ist hierzulande nicht in Sicht. Für UHDTV gibt es noch nicht einmal ein für den Massenmarkt geeignetes Trägermedium.
Wenn Albert Einstein den technischen Fortschritt Mitte des 20. Jahrhunderts schon für äußerst schnell hielt, so hat dieser rund 60 Jahre später noch einen Zahn zugelegt. Am Ende werden die Konsumenten entscheiden wie viele Bildpunkte und Dimensionen sie für ihr perfektes TV-Erlebnis benötigen und dabei wird vielleicht auch ein ganz anderer Aspekt eine Rolle spielen: Die inhaltliche Qualität – diese lässt sich nämlich nicht beliebig steigern. Hier finden Sie weitere wissenswerte Informationen und Tipss über HDTV und IPTV.
Quelle: http://www.iptv-anbieter.info
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Der Satellitenbetreiber SES Astra will noch keine verlässlichen Zahlen für die Nutzung seiner von der Tochter HD Plus betriebenen "HD+"-Plattform nennen, über die verschiedene private Fernsehprogramme mit technischen Restriktionen und Werbeunterbrechungen gegen ein jährliches Entgelt ausgestrahlt werden.
Kursierende Angaben von SES-Astra-Chef Ferdinand Kayser, wonach die Hälfte der Nutzer ihre Smartcard verlängert hätten, seien "nicht aussagekräftig, weil weder ein Zeitraum noch eine Bezugsgröße von ihm genannt wurden", erklärte ein HD-Plus-Sprecher auf Anfrage der SAT+KABEL am Donnerstag.
Seriöse Schlussfolgerungen können daraus in der Tat noch nicht gezogen werden. Details, die für eine Einordnung notwendig sind, sollen erst im Mai kommuniziert werden.HD Plus will im Rahmen der Branchenmesse Anga Cable Zahlen veröffentlichen. Erst dann will sich das Unternehmen sowohl zu den Verlängerungen als auch zu den Nutzerzahlen insgesamt äußern."Wir planen außerdem in der Folge eine Quartalsberichterstattung zu den Zahlen, um die Entwicklung zu dokumentieren", erklärte der Sprecher.
Fest steht derzeit nur, das bisher rund 1,5 Millionen Smartcards an den Handel ausgeliefert wurden, außerdem konnten im Handel 400.000 "HD+"-Boxen abgesetzt werden und etwa 100.000 CI-Module. Über die Nutzung sagt dies jedoch nichts aus.
Über die Plattform sind aktuell die Programme RTL-HD, RTL2-HD, Vox-HD, ProSieben-HD, Sat.1-HD, Kabel1-HD, Sixx-HD und Sport1-HD zu sehen. Die meisten Sendungen werden aktuell nur in skalierter SD-Qualität angeboten, das gilt speziell bei Sport1-HD und Sixx-HD.
50 Euro kostet die Verlängerung eines Jahresabonnements, wer online eine neue Smartcard erwirbt, zahlt 55 Euro. Umstritten ist "HD+" unter anderem deshalb, weil die Programme verschlüsselt werden und zudem technische Restriktionen beispielsweise bei der Archivierung über USB-Anschlüsse auf externe Datenträger im Zusammenspiel mit "CI+" sowie beim Time-Shifting vorgesehen sind.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Satellitenbetreiber SES Astra hat am Montag erstmals offizielle Zahlen zur vor eineinhalb Jahren gestarteten und äußerst umstrittenen "HD+"-Plattform vorgelegt. Und die sind eher durchwachsen ausgefallen.
Den Angaben zufolge bezogen Ende März 769.000 Haushalte eines der verschlüsselten Pay-HD-Programme RTL, Sat.1, ProSieben, Vox, Kabel1, RTL2, Sport1 und Sixx. 827.000 "HD+"-Smartcards wurden in Verbindung mit Digital-Receivern ausgeliefert, 57 Settop-Box-Modelle von 27 Herstellern betteln um Aufmerksamkeit.
Nur 114.000 Kunden zahlten zum Stichtag der Erhebung für das Paket, noch befinden sich 655.000 sind in der Gratisphase. Hoffnung macht SES Astra aber die sogenannte Conversion-Rate: Von den 172.000 Zuschauern, die vom 1. November 2009 bis 31. März 2010 ein "HD+"-Empfangsgerät mit Smartcard gekauft hatten und den Service ein Jahr kostenfrei nutzten, haben zwei Drittel um zwölf Monate verlängert. Ob das auch für die Monate seit und nach März 2010 gilt, ist offen. Dazu gibt es noch keine Zahlen. In der Regel liegt das Interesse zu Beginn weitaus höher.
"Kleine Sensation" und "tolles Ergebnis"
Der Geschäftsführer der federführenden HD-Plus GmbH, Wilfried Urner, bezeichnete die 114.000 Abonnenten gleichwohl als "kleine Sensation". Dass sich nach einem Jahr so viele Menschen entschieden hätten, den Service zu verlängern, sei ein "tolles Ergebnis", schließlich werde in Deutschland seit 20 Jahren über die Frage gestritten, ob Menschen freiwillig für Fernsehen zahlten. Ob die vorgestellten Zahlen tatsächlich ein Erfolg sind, darüber lässt sich trefflich streiten.
Im Sommer wird die Palette der "HD+"-Empfangsmöglichkeiten um eine weitere Variante erweitert. Dann können auch Satellitenkunden von Sky mit ihrem HD-Receiver das Angebot sehen, eine neue Smartcard ist nicht notwendig, "HD+" wird auf der vorhandenen Karte freigeschaltet. Die Plattform ist heftig umstritten, weil sie technische Restriktionen bei der Aufzeichnung auf Festplatte und bei der Archivierung sowie beim TimeShifting von TV-Sendungen vorsieht. Die Verfügungsgewalt über die Inhalte liegt damit beim Sender und nicht mehr beim Zuschauer.
Quelle: SAT+KABEL
114000 zuviel :rg
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Taschenrechner raus, 2/3 von 172000 sind fast genau die genannten 114000.
Also stimmen die Angaben genau dann, wenn der Stichtag der 31. März 2011 war.
Wer allerdings die Dienste wirklich weiterhin in Anspruch nehmen will, der wird mit der Verlängerung kaum bis zum letzten Tag warten.
Also müssten sich auch zahlreiche Nutzer in dieser Zahl finden, deren "Gratisphase" (was für eine Tatsachenverdrehung) etwas später abläuft.
Wie auch immer, der Betrieb muss extrem defizitär sein, kann bei weitem nicht einmal die reinen Transponderkosten einspielen.
Aber wir wissen ja längst, Banken finanzieren nur noch solche offenbar aussichtslosen Investitionen, bis zum nächsten Crash, für den dann wieder der Steuerzahler geradestehen soll...
Jürgen
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Ich glaube das irgendwo gelesen und so verstanden zu haben, kann es mangels HD+ Gerät (zum Glück) nicht selbst verifizieren: Die HD+ Geräte müssen zwingend die HD-Versionen des Pakets in der Senderliste nach vorne sortieren und die SD-Versionen löschen oder verstecken. Nur dann gibt es die HD+ Freigabe. Wenn das tatsächlich so ist kann ein Großteil der einfachen TV-Zuschauer nach Ablauf des 1-Jahres-Abos diese Unterschicht-Sender überhaupt nicht mehr empfangen. Die HD-Variante wäre gesperrt, die SD-Variante nicht zu finden. Das würde wohl doch etliche Leute quasi zwingen das Abo zu verlängern, obwohl denen vielleicht die kostenlose SD-Variante auch gereicht hätte wenn sie zu finden wäre.
Vielleicht hat hier jemand ein HD+ Gerät und kann das (z.B. durch Entnahme der HD+ Karte) überprüfen wie einfach man an die SD-Kanäle rankommen kann, oder auch nicht.
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Der ehemals zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehörige Sender N24 wird als erster deutscher Nachrichtenkanal in hochauflösender Fassung (HDTV) zu sehen sein: Satellitenbetreiber Astra kündigte an, das Programm ab dem 1. Juli 2011 über seine kostenpflichtige Plattform HD+ auf der Orbitalposition 19,2 Grad Ost auszustrahlen. N24 ist der elfte HD+-Sender, im Juni waren erst die HD-Fassungen von Nickelodeon und Comedy Central hinzugekommen. Alle Kanäle werden im Format 1080i50 mit einer Halbbildauflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten mit 50 Hertz ausgestrahlt.
Darüber, wie viele Nachrichtenbeiträge tatsächlich auch in HD produziert werden, finden sich in der offiziellen Pressemitteilung jedoch keine Hinweise. Tatsächlich dürften auch weiterhin alle Newskanäle beim Fehlen von Alternativen lieber mit einem Handy aufgenommene Videos senden als komplett auf Bildmaterial zu verzichten. Auch Wilfried Urner, Vorsitzender der HD+-Geschäftsführung, betont lediglich, die auf N24 ausgestrahlten Dokumentationen und Reportagen ausstrahle, "verlangen geradezu nach einer Ausstrahlung in HD". Nicht in HD produzierte Sendungen werden vor der Ausstrahlung auf 1080i hochgerechnet.
Bei HD+ handelt es sich nach Definition von Astra nicht um ein Pay-TV-Angebot, sondern um "verschlüsseltes Free-TV". Die Gebühr von 50 Euro im Jahr (bzw. 55 Euro bei Neukauf einer Karte) will der Satellitenbetreiber daher auch als "technische Servicepauschale" verstanden wissen. Für den Empfang werden dedizierte Geräte benötigt, wie HD+-zertifizierte Sat-Receiver oder HD+-taugliche CI-Plus-Module. Diesen Empfängern liegen HD+-Smartcards bei, mit denen sich die Plattform nach der Aktivierung 12 Monate gratis nutzen lässt. HD+ läuft nach dieser Zeit automatisch aus, eine Kündigung ist nicht notwendig.
HD+ steht seit seinem Start in der Kritik, da die offiziellen Empfangsgeräte entweder HD+-Sendungen aufnehmen und dann bei der Wiedergabe dieser Mitschnitte die Vorspulfunktion (Stichwort "Zwangswerbung") deaktivieren oder dafür sorgen, dass sich HD+-Sendungen überhaupt nicht dauerhaft mitschneiden lassen. Astra wertet die Plattform bislang jedoch als vollen Erfolg – und verweist dabei auf die vergleichsweise hohe Zahl von HD+-Früheinsteigern, die nach Ablauf der angesprochenen Gratisphase in die Verlängerung gegangen sind.
Quelle : www.heise.de
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Die deutschen Konsumentenschützer haben erneut verbraucherfeindliche Technologien wie "HD+" und "CI+" am Dienstag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin kritisiert - und mehr Transparenz gefordert.
Anlass dafür ist ein aktuell ausgestrahlter Werbespot der "HD+"-Plattform von SES Astra, der den Eindruck erweckt, dass sich nur vier HD-Programme unverschlüsselt empfangen lassen. Dem ist nicht so: Neben Das Erste HD, ZDF-HD und Arte-HD kommen unter anderem auch die privaten Kanäle Luxe-TV, Servus-TV und Anixe-HD sowie die englischsprachigen Programme BBC, ITV und Channel4 uncodiert über Satellit.
Im nächsten Jahr nach der Analog-Abschaltung folgen weitere öffentlich-rechtliche Kanäle wie ZDFneo, ZDFinfo und EinsFestival, die ohne Einschränkungen empfangen und aufgenommen werden können.
Die Verbraucherzentrale forderte deshalb mehr Durchblick für den Verbraucher und will nun deutliche Hinweise auf die mit "HD+" und "CI+" verbundenen Einschränkungen in der Werbung und vor allem auf den Verpackungen der Geräte durchsetzen.
Tatsächlich betreiben nicht nur die Plattformbetreiber sondern auch die Elektronik-Hersteller eine Art Desinformation: Liest man aktuelle Produktbeschreibungen von Digital-Receivern oder Flat-TVs werden Hinweise auf künstlich abgeschaltete USB-Buchsen oder scharfe Restriktionen bei Aufnahmen von SD/HD-Sendern in der Regel gar nicht aufgeführt - oder verschämt im kleingedruckten Sternchen-Test versteckt.
Das Argument der Anbieter: Grundsätzlich seien die Features verfügbar, die Sender hätten die Einschränkungen alleine zu verantworten, die Gemengenlage würde den Verbraucher eher "verunsichern". Wohl wahr und das wäre dem Verkauf der Geräte abträglich. Dass sich die Kundschaft nach der Investition in ein neues Gerät veralbert vorkommen mag, wenn es nicht seinen vorgesehen Dienst verrichtet, steht bei den Anbietern offenbar auf einem anderen Blatt.
Vielen Konsumenten sind nach Angaben der Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz die gravierenden Nachteile von "HD+" bei der Aufzeichnung von Sendungen nicht bewusst. Noch stärker sind die Einschränkungen, wenn ein "CI+"-Modul zum Einsatz kommt. Das wird beispielsweise in Fernsehgeräte mit integriertem HD-Satellitentuner und Aufnahmefunktion via USB-Anschluss oder interner Festplatte eingesteckt.
Betroffen sind grundsätzlich auch alle Kabel-TV-Zuschauer, die mit "CI+" fernsehen. Denn im Kabel sind alle Programme mit Ausnahme von ARD und ZDF grundverschlüsselt - eine Ausnahme bildet hier nur Kabel-BW in Baden-Württemberg. Noch sind viele Einschränkungen gar nicht aktiv, das kann sich aber täglich ändern.
Quelle: SAT+KABEL
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Die verbraucherunfreundliche Pay-TV-Plattform "HD+", die verschiedene werbefinanzierte Privatsender gegen eine jährliche Gebühr samt technischen Restriktionen ausstrahlt, will neue Kundschaft anlocken.
Am Samstag startet eine neue TV-Kampagne mit Werbespots, die bis zum 12. November auf den Sendern Sat.1, ProSieben und Kabel1 zu sehen sind. Der 30-Sekünder soll insgesamt 200 Mal zu den besten Sendezeiten ausgestrahlt werden, erstmals ist er morgen um 20.56 Uhr im Rahmen des Spielfilms "Men in Black" zu sehen.
Das Brutto-Media-Volumen liegt einer Mitteilung am Freitag zufolge bei knapp fünf Millionen Euro. Ob und wenn ja wieviel Geld in die Kassen von ProSiebenSat.1 fließt, ist unklar. Der Münchner Fernsehkonzern versendet seine hochauflösenden Programme ProSieben-HD, Sat.1-HD, Kabel1-HD und Sixx-HD über "HD+". Die Satellitenplattform wird von SES Astra veranstaltet, die teilnehmenden Sender erhalten einen Anteil an der jährlichen Bezahlgebühr von 50 Euro in unbekannter Höhe.
Für den Empfang sind "zertifizierte" Receiver notwendig, die allerlei Einschränkungen bei der Aufnahme, beim Time-Shifting und bei der Archivierung von HD-Sendungen mitbringen.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Privatsender Tele5, der bei den Zuschauermarktanteilen im Konzert der größeren Sender nur eine untergeordnete Rolle spielt, will einen HD-Ableger offenbar über die wegen ihrer technischen Restriktionen umstrittene "HD+"-Plattform von SES Astra ausstrahlen.
Auf der Astra-Frequenz 12.574 Ghz, horizontale Polarisation (SR: 22.000, FEC: 2/3) wurde am Dienstag die Kennung Tele5-HD aufgeschaltet, das Signal ist in Nagravision und Videoguard verschlüsselt. Ein reguläres Programm ist noch nicht zu sehen. Bislang werden über "HD+" elf Privatsender verbreitet, bei der Archivierung auf externe Medien und beim Time-Shifting gibt es verschiedene Einschränkungen. Der Empfang der Pay-HDTV-Sender kostet trotz Werbeunterbrechungen 50 Euro jährlich. SES Astra führt einen nicht bekannten Anteil der Einnahmen an die beteiligten Kanäle ab. Eine offizielle Ankündigung, ob und wann Tele5 das "HD+"-Bouquet ergänzt, gibt es noch nicht.
Quelle: SAT+KABEL
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Der Satellitenbetreiber Astra hat am heutigen Freitag seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2011 vorgelegt, die auch die entsprechenden Daten für die von Astras Tochtergesellschaft HD Plus GmbH betriebene HDTV-Plattform HD+ enthalten. Nach einem Bericht des Branchendienstes DWDL empfangen demnach aktuell 1,5 Millionen Haushalte die HDTV-Fassungen von Privatsendern wie ProSieben, Sat.1, RTL und Vox mit einer passenden Smartcard.
Ob jedoch bei HD Plus Jubelstimmung ob der neuen Zahlen herrscht, darf bezweifelt werden: Tatsächlich bekommen Käufer eines HD+-zertifizierten Receivers eine für 12 Monate freigeschaltete HD+-Smartcard mitgeliefert. Entscheidend ist also, wieviele dieser Kunden sich nach Ablauf dieser Gratis-Phase entschließen, 50 Euro "Infrastrukturgebühr" für eine Verlängerung um ein Jahr zu zahlen.
Und eben diese sogenannte Conversion-Rate sinkt: Anfang Mai hatte HD Plus noch berichtet, das von den 172.000 Zuschauern, die vom 1. November 2009 bis 31. März 2010 ein HD+-Empfangsgerät mit HD+ Karte gekauft und ein Jahr HD+ kostenfrei genutzt haben, 66 Prozent HD+ verlängert hätten. Laut DWDL zählte Astra am Ende des dritten Quartals 2011 allerdings lediglich rund 250.000 zahlende Kunden -- was einen eher moderaten Anstieg darstellt. Der Branchendienst zitiert Astra mit den Worten, die Conversion-Rate liege aktuell "bei deutlich über 50 Prozent".
Eine Erklärung für diese Entwicklung: Da die Auswahl an HD+-fähigen Satelliten-Receivern anfangs noch eher beschränkt war, dürften die ersten Kunden noch explizit darauf geachtet haben, RTL HD & Co. empfangen zu können. Insofern sei bei diesen Kunden auch ein größere Bereitschaft vorhanden, für das Angebot zu zahlen. Mittlerweile kommen hingegen recht viele Sat-Receiver mit HD+-Zertifizierung und -Smartcard. Mancher der Neukunden, die solch einen Receiver erhalten, könnte HD+ demnach als kostenlose Zugabe betrachten, eine Zahlung für die HDTV-Fassungen der Privatsender aber nach der Gratis-Phase nicht in Erwägung ziehen.
Quelle : www.heise.de