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DVB Hardware diverses ... => # DVB-S/C/T Technik => Thema gestartet von: lifo2001 am 25 August, 2007, 18:49

Titel: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: lifo2001 am 25 August, 2007, 18:49
Ich möchte das Coax. Kabell vom der Skystar2 im Pc, zu meiner SAT-Schüsel die auf eine neue position auf dem Dach angebracht vorden ist verlängern weil dass alte Coax Kabell nicht mehr reicht. Wie mach ich dass am besten? Habe es schon mal mit einem 2xFemal Connector versucht => das Resultat hoche BER Werte, Signallschwankungen zwishen 0-80%, verlust aller H Kanälle .... nur noch das D+ ging. Brauche Hilfe um so etwas nochmal zu vermeiden.
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: Chrisse am 25 August, 2007, 19:07
Hi lifo2001,

ich habe bei meiner Anlage im schlimmsten Strang 2 solche Verbindungen auf gut 20 m (ohne Verstärker) ohne Probleme.
Die habe ich mit eben diesen links und rechts Weibchen und dann jeweils ein Männchen an der kommenden und der gehenden Leitung erledigt. Diese Durchführungsverschraubungen hatte ich von Pollin.

Wie lang steht bei Deinen Leitungen die Seele über den Schraubkragen deines F-Steckers?? Hat Deine Verbindung irgendwie Kontakt zu irgendwas anderem (Erde etc.)??? Wie lang ist das angeflickte Kabel, die gesamte Kabellänge und es handelt sich dabei um Sat-taugliches Koaxkabel?? Irgendwelche Knicke, Kurzschlüsse übersehen??

Wenn die Kabellänge 10m überschreitet wäre vielleicht anstatt des Doppelweibchens ein Inline-Verstärker eine Möglichkeit.

Gruß

Chrisse
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: lifo2001 am 25 August, 2007, 20:57
Die Verbindung ist 40m +F-male+ 5m (angeflickte Kabel) zur Schüsell. Seele über den Schraubkragen des F-Steckers,werde es nachmessen. Keine anderen Kontakte (Erde....). Sat-taugliches Koaxkabel (102 db Schirmung).
Sind Knicke, Kurzschlüsse messbar und wenn ja wie? Was ist ein Inline-Verstärker?
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: Sammy am 25 August, 2007, 23:03
Bei 45 m sollte es noch keine Probleme geben..

Kurzschluss: messen zwischen Innenleiter und Abschirmung. Zuvor an beiden enden abstecken.

Hast du überprüft ob das Abschirmgeflecht guten kontakt mit dem F-Stecker hat ? Evtl falls der Stecker zu klein ist reisst das Abschirmgeflecht beim aufdrehen ab.

Und optische Kontrolle ob vorne wo der Innenleiter beim F-Stecker rauskommt der Innenleiter mittig in dem Loch ist, so das kein Kontakt zum Metall des F-Steckers besteht.
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: Jürgen am 26 August, 2007, 01:30
In solchen Fällen ist tunlichst genau dieselbe Kabelsorte zu verwenden, sonst gibt's komplett unberechenbare Fehler durch Kammfilter-artige Effekte..

Wenn die relativ geringe Verlängerung zum Ausfall der Horizontalen führt, fallt irgendwo zuviel Spannung ab, entweder an einer Querschnittsminderung (z.B. zuviele Drähtchen des Schirms verloren oder nicht kontaktiert), oder 'nem schlechten Kontakt durch Korrosion, oder statt der Drähtchen die Folie 'kontaktiert' (die ist aber sehr oft einseitig isoliert und gehört nicht in die Verschraubung), oder zu dünner Innenleiter (für die Länge), oder  schlicht zu hoher Gleichstromwiderstand der Gesamtlänge. In letzterem Falle wäre es allerdings vorher auch schon vorher sehr kritisch gewesen.

Technisch gesehen wäre das Beste, die ganze Länge am Stück zu ersetzen.
Und bei der Länge dann darauf achten, dickes Kabel mit ausreichendem Kupferquerschnitt sowohl am Schirm als auch am Innenleiter zu verwenden, und mit einer geringen Dämpfung, bei ca. 2GHz möglichst weit unter 27 dB / 100m.

Grundsätzlich gilt, von einer Kabelsorte auf eine etwas andere geht man tunlichst nur über, wenn dazwischen irgendeine Stufe eingesetzt wird, die Reflektionen und Fehlanpassung verhindert, einen Verstärker, aktiven Multischalter o.ä.
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: lifo2001 am 26 August, 2007, 07:01
Danke für die Tips werde alles noch mal checken und wen dass nicht hilft muss ich einen Elektriker/Fehrensechtechniker hollen. Die Kabelsorte ist bei beiden Kabeln die sellbe.

Was bedeuten die hochen BER werte und die Schwankunge zwischen 0%-80% Signalstärke?
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: Chrisse am 26 August, 2007, 14:53
Zum Thema Inline-Verstärker guckst Du hier:

Leitungsverstärker (http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=NQ==&a=MjM0OTI0OTk=)

Der Admin verzeihe den dierekten Link  ;).
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: Jürgen am 27 August, 2007, 03:16
Was bedeuten die hochen BER werte und die Schwankunge zwischen 0%-80% Signalstärke?
Kommt auf die weiteren Umstände an...

Tritt das bei allen Transpondern auf, oder nur bei wenigen?
Ist im zweiten Falle irgendein Muster erkennbar, z.B. jeweils am oberen Bandende?

Zum Thema Inline-Verstärker, die können nichts hervorzaubern, was nicht mehr vorhanden oder im Grundrauschen untergegangen ist.
Also taugen die nicht gegen schlechten Empfang von Schüssel und LNB, sondern nur zum vorherigen Ausgleich von Kabel-Dämpfungen (oder bei manchen Anlagen gegen Dämpfungen von Anschlussdosen und Verteilern).
Nun sind aber Kabel-Verluste grundsätzlich frequenzabhängig, was sich dann bei den höheren Kanälen im Low- wie im HighBand besonders bemerkbar macht.
Wenn das zutrifft, sollte zu InLine-Verstärkern mit Slope-Entzerrung gegriffen werden.
Auf jeden Fall gehören InLine-Verstärker vor die Verlust-Ursache, also direkt an's bzw. in die Nähe des LNB.

BER heisst Bit Error Rate, also Bitfehlerrate. Sollte natürlich möglichst klein ausfallen.
Wenn die Signalstärke ständig schwankt, kann das diverse Ursachen haben, vom schlechten Treiber über eine im Wind pendelnde Schüssel oder Äste im Weg bis hin zu defekten Kabeln oder rostigen oder ausgeleierten Verbindungen...

Knicke sind wahrlich ein Thema für sich...
Zum einwandfreien Empfang aller Frequenzen ist zwingend erforderlich, dass die LNB-Leitung in Leistungs-Anpassung arbeitet.
Das bedeutet, dass der Ausgangswiderstand der Quelle, die Kabel-Impedanz und der Lastwiderstand übereinstimmen müssen. Anderenfalls treten unkalkulierbare Abweichungen im Frequenzgang auf und die Abschirm-Wirkung des Kabels geht verloren, es wird selbst zur Antenne...
Die Kabelimpedanz hängt nun aber nicht nur vom Material ab, sondern besonders von der Form und Dicke des Dielektrikums (Isolators) zwischen Innenleiter und Schirmung.
Das ist der Grund, weshalb jede Verformung über's zulässige Mass hinaus vermieden werden muss.
Das Sat-Kabel darf weder geknickt werden, noch irgendwie anders verformt (versehentlicher Hammerschlag...), noch grossem Zug ausgesetzt.
Die innere Isolation ist vor allem nicht allzu elastisch, verformt sich leicht dauerhaft.
Sehr oft ist sie sogar geschäumt (Zell-PE o.ä.), zur Minimierung der Signal-Dämpfung.
Und sie ist so weich, dass sie auch einen einmal eingebrachten Knick im Innenleiter nicht wieder korrigieren lässt. Auch der führt aber zu Veränderungen im Übertragungsverhalten.
Das ist der Preis, wenn man sehr hohe Frequenzen über lange Kabel führen muss...

In der Regel darf ein Biegeradius von fünf Zentimetern nicht unterschritten werden, auch nicht kurzfristig bei der Montage.
Titel: Re: Verlängerung von Coaxial Kabell. Wie mach es richtig?
Beitrag von: lifo2001 am 09 September, 2007, 09:51
Danke.