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DVB Hardware diverses ... => # DVB-S/C/T Technik => Thema gestartet von: SiLæncer am 05 Juli, 2007, 19:11

Titel: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: SiLæncer am 05 Juli, 2007, 19:11
Die großen deutschen Kabelnetzbetreiber wollen im kommenden Jahr einen neuen Common-Interface-Standard für ihre grundverschlüsselten Sender etablieren.

Nach einer Mitteilung des Deutschen Kabelverbandes am Donnerstag nachmittag sollen damit Konsumenten die Programme an jedem Kabelanschluss mit den verschiedensten Geräten empfangen können, ohne einen spezifischen Receiver einzusetzen. Notwendig ist dafür ein CI-Einschub sowie neue Entschlüsselungsmodule (CAM). Der Standard soll der Industrie im Laufe des Jahres 2008 zur Verfügung stehen, hieß es.

Neben Jugendschutzmaßnahmen wird auch viel Wert auf einen Kopierschutz gelegt. Eine neu entwickelte Verschlüsselung des Datenaustauschs zwischen Receiver und Entschlüsselungsmodul (CAM) soll weitere Sicherheit bieten. Grund für den geplanten Wechsel sei, dass der bisherige CI-Standards nicht den gesetzlichen Anforderungen genüge zudem als Einfallstor für Programmpiraterie gelte, erklärte Verbandgeschäftsführer Ralf Heublein. Hersteller sollen rechtzeitig zum Start des neuen Standards eine den neuen Anforderungen entsprechende Generation von Modulen für die unterschiedlichen am Markt befindlichen Verschlüsselungssysteme auf den Markt bringen.

Die Pläne bedeuten vor allem Ungemach für Nutzer von nicht von Kabelnetzanbietern lizenzierten Settop-Boxen - beispielsweise mit Festplatte. Der Einsatz wird in Zukunft aller Voraussicht nach nicht mehr möglich sein, weil aktuelle alternative CAMs nicht kompatibel sind. Ob es neue, unabhängige Module geben oder der Markt abgeschottet wird, steht noch in den Sternen. Die neue Schnittstelle ist zwar nur für verschlüsselte Programme vorgesehen, neben den großen Privatsendern RTL und ProSiebenSat.1 sind aber auch alle anderen kleineren digitalen Kanäle in den Kabelnetzen codiert. Nur ARD und ZDF werden unverschlüsselt verbreitet.

Quelle : SAT+KABEL



Entavio fürs Kabel oder wie ???  :P
Titel: Re: Kabelnetzanbieter wollen neuen CI-Standard - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Jürgen am 05 Juli, 2007, 21:32
Ja, und alle existierenden Geräte auf den Müll, bloss damit man das Mitschneiden der Absonderungen privater Sender auf Wunsch verhindern kann.

Das ist im Endeffekt ein weiterer Grund, über die Sinnhaftigkeit eines Kabelanschlusses bzw. -abos nachzudenken...

Um das Absichern eines Kabelanschlusses gegen unbezahlte (Doppel- oder) Mitnutzung kann's ja nicht wirklich gehen, denn fast alle modernen Netze sind sternförmig angelegt, wodurch jeder Teilnehmeranschluss schon an der Verteilung befiltert werden kann. Zudem gibt es plombierbare Sperrdosen für's Wohnzimmer
Titel: Re: Kabelnetzanbieter wollen neuen CI-Standard - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Theos am 06 Juli, 2007, 01:56
Das ist im Endeffekt ein weiterer Grund, über die Sinnhaftigkeit eines Kabelanschlusses bzw. -abos nachzudenken...
seh ich genauso. habe neulich mal aufsummiert, was mein anbieter so über die jahren bekommen hat... :(

aber ich denk mal, den kabelanbietern geht's eher darum, den kunden ihre settop-boxen anzudrehen. die rechte der privaten dienen da nur als vorwand.
Titel: Re: Kabelnetzanbieter wollen neuen CI-Standard - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 08 Juli, 2007, 11:15
Ist denn nicht schon genug Schwachsinn am Laufen, wie zB. der €ntavio Quatsch???!?
Titel: Kabelverband unterstützt neuen CI-Standard
Beitrag von: SiLæncer am 07 August, 2007, 11:31
Berlin - Common Interface 2 - so heißt der zukünftige Digitalstandard, den der Deutsche Kabelverband aktiv unterstützen will.

Der neue Standard vereinfacht den Herstellern die Entwicklung und Vermarktung von Empfangsgeräten für digitales Fernsehen.
 
Dabei erlaubt ein genormtes, austauschbares Steckmodul, Digital-Receiver, -Recorder, Fernseher oder andere Geräte mit unterschiedlichen Entschlüsselungssystemen für digitales Fernsehen auszurüsten. Verbraucher können so an jedem Kabelanschluss mit den verschiedensten Geräten digitale Programme empfangen, ohne einen spezifischen Receiver zu benötigen. Der neue Standard soll der Industrie im Laufe des Jahres 2008 zur Verfügung stehen.
 
Die neue Generation des Common Interface-Standards ermöglicht es den Kabelnetzbetreibern, die Belange des Jugendschutzes in Verbindung mit einem Common-Interface zu gewährleisten. Neu ist außerdem ein wirksamer Kopierschutz, wie er von den Rechteinhabern digitaler Programme gefordert wird. Eine ebenfalls neu entwickelte Verschlüsselung des Datenaustauschs zwischen Empfangsgerät und auswechselbarem Entschlüsselungsmodul schafft zusätzliche Sicherheit gegen Missbrauch. Gerätehersteller können so in alle Arten von Empfangsgeräten die neue genormte, "gemeinsame Schnittstelle" einbauen, die in allen Kabelnetzen den Empfang von digitalen Programmen und Diensten ermöglicht.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI-Modul für Entavio-Empfang lieferbar
Beitrag von: SiLæncer am 08 Februar, 2008, 16:25
München - Das CI-Modul zum Empfang der verschlüsselt via Entavio verbreiteten Programme auf handelsüblichen CI-Receivern ist jetzt lieferbar.

Das CI-Modul soll in allen Satelliten-Receivern mit CI-Slot funktionieren, die weder Entavio noch Premiere zertifiziert sind und ist ab sofort bei diversen Onlinehändlern erhältlich.

(http://www.digitalfernsehen.de/news/img/1963222_aa0315c6a7.jpg)

Bisher kann vor allem der via Entavio verbreitete Sportsender "Sportdigital.TV" ausschließlich mit entsprechenden Entavio-Receivern empfangen werden. Die Smartcard ist bisher nicht in "normalen" Digitalreceivern nutzbar.

Zuschauer mit hochwertigen Receivern, die einen CI-Slot haben, der jedoch nicht für Entavio oder Premiere geeignet ist, müssen sich nun zum Empfang eines Premiere-Pakets keinen neuen Receiver kaufen, sondern können das Entavio-Modul verwenden.

Im Dezember 2007 kündigte das Astra-Tochterunternehmen Entavio die Verfügbarkeit der CI-Module für Anfang 2008 an (DF berichtete). Mit entsprechender Smartcard und dem CI-Modul können die Premiere-Programmpakete Premiere Fußball Bundesliga, Premiere Fußball Plus, Premiere Sport, Premiere Entertainment, Premiere Thema und Premiere Star empfangen werden. Weitere Pay-TV-Sender auf der Entavio-Plattform sind Sportdigital TV, der die Spiele der deutschen Handball-, Basketball- und Volleyball-Ligen live überträgt, sowie Alpenglühen TVX, der deutschsprachige Erotik-Komödien ausstrahlt.

Quelle : DF
Titel: Re: CI-Modul für Entavio-Empfang lieferbar
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 10 Februar, 2008, 17:47
Das dumme daran ist dass man auf einige Programme verzichten muss...........
Titel: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: spoke1 am 19 Dezember, 2008, 18:23

[ug] Unterbergen – Premium-Pay TV-Anbieter wie Premiere oder die großen Kabelnetzbetreiber zwingen ihren Kunden abgeschottete und mit Kopierschutz ausgestattete Digitalreceiver auf, obwohl dies für die normalen Programmangebote gar nicht notwendig ist.

Dies teilt der Modulhersteller Mascom mit. Ein direkter Vergleich der beiden Pay-TV-Plattformen Arena Sat und Premiere deckt jedoch auf: Folgende hochwertige Programme dürfen bei Arena mit jedem handelsüblichen Common Interface Receiver und einem entsprechenden CI-Modul (Version 1.0) empfangen werden, bei Premiere offiziell jedoch nur mit abgeschotteten, proprietären Receivern:

- Sportprogramme wie Premiere Bundesliga,
- Sport Digital TV, NASN sowie Eurosport 2,
- die RTL Pay-Programme RTL Crime,
- RTL Living sowie Passion,
- die Pro Sieben Sat 1 Pay-Sender Sat 1 Comedy sowie Kabel Eins Classics,
- die Turner Entertainment Kanäle TCM, Boomerang sowie Cartoon Network
- die Sony Pictures Television International Programme AXN und Animax,
- die MTV-Sender VH 1 Classic, MTV Hits sowie MTV Dance,
- der National Geographic Channel (Gemeinschaftsunternehmen von National Geographic Television & Film (NGT&F), FOX Entertainment und NBC Universal)
- The History Channel und Biography Channel (Joint Venture von NBC Universal Global Networks Deutschland und AETN international)
- Kinowelt (franz. StudioCanal-Gruppe/Vivendi Universal)
- der Fox Entertainment Kanal Fox Channel sowie
- der Frauenkanal Romance-TV.

"Zertifizierte, d. h. vom Pay-TV-Marktführer kontrollierte Digitalempfänger sind nicht notwendig", so Mascom-Geschäftsführer Heinz Gruber. "Sie dienen lediglich dazu das Wohnzimmer vor Konkurrenzangeboten wie Arena Sat oder anderen Abo-Plattformen besser abzuschotten. Denn wenn im Wohnzimmer erst einmal ein proprietärer Pay-Receiver installiert ist, haben alternative Abo-Programmangebote so gut wie keine Chance mehr."

Gerade Kabelzuschauer verstünden die Welt nicht mehr, wenn sie erfahren dass sie für ihren gerade teuer erstandenen Flachbildfernseher mit eingebauten DVB-C-Tuner zusätzlich noch einen "Zwangsreceiver von Kabel Deutschland, Kabel Baden-Württemberg, Unitymedia oder Tele Columbus vorschalten" müssen. Dabei wäre im Fernseher doch alles bereits eingebaut.

Gemäß den Vorgaben der EG-Universaldienstrichtlinie 2002/22/EG vom 7. März 2002 (Anhang VI) und § 48 des deutschen Telekommunikationsgesetzes muss "jedes Digitalfernseh-gerät mit integriertem Bildschirm mit einer sichtbaren Diagonale von mehr als 30 cm […] mit mindestens einer offenen Schnittstellenbuchse […] ausgestattet sein".

Die Gerätehersteller sind also dazu gezwungen, offene Schnittstellen einzubauen. Doch durch das Verhalten der meisten Kabelnetz- und Pay-TV-Betreiber, die mittlerweile nur noch proprietäre Receiver zulassen, können die vorhandenen Schächte für CI-Module vom Verbraucher offiziell gar nicht genutzt werden.

Pay-TV-Anbieter und Kabelplattformen wie Kabel Deutschland erlauben den Empfang ihrer Abo-Programme ausschließlich nur auf abgeschotteten und mit Kopier- und Jugendschutz ausgestatteten Digitalreceivern. Als Argumente gegen CI-Module wird stets der angeblich ungenügende Jugend- und Kopierschutz aufgeführt.

"Gerne widerlegen wir diese Märchen", heißt es in der Presseerklärung: "Für den von den Landesmedienanstalten vorgeschriebenen Jugendschutz bei FSK16- und FSK18-Sendungen sind keine proprietären oder zertifizierten Digitalreceiver notwendig. So setzt beispielsweise der Pay-TV-Anbieter Arena Sat erfolgreich einen von den Landesmedienanstalten geprüften und freigegebenen Jugendschutz auf Basis von CI-Modulen und herkömmlichen CI-Receivern jeglicher Hersteller ein. Auch das von Mascom produzierte Alphacrypt- bzw. Cryptoworks-CI-Modul, das dem im standardisierten und millionenfach in europäischen Haushalten etablierten CI-Standard 1.0 entspricht, enthält Vorrichtungen für einen intelligenten Jugendschutz".

Dieser sei nicht nur ebenso sicher wie der in den proprietären Receivern eingebaute Schutzmechanismus. Er habe gegenüber letzteren sogar eine Reihe von Vorteilen. So kann er je nach eingesteckter Smartcard unterschiedlich funktionieren. Damit ist beispielsweise gewährleistet, dass ein Pay-TV-Kunde in Österreich mit österreichischer Smartcard einen anderen Jugend-Schutz-Mechanismus vorfindet als ein deutscher Kunde mit deutscher Smartcard.
 
Das von den Pay-TV-Anbietern und Kabelnetz- bzw. Plattformbetreibern oft vorgebrachte Argument, mit einer CI-Lösung beim Empfang digital verschlüsselter TV-Programme könne der von den Content-Providern vermeintlich geforderte Kopierschutz nicht eingehalten werden, lässt Mascom nicht gelten.

Dies gelte schon deshalb, weil es - soweit Mascom bekannt - eine entsprechende Forderung der Content-Provider nach Kopierschutz-Vorrichtungen in den meisten Content-Verträgen gar nicht gibt. Bestes Beispiel sind die oben aufgeführten Programme. Diejenigen Pay-TV-Programme, die bei Premiere angeblich nur mit proprietären Receivern mit eingebautem - jedoch nicht aktiviertem - Kopierschutz zu empfangen sind, können bei Arena Sat ohne weiteres mit CI-Modul und CI-Receiver ohne eingebauten Kopierschutz abonniert werden.

Selbst die von Premiere übertragenen Spiele der Fußball-Bundesliga lassen sich bei Arena Sat offiziell mit ganz normalen CI-Receivern ohne eingebauten Kopierschutz empfangen.
 

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/news/news_695973.html
 
Titel: Re: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: SiLæncer am 19 Dezember, 2008, 18:46
Jo , vor einiger Zeit musste Mascom ja sein Firmware Update fürs Alphacrypt zurückziehen ...aufgrund gerichtlicher Einwände von Kabel Deutschland ...Frechheit  :P
Titel: Mascom und PayTV: Klappe die Nächste
Beitrag von: spoke1 am 23 Dezember, 2008, 22:03
Alphacrypt-Schmiede Mascom warnt vor "CI-Plus" - Zuschauer entmündigt

(ar) Vier Tage nach seinem Generalschlag gegen die restriktive Receiver-Politik der Pay-TV-Plattform Premiere (SAT+KABEL berichtete) macht der Alphacrypt-Hersteller Mascom Front gegen den umstrittenen Common-Interface-Standard "CI-Plus".

Das Verfahren bringe für Zuschauer nur Nachteile, betonte Geschäftsführer Heinz Gruber am Dienstag. Zum einen seien selbst Receiver und Digitalfernseher der neuesten Generation nicht für den CI-Nachfolgestandard nachrüstbar und würden dadurch quasi Elektronikschrott.

Zum anderen sehe "CI-Plus" vor, dass über das TV-Signal regelmäßig Widerrufslisten ("re-vocation list") ausgestrahlt werden, mit denen die Pay-TV-Funktionalität bei Verdacht auf Missbrauch für alle im Umlauf befindlichen Exemplare eines Herstellers stillgelegt werden könnte. Gruber spricht von einer "Enteignung im eigenen Wohnzimmer".

Totale Kontrolle des Zuschauers - Parallelmarkt droht

AdTech Ad
Auch im Bereich Inhaltekontrolle schwant dem Mascom-Geschäftsführer Übles. TV-Sender wie RTL oder Pro Sieben könntenihren Zuschauern im Rahmen von "CI-Plus" vorschreiben, ob und falls ja wie lange der Content privat aufgezeichnet werden darf. Die Spezifikation sehe für die analogen Signalausgänge die Aktivierung eines Kopierschutz-Signals (Analogue Protection System, kurz APS) vor. Auch sei es möglich, Aufnahmen nach einer vorgegebenen Zeitspanne automatisch zu löschen oder die zeitversetzte Wiedergabe zu deaktivieren, um dem Zuschauer den Konsum von Werbung aufzudrängen. Gleiches gelte für die Möglichkeit, den schnellen Vorlauf festgelegter Passagen zu blockieren.

Gruber weist darauf hin, dass "CI-Plus" einen Parallelmarkt herbeiführe, weil nicht jeder Haushalt auf den neuen Standard umrüste. Nebenffekt sei, dass sich Pay-TV-Inhalte mit herkömmlichen CI-Geräten weiterhin empfangen und aufzeichnen ließen. Dies lasse sich durch "CI-Plus" nicht verhindern. Durch Updates würden auch künftige Smartcard-Generationen in bestehenden CAMs wie AlphaCrypt funktionieren, behauptete Gruber. Sein Plädoyer geht dahin, auf offene Schnittstellen wie im PC-Bereich zu setzen. Kopierschutz hemme generell nur den Konsum. Bestes Beispiel sei der Markt für Musik-Downloads, der erst in Schwung komme, seit die Anbieter auf Kopierschutzmechanismen verzichteten.


Quelle: http://satundkabel.magnus.de/
Titel: Re: Mascom und PayTV: Klappe die Nächste
Beitrag von: Jürgen am 24 Dezember, 2008, 02:44
Ich frage mich, wo hierbei die EU bleibt, die sich doch sonst überall einmischt...  ::)
Erinnern wir uns, dass wir die SCART-Buchse der EU verdanken, als seinerzeit für alle TV-Geräte über 51 cm vorgeschriebene Decoder-Schnittstelle, gedacht als Türöffner für die damaligen Träume von D2-MAC, schon gleich mit Option für PayTV.

Mit dem echten Digitalzeitalter (DVB) kam dann das Common Interface, alle anderen Ansätze wurden als Markthemmnisse von vornherein abgebügelt. Fest implementierte Crypt-Systeme gab's eigentlich nur bei Miet-Hardware oder sonst parallel zum CI.
Der Sinn war, dass ein Provider nicht berechtigt war, andere vom Marktzugang abzuhalten.

Zugegeben, der damals noch grundsätzlich von Hardware abhängige Standard CSA genügt heutigen Anforderungen an Zugriffskontrollsysteme schon lange nicht mehr, weil längst hinlänglich geknackt und somit für C@rdsharing wie (zeitweise) Plug|ns quasi sperrangelweit offen. Und an eine Aktualisierungsmöglichkeit hat man schlicht nicht gedacht.
Aber inzwischen wurde in den meisten Ländern das Strafrecht verschärft, wodurch das Umgehen solcher Systeme, auch wenn schon lange relativ einfach zu machen, durchaus nicht mehr als Kavaliersdelikt anzusehen ist.

Und der differenzierte Schutz von Inhalten, hinsichtlich Aufzeichnungsmöglichkeit, Ablauf von Wiedergaberechten auch auf Dateiebene usw. ist m.e. nicht Aufgabe der Hardwarehersteller. Darum sollen sich gefälligst die Crypt-Provider selber kümmern und auch gleich auf die Verweigerung von Privatkopie und stark zeitversetztem Fernsehen hinweisen, anstatt das noch anzupreisen...
Zudem ist Macrovision als Kopierschutz längst in die DVB-Spezifikationen eingeflossen, wenngleich auch noch lange nicht allgemein implementiert. HDTV bringt noch weitere Einschränkungen mit, derer man sich nur zu bedienen bräuchte.

Aber ein nicht vollständig transparenter Eingriff in bereits aufgezeichnete Sendungen stellt m.e. einen Akt der Sabotage dar, im Sinne von Datenvernichtung.

Jedenfalls dürfte klar sein, dass CI-Plus das Ende frei handelbarer Geräte bewirken soll, also auch das Ende des freien Marktes, den sonst bekanntermassen insbesondere rechte und (neo)liberale Parteien über alles andere stellen.
Zahlreiche bisherige Hersteller sog. zertifizierter Receiver dürften langst Knebelverträge (NDA usw.) abgeschlossen haben und sich daher als erpressbar anzusehen haben. Immerhin bliebe ihnen ein Marktanteil quasi exklusiv reserviert, an dem andere grundsätzlich nicht teilhaben sollen. Ein Kartell, das mit Grundsätzen von Marktwirtschaft und Wettbewerb nicht vereinbar sein kann...

An eines möchte ich noch erinnern, schon diverse Male haben zertifizierte Geräte auch den Empfang bestimmter freier Stationen verweigert, die Nutzern normaler Kisten stets offen standen. Betroffen waren beispielsweise deutsche FTA-Stationen, die Disney-Inhalte für Kinder nutzten, und die über eine verdeckte Markierung britische Geräte (und sogar manche Plugins) dazu brachten, Bild und Ton zu sperren und nach einer Smart-Card zu verlangen, die es dafür niemals gab. So schützte man die Übermacht des damaligen britischen Anbieters, mittels willfähriger Spiessgesellen hierzulande.

Die Gängelung Abhängiger nimmt kein Ende, und vermutlich wird man bald (wieder) getrennte Geräte für freien Empfang und für Schröpf-TV einsetzen müssen.

Oder man verzichtet gleich auf so zweifelhafte Dienste.
Für sowas gutes Geld ausgeben? Nie und nimmer  :P

Jürgen
Titel: Re: Mascom und PayTV: Klappe die Nächste
Beitrag von: Warpi am 24 Dezember, 2008, 08:53
Oder man verzichtet gleich auf so zweifelhafte Dienste.
Für sowas gutes Geld ausgeben? Nie und nimmer  :P
Jürgen

Eben , auf das Zeug kann ich bestens verzichten ...
Titel: Re: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: ritschibie am 24 Dezember, 2008, 10:15
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass sich die EuroKo schon damit beschäftigt (finde es auch nach anstrengendem gurgeln nicht mehr). Allerdings ist ja schon eine Klage von Receiverherstellern (u.a.) beim Bundeskartellamt anhängig, die auch die CI-Pups-Problematik behandeln dürfte. Ich wage zu bezweifeln, ob sich das Kartellamt hier "mittelstandsfeindlich" äußern "darf"!

http://www.digitalfernsehen.de/news/news_507411.html
Titel: Re: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: Theos am 24 Dezember, 2008, 15:26
Ich frage mich, wo hierbei die EU bleibt, die sich doch sonst überall einmischt...
ich glaub in manch anderen ländern ist ein offener standard schon vorgeschrieben, z.b. GB. dort gibd's ja auch was für nds.

Zugegeben, der damals noch grundsätzlich von Hardware abhängige Standard CSA genügt heutigen Anforderungen an Zugriffskontrollsysteme schon lange nicht mehr, weil längst hinlänglich geknackt und somit für C@rdsharing wie (zeitweise) Plug|ns quasi sperrangelweit offen. Und an eine Aktualisierungsmöglichkeit hat man schlicht nicht gedacht.
also das ist (leider) komplett falsch. CSA ist noch immer sicher, es wurde nie geknackt. ebenso erfüllt es auch immer noch die anforderungen, sonst hätten wir ja heutzutage was anders.
dvb verschlüsselung, bzw. eigentlich mpeg ts verschlüsselung, war von anfang an (soweit ich das zumindest beurteilen kann) folgendermaßen konzipiert:
daten werden über CSA verschlüsselt.
CSA schlüssel (i.e. die CW) werden über ecm versendet, wie ist cryptsystem spezifisch.
cryptsysteme werden über emm aktualisiert, ebenfalls cryptsystem spezifisch.

hätte man jezt CSA "geknackt" dann wär alles offen, egal welches cryptsystem beteiligt ist. ein solcher angriff ist bislang aber zumindest noch nicht publik.
all die angriffe in jüngster zeit liefen auf schicht (2) bzw. (3) ab, also im cryptsystem.

CSA findet auch heutzutage noch in hardware ab (weil die software nicht effizient genug arbeiten kann), eben im CI modul.

Aber inzwischen wurde in den meisten Ländern das Strafrecht verschärft, wodurch das Umgehen solcher Systeme, auch wenn schon lange relativ einfach zu machen, durchaus nicht mehr als Kavaliersdelikt anzusehen ist.
achso nur die übliche panikmache, da hätte ich mir obrigen text sparen können ;)
also ich hab noch nie was von anzeigen in dieser hinsicht gehört, außer der propagandistischen/hetzerischen marketing selbst-anzeige von heise bzgl. der hackertools vergangene woche.

Und der differenzierte Schutz von Inhalten, hinsichtlich Aufzeichnungsmöglichkeit, Ablauf von Wiedergaberechten auch auf Dateiebene usw. ist m.e. nicht Aufgabe der Hardwarehersteller. Darum sollen sich gefälligst die Crypt-Provider selber kümmern und auch gleich auf die Verweigerung von Privatkopie und stark zeitversetztem Fernsehen hinweisen, anstatt das noch anzupreisen...
aber darum geht es doch: die content-provider können über CI der hardware nicht sagen, welche teile wann und wo abgespielt werden. Sie können lediglich mitteilen, wie die daten zu entschlüsseln sind.

wenn es nach mir geht, dann soll mir das überhaupt niemand vorschreiben.
Titel: Re: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: Jürgen am 25 Dezember, 2008, 00:38
CSA ist geknackt, soweit erforderlich. Dabei handelt es sich um die Hardware z.B. in der Nexus / SS1 Premium, die Kontrollworte von CI und Co. in einer letzten Stufe Crypt-System-unabhängig verschlüsselt entgegennimmt und damit lediglich den allerletzten Schritt der Entschlüsselung vormimmt.
Bei Karten ohne CSA-Hardware, wie z.B. der SS2, wird statt derer einzig eine de-CSA DLL benutzt. Dieselbe funktioniert bei der Nexus auch anstelle der Hardware.

Alles andere dient dazu, auf irgendeine Art rechtzeitig an gültige Kontrollworte zu gelangen.

Bei der Handhabung o.e. Kontrollworte gibt's nur sehr wenige Freiheitsgrade.
Und das macht sich C@rdsh@aring zunutze.

Die Provider können sehr wohl sämtliche Optionen des "Broadcast-Flag" über CI nutzen.
Das schliesst Beschränkungen für Aufnehmen, analoges Ausspielen von HD usw. ein. aber pro Ereignis, nicht mehr bei späterer Wiedergabe, also dann auf Dateibasis.
Und das ist der grundlegende Unterschied, CI+ brächte nachträgliches DRM zu jeder Zeit quasi.

Zitat
also ich hab noch nie was von anzeigen in dieser hinsicht gehört,
...damit stehst Du wohl ziemlich allein.
Beihilfe dazu ist - im Gesamtzusammenhang mit darauf basierenden Umgehungen - bereits rechtskräftig verurteilt worden, sogar über Ländergrenzen hinweg.
Dabei ging's auch nicht um um individuelle sondern um innerhalb eines Systems allgemein identische Daten, die erst über Plugin und CSA-Interface nutzbar wurden.
Titel: Re: Mascom: Pay TV funktioniert bestens mit CI – wenn der Anbieter es nur will
Beitrag von: Theos am 25 Dezember, 2008, 10:49
CSA ist geknackt, soweit erforderlich. Dabei handelt es sich um die Hardware z.B. in der Nexus / SS1 Premium, die Kontrollworte von CI und Co. in einer letzten Stufe Crypt-System-unabhängig verschlüsselt entgegennimmt und damit lediglich den allerletzten Schritt der Entschlüsselung vormimmt.
Bei Karten ohne CSA-Hardware, wie z.B. der SS2, wird statt derer einzig eine de-CSA DLL benutzt. Dieselbe funktioniert bei der Nexus auch anstelle der Hardware.
ja aber das bedeutet nicht, dass es geknackt ist, sondern nur, dass es publik ist.
wäre es geknackt, dann käme man an die daten auch ohne CW, und das ist eindeutig nicht der fall.

Alles andere dient dazu, auf irgendeine Art rechtzeitig an gültige Kontrollworte zu gelangen.

Bei der Handhabung o.e. Kontrollworte gibt's nur sehr wenige Freiheitsgrade.
Und das macht sich C@rdsh@aring zunutze.
cardsharing ist ein man-in-the-middle angriff, der zwischen CSA und Crypt System layer arbeitet.

Die Provider können sehr wohl sämtliche Optionen des "Broadcast-Flag" über CI nutzen.
Das schliesst Beschränkungen für Aufnehmen, analoges Ausspielen von HD usw. ein. aber pro Ereignis, nicht mehr bei späterer Wiedergabe, also dann auf Dateibasis.
Und das ist der grundlegende Unterschied, CI+ brächte nachträgliches DRM zu jeder Zeit quasi.
aha, schade dass es überhaupt schon so weit gekommen ist.

Zitat
also ich hab noch nie was von anzeigen in dieser hinsicht gehört,
...damit stehst Du wohl ziemlich allein.
Beihilfe dazu ist - im Gesamtzusammenhang mit darauf basierenden Umgehungen - bereits rechtskräftig verurteilt worden, sogar über Ländergrenzen hinweg.
Dabei ging's auch nicht um um individuelle sondern um innerhalb eines Systems allgemein identische Daten, die erst über Plugin und CSA-Interface nutzbar wurden.
ich bezog mich damit auf das umgehen an sich, also dem endbenutzer.
beihilfe bzw. anstiften ist natürlich ein anderes thema, vor allem wenn es im großen still stattfindet. und das wäre wohl, wenn die auswirkungen schwerwiegende wären, schon immer strafbar gewesen.
Titel: Startschuss für umstrittenes CI-Plus
Beitrag von: awaschko am 13 Februar, 2009, 16:43
Startschuss für umstrittenes CI-Plus

Der umstrittene Pay-TV-Standard "CI-Plus" drängt auf den Markt. Das Konsortium CI Plus LLP, in dem sich mehrere Anbieter von Conditional-Access-Modulen (CAMs) zusammengeschlossen haben, kündigte am Freitag die bevorstehende Einführung des neuen technischen Verfahrens für Bezahlplattformen an.

Dazu sei ein mehrjähriger Exklusivvertrag mit dem Hamburger Sicherheitsspezialisten TC TrustCenter abgeschlossen worden, der als Zertifizierungsbetrieb die notwendige Registrierung für alle Hersteller von TV-Geräten, digitalen Rekordern und Conditional Access (CA)-Modulen abwickle, die den CI Plus-Standard lizensieren wollen. In Deutschland wollen unter anderem die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (SAT+KABEL berichtete) und Tele Columbus (SAT+KABEL berichtete) auf den neuen Standard setzen.

Gängelung des Verbrauchers - Funktionen beliebig sperrbar

"CI-Plus" ist umstritten, weil Sendebetreiber und Studios die Nutzung digital empfangener Programme quasi nach Belieben regulieren können. Unter anderem kann über Zusatzinformationen im Datenstrom die Aufzeichnung von Sendungen gänzlich unterbunden oder zeitlich eingeschränkt werden. Die Auslagerung auf externe Geräte wie DVD-Rekorder lässt sich ferner über die Aktivierung des analogen Kopierschutz-Signals APS (Analogue Protection System) verhindern.

Ferner ist es möglich, Aufnahmen nach einer vorgegebenen Zeitspanne automatisch zu löschen oder die zeitversetzte Wiedergabe zu deaktivieren, um dem Zuschauer den Konsum von Werbung aufzudrängen. Gleiches gilt für die Möglichkeit, den schnellen Vorlauf festgelegter Passagen zu blockieren.

Harsche Kritik von AlphaCrypt-Hersteller Mascom

Mascom-Geschäftsführer Heinz Gruber
Mascom-Geschäftsführer Heinz Gruber (Quelle: Mascom GmbH)
CI Plus LLP selbst spricht von einer Weiterentwicklung des etablierten Common-Interface-Systems, das "die Schwächen beim Kopierschutz für bezahlte Programminhalte" schließe. Der Trend zur Nutzung digitaler Zertifikate in elektronischen Geräten für eine verlässliche Identifikation und zum Schutz digitaler Inhalte werde durch den neuen CI Plus-Standard eindrucksvoll bestätigt, rang Artur Heil, Marketingdirektor bei TC TrustCenter dem Konzept aus seiner Perspektive positive Aspekte ab. Der AlphaCrypt-Hersteller Mascom hatte CI-Plus wiederholt scharf kritisiert und als "Entmündigung des Verbrauchers" gegeißelt

Zu den Gründungsmitgliedern von des CI-Plus-Konsortiums gehören Hersteller wie Sony, SmarDTV, Samsung, Philips und Neotion, die im Sommer 2007 das CI+ Forum aus der Taufe hoben. Im Januar 2008 veröffentlichte das Forum die offizielle CI-Plus-Spezifikation V1.00.

Quelle: Sat+Kabel (http://satundkabel.magnus.de/geraete/artikel/ci-plus-neuer-pay-tv-standard-entmuendigt-verbraucher-zertifizierung.html)
Titel: Kabel BW nimmt Kurs auf ein NDS-CI plus-Modul
Beitrag von: SiLæncer am 26 Februar, 2009, 09:09
Heidelberg - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg will seinen Kunden in Zukunft ein CI plus-Modul anbieten können, mit dem der Empfang der in NDS verschlüsselten Programme in Receivern, die über diese Schnittstelle verfügen, möglich ist.

Dies bestätigte ein Sprecher von Kabel BW DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage. "Kabel BW stand schon immer für eine offene Receiver-Politik und hat die starke Kundenorientierung durch die unverschlüsselte Einspeisung der Privatsender - keine Grundverschlüsselung - in der Vergangenheit unter Beweis gestellt", erklärte der Sprecher.

Daher sei der Kabelnetzbetreiber auch offen für den Standard CI plus, wenn die entsprechenden Sicherheitsmerkmale, so der Jugend- und Kopierschutz, erfüllt seien.

"NDS wird, wenn alle offenen Fragen positiv geklärt sind, ein entsprechendes Modul entwickeln, testen und bereitstellen. Es ist dann Sache der Industrie, die entsprechenden Endgeräte mit implementierten CI plus-Standard zu entwickeln und in den Markt zu bringen", sagte er wörtlich.

Kabel Baden-Württemberg bestätigte zudem, dass das Unternehmen mit seinem "Verschlüsselungspartner NDS diesbezüglich in engem Kontakt" steht.

Bis es soweit ist, dass Kabel BW-Kunden ein NDS-CI plus-Modul in den Receiver ihrer Wahl einsetzen können, kann es allerdings noch dauern. Da aus Sicht des Kabelnetzbetreibers die für die Etablierung der Schnittstelle notwendigen Spezifikationsdokumente noch nicht den endgültigen Stand erreicht hätten, befänden sich sowohl die Netzbetreiber, als auch die Verschlüsselungsanbieter in der Prüfungsphase.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: „CI+ trägt lediglich zur weiteren Kundenverwirrung bei"
Beitrag von: SiLæncer am 28 Februar, 2009, 08:30
Kein gutes Haar lässt Heinz Gruber, Geschäftsführer des Modul-Herstellers Mascom, an der neuen Common Interface-Variante CI+. „Die Zuschauer werden durch den von ein paar Firmen angedachten Möchtegern-Standard CI+ total eingeschränkt“, kritisiert er im exklusiven Digitalmagazin-Interview. So könnten die TV-Sender mit CI+ ungehindert den Inhalt der Receiver-Festplatte des Zuschauers kontrollieren und löschen. Gruber setzt nun seine Hoffnungen in das Bundeskartellamt, das derzeit eine branchenweite Befragung zu CI+ durchführt.

mehr... (http://www.infosat.de/Meldungen/?msgID=51855)

Quelle : www.infosat.de
Titel: Kabel Deutschland erhält AlphaCrypt CI-Module für kundenfreundlichen Feldtest
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2009, 17:59
Digitales Fernsehen sollte so einfach wie bisher sein – keine zweite Fernbedienung, keine lästige Set-Top-Box vom Kabelnetzbetreiber, die man sich nicht einmal selbst auswählen kann. Technisch funktioniert dies seit Jahren einwandfrei – doch Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland, Unity Media, Kabel Baden-Württemberg oder TeleColumbus blockieren den freien Gerätemarkt und erlauben den digitalen TV-Genuss bisher nur mittels zertifizierter und voll kontrollierbarer Zwangsbox.

Damit die Entscheider bei Kabel Deutschland selbst einmal offiziell testen können, wie einfach digitales Fernsehen sein kann, übergibt der Modul-Hersteller Mascom mehrere Exemplare seines bei Sat- und Kabelhaushalten gleichermaßen beliebten AlphaCrypt-Moduls an Europas größten Kabelnetzbetreiber. Dies kündigte Mascom am 5. März an. „Die KDG erhält von uns diverse AlphaCrypt-Module. Je nach eingesteckter Smartcard gewährleistet das intelligente Modul einen bestimmten Level beim Jugendschutz. In allen Varianten erfüllen wir dabei die Auflagen der Landesmedienanstalten“, so Mascom-Geschäftsführer Heinz Gruber bei der Übergabe.

„Die Zuschauer wollen möglichst einfach fernsehen und lehnen eine zusätzliche Set-Top-Box zu ihrem neuen Flachbildfernseher ab“, so Gruber weiter. Und immer mehr LCD-TVs haben bereits einen digitalen Kabeltuner (DVB-C) samt CI-Schacht (Version 1.0) eingebaut. „Mit der offiziellen Freigabe von herkömmlichen CI-Modulen könnte die Digitalisierungsquote im Kabel sehr schnell wachsen“.

Die mögliche neue Norm CI+ ist nach Ansicht von Mascom keine akzeptable Lösung für die Haushalte. Denn CI+-Module funktionieren in keinem bisher verkauften Fernseher oder CI-Receiver und erfordern komplett neue, derzeit noch gar nicht erhältliche Hardware im Wohnzimmer. CI+ schikaniert die Zuschauer, indem Kopierschutz-Sperren integriert sind, die auch nachträglich heimische Aufzeichnungen Sender gesteuert löschen können oder das schnelle Vorspulen in Werbepausen verbieten.

Die bisherige millionenfach verbreitete CI-Norm Version 1.0 ist in vielen europäischen Ländern inzwischen Pflicht – lediglich in Deutschland schotten sich Plattformbetreiber wie Premiere oder die Kabelnetzbetreiber noch mit proprietären Empfangsgeräten zum Leidwesen der Konsumenten ab, gab Mascom abschließend an.

Quelle : www.infosat.de
Titel: KDG reagiert auf Mascom-Vorstoß–Verweis auf Modalitäten der Selbstzertifizierung
Beitrag von: SiLæncer am 06 März, 2009, 19:09
Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat auf einen Vorstoß des Modulherstellers Mascom reagiert, der der KDG CI-Module für einen Feldtest zur Verfügung gestellt hatte. „Alle Boxenhersteller haben bei Kabel Deutschland die gleichen Chancen“, sagte ein Sprecher.

„Kabel Deutschland will einen freien Boxenmarkt und hat dazu bereits vor einiger Zeit die Selbstzertifizierung von Set-Top-Boxen / Digital Receivern eingeführt“, so der Sprecher weiter. Demzufolge teste Kabel Deutschland nicht selbst. „Seit zwei Jahren liegen der Geschäftsführung von Mascom die funktionalen Anforderungen an ein Kabel Digital geeignetes Common Interface Conditional Access Modulen (CI-CAM) vor, z.B. die Spezifikationen zu Jugendschutz und Kopierschutz“, betonte der KDG-Sprecher. „Die uns von der Firma Mascom zugesendeten AlphaCrypt CI-Module für einen Feldtest werden wir wieder an die Geschäftsführung von Mascom zurücksenden und auf die Modalitäten der Selbstzertifizierung verweisen“, hieß es abschließend.

Quelle : www.infosat.de
Titel: Kabelnetzbetreiber in der Kritk
Beitrag von: SiLæncer am 10 März, 2009, 07:39
Berlin - Kabelkunden müssen auf die vom Netzbetreiber angebotenen Set-Top-Boxen zurückgreifen. Tragen deshalb die Betreiber eine Mitschuld an den Defiziten der TV-Digitalisierung?

Nicht nur das Kartellamt schaut im Moment kritisch auf die Kabelnetzbetreiber in Sachen Monopol und Marktabschottung. Auch auf dem vom Auerbach Verlag veranstalteten Diskussionsforum "Digitale Plattformen" wurde Kritik an den Kabelnetzbetreibern laut, sie würden einen Kaufmarkt, wie er für digitale Sat- oder DVB-T-Receiver besteht, verhindern.

Die auf dem Diskussionsforum anwesenden Vertreter der Kabelnetzbetreiber nutzen die Gelegenheit, ihre Position deutlich zu machen. Bei technischen Problemen würde der Kunde nicht beim Boxenhersteller anrufen, sondern beim Kabelnetzbetreiber, erklärte Volker Beltz, Leitung New Media & Politics bei Tele Columbus. Dies führe zu einem erheblichen Mehraufwand in den Call Centern, je unterschiedlicher die Empfangsgeräte sind.

Martin Herkommer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Kabel BW, wies auf die strengen Vorschriften des Gesetzgebers und der Rechteinhaber hin. Sie seien auch der Grund dafür, warum man den Standard Common Interface (CI) aus Gründen des mangelnden Jugendschutzes bislang nicht unterstützt habe.

Mit CI Plus soll aber der Jugend- und auch der Kopierschutz sichergestellt werden. Dann kann auch ein offener Boxenmarkt für den digitalen Kabelempfang entstehen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI+-Debatte: Zertifizierungs- und Lizenzkosten im fünfstelligen Bereich
Beitrag von: SiLæncer am 11 März, 2009, 17:44
Die Debatte um die umstrittene Common Interface-Variante CI+ geht in eine neue Runde. In einem Statement gegenüber Digitalmagazin betonte Keith Potter, Chef des CI+-Zertifizierers Digital TV Labs, dass die Zertifizierungskosten keineswegs hoch seien. „Die Kosten der CI+-Zertifizierung beginnen bei 2.700 Euro“, sagte er und wies damit jüngste Kritik an den CI+-Kosten zurück (DM berichtete). DM vorliegenden Dokumenten zufolge sind dies jedoch nicht die einzigen Gebühren, die Herstellern von CI+-Geräten entstehen. Der CI+-Sicherheitstest kostet die erwähnten rund 2.700 Euro netto (2.500 Pfund), für ein Advanced CAM Modul sind rund 3.780 Euro (3.500 Pfund) netto zu bezahlen. Auch sind für ein beglaubigtes Zertifikat rund 540 Euro (500 Pfund) extra zu entrichten, für optionale Debugging-Tests am Digital TV Labs-Standort Bristol können zudem weitere rund 860 Euro (800 Pfund) pro Tag anfallen.

Doch damit nicht genug: Neben den Zertifizierungskosten kommen stattliche Lizenzgebühren von 15.000 Euro pro Jahr, eine Registrierungsgebühr von 5.000 Euro sowie weitere Gebühren für digitale Zertifikate (insgesamt 700 Euro à 10.000 Module) und Versand (250 Euro) hinzu. Rund 24.000 Euro netto sind also einmalig für Zertifizierung und Lizenzierung einer CI+-Schnittstelle oder eines CI+-Moduls einzukalkulieren. Die Erneuerung der Lizenz fällt nach zwölf Monaten an. Jährlich sind dafür – egal, ob CI+-Fernseher, CI+-Receiver oder CI+-Modul – wiederum 15.000 Euro zu entrichten.

Quelle : www.infosat.de
Titel: "CI-Plus": Kudelski-Tochter stellt CA-Modul für umstrittenen Standard vor
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2009, 20:15
Die Kudelski-Tochter SmarDTV forciert die Einführung der umstrittenen Verschlüsselungstechnik "CI-Plus". Das Unternehmen informierte am Mittwoch über die offizielle Zertifizierung seines SmarCAM3-Moduls für den potenziellen Common-Interface-Nachfolgestandard.

Das "SmarDTV CI Plus Referenz Kit" werde künftig vom Dienstleister Digital TV Labs für die "CI-Plus"-Zertifizierung neuer Fernsehgeräte und Set-Top-Boxen eingesetzt, hieß es weiter. SmarDTV sprach von einem wichtigen Meilenstein und kündigte für das zweite Quartal die offizielle Einführung eines "CI-Plus"-tauglichen Moduls in Zusammenarbeit mit einem nicht benannten Plattformbetreiber an.

"CI-Plus" ist umstritten, weil Sendebetreiber und Studios die Nutzung digital empfangener Programme damit quasi nach Belieben regulieren können. Unter anderem kann über Zusatzinformationen im Datenstrom die Aufzeichnung von Sendungen gänzlich unterbunden oder zeitlich eingeschränkt werden. Die Auslagerung auf externe Geräte wie DVD-Rekorder lässt sich ferner über die Aktivierung des analogen Kopierschutz-Signals APS (Analogue Protection System) verhindern.

Quelle: Sat+Kabel
Titel: Ziggo führt als erster Kabelnetzanbieter CI Plus ein
Beitrag von: SiLæncer am 27 März, 2009, 17:36
London - Der niederländische Kabelnetzanbieter Ziggo ist der erste, der die neue Common-Interface-Spezifikation "CI Plus" einführt.

Obwohl der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo es noch nicht offiziell bestätigt hat, steht laut Branchenmagazin "Broadband TV News" bereits fest, dass Ziggo CI Plus einführen wird. In den letzten Wochen haben führende Hersteller aus der Unterhaltungselektronik wie Philips, Samsung und JVC CI-Plus-fähige Fernsehausrüstungen präsentiert.
 
Bei der Spezifikation CI Plus handelt es sich um die seit längerem im Gespräch befindliche Common Interface Version 2.0, die alle bisher im Umlauf befindlichen CI-Receiver wertlos machen würde. Nach unterzeichneten Vertraulichkeitserklärungen würden sich alle Beteiligten mit Äußerungen zurückhalten. Jedoch sprechen die Spezifikationen für die neuen TV-Ausstattungen laut Branchenmagazin für sich selbst sprechen. Bei Philips beispielsweise wurden alle Geräte mit DVB-T- und DVB-C-Tunern ausgestattet, in die jeweils CI Plus eingebaut ist.

Ziggo sei der erste europäische Kabelnetzanbieter, der den CI-Plus-Standard umfassend einführt. Das gestalte sich bei Ziggo besonders einfach, da der Anbieter für Set-Top-Boxen und Fernsehgeräte mit verbauten Tunern (IDTV) lediglich ein Verkaufsmodell anbietet.

Der andere niederländische Kabelnetzbetreiber, UPC, hingegen verleiht seine Geräte. Jedoch testet UPC in Zusammenarbeit mit Philips bereits ebenso als Verkaufsmodell einen HDTV-Receiver, der für 199 Euro zu haben ist. Das Angebot beinhaltet zusätzlich ein kostenloses Abonnement für HDTV-Inhalte über zwölf Monate, was den Kosten für den Receiver nahezu gleichkommt.

Offene CI-Lösungen werden von den Kabelnetzbetreibern bislang nicht offiziell unterstützt, unter Verweis auf die Lücken im Jugend- und Kopierschutz. Die Kabelnetzbetreiber und Sender wollen ihre Programme vor Missbrauch schützen und setzen deswegen bislang, zum Unmut der Hersteller und der Kunden, auf vorgeschriebene und zumeist unbeliebte Set-Top-Boxen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Smit präsentiert CI-Plus-Modul für Videoguard
Beitrag von: SiLæncer am 28 März, 2009, 12:05
Leipzig - Das CI Plus Secure CAM von Smit wurde von Digital TV Labs, dem offiziellem Test-Center von CI Plus LLP, zertifiziert.

Das Secure Plus CAM entspricht der CI-Plus-Version 1.1. Smit will das Modul im zweiten Quartal 2009 auf den Markt bringen. Neben den Verschlüsselungssystemen von Viaccess, Irdeto und Conax präsentierte Smit auch ein Secure CAM für Videoguard von NDS.

Darüber hinaus plant das Unternehmen mit Sitz auf den Cayman Island eine Dependence in Deutschland. Die Niederlassung soll im Mai eröffnet werden.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Ziggo bestätigt Einführung von CI Plus
Beitrag von: SiLæncer am 31 März, 2009, 19:57
Amsterdam - Ziggo, größter Kabelnetzanbieter der Niederlande, hat heute offiziell die Einführung der Common-Interface-Spezifikation CI-Plus bestätigt.

Wie Marcel Nijhoff, Director Sales and Maketing bei Ziggo, in einem Statement erklärte, wolle der Kabelnetzbetreiber bereits vor der offiziellen Markteinführung CI-Plus-fähiger Fernsehausrüstungen vorbereitet sein. Noch in diesem Frühjahr wollen u.a. Philips, Sony, Samsung und LG das erste CI-Plus-Modell einführen, wie "Broadband TV News" berichtet.

Nijhoff zufolge sei diese schnelle Entwicklung nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen TV-Herstellern, dem Verschlüsselungsanbieter Irdeto und Ziggo möglich gewesen. Die Entscheidung über die Einführung von CI Plus fällte der Kabelnetzbetreiber bereits im Mai letzen Jahres.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Dream Multimedia kritisiert CI Plus als verbraucherunfreundlich
Beitrag von: SiLæncer am 03 April, 2009, 18:46
Lünen - Dream Multimedia, Anbieter Linux-basierter Set-Top-Boxen, steht dem Nachfolge-Standard des Common Interface, CI Plus, äußerst kritisch gegenüber.

In der derzeitigen Diskussion werden die Wünsche des Verbrauchers zu sehr außer Acht gelassen, teilt das Unternehmen heute mit.

Zwar seien interoperable und herstellerübergreifende Standards im digitalen Fernsehen unabdingbar, jedoch dürfen diese nicht entgegen der Interessen des Verbrauchers durchgesetzt werden. So musste die Musikindustrie schmerzhaft erfahren, wie man es nicht macht. Der Verbraucher wolle keinen Kopierschutz, kein Digital Rights Management, das ihn in seinem Medienkonsum einschränkt.

Auf die Frage, warum ein neuer Standard entwickelt werden muss, um die Anforderungen des Jugendschutzes zu erfüllen, wenn bereits bei Arena Sat ein von den Landesmedienanstalten geprüfter Jugendschutz auf Basis von Common Interface 1.0 existiert, fehlt bislang Dream zufolge jede Antwort.

Dream Multimedia warnt zudem davor, zu sehr den Forderungen von Inhalteanbietern und Plattformbetreibern nachzukommen, denn am Ende sei es der Verbraucher, der darüber entscheidet, ob er sich ein weiteres Gerät ins Wohnzimmer stellen will. Selbst wenn er dazu bereit wäre, muss er noch den vom jeweiligen Inhalteanbieter eingesetzten Kopierschutz akzeptieren.

"CI Plus mag den Forderungen der Industrie entsprechen, aber jeder weiß doch, wie der Verbraucher reagiert, wenn ihm gesagt wird, dass er wieder einmal ein neues Gerät benötigt. Er wird so lange bei seiner vorhandenen Hardware bleiben, bis es nicht mehr anders geht. Warum haben wir im Kabel wohl noch so viele Analogkunden? CI Plus wird einen langen Atem haben müssen, wenn der Verbraucher den neuen Standard nicht von vornherein akzeptieren sollte. So stelle ich mir die Digitalisierung des Fernsehens nicht vor", meint dazu Dream-Sprecher Alpaslan Karasu.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Irdeto bringt erstes Verschlüsselungstechnologie mit CI-Plus auf den Markt
Beitrag von: SiLæncer am 22 April, 2009, 17:01
Las Vegas, Nevada, USA - Der Verschlüsselungsspezialist Irdeto gab bekannt, dass sein erstes CAM (Conditional-Access-Modul) mit dem CI-Nachfolgestandard CI Plus ab Mai dieses Jahres im Handel verfügbar sein wird.

Irdetos erster Kunde, der CI Plus implementiert, ist der niederländische Kabelnetzanbieter Ziggo (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Irdeto hat sich bei der Implementierung der CI-Plus-Features an den Vorgaben des CI-Plus-Forums, einem Industriekonsortium, zu dem die Fernsehhersteller Sony, Panasonic, Philips und Samsung sowie die CI-Modul-Hersteller SmarDTV, Neotion und Smit gehören, orientiert.
 
Durch CI Plus soll Kabelnetzanbietern wie Ziggo die Möglichkeit gegeben werden, eine verbesserte Inhaltesicherung über ein Sicherheitsinterface zwischen dem CAM und den Abnehmern wie Fernsehern mit integriertem Tuner und Receivern mit CI-Modul zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen durch Standards wie MHEG-5 in Fernsehern auch mehr interaktive Funktionen und Anpassungen an die Vorstellungen der Betreiber ermöglicht werden.

Bei der Spezifikation CI Plus handelt es sich um die seit längerem im Gespräch befindliche Common Interface Version 2.0, die alle bisher im Umlauf befindlichen CI-Receiver wertlos machen würde.

Offene CI-Lösungen werden von den Kabelnetzbetreibern bislang nicht offiziell unterstützt, unter Verweis auf die Lücken im Jugend- und Kopierschutz. Die Kabelnetzbetreiber und Sender wollen ihre Programme vor Missbrauch schützen und setzen deswegen bislang, zum Unmut der Hersteller und der Kunden, auf vorgeschriebene und zumeist unbeliebte Set-Top-Boxen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Ziggo bestätigt Einführung von CI Plus
Beitrag von: moonchild am 22 April, 2009, 22:27
Ein Sprecher von ziggo hat auf einem Internetforum erklärt dass ziggo "nichts actief unternehmen werde um das Functionieren von Cams (Alphacrypt) unmöglich zu machen".
Wenn ihr wollt, halte ich euch auf dem laufenden zu den Entwicklungen.
Titel: Re: Ziggo bestätigt Einführung von CI Plus
Beitrag von: SiLæncer am 23 April, 2009, 08:03
Hi moonchild....klar ...wenn du da an irgendwelche Infos kommst ...immer her damit ;) :)
Titel: Canal+ unterstützt kopierschutzgesicherte Receiver-Schnittstelle
Beitrag von: SiLæncer am 28 April, 2009, 17:37
Nach dem niederländischen Kabelnetzprovider Ziggo hat sich nun auch der französische Pay-TV-Sender Canal+ entschieden, künftig DVB-Receiver mit einer kopierschutzgesicherten Receiver-Schnittstelle nach dem neuen Standard CI-Plus als offizielle Empfangsgeräte zu akzeptieren. Dies berichtet Broadband TV News. Während bislang in Verbindung mit CI-Plus ausschließlich von Empfängern für digitales Kabelfernsehen die Rede war, spricht Canal+ von Receivern für digitales Antennenfernsehen (DVB-T, in Frankreich auch verschlüsselt) und digitales Satellitenfernsehen (DVB-S/S2).

Laut Broadband TV News sollen die betreffenden Geräte das Logo "Canal Ready" tragen. Angeblich sei sogar angedacht, auch Computer und Spielkonsolen (gemeint dürfte die PS3 mit PlayTV sein) als offizielle Empfänger zuzulassen. Dies würde jedoch CI-Plus-Module voraussetzen, die den TV-Datenstrom gesichert zum PC beziehungsweise zur PS3 übermitteln.

c't beschäftigt sich in Ausgabe 08/2009 in dem Artikel Abrechnung mit DVB-CI (in Auszügen online einsehbar) mit dem neuen Standard, den ersten CI-Plus-Empfangsgeräten, den Reaktionen der deutschen Digital-TV-Anbieter und mit den möglichen Auswirkungen für die Zuschauer.

Quelle : www.heise.de
Titel: Tele Columbus/ Primacom: Der gewünschte Komfort-Gewinn mit CI Plus ist ungewiss
Beitrag von: SiLæncer am 01 Mai, 2009, 14:42
 Leipzig - Es sei daher wichtig, Sinn und Erfolg von CI Plus in den unterschiedlichen Infrastrukturumgebungen Satellit, Kabel und DVB-T zu prüfen, sagte Hannes Lindhuber, Pressesprecher der Tele-Columbus-Gruppe und der Primacom AG.

"Grundsätzlich unterstützen wir den neuen Standard CI Plus", so Lindhuber. Jedoch gebe es noch etliche ungeklärte Fragen. "Es ist nicht geklärt, wer die Integrationskosten für die CA-Module der verschiedenen CA-Systeme zu tragen hat", bemerkte der Pressesprecher von Tele Columbus und Primacom.
 
"Weder Kabelnetzbetreiber, noch Plattformbetreiber sind gleichzeitig Hersteller von CA-Modulen. Es profitieren nur die Hersteller von TV-Geräten und netzunspezifischen Receivern", so Lindhuber weiter. Die Kosten könnten daher auch nur von diesen Marktteilnehmern getragen und nicht den Netzbetreibern zusätzlich auferlegt werden, findet er.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Kabel Deutschland unterstützt CI Plus schon "seit einigen Jahren"
Beitrag von: SiLæncer am 07 Mai, 2009, 17:11
Leipzig - Der Kabelnetzanbieter Kabel Deutschland GmbH (KDG) unterstützt offenbar schon seit mehreren Jahren den CI-Nachfolgestandard CI Plus.

"Kabel Deutschland unterstützt seit einigen Jahren CI Plus", sagte die KDG-Pressereferentin Joyce Mariel gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage. An eingehenden Kundenanrufen könne die KDG sehen, "dass das Thema CI Plus so gut wie keine Resonanz bei unseren Kunden erzeugt".
 
In Branchenkreisen wird der CI-Nachfolgestandard CI Plus erst seit rund eineinhalb Jahren thematisiert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Liwest: CI Plus ist eine deutschlandspezifische Debatte
Beitrag von: SiLæncer am 07 Mai, 2009, 19:11
 Leipzig - Der Geschäftsführer des österreichischen Kabelnetzbetreibers Liwest Kabelmedien GmbH, Nicholas Sridharan, sieht in Österreich keinen Anlass für den in Deutschland heiß diskutierten CI-Nachfolgestandard CI Plus.

"CI Plus stellt meiner Ansicht nach eine Entwertung der von den Kunden vielfach gerade in letzter Zeit im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung getätigten Investitionen in moderne TV-Geräte und Receiver dar, da diese ja nicht über das CI Plus Modul verfügen", so Nicholas Sridharan.
 
"Ich denke außerdem, dass wir es hier mit einer deutschlandspezifischen Debatte zu tun haben. In Österreich ist der Markt anders", sagte der Liwest-Geschäftsführer. "In Österreich sind das bewährte Conax- (bei Liwest) bzw. Nagra-(z.B. UPC) Verschlüsselungssystem eingeführte Standards bei den großen Kabelanbietern. Wir sehen hier derzeit keinen Grund, daran etwas zu ändern."

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI Plus als neuer offener Branchen-Standard akzeptiert
Beitrag von: SiLæncer am 25 Mai, 2009, 15:35
Berlin - Nach Auffassung der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) ist die Zugangstechnologie Common Interface Plus (CI Plus) für digitale Fernsehprogramme und andere digitale Medieninhalte ist seitens der Geräteindustrie und der Netzbetreiber auf breiter Front akzeptiert.

"Mit CI Plus legen die Marktteilnehmer die Basis für einen breiten, offenen Endgerätemarkt. Dabei ist CI Plus kein Selbstzweck der Geräteindustrie, sondern notwendiges Werkzeug, die Forderungen der Inhalteanbieter und Netzbetreiber bezüglich Kopier- und Jugendschutz erfüllen zu können. CI Plus ist dafür die derzeit einzige Lösung, die von den großen Kabelnetzbetreibern ausdrücklich akzeptiert wird. Darüber hinaus ist CI Plus auch keine deutsche Lösung. In anderen europäischen Länder führen Dienste-Anbieter CI Plus ebenfalls ein, um die Sicherheits-Anforderungen von Lizenzgebern umsetzen zu können", erläutert Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands Consumer Electronics im ZVEI.

Viele namhafte Consumer Electronics Hersteller haben bereits Geräte mit CI Plus im Angebot oder werden ihre Produktpalette bis zur IFA im September entsprechend erweitern. Erforderliche CI Plus-Module zur Entschlüsselung werden zur IFA von mehreren Herstellern erhältlich sein.

Seit der Einführung des digitalen Fernsehens engagieren sich Industrie und Standardisierungsorganisationen für offene Geräte-Architekturen. Jeder Zuschauer soll mit dem Empfangsgerät seiner Wahl in der Lage sein, alle digitalen Programmangebote der jeweiligen Netzplattform zu empfangen – ganz gleich, ob es sich um freie oder um Abo-Programme und andere kostenpflichtige Dienste handelt.

Diese klare Zielsetzung ließ sich aber angesichts unterschiedlichster Anforderungen der Marktteilnehmer bisher nie vollständig erreichen: CI Plus biete nach Heckers Darstellung erstmals die Chance, das Ziel auch umzusetzen – in gemeinsamen Anstrengungen für zukunftssichere Lösung von Geräteindustrie und Plattformbetreibern.

Das heisse ganz praktisch für die Kunden, dass sie ihr Endgerät frei nach Ausstattung, Qualität, Leistungsmerkmalen und Hersteller aussuchen und sicher sein können, dass der Empfang auf der Wunschplattform überall in Deutschland heute und morgen funktioniert.

Dies gelte sowohl für Set-Top-Boxen, als auch für integrierte Fernsehgeräte, die sich komfortabel mit nur einer Fernbedienung und über eine einzige Benutzeroberfläche bedienen lassen. Ein vielfältiges, zukunftssicheres Endgeräte-Angebot kommt einerseits dem Konsumenten zugute, andererseits können die Netzbetreiber eine große Gerätepopulation nutzen, ohne individuelle Set-Top-Boxen finanzieren zu müssen.

"Die einheitliche CI Plus-Zugangstechnologie ist auch für eine zügige, von technischen Hürden ungebremste Entwicklung des hoch auflösenden Fernsehens HDTV unabdingbar", schreibt Hecker in einer Pressemitteilung.

Die CI Plus LLP, eine Initiative führender Unternehmen der CE-Branche, plant die Spezifikationen der neuen Zugangstechnologie einem internationalen Standardisierungsgremium vorzulegen.

Über diesen Weg wird CI Plus auch zum international anerkannten Standard für digitales Fernsehen in Europa und in vielen anderen Regionen der Welt werden.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI-Plus-Standard startet schwungvoll in den Markt
Beitrag von: SiLæncer am 26 Mai, 2009, 06:07
Hamburg - Über die Zugangstechnologie Common Interface Plus (CI Plus) hat das TC Trust Center, Anbieter von On Demand Digital Identity-Lösungen, erste Details zur Annahme der Technologie im Markt bekannt gegeben.

Das TC Trust Center, gibt bekannt, dass das neue CI Plus-System seit der Einführung im Januar 2009 mit großen Schritten in den Markt drängt. TC Trust Center fungiert dabei als Trust- und Certificate-Authority für CI Plus.

In den ersten zwei Monaten seit Einführung haben bereits acht der wichtigsten CE-Hersteller sowie drei CI Plus CAM (Conditional Access Module)-Hersteller die Technologie lizensiert und ihre Produkte zertifizieren lassen. TC Trust Center hat für diese "Early Adopters" in weniger als drei Monaten mehr als drei Millionen Zertifikate ausgestellt.
 
Darüber hinaus berichtet TC Trust Center von einer großen Zahl weiterer Unternehmen, die großes Interesse am Einstieg in die Technologie bekundet haben.

"Diese Zahlen deuten auf einen echten Marktbedarf für CI Plus hin und zeigen, dass die Technologie bereits auf dem Weg ist, ein "de facto"-Industriestandard zu werden", erklärt Laurent Jabiol, stellvertretender CEO und Gründer von Neotion, einem der Gründungsmitglieder des Industrieforums CI Plus LLP, das die Spezifikation des Standards entwickelt hat.

Dr. Artur Heil, Leiter Sales und Marketing, EMEA, bei der TC Trust Center GmbH, fügt hinzu: "Dieser Markteintritt hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind sehr optimistisch, was das zukünftige Marktpotenzial dieser Technologie angeht sowie unsere Fähigkeit, mit der wachsenden Annahme durch den Markt auch hohe Zertifikatszahlen liefern zu können."

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Dicke Fragezeichen hinter CI+
Beitrag von: SiLæncer am 30 Mai, 2009, 11:33
Hinter der nicht unumstrittenen Spezifikation CI+ stehen weiter dicke Fragezeichen. „Es gibt noch sehr viele ungelöste Fragen“, sagte Sabine Christmann, bei Premiere zuständig für Recht und Regulierung, am 28. Mai auf der ANGA Cable in Köln. Noch habe Premiere keine Zustimmung etwa bei den Hollywood-Studios gesehen. Zudem gebe es nach gegenwärtigem Stand einen großen Nachteil bei CI+: „Die momentane Version kann nur einen Stream entschlüsseln“, sagte Christmann. In der Praxis würde dies bedeuten, dass es nicht möglich ist, ein codiertes Programm zu sehen und ein zweites parallel aufzuzeichnen. „Das ist eine deutliche Einschränkung für PVR“, kritisierte die Premiere-Vertreterin. Auch wünsche sie sich in Hinblick auf den Jugendschutz von der Kommission für Jugendschutz (KJM) Rechtssicherheit.

Der Jugendschutz könnte noch zum Stolperstein für CI+ werden. Zwar wird der vierstellige Code vom CI+-Modul beim Live-Fernsehen abgefragt, nach einer Aufzeichnung auf einer Festplatte ist die Wiedergabe gegenwärtig jedoch offenbar ohne PIN-Eingabe möglich. „Das kann es nicht 100-prozentig“, musste Rudolf Eyberg, Member CI Plus LLP und Director PLDC, Panasonic Europe, einräumen. „Wir sind momentan in Gesprächen.“ Das Jugendschutz-Problem ist indes auch der Grund, weshalb nach DM-Informationen etwa bei Kabel BW noch dicke Fragezeichen hinter CI+ stehen.

Beim CI+-Befürworter Kabel Deutschland (KDG), der für das Weihnachtsgeschäft entsprechende Module in Aussicht gestellt hat, will man nicht zuletzt deshalb nun sorgfältig testen. „Das Modul muss Jugendschutz unterstützen“, bekräftigte Christoph Schaaf, Leiter New Technologies bei der KDG.

Der Verschlüsselungs-Anbieter Nagravision stellte auf der ANGA Cable erstmals ein CI+-Modul vor, nach Angaben von Nagra Deutschland-Chef Holger Ippach liegen bislang konkrete Bestellungen aus dem Ausland vor. Er hält CI+ für ein Mittel, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Ob dies vom Endkunden auch so gesehen wird? Denn immerhin müsste er bei CI+ mit Einschränkungen leben – je nachdem, ob beispielsweise der Sender eine Aufzeichnung erlaubt oder nicht. Nicht zuletzt deshalb steht für Loewe-Vorstand und CI+-Unterstützer Gerhard Schaas fest: „Wir dürfen den Kunden nicht verärgern.“ Der werde natürlich verärgert, wenn er mit CI+ teilweise nicht mehr aufzeichnen oder Werbung überspringen darf. „Für uns ist es eine Herausforderung, dies zu vermitteln“, so Schaas. Ist eine Aufzeichnung möglich oder nicht? Diese denkbare Verunsicherung der Kunden verursacht Armin Loos, Bereichsleiter Technik, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), durchaus Bauchschmerzen. Für ihn ist CI in der Version 1 ein „sehr schöner Ansatz für Interoperabilität“. Damit steht er nicht alleine da. „Wir waren mit CI auch nicht unglücklich“, sagte Schaas.

Quelle : www.infosat.de
Titel: Ziggo arbeitet an CI-Plus-Zertifikation
Beitrag von: SiLæncer am 02 Juni, 2009, 12:41
Amsterdam - Der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo arbeitet momentan an der CI-Plus-Zertifikation für das erste integrierte Digital-TV-Set.

Wie "Broadband TV News" berichtet, befinden sich Receiver von Samsung, LG, Philips und Sony derzeit im Testbetrieb.

Eine Bekanntgabe über die Zertifikation der Receiver von Samsung und LG werde jeden Moment erwartet, schreibt das Branchenportal. Die Zulassungen für die Geräte von Philips und Sony sollen später folgen. Im September startet dann die nächste Zulassungswelle mit Geräten von Panasonic, JVC, Sharp und Loewe.
 
Ziggo möchte so schnell wie möglich mit dem Verkauf der CI-Plus-Modelle zu einem empfohlenen Endverbraucherpreis von 90 Euro beginnen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nutzen noch eine Reihe der Ziggo-Kunden das Alphacrypt-CI-Modul. Allerdings gibt der Kabelnetzbetreiber zu Bedenken, keine Garantie dafür geben zu können, dass das Alphacrypt-CI-Modul auch künftig noch funktioniert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Starke Marktresonanz auf CI Plus gemeldet
Beitrag von: SiLæncer am 11 Juli, 2009, 15:29
Hamburg - Für den neuen Standard CI-Plus wurden jetzt weitere Firmen und Details zur Annahme der Technologie im Markt bekannt gegeben.

In den ersten zwei Monaten seit Einführung haben bereits acht der wichtigsten CE-Hersteller sowie drei CI Plus CAM-Hersteller die Technologie lizensiert und ihre Produkte zertifizieren lassen. Jetzt wurden erste Firmen veröffentlicht, die ein so genanntes Interim License Agreement unterzeichnet haben.
 
Zu den Unternehmen gehören Technisat, Trident, JVC, Metz, Panasonic, LG Electronics, Loewe, Sony, Philips, Samsung, Humax, Novatek, SMiT, SmarDTV und Neotion. Die Unterzeichnung des Agreements bedeutet nicht, dass die entsprechende Firma bereits Zertifikate geordert hat.

TC TrustCenter hat für einige der "Early Adopters" in weniger als drei Monaten mehr als drei Millionen Zertifikate ausgestellt. Darüber hinaus berichtet TC TrustCenter von einer großen Zahl weiterer Unternehmen, die großes Interesse am Einstieg in die Technologie bekundet haben.

CI Plus LLP ist eine in Großbritannien registrierte Limited Liability Partnership. Zu den Gründungsmitgliedern von CI Plus LLP gehören Sony, SmarDTV, Samsung, Philips und Neotion. Im Sommer 2007 gründeten die Unternehmen Neotion, Panasonic, Philips, Samsung, SmarDTV und Sony das CI+ Forum. Das CI+ Forum setzte sich aus einer Reihe von Unternehmen, Consumer Electronics (CE)- und Common Interface Module (CAM)-Hersteller, zusammen, die ein gemeinsames Interesse daran hatten, den existierenden DVB Common Interface-Standard zu erweitern. Es sollen zusätzliche Sicherheit und Funktionen unterstützt werden, um der Pay TV-Wertschöpfungskette das notwendige Vertrauen zu geben, Pay TV-Dienste an eine große Bandbreite von CE-Geräten liefern zu können, die mit den neuen Erweiterungen ausgestattet sind.

Im Januar 2008 veröffentlichte das CI+ Forum die CI Plus-Spezifikation V1.00. CI Plus LLP übernimmt nun als Gesellschaft die Aufgabe, den CI Plus Standard in den Markt einzuführen und zu implementieren. In direkter Nachfolge des früheren CI+ Forums übernimmt sie die Rechte an der CI Plus-Spezifikationen und ist zuständig für deren weitere Entwicklung. Darüber hinaus wird CI Plus LLP die Rolle der CI Plus Trust Authority übernehmen und mit Unterstützung ausgewählter Partner die Lizenzierung, Tests und die Zertifikatsbeschaffung durchführen, die für den Einsatz der CI Plus-Technologie im Markt erforderlich sind.

Quelle : www.digitalfernsehen.de (http://www.digitalfernsehen.de)
Titel: Neue Kritik an "CI-Plus"-Schnittstelle
Beitrag von: ritschibie am 04 August, 2009, 15:13
In der Debatte um die umstrittene "CI-Plus"-Schnittstelle hat sich jetzt auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu Wort gemeldet.

"Wer jetzt einen mit 'CI'-Schnittstelle ausgestatteten HD-Satelliten-Receiver kauft, tätigt unter Umständen eine Fehlinvestition", betonte Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherschützer, in einer Presseerklärung am Dienstag. Möglicherweise könnten mit diesen Geräten künftig nur öffentlich-rechtliche HD-Sender sowie der Privatsender Anixe-HD empfangen werden. Ein Empfang der für Herbst 2009 geplanten verschlüsselten HD-Programme von RTL, Vox, ProSieben, Sat.1 und Kabel1 sei damit nicht unbedingt gewährleistet.

(http://res.magnus.de/res/_2/2/7/2/88421.jpg)
Umstrittener Standard: Common Interface Plus
("CI-Plus") (Quelle: CI-Plus.com)

Die genannten privaten Sender wollen die neue Astra-Plattform "HD+" sowie die Datenschnittstelle "CI-Plus" nutzen. Derzeit ist laut Verbraucherzentrale noch ungeklärt, ob alle gegenwärtig angebotenen HD-Sat-Receiver zum Empfang der privaten HD-Programme über "HD+" nachgerüstet werden können. Bisher hätten Boxenhersteller erst vereinzelt angekündigt, dass sie für ihre aktuellen Receiver Nachrüstmodule vorbereiten und rechtzeitig auf den Markt bringen wollen. Ob durch diese Nachrüst-Module eine volle Kompatibilität aktueller Receiver gegenüber den später speziell neu entwickelten "HD+"-Receivern gewährleistet sei, scheine zurzeit fraglich.

"Zuschauerunfreundliche Eigenschaften"

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lehnt "HD+" nach eigenen Angaben auch wegen der "zuschauerunfreundlichen Eigenschaften" der "CI-Plus"-Technik ab. "Bei der Einführung einer neuen Technik erwarten Kunden gewöhnlich einen technischen Fortschritt. Die Einführung von 'HD+' bzw. 'CI-Plus' birgt aber eher die Gefahr einer technischen Entmündigung der Fernsehzuschauer", so die Verbraucherschützer. Die aktuelle Entwicklung verunsichere Verbraucher unnötig und behindere damit eine schnelle Verbreitung von HDTV in Deutschland, hieß es.

Für die meisten Kabelfernsehkunden in Rheinland-Pfalz werde sich das Fernsehangebot in HDTV auf die Programme von ARD und ZDF bzw. die der Pay-TV-Plattform Sky beschränken. Offen bleibe, wann die Programme von RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben in das Netz von Kabel Deutschland eingespeist würden.

Kürzlich hatte auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor einem schnellen Kauf eines neuen Receivers im Hinblick auf "HD+" abgeraten.

Quelle: http://satundkabel.magnus.de (http://satundkabel.magnus.de)
Titel: Re: Ziggo arbeitet an CI-Plus-Zertifikation
Beitrag von: moonchild am 09 August, 2009, 18:01
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nutzen noch eine Reihe der Ziggo-Kunden das Alphacrypt-CI-Modul. Allerdings gibt der Kabelnetzbetreiber zu Bedenken, keine Garantie dafür geben zu können, dass das Alphacrypt-CI-Modul auch künftig noch funktioniert.
Nach Erscheinen des eigenen CI+ Cam am Ende dieses Monats, will Ziggo will das Alphacrypt CAM in Geraeten mit CI+ Schnittstelle "abschalten". Ein Sprecher von Ziggo hatte vor einiger Zeit noch gesagt, das man nichts Actives gegen das Funktionieren des Alphacrypt CAM's unternehmen wolle :(
Titel: Re: Ziggo arbeitet an CI-Plus-Zertifikation
Beitrag von: SiLæncer am 09 August, 2009, 18:02
Na klasse  :P :(
Titel: Re: Ziggo arbeitet an CI-Plus-Zertifikation
Beitrag von: ritschibie am 09 August, 2009, 18:14
Hoffentlich kommt Humax (mit der kommenden firm) nicht
auf dumme Ideen ;D
Titel: Re: Ziggo arbeitet an CI-Plus-Zertifikation
Beitrag von: spoke1 am 09 August, 2009, 19:31
Sieht so aus als wenn ich meine Cams allesamt verschrotten kann ?! Wenn ich bedenke was das alles gekostet hat  :P Im Grunde darf man ja garnix kaufen, bekommt man ja gleich ein Tritt dafür in den Allerwertesten.
Titel: Re: Kabelnetzanbieter wollen neuen CI-Standard - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Jürgen am 10 August, 2009, 03:01
Jetzt hast Du "unsere" Marktwirtschaft verstanden.

Es ist sonnenklar, die Provider wollen nicht nur für die eigenen Systeme selbst weg vom bisherigen CI-Standard, sondern sie wollen auch die Weiternutzung von Karten anderer Anbieter per (ggf. parallelem) konventionellem CI und CAM möglichst unterbinden. Im Idealfall träumen die davon, dass der erste Einsatz eines ihrer Systeme ein Gerät permanent darauf beschränkt. Das würde so von der EU sicherlich nicht geduldet, aber man kann ja wohl ein paar kleine Schritte in die Richtung tun...
Hersteller zertifizierter Geräte werden sich den Bedingungen der Provider fügen müssen, um das Marktsegment nicht zu verlieren.

Natürlich geht's insgesamt nur darum, die Kunden möglichst effektiv und immer häufiger ausbluten zu lassen.
Oder was dachtest Du, wozu Bezahlfernsehen überhaupt eingeführt wurde?
Vergleiche doch einmal mit Windows, bald alle drei Jahre ein neues OS, dann möglichst auch gleich alle Soft- und Hardware neu kaufen müssen...
Titel: CI Plus: Was steckt hinter der Revocation List?
Beitrag von: SiLæncer am 31 August, 2009, 10:30
Gegner des Common-Interface-Nachfolgers CI Plus kritisieren insbesondere die Revocation List. Droht der schwarze Bildschirm?

Im Zusammenhang mit dieser Widerrufsliste wird das Szenario beschrieben, dass beim Verbraucher der Bildschirm schwarz bleibt, sobald der Hersteller des CI-Plus-Moduls oder des CI-Plus-geeigneten Fernsehers keine Lizenzgebühren mehr bezahlt. Ein Lizenzverlust oder die Beendigung des Vertrags mit dem CI-Plus-Konsortium sei aber nicht gleichbedeutend mit einem Eintrag auf der Revocation List, erklärt Rudolf Eyberg, Director Panasonic AVC Langen Development Centre.
 
Natürlich darf der Hersteller nach Vertragsbeendigung keine CI-Plus-Geräte mehr produzieren, aber er kann noch zwei Jahre nach dem Vertragsende CI-Plus-Geräte verkaufen, die im Zeitraum, als der Vertrag gültig war, produziert wurden. Ohnehin ist es kein Muss, eine Widerufsliste zu benutzen. Ihr Einsatz wird in den Verträgen zwischen Inhalteanbietern und Plattform- bzw. Netzbetreibern festgelegt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: NDS bastelt an CI-Plus-Modul für Kabel Deutschland
Beitrag von: SiLæncer am 14 September, 2009, 09:36
Amsterdam - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland will ab 2010 CI-Plus-Module anbieten - der Verschlüsselungsanbieter NDS stellt dazu erstmals CA-Module zur Verfügung.

Wie Broadband TV News berichtet, bestätigte KDG-Technikchef Wolfgang Zeller auf der IBC in Amsterdam entsprechende Pläne. "Wir gehen davon aus, dass die CI-Plus-Module Anfang 2010 lieferbar sind", so Zeller. Kunden mit entsprechend aufgerüsteten TV-Geräten könnten dann die digital verschlüsselten Programme der Kabel Deutschland ohne separate Set-Zop-Box empfangen.

Der Verschlüsselungsanbieter NDS hat die Produktion von CI-Plus-Modulen bisher wegen möglicher Sicherheitsmängel abgelehnt.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: NDS bastelt an CI-Plus-Modul für Kabel Deutschland
Beitrag von: Jürgen am 14 September, 2009, 13:23
Hätte heissen müssen:
"Der Verschlüsselungsanbieter NDS hat die Produktion von CI-Modulen bisher wegen möglicher Sicherheitsmängel abgelehnt."
Titel: Re: NDS bastelt an CI-Plus-Modul für Kabel Deutschland
Beitrag von: moonchild am 23 September, 2009, 18:40
(http://www.cofitel.net/nl/nds.jpg)
Titel: Re: NDS bastelt an CI-Plus-Modul für Kabel Deutschland
Beitrag von: moonchild am 23 September, 2009, 18:44
Microsoft wird mit Windows 7 den Gebrauch von zgn "CablCard" Modulen in US-Kabelnetzen moeglich machen. Das soll wohl uber sbda im Mediacenter laufen. Exit Gebrauch von Drittanwendungen?
Titel: Ziggo führt als erster Kabelnetzbetreiber CI-Plus-Modul ein
Beitrag von: SiLæncer am 02 Oktober, 2009, 06:22
Leipzig - Das niederländische Kabelunternehmen Ziggo ist weltweit der erste Kabelnetzbetreiber, der den Empfang seines TV-Angebots über ein CI-Plus-Modul ermöglicht.

Bereits seit Mitte September können Kunden das Modul im Handel für 79 Euro kaufen, berichtet DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER. Ab sofort kann das CI-Plus-Modul auch über die Webseite von Ziggo bezogen werden.

"Die Verbraucher verstehen die Vorteile des digitalen Fernsehens: bessere Bild- und Tonqualität sowie mehr Kanäle. Allerdings wollen sie keine extra Set-Top-Box oder Fernbedienung", sagt Marcel Nijhoff, Commercial Director von Ziggo.

Über das CI-Plus-Modul kann auch HDTV empfangen werden, weshalb die Niederländer davon ausgehen, dass die Bestandskunden ihre Boxen gegen das Modul tauschen werden. Voraussetzung ist natürlich ein CI-Plus-zertifizierter Fernseher.

Auch in Spanien und Frankreich sind CI-Plus-Module bereits im Einsatz. Für den Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland wird bereits ein entsprechendes Modul entwickelt, das mit entsprechend ausgestatteten TV-Geräten funktioniert.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: Ziggo führt als erster Kabelnetzbetreiber CI-Plus-Modul ein
Beitrag von: moonchild am 02 Oktober, 2009, 18:25
Über das CI-Plus-Modul kann auch HDTV empfangen werden, weshalb die Niederländer davon ausgehen, dass die Bestandskunden ihre Boxen gegen das Modul tauschen werden. Voraussetzung ist natürlich ein CI-Plus-zertifizierter Fernseher.
UND die CI+ - Fernseher muessen auch von Ziggo zertifiziert sein....
Titel: Kartellamt: CI und CI Plus für TV-Plattformen in Prüfung
Beitrag von: SiLæncer am 18 Oktober, 2009, 08:33
Das Kartellamt prüft die Interoperabilität der Pay-TV-Plattformen über eine CI- bzw. CI-Plus-Schnittstelle. Kabel Deutschland bestellt indes erste CI-Plus-Module bei SMIT.

Die "Schnittstellen-Problematik" wird in den Verfahren gegen Sky, KDG, Unity Media und Kabel BW behandelt.

Ursprünglich rechneten Insider bereits mit einer verbindlichen Aussage seitens des Kartellamts zu CI bzw. CI Plus im Entavio-Verfahren. Dieses Verfahren ist jedoch "zwischenzeitlich eingestellt", so der Sprecher zu DF. Noch weiß niemand, in welche Richtung das Kartellamt entscheidet: "Eine Tendenzaussage ist im laufenden Verfahren leider nicht möglich", stellt das  Kartellamt gegenüber DF klar. Insider gehen jedoch davon aus, dass ein interoperabler Empfang der TV-Plattformen über CI oder CI Plus festgeschrieben werden soll.

In wieweit nach den jüngsten Entwicklungen auch Eutelsat-DVB-T einer Prüfung unterzogen wird, ist noch unklar. Eutelsats DVB-T-Projekt bietet ausschließlich so genannte "embedded-Boxen", also Receiver mit integriertem Verschlüsselungssystem für den Empfang der Bezahlplattform an. Eine CI- bzw. CI-Plus-Lösung zum Vermarktungsstart schloss Eutelsat bereits vor einigen Wochen aus, stünde aber einer CI/CI-Plus-Lösung "offen gegenüber".

Als erster großer Plattformbetreiber hat nach DF-Informationen bereits Kabel Deutschland reagiert. Die Branche spekuliert derzeit über eine erste KDG-Bestellung von CI-Plus-Modulen beim Hersteller SMIT. Die Module sollen im Frühjahr 2010 einsatzbereit sein.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Plattformbetreiber stehen CI Plus offen gegenüber
Beitrag von: SiLæncer am 22 Oktober, 2009, 13:01
Immer mehr Kabelnetzbetreiber und andere Plattformanbieter setzen auf die Universalschnittstelle CI Plus, einige rechnen mit deren Einsatz schon im ersten Quartal 2010, obwohl in Detailfragen noch diskutiert wird.

Mitte 2010 will DF-Recherchen zufolge auch Sky die Universalschnittstelle CI Plus einsetzen, um anderen Marktteilnehmern den Zugang nicht zu verwehren. "Diese CI-Plus-Schnittstelle wird zunehmend in integrierte HDTV-Bildschirme eingebaut und ist die zukunftssichere Variante des Common Interfaces", erläutert Dietrich Westerkamp, Vorstand der Deutschen TV-Plattform gegenüber DIGITAL FERNSEHEN auf Anfrage zu CI Plus.

"Eine neue Version des DVB-CI (CI Plus) ist notwendig geworden, weil die Sicherheitsanforderungen der Rechteinhaber und Sender - insbesondere angesichts von qualitativ hochwertigen (HDTV-) Programmen - über das alte CI nicht abgedeckt waren", fügt Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform hinzu. Zugleich bestehe gerade im digitalen Umfeld ein erhöhtes Bedürfnis der Nutzer, möglichst unkompliziert an die Rundfunk-Inhalte heranzukommen, wie sie es beim Antennen- und analogen Kabelempfang gewohnt waren. "Noch hinzu kommt der Wunsch vieler Verbraucher, die freie Wahl zu haben, welche Geräte sie anschaffen", so Carine Chardon.

Eine solche Plattform-übergreifende Lösung dürfte auch das Kartellamt freuen, ermittelt es doch derzeit sowohl gegen Sky als auch gegen die Kabelnetzbetreiber Unitymedia und Kabel Deutschland wegen des Verdachts der Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung. "Es besteht der Verdacht, dass die technische Ausstattung der Set-Top-Boxen dazu führt, dass der Wettbewerb auf den Kabel-TV- und Pay-TV-Märkten durch die genannten Unternehmen behindert wird", sagte eine Sprecherin des Kartellamtes zu Beginn der Ermittlungen gegenüber DF.

Zum jetzigen Zeitpunkt wollte das Kartellamt keine Stellung zu Fragen nach CI-Plus-Schnittstelle sowie gegenseitiger Freischaltung an HD-Plus- und Sky-Angeboten auf einer Karte beziehen. Grundsätzlich sei es nicht die Aufgabe des Bundeskartellamtes, konkrete Technologien vorzuschreiben, da man die Entwicklungen auf den betroffenen Märkten nicht vorwegnehmen könne und wolle, so ein Sprecher des Bundeskartellamtes aktuell gegenüber DF.

Die Einführung von CI Plus könnte nach Expertenmeinung laufende Kartellverfahren entscheidend beeinflussen. Denn damit können Smartcards unterschiedlicher Inhalteanbieter künftig in allen CI-Plus-fähigen Receivern und TV-Geräten genutzt werden. Wann das Sky-Verfahren abgeschlossen wird, ist dem Kartellamt zufolge derzeit noch offen. Dass sich neben Sky auch Kabel Deutschland und Kabel BW für CI Plus aussprechen, könnte das Ende des Kartellverfahrens beschleunigen.

Eine Eilanfrage bei Unitymedia ergab, dass man auch grundsätzlich "der CI-Plus-Spezifikation offen gegenübersteht". Im Interesse der Geschäftspartner und Endkunden müsse allerdings sichergestellt sein, dass die Jugend- und Kopierschutzanforderungen eingehalten würden, damit die Marktpartner Rechts- und Planungssicherheit erlangen könnten, so Unitymedia gegenüber DF. Der Kabelverband Anga untersuche demnach derzeit mit dem Elektroverband ZVEI, ob diese Belange bei der bisherigen CI-Plus-Spezifikation ausreichend berücksichtigt worden seien.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: UPC und Cablecom ziehen CI Plus in Erwägung
Beitrag von: SiLæncer am 22 Oktober, 2009, 18:24
Der Kabelnetzbetreiber UPC denkt derzeit intensiv über eine Einführung von CI-Plus-Modulen nach.

UPC Broadband denke fortwährend über Wege nach, wie seine digitalen Produkte erneuert und ausgeweitet werden können, sagte ein UPC-Sprecher gegenüber dem Branchendienst "Broadband TV News". CI Plus könne eine interessante Ergänzung zur Produktpalette von UPC sein. Man denke deshalb momentan intensiv über CI Plus nach.

Diese Äußerungen seien im Zuge einer Rede von Cablecom-Managing-Director Eric Tveter gefallen. Der Schweizer Kabelnetzbetreiber Cablecom - der sich noch vor dem ersten Quartal 2010 in UPC umbennen will und damit die Nähe zum Mutterhaus UPC Broadband deutlicher macht - sagte, Cablecom denke über die Einführung der neuen Generation von Common-Interface-Modulen nach.

Damit wolle Cablecom dem Wunsch des Konsumenten nach mehr Freiheit bei der Auswahl einer Set-Top-Box nachkommen. Kunden von Cablecom müssen derzeit die Receiver des Kabelnetzanbieters mieten oder kaufen, wenn sie dessen digitale Programme sehen wollen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI-Plus-Konsortium reagiert auf Kritik
Beitrag von: SiLæncer am 04 November, 2009, 10:53
Nach Informationen des DIGITAL INSIDER herrscht im CI-Plus-Konsortium Unverständnis gegenüber der jüngsten Kritik einiger Sender und Kabelnetzbetreiber am Common-Interface-Nachfolger.

Sowohl die RTL-Gruppe als auch Pro Sieben Sat 1 wollen das Vorspulen von Werbung bei Aufnahmen mit CI Plus verhindern. Insidern zufolge stellt das für viele Unterhaltungselektronikhersteller aber einen zu großen Eingriff in das jeweilige Endgerät dar. Sie wehren sich gegen eine Unterbindung des sogenannten Ad-Skippings. Durch die zunehmende Nutzung von Festplatten zur Aufzeichnung von Fernsehinhalten sehen die privaten Programmanbieter ihr werbefinanziertes Geschäftsmodell gefährdet.
 
Weitaus komplizierter stellt sich das Thema Jugendschutz bei CI Plus dar. Rechtsexperten streiten sich derzeit darüber, inwiefern sich die Regelungen des Jugendschutzes auch auf aufgenommene Sendungen beziehen. Die Jugendschutzvorschriften beziehen sich auf die Übertragung von Medieninhalten, nicht aber auf deren Speicherung. Auf Anfrage von DIGITAL INSIDER musste die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) passen. "Die Landesmedienanstalten und die KJM haben sich noch keine abschließende Meinung über CI Plus gebildet", erklärte eine Sprecherin der Kommission.
 
Common Interface ist eine Schnittstelle, mit der über ein Endgerät verschiedene verschlüsselte TV-Angebote empfangen werden können. Da die Übertragung der Signale zwischen dem notwendigen CI-Modul und dem Endgerät unverschlüsselt erfolgt, haben sich Pay-TV-Anbieter wie zum Beispiel Sky Deutschland oder die Kabelnetzbetreiber Unitymedia, Kabel BW und Kabel Deutschland in der Vergangenheit gegen die Verwendung von Common Interface ausgesprochen. Mit der neuen Schnittstelle CI Plus soll diese Blockade nun aufgehoben werden.
 
Noch sind aber einige Programmanbieter und Kabelnetzbetreiber nicht zufrieden mit CI Plus. Verbraucherschützer kritisieren insbesondere die Möglichkeiten zum Eingriff in den TV-Konsum durch Fernsehsender sowie Plattform- und Netzbetreiber.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: dada am 04 November, 2009, 11:45
Wenn ich das alles richtig verstehe, sind CI und CIplus technisch wegen der Art der Signalübergabe nicht kompatibel. Das bedeutet doch, dass alle, die sich bis jetzt mit neuen Geräten versehen haben, die Deppen sind, weil sie für viel Geld Elektronikmüll eingekauft haben. Zudem läßt man die Leute dafür bezahlen, dass sie sich von den Providern auch noch gängeln lassen müssen, weil der den Empfang beliebig manipulieren kann. Wo bleibt da der Umwelt- und Verbraucherschutz? Glücklicherweise ist das Angebot der privaten Anstalten durchaus entbehrlich!  >:(
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: SiLæncer am 04 November, 2009, 11:51
Wenn ich das alles richtig verstehe, sind CI und CIplus technisch wegen der Art der Signalübergabe nicht kompatibel.Das bedeutet doch, dass alle, die sich bis jetzt mit neuen Geräten versehen haben, die Deppen sind, weil sie für viel Geld Elektronikmüll eingekauft haben. Zudem läßt man die Leute dafür bezahlen, dass sie sich von den Providern auch noch gängeln lassen müssen, weil der den Empfang beliebig manipulieren kann.

Ja...so ungefähr kann man das ausdrücken ...
Titel: Astra: CI-Plus-Module für unter 100 Euro
Beitrag von: SiLæncer am 25 November, 2009, 09:37
CI-Plus-Module sollen im ersten Quartal 2010 für unter 100 Euro im Handel erhältlich sein. Davon geht Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland, aus.

Ab dann wird es auch möglich sein, die HD-Plus-Programme RTL HD, Vox HD sowie die im Januar 2010 startenden HDTV-Sender der Pro Sieben Sat 1Media AG über ein CI-Plus-Modul zu empfangen. An einer Empfangslösung für HDTV-Receiver mit Common Interface 1.0, die mit so genannten Legacy-Modulen diese Sender auf dem Fernseher darstellen sollen, wird laut Elsäßer gearbeitet. "Hier können wir momentan noch keine Aussage treffen, wann diese Lösung vorliegen wird", erklärt der Astra-Deutschland-Chef im Interview mit DIGITAL INSIDER. In Elsäßers Freude über den Start von HD Plus mischt sich Unverständnis. "Es ist nur erstaunlich, wie uninspiriert und technokratisch über HDTV in diesem Land weiterhin geredet wird", erklärt der Astra-Manager. Im Interview mit DIGITAL INSIDER äußert sich Elsäßer zudem über die Abschaltung des analogen öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehens via Satellit sowie die Möglichkeit HD Plus und Sky HD über ein Endgerät zu empfangen.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Ziggo nutzt "CI-Plus" für AlphaCrypt-Blockade
Beitrag von: SiLæncer am 05 Dezember, 2009, 10:19
Der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo will ab Februar 2010 den Einsatz des beliebten Pay-TV-Moduls AlphaCrypt zur Entschlüsselung seiner Pay-TV-Inhalte auf alternativen Empfangsgeräten aushebeln.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, greife die Sperre auf Settop-Boxen und Fernsehern mit integriertem Digital-Tuner, die über den Common-Interface-Nachfolger "CI-Plus" verfügen. Der restriktive Standard erlaubt es, die Verarbeitung der eingehenden Digitalsignale zu blockieren, so dass kein Empfang mehr möglich ist. Ältere CI-Receiver sind von der Maßnahme hingegen nicht betroffen.

Ziggo begründete die unpopuläre Maßnahme mit Vorgaben der Rechteinhaber. Das AlphaCrypt-Modul sei vom Unternehmen nie offiziell unterstützt worden und leiste unzureichende Unterstützung gegen die illegale Nutzung von Programminhalten, hieß es. Konkret wurden RTL, die ProSiebenSat.1-Tochter SBS, Disney und Sony genannt, die auf einem optimalen Schutz ihrer Serien und Filme gepocht hätten.

Ziggo setzt seit September als weltweit erster Kabelnetzbetreiber auf die umstrittenen "CI-Plus"-Schnittstelle. Das Unternehmen verwies auf mehr als 100.000 verkaufte Module. Die Abschaltung von AlphaCrypt sei auf Februar vertagt worden, um betroffenen Kunden genügend Zeit zur Anschaffung eines offiziellen Ziggo-CAMs zu geben, hieß es.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Re: Ziggo nutzt "CI-Plus" für AlphaCrypt-Blockade
Beitrag von: moonchild am 10 Februar, 2010, 18:46
Bei Ziggo ist das Licht jetzt aus mit AlphaCrypt Modulen in CI+ Emfangsgeraeten.

Eine sehr bedauerliche Aktion gegenueber zahlenden Kunden :( Und der angegebene Grund wohl nur dreist, da Ziggo selbst CI+ Module anbietet.
Titel: Re: Ziggo nutzt "CI-Plus" für AlphaCrypt-Blockade
Beitrag von: SiLæncer am 10 Februar, 2010, 18:58
Ja...ganz schön dreist die Aktion von denen ...

Aber wie auch so oft bei anderer Gelegenheit ...wenns um Geld geht  :P
Titel: KDG plant Einführung von CI-Plus-Modul
Beitrag von: SiLæncer am 11 März, 2010, 18:19
Kabel Deutschland will noch in diesem Jahr ein CI-Plus-Modul einführen. Details stehen allerdings noch nicht fest.

Kabel Deutschland plant ab der zweiten Jahreshälfte die Einführung eines CI-Plus-Moduls. Dieses soll in allen Geräten mit CI-Plus-Schnittstelle nutzbar sein. Die Schnittstelle CI Plus wird bereits von einigen Herstellern wie z.B. Sony, Panasonic, Philips oder Samsung unterstützt. Das CI-Plus-Modul soll direkt über Kabel Deutschland vertrieben werden. Wie eine KDG-Sprecherin DIGITAL FERNSEHEN sagte, stünden das genaue Datum der Einführung oder Preise der Module noch nicht fest.

Common Interface (CI) ist eine Schnittstelle, mit der über ein Endgerät verschiedene verschlüsselte TV-Angebote empfangen werden können. Da die Übertragung der Signale zwischen dem notwendigen CI-Modul und dem Endgerät unverschlüsselt erfolgt, haben sich Pay-TV-Anbieter wie zum Beispiel Sky Deutschland oder die Kabelnetzbetreiber Unitymedia, Kabel BW und Kabel Deutschland in der Vergangenheit gegen die Verwendung von Common Interface ausgesprochen. Mit der neuen Schnittstelle CI Plus soll diese Blockade nun aufgehoben werden

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Erstes CI-Plus-Modul für HD Plus im Vorabcheck
Beitrag von: SiLæncer am 26 März, 2010, 17:31
Nach langem Warten ist nun endlich ein erstes CI-Plus-Modul für HD Plus in der DF-Redaktion eingetroffen. Wir überprüften das Modul in passenden Fernsehgeräten und testeten die Aufnahmemöglichkeiten. Erste Tests überraschten die Redaktion.

Das CI-Plus-Modul für HD Plus ist für den Empfang des verschlüsselten Senderpaketes auf Astra 19,2 Grad Ost mit RTL HD, Vox HD, Pro Sieben HD, Sat 1 HD und Kabel Eins HD vorgesehen. Das Modul arbeitet mit HDTV-Satellitenreceivern und Fernsehgeräten mit integriertem HD-Satellitentuner und CI-Plus-Schnittstelle zusammen. Sie sind am aufgedruckten CI-Plus-Logo auf dem Gerät zu erkennen.

Nicht verwechselt werden sollte das CI-Plus-Modul mit dem CI Modul für HD Plus, das für den Einsatz mit speziell vorbereiteten Geräten vorgesehen ist ("Legacy-Modul"). Das CI-Plus-Modul funktioniert nur in Geräten mit CI-Plus-Unterstützung.
 
Nach dem Einschieben des Moduls und dem Einschalten des Receivers oder des Fernsehers wird eine Autorisierung durchgeführt. Eine Bindung an das Endgerät findet nicht statt. Wir konnten das Modul in Fernsehgeräten von Samsung (UE46C7700) und Sony (KDL-40NX805) testen. Mangels passender Satellitenreceiver mit CI-Plus-Schnittstelle haben wir diese erste Testmöglichkeit wahrgenommen. Mit einer HD-Plus-Smartcard ausgerüstet, schaltet das CI-Plus-Modul die Programme sogleich sichtbar.
 
Der Samsung-Fernseher verfügte über einen PVR-ready-Funktion, die wir mit einer externen USB-Festplatte sogleich nutzten. Entgegen kursierenden Gerüchten sind die Beschränkungen hinsichtlich der Aufnahmen nicht so rigoros wie befürchtet. Zwar wurden Aufzeichnungen der HD-Plus-Sender mit einem Hinweis zum Copyright unterbunden, das zeitversetzte Fernsehen (Timeshift) jedoch war problemlos einsetzbar.

Auch das schnelle Vor und Zurückspulen während des Timeshift klappte bei unserem Test ohne Probleme. Die Aufnahmen auf den SD-Kanälen von RTL, Vox, Pro Sieben, Sat 1 und Kabel Eins wurden nicht behindert. Durch die Einbeziehung von CI Plus in den digitalen Signalweg sind Einschränkungen der digitalen Videorekorderfunktionen bei diesen Sendern grundsätzlich möglich, sofern diese verschlüsselt ausgestrahlt werden, wie dies etwa im digitalen Kabel geschieht.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: ZVEI: Zeitversetztes Fernsehen mit CI Plus möglich
Beitrag von: SiLæncer am 12 April, 2010, 12:52
Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat klargestellt, dass zeitversetztes Fernsehen mit der CI-Plus-Receivern prinzipiell möglich ist. Einschränkungen gebe es lediglich durch die TV-Sender selbst.

Moderne TV-Geräte und -Receiver sind mit der digitalen Schnittstelle Common Interface Plus (CI Plus) ausgestattet. Diese ermöglicht zusammen mit dem passenden Modul den zeitversetzten Konsum von TV-Sendungen. Innerhalb von 90 Minuten nach Start des Programms können über CI Plus empfangene Sendungen auf Festplattenrekordern zwischengespeichert und angesehen werden. Innerhalb dieser Zeitspanne ist auch das Vor- und Zurückspielen des aufgezeichneten Programms uneingeschränkt möglich. Dies hat der Fachverband Consumer Electronics im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie klargestellt.

Richtig sei, dass nicht alle Sendungen über CI Plus über die 90 Minuten hinaus gespeichert werden könnten. Die Entscheidung über die Handhabung ihres Programms obliege allein den TV-Sendern. Sie legten fest, ob sie ihre Programme vor einer Aufnahme schützen und dazu entsprechende Signale setzten. Das Endgerät werte die Signale lediglich neutral aus.

Laut ZVEI sollten aus Sicht der Industrie immer die Zufriedenheit der Kunden im Vordergrund stehen. Dabei müssten Urheberrechte und Geschäftsmodelle respektiert werden. Bei der Entwicklung der CI Plus Schnittstelle sei die verbraucherfreundliche Regelung getroffen worden, dass zeitversetztes Fernsehen im Rahmen von 90 Minuten trotz Signaleinschränkungen der Sender möglich sein solle.

ZVEI-Vizepräsident Hans-Joachim Kamp sagte: "Konsumenten erwarten, Fernsehgeräte im Handel frei auswählen und eine möglichst große Vielfalt an Programmen unkompliziert nutzen zu können. Obwohl in modernen Fernsehgeräten die Empfänger bereits integriert sind, mussten Kunden bislang für den Empfang digitaler verschlüsselter Programme eine vom Kabelnetz- oder Plattformbetreiber vorgegebene, zusätzliche Box mieten oder kaufen."

Eine Wahlfreiheit ermögliche jetzt CI Plus. In den nächsten Wochen würden sowohl für das HD-Plus-Paket von Astra als auch für die digitalen TV-Sender von Kabel Deutschland entsprechende Module zum Kauf angeboten. Sein Verband setze sich für die schnelle Einführung von CI Plus-Modulen für alle Plattformen ein, um den Verbrauchern größtmöglichen Nutzungskomfort zu ermöglichen, ohne auf Vielfalt oder Bildqualität zu verzichten.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 12 April, 2010, 17:07
Prima....    ::)

Aber wer braucht den CI+ Müll?    :P
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Theos am 09 Mai, 2010, 18:10
Erster Test: So schränkt CI-Plus die Aufnahmen von HD+-Sendern ein:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erster-Test-So-schraenkt-CI-Plus-die-Aufnahmen-von-HD-Sendern-ein-996284.html

wer um gottes willen kauft denn sowas...
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: spoke1 am 09 Mai, 2010, 18:34
Zitat
wer um gottes willen kauft denn sowas...

Alle die in Zukunft noch was sehen wollen. Den anderen wird man über kurz oder lang das "Licht" ausschalten. BTW.: währenddessen wird was neues... viel besseres auf dem Markt kommen  :P
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: SiLæncer am 09 Mai, 2010, 18:40
Jo...und mit alternativen CAMs ists wohl auch in absehbarer Zeit zu Ende wenn das so weitergeht ---> Kabel Deutschland will Einsatz von Alphacrypt-CAMs unterbinden (http://beta.dvbcube.org/index.php?topic=13267.msg132525#msg132525)
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: kater am 09 Mai, 2010, 18:48
und solchen die nicht wissen was sie tun. "Mein Herr, Sie möchten einen HDTV tauglichen Receiver. Da hab ich hier was ganz tolles. Da können Sie sogar RTL und pro7 in HDTV sehen." " Oh und für was ist der Schlitz hier." " Da bekommen sie hier ein Kärtchen mit, das kostet Sie erst mal gar nichts"
So und nicht anders läuft das
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: SiLæncer am 09 Mai, 2010, 18:50
traurig...aber wahr ... :P
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Warpi am 09 Mai, 2010, 19:19
Die senden eh nur Fake-Hd... :P
Titel: Re: CI Plus - Ungemach für Digital-TV-Kunden
Beitrag von: Jürgen am 11 Mai, 2010, 00:49
Sollten die ö-r irgendwann auch auf den CI+-Mist aufsteigen, melde ich die GEZ mangels Empfangsgeräts ab und freue mich auf lange Prozesse bis in die letzte Instanz, auch über's Land hinaus.
Um die Proll-Sender aber wär's mir nicht schade, HD, SD, schietegal...
Titel: Kabel BW: CI-Plus-Modul kommt Mitte des Jahres
Beitrag von: SiLæncer am 12 Mai, 2010, 13:03
Der Kabelnetzbetreiber Kabel BW will noch im Sommer seinen Kunden ein CI-Plus-Modul anbieten. Der genaue Termin und Preise stehen allerdings noch nicht fest.

Nach Kabel Deutschland wird auch Kabel BW seinen Kunden ein CI-Plus-Modul inklusive Smartcard anbieten. Ein Sprecher von Kabel BW sagte : "Wir gehen davon aus, dass Kabel BW in absehbarer Zeit - voraussichtlich im Laufe des Sommers - ein entsprechendes Modul anbieten kann."

Kabel BW sei bekannt dafür, den Digitalempfang für seine Kunden so einfach wie möglich machen, so der Sprecher. "Allerdings ist Kabel BW auch wichtig, seinen Kunden eine technisch einwandfreie Lösung anzubieten. So müssen bei CI Plus z.B. die Forderungen der Sender an den Kopier- und Signalschutz und der Jugendschutz gewährleistet sein. Offene Fragen gibt es auch im Hinblick der Aufnahme von Sendungen auf integrierten Festplattenrekordern." Daher gebe es noch einige Aspekte, die zu klären seien.

Mit einem CI-Plus-kompatiblen Receiver sollen in Zukunft eingespeiste Pay-TV-Inhalte empfangen werden können. Dazu gehören Programme wie das Kabel-BW-Paket "Clever HD".

Zum Preis für das neue Modul konnte der Kabel-BW-Sprecher noch keine Angaben machen. Auch ob es bei dem von Kabel BW angebotenen CI-Plus-Modul die selben Einschränkungen wie beim Konkurrenten Kabel Deutschland gibt, war von Kabel BW nicht zu erfahren.

Der süddeutsche Kabelnetzbetreiber ist sich aber auch der Einschränkungen durch das CI-Plus-Modul bewusst: "Allerdings werden Empfangsgeräte mit CI Plus zukünftig nicht sämtliche Leistungsmerkmale abbilden können, die beispielsweise die aktuellen Kabel BW HD-Receiver oder HD-Rekorder bieten. So sind in TV-Geräte oft lediglich Receiver für den TV-Empfang im Standardformat eingebaut, sodass HDTV-Sender damit nicht empfangen werden können. Auch interaktive Anwendungen wie Video on Demand, also der Abruf von Filmen über die Fernbedienung, ist mit CI Plus nicht möglich", so der Kabel-BW-Sprecher

Bislang können die Pay-TV-Programme nur mit einem entsprechenden Kabel-Receiver empfangen werden. Seit Anfang des Jahres bietet Kabel BW seinen Kunden den HDTV-Receiver Humax iHD-Fox C und den HDTV-Rekorder Humax iHD-PVR C mit einer 320 GB-Festplatte für zwei bzw. fünf Euro pro Monat (Vertragslaufzeit 24 Monate) an.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Cablecom führt CI+ ein
Beitrag von: SiLæncer am 19 Mai, 2010, 15:31
Der schweizerische Kabelnetzanbieter Cablecom setzt auf den verbraucherunfreundlichen CI+Standard. Mit der "DigiCard" bietet das Unternehmen seit Mittwoch ein entsprechendes CAM samt Smartcard für Fernsehgeräte und Receiver an.

Die zahlreichen Einschränkungen von CI+ verpackt Cablecom im vermeintlichen Konfortgewinn, digitales Fernsehen auch ohne externe Settop-Box nutzen zu können - inzwischen sind verschiedene Flat-TV-Modellen mit entsprechender Schnittsteller erschienen. Immerhin verschweigt Cablecom die Restriktionen nicht. Auf der "DigiCard"-Micro-Site ist zu lesen:

CI+ erlaubt den Sendeanstalten, zusätzliche Informationen im TV-Signal mitzusenden. Ausserdem verfügt CI+ über einen umfassenden Kopierschutz, der das Kopieren digitaler Inhalte auf andere Speichermedien erschwert.

Zur Markteinführung der DigiCard war es unserem Lieferanten noch nicht möglich, eine Software zur Verfügung zu stellen, die den Kopierschutz pro Sender steuern lässt.

Daher verfügt die DigiCard im Moment über einen Kopierschutz, der einheitlich für alle Sender gilt. Wir setzen alles daran, im September 2010 eine Software zur Verfügung stellen zu können, womit sich der Kopierschutz durch die Senderanstalten je nach Sendung steuern lässt.


Keine guten Aussichten, Aufnahmen sind nur bei den teureren Paketen möglich.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: Ärger um Schweizer CI-Plus
Beitrag von: SiLæncer am 01 Juni, 2010, 15:53
Die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) will den Kabelanbieter Cablecom verklagen. Sie sieht in der Einführung der Digicard, die die CI-Plus-Verschlüsselung nutzt, eine "unerhörte Einschränkung der Rechte der Fernsehfreunde".

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) will die Cablecom als Anbieter der CI-Plus-Karte Digicard verklagen. Die Verbraucherschützer sehen im Einsatz der Karte eine Verletzung des Urheberrechtes und eine "unerhörte Einschränkung der Rechte der Fernsehfreunde".

Durch die Karte können vorerst keine Fernsehsendungen mehr aufgezeichnet werden, wie die SKS am Dienstag bekannt gab. Cablecom habe trotz anderslautenden Beteuerungen die Karte so eingestellt, dass sämtliche Sender von dieser Sperre betroffen sind. Die Verletzung des Preisüberwachungsgesetzes will die SKS nach Angaben der Nachrichtengentur SDA beim Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement einklagen, die Verletzung des Urheberrechtsgesetzes wird bei der zuständigen Beobachtungsstelle für technische Massnahmen (BTM) gemeldet.

Cablecom-Chef Eric Tveter beteuerte unterdessen, dass Cablecom-Kunden in Zukunft auch mit der Digicard gewisse Programme aufnehmen könnten. Tvete versprach außerdem, die Kommunikation von Cablecom zu verbessern. Derzeit weist das Unternehmen lediglich darauf hin, dass die Digicard mit dem Verschlüsselungsstandard CI-Plus über einen "umfassenden Kopierschutz" verfüge, "der das Kopieren digitaler Inhalte auf andere Speichermedien erschwert". Dieser Kopierschutz gelte aus Softwaregründen nicht nur für einige, sondern für alle Sender.

"Zur Markteinführung der Digicard war es unserem Lieferanten noch nicht möglich, eine Software zur Verfügung zu stellen, die den Kopierschutz pro Sender steuern lässt. Daher verfügt die Digicard im Moment über einen Kopierschutz, der einheitlich für alle Sender gilt. Wir setzen alles daran, im September 2010 eine Software zur Verfügung stellen zu können, womit sich der Kopierschutz durch die Senderanstalten je nach Sendung steuern lässt", heisst es auf der Cablecom-Homepage.

Dass man damit überhaupt keine Sendungen mehr auf dem Festplattenrekorder aufnehmen kann, geht aus der Mitteilung nicht hervor. CI-Plus sorgt derzeit vor allem in Deutschland für Ärger bei den Konsumenten. Die CI-Plus-Verschlüsselung nutzen die Privatsender RTL, Vox, Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 für ihre HDTV-Programme.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: CI Plus soll Standard werden
Beitrag von: SiLæncer am 04 November, 2010, 15:27
Die verlorenen Söhne kehren zurück: Wie das DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER aus Kreisen des CI-Plus-Konsortiums erfuhr, ist eine Standardisierung der Spezifikationen durch DVB angedacht.

Damit würden die Mitglieder des CI-Plus-Konsortiums die Hoheit über die technischen Einzelheiten der Schnittstelle aus der Hand geben. Dieser Schritt dürfte insbesondere die Marktteilnehmer erfreuen, die ihre Forderungen hinsichtlich der technischen Ausgestaltung von CI Plus bislang nicht berücksichtigt sahen.

Im Sommer 2007 kapselten sich die Unternehmen Neotion, Panasonic, Philips, Samsung, Smar-DTV und Sony von der Entwicklung des CI-2.0-Standards im DVB-Konsortium ab und gründeten die CI Plus LLP. Im deutschen Markt nutzen bislang Kabel Deutschland und HD PlusCI-Plus-Module.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: CI Plus soll Standard werden
Beitrag von: _Immer_Intl_ am 13 Dezember, 2010, 12:17
CI + ist wirklich eine Seuche.

Versucht doch mal einen Flachbildschirm ohne das gammelige CI+ zu bekommen...............
Titel: Umstrittenes CI+ wird auch in diesem Jahr nicht standardisiert
Beitrag von: SiLæncer am 21 Dezember, 2010, 13:19
Die wegen ihrer zahlreichen Restriktionen bei der Aufzeichnung und Wiedergabe von TV-Sendungen umstrittene CI+ Schnittstelle wird auch in diesem Jahr nicht zum Standard erklärt.

Wie ein Vertretes des DVB-Konsortiums dem Branchendienst "Broadband TV News" am Dienstag sagte, gebe es zwar Gespräche mit CI+ Vertretern, diese befänden sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. In die kommenden Spezifikationen 1.3 des Common Interface fließen die Einschränkungen nicht ein, allerdings könnte sich das in Zukunft ändern.

CI+ ist kein Nachfolger des Common-Interface-Standards. Entwickelt wurde das Verfahren von den CAM-Herstellern Neotion und SmarDTV sowie Elektronikkonzernen wie Sony, Samsung, Philips und Panasonic. Lizenziert wird die Herstellung von Modulen oder Endgeräten von der CI Plus LLP, die pro Lizenz und Jahr 15.000 Euro von den Herstellern kassieren will.

CI+ soll über eine komplette Verschlüsselung und authentifizierte Kommunikation zwischen Smartcard und Endgeräten wie dem Fernseher den Schutz vor Raubkopien erhöhen, schränkt die Verbraucherrechte aber massiv ein - beispielsweise über Aufnahmesperren. Wenn Aufzeichnungen erlaubt sind, werden diese auf Festplatten nur noch codiert abgelegt und sind auch nur mit dem Receiver abspielbar, von dem sie aufgenommen wurden. Das heißt beispielsweise, dass die zentrale Installation einer Settop-Box, auf die andere Geräte zugreifen, nicht mehr möglich ist.

Receiver lassen sich außerdem ähnlich wie bei Blu-ray-Playern per externem Broadcast-Kommando lahmlegen, wenn der Kopierschutz auf einem Gerät als kompromittiert gilt. Dabei können sogar komplette Modellreihen aus dem Verkehr gezogen werden. CI+-Module wird es für PC oder Notebook nicht geben, um zu verhindern, dass Inhalte über Schnittstellen wie USB ausgegeben werden. Auch eine Archivierung von Aufzeichnungen auf externe Festplatten per USB-Schnittstelle am Fernseher ist damit nicht mehr möglich.
 
Kommandos per Usage Rules Information

Netzbetreiber oder Sender können darüber hinaus festlegen, dass beispielsweise Werbesprünge nicht durchgeführt werden dürfen, oder hochauflösende Inhalte an Ausgangsbuchsen wie YUV oder VGA nur in SD-Qualität anliegen. Was eine Box oder ein Fernseher mit den empfangenen Inhalten darf oder nicht, wird per Usage Rules Information (URI) an das CI+-Modul im Datenstrom übergeben. Die Netzbetreiber definieren dies in Abstimmung mit den Programmanbietern.


Quelle : SAT + KABEL
Titel: CI Plus: Neue Version, alte Probleme
Beitrag von: SiLæncer am 26 Dezember, 2010, 10:05
Das CI-Plus-Konsortium hat die Spezifikationsversion 1.3 der Schnittstelle entwickelt und ihr damit einige Neuerungen verpasst. Die Forderungen einiger Kabelnetzbetreiber und TV-Sender wurden aber nicht berücksichtigt.

Mit der neuen Version 1.3 werden Aufnahmen nicht mehr durch das CI-Plus-Modul verschlüsselt gespeichert. Diesen Vorgang übernimmt nun der Endgerätehersteller für seine Produkte. Darüber hinaus wurde eine Ressource ergänzt, welche die Navigation in einem Video-on-Demand-Dienst über die CI-Plus-Schnittstelle vereinfacht. Dahingegen bleibt es aber bei den Möglichkeiten, über CI Plus eine Aufnahme zu verhindern oder zu gestatten.

Doch gerade hier setzt die Kritik an. Kabelnetzbetreiber und private TV-Sender würden es lieber sehen, wenn beispielsweise nur das Vorspulen in Werbeblöcken untersagt werden könnte. Bislang liegen dem CI-Plus-Konsortium aber keine einheitlichen Forderungen dieser Art aus der Industrie vor. Die Kabelnetzbetreiber hoffen jetzt auf die angestrebte Standardisierung der Schnittstelle.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: CI Plus: Neue Version, alte Probleme
Beitrag von: Jürgen am 27 Dezember, 2010, 16:45
Wenn die eventuelle Verschlüsselung nicht mehr Bestandteil der Schnittstellenspezifikation ist, sondern eines der Gerätefirmware, würde sich ein Vorspulverbot ebenso darin realisieren lassen, als bedingte Eigenschaft des enthaltenen Players.
Der muss ja jedenfalls mit der Verschlüsselung umgehen können und ist daher von dieser abhängig und steuerbar.
Also wären darüber sowohl die Verfügbarkeit bestimmter UI-Funktionen als auch beispielsweise das automatische Löschen oder zumindest die Nicht(mehr)abspielbarkeit von Aufnahmen eines bestimmten Alters realisierbar.
Wozu also noch dieser Hickhack?
Wissen die überhaupt, wovon die reden? 
Oder trägt man bereits ganz andere Hintergedanken mit sich herum, von denen noch niemand wissen soll, deren Umsetzbarkeit so aber jetzt schon vorbereitet werden soll?
Beispielsweise abermaliges Bezahlen für Abpielfunktionen a la VOD?
Titel: CI Plus winkt offizielle Standardisierung durch DVB Project
Beitrag von: SiLæncer am 18 Februar, 2011, 15:06
Die umstrittene Verschlüsselungstechnologie CI Plus hat nach jahrelangen Grabenkämpfen nun doch Chancen auf eine offizielle Standardisierung durch das branchenübergreifende DVB Project.

Das Lenkungskommittee des europäischen DVB Project, in dem mehr als 270 Programmanbieter, Gerätehersteller, Netzbetreiber und Behörden zur Förderung des digitalen Fernsehens zusammengeschlossen sind, habe die offizielle Anerkennung von CI Plus als Nachfolger des Common-Interface-Standards empfohlen. Das berichtete der Branchendienst "Broadband TV News" am Freitag.

Bislang hatten insbesondere Plattformbetreiber eine offizielle Anerkennung von CI Plus abgelehnt, weil sie befürchteten, zu wenig Einfluss auf die künftige Entwicklung der Technologie nehmen zu können. Diese Einwände seien nach der Veröffentlichung der neuen CI-Plus-Spezifikation 1.3 im Januar weitgehend ausgeräumt worden.

Neotion, Panasonic, Philips, Samsung, SmarDTV und Sony hatten im Sommer 2007 die Entwicklung von CI Plus in die eigene Hand genommen, nachdem sich Gespräche mit dem DVB Forum über die Zukunft des Systems festgefahren hatten. Im November 2008 war das CI Plus Forum aufgelöst und durch eine privatwirtschaftliche LLP nach britischem Recht ersetzt worden. Seitdem waren immer wieder Gespräche mit dem DVB Forum über eine offizielle Standardisierung geführt worden.

CI Plus ist derzeit unter anderem bei den deutschen Plattformen Eutelsat Kabelkiosk und Sky Deutschland im Einsatz. Auch der niederländische Kabelnetzbetreiber Ziggo sowie UPC und Com Hem erlauben die Entschlüsselung ihrer Inhalte über Set-Top-Boxen und TV-Geräte mit CI-Plus-Schnittstelle.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Neue Version der "CI+"-Schnittstelle verabschiedet
Beitrag von: SiLæncer am 28 November, 2011, 18:15
Das DVB Steering Board, eine Art Kontrollgremium für den weltweiten Einsatz des Digital Video Broadcasting Standards (DVB), hat am Montag eine neue Version der verbraucherunfreundlichen und umstrittenen "CI+"-Schnittstelle verabschiedet (http://www.dvb.org/news_events/press_releases/press_releases/DVB_pr222-DVB-Steering-Board-Approves-Comercial-Requirements-for-CI-Plus-v1.4.pdf).

In der neuen Spezifikation 1.4, die auf der bisherigen Version 1.3 aufbaut, sind zwei wesentliche Änderungen geplant: Zum einen lassen sich damit künftig zwei empfangene verschlüsselte Sender mit nur einem Modul handhaben. Das ist vor allem für Besitzer von Twin-Tunern bei Festplatten-Rekordern gedacht. Zum anderen kommen nun auch IP-Fernsehsignale in den zweifelhaften Genuss der Restriktionen. Hinzugekommen sind außerdem neue Uniform Resource Identifiers (URI). Mit der Verabschiedung beginnen nun die technischen Arbeiten an der Implementierung, die nach Angaben des DVB-Konsortiums etwa ein Jahr dauern sollen. Erste Module mit "CI+" 1.4 wären also erst im Jahr 2013 verfügbar.

Quelle : SAT + KABEL
Titel: CI-Plus wird überarbeitet - Korrekturen an Vorspulsperre?
Beitrag von: SiLæncer am 28 Februar, 2012, 15:53
Das DVB-Konsortium will die technischen Spezifikationen für die CI-Plus-Schnittstelle erweitern. Dabei soll vor allem der steigenden Nachfrage nach interaktiven Zusatzdiensten für internetfähige Smart TVs Rechnung getragen werden. Außerdem steht die parallele Entschlüsselung für zwei Empfangsteile und eine gezielte Steuerung der viel kritisierten Vorspulsperre auf der Agenda.

Wie Martin Gold, Vorsitzender der DVB-Arbeitsgruppe für CI Plus, in der aktuellen Ausgabe der Hauszeitschrift "DVB Scene" ausführte, soll die geplante CI-Plus-Version 1.4 vollständig abwärtskompatibel zum aktuellen 1.3-Release gehalten werden. Für die Auslieferung von internetbasierten Videoinhalten soll dabei künftig das ISO Base Media File Format (ISOBMFF) zum Einsatz kommen. Für Pay-TV-Anbieter und Telekommunikationsplattformen werde es zunehmend wichtig, Zusatzinhalte IP-basiert als Ergänzung zum linearen Fernsehen anzubieten, erklärte Gold.

Weitere Änderungen betreffen den integrierten CI-Plus-Browser, der bei Video-on-Demand-Diensten und Elektronischen Programmführern (EPG) zum Einsatz kommt. Erleichtern will das DVB-Konsortium darüber hinaus die Einbindung von MHP- und HbbTV-basierten Diensten über Middleware-Lösungen. Zudem sollen Satelliten-Receiver und TV-Geräte mit zwei Tunern künftig über ein CI-Plus-Modul beide Empfangsteile mit entschlüsselten Inhalten versorgen können. Außerdem macht sich das Konsortium Gedanken über den "Formfaktor". Der auch von Laptops bekannte PCMCIA-Schacht für die Module könnte künftig einer kompakteren Variante weichen.
 
Darüber hinaus stellte Gold Überlegungen in den Raum, dass die im Datenstrom mitgelieferten Benutzerregeln ("Usage Rules Information") im Bereich "Trickplay" und Funktionen zur zeitversetzten Wiedergabe erweitert würden. Das könnte gute Nachrichten für Nutzer der Satellitenplattform HD Plus bedeuten. Sollte dieses Konzept implementiert werden, ließe sich im TV-Signal die viel kritisierte Vorspulsperre gezielt auf Werbeblöcke beschränken und das Navigieren in den übrigen Teilen der Aufzeichnung freigeben. RTL und ProSiebenSat.1 stellen seit 2010 entsprechende Korrekturen in Aussicht, blieben bisher aber eine Umsetzung schuldig.
 
Die umstrittene Verschlüsselungstechnologie CI Plus steht nach jahrelangen Grabenkämpfen vor einer offiziellen Standardisierung durch das branchenübergreifende DVB Project. Das Lenkungskommittee, in dem mehr als 270 Programmanbieter, Gerätehersteller, Netzbetreiber und Behörden zur Förderung des digitalen Fernsehens zusammengeschlossen sind, hatte im November die Weichen für eine offizielle DVB-Spezifikation gestellt, nachdem die Entwicklung des CI-2.0-Standards innerhalb von DVB gescheitert war.

Quelle : www.digitalfernsehen.de
Titel: Re: CI-Plus wird überarbeitet - Korrekturen an Vorspulsperre?
Beitrag von: Jürgen am 29 Februar, 2012, 02:04
Zitat
Darüber hinaus stellte Gold Überlegungen in den Raum, dass die im Datenstrom mitgelieferten Benutzerregeln ("Usage Rules Information") im Bereich "Trickplay" und Funktionen zur zeitversetzten Wiedergabe erweitert würden. Das könnte gute Nachrichten für Nutzer der Satellitenplattform HD Plus bedeuten. Sollte dieses Konzept implementiert werden, ließe sich im TV-Signal die viel kritisierte Vorspulsperre gezielt auf Werbeblöcke beschränken und das Navigieren in den übrigen Teilen der Aufzeichnung freigeben. RTL und ProSiebenSat.1 stellen seit 2010 entsprechende Korrekturen in Aussicht, blieben bisher aber eine Umsetzung schuldig.
Da bin ich sehr skeptisch.
Die für solch eine Steuerung erforderlichen Signale würden es nämlich prinzipiell möglich machen, schon im laufenden Programm Werbung zuverlässig und automatisch zu erkennen.
Spulverbot gesetzt, genau das wird Werbung sein.
Und genau davon träumen viele Nutzer.
Man würde ja zu und zu gerne den Spieß umdrehen...

Jürgen
Titel: CI Plus 1.4: Was ist mit dem neuen DVB-Standard möglich?
Beitrag von: SiLæncer am 18 März, 2014, 13:43
Mit der Version 1.4 wird die ursprünglich von den Geräteherstellern entwickelte CI-Plus-Schnittstelle erstmals zum offiziellen DVB-Standard. CI Plus 1.4 wird dabei einige Neuerungen im Vergleich zu den bisherigen Spezifikationen bieten. Peter Siebert vom DVB-Projekt erklärte gegenüber DIGITAL FERNSEHEN die wichtigsten Innovationen.

Mit der 2010 auf dem Markt eingeführten CI-Plus-Schnittstelle sorgten die Gerätehersteller Neotion, Panasonic, Philips, Samsung, SmarDTV und Sony für einigen Wirbel auf dem Markt für TV-Empfangsgeräte. Waren sie Spezifikationen für den ursprüngliche CI (Common Interface)-Standard noch vom DVB-Konsortium entwickelt worden, so hatten sich die Hersteller für die Entwicklung von CI Plus in einem eigenen Konsortium, dem CI Plus LLP, zusammengefunden. Das Ziel war es, die Schnittstelle für die Decodierung verschlüsselter, digitaler TV-Programme so weiterzuentwickeln, dass die Bedürfnisse der Gerätehersteller mit denen der TV-Sender in Einklang gebracht werden konnten. Im Ergebnis wurden mit CI Plus zahlreiche weitere Möglichkeiten für Kopierschutzmaßnahmen (Digital Rights Management - DRM) implementiert.

Der ganze Artikel (http://www.digitalfernsehen.de/CI-Plus-1-4-Was-ist-mit-dem-neuen-DVB-Standard-moeglich.113686.0.html)

Quelle : www.digitalfernsehen.de