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Info Corner / Internet-via-Sat, Datendienste / IPTV / Videoportale / Internet TV & Radio => # News diverses ... => Thema gestartet von: SiLæncer am 01 Februar, 2008, 13:22

Titel: Microsoft will Yahoo kaufen
Beitrag von: SiLæncer am 01 Februar, 2008, 13:22
Lange schon kochte die Gerüchteküche zu einer eventuellen Übernahme von Yahoo durch Microsoft, nun will der Redmonder Softwarekonzern aus den Gerüchten Tatsachen machen: Microsoft schlägt dem Yahoo-Management die Übernahme des Konzerns vor. Microsoft will dafür 31 US-Dollar pro Aktie bezahlen; insgesamt würde Microsoft die Yahoo-Übernahme damit 44,6 Milliarden US-Dollar kosten, ein Betrag, den nicht einmal der stets mit hohen Barreserven ausgestattete Softwarekonzern direkt als liquide Mittel verfügbar hat. Der Deal soll aber zur Häfte in bar, zur Hälfte in Microsoft-Aktien bezahlt werden. Das Angebot stellt einen Aufschlag von 62 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Yahoo am 31. Januar dar.

Man habe eine hohe Meinung von Yahoo, und zusammen könne man den Kunden, Internet-Nutzern und --Anbietern ein zunehmend faszinierendes Angebot an Lösungen liefern. Laut Microsoft wird der Online-Anzeigenmarkt von 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf 80 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 wachsen. Es sei aber eine Zeit, in der der Markt von Konsolidierung und Konzentration geprägt sei. Außerdem werde der Online-Anzeigenmarkt zunehmend von einer Firma dominiert, hieß es bei Yahoo – ohne den Hauptkonkurrenten von Microsoft und Yahoo, Google, direkt beim Namen zu nennen. Microsoft und Yahoo könnten zusammen aber eine wettbewerbsfähige Alternative darstellen.

"Die Kombination der beiden großartigen Teams würde uns ermöglichen, gemeinsam eine breite Palette von Lösungen und Anwendungen für unsere Kunden zu liefern, zu der jeder als einzelnes Unternehmen nicht in der Lage gewesen wäre", meinte Ray Ozzie, Notes-Erfinder und in Nachfolge von Bill Gates Chief Software Architect bei Microsoft, zum Übernahmeangebot an Yahoo.

Sowohl Microsoft mit seinem Online-Dienst MSN als auch Yahoo mit seiner Suchmaschine und seinem Portal waren in den letzten Monaten weiter gegenüber Google ins Hintertreffen geraten. Auch beispielsweise mit der Übernahme des Online-Werbevermarktes Doubleclick konnte Google Microsoft eine Firma wegschnappen, die der Konzern zum Ausbau seines Online-Werbegeschäftes wohl selbst gerne gekauft hätte. Selbst der Einstieg bei Facebook wurde von vielen Beobachtern als Gegenmaßnahme gegen einen möglichen Einstieg von Google bei der Social-Networking-Site betrachtet. Daher hatte es schon länger Überlegungen gegeben, ob eine Übernahme von Yahoo, Zweitplatzierter im Internet-Such- und Anzeigengeschäft hinter Google, durch Microsoft für den Konzern nicht Sinn ergäbe. Dies bejaht Microsoft zumindest für sich selbst mit dem Übernahmeangebot.

Laut Microsoft soll der Kauf im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Die Kosteneinsparungen sollen bei mindestens einer Milliarde Dollar liegen. Yahoo hatte gerade erst einen neuerlichen Gewinneinbruch verkünden müssen; eine Stellungnahme des Yahoo-Managements zu dem Übernahmeangebot steht noch aus, laut Microsoft sollen nun in Verhandlungen zwischen den beiden Firmen die Feinheiten der Übernahme ausgehandelt werden.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft will Yahoo kaufen [Update]
Beitrag von: SiLæncer am 01 Februar, 2008, 16:05
[Update]:

Mittlerweile hat sich auch das Yahoo-Management zu der Übernahme-Offerte geäußert: Man wolle das Angebot schnell prüfen. Der Verwaltungsrat werde die "unaufgeforderte" Offerte sorgfältig und rasch abwägen. Man wolle das beste Vorgehen im Sinne der Aktionäre wählen.

Quelle : www.heise.de
Titel: MICROSOFT-BOSS BALLMER - Wutmensch auf Google- Hatz
Beitrag von: SiLæncer am 02 Februar, 2008, 09:46
Es ist ein Geschäft, aber auch eine persönliche Mission: Bei seinem Griff nach Yahoo wird Microsoft-Chef Ballmer von Emotionen angetrieben - vor allem vom Hass auf Google, aus dem er nie ein Geheimnis gemacht hat.

New York - Steve Ballmer liebt Temperamentsausbrüche - egal, ob aus Freude, Wut oder Wahn. Viele seiner Emotionseruptionen sind per Kamera dokumentiert und haben sich quer durchs Internet verbreitet. Legendär wurde sein "Affentanz" ("Dance Monkeyboy"), bei dem er auf einer Konferenz eine Minute lang wirr kreischend auf der Bühne herumhüpft und schließlich exklamiert: "Ich! Liebe! Diese! Firma!". Ein anderes Mal ruft er 14 Mal am Stück "Entwickler!" und hat schon dicke Schweißflecke auf dem Hemd.

Eine von Ballmers schlimmsten Wutausbrüchen spielte sich hinter verschlossenen Türen ab - und erscheint heute, nach Microsofts 45-Milliarden-Gebot für Yahoo, in ganz neuem Licht.

Im November 2004 war das, als Microsoft-Ingenieur Mark Lucovsky seinem Chef mitteilte, er werde zum neuen Rivalen Google abwandern. Ballmer, so Lucovsky später in einer eidesstattlichen Erklärung, sei explodiert. Er habe Mobiliar durchs Büro geschleudert und mit Bezug auf Google-CEO Eric Schmidt gebrüllt: "Ich werde diesen Kerl verdammt noch mal begraben. Ich habe es schon mal getan, und ich werde es wieder tun. Ich werde Google verdammt noch mal umbringen!" (Der englische O-Ton war noch etwas vulgärer.)

Microsoft, Underdog?

Die aktenkundige Schilderung, die der massige Ballmer später als "grobe Übertreibung" abtat, zeigt jedenfalls eines: Ballmers tiefe Aversion gegen den Suchmaschinenkonzern aus Mountain View, der Microsoft seit Jahren die gewohnte Oberherrschaft in der Tech-Welt streitbar macht. Jetzt holt Ballmer also zum Gegenschlag aus. Mit 44,5 Milliarden Dollar Volumen wäre die Yahoo-Übernahme der größte Deal nicht nur in der Geschichte von Microsoft, sondern in der Geschichte des Silicon Valleys. Für Ballmer, 52, ist die Sache eine persönliche Mission.

Das wurde schon in der frühmorgendlichen Schaltkonferenz klar, bei der Microsoft den überraschten Wall-Street-Analysten das Vorhaben näher zu erläutern versuchte. Da beschrieb Ballmer den Software-Giganten plötzlich als drangsalierten Underdog, der sich gegen die Vorherrschaft eines anderen kaum mehr behaupten könne. Microsoft-Chefsyndikus Brad Smith beklagte den "superdominanten Marktanteil" von Google, und Manager Kevin Johnson nörgelte (ohne Google beim Namen zu nennen): "Der Markt wird heute zunehmend von einem Akteur beherrscht." Die Combo Microsoft-Yahoo sei da "eine glaubwürdigere Alternative".

Ob das so ist, darüber war sich die Wall Street noch unschlüssig. Der Kurs von Yahoo zog an, die Aktie von Microsoft sackte ab. Fest steht: Was Ballmer sich in den Kopf setzt, das peitscht er durch - egal wie.

Gnadenloser Streit vor Gericht

Auch der Yahoo-Coup war lange geplant. Erste Verhandlungen gab es vor einem Jahr, damals lehnte Yahoo ab. Im Oktober prophezeite Ballmer dann bei einer Web-2.0-Konferenz, Microsoft werde sich bald wieder aus seiner ungewohnten Defensive befreien und erfolgreich mehrere Tech-Bereiche dominieren: Software, Websuche, Online-Werbung. Seiner Abteilung für den letzteren Bereich gab der den väterlichen Rat: "Ihr seid Dreijährige, die mit Zwölfjährigen Basketball spielen. Eines Tages aber werdet ihr die anderen niederschmettern." Der Tag scheint gekommen.

Wer Microsoft-Veranstaltungen besucht hat, der weiß, wie schnell Ballmers Enthusiasmus seine Untertanen infiziert. Sie johlen, gröhlen, jubeln über seine schrillen Mätzchen.

Wer aber zur Konkurrenz überläuft, bekommt Ballmers Wut zu spüren, Der frühere Microsoft-Vizepräsident Kai Fu-Lee kann ein Lied davon singen. Lee, ein Star in der Software-Szene, hatte einst die Microsoft-Forschungsabteilung in China aufgebaut. Im Juli 2005 dann kündigte er und ging zu Google, um das Geschäft in der Volksrepublik zu leiten.

Abermals rastete Ballmer aus. Er verklagte Lee: Laut Vertrag dürfe dieser für ein Jahr nach seinem Ausstieg nicht bei den Rivalen anheuern - eine Klausel, die den Verrat von Firmengeheimnissen verhindern sollte. Der Gerichtsstreit zog sich über fünf Monate hin, in denen Lees Arbeit bei Google erheblich eingeschränkt war. Erst im Dezember 2005 gab Ballmer den Top-Manager frei. Im Verlauf dieses Verfahrens wurde auch die Möbelwurf-Episode mit Mark Lucovsky bekannt. Lucovsky sagte zu Gunsten seines Kollegen Lee aus - gegen Ex-Chef Ballmer.

Unterschwelliger Minderwertigkeitskomplex?

Ballmers Ehrgeiz ergibt sich wohl auch aus seiner Familienbiographie als Einwandererspross. Er ist der Sohn eines Schweizer Immigranten, der selbst nicht mal das Gymnasium abgeschlossen hatte. Vater Frederick, vormals Friedrich, war mit 23 Jahren aus Lausen bei Basel in die USA gekommen und schuftete bei Ford in Detroit.

Steve Ballmer hatte von Anfang an Höheres im Sinn. Er absolvierte eine Runde an Harvard, wo er sich mit dem späteren Microsoft-Gründer Bill Gates anfreundete. Sein nachfolgendes Wirtschaftsstudium an der Stanford University, der Kaderschmiede des Silicon Valley, brach er ab, als Gates ihm einen Job anbot.

Seitdem hat er sich bei Microsoft hochgearbeitet – und er wurde der erste US-Milliardär, der nicht selbst ein Unternehmen gegründet hat oder mit einem Gründer verwandt ist. Heute liegt er mit einem geschätzten Privatvermögen von 15 Milliarden Dollar auf Platz 31 der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt.

Ein unterschwelliger Minderwertigkeitskomplex des Stanford-Abbrechers, behaupten Kritiker, sei bei seinen Auftritten aber immer spürbar. Was Ballmer besonders wurmen muss: Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page, beide fast 20 Jahre jünger als er, lagen auf der letzten "Forbes"-Liste vor ihm.

Das soll sich nun ändern.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Microsoft/Yahoo - Deal gegen Google
Beitrag von: SiLæncer am 02 Februar, 2008, 14:10
Nach dem Bekanntwerden des Angebotes von Microsoft, Yahoo für rund 44,6 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, reagierten als erstes die Aktienmärkte mit deutlichen Kursänderungen. Dies brachte der unter Druck geratenen Yahoo-Aktie einen spürbaren Aufschwung. Während die Kartellrechtler noch darüber nachdenken, in welcher Form ein möglicher Zusammenschluss zulässig ist, stellt sich für die Internet-Gemeinde die Frage nach der Bedeutung einer solchen Verschmelzung.

Die Motive für das großzügig wirkende Angebot von Microsoft liegen auf der Hand. Der Software-Konzern ist trotz des "Browserkrieges", den die Redmonder gegen Programme wie Netscape gewonnen haben, im Internet selbst ins Hintertreffen geraten. Der lukrative Markt mit Werbung, mit Tools und Programmen, die via Internet auf dem PC laufen, oder mit Angeboten wie Navigation nach Art von Google Maps läuft weitgehend ohne Microsoft-Beteiligung. Hier hält Google mit 80 Prozent Marktanteil eine übermächtige Stellung, nachdem sich der Suchmaschinenbetreiber in fast alle Bereiche des Internets ausgebreitet hat.

Daran dürfte selbst das Zusammengehen von Microsoft und Yahoo – was dann 20 Prozent Marktanteil für die kooperierenden Unternehmen bedeuten würde – wenig ändern. Denn beide Firmen, Yahoo wie Microsoft, stehen derzeit im Vergleich mit Google als "Underdogs" da, als Verlierer im Wettstreit um Marktanteile. Zu spät hat man moderne Software-Techniken entwickelt, zu zögerlich neue Angebote etabliert. Yahoo stellt sich im Internet fast wie ein Gemischtwarenladen dar, der neben der Suchmaschine und dem Web-Portal auch weitere Dienste bereitstellt – beispielsweise Web-EMail, Online-Chat oder redaktionell betreute Nachrichten-Seiten. Nach erfolgreichen Jahren in den 90ern ist Yahoo jetzt in eine tiefe Krise geraten und hatte nach erneutem Gewinneinbruch die Streichung von 1000 Stellen angekündigt.

Ob das Zusammengehen zweier so unterschiedlicher Unternehmen in der Praxis tatsächlich funktioniert, wird man abwarten müssen. So ist noch nicht abzusehen, ob Microsoft/Yahoo gegen den Giganten Google eine nennenswerte Erfolgschance haben. Dass die Suche im Internet inzwischen landauf landab nur noch „googlen“ genannt wird, spiegelt die beherrschende Position dieses Suchmaschinenbetreibers.

Inzwischen hat das Internet und seine technisch respektive logistische Beherrschung längst eine politische Bedeutung bekommen – spätestens seit Yahoo mit der chinesischen Regierung zusammenarbeitete und den Machthabern in Peking Informationen über einen Dissidenten übermittelte, der Yahoo als Plattform für systemkritische Veröffentlichungen genutzt hatte.

Es bleibt die Frage, inwieweit die Internet-Anwender davon profitieren können, dass statt eines Dreier-Teams mit übermächtigem Quasi-Monopolisten namens Google nun ein "Duopol" aus Google und Microsoft/Yahoo entsteht. Sollte der große Spielraum, den jeder einzelne Anwender im Internet dazu nutzen kann, seine Interessen zu verfolgen, seine Ansichten zu publizieren und sich selbst einzubringen, durch marktpolitische Taktiererei eingegrenzt werden, kann das für das gesamte Internet nicht von Vorteil sein.

Quelle : www.heise.de
Titel: Komplizierte Integration: Microhoo droht die Selbstzerfleischung
Beitrag von: SiLæncer am 02 Februar, 2008, 17:55
Microsofts Yahoo-Übernahme könnte schnell zum Alptraum mutieren: In vielen Sektoren bieten beide Konzerne dieselben Dienste an. Den neuen Partnern droht ein zäher Machtkampf um Marken, Werbekunden und Deutungshoheit. Der lachende Dritte könnte Google sein.

Es sind zwei seltsame Partner, die sich da zusammen ins Bett legen: Auf der einen Seite Microsoft, der Behemoth der Betriebssysteme, auf der anderen Yahoo, die lebende Legende aus der Web-Gründerzeit. Es ist auch, in gewisser Weise, eine Allianz der Loser: Microsoft, der ewige Dritte im Netz, will Yahoo, den ewigen Zweiten, schlucken, um Google vom Thron zu boxen. "Microhoo - zusammen sind wir dick", könnte über dem Bett der neuen Partner geschrieben stehen.

Die Chancen, dass die Übernahme klappt, stehen gut - Kartellexperten räumen Microsofts Vorstoß, Yahoo für gut 45 Milliarden Dollar zu übernehmen, gute Chancen ein. Doch ist die Übernahme gemeistert, fangen die Probleme erst richtig an. Yahoo und Microsoft waren im Netz bislang erbitterte Konkurrenten, beide wollten in möglichst vielen Sektoren möglichst kräftig mitmischen. Die Folge: Bei Microhoo gäbe es so gut wie alles doppelt, manches sogar dreifach.

Stellt sich die Frage, wie man dieses Dubletten-Wirrwarr gescheit sortiert. Was kann man streichen oder zusammenlegen, ohne die Nutzer zu frusten - und schlimmstenfalls gar König Google in die Arme zu treiben? Welche Dienste müssen nebeneinander bestehen bleiben? "Egal, was ihr tut - lasst bloß die Finger von FlickR", schimpfen schon die Blogger. Aber wissen Microsoft und Yahoo überhaupt, wohin die Reise geht? Haben sie ein Integrationskonzept?

"Microsoft hat keinen hinreichenden Plan, wie es Yahoo in den Konzern integrieren soll", schreibt Danny Sullivan, Chefredakteur des Branchenportals "Search Engine Land". Sein Kollege Greg Sterling giftet in einem Interview mit Yusuf Mehdi, Microsofts Vize für strategische Partnerschaften: "Es ist schon erstaunlich, so viel Geld für eine Übernahme in die Hand zu nehmen, ohne genau zu wissen, was man damit anstellen will."

Eine wirkliche Antwort hat Mehdi darauf auch nicht, er murmelt diffus etwas von "Synergieeffekten". Durch die Übernahme erhöhe sich die Reichweite der Suchmaschinen- und Werbeanwendungen, die Server- und Betriebskosten würden sinken, sagt er. Und tatsächlich: In Sachen Größe und Reichweite entstünde ein wahrer Monsterkonzern - das belegen schon die Zahlen.

Allein: Die Geschichte der Fusionen ist eine Geschichte voller Missverständnisse - und die Wirtschaftsgeschichte kennt bereits hinreichend Merger, bei denen nie wirklich zusammenging, was zusammengehörte. Im schlimmsten Fall kostet das Milliarden, und das Image beider Marken wird arg ramponiert.

Es lohnt sich also, einmal genauer hinzuschauen: In welchen Bereichen drohen Microhoo erhebliche Integrationsprobleme, in welchen drohen Gefahren, in welchen liegen die größten Chancen? SPIEGEL ONLINE hat eine Übersicht zusammengestellt.

Mehr... (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,532729-2,00.html)

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Yahoo erwägt Optionen ohne Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 03 Februar, 2008, 11:48
Nach dem milliardenschweren Kaufangebot von Microsoft will Yahoo alle Alternativen zu einer Übernahme eingehend prüfen. Dazu gehöre auch die weitere Unabhängigkeit, betonte das Unternehmen am Wochenende auf seiner Webseite ausdrücklich und dämpfte gleichzeitig Erwartungen auf eine schnelle Entscheidung: Die Klärung werde einige Zeit benötigen.

Angesichts der zurückhaltenden Reaktion von Yahoo auf die Offerte wird an der Wall Street über mögliche Gegengebote anderer Investoren spekuliert. Denkbar seien private Beteiligungsgesellschaften und Medienkonzerne wie die News Corporation des Multimilliardärs Rupert Murdoch, hieß es in US-Medien. Wegen des Sinkflugs der Yahoo-Aktie in den vergangenen Monaten hätten bereits vor dem Microsoft-Gebot Finanzinvestoren mit einer vergleichsweise günstigen Übernahme geliebäugelt. Durch die Kreditkrise sind jedoch solche Mega-Übernahmen derzeit kaum finanzierbar. Microsoft könnte zudem dank seiner prall gefüllten Kriegskasse eine Gegenofferte kontern, schätzen Analysten.

Widerstand der Wettbewerbshüter erwarten Experten unterdessen eher in Europa als in den USA. Angesichts der Übermacht von Google bei der Online-Suche und im Internet-Werbemarkt rechnen sie eher nicht mit Hürden. Zwischen Microsoft und der EU-Kommission gab es jedoch immer wieder schwere Differenzen in Wettbewerbsfragen. Am ehesten seien daher Bedenken seitens der EU möglich, meint Gartner-Analyst Andrew Frank.

Quelle : www.heise.de
Titel: Rettung für Yahoo - wer als Weißer Ritter in Frage kommt
Beitrag von: SiLæncer am 03 Februar, 2008, 19:07
Mit Milliarden umworben und trotzdem widerspenstig: Der Portal-Konzern Yahoo zeigt sich wenig begeistert von Microsofts Kaufofferte - und will sämtliche Alternativen prüfen. Analysten spekulieren, dass bald andere Interessenten auftauchen und nennen bereits Namen.

Seattle - Es ist wirklich keine Liebe auf den ersten Blick. Schon im vergangenen Jahr war Microsoft mit einer ersten, noch heimlichen Kaufofferte bei Yahoo abgeblitzt. Auch das neue, öffentliche Gebot im Wert von 45 Milliarden Dollar stößt bei Yahoo auf wenig Begeisterung.

Das Webportal will nun alle denkbaren Alternativen untersuchen - dabei sollten auch die Chancen ausgelotet werden, weiterhin unabhängig zu bleiben, teilte Yahoo am Wochenende auf seiner Internetseite mit. "Ein Abwägungsprozess wie dieser ist ständig im Fluss und kann eine ganze Weile dauern."

Denkbar ist auch, dass Yahoo von anderen Firmen eine Offerte einholen wird. Das Yahoo-Management erklärte, man werde diese Optionen ebenfalls prüfen. Als mögliche Bieter werden unter Analysten Comcast , Viacom und General Electric gehandelt.

Der Kabelfernsehanbieter Comcast hatte schon 2003 mit einem feindlichen - und letztlich gescheiterten - Übernahmeangebot für Disney versucht, groß ins Mediengeschäft einzusteigen. Viacom kontrolliert das Filmstudio Paramount und ist unter anderem am Filmlabel Dreamworks und dem Spielehersteller Sega of America beteiligt. Die wichtigste Medientochterfirma des Elektronik-Mischkonzerns GE ist der Fernsehkanal NBC.

Integration und Kultur-Clash als Knackpunkte

Microsoft hat die Messlatte allerdings sehr hoch gelegt. Nur wenige Firmen verfügen über genügend Geld, um die 45-Milliarden-Dollar-Offerte aus Seattle zu toppen. Die Yahoo-Aktien verteuerten sich nach Bekanntwerden des Gebotes am Freitag um knapp 50 Prozent.

An der Wall Street wurde auch vermutet, dass Beteiligungsgesellschaften und die News Corporation  des Multimilliardärs Rupert Murdoch als mögliche Bieter für Yahoo in Frage kommen. News Corp. hatte derlei Spekulationen aber schon am Freitag eine Absage erteilt.

Bei Experten stößt Microsoft mit seinem Vorstoß nicht nur auf Zustimmung. Die Zusammenführung beider Firmen werde sicherlich lange dauern, sagte Toan Tran von Morningstar. Die jüngste Restrukturierung bei Yahoo würde die ohnehin schwierige Eingliederung noch komplizierter zu machen.

Vor allem die unterschiedliche Firmenkultur könnte zu Schwierigkeiten führen. Experten befürchten, dass besonders gute Mitarbeiter zu Google oder anderen Firmen flüchten. Anders als bei vielen Unternehmen, die über Sachgüter oder wertvolle Patente verfügen, sind die Mitarbeiter, ihr Wissen und ihre Motivation das wichtigste Gut bei Yahoo.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Google: Microsoft bedroht die "Offenheit und Innovation" des Internet
Beitrag von: SiLæncer am 04 Februar, 2008, 05:54
Nachdem Yahoo! auf das Übernahmeangebot von Microsoft in einer Stellungnahme eher reserviert reagiert und verlautbart hatte, dass man erst einmal alle andere Optionen prüfen werde, hat sich nun auch Google geäußert. Microsoft will mit dem größten Deal in seiner Unternehmensgeschichte das einst erfolgreiche Suchmaschinenportal für 45 Milliarden US-Dollar kaufen, um die Dominanz von Google zu brechen. Der weiterhin wachsende Markt der Online-Werbung werde zunehmend von einem Unternehmen dominiert, so erklärte Steven Ballmer in seinem Brief an Yahoo!, ohne Google beim Namen zu nennen.

Auch mit einem Zusammengehen von Microsoft und Yahoo! müsste Google im Kerngeschäft nichts wirklich fürchten, machte aber nun in einer eigenen Stellungnahme des Vizepräsidenten und Chefjuristen David Drummond darauf aufmerksam, dass die Fusion zu einer "überwältigenden" Dominanz im Bereich von Internet Messaging und E-Mail-Accounts führen würde. Beide Unternehmen würden auch die zwei am meisten besuchten Portale besitzen. Das könnte den freien Zugang der Kunden zu den entsprechenden Angeboten von Konkurrenten beeinträchtigen, warnt Google und will damit die Wettbewerbsbehüter auf diese mögliche Dominanz aufmerksam machen. Google selbst gerät allerdings wegen seiner vorherrschenden Stellung bei der Internetsuche und wegen des Kaufs des Online-Werbevermarktes DoubleClick zunehmend unter Kritik.

Ansonsten setzt Google die seit dem Börsengang gepflegte Selbstdarstellung ("Google won't be evil!") fort, die allerdings mit der Begehrlichkeit, die persönlichen Daten der Kunden zu sammeln und sie zu verwerten, und etwa der Anbiederung an die chinesische Regierung, schon einige Sprünge erlitten hat. Die Übernahme von Yahoo! durch Microsoft, so der Tenor von Google, gefährde die "Zukunft des Internet". Während Google – und Yahoo! – durch die "Offenheit des Internet" entstanden seien und diese weiterhin vertreten würden, gefährde die beabsichtigte Übernahme die "Offenheit und Innovation". Deswegen sei das mehr als eine "einfache finanzielle Transaktion".

Der böse Monopolist Microsoft könne – ganz im Gegensatz zum ganz den Kundenwünschen dienenden "guten" Konzern Google – im Internet "dieselbe unangemessene und illegale Einflussnahme" ausüben, wie er dies "mit dem PC getan hat". So will Google gerne die Situation verstanden wissen. Das Internet belohne "Wettbewerb und Innovation", so erklärt Google, Microsoft habe hingegen immer wieder versucht, "Monopole aufgrund proprietärer Software aufzubauen, um dann seine Dominanz in neue Märkte auszudehnen". Google stehe hingegen für die "Offenheit des Internet", sagt der Suchmaschinenkonzern, Microsoft bedrohe diese Kultur, in der der Kunde primär ist. Aber so einfach sind gut und böse wohl doch nicht verteilt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Google attackiert Microsoft: Widerstand bei Yahoo-Übernahme
Beitrag von: SiLæncer am 04 Februar, 2008, 16:29
Während sich Microsoft und Google in der Öffentlichkeit gegenseitig beschuldigen, das Internet dominieren zu wollen, laufen hinter den Kulissen die Telefone heiß; wegen der Microsoft-Offerte für eine Yahoo-Übernahme wird eifrig an allen möglichen Strippen gezogen. Google-Chef Eric Schmidt offerierte Yahoo-Mitgründer Jerry Yang telefonisch seine Unterstützung in jeder Hinsicht. Über eine Kooperation von Yahoo und Google wird heftig spekuliert. Dass Yahoo seine Suche billiger von Google betreiben lassen und sich dann auf sein übriges Portalgeschäft konzentrieren könnte, war schon einmal im Gespräch. So könnte Microsoft am Ende Yahoo in Googles Arme treiben, meinen Beobachter laut dpa. Trotz der bereits lukrativen Microsoft-Offerte lautet die Yahoo-Devise offenbar: Geld allein macht nicht glücklich – oder es sollte zumindest noch mehr sein, wenn Microsoft zum Zug kommen will. Dagegen gilt ein eigenes Übernahmeangebot Googles aus wettbewerbsrechtlichen Gründen als unwahrscheinlich.

Gegengebote anderer Interessenten wie Rupert Murdochs News Corp. halten Beobachter zudem für möglich. Bislang seien aber noch keine anderen Angebote als die Microsoft-Offerte bei Yahoo eingegangen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen. Der Verwaltungsrat von Yahoo habe auch noch keine Entscheidung zum Angebot von Microsoft getroffen. Yahoo hatte zuvor durchblicken lassen, dies werde einige Zeit dauern.

Mittlerweile ist in einer Eingabe bei der US-Börsenaufsicht SEC auch die E-Mail bekannt geworden, in der Yahoo-Firmenchef Jerry Yang und der neue Yahoo-VerwaltungsratschefRoy Bostock die eigenen Mitarbeiter zu beruhigen versuchen. In der Mail an die "fellow yahoos" heißt es, man wolle noch einmal betonen, dass es bislang absolut keine Entscheidung über das Microsoft-Angebot gegeben habe. Und es seien, entgegen anderslautender Gerüchte, auch keineswegs bereits Integrationsbemühungen zwischen den beiden Firmen im Gange. Microsofts Offerte sei nur eine von vielen Optionen, die Yahoo untersuche; Ziel könne es nur sein, den Nutzen sowohl für Anteilseigner als auch Mitarbeiter auch auf lange Sicht zu maximieren. Jedenfalls dürfe der Lärm um den Versuch Microsofts, Yahoo zu kaufen, nicht dazu führen, "dass wir vom Kern unserer Mission abgelenkt werden, schreiben Yang (firmenintern "chief yahoo" genannt) und Bostock. "Es ist entscheidend, dass wir uns auf unser Geschäft und auf unsere Strategie konzentrierten sowie darauf, unseren Usern, Anzeigenkunden und Anbietern Nutzen zu bieten."

Die Tech-Gemeinde im Silicon Valley bezweifelt allerdings laut einem dpa-Bericht weitgehend, dass die Yahoo-Übernahme die Lösung für Microsoft ist. In einem fusionierten Konzern "Microhoo!" würden zwei völlig gegensätzliche Kulturen aufeinander prallen: ein bürokratischer Gigant hier und unkonventionelle Lockerheit dort. Das gilt auch für die Spitzen: Der jugendliche Yahoo-Mitgründer Yang, der erst im Sommer wieder das Ruder übernahm, passt so gar nicht zu dem als Choleriker geltenden Microsoft-Boss Ballmer. "Unsere Stärke: Spaß haben", heißt es auf der Yahoo-Internetseite für Bewerber. "Die größte Bedrohung für den Deal sind Microsoft und Yahoo! selbst", urteilt das US-Magazin Forbes". Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass Yahoo sich derzeit auch als ein Gemischtwarenladen darstellt, der den Eindruck macht, möglichst jeden denkbaren Internet-Dienst anbeiten zu wollen – und das dann stellenweise mehr schelcht als recht schafft und der sich nur schwer in entsprechende Microsoft-Strukturen überführen ließe.

Hinzu kommen Berge von Problemen, die Fusionen immer zu einer Herkulesaufgabe machen und nicht selten scheitern lassen. Bitteres Beispiel der Mediengeschichte: Die zerrüttete Ehe von AOL und Time Warner. Allein die Integration von Technik und Verwaltung beider Seiten werde die Partner mindestens ein Jahr lang beschäftigen und lähmen, warnen Experten. Google könnte unterdessen weiter davoneilen. Und schließlich könnten auch die Behörden dafür sorgen, dass aus der Hochzeit keine Blitzehe wird. Zwar rechnen Beobachter seitens der US-Kartellwächter wegen Googles Übermacht eher nicht mit Widerstand. Doch die EU-Kommission hat mit Microsoft schon so manchen heftigen Strauß ausgefochten. So dauert die Prüfung von Microsofts Kauf der Online-Werbefirma aQuantive bereits Monate - im Fall Yahoo! dürfte es kaum schneller gehen.

Der deutsche Web-Konzern United Internet sieht sich durch einen Schulterschluss von Yahoo mit Microsoft nicht bedroht. "Wir sind mit einer Reichweite von über 19 Millionen monatlichen Nutzern Marktführer", sagte Deutschland-Chef Matthias Ehrlich dem Handelsblatt zur Situation in Deutschland. Yahoo und Microsoft kämen rechnerisch auch auf diese Zahl, hätten aber eine Überschneidung von 42 Prozent der Nutzer. Zu United Internet gehören Online-Angebote wie Web.de und GMX sowie 1&1.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft will für Yahoo-Kauf erstmals Schulden aufnehmen
Beitrag von: SiLæncer am 04 Februar, 2008, 19:11
Selbst ein Konzerngigant wie Microsoft stemmt eine 45-Milliarden-Dollar-Übernahme nicht mal eben so: Der Software-Riese will für den Bargeldanteil seines Gebots für Yahoo zum ersten Mal in seiner Geschichte Schulden aufnehmen.

San Francisco - Noch hat Finanzchef Chris Liddell offenbar nicht ganz genau nachgerechnet - zumindest drückte er sich ziemlich vage bei der Frage aus, wie Microsoft die anvisierte 45-Milliarden-Dollar-Übernahme von Yahoo denn stemmen will. "Wenn Sie sich den Baranteil anschauen, das werden mehr als 20 Milliarden Dollar sein", erklärte er. "Wir könnten das meiste davon durch unsere Barreserven bezahlen, aber es ist wahrscheinlich, dass wir uns tatsächlich zum ersten Mal etwas leihen." Microsoft will die Yahoo-Aktionäre je zur Hälfte in bar und zur Hälfte mit eigenen Aktien bezahlen.

Eine genaue Prognose, wie sich die Übernahme auf das Ergebnis von Microsoft auswirkt, wollte Liddell ebenfalls nicht geben. "Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können." In einigen Monaten werde es eine genauere Prognose geben, sagte der Finanzchef.

Noch dazu werden immer mehr Zweifel laut, ob es gelingt, die unterschiedlichen Unternehmenskulturen von Yahoo und Microsoft zu integrieren. Experten vermuten, dass eine ganze Reihe Talente von Yahoo zu Google oder anderen Konkurrenten abwandern könnte. "Wenn Sie eine Intelligenzbestie von Ingenieur in der Suchsparte oder einer anderen Abteilung von Yahoo sind, wollen Sie dann wirklich von der Microsoft-Kultur vereinnahmt werden, wo das Internet vielleicht nicht so viel zählt?", fragt etwa Bob Peck von Bear Stearns. "Der Zusammenprall der Kulturen wird eines der großen Probleme sein." Und Toan Tran von Morningstar sagt zu der Integration: "Das wird auf jeden Fall ein langer Prozess."

Trotzdem erklärte Microsoft-Chef Steve Ballmer heute nochmals, er sehe keine Alternative zum Kauf von Yahoo. Mit dem Deal will er Erzkonkurrent Google auf dem lukrativen Online-Werbemarkt endlich die Stirn bieten, wo Google bisher noch die unangefochtene Nummer eins ist. "Wir brauchen die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskapazität, um mit dem Marktführer mitzuhalten", sagte Ballmer auf einer Analystenkonferenz. Durch den Zusammenschluss entstünde eine starke Nummer zwei bei der Internet-Suche.

Das Angebot für Yahoo bezeichnete Ballmer als "großzügig". Die Offerte lag rund 60 Prozent über dem Schlusskurs vom Donnerstag. Eigentlich könnte man meinen, das Angebot käme genau zur rechten Zeit: Die Yahoo-Aktie hatte in den vergangenen Monaten an Wert verloren, war das Internet-Urgestein doch immer weiter gegenüber Google ins Hintertreffen geraten. Konzernchef und Firmenmitgründer Jerry Yang musste jüngst sogar den Abbau von 1000 der 14.300 Arbeitsplätze verkünden. Nach der Offerte von Microsoft gewann das Papier zwischenzeitlich mehr als 60 Prozent an Wert.

Trotzdem gibt man sich bei Yahoo zögerlich - nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wird die Microsoft Offerte intern als zu gering angesehen. So ist der Deal noch keinesfalls sicher. Zumal Google-Chef Eric Schmidt Yang offenbar telefonisch seine Hilfe angeboten hat. Das berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Eine Gegenofferte zu dem Microsoft-Angebot von rund 45 Milliarden Dollar habe Schmidt zwar nicht angedeutet, möglicherweise aber die Unterstützung für einen anderen Bieter sowie eine Partnerschaft mit Yahoo bei der lukrativen Werbung im Internet, zitierte das Blatt nicht näher genannte Insider.

Was das Angebot von Google-Chef Schmidt konkret bedeutet, ist noch unklar. Bislang seien noch keine Gegenangebote zur Microsoft-Offerte bei Yahoo eingegangen, hieß es bei Yahoo. Der Verwaltungsrat habe auch noch keine Entscheidung über die Microsoft-Offerte getroffen, hieß es in dem Bericht weiter. Das Unternehmen hatte am Wochenende erklärt, man werde alle strategischen Optionen prüfen.

Über die Art einer mögliche Zusammenarbeit von Yahoo und Google wird unter Experten heftig spekuliert. So könnte Yahoo seine eigene Internet-Suche kostengünstig auslagern und über die Google-Suche laufen lassen. Auch Gegengebote anderer Interessenten gelten als möglich. Denkbar seien private Investoren oder Medienkonzerne wie die News Corp. des Multimilliardärs Rupert Murdoch, hieß es in US-Medien. Allerdings wird eine solche Gegenofferte angesichts der Höhe des Microsoft-Angebots als nur schwer finanzierbar angesehen.

Wie sehr die Microsoft-Offerte für Yahoo Erzkonkurrent Google aufgeschreckt hat, zeigt eine Online-Veröffentlichung von Google-Topjurist David Drummond. "Microsofts feindliches Übernahmeangebot wirft beunruhigende Fragen auf", schrieb er. Es handele sich nicht nur um eine finanzielle Transaktion die Grundsätze des Internets seien in Gefahr. Offenheit und Innovation, schrieb Drummond. Er warnte davor, Microsoft könne eine Monopolstellung anstreben.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Yahoos Fotofreunde wüten gegen Microsoft- Offerte
Beitrag von: SiLæncer am 05 Februar, 2008, 06:29
Finger weg von Flickr! Mitglieder der Fotoseite protestieren gegen Microsofts Übernahmeangebot, drohen ihre Bilder zu löschen. Microsoft kann das gelassen sehen: Flickr hat seine Fans schon häufiger erzürnt – und bislang sind die meisten der Seite treu geblieben.

Der brasilianische Hobby-Fotograf Gustavo Cardoso aus São Paulo macht seiner Wut Luft: Auf einem Protestfoto im Bilder-Verzeichnis Flickr hält er ein Blatt Papier hoch. Aufschrift: "Nicht hier, Micro$oft! Lasst uns in Ruhe!" Wie er empfinden hunderte andere lautstark protestierende Flickr-Mitglieder: Microsofts Kaufofferte für Flickrs Konzernmutter Yahoo empört und beunruhigt einen Teil der langjährigen Flickr-Fans.

(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1087090,00.jpg)

Sie rotten sich in Gruppen zusammen, die Namen tragen wie " Microsoft, lass deine bösen, schmutzigen Hände von unserem Flickr" oder " Wenn Microsoft Flickr (Yahoo) kauft, lösche ich meinen Account". In den vergangenen drei Tagen haben sich knapp 800 Flickr-Mitglieder in einer dieser Gruppen angemeldet. Sie diskutieren mögliche Alternativen zu einem "MS Flickr", unterzeichnen Petitionen gegen die Übernahme, verhöhnen und verspotten Microsoft mit Bildmontagen.

(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1086573,00.jpg)

Viele der Nachrichten in den Anti-Microsoft-Gruppen beschränken sich auf Einzeiler wie "Lasst Flickr in Ruhe." Die Autoren der tiefer gehenden Beitrage argumentieren meist wie der US-Fotograf mit dem schönen Flickr-Presudonym "Planet Pixel": "Was immer Microsoft angefasst hat, ist unpraktischer und umständlicher geworden. Ich denke, die Flickr-Oberfläche wird sich verändern, eine Unmenge neuer unnützer Fähigkeiten aufnehmen."

Alle Flickr-Protestwellen sind verebbt

Derartigen Protest einiger lautstarker Nutzer ist man bei Flickr gewöhnt. Der hat bislang jede der umstrittenen Entscheidungen der Firma begleitet - und Flickr hat jede dieser Online-Protestwellen ausgesessen. Was sind schon 1000 zürnende Mitglieder bei 20 Millionen (so viele hatte Flickr nach eigenen Angaben im vorigen Dezember)?

Die erste Protestwelle kam und verebbte 2005. Damals kaufte Yahoo das 2002 im kanadischen Vancouver gegründete Bilder-Portal Flickr. Im Sommer zog Flickr zur neuen Konzernmutter ins kalifornische Sunnyvale, von 2006 an sollte jeder Flickr-Nutzer verpflichtend eine (kostenlos in wenigen Minuten zu registrierende) Yahoo-Identität zum Einloggen bei Flickr benutzten.

Flickr-Fans toben wegen Yahoo-Kauf

Diese Zwangsregistrierung empörte einige altgediente Flickr-Mitglieder. Der Hamburger Künstler Thomas Müller gründete damals die Flickr-Protestgruppe "Flick off", drohte mit Massenkündigungen bezahlter und nicht-bezahlter Flickr-Accounts, sollte die Yahoo-Zwangsregistrierung bestehen bleiben.

Heute, zweieinhalb Jahre später, muss jedes Flickr-Mitglied sich per Yahoo-Login identifizieren. Die Fotoseite hat Millionen Mitglieder gewonnen und die Protest-Gruppe " Flick Off" existiert sogar noch – inklusive 1406 Mitglieder, die es mit der Kündigung wohl doch nicht so ernst gemeint haben damals.

Die nächste Protestwelle provozierte Flickr im Sommer mit der lang verschleierten Einführung eines Filtersystems: Flickr sperrte deutschen Nutzer alle Bilder, die irgendein Nutzer für zu anstößig hielt, um sie seiner Oma zu zeigen.

Ändern konnten deutsche Nutzer daran nichts. Nicht einmal die Kreditkarten-Informationen der Nutzer eines kostenpflichtigen Flickr-Accounts genügen dem Fotoportal als Altersnachweis.

Die deutschen Nutzer fühlten sich übergangen, ignoriert, nicht ernst genommen – schließlich hatte Flickr diese Filter-Funktion vor der Einführung nicht erwähnt. Die Flickr-Mitglieder zürnten, verlangen in Foren-Nachrichten Aufklärung über die Gründe für die Zwangsfilter, riefen zum Boykott auf.

Ergebnis: Die Filter sind weiter in Kraft – und eine der größten Protestgruppen im Flickr-Forum zu dem Thema "Againstcensorship" ist inzwischen nicht mehr öffentlich zugänglich.

Wütende Nutzer schaden Flickr kaum

Die kanadische Fotografin Aletta Mes bilanziert resigniert: "Ich habe mir die Alternativen angeschaut. Bislang ist Flickr die beste Option. Man kommt bei jedem Dienst an eine Zensur-Grenze." Sie rechnet den Flickr-Demonstranten vor, wie wenig eine Kündigung ihres kostenpflichtigen Flickr-Accounts Yahoo tatsächlich ausmacht: "Die Realität ist, dass Flickr den größten Umsatz mit Werbung macht, nicht mit den Abogebühren aus Flickr-Pro-Mitgliedschaften." Aletta Mes' Fazit: "Yahoo mit einer Abokündigung zu drohen, ist eine vergebliche Mühe."

Angesichts der Flickr-Kontroversen und der simplen, aber bislang offenbar erfolgreichen Aussitzstrategie der Firma, hat Aletta Mes mit diesem resignativen Fazit recht. Mitmach-Netz bedeutet eben nicht, dass sich Demonstranten durchsetzen. Solange Microsoft es als etwaiger Flickr-Neueigentümer mit den Änderungen nicht übertreibt, muss der Konzern sich wohl keine allzu großen Sorgen machen.

Schließlich freuen sich sogar einige Nutzer auf Microsoft als Flickr-Paten. Thomas Martin aus Minnesota zum Beispiel, der in seinem Forenbeitrag sorgsam abwägt: "Ich bin mir sicher, dass Microsoft seine eigene Flash-Alternative Silverlight auf den eigenen Seiten bewerben wird, das wird also einige Veränderungen bringen." Er verzweifelt dennoch nicht, schließlich könnte die Flickr-Seite von solch einer Überarbeitung nur profitieren: "Die vergangenen Monate mit Flickr unter Yahoo-Führung waren nicht gut. Ich glaube nicht, dass unter Microsoft-Führung zahlende Flickr-Kunden als Beta-Tester für größere Überarbeitungen herhalten müssten. Aber ich kann da falsch liegen."

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Medienmogul Murdoch will nicht mit Microsoft um Yahoo konkurrieren
Beitrag von: spoke1 am 05 Februar, 2008, 09:48
Rupert Murdoch, für seine rechtskonservativen Ansichten bekannter Chef des Medienimperiums News Corp. will nicht in den Übernahmekampf um den Internet-Konzern Yahoo einsteigen. Er werde definitiv kein Angebot abgeben, sagte Murdoch laut dpa bei einer Analystenkonferenz. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei er einfach nicht interessiert.

Microsoft hatte am vergangenen Freitag ein Angebot von rund 45 Milliarden US-Dollar abgegeben, um Yahoo vollständig zu übernehmen. Yahoo selbst will dies genau prüfen, Beobachter rechnen derzeit damit, dass es auch Gegenangebote für Yahoo geben wird.

Zu den schärfsten Gegnern der Übernahme von Yahoo durch Microsoft zählt Suchmaschinen-Platzhirsch Google, der Yahoo bereits Unterstützung bei einem möglichen Widerstand gegen den Deal versprochen hat, selbst Yahoo aber unter anderem aus wettbewerbsrechtlichen Gründen wohl kaum selbst übernehmen will. Als möglicher Kandidat für eine Offerte gegen das Microsoft-Angebot wurde auch die News Corp. genannt, zu der neben TV-Anstalten (Fox News, BSkyB), Filmstudios (20th Century Fox) und Zeitungen (The Sun, The Times, New York Post, Wall Street Journal) auch beispielsweise das Social Network MySpace zählt.


Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/102982/from/rss09
Titel: Verkauf würde Yahoo-Gründern 4 Milliarden Dollar bringen
Beitrag von: SiLæncer am 05 Februar, 2008, 17:54
Ein Verkauf des Internetunternehmens Yahoo an Microsoft würde den beiden Firmengründern David Filo und Jerry Yang zusammen gut 4 Milliarden US-Dollar einbringen. SEC-Unterlagen zufolge hält Filo derzeit rund 78,2 Millionen Yahoo-Anteile, Yang kommt auf 52,8 Millionen Aktien. Bei 31 US-Dollar, die Microsoft pro Aktie zahlen will, käme Filo auf 2,42 Milliarden US-Dollar, Yang würde 1,64 Milliarden einstreichen.

Filo und Yang kennen sich von der kalifornischen Stanford University und entwickelten zunächst gemeinsam das Internetverzeichnis "Jerry and David's Guide to the World Wide Web", das Anfang 1994 ins Netz gestellt wurde. Kurze Zeit später benannten sie das Projekt in Yahoo! (Yet Another Hierarchical Officious Oracle) um und gründeten eine gleichnamige Firma, die sie 1996 an die Börse brachten.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft und Yahoo: Time waits for no one ...
Beitrag von: SiLæncer am 06 Februar, 2008, 18:14
Yahoo ziert sich weiter, in der Hoffnung auf attraktivere Gegenanbote oder eine Erhöhung der Microsoft-Offerte: Der Internet-Konzern will sich mit seiner Entscheidung zum milliardenschweren Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft weiter Zeit lassen. Der Verwaltungsrat prüfe nach wie vor eine breite Palette strategischer Alternativen, schrieb Konzernchef Jerry Yang am heutigen Mittwoch in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Angesichts bisher ausbleibender Gegengebote sieht Microsoft unterdessen die Chancen seiner Megaofferte von Tag zu Tag steigen.

 Die Führung von Yahoo werde sich die Zeit nehmen, die für eine ausreichende Prüfung nötig sei, schrieb Yang. Das Unternehmen habe zur Unterstützung externe Berater an Bord geholt. Microsofts Interesse mache die beeindruckende Stärke von Yahoo deutlich. Mit Blick auf den derzeit laufenden Umbau des problembeladenen Konzerns meinte Yang, durch die Ereignisse lasse sich Yahoo nicht von seiner Strategie zur Neuorganisation ablenken. Yahoo stellt derzeit auch in Europa alle Bereiche auf den Prüfstand. Nach einem neuerlichen Gewinneinbruch hatte der Konzern mit Sitz in Sunnyvale (Kalifornien) zuletzt den Abbau von 1000 der weltweit 14.300 Stellen angekündigt.

Mit dem Kauf für rund 45 Milliarden Dollar will Microsoft die Übermacht des Rivalen Google bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Die Aussichten auf einen "weißen Ritter" für Yahoo scheinen derweil zu schwinden: Mögliche konkurrierende Bieter wie der Telekomkonzern AT&T, der Kabelnetzbetreiber Comcast und Medienriese Time Warner hätten noch kein konkretes Interesse gezeigt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen.

Yahoo prüft unterdessen weiter eine Kooperation mit Google bei der Web-Suche und Online-Werbung zur Abwehr der Übernahme. In Europa habe Yahoo schon kürzlich mit Google über eine Auslagerung seiner Internet-Suche verhandelt, berichtete die Zeitung. Allerdings könnte auch eine solche Zusammenarbeit wegen der Dominanz von Googles Suchmaschine die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen. Bei einer Übernahme durch Microsoft erwarten Experten zwar eine genaue Prüfung der Kartellbehörden, halten am Ende aber grünes Licht für möglich.

Viele Analysten erachten Übernahme mittlerweile als wahrscheinlich und auch als finanziell attraktiv für Yahoo-Aktionäre. Einige Experten erwarten noch Gegenangebote, die aber mit der prall gefüllten Kriegskasse von Microsoft konkurrieren müssten. Denkbar seien besonders Offerten privater Finanzinvestoren, meint Analyst Brian Pitz von der Bank of America. Citigroup-Analyst Marc Sugarman erwartet, dass Yahoo die Microsoft-Offerte zunächst ablehne und dann ein nachgebessertes Angebot akzeptiere. Die Aktie von Yahoo notierte zuletzt weiter deutlich unter dem von Microsoft bislang gebotenen Preis von 31 Dollar. Beide Analysten setzten ihr neues Kursziel für die Yahoo-Aktie auf diese Höhe. Der Markt scheint davon noch nicht ganz überzeugt, sagten Händler.

Microsoft würde laut Berichten das Angebot erhöhen, wenn so eine friedliche Einigung mit dem Yahoo-Management zu erreichen wäre. Dem Marktforscher IDC zufolge benötigten Microsoft und Yahoo ohne einen Zusammenschluss mindestens fünf Jahre, um zu Google aufzuschließen – wenn es ihnen überhaupt gelänge.

Quelle : www.heise.de
Titel: Yahoo! will Übernahme durch Microsoft verhindern - offener Brief an Mitarbeiter
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2008, 16:36
Das Internetportal Yahoo! will die geplante Übernahme durch den Softwarekonzern Microsoft unbedingt verhindern.

Die Führung des Unternehmens suche nach Wegen, sich gegen das Übernahmeangebot durch den Konzern aus Redmond zu wehren, schrieb Yahoo!-Vorstand und Mitbegründer Jerry Yang laut Informationen der Nachrichtenagentur APA vom Freitag in einer E-Mail an seine Mitarbeiter. Dafür prüfe der Verwaltungsrat weiterhin strategische Alternativen zum Microsoft-Angebot. "In den vergangenen Tagen ist klar geworden, wie wichtig dieses Unternehmen den Menschen ist", formulierte Yang.

Microsoft hatte vor knapp einer Woche insgesamt 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) für Yahoo! geboten. Der Microsoft-Konzern strebt nach eigenen Angaben eine stärkere Position im Internet gegen den in vielen Geschäftsfeldern dominanten Suchmaschinen-Riesen Google an. Im Blickfeld hat der Konzern, der selbst den Markt für Heimcomputer mit seinem Betriebssystem Windows und seinem Bürosoftwarepaket Microsoft Office beherrscht, dabei vor allem den Bereich Internetwerbung.

Mit einer Übernahme von Yahoo könnte Microsoft auf diesem Gebiet zwar aufholen, aber noch lange nicht zu Google aufschließen, urteilten Experten. Aus Yahoo!-Unternehmenskreisen verlautete, das Internet-Portal - das selbst stark unter der Konkurrenz von Google leidet, stehe in Überlegungen, die Vermarktung seiner Werbeflächen im Rahmen einer Kooperation an Google abzugeben.

Quelle : SAT+KABEL
Titel: Yahoo-Berater empfehlen Annahme der Microsoft-Offerte
Beitrag von: SiLæncer am 09 Februar, 2008, 10:54
Eine Woche nach dem milliardenschweren Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft für Yahoo hat der Verwaltungsrat des Internet-Konzerns laut US-Medienberichten telefonisch über die Offerte beraten. Dem Gremium sei von externen Beratern die Annahme des Angebots empfohlen worden. Im Verwaltungsrat selbst seien die Meinungen am Freitag geteilt gewesen, hieß es.

 Das höchste Konzerngremium habe als Alternative zur Microsoft-Übernahme eine Kooperation mit dem Rivalen Google bei der Web-Suche und Internet-Werbung diskutiert, berichtete das Wall Street Journal; Yahoo-Chef und -Mitgründer Jerry Yang habe diese Möglichkeit aber nicht als "präferierte Alternative" zum Microsoft-Angebot präsentiert. Der Verwaltungsrat habe zudem eine mögliche Strategie für Verhandlungen mit Microsoft über einen höheren Kaufpreis besprochen. Für nächste Woche sei nun ein persönliches Treffen der Mitglieder des Gremiums angesetzt.

Yahoo wollte die Beratungen nicht bestätigen. Der Konzern nahm bislang zu dem Microsoft-Angebot inhaltlich nicht Stellung. Yahoo hatte stattdessen eine eingehende Prüfung aller Alternativen angekündigt und damit durchblicken lassen, dass eine Übernahme zum bisher gebotenen Preis nicht die erste Wahl ist. Dies habe auch Yahoo-Chef Jerry Yang bei der Telefonkonferenz des Verwaltungsrates signalisiert, hieß es. Ein von Yahoo erhofftes Gegenangebot zu Microsoft liegt bisher allerdings nicht auf dem Tisch.

Yahoo habe deshalb gar keine andere Wahl, als mit Microsoft zu sprechen, sagten mit den Beratungen vertraute Personen der Zeitung. Vertreter der Microsoft-Seite hätten sich zuversichtlich geäußert, dass die Offerte erfolgreich sein werde. Sie seien bereit, die Beratungen bei Yahoo abzuwarten; Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte betont, er sehe für seinen Konzern keine Alternative zur Übernahme von Yahoo.

Mit dem Kauf für fast 45 Milliarden Dollar (nach dem derzeit vorliegenden Gebot) will Microsoft die Übermacht des Rivalen Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen. Yahoo mit Firmensitz in Sunnyvale (Kalifornien) steht derzeit nach einem erneuten Gewinneinbruch vor dem Abbau von 1000 seiner weltweit 14.300 Stellen. Besonders auch Aktivitäten in Europa befinden sich auf dem Prüfstand.

Ein Großaktionär von Yahoo und Microsoft nahm inzwischen der Zeitung New York Post zufolge Kontakt mit Microsoft auf. Der Investor Capital Research und Management habe bei einem Treffen die Bereitschaft Microsofts zu einer Aufstockung des Kaufpreises ausloten wollen. Capital Research halte gut elf Prozent an Yahoo und mehr als sechs Prozent an Microsoft.

Der Microsoft-Kurs ist seit Bekanntgabe des Angebots um mehr als zehn Prozent gesunken. Dadurch verringerte sich auch der aktuelle Wert der Offerte, die zum Teil in Microsoft-Aktien bezahlt werden soll. Zum Zeitpunkt des Angebots am Freitag vor einer Woche war es 31 Dollar je Yahoo-Aktie wert, mittlerweile sind es lediglich rund 29 Dollar. Der Kurs von Yahoo lag zum Wochenschluss bei 29,20 Dollar.

Quelle : www.heise.de
Titel: Yahoo will angeblich Microsoft-Offerte zur Übernahme zurückweisen
Beitrag von: SiLæncer am 09 Februar, 2008, 19:18
Yahoo will das milliardenschwere Übernahmeangebot des Redmonder Softwarekonzerns Microsoft als zu niedrig zurückweisen. Nach Ansicht des Yahoo-Verwaltungsrats sei das Unternehmen mit der Offerte "massiv unterbewertet", berichtete das Wall Street Journal am heutigen Samstag unter Berufung auf über die Beratungen informierte Kreise. Außerdem gebe es durch das Angebot nicht berücksichtigte große Risiken, die Yahoo auf sich nehme, wenn man eine Vereinbarung mit Microsoft schließe, die dann von den Wettbewerbshütern gekippt werde.

Damit könnte es zu einem langen Übernahmekampf um den Internet-Konzern kommen. Microsoft hatte vor gut einer Woche ursprünglich 31 Dollar je Yahoo-Aktien geboten. Yahoo wolle aber voraussichtlich keinen Preis unter 40 Dollar akzeptieren, hieß es in der Zeitung. Der Verwaltungsrat werde an diesem Montag in einem Brief an Microsoft seine Haltung erläutern. Der Yahoo-Verwaltungsrat vertrete die Ansicht, Microsoft versuche, die jüngste Schwäche von Yahoos Aktienkurs zu seinem Vorteil auszunutzen und die Firma zu "stehlen".

Yahoo kann nach einer Ablehnung des Angebots auf Nachbesserung durch Microsoft hoffen oder auch auf eine Zusammenarbeit etwa mit dem Suchmaschinen-Riesen Google setzen. Microsoft könnte eine feindliche Übernahme gegen den Widerstand der Yahoo-Führung versuchen. Der Konzern müsste dazu die Yahoo-Aktionäre vom Angebot überzeugen; der Yahoo-Verwaltungsrat scheint aber nach Ansicht des Wall Street Journal der Auffassung zu sein, dass Microsoft eine feindliche Übernahme nicht versuchen werde.

Der Yahoo-Verwaltungsrat hatte nach Medienberichten am Freitag telefonisch über die Microsoft-Offerte beraten. Dem Gremium sei von externen Beratern zwar die Annahme des Angebots empfohlen worden. Im Verwaltungsrat selbst seien die Meinungen aber zunächst geteilt gewesen. Diskutiert worden sei sowohl eine Kooperation mit Google als auch eine mögliche Strategie für Verhandlungen mit Microsoft über einen höheren Kaufpreis. Der Konzern nahm bislang zu dem Microsoft-Angebot offiziell inhaltlich nicht Stellung und kommentierte auch den Bericht des Wall Street Journal bislang nicht. Ein von Yahoo erhofftes Gegenangebot zu Microsoft liegt bisher allerdings nicht auf dem Tisch. Yahoo habe deshalb gar keine andere Wahl, als mit Microsoft zu sprechen, sagten die mit den Beratungen vertraute Personen der Zeitung.

Quelle : www.heise.de
Titel: Yahoo lehnt Übernahmeangebot von Microsoft offiziell ab
Beitrag von: SiLæncer am 11 Februar, 2008, 15:43
Der Internet-Konzern Yahoo hat das milliardenschwere Übernahmeangebot des Softwareriesen Microsoft wie erwartet offiziell abgelehnt. Mit der Offerte sei das Unternehmen mitsamt Marke, weltweiten Besuchern und jüngsten Investitionen in Anzeigenplattformen deutlich zu niedrig bewertet, teilte Yahoo heute mit. Zu diesem einstimmigen Ergebnis sei der Vorstand nach sorgfältiger Prüfung gekommen.

Microsoft hatte Anfang des Monats 31 Dollar je Yahoo-Aktie geboten und Yahoo so ursprünglich mit 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) bewertet. Analysten halten ein höheres Angebot von Microsoft angesichts der prall gefüllten Kriegskasse des Konzerns für denkbar. Mit dem Kauf will der Konzern die Übermacht des Rivalen Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen. Der Yahoo-Vorstand teilt mit, er werde weiterhin alle strategischen Möglichkeiten prüfen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft bedauert Yahoos Ablehnung der Übernahme-Offerte
Beitrag von: SiLæncer am 12 Februar, 2008, 09:36
"Es ist bedauerlich, dass Yahoo unseren fairen Vorschlag nicht angenommen hat", heißt es in einer Antwort von Microsoft auf die gestern offiziell verkündete Ablehnung des Yahoo-Verwaltungsrats auf die Übernahme-Offerte aus Redmond. Der Softwarekonzern behalte sich alle nötigen Schritte vor, um sicher zu gehen, dass die Yahoo-Aktionäre den Wert des Übernahmeangebots wahrnehmen können. Yahoos Antwort ändere nichts an Microsofts Glauben an den strategischen und finanziellen Vorzügen des Angebots.

Konkrete weitere Schritte erläutert Microsoft in seiner Mitteilung nicht. Der Konzern könnte nun sein Angebot erhöhen oder eine feindliche Übernahme starten. Yahoo wiederum könnte sich mit einer "Giftpille" gegen eine Übernahme wehren. Dabei handelt es sich um ein strategisches Vorgehen, durch das eine Übernahme weit weniger attraktiv oder unmöglich gemacht wird. Analysten gehen jedenfalls davon aus, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen langwierig werden.

Anfang dieses Monats hatte Microsoft ein offizielles Übernahmeangebot für Yahoo bekannt gegeben. Der Konzern will dafür 31 US-Dollar pro Aktie bezahlen; insgesamt würde Microsoft die Yahoo-Übernahme damit 44,6 Milliarden US-Dollar kosten. Der Yahoo-Verwaltungsrat sieht das Angebot als nicht ausreichend an. Mit der Offerte sei das Unternehmen mitsamt Marke, weltweiten Besuchern und jüngsten Investitionen in Anzeigenplattformen deutlich zu niedrig bewertet, hieß es gestern in einer Yahoo-Mitteilung. Laut Medienberichten strebt Yahoo einen Preis von mindestens 40 US-Dollar je Aktie an.

Quelle : www.heise.de
Titel: Yahoo verhandelt mit Murdoch über Bündnis gegen Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 14 Februar, 2008, 05:53
Abwehrpakt gegen Microsoft: Um das Übernahmeangebot von Microsoft zu kontern, verhandelt Yahoo nun mit Medienmogul Rupert Murdoch. Dessen Konzern News Corp. soll sich laut einem Zeitungsbericht an Yahoo beteiligen, die Online-Angebote könnten kombiniert werden.

New York - Der Internet-Konzern Yahoo verhandelt zur Abwehr der drohenden Übernahme durch Microsoft laut US-Berichten mit Medienmogul Rupert Murdoch über eine Kooperation.

Online-Angebote aus Murdochs Imperium könnten demnach mit Yahoo kombiniert werden, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Im Gegenzug solle der von Murdoch kontrollierte Konzern News Corp. an Yahoo beteiligt werden.

Über News Corp. und einen privaten Finanzinvestor solle Yahoo zudem eine Kapitalspritze erhalten. Die Beteiligung von Murdochs Konzern könnte über 20 Prozent liegen, berichtete die Zeitung weiter. Zu News Corp. gehört unter anderem das Online-Netzwerk MySpace.

Zuvor hatten bereits mehrere Brancheninsider auf Websites über Gespräche zwischen den beiden Seiten berichtet. Erst vor einer Woche hatte Murdoch eine Gegenofferte zu Microsofts Angebot für Yahoo ausgeschlossen. Yahoo und Murdoch hatten vor längerer Zeit schon einmal über Kooperationen gesprochen, waren sich aber nicht einig geworden.

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft will mit seiner Offerte von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) den bei der Online-Suche übermächtigen Rivalen Google angreifen. Yahoo hat das Angebot jedoch als zu niedrig abgelehnt. Seither wird über eine Erhöhung der Offerte durch Microsoft spekuliert.

Der Druck auf Yahoo! nimmt derweil stetig zu. Einer der größten Aktionäre, der US-Vermögensverwalter Legg Mason, hält eine Übernahme für gut möglich und zeigte wie schon andere Investoren grundsätzliche Bereitschaft zu einem Verkauf. "Es wird schwer für Yahoo, unabhängig zu bleiben", hieß es in einem Investoren-Brief von Legg Mason. Microsoft müsse aber für einen Erfolg sein Angebot nachbessern.

Zugleich schwinden Berichten zufolge die Aussichten von Yahoo auf eine ebenfalls überlegte Kooperation mit dem Suchmaschinen-Konzern Google zur Abwehr der Microsoft-Übernahme. Die wettbewerbsrechtlichen Hürden seien angesichts der Google-Dominanz wohl zu groß. Beobachter halten zudem für möglich, dass Google nur auf Zeit spielte und die Übernahme für Microsoft so langwierig wie möglich gestalten will.

Yahoo begann unterdessen Berichten zufolge gestern mit dem vor kurzem angekündigten Abbau von rund 1000 der weltweit insgesamt 14.300 Stellen. Der problembeladene Konzern stellt derzeit wegen sinkender Gewinne alle Aktivitäten auf den Prüfstand. Im Visier ist dabei besonders das Europa-Geschäft.

Quelle : www.spiegel.de
Titel: Neue Kontakte zwischen Yahoo und Microsoft
Beitrag von: SiLæncer am 17 Januar, 2009, 18:14
Fast ein Jahr nach dem ersten Anlauf von Microsoft für eine Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo gibt es neue Kontakte auf hoher Ebene zwischen den beiden Unternehmen. Die New York Times berichtete am Samstag von einem Treffen von Microsoft-Chef Steve Ballmer mit dem Vorsitzenden des Yahoo-Verwaltungsrates, Roy Bostock. Auch die gerade erst ernannte neue Yahoo-Chefin Carol Bartz habe sich mit Ballmer getroffen. Konkrete Bewegung in Richtung eines möglichen Deals kündige sich jedoch nicht an: An den Gesprächen seien keine Investmentbanker beteiligt gewesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Microsoft hatte Yahoo im vergangenen Jahr eine Übernahme für mehr als 40 Milliarden Dollar angeboten. Der damals von Mitbegründer Jerry Yang geführte Internet-Konzern lehnte den Preis jedoch als zu niedrig ab. Nachdem Microsoft den Übernahmeangriff schließlich aufgab, brach die Yahoo-Aktie massiv ein und das erzürnte die Aktionäre. Zuletzt zeigte sich Microsoft höchstens bereit, das Yahoo-Geschäft mit Anzeigen im Umfeld der Ergebnisse von Internet-Suchanfragen zu übernehmen. Der Windows-Konzern hofft, dadurch in diesem lukrativen Segment etwas zum unangefochtenen Marktführer Google aufzuschließen.

Bei Yahoo steht ein Verkauf des Suchanzeigen-Bereichs angesichts der aktuellen geschäftlichen Probleme zwar zur Debatte. Es wird aber auch befürchtet, dass der Konzern damit eine zu wichtige Einnahmequelle verlieren könnte. Die neue Yahoo-Chefin kündigte an, einen Verkauf des Geschäftsbereichs gründlich zu prüfen. Allerdings soll sie vor Mitarbeitern gesagt haben, vom "Bauchgefühl" her sei sie dagegen.

Quelle : www.heise.de
Titel: Yahoo gab 79 Millionen Dollar für Abwehr von Microsoft aus
Beitrag von: SiLæncer am 01 März, 2009, 13:55
Der Internet-Konzern Yahoo hat im vergangenen Jahr 79 Millionen Dollar für die Abwehr des Übernahmeangriffs des Softwareriesen Microsoft ausgegeben. Das geht aus dem am Wochenende veröffentlichten ausführlichen Bericht des Unternehmens für das vergangene Jahr hervor. Das Geld ging vor allem an externe Berater, die mit dem Microsoft-Angebot befasst waren, sowie mit der darauffolgenden Auseinandersetzung mit Großaktionär Carl Icahn, der Yahoo doch noch in einen Deal mit dem Windows-Konzern zwingen wollte, und der letztlich gescheiterten Suchanzeigen-Partnerschaft mit dem größeren Konkurrenten Google.

Wie viel die abgewehrte Microsoft-Attacke Yahoo insgesamt gekostet hat, lässt sich allerdings nur schwer bemessen: Die Aktie stürzte tief ab, zahlreiche Manager und Entwickler verließen das Unternehmen, der Internet-Pionier steckt in einer tiefen Krise. Mitbegründer Jerry Yang machte schließlich die Konzernspitze für die Software-Managerin Carol Bartz frei, die jetzt das gesamte Management umkrempelt.

Quelle : www.heise.de
Titel: Microsoft & Yahoo - Gespräche wieder angelaufen
Beitrag von: SiLæncer am 11 April, 2009, 09:32
Ein Gespräch unter vier Augen soll jetzt endlich die Einigung bringen. Kürzlich haben sich die Chefs der beiden Unternehmen erneut über eine mögliche Zusammenarbeit ihrer Suchmaschinen und der Online-Werbung unterhalten.

Unter anderem haben sich die Yahoo-Geschäftsführerin Carol Bartz und der CEO von Microsoft, Steve Ballmer, zu Gesprächen unter vier Augen getroffen. Nach Informationen des Portals All Things Digital soll es letzte Woche aber noch zu weiteren Treffen zwischen ranghohen Mitgliedern der Geschäftsführung beider Unternehmen gekommen sein. Man will dabei ausgelotet haben, wie eine mögliche Zusammenarbeit praktisch aussehen könnte. Allerdings soll es sich dabei nicht um ein neues Kaufangebot handeln.

Marktbeobachter fordern schon seit langer Zeit eine Zusammenarbeit. In Anbetracht der Marktstellung von Google sei dies unvermeidlich, will man dauerhaft konkurrenzfähig bleiben. Die Tatsache, dass in beiden Firmen die Leitung gewechselt hat, lässt aber hoffen, dass es bald zu einer Einigung kommt. Beide Unternehmen haben bisher jeglichen Kommentar abgelehnt.

Die Erschaffung von Microsofts neuer Suchmaschine Kumo beinhaltete bereits jede Menge Manpower von Yahoo. MS hatte im Vorfeld zahlreiche Mitarbeiter von dort abgeworben. Diverse Szenarios wurden durchgesprochen, wie die Zusammenarbeit im Detail aussehen könnte. Eine mögliche Variante wäre, das Yahoo die komplette Werbung beider Unternehmen verwaltet, während die Redmonder die Technik für die gemeinsame Suchmaschine stellen. Man könnte so die Stärken beider Firmen ausspielen, ohne diese miteinander verschmelzen zu lassen. Der Wettbewerb auf anderen Bereichen würde davon unberührt bleiben.

Quelle : www.gulli.com
Titel: Microsoft und Yahoo verhandeln wieder
Beitrag von: SiLæncer am 14 April, 2009, 15:04
Persönliches Treffen der Unternehmenschefs

Microsoft und Yahoo sprechen wieder miteinander, und zwar über Themen wie mögliche Partnerschaften bei Suche und Onlinewerbung. Steve Ballmer und Carol Bartz haben sich bereits zu einem Gespräch getroffen.
Sie reden wieder miteinander, und zwar auf höchster Ebene: Nach der verpatzten Übernahme verhandeln Microsoft und Yahoo laut Berichten von mehreren US-Medien erneut miteinander. Seit einigen Wochen finden demnach Gespräche zwischen hochrangigen Mitarbeitern der beiden Unternehmen statt. In der vergangenen Woche kam es sogar zu einem Treffen von Microsoft-Chef Steve Ballmer und Yahoo-Chefin Carol Bartz.

Allerdings wollten die beiden Unternehmen keine Neuauflage der Verkaufsverhandlungen aus dem Jahr 2008, berichtet das zum Wall Street Journal gehörende Blog All Things Digital unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Wahrscheinlicher sei eine mögliche Partnerschaft bei der Suche und der Onlinewerbung.

Die beiden Unternehmen diskutierten verschiedene Möglichkeiten, wie eine Zusammenarbeit aussehen könne, so die Quellen. Das gehe so weit, dass Microsoft Yahoos Suchmaschinenwerbung übernimmt und im Gegenzug das übrige Werbegeschäft an Yahoo abgibt. Die Verhandlungen seien jedoch noch in einem frühen Stadium und könnten auch ohne Ergebnis enden, schreibt All Things Digital. Weder Microsoft noch Yahoo wollten den Bericht kommentieren.

Nach den im Mai 2008 gescheiterten Übernahmeverhandlungen hatte Microsoft-Chef Ballmer zwar im Herbst 2008 noch einmal bekräftigt, Yahoo nicht kaufen zu wollen. Allerdings deutete er mehrfach an, dass Microsoft durchaus Interesse an Yahoos Suchmaschinensparte habe und sich eine Partnerschaft oder gar einen Kauf vorstellen könne. Yahoo halte jedoch an diesem wichtigen Bereich fest, zitiert All Things Digital Quellen aus dem Umfeld von Yahoo.

Quelle : www.golem.de
Titel: Microsoft zieht Angebot für Yahoo-Übernahme zurück
Beitrag von: SiLæncer am 04 Juli, 2009, 16:49
Microsoft-Chef Steve Ballmer hat in einem Brief an Yahoos Chef Jerry Young sein Übernahmeangebot offiziell zurückgezogen. Zuvor hatte Microsoft sein ursprüngliches Angebot von 44,6 auf 47,5 Milliarden US-Dollar erhöht, was einem Aktienpreis von 33 US-Dollar entspricht. Yahoo sei von seiner Forderung von 53 Milliarden US-Dollar jedoch nicht abgewichen. Mit dem Zusammenschluss wollte Microsoft dem Suchdienst Google im lukrativen Geschäft mit Online-Werbung Paroli bieten. Das Umsatzvolumen für Online-Werbung betrug im Jahre 2007 rund 40 Milliarden US-Dollar und soll sich laut Expertenschätzung bis 2010 verdoppeln.

In seinem Brief betont Ballmer, dass er den Zusammenschluss unter den gegebenen Voraussetzungen nach wie vor für sinnvoll halte, und dass Microsoft, Yahoo und der gesamte Online-Markt davon profitieren würden. Unter den gegebenen wirtschaftlichen Voraussetzungen würde eine weitere Angebotserhöhung für Microsoft aber keinen Sinn ergeben. Deshalb geschehe der Rückzug im besten Interesse der Microsoft-Aktionäre und -Mitarbeiter, erkärte Ballmer. Er schloss jedoch eine zuvor erwogene feindliche Übernahme aus, weil Yahoo dieses Vorhaben mit geeigneten Gegenmaßnahmen vereiteln könne. Statt dessen wolle Microsoft nun aus eigener Kraft in das Geschäft mit Online-Werbung einsteigen, wenn auch in einem langsameren Tempo.

Zuletzt waren die Yahoo-Aktien in Erwartung einer Übernahme um fast zwei US-Dollar auf 28,67 US-Dollar gestiegen. Finanzexperten erwarten jedoch, dass der Aktienkurs nach Microsofts Rückzug fallen könnte und Investoren den zukünftigen Plänen des Yahoo-Managements mit Ungewissheit gegenüberstehen.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Yahoo & Microsoft verhandeln ein letztes Mal
Beitrag von: SiLæncer am 17 Juli, 2009, 10:05
Microsoft und der Internetkonzern Yahoo verhandeln laut US-Medienberichten angeblich ein letztes Mal über eine mögliche Kooperation im Bereich der Online-Werbung und um den Kauf von Suchtechnologien, durch den Softwarekonzern.

Derzeit sei eine Delegation von Microsoft, zu der drei wichtige Entscheider aus dem Online-Geschäft des Unternehmens gehören, im Silicon Valley unterwegs, um mit Yahoo zu verhandeln, berichtet das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt sind.

Den Angaben zufolge, gehören zu der Verhandlungsgruppe sowohl Yusuf Mehdi, der für die Vermarktung von MSN und Live Search zuständig ist, Satya Nadella, der die Forschung und Entwicklung in der Sparte für Online-Dienste leitet, als auch Qi Lu, der die gesamte Abteilung für Online-Services leitet und von Yahoo zu Microsoft gekommen war.

Microsoft will Yahoo angeblich eine milliardenschwere Vorauszahlung zugestehen, um den Geschäftsbereich für die Vermarktung von Werbung bei Online-Suchdiensten zu übernehmen. Zusätzlich wollen die Redmonder angeblich Garantien für weitere Zahlungen geben. Außerdem soll Yahoo angeblich die Vermarktung von Bannerwerbung für beide Unternehmen übernehmen.

Einen Zusammenschluss beider Firmen soll es definitiv nicht geben. Angeblich stehen die Parteien aber kurz vor einer Einigung, so dass es schon bald offiziell Ergebnisse zu vermelden geben könnte, heißt es. Sollten die Verhandlungen aber scheitern, so soll es angeblich keine weiteren geben.

Quelle : http://winfuture.de (http://winfuture.de)
Titel: Microsofts Bing soll für Yahoo suchen
Beitrag von: SiLæncer am 27 Juli, 2009, 10:19
Der Softwarekonzern Microsoft und der Internetdienstleister Yahoo stehen offenbar nun tatsächlich kurz vor einer Einigung in ihren Verhandlungen um eine Partnerschaft. Das US-Fachmagazin Advertising Age berichtet, Yahoo wolle Microsofts im Juni gestartetes Angebot Bing zu seiner Suchmaschine machen. Die beiden Unternehmen wollten sich vermutlich die Einnahmen teilen, die im Umfeld der Internetsuche anfallen. Noch in dieser Woche werde das Geschäft offiziell verkündet.

Microsoft hatte Anfang des vorigen Jahres ursprünglich versucht, Yahoo komplett zu übernehmen, doch der Internetdienstleister lehnte den Preis von über 40 Milliarden US-Dollar ab. Zwischen den Unternehmen gab es aber danach immer wieder Gespräche, Yahoo-Chefin Carol Bartz schloss im Mai dieses Jahres eine Zusammenarbeit und selbst den Verkauf der Suchsparte nicht mehr aus. Die zuletzt aufgenommenen Verhandlungen über eine Partnerschaft, die schon kurz vor einem Abschluss schienen, seien vorige Woche unterbrochen worden, da Yahoo von Microsoft eine Vorauszahlung von mehreren hundert Millionen US-Dollar sowie eine Umsatzgarantie verlangt habe, schreibt Advertising Age nun. Vorige Woche Donnerstag hätten sich die beiden Unternehmen aber wieder an einen Tisch gesetzt, heißt es unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Yahoo könnte kontextbezogene Werbeinhalte und bezahlte Suchbegriffe auf der Suchmaschine Bing.com sowie auf seiner eigenen Seite platzieren. Gleichzeitig könnte der Internetdienstleister Kosten einsparen, da es keine eigene Suchinfrastruktur mehr betreiben müsste. Microsoft wiederum würde einen Kontrahenten auf dem Suchmaschinenmarkt aus dem Weg räumen, seinen Marktanteil erhöhen und zur Nummer zwei hinter Google aufrücken. Unklar sei derzeit noch, ob die Marke "Bing" auf Yahoo-Websiten auftauchen wird. Dieses Ansinnen könne Microsoft fallen lassen, wenn Yahoo auf eine Vorschusszahlung verzichte. Auch sei noch nicht deutlich geworden, ob die Vermarktung von Werbeplatz über Yahoos Plattform Panama oder über Microsofts AdCenter abgewickelt werden soll.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Yahoo und Microsoft kündigen Partnerschaft heute an
Beitrag von: Yessir am 29 Juli, 2009, 09:13
Die Verhandlungen sind abgeschlossen. Die Unterschriften der Vorstände stehen möglicherweise noch aus. Bing wird auf Yahoos Seiten laufen. Yahoo darf weiter Anzeigen verkaufen.

Wie All Things D mit Bezug auf mehrere anonyme Quellen berichtet, werden Microsoft und Yahoo noch heute ein Such- und Werbe-Abkommen veröffentlichen. Dem Bericht zufolge war am Dienstagnachmittag (US-Zeit) noch nicht klar, ob beide Parteien das Abkommen unterschrieben hatten, doch die Verhandlungen waren abgeschlossen.

Ein Problem bei den Verhandlungen soll gewesen sein, dass Yahoo einen Vorschuss von mehreren hundert Millionen Dollar gefordert haben soll - und darüber hinaus auch Umsatzgarantien, die sich über die Laufzeit des Vertrags auf etliche Milliarden Dollar summiert hätten. Dies schreibt Ad Age. Die Führungskräfte beider Unternehmen hätten aber doch zu einem Abschluss gefunden.

Sowohl All Things D als auch Ad Age in einem separaten Beitrag schreiben, dass Microsofts Suchtechnologie auf Yahoos Seiten zum Einsatz kommen werde. Yahoo verkaufe aber weiterhin Anzeigen auf der eigenen Seite und auf Microsofts Bing, sodass Yahoo seine Kontakte zu großen Anzeigenkunden aufrechterhalten könne, die sich sowohl für Display- als auch für Suchanzeigen interessierten.

Quelle: zdnet.de (http://www.zdnet.de)
Titel: Jetzt offiziell : Microsoft und Yahoo arbeiten gegen Google zusammen
Beitrag von: SiLæncer am 29 Juli, 2009, 14:51
Was lange währt, wird endlich gut, meinen zumindest Microsoft und Yahoo: Man verändere die Landschaft bei den Internet-Suchmaschinen, verkünden die beiden Firmen, die im Internet gegenüber Google bislang kaum Boden gut machen konnten, zur nun offiziell bekannt gemachten Zusammenarbeit bei Suchmaschinen und Online-Anzeigen.

Berichte, dass die beiden Firmen, die lange umeinander herumgeschlichen sind, nun doch zu einer Einigung kommen, tauchten seit einigen Tagen immer wieder auf. Ursprünglich wollte Microsoft Yahoo komplett übernehmen. Doch der Internetdienstleister lehnte den Preis von über 40 Milliarden US-Dollar ab; dies war eine der Ursachen, die Yahoos zurückgekehrtem Firmengründer Jerry Yang den Posten als Firmenchef kosteten. Zwischen den Unternehmen gab es aber danach immer wieder Gespräche, Yahoo-Chefin Carol Bartz schloss im Mai dieses Jahres eine Zusammenarbeit und selbst den Verkauf der Suchsparte nicht mehr aus.

Die Zusammenarbeit impliziert für Yahoo, die eigene Internet-Suchmaschine aufzugeben. Microsofts Bing wird nun die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten sein. Yahoo wird dafür exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen. Microsofts AdCenter soll darüber hinaus die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten. Der Vertrag über die Zusammenarbeit ist auf 10 Jahre ausgelegt; Microsoft erhält für diesen Zeitraum eine Lizent für Yahoos Such-Techniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen.

Yahoo wird von Microsoft in den ersten fünf Jahren, in denen die Vereinbarung läuft, 88 Prozent an den Einnahmen, die über Suchanzeigen auf Yahoo-Seiten hereinkommen, als Traffic Acquisition Costs erhalten; insgesamt soll Yahoo einen Anteil an allen Einnahmen erhalten, die durch den Suchmaschinen-Traffic auf Yahoos eigenen oder mit Yahoo verbundenen Seiten entstehen. In allen anderen Bereichen außer Suchmaschinen und Online-Suchanzeigen werden beide Firmen weiter unabhängig voneinander operieren, betonen Microsoft und Yahoo.

Microsoft-Chef Steve Ballmer erwartet nun, dass der Deal der Microsoft-Suchmaschine die Größe verleihen wird, um eine ernsthafte Konkurrenz im Internet darzustellen. Zwar erwähnen weder Ballmer noch die Yahoo-Chefin Bartz Google explizit, die Zusammenarbeit richtet sich aber direkt gegen den Internet-Primus Google. Mit der Vereinbarung zwischen Microsoft und Yahoo könne man mehr Anwender und Anzeigenkunden anziehen. Das werde im Gegenzug zu aussagekräftigeren Suchergebnissen und Online-Anzeigen führen.

Ob sich diese Hoffnungen erfüllen, darüber gibt es geteilte Einschätzungen. Schon beim Versuch von Microsoft, Yahoo zu übernehmen, zweifelte man an den Erfolgsaussichten gegen den Platzhirschen Google. Zu sehr rannte Microsoft den Vorgaben Googles im Internet hinterher, während der Suchmaschinenprimus mit Online-Anwendungen und zuletzt gar der Ankündigung eines eigenen Betriebssystems in den angestammten Gefilden des Redmonder Softwarekonzerns wilderte. Yahoo wiederum, der als Internetportal- und Suchmaschinenbetreiber das Platzen der New-Economy-Blase recht unbeschadet überstanden hatte, verlor dann doch zunehmend gegenüber Google an Boden. Dass nun Minus mal Minus auch im Internet Plus ergibt, davon waren nicht alle Beobachter überzeugt.

Die jetzt vereinbarte Kooperation dürfte teilweise auf ähnliche Skepsis stoßen. Andererseits aber entsteht erstmals für viele Anzeigenkunden eine ernsthafte Alternative zum Google-Imperium. Und die ersten Erfahrungen mit Microsofts Suchmaschine Bing zeigen, dass der Sofwarekonzern doch dazugelernt hat. So sprachen erste Analysten am heutigen Mittwochvormittag, bevor der Deal offiziell verkündet wurde, bereits davon, dass Google nun doch besorgt sein müsse.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Microsoft rechnet mit Googles Widerstand gegen Pakt mit Yahoo
Beitrag von: SiLæncer am 30 Juli, 2009, 14:08
Microsoft-Chef Steve Ballmer ist davon überzeugt, dass der Konkurrent Google die angestrebte Partnerschaft des Softwareriesen mit Yahoo torpedieren wird. Laut Medienberichten sagte Ballmer auf einer Telefonkonferenz, die er zusammen mit Yahoo-Chefin Carol Bartz abgehalten hat, das Geschäft werde dem Markt mehr Wettbewerb bescheren. Dennoch werde Google Widerstand leisten. Die beiden Unternehmen wollen das Vertragswerk kommende Woche den Kartellwächtern in den USA und in der EU aushändigen. Das Geschäft soll möglichst Anfang kommenden Jahres in trockenen Tüchern sein.

Nach monatelangem Hin und Her hatten Microsoft und Yahoo gestern eine Kooperation auf dem Markt für Onlinewerbung und -suche bekannt gegeben. Microsofts Bing soll die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten werden. Yahoo soll dafür exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen. Microsofts AdCenter soll darüber hinaus die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten. Der Vertrag über die Zusammenarbeit ist auf 10 Jahre ausgelegt; Microsoft erhält für diesen Zeitraum eine Lizenz für Yahoos Such-Techniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen.

Da Google am europäischen Markt für bezahlte Suchergebnisse einen Anteil von 92 Prozent habe, rechnet Ballmer vor allem hier nicht mit wettbewerbsrechtlichen Problemen. In den USA brächten Microsoft und Yahoo es zusammen auf 25 bis 30 Prozent Marktanteil. Microsofts Chef-Justiziar Brad Smith ergänzte, Google habe weltweit 78 Prozent Marktanteil. Er könne sich nicht an ein Unternehmen mit einer derartigen Vormacht erinnern, das das Zusammengehen kleinerer Konkurrenten verhindern wollte. Google werde aber seine eigenen Entscheidungen treffen.

Google selbst sei zunächst einmal an mehr Informationen über das Microsoft-Yahoo-Geschäft interessiert, schreibt Eweek. Die WSJ-Kolumnistin Kara Swisher berichtet aus Google-Kreisen, der Konzern könne sich zunächst abwartend verhalten vor dem Hintergrund, dass die Kartellwächter das Geschäft ähnlich kritisch beäugen werden wie das zwischen Google und Yahoo voriges Jahr geplante.

Wie der Deal zwischen Yahoo und Microsoft nun zu beurteilen ist, darüber gehen die Meinungen – kaum überraschend – auseinander. Während die einen eine ernsthafte Konkurrenz für Google heraufziehen sehen, glauben andere nicht daran, dass der Zusammenschluss zweier Verlierer positive Effekte auf die beiden Unternehmen oder die Situation bei Internet-Anwendungen, Online-Anzeigen und Suchmaschienen hat. Klar dürfte lediglich sein, dass die Verbraucher weniger Wahlmöglichkeiten haben, wenn einer der Konkurrenten im Internet den Kern seines bisherigen Auftritts, die eigene Suchmaschine, aufgibt.

Google habe keinen Grund zur Sorge, meint jedenfalls der Kommentator der New York Times. Das Microsoft-Yahoo-Geschäft werde an den Kräfteverhältnissen zunächst nichts ändern. Microsoft könne innerhalb der Partnerschaft profitieren, wenn das Unternehmen möglichst andere Kunden als Yahoo habe, da sich dann der Pool derjenigen vergrößere, die um Werbeplätze mitsteigerten. Google werde nur das Nachsehen haben, wenn Microsoft mit Hilfe von Yahoo seinen Bing-Marktanteil steigern könnte, doch danach sehe es angesichts der Dominanz und der besseren Technik Googles derzeit nicht aus.

Für Bartz ist das Geschäft wegen der zu erwartenden Traffic Acquistion Costs (TAC) attraktiv, wie die Yahoo-Chefin sagte. In den ersten fünf Jahren der Zusammenarbeit soll Yahoo 88 Prozent an den Einnahmen erhalten, die über Suchanzeigen auf Yahoo-Seiten hereinkommen. Eine Vorauszahlung Microsofts wäre vom operativen Standpunkt aus nicht hilfreich, wichtiger für die Kostendeckung und Investitionen sei ein bedeutender TAC-Anteil. Der Deal bringe dem Unternehmen jährlich 500 Millionen Dollar mehr Einnahmen und verhelfe zu 200 Millionen Dollar Kosteneinsparungen. Dank der Kooperation könne sich Yahoo nun auf die wichtigsten Aufgaben konzentrieren, beteuert Bartz in ihrem Weblog.

Doch Bartz, die im Mai noch davon sprach, Microsoft müsse Bootsladungen Geld mitbringen, hat mit dem Verhandlungsergebnis, laut dem Microsoft keine Vorauszahlungen zahlen muss, Aktionäre enttäuscht, analysiert das Wall Street Journal. Neben der Schwierigkeit, den Anteilseignern die Partnerschaft mit Microsoft schmackhaft zu machen, habe sie auch Unruhe in die Belegschaft gebracht. Es könne sein, dass Yahoo-Mitarbeiter zu Microsoft wechseln müssen oder aufgrund von Synergieeffekten entlassen werden. Der Internet-Unternehmer und Blogger Jason Calacanis meint gar, Yahoo habe unter dem Druck Microsofts Selbstmord begangen. Da Yahoo aus eigenem Verschulden aus dem Rennen um die Online-Werbemarktanteile ausgeschieden sei, Google und Microsoft sich mit allen Mitteln beharken würden, sei dies die Chance für Startups mit guten Geschäftsideen.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Microsoft-Yahoo!-Allianz droht intensive Prüfung
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2009, 11:29
Den US-Konzernen Microsoft und Yahoo! drohen bei ihrem angekündigten Bündnis zur Internet-Suche intensive Prüfungen der Wettbewerbshüter. US-Politiker kündigten bereits eine sorgfältige Untersuchung an. Auch die EU-Kommission könnte sich die Allianz laut Medienberichten vom Mittwoch genau ansehen.

"Sorgfältige Untersuchung"
   
Mit ihrer umfassenden Kooperation verbünden sich der Softwareriese Microsoft und der Internet-Konzern Yahoo! gegen den Rivalen Google. Der Suchmaschinen-Gigant dominiert den lukrativen Markt für Werbung rund um die Web-Suche. In den USA kündigte der Vorsitzende des Senats-Ausschusses für Wettbewerbsfragen, Herb Kohl, laut US-Medien eine "sorgfältige Untersuchung" an. Auch Verbraucherschützer in Europa und den Vereinigten Staaten haben bereits vor weniger Wettbewerb gewarnt. Yahoo! will statt seiner eigenen Technologie künftig Microsofts neue Suchmaschine Bing nutzen. Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte zur Bekanntgabe der Kooperation am Dienstag bereits eingeräumt, dass er von Wettbewerbern Widerspruch gegen die Allianz erwartet. Mit den EU-Wettbewerbshütern liegt der Konzern zudem ohnehin seit Jahren wegen seiner Marktmacht besonders bei PC-Betriebssystemen (Windows) und Web-Browsern (Internet Explorer) im Streit.

Hoffen auf Zustimmung

Yahoo! und Microsoft hoffen auf eine Zustimmung der US-Behörden bis Anfang 2010. Um grünes Licht zu bekommen, hatten sie ausdrücklich betont, auf vielen Geschäftsfeldern weiter intensiv zu konkurrieren.

Google kommt bei der Online-Suche weltweit nach verschiedenen Expertenschätzungen auf einen Marktanteil von bis zu etwa 80 Prozent. Yahoo! und Microsoft bringen es auch zusammen lediglich auf rund 15 Prozent. In den USA ist das neue Bündnis dagegen etwa doppelt so stark.

Quelle : http://www.onlinekosten.de (http://www.onlinekosten.de)
Titel: Microsoft-Chef verteidigt Pakt mit Yahoo
Beitrag von: SiLæncer am 31 Juli, 2009, 13:43
Microsoft-Chef Steve Ballmer fühlt sich nach Bekanntgabe der Partnerschaft seines Unternehmen mit Yahoo von Analysten missverstanden. Auf dem jährlichen Financial Analyst Meeting gestern in Redmond sagte Ballmer laut Mitschrift, die Menschen erwarteten, dass bei einem solchen Geschäft wie mit Yahoo etwas gekauft und verkauft werde. Das sei nicht der Fall, dennoch würden wirtschaftliche Werte geschaffen. Die Partnerschaft sei eine "Win-win-Situation".

Microsoft und Yahoo haben diese Woche zunächst für zehn Jahre vereinbart, dass Bing die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten wird. Yahoo soll dafür exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen. Microsofts AdCenter soll darüber hinaus die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten.

Microsoft erhält eine Lizenz für Yahoos Such-Techniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen. Für Ballmer ist dieser Teil der Vereinbarung wichtig, weil dadurch die Technik verbessert werden kann. Darüber hinaus strömten nun mehr Suchanfragen zu Bing, das sei wichtig, um die Suche verfeinern zu können. Je mehr Suchanfragen es gebe, desto mehr Werbetreibende würden angezogen. Außerdem sorge die Zusammenlegung der Anzeigenkunden von Yahoo und Microsoft für eine größere Konkurrenz bei Versteigerungen von Werbeplätzen. Allein durch diese Effekte komme schon mehr Geld zusammen, ohne dass Microsoft/Yahoo den Abstand zu Google verringert hätten.

Die Partnerschaft mit Yahoo werde zunächst auch einiges kosten, räumte Ballmer ein. In den ersten drei Jahren könnten in der technischen Übergangsphase jährlich einige hundert Millionen US-Dollar fällig werden. Außerdem habe Microsoft gegenüber Yahoo eine Garantie über einen bestimmten, von Ballmer nicht genannten Umsatz je Suchanfrage in den ersten 18 Monaten nach der Übergangsphase abgegeben. Das stelle ein gewisses Risiko dar; Ballmer rechnet aber nicht damit, dass es Kosten verursachen werde.

Ballmer nahm auf dem Analystentreffen auch Yahoo-Chefin Carol Bartz in Schutz, die dafür gescholten wurde, keine Vorauszahlung vereinbart zu haben. Yahoo habe nicht sein Suchgeschäft verkauft, erhalte aber 88 Prozent der mit Suchen erzielten Umsätze. Dadurch könne der Internetdienstleister seinen operativen Gewinn jährlich um 500 Millionen US-Dollar aufstocken.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Microsoft übernimmt 400 Yahoo-Mitarbeiter
Beitrag von: SiLæncer am 05 August, 2009, 08:59
Microsoft wird bei seinem Bündnis mit Yahoo zur Internet-Suche mindestens 400 Mitarbeiter von dem Partner übernehmen. Microsoft zahlt Yahoo zudem über drei Jahre 150 Millionen Dollar als Starthilfe der Kooperation, wie Yahoo per Börsenpflichtmitteilung bekanntgab.

Mit der zunächst auf zehn Jahre angelegten Allianz verbünden sich die beiden Konzerne gegen den Rivalen Google. Der Suchmaschinen-Gigant dominiert den lukrativen Markt für Werbung rund um die Web-Suche. Das vergangene Woche angekündigte Bündnis muss aber noch von den Wettbewerbshütern genehmigt werden, was viele Monate dauern kann.

Der Bündnisvertrag hat unter anderem auch wegen dieser rechtlichen Unwägbarkeiten eine Ausstiegsklausel: Er kann zum Juli 2010 "im gegenseitigen Einvernehmen" beendet werden. Yahoo hat zudem das Recht, diese Frist nochmals um sechs Monate zu verlängern, wenn die Kartellwächter bis dahin kein grünes Licht gegeben haben.

Microsoft und Yahoo haben zunächst für zehn Jahre vereinbart, dass Bing die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten wird. Yahoo soll dafür exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen. Microsofts AdCenter soll darüber hinaus die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten. Microsoft erhält eine Lizenz für Yahoos Such-Techniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen.

Von den gemeinsamen Werbeeinnahmen, die über Yahoo-Sites erzielt werden, bleiben dafür für die ersten 5 Jahre der Vertragslaufzeit 88 Prozent bei Yahoo; anschließend haben beide Seiten die Möglichkeit, die Exklusivvereinbarung für die Vermarktung der Online-Suchanzeigen zu verändern. Für die verbleibenden 5 Jahre der Vertragslaufzeit gehen dann zwischen 83 und 93 Prozent der über Bing-Suchen bei Yahoo erzielten Einnahmen an den Internet-Konzern.

Quelle : www.heise.de (http://www.heise.de)
Titel: Microsoft-Deal: Yahoo benötigt mehr Zeit zur Vertragsausarbeitung
Beitrag von: ritschibie am 29 Oktober, 2009, 13:52
Yahoo hat am Mittwoch (Ortszeit) bei den US-amerikanischen Wettbewerbshütern der United States Securities and Exchange Commission um eine Verlängerung der Verhandlungsfrist zur Ausarbeitung der Vertragsbedingungen zum Suchmaschinen-Deal mit Microsoft gebeten.

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In dem Abkommen wollen beide Unternehmen die Lizenzvereinbarungen aushandeln, die für den Suchmaschinen-Deal. Ende Juli hatten sich Yahoo und Microsoft darauf geeinigt, eine enge Kooperation einzugehen. Die Abmachung beinhaltet im wesentlichen zwei Elemente: Yahoo stellt seine eigene Suchmaschine ein und lässt Anfragen auf seinen populären Portalen sowie auf Partnerseiten von Microsoft bearbeiten.

Neben der Kundschaft verschafft sich der Windows-Hersteller Zugriff auf die Technologie von Yahoo - ein weiteres Plus im Wettrüsten mit Google in Sachen Suchtechnologie. Von den gemeinsamen Werbeeinahmen bleiben im Gegenzug in den ersten fünf der insgesamt zehn Jahre laufenden Partnerschaft satte 88 Prozent bei dem Internetkonzern Yahoo.

Quelle: SAT+KABEL
Titel: Microsoft und Yahoo schließen Verhandlungen über Kooperation ab
Beitrag von: SiLæncer am 06 Dezember, 2009, 12:45
Der Internetdienstleister Yahoo und der Softwarekonzern Microsoft haben die Verhandlungen zu ihrer Ende Juli angekündigten Kooperation im Such- und Werbegeschäft abgeschlossen. Die Kooperation könne  2010 starten, heißt es in einer Mitteilung. Ursprünglich sollte das Geschäft schon im Oktober in trockenen Tüchern sein, doch dann hatten die beiden Unternehmen bekannt gegeben, wegen der Komplexität mehr Zeit für die Absprache der Einzelheiten zu benötigen.

Microsofts Bing soll die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten werden. Yahoo will im Gegenzug exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen. Microsofts AdCenter soll die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten. Das Geschäft muss noch von den US-amerikanischen Kartellwächtern genehmigt werden.

Der Vertrag über die Zusammenarbeit ist auf zehn Jahre ausgelegt. Microsoft erhält für diesen Zeitraum eine Lizenz für Yahoos Such-Techniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen. Ursprünglich wollte Microsoft Yahoo komplett übernehmen, doch der Internetdienstleister lehnte ab. Microsoft erhofft sich von der Partnerschaft eine größere Reichweite auf dem Suchmaschinen- und Werbemarkt, während Yahoo mit Kosteneinsparungen rechnet.

Quelle : www.heise.de