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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News diverses ... => Thema gestartet von: SiLæncer am 14 März, 2009, 19:15

Titel: "Spiegel": Interner Vermerk belastet Zumwinkel und Ricke schwer
Beitrag von: SiLæncer am 14 März, 2009, 19:15
In der Telekom-Bespitzelungsaffäre geraten der ehemalige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke massiv unter Druck. Beide werden nach einem Bericht des Spiegel durch einen konzerninternen Aktenvermerk aus dem Jahr 2005 belastet, illegale Schnüffeloperationen gedeckt zu haben. Bei Zumwinkel und Ricke waren auf Grund des aktuellen Ermittlungsstandes der Bonner Staatsanwaltschaft Razzien vorgenommen worden. Nach dem Spiegel-Bericht soll Zumwinkel Anweisungen für eine Geldzahlung erteilt haben, mit der angeblich ein Maulwurf in einer Zeitschriftenredaktion entlohnt worden sei.

Verfasser des Papiers sei der in Untersuchungshaft sitzende frühere Leiter der internen Ermittlungsabteilung KS 3, Klaus Trzeschan. Er gelte in der Telekom-Affäre als Schlüsselfigur für die Frage, ob Zumwinkel und Ricke bei der Suche nach Informationslecks im Aufsichtsrat auch illegale Aktionen wie das Ausspähen von Telefonverbindungsdaten oder das Installieren von Maulwürfen in Redaktionen angeordnet hatten. Ricke hatte dies bestritten und erklärt, er habe nur generell den Auftrag erteilt, undichte Stellen im Konzern aufzuspüren. Zumwinkel äußerte sich ausweichend. Er habe als Aufsichtsratsvorsitzender keine Anweisungen an Telekom- Mitarbeiter geben können.

Trzeschans Vermerk vom 29. November 2005 nennt Zumwinkel und Ricke aber als Verantwortliche für eine Operation, bei der mit Hilfe eines bezahlten Informanten in der Redaktion von Capital ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied als Quelle der Zeitschrift überführt werden sollte. Diese Anordnung sei direkt von Ricke und Zumwinkel gekommen. Trzeschan habe auf die Notwendigkeit hingewiesen, den ganzen Vorgang geheim zu halten: "Wegen der besonderen Brisanz dieses Ermittlungsauftrags war der Kreis der involvierten Personen extrem klein zu halten."

An der Existenz einer Telekom-Quelle beim Verlag Gruner + Jahr gebe es allerdings erhebliche Zweifel, heißt es im Spiegel. Die Staatsanwaltschaft werfe Trzeschan vor, sich in diesem und einem weiteren Fall an den dafür bereitgestellten Geldern persönlich bereichert zu haben.

Zur Bespitzelungsaffäre bei der Telekom siehe auch:

    * Razzia bei Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke wegen Telekom-Affäre
    * Staatsanwaltschaft durchsucht Detektei wegen Telekom-Affäre
    * Telekom testete Überprüfung von Mitarbeitern

    * Konten eines Hauptverdächtigen in der Telekom-Spitzelaffäre gesperrt
    * Erste Festnahme nach Spitzelaffäre der Telekom
    * Obermann entschuldigt sich bei Bespitzelten per Telefonanruf
    * ver.di: Telekom bespitzelte Gewerkschafts-Chef Bsirske
    * Telekom-Mitarbeiter verhielten sich bei Suche nach Datendieb gesetzeswidrig

    * Telekom: Aufklärung von Datenmissbrauch durch Datenmissbrauch
    * Telekom rekrutiert Datenschutz-Vorstand aus den eigenen Reihen
    * T-Mobile bricht Postgeheimnis von Aufsichtsräten
    * Sicherheitsrisiko Telekomgate
    * Telefondaten von DGB-Chef Sommer illegal ausgewertet

    * Telekom-Aufsichtsräte fordern umfassende Aufklärung der Spitzelaffäre

Quelle : http://www.heise.de/newsticker/Spiegel-Interner-Vermerk-belastet-Zumwinkel-und-Ricke-schwer--/meldung/134572
Titel: Spitzelaffäre: Telekom-Vorstand will Zumwinkel-Entlastung aufschieben
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2009, 12:28
Die Deutsche Telekom will Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel auf der Aktionärsversammlung wegen der Ermittlungen zur Spitzelaffäre zunächst nicht entlasten.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entlastung bis zur nächsten Hauptversammlung im Jahr 2010 zu vertagen. Dies geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung am 30. April hervor. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast einem Jahr gegen den früheren Post-Chef Zumwinkel. Dabei geht es um die illegale Überprüfung von Telefonverbindungen von Aufsichtsräten, Betriebsratsangehörigen und Journalisten in den Jahren 2005 und 2006.

"Wir haben erst im Jahr 2008 Hinweise bekommen, dass das, was wir bis dahin als Einzelsachverhalt eingeschätzt haben, eine größere Dimension hat", sagte ein Telekom-Sprecher. Angesichts der Ermittlungen hielten es Vorstand und Aufsichtsrat für angemessen, den Beschluss zu vertagen. "Es ist nur konsequent, im laufenden Verfahren keine Entlastung auszusprechen", sagte auch Ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder, der für die Arbeitnehmerseite im Telekom-Aufsichtsrat sitzt.

Erst am vergangenen Freitag hatte die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Spitzelaffäre die Anwesen von Zumwinkel und Ex-Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke durchsucht. Die Bonner Staatsanwaltschaft will klären, ob Zumwinkel und Ricke von dem Vorgehen wussten und welche Rolle sie spielten. Der Konzern hatte durch das Ausspähen von Verbindungsdaten wohl der Weitergabe von Interna etwa aus dem Aufsichtsrat auf die Spur kommen wollen. Die Telekom selbst hatte im Mai 2008 Anzeige erstattet und betreffende Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Die neue Unternehmensführung um Vorstands-Chef René Obermann hatte nach eigenen Angaben keine Kenntnis von den Vorgängen aus früheren Jahren. Insgesamt sollen etwa 60 Personen von den Maßnahmen betroffen sein. Auch Ver.di-Chef Frank Bsirske soll ausgespäht worden sein.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Ex-Innenminister: Zumwinkel "treibende Kraft" in Telekom-Spitzelaffäre
Beitrag von: SiLæncer am 21 März, 2009, 13:18
In der Telekom-Spitzelaffäre hat Ex-Innenminister Gerhart Baum (FDP) schwere Vorwürfe gegen den früheren Aufsichtsratschef des Telefonkonzerns, Klaus Zumwinkel, erhoben. Zumwinkel sei die "treibende Kraft hinter der Aktion gewesen", sagte Baum, der als Anwalt mehr als 50 bespitzelte Aufsichtsräte und Betriebsräte der Telekom vertritt, dem Nachrichtenmagazin Focus. Zumwinkel habe "das Informationsleck schließen" wollen. Ungeklärt sei, ob der 65-jährige Ex-Manager die dabei angewandten illegalen Ausspähmethoden kannte. "Wer einen so heiklen Auftrag erteilt, hat die Ausführung zu überwachen", sagte Baum. "Andernfalls liegt eine Pflichtverletzung vor."

Die Telekom hatte in den Jahren 2005 und 2006 durch das Ausspähen von Verbindungsdaten der Weitergabe von Interna an Journalisten etwa aus dem Aufsichtsrat auf die Spur kommen wollen. Das Unternehmen selbst hatte im Mai 2008 Anzeige erstattet und betreffende Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Insgesamt sollen etwa 60 Personen bespitzelt worden sein. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast einem Jahr auch gegen Zumwinkel.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom fordert Schadensersatz von Zumwinkel
Beitrag von: SiLæncer am 18 April, 2009, 13:50
In der Telekom-Spitzelaffäre fordert das Unternehmen einem Bericht der Deutschen Presse Agentur zufolge Schadensersatz vom früheren Konzern-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. Ein entsprechendes Schreiben sei dem Ex-Manager vergangene Woche übersandt worden, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Darin erhebe die Telekom Schadensersatzansprüche gegen Zumwinkel in Zusammenhang mit der Bespitzelungsaffäre von Journalisten, Aufsichtsräten und Gewerkschaftern. Die Rheinische Post bezifferte in ihrer Samstagsausgabe die Ansprüche unter Bezug auf Unternehmenskreise auf viele hunderttausend Euro.

Laut Spiegel wird Zumwinkel vorgeworfen, persönlich den Auftrag zum Aufspüren von Informationslecks in der Telekom an die Konzernsicherheit gegeben zu haben. Damit hätte der Manager nicht nur seine Kompetenzen als Aufsichtsrat überschritten. Juristen schlussfolgern, dass er eine solch weitreichende Weisung wohl auch in ihrer Ausführung und in ihren Konsequenzen überwacht haben dürfte. Ähnliches gelte für Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Schadensersatzforderungen gegen ihn müsste jedoch anders als bei Zumwinkel nicht der Vorstand, sondern der Aufsichtsrat der Telekom einleiten.

Beide Manager hatten die Vorwürfe in Zusammenhang mit der Spitzelaffäre bisher weit von sich gewiesen. Die Telekom betont, dass das "anwaltliche Anspruchsschreiben an Zumwinkel" keine Vorentscheidung im laufenden Strafverfahren sei. Dies sei allein Sache der zuständigen Staatsanwaltschaft. Die Telekom hatte in den Jahren 2005 und 2006 durch das Ausspähen von Verbindungsdaten der Weitergabe von Interna an Journalisten etwa aus dem Aufsichtsrat auf die Spur kommen wollen. Das Unternehmen hatte im Mai 2008 Anzeige erstattet und Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Insgesamt sollen etwa 60 Personen bespitzelt worden sein. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast einem Jahr auch gegen Zumwinkel.

Quelle : www.heise.de
Titel: Zeitung: Ricke und Zumwinkel sollen jeweils eine Million Euro an Telekom zahlen
Beitrag von: SiLæncer am 22 April, 2009, 20:28
In der Telekom-Spitzelaffäre fordert der Bonner Konzern nach einem Medienbericht von ihren ehemaligen Top-Managern Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel jeweils knapp eine Million Euro Schadensersatz. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) vorab ohne Angabe von Quellen berichtete, hat eine Kölner Anwaltskanzlei entsprechende Schreiben an den früheren Vorstandsvorsitzenden Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratschef Zumwinkel verschickt.

Danach würden die beiden früheren Manager aufgefordert, jeweils 994.050,53 Euro Schadensersatz im Rahmen des Bespitzelungsskandals zu leisten. Die Kanzlei hatte im Auftrag des Vorstands und des Aufsichtsrates wochenlang die Ansprüche geprüft und jetzt den Managern die Forderungen präsentiert, wie die Zeitung berichtete. Im Rahmen der Affäre wurden Mitarbeiter, Aufsichtsräte, Gewerkschafter und Journalisten ausgespäht.

Ein Telekom-Sprecher wollte den Bericht der SZ am Mittwochabend nicht kommentieren. Er verwies auf die Stellungnahme vom vergangenen Wochenende. Am Samstag hatte ein Sprecher Medienberichte bestätigt, nach denen Zumwinkel vor kurzem ein "anwaltliches Anspruchsschreiben" zugesandt worden sei. Es gehe um Pflichtverletzungen in der Zeit Zumwinkels als Chef des Aufsichtsrates, hieß es.

Ricke und Zumwinkel wird laut SZ vorgeworfen, die Bespitzelung von Telekom-Mitarbeitern in Auftrag gegeben zu haben. Die Forderungen könnten sich nach SZ-Informationen sogar noch erhöhen, da die Telekom den bespitzelten Mitarbeitern zugesagt habe, ihre Anwaltskosten zu übernehmen. Die Staatsanwaltschaft Bonn wird das Ermittlungsverfahren in dieser Datenaffäre laut SZ voraussichtlich im Sommer abschließen. Die Ermittler halten es demnach für möglich, dass auch Ricke und Zumwinkel vor Gericht müssen.

Die Telekom hatte in den Jahren 2005 und 2006 durch das Ausspähen von Verbindungsdaten der Weitergabe von Interna an Journalisten etwa aus dem Aufsichtsrat auf die Spur kommen wollen. Das Unternehmen selbst hatte im Mai 2008 Anzeige erstattet und betreffende Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Insgesamt sollen etwa 60 Personen bespitzelt worden sein. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast einem Jahr auch gegen Zumwinkel.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom-Affäre: Auch Ricke soll eine Million zahlen
Beitrag von: SiLæncer am 29 April, 2009, 18:47
In der Telekom-Bespitzelungsaffäre fordert der Konzern auch von Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke rund eine Million Euro Schadensersatz. Unternehmenskreise bestätigten am Mittwoch entsprechende Berichte des Handelsblatts und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Danach wurde die Forderung Ricke in einem Schreiben in dieser Woche zugestellt. Die Telekom hatte im Vorfeld der Hauptversammlung an diesem Donnerstag in Köln ähnliche Ansprüche bereits an den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel gestellt.

Beiden Spitzenmanagern droht in dem zivilrechtlichen Vorgang im Falle der Zahlungsverweigerung eine Klage der Telekom. Die Vorgänge dürften auch ein Thema auf der Hauptversammlung sein. Vorstand und Aufsichtsrat wollen vorschlagen, die Entlastung Zumwinkels um ein Jahr zu vertagen.

Ricke bestritt – wie zuvor auch Zumwinkel – die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bei der Suche nach "undichten Stellen" erneut. "Die Vorwürfe sind unbegründet und unrichtig", sagte er der FAZ. Er habe seinerzeit dem Leiter der Konzernsicherheit den Auftrag erteilt, "Vorschläge zu erarbeiten, wie die Indiskretionen beendet werden können." Darüber sei auch Zumwinkel informiert gewesen.

Die Telekom wirft Zumwinkel wie auch Ricke vor, den Auftrag zur Bespitzelung an den verantwortlichen Führungskräften vorbei direkt an einen Mitarbeiter der Konzernsicherheit gegeben zu haben und dadurch gegen ihre Pflichten und Zuständigkeiten verstoßen zu haben. Dabei ging es um die Weitergabe von Unternehmensinterna und die Bespitzelung von etwa 60 Personen – darunter Telekom-Aufsichtsräte, Journalisten und Gewerkschafter – in den Jahren 2005 und 2006.

Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit einem Jahr in der Affäre auch gegen Ricke und Zumwinkel. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Fred Apostel sollen die Akten bis etwa Ende Mai zur Einsicht fertig sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom bietet vorerst keinen Spionageschutz an
Beitrag von: SiLæncer am 10 Mai, 2009, 10:39
Im Zuge der Bespitzelungsaffäre und der Datenschutzpannen bietet die Deutsche Telekom künftig keine Spionageabwehr und keinen Abhörschutz für Fremdunternehmen an. Die in Darmstadt stationierte Group Business Security arbeite nicht mehr für Fremdunternehmen, bestätigte der Telekom-Sprecher einen Bericht der Wirtschaftswoche. "Im Sinne unserer Kunden, die eine so sensible Dienstleistung von uns fordern, warten wir die vollständige Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden ab", sagte er der dpa. Es gebe aber keinen Verdacht gegen Mitarbeiter aus dem Abhörschutz.

Die Telekom-Sondereinheit gelte in puncto Spionageabwehr und Abhörschutz als beste in Deutschland, schrieb die Wirtschaftswoche. Sie rückte auf Anfrage mit Spezialgeräten an, um Gebäude sowie Kommunikationsnetze nach Indizien für illegale Lauschangriffe zu untersuchen. Viele im Börsenleitindex DAX gelistete Konzerne griffen demnach bislang auf die Dienste der Telekom-Spezialisten zurück. In Sicherheitsabteilungen stünden sie in dem Ruf, alle Tricks ausländischer Geheimdienste zu kennen.

Der Telekom-Vorstand hätte die Spezialisten angewiesen, die Arbeiten für andere Unternehmen einzustellen und sich ganz auf den Abhörschutz im eigenen Konzern zu konzentrieren. Das Team arbeitete nur noch daran, die Sicherheitsstandards, die für die Zentrale in Bonn und die deutschen Niederlassungen entwickelt wurden, auf alle ausländischen Telekom-Töchter auszudehnen. Anfragen von Fremdunternehmen weise die Telekom inzwischen ab.

Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass der Bonner Konzern Verbindungsdaten unter anderem von Aufsichtsräten, Journalisten und Mitarbeitern ausgespäht hatte. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Konzernsicherheit saß über Wochen in Untersuchungshaft bis er kürzlich gegen Auflagen Haftverschonung erhielt. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren Post-Chef und Ex-Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel sowie gegen Obermanns Vorgänger Kai-Uwe Ricke. Die Telekom stellte inzwischen gegen Zumwinkel wie gegen Ricke Schadenersatzforderungen in Höhe von einer Million Euro.

Quelle : www.heise.de
Titel: Zumwinkel und Ricke frühzeitig über Spitzeleien informiert
Beitrag von: SiLæncer am 16 Mai, 2009, 10:30
Neue Details zum Spitzelskandal bei der Telekom: Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zumwinkel und Ex-Chef Kai-Uwe Ricke sind nach SPIEGEL-Informationen offenbar tiefer in die Affäre verstrickt als bisher bekannt. Das ergibt sich aus der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Bonn.

Hamburg - Die Ermittlungsakte ist eindeutig: Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom, Klaus Zumwinkel, und der Ex-Chef Kai-Uwe Ricke haben nach SPIEGEL-Informationen offenbar bereits im Herbst 2005 gewusst, dass von der Telekom-Konzernsicherheit Verbindungsdaten von Mobilfunkanschlüssen gespeichert und ausgewertet wurden.

Außerdem soll die Telekom im Jahr 2000 auch Verbindungsdaten an die Lufthansa geliefert haben, mit denen ein Kontakt zwischen einem Aufsichtsrat der Fluggesellschaft und einem Journalisten belegt werden sollte.

Brisant werden könnte für Zumwinkel und Ricke die Zeugenaussage des Düsseldorfer Rechtsanwalts Michael Hoffmann-Becking. Der Staranwalt hatte die Telekom 2005 juristisch beraten. Damals wollten Zumwinkel und Ricke das Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Wegner überführen, der ihrer Ansicht nach die Presse mit Informationen aus dem Aufsichtsrat versorgte.

In mehreren Gesprächen mit Hoffmann-Becking will der Jurist mit Zumwinkel und Ricke darüber gesprochen haben, dass in diesem Zusammenhang auch Verbindungsdaten verwendet worden seien. Dabei sei möglicherweise ein Kontakt zwischen einem Journalisten und dem Telekom-Konzernbetriebsrat nachgewiesen worden.

Kein Unrechtsbewusstsein

Weder Zumwinkel noch Ricke, heißt es in der Vernehmung des Anwalts, hätten irgendein Unrechtsbewusstsein über die Erhebung der Telefonverbindungsdaten gezeigt. Im Gegenteil: Es sei sogar erwogen worden, den Konzernbetriebsrat mit den gespeicherten Nummern unter Druck zu setzen.

Bei den im Jahr 2005 erhobenen Verbindungsdaten handelte es sich offenbar auch nicht um den ersten Fall. So hat der ehemalige Leiter der Spezialabteilung KS 3 laut dem SPIEGEL vorliegenden Vernehmungsunterlagen mitgeteilt, dass die Telekom bereits in einem ähnlichen Fall bei der Lufthansa AG im Jahr 2000 behilflich gewesen sei. Damals habe das Unternehmen im Rahmen einer "Kollegenhilfe" Verbindungsdaten geliefert.

Auch bei der Lufthansa ging es um den Verdacht, dass ein Aufsichtsratsmitglied Interna aus Sitzungen an einen Journalisten der "Financial Times Deutschland" weitergegeben habe. Die Lufthansa beteuert, den Fall anhand eigener Flugdaten gelöst zu haben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Lufthansa dementiert Daten-Deal mit Telekom
Beitrag von: SiLæncer am 16 Mai, 2009, 15:42
Die Lufthansa hat einen Bericht über illegale Daten-Transfers zwischen der Deutschen Telekom und der Fluglinie entschieden zurückgewiesen. "Da ist überhaupt nichts dran", sagte ein Sprecher. Laut einem Vorabbericht des Magazins Der Spiegel soll die Deutsche Telekom im Jahr 2000 Verbindungsdaten an die Lufthansa geliefert haben, mit denen ein Kontakt zwischen einem Aufsichtsrat der Fluggesellschaft und einem Journalisten belegt werden sollte. Das zeigten Unterlagen der Vernehmung eines Telekom-Beschäftigten. "Das weisen wir weit von uns", betonte der Lufthansa-Sprecher. "Wir haben Telekommunikationsdaten weder angefordert, noch erhalten."

Nach Indiskretionen aus Aufsichtsratspapieren habe die Lufthansa den Kreis der Verdächtigen anhand von Flugdaten eingegrenzt, so der Sprecher. Dann habe ein Aufsichtsrat das Unternehmen verlassen und sei weiteren Ermittlungen zuvorgekommen. Der Datenschutzbeauftragte Nordrhein-Westfalens habe das Vorgehen als völlig legal eingestuft.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom spionierte auch Bankdaten aus
Beitrag von: SiLæncer am 18 Mai, 2009, 09:31
Konzern untergrub offenbar jahrelang den Datenschutz

Die Spitzelaffäre der Deutschen Telekom erreicht eine neue Dimension. Nach Informationen des Handelsblatts spähte der Staatskonzern nicht nur die Telefondaten von Aufsichtsräten und Journalisten aus. Die Konzernsicherheit der Telekom vergab außerdem über Jahre hinweg Aufträge, um Konten von Mitarbeitern, deren Angehörigen und Dritten durchleuchten zu lassen.
Dies geht aus internen Telekom-Unterlagen und Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft hervor, die dem Handelsblatt vorliegen. Betroffen sind unter anderem Konten der Deutschen Bank, der Postbank und der Hypo-Vereinsbank. Auch ausländische Institute wurden angezapft.

Die Ermittlungsakten werfen ein neues Schlaglicht auf die Amtszeit des früheren Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke und dessen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. Beide sollen gewusst haben, dass bei der Suche nach Informationslecks im Aufsichtsrat Telefonverbindungen ausgewertet wurden. Dies würde einen Verstoß gegen das Fernmeldegeheimnis bedeuten.

Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking, der die Telekom 2005 beriet, sagte im Rahmen der Ermittlungen aus, er habe mit Ricke und Zumwinkel über den Sachverhalt gesprochen. Rickes Anwalt sagte dem Handelsblatt, sein Mandant könne sich an dieses Detail aus dem Anwaltsgespräch nicht erinnern. Zumwinkel äußerte sich nicht.

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen Ricke und Zumwinkel wegen des Verdachts, gegen das Fernmeldegeheimnis und den Datenschutz verstoßen zu haben. Beide Manager haben eigenes Fehlverhalten abgestritten. Die Telekom selbst jedoch fordert von beiden jeweils knapp eine Million Euro Schadensersatz. Die Spitzelaffäre lähmt den Konzern seit Monaten und hat den führenden deutschen Telekommunikationsanbieter in eine Vertrauenskrise gestürzt.

Die Akten der Staatsanwaltschaft legen nun nahe, dass die Telekom seit 2001 über mehrere Jahre auch Kontobewegungen ausspionieren ließ. Wie sorglos die Telekom mit der Vergabe von Spitzelaufträgen vorging, zeigt der interne Schriftverkehr: "Hallo Rolf, bezugnehmend auf unser Gespräch, geht es um folgende Leute", heißt es beispielhaft in einer E-Mail eines Telekom-Angestellten vom 2. Juni 2005 an die Konzernsicherheit. Dann listet der Mitarbeiter drei Namen und Kontoverbindungen auf und fährt fort: "Bitte Kontobewegungen prüfen." Die Betreffzeile der E-Mail legt nahe, dass es sich um den 67. Fall von Kontenüberprüfungen im Jahr 2005 handelte.

Ausgeführt wurden die Spitzeldienste von derselben Detektei, die auch für die Deutsche Bahn Konten ausforschte, der Argen GmbH in Köln. Sie wurde 1977 von John Fairer-Smith gegründet, einem ehemaligen britischen Geheimdienstagenten. Seit 1978 führt David Cowling die Geschäfte, dem die Firma heute gemeinsam mit seiner Frau zu 100 Prozent gehört.

Die Telekom teilte gestern mit, sie habe bei internen Recherchen bislang keine Hinweise auf einen solchen Vorgang gefunden, könne aber auch nicht ausschließen, dass es ihn gegeben hat.

In Unternehmenskreisen heißt es, die Konzernsicherheit habe sich verselbstständigt und ihre Arbeit womöglich vertuscht. Tatsächlich fand die Staatsanwaltschaft bei Durchsuchungen in der Telekom-Zentrale zu Aufträgen an Argen kaum Material, obwohl Konzern und Argen nachweislich seit 2001 in ständigem Geschäftskontakt miteinander standen. Wie es in den Ermittlungsakten heißt, sei unbekannt, ob die Unterlagen gar nicht erst archiviert wurden oder jemand sie entfernt habe. Die erst in einer Razzia bei Argen sichergestellten Unterlagen zeigen nun, dass die Detektei in großem Umfang vertrauliche Kundendaten an die Telekom lieferte.

An solche Daten kann kein privates Unternehmen auf legalem Weg gelangen. So schickte die Detektei an die Konzernsicherheit eine E-Mail mit Aufstellung der Ein- und Ausgänge auf dem Postbank-Konto eines Managers der Sparte T-Systems. Zusätzlich wird der Name seines Steuerberaters aufgeführt, umfangreiche Informationen aus seiner Steuerakte und sogar der Zinssatz, zu dem sein Sparbuch verzinst ist. Obendrein mailte Argen Informationen zum Kaufpreis der Eigentumswohnung der Lebensgefährtin des T-Systems-Managers.

Nach Informationen des Handelsblatts hat Argen zwischen 2000 und 2008 insgesamt 1,2 Millionen Euro von der Telekom erhalten. Nach Erledigung der Aufträge sollen die Unterlagen in Absprache mit dem Auftraggeber vernichtet worden sein. Warum die Staatsanwaltschaft dennoch die vorliegenden Beweise fand, ist unklar.

Quelle : www.golem.de
Titel: Ermittler kritisieren interne Aufklärung der Telekom-Bespitzelungsaffäre
Beitrag von: SiLæncer am 19 Mai, 2009, 12:41
Die internen Untersuchungen bei der Deutschen Telekom im Rahmen der Bespitzelungsaffäre sind unvollständig geblieben. Zu diesem Schluss kommt laut einem Bericht des Handelsblatts das Bundeskriminalamt, das seit ungefähr einem Jahr gegen den ehemaligen Sicherheitschef des Konzerns, Klaus Trzeschan, ermittelt. Die Telekom habe keine Konsequenzen daraus gezogen, dass der Ex-Sicherheitschef wichtige Angelegenheiten unaufgeklärt gelassen habe, viele Fragen seien unbeantwortet geblieben. Das gehe aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft hervor, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegen.

Telekom-Chef René Obermann hatte vor einem Jahr eine "umfassende Aufklärung" versprochen. Nach Analyse der 7500 Seiten umfassenden Ermittlungsakten ergebe sich aber ein etwas anderes Bild, heißt es in dem Bericht. Trzeschan sei im Jahr 2005 von der Konzernführung beauftragt worden, zu ermitteln, welcher Telekom-Aufsichtsrat interne Informationen an die Presse weitergibt. Trzeschan habe Verbindungsdaten von Mobiltelefonen besorgt und von einer externen Firma auswerten lassen – was gegen den Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis verstoße. Nachdem Trzeschans Vergehen im Sommer 2007 ans Licht gekommen seien, habe Obermann zwar intern ermitteln lassen, der Telekom-Chef habe es aber offenbar in Kauf genommen, dass sehr viele Fragen unbeantwortet geblieben seien. Das Verfahren endete milde mit einem Verweis. Erst als einer von Trzeschans Zuarbeitern die Telekom zu erpressen versucht, habe Obermann den Fall der Staatsanwaltschaft übergeben.

Die Telekom betont laut dem Bericht, die Bestrafung Trzeschans sei nach den damaligen Erkenntnissen nicht milde gewesen. Für Sanktionen wie Entfernung aus dem Beamtentum hätten die damaligen Erkenntnisse nicht ausgereicht. Es nicht nachgeforscht worden, wessen Telefonate illegal überprüft worden sind, weil die Telekom dazu das Fernmeldegeheimnis erneut hätte brechen müssen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom durchleuchtete angeblich Privatleben von Bewerbern
Beitrag von: SiLæncer am 20 Mai, 2009, 08:47
Die Deutsche Telekom soll laut einem Zeitungsbericht in einem bisher nicht bekannten Ausmaß auch das Privatleben potenzieller Mitarbeiter durchleuchtet haben. Das Handelsblatt schreibt heute unter Berufung auf der Zeitung vorliegende Unterlagen, im Ausland seien auch Informationen über das Intimleben gesammelt worden.

Als Beispiel nennt die Zeitung den Bericht über die Managerin eines kroatischen Telekommunikations-Unternehmens, die für eine Führungsposition bei der dortigen Telekom-Tochter im Gespräch gewesen sei. Das Dokument mit dem Aufdruck "Konzernsicherheit Personalscreening" von April 2004 enthalte eine Einschätzung der Frau als Sexualpartnerin. Außerdem würden Liebhaber der Frau aufgezählt. Das Dossier sei von einer deutschen Detektei erstellt worden, heißt es.

Die Telekom habe der Zeitung auf Anfrage versichert, dass sie generell keine Analysen zum privaten Umfeld von Bewerbern durchführe. Allerdings habe die Konzernsicherheit der Personalabteilung Ende 2004 ein Bewerberprofil als Beispiel für mögliche Personalscreenings präsentiert, das auch private Informationen enthalten habe. "Der Vorschlag, diese Art Screenings als Standard einzuführen, wurde von der Personalabteilung abgelehnt", zitiert das Handelsblatt den Konzern.

Zugleich sagte ein ehemaliger Sicherheitsberater der Telekom der Zeitung, er habe gesicherte Erkenntnisse, dass die Telekom in Ländern wie Kroatien, Mazedonien, Slowenien und Ungarn Dutzende Abfragen mit Ausleuchtung des Intimlebens habe durchführen lassen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom-Affäre: Papier soll Informanten enttarnen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Mai, 2009, 17:39
In der Telekom-Affäre liegt dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' ein Papier vor, bei dem es sich um die unterschriebene eidesstattliche Erklärung eines Maulwurfs aus der Redaktion der Zeitschrift 'Capital' handeln soll.

Laut diesem Schriftstück soll der heimliche Zuträger im Jahr 2005 den Telekom-Aufsichtsrat Wilhelm Wegner als Informanten des Blatts an den Konzern verraten haben. In dem Dokument, datiert auf den 10. Oktober 2005, behauptet der Verfasser, dass die wichtigste Quelle des 'Capital'-Redakteurs Reinhard Kowalewsky für Geschichten über die Telekom in dessen Telefonmerker mit den Buchstaben "WW" verzeichnet sei.

Ergänzt wird diese Behauptung mit Wegners Handy-Nummer. Nach Angaben des Hauptbeschuldigten in der Telekom-Affäre, des ehemaligen Chefermittlers Klaus Trzeschan, handelt es sich bei dem Dokument um jene eidesstattliche Versicherung, die er dem damaligen Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom, Klaus Zumwinkel, und Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke im Jahr 2005 als Beweismittel gegen Wegner vorgelegt haben will. Zumwinkel und Ricke suchten damals ein Informationsleck im Aufsichtsrat.

Allerdings gibt es auch erhebliche Zweifel an der Echtheit des Dokuments. So hat der vermeintliche Maulwurf gegenüber dem Nachrichten-Magazin jede Verstrickung abgestritten. Die Unterschrift unter der Erklärung sei gefälscht, außerdem seien viele Angaben der Erklärung schlichtweg falsch. Tatsächlich enthält die Erklärung eine Reihe ersichtlicher Fehler, unter anderem ist darin sogar der Name Kowalewsky falsch geschrieben.

Andererseits haben inzwischen mehrere Zeugen der Staatsanwaltschaft Bonn bestätigt, dass eine eidesstattliche Versicherung 2005 im Konzern vorgelegen habe. Nach Angaben von Wegner hat ihn Zumwinkel in einem Gespräch im Oktober 2005 mit dem Vorwurf konfrontiert, er sei der Informant der Zeitschrift, und dies ausdrücklich mit dem Hinweis auf solch eine eidesstattliche Versicherung aus der Redaktion 'Capital' begründet.

Wegner hat stets bestritten, Aufsichtsratsinterna an die Öffentlichkeit gegeben zu haben. Am Mittwoch hat 'Der Spiegel' dem Gruner + Jahr-Verlag, der die Zeitschrift 'Capital' herausgibt, eine Kopie des Dokuments zur Verfügung gestellt. Die Originale übergab das Nachrichten-Magazin der Deutschen Telekom. Dort sollen die Papiere jetzt auf ihre Echtheit überprüft werden.

Quelle : http://winfuture.de
Titel: Telekom-Bespitzelungsaffäre: Ermittlungen kurz vor Abschluss
Beitrag von: SiLæncer am 19 September, 2009, 13:31
Das seit 16 andauernde Ermittlungsverfahren wegen der verbotenen Bespitzelung von Gewerkschaftern und Journalisten steht laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" kurz vor dem Abschluss. Demnach plant die Staatsanwaltschaft, ihre Arbeit in diesem Jahr abzuschließen. Im Visier der Anklagebehörde stehen neben Männern "aus der zweiten Reihe" auch Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und der frühere Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel.

Wie "Der Spiegel" in der kommenden Ausgabe berichtet, habe der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking, gleichzeitig Berater der Konzernspitze, am 7. Oktober 2005 offen mit Zumwinkel über ein von der Telekom in Auftrag gegebenes Gutachten zur Bespitzelung geredet. Später sei dies auch im Gespräch mit dem damaligen Telekom-Chef Ricke ein Thema gewesen, ohne dass bei Zumwinkel oder Ricke ein "irgendwie geartetes Unrechtsbewusstsein vorgelegen" habe. Beide bestreiten, von dieser Aktion gewusst zu haben.

Um undichte Stellen im Aufsichtsrat zu finden, hatte die Konzernsicherheit der Deutschen Telekom in verbotenen Schnüffelaktionen Telefondaten von Gewerkschaftern und Journalisten ausgespäht.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom legt sich mit externen Callcentern an
Beitrag von: SiLæncer am 05 Oktober, 2009, 15:44
Nach zahlreichen Datenskandalen geht die Deutsche Telekom gegen unseriöse Vertriebspartner vor. Kontrollen hätten gezeigt, dass vier Vertriebspartner im Festnetzbereich den Datenschutz verletzt und vereinbarte Vertriebsmethoden nicht eingehalten hätten, teilte der Bonner Konzern am Montag mit. Die Telekom habe deshalb Strafanzeige erstattet, in einem Fall die Zusammenarbeit beendet und Abmahnungen erteilt. Zudem fordere der Konzern Provisionen zurück und erhebe Vertragsstrafen. Sie beliefen sich insgesamt auf rund 1,5 Millionen Euro.

Immer wieder hatten sich in den vergangenen Jahren dubiose Adresshändler Zugriff auf Kundendaten der Telekom verschafft. Im wohl spektakulärsten Fall aus dem Jahr 2006, der vor einem Jahr bekannt geworden war, wurden dem Konzern 17 Millionen Telefonnummern und Kundendaten der Mobilfunksparte T-Mobile entwendet . Die Telekom kündigte daraufhin eine Reihe von Maßnahmen für mehr Datenschutz und Kontrollen an.

Die Kontrollen hätten ergeben, dass die vier Vertriebspartner vertragswidrig Dritte mit telefonischer Kundenakquise beauftragt hätten, hieß es in der Mitteilung . Diese Subpartner hätten nicht nur unzulässigerweise Kundendaten der Telekom einsehen können, die Vertriebspartner hätten dafür auch höhere Provisionen eingestrichen, weil sie die Aufträge nicht richtig ausgewiesen hätten.

"Wir haben uns gegenüber unseren Kunden verpflichtet, gegen unseriöse Vertriebsmethoden hart durchzugreifen und das tun wir auch", sagte Datenschutz-Vorstand Manfred Balz. Er nahm aber gleichzeitig die Branche in Schutz: Der indirekte Vertrieb arbeite keineswegs grundsätzlich unseriös. "Diese Dienstleister arbeiten nicht nur für uns, sondern auch für andere Unternehmen unter anderem aus der Telekom-Branche. Wir müssen deshalb branchenweit dafür sorgen, dass betrügerische Vertriebsmethoden vom Markt verschwinden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bericht: Verfahren gegen Ricke und Zumwinkel werden eingestellt
Beitrag von: SiLæncer am 21 März, 2010, 12:26
Im Telekom-Datenskandal wird die Staatsanwaltschaft Bonn nach einem Medienbericht die Verfahren  gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel nun doch einstellen. Dies habe Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf Anfrage bestätigt, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus.

Trotz einiger Indizien, wonach die Telekom-Spitze Gewerkschafter und Journalisten bespitzeln ließ, um undichte Stellen zu enttarnen, "konnten wir ihre Einlassungen letztendlich nicht widerlegen", zitiert das Magazin den Behördensprecher. Die Bonner Ermittler werden laut dem Magazin vier Verdächtigen aus der zweiten Reihe den Prozess wegen Untreue und illegaler Auswertung von Telefonverbindungsdaten machen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war am Wochenende für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

In der Affäre geht es um die Bespitzelung von Aufsichtsratsmitgliedern, Betriebsräten und Journalisten. Konzernmitarbeiter hatten durch den Abgleich von Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Medienvertretern versucht, eine undichte Stelle über die Weitergabe von internen Informationen zu schließen. Im Frühjahr 2008 war die Spitzelaffäre öffentlich geworden und hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der frühere Postchef und Telekom-Aufsichtsrat Zumwickel hatte sich gegen die Vorwürfe gewehrt und von vorneherein nicht mit einer Anklage durch die Staatsanwaltschaft gerechnet.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom-Spitzelaffäre nähert sich dem Ende
Beitrag von: SiLæncer am 13 Juni, 2010, 15:54
Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel dürfen wieder ruhiger schlafen: An diesem Montag wird die Bonner Staatsanwaltschaft nach mehr als zweijährigen Ermittlungen vorerst einen Schlussstrich unter die "Telekom-Schnüffelakte" ziehen. Der ehemalige Konzernchef und der Aufsichtsratsvorsitzende, die Hauptbeschuldigten in der Affäre, sollen nicht wegen der illegalen Bespitzelung von Aufsichtsräten, Journalisten und Betriebsräten angeklagt werden. Allerdings werden sich beide möglicherweise wegen des Vorwurfs der "üblen Nachrede" verantworten müssen.

Lediglich Manager aus der zweiten Reihe müssen wegen des Sammelns von Verbindungsdaten voraussichtlich auf die Anklagebank. Am Wochenende berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass Ricke und Zumwinkel von der Staatsanwaltschaft Bonn einen entsprechenden Bescheid erhalten hätten. Beide hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Für die Opfer des Datenmissbrauchs dagegen wäre die Einstellung des Verfahrens gegen die Hauptbeschuldigten ein weiterer Skandal. Sie fühlen sich von den staatlichen Ermittlern in der Affäre ungerecht behandelt. Einsicht in die Ermittlungsdaten haben sie bis heute nicht erhalten. Kein Wunder, dass sie auf Konfrontationskurs gehen und notfalls eine Klage erzwingen wollen. Das findet auch ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder: «In den vergangenen zwei Jahren hat sich viel Wut angestaut», fasst der stellvertretende Aufsichtsratschef der Telekom seine Gemütslage zum Datenmissbrauch bei der Telekom zusammen. Er selbst gehört zu den rund 50 Menschen, die in den Jahren 2004 bis 2006 ins Fadenkreuz der Telekom-Schnüffler geraten waren.

Doch haben Ricke und Zumwinkel tatsächlich die Konzernsicherheit beauftragt, unter Umgehung von Recht und Gesetz das Informationsleck im Aufsichtsrat zu enttarnen? Oder haben sie zumindest gewusst und verschwiegen, dass illegal Telefonverbindungsdaten erhoben wurden? Sicher ist nur, dass sich die damaligen Top-Manager über die wiederholte Weitergabe von vertraulichen Informationen aus dem Kontrollgremium an die Presse extrem geärgert haben.

Ans Licht kam die Affäre im Frühjahr 2008, nachdem ein Magazin über den Fall berichtete und die Telekom Strafanzeige gegen unbekannt erstattet hatte. Damals war Ricke schon mehr als ein Jahr nicht mehr Amt. Und Zumwinkel hatte wegen einer Steueraffäre den Posten des Chefkontrolleurs bei der Telekom niedergelegt. Der Datenskandal löste einen Sturm der Entrüstung aus.

Die Staatsanwaltschaft Bonn leitete Ermittlungen ein und Telekom- Chef René Obermann machte den Datenschutz zur Vorstandsangelegenheit. Der Ruf den Konzerns stand auf dem Spiel. Zunächst schienen sich die Vorwürfe gegen Ricke und Zumwinkel zu erhärten. Der Anwalt Michael Hoffmann-Becking, der vorübergehend in Diensten der Telekom stand, hatte die beiden schwer belastet. Wenig später berief er sich auf seine Schweigepflicht. Die Ermittlungen gerieten in eine Sackgasse.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom-Affäre: Journalisten wehren sich gegen Einstellung des Verfahrens
Beitrag von: SiLæncer am 28 Juni, 2010, 18:28
Zwei Redakteure der Wirtschaftswoche haben Beschwerde wegen der Einstellung der Ermittlungsverfahren gegen ranghohe Manager der Deutschen Telekom eingelegt. In den Jahren 2005 und 2006 waren Aufsichtsräte, Gewerkschafter und Journalisten von der Telekom bespitzelt worden.

Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte am 14. Juni 2010 entschieden, Anklage gegen vier Mitarbeiter zu erheben, die Ermittlungen gegen den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und den Exkonzernchef Kai-Uwe Ricke aber einzustellen. Einer der Hauptzeugen, Exkonzernanwalt Michael Hoffmann-Becking, der die beiden zuerst belastet hatte, verweigert die Aussage.

Die Journalisten Jürgen Berke und Thomas Kuhn, die zu den Opfern der illegalen Abhörpraktiken gehören, haben dagegen Beschwerde eingelegt und lassen sich von der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek vertreten.

"Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft lässt zu viele Fragen offen", sagte die Anwältin Verena Hoene, "und Akteneinsicht hat bislang kein abgehörtes Opfer der hier begangenen Straftaten erhalten. Es ist unseren Mandanten damit unmöglich, die Gründe für die Einstellung nachzuvollziehen." Über die Beschwerde der bespitzelten Journalisten muss nun die Generalstaatsanwaltschaft entscheiden. Zu der Gewährung der Akteneinsicht muss das Landgericht Bonn eine Entscheidung fällen. Einer oder mehrere Beschuldigte verhindern bisher die Übersendung der Akten an die Anwälte der Opfer, so Hoene.

Jan Jurczyk vom Verdi-Bundesvorstand sagte Golem.de, die Arbeitnehmervertreter führten ebenfalls Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung. Die Verdi-Funktionäre werden von den früheren Bundesministern Herta Däubler-Gmelin und Gerhart Baum juristisch vertreten. "Über den Ausgang der Beschwerden kann ich nicht spekulieren", sagte Jurczyk weiter.

Däubler-Gmelin hatte kritisiert, dass der wichtige Belastungszeuge Hoffmann-Becking sich auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen durfte, obwohl er früher für die Unternehmensspitzen der Telekom tätig gewesen war. Seine Aussage hätte einer Genehmigung durch die Telekom und von Zumwinkel und Ricke bedurft. Däubler-Gmelin bezeichnete das als bedenkliche Rechtsauffassung.

Quelle : www.golem.de
Titel: Hauptangeklagter in Spitzelaffäre belastet auch Ex-Telekom-Chef Ricke
Beitrag von: SiLæncer am 03 September, 2010, 19:10
Für die ehemalige Telekom-Spitze wird es doch nochungemütlich: Im Prozess  um die Bespitzelungsaffäre hat der Ex-Abteilungsleiter für Konzernsicherheit auch ehemaliges Führungspersonal belastet. Der Hauptangeklagte Klaus T. übernahm zwar die alleinige Verantwortung für das illegale Ausspionieren. Er erklärte zum Prozessauftakt am Freitag vor dem Bonner Landgericht  aber zugleich, dass Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke frühzeitig im Jahr 2005 und später auch der damalige Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel in das Vorgehen eingeweiht gewesen seien.

Damit könnte auch die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen die beiden Ex-Topmanager wieder auf dem Prüfstand stehen. Wenn Ricke und Zumwinkel von dem Ausspähen gewusst hätten, stünden auch sie in der Verantwortung, sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel der Nachrichtenagentur dpa. Es werde geprüft, ob es jetzt Anlass für eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen sie gebe. Die Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel waren im Juni eingestellt worden. Die Bonner Staatsanwaltschaft sah "keinen hinreichenden Tatverdacht", dass sie die Ausspähaktionen angeordnet oder geduldet hätten.

Ricke und Zumwinkel sind für Anfang Oktober als Zeugen geladen. Beide haben stets bestritten, die illegalen Aktionen angezettelt oder von ihnen gewusst zu haben. Die "Umstände der Datenerhebung" seien spätestens im September 2005 sowohl Ricke wie auch Zumwinkel "bekannt" gewesen, erklärte Klaus T. über seinen Verteidiger Hans-Jörg Odenthal  vor Gericht. Die Rechtmäßigkeit des Vorgehens sei von ihnen aber gegenüber ihm "nicht in Zweifel gezogen worden". Er habe die Ausspähung von Journalisten und Gewerkschaftern  eigenmächtig veranlasst, sagte Klaus T. vor Gericht. Die telefonischen Verbindungsdaten seien "auf seine Veranlassung hinaus gewertet worden". Von einem konkreten Auftrag für das illegale Vorgehen aus der Telekom-Führung sprach er nicht.

Der Hauptangeklagte Klaus T. gilt als Schlüsselfigur in dem Prozess, in dem es neben der Verletzung des Fernmeldegeheimnisses auch noch um Untreue und Betrug geht. Der Ex-Leiter der Abteilung KS3 (innere Konzernsicherheit) bekannte sich uneingeschränkt "zu seiner Verantwortung für die Datenauswertung". Damit begegnete er zugleich einem früheren Anfangsverdacht der Staatsanwaltschaft, dass das illegale Ausspionieren von der damaligen Telekom-Spitze angeordnet oder veranlasst worden sein könnte.

Er habe einen "Auftrag" von Ricke erhalten, erklärte der Angeklagte. Ricke habe Aufklärung über "Indiskretionen" gewollt. Aufgrund des ihm erteilten Auftrags sei er "davon ausgegangen, dass von einem Mitglied des Aufsichtsrats fortlaufend vertrauliche Informationen an die Presse weitergegeben und hierdurch dem Unternehmen schwerer Schaden zugefügt wurde". Zur Aufklärung habe er seinerzeit "die Erhebung der Verbindungsdaten für gerechtfertigt gehalten". Aus heutiger Sicht sei die Datenerhebung ohne richterlichen Beschluss aber "ein großer Fehler" gewesen, sagte Klaus T. vor Gericht. "Damals habe ich gedacht, sie sei sachgerecht und zielführend gewesen."

In seinen Aussagen sagte Klaus T., dass vor allem der frühere Betriebsratschef Wilhelm Wegner zunehmend in Verdacht geriet, die gesuchte undichte Stelle zu sein, über die interne Informationen nach außen gedrungen seien. Es sei ihm aber nicht bekannt, ob ein internes Gespräch von Ricke und Zumwinkel mit Wegner stattgefunden habe.

Die Datenverstöße, bei denen Klaus T. nach seinen Aussagen auch die externe Hilfe eines Berliner Dienstleisters in Anspruch nahm, wurden in ihren Ausmaßen erst später bekannt. Die Telekom erstattete - inzwischen unter neuer Führung mit Vorstandschef René Obermann - im Mai 2008 deswegen selbst bei der Bonner Staatsanwaltschaft Strafanzeige.

Neben dem über 45 Jahre hinweg bei der früheren Bundespost und der heutigen Telekom tätigen Klaus T. sitzen noch zwei weitere frühere Mitarbeiter des Konzerns auf der Anklagebank. Das Verfahren gegen den ebenfalls angeklagten Berliner Geschäftsmann wurde abgetrennt, nachdem dieser ein ärztliches Attest vorgelegt hatte. Der Prozess ist auf weitere 11 Sitzungstermine im September und Oktober angesetzt und wird am kommenden Freitag (10. September) fortgesetzt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Telekom-Spitzelaffäre: Hauptangeklagter sagt aus
Beitrag von: SiLæncer am 10 September, 2010, 17:18
Die Rolle der früheren Telekom-Führung in der Bespitzelungsaffäre bleibt nebulös. Der Hauptangeklagte und Ex-Abteilungsleiter für Konzernsicherheit blieb im Prozess dabei, keinen konkreten Auftrag für das Ausspionieren erhalten zu haben.

Nach seinen Vorstellungen sei es aber klar gewesen, dass die Umsetzung des Auftrags von Ex-Telekomchef Kai-Uwe Ricke, eine undichte Stelle im Aufsichtsrat zu finden, auch derartige Methoden umfassen könne, sagte der Hauptangeklagte Klaus T. am Freitag am Bonner Landgericht. Neue konkrete Belastungen für Ricke enthielten seine Aussagen am zweiten Verhandlungstag nicht.

Der Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel sah derzeit keinen Anlass für eine Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen Ricke oder Ex- Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. Die Ermittlungen gegen die beiden früheren Top-Manager waren im Juni eingestellt worden. Bisher hat die Staatsanwaltschaft keine ausreichenden Hinweise, dass Ricke und Zumwinkel in das illegale Ausspähen frühzeitig und explizit eingeweiht waren. Beide sind für Anfang Oktober als Zeugen geladen. Sie haben stets bestritten, die illegalen Aktionen angezettelt oder von ihnen gewusst zu haben.

Klaus T. hatte schon am ersten Prozesstag vor einer Woche die alleinige Verantwortung für das illegale Ausspionieren über Telefondaten übernommen. Es sei in einem ersten Gespräch mit Ricke am 20. Januar 2005 "nicht konkret" darüber gesprochen worden, dass auch Telefonverbindungsdaten erhoben werden sollten, erklärte er nun im Verhör. Als "Lösungsmöglichkeit" nach einer Presseauswertung sei dieses Vorgehen aber von ihm ins Gespräch gebracht worden. Dabei habe er auf einen früheren Fall bei der Lufthansa verwiesen.

In der Unterredung habe Ricke aber auch "keine rechtlichen Bedenken" über ein solches Vorgehen geäußert, sagte Klaus T. Auch bei einem Vorgespräch am 20. Januar 2005, bei dem neben Ricke auch andere führende Telekom-Mitarbeiter anwesend gewesen seien – darunter Manfred Balz, damals Chefjustiziar und heute Vorstandsmitglied für Datensicherheit – habe er von dem Lufthansa-Fall berichtet.

Als die Ermittlungen zur Auffindung des Lecks im Aufsichtsrat im Sommer 2005 in Gang waren, habe Ricke "nicht über jeden Ermittlungsschritt so dezidiert" informiert werden wollen, sagte Klaus T. weiter. Er habe auch "keine konkrete Erinnerung", ob Ricke darüber informiert gewesen sei.

In den Jahren 2005 und 2006 waren von der Telekom 50 bis 60 Personen, darunter Journalisten, Aufsichtsräte und namhafte Gewerkschafter, über ihre Telefone ausspioniert worden. Es sollte herausgefunden werden, wie Unternehmensinterna an die Presse gelangten. Neben Klaus T. sitzen zwei weitere frühere Mitarbeiter des Konzerns auf der Anklagebank. Angesetzt sind Sitzungstermine bis Ende Oktober.

Quelle : www.heise.de
Titel: Bericht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Telekom-Chef
Beitrag von: SiLæncer am 13 September, 2010, 12:48
Im Rahmen der Ermittlungen wegen Bestechungsverdachts bei der ungarischen Tochter Magyar Telekom hat die Staatsanwaltschaft Bonn laut einem Zeitungsbericht auch Telekom-Chef René Obermann im Visier. Ende August hätten Strafverfolger nicht nur – wie berichtet – die Konzernzentrale in Bonn durchsucht, sondern auch die Privatwohnungen von mehreren Führungskräften, darunter Obermann, schrieb die Wirtschaftswoche. Es sei umfangreiches Material beschlagnahmt worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Auftrag der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums gegen acht Telekom-Manager wegen des Verdachts der Bestechung oder der Beihilfe zur Bestechung. Bereits vor fünf Jahren waren unregelmäßige Zahlungen in den Büchern der Magyar Telekom aufgetaucht. Obermann war zu der Zeit Chef von T-Mobile International und somit auch für die osteuropäischen Mobilfunkgesellschaften verantwortlich. Magyar Telekom sowie andere osteuropäische Tochtergesellschaften sollen Schmiergelder in Millionenhöhe an Regierungsbeamte gezahlt haben, um bei der Regulierung des Marktes und bei der Vergabe von Mobilfunklizenzen Vorteile zu bekommen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Ermittlungen gegen Telekom-Chef eingestellt
Beitrag von: SiLæncer am 03 Januar, 2011, 17:26
Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Telekom-Chef René Obermann im Zusammenhang mit angeblicher Korruption in Osteuropa eingestellt. Nach der Auswertung sichergestellter Unterlagen und der Anhörung von Zeugen habe sich der Anfangsverdacht gegen Obermann nicht bestätigt, teilte die Behörde am Montag mit. Im Zuge der Ermittlungen waren Ende August 2010 auch die Konzernzentrale und die Privatwohnung Obermanns durchsucht worden.

In dem Fall geht es um Bestechungsvorwürfe aus dem Jahr 2005 bei Telekom-Beteiligungen auf dem Balkan. Obermann leitete damals die Mobilfunksparte des Konzerns. Tochterunternehmen in Mazedonien und Montenegro sollen versucht haben, mit Bestechungsgeldern die Märkte vor Wettbewerbern abzuschotten. Nach früheren Angaben der Telekom ging es um 30 Millionen Euro für Verträge, für die es angeblich keine Gegenleistung gab.

Die Telekom begrüßte die Einstellung der Ermittlungen gegen Obermann. "Das ist das Ergebnis, das wir erwartet haben", sagte ein Sprecher. Erst Mitte Dezember hatte der Aufsichtsrat Obermanns Vertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert.

Insgesamt ermittelte die Bonner Staatsanwaltschaft gegen acht Manager. Die Verfahren gegen zwei der Beschuldigten – den Ex-Chef der mazedonischen MakTel und einen weiteren Telekom-Mitarbeiter – seien ebenfalls eingestellt worden, teilte die Behörde mit. Gegen fünf Personen, die unter anderem der Bestechung verdächtigt werden, dauern die Ermittlungen dagegen an.

Quelle : www.heise.de